Version 2.1.2018

 

Litera U

 

 

Udenheim / Rheinhessen:

VG Wörrstadt, Lk Alzey-Worms; zwischen Alzey und Mainz gelegen; gehörte seit 1498 zur Kurpfalz im Oberamt Alzey 1. Im Ort war das Kloster Werschweiler begü­tert. Das Dorf wurde 1635 im 30jährigen Krieg niedergebrannt.

 

Mühlen:

- Köthenmühle, Kettemühl, Brambach'sche Mühle:

an der Selz gelegen auf der Udenheimer Seite, bei der Gewann Mittelweise. Die Mühle ist heute völlig verschwunden. Ursprünglich stand die Mühle im Eigentum der Herren von Udenheim 2.

 

In einem Reichskammergerichtsprozeß (1549-1570) wird als Müller zu Udenheim der Hans Lauer genannt. Gegenstand dieses Verfahrens war die Verletzung von Zollrechten in Lauterburg, die dem Kläger,Philipp Bischof von Speyer und Probst zu Weißenburg zustanden. In dem Verfahren wird u.a. vorgetragen, daß dem Müller in Udenheim Zoll für gekaufte Hirse abgefordert worden war 3.

 

Zum Eigentum der Junker von Jett wurde die wohl durch Heirat der Clara von Udenheim, Tochter des Johann von Udenheim. Von Johann Jett von Münzenberg wurde sie 1608 an Wolf Gottfried von Mau­chenheim, genannt von Bechtolsheim, und seine Erben verkauft. Ab 1614 war sie im Besitz der Köth von Wahnscheid 4 und dann im Eigentum der Brüder Hans Werner Köth von Wahnscheid († 1648) und Hans Jakob Köth von Wahnscheid († 21.8.1672) zusam­men mit Schloß Udenheim 5. Ab 1709 führte sie den Na­men Brambach'sche Mühle. Hans Jakob Köth von Wahnscheid hatte die Mühle der Schwester seiner Mutter, einer Freifrau von Brambach vererbt. Das Geschlecht der Brambach in Nieder-Saulheim begü­tert. Im Jahr 1729 fiel die Mühle zunächst wieder an die Köth von Wahnscheid zurück. Doch blieb sie nicht im Köth'schen Besitz, wie eine Urkunde von 1790 aufzeigt. 1788 wird sie als „Freiadelige-Rosterische Erbbestandsmühl an der Selzbach“ genannt 6.

 

1733 wird Regierungsrat v. Forster als Besitzer der brambachschen Mühle genannt 7.

 

1825 gab es im Dorf 110 Häuser und 1 Mühle 8.

 

Am 17.12.1846 wurde die Mühle durch die Eigentümer freihändig versteigert. In der notariellen Versteigerungs-Annonce vom 6.12.1846 heißt es: „Donnerstag, den 17. Dez., mittags 12 Uhr, wird zu Sörgenloch, in dem Gemeindehause, auf freiwilliges Anste­hen der Eigentümer, die in der Gemarkung Udenheim, an der Selz gelegen sogenannte „Köthenmühle“m mit einem Schäl- und 2 Mahlgängen, einem Wohnhause, 3 Pferde- und Rindviehställen, 3 Schweineställe, einem Kelterhause und ungefähr 1300 Klaftern Ackerfeld, Wiesen und Gärten unter vorteilhaften Bedingungen öffentlich versteigert werden.“ 9.

 

Die Mühle bestand bis um 1900, wo sie durch einen Brand völlig zerstört und nicht mehr aufgebaut wurde 10.

 

Literatur:

- Hess. Landesarchiv Darmstadt Best. F5 Nr. 140, S. 433: 1732 Oktober 20: Vergleich des Regierungsrats v. Vorster als Besitzer der v. brambachschen Mühle zu Udenheim mit dem Müller Ad. Bayer zu Sörgenloch wegen des Wasser- und Wehrrechts (S. 433).

- Mussel, Heinrich: Die Köthen-Mühle; in: Kilian (Red.): 1200 Jahre Udenheim, Udenheim 1973, S. 137

 

 

 

 

 

Uelvershein / Rheinhessen:

VG Guntersblum, Lk Mainz-Bingen; nach 1798 als Wald-Ülversheim bezeichnet 11. Im Tal des nach der Selz abfließenden Sassel­bach gelegen 12.

 

Ülversheim verdankt nach Ausweis der Ortsnamensendung 'heim' seine Gründung der fränkischen Landnahme im 6./.7 Jh. Die Be­zeichnung „Uluunersheim“ in einer Lorscher Urkunde von 766 bezieht sich möglicherweise auf diese Siedlung. 771 kommt die Schreibweise „Uldriedesheim“, spätestens 1586 „Ülversheim“ vor. Zur Unterscheidung von namensähnlichen Orten ver­ord­nete die französische Verwaltung 1798 den mißverständlichen Namen „Wald-Ülversheim“. Die Rückbenennung erfolgte 1930. In karolingi­scher Zeit war hier das Kloster Fulda begütert, später besaß das Kloster St. Maximin vor Trier Zehntrechte. Das Dorf gilt zumindest seit 1160 als Besitz der Grafen von Leiningen. Bei Güterteilungen fiel es 1237 an Graf Emicho, 1317 an die Linie Leiningen-Hartenb­urg. Im 16./17. Jh. regierten nacheinander die Linien Heidesheim-Heidesheim, Leiningen-Dagsburg-Falkenburg und Leining­en-Guntersblum 13. In der französischen Zeit bis 1814 gehörte das Dorf zum Kanton Oppenheim.

 

Mühlen:

- Reismühle:

am 18.1.1809 teilt der Maire von „Waldülversheim“, Starck dem Maire des Kantons Oppenheim auftragsgemäß zum Stand der Mahl­mühlen in Ülversheim folgendes mit 14: Es gibt im Bann von Ülversheim eine Mühle, die sog. Reismühle. Diese verfügt über 3 Mahlgänge, gegenwärtig könne aber nur ein Mahlgang gebraucht werden, weil der eine Mahlgang und der Schälgang eingefroren seien. Zur Kapazität wird ausgeführt: „Bei gegenwärtiger Kälte – wann solche nicht wider steigt, kön­nen im höchsten Grad zwei Centner gemahlen werden.“

 

 

 

 

 

Uffhofen / Rheinhessen:

OT von Flonheim; VG Alzey-Land, Lk Alzey-Worms; nordwestlich von Alzey gelegen.

 

Uffhofen wird erstmals 1240 urkundlich genannt. Das Dorf gehörte den Rau- und Wildgrafen. Nach dem Tod des Wildgrafen Konrad teilten 1283 dessen Söhne Emicho und Gottfried die Besitzungen und gründeten die kyrburgische und die dhaunische Linie des Ge­schlechts Uffhofen fiel an Kyrburg. Nach dem Aussterben des Geschlechts kam Uffhofen an deren Erben, die Fürsten von Salm und die Rheingrafen von Grumbach. dabei blieb es bis zur französischen Revolution 15.

 

Mühlen:

eine Kette von teils auf der Mittelalter zurückreichender Mühlen, aufgereiht an einem einzigen langgezogenen Mühlgraben, beginnt mit der Geister- und Trotzmühle („Neugeistermühle, bez. 1741/46) in der Gemarkung und setzt sich bachabwärts im Ort mit Presser­scher Mühle (Mühlstraße 4/6), Metzler'scher Mühle (Mühlstraße 7) und Unterer Mühle (Untergasse 4) fort 16.

 

Um 1739 wird Johannes *Gerheim als Müller in Uffhofen im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden erwähnt 17.

 

 

- Geistermühle, Trotzmühle, Neugeistermühle:

die ehemalige Mühle und heutiges Weingut liegt südwestlich von Uffhofen an der, wo der Wiesbach in die offenen Landschaft ein­tritt.

 

Um 1315 als „gystinmulin“ erwähnt [Anm.: von mhd. „Gistege“ = Hügelanstieg] 18.

 

Am 25. Juni 1355 bekam die Mühle bei Uffhofen Wasserrechte am Wiesbach. 1355 belehnte Wildgraf Friedrich I. den Ritter Diez Birkenfelder mit der Mühlstelle „in Offhovene marke an gisstege“, um dort seine Mühle (wieder) zu erbauen 19.

 

Am 26.11.1715 heiraten in der reformierten Kirche in Albig der Henrich Hostermann und die Anna Elisabetha Brendel, „Tochter von Johann Daniel Brendel, Müller in der Geistermühle bei Uffhofen“ 20. Am 20.10.1716 ist Pate bei der Taufe des Johann Daniel Ho­stermann in der reformierten Kirche in Albig der „Johann Daniel Brendel, Müller in der Geistermühle bei Uffhofen“ 21.

 

1729 erwarb Freifrau Susanna Catharina von La Roche die unter rheingräflich-dhaunischer Jurisdiktion stehende „Geistheimer Erb­bestandsmühl“ (1741 “geister Mühl“) von den Erben des Freiherrn von Rochow. Ab 1734 im Besitz der Familie des Mennoniten Gallé, die die wohl ruinöse Anlage wiederaufbaute 22.

 

Das Wohnhaus weist beim Eingang im Oberlicht die Büsten eines Paares, Mühlrad und Beil sowie die Inschrift JACOB GALLE / ANNA GALLEIN / DAVID GALLE / IUNIOR / JACOB / GALLE / IUNIOR / RICHDET / DIESEN / STEIN / 1790. Über der Hauptladeöffnung des Mühlenbaus befindet sich ein Relieffragment mit Mühle, Krone und Mühlsteinsymbol, bez. IG / 1790 [= Ja­kob Gallé] 23.

 

In den Quellen findet man bis 1735 keinerlei weitere Angaben darüber, was mit ihr bis dahin passierte. Erst mit der Bewirtschaftung durch die mennonitische Familie Galle im Jahr 1735 taucht die Mühle in historischen Quellen wieder auf. Durch den Ausbau durch diese Familie bekam die Mühle ihren noch heute erhaltenen typischen Grundriß. Keller, Scheune und Gartenmauer sind erhalten ge­blieben und können besichtigt werden. Bei ihren Bauaktivitäten legte die Familie Galle Überreste eines alten Klosters frei. Mit den Steinen des freigelegten Klosters bauten sie die neue Scheuer. Am Eingangstor sind die Initialen von Peter und Anna Galle, welche die Mühle umbauten, noch heute zu lesen. 1849 verkaufte die Familie Galle die Geistermühle an Valentin Trapp, der einige techni­sche Neuerungen einführte. Er schaffte eine Turbine, eine Stärkefabrik und eine Knochenstampfe an. 1895 ging die Mühle in den Be­sitz von Jakob Zimlich II. über. 1949 wurde sie umgebaut und das Wasserrad durch eine "Ossberger Durchströmturbine" ersetzt. Seit diesem Zeitpunkt etwa dürfte die Mühle stillge­legt sein. Im Jahr 1985 fanden eine Futterschroterei und eine Haferquetsche Platz in der Mühle. Bis vor kurzem befand sich dort noch ein Getreidelager. Heute befindet sich das Weingut Jacob-Müller Erben in der Müh­le. Die Mühle und der dort befindliche Bauernhof können besichtigt werden 24. Als älteste das Wasserrecht noch nutzende ehemalige Mühle Rheinhes­sens wird die Wasserkraft heute zur Stromerzeugung mittels des Turbinenradantriebs über einen Asynchrongenerator ver­wendet. Mit dem Elektrizitätswerk wird Strom ins Netz eingespeist. Zwar ist die Geistermühle als Mühle nicht mehr aktiv, das In­ventar wurde aber vollständig erhalten. Aus diesem Grund wird jährlich am Deutschen Mühlentag teilgenommen und es werden Füh­rungen über den Weg vom "Korn zum Mehl" erklärt. Die Geistermühle, zu der neben dem Mühlenbetrieb auch schon seit Jahr­hunderten Weinber­ge zählen, hat sich mittlerweile ganz dem Wein­bau verschrieben und ist heute Weingut 25.

 

1734 erwarb der Mennonit Peter (2) *Galle den Erbbestand an der Mühle. Sein Vater Peter (1) Galle ist im jugendlichen Alter als Glaubensflüchtling aus der Schweiz ausgewandert und fand zunächst in Erbes-Büdesheim Zuflucht. Peter (2) Galle ∞ Agnes Kolb aus Wolfsheim / Rheinhessen. Von den 9 Kindern aus der Ehe wurde Jakob (1) Galle Müller und Betriebsnachfolger auf der Geistermüh­le. Dieser heiratete am 13.9.1754 Anna Hahn aus Spiesheim. Vater des Müllers auf der Beutlermühle bei Otterberg, Peter *Galle) und des Müllers und Betriebsnachfolgers auf der Geistermühle Jakob (2) Galle 26. Dieser Jakob (2) Galle war mit Barbara Engel von Ot­terberg verheiratet. Von seinen zahlrei­chen Kindern blieb der Sohn Jakob (3) Galle, verh. mit Anna Kägy vom Schniftenberger Hof zunächst auf der Geistermühle. Nach dem Verkauf derselben zog er mit seinen 8 Kindern am 12.9.1850 nach Amerika 27.

 

Hierzu teilt der Landesverband Rheinland-Pfalz-Saarland e.V. der Deutschen Gesellschaft für Mühlengesellschaft und Mühlenerhal­tung DGM auf seiner Homepage folgendes mit 28:

 

Geistermühle

Standort: 55237 Flonheim-Uffhofen

Kontaktperson: Jutta Zimlich-Müller, Tel. (06734) 8310, Fax (067 34) 1621

Beschreibung: Romantische Wassermühle mit idyllischem Mühlgraben, Mühleninventar nahezu

vollständig erhalten, Schrotgang und Haferquetsche funktionsfähig, Nutzung der Wasserkraft über

Turbinenantrieb zur Stromerzeugung, denkmalgeschützte Hofreite, jetzt Bauernhof und Weingut.

Aktivitäten: Mühlenführungen nach terminlicher Absprache, ebenso kulturhistorische Führungen über

die Hofreite, Bewirtung für Gruppen auf Anfrage möglich, Verkauf von Wein und Sekt vom eigenen

Weingut Mo.-Sa. 08:00 bis 18:00 Uhr oder nach Absprache.“

 

Karte:

- Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 191: Katasterplan 1836

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 199

 

Literatur/Urkunden:

- Galle: Die Familie Galle; in: Mennonitische Geschichtsblätter 1979, S. 57-69

- Müller, Luise: Die Geistermühle: ein rheinhessisches Idyll; in: Glück zu ! Dt. Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung, Landesverband Rheinland-Pfalz und Saarland, Altenkirchen 2008, S. 114-116

 

 

- Pressersche Mühle:

heute Anwesen Mühlstraße 4/6; am Mühlgraben gelegen. Die heutigen Gebäude sind eine Vierflügelanlage des 18. bis frühen 20. Jh. Stattliches spätbarockes Wohnhaus von 1776 mit älteren Teilen, über dem Oberlichtportal bogiger Inschriftstein mit Mühlradrelief: „DIESES HAUS HAT / ERBAUET / JOHAN HENRICH / PRESSER ANNO / MDCCLXXVII“. Daneben Kellerbogen, im Scheitel bez. 1736 (Mühlrad). Das hofseitige Portal im Sturz bez. HP / 1736 (Mühlrad).Im Norden der Anlage Torhaus unter Krüppelwalm­dach mit Hohlziegeldeckung, der Sturzbalken bez. 18 (...?) L 08. In der Straßenwand der Remise Rundbogenpforte mit Profilkämp­fern, bez. HMM 1808.Schmaler Ostflügel mit Waschküche, bez. 1910 IG KG [= Karl Göttelmann] 29.

 

 

- Untere Mühle:

heute Anwesen Untergasse 4/6, Belleneck 3. Ehemalige Untere Mühle, 16.-20. Jh., über einen Stichweg erreichbar. 1811-1814 wurde hier der Wiesbach partiell umgelegt und begradigt, der Mühlgraben neu angelegt. 1867 Erwerb durch die Familie Gallé. Bis 1870 auch Ölmühle, 1937 stillgelegt 30.

 

An der Bruchsteinscheune am Torbalken wohl bez. DG 1762 [= Gerheim ?], ein Quader der Durchfahrt bez. 1755 / 5. APRIL / EF­FEN [?] 31.

 

 

 

 

 

Ulmet:

VG Altenglan, Lk Kusel; am Glan im Kuseler Musikantenland gelegen; war pfalz-zweibrückisch, Oberamt Lichtenberg

 

Mühlen:

Am 17.2.1855 wurde der Ackerer Adam *Cloos II aus Ulmet vom Assisengericht Zweibrücken wegen Meineides zum Verlust der bür­gerlichen Ehrenrechte verurteilt. Dem Verfahren lag folgender Sachverhalt zugrunde: Zu Ende 1852 vereinigten sich mehrere Ein­wohner der Gemeinde Ulmet zu einer Gesellschaft, um auf den durch ein benachbartes Tälchen fließenden Perschbach eine Mühle anzule­gen. Besonders tätig war der Adam Cloos obgleich er nicht zur Gesellschaft gehörte. Seine Rührigkeit war wohl aus seiner Feind­schaft gegen den Müller Adam *Drumm begründet, als auch daraus, daß sein Schwiegersohn Mitglied der Gesellschaft war. Das zur Anlegung der Mühle und des Mühlkanals benötigte Gelände mußte teilweise vom Eigentum des Cloos genommen werden. Dieser war zum Verkauf des Bodens gegen Zahlung von 5 fl per Ruthe bereit, womit sich die Mühlengesellschaft einverstanden er­klärte. Auf An­trag der Beteiligten gewährte das kgl. Landcommissariat Kusel nach eingeholtem technischen Gutachten der kgl. Bau­behörde, worin die Richtung des projektierten Kanals so angegeben war, daß er den Acker des Cloos am Ende durchschneiden sollte, durch Be­schluß vom 29.4.1854 die Concession zur Errichtung der Mühle. Als man mit Ausführung des Baues beginnen wollte, machte Cloos wegen der Abtretung des Geländes Schwierigkeiten. Hierauf ließen Friedrich Gores und weitere 16 Consorten der Müh­lengesellschaft den Adam Cloos vor das kgl. Bezirksgericht Kaiserslautern vorladen, wobei sich die Kläger der Mühlengesell­schaft gezwun­gen sahen, dem dortigen Beklagten Cloos zu seinem Sachvortrag eidlich als Partei zu vernehmen. Cloos behauptete in diesem Ver­fahren, daß er zwar den von den Klägern behaupteten Verkaufspreis von 5 fl / Ruthe bestätigte, dagegen aussagte, über die Rich­tung und den Ver­lauf des Mühlkanals, die Entschädigung evtl. zu fällender Bäume und den Termin des Mühlenbaus seien andere Ab­sprachen als von den Klägern vorgetragen, getroffen worden. Hierüber wurde er antragsgemäß vorn dem beauftragten Amtsrichter in Ku­sel vereidigt. Das Motiv für dieses Verhalten des Adam Cloos mag gewesen sein, daß sein Schwiegersohn später aus der Gesell­schaft austrat. We­gen des Meineids wurde Cloos vor dem Assisengericht angeklagt und verurteilt. Wie das Assisengericht ausführte, gehe „seine schmutzige Habsucht“ daraus hervor, daß er im Sommer 1854 seine Grundstücke, durch die der Kanal verlaufen sollte, „sei­nem ehe­maligen Feinde Drumm, gegen den anfangs das Projekt des Mühlenbaus gerichtet war, um den enorm hohen Preis von 600 Gulden – das Doppelte des wahren Wertes – verkaufte. Im Prozeßbericht in der Neustadter Zeitung vom 24.2.1855 heißt es wei­ter: „Der Ange­klagte wird als charakterlos und schlechter Nachbar im Felde geschildert. Nach erfolgter Schulderklärung wurde der­selbe zu der Stra­fe des Verlustes der staatsbürgerlichen Rechte, sowie den Kosten des Verfahrens verurteilt.“ 32.

 

 

- Günderodsche Mühle, auch Ulmeter Mühle, Katzenbacher Mühle:

ehemals Katzenbacher Mühle genannt. Den Günderods war die Mühle schon 1605 versetzt worden. Das geht aus einem Erbbestands­brief hervor, den Herzog Johannes von Pfalz-Zweibrücken am 7.2.1605 für seinen Amtmann Albrecht von *Günderode ausgestellt hat 33.

 

1719 erhält Johann Peter *Wolf die Mühle in Erbbestand; er stirbt vor 1721 (err.); seine Witwe heiratet den Müller Sebastian *Schuh, der 1721 Betriebsnachfolger wird.

 

Im Mühlenbericht den Carl Sundahl für das Oberamt Lichtenberg 1746 erstellte 34, heißt es u.a.: „liegt am Glan, nunmehr schon am 3. Platz; erstlich bei Kat­zenbach, ungefähr eine “kleine Viertelstunde” unterhalb Erdesbach, wo die Wiesen noch den Namen „In der Katzenmog“ führen; zweitens auf dem Wehr auf der Pielsbacher Seite und drittens zwischen den Dörfern Pielsbach (heute ein Ort mit Ulmet) und Ulmet an der Brücke auf der Ulmeter Seite; an der Mühlen laufen drey Wasser Räder, welche zwey Mahl und einen Scheelgang treiben und neben derselben auch ein Ahl Korb. Im Jahre 1719 hat Johann Peter *Wolf diese Mühle von dem Herrn Re­gierungsrat von Günderod in Erbbestand bekommen. Nach dessen Tod übernimmt wird 1721 Sebastian *Schuh, der die Witwe des Vorgenannten geheiratet hat, die Mühle. Pacht sehr hoch, nämlich 28 Malter Korn oder 6 Strich Weißmehl und 1 Faß geschälter Hir­se, zu liefern in das Günderod'­sche Haus auf Lichtenberg. 6 Dörfer nebst 3 Familien von Patersbach und 2 Familien von Erzweiler sind in diese Mühle gebannt. Die Orte: Ulmet, Ratsweiler, Gumbsweiler, Welchweiler, Bedesbach, Patersbach, Erdesbach, Erzweiler, zusammen 102 Familien“ . Die Mühle hat die größten Stillstandszeiten wegen Hochwassers oder Eisgang von allen anderen Mühle im Bezirk. Deshalb beabsichtigt der Müller eine Notmühle unterhalb des Ortes, hart an der Brücke, zu errichten.

 

„Auf diesem Platz (Anm. gemeint, der jetzigen Platz der Mühle) hat der nunmehrige Beständer solche (Mühlen) angetroffen und im Jahr 1727 außgebauet weilen dieselbe auch so niedrig gewesen in etwas erhöht deßgleichen Ao 1729 hinten an dieselbe ein Sprau Hauß und Ao 1742 einen Bau von einem Stockwerck daran gesetzet.“ 35

 

Im Mühlenverzeichnis für das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken von 1756 36 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörige Mühle unter lfd.-Nr. 8 wie folgt beschrieben: „die Ullmether ahn dem Katzenbacher Mühl ….., (hat) 3 Waßer Räder, welche zwey Mahl et 1 Scheelg: treiben; (zahlt jährlich an Pfacht) 28 Mltr Korn (sowie 1 Mltr oder 6 …. Meehl (und) 1 Faß geschels Hirsen dem Herrn von Günderode; Ullmet, Katzweiler, Gumsweiler, Welchweiler, Bedesbach, Patersbach, Erdesbach et Erzweiler aus 102 Familien beste­hend seynd dahin geb: (gebannt); getraut sich in 24 St. mehr dann 6 Mltr je Mahl(gang), … all seine Gäste zu fördern wann sie or­dentl. Kämen.“

 

1759 wurde die Bannalität der Ulmeter Mühle auf Antrag benachbarter Müller aufgehoben 37.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird als Handelsmüller in Ulmet genannt der Abraham Drumm junior 38.

 

 

Karte:

- LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 44

 

Literatur/Urkunden:

- Grub, Hugo: Die alte Wassermühle am Glan (Anm.: Ulmet). - In: Westrichkalender / hrsg. vom Landkreis Kusel (Pfalz). - 2003, S. 90-101

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1344/1: „Katzenbacher Mühle bei Ulmet, 1577-1593“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1344/2: „Katzenbacher Mühle bei Ulmet, 1759-1792“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1344/3: „Katzenbacher Mühle bei Ulmet, 1616-1778“

- Zink: Die Geschichte der Ulmeter Mühle; in: Gallusmarkt-Anzeiger. Nr. 12 [vielm. 13], 1960; Pälzer Sunndag [Pfalz. Volks-Ztg]. 1960, Nr. 52., 1960. - Ill..

 

 

 

 

 

Undenheim / Rheinhessen:

VG Nierstein-Oppenheim, Lk Mainz-Bingen. Das Dorf gehörte bis 1789 zur Kurpfalz und war verwaltungsmäßig dem kurpfälzi­schen Oberamt Alzey zugeordnet; Undenheim hatte bis in das 20. Jh. hinein einen gewissen Vorortrang für die umliegenden Gemein­den. Nach der "Kurpfälzischen Religionsdeklaration" von 1705 war die Undenheimer Kirche den Katholiken zugesprochen worden und ab dieser Zeit versahen Mönche aus dem Kloster St. Jakobsberg vor Mainz die Pfarrei ohne Unterbrechung bis 1811. Vorher schon hatten Franziskaner aus Oppenheim die kirchlichen Kasualien vorgenommen. Die bisherige reformierte Gemeinde wurde Filia­le von Selzen, während der katholische Geistliche die Katholiken von Selzen mitbetreute.

 

Mühlen:

Johann Ludwig *Best (~ 27.1.1678 Undenheim; Sohn des Schultheißen von Undenheim, Philipp Best aus dessen 2. Ehe mit Anna Klara Laubenheimer - † 13.1.1758 ? Undenheim), lutherischer Kirchenvorsteher zu Undenheim, besaß in Undenheim „eine eigent­hümbliche“, aber „ohne Consens erbaute“ Mühle mit einem Gang 39.

 

 

- Goldmühle:

1330 erstmals urkundlich erwähnt; die Mühle lag „oben am Dorfe“ und wurde vom Goldbach getrieben 40.

 

Am 6.8.1650 erhält Johann Alberich einen 5jährigen Bestand an der Goldmühle 41.

 

 

- Rauffenmühle:

unterhalb des Dorfes am Goldbach gelegen 42.

 

 

- Sparbermühle:

unterhalb des Dorfes am Goldbach gelegen 43.

 

 

 

 

 

Ungstein:

Stadtteil von Bad Dürkheim

 

s. Pfeffingen

 

 

 

 

 

Unterauerbach:

s. Niederauerbach, Stadtteil von Zweibrücken

 

 

 

 

 

Unterjeckenbach:

VG Lauterecken, Lk Kusel; gehörte zur Rhein- und Wildgrafschaft Amt Grumbach; nach dem 30jährigen blieb das Dorf lange verlas­sen und wurde erst nach 1700 wieder besiedelt. 1816 kam der Ort zum Fürstentum Lichtenberg, einer neugeschaffenen Exklave des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld beziehungsweise ab 1826 des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Mit diesem fiel er 1834 an Preußen, das aus diesem Gebiet den Landkreis Sankt Wendel schuf. Nach der Abtrennung des Hauptteils an das neugeschaf­fene Saargebiet entstand 1920 der Restkreis St. Wendel-Baumholder, zu dem der Ort bis 1937 gehörte, als er in den Landkreis Bir­kenfeld eingegliedert wurde. 1969 wurde er in den Landkreis Kusel umgegliedert 44.

 

1994 wurde das frühere selbständige Dorf Oberjeckenbach eingemeindet.

 

Mühlen:

1642 war die Mühle, die Abraham Heintzen Erben innehaben, verfallen 45.

 

1757 wird der Müller johann Jakob Huttel in Unterjeckenbach genannt; ∞ mit Maria Katharina NN.; Vater der Anna Katharina Huttel (geb. 7.8.1757 Unterjeckenbach; ~ 10.8.1757) 46.

 

Zwischen 1762 und 1776 wird in Unterjeckenbach der Müller und Schumacher Konrad Geres genannt; S. d. Adam Geres aus Homberg; ∞ 17.11.1761 in Herrensulzbach mit Anna Margaretha Gerhardt (T. d. † Adam Gerhardt vom Schönborner Hof); aus der Ehe stammen 6 Kinder, die zwischen 1762 und 1776 geboren wurden 47.

 

Um 1790 wird der Müller Jakob Fritsch in Unterjeckenbach genannt; ∞ mit Susanna Katharina NN:; Vater der Anna Katharina Fritsch (geb. 11.8.1790 Unterjeckenbach, ~ 15.8.1790) 48.

 

 

 

 

 

Unterrohrbach:

s. Rohrbach bei Wartenberg

 

 

 

 

 

Unterschernau:

s. Ramstein

 

 

 

 

 

Untersulzbach:

Ortsteil von Sulzbachtal; VG Otterbach, im Lk Kaiserslautern; im Lautertal zwischen Otterbach und Wolfstein gelegen. Die Gemeinde Sulzbachtal wurde am 1.7.1969 aus den bis dahin selbständigen Obersulzbach (damals 131 Einwohner) und Untersulzbach (damals 275 Einwohner neugebildet). Zu Untersulzbach gehört auch der Wohnplatz Hirschhorner Bordenmühle (s. Hirschhorn).

 

Mühlen:

- Oppensteiner Mühle :

s. Olsbrücken

 

 

 

 

 

Urbach / Lothringen:

OT von Epping (Moselle),im nördlichen Lothringen, nahe der deutsch-französischen Grenze, südlich von Peppenkum/Saarland gele­gen.

 

Mühlen:

- Hornbacher Klostermühle:

am 31.1.1465 kommt es zur Einigung zwischen dem Kloster Hornbach und dem Müller Niklas zu Urbach. Das Kloster Hornbach überträgt dem Müller den Bachstaden und den Wasserlauf gegen eine Erbgülte von 4 Mltr Korn 49.

 

Am 15.10.1523 bestätigt Herzog Ludwig von Zweibrücken, daß sein Vater, Herzog Alexander von Zweibrücken, auf der Urbach bei Bydershusen (Anm.: = Biedershausen) eine Mahlmühle errichtet hatte, wodurch die bei dem Dorfe Urbach gelegen Mühle des Klo­sters Hornbach schwer geschädigt wurde, weshalb Herzog Alexander von Zweibrücken vor seinem Tode angeordnet habe, sich mit dem Kloster deshalb zu vertragen, und daß dies jetzt in der Weise geschehen sei, daß der Pächter der Mühle zu Bydershusen dem Abte jährlich 3 Mltr Korn zur Entschädigung liefern solle 50.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera V

 

 

Venningen:

VG Edenkoben, Lk Südliche Weinstraße, östlich von Edenkoben gelegen

 

Mühlen:

- Venninger Mühle:

1753 wurde dem Venninger Müllermeister Johann *Hilger (auch Hülger, Hilcher) von den Gemeinden Venningen und Edenkoben durch zwei neue Gräben, einen Graben der Edenkobener und den Heiermannschen Zwerggraben, das Wasser abgegraben, worauf dieser die bischöfliche Regierung des Hochstifts Speyer bat, Hofrat Catty, der sich gerade in Maikammer aufhielt, mit der Sache zu beauftragen. Nachdem die Speyerer Regierung beschlossen hatte, Catty einen entsprechenden Auftrag zu erteilen 51, legte dieser sei­nen Bericht am 13.9.1753 vor 52. Die bischöfliche Regierung besaß Interesse am Be­stand der Mühle, die als jährliche Wasserpacht 14 Malter Korn entrichtete. Daher sollte sich das Oberamt Kirrweiler beim Oberamt Neustadt schriftlich beschweren. Würde dies nicht helfen, würde die Bruchsaler Regierung ein Beschwerdeschreiben an die kurpfäl­zische Regierung schicken. Auch sollte das Oberamt Kirrweiler den Müller so gut wie möglich unterstützen, damit er das Wasser un­gehindert nutzen könne. Die Gemeinde Ven­ningen war zu veranlassen, den neuen Graben unter Androhung von 50 Reichstalern Stra­fe in einer Länge von fünf Ruten wieder zu­zuwerfen. Die älteren Akten sollten eingesehen werden, um eine Entscheidung fällen zu können. Der weitergehende Vorwurf des Müllers, der Venninger Schultheiß habe die Edenkobener zur Tat angestiftet, müsse erst noch bewiesen werden 53.

 

Auf das Protestschreiben an das kurpfälzische Oberamt Neustadt erfolgte bis zum 15.11.1753 keine Antwort 54. In Kirrweiler wußte man nichts Besseres, als gegebenenfalls ein weiteres Schreiben nach Neustadt zu senden. In Bruchsal wurde erneut Hofrat Catty be­auftragt, der Regierung gegenüber eine Stel­lungnahme abzugeben 55.

 

Da abzusehen war, daß auf dem Dienstweg wieder keine Lösung zu finden wäre, griff man in Venningen zur Selbsthilfe. Müller Hil­ger schüttete einfach beide Gräben zu. Doch es blieb anscheinend nicht dabei und sie wurden wieder ausgehoben. Denn am 1.10.1754 verhandelte die Bruchsaler Regierung eine Klage Hilgers, die Entscheidung endlich auszuführen, den Graben auf fünf Ru­ten Länge zuzuwerfen und die Beachtung des Mühlenbanns zu überwachen 56. Die Regierung beschloß daraufhin, ihre Entschei­dung auszuführen und sich innerhalb von 14 Tagen berichten zu lassen 57.

 

Die Mühle ist in einem Verzeichnis der im Hochstift Speyer, Schaffnerei Kirrweiler liegenden Mühlen vom 30.10.1768 aufgeführt und wie folgt beschrieben 58: „Zu Venningen, die Orths Bann Mühl dem Christian Herrmann gehörig, und giebt Mühlpfacht 14 Mal­ter Korn.“

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 915/10: „Acta betr: die Bachgerechtigkeit des Müllers zu Venningen in der Edenkober Gemarkung, , 1714, 1760

- Lurz, Meinhold: Streit über den Wald, über Einnahmen, Rechte und Kompetenzen. Venningen - Edenkoben, Hambach – Lachen, Hochstift Speyer – Kurpfalz. Venninger Heimatverein, Sonderveröffentlichung Nr. 1, Venningen 1998

 

 

 

 

 

Vinningen:

VG Pirmasens-Land; Lk Südwestpfalz; in der Südwestpfalz südwestlich von Pirmasens gelegen, gehörte zur Grafschaft Hanau-Lich­tenberg, ab 1736 Hessen-Darmstadt

 

Mühlen:

- Eichelsbacher Mühle:

s. *Eichelsbacher Mühle

 

 

- Papiermühle:

unterhalb der Eichelsbacher Mühle an der Felsalb gelegen; 1772/1774 als „Hanauische Papierfabrik“ durch den Müller von der Sche­ler Mühle bei Winzeln, Georg *Groh/Grohe, errichtet 59.

 

Landgraf Ludwig IX hatte 1741 in Pirmasens sein Garderegiment aufgestellt und seinen Wohnsitz in Pirmasens genommen. Diesen Wohnsitz behielt er auch dann bei, nachdem er zur Regierung in den hessischen Stammlanden gekommen war. Der amtliche Schrift­verkehr zwischen den Amtsorten Pirmasens, Buchsweiler und Darmstadt verursachte einen Mehrverbrauch an Aktenpapier, dessen Gestehungskosten Landgraf Ludwig IX. durch Errichtung einer eigenen Papiermühle in Pirmasens zu verbilligen suchte. Die land­gräfliche Kanzlei in Buchsweiler deckte bisher ihren Papierbedarf in elsässischen und badischen Papiermühlen, für deren Fabrikate ziemlich bedeutende Einfuhrzölle gefordert wurden. (s. Papiermühle Villingen) 60.

 

Als 1761 die Ländereien des in der Gemarkung Donsieders, bei Burgalben gelegenen, ehemaligen und schon um 1630 eingegange­nen Hofes namens Diedersbach versteigert wurden, war den Steigerern desselben namens Paul Hirschelmann, Heinrich Knörr und Konsorten aus Donsieders durch den Landgrafen von Hessen-Darmstadt die Auflage gemacht worden, auf der Schwarzbach bei Bur­galben eine Papiermühle zu errichten. Da diese 1770 noch nicht erbaut war, wurden die Ersteigerer der Ländereien bei Androhung ei­ner Strafe von 100 Reichsthalern und der Enteignung der ersteigerten Grundstücke, aufgefordert die Papiermühle alsbald zu errichten 61. Die Angelegenheit erledigte sich, als 1772 der Besitzer der Schelermühle (bei Winzeln), Georg *Gro­he, sich verpflichtete eine Papiermühle zu errichten (s. Vinninger Papiermühle) 62.

 

Die Verpflichtung Grohes erfolgte in Gemeinschaft mit dem ledigen Papiermüller aus Neunkirchen bei Schaffhausen, Johannes Mül­ler, wenn sich die Regierung in Buchsweiler sich bereit erklären würde, den beiden Erbauern einen Morgen Waldland am „Schwarzen Stein“ im Erbbestand zu verleihen. Die hanau-lichtenbergische Regierung erklärte sich einverstanden, wodurch sich der Bau einer Papiermühle bei Burgalben erübrigte. Grohe erbaute, da sein Papiermacher und Kompagnon Müller sich der Verpflichtung durch Flucht aus dem Amt Lemberg entzog, die Papiermühle Vinningen allein auf eigene Kosten 1774 63.

 

Die landgräfliche Regierung erklärte sich bereit, ihren Papierbedarf vorzugsweise in der Hanauischen Papiermühle zu decken. Nach dem Tod des Georg Groh († im Sommer 1779 64) ging die Papiermühle auf seine Söhne Eberhard *Groh und Georg (2) Groh über, denen am 11.8.1779 von der Rentkammer in Buchsweiler ein Erbbestandsbrief ausgestellt wurde. Die beiden Brüder ließen aber in der Folgezeit die Mühle verfallen, so daß diese schließlich, nachdem Georg Groh in das landgräfliche Grenadierregiment eingetreten war, verkauft werden mußte.

 

Am 23.1.1782 wird auf der Papiermühle geboren und am 24.1.1782 getauft der Johannes Groh, Sohn des N. Groh und der Katharina Sand 65.

 

Die Mühle kaufte am 9.1.1788 für 1300 Gulden der aus Reichshoffen/Elsaß stammende Papiermüller Michael *Blum. Noch im sel­ben Jahr ließ dieser die heruntergekommene Papiermühle grundlegend renovieren und auf den technisch neuesten Stand bringen. Ne­ben dem Stampfwerk installierte er einen „Holländer“ für die Lumpenverarbeitung (ein Steintrog mit einem gegenläufigen Messer­werk, durch das die Lumpen hindurchlaufen mußten und in kleinste Bestandteile zerlegt wurden). Blum erhielt auch das Monopol zum Sammeln der zur Papierherstellung erforderlichen Lumpen [sog. Hadern]. Die Papiermühle war 151 Jahre lang im Besitz der Fa­milie Blum 66.

 

1788 wird der Müller Michael *Bluhm von der Papiermühle in der Schatzungstabelle Vinningen mit 60 fl 6 bz 8 kr geschatzt 67.

 

Nach dem Tod des Vater Michael Blum erbte Friedrich *Blum 1821 von seinem Vater die Hälfte der Papiermühle Vinningen und er­warb 1826 von seinem Bruder Michael *Blum [Müller auf der Apostelmühle] die andere Hälfte der Papiermühle. 1856 ging die Pa­piermühle durch Erbschaft auf Adam Blum über, auf den 1892 sein Sohn Balthasar *Blum folgte 68.

 

Der Sohn des Müllers Adam Blum († 1892) erbte die Vinninger Papiermühle mußte jedoch aufgrund der starken Konkurrenz seitens der Großindustrie die Produktion von Pappe einstellen. Er ließ 1906 die Papiermühle umbauen und richtete eine Mahlmühle mit ei­nem Walzenstuhl und 2 Mahlgängen ein. Die Gebäude wurden 1939 im Zuge der Erbauung des Westwalls, da in der „Roten Zone“, d.h. im Sperrbereich zur französischen Grenze gelegen, abgerissen. Letzter Müller war Balthasar Blum, der die Mühle auf Druck der Reichsregierung am 15.9.1838 die Mühle für 59500 Reichsmark an das Deutsche Reich verkaufen mußte. Die Felsalb wurde kilome­terlang gestaut und bildete mit dem großen Dusenbrücker und dem kleinen Eichelsbacher Stauwehr einen sog. „nassen Panzergra­ben“. Balthasar *Blum kaufte sich 1939 in Schönberg bei Bensheim eine neue Mühle 69.

 

Photo:

- Guth, Emil: Büttenpapier für die Amtskanzlei des Landgrafen von der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2002, S. 143

- Vinningen, Ortsgemeinde [Hrsg.]: Vinningen. Bilder aus vergangenen Tagen, S. 88

 

Literatur/Urkunden:

- Guth, Emil: Büttenpapier für die Amtskanzlei des Landgrafen von der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2002, S. 141

- Jaffé: „Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens und ihre Wasserzeichen“; in: Der Papierfabrikant. 26 (1928), S. 565-570, 1928 [Auch in: Pfälzer Heimat. Beil. z. Pirmasenser Zeitung. - 98 (1928), S. 23-26. Ersch. auch selbst.: Ber­lin: Elsner, 1928. - 11 S.] = Sonderdruck Berlin 1928

- Kampfmann, Lorenz: Die Papiermühle bei Vinningen; in: Pirmasenser Geschichtsblätter 1925, S. 55

- LA Speyer, Departement Donnersberg, Akte Nr. 286: Bericht über die pfälzischen Papiermühlen von 1811

- LA Speyer, Akten Hanau-Lichtenberg Akt.-Nr. 65

- Lang, Franz: Ortsgeschichte Vinningen. Vinningen 1964

- Vinningen, Ortsgemeinde [Hrsg.]: Vinningen. Bilder aus vergangenen Tagen, S. 88

 

 

 

 

 

Vogelbach:

OT von Bruchmühlbach-Miesau; VG Bruchmühlbach-Miesau, Lk Kaiserslautern; Hauptorte sind die beiden ehemaligen selbständi­gen Gemeinden Bruchmühlbach und Miesau. Bruchmühlbach wurde erstmals um 900 urkundlich erwähnt, Miesau erstmals 1222 in einem Schutzbrief von König Heinrich VII. Die Ortsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau wurde am 1.3.1972 gebildet und setzt sich aus Bruchmühlbach, das 1938 durch Zusammenschluß von Bruchmühlbach und Mühlbach am Bruch entstanden war und 1969 noch den Ort Vogelbach durch Eingemeindung erhielt, sowie aus Elschbach, Buchholz und Miesau, das 1937 aus Niedermiesau und Ober­miesau gebildet worden war, zusammen.

 

Die Orte Groß- und Kleinbundenbach, Mörsbach, der Neupelerhof bei Bechhofen und die Mühle am Altenwoog (in Vogelbach) ge­hörten noch im 17. und 18. Jh. zur Gemeinschaft Buntenbach. In die Gemeinschaft Buntenbach teilten sich die Herren von Steincal­lenfels bzw. deren Nachfahren die Freiherren von Cathcart zu Carbiston und das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Entscheidend für die Entwicklung der Gemeinschaft Buntenbach bleibt die Tatsache, daß fast über 300 Jahre bis zum Beginn des 19. Jh. dort nur eine ev.-lutherische Pfarrei bestand, während die wenigen Reformierten und Katholiken in die umliegenden Orte eingepfarrt waren 70.

 

Mühlen:

am 24.6.1282 machen die Brüder Ludwig und Philipp von Homburg erhebliche Schenkungen an die Deutschordenskommende Ein­siedel, darunter „item in Stenemoren molendinum eo iure, quo antecessores nostri illud possederunt“ 71. Armgart, der Herausgeber der Regesten des Klosters Ein­siedel nimmt an, es handele sich bei „Stenemoren“ um eine nur in der vorbezeichneten Urkunde er­wähnte Wüstung bei Vogelbach 72.

 

LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält für die Zeit von 1578-1796 u.a. Unterlagen über einen Mühlenbau in Vogelbach +++klä­ren: welche Mühle+++

 

Am 29.4.1714 ∞ Waldmohr der Witwer Anthon Heß, Müller zu Vogelbach +++klä­ren: welche Mühle+++ und Maria Apollonia Berbricht (kath; T. d. † Hanß Emil Berbricht, Schumacher zu Hanßweiler) 73.

 

In einem Aktenvermerk des Oberamts Zweibrücken vom 11.5.1722 ist notiert, daß der „Morsbacher Müller“ den ihm erteilten „Con­firmations-Schein“ bei der Hofkammer in Zweibrücken noch nicht abgeholt hat 74. +++klä­ren: welche Mühle+++

 

Bis 1735 war Bernhard *Frohnhofer /(Franhoffer) als Müller zu Vogelbach 75.+++klä­ren: welche Mühle+++

 

 

- Altenwoogsmühle, Mahl- und Ohligmühl am alten Vogelbacher Woog:

auch Mühle auf der Neuwiesen 76. Liegt am Ablaß des Altenwoogs-Weihers 77. Der Name „Altenwoog“ ist Gegen­satz zu „Neuw­oog“ beim gleichen Dorf 78.

 

Auch bezeichnet als des Klosters Wörschweiler obere Mahl und Ölmühle “auf dem Altenwoog bei Vogelbach” 79, bzw. Mahl- und Ohligmühle am Alten Vogelbacher Woog.

 

1239 wird die Altenwoogsmühle in den Regesten des Klosters Werschweiler erwähnt. 1239 kommt es zu einem Vertrag, „durch den Schultheißen von Lautern aufgerichtet zwischen etlichen Gebrüdern zu Sand und dem Kloster Werschweiler, betreffend die Schwel­lung des Wassers an der Vogelbacher Mühle, dafür das Kloster den Gebrüdern 4 Malter Korn bezahlt und hinfort das Wasser unge­hindert gebrauchen darf“ 80.

 

1284 verkauft die Gräfin Margarethe von Homburg, die Witwe des Grafen Philipp von Homburg dem Kloster Werschweiler ihren Teil des Zehnten zwischen „Kranzmüel und dem Hanbüel zu Vogelbach“ 81.

 

Am 11.11.1571 bestätigt ein „Revers des Simon *Capp und seiner Frau Apolonia, daß Pfalzgraf Johann ihnen des Klosters Wernss­weiler Mahlmühle zu Vogelbach zu Erbbestand verliehen habe gegen jährlich 18 Malter Kornzins; für die richtige Leistung verpfän­den die Beständer ihr Erbe zu Salmstatt (?), Reiffenberg und Battweiler“ 82.

 

1595 bewarb sich Paulus Vockenmüller aus Einöd um die Erbacher Mühle am „Herrenweiher“ Hierbei erklärte Vockenmüller der Zweibrücker Rentkammer, daß sein Vater die Vockenmühle am Patersbach und auch die Altenwoogsmühle bei Vogelbach hergerich­tet habe 83.

 

Um 1608 bestand die Mühle nicht mehr, lediglich das „alte Mühlhaus“ wurde von dem Wiesenmeister Hanß Billig bewohnt. Am 3.2.1608 verkauft Pfalzgraf Johannes von Zweibrücken dem „leibs angehörigen Undthanen Vollmars Pettern zu Vogelbach“ „Daß alte Mühlhauß Uff der Vogelbacher neuwiesen“ mit der Auflage, „dasselbe wiederumb nach nothdurft zu bauen, undt hinführo alß sein ..... aigenthumb zu bewahren“. Weiter heißt: „.... behalten wir Unß hiermit außtrücklich beuor, wan es …. dahin kommen sollte, dz der Weyher alda wieder angerichtet würde, er Volmanns Petter, Undt seine Erben, alß dan mit Uns..... eines Mühlenpfacht zu neu­em Zu vergleichen ….“ 84.

 

1703 war Barthel *Stich Erbbeständer auf der Mühle am Alten Vogelbacher Woog, die Altenwoogsmühle in Vogelbach 85.

 

Um 1714 war Heinrich Spath der „Müller vom Altenwoog“. Er wird am 27.5.1714 in der ref. Kirche in Miesau als Pate bei der Taufe des Johannes Henrich Hammel, dem Sohn des Rentmeisters in Niedermiesau, Henrich Hammel, genannt 86.

 

Vor 1726 war Ludwig Lang der Müller auf dem Altenwoog. Er erhält, inzwischen in Käshofen wohnhaft, als „gewesener Müller auf dem dem Altenwoog“ 1726 vom pfalz-zweibrückischen Oberamt Zweibrücken die Auszug die Auszugserlaubnis ins kurpfälzische Kaiserslautern und gegen Zahlung von 8 fl. die Manumission 87.

 

1730 wird Wilhelm Fleon vom Altenwoog unter den „Ausländischen“ genannt, die Güter in der Meierei Neunkirchen haben. Es kann sich hierbei nur um Philipp Fleon und die Altenwoogsmühle bei Vogelbach handeln 88.

 

Ca. 1727 verstirbt der Müller Friedrich *Weber; sein Sohn Johannes Weber ist als Betriebsnachfolger der Erbbeständer 89.

 

Im Mühlenprotokoll des Oberamts Zweibrücken, erstellt 1744 und vorgelegt am 6.1.1745 90 ist folgendes vermerkt: “Wird durch den Ablass aus dem Alten Woog getrieben, davon das Waßer von hier eine Stund weit die Schwartzbach und so dann der Glan genen­net wird. Liegt an dem gedachten alten Vogelbacher Woogs eine Viertel Stund oberhalb der Vogelbacher und ¾ Stund von der Wald­mohrer Weyher Mühl, bey welcher sich auch eine Ohlig-Mühl befindet. Bey der Mahlmühl ist so wohl das Hochgebau, als das Mühl­weßen, außer dem Waßerbau so etwas baufällig ist[,] in gutem Stand, da­hingegen bey der Ohligmühl das lauffende Geschirr in gu­tem, und das Hochgebau in abgängigem Stand ist. Hat zwey unterschl. Was­serräder, wovon das eine einen Mahl- und das andere einen Mahl- und Schelgang im Trilles, desgleichen [Anm.: abwechselnd] die Ohligmühl treibet ….. , kann zwar bey großem und klei­nen Waßer beständig gehen, indoch wird selbige bey kleinem Waßer zu Zei­ten etl: Tage zugestellet zu Verstärckung des Waßers. Die Mühle hat weder vor das Obere noch untere Waßer einigen Graben zu un­terhalten, jedoch muß der Beständer wegen Unterhaltung des Weyherdammes mit Sorge tragen. …. Der jährl: Pfacht ist 10 Malter Korn Lauterer oder 5 Malter fünf Faß Zweybrück: Maaßung so nebst 3 fl wegen der Ohlig Mühl jährl: zum Closter Wörschweyler gelieferet wird …. Hat keinen Bann, es mahlen hier die von Bechhofen, Lambsborn und Vogelbach. Auf der Mühlen sitzt seit 11 Jah­ren Johann Johannes *Weber, ein Sohn des vor 18 Jahren ver­storbenen Friedrich *Weber, deßen Wittib die Mühle bisher noch nicht behörig unter denen Kindern vertheilet, und die Sach in Rich­tigkeit gesetzet hat. Gedachter Johannes Weber kann wegen der Ohlig-Mühl sich mit nichts, und wegen der Mahlmühl nur mit einem unterm 30ten Octobr: 1703 auf Barthel Stich von Bruchmühlbach aus­gefertigten Erbbestand legitimieren, seit welcher Zeit aber die Mühlen bereits in der 5ten Hand befinden soll ….“ 91.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 92 wird die Mühle beschrieben: „Die Mahl und Ohlig Mühl am alten Vogelbacher Woog [hat] 2 WaßerRäder, davon eines einen Mahl, das andere aber einen Mahl und Scheelgang treibet; [zahlt an Pacht] 10 Mltr Korn; hat keinen Bann, die Bechhoffer, Lambsborner und Vogelbacher mahl gemeinigl allhier, 65 fa­mil: ausmachend.“

 

Zwischen 1775 und 1779 erfolgen Verhandlungen betr. die „Obere Mahl- und Ölmühle des Klosters Wörschweiler auf dem Alten­woog bei Vogelbach“ hinsichtlich einer Entschädigung des Mühlenbeständers Johannes Weber bzw. dessen Nachfolgers Philipp Weber wegen der durch Trockenlegung des Weihers veränderten Wasserleitung, der Wiederherstellung des Mühlengrabens und des Schutz­dammes, weiterhin wegen Forderung der Obrigkeit um höhere Abgaben wegen angeblicher Wertsteigerung. Die Ver­hand­lun­gen füh­ren 1779 zu einer vergleichsweisen Regelung 93.

 

1786 wird erwähnt „Johannes Weber von Altenwoog“ 94. 1828 als „Altenwogsmühle“ bezeichnet 95; 1837 heißt es ebenfalls „Al­tenwogsmühle“ 96 und 1886 „Altenwoogsmühle“ 97.

 

Karte:

- LA Speyer Best. WW1 Nr. 1270: „Geometrische Aufnahme über die Hoheitslinie zwischen dem Churpfaelzischen Oberamt Lautern und dem Herzoglich Pfalzzweibrückischen Oberamt Zweibrücken, aufgenommen Juni 1774

- LA Speyer Best. W1 Nr. 8027: Plan von 1775 über die Alten-Woogs und Vogelbacher-Mühl, aufgenommen und und gezeichnet von Stemmel

- LA Speyer Best. H46 Karte 1696 fol. 34: Stauwehr der Altenwoogsmühle Vogelbach, 1775

- Zentralarchiv ev. Kirche d. Pfalz Best. 087 IV. Nr. 0009; darin Plan der Altenwoogsmühle mit trockengelegtem Weiher, 1775-1789

 

Literatur/Urkunden:

- KSchA Zw. Rep IV Nr. 8/1629 u. 8/1685-1775: des Klosters Wörschweiler obere Mahl- und Ölmühle “auf dem Altenwoog bei Vo­gelbach” und deren Verleihung, sowie der dazu gehörigen Wiesen; Reparatur des Altenwoogsweihers

- KSchA Zw Rep. Nr. 9 fasc. 1775, 1777-1782, 1784, 1788, 1789: Altenwoogsmühle bei Vogelbach: Entschädigung des Müllers we­gen der durch die Trockenlegung des Weihers veränderten Wasserleitung, Herstellung und Unterhaltung des Mühlengrabens und be­zügl. Vergleich = Zentralarchiv ev. Kirche d. Pfalz Best. 087 IV. Nr. 0009.

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 10 fasc. 1835, 1837, 1846, 1849, 1853, 1856, 1860: Altenwoogsmühle bei Vogelbach: Erneuerung des Erb­bestands und Pachtrückstände, sowie Loskauf der Erbrente

- LA Speyer Best. B2 Nr. 292/5-10: „Die Erbbestandsmühle am Altenwoog, 1781-1789“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1348 4: „Die am Weiher zu Vogelbach gelegene Mahlmühle, 1557-1767“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1348 5: „Die am Weiher zu Vogelbach gelegene Mahlmühle, 1768-1786“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1348 6: „Die am Weiher zu Vogelbach gelegene Mahlmühle: Erbbestandsbriefe 1590-1782“

 

 

- Kranzesmühl, Kranzenmühle, Kranzmühl:

sie wird 1283 urkundlich erwähnt 98. 1283 verkauft Graf Ludwig von Homburg dem Kloster Werschweiler seinen Teil des Zehnten zu Vogelbach von Hagenbüel bis in die Fronbach und an Kranzesmüel 99. 1283 verkauft Alemannus gen. Wintzinger von Limbach dem Kloster Werschweiler seine Güter zwischen dem Hagenbühel bis gen Vronebach und Kranzenmüel 100. 1284 verkauft Margare­the, die Witwe des Grafen Philipp von Hom­burg dem Kloster Werschweiler ihren Teil des Zehnten zwischen Kranzmüel und dem Hanbüel zu Vogelbach 101.

 

 

- Mahlmühle nahe Vogelbach, Vogelbacher Mühle:

liegt unterhalb der Altenwoogsmühle am Ende der Vogelbacher Wiesen, direkt an der pfalz-zweibrückischen Grenze zur Kurpfalz 102, hart südlich des Glan, zwischen Altenwoogsmühle und Siebenbauernmühle 103.

 

Im Mühlenprotokoll des Oberamts Zweibrücken, erstellt 1744 und vorgelegt am 6.1.1745 104 ist folgendes vermerkt: “Liegt am Glan 1/4 Stunde unterhalb der Altenwoogsmühle und eine halbe Stund von der Bruchmühlbacher Mühl, einen Büchsenschuß seitwärts des Dorfes Vogelbach. Ist dermahlen in gantz schlechten Zustand, indoch der Anfang gemacht selbige gantz neu wieder aufzubauen. Hat ein unterschlächtiges Wasserrad, welches 1 Mahlgang mit angehängtem Schälrad treibt, hat 2 Mühlgräben zu unterhalten. Gehört noch bey vorbeschriebener Mühle erwehnten Weberischen Wittib [Anm.: Witwe des Müllers Friedrich *Weber], so zwar zwey Con­firmations Scheine aber keinen Erbbestand Brief in Henden hat, entrichtet 10 Faß Korn, 4 Kappen oder 1 fl. bz an Pacht.” 105.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 106 wird die Mühle beschrieben: „Die Mahl Mühl bey Vogelbach [hat] 1 Waßerrad, welches einen Mahl und im Trilles laufend Scheelg: treibet; [zahlt an Pacht] 1 fl 1 bz an Geld, 10 Faß Korn; hat keinen Bann und voriger Mühl [s. Mühle am alten Vogelbacher Woog] Beschaffenheit.“

 

1864 wird Jakob Spies, „Müller auf der Vogelbachermühle“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 107.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 8027: Plan von 1775 über die Alten-Woogs und Vogelbacher-Mühl, aufgenommen und und gezeichnet von Stemmel

- LA Speyer Best. WW1 Nr. 1270: „Geometrische Aufnahme über die Hoheitslinie zwischen dem Churpfaelzischen Oberamt Lautern und dem Herzoglich Pfalzzweibrückischen Oberamt Zweibrücken, aufgenommen Juni 1774

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1349 5: „Ein Stück Bruchland bei der Vogelbacher Mühle, 1779-1788“

 

 

 

 

 

Volmunster / Lothringen:

Départment Moselle, Region Lorraine; wie der ganze heutige Kanton Volmunster gehörte Walschbronn im Mittelalter zu Zwei­brücken-Bitsch 108.

 

Départment Moselle, Region Lorraine; franz. Moulin d’Eschviller; nördlich von Volmunster / Lorraine (früher Wolmünster), direkt an der französisch-deutschen Grenze gelegen, südlich von Hornbach; an der Bickenalp.

 

Mühlen:

 

- Eschweiler Mühle:

Moulin d’Eschviller, Départment Moselle, Region Lorraine; franz. Moulin d’Eschviller; nördlich von Volmunster / Lorraine (früher Wolmünster), direkt an der französisch-deutschen Grenze gelegen, südlich von Hornbach; an der Bickenalp.

 

In der 1731 erbauten Moulin d’Eschviller, direkt an der Staatsgrenze, hat die Naturparkverwaltung ein Mühlenmuseum zur Geschich­te der Getreide- und Sägemühlen eingerichtet. An dieser noch betriebsfähigen Mühle führt auch der Europäische Mühlenradweg vor­bei, dessen Start- und Zielpunkt in Zweibrücken-Ixheim ist 109. Die Mühle war noch bis in die 1930er Jahre in Betrieb, dann zerstörte ein Großfeuer das Gebäude und die heftigen Kämpfe des Zweiten Weltkriegs gaben der Mühle den Rest. 1987 wurde die Eschweiler-Mühle als Museum wieder eröffnet 110.

 

Im „Wochenblatt für den Königlich-Bayerischen Gerichtsbezirk Zweibrücken“ Nr. 6 vom 14.1.1853 heißt es: „Die dem Herrn Dannecker von Bitsch gehörige Mühle ¼ Stunde von Wolmünster, bestehend in Oelmühle mit hinlänglichem Wasser, Branntwein­brennerei, …. ist zu vermiethen. Das Nähere auf der Eschweiler Mühle bei Wolmünster“ 111.

 

 

 

 

 

Vollmersweiler:

VG Kandel, Lk Germersheim; gehörte zur Gemeinschaft Guttenberg; bis 1733 im Kondominium von Kurpfalz, Pfalz-Zweibrücken u.a.; ab 1733 ausschließlich bei Pfalz-Zweibrücken; zum Dorf gehören die Neumühle und die Höllenmühle 112.

 

Mühlen:

um 1730 bis vor 13.8.1759 war Bartholomäus *Betzer der Müller in Vollmersweiler. Auf diesen folgt sein Sohn Johann Adam *Bet­zer als Müller in Vollmersweiler 113. Um 1793 wird dessen Sohn Michael *Betzer als Müller in Vollmersweiler genannt; er ist im Juli 1793 vor den französischen Truppen emigriert 114, ebenfalls wird zeitgleich der Müller Martin *Picot erwähnt, der ebenfalls zwi­schen 1791 und 1793 emigriert ist 115, sowie der Müll­ergeselle Philipp Frech, der am 26.12.1793 geflohen ist 116. +++klären: welche Mühle+++. Auf Michael *Betzer († 12.3.1836 Vollmersweiler) folgt dessen Sohn Johann Michael *Betzer 117.

 

Am 8.3.1796 wird in Vollmersweiler geboren der Johannes Dengel, Sohn des Müllers +++klären: welche Mühle++++ Georg Dengel und der Anna Clementia Wißmeyer 118.

 

Zwischen 1794 und 1795 wird der Müller Friedrich Ludwig *Manderscheid in Vollmersweiler genannt 119. ++klären: welche Mühle+++.

 

Um 1801 wird Johann Georg *Dörner als Müller in Vollmersweiler genannt +++klären: welche Mühle+++ 120.

 

Um 1878 wird Philipp Damm als Müller in Vollmersweiler +++klären: welche Mühle+++ genannt (∞ mit Karolina Brunner; Vater des Heinrich Damm,[27.10.1878 Vollmersweiler - † 13.3.1957 Steinweiler]) 121.

 

Johannes *Hartmann war Ackersmann in Vollmersweiler und wird 1881 als Müller in Vollmersweiler genannt 122.

 

 

- Heilenmühle:

s. Würzmühle

 

 

- Höllenmühle; Heldenmühle, obere Mühle:

Wüstung bei Vollmersweiler; an der Stelle der späteren Neumühle, 1½ km östlich von Niederotterbach, aber im Bann von Vollmers­weiler 123.

 

Weber 124 leitet den Namen daher, daß das Geräusch des auf das Mühlrad herabplätschern­den Wassers manchen Leuten auf die Ner­ven ging, und sie die Mühle deshalb “zur Hölle” gewünscht hätten. Diese Ansicht dürfte je­doch nicht zutreffen. Das Wort leitet sich ab von mhd. ‘Halde’ = Abhang, das mhd. gleichbedeutend auch als ‘Helde’ bezeichnet wur­de. Das mhd. ‘helde’ wandelte sich in den pfälzischen Mundarten schon seit dem 14. Jh. ‘ld’ aus ’Haldengrund’ in ‘ll’ oder ‘l’, so in ‘melle, schelle, halle’ (hochdeutsch melden, schelten, halten) usw. 125, und dafür schrieben spätere Schreiber ‘Hölle’. Somit haben wir z.B. Eisenbergs ‘In der Höll’ (urkundliche erwähnt 1604 als ‘Hellenberg’) als ‘An der Halde’ aufzufassen 126. In Obersülzen gibt es den Flurnamen ‘In der Höhl’ .127

 

Am 28.4.1836 wird die Mühle versteigert. Die Versteigerung wird wie folgt angekündigt: „die sogenannte Neu- oder Höllenmühle, im Banne von Vollmersweiler gelegen, bestehend aus Wohnhaus mit einem Mahl- und einem Schälgang, nebst Oelmühle …..“ 128.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. H34 Nr. 478: „Obere Mühle (Neu- und Höllenmühle) und Untere Mühle (Würzmühle) in Vollmers­weiler, 1905-1927“

 

 

- Neumühle:

sie wurde an Stelle der früheren Höllenmühle/Heldenmühle errichtet, 1½ km östlich von Niederotterbach, aber im Bann von Voll­mersweiler 129.

 

Karte:

LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte der Amtsgerichte Germersheim und Kandel von 1899

 

 

- Sägemühle:

1855 war J. Eckert der Sägemüller auf der Mühle zu Vollmersweiler; er besaß zugleich die Sägemühle in Schaidt 130.

 

 

- Würzmühle, Heilenmühle. Untere Mühle:

auch 'Heilenmühle' 131; was amtlich „Bei der Würzmühle“ heißt, nennt der Volksmund „An de Heilemihl“, und zwar nach dem Besit­zer der Mühle namens Heil. Schon 1716 lesen wir „bey der Würtzmühl“ 132.

 

Die Mühle lag unterhalb der Ölmühle, die am Ende der St. Georgengasse unterhalb der Spital- oder Weidenmühle gelegen war 133.

 

1425 hatte sie der Messerschmied Hanns Lemel in Pacht 134.

 

Johann Georg *Heil (13.2.1868 Vollmersweiler, StA Nr. 1/1868 - † 30.1.1936 Landau; kath.) war Müller in Vollmersweiler 135.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. H34 Nr. 478: „Obere Mühle (Neu- und Höllenmühle) und Untere Mühle (Würzmühle) in Vollmers­weiler, 1905-1927“

 

 

 

 

 

Vorderweidenthal:

VG Bad Bergzabern, Lk Südliche Weinstraße; früher teilweise auch als *Niederweidenthal bezeichnet 136.

 

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahr 1313. Damals war das Kloster Klingenmünster der Grundherr in Vorderweidenthal. Im Ort bestand ein Frohnhof des Klosters. Vorderweidenthal war schon vor der Reformation Pfarrort. 1346 ging die Pfarrstelle mit allen Rechten und Pflichten an die Grafen von Leiningen über, welche die Herren auf Burg Lindelbrunn wa­ren. 1570 wurde Reformation eingeführt. Im Dreißigjährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde die Bevölkerung durch Krieg und Seuchen stark dezimiert. Das Dorf blieb bis zur französischen Revolution leiningisch. 

 

Der 30jährige Krieg hat die Schultheißerei Lindelbrunn mit den Dörfern Darstein, Dimbach, Oberschlettenbach und Vorderweiden­thal, sowie den Weilern Bethof, Bärenbrunnerhof und Lindelbrunnerhof schwer getroffen. Ausweislich der Kellerei-Rechnungen für das Jahr von Martini 1650 bis Martini 1651 gab es im ganzen Amt nur noch 13 Steuerpflichtige 137.

 

Mühlen:

- Vorderweidenthaler Mühle:

vor 1670 war Georg *Sammüller der Müller in Niederweidenthal 138.

 

Am 6.9.1701 heiraten in Vorderweidenthal Johann Jacob Hügel, Müller in Vorderweidenthal, erw. 1702 (Sohn des Johann Hügel aus Mittelbergheim/Elsaß) und die Anna Petri, Tochter des Müllers in Vorderweidenthal Ulrich Petri. Aus der Ehe stammt die Tochter Anna Hügel (geb. 4.8.1702, ~ 6.8.1702) 139.

 

Am 12.6.1703 heiraten in Vorderweidenthal der Mühlknecht und Mühlarzt in Vorderweidenthal, Joh. Nicolauß Fuhrmann (Sohn des Joh. Nicolaus Fuhrmann aus Münster am Stein) und die Anna Barbara Hügel (Tochter von Johann Hügel aus Mittelbergheim/Elsaß). Fuhrmann war 1710 Soldat des französischen Freikorps zu Schlettenbach 140.

 

Um 1733 ist Johann Caspar Wagner der Müller auf der Mühle in Vorderweidenthal; ∞ mit Maria Catharina NN.; am 27.11.1733 ist „Maria Catharina Wagnerin, des Johann Caspar Wagner, des hiesigen Müllers eheliche Hausfrau“ als Patin der bei der Taufe des Sohnes von Johann Henrich Sold, dem Sägemüller auf der Sägemühle in Vorderweidenthal 141. Der Müller Johann Caspar Wagner wird am 2.1.1734 als Pate im luth. KB Vorderweidenthal genannt 142, ebenso am 18.5.1732 143, am 12.6.1732 144 und am 31.8.1728 145. Vater des Johann Jacob Wagner (dieser wird am 2.7.1734 als Pate im luth. KB Vorderweidenthal genannt) 146 und der Christina Rosina Wagner (geb. 5.3.1733, ~ 7.3.1732) 147. Der Müller Wagner war ein angesehener Mann, wie sich aus den Paten bei der Taufe der Tochter ergibt; deren Paten waren der Valentin Zwickert, S. d. Ratsherrn in Cron-Weißenburg Caspar Zwickert und die Jungfer Christina Rosina Vigelius, Tochter des Bürgermeister in Cron-Weißenburg Johannes Vigelius.

 

 

- Schneidmühle:

um 1733 war Henrich Sold „der Müller auf der herrschaftlichen Schneidmühle“ in Vorderweidenthal; er wird am 15.3.1733 im luth KB Vorderweidenthal als Pate genannt 148. ∞ mit Elisabeth NN.; am 27.11.1733 lassen Johann Henrich Sold, „der Säge Müller auf der herrschaftlichen Sägemühle“ und Elisabeth NN ihren am 25.11.1733 geborenen ehelichen Sohn Johann Henrich Sold in der luth Kirche in Vorderweidenthal taufen 149. Patin ist „Maria Catharina Wagnerin, des Johann Caspar Wagner, des hiesigen Müllers eheliche Hausfrau“ 150.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 GLA Karlsruhe 67/818, fol. 401v, 402r; Kilian: 12 Jahre Udenheim, S. 52.

2 Mussel: Köthenmühle, S. 137.

3 LA Speyer Best. E6 Nr. 3217.

4 Mussel: Köthenmühle, S. 137.

5 Kilian: Udenheim, S. 63.

6 Mussel: Köthenmühle, S. 137.

7 Hess. Landesarchiv Darmstadt Best. F2 Nr. 140, S. 433: 1732 Oktober 20: Vergleich des Regierungsrats v. Vorster als Besitzer der v. brambachschen Mühle zu Udenheim mit dem Müller Ad. Bayer zu Sörgenloch wegen des Wasser- und Wehrrechts.

8 Jerome: Statistik für Rheinhessen 1825, zitiert in Kilian: Udenheim, S. 83.

9 zitiert nach Mussel: Köthenmühle, S. 137.

10 Mussel: Köthen­mühle, S. 137.

11 Kaufmann: Hessische Ortsnamen, S. 211.

12 Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.2, S. 231

13 Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.2, S. 231.

14 LA Speyer Best. U 298 Nr.295 F.

15 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 190.

16 Denkmaltopo­graphie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 190.

17 Gabel­mann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 151.

18 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 198.

19 Denkmaltopo­graphie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 198.

20 ref. KB Albig, http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27, Copulationseintrag vom 26.11.1715.

21 ref. KB Albig, http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27, Taufeintrag vom 20.10.1716.

22 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 198; Hess. Landesarchiv Darmstadt Best. F2 Nr. 140, S. 52 „Ingrossationsbücher“: 1729 April 12: Verkäufer: v.

Rochow, Schlossgut zu Erbes-Büdesheim, mit Geistermühle, 32.000 fl., Käufer: Sus[anne] Kath[arina] v. La Roche, geb. v. Jungmann.

23 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 198.

24 Internetdatei Institut für Geschichtliche Landes­kunde an der Universität Mainz e.V. 2001-2009: Uffhofen.

25 Internetdatei www.geistermueh­le.de, Abruf vom 21.3.2014.

26 Galle: Die Familie Galle; in: Mennoniti­sche Geschichtsblätter 1979, S. 59, 60.

27 Galle: Die Familie Galle; in: Mennoniti­sche Geschichtsblätter 1979, S. 69.

28 Internetdatei www.muehlen-dgm-ev.de; Mühlenstandorte in Rheinland-Pfalz und Saarland, Nr. 11. Geistermühle Flonheim-Uffhofen.

29 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 196 mit Photos S. 197.

30 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 198 mit Photos S. 199.

31 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 198.

32 Neustadter Zeitung Nr. 24 vom 24.5.1855.

33 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 44; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 209.

34 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 40-44; auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 209.

35 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 41/42.

36 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 84.

37 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 113; Zink: Die Geschichte der Ulmeter Mühle; in: Pälzer Sunndag, Beilage zur Pfälzischen Volkszeitung, Nr. 52/1960.

38 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 32.

39 Curschmann: Schultheiß Philipp Best zu Undenheim und seine Familie; in: PRFK 1976, S. 375; GLA Karlsruhe 77/4797 S. 200.

40 Widder: Beschreibung Kurpfalz, Bd. 3. S. 53.

41 Wollmershäuser: Protokolle des kurpfälzischen Regierungsrats, S. 477; GLA Karlsruhe Best. 61/8822-9473.

42 Widder: Beschreibung Kurpfalz, Bd. 3. S. 53.

43 Widder: Beschreibung Kurpfalz, Bd. 3. S. 53.

44 Internetdatei Wikipedia Stichwort Unter­jeckenbach, http://de.wikipedia.org/wiki/Unterjeckenbach, Abruf vom 21.3.2014.

45 Karsch: Geschichte des Amtes Grumbach, S. 53.

46 Anthes: Kasualien d. Luth. Pfarreien Herrensulzbach und Grumbach 1627-1798, S. 128, Nr. 894.

47 Anthes: Kasualien d. Luth. Pfarreien Herrensulzbach und Grumbach 1627-1798, S. 81 Nr. 544.

48 Anthes: Kasualien d. Luth. Pfarreien Herrensulzbach und Grumbach 1627-1798, S. 75 Nr. 492.

49 Neubauer: Regesten des Klo­sters Hornbach, S. 116, Nr. 429.

50 Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, S. 169, Nr. 713.

51 Lurz: Streit über den Wald …., S. 48; GLA Karlsruhe 61/11875, S. 145-146)

52 Lurz: Streit über den Wald …., S. 48; GLA Karlsruhe 61/11914, S. 888-889.

53 Lurz: Streit über den Wald …., S. 48-49.

54 Lurz: Streit über den Wald …., S. 48; GLA Karlsruhe 61/11881, S. 326-327.

55 Lurz: Streit über den Wald …., S. 49.

56 Lurz: Streit über den Wald …., S. 49; GLA Karlsruhe 61/11885, S. 24-25.

57 Lurz: Streit über den Wald …., S. 49.

58 LA Speyer Best. D2 Nr. 151 Bl. 19.

59 unterschiedliche Angaben: Guth: Büttenpapier für die Amtskanzlei des Landgrafen von der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal; in: Heimatkalender für das

Pirmasenser und Zweibrücker Land 2002, S. 142; Jaffé: Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, S. 11; Vinningen, Ortsgemeinde [Hrsg.]: Vinningen. Bilder aus

vergangenen Tagen, S. 88.

60 Jaffé: „Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, Sonderdruck, S. 23.

61 Jaffé: „Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens und ihre Wasserzeichen“; in: Der Papierfabri­kant. 26 (1928), S. 565-570, [auch in: Pfälzer

Heimat. Beil. z. Pirmasenser Zeitung. - 98 (1928), S. 23; Hess. Landesarchiv Darmstadt. Kabinettsprotokoll von 1770.

62 Jaffé: „Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, S. 23.

63 Jaffé: Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, Sonderdruck S. 3; Kampfmann: Die Papiermühle bei Vinningen; in: Pirmasenser Ge- schichtsblätter 1925, S. 55.

64 Kampfmann: Die Papiermühle bei Vinningen; in: Pirmasenser Geschichtsblätter 1925, S. 55.

65 Helfrich/Braun: Register kath. Kirchenbücher Vinningen 1770-1800, S. 41.

66 Guth: Büttenpapier für die Amtskanzlei des Landgrafen von der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land

2002, S. 141-146; Jaffé: „Die ehemaligen Papiermühlen im heuti­gen Bezirksamt Pirmasens, Sonderdruck S. 4.

67 Lang: Vinningen, S. 72.

68 Jaffé: Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, Sonderdruck S. 5.

69 Guth: Büttenpapier für die Amts­kanzlei des Landgrafen von der Vinninger Papiermühle im Felsalbtal; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land

2002, S. 141-146; Jaffé: „Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, S. 23.

70 Schmidt: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in: PRFK 1977, S. 419:

71 Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, S. 53 Zeile 23 zu Urk. Nr. 31; s. auch Pöhlmann: Regesten der Grafen von Zweibrücken, S. 89 Nr. 275; der

die Lage der Mühle nicht kennt, und sie entweder Landstuhl oder Waldmohr zuordnet (s. Register S. 426 'Stenemore').

72 Armgart: Urkunden Deutschordenskommende Einsiedel, S. 53 Anm. 5.

73 luth. K B Waldmohr 1, S, 238, Bild 134, Copulationseintrag v. 29.4.1714.

74 LA Speyer Best. B2 Nr. 5339 Bl. 1.

75 Pfaff: Familienbuch der reformierten Pfarrei Obermiesau und der katholischen Pfarrei Kübelberg, Bd. 1, S. 42 Nr. 132.

76 Erbbestandsbrief vom3.2.1608, Kopie LA Speyer Best. X53 Nr. 7; Original Kirchenschaffneiar­chiv Zweibrücken IV. 1220 Bl. 60.

77 Karte bei LA Speyer W1 Nr. 8027: Plan von 1775 über die Alten-Woogs und Vogelbacher-Mühl, aufgenommen und und gezeichnet von Stemmel.

78 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 117.

79 KSchA ZW Rep IV Nr. 1629.

80 Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, S. 118 Nr. 104.

81 Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, S. 188 Nr. 350.

82 LA Speyer Best. D 35 S. 11: Repertorium Werschwei­ler, erstellt 1893 durch Kreisarchivar Dr. Joh. Mayerhofer an Hand der beiden Kopialbücher des Klosters

Werschweiler, die Kriegs­verlust sind.

83 Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Erbach-Reiskirchen (Hrsg.): Die Geschichte von Erbach, Reiskirchen, Lappenta­scher Hof, 1974, S. 57; Stadtarchiv

Homburg/Saar Arch.-Nr. 1638k, mitgeteilt von Frau Ilse Ringeisen.

84 Kopie LA Speyer Best. X53 Nr. 7; Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220 Bl. 60.

85 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 201.

86 Bauer: reformiertes Kirchenbuch Miesau, S. 79 Nr. 430.

87 Ernst: Bürgeraufnahmen und Manumission im Oberamt Zweibrücken, S. 47.

88 Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichts­buch, S. 30:

89 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 353-362.

90 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 353-362.

91 auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 201.

92 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 122.

93 Zentralarchiv ev. Kirche d. Pfalz Best. 087 IV. Nr. 0009.

94 Lagerbuch im Gemeindearchiv Hütschenhausen, zitiert bei Christmann: Siedlungsnamen II, S. 117.

95 Kolb: Handbuch Rheinbaiern, S. 60.

96 Frey: Beschreibung des kön. bayerischen Rheinkreises, Bd. IV, S. 205.

97 Gilardone: Handbuch Regierungsbezirk Pfalz, S. XLI, zitiert nach Christmann: Siedlungsnamen II, S. 117.

98 Häberle: Wüstungen, S. 112; Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, 188.

99 Neubauer: Regesten Werschweiler, S. 188 Nr. 348.

100 Neubauer: Regesten Werschweiler, S. 188 Nr. 349.

101 Neubauer: Rege­sten Werschweiler, S 188 Nr. 350.

102 Karte bei LA Speyer Best W1 Nr. 8027: Plan von 1775 über die Alten-Woogs und Vogelbacher-Mühl, aufgenommen und und gezeichnet von Stemmel.

103 LA Speyer Best. WW1 Nr. 1270: „Geometrische Aufnahme über die Hoheitslinie zwischen dem Churpfaelzischen Oberamt Lautern und dem Herzoglich Pfalzzweibrückischen Oberamt Zweibrücken, aufgenommen Juni 1774:

104 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 362-367.

105 auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 202.

106 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 122.

107 Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 16.

108 Internetdatei Wikipedia Stichwort Walschbronn, http://de.wikipedia.org/wiki/Walschbronn, Abruf vom 22.3.2014.

109 Internetdatei Wikipedia, Stichwort Volmunster, http://de.wikipedia.org/wiki/Volmunster, Abruf vom 22.3.2014.

110 Internetdatei n-tv.de/Reise: „Von der Pfalz nach Lothringen. Mit dem Rad von Mühle zu Mühle“.

111 Wochenblatt für den Königlich-Bayerischen Gerichtsbezirk Zweibrücken“ Nr. 6 vom 14.1.1853.

112 Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1, S. 535.

113 Esser/Keppel: Vollmersweiler, S. 45 Nrn. 53-54.

114 Martin: Emigration und Nationalgüterveräußerung, S. 293.

115 Martin: Emigration und Nationalgüterveräußerung, S. 293

116 Martin: Emigration und Nationalgüterveräußerung, S. 293.

117 Esser/Keppel: Vollmersweiler, S. 46 Nrn. 55-56.

118 Esser/Keppel: Vollmersweiler, S. 51 Nr. 84.

119 Esser/Keppel: Vollmersweiler, S. 91 Nr. 265.

120 Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Kandel, Bd. 1 S. 300 Nr. 1262.

121 Esser/Keppel: Vollmersweiler, S. 51 Nr. 82.

122 Esser/Keppel: Vollmersweiler, S. 69 Nr. 163.

123 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 269.

124 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 16.

125 Christmann: Eisenbergs Flurnamen; in Graf/Dormann, Eisenberg, a.a.O, S. 24 zu ‘Hagelgrube’.

126 Christmann: Eisenbergs Flurnamen, S. 25; Christmann: Sied­lungsnamen II, S. 269.

127 Heintz: Die Gemarkung und die Flurnamen; in: Obersülzen Ortschronik, S. 338, der den Namen allerdings auf einen Hohlweg zurückführt.

128 Eilbote Landau vom 16.4.1836, S. 64 = LA Speyer Best. Y 20/41.

129 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 269.

130 Eilbote Landau vom 13.10.1855, S. 459 = LA Speyer Best. Y 20/41.

131 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 267 und 573.

132 LA Speyer, Briefprotokolle Nr. 304; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 573.

133 Klotz/Rölle: Speyer kleine Stadtgeschichte, S. 70.

134 Klotz/Rölle: Speyer kleine Stadtgeschichte, S. 70.

135 Mit­teilung von Dr. Werner Esser vom 15.12.2009; Esser/Keppel: Vollmersweiler, S. 71 Nr. 175.

136 Dolch/Greule: Siedlungs­namen, S. 469.

137 Wittner: Zuwanderungen im Amt Lindelbrunn; in: PRFK 1997, S. 597; FLA Amorbach, Kellerei-Rechnungen 4/32/20.

138 Biundo: Annweiler Families Bd. 3, S. 4.

139 Wittner: Zuwanderungen im Amt Lindelbrunn; in: PRFK 1997, S. 602.

140 Wittner: Zuwanderungen im Amt Lindelbrunn; in: PRFK 1997, S. 602.

141 luth. KB Vorderweidenthal 1, S. 76.

142 luth. KB Vorderweidenthal 1, S. 77.

143 luth. KB Vorderweidenthal 1, S. 71.

144 luth. KB Vorderweidenthal 1, S. 71/72.

145 luth. KB Vorderweidenthal 1, S. 57.

146 luth. KB Vorderweidenthal 1, S. 80.

147 luth. KB Vorderweidenthal 1, S. 70.

148 luth. KB Vorderweidenthal 1, S. 75.

149 luth. KB Vorderweidenthal 1, S. 76.

150 luth. KB Vorderweidenthal 1, S. 76.

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