Version 18.2.2018

 

Litera M

(Mückenthal – Mutterstadt)

 

 

 

Mückenthaler Sägmühle:

lag in der Grafschaft Hanau-Lichtenberg; +++Lage klären ++++ wohl nahe bei Philippsburg/Elsaß

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 3981: Schwangerschaft der Maria Margaretha Seeleiter von der Mück­enthaler Sägmühle, 1763

- LA Speyer Best. C20 Nr. 4358: Säuberung des Philippsburger Mühlengrabens. Teilnahme der Besitzer der Mückenthaler Sägmühle, 1773

 

 

 

 

 

Mückenwiese:

bei Speyerbrunn im Elmsteiner Tal, OT von Elmstein, VG Lambrecht, Lk Bad Dürkheim; am Speyerbach oberhalb von Elmstein ge­legen.

 

Mühlen:

- Mahl- und Sägemühle:

1782 heißt es „Mückenwiese, eine Mahl- und eine Sägemühle“ 1. 1786 wird diese erwähnt als Bordmühle mit Mahl- und Ölmühle 2. Die Mühle war kurpfälzisch und wurde im Erbbestand vergeben. 1803 wird sie in einem Elmsteiner Gemeindeprotokoll als französisches Nationalgut bezeichnet und kam erst später in Privatbesitz 3.

 

Um 1840 in den Akten des Triftamtes Neustadt 4 beschrieben; am Speyerbach oberhalb Elmstein gelegen; genannt für 1830-1862; die Sägmühle ist noch in der Pfälzerwaldkarte von 1950 eingezeichnet 5.

 

In Mückenwiese ist im Urkataster der Steuergemeinde Elmstein von 1839 eingetragen der Andreas *Ebert (Sohn des Andreas Ebert und der Maria Eva Jochum; ∞ am 25.4.1813 in Elmstein mit Magdalena Jung vom Stüterhof) als Ackerer und Säge­müller in Mückenwiese 6. Dieser hat den Besitz „von seinem Vater, Andreas Ebert dem Alten durch Schenkung unter Lebenden übertragen erhalten im Aufschlag zu 2500 fl nach Akt vom 19. Februar 1819“ 7. Vater des Sägmüllers und Betriebsnachfolgers auf dem Mückenwieser Hof, Johann Peter *Ebert 8.

 

1846/47 brannte die Mühle ab. Der Erbbeständer Andreas Ebert war wohl der letzte einheimische Besitzer der Bordmühle. Im Jahre 1869 sind Holzbacher und Etienne Besitzer der Mühle. In den 1890er Jahren wurde die Mühle von Verberné aus Frankenthal erworben, der hauptsächlich Hölzer für die Stuhlfabrik seines Bruders in Frankenthal liefert. Verberné führte den Turbinenantrieb an der Mühle ein und nahm weitere Neuerungen vor. Am 20./21.4.1910 brannte die Mühle erneut teilweise ab und wurde wieder hergestellt. Im November 1912 wurde sie zum Verkauf ausgeschrieben und mangels Käufer am 14.5.1913 zwangsversteigert. Sie ging mit den dazugehörigen Gütern für 9700 Mark an den Gastwirt Math. Roth in Mückenwiese über, der sie mit seinen Brüdern gemeinsam betrieb 9.

 

Auch 1932/33 bestand das Sägewerk unter der Firma Roth 10.

 

2003 meldete das Sägewerk in Mückenwiese Insolvenz an 11. Anschließend wurde die Anlage unter der Firma Sägewerk Wollmann GmbH Co. KG (vormals Roth) weiterbetrieben 12. 2011 wurde das Sägewerk Wollmann, als letztes der ursprünglich 6 Sägewerke im Elmsteiner Tal geschlossen 13.

 

Photo:

- Lehmann: Speyerbach, S. 8: Sägewerk Wollmann in Mückenwiese

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 952/5: „Des herrschaftl: Bordmüllers auf der Mückenwiese Freyheit von Gemeindelasten, 1787“

- LA Speyer Best. Q22 Nr. 143: Mückenwieser Sägemühle, 1830-1682

 

 

 

 

 

Mühlbach/Glan:

OT von Altenglan; VG Altenglan, Lk Kusel; am Glan gelegen; nahe Altenglan; gehörte ab 1733 zum kurpfälzischen Amt Lauter­ecken, Schultheißerei Reichenbach; Burg und Herrschaft Lauterecken stammen aus dem Besitz der Grafen von Veldenz, kamen durch Heirat 1444 an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. 1409 vermählte sich der Sohn des Kurfürsten/König Ruprecht III. von der Pfalz und der Elisabeth von Hohenzollern, Pfalzgraf Stephan mit Anna von Veldenz, dem einzigen Kind und damit Alleinerbin des Grafen Friedrich III. von Veldenz. Graf Friedrich III. von Veldenz, der letzte Veldenzer im männlichen Stamm, verstarb 1444 ohne Nach­kommen. Damit fiel die Grafschaft Veldenz an den Sohn der Agnes von Veldenz († ∞ mit † Pfalzgraf Stephan), Pfalzgraf Ludwig I. den Schwarzen. Die Herrschaft Lauterecken war von 1543-1694 ein selbständiges Fürstentum Pfalz-Veldenz und wurden nach lan­gem Erbstreit 1733 der Kurpfalz einverleibt. Mühlbach war daher bis 1733 pfalz-zweibrückisch, ab 1733-1797 kurpfälzisch.

 

Mühlbach wurde vom 30jährigen Krieg und den Nachfolgekriegen schwer getroffen; es zählte kurz vor 1600 etwa 170 Einwohner, jedoch nach einer sehr langen Erholungsphase 1721 mit 15 Steuerpflichtigen (11 Bauern, ein Müller, 2 Leineweber, 1 Schumacher) nur etwa 60 Einwohner 14.

 

 

Mühlen:

in Mühlbach gab es die Mahlmühle (Anwesen Mühlweg 3) und in der Gemarkung die Streitmühle (s. Rutsweiler / Glan).

 

- Mühlbacher Mühle:

heute Anwesen Mühlweg 3; die Gebäude bestehen aus der ehemaligen Getreidemühle und der 1858 errichteten Ölmühle. Ferner ge­hört zur Gesamtanlage eine nach 1845 errichtete ruinöse Scheune. Die Getreidemühle, die lange Zeit den nördlichen Bebauungsrand von Mühlbach darstellte und nach einem Brand 1892 bergseitig erweitert und aufgestockt wurde, steht giebelständig zur Straße. Über einen hohen, den Hang ausgleichenden Keller beherbergte sie im Westen den Mühlentrakt, im Osten an der Straße die Wohnung des Müllers. Das Gebäude ist ein Putzbau mit Sandsteingliederung und Satteldach. Die jenseits des Mühlgrabens auf der Wehrinsel er­richtete Ölmühle liegt tiefer als das Hauptgebäude und rahmt durch ihre Stellung im rechten Winkel zur älteren Mahlmühle den da­vor liegenden Hof nach Westen. Zwischen beiden Gebäuden befanden sich die Mühlräder, welche wie der Mühlgraben und das in der Nähe der Brücke über den Glan befindliche Wehr sind nicht mehr vorhanden. Die Mühlbacher Mühle war in in ihrer Blütezeit wäh­rend der zweiten Hälfte des 18. Jh. die reichste und am höchsten mit Pachtzinsen belegte Mühle in der Schultheißerei Reichenbach 15.

 

Die Mühle bestand bereits vor 1590; in diesem Jahr plante der Mühlbacher Simon *Sauer in dem benachbarten Rutsweiler/Glan den Bau einer Getreidemühle. Dieses Gesuch wurde zunächst abgelehnt, da in unmittelbarer Nähe in Mühlbach und in Stegen bereits Mahlmühlen bestanden. Auf einen erneuten Antrags Simon Sauers von 1592 wurde der Bau genehmigt; allerdings durfte die Mühle von Sauer, der zugleich Bauer war, nur zum Mahlen eigenen Getreides genutzt werden. allerdings durfte er bei Ausfall einer der be­nachbarten Mühlen für eine gewisse Zeit Kundenaufträge annehmen 16.

 

1690 befand sich die Mühle in einem trostlosen Zustand. Der damalige Erbbeständer Daniel *Heyel konnte die erforderlichen Mittel für eine Reparatur des Anwesens nicht aufbringen. Der damalige Erbbeständer Daniel Heyel konnte die erforderlichen Mittel für eine Reparatur des Anwesens nicht aufbringen, und sah sich genötigt die Mühle an seinen Bruder Hans Adam *Heyel zu verkaufen.aber auch dieser konnte sich nicht lange auf der Mühle halten In rascher Folge übernahmen nun Nicol *Müller, Mathes *Horbach und Ja­kob Pfeifer die Mühle. Erst mit Nicol Schäfer, der die Mühle ab 1743 im Erbbestand erwarb, ging die Mühle einer Blütezeit entgegen und blieb über 100 Jahre im Besitz der Familie. Schäfer einer der bestbemittelten Untertanen im Oberamt Lauterecken war auch als Gerichtsschöffe eine angesehene Persönlichkeit; er bracht das Mühlenanwesen wieder in Ordnung. Aus seinem am 31.7.1744 in Lau­terecken abgegebenen Protokoll geht hervor, daß die Mühlbacher Mahlmühle, betrieben mit 2 Mahl- und 1 Schälgang, den höchsten Pachtzins aller Mühlenbetriebe der Schultheißerei Reichenbach zahlte 17.

 

1738 und 1939 erscheint urkundlich Jacob Pfeifer als Müller auf der Mahlmühle in Mühlbach. Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt 18 und wie folgt beschrieben: „Jacob Pfeifer zu Mühlbach Eine Erbbestand Mühl mit 2 Mahlgäng, gibt jährl: 6 Mltr Korn 6 Mltr Haber und 8 fl ahn geld Erbpfacht in die Kellerey Remigsberg zeit 1690.“

 

Die Mühle wurde im Frühjahr 1739 von der herrschaftlichen Verwaltung erfaßt und im Mühlenbericht vom 12.5.1739 beschrieben wie folgt 19: „Der Müller zu Mühlbach Jacob Pfeiffer produciert zwar einen Original Erbbe­stands Brieff de ao 1690, weilen aber sein Schwiegervatter Matheiß Horbach vor etwa 8 Jahren eine solche Mühl zu Mühlbach käufl: mit [...] und Bezahlung des Laudemii an sich gebracht“.

 

Die Mühle wurde erneut während der kurfürstlichen Renovation der Mühlen von 1739 von einer Kommission unter Leitung des Ramsteiner Schultheißen Georg Adam Euerling (Anm. Everling) am 18.9.1739 besichtigt und taxiert, der auch der Müller zu Diedel­kopf im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg, Johann Nickel *Pfeifer als Sachverständiger angehörte. Die Mühle wird dort wie folgt beschrieben: “[...] daß diese auch am Glan mit 2 Mahlgängen versehen und am Waßer kein Mangel hat; stehet aber auch, gleich der zu Matzenbach in einem Eck hart an der Grentze des Lichtenberger Amts (gehörte zu Pfalz-Zweibrücken). Hat aus der Ur­sach, weilen seyt 10 Jahren vier Mühlen, als eine zu Ransbach, eine zu Altenglaan, eine zu Friedelhausen und eine zu Niederstaufen­bach neu erbaut worden (Anm.: sämtlich auf pfalz-zweibrückischem Gebiet, wäh­rend Mühlbach ab 1733 kurpfälzisch geworden ist), deren Dörffer Einwohner zu gemelter Zeit dieser Mühlen Mahlgäste gewesen, seynt derer aber keiner aus gemelten Dörffern mehr zu Mühlbach mahlen dörffen, wenig zu moltern; finden also auch diese Mühl­pacht mit 12 Mltr Frucht Römigsberger (Anm. = Remigi­usberg, Remigsberg) Maßung halb Korn halb Haber nebst 8 fl an Geld sehr hoch ….“ 20

 

Jacob *Pfeifer, „Miller zu Mihlbach“ gehört zu den Unterzeichnern eines Memoriale vom 16.11.1739, das von allen 8 Müllern der Schultheißerei Reichenbach unterzeichnet und an das kurpfälzische Oberamt Lauterecken gerichtet ist; in dem Memoriale beantragen die Müller, die vielfältigen und kostenträchtigen Untersuchungen der Mühlen in der Schultheißerei nunmehr zu beenden, nachdem schon 4 Untersuchungen erfolgt waren 21.

 

Im Frühjahr 1761 wurde die Mühle und das Wehr durch Hochwasser schwer beschädigt, so daß die Mühle 1 ½ Jahre still stand und erst im Herbst 1762 durch den Müller Philipp *Schäfer wieder betrieben werden konnte 22.

 

Am 12.3.1763 erhielt der Müller Philipp *Schäfer einen Erbbestandsbrief von der kurpfälzischen Hofkammer 23.

 

Im kurpfälzischen Renovationsprotokoll von 1776 des kurpfälzischen Amtes Lauterecken 24 ist die zu Mühlbach gelegene Mühl am Glan wie folgt beschrieben: “[...]. daß die Mühl in zweyen Mahl und einem Scheelgang (besteht), wovon ein Mahlgang bey Gebrau­chung des Scheelgangs still stehen muß“. Erbbeständer ist Philipp *Schäfer, ein Wittiber. Er gibt 6 Ma. Korn, 6 Ma. Hafer und 8 fl in die Kellerei Remigiusberg” (bei Altenglan).

 

Auf Philipp Schäfer († um 1777) folgte sein Sohn Johann Jakob *Schäfer † vor 1789). Zwischen Schäfer und seinem Schwager Jo­hannes *Sieber kam es 1777 zu einem erbitterten Streit um die Erbfolge der Mühle. In die Auseinandersetzung griff schließlich die kurpfälzische Regierung ein. Deren Entscheidung fiel gegen den aus dem Pfalz-Zweibrückischen kommenden Sieber, den man, da Mühlbach damals zur Kurpfalz gehörte, als Ausländer ansah. Die Mühle wurde Johann Jakob Schäfer zugesprochen 25. Anm.: es könnte sich um Johann Nicolas Sie­ber handeln, der um 1776 als Müller auf der nahegelegenen Streitmühle bei Rutsweiler / Glan er­wähnt ist 26.

 

Nach dem Tod des Johann Jakob *Schäfer († vor 1787) heiratete seine Witwe NN. heiratet 1787 den Müller Adam *Feick 27.

 

1786 kam es erneut zu einem schweren Hochwasser des Glan, bei dem die Mühlenanlage so schwer beschädigt wurde, daß sie noch 3 Jahre später nicht betrieben werden konnte. Das vom 1.4.1789 datierte Bittgesuch und Pachtnachlaß des Müllers Adam Feick, der 1787 die Witwe von Johann Jakob Schäfer heiratete berichtet: „Die durch starken Wasser- und Eisgang schwer beschädigte Mühle ist seit 3 Jahren nicht mehr funktionsfähig. Es kann daher nicht mehr gemahlen werden. Überdies hat vor ungefähr 8 Tagen ein reißen­der Strom die Mühle mit seinen 3 Gängen gänzlich zusammengerissen.Es besteht daher die Gefahr, daß eine nochmalige Flut das An­wesen von Grund wegspüle. Ich bitte um Erlassung des Mühlenpachtes von je 8 Malter Korn und 8 Malter Hafer, 8 Gulden sowie um schnelle Hilfe.“ der bitte wurde stattgegeben, die Arbeiten im Oberamt Lauterecken ausgeschrieben und an den Zimmermeister Jo­hannes Stellwagen aus Wolfstein für 560 Gulden vergeben. Aber bereits 1791 drohte die Mühle erneut einzustürzen. Auch 1798 kam es zu einem schweren Hochwasser 28.

 

Jakob *Schäfer († 1832 err.) war Müller auf der Mühlbacher Mühle; er wird im Prozeß zwischen den Müllern Friedrich *Drauth von der Mühlbacher Mühle und Philipp Kraut von der Streitmühle als „Großvater Schäfer“ bezeichnet 29.

 

Vor 1856 nahm der Müller Friedrich Drauth, der eine Tochter des Müllers NN. Schäfer geheiratet hatte, durchgreifende Reparaturen an der Mühlbacher Mühle und am Gerinne der Mühle vor 30. Es kam deshalb 1856 zu einer Auseinandersetzung zwischen Friedrich Drauth und dem Müller auf der nahegelegenen Streitmühle bei Rutsweiler/Glan, Philipp Krauth. Der damals 57jährige Drauth warf dem Mühlbacher Müller schriftlich Veränderungen in Wasserführung vor, die für die Streitmühle nachteilig seien: „Vor 10-11 Jahren geschah an der Mühlba­cher Mühle eine durchgreifende Reparatur. Als dieselbe soweit gediehen war,wurde die Grundschwelle der Gerinne gelegt. Im Bei­sein des herbeigerufenen Bürgermeisters machte Werkmeister Kneip aus Ramstein an die Wand des rechts au­ßenstehenden Mühlen­gebäudes ein Zeichen. Nach Weggang des Bürgermeisters wurde dieses Zeichen um 8 Zoll höher gerückt. Dies habe Kneip erzählt. Ferner muß ich bemerken, daß ein Teil des Wehrs am linken Glanufer beim Brückenbau eingerissen wurde, um die Fluten abzuleiten. Beim Wiederaufbau des Stücks hat der Müller Drauth sein Wehr an dieser Stelle höher gelegt, was jetzt noch zu ersehen ist. Drauth behauptete, nur in der Höhe eines angeblichen Eichpfahles, der in dem Wehr steckt, sein Wehr erbaut zu haben. Ich muß aber bezwei­feln, daß das Stück Holz ein Eichpfahl sei und zwar deshalb, weil keine Urkunde vorhanden ist, welche diesen Pfahl die Eigenschaft eines Höhenmessers gibt.“ Dazu erwiderte der damals 31jährige Müller Friedrich Drauth: „Vor etwa 10 gehörte die Mühle den min­derjährigen Schäferischen Kindern, über welche Krauth Vormund war. Ob man bei der damaligen Reparatur die Grundschwelle, die Krauth angibt,um 8 Zoll höher legte,weiß ich nicht. Jedenfalls sind wenn überhaupt Veränderungen vorgenom­men wurden, keine Klagen laut geworden. Was die angebliche Erhöhung meines Wehres betrifft, so muß ich bemerken, daß ich bei dessen Wiederaufbau den Bauschaffner und den Bürgermeister zugezogen habe und mich nach ihren Anweisungen richtete. Ich bitte den Bauschaffner dar­über zu vernehmen. Der im Wehr steckende Pfahl ist lange vor meiner Zeit schon vorhanden gewesen.“ Aus dem ausschlaggebenden Gutachten des vermessenden Technikers ging hervor, daß weder die oberhalb gelegenen Wiesen noch der Ei­gentümer der Streitmühle durch die derzeitige Erhöhung des Wehrs wegen Hinterwassers benachteiligt wurden 31.

 

1858 erweiterte Friedrich *Drauth den Mühlenbetrieb mit einer Ölmühle,die er jenseits des Mühlgrabens auf der Insel errichtete 32. Im Zweibrücker Wochenblatt wird für den 30.10.1869 die freiwillige Versteigerung der Mühle annonciert 33: „[...] lassen Friedrich Drauth, Müller allda, und dessen Kinder […] 11 Dez. Fläche mit Wohnhaus, Mahlmühle mit 3 Gängen, Oelmühle mit neuem Werk, Wohnhaus mit Scheuer .. zu Glan-Mühlbach [...] öffentlich [...] versteigern. Diese Mühle, ganz in der Nähe des Altengla­ner Bahnhofs [...] gelegen, hat eine bedeutende Wasserkraft [...]“.

 

Friedrich Drauth wird auch 1864 im Handels- und Adressbuch der Pfalz als Handelsmüller genannt 34.

 

Der Müller NN. Henn veränderte durch Umbau und Neubau das Mühlen- und Wohngebäude vollkommen. Sein Sohn Adam Henn betrieb die Mühle bis 1969 35.

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Band Kusel, S. 41 (Mahlmühle)

 

Literatur/Urkunden:

- Denkmaltopographie Kusel, S. 40

- Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 56-59 (leider ohne Quellenangabe)

- LA Speyer Zweibrücken I-A 662/6 Baugenehmigung von 1592

- LA Speyer Best A 2 Nr. 131 Renovationsprotokoll der Mühlen im Amt Lauterecken von 1776

- LA Speyer Best. A2 r. 1420/1: Erbbestandsmühle in Mühlbach am Glan, 1690, 1743-1744, 1778-1793.

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1420/2: Mahlmühl in Mühlbach/Glan, 1739-1744, 1761-1791; enthält u.a. Erbbestandsbrief von 1740.

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 258

 

 

 

 

 

Mühlheim a.d. Eis:

OT von Obrigheim, VG Grünstadt-Land, Lk Bad Dürkheim; 770 im Lorscher Codex als „Mulinheim marca“ erwähnt, wird es 1143 Mulnheim genannt, 1480 Mülnheim, 1824 Mühlheim.

 

Emich X. von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg, Gründer der Linie Leiningen-Dagsburg-Falkenburg; Sohn des Grafen Emich IX. von Leiningen-Dagsburg (*Leiningen-Hartenburg) teilte nach langen Reibereien 1560 zu Hartenburg die Herrschaft 36 mit seinem Bruder Johann Philipp I. von Leiningen-Dagsburg 37. Er er­hielt hierbei Schloß und Amt Falkenburg nebst dessen 4 Dörfern, Eischweiler, Einöd, Herschberg, Werschhausen, Horsel, Mülhausen und Reinheim, 1/3 der Gemeinschaft zu Albisheim, Morschheim, Rittersheim und Orbis, Ruchheim, Assenheim, 1/2 der Gemein­schaft Haßloch, Böhl und Iggelheim, ferner: Mühlheim, Colgenstein, Heidesheim, Kindenheim, Büdingen, das Wäldchen am Don­nersberg, Wallertheim, Ilbersheim, Dolgesheim, Guntersblum, die Teile an Griesheim, und den Hof und die Güter in Wachenheim (Pfrimm ?). Der Ort war leiningisch und zeitweise Grablege der Linie Leiningen-Heides­heim.

 

Mühlen:

Der Siedlungsname bezieht sich auf eine Mühle, von der angenommen wird, daß sie zum Bockenheimer Königshof gehörte 38. Die namensgebende Mühle befand sich sicher außerhalb des heute bebauten Bereiches 39.

 

Heute gibt es keine Mühle mehr auf Mühlheimer Gemarkung, doch ist 1455 eine solche quellenmäßig faßbar und in den 1930er Jahren war noch ein Mühlenzeichen auf dem Torschlußstein des Anwesens Hauptstraße 43 erkennbar. Das Anwesen Hauptstraße 5 kam später zu der südlich auf Albsheimer Gemarkung gelegenen Moor- oder Wittnermühle hinzu 40.

 

1842 wird der Müller/Mühlknecht, Bäcker und Taglöhner in Mühlheim, Matthäus Gottlieb *Winkler ++klären: welche Mühle+++ im Kirchenbuch Mühlheim genannt; ∞ mit Sophia Carolina Conhsette [?]; Vater der Maria Luisa Sophia Winkler (geb. 12.1.1842 Mühlheim, ~ 23.1.1842 Mühlheim 41 und der Sophia Friederica Winkler (geb. 27.12.1844 Mühlheim, ~ 1.12.1845 Mühlheim) 42.

 

1897 wird der Johannes *Göbel, „Obermüller Mühlheim“ genannt +++klären: welche Mühle+++; es könnte sich um die „Kraußmüh­le“ westlich von Mühlheim handeln, die 1839 dem Georg Ludwig II *Krauß gehörte. Dafür spricht, daß Johannes Göbel mit der Rosalia Thekla Krauß verheiratet war. Aus der Ehe stammt die Tochter Auguste Thekla Göbel (~ 26.2.1897 Mühlheim) 43.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. F3 Nr. 198: Beedbuch Gemeinde Mühlheim/Eis, 1610-(), 1823; angelegt um 1610 (s. Bl. 100); Bl. 1-23: alphabeti­sches Register mit Nachträgen; Bl. 24ff.: Verzeichnis der Besitzer, ihrer Güter, der 'Acht', 'Guld' und Bede; mit Ausmärkern; mit Gü­terwechsel; mit Einträgen von 1823 (Bl. 478).

 

 

- Alte Mühle:

Wüstung bei Mühlheim/Eis; die einstige Mühle ist völlig vergessen, aber 1781 im Leininger Lagerbuch findet sich in den Wiesen noch der Flurname „unter der alten Mühle“ 44.

 

Im Mühlheimer Gerichtsbuch von 1768 heißt es: „Anderthalb Viertel Wieß untig der alten Mühlen ..“ 45

 

 

- Moormühle, auch Wittnermühle:

die Jahreszahl über der Kellerpforte am Wohnhaus, Hauptstraße 5, ist 1595 datiert. Das Wohnhaus lag auf Mühlheimer Gemarkung, die am Südrand von Mühlheim gelegenen Betriebsgebäude lagen aber bereits auf Albsheimer Gemarkung 46; die Mühle wurde auch als Wittnermühle bezeichnet 47; sie wurde erst im 20. Jh. nach Mühlheim eingemeindet 48.

 

Die Mühle bestand bereits 1738 wie sich aus der Schlußstein am Hoftor der Moormühle ergibt (Wappenstein wurde 1977 herausge­rissen) 49. Der Wappenstein, der im unteren Teil ein menschliches Gesicht nach Art der Kleiekotzer und in Mittelteil einen Wappen­schild mit Mühlrad zeigt, weist die Initialen I.N.W. 50 auf 51.

 

Das Anwesen Hauptstraße 5 kam später zu der südlich auf Albsheimer Gemarkung gelegenen Moor- oder Wittnermühle hinzu 52. Die heutige durch den Ausbau von 1977 wesentlich veränderte Anlage stammt im spätbarocken Erdgeschoß vermutlich vom Ausbau 1738, auf den die Jahreszahl im Schlußstein des 1977 abgebrochenen Hoftors hinwies. Das Obergeschoß stammt wohl von einem Umbau aus 1851, der durch Johann Adam Wittner durchgeführt wurde. Auf dem Friedhof von Mühlheim befindet sich die Graban­lage Wittner 53.

 

Möglicherweise identisch mit der „Neuen“ Mühle. +++klären+: s. auch Wappenstein mit den Initialen I.N.W. 54+++; am 19.2.1706 wird als Patin im luth. KB Mühlheim/Eis bei der Taufe der Maria Elisabeth Stein, der Tochter des Zacharias Stein als Albsheim/Eis genannt: „Maria Elisabetha[,] Johan Wilhelms N: Müllermeister in der sogenandte Neue Mühl ehl. Haußfrau“ 55.

 

1765 ist Georg Philipp *Wittner der herrschaftliche Müller in Mühlheim 56 und wohl auch 1775 57.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 58 wird Johann Wittner als Eigentümer der Mühle in „Albsheim“ genannt. Die Mühle verfügt über zwei Mahlgänge, die von einem unterschlächtigen Mühlrad getrieben werden, sowie über eine Oelpresse.

 

Am 6.7.1858 kommt es zum Abschluß eines Mietvertrages mit „Unterpfandbestellung“. Friedrich Decker in Albsheim a.d. Eis vermietet und verpachtet in seiner Eigenschaft als gesetzlicher Nutznießer des Vermögens seiner minorennen … mit seiner verlebten Ehefrau Sophia Wittner erzeugten Kinder a) Dorothea und b) Philipp Decker an Michael Kolb und dessen Ehefrau Margaretha Bachmann, beide von Obrigheim, eine in der Gemeinde Albsheim an der Eis gelegene Mahlmühle mit Wohnhaus und Zubehörden …, auf die Dauer von 4 ¾ Jahren [...]“ 59. 'Friedrich Decker heiratet in 2. Ehe 1858 in Asselheim die Salomea Haffner (Tochter von Johann Philipp Haffner und Anna Maria Müller; beide schließen am 30.10.1858 vor dem Notar Minges in Grünstadt einen Ehevertrag 60.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 genannt die Firma „Wittner, J. A., Müller und Mehlhändler, Eigenthümer Johann Adam Wittner“ 61.

 

Müller in Albsheim (wohl auf der Wittnermühle +++klären+++) war der Johann Jacob *Bernhard († vor 1880); ∞ mit Sibylla Margaretha geb. Wittner; Vater der Maria Wilhelmina Bernhard (geb. 23.8.1860 Albsheim; ∞ 29.5.1880 in Mühlheim a.d. Eis mit dem Dr. phil. und Chemiker in Ludwigshafen Gustav Louis Ferdinand Jacobsen; Trauzeuge bei der Hochzeit war der Müller in Albsheim, Johann Adam *Wittner) 62.

 

Johann Adam Wittner wird 1880 als Müller im Albsheim genannt; Wittner war am 29.5.1880 in Mühlheim a.d. Eis als Trauzeuge bei der Hochzeit Dr. phil. und Chemiker in Ludwigshafen Gustav Louis Ferdinand Jacobsen (geb. 4.6.1848 Altona [?]; Sohn des † Carl Jacobsen und der Nicolina Sophia Juliana Schmitt) mit der Maria Wilhelmina Bernhard (geb. 23.8.1860 Albsheim; Tochter des † Müllers in Albsheim, Johann Jacob Bernhard und der Sibylla Margaretha geb. Wittner) 63.

 

1887 wird der Mühlbursche in Mühlheim Jacob *Lahr (∞ Catharina Wilding) genannt 64.

 

1911 wird die Mühle als „Unterpfälzer Roggenmühle J.A. Wittner“ bezeichnet 65.

 

Postkarte um 1930 (nicht datiert). Hersteller Karl Altherr, Bad Dürkheim, Zeppelinstr. 11 (Archiv Ref)

 

Photo:

- Denkmaltopographie: Kreis Bad Dürkheim Bd. 2, Worms 2006, S. 465

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 148 (Schlußstein am Hoftor von 1738)

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2398: 6 Blätter mit Ortslage Mühlheim, Albsheim, Heidesheim mit Schloßmühle, Furthmühle und Ziegel­hütte, 1839-1842, 1918

 

 

- Neue Mühle:

+++klären: welche Mühle und Lage+++; am 19.2.1706 wird als Patin im luth. KB Mühlheim/Eis bei der Taufe der Maria Elisabeth Stein, der Tochter des Zacharias Stein als Albsheim/Eis genannt: „Maria Elisabetha[,] Johan Wilhelms N: Müllermeister in der sogenandte Neue Mühl ehl. Haußfrau“ 66.

 

 

 

 

 

Mühlheim / Rheinhessen:

OT von Osthofen

 

Mühlen:

Mühlheim wird schon 767 erwähnt. Der im 12. Jh. im Bereich der Altmühle stehenden „Ordensburg der Templer“ mag schon eine Mühle zugehörig gewesen sein 67.

 

Im Bereich des Weilers Mühlheim lagen am Seebach drei Mühlen. Alle drei gehörten zu dem Königshof von Seehofen (östlich West­hofen gelegen) 68. Im 12./13. Jh. gab es zu Mühlheim ein Rittergeschlecht, das sich 'von Mülen' nannte. Wahrscheinlich geht auf die­se Zeit die erste Mühle in Mühlheim zurück, die Altmühle. Nach dem Aussterben der Ritter fiel die Mühle an den Johanniterorden und von ihm an das Liebfrauenstift in Mainz, wo es bis zum Ende der Kurpfalz blieb 69.

 

- Altmühle:

sie ist die älteste der Mühlheimer Mühlen. Die Mühle war ursprünglich im Besitz des Klosters Hornbach 70. Im 12./13. Jh. gab es zu Mühlheim ein Rittergeschlecht, das sich 'von Mülen' nannte. Wahrscheinlich geht auf diese Zeit die erste Mühle in Mühlheim zurück, die Altmühle. Nach dem Aussterben der Ritter fiel die Mühle an den Johanniterorden und von ihm an das Liebfrauenstift in Mainz, wo sie bis zum Ende der Kurpfalz blieb 71.

 

Der erste namentlich bekannte Müller war Ewald *Kopf († vor 1550; Sohn des Westhofener Müllers Peter *Kopf). Dessen Tochter Mar­tha Kopf war mit ihrem Ehemann Philipp *Seipel von Freimersheim 1550 in die Altmühle eingesetzt worden war 72. Aus der Ehe des Philipp Seipel mit Martha Kopf stammt die Tochter Barbara Seipel, die mit Hans Brand, Gastwirt „Zum roten Ochsen“ in Ost­hofen und um 1584 auch Müller auf der Altmühle in Mühlheim bei Westhofen, verheiratet war. Barbara Seipel brachte die Altmühle in die Ehe ein 73. Aus der Ehe Brand/Seipel stammt die Tochter Katharina Brand, die den späteren Müller auf der Altmühle, den aus der Schweiz stam­menden Hans Balthasar (1) *Keller (1580-1626) heiratete. Deren Sohn Hans Balthasar (2) *Keller (1610-1675) übernahm die Müh­le. Es folgte wiederum dessen Sohn Hans Jakob *Keller (1649-1692), nach dessen Tod ein weiterer Sohn des Hans Balthasar (2) *Keller, der Hans Balthasar (3) *Keller (1658-1720) die Mühle übernahm 74. Nach aA war dagegen ab 1693 der Johann Spannknebel (geb. 1656 in Allendorf/Hessen) der neue Erbbeständer der Altmühle 75. +++klären+++

 

Es folgte 1720 der Johann Heinrich (1) *Keller (1684-1728, Sohn des des Müllers auf der Altmühle, Johann Balthasar (3) *Keller und der Müllerstochter auf Schleifmühle in Mühlheim, Katharina Stahl, Enkel des Müllers auf der Altmühle, Johann Balthasar [2] *Keller). Er war in erster Ehe mit Elisabeth, in zweiter Ehe mit deren Schwester Walberta Gertraud verheiratet, Töchter des vermögenden Westhofener Unterfauth Wilhelm Sander 76 .

 

Um 1733 war dessen Vetter Johann Heinrich Keller der Müller auf der Altmühle (Sohn von Hans Jakob

 

Wilhelm Keller, „der Dicke“ (1711-1775) war anschließend Müle auf der Altmühle; er heiratete 1764 (err.) im Alter von 53 Jahren seine 21 Jahre jüngere Base Johanna Maria Keller, aus der Seemühle in Westhofen 77.

 

Um ca. 1798 gehörte die Altmühle der Familie Jacob Becker 78.

 

Jakob *Orlemann war um 1798 Müller auf der Altmühle in Mühlheim; Orlemann war eine der Hauptleute der Nationalreiterei [einer Bürgergarde], deren Einrichtung Notaire Susemihl als Leiter der Verwaltung im Kanton Bechtheim befohlen hatte. Orlemann ist spä­ter als französischer Soldat in Spanien gefallen 79.

 

Am 29ten Pluvoise 1799 wurde eine Aufstellung der im Amt Osthofen gelegenen 9 Mühlen erstellt, darunter die Altmühle. Sie steht im Eigentum von Johannes Orlemann 80. Dieser Johann Orlemann konnte im Jahre 1800 auf der ihm gehörenden Altmühle bei star­kem Wasser in 24 Stunden sechs Malter Frucht mahlen 81.

 

1810 kaufte Ludwig Hildebrand das Anwesen 82.

 

Die nach 1855 errichteten Gebäude wurden 1913 durch eine Möbelfabrik ersetzt, die noch bis 1936 ihre Maschinen teilweise mit ei­nem Wasserrad antrieb. Nach 1925 wurde die Fabrik an den Bahnhof Osthofen verlegt 83.

 

In einer am 26.9.1889 in der Bürgermeisterei Osthofen unterzeichneten Urkunde trafen die Eigentümer der auf der Seebach gelegenen Mühlen eine Vereinbarung über das Aufstauen des Seebach-Wassers, um durch das Aufstauen verursachte Nachteile für den Mühlenbetrieb zu vermeiden 84. Beteiligt waren u.a. Philipp Kurtz und Ludwig Hildebrand aus Mühlheim, Besitzer der Altmühle daselbst.

 

Die Altmühle liegt am Mühlenwanderweg, der von Westhofen zum Rhein führt 85. Die Altmühle ist durch eine Stiftung an eine bud­dhistische Wohngemeinschaft übergegangen und ist für die Öffentlichkeit zugänglich 86.

 

Müller auf der Altmühle waren:

bis 1550 Ewald Kopf († 1550), Vater der Martha Kopf (∞ mit Philipp Seipel aus Freimersheim); sie bringt die Mühle in die Ehe ein

1550 bis vor 1584 Philipp Seipel (∞ mit mit Martha Kopf); Vater der Barbara Seipel (∞ mit dem Gastwirt Hans Brand aus Osthofen); sie bringt die Altmühle in die Ehe ein.

nach 1584 Hans Brand (∞ mit Barbara Seipel); Vater der Katharina Brand (∞ mit Hans Balthasar [1] Keller); sie bringt die Mühle in die Ehe ein.

bis 1626 Hans Balthasar (1) *Keller (1580-1626) (∞ mit Katharina Brand); Vater des Hans Balthasar (2) Keller

bis 1675 Hans Balthasar (2) *Keller (1610-1675); Vater von Hans Jakob *Keller (1649-1692) und Hans Balthasar (3) *Keller (1658-1720)

bis 1692 Hans Jakob *Keller (1649-1692); nach dessen Tod übernimmt der Halbbruder Hans Balthasar (3) *Keller (1658- 1720) die Altmühle

bis 1720 Hans Balthasar (3) *Keller (1658-1720)

ab 1720 Johann Heinrich *Keller (1684-1720)

++++

um 1798 Jakob *Orlemann (gefallen als französischer Soldat in Spanien)

ab ca. 1799 Johannes Orlemann

ab 1810 Ludwig Hildebrand

 

Photo:

- Kazenwadel: Wassermühlen im Wonnegau, S. 48

 

Urkunden/Literatur:

- Hess. Landesarchiv Darmstadt Best. E10, 727: Alte Mühle zu Osthofen, 1763

- Grünewald, Julius: Die Bachbarone des Kurfürsten im Alt- und Seebachtal; in: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms 2014, S. 92-95.

- Kazenwadel, Brigitte: Wassermühlen im Wonnegau. Die Seebachmühlen im südlichen Rheinhessen. Westhofen, Mühlheim, Ostho­fen, Sandhof und Eich, Ingelheim 2003.

 

 

- Neumühle, Obermühle:

die Mühle liegt direkt neben der Altmühle, mitten in Mühlheim. Das gesamte Gelände der Neumühle gehörte ehemals zur Altmühle. Die zum Liebfrauenstift in Mainz gehörige Neumühle wird erstmals 1580 erwähnt 87.

 

Der Mühlgraben ist noch erhalten, ebenso das Wasserhaus. Rechts neben dem Eingang sprudelt immer noch Wasser, teils aus einer austretenden Schwefelquelle, teils ist es austretendes Grundwasser. Der alte Seebach wurde später verlegt und fließt heute südlich vorbei. Im Hof der Neumühle befindet sich eine weitere Schwefelquelle 88.

 

1663 ist Peter Jansen van Dyk der Erbbeständer auf der Neumühle. 1668 (Datum wohl unzutreffend +++prüfen+++) ersteigerte Jo­hann *Orlemann (= Jan Urlemann, geb. 1658 [!] in Mühlheim) die Mühle 89.

 

Die Neumühle war eine Getreidemühle mit drei Gängen, die oberschlächtig betrieben wurde. Ab 1695 kam eine pferdegetriebene Öl­mühle hinzu 90. 1808 heißt es über diese Ölmühle, daß sie seit ca. 150 Jahre bestehe, durch Wasser angetrieben werde und in 3monatiger Arbeit 50 hl Öl liefere 91.

 

Heute befinden sich auf dem weitläufigen Gelände mehrere historische Industriegebäude, u.a. eine Schmiede auf der Westseite des ehemaligen Gartens der Neumühle 92.

 

Photo:

- Kazenwadel: Wassermühlen im Wonnegau, S. 48

 

 

- Ölmühle:

1808 war in Osthofen eine Ölmühle in Betrieb. Diese bestand bereits seit 150 Jahren, war wassergetrieben und lieferte in 3 Monaten 50 hl Öl. Es handelte sich um eine Kundenmühle, d.h. es wurde nur von deren Kunden angelieferte Ölsaaten verarbeitet 93.

 

 

- Schleifmühle:

die Schleifmühle ist nicht mehr vorhanden; an die ehemalige Mühle erinnert heute nur noch die „Schleifgasse“. An dieser Stelle, dem Abzweig zur Neumühle, befindet sich jetzt ein dreistöckiges Speichergebäude aus Backstein 94.

 

Die Schleifmühle gehörte ursprünglich zum Liebfrauenstift in Mainz. Im 30jährigen Krieg wurde sie zur Ruine und erst 1654, nun als reine Ölmühle, wieder aufgebaut. Ob damals neben der älteren Schleiferei und späteren Ölmühle auch noch eine Mahlmühle be­trieben wurde, ist nicht überliefert. Spätestens ab 1760 kam dann eine Mahlmühle hinzu 95.

 

1654 kaufte der im Jahre 1650 aus den Niederlanden nach Osthofen zugewanderte Zimmermann Arnd *Orlemann/­Urlemann/­Oerle­mans, zusammen mit seinen drei zukünftigen Schwägern 96 Jan de Jong, Jan van Bruckhoven (∞ 25.2.1679 mit Maria Orlemann, Tochter [!] des Arnd Orlemann und der Gertraude de Jong; sie ∞ II 8.6.1964 mit Johann Georg von der *Mühlen 97) und Peter Jansen van Dyk den verwüste­ten ehemaligen Mühlenplatz und baute dort eine Ölmühle 98.

 

Auf diesen folgte der Sohn 99 Jan Orlemann, der „alte Jan“ (ref.; 12.10.1658 Mühlheim - † 8.5.1736 Osthofen; ∞ I 1682 in Osthofen mit Walbert van Bruckhofen [† 12.8.1693 Mühlheim]; ∞ II 23.2.1695 in Osthofen mit Anna Barbara Fitting [um 1671 Flomborn - † +/- 19.9.1734 Osthofen]) als Ohligschläger auf der Schleifmühle in „Mühlhofen“; Orlemann besaß mehrere Mühlen; er war auch Gerichts­verwandter; er brachte am 24.11.1690 die Geldsumme vom 300 fl nach Ebernburg, um Gefangene von den Franzosen einzulösen 100.

 

1732 wird der Johann Georg von der *Mühlen 101 als Ölmüller auf der Schleifmühle bei Osthofen genannt 102.

 

In der 2. Hälfte des 17. Jh. wurde die Mühle von dem Müller Stahl betrieben. Dessen Tochter Katharina Stahl heiratete den Müller auf der Altmühle, Hans Balthasar (3) *Keller und brachte die halbe Schleifmühle in die Ehe ein. Im Erbwege kam die Schleifmühle dann an den Sohn aus dieser Ehe Keller/Stahl, Johann Peter (1) *Keller (1695-1775) 103.

 

Am 19.6.1856 erfolgte eine Beschwerde des Peter Keller in Mühlheim bei der Verwaltung in Osthofen wegen „der Mühlenveränderung seines unteren Nachbars Georg Hildebrand auf der Stärkmühle bei Osthofen“ betreffend das Gefälle des Seebachs 104.

 

In einer am 26.9.1889 in der Bürgermeisterei Osthofen unterzeichneten Urkunde trafen die Eigentümer der auf der Seebach gelegenen Mühlen eine Vereinbarung über das Aufstauen des Seebach-Wassers, um durch das Aufstauen verursachte Nachteile für den Mühlenbetrieb zu vermeiden 105. Beteiligt war u.a. Peter Keller aus Mühlheim, Besitzer der Schleifmühle daselbst.

 

 

- Untermühle:

sie ist wohl identisch mit der Schleifmühle. Die Untermühle ist 1718 in Mühlheim bezeugt und befand sich damals in kurpfälzischem Besitz 106.

 

 

 

 

 

Mühlhofen bei Landau:

südlicher Ortsteil von Billigheim-Ingenheim, VG Landau-Land, Lk Südliche Weinstraße; gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zwei­brücken Oberamt Bergzabern; Reformierte Pfarrei; 1634 zu Winden; KB ref. 1715 107.

 

Mühlen:

- Mühlhofer Mühle:

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 108 heißt es zu der Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Ober­amt Bergzabern gehörte: „hat 2 Wasserrad für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang; gibt 6 Ma. Korn als Pacht; 40 Familien aus Mühlhofen lassen gemeinhin hier mahlen 109.

 

Am 3.8.1855 ließ der Müller von Mühlhofen, Jacob *Pfeiffer mehrere landwirtschaftliche Grundstücke in der Gemarkung Arzheim gelegen, versteigern. Am 24.5.1855 ließ Johann Lampert „seine zu Bergzabern im Thal gelegene, die ehemals Georg Hier'sche Oel­mühle mit zwei Pressen, dazu gehörigen Oeconomiegebäuden [...]“ versteigern 110.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A13 Nr. 925: Müller bzw. Mahlmühle zu Mühlhofen, Gilt, 1618

 

 

- Ölmühle:

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über eine Ölmühle in Mühlhofen

 

 

 

 

 

Mühlkling:

es handelt sich um eine verschwundene Siedlung in der Mühlkling, einer Schlucht, die von Ruppertsecken nach Norden in Richtung von Gerbach zieht. „Klinge“ bedeutet nach Aussage von E. Christmann eine Schlucht mit fließendem Wasser. Früher gab es dort eine Mühle, 1561 und 1599 wird der Name urkundlich genannt. Dann schweigen die Urkunden. Erst im 1. Kirchenbuch von Marienthal taucht der Name „Mühlkling“ wieder auf im Zusammenhang mit einer Wiederbesiedlung des Ortes. Ab dem Jahr 1721 wohnte eine Familie Bender auf der Mühlkling, eine Mühle gab es jetzt nicht mehr 111.

 

Karte:

- Karmann, Paul: Wüstungen im Raum Marienthal - Ruppertsecken; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 50

 

 

 

 

 

Münchweiler a. d. Alsenz:

VG Winnweiler, Lk Donnersbergkreis; im Alsenztal, südöstlich von Winnweiler gelegen

 

Das Dorf war Eigentum des Klosters Hornbach; nach der Reformation säkularisiert und ab 1556 von Pfalz-Zweibrücken verein­nahmt; nach Tausch mit Bechthold von Flörsheim 1564 gehörte das Dorf zur Herrschaft der Flörsheimer; nach deren Aussterben im Mannesstamm wurde die Herrschaft unter den beiden Töchtern des letzten Flörsheimers und deren Ehemänner geteilt und fiel mit der gesamten Herrschaft Flörsheim an Elisabeth von Flörsheim und deren Ehegatten Heinrich von der Leyen. Elisabeth von Flörsheim erhielt bei der Erbteilung 1655 die Herrschaft Neuhemsbach, welche damals aus dem Schloß, und, weil damals noch kein Dorf Neu­hemsbach existierte, dem ganzen Bann der jetzigen Gemarkung Neuhemsbach bestand, ferner die eine Hälfte des Ortes Sippersfeld umfaßte, den Waschbächerhof mit ca. 500 Äckern und Wiesen, den großen Zehnten in Münchweiler [Anm. d. Verf.: das Dorf selbst gehörte den Grafen von Wieser, wie auch das Lagerbuch von 1729 zeigt] nebst dem Patronatsrecht, die Dorfmühle in Münchweiler und ande­re Rechte daselbst, den kleinen Zehnten in Imsbach und Lohnsfeld, weiterhin 300 Morgen Wald, einen Morgen Wingerte in Dürk­heim, und den Eichenbacher Woog, sowie die Jagd im Flörsheimer Holz. Heinrich und Elisabeth von der Leyen verkauften die Herr­schaft Neuhemsbach 1667 an den Obristen Jacob de Herbay; als dieser nicht zahlte, verkauften Heinrich und Elisabeth von der Leyen die Herrschaft erneut, diesmal an die Grafen von Sayn-Wittgenstein. Obrist de Herbay war hiermit nicht einverstanden; er klagte vor dem Reichskammergericht; erst mit Urteil vom 1714 wurde der Rechtsstreit beendet, die Klage des Obristen abgewiesen und die Übertragung an Sayn-Wittgenstein bestätigt 112.

 

Auch die Grafen von Leiningen hatten seit dem Mittelalter Rechte in Münchweiler und Gonbach; diese leiningischen Rechte wurden von den Leiningern wohl schon vor 1237 erworben und fielen als Teil eines Altleininger Burglehens an die Ritter von Randeck. Die erste Erwähnung von leiningischem Besitz in Münchweiler erfolgte im Jahre 1334. Ein erster leiningischer Lehensbrief datiert von 1435. 1436-72 waren die Dörfer strittig zwischen den Randeckern und den Flörsheimern. Die Dörfer blieben bei Randeck, wie aus dem Lehensbrief von 1468 hervorgeht. Gräfin Margarethe von Leiningen-Westerburg verlieh damals dem Gottfried von Randeck den Woog Ychenbach (= Eichenbach), Dorf und Gericht. 1505 erhielt Adam von Randeck von Graf Cuno zu Leiningen-Westerburg und Schaumburg seinen Teil des Gerichts zu Ychenbach. Mit Adam von Randeck starb die männliche Linie der Randecker aus, die Flörs­heimer traten die Erbfolge an, infolge der Heirat von Margarethe von Randeck mit Friedrich dem Älteren von Flersheim. Nach dem Aussterben der Flersheimer 1655 haben dann die Leininger noch einmal für einige Zeit selbst Herrschaftsrechte in und Gonbach aus­geübt, wie ein Vermerk im Gerichtsbuch vom 4.11.1686 ausweist. Das Dorf und die Grundherrschaft in Münchweiler a.d. Alsenz fiel dann Anfang des 18. Jh. durch Heirat an die katholischen Grafen von Wieser; Graf Ferdinand Andreas von Wieser heiratete zu Be­ginn des 18. Jh. die Gräfin NN. von Leiningen, die Tochter des Grafen Philipp von Leiningen-Westerburg und übernahm mit der Hochzeit das Leininger Lehen in Münchweiler und Gonbach, nachdem er die Ansprüche der beiden mit-erbberechtigten Töchter aus dem Hause Flersheim abgegolten hatte 113; der erste Dorfherr war Graf Ferdinand Andreas von Wieser, zuletzt kurpfälzischer Regie­rungspräsident; nach seinem Tod um 1750 kamen in Münchweiler seine Söhne Carl und Philipp von Wieser zur Regierung 114.

 

Urkunden/Literatur:

- Busch, Egon: Münchweiler und Gonbacher „Kirchenrey Rechnung“ (1770 und 1776); in: PRFK 1976, S. S. 315319

 

 

Mühlen:

um 1748 war der Schweizer Einwanderer Johannes *Layer als Mühlknecht in Münchweiler 115.

 

In Urkunden und Literatur/Urkunden werden folgende Namen von Mühlen erwähnt:

- Dorfmühle (= Klostermühle)

- Hornbacher Mühle (Klostermühle)

- Lohmühle, auch Salomonsmühle

- Mahl- und Ölmühle

- Neumühle

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Best. 1661/65 = Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs: Weyer zu Münchweiler Reparatur und Be­stand, 1661

 

 

- Dorfmühle, auch Klostermühle:

die Mühle lag in der Mühlgasse 116.

 

Das Schicksal der Mühle als “Herrschaftsmühle” ist eng mit der Dorfgeschichte und den wiederholten Herrschaftswechseln verbun­den. Am 1.10.1273 verkauft Cunrad Ritter von Worms, Sohn des Eberhard gen. von Erenburch, dem Kloster Hornbach um 20 Pfd. Heller seine Mühle zu Münchweiler 117. Cunrad, Ritter von Worms, Sohn des Ritters Eberhard gen. Von Erenburch, verkauft dem Kloster Hornbach um 20 Pfund Heller seine Mühle zu Münchweiler … und verspricht …, keine Mühle oder irgend eine Bau am Bach oder im Banne der genannten Mühle ….zu errichten 118.

 

Seither wird die Mühle des Klosters auch als Klostermühle bezeichnet. Am 19.1.1289 beurkundet Johannes von Randecken, daß Friedrich und Arnold, die Schwiegersöhne des Heinrich gen. Buscroden von Munchwilre auf jegliches Recht an die Mühle daselbst, welche sie Abt und Konvent zu Hornbach streitig machten, verzichtet haben 119.

 

Die Mühle wird auch 1488 urkundlich erwähnt. Im Münchweiler Gerichtsbuch befindet sich 1488 der Eintrag, daß die Ehefrau „ko­nigunt“ des Müllers „hen zu monchwiler“ weggelaufen war und sich mit ihrem Ehemann wieder aussöhnen wollte. Doch dieser woll­te sie nicht mehr aufnehmen. Da versprach sie, nie mehr fortzulaufen. Sollte sie es aber doch noch einmal versuchen, sollte sie kei­nerlei Anspruch mehr auf ihr Vermögen haben. Diese Verpflichtung ging sie ungezwungen ein, im Beisein ihres Bruders Henrich, des Pfarrers, des Hofmannes und des Schultheißen 120.

 

1548 wird im Gerichtsbuch die Gemarkung „unten an der Mühl, genannt Langgärten“ erwähnt 121; ebenso 1568 “der Langgarten bei der Mühl und in dem Mühlweg“ 122.

 

Im „Nordpfälzer Geschichtsverein“ 1914 Nr. 5 wird eine Hornbacher Urkunde zitiert, in der es heißt: „Desgleichen ist die Mühle in anno 1550 auf 20 Jahre verliehen worden jährlich um 109 Malter Korn und 2 Kapaunen und in Verleihung solcher Mühl hat das Klo­ster 22 fl Besserung darauf gehabt laut Beständnis.“ 123

 

Nach der Reformation wurde Ort und Mühle säkularisiert und 1556 von Pfalz-Zweibrücken vereinnahmt; nach Tausch mit Tiburtius Bechtolf von Flörsheim 1564 gehörte das Dorf zur Herrschaft der Flörsheimer; nach deren Aussterben im Mannesstamm wurde die Herrschaft Flörsheim unter den beiden Töchtern des letzten Flörsheimer und deren Ehemänner geteilt. Elisabeth von Flörsheim er­hielt bei der Erbteilung 1655 die Herrschaft Neuhemsbach, bestehend aus dem Schloß, und u.a. dem großen Zehnten in Münchweiler (Anm.: das Dorf selbst gehörte den Grafen von Wieser) nebst Patronatsrecht und der Dorfmühle in Münchweiler. Heinrich und Elisa­beth von der Leyen verkauften die Herrschaft Neuhemsbach mit der Dorfmühle 1667 an den Obristen Jacob de Herbay; als dieser nicht zahlte, verkauften sie die Herrschaft erneut, diesmal an die Grafen von Sayn-Wittgenstein. Obrist de Herbay war hiermit nicht einverstanden; er klagte vor dem Reichskammergericht; erst mit Urteil vom 1714 wurde der Rechtsstreit beendet, die Klage des Obri­sten abgewiesen und die Übertragung an Sayn-Wittgenstein bestätigt 124.

 

Schon 1626 wird die “Klostermühle als “niedergefallen und nit mehr gebraucht” bezeichnet 125.

 

Während des Prozesses vor dem Reichskammergericht trat Obrist de Herbay seine Rechte aus dem Kaufvertrag 1679 an den spani­schen Kapitän Pouget ab, dieser wiederum 1681 an Johann Georg Meckel aus Worms, dieser wiederum an einen Herrn Zierlein aus Worms; dieser trat seine Rechte schließlich an den Obristen von Derby ab 126.

 

Oberst Johann Baptist von Derby, urkundlich bezeichnet als “Herr von Neuhemsbach” schloß 1703 mit dem Johannes Müller und dessen Ehefrau Anna Margarethe NN. aus der Grafschaft Usingen einen Kaufvertrag ab, über den verfallenen Mühlplatz in Münchweiler “zum Hauß Hembßbach gehörig” 127, daß dieser auf dem “herrschaftlichen Platz eine Mühle nebst Ölmühle aufbaue” 128; 1703 wurde die Mühle als Mahl- und Ölmühle neu gebaut. Im Münchweiler Gerichtsbuch ist unter dem 8. Mai 1713 vermerkt: “Peter Creenbiel, hoch­gräfl. wittgenst. Müller allhier in Münchweiler. Die allhiesige hochgräfl. wittgenst. Erbbestandsmühle samt dem so­genannten Hornbacher Erbbestandsgut, wie er solches den 8. May 1713 vom Kaiser an sich gekauft, mit der darauf ruhenden Pacht und Beschwerung, sonst aber niemand versetzt oder verpfändet, vor die Summe 1350 fl. laut darüber ausgestellten Kaufbriefes” 129. Möglicherweise haben die Eheleute Mül­ler die Mühle weiterverkauft, und Krehbühl hat sie dann am 8. Mai 1713 “vom Kaiser” (d.h. einem Müller namens Kaiser) erworben 130.

 

Am 5.9.1716 erhielt “Peter Grebil” und dessen Ehefrau Anna geb. Geiger von der Herrschaft Sayn-Wittgenstein einen Erbbestands­brief über die Mühle und das sog. Hornbacher Gut “so beides vom Kloster Hornbach herrührend” bei einer Pacht von 10 Ma viererlei Früchten, darunter ein Drittel Malter Korn, dritterhalb Malter Sommergerste = 5 Ma Speltzen, acht Ma Haber und vier Cappaunen jährlich an Martini 131.

 

Peter Krebil verstarb am Jakobstag 1735, d.h. am 11.5.1735; sein Sohn Christian *Krebil hatte bei der Herrschaft einen Erbbestands­brief erbeten, der am 8.12.1735 erteilt wurde 132. Christian Krebil hatte in der Erbauseinanderset­zung nach dem Vater die Mühle von seinem Bruder, seiner Schwester und der Stiefmutter für 2200 fl gekauft, wie sich aus dem Ein­trag im Gerichtsbuch vom 7.5.1736 er­gibt 133. Er hatte zwar den Besitz und Betrieb der Mühle angetreten, war jedoch nicht im Stande gewesen, die Kaufsumme zu erbrin­gen. Er verkaufte deshalb den Erbbestand am 8.1.1738 an Jost Krebil von “Brimerhoff” [Anm. d. Verf.: Johann Jost *Krehbiel vom Pfrimmerhof] für 3500 fl; dieser erhielt am 8.1.1738 den Erbbestandsbrief 134, der seinerseits im Ge­richtsbuch am 6.4.1739 eingetra­gen wurde.

 

Am 25.5.1761 übernimmt Johannes *Eymann die Mühle nebst zugehörigem Grundbesitz für 4000 fl. Neben des Fasselochsen muß er auch das Fasselschwein für die Gemeinde auf eigene Kosten halten 135. Am Gerichtstag, dem 25.5.1761 wird der Kauf im Gerichts­buch beurkundet; dort ist Johannes Eymann als Neubürger am Gerichtstag vom 25. Mai 1761 verzeichnet: “Johannes Eyman, Müller­meister (er kauft hiesige Mühle) 136.

 

Ab 1797 ist der Mennonit Christian *Eichelberger (1729 Sattelhof – 15.12.1812 Münchweiler; ∞ mit Magdalena Krehbiel, Tochter von Johann Jakob Krehbiel und Susanna NN. vom Pfrimmerhof) der Erbbeständer auf der Dorfmühle in Münchweiler/Alsenz 137.

 

Im 19. Jh. sind Angehörige der Familie Eichelberger von der nahegelegenen Neumühle auch Betreiber der Dorfmühle, darunter der Müller Karl Henrich Jungk (1775 err. - 1.4.1860 Neumühle; ∞ mit Anna Krehbiel der Tochter des Müllers Christian *Eichelberger 138). Der Kataster von 1830 nennt die “Jakob Eichelberger Erben“. Etwa um die Wende zum 19. Jh. erfolgt ein Eigentumsübergang auf Johann und Friedrich Schneider, die im Grundbuch von 1904 eingetragen sind; diese verkaufen das Anwesen 1928 an Thomas *Jennewein aus Abenheim bei Worms. Die Mühle wurde in den 1960er Jahren stillgelegt; nur der landwirtschaftliche Betrieb besteht unter dem Enkelsohn des Thomas Jennewein fort 139.

 

In der Mühle Jennewein wurde eine Knochenstampfe als Nebenbetrieb geführt 140.

 

Erbbeständer waren:

- 1703 Johannes Müller

- 1713 Peter Krehbiel

- 1716 war Jost *Krehbiel Erbbeständer auf der Dorfmühle 141

- 1735 Christian Krehbiel

- 1738 Jost Krehbiel

- ++++ Johannes Eymann

- 1830 Jakob Eichelberger Erben

- 1904 Johann und Friedrich Schneider

- 1928 Thomas Jennewein

 

Photo:

- Dorfmühle in den 1920er Jahren; in: Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 120

 

Karte:

- Busch, Egon: Streit um das Weiderecht im Baudweiler Hubbezirk; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 2009, Heft 4, S. 18: Herrschaft Neuhemsbach um 1600 mit den allen vorhandenen Mühlen

 

Literatur/Urkunden:

- Busch, Egon: Wandel und Verschiebung im bäuerlichen Besitztum von Münchweiler (Alsenz); in: Pfälzer Heimat 1977, S. 21 (u.a. zur Hornbacher Mühle in Münchweiler / Alsenz und zum Müller Johannes Eymann)

- Busch, Egon: Die Dorfmühle und das ehemalige Hofgut des Hornbacher Klosters; in: Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 112 ff

Busch, Egon: Die Dorfmühle und das ehemalige Hofgut des Hornbacher Klosters in Münchweiler/Alsenz; in: Donnersbergjahrbuch 1981, S. 79

- Busch, Egon: Das Münchweilerer Gerichtsbuch, Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 91 ff und 1973 S. 1 ff

- Fischer: Geschichte der Dorfmühle, ehemaligen Erbbestandsmühle zu Münchweiler a.d. Alsenz; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1914, S. 33-35 und 41-42

- Gerichtsbuch von Münchweiler (befindet sich nicht im LA Speyer sondern im Archiv der VB Rockenhausen)

- LA Speyer Best C 44, Nr. 18/1 - 18/3

- Schläfer, Jakob: Die Dorfmühle zu Münchweiler; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1954, S. 34-37, abgedruckt auch bei Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 121-123

- Weber, Friedrich Wilhelm: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 284

- Weber, Friedrich Wilhelm: Mühle und Mühlgut des Klosters Hornbach. [Münchweiler an d. Alsenz]; in: Pälzer Sunndag [Pfalz. Volksztg]. 1959, Nr. 21.

 

 

- Hornbacher Mühle oder Klostermühle:

s. Dorfmühle

 

 

- Lohmühle, Salomonsmühle:

daneben bestand im Mittelalter eine Lohmühle, die seit langem verschwunden ist. Diese wird im Gerichtsbuch bereits 1550 erwähnt: “Jerg von Hawiler kauft die loe myle.” 1568 ist dort eine Wiese an der “lo mül” beschrieben. 1710 ist im Gerichtsbuch die “Lohen­mühl” aufgeführt, und 1723 wird der “lohr pfadt, der Imbschbacher Kirchpfadt” genannt. dieser Weg führte ein Stück an der Alsenz entlang und wurde von den Imsbachern, die damals nach gepfarrt waren, beim sonntäglichen Kirchgang genutzt. Die Mühle muß folglich an der Alsenz, unterhalb des Dorfes gelegen haben. Hier befindet sich Gemarkung “Lohwiesen” und hier führt noch heute der bereits 1754 erwähnte “Lohsteg” über die Alsenz. Wann und warum die Mühle aufgegeben wurde, läßt sich leider nicht mehr feststellen 142.

 

Die Lohwiese wird 1570 im Gerichtsbuch erwähnt als „die Gemeinde Hirtenhäuser an der Lohwiese unten“ , sowie 1583 „Haus an der Lohwiese“ 143.

 

Die Lohwiese und der Lohsteg werden auch 1618 im Gerichtsbuch erwähnt. Anno 1618 haben sich vor dem Dorfgericht verglichen der Jakob Cloß und Adams Kathrein wegen eines Kappens (junger Hahn), den sie Adams Kathrein zu geben schuldig ist für den Was­sergang über die Lohwiese bis zu dem Lohsteg 144.

 

1723 wird die Lohmühle als Salomonsmühle im Gerichtsbuch erwähnt „der lohrpfadt“, d.h. wohl der Fußpfad durch die Lohwiese zur Lohmühle (Salomonsmühle) 145.

 

 

- Neumühle:

die Neumühle liegt an der Alsenz zwischen dem ehemaligen Bahnhof Neuhemsbach und dem Dorf Münchweiler/Alsenz. Oberlieger ist die Eichenbacher Mühle. Durch die Anlage eines künstlichen Mühlkanals, der ca. 930 m oberhalb der Mühle von der Alsenz ab­zweigt, konnte das Wasser mit mäßigem Gefälle dem Triebwerk der Mühle zugeführt werden; der sog. Hinterteich oder Gießen, d.h. der Wasserablauf hinter der Mühle wurde ca. 225 Meter unterhalb der Mühle wieder der Alsenz zugeführt. Aus dem Eichsetzungs­protokoll betreffend die Setzung eines Eichpfahls an der Neumühle vom 23.8.1860 ergibt sich, daß die Mühle damals drei ober­schlächtige Wasserräder besaß. Mit dem Hauptrad wurden der Mahlgang und der Schälgang betrieben. Von den beiden anderen Was­serrädern wurde eines zum Betrieb einer Ölmühle mit Dreschmaschine benutzt 146.

 

1717 heißt es Knoch'schen Repertorium 147: „Conrad Sultzen [Anm.: s. Conrad *Sültz] Supplikation bey Hrn Graf Christ: Christian, wie er Fürhabens seye eine Mühle nach Münchweiler zu bauen, weilen aber Graf Wieser nur Pfandtsherr seye, so wolte er deswegen Anzeige thun, und weitere Verwaltungs-Ordres erwarten.“

 

1717 heißt es in einem vom leiningischen Heimatforscher Johann Ludwig *Knoch (1712 St. Goar – 1808) erstellten Repertorium 148: „1717 Mühl zu Münchweiler erbaut“.

 

1719 wird die Mühle erstmals im Kirchenbuch von Münchweiler erwähnt, wo “Johann Henrich *Hollsten, Müller auf der Neumühle bei Münchweiler” benannt ist; sie wird erneut 1725 urkundlich aufgeführt; in diesem Jahr erhielt Johann Henrich Holstein der Müller auf der Neumühle zusammen mit seinem Bruder Johannes *Holstein das Erbbestandsrecht der Mühle am Bärenwoog bei Neuhems­bach; in dieser Erbbestandsurkunde wird Johann Henrich Hollstein als “Müller von der sog. Münchmühl” bezeichnet 149.

 

Die Neumühle wird dann im Lagerbuch von 1729 erwähnt. Die damaligen Besitzer waren Heinrich *Holstein Erben; Besitznachfol­ger waren Abraham *Eichelberger und Samuel *Eichelberger” 150. Sie war Ölmühle 151 und Getreidemühle.

 

1750 wurde die Neue Mühle an den Müller +++klären: NN. Eichelberger als Erbbeständer übergeben. dieser stammte aus Westfalen (wahrscheinlich Homburg an der Mark).

 

Um 1759 wird Henrich *Holstein als Erbbeständer auf der Neumühle Münchweiler erwähnt 152.

 

1783 ist Karl *Junck als Mitglied des Münchweiler Gerichts und Erbbestandsmüller auf der Neumühle im “Schuldnerbuch” verzeich­net 153.

 

Christian *Eichelberger (*17.7.1772 Sembach - 8.3.1830 Neumühle) war Müllermeister auf der Neumühle; ∞ mit Maria Krehbiel (* etwa 1779 Altleiningen - 24.7.1828 Neumühle); Vater der Maria Eichelberger (28.9.1821 Neumühle – 5.5.1872 Neumühle; ∞ 10.10.1743 mit dem Müller Samuel Krehbiel) . Eichelberger bemühte sich in den Jahren 1821-1824 um den Kauf von Staatswald öst­lich der Neumühle 154.

 

Im Münchweiler Kataster von 1832 werden genannt: Abraham Eichelberger, Neumüller und Samuel Eichelberger, Neumüller 155.

 

Ab 1843 (err.) war Samuel Krehbiel (*6.3.1821 Altleiningen - 15.2.1896 ; ∞ 10.10.1843 mit Maria Eichelberger, der Tochter des Neumüllers Christian Eichelberger † 8.3.1830) Müller auf der Neumühle 156.

 

1871 war Samuel *Eichelberger Besitzer der Öl- und Getreidemühle auf der Neumühle. Er war verheiratet mit Elisabeth Berg. Laut Testament vom 26.5.1875 vermachten die Eheleute ihrem Sohn Johannes die Neumühle; dieser wurde nach Tod von Samuel Eichel­berger im Grundsteuer-Umschreibe-Kataster Nr. 735 der Gemeinde aus dem Jahr 1876 als Eigentümer aufgeführt. Johannes *Eichel­berger betrieb die Neumühle bis zu seinem Tod am 9.7.1899. Nach seinem Ableben stand die Mühle im Eigentum der Erbengemein­schaft bestehend aus der Witwe Maria Eichelberger geb. Sayse und den Kindern Anna Maria Eichelberger und Johann Karl Eichel­berger 157.

 

Der letzte Müller aus der Familie Eichelberger verstarb kurz vor dem 1. Weltkrieg; die Neumühle wurde von 1914-1918 an Nägli- Hochdorf verpachtet und anschließend an Lichti verkauft. dieser war mit den Verhältnissen der Nordpfalz nicht vertraut, schaffte das Vieh ab und mußte die Neumühle wieder aufgeben. 1919 ging der Gutsbetrieb in das Eigentum des Protestantenvereins der Pfalz über, der Teile der Gebäude als Erziehungsanstalt nutzte. 1921 wurde die Mühle erneut verkauft und ging ins Eigentum des Bezirks­verbands der Pfalz über, nachdem der pfälzische Kreistag (heute Bezirkstag) am 2.9.1920 den Kauf des Gutes beschloß. Die Mühle wurde Pensionsviehweide unter der Trägerschaft des Pfalz-Kreises. Seit 1951 befindet sich hier die Pfälzische Lehr- und Versuchsan­stalt für Viehhaltung und Milchwirtschaft des Bezirksverbandes Pfalz. Der Mühlgraben ist teilweise zugeschüttet, der noch vorhande­ne Rest dient als Feuchtbiotop. Ein Reihe von Gehölzen und Sträuchern markiert den Verlauf des ehemaligen Mühlkanals 158.

 

Karte:

- Busch, Egon: Streit um das Weiderecht im Baudweiler Hubbezirk; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 2009 Heft 4, S. 18 Herrschaft Neuhemsbach um 1600 mit den allen vorhandenen Mühlen

- LA Speyer Best. W2 Nr. 4: enthält u.a. Mühlen in Bereich Neuhemsbach, darunter die die Eichenbacher Mühle und die Neumühle bei Münchweiler

- LA Speyer Best. H3 Nr. 3370, abgedruckt bei Busch, Egon: Misslungener Verkauf von Staatswald in der Münchweiler Gemarkung; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 2012, S. 1214/15: „Ackerfelder und Wiesen von der Neumühle vom 4.1.1822“

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. S. 284

 

Literatur/Urkunden:

- Busch, Egon: Die Entstehung der Neumühle bei Münchweiler; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1970, S. 82 f

- Busch, Egon: Mühle, Hofgut, Lehr- und Versuchsanstalt : die Neumühle bei Münchweiler an der Alsenz; in: Donnersberg-Jahrbuch 2012, S. 62-65

- Gerichtsbuch von Münchweiler (befindet sich nicht im LA Speyer sondern im Archiv der VB Rockenhausen)

- Schaefer, Erich Werner: Die Neumühle; in: Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 220 ff.

- Schaefer, Erich Werner: Die Müllerfamilie Eichelberger; in: Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 224-227

- Schaefer, Erich Werner: Die Errichtung einer Stauschleuße und eines Eichpfahls für die Neumühle (1934); in: Busch: Münchweiler: Chronik eines Dorfes, S. 228

 

 

- Salomonsmühle:

s. Lohmühle

 

 

 

 

 

Münchweiler am Glan:

s. Glan-Münchweiler

 

 

 

 

 

Münchweiler am Klingbach:

VG Annweiler, Lk Südliche Weinstraße; westlich von Klingenmünster im Klingbachtal zwischen Silz und Klingenmünster gelegen.

 

Das Dorf hatte 1718/1719 eine Bevölkerung von sieben katholische Familien und einen nichtkatholischen Mann auf 159.

 

Mühlen:

in Münchweiler gibt es südlich vom Klingbach die Straße „Am Mühlweg“; in Münchweiler gab es die Untermühle, die Obermühle und die Sägmühle 160.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2400: Münchweiler am Klingbach, o.D. 1820-1845, darin die Sägmühle, die Obermühle und die Untermühle

 

 

- Münchweiler Mühle:

im „Eilboten Landau“ vom 13.11.1841 wird die Versteigerung der Mühle in Münchweiler für den 2.12.1841 annonciert: „ … lassen die Georg *Zeitler'schen Eheleute von Münchweiler ihre in Münchweiler gelegene Mühle nebst Zugehör, bestehend aus der Mühle mit zwei Mahlgängen, einem Schälgang und einer Schwingmühle, einem zweistöckigen Wohnhaus mit zwei Zimmern und Küche im unteren Stock und drei Zimmern im oberen Stock, ferner vier Schweinställen, einem doppelten Stall für Rindvieh und Pferde, einem Schopp, einer großen Scheune, Keller, Hof, zwei Gärten und zwei Morgen Ackerland und Wiese [...]“ 161.

 

 

- Obermühle:

 

- Sägmühle:

 

 

- Untermühle:

 

 

 

 

 

Münchweiler a. d. Rodalb:

VG Rodalben, Lk Südwestpfalz. Während des Mittelalters bis zur Französischen Revolution teilte das Bächlein Rodalb als Staats­grenze über sechs Jahrhunderte lang das Dorf in einen kleineren hanau-lichtenbergischen und in einen zum badischen Amt Gräfen­stein gehörenden Ortsteil.

 

Der westlich der Rodalb gelegene Gemarkungsteil von Münchweiler („Hanauer Seite“) gehörte nicht zum badischen Amt Gräfen­stein sondern zur Herrschaft Hanau-Lichtenberg 162.

 

 

Mühlen:

 

- Lohmühle auf dem Hombrunnerhof:

der Hombrunnerhof ist westlich von in einem Waldtal gelegen

 

Lohmüller war Friedrich *Baierle, ∞ mit Magdalena Heumann (?); Vater des Lohmüllers und Betriebsnachfolgers Johann *Baierle 163.

 

- Sägemühle auf dem Hombrunnerhof:

gelegen am Lambsbach im Banne von a. d. Rodalb.

 

Um 1773 war Martin Koehl der Sägemüller auf der Sägemühle beim Hombrunner Hof. Er erhielt die Erlaubnis eine Walkmühle ne­ben seiner Sägemühle zu errichten, erhielt Holzzuweisungen aus den herrschaftlichen Waldungen zum Betrieb der Sägemühle. Die Mühle stand (später ?) im Erbbestand des Kammerassessors [Anm.: Philipp] *Ehrmann; diesem wurde die Erlaubnis erteilt, an seine Hombrunner Sägemühle eine Gipsmühle oder einen Stampf anzuhängen 164.

 

Der Rotgerber Ludwig Detreux aus Pirmasens hat die verfallene Sägemühle auf dem Hombrunnerhof wieder aufgebaut und erwei­tert. Im März 1839 reichte er nachträglich ein Gesuch um die erforderliche Konzession ein 165.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 3049: Mühlen auf dem Hombrunner Hof; enthält: Die von Martin Koehl, Sägemüller, nachgesuchte Erlaubnis zur Erbauung einer Walkmühle (wird auch im Interesse der Pirmasenser Tuchindustrie gutgehei­ßen); Holzzuweisung aus den herrschaftlichen Waldungen zum Betrieb der Sägemühle; Wilderungsgüter; die dem Herrn Kammeras­sessor Ehrmann erteilte Erlaubnis, an seine Hombrunner Sägemühle eine Gipsmühle oder Stampf anzuhängen

 

 

- Mahlmühle Münchweiler, Helferische Mühle:

gegen Ende des 17. Jh. besassen der Rodalber Ölmüller und Gerichtsschöffe Johann Georg *Helfrich in dem Dorf Münchweiler, ein auf der Hanauischen Seite an der Rodalb gelegenes Grundstück, der Münchacker genannt, nebst dabei liegenden Wiesen und Äckern, in Eigentümergemeinschaft mit Hans Georg Klein; beide hatten das Grundstück von Joh. Anstetts Tochtermann, Jakob Dauerhauer aus Winzeln, gekauft. Nachdem die Grundstücke in seinen alleinigen Besitz übergegangen waren, hatte Helfrich am 2.2.1742 bei der hanau-lichtenbergischen Rentkammer in Buchweiler um die Erlaubnis nachgesucht, hierauf zusammen mit dem Müller Andreas Huber von der Hersberger Weißmühle, eine Mahlmühle mit einem Mahl- und Schälgang errichten zu dürfen 166.

 

Amtsschaffner Reuß erwähnte in seinem aufgrund des Antrags erstellten Berichts an die Rentkammer vom 20.2.1742, daß auf dem in Aussicht genommen Grundstück bereits vor etwa 100 Jahren, wie die Namen Mühläcker und Mühlbrunnen erkennen ließen, eine Mühle bestanden habe, an die sich noch die ältesten Einwohner erinnern könnten 167.

 

Am 7.4.1742 wurde zwischen den Antragstellern und der Rentkammer ein Vertrag über den Mühlenneubau abgeschlossen. Doch be­vor mit dem Bau begonnen wurde, war der Müller Andreas Huber als Miteigentümer ausgeschieden. Johann Georg Helfrich ent­schloß sich nunmehr, die Mühle allein auf seine eigenen Kosten zu errichten. Wie aus dem Bericht des Amtsschaffners Reuß vom 18.7.1842 hervorgeht, hatte Helfrich, weil er das Wasser des Einsalber Bächlein nun für den Antrieb der Mühle nicht als ausreichend ansah, zum Bau eines Mühlgrabens entschlossen. Dieser 176 Ruthen lange Graben führte über die Grundstücke verschiedener Eigen­tümer. Um den daraus resultierenden Streitigkeiten zuvor zu kommen, hatte sich Helfrich an die badische Landesregierung gewandt, um gegen Bezahlung von 1 Mltr Korn als jährlichen Wasserfall, die gemeinschaftliche Bach (Kondominium Markgrafschaft Baden Amt Grä­fenstein und Grafschaft Hanau-Lichtenberg) oberhalb seines Mühlplatzes fassen und den Wasserbau der Mühle unmittelbar am Bachufer errich­ten zu dürfen 168.

 

Es wurde Helfrich nun durch die Rentkammer Buchsweiler die Auflage gemacht, eine Kopie des ihm am 26.5.1742 von Markgraf Ludwig Georg von Baden für diese Mühlenanlage bestätigten Erblehensbrief vorzulegen. Nach Vorlage erteilt wurde dem Helfrich durch die hanau-lichtenbergische Verwaltung am 20.7.1742 ein Erbbestandsbrief für die Mühle erteilt 169.

 

Kaum hatte Helfrich jedoch mit dem Bau begonnen, als die badischen Einwohner von Rodalben sich bei dem zuständigen badischen Amtmann in Rodalben, Leger, beschwerten, da es durch den Mühlgraben an Wasser zur Viehtränke mangeln würde. Es kam auf badische Veranlassung zum Baustopp, woraufhin sich der Müller Helfrich entschloß, in Verfolg seines ursprünglichen Plans sich mit dem Einsalber Bächlein zum Antrieb der Mühle zu begnügen und sich am 9.11.1742 an die Rentkammer Buchsweiler wandte, mit der Bitte, die Grundstückseigentümer zur Abtretung der, zur Anlage des Mühlgrabens benötigten Grundstücke zu veranlassen 170.

 

Dieser geänderte Plan kam nach weiteren Verhandlungen zu Ausführung, nachdem Helfrich am 3.12.1742 den entsprechend abgeän­derten Vertrag unterschrieben hatte. Allerdings kam Helfrich durch die eingetretene Verzögerung nun in wirtschaftliche Schwierigkei­ten und suchte noch Ende 1742 um Stundung des Kaufpreises für zugekauftes Wilderungsland bei der Mühle und zur Bezahlung des Bauholzes bei der Rentkammer Buchsweiler nach. Dem Stundungsantrag wurde durch Beschluß der Rentkammer vom 2.1.1743 auf die Dauer eines Jahres stattgegeben. Trotzdem mußte Helfrich wegen der rückständigen sonstigen herrschaftlichen Abgaben ein Dar­lehen aufnehmen und, als die Mühle für kurze Zeit durch einen vermögenslosen Lehensmüller geleitet worden war, sich nach einem zahlungsfähigen Lehensmüller umsehen. Als er um die Erlaubnis nachsuchte, einem Wiedertäufer aus Vogelstock im Kurpfälzischen, der bereit war, ihm 50 Rthl Kapital vorzuschießen, den Betrieb der Mühle zu übergeben, wurde er von der Rent­kammer mit der Be­gründung abgewiesen, daß nach dem Willen des Landesherrn, nur zum Betrieb landwirtschaftlicher Höhe gedul­det werden sollten 171.

 

1746 stellte der Lehensmüller zu Münchweiler, Johann Schuler, beim badischen Amt Gräfenstein in Leimen den Antrag, ihm den Bau einer Mahlmühle „Bey dem Rauschenbronnen“ bei Merzalben [oder Leimen ?] zu gestatten. Hiergegen beschwerte sich der Müller in Merzalben, der geschäftliche Einbußen befürchtete und durch eine hohe Mühlenpfacht für seine Mühle beschwert war. Daraufhin lehnte das Amt Gräfenstein den Antrag des Müllers Johann Schuler ab 172.

 

Ein von dem Müller Helfrich zusammen mit Reinhard Beizert aus Münchweiler am 16.12.1749 eingereichtes Gesuch um Überlas­sung von 123 Stämmen Bauholz zur Errichtung von Scheuer und Stallung bei der Mühle wurde genehmigt. Als im Jahr 1745 das Gerücht umging, der landgräfliche Major Grandville (*Grandfil) habe die Absicht, bei seiner 1 Stunde von Pirmasens in der Lambs­bach gelege­nen neuen Hofgründung eine Mahl- und Sägemühle zu errichten, beantragte Helfrich am 9.11.1745 bei der Verwaltung in Buchswei­ler, den Bau einer solchen Mühle zu untersagen. Dennoch wurde dem Antrag des Majors de Grandville stattgegeben, weil dem Mül­ler Helfrich aus dem Bau einer solchen Mühle kein Schaden entstehen würde. Tatsächlich ist es dann nur zur Errichtung der Säge­mühle beim Hombrunnerhof gekommen 173.

 

Aufgrund einer Cessionsurkunde vom 14.10.1748 hatte Hans Georg Helfrich noch bei Lebzeiten die Münchweiler Mühle seinen vier Kindern zu gleichen Teilen überlassen. Der Ehemann seiner Tochter Anna Ottilie, der Müller Reinhard Pfeifer war dann mit Zustimmung der übrigen Geschwister auf die Mühle gezogen und hatte am 5.2.1749 von seinem Schwager Georg Balzer Helfrich den diesem zugefallen Viertelanteil gekauft, während der Förster Georg Marx Helfrich, ebenfalls ein Tochtermann des Rodalber Ölmüllers Johann Georg Helfrich von seiner Schwägerin Maria Margarethe Helfrich, das ihr zustehende Viertel an der Münchweiler Mühle an sich brachte 174.

 

Im hanau-lichtenbergischen Mühlenverzeichnis ist Reinhard Pfeifer als Besitzer der Mühle genannt, der die Mühle von seinem Schwiegervater Johann Georg Helfrich, „dem Ohlmüller zu Rothalben“ übernommen hat, unter Vorlage des Erbbestandsbrief vom 3.12.1742.

 

Nach des Försters Helfrich Tod hatte Pfeifer durch Kauf vom 27.6.1763 die andere Hälfte des Mühlen­besitzes von dessen Tochter Maria Magdalena, Johann Jägers Ehefrau für 1022 Gulden gekauft und war nunmehr alleiniger Eigentümer der Mühle. Pfeifer erhielt am 27.8.1774 den hierüber ausgestellten Erbbestandsbrief, nachdem er nach mehreren Mahnung seitens der Verwaltung in Buchswei­ler, wenn auch verspätet einen entsprechenden Antrag gestellt hatte 175.

 

Bis 1799 leitete Ludwig Weilemann als Lehnsmüller den Betrieb der Mühle. Weder ihm noch seinem Nachfolger, dem Müller Jakob Agne, der ihm Jahr 1802 ebenfalls als Lehensmüller mit Hinterlassung einer größeren Schuldenlast starb, konnten mit diesem Mühlenbetrieb vorwärts kommen. Bald darauf war Nikolaus Kehrwald Eigentümer der Mühle. Er überließ diese im August 1832 seinem Sohn August Kehrwald, der das Mühlenanwesen am 20.8.1851 dem Müller Joseph Kehrwald für 2000 Gulden verkaufte. Von dessen Kindern brachte dann der Müller Michael Blum am 23.9.1862 die Mühle für 6045 Gulden in seinen Besitz. Nach dessen Tod übergab seine Witwe am 29.10.1887 die Mühle zum Anschlag von 4500 Marl an den gemeinsamen Sohn Blum. Durch Testament des Jakob Blum vom 27.5.1927 wurde die Mühle an dessen in New-Jersey wohnenden Söhne Oswald Oscar, Theodor und Friedrich Blum übertragen. Diese verkauften das Anwesen noch im gleichen Jahr für 11000 Mark an den Alfons Blum 176.

 

Photo:

- Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737, S. 25.

 

Literatur/Urkunden:

- Jaffe, Albert: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden) Nr. 217: Gesuch um Erbauung einer neuen Mahlmühle, 1746 (Anm.: betrifft n Antrag des Lehensmüllers zu Münchweiler, Johann Schuler, ihm den Bau einer Mahlmühle zu Leimen am Rauschenbronnen zu gestatten)

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden) Nr. 331: J. G. Helferich'sche Mühle, 1742, 1777

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 3055: Die dem Johann Georg Helfrich und Andreas Huber zu Münchwei­ler gewährte Erlaubnis zum Bau einer Mahlmühle mit zwei Gängen und hierzu überlassene 12 Morgen Wilderungen

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 330: „Die an der zwischen der Herrschaft Gräfenstein und dem lichtenbergischen Amt Lemberg laufenden Scheidbach auf jenseitigem Territorium erbaute Mühle“, 1754

 

 

- Riegelbrunner Sägemühle, Riegelborner Sägemühle, Sägmühle am Ringelbrunner Weiher:

sie liegt eine 4 Stunde nördlich des Dorfes , an der Einmündung der Merzalb in die Rodalb, auf der Wüstung des ehemaligen Dorfes Riegelbrunn 177; um 1774 war Henrich Jacob *Fischer der Müller auf der „Riegelborner Sägmühle im Rodalber Amt“ 178.

 

Die Riegelbrunner Sägmühle, die dem Markgrafen von Baden als Erbherr zustand, wird auch in den Akten der französischen Natio­nalgüterverwaltung [um ca. 1802 err.] genannt 179.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 302: Herrschaftliche Sägemühle und Hof am Ringelbrun­ner Weiher, 1743-1770

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 299: Herrschaftliche Sägemühle und Hof am Ringelbrun­ner Weiher, 1744-1745

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 298: Herrschaftliche Sägemühle und Hof am Ringelbrun­ner Weiher, 1754-1767

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 301: Herrschaftliche Sägemühle und Hof am Ringelbrun­ner Weiher, 1767-1784

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 300: Herrschaftliche Sägemühle und Hof am Ringelbrun­ner Weiher, 1777-1781

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 296: Herrschaftliche Sägemühle und Hof am Ringelbrun­ner Weiher, 1777-1793

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 297: Herrschaftliche Sägemühle und Hof am Ringelbrun­ner Weiher, 1785-1800

 

 

 

 

 

Münsterappel:

VG Alsenz-Obermoschel, Lk Donnersbergkreis; im Appelbachtal gelegen, östlich von Alsenz; nördlich von Kriegsfeld; bis 1789 ge­hörte das Dorf Münsterappel zum Herrschaftsgebiet der Rhein- und Wildgrafen um die Residenz Gaugrehweiler 180.

 

Mühlen:

eine Mühle in Münsterappel ist urkundlich erstmals 1297 erwähnt 181; damaliger Eigentümer waren die Raugrafen Ruprecht III. und Heinrich III. Beide bestätigen in der Urkunde vom 17.9.1297 eine aus dem Testament ihrer Mutter Elisabeth von Hohenfels herrüh­rende Verpflichtung zu einer jährlichen Rentenzahlung von 16 Maltern Roggen an das Kloster Otterberg. Da die Gülte über einen Zeitraum von drei Jahren nicht entrichtet worden war, sind sie dem Kloster schuldig 48 Malter und wollen sie künftig von ihrer Müh­le in Münsterappel pünktlich aufbringen 182.

 

 

- Obermühle:

nach den Wasserbetriebsakten lag die Mühle „im Bangert (in den vier Morgen) oder „herwärts Münsterappel“. Die Mühle hatte den gleichen Mühlteich wie die Untermühle 183.

 

1718 erhielten die Eheleute Johann Friedrich *Späth und Margarete NN. vom Landesherrn, Johann Karl Ludwig Wildgraf und Rhein­graf zu Dhaun, einen Erbbestandsbrief zur Errichtung einer Mehl- und Ölmühle auf eigene Kosten 184, gegen eine jährliche Erb­pacht von 12 Mltr Korn für die Mahlmühle und 15 rheinischen Gulden für die Ölmühle 185.

 

Im Ortsplan der französischen Vermessung um 1810 ist der Gemarkungsname „Mühle links“ eingetragen 186. Im Katasterplan von 1841 ist die „Obere Mühle“ am Mühlgraben oberhalb des Dorfes eingezeichnet 187.

 

Ab 1792 (err.) zog der Müllermeister Conrad *Hübsch von Schriesheim auf die Obermühle in Münsterappel; Müllermeister auf der Obermühle in Münsterappel (+++klären); er ist der Vater des Müllers auf der Obermühle in Münsterappel, Conrad Eberhard *Hübsch (geb. 6.1.1780 in Schriesheim - ++++) 188.

 

Am 28.10.1831 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises annonciert „auf Betreiben [...] von Hirsch Levy *Hohenemser, Banquier in Mannheim .. wohnhaft, in seiner Eigenschaft als Cessionar des Conrad von Hortal, Gutsbesitzer in Alzei wohnhaft [...] zur Zwangs­versteigerung, der [...] auf dem Banne von Münsterappel liegenden, dem Eberhard Hübsch, Müller, und dessen Ehefrau Anna Elisabe­tha geborne Fuchs, beide früher auf der Obermühle Gemeinde Münsterappel, nachher auf der sogenannten Haschelscheider Mühle, Gemeinde Haschelscheid, Kanton Bitsch“ als Hypothekarschuldner gehörenden landwirtschaftlichen Grundstücke geschritten [...]“. 189.

 

Der Betrieb der Mühle wurde vor 1900 eingestellt 190.

 

Literatur/Urkunden:

- Drescher, K. [Pfarrer in Dielkirchen]: Bedingungen bei der Erbauung einer Mühle zu Münsterappel 1718; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1906, S. 67

- LA Speyer Best. C41 Nr. 39/6: „Acta betr: die erbbeständliche Mahl und Ohligmühle, 1718 (Copia)

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O. S. 301

 

 

- Pulvermühle:

urkundlich erwähnt 1726 ein Acker „an der Pulfer Mühl, oben der Ziegenhäuser weg“ 191. Die Mühle stand wohl im Zusammenhang mit der Garnison in Gaugrehweiler. Münsterappel gehörte zur Rheingrafschaft mit der Residenz Gaugrehweiler. 1726 residierte dort Rheingraf Ludwig, dessen Sohn Karl Magnus eine Luxusschloß nach dem Muster von Versailles in Gaugrehweiler bauen ließ. Er un­terhielt auch eine Mini-Armee von Husaren. Soldaten bedurften des Schießpulvers, welches hier wohl nur zum Salutschießen ver­wendet wurde 192.

 

 

- Pochmühle bei Münsterappel:

urkundlich erwähnt 1471; sie lag wohl in unmittelbarer Nähe des Appelbachs bei Münsterappel „am Weiher“. Die amtliche Flurbe­zeichnung „Am Weiher“ heißt im Volksmund noch „Am Boch“ und dort stand nach alter Überlieferung ein Pochwerk. Es diente der Quecksilbergewinnung 193.

 

 

- Untermühle:

Im Ortsplan der französischen Vermessung um 1810 ist der Gemarkungsname „An der untern Mühle“ eingetragen 194. Im Kataster­plan von 1841 ist die „Unter Mühle“ an der Appel unterhalb des Dorfes eingezeichnet 195.

 

Bis 1776 war Valentin Biehl der Müller auf der Untermühle in Münsterappel. Seine Tochter Susanna Margaretha Biehl hatte am 22.1. 1771 in Gaugrehweiler den aus der Stromberger Mühle stammenden Johann Friedrich Weinsheimer geheiratet 196. Dieser übernahm nach dem Ableben seines Schwiegervaters Valentin Biehl die Untermühle in Münsterappel und erhielt am 26.10.1776 von Fürst Carl zu Nassau-Saarbrücken als dem vom Kaiser für die Rheingrafschaft Grumbach eingesetz­ten Kommissar einen Erbbestandsbrief aus­gestellt. Rheingraf Karl Magnus saß schuldenhalber auf Burg Königstein in Haft 197.

 

Die Untermühle in Münsterappel „hatte den gleichen Mühlteich wie die Obermühle. In den Wasserbetriebswerksakten Inv. Nr. 104. 1776 war Friedrich Weinsheimer Erbbeständer. Sein Erbbestandsbrief [Anm.: vom 26.10.1776] wurde von Fürst Carl zu Nassau-Saarbrücken als dem vom Kaiser eingesetzten Kommissar ausgestellt. Rheingraf Karl Magnus saß schuldenhalber auf Burg Königs­tein in Haft. Er war es, der das prächtige Schloß in Gaugrehweiler hatte bauen lassen. Weinsheimer hatte die Mühle von seinem Schwiegervater Valentin Biehl geerbt. Er mußte 12 Malter Korn als Erbpacht nach Grehweiler entrichten. Es wurde ihm zugestanden, eine Ölmühle zu bauen.“ Der Erbbestandsbrief datiert vom 26.10.1776 198.

 

Johann Ludwig *Weinsheimer († 5.6.1866 Untermühle Münsterappel) war Müller auf der Untermühle Münsterappel 199.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C 41(Rheingrafschaft) Nr. 39/6: „Acta betr: die erbbeständliche Untermühle, nebst Gütern, 1776“

 

 

 

 

 

Münsterhof bei Dreisen:

an der Stelle des früheren Klosters Münsterdreisen; OT von Dreisen; VG Göllheim, Lk Donnersbergkreis

 

Kloster im oberen Pfrimmtal bei Dreisen. Gegründet von dem Dux (Herzog) Nantharius und dessen Gattin Kunigunde 868 als Bene­diktinerinnenkloster 200. Die Abtei wurde während der Ungarn-Einfälle 951 völlig zerstört und verlassen und war etwa zwischen 930 und 1144 verlassen und öde. Kaiser Konrad III. erneuerte das Kloster 1144 als Prämonstratenserabtei.

 

In der Nähe des Dorfes Dreisen lag früher das Kloster Münsterdreisen, ursprünglich ein Frauenkloster, das zuerst Benediktinerinnen beherbergte, dann Praemonstratenserkloster. Das nun seit mehr als 400 Jahren aufgelöste Kloster lag an der Stelle des heutigen Mün­sterhofes. Herzog Nantharius stiftete um 872 hier ein Kloster. Durch die Ungarn wurde es bald darauf zerstört. Herzog Friedrich II. von Schwaben und Hohenstaufen ließ es 1141 201 wieder herstellen, nachdem es knapp ein Jahrhundert lang in Trümmern gelegen hatte. Nach der Wiederherstellung wurde das Kloster dem im Ruf der Heiligkeit stehenden Abt und Grafen Lud­wig von Arnstein übergeben, der den Praemonstratensern angehörte. Ab da war das Kloster Prämonstratenser-Chorherrenstift. Unter dem Abt Dudo kam es zu Streitigkeiten mit dem Kloster Enkenbach, um die Leitung beider Klöster. Diese wurde von Bischof Conrad II. von Worms dem Abt von Münsterdreisen, wie auch die Aufsicht über das Kloster Marienthal zugesprochen.

 

Kloster Münsterdreisen war neben den Klöstern Hane und Rothenkirchen die bedeutendste Mönchsniederlassung der Herrschaft Bo­landen.

 

In *Bissersheim hatte das alte salische Hauskloster Münsterdreisen bereits 872 Besitzungen durch den rheinfränkischen Herzog Nan­tharius geschenkt erhalten, die ihm noch 1144 von König Konrad III. bestätigt wurden 202. Die Grafen von Leiningen gaben um 1190 den "comitatus super Treise" zu Lehen geben. Es liegt deshalb die Vermutung nahe, daß sie über die wohl damit verbundene Kloster­vogtei an den alten Besitz Münsterdreisens in der näheren Um­gebung kamen 203. Das Kloster Münsterdreisen hatte 1144 Grundbesitz in *Dackenheim 204.

 

Der Wald um den *Beilstein herum war schon seit 872 Klosterbesitz des Klosters Münsterdreisen, nachdem der rheinfränkische Her­zog Nantharius ihn mit Nentriswilre, dem Vorläufer des heutigen *Entersweilerhofes, dem neugegründeten Kloster *Münsterdreisen geschenkt hatte 205. 1144 wurde die Schenkung an das Kloster erneuert, 1176 gab Kaiser Friedrich I. Barbarossa sie ei­nem anderen Prämonstratenserkloster, den neugegründeten Kloster zu Lautern 206.

 

Das Kloster Münsterdreisen hatte in Jakobsweiler um 1274 Grundbesitz. Infolge der Schlacht auf dem Hasenbühl 1198, wohl auf­grund von Einquartierungen und weiterer Abgaben litt das Kloster, wie auch die ganze Umgebung sehr, und mußte wegen der erlitte­nen Schäden und der hieraus stammenden Schulden 1317 Güter verkaufen. Solches mußte 10 Jahre später wiederholt werden, als das Kloster gezwungen war, an die Abtei Arnstein eine jährliche Lieferung von 100 Maltern zu Stetten nach Worms fälligen Korns für 550 Pfund Heller verkaufen mußte, um die Schuldenlast zu mindern. Wie Remling berichtet 207, verpflichtete sich der Abt des Klo­sters Münsterdreisen, Peter von Dürkheim (um 1466), gegenüber Conrad von Beldersheim, Comtur des Deutschorden-Hauses in Flersheim, nach einer Stiftung von 1317 des Ritters Heinrich von Mußbach, in der St. Bartholomäus-Kapelle in Weitersweiler, Mes­sen lesen zu lassen.

 

Die wirtschaftliche Lage des Klosters scheint auch in den folgenden Jahrhunderten nicht zum besten bestellt gewesen zu sein, denn 1439 mußten 300 Gulden von der Priorin der Augustinerinnen zu Alzey aufgenommen und mehrere Wiesen verpfändet werden, die nicht mehr ausgelöst werden konnten. Noch im Jahre 1437 seufzte der Konvent, in welchem sich damals außer dem Abt noch zehn Chorherren befanden, unter der drückenden Schuldenlast. Der Abt sah sich daher genötigt, die Patronatsrechte zu Stetten, den großen und kleinen Zehnten, Haus und Hof, samt den dazu gehörenden Äckern, Weinbergen, Wiesen und Gülten an das St. Pauls Stift in Worms für 2700 Gulden zu veräußern. Im Bauernkrieg verwüstet, wurde es 1528 dem Prämonstratenser-Kloster Lorsch bei Heppen­heim einverleibt. Papst Julius III. gestattete dem Kurfürsten Friedrich II. von der Pfalz die Klostergüter zur Unterstützung der Uni­versität Heidelberg zu verwenden. Doch schon unter dessen Nachfolger Friedrich III. hielten sich die Kurfürsten nicht mehr an die Bedingungen der Übergabe, sondern benutzten die Klostergüter wie Eigengut.

 

Im Verlauf des dreißigjährigen Krieges suchten die Prämonstratenser, ermutigt durch das Edikt Kaiser Ferdinands II. wieder in den Besitz der Abtei zu kommen und die Familie derer von Geispitzheim, die das Kloster als Lehen vom Kurfürsten erhalten hatte zu ver­drängen; das Vorhaben wurde jedoch durch den Westfälischen Frieden vereitelt. Die Familie Geispitzheim blieb im Besitz der Klo­sters, bis später die Fürsten von Nassau die Güter kauften und deren Überreste - den heutigen Münsterhof - bis zum Ausbruch der französischen Revolution besaßen 208.

 

Literatur:

- Becker, Christa: Inventarien der Klöster Weidas und Münsterdreisen 1553; in: Kaiserslauterer Jahrbuch für Pfälzische Geschichte und Volkskunde 2013-2013, S. 131-143

 

 

Mühlen:

um 1693 ist Andreas *Bauer der Müller „in Münster“ ++++prüfen++++ ob Münsterappel oder Münsterdreisen; am 03.02.1693 heira­tet der Joh. Valentin Klein (Sohn von Gerhard Klein aus Bolanden u. Anna NN. von Rüssingen geb.) die Anna Theresa Bauer, T.d. An­dreas Bauer u. Anna NN. Müller in Münster (Dreisen) 209.

 

 

- Schloßmühle / Klostermühle:

heute Anwesen Münsterhof 1 210. Die Mühle auf dem Münsterhof wurde 1327 erstmals urkundlich als Klostermühle erwähnt 211. 1447 wird die Mühle in Münsterdreisen als Eigentum des Klosters Münsterdreisen genannt 212.

 

1523 kam die Mühle an Heinrich von Geispitzheim. Als Müller ist Thonges Schmeyder eingetragen 213. Die ehemalige „Schloßmüh­le“ist seit 1559 verbürgt, 1684 verfallen, 1707 wieder in Betrieb. Am Kämpfer der Tür zum Mahlraum befindet sich ein Wasserrad als Mül­lerzeichen. Ein Quader in der Ostwand des spätbarocken Gebäu­des ist bezeichnet mit „V RUPP AMR 1860“. Das Gebäude ist das am besten erhaltene Mühlenanwesen im nordpfälzischen Ab­schnitt des Pfrimmtals 214. Die Mühle wie auch das ehemalige Klos­ter gin­gen 1764 an den Fürsten Carl zu Nassau-Weilburg in Kirchheimbolanden über. Die Mühleinrichtung bestand damals aus einem Mahl- und einem Schälgang 215.

 

Am 11.11.1652 schließen die Junker von Geispitzheim mit dem Müller Peter NN. 216 einen Vertrag wegen der Wiederaufrichtung der in Abgang geratenen Mahlmühle zu Münsterdreisen 217. Am 5.11.1658 in Kirchheim(-bolanden) verleihen Georg Augustin und Heinrich von Geispitzheim, von neuem Margaretha, Witwe des Müllers Peter Siegel, und deren Sohn Hans Valentin Siegel die dem Mann bzw. Vater verliehen gewesene, von der Witwe aber wieder aufgegebene Mühle bei Münsterdreisen in Pacht, welche nach Jahresfrist in einen Erbbestand übergehen soll 218. Am 10.3.1663 geben die Eheleute Hans Valentin und Anna Margaretha Siegel einen Erbbestandsrevers den Vettern Georg Augustin und Heinrich von Geispitzheim, wegen der Mühle in Münsterdreisen 219.

 

An Stelle der 1684 als verfallen genannten Klostermühle steht heute ein barocker Mühlenneubau (Münsterhof 1) 220.

 

Am 16.12.1688 überläßt Georg Emich von Geispitzheim, zugleich für seinen Vetter Johann Moritz von Geispitzheim, gegen näher beschriebene Bedingungen die 'Wandmühle' (wohl Mahlmühle, Abschreibfehler des l8.Jh.) bei Münsterdreisen dem Peter Siegel und seiner Ehefrau Margaretha in Erbbestand 221. Am 17.1.1722 überlassen Reichard Freiherr von Geispitzheim und Carl Friedrich Freiherr von Geispitzheim nach dem Tod des Müllers Peter Siegel dessen Erben, den Eheleuten Jacob und Sybilla Siegel, gegen eine Pacht von 21 Malter Korn in Getreide oder Mehl und 15 Gulden Rittergeld und weitere, näher beschrieben Bedingungen, die Bannmühle bei Münsterdreisen in Erbbestand 222.

 

In LA Speyer Best. C38 Nr. 44 fol. 125 (nicht datiert) ist auf der „Münster Mühl“ als Beständer der Johann Daniel Schmidt genannt, ebenso in LA Speyer Best. C38 fol. 12r.

 

1784 wurde die Mühle für jährlich 10 Malter Korn, 10 Malter Spelz, 10 Malter Hafer Erbpacht an Daniel *Geiß vergeben. Im glei­chen Jahr wurde eine Hanfreibe eingerichtet. Durch Heirat der Tochter Anna Geiß mit Wilhelm Oberländer ging der Besitz auf die­sem über. Von den Kindern aus dieser Ehe kaufte 1840 Valentin Rupp I die Mühle für 6500 Gulden. Sie ging 1847 an dessen Sohn Valentin Rupp II über. Eine Tochter heiratete Heinrich Fasbender. Dieser nahm die Stillegung der Mühle vor 223.

 

++++klären++++ Noch offen ist die Frage, wo Johann Jacob Tempel als Müller ansässig war. Kuby/Kimmel geben hierzu an: "Mül­ler in Münster" (wohl Münsterdreisen) 224, Weber 225 nennt unter Bezugnahme auf die Taufe des Sohnes Johann Reinhard am 7.5.1785 den den Müller Hans Jakob Tempel „vom Münsterhof bei Dreisen“, nach Dittmar 226 dagegen als Müller in Marnheim. Letztere An­sicht ist einleuchtender, da er als ältester Sohn wohl die väterliche Mühle übernommen haben dürfte.

 

Andererseits ist auch sein Bruder Johann Georg Tempel als Müller in Marnheim aufgeführt. Die Tempel-Mühle in Marnheim ist im Nassau-Weilburgischen Mühlenverzeichnis von ca. 1772 227 wie folgt beschrieben 228: „hat Georg Tempel in Erbpacht und gibt dafür 20 Malter Korn als Pacht. Sie ist oberschlächtig und hat 2 Gänge. 1758 ist Georg Tempel Wittib Erbbeständerin. 1777 Erbbestands­brief für Georg *Berg.“ Dies spricht mE dafür, daß Johann Jacob Tempel als Müller nach Münsterdreisen ging und dort die Schloß­mühle/Klostermühle übernommen hat. Zu der Klostermühle Münsterdreisen ist bekannt: um 1693 ist Andreas *Bauer der Müller in Münster; am 03.02.1693 heiratet der Joh. Valentin Klein (Sohn von Gerhard Klein aus Bolanden u. Anna NN. von Rüssin­gen geb.) die Anna Theresa Bauer, T.d. Andreas Bauer u. Anna NN. Müller in Münster (Dreisen) 229. Bei Kuby/Kimmel ist er erwähnt wie folgt: 1709 Müller zu Münster und Sohn von Andreas Tempel (!), gew. Gemeinsmann zu Heppenheim a.d. Wies; ∞ Anna Elisabeth NN; Vater von Anna Barbara Tempel, Johann Jakob Tempel und Andreas Tempel 230. Es könnte daher sein, die Ehefrau des Johann Jacob Tempel, bisher mit "Anna Elisabeth NN." eine Tochter des Müllers in Münsterdreisen, Andreas Bauer, ist. ++klären+++

 

Johann Jacob Tempel 1709 im reformierten KB Marnheim angegeben als „Müller in Münster“; am 1.3.1709 wird in der reformierten Kirche in Marnheim getauft der Johann Henrich Tempel, ein Sohn des Gemeinsmanns in Marnheim Johannes Tempel und der Sophia Sybilla Bolthenthal (Johannes Tempel ist ein Sohn des Müllers Martin Tempel und damit Bruder des Johann Jacob Tempel); bei die­ser Taufe ist als Pate anwesend der Vetter des Täuflings, Johann Henrich Tempel (Sohn des Müllers Johann Jacob Tempel). Der Tauf­eintrag lautet: Pate ist der „Johann Henrich Tempel, Jacob Müllers zu Münster ehelicher Sohn“ 231. +++klären: wie kommt er als Mül­ler auf der Klostermühle in Münster­dreisen?+++

 

1864 wird Valentin Rupp, „Oekonom und Müller a. d. Münsterhof“, als Mitglied des landwirtschaftlichen Vereins der Pfalz genannt 232. Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird auf dem Münsterhof genannt der Handelsmüller Valentin Rupp 233.

 

Das heutige, denkmalgeschützte Gebäude wird wie folgt beschrieben: ehemalige „Schloßmühle“, barocker Mansardwalmdachbau, teilweise Fachwerk 234.

 

Karte:

- HSTA Wiesbaden 3011 Nr. 3039: Münsterhof bei Dreisen, Flurkarte mit schematischer Eintragung der Gebäude, 1745, abgedruckt bei Klosterlexikon, Bd. 3, S. 147

- LA Speyer, Best. F2 Nr. 154, Bl. 2: Münsterhof bei Dreisen. Flurkarte mit schematischer Ansicht der Gebäude von Norden, 1745

 

Photo:

- Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 203

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 289

- Weber, Friedrich Wilhelm: „Wappen erinnert an ehemaligen Mahlraum“. Die Geschichte des ehemaligen Münchshofs zwischen Dreisen und Standenbühl; in: "Die Rheinpfalz". Donnersberger Rundschau v. 3.1.1976

 

Urkunden/Literatur:

- Weber, Friedrich Wilhelm: „Wappen erinnert an ehemaligen Mahlraum“. Die Geschichte des ehemaligen Münchshofs zwischen Dreisen und Standenbühl; in: "Die Rheinpfalz". Donnersberger Rundschau v. 3.1.1976

 

 

 

 

Mundenheim:

Stadtteil von Ludwigshafen; bis zu seiner Eingemeindung 1899 war Mundenheim ein selbständiges Dorf:

 

Mundenheim wurde erstmals in einer Schenkungsurkunde vom 27.6.770 an das Kloster Lorsch erwähnt. Das Dorf gehörte dann zum Kloster Weißenburg später zum Bistum Speyer, von wo aus das Dorf an verschiedene Adelsfamilien zu Lehen gegeben wurde. 1517 wurde Mundenheim an die Herren von Hirschhorn verkauft wurde. 1632 wurde Mundenheim von dem Speyerer Bischof und Kur­fürst Erzbischof von Trier Philipp Christoph von Sötern († 1652) eingezogen und in seinen Privatbesitz überführt. Von dort kam Mundenheim 1653 an das Bistum Speyer. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-97) wurde Mundenheim zerstört. Dorf und Gemar­kung kamen 1709 an Kurpfalz. In der Folge kam es nach 1720 zum Aufschwung von Mundenheim durch Ansiedlung von Adelsfami­lien im Gefolge der Verlegung der kurpfälzischen Hauptstadt von Heidelberg nach Mannheim. Es wurden große Hofgüter gegründet. 1770 erwarb der kurpfälzische Premierminister Peter Emanuel Freiherr von Zedtwitz-Liebenstein das große Hofgut in Mundenheim. 1771 erwarb von Zedtwitz-Liebenstein auch den Rest des Dorfes von der Adelsfamilie von Dalberg, der unter Speyerischer Oberho­heit stand 235.

 

Mühlen:

Schiffsmühlen im Rhein vor Mundenheim gehörten früher zum Landschaftsbild. In einer alten Korngülte aus dem Jahr 1530 wird schon ein Mühlenweg vom Ort zum Rhein erwähnt 236.

 

Urkunden/Literatur:

- Karmann, Paul: Die Mundenheimer Mühlen und ihre Bewohner; Bibliothek PRFK Ludwigshafen XVII MA.0 (1983/84). +++klä­ren+++

 

 

- Schiffsmühle Lorenz Andermann:

ab 1833 betrieb der Bäcker und Müller Lorenz *Andermann aus Speyer eine eigene Schiffsmühle in der Nähe der „Kranenwiese“ in Speyer. 1853 wurde diese rheinabwärts bei Mundenheim stationiert 237.

 

 

- Schiffsmühle Philipp August Andermann:

ab 1860 Eigentümer der früheren Schiffsmühle des Georg Bernhard *Steiner in Speyer. Steiner hatte 1847 die Genehmigung zum Be­treiben einer Schiffsmühle an der Klippelsau in Speyer erhalten. Am 14.5.1853 beantragte der Johann Georg Steiner, seine Schiffs­mühle in die Nähe von Ludwigshafen verlegen zu dürfen, u.a. wegen Änderung des Strömungsverhältnisse am Rhein. 1860 war Phil­ipp August Andermann der Eigentümer dieser Schiffsmühle geworden, und verfolgte die Antrag auf Verlegung der Standorts der Schiffsmühle nach Mundenheim weiter 238.

 

 

- Schiffsmühle Blondine:

auch „Blondina“; sie lag kurz vor Ludwigshafen-Mundenheim; kurz vor Weihnachten 1866 fuhr der Sohn des Müllers zusammen mit einem Knecht einen Kahn voll Getreide mitten im Nebel zur Mühle. Dort kamen sie nie an; auch ihre Leichen wurden nicht gefun­den; nur der Nachen verfing sich an der Schiffsbrücke 239.

 

Im Winter 1869/1870 riß Treibeis die Mühle aus ihrer Verankerung, etwas später zerbrach sie der Sturm endgültig auf einer Sand­bank, die Reste wurden versteigert 240.

 

Sie wurde 1870 wegen Baufälligkeit auf Abbruch versteigert. Sie hatte folgende Besitzer: Michael Ingenthron aus Mundenheim, Christoph II Frey und Jakob IV Frey aus Rheingönheim sowie zuletzt Andreas Kremb aus Mundenheim 241.

 

Karte:

- Stadtarchiv Ludwigshafen: Gemarkungskarte Mundenheim von 1856 (abgedruckt bei Kirsch: Mundenheim, S, 58): die Schiffsmühle Blondine ist vor der „Großen Kaiserwörth“ im Fluß verankert

 

Literatur/Urkunden:

- "Die Rheinpfalz" vom 12.8.1995 „Es klappert die Mühle ..“

- Franz, Georg: Das Ende der Schiffsmühle „Blondina“ bei Mundenheim, nach mündlichen Berichten; in: Heimatblätter für Ludwigs­hafen am Rhein und Umgebung, 1930 Nr. 6

- Pfälzer Abendzeitung Nr. 92 vom 19.6.1950 S. 4: „Schiffsmühle Blondina bei Mundenheim“

 

 

 

 

 

Mußbach:

Stadtteil von Neustadt / Hardt; an der Mussbach gelegen; die Ortsherrschaft war kurpfälzisch im Oberamt Neustadt; im Dorf lag rei­cher klösterlicher Besitz 242; 1556 lutherische Pfarrei; ab 1648 Alleinrecht der Reformierten an der Kirche. 1698 Simultanrecht für 6 katholische Familien; 1721 reformierte Pfarrei mit Mußbach, Lobloch und Winzingen. KB ref. 1721 243.

 

Das Dorf wies nach Visitationsbericht des Bistums Speyer von 1718/1719 eine Bevölkerung von 24 katholischen, 25 lutherischen, 63 reformierte und 2 mennonitische Familien auf 244

 

 

Mühlen:

Das Kloster Weißenburg besaß in Mußbach eine Mühle, die im Liber Possessionum Wizenburgensis von 1280 genannt ist 245. Ein im 10. Jh. entstandener Abschnitt dieses Liber Possessionum Wizenburgensis nennt als Weißenburger Besitz in Muosbach erneut den, bereits früher genannt Salhof mit Land von vier Mansen, Wiesen und drei Mühlen 246.

 

Unmittelbar oberhalb des Dorfes am Mußbach lag auf Loblocher Gemarkung die Hahnenmühle (s. Gimmeldingen)

 

1786 schreibt Johann Goswin Widder in seiner „Geographische[n] Beschreibung der Kur-Pfalz: “In dem Flecken zählte man voriges Jahr 277 Familien, 1114 Seelen; … 194 Häuser nebst 2 Mühlen“ 247.

 

Johann Georg *Jäckel/Jeckel († 13.2.1733 Mußbach) war Müllermeister in Mußbach 248 ++++klären: welche Mühle++++

 

++++klären : welche Mühle++++ Am 20.10.1821 wird auf Betreiben des Eigentümers, des Müllers aus Mußbach stammend, Fried­rich *Wagner, jetzt Soldat im 7. Bayerischen Linien-Infanterie-Regiment dessen Mühle in Mußbach freiwillig versteigert. In der An­nonce wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Eine Mahl­mühle, liegend in der Gemeinde Mußbach, enthaltend im oberen Stockwerk zwey Stuben eine Küche und Speicher, im unteren das Mühlwerk nebst Stallung, Sektion h, Nro. 224, zwischen Philipp Jacob Bu­chert und Heinrich Scherer.“ 249

 

 

- Hahnenmühle:

s. Gimmeldingen; die Mühle lag unmittelbar oberhalb des Dorfes am Mußbach auf Loblocher Gemarkung (s. Gimmeldingen)

 

 

- Haidmühle:

s. Neustadt

 

 

- Krappmühle:

lag in Mußbach, in der Straße „An der Eselshaut 15“ im heutigen Weingut Völker; die ehemalige Mühle wurde bereits im 10. Jh. ur­kundlich erwähnt; in der Mühle wurde zuletzt Krapp (Anm.: Färberwaid) zur Herstellung eines roten Farbstoffs gemahlen 250. Die Gebäude, ein Winkelbau, bezeichnet 1694, im Kern eventuell älter, die Erweite­rung datiert von 1899, der Torbogen weist die Be­zeichnung „FV 1899“ auf; die Erweiterung wurde von dem Müller Fritz Völker 1899 durchgeführt 251.

 

Photo:

- Denkmaltopographie Neustadt, Bd. 2, S. 311

 

 

- Mahlmühle zu Mußbach, Schaffelmühle, Schawellmühle, Schabellmühle:

die Mahlmühle zu Mußbach wird auch als „Schaffelmühle“ oder „Schawellmühle“ oder „Schabellmühle“ bezeichnet; heute Anwesen Kleingasse 16a; sie lag in der Dorfmitte am Mühlpfad; die Mühle wurde wie auch die Krappmühle schon im 9. und 10. Jh. erwähnt und war, wie der Mußbacher Herrenhof, im Besitz des Klos­ters Weißenburg 252, später dem Hof der Johanniter zugehörig 253.

 

Die Mühle lag ursprünglich außerhalb des Dorfes. Die einstige freie Lage des inzwischen verrohrten Mußbach ist anhand von Gar­tenflächen noch abzulesen. 1894 erfolgte der Einbau eines Dampfkessels. 1907 wurde die Mühle stillgelegt und 1913 der hölzerne Bachzulauf entfernt 254. Das heutige Gebäude ist ein spätbarocker Mansard­bau, bezeichnet 1699, Erweiterung bezeichnet 1830, Stall bezeichnet 1863 255. Die dreiflügelige Anlage besteht aus Mühl- und Wohngebäude, Scheune und Stall. Das Mühlenhaus ist ein spät­barocker Putzbau mit Hochkeller und Mansarddach. Im Westen weist es eine Schopfwalm auf. Das leicht stichbogige Portal ist im Schei­tel bezeichnet mit FW / LW 1799. Ostseitig von Herrn Fischer um einen Walmdachbau erweitert. Der Türsturz bezeichnet 18 NF / SMF 30. Im Innern des Mühlengebäudes befindet sich eine Empore mit dahinter liegenden Kammern. An den Stall im Westen des Mühlengebäudes folgt der ehemalige Heuspeicher, am Türsturz bezeichnet 18 PH F [Anm. d. Verf.: Philipp Fischer] / M F 63 256.

 

Wendel Malrich (in den Mußbacher reformierten Kirchenbüchern erscheint er als Hans Wendel Mallrich) muß die Mühle bereits vor 1720 von seinem Schwager Conrad *Holler gekauft haben, denn in diesem Jahr erscheint er im Zinsbuch des Johanniter-Ordens, als er ein Darlehen von 30 Gulden aufnahm und die Mühle nebst Zubehör als Pfand stellte. Nach seinem Tod im Jahre 1747 übernahm sein Sohn Johannes die Mühle, die er zu einem noch nicht geklärten Zeitpunkt, nach 1774, wieder veräußerte 257.

 

Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die Mahlmühle in Mußbach aufgeführt und wird zusammengefaßt wie folgt beschrieben 258: „Zu Mußbach befindt sich eine Mahlmühl auf der sogenannten Mußbach hatt nur ein überschlächtig Wasser­radt, dieselbe hat der Conradt Holler von der *Dietelmeyers Wittib an sich erkauft, ist ledig und eigen, liegt 80fl in der Schatzung, gibt gndst. Herrschaft nichts, ist auch kein Consens vorhanden, der jetzige Possessor Wendel *Malrich hatt sie von seinem Schwager Conrad *Holler gekauft.“

 

Photo:

- Denkmaltopographie Neustadt, Bd. 2, S. 325

 

 

- Schaffelmühle:

s. Mahlmühle Mußbach

 

 

 

 

 

Mutterstadt:

verbandsfreie Gemeinde im Lk Rhein-Pfalz-Kreis; bereits um 1460 kurpfälzisch im Oberamt Neustadt; das Patronatsrecht an der dor­tigen Pfarrkirche hatte das Kloster St. Maria Magdalena überm Hasenpfuhl in Speyer 259; Reformierte Pfarrei seit 1556; die Kirche wurde wäh­rend des 30jährigen Krieges längere Zeit von Iggelheim aus versehen. KB ref. 1677 260.

 

Das Dorf wies nach Visitationsbericht des Bistums Speyer von 1718/1719 eine Bevölkerung von 30 katholischen, 6 gemischten, 57 reformierten, 9 lutherischen, 3 mennonitischen und 1 jüdische Familie auf 261.

 

 

Mühlen:

im Dorf hat es im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit wohl keine Mühle gegeben. Grund hierfür ist wohl die fehlende Wasser­kraft. Der Dorfgraben hatte zu wenig Kapazität für einen Mühlenbetrieb.

 

Der Floßgraben wurde erst im 18. Jh. angelegt. Der Floßgraben verläßt den Rehbach oberhalb des Kohlhofs, läuft in nördlicher Rich­tung zum Böhlgraben, der unter dem Floßbachbett hindurchgeführt wurde, durchquert dann in westlicher Richtung den Wald und führt an der Schlicht entlang bis in die Wüstenei, wo er sich wieder nach Norden wendet. Der Graben ab 1740 ausgehoben und diente der Schaffung einer floßbaren Verbindung zum Zwecke des Brennholztransports aus den kurpfälzischen Wäldern um Elmstein und Franken­stein nach Mutterstadt und anderen kurpfälzischen Orten. Kurfürst Karl Philipp wollte hierdurch vom Import „auslän­dischen“ Brennhol­zes aus den zur Grafschaft Leiningen-Hardenburg gehörenden Waldungen an der Isenach unabhängig sein. Zu die­sem Zwecke ließ er bei Mutterstadt einen Holzhof anlegen. Der Transport auf dem Wasserweg war wesentlich billiger als derjenige mit Fuhrwerken. Im 18. Jh. war die Bevölkerung in der brennstoffarmen Vorderpfalz auf das Heranführen von Brennholz, der einzi­gen zur Verfügung stehenden Hausbrand angewiesen 262. Der Floßgraben diente mit­hin nicht dem antrieb von Mühlen sondern einzig der Holzflößerei.

 

Die das Dorf versorgende Mühle lag im Süden am Rehbach ++++klären: Rehhütter Mühle?+++

 

Der Dannstadter Weg (in westlicher Richtung) führte quer durchs Blockfeld an der „heutigen“ (1967) Mühle vorbei zum Rathaus 263. ++++klären++++

 

 

- Dampfmühle:

in Mutterstand bestand eine eine Dampfmühle 264 ++++klären++++

 

 

- Mühle am Rehbach:

++++klären: Rehhütter Mühle?+++. Bereits 1275 erscheint bei Mutterstadt die Gewanne am „Muleweg“ 265; auch 1325 heißt es „bi deme Mulwege“ 266. Auch 1326 wird der „Mulweg“ in Mutterstadt erwähnt 267, ebenso 1369 268

 

Dieser Mühlweg war ehemals Zugang zur Mühle am Rehbach 269. Der Weg führt zunächst über den, erstmals 1275 genannten Klei­nen Mühlweg (heute Eisenbahnstraße) vom Dorf in Richtung Südosten, dann ein Stück über die Speyerer Straße in südöstlicher Richtung, bis zur Einmündung in den Hohen Mühlweg. Dieser 'Hohe Mühlweg' führt weiter in südöstlicher Richtung zum Böhlgra­ben und von da zur Mühle am Rehbach 270.

 

 

- Mühle im Dorf, Götz'sche Mühl 271:

die Mühle lag an der Ecke Fußgönheimer und Neustadter Straße 272, am Dorfgraben; der Dorfgraben wurde 1902 von der Oberpfort­brücke bis zur Mühle überwölbt 273.

 

Das Mühlengebäude wurde 1938 errichtet. Die Mühle wurde von einem Neuhofer namens Fischer erbaut. 1903 ging sie in den Besitz des aus Mutterstadt stammenden Johann Götz († 1934) über. Er modernisierte den Betrieb. 1938 ließen die Söhne Karl, Adolf und Hans Götz das alte Maschinenhaus und den hohen Schornstein niederreißen und errichteten das Mühlengebäude von 1938. 1964 brannten die beiden oberen Stockwerke der Mühle total aus. Der letzte Betriebsinhaber Karl Götz, ließ die Mühle wieder aufbauen und modernisieren. Der Betrieb mußte in der Folge jedoch eingestellt werden bedingt durch den großen Konkurrenzdruck und das Anwesen wurde versteigert. 1984 wurden die Gebäude abgerissen 274.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 391.

2 Lehmann: Speyerbach, S. 8; Widder: Beschreibung der kurfürstlichen Pfalz, S. +++klären+++

3 Ullrich: Einwohner von Elmstein, S. 14.

4 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 249.

5 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 249.

6 LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 240.

7 LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 240.

8 Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, S. 91.

9 Ullrich: Einwohner von Elmstein, S. 14.

10 Dietrich: Waldbauern und andere Leute, S. 163.

11 Elmsteiner Heimatschrift Nr. 10, 6/2004, S. 29.

12 Lehmann: Speyerbach S. 8.

13 Rheinpfalz vom 27.3.2012: „Wirtschaftswandern. Ein Sägen im Elmsteiner Tal; Internetveröffentlichung, Abruf vom 9.9.2013.

14 Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 136.

15 Denkmaltopographie, Band Kusel, S. 40.

16 LA Speyer Zweibrücken I-A 662/6; Latterner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 134.

17 Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57.

18 LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 28R/29: Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738.

19 LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 fol. 40.

20 LA Speyer Best. A 2 fasc. 131/1, Bl. 15-17r.

21 LA Speyer Best. A2 Nr. 131/1 Bl.19-24.

22 Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57.

23 Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57.

24 LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3 Bl. 13.

25 Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58.

26 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 259.

27 Lat­terner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58.

28 Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58.

29 Aussage des Mühlenknechts Karl Leisner 1856; s. hierzu Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 59.

30 Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58.

31 Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 58.

32 Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57.

33 Zweibrücker Wochenblatt Nr. 234 vom 6.10.1869.

34 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 27.

35 Latterner: Aus der Geschichte der Mühlbacher Mühle; in: Westrich Kalender 1969, S. 57.

36 Brinckmeier: Genealogische Geschichte des Hauses Leiningen und Leiningen-Westerburg, Bd. I, S. 267.

37 Brinckmeier: Genealogische Geschichte des Hauses Leiningen und Leiningen-Westerburg, Bd. I, S. 267, 329 ff.

38 Denkmaltopographie: Kreis Bad Dürkheim Bd. 2, S. 461, 464 und Photo S. 465.

39 Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen der nördlichen Vorderpfalz, S. 656.

40 Denkmaltopographie: Kreis Bad Dürkheim Bd. 2, S. 461, 464 und Photo S. 465.

41 ev. Kirchenbuch Mühlheim a.d. Eis 7, S. 9.

42 ev. Kirchenbuch Mühlheim a.d. Eis 7, S. 11.

43 ev. Kirchenbuch Mühlheim a.d. Eis 9, S. 46.

44 LA Speyer, Lein. Lagerbuch 9, S. 462/463 ++Zitat prüfen++; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 112.

45 LA Speyer Best. F5 Nr. 632: Gerichtsbuch Mühlheim a. d. Eis, Bl. 17.

46 Denkmaltopographie: Kreis Bad Dürkheim Bd. 2, Worms 2006, S. 461.

47 Denkmaltopographie: Kreis Bad Dürkheim Bd. 2, Worms 2006, S. 461.

48 LA Speyer Best. H33 Nr. 1349/6: Mühlheim: Eingemeindung der Mühle Mohr, Albsheim, 1925.1937.

49 Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, S. 148, 150.

50 Anm.: möglicherweise Johann Nikolaus Wittner +++prüfen+++

51 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 148.

52 Denkmaltopographie: Kreis Bad Dürkheim Bd. 2, Worms 2006, S. 461, 464 und Photo S. 465.

53 Denkmaltopographie: Kreis Bad Dürkheim Bd. 2, S. 464-465.

54 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 148.

55 luth. KB Mühlheim a,d, Eis, Taufeintrag vom 19.2.1706, Bl. 10.

56 LA Speyer Best. F5 Nr. 632: Gerichtsbuch Mühlheim a. d. Eis, Bl. 4r.

57 LA Speyer Best. F5 Nr. 632: Gerichtsbuch Mühlheim a. d. Eis, Bl. 64.

58 LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 23r-24.

59 LA Speyer Best. K1 Nr. 200, Urk. Nr. 111/1858 vom 6.10.1858.

60 LA Speyer Best. K1 Nr. 200, Urk. Nr. 129/1858 vom 30.10.1858,

61 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 49.

62 ev. Kirchenbuch Mühlheim a.d. Eis 13, S. 13.

63 ev. Kirchenbuch Mühlheim a.d. Eis 13, S. 13.

64 ev. Kirchenbuch Mühlheim a.d. Eis 9, S. 7.

65 LA Speyer Best. J27 Nr. 1397 Z 3689 Handelsregisterakten Amtsgerichtsbezirk Grünstadt, [Anm.: dort fehlerhaft als in Albisheim, anstelle von Albsheim,

angegeben].

66 luth. KB Mühlheim a,d, Eis, Taufeintrag vom 19.2.1706, Bl. 10.

67 Grünewald: Die Bachbarone des Kurfürsten im Alt- und Seebachtal; in: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms 2014, S. 93.

68 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 134.

69 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 133.

70 Kazenwadel: Wassermühlen im Wonnegau, S. 48.

71 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 134.

72 Grünewald: Die Bachbarone des Kurfürsten im Alt- und Seebachtal; in: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms 2014, S. 92.

73 Grünewald: Die Bachbarone des Kurfürsten im Alt- und Seebachtal; in: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms 2014, S. 93.

74 Grünewald: Die Bachbarone des Kurfürsten im Alt- und Seebachtal; in: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms 2014, S. 93.

75 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 135.

76 Grünewald: Die Bachbarone des Kurfürsten im Alt- und Seebachtal; in: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms 2014, S. 93.

77 Grünewald: Die Bachbarone des Kurfürsten im Alt- und Seebachtal; in: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms 2014, S. 93.

78 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 135.

79 Grünewald/Stroh: Chronik Westhofen, S. 173.

80 LA Speyer Best. N258 (Gemeindearchiv Osthofen): Mühlen.

81 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 135.

82 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 135.

83 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 135.

84 LA Speyer Best. N-258 3OG D-10 n.f.

85 Kazenwadel: Wassermühlen im Wonnegau, S. 48.

86 Grünewald: Die Bachbarone des Kurfürsten im Alt- und Seebachtal; in: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms 2014, S. 92.

87 Kazenwadel: Wassermühlen im Wonnegau, S. 50.

88 Kazenwadel: Wassermühlen im Wonnegau, S. 50.

89 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 135.

90 Kazenwadel: Wassermühlen im Wonnegau, S. 50.

91 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 134.

92 Kazenwadel: Wassermühlen im Wonnegau, S. 50.

93 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): Osthofen, S. 133, 134.

94 Kazenwadel: Wassermühlen im Wonnegau, S. 50 mit Photo S. 51.

95 Kazenwadel: Wassermühlen im Wonnegau, S. 50.

96 Anm.: wohl „Schweher“ = Schwäger = Schwiegersöhnen.

97 Archiv PRFK Ludwigshafen, Archiv Immel Best. XIV I 114.1, S. 143

98 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 136; auch Angabe Fred de Jonge: Genealogie Orlemann bei geneanet, Abruf v. 9.6.2014.

99 Angabe von Herrn Fred de Jonge bei geneanet, Abruf vom 9.6.2014.

100 Archiv PRFK Ludwigshafen, Ahnenliste K. H. Armknecht Nr. XV A 2.8, S. 16.

101 Witwer der Maria Orlemann, der Tochter des Arnd Orlemann und Witwe des Jan van Bruckhofen.

102 Stadtverwaltung Osthofen (Hrsg.): 1200 Jahre Osthofen, S. 136; Archiv PRFK Ludwigshafen, Archiv Immel Best. XIV I 114.1, S. 143

103 Grünewald: Die Bachbarone des Kurfürsten im Alt- und Seebachtal; in: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms 2014, S. 93.

104 LA Speyer Best. N-258 3OG D-10 nicht foliert.

105 LA Speyer Best. N-258 3OG D-10 nicht foliert.

106 Kazenwadel: Wassermühlen im Wonnegau, S. 50.

107 Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 399.

108 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 109r.

109 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 234.

110 Eilbote Landau vom 2.8.1855, S. 342 = LA Speyer Best. Y 20/41.

111 Karmann: Wüstungen im Raum Marienthal – Rup­pertsecken; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 51.

112 zusammenfassend Fischer: Geschichte der Dorfmühle, ehemaligen Erbbestands­mühle zu a.d. Alsenz; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1914, S. 33-35, S. 41-42.

113 Busch: Leininger Rechte in Münchweiler und Gonbach; in: Busch: Münchweiler. Chro­nik eines Dorfes, S. 37; Busch: Münchweiler und Gonbacher „Kirchenrey Rechnung (1770 und 1776); in: Pfälz.-Rhein. Fam. Kunde 1976, S. 315.

114 Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 278; auch: Denkmaltopographie Bd. Donnersbergkreis, S. 514.

115 Ruby/Scherer: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttelamt und dem Gerichtsort Alsenborn], PRFK 1974, S. 38.

116 Busch: „Probleme mit dem Verbindungsweg Münchweiler – Winnweiler“; in: Nordpfäl­zer Geschichtsverein 2011 [Heft 1], S. 9.

117 Neubauer: Regesten des ehemaligen Benedictiner-Klosters Hornbach [Speier]: [Gildardone], 1904, S. 35 Nr. 107; Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes,

S. 44. 112; Busch: Das Münchweiler Gerichtsbuch, Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 92.

118 Neubauer: Regesten des ehemaligen Be­nedictiner-Klosters Hornbach [Speier]: S. 35 Nr. 107.

119 Neubauer: Regesten des ehemaligen Be­nedictiner-Klosters Hornbach [Speier]: S. 42 Nr. 137.

120 Busch: Das Münchweiler Gerichtsbuch; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 92; Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 44.

121 Busch: Das Münchweiler Gerichtsbuch; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 3.

122 Busch: Das Münchweiler Gerichtsbuch; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 4.

123 zitiert bei Busch: Münchweiler, S. 112.

124 zusammenfassend: Fischer: Geschichte der Dorfmüh­le, ehemaligen Erbbestandsmühle zu a.d. Alsenz; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1914, S. 33-35, 41-42.

125 LA Speyer Best C 44 Nr. 18/3; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 181.

126 Fischer: Geschichte der Dorfmüh­le, ehemaligen Erbbestandsmühle zu a.d. Alsenz; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1914, S. 33-35, 41-42.

127 LA Speyer Best C44 Nr. 18/3.

128 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 181; Busch: Münchweiler, S. 118.

129 Münchweiler Gerichtsbuch; zitiert nach Busch: Münchweiler Gerichtsbuch, S. 118.

130 Busch: Münchweiler, S. 118.

131 LA Speyer Best 44 Nr. 18/2 und 18/2.

132 LA Speyer Best C 44 Nr. 18/1.

133 Münchweiler Gerichtsbuch, Eintrag vom 7.5.1736; Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes,, S. 119, 378.

134 LA Speyer Best C 4 Nr. 18/4.

135 Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 119.

136 Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 119, 380; Busch: Münchweilerer und Gonbacher Namen und Familien, S. 17.

137 Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, S. 170 Nr. 1160.

138 Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, S. 325 Nr. 2811.

139 Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 119.

140 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 347.

141 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 284.

142 Busch: Untergegangene Kleinsiedlungen auf Münchweiler und Gonbacher Gemarkung; in: Donnersberg-Jahr­buch 1978, S. 10-13 = Busch: Münchweiler. Chronik

eines Dorfes, S. 167; Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsied­lungen in der Nordpfalz, a.a.O, S. 29.

143 Busch: Das Münchweilerer Gerichtsbuch; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 4.

144 Busch: Das Münchweilerer Gerichtsbuch; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 92.

145 Busch: Das Münchweilerer Gerichtsbuch; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1973, S. 7.

146 Schaefer: Die Errichtung einer Stauschleuße und eines Eichpfahls für die Neumühle (1934); in: Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 228.

147 Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Abschnitt III Münchweiler und Gon­bach; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs, Bl. 83.

148 LA Speyer Best.X53 Nr. 10: „Knoch, Repert. Über Leiningen-Westerburg II 1717 Nr. 83: Grafschaft Altleiningen III. Grafschaft Neuleiningen, ferner: Protocol­la

iudicialia, gemeinschaftliche Orte, Grünstädter politica, verpfändete und versetzte Orte. 1759-1762“, Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

149 LA Speyer Best 44 fasc. 18/3.

150 Busch: Wandel und Verschiebung im bäuerlichen Besitztum von Münchweiler (Alsenz); in: Pfälzer Heimat 1977, S. 22.

151 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 360.

152 Herzog: Familienbuch von Heim­kirchen, S. 10 Nr. 104.

153 Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 387.

154 Busch: Mißlungener Verkauf von Staatswald in der Münchweiler Gemarkung; in: Nordpfälzer Geschichtsverein2012, S. 12-18; LA Speyer Best. H3 Nr. 3370.

155 Busch: Münchweilerer und Gonbacher Namen und Familien, S. 18.

156 Schönenberger: Chronik der Schönenberger, S. 242.

157 Schaefer: Die Müllerfamilie Eichelberger; in: Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 224-227.

158 Schaefer: Die Müllerfamilie Eichelberger; in: Busch: Münchweiler. Chronik eines Dorfes, S. 224-227.

159 Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 268.

160 LA Speyer Best. W41 Nr. 2400

161 Eilbote Landau vom 13.11.1841, Nr. 46, S. 183.

162 Schworm: Das Markgräflich-Badische Amt Gräfenstein, S. 1.

163 Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, S. 20.

164 LA Speyer Best. C20, Nr. 3049.

165 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 256.

166 Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1937, S. 25.

167 Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737, S. 25.

168 Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737, S. 25.

169 Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737, S. 26.

170 Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737, S. 26.

171 Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737, S. 26.

172 LA Speyer Best. C5 Nr. 217: Antrag des Müllers Johann Schuler, 217846.

173 Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737, S. 26.

174 Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737, S. 29.

175 Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737, S. 29.

176 Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737, S. 27-28.

177 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 4, 1837, S. 271/72.

178 Meyer: Register zum 3. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holz­landkirchenbuch], S. 22.

179 Werner: Die Nationalgüter im Departement Donnersberg, Anlage IV, S. 68.

180 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 299; Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 85.

181 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, Bd. 1 S. 96;

182 Dolch/Münch: Urkunden Kloster Otterberg, 235 Nr. 441.

183 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 301.

184 LA Speyer Best. C41 Nr. 39/6.

185 Dre­scher: Bedingungen bei der Erbauung einer Mühle zu Münsterappel 1718; in: Nordpfälzer Geschichtsver­ein 1906, S. 67.

186 LA Speyer Best. W 1/545A u. B, abgedruckt bei Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 85.

187 Katasteramt Bad Dürkheim, Katasterplan Münsterappel 1841, abgedruckt bei Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 27.

188 Kirchenbuch Münsterappel, Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar, Ludwigshafen.

189 Intelligenzblatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 100 vom 1.11.1831, S. 779-781.

190 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 301.

191 Schattauer: Pulvermühle bei Müns­terappel; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 176; Weber: Mühlen besonderer Art,

S. 198; LA Speyer Lagerbuch Münsterappel, S. 213.7.

192 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 207.

193 Schattauer: Pochmühle bei Münsterappel; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsied­lungen in der Nordpfalz, S. 176/77.

194 LA Speyer Best. W 1/545A u. B, abgedruckt bei Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 85.

195 Katasteramt Bad Dürkheim, Katasterplan Münsterappel 1841, abgedruckt bei Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 27.

196 Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

197 We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 301; LA Speyer Best. C 41 Nr. 39/6. 68: Erbbestandsbrief vom 26.10.1776.

198 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 301; LA Speyer Best. C 41 Nr. 39/6. 68: Erbbestandsbrief vom 26.10.1776; auch: „Mühlenforschung als Dokumen­tation

eines aussterben­den Handwerks“; in: Donnersberg Jahrbuch 1987. +++Zitat prüfen+++

199 Mitteilung Herr Ewald Dittmar unter Bezugnahme auf Standesamtsbelege Niederhausen/Appel.

200 Boshof: Salier, S. 11; Lehmann: Burgen, Bd. 4, S. 3, der 872 als Gründungsdatum angibt.

201 nach Remling: Abteien, Bd. II, S. 105: im Jahr 1144.

202 Toussaint: Territorium der Grafen von Leiningen, S. 174; Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. II, S. 329.

203 Toussaint: Territorium der Grafen von Leiningen, S. 174.

204 Toussaint: Territorium der Gra­fen von Leiningen, S. 175; Acta Acad. Theo.-Pal. I., S. 247: "Mansos tres, ecclesiae S. Saturnini prope Dreisam a Nanthario duce se­culo

IX in vil­la Dakenheim collator, Conradus imp. an. 1144 confirmavit".

205 Würdtwein: Monast. pal. I. 257, Nr. XXXIII; Eckrich: Die Erbauungszeit der Burg Beilstein; in: Pfälzer Heimat 1958, S. 136-39.

206 Eckrich: Die Erbauungszeit der Burg Beilstein; in: Pfälzer Heimat 1958, S. 136.

207 Remling: Abteien, Bd. II, S. 110.

208 Remling: Abteien, Bd. II, S. 103 f.

209 Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, S. 519.

210 Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 202.

211 Wolf: Wüstungen in und bei Dreisen; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 223; Weber: „Wappen erinnert an ehemaligen

Mahlraum“. Die Geschichte des ehemaligen Münchshofs zwischen Dreisen und Standenbühl; in: "Die Rheinpfalz". Donnersberger Rundschau v. 3.1.1976

212 Glasschröder: Neue Urkunden zur Pfälzischen Kirchengeschichte im Mittelalter, S. 219, Nr. 339; Klosterlexikon: Bd. 3, S. 145.

213 Wolf: Wüstungen in und bei Dreisen; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlun­gen in der Nordpfalz, S. 223 leider ohne Quellenangaben; mit abwei-

chenden Angaben: Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 202.

214 Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 202.

215 Wolf: Wüstungen in und bei Dreisen; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 223.

216 Anm. es handelt sich wohl um den Müller Peter Siegel.

217 Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. 168a Nr. 271.

218 Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. 168a Nr. 273.

219 Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. 168a Nr. 277.

220 Keddigkeit/Werling: Münsterdreisen; in: Klosterlexikon Bd. 3, S. 150.

221 Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. 168a Nr. 287.

222 Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. 168a Nr. 301.

223 Wolf: Wüstungen in und bei Dreisen; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 223.

224 Kuby/Kimmel: Die Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden nach dem Dreissigjährigen Krieg, S. 38.

225 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 128.

226 email von Herrn Ewald Dittmar vom 7.10.2011.

227 LA Speyer Nassau-Weilburg Akten Fasc. 382 und ebenda neu: Best C 38 Nr. 46.

228 zusammenfassend zitiert bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 289.

229 Gabelmann: Kirchen­bücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, S. 519.

230 Kuby/Kimmel: Die Wiederbesiedlung des Amtes Bolanden nach dem Dreissigjährigen Krieg, S. 39.

231 email von Herrn Ewald Dittmar vom 7.10.2011 unter Bezugnahme auf ref. KB Marnheim.

232 Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 26.

233 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 14.

234 Verzeichnis der Kulturdenkmäler Donnersbergkreis http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Donnersbergkreis.pdf, Abruf 11.5.2017.

235 Mörz/Kirsch: Mundenheim. Ein kurzer Gang durch die Geschichte eines Rheindorfes; in: Kirsch: Mundenheim, S. 8ff..

236 Kirsch: Mundenheim, S. 38.

237 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 87; Heil: Funktionaler Wandel, S. 92.

238 LA Speyer Best. H45 Nr. 564: Antrag vom 28.3.1860.

239 "Die Rheinpfalz" vom 12.8.1995 „Es klappert die Mühle“.

240 "Die Rheinpfalz" vom 12.8.1995 „Es klappert die Mühle“; Kirsch: Mundenheim, S. 38.

241 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 88.

242 Karst: Kurpfälzisches Oberamt Neustadt, S. 9-11.

243 Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 399.

244 Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 279.

245 Dette: Liber Possessionum Wizenburgensis, S. 117.

246 Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen der nördlichen Vorderpfalz, S. 664: Zeuß: Liber Possessionum, Bd. 2, S. 43.

247 Widder: Beschreibung Kurpfalz, Bd. 2, S. 257.

248 luth KB Neustadt.

249 Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 113 vom 20.10.1821, S. 617; auch Neue Speyerer Zeitung Nr. 137 vom 15.11.1821.

250 Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldin­gen. Leben im Weindorf , S. 51.

251 Denkmaltopographie Neustadt, Bd. 2, S. 310.

252 Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldin­gen. Leben im Weindorf , S. 51.

253 Denk­maltopographie Neustadt, Bd. 2, S. 324.

254 Denkmaltopographie Neustadt, Bd. 2, S. 324.

255 Wikipedia, Stichwort 'Kulturdenkmäler in Mußbach (Neustadt), Abruf vom 9.11.2013.

256 Denkmal­topographie Neustadt, Bd. 2, S. 324.

257 email Werner Mallrich vom 23.7.2011.

258 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1fol. 14r, 34; auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 250.

259 Armgart: Zinsbücher des Klosters Sankt Maria Magdalena überm Hasenpfuhl in Speyer, S. 98 Anm. zu Nr. 452.

260 Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 399.

261 Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 282.

262 Eyselein: Mutterstadt, S. 237; Becker: Der Floßbach und der Königlich Bayerische Holzhof; in: Heimatjahrbuch Landkreis Ludwigshafen 1992, S. 138-144.

263 Eyselein: Mutterstadt, S. 145.

264 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 16.

265 Eyselein: Mutterstadt, S. 74; Storck: Die römische Rheinuferstraße bei Mutterstadt; in: Pfälzer Heimat 1960, S. 55 ff.

266 Eyselein: Mutterstadt, S. 74.

267 Armgart: Urkunden und Regesten der Klosters Sankt Maria Magdalena überm Hasenpfuhl in Speyer, S. 135 Urk. Nr. 122 und S. 137 Urk. Nr. 124.

268 Armgart: Urkunden und Regesten der Klosters Sankt Maria Magdalena überm Hasenpfuhl in Speyer, S. 241 Urk. Nr. 217).

269 Eyselein: Mutterstadt, S. 146.

270 Eyselein: Mutterstadt, a.a.O.. S. 400 mit Karte.

271 Eyselein: Mutterstadt, S. 230.

272 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Ludwigshafen Nr. 267 vom 15.11.1984: „Rad der Zeit besiegelt Schicksal der Mühle“.

273 Eyselein: Mutter­stadt, S. 341.

274 "Die Rheinpfalz" Ausgabe Ludwigshafen Nr. 267 vom 15.11.1984: „Rad der Zeit besiegelt Schicksal der Mühle“.

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