9.6.2018

 

 

Litera N

(Neustadt)

 

Neustadt:

s. auch Mußbach, s. auch Winzingen

 

Sitz des kurpfälzischen Oberamt Neustadt; reformierte Pfarrei seit 1556, lutherische Pfarrei seit 1687; KB ref. 1622, KB luth. 1687 1.

 

Mühlen:

eine Mühle bei Neustadt wird bereits im Seelbuch des St. Georgenhospitals zu Speyer um 1320 genannt: „In Noua Ciuitate Cunradus molendarius servus Woluelini V solidos hallensium de orto sito in superiori parte civitatis apud molendinum“ 2 (in Neustadt schenkt Konrad der Müller, Knecht des d. Wolfelin 5 Solidus als Zins an das St. Georgenhospital in Speyer, von einem Grundstück gelegen in der Oberstadt von Neustadt, oberhalb der Mühle).

 

nach dem Türkensteuerregister von 1584 gab es in Neustadt einen Waffenschmied und mindestens 2 Mahlmüller 3. Dagegen nennt Willi Alter 4 die Zahl von 15 Müllern, was mE angesichts einer Bevölkerung von err. 1754 Personen 5 eher zu­treffen dürfte.

 

1593 wird die alte Müllerordnung mit der kurpfälzischen Landesordnung abgeglichen und Neustadt:eine neue städtische Müllerord­nung erlas­sen 6.

 

Einen interessanten Einblick in die Mühlenordnung und das Bannrecht in der Mitte des 17. Jh. beinhaltet ein Eintrag im Neustadter Ratsprotokoll vom 8.2.1659. Dort heißt es: „Mahlwerck: Viertelmeister referiren in Sachen des Mahlwercks bey Herrn Johann Georg *Antzen und Georg *Metzgern Ober- und Stattmühlen, welche von g[nä]d[ig]ster Herrschafft denselben erbbestandsweis eingethan seint, als: Peter Ohlinger sagt, daß die in seinem Viertel, das Kirschgartviertel genant, iederzeit wie noch in der Ober- und Würtz­mühl gemahlen. Idem sagt: insgemein melden die Burger, ieder mahle, wo er am meisten Meel bekombt. Hanß Michael Lahm hat sich bej den eltisten Burgermeistern in seinem als dem Lawerviertel befragt, die sagen aus, daß beede, Post- und Wintzinger Müller, vor die­sem nicht so starck in die Statt fahren dörfen, sondern sich mit den Malgästen außerhalb behelfen müßen; hinabzutragen aber seye niemant verwehret worden. Jacob Frantz Leißner, Viertelmeister im Frawenviertel, hat von den eltisten Burgern seines Viertels ver­nohmen, daß man die Burger niemal gezwungen, in ein oder der andern Mühlen zu mahlen, sondern es seye iewederm frey gestand­en. Niclas Steyer im Keßelringviertel: so viel denen in seinem Viertel gedencke, sagen, das ein jeder, wo er gewolt, gemahlen habe. Martin Edinger, Viertelmeister in der Stattgaß Viertel, sagt als negstvorgesetzter: im Judenviertel  seint keine alte Leüth. Uf dem Rat­haus aber hat sich bis dato im Nachsuchen nichts anders befunden, als im Rath protocollo vom 24. 7bris 1588 durch den H[errn] Landschreiber bescheiden worden, wie folgt: Dieweil die Müller der Burgerschafft nicht der Gebühr nach mahlen und sich die Bur­ger und männiglich hoch beschwert, daß ihnen bishero ein Zeitlang außerhalb zu mahlen verbotten geweßen, auch eine Zeit hero etli­chen zugelasen worden, etlichen nicht, so soll eine Gleichheit gehalten und das Gebott einem sowol als dem andern relaxirt werden. Wan dan die Müller nicht damit zufriden, mögen sie clagen und uf die Ordnung treiben. Sonsten ist bey Rath durch Herrn Philips Bickes glaubwürdige Anzeig geschehen, daß er von Herrn Friderich Pistorn, gewesenen Schultheisen alhier, welcher ietzo ein Mann were von etlich und 70 Iharen, wie auch von Burckhard *Kantzen, gewesenen Stattmül­lern alhier, welcher bej 100 Ihar alt were, da er ietzo noch leben solte, gehört, daß wann die Burger ihr Korn in die Wintzinger und beede Postmühlen hinab tragen haben, sie nicht dagegen zu reden, maßen am Wintzinger Thürlein bej der innersten Hambacher Pfor­ten auch der Weg hinabzugehen so weit hat sol­len und müßen ufgehalten werden, wie noch daß ein Mann ½ M[a]l[te]r Korn tragen können in die Mühl und daß Montags uf dem Wochenmarck ermelte Wintzinger und Postmüller hereinfahren und Früchten vom Marck hinaus führen mögen einem ieden, welcher ihne zu mahlen ufgegeben; uf den andern Tagen aber habe man ihnen nicht ver­stattet, in die Statt zu fahren, Korn zur Mühlen zu füh­ren und abzuholen, sondern fals sie Früchten geladen, haben beede Ober- und Stattmüller das Multer davon praetendirt; gedencke aber Deponenten nicht, daß das Multer einigmal gegeben worden were“ 7.

 

Wegen der Holzflößerei auf dem Speyerbach kam es immer wieder zu Beschwerden. Obwohl durch die Floßordnungen dazu ver­pflichtet, nahmen die Flößer, Holzlieferanten und Holzkompanien oft zu wenig oder gar keine Rücksicht auf die Wiesenbesitzer, Mühle und Triebwerke am Speyerbach. So beschwerten sich 1761 die Bewohner der Mandelgasse beim Stadtrat, daß der gesamte Bachstaden von der Mandelgasse bis zur Obermühle (an der Einmündung der Talstraße in die Amalienstraße) durch das Holzflößen so ruiniert worden sei, daß kein Einwohner in der Mandelgasse fast mehr zu seiner Wohnung gelangen könne. 1784 beschwerten sich die Müllermeister der Stadtmühle, Obermühle und Würtzmühle über zu langsames Vorbeiflößen an ihren Mühlen, zu langsames Aus­schlagen des Holzes auf dem Holzplatz sowie das Flößen über die festgelegten Floßzeiten hinaus 8.

 

Um 1623 war Bonifacius *Fischer als Müller in Neustadt +++klären: welche Mühle+++ 9.

 

Um 1701 Müller in Neustadt war Johann Joseph *Scherr als Müller in Neustadt +++klären: welche Mühle+++; ∞ mit Anna Christina NN; Vater des Johann Nicolaus Scherr (~ 16.7.1701 Neustadt) 10.

 

1711 wird in einer Abrechnung über Holzverkäufe in Hochspeyer erwähnt: Der Müller *Gribus [?] von Nystt hayt 80 stam Kisten­holz“ gekauft 11.++++klären: welche Mühle++++

 

Um 1714 war Johannes *Schuchardt als Müller in Neustadt +++klären: welche Mühle+++; ∞ 23.12.1714 in Rückingen bei Hanau mit Gertrud des Johann Asmus Boden aus Hanau Tochter 12.

 

1861 wird in Neustadt als Müller genannt der Peter Heß (kath.); ∞ mit Elisabetha Schn[...] [unleserlich]; der Sohn Friedrich Heß geb. 24.2.1861 wird am 10.3.1861 in Neustadt getauft (prot. KB Neustadt 5, S. 16 Taufeintrag vom 10.3.1861)+++klären: welche Mühle+++

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird genannt die Firma „Speyerer, Ch. V., Mühlengeschäft, Eigenthümer: Christ. Valent. Speyerer“ 13.+++klären: welche Mühle+++

Um 1865 stellt der Müller Carl Friedrich *Albrecht aus Memmingen (geb. 02.08.1842 Memmingen, Hochzeit Diedesfeld 1865) in Neustadt ein Bürgeraufnahmegesuch 14.+++klären: welche Mühle+++

 

Karte:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a Bl. 2: Gewässer- und Mühlenplan zwischen Neustadt um Winzingen um 1766 (abgedruckt bei Ha­bermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 232)

 

Literatur:

- Habermehl, Paul: Mühlen bei Neustadt; in: Westrich: Neustadt an der Weinstraße: Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt; Neustadt an der Weinstraße: Meininger, 1975, S. 360-362

 

 

- Achatmühle bei Neustadt:

am Neuhäusel oberhalb Neustadt 15; im Speyerbachtal, nach Ortsende Neustadt in Richtung Lambrecht, auf der nördlichen Straßen­seite, 3stöckiger Sandsteinbau 16. Ursprünglich Schneidmühle, dann Schleifmühle für Edelsteine, ab 1796 Mahlmühle. Gegründet zwischen 1685 und 1670 durch Peter Gienanth, beiderseits der Straße nach Lambrecht. 1770 einstöckiger Neubau aus behauenen Sandsteinen, Wasserkanal und Wohn­haus, das Ganze von Kurfürst Carl Theodor im Temporalbestand vergeben an Johann N(ikolaus) *Bracher, auch Prager genannt 17.

 

Die Kurpfalz, die mit ihren Ämtern Lauterecken und Rockenhausen (Odernheim seit 1768 kurpfälzisch) an die bekannten Achatfundg­ebiete heranreichte, interessierte sich in der 2. Hälfte des 18. Jh. für das Graben und Schleifen von Halbedelsteinen. Kur­fürst Karl Theodor von der Pfalz wünschte vor allem „Kabinettstücke“ für sein von C. Collini geleitetes Naturalienkabinett in Mann­heim 18. Er versuchte, auch mit dubiosen Mitteln, den Meister der Ellweiler Schleife für sich zu gewinnen und Pachtverträge für Zweibrücker Achatgruben zu erschleichen 19. Als diese Bemühungen fehlschlugen, beauftragte der Kurfürst 1768 seinen Keller in Wolfstein Heyler, bei Lauterecken, Wolfstein, Rockenhausen und in der Gegend von Alzey nach Achaten schürfen zu lassen. Christi­an Köhler und Peter Pfeiffer, zwei bergkundigen Männern aus der Gegend von Wolfstein aus der Gegend von Wolfstein, wurde die Leitung übertragen. Fündig wurde man bei Reichenbach und Fockenberg am Potzberg. Den ursprünglichen Plan, bei Wolfstein eine Achatschleifmühle zu errichten, hatte man aufgegeben 20. Gebaut wurde aber 1770 die Achatmühle bei Neustadt 21.

 

Der Bau erfolgte 1770, nachdem es zuvor gelungen war, den Schleifer Johann N(ikolaus) *Bracher/Prager von der Ellweiler Achat­schleife und seine drei Söhne Söhne Konrad Daniel, Johannes und Carl Theodor Bracher 22 für das neue Werk als Erb­beständer zu gewinnen. Die Versorgung mit Rohmaterial blieb jedoch problematisch, denn bereits von 1769 an ging der Ertrag an Achaten in den Gruben am Potzberg und bei Sulzbach im Lautertal stetig zurück. 23.

 

Die Mühle lag als dreigeschossiger roter Sandsteinbau unterhalb der Burgruine Wolfstein im Neustadter Tal am Speyerbach. Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz erwarb 1770 diesen Platz von der Stadt Neustadt zur Errichtung einer kurfürstlichen Achatschleife. Jo­hann Ni­kolaus *Bracher († 24.7.1787 im Alter von 61 Jahren) schoß der Landesfürst 2000 Gulden zur Errichtung der Schleifmühle vor. Bra­cher war das Schürfen und Steinesuchen erlaubt, die Ausfuhr von Achatsteinen jedoch verboten. Als 1772 in der Achatschlei­fe Man­gel an Material sich bemerkbar machte, war der Tabakfabrikant Theodor *Daquée an der Achatschleife interessiert. Bracher ent­schloß sich jedoch, die Mühle durch einen seiner Söhne weiterführen zu lassen. Nach dem Tod Brachers am 24.7.1787 führten dessen Söhne Johann Daniel, Johann Konrad und Johannes Bracher die Achatschleife gemeinsam fort. Die kurfürstliche Hofkammer im Mannheim entschied am 22.9.1787, den Brüdern Bracher die Schleifmühle auf 5 Jahre unentgeltlich zu überlassen. 1789 erhielten sie die Mühle im Erbbestand für 800 Gulden, zahlbar in 6jährigen Raten sowie gegen Zahlung einer jährlichen Erbpacht von 10 Gul­den in die Gefällverweserei Neustadt. Der Wohnraum für die 3 Brüder reichte auf der Mühle nicht aus; Johann Konrad Bracher wohnte in Neustadt, die Brüder Johannes und Johann Daniel Bracher wohnten mit ihren Familien auf der Mühle. 1791 verkauften die Brüder Bracher die Mühle an den Papiermüller Georg Adam *Lorch 24 und gingen nach Ellweiler zurück 25. Lorch wurde jedoch die beabsichtigte Errichtung einer Papiermühle nicht ge­nehmigt, statt dessen errichtete er eine Walkmühle. 1796 verkaufte seine Wit­we die ehemalige Achatschleife an den Müller *Edinger, der dort eine Mahlmühle mit 2 Gängen baute 26.

 

1804 errichtet der Müller Martin *Edinger/Öttinger einen 2. Mahlgang, auf dem Frucht für die Gäubauern [Anm.: der Gäu ist eine Landschaft in der Pfalz, welche die Dörfer Lachen-Speyerdorf, Geinsheim, Gommersheim, Böbingen, Altdorf, Freimersheim, Groß- und Kleinfischlingen sowie Venningen umfasst] gemahlen wird 27.

 

In den nächsten Jahren betreiben Helena Blenck 28 geb. Ott und Martin Öttinger (*Edinger) die Mühle gemeinsam 29. 1818 über­nimmt die Ursula Blenck, Witwe des Anton Jakob die Mahlmühle mit Wohnhaus, Schweinställen, Schuppen und Hof, Stall mit Holz­platz, Garten und Wiese von der Mutter Helena geb. Ott und dem Stiefvater Martin Öttinger durch Schenkung im Anschlag zu 12000 fl lt. Akt vom 20.10.1818. Der zum Betrieb des Mühlwerks dienende Mühlteich wird von der Besitzerin unterhalten 30.

 

Zum familiären Hintergrund heißt es in einer Versteigerung in Winzingen: „Im Gefolg [eines] Urtheils des Königlichen Bezirksge­richts zu Frankenthal vom [1.3.1823]; auf Ansuchen von a. Martin *Oettinger, Müller, ehemals auf der Kro­nenmühle zu Winzingen, dermalen in Klingenmünster wohnhaft eigenen Namens handelnd; b. Sebastian Weber, Müller, zu Neiden­fels wohnhaft; c. Jacob Blenck, Müller, auf der Agatmühle zu Neustadt an der Haardt wohnhaft, die Mobiliar-Rechte seiner Ehefrau Maria Ursula Weber ver­tretend … d. Johannes Herrmann, Bäcker, zu Esthal wohnhaft, die Mobiliar-Rechte seiner Ehefrau Katharina Weber vertretend, sämmtliche (Weber) als Erben ihrer verstorbenen Mutter, Helena geb. Ott, welche in erster Ehe mit Johannes We­ber, bey Lebzeiten Müller zu Winzingen und in letzter Ehe mit gedachtem Oettinger verehelicht …, als Gläubiger … “ 31.

 

1828 und 1836 berichten Kolb 32 und Frey 33 von einer „Agathmühle“, meinen aber eine Achatschleiferei. Das ist das Werk längst nicht mehr, da aufgegeben 34.

 

Im Neustadter Wochenblatt vom 8.3.1839 wird die Versteigerung der Mühle annonciert: „[...] läßt die Witwe des dahier verlebten Mül­lers, Herrn Jakob Anton Blenk, die ihr gehörige im Neustadter Thale am Speierbach und der Straße nach Kaiserslautern gelegene Mühle (die sogenannte Achat-Mühle), bestehend in 3 Mahlgängen, 1 Schälgange. 1 Schwingmühle, 1 Lochmühle und einer Hanfrei­be, dabei Wohngebäude, Scheuer, Pferde-, Kühe- und Schweinställen … auf Eigenthum öffentlich versteigern 35.

 

Die Mühle wird daraufhin 1839 von den benachbarten Papierfabrikanten Carl Philipp *Knoeckel übernommen 36. Dieser kündigt darauf im Neustadter Wochenblatt vom 7.6.1839 die „Geschäftseröffnung“ an: „Ich zeige hiermit ergebenst an, daß die neue Einrich­tung meiner von Frau Wittwe Blenk, käuflich übernommenen Mahlmühle, Lohmühle und Hanfreibe (die sogenannte Agatmühle da­hier), seit einigen Tagen fertig und diese Mühle in vollem Gang ist, ich nicht allein für Kunden sondern auch für eigene Rechnung mahlen lasse, und daß bei mir in meiner Wohnung, auf der Papiermühle, stets alle Sorten Mehl … zu haben sind“ 37.

 

1844 wird das Wohnhaus und das Mühlengebäude vergrößert und 1852 eine neue Waschküche erbaut 38.

 

1852 erwirbt der Johann Ludwig Knöckel die Mühle 39. 1864 erfolgt der Neubau einer Lohmühle 40. Die Mahlmühle wurde bis 1928 von Louis Knöckel betrieben. Später kaufte die Papier­fabrik Hoffmann & Engelmann AG die Mühle 41.

 

1928 kommt es zur Stillegung der Mühle. Die Gebäude stand vor 1982 im Eigentum der Papierfabrik Hoffmann & Engelmann AG, ab 1982 im Be­sitz des Schreinermeisters Rainer Müller, 1992 Entkernung des Hauptgebäudes und Einbau von 13 Wohnungen 42.

 

Abbildung:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 195: Kolorierter Stahlstich um 1850 „Das Neustadter Thal“, Stadtarchiv Neu­stadt

 

Literatur/Urkunden:

- Neuenhaus, Hans: Die Achatmühle bei Neustadt; in: Die Pfalz am Rhein, Heft 9, 1960

 

 

- Allmühle:

mehrere Häuser in Sauterstraße hießen „Hinter der Allmühle“, „Auf der Allmühle“; im Neustadter Häuserbuch, erstellt auf Basis des Grundsteuer-Urkatasters 1836, ist nur der Straßenname erwähnt, um 1820 gab es dort jedoch keine Mühle dieses Namens 43.

 

 

- Burgmühle:

1921 in der „Mühlgasse am Pulverturm“ (heutige Pulverturmstraße) eingezeichnet 44. In der Zeitung "Die Rheinpfalz" Ausgabe Neustadt vom 5.4.1955 heißt es: „Speyerbach soll in der Stadtmitte unter der Erde verschwinden [...] Die beiden Bäche [Anm.: Floßbach und Speyerbach] haben ihre einstmals große Bedeutung für zahlreiche Mühlen längst verloren. Überreste können wir heute noch allenthalben entdecken, so [...] bei der Burgmühle [...]“

 

 

- Fettig'sche Mühle:

s. Lohmühle in der Wolfsburgstraße

 

 

- Haidmühle/Heidmühle/Heydtmühle:

ältester bekannter Mühlenstandort Neustadts; am Speyerbach gelegen; die Mühle liegt östlich der Stadt beim Branchweilerhof an der Gemarkungsgrenze zwischen Mußbach und Neustadt ; dort befindet sich ein Grenzstein von 1757 45.

 

Am 31.5.1223 vertauscht Conrad III., Bischof von Metz und Speyer, dem Speyerer Domkapitel eine Mühle zu Branchweiler 46.

 

Die Ursprünge der Mühle am Speyerbach reichen angeblich bis in karolingische Zeit zurück. Später dem Ordenshof der Johanniter in Mußbach zugehörig. Es handelt sich um eine dreiflügelig gruppierte Anlage aus dem Mühlenbau des 18. Jh., der nach dem Brand 1912 zweigeschossig wiederhergestellt wurde. Holzsturz der Toreinfahrt datiert von 1754, die gleiche Jahreszahl erscheint auf einem ovalen Sandstein in der Mauer. Der Silo datiert von 1964. Die Mühle war bis 1972 in Betrieb 47.

 

1350/80 „uf der heiden“ 48; 1596 „vf der heiden gelegen“ 49; 1828 als „Heidmühle“, 1836 „Haydmühle“, 1916 als „Heidmühle“, 1963 als „Haidmühle“ erwähnt. Eine Heide gab der Mühle den Namen, die man zurück­verfolgen kann bis 1624 „vff der Heiden“, 1596 „vf der heiden gelegen“ 50.

 

Die Mühle gehörte dem Johanniterorden, Kommende Heimbach 51. Die Visitation 1541 erwähnt sie, die Renovation 1589/95 nennt die „Heydt Mühl mit allen ihren begäuen, befrifen, waiden, rechten und zugehördt, gelegen uf der alten bach“ 52.

 

Um 1680 sollte die Mühle neu erbaut werden 53. Von 1706-1733 war der Müllermeister aus Mußbach, Johann Georg *Jäckel als Müllermeister auf der Heidmühle 54 (möglicherweise nicht als Eigentümer). 1722 wurde die Heidmühle den Allemann'schen Erben in Neustadt verliehen 55 +++prüfen: ob Temporalbeständer+++.

 

Müller auf der Haidmühle war Nikolaus Flick; dieser heiratete die Witwe des Müllers Peter Aumeyer von der Mittel­hofer Mühle/Lindenmühle in Wachenheim/Weinstraße (dieser hatte seinerseits die Mühle 1743 als Erbbeständer erhalten) 56.

 

Im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Neustadt von 1738 57, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist sie wie folgt be­schrieben: “ Auf der alte oder Speir Bach befindt sich noch eine Mühl die Heydt mühl ge­nannt, dieselbe stehtt auf dem Deutsche Orden Grundt und Boden hatt 2 Wasser Rath, jetzt der Johannes *Berg als Temporalbestän­der in einem 6 jährigen Bestand, gibt jähr­lich sambtlichen darzu gehörigen 15 Morgen Acker, und ohngefähr 10 Morg. Wießen, in den Ordens Hof nach Muschbach 40 Malter Korn und 40 fl an Geldt, sonsten Herrschaft nichts.” In der selben Akte heißt es an anderer Stelle: “Die sogenannte Heydmühl gehört zum Johannitterorden, hierauf wohnt ein Temporalbeständer, gibt Jährl in den Malteser Ordenshoof 40 Mltr Korn und 40 fl an Geld“ 58.

 

Nach dem Status 1753 war die „eine kleine halbe stund von diesem cameral hauß [Anm. Mußbach, Johanniterkommende]“ liegende Mühle „sehr alt und nicht mehr zu reparieren ist, weilen der letztere Krieg über gar vieles daran ruiniert“ 59.

 

1768 wurde die Mühle auf sechs Jahre an Martin Schmied aus Winzingen verliehen 60.

 

Am 31.7.1811 erfolgte im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung die Veräußerung der Mühle mit 2 Gängen „genannt Hei­demühl“. Eigentümer war der Malteserorden; die Mühle war 1811 gepachtet von Friedrich Schopmann und Wilhelm Völker, beide aus Neustadt. Jakob Kraetzer aus Mainz, „Entrepreneur des travaux publics“, kaufte die Mühle für 42400 fr 61. 1823 wird die Mühle mit Zubehör beschrieben 62. 1826 wird der Gutsbesitzer Jakob Krätzer als Eigentümer genannt in Zusammenhang mit der Ersteige­rung eines anliegenden Grund­stück von der Gemeinde Mußbach. Zu dem Besitz wird am 15.4.1835 ein kleiner Grundstücks­teil hinzu gekauft von Johannes Hirschler vom Spitalhof für 450 fl lt. Akt 15.4.1835 63. 1842 fällt die Mühle durch Erbschaft an Dr. Gustav Adolf Krätzer. 1871 sind Joseph Krätzer und Hermann Ernst Otto die Eigentümer. 1882 kommt der Besitz an den Müller Heinrich Sauter, 1886 an den Müller Karl Schreier., dann an die Eheleute Anton Fürchinger, 1888 an Philipp und Georg Lingenfelder, 1902 an Friedrich Jakob Roos und noch im gleichen Jahr an den Müller Konrad Modery 64.

 

1936 ist die Mühle im Besitz von Martin Wenninger; 1942-1945 Ostarbeiterlager; um 1960 Generalumbau mit Einbau modernster Technik und einem vollautomatischen Verarbeitungssystem. Der Mühlenbetrieb wurde 1972 eingestellt bei Weiterführung des Silobe­triebes 65.

 

Karten:

- LA Speyer Best. D58 Karte 564 fol. 5: „Plan der 'Heyder Mühle', 1682“

- LA Speyer Best. W1/7344 Karte der Stadt Neustadt von 1739, abgedruckt bei Habermehl: Tore, Türme und Kanonen S. 14 mit einer nordöstlich der Stadt an der Grenze zu Winzigen gelegenen Mühle [m.E. Haidmühle]

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 246 Ausschnitt aus Katasteraufnahmeblatt 1636

 

Photo:

- Denkmaltopographie Neustadt Bd. 1, S. 89

 

 

- Hammerschmiede und Schleifmühle oberhalb Neustadt:

sie lag nahe bei der Sägemühle oberhalb Neustadt im Neustadter Tal (auf dem Gelände der späteren Papierfabrik Hoffmann-Engel­mann) am Speyerbach, Ortsausgang Neustadt Richtung Lambrecht 66.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt vom 6.1.1683 heißt es: „Eine Hamerschmid- und Öhl Mühl undig Wolfsberg ohnweit Neustatt“ 67.

 

1726 von Peter Gienand an Wilhelm Petry verkauft 68.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben 69: „Noch oben dieser Seegmühl befindt sich noch ein Hamer Schmidt und Schleifmühl, dieselbe hatt der Wilhelm Petry in Anno 1726 von dem Peter *Gienanth an sich erkauft; gibt jährlich 3 fl Wasserfall in hießige Gefällverweserey; hatt von Anfang 2 Wasserradt gehabt undt auch noch, ist ledig und eigen, Con­sens ist keiner vorhanden, der jetzige Possessor ist Johann Heinrich (Henrich) *Petry.“ Weiter heißt es in derselben Akte: „Die Ne­whäusler Hamerschmitt gehört Johann Henrich Peter, gibt Jährl 3 fl Wasserfall Zinß zur Gefäll Verweserey“ 70.

 

 

- Königsmühle, Sägmühle; zunächst Schönthaler Mühle:

heute Schöntalstraße 9; die Mühle liegt im Kaltenbrunner Tal am Zusammenfluß von Heidenbach und Kaltenbrunner Bächlein am Fuße des Königsberges. Ein erster, 1727 von Hans Georg Rothgeb neu errichteter Mühlenbau wurde später an die Grafen von Wieser verkauft 71.

 

Das Gelände umfaßte zeitweise drei verschiedene Mühlen 72.

 

Der Neustadter Bürger Hans Rothgeb besaß beim Brunnenhäusel am Königsberg einen Weiher. 1727 erhielt er die Erlaubnis, eine Schneidemühle (Sägemühle) zu errichten. Diese Mühle kam 1737 in den Besitz des Grafen von Wieser 73.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben 74: „Oben dieser Lohmühle [Anm.: die Loh- und Walkmühle in Kaltenbrunner Tal] auf demselben Bächel, ist noch eine Seegmühl, so der Hanß Geörg *Rothgeb, Neu aufgebauett, nun aber ist selbige ahn Ihro Excellenz Herrn Grafen von *Wieser verkaufft, gibt jähr­lich 2 fl Wasserfall in hießige Gefällverweserey undt weillen ein Beständer auf besagter Schneidmühl ist, so hat er mir kein Consens aufweisen können, hatt nur ein Wasser rad, ist eigen“. Weiter heißt es 75: „Die Rothgeebische Schneidmühl gehöret des Herrn Vicedoms Grafen von *Wiesers Excellenz, gibt Jährl Zur Gefäll Verweserey 2 fl Waßerfall Zinß.“

 

1743 verkaufte Graf von Wieser die Mühle für 300 Gulden an die Stadt Neustadt. Der zugehörige Weiher am Königsberg wurde zu­geschüttet 76.

 

Der ursprüngliche Mühlenbau wurde Ende des 18. Jh. zerstört, der wohl erst 1820 errichtete Neubau 1883 bei einem Brand zerstört 77.

 

Bis 1837 war Heinrich Klein sen. der Eigentümer 78. Am 19.4.1837 erwarb der Handelsmann Heinrich Klein jun. das Wohnhaus mit Mahlmühle, Hof und Remise für 8000 fl 79.

 

Im Landauer Eilboten vom 14.12.1839 bietet der Müller Heinrich Klein jun. „seine im Kaltenbrunnental, eine halbe Stunde von Neu­stadt a. d. Haardt gelegene, neu erbaute Mahlmühle, bestehend in drei Mahl-, 1 Schälgang, Garten, Wiesen, Ackerland .. zu verkau­fen. Die Mühle wird durch ein Wassergefäll von 50 Fuß Höhe getrieben; sie leidet weder durch Kälte noch durch zu große Trocken­heit, und ist durch einen neu angelegten Weg mit der Hauptstraße in Verbindung gesetzt.“ 80.

 

Im Neustadter Wochenblatt vom 30.11.1838 bietet Georg Enser „auf der Königsmühle“ an daß bei August Laux in der Mittelgasse, oder bei ihm selbst auf der Mühle, der Sack Sprau zu 6 Kreutzer zu haben ist 81.

 

1839 war Jakob Blenck der Eigentümer 82, die Königsmühle selbst kam 1842 in den Besitz des aus Bergzabern stammenden Müllers Lorenz Corell 83.

 

Lorenz Corell hatte in den folgenden Jahren einen Rechtsstreit mit der Gemeinde Hambach wegen Nutzung des Wassers vom so ge­nannten Hellertalbächel, das in den Kaltenbrunnenbach mündete. Weil die Brauereien von Geisel und Mohr aus diesem Bächlein Wasser entnahmen, war die Wasserkraft der Königsmühle geschwächt 84. Corell rüstete deshalb seine Mahlmühle zusätzlich zur Pa­piermühle auf und ließ einen „Holländer“ samt Pumpenstampfwerk errichten. Der Umbau war schon 1848 abgeschlossen 85.

 

Im Landauer Eilboten Nr. 85 vom 4.12.1847 kündigte Leonhard *Corell die Versteigerung seiner Mühle für den 18.3.1848 an, nämlich: „Seine in der Nähe hiesiger Stadt, im Schönthale, gelegene Mühle, deren, auf die neueste Art eingerichtetes, Werk, bei einem Gefälle von 42 Schuhen 2 Mahlgänge und einen Schälgang enthält, und womit die Einrichtung zur Anfertigung von Makulatur-Papier verbunden ist, mit allen Zubehörungen, bestehend in Wohnhaus, Stallung, Wasch- und Backhaus, Hof, Gärtchen und Ackerland. 67 Dezimalen Garten und Wiese bei vorbezeichneter Mühle, mit der, bereits erwirkten, Concession zur Anlage einer Hanfreibe, worauf jedoch bei dem damit verbundenen Gefälle von 6 Metern 28 Centimeter leicht auch ein anderes Werk errichtet werden kann“ 86.

 

Am 19.2.1850 ließ Johannes *Corell aus Neustadt, „Müller dahier wohnhaft, seine in der Nähe hiesiger Stadt, im Kaltenbrunner Tha­le, gelegene Mühle, zwei Mahlgänge, einen Schälgang und die Einrichtung zur Fabrikation von Makulaturpapier enthaltend, nebst ei­nem unterhalb dieser Mühle gelegenen Platze, worauf vermöge der ihm bereits ertheilten Concession ein anderen Mühlwerk, wel­chem ein Wassergefälle von 6 Meter 21 Centimeter zu Gebote stehen wird, errichtet werden kann“, versteigern 87. Auf ihn folgte 1874 der Müller Heinrich Corell 88 und nach dessen Tod die Witwe Heinrich Corell und Kinder 89.

 

Unterhalb der Königsmühle wurde um 1854 eine weitere Mühle, eine untere „Königsmühle“ errichtet. 1854 suchte die Stadt Neu­stadt beim Landkommissariat um einer Mühlenkonzession nach. Es war vorgesehen, auf dem der Stadt gehörenden Besitz die Kon­zession zur Errichtung eines Mühlenwerks zu erwerben und diese samt dem benötigten Terrain zu veräußern. Correll wurde gebeten, seine Konzession zur Errichtung einer weiteren Mahlmühle zurückzugeben, was dieser allerdings ablehnte 90. Dennoch wurde die Mühle Mühle errichtet.

 

Oberhalb der Königsmühle stand Mitte des 19. Jh. eine weitere Mühle, die sich im Eigentum der Familie Sieber befand 91. 1844 wird Gottfried Friedrich Sieber als Eigentümer genannt 92. Auf diesen folgte ab 1847 der Mehlhändler Ludwig Sieber 93.1856 ist Eigentümerin die Witwe des Andreas Sieber 94. 1857 folgte der Rentner Johannes Stempel 95, 1858 der Küfer Jakob Has­sieur 96, 1862 der Andreas Kornhaas 97. Auch dieser blieb nicht lange Eigentümer. Bereits 1862 übernahm der Müller Heinrich Schowalter dieses Anwesen 98.

 

1883 war dann Heinrich Corell Besitzer aller drei Königsmühlen. In der Nacht vom 6./7.6.1883 brannten die beiden hinteren Königs­mühlen ab, Correll ließ sie nicht mehr aufbauen. Das Wasser leitete er durch eiserne Röhren zur vorderen Königsmühle. Seit 1889 hatte Jacob Correll, ein Sohn des inzwischen verstorbenen Heinrich Correll, die Königsmühle in Pacht von seiner Mutter. 1893 er­warb die Stadt Neustadt die Königsmühle. Jacob Correll und seine Frau Magdalena mieteten die Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Der bei der Mühle neu angelegte Weiher wurde 18934 verfüllt. Die Mühle ging später ein, das Haus wurde eine Gaststätte, unter der Fa­milie Hirschbiel in der zweiten Hälfte des 20. Jh. ein Hotel, heute beherbergt es die Lebensgemeinschaft Camphill 99.

 

1888 Bau des Turms am wiederaufgebauten Haus. Ab 1892 Naturheilanstalt 100.

 

Karte:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 197 Katasteraufnahmeblatt 1836 (Ausschnitt)

 

Photo:

- Denkmaltopographie Neustadt Bd. 1, S. 255

- LA Speyer Best. X3 Nr. 1396: Photo Königsmühle von 1898

- Pfälzerwald 1905, S. 4/5

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1460/27: Johannes Klein gegen Georg *Rothgeb: Errichtung einer Sägmühle, 1720-1728

- „Rheinpfalz“ Ausgabe Neustadt Nr. 180 vom 6.8.1964: „Es waren einmal drei Königsmühlen“. Blick in die Geschichte eines be­liebten Neustadter Ausflugszieles.

- „Rheinpfalz“ Ausgabe Neustadt vom 12.2.2002: „Einst klapperten drei Königsmühlen im Tal“. Früheste Datierung geht auf das Jahr 1727 zurück. 1883 brannten die zwei hinteren Mühlen ab.

 

 

- Kronenmühle:

s. Winzingen

 

 

- Kupferhammer:

am sog. Kronenmühlbach [= Floßbach] oberhalb der Stadt Neustadt gelegen; auf einer Karte von 1766 heißt: „der vor 3 Jahren her Verdorbene, dieses Jahr wieder aufgerichtete Kupferhammer“ 101.

 

Karte:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a Bl. 2: Gewässer- und Mühlenplan zwischen Neustadt um Winzingen um 1766 (abgedruckt bei Ha­bermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 232)

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer A2 Nr. 1460/4: Kupferhammer oberhalb der Papiermühle, 1737-1739, 1791-1793

 

 

- Lohmühle in der Wolfsburgstraße, Fettig'sche Mühle:

in der Wolfsburgstraße 25-29; im Grundsteuer-Urkataster ist als Eigentümer der Franz Fettig jun. genannt, der die Mahl- und Loh­mühle am 18.1.1818 von Friedrich Sausel eingetauscht hat 102.

 

Die Mühle lag hinter der Papiermühle Knöckel und war zunächst ein Anbau zur Schneid- und Sägmühle (s. Sägemühle Newhäusl, Schneid- und Sägemühle oberhalb Neustadt). Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 heißt es 103: „Noch oben der Neustadt be­findt sich noch ein Schneidt- oder Seegmühl, dieselbe hatt Christoph Merschintzke in Anno 1712 von dem Nicolas Ginandt an sich erkauft, hatt damahls ein Wasserradt gehabt, davon hatt er 5 fl Wasserfall in die Gefällverwä­ßerey Neustadt undt dan 1 fl Bodenzinß der Stadt Neustadt Rath, des Platz zahlen müßen, nun aber …. 2 Wasserrad eins zum Schnei­den, daß ander zum Lohstampfen, wel­ches der jetzige Posser als Franz *Dörzapf und Johann Jacob *Hermanni beide Bürger und Ro­thgerber von hier neu davon gebaut ha­ben; kein Consens ist deßfalls vorhanden, die Mühl ist ledig und eigen.“ 104 In derselben Akte heißt es an anderer Stelle 105: „Schneid Mühl hinter der Papiermühl haben beyde Bürger und Rothgerber Dörzapf und Hermanni ao 1736 von Schneid Müller Mersinski an sich erKaufft, gibt Jährlich WaßerfallZinß Zur gefall Verweserey 5fl und zur Statt 1fl BodenZinß, diese haben eine Lohestampf daran gebaut.“

 

Von 1809-1836 war dieser Franz Fettig der Betreiber der Mühle 106. Am 17.12.1841 heißt es im Neustadter Wochenblatt: „Zu verkau­fen. Bei Franz Fettig, Müller auf der Mühle im Thal, sind zwei Paar schmale Wagenrad, ein breiter Wagen, ein Mühlkarren [...] zu ver­kaufen“ 107.

 

1847 sind Eigentümer der Kaufmann Andreas Hoch und dessen Ehefrau 108. Am 3.8.1836 biete Franz Fettig sen. „auf der Mühle“ im Neustadter Wochenblatt den Verkauf eines Haufen Dung an 109.

 

1857 ist der Müller Franz Fettig [Anm.: jun.] als Eigentümer der Mühle verzeichnet 110. 1862 er­folgte der Neubau eines Kelterhau­ses 111. 1867 ist Wilhelm Schweiklin der Müller auf der Mühle 112. 1871 sind Mühle und Wohnhaus abgebrannt 113. 1873 erfolgte der Neubau des Wohnhauses und eines Fabrikgebäudes 114. 1875 erwarb die Papierfabrik Philipp Knoeckel & Söhne die Mühle 115.

 

Karte:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 52 (Karte von 1921)

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 196 Katasteraufnahmeblatt 1836 (Ausschnitt)

 

Abbildung:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 193: Kolorierter Stahlstich um 1850 „Das Neustadter Thal“, Stadtarchiv Neu­stadt

 

Photo:

- Denkmaltopographie Neustadt, Bd. Neustadt I, S. 287

 

Literatur/Urkunden:

- Denkmaltopographie Neustadt, Bd. Neustadt I, S. 284-286

 

 

- Lohmühle und Gerberei Wilhelm Weckesser:

in der Stadt Neustadt am Stadtbach (Speyerbach) gelegen; um 1832 war Wilhelm Weckesser der Betreiber der Gerberei mit zugehöri­ger Lohmühle 116.

 

 

- Loh- und Walkmühle am Kaltenbrunnertal, Papierfabrik im Schöntal des Carl Philipp Knöckel:

in der Talstraße an der Einmündung des Kaltenbrunner Tales, am Kaltenbrunner Bächel; heute südlich der heutigen Königsbacher Mühle nach Süden über die Schöntalstraße bis zur heutigen Gaststätte. 1720 von dem Neustadter Ratsherrn Wilhelm Klein auf Ge­lände errichtet, das er von der Stadt erworben hatte 117. Die Lohmühle liegt an der Talstraße, an der Einmündung des Schöntals, nörd­lich der Papierfabrik im Kaltenbrunnerthal (Papierfabrik Dacqué), der späteren Tuchfabrik.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben 118: „Noch ober der Neustadt befindet sich eine Loh- undt Walckmühl, so der Rathsverwandte Wilhelm Klein in Anno 1720 auf einem von der Stadt gekauften Platz auf daß Kaltenbrunner Bächlein neu aufgebaut hatt, diese Mühl hat nur ein Rath, gibt jährlich in die Gefällver­weserey Neustadt 2 fl Wasserfall. Vermög ei­nem vorgezeigten …. Consens, so dan Rath deß Platz 3 fl Boden Zinß der Stadt Neu­stadt, der jetzige Posseser ist Geörg Daniel *Bi­far ein Bürg von St. Martin.“

 

An anderer Stelle heißt es in der gleichen Akte von 1738 119: „Die Kleinische Öhlig oder Walkmühl gibt Jährl gdgster Herrschaft an Wasserfall 2 fl und Bodenzinß zur Statt Neustatt 3 fl.“

 

Bis 1823 war Heinrich Faulhaber der Alleinbesitzer der Mühle 120.

 

Karl *Knoeckel, zunächst Teilhaber an der Knoeckelschen Papiermühle rechts des Speyerbachs, schied 1823 aus dem väterli­chen Geschäft aus und errichtete im Schönthal bei Neustadt anstelle des Heck'schen Anwesens eine eigene Papiermühle. Diese war jedoch nur wenige Jahre in Betrieb 121.

 

Der Kauf 1823 von Wohnhaus mit Papiermühle, Bordmühle, Stall, Schuppen, Waschküche und Hof mit Ausnahme der erst 1833 neu erbauten Bordmühle, erfolgte durch Knoeckel in Gemeinschaft mit der verstorbenen +++prüfen+++ Ehefrau Louise Margaretha von Heinrich Faulhaber und dessen Kindern 122.

 

Um 1834 wurde eine Schneidmühle errichtet: Im Neustadter Wochenblatt vom 4.7.1834 heißt es: „Bei C. Knöckel dahier, sind fort­während zu billigsten Preisen zu haben: Kieferne und eichene Diele …; ebenso können auf dessen neu eingerichteten Schneidmühle die Hölzer von Jedermann … geschnitten werden. Auch hat derselbe eine bedeutende Partie schöne und trockene Mauersteine seinem Hause gegenüber an der Chaussee sitzend, abzugeben“ 123.

 

1853 erfolgte der Neubau erfolgte der Neubau der Stärkefabrik. 1854 wurde Adolf Heck Eigentümer der Fabrik 124. 1858 wurden die Nebengebäude neu errichtet, 1861 Neubau eines Fabrikgebäudes und Comptoirevergrößerung. 1868 Neubau eines Fabrikgebäudes. Noch 1875 ist die Fabrik im Besitz von Adolf Heck. 1902Fa. Heid & Co. Kohlebürsten- und Bürstenhalterfabrik, gegründet von Dr. Gustav Oehlert, 1985 zur Schunk-Gruppe gehörend, Firmensitz in Heuchelheim bei Gießen 125.

 

Karte:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 52 (Karte von 1921)

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 196 Katasteraufnahmeblatt 1836 (Ausschnitt)

 

Abbildung:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 193: Kolorierter Stahlstich um 1850 „Das Neustadter Thal“, Stadtarchiv Neu­stadt

 

 

- Obermühle:

im 19. Jh. war die Obermühle ein Mühlenkomplex, bestehend aus der „ersten Obermühle“, der Mühle „An der Obermühle“ [Anm. sog. Zweite Obermühle] und der Wappenschmiede und Mahlmühle „An der Obermühle“ [Anm. Wappenschmiede Corell].

 

 

- Obermühle, erste:

die Mühle lag im Neustadter Tal, d.h. westlich der Stadt, später Gasthaus Talpost. 1380 wird genannt eine „forte by der obern mulen“ 126; 1389 heißt: Tor bei der Obermühle, 1410 Talg zum Obermühlenwehr, 1484/85 Tor „by der obermulen“, 1504 Pforte bei der Obermühle 127. Das Tor war ummauert, Wachhaus mit Wachstube, Wache durch Hintersassen 128.

 

Wohl während des 30jährigen Krieges [err.] war Arnolt Schmit der Müller auf der Obermühle. Er ist der Vater des Zimmermanns Hanß Niclas Schmit, der sich 1659 in Neustadt um das Bürgerrecht bewirbt. Im Neustadter Ratsprotokoll heißt es am 18.8.1659: „Hanß Niclas Schmit, Zimmerman, ietzo Schirmsverwanter zu Albersweiler, sucht an umb hiesiges Burgerrecht mit Vermelden, sein Vatter Arnold Schmit ein Burger und Müller in hiesiger Obermühl gewesen seye. Ist verwilliget, doch das wegen seiner Hausfrawen 10 f. Burgergelt erlege, dagegen wirt man ihme einen Schein ietztmal ertheilen, daß wegen solchen angenommenen Burgerrechts er zu Al­bersweiler etwas ufzuweißen habe“ 129.

 

Im 30jährigen Krieg wurde die Obermühle zerstört bzw. abgebrannt 130. Johann Georg Antz wird am 8.2.1659 im Ratsprotokoll von Neustadt als Erbbeständer auf der Obermühle Neustadt genannt 131. Im Neustadter Ratsprotokoll vom 28.2.1660 heißt es: „Herr Johann Georg Antz, Schafner zu St. Lambrecht, suchte umb eine Attestation, das er die Obermühl mit schwerem Costen wieder in esse gebracht und wegen geringer Mahlgäst den ihärlichen großen Pfacht abzurichten ihme ohnmöglich fallen thete“ 132. Weiter heißt es: „Herr Johann Georg Antz, Schafner zu St. Lamprecht, suchte an umb eine attestation, das er die Obermühl mit schwerem Costen wider in esse gebracht und wegen geringer Mahlgäst den ihärlichen großen Pfacht abzurichten ihme ohnmöglich fallen thete, wie den Beckern, so bej ihme mahlen, bekannt. Die angedeüte Becker neben beeden des Raths, als H[err] Eüler und H[err] Bickes, seint hirüber gehört; dieselbe sagen, daß die Becker ietziger Zeit nicht den dritten Theil wie vor diesem zu Friedenszeiten mahlen, auch die Burgerschafft in der Vorstatt, welche vor diesem in dieser Mühlen haben pflegen zu mahlen, gegenwertig sehr schwach, daß auch nicht der vierte Theil mehr vorhanden. Item [Freitags] ɧ [Samstags] und ʘ [Sonntags] die Mühl gemeiniglich still stehe und außerhalb 4 Becker sonst wenig Mahlgäst habe, ohne was er mit schweren Costen aus dem Stifft Speyer von Deidesh[eim], Hambach p. holen und bejführen laßen muß durch seine eigene Fuhr. Die Mühl seye ietztmahl von H[errn] Antzen wol erbawer und wider in guten Stand gebracht, das deswegen kein Clag gehört werde. Res[olution]: nach obigem Inhalt solle ein schrifftliches attestatum ausgefertigt werden 133.  

1682 wurde die Obermühle neu aufgebaut von Peter Kirchner, dem „Zoll be­reuther“, und (Johann) Jakob *Sauter, Bürger und Zimmermeister zu Speyerdorf 134.

 

Im Mai 1693 wird ein Neustadter Bürger auf dem Weg nach Landau von einem Soldaten der Garnison umgebracht. Der Täter wird in Neustadt durch den Scharfrichter Molterer auf dem Marktplatz durch Aufhängen hingerichtet und anschließend auf das Rad gefloch­ten. Der Obermüller fährt das Gestell des Hochgerichts und ein großes Rad für die Hinrichtung an 135.

 

Jacob *Sauter wurde 1721 vom Oberamt Neustadt als Streitschlichter und Gutachter bei den Auseinandersetzungen zwischen den Müllern auf den beiden Postmühlen in Winzingen wegen Stauhöhe, eingesetzt. 1721 kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Müller auf beiden Postmühlen,weil „sich des Friedrich Metzgers sein Ablaß 2 ½ Zoll weiter als des Jacobs Kellers sein Ablaß wordurch ihme, Jacob Keller, zu Viel geschieht. Zweitens befind sich daß der große Streit, herkombt,weilen des Friedrich Metzgers sein Waßer Breth 6 ½ Zoll niederer als des Jacobs Kellers sein Brett ….“. Vom Oberamt Neustadt wurden als Gutachter und Streitschlichter ein­gesetzt „Meister Jacob Sauterum [Anm.: Jakob Sauter, Müller auf der Obermühle in Neustadt], Andreas Merschtingy [Anm.: der An­dreas Mersching, Bäcker in Neustadt], als Unbardeichige Meister“ 136.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Obermühle wie folgt beschrieben 137: „Die Obermühle zu Neustadt ist in anno 1682 als fir vorhin angebrannt gewesen von dere damaligen Zollbereit Johann Peter Kircher undt Hanß Jacob *Sautter Bürger und Zi­mermeister zu Speirdorf vermög Bestandsbrief neu aufgebaut worden, diese Mühl hatt 3 Gäng undt gibt jährlich in hießige Kelle­rey 62 Malter Erbpacht, sodann in die Gefällverwäßerey 6 fl 3 ¾ fl Schweine Mast Geldt; der jetzige Poßser ist Johann Wendel *Sautter, ein Sohn von obigem Jacob *Sautter undt dann ist noch oben dieser Mühl eine kleine Hirschen Mühl 138 welche deß jetzi­gen Possesser sein Vatter selig auf sein Erbbestandsguth neu aufgebauett hatt, doch wann die Hirsche Mühl gehen thutt, so muß ein von dem obigen 3 gäng stehen bleiben, hatt sonsten keine Beschwere, ist auch kein fernere Consens vorhanden der Posseßer selbst auß sagen thutt.“

 

Der Müller Peter Leist übernahm das Wohnhaus mit Mahlmühle, Stall, Scheuer, Schuppen und Waschküche sowie Hanfreibe und Lohmühle mit Schuppen und Hof, durch den Ehevorfahrer [Anm. Schwiegervater] des Besitzers Johann Georg Sauter von seiner Mutter, der Witwe des Wendel Sauter, und seinen Geschwistern lt. Akt vom 29. Ventôse X [= 20.3.1802] 139.

 

Am 1.10.1839 annonciert der Müller in der Obermühle, Peter Leist, im Neustadter Wochenblatt: „Der Unterzeichnete hat in seiner Mühle dahier einen Gang eingerichtet, welcher ausschließlich zum Schroten von Malz und Gerste benutzt wird; was er den Herren Bierbrauern, Branntweinbrennern und Essigsiedern, hiermit ergebenst anzeigt“ 140.

 

Auf diesen folgt 1854 der Müller Johannes Sauter jun. 141, 1862 die Firma Bernhard +++prüfen: oder Leonhard+++ Corell und Söhne 142, 1864 Friedrich Corell 143, 1867 er­folgt der Neu­bau der Magazingebäude 144. 1868 werden alle Gebäude durch Brand zerstört 145, 1872 erfolgt der Neubau des Wohnhauses und der Mühle sowie 1876 der Neubau eines Kessel­hauses und eines Schuppens 146.

 

Von der einst bedeutenden Mühle am befestigten Eingang in die Kirschgartenvorstadt haben sich nur dürftige Reste im Speyerbach­bett erhalten 147.

 

Karte:

- Historisches Museum der Pfalz in Speyer, abgedruckt bei Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 165: Neustat an der Hart en Etat de se defendre – 1734; dort ist westlich der Stadt die „Moulin“ [= Obermühle] eingezeichnet

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1296: Karte Speyerbach ab Neustadt, gezeichnet zwischen 1740-1770 [err.]

- LA Speyer Best. Q22 (Triftamt) Karte 437/1: Speyerbach von der Obermühle bis zur Würzmühle, o.D. (1864)

- LA Speyer Best. Q22 (Triftamt) Karte 437/3: Korrektur des Speyerbachs oberhalb der Obermühle bei Neustadt, o.D. (1864)

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 199 Katasteraufnahmeblatt 1836 (Ausschnitt)

 

Abbildung:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 193: Kolorierter Stahlstich um 1850 „Das Neustadter Thal“, Stadtarchiv Neu­stadt

 

Karte:

- LA Speyer Best. Q22 Karte 437 1: Speyerbach von der Obermühle (bei Neustadt) bis zur Würzmühle, o.D. (1864)

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1460 UNr. 20: Wiedererbauung der Obermühle, 1675/76

- LA Speyer Best. H3 Nr. 7728: Aufsicht der Baumaßnahmen am Speyerbach in der Gemarkung Neustadt mit Berücksichtigung des Flö­ßereibetriebs (1833-1868): Erteilung von Konzessionen für die erste Obermühle des Peter Leist bzw. des L. Corell, die zweite Obermühle des Johann Sauter, die Sägemühle des Heinrich Klein sowie die Wappenschmiede des Jakob Müller

- LA Speyer Best. Q22 (Triftanlagen) Nr. 169: Corell'sche 1. Obermühle zu Neustadt, 1830-1873

- LA Speyer Best. Q22 (Triftanlagen) Nr. 168: Sauter'sche 1. Obermühle zu Neustadt, 1822-1879

- LA Speyer Best. Q22 (Triftamt) Nr. 471: Reinigung des Speyerbachs oberhalb der Obermühle bis zum Casimiranum, 1846-1852

 

 

- Obermühle, zweite:

ab 1832 war Johann *Sauter der Müller auf der Mühle „An der Obermühle“ [Anm. die sog. zweite Obermühle] in Neustadt. Sohn des Stadtmüllers Johann Georg (2) *Sauter ++++prüfen++++ und der NN. Vor 1832 war die Johann Georg Sauter Witwe Eigentümer der zweiten Obermühle 148. Dann erhielt der Müller Johann Sauter jun. die Mühle „An der Obermühle“ mit Notarvertrag vom 7.4.1832 von seiner Mutter, der Witwe des Johann Georg Sauter durch Schenkung 149.

 

1847 erfolgte der Neubau der Nebengebäude 150.

 

1868 war Friedrich *Corell der Müller auf der Obermühle 151.

 

Auf diesen folgte ab 1873 der Gerber Ludwig Corell 152.

 

Am 30.4.1877 ließ Ludwig Corell im Stadthaussaal in Neustadt durch den kgl. Notar Wolffhügel „sein Gerberei- und Mühlenanwe­sen (die frühere Ober- oder Sauter'sche Mühle) versteigern. Die Mühle, eine Handels- und Kundenmühle „en(t)hält 3 Mahl- und 1 Schälgang nebst Cylinder und Schöpfwerk“ 153.

 

1877 war der aus Haardt stammende Eduard Wegmüller der Eigentümer der Obermühle. 1890 folgte die Aktiengesellschaft für Müh­lenbetriebe 154.

 

Karte:

- LA Speyer Best. Q22 Karte 437 1: Speyerbach von der Obermühle (bei Neustadt) bis zur Würzmühle, o.D. (1864)

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. Q22 (Triftanlagen) Nr. 170: 2. Obermühle zu Neustadt 1834-1876

- LA Speyer Best. H3 Nr. 7728: Aufsicht der Baumaßnahmen am Speyerbach in der Gemarkung Neustadt mit Berücksichtigung des Flö­ßereibetriebs (1833-1868): Erteilung von Konzessionen für die erste Obermühle des Peter Leist bzw. des L. Corell, die zweite Obermühle des Johann Sauter, die Sägemühle des Heinrich Klein sowie die Wappenschmiede des Jakob Müller

 

 

- Ölmühle Lorch:

lag neben der Papiermühle des Johann Friedrich Lorch (s. Papiermühle rechts des Speyerbachs, Knöckelsche Papiermühle). Im kur­pfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 heißt es 155: „ Von der daran [der Papiermühle des Johann Friedrich Lorch = Papiermühle rechts des Speyerbachs, Knöckelsche Papiermühle] stehenden Öhlig mühl zahlt derselbe [Anm.: Johann Friedrich Lorch] Jährl 3 fl zur Ge­fäll Verweserey. Diese Öhligmühl ist aber schon Vor einig Jahren abgebrochen und zur Papiermühle gezogen worden.“

 

 

- Ölmühle Sauter:

s. Walkmühle oberhalb der Obermühle

 

 

- Papiermühle Dacqué im Kaltenbrunnerthal:

heute Anwesen Schöntalstraße 1-7; Am 22.3.1815 kaufte Ludwig *Dacqué das Grundstück mit dort gelegenen Stall, Hof und Weiher für 450 frs. sowie den Mühlgraben als Bauplatz zum Bau einer Papierfabrik. Die Unterhaltung und Reinigung des Mühlbachs wird vom Eigentümer besorgt. Der Weiher und der Mühlbach werden bloß zum Betrieb der Papierfabrik benützt und gewähren keinen Fischfang. Hierzu erklärt der Papierfabrikant von der sogenannten Lohmühle [Anm.: daneben gelegenes Wohnhaus mit Papiermühle in der Talstraße an der Einmündung des Kaltenbrunner Tales ], daß der Mühlgraben, als gleichzeitig um Betrieb des Werks der Loh­mühle dienend, in seiner gegenwärtigen Lage und seinem Kulturzustande keine Änderung erfahren darf 156.

 

1829 erfolgt der Erwerb des Wasserrechtes für den Saulogbach, fließt im Kanal am Königsberg entlang [Anm. noch heute sichtbar], Vereinigung mit dem Kaltenbrunnerbach in einem Wasserhaus, Bau eines Aquäduktes zur Produktionsstätte 157. 1843 wird der Tuch­fabrikant Jakob Öhlert Eigentümer, es erfolgt der Umbau der Bordmühle (Sägmühle) und Papiermühle zur Tuchfabrik Oehlert, etwa 1850 werde die Wasserräder durch Wasserturbinen ersetzt, 1856 wird eine zusätzliche Dampfkraftanlage errichtet 158. 1867 Gustav und Heinrich Öhlert Eigentümer 159. 1902 erfolgt der Abbruch des Aquäduktes, 1906 Kraftwerks-Neubau. Hauptbau im gleichen Jahr durch Brand zerstört. 1962 wird der Betrieb geschlossen, die Gebäude von der Bundeswehr als Depot angemietet, 1968 durch Kauf in Bundesbesitz gelangt, wechselnde Nutzungen, 1976 vom Verteidigungsbezirkskommando 45 belegt 160.

 

Karte:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 197 Katasteraufnahmeblatt 1836 (Ausschnitt), Papierfabrik des Louis Dacqué (Nr. 630)

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 52 (Karte von 1921), eingezeichnet als „Tuchfabrik“

 

Abbildung:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 193: Kolorierter Stahlstich um 1850 „Das Neustadter Thal“, Stadtarchiv Neu­stadt

 

 

- Papiermühle Fay:

Nr. 628 im Grundsteuer-Urkataster; die Papiermühle lag in der Wolfsburgstraße im sog. Speyerbachbogen. Philipp Fay und dessen Ehefrau Helene kauften das Anwesen am 13.10.1830 von Johann Jakob Brunner aus Rheinzabern und Franz Bär aus Landau für 6000 fl. Die Mühle lag am Mühlgraben, dessen Unterhaltung dem Müller oblag. Dieser Graben führte vom Weg an durch den Hof und durch die Mühle in den Speyerbach. Die Mühle existiert nicht mehr 161.

 

Die Eigentümer waren: Johann Jakob Brunner und Franz Bär 162, 1830 Philipp Fay und nach seinem Tod die Witwe Helene 163,

 

Am 18.3.1836 kam es zur Versteigerung der Papierfabrik Fay. Hierzu heißt es im Amts- und Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 5.3.1836: „Freitag, den 18. März nächsthin … läßt Johannes Fay, Papierfabrikant, seine daselbst, vor dem Renthore gelegene Papierfa­brik … versteigern: … Die Papierfabrik wurde 1832 ganz neu erbaut [...]“ 164.

 

Weitere Eigentümer waren: 1842 Friedrich Leonhard Henrich 165, 1853 Ludwig Heinrich Wolf und 3 Konsorten 166 und 1871 Adolf Heck 167.

 

Karte:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 196 Katasteraufnahmeblatt 1836 (Ausschnitt)

 

 

- Papiermühle Fey, Mühle am Strohmarkt:

die Mühle lag nordöstlich der Stadtmauern am Floßbach 168; am Strohmarkt gelegen 169. Die Lage der Mühle wird auch bezeichnet als „an der Mannheimer oder Maximilianstraße“ gelegen 170.

 

Im Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 3.10.1831 wird die Zwangsversteigerung verschiedener Grundstücke annonciert: „[...] durch registriertes Urtheil des Königlichen Bezirksgerichts zu Frankenthal vom 28. Juni letzthin, mit der in demselben Urtheil zu Gunsten von Catharina Ohler, ledigen Standes und ohne Gewerb zu Lambrecht wohnhaft, gegen ihre Schuldner Wilhelm Faulhaber, früher Rothgerber, jetzt Papierfabrikant und seine Ehefrau Christina Schwenk, beide in Neustadt wohnhaft, verordneter Zwangsver­steigerung [...]“ eines umfangreichen Grundbesitzes. Ferner heißt es: „im registrierten [...] am 12. August laufenden Jahres gefertig­ten Schwierigkeitsprotocoll, erklärte der Mandatar des Herrn Jacomin de *Malespine, Rentner zu Zweibrücken, Gläubiger der Ehe­leute Faulhaber, das obige Haus und Mühle seye mit einer jährlichen Gilte von vier Gulden einem Kreuzer [...] zugunsten des Herrn Jaco­min belastet; dieser Grundzins sei zwar von den Schuldnern losgekauft, allein noch nicht bezahlt worden [...]“ 171.

 

Hausnummer Nr. 116 im Grundsteuer-Urkataster von 1836, ohne weitere Angabe [Anm.: wohl am Sauerbrunnen im Bereich der Wallgasse], Grundstück Plan-Nr. 919. Johann Fey ersteigerte das Anwesen aus der Zwangsveräußerung des Wilhelm Faulhaber für 3000 fl am 22.10.1831. Wohnhaus mit Papiermühle, Hof und Garten 172. Im Neustadter Wochenblatt vom 18.8.1837 befindet sich folgende Annonce 173: „In der Nacht vom 11. auf den 12. August wurde dem Johannes Fay in Neustadt durch die Ueberschwemmung ein Pumpenstock entrissen; der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen ein Trinkgeld wieder zurück zu geben auch kam in derselben Nach ein Wasserradarm an seine Mühle geschwommen; derselbe ist gut aufgehoben und der Eigenthümer kann denselben gegen die Einrückungsgebühr in Empfang nehmen“.

 

Das Anwesen ging bereits 1837 an Jakob Müller über, dem 1854 der Bäcker Theodor Rhein und noch im selben Jahr der Mechaniker Valentin Speyerer folgte 174. Die Papiermühle wurde wohl nur kurze Zeit betrieben.

 

In der Neustadter Zeitung vom 5.8.1854, Nr. 93 wird die Versteigerung der Mühle annonciert, was den anschließenden Eigentums­übergang auf Valentin Speyerer nachvollziehbar macht: „Donnerstag, den 24. August nächsthin …. . Auf Ansuchen von Sara Cathari­na Oehlert, ohne Gewerbe, in Neustadt wohnhaft, Witwe von dem daselbst verlebten Bäcker und Müller Carl Rhein, wird nachbe­schriebene zu der zwischen diesen Beiden bestandenen Gütergemeinschaft gehörige Liegenschaft, als: Ein zu Neustadt an der Mann­heimer oder Maximilianstraße gelegenes Wohnhaus mit Mahlmühle, Hofraum und Gärtchen, 12 Decimalen Fläche enthaltend, und ferner 3 Decimalen Pflanzgarten …. versteigert.“

 

In der Neustadter Zeitung vom 26.5.1855 Nr. 63 heißt es: „Mehl und Kleien , auch im Kleinen, verkauft Speyerer in der Mühle am Strohmarkt“ 175.

 

Karte:

- Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 150

 

 

- Papier- und Mahlmühle Goßler:

in der Wolfsburgstraße im sog. Speyerbachbogen. Bis 1838 waren Johann Friedrich Roedter und Ehefrau Eigentümer der Papier- und Mahlmühle 176. 1835 kam es zum Brand des Anwesens 177. Friedrich Roedter ließ die Mühle neu aufbauen und 1838 versteigern. Im Neustadt Wochenblatt vom 2.3.1838 heißt es: „[...] läßt Herr Friedrich Rödter seine unweit Neustadt im Tale gelegene Mühle, beste­hend in einer Papiermühle, einer Mahlmühle mit mehreren Gängen und einer Hanfreibe nebst geräumigen Wohn- und Oeconomiege­bäuden … versteigern. Die Mühle ist ganz neu und massiv erbaut und das Mühlwerk sehr vortheilhaft eingerichtet“ 178. Das Anwe­sen wurde mit noch anderen Liegeschaften ersteigert durch Ge­org Heinrich Goßler, der die Immobilien für 25000 fl lt. Akt vom 5.3.1838 erwarb 179. 1874 war Heinrich Goßler jun. Papierfabrikant auf der Papiermühle in der Wolfsburgstraße 180.

 

Karte:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 47: Fabriken im Neustadter Tal 1895 [Anm.: zu sehen sind: Villa Knöckel und die Goßlersche Papierfabrik am Speyerbachbogen] (Original: Stadt Neustadt Archiv der Unteren Bauaufsichtsbehörde)

 

Photo:

- Denkmaltopographie Neustadt, Bd. Neustadt I, S. 32: Kataster-Uraufnahmeblatt von Winzingen 1821/1836

 

 

- Papiermühle Lorch (links des Speyerbachs), Goßlersche Papiermühle:

oberhalb Neustadt im Neustadter Tal, an Stelle der späteren Papierfabrik Hoffmann-Engelmann Werk I., Talstraße 268

 

Diese Papiermühle wurde 1744 gegenüber der 1742 abgebrannten „Papiermühle rechts des Speyerbachs“ erbaut. Sie ist damit die zweitälteste Papiermühle in Neustadt.

 

Am 18.7.1744 erhielt Johann Friedrich (2) Lorch vom pfälzischen Kurfürsten Karl Theodor eine neue Konzession zum Wiederaufbau der Mühle [der 1742 abgebrannten „Papiermühle rechts des Speyerbachs“] nebst weiteren Privilegien gegen die Verpflichtung, jähr­lich 20 Ries Papier an die Regierung zu liefern. Der Haus- und Brandplatz von dieser ersten Papiermühle wurde dennoch verlassen, denn Lorch errichtete 1744 auf dem linken Ufer des Speyerbachs seinen Neubau 181.

 

Mit Erlaß des Kurfürsten Carl Theodor vom 8.11.1746 erhielt Lorch die Konzession zum Sammeln der für die Herstellung von Schreibpapier nötigen Lumpen (Hadern): „[...] Gleichwie auf unterthäniges Ansuchen unseres Bürger und Papiermüllers Joh. Friedrich Lorch und infolg des mit demselben wegen Lieferung des zu Unserer Kurpfälzischen Hofkammer jährlich erforderlichen Post­schreib- und concept auch Zoll- und Acciszeichen Papier errichteten Contracts ….“ 182.

 

Am 13.1.1745 heiratete Lorchs Tochter Anna Maria den aus dem Vogtland eingewanderten Papiermacher Wolfgang Adam *Knoe­ckel, welcher als Teilhaber in sein Geschäft eintrat 183.

 

1750 wird im luth. KB Neustadt der Papiermachergeselle Johann Heinrich *Jahn erwähnt 184.

 

Da Johann Friedrich (2) Lorch um 1769 auch Bürgermeister der Stadt Neustadt war, übergab er 1769 die Papiermühle links des Speyerbachs zum Preis von 5500 Gulden an seinen Sohn Johann Friedrich (3) Lorch, während sein Schwiegersohn Wolfgang Adam (1) *Knöckel von ihm den bisher unbebaut gebliebenen Platz auf dem rechten Ufer des Speyerbachs zum Preis von 1000 Gulden er­hielt, auf dem ursprünglich die 1742 abgebrannte Papiermühle stand, die auf dem linken Ufer des Bachs wieder aufgebaut worden war 185.

 

Sohn Johann Friedrich (4) *Lorch (1759 err.- † 4.12.1788 im Alter von 29 Jahren an Lungenschwindsucht) betrieb später die Papier­mühle. Nach seinem frühen Tod 1788 heiratete seine Witwe 1789 den Hiob Friedrich (1) *Roedter; 1789 wurde von diesem die Müh­le übernommen und 1802 die Mühle in Hardenburg gekauft 186.

 

Am 1.9.1835 kam es erneut zu einem Brand, der in der Roedter'schen Papiermühle ausbrach und auch auf die gegenüberliegende Knoeckel'sche Papiermühle übergriff. Beide Papiermühlen brannten vollständig ab 187. Auch die Papiermühle links des Speyerbachs wurde nach dem Brand wieder aufgebaut. Sie ging später in den Besitz von Heinrich Goßler über. Nach dessen Tod 1917 wurde die Papiermühle von der Papierfabrik Knoeckel , Schmidt & Co. übernommen. Die nun zusammengehörenden Papierfabriken wurden 1925 von der Papierfabrik Hoffmann & Engel­mann übernommen und von nun an als Werk II bezeichnet 188. Über den Brand berich­tete u.a. der „Eilbote Landau“ am 5.9.1835: „Dieser Tage wüthete in unserer Umgebung ein furchtbarer Brand, das Unglück betraf die beiden Papiermühlen von Röder und Knöchel, welche bei aller angewandten Hilfe mit sämmtlichen Nebengebäuden niederbrann­ten. Die Gebäulichkeiten der Familie Knöchel sind in der Rheinkreiskasse und die Mobili­en in der franz. Mobiliar-Assekuranz versi­chert, so daß diese Familie geborgen ist. Röder aber hat seine Mühle und Gebäulichkeiten nur mit 15000 fl versichert, und erst vor weniger Zeit seine Mobiliarschaft aus der franz. Assekuranz streichen lassen. Beide Umständ­e zusammen genommen, ist der Mann durch dieses gräßliche Unglück ruiniert. Mit Gewißheit kann die Ursache des Bran­des nicht ermittelt werden das Feuer ging von der Papiermühle Röder aus, und verbreitete sich schnell über sämmtlich bespro­chene Ge­bäulichkeiten. Schon in früheren Zeiten ist die Papiermühle von Knöchel ein Raub der Flammen geworden, damals hat die Stadt Neustadt und nach ihr viele andere, dieser Familie eine kräftige Unterstützung zugewendet. Der unglückliche Röder wird daher auch wohl seinem Geschicke nicht überlassen werden.“ 189.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 7344: Der zwischen der kurpfälzischen Hofkammer und der Stadt Neustadt strittige Wald oberhalb der Pa­piermühle und unterhalb des Wolfsberger Schlosses mit Ortslage Neustadt [mit Papiermühle ], Karte vom 19.12.1739

 

Abbildung:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 193: Kolorierter Stahlstich um 1850 „Das Neustadter Thal“, Stadtarchiv Neu­stadt

 

Literatur/Urkunden:

- Bachmayer, E.: Die wirtschaftliche Entwicklung der papier- und pappenerzeugenden Industrie im Gebiete der Rheinpfalz, Diss., Gießen 1934 (darin auch die Papiermühlen im Neustadter Tal)

- LA Speyer Best. L55, Nr. 137-138 und Nr. 140-142: Neustadt mit Branchweiler und Winzingen, darin auch die verschiedenen Pa­piermühlen

 

 

- Papiermühle Henrich:

 

Abbildung:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 193: Kolorierter Stahlstich um 1850 „Das Neustadter Thal“, Stadtarchiv Neu­stadt

 

 

- Papiermühle rechts des Speyerbachs, Knöckelsche Papiermühle:

Papiermühle Ecke Wolfsburgstraße/Würzmühle, Nr. 632 im Katasteraufnahmeblatt 1836 190. bezeichnet auch als die „Papiermühle rechts des Speyerbachs“ ist die älteste der Neustadt Papiermühlen.

 

1669 kaufte der Neustadter Ratsangehörige [Johann] Heinrich *Lorch von der Stadt die ehemalige Walkmühle am rechten Ufer des Speyerbachs für 680 Gulden in der Absicht, hier eine Papiermühle zu errichten. Ob die Gründung noch von ihm selbst, oder seinem Sohn Johann Friedrich (1) Lorch erfolgte, ist nicht überliefert; auch das Jahr der Erbauung ist unbekannt 191 +++prüfen: s. LA Speyer Best. A2 Nr. 1460/22+++. Knöckels Auffassung und ihm folgend Hößle ist angesichts des kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 unzutreffend, in dem die Papiermühle beschrieben wird 192. Danach wurde die Papiermühle rechts des Speyerbachs 1684 neu errich­tet von Johann Heinrich (1) *Lorch († 1689 Neustadt).

 

Da in den Wirren des 30jährigen Krieges fast alle kurpfälzischen Papiermühlen untergegangen waren und erheblicher Bedarf bestand, hatte sich im Herbst 1682 der Neustadter Wappenschmied und Oelmühlenbesitzer Johann Heinrich (1) *Lorch gegenüber der kur­pfälzischen Regierung bereit erklärt, auf seinem, oberhalb Neustadt gelegenen Grundstück, neben seiner Oelmühle am Speyer­bach auf eigene Kosten eine Papiermühle bauen zu wollen. Die Konzessionsurkunde datiert vom 18.1.1684, der Erbbestandsbrief vom 16.7.1686. Dieser bestätigt auch, daß die Mühle bereits in Betrieb war 193.

 

Ein noch erhaltenes Gebäude, wahrscheinlich das ehemalige Wohnhaus der Familie Lorch, trägt als Fensterschlußstein ein in Sand­stein gemeißeltes Wappen von 1709 mit einem Vogel und den Initialen I F L (= Iohann Friedrich Lorch) 194.

 

Die Papiermühle ist 1727 im Rahmen einer Gültverschreibung von Gütern in der Sulzwiese und Gütern bei der Papiermühle urkund­lich erwähnt 195.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Papiermühle wie folgt beschrieben 196: „Noch findett sich hinter der Neustadt eine Papier Mühl; dieselbe hat Johann Heinrich Lorch, Bürger und Waffenschmied da­hier, in anno 1684 neu mit Consens Churfürstliche Hochlöbl: HofCamer aufgebautt, wegen dem Wasserfall gibt er jährlich zur chur­fürstl. Hochlöbl. Hof Cammer 20 Rieß Schreibpa­pier, undt ist ihme Papiermacher vermög Bestandt Brief so bey jetziger Regierung ist contenmiert worden, erlaubt diese Papier Mühl so wohl in laufenden …. wie auch sonsten zu seinem Nutzen zu vergrößern wie solches der 9te Artickel in dessen … Concession melden thutt, der jetzige Posser ist Johann Friedrich Lorch ein Sohn von obigen Jo­hann Friedrich Lorch.“ Weiter heißt es in der glei­chen Akte 197: „Die Papiermühle gehört dem Johann Friedrich Lorchen Papiermachern und gibt Jährl Zur Recognition ahn die Chur­fürstl. Hoff Camer Cantzley 20 Riß [Anm.: das Papiermaß Ries] guth Schreibpapier [...]“

 

Am 10.4.1742 ist diese Papiermühle abgebrannt, doch erst am am 18.7.1744 erhielt Johann Friedrich (2) Lorch vom pfälzischen Kur­fürsten Karl Theodor eine neue Konzession zum Wiederaufbau der Mühle nebst weiteren Privilegien gegen die Verpflichtung, jähr­lich 20 Ries Papier an die Regierung zu liefern. Der Haus- und Brandplatz von dieser ersten Papiermühle wurde dennoch verlassen, denn Lorch errichtete 1744 auf dem linken Ufer des Speyerbachs seinen Neubau 198.

 

Der Platz der „Papiermühle rechts des Speyerbachs“ wurde verlassen und blieb öde, denn Lorch errichtete 1744 seinen Neubau am linken Ufer des Speyerbachs 199.

 

Da der Papiermüller Johann Friedrich (2) *Lorch um 1769 auch Bürgermeister der Stadt Neustadt war, übergab er am 22.3.1769 sei­ne Papiermühle links des Speyerbachs zum Preis von 5500 Gulden an seinen Sohn Johann Friedrich (3) *Lorch, während sein Schwieger­sohn Wolfgang Adam (1) *Knöckel (∞ 13.1.1745 mit Anna Maria Lorch) von ihm den bisher unbebaut gebliebenen Platz auf dem rechten Ufer des Speyerbachs zum Preis von 1000 Gulden erhielt, auf dem ursprünglich die 1742 abgebrannte Papiermühle stand, die auf dem linken Ufer des Bachs wieder aufgebaut worden war 200.

 

Wolfgang Adam (1) Knöckel errichtete 1769 auf dem alten Brandplatz der ursprünglichen Papiermühle Lorch „rechts des Speyer­bachs“ eine neue Papiermühle201. Neben diesem wirkte ein Georg Adam Lorch als Papierer im Geschäft mit, welcher sich am 11.9.1787 mit der Ölmüllerstoch­ter Anna Catharina Dauchsel vermählte 202.

 

Der Sohn des Papiermüllers Wolfgang Adam (1) *Knöckel, der Papiermüller Franz Adam *Knoeckel übernahm am 18.2.1780 von seinem Vater die Papiermühle in Neustadt rechts des Speyerbachs zum Preis von 5000 Gulden. ∞ mit Friederike Güllig; Vater des Papiermüllers Wolfgang Adam (2) *Knoeckel. Nach dem frühen Tod des Franz Adam Knoeckel († 29.5.1783 Neustadt im Alter von 34 Jahren) führte seine Witwe Friederike Güllig die Papiermühle weiter und übergab diese 1798 ihrem Sohn Wolfgang Adam (2) *Knoeckel 203. In der Nacht vom 24./25.5.1814 brannte die Papiermühle und das daneben stehende Wohnhaus Knoeckels völlig ab. Er konnte mit Frau und 7 Kindern nur das nackte Leben retten. Da er einer Freimaurerloge angehörte, wurden ihm durch eine Samm­lung unter den Lo­genbrüdern noch im gleichen Jahr die Geldmittel zum Aufbau zur Verfügung gestellt. Seine Gesundheit war durch den Brand jedoch derart angeschlagen daß er bereits am 3.4.1815 starb 204. Seine Witwe Luise Schönemann führte die Papiermühle weiter, unterstützt von ihrem ältesten Sohn Karl Philipp *Knoeckel und dem jüngeren Philipp *Knoeckel, die als Teilhaber in das Ge­schäft eingestiegen waren. Karl Philipp Knoeckel schied 1823 aus dem väterlichen Geschäft aus und errichtete im Schönthal bei Neustadt anstelle des Heck'schen Anwesens eine eigene Papiermühle 205.

 

Am 1.9.1835 kam es erneut zu einem Brand, der in der Roedter'schen Papiermühle ausbrach und auch auf die gegenüberliegende Knoeckel'sche Papiermühle übergriff. Beide Papiermühle brannten vollständig ab. Der Philipp Knoeckel übernahm mit seinem Bru­der Fritz, nachdem das Anwesen wieder errichtet worden, die Papiermühle rechts des Speyerbachs zum Preis von 18000 Gulden aus dem Besitz der Familie. Die Papierfabrik wurde alsdann unter dem Namen 'Gebrüder Knöckel' von den beiden Brüdern Philipp und Fritz von 1835-1861 weitergeführt. 1838 stellten sie in dieser Fabrik die erste Papiermaschine mit einem Trockenzylinder auf 206.

 

Über den Brand berichtete u.a. der „Eilbote Landau“ am 5.9.1835: „Dieser Tage wüthete in unserer Umgebung ein furchtbarer Brand, das Unglück betraf die beiden Papiermühlen von Röder und Knöchel, welche bei aller angewandten Hilfe mit sämmtlichen Nebenge­bäuden niederbrannten. Die Gebäulichkeiten der Familie Knöchel sind in der Rheinkreiskasse und die Mobilien in der franz. Mobili­ar-Assekuranz versichert, so daß diese Familie geborgen ist. Röder aber hat seine Mühle und Gebäulichkeiten nur mit 15,000 fl versi­chert, und erst vor weniger Zeit seine Mobiliarschaft aus der franz. Assekuranz streichen lassen. Beide Umstände zusammen genom­men, ist der Mann durch dieses gräßliche Unglück ruiniert. Mit Gewißheit kann die Ursache des Brandes nicht ermittelt werden das Feuer ging von der Papiermühle Röder aus, und verbreitete sich schnell über sämmtlich besprochene Gebäulichkeiten. Schon in frü­heren Zeiten ist die Papiermühle von Knöchel ein Raub der Flammen geworden, damals hat die Stadt Neustadt und nach ihr viele an­dere, dieser Familie eine kräftige Unterstützung zugewendet. Der unglückliche Röder wird daher auch wohl seinem Geschicke nicht überlassen werden.“ 207.

 

Die Brüder Philipp Knoeckel und Fritz Knoeckel, Betreiber der Papiermühle rechts des Speyerbachs, errichteten 1850/51 oberhalb von Neustadt eine zweite Papierfabrik mit einer Papiermaschine (die spätere Papierfabrik Hoffmann und Engelmann) 208. Der Neu­bau erfolgte an der Einmündung des Heidenbrunner­talbachs in den Speyerbach anstelle früheren Schneid- und Lohmühle 209. 1861 trennten sich die Brüder. Philipp Knöckel behielt die alte Fabrik, während Fritz Knöckel die neue Fabrik übernahm 210.

 

Nach Tod des Papierfabrikanten Heinrich Goßler wurde die Papierfabrik links des Speyerbachs von der Papierfabrik Knoeckel, Schmidt & Co. gekauft. Die nun zusammengehörenden Papierfabriken wurden 1925 von der Papierfabrik Hoffmann & Engelmann übernommen und von nun an als Werk II bezeichnet 211.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 7344: Karte über den Wald oberhalb der Papiermühle und unterhalb des Wolfsberger Schlosses, der zwi­schen der Kurpfälzischen Hofkammer und der Stadt Neustadt umstritten war, 19.12.1739 (Zeichner Hermanni)

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 196 Katasteraufnahmeblatt 1836 (Ausschnitt), dort als Nr. 632 angegeben

 

Abbildung:

- Denkmaltopographie Neustadt, Bd. Neustadt I, S. 46: Ansicht auf einem Briefkopf um 1900

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 193: Kolorierter Stahlstich um 1850 „Das Neustadter Thal“, Stadtarchiv Neu­stadt

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 283: „Papierfabrik von Ph. Knöckel & Söhne im Jahre 1880“

 

Photo:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 283: Villa Knöckel und die Fabrikanlagen. Schornsteinlandschaft im so ge­nannten Speyerbachbogen

 

Literatur/Urkunden;

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1460/22: „Vergabe der Papiermühle im Erbbestand, 1699, 1744“

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1460/7: Erweiterung der Papiermühle Knoeckel, 1787

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1460/8: Privilegien für die Papiermühle von Johann Friedrich Lorch, 1677-1687, 1707

 

 

- Papiermühle im Schönthal:

s. Loh- und Walkmühle am Kaltenbrunnertal Papierfabrik Carl Philipp Knöckel

 

 

- Papierfabrik Hoffmann und Engelmann:

die Brüder Philipp Knoeckel und Fritz Knoeckel, Betreiber der Papiermühle rechts des Speyerbachs, errichteten 1850/51 oberhalb von Neustadt eine zweite Papierfabrik mit einer Papiermaschine, an der Einmündung des Heidenbrunner­talbachs in den Speyerbach anstelle früheren Schneid- und Lohmühle 212.

 

1861 trennten sich die Brüder. Philipp Knöckel behielt die alte Fa­brik, während Fritz Knöckel die neue Fabrik übernahm 213.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird in Neustadt genannt die Firma „Knöckel, Fritz, Papierfabrik, Eigenthümer: Friedr. Wilh. August Knöckel “ 214.

 

Diese ging 1874 in den Besitz der Herren Hoffmann und Engelmann über­ging und von diesen bis 1882 unter der Firma 'Fritz Knöckel Nachfolger' weitergeführt wurde 215. Die Gesellschaft wurde 1874 in eine KG gegründet und 1930 in eine AG umgewandelt. 1972 kam es zur Eingliederung in die Hoechst AG. Die Gesellschaft beschäftige in der Folge rund 200 Mitarbeiter und stellte veredelte Papiere und technische Spezialpapiere her. Später ging die Firma als Tochtergesellschaft an die Papierfabrik Julius Glatz Feinpapiere GmbH in Neidenfels über.

 

 

- Pappenfabrik Schweiklin:

1870 baute ein NN. Schweiklin gegenüber der Papiermühle der Gebr. Knoeckel [später Papierfabrik Hoffmann & Engelmann] eine Pappenfabrik, die nach einigen Jahre mangels Rentabilität den Betrieb einstellte 216.

 

 

- Postmühle:

lag an der Ecke der heutigen Helfferichstraße/Konrad Adenauer Straße; s. Winzingen

 

 

- Postmühle, die andere:

sie lag gegenüber der Postmühle, d.h. an der Ecke der heutigen Helfferichstraße/Konrad Adenauer Straße. s. Winzingen

 

 

- Pulvermühle:

eine Pulvermühle wird in Neustadt am 2.10.1543 genannt: "auf der Almende, unter der Schieffbrücke (auch Schliefbrücke) oben an der Pulvermühle" 217. Die Mühle nordöstlich der Stadt lag am „Alten Weg“ bzw. „Karlsberg zur Schiefbrücke“, der heutigen Sauter­straße , im Neustadter Tal außerhalb der Stadt gelegen 218.

 

 

- Pulvermühle Fink:

1787-1789 kam es zur Errichtung einer Pulvermühle bei der Papiermühle durch die Witwe Fink 219.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Sachakte 1460 UNr. 25: „Errichtung einer Pulvermühle bei der Papiermühle durch die Witwe Fink, 1787-1789“

 

 

- Sauter'sche Mühle:

s. Obermühle, erste

 

 

- Sägemühle Newhäusl, Schneid- und Sägemühle oberhalb Neustadt:

sie lag auf dem Gelände der späteren Papierfabrik Hoffmann-Engelmann im Neustadter Tal 220, bzw. „Schneid Mühl hinter der Pa­piermühl“ [s. Papiermühle rechts des Speyerbachs, Knöckelsche Papiermühle] 221.

 

Von den Gebäuden ist nichts mehr vorhanden, ein Teil mußte dem Bahnbau weichen, ein anderer wurde wegen Baufälligkeit abgeris­sen. Ein Bahnwärterhaus an der alten Stelle führt noch den Namen 222.

 

Peter Georg Gienanth kaufte laut Ratsprotokoll vom 19.2.1683 von Jakob Wüst die zu Neustadt gehörige Sägemühle Newhäusl im Speyerbachtal. Nach dieser Zeit gibt es keine Eintragungen über ihn, er dürfte um 1685 gestorben sein, denn 1688 verpflichtete sich der Wappenschmied Johann Niclas Guynant von Newhäusl, der Stadt Neustadt jährlich sechs Gulden „wege Wachen und Fröhnen“ zu zahlen 223.

 

Nikolaus Gienand [s. Johann Nikolaus I *Gienanth] verkaufte sie 1712 an Christoph Merschintzki 224.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Mühle wie folgt beschrieben 225: „Noch oben der Neustadt befindt sich noch ein Schneidt- oder Seegmühl, dieselbe hatt Christoph Merschintzke in Anno 1712 von dem Ni­colas Ginandt an sich erkauft, hatt damahls ein Wasserradt gehabt, davon hatt er 5 fl Wasserfall in die Gefällverwäßerey Neu­stadt undt dan 1 fl Bodenzinß der Stadt Neustadt Rath, des Platz zahlen müßen, nun aber …. 2 Wasserrad eins zum Schneiden, daß ander zum Lohstampfen, welches der jetzige Pos­ser als Franz *Dörzapf und Johann Jacob *Hermanni beide Bürger und Rothgerber von hier neu davon gebaut haben; kein Consens ist deßfalls vorhanden, die Mühl ist ledig und eigen.“ 226 In derselben Akte heißt es an anderer Stelle 227: „Schneid Mühl hinter der Papiermühl haben beyde Bürger und Rothgerber Dörzapf und Hermanni ao 1736 von Schneid Müller Mersinski an sich erKaufft, gibt Jährlich WaßerfallZinß Zur gefall Verweserey 5fl und zur Statt 1fl BodenZinß, diese haben eine Lohestampf daran gebaut.“

 

 

- Sägemühle des Heinrich Klein:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. H3 Nr. 7728: Aufsicht der Baumaßnahmen am Speyerbach in der Gemarkung Neustadt mit Berücksichtigung des Flößereibetriebs (1833-1868): Erteilung von Konzessionen für die erste Obermühle des Peter Leist bzw. des L. Corell, die zweite Obermühle des Johann Sauter, die Sägemühle des Heinrich Klein sowie die Wappenschmiede des Jakob Müller

 

 

- Sägemühle Knoeckel:

am 4.7.1834 bietet C. Knöckel den Verkauf von Schnittholz auf seiner „neu eingerichteten Schneidmühle“ an 228.

 

 

- Spitalmühle:

s. Kronenmühle Winzingen

 

 

- Stadtmühle, Untermühle:

sie lag westlich des Stadtzentrums am Juliusplatz, direkt an der Stelle, an welcher der Speyerbach unter der Stadtmauer in die Stadt eintrat; dort entstand an der westlichen Stadtmauer unter dem Schutz des festen Turms der Marientraut (abgerissen 1894, lediglich die Grundmauern überwölben noch den Speyerbach zwischen Kirchgarten und Stadtgarten) die Mühle, von der noch heute die Reste des Wehrs am Juliusplatz an der Südseite des Stadthauses zu sehen sind 229.

 

Die Stadtmühle wurde schon vor 1382 zur Unterscheidung von der Obermühle als Untermühle bezeichnet; einst gelegen bei dem Bachturm Marientraut der Stadtbefestigung 230, südlich des heutigen Stadthauses. Türsturz mit Aufschrift 1596 und den Initialen ei­nes Ehepaars N K. - A.H. [Anm.: = Nicolaus Kantz] 231.

 

Niclaus *Kantz, der Stadtmüller in Neustadt wird mit einem Vermögen von 1700 fl geschatzt und zahlt 1584 Türkensteuer; er hat sei­nem Stiefsohn Wingerte, Wiesen und Äcker eingeräumt; Kantz stirbt am 3.12.1596 in Neustadt 232.

 

Die Stadtmühle blieb auch in den folgenden Jahrzehnten im Besitz der Familie Kantz. Denn 1659 wird im Neustadter Ratsprotokoll die „Kantzische relicta, anitzo Georg Metzgers, Stattmüllers, Ehehausfr[aw]“ genannt 233. Dieser Georg *Metzger hat also die Witwe des Müllers Matthes Kantz 234 geheiratet.

 

1657 ist Georg *Metzger der Stadtmüller in Neustadt. In den Neustadter Ratsprotokollen befindet sich am 24.11.1657 folgender Ein­trag: „Georg Metzger, Stattmüller, suchte an vor sich und seinen Stiefsohn Georg *Kantz, Würtzmüller, umb Erlaubnus, eine Seege in den Walt zu tragen und von liegenden Buchenholtz einige Schaifel und dergleichen zu schneiden. Ist verwilliget, doch ohne Con­sequentz, und sollen die Waltschützen dazu gezogen werden“ 235.

 

Am Samstag, dem 30.1.1658 kam es zu einem Brand in der Stadtmühle. Im Neustadt Ratsprotokoll vom Dienstag den 2.2.1658 heißt es hierzu: „Georg Metzger, Stattmüller, ist erinnert worden, wegen des am Ϧ[Sambstag] negsthin abents in der Mühlen entstandenen Fewersbrunst zu Straf zehen Gülden zu entrichten, wie üblich ist“ 236.

 

Im Neustadter Ratsprotokoll vom 9.3.1658 heißt es: „Kantzische Behaußung[:] Herr Ausfauth Ulrich Jacob Heuß begert e[ines] e[ehrsamen] Raths Gutachten wegen der Kantzischen Behaußung alhier, neben der Stattmühl gelegen, umb deren Verkauf oder Abt­heilung Johann Wilhelm Hendel und Hanß Michel Kantz bej besagtem Herrn Außfauthen in Schrifften angesucht mit Vermelden, daß Georg Kantzen seel[igen] relicta wie auch dero jetziger Hauswürth Hanß Wilhelm Mattheus das Werck gehindert, immittelst das Haus nicht gebawet werde, sondern notwendig verderben müße. Resol[ution]: E[in] e[hrsamer] Rath hat iederzeit auch noch am nutz­lichsten zu sein erachtet, solches Haus kauflich zu begeben und die Gelter der Kinder anderwertlich anzulegen, wie vor diesem der Ausfauthey man eröfnet und bisher uf deren Erclerung gewartet“ 237.

 

Im Neustadter Ratsprotokoll heißt es am 16.11.1658: „Johann Wil­helm Hendel, Schuldiener zu Lachen, contra Matthes Kantzen s[ee­ligen] Nachfahrn Georg *Metzger clagt uf 275 f. an 825 f. lang ge­standenen Kaufschilling, uf der Stattmühl alhier hafftent, so von Ott Kantzen herrühret“ 238.  Und am 8. März 1659 heißt es: „Ge­org Metzger der Stattmüller verzeiht uf sein Antheil an 10 Morgen, mit deßen Stiefsöhnen,  beeden Kantzen, aber will H[err] Spit­talm[ei]st[e]r selbst reden“ 239. Am 4.8.1659 wird im Ratsprotokoll festgehalten: „Herr Peter Schopman contra Kantzische relicta, anitzo Georg Metzgers, Stattmüllers, Ehehausfr[aw], thut nachmals Erinnerung wegen 33 R[eichs]th[a]l[e]r Capital und seit a[nn]o 1650 gefallener Pensionen, so beclagte noch nicht gerichtlich versi­chert noch zur Zahlung bisher sich verstehen wollen. Der Statt­müller erbietet sich, uf negstkommenden Herbst mit Wein, wie Kauf und Lauf sein wirt, Herrn Schopman zu befridigen, womit der­selbe sich genügen laßen“ 240.

 

Am 20.12.1663 wird im Neustadter Ratsprotokoll vermerkt: „Georg Metzger wirt zu Reparirung der Stattmühlen uf sein beschehe­nes Ansuchen vier Stämm Eichenholtz aus dem Walt verwilligt“ 241.

 

Am 20.12.1663 wird im Neustadter Ratsprotokoll vermerkt: „Georg Metzger der Stattmüller contra Claudium Brunner den Träher hat sich beclagt, daß am nächsten Pfingstmontag der Träher ihn des Nachts in der Mühlen geschlagen, wie an deßen Angesicht zu se­hen, auch getretten etc. Der Beclagte wendet ein, daß der Cläger seine Liebst vorher geschlagen, welches aber nicht erwiesen. Ward also in zehen Gülden Straf gesetzt, nachdem er vordrist den Cläger umb Verzeihung gebetten“ 242.

 

Hans Georg (Görg) *Kantz († vor 1672 err.) war als Nachfolger seines Stiefvaters Georg Metzger der Stadtmüller in Neustadt; ∞ mit Agneß Lackel [Anm.: sie heiratet am 16.1.1672 in Neustadt als Wit­we den aus Kaiserslautern stammenden Müllerssohn Hans Conrad *Stephan, der die Stadtmühle fortführt] 243.

 

Im Neustadter Ratsprotokoll vom 24.11.1663 heißt es: „Georg Kantz, ietziger Stattmüller ist vorgefordert und wegen der in der Mühl in Martio und ietzt befundener Mängel zu Redt gesetzt worden, sonderlich den Laufer am Schehlgang, so zu schmal, betreffent. Item drey alte nichtsnutzige Beutel und anders. Weiln nun die Mahlgäst bey solchem Zustand vervortheilt worden, so hat man ihm sechs Gülden Staff uffgelegt und zugleich befohlen, in vierzehen Tagen obige Mängel ohnfehlbar zu ersetzen, widrigen Falls zehen Reichs­thaler Straff zu liefern“ 244.

 

Hans Conrad *Stephan führt nach seiner Eheschließung am 16.1.1672 mit der Witwe Agneß Kantz die Stadtmühle fort bis zu seinem Tod 1674 (err.). Die Witwe Agneß Kantz verw. Stephan heiratet am 21.9.1674 in Neustadt den Albrecht Rübsamen 245.

 

Da aus der Ehe des Müllers Hans Georg Kantz und der Agnes *Lackel keine männlichen Erben hervorgehen und auch deren 2. Ehe­mann der Stadtmüller Hans Conrad *Stephan († ca. 1674 err.) bald verstirbt, fehlen in der direkten Linie männliche Erben. Die Stadt­mühle geht daraufhin an Henrich Ludwig Kantz (Sohn des Hans Georg Kantz und der Anna Christina Cornelius 246) über, einen En­kel des Stadtmüllers Burkhardt Kantz.

 

Henrich Ludwig *Kantz aus Neustadt verkaufte die Stadtmühle in Neustadt an 25.2.1684 an Johann Heinrich *Schleicher 247.

 

Am 15.11.1699 wird Joh: *Lorentz, gewesener Müller auf der kurpfälzischen Stadtmühle im luth. KB Neustadt anläßlich der Taufe seiner Tochter Anna Maria Lorentz (geb. 10.11.1697) genannt 248.

 

1720 erwirbt Jo­hann Jakob *Sauter die Stadtmühle von Leopold *Bartle als Erbbestandsmühle 249 und erhielt 1732 einen Erbbe­standsbrief 250.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Stadtmühle wie folgt beschrieben 251: „Die Stadtmühl in der Neustadt hat aber Joh: Jacob Sauter, deß jetzigen Pohseßsors sein seeliger Vatter anno 1720 von dem Leopold *Bartle auf sich als ein Erbbestands Mühl gekauft, hat von Anfang 3 Gäng gehabt und auch noch, gibt, jährlich in hießige Kellerey 65 ½ Ma. Korn Erbpacht, so dan 6 fl Maß Gehlt benembst 20x vor einen Cappern in hießige Gefallverwäßerei 1 ½ Maltern Korn zu all hießigem Stift, 52x in des armen Leuth Ambt, 3 ½ in das Spital Branchweiler, 1 fl 9x Müller Umbgeldt, wie solches der Erbbe­stands Brief so in Anno 1723 ist erneu­ert worden alles melden thutt, der jetzige Possesser ist Johann Geörg *Sautter.“ [Anm.: in an­derer Textfassung: Sauter]. Weiter unten heißt es 252: „Der Wendel Sauter ein Bruder von obigem hat die Obermühl dessen Cameral Erbbestandsbrief ist d 24te gbris 1722 er­neuert worden […].“

 

Nach dem Tod des Müllers Johann Georg (1) *Sauter fiel die Mühle an den Sohn, Johann Georg (2) *Sauter. Nach Sauters Tod fiel die Stadtmühle in Neustadt 1802 erblich an die Tochter NN. Sauter und deren Ehemann Heinrich *Mattil 253. 1802 – 1842 war der Müller Heinrich Mattil Eigentümer der Stadtmühle 254, der Ende 1835 ein Gesuch „zwecks Erbauung eines Mühlwerkes unterhalb Speyerdorf an der sogenannten Waide“ einreichte 255.

 

1832 kam es zu einer Beschwerde des Stadtmüllers Heinrich Mattil über Veränderungen bzw. Einbauten im Bachbett des Stadtbachs, die der Stadtmühle schadeten. Daraufhin wurde am 23.8.1831 der Kgl. Bezirks-Ingenieur Johann Bernhard Spatz [∞ mit Eva Maria Holzmann, Vater des Rechtsanwalts und Abgeordneten im Frankfurter Paulskirchenparlament 1848 Carl Alexander Spatz 256, ∞ am 25.9.1836 in Grünstadt mit Ernestine Augustine *Fries 257] beauftragt den Streckenabschnitt des Stadtbachs vom Ca­simiranum an bis zur östlichen Stadtmauer aufzunehmen 258. Der Stadtbach trat östlich des Teilungspunktes von Speyerbach und Floßbach knapp un­terhalb des Ca­simiranums durch zwei Bögen in der Wall- und danach in der Zwingermauer in die Kernstadt ein. Am Teilungspunkt querte eine alte, 14 Meter lange Schwelle den Floßbach auf der eine Eisenschiene montiert war, die garantierte, daß der Stadtbach (Speyerbach) eine für die Stadtmühle günstige Wasserhöhe von 74 cm hatte 259.

 

Im Neustadter Wochenblatt vom 19.7.1842 wird die „Licitation“ der Stadtmühle für den 17.8.1842 angekündigt: „[...] werden auf An­stehen von 1) Charlotte geb. Schimpff, Wittwe erster Ehe von Georg Sauter, im Leben Müller dahier, und 2) der Kinder und Erben des vorgenannten Georg Sauter, nachbeschriebene, in hiesiger Stadt und Gemarkung gelegene und theils zum persönlichen Nachlasse des Georg Sauter, theils zu der zwischen diesem und seiner genannten Wittwe bestandenen Gütergemeinschaft gehörige Immobilie … auf Eigenthum versteigert, 1) Die sogenannte Stadtmühle mit einem Schälgang und 3 Mahlgängen, Wohnhaus, Stallung, Schop­pen und Hofraum ..“ 260.

 

1842-1863 folgte der Müller Heinrich Sauter 261, nach dessen Tod dessen Witwe Philippina Apollonia *Sauter ab 1863 die Mühle wei­terbetrieb. Diese verkaufte die Stadtmühle 1885 an die Stadt Neustadt 262.

 

Am 6.7.1888 beauftragte der Stadt Neustadt die Baukommission des Stadtrats, den Abriß der Stadtmühle zu prüfen. Die Mühle wur­de in der Folge abgerissen und war 1894 verschwunden. Der letzte Stadtmüller hieß Schüssler 263.

 

Bei der archäologischen Ausgrabung am Juliusplatz von 1966 im Zusammenhang mit dem Bau der Tiefgarage konnte nur wenige Re­ste der alten Stadtmühl wiederentdeckt werden, darunter ein Mühlstein 264.

 

Müller auf der Stadtmühle waren:

- um 1584 bis † 3.12.1596 Niclaus Kantz; ∞ mit A.H.

- bis vor 1657 Matthes Kantz; ∞ mit NN.; Vater des Würzmüllers und späteren Stadtmüllers Georg Kantz; die Witwe des Witwe NN. heiratet in 2. Ehe den Müller Georg Metzger

- um 1657 Georg Metzger, auf diesen folgt der Stiefsohn Georg Kantz

- nach 1658 Georg Kantz, ∞ mit Agneß NN. [Anm.: sie heiratet am 16.1.1672 in Neustadt als Wit­we den aus Kaiserslautern stammenden Müllerssohn Hans Conrad *Stephan, der die Stadtmühle fortführt 265.

- ab 1672 bis † 1674 Hans Conrad Stephan; dessen Witwe Agnes NN., verw. Kantz heiratet am 21.9.1674 in Neustadt den Albrecht Rübsamen 266.

 

Karte:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a Bl. 2: Gewässer- und Mühlenplan zwischen Neustadt um Winzingen um 1766 (abgedruckt bei Ha­bermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 232)

 

Literatur/Urkunden zur Stadtmühle:

- Foltz, Gisela: Rickeracke geht die Mühle mit Gekna / Mittelhaardter Rundschau. - 54 (1998), Nr. 50 vom 28.2

- LA Speyer Best. H3 Nr. 7730: Aufsicht über den Speyerbach wegen Flößereibetriebes, darin: Wiederholte Beschwerden der Besit­zer der Stadtmühle, Heinrich Mattil und Erbengemeinschaft Sauter, wegen Beeinträchtigung in ihren Wassernutzungsrechten, 1732, 1829-1841

 

 

- Strohmarkt-Mühle:

s. ehemalige Papiermühle Fey

 

 

- Walkmühle, älteste:

sie lag außerhalb der Stadtmauern, anstelle der heutigen Wallgasse. In einer Urkunde vom 24.6.1276 heißt es: „Sigelo et Alharith ci­ves in nova civitate iuxta pontem … schenken ein Gut situm extra muros civitatis iuxta molendinun Walchmule“ 267.

 

 

- Walkmühle bei dem Wolfsberger Schloß:

s. Walkmühle oberhalb der Obermühle

 

 

- Walkmühle oberhalb der Obermühle, spätere Ölmühle Sauter:

sie lag oberhalb der Obermühle im Neustadter Tal 268; es dürfte sich um die im Neustadter Ratsprotokoll vom 18.3.1658 genante „Wackmühl bej dem Wolfsberger Schloß“ handeln 269.

 

Am 29.04.1454 wird ein Morgen Wingert "by der Walckmühle" erwähnt 270.

 

Im Neustadter Ratsprotokoll vom 18.3.1658 heißt es zum Wiederaufbau der „Walckmühl bej dem Wolfsberger Schloß“ 271: „Burger­meister und Rath haben sich dato mit Hanß Schilj, dem Zimmerman, verglichen, die hiesiger Statt gehörige Walckmühl wider ufzu­richten und in Baw und esse zu bringen nach Inhalt des schrifflich übergebenen Überschlags alles und jedes zu stellen und zu ma­chen, außerhalb das dem Glaser, Schloßer, Klauber und Maurer betrifft. Dieselbe sollen von der Statt befridiget werden. Hingegen gibt ietztermelte Statt ihme, Zimermann, einhundert und fünf Reichsth[a]l[e]r, welche Herr Burgermeister Philips Bickes ufnemmen und entlehnen ..“ 272.

 

Die Arbeiten beim Wiederaufbau der Walkmühle bei Wolfsberger Schloß sind zügig vorangeschritten, denn bereits am 13.7.1658 heißt es in Neustadter Ratsprotokoll: „Walckmühl[:] Dieweilen nunmehr die Walckmühl in einen solchen Stand gebracht worden, daß dorinn zu walcken ein Anfang gemacht werden kann, so ist dato mit Hanß Peter Sigel und Wendel Gödel, beeden Wüllenwebern, ge­redet, wie das Werck anzugreifen und vor ein Anstalt zu machen; daruf resolvirt, daß ermelter Gödel anitzo zum Anfang sich des Wercks unterwinden und von iedem Stück Tuch ein halben Gülden, so ein Einheimischer und Frembder zu erlegen, erfordern, ieder­zeit aber dasselbe dem Rentmeister anzeigen möge“ 273.

 

Am 29.7.1658 heißt es im Neustadter Ratsprotokoll: „Carl Böckler, Burger und Wagner alhier, hat bej dem vergangenen Krigsunwe­sen etliche Zieglen bej der Walckmühlen unter dem Wolfsberger Schloß ohne Vorwißen abgeholt und zu seinem abgebrante Hauß an­gewant, deswegen er zur Redt gestellt und dohin verglichen worden, daß er zu Behuef hiesiger Statt, sonderlich zur Reparation oban­gedeüter Walckmühlen 800 Zieglen neben drey Mltr Kalck hergeben solle, damit derselbe wol zufriden gewesen und alles in der Güte hingelegt ist“ 274.

 

Im Neustadter Ratsprotokoll ist am 10.4.1660 vermerkt: „Walckmühl[,] Hanß Peter Nieset, Burger und Wüllenweber alhier, meldet sich an und begert, ihme der Statt Walckmül einzuthun, solche zu bewohnen; verspricht dagegen, selbige Wohnung wie sie ihme ein­gethan wirt, widerumb bej seinem Abzug zu stellen, als die Lieferung geschehen vermög inventarij, so darüber ausgefertigt werden solle, mit Erbieten, der Statt von iedem Stück Tuch, so er walcket, ½ f. zu liefern. Daruf man ihme ihärlich 10 f. Hauszins gleich vor diesem derjenige, welcher die Walckmühl bewohnt hat, der Statt geliefert, abgefordert; begerte noch 8 Tag Bedenckzeit“. Weiter heißt es: „[Donnerstags] den 26. Aprilis 1660 ist Nieset erschienen und hat gebetten, ihn ½ Ihar lang frej in der Walckmühl wohnen zu laßen, wollte sich bekannt machen und vom Stück Tuch den halbe Gülden der Statt liefern, so verwilliget bis instehende Weihe­nachten ohne Haußzins 275.  Im Ratsprotokoll vom 9.8.1660 heißt es: „Hanß Peter Nieset, biesher gewesener Walcker ist beurlaubt und die Walckmühl beeden hiesigen Burgern und Wüllenwebern Wendel Gödel und Johann Peter anvertrawt worden [...]“. 276

 

Am 6.9.1664 wird im Neustadter Ratsprotokoll vermerkt: „David Colman von Markirch beneben seinem Tochterman Anton Hirang, anitzo zu Edigkoben säßhafft, haben sich dato bey e[inm] e[hrsamen] Rath wegen der Walckmühlen angemeldet, denen man solche uf ein Jahr lang frej zu bewohnen und die eine Stub vollents zurüsten zu laßen versprochen. Solle aber der Statt ihre Gebühr von ie­dem Stück Tuch erheben, neben seinem Lohn, item die Mühl fleißig in Acht nemmen und solche wider endlich wie die empfangen stellen“ 277.

 

Inspektor Weckmann hat sie 1703 von seinem Schwager Adolf Frank geerbt 278.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist Walkmühle wie folgt beschrieben279: „Noch befindt sich ober der Obermühl eine Walkmühl, dieselbe hat der verstorbene Inspektor Weckmann selig in Anno 1703 von seinem Schweger Adolf Franck ererbt, hatt ein Waßergang, gibt jährlich 2 Schilling Bodenzinß hießiger Stadt, sonsten ledig und eigen, haben keinen Consens auf zu weißen, der jet­zige Posseßsor ist des Weckmann seelige hinterlassene Witt: Maria Catharina Weckmännin“. An anderer Stelle heißt es 280: „Item hatt dieser Hof Camer Erbbestands Müller [Anm.: der Müller auf der Obermühle Neustadt, Johann Wendel *Sauter] die oben dieser Erbbestandsmühlen [Anm.: die Obermühle Neustadt] befindlich sogenannte Weckmännische Schleif- oder Walkmühle durch Vermitt­lung einer desfalß angeordneten Hochlöbln Commissi­on Eines Hohen Churpfaltzn Judicii Delegati an sich erhandelt, solche gäntzl abgebrochen, und gantz new aufgebawet, Zu einer Öh­lig- und Mahl-mühlen [...]“.

 

 

- Walkmühle oberhalb Neustadt:

nahe bei der Hammerschmiede oberhalb Neustadt im Neustadter Tal gelegen 281. Vor 1838 durch NN. Allefeld neu erbaut. Im kur­pfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die Stadtmühle wie folgt beschrieben 282: „Noch hart an dießer Hamerschmidt ist durch den N: N: Allefeldt eine …. walck mit einem Was­serrath, welches ihme der Hammerschmitt verkauft hat, neu auf gebaut worden, der jet­zige Posser ist Johann Wendel Sautter et Con­sort. Wird aber nicht gebraucht, ist auch kein Consens vorhanden.“ Weiter heißt es in derselben Akte 283: „Daran anstoßende Walkmühl [Anm.: neben der Ham­merschmiede oberhalb Neustadt im Neustadter Tal gelegen] ist Von obigem Petri dem verstorbenen Krämeren Ahlefeld und Von des­sen Wittib dem Obermüller Wendel Sauter Verkauft worden, wird aber5 noch Zur Zeith für nichts gebraucht.“

 

 

- Walkmühle Lorch:

s. Winzingen

 

 

- Walk- und Schleifmühle (kurfürstliche) zwischen Neustadt und Winzingen:

errichtet vor 1521 durch Kurpfalz. In einem 1521 angeschlossenen Vertrag zwischen Kurfürst Ludwig IV. von der Pfalz und seinem Bruder, Bischof Georg von Speyer, wurde u.a. geregelt, daß bezüglich der von Kurpfalz zwischen Neustadt und Winzingen neu er­richteten Walk- und Schleifmühle, daß dieselbe nicht in eine Mahlmühle umgewandelt werden dürfe, wegen der unterhalb gelegenen bischöflichen Mahlmühle in Winzingen, „damit jener dadurch am Wasser kein Abtrag geschehe.“ 284

 

 

- Wappenschmiede Corell, Corellsche Mühle bei der Obermühle:

Wappenschmiede und Mahlmühle „An der Obermühle“ 285, auch Wappenschmiede im Schönthal „unter dem Wolfsberger Schloß 286.

 

Johann Heinrich Lorch besaß um die Mitte des 17. Jh. neben seiner Mahlmühle in Winzingen auch die Wappenschmiede im Schönthal „unter dem Wolfsberger Schloß 287, in welcher er insbesondere im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-97) im Auftrag der Herrschaft Schanzzeug für die Zeughäuser in Philippsburg und Frankenthal herstellte 288.

 

Der Müller Leonhard *Corell erhielt von seinem Vater Johannes Corell zum Heiratsgut lt. Ehevertrag vom 12.1.1834 die Corellsche Mühle bei der Obermühle, bestehend aus Wohnhaus mit einer Waffenschmie­de und Mahlmühle, Stall, Schuppen, Hof und Garten 289.

 

1846 erfolgte der Neubau der Mühle 290, 1860 der Neubau der Scheune 291.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 ist genannt die Firma „Corell, Leonhard & Söhne. Kunst- und Handelsmühle in Neustadt. Inhaber Leonhard Corell, Friedrich Corell und Georg Corell“ 292.

 

1864 folgte der Müller Georg Corell, der eine Dampfmühle einrichtete 293. 1867 kam es zur Brandkatastrophe auf der Mühle, 1868 erfolgte der Neubau der Ge­bäude. Noch 1876 war die Mühle im Besitz des Georg Corell 294.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. H3 Nr. 7728: Aufsicht der Baumaßnahmen am Speyerbach in der Gemarkung Neustadt mit Berücksichtigung des Flößereibetriebs (1833-1868): Erteilung von Konzessionen für die erste Obermühle des Peter Leist bzw. des L. Corell, die zweite Obermühle des Johann Sauter, die Sägemühle des Heinrich Klein sowie die Wappenschmiede des Jakob Müller

 

 

- Wappenschmiede vor dem Neuthor:

der Wappenschmied Peter Jacob Müller aus Neustadt beantragte 1840 die Erlaubnis zum Bau einer Wappenschmiede in Neustadt. Am 2.6.1840 wurde von der bayerischen königlichen Regierung „vermöge höchster Finanz-Ministerial-Entschließung vom 23. d. M. No. 6800 dem Peter Jacob Müller von Neustadt die landesherrliche Bewilligung zu ertheilen geruht, zu Neustadt a. H. vor dem Neuthore am rechten Ufer des Speyerbaches eine aus zwei Hämmern an einer Welle, zwei Feuern und einem Schleifwerke bestehende Waffenschmiede“ zu er­richten 295.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. H3 Nr. 7728: Aufsicht der Baumaßnahmen am Speyerbach in der Gemarkung Neustadt mit Berücksichtigung des Flößereibetriebs (1833-1868): Erteilung von Konzessionen für die erste Obermühle des Peter Leist bzw. des L. Corell, die zweite Obermühle des Johann Sauter, die Sägemühle des Heinrich Klein sowie die Wappenschmiede des Jakob Müller

 

 

- Würzmühle (Papierfabrik Knöckel):

lag am westlichen Ende von Neustadt; im Stadtteil Schöntal nördlich der Bundesstraße, befindet sich die Straße „Würtzmühle“. Das Anwesen, das keine Mühle war (!) bestand aus Wohnhaus, Schweineställe, Hof und Garten, Scheuer, Schuppen und Stall. Friedrich Roedter ersteigerte das Anwesen aus dem Nachlaß seiner Mutter, der Witwe des Papierfabrikanten Johann Hiob Roedter [Anm.: Ka­tharina Elisabeth Allemang, verw. Lorch, Witwe des Papiermüllers Johann Friedrich Lorch aus Neustadt] für 4000 fl lt. Akt vom 13.7.1833 296. Auf dem Gelände, das nahe bei der Papiermühle Roedter lag, wurden später Arbeiterwohnungen der Papierfabrik er­richtet 297. +++klären: warum heißt das Anwesen [...]mühle, wenn es keine solche war ?+++

 

 

- Würzmühle (Stadthaus II), Würtzmühle, auch Weidenmühle):

beim heutigen Stadthaus II in der Talstraße 148. Die unter Denkmalschutz stehende Villa Abresch, in der sich heute das Stadthaus II und das Stadtarchiv befindet, liegt im Park der ehemaligen Würzmühle 298. „Ober der Neustadt gelegen“ 299.

 

Christmann leitet den Namen der Mühle als ältere kürzere Form von Gewürzmühle ab, also „Gewürze mahlende Mühle“ 300.

 

Am 30.11.1624 kommt es zu einem Kaufvertrag in Gimmeldingen zwischen Margaretha Witwe des Hanß Ritter zu Lobloch einer­seits und Peter Schöffer, Müller in der Weidenmühle und dessen Ehefrau Barbara 301.

 

Der Rotgerbermeister Joh. Nicolaus Hermanni (geb. 7/1627 Edenkoben - † 6.1.1692 Neustadt; ∞ um 1651 mit Anna Maria Rothhaar [ref.; geb. um 1632 Frankweiler - † 19.3.1694 Neustadt]) kauft 1655 die Würz- oder Walkmühle 302.

 

Um 1657 ist Georg Kantz der Müller auf der Würtzmühle Neustadt. Er ist der Stiefsohn des Neustadter Stadtmüllers Georg Metzger. 1657 ist Georg Metzger der Stadtmüller in Neustadt. Im Neustadter Ratsprotokoll befindet sich am 24.11.1657 folgender Ein­trag: „Georg Metzger, Stattmüller, suchte an vor sich und seinen Stiefsohn Georg Kantz, Würtzmüller, umb Erlaubnus, eine Seege in den Walt zu tragen und von liegenden Buchenholtz einige Schaifel und dergleichen zu schneiden. Ist verwilliget, doch ohne Conse­quentz, und sollen die Waltschützen dazu gezogen werden“ 303.

 

Im Neustadter Ratsprotokoll vom 7.10.1658 heißt es: „Der Würtzmüller Georg Kantz bate, das man anstatt der dis Ihar schuldigen 18 M[a]l[te]r Korn Mühlenpfacht, weiln er mit Frucht dismal garnicht versehen und in natura solchen Pfacht zu liefern ihme ohnmög­lich fallen thete, Gelt annahmen wollte. Daruf ist mit ihme gehandelt, das es bej zwantzig Reichsth[a]l[e]r verbleiben solle“ 304.  Wei­ter ist am 2. 11.1658 vermerkt: „Georg Kantz der Würtmüller kündet auf, weil der drejjährige Mühlbestand gegen Lichtmes 1659 zu Endt laufen thete und er anderwertlichen seine Gelegenheit zu suchen entschlossen. Wirt angenommen“ 305.

 

Im Neustadter Ratsprotokoll vom 23.11.1658 heißt es: „Würtzmühl Bestandt. Heüt dato ist mit Philips Biebeln wegen der Würtz­mühlen ein newer Bestand ufgericht worden, deme er Folge zu leisten angelobt. 1. solle der Beständer die besagte Mühl uf drey Ihar lang von Lichtmeß 1659 an in Bestand haben und gleich voriger Müller geniesen, doraus der Statt vors erste Jahr 18 und vor das zweite und dritte Jahr jedes 20 M[a]l[te]r Korn zu Pfacht reichen und quartaliter zahlen. 2. gnädigster Herrschafft das Ihar die ge­wöhnliche sechs M[a]l[te]r Bachzins entrichten. 3. Hat er das Ungelt uf der Ungeltstuben von seinem Brot zu liefern. 4. Wenn Fröh­ner auf der Bach oder am Werd oder an der Mühl fröhnen in Beysein der Mühlherren und Viertelmeister, soll er, der Müller, mit und dabej sein und alles der Statt zum Besten befürdern helfen. 5. Da etwas an der Mühl oder an der Bach wie auch Damm brechen wirt, soll er mit seiner Fuhr nach Möglichkeit dazu beyführen helfen. 6. hingegen aller Frohnden sonst bej der Statt frey sein und damit nicht belästigt werden. 7. Des Ihars solle er der Statt ein Schwein, so man ihme stellen wirt, zu mästen wie vorige Müller gethan, schuldig sein. 8. Wirt in diesem Bestand die Nebenmühl nicht begriffen, sondern der Statt vorbehalten.  9. Mag er einen sonderbaren Schlüßel zum Schlagbaum am Newen Weg haben, doch ohne Nachtheil und Schaden“ 306.

 

Am 5.11.1661 schloß der Stadtrat von Neustadt einen neuen 6jährigen Temporalbestandsvertrag über die Würzmühle mit dem „Phi­lips Bibeln, dem Würtzmüller“ 307.

 

Zwischen 1658 und 1673 ist im katholischen Kirchenbuch Hambach sowie im reformierten Kirchenbuch Neustadt-Haardt (Hinter­grund: Kriegswirren und deren Folgen und hierdurch fehlende Pfarrer) eingetragen der Johann (Hans) Philipp *Biebel (1664 „Bübel) von Lothringen als Würtzmüller in Neustadt; ∞ mit Anna Catharina NN. aus Lothringen († 29.9.1691 ref. KB Neustadt) 308.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt vom 6.1.1683 heißt es: „Die Würz- oder Weyden Mühl ohnweit Neu­statt“ 309.

 

Wendel *Flockert übergibt sie 1689 an Hans Jakob *Schleicher, der in dessen Besitz für die nächsten 3 Jahre eintritt, jedoch flieht er 1690 während der Unruhen des pfälzischen Erbfolgekrieges. 1692 erneuert er seinen Vertrag mit der Stadt. Nach einer Schätzung aus dem gleichen Jahr ist der Mühlgang 115 fl, die Schälmühle 62 fl wert. 1697 kaufte Johann Nikolaus (1) *Gienand die „Würtzmühle ob der Schlifbrücken“ 310 und ist nun Erbbeständer der Würtzmühle 311. Er zahlt 6 Malter Kornzins, 24 Malter Korn an die Stadt, 2 Mahlgänge 312.

 

Die Würzmühle umfaßte mE sowohl eine Mahlmühle als auch eine Waffenschmiede. Johann Nikolaus (1) *Gienand war Wappen­schmied 313. Die Mahlmühle wurde um 1701 von Johann Jakob *Fitz betrieben 314.

 

Am 30.11.1704 wird Johann Peter Meister als Würtzmüller in Neustadt genannt; ∞ mit Christina NN.; Vater des Johann Peter Mei­ster (geb. 28.11.1704 Neustadt, ~ 30.11.1704; Pate war „Johan Peter von Metzgershandwerk“) 315.

 

Die beiden Söhne des Johann Nikolaus (1) *Gienanth, der früh gestorbene Johann Leonhard (1) *Gienanth und sein Bruder Johann Jakob (1) Gienanth saßen auf der Würtzmühle 316.

 

Auf dem gleichen Anwesen gibt es noch eine Waffenschmiede und eine Schleifmühle mit 2 Wasserrädern, der Wasserfallzins beträgt (1738) 2 fl 18 x 3 ½ Heller; Besitzer ist 1738 der Leonhard Gienand 317.

 

Im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis 1738 ist die „Würtzmühl ober der Neustadt“ wie folgt beschrieben 318: „Die Würtzmühl oben der Neustadt hat der Nicolas Ginandt von hießigem Stadt Rath in Anno 1697 in einem Erb­bestand übernommen, gibt jährlich in hie­ßige Kellerey Wasserfall 6 malter Korn, undt der Stadt 24 Malter, Hatt 2 Mahlgänge, der jet­zige Pohseßser ist Bernhard Förster, noch ist in selbiger Hofräth (Anm.: Hofreite) ein Wappen Schmidt undt Schleif Mühl. Hat 2 Wasserrad und ist mit in obigem Erbbestand ein verleib. Von derselben ist der Posseser Lenhardt Günandt. Gibt jährlich in die Gefäll Verwäßerey Neustadt 2 fl 18x 3 ½ fl Wasser­fall Zinß, sonsten kann von beyden kein Consens vorgezeigt werden.“

 

An anderer Stelle heißt es ebenfalls 1738 319: „Die Würtz- oder Weydenmühlen Besitzer Jo­hann Leonhard Förster ein Müllermeister, und Johann Leonhard Ginand ein Wafenschmitt Von hiesiger Statt Erbbeständlich, hatt Zwey Gäng, so mann aber Scheelet, kann nur einer Zum mahlen gebraucht werden[,] gibt Jährl 6 Mltr Korn zur Kellerey, und Gefäll Verweserey[,] 2 fl18 kr 3 1/2Heller ahn die Statt Newstatt 24 Mltr Korn und muß beeden Bürgermeistern Jährl ein Schwein ….“.

 

Johann Jacob *Louis (geb. Bischwiller/Elsaß - † 11.1.1793 Neustadt, ∞ mit Clara Elisabeth Vörster) war Müller auf der Würzmühle 320.

 

1815 wird der aus Untergramling/Böhmen stammende Mühlarzt Lorenz *Selig als Mühlarzt auf der Würtzmühle in Neustadt genannt 321.

 

In der „Neue Speyerer Zeitung“ wird am 17.4.1822 die freiwillige Versteigerung der Mühle durch den damit beauftragten Notar Walther in Neustadt angekündigt: „.. auf Betreiben der Bernhard Louis'schen Erben von da …: A. Hauptbau der großen Mahlmühle, bestehend in 2 Stockwerken und mit Mauerwerk umgeben, worin sich unten 3 Zimmer, mit Küche und Waschküche, und im obern Theil ebenfalls 3 Zimmer befinden, nebst Stube und Kammer im alten Baue; das Mühlwerk enthält 2 Wasserräder, Wasserbau. 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. B. Die Oehlmühle mit 2 Stockwerken, mit Mauer umgeben, bestehend unten in Oehlmühle und Keller, oben 5 Zimmer, Küche, Hausgang und Speicher; nebst einer kleinen neuen Mühle; das Werk der Oehlmühle enthält eine doppelte ei­serne Presse, 1 Paar Steine, Schrotmühle, und Wasserbau; jenes der kleinen neuen Mühle, Wasserbau, Wasserrad, 1 Mahlgang, Schäl- und Hirsengang. …. an der Hauptstraße von Neustadt nach Kaiserslautern und ganz in der Nähe der Stadt [...]“ gelegen 322.

 

1826 Verkauf an den Rotgerber Johann *Abresch (1773-1852) 323. Johannes Abresch kaufte die Mühle von der Witwe und den Kin­dern des verstorbenen Bernhard Louis am 25.11.1826 für 1300 fl 324. Es folgte 1853 der Ludwig Adam *Abresch 325, sodann dessen Söhne Johann Edmund *Abresch 326 und Ludwig Adolph *Abresch.

 

Wegen der Umbauten an der Mühle heißt es in der Neustadter Zeitung Nr. 51 vom 20.4.1854 unter der Rubrik „Bekanntmachungen“: „Durch Anschlag am Stadthause wird bekanntgegeben, daß die Gebrüder Abresch um nachträgliche Concession zur Errichtung der in ihrem Werke, Würzmühle, befindliche Turbine nachgesucht haben“ Zur Verhandlung hierüber wurde Termen anberaumt auf 9.5.1854. Weiter heißt es: „Bei diesem Anlasse soll auch über das angebrachte Gesuch um Tieferlegung der Schwelle, Verbreitung des Schutzes und Errichtung eines Streichwehres an obiger Mühle verhandelt werden.“ 327

 

Nach Bachverlegung 1868/69 Bau eines neuen Mühl- und Lagergebäudes, ersteres durch Brand 1876 zerstört und 1877 erneuert. Zu dieser Zeit Bau des Südtraktes mit Wohnhaus und Pförtnerloge, Remise und Stall (1891 erweitert). 1878 Bau der Villa durch Ludwig Adolf Abresch (1837-1909) und Otto Abresch (1841-1922). Das jenseits des Bachs gelegene Kesselhaus von 1875 wurde 1897 er­weitert. 1898 Konstituierung „Würzmühle AG“. 1912-1938 Wattefabrik, seit 1941 Möbelfabrikation. Heute Eigenbetrieb Stadtentsor­gung 328.

 

Karte:

- LA Speyer Best. Q22 (Triftamt) Karte 437/1: Speyerbach von der Obermühle bis zur Würzmühle, o.D. (1864)

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 198 Katasteraufnahmeblatt 1836 (Ausschnitt)

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 52 (Karte von 1921)

 

Abbildung:

- Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 193: Kolorierter Stahlstich um 1850 „Das Neustadter Thal“, Stadtarchiv Neu­stadt

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. L55, Nr. 137-138 und Nr. 140-142: Neustadt mit Branchweiler und Winzingen

 

 

 

 

 

Neustadt, Oberamt:

Das kleine Herzogtum Pfalz-Lautern bestand aus den Ämtern Lautern, Neustadt und Böckelheim an der Nahe. Das kleine Herzogtum bestand unter Pfalzgraf Johann Casimir von Pfalz-Lautern, aus der Linie Pfalz-Simmern, nur zwischen 1576 bis 1592.

 

Mit dem Tod des Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz († 1576) fiel die Kurpfalz an den Nachfolger Ludwig VI. von der Pfalz. Nach dem väterlichen Testament fielen jedoch die Oberämter Kaiserslautern und Neustadt und das Unteramt Böckelheim an den Pfalzgrafen Johann Casimir. Dieser war ein überzeugter Reformierter und machte die Wendung der Kurpfalz zu den Lutheranern nicht mit. Er sammelte die Evangelischen, die sich aus religiösen Gründen weigerten,. zum Luthertum überzutreten und auch nicht bereit waren, die *Konkordienformel von 1579 zu unterschreiben. Diese aus rein dynastischen Gründen geschehene Spaltung der Pfalz in zwei feindliche religiöse Lager, war die Ursache einer einmaligen geistigen Blütezeit Neustadts 329. Der Stadt Neustadt war jedoch das Recht verbrieft, bei der Kur­pfalz zu bleiben; die Stadt wurde jedoch von Johann Casimir im Handstreich überrumpelt und dem Herzogtum Pfalz-Lautern zuge­ordnet. Der friedliebende Kurfürst Ludwig VI. ließ es geschehen und stimmte schließlich zu 330. In dieser Zeit war Pfalz-Lautern mit der Hauptstadt Neustadt aus seiner Unterordnung unter Heidelberg gelöst und Neustadt wurde Hauptstadt des selbständigen kleinen Herzogtums Pfalz-Lautern. Das Herzogtum fiel 1592 mit dem Tod Johann Casimirs wieder an die Kurlinie zurück und Neustadt mußte vom Rang einer Hauptstadt wieder auf die untere Stufe einer kurpfälzischen Amtsstadt zu­rücktreten. Eine besondere Glanzzeit bestand zwischen 1578 und 1584, als Neustadt mit dem Casimiranum zum Zielpunkt einer An­zahl von Professoren und Studenten wurde, die aus konfessionellen Gründen Heidelberg verlassen mußten 331. Kurfürst Friedrich III. von Pfalz-Simmern († 1576), der Fromme, hatte die calvini­stische Lehre auf jede Weise begünstigt, u.a. durch Besetzung der Univer­sität in Heidelberg mit reformierten Lehrern. Ihm folgte 1576 sein Sohn Ludwig VI, der ältere Bruder des Pfalzgrafen Johann Casi­mir. Kurfürst Ludwig VI. von Pfalz-Simmern bekannte sich wieder zur lutherischen Lehre und vertrieb viele Reformierte aus der Kurpfalz, die ihrerseits im reformierten Herzogtum Pfalz-Lau­tern Aufnahme fanden. Kurfürst Ludwig VI. starb 1583 und hinterließ die Kurpfalz seinem minderjährigen Sohn Friedrich IV. Der Pfalzgraf Johann Casimir übernahm als Vormund seines Neffen die Re­gierung der Kurpfalz und führte die calvinistische Lehre wie­der ein. Er regierte als Kurverweser in Heidelberg, das selbständige Her­zogtum Pfalz-Lautern mit der Hauptstadt Neustadt bestand jedoch fort. Mit seinem Tod 1592 fiel Pfalz-Lautern wieder an Kurpfalz zurück. Kurfürst Ludwig IV. von Pfalz-Simmern begünstigte ebenfalls die reformierte Lehre, was in der Oberpfalz offenen Aufruhr auslöste. Er trat jedoch für die Kirchenunion ein, die aufgrund seines frühen Todes 1610 nicht realisiert werden konnte.

 

Eine Übersicht über die Dörfer des Oberamts, die auch Mühlen beinhaltet, enthält LA Speyer Best. A2 Nr. 177/1: „Ambt Neustadt cum indice: Extract aus den altig documenten gezog dz A[mbt] Neustatt betr:“

 

Das kurpfälzische Oberamt Neustadt setzte sich im 18. Jh. in der Hauptsache zusammen aus der Stadt Neustadt, den unmittelbar zum Oberamt gehörigen Orten Winzingen, Haardt, Gimeldingen, Lobloch, Mußbach, Elmstein mit Iggelbach und Appenthal Speyerdorf, Lachen, Duttweiler, Westheim, Neidenfels und Weidenthal, der Oberschultheißerei Edenkoben mit Walsheim, der Pflege Haßloch (gemeinschaftlich mit Leiningen) mit Haßloch, Böhl und Iggelheim, der Oberschultheißerei Wachenheim der Oberschultheißerei Og­gersheim, zu der u.a. Neuhofen und Rehhütte gehörten, und einigen Orten, worin die Vogtei verschiedener Herrschaften zuständig war, dem der geistlichen Verwaltung zuständigen Stift Limburg mit Grethen, Hausen und Seebach sowie der Stadt Frankenthal 332. Am 19.12.1738 hatte der kurpfälzische Hörfauth Philipp ein eingehendes Verzeichnis über die zum Oberamt gehörigen Mühlen auf­genommen. Danach gab es 31 Mahl- und Sägmühlen, 4 Mahl- und Ölmühlen, 1 Papiermühle, 2 Walkmühlen, 1 Lohmühle, 1 Ham­merschmiede, 3 Wappenschmieden und Schleifmühlen, 1 Hirsemühle und 10 Schneid- und Sägmühlen 333.

 

 

Mühlen:

In einer Übersicht über die Dorfer des Oberamts Neustadt, „Ambt Neustadt cum indice: Extract aus den altig documenten gezog dz A[mbt] Neustatt betr:“, die auch Mühlen beinhaltet, heißt es: Gesambte Muller des A[mbts] Neustadt beschweren sich [,] d ihnen der Fruchtkauff zu Neustadtt verbotten worden. 1559.“ 334 In dem gleichen nicht datierten Aktenkonvolut heißt es weiter: Muller Ord­nung zu Neustatt Erkauffung Frucht und Mehl betr.“ 335

 

Literatur/Urkunden:

- Kiefer: Mahl- und sonstige Mühlen im kurpfälzischen Oberamt Neustadt; in: Pfälzische Heimatblätter 10 (1962), S. 60-62

- LA Speyer Best. A2 Nr. 177/1: „Ambt Neustadt cum indice: Extract aus den altig documenten gezog dz A[mbt] Neustatt betr:“

 

 

1 Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 399.

2 Weingart/Zimmermann: Seelbuch Georgenhospitals zu Speyer, S. 189 Nr. 298.

3 Reinhardt: Fürstliche Autorität, S. 54-55 unter Bezugnahme auf Alter: Neustadt 1584, S. 220.

4 Alter: Oberamt Neustadt; in: Pfalzatlas, Textband 2, S. 1054 li. Sp.

5 Alter: Oberamt Neustadt, Tabelle nach S. 1045.

6 Dochnahl: Chronik von Neustadt, 1867, S. 124.

7 Neustadter Ratsprotokoll vom 8.2.1659; Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 13.2.2014.

8 Weber: „Die Flößerei (Trift) auf dem Speyerbach“; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 637 ff., 649.

9 Luckenbill: Pfalz-Saarland Fami­lienverbindungen der Nachbarländer; in: PRFK 1962, S. 241 ff [Anm.: teilweise Auswertung der Probs­teiprotokolle der ehemals

nassauischen Gebiete um Saarbrücken und Ottweiler im LHA Koblenz Nr. 2403].

10 Anm.: der „Hammerschmied“ Johann Nicolaus war Pate bei der Taufe des Johann Nicolaus Scherr am 12.7.1702 in Neustadt; dazu luth. KB Neustadt, Tauf­eintrag

v. 12.7.1702; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 8.4.2014.

11 LA Speyer Best. C26/A Nr. 201.

12 Bott: Trauungen auswärtiger Paare in Rückingen bei Hanau in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts; in: Archiv für Sippenforschung 1933, S. 15.

13 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 52.

14 Stadtarchiv Neustadt, Diedesfeld Nr. 228; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 12.3.2014.

15 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 339.

16 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286; LA Speyer Best.A2 Nr. 1460.

17 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286; LA Speyer Best.A2 Nr. 1460; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1044.

18 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 339.

19 Zink: Pfälzische Achate für das Mannheimer Naturalienkabinett; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 12, S. 77.

20 LA Speyer Best. B2 Nr. 522/6: „Die von Kurpfalz anzulegende Achatschleife zu Wolfstein und der dazu benötigte Achatschleifer von Ellweiler“, 1766; LA Speyer

Best. A2 Nr. 545/1: Achatgewinnung und –schleife in Wolfstein, 1764/1765; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 339.

21 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 339.

22 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 339.

23 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 339.

24 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 339.

25 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 339.

26 "Die Rheinpfalz" vom +++klären:; in Sammlung PRFK Ludwigshafen Archiv Mühlen; Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286.

27 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286; Neuenhaus: Achatmühle, ohne pag.

28 Anm.: der Nachname der Ehefrau wird bei Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286 mit „Blenck, geb. Ott“ angegeben; nach Intelligenz-Blatt des Rhein-

kreises vom 13.4.1826, Beilage zu Nr. 9, S. 43-44 war sie in 1. Ehe mit dem Müller auf der Kronenmühle Winzingen, Johannes Weber, verheiratet. Ihre Tochter aus

der 1. Ehe, Maria Ursula Weber war mit dem Müller auf Achatmühle, Jacob Blenck, verheiratet.

29 Weintz/Haber­mehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1052.

30 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286.

31 Intelligenz-Blatt des Rheinkreises vom 13.4.1826, Beilage zu Nr. 9, S. 43-44.

32 Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern. Zweibrücken 1828, S. 131.

33 Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. II, S. 538.

34 Christmann: Siedlungsnamen, +++prüfen: welcher Band+++S. 107.

35 Neustadter Wochenblatt Nr. 20 vom 8.3.1839, S. 79.

36 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286; LA Speyer Best. L57 Bd. 1012, S. 1433.

37 Neustadter Wochenblatt Nr. 46 vom 7.6.1839, S. 185.

38 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286; LA Speyer Best. L57 Bd. 1012, S. 1424.

39 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286; LA Speyer Best. L57 Bd. 1016, S. 3357.

40 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4105.

41 "Die Rheinpfalz" vom +++klären:; in Sammlung PRFK Ludwigshafen Archiv Mühlen; Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286.

42 Weintz/Haber­mehl: Neustadt Häuserbuch, S. 286.

43 Weintz/Habermehl: Neustadter Häuserbuch, S. 279/280.

44 Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 222: Ausschnitt aus einem Stadtplan von 1921.

45 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 341, 342 mit Photo S. 243.

46 Remling: Urkunden zur Geschichte der Bischöfe zu Speyer, Bd. I, S. 150; Hinweis von Herrn Arno Ehrhard, Ludwigshafen; Pöhlmann: Regesten der Grafen von Zweibrücken, S. 25 Nr. 74; Keddigkeit/Lagemann/Untermann/Armgart: Domstift Speyer; in: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 4, S. 163.

47 Denkmaltopographie Neustadt Bd. 1, S. 88.

48 Haas: Aus der Nüwenstat, S. 226; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 249.

49 LA Speyer Briefprotokolle Nr. 207 S. 8 und Nr. 205 S. 26.

50 LA Speyer, Briefprotokoll Nr. 207 S. 8 und Nr. 205, S. 26; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 249.

51 Karte LA Speyer Best. D58 Karte 564 fol. 5: „Plan der 'Heyder Mühle“, 1682“; Armgart/Schulz: Johanniterkommende Heimbach; in: Pfälz. Klosterlexikon, Bd. 2,

S. 138.

52 LA Speyer Best. D58, Nr. 557, S. 5 u. 203; Armgart/Diener: Johanniterhaus Mußbach; in: Klosterlexikon, Bd. 3, S. 161.

53 LA Speyer Best. D58, Nr. 564; Armgart/Diener: Johanniterhaus Mußbach; in: Klosterlexikon, Bd. 3, S. 161.

54 luth KB Neustadt, Taufeintrag Johannes Jeckel vom 17.11.1706; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 8.4.2014; luth. KB Neustadt Sterbeeintrag vom 13.2.1733.

55 LA Speyer Best. D58, Nr. 565 u. 566; Armgart/Diener: Johanniterhaus Mußbach; in: Klosterlexikon, Bd. 3, S. 161.

56 Oberste-Lehn: Rauschende Bäche, klappernde Mühlen: Geschichte der Wachenheimer Mühlen; in: Heimatjahrbuch des Landkrei­ses Bad Dürkheim 2003, S. 172.

57 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 7.

58 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 29r.

59 LA Speyer Best. D58 Nr. 555; Armgart/Diener: Johanniterhaus Mußbach; in: Klosterlexikon, Bd. 3, S. 161.

60 LA Speyer Best. D58, Nr. 565 u. 566; Armgart/Diener: Johanniterhaus Mußbach; in: Klosterlexikon, Bd. 3, S. 161.

61 Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, a.a.O, S. 371, lfd.-Nr. 12220; LA Speyer Best. G11 Nr. 113 V u. G7 Nr. 65 III; s. auch Weintz/Habermehl: Neustadt

Häuserbuch, S. 289; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1064.

62 Intelligenzblatt 1823, S. 1558; Armgart/Diener: Johanniterhaus Mußbach; in: Klosterlexikon, Bd. 3, S. 161.

63 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 289; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1064.

64 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 289-290.

65 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 290.

66 Haber­mehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 360.

67 Anm.: in LA Speyer Best. A2 177/1 befindet sich in Abschrift ein Verzeichnis u.a. der Mühlen im Oberamt Neustadt vom 8.1.1683.

68 Haber­mehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 360.

69 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 Bl. 12.

70 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 Bl. 25r.

71 auch Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282.

72 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Neustadt vom 12.2.2002: „Einst klapperten drei Königsmühlen im Tal“.

73 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Neustadt vom 12.2.2002: „Einst klapperten drei Königsmühlen im Tal“.

74 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 11-11r.

75 LA Speyer Best. A2 Nr. 179/1 fol. 24r.

76 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Neustadt vom 12.2.2002: „Einst klapperten drei Königsmühlen im Tal“.

77 Denkmaltopographie, Bd. Neustadt I, S. 254.

78 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1044.

79 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1044.

80 Eilbote Landau vom 14.12.1839, Nr. 50, S. 200.

81 Neustadter Wochenblatt vom 30.11.1838 Nr. 84, S. 336.

82 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1016, S. 3112.

83 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Neustadt vom 12.2.2002: „Einst klapperten drei Königsmühlen im Tal“.

84 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Neustadt vom 12.2.2002: „Einst klapperten drei Königsmühlen im Tal“.

85 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Neustadt vom 12.2.2002: „Einst klapperten drei Königsmühlen im Tal“.

86 Landauer Eilboten Nr. 85 vom 4.12.1847, S. 408.

87 Eilbote Landau vom 13.2.1850 Nr. 13, S. 85.

88 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1017, S. 3895.

89 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1017, S. 3895.

90 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Neustadt vom 12.2.2002: „Einst klapperten drei Königsmühlen im Tal“.

91 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Neustadt vom 12.2.2002: „Einst klapperten drei Königsmühlen im Tal“.

92 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1016, S. 3112.

93 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1012, S. 1582,

94 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1010, S. 291.

95 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1017, S. 3786.

96 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1011, S. 635.

97 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4287.

98 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1019, S. 4828; "Die Rheinpfalz" Ausgabe Neustadt vom 12.2.2002: „Einst klapperten drei

Königsmühlen im Tal“.

99 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Neustadt vom 12.2.2002: „Einst klapperten drei Königsmühlen im Tal“.

100 Denkmaltopographie Neustadt B d. 1, S. 254.

101 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a Bl. 2: Gewässer- und Mühlenplan zwischen Neustadt um Winzingen um 1766 (abgedruckt bei Ha­bermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 232.

102 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281.

103 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 11r.

104 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 257: Schneidmühle „noch oben der Neustatt“.

105 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 25-25r.

106 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1041.

107 Neustadter Wochenblatt Nr. 101 vom 17.12.1841, S. 404.

108 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281; LA Speyer Best. L57 Bd. 1017, S. 3600.

109 Neustadter Wochenblatt vom 3.8.1838 Nr. 50 S. 200.

110 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281; LA Speyer Best. L57 Bd. 1016, S. 3098.

111 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281; LA Speyer Best. L57 Bd. 1019, S. 4731.

112 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281; LA Speyer Best. L57 Bd. 1019, S. 5018.

113 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281; LA Speyer Best. L57 Bd. 1019, S. 5018.

114 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281; LA Speyer Best. L57 Bd. 1019, S. 5018.

115 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281; LA Speyer Best. L57 Bd. 1021, S. 5803.

116 Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 192 mit Situationsplan des Stadtbachs von 1832.

117 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 360.

118 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 11.

119 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 24r.

120 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 284; LA Speyer Best. L56, Bd. III, S. 1047.

121 Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, S. 10; Hößle: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“, 1921, S. 118.

122 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 2684; LA Speyer Best. L56, Bd. III, S. 1047.

123 Neustadter Wochenblatt vom 4.7.1834 Nr. 27, S. 106.

124 Weintz/Haber­mehl: Neustadt Häuserbuch, S. 284; LA Speyer Best. L57, Bd. 1016, S. 3364.

125 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 284.

126 Burkhardt u.a.: Seelbuch Liebfrauenstift Neustadt, Eintrag Nr. 529, S. 203; Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 39.

127 Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 298.

128 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen, S. 361; Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264.

129 Neustadter Ratsprotokoll, Eintrag vom 18.8.1659; Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 1.4.2014.

130 Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 133.

131 Neustadter Ratsprotokoll vom 8.2.1659; Mitteilung von Herrn Dr. Hans Helmut Görtz vom 13.2.2014.

132 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, S. 183, Eintrag vom 28.2.1660; Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 22.2.2014

133 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, S. 183, Eintrag vom 28.2.1660; Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 22.2.2014

134 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen, S. 361; Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. A2 Nr. 1460 UNr. 20:

Wiedererbauung der Obermühle, 1675/76.

135 Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 143; Stadtarchiv Neustadt, Viertelmeister-Protokoll Bl. 4.

136 LA Speyer Best. A2 Nr. 1693a, fol. 3 ff.

137 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 10r-11, 23-23r.

138 Anm.: nach Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 250: = Hirsemühle.

139 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 970.

140 Neustadter Wochenblatt Nr. 79 vom 1.10.1839, S. 316.

141 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. L57 Bd. 1011, S. 1294.

142 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4248.

143 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4141.

144 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4242.

145 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 265; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4142.

146 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 265; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4143 u. 4145.

147 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 265.

148 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 263.

149 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 263; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 966.

150 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 263; LA Speyer Best. L57 Bd. 1011, S. 2562.

151 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 263; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4142).

152 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 263; LA Speyer Best. L57 Bd. 1021, S. 5546.

153 Pfälz. Kurier Nr. 88 vom 16.4.1877.

154 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 263.

155 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1, fol. 25.

156 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282/283; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1045, 1046.

157 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 284.

158 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 284; LA Speyer Best. L57 Bd. 1012, S. 1540.

159 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 284; LA Speyer Best. L57 Bd. 1019, S. 4921.

160 Weintz/Haber­mehl: Neustadt Häuserbuch, S. 284.

161 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281.

162 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281-282; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1043.

163 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1043.

164 Amts- und Intelligenzblatt des Rheinkreises, Nr. 25 vom 5.3.1836, Beilage, S. 197.

165 Weintz/Habermehl: Neu­stadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1012, S. 1417.

166 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1016, S. 3390.

167 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 282; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4108 u. L58 Bd. 37, S. 1052.

168 Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 150.

169 Neustadter Zeitung vom 26.5.1855 Nr. 63.

170 Neustadter Zeitung vom 5.8.1854, Nr. 93.

171 Intelligenzblatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 94 vom 8.10.1831, S. 729-730.

172 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 66; LA Speyer Best. L56 Bd. I, S. 255.

173 Neustadter Wochenblatt vom 18.2.1837, Nr. 33, S. 133

174 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 66.

175 Neustadter Zeitung vom 26.5.1855 Nr. 63.

176 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 285; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1050.

177 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 285; Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, S. 25.

178 Neustadter Wochenblatt Nr. 9 vom 2.3.1838, S. 35.

179 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 285; LA Speyer Best. L56, Bd. III, S. 1050.

180 Weintz/Habermehl: Neustadt Häu­serbuch, S. 285; LA Speyer Best. L56, Bd. 1019, S. 4715.

181 Hößle: Alte pfälzische Papier­mühlen; in: „Der Papierfabrikant“ 1921, S. 27; Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 10.

182 Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im ehe­maligen Herzogtum Zweibrücken, S. 14.

183 Hößle: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabri­kant“ 1921, S. 27.

184 luth. KB Neustadt, Taufeintrag vom 11.11.1750.

185 Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, S. 13; Hößle: Alte pfälzische Papiermüh­len; in: „Der Papierfabrikant“ 1921, S. 27.

186 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 59; Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, S. 10.

187 Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Her­zogtum Zweibrücken, S. 10.

188 Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, S. 10.

189 Eilbote Landau vom 5.9.1835, Nr. 36, S. 141.

190 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuser­buch, S. 196 Ausschnitt aus Katasteraufnahmeblatt von 1836 iVm. S. 284 zu Nr. 632.

191 Hößle: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ 1921, S. 27; Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, S. 7; LA Speyer Best. A2 Nr. 1460/22.

192 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1.

193 Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, S. 9/10.

194 Hößle: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ 1921, S. 27.

195 LA Speyer Best. A13 Nr. 94.

196 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1, fol. 10-10r.

197 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 25.

198 Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, S. 7; Hößle: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ 1921, S. 27.

199 Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, S. 12; Hößle: Alte pfälzische Pa­piermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ 1921, S. 27.

200 Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, S. 12; Jaffé: Pa­pierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, S. 13; Hößle: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der

Pa­pierfabrikant“ 1921, S. 27.

201 Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, S. 10; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 59; Hößle: Alte pfälzische Papier­ mühlen; in: „Der Papier­ fabrikant“ 1921, S. 27.

202 Hößle,: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ 1921, S. 27.

203 Knöckel: Maschinenpapierfabrik Knöckel, S. 14; Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zwei­brücken, S. 10; Hößle:: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ 1921, S. 117.

204 Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, S. 10.

205 Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, S. 10.

206 Jaffé: Papierindustrie in den kurpfälzischen Stammlanden, S. 10.

207 Eilbote Landau vom 5.9.1835, Nr. 36, S. 141.

208 Jaffé: Ge­schichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, S. 10.

209 Denkmaltopographie Neustadt, Bd. Neustadt I, S. 268.

210 Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, S. 10.

211 Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, S. 10.

212 Denkmaltopographie Neustadt, Bd. Neustadt I, S. 268.

213 Jaffé: Geschichte der Papiermüh­len im Herzogtum Zweibrücken, S. 10.

214 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 68.

215 Jaffé: Geschichte der Papiermüh­len im Herzogtum Zweibrücken, S. 10.

216 Hößle: Alte pfälzische Papier­mühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX 1921, S. 118.

217 Stadtarchiv Neustadt Regesten der Urkunden A216; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 12.3.2014.

218 „Die Bayerische Landbötin“ Nr. 73 vom 19.6.1834, S. 593: Bericht über das Unwetter in Neustadt vom „Vortage“: „Die Stadt Neustadt selbst würde gewiß auch be- deutend durch das Wasser gelitten haben, wenn nicht circa 800 Klafter Holz dasselbe an der sogenannten Schliefbrücke im Neustädter Thale aufgehalten und es so nur langsam durchdringen konnte [...]“; Allgemeine Zeitung von und für Bayern Nr. 169 vom 18.6.1834, S. 714.

219 LA Speyer Best. A2 Sachakte 1460 UNr. 25: „Errichtung einer Pulvermühle bei der Papiermühle durch die Witwe Fink, 1787-1789“.

220 Habermehl: Mühlen bei Neustadt, S. 360.

221 LA Speyer Best. A2 Nr. 179/1 S. 25.

222 Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, S. 8.

223 Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, S. 7.

224 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 360.

225 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 11r.

226 Weber: Mühlen besond­erer Art, S. 257: Schneidmühle „noch oben der Neustatt“.

227 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 25-25r.

228 Neustadter Wochenblatt Nr. 27 vom 4.7.1834, S. 106.

229 Haas: Aus der Nüwenstat. Vom Werden und Leben des mittelalterlichen Neustadt, S. 35, 80.

230 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 129; Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 244.

231 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 129.

232 Herzog: Kaiserslautern 1550-1619, S. 40 Nr. 164; Alter: Neustadt 1584, S. 196; Jan: Türkensteuerregister, S. 28.

233 Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, Eintrag vom 4.8.1659, Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 17.2.2014.

234 Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, Eintrag vom 16.11.1658, Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 17.2.2014.

235 Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, Eintrag vom 24.11.1657, Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 17.2.2014.

236 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, S. 19.

237 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, S. 28.

238 Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, Eintrag vom 16.11.1658, Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 17.2.2014.

239 Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, Eintrag vom 8.3.1659, Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 17.2.2014.

240 Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, Eintrag vom 4.8.1659, Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 17.2.2014.

241 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1660-1667, S. 190.

242 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1660-1667, S. 213

243 Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, S. 121 Nr. 3423.

244 Görz: Neustadter Ratsprotokoll 1660-1667, S. 187.

245 Herzog: Kaisers­lautern 1651-1681, S. 121, Nr. 3423.

246 Stammbaum Kantz, erstellt von Herrn Horst Klein, Internetdatenbank Geneanet, Abruf vom 25.10.2014.

247 Thomas: Die Herberge zum Kopf in Neustadt, in: Pfälzer Heimat 1975, S. 100.

248 luth. KB Neustadt, Taufeintrag vom 15.11.1699; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 8.4.2014.

249 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 362; auch Weintz/ Haber.-

mehl: Neustadt Häuserbuch, S. 129.

250 LA Speyer Best. H3 Nr. 7730: darin u.a. Erbbestandsbrief an Jakob Sauter, 1732.

251 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 12R, 23.

252 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 23-23r.

253 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 129; LA Speyer Best. L56 Bd. II, S. 482.

254 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 129; LA Speyer Best. L56 Bd. II, S. 482.

255 Heil: Funktiona­ler Wandel, S. 66.

256 Fens­ke: Die Pfalz und die Revolution, Bd. 1, S. 68.

257 Böttcher,: Die Familienbande der pfälzischen Revolution 1848/49, S. 26.

258 Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 189; LA Speyer Best. H3 Nr. 7730, Bl. 33-48.

259 Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 189.

260 Neustadter Wochenblatt Nr. 57 vom 19.7.1842, S. 228.

261 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 129; LA Speyer Best. L57 Bd. 1012, S. 1521.

262 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 129; LA Speyer Best. L57 Bd. 1012, S. 1521, 1524.

263 Haas: Aus der Nüwenstat. Vom Werden und Leben des mittelalterlichen Neustadt, S. 81.

264 Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, S. 22.

265 Herzog: Kaiserslau­tern 1651-1681, S. 121 Nr. 3423.

266 Herzog: Kaisers­lautern 1651-1681, S. 121 Nr. 3423.

267 HStA Mün­chen, Kurpfalzakten fasc. 195; zitiert nach: Haas: Aus der Nüwenstat. Vom Werden und Leben des mittelalterlichen Neustadt, S. 27.

268 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte ei­ner pfälzischen Stadt,S. 361.

269 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, S. 31.

270 Stadtarchiv Neustadt Regesten der Urkunden A67; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 12.3.2014.

271 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, S. 31.

272 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, S. 31-32.

273 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, S. 55.

274 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, S. 58.

275 Neustadter Ratsprotokoll 1657-1600, Eintrag vom 10.4.1660 und 26.4.1660; Mitteilung von Herrn Dr. Hans Helmut Görtz vom 23.2.2014.

276 Görtz: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, S. 217, Eintrag vom 9.8.1660.

277 Görtz: Neustadter Ratsprotokolle 1660-1667, S. 225.

278 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte ei­ner pfälzischen Stadt, S. 361.

279 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 12.

280 LA Speyer Best. A2 Nr. 179/1 fol.23r.

281 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 360.

282 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1, Bl. 12.

283 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 Bl. 25r.

284 Lehmann: Geschichtliche Gemälde, Drittes Heft: Das Neustadter Tal , S. 18.

285 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 969.

286 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 298.

287 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 298.

288 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 298.

289 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 969.

290 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. L57 Bd. 1012, S. 1300.

291 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4132.

292 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 41.

293 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4132.

294 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 264; LA Speyer Best. L57 Bd. 1018, S. 4133.

295 Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz Nr. 31 vom 4.6.1840, S. 199:

296 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 285; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1050.

297 Weintz/Haber­mehl: Neustadt Häuserbuch, S. 285.

298 Denkmaltopographie Neustadt, Bd. 1, S. 266.

299 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1: Mühlenprotokoll von 1738.

300 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 573.

301 LA Speyer Best. U54 (Gemeindearchiv Gimmeldingen) Nr. 22 vom 30.11.1624; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 12.3.2014.

302 Armknecht: Geschichte d. Familie Armknecht, S. 25.

303 Stadtarchiv Neustadt: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, Eintrag vom 24.11.1657; Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 17.2.2014.

304 Stadtarchiv Neustadt: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, Eintrag vom 7.10.1658; Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 17.2.2014.

305 Stadtarchiv Neustadt: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, Eintrag vom 2.11.1658; Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz vom 17.2.2014.

306 Stadtarchiv Neustadt: Neustadter Ratsprotokoll 1657-1660, Eintrag vom 26.11.1658; Mitteilung von Herrn Dr. Hans-Helmut Görtz am 12.2.2014.

307 Görtz: Neustadter Ratsprotokolle 1660-1667, S. 63-64.

308 Beck: Taufen in Hambach von Kindern Neustadter Einwohner 1639-1661; in: PRFK 2010, Heft 2, S. 83.

309 Anm.: in LA Speyer Best. A2 177/1 befindet sich in Abschrift ein Verzeichnis u.a. der Mühlen im Oberamt Neustadt vom 8.1.1683.

310 Anm.: nach Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, S. 8: von der Familie Louis ++++klären ++++.

311 LA Speyer Best. A2 Nr. 1460/23: Erbbestandsbrief für die Stadt-Würzmühle, 1697.

312 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 361; Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, S. 8.

313 Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, S. 8; Anm.: der „Hammerschmied“ Johann Nicolaus Gienanth war Pate bei der Taufe des Johann Nicolaus Scherr am 12.7.1702 in Neustadt; dazu luth KB Neustadt, Taufeintrag 12.7.1702; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 8.4.2014.

314 luth. KB Neustadt, Taufeintrag der Anna Elisabeth Fitz vom 5.2.1701; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 8.4.2014.

315 luth KB Neustadt, Taufeintrag 30.11.1704; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 8.4.2014.

316 Gienanth: Geschichte der Familie Guinand, S. 8.

317 Habermehl: Die Stadt Neustadt nach alten Karten und Plänen; in: Weyrich: Neustadt. Beiträge zur Geschichte einer pfälzischen Stadt, S. 361.

318 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 10.

319 LA Speyer Best. A2 Nr. 179/1 fol. 24.

320 Louis: Geschichte der Holzmühle, S. 14.

321 Ull­rich: Einwohner von Elmstein, S. 448 Nr. 2080.

322 Neue Speyerer Zeitung Nr. 53 vom 2.5.1822.

323 Denkmaltopographie Neustadt, Bd. 1, S. 266.

324 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281; LA Speyer Best. L56 Bd. III, S. 1040.

325 Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, S. 281; LA Speyer Best. L57 Bd. 1016, S. 3097.

326 Archiv PRFK Ludwigshafen: Familienregister ref. KB Neustadt, Best. XIV Schl. 1.0, Stichwort Abresch.

327 Neustadter Zeitung Nr. 51 vom 20.4.1854.

328 Denkmaltopographie Neustadt, Bd. 1, S. 266; auch Weintz/Habermehl: Neustadt Häuserbuch, s. 281.

329 Moraw/Karst: Die Uni­versität Heidelberg und Neustadt an der Haardt, Speyer 1963, S. 28.

330 Moraw/Karst: Die Uni­versität Heidelberg und Neustadt an der Haardt, Speyer 1963, S. 30.

331 Benrath: Das Casimiranum, die reformierte Hohe Schule in Neustadt an der Haardt (1578-1584); in Bl. f. Pfälz. Kirchenge­schichte 1991, S. 33 ff.

332 Kiefer: Mahl- und sonstige Mühlen im kurpfälzischen Oberamt Neustadt; in: Pfälzische Heimatblätter 10 (1962), S. 60.

333 Kiefer: Mahl- und sonstige Mühlen im kurpfälzischen Oberamt Neustadt; in: Pfälzische Heimatblätter 10 (1962), S. 60; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 245;

LA Speyer Best A2 Nr. 179/1.

334 LA Speyer Best. A2 Nr. 177/1, Bl. 28r.

335 LA Speyer Best. A2 Nr. 177/1, Bl. 28r.

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