Version 2.1.2018

Litera N

Ni-Nu

 

 

Niederalben:

VG Altenglan, Lk Kusel; am Südrand des Truppenübungsplatzes Baumholder gelegen, nördlich von Ulmet; im Steinalbtal gelegen. Das 1290 als „Alben“ erstmals urkundlich greifbare Dorf gehörte ins Amt Grumbach der Wild- und Rheingrafen. Seit 1816 zum Für­stentum Lichtenberg gehörig, ab 1834 preußisch, kam der Ort erst 1969 vom Kreis Birkenfeld an den Kreis Kusel. Die Steinalb bildet­e früher die Grenze zwischen dem Gebiet der Wild- und Rheingrafen und dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, das heutige Ge­bäude Neuwirtshaus Nr. 5 (1747 von Friedrich Neu aus Niederalben errichtet), diente als rheingräflich-grumbachisches Zollhaus 1.

 

Mühlen:

- Mahlmühle oberhalb des Dorfes:

die Mühle ist pfalz-zweibrückisch, 900 Schritt von dem rheingräflich-grumbachischen Dorf Niederalben entfernt. Im Mühlenproto­koll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist sie zusammengefaßt wie folgt beschrieben: „Die Mühle liegt ganz allein und die zweybrückischen Dörfer, die darin gelegen, sind sehr weit entfernt, auch mehren im Ulmeter Bann. Das rhein­gräfliche Dorf Niederalben gibt dem Müller am meisten zu verdienen. Desgleichen bekommt er auch von denen in die Ulmeter Müh­le gebannten Gästen etwas, aber nur, wenn solcher ihnen zu helfen nicht imstande ist. Die Mühle steht an der Steinalb direkt unter­halb der Einmündung der Totenalb in die Steinalb, das Wasser wird vom Wehr durch den Mühlgra­ben an die Mahlmühle und die Oh­ligmühle geführt; 900 Schritt bis zum Dorf und der diesem gegenüberliegenden Ohligmühle ent­fernt. An der Mühle ist ein 12 Schuh hohes oberschlechtiges Wasserradt, welches einen Mahlgang treibet. Der Müller klagt im Som­mer über Wassermangel. Gibt jährlich 1 fl 8 bz 10 Kreuzer Pfacht in die Landschreiberey. Der Müller ist bei ausreichendem Wasser imstande, in 24 Stunden 3 Malter zu mahlen. Erbbeständer 1746 ist Johann Adam *Edinger. Dieser hat die Mühle vor ungefähr 4 Wo­chen bey der Theilung von seinen Brüdern angenommen 2.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 37 3 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehö­rende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Mahl Mühl oben an Niederalben [hat]1 Waßer Rad welches einen Mahlgang treibet, [zahlt an Pfacht] 1 fl 8 bz noch an Geld[;] Niederalben und Ullmet wann sie auf ihr Bann Mühl nicht befördert werd könn mahl allhier [,] kan bey gutem Waßer 3 Mltr in 24 Stund mahlen.“

 

 

- Ohligmühle (Alber Mühle):

1716 als „Alber Mühle“ urkundlich erwähnt 4. Diese Mühle ist noch im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Lichtenberg von1746 aufgeführt als: „Die gegen Nieder Alben überste­hende Ohlichmühlen“ 5, besteht jedoch schon lange nicht mehr 6. Die Mühle ist pfalz-zweibrückisch und lag gegenüber dem rheingräflich-grumbachischen Dorf Niederalben. Sie liegt unter­halb der Niederalber Mahlmühle am gleichen Mühlengraben, der oben am Wehr von der Steinalbe abzweigt. Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 7 ist sie sinngemäß wie folgt beschrieben: „Sie ist in einem elenden Stande und dersel­ben Einrichtung bestehet in 4 Stempeln und wird von einem oberschlechtigen Wasserrad getrieben, muß aber we­gen Wasser­mangels oft still stehen. Der Müller gibt als Pacht in die Landschreiberei 10 Cappen oder 4 Batzen, zusammen entspre­chend 2 fl 1o bz. Erbbe­standsmüller war bis ca. 1745 der NN. Edinger. Erbbeständer 1746 ist Johann Adam *Edinger. Dieser hat die Mühle vor un­gefähr 4 Wochen bey der Theilung von seinen Brüdern angenommen.“

 

 

- Christoffelsmühle zwischen Niederalben und Rathsweiler:

s. Rathsweiler

 

 

 

 

 

Niederauerbach:

heute OT von Zweibrücken; auch als Unterauerbach bezeichnet

 

Literatur/Urkunden:

- Schorn, Lisel: Niederauerbach und seine Geschichte; in: Heimatkalender für die Stadt und den Landkreis Zweibrücken 1962, S. 137-142

 

 

Mühlen:

in einem Streit zwischen den Brüdern Eberhart und Walram von Zweibrücken kommt es am 23.10.1304 zu einer Einigung. Diese be­trifft u.a.: „Homines vero curie de Urbach ad molendinum de Mulenhuzen ...“. Es handelt sich entweder um Ober- oder Niederauer­bach bei Zweibrücken, oder vielleicht Urbach nicht weit von der Bach Schwalb, in dessen Nähe noch eine Mühle ist die unter Mühl­hausen verstanden sein könnte 8

 

Am 31.5.1465 wird der Müller „Niklas zu Auerbach“ in einer Urkunde des Klosters Werschweiler erwähnt. Abt Niklas von Werßwil­ler ist Mitteidinger zwischen dem Kloster Hornbach und dem Müller Niklas zu Auerbach 9.

 

 

- Achat-Schleifmühle:

auch als Achat-Schleifmühle oberhalb Zweibrücken angegeben 10.

 

Um die Mitte des 18. Jh. wurden im Zeitalter des Merkantilismus im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken große Anstrengungen unternom­men, eine staatliche Schmuckstein-Manufaktur aufzubauen, die die Macht und den Wohlstand des Landesherrn verstärken sollte. Die Grundlage bildeten ieL. Die zahlreichen Fundorte von Achaten und ihnen verwandter Halbedelsteine im Raum Baumholder. Um Baumholder lag das weitaus bedeutendste Vorkommen im Gebiet des Herzogtums, zu dem aus vertraglichen Abmachungen zwischen den Landesherrn die benachbarten Fundorte in der Wild- und Rheingrafschaft Grumbach und um 1785 die Achatschleifen „bei Ober­kirchen im Oberamt Schaumburg“ hinzukamen, deren Besitz der Herrschaft Oberstein schon längere Zeit vorher verloren gegangen war. Die Verarbeitung der Steine erfolgte zum größten Teil in herrschaftlichen Regiebetrieben, vereinzelt auch in staatlich stark sub­ventionierten Schleifereien als Lohnwerkstätten. Alle Kosten und Gewinne wurden über die Fürstliche Rentkammer in Zweibrücken verrechnet. Die erste Achatschleiferei wurde auf herzogliche Anordnung im Schloßgarten der Residenzstadt Zweibrücken erbaut. Später traten noch Achatschleifen in Auerbach, Bliesberger Hof und in Mittelbach bei Hornbach hinzu 11.

 

1756 wurde die Mahlmühle in Unterauerbach in eine Achatschleife umgewandelt 12, jedoch (so Kampfmann) schon 1770 wurde sie in eine Mahlmühle um­gewandelt 13.

 

Auf der Mühle lebte die Witwe Sybille Neumann († 24.7.1792 Ernstweiler im Alter von 82 Jahren), Witwe des herrschaftlichen För­sters Johann Nikolaus Kempf “für die herrschaftlichen Hühner auf der Niederauerbacher Agatschleife” zuständig 14.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. B2 Sachakte 523 UNr. 5: Die Achatschleife zu Auerbach und im Schloßgarten, 1756-1761

 

 

- Loh- und Walkmühle, obere; Neue Loh- und Walck-Mühl:

in einem Aktenvermerk des Oberamts Zweibrücken vom 11.5.1722 ist notiert, daß der „Niederauerbacher Walck- und Lohe-Müller“ den ihm erteilten „Confirmations-Schein“ bei der Hofkammer in Zweibrücken noch nicht abgeholt hat 15.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 16wird die [Neue] Loh- und Walckmühle zu Niederauerbach wie folgt beschrieben: “Liegt ohngefähr 70 Ruthen unterhalb obiger [Anm.: der Alten Lohmüh­le] Loh-Mühl. Ist in gutem Stand [,] hat ein unterschlechtiges Wasserrad, deßen Well-Baum so wohl die 6 Stämpel der Loh-Mühl als auch die Walck-Mühl [Anm.: abwechselnd] treibet. … Liegt an der vollen Bach und hat etwann 60 Gäng von der Mühlen ein kleines Wehr, wodurch das Waßer von dem alten Waßergraben ab- und in den neuen geleitet wird. … Der jährl: Erbzinß wird mit 3 fl .. ent­richtet. Die erstere Erbbeständer waren kraft Erbbestandsbrief vom 4. März 1715 Bernhard Koch und Johannes Diehl, davon ersterer seine Halbscheid an Friederich Seitzen nach­gelassene Wittib, sodann Nicklaus Helmus und Daniel Schäfer, sämtl: Rotgerber in Zweybrücken verkaufet, der andere aber sein Ant­heil noch im Besitz hat und legitimiert sich dieser mit Erbbestand vom 4. May 1715, welcher aber alle 15 Jahr erneuert werden sollte, die anderen hingegen mit einem auf ihre Persohnen unterm 19ten Juny 1736 ausgefertigten Erbbestand …., indoch sitzet auf der Mühl ein Loh-Müller …, und doch wenigstens als ein Tag-Löhner oder Hintersaß angesehen werden könnte. … Die Erbbeständer brauchen selbige zwar meistentheils zu Ihrem Handwerck indoch wird mit der Wal­ckmühl auch zu Zeiten eine Walck Leder von Frembden gethan ….“

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1143/2: „Die obere und untere Loh- und Walkmühle zu Niederauerbach, 1648-1787“

 

 

- Loh- und Walkmühle, untere; Alte Lohemühle:

in einem Aktenvermerk des Oberamts Zweibrücken vom 11.5.1722 ist notiert, daß neben der Niederauerbacher Walck- und Lohmüh­le „noch eine ander Lohe Mühle dasselbst“ besteht 17

 

Im Neustadter Wochenblatt vom 29.4.1836 wird die Versteigerung der Mühle angekündigt: „... lassen die Herren Seitz, Lang und Fa­ber …. versteigern, als: 1) Die untere Loh- und Walkmühle, Wohngebäude, 3 Scheuern sammt daran stoßenden Ländereien ...“ 18.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 19 wird die Alte Lohe­mühle zu Niederauerbach wie folgt beschrie­ben: “Liegt an [der] Auerbach ohngefähr 70 Ruthen oberhalb der Neuen Loh- und Walck-Mühlen, auf der Seite des Dorfes Niederau­erbach bey dasiger Zügelhütt. Ist in ziemlich gutem Stand, hat ein unterschlechtiges Wa­ßerrad welches 6 Stempel treibet, muß bey großem Waßer zu Zeiten etl: Tage still stehen, kann bey kleinem beständig gehen. Liegt an der vollen Bach..... Es klagen aber die Be­ständer, daß, weilen bey der [Anm.: Erbauung der unteren Neuen] Loh- und Walkmühle Vor etl: Jahren der Waßerbau hö­her geleget, dadurch das Hinterwasser um einen Schuh hoch unter Ihr Rad dergestalten getrieben worden seye, daß solches dermah­len nur noch 3 Stämpel und zwar bey dem gewöhnlichen Wasser gantz langsam treiben könne, weß­wegen auch dieselbe und weilen bereits in vori­gen Jahren bey hiesigem Oberamt mit denen Beständeren von nachfolgender Loh-Mühl wegen Schwellung des Waßers Proceß ge­führet …., nach und nach aber bey der Neuen Loh-Mühl der Waßer-Bau wieder erhö­het und folgl: ihre Mühle in den alten Schaden gesetzet worden seye, die Sach wiederum klagend vorstellen … wollen. Vor diesem ist es eine Loh- und Ohlig-Mühl gewe­sen, wel­che letztere aber bereits längstens in Abgang gekommen. Der jährl: Erbzinß ist 1 fl 10 bz. …... Die Mühle wird von denen Bestände­ren bloß zu Ihrem Handwerck gebrauchet. ….. An dieser Loh-Mühl hat Philipps Weidmann oder nunmehro deßen Sohn Heinrich Weidmann ein Viertel, Barthel Wild ein Viertel, Paul Billard ein Achtel, Paul Kiefers Erben ein Achtel und Matheis Derhi­veaux ein Viertel, welche unterm 12ten Jan: 1741 einen Erbbestands-Brief darüber erhalten … haben.“

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1143/2: „Die obere und untere Loh- und Walkmühle zu Niederauerbach, 1648-1787“

 

 

- Mahlmühle:

1792 war Christian *Hauther der Müllermeister auf der Niederauerbacher Mühle; ∞ mit Friederika Elisabetha NN; sein Sohn Georg Jakob Hauther wird am 24.2.1792 getauft 20.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1142 1: „Mahlmühle zu Niederauerbach, 1770-1772“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1142 3: „Mahlmühle zu Niederauerbach, 1770-1793“

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über eine Mühle in Unterauerbach

 

 

- Ölmühle Niederauerbach:

die Mühle wurde nach zweijähriger Bauzeit 2006 in Betrieb genommen 21.

 

Die Mühle wurde bis 2012 von der Firma „Pfälzer Naturenergie GmbH Co. KG betrieben, die Rapsöl als alternativen Biotreibstoff produzierte. Nachdem entgegen der Erwartungen jedoch Pflanzenöl als Treibstoff ebenso hoch wie Diesel besteuert wird, rentierte sich die Produktion nicht mehr. Die Mühle wurde deshalb nach Abschluß der Ernte 2012 stillgelegt 22.

 

 

- Untere Auerbacher Mühle:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1142 4: „Erbbestandsbriefe (Entwürfe) und Reverse von Verleihungen über die untere Auerbacher Mühle zu Niederauerbach, 1770-1789“

 

 

 

 

 

Niederbetschdorf / Elsaß:

am Nordrand des Hagenauer Forstes gelegen

 

Mühle:

am 31.1.1848 wurde die „im Niederbetschdorfer Banne (Canton Sulz) liegende Mahlmühle, unter der Benennung Neumühle be­kannt“versteigert; „Die eigentliche Mühle begreift 2 Mahlgänge, einen Schälgang, eine Hanfreibe ...“ 23.

 

 

 

 

 

Niederbexbach / Saar:

s. auch Mittelbexbach

 

Stadtteil von Bexbach; südlich von Bexbach/Saar, hart nördlich der Autobahn gelegen; 1309 erstmals urkundlich erwähnt. Das Klo­ster Wörschweiler hatte hier großen Besitz und besaß zusammen mit Pfalz-Zweibrücken alle Gerechtigkeiten. 1755 kam der Ort durch Gebietstausch von Pfalz-Zweibrücken an Nassau-Saarbrücken. Ab 1798 gehörte Niederbexbach zum Kanton Waldmohr, 1802 zur Mairie Limbach 24.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W2 Nr. 6: Karte von 1563, erstellt als Augenscheinsprotokoll im Prozeß vor dem Reichskammergericht Speyer (1567-1576) zu der RKG-Akte, LA Speyer Best. E6 Nr. 2276 25; die Karte zeigt die Dörfer Herchen (=Höcherberg), Niederbexbach, Mittelbexbach und Oberbexbach, den Galgen-Hügel und die „Zullenbach Mulle“ bei Niederbexbach

 

 

Mühlen:

- Alte Mühle:

Wüstung bei Niederbexbach; der Flurname „An der alten Mühle“ weist auf die einstige Mühle hin. Wie alt sie war. Geht daraus her­vor, daß es schon 1547 heißt: „Item ein wäldtlin bei der alten müllen“ 26.

 

 

- Wodsacker Mühle, Wotsacker Mahl- und Ohligmühle (Woogsacker Mühle):

nach Weber 27 und Klauck 28 als 'Woogsacker Mühle' bezeichnet; im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis von 1745 als 'Wot­sacker Mühle' oder auch Wodsacker Mühle angegeben.

 

Sie ist die älteste der Niederbexbacher Mühlen. Sie wurde 1468 als „Winackers mule“ genannt 29. Am 4.11.1561 bestätigt der „Re­vers des Jakob Stockhans jun. von S. Johan, daß Herzog Wolfgang v. Zwei­brücken ihm des Klosters Werssweyler Mahlmühle am Wathsacker-Weiher erblich verliehen habe“ 30.

 

Im 30jährigen Krieg wurde die Mühle völlig zerstört und Ende des 17. Jh. wieder aufgebaut 31.

 

1656 wird der „Wadtwacker Müeller“ erwähnt 32. Der Weiher bei der Mühle heißt 1700 „Wozacker Weyer“ 33. 1700 als „Wodt­sacker Mühl,“ am „Wodtsacker Bach“ erwähnt 34.

 

Der Name der Mühle leitet sich von dem Müller Hans *Wazacker ab, dessen Tochter Els Wazacker vor dem 16.8.1683 verstirbt 35.

 

Am 25.9.1696 gibt die Pfalzgräfin Wittwe Charlotta Friederica dem Johann Nickel Lancelot und Caspar Schmidt, Bürgern zu Hom­burg, die dem bisherig. Erbbeständer Nickel Lock abgekaufte Kloster Werschweiler Mühle zu Niederbexbach, die sog. Wotsacker-Mühle nebst Mühlbrief in Erbbestand 36.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 37 wird sie wie folgt beschrieben: "Die Wotsacker Mühle wird durch den Wotsacker Weiher getrieben. Liegt eine Viertelstund von denen Limba­cher Mühlen unten im Tal bei Niederbetschbach. Das Hochgebäu ist baufällig[,] das lauffende Geschirr und der Waßerbau aber sind in gutem Stand. Hat keine Fischereigerechtigkeit. Die Mühl hat drey oberschlächtige Wasserräder davon das eine einen Mahl-[,] das andere einen Scheelgang, worauf zur Noth auch gemahlen werden kann, und das 3te die Ohlig Mühl treibet. Die Mühl kan so wohl Sommers als Winters mit einem Gang beständig mahlen, wann indoch das Wetter allzu trocken, so muß das Waßer in einem bey der Mühle gelegenen Behälter geklauset werden …. Die Mühle war jederzeit so eingerichtet, außer daß wo die Ohligmühl vormahlen eine Lohmühl und Hirschenstampf geweßen. Ent­richtet jährl: 5fl Erbzinß von der Mahl- und 3fl von der Ohlig-Mühl in das Kloster Wörschweiler. Zu hiesiger Gegend ist von denen Zweybrück: Örther nichts gebannet, außer daß man vor kürtzerem das Dorf Nieder­betschbach zu der Limbacher Weyher-Mühl ge­bannt …. Bey der Ohlig Mühl habe der Beständer sonsten die meiste Nahrung von de­nen Naßauischen gehabt, welches aber nun­mehro gäntzl: Cehsirn, weiler in vorigem Jahr in die Naßau Bäd-Mühl, eine Ohlig Mühl desgl: zu Mittelbetschbach eine andere vor etlich: Jahren erbaut worden. Balthasar *Trompeter ist der Erbbeständer, welcher sich mit einem von fürstl: geistl: Güther Verwaltung unterm 10ten Febr. 1736 erhaltenen Erbbestand legitimiert" 38.

 

1755 kam die Mühle mit dem Ort durch Gebietstausch an Nassau-Saarbrücken 39.

 

Aber noch 1756 ist die Mühle in pfalz-zweibrückischen Akten erwähnt. Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 40 wird die Mühle beschrieben: Die Wodsacker Mahl und Ohlig Mühl [hat] 3 WaßerRäder welch eine Mahl, einen Scheelgang U. eine Ohlig Mühl treiben; [zahlt an Pacht] 5 fl an Geld; hat keinen Bann und muß sich von denen nächst dabey gelegenen Orth ernehren.“

 

Am 16.8.1836 wird die Wodsacker Mühle bei Niederbexbach wegen Unteilbarkeit der Erbengemeinschaft versteigert, „auf Ansuchen von: 1) Michael Bach, Müller auf der Wodsacker Mühle, 2) Balthasar *Bach, Müller allda, 3) Valentin Bach, Müller daselbst, 4) Eva, geb. Vogel, Ehefrau von Jacob Vogel, Müller auf der Eichelmühle im Preußischen, zur Gemeinde Münchwies gehörig, und 4) Hein­rich Schleppi, Ackersmann, in Altstadt wohnhaft, Spezialvormund über Elisabetha, Carolina, Magdalena, Philippina, Michael, Maria und Jacob Bach, minderjährige Kinder des oben genannten Michael Bach, erzeugt mit dessen verlebter Ehefrau, Maria Elisabetha ge­borene Schleppi“, die Mühle bestehend aus einer Mahl- und Ölmühle mit Scheuer Stallungen, Brennerei, Hofgering und Zubehör, Garten und Wiese“ 41.

 

1861 klagt der Müller auf der Wodsacker Mühle, Balthasar Bach ./. Daniel Hilpert aus Kleinottweiler 42.

 

1865 wird mitgeteilt, daß „oberhalb Altstadt in der Woogsackermühle … mehrere artesische Brunnen gebohrt [sind], welche von dem Müller zum Betriebe seines Mühlwerkes benützt werden, da sie ganz gewaltige Wassermassen zu Tage fördern.“ 43.

 

Für den 4.1.1870 wird die Theilungsversteigerung im Zweibrücker Wochenblatt bekanntgemacht: „... der zum Nachlaß der verstorbe­nen Elisabetha Müller, gewesene geschiedene Ehefrau des gleichfalls verstorbenen Balthasar Bach, bei Lebzeiten Müller auf der Woogsacker Mühle, Gemeinde Niederbexbach, gehörigen Immobilien, Niederbexbacher und Altstadter Bannes“ 44.

 

Lange Zeit war die Mühle im Besitz der Familie Schleppi. Als letzte der Mühlen im Raum Höcherberg-Bexbach wurde sie 1941 von Ernst Scheppi still­gelegt 45.

 

 

- Zullenbach-Mühle:

sie dürfte mE identisch sein mit der Wotsacker Mühle, die 1468 als „Winackers mule“ genannt wird.

 

In der Karte von 1563 46, die als Augenscheinsprotokoll in einem Prozeß vor dem Reichskammerge­richt Speyer (1567-1576) zu der RKG-Akte, LA Speyer Best. E6 Nr. 2276 47 erstellt wurde, sind die Dörfer Herchen (=Höcherberg), Niederbexbach, Mittelbexbach und Oberbexbach, den Galgen-Hügel und die „Zullenbach Mulle“ bei Niederbexbach eingezeichnet.

 

Das Gerichtsverfahren hatte die Appellation des Herzogs Wolfgang von Zweibrücken (Beklagter 1.Instanz) gegen ein obsiegendes er­stinstanzliches Urteil des Hofgerichts zugunsten Deutschen Ordens zum Gegenstand, betreffend den durch Pfalz-Zweibrücken ver­anlaßten Abriß des Hochgerichts und Galgen auf dem Galgenbühl. Der Galgen wurde 1557 durch Komtur Gisbrecht Schenk von Schmidtburg erneuert, in dessen Gegenwart dort unmittelbar darauf eine Frau als „Zauberin“ verbrannt wurde. Für das Recht, dort einen Galgen zu bauen, stützte sich der Deutsche Orden auf das Gerichtsweistum von Oberbexbach, das im dem, dem Deutschen Or­den gehörenden Ortsteil gewiesen wurde. Pfalz-Zweibrücken ließ daraufhin den erst wenige Tage alten Galgen durch den Schulthei­ßen von Waldmohr abbrechen 48.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W2 Nr. 6: Karte von 1563, erstellt als Augenscheinsprotokoll im Prozeß vor dem Reichskammergericht Speyer (1567-1576) zu der RKG-Akte, LA Speyer Best. E6 Nr. 2276 49; die Karte zeigt die Dörfer Herchen (=Höcherberg), Niederbexbach, Mittelbexbach und Oberbexbach, den Galgen-Hügel und die „Zullenbach Mulle“ bei Niederbexbach

 

 

 

 

 

Niedereisenbach / Glan:

OT von Glanbrücken; VG Lauterecken, Lk Kusel,

 

Erstmals 1192 urkundlich erwähnt; gehörte bis 1140 zur Nahegaugrafschaft, später der Herrschaft Kyrburg, dann als Lehen der Gra­fen von Veldenz (und am 1444 von Pfalz-Zweibrücken) im Besitz der Herren von Kellenbach. Diese konnten sich bis 1792 im Besitz behaupten; seit 1798 zum Amt Grumbach und seit 1972 VB Lauterecken; 1969 die zuvor selbständigen Ort Niedereisenbach und Ha­chenbach zur neu gegründeten Gemeinde Glanbrücken vereinigt. Der Ort war ab 1444 pfalz-zweibrückisch.

 

 

Mühlen:

da der 'Eisenbach' oft synonym auch für 'Niedereisenbach' verwendet wurde (s. Eisenbacher Mahlmühle in Niedereisenbach) ist es problematisch, die Müller der richtigen Mühle zuzuordnen

 

Um 1785 war Matthias *Kuhn Müller in Eisenbach; ∞ um 1785 in Offenbach/Glan die Margaretha Schnoderin; Vater des vorehelich geborenen Sohnes Friedrich (geb. 14.1.1782), legitimiert durch spätere Heirat 50.

 

Beide Mühlen bilden heute die Anwesen „An den Mühlen 10 und 11“. Die 1358 erstmals urkundlich erwähnte Mühle, die später auch eine Ölmühle umfaßte, wurde 1823 in zwei getrennte Anwesen geteilt. Nr. 10 ist aus der ehemaligen Ölmühle entstanden, die zur Öl- und Getreidemühle ausgebaut wurde. Nr. 11 geht auf die ehemalige Getreidemühle zurück, die um eine Sägemühle erweitert wurde. Von beiden 1959/60 stillgelegten Mühlen ist ander ehemaligen Ölmühle nur noch das hölzerne Wasserrad vorhanden, die Mühlenaus­stattung in Nr. 11 hat sich dagegen auf dem Stand der 20er und 50er Jahre des 20. Jh. erhalten. Die Ölmühle wurde 1822 um einen zweigeschossigen Wohntrakt erweitert, dem man später noch drei Achsen hinzufügte. An das Mühlengebäude schließt im rechten Winkel wein großer Ökonomietrakt an. Die Getreide- und Sägemühle wurde 1860 an den aus Oberweiler-Tiefenbach stammenden Müller Leppla verkauft, der sie bis 1869 zur heutigen Form ausbaute 51.

 

Photo:

- Denkmaltopographie Kusel, S. 156: Anwesen „An den Mühlen 10 und 11“

 

 

- Eisenbacher Mahl- und Ohligmühle, Kellenbachsche Mühle:

die beide Eisenbacher Mühlen bilden heute die Anwesen „An den Mühlen 10 und 11“. Die 1358 erstmals urkundlich erwähnte Müh­le, die später auch eine Ölmühle umfaßte, wurde 1823 in zwei getrennte Anwesen geteilt. Nr. 10 ist aus der ehemaligen Ölmühle ent­standen, die zur Öl- und Getreidemühle ausgebaut wurde. Nr. 11 geht auf die ehemalige Getreidemühle zurück, die um eine Säge­mühle erweitert wurde 52.

 

Am 15.8.1358 verpfänden der Edelknecht Clas Kellenbach und seine Frau Jutte dem Grafen Heinrich von Veldenz ihr von ihm le­hensrühriges Dorf Ysenbach oben an Offenbach auf dem Glane sowie ihre Mühle an diesem Fluß …. Nach Ablauf von fünf Jahren kann die Pfandschaft mit 180 Pfund Heller abgelöst werden 53.

 

1508 wird als Eigentümer der Mühle in Eisenbach Clas von Kellenbach urkundlich erwähnt; der Müller ist Peter aus Welchweiler (ohne Familiennamen) 54.

 

“Am 1.2.1738 ist die Eisenbacher Mahl- und Ohligmühle niedergebrannt, will niemand wissen, wie sie angegangen” 55; war pfalz-zweibrückisch und gehörte zum Oberamt Lichtenberg.

 

Im Mühlenprotokoll des Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist sie wie folgt beschrieben: “.... steht in Niedereisenbach am Glan; benachbart sind die Hachenbacher und die Hundheimer Mühle. Sie gehört dem Herrn von Kellenbach. Das Wehr hart bei der Mühle, 3 Wasserräder, welche 2 Mahl- und einen Schälgang treiben. Der Wasserfall beträgt über 3 Schuh; die Mühle muß deshalb „wegen großen Gewäßer“oder im Winter wegen Eisgang oft mehrere Wo­chen stillstehen. Vor acht Jahren gänzlich abgebrannt. Der jetzige Beständer heißt Johannes *Maurer. Er hat sie von dem vorigen Be­ständer und Hofmann vom Duchrother Hof Hans *Fritz gekauft und in guten Stand gesetzt. Er gibt den Herren von Kellenbach jähr­lich 17 Ma. Korn, 2 Strich Weißmehl und 15 Taler an Geld, für die Ohligmühl 100 Ohligkuchen in das Hofhaus nach Eisenbach. Kei­ne Banngerechtigkeit.” 56

 

Dieser Johannes Maurer, „Miller zu Eißenbach“ und dessen Ehefrau Christina kauften am 25.3.1749 von dem Friedrich Schneider, Gemeindsmann zu Horschbach, zwei Wiesenstücke in Niedereisenbach 57.

..

Im Mühlenverzeichnis für das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörige Mühle unter lfd. Nr. 12 wie folgt beschrieben: „ Die Eisenbacher Mühl dem Hrn. von Kellenbach zu­ständig [hat] 3 Waßer Räder welche 2 Mahl und einen Schelgang treib, [zahl an Pfacht] 17 Mltr Korn dem Hrn. von Kellenbach, 2 …. Weismehl, 15 …. an Geldt. Ist keine Bann Mühl, die Jettenbacher, rheingräflich Eisenbacher und hiesig Zweybrück: mahl in … daselbst.“ 58

 

Zwischen ca. 1759 und 1774 war Peter *Barth Mahlmüller in Eisenbach 59.

 

Um 1801 war Jakob *Porn (Beuren - 1803 in Mainz hingerichtet) Müller auf der Eisenbacher Mahl- und Ohligmühle; Jakob Porn war zeitweise Müller auf der Mühle in Hachenbach, dann Müller auf der Mühle in Niedereisenbach/Glan; er war Räuber der Schin­derhannesbande; u.a. beteiligt am 18.10.1801 beim Raubüberfall auf die Streitmühle in Rutsweiler/Glan sowie beim Raubüberfall auf das Haus und die Familie des jüdischen Händlers Herz Meyer in Ulmet; Porn hatte die aussichtsreiche Möglichkeit erkundet und die Bande unterrichtet; 1801 in Dennweiler verhaftet, vom Sondertribunal in Mainz zum Tode verurteilt und 1803 hingerichtet 60.

 

Im „Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel“ wird am 5.2.1857 die freiwillige Versteigerung der Nie­dereisenbacher Mühle angekündigt: „... auf Anstehen des Eigenthümers, Herrn Philipp *Limbacher die Niedereisenbacher Mühle, ge­legen zu Niedereisenbach auf'm Glan, dicht an der Chaussee zwischen Lauterecken und Cusel … . Die Mühle besteht aus Mahlmühle mit 3 Mahlgängen, Schälgang und Putzmaschine, sodann Oehlmühle mit zwei doppelten Pressen, ferner Schneidmühle und Hanfrei­be … . Zu der Mühle gehören die neu errichteten Gebäulichkeiten, bestehend aus Wohnhaus mit Oeconomiegebäuden, Stallung, Scheuer, Backhaus und Keller ...“ 61.

 

1875 mußten die beiden Kellenbachischen Mühlen eine Abgabe von ursprünglich jährlich 10 Hektoliter Korn und später an deren Stelle 90 Gulden bis zum Jahr 1875 entrichten. Dann gelang es den Müllern Karl Leppla (in Hachenbach) und Daniel Müller in Nie­dereisenbach den Pachtzins durch Zahlung von 10000 Talern abzulösen 62.

 

Am 4.10.1880 wird als Pate bei der Taufe des Otto Leppla (Sohn des Müllers Peter Leppla, Müller auf der Matzenbacher Mühle) genannt der Müller in Niedereisenbach Otto Leppla 63.

 

Karte:

- LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 57: Die Eisenbacher Mahl und Ohligmühl, 1746

 

 

- Eisenbacher Ohligmühle:

im Mühlenprotokoll des Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist sie wie folgt beschrieben 64:... durch eine aparten Kanal worinnen das Waßerrad gehet … wird die Ohlig Mühle getrieben.. Ihr Ge­werb und Verdienst bestehet … in Schlagung unterschiedlichen Saa­mens alß: Kohl, Erbs, Flachs, Hanf, Magsamen [Anm.: = Magel­samen, Schlafmohn 65] und Nußbaum.

 

 

 

 

 

Niederhausen a. d. Appel:

VG Alsenz-Obermoschel, Lk Donnersbergkreis; im Appelbachtal nördlich des Pfälzer Waldes; 1325 als “Niederhusen” erstmals ur­kundlich erwähnt. Das Dorf unterstand zunächst der Probstei Münsterappel der Abtei St. Maximin vor Trier, deren Vögte bereits vor 1303 die Wildgrafen (seit 1409 Wild- und Rheingrafen) waren. Aus der Vogtei entwickelte sich nach Einführung der Reformation 1555 die Landesherrschaft der Wild- und Rheingrafen von Grumbach. 1699 kam Niederhausen bei der Grumbacher Erbteilung an Rheingraf Leopold Wilhelm. Im Tausch gelangte es durch Wild- und Rheingraf Karl Walram von Grumbach 1755 über den Herzog von Pfalz-Zweibrücken an die Fürsten von Nassau-Weilburg (Amt Alsenz) 66.

 

Schinderhannes wurde u.a. angeklagt wegen eines Straßenraubs bei Niederappel, verübt an Löw Herz und Löw Nathan von Münste­rappel am 25. Nivose Jahr 8 (15.1.1800) 67.

 

Literatur/Urkunden:

- Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 90-93

 

Mühlen:

1238 beurkundete Graf Gerlach von Veldenz auf Bitten des Ritters Muckelin, daß dessen Lehen, ein Burgseß auf Montfort und die Mühle von Niederhausen als Anfallrecht auch auf dessen Sohn Hermann übergehen solle +++klären:Anm.: unklar ist, ob es sich um eine Mühle bei Niederhausen/Appel oder bei Niederhausen/Nahe handelt +++ 68.

 

 

- Dorfmühle:

wohl schon im Mittelalter lag südlich des des Ortskerns links des Appelbachs die Dorfmühle (heute Hauptstraße 6) 69.

 

In einer zwischen 1559 und 1572 ausgestellten Urkunde +++Datum prüfen+++ erteilt Friedrich von Steincallenfels dem Müller zu Niederhausen einen Erbbestandsbrief über ein Stück Wiese 70.

 

Im pfälzischen Erbfolgekrieg 1688-1697 war der Betrieb der Mühle derart stark beeinträchtigt, daß 7 Jahre lang “bekanntlich hierumb die stärk­ste Kriegs Unruh gewährt.” Der Müller kam dabei um seine Feldfrüchte und konnte etliche Sommer durch wegen der Marodeure nicht in seiner vor dem Ort liegenden Mühle wohnen 71.

 

Um 1700 befand sich die Mühle im Erbbestand der Familie Müller 72. Von Johann Adam Müller und seiner Frau Anna Catharina [Anm.: recte ist: Maria Catharina *Bühler von der Mühle Dielkirchen] wurde das Anwesen 1731 zum Preis von 1325 fl an den Jo­hannes *Kolb aus Tiefenthal/Rheinhessen verkauft. Kolb, der Erbbeständer der Mühle in Tiefenthal war, erwarb die Mühle in Nieder­hausen als Mitgift für seine Tochter Catharina Sybilla Kolb. Diese beabsichtigte, im darauf folgen­den Jahr (1732) den Johann Philipp *Cloninger von der Katzensteiger-Mühle bei Neu-Bamberg zu heiraten. Obwohl das Paar bereits 1733 nach Niederhausen gezogen war, wurde Cloninger die Mühle erst 1734 auf seinen Namen überschrieben 73 Damals war die Mühle Bannmühle für Niederhausen und Winterborn 74. Aus der Ehe des Johann Philipp Cloninger und der Catharina Sybilla Kolb stammen die Kinder Johannes *Clo­ninger (Müller und Betriebsnachfolger auf der Dorfmühle Niederhausen), Catharina Sybilla Cloninger und Maria Sophia Cloninger (∞ mit Johann Friedrich Deubert/Deibert).

 

Die Mühle ist 1757 in LA Speyer Best. C38 Nr. 140/5 erwähnt 75. Als Erbbeständer wird [ohne Angabe einer Jahreszahl] Johannes Cloninger genannt 76.

 

Cloninger übernahm nach dem Tod seines Vaters im Wege der Erbteilung die väterliche Erbbestands-Dorfmühle in Niederhausen/Ap­pel und verpflichtete sich, seine Geschwister auszuzahlen 77. Die Mühle wurde 1761 von (Johann) Philipp *Cloninger auf dessen Sohn Johannes *Cloninger umgeschrieben78. Die Dorfmühle war Bannmühle für Nieder­hausen und Winterborn 79. Die nas­sau-weilburgische Regierung in Kirchheimbolanden hob durch Reskript vom 31.3.1762 die Banngerechtigkeit für die Mühle in Nieder­hausen/Appel auf 80.

 

Der Müller Johannes Cloninger kam in der Folge in Zahlungsschwierigkeiten und zahlte an seine Schwester Maria Sophia *Klonin­ger (∞ mit dem Müller auf der Appelmühle in Oberhausen/Appel Johann Friedrich *Deubelt/Deubert) deren Erbanteil aus der Über­nahme der Mühle in Niederhausen/Appel nicht. Maria Sophia Kloninger erhob daraufhin wegen der seit 1764 ausstehenden Auszah­lung ihres Erbteils Klage gegen ihren Bruder Johannes Kloninger vor der nassauischen Regierung. Daraufhin leitete der nassauische Amtsverweser zu Alsenz (und spätere salm-kyrburgische Hofrat und Kammerdirektor in Kirn), Friedrich Kasimir Gümbel, Untersu­chungen gegen den Müller Johannes Kloninger ein und stellte eine erhebliche Belastung mit „heimlichen Schulden“ fest, gestand dem Müller Johannes Cloninger letztendlich aber Zahlungsaufschub zu. Nach dem dieser jedoch weitere Schulden machte und auch den Erbbestandszins seiner Mühle schuldig blieb, ließ der nassauische Amtsverweser zu Alsenz, Friedrich Kasimir Gümbel, den Erb­bestand mit der Mühle in Niederhausen zwangsversteigern. Cloninger sieht die Versteigerung weit unter Wert und erreicht bei dem nassau-weilburgischen Kabinett die Kassation der Versteigerung 81 Johannes Cloninger beantragt in der Folge jedoch selbst die Ver­steigerung der Mühle zur Schuldentilgung. Daraufhin läßt der nassauische Amtsverweser Gümbel den gesamten Besitz und die Schulden des Cloninger inventarisieren und eröffnet unter Verweis auf Überschuldung den Konkurs über das Vermögen Clonin­gers. In der durch Cloninger beantragten Versteigerung erhielt den Zuschlag der Erbbeständer auf dem Universitätshof in Niederhau­sen, Johann Peter Deubert, der die Mühle für seinen Sohn Johann Friedrich Deubert (∞ Maria Sophia *Kloninger und Schwager des Jo­hannes Cloninger), für 3050 fl unter Verbürgung seines Tochtermanns Philipp Peter Heinzen erwarb 82. Johann Friedrich *Deubert beantragte daraufhin die Überschreibung des Erbleihrechts auf sich 83.

 

Cloninger der nun seine Mühle verloren hatte, gab nach der Versteigerung der Mühle nicht auf. Mit der Behauptung, es sei gegen ihn ein ungerechtfertigtes Konkursverfahren eingeleitet worden, erhob er gegen den ehemaligen Amtsverweser Friedrich Kasimir Güm­bel 1778 Klage vor der Nassauischen Regierung zu Weilburg. Nach dem damaligen Rechtssystem, das den heutigen dreizügigen Ge­richtsaufbau nicht kannte, war oftmals das Eingangsgericht der Verwaltung der jeweiligen Herrschaft inkorporiert, so auch z.B. in der Grafschaft Leiningen-Westerburg oder in der freien Reichsstadt Speyer im Ratsgericht. Er erhob in seiner Klage auch den Vor­wurf parteiischer Justiz. Durch die nassauische Regierung in Weilburg wurde der Kirchheimer Regierungssekretär Schlosser als Kommis­sar mit der Prüfung und Untersuchung beauftragt, auf dessen Bericht wurde der Konkurs kassiert und Cloninger 1782 durch die nas­sauische Regierung Schadensersatz zugesprochen (Anm.: das Urteil der nassauischen Regierung in Weilburg befindet sich zusam­men mit der gesamten erstinstanzlichen Akte einschließlich der Zeugenvernehmung in den Reichsgerichtsakten, LA Speyer Best. E6 Nr. 684). Dieses Urteil akzeptierte der ehemalige nassauische Amtsverweser zu Alsenz und jetzige salm-kyrburgische Hofrat und Kam­merdirektor in Kirn, Friedrich Kasimir Gümbel, nicht. Er erhob 1783 Appellation vor dem Reichskammergericht Wetzlar. Er sah die Kommission Schlossers (der jetzt im Verfahren vor dem RKG zugleich Mitbeklagter der Berufung wurde) als parteiisch an. So habe dieser im Verfahren erster. Instanz zugelassen, daß Cloninger bei Zeugenverhören beleidigende Zwischenrufe gemacht und Zeu­gen eingeschüchtert habe. Die Vorinstanz habe auf sein *Gravatoriallibell nicht geantwortet, sondern ihn „in contumaciam“ (Anm.: d.h. wegen Nichteinhaltung prozessualer Pflichten) verurteilt. Die beiden Appellationsbeklagten ihrerseits bemängeln vor dem RKG schwere sachliche Fehler im erstinstanzlichen Urteil, so Einberechnung der hypothekarisch gesicherten Witthumsforderung der Ehe­frau des Appellationsbeklagten Cloninger 84. Das Ergebnis des Appelations- (Berufungs-)verfahrens vor dem Reichskammer­gericht ist aus den Prozeßakten nicht ersichtlich. Die Urteile des Reichskammergerichts sind üblicherweise in den Prozeßakten nicht enthal­ten, sondern wurde in einem gesonderten Urteilsbuch gesammelt 85. Das Urteil in Sachen Gümbel ./ Cloninger ist nicht überliefert.

 

Der Müller Johannes Cloninger hat im Ergebnis seine Mühle verloren. Aber auch der nachfolgende Besitzer, sein Schwager Johann Friedrich Deubert, wurde mit der Mühle nicht glücklich.

 

Aufgrund weiterer Auseinandersetzungen und „der Mißgunst und Bosheit einiger gegen uns aufgebrachten Niederhäußer Gemeinds­leuten …. worunter insbesondere der berichtigte Johannes Cloninger und sein dermaliger Gesellschafter Nickel Heinz vorzüglich ge­hört“ kam jedoch Johann Friedrich Deubert nach der Übernahme der Mühle ebenfalls in Schwierigkeiten. Die Mühle wurde deshalb auf dessen Schwager Peter Maurer übertragen, der seit1775 mit Johann Peter Deuberts zweitältester Tochter, Appolonia Deibert ver­heiratet war 86. In diesem Gesuch behauptet Johann Friedrich Deubert, der Vorgänger und Müller Johannes Clo­ninger habe die Müh­le „ganz hatte verfallen lassen“, weshalb Deubert „allschon 170 fl 4 kr an Bau- und Reparations-Kosten verwen­det“ habe 87.

 

Nach dem Tod des Peter Maurer erhielt die Witwe 1789 einen Erbbestandsbrief 88.

 

Vor 1839 war Philipp Friedrich *Maurer († vor 1839 err.) der Müller auf der Mühle in Niederhausen, Kanton Obermoschel 89.

 

Laut Urkataster von 1843 stand die Mühle, die über 2 Mahlgänge verfügte, links der Straße die nach Münsterappel führt. Die Mühle stand 1843 im Eigentum von Jakob Maurer 90

 

In der ersten Hälfte des 20. Jh. wurde das Anwesen abgerissen 91

 

Literatur/Urkunden:

- Hühner, Jens: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1997, S. 73

- LA Speyer Best. 38 Nr. 715: „Die Mahlmühle zu Niederhausen, Amt Alsenz, 1761-1762“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 845: „Die Mühle zu Niederhausen (Sammlung Grumbachischer extradierter Akten), 1608, 1697-1765“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 847: „Die Mühle zu Niederhausen, 1731-1745“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 848: „Das in der Gemarkung Münsterappel liegende Wehr der Erbbestandsmühle zu Niederhausen und die über dessen Höhe und Reparatur mit der Gemeinde Münsterappel entstandenen Streitigkeiten, 1757-1757“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 849: „Gesuch des Joh. Cloninger, Erbbeständer der Mühle zu Niederhausen um Genehmigung zur Auf­nahme eines Kapitals auf die Mühle, 1769-1770“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 850: „Nachsuchen des Johann Peter Deubert zu Niederhausen um Transcription der für seinen Sohn Fried­rich ersteigten dasigen Erbbestands-Mühl auf seinen Tochtermann Peter Maurer“, 1777-1791

. LA Speyer Best. C38 Nr. 851: „Gesuch des Friedrich Deubert zu Niederhausen um Überschreibung des Erbleihrechts der von Joh. Cloninger ersteigerten Mühle Prov.: Hofkammer, 1776-1777“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 852: „Überschreibung der Erbbestandsmühle zu Niederhausen von Philipp Cloninger auf Joh. Cloninger Prov.: Amt Alsenz, 1761-1772“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 853: „Überschreibung der Erbbestandsmühle zu Niederhausen von Joh. Cloninger auf Friedrich Deubert Prov.: Amt Alsenz, 1776-1790

- LA Speyer Best. C38 Nr. 858: „Der in Vergessenheit geratene Wasserzins der Mühle in Tiefenthal für das Mühlenwehr in der Ge­markung Niederhausen, 1767-1773“

- Ref, Eberhard: Der Prozeß des Müllers Johannes Cloninger aus Niederhausen/Appel vor dem Reichskammergericht Wetzlar /1783-1788) als genealogische Quelle; in: PRFK 2012, S. 341-348

 

 

- Gänsmühle:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 846: „Die ehemalige an der Appelbach gelegene Mühle zu Niederhausen, genant „Gänsmühl“ (entnom­men aus der Grumbachischen Aktenextraktion), 1707“

 

 

 

 

 

Niederhausen/Nahe:

VG Bad Münster am Stein-Ebernburg, Lk Bad Kreuznach; westlich von Bad Münster am Stein gelegen. Der Ort war zunächst pfalz-zweibrückisch; im sog. Selz-Hagenbacher Tausch von 1768 ging Niederhausen an Kurpfalz über 92.

 

Mühlen:

1682 war Peter Peter Thewald Beber der Müller zu Niederhaußen +++klären: welche Mühle++++. Am 12.3.1682 wurde Maria Bar­bara, „Jeorge Jochim Baumanns des Niedermüllers alhier, und Maria Elisabetha deßen ehelichen hausfraw Töchterlein ...“ getauft. „Peter Peter Thewald Beber Müller zu Niederhaußen“ 93.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält für die Zeit von 1578-1796 u.a. Unterlagen über eine Mühle in Niederhausen +++klären: welche Mühle++++

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 1439: „Der von Johannes Stürmer zu Niederhausen erbetene Nachlaß wegen der Thielmannschen Mühle daselbst, 1566-1610 +++klären: welche Mühle++++

 

 

 

- Seelocher Mühle bei Niederhausen:

Lage: auf dem Gelände des heutigen Sportplatzes in Niederhausen/Nahe. Außer einem vom Ortspfarrer aufbewahrten Steinfragment ist nichts erhalten.

 

Mühlenart: wahrscheinlich Getreidemühle altdeutscher Bauart

 

Geschichte: 1238 wird eine Seelocher Mühle der Grafen von Veldenz urkundlich erwähnt 94. 1238 verleiht Graf Gerlach von Vel­denz auf Bitte des Ritters Berthold gen. Mucke­lin das seitherige Lehen Montfort an seinen Sohn Hermann … und die Mühle in Nie­derhausen in erblicher Weise 95.

 

Von 1356-1422 wird der Standort der Mühle “als Mühlenstatt zu Seloch an der Nahe oberhalb Nyderhusen” angegeben. Am 30.10.­1356 kam es zwischen dem Burgmann der Veldenzer Burg Landsberg (= Moschellandsburg bei Obermoschel) Hermann von Porten und seinem Lehensherrn Graf Heinrich von Veldenz zu einem Vergleich; danach gab der Veldenzer dem Porten ein Burglehen von Landsberg und die “Mühle im Seloch bei Nyderhusen“ 96. 1456 wird berichtet, die Mühle habe ein Wasserrad, sei aber keine Bann­mühle gewesen. 1710 wird die Mühle durch Hans Simon Lorenz neu aufgebaut und mit 2 Wasserrädern versehen. In der alten Karte von Pe­ter Derewat von 1794/98 ist oberhalb der Niederhausener Bannmühle die “Selochermühle” eingetragen 97.

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenbericht des Oberamts Meisenheim von 1743 wird die Seelocher Mühle wie folgt beschrieben: “liegt an der Nahe bei Niederhausen, hat 2 Wasserräder für 2 Mahlgänge. Kein Bann, 18 Mahlgäste kommen aus Niederhausen. Hat eine Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. 1710 von Hans Simon *Lorenz wie­der aufgebaut. Pacht: 6 Malter Korn.” 98.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 99 wird die Mühle, die damals noch zum pfalz-zweibrücki­schen Oberamt Meisenheim gehörte, wie folgt beschrieben: „Die SeelacherMühl [hat] 2 Wa­ßerräder welche 2 Gäng treiben; [gibt] 6 Mltr Korn; hat keinen Bann und ungefehr 18 Mahlgäst im dorff.“

 

Literatur/Urkunden:

- LA Koblenz Best 33 Nr. 1801 (1707 angelegte Mühle im Seeloch)

- Poittner, Barbara: Wüstungen im Kreis Bad Kreuznach (Diss. Mainz 1971) ;Heimatkundliche Schriftenreihe des Landkreises Kreuznach, Kreuznach 1972, S. 156

- Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 56

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 228

 

 

- Bannmühle Niederhausen, Nahemühle:

Lage: im Aufstau der Nahe oberhalb des heutigen Kraftwerks Niederhausen versunken; für das dortige Laufwasserkraftwerk wurde das Tal der Nahe auf 3,2 km Länge aufgestaut, nachdem 1927 die rechte an RWE abgetreten worden waren 100.

 

Mühlenart: Getreidemühle

 

Geschichte: die Mühle ist bereits 1238 in einer Urkunde über die Burg Montfort erwähnt, in der die Grafen von Veldenz von der Mo­schellandsburg (bei Obermoschel) dem Ritter Hermann, dem Sohn des Ritters Bertolf mit Beinamen Muckelin, die Burg Montfort zum Wohnen und die Mühle in Niederhausen zur Erbpacht gegeben haben. Nach dem Verzeichnis der Wild- und Rheingrafen in der Teilungsurkunde vom 29.8.1515 erbrachte die Mühle eine Pacht von 25 Malter. 1685 wurde der Müller Bollenberger “aus Niederhau­sen stammend” als Gutachter in der Rehborner Mühle eingesetzt 101.

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenbericht des Oberamts Meisenheim von 1743 wird die Bannmühle Niederhausen wie folgt beschrie­ben: “hat 2 Wasserräder, mahltt für 20 Kunden, gibt 6 Malter Korn als Pacht. Kein Bann.” 102.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Mühle, die damals noch zum pfalz-zweibrücki­schen Oberamt Meisenheim gehörte, wie folgt beschrieben 103: „Die Nohemühl bey Niederhausen [hat] 2 Waßer Räder welche 2 Gäng treiben; [gibt] 6 Mltr Korn; diese Mühle hat keine Banngerechtigkeit, und im Dorf etwan 20 Mahlgäste.“

 

Am 20.3.1907 wandte sich der Mühlenbesitzer Julius Bechtel an die zuständige Bürgermeisterei Rüdesheim mit dem Antrag auf Ver­längerung der “Concession” für die Rechte seiner Mühle. Er berief sich auf Empfehlung des Bürgermeisters Kirschstein, damit seine Rechte nicht verfallen, denn dies würde geschehen, wenn die Mühle länger als 3 Jahre nicht genutzt würde. Er wisse nichts über einen “Taufschein”, denn die Mühle stünde schon seit Anfang des vorigen (19. Jh.). Am 5.7.1907 wurde ihm behördlicherseits mitge­teilt: “Die Concession Ihrer Bauanlage war gemäß 49 RGO bereits abgelaufen, bevor sie am 3. ... Fristung beantragt hatten ...” 104.

 

Mit dem Verkauf nach dem 1. Weltkrieg an Dr. Schneider aus Darmstadt bahnte sich allmählich die Umnutzung der Mühle in ein Kraftwerk an. zunächst versuchte Schneider den Mühlenbetrieb wieder in Gang zu bringen. Dies war wohl finanziell wenig einträg­lich, so daß er die Gründung eines Nahekraftwerks anstrebte. Die neu gegründete Aktiengesellschaft Wasserkraftwerk Niederhausen konnte zunächst infolge Geldknappheit den Bau nicht realisieren und veräußerte Mühle und Gelände 1926 an die RWE. Der Kraft­werksbau begann dann am 20.12.1926 105.

 

Literatur/Urkunden:

- Spengel: „Wasserkraftwerk und ehemalige Mühle : zur Elektrizitätsgewinnung wurde bei Niederhausen die Nahe aufgestaut“; in: Bad Kreuznacher Heimatblätter 2004, S. 41-42

 

 

 

 

 

Niederhausen bei Zweibrücken:

OT von Winterbach, VG Wallhalben, Lk Südwestpfalz; nordöstlich von Zweibrücken; war pfalz-zweibrückisch

 

Mühlen:

- Niederhausener Mahl- und Bannmühle:

um 1703 war Johann Friedrich *Neumüller der Müller zu Niederhausen; am 17.3.1703 kaufte Friedrich Neumüller, Müller zu Nieder­hausen, den öden Mühlenplatz der zerstörten Mühle in Mörsbach auf 106.

 

In einem Aktenvermerk des Oberamts Zweibrücken vom 11.5.1722 ist notiert, daß „der Niederhauser“ Müller den ihm erteilten „Confirmations-Schein“ bei der Hofkammer in Zweibrücken noch nicht abgeholt hat 107. Es handelt sich wohl um den Müller Valentin *Cron, der zwischen 1721 und 1723 als Müller zu Niederhausen bei Zweibrücken genannt wird; ∞ mit Magdalena NN.; aus der Ehe stammen die Töchter Eva Margarethe Cron (geb. 27.4.1721 Niederhausen ) und Anna Elisabetha Cron (geb. 6.2.1723 Niederhausen) 108.

 

Der Müller Bal­thasar *Trompeter wird der zwischen 1724 und 1726 in Niederhausen genannt 109.

 

1723 kam es zu einer Beschwerde des Dorfes Contwig gegen den Freiherrn von Cathart (Cathcart) wegen Ableitung des Wassers zu seiner Mühle zu Niederhausen 110.

 

Bis ca. 1744 war Jacob Hofmann der Müller zu Niederhausen [* ca. 1680 err - 02.08.1744]; seine Tochter Anna Marga­retha Hofmann (* Niederhausen 23.12.1725) heiratet am 28.06.1746 in Winterbach den Müller auf der Oberen Mühle in Wiesbach Johann Peter *Müller (* Wiesbach 09.12.1725 - † Wiesbach 11.08.1746, 21 J. alt), den Sohn des Müllers in Wiesbach Johann Abraham *Müller 111, nach dem frühen Tod ihres Mannes heiratet die junge Witwe in 2. Ehe am 26.03.1748 in Winterbach Johann Nickel Theisson, Bürger und Bäcker in Winterbach) 112.

 

Bereits ca 1739, d.h. vor dem Tod des Müllers Jacob Hofmann wurde der Müller Philipp Adam *Weber (∞ mit Anna Margaretha Müller, der Tochter des Müllers in Wiesbach Johann Abraham *Müller) der Müller und Erbständer auf der Niederhausener Mahl- und Bannmühle 113.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 wird sie zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “Die Mahl- und Bannmühle zu Niederhausen hat das von 2 Brunnen von Wiesbach und Rosenköpfchen (s. Rosenkopf). Das Bächlein fließt an Ober- und Unterauerbach vorbei in die Schwarzbach; liegt 1 Stunde unterhalb der Wiesbacher und 1 Stunde oberhalb der Oberauerbacher Mühle dazwischen noch die Buntenbacher und die Stamper Mühle (s. Stampermühle bei Kleinbundenbach). 2 Wasserräder unter­schlächtig 1 Mahlgang und 1 Mahlgang mit angehängtem Schälgang 4 Ma Korn und 4 Ma Hafer als Pacht Die Dörfer Niederhausen, Battweiler, Winterbach, Biedershausen und Käshofen sind zu dieser Mühle gebannt. Seit 5 Jahren ist Philipp Adam *Weber der Erb­beständer und hat den 4ten May 1740 den Bestands-Brieff darüber erhalten.“ 114.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 115 wird die Mühle beschrieben: „Die Nieder­hauser Bann Mühl [hat] 2 WaßerRäder, welche 2 Mahl und einen im Trilles laufend Scheel­gang treib; [zahlt an Pacht] 2 fl 1 bz an Geld, 4 Mltr Korn, 4 Mltr Habern. Die Niederhauser, Battweiler, Winterbacher, Biedershauser und Käßhoffer, aus 111 fam: beste­hend, seyend hierher geb:“.

 

Am 10.2.1777 in der ref. Kirche in Ernstweiler heiratet der Philipp Weber, Sohn des verlebten Müllermeisters in Niederhausen, Ober­amt Zweibrücken, Philipp Adam *Weber, die Maria Barbara NN., des verlebten Müllers von der Altenwoogsmühle, Johann Weber hinterlassene Witwe 116.

 

Bis um (err) 1792 ist dessen Bruder, Heinrich Franz *Weber, der Müllermeister zu Niederhausen; seine Tochter Elisabetha Weber ∞ am 24.4.1792 in Winterbach den Witwer und Müllermeister auf der Dietschweiler Mühle, Jacob *Braun 117. Die weitere Tochter Anna Carolina Weber heiratet am 15.2.1770 in Niederhausen den Müller in Niederhausen, Christian Weitzel 118.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1151/6: „Erbbestandsbrief über ein von Friedrich von Steincallenfels [Steinkallenfels] dem Müller zu Nie­derhausen verliehenes Stück Wiese, 1559-1572“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1150/3: „Mahlmühle zu Niederhausen, 1562-1787“

LA Speyer Best. B2 Nr. 801/3: „ Beschwerde der Gemeinde Contwig gegen H. von Cathart wegen Ableitung des Wassers zu seiner Mühle zu Niederhausen, 1723“

 

 

 

 

 

Nieder-Hilbersheim / Rheinhessen:

VG Gau-Algesheim, Lk Mainz-Bingen; in Rheinhessen nordöstlich von Bad Kreuznach gelegen; gehörte zum kurpfälzischen Ober­amt Stromberg.

 

Mühlen:

das Kloster Engelthal im nahegelegenen Ober-Ingelheim besaß in Nieder-Hilbersheim ein Gut von 100 Morgen mit einer Mühle. Diese war auch dort begüterten Edelleuten zuständig, und eine Ganerbenmühle. Am 10.6.1424 beurkundete das Gericht zu Ingel­heim, daß zwischen Wickenant von Algensheim und Arnolt Krebiß, Ratsleute der Klosterfrauen zu Engelthal und ihrer Mitganerben an der Mühle und Gülte zu Nieder-Hilbersheim und den anderen Ganerben, daß die Ratsleute Contz Burgharts und Wilhelm von In­gelheim zu Recht geurteilt haben, daß Contz Burgharts die Mühle gegen benannte Abgaben haben, sie wieder bauen und auch zum Mahlen von Waizenkorn einrichten soll; die Gerichtskosten sollen beide Parteien je zur Hälfte tragen 119.

 

1593 wurde Kloster Engelthal durch die Landesherrschaft Kurpfalz aufgehoben 120.

 

Um 1722 bestand eine Mühle in Nieder-Hilbersheim; Müller und Temporalbeständer des „Heilig Grab“ zu Mainz und des Domstifts Mainz war um 1722 Johannes Zimmer; dieser ist 1722 im Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamts Stromberg mit einem Ver­mögen von 155 fl aufgeführt 121. Weiter­hin ist 1722 im Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamts Stromberg der Philipp Wei­gandt als Müller und Temporalbeständer des „Heilig Grab“ zu Mainz und des Domstifts Mainz mit einem Vermögen von 195 fl auf­geführt 122.

 

1803 war das Stift Unserer Lieben Frau in Mainz Eigentümer einer Mühle „mit einem Mahlgang“ in Nieder-Hilbersheim. Diese war an Johann Barthelme verpachtet. Am 18.10.1803 erfolgte im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung die Veräußerung der Mühle. Sie wurde erworben von Peter Schmitt aus Ober-Hilbersheim zum Kaufpreis von 7950 fr. 123.

 

Das Stift Unserer Lieben Frau in Mainz war bis 1808 Eigentümer einer Mühle in Nieder-Hilbersheim. Die Mühle bestand aus einem Gang, der Platz war „geeignet zu einer Ölmühle“. Pächter war Johann Barthelme. Am 21.12.1808 erfolgte im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung die Veräußerung der Mühle. Sie wurde erworben von Peter Schranck aus Nieder-Hilbersheim zum Kauf­preis von 2900 fr. 124.

 

 

 

 

 

Niederhochstadt:

OT von Hochstadt bei Landau, VG Offenbach an der Queich, Lk Südliche Weinstraße; nördlich von Zeiskam gelegen; war kurpfäl­zisch und gehörte zum Oberamt Germersheim; Reformierte Kirche war vor dem 30jährigen Krieg Filiale von Niederhochstadt. 1727 Bau einer Kirche. Lutheraner waren in Schwegenheim eingepfarrt. KB ref. 1722 125.

 

Das Dorf Niederhochstadt direkt östlich von Oberhochstadt gelegen gehörte zunächst Johanniterorden. Das Ordenshaus des Johanni­terordens wurde 1185 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa gegründet. Durch großzügige Schenkungen des Adels zählte die Deutschor­denskommende in Haimbach zu einer der reichsten im deutschen Reich. Johanniterdörfer waren Niederhochstadt, Oberlu­stadt Nie­derlustadt und Heimbach. Eingriffe erfolgten unter Kurfürst Friedrich III. (1559-1576), der als Landesherr sich berufen fühl­te, in den Ordensdörfern den neuen Glauben durchzusetzen und die Ausübung einer eigenen Gerichtsbarkeit zu unterbinden 126.

 

Mühlen:

s. auch Oberhochstadt

 

um 1889 wird der Müller in Neuburg/ Rhein, Valentin *Modery genannt (möglicherweise Müller in Neuburg) 127. +++überprüfen: aus Hochstadt ?+++

 

 

- Fuchslochmühle:

s. Oberhochstadt

 

 

 

 

 

Niederkirchen / Ostertal:

liegt im Tal der ca. 6 km östlich von St. Wendel; seit 1444 durch Erbgang von Veldenz zu Pfalz-Zweibrücken; 1409 vermählte sich der Sohn des Kurfürsten/König Ruprecht III. von der Pfalz und der Elisabeth von Hohenzollern, Pfalzgraf Stephan mit Anna von Vel­denz, dem einzigen Kind und damit Alleinerbin des Grafen Friedrich III. von Veldenz. Graf Friedrich III. von Veldenz verstarb 1444, die Grafschaft einschließlich Oberalben fiel an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, da inzwischen auch Pfalzgraf Stephan verstorben war, an dessen Sohn und Nachfolger Pfalzgraf Ludwig I. der Schwarze trat. Im 30jährigen Krieg wurde Niederkirchen wie das ganze Ostertal verwüstet und entvölkert. 1677 erneut durch französische Truppen niedergebrannt.

 

Mühlen:

im Denombrement des Oberamts Lichtenberg von 1704 ist in Niederkirchen aufgeführt „Hamann *Closter d. Müller“ 128.

 

 

- Niederkircher Walkmühle:

Erbbeständer der Mühle war 1745 Christian Scherer, der Bruder des Müllers in Marth (Anm.: s. Theobald Scherer). Die Walk- und Lohmühle hatte einen 150 Schritt langen Wassergraben, in dem durch eine Schleuse das Wasser der Oster geleitet wurde 129.

 

Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist die Mühle wie folgt beschrieben 130: „Hat einen 150 Schritt langen Waßergraben, in welcher das Waßer aus der Osterbach durch eine Schließ geleitet wird. Hat ein unter­schlechtiges Waßerrad welches bey drey Schuh Fall, solches treibet nicht allein zwey Hämer vor die Walkmühle in einer Cumb, son­dern auch drey Stempel in einer Cumb vor die Lohmühle, sonderß wann einer gehet die ander still stehen muß …. Christian Scherer ein Bruder von dem Mahlmüller ist der Erbbeständer von diesen beiden Mühlen und gibt jährlich von jeder ein Reichsthaler zusamen 3 fl in die Landschreiberey …..“

 

 

- Tiefenbacher Mühle:

bei St. Wendel – Niederkirchen; von 1588 bis ins 17. Jh. in Betrieb 131.

 

 

 

 

 

Niederkirchen (nahe Otterberg):

VG Otterberg, Lk Kaiserslautern, 15 km nördlich von Kaiserslautern; am Odenbach gelegen; 1969 wurde das Dorf vergrößert durch Eingemeindung der Dörfer Heimkirchen, Morbach und Wörsbach; weiterhin gehören auch mehrere kleine umliegende Gehöfte zu Niederkirchen, wie der Holbornerhof, der Bügenmühlerhof und die Rauschermühle 132.

 

Die Wild- und Rheingrafen hatten sehr früh die Edlen von Löwenstein mit Niederkirchen belehnt, bis es bei deren an die beiden rheingräflichen Häuser zurückfiel und zur einen Hälfte von den Grafen zu Kirchberg 1666 an Pfalz-Zweibrücken verkauft wurde, zur anderen Hälfte den Rheingrafen zu Dhaun und Grumbach verblieb. Bei dem Kübelberger Austausch 1779 kam die pfalz-zweibrücki­sche Hälfte an Kurpfalz und wurde 1780 an die Fürsten von Isenburg zu Erblehen vergeben 133.

 

Mühlen:

 

Literatur/Urkunden:

- Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslaut­ern 1973, S. 37-41

 

 

- Bellenmühle in Niederkirchen, auch Knappsche Mühle:

die Mühle lag westlich vor Niederkirchen am Weilerbach, am Ortsausgang in Richtung Morbach 134. Der Name ist von Bellen = Pap­peln abzuleiten, die dort wohl vor Errichtung des Mühlengebäudes am Bachrand standen 135.

 

Für die Gründungszeit der Bellenmühle ist man auf Vermutungen angewiesen, die nach Ernst Christmann auf 1486 „Gericht zu Niederkirchen“ hinweisen. Und zwar scheint, wie ein Weistum von 1439 belegt, der Ort zunächst im Besitz der Löwensteiner auf Burg Randeck bei Mannweiler gewesen zu sein 136.

 

1582 wurde der Bau einer Mühle bei der Herrschaft Reipoltskirchen beantragt 137.

 

Im Niederkircher Zinsregister von 1633 heißt es: „... gibt die Bellenmühl alle Jahr 2 Malter Pfacht Korn Lauter Maaß“ 138.

 

Die Mühle bestand wohl vor dem 30jährigen Krieg 139, fiel ihm aber zum Opfer, wurde 1699 wieder aufgebaut, 1712 durch Wasser­fluten eines Wolkenbruchs weggerissen und abermals aufgebaut. 1750 „Böllen Mühlbach“ 140, 1769 „Bellen-Mühl“ 141, 1837 „Bel­lenmühle“ 142 erwähnt 143.

 

Während des 30jährigen Krieges wurde die am Ortsausgang in Richtung Morbach gelegene Mühle verlassen. Nach 1650 übernahm ein Anton Schmidt die ebenfalls verwaiste Landwirtschaft. Dessen Tochter Maria Elisabeth Schmidt heiratete den Landwirt Martin Neubrech(t), der gemeinsam mit seiner Frau und hilfsbereiten Nachbarn die Mühle neu aufbaute und 1702 in Betrieb nahm 144. Mar­tin Neubrech starb bereits 1703; seine Witwe führte den Betrieb allein weiter, obwohl sie die Möglichkeit hatte, die Mühle an ihrem im Haus wohnenden Schwager Johann Adam Rauschmeyer, einen zugezogenen „Catholi­schen“ abzugeben. Rauschmeyer verlangte zuviel, nämlich die Übertragung der Mühle zu alleinigem Eigentum, während die Ge­schwister seiner Frau nur bereit waren, ihm die Mühle für 30 fl jährlich zu verpachten. Rauschmeyer war damit nicht zufrieden , und deshalb erbaute er mit herrschaftlicher Geneh­migung 1704/05 eine eigene Mühle, die Bien- oder Büchenmühle. Maria Neubrech, die Besitzerin der Bellenmühle, führte fortan ieL die zugehörige Landwirtschaft, da sie vom Ertrag der Mühle, die im Sommer wegen Wassermangels meist stillstand, nicht leben konnte 145.

 

Im Frühjahr 1712 wurde Niederkirchen von einer riesigen Überschwemmung, Folge eines Wolkenbruchs, heimgesucht, welche die Bellenmühle zerstörte. Maria Neubrech baute die Mühle mit Hilfe von Nachbarn wieder auf; ihr Gesuch an die Regierung in Zwei­brücken um Pachtnachlaß wurde, trotz Fürsprache Seitens des Oberamts Meisenheim und des Ortsschultheißen von Niederkirchen, abgelehnt 146. m diese Zeit taucht erstmals der Name des Müllermeisters Martin Neubrech auf 147. Die Bellenmühle blieb bis etwa 1730 im Eigentum der Familie Neubrech; um 1730 erwarb sie der Müller Johannes *Edin­ger 148, ein Enkel des Dorfmüllers Johann Nickel Edinger 149. Johannes Edinger war seit 17.2.1722 mit Anna Barbara Neubrecht von der Bellenmühle (geb. 5.3.1701 Bellenmühle; Tochter von Martin Neubrecht und Elisabetha Schmitt) verheiratet 150; die Übertagung der Mühle erfolgte im Wege einer erbrechtlichen Rege­lung 151.

 

Die Mühle ist im Mühlenbericht des Oberamts Meisenheim von 1743 wie folgt be­schrieben: “liegt an einem Seitenbach des Oden­bachs, hat 1 Wasserrad für 1 Gang; kein Bann, gibt 2 Ma. Korn jährlich als Pacht. Die Morbacher aus dem Reipoltzkirchischen kom­men zeitweise zum Mahlen.” 152.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 153 wird die Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Meisenheim gehörte, wie folgt beschrieben: „Die Bellen Mühl zu Niederkirchen [hat] 1 Wa­ßerrad welches einen Gang treibet; [zahlt an Pfacht] 2 Mltr Korn. Ist keine Bann Mühl, und und kommen die Mohrbacher aus dem Rei­poltskirchischen zu Zeiten hierher zu mahlen.“

 

Die Mühle wurde durch einen Wolkenbruch 1771 fast weggeschwemmt, aber bald danach wieder aufgebaut 154.

 

Kurz vor dem Tod des Johannes Edinger († 22.2.1773) war die wirtschaftlichen Lage der kleinen Mühle derart schlecht, daß es zur Zwangsversteigerung kam. Der eigene Sohn Peter Edinger ersteigerte das gesamte Anwesen im August 1772 für 560 fl, beglich die Schulden seines Vaters und erhielt die Mühle 1773 in Erbbestand und betrieb sie noch 1793 155.

 

Ob aus der Geschäftsbeziehung des Peter Edinger mit dem Lohgerber Johann Jakob Welsch aus Meisenheim auf die vorübergehende Existenz einer Lohmühle geschlossen zu schließen ist, kann nur vermutet werden 156.

 

1792 kam es durch Hagelschlag und große Überschwemmungen im mittleren Odenbachtal zu großen Schäden, auch an der Bellen­mühle. Wegen der hohen Reparaturkosten mußte sich der Müller Peter Edinger sich verschulden. Die Belastungen waren aber zu groß. Aus diesem Grunde verkaufte Peter Edinger am 12.3.1797 die Bellenmühle an seinen Schwiegersohn Heinrich May. Als Kauf­preis wurden 275 Gulden und eine erbbeständliche Rente von 2 Malter Korn (Kaiserslauterer Maßung) vereinbart, sowie die Über­nahme der vorhandenen Schulden. Erst am 4.2.1809 erfolgte die Übertragung der Konzession von Peter Edinger an Heinrich May 157. Der genaue Zeitpunkt des Übergangs von Familie May auf die Müllerfamilie Knapp ist nicht überliefert 158.

 

Adam (2) Knapp (Sohn des Müllers auf der Pörrbacher Mühle und der Elisabetha Ziegler) ist ab ca. 1839 Müller auf der Bellenmühle in Niederkirchen nahe Otterberg; ∞ 29.4.1853 mit Philippine Maue, der Witwe des Schusters aus Dörrmoschel Jakob Schulz. Er er­warb von Peter und Katharina Kuhn geb. Klein mit Kaufurkunde vom 5.1.1848 ein Wohnhaus mit Scheune und Stall für 280 Gulden 159. Die Mühle des Adam Knapp wurde wie folgt umschrieben: Sie liegt am rechtsseitigen Ufer des Morbaches. Dieselbe ist ober­schlächtig mit einem Mühlrad von 7 m und 12 cm Durchmesser, treibt einen Mahl- und Schälgang. Der Mühlkanal beginnt bei der Straße Niederkirchen – Morbach, wo sich ein großes Wehr befindet. Am Ende des Kanals befindet sich eine Holzrinne von der das Wasser auf das Mühlrad läuft 160.

 

Adam (2) Knapp war ∞ I am 8.5.1839 mit Barbara Kennel (†25.2.1853); aus der Ehe stammen 5 Kinder, nämlich Adolf, Philippine, Karoline, Jakob und Katharina Knapp; ∞ II 29.4.1853 mit Philippine Maue, der Witwe des Schusters aus Dörrmoschel Jakob Schulz. Adam (2) Knapp erwarb von Peter und Katharina Kuhn geb. Klein mit Kaufurkunde vom 5.1.1848 ein Wohnhaus mit Scheune und Stall für 280 Gulden 161.

 

Er übergab die Mühle seinem Sohn Jakob Knapp. Am 17.6.1860 erteilte die königliche Landkommission die erneute Konzession für den Mühlenbetrieb an den Jakob Knapp 162. Mit Testament vom 19.6.1876 verschenkte Jakob Knapp die Bellenmühle an seinen Bru­der Adolf Knapp. Der neue Besitzer Adolf Knapp erhielt 1880 von der Königlich bayerischen Landkommission die Konzession zum Betrieb der Mühle. Er verstarb am 14.4.1917. Dieser Adolf Knapp (1)übergab später die Mühle seinem erstgeborenen Sohn Adolf (2) Knapp (geb. 22.11.1881 - † gefallen 10.12.1916). Sein Bruder Friedrich Knapp (geb. 22.2.1886), ∞ verheiratet in „Leviratsehe“ mit der Ehefrau seines gefallenen Bruders, Klara Knapp geb. Ruster (geb. 22.2.1890) übernahm die Mühle und betrieb sie bis zu seinem Tod am 22.12.1942. Friedrich Knapp († 22.12.1941) war der letzte Müller auf der Bellenmühle. Der Besitz ging auf die Tochter Elsa Maier, geb. Knapp, über 163.

 

Nach den letzten Besitzern nennt man sie auch Knappsche Mühle. Als Kundenmühle war sie bis zum ersten Weltkrieg noch voll in Betrieb. Später kam eine Brennerei hinzu. Einzelne Mahl- und Schrotaufträge wurden auch nach Schließung der Mühle noch bis zum zweiten Weltkrieg entgegengenommen. Die kleine Mühle konnte auch zuvor nur durch die dazugehörige Landwirtschaft überleben 164.

 

Müller auf der Bellenmühle waren:

- vor 1618 von Unbekannt erbaut

- 1650 Anton Schmitt

- 1702-1703 Martin Neubrech(t) († 1703); durch ihn erfolgte der Wiederaufbau der Mühle; ∞ mit Maria Elisabeth Schmidt, Witwe Neubrech

- 1703 - ++++ Witwe Maria Elisabeth Neubrech geb. Schmidt

- um 1730 - 1772 Johannes *Edinger († 22.2.1773),∞ 17.2.1722 mit Anna Barbara Neubrecht; Vater des Peter Edinger

- 1772-1793 Peter Edinger

- 1797 Heinrich May (Schwiegersohn des Peter Edinger

- 1819 Konzession an Heinrich May

- um 1839 Übergang an Adam Knapp aus Pörrbach, dieser sucht 1839 um Heimatrecht in Niederkirchen nach

- 1861 Jacob Knapp

- 19.6.1876 Schenkung von Jakob Knapp an seinen Bruder Adolf Knapp

- ab 1876 Adolf Knapp; auf ihn folgt der Sohn Adolf (2) Knapp

- Adolf (2) Knapp (gefallen 10.12.1916); seine Witwe Klara Ruster heiratet ihren Schwager Friedrich Knapp

- ab 10.12.1916 – 22.12.1942 Klara Ruster Witwe Knapp und Friedrich Knapp († 22.12.1942)

 

Photo:

- Bäcker, Karl: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 296: Bellenmühle Wohnhaus mit Mühlrad (7,12 m Durchmesser). Das Rad trieb einen Mahl- und Schälgang

- Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 297: das alte Wohnhaus der Bellenmühle. Im Vordergrund die Brücke über den Morbach, die 1894 nach einem Hochwasser neu errichtet wurde

 

Literatur/Urkunden:

- Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslaut­ern 1973, S. 40

- Knecht, Klaus: Bellen- und Büchen- (Bügen-) Mühle in Niederkirchen im 18. Jahrhundert, in: Heimatkalender für die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern 1975, S. 91-95

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1154/6: „Böhernmühle in Niederkirchen bei Kaiserslautern, 1727-1789“ ++++klären: ob Bellenmühle oder Bügenmühle +++

- LA Speyer Best. C 23 Nr. 12/3: „Acta betr. die Bellenmühle. 1712-1773“

- Weidmann, Werner: Mühlen im Kreis, in: Die Rheinpfalz / Pfälzische Volkszeitung, Nr. 277 vom 29.11.2000 (Bellenmühle bei Nie­derkirchen)

 

 

- Bügenmühle oder Buchenmühle bei Niederkirchen, Bienmühle:

1800 „Biegenmühle“ 165; 1837 „Bügenmühle“ 166 und der Flurname „auf Biegen …. unten der Mühlteich“, 1754 „obig der Bigen Mühl“. Die Mühle soll 1705 oder 1706 erbaut worden sein 167.

 

Die 1704 erbaute Mühle liegt einige hunderte Meter unterhalb von Niederkirchen am linken Ufer des Odenbachs 168. Der Name 'Bü­genmühle' dürfte auf den dort abgeholzten Buchenwald zurückzuführen sein 169. Die Mühle hieß ursprünglich 'Bienmühle', weil sie auf der Gemarkung „Aus der Bien“ errichtet wurde 170.

 

Die Bügenmühle verdankt ihre Entstehung einem Familienstreit innerhalb der Familie Neubrech von der Bellenmühle. Martin Neu­brech starb bereits 1703; seine Witwe Maria Elisabeth Schmidt führte den Betrieb allein weiter, obwohl sie die Möglichkeit hatte, die Mühle an ihrem im Haus wohnenden Schwager Johann Adam Rauschmeyer (∞ 1703 mit NN. Schmidt von der Bellenmühle), einen zugezogenen „Catholischen“ abzugeben. Rauschmeyer verlangte zuviel, nämlich die Übertragung der Mühle zu alleinigem Eigen­tum, während die Geschwister seiner Frau nur bereit waren, ihm die Mühle für 30 fl jährlich zu verpachten. Rauschmeyer war damit nicht zufrieden, und deshalb erbaute er mit herrschaftlicher Genehmigung 1704/05 eine eigene Mühle, die Bien- oder Büchenmühle. Maria Neubrech 171.

 

Um 1704 war Johann Nickel Edinger der Müller auf der Dorfmühle. Kurz nach Errichtung der unterliegenden Bügenmühle kam es zum Streit zwischen dem Müller Edinger von der Dorfmühle und dem Müller Johann Adam Rauschmeyer von der Bügenmühle. Letzterer hatte beim Bau der Bügenmühle das Stauwehr so weit erhöht, daß die im Hinterwasser liegende Dorfmühle durch den Rückstau der Bügenmühle ihre Antriebskraft am Mühlrad verlor. Der Streit zwischen beiden Müllern zog sich 5 Jahre hin. Das Orts­gericht war nicht imstande oder willens, den Fall zu regeln. 1710 wandte sich der Dorfmüller Edinger an das Oberamt Meisenheim. Landfried Wissing kündigte daraufhin an, persönlich eine Ortsbesichtigung durchzuführen. Nun plötzlich war Rauschmeyer bereit einzulenken und reduzierte das Stauwehr auf eine für die Dorfmühle unschädliche Höhe 172.

 

Damit war der Streit beendet. Der Enkel des Dorfmüllers Johann Nickel *Edinger, der Müller Johannes *Edinger erwarb um 1730 die Bellenmühle in Niederkirchen 173.

 

Nach 1725 veräußerte Johann Adam *Rauschmeyer die Bügenmühle an den Heinrich *Zapp vom Holbornerhof und übernahm die Rauschermühle bei Wörsbach 174. Nach dem Tod des Heinrich Zapp verkauften dessen Erben die Mühle und zugehörige Landwirt­schaft an den damaligen Schultheißen von Niederkirchen, Nikolaus Braun, für 400 Gulden; Braun erhielt 1739 einen eigenen Erbbe­standsbrief. Nach Brauns Tod († 1744) veräußerten seine Erben das Anwesen an den Bosenbacher Mühlenbesitzer Peter Müller. Die­ser ließ die Mühle von dem Einwohner in Niederkirchen, Ludwig Clemens bewirtschaften, und verkaufte sie diesem 1746 für 650 Gulden 175.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Mei­senheim gehörte, wie folgt beschrieben: „Die 4te Mühl zu Niederkirchen die Biegen Mühl gennt: [hat] 2 Waßerräder welche einen Mahl und einen Scheelgang treiben; [zahlt an Pfacht] 4 Mltr Korn; in diesem Act hat diese Mühl mit vorstehender (s. Dorfmühle Nie­derkirchen) gleiche Bewandtnuß“ 176.

 

Der Verkauf an Braun wie auch der Weiterverkauf an Ludwig Clemens geschah ohne Wissen und Zustimmung der zweibrückischen Regierung. Das pfalz-zweibrückische Oberamt nahm zwar jährlich die Erbpacht entgegen kümmerte sich jedoch nicht um den Eigen­tumswechsel. Dieser wurde erst bekannt, als Clemens 1760 in finanzielle Schwierigkeiten geriet und die Abgaben nicht mehr entrich­ten konnte. Nunmehr wurde das Oberamt Meisenheim aktiv und drohte schließlich mit der Zwangsversteigerung. Daraufhin schrieb Clemens am 10.1.1763 einen Bittbrief und schilderte seine wirtschaftlichen Verhältnisse: Er habe eine sehr schlecht gehende Mühle, eine „Klitsche“, der das Einzugsgebiet fehle, da es den Bauern aus dem nahegelegenen Amt Reipoltskirchen (Hefersweiler, Berzwei­ler und Umgebung, für das pfalz-zweibrückische Niederkirchen nämlich Ausland waren) verboten war, auf der Bügenmühle mahlen zu lassen. Seine Frau und die 6 Kinder litten des öfteren Hunger. Clemens bat um Nachlaß der rückständigen Pacht, wobei hin das bisher so unnachgiebige Oberamt Meisenheim unterstützte. Noch bevor die Regierung in Zweibrücken die Untersuchung des Falles abgeschlossen hatte, floh Clemens mit seiner Familie von der Mühle in das nahegelegene Reipoltskirchen, wo er vor dem Zugriff der Zweibrücker sicher war und bald eine Anstellung als Förster fand 177.

 

Trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage der Mühle gelang es dem Oberamt Meisenheim einen Käufer zu finden, der Michael Mat­ternaus (Mattern) hieß und für Mühle und Landwirtschaft 900 Gulden bezahlte 178. Nach Abzug der Schulden von 150 fl erhielt der vor­herige Müller Ludwig Clemens den überschießenden Rest, war jedoch nicht mit dem erzielten Kaufpreis einverstanden. Vom si­cheren „Ausland“ Reipoltskirchen aus versuchte er bei der Zweibrücker Regierung mehr herauszuholen und beantragte, bei den Vor­besitzern Müller und Braun Rückgriff zu nehmen. Das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, das seine ausstehende Pacht erhalten hatte, zeig­te sich von dem Antrag des „Ausländers“ völlig unbeeindruckt 179.

 

Dem neuen Mühlenbesitzer Michael *Mattern wurde Anfang 1764 der Erbbestandsbrief für die Bügenmühle ausgehändigt, jedoch auch für ihn stellte sich der Betrieb als Verlustgeschäft heraus. Bereits 1771 übergab er die Mühle seinem Schwiegersohn, Adam *Edinger (ei­nem Bruder des Bellenmüllers Johannes *Edinger) 180. Am 10.4.1772 wurde der Erbbestandsbrief durch den Herzog von Pfalz-Zwei­brücken beurkundet 181.

 

Zeitweise lebte auch der ehemalige Bellenmüller Johannes *Edinger (geb. 17.11.1700 in Morbach - † 22.2.1773 Bügenmühle) auf der Bügenmühle (Angabe bei der Geburt der Maria Anna ? Elisabetha Edinger, geb. 6.4.1732 182).

 

Der Kaufpreis, den Adam *Edinger an seinen Schwiegervater Michael Mattern bezahlte, betrug 550 Gulden. Auch Adam Edinger, der wie sein Schwiegervater kein gelernter Müller war, schaffte es nicht, die Bügenmühle aus den „roten Zahlen“ herauszuführen. Die Schulden nahmen immer mehr zu, und 1777 sah Edinger keinen anderen Weg mehr, als sich durch Flucht dem Zugriff seiner Gläubiger zu entziehen 183.

 

Die Zweibrücker Regierung versuchte lange Zeit vergeblich, das verlassene und heruntergekommene Anwesen zu versteigern, jedoch schreckte der trostlose Zustand mögliche Interessenten ab. Erst 1782 ersteigerte der 1776 aus Fürfeld/Rheinhessen stammende Jo­hann Nikolaus Weyrich (Sohn des Müllers auf der Thalermühle Fürfeld, Christoph Weyrich) die Bügenmühle. Weyrich war bereits 1776 nach Niederkir­chen gekommen und hatte dort die Dorfmühle gepachtet. Weyrich suchte eine Erbbestandsmühle, konnte sich je­doch lange nicht ent­schließen, die verfallene 'Bügenmühle zu übernehmen. Erst 1782 ersteigerte er diese für 200 fl, begann mit dem Wiederaufbau und behielt gleichzeitig die Dorfmühle als Pächter weiter 184.

 

Trotz erheblicher Rückschläge (Dürrejahre 1782-84, schwerer Eisgang im Winter 1784/85, der beide Mühlen beschädigte) gab Wey­rich nicht auf. Im Januar 1785 wandte er sich an die Landesherrschaft und bat um Genehmigung zur Aufnahme eines Darlehens von 500 fl., um die Mühlen fertigzustellen 185. In diesem Schreiben wies er daraufhin, daß er von dem Assessor Hellermann vom pfalz-zwei­brückischen Oberamt Meisenheim, bis auf Versteigerung verklagt worden war. Dennoch war er nicht bereit, aufzugeben. Die Geneh­migung wurde erteilt, dank der Fürsprache des Freiherrn von Harrant aus Ebernburg, Sitz des übergeordneten Zentralverwal­tung der Grafen von Isenburg. Im Frühjahr 1785 war der 3jährige Wiederaufbau abgeschlossen ) 186.

 

Am 6.7.1785 heißt es in den Contractenprotokollen von Niederkirchen: „... Nicolaus Weyrich, Müllermeister von hier, … wie er we­gen hohen Alters außer Stand seye, seine Haußhaltung fernerhin aufrecht zu halten, dahero er mit seinem Sohn Philipp Jacob folgende Übergabe errichtet und abgeschlossen habe[,] nemlich was seine Mühle, die Bügenmühle genant, betreffen, wie er solche dermalen Erbbeständlich besitze, so wolle er solche …. seinem Sohn Philipp Jacob … überlassen“ 187.

 

Dieser Johann Philipp Weyrich (geb. 1763 Fürfeld) führte die Mühle weiter 188.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird auf der Bügenmühle als Handelsmüller genannt der Jacob Weyrich 189.

 

Die Buchenmühle war noch bis 1968 in Betrieb 190 und im Besitz der Familie Weyrich ist 191. Die Mühle wurde nach dem zweiten Weltkrieg neu eingerichtet 192.

 

Photo:

- Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslaut­ern 1973, S. 389, Photo von R. Woll

- Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 304: Die Bügenmühle. Die Brücke zur Mühle wurde am 25.7.1881 durch Hoch­wasser zerstört

- Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 305: Der Weg zur Bügenmühle wurde 1887 angelegt und 1926 wesentlich verbes­sert

 

Literatur/Urkunden:

- Knecht, Klaus: Bellen- und Büchen- (Bügen-) Mühle in Niederkirchen im 18. Jahrhundert, in: Heimatkalender für die Stadt und den Landkreis Kaiserslautern 1975, S. 91-95

- LA Speyer Best. C 23 Nr. 12/4-6: „Acta betr. die Bügenmühle. 1704-1772, 1788“

 

 

- Dorfmühle in Niederkirchen, Bauern Mühle:

die zweitälteste Mahlmühle in Niederkirchen war die Dorfmühle im Unterdorf, unmittelbar neben dem von 1552 stammenden Zehnt­haus 193. Die Mühle war bis zum zweiten Weltkrieg in Betrieb. Von der Mühle sind nur noch Reste der Grundmauer neben dem Odenbach vorhanden 194. Die Dorfmühle lag etwa 500m oberhalb der 1704 errichteten Bügenmühle, am un­teren Ortsausgang von Niederkirchen am Odenbach 195.

 

Im Niederkircher Zinsregister von 1633 heißt es: „... gibt die Bauern Mühl alle Jahr 3 Malter Pfacht Korn Lauter Maaß“ 196.

 

Um 1704 war Johann Nickel *Edinger der Müller auf der Dorfmühle. Kurz nach Errichtung der unterliegenden Bügenmühle kam es zum Streit zwischen dem Müller Edinger von der Dorfmühle und dem Müller Johann Adam Rauschmeyer von der Bügenmühle. Letzterer hatte beim Bau der Bügenmühle das Stauwehr so weit erhöht, daß die im Hinterwasser liegende Dorfmühle durch den Rückstau der Bügenmühle ihre Antriebskraft am Mühlrad verlor. Der Streit zwischen beiden Müllern zog sich 5 Jahre hin. Das Orts­gericht war nicht imstande oder willens, den Fall zu regeln. 1710 wandte sich der Dorfmüller Edinger an das Oberamt Meisenheim. Landfried Wissing kündigte daraufhin an, persönlich eine Ortsbesichtigung durchzuführen. Nun plötzlich war Rauschmeyer bereit einzulenken und reduzierte das Stauwehr auf eine für die Dorfmühle unschädliche Höhe 197.

 

Damit war der Streit beendet. Kurz danach übergab Edinger die Mühle an seinen Sohn Conradt Edinger 198. Der Enkel des Dorfmül­lers Johann Nickel Edinger, der Müller Johannes *Edinger erwarb um 1730 die Bellenmühle in Niederkirchen 199 Nach a.A. von Knecht 200 verkaufte Con­radt Edinger, der dem Betrieb der Mühle nicht gewachsen war, die Mühle dem Landwirt Friedrich Wel­ker aus Hefersweiler. Nach dessen Tod übernahm der Sohn, Michael Welker, 1740 die Mühle und erhielt einen herrschaftlichen Erbbe­standsbrief 201.

 

Am 1.9.1740 erteilte die „zweibrückische Rentkammer … namens der Pfalzgräfin Carolina, Obervormünderin, dem Johann Michael *Welcker, derzeitigem Beständer der mit dem rheingräflichen Hause Dhaun gemeinschaftlichen Mühle (al. Dorfmühle) im Dorfe Niederkirchen, Oberamts Meisenheim, der diese Mühle nach dem Tode seines Vaters Georg Friedrich Welcker von den Miterben durch Kauf erworben hatte, wegen genanter Mühle einen Erbbestandsbrief, da er noch keinen auf seinen Namen lautenden hat“ 202.

 

Die Mühle ist im Mühlenbericht des Oberamts Meisenheim von 1743 wie folgt be­schrieben 203: ++weiter++

 

Auch im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Meisenheim gehörte, wie folgt verzeichnet: „Die dritte Mühl allda die Dorff Mühl gennt: [hat] 2 Waßer Räder welche einen Mahl und einen Scheelgang treib.; []zahlt an Pfacht]10 Mltr Frucht; hat keinen Bann, und mahl zu Zeit die Schallodenbacher, Relßberger und Seeler hier selbsten.“ 204

 

Die Mühle kam in den Folgejahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten und Johann Michael Welker bat 1758 vergeblich und 1759 nunmehr erfolgreich um Senkung der Erbpacht, unter Hinweis darauf, daß diese bei der Steinmühle niedriger war. Die hierzu von der Herrschaft eingeleitete Untersuchung hatte ergab nun, daß die Pacht der Dorfmühle zu hoch war. Die Differenz zur erniedrigten Pacht wurde den übrigen Müllern auferlegt 205.

 

Am 29.10.1762 erteilt „die zweibrückische Rentkammer … namens des Pfalzgrafen Christian IV. dem Michael *Welcker, Erbbestän­der der mit dem Rheingräfl. Hause Dhaun gemeinschaftlichen Mühle im Dorfe Niederkirchen, Oberamts Meisenheim, welchem ge­nannte Mühle unterm 1. Sept. 1740 in Erbbestand verliehen worden war, wegen dieser Mühle einen neuen Erbbestandsbrief.“ 206

 

Die Dürrejahre bis 1765 brachte alle Niederkirchener Mühle in Schwierigkeiten. 1776 riß ein Hochwasser Teile der Dorfmühle weg. Die herrschaftliche Verwaltung übernahm wegen des großen Schadens einen Teil der Kosten; der vom Müller Michael Welker zu tra­gende Anteil vergrößerte die Schuldenlast noch mehr 207.

 

Nach dem Tod des Johann Michael Welcker ( 1768) wird dem gleichnamigen Sohn Johann Michael Welcker, der die Mühle nach erbrechtlicher Regelung mit seinen sechs Geschwistern am 18.7.1775 ein Erbbestandsbrief über die Mühle erteilt 208. Die wirtschaft­liche Lage hatte sich nicht verbessert. 1774 sollte die Dorfmühle versteigert werden. Der Müller Michael Welker konnte die Verstei­gerung vermeiden, nachdem er von dem Kaufmann Feuerle aus Winnweiler ein Darlehen über 1000 Gulden erhielt, wofür als Sicher­heit die Mühle verpfändet wurde. Welcker zog sich 1776 auf die zur Mühle gehörige Landwirtschaft zurück und verpachtete die Mühle an den Müllerssohn Johann Weyrich aus der Thalermühle / Fürfeld ab, den späteren Inhaber der Büchenmühle 209.

 

Am 14.12.1778 erneuert die zweibrückische Rentkammer namens des Pfalzgrafen Carl II. dem Michael Welcker den Erbbestands­brief von 1775 über die Dorfmühle Niederkirchen 210.

 

Nachdem Michael Welker das nach 6jähriger Laufzeit 1780 fällige Darlehen nicht zurückzahlen konnte, flüchtete er mit seiner Fami­lie aus Niederkirchen und wanderte nach Tscherwenka/Batschka. Der geprellte Gläubiger Feuerle verkaufte das Anwesen zunächst für 1200 fl an den Landwirt Johann Pfleger aus Heimkirchen. Das Amt Winnweiler verweigerte jedoch die wegen des bestehenden Erbpacht­rechts erforderliche Zustimmung. Die anschließende Zwangsversteigerung blieb mangels Gebotes erfolglos. Feuerle blieb also auf seinem Pfand­objekt sitzen. Der Pächter Johann Weyrich, der die Mühle bis 1785 betrieb, wechselte auf die Bügenmühle, während der auf der Steinmühle gescheiterte Müller Johannes Stetzenbach (s. Johann Peter *Stetzenbach), die Dorfmühle nun als Pächter übernahm. 1789 machte Stetzenbach dem Ver­pächter Feuerbach das Angebot, ihm die Mühle zu verkaufen. Das gleiche Angebot machte auch der Müller aus Olsbrücken, Johann Frank, der ebenfalls 850 Gulden anbot 211.

 

Am 24.12.1789 verkaufte daraufhin „Franz Vaternaux zu Winnweiler als Bevollmächtigter des Paulin Feuerle zu Wien die diesem ge­hörige in Niederkirchen liegende sogenannte Dorfmühle an dem Müllermeister [Johann] Jacob *Frank von Olsbrück[en] zu 750 fl“. Selbst­schuldnerischer Bürge ist Johann Valentin Frank der Jüngste von Alsenbrück, Sohn des Schultheißen Valentin Frank und Bru­der des Käufers 212.

 

Obwohl Frank Barzahlung in Aussicht stellte, wurde dem zahlungsunfähigen Stetzenbach der Zuschlag durch die herrschaftliche Verwal­tung erteilt. Feuerle beschwerte sich bei seiner zuständigen Herrschaft mit Erfolg. Auf Weisung der pfalz-zweibrückischen Ver­waltung versteigerte das ständige Ortsgericht die den Großteil des zur Mühle gehörenden landwirtschaftlichen Grundbesitzes. Der Versteige­rungserlös erbrachte 1247 Gulden und reichte zur Schuldentilgung aus. Die Mühle kam nicht unter den Hammer und wurde von Stet­zenbach weiter bewirtschaftet 213.

 

In den Folgejahren fehlen die Unterlagen. Am 8.5.1849 erwirbt Peter Kennel aus Kottweiler-Schwanden die Dorfmühle. Er ist mit Karoline Gödtel aus Reichenbach (geb. 14.10.1830) verheiratet 214. Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird Peter Kennel in Niederkirchen als Getreidemüller genannt 215.

 

Nach Kennels Tod († 16.8.1880) übernimmt der Sohn Gustav Ken­nel (23.4.1854 - † 20.3.1926) die Mühle. Auf ihn folgt als letzter Dorfmüller der Sohn Rudolf Kennel (15.1.1885 - †29.9.1954) 216.

 

Literatur/Urkunden:

- Knecht, Klaus: Die Dorfmühle zu Niederkirchen im 18. Jahrhundert; in: Heimatkalender für die Stadt und den Landkreis Kaisers­lautern 1976, S. 105-109

- LA Speyer Best. C 23 Nr. 12/1-2: „Acta betr. Die erbbeständliche Dorfmühle 1.7.1705-1776, Teil 2: 1789-1793“

 

 

- Niederkircher Mühle oberhalb des Dorfes; auch Steinmühle:

die Anfang des 17. Jh. erbaute Steinmühle liegt vor dem seinerzeit östlichen Dorfausgang am Stein- oder Gelbach. Der Mühlbach verläuft so, daß er außer vom Gelbach auch noch von dem Wasser des nördlich liegenden Ölsbergs (Ölsgraben) gespeist wird. Trotz­dem herrschte immer wieder vor dem großen Herbstregen Wassermangel, wie der ehemalige Besitzer Knecht gerichtete 217. Ihren Namen hat die Steinmühle von dem an der Mühle vorbeifließenden östlich von Heimkirchen in der Nähe des Steinkopfes (430 m) entspringenden Steinbachs 218.

 

Ab 1718 war neben der Mahlmühle auch eine Ölmühle in Betrieb 219. 1740 erwarb Jakob Stetzenbach das gesamte Anwesen. Er er­hielt am 1.9.1740 einen Erbbestandsbrief über die Mühle. Sein Sohn, Johann Peter Stetzenbach konnte die Mühle nicht halten und verkaufte sie für 900 fl an den Lehensmüller Daniel Knecht, dessen Vorfahren nach 1650 aus St. Julian nach Niederkirchen gekom­men waren 220. Der Erbbestandsbrief für Daniel Knecht datiert ebenfalls aus dem Jahr 1740 221.

 

Die Mühle ist im Mühlenbericht des Oberamts Meisenheim von 1743 wie folgt beschrieben 222: “liegt am Steinbach zwischen Heim­kirchen und Niederkirchen, hat 2 Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang; kein Bann; gibt 1 Ma. Korn als Pacht. Hat Mahlgäste aus Niederkirchen, Schallodenbach, Dörrmoschel..

 

Am 29.4.1749 heiratet in Niederkirchen die Maria Christina Stutzenberger aus der Steinmühle den Johann Jacob Foß 223.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Mei­senheim gehörte, wie folgt beschrieben: „Die Zweyte Mühl zu Niederkirchen oberhalb dem Dorf zwischen Hennkirch (Anm.: Heim­kirchen) und Niederkirchen gel: [hat] 2 Waßer Räder wovon das eine einen Mahlgang und das andere eine Ohligmühl treibt. [Zahlt an Pfacht] 1 ½ Mltr Korn; hat keinen Bann, jedoch mahl die Schallodenbach, Dörrmo­schler und die Churpf: aus dem Amt Rocken­hausen allhier.“ 224

 

Am 3.2.1767„hat der ehrsame Danyel *Knecht Miller Meister alß damahliger Ohl Schläger von Meisenheim eine Mahl und Ohl Mühle von Petter Stetzenbach alhier“ für 900 fl und 9 ½ fl Trinkgeld gekauft 225.

 

1785 übergab Daniel *Knecht die Mühle an seinen Sohn Philipp Jakob Knecht, der sie seinerseits mit Urkunde vom 25.7.1812 die Mühle an seinen Sohn Daniel (2) Knecht übergab. Etwa 1860 übernahm der älteste Sohn von Daniel(2) Knecht, Jakob Knecht die Mühle 226. Auf diesen folgte der Sohn Daniel (3) *Knecht, Landwirt u. Müller auf der Steinmühle 227.

 

Die Gebäude brannten 1871 ab. Die Familie wurde für einige Zeit von dem Nachbarn Klein aufgenommen, und die Mühle wieder aufgebaut und in der Antriebskraft erweitert. Die Genehmigung für ein größeres Mühlrad wurde am 25.1.1872 erteilt. 1895 übernahm der Sohn Wilhelm Knecht (geb. 22.6.1864 - † 22.6.1864, S. d. Müllers Daniel [3] Knecht u. Katharina Christmann) die Mühle. Dieser verstarb bereits 1914 im Alter von 49 Jahren. Das bedeutete das vorläufige Ende der Mühle, da sein Sohn Erwin Knecht erst 9 Jahre alt war. Der Mühlenbetrieb wurde erst 1930, zunächst durch einen Pächter, ab 1934 durch die Familie Erwin *Knecht wieder aufge­nommen. 1935 wurde das Wasserrad durch eine Turbine ersetzt und ein zweiter Walzenstuhl einge­baut. Der Mühlenbetrieb wurde 1947/48 in das frühere landwirtschaftliche Gebäude verlegt. In der Nacht vom 27. auf den 28.9.1961 wurde die Mühle durch Brand vernichtet 228.

 

Die Steinmühle mit einem Wasserrad von 8 m Durchmesser war noch bis 1962 in Betrieb und wurde bei deinem Brand im Jahre 1962 (!) vernichtet 229.

 

Photo:

- Bäcker, Karl: Die Familien Knecht in Niederkirchen; in in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2004, S. 123-128

- Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 301: Die Steinmühle mit angrenzenden Wirtschaftsgebäuden

- Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 302: Steinmühle. Das Wohngebäude mit der Mühleneinrichtung. Eine hölzerne Wasserrinne führte das Wasser vom Steinbach über einen kleineren Weiher auf das an dem Giebel angebrachte Mühlrad

 

Literatur/Urkunden:

- Knecht, Klaus: Die Steinmühle in Niederkirchen, in: Heimatkalender für Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1974, 69-72

- LA Speyer Best. C 23 Nr. 12/7: „Acta betr. die Steinmühle, 1717-1767“

 

 

 

 

 

Niederlabach, auch Niederlauppach:

s. Knopp-Labach, Knopper Mühle

 

Wüstung südöstlich von Knopp-Labach OT Labach; nach Tilemann Stellas Karte lag die Wüstung an Stelle der heutigen Knopper­mühle 230. Die Mühle war sickingisch; die Niederlabacher Mühle ist ca. zwischen 1620 und 1630 eingegangen, an ihrer Stelle wurde zwischen 1720 und 1730 die *Knopper Mühle errichtet (s. dort) 231.

 

 

 

 

 

Niedermodern / Elsaß:

das Dorf, in dem im 8./9. Jh. die Abtei Weißenburg reich begütert war, wurde von König Adolf von Nassau an die Herren von Ochsenstein verliehen. Im 14. Jh mußten diese den Besitz mit den Herren von Lichtenberg teilen. 1454 wurden diese Alleinbesitzer, nachdem Jörg von Ochsenstein den Ort abtreten mußte, um sich aus der lichtenbergischen Gefangenschaft zu läsen.. Bei der lichtenbergischen Erbteilung von 1480 kam Niedermodern an die Grafschaft Hanau-Lichtenberg und mit dieser 1736 an Hessen Darmstadt, wo es bis zur Französischen Revolution verblieb 232.

 

Mühlen:

Das Kloster Weißenburg besaß „De Matra“ eine Mühle, die im Liber Possessionum Wizenburgensis von 1280 genannt ist 233.

 

 

 

 

 

Niedermohr:

s. auch OT *Schrollbach

 

VG Ramstein-Miesenbach, Lk Kaiserslautern; ca. 30 km nordwestlich von Kaiserslautern, bei Glan-Münchweiler gelegen; Ortsteile der Gemeinde sind Niedermohr, Kirchmohr, Schrollbach und Reuschbach. Die heutige Gemeinde entstand am 7. Juni 1969 durch die Vereinigung der bis dahin selbständigen Gemeinden Niedermohr, Reuschbach und Schrollbach. Das ursprüngliche Dorf Niedermohr war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Kaiserslautern.

 

Mühlen:

- Mühle zu Niedermohr:

eine Mühle zu Niedermohr gehörte schon 1528 zur Deutschordenskommende Einsiedel. Am 11.11.1526 erfolgt die Rechnungslegung der Deutschordenskommende Einsiedel für das Wirtschaftsjahr 1525/26. Darin ist u.a. unter Nr. 26 (Naturaleinnahmen) aufgeführt: „8 Malter von dem hoeff zu Nyder Moer und van der muelen...“ 234.

 

Am 11.11.1528 erfolgt die Rechnungslegung der Deutschordenskommende Einsiedel für das Wirtschaftsjahr 1527/28. Darin ist u.a. unter Nr. 31 (Naturaleinnahmen) aufgeführt: „8 Malter zue Nieder More von dem hoffe und der muellen ...“ 235.

 

Vor 1724 war Johannes *Nicolai als Müller in Niedermohr 236, auch als „Jo­hannes Nickloß“ bezeichnet 237. Am 5.7.1711 ist der Müller zu Niedermohr, Johann Nicklaus als Pate in der ref. Kirche in Miesau bei der Taufe des Johann Georg Schütz aus Elschbach 238.

 

In der Mühlenbeschreibung des Oberamts Lautern von 1739 zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “hat Theobald *Nicolas von sei­nem Großvater ererbt, welcher selbige ungefähr 1699 erbaut haben soll, hat 2 Mahlgänge, gibt jährlich 2 Malter Korn als Pacht.” 239.

 

Müller in Niedermohr war vor 1746 der Johann Nickel *Ullrich, der spätere Müller auf der Mahlmühle in Wiesbach (∞ Maria Catha­rina Müller (geb. 7.10.1717 Wiesbach; Tochter des Müllers in Wiesbach, Johann Abraham *Müller und der ), Schwester des Müllers in Wiesbach, Johann Peter *Müller 240.

 

Literatur/Urkunden:

- Paul: Niedermohrs Mühle: ein Stück Geschichte; in: Rheinpfalz, Kaiserslautern v. 9.1.1978

 

 

 

 

 

Niedermoschel:

VG Alsenz-Obermoschel, Lk Donnersbergkreis; westlich liegt Obermoschel, südöstlich Alsenz.

 

Ortsherren waren die Herren von Lewenstein (Löwenstein) als Lehensleute der Grafen von Veldenz, nach deren Aussterben in männ­licher Linie seit 1444 die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken, die nach dem Aussterben der Löwensteiner 1668 Niedermoschel wieder an sich zogen (Unteramt Landsberg); danach bis 1792 pfalz-zweibrückisch 241.

 

 

Mühlen:

- Daubhausmühle:

s. Daubhausmühle Alsenz

 

 

- Katzenbuckler Mühle:

war Lohmühle und zeitweise Mahlmühle; zwischen 1757 bis 1789 urkundlich erwähnt. 1757 erhielt Johann Michael Bastian (Rotger­ber aus Stromberg) die Erlaubnis, unterhalb von Niedermoschel, eine Lohmühle zu erbauen. 1758 bereits zusätzlich um Erlaubnis ge­beten, zur Mahlmühle zu erweitert. Die Mühle ging sehr schlecht und konnte im Winter nicht betrieben werden und jährlich entstan­den hohe Wasserschäden am Gebäude, Graben und an der Straße. Ab 1780 wird Philipp Hage als Besitzer genannt. Weiterhin sehr schlechter Ertrag.1788 heißt es: „Wenn eine elende und erbärmliche Mühle im Lande ist, so ist es gewiß die Katzenbuckler Mühle ...“ Am 14.8.1789 mute die Mühle versteigert werden und wird fortan nicht mehr als Mühle bezeichnet 242.

 

Literatur/Urkunden:

- Kirchenschaffnei Meisenheim: Bestand Kirchenschaffneiarchiv Meisenheim; Redlich-Repertorium von 1933 Bestand B. Specialia (in alphabetischer Ordnung), Nr. 188. Niedermoschel. Katzenbuckler Mühle. Bd. I: 1757-1784 Bd. II: 1789/90

 

 

- Lohmühle:

 

Literatur/Urkunden:

- Kirchenschaffnei Meisenheim: Bestand Kirchenschaffneiarchiv Meisenheim; Redlich-Repertorium von 1933 Bestand B. Specialia (in alphabetischer Ordnung), Nr. 189. Niedermoschel. Lohmühle 1745-1788

 

 

- Walkmühle:

die Konzession zur Errichtung der Walkmühle wurde 1583 erteilt

 

Literatur/Urkunden zur Walkmühle:

- Kirchenschaffnei Meisenheim: Bestand Kirchenschaffneiarchiv Meisenheim; Redlich-Repertorium von 1933 Bestand B. Specialia (in alphabetischer Ordnung), Nr. 187. Niedermoschel. Konzession einer Walkmühle 1583

 

 

 

 

 

Niederotterbach:

VG Bad Bergzabern, Lk Südliche Weinstraße; nördlich von Steinfeld/Südpfalz; gehörte zum pfalz-zweibrückischen Amt Barbelroth 243.

 

Die zur Herrschaft "Gemeinschaft Guttenberg" gehörigen Ortschaften teilten sich in die Obere und Untere Gemeinschaft. Die Obere Gemeinschaft umfaßte das untergegangene Dörfchen Guttenberg und die Dörfer Oberotterbach, Dörrenbach, Rechtenbach, Mundorf, Harwerden und . Zur Unteren Gemeinschaft gehörten Minfeld, Kandel, Höfen, Minderslachen, Freckenfeld, Vollmersweiler und Nie­derotterbach. Aufgrund des Austauschs der kurpfälzischen Ämter Selz und Hagenbach, die 1768 an Pfalz-Zweibrücken fielen, wurde das Amt Guttenberg in Minfeld zu einem pfalz-zweibrückischen Oberamt erhöht und demselben diese eingetauschten Ämter unterge­ordnet 244.

 

Mühlen:

- Weidelmühle:

zum Ort Niederotterbach gehörte die 1/2 Stunde nordwestlich auf der Otterbach gelegene, früher der Krone von Frankreich gehörende Weidelmühle 245.

 

Am 16.12.1765 werden Wendelin Pfeiffer, Müller in Niederotterbach und seine Ehefrau Anna Katharina geb. Hill als Paten in Obe­rotterbach bei der Taufe des Johannes Wendelin Hier erwähnt 246.

 

Nachfolger war wohl ++++prüfen++++ der Müller Johann Anthon Neumann (geb. um 1740 in Boreth/Amt Rheinfels - ++++; ∞ am 27.2.1775 Freckenfeld mit Anna Catharina Schneider [29.1.1737 Freckenfeld - † 22.11.1791 Niederotterbach, ∞ I mit Johann Nico­laus Thürwächter, † 5.2.1774 Freckenfeld; Tochter von Johann Adam Schneider und Catharina Margaretha Apfel). Seine Tochter Ma­ria Catharina Neumann (9.1.1777 Niederotterbach - † 12.4.1817 Niederotterbach) ∞ um 1810 in Niederotterbach den Müller Philipp Jakob *Voßelmann 247. Sie bringt offensichtlich die Weidelmühle mit in die Ehe ++++prüfen++++.

 

Um 1819 (err.) bis 1835 war Philipp Jakob *Voßelmann (18.12.1775 Vollmersweiler - † 10.4.1835 Niederotterbach) der Müller auf der Weidelmühle in Niederotterbach; ∞ II 14.9.1819 in Niederotterbach mit Maria Elisabetha Klein (27.10.1795 Dierbach - † 15.2.­1877 Niederotterbach; Tochter des Ackermanns und Bürgermeister in Dierbach Johann Jakob Klein [1751 Kapellen - † 15.11.1813 Dierbach] und ∞ II 31.7.1792 in Erlenbach mit Eva Elisabetha Nauerth [wahrscheinlich, Lücke im Kirchenbuch am 22.9.1771 Erlen­bach - † 26.4.1818] 248.

 

Seine Witwe Maria Elisabeth Klein ∞ II am 10.12.1837 Niederotterbach mit dem Müller Georg Jakob Koch (1.6.1799 Heuchelheim - † 15.3.1883 Niederotterbach), Müller auf der Weidelmühle Niederotterbach 249.

 

Literatur/Urkunden:

- Endres, Anna: Die Weidelmühle bei Niederotterbach; in: Südpfalzkurier. - 5 = 101. 1986, Woche 24, 3-5.. - 1986.

 

 

 

 

 

Niederrödern/Elsaß:

Niederrœdern (deutsch Niederrödern, elsässisch Nider'reddere) ist eine Gemeinde im Elsass. Sie liegt im Département Bas-Rhin hart nördlich des Hagenauer Forstes, östlich von Hatten. Der Name des Ortes leitet sich wohl vom lateinischen „radere“ ab, was darauf hindeutet, dass zur Zeit der römischen Besatzung dort Wälder abgeholzt wurden. Aus dieser Zeit zeugen noch einige Fundstücke, wie Münzen und Graburnen, die auf dem Gemeindegebiet gefunden wurden. Im Mittelalter gehörte der Ort gehörte lange Zeit zum Klo­ster Seltz, das Adelheid von Burgund, die Frau von Kaiser Otto I 993 gründete, nachdem sie den Besitz, der bald unter dem Namen „Adelheids Eigen“ bekannt war, von ihrem Mann zum Geschenk erhalten hatte. Um diese Zeit datiert wohl auch die Entstehung der ersten Siedlung. Der Name Rotheren erschien erstmals 1084 in einem Dokument zur Erhebung des Zehnten. 1255 erbaute Rüdiger von Rüdern im Ort das erste Schloss der Herren von Fleckenstein. In den Folgejahren wurde der Ort unter den Namen „Rüdern“ (1371), „Niederrüdern“ (1442) und „Rödern“ (1700) erwähnt 250.

 

Nach dem Aussterben der Herren von Fleckenstein 1720 kam das Dorf an ++++weiter bearbeiten+++

 

Mühlen:

am Südwestrand des Dorfes gibt noch heute die Rue du Moulin.

 

Im ältesten Kirchenbuch der reformierten Gemeinden Hunspach, Hoffen und Ingolsheim ist am 28.5.1700 die Hochzeit des Müllers zu Niederrödern, Abraham König eingetragen. Dort heißt es: „Die 28 May copulati in der Kirche zu Hofen Abraham König p.t Mül­ler zu Niderröders Abraham Königs Bürgers zu Byschweiler ehelicher Sohn, mit Maria Barbara [,] Jacob Weymans [,] Bürgers zu Hofen eheliche Tochter“ 251.

 

 

 

 

 

Niedersimpten:

heute Stadtteil von Pirmasens, Lk Südwestpfalz; gehörte zum Amt Lemberg der Grafen von Hanau-Lichtenberg; ab 1736 im Erbgang zu Hessen-Darmstadt

 

Mühlen:

1657, 1658 und auch 1659 wird als Müller in „Simpten“ der Diebold *Faul erwähnt 252.

 

 

 

 

 

Niederstaufenbach:

VG Altenglan, Lk Kusel; an der Westpfalz zwischen Lauter und Glan gelegen; am Reichenbach; das Dorf gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, während das südlich gelegene Nachbardorf Oberstaufenbach kurpfälzisch war 253.

 

Mühlen:

- Niederstaufenbacher Mühle:

in der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt 254: “Die Niederstaufenbacher Mühle liegt am Reichenbach, der bei Altenglan in den Glan mündet. 2 oberschlächtige Wasserräder. Phil­ipp Kempler ist Erbbeständer, hat noch keinen Erbbestands­brief, gibt 2 Ma. Korn und ebensoviel Hafer als Pacht.“ 255. Weiter heißt es: „Ist in einem sehr schlechten Zustand, in dem nicht anderst geglaubet, alß wolle sie bey meinem Daseyn über einem Haupt einfal­len.“ 256.

 

Im Mühlenverzeichnis für das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörige Mühle unter lfd. Nr. 5 wie folgt beschrieben: „ Die Niederstaufenbacher Mühl [hat] 2 Waßerräder welche 2 Mahlgang treib; [zahlt an Pfacht] 2 Mltr Korn, 2 Mltr Habern; die Niederstaufenbacher Mahl daselbsten und getrauet sich Malter 30 jährl: 30 biß 40 Mahlgäst zu befördern.“ 257

 

Um 1781 war der NN. *Siebers als Müller auf der Niederstaufenbacher Mühle 258.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1172 2: „Erbbestandsmühle zu Niederstaufenbach, 1602-1781“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1172/5: „In Sachen des Müllers Johann Siebers von Staufenbach ./. die Gemeinde Niederstaufenbach, eines durch den Wald Hertle ziehenden Mühlenweg betr., 1781-1784“

 

 

 

 

 

Niedersteinbach/Elsaß:

Kanton Wissembourg, Département Bas-Rhin; westlich von Lembach im Steinbachtal, nahe der Grenze nach Deutschland gelegen; gehörte zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg.

 

Mühlen:

am 22.6.1716 wurde in Niedersteinbach geboren und am 25.6.1716 in der ev. Kirche in Lembach getauft die Susanna Maria Süß, Tochter des Hanß Jacob Süß, „Müller allda“ und der Anna +++ Gerwein++++prüfen+++ 259.

 

- Sägemühle Niedersteinbach:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau Lichtenberg) Nr. 4229: Weigerung der Obersteinbacher Fuhrleute, im Rahmen der Frohn­den, die zur Reparierung des Wörther [Anm.: Woerth sous Forêt] Schlosses erforderlichen Hölzer in die Niedersteinbacher Sägmühle zu fahren, 1751

 

 

 

 

 

Niederweidenthal:

s. das heutige Vorderweidenthal 260

 

 

 

 

 

Nieder-Wiesen / Rheinhessen:

VG Alzey-Land, Lk Alzey-Worms; im oberen Wiesbachtal am südlichen Rand des Landkreises, nahe zur Nordpfalz gelegen.

 

Vielleicht kann die Nennung „Wisia“ von 772/773 im Lorscher codex auf Nieder-Wiesen bezogen werden. Der Namenszusatz „Nie­der“ kam zur Unterscheidung von gleichlautenden Ortsnamen, z.B. 1494 in der Form „Nydder Wissen“ hinzu. 1375 verpfändete Rau­graf Philipp II. von Neu-Bamberg das dorf an Dietrich von Morsheim. 1397 gelangte es vermutlich durch Heirat an die Herren von Daun-Oberstein. Über weitere Rechte verfügten daneben die Grafen von Virneburg und die Herren von Falkenstein. Ab Mitte des 15. Jh. erscheinen auch die Herren von Gundheim als Ortsherren. 1494 verkaufte Philipp von Gundheim das halbe Dorf an den Alzeyer Burggrafen Johann von Morsheim. Ab dem frühen 15. Jh. erlangten die Morsheimer die Ortsherrschaft, offenbar in Lehensabhängig­keit von den Daun-Obersteinern, inzwischen auch Herren von Falkenstein. Nieder-Wiesen fiel Mitte des 17. Jh. an die von Steinkal­lenfels und dann an die von Hunolstein 261.

 

1815 zählte Nieder-Wiesen 467 Einwohner, 1830 dann 550 Personen, darunter 91 Juden, in 66 Wohnhäusern, 2011 zählte das Dorf 616 Einwohner 262.

 

 

Mühlen:

- Neumühle:

die Mühle des 18. Jh. durch die Freiherren von Hunolstein nördlich des Dorfes am Wiesbach am Waldrand errichtet und im 19. Jh. ausgebaut. Nach Brand 1900 Neubau von 1903 und weiter in Betrieb bis in die 1930er Jahre 263.

 

Mühlen- und Wohngebäude in spätklassizistischen Formen, am Oberlichtportal zum Wohnteil im Sturz bezeichnet PH. Bastian 1903. Am Mühlentrakt barocker Reliefstein mit Allianzwappen der Hunolsteiner und teilverwitterter Inschrift: 17(...?) IST DIESE MVHL VON / SOPHI(?) ELISABETHA WITTIB / VON HUNELSTEIN GEBOR[N] / (…) VON HOLTZHAVSEN E(...) / ERBAVET WORD[EN]. Darüber verwitterter Ofenstein, bez. 17(...?). Die Mühlentechnik (Welle um 2004) erneuert und Mühlkanal intakt erhal­ten. Die Oberlichttür an der Scheine ist bez. 18 HE 41 [= Heinrich Eicher]. In der Südmauer des südlichen Wirtschaftsgebäudes die Inschrift 18 HE 37 [= Heinrich Eicher] 264.

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 305

 

 

- Schniftenberger Mühle:

s. Kriegsfeld

 

 

- Weißensteiner Mühle:

s. Wendelsheim

 

 

 

 

 

Niederwürzbach / Saarland:

bei St. Ingbert; war zunächst veldenzisch, dann pfalz-zweibrückisch (arg. ex. LA Speyer, Zweibr. Landschreiberei-Rechnung 265); im 18. Jh. dann zur Grafschaft von der Leyen, Amt Blieskastel 266.

 

Mühlen:

nahe bei Hassel; die Hasseler Mühle (s. Hassel) lag zwischen Niederwürzbach und Hassel weshalb die Zuordnung der Mühle schwie­rig ist.

 

Zu Würzbach hatte Graf Heinrich von Veldenz 1362 dem Heinrich von Vinstingen den Rückerswoog mit der Mühle abgekauft und seine Söhne 1387 solche gemeinschaftlich zu besitzen sich verpflichteten 267. An dem Rückerswoog lag u.a. die Schaller'sche Mühle 268.

 

1542 wird die Mühle zu Würzbach an Hans Müller aus dem benachbarten Lautzkirchen verpachtet 269. Bei der Türkenschatzung 1566 wird in Niederwürzbach genannt der Haupert Beltz[,] Müller, geschatzt mit 1 Gld. 270. 1572 verleiht A. von Bitsch seine Mahl­mühle zu Würzbach an Jakob und Lorenzen von Lautzkirchen und deren Erben 271.

 

Um 1689 war der Tiroler Immigrant Heinrich *Ackermann herrschaftlicher Müller zu Niederwürzbach 272.

 

1793 kam es zur Übertragung der Mühle in Niederwürzbach auf die Reichsgräfin Marianne von der Leyen 273. Bei der Niederwürz­bacher Mühle lagen herrschaftliche leyensche Güter 274, bzw. 1792 wurde die Mühle zu Niederwürzbach auf die Reichsgräfin Mari­anne von der Leyer bei einer innerfamiliären Regelung übertragen 275.

 

Im „Wochenblatt für den Königlich-Bayerischen Gerichtsbezirk Zweibrücken“ Nr. 33 vom 18.3.1853 heißt es: „Dienstag den 5. April … wird die Schaller'sche Mahlmühle mit Oeconomiegebäuden …, gelegen zu Niederwürzbach …. versteigert.“ 276

 

1858 wurde der Müller Joseph Dahlem aus Niederwürzbach als Geschworener am Assisengericht Zweibrücken ernannt 277. 1865 wird Johann Dahlem als Gutsbesitzer und Müller in Niederwürzbach genannt 278.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Saarbrücken Best. vdL Nr. 2005 U: Von Braubacher Pachtbrief über die Mühle zu Würzbach an Hans Müller von Lautzkirchen, 1542

- LA Saarbrücken Best. vdL Nr. 1874 U: „A. von Bitsch verleiht seine Mahlmühle zu Würzbach an Jakob und Lorenzen von Lautz­kirchen und ihre Erben“, 1572

- LHA Koblenz, Archiv von der Leyen Best. 48, Nr. 3168: Verpflichtung des Johann Adam Joli aus Niederwürzbach als Aufseher der Gärten und Güter bei der Niederwürzbacher Mühle, 1783

- Ostrowitzki, Anja: Inventar der Akten und Amtsbücher von der Leyen, S. 288

 

 

- Rittersmühle:

am Würzbach gelegen, Gemarkung Ommersheim 279.

 

Am 22.6.1709 verkaufte der Kaspar Amann aus Niederwürzbach die Rittermühle in Niederwürzbach an den aus Burgalben (von der Wadgasser Klostermühle in Burgalben) stammenden Müller Jakob *Hauck 280.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Saarbrücken Best. LRA.IKB 1505: „Regulierung des Wasserstandes an der Rittersmühle (Ommersheim) und der Niederwürzba­cher Mühle“

 

 

 

 

 

Niefernheim:

OT von der Gemeinde Zellertal, Lk Donnersbergkreis; im Zellertal an der Pfrimm gelegen

 

Das Dorf Niefernheim wurde 1400 von Graf Friedrich VIII. von Leiningen-Dagsburg zusammen mit den von der Abtei Hornbach le­hensrührigen Orten Zell, Harxheim, Ottersheim und Immesheim an den Burggrafen Salzkorn zu Alzey verpfändet 281. Einst Hornba­cher Lehen der Grafen von Leiningen und seit 1481 kurpfälzisch, ist seine Ge­schichte eng mit der der Nachbarorte Zell (das dortige Stift hatte seit dem 11. Jh. den Zehnten inne) und Harxheim verknüpft 282.

 

Mühlen:

- Reitzmühle, Reitzenmühle:

heute Anwesen Brückenstraße 7; sie lag an der Pfrimmbrücke unterhalb des Ortes; 1835 ist die Ölmühle des Jakob Baum erwähnt 283.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 heißt es 284: „Baum, Gebr. Die Gesellschaft bezweckt den Betrieb einer Mühle mit Handelsgeschäft, wurde im Juni 1835, Mit dem Sitze Niefernheim, durch die Inhaber Johann und Jacob Baum, beide in Niefernheim, gegründet“.

 

Aber bereits 1864 wird im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird genannt der Handelsmüller in Niefernheim Jacob Weber 285.

 

Am 26.2.1872 läßt der Müller Jacob *Weber „seine unterhalb Niefernheim an der Pfrimm gelegene Mühle mit 2 Mahlgängen und 1 Schälgang, Wohnhaus, Stallungen, Garten, Acker- und Wiesenland“ freihändig versteigern 286.

 

++++klären: die Versteigerung klappte wohl nicht, denn bereits 1873 versuchte „Fräulein Katharina Weber“ die Mühle zu verstei­gern++++

 

Am 8.10.1873 ließ „Fräulein Katharina Weber, ohne Gewerb, allda wohnhaft“ die Reitzmühle versteigern, u.a. „Plan-Nro. 263, 264, ein Wohnhaus mit Mahlmühle mit zwei Mahlgängen, einem Schälgange mit Schwingmühle, Stallung, Schweinställen, Hofraum, Gar­ten, Ackerfeld, die sogenannte Reitzmühle, 58 Dec. Fläche“ und zugehörigen weiteren Grundstücken 287.

 

 

 

 

 

Nierstein / Rheinhessen:

s. auch OT *Schwabsburg

 

VG Nierstein-Oppenheim, Lk Mainz-Bingen; die Weingemeinde Nierstein liegt am linken Rheinufer zwischen Mainz und Oppen­heim, wo die Ausläufer des Rheinhessischen Hügellandes zum Strom hin abfallen.

 

Es bestand hier bereits römische Besiedlung; es ist davon auszugehen, daß schon im 6. Jh. eine fränkische Siedlung vorhanden war. Wohl gehörte anfangs die ganze Gemarkung zum Königsgut. 742 wurden die „Bergkirche“ und auch der Fiskalzehnte von dem frän­kischen Hausmeier Karlmann dem Bistum Würzburg geschenkt, was Kaiser Ludwig der Fromme 822 bestätigte. 994 wurde der kö­nigliche Fronhof („curtis Nierstein“) samt der Kirche dem Mainzer Erzbischof übergeben. Aber noch bis 1038 urkundeten hier die Könige. Besitzübertragungen an das Kölner St. Ursulastift (vor 922), das Aachener Pfalzstift (1000) und Stift St. Wido in Speyer (1059) sprechen für die allmähliche Auflösung dieses Reichsgutes. Ab dem frühen 13. Jh. wurde das Dorf Nierstein von dem zur Stadt erhobenen Oppenheim als Zentralort des Reichsgutsbezirks abgelöst. In der Folge läßt sich hier bedeutender bolandischer und Hohenfelser Besitz ausmachen. Auch finden die Herren von Münzenberg als Vögte, die Hohenfelser als Zehntherren Erwähnung. Das Reichsdorf genoß Privilegien, die bis in die Neuzeit immer wieder Bestätigung fanden. 1298 begannen die Verpfändungen des Reichsgutsbezirks, zunächst an die Grafen von Katzenellenbogen, 1315-1354 an den Mainzer Erzbischof, ab 1356 an die Stadt Mainz und zuletzt 1375 an die Kurpfalz. Letztere Pfandschaft währte dauerhaft, so daß der pfälzische Kurfürst in die Rechte des Königs als Ortsherr eintrat 288.

 

Mühlen:

auf das Vorhandensein von Mühlen in Nierstein weisen Familiennamen in alten Urkunden hin, ohne daß ein direkter Bezug zu einzelnen Mühlen nachweisbar ist. In einer Urkunde vom 29.4.1444 verkaufen die Vormünder der „Else Müllerhenn“ an die Pfarrpfründe zu Nierstein einen jährlichen Zins auf verschiedene Güter in Nierstein 289. Am 30.12.1499 verschreiben sich Nikolaus „Muhlenhenn“ und seine Gemahlin Else, wohnhaft in Nierstein

 

1784 werden drei Mahlmühlen in Nierstein genannt 290.

 

Urkunden/Literatur:

- Hess. Hauptstaatsarchiv Best. G 31 B, 94/13: Verpachtung der früher dem Johannes Lichtenberger gehörigen Mühle bei Nierstein +++klären: welche Mühle?+++

 

 

- Altmühle:

am 24.5.1440 wird urkundlich genannt der“Henne zu der alten Mulen“; ∞ mit Else NN.; dieser nimmt ein Darlehen von den Vicarien des Katharinenstifts in Oppenheim über 32 fl. bei einem Zins von 1 1/2 fl u. 3 Schilling auf 291.

 

 

- Kreuzmühle:

Mühlgasse 33, ao 1715 südlich des Bachs erbaut 292.

 

 

- Rheingässer Mühle:

heute Anwesen Rheinstraße 22; am Mühlgraben gelegen und im 19. Jh. erwähnt 293. 1717 als Erbbestandsmühle im Besitz der Grafen von Schönborn verfügt, der jetzt verfüllte Mühlteich wur­de ursprünglich vom Flügelbach gespeist. Heute nur noch das Wohnhaus der früheren Mühle vorhanden 294.

 

 

- Riedmühle:

von der Riedmühle westlich des Ortes ist 1474 die Rede 295.

 

 

- Schiffsmühlen:

1474 ist von drei Schiffsmühlen im Rhein die Rede 296

 

 

 

 

 

Nohfelden, Dorf und Amt / Saarland:

Lk St. Wendel; zur Gemeinde Nohfelden gehören die Ortsteile Bosen-Eckelhausen, Eisen, Eiweiler, Gonnesweiler, Mosberg-Rich­berg, Neunkirchen/Nahe, Nohfelden, Selbach, Sötern, Türkismühle, Walhausen und Wolfersweiler.

 

Das Amt Nohfelden gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken.Es wurde auch als „Gericht Wolfersweiler“ bezeichnet. Es umfaßte die Ämter Nohfelden und Berschweiler [auch als „Rohrbacher Pfleg“ bezeichnet], sowie die Pflege Achtelsbach 297.

 

Die Bevölkerung im Amt Nohfelden bestand 1677 aus 345 Familien mit 2070 Personen. Seit der Neuregelung im Wiener Kongreß gehörte das Amt Nohfelden ab 16.4.1817 zum Fürstentum Birkenfeld, das Teil des Herzogtums (später Großherzogtum und ab 1919 Freistaat) Oldenburg war 298.

 

Mühlen:

in einer Aufstellung vom 26.10.1742, erstellt von NN. Mandt und an Amtskeller Ernst Franz *Hauth „remittirt“ sind folgende 4 Müh­len verzeichnet 299: „... Hiebey folgen 4 Reverse über die außgestellte Mühlenbestände von denen Beständern unterschrieben ad acta, nehml:

  1. von Wilhelm Werkhäußer und seiner Frau über die hießige Mühle [Anm.: s. Mahlmühle Nohfelden]

  2. denen Sägmüllern über ihre Sägmühle auf der Traun bei der Brandmühle [s. Traunen]

  3. Wilhelm Schmid, dermahlen zu Eißen , von der Wolfersweyler Mühle, und dann

  4. von Michel Lützenberger et Consorten von der Sägmühl unten an Ellweyler“

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 300 werden 14 Mühlen beschreiben, die zum pfalz-zweibrücki­schen Amt Nohfelden gehören:

  1. Gundesweiler Mühl (s. Gonnesweiler/Saarland)

  2. Nohfelder Mühl

  3. Trauner Mühl

  4. Brand Mühle (s. Traunen)

  5. Ellweiler Mühl

  6. Neubrücker Mühle

  7. Laurentius Mühle Wolfersweiler

  8. Wolfersweiler Dorf Mühl

  9. Steeger Mühle in Asweiler / Saarland

  10. Eitzweiler Mühle

  11. Gebweiler Mühle (s. Gehweiler / Saarland)

  12. Hirsteiner Mühle

  13. Selbach, Mühle am Söllerbach

  14. Ellweiler: Pletschmühle auf der Traun unten an Ellweiler

 

 

Literatur/Urkunden, allgemein:

- LA Speyer Best. X 53 lfd. Nr. 7: „Erbbeständnisbeschreibung der Hofgüter und Mühlen im Fürstentum Zweibrücken 1629 (Amt Nohfelden, Gemeinschaft Guttenberg, Schaffnei Wörschweiler, Kloster Disibodenberg) = Original Kirchenschaffneiarchiv Zwei­brücken IV. 1220

- LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 96-98: Mühlen im Nohfelder Amt

 

 

- Achatschleifmühle:

um die Mitte des 18. Jh. wurden im Zeitalter des Merkantilismus im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken große Anstrengungen unternom­men, eine staatliche Schmuckstein-Manufaktur aufzubauen, die die Macht und den Wohlstand des Landesherrn verstärken sollte. Die Grundlage bildeten ieL. Die zahlreichen Fundorte von Achaten und ihnen verwandter Halbedelsteine im Raum Baumholder. Um Baumholder lag das weitaus bedeutendste Vorkommen im Gebiet des Herzogtums, zu dem aus vertraglichen Abmachungen zwischen den Landesherrn die benachbarten Fundorte in der Wild- und Rheingrafschaft Grumbach und um 1785 die Achatschleifen „bei Ober­kirchen im Oberamt Schaumburg“ hinzukamen, deren Besitz der Herrschaft Oberstein schon längere Zeit vorher verloren gegangen war. Die Verarbeitung der Steine erfolgte zum größten Teil in herrschaftlichen Regiebetrieben, vereinzelt auch in staatlich stark sub­ventionierten Schleifereien als Lohnwerkstätten. Alle Kosten und Gewinne wurden über die Fürstliche Rentkammer in Zweibrücken verrechnet. Die erste Achatschleiferei wurde auf herzogliche Anordnung im Schloßgarten der Residenzstadt Zweibrücken erbaut. Später traten noch Achatschleifen in (Anm.: Nieder-)Auerbach, Bliesberger Hof und in Mittelbach bei Hornbach hinzu. Weitere Achatschleifen waren in der Umgebung von Nohfelden im Nahetal und eine weitere bei Ellweiler gebaut worden, die am 15.8.1748 dem Herzog als betriebsfertig gemeldet wurde 301.

 

 

- Nohfelder Mühle:

im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Amtes Nohfelden von 1629 heißt es: „Zu Nofelden im Dorff hat Serenissimus eine Mahl ahn Mühlweyer gelegl:, mit 2 Gängen, darzu seint zu Malgästen geband, die Underthanen zu Nohfelden, Gimbweiller, Walhau­sen, Steinberg, Gundesweiller, die eigene Leuth zu Außweiller und der Kirchweiller Thal, dern zusamen …. 72 Haußgesaß seint, wel­che Mühl mir Kellern [Anm.: der Keller zu Nohfelden Frantz Eißfeld] umb einen järlichen Geldzinß verliehen worden“ 302.

 

1704 war Johann Gerhard *Werkhäuser der Müller zu Nohfelden; dieser ist am am 31.8.1704 in Ellweiler Pate bei der Taufe des Jo­hann Ulrich Scherer, dem Sohn des Müllers in Ellweiler, Heinrich *Scherer 303. In einer Aufstellung vom 26.10.1742, erstellt von NN. Mandt und an Amtskeller Ernst Franz *Hauth „remittirt“ sind folgende 4 Mühlen verzeichnet 304: „... Hiebey folgen 4 Reverse über die außgestellte Mühlenbestän­de von denen Beständern unterschrieben ad acta, nehml: von Wilhelm *Werkhäußer und seiner Frau über die hießige Mühle ...“

 

1735 besaß die Mühle 2 Wasserräder zum Antrieb von 2 Mahlgängen. Sie war Bannmühle für Nohfelden und zum Teil für Richberg, Mosberg und Gumbsweiler (auch Gimbweiler) 305.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Nohfelder Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Amt Nohfelden gehörte, wie folgt beschrieben: „Die Nohefelder Mühl [hat] 2 Waßer Räder welche 2 Gäng treiben; [zahlt an Pfacht] 9 Mltr 6 Faß Korn, 6 Mltr 4 Faß Haber. Zu dieser Mühlen seynd gebannt Nohfeld zum Theil, Reichweiler und Morsberg, Gumbsweiler, Hanweiler [Anm.: Hahnweiler] aus 60 Fam: besteh:“ 306.

 

 

- Schneydermühle:

zwischen Nohfelden und Gonnersweiler gelegen; war pfalz-zweibrückisch; bestand ab 1596.

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis von 1629 heißt es: „Zwischen Nohfelden und Gundeßweiller [Anm.:= Gundersweiler = Gonnersweiler] hat er [Anm.: der „Fürst“ von Pfalz-Zweibrücken] eine Mühle, mit einem Gang die Schneyder Mühl genant, wel­che de 1596 den 22. Aprilis, mit …. Consens Hochgedachts Hertzog Johansen Pfaltzgrauen …..., vermög darüber besagendes Erbbe­stendnuß Brieffs mit … Peter Meyers und Hanß Molters zu Erbelhausen zu ihrem Hauß Gebrauch zu bauen erlaubt worden, wel­che die Mühl auch erbauet, solche hernacher aber Hanß Wolffen dem gewesenen Forster alhir verkaufft, der sie furter anno 1614 Ge­örg Christoff Braunen von Schmitberg der Ursachen weyl. Käufflich verlassen, Eins theyls, weilen Braun vom Wassergang zu an­gesagter Mühlen, ….., andren theyls, weiler keine gewisse und beständige Mahlgäst zu besagter Mühle und also keinen Nutzen dar­auß gehabt. …... und hat wie obgemeld, keine gewisse Mähler, und geräth gantz in Abgang“ 307.

 

Eine Abschrift des Erbbestandsbriefs vom 22.4.1596 befindet sich als Anhang zum diesem pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Amtes Nohfelden 308.

 

 

 

 

 

Norheim/ Rheinhessen:

VG Bad Münster am Stein-Ebernburg, Lk Bad Kreuznach; an der Nahe gelegen, hart westlich von Bad Münster am Stein - Ebern­burg; der Ort gehörte den Freiherrn von Sickingen

 

Mühlen:

- Mühle Witt:

war sickingische Bannmühle. Um 1772 war Joseph Witt der Müller auf der Norheimer Bannmühle. Er ist der Schwager des Müllers Johannes *Braun, der 1772 die benachbarte Weidenmühle kaufte. Braun, der neue Eigentümer der Weidenmühle ließ diese um einen 3. Mahlgang erweitern und geriet dadurch mit seinem Schwager, dem Bannmüller Joseph Witt in Streit, der ihn beim Oberamt Kreuznach verklagte. Die Klage wurde teilweise abgewiesen, Braun durfte allerdings den 3. Mahlgang nur als Schälgang betreiben 309.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 405: Herrschaftliche Erbbestandsmühle zu Norheim, 1785-1787

 

 

- Krugermühle:

die Mühle wurde 1722 mit freiherrlicher Genehmigung der Sickinger durch die Familie Stein errichtet. Die Norheimer Bürger waren in die nur 20 m entfernt liegende Mühle Witt gebannt und durften in der Steinschen Mühle nicht mahlen. Stein besorgte sich seine Kunden in Traisen und Hüffelsheim und kaufte auf dem Kreuznacher Kornmarkt Getreide und bot das Mehl dort wieder an. Schon 1707 wurde „Franz Jacob Stein, Müller aus Norheim“ als Gutachter für das Wassergefach in Kreuznach „an des Waldschmidts Müh­le“ zusammen mit mit Paulus Meyer genannt. 1833 wurde die Mühle, jetzt im Besitz der Familie Krieger umgebaut. Nach 1850 kam sie durch Einheirat an die Familie Kruger. Die Produktionserhebung von 1910 nennt Johann Heinrich Kruger als dortigen Mühlenbe­sitzer aus. Die Stillegung erfolgte 1975 310.

 

 

- Weidenmühle:

liegt am östlichen Ortseingang von Norheim, heute Rotenfelser Str. 60.

 

Die Mahlmühle wurde 1726 von dem Müller Matthias Schmitt und seiner Frau Anna Maria als Eigentumsmühle mit Genehmigung der Freiherrn von Sickingen gebaut. Das über der Mahlstube angebrachte Wappen zeigt das Mühlrad mit den Insignien M.S. und A.M.S., sowie die Jahreszahl 1726. Die Norheimer Einwohner waren damals in die Mühle Witt gebannt. Der Müller Matthias Schmitt zahlte als Eigentümer lediglich einen Wasserfallzins von 12 Malter Korn. Nach Matthias Schmitt kam Friedrich Zeh als Ei­gentümer auf die Mühle. Von ihm wird berichtet, daß er 1771 die Mühle aus Altersgründen an Conrad *Cron und dessen Ehefrau Anna Maria Cronin auf die Dauer von 6 Jahren verpachtete. Am 28.4.1772 kaufte dieser die Mühle vom vorherigen Müller Friedrich Zeh für 4000 fl. Cron konnte aber seine Zahlungsverpflichtungen aus dem Vertrag nicht erfüllen, worauf der Vertrag zurück abge­wickelt wurde. Zeh fand als neuen Käufer den Schwager des Norheimer Bannmüllers Joseph Witt, den Johannes Braun. Der neue Kaufvertrag wurde am 2.5.1772 abgeschlossen. Gegen diesen Kauf beschwerte sich der Müller Conrad Cron, der sich auf seinen 6jährigen Pachtvertrag berief, der zudem für 4 Jahre unkündbar war. Cron soll so hieß es dann, seine Zahlungen nicht pünktlich ge­leistet haben. Braun, der neue Eigentümer, wollte Cron weiter als Mühlenpächter behalten. Braun ließ die Mühle um einen 3. Mahl­gang erweitern und geriet dadurch mit seinem Schwager, dem Bannmüller Joseph Witt in Streit, der ihn beim Oberamt Kreuznach verklagte. Die Klage wurde teilweise abgewiesen, Braun durfte allerdings den 3. Mahlgang nur als Schälgang betreiben. Nach Brauns Tod führte seine Witwe die Mühle weiter und erhielt am 2.8.1782 eine sickingische Konzession. Zu Beginn des 19. Jh. ging das Eigentum an der Mühle auf den Müller Jacob *Brosius über 311.

 

 

 

 

 

Nünschweiler:

VG Thaleischweiler-Fröschen, Lk Südwestpfalz; im Zweibrücker Hügelland, nördlich von Walshausen gelegen; war pfalz-zwei­brückisch und gehörte zum Oberamt Zweibrücken.

 

Mühlen:

in einem Aktenvermerk des Oberamts Zweibrücken vom 11.5.1722 ist notiert, daß der „Nimschweyler Mahl Müller“ den ihm erteil­ten „Confirmations-Schein“ bei der Hofkammer in Zweibrücken noch nicht abgeholt hat 312.

 

Literatur/Urkunden, allgemein:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1175 UNr. 5: „Differenzen des Fiskus zu Nünschweiler mit dem Erbbestandsmüller des Eichelberger Hofs wegen der auf dessen Grund stehenden Eichenbäume, 1766-1768 ++++klären: wer ist der Erbbestandsmüller auf dem Eichelberger Hof; Lage der Mühle +++

 

 

- Aschbacher Pletsch- oder Notmühle

s. dort

 

 

- Nünschweiler Pletschmühle:

bestand bereits im 30jährigen Krieg; lag seit ca. 1642 öd; Wiederaufbau ca. 1712 313.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 wird sie zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “Liegt an einem Bächlein, das aus zweyen Brunnen in dem Dorf Nünschweiler entsprin­get und bei Dellfeld in die Schwarzbach lauffet. Etwann einen Büchsenschuß hiervon liegt die noch zu beschreibende Aspacher Plet­schmühle (Anm.: s. Aschbacher Pletschmühle) und eine halbe Stund davon entfernt die Rieschweiler und in gleicher Weitung die Dellfelder Mühlen. Ist in gutem Stand so wohl in Ansehung des Hoch- als Waßer-Gebäues, das Mühlenwerck bestehet aus einem Mahl- und einen im Trilles lauffenden Scheelgang, so durch ein oberschlechtiges Waßerrad getrieben wird. Bey naßem Winnter kann selbige gehen, Sommers Zeit aber muß sie die meiste Zeit still stehen. 30 Schritt von der Mühle ein klein Behälter zu Schwellung des Waßers aus welchem mittelst eines schmalen Kandels das Wa­ßer auf das Rad geleitet wird. Ist ohngefähr 1712 auf diesen Fuß erbauet worden, nachdem sie etwann 70 Jahr öd gelegen. Entrichtet jähr: ein Malter Korn und ein Malter Haabern nach Zweybrücken in dasi­ge Oberkellerey vermög des bey deren Aufrichtung ausge­fertigten Erbbestandes. … keine Bann-Mühle. Die Nünschweiler Untertha­nen mahlen gewöhnl: zu Rieschweiler und Delfeld. …. Erbbeständer ist Georg Paul *Knörr, hat unterm 3ten May 1740 einen Erbbe­stand darüber erhalten und in der Mühl einen Lehensmül­ler, welcher Ihme jährl: 20 fl Zinß bezahlet ....” 314.

 

Um 1755 war Johann Michel Herch der Müller zu Nünschweiler (∞ mit Johannetta NN.; Vater der Maria Barbara [14.5.1755 Nünschweiler]) 315.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Nünschweiler Mühl [hat] 1 Waßerrad, welches einen Mahl und im Trilles lauffend Scheelgang trei­bet; [zahlt an Pacht] 1 Mltr Korn, 1 Mltr Haber; hat keinen Bann und kan mithin die Anzahl der Mahlgäst nicht bestimmt werd.“ 316

 

Im Intelligenz-Blatt des Rheinkreises wird für den 25.10.1831 die Versteigerung der Nünschweiler Mühle zum Zwecke der Erbaus­einandersetzung angekündigt: „In Gemäßheit eines Urtheils, erlassen durch das Königliche Bezirksgericht dahier [Anm.: Zwei­brücken] am 17. August letzthin, und auf Betreiben von: 1) Elisabetha Fischer, Ehefrau des Christian Bähr, beide Ackersleute wohn­haft in Nünschweiler, 2)Susanna Fischer, Ehefrau des Georg Schwab, Ackersmann, wohnhaft in Wünschberg, 3) Friedrich Fischer, Müller, Soldat bei dem Königlich Bayerischen sechsten Linieninfanterieregimente in Garnison in Landau, 4) Louisa Fischer, ledig und ohne Gewerbe, 5) Friedrich Spacke, Ackersmann, handeln in seiner Eigenschaft als Vormund über Jakob Fischer, 20 Jahre alt, Ackerer: Wird … zur öffentlichen Versteigerung …. der aus der Verlassenschaft der auf der Nünschweiler Mühle verlebten Eheleute Adam Fischer, gewesener Müller und Wilhelmina Spacke herrührenden überschlächtigen Mahlmühle, die Nünschweilermühle ge­nannt, sammt Scheuer, Stallung, Hofgering, Garten- und Wiesenland ...“ 317.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1177 UNr. 1: „Pletschmühle zu Nünschweiler, 1616-1781“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Denkmaltopographie Kusel, S. 55, 56 mit Photo S. 57.

2 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 159-161r; auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 226.

3 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 89,

4 Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O. S. 359; Weber: Historische Ölmühlen, S. 199.

5 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 161r-163.

6 Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 7.

7 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 159-161r; auch Weber: Historische Ölmühlen, S. 212.

8 Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, 1862, S. 60 mit Anm. 9 S. 62.

9 Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, S. 350, Nr. 949; Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, S. 116, Nr. 429.

10 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 336.

11 Reitenbach: „Achatschleifen und -Fundstätten im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken“; in: Pfälzische Heimatblätter 1963, S. 67.

12 LA Speyer Best. B2 Nr. 295/5; Weber: Mühlen besonde­rer Art, S. 336.

13 Kampfmann: Geschichte der im Bezirksamt Zweibrücken, S. 17 und Verweis auf Kreisarchiv Speyer, Akte Zweibrücken II, Nr. 1142.

14 Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, S. 50.

15 LA Speyer Best. B2 Nr. 5339 Bl. 1.

16 LA Speyer Best B2 295/5 Bl. 321-327.

17 LA Speyer Best. B2 Nr. 5339 Bl. 1.

18 Neustadter Wochenblatt 29.4.1839, Nr. 18, vom S. 70.

19 LA Speyer Best B2 295/5 Bl. 315-321.

20 Bohrer: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, S. 31.

21 Internetdatei www.pfaelzer-natur-energie.de/html/­olm­uhle_zweibrucken.html, Abruf vom 11.1.2014.

22 Die Rheinpfalz vom 9.7.2012 „Ölmühle: Gesellschafter besiegeln das Aus“

23 Eilbote Landau vom 22.1.1848, S. 40 = LA Speyer Best. Y 20/41.

24 Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 326; Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. IV, S. 157.

25 auch Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammerge­richtsakten, Bd. 2, S. 1398, Nr. 1567.

26 Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O.,S. 112.

27 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 203.

28 Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 499.

29 Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 499.

30 LA Speyer Best. D 35 S. 40: Repertorium Werschweiler, erstellt 1893 durch Kreisarchivar Dr. Joh. Mayerhofer an Hand der beiden Kopialbücher des Klosters Werschweiler, die Kriegsverlust sind.

31 Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 499.

32 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 572 unter Hinweis auf; Werschweiler Schaffneirechnun­gen.

33 LA Speyer, Zweibrücken I, A. 673/5, Bl. 15; Christmann: Sied­lungsnamen II, S. 572.

34 LA Speyer Zweibr. I, A. 672, S. ½; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 572.

35 ref. KB Zweibrücken (err. aus S. 421v); Gölzer: Register zum Landgerichtsbuch Zweibrücken, S. 123.

36 LA Speyer Best. D 35 S. 47: Repertorium Werschweiler, erstellt 1893 durch Kreisarchi­var Dr. Joh. Mayerhofer an Hand der beiden Kopialbücher des Klosters Werschweiler, die Kriegsverlust sind.

37 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 415-421.

38 zusammenfassend zitiert bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 203.

39 Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 499.

40 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 123r.

41 Intelligenz-Blatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 84 vom 5.8.1836, S. 673.

42 LA Speyer Best. J1 Nr. 531; darin u.a. Protokoll in Sachen Balthasar Bach ./. Daniel Hilpert.

43 Landwirt­schaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1865, Beilage 9, S. 3.

44 Zweibrücker Wochenblatt Nr. 297 vom 18.12.1869.

45 Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 499.

46 LA Speyer Best. W2 Nr. 6.

47 Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, Bd. 2, S. 1398, Nr. 1567.

48 Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, Bd. 2, S. 1398-99, Nr. 1567.

49 Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammerge­richtsakten, Bd. 2, S. 1398, Nr. 1567.

50 Jung: Familienbuch der katholischen Pfar­reien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, S. 230.

51 Denkmaltopographie Kusel, S. 156.

52 Denkmaltopographie Kusel, S. 156.

53 Pöhlmann: Regesten Veldenz, Nr. 303, mitgeteilt von Herrn Arno Ehrhard.

54 Mahler: Hachenbach am Glan, S. 49.

55 Kirchen­buch St. Julian, Eintrag vom 1.2.1738, zitiert nach Zink: Lauterecken, S. 392.

56 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 54r-57 zusammenfassend zitiert bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 211.

57 LA Speyer Best. F5 Nr. 370b, 35r.

58 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 85.

59 Jung: Familienbuch ev. Kirche Baumholder, S. 16.

60 Schuh: ,,Wo 's Dörflein traut zu Ende geht …., a.a.O.; Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 139/140.

61 Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel Nr. 19 vom 14.2.­1857.

62 Mahler: Hachenbach, S. 37.

63 ev. KB Neunkirchen am Potzberg, Bl. 76, Taufeintrag vom 4.10.1880.

64 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 52r-53r sinngemäß zitiert.

65 Pfälzisches Wörterbuch, Stichwort Magsamen.

66 Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 90.

67 Becker: Actenmäßige Geschichte der verschiedenen Räuberbanden an den beyden Ufern des Rheins, Nachdruck der Originalausgabe 1804, Band I, Leipzig 1972, S. 59.

68 Regesten der Grafen von Veldenz; BHStA München III (Geh H.-A) Pfalz Urkunden Zweibrücken 112/1-2 Nr. 2.

69 Denkmalto­pographie Donnersbergkreis, S. 90.

70 LA Speyer Best. B2 Nr. 1151/6: Erbbestandsbrief über ein von Friedrich von Steincallenfels dem Müller zu Niederhausen verliehenes Stück Wiese, 1559-1572.

71 Weber. Mühlen und Müllerhandwerk, S. 184.

72 LA Speyer Best. C 38 Nr. 847.

73 Hühner: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1997, S. 73.

74 Hühner: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1997, S. 73.

75 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 17.

76 LA Speyer Best. C38 Nr. 44 fol. 24r.

77 LA Speyer Best. E6 Nr. 684; Armgart/Weber: Inventar der pfälzi­schen Reichskammergerichtsakten, Bd. 2, S. 520-521 Nr. 610.

78 LA Speyer Best. C38 Nr. 852: „Überschreibung der Erbbestandsmühle zu Nieder­hausen von Philipp Cloninger auf Joh. Cloninger Prov.: Amt Alsenz, 1761- 1772“.

79 Hühner: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1997, S. 73.

80 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 113.

81 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 113.

82 LA Speyer Best. C 38 Nr. 851 fol. 1-2.

83 LA Speyer Best. C38 Nr. 851: „Gesuch des Friedrich Deubert zu Niederhausen um Überschreibung des Erbleihrechts der von Joh. Cloninger er­steigerten Mühle Prov.: Hofkammer, 1776-1777“.

84 LA Speyer Best. E6 Nr. 610; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskam­mergerichtsakten, Bd. 1, S. 520-521 Nr. 610.

85 Oestmann: Die Rekonstruktion der reichskam­mergerichtlichen Rechtsprechung , S. 118-20.

86 Hühner: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichts­blätter 1997, S. 73-75; LA Speyer Best. C38 Nr. 850: „Nachsuchen Johann Peter Deubert zu Niederkirchen um Transcription der für seinen Sohn Friedrich ersteigten dasigen Erbbestands-Mühl auf seinen Tochter- mann Peter Maurer“; Anm.: auf Bl. 6 unterschreibt er ausdrücklich mit „Peter Deibert“.

87 LA Speyer Best. C38 Nr. 850 fol. 2.

88 LA Speyer Best. C38 Nr. 855: „Erneuerung des Erbleihbriefs über die Mühle zu Niederhausen für die Witwe des Peter Mäurer Prov.: Amt Alsenz, 1789“.

89 Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, S. 138; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

90 Hühner: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichts­blätter 1997, S. 73; LA Speyer Best. C38 Nr. 850.

91 Hühner: Der unglückliche Müller. Eine Episode aus Niederhausen an der Appel; in: Nordpfälzer Geschichts­blätter 1997, S. 73.

92 Held: Kirchenschaffnei Mei­senheim, S. 26.

93 ref. KB Odernheim/Glan, Taufeintrag vom 12.3.1682.

94 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 56.

95 Pöhlmann: Regesten der Lehensurkunden der Grafen von Veldenz , S. 314; mitgeteilt von Herrn Arno Ehrhard.

96 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 56; Pöhlmann: Regesten Veldenz, Nr. 328.

97 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 56.

98 LA Speyer Best. 2 Nr. A 192/1:1743-56, +++prüfen+++ zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 228.

99 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 102.

100 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 57.

101 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 57 leider ohne Zitierung.

102 LA Speyer Best. 2 Nr. A 192/1:1743-56, +++prüfen+++ zitiert nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 228.

103 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 102.

104 Archiv Verbandsgemeinde Rüdesheim, 66/Nr. 22, bearb. R. Seil, zitiert nach Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 57.

105 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 57-58.

106 Bonkhoff: „Die Mörsbacher Mühle“; in: Bonkhoff: Mörsbach. Ein Dorfbuch, S. 72.

107 LA Speyer Best. B2 Nr. 5339 Bl. 1.

108 Bohrer/Ernst: Register ref. KB Winterbach, S. 25.

109 Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 132.

110 LA Speyer Best. B2 Nr. 801/3: „ Beschwerde d. Gemeinde Contwig gegen H. von Cathart we­gen Ableitung des Wassers zu seiner Mühle zu Niederhausen, 1723“.

111 ref. KB Lambsborn.

112 ref. KB Winterbach und ref. KB Lambsborn, zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t- online.de/mue-vork.htm, Abruf vom 28.7.2014.

113 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 297-304; auch We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 199.

114 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 297-304; auch We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 199.

115 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 121.

116 Bohrer: Copulations-Register zu den Evangel. Reform. Kirchenbüchern der Pfarrei Ernstweiler, S. 56.

117 Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 20.

118 Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 140.

119 Krämer: Ober-Ingelheim, S. 39.

120 Krämer: Ober-Ingelheim, S. 40.

121 Kilian: Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamtes Stromberg, S. 56.

122 Kilian: Schatzungsregi­ster des kurpfälzischen Oberamtes Stromberg, S. 56.

123 Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, Teil IV Donnersberg-Departement, S. 112, lfd.-Nr. 10094; LA Speyer Best. G11, Nr. 113 I.

124 Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, Teil IV Donnersberg-Departement, S. 112, lfd.-Nr. 10094, 10095; LA Speyer Best. G11 Nr. 113 III.

125 Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 400.

126 Schwarz,: Ehemals kurpfälzische, nunmehr österreichische Leibeigene im Oberamt Germersheim im Jahr 1630 [Teil 1]; in: PRFK 2011, S. 195; Pressler. Niederhochstadter Familien im 30-jährigen Krieg; in: PRFK 1981, S. 568-570.

127 Balzer u.a.: Ortsfamilienbuch Neuburg, S. 371 Nr. 1799.

128 Bezirks­gruppe Kusel der PRFK: Dermahliger Zustand des Amptes Lichtenberg und Nohfelden sampt beygefügtem Denombrement 1704, Kusel 2010, S. 83.

129 Klauck: Lexikon saarländischer Orte S. 327.

130 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 229r-231.

131 Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 454.

132 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 255.

133 Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. 3, S. 129.

134 Knecht: Bellenmühle, S. 91.

135 Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kai­serslautern 1973, S. 39.

136 Weidmann: Die Bellenmühle bei Niederkirchen; in: Die Rheinpfalz / Pfälzische Volkszeitung, Nr. 277 vom 29.11.2000.

137 LA Speyer Best. C23 Nr.48/3: „Schreiben wegen einer Mühlenerrichtung 1582“.

138 LA Speyer Best. B2 Nr. 1154/10 fol. 11r.

139 Knecht: Bellenmühle, S. 91.

140 LA Speyer, Briefprotokolle Nr. 646. +++Zitat prüfen+++

141 Lagerbuch im Gemeindearchiv +++Zitat prüfen+++

142 Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. III, S. 129.

143 Christmann:Siedlungsnamen, S. 142.

144 Knecht: Bellenmühle, S. 91; Weidmann: Die Bellenmühle bei Niederkirchen; in: Die Rheinpfalz / Pfälzische Volkszeitung, Nr. 277 vom 29.11.2000.

145 Knecht: Bellenmühle, S. 91.

146 Uhrig: Die Familien Berz- und Hefersweilers, S. 152; Herzog: Familienbuch von Heimkirchen, S. 7 Nr. 62.

147 Weidmann: Die Bellenmühle bei Niederkirchen; in: Die Rheinpfalz / Pfälzische Volkszeitung, Nr. 277 vom 29.11.2000.

148 Knecht: Bellenmühle, S. 91.

149 Knecht: Bellenmühle, S. 91, 93.

150 Uhrig: Die Familien Berz- und Hefersweilers, S. 152; Herzog: Familienbuch von Heimkirchen, S. 7 Nr. 62.

151 Knecht: Bellenmühle, S. 92.

152 LA Speyer Best. 2 Nr. A 192/1:1743-56 ++Zitat prüfen+++; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 225.

153 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 99.

154 Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973, S. 40.

155 Knecht: Bellenmühle, S. 92.

156 Weidmann: Die Bellenmühle bei Niederkirchen; in: Die Rheinpfalz / Pfälzische Volkszeitung, Nr. 277 vom 29.11.2000.

157 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd 1, S. 298 unter Bezugnahme auf Unterlagen im Besitz der Elsa Maier geb. Knapp.

158 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 298.

159 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 298-99.

160 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 299.

161 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 298.

162 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 299.

163 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 299.

164 Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973, S. 40.

165 LA Speyer, Depart. Donnersberg I 814 ½. +++Zitat prüfen+++

166 LA Speyer, Briefprotokolle 647 S, 11 und Nr. 646. +++Zitat prüfen+++

167 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 171.

168 Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973, S. 38.

169 Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973, S. 38.

170 Knecht: Bellenmüh­le, S. 91, 92.

171 Knecht: Bellenmühle, S. 91, 92; Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 303.

172 Knecht: Bellenmühle, S. 93.

173 Knecht: Bellenmühle, S. 93.

174 Knecht: Bellenmühle, S. 93; Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 304.

175 Knecht: Bellenmühle, S. 93.

176 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 99r.

177 Knecht: Bellenmühle, S. 93-94.

178 LA Speyer Best. F5 Nr. 646 fol. 38r-39; Knecht: Bellenmühle, S. 94.

179 Knecht: Bellenmühle, S. 94.

180 Knecht: Bellenmühle, S. 94; auch Kunstdenkmäler IX, S. 343.

181 Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973, S. 38.

182 Uhrig: Die Familien Berz- und Hefersweilers, S. 152.

183 Knecht: Bellenmühle, S. 94.

184 Knecht: Bellenmühle, S. 94; Kunstdenk­mäler, Bd. IX, S. 343.

185 Knecht: Bellen­mühle, S. 94; LA Speyer Best. F5 Nr. 647, fol. 11.

186 Knecht: Bellen­mühle, S. 94.

187 LA Speyer Best. F5 Nr. 646, fol. 135; Anm.: bei Knecht: Bellenmühle, S. 95 heißt es dagegen: „Um 1795 übergab er die … Mühle an seinen ältesten Sohn Johann

Philipp ...“.

188 Knecht: Bellen­mühle, S. 94.

189 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 28.

190 Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973, S. 39.

191 Knecht: Bellen­mühle, S. 94.

192 Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973, S. 39.

193 Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Land­kreis Kaiserslautern 1973, S. 38.

194 Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973, S. 38; Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 306.

195 Knecht: Bellenmühle, S. 92-93.

196 LA Speyer Best. B2 Nr. 1154/10 fol. 11r.

197 Knecht: Bellenmühle, S. 93.

198 Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, a.a.O..,Bd. 1, S. 307.

199 Knecht: Bellenmühle, S. 93; abweichend: Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, a.a.O..,Bd. 1, S. 307.

200 Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, a.a.O..,Bd. 1, S. 307

201 Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, a.a.O..,Bd. 1, S. 307.

202 LA Speyer Best. C 22 Nr. 182.

203 LA Speyer Best. 2 Nr. A 192/1:1743-56.

204 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 99.

205 Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, a.a.O..,Bd. 1, S. 307.

206 LA Speyer Best. C 22 Nr. 183

207 Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, a.a.O..,Bd. 1, S. 308.

208 Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 308; LA Speyer Best. C 22, Nr. 184.

209 Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, a.a.O..,Bd. 1, S. 308; Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973, S. 38.

210 LA Speyer, Regest Urkunden Herrschaft Reipoltskirchen, Best. C22 Nr. 185.

211 Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 308-309.

212 LA Speyer: Regest Urkunden Herrschaft Reipoltskirchen, Best. C22 Nr. 188.

213 Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 308-309.

214 Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 310.

215 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 28.

216 Knecht: Die Dorfmühle; in: Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 310.

217 Dändli­ker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslau­tern 1973, S. 38; Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 300.

218 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 300.

219 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 300.

220 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 300.

221 Bäcker, Karl: Die Familien Knecht in Niederkirchen; in in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2004, S. 123.

222 LA Speyer Best. 2 Nr. A 192/1:1743-56; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 225.

223 LA Speyer Best. C22 Nr. 188, Regest Urkunden Herrschaft Reipoltskirchen.

224 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 99.

225 LA Speyer Best. F5 Nr. 646, fol. 53, Kaufvertrag vom 3.2.1767.

226 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 300-301; Bäcker, Karl: Die Familien Knecht in Niederkirchen; in in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2004, S. 123.

227 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 300-301; Bäcker, Karl: Die Familien Knecht in Niederkirchen; in in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2004, S. 123.

228 Bäcker: Chronik Niederkirchen, Bd. 1, S. 300-301; Bäcker, Karl: Die Familien Knecht in Niederkirchen; in in: Heimatjahrbuch Kaiserslautern 2004, S. 123.

229 Dändliker: Weshalb so viele Wassermühlen in und um Niederkirchen standen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1973, S. 38.

230 Dolch/Greule: Siedlungsnamen, S. 340.

231 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 296.

232 Ministeri­um für Elsass-Lothringen [Hrsg.]: Das Reichsland Elsass-Lothringen. Landes- und Ortsbeschreibung, 3. Teil, S. 770.

233 Dette: Liber Possessionum Wizenburgensis, S. 140.

234 Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, S. 279 Zeilen 8 zu Urkunde Nr. 257.

235 Armgart: Urkun­den Deutschordenskommende Einsiedel, S. 295 Zeile 3+4 zu Urkunde Nr. 271.

236 Herzog: ref. KB Steinwenden, S. 12 Nr. 184.

237 Herzog: ref. KB Steinwenden, S. 53 Nr. 185.

238 Bauer: reformierten Kirchenbuch Miesau, S. 71 Nr. 391.

239 LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29; auch Weber: Mühle und Müllerhandwerk, S. 238.

240 ref. KB Winterbach und ref. KB Lambsborn, zitiert nach Internetdatei von Dr. Hermann Müller/Heppenheim: http//ww­w-mueller-heppenheim-homepage.t- online.de/mue-vork.htm, Abruf vom 12.9.2012.

241 Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 94.

242 Jakob: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1937 Heft Nr. 9; zitiert nach Schattauer: Die Katzenbuckler Mühle; in: Busch: Untergegangene Dörfer und Kleinsied- lungen in der Nordpfalz, S. 125/126.

243 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 435.

244 Frey: Beschreibung des bayrischen Rheinkreises, S. 442.

245 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 436.

246 Drieß: kath. Familienregister Oberotterbach 1686-1799, S. 58.

247 Internetdatei genealogy.net, Ortsfamilienbuch Vollmersweiler, Abruf vom 14.10.2012.

248 Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Erlenbach, Nr. 542.

249 Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Erlenbach, Nr. 542.

250 Internetdatei Wikipedia, Stichwort Niederrödern, Abruf vom 12.1.2014.

251 Archives Départmentales Bas-Rhin: reformiertes Kirchenbuch Hunspach, MS , 1681-1729, 3 E 212/2, Bl. 7.

252 Siegl: Ortssippenbuch Pirmasens I, S. 11-12.

253 LA Speyer, Best. B 2 Nr. 294/7 Bl. 68r.

254 LA Speyer Best B 2 Nr. 294/7 Bl. 68 ff.:.Mühlenprotokoll von 8.7.1746.

255 zusammenfassend zitiert, Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 212.

256 LA Speyer Best B 2 Nr. 294/7 Bl. 68r-69.

257 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 85r.

258 LA Speyer Best. B2 Nr. 1172/5: „In Sachen des Müllers Johann Siebers von Staufenbach ./. die Gemeinde Niederstaufenbach, eines durch den Wald Hertle ziehenden Mühlenweg betr., 1781-1784“.

259 ev. KB Lembach, http://etat-civil.bas-rhin.fr/adeloch/adeloch_flash/adeloch_flash.php, Abruf vom 19.6.2014.

260 Dolch/Greule: Siedlungsnamen, S. 469 .

261 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 298.

262 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 298, 299.

263 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 304.

264 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 304.

265 s. dazu Christmann: Siedlungsnamen, a.a.O.,Bd. 1, S. 426.

266 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, a.a.O.,Bd. IV S, 92-93.

267 Frey: Geschichte des Rheinkreises, a.,a.O., Bd. IV S. 93.

268 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, a.a.O.,Bd. IV S, 93.

269 LA Saarbrücken Best. vdL 2005 U: Von Braubacher Pachtbrief über die Mühle zu Würzbach an Hans Müller zu Lautzkirchen, 1542.

270 Krämer: Das Amt Blieskastel im Jahr 1553, Anhang, S. 118.

271 LA Saarbrücken Best. vdL 1874 U.

272 Petto: Wanderungen aus Tirol und Vorarlberg in das Saarland, S. 65.

273 LHA Koblenz, In­ventar v.d. Leyen Best. 010101 Nr. 4287; hierzu Inventar LHA Koblenz, v.d. Leyen, S. 23.

274 LHA Koblenz, Inventar v.d. Leyen Best.030103 Nr. 3617; hierzu Inventar LHA Koblenz, v.d. Leyen, S. 288.

275 LHA Koblenz Best. 48 Nr. 3509; Ostrowitzki: Akten und Amtsbücher des Archivs von der Leyen, S. 23.

276 Wochenblatt für den Königlich-Bayerischen Gerichtsbezirk Zweibrücken“ Nr. 33 vom 18.3.1853.

277 Eilbote Landau Nr. 19 vom 6.3.1858, S. 2114.

278 Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1865, S. 136.

279 LA Speyer Best. W1 Nr. 690: Geometrischer Plan von 1805.

280 LA Saarbrücken, Urkunde vdL 1633 nA.

281 Toussaint: Territorium der Grafen von Leiningen, S. 176.

282 Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 254.

283 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 360; Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 254.

284 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 8.

285 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 28.

286 Grünstadter Anzeiger Nr. 23 vom 24.2.1872.

287 Grünstadter Anzeiger, September 1873, Versteigerungsankündigung vom 17.9.1873.

288 Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.3, S. 129-130.

289 LA Speyer Best. F7 (Gatterer Apparat) Nr. 1407.

290 Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.3, S. 131.

291 LA Speyer F7 Nr. 1367.

292 Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.3, S. 131.

293 Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.3, S. 132.

294 Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.3, S. 180 mit Photo S. 181.

295 Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.3, S. 131.

296 Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.3, S. 131.

297 Bezirksgruppe Kusel der PRFK: Dermahliger Zustand des Amptes Lichtenberg und Nohfelden sampt beygefügtem Denom­brement 1704, S. 104.

298 Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 331.

299 LA Speyer Best. B2 Nr. 292/2 fol. 15.

300 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 96-98.

301 Reitenbach: „Achatschleifen und -Fundstätten im Herzogtum Pfalz-Zwei­brücken“; in: Pfälzische Heimatblätter 1963, S. 67.

302 Kopie LA Speyer Best. X53 Nr. 7; Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220.

303 Jung: Familienbuch Achtelsbach, S. 222 Nr. 1166.

304 LA Speyer Best. B2 Nr. 292/2 fol. 15.

305 Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 332.

306 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 96.

307 Kopie LA Speyer Best. X53 Nr. 7; Ori­ginal Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220.

308 Kopie LA Speyer Best. X53 Nr. 7; Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220.

309 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 60, 65, 66.

310 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 62.

311 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 65, 66.

312 LA Speyer Best. B2 Nr. 5339 Bl. 1.

313 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 220.

314 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 219-224); auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 196.

315 Bohrer: Register kath. KB Nünschweiler, S. 27.

316 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 1195.

317 Intelligenzblatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 95 vom 11.10.1831, S. 738.

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