Version 2.1.2018

 

Litera R

(Roßbach - Rutsweiler)

 

 

 

Roßbach:

Stadtteil von Wolfstein, VG Wolfstein, Lk Kusel; an der Lauter südlich von Wolfstein. Roßbach gehörte zur Schultheißerei Einöllen im Oberamt Meisenheim, die 1444 von den Grafen von Veldenz an Pfalz-Zweibrücken und 1768 an Kurpfalz kam, wo es sodann ins Unteramt Wolfstein eingliedert wurde 1.

 

Mühlen:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A1 (Kurpfalz) Nr. 70: Beilegung von Irrungen mit Pfalz-Zweibrücken, u.a. wegen des Dominiums über den Lauterfluß und den daran von Pfalz-Zweibrücken erbauten Mühlen zu Oberweiler und Roßbach, 21.1.1737

- LA Speyer Best. B2 (Herzogtum Zweibrücken) Nr. 330/10: „Differenzen mit Kurpfalz wegen der Lauter und der daran zu Roßbach erbauten Mühlen ...“, 1695-1736

 

 

- Roßbacher Mühle:

heute Anwesen Mühlhausen 4/5; am heutigen Platz wurde 1695 zum ersten Mal eine Getreidemühle errichtet 2.

 

Am 25.2.1604 überreichte der Landschreiber zu Meisenheim, Johann Ludwig Schwebel, der pfalz-zweibrückischen Regierung einen An­trag auf Errichtung einer neuen Mahlmühle mit einem Gang oberhalb des Dorfes Roßbach: „Hierbei haben E. f. Gn. Gnedig zu se­hen, was Adam Silbermächer[,] Mühlarzt von Baumholder, an mich wegen Aufrichtung einer Neuen MahlMühlen zu Roßbach ge­schrieben“. Er weist zugleich daraufhin, daß der Bau einer Mahlmühle zu Roßbach sinnvoll sei, weil die Einwohner von Roßbach bisher in Ingweiler mahlen lassen müßten 3. Nach Einholung von Stellungnahmen der beteiligten Ämter erteilte Pfalzgraf Johannes am 13.5.1604 seine Zustimmung zur Errichtung der Mühle 4. Silbermächer erhielt zudem für sich und seine Erben einen Erbbe­standsbrief 5. Was aus der Mühle geworden ist, erschließt sich aus der erhaltenen Akte nicht.

 

Am 22.1.1695 wandte sich der Philipps Schäfer, „anjetzo Müller zu Berschweiler“ an regierende Herzogin Charlotte Friederike Pfalzgräfin von Pfalz-Zweibrücken (2.12.1653 – 27.10.1712). Diese vertrat den schwedischen König Karl XI, der gleichzeitig Pfalz­graf von Pfalz-Zweibrücken war. Hintergrund: Zwar wurde dem schwedischen König Karl XI. als rechtmäßigem Erben 1681 gehul­digt, doch die franzö­sische Reuni­onspolitik (1680-1697) unterband zunächst den unmittelbaren Einfluß, da Karl XI.die Rolle eines französischen Vasallen ver­weigerte. Erst sein Sohn König Karl XII. Konnte nach dem Ryswickschen Frieden am 30.10.1697 endlich den unmittelbaren Zugriff auf das ererbte Herzogtum vollziehen 6. Der Müller Philipps Schäfer aus Berschweiler beabsichtigte zu­sammen mit dem Roßbacher Ein­wohner Johannes *Schwambacher, in Roßbach eine Mühle zu errichten. In Schreiben des Philipp Schäfer heißt es u.a: „... gndst. zu ver­nehmen, wie daß ohnfern Wolffstein auf Zweybrückisch Grunde und Bann eine Mühle zu bauen Vorhabens, das darzu nöthige Waßer von Churpfälzischer Jurisdiktion herbey leiten … muß, so mir aber von den Bedienten zu Lau­tern 7nit gestattet werden will“ 8 Der Antragsteller bittet um eine „Intercession“ bei der kurpfälzischen Verwaltung, „daß mir be­sagter Waßerfall zu Auferbauung dieser Mühle möge zugelaßen werden“ 9. In einem Vermerk des pfalz-zweibrückischen Land­schreibers in Meisenheim, Schwebel, wird die Zustim­mung zu diesem Antrag empfohlen: „Wenn sich Philips Schöffer nebst Johan­nes Schwambacher von Roßbach umb einen Accord wegen des pfalz[-Zweibrückischen] Grund und Bodens, alß worauf … Schwam­bacher eine Mühle daselbst zu bauen gewillet, der Waßerfall aber Kurpfalz zu bezahlen …, in Betrachtung daß in dem Ambt Einöllen gantz keine Mühl, wo diesseitige Unterthanen mahlen köntn ...“ 10. Johannes Schwambacher erhielt später einen Erbbestandsbrief, der sich als Entwurf vom 22.7.1695 in den Akten erhalten hat 11. Auch wegen des Bannrechts dieser Mühle gab es Korrespondenz zwischen den beteiligten pfalz-zweibrückischen Behörden 12. Nachdem eine entsprechende Order des Oberamts Meisenheim ergan­gen war, beschwerten sich die Einwohner der Schultheißerei Einöllen u.a. über die mit der Bannpflicht verbundene längere Anfahrt. Mehrere Gemeinden der Schultheißerei lagen näher an anderen Mühlen, z.B. in Wolfstein und Heintzenhausen. Weiterhin wurde gel­tend gemacht, „daß der Johannes Schwambacher das Müllerhandwerk weder erlernt noch erwandert [!] und … nicht so gute Mühl­steine und ander Geschirr hat, wie die benachbarte Müller 13. Darüber zog sich das Verwaltungsverfahren hin. Auf eine Erinnerung des Schwambacher wurde dieser mit Schreiben vom 25.7.1700, unter Hinweis auf die gemachten Einwendungen, zur Geduld er­mahnt 14. Das Verwaltungsverfahren zog sich in der Folge erheblich in die Länge, worauf sich der Müller Schwammbacher mit Schreiben vom 17.9.1705 (!) beschwerte und um baldige Ausfertigung seines Erbbestandsbriefs erinnerte 15. In diesem Zusammen­hang machte das kurpfälzische Oberamt Lautern mit Schreiben vom 26.7.1707 unter Bezugnahme auf das auszugsweise abschriftlich beigefügte „Wolffsteiner Ampts Hebregister“ von 1628-1632 geltend, daß das „Bachgelt“ von „3 fl [von] Simon Keller von Ober­weiller, von der Tüef [?]-Bach, vom Oberweiler Steeg an, biß an Biebersgraben, da sich das Ampt Wolffstein endet“und mithin der gesamte Lauf der Lauter zum kurpfälzischen Bereich gehört. Weiterhin wird auf die verwandschaftliche Beziehung zwischen dem [jetzigen, d.h. 1707] Schultheißen von Einöllen und dem Simon Keller hingewiesen: „Dieser Simon Keller war deß jetzigen … Schultheißen von Einöllen Großvatters Bruder“16 . Dem widersprach nun wieder die pfalz-zweibrückische Verwaltung, die dem Hinweis auf der „Bachgeld“ als „nicht ausreichend“ ansah 17 und ihrerseits ein Verzeichnis der Wälder und Bäche im Oberamt Mei­senheim vorlegte, in dem u.a. die Lauter im streitigen Bereich vollständig zu Pfalz-Zweibrücken gehörte 18.

 

Am 2.2.1706 erhält Johannes *Schwambacher einen Erbbestandsbrief für die neue Mahlmühle in Roßbach. Darin heißt es: „Daß er die bemelte Mühle wie er solche bisher besessen nach Erbbestandsrecht fernerhin inha­ben, nutzen und genießen, in gutem Bau be­ständig erhalten und keineswegs wieder in Abgang kommen lassen, weniger ohne expres­se herrschaftliche Verwilligung verkaufen, tauschen, verpfänden oder in an­dere Wege alienieren soll [...] 2) [....] die Unterthanen der Schultheißerey [...]. Alß soll ihnen ferner keineswegs irgend wo anders alß bey dieser und dann derjenigen Mühlen, welche der Jacob ohnweit Ohmweiler auffzubauen Erlaub­nuß erhalten und beede Mühlen diesen Bann gemeinschaftlichen genießen sollen und nicht ihre Früchte mahlen zu laßen, freystehen, sondern bey Straff des doppel­ten Molters verbotten seyn.” 19

 

Wegen den Mühlen an der Lauter kam es zu Streitigkeiten zwischen Kurpfalz und Pfalz-Zweibrüchen. In einer Urkunde des kaiserli­chen Notars in Mainz NN. von Leiningen vom 22.4.1700 wird davon berichtet, daß dieser weisungsgemäß Zeugen in Wolfstein in dieser Streit­sache zu vernehmen habe. 20. Die Streitigkeiten nahmen in den Folgejahren an Schärfe zu. Das kurpfälzische Oberamt Lautern drohte 1710 sogar mit der „Ruinierung der Roßbacher Mühle“. Daraufhin kam es zu Protesten der königlich schwe­disch-zweibrückischen Regie­rung bei der kurpfälzischen Regierung. Diese teilte mit Schreiben vom 31.7.1710 an die zweibrückische Re­gierung mit: „Was dieselbe wegen der vom Oberamt Lautern angetrohter Ruinierung der auf der Lauterbach, nahe bey Roßbach neu-auferbauten Mahlmühl ahn uns gelangen laßen, wollen, solches habe ab derselben ahn uns abgelaßenem Schreiben unterm 11ten dießes … wir nun von der Sa­chen Beschaffenheit fernere Information einziehen werden, inzwischen aber dem Oberambt Lautern an­befohlen haben, biß auff ander­werthe Verordnung …. ferner nichts vorzunehmen“ 21. Diese Irrungen wurden erst durch den Mann­heimer Vertrag vom 1737 beigelegt 22.

 

Johannes Schwammbacher und seine Ehefrau Maria Elisabeth NN. hielten die Streitigkeiten nicht durch und verkauften 1710 die Roßba­cher Mühle an den kurpfälzischen „Herrn Major und Commendanten zu Schloß Wolfstein, Ferdinand Benck von Hennenberg“ und dessen Ehefrau Elisabeth für 2001 Gulden 23. Am 22.2.1723 wendet sich ein „M. E. De Benckin“ wegen der Roßbacher Mühle an die pfalz-zwei­brückische Verwaltung in Meisenheim. Auf der Rückseite des Schreibens heißt es: „Unterthänigste Remonstrations- und Bitt­schrift der beyden Fräulein von Benck zu Creutznach wohnhaft“, mithin handelt der Unterzeichner als Vertreter der beiden „Fräulein“, die wohl Er­ben des Ferdinand Benck von Hennenberg sein dürften. In dem Schreiben wird auf die bekannten Streitigkei­ten zwischen Kurpfalz und Pfalz-Zweibrücken verwiesen, die durch einen Zwischenvergleich, abgeschlossen auf einer Konferenz in Worms vom 8.10.1723 verwie­sen. Danach sollte der Pächter der von Benck'schen Mühle in Roßbach die Pacht entweder an einen Se­quester zahlen oder dem Müller für eine geleistete Pachtzahlung Kaution seitens der pfalz-zweibrückischen Verwaltung geleistet wer­den. Entgegen diesem Vergleich sei der Müller vom pfalz-zweibrückischen Oberamt Meisenheim unter Androhung der Exekution zur Pachtzahlung aufgefordert worden. Die Beschwerde war erfolgreich und an den Keller zu Meisenheim, Kellermann, erging seitens der pfalz-zweibrückischen Verwaltung entspre­chende Weisung 24. Auch in der Folgezeit kam es zu keiner Einigung, wie sich aus ei­nem Aktenvermerk der pfalz-zweibrückischen Regierung vom 8.1.1726, unterzeichnet von Freiherr Haumüller zu Mühlenthal 25, er­gibt 26.

 

Am 27.6.1729 verkauften die Witwe Maria Elisabetha de Metton geb. von Benckin und Herrenberg 27 und deren Schwester Maria Ca­tharina von Benckin von Heydelberg die Roßbacher Mühle an Philips *Leiß aus Albersbach 28 im kurpfälzischen Oberamt Lautern und dessen Ehefrau Anna Margretha für 3000 fl 29. Dadurch war die Auseinandersetzung wegen der rückständigen Pacht nicht erle­digt, wie sich aus der erhaltenen Korrespondenz der Folgejahre ergibt. Am 10.10.1729 erteilte der Pfalzgraf bei Rhein, Gustav Samu­el Leopold [von Pfalz-Zweibrücken ]dem Jakob [!] Leiß einen Erbbestandsbrief, den dieser mit „Filbs“ Leiß unterschrieb 30. Mit Schreiben vom 8.2.1731 beantragte der Müller „Philipps“ Leiß beim Oberamt Meisenheim die Rückerstattung des gezahlten Laude­miums von 800 [!] fl. Er gab an, auf die Rückzahlung angewiesen zu sein, um sich auf der Mühle halten zu können. Zur Begründung führte er u.a. aus, daß ihm 1730 durch Hochwasser ein erheblicher Schaden an der Mühle entstanden sei und „das jüngst verflossene Jahr gefallene Schloßen und Hagel Wetter, so die Früchte im Roßbacher Bann und andern benachbarten Orten … sämtlich ver­schlagen“ habe. Dadurch habe die Mühle die halbe Zeit stillstehen müssen 31. Leiß war darüber hinaus rückständige Pacht von 52 Mltr Korn und 40 Mltr Hafer schuldig ge­blieben 32, die sich 1734 auf 71 Mltr Korn erhöhten 33. Nachdem die Streitigkeiten zwi­schen Pfalz-Zweibrücken und Kurpfalz durch den Mannheimer Vertrag vom 1737 beigelegt worden war unter Aufteilung der Müh­lenpacht auf beide Herrschaften 34, wurde die Mühlen­pacht angehoben. Erneut kam es zur Diskussionen mit dem Müller über den Pachtrückstand. In einem Aktenvermerk vom 13.3.1738 an das Oberamt Meisenheim heißt es: „Es hat zwar der Roßbacher Mühlen­beständer Philipp Leyser [!] ohnlängst Supplicando nachgesucht, daß ihm zu Lieferung seiner rückständigen Pacht eine sechs biß sie­benjährige Dilation bewilligt werden mögte“, hierauf ließ sich das Oberamt jedoch nicht ein und ordnete an: „rückständige Roßbach Mühlenpfacht soll eingetrieben und keine Dilation verstattet werden“ 35.

 

Am 21.1.1737 kommt es zu einem Vergleich zwischen Kurfürst Karl Philipp von der Pfalz und der Pfalzgräfin-Witwe Karoline geb. Gräfin zu Nassau-Saarbrücken als Vormünderin des Herzogs Christian III. von Zweibrücken betr. u.a. die von Pfalz-Zweibrücken erbaute Mühle am Lauterfluß zu Roßbach 36.

 

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Meisenheim, erstellt 1743, ist folgendes vermerkt: “liegt an der Lauter (bei Wolfstein), hat 3 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang; 5 Dörfer des Amtes Einöllen sind hierher gebannt; Pacht: 10 Malter Korn und 6 fl. jährlich nach Meisenheim, 6 Ma Korn und 6 Ma. Hafer nach Wolfstein 37. 1744 übernahm Johann Georg *Dörr aus Reh­born die Roßbacher Mühle 38 von Philipp Theiß für 2900 fl und 50 fl Trankgeld 39. Dieser Johann Georg Dörr hatte die Mühle bis zu seinem Tod Ende 1754 inne; ab dann übernahmen der Sohn Jacob Dörr und der Schwiegersohn Jakob Pül­ve die Mühle vor der Erbenge­meinschaft der vier hinterlassenen Kinder des verstorbenen Müllers Dörr 1754 für 3050 fl 40.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Mühle, die damals noch zum pfalz-zweibrückischen Ober­amt Meisenheim gehörte, wie folgt beschrieben: „Die Roßbacher Mühl [hat] 3 Wa­ßerräder welche einen Mahl und einen Scheel­gang treiben; [zahlt an Pfacht] 10 Mltr Korn, 6 Mltr Haber hierher [im Original geklam­mert], 6 Mltr Korn, 6 Mltr Haber nach Wolf­stein [im Ori­ginal geklammert]; das in 5 Dorffschaften bestehende Amt Einöllen, worin­nen 80 famil: befindlich, seynd hierher und in die Oberweiler Mühl gebt.“ 41

 

Am 30.3.1757 beantragte der Müller auf der Roßbacher Mühle Jakob Pulve 42 einen Nachlaß der rückständigen Erbpacht aus 1756. Hierzu führt er aus: „meine zu Roßbach … gelegene Erbbestandts Mühle, welche vor diesem von Tannen Holtz erbauet gewesen. Vor ohngefehr 2 Jahren dergestalten baufällig gewesen, daß ich mich genöthigt gesehen, selbige niederzureisen, und von Grund auf wieder­um neu, und zwar mit Eichenholtz aufzuführen“. Unterm 27.4.1757 bestätigen Schultheiß und Gericht des Amtes Einöllen, „das der Meist­er Müller Jakob Püllver zu Roßbach“ vor zwei Jahren seine Mühle neu errichtet mußte, „und dann an bey den nächst ver­gangenen Winter durch daß entstandene, all zu großen Gewässers, unterhalb der Mühle durch einen kleinen Fluß Wassers und Gra­bens, der Lau­ter Fluß mit Kieß und Steinen zu geflößet, das sich dadurch das Hinterwaßer zurück gestellet, daß also der selbe wäh­rende Zeit nicht hat mahlen können, und ist dahero genöthiget gewesen, ein Stück Wiesen Landt vor die kleine Bach und Graben zu erkaufen und zwar um 90 fl bahres Geld, damit selbiger Fluß in einen anderen Lauf gehet ...“ 43. Dem Antrag des Müllers Pulve wurde stattgegeben. Durch den Neubau der Mühle war der Müller Pülve in Zahlungsschwierigkeiten geraten und mußte seine Hälfte der Mühle an seinen Schwager Jacob Dörr für 1201 fl im Wege der öffentlichen Versteigerung, mangels anderweitigen Gebots, ver­äußern 44. Jacob Dörr er­hielt am 8.7.1758 einen Erbbestandsbrief über die Roßbacher Mühle 45. Aber auch Jacob Dörr befand sich bald in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, woraufhin das Oberamt Meisenheim am 2.3.1761 den Schultheißen von Einöllen beauf­tragte, das schatzbare Vermö­gen des Dörr zu ermitteln 46. Im einem Bericht vom 5.2.1762 heißt es: „Obwohlen denen Erbbestandern wegen erlittenen Waßer und Wetterschäden kein Nachlaß zu geschehen pfleget, so stellt man jedoch Höchster Gnade unterthänigst anheim, ob nicht supplicieren­dem Müller, in betreff deren angeführten und gerichtl. verificirten allerdings bedauerungs-würdigen Umständen zu Abführung des noch rückständig schuldigen Pfachts ad 5 ½ Mltr. Korn, und 5 Mltr Habern, als um deren Nachlaßung derselbe unterthänigst ansteht, eine ge­raumliche Frist, allerfalls biß nächstkünftigen Martiny ...“ einzuräumen 47.


In diesem Zusammenhang verwies die Schultheißerei Einöllen in einer Stellungnahme vom 30.1.1762 „auf de[n] große[n] Hagel Schlag verwichenes Jahr geschehen“ 48, der dazu führte daß seitens der Dörfer Roßbach, Hohenöllen und Einöllen „ihm wenig und schlechte Früchten wegen dem erlittenen Schloßen Wetter zur Mühle“ gebracht wurden 49. Dem Müller Dörr wurde daraufhin mit Verfügung vom 6.3.1762 genehmigt, den Rückstand in Raten zu leisten 50.

 

Um 1770 (err.) war Jakob *Pilwin der Müller auf der Roßbacher Mühle; ∞ mit Sara NN:, seine Tochter Juliana Pilwin heiratet am 30.8.1789 den Feldschütz und Witwer aus Fohren, Johannes Gruber 51.

 

1781 kommt es zur freihändigen Versteigerung der „Roßbacher Cameral Erbbestandt Mühle“ 52 durch den Müller und Erbbeständer Ja­cob Dörr 53. Der Müllermeister Johann Martin *Müller, Erbbestandsmüller aus Heinzenhausen ersteigerte am 22.6.1782 die Roß­bacher Mühle und erhielt daraufhin durch Verfügung der kurpfälzischen Hofkammer vom 22.6.1782 den Erbbestand an der Mühle übertragen 54. 1788 beabsichtigte Martin Müller seinen Roßbacher Mahl- und Ölmühle versteigern zu lassen und erhielt am 10.1.1788 die hierzu erforderliche behördliche Genehmigung. Da jedoch kein ausreichendes Gebot erfolgte, übertrug Martin Müller nunmehr seine Mühle am 14.4.1789 an seiner Schwiegersohn Jacob Stephan zum Kaufpreis von 3500 fl 55.

 

Martin Müllers Tochter, Susanna Müller, heiratet den späteren Müller auf der Roßbacher Mühle, Jakob *Stephan (Eltern der Kathari­na Ste­phan, ∞ 26.4.1809 in Roßbach mit Johann Adam Alther aus Kaiserslautern, Sohn des Philipp Peter Alther und der Margaretha Folz) 56.

 

Im 19. Jh. kam die Mühle in wirtschaftliche Schwierigkeiten, wahrscheinlich wegen zu geringer Auslastung und starken Konkurrenz. Nach einem Brand von 1870 verarmte die Betreiberfamilie Stephan verarmte in den Folgejahren völlig 57.

 

Die Mühle brannte 1870 ab und wurde 1871 um 2 Stockwerke erhöht in der heutigen Form errichtet 58. Nach dem Brand wurden die Gebäude, mit „Wasserbau nebst Mühleneinrichtung“ neu aufgebaut, wobei die Herstellung der beiden Wasserräder den Richtlinien „neuerer Construction“ entsprach 59. Trotz dieser technischen Verbesserung konnte der Betrieb die im Rahmen des Neubaus eingesetzt­en finanziellen Mittel nicht mehr erwirt­schaften 60. An anderer Stelle heißt es dagegen „..die Geldmittel zum Neubau nicht aus­reichten ...“ 61. 1896 bis 1923 diente das Gebäude als Bürstenfabrik, seit 1923 ist es Elektrizitätswerk 62. Die Gebäude brannten 1925 teilweise aus 63.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird als Handelsmüller in Roßbach genannt der Jacob Stephan 64.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1766: Begradigung der Lauter in der Gemeinde Rutsweiler bis zur Roßbacher Mühle, 1760

 

Photo:

- Denkmaltopographie Bd. Kusel, S. 295

- Schick/Kirch: Wolfstein, S. 104

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/4: Rohsbach. Acta, die Lauter betreffend, 1700-1787.

 

 

- Ohligmühle:

1761 ist die Ölmühle des Jakob Dörr erwähnt 65. Dieser Jacob Dörr, der auch die Mahlmühle der Roßbacher Mühle innehatte, wand­te sich am 7.7.1761 an die beiden Landesherrschaften und beantragte, „eine Öhl Mühle neben meiner Mahl Mühle errichten zu dör­fen“ 66. In einem hierzu ergangenen Aktenvermerk vom 8.7.1761 heißt es: „... das der wenige Kohl und Raps so in der Schultheiße­rey Einöllen wachset aus Mangel einer … Öhl Mühl alles auf Wolfstein gebracht und alda geschlagen wird, weillen solches aber auch nicht viel aus macht[,] ist der Müller um so weniger im Stand einen großen Pacht auf die Mühl zu nehmen.“ Der Verfasser des Ver­merks ist gleichwohl der Ansicht, daß dem Antrag des Jacob Dörr auf Genehmigung einer Ölmühle stattgegeben werden sollte, „... das jährlich besser drey Gulden vor gdgste Herrschaft eingezogen werden als gar nichts ..“ 67. Die pfalz-zweibrückische Rentkam­mer Zweibrücken erteilt am 18.7.1861 die beantragte Genehmigung gegen Zahlung eines jährlichen Erbzinses von 3 fl 68, der wegen des Kondominiums mit Kurpfalz erforderlichen Konsens verzögerte sich jedoch. Dennoch begann Dörr mit dem Bau der Ölmühle und wurde durch Verfügung der Churpfälzischen Hofkammer vom 1.9.1761über die Amtskellerei Wolfstein aufgefordert, die Bau­maßnahmen einzustellen 69. Mit Schreiben vom 8.10.1762 teilte der Müller Jacob Dörr der pfalz-zweibrückischen Rentkammer mit, daß er „wegen der …an der Lauter neben meiner Mahl Mühle errichteten Öhl Mühle“ die kurpfälzische Genehmigung nunmehr er­gangen sei, nachdem die Einsprüche anderer Müller zurückgewiesen worden waren 70. Diesbezüglich hatte die kurpfälzische Hof­kammer am 14.9.1762 mitgeteilt, „daß der zweybrückische Müller zu Roßbach Oberamts Meisenheim nahmens Jacob Dörr die von ihme auf dem Lauterfluß aufgebaute Ohlig Mühle gegen Entrichtung jährler drey Gulden Erbzinß zu Kellerey Wolfstein“ betreiben dürfe. Zugleich erging an den kurpfälzischen Amtskeller Heyler die „Weisung …. die durch diese Mühl graviert zu seyn vermögende Wilhelm *Scheid[t] zu Schmesbach [Schmeißbacher Mühle], und Jacob Koehler zu Wolffstein mit ihren ohngegründeten Gesuch ab- und zur Ruhe zu verweisen“ 71.

 

Wegen der Ölmühle gab es weitere Schwierigkeiten; zum einen blieb der Müller Dörr den Erbzins schuldig, zum anderen war ihm der zugesagte Erbbestandsbrief noch Anfang 1764 nicht erteilt worden, „vermutlichen ist dieser in Vergeß gerathen“ 72.

 

Der Müllermeister Martin *Müller, Erbbestandsmüller aus Heinzenhausen erstei­gerte am 22.6.1782 die Roßbacher Mühle 73.

 

 

 

 

 

Rosselmühle:

s. Maßweiler

 

 

 

 

 

Rothbach, Gewässer:

s. auch Kupferthal

 

Der Rothbach entspringt im nordöstlichen Pfälzerwald unweit der Autobahn 6 zwischen den Anschlußstellen 17 (Enkenbach-Alsen­born) und 18 (Wattenheim) in der Nähe des Parkplatzes 'Entenpfuhl'. Stets in Richtung Osten fließend unterquert der Bach zunächst die Landesstraße 520, die dort von Hertlingshausen nach Wattenheim verläuft. Dann passiert er die Hetschmühle (s. Kupferthal) und trifft auf die Kreisstraße 20, die für den Rest seines Laufs am Bach entlangführt. Im Bereich des Wasserwerks und der Hammermühle streift er das südliche Siedlungsgebiet der Gemeinde Wattenheim. Nach insgesamt fünf Kilometern mündet er in Altleiningen unter­halb der gleichnamigen Burg von links in den Eckbach 74.

 

 

 

 

 

Rothenkircher Hof:

Stadt Kirchheimbolanden, VG Kirchheimbolanden, Lk Donnersbergkreis; das ehemalige Prämonstratenserkloster Rothenkirchen und heutige Hofgut liegt einige Kilometer westlich der Stadt an der Landstraße nach Kriegsfeld, zwischen Haide (Stadtteil von Kirch­heimbolanden) und Oberwiesen.

 

Das Kloster Hane in Bolanden wurde 1120 als sogenanntes Doppelkloster der Augustiner-Chorherren durch Werner I. von Bolanden gestiftet. Der Konvent trat ca. 1135 dem Orden der Prämonstratenser bei. Die Schwestern übersiedelten bald darauf nach Rothenkir­chen. Etwa im Jahre 1180 tauschten beide Konvente ihre Klöster, so dass die Prämonstratenser von nun an im Kloster Rothenkirchen lebten. Im Bauernkrieg 1525 teilweise zerstört, bestand die Klostergemeinschaft 1527 nur noch aus fünf Ordensleuten. Mit Zustim­mung des Generalabts in Prémontré übertrug der Abt das Kloster 1543 an den Grafen von Nassau, was aber später widerrufen wurde. Dennoch säkularisierte der Graf 1554 das Kloster und wandelte es in eine nassauische Domäne um. Außer dem Refektorium blieb vom alten Kloster nichts erhalten. Seit 1999 steht der "Rothenkircherhof" unter Denkmalschutz 75.

 

Mühlen:

- Achatschleifmühle, Rothenkirchermühle:

Erbbeständer in den 1770er Jahren waren die Brüder Johann Henrich *Schwab und Martin *Schwab; ihr Bruder Peter *Schwab war mit anderen Erbbeständer des Jaspis- und Achatwerkes in der Grafschaft Falkenstein; dieses Werk beabsichtigte, die unbearbeiteten Steine ins Ausland, die Grafschaft Nassau-Weilburg zu verbringen und in der Achat-Schleifmühle auf dem Rothenkircherhof bearbei­ten zu lassen; sie wurde jedoch zunächst mit einem Ausfuhrverbot belegt 76. Die "Gewerkschaft", die das Achat- und Jaspis Berg­werk am Köhlersberg bei Falkenstein um 1789 betrieb, errichtete am Rothenkircher Hof eine Achat- und Jaspis Schleifmühle, in der die gewonnen Halbedelsteine verarbeitet wurden. Es gibt Hinweise, daß das Werk noch zu Beginn des 19. Jh. Bestand 77. Die Jas­pisgesellschaft fand sich 1791 mit 10 Kuxeninhabern zusammen, der Mangel an Rohmaterial führte 1823 durch Martin Schwab zur Umwandlung in eine Mahlmühle, die dann aber ebenfalls aufgegeben wurde 78. Die Rothenkirchermühle stellte 1850 den Betrieb ein 79.

 

Anna Maria Theiß, luth., geb. 13.10.1794 Würzweiler – 22.5.1835 Rothenkirchermühle im Alter von 40 Jahren, 7 Monate, 9 Tage; wohnhaft Rothenkirchermühle

 

Karten:

- Kremb, Klaus: Wüstungen im Raum Kirchheimbolanden und Bolanden; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlun­gen in der Nordpfalz, 191; die Rothenkirchermühle ist in der Tranchot-v. Müfflingschen „Karte der Rheinlande“ von 1812/19 als „Schleifmühle“ eingezeichnet

- Stadtarchiv Kirchheimbolanden, Abb. Bei Lucae/Lucae: Kirchheim und seine Bürger, S. 186

 

Literatur/Urkunden:

- Schwab, Heinrich: Die Rothenkircher Schleifmühle und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1982, S. 10 ff

- Schwab, Heinrich: Die Rothenkircher Schleifmühl und die Jaspisgesellschaft; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und

Klein­siedlungen in der Nordpfalz, S. 207-210

 

 

 

 

 

Rott / Elsaß:

südwestlich von Wissembourg gelegen; war pfalz-zweibrückisch und gehörte zum Amt Cleeburg.

 

Das pfalz-zweibrückische Amt Kleeburg umfaßte 2 Unterämter: 1. Schloß Kleeburg mit Hofen (Hoffen), Hunspach, Ingolsheim, Rott und Steinselz; 2. Schloß Katharinenburg (1620 gegründet) mit Birlenbach (seit 1618),Bremmelbach und Keffenach (seit 1649) und einen Teil von Schönenburg (seit 1651). Dazu noch einen Teil von Langensulzbach. Ein Teil des Amtes (Kleeburg, Rott, Steinselz und Oberhofen) gehörte ursprünglich zum Mundat der Abtei Weißenburg, kam jedoch früh in den Besitz von Kurpfalz (Kleeburg selbst erst 1350) und wurde mit einem anderen Teil (Hunspach, Hofen, welches gleichfalls ursprünglich weissenburgisch war, und In­golsheim) vereinigt, der schon im 14. Jh. zu Kurpfalz gehörte.Bedeutende Teile des Amtes, so Kleeburg, Hunspach, Steinselz, Rott, Ingolsheim, Oberhoffen und Hoffen waren im 14. und 15. Jh. als Unterlehen von Kurpfalz im Besitz der Puller von Hohenburg, ka­men jedoch vor und nach 1482 an Kurpfalz zurück. 1504 wurde der größte Teil des Amtes von Kaiser Maximilian I. Der Kurpfalz ab­erkannt und an Pfalz-Zweibrücken als Lehen übertragen, in dessen Besitz es fortan blieb.Mit Pfalzgraf Johann Casimir wurde am An­fang des 17. Jh. eine Linie Zweibrücken-Kleeburg gestiftet, deren Mitglieder zu Kleeburg residierten und die erst 1718 wieder mit der Hauptlinie vereinigt wurde. 1680 erfolgte die Reunion des Amtes mit Frankreich, die 1697 durch den Rijswijk Frieden bestätigt wurde. 1787 erkannte auch Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld die französische Gebietshoheit über diesen Gebietsteil an 80.

 

Mühlen:

- Retzmühle, Rötzmühle:

die „Rötzmühle“ besteht seit 1731 81. In Rott gibt es noch heute die „Rue du Moulin Roetz“.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 82 wird die Mühle in Rott wie folgt beschrieben: „Die Retz­mühle bey Rott [hat] 1 Waßer Rad welches einen Scheel et einen Mahlgang alternative treibet; [zahlt an Pfacht] 2 Malter Korn; ist keine Bann Mühle und kan hier mahl was will.“

 

1901 wird sowohl die „Rötzmühle“ als auch eine Getreidemühle in Rott in der Landesbeschreibung von Elsaß-Lothringen erwähnt 83.

 

 

 

 

 

Rubenheim / Saarland:

OT von Gersheim, Lk Saarpfalz-Kreis; im südlichen Bliestal nördlich von Herbitzheim gelegen; bis 31.12.1973 war Rubenheim eine selbständige Gemeinde, ab 1.1.1974 OT von Gersheim.

 

Im 30jährigen Krieg wurde das Dorf fast völlig zerstört. Unter den späteren Reichsgrafen von der Leyen kam es in der 2. Hälfte des 17. Jh. zur Ansiedlung von Neusiedlern die vorrangig aus dem Alpenraum stammten. Daran erinnert noch heute das „Kleintiroler Weiherfest“ 84.

 

Mühlen:

- Rubenheimer Mühle:

im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird am 13.11.1826 die Zwangsversteigerung der Rubenheimer Mühle angekündigt: „... auf Be­treiben des Herrn Daniel Levi, Handelsmann wohnhaft in Blieskastel, als Cessionar des Johann Baptist Ade von Rubenheim … die seinem Schuldner Johann Schuder, Müller, wohnhaft zu Rubenheim zugehörige in besagtem Dorf Dorf gelegene Mahlmühle ….. ver­steigert, nämlich: Section A. Nro. 636, 652, 653, 656, 658 und 659 … die Mühle, bestehend in einem zweistöckigen Gebäude, sammt Scheuer Stall und drey daneben befindlichen Schweinställen, samt …Hofgering, Garten ...“ 85.

 

 

 

 

 

Ruchheim:

Stadtteil von Ludwigshafen

 

Mühlen:

- Mühle zu Mittelhage:

 

Urkunden/Literatur:

- Irschlinger, R.: Das Dorf Ruchheim und die Mühle zu Mittelhage als Hirschhornisches Lehen der Grafen von Leiningen; in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, 60, 1962, S. 88 ff.

 

 

 

 

 

Rülzheim:

VG Rülzheim, Lk Germersheim; war bischöflich-Speyerisch und gehörte zum Oberamt Lauterburg; Sitz der Amtskellerei Rülzheim 86. Nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg stand der Ort unter französi­scher Verwaltung. ++++prüfen++++

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von 118 katholischen und 8 jüdischen Familien auf 87.

 

 

Mühlen:

zum Ort Rülzheim zählen die Obermühle und die Untermühle auf der Klingbach 88.

 

Um 1818 war Ferdinand *Hoffmann als Müller in Rülzheim ++++klären: welche Mühle++++. Dieser war Vormund der minderjähri­gen Kinder des verstorbenen Müllers in Berg, Ferdinand *Harder. Vor 1818 verstirbt der frühere Müller in Berg, Ferdinand Harder; Vater der 1818 noch minderjährigen Kinder Ferdinand, Franz und Joseph Harder. Diese werden durch den Vormund Ferdinand Hoff­mann, einen Müller aus Rülzheim vertreten. Dieser Vormund ließ eine zur Erbengemeinschaft gehörenden Forderung gegen den Schuldner Franz Joseph Weißenburger, Gastwirt „Zum schwarzen Rappen“ in Berg beitreiben und dessen Haus mit Gastwirtschaft in Berg zwangsversteigern 89.

 

1864 wird Ferdinand Hofmann, „Müller in Rülzheim“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 90. +++klären : welche Mühle+++

 

 

- Neumühle:

+++klären : ob identisch mit der Ober- oder Untermühle+++

 

Der Müller Andreas *Brunner wird 1742 als angehender Neumüller in Rülzheim genannt 91.

 

 

- Obermühle:

südlich von Rülzheim an der Altbach gelegen 92.

 

In einer Annonce im Landauer Eilboten vom 13.4.1850 bietet der Max Kitt „in der Rülzheimer Obermühle“ den von Verkauf gemah­lenem „Neckar-Gyps“ an 93. Am 21.5.1853 annoncierte der „M. Kitt“ von der Rülzheimer Obermühle den Verkauf von gemahlenem Gips 94: „Es sind wieder mehrere Ladungen Gypssteine eingetroffen und kann man nun von heute an wieder jeden Tag ge­mahlenen Gyps bekommen ...“

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte der Amtsgerichte Germersheim und Kandel von 1899

 

Urkunden/Literatur:

- Schwarz, Albert: Die Rülzheimer Obermühle, ein ehemaliges bischöflich-speyerisches Lehen; in: Rülzheim, Heimatbrief 1975 , S. 20-21

 

 

- Ölmühle:

1728 gab es in Rülzheim eine Ölmühle, die als als Göpelwerk, d.h. als Roßölmühle betrieben wurde 95.

 

 

- Untermühle:

ein gutes Stück östlich des Dorfes in Richtung auf Hördt gelegen 96.

 

Um 1793 war Michael Hofmann auf der Untermühle in Rülzheim. Sein Sohn Joh. Mauritius Hoffmann „ex molina inferiore in Rilsheim, fil. Leg. Michael Hofmann in no[a]-tata Molina“ heiratet am 17.1.1793 in der kath. Kirche in Kuhardt die Therese Schmitt aus Rülzheim 97.

 

In einer Annonce im Landauer Eilboten vom 13.4.1850 bietet der Johann Adam Heubel „auf der Untermühle zu Rülzheim“ den Ver­kauf von gemahlenem „Neckar-Gyps“ an 98.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte der Amtsgerichte Germersheim und Kandel von 1899

- LA Speyer Best. W1 Nr. 17423: Gemarkungen Hördt und Rülzheim mit Ortslagen Untermühle (Rülzheim) und Klostermühle (Hördt), o.D. 1941-42, 1954

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. H34 Nr. 479: Wanzenheimer Mühle in Rheinzabern. Setzung eines Eichpfahles bei der Untermühle zu Rülzheim mit Plan, 1882-1922

- Ochsenreither, A.: Müller und Mühlen unserer Heimat; in: Rülzheimer Heimatbrief. 2, 1964, H. 2, S. 13-17

 

 

 

 

 

Rüssingen:

VB Göllheim, Donnersbergkreis; nordöstlich von Göllheim, am Wiesenbach gelegen.

 

Erstmals 771 urkundlich im Lorscher Codex („Rossunger marca“) erwähnt. Zunächst im Wormsgau, später im Nahegau gelegen, ge­hörte das Dorf im hochmittelalterlicher Zeit zum bolandischen Besitz. Um 1190 verfügte Werner II. von Bolanden als Lehen von den Leiningern über die Grafenrechte. Nach 1288 kam Rüssingen an die Grafen von Sponheim-Dannenfels und ging 1393 an die Grafen von Nassau-Saarbrücken, 1574 auf deren Linie Nassau-Weilburg über 99. Das Dorf gehörte zur Grafschaft Nassau-Weilburg und war wie die gesamte Grafschaft konfessionsmäßig lutherisch 100.

 

Mühlen:

im Katasterplan von 1841 ist der Flurname „Mühlpfad“ eingezeichnet 101.

 

Aus Rüssingen stammt der spätere Müller auf der Inselmühle / Saass’sche Mühle in Obrigheim Georg *Bernhard (†1831), Müller aus Rüssingen; möglicherweise ein Enkel von Johann Konrad *Bernhard († Rüssingen 1.5.1726); verheiratet mit Katharina Elisabetha Decker; über seine Ehefrau Miteigentümer der Inselmühle oder Saass'schen Mühle in Obrigheim 102.

 

 

 

 

 

Rumbach:

VG Dahner Felsenland, Lk Südwestpfalz; östlich von Fischbach bei Dahn, südlich von Bundenthal gelegen; war pfalz-zweibrückisch

 

Mühlen:

- Falkenmühle bei Bundenthal, früher Wegelnburgmühle:

die Mühle liegt unmittelbar am rechten Ufer der Wieslauter auf der Gemarkung von Rumbach, jedoch unmittelbar bei der Gemeinde Bundenthal 103 direkt an der Westseite des Dorfes Bundenthal.

 

Die Bundenthaler Mühle lag rechtsseitig der Wieslauter auf der Gemarkung von Rumbach und gehörte zum pfalz-zweibrückischen Amt Wegelnburg 104.

 

Gehörte zunächst zur Burg und Amt Wegelnburg. Zum Amt Wegelnburg gehörten nur zwei Mahlmühlen, die dem Herzogtum Zwei­brücken zuständig waren, die Schönauer Mühle und die Falkenmühle bei Bundenthal 105. 1322 wurde durch Kaiser Ludwig der Bayer die Wegelnburg und das zugehörige Amt der neugeschaffenen Landvog­tei Hanau zugeschlagen. Das ehemalige Reichsgut Amt Wegelnburg wurde in der Folge an die Kurpfalz verpfändet und fiel nach 1410 mit dem Tod des pfälzischen Kurfürsten Ruprecht III. (1398-1410 Kurfürst, 1400-1410 deutscher König Ruprecht I.) aufgrund des kurpfälzischen Hausvertrags von 1400 im Wege der Erb­teilung an die Pfalzgrafschaft, später Herzogtum Pfalz-Zweibrücken.

 

In einem Vertrag zwischen dem Kloster Weißenburg und den Gebrüdern Eckbrecht von Dürkheim aus Drachenfels vom 6.12.1447 wegen des Holzflößens und Fischens auf der Wieslauter heißt es u.a.: „... berürn den zol uff der Lutern von flotz holtz, und hat innen abtt Philips gegont zu fischen uff der Lutern von Bundendalle müle an biß an den Heselndalle uff dem staden noch Wegelnburg, und darumb sollen sie dem stifft verbunden sine, nit widder den stifft zu thun oder gestatten gethon werde, auch ob iemant flotzen wolt zuverbotten ziten ….“ 106.

 

Im Zinsbuch der Wegelnburg von 1452 107 ist die Wegelnburger Mühle mehrfach erwähnt. Dort heißt es: Zins von gelt zu winstern­heym [Anm.: Finsternheim, heute OT von Bundenthal] It. (Anm.: = item) 1 guldn gipt der Müller alle jaer myn gnedign Hern von der mülen zu Bonthenthal ist eygen We­gelnburg (Bl. 6) …. Zins von Korn im ampt Bontenthal (Bl. 7-8). …. It. acht (Anm. = Achtel Mal­ter) gipt der muller alle jar myn gnedign Hern zu zins gein Wegelnburg (Bl. 8). ….. Die eygen gutt(er) der my gnedign Herr zu ronbacher margk hat. Item … [8] mor­gen wissen gut und boße genant die nuwe wiße gelegen an dem myel gartten die lutter uff an die Hamer wiße da von myn gnedige Hern alle jar …… [35] honn (Hühner) Here Walther von than zu zins (Bl. 12). …. Die gerech­tigkeit und Herlicheyt zu ronbach. … It. Die myle gelegen üff der luttern by bonthenthal inn ronbacher marck ist myns gnedigen Hern eygen und stoßet die luter üff bis an die Dimbach under Bruchwilr … gipt diß yar … etliche jar …. Schillingpfennig (Bl. 13/14).

 

Die Mühle zu Bundenthal [ Falkenmühle] wird im Zinsbuch des Amtes Wegelnburg, verfaßt vermutlich ca. 1470/75, als Eigentum des „gnädigen Herrn“, d.h. des Herzogs von Pfalz-Zweibrücken bezeichnet 108.

 

Seit dem Verkauf der Mühle an Bernhard Falk von Falkenstein im Jahr 1603 ist die Mühle unter ihrem heutigen Namen bekannt 109. Dieser stammt aus dem gleichnamigen Adelsgeschlecht von der Falkenburg 110.

 

Um 1712 war Conrad *Weinmüller als Müller in Rumbach, später in Bundenthal; ∞ Anna Dorothea Stöhr; Vater des Müllers auf der Bärenbrunnermühle bei Schindhardt, Conrad Weinmüller 111.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 heißt es zu der Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Wegeln­burger Amt gehörte: „Die Falckenmühl bey Bundenthal [hat] 2 WaßerRäder welche 2 Mahl und einen im Trilles gehend Scheelgang treiben; [zahlt an Pacht] 9 Malter Korn; Rumbach und Nothweiler aus 70 famil: beste­hend mahlen allhier.“ 112

 

1789 wird der Johann Christoph Weber als Müller zu Rumbach im ref. KB Rumbach genannt. Seine 15jährige Tochter Dorothea We­ber wird am 12.4.1789 in Rumbach konfirmiert 113.

 

Die Mühle wird 1828-1961 als „Falkenmühle“erwähnt 114. Da die dort liegende Erhebung „Mühlenkopf“ schon 1769 bezeugt ist, dürfte die Falkenmühle schon damals be­standen haben 115.

 

Die Mühle erlebte Mitte des 19. Jh. eine neue Blütezeit. Johannes Helbling aus Altenstadt bei Mühlhausen und Barbara Rauch aus Lauterbach bei Mühlhausen im Elsass begründeten eine neue Müller-Linie. Sie zogen aus Altenstadt mit ihrem dort 1841 geborenen Sohn Johannes und der Tochter Barbara nach Schönau. Magdalena, Franziska, Anna und Katharina wurden dort geboren, der 7. Sohn Ludwig, wurde auf der Falkenmühle geboren. Der Vater Johannes arbeitete 6 Jahre im Eisenwerk Schönau.

 

Sie entstand mutmaßlich im 13. Jahrhundert am rechten Ufer der Wieslauter und trug zunächst den Namen Wegelnburgmühle, da sie sich im Besitz der einige Kilometer entfernt liegenden Wegelnburg befand. Seit dem Verkauf der Mühle an Bernhard Falk von Fal­kenstein im Jahr 1603 ist die Mühle unter ihrem heutigen Namen bekannt. Im Dreißigjährigen Krieg, im Pfälzischen Erbfolgekrieg und durch mehrere Brände wurde sie vielfach beschädigt und zerstört, ebenso folgten Umbauten. Seit 1760 befand sie sich im Besitz der heutigen Eigentümerfamilie, welche 1865 auch die auf dem gegenüberliegenden Ufer befindliche Waldenburgische Mühle aus dem ehemaligen Besitz des Hochstifts Speyer erwarb. Die Kornmühle auf dem rechten Ufer war bis 1969 in Betrieb, das auf dem lin­ken Ufer befindliche Sägewerk wurde bis ins Jahr 2000 betrieben. Heute sind auf dem Gelände der Falkenmühle zwei Gästehäuser und Ferienwohnungen untergebracht, die sich teils auch mit der Historie der Mühle beschäftigen 116.

 

Auf dem Gelände der Mühle befinden sich das ehemalige Mühlengebäude, ein historisches Wohnhaus und ein stillgelegtes Sägewerk. Das Mühlengebäude, welches zuletzt im 19. Jahrhundert nach einem Brand teils neu errichtet wurde, verfügt als einzige Mühle im Wasgau noch über die vollständige Mahltechnik. Das ehemalige Wohnhaus wird heute als Gästehaus genutzt. Das Sägewerk auf dem Gelände der ehemaligen Waldenburger Mühle besitzt noch die komplette Sägetechnik 117.

 

Literatur/Urkunden:

- Fröhlich, Otto: Durch Bach getrennt und doch zusammen: in Falkenmühle soll ein Museum entstehen (Falkenmühle in Rumbach); in: Die Rheinpfalz / Pirmasenser Rundschau, 57 (2001), Nr. 71 vom 24.3.2001 (Thema am Samstag: die Geschichte der Falkenmühle und ihres Sägewerks)

- Helbling, Ute: Die Falkenmühle Rumbach im Wasgau; in: Glück zu! Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhal­tung, Landesverband Rheinland-Pfalz und Saarland e.V., 2008, S. 122-123

- Internetdatei: http.falkenmuehle.eu: Falkenmühle Rumbach

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1288/7: „Falkenmühle zu Rumbach (Erbbestandsbriefe), 1711-1777

- LA Speyer Best. B2 Nr.295/4

- LA Speyer Best. B2 Nr. 144/1 Zinsbuch Wegelnburg von 1452: dort ist die Falkenmühle mehrfach erwähnt

 

 

 

 

 

Ruppertsecken:

s. auch *Mühlkling

 

VG Rockenhausen, Lk Donnersbergkreis; war kurpfälzisch; in dem Bergdorf Ruppertsecken gab es keine Mühle, dagegen in der *Mühlkling, einer Schlucht, die sich von Ruppertsecken nach Norden Richtung Gerbach erstreckt. Eine Mühle gab es auch unterhalb des Dorfes Ruppertsecken in der ebenfalls kurpfälzischen *Rußmühle.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A 24 (Oberamt Oppenheim) Nr. 122: Verzeichnisse der katholischen, lutherischen und reformierten Familien, u.a. in Ruppertsecken, 1698.

 

 

 

 

 

Ruppertsweiler:

VG Pirmasens-Land, Lk Südwestpfalz; östlich von Pirmasens in Richtung auf Hinterweidenthal gelegen; gehörte zur Grafschaft Ha­nau-Lichtenberg

 

Mühlen:

- Langmühle:

von der Langmühle stammt Maria Barbara Siegenthaler (30.4.1804 Ruppertsweiler 14.7.1838 Geiselberg; ∞ 9.5.1829 mit dem Acke­rer Heinrich Fetzer aus Geiselberg), Tochter Ackerers Jacob Siegenthaler und Sophia Armendinger 118.

 

 

- Sägemühle:

1780 war die Sägemühle sehr baufällig; sie wurde 1780 von dem Waffenschmied Jakob Preis aus Rinnthal und Johann Baltzer aus Queichhambach aufgekauft und in eine Waffenschmiede um­gebaut 119 (s. Wappenschmiede).

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 3205: Sägemühle und Waffenschmiede zu Ruppertsweiler, 1738-1801

 

 

- Wappenschmiede:

am 27.7.1789 wurde durch die Rentkammer des Landgrafen Ludwig von Hessen, Inhaber der Herrschaft Hanau-Lichtenberg in Buchsweiler, die Konzessionsurkunde für die Wappenschmiede erteilt. Der Waffenschmied Jakob Preis zu Ruppertsweiler hatte die am Weiher in Ruppertsweiler gelegene sehr baufällige Sägemühle gekauft und in derselben nach zuvor erteilter herrschaftlicher Er­laubnis um 1783 eine Wappenschmiede errichtet. Die Hälfte der Wappenschmiede hatte er verkaufte er 1783 an Conrad Mörschel aus Siebeldingen für 550 Gulden. Er beantragte, den Erbbestandsbrief auch auf Conrad Mörschel (als „Merschel“ bezeichnet) auszudeh­nen, was 1789 erfolgte 120.

 

Im Sommer 1800 brachte ein Dammbruch des Spießwoogweihers die Gebäude zum Einsturz. 1801 wurde Wappenschmiede wieder neun errichtet. Um 1850 brannten die Gebäude nieder und die wurden nicht wieder aufgebaut 121.

 

Literatur/Urkunden:

- Jaffé: Die Ruppertsweiler Sägmühle und Wappenschmiede; in: Pirmasenser Geschichtsblätter. - 7, 1932. 43-44.

- LA Speyer Best. C 20 Nr. 3205: Sägmühle und Waffenschmiede zu Ruppertsweiler (1738-1801), darin hanau-lichtenbergische Konzessi­onsurkunde vom 27.7.1789

- LA Speyer Best. H3 Nr. 233c: Verminderung der auf der Waffenschmiede zu Ruppertsweiler lastenden Erbpacht, 1824-1825

- o.A. Pirmasenser Geschichtsblätter vom 15.12.1932: Ausführliche Darstellung der Geschichte der Wappenschmiede Ruppertswei­ler: Konzessionsurkunde vom 27.8.1789

- Weber: Mühlen besonderer Art, S. 324

 

 

 

 

 

Ruschberg:

VG Baumholder, Lk Birkenfeld; westlich von Baumholder, hart südlich außerhalb des Truppenübungsplatzes Baumholder gelegen.

 

Mühlen:

um 1609 war Hans *Clausen als Müller in Ruschberg +++welche Mühle und Quelle prüfen+++ 122.

 

Bis 1731 war Johannes Berg († 24.8.1731) als Müller in Ruschberg +++welche Mühle und Quelle prüfen+++ 123.

 

Vor 1798 war Nickel *Simon der Müller auf der Dorfmühle (?) in Ruschberg; seine Tochter Anna Margaretha Simon heiratet am 13.3.1798 in der ev. Kirche in Baumholder den Heinrich Dannen aus Hennweiler im Amt Wartenstein 124.

 

Im Februar / März 1815 wurde über einen Antrag des Müllers zu Ruschberg, Nikolas Berg, um Pachtnachlaß beraten 125.

 

 

- Beckersmühle bei Ruschberg, auch Neubeckers Mühle:

auch Lauersmühle (nach den Eigentümern Lauer); zwischen Ruschberg und Baumholder gelegen 126. Die Mühle wurde 1572 durch Jacob Neubeckern als Pletschmühle erbaut. 1625 hatte ein Müller Jost die Mühle in Händen. 1656 schilderte der Baumholderer Schultheiß Johann Müller die Beckersmühle wie folgt: „Bärbel, Michel Maurers Wittib, hat diese Mühle von ihrem Vater Joste Mül­ler geerbt. Sie hält sich mit ihrer Tochter in Frankenthal auf und ernährt sich mit Spinnen und der­gleichen. Ist begangener Unzucht halber in die Fremde kommen, daran die Täter schuldig sind. Vorher hatte sie die Mühle in Gang gebracht, daß sie wieder hatte mah­len können. Seit sie außer Landes gangen, ist die Mühle zu Haufen gefallen. Sie hat nichts an Gü­tern, als etwas Wiesen, die zum Teil verpfändet sind“ 127.

 

Im Juni 1700 gehörte die Beckersmühle bei Ruschberg dem Hanß Melchior Sebastian. Weil die Mühle baufällig war, beantragte am 30.6.1700 bei königlich-schwedischen Regierung im Herzogtum Zweibrücken das ihm für den Aufbau notwendige Bauholz aus dem herrschaftlichen Wald im Feldberg zu geben 128. Sein Sohn Johann Nickel *Sebastian über­nahm die Beckersmühle und ist als Müller auf der Beckersmühle im Kirchenbuch eingetragen 129.

 

Am 16.1.1710 wurde von der herzoglichen Regierung angeordnet, daß Nickel Sebastian (= der Sohn Johann Nickel Sebastian 130) die sog. Neubeckersmühle mit einem Mahlgang wieder aufbauen darf. Als Erb­pacht war an die Kellerei Lichtenberg ab Martini 1713 je 1 Ma Korn und 1 Ma Hafer und ein weiterer Malter in guter sauberer Frucht zu zahlen 131.

 

Bis ca. 1736 Johann Nickel *Sebastian der Müller auf der Beckersmühle; er ist der Vater der Anna Elisabeth Sebastian (geb. 21.4. 1717 Ruschberg), die am 21.6.1736 den Müllerssohn von der Mühle in Berschweiler, Johann Nickel (2) *Albert heiratet; dieser ist im Kirchenbuch als “Müller in der Beckersmühle bei Ruschberg“ eingetragen 132; das Sterbedatum seines Schwiegervaters Sebastian ist im Kirchenbuch nicht überliefert 133.

 

Auf der Neubeckersmühle war ab ca. 1736 Johann Nickel (2) *Albert (18.3.1717-18.11.1762) als Müller ansässig; er war Müllers­sohn und stammte aus der Mühle in Berschweiler; er heiratete am 21.6.1736 die Müllerstochter Anna Elisabetha Sebastian aus Ruschberg 134, Tochter des Müllers auf der Beckersmühle in Ruschweiler Nickel Sebastian und Anna Apollonia Hammen 135; die Ehefrau brachte die Mühle mit in die Ehe (err.).

 

Die Mühle ist im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll von 1746 136 ist sie beschrieben wie folgt: „Die Reyhe führt mich nun auf der Baumholder Bächel; solches entspringt in der Baumholder Schultheißerey und läuft auf etliche Mühlen biß unten an dem Dorf Ruschberg (Bl. 152r) …. Die Neubecker Mühl bekommt neben dem auß dem Weyer herabfließenden Waßer noch noch unterschiedli­che Brunnen Flüßgen …..Die obbeschriebene Baumholder Mühl (Anm.: Baumholder Weihermühle) ist eine starke Viertelstunde oben und die fol­genden eine halbe Stunde von dieser ab gelegen. Sie bestehet nur auß einem Mahlgang, der von einem oberschlechti­gen Waßerradt getrieben wird, und hat an Waßer keinen sonderlichen Mangel, …. die große Clauß hilft Ihme dabey nicht wenig, der Graben, wel­chen er sonsten zu unterhalten ist 428 Schritt oben an dieser Mühlen auß der Bach geleitet und felt bey der Mühlen wie­der in den or­dinairen Fluß, das Gebäude siehet sonsten sehr mangelhaft auß. Der Pfacht ist 1 Malter Korn und 1 Malter Haber. Ruschberg ein auß 50 Familien bestehendes und einer halbe Stunde davon liegendes Dorf ist von dem Banne frey …... Bey gnugsa­mem Waßer ist er in 24 Stunden 3 biß 4 Malter zu mahlen imstande. …. Nickel Albert hat einen auf seinen Nahmen eingerichteten Erbbestand Brief vom 20ten 8tobris 1745 in Händen. Wie bekandt und in dem Bestand Brief undt eingeführt ist, so hat er diese Mühle von seinem Schwieger Vatter vor 440 fl angeschlagen erhalten. Auch das Laudemium nach Abzug seines Erbtheils nemlich 13 fl 5 Batz – ad 6tel von dem üb­rigen entrichtet, er und seine Schwäger mit diesem Anschlag nicht zufrieden, und wollen dieselbe höher aehtimirn, liegen auch die­ßer wegen bey Oberamt schon im Proceß.“

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 67 137 wird die zum pfalz-zweibrückischen Ober­amt Lichtenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Neubeckers Mühl [hat] 1 Waßerrad welches einen Gang treibet; [zahlt an Pfacht] 1 Mltr Korn, 1 Mltr Habern. Das Dorff Ruschberg aus 50 famil. bestehend ist am nächsten dießer Mühl geleg, und mahlet auch öffters hier.“

 

Der Sohn des Müllers Johann Nickel (2) *Albert (18.3.1717-18.11.1762) und der Anna Elisabeth Sebastian war der Müller und Be­triebsnachfolger auf der Neubeckersmühle, Johann Daniel *Albert; ∞ 3.2.1767 mit Maria Demuth *Kirsch aus Frohnhausen; aus der Ehe stammen die Töchter Eva Margaretha Albert (geb. 4.12.1769; ∞ 13.1.1791 mit Johann Nickel Kirsch) und Maria Elisabetha Al­bert (geb. 27.8.1772; ∞ am 16.4,1795 mit Johannes Gehrmann) 138. Nach seinem Tod übernahm die Witwe Maria Demuth Kirsch die Mühle ab 27.3.1775 die Mühle im Erbbestand und er­hielt hierüber zusätzlich am 1.1.1776 einen Confirmationsschein 139. Hartmann 140 verwechselt allerdings das Datum des Erbbestandsbriefs und des Konfirmationsscheins und gibt den Namen der Witwe fehlerhaft mit „Maria Dermits Alber­tin“ anstelle von „Maria Demuth Albert(in)“ an.

 

Müller auf der Beckersmühle waren:

- um 1625 Jost Müller; die Mühle fiel im Erbgang an die Tochter Bärbel Müller, ∞ mit Michel Maurer

- noch 1656 wird Bärbel Müller, Witwe Maurer als Beständerin der inzwischen verfallenen Mühle genannt

- Juni 1700 gehörte die Mühle dem Hanß Melchior Sebastian (s. *Bastian)

- bis ca. 1736 Johann Nickel *Sebastian; seine Tochter Anna Elisabetha Bastian ∞ 1736 den Müller Johann Nickel (2) *Albert

- ab ca. 1736-18.11.1762 Johann Nickel (2) *Albert; ∞ seit 1736 mit der Müllerstochter Anna Elisabetha Sebastian; Vater des Mül­lers Johann Daniel *Albert

- 18.11.1762/14.4.1774 Johann Daniel *Albert († 14.1.1774); ∞ mit Maria Demuth *Kirsch aus Fronhausen

- 27.3.1775 - ++++ Maria Demuth *Kirsch verw. Albert

 

Photo:

- Hartmann: Ruschberg, S. 123

 

Urkunden/Literatur:

- LHA Koblenz Best. 24 Fürstentum (Herzogtum) Pfalz-Zweibrücken Nr. 843: Neubeckersmühle bei Ruschberg, 1700-1776

 

 

- Funckenmühle, Finkenmühle, Bangertsmühle, Mohrenmühle, jetzt Dietzenmühle:

auch Bungertsmühle (später Dietzenmühle), später Mohrenmühle genannt [s. Lebensdaten des Johannes Dietz und seines Sohnes Jo­hannes (2) *Dietz, die beide auf der Bungertsmühle sassen], Bangertsmühle bzw. Finkenmühle 141.

 

Die wurde erstmals 1551 in Verbindung mit dem Landschreiber auf Burg Lichtenberg, Job Weidenkopf von Ockenheim, erwähnt. Sie wurde laut Erbbestandsbrief, ausgefertigt durch den Nachfolger des Weidenkopf, Johann Kneupel am 15.8.1590 dem „Müller Hutten­schmidt aus Rulsberg“ auf dessen Antrag übertragen. Nach diesem Erbbestandsbrief hatte der Müller jährlich an die Kellerei auf Lichtenberg an Martini zu liefern 3 fl an Geld zu je 26 Albus und je 2 Malter Korn und Hafer. 1600 ist der Hans Fink der Betreiber der Mühle, daher der Name Finkenmühle. Um 1620 war Heinrich Caspar der Müller auf der Mühle. Er befand sich 1620 mit der Lei­stung der auf der Mühle lastenden Abgaben, der sog. „Roßbacher Beed“ in Rückstand. Demnach hatte die Lieferung nicht direkt in die Lichtenberger Kellerei sondern über das Schultheißenamt der „Pfleg Roßbach“ [s. Roßbach am Glan] zu erfolgen 142.

 

In der Folge kaufte der Nickel Klein aus Berglangenbach den Erbbestand der Mühle. Dieser kam im sog. „moriamesischen Wesen“ 143 um 1635/36 ums Leben. Dessen Erben, waren je zur Hälfte, die Kinder von Johannes Durner zu Baumholder und dessen Schwe­ster Engel, die mit Jakob Schweizer verheiratet war. Die andere Hälfte erbten die Kinder des verstorbenen Jakob Mertten aus Ron­nenberg, Hans Peter, Bärbel, Jakob und Caspar, ferner Johannes Mertens, gewesener Wirt zu Baumholder, jetzt dessen Tochtermann Bast Metger, Wirt allda und seine Mitconsorten zu Odenbach und Hans Mertten zu Erzweiler. Die Mühle war ganz ruiniert. Die Er­ben waren 1663 nicht in der Lage die Pacht zu zahlen 144. Der Lichtenberger Keller Sebastian Ley bemerkt hierzu, „daß diese Mühle, entgegen den anderen ruinierten, erhalten blieb und demnach die Pacht zu zahlen ist.“ 145.

 

Die Erbengemeinschaft nahm die erforderlichen Reparaturen und Baumaßnahmen nicht vor. Bereits 1665 wird die Mühle, die den 30jährigen Krieg überstanden hatte, zu den zerstörten Mühlen gezählt 146. Sie wird in den Folgejahren wieder aufgebaut, denn 1686 wird ein NN. Cronenberger als Bestän­der oder Pächter genannt. Dieser stammte aus dem „Cöllnischen Gebiet“ und bat bereits 1685 um Überlassung von Bauholz. Bereits 1690 ist Jakob Stahly neuer Beständer auf der Mühle 147.

 

1726 ging der Erbbestand durch Kauf lt. Erbbestandsbrief in den Besitz von Johann Birk zum Pries von 610 fl über 148.

 

Im Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Amtes Baumholder im Oberamt Lichtenberg von 1738 wird sie wie folgt beschrieben 149: “Die Mühle bey Ruschberg, olim Funcken[mühle] nunmehro aber Dietzen Mühle genandt.“ Die Mühle liegt am Baumholder Bach unterhalb der Beckersmühle. Weiter heißt es: „Es findet sich allhier auch nicht mehr alß ein Mahlgang , undt ein oberschlechti­ges Waßerradt; hat sonsten nicht nöthig stillzuhalten, es seye denn daß der obere Miller claußet. Zu Winterzeiten hat es der Müller wegen dem längeren Waßer Graben etwas beschwerlicher alß obige (Anm.: Beckersmühle) Mühl, denn er ist mit der Clauß 530 Schritt lang. …. Ihr Pfacht bestehet in 2 Malter Korn und 2 Malter Habern und 3 fl an Geldt, welches von Ihme, biß hieher dem Schultheißen zu Berschweiler, weilen es aber in die Rohrbacher Güldt gehörte, geliefert worden. Die Frucht aber hat er biß dato nach Baumholder geliefert. Nach dem Erbbestandt aber ist er beydes nach Lichtenberg zu entrichten schuldig ….. Die nechst, in fremte Herrschaften, alß im Lotharin­gischem und Birckenfeldischen gelegene Mühle befinden sich an großen Bächen, nämlich der Nah[e]; …... Johannes Dietz ist der Erbbeständer und hat seinen Erbbestand Brief vom 7ten Jannuar 1738 in Händen ...“.

 

1752 zahlt Johannes Dietz in der Erbauseinandersetzung seinen Geschwistern ihren Erbanteil (+++prüfen: es dürfte sich um einen gleichnamigen Sohn Johannes Dietz des Beständers von 1738 Johannes Dietz handeln+++) aus und muß hierfür die Mühle verpfän­den. Dessen Sohn Johann Dietz bekam sie für 356 fl angesetzt, wovon er 268 fl 6 Batz herauszahlen muß. Der Übernahmebetrag er­rechnete sich nach einem genau aufgestellten Inventarverzeichnis 150.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 68 151 wird die zum pfalz-zweibrückischen Ober­amt Lichtenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Mühl bey Ruschberg die Füncken nunmehro Diezen Mühl gennd: [hat] 1 Waßerrad welches einen Mahlgang treibet; [zahlt an Pfacht] 3 fl an Geld, 2 Mltr Korn, 2 Mltr Habern; können tägl. bey gutem Waßer 2 Mltr allhier gemahlen werd, die Ruschberger mahl zu Zeith allhier, obwohl sie mehr in vorbeschriebener Mühl [Anm.: s. Nr. 67 Neubeckers Mühle bei Ruschberg] als dieser mahl.“

 

1772 bewirbt sich Johann Jakob Bruch aus Ruschberg um die wohl wieder freigewordene Mühle und erhält am 2.6.1772 einen Erb­bestandsbrief. 10 Jahre später übernimmt Peter Klein die „Ruschberger Bangerts-, Finken- oder Pletschmühle“ am 17.2.1782. Bereits am 7.3.1787 bewirbt sich dessen Schwiegersohn Johann Nicolaus Somin aus Baumholder um den Erbbestand und erhält am 7.3.1787 einen Erbbestandsbrief. Drei Jahre später, so wird in den Akten vermerkt, ist „Simon sehr schlecht dran, er kann die Pacht nicht auf­bringen“ und ist gemäß einem Schreiben des Lichtenberger Kellers Gassert vom 2.8.1791 mit der Zahlung von 99 fl 8 Batz und 7 Pfennig im Rückstand. Der Keller Gassert empfiehlt die Versteigerung der Mühle. Nach einem weiteren Aktenvermerk vom 4.1.1793 ist Simon verstorben, seine hinterlassenen Schulden übersteigen den Wert der Mühle 152.

 

1912 wurde der Betrieb eingestellt. Letzter Betreiber war Fritz Bier, der die Mühle von seinen Eltern Karl Bier († 1933) und Adeline Welsch geerbt hatte. Davor hatten die Eheleute Friedrich Welsch († 1942 im Alter von 72 Jahren und und Karoline Mohr († 1906) und Karoline Bürtel die Mühle geerbt. Die Übereignung dürfte um 1870 erfolgt sein. Bis dahin waren Mühlenbesitzer Jakob Mohr, der im Alter von 90 Jahren verstarb und auch den Beruf des Schäfers ausübte, mit seiner Ehefrau geb. Martin aus Mambächel 153.

 

Müller auf der Mühle sind:

- NN. Dietz, Vater des Johannes (1) Dietz

- bis 29.1.1759 Johannes (1) Dietz, der Vater des Müllers Johannes (2) Dietz

- 29.1.1759/++ Johannes (2) Dietz

 

Literatur/Urkunden:

- Hinkelmann, Daniel und Hartmann, Alfons: „Rad der Mohrenmühle dreht sich seit 1551 : Heutige Namen stehen nicht in Verbin­dung mit der Geschichte“ (1. Teil des Blicks in die Mühlengeschichte); in: Rhein-Zeitung, Ausg. L. - 41 (1986) vom 15./16.02., 1986.

- Hinkelmann, Daniel und Hartmann, Alfons: „Wassermangel beendet Mühlenbetrieb“: Recherchen von Daniel Hinkelmann und Al­fons Hartmann (2. Teil des Blicks in die Mühlengeschichte); in: Rhein-Zeitung, Ausgabe L., 41 (1986) vom 18.2.1986 (zur Mühle in Ruschberg)

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 842: Die bei Ruschberg gelegene Bangerts-, Finken- oder Dietzenmüh­le, 1598-1787

 

 

- Gödgensmühle oder Strummenmühle:

die Mühle lag am Baumholder Bach oder Heimbach 154.

 

Die Strummenmühle wird urkundlich bereits am 15.3.1609 genannt: an diesem Tag verleiht Herzog Johann von Pfalz-Zweibrücken seinem Schultheiß zu Baumholder, Wilhelm Eichhorn, in Erbbestand den Heimbach, wie dieser im gemeinen Bürgerwald, Heimbach genannt, entspringt, in den herzoglichen Weiher oberhalb der Mühle des Fleckens Baumholder und weiter aus dem Weiher herab durch die Pfarr- oder Schmalzwiese zu Naumanns Mühle fließt, wo dieser Bach nicht mehr Heimbach, sondern Schmalzbach genannt wird, folgend von dieser Mühle an zwischen Jörg Höttenschmidts und Strummen Martins Mühlen auf Ruschberg hinab ...“ 155.

 

Um 1731 war Johann Martin *Brech(er) der Müller in der Strummenmühle bei Ruschberg 156; bis 1741 war Peter Müller der Erbbe­ständer; von diesem kaufte 1741 (err.) der Müller NN. die Mühle für 300 fl und erhielt am 21.5.1742 einen Erbbestandsbrief erhielt 157.

 

Im Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1738 wird sie wie folgt beschrieben 158: “Die letzte (Anm.: Mühle an der Baumhol­der Bach oder Heimbach) ist die sogenante Gödges Mühl ohnweit Ruschberg olim Strumenmühl genandt. Diese Mühl hat ….. nicht allein das Baumholder sondern auch das Reichenbacher Bächel, welche sich oben an Ihrem Wehr mit ein­ander Conjugieren. …. Von Erst Vorher beschriebener Mühlen (Anm.: s. Eisenhutsmühle) ist solche eine halbe, von der Dietzenmühl aber Eine Viertelstunde ent­fernt. Die Mühl mit Ihren Gebäuden ist in einem schlechten Stande hat einen Mahlgang, welchen ein 12 Schuh hohes Oberschlechti­ges Waßerradt treibet. Obgleich der Miller Über Mangel an Waßer in Somer Zeiten nichts zu klagen hätte, so fehlet Ihm solches den­noch in denselben Zeiten ursach weil der Theich zu hoch lege, und das Waßer sich sich verschl...., auß der nehmlichen Ursach seye er in Winter Zeiten schon 4 biß 8 Wochen stillzuhalten gezwungen worden, derselbe ist ad 560 Schritt lang und lieget an der Winterzeit­hen. Seit deme er die Mühlen vor etwa 4 Jahren von Peter Millern um 300 fl ohn Trinckgeldt erkauft, hat er nichts sonderliches daran Verändert. Der jährliche Pacht bestehet in 2 fl zwey Cappen oder 8 Batz, Korn 1 Malter , Habern 1 Mal­ter Lichtenberger Maßung. Es unth.... der Miller, daß die zwey Cappen oder Batzen von der oben daran gestandenen Walckmühlen müßten seyn bezahlet worden, dahero er wieder eine Walckmühle darauf zu errichten willens ist. …. Kann in 24 Stunden bey denen Umständen nicht mehr alß 9 Faß Frucht mahlen ….. Der letzter Erbbestandsbrief welchen der Erbbeständer auf seinen Nahmen ein­gerichtet, aufgewiesen ist vom 21. May 1742 ..“

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 70 159 wird die zum pfalz-zweibrückischen Ober­amt Lichtenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Gödges Mühl ohnweit Ruschberg, olim Strummen Mühl gennd: [hat 1Waßerrad welches einen Gang treibet; [zahlt an Pfacht] 2 fl 8 bz an Geld, 1 Mltr Korn, 1 Mltr Habern. …. mahlen fast keine allhier außer dann u. wann die Ruschberger, können auch in 24 St: mehr nicht dann 9 Faß Frucht gemahl werden.“

 

Der Name des Erbbestandsmüllers ab 1741 ist weder im Sundahl'schen Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichten­berg von 1746 160 noch in der undatierten um 1756 (err.) für den Zeitraum 1743-1756 verfaßten Zusammenstellung aller Mühlen im Herzogtum Zweibrücken 161 enthalten. Dagegen gibt Hartmann 162 an, von 1741 bis 1751 sei Johannes Göttgen der Mühlenbesitzer gewesen.

 

Als Besitzer der Strummen Mühle werden genannt: 1610 Strummen Merten, 1695 Barthel Mohr und Konsorten. Für 50 Gulden über­nahm am 13.9.1735 ein Martin Brech die abgebrannte Mühle verbunden mit einer Wiederaufbauverpflichtung. 1739 erscheint Peter Müller aus Bosenbach als Eigentümer 163; Peter Müller ist auch im Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1738 als „Peter Mil­lern“ erwähnt 164. Von 1741 bis 1751 wird Johannes *Göttgen als Mühlenbesitzer nachgewiesen 165. Der Ei­gentumsübergang ist im Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1746 wie folgt beschrieben: „Seit deme er die Mühlen vor etwa 4 Jahren von Peter Millern um 300 fl ohn Trinckgeldt erkauft“ 166. Dann übernahm am 5.6.1751 der Rittmeister unter den königlich französischen Husaren Johann Georg Wentz die Mühle für 250 Gulden und die Ländereien für 400 Gulden. Johannes Göttgen war nach Pennsylvania/USA ausgewandert 167.

 

Am 23.12.1754 wurde die Mühle von den Eheleuten Caspar Steinmetz und Maria Katharina den Eheleuten Daniel Simon, Bürger und Metzgermeister zu Baumholder und Frau Maria für 1100 Gulden übertragen. Zu einem Wechsel des Eigentümers kam es wieder am 1.11.1776. Der neue Herr war Daniel Simons. Durch eine Versteigerung erwarb schließlich Mathias Martin am 10.5.1788 die Mühle 168.

 

Um 1911 war der NN. Seibert [Anm.: wohl Jakob Seibert] der Müller auf der Mühle. Im Zusammenhang mit dem Bau der der Klein­bahn Heimbach-Baumholder mußte der Bewässerungsgraben der Mühle mit einem Düker unter der Eisenbahnlinie versehen werden 169. Der Betrieb der Mühle wurde 1958 eingestellt. Der letzte Müller war Rudolf Seibert, der die Mühle 1937 von seinem Vater Jakob Seibert geerbt hatte. Die „Seiberts“ sollen aus der Hoffmanns Mühle bei Fohren-Linden stammen170.

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 844: Die Strummen- oder Gödgesmühle bei Ruschberg, 1575-1789

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 700: Streitigkeiten der Gemeinden Heimbach und Ruschberg wegen

des Bannes, 1730-1732

 

 

- Guthaußmühle:

s. Neumannsmühle

 

 

- Neumannsmühle, Neubeckersmühle, auch Guthaußmühle oder auch Neumühle (Mahlmühle und daneben liegende Ohligmühle):

an der Steinalbe unterhalb von Mambächel gelegen, ¼ Stunde von Baumholder entfernt; 1625 war Johannes *Funck zu Ruschberg Besitzer der "Neumühle", die 1716 als "Neumanns Mühle" (Besitzer: Martin Krieger) erscheint 171.

 

Die Mühle ist im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll von 1746 172 ist sie zusammenfassend beschrieben wie folgt: „Von demje­nigen, welches von obiger Lohmühlen auff diese Mahl- und Ohligmühle fließet, kommen noch zwey Brunnenflüßgen als der Hanßel- und Süßweyerer Born, bei deren Einfluß dies Bächel insonderheit den Namen Albergleser Bächel bekommt, nach dem Waldt Albe gles genannt. Der Flecken Baumholder ist nicht mehr als eine Viertel­stunde entfernt, desgleichen auch Mühle vor Etschel. An der Mahl sowohl alß Ohligmühlen ist das Gebäude sehr baufällig. Ein 18 Schuh hohes Wasserrad trieb den Mahlgang in der Mahlmühle an. Der Müller Johann Theobald *Lang hatte die Mühle vier Jahre zu­vor von Nickel *Calmer für 500 fl erkauft. Als Pacht mußten ein Malter Korn an die Landschreiberei entrichtet werden. Die Ohlig­mühle hatte ein eigenes Wasserrad, das vier Stempel antrieb. Zu­meist wurden Flachssamen gepreßt. Für zwei Maß Öl verlangte der Müller 8-10 Kreuzer Schlagerlohn, wobei an einem Tag etwa 4 Maß Öl geschlagen werden konnten 173.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 31 174 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehö­rende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Neumanns oder Guthaus Mühl [hat] 1 Waßer Rad welches einen Gang treibet; [zahlt an Pfacht] 6 fl an Geld, 1 Mltr. Korn, 1 Mltr Habern. Die Baumholder mahlen zu Zeiten wann sie bey ihren nicht befördert werden kön­nen allhier und können 20 bis 30 familien hieselbst befördert werden.“

 

Um 1782 ist Daniel *Simon der Müllermeister auf der Neuen Mühl bei Ruschberg; sein Sohn der Schmiedemeister Johann Friedrich Simon heiratet am 18.7.1782 die Maria Elisabetha Pontius (geb. 6.11.1753 Achtelsbach, Tochter des luth. Kirchenältesten und Wag­nermeisters in Achtelsbach, Franz Karl Pontius) 175.

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 843: Die Neubeckersmühle bei Ruschberg, 1700-1776

 

 

- Neumühle:

s. Neumannsmühle

 

 

- Untere Mühle:

deren Lage ist unklar, ebenso die spätere Benennung ++++klären++++; sie erscheint unter dem Namen “unter” 1685 im Kirchenbuch bei der Hochzeit der Müllerstochter Anna Maria Wendel, der Tochter des Müller Hans *Wendel 176. Um 1695 war Hans Peter *Bur­ger der Müller zu Ruschberg “auf der unter” 177. 1712 war Hans Velten Pfeifer “Müller auf der 'unter’ in Ruschberg 178.

 

 

 

 

 

Rußmühle bei Marienthal:

OT der Stadt Rockenhausen, VG Rockenhausen, Lk Donnersbergkreis; am Appelbach gelegen.

 

Der Weiler Marienthal war kurpfälzisch im Amt Rockenhausen; 1517 ist das Dorf in einer Vereinbarung zwischen Kurfürst Ludwig von der Pfalz und dem Freiherrn Bechtold von Flörsheim erwähnt. Im „Amt Rockenhauser Renovationsbuch“ von 1574 ist eingetra­gen die „Mühle zu Rußweiler auf Pfaltzgräflicher Obrigkeit Grund und Boden gelegen.“ Weyerich Rottenberg, weiland falkensteini­scher Sekretarius hat sie mit den zugehörigen Ackerfeldern gekauft. Er hat jährlich sechs Malter Korn ins Amt Rockenhausen zu lie­fern. „Item ein jeder Müller in gemehlter Mühle ist schuldig, einem Amtmann zu Rockenhausen jährlich von Georgy des Ritters Tag an, bis daß der erste Schnee fallet, in der Weide zwölf Stück Rindvieh zu halten und einen besonderen Hirten auf sein des Müllers Kosten und Lohn dazu zu bestellen.“ 179.

 

Das Kloster Heilig Geist (an St. Johann) in Alzey hatte von den „Ahnherrn“ des Pfalzgrafen Ludwig II. (Pfalzgraf 1253-1294) den Zehnten in Rulichwilre (Rußmühle) erhalten 180.

 

Die Rußmühle am Appelbach während des 30jährigen Krieges „ganz verödet, endlich gar zu Hauf gefallen“ 181.

 

Rußweiler war bereits in den Zeiten des lothringischen Krieges 1663/65 verbrannt und von seinen Bewohnern ver­lassen wor­den. Sie wird beschrieben: in dem langwierigen Kriegswesen [Anm. des 30jährigen Krieges] ganz verödet, endlich gar zu Hauf gefal­len 182. Jahrzehntelang lag der Platz öde und wüst, bis der als kurpfälzischer Leibeigener in dem damals den Freiherrn von Kerpen zustehen­den Dorf Würzweiler woh­nende Johannes *Berg/Berck († 1692) um 1672 sich neu ansiedelte und einen Erbbestand erwarb; er heira­tete Anna Maria Müller; aus der Ehe stammen 5 Kinder: Anna Maria, Agnes, Elisabetha, Johannes und Barbara 183. Johannes Berg erhielt am 6.3.1672 einen Erbbestandsbrief, in dem es heißt, die Mühle sei „in dem langjährigen Kriegswesen ganz verödet und leer gestanden … endlich gar zu Hauf gefalle“ 184. Johannes Berg erbaute auf dem Plat, auf dem früher die Mühle stand, ein neues Hof­haus mit Stallung, Scheuer und Backhaus. 1688 wird er im Türkensteuerregister mit 5 Gulden Schatzung belegt. 1692 war bereits verstorben 185.

 

Von den Kinder wird 1675 auf der Rußmühle die Tochter Anna Maria Berg geboren 186. Der Müller Johannes Berg ist auch der Vater Anna Catharina *Berg (1672-1742) von der Ruß­mühle, die in 1. Ehe am 24.8.1688 den damaligen Untermüller in Rockenhausen und späteren Schleifmüller in Imsweiler Andreas *Kremb heiratet und nach dessen Tod in 2. Ehe 1725 den Müller auf der Schloßmühle in Imsweiler Johann Simon *Rham heiratete 187. Nach Weber 188 stammen aus der ersten Ehe die Kinder Bernhard, Anna Margaretha und Ka­tharina.

 

Nach dem Tod des Johannes *Berg († 1692) heiratete seine Witwe Anna Maria Müller in 2. Ehe den Müller Leonhard *Giehl, der in der Erbauseinandersetzung mit Vertrag vom 1.3.1692 die Rußmühle übernimmt 189. Aus der 2. Ehe der Müllerswitwe mit Leonhard Giehl stammen ebenfalls 2 Töchter. Von ihnen heiratet Anna Maria Giehl den Valentin Schneider und Elisabeth Giehl den Johann Biebinger. Bei der Teilung erhielt die Familie Biebinger die Mühle, während für Familie Schneider ein neues Hofhaus auf dem Bau­ernhof, dem Rußmühler Hof gebaut wurde 190. Die Mühle wurde in dieser Zeit neu errichtet, 1696 ist sie in den Akten erstmals wie­der erwähnt. Allerdings heißt es in den Akten auch, daß die Mühle dem Gebhard Müller „uf der Frohnmühl ohnfern pitsch gelegen“ 191. +++klären+++

 

Ab 1701 war die Rußmühle im Besitz der Familie Biebinger. In einem Bericht von 1705 heißt es, „... bis endlich alles verfallen, ver­ödet und verwüstet und gnd. Herrschaft garnichts daraus entrichtet“ 192.

 

Das Wasser des Appelbaches war schon immer nicht ausreichend, um die Mühle das ganze Jahr über zu betreiben. Daher wurde „ge­klaust“ [von lat. clausus = abgeschlossen], d.h. das Wasser wurde in einem Mühlteich gestaut. Die Mühle wurde deshalb 1737 als „Claußmühl“ genannt 193. 1735 klagte Johannes Biebinger über Wassermangel fast das ganze Jahr hindurch. Es sei eine „schlachte“ Mühl und habe wenig „Mahlgäste“. Das komme auch daher, daß in letzter Zeit in Marienthal und in Würzweiler neue Mühlen erbaut worden seien 194.

 

1738 besitzt Johannes *Biebinger bzw. dessen Wittib die Rußmühle; sie wird im Bestandsverzeichnis der Mühlen im Unteramt Ro­ckenhausen 195 für 1738 wie folgt beschrieben: “nur 1 schlechter Gang, wenig Klause; wenig Kunden, der Müller hat nur für 1/4 Jahr zu mahlen; Pacht für Mühle und Hofgut zusammen 16 fl jährlich 196.

 

Bis 1735 waren auf dem Rußmühler Hof drei Bauernhäuser und das Ackergelände von zunächst ca. Morgen auf weit über 100 Mor­gen angestiegen. Die Bewohner des Rußweiler Hofes hatten sich nach Ansicht der kurpfälzischen Verwaltung durch Rodung von Wald mehr Land zugelegt, als ihnen aufgrund des alten Erbbestandes zustand und als sie als Pacht bezahlten. Hieraus entwickelte eine jahrelanger Rechtsstreit, der schließlich so weit führte, daß 1737 der ganze Rußweiler Hof versteigert wurde. Die alten Erbbe­ständer waren von der Versteigerung ausgeschlossen. Sie hatte aber schon zuvor den Schultheiß Pfeifer aus Oberndorf / Alsenz beauf­tragt, dies für sie tun. Peter Pfeifer erhielt den Zuschlag u eine jährliche Abgabe von 60 Gulden, 21 Malter Korn, 50 Malter Spelz und 50 Malter Hafer. Die Höfe und die Mühle kamen schließlich an die alten Inhaber zurück, allerdings mit einer erheblich erhöhten Pacht 197.

 

1739 beantragte die Witwe des inzwischen verstorbenen Müllers Johannes Biebinger einen Erbbestandsbrief für die Mühle, den sie schließlich erst 1749 auch erhielt. Dieser Erbbestandsbrief wies eine Bestandszeit von drei Generationen der Familie Biebinger auf.. Bereits 1747 war jedoch Johann Philipp Biebinger der Besitzer der Mühle 198. Dieser Johann Philipp Biebinger bat 1747 den Kurfür­sten, eine Maßnahme des Oberamts Lautern aufzuheben, nach der die kurpfälzischen Einwohner von Ruppertsecken (kurpfälzisches Oberamt Alzey) nicht mehr in der nahegelegenen Rußmühle mahlen durften, es sei denn sie 6 statt bisher 4 Kreuzer Mahllohn. Im Zuge einer allgemeinen Überprüfung der Eigentums- bzw. Pachtverhältnisse der Mühlen durch die kurpfälzische Regierung wurde Philipp Biebinger 1769 zum Unteramt Rockenhausen bestellt und legte dort den Erbbestandsbrief vom 13.5.1749 vor. Die Renovati­on der Mühlen zog sich über Jahre hin. Erst 1788 wurde der nächste Erbe der Rußmühle, Johannes Biebinger, auf das Unteramt Rockenhausen geladen und machte dort Angaben zur Mühle und deren Kapazität. Er gab an, diese entspreche in Ausstattung und Be­trieb der Mühle in Gerweiler, habe ein oberschlächtiges Wasserrad, 1 Mahl- und einen Schälgang, die nur wechselweise betrieben werden könnten. Das Wasser sei gering, der Wasserfall betrage 18 Schuh. Das Mühlengeschirr sei noch gut, das „Bauwesen“ nicht in bestem Stande. Er habe wenig Kunden und nur etwa ein Vierteljahr zu mahlen 199.

 

1874 war die Mühle im Besitz des Jakob Dhom 200, der sie 1902/1905 an Georg Giehl verkaufte 201.

 

Die Mühle war zuletzt im Besitz der Müllerfamilie Giehl. Die Familie Giehl gehörte frühe eigentlich nicht zu den Müllern, sondern zu den Bauern des Rußweiler Hofes. Ein Leonhard Giehl war 1692 unter den Neusiedlern, die nach dem 30jährigen Krieg das Hof­gut wieder aufbauten 202.

 

Erst zu Anfang des 20. Jh. erwarb Georg Giehl die Rußmühle von Jakob Dhom, nach mündlichem Bericht in der Familie soll der Er­werb 1905 erfolgt sein. Dagegen heißt es in den Wasserbetriebsakten des ehemaligen Landratsamts Rockenhausen, daß schon 1902 ein Georg Giehl II. der Besitzer der Rußmühle war. Auch dessen Sohn Georg Giehl III., der 1920 heiratete und dann in die Mühle zog, benutzte diese noch bis ca. 1935 zum Schroten, während diese noch unter Jakob Dhom als Mahlmühle benutzt wurde 203.

 

Bis 1951 waren am Hause der Müllerfamilie Giehl das oberschlächtige Mühlrad vorhanden. Diese wurde 1951 zusammen mit dem Mahlwerk entfernt 204.

 

Reihenfolge der Erbbeständer/Besitzer:

- 1672/92 Johannes Berg (∞ mit NN.); seine Witwe heiratet um 1692 den Leonhard Giehl

- 1692 -+++ Leonhard Giehl (∞ mit der Witwe des Johannes Berg); Vater der Elisabeth Giehl (∞ mit Johann Biebinger) und der Anna Maria Giehl (∞ Valentin Schneider; aus der Ehe stammen wohl die Söhne Johann Valentin Schneider und Johannes Schneider)

- vor 1738 Johannes Bibinger

- 1738 Witwe Bibinger

- um 1747 Johann Philipp Biebinger

 

weitere Einwohner sind:

Peter Benz, Sohn des Ernst Benz vom Bangerterhof, um 1750 Knecht in der Rußmühle, ∞ 17.8.1750 mit M. Catharina Eckerath, ka­tholisch, Tochter des Dietrich Eckerath in der Rußmühle 205. ++++klären: Jakob *Dhom ist Müller in Marienthal; sein Vater Philipp *Dhom ist Mühlenbesitzer in Marienthal ++++

 

Johann Valentin Schneider geb. 25.3.1705 Rußmühle, getauft luth. Kirche in Marienthal, konfirmiert 1718 Marienthal; ∞ mit Eva NN. 206; „Joh. Valentin Schneider von der Rußmühl und seine Haußfrau“ waren am 8.12.1724 Paten in St. Alban bei der Taufe des Johann Valentin Müller 207; er und seine Frau Eva waren 1733 Paten von Johann Valentin Kröber, 1738 Paten von Eva Maria Schnei­der, 1743 Paten von Maria Eva Wilhelm, 1744 Paten von Johann Valentin Schneider und 1745 Paten von Johann Valen­tin Ecker

 

Johannes Schneider, luth., geb. 10.12.1707 Rußmühle; getauft Marienthal; Konfirmation 1719 in Marienthal; zunächst Zöllner; 1750 Hofmann auf der Rußmühle, 1750 Erbbeständer auf der Rußmühle; er und seine Frau Dorothea waren 1745 Paten von Johannes Wentz und 1748 Paten von Johann Christian Scheel 208.

 

Am 11.3.1717 wird in Marienthal getauft der auf der Rußmühle geborene Johann Valentin Schneider geboren 209; Johann Peter Schneider wird 1695 auf der Rußmühle geboren, der 1709 Pate bei der Taufe von Johann Peter Theis ist 210. Um 1700 wird auf der Rußmühle die Anna Ca­tharina Schneider geboren, sie wird 1714 in der ev. Kirche Marienthal konfirmiert; sie tritt 1719 als Patin bei der Taufe von Johann Henrich Lotz in Erscheinung, sowie 1715 bei der Taufe der gleichnamigen Anna Katharina Schneider und 1720 bei der Taufe von Anna Catharina Diehl211. Johann Simon Schneider, luth., geb. 12.2.1700 Rußmühle – 1.5.1743 Rußmühle; getauft Marienthal; Pate ist Simon Christophel *Müller von der Haynmühle; Konfirmation 1713 in Marienthal; Schneider war 1717 Pate von Maria Dorothea Staud, er und seine Frau Anna Maria waren 1731 Paten von Johann Simon Mohr 212.

 

Photo:

- Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 315: Der Stauweiher, Klau­se genannt und die Mühle.

- Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 317: Das oberschlächtige Wasserrad

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 199: „Als Erbbestand verliehene Rußmühle bei Rockenhausen, 1750

 

Literatur/Urkunden:

- Fabricius, W.: Die Herrschaften des unteren Nahegebietes. Der Nahegau und seine Umgebung, Bonn 1914, S. 241-242, 616

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1553/5: Gericht Rußweiler und Rußmühle, 1711-1720, 1745-1752, 1771-1776

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1554/4: Renovationen über die Rußmühle, 1714, 1733, 1750

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1554/5: Renovation über die im Gerichtsbezirk von Rußweiler oder der Rußmühle liegenden Hofraiten, Wiesen und Äcker, 1793

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1556/6: Rußmühle, 1672, 1705, 1776; enthält Erbbestandsbriefe

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1558/1: Renovationen über die Rußmühle, 1733, 1750

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1558/2: Rußmühle und die dazu gehörigen Äcker und Wiesen, Bd. 1, 1737

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1558/3: Erben von Valentin Schneider als Erbbeständer der Rußmühle gegen die kurfürstliche Hofkammer: Vergabe der Mühle im Temporalbestand, 1737-1742

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1558/4: Rußmühle und die dazu gehörigen Äcker und Wiesen, Bd. 2, 1672, 1686-1714, 1731-1749

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1558/5: Rußmühle und die dazu gehörigen Äcker und Wiesen, Bd. 3, 1749-1752, 1765-1796

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1559/4: Renovation und Vergabe der Rußmühle, 1672, 1692, 1705-1714, 1735-1751, 1791

- LA Speyer Best. A2 Nr. 2193: „Amtsprotokolle der Erbbestandshöfe Rußmühle …., 1765-1772, 1798“

- Weber: Die Rußmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 314-318

- Zimmer, Ludwig: “Ein Hausinventar aus dem Jahr 1696” (zur Erbauseinandersetzung 1696 zwischen den Erben des verstorbenen Müllers auf der Rußmühle Johannes *Berg); in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1929, S. 6-8

- Zink, Theodor: Rußmühle, der Name; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1906, S. 65-67

 

 

 

 

 

Ruthweiler:

VG Kusel, Lk Kusel; unterhalb der pfalz-zweibrückischen Burg Lichtenberg westlich von Kusel gelegen; am Pfeffelbach; war pfalz-zweibrückisch im Oberamt Lichtenberg

 

Der ursprünglich aus Nieder- und Oberruthweiler bestehende Ort wurde im Jahr 1271 als Nyderrudewilre erstmals urkundlich er­wähnt. Er gehörte zum Burgfrieden der Burg Lichtenberg. 1816 kam Ruthweiler zum Fürstentum Lichtenberg, einer neugeschaffenen Exklave des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld beziehungsweise ab 1826 des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Mit die­sem fiel es 1834 an Preußen, das aus diesem Gebiet den Landkreis Sankt Wendel schuf. Nach der Abtrennung des Hauptteils an das neugeschaffene Saargebiet entstand 1920 der Restkreis St. Wendel-Baumholder, zu dem der Ort bis 1937 gehörte, als er in den Land­kreis Birkenfeld eingegliedert wurde. 1969 wurde er in den Landkreis Kusel umgegliedert 213.

 

Mühlen:

die beiden Mühlen in Ruthweiler wurden 1796 von den französischen Revolutionstruppen ausgeraubt. In ihnen war das letzte Getrei­de aus der Umgebung gelagert. In dem erhalten gebliebenen Bericht, den der Verwalter „auf Verlangen des Oberamtes“ am 23.6.1796 abfaßte, ist die Empörung über die Unmenschlichkeit des Krieges erhalten geblieben 214.

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 857: Die Mühlen zu Ruthweiler, 1615-1793

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 1063: Die Schädigung der beiden Müller zu Ruthweiler bei der Plünde­rung Lichtenbergs durch die Franzosen, 1796

 

 

- Bremmen- und Faußemühle:

s. Neumühle

 

 

- Neumühle:

sie liegt eine 1/2 Stunde oberhalb der Oberen Ruthweiler Bann- und Mahlmühle 215; sie wurde später später Bremmen- und Faußemühle genannt; sie ist identisch mit der Neumühle (auch Fause Mühle oder Bremmenmühle genannt) bei Pfeffelbach (s. dort)

 

 

- Obere Ruthweiler Bann- und Mahlmühle:

heute Anwesen Hauptstraße 5. Das heutige Anwesen wurde nach der Zerstörung im 17. Jh. als „Noth-, Bann- und Oligmühl“ zwi­schen 1746 und 1771 neu errichtet; die oberirdischen Geschosse stammen von 1869. Die von der Straße zurückgesetzte Mühle ist ein zweigeschossiger, siebenachsiger Quaderbau mit Satteldach über drei Kellerebenen. Früher befand sich im linken Teil die Getreide­mühle, zur rechten der Wohntrakt, im Obergeschoß war das Getreidelager untergebracht. Vor der Mühle liegt das über alle drei Kellergeschosse hinabreichende Wasserhaus, in dem sich noch das eichene Mühlrad der ehemaligen Lohnsägerei befindet. Das an die südöstliche Ecke des Wohntrakts anschließende Gebäude der Lohnsägerei, in dessen Untergeschoß Stallungen untergebracht waren hat eine auf dem Stand der Nachkriegszeit befindliche Sägewerkstatt mit einem horizontalen und einem vertikalen Gatter 216.

 

Die Mühle liegt hart unten an dem Schloß Lichtenberg im Tal, ein Büchsenschuß oberhalb des Dorfes Ruthweiler. Von der nächst ge­legenen Neumühle (später Bremmen- oder Faußemühle genannt) und der nächsten bei Diedelkopf gelegenen herrschaftlichen Salz-Sode liegt sie je eine halbe Stunde entfernt 217.

 

Erstmals urkundlich 1544 erwähnt; Müller in Ruthweiler war bis vor 1657 (err.) der Hans Konrad *Becker; seine Witwe Margaretha NN ° II 17.9.1657 in Ruthweiler den Müller in Ruthweiler, Matthias *Klein 218.

 

In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt 219: “Die Mahl und Bannmühle zu Ruthweiler liegt auch am Pfeffelbach, der durch andere Wässerlein verstärkt worden ist, hart unten am Schloß Lichtenberg im Tal, 1 Büchsenschuß ober­halb dem Dorf Ruthweiler. 3 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Höhe der Räder 15, 16 und 12 Schuh. Vorderteich 180 Schritt, Hinterteich 64 Schritt lang. Reparaturen haben die gebannten Mähler auszu­führen. Friedrich *Höth hat die Mühl von gnädig­ster Herrschaft um 2000 fl übernommen, hat Erbbestandsbrief vom 20. März 1742, zahlt bzw. entrichtet an Pacht für diese Haupt­mühle und eine noch zu errichtende Notmühle unten am Dorf 10 fl und 23 Ma. Korn und ebensoviel Haber. Gebannt sind im Tal 40 Familien, Ruthweiler 22 Familien, Körborn 22 Familien, Oberalben 9 Familien, Fron­bach und Dennweiler mit den Hirten 22 Famili­en, zusammen 129 Familien. Die einzelnen Familien lassen 3 oder 2, aber auch nur ein Faß in der Woche mahlen. Der Bann­müller genießt ordinäre und extraordinäre Freiheit von Fronden und Kriegskontributionen wie die anderen Bannmüller im Oberamt.“.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 25 220 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehö­rende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Ruthweiler Mühl [hat] 3 Waßerräder, welche 2 Mahl und einen Scheelgang treib:, [zahlt an Pfacht] 10 fl in Geld, 23 Mltr Korn, 23 Mltr Habern. Burg und Thal Lichtenberg, Bistert [Wüstung bei Thallichtenberg], Cörborn, Ruthweiler, Oberalben, Frohnbach u. Dennweiler aus 129 fam: bestehend, seynd dahin ge­bannt.“

 

Um 1770 war Sebastian *Benedum Müllermeister auf der Ruthweiler Obermühle; er ist ab 1771 Müller auf der Schwarzenborner Mühle 221.

 

Im Mühlenverzeichnis, welches Herzog Carl August II. von Pfalz-Zweibrücken 1788 aufstellen ließ, ist die Mühle beschrieben: “Die Ruthweiler Bann- und Mahlmühle erhält ihr Wasser wie die höher bei Pfeffelbach und Reichweiler gelegenen Mühlen, zu dem noch bei Thallichtenberg das Berweiler Bächelgen aus verschiedenen starken Brunnen und unten am Dorf das des Talbaches hinzu­kommt. ... Diese Mühle liegt hart unten an dem Schloß Lichtenberg im Tal, ein Büchsenschuß oberhalb des Dorfes Ruthweiler. Von der nächst höhergelegenen Neumühle (später Bremmen- und Faußemühle genannt) und der nächsten bei Diedelkopf gelegenen herr­schaftlichen Salz-Sode liegt sie je eine halbe Stunde entfernt. Das Mahlwerk besteht aus zwei Mahl- und einem Schälgang mit drei Wasserrädern.“ ... Zu dieser Mühle sind gebannt: Lichtenberg, die Burg mit Thallichtenberg (54), Bistard, Ruthweiler (22), Körborn (22), Oberalben (9), Frohnbach und Dennweiler (22), zusammen 129 Familien 222.

 

Von der Mühle stammt der Müller Johann Jacob *Eisenhuth, der 1725 die Mühle in Aulenbach erwarb 223.

 

1788 ist Friedrich *Höh Erbbeständer der Mühle; er hat die Mühle mit Erbbestandsbrief vom 30.2.1742 für 2000 fl. von der Herr­schaft erworben 224.

 

1790 kommt es zu Bannalitätsstreitigkeiten zwischen dem Frohnbacher Hofbeständer und den beiden Bannmüllern zu Ruthweiler 225.

 

Photo:

- Denkmaltopographie Kusel, S. 143

 

Literatur/Urkunden:

- Hinkelmann: Alte Mühlen im Bereich der Burg Lichtenberg; in: Westricher Heimatblätter 1976, S. 152 ff.

- Jung: Familienbuch der evangelischen Kirchengemeinden Burg Lichtenberg und Pfeffelbach, Teil I und II (Bonn 1995), um­faßt die Orte Burg Lichtenberg, Thallichtenberg Fronbacher Hof, Körborn, Ruthweiler, Breitester Hof, Bistart, Pfeffelbach, Reich­weiler, Schwarzerden

- LA Speyer Best. B2 Nr. 896 1: „Bannalitätsstreitigkeiten zwischen dem Frohnbacher Hofbeständer und den beiden Bannmüllern zu Ruthweiler, 1790“

- Reitenbach: Die Plünderung der Burg Lichtenberg und der Ruthweiler Mühlen bei Kusel. [1796]; in: Pfälz. Heimatbll. 9, 1961. 36, 1961

 

 

 

 

 

Ruthsweiler / Glan:

die Angabe bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 259 zur “Streitmühle bei Ruthsweiler am Glan” ist mißverständlich, der Ort in heutiger Schreibweise heißt ‘*Rutsweiler

 

 

 

 

 

Rutsweiler / Glan:

OT von Altenglan , VG Altenglan, Lk Kusel; bei Kusel am Glan gelegen;

 

Burg und Herrschaft Lauterecken stammen aus dem Besitz der Grafen von Veldenz, kamen durch Heirat 1444 an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. 1409 vermählte sich der Sohn des Kurfürsten/König Ruprecht III. von der Pfalz und der Elisabeth von Hohenzol­lern, Pfalzgraf Stephan mit Anna von Veldenz, dem einzigen Kind und damit Alleinerbin des Grafen Friedrich III. von Veldenz. Graf Friedrich III. von Veldenz, der letzte Veldenzer im männlichen Stamm, verstarb 1444 ohne Nachkommen. Damit fiel die Grafschaft Veldenz an den Sohn der Agnes von Veldenz († ∞ mit † Pfalzgraf Stephan), Pfalzgraf Ludwig I. den Schwarzen. Die Herrschaft Lau­terecken war von 1543-1694 ein selbständiges Fürstentum Pfalz-Veldenz und wurden nach langem Erbstreit 1733 der Kurpfalz ein­verleibt. Rutsweiler war daher bis 1733 pfalz-zweibrückisch, ab 1733-1797 kurpfälzisch. Der Ort gehörte zum Filialgebiet, später Schultheißerei Reichenbach 226.

 

Die Streitmühle in Rutsweiler (Anm.: zwischen Rutsweiler und Altenglan gelegen) ist dagegen 1745 (!) im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis noch als pfalz-zweibrückisch aufgeführt, während das Dorf Rutsweiler selbst als kurpfälzisch bezeichnet wird; der Erbbeständer Daniel Weber hat einen kurpfälzischen Erbbestandsbrief von 1744 (!); erst im kurpfälzischen Renovationsprotokoll von 1776 des kurpfälzischen Amtes Lauterecken 227 als kurpfälzisch verzeichnet.

 

Mühlen:

 

Literatur/Urkunden allgemein zu Mühlen:

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält für die Zeit von 1578-1796 u.a. Unterlagen über den Mühlenbau zu Rutsweiler +++klären: welche Mühle+++,

 

 

- Neumühle:

am südlichen Ortsrand liegt das Gelände der ehemaligen Neumühle, die 1892 zur chemischen Fabrik umgebaut wurde. Die ursprüng­liche Öl- und Getreidemühle wurde u.a. von Pfarrer Schmidt, der von 1682-1717 die Pfarrei Theisbergstegen innehatte, mit seinem Vater nebenher betrieben. Später folgte der Müller Jakob (1) *Drees (1772 – 1855), auf den sein Sohn Jakob (2) *Drees (1804-1870) folgte. Drees (+++klären, welcher von beiden++++ führte zusammen mit dem Godelhausener Müller Scheuermann einen jahrelangen Streit gegen den Besitzer der Theisbergstegener Mühle, dem sie vorwarfen, durch Veränderung der Stauwehrhöhe den Wasserabfluß zu ihrem Nachteil verändert zu haben. Nach dem Tod des Müllers Jakob Drees 1870 wurde die Mühle geschlossen, da seine Söhne andere Berufe hatten. 1892 erwarben die Brüder August und Jakob Weyrich das brachliegende Areal, um eine sog. Thomasschlacken­mühle zu errichten. Bei diesem Arbeitsvorgang wird aus einer Schlacke, die bei der Stahlherstellung nach dem „Thomasverfahren“ anfällt, durch Vermahlen das phosphorhaltige Düngemehl „Thomasmehl“ gewonnen. 1894 wurde mit Bau einer Superphosphatfabrik begonnen. Wegen der bei der Produktion anfallenden Dämpfe mußte der Schornstein von ursprünglich 16m auf 33m erhöht werden. Das Unternehmen geriet 1907 in Konkurs. Das Bankhaus Wack aus Kusel wurde neuer Eigentümer, ab 1913 wurden in den Gebäu­den Ziegelsteine produziert. Mit dem Zusammenbruch des Bankhauses Wack 1927 kam auch das Ende der Neumühle, 1929 erfolgte die endgültige Liquidation. Das Gelände wurde in Parzellen aufgeteilt und versteigert 228.

 

Im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Amts Lauterecken von 1776, erstellt von dem Hofgerichtsrat und Amtskeller Lehne 229 ist folgendes enthalten 230: „Die Neu­mühle bei Rutsweiler liegt am Glan, hat 2 Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang. Erbbeständer Jakob Drees hat verkauft an vor­genannten Johannes Braun, der den Kauf annulieren möchte. Pacht: 3 Ma. Korn und 3 Ma. Hafer.“

 

1836 war Johannes *Drees der Müller auf der Neumühle bei Rutsweiler; er war 1836 Nebenvormund der minderjährigen Müllerstochter Katharina Geib (Tochter des † Müllers auf der Mahlmühle Friedelhausen, Karl Weisenstein) 231. Auch 1860 war Johannes Drees der Müller auf der Neumühle bei Rutsweiler; er wird 1860 verklagt von dem Jakob Drumm aus Theisbergstegen 232.

 

Karte:

- LA Speyer Best. J1 Nr. 530 (darin u.a. das Gerichtsprotokoll im Rechtsstreit Drumm ./. Johannes Drees), 1860 und Plan der Neumühle bei Rutsweiler von 1860

 

Literatur/Urkunden:

- Emrich: 700 Jahre Rutsweiler, S. 58-59

- LA Speyer Best. J1 Nr. 530 (darin u.a. das Gerichtsprotokoll im Rechtsstreit Drumm ./. Johannes Drees), 1860 und Plan der Neumühle bei Rutsweiler von 1860

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1598 UNr. 4: Neumühle unterm Remigsberg, 1732-1791

 

 

- Streitmühle:

die Mühle liegt nördlich der Ortschaft, direkt am Glan; zwischen Rutsweiler und Mühlbach gelegen;

 

Der Übergang der Mühle von Pfalz-Zweibrücken auf Kurpfalz ist noch zu +++klären+++; die Streitmühle in Rutsweiler ist 1745 (!) im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis ist die Streitmühle noch als pfalz-zweibrückisch aufgeführt, während das Dorf Ruts­weiler selbst als kurpfälzisch bezeichnet wird; der Erbbeständer auf der Ölmühle Johannes Krauth hat einen kurpfälzischen Erbbe­standsbrief von 1744 (!); erst im kurpfälzischen Renovationsprotokoll von 1776 des kurpfälzischen Amtes Lauterecken 233 als kur­pfälzisch verzeichnet.

 

Aus der Mühle entstanden 1729 zwei Mühlen, eine Mahlmühle und eine Ölmühle.

 

Die Streitmühle wird im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 beschrieben 234: „Beyde die Ohligmühl sowohl alß Mahlmühle sind in einem passablen Stande. Und die Mahl Mühl hat ohne die Ohlig Müh­len welche Ihr apartes Wasser Rad hat, noch 2 Wasser Räder, davon das eine einen Mahlgang und das andere einen Mahl und Scheel­gang wechsel weis treibet. Hat auch einen Ahlfang. Muß bey großem Waßer 4 – 5, auch mehr Wochen still stehen. Gleich hart an der Mühlen ist das Wehr … Die Mahl Mühl gibt jährlich 3 Malter Korn und 3 Malter Haber, und der Ohlig Müller 3 fl und 18 Creutzer Pfacht.“ In der selben Urkunde 235 ist der Bereich der zugehörigen Mähler verzeich­net. „Es finden sich weiter keine Dörfer um diese Mühle … ausgenommen das pfälzische Ort Ruthsweiler. Vordem hatten die Zwey­brückischen bey Ihnen gemahlet, können aber nicht mehr. 50-60 Familien es Jahrs beför­dern können.“ Weiter heißt es: „Von der Mahlmühlen ist Daniel Weber der Erbbeständer und Friedrich Kraut von der Ohligmühlen. Beyde haben einen auf ihre Eltern Philipp Weber und Johannes Kraut eingerichteten und von Churpfaltz Ihnen mitgetheilten Erbbe­stand Brief vom 21.10.1744 in Händen ...“

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 236wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörende Mühle be­schrieben: „die sogenannte Streit Mühl an Glaan Fluß (hat) 2 Waßer Räder, davon das eine einen Mahlgang, das andere aber einen Mahl et Scheelgang wechsel weis treibet, (gibt jährlich an Pfacht) 3 Mltr Korn (und 3 Malter Haber; getrauet sich 50 biß 60 Familien jährlich fördern zu können, und ist kein Bann Mühl.“

 

Die Streitmühle war 1766, wie auch das Dorf Rutsweiler, ebenfalls kurpfälzisch. In diesem Sinne läßt sich eine Stellungnahme des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg-Kusel vom 26.10.1766 verstehen. Das Oberamt berichtete anläßlich der pfalz-zwei­brückischen Verordnung über das “außer Landes Mahlen”. Hierbei wird die Streitmühle erwähnt, “wo der Pacht an Churpfalz abge­führt” wird und deswegen “auch das dominium directum” dahin gehört 237.

 

 

- Mahlmühle auf der Streitmühle:

Die Mühle ist erstmals 1541 oder 1547 (schlecht lesbar) als Walkmühle bezeugt und wurde vom Mühlbacher Schultheiß Simon Sauer betrieben; 1590 plante eine anderer Simon Sauer den Bau einer Getreidemühle in Mühlbach. Dieses Gesuch wurde zunächst abge­lehnt, da in unmittelbarer Nähe in Mühlbach und in Stegen bereits Mahlmühlen bestanden. Auf einen erneuten Antrags Simon Sauers von 1592 wurde der Bau genehmigt; allerdings durfte die Mühle von Sauer, der zugleich Bauer war, nur zum Mahlen eigenen Getrei­des genutzt werden; ausnahmsweise durfte er bei Ausfall einer der benachbarten Mühlen für eine gewisse Zeit Kundenaufträge an­nehmen 238. 1595 befand sich die Mühle im Besitz der beiden Mühlbacher Einwohner Simon *Doll und Hans Contern; eine Grenzbe­schreibung von 1600 zeugt er­neut von einer Walzmühle. 1615 war Pächter der Anthonium Müller 239. Auf der Streitmühle wird 1721 der spätere Müller auf der „Rütschmühle zu Fohren“, Johann Jakob *Barth, geboren 240, der Sohn des Müllers Johann Nickel Barth 241.

 

In einer Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 sind 13 Mühlen aufgeführt 242, darunter die Mühle in Rutsweiler, welche wie folgt beschrieben ist: „Philipp Weber zu Rutzweiler eine mahl und ohligmühl, so ein Erbbestand, gibt jährlich 2 Mltr Korn und Zwey Mltr Haber, 3 fl we­gen des Ohlig gangs seit 1720 in die Kellerey Remigsberg, mit 2 mahl- und Einen ohliggang von anfang biß hirhin.“

 

Um 1738 ist Philipp Weber Müller und Erbbeständer auf der Streitmühle 243, dem ab 1744 sein Sohn Daniel *Weber nachfolgt 244. Müller auf der Ölmühle ist 1746 Daniel *Weber.

 

Die Mühle wurde im Frühjahr 1739 von der herrschaftlichen Verwaltung erfaßt und im Mühlenbericht vom 11.5.1739 beschrieben wie folgt 245: „Hat Philipps Weeber der jetztmahlige sogenannte Streit-Müller, bereits vor 2 Jahren diese Gimbsbacher Mühl zusambt denen dabey gehabten Wießen an Nickel Müller verkaufft, sich auch anerbotten, das Laude­mium darvon zu entrichten …..Nachdeme nun aber ersagter Nickel Müller nach … 6 Wochen des geschlossenen Kauff-Contracts verstorben, und aus zwey Ehen 8 Kinder hin­terlaßen ….“.Der Kaufvertrag konnte daher nicht vollzogen werden.

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Lichtenberg von 1745 246 ist die Streitmühle noch als pfalz-zwei­brückisch aufgeführt und wird wie folgt beschrieben 247: „Die Wasser des Glans wurden mittlerweile durch mehrere Seitenbächlein verstärkt. Die Mühle liegt in der Schulthei­ßerei Ulmet, ¼ Stunde unter­halb der Theisbergsteger und ½ oberhalb der Altenglaner Müh­le. Das kurpfälzische Dorf Rutsweiler ist nicht weit entfernt. 2 Wasser­räder für Mahl- und Schälgang, 1 Wasserrad für die Ölmühle. Gleich bei der Mühle das Wehr, der Hin­terteich 10 Ruthen lang.Der Erbbeständer der Mahlmühle ist Daniel Weber. Er hat einen von Kurpfalz auf seine „Elteren“ Philipp Weber ausgestellten Erbbe­standsbrief vom 21. November 1744 in Händen.“

 

Bereits 1747 ist auch Daniel *Weber nicht auf der Mühle, die jetzt von Philipp Weber d. J. bewirtschaftet wird. Dies ergibt sich aus einem Schreiben vom 7.1.1747. Nach dem Altenglaner Lagerbuch von 1749 bewirtschaftete der Streitmüller außerdem auf Altengla­ner Gemarkung eine landwirtschaftliche Fläche von 5 ¾ Morgen und 17 Quadratruten. Auf Philipp Weber d. J. folgte Henrich *Mül­ler dem man wahrscheinlich bereits am 9.1.1754 die Mühle übertrug 248. Bis 1760 war Henrich Müller Beständer der Gumbsweiler Mühle, die er 1730 erworben hatte. Henrich Mül­ler ist der Vater der Elisabeth Müller, die den Nicolas *Sieber heiratete. Dieser über­nahm um 1762 die Streitmühle in Rutsweiler 249, wohl in Erbauseinandersetzung nach seinem Schwiegervater.

 

Im kurpfälzischen Renovationsprotokoll von 1776 des kurpfälzischen Amtes Lauterecken 250 ist die Mühle wie folgt beschrieben 251: “ist eine Erbbestands- Mahl- und Ohligmühle, hat 2 Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang. Erbbeständer ist Jo­hann Nicolas *Sie­ber und Ehefrau Elisabeth (mit 4 Töchtern). Erbbestandsbrief vom 12.3.1763. Pacht: 3 Ma. Korn und 3 Ma. Hafer auf den Herr­schaftsspeicher nach Remigiusberg. Erbbeständer der Ohligmühle ist Friedrich Krauth. Im Erbbestandsbrief vom 21.11.1744 ist Da­niel Weber als Erbbeständer genannt.“

 

Seine Tochter Philippina Sieber heiratete 1785 den Christian Seyl, den Sohn des Altenglaner Lehrers Johann Philipp Seyl. Mit ihm begann die Ära der Sippe Seyl auf der Streitmühle. Ihm folgten Philipp Seyl I., Philipp Seyl II., Philipp Seyl III. und der letzte Streit­müller Julius Seyl 252. Philipp I. Seyl erhält die Mühle am 1.2.1826 durch seine Mutter Philippina Sieber, die Witwe des Christian Seyl übertragen 253.

 

1849 wird Philipp Seyl jun. als Müller auf der Streitmühle genannt 254.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 werden auf der Streitmühle genannt 255: der Handelsmüller Friedrich Krauth und der Handelsmüller Philipp Seyl junior.

 

1957/58 war Julius *Seyl der Müller auf der Streitmühle (Mahlmühle); er ist der Sohn des Mahlmüllers Philipp Seyl III.; Julius Seyl nahm die 1957/58 die Stillegung der Streitmühle (Mahlmühle) vor 256, bzw. 1963 257.

 

Dieter Mack ist heute (Anm. 2011) Eigentümer der Streitmühle. Er hat diese vor 25 Jahren erworben und ein Wasserwerk eingebaut mit dem Strom erzeugt wird 258.

 

Beständer / Müller auf der Mahlmühle waren:

- 1595 Simon *Doll und Hans Contern

- 1615 war Pächter der Anthonium Müller

- +++++

-1721 wird auf der Streitmühle bei Ruthweiler der Johann Jakob Barth der Sohn des Rütschenmüllers (Ritschmühle bei Kusel) Jo­hann Nickel Barth

- um 1738/1744 ist Philipp Weber; ihm folgt ab 1744 sein Bruder Daniel *'Weber nach

- ab 1744 Daniel Weber

- ab 1747 Philipp Weber d. J.; nach ihm folgte Henrich Weber, dem man wahrscheinlich bereits am 9.1.1754 die Mühle übertrug

- 9.1.1754 bis 1760 Henrich Müller († 1760);Vater der Elisabeth Müller, ∞ mit Nicolas Sieber

- Nicolas Sieber; Vater der Elisabeth Sieber ∞ 1785 mit Christian Seyl

- Christian Seyl; von ihm übernahm sein Sohn Philipp Seyl I. die Mühle

- Philipp Seyl I; von ihm übernahm sein Sohn Philipp Seyl II. die Mühle

- Philipp Seyl II.; von ihm übernahm sein Sohn Philipp Seyl III. die Mühle

- Philipp Seyl III.; von ihm übernahm sein Sohn Julius Seyl die Mühle

- bis 1957/58 bzw. 1963 Julius Seyl

 

 

- Ölmühle:

die Trennung zwischen Mahlmühle und Ölmühle erfolgte 1729.Mahl- und Ohligmühle befanden sich im selben Gebäude unter einem gemeinsamen Dach. Am 24.4.1729 bekam der aus Patersbach stammende Henrich Krauth die Ölmühle. Er ist der Vater des am 30.4.1719 zu Patersbach getauften Sohnes Johann Friedrich *Krauth 259. Dieser wird in dem 1745 fertiggestellten pfalz-zweibrücki­schen Mühlenverzeichnis des Oberamts Lichtenberg von 1745 260 als Ölmüller auf der Streitmühle benannt.1744 befand sich die mit nur einem Wasserrad betriebene Ölmühle im Gegensatz zur Mahlmühle in einem guten Zustand. Der Betreiber war Johann Friedrich Krauth. Verbunden mit einer sich immer weiter ausdehnenden Landwirtschaft betrieben in der Folge auf der Streitmühle Nickel Krauth, Casimir Krauth, Philipp Krauth, Friedrich Krauth sen. Und Philipp Krauth jun. Den Ölschlag 261.

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Lichtenberg von 1745 262 ist die Öl­mühle auf der Streitmühle noch als pfalz-zweibrückisch aufgeführt und wird wie folgt beschrieben: „Die Wasser des Glans wurden mittlerweile durch mehrere Seiten­bächlein verstärkt. Die Mühle liegt in der Schultheißerei Ulmet, ¼ Stunde unterhalb der Theisbergsteger und ½ oberhalb der Alt­englaner Mühle. Das kurpfälzische Dorf Rutsweiler ist nicht weit entfernt. Der Ohligmüller ist Johannes Kraut.“ Dort heißt es weiter (zitiert nach Latterner: Die Streit­mühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 138): „Der Ohligmüller hat seinen Verdienst aus dem Ankauf des Samens und aus dem Ver­kauf des Öles. Neben seinem ausgelegten Gelde bekäme er noch die Ohligkuchen, die er manchmal für 2 Gulden pro 100 Stück ab­setzen könne. Falls aber die Mähler den amen selber bringen, erhaltet er pro Faß Samen, der doppelt ge­schlagen werden muß, zehn Kreuzer und vom Hanfsamen, der nur einmal geschlagen werden muß, rund sechs Kreuzer als Schläger­lohn, dafür aber die Hälfte dieser Kuchen herausgeben muß.“

 

Friedrich Krauth legt 1745 bei der pfalz-zweibrückischen Mühlenrenovation der Mühlen im Oberamt Lichtenberg 263 einen kurpfäl­zischen (!) Erbbestandsbrief vom 21.10.1744 vor, lautend auf seine „Elteren“ Johannes Krauth.

 

1746 und auch 1776 war Friedrich *Krauth der Müller auf der Ölmühle. Im pfalz-zweibrückischen Renovationsprotokoll von 1746 heißt es 264: Von der Mahlmühlen ist Daniel *Weber der Erbbeständer und Friedrich Krauth von der Ohlig Mühl. Beyde haben einen an ihre Peteren [Anm.: „Petter“ = Onkel 265] Philipp Weber und Johannes Krauth eingerichteten und von Churpfaltz ihnen mitgetheil­ten Erbbestandsbrief vom 21. gbris 1744 in Händen ...“.Im kurpfälzischen Renovationsprotokoll von 1776 des kurpfälzischen Amtes Lauterecken 266 ist die Mühle wie folgt beschrieben: “ist eine Erbbestands- Mahl- und Ohligmühle.... Erbbeständer der Ohligmühle ist Friedrich Krauth“ 267.

 

Zum Wohlstand der Ohligmüller der Familie Krauth trugen die nahegelegenen Quecksilberbergwerke am Potzberg bei, der die Ab­satzmöglichkeiten des in der Mühle erzeugten Öls erheblich steigerten 268.

 

Am 18.10.1801 kam es zu einem Raubüberfall der Schinderhannesbande [ohne direkte Beteiligung des Schinderhannes] auf die Streitmühle, unter Führung des früheren Müllers auf der Mühle in Hachenbach, Jakob *Porn. Streitmüller war damals Niklas *Krauth (Anm. Öl­mühle), ∞ Maria Elisabetha Drumm mit Familie und der Söhne Casimir Krauth geb. 1778 err.) und David Krauth geb. 1788 err.). Es wurden u.a. knapp 700 Gulden entwendet 269.

 

1845 betrieb der auf der Streitmühle (Ölmühle) ansässige Philipp Krauth eine Mahl- und Ölmühle (ein Schäl- und ein Mahlgang) 270.

 

Vor 1856 nahm der Müller Friedrich Drauth (Ölmühle) +++prüfen: wo war Drauth Müller: auf der Ölmühle der Streitmühle oder auf der unterliegenden Mühlbacher Mühle oder auf beiden ?++++, der eine Tochter des Müllers NN. Schäfer geheiratet hatte, durchgrei­fende Reparaturen an der Mühlbacher Mühle und am Gerinne der Mühle vor 271. Es kam deshalb 1856 zu einer Auseinandersetzung zwischen Friedrich Drauth und dem Müller auf der nahegelegenen Streitmühle bei Rutsweiler/Glan, Philipp Krauth. Der damals 57­jährige Krauth warf dem Mühlba­cher Müller schriftlich Veränderungen in Wasserführung vor, die für die Streitmühle nachteilig sei­en: „Vor 10-11 Jahren geschah an der Mühlbacher Mühle eine durchgreifende Reparatur. Als dieselbe soweit gediehen war,wurde die Grundschwelle der Gerinne ge­legt. Im Beisein des herbeigerufenen Bürgermeisters machte Werkmeister Kneip aus Ramstein an die Wand des rechts außenstehen­den Mühlengebäudes ein Zeichen. Nach Weggang des Bürgermeisters wurde dieses Zeichen um 8 Zoll höher gerückt. Dies habe Kneip erzählt. Ferner muß ich bemerken, daß ein Teil des Wehrs am linken Glanufer beim Brückenbau ein­gerissen wurde, um die Fluten abzuleiten. Beim Wiederaufbau des Stücks hat der Müller Drauth sein Wehr an dieser Stelle höher ge­legt, was jetzt noch zu er­sehen ist. Drauth behauptete, nur in der Höhe eines angeblichen Eichpfahles, der in dem Wehr steckt, sein Wehr erbaut zu haben. Ich muß aber bezweifeln, daß das Stück Holz ein Eichpfahl sei und zwar deshalb, weil keine Urkunde vorhan­den ist, welche diesen Pfahl die Eigenschaft eines Höhenmessers gibt.“ Dazu erwiderte der damals 31jährige Müller Friedrich Drauth: „Vor etwa 10 Jahren gehör­te die Mühle den minderjährigen Schäferischen Kindern, über welche Krauth Vormund war. Ob man bei der damaligen Reparatur die Grundschwelle, die Krauth angibt,um 8 Zoll höher legte,weiß ich nicht. Jedenfalls sind wenn überhaupt Veränderungen vorgenom­men wurden, keine Klagen laut geworden. Was die angebliche Erhöhung meines Wehres betrifft, so muß ich bemerken, daß ich bei dessen Wiederaufbau den Bauschaffner und den Bürgermeister zugezogen habe und mich nach ih­ren Anweisungen richtete. Ich bitte den Bauschaffner darüber zu vernehmen. Der im Wehr steckende Pfahl ist lange vor meiner Zeit schon vorhanden gewesen.“ Aus dem ausschlaggebenden Gutachten des vermessenden Technikers ging hervor, daß weder die ober­halb gelegenen Wiesen noch der Ei­gentümer der Streitmühle durch die derzeitige Erhöhung des Wehrs wegen Hinterwassers benach­teiligt wurden 272.

 

Die Konkurrenz durch die nahegelegene Ölmühle des Friedrich Drauth, die 1858 auf der Mühlbacher Mühle errichtet wurde und der frühe Tod des noch verhältnismäßig jungen Ölmüllers Friedrich Krauth, der 1882 verstarb, führten zum allmählichen Niedergang der Mühle. Der gleichnamige Sohn des Verstorbenen war erst 17 Jahre alt und betrieb zunächst die Ölmühle weiter. Er ließ die Mühle am 22.9.1909 in der Gastwirtschaft Karl Klinck in Altenglan freihändig versteigern. Diese wurde durch den Mahlmüller auf der Streit­mühle, den Müller Philipp Seyl III. ersteigert. Dieser ließ den Gebäudeteil abreißen und errichtete ein 2. Wohnhaus 273.

 

Photo zur Streitmühle allgemein:

- Denkmaltopographie Kusel, S. 41

- Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 135

 

Literatur/Urkunden zur Streitmühle allgemein:

- Denkmaltopographie Kusel, a.a.O.,S. 40-41

- Kreisarchiv Kreisverwaltung Kusel, Kart. Nr. 469

- Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 134-144

- LA Speyer Best A 2 Nr. 131: kurpfälzischen Renovationsprotokoll von 1776 des kurpfälzischen Amtes Lauterecken

- LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 27r-30: pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Lichtenberg von 1745

- LA Speyer Best. B2 Nr. 662 6: „Streitmühle zu Altenglan, 1547-1789“

- Zink: Zur Geschichte der Mühlen im mittleren Glantal; hier: Die Streitmühle bei Rutsweiler; in: Heimatblatt de Remigius­landes, Jg. 1, 28. September 1922, Nr. 4

 

 

 

 

 

Rutsweiler/Lauter:

VG Wolfstein, Lk Kusel; südlich von Wolfstein gelegen; gehörte zum kurpfälzischen Amt Wolfstein

 

Mühlen:

++++weiter++++

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Denkmaltopographie Kusel, S. 294.

2 Denkmaltopo­graphie Bd. Kusel, S. 294.

3 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 2.

4 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 9-10.

5 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 12-15r: „Concept Mühlbestendtnus uber die Newe Mahlmül bey Roßbach“.

6 Budell: Die schwedische Landesaufnahme des ehemaligen Herzogtums Pfalz-Zwei­brücken; in: Konersmann/ Ammerich: Historische Regionalforschung im Auf- bruch, S. 213-214.

7 Anm.: gehörte zur Kurpfalz, die zugleich im Kondominium für Roßbach die Dorfherrschaft innehatte.

8 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 18.

9 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 18.

10 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 18r.

11 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 21-23.

12 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 32.

13 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 38.

14 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 40.

15 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 41-41r.

16 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 55.

17 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 56-59r.

18 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 62-64r.

19 KSchA Zw. Rep. IV, Nr. 407, Nr. 265, Nr. 1229; KSchA Zw. Rep. II Nr. 323; zitiert nach Stürmer: Mühlenrecht, S. 94.

20 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/4, fol. 2-8.

21 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 101.

22 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 23.

23 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 113-113r, 114.

24 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 122-124 mit „Extractus Prothocolli Conferentia de dato Wormbs“ vom 3.10.1723, fol. 128.

25 Anm.: zu ihm s. auch Schloßmühle Großkarlbach.

26 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 1130r.

27 Anm.: Witwe des kurpfälzischen Lieutenants im Manderscheidtischen Dragonerregiment, Carl de Metton [LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 144]; auf fol. 180 als „de Medar“ bezeichnet.

28 Anm.: eingemeindet in Reichenbach-Stegen, VG Weilerbach.

29 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 144-147r [Kopie des Kaufvertrages].

30 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 180-183.

31 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 1185-185r.

32 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 190.

33 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 193.

34 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 23, 200.

35 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 Teil II, fol. 202.

36 LA Speyer Best. A1 Nr. 70.

37 Weber: Müller und Müllerhand­werk, S. 225; LA Speyer Best. B2 Nr. A 192/1.

38 Henrich: Ein Mühlhausen im Lautertal?; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 136.

39 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 10.

40 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 10r, 16.

41 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 99r.

42 Anm.: er ist den Urkunden als „Jakob Hulbe“ benannt, wobei angemerkt wird, „soll Pulve“ heißen.

43 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 3-4.

44 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 11-13; LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/3 fol. 4.

45 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 25-28.

46 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 31-31r

47 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 56.

48 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 25-28.

49 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 57r.

50 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 58.

51 Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemein­den, Bd. 1 S. 218 Nr. 841.

52 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/3: „Acta die Versteigerung der Roßbacher Cameral Erbbestand Mühle betr:“, 1781.

53 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/3, fol. 3.

54 Henrich: Ein Mühlhausen im Lautertal? [Ohligmühle in Roßbach bei Wolfstein]; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 136; LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/3 fol. 3.

55 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/3, fol. 63.

56 Reis: Kaiserslautern im 18.Jh., Bd. 1 S. 26 Nr. 00035.0.00.

57 Henrich: Ein Mühlhausen im Lautertal?; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 138; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-R, Roßbacher Mühle: Be­schluß des Bezirksamts Kusel von 5.6.1871; LA Speyer Best. L56 Nr. 848, S. 189.

58 Denkmaltopographie Bd. Kusel, S. 294.

59 Heil: Funktionaler Wandel, S. 42; Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-R, Roßbacher Mühle: Protokoll über die Ausführung des Wasserbaus v. 7.2.1871.

60 Heil: Funktionaler Wandel, S. 42.

61 Heil: Funktionaler Wandel, S. 33.

62 Denkmaltopographie Bd. Kusel, S. 294.

63 Schick/Kirch: Wolfstein, S. 104

64 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 31.

65 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 360; Weber: Historische Ölmühlen, S. 199.

66 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 42.

67 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 43.

68 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 45.

69 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 50.

70 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 59.

71 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 60.

72 LA Speyer Best. A2 Nr. 1581/1 fol. 65.

73 Henrich: Ein Mühlhausen im Lau­tertal? [Ohligmühle in Roßbach bei Wolfstein]; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 136.

74 Internetdatei Wikipedia, Stichwort Rothbach, Abruf vom 3.3.2014.

75 aus Internetdatei http://www.prae­monstratenser.de/142.html, Abruf vom 3.3.2014.

76 Schwab: Die Rothenkircher Schleifmühle und die Jaspisgesellschaft; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 198 S. 10 ff.

77 Rasche: Bergbau, S. 57.

78 Kremb, Klaus: Wüstungen im Raum Kirchheimbolanden und Bolanden; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 190;

Weber: Mühlen besonderer Art, S. 340.

79 Häberle: Wüstungen, S. 187; Schoch: Allerhand aus dem Pfälzer Land, S. 15.

80 Ministeri­um für Elsass-Lothringen [Hrsg.]: Das Reichsland Elsass-Lothringen. Landes- und Ortsbeschreibung, 3. Teil, 1. Bd., Straßburg 1901/03, S. 519-520.

81 Ministerium für Elsass-Lothringen [Hrsg.]: Das Reichsland Elsass-Lothringen. Landes- und Ortsbeschreibung, 3. Teil, 2. Bd., Straßburg 1901/03, S. 906.

82 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 111.

83 Ministerium für Elsass-Lothringen [Hrsg.]: Das Reichsland Elsass-Lothringen. Landes- und Ortsbeschreibung, 3. Teil, 2. Bd., Straßburg 1901/03, S. 921.

84 Internetdatei Wikipedia, Stichwort Rubenheim, Abruf vom 3.3.2014.

85 Intelligenzblatt des Rheinkreises 1826, S. 794.

86 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1, S. 527.

87 Schnabel: Bevölkerungsanga­ben des Bistums Speyer, 2011, S. 270.

88 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1, S. 523.

89 Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 11 vom 6.2.1818, S. 53.

90 Landwirt­schaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 13.

91 Raimar: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde 1952, S. 16.

92 LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte der Amtsgerichte Germersheim und Kandel von 1899.

93 Eilbote Landau vom 13.4.1850, Nr. 30, S. 225.

94 Eilbote Landau vom 21.5.1853, S. 222 = LA Speyer Best. Y 20/41.

95 Weber: Historische Ölmühlen, S. 207; LA Speyer Best. D2 Nr. 126.

96 LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte der Amtsge­richte Germersheim und Kandel von 1899.

97 Geiger: Ortsfremde in Kuhardt; in: PRFK 1997, S. 583.

98 Eilbote Landau vom 13.4.1850, Nr. 30, S. 225.

99 Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 237.

100 Kuby: Pfarrerlisten der nassauischen Pfarreien in der Rheinpfalz [Weilburg und Saarbrücken]; in: Bl. f. pfälz. Kirchengeschichte 1997, S. 249.

101 Katasterplan 1841, Katasteramt Bad Dürkheim; abge­druckt bei Denkmaltopographie Donnersberg, S. 237.

102 Heiss: Obrigheim +++klären: welcher Band+++, S. 512.

103 Internetdatei wapedia.mobi/de/Wegelnburgmühle, Abruf vom 3.3.2014.

104 Schulz: Codes Berwartstein, S. 346 Anm. 4.

105 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 235.

106 Schulz: Codex Berwartstein, S. 346; Ausfertigung LA Speyer, Best. C 58 Nr. 28; Abschrift LA Speyer, Best. F1 Nr. 86a, fol. 213-217; ebd. Best. F1, Nr. 105, fol.

270-272; Kurzregest LA Speyer Best. F1, Nr. 97, fol. 274v; ebd. Repertorium zu C28, Urk. Nr. 82.

107 LA Speyer Best. B2 Nr. 144/1, 16 fol.; Schulz: Zinsbuch Wegelnburger Amt, S. 37, 46, 75.

108 Schulz: Zinsbuch Wegelnburger Amt, S. 49.

109 Wikipedia, Stichwort 'Falkenmühle', Abruf vom 3.3.2014.

110 Anm.: heute Chateau Falkenstein bei Philippsbourg / Elsaß, nicht zu verwechseln mit Burg und Dorf Falkenstein am Donnersberg.

111 Wittmer/Rupp/Mock: Familienregister Ilbesheim bei Landau, S. 76.

112 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 114.

113 Kuby: Auszüge aus dem reformierten Konfirmandenregister Rumbach 1781 ff.; in: PRFK1981. S. 527.

114 Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern, S. 135; Frey: Beschreibung des Rheinkreises IV, a.a.O.,S. 246; Gilardone: Handbuch Regierungsbezirk Pfalz,

Speyer 1886, S. XXXIII.

115 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 202.

116 Wikipedia, Stich­wort 'Falkenmühle', Abruf vom 19.3.2014.

117 Wikipedia, Stich­wort 'Falkenmühle', Abruf vom 19.3.2014.

118 Fremgen: Bürger- und Fa­milienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, S. 106.

119 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 324; LA Speyer Best. C20 Nr. 3205.

120 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 324.

121 Weber: „Wanderung im Tal der vergessenen Mühlen“ Teil II; in: Die Rheinpfalz Ausgabe Pirmasens vom 15.9.1979.

122 Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 59 Nr. 304.

123 Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 59 Nr. 304.

124 Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 59 Nr. 304.

125 LHA Koblenz Best. 360 Domänendirektion Trier,Nr. 59.

126 Hartmann: Ruschberg, S. 122.

127 Hartmann: Ruschberg, S. 123.

128 Hartmann: Ruschberg, S. 124.

129 Jung: Familienbuch Baumholder, S. 7 Nr. 31; Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch S. 274 Nr. 1480; Jung: Familienbuch ev. Kirche Baumholder,

S. 7.

130 inso­weit zweifelnd Hartmann: Ruschberg, S. 124.

131 Hartmann: Ruschberg, S. 124.

132 Jung: Familienbuch Baumholder, S. 7 Nr. 31.

133 Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch S. 274 Nr. 1480.

134 Jung: Familienbuch ev. Kirche Baumholder, S. 7.

135 Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch S. 274.

136 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 152r, 256r-259; auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 224.

137 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 94.

138 Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch S. 9 Nr. 43.

139 Hartmann: Ruschberg, S. 124/25 mit Abdruck des Kon­firmationsscheins aus Landeshauptarchiv Koblenz Abt. 24 Nr. 843 und 578.

140 Hartmann: Ruschberg, S. 124.

141 Hartmann: Ruschberg, S. 128.

142 Hart­mann: Ruschberg, S. 128/129.

143 Anm.: Verwüstung im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken 1635 durch Soldateska unter General Pallant zu Moriamé.

144 Hartmann: Ruschberg S. 129.

145 Hartmann: Ruschberg S. 129, leider ohne exakte Quellenangabe, wohl Landeshauptarchiv Koblenz, Abtg. 24/842.

146 Protokoll vom 25.2.1665; zitiert ohne Fundstelle bei Hart­mann: Ruschberg, S. 129.

147 Hartmann: Ruschberg, S. 129.

148 Hartmann: Ruschberg, S. 134.

149 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 259-262; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 224.

150 Hartmann: Ruschberg S. 134 leider ohne Quellenan­gabe, der mE Vater und Sohn verwechselt ++++prüfen++++.

151 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 94.

152 Hartmann: Ruschberg, S. 134.

153 Hart­mann: Ruschberg, S. 135.

154 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 267.

155 LA Speyer Best. B1 Nr. 515.

156 Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 274 Nr. 1480 iVm S. 42 Nr. 223.

157 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 269.

158 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 266r-269r; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 225.

159 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 94r.

160 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7.

161 LA Speyer B2 Nr. Best A 292/1.

162 Hartmann: Ruschberg, S. 126 unter Bezugnahme auf Landeshauptarchiv Koblenz Abt. 24 Nr. 844.

163 Hartmann: Ruschberg, S. 126 unter Bezugnahme auf Landeshauptarchiv Koblenz Abt. 24 Nr. 844.

164 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 266r-269.

165 Hartmann: Ruschberg, S. 126 unter Bezugnahme auf Landeshauptarchiv Koblenz Abt. 24 Nr. 844.

166 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 266r-269.

167 Hart­mann: Ruschberg, S. 126 unter Bezugnahme auf LHA Koblenz Abt. 24 Nr. 844.

168 Hartmann: Ruschberg, S. 126/127 unter Bezugnahme auf Landeshauptarchiv Koblenz Abt. 24 Nr. 844.

169 LHA Koblenz Best. 702 (Eisenbahnkarten) Karte Nr. 13132: Bewässerungsgraben des Müllers Seibert in Ruschberg, 1911.

170 Hartmann: Ruschberg, S. 127.

171 Hinweis bei Jung: Familien­buch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 91.

172 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl.140-142; Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, S. 217; Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter

1992, S. 8.

173 Schworm: Die Stein­alb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 8.

174 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 88.

175 Jung: Familienbuch Achtelsbach, S. 206, Nr. 1089.

176 Jung: Familienbuch Baumhol­der, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 85.

177 Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 47.

178 Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 116 Anm. zu Nr. 615.

179 Weber: Die Rußmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1959, S. 315/316.

180 Schnabel/Untermann: Alzey, Heilig Geist (an St. Johann); in: Klosterlexikon, Bd. 1, S. 97 ff., 110.

181 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 181; LA Speyer Best. A2 Nr. 1558/4a.

182 LA Speyer Best A2 Nr. 1558/4; Zitat nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk S. 181.

183 Dhom: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, S. 3; Dhom: Das Wappen des Andreas Kremb; in: PRFK Bd. 9, S, 112; Zimmer: “Ein Hausinventar aus dem Jahr

1696”; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1929, S. 6; Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordp­fälzer Geschichtsverein 1959, S. 316.

184 Zitat nach Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 316.; dazu auch Dhom: Das Wappen des Andreas Kremb; in: PRFK 1978, S. 11 mit Siegel und Wappen des Johannes Berck.

185 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 316.

186 Eintragung im lutherischen Kirchenbuch; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

187 Dhom: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, S. 3.

188 Weber: Die Rußmüh­le bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 316.

189 Dhom: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle, S. 3; Zimmer: Ein Hausinventar aus dem Jahr 1696; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1929, S. 6.

190 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 316.

191 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 316.

192 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 316.

193 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 315.

194 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 317.

195 LA Speyer Best A2 Nr. 131.

196 Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, S. 262.

197 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 317-318; LA Speyer Best. A2 Nr. 1558/2: Rußmühle und die dazu gehörigen Acker und Wiesen, Bd. 1, 1737

198 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 318.

199 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 318.

200 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 318.

201 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 314.

202 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 314.

203 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 314.

204 Weber: Die Rußmühle bei Ro­ckenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1959, S. 314.

205 Dhom: Imsbach, S. 61.

206 luth. Kirchenbuch Marienthal; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

207 lutherisches Kirchenbuch St. Alban; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

208 luth. Kirchenbuch Marienthal; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

209 lutherisches Kir­chenbuch St. Alban; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

210 Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

211 luth. Kirchenbuch; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

212 luth. Kirchenbuch Marienthal; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

213 Internetdatei Wikipedia, Stichwort Ruthweiler, http://http://de.wikipedia.org/wiki/Ruthweiler, Abruf vom 1.3.2014.

214 Reitenbach: Die Plünderung der Burg Lichtenberg und der Ruthweiler Mühlen bei Kusel; in: Pfälzische Heimatblätter 1961, S. 36; HStA Koblenz Abt. 24 Nr. 1063: „Die bei der Plünderung durch die Franzosen erfolgte Schädigung der beiden Ruthweiler Mühlen 1796“; Remling: „Die Rhein­pfalz in der französischen Revolutions- zeit von 1792-1796, 2 Bde, Speyer 1806 +++klären: Seite ?++++

215 Hinkelmann: Alte Mühlen im Bereich der Burg Lichtenberg; in: Westricher Heimatblätter 1976, S. 152.

216 Denk­maltopographie Kusel, S. 142.

217 Hinkelmann: Alte Mühlen im Bereich der Burg Lichtenberg; in: Westricher Heimatblätter 1976, S. 152; LA Speyer Zweibrücken I Nr. A 294/7 Bl. 94r.

218 Jung: Familienbuch Lichtenberg und Pfeffelbach, S. 43, 122 Nr. 204.

219 Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 94r – 100r; auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 215.

220 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 87.

221 Jung: Familienbuch Lichtenberg und Pfeffelbach, S. 43, 136 Nr. 256.

222 Hinkelmann: Alte Mühlen im Bereich der Burg Lichtenberg; in: Westricher Heimatblätter 1976, S. 152; LA Speyer Zweibrücken I Nr. A 294/7.

223 Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, S. 7.

224 Hinkelmann: Alte Mühlen im Bereich der Burg Lichtenberg; in: Westricher Heimatblätter 1976, S. 153.

225 LA Speyer Best. B2 Nr. 896/1.

226 Debus: Verwaltungsreform und Wappenwesen; in: PRFK 1982, S. 75.

227 LA Speyer Best A 2 Nr. 131.

228 Emrich: 700 Jahre Rutsweiler, S. 58-59.

229 LA Speyer Best A 2 Nr. 131.

230 zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 259.

231 Intelligenzblatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 89 vom 18.8.1836, S. 714.

232 LA Speyer Best. J1 Nr. 530 (darin u.a. das Gerichtsprotokoll im Rechtsstreit Drumm ./. Johannes Drees), 1860 und Plan der Neumühle bei Rutsweiler von 1860.

233 LA Speyer Best A 2 Nr. 131.

234 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 27r-33.

235 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 28r-29.

236 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 83r.

237 LA Speyer Best. B2 Nr. 2689; Stürmer: Mühlenrecht, S. 109.

238 LA Speyer Zweibrücken I-A 662/6; Latterner: Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 134-144.

239 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 135.

240 Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Berggemeinden, Bd. 1 S. 66 Nr. 168.

241 Werner: Oberalben, S. 124.

242 Bericht des Amtskellers Scha­brock vom 17.9.1738, LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 27-30.

243 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalen­der 1991, S. 136.

244 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136; LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 29r.

245 LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 fol. 39r.

246 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7.

247 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O. S. 208.

248 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136.

249 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136 iVm mit dem Renovationsprotokoll von 1776 des kurpfälzi­schen Amtes Lauterecken, LA Speyer Best A 2 Nr. 131.

250 LA Speyer Best A 2 Nr. 131.

251 zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 259, der allerdings den Ort mit “Ruths­weiler” angibt.

252 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136.

253 Vermerk im Grundsteuer Kataster vom 16.8.1845; abgedruckt bei Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 1367.

254 ev. KB Altenglan 10, n.p., Bild 59, Taufeintrag d. Philipp Seyl v. 12.8.1849.

255 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 13.

256 Becker: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, S. 98.

257 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136.

258 Die Rheinpfalz Kuseler Aufgabe vom 22.11.2011: „Eine große Schweinerei. Altenglan/Theis­bergstegen: Offenbar wirft jemand regelmäßig Windeln in den Glan – Mühlenbesitzer sauer“; mitgeteilt von Frau Gertrud Bruhnke.

259 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 138.

260 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7.

261 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Ka­lender 1991, S. 138.

262 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O. S. 208.

263 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 29r.

264 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 29r.

265 Pfälzisches Wörterbuch, Bd. I, S. 759.

266 LA Speyer Best A 2 Nr. 131.

267 zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 259, der allerdings den Ort mit “Ruthsweiler” angibt.

268 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 141.

269 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 139/140.

270 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 139/140.

271 Latterner: Aus der Geschichte der Mühlba­cher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58.

272 Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58.

273 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 143.

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