9.6.2018

 

Litera W

(Wiesbachtal - Wöllstein)

 

 

Wiesbachtal:

der Wiesbach ist ein, vom Dorstelbrunnen aus gerechnet, etwa 17 km langer Zufluss des Schwarzbach. Der Wiesbach entwässert mit seinen Nebenbächen den Westen der Sickinger Höhe. Er entsteht aus mehreren Quellbächen, hauptsächlich aus dem Felsbach, der im Dorstelbrunnen entspringt und über die Pletschmühle in einem waldreichen Tal nach Süden fließt und dem westlich davon parallel verlaufenden Nepbach, der das streckenweise schluchtartige Lamachtal durchzieht. Diese Bäche vereinigen sich bei dem Ort *Wies­bach zum gleichnamigen Bach, der weiter in südliche Richtung fließt. Auf der Strecke nach Winterbach ist das Wiesbachtal von Vie­len Weihern durchzogen und bietet ein idyllisches Bild. Am Weg liegen die Etzenbachermühle und die Stampermühle. Vor Winter­bach, wo von links der gleichnamige Bach hinzukommt, biegt der Wiesbach nach Westen ab und durchfließt am Ortsteil Niederhau­sen vorbei ein stark in Verbuschung und Bruchbewaldung übergehendes Wiesental. Ab Oberauerbach heißt der Bach auch Auerbach, welche Bezeichnung nach der Landaufnahme von Tilemann Stella des Herzogtums Zweibrücken aus dem Jahr 1564 ursprünglich ein bei Reifenberg entspringender und über Battweiler nach Oberauerbach fließender und dort von links in den Wiesbach einmündender Bach trug, der heute Ohmbach genannt wird. Der Wiesbach wurde damals also offenbar als Nebenbach dieses Baches gesehen. Bei Niederauerbach mündet der Wiesbach in den Schwarzbach, nachdem er kurz zuvor noch von rechts den Heilbach aufgenommen hat. Das obere Wiesbachtal zwischen Martinshöhe und Winterbach ist mit seinen Nebentälern von zahlreichen Wander- und Reitwegen durchzogen 1.

 

Literatur:

- Jotter, Eugen: Die Mühlen des Wiesbachtales; in: Aus heimatlichen Gauen (Beil. zu Pfälzischer Merkur / Ausgabe Pfalz-Saar), 1934, Nr. 19-22, 24-34

- Jotter, Eugen: “Die Mühlen des Wiesbachtales”; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14 und Nr. 15; abgedruckt bei: Bernhard H. Bonkhoff: “Großbundenbach – Kleinbundenbach – Mörsbach”, Großbundenbach 2007, S. 607-669

 

 

 

 

 

Wieselbach:

bei Baumholder; an der Steinalb gelegen; heute auf dem Truppenübungsplatz Baumholder. Wieselbach war ein Dorf des Hochge­richts auf der Heide und gehörte somit zum Herrschaftsbereich der Wild- und Rheingrafen 2.

 

Mühlen:

- Hasemühle oder Hahnschemühle, Hans'sche Mühle:

auch Hasenmühle oder Hahnenmühle; sie gehörte zur Gemeinde Wieselbach und mußte 1938 bei der Bildung des Truppenübungs­platzes Baumholder geräumt werden 3. Die Mühle gehörte nicht zum Herzogtum Zweibrücken, sondern im Gebiet der Wild- und Rheingrafen; sie ist deshalb auch nicht im sog. Sundahl'schen Mühlenverzeichnis für das Oberamt Lichtenberg enthalten. Sundahl er­wähnt lediglich, daß oberhalb der Germann­mühle noch eine Salmische oder rheingräfliche Mühle liege. Bei diese kann es sich nur um die Hasenmühle handeln, die mithin be­reits 1745 bestand 4.

 

Am nächsten zur Quelle der Steinalp gelegen war die sog. Hasemühle, die auf Landkarten auch als Hans'sche Mühle bezeichnet wird 5, etwa 2 km unterhalb der ehemaligen Dörfer Wieselbach und Ehlenbach 6. Bachabwärts folgt die Germannsmühle, bereits auf pfalz-zwei­brückischen Gebiet liegend 7.

 

Von der Hasemühle waren keine Unterlagen oder Urkunden zu ermitteln, die Aufschluß über deren geschichtliche Vergangenheit ge­ben könnten. Sie lag im Norden des Steinalbtals am Fuße des Eiderbergs, an der Einmündung des Kreuzbachs in die Steinalp 8.

 

Um 1762 war Johann Peter *Conrad Müller “auf der Wiselbacher Mühl” in Wieselbach bei Baumholder; er ist 24.1.1762 Pate bei der Taufe der Maria Barbara Elisabeth Bollenbacher, Tochter des Georg Bollenbacher wohnhaft auf der Katharinenmühle bei Grünbach 9.

 

1923/1924 brannte das zur Mühle gehörende Wohnhaus ab und wurde nicht wieder aufgebaut. Der ehemalige Schweinestall wurde Ende der 1920er Jahre zum Wohnhaus umgebaut. Letzter Eigentümer der Mühle waren Peter Hahn und seine Ehefrau geb. Bier. Sie hatten drei Töchter, die auswärts verheiratet waren. Die alt gewordenen Eheleute Hahn verzogen zu ihrer ältesten Tochter nach Saar­brücken und verkauften ihr Anwesen 1931 an Karl Reinhard aus Ilgesheim, ein Witwer, der im gleichen Jahr mit seinen Söhnen ein­zog. Er ist der letzte private Eigentümer der Mühle vor deren Einbeziehung in den Truppenübungsplatz Baumholder 10.

 

Photo:

- Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik des gemeindefreien Bezirks Gutsbezirk Baumholder, S. 275

- Hartmann, Alfons: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder mit den Chroniken der ehemaligen Einzelgehöfte und Mühlen, S. 107, 108

- Schworm Erst: Die Steinalb; in Westrich Kalender 2009, S. 25 (Photo der Steinalb mit Ruine der Hasenmühle)

 

Literatur/Urkunden:

- Hartmann, Alfons: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder mit den Chroniken der ehemaligen Einzelgehöfte und Mühlen, S. 107-109

LA Speyer Best. B2 Nr. 138: „Schatzungsfreiheit von einer im Grimbacher Bann gelegen zur freiherrl. Salmischen Erbbestandsmühle in der Steinalb gehörigen Wiese, 1767-1786“

- Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 6

 

 

 

 

 

Wies-Oppenheim:

seit 1969 Stadtteil von Worms; an der Pfrimm gegenüber von Hochheim gelegen 11. Das Dorf gehörte, wie auch die benachbarten Dörfer Hoch­heim, Pfiffligheim, Leiselheim und Horchheim, ursprünglich zur alten Herrschaft Stauf, fiel dann an die Grafen von Zwei­brücken und ging von diesen 1378 durch Kauf an den Grafen Heinrich II von Sponheim über. Durch Erbgang fielen die Dörfer 1393 an den Grafen Philipp von Nassau-Saarbrücken. Doch wurden sie von den Inhabern der ehemaligen Herrschaft Stauf nur in Ge­meinschaft mit dem Domstift Worms als dessen Lehen besessen. Im Anfang des 18. Jh. fiel die Hälfte des Dorfes durch Tausch von Kur­pfalz an das Domstift Worms, welches so in den ganzen Besitz des Dorfes kam 12.

 

Mühlen:

- Schönauer Mühle:

Am 18.1.1310 bekennen die Äbtissin Luggardis und der Konvent des Klosters Kirschgarten bei Worms, daß die Mühle in Oppenheim bei Horchheim dem Kloster Schönau gehöre, von dem sie dieselbe um 20 Mltr Korn jährlichen Zinses zu Lehen haben 13.

 

1712 war Franciscus Reipel der Müller in Wiesoppenheim; Reipel und seine Ehefrau Anna Cunigunda sind am 13.12.1712 als Paten in Heuchelheim bei Frankenthal bei der Taufe des Franciscus Knirsch, des Sohnes von Jacob Knirsch [Lesart unsicher] und dessen Ehefrau Anna Maria 14.

 

am 6.7.1807 erfolgte im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung die Veräußerung der Mühle in Wies-Oppenheim als Teil des Karmelitergutes. Eigentümer war das Karmeliterkloster Worms. Pächter war Matthias Wickenhaeuser aus Wies-Oppenheim. Die­ser kaufte die Mühle für 19200 fr 15.

 

 

 

 

Wiesweiler /Glan:

s. auch Berschweiler bei Lauterecken

 

VG Lauterecken, Lk Kusel; zwischen Offenbach-Hundheim und Lauterecken am Glan gelegen.

 

Der Ort entwickelte sich aus den beiden ursprünglich selbständigen Dörfern Berschweiler, östlich des Glans gelegen, und Wiesweiler, auf der Westseite. Sie wurden 1336 als Winsewilre und 1364 als Bernswilre erstmals urkundlich erwähnt. Während Wiesweiler Teil der Grafschaft Veldenz war, gehörte Berschweiler zu den Rheingrafen. Im 15. Jahrhundert wurden die Dörfer vereinigt. 1558 kauft Ludwig Pfalzgraf von Pfalz-Veldenz den Ort. 1816 kam der Ort zum Fürstentum Lichtenberg, einer neugeschaffenen Exklave des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld beziehungsweise ab 1826 des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Mit diesem fiel er 1834 an Preußen, das aus diesem Gebiet den Landkreis Sankt Wendel schuf. Nach der Abtrennung des Hauptteils an das neugeschaf­fene Saargebiet entstand 1920 der Restkreis St. Wendel-Baumholder, zu dem der Ort bis 1937 gehörte, als er in den Landkreis Bir­kenfeld eingegliedert wurde. 1969 wurde er in den Landkreis Kusel umgegliedert 16.

 

Mühlen:

- Wiesweiler Mühle:

im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis vom 8.7.1746 wird die Wiesweiler Mühle erwähnt 17: „Die Mahl- und Ohligmühle zu Offenbach ist die letzte Mühle im Oberamt Lichtenberg. Glanabwärts folgen die im (kur-)pfälzischen Amt Lauterecken (einst auch pfalz-zweibrückisch) und die Mühlen im zweibrückischen Oberamt Meisenheim. Die Offenbacher Mühle liegt dem Flecken Offen­bach gerade gegenüber auf der zweibrückischen Seite des Glanflusses, ¼ Stunde unterhalb der noch zu beschreibenden Hundheimer Mühle. Bis zur Wiesweiler Mühle ist es ½ Stunde“.

 

Urkunden/Literatur:

- LHA Koblenz Best. 23 (Grafschaft/Fürstentum Veldenz) Nr. 1050: Die herrschaftliche Mühle zu Wiesweiler und Berschweiler, 1568-1777

 

 

 

 

 

Wilgartswiesen:

VG Hauenstein, Lk Südwestpfalz; an der Queich gelegen.

 

1313 erhielten die Grafen von Leiningen die Falkenburg verpfändet; 1378 löste Pfalzgraf Ruprecht die Pfandschaft ein und erwarb die Burgen Guttenberg und Falkenburg für 40000 Goldgulden. Bereits am 11.1.1379 übertrug er die Hälfte der Guttenberg und der Falkenburg dem Grafen Emich V. von Leiningen als Afterlehen. Die andere Hälfte der Falkenburg kam 1399 von den Rittern von Sickingen wieder an Kurpfalz. Herzog Stephan von Pfalz-Zweibrücken erbte 1410 diese Hälfte und vererbte sie 1444 seinem Sohn Herzog Ludwig von Veldenz-Zweibrücken. Seit dem 15. Jh. waren Burg und Pflege Falkenburg im Kondominium zwischen der Grafschaft Leiningen und dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, wo sie bis zur französischen Revolution blieben.

 

 

Mühlen:

in der Ingelheimer Schenkung vom 16.4./22.5.828 vermacht die Gräfin Wiligart aus dem fränkischen Herrschergeschlecht der Widonen dem Kloster Hornbach den Pirminsbezirk, darunter den Hof Wiligartswiesa, einschließlich Kirchen und Mühlen 18.

 

1807 besaßen die Müller Jakob Fayock und Conrad Broedel Mühlen in Wilgartswiesen 19. +++klären: welche Mühlen+++

 

1853 werden in Wilgartswiesen vier Mühlen genannt 20. +++weiter++++

 

 

- Wilgartswieser Mühle, Maußhardt'sche Mühle, Falkenburgmühle:

die dritte der Wilgartswiesener Mühlen stand unmittelbar am westlichen Rand des Ortsmittelpunktes an der alten B10 und wurde mit Wasser gespeist, das aus dem Mühlbach der Queich dem Wasserrad zugeführt wurde 21.

 

1637/38 war Georg *Sammüller (Saumüller) als Müller in Wilgartswiesen 22. Im pfalz-zweibrückischen für das Herzogtum Zwei­brücken von 1743 wird die Mühle wie folgt beschrieben: “[...] hat 2 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang, ist Bannmühle für die Untertanen der Gemeinschaft Falkenburg. Pacht 16 Ma. Korn und 8 fl 6 bz., aber nur 1/4 nach Zweibrücken” 23

 

Im Mühlenverzeichnis pfalz-zweibrückischen Vogtei Falkenburg vom 20.9.1756 heißt es: „Ist eine Mühle zu Rinthal in der Gemein­schaft Falckenburg, gehöhrt dem Erbbeständer Sebastian Disquet. Diese hat zwey Räder, welche treiben zwey Mahlgänge und einen Scheelgang im Trilles. Gibt jährl: 12 Mltr Pfacht, wovon die Herrschaft Zweybrücken [...]. die Helfte ziehet. Zu dieser Mühlen Ist nie­mand gebannet, weilen aber die Mühle zu Willgartwiesen alß wohin die Unterthanen des Gemeinschafts Amts Falckenburg gebannet sindt, dem neml Müller gehörig, so mahlen von gnd. Unterthanen nach Ihrer Convenientz in dieser Mühlen, wer da will. Ziehet seine übrige Nahrung von besitzenden Güthern und Viehe Zucht, und weilen ein guter Müller so komen auch fremde dahin zu mahlen. Die Beförderung der Mahlgäste komt auff die Qualitat der Frucht an, wann dieße dörre und gut, so kan in Zeith 24 Stunden vier Malter mit einem Gang befördern“ 24

 

Georg Nicklaus Disqué war ein Sohn des 1760 verstorbenen Müllers Sebastian *Disqué, der drei Erbbestandsmühlen zu Wilgartswie­sen, Rinnthal und Hinterweidenthal besaß und drei Söhne hinterlassen hat, von denen dem ältesten Sohne Johann Niklaus, der sich bei seinem Schwiegervater in der Stadtmühle zu Zweibrücken aufhält, die Mühle zu Wilgartswiesen und die Mühle zu Rinnthal dem anderen Sohn Görg Niklaus Disquet und die zu Hinterweidenthal dem dritten Sohn Peter Disquet zugefallen“ 25.

 

Auch der weitere Sohn des Sebastian Disqué und der Anna Barbara Schaaf, der Johann Jacob *Disqué, Müller in Rinnthal, wird 1755 als Müller in Wilgartswiesen genannt 26.

 

Nach 1763 war zeitweise der aus Edesheim stammende Johann *Schmidtknecht als Müller auf der Mühle in Wilgartswiesen 27.

 

Bis ca. 1790 war der Müller NN. Stephan, Witwer der Elisabetha Disque Betreiber der Mühle zu Wilgartswiesen. Er beantragt 1790­bei der Regierung der Grafschaft Hanau-Lichtenberg die Erlaubnis zum Verkauf seiner Mühle zu Wilgartswiesen und der dortigen Güter, da er inzwischen die Eichelsbacher Mühle [Anm.: bei Gersbach nahe Pirmasens] erworben hatte 28.

 

In der Zusammenstellung des Rentamts Annweiler vom 8.8.1828 über die „Liquidation für Mühlenstillstand während des Flößereibe­triebs 1827/28“ 29 ist die „Wilgartswieser Mahl- und Schneitmühle“ mit dem Besitzer Christoph *Maushard aufgeführt, der eine Ent­schädigung von 11 fl 12 kr quittiert.

 

Am 6.12.1847 annoncierten die Erben des verstorbenen Müllers Christoph Maushardt zur Versteigerung der im Dorf Wilgartswiesen gelegenen Mühle mit zwei Mahl- und einem Schälgange, einer Schwingmühle, einer Ölmühle einer Hanfreibe und einer Schneidmühle, Wohnhaus und Nebengebäuden. In der Versteigerungsannonce wird vermerkt, „daß während der Flößerei auf der Queich eine Mühlenstillstandsentschädigung von 1 fl 52 kr. per floß vom Staate und Privatberechtigten entrichtet wird 30.

 

1856 stellte der Müller auf der Falkenburgmühle, Jakob Maußhardt, ein Gesuch um Erlaubnis zur Verlegung seines Mühlenkanals und Erneuerung seines Triebwerkes, Setzung eines neuen Aichpfahls und Wiederherstellung der Stauanlage der Falkenburger Mühle 31.

 

In der Zählung der Haushaltungen von Wilgartswiesen von 1935 ist der Müller Karl I. *Maußhardt als Eigentümer des Anwesens Hauptstraße 127 benannt 32. 1947 war Karl *Mausshardt der Müller auf der Wilgartswieser Mahlmühle; die kleine Mühle hatte eine Leistung von 0,5 to/24 Std. und wurde über ein Wasserrad angetrieben; weitere Antriebsmöglichkeiten durch Maschinen sind nicht vorhanden 33.

 

Photo:

- Ortsgemeinde: Wilgartswiesen, S. 614: Die Maußhardt'sche Mühle um das Jahr 1900

 

Literatur/Urkunden:

- Albrecht, Karl-Heinz: Die Mühlen in Wilgartswiesen; in: Ortsgemeinde: Wilgartswiesen (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Wilgarts­wiesen, S. 612-614

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1392/7: „Mühle zu Wilgartswiesen, 1710-1792“

- LA Speyer Best C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 3495: Genehmigung für den Müller Stephan, Witwer von Elisabetha Dis­que, zur Veräußerung seiner Mühle zu Wilgartswiesen und seiner dortigen Güter und Anlegung des Vermögens seiner drei Kinder auf der von ihm erworbenen Eichelsbacher Mühle, 1790

- LA Speyer Best. H31 Nr. 177 Z 2290: Gesuch des Jakob Maußhardt, Mahl-, Öl- und Sägemühle, die sog. Falkenburgmühle in Wil­gartswiesen, um Erlaubnis zur Verlegung seines Mühlenkanals und Erneuerung seines Triebwerkes, Setzung eines neuen Aichpfahls, Wiederherstellung der Stauanlage sowie Instandhaltung bzw. Reinigung des Mühlgrabens der Falkenburger Mühle, 1856-1938

 

 

- Zweite Falkenburger Mühle:

diese stand südöstlich des Schloßberges; Reste dieser Mühle wurden bei verschiedenen Umbauten im 20. Jh. in die Neubauten mit einbezogen. Die Mühle stand unmittelbar neben der Einmündung der Kreisstraße in Richtung Hauenstein, unweit der alten B10. Der Bau dieser Mühle, die mit Wasser aus der Queich gespeist wurde, kann mit der Errichtung des Gutshofes Neufalkenburg in Verbin­dung gebracht werden. Es kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob diese Mühle die Nachfolgerin der Falkenburger Sägemühle war, oder als Getreidemühle betrieben wurde. Diese zweite Falkenburger Mühle wurde schon lange vor dem 1. Weltkrieg aufgege­ben. Nach dem 2. Weltkrieg erwarb das ev. Hilfswerk das Gelände und richtete dort ein Müttergenesungswerk ein 34.

 

 

- Falkenburger Sägemühle zu Wilgartswiesen:

sie war die älteste Mühle in Wilgartswiesen und lag weit westlich des heutigen Ortskerns. Die Mühle ist heute völlig verschwunden. Ihr Standort war am südwestlichen Fuß des Schloßberges auf einem Gelände, das in den letzten 150 Jahren vollkommen umgestaltet worden ist. Die Flurnamen „Sägemühler Weiher“ und „Sägemühler Kehr“ erinnern an diesen Standort. Während der spätmittelalterli­chen Holztrift und der Holzflößerei während der bayerischen Zeit befand sich dort die „Falkenburger Klause“ und ein großer Holz­lagerplatz. Die Falkenburger Klause war die größte Stauanlage zur Holzflößerei im pfälzischen Triftgebiet und wurde durch das Was­ser der oberen Queich und der Kohlwoogquelle gespeist. Bei dieser großen Klause stand die Falkenburger Sägemühle, die mit einem Mühlrad versehen war. Durch den Bahnlinienbau 1873/74 wurde das Gelände durch den hohen Bahndamm völlig umgestaltet. Der Ausbau der ehemaligen Reichsstraße in Richtung Pirmasens (heute alte B10) zwischen den Weltkriegen führte zu einer weiteren landwirtschaftlichen Veränderung. Bei diesem Straßenausbau stieß man auf alte Gewölbe, die mit der ehemaligen Sägemühle in Ver­bindung gebracht wurden. Zu dieser Zeit waren die Gebäude der alten Mühle längst zerfallen und verschwunden 35.

 

Am 14.4.1752 stimmte der pfalz-zweibrückische Amtmann von Steinkallenfels der Errichtung der Falkenburger Sägemühle zu, nach­dem bereits vor einiger Zeit die Genehmigung der Mitherrschaft Leiningen erteilt worden war 36. Die Sägemühle sollte im Tempo­ralbestand vergeben werden 37. Am 20.5.1752 wird in einem pfalz-zweibrückischen Aktenvermerk, daß die „von der Mittherrschaft Leiningen ohnfern dem Schloß Falkenburg erbauten Seegmühle“ das Oberforstamt aufgefordert, das Jahr der Erbauung der Mühle zur Registratur zu melden. Darauf hin wird am 5.8.1752 die Kopie eines Vermerks der pfalz-zweibrückischen Rentkammer vom 22.8.1748 zu dem Akten gereicht, betreffend die Begebung der „hiesigen Seegmühl … auf einen 6jährigen Bestand“ 38. Zum Zeit­punkt der Erstellung dieses Vermerks war die Mühle noch nicht errichtet.

 

Es gab wegen des Pachtzinses Irrungen zwischen der Grafschaft Leiningen und dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Als der pfalz-zweibrückische Vogt zu Annweiler, Lienur, aufgrund eines Rescripts seines Amtsvorgängers vom 6.6.1758 in Erfahrung gebracht hat­te, daß Leiningen-Guntersblum-Heidesheim unter Verstoß gegen den Kondominiumsvertrag die gesamte Pacht der Mühle eingezo­gen, einbehalten und nicht hälftig geteilt hatte, gab Lienur dem Mühlenpächter die Anweisung, künftig die Hälfte der Pachtsumme direkt an Pfalz-Zweibrücken zu bezahlen 39. Damit war die Auseinandersetzung aber nicht beendet. Nachdem Zahlung nicht erfolg­te, suchte der pfalz-zweibrückische Beamte den Müller auf der Falkenburger Sägemühle auf. Dieser erklärte, nicht zur Zahlung ver­pflichtet zu sein, da er nur gegen Lohn als Bordschnitter auf der Mühle arbeite und nicht Mühlenbeständer sei. Die Mühle sei viel­mehr von dem leiningischen Beamten zu Falkenburg in Bestand genommen worden. Die pfalz-zweibrückische Verwaltung hatte die­sen, nicht namentlich genannten leiningischen Beamten vergeblich zur Zahlung des hälftigen Pachtzinses aufgefordert 40. Daraufhin ordnete die pfalz-zweibrückische Regierung an, notfalls im Wege der Exekution, die in der Mühle befindlichen Gerätschaften zu be­schlagnahmen 41. Im Zuge der weiteren Auseinandersetzung erhob die Grafschaft Leiningen-Guntersblum-Heidesheim Klage vor dem Reichshofrat, woraufhin die Akten von der pfalz-zweibrückischen Verwaltung am 19.10.1773 an die Rentkammer Zweibrücken abgegeben wurden 42. 1773 regte daraufhin das pfalz-zweibrückische Oberforstamt an, ggfls. oberhalb der eigenmächtig von Leinin­gen in Besitz genommenen Sägmühle eine weitere Sägmühle zu erbauen 43. Oberförster Fabrici­us wies nach entsprechender Anfra­ge des Oberforstamts daraufhin, daß der Boden an dem einzig in Betracht kommenden Platz im Harbachertal, „wo die Mautzen-Steig herunter komt“, sehr brüchig sei und die dortige Erbauung einer Sägmühle “zwar nicht zum sonderlichen Nutzen, insonderheitlich aber zur Retorsion und der Falkenburger Seeg Mühle zu Schaden zu ruinieren wohlgelegen“ 44. In der Folge erbot sich Jacob Esch­mann von Rinnthal, die Mühle zu pachten 45. Die Kosten für den Neubau wurden mit 681 fl 4 kr ermittelt 46. Der weiter Ver­lauf der Angelegenheit ist aus den Akten nicht ersichtlich,

 

Karte:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/10, Bl. 21: Plan vom Dezember 1770 über den geplanten Neubau einer Seemühle oberhalb der Fal­kenburger Seegmühle

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/9: „Falkenburger Sägemühle zu Wilgartswiesen, 1752-1766“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/10: „Falkenburger Sägemühle zu Wilgartswiesen, 1773-1774“

 

 

- Vierte Mühle in Wilgartswiesen:

über die vierte Mühle in Wilgartswiesen ist am wenigsten bekannt; sie soll sich im Anwesen Zinkgraf an der Hauptstraße befunden haben. Diese Mühle muß schon während der 2. Hälfte des 19. Jh. aufgegeben worden sein 47.

 

 

- Wüstmühle:

s. *Wüstmühle bei Wilgartswiesen

 

 

 

 

 

Winden:

VG Kandel, Lk Germersheim; war pfalz-zweibrückisch und gehörte zum zweibrückischen Amt Barbelroth 48.

 

Mühlen:

- Mühle auf der Erlenbach:

zum Dorf gehörte die Mühle auf der Erlenbach 49. In der Übersichtskarte von Kandel aus dem Jahr 1899 50 ist bei Winden nur eine Mühle, die Windener Mühle, westlich des Dorfes am Erlenbach gelegen, eingezeichnet.

 

Unterlagen über den Bau und die Geschichte der Mühle am Erlenbach in Winden finden sich nur spärlich. Erstmals wird sie in der Zeit des 30jährigen Krieges genannt 51.

 

1627 wird Hans *Carler als Müller in Winden genannt: Er verliert sich in den Schrecknissen des 30jährigen Krieges 52. 1669 wird Paul *Reiland (geb. um 1640; ref.) als Müller in Winden genannt 53. Dessen Sohn Peter *Reiland +++weiter+++

 

1692 wird der frühere Müller in Bergzabern Peter *Reyland († 1717 Winden) als Müller in Winden genannt; möglicherweise Vater des Müllers in Winden, Peter *Reiland 54.

 

1708 ist der Peter *Reiland als Müller in Winden; ∞ 1708 in Kandel mit Anna Eva *Guttenbacher, der Tochter des Anwaltsschulthei­ßen in Kandel Sigismund *Guttenbacher (Schwester der Anna Maria *Guttenbacher, ∞ 29.4.1698 in Kandel mit dem Müller auf der Wanzheimer Mühl in Rheinzabern, Johann Peter *Brunner 55.

 

Auch 1760 ist Peter Reyland Müller auf der Windener Mühle. Er war es vermutlich, der die heutigen baulichen Änderungen schuf, denn ein Stein im Bogen zur Kellertür zeigt die Jahreszahl 1756 und das Wasserrecht zum Stau vor der Mühle besteht seit 1770 56. Aus einer Beschwerde des Georg Michael Roth auf der Barthelsmühle bei Kan­del über das widerrechtliche Schwellen des Mühlbachs zum Betrieb der Mühle geht das Wasserrecht der Windener Mühle hervor 57.

 

1774 wird Johannes *Egendoerfer als Müller in Winden genannt; ∞ mit der Müllerstochter Maria Elisabetha Reiland (~7.3.1729 Winden), Tochter des Müllers in Winden Peter *Reiland 58. Die Eheleute Egendoerfer werden mehrfach als Paten benannt, so z.B. bei der Taufe der Maria Elisabetha Piccot am 11.5.1777 und bei Johann Martin Piccot am 17.10.1779, Kinder des Müllers auf der Herrenmühle bei Minderslachen und Nachkommen des Josef Pico della Mirandola aus Fancigny, Obersavoyen, der als Kaufmann nach Kandel kam. Offensichtlich muß jedoch bereits vor­her Verwandtschaft zur Familie Piccot bestanden haben, denn 1777 wird auch Conrad Auerbacher, verheiratet mit Maria Elisabetha Piccot als Müller in Winden genannt.

 

Johannes Egendoerfer ist identisch mit Johann *Eckendörfer, der um 1793 als Müller in Winden genannt wird und am 24.12.1793 vor den französischen Truppen geflohen ist 59. Egendoerfer stirbt 1790 [?] kinderlos 60.

 

Erben der Eheleute Egendoerfer sind die Schwester der Maria Elisabetha Reiland verh. Egendoerfer und deren Kinder 61.

 

Die Familie Eckendörfer war die Familie mit dem nachweislich größten Grundbesitz in Winden z. Zt. der französischen Revolution. Wie bei Flüchtlingen üblich wurde auch die Windener Mühle mit dem zugehörigen Grundbesitz nach der Flucht Egendoerffers als französisches Nationalgut eingezogen, in verschiedene Lose aufgeteilt und für 1389 Gulden an Frédéric Martin aus Straßburg verstei­gert 62. Frédéric Martin teilt die Immobilien auf und verkauft sie an 10 Windener Interessenten, darunter Caspar Rebold 63. Der 1759 in Winden geborene Caspar *Rehbold war Müller in Winden, wohnhaft 1795 außer dem Dorf; ∞ um 1795 mit Catharina Jutzi (geb. 1766 err., Winden) 64. Am 3. Messidor Jahr IV (= 21.6.1796) sind als Paten im Kirchenbuch von Winden vermerkt: „Rebold Caspar und Catharina Müllersleute zu Winden“ 65; sie erscheinen erneut am 29. Floreal Jahr VI (= 18.5.1798) in Winden als Paten bei der Taufe des Caspar Hoff 66.

 

Ab 1805 – 1838 war Christoph *Volck († 2.4.1838) als Müller in Winden 67; 1838 wird er als Spezereikrämer in Winden genannt 68. ∞ um 1800 mit Maria Elisabetha Müller; aus der Ehe stammen 9 Kinder, von denen die ersten drei noch in Rohrbach geboren sind, der Sohn Peter Voltz (geb. 19.2.1808) und die nachfolgenden Kinder wurden sämtlich in Winden geboren 69.

 

Der Müller und Gutsbesitzer in Winden, Ludwig *Schneider wird 1835 als Eigentümer der Mühle genannt; er wandert mit seiner Fa­milie im April 1847 nach Straßburg / Elsaß aus 70. Er hat die Mühle von seinem Schwiegervater Peter Mink übernommen. Schneider hatte wiederholt Streitigkeiten mit der Gemeinde Winden. 1836 hatte er einen Graben drei Schuh tief gereinigt, so daß „die steiner­nen Waschbänke, die die Gemeinde dort seit unvordenklicher Zeit hatte, nicht mehr benutzt werden konnten“. Dadurch fielen auch die Wiesen trocken. Die Wieseneigentümer hatten das althergebrachte Recht zur Wiesenwässerung und bestanden nun darauf, den Mühlgraben stauen zu dürfen. Offensichtlich entzog die Gemeinde dem Müller Schneider die Pflicht zur Grabenreinigung, denn 1841 beklagt sich Schneider über die Höhe der ihm von ihm geforderten Grabenreinigungskosten. Schneider war bereits nach dem Hamba­cher Fest verdächtigt worden, mit den Untergrundbewegungen in der Schweiz und in Frankreich in Verbindung zu stehen. Aber auch eine Hausdurchsuchung, die vom Generalstaatsanwalt persönlich geleitet wurde, konnte die Verdächtigungen nicht erhärten. Vermut­lich vor diesem Hintergrund verlegte er 1847 seinen Wohnsitz ins Elsaß 71.

 

In einer Annonce im Landauer Eilboten vom 21.11.1846 wird die Verpachtung der Windener Mühle, „gelegen am Dorfe Winden, zwischen Bergzabern und Candel“[...] bestehend „in einer Mahlmühle mit 3 Mahlgängen, Schälgang und Schwingmühle, in einer Öl­mühle mit 2 Paar Steinen, einer Schrotmühle und 4 Stempelpressen“ angeboten 72.

 

1847 wird daraufhin Conrad *Bangmann Müller in der Windener Mühle. Er war verheiratet mit Katharina Klöpfer. 1847 und 1848 werden ihnen zwei Kinder in Winden geboren 73.

 

Am 11.8.1852 stirbt in Winden der Müller Franz *Löffel 74.

 

Der aus Neustadt/Weinstraße stammende frühere Fuhrmann Baptist *Zwick († 4.6.1865 Winden; ∞ mit Barbara Fischer) war Müh­lenbesitzer in Winden. Von ihm sind Akten über einen Streit mit der Gemeinde Winden über die Unterhaltungspflicht für den Weg zur Mühle erhalten 75.

 

Auf ihn folgt der Sohn Heinrich *Zwick (11.10.1844 Neustadt / Weinstraße - † 4.6.1865 Winden; ∞ 15.9.1863 mit Catharina Hey [geb. 16.3.1842 Winden, ~ 20.3.1842 ebd., Tochter des Ackersmanns Jacob III Hey und der Maria Elisabetha Petillon] 76. Heinrich Zwick übte die Tätigkeit des Müllers in Winden bis zu seinem frühen Tod nur kurze Zeit aus; bereits 1866 wird Ludwig *Ehli aus Of­fenbach Müller auf der Mühle am Erlenbach 77.

 

Ludwig *Ehli (25.12.1842 Ottersheim; ∞ II 1.4.1869 mit Margaretha Schönlaub, Witwe Rapp) war Müller in Winden. Aus der Ehe stammen die Söhne Gustav Wilhelm *Ehly (15.12.1872 Winden, StA Nr. 13/1872 - † 7.11.1952 Winden, StA Nr. 7/1952) 78 und Ludwig Ferdinand Ehli (geb. 30.3.1877 Maximiliansau). Die beiden Söhne übernahmen die Mühle. Während Gustav Wilhelm Ehli offensichtlich unver­heiratet blieb, heiratete Ludwig Ferdinand Ehli am 31.3.1898 Elisabetha Scheidt aus Dierbach. Als die Mühle am Erlenbach 1911ab­brannte 79, beauftragte Gustav Wilhelm Ehly den Zimmermeister Wil­helm Scheid mit dem Wiederaufbau des Dachstuhls, bezahlte ihn aber nicht 80.

 

Gustav Wilhelm Ehly verkaufte die Mühle drei Jahre nach dem Brand [von 1911, also 1914] an Familie Johannes Günther und wohn­te fortan in der Hauptstraße 31, wo er zeitweise einen Krämerladen betrieb. Johannes Günther übernahm später die Hardtmühle in Kandel und verkaufte 1936 die Windener Mühle an die Familie Otto Wolf aus Weingarten in Baden 81.

 

Während des zweiten Weltkriegs wurde Familie Wolf zeitweise evakuiert [Anm.: Dorf und Mühle lagen in der sog. „Roten Zone“]und die Mühle mit deutschen Soldaten belegt. Die Mühle blieb im Krieg unbeschädigt. 1970 übergab Otto Wolf die Mühle an seinen ältesten Sohn, der sie noch um 2006 betriebt 82.

 

Reihenfolge der Müller:

- 1627 Hans *Carler

- 1669 Paul *Reiland (ev.-ref.)

- 1692 Peter Reiland (zuvor Müller in Bergzabern, † 1717 Winden); möglicherweise Vater von Peter Reiland

- ab 1708 (err. aus Eheschließungsdatum) Johann Peter *Reiland (kath.); Vater der Maria Elisabetha Reiland (~ 7.3.1729 Winden,∞ [unsicher] mit dem Müller in Winden [1774] Johannes *Egendoerfer)

- 1774 und noch 1793 Johannes *Egendoerfer

- 1796Caspar *Rebold (Rehbold)

- 1805 bis 1838 Christoph *Volck († 2.4.1838 Winden)

- 1835Ludwig *Schneider (Müller und Gutsbesitzer in Winden); ausgewandert 1847

- 1852 (†) Franz *Löffel

- Baptist *Zwick († 4.6.1865 Winden); auf ihn folgt der Sohn Heinrich *Zwick

- bis 1865 Heinrich *Zwick († 4.6.1865 Winden), als Mühlenbesitzer

- 1866 – nach 1900 Ludwig *Ehli; nach s900 Verkauf an Familie

- nach 1900 Familie Günther

- Verkauf an Familie Wolf

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte der Amtsgerichte Germersheim und Kandel von 1899

 

 

 

 

 

Windsberg:

Stadtteil von Pirmasens; westlich von Pirmasens gelegen; war pfalz-zweibrückisch und gehörte zum Oberamt Zweibrücken 83.

 

Der Pirmasenser Vorort Windsberg mit etwa 830 Einwohnern liegt im Westen der Stadt. "Wie in der Nachbargemeinde Winzeln, gibt es eine erste urkundliche Erwähnung einer Ansammlung von Häusern unter dem Namen Wulmersberg aus dem 15. Jahrhundert. [...] Gegenwärtig präsentiert sich der Ort als fast reines Wohngebiet." 84. Auf hohem Berg ge­legen, mit einer weiten Sicht in die Täler, erweist sich durch die Jahrhunderte Windsberg besonders geeignet, sowohl Festung als auch Wohn- und Herrensitz zu sein. Funde machen deutlich, dass schon zur Steinzeit der Emmersberg bewohnt ist. Hünengräber ber­gen die Toten der Vorzeit. Keltische Kult­stätten erinnern an zaubervolle Riten. Römische Relikte von Straßen und Villen zeugen vom hohen Lebensstandard der damaligen Eroberer. Burg und Denkmäler aus früher Zeit sind verschwunden. Zuletzt zerstört der rohe Aufbau des Westwalls wichtige Erinne­rungsstücke. Nur die Namen erinnern noch an die frühe Geschichte des Ortes, so z.B. der Orts­name selbst, der um 1149 Winesberg lautet. Nach einem Wilhelm soll der Ort benannt sein. Die Bezeichnung Emmersberg geht auf einen Ermenberg zurück. Unterschied­liche geistliche und weltliche Herren verwalten im Lauf der Jahrhunderte Burg und Hof. Doch 1595 geht das Gut in die Hände der Familie Rothhaar über, deren Nachkommen sowie die Familie Weber die einzigen Bewohner sind, die den Dreißigjährigen Krieg überleben. Schon 1752 gibt es in Windsberg eine Winterschule. 1792 besuchen 35 Schüler diese Schule. Die Französischen Revoluti­onstruppen bringen ab 1793 viel Leid über den Ort. Vor einer drohenden Brandschatzung vergra­ben die Einwohner ihre Habe und verstecken sich mit ihrem Vieh im Wald. In den Wirrnissen dieser Zeit kommt Windsberg, das bis­her zum Herzogtum Zweibrücken gehört, zum Kanton Pirmasens. Die Not wird – auch unter bayerischer Herrschaft ab 1816 – immer größer. Die Kinder bleiben dem Unterricht fern um betteln zu gehen. In den Jahren 1847 bis 1854 wandern viele Windsberger nach Amerika aus. Verständlicherweise reift bei Mißernten und Hunger die Saat der Freiheitsbestrebungen. 1848 zieht der Gastwirt und Adjunkt Laudemann mit einer mit Sensen und Hacken bewaffneten Schar nach Pirmasens gegen die Preußen. In Pirmasens indessen rät man ihm umzukehren, was auch geschieht. 1904 löst sich Windsberg aus dem Verband des Bürgermeisteramtes Nünschweiler und hat seitdem eine eigene Ver­waltung und ein Standesamt. Erneut müssen die Windsberger unter kriegerischen Ereignissen leiden. Die militärisch günstige Lage des Ortes fordert feindliche Maßnahmen heraus. Neue Not bringen die Separatisten ins Dorf. Am 3. De­zember 1923 kommt es am Ortseingang zu einer Schießerei, bei der ein Einwohner getötet wird. Der Westwallbau bringt viele Frem­de nach Windsberg. Arbeits­dienstlager entstehen im Hochwald, am Kreuzbäumel und am Nünschweiler Wald. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges werden die Windsberger nach Franken und Thüringen evakuiert. Sie dürfen erst im Spätsommer 1940 wieder zurückkehren. allerdings ist Winds­berg mit 96 Bunkern und 20 Stollen als Festung ausgewiesen. Wieder wird der Ort beschossen und bombardiert. Kein Haus bleibt verschont. Viele Windsberger flüchten erneut. Am 23. April 1972 wird Windsberg nach Pirmasens ein­gemeindet. Eine Besonderheit von Windsberg ist die steile Topographie, so dass innerhalb des Ortes mehrere Höhenmeter überwun­den werden müssen, aber auch der Ort in die Landschaft integriert wird. ++++Zitat prüfen+++

 

Mühlen:

- Windsberger Mahlmühle:

Um 1744 war Johann *Haygel Erbbeständer auf der Windsberger Mahlmühle, die er 1733 von Anton Mayer gekauft hatte 85.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 86 wird sie wie zusammengefaßt folgt beschrieben: “Wird durch die Walshauser Bach (Anm.: Felsalbe; im Original heißt es aufgrund eines Ver­sehens des Verfassers Marx): „Wird gleichfalls durch die Walshaußer Mühl getrieben“), liegt eine halbe Stund oberhalb der Waltz­hauser Bann-Mühle und eine Stund unterhalb der Hengspacher Mühle, etwan eine Viertelstunde von dem Dorf Windsberg ent­fernt. 1 unterschl. Rad treibt 1 Mahlgang mit angehäng­tem Trillis für den Schälgang. Der obere Mühlgraben hat eine Länge von 500 Gäng. Der Erbbeständer ist Johann *Haygel, welcher die Mühle 11 Jahre zuvor von Anton Meyer erkauft und einen Erbbestand un­term 20ten July 1733 desgl: einen Confirmations-Schein unterm 15ten april: 1738 erhalten hat. Entrichtet jährlich 6 Ma. Korn und 6 Ma. Hafer, 6 Kappen oder 1 fl 9 bz. and Geld. Hat keinen Bann. Zu Zeiten kommen die Windsperger und Bottenbacher hieher zu mahlen.” 87.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 88 wird die Mühle beschrieben: „die Windsper­ger Mühl [hat] 1 Waßerrad, welches einen Mahl und einen im Trilles laufenden Scheel­gang treibet; [zahlt an Pacht] 1 fl ß bz an Geld, 6 Mltr Korn; hat keinen Bann, die Hengsperger, Windsperger und Höh Eschweyler [Anm.: Höheischweiler] mahlen zu Zeiten allhier, 8 biß 10 Haushaltung können befördert werd.“

 

Am 3.2.1780 heiratet der Müller in Windsberg, Georg Jakob Becker (Sohn des Gemeinsmanns zu Dellfeld, Friedrich Becker) die Maria Elisabetha Sieber (Tochter des Georg Sieber, Gemeinsmanns zu Nünschweiler) 89.

 

 

 

 

 

Winnweiler:

VG Winnweiler, Lk Donnersbergkreis; gehörte zur Grafschaft Falkenstein und bildete deren Hauptort. Die Reformation war in der Grafschaft Falkenstein bereits um 1550 eingeführt 90.

 

Kirchenbücher:

- Staatsarchiv Speyer; Bestand D 12 Hochstift Worms (Zweitschrift des Kirchenbuchs): Kirchenbuch von 1776, 1777, 1779, 1780, 1781, 1784, 1785, 1786, 1787 91; sind erst ab 1698 erhalten 92.

 

 

Mühlen:

Um 1859 war Friedrich Kaege Mühlenbesitzer in Winnweiler 93.+++klären welche Mühle+++

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird als Handelsmüller in Winnweiler genannt der Johannes Würtz 94.+++klären welche Mühle+++

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C14 (Grafschaft Falkenstein] Nr. 263: Beschreibung der herrschaftlichen Mühlen in Winnweiler und Hochstein, 1788

 

- Dorfmühle:

++++weiter++++

 

 

- herrschaftliche Mühle, auch Schloßmühle; später Flicker'sche Mühle:

heute Anwesen Kirchenstraße 1 95. Bereits 1394 heißt es im Falkensteiner Kopi­albuch I: „Unsere Wiesen gelegen in dem Mühlwoog zu Winnweiler bis an der Dorf Altzenbrück …“ 96. Eine herrschaftlich falckensteinische Mühle ist in Winnweiler schon 1396 belegt; der erste Bau stand innerhalb der Schloßmauern des erst 1604 angebauten Schlosses am Rande des großen, sich bis Alsenbrück hin­ziehenden Wooges, der damals auch “Mühlwoog” genannt wurde. Die Mühle war nördlich an das Schloß angebaut. 1674 durchbrach eine gewaltige Wasserflut den Damm des 40 Morgen umfassenden Großen Woogs; es entstanden erhebliche Schäden auch an der Mühle. Den Damm, die beschä­digte Mühle und das Wehr stellte man mit hohen Kosten wieder her. Die herrschaftliche Schloßmühle war herrschaftliches Eigentum und stand im Genuß des Obersten Veibnom. Er verpachtete sie an Mattheiß Biebinger und ab 1678 an Hans Schmidt. Die Pacht be­trug beim ersten Pächter jährlich 25 Malter Korn und 2 Malter Weizen 97.

 

Am 31.3.1710 wird dem herrschaftlichen Schloßmüller zu Winnweiler, Müllermeister Tobias *Jung, die Schloßmühle in einem neu­em Temporalbestand für weitere 10 Jahre verliehen. Tobias Jung hatte die Schloßmühle von dem vorherigen Müller Johann Jacob *Zepf übernommen und war in dessen Temporalbestandsvertrag eingetreten, der zum 1.4.1710 auslief 98.

 

Die Mühle lag innerhalb der Schloßmauern und war nördlich an das Schloß angebaut 99. In den 1720er Jahren geriet die Mühle und das Schloß so in Zerfall, daß infolge von Wasserschäden der Weg zu ihr manchmal für den Müller und die Mahlgäste nicht zu bege­hen war. Die in die Mühle gebannten Bauern wollten nicht mehr durch das Schloßtor und an der Wache vorbeifahren. Sie verlangten einen neuen Zugang, indem man ein Loch in die Schloßmauer breche, „welches aber der sicherheithalben, Kriegsläuften und viel un­terschleif wegen keine approbation finden konnte“ 100.

 

1738 war die Mühle in ruinösem Zustand. 1739/40 wurde diese “Schloßmühle” wie sie jetzt offiziell hieß, wegen Baufälligkeit abge­rissen. In der Imsbacherstraße, an einer Ausbuchtung des großen Wooges, erfolgte 1740 der Neubau. In diesem Zusammenhang wur­de auch der große Woog trockengelegt und der sich von Alsenbrück, vorbei am Fuße des Laisbühl herziehende Mühlbach angelegt. Die Mühle hatte: 4 Wasserräder für 4 Mahlgänge und 1 Ölmühle. 1743 ist Daniel *Winck Erbbeständer 101. Der nächste Beständer war “der ledige Mühlknecht Johannes *Wolsiffer aus Alsenbrück”. Er erhielt die Schloßmühle in Winnweiler, weil kein anderer ge­boten hatte, für 200 Gulden Pacht pro Jahr (als Tempo­ralbeständer). Offensichtlich bewarb er sich dann als Erbbeständer 102. Er machte geltend, daß er bereits 1000 Gulden in die Mühle verbaut habe, daß er eine Tochter habe, die demnächst einen Müller heira­ten werde und diese wollten bei der Bezahlung mithelfen. Wolsiffer hatte bereits eini­ge Überlegungen angestellt, wie die Erwerbslage der Mühle verbessert werden könne. Er wollte die 4 Mahlgänge abbauen, eine Öl­mühle installieren, eine Weinbrandbrennerei ein­richten und einen starken Viehbestand halten. Er hatte vor Jahren das Wirtshaus “Zum Löwen” sowie eine Bäckerei betrieben. Eine Versteigerung im Erbbestand wurde angesetzt. Dabei erhielt Jacob Frank den Zu­schlag und die Mühle im Erbbestand. Wolsiffer gab sich damit nicht zufrieden und erreichte die Festsetzung einer erneuten Versteige­rung nur zwischen Wolsiffer und Frank. Am 9.3.1785 erhielt Wolsiffer den Zuschlag zu 3000 Erbkaufschillingen. Doch bereits 1786 bittet Wolsiffer die Verwaltung um einen Konsens zum Verkauf der Schloßmühle Winnweiler an den Wormser Cornelius Pahe für 6000 Gulden und 110 Gulden Trinkgeld 103. Bei der Versteigerung der Nationalgüter durch die Franzosen zu Beginn des 19. Jh. kam die Mühle in den Besitz Ludwig Gienanths, der sie 1824 verkaufte 104.

 

Im Intelligenz-Blatt des Rheinkreises wird am 10.4.1824 die Mühle zum Verkauf angeboten. „Die Winnweiler Mühle, nahe dem Ort gelegen, mit 2 Mahl- und einem Schälgang, einer Oehlmühle, einer Branntweinbrennerey, einem Wohnhaus [...]“ 105.

 

Die Vorfahren der heutigen Besitzer, Familie Flicker erwarben das Anwesen um 1860 106

 

Die heutige, im Verlauf des 19. Jh. nach und nach errichtete, weitläufige Dreiseitanlage, besteht zum einen aus dem 1880 als Einfirst­anlage gebauten Wohn- und Mühlengebäude, zum anderen aus den als Winkelbau angeordneten Ökonomiegebäuden, der Stallscheu­ne von 1834. Nur wenige Meter oberhalb der Mühle liegt die vollständig erhaltene Wehranlage, von der, eine kleine Halbinsel aus­scheidend, der Mühlgraben abzweigt.. Den Mühlgraben und das an dieser Stelle breite Bett des Glan überspannt die 1844 erbaute Brücke 107.

 

Im 20. Jh. wurde die Mühle von Mitgliedern der Familie Flicker betrieben. Im Einwohnerverzeichnis 1938 ist aufgeführt der Wil­helm Flicker, Müller, Imsbacherstraße 232 108; im gleichen Einwohnerverzeichnis ist weiterhin aufgeführt der Mar­tin Flicker, Müller und Bauer, Imsbacherstr. 232 109.

 

Abbildung:

- Karte Winnweiler mit Schloß und angebauter Schloßmühle (aus LA Speyer Best. C14 Nr. 83 Bl. 119); abgedruckt bei Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, S. 102

 

Karte:
Abbildung:

- Karte Winnweiler mit Schloß und angebauter Schloßmühle (aus LA Speyer Best. C14 Nr. 83 Bl. 119); abgedruckt bei Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, S. 102

- Kaißling Heinrich und Rasche, Werner: Von Woogen und Weihern; in: Rasche, Werner: Ortsgeschichte von Winnweiler [Winnwei­ler 1991], S. 433: Plan von 1839/40 mit der Lage Winnweilers am riesigen „Neuen Woog“, der sich bis Alsenbrück hinzog

- LA Speyer Best. W1 Karte 1587 Schloßmühle zu Winnweiler, o.D. (1740)

 

Photo:

- Denkmaltopographie Bd. Kusel, 219

 

Literatur/Urkunden:

- Hopp, Helmut: Die herrschaftliche Mühle zu Winnweiler und deren Temporalbeständer von 1740-1786; in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1958, S. 287-294

- LA Speyer Best. C14 Nr. 263: Beschreibung der herrschaftlichen Schloßgebäude, Mühlen etc. in Winnweiler, 1788

- LA Speyer Best. C14 (Grafschaft Falkenstein) Nr. 274: Die herrschaftlichen Mühlen (Schloßmühle) zu Winnweiler, 1740-1786, darin farbige Bauskizze der Schloßmühle

- Weber, Friedrich W.: Die herrschaftliche Mühle in Winnweiler; in: Pälzer Sunndag [Pfalz. Volksztg]. 1958, Nr. 47

 

 

- Lohmühle:

1846 richtete der Gerber Eduard Kölwel bei seiner Gerberei am Lohnsfelder Weg (späteres Anwesen der Maschinenfabrik Hanauer) eine Lohmühle ein. Gerberei und Lohmühle hatten keinen langen Bestand; sie gingen um 1850 an Heinrich Hanauer über, der dort seine mechanische Werkstätte einrichtete 110.

 

Urkunden:

- LA Speyer Best. H43 Sachakte 1739: nicht mehr bestehende Wassertriebwerke, 1818-1819, 1840-1865, 1891-1902, 1937 enthält: Loh­mühle Rockenhausen, Dorf- oder Fleckenmühle Alsenz, Dietzmühle Gaugrehweiler, Rollauermühle Kallbach, Mahlmühle Bayerfeld, Hos­termühle Dielkirchen, Lohmühle Winnweiler. Mahlmühle Schweisweiler, Bergmühle Finken­bach-Gersweiler

 

 

 

 

 

Winterbach / Pfalz:

VG Wallhalben, Lk Südwestpfalz; liegt im Wiesbachtal, wo der Wiesbach nach Südwesten abknickt und der Winterbach linksseitig einmündet. Das Dorf war seit 1447 pfalz-zweibrückisch.

 

Mühlen:

Die Dörfer Niederhausen, Battweiler, Winterbach, Biedershausen und Käshofen sind zur Niederhausener Mahl- und Bannmühle ge­

bannt 111.

 

 

- Säge- und Ölmühle am herrschaftlichen Weiher zu Winterbach:

die Mühle lag im Wiesbachtal und wird auch dem Dorf Kleinbundenbach zugeordnet +++klären: ob identisch+++.

 

Die Mühle lag an dem „herrschaftlichen Weiher zu Winterbach“; bis 1725 war Johannes *Salzmann der Säge- und Ölmüller in Win­terbach († 26.5.1725); seine Tochter Susanna Salzmann heiratet am 7.8.1725 in Buntenbach (das heutige Großbundenbach) den Schuhmacher Sebastian Lutz, der zugleich Säge- und Ölmüller auf der Säge- und Ölmühle in Winterbach ist. Lutz der in „Heringen im kurpfälzischen Oberamt Otzberg“ geboren ist, verstarb am 17.4.1754 im Alter von 53 Jahren an „Wassersucht“, seine Witwe Su­sanna Salzmann am 28.2.1761 im Alter von 78 Jahren 112. Am 30.5.1759 bestätigt Christian Freiherr von Cathcart zu Carbiston , Herr der reichsfreien Herrschaft Buntenbach, daß sein Vater Freiherr Wilhelm von Cathcart zu Carbiston der Susanna Salzmännin, Mülle­rin auf der Säg- und Ölmühle bei Winterbach, im Jahr 1716 einen Accordsbrief über diese Mühle erteilt hat. Nach dem Tod seines Va­ters und seiner übrigen Geschwister erteilt Christian Cathcart zu Carbiston als verbliebener Alleinerbe zu Herrschaft Buntenbach der Susanna und ihren beiden Enkeln Georg und Maria Magdalena Kochin einen Erbbestandsbrief über diese Mühle 113.

 

Am Sägeweiher oder Neuwoog zu Kleinbundenbach gelegen; um 1759 war Heinrich *Krül der „Sägmüller zu Bundenbach“ (Anm.: es dürfte sich hierbei im Kleinbundenbach handeln, da in Großbundenbach keine Sägmühle bestand) 114.

 

Um 1797 war Johann Jakob *Emmerich als Müller auf der Ölmühle zu Kleinbundenbach; ∞ mit Maria Elisabeth Hauther († 27.9.1797 in Buntenbach im Alter von 22 Jahren „an den Folgen eines unglücklichen Kindbetts“) 115.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1027/1: „Die sog. Winterbacher Säge- und Ölmühle am Sägeweiher oder Neuwoog zu Kleinbundenbach, o. D.“

 

 

 

 

 

Winterborn:

VG Alsenz-Obermoschel, Lk Donnersbergkreis; nördlich vom Münsterappel gelegen; gehörte zum Fürstentum Nassau-Weilburg

 

Mühlen:

Alle Mühlen und Wasserläufe in Münsterappel, Niederhausen, Oberhausen und Winterborn warten 1484 Eigentums des Klosters St. Gangolph in Münsterappel 116.

 

- Birnmühle auf dem Fallbrucker Hof bei Winterborn:

+++klären: es handelt sich möglicherweise um eine Obstmühle++++

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 878: „Die Birnmühle auf dem Fallbrucker Hof bei Winterborn, 1780-1782“

 

 

 

 

 

Winzeln:

heute Stadtteil von Pirmasens; an der *Felsalb gelegen

 

Mühlen:

um 1830 war der in Weisenheim/Sand geborene Heinrich Barth als Müller in Winzeln wohnhaft ++++klären : welche Mühle++++; gegen ihn waren nach 1830 wegen „revolutionärer“ Umtriebe gerichtliche Untersuchungen in Zweibrücken anhängig 117.

 

 

- Littersbacher Mühle, Liedersbacher Mühle auch Katzenmühle:

die Liedersbacher Mühle (Littersbacher Mühle) oder Katzenmühle lag beim Katzenbronnen zwischen der Simter Mühle und der Reh­mühle im Winzelner Bann 118, oberhalb der Rehmühle 119.

 

Die Littersbacher Mühle heißt im Volksmund immer noch Katzenmühle; deshalb führt der Flurplan von 1902 auch als Gewanne im angrenzenden Simten an: „Am Dietersbrunnen unter der Katzenmühle“ 120; 1837 heißt es „Katzenmühle ¼ Stunde westlich von Nie­dersimten 121. 1828 und 1963 heißt er erneut Littersbacher Mühle. Der Name stammt von den beiden Bächen Großer und Kleiner Lit­tersbach, welche hier von Norden her in die Felsalb münden. Es ist aber zu vermuten, daß der Kleine Littersbach ehemals Katzen­bach hieß; denn in seinem Tal, dem 'Katzental' wird 1716 bei der Taufe eines Kindes als Patin genannt „Tochter des Meisters Joh. Theobald Lau, Waf­fenschmied, im Katzenthal wohnhafft“ 122.

 

Die Mühle wurde zwischen 1761 und 1763 erbaut. Um 1760 war der aus Battweiler stammende Jacob Grunder der Pächter und Mül­ler auf der nahegelegenen Rehmühle. Er wendet sich am am 23.8.1760 an die Verwaltung der Grafschaft Hanau-Lichtenberg: „[...] zu ersuchen, die ich der un­terthänigste Supplikanten qua ein Außländer auß dem Herzogthumb Zweibrücken von Battweiler mich schon über 4 Jahr alß Lehns­müller auf der sogenannten Reeh Mühle alß ein dahier erkauftter zünftiger Müller Meister treu- und ehrlich er­nährt [...]. Wenn ich mich nun alß ein vermögender Mann von circa 6a 700 fl intendiert wäre [...] in dem Alt-Simter Thal Wintzler Bann gelegen eine Mahlmühle mit einem Gang vor Erb- und Eigenthümbl. zu erbauen. Alß habe derohalben [...] umb den allergnds­te Con­sens anstehen und bitten [...].solches nahe an der hochlöble Garnisohn [...] ein [...] Mühlwerk“ zu errichten 123. Zu diesem Antrag wurde die Eigentümer der benachbarten Mühlen, nämlich der Rehmüller [Johann 124] Adam *Helmstetter [Anm.: er war zu­gleich Hofmetz­ger in Pirmasens 125] und der Scheelermüller Georg Grohe, gehört. Beide erklärten, keine Pachterhöhung auf ihren Mühlen zahlen zu wol­len, waren aber bereit, die geplante neue Mühle selbst zu errichten, wozu sie eine höhere Pacht, als der An­tragsteller Ja­cob Grunder, anboten 126. Dem höheren Gebot der Müller Helmstetter und Grohe wurde entsprochen 127. Helmstetter und Grohe er­hielten am 20.11.1770 einen Erbbestandsbrief 128.

 

Um 1784 war NN. Kröber der Katzenmüller 129. 1784 kommt es zum Prozeß zwischen dem sog. Katzenmüller Kröber und verschie­denen Untertanen wegen der Wässerung und der Schließe an der Gemeinde Winzeln 130. Er überreicht der hanau-lichtenbergischen Verwaltung die zu seinen Gunsten ergangenen Urteile vom 5./10.41784 und 1./28.6.1728 131.

 

1786 heißt es urkundlich: „Die von Hans Adam Kröber auf der Liedersbacher- oder sogenannten Katzen-Mühle nachgesuchte Frey­heit [...]“ 132. Am 28.10.1786 bittet „Katharina Margaretha, weiland Hans Adam Kröbers auf der Katzenmühle nachgelaßene Witwe, ihr die Freyheit auf 2 Stück Vieh zu verwilligen“ 133. Diese lebte wohl in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen, denn im amtli­chen Bericht des NN. Schulz vom 18.10.1786 heißt es: „ [...] Hanß Adam Kröbers weilen [sic] Wittib auf der Katzen Mühle, darf ich [...] attestieren, daß dieselbe würklich seit dem Tod ihres Mannes durch mancherley Unglücksfälle in starken Nahrungs Verfall ge­rathen [...]“ 134. Der Antrag auf Erlaubnis zur Viehhaltung wurde zwar abgelehnt, jedoch wurde ihr mit Verfügung vom 15.10.1786 ein Pachtnachlaß gewährt 135.

 

1797 wird der Jacob Kerth „aus dem Katzenthal“ 136 im ref. KB Rumbach genannt. Seine Tochter Magdalena Kerth wird an Ostern 1797 in Rumbach konfirmiert 137.

 

Johannes *Seffrin, 56 Jahre, Mühlarzt, geb. Littersbachermühle (Gemeinde Winzeln), verst. 05.10.1861 Winzeln, Eltern: Nikolaus, Müller, und Anna Maria Erhard (beide zu Kroeppen verstorben), Ehefrau: Barbara Katharina Hauther (56 Jahre) 138.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 3325: Liederbacher (Littersbacher) oder Katzenmühle beim Katzenbronn­en zwischen der Simter und Rehmühle im Winzelner Bann, 1761-1786

 

 

- Ölmühle:

die Ölmühle gehörte ursprünglich zu der daneben gelegenen Schehler Mühle. Bis 1735 war Hans Georg Grohe († 1735 139) der Mül­ler sowohl auf der Scheeler Mühle als auch auf der zugehörigen Ölmühle.

 

Am 5.10.1753 ergeht ein Verwaltungs-Extractus folgenden Inhalts: „Weyland Michel Grohen, auf der Schehler Mühl hinterlaßene Wittib trägt unterthänig vor, was maßen bey ihres Schwiegervatter Verlaßenschaft die sogenannte Schehlermühl sambt der dabey be­findlichen Ohlmühl denen beeden Söhnen Michel und Georg Grohen und zwar jedem zur Hälfte getheilt und zugeschrieben worden, worauf ihr Ehemann Michel Grohe seinen Helfte an gedachter Ohlmühl seinem Bruder, Georg Grohe unter nachtheiligen Conditionen vor 100 fl verkaufft habe: wann aber solcher Verkauff ohne herrschaftlichen Consens und zu ihrem großen Schaden geschehe, als bit­tet sie unterthänigst, nicht nur denselben gegen Zurückgebung des Kauffschillings zu cahsieren, sondern ihr auch gnädig zu erlauben, daß sie auf ihr eigenthümlich Land neben die Ohlmühle gegen die Waßerräder bauen und ihren einen Gang darin stellen darf“ 140.

 

Am 13.4.1791 beantragen Peter und Georg Groh, die Beständer der Scheeler Mühle, „die von der seit 11 Jahren eingegangenen Oehl­mühlen“ rückständigen und künftigen Pachtzinsen zu erlassen 141.

 

Am 3.8.1846 ließ Nikolaus Schantz, Müller auf der zur Gemeinde Winzeln gehörigen Ölmühle, diese Mühle versteigern. In der An­nonce vom 2.7.1846 ist die Mühle wie folgt beschrieben 142: „Dies Anwesen besteht aus einer oberschlächtigen Mühle, von 10 ½ Schuh Fall, mit 1 Schäl- und 2 Mahlgängen [...]“.

 

 

- Rehmühle:

bei Winzeln gelegen, zwischen der Rehmühle und der Simter Mühle lag die Littersbacher/Katzenbacher Mühle 143.

 

Um 1731 und noch 1746 war Franz Anthony *Breuner der Müller auf der Rehmühle. 1731 erklärt sich der Rehmüller Anthony Brunner bereit, daß „.. er von nun an und künftig denen andern Müllern im Ambt [= Amt Lemberg] gleich gehalten seye und keine Frucht abholen wolle“ 144.

 

1738 macht der Ochsenwirt und Schreiner Chri­stoph Gundelwein eine Forderung gegen den Rehmüller Antoni Breuner gerichtlich geltend 145. Auch 1739 war Franz Anthony *Breuner der Rehmüller 146. Breuner verkauft seine Rehmühle 1746 an (Jo­hann) Adam *Helmstetter den Adlerwirt zu Pirmasens 147.

 

Auch 1739 wird Franz Anthony *Breuner der Beständer auf der Rehmühle genannt; 1739 ergeht das Verbot an sämtliche Wirte, dem Rehmül­ler Franz Anthony Breuner weder Wein noch Branntwein zu verabreichen 148. Johann Adam *Helmstetter kaufte 1746 die Rehmühle von dem verschuldeten Müller Franz Anthony *Breu­ner 149. Auch 1755 ist Johann Adam *Helmstetter der Eigentümer der Rehmühle 150.

 

1760 war [Johann 151] Adam *Helmstetter der Eigentümer der Rehmühle 152 [Anm.: er war zugleich Hofmetzger in Pirmasens 153 und Adlerwirt zu Pirmasens 154], hatte diese aber an Jakob Günder „als Lehensmüller“ verpachtet 155. Johann Adam Helmstetter nahm Baumaßnahmen an der Mühle vor und schüttete 1755 die alte Mühlbach zu 156.

 

Am 28.6.1761 kam es zu einem schweren Unwetter, bei dem die Dörfer Vinningen und Simten, sowie die Rehmühle, Scheeler Mühle und Eichelsbacher Mühle erhebliche Schäden erlitten 157.

 

Am 6.11.1796 wird auf der Rehmühle die Tochter Margarethe Lickteig geboren, die Tochter des (Müllers ?) Peter Kirwald und der Magdalena *Lickteig 158.

 

1796 wird im katholischen Kirchenbuch Vinningen als Müller auf der Rehmühle der Johannes Dulli genannt 159.

 

In den Akten der französischen Nationalgüterverwaltung wird in Lemberg [um 1802 err.] die bisher dem Landgrafen von Hes­sen-Darmstadt zustehende Rehmühle genannt 160.

 

In der „Neue Speyerer Zeitung“ wird unter dem Datum vom 26.6.1832 die freiwillige Versteigerung der Rehmühle zum Zwecke der Nachlaßauseinan­dersetzung angekündigt: „Die hinterbliebenen Erben des verstorbenen Herrn Georg *Fuhrmann, im Leben Kauf- und Handelsmann zu Pirmasens, werden .. eine Mühle, Rehmühle genannt, [...] Untheilbarkeits halber … öffentlich versteigern lassen. … Die Mühle, wel­che eine Stunde von Pirmasens entfernt ist … bestehet aus einem Wohnhaus, der Mühle selbst, mit 2 Gängen und ei­nem Schälgang [...]“ 161.

 

Durch Urteil des Assisengerichts der Pfalz in Zweibrücken vom 21.3.1840 wurde der Johann Nikolaus Dreher, 20 Jahre alt , zuletzt Dienstknecht auf der Rehmühle Canton Pirmasens, dermahlen flüchtig, der freiwilligen Tötung des Nicolaus Blum zur Todesstrafe verurteilt 162.

 

Bis 1846 war der aus Mittelbronn (in Lothringen, westlich von Phalsbourg) stammende Franz *Kessler der Müller auf der Rehmühle († 19.10.1846 Winzeln) 163.

 

1857 sind als Zeugen genannt der Konrad Schindler, Müller, 57 Jahre (Schelermühle), und Friedrich *Schindler, Müller, 27 Jahre (Rehmühle) 164. Katharina Schind­ler, 6 Monate, *Rehmühle, verst. 11.12.1860 Rehmühle, Eltern: Friedrich Schindler, Müller, 30 Jahre und Margaretha Linn, 27 Jahre 165.

 

Literatur/Urkunden:

- Jaffé: Die Rehmühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter. - 6. 1931. 25-26. 31-32. [Anm.: Erlenbrunn bei Pirmasens]

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 1132: Die von dem Eigentümer der Rehmühle Johann Adam Helmstetter, zugeworfene alte Mühlbach, 1755

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 1136: Franz Anton Breuner verkauft seine Rehmühle an Adam Helmstet­ter, dem Adlerwirt zu Pirmasens, 1746

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 1137: Verkauf der Güter der jetzt in Ungarn wohnenden Witwe Jakob Wittmanns Maria Elisabeth durch ihren Bevollmächtigten Franz Anton Breuner, den Müller auf der Rehmühle in der Gemeinde Win­zeln, 1746

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 1147: Verbot am sämtliche Wirte, dem Rehmüller Franz Anthony Breuner weder Wein noch Branntwein zu verabreichen, 1739

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 1432: Schuldforderung des Ochsenwirtes und Schreiners Christoph Gun­delwein an den Rehmüller Antoni Breuner in Pirmasens, 1738

 

 

- Scheeler Mühle, Scheler Mühle:

bei Winzeln; an der Felsalb gelegen; lag im Scheler Tal nördlich von Vinningen südwestlich Winzeln

 

Eine alte Mühle, die seit 1579 urkundlich belegt ist 166. In einem „Vergönnungs brief über die Neue Malmühl zu Schelen Im Ampt Lemberg“ der Herrschaft Hanau-Lichtenberg heißt es: „[...]. derselben Underthanen zu Schelen Lemberger Ampts[,] Hanß Mutzen, und Margrethen seiner ehelichen Haußfrauen gnediglichen gegönt, und zugelaßen haben, ein Malmühlen auff d. Bach daselbst[,] die Rohbach genant[,] ahnzurichten und zu bauwen [...]“ 167. Dieser Hannß Mutzen stammte „von Schönerberg“ und war zuvor Müller auf der Langmühle 168 [Anm. d. Verf.: bei Lemberg], bzw. aus „Schönerkem auß der Eifel“ 169 [Anm. d. Verf.: schlecht leserlich, vermut­lich Schönecken bei Prüm]. Der Müller Hans Mutz beantragte am 1581 Erbpachtnachlaß, weil infolge fehlerhafter Arbeit des mit der Errichtung der Mühle beauftragen Zimmermanns, die Mühle nicht einsatzfähig war und er die Mühle neu habe errichten müssen. Zu diesem Antrag nahm der Keller zu Lemberg, Wendling, am 27.12.1581 Stellung und verwies darauf, daß der Müller Mutz entgegen seiner Behauptung auf der Mühle gemahlen und Öl gemacht habe. 170

 

1633 kam es zwischen der Gemeinde Winzeln und dem Scheeler Müller zum Streit darüber, wieviel Schweine und Kühe der Müller auf den Gemeindewiesen bei der Mühle weiden durfte. Am 2.4.1633 heißt es in einem Aktenvermerk der Hanau-Lichtenbergischen Verwaltung: „In Sachen der Gemeindt Wentzeln Ampts Lemberg ahn einem, gegen und wider Jacob Motzig den Scheeler Müller an­dern theils, laßt man es auff beiderseits Fürpringen bey deren In Anno [1]612 vor dem Ampt Lemberg gemachten Verordnung verpleiben, über welche auch gemelter Müller kein weiter Viehe mehr auff die Weidt zue schlagen Macht haben soll.“ 171 Zuvor hatte sich in diesem Verfahren der Müller, hier als Jacob „Munzhardt“ bezeichnet, geäußert: „[...] wie das ich nun merauf die 50 Jahr alhier auf der Schehle Müll Müller gewesen. Und was ich an Rindvieh und an Seyen [sic] hab halten können, das sey und ist mir nie ge­wendt worden [...]“ 172.

 

Bis 1735 war Hans Georg Grohe († 1735 173) der Müller sowohl auf der Scheeler Mühle als auch auf der zugehörigen Ölmühle.

 

In einem „Extractus“ vom 29.1.1740 der Hanau-Lichtenbergischen Verwaltung wird der „Heinrich Ditz bzw. Diez als Beständer der Schehler Mühle genannt 174.

 

In einem weiteren „Extractus“ der Hanau-Lichtenbergischen Verwaltung vom 16.4.1740 wird den Müllern auf der Schehler Mühle, „Michel und Hanß Georg Grohe“ gestattet, „den auf ihrer Mühl befindl. Scheel- in einem Mahlgang zu verwandeln“ 175.

 

In einem weiteren „Extractus“ vom 4.10.1741 wird dem Michel Groh, dem Schehler Müller, Bauholz zugewiesen 176. Dieser Michel Groh erhält am 15.1.1742 einen „Mühlbrief“ über die halbe Schehler Mühle, nachdem er sich aufgrund seines halben Mühlbesitzes in die Müllerzunft eingekauft hatte 177. Die andere Hälfte gehörte seinem Bruder Johann Georg Grohe 178. In diesem Zusammenhang heißt es in einem Extractus vom 16.3.1742: „[...] was maßen Michel Grohe der Scheeler Müller niemalen keinen Mühlen Brieff gehabt habe, und seye solcher zu Lebzeiten seines Groß Vatters in denen damahligen Kriegs Troublen verlohren gegangen [...]“. In einer zuge­hörigen Aktennotiz vom 9.3.1742 heißt es: „Michel Grohe, d Scheeler Müller meldet, daß Ihme solang als Er die Mühl besitze, kein Mühlen Brieff zu handen gekomen, jedoch seye Ihme gar wohl erinnerlich, von seinem Vatter Hannß Georg Grohe gehöret zu haben, daß zu Lebzeiten seines Groß Vatters der Mühlen Brief … verlohren gegangen seye [...]“ 179. Antragsgemäß wird am 14.4.1742 dem Michel Grohe [Anm. d. Verf.: dabei ist der Name des Bruders Johann Georg Grohe durchgestrichen], „Jetztmahlige[n] Müller auf der Scheeler Mühle … über besagte von seinem Vatter ererbte Mühl“ ein neuer Mühlenbrieff erteilt 180. In der Folge kam es zwischen beiden Brüdern zu einer Einigung, nach der Michel Grohe die gesamte Mühle übernommen hat. Am 5.10.1753 ergeht ein Verwal­tungs-Extractus folgenden Inhalts: „Weyland Michel Grohen, auf der Schehler Mühl hinterlaßene Wittib trägt unterthänig vor, was maßen bey ihres Schwiegervatter Verlaßenschaft die sogenannte Schehlermühl sambt der dabey befindlichen Ohlmühl denen beeden Söhnen Michel und Georg Großen und zwar jedem zur Hälfte getheilt und zugeschrieben worden, worauf ihr Ehemann Michel Groh seinen Helfte an gedachter Ohlmühl seinem Bruder, Georg Grohe unter nachtheiligen Conditionen vor 100 fl verkaufft habe: wann aber solcher Verkauff ohne herrschaftlichen Consens und zu ihrem großen Schaden geschehe, als bittet sie unterthänigst, nicht nur denselben gegen Zurückgebung des Kauffschillings zu cahsieren, sondern ihr auch gnädig zu erlauben, daß sie auf ihr eigenthümlich Land neben die Ohlmühle gegen die Waßerräder bauen und ihren einen Gang darin stellen darf“ 181.

 

1760 war Georg Grohe der Müller auf der Scheeler Mühle 182.

 

Am 28.6.1761 kam es zu einem schweren Unwetter, bei dem die Dörfer Vinningen und Simten, sowie die Rehmühle, Scheeler Mühle und Eichelsbacher Mühle erhebliche Schäden erlitten 183.

 

1767 war die Mühle im Erbbestand des Müllers Georg *Groh 184.

 

Am 30.89.1785 wird dem Müller auf der Scheeler Mühle, Eberhard Groh, gestattet, die rückständige Mühlenpacht innerhalb eines dreijährigen Zeitraums zurückzuzahlen. Hintergrund des diesbezüglichen Ersuchens des Eberhard Groh waren mehrere Unglücksfäl­le, die durch den Schultheiß Georg Adam Darsch unterm 18.8.1785 bestätigt wurden 185. Am 23.1.1788 werden Eberhard Groh und Joseph Pfeiffer als Beständer der Scheeler Mühle in den Akten genannt. Beide beantragten, die rückständige Pacht zu erlassen, da sie durch Hochwasser erhebliche Schäden erlitten hatten. Unter anderem wurde hierbei das Mühlrad derart beschädigt, daß fast ein gan­zes Jahr nicht gemahlen werden konnte 186.

 

Am 12.1.1785 wird auf der Schelermühle die Anna Maria Groh geboren, Tochter des Solda­ten und späteren Bauern auf der Scheler Mühle, Joseph *Groh und der Margarethe Scharff 187. Dieser Joseph Groh wird beim Taufeintrag seiner Tochter Elisabeth am 21.8.1782 als „Müller“ auf der Schelermühle bezeich­net 188. Am 14.9.1793 wird auf der Scheler­mühle gebo­ren (~ 15.9.1793) die Eli­sabeth Groh, Tochter des Müllers Peter *Groh und der Anna Maria Rohr [Anm. Auch Groh] 189. Am 18.7.1789 wird auf der Scheler­mühle geboren der Johann Georg Groh, Sohn des Georg Groh und der Margarethe Marx 190. Am 8.5.1797 wird auf der Schelermühle geboren der Johann Georg Groh, der Sohn von Joseph Groh und der Barbara Seiler Am 18.7.1789 wird auf der Schelermühle gebo­ren der Johann Georg Groh, Sohn des Georg Groh und der Margarethe Marx 191. Am 21.12.1797 wird auf der Schelermühle geboren und am 24.12.1797 getauft der Johann Jakob Groh, Sohn des Müllers Peter *Groh und der Anna Maria Rohr. Am 18.7.1789 wird auf der Schelermühle geboren der Johann Georg Groh, Sohn des Georg Groh und der Margarethe Marx 192.

 

Am 13.4.1791 beantragen Peter und Georg Groh, die Beständer der Scheeler Mühle, „die von der seit 11 Jahren eingegangenen Oehl­mühlen“ rückständigen und künftigen Pachtzinsen zu erlassen 193.

 

Am 10.6.1813 stirbt in Vinningen Vinningen der Müller auf der Schelermühle, Michael Bold (∞ mit Margarethe Marx [† 3.10.1815 Schelermühle]) 194.

 

Im Grundsteuerkataster der Steuergemeinde Winzeln vom 9.12.1843 ist der Müller Joseph Pfeiffer genannt, als Müller auf der „Sche­lermühl wohnhaft mit einer Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgang, Scheuer mit Stallung, Schweinställe und Ho­fraum, Haus Nr. 95“. Weiter heißt es: Halb laut Akt des Notars Jeambey vom 19. März 1837von Jakob Groh mit mehreren nachfol­genden Grundstücken um 2400fl erkauft, halb laut Akt des Notars Jeambey vom 19. März 1837 von Nikolaus Groh [...]“ erkauft 195.

 

Um 1854 war Joseph *Pfeiffer der Müller auf der Schelermühle; ∞ mit Katharina Groh. Am 29.12.1854 verstirbt in Winzeln die ein­jährige Tochter der Eheleute, Elisabetha Pfeiffer. In der Sterbeurkunde heißt es zu den Eltern: „Joseph Pfeiffer, Müller, 55 Jahre & Katharina Groh, 38 Jahre“ 196.

 

1857 sind als Zeugen genannt der Konrad Schindler, Müller, 57 Jahre (Schelermühle), und Friedrich Schindler, Müller, 27 Jahre (Rehmühle) 197.

 

Am 5.11.1860 verstirbt Christian Pfeiffer, 4 Jahre, *Schelermühle, verst. 05.11.1860 Schelermühle, Eltern: Joseph Pfeiffer, Müller, und Katharina Groh 198.

 

Am 20.7.1885 läßt Ludwig *Schindler, Müller auf der Schehlermühle wohnhaft, wegen Geschäftsaufgabe, versteigern: „20 Dez. Flä­che, worauf ein Wohnhaus mit einer nach neuester Construction eingerichteten Mühle, mit 2 Mahlgängen, 1 Schälgang, Brennerei, ferner mit einer großen neuen Scheuer, doppeltem und einfachen Stalle, Hof und sonstigen Zubehörden, insbesondere mit der Mühl=Einrichtung; dazu 5 Dez. Fläche mit halbem Antheil Oelmühl – alles beisammen gelegen auf besagter Schehlermühle.“ 199.

 

Karte:

- LA Speyer Best. C20 Hanau-Lichtenberg Nr. 3329 „Grund Rihs über den Eichgel Pacher Weyher und denen Wießen in der Hum­mers Bach theils Winninger und theils Wintzeler Bann“, 1749 darin u.a. der Mühlplatz zur „Scheeler Mahl“

 

Literatur/Urkunden:

- Burger, Fritz: Die Mühlen im Felsalb- und Blümelstal. - Ill. In: Gersbach - eine Ortschronik / [Hrsg.: Chronikausschuß Gersbach. Verantwortl. für d. Inhalt: Redaktionsausschuß mit Guido Glöckner [...]. - [Pirmasens-Gersbach], [1996]. - S. 127-131

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 1834: Streit zwischen Georg Groh von der Scheler Mühle und Caspar Hofmann von Vinningen wegen einem teils auf Vinninger, teils auf Winzler Bann in der Hungersbach gelegenen Stück Land, 1767-1771

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 2817: Reparatur der Brücke bei der Schehler und Gersbacher Mühle (bzw. Eichelsbacher Mühle)

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 3328: Scheeler Mühle bei Winzeln, 1579-1791

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 3329: Das den Erbbeständern auf der Scheeler Mühle überlassene Wilde­rungsland (bei Winzeln), 1754-1781

- Rohr, Theodor: Die alten Mühlen im Felsalb- und Trualbtal; in: Heimatkalender f. d. Stadt u. d. Landkr. Zweibrücken. 1972, S. 163-168

 

 

 

 

 

Winzenbach / Elsaß:

Bach im Unterelsaß bei Drachenbronn

 

Mühlen:

- Walkmühle, Ölmühle am Wintzenbach:

die frühere Walkmühle am Wintzenbach wurde 1773 zur Ölmühle umgebaut 200.

 

Literatur:

- Franck, Christiane et Henri.: Le Winzenbach; in: l'Outre-Forêt Nr. 130 (II/2005), S. 24-32

- Franck, Christiane et Henri.: Les moulins du Winzenbach et l'aura des meuniers; in: l'Outre-Forêt Nr. 131 (III/2005), S. 47-58

- Franck, Christiane et Henri: A la découverte des moulin du Winzenbach (3ème partie); in: l'Outre-Forêt Nr. 132 (IV/2005), S. 5-13

 

 

 

 

 

Winzenborn:

+++Lage klären++++

 

Mühlen:

- Walkmühle bei Winzenborn:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält für die Zeit von 1578-1796 u.a. Unterlagen über die „Walkmühle bei Winzenborn“

 

 

 

 

 

Winzingen:

heute OT von Neustadt; war kurpfälzisch im Oberamt Neustadt; das Dorf gelangte 1155 als Speyrer Kirchenlehen an die Pfalzgraf­schaft und blieb bis zur französischen Revolution beim Oberamt Neustadt 201.

 

Mühlen:

am 7.6.1413 wird Heinrich, Müller zu Wynczingen, Ehefrau Agnes genannt 202. +++klären: welche Mühle+++

 

In der Türkensteuerliste für Winzingen von 1584 ist „Friedrich *Rentzler, Müller“ erwähnt 203. Rentzler wird mit einem Vermögen von 575 fl geschatzt 204.

 

In der Türkensteuerliste für Winzingen von 1592 ist „Hans Stahl, Müller“ erwähnt 205.

 

Am 5.5.1651 wendet sich der Johann Valentin Müller wegen der ruinierten Mühle in Winzingen an den kurpfälzischen Regierungsrat 206. +++klären: welche Mühle+++

 

1785 lebten in Winzingen 70 Familien mit 317 Einwohnern. Zum Dorf gehörten fünf Mühlen 207.

 

Um 1797 war Johann *Frank der Müller auf der „2. … mühle bei Winzen“ 208.

 

1788 sowie 1819-1835 kam es zu Beschwerden wegen Nutzung des Speyerbachs und der Wiederwässerung 209.

 

Literatur/Urkunden:

- Sauer, Heinrich Maria: Alte Mühlen zu Winzingen; in: Pfälz. Heimat (Pfälz. Kurier) v. 21. 2. 1931

 

 

- Altmühle:

lag östlich des Dorfes am Speyerbach 210.

 

 

- Bischofsmühle:

s. Lorchische Mühle

 

 

- Dronenmühle:

am Speyerbach gelegen

 

In der „Neuen Speyerer Zeitung“ wird am 4.1.1817 die freiwillige Versteigerung der Mühle annonciert: „Die in Winzingen gelegene sogenannte Dronenmühle, welche ehemals aus einer Mühle mit zwey Mahlgängen, einem Schälgang, und einer Tabaksmühle, und zwar letztere aus zwey großen Steinen und zwölf Paar Stampfen bestanden hat, nachher aber von dem Eigentümer zu einer Maschi­nen-Spinnerey eingerichtet wurde, die er jetzt an einen anderen Ort verlegt hat. Dieses Gebäude kann leicht, entweder zu seiner ehe­maligen Bestimmung wieder eingerichtet werden, … indem erst im Jahre 1812 alles etwa Schadhafte an den Baulichkeiten abgeris­sen und durch neue ersetzt wurde … . Das Hauptgebäude, samt den übrigen Nebengebäuden, mit Wohnung, Scheuer, Stallung, Keller … liegt am linken Ufer der Speierbach, und ist von einer Mauer umfaßt. Die Grenzen sind gegen Morgen die Landstraße, gegen Abend ein Eigentum von Johannes Bökler, gegen Mittag die Speierbach ..“ 211.

 

 

- Edinger'sche Mühle:

++++klären++++: Im Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 55 vom 23.7.1819, S. 409 befindet sich eine Ausschreibung über öffentli­che arbeiten am Speyerbach, darunter: „Die Erhöhung der steinernen Brücke an der Edinger'schen Mühle zu Winzingen“ 212.

 

 

- Grünewaldmühle:

Müller auf der Grünewaldmühle war Peter *Motzenbecker; ∞ mit Margaretha NN. (∞ II Heinrich Christian Simmat, Bürgermeister in Neustadt); Vater der Anna Margaretha Motzenbecker († 18.12.1686 Mußbach) 213.

 

Am 30.5.1661 wird vor dem Stadtrat in Neustadt einen Vergleich geschlossen zwischen Peter Symmath, der Zeit Bürger, Barbier und Wundarzt zu Wassenburg und dessen Schwager Bartholomäus Blanck. Für die Übernahme seiner Schulden durch den Bartel Blanck und gegen Zahlung von 100 Gulden tritt Peter Symmath sein bewegliches und unbewegliches Vermögen in Neustadt ab, „außer dem sechsten Theil an der ruinierten Mühl zu Wintzingen, so mütterliches Erbe ist, [...]“ 214. Die Anna Helena Symatt ist als Halbschwester des Peter Symmath genannt 215.

 

 

- Kronenmühle, früher Spitalmühle:

die Mühle lag nördlich des Dorfes am Abzweig des Speyerbachs oberhalb der Bischofsmühle, unterhalb der Wiesenmühle 216, heute Unterer Festplatz an der Winzinger Straße.

 

Die Kronenmühle gehörte zum ehemaligen Hospital Branchweiler 217, „welches ursprünglich zum Kloster Eußerthal im Oberamt Ger­mersheim zugehörig war“ 218.

 

Um 1673 war Johann Adam Adolph der Cronenmüller in Winzingen; ∞ mit Anna Elisabetha Lorch. Vater des Müllers [auf der Kro­nenmühle ? +++prüfen+++) Johann Hermann Adolph 219.

 

Mit Zustimmung der Neustadter Jesuiten wurde die Mühle am 14.4.1738 als Erbbestandsmühle von Wendel *Guth an Philipp Karl *Gulde veräußert 220.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben: „Zu Wintzing die Cronenmühl ist eine Erbbestands­mühl so den 14te April 1738 von dem Wendel Guth mit Consens deren hll: patribus Societatu Jesu an den Philipp Carl *Gulde ver­kauft worden, gibt Zins jährliche Erbpacht in das Spital Branchweiller 26 Malter Korn, undt 3 fl 6 X an Geldt vermög eines vorge­zeigten Erbbestandsbriefs, diese Mühl hatt 2 Gäng gehabt und noch nicht mehr.“ 221

 

Am 19.7.1749 verweist der Amtskeller zu Neustadt, Bögl, in einem Schreiben an das Oberamt Neustadt auf das „Memoriale“ von „Nicolae Worckhard [Anm.: s. *Wurckert], Müllermeister der Cronen Mühl zu Wintzingen, worinnen derselbe umb höchst nothwen­dige Reparation deß durch das starcke Holtz Flötzen an seiner Mahl Mühlen verursachten Schaden ….“ bittet, der sich auf geschätzte ca. 205 fl beläuft 222.

 

Zwischen 1751 und 1759 kommt es zu Streitigkeiten zwischen dem Kronenmüller Niklas *Wurckert gegen den Müllermeister Lorch wegen des Verkaufs der Kronenmühle und eines strittigen Wasserfalls 223.

 

Von 1759-1766 führten die Neustadter Jesuiten als Erbbestandsherren der Kronenmühle in Neustadt einen Prozeß gegen die Müller der beiden Postmühlen Keßler und Caspari sowie den Müller auf der Walckmühle Winzingen, Lorch wegen Störung des Wasserab­laufs am Floßbach durch Vertiefung des sog. Walckgrabens [Anm.: dieser verbindet unterhalb der Kronenmühle den Floßbach mit dem Speyerbach] und Erhöhung der „Schutz-Bretter“ an der Walkmühle Lorch. Das Oberamt Neustadt erließ am 11.11.1766 antrags­gemäß Urteil und verbot den Aushub des Walkgrabens wie auch die Erhöhung der Schutzbretter an der Lorchischen Walkmühle. Hiergegen legten die unterlegenen Müller am 27.11.1766 Appellation zum kurpfälzischen Hofgericht Mannheim ein [Anm.: die Ap­pellation mußte entsprechend dem damaligen Prozeßrecht beim Erstgericht eingelegt werden]. Im Appellationsverfahren führte den Vorsitz der Freiherr von Oberndorff. Eine letzte erhaltene Aktenverfügung datiert vom 12.7.1769. Ein Urteil befindet sich nicht in den Akten, jedoch ein nicht datierter Entscheidungsvorschlag des Berichterstatters am Hofgericht, Steinweiler. Danach sollte die Ap­pellation zurückgewiesen werden und die beklagten Müller Keßler und Caspari unter Androhung einer Strafe von 10 fl angehalten werden, in Zukunft jeden Eingriff in den Bachlauf zu unterlassen. Eine Erhöhung der Schutzbretter an der Walckmühle war jedoch dem Müller Lorch nicht nachzuweisen 224.

 

Vor 1823 war zunächst Johannes *Weber (∞ mit Helena Ott) der Müller in Winzingen auf der Kronenmühle (err.). Nach seinem Tod heiratete die Witwe Helena Ott in 2. Ehe den Müller Martin *Oettinger und brachte die Mühle mit in die Ehe 225.

 

Im Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 23.2.1823 wird die freiwillige Versteigerung der Cronenmühle annonciert: „Die sogenannte Cronenmühle an der Flößbach zu Winzingen bestehend in einem vollkommenen neuen steinernen Wasserbau mit zwen neuen Mahl­gängen und Schälmühle, einer Schwingmühle und Säuberer, einem großen Spelzenbüt, und neben demselben in zwey großen Stuben, enthaltend im untern Stock eine große Stube, Mühlkammer und Küche, in dem zweiten Stock links des Gangs eine Stube und Stu­benkammer, und rechts desselben eine große Stube …Zugleich werden auch mehrere den Oettingerischen Eheleuten gehörigen Gü­terstücke zusammen ca. 14 Morgen Aecker Wiesen und Weinberge in Winzingen und den benachbarten Gemarkungen gelegen, auf Eigenthum versteigert“ 226.

 

Zum familiären Hintergrund der Versteigerung heißt es in einer anderen Versteigerung in Winzingen: „Im Gefolg [eines] Urtheils des Königlichen Bezirksgerichts zu Frankenthal vom [1.3.1823]; auf Ansuchen von a. Martin *Oettinger, Müller, ehemals auf der Kro­nenmühle zu Winzingen, dermalen in Klingenmünster wohnhaft eigenen Namens handelnd; b. Sebastian Weber, Müller, zu Neiden­fels wohnhaft; c. Jacob Blenck, Müller, auf der Agatmühle zu Neustadt an der Haardt wohnhaft, die Mobiliar-Rechte seiner Ehefrau Maria Ursula Weber vertretend … d. Johannes Herrmann, Bäcker, zu Esthal wohnhaft, die Mobiliar-Rechte seiner Ehefrau Katharina Weber vertretend, sämmtliche (Weber) als Erben ihrer verstorbenen Mutter, Helena geb. Ott, welche in erster Ehe mit Johannes We­ber, bey Lebzeiten Müller zu Winzingen und in letzter Ehe mit gedachtem Oettinger verehelicht …, als Gläubiger … “ 227.

 

Die Mühle kam an den Müller Christian Ludwig Lieberich (∞ mit Anna Maria Schenk). Nach deren Tod kam es zur Versteigerung der der Kronenmühle.

 

Karte:

- Denkmaltopographie Neustadt, Bd. Neustadt I, S. 32: Kataster-Uraufnahmeblatt von Winzingen 1821/1836

- Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 150

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a Bl. 2: Gewässer- und Mühlenplan zwischen Neustadt um Winzingen um 1766 (abgedruckt bei Ha­bermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 232)

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2217/1: Klassifikationsplan von 1905

 

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1692/7: Kronenmüller Nicklas Wurckert gegen den Müllermeister Lorch: Verkauf der Kronenmühle und strittiger Wasserfall, 1751- 1759 (373 Bl.)

- Pfälzischer Kurier vom 10.9.1935: Alt-Winzingen: Herberge „Zum Löwen“, Kronenmühle

 

 

- Lohmühle beim Münchhof:

der Rotgerber Johann Nicolaus *Hermanni war 1673 der Beständer des Münchhofs (Lohmühle) in Winzingen 228.

 

 

- Lorchische Mühle, Bischofsmühle:

herrschaftliche Mahlmühle „oben dem Schaydt“ (oberhalb der Scheide von Speyerbach und Rehbach) 229. Die Mühle lag am Speyer­bach unterhalb von Winzingen, oberhalb lag am Floßbach die Cronenmühle 230, lag nördlich des Dorfes am Speyerbach, unterhalb der Kronenmühle, nach der Wiedervereinigung von Floßbach und Speyerbach 231; oberhalb der Winzinger Scheide gelegen 232.

 

Die Mühle war zunächst Mahlmühle, dann Waffenschmiede und Schleifmühle Lorch und ab 1746 eine Walkmühle.

 

Laut Zeugnis von 1496 besaß der Bischof zu Speyer in Winzingen, am Ufer des Speyerbachs eine Mühle; sie wird im 16. Jh. aber­mals als „Bischofsmühle“ bezeugt (nach Bilfinger, E.: Aus Gimmeldingens Vergangenheit, 1927, S. 9; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 152). Sie wurde im frühen 19. Jh. In die Trikotagenfabrik von Helffrich umgewandelt 233.

 

In einem Aktenvermerk der CGA Neustadt vom 8.10.1656 heißt es: “[...] berichtet, daß Hans Henrich Lorch Waffenschmitt zu Neu­stadt die Erbbestands Mühle zu Winzingen in den Spittahl Branchweiler gehörig[,] diese vor et­lich Jahren …. erkauft wiederumb frey in guten Bau gebracht, Undt weilen ihme die Pfacht darauß vollkömmlich zu entricht, Er umb Linderung derselben bey gdter Herr­schaft Verlangt Genehmigung soll … ihme in seinem Begehr beförderlich zu erscheinen.“ 234

 

1662 wird auf einem alten zerfallenen Mühlplatz von Johann Heinrich *Lorch die Mühle neu errichtet wie ein Erbbe­standsbrief des Bistums Speyer bezeugt 235. Lorch erhält am 18.11.1662 vom Stadtrat Neustadt die Erlaubnis, “sein Haußwesen nacher Wintzingen in die Mühl zu transportieren, dem Mühlenbaw desto nä­her zu sein [...]“ 236.

 

Am 17.7.1662 wird im Neustadter Ratsprotokoll vermerkt: „Johann Niclas Cron contra Hanß Adam Ketterle von Sintzh[eim] begert die Abfolgung der übrigen bej Rath deponirten Gelter, von der verkaufften Speye[er] Mühl zu Wintzingen herrührent, derentwegen Ketterle sich als ein Erb angemeldet [...]“ 237.

 

Die Mühle war zunächst Mahlmühle 238. Die Mühle wurde im Januar 1675 durch französische Truppen aus der Festung Philippsburg niedergebrannt. 1675 wendet sich der Müller Johann Henrich Lorch an die kurfürstliche Verwaltung und beantragt ihm die Pacht der Mühle erlassen: „Es haben in dem Monath Januario ao 1675 aus der damahligen französischen Garnison Philippsburg uff ruin com­mandierte Partheien Meine von gdster Herrschaft Erbbestands …. gdst überlaßene Mühl zu Winzingen neben allen darinnen gehab­ten Utensilien Unnd anderen durch schädliche Abbrennungen in die Aschen gelegt ….“ 239. Lorch erbot sich in diesem Schreiben, die Mühle auf seine Kosten wieder aufzubauen bei einem geschätzten Kostenaufwand von 500 fl, wenn ihm auf 6 Jahre die Erbpacht er­lassen wird. Nachdem der Wiederaufbau jedoch knapp 1000 fl kostete, wandte sich Lorch erneut an die kurfürstliche Verwaltung. Er bittet deshalb ihm nunmehr 10 Jahre Abgabenfreiheit einzuräumen. Das kurpfälzische Oberamt Neustadt bestätigt die Niederbren­nung der Mühle in einem Aktenvermerk vom 13.2.1683 an die kurpfälzische Regierung. Das Schreiben ist unterzeichnet: „Hannß Henrich Lorchen, Bürgermeisters zu Newstatt“ 240. Die kurpfälzische Hofkammer stimmt dem Antrag zu und bewilligte über die zu­nächst zugesagten 6jährige Pachtfreiheit weitere 4 Jahre 241.

 

Adam Adolf, Schwiegervater des Fr. Lorch, wird 1690 durch einen Gütervergleich Mühlenbesitzer 242. Horst Klein, der seit Jahren die Genealogie der Familie Lorch erforscht, weist in diesem Zusammenhang auf folgendes hin: „Johann Heinrich Lorch (geb. 1621) hatte eine Tochter Maria Elisabeth Lorch (geb. 1647), ∞ 1669 mit Johann Adam *Adolph. Die Elisabeth Lorch hatte einen Bruder Friedrich Lorch *1645.“ 243 Es dürfte sich daher bei dem Adam Adolph richtigerweise um den Schwager des Friedrich Lorch und nicht um dessen Schwiegervater handeln.

 

1718 errichtete Johannes Lorch gegenüber der Mahlmühle eine Ölmühle. 1738 war der Erbbeständer der Johann Nicolas Lorch 244.

 

Am 6.12.1736 heißt es in einer Stellungnahme: „Nachdeme der Lorch zu Wintzingen Vor ungefähr 14 Tagen sich unterstanden Ei­genmächtig an dem Scheidt alwo die Dorf Bach zu Wintzingen aus der Hauptbach seinen einfluß hat, ….. und ander große Stein hin­ein zu werfen, wodurch obgdcht: Scheidt dergestalten erhöht, daß der Einfluß des Waßers um Vieles benohmen …“ 245.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben: „Zu Wintzing oben dem Schaydt befindt sich eine Mahlmühl so der Johann Heinrich *Lorch 1662 auf einem altem zerfallenen Mühlplatz vermög einem vorgezeigten Erbbestandsbrief von dem Bisthum Speir neu aufgebaut, hatt 2 Wasserradt, gibt jährliche Erbpacht in die Kellerey Deidesheim 10 Malter Korn und 30 X, so dann 4 Sümmern Korn in die Neustadter Collectur undt der Gemeindt Winzingen 81 Albus Geldt; gegen dieser Mühl über auf der der anderen Seith der Bach hat der Johannes Lorch als des obigen Lorch sein Sohn in Anno 1719 noch eine Ohlig Mühl neu auf­gebaut, führt ein Wasserrad worüber kein Consens vorhanden ist, gibt gnädigster Herrschaft nicht außer daß der Ohlig Mühl mit 90 und die Mahl Mühl mit 10 fl Schatzungs Capital belegt, der jetzige Possessor ist Johann Nikolaus *Lorch.“ 246 Weiter heißt es in der­selben Akte: „Die HamerSchmitt ahn der Newstatt gehört dem Waffenschmitt Lorchen gibt Jährlich zur hiesig Gefäll Verweßerey 4 fl Waßerfall Zinß“. 247

 

In einem Schreiben an das Oberamt Neustadt [ohne Absenderangabe] vom 22.4.1746 heißt es: „auf die Von Einem Hochlöblen Oberambt mir auf getragene Commission die Von Johann Nicolaus Lorch Müller zu Wintzingen ratione seine von seinem Vatter er­erbte und in denen ältern Krieges Jahren von denen Frantzösischen völlig ruinierten Lohe und Schleiff Mühl in eine Tuchmacher Walck und Hanff-Reib Mühl verendern und Neu auf erbauen zu dörffen … worüber Guth Achtlichen zu berichten hatte, habe mich ad locum begeben und befunden daß die Rudera worauf die Lohe und Schleiff Mühlen vorhin gestanden annoch zu sehen, auch daß Hinter Waßer denen oberhalb stehenden beyden Post Müllern nicht das geringsten Schaden verursachen kan ….“ 248. (s. Walkmühle und Hanfreibe Lorch).

 

1757-1760 kommt es zu Schadenersatzansprüchen gegen den Müller auf der Bischofsmühle, wegen einem Wasserschaden am Haus der Löwenwirtschaft in Winzingen infolge Erhöhung des Wasserbaues an der Bischofsmühle 249.

 

Von 1759-1766 führten die Neustadter Jesuiten als Erbbestandsherren der Kronenmühle in Neustadt einen Prozeß gegen die Müller der beiden Postmühlen Keßler und Caspari sowie den Müller auf der Walckmühle Winzingen, Lorch wegen Störung des Wasserab­laufs am Floßbach durch Vertiefung des sog. Walckgrabens [Anm.: dieser verbindet unterhalb der Kronenmühle den Floßbach mit dem Speyerbach] und Erhöhung der „Schutz-Bretter“ an der Walkmühle Lorch. Das Oberamt Neustadt erließ am 11.11.1766 antrags­gemäß Urteil und verbot den Aushub des Walkgrabens wie auch die Erhöhung der Schutzbretter an der Lorchischen Walkmühle. Hiergegen legten die unterlegenen Müller am 27.11.1766 Appellation zum kurpfälzischen Hofgericht Mannheim ein [Anm.: die Ap­pellation mußte entsprechend dem damaligen Prozeßrecht beim Erstgericht eingelegt werden]. Im Appellationsverfahren führte den Vorsitz der Freiherr von Oberndorff. Eine letzte erhaltene Aktenverfügung datiert vom 12.7.1769. Ein Urteil befindet sich nicht in den Akten, jedoch ein nicht datierter Entscheidungsvorschlag des Berichterstatters am Hofgericht, Steinweiler. Danach sollte die Ap­pellation zurückgewiesen werden und die beklagten Müller Keßler und Caspari unter Androhung einer Strafe von 10 fl angehalten werden, in Zukunft jeden Eingriff in den Bachlauf zu unterlassen. Eine Erhöhung der Schutzbretter an der Walckmühle war jedoch dem Müller Lorch nicht nachzuweisen 250.

 

In einem weiteren Prozeßverfahren zwischen den beiden Müllern Jacob Keßler [Anm.: von der Unteren Postmühle in Winzingen] und Johannes Beck erging am 12.8.1768 Urteil durch das Oberamt Neustadt 251. Darin heißt es: Unterm 12ten Augt: 1768 ist auf be­schehene Klage des Post Müllern Jacob Keßler dem Müllermeister Joannes Beck von Oberamts wegen der Auftrag ertheilt worden, den …. bau der bee­den Postmühlen in Gegenwarth so des Müllermeistern Spet als ++++weiter++++

 

Bis 1840 war Johann Christoph *Lorch (1787 - † 14.8.1840 Winzingen) der Müller auf der Bischofsmühle. Nach seinem Tod be­schloß die an der Bischofsmühle nunmehr bestehende Erbengemeinschaft die Mühle am 9.11.1840 in einem “langjährigen Bestand zu versteigern“. In der Versteigerungsannonce im „Intelligenzblatt“ vom 21.10.1840 heißt es: „ [...] wird die Witwe des verlebten Mül­lers Christoph Lorch die zum Nachlasse ihres Ehemannes gehörige, im Orte Winzingen nahe an Neustadt gelegene sogenannte Bi­schofsmühle und Zube­hörden an dem Speyerbache, bestehend in einer Mahlmühle mit fünf Mahlgängen, einem Schälgange, Schwingmühle, doppelter Oel­mühle, Hanfreibe, geräumigen Wohn- und Oeconomie-Gebäuden, Magazinen, Kelterhaus, Kellern, al­les in gutem baulichen Zustan­de, größtentheils neu und massiv von Steinen erbaut und bestens eingerichtet [...]. auf einen langjähri­gen Bestand zu versteigern [...]. Diese Mühle mit großer Wasserkraft die vorzüglichste auf dem hier noch ungetheilten (Anm. d.h. ober­halb der sog. Winzinger Scheid gelegen) Speyerbache, und wegen der starken Bevölkerung der Umgegend die beste Kunden­mühle [...]“ 252

 

Um die Wende um 20. Jh. kaufte der Inhaber der „Wirkwaren- und Trikotagenfabrik F. Helfferich“ in Neustadt, der Kaufmann Friedrich Helfferich, die ehemalige Bischofsmühle in Winzingen wo nach Umbau und Erweiterung die Fabrikation von Trikotagen aufgenommen wurde 253.

 

Die Reste der Mühle sind in der späteren Textilfabrik Schober [Anm. um1978] verbaut 254.

 

Karte:

- Denkmaltopographie Neustadt, Bd. Neustadt I, S. 32: Kataster-Uraufnahmeblatt von Winzingen 1821/1836

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a Bl. 2: Gewässer- und Mühlenplan zwischen Neustadt um Winzingen um 1766 (abgedruckt bei Ha­bermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 232)

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2217/1: Klassifikationsplan von 1905

 

Literatur/Urkunden:

- Sauer, Heinrich Maria: Die Bischofsmühle zu Winzingen; in: Pfälz. Heimat (Pfälz. Kurier) vom 15.6.1929

- Sauer, Heinrich Maria: Von der Bischofsmühle oder Lorchschen Mühle zu Winzingen; in: Neustadter Stadt- u. Dorf-Anzeiger (Bei­lage zum Pfälz. Kurier) v. 8.1.1931

- Vogt, Manfred P.: Friedrich Helfferich. Vom Ritterhaus zur Riehl'schen Mühle. Beginn und Aufstieg der pfälzischen Trikotwarenfabrikati­on; in: Pälzer Feierowend. 7, 1955, Nr. 20

 

 

- Ölmühle Lorch:

sie lag auf der anderen Seite des Speyerbachs gegenüber der Lorchischen Mühle oder Bischofsmühle. 1719 durch Johannes Lorch er­richtet 255.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben 256: „Zu Wintzing oben dem Schaydt befindt sich eine Mahlmühl so der Johann Heinrich *Lorch 1662 auf einem altem zerfallenen Mühl­platz vermög einem vorgezeigten Erbbe­standsbrief von dem Bisthum Speir neu aufgebaut, hatt 2 Wasserradt, gibt jährliche Erbpacht in die Kellerey Deidesheim 10 Malter Korn und 30 X, so dann 4 Sümmern Korn in die Neustadter Collectur undt der Gemeindt Win­zingen 81 Albus Geldt; gegen dieser Mühl über auf der der anderen Seith der Bach hat der Johannes Lorch als des obigen Lorch sein Sohn in Anno 1719 noch eine Ohlig Mühl neu aufgebaut, führt ein Wasserrad worüber kein Consens vorhanden ist, gibt gnädigster Herrschaft nicht außer daß der Ohlig Mühl mit 90 und die Mahl Mühl mit 10 fl Schatzungs Capital belegt, der jetzige Possessor ist Johann Niko­laus *Lorch.“

 

1766 kommt es zu Auseinandersetzungen der Postmüller Jakob Kessler [Anm.: untere Postmühle] und Jakob Caspari gegen den ehe­maligen Universitätsschaffner Römich, dem Eigentümer der Ölmühle Winzingen wegen erhöhter Erbauung des Mühlenwehrs an der Ölmühle 257.

 

1836 ist Christian *Lorch der Ölmüller in Winzingen; er wurde am 29.2.1836 als Geschworener am Assisengericht des Rheinkreises in Zweibrücken vereidigt 258.

 

 

- Postmühle, die andere, Casparische Mühle, Obere Postmühle, Erste Postmühle:

sie lag gegenüber der Postmühle, d.h. an der Ecke der heutigen Helfferichstraße/Konrad Adenauer Straße in Neustadt 259 auf der Nordseite des Speyerbachs.

 

In der Türkensteuerliste für Winzingen von 1584 ist „Hans N., der Müller in der Postmühlen“ erwähnt 260.

 

1611 wurde die Eigentumsmühle von Peter *Atmann gekauft und blieb im Besitz seiner Freunde 261.

 

Am 12.7.1648 heiratet der Müller auf der Postmühle, Hans Conrad Dittelmayer die Pfarrerstochter Anna Sophia Gribius (T. v. Pfarrer Andreas Gribius 262) 263. +++klären: obere oder untere Postmühle+++

 

1721 kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Müller auf beiden Postmühlen,weil „sich des Friedrich Metzgers sein Ablaß 2 ½ Zoll weiter als des Jacobs Kellers sein Ablaß wordurch ihme, Jacob Keller, zu Viel geschieht. Zweitens befind sich daß der große Streit, herkombt,weilen des Friedrich Metzgers sein Waßer Breth 6 ½ Zoll niederer als des Jacobs Kellers sein Brett ….“ 264.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Postmühle wie folgt beschrieben 265: „Die andere Postmühl unter der Neustadt ist ein Eigenthumbsmühl undt hatt solche der Peter Atmann in Anno 1611 an sich erkauft, undt von der Zeit unter den Freunden des Pe­ter Atman geblieben, hat ein Wassergang, gibt jährlich in hiesige Kellerey 4 Malter Korn Was­serfall, so dan 40x vor 2 Cappen benembst 36x Bachzins in hiesige Gefäll Verwäserey Neustadt vermög eines vorgezeigten Kaufbrief von hiesigem Stadtradt, es ist sonsten kein Consens vorhanden, der jetzige Posseser ist Johann Jacob *Keller.“ Dagegen heißt es in der selben Akte an anderer Stel­le 266: „Philipp Carl Schaaf besitzet die erste Postmühl, gibt hiervon in die Kellerey Neustatt 4 Mltr Korn, ins Spithal Branchweiler[,] anderthalb Eymer Öhlig ins Closter St Lamprecht[,] einen halben Eymer zur Gefäll Verweserey Neustatt 10Schilling Pfennings Bach Zinß, ins Spithal achthalben Schilling Pfenning, und acht halben Schilling ins Armenleuthhauß von einem Gang laut Pergaments Brief Von anno 1607.“

 

Am 22.9.1761 verkauften der Müller Ehrhard Wagner und seine Ehefrau Susanna Elisabetha NN. ihre „Mahlmühl, die Postmühl ge­nannt, zwischen Stadt und Wintzing gelegen, ein Seith gegen Mittag die Speyerbach ….“ an „Johann Jacob Kessler annoch ledigen Stands des Bürgers und Müller Meisters zu Unter Laudenbach, Churpfaltz Oberamts Ladenburg[,] Adam Kehslers eheleiblicher Sohn“ 267.

 

Von 1759-1766 führten die Neustadter Jesuiten als Erbbestandsherren der Kronenmühle in Neustadt einen Prozeß gegen die Müller der beiden Postmühlen Keßler und Caspari sowie den Müller auf der Walckmühle Winzingen, Lorch wegen Störung des Wasserab­laufs am Floßbach durch Vertiefung des sog. Walckgrabens [Anm.: dieser verbindet unterhalb der Kronenmühle den Floßbach mit dem Speyerbach] und Erhöhung der „Schutz-Bretter“ an der Walkmühle Lorch. Das Oberamt Neustadt erließ am 11.11.1766 antrags­gemäß Urteil und verbot den Aushub des Walkgrabens wie auch die Erhöhung der Schutzbretter an der Lorchischen Walkmühle. Hiergegen legten die unterlegenen Müller am 27.11.1766 Appellation zum kurpfälzischen Hofgericht Mannheim ein [Anm.: die Ap­pellation mußte entsprechend dem damaligen Prozeßrecht beim Erstgericht eingelegt werden]. Im Appellationsverfahren führte den Vorsitz der Freiherr von Oberndorff. Eine letzte erhaltene Aktenverfügung datiert vom 12.7.1769. Ein Urteil befindet sich nicht in den Akten, jedoch ein nicht datierter Entscheidungsvorschlag des Berichterstatters am Hofgericht, Steinweiler. Danach sollte die Ap­pellation zurückgewiesen werden und die beklagten Müller Keßler und Caspari unter Androhung einer Strafe von 10 fl angehalten werden, in Zukunft jeden Eingriff in den Bachlauf zu unterlassen. Eine Erhöhung der Schutzbretter an der Walckmühle war jedoch dem Müller Lorch nicht nachzuweisen 268.

 

Vor 1766 war Philipp Carl Schaaf der Müller auf der Postmühle. Seine Tochter NN. Schaaf heiratete den Müllermeister Jacob Caspa­ri 269. Es handelt sich bei der Ehefrau um Anna Elisabetha Schaaf 270.

 

In einem Aktenkonvolut 1766/1767 wird die Mühle bezeichnet als „Schaafische respée caspari Mahlmühl (Obere Postmühle)“ 271.

 

1766 kommt es zu Auseinandersetzungen der Postmüller Jakob Kessler [Anm.: untere Postmühle] und Jakob Caspari gegen den ehe­maligen Universitätsschaffner Römich, dem Eigentümer der Ölmühle Winzingen wegen erhöhter Erbauung des Mühlenwehrs an der Ölmühle 272.

 

1766/1767 kommt es zu einem Versteigerungsverfahren durch das kurpfälzische Oberamt Neustadt gegen den Postmüller Jacob Cas­pari auf Ersuchen der Gläubigerin, Frau „Schaffnerin Depréein“ [Anm.: auch als Philips Carl Schaafen Wittib bezeichnet] wegen ei­nes Darlehens von 1000 fl. 273. Die Mühle wies damals einen Mahl-, Schneid- und Lohgang auf. Die Versteigerung wurde im „Wo­chentliches Mannheimer Frag und Kundschaffts-Blatt“ vom 28.11.1766 für den 9.12.1766 angekün­digt 274. Im Versteigerungstermin vom 9.12.1766 wies der Müller Caspari daraufhin, daß „seine Ehefrau eine gebohrene Schaffin die sogenannte Postmühle an sich er­erbet, solche aber mit so vielen Schulden beschweret, wodurch er …. nicht im Stande seye, diese zu befriedigen ….“ 275.

 

Die Mühle wurde durch den Müllermeister Sebastian Späth für 3400 fl ersteigert 276.

 

1766-1782 kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Postmüllern Spaeth und Jakob Kessler gegen den Universitätsschaffner in Win­zingen, Römich wegen des strittige Wasserfalls 277.

 

1767-1768 kommt es zu Streitigkeiten zwischen dem Winzinger Schaffner Römich gegen die Postmüller Kessler und Spaeth wegen Anstieg des Wasser 278.

 

Müller auf der oberen oder ersten Postmühle waren:

- vor 1766 Philipp Carl Schaff, Vater der Anna Elisabetha Schaaf, ∞ mit dem Müler und Betriebsnachfolger Jakob Caspari

- bis 1766/1767 Jakob Caspari; wegen eines Darlehens seiner Schwiegermutter Philips Carl Schaafen Wittib über 1000 fl kommt

es zur Zwangsversteigerung der Mühle

- 1766/1767 Zwangsversteigerung der Mühle

- 1766/1767 Sebastian Späth; er ersteigert die Mühle für 3400 fl

 

Karte:

- Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 232

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a Bl. 2: Gewässer- und Mühlenplan zwischen Neustadt um Winzingen um 1766 (abgedruckt bei Ha­bermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 232)

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 243 Katasteraufnahmeblatt 1836 (Ausschnitt)

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a: Acta Die Postmühlen zu Winzingen von 1721-1788 nebst den Erbbestandsbrief von 1676

- Sauer, Heinrich Maria: „Die Neustadter Postmühlen. Von Wiganders bis Conrad“; in: Pfälzischer Kurier vom 10.12.1934

 

 

- Postmühle, zweite Postmühle:

lag an der Ecke der heutigen Helfferichstraße/Konrad Adenauer Straße in Neustadt 279. Die Postmühle in Winzingen lag an der Stra­ße von Neustadt nach Winzingen auf Winzinger Gemarkung 280.

 

1676 bestätigt das kurpfälzische Oberamt Neustadt einen „Erbbestandsbrieff Von Frau Dr. Hoffmännin Mahlmühl die Postmühl ge­nannt welche Sie Philipps Biebeln in Erbbestand gegeben“. Darin heißt„[...]. bekennen undt Thun Kundt männiglichen Waßmaßen … Conradt Hoffmanns geweßenem Med. Doct. selig hinterlassene Fraw Wittib Barbara …. zu einem …. Erbbestandt …. verliehen hat…., dem Erbahren Philipps *Biebeln Müllerhandwercks ….“ 281.

 

Friedrich *Metzger hat sie 1700 von Phil. *Bibel [Anm.: s. Johann Philipp *Biebel] als Erbbestandsmühle gekauft. Erbherr war Em­rich Wappler, der aber sein Erbbestandsrecht an den Burgvogt Winkelblech auf der Haardt verkauft hat 282.

 

1721 kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Müllern auf den beiden Postmühlen,weil „sich des Friedrich Metzgers sein Ablaß 2 ½ Zoll weiter als des Jacobs Kellers sein Ablaß wordurch ihme, Jacob Keller, zu Viel geschieht. Zweitens befind sich daß der große Streit, herkombt,weilen des Friedrich Metzgers sein Waßer Breth 6 ½ Zoll niederer als des Jacobs Kellers sein Brett ….“. Vom Ober­amt Neustadt wurden als Gutachter und Streitschlichter eingesetzt „Meister Jacob Sauterum, Andreas Merschtingy, als Unbardeichige Meister“ 283.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Postmühle wie folgt beschrieben: „Unter der Neustadt die sog. Postmühle, hat der Friedrich Metzger (andere Textfas­sung: Metziger) in Anno 1700 von dem Philipp Bibel an sich als eine Erbbestandsmühl erkauft, der Erbherr ist gewesen Emerich Wappler als welcher sein Erbrecht an den jetzigen Burgvogt auf der Hardt Winkelblech verkauft hat, diese Mühl hat nur ein Wasser­radt, die Erbpacht zahlt er jährlich dem oben gemelten Burgvogt und 8 ½ Malter Korn sodan in hießige Kellerey 6 Mltr Wasserfall, ferner 3 fl 28x Bodenzins, in hießiges Stift 284, welches der Erbbestands Brief alles melden thutt, sonsten ledig und eigen, Consens ist keiner vorhanden, der jetzi­ge Possessor ist Jeremias *Müller.“ 285

 

Von 1759-1766 führten die Neustadter Jesuiten als Erbbestandsherren der Kronenmühle in Neustadt einen Prozeß gegen die Müller der beiden Postmühlen Keßler und Caspari sowie den Müller auf der Walckmühle Winzingen, Lorch wegen Störung des Wasserab­laufs am Floßbach durch Vertiefung des sog. Walckgrabens [Anm.: dieser verbindet unterhalb der Kronenmühle den Floßbach mit dem Speyerbach] und Erhöhung der „Schutz-Bretter“ an der Walkmühle Lorch. Das Oberamt Neustadt erließ am 11.11.1766 antrags­gemäß Urteil und verbot den Aushub des Walkgrabens wie auch die Erhöhung der Schutzbretter an der Lorchischen Walkmühle. Hiergegen legten die unterlegenen Müller am 27.11.1766 Appellation zum kurpfälzischen Hofgericht Mannheim ein [Anm.: die Ap­pellation mußte entsprechend dem damaligen Prozeßrecht beim Erstgericht eingelegt werden]. Im Appellationsverfahren führte den Vorsitz der Freiherr von Oberndorff. Eine letzte erhaltene Aktenverfügung datiert vom 12.7.1769. Ein Urteil befindet sich nicht in den Akten, jedoch ein nicht datierter Entscheidungsvorschlag des Berichterstatters am Hofgericht, Steinweiler. Danach sollte die Ap­pellation zurückgewiesen werden und die beklagten Müller Keßler und Caspari unter Androhung einer Strafe von 10 fl angehalten werden, in Zukunft jeden Eingriff in den Bachlauf zu unterlassen. Eine Erhöhung der Schutzbretter an der Walckmühle war jedoch dem Müller Lorch nicht nachzuweisen 286.

 

1766 kommt es zu Auseinandersetzungen der Postmüller Jakob Kessler [Anm.: untere Postmühle] und Jakob Caspari gegen den ehe­maligen Universitätsschaffner Römich, dem Eigentümer der Ölmühle Winzingen wegen erhöhter Erbauung des Mühlenwehrs an der Ölmühle 287.

 

1766-1782 kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Postmüllern Spaeth und Jakob Kessler gegen den Universitätsschaffner in Win­zingen, Römich wegen des strittige Wasserfalls 288.

 

1767-1768 kommt es zu Streitigkeiten zwischen dem Winzinger Schaffner Römich gegen die Postmüller Kessler und Spaeth wegen Anstieg des Wasser 289.

 

Am 8.11.1780 weist die kurpfälzische Hofkammer Mannheim das Oberamt Neustadt an, aufgrund einer Beschwerde des Stadtmül­lers und des Obermüllers zu Neustadt, Friedrich Sauter und Johannes Sauter, dem Postmüller Friedrich *Franck, der entgegen einem „Einhaltsgebott“ sein neues Mahlwerk „fort errichtet“ hatte, die weiteren Baumaßnahmen an Mühlengebäude und Mahlwerk zu un­tersagen, ihm den Gebrauch der für die Baumaßnahme bereits erhaltenen Konzession vorläufig zu untersagen, den Beschwerdefüh­rern rechtliches Gehör zu gewähren und die Anhörung eines „Mühlen Experten“ vorzunehmen, sowie hierüber innerhalb von 14 Ta­gen Bericht an die Hofkammer zu erstatten 290. Das Ergebnis der Untersuchung ist aus den Akten nicht zu ersehen.

 

Auch weiterhin gab es Probleme wegen Veränderungen ander Postmühle seitens des Müllers Franck. Am 13.11.1787 erteilt die kur­pfälzische Hofkammer Mannheim dem Oberamt Neustadt den „Befehl“, aufgrund eines Gesuchs des Erbbestandsmüllers Friedrich Sauter aus Neustadt „wegen des vom Postmüller Franck errichteten neuen Aufsatzes und erhöhtem Stellbrette“, die beschwerdefüh­renden Müller „alsbalden klaglos zu stellen, und nach dem schon mehrfältig in dieser Sache erhaltenen Cameral Verordnungen zu verfahren, auch seinen eigenen hierunter erlaßenen Decreten strenckest in Vollzug zu setzen und wie geschehen binnen 14 Tagen sub poena legali anhero einzuberichten“ 291. Daraufhin kam es einer Klage vor dem Hofge­richt Mannheim. Dieses forderte im Verfahren „denen hiesigen Cameral Erbbestands Mülleren Friederich und Joann Sauter den Wint­zinger Postmüller Friederich Franck, wegen hinweg Schaffung eines neuen Aufsatzes und Stellbretts, vom Oberamt Neustadt mit Verfügung vom 15.1.1788 die Übersendung der Verwaltungsakten 292. Am 15.2.1788 forder­te die Hofkammer Mannheim das Ober­amt Neustadt auf, binnen 14 Tagen ab Zugang des Schreibens, den Müller Frank zu veranlas­sen, die Neuerungen an seiner Mühle zu beseitigen und den vorherigen Zustand wieder her­zustellen 293. Das damalige Verwaltungsverfahren war bekanntlich äußerst schwer­fällig und langwierig. Das Oberamt Neustadt bat mit Schreiben vom 28.2..1788 zunächst um Rückgabe seiner Verwaltungsakten 294 Der wei­tere Fortgang erschließt sich aus den Ak­ten nicht.

 

In der „Neue Speyerer Zeitung“ wird unterm 18.10.1820 die Verpachtung der Postmühle angeboten: „[...] Auf Anstehen von 1) Valen­tin Frank, Mühlarzt, volljährig, zu Winzingen wohnhaft; 2) Albert Gönnheimer, Bäcker zu Neustadt, als Vormund, und Johannes Frank, Müller zu Winzingen wohnhaft, als Beivormund von Georg Friedrich und Daniel Frank; und genannte drey Valentin, Georg Friedrich und Daniel Frank; als Kinder und einzige Erben der verstorbenen Anna Elisabetha Gönnheimer, erzeugt in erster Ehe mit dem verstorbenen Müller, Philipp Friedrich Frank; 3) Johann Jacob Sauter, Müller, zu Winzingen wohnhaft, sowohl für sich als auch in seiner Eigenschaft als natürlicher Vormund der mit der genannten verstorbenen, ehelich erzeugten Kinder und Erben, Maria Mag­dalena, Elisabetha, Johannes, Georg und Leonhard Sauter …. zur Verpachtung auf drey Jahre …., der zur Gemeinde Winzingen ge­hörigen sogenannten Postmühle, mit einem Schälgange, einer Oehlmühle und der daran befindlichen Scheuer, Stallung …“ 295.

 

Am 21.8.1821 wird die freiwillige Versteigerung der Postmühle zur Auflösung der Erbengemeinschaft nach dem Müller Philipp Friedrich Frank und seiner ebenfalls verstorbenen Ehefrau Anna Elisabetha Gönnheimer im Intelligenzblatt bekanntgemacht 296: „Nächstkommenden dritten September wird … auf Ersuchen der Kinder des auf der Postmühle (Gemeinde Winzingen) verlebten Müllers Philipp Friedrich Frank und dessen ebenfalls verstorbenen, mit Jacob Sauter in zweyter Ehe gestandenen Gattin Anna Elisa­betha Gönnheimer .. geschritten werden“. Die Kinder sind 1) Valentin Frank, großjährig, Müller auf gedachter Postmühle; 2) Georg Friedrich Frank, Küfer, dermalen Soldat im kgl. Bayr. 3. Cheveauleger­s-Regiment; 3), Daniel Frank minderjährig, vertreten durch den Vormund Albert Gönnheimer, Bäcker in Neustadt und durch Johan­nes Frank, Müller auf der Postmühle Winzingen. Weiter heißt es: „Einer Mahl- und Oehlmühle, nebst Wohnhaus, Scheuer und Stall, die erste Postmühle genannt, und zur Gemeinde Winzingen ge­hörig … Diese Mühle … hat immer hinlängliches Wasser ihre Gewer­ke aktiv zu erhalten.“

 

Im Landauer Eilboten vom 28.10.1837 der in Neustadt wohnende H. Klein jr. den Verkauf „in freier Hand“ seiner „zwischen Neu­stadt und Winzingen gelegene[n] Mühle“. Diese wird wie folgt beschrieben: „ Die Mühle besteht aus einer Mahl- und Oelmühle, Wohngebäude, Scheuer, Stallung, welche sämmtlich neu massiv von Stein gebaut sind nebst einem darangelegenen Garten, von 115 Ruthen Flächenraum. Vermög ihrer vortheilhaften Lage, der Nähe der Stadt wegen, ist diese Mühle zum Klein- und Großhandel be­sonders geeignet.“ 297

 

Karte:

- Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 232

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a Bl. 2: Gewässer- und Mühlenplan zwischen Neustadt um Winzingen um 1766 (abgedruckt bei Ha­bermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 232)

- Sauer, Heinrich Maria: „Die Neustadter Postmühlen. Von Wiganders bis Conrad“; in: Pfälzischer Kurier vom 10.12.1934

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 243 Katasteraufnahmeblatt 1836 (Ausschnitt)

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a: Acta Die Postmühlen zu Winzingen von 1721-1788 nebst den Erbbestandsbrief von 1676

 

 

- Pulvermühle:

1665 kam es zur Explosion der Pulvermühle von Pierre Thierry in Winzingen 298.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Sachakte 1460 UNr. 13: Explosion der Pulvermühle von Pierre Thierry in Winzingen, 1665

 

 

- Waffenschmiede und Schleifmühle Lorch:

s. auch Lorchische Mühle, Bischofsmühle [Anm. von dieser aber zu unterscheiden, wie sich aus der getrennten Aufstellung im Müh­lenverzeichnis von 1738 ergibt].

 

Die Wappenschmiede lag zwischen Kronenmühle und Bischofsmühle in Winzingen. 1650 durch Johann Heinrich *Lorch neu aufge­baut. 2 Wasserräder: eins zum Schmieden das andere zum Schleifen 299.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühl wie folgt beschrieben 300: „Noch bei Neustadt befindet sich eine Wappen­schmitt und Schleifmühl, dieselbe hatt Johann Henrich Lorch in Anno 1650 neu aufgebaut, hatt 2 Wasserradt, eins zum Schmitten und daß andere zum Schleiffen, doch muß es groß Wasser seyn, wenn sie zu gleich gehen sollen ist eigen, gibt jährlich 4 fl 1 X 6 fl Wasserfallzinß in die Gefällverwäßerey lauth einer mir vorgezeigten Quittung, der jetzige Possessor ist Johann Heinrich *Lorch, ein Enkel des obigen Lorch, kein Consens ist mehr vorhanden.“

 

Im Neustadter Ratsprotokoll vom 25.2.1658 heißt es: „Hanß Henrich Lorch der Wafenschmit bate umb Erlaubnis, den Grund bej Hans Michael Lahmen Garten am Graben dem Pfad oder Weg gleich zu machen und zu des Damms an der Schmit, so das Wasser ruinirt, zu brauchen“ 301.

 

 

- Walkmühle und Hanfreibe Lorch:

lag gegenüber der Bischofsmühle Lorch. 1741 errichtete der Müller Johann Nikolaus Lorch gegenüber der in seinem Erbbestand stehenden Mahlmüh­le, der Bischofsmühle, eine Walkmühle und Hanfreibe 302.

 

In einem Schreiben an das Oberamt Neustadt [ohne Absenderangabe] vom 22.4.1746 heißt es: „auf die Von Einem Hochlöblen Oberambt mir auf getragene Commission die Von Johann Nicolaus Lorch Müller zu Wintzingen ratione seine von seinem Vatter er­erbte und in denen ältern Krieges Jahren von denen Frantzösischen völlig ruinierten Lohe und Schleiff Mühl in eine Tuchmacher Walck und Hanff-Reib Mühl verendern und Neu auf erbauen zu dörffen … worüber Guth Achtlichen zu berichten hatte, habe mich ad locum begeben und befunden daß die Rudera worauf die Lohe und Schleiff Mühlen vorhin gestanden annoch zu sehen, auch daß Hinter Waßer denen oberhalb stehenden beyden Post Müllern nicht das geringsten Schaden verursachen kan ….“ 303.

 

 

- Walk- und Schleifmühle (Kurpfalz):

1521 kam es zu Irrungen zwischen Kurpfalz und dem Hochstift Speyer u.a. wegen der Errichtung einer neuen Walk- und Schleifmüh­le bei Winzingen. Es kam deshalb am 5.12.1521 zu einem Schiedsverfahren 304.

 

 

- Wiesenmühle, Ölmühle:

lag westlich des Dorfes am einem eigenen Mühlbach, einer Abzweigung des Speyerbachs, oberhalb der Kronenmühle 305; heute Obe­rer Festplatz in Wiesenstraße in Winzingen 306.

 

Um 1731 wird als Müller der Ölmühle der Hans Georg *Rothgeb erwähnt. Am 29.8.1731 heißt es in einer Stellungnahme die auf An­zeige des Müllers auf der unterliegenden Postmühle in Winzingen, Friedrich *Metzger ergangen ist: „Alß im verwichenen … Winter die Bach unterhalb der Stadt der gestalt mit Eiß über und zugefrohren …. und die Stadt …. von dem Eiß sich zu rück geschwellet und die Wassers Noth noch größer zu besorgen war, habe auf Anzeig des Postmüllers Friedrich *Metzgers…. auf eingenohmenen Augen­schein so viel befunden, da0 zwischen dem gedh: Metzger und dem Hanß Georg Rothgeben welch letzterer die Vereinigung [?] der Bäche wegen seiner alda habenden eigenthümblichen Ohlmühl zu abführung des sich durch das Eiß stellenden Waßers ….“ 307.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühl wie folgt beschrieben 308: „Noch be­findet sich unter der Postmühl an selbi­ger Bach eine Ohligmühl so Johann Geörg *Rothgeb ein Bürger zu Neustadt in Anno 1703 auf sein Eigen Guth neu aufgebaut, hatt nur ein Wasserrad, gibt jährlich lauth einer vorgezeigten Quittung in hießige Gefällverwäße­rey Neustadt 4 fl Boden oder Wasserfall Zins, consens ist keiner vorhanden, der jetzige Pohseßer ist Christoph Rothgeb ein hießiger Bür­ger und Ratsverwandter.“ An anderer Stelle in derselben Akte heißt es jedoch 309: „Von der Rothgebschen Öhligmühl ist dermahliger Pohsehsor Frantz Vonderbull, und gibt jährl zur Neustadter Gefäll Verweserey Wasser­fall 4fl.“.

 

Am 10.2.1837 „lassen die Witwe und Kinder des dahier verlebten Rentners, Herrn Johann Friedrich Henrich, die zu seinem Nachlas­se und zu seiner Ehe-Güter-Gemeinschaft gehörigen Liegenschaften“ versteigern, darunter als „Liegenschaften zum Einbringen des Verlebten [Anm.: also nicht zur ehelichen Errungenschaft ] gehörig 5) … Eine Mühle, genannt die Wiesenmühle, mit Wohngebäuden und Oeconomie-Gebäuden, Stallung, Hof, Gärten, Wiesen- und Ackerland, zwischen Winzingen und Neustadt, begränzt gegen Süden von dem Bach, unten von Herrn Klein [...]“ 310. Offensichtlich hat dieser „Herr Klein“ die Mühle ersteigert, denn: Im Landauer Eilbo­ten vom 28.10.1837 kündigt der in Neustadt wohnende H. Klein jr. den Verkauf „in freier Hand“ seiner „zwischen Neu­stadt und Win­zingen gelegene[n] Mühle“. Diese wird wie folgt beschrieben: „Die Mühle besteht aus einer Mahl- und Oelmühle, Wohngebäude, Scheuer, Stallung, welche sämmtlich neu massiv von Stein gebaut sind nebst einem darangelegenen Garten, von 115 Ruthen Flächen­raum. Vermög ihrer vortheilhaften Lage, der Nähe der Stadt wegen, ist diese Mühle zum Klein- und Großhandel be­sonders geeignet.“ 311.

 

Die Versteigerung verlief wohl erfolglos, denn erneut wird im Neustadter Wochenblatt vom 9.9.1842 die Versteigerung der Mühle im Wege der Nachlaßauseinandersetzung und Auflösung der Gütergemeinschaft nach Johann Friedrich Henrich für den 29.9.1842 ange­kündigt 312 .

 

Bis 1849 war der „Müller Malrich“ der Müller auf der Wiesenmühle Winzingen. 1849 soll dieser Müller Mallrich „entlaufen“ sein und sich in Mascoutah (St. Clair County, Illinois) aufhalten und „seine Frau suche ihn dringend“ 313. Dieser Müller Mallrich ist wohl mit Martin *Mallrich, geb. am 1.12.1809 in Mußbach als Sohn von Johann Nicolaus Mallrich und Maria Catharina Buchert zu identi­fizieren, verheiratet mit Helena Baßler. Gestorben ist Martin Mallrich am 21.3.1863 in Winzingen. Sein Sohn Nicolaus Mall­rich be­wohnte noch 1891 die Winzinger Wiesenmühle 314.

 

Karte:

- Denkmaltopographie Neustadt, Bd. Neustadt I, S. 32: Kataster-Uraufnahmeblatt von Winzingen 1821/1836

- Denkmaltopographie Neustadt Bd. 19.1 Kernstadt, Plan vom 14.12.1889, S. 49

- Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 150

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a: Gewässer- und Mühlenplan zwischen Neustadt um Winzingen um 1766 (abgedruckt bei Haber­mehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 232)

 

 

 

 

 

Winzinger Scheid:

unterhalb von Winzingen erfolgt Trennung (Bifurkation, von lat. furca = Gabel) des Speyerbachs in Speyerbach und Rehbach. Der nach der Winzinger Scheid niedrigere Wasserstand des Speyerbach bot allerdings schlechtere Antriebsverhältnisse für die Mühlen 315. Die Winzinger Scheid befindet sich direkt südlich des Parkplatzes des Neustadter Ge­richtszentrums. Der nördliche Arm bildet den Rehbach der südliche den Speyerbach.

 

 

 

 

Wirschhauser Mühle:

s. Würschhauser Mühle

 

 

 

 

Wöllstein:

VG Wöllstein, Lk Alzey-Worms; in Rheinhessen zwischen Alzey und Bad Kreuznach gelegen

 

Mühlen:

um 1705 wird der Gerhard *Grohmann als Müller zu Wöllstein genannt; ∞ mit Anna Catharina Steinbrunn (~ 3.9.1679 Edenkoben; Tochter des Bäckers in Edenkoben, Jost Steinbrunn 316.

 

Um 1736 ist Johann Martin *Cloninger als Müller bei Wöllstein genannt; am 1.1.1736 ist im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbo­landen als Pate erwähnt: „Johann Martin Cloninger; Müller bei Wöllstein u. seine Frau Maria Magdalena“ 317.

 

Vor 1795 ist verstorben der Müller zu Wöllstein, Heinrich *Schweng; seine Witwe Jakobina NN. heiratet am 29.3.1795 in der lutheri­schen Kirche in Kirchheimbolanden den Georg Heinrich Bauer 318.

 

Müller in Wöllstein war Johann Philipp *Heuchert (geb. 1755 [err.] Wöllstein – 3.6.1805 Wöllstein), ∞ 1785 (?) mit Christina Kuch; Vater des Mehlhändlers in Rockenhausen und späteren Müllers auf der Obermühle Rockenhausen, Johann Adam *Heigert (Heuchert) 319.

 

 

1 Wikipedia, Stichwort Wiesbach, http://de.wikipedia.org/wiki/Wiesbach_(Schwarzbach), Abruf vom 24.3.2014.

2 Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 4 ff.

3 Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, S. 7, 108.

4 Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 6, 10; Karte bei Schworm: Die Steinalb; in Westrich Kalender 2009, S. 23.

5 Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 6.

6 Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 10.

7 Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 6; Karte bei Schworm: Die Steinalb; in Westrich Kalender 2009, S. 23.

8 Hartmann: Ergänzung Gutsbezirk Baumholder, S. 107; aber LA Speyer Best. B2 Nr. 138: „Schatzungsfreiheit von einer im Grimbacher Bann [Anm.: Gemeinde Grünbach] gelegen zur freiherrl. Salmischen Erbbestandsmühle in der Steinalb ge­hörigen Wiese, 1767-1786“.

9 Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 32 Nr. 170.

10 Hartmann: Ergänzung Gutsbezirk Baumholder, S. 107, 108.

11 Kaufmann: Rheinhessische Ortsnamen, S. 226-227; Gallé: Kunstreiseführer Rheinhessen, S. 115-116.

12 Kunstdenkmäler, Kreis Worms, S. 137 iVm S. 76.

13 LA Speyer Best. F7 Nr. 334.

14 luth. KB Heuchelheim bei Frankenthal 1, Bl. 38.

15 Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, S. 393, lfd.-Nr. 12399; LA Speyer Best. G11 Nr. 113 V.

16 Internetdatei Wikipedia, http: http://de.wikipedia.org/wiki/Wiesweiler, Abruf vom 16.3.2014.

17 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 58r-63 zusammenfassend zitiert.

18 Wilgartswiesen (Ortsgemeinde): Chronik der Gemeinde Wilgartswiesen, S. 85.

19 LA Speyer Best. 41 Karte Nr. 8841: Lageplan der Mühlen des Jakob Fayock und des Conrad Broedel in Wilgartswiesen, 1807.

20 Albrecht: Die Mühlen in Wilgartswiesen, S. 612.

21 Albrecht: Die Mühlen in Wilgartswiesen; in: Ortsgemeinde: Wilgartswiesen (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Wilgartswiesen, S. 613.

22 Wittner: Bewohner des Amtes Lindelbrunn; in: PRFK, Bd. 12, Heft 6, S. 304.

23 LA Speyer B2 Nr. A 292 fol. 107 ff; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 234.

24 LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 fol. 73, 115.

25 Kiefer: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96.

26 Disqué: Familie Disqué, S. 22.

27 Gottlieb: Die Ilbesheimer Mühle, S. 19.

28 LA Speyer Best. C20 Nr. 3495: Genehmigung für den Müller Stephan, Witwer von Elisabetha Disqué, zur Veräußerung seiner Mühle zu Wilgartswiesen und seiner

dortigen Güter und Anlegung des Vermögens seiner drei Kinder auf der von ihm erworbenen Eichelsbacher Mühle,; darin Bericht des Beamten Fasco, 1790.

29 LA Speyer Best. L11 Nr. 255 ohne fol.

30 Eilbote Landau Nr. 87 v. 11.12.1847, S. 421.

31 LA Speyer Best. H31 Nr. 177 Z 2290: Gesuch des Jakob Maußhardt, Mahl-, Öl- und Sägemühle, die sog. Falkenburgmühle in Wilgartswiesen, um Erlaubnis zur Ver-

legung seines Mühlenkanals und Erneuerung seines Triebwerkes, Setzung eines neuen Aichpfahls, Wiederherstellung der Stauanlage sowie Instandhaltung bzw. Reini-

gung des Mühlgrabens der Falkenburger Mühle, 1856-1938.

32 Ortsgemeinde: Wilgartswiesen, S. 633.

33 Becker: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, S. 76.

34 Albrecht: Die Mühlen in Wilgartswiesen; in: Ortsgemeinde: Wilgartswiesen (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Wilgartswiesen, S. 613.

35 Albrecht: Die Mühlen in Wilgartswiesen; in: Ortsgemeinde: Wilgartswiesen (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Wilgartswiesen, S. 612.

36 LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/9, Bl.2-3.

37 LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/9, Bl.4-5 vom 22.4.1752.

38 LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/9, Bl.6-8.

39 LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/9 Bl. 12: Aktenvermerk vom 18.11.1766.

40 LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/9, Bl. 13: Aktenvermerk vom 14.10.1768.

41 LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/9, Bl. 15: Aktenvermerk vom 12.1.1769.

42 LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/10, Bl. 3.

43 LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/10, Bl. 5.

44 LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/10, Bl. 9.

45 LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/10, Bl. 13.

46 LA Speyer Best. B2 Nr. 1391/10, Bl. 19.

47 Albrecht: Die Mühlen in Wilgartswiesen; in: Ortsgemeinde: Wilgartswiesen (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Wilgartswiesen, S. 614.

48 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 535.

49 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 537.

50 LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1.

51 Volz: Bevölkerung Windens im 17. und 18. Jh., a.a.O.; Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 179.

52 Esser: Win­den. Dorf in den Weiden, S. 179.

53 Esser: Ortsfamilienbuch Win­den, S. 220 Nr. 952.

54 Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 221 Nr. 954.

55 Raimar: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzi­sche Familien- und Wappenkunde, 1. Jh. 1952, S. 15.

56 Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 179.

57 LA Speyer Best. H 34 Nr. 1069; Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 179 Anm. 507.

58 Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 84 Nr. 287 iVm. S. 220 Nr. 954.

59 Martin: Emigration und Nationalgüterveräußerung, S. 294; Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 179.

60 Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 179.

61 LA Spey­er Best. G8 I Nr. 6: Erbfolge Johannes Egendörffer lt. Testament vom 3.3.1790; Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 179 Anm. 508.

62 Martin: Emigration und Nationalgüterveräußerung, S. 294.

63 Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 179; LA Speyer Best. G8 I Nr. 8: Rehbold & Cons., Émigré.

64 Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 219 Nr. 945.

65 Petermann: Kirchenbuch Winden von 1714 bis 1801, o.J., S. 20.

66 Petermann: Kirchenbuch Winden von 1714 bis 1801, o.J., S. 52.

67 Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 260 Nr. 1185; Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 179.

68 Esser: Ortsfami­lienbuch Winden, S. 260 Nr. 1185.

69 Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 260 Nr. 1185.

70 Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 242 Nr. 1066.

71 Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 180.

72 Eilbote Landau vom 21.11.1846 S. 188 = LA Speyer Best. Y 20/41.

73 Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 180

74 Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 165 Nr. 694.

75 LA Speyer Best. H34 Nr. 1069 „Niederbauten Winden“; Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 180.

76 Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 132 Nr. 514 iVm. Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 180.

77 Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 180.

78 Mit­teilung von Herrn Dr. Werner Esser vom 15.12.2009; Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 85 Nr. 288.

79 Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 180; aA Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 85 Nr. 288 iVm Aus­sage Arnold Scheid vom 16.4.2003; danach erfolgte der Brand um 1900.

80 Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 85 Nr. 288 iVm Aussage Arnold Scheid vom 16.4.2003.

81 Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 85 Nr. 288 iVm. Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 180.

82 Esser: Winden. Dorf in den Weiden, S. 180.

83 We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 196.

84 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Pirmasenser Zeitung vom 10.8.2005

85 We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 196.

86 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 210-215.

87 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 194/96.

88 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 119.

89 Bohrer: Register ref. KB Nünschweiler, Teil II, S. 6.

90 Kuby: Pfarrlisten der ehemaligen Grafschaft Falkenstein [im Bereich der evangelischen Kirche der Pfalz]; in Bl. für Pfälzische Kirchengeschichte 1996, S. 133 ff.

91 Rheinisch-Pfälzische Familienkunde 2003, S. 330 +++Zitat prüfen+++

92 Kuby:: Pfarrlisten der ehemaligen Grafschaft Falkenstein (im Bereich der evangelischen Kirche der Pfalz); in Bl. für Pfälzische Kirchengeschichte 1996, S. 133 ff.

93 LA Speyer Best. U 307 Nr. 153: Reinigung und Instandhaltung von Bächen; enthält u.a. eine Aufstellung der für die Bachreinigung kostenpflichtigen Mühlen- und Wiesenbesitzer; weiterhin eine Entschließung des Bezirksamts Kaiserslautern zur Korrektion des Alsenzbaches und zur Erbauung eines Überfall-Wehrs durch die Mühlenbesitzer Friedrich Eymann von Alsenbrück und David Kaege von Winnweiler 1859.

94 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 33.

95 Denkmaltopographie, Bd. Kusel, S. 219.

96 Drumm: Redels­heim, die Wüstung zwischen Alsenbrück und Imsbach; in: Busch: Untergegangene Dörfer, S. 31; LA Speyer Falkensteiner Kopialbuch I +++Zitat

prüfen+++

97 Kaissling: Die Grafschaft Falkenstein 1672-1682; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 52; Kaißling/Rasche: Von Woogen und Weihern; in: Rasche: Ortsge-­

schichte von Winnweiler, S. 434.

98 LA Speyer Best. C13 [Urkunden Grafschaft Falkenstein] Nr. 130.

99 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 103; Kartenriß in LA Speyer Best. C 14 Nr. 83.

100 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 103 leider ohne Zitierung.

101 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 281, Rasche: Ortsgeschichte von Winnweiler, S. 410; LA Speyer C 14 Nr. 83 [1748-96]; Dhom: Die Sippe Wolsiffer von Hanweiler, S. 10.

102 bei Dhom: Die Sippe Wolsiffer von Hanweiler, S. 10 ist die Schilderung unklar +++klä­ren++++

103 aus: Dhom: Die Sippe Wolsiffer von Hanweiler, S. 10 leider ohne Angabe der Fundstelle.

104 Kaissling: Die Grafschaft Falkenstein 1672-1682; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 52; Kaißling/Rasche: Von Woogen und Weihern; in: Rasche: Ortsge-

schichte von Winnweiler, S. 434.

105 Intelligenz-Blatt des Rheinkreises, Nr. 103 vom, 11.4.1824, S. 446

106 Kaissling: Die Grafschaft Falken­stein 1672-1682; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 52; Kaißling/Rasche: Von Woogen und Weihern; in: Rasche: Ortsge-

schichte von Winnweiler, S. 434.

107 Denkmaltopographie Bd. Kusel, S. 218.

108 Kaißling/Rasche: Von Woogen und Weihern; in: Rasche: Ortsgeschichte von Winnweiler, , S. 454.

109 Kaißling/Rasche: Von Woogen und Weihern; in: Rasche: Ortsgeschichte von Winnweiler, S. 457.

110 Rasche: Ortsgeschichte von Winnweiler, S. 410.

111 Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745: LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5.

112 Schmidt: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Bun­tenbach im 18. Jahrhundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 460, 463.

113 LA Speyer Best. B1 Nr. 591.

114 Schmidt: Fami­liennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert; in: PRFK 1977, S. 419, 423.

115 Schmidt: Famili­ennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in: PRFK 1977, S. 424.

116Keddigkeit/Untermann: Münsterappel, St. Gangolph; in: Klosterlexikon, Bd. 3, S. 126.

117 Süss: Die Pfälzer im „Schwarzen Buch“. Ein personengeschichtlicher Beitrag zur Geschichte des Hambacher Festes, S. 171.

118 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 1.

119 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 15.

120 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 369.

121 Frey: Beschreibung d. Rheinkreises, Bd. 4, S. 272.

122 luth. Kirchenbuch Pirmasens, Geburten II, 9; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 369.

123 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 3-3r.

124 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 18.

125 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 15r.

126 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 5.

127 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 19.

128 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 55.

129 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 280.

130 LA Speyer Best. C20 Nr. 3326.

131 LA Speyer Best. C20 Nr. 3326 fol.71-72.

132 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 57.

133 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 58.

134 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 59.

135 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 64.

136 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 369: Katzenbacher Mühle

137 Kuby: Auszüge aus dem reformierten Konfirmandenregister Rumbach 1781 ff.; in: PRFK 1981. S. 528.

138 Standesamtsak­ten Winzeln, Sterbeeintrag Nr. 12/1861; Mitteilung Stefan Jamin vom 13.6.2013.

139 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 74.

140 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 73.

141 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 94.

142 Eilbote Landau vom 11.7.1846 Beilage Nr. 28 = LA Speyer Best. Y 20/41.

143 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 1.

144 LA Speyer Best. C20 Nr. 2580 alt, zitiert nach Rauch: Damals in Pirmasens, S. 9.

145 LA Speyer Best. C20 Nr. 1432.

146 LA Speyer Best. C20 Nr. 1147: Verbot am sämtliche Wirte, dem Reh­müller Franz Anthony Breuner weder Wein noch Branntwein zu verabreichen, 1739.

147 LA Speyer Best. C20 Nr. 1136.

148 LA Speyer Best. C20 Nr. 1147.

149 LA Speyer Best. C20 Nr. 1136.

150 Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, S. 280.

151 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 18.

152 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 5, 11.

153 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 15r.

154 LA Speyer Best. C20 Nr. 1136.

155 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 3-3r.

156 LA Speyer C20 Nr. 1132.

157 LA Speyer Best. C20 Nr. 1858.

158 Helfrich/Braun: Register kath. Kirchenbücher Vinningen 1770-1800, S. 47.

159 Helfrich/Braun: Register kath. Kirchenbücher Vinningen 1770-1800, S. 103.

160 Werner: Die Nationalgüter im Departement Donnersberg, Anlage IV, S. 66.

161 Neue Speyerer Zeitung, Beilage zu Nr. 134 vom 7.7.1732.

162 LA Speyer Best. J2 Nr. 164 Urteil vom 21.3.1840.

163 Standesamtsakten Winzeln, Sterbeeintrag Nr. 8/1846; Mitteilung Stefan Jamin vom 13.6.2013.

164 Standesamtsakten Winzeln, Sterbeeintrag Nr. 8/1857; Mitteilung Stefan Jamin vom 13.6.2013.

165 Standesamtsakten Winzeln, Sterbeeintrag Nr. 8/1860; Mitteilung Stefan Jamin vom 13.6.2013.

166 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328: Scheeler Mühle bei Winzeln, 1579-1791.

167 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 8.

168 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 11.

169 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 21.

170 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 14.

171 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 3.

172 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 1-1r.

173 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 74.

174 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 29-34.

175 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 36.

176 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 43-51.

177 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 54-59.

178 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 60.

179 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 65.

180 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 68.

181 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 73.

182 LA Speyer Best. C20 Nr. 3325 fol. 5.

183 LA Speyer Best. C20 Nr. 1858.

184 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 280; Guth: Büttenpapier für die Amtskanzlei des Landgrafen von der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal; in: Heimatkalen-­

der für das Pirmasen­ser und Zweibrücker Land 2002, S. 141.

185 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 83-85.

186 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 88-90.

187 Helfrich/Braun: Register kath. Kirchen­bücher Vinningen 1770-1800, S. 39.

188 Helfrich/Braun: Register kath. Kirchenbücher Vinningen 1770-1800, S. 39.

189 Helfrich/Braun: Register kath. Kirchenbücher Vinningen 1770-1800, S. 40 iVm S. 87.

190 Helfrich/Braun: Register kath. Kir­chenbücher Vinningen 1770-1800, S. 40.

191 Helfrich/Braun: Register kath. Kirchenbücher Vinningen 1770-1800, S. 40.

192 Helfrich/Braun: Register kath. Kirchenbücher Vinningen 1770-1800, S. 40.

193 LA Speyer Best. C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 3328 fol. 94.

194 Helfrich/Kölsch: Register kath. KB Vinningen 1800-1875, S. 16.

195 LA Speyer Best. L 56 Nr. 748 Seite 479.

196 Standesamtsakten Winzeln, Sterbeeintrag Nr. 12/1854; Mitteilung Stefan Jamin vom 13.6.2013.

197 Standesamtsakten Winzeln, Sterbeeintrag Nr. 8/1857; Mitteilung Stefan Jamin vom 13.6.2013.

198 Standesamtsakten Winzeln, Sterbeeintrag Nr. 6/1860; Mitteilung Stefan Jamin vom 13.6.2013.

199 Pfälzische Presse Nr. 197, Kaiserslautern, 69. Jg., vom 18.7.1885.

200 Streicher: La Ölmühle des Sept-Fontaines de 1796 à 1854; in: l'Outre-Forêt 2014, Heft 1, S. 48.

201 Karst: Kurpfälzisches Oberamt Neustadt, S. 8-9.

202 Stadtarchiv Neustadt Regesten der Urkunden A26; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 12.3.2014.

203 Riehm: Einwohner Winzingen nach den Türkensteuerlisten, S. 30; LA Speyer Best. A2 Nr. 190/191; Jan: Türkensteuerregister, S. 35.

204 Jan: Türkensteuerregister, S. 35.

205 Riehm: Einwohner Winzingen nach den Türkensteuerlisten, S. 30; A Speyer Best. A2 Nr. 190/191.

206 Wollmershäuser: Die ältesten Protokolle des kurpfälzischen Regierungsrats (1649-1652), Folge 2: 1651; in: PRFK 2013, S. 529.

207 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 2, S. 252.

208 Weisbrod: Jacob Frey 1813-1871, Küfer und Bierbrauereibesitzer in Germersheim [hier: Stammbaum der Babette Frey, geb. Frank]; in: PRFK 2004, S. 497, 501.

209 LA Speyer H3 Nr. 7733 I: Untersuchung der Beschwerden der Müller von Speyer wegen Wiesenwässerung sowie Anlegung von Streichwehren und Wässerungs-

rinnen in den Bännen von Geinsheim, Lachen-Speyerdorf, Haßloch und Duttweiler; darin auch: Denkschrift der Müller von Winzingen bis Speyer zur Erhaltung eines

geregelten Besitzstandes.

210 Katasteramt Bad Dürkheim, Kataster-Uraufnahmeblatt von Winzingen 1821/1836; abgedruckt bei Denkmaltopographie Neustadt Bd. 19.1 Kernstadt, S. 32; Plan vom

14.12.1889 abgedruckt bei Denkmaltopo­graphie Neustadt Bd. 19.1 Kernstadt, S. 49.

211 Neue Speyerer Zeitung Nr. 5 vom 11.1.1817.

212 Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 55 vom 23.7.1819, S. 409.

213 Mitteilung von Frau Paula Stephan vom 3.11.2011.

214 Görtz: Neustadter Ratsprotokolle 1660-1667, S. 41, Protokolleintrag vom 30.3.1661.

215 Görtz: Neustadter Ratsprotokolle 1660-1667, S. 41, Protokolleintrag vom 30.3.1661.

216 Katasteramt Bad Dürkheim, Kataster-Uraufnahmeblatt von Winzingen 1821/1836; abgedruckt bei Denkmaltopographie Neustadt Bd. 19.1 Kernstadt, S. 32; Karte

bei Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 150.

217 Schmidt/Brück: Jesuitenresidenz, dann Jesuitenkolleg, später Lazaristenkloster Neustadt a.d. Weinstraße; in: Klosterlexikon, Bd. 3, S. 317.

218 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 2, S. 251.

219 Archiv PRFK Ludwigshafen: Familienregister ref. KB Neustadt, Best. XIV Schl. 1.0

220 Habermehl: Mühlen um Neustadt, S. 362.

221 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 13r.

222 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a Bl. 22, 24.

223 LA Speyer Best. A2 Nr. 1692/7: Kronenmüller Nicklas Wurckert gegen den Müllermeister Lorch: Verkauf der Kronenmühle und strittiger Wasserfall, 1751- 1759.

224 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693 fol. 1-96; auch Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, a.a.O.,S. 233-234.

225 Intelligenz-Blatt des Rheinkreises vom 13.4.1826, Beilage zu Nr. 9, S. 43-44.

226 Intelligenz-Blatt des Rheinkreises, Nr. 55 vom 23.2.1823, S. 263.

227 Intelligenz-Blatt des Rheinkreises vom 13.4.1826, Beilage zu Nr. 9, S. 43-44.

228 Armknecht: Geschichte d. Familie Armknecht, S. 25.

229 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 250.

230 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a Bl. 2: Gewässer- und Mühlenplan zwischen Neustadt um Winzingen um 1766.

231 Katasteramt Bad Dürkheim, Kataster-Uraufnah­meblatt von Winzingen 1821/1836; abgedruckt bei Denkmaltopographie Neustadt Bd. 19.1 Kern­stadt, S. 32.

232 Habermehl: Mühlen in Neustadt, S. 362.

233 Christmann: Siedlungsna­men II, S. 152.

234 LA Speyer Best. A14 Nr. 344a.

235 Habermehl: Mühlen in Neustadt, S. 362; LA Speyer Best. A2 Nr. 179/1 fol. 14; Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, S. 260, 269; LA Speyer Best. D2 Nr. Nr. 62 und Nr. 65.

236 Görtz: Neustadter Ratsprotokolle 1660-1667, S. 134.

237 Görtz: Neustadter Ratsprotokolle 1660-1667, S. 113.

238 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693c fol. 1, 1r.

239 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693c fol. 1, 1r.

240 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693c fol. 1, 1r.

241 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693c fol. 1, 1r.

242 Habermehl: Mühlen um Neustadt, S. 362; Ratsprotokollbücher im Stadtarchiv Neustadt 1690, S. 492.

243 Mitteilung von Herrn Horst Klein vom 25.1.2013; Archiv PRFK Ludwigshafen: Familienregister ref. KB Neustadt, Best. XIV Schl. 1.0.

244 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 250.

245 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a, fol. 17.

246 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 14-14r, 29.

247 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 24r.

248 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a, fol. 21.

249 LA Speyer Best. A2 Nr. 1692/10: Wasserschaden am Haus der Löwenwirtschaft durch Erhöhung des Wasserbaues an der Bischofsmühle, 1757-1760 (27 Bl.).

250 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693 fol. 1-96; auch Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, a.a.O.,S. 233-234.

251 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a.

252 Intelligenzblatt Nr. 111 vom 28.10.1840, Beilage, S. 878; s. auch Neustadter Wochenblatt Nr. 82 vom 13.10.1840 S. 335.

253 Vogt, Manfred P.: Friedrich Helfferich. Vom Ritterhaus zur Riehl'schen Mühle. Beginn und Aufstieg der pfälzischen Trikotwarenfabrikati­on; in: Pälzer Feierowend

1955, Nr. 20

254 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O. S. 269.

255 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 Nr. 36.

256 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 14-14r, 29.

257 LA Speyer Best. A2 Nr. 1692/3: Jakob Kessler [Anm.: untere Postmühle] und Jakob Caspari gegen den ehemaligen Universitätsschaffner Römich, dem Eigentümer

der Ölmühle Winzingen wegen erhöhter Erbauung des Mühlenwehrs an der Ölmühle, 1766 (32 Bl.).

258 Eilbote Landau vom 5.3.1836, Zitat prüfen+++

259 Haber­mehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfäl­zischen Stadt, S. 361.

260 Riehm: Einwohner Win­zingen nach den Türkensteuerlisten, S. 29; LA Speyer Best. A2 Nr. 190/191; Jan: Türkensteuerregister, S. 33.

261 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 361.

262 Biundo: Pfarrerbuch, S. 150 Nr. 1728.

263 Kuby: Erg. z. pfälz. Pfarrerbuch, Buchst. H; in: Bl. f. pfälz. Kirchengeschichte 1982, S. 89 Anm. zu Nr. 1828.

264 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a, fol. 3 ff.

265 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 13.

266 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 27r.

267 LA Speyer Best. A2, Nr. 1693a, fol. 22.

268 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693 fol. 1-96; auch Habermehl: Tore, Türme und Kano­nen, a.a.O.,S. 233-234.

269 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693b, fol. 58.

270 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693b fol. 37.

271 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693b.

272 LA Speyer Best. A2 Nr. 1692/3: Jakob Kessler [Anm.: untere Postmühle] und Jakob Caspari gegen den ehemaligen Universitätsschaffner Römich, dem Eigentümer

der Ölmühle Winzingen wegen erhöhter Erbauung des Mühlenwehrs an der Ölmühle, 1766 (32 Bl.).

273 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693b; auch LA Speyer Best. A2 Nr. 1693/2: Winzigen, Versteigerung der Schaafischen Mühle, 1766-1767 (79 Bl.).

274 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693b, fol. 6-7.

275 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693b fol. 21.

276 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693b Bl. 26, 41.

277 LA Speyer Best. A2 Nr. 1692/6: Postmüller Spaeth und Jakob Kessler gegen den Universitätsschaffner Römich: Strittiger Wasserfall, 1766-1782.

278 LA Speyer Best. A2 Nr. 1692/4: Schaffner in Winzingen,Römich gegen die Postmüller Kessler und Spaeth wegen Anstieg des Wassers, 1767-1768 (36 Bl.).

279 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 361.

280 Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 82 vom 21.8.1821, S. 494.

281 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693 a, fol. 1-6.

282 Habermehl, Paul: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt,, S. 361.

283 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a, fol. 3 ff.

284 Anm.: Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 259 zitiert zusätzlich:“lt. Brief vom 15.1.1676“

285 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 12r-13;LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 28-28r.

286 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693 fol. 1-96; auch Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, a.a.O.,S. 233-234.

287 LA Speyer Best. A2 Nr. 1692/3: Jakob Kessler [Anm.: untere Postmühle] und Jakob Caspari gegen den ehemaligen Universitätsschaffner Römich, dem Eigentümer

der Ölmühle Winzingen wegen erhöhter Erbauung des Mühlenwehrs an der Ölmühle, 1766 (32 Bl.).

288 LA Speyer Best. A2 Nr. 1692/6: Postmüller Spaeth und Jakob Kessler gegen den Universitätsschaffner Römich: Strittiger Wasserfall, 1766-1782.

289 LA Speyer Best. A2 Nr. 1692/4: Schaffner in Winzingen,Römich gegen die Postmüller Kessler und Spaeth wegen Anstieg des Wassers, 1767-1768 (36 Bl.).

290 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a fol. 24.

291 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a fol. 25.

292 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a fol. 26.

293 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a fol. 30.

294 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a fol. 33.

295 Neue Speyerer Zeitung Nr. 130 vom 28.10.1820.

296 In­telligenzblatt des Rheinkreises Nr. 82 vom 21.8.1821, S. 493/494.

297 Eilbote Landau vom 28.10.1837, Nr. 43, S. 171.

298 LA Speyer Best. A2 Sachakte 1460 UNr. 13: Explosion der Pulvermühle von Pierre Thierry in Winzingen, 1665.

299 Habermehl: Mühlen um Neustadt, S. 362.

300 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 14.

301 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, S. 25.

302 LA Speyer Best. A2 Sachakte 1692 UNr. 9: Errichtung einer Walkmühle und Hanfreibe durch Müller Lorch gegenüber seiner Erbbestands Bischofsmühle, 1741-1752.

303 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a, fol. 21.

304 LA Speyer Best. A1 Nr. 41; auch Glasschröder: Rep. d. Urk, d. Kurpfalz, Bd. 1 (1892-94), Nr. 41a und b.

305 Kataster­amt Bad Dürkheim, Kataster-Uraufnahmeblatt von Winzingen 1821/1836, abgedruckt bei Denkmaltopographie Neustadt Bd. 19.1 Kernstadt, S. 32; Plan vom 14.12.1889 abgedruckt bei Denkmaltopographie Neustadt Bd. 19.1 Kernstadt, S. 49; Ha­bermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 150

306 Habermehl: Mühlen um Neustadt, S. 362.

307 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a, fol. 10.

308 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol.13r.

309 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 28r.

310 Neustadter Wochenblatt vom 10.2.1837, Nr. 6, S. 22.

311 Eilbote Landau vom 21.10.1837 Nr. 42, S. 168 und vom 28.10.1837, Nr. 43, S. 171.

312 Neustadter Wochenblatt Nr. 72 vom 9.9.1842, S. 287.

313 Mallrich: Auf den Spuren Pfäl­zer Auswanderer im südlichen Illinois; in: PRFK 2003, S. 345; Paul: „Lieber da bleiben als vort machen“. Philipp Hein­rich Eisenmayer aus Haßloch. Auszüge aus seinen Briefen nach Amerika 1849-1863; in: PRFK 1999, S. 251.

314 Mallrich: Auf den Spuren Pfälzer Auswanderer im südlichen Illinois; in: PRFK 2003, S. 345.

315 Heil: Funktionaler Wandel, S. 56.

316 Billig: Geschichte von Edenkoben, S. 70 Anm. 25.

317 Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, S. 52.

318 Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolan­den von 1686-1800, S. 319.

319 LA Speyer, Standesamtsbelege Rockenhausen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar vom 20.7.2011.

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