9.6.2018

 

Litera W

(Walshausen - Wiesbach)

 

 

Walshausen:

s. auch *Dusenbrücken

 

VG Zweibrücken-Land, Lk Südwestpfalz; östlich vom Flughafen Zweibrücken gelegen; im Zweibrücker Hügelland, an der Felsalb gelegen

 

Mühle:

- Walshauser Bannmühle:

die Mühle lag an der Felsalbe, die zwischen Dusenbrücken und Walshausen durch den Blümelbach verstärkt wurde 1.

 

Erstmals erwähnt wird 1443 ein Müller zu „Walphausen“ während der Regierungszeit von Herzog Stephan von Zweibrücken er­wähnt. Die Walshauser Mühle wird dagegen nicht im Teilungsvertrag der Zweibrücker Grafen von 1295 erwähnt und ist daher wohl zwischen 1295 und 1443 errichtet worden 2. Die ersten Müllersleute, die nament­lich in Walshausen erwähnt wurden, waren Velten Müller und seine Ehefrau Else aus Langenbach bei Kusel im Herzogtum Pfalz-Zwei­brücken. Sie erhielten 1557 die Walshausermühle im Erbbestand. 1586 kam die alte Müllerin ins Spital nach Zweibrücken. Der Sohn aus der Ehe, Nickel Müller, baute 1614 die bau­fällig gewordene Mühle wieder auf. Zeitgleich war 1609 ein Ludwig *Spree, Ehemann von Agnes, der Pistor [Anm.: Müller] in Walshausen. Die Beziehungen zur Müllerfamilie Nickel Müller ist nicht bekannt 3.

 

1645 wird die Walshauser Mühle wieder erwähnt. Am 12.3.1645 4 verkauften Samuel Stock, Gemeindsmann zu Ilvers­heim und Margaretha seine Ehefrau, ihre ererbte Mahlmühle zu Walshausen an Michael *Will, Müller zu Homburg und Agnes seine Hausfrau. Agnes war die Witwe eines Müllers Sprau [Anm.: Rohr 5 meint, es habe sich bei diesem um Ludwig Spree gehandelt, der 1609 als Müller auf der Walshauser Mühle saß und mit einer Agnes verheiratet war. Diese Annahme kann ange­sichts des Zeitabstands nicht zutreffen]. Der Müller Michael Will und die Agnes, Witwe Sprau bauten die Walshauser Mühle wieder notdürftig auf. 1652 ver­kaufte der Müller Will die Walshauser Mühle an seinen Stiefsohn Hans *Sprauen und dessen Ehefrau Marga­rethe NN. Von ihnen sind drei Kinder bekannt: Hans Nickel Sprau (geb. 1651 in Walshausen), Hans Adam *Sprau (geb. 20.3.1653 Walshausen; er über­nahm später die Walshauser Mühle) und Agnes (∞ 1690 mit dem Witwer Heinrich Gabelin, einem Schweizer, aus Dorst unweit Rie­delberg in Lothringen) 6.

 

1653 wird als Müller in Walshausen der Marcell Weber († vor 1653), anläßlich der Hochzeit seines Sohnes, des Müllers in Contwig Hans Nickel *Weber genannt 7.

 

Nach dem Tod des Hans Sprau († 1653) heiratete seine Witwe Margarethe NN. 8, die drei kleine Kinder zu versorgen hatte, am 25.10.1653 den Müllerssohn Philipp Hültz, Sohn des Peter Hültz, Müller in Saarbrücken. Dieser Hültz wurde auch Hölzel genannt 9.

 

Auch der Müller Hültz hatte wenig Glück auf der Walshauser Mühle. Infolge der Kriegszeiten mit dem wiederholten Durchzug frem­der Heere und Einquartierungen in der Zeit zwischen 1665 und 1675 wurde er so arm, daß er selbst als Müller kein Brot hatte und es in Otterberg kaufen mußte. Als 1675 die Franzosen die Mühle abbrannten war er völlig ruiniert. Als Erbpächter mußte er die jährli­chen Abgaben leisten, auch wenn er keine Einnahmen hatte. Philipp Hültz übergab nun die Reste der Mühle seinem Stiefsohn Johann Adam (1) *Sprau, der in Bottenbach mit Anna Apollonia Hüther verheiratet war. Hans Adam *Sprau baute die Walshauser Mühle 1685 wieder auf. Der Aufbau muß so armselig wie die damalige Zeit gewesen sein, denn das einstöckige Fachwerk-Wohnhaus und der Mühlenbau waren mit Stroh gedeckt. Hans Adam Sprau hatte seinen Wohnsitz von Bottenbach nach der Walshauser Mühle verlegt, wo er am 8.12.1724 verstorben ist 10.

 

Johann Adam *Sprau übernahm von seinem Vater die Walshausermühle und ist 1736 im Alter von ca. 32 Jahren gestorben. Seine Witwe Anna Margaretha Sprau, geb. *Buchheit, führte den Mühlenbetrieb fort und verstarb 1775. 1754 übergab sie die Mühle an ih­ren Sohn, der wieder Hans Adam (2) Sprau hieß. Er mußte laut Erbbestandsbrief jährlich 10 Gulden , 13 bz und 12 Mltr Frucht zah­len, außerdem mußte er zwei herrschaftliche Hunde aufziehen 11.

 

In einem Aktenvermerk des Oberamts Zweibrücken vom 11.5.1722 ist notiert, daß der „Waltzhauser“ [erg. Müller] den ihm erteilten „Confirmations-Schein“ bei der Hofkammer in Zweibrücken noch nicht abgeholt hat 12.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 13 wird sie zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “Wird durch die Walshauser Bach (Anm.: Felsalb) getrieben, liegt eine starke halbe Stunde oberhalb der Kirschbacher Mühle und 1/4 Stunde un­terhalb der Windsberger Mühle. 2 unterschl. Wasserräder, davon das eine in gu­tem und das andere in gantz schlechten Stand ist. Das eine treibet einen Mahlgang und das andere einen Mahlgang mit im Trillis lau­fenden Schälgang treibt. Die Mühle muß bey großem Waßer zu Zeiten 2, 6, 8 Tage still stehen, bey kleinem Waßer aber hat sie auch starken Mangel und muß öfters um drey bis vier Stund mit einem Gang zu können, das Wasser 2 Stund klausen. Liegt in der vollen Bach. Die Dörfer Walshausen, Nünschweiler und Botten­bach sowie Windsberg sind in die Mühle gebannt. Ist in Temporal Bestand auf 18 Jahre anfangend von ao: 1737 und sich mit dem 1754 endigend, begeben. Die derzeitige Temporalbeständerin ist Hans Adam Prauen (s. Hans Adam [1] *Sprau) hinterlassene Wittib, hat einen auf sie eingerichteten Temporal-Bestand vom 16ten Octobr: 1737 in Händen. Der dermalige Pacht beläuft sich auf 6 Ma. Korn und 6 Ma. Hafer nebst 10 fl 13 bz. in Geld für 7 Kapaunen und 1 Mühl­schwein.” 14.

 

Der Sohn aus der Ehe des Johann Adam (1) *Sprau und der Anna Margaretha *Buchheit, verh. Sprau, der wieder Hans Adam (2) *Sprau hieß, übernahm 1754 übernahm von seiner Mutter die Walshauser Mühle. Er mußte laut Erbbestandsbrief jährlich 10 Gulden , 13 bz und 12 Mltr Frucht zahlen, außerdem mußte er zwei herrschaftliche Hunde aufziehen 15.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 16 wird die Mühle beschrieben: „die Walßhauser Bann Mühl [hat] 2 WaßerRäder welche 2 Mahl und einen im Trilles lauffend Scheel­gang treiben; [zahlt an Pfacht] 10 fl 12 bz an Geld, 6 Mltr Korn, 6 Mltr Habern; Walßhausen, Nünschweiler, Bottenbach und Winds­berg aus 118 famil: bestehend seyend hierher gebannt.“

 

1756 hatte die Mühle 118 Familien als Mahlgäste. Es waren zwei Wasserräder mit zwei Mahlgängen und ein Schälgang vorhanden. Da die Wasserkraft nicht mehr ausreichte, mußten ab 1755 die Nünschweiler und Windsberger Mahlkunden in der in Dusenbrücken von Mathias Müller neu errichteten Mühle mahlen lassen. Ab 1760 waren die Bottenbacher vom Mühlenzwang befreit. Deshalb wur­de dem Walshauser Müller die Erbpacht etwas ermäßigt. 1765 wird der Mennonit Christian Becker als Lehensmüller oder Untermül­ler auf der Mühle genannt 17.

 

1788 übergab Hans Adam (2) Sprau die Walshauser Mühle an seinen Sohn, Heinrich *Sprau 18.

 

Während der französischen Revolutionszeit hatten die Müller auf der Walshauser Mühle schwer zu leiden. So hat am 25.2.1794 ein französischer Soldat auf der Müller Sprau geschossen und ihn an der Brust schwer verwundet, weil Sprau ihm das verlangte Geld nicht geben wollte 19.

 

Um 1864 war Jakob Esch der Müller der Müller auf der Walshauser Mühle 20.

 

Die ehemals bedeutende Walshauser Mühle wurde 1938 beim Bau des Westwalls abgerissen 21.

 

Es gab auch hier an der durch den Blümelbach verstärkten Felsalbe Probleme beim Holzflößen. „Die dortige Mühle war damals im Besitz von Hans Adam *Sprau und hätte eigentlich den Namen Sprau-Mühle tragen müssen, da sie schon über 200 Jahre von Na­mensträgern Sprau betrieben wurde22. Die Mühle war auch für die Flößerei eingerichtet; an ihrer Talseite befand eine Schräge aus Steinen, auf der das überschüssige Wasser abwärts in den tiefer liegenden Mühlenbach floß. Beim Flößen wurde die Schleuse an der Schräge links neben der Mühle geöffnet und das gesamte Wasser und mitgeführte Holz stürzte auf dieser Rutsche, die sich außerhalb der Mühle befand, in den tiefer gelegenen Bach 23.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1361/3: „Mühle zu Walshausen, 1557-1737“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1361/4 „Mühle zu Walshausen, 1754-1759“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1361/4 „Mühle zu Walshausen, 1760-1792“

- Rohr, T.: Die Walshauser Mühle und die Müllerfamilie Sprau; in: Heimatkalender f. d. Pirmasenser und Zweibrücker Land, 1982, S. 168-172

 

 

 

 

 

Walsheim bei Landau:

VG Landau-Land, Lk Südliche Weinstraße; nördlich von Landau gelegen; war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Neustadt. 1785 lebten in Walsheim 86 Familien mit 288 Angehörigen, im Jahr 1802 waren es schon 395 und 1836 627 Einwohner 24.

 

Das Dorf 'Walzheim' wies 1718/1719 eine Bevölkerung von mehr als 50 katholischen Familien auf 25.

 

 

Mühlen:

der Müller in Walsheim, Johann *Baßler ++++klären: welche Mühle++++, ist 1840 als Mitglied des landwirtschaftlichen Vereins der Pfalz genannt 26.

 

 

- Mühle neben der Obermühle:

die Mühle lag „gleich oben“ der Obermühle, d.h. westlich der Obermühle bachaufwärts am Hainbach. Die Gebäude sind heute ver­schwunden.

 

Bezüglich der Benennung der Mühlen in Walsheim geht es in den Akten durcheinander, insbesondere wird die Obermühle mit der„Mühle neben der Obermühle“ verwechselt. So heißt es einmal, der Johannes Lemühl/Johannes Leinmill habe die „Mühle neben Obermühle“ von dem Johannes Schmittknecht erkauft27, während er an anderer Stelle die Obermühle selbst von Schmittknecht/­Schneidknecht erworben habe 28.

 

Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt be­schrieben 29: “Ferner hat obiger Poßsesser [Anm.: der Müller auf der Obermühle Johannes *Lemühl] noch eine Mühl gleich oben der obigen Mühl [Anm.: der „sogenante Obermühle zu Waltzheim“], welche er von dem Jo­hannes *Schmittknecht in Anno 1737 er­kauft, der Schmittknecht hat solche in Anno 1731 aufgebaut, diese Mühl ist eigen außer daß 90fl Capital in die Collektur Neustadt darauf haften thun; Mühlbrief noch Consens ist nicht vorhanden, Waßerfall gibt sie nach deß Müller seiner Aussag auch nicht.“

 

In der selben Akte heißt es später 30: “In Waltzheimer Gemark hatt Johannes Leinmill die eine Flinten Schuß oberm Dorf liegende Obermühl Vor zwey Jahren ahn sich erkaufft, diese Mühl ist Viele Jahr ohngebaut da gele­gen, biß in ao 1732 Johann Henrich Schneidknecht solche erbawet Von welchem der jetzige Pohsehsor solche erkaufft. Die hiesig Collectur hat hierauß ein Capital Von 90 fl, hatt einen Mahl- und Schehl: Gang, wann einer gehet, stehet der ander still. Der jetzige Pohsehsor gibt an, alß wan Er von alten Leuthen gehört hätte, daß solche Mühl ehezumahlen ein Edelmann gehabt und daher frey ge­wesen wäre.“

 

 

- Dorfmühle:

mE identisch mit der „Mühle neben der Obermühl“

 

Die Dorfmühle ist im Mühlenverzeichnis von 1738 nicht aufgeführt; in diesem Verzeichnis werden in Walsheim lediglich die Ober­mühle und die „Mühle neben der Obermühle erwähnt 31. In der gleichen Akte werden jedoch später drei Mühlen in Walsheim er­wähnt, darunter die Dorfmühle. Dort heißt es 32: „Die Waltzheimer Dorfmühl hatt hieobiger Joh. Leinmiel [s. Obermühle], deßen Vatter es von Ludwig Müller erkauft, hat einen Mahl- und Schehlgang, wann einer gehet muß der ander still stehen.“

 

1790 wird als Dorfmüller im ref. KB Walsheim b. Landau als „Dorfmüller“ genannt der Müller Johannes *Lemile 33; er verstarb am 16.2.1795 im Alter von 28 J. 34.

 

Am 1.7.1836 lassen die Erben des in Walsheim gestorbenen Müllers, Johannes *Lemile, wegen Unteilbarkeit, öffentlich verstei­gern 35: „Eine Mahlmühle, bestehend aus einem Mahl- und einem Schälgange, nebst dabei liegendem Ueberbau …, das Ganze die Dorf­mühle genannt, und gelegen am westlichen Ende von Walsheim [...]“. Offenbar konnte die Mühle nicht versteigert werden, weshalb am 26.7.1836 eine neue Versteigerung stattfand 36.

 

Am 10.3.1855 biete Konrad Heinrich Hessert, Lehrer in Böchingen, die Verpachtung seiner Mühle an. Diese ist in der Verpachtungs­annonce vom 9.2.1855 wie folgt beschrieben 37: „Ein Wohnhaus mit Mahlmühle sammt Scheuer, Stallung, Kelterhaus, Hofraum, Pflanz- und Baumgarten, Baumfeld, Acker- und Wiesen­land, gelegen oberhalb Walsheim auf einer Fläche von einem Tagwerk 87 De­zimalen.“

 

Im Eilboten Landau vom Nr. 20 vom 8.3.1856 teilt der Dorfmüller und Bäcker in Walsheim, Johannes Lehmann, mit, daß er neben der Dorfmühle eine Bäckerei eingerichtet hat 38.

 

Am 1.2.1859 läßt der Müller Johannes *Lehmann, wohnhaft zu Heuchelheim (bei Landau ?) „seine zu Walsheim im Dorfe gelegene Mühle, die sogenannte „Dorfmühle“, bestehend aus einem Wohnhause, einer Mühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange [...]“ versteigern 39.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2: 1364/4: „Mahl- und Ölmühle zu Walsheim (Erbbestandsbriefe), 1588-1738

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über eine Mühle zu Walsheim

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1656 UNr. 13: Walsheim Obermühle, 1715, 1736, 1768-1773

 

 

- Obermühle:

Die Obermühle liegt ca. 150 m westlich des Dorfes am Hainbach am Dorfrand, heute Anwesen Obermühle 1, Walsheim, heute Sitz des Reitvereins Obermühle e.V.

 

Bereits 1616 wird ein Grundstück in Walsheim lagemäßig als „bei der Obermühlen“ bezeichnet 40.

 

Bezüglich der Benennung der Mühlen in Walsheim geht es in den Akten durcheinander, insbesondere wird die Obermühle mit der „Mühle neben der Obermühle“ verwechselt. So heißt es einmal, der Johannes Lemühl/Johannes Leinmill habe die „Mühle neben Obermühle“ von dem Johannes Schmittknecht erkauft 41, während er an anderer Stelle die Obermühle selbst von Schmittknecht/­Schneidknecht erworben habe 42.

 

Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt be­schrieben: “die sog. Obermühl zu Walzheim ist in Anno 1725 von dem Hanß Geörg *Hils­bach an den Joh. *Lemühl als ein Eigent­humbliche laudt Kauf Brief verkauft worden, der jetzige Poßser ist Johannes Lemühl, ein Sohn von obigem Lemühl; Hatt nur einen Gang gibt jährlich 5 Mltr Korn Waßerfall in die Kellerey Neustadt.“ In der selben Akte heißt es später 43: “In Waltzheimer Gemark hatt Johannes Leinmill die eine Flinten Schuß oberm Dorf liegende Obermühl Vor zwey Jah­ren ahn sich erkaufft, diese Mühl ist Viele Jahr ohngebaut da gelegen, biß in ao 1732 Johann Henrich Schneidknecht solche erbawet Von welchem der jetzige Pohsehsor solche erkaufft. Die hiesig Collectur hat hierauß ein Capital Von 90 fl, hatt einen Mahl- und Schehl: Gang, wann einer gehet, stehet der an­der still. Der jetzige Pohsehsor gibt an, alß wan Er von alten Leuthen gehört hätte, daß solche Mühl ehezumahlen ein Edelmann ge­habt und daher frey gewesen wäre.“ 44

 

Am 4.7.1797 verstarb in Walsheim bei Landau der Müllermeister in Walsheim Johann Georg Lemile im Alter von 28 J 6 M „an den Folgen vieler Geschwüren, die eine langwierige und ekelhafte Krankheit, und endlich eine Auszehrung verursachten“ 45. Der verstorbene Johann Georg Lemile wurde im ref. KB Walsheim b. Landau anläßlich des Todes seines Sohnes Johann Jakob Lemile († 10.5.1801 Walsheim) als „verstorbener Obermüller“ bezeichnet 46.

 

1805 wird im ref. KB Walsheim genannt der Obermüller Conrad Steiner 47.

 

Die Obermühle gehörte um 1859 dem Müller aus Heuchelheim Johannes Lehmann.

 

Dieser ließ die Mühle am 1.2.1859 versteigern. Hierzu heißt es im Eilboten Landau: „Am 1. Februar 1859 … läßt Herr Johannes Lehmann, Müller, zu Heuchelheim wohnhaft … versteigern: seine zu Walsheim im Dorfe gelegene Mühle, die sogenannte „Dorfmühle“, bestehend aus einem Wohnhause, einer Mühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange, einem Nebengebäude mit Bäckereieinrichtung [...]“ 48.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 17375: Gemarkung und Ortslage Walsheim mit Ortslage Obermühle, 1822-1830, 1859, 1891

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1656 UNr. 13: Obermühle 1715, 1736, 1768-1773

 

 

 

 

 

Walsheim / Saarland:

heute 66453 Gersheim-Walsheim; liegt südwestlich von Zweibrücken nahe der französischen Grenze, nicht weit von Herbitzheim; war pfalz-zweibrückisch im Oberamt Zweibrücken

 

Mühlen:

- Klostermühle, Walsheimer Mühle; Verwaltungsmühle zu Walsheim:

die Mühle bestand bereits 1559. In einem Mühlenverzeichnis des Schaffners des Klosters Werschweiler, Abraham Hymmel, vom 18.2.1629 an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken als Rechtsnachfolger des früheren Klosters Werschweiler heißt es: „Anno 1559 hatt der Durchlauchtige Hochgeborn Fürst und Herr, Herzog Wolffgang Pfalzgraue hochlöblichen gedechtnuß, die Mühl zu Walsheim, Erblichen vor Undt Umb 12 vfl Jährlichen Zinßes, Nickel Müllern verliehen. Welcher Erbzinß noch heutigen Tages erhoben Undt Zum Closter Hornbach gelieffert wurdt ….“ 49.

 

Ein Erbbestandsbrief datiert von 1588 50.+++prüfen+++

 

Ausgangs des Mittelalters befanden sich in Walsheim zwei Mühlen, die im Besitz des Klosters Wörschweiler waren. Während des 30jährigen Krieges wurden die Mühlen zerstört. 1691 baute Hans Heinrich Wilpert aus Obergailbach die am Ortseingang gelegene Mühle wieder auf. 1729 hieß der Müller Georg Weis +++Name prüfen++++. Schon 1756 zogen seine Gläubiger die Mühle ein

51.

 

Nach der Zerstörung im 30jährigen Krieg wurde die Mühle 1691 von Hans Heinrich *Wilperth aus Obergailbach/Lothringen wieder errichtet 52.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 53 wird die „Verwaltungsmühle zu Walsheim“ wie folgt beschrie­ben: “Wird durch die Walßheimer oder sogenannte Hetschenbach ge­trieben, die bei Görsheim in die Blies fällt. Lieget etwan bey zwey Büchsenschuß von dem Dorf Walßheim und eine halbe Stund von denen Herbitzheimer Mahl Mühlen entfernt. Das gantze Mühlwerck ist neu repariert und in gutem, das gebäu aber in mittelmäßi­gem Stand. Hat 2 oberschlächtige Wasserräder, 2 Mahlgänge, 1 im Trillis laufenden Schälgang. Gemeinigl: ist nur vor ein Rad Waßer da, kann aber Sommers- und Winters beständig gehen, hat ein kleines Wehr mittels deßen durch ein Graben das Waßer oben heraus gelie­fert wird. Zu dem oberen Waßer muß der Müller einen Wa­ßer Graben, von etwan 200 Ruthen lang, und zu dem unteren Waßer einen von etwan 6 Ruthen unterhalten. Er liefert jährlich 4 Zwei­brücker Ma. Spelz oder Weizenkorn in die Schaffnerei des Klosters Wör­schweiler. Der Müller gibt vor, daß das Dorf Walßheim worinnen dermahlen 42 und mit Zweyen Lotharing: daselbst wohnenden Un­terthanen 44 Haußhaltungen sind, zu dießer Mühl geban­net seyn, wovon aber niemand nichts wißen will, auch der Bestand davon nichts meldet. Der Müller declariert wie Er nur vor ein halb Jahr zu mahlen habe, und entgingen ihme viele Mahlgäste wegen denen benachbarten Leyischen (Anm.: bereits das benachbarte Gersheim lag in der Grafschaft von der Leyen), sonderlich der eine ¼ Stund davon gelegenen Görßheimer Mühl. Erbbeständer ist Georg *Wieß; legitimiert sich mit einem auf seine Persohn von fürstl: Geistl: G: Verwaltung (Anm.: pfalz-zweibrückische Geistliche Güterverwaltung) eingerichteten Erbbestandt vom 14.3.1729, hat aber seinem Tochtermann Friedrich Hoffmann in die Mühle gesetzt.

 

Nach 1749 err. kommt es zum Tausch der Mühle durch die “Amtmann Atzenheimsche Wittwe” gegen die Bickenaschbacher Mühle 54; es handelt bei der der Veräußererin um Dorothea *Heiler, die Witwe des Amtmanns Heinrich Lud­wig Atzenheim († 19.4.1749 Zweibrücken) 55.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 56 wird die Mühle beschrieben: „Die Waltzhei­mer Mühl [hat] 2 Waßerräder welche zwey Mahl und einen im Trilles laufenden Scheel­gang treiben; [zahlt an Pacht] 4 Mltr Speltzen oder Weitzen Kernen; das Dorf Waltzheim aus 44 Haushaltung bestehend soll hierher gebannt seyn.“

 

1838 übernahm Christian Hüther das Anwesen. Die Mühle hatte zwei Mahlgänge und einen Schälgang. 1940 befand sich die Mühle im Besitz von Ludwig Menzner. 1940/41 wurden einzelnen Gebäudeteile abgerissen 57.

 

 

 

 

 

Walzmühle Ludwigshafen:

in Ludwigshafen; die Entwicklung einer neuen Mahltechnik mit Hilfe geriffelter Porzellan- oder Hartguß-Metallwalzen begann um 1830. Einen Walzenstuhl mit Porzellanwalzen baute Friedrich Wegmann 1873 und ließ ihn für Österreich-Ungarn 1876 patentieren. 1885 wurde in Ludwigshafen eine Walzenmühle errichtet, deren Kapazität zunächst 300 Sack Getreide täglich, um 1914 bereits mehr als 7000 Sack, d.h. ca. 14000 Zentner täglich betrug 58. Seit Ende des 19. Jh. änderte sich die technische Ausstattung der Mühlen; anstelle der Mühlsteine wurden nun in sog. Mahlstühlen geriffelte oder glatte Metallwalzen eingesetzt, die durch Gewicht oder Fe­derkraft gegeneinander gedrückt, das Malen durchführten 59. Damit begann die Zeit der industriellen Großmühlen, die den Niederg­ang der dörflichen Kleinmühlen bedeutete.

 

Die Lage am Rhein mit den niedrigeren Schiffstransportkosten und zum Getreidebörse in Mannheim bewogen 1885 die Firma Kauf­mann, Strauß u. Co.eine neue Kunstmühle zu errichten, die als unmittelbare Vorgängerin der im Jahre 1894 gegründeten „Ludwigs­hafener Walzmühle A.G.“ eine Tageskapazität von 500 Doppelzentner erbrachte, die 1895 auf 1200-1500 Doppelzentner anwuchs 60.

 

Die Walzmühle war die größte Mühle in Deutschland, ihre Vermahlung betrug 1905 täglich 4000 Doppelzentner 61.

 

In der Nacht vom 12. auf den 13.12.1905 wurde die Walzmühle Ludwigshafen bei einem Großbrand vernichtet. Das Amts- und Ver­ordnungsblatt für den Kreis Heppenheim berichtete übe das Unglück: „Das Feuer brach Nachts 12 Uhr im nördlichen Flügel wohl in­folge einer Mehlstaubexplosion aus und binnen einer halben Stunde stand das mächtige siebenstöckige Gebäude nebst den großen Si­lospeichern in ihrer ungeheuren Ausdehnung in einem Flammenmeer. Unter den in dem Etablissement befindlichen Müllern brach eine große Panik aus. Einer stürzte sich vom sechsten Stockwerk auf die Straße und wurde mit zerschmettertem Kopfe aufgefunden. Einer brach ein Bein. Von der großen Mühle stehen nur noch die Mauern. Der Schaden beläuft sich zwei bis drei Millionen Mark. Der Warenschaden allein wird auf eine Million geschätzt“ 62. In einem Nachtrag vom 15.12.1905 heißt es ergänzend: „[...] ist noch nachzutragen, daß der gerettete neue Silo Getreide im Werte von 1 100000 Mark enthält, während im alten Silo für 600000 Mark Ge­treide aufgespeichert waren. Vom letzteren dürfte ein beträchtlicher Teil gerettet sein. Nur die oberste Schicht ist brandgeschädigt, und da der Silo luftdicht abgesperrt war, so haben, wie eine Probe ergab, die unteren Schichten nicht gelitten. Die Graupenmühle wird in einigen Tagen wieder betriebsfähig sein“ 63.

 

Literatur:

- Seubert, F.: Geschichte der Ludwigshafener Walzenmühle im Rahmen der gleichzeitigen Entwickelung des pfälzischen Mühlengewerbes; in: Heimatblätter für Ludwigshafen am Rhein und Umgebung 1915, Nr. 15-20

 

 

 

 

 

Wanzenheimer Mühle:

s. Rheinzabern

 

 

 

 

 

Wartenberg-Rohrbach:

s. auch OT Rohrbach

 

VG Winnweiler, Lk Donnersbergkreis, liegt im Lohnsbachtal, einem Nebental des Alsenztales im Nordpfälzer Bergland, südlich des Donnersberges; war Sitz der Grafschaft Wartenberg-Rohrbach.

 

Die Stammburg der Kolbe von Wartenberg (Ritter, Freiherrn, ab 1699 Grafen), stand auf einem kegelförmigen Berg, der sich an der Kaiserstraße oberhalb des Dörfchens Wartenberg erhebt; die Burg wurde 1522 so gründlich zerstört und von den Dorfbewohnern als Steinbruch demontiert, daß kaum ein Mauerrest erhalten blieb. Am 13.12.1522 wurde die Burg vom kurpfälzischen Hauptmann Wil­helm von Habern in einer Fehde gegen Franz v. Sickingen erstürmt und niedergebrannt; sie wurde nicht wieder aufgebaut.

 

Die Burg, die schon im 12. Jh. stand, war im Lehensbesitz (als kaiserliches Lehen) einer einzigen Familie, der Kolbe von *Warten­berg (Wappen: silberner Schild, roter Querbalken, darüber zwei, darunter eine rote Kugel; in der Helmzier ein kolbenschwingender Mann, daher der Name Kolbe von Wartenberg). Wartenberg, man spricht von einer alten und einer neuen Burg, war zeitweise auch Ganerbenschloß, d. h. Sitz mehrerer "Burgmänner". Von ihr sollen auch "räuberische Uberfälle" ausgegangen sein.

 

Die Wartenberger hatten als Erben der Flersheimer ein Wohnhaus in Kaiserslautern, in der Kolbenstraße, das noch steht. Familienan­gehörige wohnten schon vor 1500 in Wachenheim a. d. Weinstraße. Ihr Haus (heute Bürklin-Wolf) gehörte zum Burglehen der Wach­tenburg. In der nachmittelalterlichen Zeit gelangten zwei Johann Casimir Kolb von Wartenberg zu Ruhm und Ansehen. Der ältere von ihnen lebte zur Zeit des 30jährigen Krieges (zeitweise als Flüchtling in Metz). Er war ein treuer Vasall und Helfer des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz, des sog. Winterkönigs.

 

Der jüngere Johann Casimir brachte es bis zum brandenburg/preußischen Erstminister und Generalpostmeister (daher später das Post­horn im Wappenquerbalken). Mit Hilfe des Königs Friedrich I. von Preußen gelang ihm die Erhebung in den Grafenstand (1699) und die Zusammenfassung der Einzelgüter zur Grafschaft (1707) mit der Residenz in Mettenheim bei Worms. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verpfändet, in der Franzosenzeit aufgelöst. Zur Grafschaft und auch schon zum alten Lehen gehörten eine Anzahl nordp­fälzischer Dörfer 64.

 

Die Herrschaft war in der Nordpfalz begütert. Ihr Reichtum stammte aus dem zeitweisen Besitz der Bergwerke in *Imsbach. Die Herrschaft verwaltete seit 1702 die Kastenvogtei des Klosters Marienthal. Berühmt sind die Juwelen der Reichsgräfin von Warten­berg, die auch in den Briefen der Liselotte von der Pfalz erwähnt werden. Die Reichsgräfin Katharina von Wartenberg († 1734 in Den Haag) war bürgerlicher Herkunft, geboren als Kathrina Rickert (Rückert) in Mettenheim / Rheinhessen (Mettenheim gehörte bis zur franz. Revolution zur Grafschaft Wartenberg) als Tochter des Gastwirts Rickert (Rückert) aus Emmerich / Rhein; Witwe des Kam­merdieners Biedekamp, dann Gemahlin des Grafen Johann Kasimir Kolb von *Wartenberg († 2.7.1712); auf dessen Betreiben als Freiin von Aschbach (heute: Aschbacherhof bei Kaiserslautern) in den Adelsstand erhoben; dieser war erster Minister und Oberst­kämmerer des Königs Friedrich I. von Preußen. Wartenberg wurde am 20..12.1710 auf Betreiben der Adelspartei und des preuß. Kronprinzen in Ungnade entlassen, mußte Berlin verlassen und seinen Aufenthalt mit Familie in Frankfurt / Main nehmen 65. Deren Vermögen - wegen Ausreisesteuer - wurde von dem Frankfurter Juwelier Johann Chri­stian Riese am 7.9.1712 im Auftrag des preußi­schen Fiskus geschätzt. Sie besaß ein hohes Vermögen und berühmte Juwelen. Liselot­te von der Pfalz schreibt in einem Brief 18.7.1715, daß sich die 41jährige Witwe nach dem Tod ihres Mannes "mit einem Minkwitz, ei­nem Sachsen" verlobt habe, der mit ih­ren Juwelen durchgegangen sei. Ihr Schwiegersohn Ernst Graf von Schlieben (verheiratet mit einer Tochter aus 1. Ehe führte wegen Verschwendung einen Entmündigungsprozeß gegen seine Schwiegermutter. 66

 

Karte:

- Busch, Egon: Streit um das Weiderecht im Baudweiler Hubbezirk; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 2009 Heft 4; in: Bibliothek Ref, Archiv 3 Kleine Beiträge Nr. 121, S. 18 Herrschaft Neuhemsbach um 1600 mit den allen vorhandenen Mühlen

 

Literatur:

- Busch, Egon: Streit um das Weiderecht im Baudweiler Hubbezirk; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 2009 Heft 4, S. 17-20 (Reichskammer­gerichtsprozeß zwischen Grafen von Flersheim [Herrschaft Neuhemsbach] und den Herren von Wartenberg)

- LA Speyer, Best E6 Nr. 533: Reichskammergerichtsprozeß zwischen Grafen von Flersheim (Herrschaft Neuhemsbach) und den Herren von Wartenberg

- Weber: Graf Ludwig der letzte Kolb von Wartenberg (Otterberg, Arbogast 1988)

 

 

Mühlen:

- Wartenberger Mühle:

heute Anwesen Schloßberg 16 67; am Burgberg in Wartenberg (heute Wartenberg-Rohrbach) am Lohnsbach gelegen; im Nordteil des heutigen Dorfes.

 

Die Mühle hat bereits im 13. Jh. bestanden, wie sich aus der urkundlichen Erwähnung des Mühlbachs“ ergibt. In einer Urkunde vom 14.4.1289 (Festtag der Hl. Tiburtius und Valerian) bestätigen die Grafen Friedrich und Emich von Leiningen ihrem Getreuen, dem Ritter Werner Colbe von Wartenberg verschiedene leiningische Lehen, darunter einen Teil des Dorfes Sembach, den See und den Zufluß zur Mühle ('ductu lacus molendini'), der gemeinhin 'Mülenbach' genannt wird 68.

 

Am Sonntag Reminiscere 1468 belehnt Kurfürst Friedrich von der Pfalz den Johann Kolb von Wartenberg mit der Hälfte des Mühlenwoogs 69; Ebenso am 14.7.1477 belehnt Pfalzgraf Philipp den Johann von Wartenberg u.a. mit der Hälfte des Mühlwoogs (Urkunde ist Kriegsverlust, aber im Aktenrepertorium des Gräflich Wartenbergischen Archivs genannt) 70. 1480 belehnt Kurfürst Philipp von der Pfalz den Conrad Kolb von Wartenberg mit dem halben Mühlwoog zu Wartenberg 71.

 

Die Wartenberger Mühle gehörte noch 1626 als Allodialbesitz zur Herrschaft Neuhemsbach 72. 1614 heißt es Gefälleverzeichnis der Herrschaft Neuhemsbach 73: „Einnahm Korn von der Mühlen zu Wartenberg: Die Mühl zu Wartenberg, welche Matthäß Crauß, gebaut und Er und sein Nachfahr Jost Pantruscher Schultheiß zue Wartenberg, vor die 50 & mehr Jahr in Händen gehabt, undt mit 7 Malter Korn verzeichnet. Undt von dem Wo[h]ledlen gestrengen Friedrich von Flerßheim dem Eltern, selig wiederumb, von gemeltem Schultheißen, des Bauens halber, abgelöset, undt frey an sich gebracht worden, welche seither etliche Müller bestanden, undt Jährlich daran gegeben, 20 Malter Korn, welche Mühl aber jetzend sehr baufällig, undt mit verliehen. NB.: Oben ahn dieser Mühlen hat es ein schönen Weyer, der Mühlwo[o]g genannt, steht dem Von Flersheim eigenthümblich zu.“

 

Die Wartenberger Mühle gehörte 1626 als Allodialbesitz zur Herrschaft Neuhemsbach 74; +++Urkunden klären; nicht im gräflich-wartenbergischen Archiv Y4/104 genannt, die Wartenberger erlangten die Mühle erst später +++; die Mühle wurde von Michel Krauß er­baut 75; sie stand später im Eigentum der Grafen von War­tenberg.

 

Um 1655 war Hanß *Holzschärrer der Müller in Wartenberg; ∞ mit Christina NN; seine Frau ist am 19.2.1655 in Otterberg Patin bei der Taufe des Hanß Nickell Riedt, dem Sohn des Hanß Riedt aus Wartenberg 76.

 

Die Wartenberger Mühle wird in Lagerbuch resp. Renovationsprotokoll +++klären+++ der Schultheißerei Sembach, angefertigt von dem hochgräflich-wartenbergischen Landmesser Joh. Jak. Meßmann, erwähnt: „Im Jahr 1725 zählte Wartenberg 20 Häuser. Im einzelnen waren dies: die mit besonderen Rechten ausgestattete Mühle … zu ihr gehören 80 Morgen“. +++Urkunden klären+++

 

Am 2.9.1735 verkauft Graf Johann Casimir von Wartenberg (1699-1772 77) dem kurpfälzischen Rat Hecht die Einkünfte (Erbpacht) der Eichenbacher Mühle wie auch von der Wartenberger Mühle für 1240 fl auf Wiederkauf (die im Gräflich Wartenbergischen Archiv vorhanden gewesene Urkunde ist Kriegsverlust, wird aber im Aktenrepertorium des Gräflich Wartenbergischen Archivs genannt) 78; der Rückkauf erfolgte 1745 79; 1754 nahm Graf Casimir von Wartenberg vom Markgrafen von Baden eine Anleihe von 130000 fl auf und verpfändete dafür u.a. die Wartenberger Mühle 80 +++Urkunden klären+++.

 

Vor 1730 war Johannes *Ummel der Erbbestands­müller auf der Mühle; nach dem Tod des Müllers Ummel heiratete dessen Witwe († vor 1730) den Müller Heinrich *Krehbiel; sie brachte die Mühle in die Ehe; Heinrich Krehbiel heiratete nach dem Tod seiner ersten Frau die Gertraude *Lichti; auf dem Türsturz der ehemaligen Mühle stehen die Buchstaben H.K.B. und G.L., dazwischen ein Mühlrad mit der Jahreszahl 1730; sie bedeuten Hein­rich Krehbiel und Gertraude Lichti 81.

 

Auf Heinrich Krehbiel folgte der Sohn Christian (1) *Krehbiel (err.), der die Dorothea *Krehbiel vom Pfrimmerhof heiratete (Tochter des Jost Krehbiel und der Anna Krehbiel vom Weierhof) 82; Nachfolger war der Sohn Christian (2) Krehbiel (err) 83.

 

Auf einem anderen Türsturz der Mühle stehen die Buchstaben J.H.K.B. und M.W., dazwischen die Jahreszahl 1838. Die Buchstaben­bedeuten ”Johannes Heinrich Krehbiel” und “Maria Würtz” 84.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird als Handelsmüller in Wartenberg-Rohrbach genannt der Heinrich Krehbiel 85.

 

Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wird wie folgt beschrieben:im Mittelalter gegründete ehemalige Mühle, landschaftstypi­scher großflächiger Dreiseithof, im wesentlichen 1830er Jahre 86. Der Mahlmühle angeschlossen waren eine Bäckerei und ein Sägewerk.Die geringe Wasserkraft wurde durch einen vorliegenden Stauweiher verstärkt. Bis 1906 existierte ein innenliegendes Mühlrad, danach wurde es durch eine Turbine ersetzt, die bis nach Beendigung des Krieges ihren Dienst tat 87.

 

Heute befindet sich in dem ehemaligen Mühlenanwesen das Hotel und Restaurant „Mühle am Schloßberg“, betrieben von den Eheleuten Maja und Horst Ermel 88.

 

Reihenfolge der Müller:

- vor 1730 NN. Ummel

- bis 1730 Witwe Ummel († 1730), die den Müller Heinrich Krehbiel heiratet

- Heinrich Krehbiel (∞ I Witwe Ummel; ∞ II Gertraude Lichti)

- Christian (1) Krehbiel (∞ Dorothea Krehbiel vom Pfrimmerhof, der Tochter von Jakob Krehbiel und Anna Krehbiel vom Weierhof)

- ++++klä­ren:fraglich: Prüfen: er ist möglicherweise Landwirt auf dem Pfrimmerhof+++ Christian (2) Krehbiel (∞ mit Dorothea (3) Krehbiel vom Pfrimmerhof, der Tochter von Michael Krehbiel und Dorothea (2) Krehbiel vom Weierhof)

- 1838 Johannes Heinrich Krehbiel (∞ Maria Würtz)

 

Karte:

- Busch, Egon: Streit um das Weiderecht im Baudweiler Hubbezirk; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 2009 Heft 4, S. 18 Herrschaft Neuhemsbach um 1600 mit den allen vorhandenen Mühlen

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 303

- Homepage http://www.muehle-schlossberg.de mit interessanten historischen Photos

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. C56 (Herrschaft Wartenberg, Akten): 35 Akten, darin Verträge und Wartenberger Güter in der Pfalz +++durchsehen+++

- Steinbrecher, Jutta: „Der Griff nach dem Stern: Wartenberger Mühle: Das Auge isst mit“; in: Lautern live. - 10 (2001), Juni, Seiten 12-15 (Anm. zum Restaurant „Wartenberger Mühle“)

 

 

 

 

 

Wattenheim:

s. auch *Kupferthal

 

VG Hettenleidelheim, Lk Bad Dürkheim; im Mittelalter gehörte das Dorf den Grafen von Leiningen; es wurde 1695 an die Freiherrn von Blumencron verkauft.

 

Mühlen:

mehrere Mühlen liegen im Kupferthal. Im Urkataster 1837 ist hart südöstlich des Dorfes der Flurname „Mühlhof“ eingetragen 89.

 

1817 werden in Wattenheim folgende Mahlmühlen genannt: a) Schwenkwoogsmühle [Anm. s. Kupferthal] mit 1 Mahlgang, b) eine neu angelegte Mühle ohne Namen mit einem Gang 90.

 

- Hammermühle, Schmelzmühle:

1828 und 1836 als „Wappenhammer“, 1841 als „Eisenhammer (Schmelzmühle) im Grundsteuerkataster vermerkt. 1886 und 1916 als „Hammermühle“, 1963 als „Hammermühle“ (Gaststätte) erwähnt. Der Hammer bestand wohl schon im 18. Jh. 91.

 

Die Hammermühle, bei Wattenheim gelegen, war später Mahlmühle, die auch 1895 den Betrieb eingestellt hat 92.

 

 

- Hetschmühle:

s. *Kupferthal

 

 

 

 

 

Wattweilermühle:

s. Erzweiler bei Baumholder

 

 

 

 

 

Websweiler / Saarland:

Stadtteil von Homburg/Saar; OT Websweiler nahe Jägersburg, gehörte seit 1548 zu Nassau-Saarbrücken

 

Mühlen:

- Websweiler Mühle:

1821 war Valentin *Eisenbeis von der Websweiler Mühle [Anm.: heute Homburg OT Websweiler nahe Jägersburg, gehörte seit 1548 zu Nassau-Saarbrücken] der Beständer der Mohrmühle. Dieser dürfte die Ablösung der Erbpacht vorgenommen haben, wie aus einer durch das Homburger Rentamt eingetragenen Bemerkung zu entnehmen ist. Die Mohrmühle war nicht zum französischen National­gut erklärt worden, sondern die Pacht wurde durch den damaligen Besitzer in den Jahren 1823 und 1824 in zwei Terminen abgelöst 93.

 

 

 

 

 

Wecklingen:

Ortsteil von Ballweiler, das wiederum zu Blieskastel gehört; der Ort liegt im Bliesgau im Süden des Saarlandes, ca. 4 km südwestlich von Blieskastel.

 

Im 16. Jahrhundert wurde Wecklingen Stammsitz einer Linie der Herren von Eltz, die sich hier einen repräsentativen Schloßbau er­richteten. Anschließend kam der Besitz 1659 in den Besitz der Grafen von der Leyen. Nach 1816 gehörte.

 

Mühlen:

- Wecklinger Mühle:

im Intelligenzblatt des Rheinkreises wurde 22.12.1827 die Veräußerung der Mahl- und Oehlmühle annonciert: „Die im Kanton Blies­kastel gelegene Wecklinger Mühle, bestehend aus einer Mahl- und Oehlmühle, einem zweistöckigen Wohnhause mit Scheuer, Stal­lung und Hof, sodann aus 785 Aren 47 Centiaren oder 31 Morgen Wiesen und aus 1268 Aren 59 Centiaren oder 50 Morgen Acker­land soll bis den 25ten Februar nächsthin, [...]. durch den Eigenthümer Herrn Franz Martin Groh, mittelst öffentlicher Versteigerung ….. in mehrjähriger Pacht gegeben ..“ oder falls kein Pachtinteressent vorhanden ist, verkauft/versteigert werden 94.

 

Um 1866 war Friedrich Schwarz der Müller in Wecklingen (∞ mit Elisabeth Berner; Vater v. Pfarrer Wilhelm Schwarz) 95.

 

 

 

 

 

Wegelnburg, Amt:

das Amt Wegelnburg kam 1417 von der Kurpfalz (ursprünglich Reichspfandschaft, aber wie Eigengut behandelt) an Pfalz-Zwei­brücken 96. Durch den 1452 erfolgten Kauf des angrenzenden Hofbezirks Schönau (der auch Hirschthal und den Zehntbezirk St. Ul­rich bei Fischbach einschloß) von dem elsässischen Kloster St. Walburg, wurde der Herr­schaftsbezirk um die Wegelnburg beträcht­lich erweitert 97. Das Amt Wegelnburg umfaßte in der Folge die Dörfer Nothweiler und Rumbach, den Zukauf Schönau mit Hirschtal, der Müh­le auf der Lauter bei Bundenthal, sowie einen Teil des sonst zur Herrschaft Hohenburg gehörenden Dorfes Win­gen. Hinzu kamen noch alte, aus der Reichspfandschaft stammenden Königsrechte in den angrenzenden Gebieten der Ritter von Dahn (Bruchweiler, Fischbach), im Schlettenbacher Tal der Weißenburger Mundat (Bobenthal, Finsternheim), heute ein Ortsteil von Bundenthal, sowie in den Herr­schaften Hohenburg (Wingen, Clingen) und Fleckenstein (Lembach) 98.

 

Das Amt Wegelnburg im Waldgebiet der Südpfalz hatte nur 2 Mahlmühlen, die zum Herzogtum Zweibrücken gehörten. Der Mühlen­bericht an das Oberamt wurde von dem Beamten Lorch am 16.5.1744 erstellt 99.

 

  1. Schönau, Schönauer Mühle

  2. Bundenthal, Falkenmühle bei Bundenthal

 

Literatur:

- Kampfmann, L.: Das Wegelnburger Amt; in: Pirmasenser , Jg. 12, Bl. 3 1937

- LA Speyer Best B2 Nr. 145/4: Mühlenbericht an das Oberamt Zweibrücken vom 16.5.1744

- LA Speyer Best. B2 Nr. 144/1: Zinsbuch

- Schulz, Wolfgang: „Das Zinsbuch gein Wegelnburg“. Eine spätmittelalterliche Bestandsaufnahme herrschaftlicher Gerechtsamen im pfalz-zweibrückischen Amt Wegelnburg; in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, 110. Band, Speyer 2012, S. 35 ff

 

 

 

 

 

Weidenthal:

VG Lambrecht, Lk Bad Dürkheim; war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Neustadt.

 

Das Dorf wies nach Visitationsbericht des Bistums Speyer von 1718/1719 eine Bevölkerung von 15 katholischen, 15 reformierten Familien und 3 Wiedertäufer-Familien (Mennoniten) auf 100.

 

 

Mühlen:

die ausgedehnten Wälder rund um Weidenthal und die vorhandene Wasserkraft des Hochspeyerbachs und seiner Nebenbäche hatten schon früh den Bau von Sägemühlen zur Folge.

 

In der katholischen Kirchenrechnung Freinsheim 1752/53 findet sich pag. 2 unter der Rubrik Einnahm Geld von Vermächtnußen und Schanckungen: „[...] it[em] besag Extractus voriger Rechnung von dem Bordtmüller zu Waydenthal  4 fl.“ 101. +++klären: welche Mühle+++


Um 1767 war Konrad *Eitelmann auf der Bordmühle bei Weidenthal +++klären: welche Mühle+++; ∞ mit Katharina NN; Vater der Anna Margaretha Eitelmann (geb. 6.7.1767, ~ 8.7.1767 Weidenthal) 102.

 

Literatur:

- Stuckert, Heinrich: Weidenthal. Die Geschichte eines Walddorfes (Ortsgemeinde Weidenthal/Pfalz (Hrsg.), Weidenthal 1960); Kapi­tel 5: Handwerk, Gewerbe, Industrie und Wirtschaft (Mühlen), S. 225-232

 

 

- Mahl- und Sägemühle zu Weidenthal:

die Bannmühle in Weidenthal ist bereits 1448 im Weistum von Weidenthal erwähnt: „Weiszet die ganz gemein ein Bannmühel, und ein bannbackhaus mit deren Freiheit ausz gnaden des heiligen creuzes Limburg“ 103. Es handelt sich mithin um eine Mühle, der Asyl­recht zukam 104.

 

Es ist dies dieselbe Mühle, die im Morgenbuch von 1705 als „Churpfältzische Cameral- Erbbestands- Mahl- und Segmühl an der Kürchmauer“ bezeichnet wird, nämlich die bis 1901 als Mahlmühle betriebene, spätere mechanische Werkstätte Ed. Laubscher, Hauptstraße 118 105.

 

Die Mühle war Eigentum der kurpfälzischen Hofkammer und wurde in Erbpacht vergeben. 1584/85 wird Konrad *Heep als Müller genannt 106. 1584 ist im Türkensteuerregister der „Conrad Heep der Müller, 406 fl“ erwähnt 107.

 

Nachdem die Mühle im 30jährigen Krieg durch Brand „verunglücket“ war, baute sie der Müller Johannes *Hildner aus Neidenfels mit 20 Kiefern-, 50 Eichenstämmen und 30 Stämmen für Latten, die ihm zur Verfügung gestellt wurden, zunächst als reine Bordmüh­le wieder auf. Wenig später, vielleicht 1689 wurde sie von feindlichen Truppen niedergerissen, von genanntem Hildner aber als Mahl- und Säge­mühle erneut aufgebaut. Dieser zweite namentlich bekannte Erbbestandsmüller genoß Zehntfreiheit; er zahlte jährlich 5 Malter Korn an die kurpfälzische Burgvogtei Wachenheim. Er wohnte in einem nicht zur Mühle gehörenden Haus an der Stelle des späteren Wohnhau­ses Hauptstraße 120. Als er 1714 starb und von seinem sechs Kindern keines die Mühle übernehmen konnte, ging der Erbbestand 1716 für 500 Gulden käuflich über an Peter Neuschwanger, der jährlich eine Erbpacht von 5 Mltr Korn für die Mahl­mühle, 3 fl für die Sägmüh­le, 4 fl für die Fronfreiheit und 10 Kreuzer Bodenzins. Neuschwanger tauschte seinerseits mit kurfürstli­cher Genehmigung im September 1725 mit dem Universitätserbbestandsmüller und Wiedertäufer Jakob *Steiner von Lambrecht; die­ser hatte 2 Gulden einmalige „herr­schaftliche Tax“ an das „Taxamt“ und im übrigen dieselbe Pacht zu zahlen wie sein Vorgänger 108.

 

1725 hat sie Peter Neuschwander an Jacob *Steiner als Erbbestandsmühle mit Konsens der kurfürstlichen Verwaltung im Tausch über­lassen. Gibt in die Burgvogtei Friedelsheim 5 Ma Korn als Erbpacht, 4 fl. Frongeld, 10 Xer Bodenzins, dazu 3 fl zins für die Säge­mühle 109.

 

Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 aufgeführt und wie folgt beschrieben: “Zu Weidenthal befindt sich eine Mahl undt Seegmühl dieselbe hat der Peter Neuschwäger in Anno 1725 an den Jacob *Steiner als dies­mahligen Possessor als eine Erbbestandsmühl mit Consens Churfürstl: Hofcamer käuflich überlassen; gibt in die Burgvogtei Frie­delsheim 5 Malter Korn Erbpacht 4 fl Frohngeldt, 10x Bodenzins, sodann wegen der Seegmühl 3 fl Wasserfallzins.“ 110

 

1746 verkaufte Jacob *Steiner sein Erbpachtrecht an der aus „einem mahl und Schehlgang“ bestehenden Mühle für 700 Gulden an den Müller Jacob Eberhard *Wegerle aus Frankenstein. Die kurpfälzische Regierung genehmigte den Kauf am 30.3.1746 111 und er­teilt diesem 1759 einen Erbbestandsbrief 112. Wegerle baute sich eine Wohnstube, Scheuer und Stallung an die Mühle an 113. Wegerle starb schon 1759. Nachfolger wurde sein Schwiegersohn, der Müllermeister Joseph Heinrich *Ackermann. Auf dessen Ansu­chen wurde im April 1775 die Mühle von dem vereidigten Feldmesser des Oberamts Neustadt Franz Roos unter Zugrundelegung des Morgenbuchs von 1705 neu vermessen und gegen die benachbarten Grundstücke ausgesteint. Die Mühle verfügte über zwei Wasser­räder, von dene das obere die Mahlmühle, das untere die Sägmühle antrieb 114. Sein Schwiegersohn Johann Nikolaus *Schmitt über­nahm als Nachfolger die Mühle und erweiterte diese 1787 durch verschiedene Anbauten 115. Unter der Franzosenherrschaft wurde er der rechtmäßige Eigentümer (Nationalgüter­veräußerung ?) der Mühle und hatte diese bis 1836 inne 116.

 

Bei Goswin Widder in seinem „Versuch einer vollständigen geogr.-hist. Beschreibung der kurfürstl. Pfalz“ von 1787 heißt es: „Durch [Weidenthal] fliest die von Frankenstein kommende Hochspeier, welche in dem Dorf eine Mahl- und Sägemühle, und ausserhalb demselben eine andere Bordmühle triebt“ 117.

 

Ab 1836 bis etwa 1857 war Mathäus *Leonhardt als Müller auf der Mahl- und Sägmühle in Weidenthal. Er baute noch vor 1838 statt der Sägmühle eine Ölmühle ein. 1850 erwarb er das zwischen der Mühle und Hauptstraße stehende, im Volksmund als Kaserne be­zeichnete Wohnhaus des Fuhrmanns Daniel Ackermann jun. 118.

 

Von etwa 1857 bis 1879 gehörte die Mühle dem Franz Wieser, in dessen Besitz sie 1872 vollständig niederbrannte und in Sandstein (vorher Fachwerkbau) neu errichtet wurde 119.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird in Weidenthal genannt die Firma „Wieser, F, Mühlengeschäft, Eigenthümer: Franz Wieser“ 120.

 

Danach hatte sie 1879-1881 Georg Göswein; letzter Müller war Heinrich Gehm, der auf dem Holzplatz westlich davon ein Wohnhaus errichtete. Nach seinem Tod 1901 führte die Witwe den Mühlenbetrieb nicht mehr weiter, sondern lediglich die dabei befindliche Bäckerei. Sie verkaufte 1911 das ganze Anwesen an den Schlossermeister Laubscher, der in der Folge eine Schlosserei und mechanische Werkstatt darin betrieb. Dessen Sohn und Nachfolger ersetzte 1952 das alte Wasserrad durch eine Turbine 121.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1661/6: Mahl- und Sägmühle Weidenthal 1724-1726, 1746, 1777-1787; enthält: Sägmühle von Melchior Ackermann, Mühlentausch zwischen Peter Neuschwanger und Jakob Steiner; Übertragung des Erbbestandsrechts an der herrschaftli­chen Mühle an Jakob Eberhard Wegele.

- LA Speyer Best. 1661/7: Renovation der Mahl- und Sägmühle, 1775

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1661/8: Erbbestandsbrief für Jakob Eberhard Wegerle, 1746

 

 

- Leiningische Erbbestandsmühle 1742:

gehört den Grafen von Leiningen, liegt außerhalb der Leininger Kernlande; Erbbestandsmühle 1742; am Hochspeyerbach gelegen 122; über sie liegt nicht ausgewertetes Material im FLA Amorbach 123 ++++klären : bei Stuckert: Weidenthal nicht erwähnt++++

 

Es dürfte sich um die Mühle handeln, die 1402 Gegenstand einer Schenkung des Grafen Emich VI. von Leiningen an den St. Niko­lausaltar der Burgkapelle auf Burg Lindelbrunn [die Burg Lindelbrunn war leiningisches Reichslehen] war 124.

 

 

- Lohmühle, Papiermühle Unger:

am 13.7.1776 kaufte der Weidenthaler Pfarrer Christian Luck von dem alten Schultheißen das Gelände der früheren Tuchfabrik Sau­erbrunn und der gegenüberliegenden Wohnhäuser für seinen Verwandten, den Bürger und Rotgerber Georg Adam Luck. Dieser er­richtete dort eine Lohmühle, nachdem er am 4.7.1777 von der kurpfälzischen Regierung die Erlaubnis hierzu erhalten hatte. Die Loh­mühle bestand nicht lange. Am 14.6.1786 ging die Lohmühle von Georg Luck Witwe durch öffentliche Versteigerung für 101 Gulden an den Bürgermeister Elias Frey, der in der Folge noch eine Ölmühle darin einrichtete.. Die Ölmühle wurde am in den ersten Fe­bruartagen 1794 von französischen Truppe aufgebrochen und der Vorräte beraubt. 1800 fügte der Elias Frey noch einen Getreide­mahlgang hinzu, nicht ohne Widerspruch einiger Bürger und insbesondere des Müllers Joh. Nik. *Schmitt. Dieser beanspruchte als Inhaber der alten Bannmühle wie bisher das Alleinrecht zum Mahlen des Getreides in Weidenthal. Deshalb wurde er bei der Kantons­regierung in Neustadt vorstellig, allerdings ohne Erfolg. 1815 richtete der Sohn und Erbe des Elias Frey, Johann Josef Frey, außer­dem eine Sägemühle darin ein. 1825-1839 betrieb Philipp *Unger aus Neustadt die vorherige Mahl-, Öl- und Sägemühle als Papierfa­brik mit einer Leimsiederei, die zeitweise einen üblen Geruch verbreitete 125.

 

Im Neustadter Wochenblatt vom 2.7.1839 wird die Versteigerung der Papiermühle annonciert: „[...] läßt Herr Philipp Unter von da, sei­ne daselbst gelegene, in dem besten Zustande sich befindliche Papiermühle mit großem Wohn- und Fabrikgebäude, einigen besonde­ren Wohnungen für Arbeiter, Magazinen … wozu die vollständige zur Papierfabrikation gehörige Einrichtung mit abgegeben wird, auf Eigenthum versteigern [...]“ 126.

 

1839 wurde das Anwesen von Casimir Wagner aus Lam­brecht gekauft, der dort eine Tuchfabrik einrichtete 127.

 

 

- Papiermühle / Sägmühle Rußhütte, Reitschbacher Haus, Retschbacher Haus:

die Mühle lag unterhalb des Dorfes Weidenthal an der Landstraße in Richtung Neidenfels; heute ist die Mühle zerstört; Eigentümer ist (1960) Julius Glatz aus Neidenfels 128, (wohl Papierfabrik Julius Glatz GmbH Neidenfels).

 

Die Mühle wird erstmals 1747 als Sägmühle erwähnt, die der damalige kurpfälzische Forstmeister (Georg) Franz *Glöckle in Wei­denthal, 1765 sein Sohn, der Forstmeister Johann Peter Glöckle aus Neidenfels in Besitz hatte. 1792 wohnte in diesem erstmals als „Rußhütte“ bezeichneten „Reitschbacher Haus“ die Familie des Konrad Schwindinger, 1802 die des Stefan Werle, 1808 außerdem dessen Schwiegersohn, der „garde des forêts“ Georg Grambitter. 1822 ging die Rußhütte aus dem Besitz der Witwe Elisabeth Werle über am Erhard Goßler „den Alten“ (s. Johann Erhard [1] *Goßler). Dieser errichtete 1832 neben dem älteren, längs der heutigen Bundesstraße stehenden Häuschen noch das über den Mühlgraben reichende große Gebäude, in dem er eine Papier und Bordmühle errichtete 129.

 

1857 kam das ganze Anwesen durch Testament an Johann Jakob *Goßler in Frankeneck, 1868 an Erhard Goßler (s. Johann Erhard [2] *Goßler), der 1882 den rückwärtigen Teil des großen Gebäudes erneuerte. Etwa seit 1885 waren in der Rußhütte nur noch die Maschinen der von der Goßler'schen Papierfabrik in Frankeneck benötigten Lumpen [Hadern] untergebracht, nebst 2 oder 3 Arbeiter­wohnungen. Während des 1. Weltkrieges ging das ganze Anwesen über an die Papierfabrik Julius Glatz in Neidenfels, die es in den folgenden Jahre in Arbeiterwohnungen umwandeln ließ. Bei Bombenangriffen von Januar bis März 1945 wurden die Gebäude so schwer beschädigt, daß sie im Sommer 1945 wegen Einsturzgefahr abgetragen werden mußten 130.

 

 

- Papierfabrik Unger:

s. Lohmühle

 

 

- Sägmühle/Bordmühle „an der Pfingstweid“; Bordmühle Karcher und Dick, auch Alte Sägmühle, bzw. „Koppenhöfers Mihl“:

die Bordmühle auf der Pfingstweide ist eine sehr alte Mühle. Sie wird schon 1588 in der Beschreibung des Limburger Waldes als „alte Segmühl“ bezeichnet 131. In den Kriegen des 17 Jh. ging sie anscheinend zu­grunde 132.

 

Der Schultheiß und Müller in Weidenthal, Johannes *Hildner, baute die in den Kriegen des 17. Jh. untergegangene Sägmühle auf der Pfingstweide in Weidenthal zusammen mit seinen Schwiegersöhnen Melchior *Ackermann und Philipp *Wentzel um 1705 wieder auf; die Mühle stand in der Folge im Eigentum zu je einem Drittel. Nach einem Brand wurde die Mühle um 1715 von den drei Besit­zern neu aufgebaut 133.

 

Ackermann war später nicht mehr an der Bordmühle auf der Pfingstweide beteiligt. Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis des kurpfäl­zischen Oberamts Neustadt von 1738 aufgeführt und unter lfd. Nr. 53 wie folgt beschrieben 134: “Noch zu Weidenthal befindt sich eine Seegmühl mit einem Wasserradt auf der sog. Pfingstweid; ist in anno 1705 mit Consens Churfürstl: Hofcamer durch den Philipp *Wentzel als den jetzigen Possessor neu aufgebaut worden; gibt jährlich 3 fl Wasserfallzins in die Burgvogtei Friedelsheim; ist ei­gen.“

 

1775 heißt es: „Eine bordmühl an der Pfinstweydt gelegen“ 135; 1828, 1836 und 1886 „Bordmühle“ 136; mundartlich be­zeichnet als „Koppenhöfers Mihl“. Die älteste Nennung gibt die Lage des Sägewerkes genauer an, nämlich bei der “Pfingstweide“ 137.

 

1765 und 1775 hatte die Mühle 5 Eigentümer, nämlich Daniel Ackermann zu 5/18, Johann Adam *Ackermann zu 3/18, Konrad Wenzel zu 6/18, Philipp Hofman und Johannes Stutz je 2/18, alle in Weidenthal wohnhaft 138.

 

Am 5.9.1821 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises zur Auflösung der Erbengemeinschaft nach den verstorbenen Eheleuten Ste­phan *Werle und Magdalena Bast versteigert „Ein in der Gemarkung von Weidenthal liegendes Wohnhaus, die alte Bordmühle, auch Reitspacher Haus genannt [...]“ 139.

 

Bei der Vermessung der Weidenthaler Gemarkung 1838, bei welcher das Anwesen der Bordmühle an der Pfingstweid aus Wohnhaus, Sägmühl, Scheune, Stall und Hof bestand, teilten sich sogar 9 Personen das Eigentum: Küfermeister Friedrich Burckhardt, Acker­mann Math. Haffen und Ackermann Heinrich Jörgens alle drei in Weidenthal, Revierförster Johann Mathäus Haffen (*Hafen), Bür­germeister Math. Kurz, Posthalter Carl Adolph (2) *Ritter und Gastwirt Paul Kölsch, alle in Frankenstein, ferner Müllermeister Peter *Eymann aus Diemerstein und Gastwirt Peter Lahm aus Hochspeyer 140.

 

1842 ging die Mühle in den Besitz von Karcher und Weber in Kaiserslautern über, aus denen später die Firma Karcher und Raquet, dann Karcher & Co. und zuletzt Karcher und Dick entstand. Als deren Vertreter wohnte anfänglich (schon 1846) der Bordschnitter Jakob Schmitt in dem zur Mühle gehörigen Wohnhaus, 1868-1887 dessen Sohn Heinrich Schmitt, dann Mathäus Koppenhöfer und 1930-1950 dessen Sohn Philipp Koppenhöfer. 1950 ließ der Inhaber Peter Dick die Mühle wegen Baufälligkeit abreißen und auf den­selben Grundmauern neu aufbauen 141.

 

 

- Sägemühle auf der Oberwiese:

nur kurzen Bestand hatte die Mühle auf der sog. Oberwiese unterhalb der Dünnbrücke links des Baches, an der Stelle des heutigen Bahndammes. Sie wurde im Winter 1723/24 von Johann Jakob Hildner, Nikolaus Hildner und Johann Melchior Ackermann errichtet. Schon während des Baues kam es zu Streitigkeiten mit den angrenzenden und unterliegenden Wiesenbesitzern. Diese wurden erst be­reinigt, als die kurpfälzische Regierung mit dem Verbot des Weiterbaues drohte 142.

 

Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 aufgeführt und unter lfd. Nr. 54 wie folgt be­schrieben 143: “Ferner ist noch eine Seegmühl dahier auf der Ober Wieß oben der Dennbrück, dieselbe hat der Joh. Melcher Acker­mann et Consort Anno 1727 neu aufge­baut; ist eine Eigenthum Mühl, hat ein Wasserrad, gibt jährlich in die Burgvogtei Friedelsheim vermög mir vorgezeigt Consens 3 fl Wasserfallzins, der jetzig Possessor ist wie oben gemeldt Johann Melcher Ackermann et Con­sort.“ Abweichend heiß es in der glei­chen Akte 144: „So haben auch Niclas Hiltner et Consorten eine eigene Schneidmühlen, geben hirvon Waßerfall Zinß Jährl 3 fl in die BurgVogtey Friedelsheim.“

 

1747 teilten sich der Forstmeister (Georg) Frantz *Glöckle, und die beiden Weidenthaler Bürger Jakob Laubscher und Johann Mel­chior *Ackermann den Besitz der Sägemühle auf der Oberwiese in Weidenthal zu je einem Drittel. Im Frühjahr 1747 brachen zwi­schen ihnen und dem Schultheiß Johann Haffen wegen einer neu eingerichteten Schütze (des sog. „Herrenschutzes“) zur Bewässe­rung der unterhalb gelegenen Herrenwiese Streitigkeiten aus; in deren Verlauf wurde auch der seit 1738 auf der Mühle beschäftigte Bordschnitter Christian Bilder vom Oberamt als Zeuge vernommen. Die Streitigkeiten endeten mit dem Sieg des Schultheißen und dem Abbruch der Mühle 145.

 

 

- Alte Sägemühle:

s. Bordmühle an der Pfingstweid

 

 

- Sägemühle Friederich:

1847 wurde die später als Pferdestall benutzte Sägemühle beim Wohnhaus Hauptstraße 236 (Frieda Laubscher Witwe) durch Jakob Friederich erbaut. 1887 ging sie an den Schlosser Friedrich Rupprecht und den Schreiner Math. Leonhardt gemeinsam, 1891 nach de­ren Entzweiung an Friedrich Rupprecht allein über. 1895 wurde sie samt Wohnhaus Eigentum des Kaufmanns Friedrich Rothenbüh­ler aus Neunkirchen, der sie wenig später stillegte146.

 

 

- Sägewerk Bläsi:

stellte 2014 seinen Betrieb ein 147.

 

 

- 8 weitere Sägemühlen:

es gab in Weidenthal sechs weitere Sägemühlen 148 und 2 weitere ältere Sägemühlen 149.

 

 

- Unterste Mühle, Schmitt'sche Mahlmühle:

1830 erbaute Daniel *Schmitt, ein Sohn des Müllers auf der Mahl- und Sägmühle Weidenthal, Johann Nikolaus *Schmitt, das heutige Wohnhaus Hauptstraße 212 und betrieb in der folge in dessen Kellerräumen eine Mahlmühle, in dem hinteren Anbau über dem Bach zudem eine Sägmühle 150.

 

Die Schmitt'sche Mühle wird im Neustadter Wochenblatt am 2.7.1839 in einer Lagebeschreibung anläßlich der Versteigerung der Pa­piermühle Weidenthal, genannt 151.

 

Nachfolger des Daniel Schmitt in der Untersten Mühle wurden 1863 der Müller Franz Krauß, 1870 Christian Kaiser, 1873 der Holz­händler Jakob Renth und sein Schwager August Pfleger. Letzter vergrößerte den Betrieb durch Errichtung eines ein­stöckigen Fabrik­geländes längs der Straße (das war später das Erdgeschoß eines 1959 niedergebrannten Mietwohnblocks). Als Pfle­ger im August 1897 durch versehentliches aussteigen aus dem Zug an der Steinbacher Brücke einen tragischen Tod erlitt, kam der Be­trieb an Lud­wig Cromer, sodann durch Kauf 1902 an den Holzfabrikanten Friedrich Storck, dessen Teilhaber und Mitarbeiter an­fangs sein Schwager Johannes Mallrich, von 1920 an sein Schwiegersohn August Gutheil war. Storck stellte Buchenstäbe für Spa­zierstöcke und Regenschirme her 152.

 

 

 

 

 

Weierhof:

heute OT von Bolanden (s dort)

 

 

 

 

 

Weilerbach:

VG Weilerbach, Lk Kaiserslautern; 11 km nordwestlich Kaiserslautern gelegen; war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Kaisers­lautern; Hauptort des "Weilerbacher Gerichts" mit den Dörfern Weilerbach, Rodenbach, Erzenhausen, Eulenbis, Pörrbach und Schwedelbach 153. Weilerbach hatte 1592 245 Einwohner, 1601 226 Einwohner und 1611 230 Einwohner 154.

 

Mühlen:

 

Literatur/Urkunden:

- Blauth, Reinhard: Reichswalddorf Weilerbach einschließlich der Geschichte von 3 Höfen und 3 Mühlen. Ein Dorf- u. Heimatbuch. - Weilerbach: Gemeindeverwaltung, 1964, S. 179-212

- Scheuermann, Gerold: Mühlen im ehemaligen Weilerbacher Gericht; in: Heimatkalender für Stadt u. Landkr. Kaiserslautern. 1980, S. 78-86

 

 

- Mühle der Deutschordenskommende Einsiedel:

s. Mückenmühle bei Eulenbis (Wüstung Mühlhausen)

 

 

- Oberste Pfeifermühle, obere Pfeifermühle, auch erste Pfeifermühle:

von den drei verschiedenen Mühlen im sog. Pfeifertal gehört die Obere Pfeifermühle zur Gemeinde Weilerbach. Sie liegt in nordöst­licher Richtung, eine Viertelstunde unterhalb von Weilerbach. Die Namensgeber, die Pfeifer“ werden schon 1562 zweimal als An­grenzer von Grundstücken in der Gegend der Mückenmühle genannt 155.

 

In der Schatzungsliste für Weilerbach von 1611 ist der Müller Adam *Pfeiffer, genannt Pfeiffermüller aufgeführt 156; die Oberste Pfeifermühle lag im Gegensatz zur unteren Pfeifermühle (die zu Eulenbis gehörte) in Weilerbach 157.

 

Erstmals ist die „Pfeiffer Mühl“ schon 1585 bezeugt 158. Die nächste Nachricht aus der Zeit vor dem 30jährigen Krieg findet sich in der Grenzbeschreibung des kurpfälzischen Forstmeisters Velmann von 1601. Bei der Aufzählung der fünf Mühlen im Weilerbacher Gericht nennt er als erste 159:

 

„Eine Mühle unten am Weilerbach in derselben Gemarkung gelegen, die Pfeifermühle genannt, ist Goedel Schenkels, Jakob Wüllen­weber, Neu Nickels zu Weilerbach und Debolts Pfeiffers zu Erzenhausen, gibt jährlich der Landschreiberei 2 Malter Hafer und 4 Kappen“.

 

Wahrscheinlich wurde die Mühle im 30jährigen Krieg zerstört. Erst 1685 erfolgt die nächste urkundliche Erwähnung. Daniel Jung ist der neue Pfeifermüller. Er wendet sich sich an das Oberamt Lautern wegen Erbauung einer „Mahlmühl uff der Mooslauter“ 160. Vor etlichen Jahren, so schreibt er, habe er die Pfeifermühle erkauft und verbessert, aber aus Wassermangel bei diesen trockenen Jahren nicht viel mahlen können. Deswegen habe er einen anderen Platz „uff der Mooslauter“, unten an seiner Mühle ausgewählt, „allwo noch niemals eine Mühl gestanden“ 161. Aus den Akten ergibt sich der weitere Verlauf nicht 162.

 

Um 1727 war Joh. Niclaus Müller der Müller auf der Pfeifermühle bei Weilerbach; sein Sohn Johannes Müller ∞ am 17.6.1727 in Heimkirchen die Anna Catharina Pfleger, Tochter des Nicol Pfleger von Holborn 163.

 

1733 war Hermann *Jung der Müller auf der Obersten Pfeifermühle 164. Ihm folgte sein Sohn Johann Adam Jung (~ 1733, noch als Müller 1798 bei der Hochzeit seiner Tochter erwähnt).

 

In der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 165 wird die Mühle wie folgt beschrieben: “ist Johann Nikolaus Müllers Ei­gentum und hat 2 Gänge. Gibt für den Wasserfall 7 Malter Korn.” 166.

 

Am 1.11.1761 wird die Oberste Pfeifer Mühle bei einer Temporalbestandsvergabe mehrerer Grundstücke durch die Deutschordens­kommende Einsiedel erwähnt: „ … die halbe brühl wieß zu Weilerbach über der Bach gegen der Oberpfeiferen mühlen zu …“ 167.

 

1789 kann Johann Gehm mit seiner Mühle nicht mahlen. Ein Attest des Schultheißen von Weilerbach bestätigt, daß der Wasserkanal gäntzlich gänzlich zusammengebrochen ist und daher die Mühle stillstehen muß. Ein Eichenstamm der Länge von 35 Schuh und ei­ner Breite von 16 bis 18 Zoll ist erforderlich. Am 1.12.1792 wendet sich Johann Gehm wegen der Erweiterung seiner Mahlmühle mit einer persönlichen Bittschrift ein den Kurfürsten: „Durchlauchtigster Churfürst! Gnädigster Herr! Ich besitze nahe bei Weilerbach eine kleine Eigentumsmühle die obere Pfeifermühle genannt, welche nur einen einzigen Mahlgang hat. Für das Wasserrecht habe ich bisher 2 Malter Habern und 1 fl. 4 Kreuzer von Geld jährlich entrichtet. Ich bitte Ew. Durchlaucht um Genehmigung zur Errichtung eines zweiten Mahlganges und erbiete mich ½ Malter Haber mehr zu zahlen“. In der Antwort der kurpfälzischen Regierung in Mann­heim heiß es: „Zuerst müssen die Untertanen und die angrenzenden Müller gehört werden“ 168.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best A2 Nr. 1662/5: Obere und untere Pfeifermühle, 1685, 1711-1725, 1752-1761, 1789-1800.

- LA Speyer Best. H3 Nr. 12521: Verunreinigung des Mühlbachs der oberen Pfeifermühle bei Weilerbach, 1932-1937

 

 

- zweite Weilerbacher Mühle:

in der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 169 wird die zweite Weilerba­cher Mühle wie folgt beschrieben: “ist Ei­gentum von Velten Jungs Wittib. 1 Mahl- und 1 Schälgang. Gibt für den Wasserfall 2 Malter Korn und 4 Kappen.” 170.

 

 

 

 

 

Weinheim bei Alzey:

Stadtteil von Alzey; 1972 eingemeindet; liegt westlich von Alzey; war seit der Eroberung durch Kurfürst Friedrich III. 1470 kurpfäl­zisch im Oberamt Alzey 171; bezeichnet auch als Wihinheim, Winheim, Wigenheim, Wyenheim, Wynheim 172.

 

Mühlen:

eine Mühle ist bereits 1422 urkundlich erwähnt. Am 23.4.1422 bestellt Heinrich Werrich von Wienheim mit Einwilligung seines Bru­ders Clais Werrich und dessen Frau Margarete ein Seelgerät, übergibt des zwecks dem Prior und Convent brudern sant Paulus des er­sten Einsiedels sant Augustins Orden uf dem donrsperg eine Ewiggült von einem Malter Korn fällig uff der male mühlen oben an wy­genheim gelegen und sichert die Stiftung mit der Mahlmühle selbst als Unterpfand 173.

 

Bei Goswin Widder im „Versuch einer vollständigen geographisch-historischen Beschreibung der Kurpfalz“ heißt es 1767: Durch das Dorf lauft die zu Offenheim entspringende Steinbach, treibt die sogenannten Würz- und Obermühlen und ergieset sich in die eine hal­be viertel Stunde davon fliesende Selse, welche die Kameral neue und die Knebelische Poppenmühlen treibt“. Die Kameralmühle „trugen die Ritter von Handschuchsheim nebst 8 Malter Korn Gült auf Kernhards Acker, wie der Lehensbrief vom J. 1582 besaget, zu Lehen, und wurde hernach eingezogen.“ 174

 

 

- Puppenmühle, Knebelische Poppenmühle:

bei Goswin Widder im „Versuch einer vollständigen geographisch-historischen Beschreibung der Kurpfalz“ heißt es 1767: Durch das Dorf lauft die zu Offenheim entspringende Steinbach, treibt die sogenannten Würz- und Obermühlen und ergieset sich in die eine hal­be viertel Stunde davon fliesende Selse, welche die Kameral neue und die Knebelische Poppenmühlen treibt“

 

Vor 1729 war Mathias Müller der Puppenmüller bei Weinheim; am 2.5.1729 stirbt in Weinheim im alter von 62 J. die Maria Elisabeth Müller, „nachgelassene Witwe von Mathias Müller, Puppenmüller bei Weinheim“ 175.

 

 

- Würtzmühle:

um 1701 war Hanß Peter Zahn der Würtzmüller; seine Ehefrau Anna Margaretha NN, war am 26.12.1701 Patin bei der Taufe der Anna Margaretha Weber, der Tochter des Philipp Weber des Müller auf der Fortmühle Alzey 176. Am 9.7.1713 wird in Alzey getauft der Johann Georg Hederich, Sohn des Müllers in der Kellermühle in Wahlheim, Johann Jacob Hederich und der Sara NN; Patin ist hierbei die „Barbara. Ledige Tochter von Hanß Peter Zahn, Würtzmüller“ 177.

 

 

 

 

 

Weinolsheim / Rheinhessen:

VG Rhein-Selz, Lk Mainz-Bingen; südlich von Undenheim gelegen; das Dorf gehörte ab 1579 zur Kurpfalz und dort zum Oberamt Alzey 178.

 

Mühlen:

 

- Weißmühle:

nördlich des Dorfes gelegen an einem parallel zur Selz verlaufenden Mühlgraben.

 

Karte:

- Curschmann: Undenheim, Bd. 1, S. 14, dort mit Lit. c bezeichnet

 

 

 

 

 

Weisenheim am Sand:

VG Freinsheim, Lk Bad Dürkheim; am Fuchsbach gelegen, der in Frankenthal in die Isenach mündet

 

Mühlen:

1791 ist in der kurpfälzischen statistischen Erhebung wird in Weisenheim eine Mühle aufgeführt, die Johann Goswin Widder in sei­nem 1787 in Frankfurt und Leipzig erschienenen „Versuch einer vollständigen Geographisch-Historischen Beschreibung der Kur­fürstlichen Pfalz am Rheine“ nicht erwähnt hat 179.

 

Die Mühle gehörte der Gemeinde Weisenheim und wurde aufgrund des Decrets vom 20.3.1813 veräußert: „Eine Mühle und 1 Hect. 25 Ares Land und Wiese“. Der Käufer war Peter *Reudelhuber aus Weisenheim/Sand 180.

 

 

 

 

 

Weißenburg, Wissembourg / Elsaß:

in den Weißenburger Artikeln vom 13.6.1525 181 sind vier Mühlen aufgeführt: Obermühle, Pfistermühle, Brudermühle u Wormühle 182.

 

Die katholischen Kirchenbücher von Weißenburg sind im Archiv Départmentales du Bas-Rhin in Straßburg vorhanden und im Inter­net veröffentlicht 183.

 

Urkunden/Literatur:

- Lerch, D.: La collection des Göttelbriefe du Musée et des Archives de Wissembourg; in: l'Outre-Forêt 1986, Nr. 54, S. 14-20

 

 

Mühlen:

in einer Aufstellung über die Mühlen in der Gemeinschaft Guttenberg „Spezifikation Bericht oder Beschaffenheit aller und Jeder mühlenen in der Gemeinschaft Guttenberg“ von 1629 184 ist der Bürger und Müller zu Weißenburg, Barthel Diel erwähnt ++++klä­ren: welche Mühle++++. Dort heißt es: „Obermühel zu Otterbach. Wegen dieser Obermühel, wann Von wem, welcher gestalten und mit was verwilligung die­selbe anfänglich gebauen, ist nicht nachzukommen auch keine Mühlenbrifer Deßwegen vorhanden, allein weiß man das bei manßge­denken [d.h. seit unvordenklicher Zeit] Und noch länger, in und allwegen die Jeter +++prüfen+++ zu Obe­rotterbach dieselbe innge­habt, wel­che doch entlehen Von Matter Jebern [Anm.: im Lagerbuch von 1733 ist als Grund­stücksnachbar der oberhalb gelegenen Ohlichmüh­le, der Joh. Adam Mattern aufgeführt] daselbsten ahn Anstatt Peilingern, Vndt Wilhelm Antresen, Vnd von ein gemelten beeden, ahn Barteln Dihlen Bürgeren Und Müllern zu Weißenburg, wie ahn seinen Tochtermann ….. ++++prüfen++++ Mülleren, ie­ziger Heit Müllern ++++klären: welche Mühle++++ zu S. Lamprecht in Anno 1623 verkaufft worden, doch hatt obgemelter Matter Jeter++++prüfen++++ uf 2 morgen wiesen die zu der Mühl gehörig gewesen für sich behalten, Von wel­chen er jahrlich 4 Cappen uff beeder Hern Reebhoff zu Oberotterberg ausrichtet, Sonsten ist die Mihl noch in gutem Wesen, Und Bau bisher erhalten, die hatt zween Gang Vnd das Trilles, davon der Herrschaft Jährlich Elff Achtel Korn, zwölf Cappen … gereicht werden ….“.

 

In der Topographia Alsatiae von Matthäus Merian 1647 befindet sich ein Stich von Weißenburg. Auf diesem ist am Ostrand der Stadt Weißenburg eine Wassermühle mit 2 Wasserrädern abgebildet ++++klären : welche Mühle++++

 

Im Holländischen Krieg (1672-1679) wurden 1676 alle drei Weißenburger Mühlen zerstört. Die Kämpfe konzentrierten sich1676 um die Festung Philippsburg, die schließlich anfang 1676 in die Hand der Kaiserlichen fiel. Daraufhin war auch das Elsaß vom Ein­marsch bedroht. Da die damalige Kriegsführung dem Prinzip der „verbrannten Erde“ folgte, um den gegnerischen Truppen die Ver­sorgungsbasis im Lande zu entziehen, wurde im Januar 1677 auch Weißenburg angegriffen,wobei die „Mordbrenner die Statt, auch etliche Gebäu im Stifft in brandt gestecket, da denn alle drey Mühlen …. gäntzlich in Aschen gelegt [...]“ 185.

 

Um 1721 war Johann Jacob Bausch als Müller in Weißenburg ++++klären : welche Mühle++++; Bausch ist am 4.11.1721 Trauzeuge in Altenstadt bei der Hochzeit Philipp Lyna und der Elisabetha Tretsch 186. Bausch, der „Molitor ex Cron Weißenburg“ ist weiter am 27.4.1722 als Trauzeuge in Altenstadt bei der Hochzeit Georg Schenck und der Marianna Dehorn 187.

 

In der Cassini-Karte von 1750 sind ostwärts von Weißenburg in Richtung auf Altenstadt zwei Wassermühlen eingezeichnet, sowie in der Stadt Weißenburg eine weitere Wassermühle nahe der östlichen Stadtmauer.

 

Um 1790 war Georg *Zoen als Müller in Weißenburg ++++klären : welche Mühle++++ 188.

 

Im Landauer Wochenblatt wird die am 9.5.1826 erfolgte Hochzeit von „Friedrich Jakob Gnahn, alt 27 Jahr, Müller, von Weissenburg, mit Margaretha Rosina Clauß, alt 25 Jahr“ aus Landau bekanntgegeben 189.

 

Im Landauer Eilboten vom 2.9.1837 wird durch den Huissier (Anm.: Gerichtsvollzieher) Hornus aus Weißenburg für den 17.9.1837 die Versteigerung einer „auf der Lauter gelegene[n] Mühle mit zwei Mahlgängen, einem Schälgang nebst Zubehör“ angekündigt190. ++++klären : welche Mühle++++

 

Urkunden/Literatur:

- Weigel, Bernard: Le Flottage à buches perdues sur la Lauter aux XVIIIe et XIXe Siècles; in: l'Outre-Forêt 1987, Nr. 57, S. 44-45

 

 

- Brudermühle:

im Süden von Weißenburg gelegen, nahe der Stadtmauer 191.

 

Photo:

- Weigel, Bernard: Le Flottage à buches perdues sur la Lauter aux XVIIIe et XIXe Siècles; in: l'Outre-Forêt 1987, Nr. 57, S. 47: la Brudermühle vers 1920

- Schweer: Weißenburg. Eine Stadtgeographie S. 49: „Stadtmauer an der Brudermühle“

 

 

- Lohmühle:

 

 

- Obermühle:

sie ist bereits in den Weißenburger Artikeln vom 13.6.1525 192 erwähnt;.

 

Am 1.10.1846 wird im Wege der freiwilligen Versteigerung die Obermühle bei Weißenburg versteigert, bestehend aus einer Mahl­mühle mit 4 Gängen und 1 Schälgang, einer Ölmühle mit 2 Paar Steinen und vier Pressen, einer neuen mechanischen Sägmühle und einer mechanischen Lohmühle 193.

 

Am 7.7.1856 wird die „im Banne von Weißenburg, nahe bei der Stadt, vor dem Bitscher Thore gelegenen Obermühle“ versteigert. Die ist in der Versteigerungsannonce wie folgt beschrieben: „[...]dieselbe besteht in einer Mahlmühle mit vier Gängen und einem Schälgang, fer­ner Wohnhaus, Oehlmühle, …. Lohmühle mit einem Gang und Sägmühle ….“. „Diese Liegenschaft rühret her aus der Hinterlassenschaft der Dame Friederike Henriette Boell, Witwe des Herrn Johann Heinrich Boell, im Leben gewesener Handels­mann, in Weißenburg“ 194.

 

Noch 1964 war die Obermühle, nunmehr als Sägemühle in Betrieb 195.

 

Photo:

- Weigel, Bernard: Le Flottage à buches perdues sur la Lauter aux XVIIIe et XIXe Siècles; in: l'Outre-Forêt 1987, Nr. 57, S. 45: Obermühle um 1900

- Schweer: Weißenburg S. 111 „Obermühle. Alte Sägemühle westlich vor der Stadt“

 

 

- Ölmühle:

+++klären; ob nur Ölmühle ?++++

 

Um 1760 wird der Ölmüller Wilhelm Bitterle genannt; ∞ 1760 mit Eva Margaretha *Pastetenbeck (Tochter des späteren Müllers in Rechtenbach, Johannes (1) Pastetenbeck und der Anna Katharina Aeschenbrenner; Schwester der Ölmüller in Bergzabern Heinrich und Johannes *Pastetenbeck) 196.

 

 

- Pfistermühle, Pfüstermühle:

in der Nähe des Münsters, an der Lauter, gelegen, blaues Quartier Nr. 96 197. Die Pfistermühle wird erstmals 1471 urkundlich er­wähnt.

 

Die alte Pfistermühle lag an der Lauter zwischen der Stadt und dem Bruch 198, d.h. an der Grenze zur westlichen Vorstadt „Bruch“ 199.

 

Im „Eilboten“ Landau vom vom 23.2.1839 wird die Versteigerung der Pfistermühle zur Auflösung der Erbengemeinschaft nach dem verstorbenen Müller, Michael Graff, angekündigt: „wird durch Notär Karth … auf Ansuchen der Erben von Herrn Michael Graff, im Leben gewesener Müller in Weißenburg … [versteigert], … und unter andern Einer Mühle, Pfistermühle genannt, an der Lauter gele­gen, mit 3 Gängen, nebst Wohnhause, mit Keller, Stallungen, Schoppe, Rechten und Gerechtigkeiten; alles in Weißenburg gelegen, blaues Quartier Nro. 96, Section A Nro. 203, enthaltend im Flächenmaße 6 Aren 30 Centiaren, und abgeschätzt zu 38,000 Franken“ 200.

 

 

- Wormühle:

+++ergänzen+++

 

 

 

 

 

Weitersweiler:

VG Göllheim, Lk Donnersbergkreis; am Häferbach gelegen. Weitersweiler gehörte ursprünglich zur Herrschaft Bolanden, den Zehn­ten besaß das nahe gelegene Kloster Münsterdreisen. 1376/80 kam Weitersweiler südlich des Baches aus dem Nachlaß der Bolander an Kurfürst Ruprecht I. von der Pfalz, während die Wambold von Umstadt in Hessen als Herren der "Herrschaft Weitersweiler" (nördlich des Bachlaufs ) auftraten, die sie später als Lehen von Pfalz-Simmern hatten. Der südliche Anteil ging 1410 an Pfalz-Sim­mern über. 1706 wurde das Amt Bolanden mit Weitersweiler im Tausch den Grafen von Nassau-Weilburg abgetreten 201.

 

Dem ehemaligen kurpfälzischen Amt Bolanden gehörten um 1698 zum kurpfälzischen Oberamt Alzey als Waldfauthei die Orte Börr­stadt, Steinbach und Weitersweiler an 202.

 

Weitersweiler war während des Dreißigjährigen Krieges lange Zeit verödet, dann bildete der ehemalige Zehnthof des ehemaligen, im 16. Jh. säkularisierten Klosters Münsterdreisen den Ortskern.

 

Es besteht eine Liste des kurpfälzischen Oberamts Alzey vom 1.3.1698 über die Untertanen in Weitersweiler. Die Liste enthält auch Bürger, die nicht kurpfälzische Untertanen waren. Hierzu gehört auch Velten *Dörr. Er ist aufgeführt als Lutheraner und Untertan der nicht kurpfälzischen Fauthei 203.

 

Das ehemalige Hofgut des Klosters Hane, der „Klosterhof“oder „Zehnthof“ nördlich vom Häferbach gelegen, gehörte nach der Re­formation der CGA Heidelberg; er lag westlich der Bartholomäus-Kapelle (dem Überrest der mittelalterlichen Pfarrkirche) 204.

 

Literatur/Urkunden:

- Kilian: Untertanen-Liste des kurpfälzischen Oberamts Alzey vom Jahre 1698; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde, Bd. II, 1956, S. 13 (kurpfälzische Untertanen und einige nicht-kurpfälzische Untertanen von Weitersweiler)

- Kilian: Untertanen-Liste des kurpfälzischen Oberamts Alzey vom Jahre 1698, Fortsetzung; in: Pfälzische Familien- und Wappenk­unde, Bd. II, Heft 6/1956, S. 83 (kurpfälzische Untertanen und einige nicht-kurpfälzische Untertanen von Weitersweiler)

- Kukatzki, Bernhard, Der jüdische Begräbnisplatz in Weitersweiler. Friedhof für die Dörfer Weitersweiler und Dreisen. Herausgege­ben von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Pfalz. Landau 1995

- Kukatzki, Bernhard, Jüdische Kultuseinrichtungen in der Verbandsgemeinde Göllheim. Synagogen, Friedhöfe, Ritualbäder in Albis­heim, Biedesheim, Bubenheim, Göllheim und Weitersweiler. In: Sachor 8 (1998) 1 (= Heft 15), S.31-37

- Kukatzki, Bernhard" [...]die Gräber, die auf dem Berg waren[...] '. Der jüdische Friedhof in Weitersweiler. In: Donnersberg-Jahrbuch 1996, S.76-80

 

 

Mühlen:

1731 ist im kath. Kirchenbuch Weitersweiler die Eheschließung des Müllers in Weitersweiler, Johann Eberhard *Bach mit der aus Dreisen stammenden Susanna Laufer beurkundet 205.

 

 

 

 

 

Welchweiler Mühle:

s. *Elzweiler

 

 

 

 

 

Welgesheim / Rheinhessen:

VG Sprendlingen-Gensingen Lk Mainz-Bingen; in Rheinhessen an der unteren Nahe gelegen; gehörte zum kurpfälzischen Oberamt Stromberg.

 

Das Dorf ist eine fränkische Gründung im Nahegau des 6./. Jh. und wird im Lorscher Codex 770 als „Wellingensheim“ erwähnt. Ca. 1190 verfügte Werner II. von Bolanden über die Ortsherrschaft, die um 1260 den Herren von Hohenfels gehörte. 1382 gelangte Wel­gesheim an Kurpfalz und damit als „Gauort“ an das Oberamt Stromberg. Als Zehntherren traten im 14.-16. Jh. die Freiherrn von der Leyen auf. Das Dorf blieb bis zur französischen Revolution kurpfälzisch 206.

 

1589 gab es am Ort 50 Herdstätten, was auf eine Einwohnerzahl von ca. 250 Personen schließen läßt. 30jähriger Krieg, Pestepidemie (1666) und Pfälzischer Erbfolgekrieg führten zu Bevölkerungsverlust. 1787 hatte Welgesheim 205 Einwohner und 41 Häuser. 1830 war die Einwohnerzahl auf 285 Personen bei 47 Wohnhäusern angewachsen 207.

 

Mühlen:

- Dorfmühle:

heute Anwesen Mühlgasse 4. die ehemalige Dorfmühle ist 1787 erwähnt. In der Ortsrandlage in der Wiesbachsenke gelegen. Der Türsturz des barocken Wohnbaues mit Krüppelwalmdach zeigt die Jahreszahl 1833 mit den Initialen „I Sch“ 208.

 

Müller war um 1722 Peter Scherfius; dieser ist 1722 im Schatzungsregister des kurpfäl­zischen Oberamts Stromberg mit einem Ver­mögen von 270 fl aufgeführt 209.

 

Photo:

- Denkmaltopographie Kreis Manz-Bingen, Bd. 18.1, S. 705

 

 

 

 

Wellbach:

der Wellbach ist ein 15 Kilometer langer Bach im Pfälzerwald. Er entspringt beim Eschkopf und fließt in Richtung Süden. Dabei pas­siert er den östlichen Ortsrand von Hofstätten (Pfalz), einem Ortsteil von Wilgartswiesen. Nachdem er die Bundesstraße 10 unter­quert hat, mündet er in die Queich, deren stärkster Nebenfluss er gleichzeitig ist 210.

 

Bis ca. 1887 als Triftbach benutzt 211.

 

Urkunden/Literatur:

- Albrecht, Karl-Heinz: Die Holzflößerei auf der Queich und dem Wellbach und ihr Ende vor 100 Jahren; in: Heimatjahrbuch 1982 Landkreis Südliche Weinstraße, S. 111

 

 

 

 

 

Weltersbach:

OT von *Steinwenden;

 

 

 

 

 

Wendelsheim / Rheinhessen:

VG Wöllstein, Lk Alzey-Worms; westlich von Alzey gelegen; Urkundlich erwähnt wurde Wendelsheim (Wenilsheim) erstmals 766 im Lorscher Codex (andere Quellen berufen sich auf eine Schenkungsurkunde für das Kloster Fulda von 841). Keltische Funde bele­gen aber schon Siedlungen in vorgeschichtlicher Zeit. Wie bei allen Orten mit der Endung "-heim" dürfte es sich um eine fränkische Siedlung handeln. Wendelsheim gehörte wohl zu den ältesten Besitzungen der Wildgrafen. Es wird vermutet, dass es zu dem Amtsgut gehörte, mit dem die Emichonen als Untergrafen der Salier ausgestattet worden waren. Seit 1370 bestanden nachweislich grundherr­liche Rechte des Pfalzgrafen Ruprecht I. an Wendelsheim. Um 1380 wurde der Ort an Pfalzgraf Ruprecht den Jungen und von 1438 bis 1452 an Pfalzgraf Ludwig IV. verpfändet. 1398 und 1409 ist Wendelsheim ein pfalzgräfliches Lehen des Rheingrafen Johann von Dhaun zu Rheingrafenstein. Mittelalterliche Quellen bezeichnen den Grafen von Dhaun als obersten Vogt und rechtmäßigen Ge­richtsherren des Dorfes und der Gemarkung Wendelsheim. Von 1475 bis zur französischen Revolution steht Wendelsheim unter der Herrschaft der Grafen von Salm (Rheingrafen). In der Folge des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803 kam Wendelsheim 1815 zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt 212.

 

Mühlen:

1262 verkaufen die Kanoniker zu Ratingershausen den Frauen vom Paradiese bei Sion [Anm.: Nonnenkloster Sion bei Mauchen­heim] eine Mühle zu Wendelsheim 213. 1271 übertragen Priorin und Kon­vent des Nonnenklosters Mauchenheim dem Ritter Peregrin von Alzey, gen. Schartat und seiner Ehefrau Mechthild um 16 Mark Köl­ner Pfennige, die sie ihm schulden, … und eine bei Wendels­heim gelegene Mühle 214.

 

Um 1780 war Christian *Eicher als Müller auf der Wendelsheimer Mühle +++klären: welche Mühle+++; Sohn des Ackermanns Peter Eicher aus Duchroth und der NN.; Peter Eicher (geb. um 1735 – 20.9.1780) war in 2. Ehe mit Barbara Fritz, verw. Eicher, verheiratet; Stiefbruder des Johann Eicher 215.

 

 

- Bannmühle, Eichenmühle:

nordwestlich vom Ortsrand Wendelsheim in Richtung Uffhofen gelegen; erstmals urkundlich im Wendelsheimer Weistum von 1515 erwähnt; die Mühle wurde wegen des beschränkten Wasseraufkommens mit oberschlächtigem Wasserrad betrieben 216.

 

Im Verzeichnis der Ortschaften etc. im Großherzogtum Hessen vom September 1839 ist die Bannmühle (Eichenmühle) mit 9 Ein­wohnern aufgeführt 217.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 66/8: Bergwerkskarte zum Bergwerk Burckhardsstollen im Eichenwald der Gemeinde Erbes-Büdesheim in der Gemarkung Wendelsheim, darin u.a. Ortslage Wendelsheim mit Bannmühle und Rübenmühle, 1776

 

 

- Hasselmühle:

südlich von Wendelsheim am Wiesbach gelegen. Die Hasselmühle wird erstmals schriftlich in einem Schenkungsakt von 1596 als Haselmöl, und genannt Finkenmühle und Riedmühle in einer Flurkarte von 1707 nachgewiesen 218.

 

Die Mühle ist sagenumrankt. Die Sage vom Hasselmüller hat ihren Schauplatz in der spätgotischen Ruine der Beller Kirche beim na­hen Eckelsheim, die wohl im 30jährigen Krieg zerstört wurde. Die Sage erzählt, in der Kirchenruine sei es nicht geheuer, weil dort ein kopfloser Geist umgehe. Das sei der Hasselmüller von der gleichnamigen Mühle am Wiesbach bei Wendelsheim. Er habe einmal einen Prozess um einen Acker gegen einen Bauern verloren. Wie es der Teufel wolle, seien die beiden Kontrahenten beim nächsten Abendmahl in der Beller Kirche hintereinander zu stehen gekommen. Dabei habe der Bauer dem Müller voller Häme ins Ohr geflü­stert: »Der Agger is jetzert all moi!« (Der Acker gehört jetzt ganz und gar mir!). Darauf habe den Müller eine unbändige Wut gepackt und er habe den Bauer mit dem Altarkreuz erschlagen. Dafür sei er geköpft worden. Und weil er keine Ruhe im Grab finde, gehe er jetzt als kopfloser Geist in der entweihten Kirchenruine um. Hintergrund dieser Sage ist, dass es zwischen Müllern und Bauern im­mer wieder zu Rechtskonflikten kam, insbesondere wegen des Mahlzwangs aufgrund des Bannrechts und der hierdurch ausgelösten Kosten, dessen Mißachtung zudem mit Strafe bedroht war.

 

Auf der Mühle saßen mehrere Generationen von Müllern aus der Familie Lahr. Der erste namentlich bekannte „Hasselmüller“ war Johann Adam (1) Lahr (geb. 4.9.1741 Wendelsheim; luth.; Sohn von Adam Valentin Lahr und Anna Pries; ∞ 13.7.1762 in Wendels­heim mit Christine Hahn). Dessen Nachfolger war der Sohn Johann Adam (2) Lahr (geb. 28.5.1784 Wendelsheim; ∞ 1804 in Wen­delsheim mit Anna Jung). Der Sohn aus der Ehe, Philipp Heinrich (2) Lahr (8.9.1805 Hasselmühle Wendelsheim – 7.5.1858 Wen­delsheim), „Müller in Wendelsheim“ heiratete am 13.4.1830 in Wendelsheim Louise Henriette Hepp (4.2.1808 – 10.8.1859 Wendels­heim). Die Tochter des Müllers Philipp Heinrich (2) Lahr und der Louise Henriette Hepp (15.6.1843 Hasselmühle Wendelsheim – 21.9.1903 Alzey) heiratete am 7.7.1868 in Alzey Heinrich Hofmann 219.

 

Die ehemalige Mühle wurde 2009 vor dem Amtsgericht Alzey zwangsversteigert.

 

 

- Mosbacher Mühle:

die Mosbacher Mühle ist 1729 urkundlich belegt 220.

 

 

- Neumühle, später Klee's Mühlchen:

die Neue Mühle, später Klee's Mühlchen genannt, wurde erst 1840 erbaut 221.

 

 

- Ölmühle Lahr:

die Ölmühle am Ortsrand von Oberwendelsheim, die über einen Mühlgraben das Wasser vom Finkenbach erhielt, wurde ebenfalls 1840 erstellt 222.

 

Literatur/Urkunden:

- Schwind, Jakob: Die Ölmühle Lahr. - In: Wendelsheim <Alzey>: Wendelsheim - Ein Dorf mit Geschichte. - 2010, S. 11-13

 

 

- Rübenmühle:

die Rübenmühle ist eine alte Mühle und wird bereits um 1550 urkundlich erwähnt. Im [vernichteten 223] Archiv der Grafen von War­tenberg befanden sich mehrere, um 1550 ausgestellte Quittungen, in denen Conrad Kolb von Wartenberg den Empfang von Einkünf­ten von der Rübenmühle zu Wendelsheim bestätigt 224.

 

Um 1843 war Heinrich Mauer der Müller auf der Rübenmühle in Wendelsheim; er beantragte den Loskauf der auf der Rübenmühle haftenden Erbpacht zugunsten des Philipp Zoppi aus Alzey 225.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 66/8: Bergwerkskarte zum Bergwerk Burckhardsstollen im Eichenwald der Gemeinde Erbes-Büdesheim in der Gemarkung Wendelsheim, darin u.a. Ortslage Wendelsheim mit Bannmühle und Rübenmühle, 1776

 

 

- Stubenmühle:

diese Mühle gehört 1509 dem Johann von Lewenstein, der sie in diesem Jahr dem Jakob Ruben aus Wendelsheim im Erbbestand ver­lieh. Um 1627 war Philipp August von Eltz aus Koblenz, kurtrierischer Amtmann zu Bernkastel, der Inhaber eines freiadligen Besit­zes in Wendelsheim. Das Dorf gehörte damals Johann IX. Wildgraf zu Dhaun und Kyrburg, Rheingraf zum Stein, der auch die Orts­herrschaft innehatte. Die Ortsherrschaft ließ aus dem Hofgut und der Mühle zu Wendelsheim, die beide Philipp August von Eltz ge­hörten, insgesamt 20 ½ Malter Korn pfänden und auf Burg Rheingrafenstein bringen. Hiergegen klagte Johann von Lewenstein 1627-1637 vor dem Reichskammergericht Speyer. Er berief sich auf seine Reichsunmittelbarkeit und das hierdurch gegebene Pfändungs­verbot außerhalb von Malefizsachen. Der beklagte Wild- und Rheingraf verwies auf die bestehende Abgabenpflicht, insbesondere der „Pacht von Wasserfall“ für die klägerische Stubenmühle. Zudem wurde die Mühle stark erweitert gegenüber dem nur mit einem Schopf arbeitenden Mahlgang, den 1509 Johann von Lewenstein dem Jakob Ruben im Erbbestand verlieh. Beklagter erhält bis 1729 durch das RKG Fristverlängerungen für seinen Sachvortrag. 1630 verstirbt der Beklagte Wild- und Rheingraf; seitdem ersucht der klägerische Prokurator vor dem RKG vergeblich um citatio ad reassumendum [Anm. d. Verf.: der Antrag auf Erlaß einer citatio ad re­assumendum mußte nach 6 Gerichtstagen [Audienzen] erneuert werden, damit der Vorsitzende ihn dann bescheiden konnten; 226] 227.

 

 

- Weißensteiner Mühle:

südwestlich von Wendelsheim im Wald zwischen Mörsfeld und Niederwiesen gelegen; südöstlich von Mörsfeld. Eine sehr alte Mühle war die Weißensteiner Mühle. Sie war im 14. Jh. Bannmühle der Herren von Randeck, deren Schloss sich oberhalb der Mühle be­fand. Die Mühle wurde anfangs des 20. Jh. aufgegeben und an ihrer Stelle das Forsthaus Weißenstein gebaut 228. Die Burg, nach der die Mühle benannt ist, gehörte zunächst den Rittern von Wei­ßenstein, einer Seitenlinie der Herren von Randeck. Johann von Weißen­stein ist 1331 benannt und 10 Jahre später Margarethe Winter von Alzey, die Witwe des Johannes von Randeck, genannt von Weißen­stein mit ihrem Sohn Gottfried 229.

 

Zwischen Niederwiesen und Mörsfeld am Kriegsbach (Anm. früher dicht an der hessischen Grenze, aber noch zu Rheinbayern gehö­rig 230; d.h. auf Gemarkung von Mörsfeld) die Weißensteiner Mühle und dieser Mühle nordöstlich der Schloßberg, auf dessen Höhe die Reste der Burg Weißenstein liegen 231.

 

Jakob *Stoffel (geb. um 1735; ∞ um 1758 in Mörsfeld mit Maria Elisabetha Berg) war Müller auf der Weißensteiner Mühle. Dort sind zwischen 1761 und 1.8.1770 seine Kinder geboren 232.

 

Johannes *Lang (geb. um 1745; ∞ um 1770 mit Margaretha Hubel, Vater der Anna Elisabetha Lang [geb. 12.9.1773 Weißensteiner Mühle]) war Müller auf der Weißensteiner Mühle 233.

 

Am 6.2.1792 verkauft der Peter Kloß aus Mörsfeld 30 Ruthen Wiesen „[...]obig der Weißensteiner Mühl“ 234.

 

Jakob *Euler (geb. um 1779, ∞ Mörsfeld um 1807 mit Anna Elisabetha Wolf) war Müller auf der Weißensteiner Mühle. Die drei Kinder aus der Ehe sind zwischen 1808 und 1810 auf der Weißensteiner Mühle geboren 235.

 

Der Mühlarzt Martin *Huppert (luth., geb. um 1779 Niederwiesen - † 24.7.1838 Weißensteiner Mühle) war Müller auf der Weißen­steiner Mühle und wird zwischen 1815 und 1838 auf der Weißensteiner Mühle im Kirchenbuch Mörsfeld / Standesamtsunterlagen Mörsfeld genannt 236. Sein Sohn Johann Christian *Huppert war zeitweise Müller auf der Weißensteiner Mühle, später Tagelöhner 237.

 

Christian (1) *Vogt war wohl zunächst Landwirt auf dem Daimbacher Hof und hat die Weißensteiner Mühle erst später [Anm. wohl ab 1838] übernommen (err. aus dem Geburtsort der Kinder und aus dem Sterbedatum des Müllers und Betriebsvorgängers auf der Weißensteiner Mühle Martin Huppert [† 24.7.1838 Weißensteiner Mühle]). Auf ihn folgt der Sohn Christian (2) *Vogt als Müller auf der Weißensteiner Mühle 238

 

Karte:

- Keddigkeit u.a.: Burgenlexikon, Bd. IV.2, S. 290

 

Urkunden/Literatur:

- Schütz, Hartmut: Mörsfeld: das Familienbuch von Mörsfeld, Daimbacher Hof und Weissensteiner Mühle 1650 bis 1930 (Mörsfeld 2010)

 

 

 

 

 

Wernersberg:

VB Annweiler Lk Südliche Weinstraße; gehörte ab 1657 bis 1792 den Grafen von der Leyen 239:

 

Mühlen:

um 1840 ist Johann Philipp *Hüner der Müller in Wernersberg 240.

 

- Kaisersmühle, Wernersberger Mühle:

1828 als „leyensche Mahlmühle“, 1836 „die von Layensche Mahlmühle“, 1886, 1916 und 1963 „Kaisersmühle“ erwähnt 241.

 

Um 1850 war Johann Nikolaus *Keyser (∞ mit Friederika Pasquay) der Müller auf der Wernersberger Mühle. Die Ehefrau erhob ge­gen Johann Nicolaus Keyser Klage auf Gütertrennung. Im Eilboten Landau vom 27.4.1850 wird hierzu folgendes veröffentlicht: „ In Gemäßheit gehörig registrierter Ordonnanz des königlichen Bezirksgerichtspräsidenten zu Landau vom dritten April 1850 hat Friede­rika, geborne Pasquay ohne Gewerbe, auf der Wernersberger Mühle, zur Gemeinde Wernersberg gehörig, wohnhaft, Ehefrau von Jo­hann Nicolaus Keyser, Müller, daselbst wohnhaft, …. gegen ihren Ehemann an dem kgl. Bezirksgerichte zu Landau Klage auf Güter­trennung erhoben [...]“ 242.

 

 

- Knochenmühle:

bei Wernersberg; 1963 als „Knochenmühle“ erwähnt 243.

 

 

 

 

 

Werschweiler, Kloster:

s. Wörschweiler

 

 

 

 

 

Werth:

zweifelhafte Wüstung bei Wolfstein; 1436 urkundlich erwähnt als Mühle „zu Werde“ (Kellerei Wolfstein 244); 1437/38 Mühle „zu Werde“ (im Gericht Wolfstein 245); 1441 erwarb Kurpfalz vom Schultheiß zu Wolfstein „die Mühle zu Werth im Dorfe“ 246.

 

Vermutlich handelt es sich nur um einen Flurnamen in einem Dorf an der Lauter, wo eine Mühle stand 247.

 

 

 

 

 

Westheim:

VG Lingenfeld, Lk Germersheim; westlich von Germersheim; an der Horbach gelegen; gehörte zum kurpfälzischen Oberamt Neu­stadt 248.

 

Das Dorf hatte 1718/1719 eine Bevölkerung von 26 katholischen Einwohner auf 249. Bei Goswin Widder in seinem „Versuch einer vollständigen geogr.-hist. Beschreibung der kurfürstl. Pfalz“ von 1787 heißt es: „Nach dem Verzeichnisse vom J. 1785 hat dieses Dorf in 97 Familien, 379 Seelen bestanden. An Gebäuden waren 1 Kirche, 2 Schulen, 85 Häuser, nebst 1 Mühle“ 250.

 

 

Mühlen:

- Holtzmühle:

zur Gemeinde gehörte die Holtzmühle 251; die noch vorhandene Mühle liegt ein gutes Stück südlich von Westheim, westlich von Germersheim im Wald und wird auch in Germersheim erwähnt, gehört jedoch zu Westheim.

 

Die alte Mühle liegt rund 3 km südlich des Dorfs im Holz, d.i. im Wald 252.

 

Im 16. Jh. erwähnt als „oben an der Holzmühlen gelegen“ 253.

 

„Am 6. aprilis 1481 erteilte Philipp Pfalzgraf bey Rheyn zu Heidelberg die Konzession zur Errichtung einer Mahl- und Ohligmühle und gab diese, schon damals Holtzmühle genannte Gründung, den Herren von Weingarten zu Lehen. Nach der mittelalterlichen Be­zeichnung Holz für Wald bedeutet der Name soviel wie Waldmühle. Irgendeine Holzverarbeitung wurde hier niemals betrieben, ob­wohl die Mühle rings vom Walde umgeben ist“ 254. In einer Urkunde von 1488 (in Kopie vom 14.1.1591 überliefert) kommt es zu einer Einigung der Erbengemeinschaft derer von Weingarten über eine Gülte vom Malter Korn lastend auf der Holzmühle Westheim 255.

 

1553 wird die Holzmühle durch die Herren von Weingarten verpfändet an das Kloster Haimbach. Nach der Auslösung kommt es 1581 zu einer erneuten Verpfändung an die Landschadt von Steinach. Nach dem Aussterben der Herren von Weingarten 1656 hat Kurpfalz deren Besitzungen eingezogen und diese 1683 den Grafen von Schomberg als Lehen vergeben 256.

 

Der erste bekannte Müller auf der Holzmühle ist Bastian Wildt, der im Türkensteuerregister vom 8.1.1585 in Westheim aufgeführt ist 257. Dort heißt es: „Bastian Wildt der Holtzmüller, hat nichts alß sein Handtwerck“ 258.

 

Nach den Kriegen des 17. Jh. erhoben Anfang des 18. Jh. drei Herrschaften Ansprüche auf die Holzmühle: der Johanniter-Orden zu Haimbach, das Jesuiten-Kollegium zu Speyer als Rechtsnachfolger der Landschadt von Steinach und die Herren von Schomburg aus Frankfurt/Main. Nach jahrelangem Streit fiel die Holzmühle jedoch an Kurpfalz, bzw. deren Gemeinde Westheim 259.

 

Im spanischen Erbfolgekrieg wurde die Holzmühle 1706 niedergebrannt. Der damals als Erbbeständer neu eingesetzte Müller Hans Georg *Stadeler (1) erhielt die Mühle im Erbbestand mit der Verpflichtung, diese auf seine Kosten wieder aufzubauen 260. Auf ihn folgte sein Sohn Hans Georg Stadeler (2); aus dessen Ehe mit Anna Maria Hellmann stammt die Tochter Noe bzw. Maria Barbara Stadler, die 1762 den aus einer angesehenen Bauernfamilie stammenden Müllermeister Georg Adam Breinig heiratete 261.

 

In einem Prozeß vor dem Reichskammergericht von 1600-1617 spielte die Holzmühle bei Westheim eine Rolle. In diesem Verfahren machte der Meister der Johanniter, Johann Philipp Lesch von Mühlheim, Forderungen der Johanniterkommende Heimbach gegen die Vormünder der minderjährigen Kinder des verstorbenen Hans Heinrich von Weingarten geltend. Als keine Zahlung erfolgte beantrag­te der Kläger Lesch von Mühlheim die „Immission“ u.a. in die als Spezialunterpfand verschrieben Holzmühle bei Westheim 262.

 

Am 9.10.1706 wird dem Müller Hanß Georg Stadler die Erlaubnis erteilt, die dem Malteserorden als Unterpfand heimgefallene Holzmühle, auf seine eigenen Kosten wieder aufzubauen. Ihm wird ein Erbbestand erteilt; angesichts seiner Inve4stitionen in die Mühle wird der Erbbauzins gestaffelt; er muß erst ab 1712 die volle Erbpacht von 24 Mltr. Korn zahlen 263.

 

Die Mühle ist im Mühlenprotokoll des kurpfälzischen Oberamts Neustadt vom 1738 264 wie folgt beschrieben: “Zu Westheim befin­det sich ein Mühle die Holzmühl genannt, ist von dem Malteser Orden in Anno 1706 an Hanß Georg *Stadeler in einen Erbbestand überlassen worden, undt weillen es nur alte zerfallene Mühl wahr, so hatt der Beständer in 5 Jahren 90 fl Erbkauf Schilling in den Hof, das Closter Hambach (m.E. = Hainbach) genannt zahlen müßen, undt so fort alle Jahr in genannten Hof 27 fl Erbzins, wovon wie der Müller sagen thut, 3 fl Wasserfall von dasigem Ambtmann jährlich in die Gefällverwe­serey zahlt worden. Diese Mühl hat al­zeit 3 Gäng gehabt undt auch noch ferner muß dieser Müller denen Beambten in dem Hof ein Atz-Imbs: halten oder mit Geldt bezah­len. Der jetzige Poßser ist Geörg Stadeler, ein Sohn von obigem Hanß Geörg Stadeler.“

 

Im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 265 ist die Mühle ebenfalls enthalten und wie folgt beschrieben: “Die oberhalb dem herrschaftlichen Wehr stehende, in Westheimer Gemarkung gelegene sogenannte Holtzmühle, so der nahmens Breinig uxorio Noê von deren Vatter Hanß Geörg Stadler (s. Hans Georg *Stadeler II) ererbt, ist mit 3 Waßer Räder verse­hen durch welche 3 Mahl und ein Scheelgang wechsel weis getrieben werden, gibt ahn Chur­pfaltz keinen Wasserpfacht, sondern muß solcher ahn das Hauß Closter Hambach (= Johanniter Kommende Hainbach, Haus bei Weingarten) entrichten.”

 

Noch bei der Einigung mit der Kurpfalz 1785 war unter den strittigen Punkten u.a. die Holzmühle in Westheim 266.

 

1783/84 kommt es zum Streit zwischen den Müllergesellen und zur Errichtung einer Hanfreibe und Ölmühle 267.

 

Georg Adam *Breinig kaufte 1787 von der Gemeinde Westheim 8 Morgen Grundstücke bei der Holzmühle im Erbbestand. Sein Sohn und Nachfolger Philipp Adam *Breinig (17.2.1764 - 17.5.1813 im Alter von 49 Jahren) errichtete 1803 ein neues Mühlengebäude. Nach seinem Tod 1813 führte seine Witwe Katharina Doll die Mühle fort; diese führte ein hartes Regiment; um 1829 übernahm der Sohn Georg Heinrich Breinig die Mühle; ∞ mit Barbara Däuwel aus Niederlustadt; beide betrieben Landwirtschaft, Viehzucht, Mahl­mühle und Hammerschmiede von 1830 bis 1856 mit wirtschaftlichem Erfolg 268. Georg Heinrich Bräunig machte 1849/50 Ansprüche wegen der Entfernung des Westheimer Wehrs gegenüber der Regierung der Pfalz 269.

 

Von den Kindern der Eheleute Breinig/Däuwel überlebte nur die Tochter Rosa, die nach dem Tode ihrer Schwester Mina ihren Schwager Karl Silbernagel heiratete sowie die Tochter Käthchen Breinig, ∞ 23.2.1856 mit dem Müller Georg Heinrich Louis 270.

 

Anläßlich des Wiederaufbaues der abgebrannten Holzmühle im Jahre 1934 wurde auch der Wasserbau erneuert, die Turbinenkammer erweitert und zu der alten Francisturbine eine neue Francisturbine der Firma Voith, Heidenheim eingebaut. Die alte Turbine mit 900 lt/sec maximaler Schluckfähigkeit dient der Ausnützung der normalen und stärkeren Mittelwassermenge, während die neue Turbine mit 500 lt/sec maximaler Schluckfähigkeit die niederen Wassermengen ausgenutzt werden sollen 271.

 

Müller auf der Holtzmühle waren:

- 1585 Bastian Wildt

- ab 1706 Hans Georg *Stadeler (1)

- um 1738-17.5.1750 Hans Georg *Stadeler (2) († 17.5.1750); ∞ mit Anna Maria Hellmann; seine Tochter Maria Barbara (auch Noe) *Stadeler ∞ 1762 mit Georg Adam Breinig

- 1750-1762 die Witwe Anna Maria Hellmann, verh. Stadeler (err.; unsicher, bisher keine Quellen); 1762 folgt der Schwiegersohn Georg Adam Breinig

- ab 1762 Georg Adam *Breinig; ∞ mit Maria Barbara (auch Noe) Stadeler; Vater des Müllers Philipp Adam Breinig

- um ca. 1803 Philipp Adam Breinig († 17.5.1813); ∞ mit Katharina Doll (geb. 15.7.1775 – 25.5.1850) aus Bellheim

- ab 17.5.1813- ca. 1829 die Witwe Katharina Doll; Mutter des Georg Heinrich Breinig

- ab ca. 1830 Georg Heinrich Breinig; ∞ 1829 mit Barbara Däuwel aus Niederlustadt

 

Karten und Pläne:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte der Amtsgerichte Germersheim und Kandel von 1899

- LA Speyer Best. H34 Nr. 480: „Act des Kgl. Landcommissariats Germersheim. Veränderungen in dem Wasserbau der Holzmühle betreffend. Zustand der Mühle des Heinrich Breunig“ mit mehreren Bauplänen, Grundrißplan, Querschnittzeichnung, Situationsplan, Plan zur Erweiterung der Turbinenkammer vom 29.3.1934, Statische Berechnung zur Turbinenkammer vom 7.4.1934

- LA Speyer Best. H34 Nr. 480: Akten des Bezirksamts Germersheim betr. Triebwerksanlage der Holzmühle an der Queich in West­heim; hier: wasserpolizeiliche Genehmigung der neuen Triebwerksanlage, darin auch Lageplan vom 24.4.1936

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. H34 Nr. 480: „Act des Kgl. Landcommissariats Germersheim. Veränderungen in dem Wasserbau der Holzmühle betreffend. Zustand der Mühle des Heinrich Breunig“

- LA Speyer Best. 1682/5: Westheim. Die Eisung des Queichbachs, bzw. Überschwemmungen, 1789-1792

- LA Speyer Best. A2 Sachakte 1682 UNr. 10: Holzmühle; enthält: Streit zwischen den Müllergesellen; Errichtung einer Hanfreibe und Ölmühle, 1783-84

- LA Speyer, Akten Bezirksamt Germersheim, Wasserbuch für Triebwerke, Band 1, S. 4-5.

- Louis, Georg Heinrich: Geschichte der Holzmühle, Westheim 1982

- Stahler, Anja: „Getreidesilo und Buddhas im Verkauf: Westheim: Stillgelegte Mühle wird zum Kulturraum … (Im Blickpunkt: Holzmühle Westheim: Eine Müllerdynastie auf neuen Wegen); in: "Die Rheinpfalz" vom 30.8.2003

 

 

 

 

 

Westhofen:

VG Westhofen, Lk Alzey-Worms; am Seebach gelegen; ab dem 17. Jh. gehörte Westhofen zur Kurpfalz

 

Die Ortshoheit besaß zunächst die Benediktinerabtei Weißenburg im Elsaß, die den Ort den Herren von Hohenfels, den Winter von Alzey und den Herren von Bolanden zu Lehen gab. Die Vogtei war im 13. Jh. in den Händen der Grafen von Leiningen. Die Wild- und Raugrafen erhielten 1324 von König Ludwig IV. das Recht, hier einen Wochenmarkt abzuhalten. Die Oberhoheit über Westhofen teilten sich in der Folge das gräfliche Haus Nassau und die Freiherrn von Hohenfels-Reipoltskirchen. Im Vertrag mit Kurpfalz von 1574 unterstellte sich Claudia, die Tochter Johanns II. von Hohenfels-Reipoltskirchen, die mit dem Grafen Lothar von Öttingen ver­heiratet war, mit ihrer Morgengabe, den Besitzungen in Westhofen, dem Schutz und der Oberhoheit der Kurpfalz. 1579 traten die Brüder Philipp und Albrecht von Nassau, deren Familie knapp 200 Jahre zu den Ganerben in Westhofen gehört hatte, ihren Anteil am Ort an Kurpfalz ab 272. 1412, 1579 und 1615 sammelte Kurpfalz die ver­schiedenen Westhofener Lehen ein und blieb von nun an Ortsherr bis zur französischen Revolution 273. Im 30jährigen Krieg wurde der Ort niedergebrannt und völlig entvölkert 274.

 

Mühlen:

im 16. Jh. gab in Westhofen und der zugehörigen Gemarkung insgesamt 9 Mühlen, darunter Getreide-, Öl- und Walkmühlen, die vom Altbach oder vom Seebach angetrieben wurden 275.

 

Am 30.5.1433 „ledigt“ Nikolaus, Faut und Herr zu Hunoltstein („Honelstein“) namens seines Bruders selig, Eberhard von Hohenfels, Herr zu Reipoltskirchen („Rypelskirchen“), auf Geheiß des Raugrafen Otto, Herrn zu Alten- und Neu-Bamberg („Baumburg“), Gra­fen zu Salm, die Mühle zu Westhofen vor der Verpfändung an Abt und Konvent des Klosters Otterberg 276. ++++klären: welche Mühle++++

 

Im Jahr 1633 waren der Erbbeständer der Gemeindemühle ++++klären: welche Mühle++++ Peter Klein wie auch sein Bruder Georg Konrad Klein, gewesener Wirt „Zum weißen Roß“ in der Kellergasse verstorben. Als Erbe erscheint Peter Klein „unmündiges Kind“ 277.

 

In der Westhofener Einwohnerliste vom 10.2.1698 und in dem Häuserverzeichnis von 1704 ist der Reformierte, Kirchen- und Ge­meindevorsteher Hans Jakob May als Müller in der Gemeindemühle ++++klären: welche Mühle++++ aufgeführt. May besaß ein Haus auf der Mittleren Blenz, das er seinem Sohn Barthel vererbte 278.

 

1742 wird erstmals die Müllerzunft in Westhofen erwähnt. Dem Westhofener Zunftbezirk gehörten alle Meister zu Osthofen, Westho­fen, Gundersheim, Flomborn, Oberflörsheim, Alsheim, Eich, Gimbsheim, Hamm, Hochheim, Pfiffligheim, Leiselheim, Mörstadt, Dalsheim, Niederflörsheim, Hangen-Weisheim, Dittelsheim und Dorn-Dürkheim an 279.

 

1787 schreibt Widder im dritten Band seiner Beschreibung der Kurpfalz: „Durch den Flecken fließet die von Flonborn und Oberflörs­heim kommende Altbach, die ausserhalb die Kaisers-Baadmühle, in dem Orte aber die die Bauerische und die Saalmühlen trei­bet. In dem Flecken entspringt die Seebach, treibt eine Sägmühle, und vereinigt sich sodann mit jener, mit welcher sie noch fünf an­dere Mühlen treibet“ 280.

 

Um 1777 war der aus Flomborn gebürtige Philipp Fitting der Gemeindemüller ++++klären: welche Mühle++++ in Westhofen 281.

 

Um 1800 wurden die Müller von der französischen Verwaltung neben anderen Bürgern zu Arbeiten, insbesondere Fuhrdiensten her­angezogen. Den Müllern fielen diese Fuhrdienste besonders schwer. Sie mußten nicht allein für das Militär mahlen, sondern das dazu bestimmte Getreide auch in den weit entfernten Magazinen abholen und das Mehl wieder zurückbringen. Die ihnen zugesicherte Ver­gütung wurde nur selten ausgezahlt, ja sie waren sogar gezwungen gewesen, einen Teil der Steuer für das Jahr 8 des franz. Revoluti­onskalenders im voraus zu entrichten. Unter dem ehemaligen Zunftmeister Heinrich *Keller aus der Kaisersbadmühle traten daher die Müller der in ihrer rechtlichen Funktion aufgelösten Müllerzunft von Osthofen und Westhofen zusammen und machten eine eine Eingabe an die Regierung, in der sie aufgrund ihrer vielseitigen Verpflichtungen zusätzliche Fuhrdienste als unzumutbar zurückwie­sen. Die Müller erreichten damit, daß sie mit zwei Pferden von der Frond befreit wurden. Sofern sie jedoch über weitere Gespanne verfügten so sollten diese „zum Fuhrdienst herangezogen werden, wenn die Reihe daran käme.“ 282.

 

 

- Bergmühle, Moltersmühle:

heute Anwesen Seegasse7 283; die Mühle liegt im Ort südwestlich des Schlosses, am Altbach 284. Die Bergmühle ist aus dem ehema­ligen „Hof zu Westhofen“ hervorgegangen, der 1380 dem Wormser Stift St. Paul geschenkt wurde 285.

 

1476 erhielt Peter *Kopf, der Erbbeständer auf der Saalmühle, eine zweite Mühle, nämlich die Bergmühle, die den Klöstern Schönau und Otterberg zuständig war. Als jährliche Erbpacht mußten 16 Mltr Korn geliefert werden, davon 12 nach Schönau und die restli­chen 4 Malter nach Münch-Bischheim, der Gefällverweserei des Klosters Otterberg 286.

 

Das Gebäude ist ein barocker Bruchsteinbau mit Mansarddach, im Kern aus dem 18. Jh. 287. Um 1974 war Ph. Willi Schmitt der Ei­gentümer der ehemaligen Bergmühle 288.

 

1648 war Hans Jakob Bernspieß der Müller in der Bergmühle Westhofen 289.

 

1735 war Erbbeständer der Bergmühle der Müller Johannes Papst. Er bat anläßlich der Belastungen durch die französischen Truppen [Anm.: französische Garnison in Westhofen während des Polnischen Erbfolgekrieges] um Pachtnachlaß. Beispielsweise floß während der 16 Tage, an denen sogar eine ganze französische Armee, die sog. „fliegende Armee“ des Generalleutnants Graf Belle-Isle, in den Bächen kein Wasser mehr, sodaß das Mahlen eingestellt werden mußte 290.

 

Um 1798 war Johannes Molter der Müller auf der Bergmühle, die deshalb auch als Moltersmühle bezeichnet wurde 291.

 

 

- Dampfmühle:

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. U26 Nr. 386: Betrieb von Mühlen, 1790-1859, darin Gesuch um Erlaubnis zur Errichtung einer Dampfmühle

 

 

- Dreihornmühle, Universitätsmühle:

die aus Westhofen stammende Elisabeth (Trapp ?) heiratete 1623 den Andreas Dedelaw aus Rostock, der als Fähnrich unter „Walt­manns Haufen“ in Westhofen stationiert gewesen war. Elisabeth Trapp hatte noch Besitzansprüche an der Dreihornmühle, die sich auf 300 Gulden beliefen. „Monsieur Dedelaw“, ihr Gatte, klagte deswegen beim Oberamt (Anm.: gemeint ist der von der spanischen Regierung 1621 eingesetzte Oberamtsverweser und Landschreiber Wilhelm Ferdinand von Eiffler], das ihm die Mühle als Unter­pfand und Sicherheit zusprach 292.

 

Auch auf der Dreihornmühle hatten sich, wie auf der Hausmühle nach Ende des 30jährigen Krieges Holländer aus Amsterdam eta­bliert, nämlich Johann von Großbeck, der hier eine Branntweinbrennerei betrieb 293.

 

In der Westhofener Einwohnerliste vom 10.2.1698 ist der Lutheraner Hans Jörg Leykauf als Müller in der Dreihornmühle aufgeführt 294.

 

Bis 1760 war Wilhelm Weber der Müller auf der Dreihornmühle. 1762 verklagte er den Chirurgus David Becker, der neben seiner Tätigkeit als Bader auch Tordienst am Wormser Tor in Westhofen versah, auf Schadensersatz und erhielt 50 Reichstaler zugesprochen „wegen getanen üblen Kur und daher veranlaßter Lähmung“ 295.

 

Um 1798 war Johann Jakob König der Müller auf der Dreihorn- oder Universitätsmühle 296.

 

Im Verzeichnis der Ortschaften etc. im Großherzogtum Hessen vom September 1839 ist die „Dreihornsmühle“ in Westhofen aufge­führt 297.

 

In einer am 26.9.1889 in der Bürgermeisterei Osthofen unterzeichneten Urkunde trafen die Eigentümer der auf der Seebach gelegenen Mühlen eine Vereinbarung über das Aufstauen des Seebach-Wassers, um durch das Aufstauen verursachte Nachteile für den Mühlenbetrieb zu vermeiden 298. Beteiligt war u.a. Jacob Bayer, Besitzer der Dreihornmühle in Westhofen.

 

 

- Getreidemühle Westhofen:

In einer am 26.9.1889 in der Bürgermeisterei Osthofen unterzeichneten Urkunde trafen die Eigentümer der auf der Seebach gelegenen Mühlen eine Vereinbarung über das Aufstauen des Seebach-Wassers, um durch das Aufstauen verursachte Nachteile für den Mühlenbetrieb zu vermeiden 299. Beteiligt war u.a. Wilhelm Grün, Besitzer der Getreidemühle Westhofen.

 

 

- Hausmühle:

die Mühle lag um 1600 im Südosten des Ortes, südlich der Daubhauspforte, am Seebach unmittelbar vor dem Südosttor 300.

 

Nach 1624 war Michel Büdinger der Müller auf der Hausmühle; er war verheiratet mit Anna Maria Schmidt (∞ I mit Peter Becker, † um 1621; ∞ II mit dem Müller Michel Büdinger; ∞ III 16.6.1632 mit Pfarrer Martin Staupis) der Tochter der Katharina Bopp († 1622 in Worms, wohin sie nach der Brandschatzung von Westhofen geflohen war) und dem Gutsbesitzer auf der Oberen Blenz, der damaligen Mühlgasse, Jörg Schmidt († 1601) 301.

 

1623 heiratete der Gerichtsschreiber des Westhofener Gerichts Peter Beck [Anm.: sein Grabstein befindet sich an der Liebfrauenkir­che] die Barbara Rickweiler, Tochter des vermögenden Daniel *Rickweiler in der Hausmühle 302. Peter Beck ist der Vater des Ge­richtsschreibers in Westhofen, Johann Daniel Beck, der mit Anna Maria Faßben­der, der Tochter des gewesenen spanischen Fauthen Marx Faßbender, verheiratet war 303.

 

Die Mühle war 1621 zerstört worden; sie wurde 1624 von „sämtlichen Rickweilerschen Erben“ verkauft. Zu diesen gehörte auch der Gerichtsschreiber Beck. Käufer war der Westhofener Bürger und Müller Michel Büdinger. Das Mühlwerk war zwar demoliert, das kostbare Eisenwerk jedoch in Worms in Sicherheit gebracht und aufbewahrt worden 304.

 

Um 1628 standen dem Grafen von Manderscheid die Einkünfte der vier, aus dem ehemaligen reipoltskirchischen Besitz stammenden, Mühlen zu: der Saalmühle, Seemühle. Hausmühle, und Trappenmühle 305.

 

Im 30jährigen Krieg war die Familie Wasmuth Müller auf der Hausmühle in Westhofen; Familie Wasmuth ist im 30jährigen Krieg verschollen. So begannen 1650 die aus Amsterdam stammenden Peter de Prüne und Jan Sorten, auf der Hausmühle eine Branntwein­brennerei zu betreiben. 1683 gaben jedoch, infolge der erneuten kriegerischen Zeiten, die Brennerei auf und verkauften das Anwesen als Mühle 306.

 

Die Grafen Alexius (Axel) und Gustav Adolf Löwenhaupt sowie Graf Hermann Franz von Manderscheid und dessen Schwester Ma­ria Elisabeth, die mit Graf Axel Löwenhaupt verheiratet war, besaßen nach dem 30jährigen Krieg in Westhofen u.a. die Seemühle, die Saalmühle, die Hausmühle, Schaben- oder Trappenmühle 307.

 

Graf Axel von Löwenhaupt war stark verschuldet. Das Westhofener Ortsgericht hatte deshalb im Jahr 1660 einen langwierigen Pro­zeß zu bearbeiten der im „Roten Buch“ der Gemeinde protokolliert ist. Darin heißt es nach mehreren Verhandlungen abschließend: „Herr Axel von Löwenhaupt, Graf von Falkenstein und Herr zu Reipoltskirchen schuldet an Georg Daniel Jordis in Frankfurt am Main 2200 Gulden. Die Gerichte zu Westhofen legen daher seine Pächte, welche er von der Seemühle hat wie auch die von der Haus­mühle in Beschlag [...]“ 308.

 

1704 wird der aus Tiefenthal stammende Nikel Kolb als Mühlknecht der Gerichtsschreiberfamilie Beck auf deren Hausmühle in Westhofen. Kolb ehelichte später die Erbin Celi-Elisabeth Beck 309.

 

1710 betrug die jährliche Erbpacht der Hausmühle 30 Mltr Korn, die an die sog. Reipoltskirchische Kellerei, die damals gemein­schaftlich die Grafen von Löwenhaupt und die Reichsgrafen von Hillesheim besaßen, zu zahlen war 310.

 

In einer am 26.9.1889 in der Bürgermeisterei Osthofen unterzeichneten Urkunde trafen die Eigentümer der auf der Seebach gelegenen Mühlen eine Vereinbarung über das Aufstauen des Seebach-Wassers, um durch das Aufstauen verursachte Nachteile für den Mühlenbetrieb zu vermeiden 311. Beteiligt war u.a. Johann Orb II, der Besitzer der Hausmühle.

 

Urkunden/Literatur:

- Stadtarchiv Worms Best. 159 Nr. 045: Hauptbuch aller Einnahmen und Ausgaben an Naturalien von den Gefällen und Revenuen des Privat-Eigentums des Herzogs von Dalberg. Herrnsheim 1813, geführt durch Franz Baumann; darin u.a. Einnahmen von der Hausmühle

 

 

- Kaiserbadmühle, Stefansmühle:

kurpfälzische Erbbestandsmühle 312; die Mühle lag um 1600 westlich von Westhofen am Altbach 313. Um 1974 als das „Wechsler­sche Anwesen“ bezeichnet 314. Die in den Jahren vor 2012 restaurierte Kaiserbad­mühle liegt malerisch, inmitten von Weinbergen am Ortsrand von Westhofen 315.

 

In einer Anmerkung zur Kaisers-Baadmühle meint Widder: „Dieses scheint die Mühle zu seyn welche Pfalzgr. Rudolph I bereits im J. 1298 von dem Kollegiatstift zu St. German in Speier um 140 Pfund Häller erkaufet hat.“ 316

 

Um 1610 wurde die Mühle nach ihrem Besitzer Stefan *am Thor „Stefansmühle“ genannt 317.

 

In der Sitzung des Ortsgerichts vom 29.4.1631 wurde erwähnt, „daß der Knecht in Stephans Mühle tödlich auf Ostersonntag geschos­sen worden und nachmals auf nächsten Donnerstag gestorben.“ 318.

 

In der Westhofener Einwohnerliste vom 10.2.1698 ist der reformierte Wilhelm von Brecht als Gerichtsverwandter und Erbbeständer der Kaisersbadmühle (Ohligmühle) aufgeführt 319.

 

1744 waren Paul Balz und dessen Ehefrau Margaretha NN. Als Müller in der Kaiserbadmühle; das Ehepaar war reformiert und hatte drei Kinder; Paul Balz stammte aus Gau-Odernheim 320.

 

In der Kollekturrechnung des Stifts Zell von 1760 werden die Einnahmen aus der Erbpacht der Erbbestandsmühle Westhofen wie folgt verzeichnet: „Philipp Lorentz Groos daselbsten hat übernohmen und jährlich geliefert statt des vorigen Erbbeständers Jacob Wilhelm Webers den pro sto 1759 rückständigen Erbpacht von daseits an sich erkauften Erbbestands Mühl … 20 Mltr“ 321.

 

1796 war Erbbeständer und Müller der Heinrich *Keller und Georg Betzen Witwe, die beide auch die Neumühle besaßen 322.

 

Die Kaiserbadmühle wurde in den Jahren vor 2012 liebevoll restauriert. In den verschiedenen Gebäuden befinden sich eine Galerie eine Vinothek sowie eine Ferienwohnung. Im zugehörigen Terrassenhaus finden unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen statt 323.

 

Abbildung:

- Kaiserbadmühle um 1610: Gemälde von Ph. Helderhoff, Bayrische Staatsgemäldesammlung München, abgedruckt bei Grüne­wald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 57 mit Erläuterung S. 58).

 

Photo:

- Internetdatei www://kaiserbadgalerie.com

 

 

- Knochenmühle:

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. U26 Nr. 386: Betrieb von Mühlen, 1790-1859, darin Gesuch um Erlaubnis zur Errichtung einer Knochenmühle

 

 

- Münchmühle:

s. Saalmühle

 

 

- Neumühle:

besaß ein kurpfälzisches Wasserrecht zum Mühlenbetrieb, war jedoch freies Eigentum; die Mühle gehörte um 1721 des Georg Betzen Witwe 324.

 

 

- Saalmühle, Münchmühle:

heute Anwesen Kellergasse 3; im Hof befindet sich ein Fachwerkbau von 1744 325. Die Mühle lag um 1600 im Ort südlich des Schlosses, am Altbach 326.

 

1476 wird die „Münchmühle“, später auch die „Mühle am Saal“ genannt, erstmals urkundlich erwähnt. Sie wurde von Johann I. von Hohenfels, Herr zu Reipoltskirchen, am Sonntag nach Laurenzitag 1476 an Peter *Kopf von Undenheim im Erbbestand verliehen. Die Mühle stand damals ungebaut, und es wurde dem neuen Erbbeständer die Auflage gemacht, die Mühle wieder aufzubauen. Holz und Mühlenzubehör wurden ihm dazu gestellt und die Mühlpacht auf drei Jahre erlassen 327.

 

Um 1628 standen dem Grafen von Manderscheid die Einkünfte der vier, aus dem ehemaligen reipoltskirchischen Besitz stammenden, Mühlen zu: der Saalmühle, Seemühle. Hausmühle, und Trappenmühle 328.

 

1629 war Laurenz Schäffer der Saalmüller 329.

 

1633 war Theowald Fischer der Saalmüller. Auf dem Dorfgerichtstag vom 9.1.1633 wurde „vorgebracht, daß Hans Jakob Kleinmann nachmittags vor seiner Hausfrauen Türen des Saalmüllers Theowald Fischer Dienstknecht angegriffen, welcher Kleinmanns Acker­jungen hat schlagen wollen wegen der Magd.“ 330.

 

Die Grafen Alexius (Axel) und Gustav Adolf Löwenhaupt sowie Graf Hermann Franz von Manderscheid und dessen Schwester Ma­ria Elisabeth, die mit Graf Axel Löwenhaupt verheiratet war, besaßen nach dem 30jährigen Krieg in Westhofen u.a. die Seemühle, die Saalmühle, die Hausmühle, Schaben- oder Trappenmühle 331.

 

Vor 1700 war Peter Keller als Müller auf der Saalmühle in Westhofen. Er tauschte diese Mühle mit dem Hans Jakob *Steinmüller, der zuvor Müller in Offstein gewesen war 332.

 

1700 war Johann Jakob *Steinmüller der Saalmüller in Westhofen. Von ihm rührt der Mühlstein mit der Jahreszahl 1700, der sich im Park befindet. Auch 1704 war Steinmüller als Müller in Westhofen. Sein Zunftwappen mit der Jahreszahl 1704 befindet sich heute über einer Gartentür am Fronbrunnenfloß 333.

 

1710 betrug die jährliche Erbpacht der Saalmühle 6 Mltr Korn, die an die sog. Reipoltskirchische Kellerei, die damals gemeinschaft­lich die Grafen von Löwenhaupt und die Reichsgrafen von Hillesheim besaßen, zu zahlen war 334.

 

1744 übernahm der reformierte Philipp Bernhard Kaiper die Saalmühle in Erbbestand; ∞ mit NN; das Ehepaar hatte fünf Kinder 335.

 

In einer am 26.9.1889 in der Bürgermeisterei Osthofen unterzeichneten Urkunde trafen die Eigentümer der auf der Seebach gelegenen Mühlen eine Vereinbarung über das Aufstauen des Seebach-Wassers, um durch das Aufstauen verursachte Nachteile für den Mühlenbetrieb zu vermeiden 336. Beteiligt war u.a. Friedrich Muth, Besitzer der Neumühle im Banne von Westhofen.

 

 

- Schabenmühle:

s. Trappenmühle

 

 

- Seemühle:

im Ort nahe der südlichen Mauer am Seebach gelegen 337; mit einem noch heute intakten Wasserrad. Das Wohnhaus ist im Kern spät­mittelalterlich. Die Mühle gehörte im 13. Jh. den Herren von Bolanden und danach den Herren von Hohenfels-Reipoltskirchen 338.

 

1283 wird Dietrich von Hohenfels als Eigentümer einer Mühle (Seemühle) und anderer Besitzungen in Westhofen genannt 339.

 

Um 1628 standen dem Grafen von Manderscheid die Einkünfte der vier, aus dem ehemaligen reipoltskirchischen Besitz stammenden, Mühlen zu: der Saalmühle, Seemühle. Hausmühle, und Trappenmühle 340.

 

1629 war Paul Trapp der Seemüller 341.

 

Die Grafen Alexius (Axel) und Gustav Adolf Löwenhaupt sowie Graf Hermann Franz von Manderscheid und dessen Schwester Ma­ria Elisabeth, die mit Graf Axel Löwenhaupt verheiratet war, besaßen nach dem 30jährigen Krieg in Westhofen u.a. die Seemühle, die Saalmühle, die Hausmühle, Schaben- oder Trappenmühle 342.

 

Graf Axel von Löwenhaupt war stark verschuldet. Das Westhofener Ortsgericht hatte deshalb im Jahr 1660 einen langwierigen Pro­zeß zu bearbeiten der im „Roten Buch“ der Gemeinde protokolliert ist. Darin heißt es nach mehreren Verhandlungen abschließend: „Herr Axel von Löwenhaupt, Graf von Falkenstein und Herr zu Reipoltskirchen schuldet an Georg Daniel Jordis in Frankfurt am Main 2200 Gulden. Die Gerichte zu Westhofen legen daher seine Pächte, welche er von der Seemühle hat wie auch die von der Haus­mühle in Beschlag [...]“ 343.

 

Um 1663 war Valentin Jäger der Inhaber der Seemühle; Jäger wurde 1663 auch kurpfälzischer Zollbereiter und Oberfauth 344. In der Westhofener Einwohnerliste vom 10.2.1698 ist sein Sohn, der Oberfauth Ro­bert (Rupert) *Jäger, aufgeführt. Jäger besaß das Haus Nr. 6 am Markt, den untern Teil des Hauses Nr. in der Wormsergasse; außer­dem war er Erbbeständer der Seemühle und Inhaber von Feldern des Deutsch-Ritterordens auf der Mittleren Blenz, das er seinem Sohn Barthel vererbte 345. Jäger war seit 1671 als Nachfol­ger seines Vaters kurpfälzischer Oberfauth. Rupert Jäger war mit Apolonia Layer, der Tochter des Gerichtsverwandten Hans Peter Layer verheiratet. Deren Mutter war in 2. Ehe mit seinem Vater Valentin Jäger verheiratet gewesen 346.

 

1744 war Johann Jakob Keller (∞ mit NN., 2 Kinder) der Erbbeständer der Seemühle 347.

 

1710 betrug die jährliche Erbpacht der Seemühle 26 Mltr Korn, die an die sog. Reipoltskirchische Kellerei, die damals gemeinschaftl­ich die Grafen von Löwenhaupt und die Reichsgrafen von Hillesheim besaßen, zu zahlen war 348.

 

In einer am 26.9.1889 in der Bürgermeisterei Osthofen unterzeichneten Urkunde trafen die Eigentümer der auf der Seebach gelegenen Mühlen eine Vereinbarung über das Aufstauen des Seebach-Wassers, um durch das Aufstauen verursachte Nachteile für den Mühlenbetrieb zu vermeiden 349. Beteiligt war u.a. Jakob Keller IV, Besitzer der Seemühle in Westhofen.

 

Photo:

- Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 154

 

Urkunden/Literatur:

- Stadtarchiv Worms Best. 159 Nr. 045: Hauptbuch aller Einnahmen und Ausgaben an Naturalien von den Gefällen und Revenuen des Privat-Eigentums des Herzogs von Dalberg. Herrnsheim 1813, geführt durch Franz Baumann; darin u.a. Einnahmen von der Seemühle

 

 

- Trappenmühle, Schabenmühle:

ostwärts der Stadtmauer außerhalb der Stadt nahe der Daubhauspforte am Seebach gelegen 350.

 

1625 war Hans Caspar Juckvil als Müller auf der Trappenmühle. In der Sitzung des Westhofener Dorfgerichts vom 29.6.1625 klagte der Gerichtsverwandte Michael Kandel, dieweil er sich den „unbilligen Schmähworten“ des Müllers Hans Caspar Juckvil in der Trappenmühle hatte aussetzen müssen. „Weilen aber solche von Juckwillen aus Trunkenheit und nicht aus Vorsatz ausgesprochen, er auch solche verbale iniuria nachmahlen nicht mehr angeboten so ist solche Sache ohne Abbruch und Nachteil jemandes Ehre kompo­niert und geschlichtet worden“ 351.

 

Um 1628 standen dem Grafen von Manderscheid die Einkünfte der vier, aus dem ehemaligen reipoltskirchischen Besitz stammenden, Mühlen zu: der Saalmühle, Seemühle. Hausmühle, und Trappenmühle 352.

 

1744 hatte der reformierte Hermann Fehlinger die halbe Schabenmühle im Erbbestand; die zweite Hälfte besaß Wilhelm von Gorcum 353.

 

In der Trappenmühle, die im 30jährigen Krieg frei geworden war, betrieben ab 1650 Jan und Peter von Gorcum eine Ölmühle, jedoch ohne großen Erfolg. Als ihre Verschuldung ständig wuchs und die beiden Brüder 1659 vor die Schranken des Ortsgerichts gefordert wurden, erschien nur Jan von Gorcum, der erklärte, „sein Bruder Peter habe die meisten Schulden aufgenommen“ und sei im übrigen „eben nach Ostindien verreist.“ 354.

 

Die Grafen Alexius (Axel) und Gustav Adolf Löwenhaupt sowie Graf Hermann Franz von Manderscheid und dessen Schwester Ma­ria Elisabeth, die mit Graf Axel Löwenhaupt verheiratet war, besaßen nach dem 30jährigen Krieg in Westhofen u.a. die Seemühle, die Saalmühle, die Hausmühle, Schaben- oder Trappenmühle 355.

 

1672 erhielt der Müller auf der Schabenmühle, Johann von Gorkum die Genehmigung, bei seiner Mühle einen Fischteich anzulegen 356.

 

Im Häuserverzeichnis von 1704 ist Heinrich von Gorcum (∞ mit NN., 2 Kinder) als Müller auf der Schaben- oder Trappenmühle auf­geführt 357.

 

1710 betrug die jährliche Erbpacht der Schabenmühle 31 Mltr Korn, die an die sog. Reipoltskirchische Kellerei, die damals gemein­schaftlich die Grafen von Löwenhaupt und die Reichsgrafen von Hillesheim besaßen, zu zahlen war 358.

 

In einer am 26.9.1889 in der Bürgermeisterei Osthofen unterzeichneten Urkunde trafen die Eigentümer der auf der Seebach gelegenen Mühlen eine Vereinbarung über das Aufstauen des Seebach-Wassers, um durch das Aufstauen verursachte Nachteile für den Mühlenbetrieb zu vermeiden 359. Beteiligt war u.a. Franz Müller, Besitzer der Schabenmühle.

 

Urkunden/Literatur:

- Stadtarchiv Worms Best. 159 Nr. 045: Hauptbuch aller Einnahmen und Ausgaben an Naturalien von den Gefällen und Revenuen des Privat-Eigentums des Herzogs von Dalberg. Herrnsheim 1813, geführt durch Franz Baumann; darin u.a. Einnahmen von der Schaben­mühle

 

 

 

 

 

Weyher bei Edenkoben:

VB Edenkoben; Lk Südliche Weinstraße; nördlich von Landau. Westlich von Edesheim im Modenbachtal gelegen.

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von ca. 70 katholischen Familien auf 360.

 

Mühlen:

am 20.7.1444 bekundet Georg Herr von Ochsenstein, daß er dem Hans von Helmstatt, dem Sohn des verstorbenen Reinhard, Amt­mann zu Lauterburg, für einen Betrag von 200 Gulden seinen Anteil an den Dörfern und Gerichten Hainfeld und einem Viertel an Modenbach sowie an der Mühle und der Scheuer daselbst, auf Wiederkauf verkauft habe 361.

 

1721 ist Stephan *Hartlieb aus Großfischlingen der Müller in Weyher +++klä­ren: welche Mühle++++ 362. Er ist wohl identisch mit Hanß Stephan Vattleb, Müller aus Burrweiler; dieser erhält 1693 die Erlaub­nis die Mühle in Großfischlingen wieder aufzubauen und sie 8 Jahre lang abgabenfrei zu betreiben. Er ist ab 1715 Müller in Weyher 363.

 

 

- Buschmühle:

Die Mühle, am Austritt des Modenbachtals aus dem Haardtrand in die Rheinebene gelegen, gehörte früher zum Areal der Dritten mittleren Haingeraide. Seit Teilung dieser alten Waldgenossenschaft 1823 liegt sie bis heute auf Weyherer Gemarkung 364.

 

Die Mühle liegt im Modenbachtal nahe am Wald, und dieser ist mit „Busch-“ gemeint; er war zur Zeit der Benennung ein Buschwald 365; von einer Mühle hören wir schon seit dem 16. Jh.; 1583 heißt es bei der „Designatio“ der Pfarrgüter in Weyher „zu Modenbach bey der Müell“ 366; Anfang 16. Jh. „von dem alttenfor­ster wege hinussen büs zu dem buschbilde“ und „am Mülenwege 367. Auch das genannte „Buschbild“ (ein Bild­stock) stand an dem „Busch“. Ab 1828 lautet der Mühlenname „Buschmühle“ 368. Dagegen heißt es bei Mercker 369 „sie wurde im Jahr 1708 erstmals urkundlich erwähnt“.

 

Offensichtlich wurde die Mühle in den Kriegen des 17. Jh. zerstört oder geriet in Verfall. Denn 1708 erhielt Hanß Stephan Hardlieb aus Burrweiler die erbbestandliche Genehmigung zum Bau der Mahl- und Ölmühle sowie Hammerschmiede, die später als Duralische Mühle bezeichnet wurde. In der „Beschreibung der Grentz und Erneuerung des Loogs Unserer der dritten Mittel Hayn-Geraithen“, gefertigt vom Schultheiß von Rhodt am 4.3.1780 befindet sich die Abschrift des ersten Erbbestands­briefs von 1708 über die Duralische Mahl- und Ölmühle. Dort wird die Erbbestand begeben an „Hanß Stephan Hardlieb der Mahli­gen Bürger und Kiefer Meister zu Burweiler zur Erbauung Einer Mahl- Oehl Mühl oder Hamer Schmieden“ 370. In dieser Urkunde sind als Zeugen eine ganze Reihe von Amtspersonen aufgeführt: „Wir die sämtliche der Mittel Heym Greiden, Vermög Dagoberti­scher Fundation, Eigenthümliche Pohsehsores, und Verordnete Vorsteher, derselbe mit Nahmen Johannes Brumm Schultheiß zu Edesheim, und Jetztmahliger Gerichts­schultheiß, auch Johannes Habermehl deß Gerichts, und Johannes Horberger, von der Gemein­de diesmahliger Bürgermeister zu gedach­tem Edesheim, Valtin Habermehl Schultheiß zu Heinfeld, Hans Martin Geiger, des Gerichts daselbst und Caspar Pflügel von der Ge­meindt, beide Bürger Meister[,] Johann Valtin Tertor (?) Schultheiß zu Weyher, und Petter Eberlin des Gerichts, auch Filip Anweiller, auß der Gemeindt, Eben Mößinger Bürger­meister zu Weyher, sodann Johann Jacob Lüt­zenberger Schuldheis zu Rhod unter Rietburg, auch Hans Christoph Seitz der älter deß Gerichts, Michl Möhringer, Jacob Steigel­mann aus der Gemeindten und beide Bürgermeister da­selbst.“ 371

 

1781 kaufte Jacob Steiner, „Bürger zu Bechingen“ [Anm.: = Böchingen) die Mühle. In der Urkunde heißt es: „Dem nach Elisabetha Trai­tern, gebohrene Durahs, Weyl: deß Hochfürstl: Speyerischen Herrn Hofraths Trüt­ter, rück gelaßene Wittb:, alß bißherige Erbbe­ständerin, der zur Mittel heyn Geraiden gehörigen sogenanden Duraschischen Mahl- und Öhlmühle, [...], verkäuferin [...], so dann Jacob Steiner Bür­ger zu Bechingen, als Käufer, und Erbbestandsnachfolger [...].“. 372

 

In der gleichen Akte befindet sich die Copia einer „Prodistation vom Oberamt Kirrweiler wegen deß gewesenen Fischweyers hinter der Trätterischen Mühle“ 373. Dort heißt es zu den früheren Eigentumsverhältnissen an Mühle und Fischweiher: „ [...] in Bestand der von des abgelebten Hochfürstl: Speyrisch: Hofrath, und Amtmannes Trätters, nachge­lassenen Frau Wittib, eine gebohrene Durahlin [...]. gehöhri­gen [...] Erbbeständl: zu Lehen tragende Mahl, und Öhlen Mühl, [...] von Ihrem Vatter, alß dem vormahligen Erbbe­standsinhaber dieser Erbbestands Mühle [...] contra omnem bona fide“ entzogen worden 374.

 

Am 27.10.1846 läßt der Müller und Bäcker Georg *Kleinmann aus Siebeldingen versteigern: „Eine Mahlmühle, die Buschmühle genannt, gelegen im Banne von Weyher, sammt Garten, Stallungen, Bäckerei, Keller und Zugehör. Die Gebäulichkeiten sind vor 10 Jahren neu erbaut worden … 375.

 

1873 war Philipp Jacob Metzger der Eigentümer der Buschmühle bei Weyher 376.

 

Während des Mühlensterbens 1957/60 wurden drei Mühlen am Modenbach geschlossen: die Buschmühle, Burrweiler Mühle und die Erlenmühle 377.

 

 

- Weyherer Mühle:

am 20./21.8.1840 wurde der Ölschläger Valentin Siener aus Weyher vor dem Assisengericht der Pfalz wegen Raubes zu Lasten des Bürstenhändlers Andreas Werle angeklagt. Der Räuber Siener begab sich nach der Tat in Richtung auf die Weyherer Mühle 378.

 

 

 

 

 

Wiesbach:

VG Zweibrücken-Land, Lk Südwestpfalz; nordöstlich von Zweibrücken auf der Sickinger Höhe gelegen, östlich von Käshofen; Wies­bach liegt in einer Senke der Sickinger Höhe am Zusammenfluß mehrerer Bäche zum *Wiesbach. Die umgebenden, teils schluchtar­tigen Täler sind bewaldet, während die Höhen von Ackerland bedeckt sind.

 

Der Ort wurde erstmals im Jahre 1269 als Reichsdorf Wisebach urkundlich erwähnt. 1297 wird eine Burg erwähnt. Der Ort gehörte bis 1589 zu Landstuhl, wurde 1589 von Sickingen eingetauscht und kam zusammen mit Krähenberg und Rosenkopf durch Tausch an Pfalz-Zweibrücken. Das Dorf gehörte dann zur Schultheißerei Schmitshausen.

 

Mühlen:

in einem Aktenvermerk des Oberamts Zweibrücken vom 11.5.1722 ist notiert, daß der „Morsbacher Müller“ den ihm erteilten „Con­firmations-Schein“ bei der Hofkammer in Zweibrücken noch nicht abgeholt hat 379. +++klä­ren: welche Mühle ?++++

 

 

- Etzenbacher Mühle; Neumühle, untere Wiesbacher Mühle:

auch als Eitzenbacher Mühle oder Enzenbacher Mühle bezeichnet; südlich des Dorfes Wiesbach, oberhalb der Stampermühle (s. *Großbundenbach) gelegen.

 

Die jetzige Mühle liegt auf dem Bann von Käshofen; die im 30jährigen Krieg zerstörte und völlig abgegangene alte Etzenbacher Mühle lag dagegen auf Wiesbacher Bann, also bis 1589 auf sickingschem Gebiet 380.

 

In Wiesbach waren ursprünglich zu unterscheiden: Die Wiesbacher Mühle wurde auch die Obere Mühle oder Altmühle genannt, im Gegensatz zur Etzenbacher Mühle, die früher als sie noch auf ihrem ehemaligen Platz stand, die untere Wiesbacher Mühle hieß 381.

 

Der Flurname Etzenbach ist schon 1621 als „Etzenbach“ 382 bezeugt und hat neben sich den Flurnamen Etzenberg. Beziehungswort ist entweder mhd. „etze = Viehweide oder das Verbum mhd. Etzen = weiden 383.

 

1634 und 1635 zahlten Vollmar und Müller Hanß von der untersten Mühle zu Wiesbach im Etzenbach zahlen 2 Malter Korn Lauterer Maßung für die Etzenbacher Mühle an Pfalz-Zweibrücken 384. Um 1636 war ein Müller Namens „Müllerhansen“ der Beständer auf der Etzenbacher Mühle. In einem Auszug aus dem Bundenbacher Gerichtsbuch von 1636 (vorgelegt vom Freiherr von Cathcart als Anlage zu einem Schreiben an die pfalz-zweibrückische Regierung vom 7.11.1746) heißt es: „Ester, müllerhansen seel. Hinterlassene Wittib hat dem wohledlen gestrengen Friedrich von Stein-Callenfelß, fürstl. Pfalzzweybr. Jägermeister erblich verkauf, ihr Teil, näm­lich den 5. Mühl [...]“ 385.

 

Die Mühle wurde im 30jährigen Krieg zerstört, was sich aus den Gefälleakten erschließt: „Der Pacht von der Mühle auf der Etzenbach ist anno 1635 annoch entrichtet worden, aber 1648 nicht mehr“ 386.

 

Die Mühle wurde zwischen 1745-1747 neu errichtet 387. Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken, erstellt 1744 von Rent­kammersekretär Johann Friedrich Marx und vorgelegt am 6.1.1745, wird bei der Beschreibung der Stampermühle erwähnt: „[...] 200 Meter unterhalb 388 noch ein alter Mühlenplatz an der Eitzenbach, in dem Eitzenbacher Distrikt Käshofer Banns. Die vormaligen Buntenbacher Besitzer sollen solchen Platz in Kriegszeiten um etwas Eßbares von der Eigentümerin, deren Mann in den Kriegs­troublen erschlagen worden, an sich gebracht. Die Wiesbacher wünschen den Wiederaufbau dieser alten Mühle.” 389.

 

Hans Adam Müller, Gemeindsmann von Krähenberg, stellte am 15.9.1745 ein Gesuch, auf einem ihm gehörigen Platz eine Mühle mit einem Gang errichten zu dürfen, da in Wiesbach nur eine Mühle 390 mit einem Gang vorhanden ist, wodurch die Untertanen zu Wiesbach, Krähenberg und Rosenkopf „ohnmöglich der Gebühr nach“ besorgt werden können 391. Durch die pfalz-zweibrückische Regierung wurde eine Untersuchung über die Notwendigkeit und Machbarkeit des Projekts durchgeführt und der Mühlarzt Jacob Mayer beauftragt. In dessen Bericht heißt es: „Daß das Wasser zu der Stamper Mühle 392 auf herrschaftl. Zweibr. Territorio zu der Niederhauser Mühl aber auf Buntenbacher territorio ge­fangen; der Fall von der zu erbauenden Mühl muß von unten aus genommen und kann nicht mehr als 4 Schuh werden; die Pacht kann nicht höher als 9 Faß sein; die obere 393 und die untere 394 Mühl sind oberschlächtig; die Untermühl 395 hat vormals aus einem Teich gemahlen, so itzo Wiesen sind; man könnte zwar diesen das Wasser abgraben; gäbe aber Händel; das Plätzgen heißt auf der Et­zenbacher Mühl; die neue Mühl wird also unterschlächtig und gibt ein geringes Werk“ 396.

 

Der benachbarte Müller auf der Wiesbacher Mühle unternahm nunmehr Schritte um die befürchtete Konkurrenz auszuschalten. Die Rentkammer berichtete am 9.7.1746 an die pfalz-zweibrückische Regierung: Der dermalige Besitzer und Erbbeständer der Wies­bacher Mühle [Johann] Peter *Müller bietet sich an, falls dem Mühlenbau des Hans Adam Müller nicht entsprochen werde eine höhe­re Abgabe zu leisten 397.

 

Daraufhin wurde der Antragssteller Hans Adam Müller vor das Oberamt Zweibrücken geladen, wo er mitteilte, ihm wäre inzwischen die Lust am Bau vergangen, weil er so viele Gänge und Mühe vergebens gehabt habe. Auch wolle der Obermüller 398 seine Schwester heiraten 399 und er wolle ihm nicht zum Schaden bauen 400. Das Oberamt Zweibrücken schlug daraufhin vor, der Antragsteller Hans Adam Müller solle gemeinsam mit seinem künftigen Schwager Johann Peter Müller gemeinsam die Mühle bauen 401. Der genannte Obermüller Jo­hann Peter *Müller war allerdings bereits am 11.8.1746 gestorben 402.

 

Die pfalz-zweibrückische Regierung hatte jedoch eine Interesse daran, daß die Etzenbacher Mühle wieder aufgebaut werde und ord­nete die Versteigerung des alten Mühlenplatzes auf der Etzenbach an 403.

 

Die Müller'schen Erben, die offensichtlich den Bau der konkurrierenden neuen Mühle verhindern wollten, machen daraufhin am 14.10.1746 durch Philipp Adam *Weber 404 bei der pfalz-zweibrückischen Regierung eine Gesuch: „ … Ich und mein vor etlichen Wochen verstorbener Schwager (Peter Müller) haben dem Rentk.-Sekr. Marx die Vorstellung gemacht, daß man die Mühle, von der morgen der Platz versteigert werden soll, errichtet wird, die alte (obere) Mühle völlig zu Grunde gehen und aus der neuen auch nicht viel werde; daß für einen, geschweige für zwei, nicht genug zu mahlen ist. Mit Bestürzung vernehmen wir, daß die Regierung auf dem Vorhaben bestehe; da mit den Erben noch keine Regelung ergangen ist, bitten wir um Verschiebung der Versteigerung“ 405. Am 19.11.1746 macht der Erbbeständer und Müller auf der Wiesbacher Mahlmühle, Johann Nickel *Ullrich, nochmals Bedenken gegen die Errichtung der Etzenbacher Mühle geltend 406.

 

Die Versteigerung fand statt. Den Zuschlag erhielt aufgrund Meistgebotes der Müller Hans Adam Müller jun. aus Krähenberg. Darauf verlangt die Rentkammer von der pfalz-zweibrückischen Regierung die Ratifikation zum Zuschlag. Diese wird von Herzog Christian von Pfalz-Zweibrücken persönlich erteilt. Dieser macht jedoch in einem Aktenvermerk seine Kritik an der Vorgehensweise der Rent­kammer deutlich: „[...] jedoch hätte fürstl: Renth Cammer zuvor mit frstl: Regierung darüber zu kommunizieren, weilen Uns die Nach­richt zugekommen, daß ab seiten unseren Oberstallmeisters von Plücksburg 407 neoria nomine Vorstellung geschehen“ 408. In seinem Gesuch, dessen Vorkorrespondenz von der Rentkammer nicht berücksichtigt worden war, wies von von Plücksburg, der über seine Ehefrau an der Herrschaft derer von Cathcart zu Carbiston beteiligt war, auf folgendes hin: „Nachdem mein Vorfahr (Freiherr von Cathcart) nicht nur die Bach, die die Mühle treiben soll, sondern auch die ged. Etzenbacher Mühl erb- und eigentümlich erkauft, laut anliegenden Extracten von 1636 aus dem Bundenbacher Gerichtsbuch und vermög des Vergleichs von 1606 mit dem hiesigen fürstl: Haus ..“ 409. Die Rentkammer hält dagegen und weist daraufhin, daß die Steinkallenfelser und deren Nachfolger die Freiherrn von Cathcart seit 1648 keine Pacht gezahlt haben und ist nur bereit, gegen Nachzahlung der jährlichen Pacht von 9 Faß korn für die vergangenen 100 Jahre (!) den Mühlenplatz an den Freiherrn von Cathcart zu übertragen, ansonsten bleibe es bei dem Zuschlag an Hans Adam Müller 410.

 

Die Angelegenheit zog sich in der Folge jahrelang hin. Wiederholt kam es zu Anträgen, auf anderen Grundstücken eine Mühle errich­ten zu können. Im Januar 1653 machte Peter Becker aus Krähenberg eine Eingabe an den Herzig; er wolle auf einem Wiesenstück oberhalb der Stamper Mühle eine Mahlmühle mit einem Gang errichten. Die Rentkammer unternahm hierzu eine Ortsbesichtigung, an der u.a. der Müllermeister [Christoph] *Weinmüller von der Ixheimer Mühle teilnahm. Der Platz für den beabsichtigten Neubau wurde als ungeeignet beurteilt 411. Am 12.4.1753 machte Hans Adam Denny das Angebot, bei Zahlung von 4 Mltr Erbpachtzins auf ei­gene Kosten eine eine Mühle unterhalb von Wiesbach zu bauen. 412.

 

Es kommt schließlich nach Zurückweisung der von Cathcart'schen Ansprüche 413 und am 23.6.1753 zu einer erneuten Versteigerung des Mühlplatzes der ehemaligen Etzenbacher Mühle. Den Zuschlag erhielt nunmehr der Müller und Erbbeständer der Kneisper Müh­le bei Reiffenberg, Jacob *Fischer, der seinen Anteil sogleich an einen Adam Denny cedierte. Letzterer bittet deshalb, den Erbbe­standsbrief auf ihn auszustellen. Hierzu teilt die Rentkammer mit, daß die Cession keinesfalls genehmigt werde, da Denny nicht die geringste Sicherheit zu bieten hat 414. Es folgt eine weitere Eingabe des Obermüllers Johann Nickel Ullrich vom 9.8.1753. Dieser weist daraufhin, daß „der Platz nicht weit unter meiner Mühle, diese nun zu meinem Nachteil gebaut wird, da der Platz gar keinen Wasserfall hat, somit wird der jetzige Beständer den Wasserfall par force zu bewerkstelligen suchen und es wird das Hinterwasser un­ter meine Räder getrieben“. Ullrich ersucht um Besichtigung der Verhältnisse 415. Inzwischen hatte der Herzog Christian von Zwei­brücken am 11.7.1753 die Versteigerung der Etzenbacher Mühlplatzes an den Jacob Fischer, nicht aber die Cession an Denny ratifi­ziert 416. Aufgrund der Eingabe des Obermüllers Johann Nickel Ullrich, macht nunmehr auch der Ersteigerer Fischer eine Eingabe, um den Angriff des Ullrich zu entkräften. Fischer weist in zwei Schreiben vom 15.79.1753 auf folgendes hin: „Habe in Erfahrung gebracht, daß die Wiesbacher Mühle, ehedem nur 7 Fuß Fall gehabt, ebensoviel die Etzenbacher. Nach dem Verfall letzterer aber die Wiesbacher Mühle stark verändert wurde. Ihr Fall auf 12 Schuh gemacht sei; so sei leicht zu ersehen, daß das Wasser der Wiesbacher Mühle unter die Räder getrieben würde“. Auch Fischer beantragt eine Besichtigung der Verhältnisse 417.

 

Nunmehr werden dem Kammerrath Faudel die Akten übersandt mit dem Auftrag unter Hinzuziehung von Experten zusammen mit den Parteien eine Besichtigung vorzunehmen. Hierzu wird der Blieskasteler Müller Hintzberger als Sachverständiger hinzugezogen. Kammerrath Faudel berichtet anschließend am 23.11.1753 an die Regierung: Eine Veränderung der Wasserverhältnisse wie von Fi­scher behauptet, hat sich nicht gefunden 418. Daraufhin zieht Fischer am 10.12.1753 sein Gesuch zum Neubau der Etzenbacher Müh­le zurück 419.

 

Nunmehr erhält der Wiesbacher Obermüller Johann Nickel Ullrich das Grundstück und die Genehmigung zum Bau der Mühle. Er be­gann mit dem Neubau. Aber erneut gibt es es Probleme, da nunmehr die Gemeinde Käshofen, auf deren Bann die Mühle liegt, am 15.5.1754 Bedenken anmeldet und mit dem Neubau nicht einverstanden ist. Diese werden zurückgewiesen und die Mühle wird von Ullrich erbaut 420.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 421 wird die Mühle beschrieben: „Die Wiesba­cher Neue Mühl welche auff dem Alt Mühlenplatz in der Etzenbach gebaut worden [hat] 2 WaßerRäder, welche einen Mahl und einen Scheelgang treiben; [zahlt an Pacht] 6 Mltr Korn; ist keine Bann Mühle und ziehet ihre Nahrung aus denen dabey gelegenen nicht gebannten Orthschaften.“

 

In der Aufstellung vom 25.9.1756, erstellt von dem Keller Böttger an die herzogliche Regierung ist folgendes vermerkt 422: „Zu Wießbach hat Nickel Ulrich den alten Mühlenplatz in der Ezenbach ao. 1754 in Erbbestand übernomen,und bereits eine Mühle dahin gebauet, welche 2 Wasserräder hat so einen Mahl und 1 Schehlgang treiben, aber weil das Wasser zu schwach, nicht miteinander zu­gleich gehen können. An Pacht 6 Malter Korn gibt, eine Noth Mühle und zu gedachten Ul­richs ohnweit davon stehenden alten Mühle zugehörig ist, zu welcher letztern aber und folglich auch zu dieser neuen. Keine gewieße Dörfer gebannet, adahero sie von nächstge­legenen Zweibrück: Orthen, welche im Land mahlen dörfen wo es ihnen gefällig, ihre Nahrung ziehet. Gibt der Müller zu verneh­men, daß, weilen ein Mahlgast viel der ander wenig mahle, er den Überschlag nicht zu ma­chen vermöge, wie viel Mahlgäste er in dieser neuen Mühle jährl: befördern könne, wohl aber könne seyn, daß er, einen Tag in den anderen gerechnet, nur 6 Faß schwehren Frucht mahlen könne, weilen im Somer das Wasser zu schwach werde.“

 

1758 entschließt sich Johann Nickel Ullrich die Mühle zu veräußern. Er verkaufte die Etzenbacher Mühle Mühle an seinen Schwie­gersohn Johann Peter Blinn. In einem Gesuch an die pfalz-zweibrückische Regierung schildert dieser, er habe die Etzenbacher Mühle um 1500 fl gekauft und wolle auch die Wiesbacher Mahlmühle für 2000 fl übernehmen. Blinn wird antragsgemäß ein Erbbestands­brief ausgestellt. Blinn ist aber noch noch nicht volljährig und ist erst 22 Jahre alt +++klären+++. Sein Vormund Hanß Adam Vollmar aus Käshofen klagt gegen Ullrich, da er mit Abmachungen seines Mündels nicht einverstanden ist. Nach Schätzung der Waisenschreiberei ist die Wiesbacher Mühle nicht mehr als 1800 fl wert. Der Erbbestandsbrief über die alte Wiesbacher Mühle soll zurückgezogen werden und dem Blinn ein neuer über die Etzenbacher Mühle ausgestellt werden 423.

 

Es folgt der Müller und Erbbeständer auf der Etzenbacher Mühle der Johann Peter *Blinn (29.11.1737 Krähenberg - † 1767 Etzenba­cher Mühle bei Wiesbach; ∞ 1758 in Krähenberg mit Maria Catharina Ulrich, der Tochter des Müllers in Wiesbach, Johann Nickel *Ullrich 424), der in den pfalz-zweibrückischen Akten im Jahr 1766 genannt ist 425. Dieser Johann Peter Blinn (29.11.1737 Krähen­berg - † 1767 Etzenbacher Mühle im Alter von 30 Jahren; Sohn von Johann Theobald Blinn und Anna Apollonia Müller; ∞ 1758 in Krähenberg mit Maria Magdalena Ulrich) verstirbt bereits 1767 im Alter von nur 30 Jahren. Seine Witwe Maria Magdalena Ulrich († 1778 Etzenbacher Mühle) heiratet am 19.7.1768 in Wiesbach den Johann Jacob Zumstein (1742 Biedershausen - † 1783 Et­zenbacher Mühle) 426.

 

Die Witwe Blinn, verh. Zumstein führt die Mühle fort und erhält am 10.8.1767 einen Erbbestandsbrief 427. Im März 1768 wendet sich die Witwe Blinn an die pfalz-zweibrückische Regierung. Sie bittet um Ratifizierung eines Vergleichs, den sie mit ihren Kindern aus erster Ehe wege deren Erbansprüche, u.a. an der Mühle, geschlossen hatte 428.

 

Die Mühle scheint sich für die Witwe Blinn nicht rentiert zu haben. Im November 1770 stellt die Witwe Maria Magdalena Blinn einen An­trag auf Reduzierung der Erbpacht. Sie trägt vor, die Mühle läge auf Käsborner Bann die Käshofer seien aber zur Niederhauser Mühle gebannt, sie habe daher nur Kundschaft aus den drei kleinen Orten Wiesbach, Krähenberg und Rosenkopf, die aber nicht gebannt seien, außerdem sei noch die Wiesbacher Mühle da. Die Rentkammer wies das Gesuch ab und wies u.a. daraufhin, daß der erste Ehemann Pe­ter Blinn die Wiesbacher Mühle nach seiner Eheschließung mit der Witwe Blinn hätte behalten können, weshalb die jetzige Konkurrenz selbst verschuldet sei 429.

 

1776 ist in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste von Käshofen der Christian *Müller von der Etzenbacher Mühle erwähnt 430.

 

Im Jahr 1778 ist die Beständerin Maria Magdalena Zumstein (Witwe Blinn) gestorben. Aus einem Protokoll der Rentkammer Zweibrücken ergibt sich, daß ihr Vermögen in Konkurs gefallen ist. Die Mühle wurde versteigert, den Zuschlag erhielt der Müller Jacob Grosclos von der Reißweiler Mühle um 1260 fl. Die Versteigerung war im ganzen Herzogtum Pfalz-Zweibrücken bekanntgemacht worden. Das Mindestgebot betrug zunächst 1600 fl. Da nicht geboten worden war, hatte die Regierung das Mindestgebot auf 1000 fl. herabgesetzt. Nunmehr meldete sich der Witwer Johann Jakob Zumstein. Da eine Ratifizierung noch nicht erfolgt sei, wolle er die Mühle für 1600 fl. übernehmen. Er bot als Bürgen seinen Bruder Adam Zumstein an. Die von Oberamt Zweibrücken eingeleiteten Ermittlungen zur finanziellen Leistungsfähigkeit der Brüder Zumstein ergaben Zweifel an deren Bonität. Der Bürge Adam Zumstein wurde daraufhin abgelehnt. Der Ersteigerer Grosclos erhielt nun vorerst die Mühle 431.

 

Im September September 1778 suchte er um einen neuen Erbbestandsbrief nach; sein Bürge war Jacob Leiner von Wiesbach ++++weiter S. 300+++

 

1784 wird der Gemeinsmann zu Biedershausen, Johann Jacob *Zumstein als „gewesener Mühlenbeständer auf der Etzenbacher Müh­le“ genannt 432.

 

Am 24.4.1814 verstirbt auf der Etzenbacher Mühle die Anna Catharina Blinn (geb. 1764 Etzenbacher Mühle). Sie ist die Tochter des Etzenbacher Müllers Johann Peter Blinn und der Maria Magdalena Ulrich. Anna Catharina Blinn war mit Christian Stucke verheiratet 433.

 

1828 erwähnt als „Etzenbachermühle“ 434, 1837 als Etzenbacher Mühle 435 dann bis 1963 als „Etzenbachermühle“ 436.

 

Der „Eilbote Landau“ berichtet am 21.7.1838 über ein Unglück an der Etzenbachermühle: „Am 29. v. M. [Anm.: 26.9.1838] zog ein Verderben drohendes Gewitter über Wiesbach und die Umgegend, und entlud sich hier in Regenströmen. Ehe noch die Wasser an­drangen, gab der Müller Jacob *Woll von der Etzenbacher Mühle seinem Sohne Jacob und seinem Dienstknechte Jacob Hemmer den Auftrag, die oberhalb der Mühle befindliche Schleuße aufzuziehen, um dem Wasser ungehinderten Abfluß zu verschaffen. Kaum be­fanden sich Woll und Hemer bei der Schleuße, so wurden sie schon von anströmenden Fluten überfallen. Obgleich sie nun mit beiden Armen die Seitenpfosten der Schleuße umschlangen, so wurden sie doch endlich durch die Gewalt des Elements entkräftet, hierin ih­ren Tod gefunden haben, hätte sie nicht die muthvolle Entschlossenheit des Hufschmieds Paul Vollmar II. und des Tagners Franz Martin, beide von Wiesbach, gerettet ….“ 437.

 

Heute befindet hier das Reitsportzentrum Landgasthof Evers und Jann GmbH auf der Etzenbacher Mühle 438.

 

Karte:

- LA Speyer Best. B2 Karte 1405 Karte 1407 UNr. 7/f.54f: Pläne der zur Etzenbacher Mühle gehörenden Erbbestandsgüter und Wie­sen auf dem Etzenbacher Bann

- LA Speyer Best. B2 Karte 1405 Karte 1407 UNr. 5/fol95: Gebiet um die Ezenbacher Waldmühle, 1786

- LA Speyer Best. W41 Nr. 682: Katasterlithographie o.D., darin u.a. Etzenbacher Mühle

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2209 Klassifikationsplan Großbundenbach 1845, darin auch die Etzenbachermühle

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 720 6: „Das den Untertanen hiesigen Oberamts erlaubte Mahlen in der von Cotheartischen sogen. Krummw­oogs-Mühle zu Bechhofen und die Abschätzung des Etzenbacher Mühlenplatzes unweit Wiesbach, 1574-1789“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1016 4: „Das dem Peter Blinn auf der Etzenbacher Mühle zu Käshofen erbbeständlich übergebene Gütchen, 1782-1785“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1405 2: „Enzenbacher Mühlplatz zu Wiesbach, 1746-1753“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1405 3: „Enzenbacher Mühle zu Wiesbach, o.D. (1673-2004)“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1405 4: „Enzenbacher Mühle zu Wiesbach: Wiedererrichtung der Mühle, 1745-1767“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1405 5: „Enzenbacher Mühle zu Wiesbach, 1768-1789“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1405 6: „Enzenbacher Mühle zu Wiesbach: Erbbestandsbriefe, 1754-1776“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1405 7: „Enzenbacher Mühle zu Wiesbach: Erbbestandsbriefe, 1753-1791“

- LA Speyer Best. H46 Nr. 920: Betrieb der Etzenbacher Mühle, 1886-1921.

 

 

- Wiesbacher Mühle , Obere Mühle, Altmühle:

sie lag 200 m oberhalb der Etzenbacher Mühle in Richtung auf Wiesbach; am Wiesbach gelegen.

 

Die Wiesbacher Mühle wurde auch die Obere Mühle oder Altmühle genannt, im Gegensatz zur Etzenbacher Mühle, die früher als sie noch auf ihrem ehemaligen Platz stand, die untere Wiesbacher Mühle hieß 439.

 

Um 1673 machte Theobald *Müller an den Landesfürsten ein Gesuch: „Es ist die Mahlmühl zu Wießbach in den vorgeweßenen vr­derblichen Kriegswesen eingeäschert worden Undt gääntzlich ruiniert word 440. Undt bin Ich Vorhabens off solchen öden mir eigent­hümlich zugehörigen platz wiederumb eine Mahlmühl von neven vffzubauen, welches ein zimliches kosten wirdt, in dem auch der Mühlgraben 200 Ruthen lang wiedervffgegraben vndt außgeführt sein muß. Zu dem Mühlenbau würdt ahn bauholtz 100 stämm er­fordert, vndt bin Ich mit geringen mitteln versehen. …“ 441. Die pfalz-zweibrückische Regierung beauftragte das Amt über des Sup­plikanten Angelegenhei­ten zu berichten. Das Amt berichtete am 27.3.1673: „Supplikant, so ein Wießbacher Kindt vndt wohselbsten er nun ein jahr oder acht wiederwohnt, ist schon eines zimblichen alters vndt etwan nicht mehr weit von 70 Jahren, hat aber ahn er­wachsenen Kindern zimblich Hilfe, suchet sich zimblich zu ernehren, vorab mit der S. v. Schweinezucht, womit wie es scheinet, er einen pfennig vor sich gebracht, welchen er zu wiederaufbauung der intermelten Mühl an zuwenden etwa bedacht sein mag ….“ 442.

 

Die Mühle wurde von Theobald Müller wieder aufgebaut. Nach seinem Tod ging die Mühle erblich auf seine Söhne über. Die Söhne Jakob Müller und Hanß Conrad Müller verkauften ihre Anteile an ihren Bruder Johann (Hanß) Reinhard *Müller 443. Johann Rein­hardt *Müller hatte die Mühle von 1685-1717 in Besitz und Betrieb gehabt. Nachdem dieser nach Mimbach verzogen war, hat sein Sohn Abraham *Müller die Mühle am 30.3.1717 käuflich erworben gegen Zahlung von 900 fl 444.

 

Um 1694 war Johann Reinhardt *Müller, Mahlmüller zu Wiesbach, S. v. Theobald Müller; er war Taufpate ("Hanß Reinhard Müller, Müller zu Wiesbach") am 12.04.1694 bei Hanß Reinhard Keller in Lambsborn 445; ∞ 17.11.1681 in Wiesbach 446 mit Anna Apollonia Knap, Tochter von Caspar Knap, GM zu Quirnen im Lichtenberger Amt. Sie ist am 03.02.1691 Taufpatin bei Anna Margaritha Voll­mahr in Käshofen 447; Kinder, geboren in Wiesbach 448: 1. Johann Henrich, x 24.05.1691 (~ 29.05.1691 im ref. KB Waldmohr); 2. Johann Adam, x 21.01.1693 (ref. KB Waldmohr); 3. Hans Wendel (Hanß Wendell), x 05.04.1695 (ref. KB Waldmohr); Taufpatin: Maria Elisabetha, Hausfrau von Jacob Müller auf dem Krähenberg. 4. Maria Catharina, x 30.06.1698 449, 5. Eva Catharina, x 16.04.1700 450, sowie der Müller und Betriebsnachfolgers auf der Oberen Mühle zu Wiesbach, Johann Abraham *Müller 451.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken, erstellt 1744 von Rentkammersekretär Johann Friedrich Marx und vorgelegt am 6.1.1745 452, befinden sich bei der Beschrei­bung der Stampermühle auch Ausführungen zu einer Mühle in Wiesbach 453; der Akten­vermerk im Mühlenprotokoll lautet 454: “wird getrieben von einem Wässerlein, das von den beiden Wiesba­cher Brunnen kommt. Liegt nächst unten an dem Dorf Wiesbach. 2 oberschl. Wasserräder, welche 1 Mahl- und 1 Schälgang betrei­ben. Mühlgraben ober­halb und unterhalb der Mühle. Pacht 9 Faß Korn und 8 bz Kappengeld. Hat keinen Bann. Die Erbbeständer sind Pe­ter *Müller und dessen Schwager Nickel Ulbrich zu Niedermohr im kurpfälzischen; vordem als Wiesbach und die Mühle noch sickin­gisch, Abraham *Müller“. Um 1744 war [Johann] Peter *Müller als Lehensmüller auf der Wiesbacher Mühle, er war lutherisch und verheiratet mit der Katholikin Anna Maria Lanz, 1743 wurde der Sohn Johann Peter Müller geboren, der 1744 gestorben ist 455.

 

Im Zusammenhang mit einem Gesuch vom 15.9.1745 zum Wiederaufbau der im 30jährigen Krieg zerstörten Etzenbachermühle wird zur Antragsbegründung darauf hingewiesen, daß in Wiesbach nur eine Mühle mit einem Gang vorhanden ist, wodurch die Untertanen zu Wiesbach, Krähenberg und Rosenkopf „ohnmöglich der Gebühr nach“ besorgt werden können 456.

 

Johann Abraham *Müller war Erbmüller zu Wiesbach [Anm.: auf der Mahlmühle unterhalb von Wiesbach], * 1685 (err) - 22.09.1737 Wiesbach im Alter von 52 Jahren,∞ Anna Elisabetha NN. (* 1686 (err) - 24.03.1746 Wiesbach [KB Lambsborn]); Kinder: 9 Kinder ab 1712 im ref. KB Lambsborn. Kinder: 1. Johann Nickel (* Wiesbach 28.03.1712 - Wiesbach 06.10.1723); 2. Anna Eva (* Wiesbach 12.11.1713 - Wiesbach 12.03.1716); 3. Anna Margaretha Müller (* Wiesbach 07.10.1715, ∞ Wiesbach 10.11.1733 [ref. KB Lambs­born] mit Philipp Adam *Weber (Müller zu Niederhausen, Sohn von Jakob Weber, Müller und Gemeinsmann zu Contwig); 4. Maria Catharina (* Wiesbach 07.10.1717); 5. Eva Susanna (* Wiesbach 12.10.1719, ∞ Vogelbach 08.01.1737 [ref. KB Lambsborn] mit Jo­hann Michel Monzinger (Müller zu Wiesbach und ab 1742 in Rosenkopf, Sohn von Johann Philipp Monzinger, Kirchenältester zu Bruchmühl­bach); 6. Eva Elisabetha (*Wiesbach 28.10.1721 - Wiesbach 07.05.1723); 7. Maria Elisabetha (* Wiesbach 16.08.1723); 8. Elisabe­tha Maria (Wiesbach 22.12.1727 - Wiesbach 14.10.1728); 9. Johann Peter Müller (Müller zu Wiesbach, Wiesbach 09.12.1725 - Wies­bach 11.08.1746, 21 J. alt [ref. KB Lambsborn], ∞ Winterbach 28.06.1746 [ref. KB Winterbach] mit Anna Marga­retha Hofmann (* Niederhausen 23.12.1725, Tochter von Jacob Hofmann, Gemeinsmann und Müller zu Niederhausen [* ca. 1680 err - 02.08.1744]; sie heiratete in 2. Ehe am 26.03.1748 in Winterbach Johann Nickel Theisson, Bürger und Bäcker in Winterbach) 457.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 458wird die Mahlmühle unterhalb Wiesbach wie folgt beschrieben: “Die Mahlmühle unterhalb Wiesbach wird durch ein Bächlein so von de­nen Wiesbacher Brunnen herkommt und noch an der Mühle etwas weniges Waßer von Roosen Köpfgen [Rosenkopf] zu sich nimmt, ge­trieben …. Liegt nechst unten an dem Dorf Wiesbach eine Stund von der Mörschbacher und so weit von der Oberhauser Mühl, die Bontenbacher Stamper Mühl ist nur eine Viertel Stund von dieser Mühle entfernt. Befindet sich überhaupt in gutem Stand, hat zwey oberschlächtige Wasserräder, davon eines einen Mahl- und das andere einen Scheehlgang treibet, von welchen jedoch gemeiniglich das eine wann das andere gehet, wegen geringen Waßer still stehen muß[,] wie dann so wohl Sommers als Winters, es seye dann daß wegen Wetter einfallet, nur ein Rad indoch dieses beständig gehen kann. Der Müller muß so wohl das obere alß auch untere Waßer den Mühlgraben bey 150 Ruthen lang unterhalten und zum öf­teren selbigen ausputzen. Gantz vor Alters sollen die Räder etwas klei­ner geweßen seyn. Der jährlichen Pfacht ist 9 Faß Korn und 8 bz Kappengeld ….. Hat keinen Bann. Die genannte Wiesbach worun­ter Krehenberg und Rooßen Köpfgen [Rosenkopf] begriffen ist noch nicht gebannt, und hat in allem 54 Haußhaltungen, wovon Wieß­bach in Specie in dieser Mühl die Rooßen Köpfger Gemeinig­lich hier und auf dem Alten Woog, hingegen Krehenberg meistentheils zu Oberhausen auch öfters in der Bontenbacher Stamper-Mühl mahlen, könnten sämtl: wann die Mühle Waßer genug hätte in dieser Wiesbacher am bequemsten mahlen ….Die Erbbeständer sind Peter *Müller und dessen Schwager Johann Nickel Ulbrich zu Nieder­mohr im Churpfälzischen und ist ersterer auf der Wanderschaft und unter einem Vormund, haben noch keinen Erbbestand, mit dessen Verfertigung … so lang Abstand genommen werden sollen, bis des weilen Abraham Müllers gewesenen Erbbeständer dießer Mühle hinterlaßene Pupillen, so Sie noch dermahlen gemeinschaftl: be­sessen, selbige unter sich verloost, wie denn über dieße Mühle, wei­len selbige von Rheinhard von Sickingen, gleich wie alle Rechten und Gefällen zu Wiesbach, Grehenborn und Felßbach, ertauscht und von denen vorigen Innhaberen alß ein Eigenthum beseßen, noch kein Erbbestand ausgefertigt worden, jedoch hat gdchter Abra­ham Müller unterm 15ten April 1738 einen Confirmations-Schein erhal­ten. …. Sonsten befindet sich etwann 200 Gäng unter dießer Mühl noch ein alter Mühlenplatz, von der Eitzenbach genannt in dem Eitzenbacher District“ 459.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 460 wird die Mühle beschrieben: „Die Mühl un­terhalb Wießbach [hat] 2 WaßerRäder welche ein Mahl und ein Scheelg: treiben; [zahlt an Pacht] 8 bz an Geld, 9 Faß Korn; hat kein Bann, Wiesbach, Reifenberg und Rosenkopf aus 54 famil: bestehend mahl gemeinigl all­hier.“

 

Literatur/Urkunden:

- o.A.: Die Wiesbacher Mühle. (E. J.). In: Aus heimatl. Gauen. 10. 1934. Nr 14 u. 15.

 

 

 

1 Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zwei­brücker Land 2003, S. 201.

2 Rohr: Die Walshauser Mühle, S. 168.

3 Rohr: Walshausermühle, S. 169.

4 Stadtarchiv Zweibrücken: Landgerichtsbuch Zweibrücken, fol. 213v, 224v; Gölzer: Register zum Landgerichtsbuch Zweibrücken, S. 137.

5 Rohr, Walshausermühle, S. 169.

6 Rohr: Walshausermühle, S. 170.

7 ref. KB Zweibrücken S. 728; Gölzer: Register zum Landgerichtsbuch Zweibrücken, S. 133.

8 Anm.: sie wird anläßlich ihrer Hochzeit im ref. KB Zweibrücken als „Margarethe, Witwe des verlebten Hans Grim“ bezeichnet; ref. KB Zweibrücken, Bl. 736;

Gölzer: Register zum Landgerichtsbuch Zweibrücken, S. 40.

9 Rohr: Walshausermühle, S. 170; ref. KB Zweibrücken, Bl. 736; Gölzer: Register zum Landgerichtsbuch Zweibrücken, S. 40.

10 Rohr: Walshausermühle, S. 171.

11 Rohr: Walshausermühle, S. 171.

12 LA Speyer Best. B2 Nr. 5339 Bl. 1.

13 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7; LA Speyer Best. 295/5 Bl. 203-215.

14 auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 194.

15 Rohr: Walshausermühle, S. 171.

16 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 119.

17 Rohr: Walshausermühle, S. 171.

18 Rohr: Walshausermühle, S. 171.

19 Rohr: Walshausermühle, S. 171.

20 Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreis­bauernkammer Pfalz 1864, S. 251.

21 Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 201.

22 Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 201.

23 Rohr: Walshausermühle, S. 201.

24 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, S. 217.

25 Schnabel: Bevölkerungsan­gaben des Bistums Speyer, 2011, S. 276.

26 Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz Nr. 9 vom 13.2.1840 außerordentliche Beilage S. 11.

27 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 9.

28 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 31.

29 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 9.

30 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 31.

31 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 9.

32 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 31r.

33 ref. KB Walsheim b. Landau5, Bl. 4, Angabe „Dorfmüller“ beim Sterbeeintrag seiner Tochter Eva Lemile vom 28.12.1790.

34 ref. KB Walsheim b. Landau5, Bl. 7, Angabe „Dorfmüller“ beim Sterbeeintrag vom 16.2.1795.

35 Eilbote Landau vom 11.6.1836, S. 95 = LA Speyer Best. Y 20/41.

36 Eilbote Landau vom 11.6.1836, S. 95 = LA Speyer Best. Y 20/41; Intelligenzblatt des Rheinkreis, Nr. 77 vom 13.7.1836, S. 622.

37 Eilbote Landau vom 15.2.1855, S. 61 = LA Speyer Best. Y 20/41.

38 Eilbote Landau Nr. 20 vom 8.3.1856, S. 112.

39 Eilbote Landau vom 20.1.1859, S. 26 = LA Speyer Best. Y 20/41.

40 LA Speyer Best. A13 Nr. 1169.

41 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 9.

42 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 31.

43 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 31.

44 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 9.

45 ref. KB Walsheim b. Landau5, Bl. 10.

46 ref. KB Walsheim b. Landau5, Bl. 12 Sterbeeintrag d. Johann Jakob Lemile vom 10.5.1801.

47 ref. KB Walsheim b. Landau5, Bl. 12 Sterbeeintrag d. Johannes Steiner vom 20.9.1805.

48 Eilbote Landau Nr. 5 vom 20.1.1859, S. 26.

49 LA Speyer Best. X53 Nr. 7 (Kopie); Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220.

50 LA Speyer Best. B2: 1364/4: „Mahl- und Ölmühle zu Walsheim [Erbbestandsbriefe]“, 1588-1738.

51 Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 47.

52 Kampfmann: Heimatkunde, S. 154; Besse/Gölzer: Hornbach Gerichtsbuch, S. 49.

53 LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 130-137: Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745; Weber: Mühlen und Müllerhand- werk, S. 191.

54 KSchA Zw Rep. IV Nr. 265.

55 Stuck: Verwaltungspersonal, S. 9; KSchA Zw Rep. IV Nr. 265.

56 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 117.

57 Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 479.

58 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 84.

59 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 82 mit Photo der Walzenstühle.

60 Heil: Funktionaler Wandel, S. 118.

61 Verordnungs- und Anzeigeblatt für den Kreis Heppenheim 1905, Nr. 196 vom 13.12.1905: Bericht über den Brand der Walzmühle Ludwigshafen; Mitteilung von Dr.

Hermann Müller / Heppenheim vom 18.4.2014.

62 Verordnungs- und Anzeigeblatt für den Kreis Heppenheim 1905, Nr. 196 vom 13.12.1905: Bericht über den Brand der Walzmühle Ludwigshafen; Mitteilung von Dr. Hermann Müller / Heppenheim vom 18.4.2014.

63 Verordnungs- und Anzeigeblatt für den Kreis Heppenheim 1905, Nr. 198 vom 15.12.1905: Bericht über den Brand der Walzmühle Ludwigshafen; Mitteilung von Dr. Hermann Müller / Heppenheim vom 18.4.2014.

64 Weber: Wartenberg; in: Busch, Egon (Hrsg.): Burgen, Schlösser und Klöster in der Nordpfalz, S. 12; auch Weber: Das pfälzische Adelsgeschlecht der Kolbe von

Wartenberg. Kaiserslautern 1955.

65 Lei­ninger Geschichtsblätter 1914, S. 29.

66 Kleeberger: Die Juwe­len der Reichsgräfin Katharina von Wartenberg; in: Leininger Geschichtsblätter 1914, S. 28 ff.; Weber: Johann Casimir Kolb von Wartenberg als Emigrant in Metz; in: Nordpfälzer Geschichtsverein Beiträge zur Heimatgeschichte, Jahrgang 1957, S.13.

67 Verzeichnis der Kulturdenkmäler Donnersbergkreis http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Donnersbergkreis.pdf .

68 LA Speyer F1 Nr. 191, fol. 10.

69 LA Speyer Best. F1 Nr. 191, fol. 36-36r.

70 LA Speyer Best. Y4 Nr. 104, Urk. Nr. 20 v. 26.7.1477.

71LA Speyer Best. F1 Nr. 191, fol. 37r-38.

72 Weber: Neuhemsbach, S. 23.

73LA Speyer Best. C44 Nr. 5/1, fol. 61r.

74 Weber: Neuhemsbach, S. 23.

75 Weber: Neuhemsbach, S. 23.

76 Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, S. 18.

77 zu diesem s. Weber: Graf Ludwig, der letzte Kolb von Wartenberg, S. 18-19.

78 LA Speyer Best. Y4 Nr. 104, Urk. Nr. 391 v. 2.9.1735.

79 LA Speyer Best. Y4 Nr. 104, Urk. Nr. 404 v. 3.5.1745: Vergleich des Grafen Casimir von Wartenberg mit den Hecht'schen Erben (kurpfälz. Kirchenratsvizedirektor

Johann Georg Hecht; die Hecht'schen Erben verzichten u.a. auf die Mühlenerbpacht von der Eichenbacher Mühle und Wartenberger Mühle gegen Zahlung von insge-­

samt 5600 fl. (Anm.: (die im Gräflich Wartenbergischen Archiv vorhanden gewesene Urkunde ist Kriegsverlust, wird aber im Aktenrepertorium des Gräflich War-­ tenbergischen Archivs genannt).

80 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 302.

81 Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, S. 111; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 303; Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 533.

82 Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, S. 111; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 303.

83 Krehbiel: “From Troubled Times, S. 48.

84 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 303; Denkmaltopo­graphie Donnersbergkreis, S. 533.

85 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 32.

86 Verzeichnis der Kulturdenkmäler Donnersbergkreis http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Donnersbergkreis.pdf, Abruf vom 23.3.2014.

87 http://www.muehle-schlossberg.de, Abruf v. 6.6.2018.

88 http://www.muehle-schlossberg.de

89 LA Speyer Best. W41 Nr. 6143/6144; abgedruckt bei: Denkmaltopographie Landkreis Bad Dürkheim, S. 527.

90 LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 20r Akten des Bezirksamts Franken­thal betr. Getreidemühlen im Bezirk Frankenthal 1817.

91 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 251.

92 Schoch: Aller­hand aus dem Pfälzerland, S. 10, 16.

93 Kiefer: Dorfbuch von Waldmohr, S. 184.

94 Intelligenz­blatt des Rheinkreises Nr. 199, vom 22.12.1827, Beilage, S. 1203.

95 Biundo: Pfälz. Pfarrerbuch, S. 428 Anm. zu Nr. 4982.

96 Schulz: Zinsbuch, S. 36-37.

97 Schulz: Zinsbuch, S. 37; LA Speyer, Best. B1 Urk. v. 11.5.­1452. +++Zitat prüfen+++

98 Schulz: Zinsbuch, S. 37 m.w.N.

99 LA Speyer Best B2 Nr. 145/4; auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 234.

100 Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 279.

101 Katholisches Pfarrarchiv Freinsheim C.6., Bistumsarchiv Speyer; Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 20.12.2014.

102 Neumer: Wei­denthaler Lutheraner im lutherischen Kirchenbuch von Hochspeyer; in: PRFK 2001, S. 556.

103 Grimm: Weisthümer, Bd. V, S. 592 Nr. 11.

104 allgemein zum Asylrecht der Mühlen: Vandré, Rudolf: Zum Ursprung der Mühlenfreiheit; in: Genealogie. Deutsche Zeitschrift für Familienkunde, 2009, S. 738.

105 Stuckert: Weidenthal, S. 226.

106 Stuckert: Weidenthal, S. 226.

107 Sturm: Schifferstadt, S. 27; Jan: Türkensteuerregister, S. 142.

108 Stuckert: Weidenthal, S. 226.

109 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 257, 252; LA Speyer Best. A2 Nr. 1661/6.

110 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 18r; LA Speyer Best. A2 Nr. 179/1 fol. 27.

111 Stuckert: Weidenthal, S. 226.

112 LA Speyer Best. A2 Nr. 1661/8: Erbbestandsbrief Mahl- und Sägmühle für Jakob Eberhard Wegele, 1746.

113 Stuckert: Weidenthal, S. 226.

114 Stuckert: Weidenthal, S. 226-227.

115 Stuckert: Weidenthal, S. 227.

116 Stuckert: Weidenthal, S. 227.

117 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 2, S. 269.

118 Stuckert: Weidenthal, S. 227.

119 Stuckert: Weidenthal, S. 227.

120 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 75.

121 Stuckert: Weidenthal, S. 227.

122 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 278, 269.

123 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 269.

124 Lehmann: Burgen und Bergschlösser in Speyergau, 1. Teil, S. 193; . Weber: Historische Ölmühlen, S. 203.

125 Stuckert: Weidenthal, S. 229.

126 Neustadter Wochenblatt Nr. 53 vom 2.7.1839, S. 212.

127 Stuckert: Weidenthal, S. 229.

128 Stuckert: Weidenthal, S. 228.

129 Stuckert: Weidenthal, S. 228.

130 Stuckert: Weidenthal, S. 228.

131 Stuckert: Weidenthal, S. 227 m.w.N..

132 Stuckert: Weidenthal, S. 227.

133 Stuckert: Weidenthal, S. 227.

134 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 19; LA Speyer Best. A2 Nr. 179/1 fol. 27; auch Weber: Mühlen besonderer Art, S. 258.

135 LA Speyer A Nr. 1659/18; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 161.

136 Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern, S. 152; Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. II, S. 587; Gilardone: Handbuch Regierungsbezirk Pfalz, S. XLIII.

137 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 161.

138 Stuckert: Weidenthal, S. 227.

139 Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 81 vom 18.8.1821, S. 488-489.

140 Stuckert: Weidenthal, S. 227; Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, S. 179 Anm. zu Nr. 888.

141 Stuckert: Weidenthal, S. 227.

142 Stuckert: Weidenthal, S. 228.

143 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 19; auch Weber: Mühlen besonderer Art, S. 258.

144 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 27.

145 Stuckert: Weidenthal, S. 229.

146 Stuckert: Weidenthal, S. 231.

147 Dietrich: Waldbauern und andere Leute, S. 160.

148 Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O.,S. 251.

149 Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O.,S. 251.

150 Stuckert: Weidenthal, S. 230.

151 Neustadter Wochenblatt Nr. 53 vom 2.7.1839, S. 212.

152 Stuckert: Weidenthal, S. 230.

153 Christmann: Dörferuntergang, S. 11.

154 Christmann: Dörferuntergang, S. 33.

155 Blauth: Reichswalddorf Weilerbach, S. 205.

156 Christmann: Dörferuntergang, S. 23.

157 Seiter/Müller: Reformiertes Kirchenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, S. 11.

158 Blauth: Reichswalddorf Weilerbach, S. 205 m.w.N.

159 Blauth: Reichswalddorf Weilerbach, S. 205; Velmann: Die Wälder des Stifts zu Kaiserslautern im Jahre 1600; nach der Beforchung des kurfürstlichen Forstmeisters Philipp Velmann; eine forstlich-geographisch-historische Schilderung (Speier 1913).

160 LA Speyer Best A2 Nr. 1662/5: Obere und untere Pfeifermühle, 1685, 1711-1725, 1752-1761, 1789-1800; Blauth: Reichswalddorf Weilerbach, S. 206.

161 LA Speyer Best A2 Nr. 1662/5: Obere und untere Pfeifermühle, 1685, 1711-1725, 1752-1761, 1789-1800; Blauth: Reichswalddorf Weilerbach, S. 206.

162 Blauth: Reichswalddorf Weilerbach, S. 206.

163 Herzog: Familienbuch von Heimkirchen, S. 15 Nr. 170.

164 Seiter/Müller: Reformiertes Kir­chenbuch der Pfarrei Weilerbach 1736-1789, S. 9.

165 LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. +++klären+++

166 zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 239.

167 Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, S. 467 Zeile 41 zu Nr. 591.

168 LA Speyer Best A2 Nr. 1662/5: Obere und untere Pfeifermühle, 1685, 1711-1725, 1752-1761, 1789-1800; Blauth: Reichswalddorf Weilerbach, S.206.

169 LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29.

170 LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 239.

171 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 3, S. 178.

172 Kaufmann: Rheinhessische Ortsnamen, S. 220.

173 Hoffmann: Kloster St. Jakob auf dem Don­nersberg, S. 46; LA Speyer Best. D 41 Nr. 1; Remling: Abteien, Bd. II, S. 180; Mitteilung Herrn Arno Ehrhard am 2.4.2012.

174 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 3, S. 179.

175 luth. KB Alzey, Sterbeeintrag vom 2.5.1729,.

176 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 26.12.1701.

177 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 9.7.1713.

178 Schaab: Geschichte der Stadt Mainz, Bd. 3 (Mainz 1847), S. 314-315.

179 Klamm: Das kurfürstliche Unteramt Freinsheim; in: Pfälzische Heimat­blätter 1964, S. 1.

180 Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 27 vom 3.4.1818, S. 155, Beilage o.S..

181 abgedruckt bei Alter: Der Aufstand der Bauern, S. 86.

182 Alter: Der Aufstand der Bauern, S. 88.

183 http://etat-civil.bas-rhin.fr/adeloch/index.ph.

184 LA Speyer Best. X53 Nr. 7 (Kopie); Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220, Bl. 37r.

185 Fendler: Deutschor­denskommende Weißenburg, S. 159-160 m.w.N..

186 kath. KB Altenstadt, Archives Départmentales Bas-Rhin, BMS, 1686-1723, 3 E 7/1, Copulationseintrag vom 4.11.1721.

187 kath. KB Altenstadt, Archives Départmentales Bas-Rhin, BMS, 1686-1723, 3 E 7/1, Copulationseintrag vom 27.4.1722.

188 Drieß: kath. Familienregister Oberot­terbach 1686-1799, S. 53.

189 Landauer Wochenblatt vom 9.6.182, S. 90.

190 Eilbote Landau vom 2.9.1837, Nr. 35, S. 139.

191 Schweer: Weißenburg. Eine Stadtgeographie S. 58 mit Photo „Stadtmauer an der Brudermühle; Schweer, S. 49.

192 abgedruckt bei Alter: Der Aufstand der Bauern, S. 86.

193 Eilbote Landau vom 12.9.1646 Beilage Nr. 37 = LA Speyer Best. Y 20/41.

194 Eilbote Landau vom 26.6.1856, S. 302 = LA Speyer Best. Y 20/4.

195 Schweer: Weißenburg, S. 111.

196 Weintraud: Die Ölmül­lerfamilie Pastetenbecker, S. 422.

197 Postkarte aus dem 19. Jh., gedruckt um 1906,Verlag Ackermann, Weißenburg, abgedruckt 2011 bei Internetdatei http://www.ak-ansichtskarten.de.

198 Schweer: Weißenburg, S. 111.

199 Schweer: Weißenburg S. 51 Karte: Stadtentwicklung von Weißenburg im Mit­telalter.

200 Eilbote Landau vom 23.2.1839, Nr. 8, S. 32.

201 Denkmal­topographie Donnersbergkreis, S. 245.

202 Kilian: Untertanen-Liste des kurpfälzischen Oberamts Alzey vom Jahre 1698, Fort­setzung; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde, 1956, S.83.

203 Kilian: Untertanen-Liste des kurpfälzischen Oberamts Alzey vom Jahre 1698, Fortsetzung; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde, 1956, S. 83.

204 Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 245.

205 kath. KB Weitersweiler, Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

206 Denkmaltopographie Kreis Manz-Bingen, Bd. 18.1, S. 701.

207 Denkmaltopographie Kreis Manz-Bingen, Bd. 18.1, S. 701-702.

208 Denkmaltopographie Kreis Manz-Bingen, Bd. 18.1, S. 704.

209 Kilian: Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamtes Stromberg, S. 49.

210 Internetdatei Wikipedia Stichwort Wellbach http://de.wikipedia.org/wiki/Wellbach_(Queich), Abruf vom 18.10.2013.

211 LA Speyer Best. H31 Nr. 157 Z 2290: „Herstellung einer Brücke über den Wellbach im Zuge des Baues eines Holzabfuhrweges im Gemeindehinterwald von Albers- weiler [laut höherer Entscheidung ist der Wellbach als Triftbach definitiv aufgegeben und zählt zu den Privatgewässern], 1887.

212 Internetdatei Wikipedia Wendelsheim http://de.wikipedia.org/wiki/Wendelsheim, Abruf vom 22.10.2013.

213 Hess. Landesarchiv Darmstadt HStAD Best. A2 Nr. 242/1; Schnabel/Untermann: Zisterzienserinnenkloster Paradies, Mauchenheim; in: Klosterlexikon Bd. 3, S. 602.

214 Hess. Landesarchiv Darmstadt A2 Wendelsheim Nr. 242/2; Rödel: Regesten z. Geschichte Zisterzienserinnenkloster Sion, Alzeyer Geschichtsblätter. 1990, S. 11.

215 Schowalter: Johann Eymann [1764-1847]; in PRFK 1977, S. 425-427.

216 Internetda­tei, www.woellstein.de/Ortsgemeinden/Wendelsheim, Abruf vom 23.3.2014.

217 Rabenau: Verzeichnis Großherzogthum Hessen, Stichwort Bannmühle [Eichenmühle].

218 Internetda­tei, www.woellstein.de/Ortsgemeinden/Wendelsheim, Abruf vom 23.3.2014.

219 Mitteilung von Herrn Manfred Scharfenberger vom 31.7.2010.

220 Internetda­tei, www.woellstein.de/Ortsgemeinden/Wendelsheim, Abruf vom 23.3.2014.

221 Internetdatei www. woellstein.de/Ortsgemeinden/ Wendelsheim, Abruf vom 23.3.2014.

222 Internetdatei www. woellstein.de/Ortsgemeinden/ Wendelsheim, Abruf vom 23.3.2014.

223 Anm.: das Gräflich Wartenberg'sche Archiv war Bestandteil des Samtarchivs der Erbacher Grafen und Fürsten, das 1932 dem Hess. Landesarchiv Darmstadt über- geben wurde und dort beim Bombenangriff 1944 vollständig vernichtet wurde. Die Urkunden-Regsten aus dem Alt-Repertorium C21 Nr. 518 sind dem Repertorium der erbachischen Zunftakten ist es das einzige erhalten gebliebene Findmittel [Hinweis Hess. Landesarchiv Darmstadt].

224 Hess. Hess. Landesarchiv Darmstadt HDSTA Best. V3 Nr. Nachweis Gräflich Wartenbergsches Archiv [s. dazu vorstehende Anm.].

225 LA Speyer Best. H 51 Nr. 708: Enthält Gesuch des Müllers Heinrich Mauer um Loskauf der auf der Rübenmühle zum Vorteil des Philipp Zoppi in Alzey haftenden Erbpacht, 1843-1844, 1885.

226 Wig­genhorn: Reichskammergerichtsprozeß, S. 101.

227 LA Speyer Best. E6 Nr. 457; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, Bd. 1, S. 272 Nr. 343.

228 Internetdatei www. woellstein.de/Ortsgemeinden/ Wendelsheim, Abruf vom 23.3.2014.

229 Frey: Beschrei­bung des Rheinkreises, Bd. 3, S. 294.

230 Wagner: Wüstungen im Grossherzogtum Hessen, Bd. 3, S. 40.

231 Wagner: Wüstun­gen im Grossherzogtum Hessen, Bd. 3, S. 40.

232 Schütz: Mörsfeld, S. 173-174 Nr. 774.

233 Schütz: Mörsfeld, S. 102 Nr. 458.

234 LA Speyer Best. U111 Nr. 8, Bl. 9 Gemeindearchiv Mörsfeld.

235 Schütz: Mörsfeld, S. 38 Nr. 154.

236 Schütz: Mörsfeld, S. 71-72 Nr.309.

237 Schütz: Mörsfeld, S. e72 Nr. 313:

238 Schütz: Mörsfeld, S. 188 Nr. 828, 831.

239 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 316.

240 Biundo,: Annweiler Families Bd. 3, S. 39.

241 Christ­mann: Siedlungsnamen II, S. 316.

242 Eilbote Landau vom 27.4.1850, Nr. 34, S. 249.

243 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 334.

244 Mötsch: Regesten Sponheim, Bd. IV 4794 Nr. 26; Dolch/Greule: Siedlungsnamenbuch, S. 487

245 Mötsch: Regesten Sponheim, Bd. IV 4792 Nr. 38; Dolch/Greule: Siedlungsnamenbuch, S. 487.

246 Heintz: Verschollene Ortsnamen; in: MittHistVer 5 [1875], S. 117; München, Bayer. Staatsbibl., Cod.Germ. 1649; Dolch/Greule: Siedlungsnamensbuch, S. 487.

247 Dolch/Greule: Sied­lungsnamenbuch, S. 487.

248 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 597.

249 Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 269.

250 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 2, S. 282.

251 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 598.

252 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 291.

253 Pfälzer Geschichtsblätter 1907, S. 36; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 291.

254 Klotz: Germersheim, Selbstverlag 1994, S. +++klä­ren+++; Louis: Geschichte der Holzmühle, S. 3.

255 LA Speyer Best. A2 Nr. 1682/2, fol. 1-4.

256 Louis: Geschichte der Holzmühle, S. 7.

257 Louis: Geschichte der Holzmühle, S. 8.

258 Jan: Türkensteuerregister, S. 89.

259 Louis: Ge­schichte der Holzmühle, S. 7.

260 Louis: Geschichte der Holzmühle, S. 9.

261 Louis: Geschichte der Holzmühle, S. 10/11; auch LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7 und LA Speyer Best A2 Nr. 179/1.

262 LA Speyer Best. E Nr. 878.

263 LA Speyer Best. A2 Nr. 1682/2, fol. 5-5r.

264 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 9.

265 LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7.

266 Armgart / Schulz: Johanniterkommende Heimbach; in: Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 2, S. 138; LA Speyer Best. D57, Nr. 44.

267 LA Speyer Best. A2 Sachakte 1682 UNr. 10: Holzmühle; enthält: Streit zwischen den Müllergesellen; Errichtung einer Hanfreibe und Ölmühle, 1783-84.

268 Louis: Geschichte der Holzmühle, S. 12-13.

269 LA Speyer Best. H3 Nr. 470.

270 Louis: Geschichte der Holzmühle, S. 15-16.

271 LA Speyer Best. H34 Nr. 480: Akten des Bezirksamts Germersheim betr. Triebwerksanlage der Holzmühle an der Queich in Westheim; hier: wasserpolizeiliche Ge- nehmigung der neuen Triebwerksanlage.

272 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 45, 47.

273 Gallé: Kunstführer Rhein­hessen, S. 144.

274 Gallé: Kunstführer Rheinhes­sen, S. 145.

275 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 45.

276 LA Speyer Best. F7 Nr. 1289.

277 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 82.

278 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 106, 112.

279 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 126.

280 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, a.a.O. Bd. 3, S. 106.

281 Grünewald/ Stroh: Chronik Westhofen, S. 141.

282 Grünewald/ Stroh: Chronik Westhofen, S. 176.

283 Wikipedia: Liste der Kul­turdenkmäler in Westhofen, Abruf vom 23.3.2014.

284 Karte bei Grünewald/Stroh: Chronik West­hofen, nach S. 256.

285 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 124.

286 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 29.

287 Wikipedia: Liste der Kul­turdenkmäler in Westhofen, Abruf vom 23.3.2014.

288 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 59.

289 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 88.

290 Grünewald/ Stroh: Chronik Westhofen, S. 124.

291 Grüne­wald/ Stroh: Chronik Westhofen, S. 160, 177.

292 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 66-67.

293 Grünewald/ Stroh: Chronik Westhofen, S. 90.

294 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 106.

295 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 135.

296 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 160.

297 Rabenau: Verzeichnis Großherzogthum Hessen, Stichwort Dreihornsmühle.

298 LA Speyer Best. N-258 3OG D-10 n.f.

299 LA Speyer Best. N-258 3OG D-10 n.f.

300 Karte bei Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, nach S. 256.

301 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 55 mit Anm., S. 84.

302 Grünewald/ Stroh: Chronik West­hofen, S. 65.

303 Grünewald/ Stroh: Chronik West­hofen, S. 92.

304 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 68.

305 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 75.

306 Grünewald/ Stroh: Chronik West­hofen, S. 90.

307 Grünewald/ Stroh: Chronik Westhofen, S. 94.

308 Grünewald/ Stroh: Chronik Westhofen, S. 95.

309 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 112.

310 Grünewald/ Stroh: Chro­nik Westhofen, S. 117.

311 LA Speyer Best. N-258 3OG D-10 n.f.

312 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 159.

313 Karte bei Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, nach S. 256.

314 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 58.

315 Internetdatei www://kaiserbadgalerie.com, Abruf vom 23.3.2014.

316 Widder: Beschreibung der Kurpfalz (1787), Bd. 3, S. 106.

317 Grünewald/Stroh: Chronik Westho­fen, S. 58.

318 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 77.

319 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 106.

320 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 128.

321 LA Speyer Best. A 15 Zeller Stifts Collecturrechung Nr. 160 Bl. 162.

322 Grü­newald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 159, 176.

323 Internetdatei www://kaiserbadgalerie.com, Abruf vom 23.3.2014.

324 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 159.

325 Gallé: Kunstführer Rheinhessen, S. 147.

326 Karte bei Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, nach S. 256.

327 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 29.

328 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 75.

329 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 76.

330 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 80.

331 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 94.

332 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 111.

333 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, Anm. zu S. 109.

334 Grünewald/ Stroh: Chro­nik West­hofen, S. 117.

335 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 129.

336 LA Speyer Best. N-258 3OG D-10 n.f.

337 Karte bei Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, nach S. 256.

338 Gallé: Kunstführer Rheinhessen, S. 150.

339 Grü­newald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 23.

340 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 75.

341 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 76.

342 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 94.

343 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 95.

344 Grü­newald/ Stroh: Chronik Westhofen, S. 96.

345 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 106.

346 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 112.

347 Grünewald/ Stroh: Chronik Westhofen, S. 129.

348 Grünewald/ Stroh: Chro­nik Westhofen, S. 117.

349 LA Speyer Best. N-258 3OG D-10 n.f.

350 Karte bei Grünewald/Stroh: Chro­nik Westhofen, nach S. 256:

351 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 69:

352 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 75:

353 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 128.

354 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 90.

355 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 94.

356 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 102.

357 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 112.

358 Grünewald/Stroh: Chro­nik Westhofen, S. 117.

359 LA Speyer Best. N-258 3OG D-10 n.f.

360 Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 276.

361 Battenberg: Lichtenberger Urkunden, Nr. 2951; mitgeteilt von Herrn Arno Ehrhard, Ludwigshafen.

362 Wittner: Familienregister Großfischlingen, S. 72.

363 Wittner: Familienregister Großfischlingen, S. 145.

364 Mercker u.a.: Edesheim, S. 159.

365 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 171.

366 LA Speyer D2 Nr. 306/10, Bl. 350r ; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 171.

367 LA Speyer Lagerbuch 53, Bl. 125 und 130.

368 Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern, S. 112; Frey: Beschreibung des Rheinkreises I, S. 285; Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 2, S. 171.

369 Mercker u.a.: Edesheim, S. 159.

370 LA Speyer Best. D2 Nr. 188c, Bl. 159-169.

371 LA Speyer Best. D2 Nr. 188c, Bl. 159-169.

372 LA Speyer Best. D2 Nr. 188c, Bl. 286.

373 LA Speyer Best. D2 Nr. 188c, Bl. 243 ff.

374 LA Speyer Best. D2 Nr. 188c, Bl. 159-169.

375 Eilbote Landau vom 10.10.1846 Beilage Nr. 41 = LA Speyer Best. Y 20/41.

376 LA Speyer Best. H39 Nr. 2392, n.p., Erklärung des Philipp Jacob Metzger, Müller auf der Buschmühle vom 14.2.1873.

377 Husenbeth: Die Dorfmühle in Edesheim: zwischen alter Mechanik und High-Tech; in: Landkreis Südliche Weinstraße: Heimatjahrbuch 1997, S. 180.

378 Neustadter Wochenblatt Nr. 70 vom 1.9.1840, S. 286-287.

379 LA Speyer Best. B2 Nr. 5339 Bl. 1.

380 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 607.

381 o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14 und Nr. 15.

382 Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken, Werschweiler Schaffnei-Rech­nung, Bl. 318.

383 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 199.

384 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 609.

385 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 608.

386 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 607.

387 LA Speyer Best. B2 Nr. 1405/4: Enzenbacher Mühle zu Wiesbach, Wiederrichtung der Mühle, 1745-1767.

388 Anm.: unterhalb der Wiesbacher Mühle.

389 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 200; LA Speyer Best B2 Nr. 294/7: Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken, erstellt 1744 von Rentkammersekretär Johann Friedrich Marx und vorgelegt am 6.1.1745, erwähnt bei der Beschreibung der Stampermühle.

390 Anm.: die Altmühle oder Obere Mühle

391 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 607; LA Speyer Best. B2 Nr. 1405/4 fol. 2-2r.

392 Anm.: die unterliegende Stampermühle, auf pfalz-zweibrückischen Gebiet, lag am Wiesbach unterhalb des Dorfes Wiesbach, östlich vom damals sickin­gischen Dorf Kleinbundenbach.

393 Anm.: gemeint die Altmühle oder obere Mühle in Wiesbach.

394 Anm.: gemeint die Altmühle bei Kleinbundenbach.

395 Anm.: gemeint die frühere, im 30jährigen Krieg zerstörte Etzenbacher Mühle.

396 LA Speyer Best. B2 Nr. 1405/4 fol. 6; Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 607.

397 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 607; LA Speyer Best. B2 Nr. 1405/4 fol. 7-8r.

398 Anm.: gemeint die Altmühle oder Obermühle in Wiesbach. Um 1744 war Johann Peter *Müller als Lehensmüller auf der Wiesbacher Mühle, er war lutherisch und verheiratet mit der Katholikin Anna Maria Lanz. Diese war inzwischen gestorben und der Witwer beabsichtigte eine Wiederverheiratung. Die geplante Heirat mit der Schwester des Hans Adam Müller aus Krähenberg ist wohl nicht zustandegekommen, denn Johann Peter Müller verheiratete sich am 28.6.1746 in Winterbach [ref. KB Winter­bach] mit Anna Margaretha Hofmann (* Niederhausen 23.12.1725, Tochter von Jacob Hofmann, Gemeinsmann und Müller zu Nie­derhausen [* ca. 1680 err – 02.08.1744] und ist wenige Wochen später, bereits am 11.8.1746 in Winterbach mit 21 Jahren verstorben [ref. KB Lambsborn; zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Hep­penheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm].

399 Anm.: die Behauptung kann nicht stimmen, da der Obermüller und Witwer Johann Peter Müller sich bereits am 28.6.1746 mit der Müllerstochter aus Niederhausen, Anna Margaretha Hofmann verheiratete.

400 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 607.

401 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 607.

402 LA Speyer Best. B2 Nr. 1405/4 fol. 10: Schreiben des Philipp Adam Weber: „mein vor etlichen Wochen zu Wießbach Verstorbener Schwager“.

403 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 607; LA Speyer Best. B2 Nr. 1405/4 fol. 9.

404 Anm.: Philipp Adam Weber war seit 1739 Erbbeständer auf der Mahl- und Bannmühle in Niederhausen (OT von Winterbach). Er ist mit Anna Margaretha Müller verheiratet und daher über seine Ehefrau Mitglied der Erbengemeinschaft.

405 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 608; LA Speyer Best. B2 Nr. 1405/4 fol. 10-11.

406 LA Speyer Best. B2 Nr. 1405/4 fol. 16-17.

407 Christian Reinhard von Plücksburg, † vor 1.9.1757, 1735-1744 Oberstallmeister und Kammerjunker; Sohn von Wilhelm Karl von Plücksburg; 11.12.1747 in Zweibrücken mit Johanna Maria Henriette von Zachmann, Witwe von Wilhelm v. *Cathart zu Carbiston (Stuck: Hofpersonal, S. 144).

408 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 608; LA Speyer Best. B2 Nr. 1405/4 fol. 14-15r.

409 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 608.

410 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 608.

411 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 610.

412 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 610-611; Bonkhoff: Großbundenbach, S. 293.

413 Anm.: die Frau von Plücksburg, Witwe des Freiherrn Wilhelm von Cathart zu Carbiston, war inzwischen gestorben. Der Vormund der cathcart'schen Kinder ist nun

die Geh. Rätin von Lüls. Ihre vielfachen Bemühungen zur Erhaltung der cathcart'schen Rechtsansprüche führten zu keinem Erfolg. Die Regierung weist ihre An-

spruchsbegründungen von 1753 und 1754 ab. Nochmals 1755 versucht sie mit einer Bittschrift wenigstens eine Entschädigung für ihre Mündel zu erhalten. Erst 1762

wird dem Herrn Christian von Cathcart, herzoglich zweibrückischer Kämmerer auf herzogliche Verordnung ein Betrag von 48 fl ausbezahlt (Jotter: Die Mühlen des

Wiesbachtales, S. 611; LA Speyer Best. B2 Nr. 15405/4 fol. 33-34).

414 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 612.

415 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 612.

416 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 612.

417 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 613.

418 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 613.

419 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 613.

420 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 614-615.

421 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 124r.

422 LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 S. 42-43.

423 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 615; LA Speyer Best. B2 Nr. 1405/4 fol. 113-121r.

424 Angabe von Michael Hübner bei gedbas; http://gedbas.genealogy.net/person/show/1131804024, Abruf vom 16.6.2014.

425 LA Speyer Best. B2 Karte 1407 UNr. 7/f.67: Karte über die auf Etzenbacher Bann gelegenen, dem Etzenbacher Müller Peter Blinn in Erbbestand gegebenen Län-

dereien.

426 ref. KB Lambsborn 2, Bl. 164 Copulationseintrag vom 19.7.1768; zu den Lebensdaten: Angabe von Helmut Scheen bei Geneanet, Abruf vom 15.6.2014; Angabe von Michael Hübner bei gedbas, Abruf vom 16.6.2014.

427 Bonkhoff: Großbundenbach, S. 298.

428 Bonkhoff: Großbundenbach, S. 299.

429 Bonkhoff: Großbundenbach, S. 299.

430 Schaaff: Untertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, S. 104.

431 Bonkhoff: Großbundenbach, S. 300.

432 Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Wallhalben 1719-1798, S. 148.

433 Angabe von Helmut Scheen bei Geneanet,Abruf vom 15.6.2014.

434 Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern, S. 59.

435 Frey: Beschreibung d. Rheinkreises, Bd. 4, S. 166.

436 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 199.

437 Eilbote Landau vom 21.7.1838, Nr. 29, S. 116.

438 http://www.etzenbachermuehle.de/ Abruf vom 11.6.2014.

439 o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14 und Nr. 15.

440 s. Etzenbacher Mühle

441 o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14, leider ohne Quellenangabe.

442 zitiert bei: o.A.: Die Wies­bacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 1, leider ohne Quellenangabe.

443 o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14.

444 o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14 mit Übertragung des Kaufbriefs, leider ohne Quellenangabe.

445 ref. KB Waldmohr, Taufeintrag vom 12.4.1694.

446 ref. KB Zweibrücken, Copulationseintrag vom 17.11.1681.

447 ref. KB Waldmohr, Taufeintrag vom 3.2.1691.

448 ref. KB Lambs­born.

449 Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppen­heim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm.

450 ref. KB Lambsborn1 Bl. 8.

451 Angabe bei: o.A.: Die Wiesbacher Mühle; in: Aus heimatlichen Gauen 1934 Nr. 14 mit Übertragung des Kaufbriefs zwischen Johann Reinhardt Müller und seinem

Sohn Abraham Müller, leider ohne Quellenangabe.

452 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7.

453 Anm.: die im 30jährigen Krieg zerstörte Etzenbacher Mühle war noch nicht wieder aufgebaut.

454 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 200.

455 luth. KB Batt­weiler-Dellfeld; zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http://www.mueller-heppen-heim-home-page.t-onli­ne.de/mue-vork.htm;

LA Speyer Best B2 Nr. 294/7; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 200.

456 Jotter: Die Mühlen des Wiesbachtales, S. 607.

457 ref. KB Win­terbach und ref. KB Lambsborn, zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim, Abruf v. 26.1.2018; Bohrer/Ernst: Register ref. KB Win-

terbach, S. 96.

458 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7; LA Speyer Best. 295/5 Bl. 334-343.

459 Weber: Mühlen und Müller­handwerk, S. 200.

460 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 121r.

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