Version 4.1.2018

 

Litera I

 

 

Iben, Hof und Wüstung:

Gemeinde Fürfeld, VG Bad Kreuznach, Lk Bad Kreuznach; nur die Kapelle der von landwirtschaftlichen Anwesen überbauten Burg­stelle ist frei zugänglich.

 

1258 ist Hildebrandus frater Templi de Ubin 1 erwähnt; 1296 in agros dominorum de Vben 2; 1303 domus in U(o)ben ordinis mi­licie Templi Moguntiensis dyocesis 3, 1325 Vben 4; 1342 vesten Uben by Nuwen Beymburrk mit den begriffen 5, ... 1395 hus und sloß Uben 6. Das Rodungsdorf Iben, sprachgeschichtlich ein altes westfränkisches "Ubin-heim", das Heim des Ubo, gehört zum Besitzkom­plex von Villikation und Priorat Münsterappel der Benediktinerabtei St. Maximin in Trier. Die wohl in der ersten Hälfte des 13. Jh. errich­tete Tiefburg war Kirchenlehen der Wildgrafen, das Dorf teilweise Kirchenlehen der Raugrafen. Mit dem Wildgrafen Friedrich, Präzeptor für Deutschland und Slawonien ist die Verbindung zum Templerorden gegeben. Um 1258 war Iben Sitz einer Templerkommende. 1203 verpfändeten der Komtur Johannes und die Templerbrüder des Hauses Iben dem Zisterzienser­kloster Wörschweiler für geliehene 243 Pfund Heller ihren Hof in Schornsheim. Nach der gewaltsamen Aufhebung des Ordens nah­men die Raugrafen von Altenbaumburg Dorf und Burg Iben in Besitz. 1324 gehörte Iben samt Hofgütern in Tiefenthal und Fürfeld zu den raugräflichen Allodien, welche die Eheleute Raugraf Heinrich III. und Katharina in einem Erbvertrag auflisteten und die nach Heinrichs Tod nicht zu Katharinas Witthum gehören, sondern sofort an den Schwiegersohn, den Grafen Philipp von Sponheim fallen sollten. Der notorisch in Geldverlegenheiten befindliche Raugraf Ruprecht IV. von Altenbaumburg verpfändete Burg Iben 1342 an den Erzbischof Balduin von Trier bei einem vereinbarten Ablö­serecht der Raugrafen. 1356 kam Iben mit Wald und Wiesen zur Hälfte von Raugraf Ruprecht an seinen Schwestersohn, den Grafen Heinrich von Sponheim-Dannenfels., 1357 teilte Raugraf Ruprecht II. von Altenbaumburg mit Graf Heinrich II. von Sponheim das Dorf. 1362 übernahm Ritter Emmerich Rost, Marschall von Waldeck, die andere Hälfte für 500 Pfund Heller. 1365 war der waldecksche Anteil an Iben gleichfalls den Sponheimern verpfändet. Die Rück­bildung des Dorfes zu einem Hofgut läßt sich keinem Abschnitt der Besitzge­schichte zweifelsfrei zuordnen, auch blieb die Burg als Bauwerk weiter bestehen 7. 1429 müssen die Brüder Adam, Johann und Kon­rad, Marschälle von Waldeck anerkennen, daß Iben ganz und gar, nicht nur zur Hälfte, vom Trier Erzstift rühre, weshalb sie sich nun ge­genüber Erzbischof Otto von Trier für die Beleh­nung mit dem Schloß samt 30 Morgen Äcker, 15 Morgen Weinbergen, 245 Morgen Wald, 19 Morgen Wiesen und einer Mühle rever­sierten 8.

 

Mühlen:

- Ibener Mühle, auch Schmidtburgische Mühle:

die Getreidemühle liegt im Hofgut Feldmann, Hof Iben; geschlossene Hofanlage mit Mühlenteil auf der Westseite 9

 

Hof und Hofmühle haben sind wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Templerorden entstanden. In der Mitte des 13. Jh. war er dort ansässig und hatte die berühmte frühgotische Kapelle errichtet, deren Chor noch heute erhalten ist. Fabricius 10 führt zum Be­stand von Hof Iben für 1429 im Besitz der Ritter von Waldeck 15 Morgen Wingert am Mühlenberg, 25 Morgen Wald am Mühlenberg und eine Mühle auf. 1729 bestätigen drei Brüder der Ritter von Waldeck, daß sie Land und 3 Morgen Wiesen und Baumgärten zwi­schen Dei­chen und eine Mühle, die jährlich 20 Malter Korn Binger Maßung bringt, vom Erzbischof Otto von Trier zu Lehen empfan­gen hatten. Jo­hann Adam *Schmahl seit 1749 Müller auf der Mühle zu Neu-Bamberg hatte für seinen Sohn die Ibener Mühle gekauft und hierfür ein Darlehen über 1000 fl aufgenommen. In diesem Zusammenhang wurde von „der Schmidtburgischen Mühle“ in Hof Iben gesprochen. 1812 hatte Wilhelm *Coerper aus Meisenheim „das ganze Iben gekauft, aber wegen Geldmangel nur die Mühle be­halten können 11.

 

In der „Neue[n] Speyerer Zeitung“ wird am 6.3.1820 die „Iber-Hof-Versteigerung“ auf Antrag des Eigentümers angekündigt, einschließ­lich: „Eine dem Hof gegenüber an der Straß liegende Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgang, nebst vollständiger Woh­nung, Schopp und aller zu einer Mühle gehörigen Gebäulichkeiten, sämtlich neu erbauet welche durch die Wasserreiche Appel­bach ge­trieben, durch ihre vortheilhafte Anlage weder durch Eisgang noch Hinterwasser gehemmt ist.“ 12.

 

Im Gesims am Kuhstall des heutigen Hofguts Feldmann ist die Inschrift „1831, Christian Coerper“ erhalten. Die Mühle kam durch Einhei­rat um 1850 an die Familie Schmidt und wiederum durch Einheirat um 1900 an die Familie Feldmann. Noch um 1900 wurden Ansichts­karten der „Hof Ibener Mühle“ verschickt. An einem langgestreckten Seitengebäude des Hofes (ehemalige Kegelbahn) war noch bis etwa 1925 das hölzerne Wasserrad, allerdings nicht mehr betriebsfähig, vorhanden. Es ist anzunehmen, daß die Stillegung der Mühle zwischen 1900 und 1920 erfolgte 13.

 

 

Karte:

- Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 214, 215

 

Photo:

- Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 216

 

 

 

 

 

Igelsbach:

s. *Eichenbacher Mühle

 

In einem Aktenvermerk der kurpfälzischen Verwaltung von ca. 1658 (err.) heißt es über ein an Kurpfalz heimgefallenes Mannlehen: „Igelsbach: Das Gericht und Wags zu Igelsbach mit Ihren Zugehörungen alß von Leiningischer Mannschaft wegen herrührendt wird an­jezo der Eichenbacher Wag genant und bestehet in einer Mühl, 40 Morgen Acker. 15 Morg Wießen und 6 Morgen Waltung. Liegt ohnfern Eichenbach“ 14.

 

 

 

 

 

Iggelbach:

Ortsteil von *Elmstein, VG Lambrecht, Lk Bad Dürkheim

 

Mühlen:

 

- Sägmühle am Geiskopferhof:

s. *Geiskopferhof

 

 

- Mahl- und Sägmühle:

sie stand an der Stelle, wo heute das Wohnhaus Mühlgasse 2 in Iggelbach steht; hier stand mit großer Wahrscheinlichkeit auch schon die Iggelbacher Sägmühle; die Stelle ist in alten Urkunden auch als “am Waschbächel” bezeichnet, weil die Frauen dort die Wäsche wu­schen 15.

 

Die Vorgängermühle, die Iggelbacher Säg- und Schleifmühle ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 aufgeführt als Säg- und Schleifmühle ausge­führt; eine Mahlmühle bestand damals noch nicht: “zu Iggelbach ist eine Säg- oder oder Schneidmühle. Dieselbe hat Lenhard *Niclas mit Consens der kurfürstlichen Hofkammer auf sein eigenes Gut neu aufgebaut. Sie hat nur ein Wasserrad und muß jährlich aufgrund einer vorgesetzten Concession von Anno 1734 vier Gulden Wasserfall in die Neustadter Gefäll­verweserei zahlen. Der Besitzer ist Lenhard Nicolas.” Weiter heißt es in der gleichen Akte: „Leonhard Niclas von Iggelbach hatt auch eine Schneid: od Bordmühl in ao 1738 von Churfürstl Hochlöbl: Hoff Camer auf sein Eigenthum zu erbawen die Erlaubnuß erhalten, gibt Jährl: hirvon zur hiesig Ge­fall Verweserey 4 fl.“ 16

 

Dessen Tochter aus 1. Ehe Maria Elisabetha *Nicklas heiratete am 3.4. 1742 in Iggelbach den späteren Müller Sylvester Flockerzi; das Ehepaar übernahm vom Vater die Mühle in Iggelbach, die Sylvester Flockerzi in eine Mahlmühle umbaute. Aus der Ehe stammt der Holz­macher und Müller Johann Adam (1) Flockerzi, und Großvater des späteren Gastwirts und Bäckers Johann Adam (2) Flockerzi (s.u.); da­nach fehlen bis 1822 Hinweise auf die Mühle. Diese ist wohl eingegangen, da ansonsten kein Antrag auf Bau einer neuen Mühle gestellt wor­den wäre 17.

 

Ein erstes Gesuch um Erlaubnis zum Bau der neuen Mühle am Waschbächel stellte 1822 Sylvester Jacob *Roth aus Iggelbach, zog die­sen jedoch noch im gleichen Jahr zurück; 1832 wurde der Antrag erneut gestellt, diesmal von Sylvester Jacob Roth zusammen mit dem Wirt und Müller Johann Adam Flockerzi; noch im selben Jahr bauten beide gemeinsam die Mahlmühle; das Grundstück hierfür (Plan-Nr. 1810) hat Jacob Roth von seinen Eltern Theobald Roth und Susanna Flockerzi etwa 1790 erblich erhalten. Die Hälfte da­von übertrug er an Johann Adam Flockerzi gegen die Hälfte des Weihers Plan-Nr. 1803, der zum Betrieb der Mühle erforderlich wart 18. In der Zwi­schenverfügung der königlichen Landcommissariats Speyer vom 24.3.1832 (wo offenbar Zweifel an der Funktionsfä­higkeit der geplanten Mühle bestanden) heißt es u.a.: „Der Platz wo die oberschlächtige Mahlmühle … ihre Wirksamkeit erhalten soll, befindet sich … am süd­westlichen Ausgange von Iggelbach, in einem äußerst schmalen, der Länge nach sehr abhängigen und beiderseits abgedachten Thale, das Iggelthal genannt, auf der linken Seite eines durch dasselbe ziehenden Wassergrabens welcher sei­ne Lebendigkeit aus einer unge­fähr 900 Meter oberhalb dieser Mühle entspringenden schwachen Wasserquelle … Dieser Graben … hat von seinem Ursprung bis an die Mühle zwar geringe Breite und Tiefe, aber ein bedeutendes Gefälle … und gießt sein Wasser in den … [,] den Petenten gehörenden Weyher, aus welchem dann dasselbe in einem hölzernen Zufluß-Gerinn auf das oberschlächtige Rad geleitet werden soll ...“ 19.

 

Im Urkataster von Elmstein von 1839 wird 20 heißt es: „Haus No. 87a, Mahlmühle und Hofraum an der Waschbach“. Als Besitzer wird genannt Adam Flockerzi, Wirth und Müller 21. Weiter heißt es: „Die Fläche hat der Mitbesitzer Jakob Roth erworben, und solche zur Hälfte dem Besitzer [Flockerzi] überlassen … Die Mühle haben die Besitzer im Jahre 1832 in Gemeinschaft erbaut“ 22. Bei dem Mitei­gentümer handelt es sich um den Fuhrmann Sylvester Jakob Roth (∞ mit Susanna geb. Flockerzi, T.d. Sylvester Jakob Flockerzi) 23.

 

Greifbare Hinweise sind über den Sohn des Adam Flockerzi, Ludwig Flockerzi überliefert, der im Heiratsakt von 1855 als Bäcker und Mül­ler und spä­ter auch als Wirt und Fuhrmann bezeichnet ist. Außer der Mahlmühle betrieb dieser noch eine Bäckerei, Gastwirtschaft und ein Fuhr­geschäft. Als er am 25.11.1886 im Alter von 59 Jahren starb, übernahm der Sohn Theobald Flockerzi die Mühle. Aber schon sechs Jahre später 1892, brannte das ganze Anwesen bis auf die Grundmauern nieder. Theobald baute die Mühle nicht wieder auf, son­dern errichtete an deren Stelle ein noch heute vorhandenes Wohnhaus. Die Mühle war schwach, da eine ausreichende Wasserversor­gung fehlte und auch durch den Weiher nur bedingt hergestellt werden konnte; das eingeholte Gutachten in den Gemeindeakten 24 unter­streicht dies; hierin mag der Grund liegen, daß der Müller Ludwig Flockerzi überliefert, der im Heiratsakt von 1855 als Bäcker und Müller und später auch als Wirt und Fuhrmann bezeichnet ist 25.

 

Literatur/Urkunden:

- Kullmer, Klaus: Die Mahlmühle in Iggelbach; in: Elmsteiner Heimatschrift 4/2004, S. 3-6 mit Abdruck der Ak­ten des Bürgermeisteramts Elmstein vom 24.3.1832

- Ruby, Arnold: Die Säg- und Mahlmühle zu Iggelbach; in: Elmsteiner Heimatschrift 4/2001, S. 11-12 (Elm­stein-Iggelbach)

 

 

 

 

 

Iggelheim:

OT der verbandsfreien Gemeinde Böhl Iggelheim, Lk Rhein-Pfalz-Kreis; war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Neustadt; 1556 lu­therisch, ab 1564 reformierte Pfarrei, 1692-95 von Haßloch aus versehen. KB ref. 1603 (Lücken) 26.

 

Mühlen:

- Iggelheimer Mühle, Walter-Mühle:

die Mühle wurde 1703 von Nicolas Hubich aus Bad Dürkheim neu erbaut27. Es kann angenommen werden, daß vor dem Neubau be­reits eine alte Mühle bestanden hat, da schon 1692 in Iggelheim ein Mühlpfad und 1694 als Flurna­men die „Mühlgärten“ bekannt sind 28.

 

Bis 1722 war Tobias *Bürckel, Erbbestandsmüller zu Iggelheim. 1722 traten der Meister Johann Martin *Wetzel, Müller im Hasen­pfuhl in Speyer und seine Frau Anna Katharina ihre Erbbestands­mühle zu Freimersheim an ihren Schwiegersohn Tobias Bürckel, Be­standsmüller zu Iggelheim ab, nachdem sie selbst die Mühle um 450 Gulden erblich erkauft hatten 29.

 

Im Mühlenverzeichnis von 1738, aufgenommen vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp, ist sie zusammenfassend wie folgt beschrie­ben: “ist in Anno 1703 durch den Nicolas *Hubich, als noch Dürkheimer Posseser (= Besitzer, von lat. possessio, Besitz) als ein Eigentums­mühl mit Consens churfürstlicher Hofkamer neu aufzubauen angefangen worden. Wie viel Gang ihm erlaubt ist in dem Con­sens nicht ver­mehlt, als nur ein Mahl- und Ohligmühl, hat aber zu dem ersten ausgerüsteten Mahl­gang in anno 1718 noch einen Gang, darzu aus­gerüstet, mithin die 2 erlaubte gang völlig complett, zu diesen 2 Gang hat er anno 1724 noch einen Mahl, ... ohne consens ausgerüstet, also zu seinen 3 Gäng, gibt jährlich in die Kellerei 12 Ma Korn Mühlpacht und dan deren beyden gemeinten Böhl und Iggelheim wegen des Platz und Wießen 13 1/2 Mal­ter Korn, so dan wegen der Ohligmühl vermög dem Consens 10 fl in die Neustadt Gefällverwäßerey, so vermög einer vorgezeigten Quittung in Anno 1704 daß erste mahl entricht ist worden.” 30 An anderer Stelle in derselben Akte heißt es: „Die Iggelheimer Mahlmühl besitzet Jacob Becker, alß eigenthumbl Von seinem Schwieger Vatter ... Der Concehsi­onsbrief ist Von Hoch­löblr Hof Camer datiert d 15 Martii 1730 ...“ 31

 

In der Vermögensaufstellung der Gemeinde Böhl vom 6.4.1770 ist die Mühle aufgeführt als „Eine Erbbestands Mühle bei Iggelh. Auf der Rehbach, welche mit Gärthen und Wiesen 10 ¼ Morgen, groß Maaß, in ihrem begriff, und ist in ao 1730 dem Nikolaus Hubig in einen neuen Erbbestand umb 13 ½ Mltr. Korn Jährl. Erbpfacht verliehen worden, davon bezieht die gemeind Iggelheim 4 ½ Mltr. Zwey Gar­then Stücklein vor solcher Mühl gelegen, wovon der damalige Müller Temporaliter der gemein Böhl vor ihre 2/3tel 30 Kr. Jährl. Entrich­tet“ 32.

 

Die gleiche Mühlpacht leistete im Jahr 1780 auch noch der damalige Müller Josef Becker, Sohn von Jacob Becker und Anna Barbara aus Burgalben, der am 25.5.1714 in Iggelheim die Maria Catharina Hubig, die Tochter des Müllers Nikolaus Hubich geheiratet hatte 33 und nach dem Tod seines Schwiegervaters († nach 1738) die Iggelheimer Mühle übernommen hat.

 

Nachdem Josef Becker am 9.6.1784 verstorben war, führte dessen Witwe die Mühle weiter und zahlte bis 1786 die Pacht an die Ge­meinde weiter. Bei den Auseinandersetzung der gemeinschaftlichen Güter und Rechte der beiden Gemeinde Böhl und Iggelheim am 29./30.10.1787 ging die Mühle an die Gemeinde Böhl zu Alleineigentum über. Bald darauf erwarb die Familie Becker die Mühle, die sie bis zum 21.2.1893 in Familienbesitz hatte 34.

 

Am 16.2.1819 enthält das „Intelligenzblatt des Rheinkreises“ die Ankündigung einer Versteigerung mehrerer Grundstücke in Iggel­heim „bey der Mühle“ gelegen 35.

 

Um 1854 war der in Iggelheim geborene Franz Jakob Becker (ev.; *11.6.1832 Iggelheim - ++++) Müller in Iggelheim; er ist der Sohn von Johannes Becker und Maria Elisabeth Sieber; ∞ am 16.3.1854 in Neuhofen mit Maria Elisabetha Bühler 36.

 

Zwischen 1862 und 1877 war der aus Untermedlingen/Lauingen stammende Christoph *Frahs als Müller in Hochdorf (?) oder Iggel­heim ++++prüfen++++; er erhielt am 15.10.1861 Bürgerrecht in Hochdorf(-Assenheim); ∞ vor 1862 mit Sybille Fosselmann; Vater von Jo­hannes Frahs (geb. 29.9.1862 in Iggelheim), Joseph Frahs (geb. 4.12.1867 in Iggelheim) und Georg Frahs (geb. 16.1.1877 Ig­gelheim) 37.

 

Am 21.2.1893 kaufte der von der Schloßmühle Heidesheim kommende gelernte Müller Philipp *Walter, zu jener Zeit aber Gastwirt der Wirtschaft „Zum schwarzen Bären“ in Iggelheim, die Mühle von dem Kaufmann Franz Josef Becker aus Basel. Zuvor hatte Phil­ipp Walter die Iggelheimerin Rosa Werth geheiratet 38.

 

Auf der Iggelheimer Mühle wurde unter dem Müller Philipp Walter eine Stromerzeugung installiert, die mit Vertrag vom 23.4.1907 auf die Dauer von 30 Jahren die neue elektrische Straßenbeleuchtung in Iggelheim mit elektrischer Energie versorgte 39.

 

Von 1937 bis 1963 war Eduard Walter der Müller auf der Mühle in Iggelheim. 1963 erfolgte die Umwandlung der bisherigen Einzel­firma in eine Kommanditgesellschaft und die Übergabe an Walters Tochter Rosemarie Walter und deren Ehemann Peter Berizzi 40.

 

Literatur/Urkunden:

- Bosl, Gerlinde: Auf den Spuren der Iggelheimer Mühle; in: Schneider, Reinhold: Iggelheim, ein Dorf und seine Geschichte, 1991, S. 414-415

- Bosl, Gerlinde: „Am Rauschen Bach ….; Auf den Spuren der Iggelheimer Mühle; in: Heimatjahrbuch Rhein-Pfalz-Kreis 2011, S. 115-119

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1202/1: Die u Böhl und Iggelheim im Erbbestand gehörige Mühle, 1730, 1744

 

 

 

 

 

Ilbesheim bei Landau:

VG Landau-Land, Lk Südliche Weinstraße; gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken Oberamt Bergzabern; in der Zeit der französi­schen Revolution gehörte Ilbesheim zum Departement du Bas-Rhin, Arrondissement Weißenburg

 

Mühlen:

- Ilbesheimer Mahlmühle:

die Ilbesheimer Mühle stand westlich des Dorfes, dort wo sich heute der Sportplatz befindet. Es war eine kleine Mühle von geringer Ka­pazität, verfügte nur über ein Wasserrad für einen Mahl- und Schälgang, und stand im Sommer, bei niedrigem Wasserstand des Birn­bachs, oft still. Im Erdgeschoß des Gebäudes gab es eine kleine Wohnung für den Müller und seine Familie 41. Die Mühle ge­hörte der Gemeinde und wurde gewöhnlich auf jeweils 6 Jahre verpachtet. Der älteste bekannte Pachtvertrag stammt von 1742. Da­mals ver­pachtete die Gemeinde das Mühlenanwesen für eine Jahrespacht von 40 fl bis zum Jahr 1748 an den Müller Hans Martin Binder und dessen „Eheliche Haußfrau“ Anna Maria. Beide waren des Schreibens unkundig und unterzeichneten den Temporalbe­standsvertrag mit „Greiz“ (Kreuz) 42.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 heißt es zu der Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Bergz­abern gehörte: hat 1 Wasserrad für 1 Mahl- und Schälgang. Gibt 4 fl. als Pacht. Geringe Kapazität 43.

 

Nach Einträgen im Kirchenbuch war von 1758-1763 der aus Edesheim stammende Johann *Schmidtknecht als Pächter auf der Ilbeshei­mer Mühle 44. Sein Sohn Friedrich Ludwig *Schmidtknecht († 22.1.1787 Ilbes­heimer Mühle im Alter von 34 Jahren an Auszeh­rung) be­trieb in den 1780er Jahren die Ilbesheimer Mühle 45.

 

In der Zeit der französischen Revolution wurde die Mühle weiterhin verpachtet. Nach dem Revolutionskalender vom „Sechsten Jahr der französischen Republik, den dreysigsten Messidor“ [= 18.7.1789] ging sie für 72 Franken jährlich an den Ilbesheimer Johannes *Judas. Ausdrücklich wird im Pachtvertrag betont, daß die Pachtsumme „in klingender Münze“, also nicht in Papiergeld bezahlt wer­den müsse 46.

 

1820 verkaufte die Gemeinde ihre Mühle, da sie Geld für den Neubau der Schule benötigte 47. Hierzu wurde die Mühle durch den Land­auer Notar Johann Baptist Keller öffentlich versteigert in Anwesenheit des Ilbesheimer Bürgermeisters Jacob Leiner. Den Zu­schlag er­hielt der Ackermann Georg Heinrich Altschuh. Die Versteigerung der Mühle erbrachte 1700 Gulden 48.

 

Am 6.1.1859 bietet der Müller in Ilbesheim, Jacob *Leiner, seine zwischen Ilbesheim und Leinsweiler gelegene, neu eingerichtete Mühle zu Kauf oder Verpachtung an 49.

 

In der Nacht vom 8. auf den 9.3.1911 brannte die Mühle. Schon am 9. März 1911 brachte der „Landauer Anzeiger“ die folgende Mel­dung: „Heute früh um 2 Uhr ist die so genannte Ilbesheimer Mühle im Besitz von Peter Frey gänzlich niedergebrannt. Außer dem Vieh konnte nichts gerettet werden. Die Entstehung des Feuers ist unbekannt 50. Ihr Besitzer Peter Frey erbaute sich aus den noch brauch­baren Materialien der abgebrannten Mühle ein neues Anwesen an der südlichen Ausfahrt aus Ilbesheim. Ein Wiederaufbau der Mühle er­folgte nicht 51.

 

Von der Mühle ist nichts mehr vorhanden; lediglich ein Mühlstein der ehemaligen Mühle ist an einem Brunnen am linken Ufer des Birn­bachs auf halber Strecke nach Leinsweiler eingebaut 52.

 

Karte:

- LA Speyer Best. U 77 Nr. 4: Grundrißzeichnung der Ilbesheimer Mühle gefertigt 1820 von dem Schullehrer Johannes Dörner

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1322: Ilbesheimer Mühle ohne Datum

 

 

 

Literatur/Urkunden:

- Gottlieb, Norbert: Die Ilbesheimer Mühle. - In: Südliche Weinstraße: Heimat-Jahrbuch. - 34 (2012), S. 18-21

- LA Speyer Best. U77 Nr. 4: Ilbesheimer Mühle, notarielle Versteigerungsurkunde mit Vermessungsprotokoll und Karte, 1820

 

 

 

 

 

Ilgesheim:

heute Gutsbezirk Baumholder; das Dorf wurde 1938 aufgelassen und befindet sich heute auf dem Truppenübungsplatz Baumholder

 

Mühlen:

- Wolfsmühle, auch Mühle in der Steinalb:

an der Steinalb gelegen. an Pfingsten 1553 verlieh Friedrich von Löwenstein als der Collator der Kirche Ilgesheim die zu dieser Kir­che gehörende Mühle, in Ilgesheimer Gemarkung gelegen, die Wolfsmühle genannt, an Johannes Henckhengs aus Ehlenbach gegen eines Zins von jährlich 4 Malter Kohn “Sant Dilger Eich” (= St. Julianer Maß); im 30jährigen Krieg verfallen; im Einwohnerver­zeichnis für Zins­kirn heißt es 1642: “Nichts von der Mühle in der Steinalb, ist verfallen”. Erst im 18. Jh. tauchte die Mühle unter der Bezeichnung Wolfs­mühle oder Tiefenthaler Mühle im Besitz eines Georg Schankweiler wieder auf 53.

 

Letzteres ist unrichtig, wie sich aus einem Schreiben der wildgräflich und rheingräflichen Verwaltung zu Grumbach [Anm. d. Verf.: in den zeittypisch geschraubten Formulierungen] vom 20.2.1722 betreffend die erbrechtliche Auseinandersetzung nach dem Ableben des Mül­lers auf der Mahlmühle zu Hochstätten, Johann Adam Knecht, zwischen dem Sohn Johann Philipp Knecht und seinen Ge­schwistern er­gibt. Dort heißt es: „Nachdem sich aus der mit dem Johann Adam Knechten von Hochstetten, an der Alsentz, und dessen Sohn Johann Philipps Knechten Vor hiesigem Oberschultheiß zu Alsentz ... gehaltener Abrechnung ergeben, daß obgedachter Johann Adam Knecht seinem Sohn sowohl an übernommenen Schulden, alß würklich außgezahlter Gulden allschon Vor der sein Johann Philipps Knechten Hauß Frauen Anna Catharina wegen ihrer eingebrachten Gelder über 1044 fl 18 alb auff die Mühle zu Hochstetten durch einem unterm 13 Septemb 1723 ergangenen Ambts gegebener Versicherung, so viel übernomen und zahlt, daß gedachter Phi­lips Knechten und seine Frau Anna Catharina weilen sie ein und ander Posten allzu hoch angerechnet glaubten, dahin verbotten wo­heren Ihr respe Vatter und Schwieger Vatter, Ihme zur Bestreitung der in hiesigem Ambt Grumbach er vierhundert zwantzig Gulden erkauf­ten ohnweit Ilgesheim gelegenen Wolfs Mühle ....“ 54.

 

 

- Welsch Mühle:

sie lag oberhalb der Mühle in der Steinalb; an der Steinalb gelegen. im 30jährigen Krieg verfallen 55.

 

 

 

 

 

Immesheim:

VG Göllheim, Lk Donnersbergkreis; im Zellertal gelegen; das Dorf Immesheim wurde 1400 von Graf Friedrich VIII. von Leiningen-Dags­burg zusammen mit den von der Abtei Hornbach lehensrührigen Orten Zell, Harxheim, Ottersheim und Niefernheim an den Burggrafen Salzkorn zu Alzey verpfändet 56. Im Hesso'schen Besitzverzeichnis von 1467 als Eigengut der Grafen von Leiningen be­zeichnet 57. Landgraf Hesso von Leinin­gen vererbte 1467 das Dorf an Margarethe von Leiningen-Westerburg und Kurpfalz, die hier seit 1395/1411 über Rechte verfügte. 1481 setzte sich Kurpfalz in den alleinigen Besitz [Anm. d. Verf.: Amt Dirmstein, seit 1705 Amt Freinsheim im Oberamt Alzey] 58.

 

Mühlen:

das Dorf war zusammen mit Ottersheim zur Stiftsmühle nach Harxheim gebannt.1382 schenkten Graf Friedrich von Leiningen und seine Gemahlin dem Stift Zell den Mühlbann zu Immesheim und Ottersheim für die Stiftsmühle in Harxheim 59.

 

- Kleinmühle:

liegt nördlich des Dorfes an der Pfrimm gelegen, direkt südlich von Albisheim, aber auf Immesheimer Gemarkung . Sie war Bann­mühle für das Dorf Immesheim 60.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird in Harxheim genannt der Handelsmüller David Hahn 61. Nach dem Brand der Kleinmühle um 1911 verkaufte David Hahn die Mühle an Karl Merz, den Inhaber der Mühlenbau- und Maschi­nenfabrik Albisheim. Dieser kaufte das Gelände der abgebrannten Mühle für seinen 1882 geborenen Sohn Philipp Merz. Philipp Merz baute die Gebäude wieder auf und gründete dort die Pfälzische Bett­federfabrik, die bis 1996 bestand 62.

 

Photos:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 293

 

 

- Loh- oder Walkmühle:

1563 „ein Law oder walckmül ligt in Imesumer Gemarkung an der Eckerfurt“ 63. Nachfolgerin dieser Mühle dürfte wohl die heutige Kleinmühle sein 64.

 

Literatur/Urkunden:

- Christmann: Siedlungsnamen II, S, 331

- Treiber, Gabi: „Die 'Fedderbutz' bettete die halbe Welt. Mühlen im Zellerthal (3): Kleinmühle wandelt sich von Kornmühle zu Maschi­nenfabrik. Erfindung der Feder-Sortiermaschine.“; in: Die Rheinpfalz vom 2.12.2009

 

 

 

 

 

Imsbach / Donnersberg:

VG Winnweiler, Lk Donnersbergkreis

 

Das Bergbaurevier bei Imsbach gehörte ursprünglich der Abtei Prüm/Eifel und wurde von ihr im 12. Jh. an die Herren von Bolanden ver­liehen. Aus ihnen ging das Geschlecht der Hohenfelser hervor, die von ihren Vorfahren den Besitz um die Burg Hohenfels erbten. Von den Hohenfelsern ging die Herrschaft (vereinfacht dargestellt) auf die Grafen von Sponheim über. Von deren Erben, dem Pfalz­grafen Friedrich von Simmern, wurde 1468 Wirich von Daun, Herr von Falkenstein-Oberstein mit der Herrschaft Hohenfels belehnt. Hierzu ge­hörte auch der ehemalige Burgfriedensbezirk der 1351 zerstörten Burg (einschließlich des Bergreviers) und auch die Ka­stenvogtei des Klosters Marienthal. Die Herren, später Grafen von Falkenstein waren seit 1468 Lehensnehmer bezüglich der Herr­schaft Hohenfels und der Kastenvogtei Marienthal 65. Damit war auch das Imsbacher Bergrevier in die Zuständigkeit der Falkenstei­ner gekommen. Schon 1531/39 gab es zwischen dem Lehensherrn (Pfalz-Simmern) und den Falkenstei­nern als Lehensnehmern einen massiven Streit, in dem auch der Bereich der Kastenvogtei des Klosters Marienthal (dem weltlichen Klosterbezirk dieses Klosters), eine große Rolle spielte. Nach einer Grenzbeschreibung dieses Bezirks von 1537, die das Ergebnis ei­nes Vergleichs vor dem Reichs­kammergericht war, gehörte das ge­samte Bergrevier zur Kastenvogtei. Mit dem Aussterben der Fal­kensteiner Linie mit Graf Wilhelm Wirich von Dhaun-Falkenstein im Jahre 1682 fiel das Lehen an Kurpfalz als Erbin von Pfalz-Sim­mern zurück und wurde - wie schon 1672 versprochen - an Johann Casimir Kolb von *Wartenberg verliehen. Zwischen den nunmeh­rigen Inhabern der Grafschaft Falken­stein und den Wartenbergern gab es einen lan­gen Streit. Die Inhaber von Falkenstein (der Her­zog von Lothringen und die Gra­fen von Loewenhaupt) bestritten die Grenzen der Kas­tenvogtei von 1537. Wartenberg - mit Unter­stützung durch die mächtige Kur­pfalz - setz­te seine Ansprüche jedoch zunächst durch. Nach langen Streitigkeiten entschied 1732 das Reichskammergericht endgültig zu Gun­sten von Falkenstein und Imsbach mit den Bergwerken wurden wieder falkensteinisch. Das Reichskammergericht war ver­mutlich zu Recht zu der Überzeugung gelangt, daß die 1537 festgeleg­ten Grenzen der Kastenvogtei falsch waren 66. Da die Imsba­cher Silber­gruben zumindest ab ca. 1700 wieder florierten, ka­men die War­tenberger zu großem Reichtum 67. Später war Imsbach mit der Graf­schaft Falkenstein an die Grafschaft Hanau-Lichtenberg übergegan­gen.

 

 

Mühlen:

 

- Klappermühle auf der Langheck bei Imsbach / Langhecker Mühle:

der Betrieb als Mahlmühle auf der Langheck, an der Straße von Imsbach zum Eisenwerk Hochstein gelegen, wurde 1830 von Jakob Lud­wig Bauer, Müller auf dem Walzhof bei Standenbühl, eingerichtet. Vordem stand hier ein eine Schmelzhütte und Pochwerk 68, die 1749 als Ersatz für die Schmelze Hochstein errichtet wurde 69. Bauherren des Pochwerks waren die Erbendes Theophil Unger, die im nahen Gebirge Erzgruben betrieben 70. Die Erben Unger gründeten eine Berg­werksgesellschaft und investierten bis 1850 ca. 8000 fl. Dennoch mußten sie 1752 Konkurs anmelden. 1774 wurde eine neue Gesell­schaft gegründet. Die Betriebsführung wurde dem erfahre­nen Hütten­fachmann Friedrich Jakob Guinand (Gienanth) übertragen. Man schürfte ieL Kobalt. Der Umfang der Produk­tion war erheb­lich, denn man stellte das auf 8 Stempel erweitere Pochwerk im Langen­thal (unterhalb der Weißen Grube) und das mit 10 Stempeln versehene Pochwerk an der Landheck in Dienst 71.

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 292

 

Karte:

- Weber: Mühlen besonderer Art, S. 289 (Pochwerke und Hütten bei Imsbach)

 

Literatur/Urkunden:

- Dhom, Emil: Die Langhecker Mühle [Imsbach] an der Gienanthstraße. In: Nordpfälzer Geschichtsverein. Beitr. z. Heimatgesch. 53. 1973, 42f.

 

 

- Pochwerke:

im Zusammenhang mit dem Kupfererzabbau waren an verschiedenen Stellen Pochwerke für Kupfer angelegt worden, so u.a. 72:

1 Waschwerk und 2 Pochwerke am Ausgang Langental

1 Poch- und Waschwerk am Ausgang Schweinstal

1 Wasch- und Pochwerk an der Schmelz beim Langhecker Hof (s. Klappermühle)

1 Poch- und Waschwerk im Katharinenthal und Schweinstal

 

Karte:

- Weber: Mühlen besonderer Art, S. 289 (Pochwerke und Hütten bei Imsbach)

 

Literatur/Urkunden:

- Weber: Mühlen besonderer Art Art, S. 288-89

 

 

- Imsbach, Schleifmühle zwischen Imsbach und Rockenhausen:

+++ergänzen+++

 

 

 

 

 

Imsbacher Mühle, Imsbacherhof:

Wüstung des ehemaligen Dorfes Imsbach, heute Imsbacherhof bei Trulben, VG Pirmasens-Land, Lk Südwestpfalz

 

Mühlen:

- Imsbacher Mühle, auch Hungerpfuhler Mühle:

1828 ist beim Imsbacherhof die „Inspachermühle“ erwähnt, 1837 als „Imsbachermühle; weitere Erwähnung erfolgen 1916 und 1963 73.

 

Die Mühle stand auf hanau-lichtenbergischen Gebiet, am Hungerpfuhl, das zum Betrieb erforderliche Wasser mußte jedoch aus dem Mutterbach [= Rodalber Bach], der den beiden Herrschaften, dem badischen Amt Gräfenstein und dem hanau-lichtenbergischen Amt Pirmasens gemeinschaftlich zustand, entnommen werden.

 

In einem Schreiben des Obristen Grandfil aus Pirmasens an das badische Amt Gräfenstein in Rodalben vom 20.5.1754 heißt es: „... tra­ge hierdurch unterthgst: vor, daß die hiesige fürstliche Renth­cammer, auf das geziemende Supplicieren einiger Unterthanen bewogen worden, einen Platz zu Erbauung einer Mahl Mühl, an dem sogenannten Hungerpfuhl auf der Hunsbach also dem allein Hanauischen Territorio öffentlich zu versteigern, welchen Platz nebst der Gerechtigkeit in öffentlicher Steigerung Erblehens Weiß, an mich ge­bracht habe. Wann aber die sogenannte Grenzscheid Mutterbach, zwischen beyden Hochfürstl: Häusern gemeinschaftl: wohlfolglich ich ohne höchst Deroselben gnädigste Einwilligung, dieses mein Vorhaben nicht ausführen kann alß habe ich hierdurch unterthänig­ste Bitten sol­len gnädigst erlauben … das Wasser aus gemelter gemeinschaftl: Mutter Bach zu diesem Mühlenbau leiden dörfen ...“ 74. Die Er­laubnis wurde nach längerer Korrespondenz zwischen den beteiligten Verwaltungen letztendlich erteilt 75.

 

Die Mühle wurde ca. 1754 durch den Hanau-Lichtenberger Obristen W. Grandfil neu erbaut, die Mühle lag an der Rodalb zwischen Münchweiler und Rodalben 76.

 

Vor 1788 waren der Johann *Fuchs und der NN. Byrong Lehensmüller auf der Hungerpfuhler Mühle. 1788 macht der Torschreiber Mi­chael Schneider zu Pirmasens eine Forderung gegen die ehemaligen Lehensmüller auf der Hungerpfuhler Mühle Fuchs und By­rong gel­tend. Schneider bittet zudem um Nachlaß eines Steigschillings 77.

 

1790 kommt es zur Klage der Pirmasenser Bürger Peter Leonhard, Johannes Bold und Adrian Decker gegen den Müller Johannes Schei­bel auf der Imsbacher Mühle wegen Wiesenwässerung 78.

 

Wegen Gewalttätigkeiten des Müllermeisters Johannes Scheibel auf der Hungerpfuhler Mühle kommt es 1795 zu einem Strafverfah­ren 79.

 

1806 kommt es zu einem Verfahren vor dem „Tribunal première Instance“ Pirmasens unter Vorsitz des Richters Johann Baptist Kissel wegen des Verkaufs und „licitation publiques“ (öffentliche Versteigerung) “du bien emphytestique dit Imspacher Mühl“ (d.h. der Erbbe­standsmühle) durch die Erben des verstorbenen Müllers auf der Imsbacher Mühle, Louis Weilemann. Die Mühle wird wird für 2000 Florin durch den Bürgen Johannes Scheibelm wohnhaft auf der Imsbacher Mühle, erworben 80.

 

Um 1808 wird die Franziska Helfrich (?) von der Imsbacher Mühle als Ehefrau des Franz Anton Storck, Müllermeister auf der Apostel­mühle Rodalben erwähnt; die Tochter Catharina Storck (geb. 7.4.1808 Apostelmühle/Rodalben) heiratet den Ackerer Philipp Mang aus Heltersberg 81.

 

1846 bietet der Müller auf der Imsbachermühle, Peter *Klein, die Verpachtung der „ihm angehörige, ohnweit der Dörfer Rodalben und gelegene Imsbachermühle ... in einen sechsjährigen Bestand“ an. In der Verpachtungsannonce wird die Mühle wie folgt beschrie­ben: „Dieselbe besteht in einem zweistöckigen Wohnhause, in einer Mahlmühle, mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange, separ­irten Oe­konomiegebäuden ...“. 82

 

Photo:

- Runck: Die Imsbacher Mühle; in: Die Rheinpfalz Ausgabe Pirmasens vom 15.9.1979: „Wanderung im Tal der vergessenen Mühlen“

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1003: Plan über eine neu zu erbauende Mühle des Hanau-Lichtenberger Obristen W. Grandfil an der Ro­dalb zwischen Münchweiler und Rodalben, ca. 1754.

 

Literatur/Urkunden:

- Jaffé, Albert: Die Imsbacher oder Hungerpfuhler Mühle; in Pfälz. Heimat (Pirmasenser Ztg). 106, 1936, Nr. 16-19., 1936

- LA Speyer Best. C5 Nr. 330: „Die an der zwischen der Herrschaft Gräfenstein und dem lichtenbergischen Amt Lembach laufenden Scheidbach auf jenseitigem Territorium erbaute Mühle“, 1754

- LA Speyer Best. C20 Nr. 2236: Klage der Pirmasenser Bürger Peter Leonhard, Johannes Bold und Adrian Decker gegen den Müller Jo­hannes Scheibel auf der Imsbacher Mühle wegen Wiesenwässerung, 1790; darin: Die Imsbacher Mühle 1806

- LA Speyer Best. C20 Nr. 3777: Gottfried Stephan von der Eichelsbacher Mühle klagt gegen Adam Mörsel von Gersbach als Vormund seiner drei Kinder und bittet um Ernennung eines neuen Vormunds, 1792

 

 

 

 

 

Imsweiler:

VG Rockenhausen, Lk Donnersbergkreis; an der Alsenz gelegen südlich von Rockenhausen; das Dorf wurde 1415 von den Raugra­fen an den pfälzischen Kurfürsten verkauft. Das Dorf unterstand von 1415 bis 1792 als kurpfälzische Schultheißerei mit Zollstation dem Unter­amt Rockenhausen (Oberamt Alzey, später Lautern)

 

Mühlen:

 

- Dorfmühle:

Anwesen Mühlweg 1, Imsweiler.

 

Am 3.1.1463 bestätigen die Brüder Emmerich und Adam von Randeck, daß Raugraf Otto von Neuen-und Altenbaumburg , ihnen und ih­ren Erben die Burg Imsweiler mit allem Zubehör ausgenommen 10 Malter Korn auf die Mühle zu Imsweiler ... verschrieben hat 83.

 

Im Zuge des französischen Nationalgüterverkaufs wurde die Dorfmühle Imsweiler veräußert 84.

 

Das denkmalgeschützte Anwesen wird wie folgt beschrieben: Dorfmühle, spätklassizistisches Wohnhaus bez. 1832, Mühlentrakt bez. 1889, Wirtschaftsgebäude und Backhaus 19. Jh., Pferdestall bez. 1898, aufwendige Einfriedung 85.

 

 

- Schleifmühle:

der Name “Schleifmühle” leitet sich von der Gemarkung “Schleif” her und nicht etwa daher, daß hier in früheren Zeiten eine Schlei­ferei betrieben worden wäre 86. Die Schleifmühle bei Imsweiler wurde von Andreas *Kremb 1719 auf dem Gelände einer älteren Schleifmüh­le errichtet worden 87. Die Lage der künftigen Mühle wird in der Konzessionsurkunde vom 1.7.1719 angegeben, dort wo vor Zeiten „... auf dem Altsens Bächlein ein Stein zum Ärx undt Beyel schleifen, undt ein klein radt mit einem auf Stützen gerichte­ten Tächlein gestan­den ...“ 88.

 

Die Mühle ist bereits 1738 eine Mahlmühle und ge­hört dem Christi­an *Kremb zu Eigentum 89. Eigentümer war Anfang des 19. Jh. Phil­ipp Kremb 90.

 

Literatur/Urkunden:

- Dhom, Emil: Andreas Kremb und seine Schleifmühle. Versuch einer historischen Betrachtung (Eigenverlag, Imsbach 1975 mit Bespre­chung in Pfälzer Heimat 1976, S. 40)

- Dhom, E.: Die Schleifmühle bei Imsweiler; Konzessionsurkunde a.d.J. 1719; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1933, S. 37

- Dhom, Emil: 250 Jahre Schleifmühle Imsweiler (Eigenverlag Imsweiler 1969)

- Dhom, Emil: Aus dem Leben des Müllermeisters Johann Adam Limbacher in Imsweiler in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1981 S. 17 ff

- Dhom, Emil: Die Schleifmühle im schönen Alsenztal: d. Geschichte e. Mühle.1. Aufl. - Imsweiler : Dhom, 1989. - 43 S.: zahlr. Ill

- Dhom, Emil: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle (Imsweiler-Schleifmühle, Eigenverlag, 1975 mit Besprechung in Pfälzer Heimat 1976, S. 40

- Dhom, Emil: Ein neuer Müller auf der Schleifmühle; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 1995, S. 22-24

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 261

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Schleifmühle zwischen Imsweiler und Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1960, S. 408-10

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Schleifmühle bei Imsweiler; in: Die Rheinpfalz, Ausgabe Rockenhausen vom 14.1.1963

 

 

- Schloßmühle, auch Dorfmühle:

das Mühlengebäude befindet sich heute im Anwesen Mühlweg 1 in Imsweiler. Die Dorfmühle ist 1409 in raugräflichem Besitz, 1595 zum sog. Flörsheimer Schlößchen gehörig 91. Der Name Schloßmühle rührt von einem kleinen Schloß am Zusammenfluß des Mo­schelbachs und der Alsenz, das dem Adelsgeschlecht der Flersheimer ge­hörte 92.

 

Am 3.1.1463 bestätigen die Gebrüder Emmerich und Adam von Randeck, daß Raugraf Otto, Herrn zu Neuen- und Altenbaumburg, ihnen und ihren Erben die Burg Imsweiler mit allem Zugehör verschrieben hat, ausgenommen 10 Malter Korn auf die Mühle zu Ims­weiler 93.

 

Am 24.6.1495 verkaufte Johann von Hatzfeld zu Wildenberg aus dem Erbe seiner Frau Anastasia von Dhurn, seinem Schwager Phil­ipp Jacob von Flersheim um 7000 Gulden das Schloß in Imsweiler und die Mahlmühle bei dem Schloß. Vorbesitzer dieses kurpfälzi­schen Le­hens waren laut Kaufvertrag [Anm. d. Verf.: dessen Original im Staatsarchiv Darmstadt im 2. Weltkrieg verbrannte] war Barbara von Dhurn (oder Dürn) geb. Rudt von Bödigheim (die Schwiegermutter Johanns von Hatzfeld), davor Hans Hausner von Windbuch, Ja­cob Holzhag und Carl von Löwenstein. Nach dem Aussterben der Flersheimer 1655 fielen Schloß und Mühle an den Lehensherrn zu­rück, und stand nun infolge der kurpfälzischen Erbteilung der Linie Pfalz-Simmern zu. Pfalzgraf Ludwig Heinrich von Pfalz-Sim­mern vergab die Mühle mit Erbbestandsbrief vom 25.5.1655 an den Johannes *Schön, Müller in Otterberg 94. Nach Verfall bzw. Zerstörung im 30jähri­gen Krieg erfolgte der Wiederaufbau 1660 durch Johannes *Schön aus Otterberg 95. Über seine Tochter Anna Rosina Schön (∞ mit dem Müller Johann Culmann) fiel die Schloßmühle an Johann *Culmann 96.

 

Durch die weiteren Kriege Ende des 17. Jh. wurde die Mühle stark mitgenommen und wurde wiederum fast völlig zugrunde gerichtet 97. Die Tochter aus der Ehe der Anna Rosina Schön mit dem Müller Jo­hann *Culmann, NN. Culmann (wohl Maria Susanna Cul­mann [?], ~ 25.2.1683 in Otterberg 98, vor 1725) heiratete den Müller Johann Simon *Rahm. Dieser steckte sein ganzes Geld in den Wiederauf­bau und erhielt am 6.10.1725 [Anm. d. Verf.: nach dem Tod seiner 1. Frau] den alleinigen Erbbestand an der Schloß­mühle 99. Rahm heiratete in 2. Ehe 1725 die von der Rußmühle bei Marienthal stammende Müllerstochter Anna Catharina *Berg, die ihrerseits in 1. Ehe mit dem Müller auf der Schleifmühle Imswei­ler, Andreas Kremb ( 1724 Imsweiler) verheiratet war 100. Nach dem Tod des Johann Si­mon Rahm führte dessen Witwe Anna Catharina Berg die Mühle weiter. 1738 ist als Erbbeständerin die Witwe des Simon Rahm bezeich­net 101. Der Gefällver­weser Kummer in Rockenhausen (Anm.: es handelt sich Erasmus Ignatius Kummer) stellte der Witwe Berg ein gu­tes Zeug­nis aus. Diese habe die Mühle in bestem Stand gehalten und viel Geld darin verbaut. Anna Ca­tharina Berg ( 8.9.1742 beerd. Imswei­ler) übertrug 1738 die Schloßmühle auf ihren Sohn aus 1. Ehe, Johann Georg *Kremb. Die Übertragung wurde am 28.2.1739 ge­nehmigt 102.

 

Die Schloßmühle ist im Bestandsverzeichnis der Mühlen im kurpfälzischen Unteramt Rockenhausen von 1738 aufgeführt; die Erb­pacht beträgt 4 Ma Korn für den Wasserfall, 10 Ma als Pacht an die Amtskellerei Rockenhausen; der Pfarrer erhält 2 Ma Korn und 1 1/2 Ma Schweinefutter (seit 1668) 103. Über die Lage und Beschaffenheit der Mühle gibt es zwei von Geometern verfaßte Beschrei­bungen (Re­novationen) mit Plänen, die erste von Renovator Krönert von 1751, die zweite von Geometer Etienne von 1771 104. Da­nach bestand die technische Einrichtung aus 2 Wasserrädern, 6 Schuh Wasserfall.

 

1753 sollte eine neue, kürzere Zufahrt über den Damm des Schloßgrabens abgelegt werden. Diese Arbeit wurde zwar begonnen, aber nicht vollendet. Aus unbekannten Gründen wollte Kremb die Mühle selbst nicht weiter betreiben. Er stellte 1755 den Antrag, seinen Be­trieb an den Mennoniten Johann Licht, den Enkel des benachbarten Schloßgutpächters Christian Licht verpachten zu dürfen. Die Hof­kammer Mannheim gab die Genehmigung nicht an Licht, sondern an einen Philipp Finck aus Winnweiler. 1765 wurde die Mühle wieder einmal repariert. Dreizehn Jahre später übergab Johann Georg Kremb die Mühle 1778 an seinen Sohn Philipp Kremb.

 

Anfang des 19. Jh. wurde die Schloßmühle durch die Franzosen versteigert; sie wurde von Johann Adam *Limbacher ersteigert, der sie bis zu seinem Tod 33 Jahre lang betrieb 105.

 

Die Mühle stand von 1809 bis 1979 im Eigentum der Familie Limbacher. Die südliche Tür des Wohnhauses ist über dem Sturz be­zeichnet mit „Ludwig Limbacher 1832 Katharina“. Der nordseitige, baulich ins Gebäude einbezogene Mühlenteil besitzt einen funk­tionsfähigen Mahlgang. Der Pferdestall ist bezeichnet mit „Ludwig Limbacher 1898 Luise Linxweiler“. Der Mühlgraben ist in sei­nem Verlauf unverän­dert. Eines der stattlichsten Mühlenanwesen des Alsenztals 106.

 

Reihenfolge der Erbbeständer:

- bis 1723 Johannes Culmann († 16.1.1723)

- um 1725 Johann Simon *Rahm

- 1738 Witwe Rahm = Anna Katharina *Berg, verw. Kremb

- ab 1738 Johann Georg *Kremb

- ++++

 

Literatur/Urkunden:

- Dhom, Emil: Aus dem Leben des Müllermeisters Johann Adam Limbacher in Imsweiler in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1981 S. 17 ff

- Weber, Friedrich Wilhelm: 400 Jahre im Dienst der Landwirtschaft. Die Dorf- oder Schloßmühle in Imsweiler an der Alsenz; in: Pfälzi­sche Heimatblätter 1961, S. 16

 

Photo:

- Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 429

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 261

 

 

 

 

 

Ingelheim:

s. auch Oberingelheim

 

große kreisangehörige Stadt im Lk Mainz-Bingen; war seit 1375 faktisch kurpfälzisch und blieb bei Kurpfalz bis zur französischen Revolu­tion.

 

Mühlen:

 

Urkunden/Literatur:

- Busch, Hans: Ingelheimer Mühlen von 1880 bis 1980, Historischer Verein Ingelheim 1982 (enthält auch Angaben zu untergegange­nen früheren Mühlen vor 1880)

- Saalwächter, Andreas und Weyell, Franz: Die Königspfalz zu Ingelheim am Rhein und ihre Mühlen; Beiträge zur Geschichte des Histori­schen Vereins Ingelheim, Heft 14, Ingelheim 1963

- Steinbauer, Pia: Einst klapperten die Mühlen am rauschenden Bach: die Selzmühlen der Ingelheimer Gemarkung; in: Mainz-Bingen: Heimat-Jahrbuch. - 52 (2008), S. 268-269

- Steinbauer, Pia: Die Ingelheimer Mühlen; in: Heimatpflege für den Kreis Mainz-Bingen / Vereinigung der Heimatfreunde am Mittelrhein e.V. - Bingen/Rhein. - 3 (1995), S. 74-75

- Weyell, Franz: Die Neumühle. Ein Stück Ingelheimer Familiengeschichte. Beiträge zur Geschichte des Historischen Vereins Ingel­heim, Heft 8, Ingelheim 1957

 

 

 

 

Ingenheim:

heute OT von Billigheim-Ingenheim, VG Landau-Land, Lk Südliche Weinstraße; 1455 war der Ort bischöflich-Speyerisch, zuletzt dem Freiherrn von Gemmingen gehörig 107, der die Ortsherrschaft ausübte 108.

 

Nach Steiner 109 war der Ort dagegen kurpfälzisch +++klären+++ und gehörte zum Oberamt Germers­heim. 1650-1711 zur Pfarrei Impflingen, dann Filiale von Erlenbach, 1752-1792 Filiale von Billigheim, KB ref. 1708 (sehr lücken­haft) 110. Auch das Hochstift Speyer hatte Besitz und Rechte in Ingenheim 111.

 

1718 lebten in Ingenheim 23 katholische Familien sowie 24 reformierte, 11 lutherische und 18 jüdische Familien 112.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. X 54 Nr. 100: Kopie Seelbuch der Pfarrei Ingenheim, 1503-1599 (Original im Freiherrlich Gemmingen'schen Ar­chiv in Hornberg / Neckar)

 

 

Mühlen:

um 1769 Müller war Georg *Buhl(er) Müller in Ingenheim +++klären: welche Mühle++++; Buhl beantragte 1769 bei der fürstbischöf­lich-speyerischen Verwaltung in Bruchsal, ihm die herrschaftliche Mahlmühle in Waldhambach im Temporalbestand zu übertra­gen. Das Gesuch wurde zurückgewiesen, da die dortige Mühle noch an den Müller Christoph *Grötz verpachtet war 113.

 

 

- Dorfmühle:

zum Dorf gehört die Dorfmühle 114.

 

 

- Ingenheimer Mühle:

am 27.8.12506 verkaufen die Brüder Leonhard und Philipp Horneck von Wynheim verkaufen dem Abt Heinrich und dem Konvent des Klosters Eußerthal ihre Hälfte der Mahlmühle, genannt die Ingenheimer Mühle zwischen Klingen und Ingenheim um 454 rheini­sche Gul­den 115. Am 21.1.1507 verkauft Ludwig von Altdorff genannt Wollslaher dem Kloster Eu­ßerthal die andere Hälfte der Ingen­heimer Mühle um 55 Gulden 116.

 

1947 Mahlmühle mit einer Kapazität von 2to/24 Std.; Müller war 1947 Emil Pfeiffer 117.

 

 

- Picot'sche Mühle:

am 8.9.1836 heißt es im Intelligenzblatt des Rheinkreises: „In Gefolge Urtheils des Königl. Bezirksgerichts Landau, vom 3. laufen­den Monats, gehörig registriert: Auf Ansuchen von Maria Katharina Rayland, ohne Gewerbe in Ingenheim, Wittib des allda verlebten Müllers, Georg Michael Picot, handelnd als natürliche Vormünderin ihrer, mit demselben erzeugten ... minderjährigen Kinder, als: Si­billa, Marga­retha und Jacob Picot; ... Catharina Picot, Ehefrau von Thomas Herrmann, Lehrer in Klingenmünster, und diesem Letzte­rem selbst. ... Michael Picot, Müller in Ingenheim, emancipirter Minderjähriger, verbeistandet durch seinen Curator, Franz Pe­ter Schultz, Lehrer in ge­dachtem Ingenheim, wird ... laut obigem Urtheile dazu delegirt ... zur öffentlichen Licitation ... geschrit­ten wer­den, nämlich: Einer, im Ingenheimer Bann gelegenen Mühle, bestehend in zwei Mahl- und einem Schälgange, Wohnhaus, Hof, Scheuer, Stallung, Garten ...“ 118.

 

Im „Landauer Eilboten“vom 25.9.1841 wird die Versteigerung der Picot'schen Mühle annonciert: „ ... läßt Herr Georg Michael Picot, Mül­ler zu Ingenheim wohnend .. nachfolgende Mühle freiwillig versteigern, als: die Picot'sche Mühle, gelegen im Banne von Ingen­heim, zwischen Klingen und Ingenheim, bestehend aus einer Wohnung, 2 Mahl- und 1 Schälgange, Schwingmühle, Scheuer mit 2 großen Stäl­len, 8 Schweinställen, 7 Viertel Wiese, einem schön angelegten Baumstück und einem Pflanzgarten“ 119.

 

 

- Wappenschmiede:

1717 und auch 1727 war Johann Valentin *Bittenhöfer der Wappenschmied in *Ingenheim 120.

 

Um 1848 war Wilhelm Ginandt der Betreiber der Wappenschmiede. In einer Annonce vom 1.4.1848 heißt es: „Zu verkaufen: Bei Wil­helm Ginandt auf der Ingenheimer Wappenschmiede wohnhaft …“ 121.

 

 

 

 

 

Ingolsheim/Elsaß:

südwestlich von Wissembourg gelegen; war pfalz-zweibrückisch und gehörte zum Amt Cleeburg.

 

Das pfalz-zweibrückische Amt Kleeburg umfaßte 2 Unterämter: 1. Schloß Kleeburg mit Hofen (Hoffen), Hunspach, Ingolsheim, Rott und Steinselz; 2. Schloß Katharinenburg (1620 gegründet) mit Birlenbach (seit 1618),Bremmelbach und Keffenach (seit 1649) und einen Teil von Schönenburg (seit 1651). Dazu noch einen Teil von Langensulzbach. Ein Teil des Amtes (Kleeburg, Rott, Steinselz und Oberhofen) gehörte ursprünglich zum Mundat der Abtei Weißenburg, kam jedoch früh in den Besitz von Kurpfalz (Kleeburg selbst erst 1350) und wurde mit einem anderen Teil (Hunspach, Hofen, welches gleichfalls ursprünglich weissenburgisch war, und In­golsheim) vereinigt, der schon im 14. Jh. zu Kurpfalz gehörte.Bedeutende Teile des Amtes, so Kleeburg, Hunspach, Steinselz, Rott, Ingolsheim, Oberhoffen und Hoffen waren im 14. und 15. Jh. als Unterlehen von Kurpfalz im Besitz der Puller von Hohenburg, ka­men jedoch vor und nach 1482 an Kurpfalz zurück. 1504 wurde der größte Teil des Amtes von Kaiser Maximilian I. der Kurpfalz ab­erkannt und an Pfalz-Zweibrücken als Le­hen übertragen, in dessen Besitz es fortan blieb. Mit Pfalzgraf Johann Casimir wurde am Anfang des 17. Jh. eine Linie Zwei­brücken-Kleeburg gestiftet, deren Mitglieder zu Kleeburg residierten und die erst 1718 wieder mit der Hauptlinie vereinigt wurde. 1680 erfolgte die Reunion des Amtes mit Frankreich, die 1697 durch den Rijswijk Frieden bestätigt wurde. 1787 erkannte auch Pfalz-Zweibrücken-Bir­kenfeld die französische Gebietshoheit über diesen Gebietsteil an 122.

 

Das reformierte Kirchenbuch Hoffen (1729-1780 und 1780-1788) ist im im Internet abrufbar: http://etat-civil.bas-rhin. fr/adeloch/index.­php.

 

Literatur/Urkunden:

- Sipp, Ernst: Hunspach, Ingolsheim: les baptêmes de Hunspach, Ingolsheim, 1702-1792, 1803-1807 (y compris Hoffen jusqu'en 1728), Haguenau: Familles d'Alsace du Nord Généalogie, 2009

 

 

Mühlen:

- Ingelsheimer Mühle:

im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Ingels­heimer Mühle wie folgt beschrieben: „Die Ingelshei­mer Mühl [hat] 1 WaßerRad welches einen Scheel- und Mahlgang alter[nati]ve treibet; [zahlt an Pfacht] 5 Mltr Korn, 13 fl 5 bz an Geld. Von dem weiter ange.... Hat fast nichts zu mahlen.“ 123

 

 

 

 

 

Ingweiler, Ingweilerhof:

Ortsteil von Reipoltskirchen, VG Wolfstein, Lk Kusel; nicht frei zugängliche Burgstelle, im Odenbachtal zwischen Berzweiler und Reipolts­kirchen gelegen, ist mit dem zu einem Seniorenheim ausgebauten Ingweilerhof identisch. Die weitgehend abgegangene, spä­ter über­baute Tiefburg wurde auf dem rechten Ufer des Odenbachs errichtet 124; war pfalz-zweibrückisch.

 

Im Jahr 1339 erhielt Ritter Engelbrecht von Reipoltskirchen den Ingweilerhof von Graf Georg von Veldenz als ein auf Sohn und Tochter vererbbares Lehen. Nachkommen verkauften ihn 1580 an Pfalzgraf Johann I. von Pfalz-Zweibrücken. 1760 schenkte Pfalz­graf Christian IV. den Ingweilerhof und Ausbacherhof seinem Minister von Esebeck als Erblehen. Zehn Jahre später starb der Frei­herr auf dem Ingwei­lerhof und liegt dort in der Hofkapelle begraben. Das freiherrliche Familienwappen ist noch heute über dem Ein­gangsportal des früheren Herrenhauses zu sehen. Heute beheimatet der Ingweilerhof ein Seniorenheim 125

 

Mühlen:

- Ingweiler Mühle, Mühle Graf:

1580 verkauften die Eheleute Simon von Kellenbach und Katharina geb. von Morßheim ihren Besitz in Ingweiler an Herzog Johann I. von Zweibrücken für 16000 Gulden „mit allen desselbigen ein- und zugehörigen häusern, scheuern, höffen, hofstätten, Mühlen ...“ 126. Im Plan des Ingweilerhofes von 1768 ist nördlich des Schlosses die „Mühlwies­e“ eingetragen 127.

 

Vor 1743 kam es zu einem größeren Getreidediebstahl in der Mühle von Ingweiler. Hierfür machte Franz Kaspar Wilhelm Graf von Man­derscheid, Herr von Reipoltskirchen den früheren Rentmeister der Herrschaft Reipoltskirchen-Manderscheid, Johann Michael Fischer haftbar, dem auch anderen angebliche Pflichtversäumnisse vorgeworfen wurden. Als Graf von Hillesheim daraufhin u.a. Ei­gentum Fi­scher einzieht und diesen sechs Monate lang in persönlichen Arrest nahm, erhob Fischer Klage vor dem Reichskammerge­richt Wetzlar. Der Prozeß dauerte von 1743-1760 128.

 

Um 1746 war J. Nicol Knecht der „Hoff Müllern zu Ingweiler“; im luth. KB Rathskirchen heißt es 1743: „d [Datum fehlt] J. Nicol Knecht[,] Hoff Müllern zu Ingweiler und sn ehl Haußfrau Otilia ein Töchterlein Maria Catharina genand gebohren so d Sonntag darauf die h. Tauff empfangen“ 129.

 

Um 1767 war Johann Jacob *Welcker als Müller in Ingweiler. Er wird am 12.12.1767 im Kirchenbuch als Vater des nichtehelichen Kindes Johann Nickel „Spurius“ [Anm. d. Verf.: „Hurenkind“] Armbrust, Sohn der Anna Katharina Haaßmann, Ehefrau des Johann Michael Arm­brust, beide aus Hefersweiler bzw. Berzweiler [Anm. d. Verf.: heute OT von Hefersweiler], genannt 130. Im Kirchen­buch heißt es hierzu: „Anna Catharina Armbruster eine geborene Hasemännin von Bertzweiler, weyland Joh. Michael Armbrust, ge­wesenen Gemeindsmannes zu Heffersweiler hinterlassene Wittib, die schon zu Lebzeiten ihres Ehemanns des Lasters des Ehebruchs und Hurerey verdächtig gewe­sen, ist am 12.12.1767 niedergekommen, welches den 17ten dito getauft ... nach meiner Verwarnung, nach dem Vater gefragt, gab sie an, von unterwegs von Mischach nach Hause gegangen, sey ein ohnbe­kannten Kerl ihr begegnet, welcher sie mit Gewalt genotzüchtigt. Sie mit dießen lügen sah, hab sie solange continuiert, biß endlich den Müller von Ingweiler welcher wegen vieler Schulden bey Nacht durchgegangen und unsichtbar geworden. Durch ihr ohnge­zwungenes Bekenntnis als Vat­ter angegeben worden ist.“ 131.

 

Im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung wurde die Mühle sowie das dabei liegende Hofgut versteigert. Der unbekann­te Steigerer verkaufte um 1800 an den Ökonomen Daniel *Schönbeck 132.

 

Es folgten die Müller aus den Familien Blochwitz und Weyrich. Karl Anton *Blochwitz (geb. 1805 Alsenbrück; Sohn von Theodor Bloch­witz und Elisabetha Schmelzer) heiratete 1829 die vom Ingweilerhof stammende Barbara Weyrich (Tochter von Johann Philipp Jakob Weyrich „Wexerich“ und Anna Elisabetha Gödtel) und wurde Müller auf dem Ingweilerhof. Der Sohn aus der Ehe, Karl Blochwitz wurde als Betriebsnachfolger der Müller auf dem Ingweilerhof 133.

 

Die separate außerhalb des Hofgutes stehende Mühle wurde 1903 an Theodor Graf aus dem bekannten Müllergeschlecht der Graf aus dem Alsenztal verkauft. Vorbesitzer waren die Müller Blockwitz [Anm. d. Verf.: *Blochwitz] und Weyrich. Die Mühle wurde von der Fami­lie Graf bis 1945 betrieben. Als die einmarschierenden Amerikaner am 29.3.1945 einen von deutschen Truppen im Mühlhof zurückgelas­senen Munitionswagen sprengten, wurde die Mühle schwer beschädigt. Sie mußte abgerissen werden und wurde auch aus Rentabilitätsg­ründen nicht wieder aufgebaut. Lediglich das Wohnhaus wurde 1948 erneuert 134.

 

Karte:

- Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 78: Flurkarte von 1761, bezeichnet „Geometri­sche Delineation über Haus Ingweiler und Auspacher Hofs gemarckung ..., 1761 (im Privatbesitz)

 

Photo:

- Knecht, Klaus: Die Mühle in Hefersweiler, S. 39: „Die Mühle Graf um 1930, auf der Treppe der Müller Theodor Graf mit seiner Ehefrau Alwine“

- Knecht, Klaus: Die Mühle in Hefersweiler, S. 39: Die Mühle Graf 1945, kurz nach Kriegsende, die vorhandenen Beschädi­gungen wurden durch Sprengung eines in der Nähe stehenden Munitionswagens ausgelöst

 

 

 

 

 

Ingweiler / Saarland:

heute Stadtteil von Einöd (Homburg); 1603 kam Ingweiler durch einen Tauschvertrag an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken 135 und ge­hörte zur pfalz-zweibrückischen Schultheißerei Einöd 136.

 

Mühlen:

im Mittelalter stand im Gewann „Mühlwiese“ die Ingweiler Mühle 137.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über eine Mühle in Ingweiler

 

 

 

 

 

Isenachtal, Isenach:

s. auch *Jägerthal

 

Waldtal westlich von Bad Dürkheim, Lk Bad Dürkheim. Die Isenach, am Unterlauf auch Mörschbach, ist ein knapp 36 Kilometer langer Bach und ein orographisch linker bzw. westlicher Nebenfluss des Rheins in der nordöstlichen Pfalz und bildet im Mündungs­bereich auf ca. 500 m Länge die Grenze zwischen Pfalz und Rheinhessen. Die Isenach entspringt im nördlichen Pfälzerwald zwei Ki­lometer südwest­lich von Carlsberg-Hertlingshausen, wo der Eckbachursprung liegt. An der Isenachquelle im Diemersteiner Wald an der Südostflanke ei­nes Sattels zwischen den Erhebungen Krummes Eck (449 Meter) und Hohe Bühl (444 Meter) steht der Ritterstein 277 mit der Inschrift Isenach-Ursprung. Der Lauf des Gewässers ist zunächst etwa fünf Kilometer weit nach Südosten gerichtet, kurz nach der Passage des Isenachweihers folgt er dann in östlicher Richtung dem Tal, in dem auch die Bundesstraße 37 (KaiserslauternBad Dürkheim) verläuft. Bei Bad Dürkheim durchbricht die Isenach die Haardt, den Ostrand des Pfälzerwaldes, und tritt in das mit Reben bestandene Hügelland beiderseits der Deutschen Weinstraße ein 138.

 

Mühlen:

die Nutzung der Isenach wurde in einer Mühlenordnung von 1479 geregelt, die auch 1723 noch Gültigkeit hatte 139. An der hierzu vor­genommen Beforchung vom Festtag St. Peter und St. Paul 1479 nahmen u.a. teil: Theobald Müller zu Lambsheim, Cuntz Schäffer in der oberen Postmühle [Anm. bei Frankenthal], Henn der Müller in der Niederen Postmühle, Claus Müller zu Eyersheim, Hannß und Claus Müller in der Ober und Niederen Erpoltzheimer Mühle und Claus Müller genannt Motzenbecker zu Pfeffing 140.

 

In Hardenburg und im Isenachtal oberhalb von Hardenburg gab es mehrere Sägemühlen; über diese liegt unausgewertetes Material im FLA Amorbach 141.

 

Bereits im Dürkheimer „Weistum der drei ungebotenen Dinge“ (o.D., wohl jünger als das Dürkheimer Martinsweistum von 1404 142) heißt es unter Zi. 8: „... die bach, die do heißett die Nessenach, das die soll vliessen biß zu Post 143 vff die miell ungedrungen und vnge­zwungen in irem rechtenn bachstaden ...““ 144.

 

Von der kurfürstlich Geistlichen Güterverwaltung Heidelberg wurde am 28.6.1743 eine „Bachordnung“ an der Isenach erlassen, betref­fend alle Mühlen bachaufwärts oberhalb der Saline in Bad Dürkheim; der kurpfälzische Stiftsschaffner in Dürkheim wurde ange­wiesen, diese zu „publicieren“ 145.

 

Urkunden/Literatur:

- Klein, Günter: Die Isenach. Ein Tagebuch in Wort und Bild über den Lambsheimer Mühlenbach. Lambsheim 2010

- LA Speyer Best. A2 Nr. 54: Acta, betr. die bessere Eichrichtung des von Dürkheim über Lambsheim laufenden Mühlbaches (= Isen­ach), 1777-1786

- LA Speyer Best. F5 Nr. 763, fol. 1 ff.: „Bachordnung über die Türkheimer Bach zu Lambsheim Wie selbige von altem Herkom­men in anno 1479 erneuert worden“.

 

 

- Alte Sägmühle:

s. Jägerthal

 

 

- Alte Schmelz:

ursprünglich muß hier eine Eisenschmelze betrieben worden sein. Schon 1781 verzeichnet das Leininger Lagerbuch 146, eine „alte Schmelze“. J. Gg. Lehmann schreibt 1834 147: „...gelangen wir an die alte Schmelze, gegenwär­tig ein Wirtshaus. Daneben befindet sich seit mehreren Jahren eine Schneid-(Bord)Mühl 148. 1836 heißt es bei Frey 149: „Wirts­haus zur al­ten Schmelz mit dem ehemali­gen Som­merweiher, jetzt Wiese von 1 Hektar und vielen zu diesen Werken gehörigen Arbeiterwohnung­en“.

 

In der Nähe des Pfaffentales, und zwar an den beiden, hinter der Papierfabrik liegenden Weiherdämmen, lagen kleine Grasplätze. Auf diesen erbaute der Handelsmann Johann Heinrich *Weyel aus Mannheim 1731 eine Eisenschmelze, für die ihm im gleichen Jahr der Erbbestandsbrief erteilt wurde. Nach diesem Brief durfte Weyel eine Schmelzhütte und ein Hammerwerk aufbauen. Das ursprünglich vorgesehene Hammerwerk wurde nicht gebaut, dafür übernahm Weyel den „Großen Hammer“, der am Fuß der Hardenburg lag (s. Har­denburg). Im Leiningischen Salbuch von 1781 wird von einem 'Häuschen an der alten Schmelz“ berichtet 150.

 

Bei der französischen Nationalgüterveräußerung wurde am 21.12.1804 in Hardenburg „die alte Schmelz, Sekt. Nr. 5, Artikel 34, 1 Haus, 1 Hof, 1 Stall, 0,68 Garten und 1 Acker veräußert. Das Eigentum lag zuvor beim Fürst von Leiningen-Hardenburg, Pächter war Gut­frucht, Käufer war der Marchand de Bois aus Dürkheim, Jakob Flory 151.

 

Um 1911 befand sich hier das Kurhaus „Alte Schmelz“ Besitzer Ferdinand Bassemir 152.

 

Karte:

- LA Speyer Best. H3 Karte 2937 Mitte: Die Isenach (Floßbach) mit Papiermühle u. Alte Schmelz, 1842

 

 

 

 

 

Insheim bei Landau:

VG Herxheim, Lk Südliche Weinstraße; zwischen Impflingen und Herxheim gelegen; in Insheim war die Deutschordenskommende Wei­ßenburg begütert 153.

 

Mühlen:

++++klären ++++

 

 

 

 

 

Ixheim:

Stadtteil von Zweibrücken; südwestlich von Zweibrücken am Hornbach gelegen

 

Mühlen:

auf die früheren Ixheimer Mühlen deutete heute die am südöstlichen Ortsrand gelegene „Mühlbergstraße“ hin.

 

- Ixheimer Mühle; auch Ixheimer Notmühle:

sie ist nicht bei Weber, Mühlen und Müllerhandwerk erwähnt, dagegen bei Stürmer 154; Weber legt das Zweibrücker Mühlenver­zeichnis von 1745 zugrunde, während die Mühle erst 1752 erbaut wurde. Zu Mitte des 18. Jh. konnte die Zweibrücker Stadtmühle die Fruchtvorräte ihrer Mahlgäste nicht mehr bewältigen. Deshalb wurde 1751 von der Regierung in Zweibrücken oberhalb Ixheim, auf Hornbacher Klostergrund, ein Platz für die Errichtung einer Notmühle ausersehen und versteigert. Die Zweibrücker Schloß- und Stadt­müller [Christoph] *Weinmüller und Mathias Kramer erstanden den Mühlplatz gemeinsam und erbauten, nachdem ein Kanal gestochen war, eine so stattliche Mühle, daß beider Vermögen darin aufging 155.

 

In der Aufstellung der Mühlen vom 25.9.1756, erstellt von dem Keller Böttger an die herzogliche Regierung ist folgendes vermerkt 156: „Die Ixheimer von Christoph *Weinmüller ao. 1752 neuerbaute Erbbestands-Mühle hat 4 Wasserräder, welche 3 Mahl- und 1 Schehlgang treiben.Gibt jährlich 72 Mltr: Korn zu Pfacht, ist kein Orth dahin gebannet, au­ßer Ixheim, welches jedoch zwischen die­ser und der Stadt Mühle frey mählig, und wenn die zur Stadt Mühle gebannten Mahlgäste und Einwohner nicht befördert werden können, sind dieselben in dieser Ixheimer, als einer Nothmühlen zu mahlen schuldig und ge­halten. Ziehet also ihre Nahrung von Ein­wohnern aus dem Dorf Ix­heim, welche freywillig in derselben und nicht zu Zweybrücken mahlen wollen, und dann von der Stadt Zweybrücken und dahin gebann­ten Dörfern, wann solche in der Stadtmühl nicht befördert werden können, wie auch von Hochl: Räthen und Bedienten, welche von dem Bann zur Stadt Mühle eximirt sind, und freywillig in jener mahlen. Meldet der Müller, er könne in 24 Stunden 9 Mltr Frucht mahlen, habe aber manchmal nicht 1 oder 2 Mltr: zu mahlen; die Mahlgäste aber, so er befördern könnte, könne er auf keine Zahl fest setzen, Weilen aber der eine Mehr der andere Weniger mah­le.“

 

Die Mühle in Ixheim lag nicht direkt am Hornbach, sondern an an einem Mühlenkanal, der durch eine Schleuse für die Holzflößerei regu­liert werden konnte 157.

 

Die Mühle gehörte zunächst Konrad *Sauther. Nach ihm mahlte hier Andreas *Hauther die gesamten Zehntfrüchte des Herzogs Au­gust von Zweibrücken und lieferte auch das Mehl für seine vielen Jagdhunde 158.

 

Während der Regentschaft von Herzog Karl II. August (genannt 'Hundskarl', 29.10.1746 – 1.4.1795) wurde die Ixheimer Getreide­mühle zur Knochenmühle umgerüstet und hier das Futter für die riesige Hundemeute auf Schloss Karlsberg hergestellt 159.

 

Um 1831 war Friedrich *Wagner der Müller auf der Ixheimer Mühle; ∞ mit Charlotte Seel († vor 1831); Vater von Wilhelm, Karl Ju­lie und Caroline Wagner 160.

 

Literatur/Urkunden:

- Becker, Albert: Aus der französischen Revolutionszeit. [Zweibrücken, Ixheimer Mühle]. In: Aus heimatl. Gauen. 18, 1957, Nr. 2.

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1007 1: „Erbbestandsbriefe der Ixheimer Mühle, 1782-1785“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1007 2: „Das Wehr an der Ixheimer Mühle und seine Abänderung, 1772-1776“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1007 3: „Das Wehr an der Ixheimer Mühle und seine Abänderung, 1774-1789“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1007 4: „Das Wehr an der Ixheimer Mühle und seine Abänderung, 1773-1784“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1007 5: „Das Wehr an der Ixheimer Mühle und seine Abänderung, 1786-1790“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1007 6: „Beschwerden des Inhabers der Ixheimer Mahlmühle wegen seiner unterhalb der Mühle am Bach gele­genen Schleuse, 1778-1792“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1008 1: „Erbauung einer Mühle zu Ixheim, 1741-1790“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1008 2: „Ixheimer Mahlmühle, 1757-1792“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1010 1: „Die Brücken und die Chaussee um die Ixheimer Mühle, 1738-1784

- LA Speyer Best. B2 Nr. 5338: „Das Recht des Mahlens der herrschaftlichen Hundsfrüchte für den Besitzer der Ixheimer Notmühle, 1785-1785“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 5319: „Errichtung einer Tabak- und Walkmühle auf dem Platz an der Zweibrücker Münze, die Begebung der Ix­heimer Mühle und deren Verlegung nach Zweibrücken, 1789“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 5320: „Errichtung einer Tabak- und Walkmühle auf dem Platz an der Zweibrücker Münze, die Begebung der Ix­heimer Mühle und deren Verlegung nach Zweibrücken, 1789“

- Zentralarchiv Evang. Kirche d. Pfalz Speyer Best. 087.IV (Zweibrücken, Archiv d. Herzog-Wolfgang-Stiftung, Rep. IV) Nr. 2103: Erbbeständliche Verleihung der oberhalb Ixheims erbauten Mahl- und Notbannmühle und bezügliche Streitigkeiten; Erneuerung des Erbbestands; Verminderung der Pacht wegen aufgehobener Bannalität und Rückzahlung der zuviel bezahlten Pacht an die Haut'schen Erben, 1817-1825

 

 

- Hammerschmiede:

++++klären: identisch mit Schleifmühle ?+++; nicht weit von Zweibrücken entfernt arbeitete im letzten Viertel des 18. Jh. der Ham­merschmied Peter Klein. Er hatte 1776 an der Bickenalb seine Werkstatt, den sog. Ixheimer Hammer gebaut 161.

 

Am 1.3.1837 lassen Philipp Klein und Konrad *Klein, Vater und Sohn, alle drei [!] Hammerschmiede, auf der Ixheimer Hammer­schmiede wohnhaft, die ihnen angehörige, auf dem Banne von Ixheim, nahe Zweibrücken, gelegene sogenannte Ixheimer Waffen- oder Hammer­schmiede, bestehend aus einem Gebäude, worin Wohnung für 2 Haushaltungen, und eine Mahlmühle, mit einem Gan­ge und einem Schälgange; Scheuer und Stallungen; einem Gebäude, worin sich die Hammerschmiede, aus 3 Hämmern mit 2 Feuern und einer Schleif­mühle bestehend, befindet; einem Gebäude, welches eine Gypsmühle ... enthält, ... öffentlich versteigern“ 162.

 

Ab 1843 wurden in der Ixheimer Mühle Draht und Nägel hergestellt, wodurch der Name Ixheimer Nagelwerk entstand 163.

 

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1009 3: „Die Erbauung einer Schleifmühle unterhalb der Mahlmühle zu Ixheim, o. D.“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1009 4: „Die beabsichtigte Erbauung einer Schleifmühle in der Bickenhall zu Ixheim, o. D.“

 

 

- Neumühle:

im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Ixheimer Neue Mühl [hat] 4 WaßerRäder welche 3 Mahl und einen Scheelgang treiben; [gibt an Pacht] 72 Mltr Korn; die Ixheimer seynd hier­her und in die hiesige StadtMühl gebannt; könne in 24 Stund 9 Mltr Frucht gemahl werd.“ 164

 

 

- Ölmühle und Pletschmühle:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1009 1: „Erbauung einer Pletsch- und Ölmühle zu Ixheim, 1629-1697“

 

 

- Schleifmühle:

++++klären: identisch mit Hammerschmiede ?+++; unterhalb der Mahlmühle gelegen 165, in der sog. Bickenhall 166.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1009 3: „Erbauung einer Schleifmühle unterhalb der Mahlmühle zu Ixheim, o. D.“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1009 4: „Die beabsichtige Erbauung einer Schleifmühle in der Bickenhall zu Ixheim, o. D.“

 

 

- Tabakmühle:

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 5319: „Errichtung einer Tabak- und Walkmühle auf dem Platz an der Zweibrücker Münze, die Begebung der Ix­heimer Mühle und deren Verlegung nach Zweibrücken, 1789“

 

 

- Walkmühle:

neben der Mahlmühle in Ixheim gelegen

 

Die Walkmühle war Anstalt der Zweibrücker Wollmanufaktur. Schon wenige Jahre nach der Gründung der Zweibrücker Wollmanu­faktur im Jahr 1753 167 machte sich das Bedürfnis nach einer eigenen Walkmühle stark, nachdem zunächst wohl bis 1757 bei priva­ten Walkern gearbeitet worden war. Der pfalz-zweibrückische Baudirektor Hautt erhielt den Befehl, einen geeigneten Platz auszusu­chen. In seinem Bericht verwies er darauf, daß der Müller auf der Ixheimer Mühle, Christoph *Weinmüller, mitgeteilt habe, er könne die hohe Erbpacht von 60 Mltr Korn nicht mehr zahlen, er müsse die Mühle schließen, wie es seine Vorfahren schon einmal getan hätten. Dann erhalte die Rentkammer gar nichts. Baudirektor Hautt schlug daraufhin vor, die geplante Walkmühle an die Ixhei­mer Mühle zu verlegen, die einen guten Wasserlauf besitze. Mit dem Ixheimer Mahlmüller Christoph *Weinmann kam nun am 24.10.1757 ein Ver­trag unter folgenden Be­dingungen zustande: Er stellt den Platz zur Verfügung und „erhält wegen abgehenden Was­sers und Gewinns“ als auch der dem Walker auf der Walkmühle in der Mahlmühle zur Verfügung gestellten Stube Küche und Kam­mer, wenn die Walk­mühle über ein ½ Jahr laufen sollte, 12 Malter Korn, wenn sie aber kein halbes Jahr gehen sollte, 8 Malter Korn an seiner Pacht nach­gelassen 168.

 

Die Walkmühle wurde nun neben der Mahlmühle errichtet und war in der Folge immer in Betrieb. Die Pachtvergütung schwank­te zwi­schen 56 fl und 156 fl, je nach dem Grad der Benutzung. Die Leistungen der Mühle waren gut. Der spätere Direktor der Wollma­nufaktur Zweibrücken Hoffmann, erklärte, daß die Walkmühle den weiten Transport und die Transportkosten zehnfach ent­schädige, „durch bes­seres Walken gegen den anderen Mühlen, weil sie keine Löcher in die Tücher ziehe, noch die Wolle davon ganz ab­schlägt folglich verdirbt, und bei jetziger Einrichtung und Führung mehr Ehlenmaß liefert“ 169. Die höhere Qualität der Ixheimer Walkmühle erkannten erkannten auch die Wollenweber der Umgebung an und bedienten sich schon bald der Walkmühle durch Ver­mittlung des Direktors der Wollmanufaktur Folz. Der Färber und Walker hinter dem Wall [Walkmühle Zweibrücken] Georg Weyland gab sogar wollene Kundenware trotz eigener Walkmühle nach Ixheim in Arbeit. Von Hornbach kamen die Weißgerber, Wollenweber und Strumpfstricker, die dortige Cronsche Mühle übergehend 170.

 

Literatur/Urkunden:

- Drumm, Ernst: Aus der Geschichte der herzoglichen Wollmanufaktur zu Zweibrücken 1753/1793; in: „Bei uns daheim“. 6, 1930. Bl. 15

- Drumm, Ernst: Die Walkmühle in Ixheim; in: Aus heimatlichen Gauen (Beilage z. Pfälzischen Merkur) Nr. 49 vom 10.12.1929

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1009 2: „Die Walkmühle neben der Mahlmühle zu Ixheim, o. D.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1 HStA München, MainzerU 2489.

2 UBE­berbach 2, Nr. 540 S. 375.

3 UBAltenberg, 1, Nr. 496 S. 388.

4 HStA München, RhpfU 2518 = RGfSponheim 454, S. 299.

5 LHA Koblenz, Best. 1 C Nr. 2, 548 = Balduineen 1632, S. 315.

6 LHA KO Best. 33 Nr. 15291 = RGfSpon­heim 2681 S. 503.

7 Keddigkeit, u.a.: Burgenlexikon, Bd. 3, S. 42.

8 Keddigkeit, u.a.: Burgenlexikon, Bd. 3, S. 42.

9 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 215.

10 Fabricius,: Geschichtsatlas der Rheinprovinz, Erläuterungen, Bd. VI, „Die Herrschaften an der unteren Nahe“, Bonn 1914, S. 236 Für­feld / Tiefenthal.

11 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 215.

12 Neue Speyerer Zeitung Nr. 36 vom 23.3.1820.

13 Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 215.

14 LA Speyer Best. A2 Nr. 719/1 fol. 87.

15 Kullmer: Die Mahlmühle in Iggelbach; in: Elmsteiner Heimatschrift Nr. 10, Juni 2004, S. 3.

16 LA Speyer Best A 2 Nr. 179/1 fol. 26R; LA Speyer Best A 2 Nr. 179/1 fol. 17.

17 Kullmer: Die Mahlmühle in Iggelbach; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat 4/2004, S. 3-6.

18 Kullmer: Die Mahlmühle in Iggelbach; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat 4/2004, S. 3-6.

19 abgedruckt bei Kullmer: Die Mahlmühle in Iggelbach; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat 4/2004, S. 4-6.

20 LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 240.

21 LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 400.

22 LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 400.

23 LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 455.

24 abge­druckt bei Kullmer: Die Mahlmühle in Iggelbach; in: Elmsteiner Heimatschrift Nr. 10, Juni 2004, S. 3-6.

25 Kullmer: Die Mahlmühle in Iggelbach; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat 4/2004, S. 3-6.

26 Steiner: Aargau­er in der Pfalz, S. 398.

27 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1.

28 Bosl: Auf den Spuren der Iggelheimer Mühle, S. 414; Bosl, Gerlinde: „Am Rauschen Bach ….; Auf den Spuren der Iggelheimer Mühle; in: Heimatjahrbuch

Rhein-Pfalz-Kreis 2011, S. 115.

29 Freimersheim: Heimatbuch, a.a.O.,S. 25.

30 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 247; LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 5-5r.

31 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 33.

32 Bosl: Auf den Spuren der Iggelheimer Mühle, S. 414.

33 Bosl: Auf den Spuren der Iggelheimer Mühle, S. 414-415.

34 Bosl: Auf den Spuren der Iggelheimer Mühle, S. 415.

35 Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 13 vom 16.2.1819, S. 105.

36 Frosch: Familien in Neuhofen, S. 45.

37 Seelinger: Familien in Hochdorf und Assenheim, S. 144 Nr. 547A.

38 Bosl: Auf den Spuren der Iggelheimer Mühle, S. 415.

39 Bosl: Auf den Spuren der Iggelheimer Mühle, S. 415.

40 Die Rheinpfalz vom 24.11.1979.

41 Gottlieb: Die Il­besheimer Mühle, S. 18; LA Speyer Best. U77, 12, 13, 50; LA Speyer Best. B2 Nr. 292 fol. 107 ff..

42 Gottlieb: Die Ilbesheimer Mühle, S. 18; LA Speyer Best. U77 Nr. 50.

43 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 107R; Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, S. 234.

44 Gottlieb: Die Ilbesheimer Mühle, S. 18.

45 Gottlieb: Die Ilbes­heimer Mühle, S. 19.

46 Gottlieb: Die Ilbesheimer Mühle, S. 19; LA Speyer Best. U77 Nr. 50.

47 Gottlieb: Die Ilbesheimer Mühle, S. 20; LA Speyer Best. U77 Karte 4

48 LA Speyer Best. U77 Nr. 4: notarielle Versteigerungsurkunde mit Vermessungsprotokoll und Karte, 1820.

49 Eilbote Landau vom 6.1.1859, S. 4 = LA Speyer Best. Y 20/41.

50 Gottlieb: Die Ilbesheimer Mühle, S. 20; Landauer Anzeiger vom 9.3.1911, S. 3.

51 Gottlieb: Die Il­besheimer Mühle, S. 21.

52 Gottlieb: Ilbesheimer Mühle, S. 18.

53 Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik des gemeindefreien Bezirks Gutsbezirk Baumholder, S. 199.

54 LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl.13.

55 Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik des gemeindefreien Bezirks Gutsbezirk Baumholder, S. 199.

56 Toussaint: Territorium der Grafen von Leiningen; Sonderdruck aus Mitt. Hist.71. Band, Speyer 1974, S. 176.

57 Toussaint: Territorium der Grafen von Leiningen; Sonderdruck aus Mitt. Hist.71. Band, Speyer 1974, S. 170.

58 Denkmalto­pographie Donnersbergkreis, S. 228.

59 Kunstdenkmäler, Bd. VII Kirchheimbolanden, S. 117.

60 Treiber: „Die 'Fedderbutz' bettete die halbe Welt. Mühlen im Zellerthal (3): Kleinmühle wandelt sich von Kornmühle zu Maschinenfabrik. Erfindung der Feder- Sortiermaschine.“; in: Die Rheinpfalz vom 2.12.2009.

61 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 17.

62 Treiber: „Die 'Fedderbutz' bettete die halbe Welt. Mühlen im Zellerthal (3): Kleinmühle wandelt sich von Kornmühle zu Maschinenfabrik. Erfindung der Feder- Sortiermaschine.“; in: Die Rheinpfalz vom 2.12.2009.

63 LA Speyer: Dirmsteiner Lagerbuch, Bl. 348.

64 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 371.

65 Rasche, Bergbau, S. 19.

66 Rasche, Bergbau, S. 26/27.

67 hierzu auch Kleeberger: Die Juwelen der Reichsgräfin Katharina von Wartenberg; in: Leininger Geschichtsblätter 1914, S. 28 ff..

68 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 293.

69 Schmidt: Ehe­malige Erzhütten und Pochwerke in der Nordpfalz; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 304.

70 LA Speyer Best. C14 Nr. 316 Bl. 31: Bauplan und Grundriß der Schmelzhütte vom 17.8.1749.

71 Lagebeschreibung LA Speyer Best. C 14 Nr. 317; Weber:Mühlen besonderer Art, S. 293.

72 Schmidt: Ehemalige Erzhütten und Pochwerke in der Nordpfalz; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 300.

73 Christmann:Siedlungsnamen, S. 304.

74 LA Speyer Best. C5 Nr. 330, fol. 2-4.

75 LA Speyer Best. C5 Nr. 330: „Die an der zwischen der Herrschaft Gräfenstein und dem lichtenbergischen Amt Lembach laufenden Scheidbach auf jenseitigem

Territorium erbaute Mühle“, 1754.

76 LA Speyer Best. W1 Nr. 1003: Plan über eine neu zu erbauende Mühle des Hanau-Lichtenberger Obristen W. Grandfil an der Rodalb zwischen Münchweiler

und Rodalben, ca. 1754.

77 LA Speyer Best. C20 Nr. 3548.

78 LA Speyer Best. C20 Nr. 2236.

79 LA Speyer Best. C20 Nr. 3948.

80 LA Speyer Best. C20 Nr. 2236.

81 Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, S. 260.

82 Eilbote Landau vom 17.1.1846, S. 13 = LA Speyer Best. Y 20/41.

83 Müller: Spurensuche: Die Raugrafen in der Nordpfalz, hrsg. Sparkasse Donnersberg, Rockenhausen 1998

84 Werner: Die Nationalgüter im Department Donnersberg, Beilage 2, S. 18.

85 Verzeichnis der Kulturdenkmäler Donnersbergkreis http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Donnersbergkreis.pdf .

86 Dohm: Die Schleifmühle bei Imsweiler; Konzessionsurkunde a.d.J. 1719; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1933, S. 37.

87 Dhom: Andreas *Kremb und seine Schleifmühle. Ims­weiler-Schleifmühle, Eigenverlag, 1975 mit Besprechung in Pfälzer Heimat 1976, S. 40.

88 LA Speyer Best. A“ Nr. 1312/7; Dhom: Das Wappen des Andreas Kremb; in: Pfälz.-Rhein. Familienkunde 1978, S. 112.

89 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 261.

90 Dhom: Aus dem Leben des Müllermeisters Johann Adam Limbacher in Imsweiler in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1981 S. 17 ff.

91 Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 428.

92 Dhom: 250 Jahre Schleifmühle Imsweiler, o. S.

93 Müller: Spurensuche: Die Raugrafen in der Nordpfalz, hrsg. Sparkasse Donnersberg, Rockenhausen 1998, S. 9.

94 Weber: 400 Jahre im Dienst der Landwirtschaft. Die Dorf- oder Schloßmühle in Imsweiler an der Alsenz; in: Pfälzische Heimat­blätter 1961, S. 16.

95 Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 428; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 181; LA Speyer Best. A2 Nr. 1213/7.

96 Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16.

97 Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16.

98 Rinck: Taufbücher deutsch-refor­mierte Gemeinde Otterberg, S. 58 Nr. 495.

99 Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16.

100 Dhom,: Die Sippe Kremb-Kremp im pfälzischen Raum, 2. Auf­lage Imsweiler 1975, S. 27.

101 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 261.

102 Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, a.a.O, S. 16; Dhom: Sippe Kremb, S. 63; dieser weist daraufhin, daß in der Übertragungsurkunde der Amtskeller

Kummer fehlerhaft der Vornamen der Witwe Anna Catharina Berg mit „Susanne“ angege­ben hat, wohl infolge einer Verwechslung mit der ersten Ehe des Simon Rahm.

103 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 261.

104 Weber: Dorf- oder Schloßmühle Imsweiler, S. 16; LA Speyer, Kurpfalz 1213. 7 fol. 37. ++Zitat prüfen+++

105 Dhom: Aus dem Leben des Müllermeisters Johann Adam Limbacher in Ims­weiler in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1981 S. 17 ff.

106 Denkmaltopographie Donnersbergkreis S. 428.

107 Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 1, S. 411.

108 Hinweis bei LA Speyer Best. A13 (Geistliche Gütergemeinschaft Heidelberg) Nr. 1217: Die kurpfälzische Geistliche Güteradministration verleiht das Sachs- oder

Stockgütlein in Ingenheim (Ortsherrschaft von Gemmingen) in Erbbestand an die Erben des Wendel Hoffmann, 22.2.1786.

109 Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 398.

110 Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 398.

111 LA Speyer E4 Souveränitätslande (22,8 Rgm, 1416 Archivalien), darin u.a. die Herrschaft Ingenheim (Gefälle und Zinsen, Renteirechnungen, Allodialrech­nungen,

Bestandsgüter, etc.).

112 Schnabel: Be­völkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 266.

113 Ehrgott,: Waldhambach und seine Mühlen, S. 232.

114 Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 1, S. 412.

115 LA Speyer Best. D28 Nr. 123.

116 LA Speyer Best. D28 Nr. 124.

117 Becker: Das deutsche Mühlenster­ben, S. 76.

118 Intelligenzblatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 92 vom 26.8.1836, S. 739-740.

119 Eilbote Landau vom 25.9.1841, Nr. 39, S. 155.

120 Petermann: Kirchenbuch der reformierten Gemeinde Klingen von 1714 – 1780, S. 7.

121 Eilbote Landau vom 1.4.1848, S. 200 = LA Speyer Best. Y 20/41.

122 Ministeri­um für Elsass-Lothringen [Hrsg.]: Das Reichsland Elsass-Lothringen. Landes- und Ortsbeschreibung, 3. Teil, 1. Bd., Straßburg 1901/03, S. 483.

123 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 111r.

124 Keddigkeit u.a.: Burgenlexikon, Bd. III, S. 69.

125 Wikipedia, Stichwort 'Ingweilerhof', Abruf vom 7.10.2013.

126 Keddigkeit u.a.: Burgenlexikon, Bd. III S. 71.

127 Keddigkeit u.a.: Burgenlexikon, Bd. 3 S. 73.

128 LA Speyer Best. E6 Nr. 559; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichs­kammergerichtsakten, Bd. 1, S. 347/348 Nr. 427.

129 Luth. KB Rathskirchen3, Bl. 101.

130 Uhrig: Die Familien Berz- und Hefersweilers; Internetdatei von 2005, S. 12, Abruf vom 23.1.2013.

131 Uhrig: Die Familien Berz- und Hefersweilers; Internetdatei von 2005, S. 12, Abruf vom 23.1.2013.

132 Schultz,/Aßmann: Die Geschichte von Reipoltskirchen und der Wasserburg, S. 49.

133 Decker u.a:kath. Kirchengemeinde Reipoltskirchen S. 39.

134 Schultz/Aßmann: Die Geschichte von Reipoltskirchen und der Wasserburg, S. 49.

135 Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 223.

136 Klauck: Le­xikon saarländischer Ortschaften, S. 114.

137 Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 223.

138 Wikipedia, Stichwort 'Isenach', Abruf vom 7.10.2013.

139 LA Speyer Best. A14 Nr. 9: Original der Bachordnung vom 28.6.1479; Frankenthaler Altertumsverein XVI. Jg. 1908, S. 31 f = LA Speyer Best. A1 Nr. 1435 Urk.

vom 28.6.1479, begl. Abschrift vom 27.5.1739; Anm.: die alte Bachordnung von 1439 wird auch in LA Speyer Best. A2 Nr. 1315/4 Bl. 3 im Zusam­menhang mit der

geplanten Errichtung einer weiteren Mahlmühle in Lambsheim erwähnt.

140 LA Speyer Best. A1 Nr. 1435, Bl. 1.

141 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 272.

142 Weizsäcker: Pfälzische Weistümer, Bd. 1, S. 301 Anm. 1.

143 Anm.: die beiden Postmühlen, d.h. die Obere Postmühle bzw. die Untere Postmühle bei Frankenthal.

144 Weizsäcker: Pfälzische Weistümer, Bd. 1, S. 299.

145 LA Speyer Best. A14 Nr. 9, fol. 164-167r.

146 LA Speyer, Lagerbuch 8 ; zitiert nach Christmann: Siedlungsnamen II, S. 118.

147Lehmann: Geschichtliche Gemälde aus dem Rheinkreise Bayerns, 2. Heft S. 265.

148Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O.,S. 117/18.

149 Frey: Beschreibung des kön. bayerischen Rheinkreises, Bd II S. 418.

150 Zachert: Harden­burg, S. 67.

151 Schieder: Säkularisation, S. 284, lfd.-Nr. 11540; LA Speyer Best. G11 Nr. 113 I, G7 Nr. 61 I.

152Postkarte Verlag J. H. Ziegler, Neustadt um 1911

153 Fendler: Kammerkommende Weißenburg, S. 66.

154 Stürmer: Mühlenrecht, S. 95 Anm. 11 unter Bezugnahme auf die Urkunde in Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken, Rep IV. Nr. 2101, 1229.

155 KSchA Zw. Rep. IV, Nr. 2101, 2102; Stürmer: Mühlenrecht, S. 107.

156 LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 S. 43r-44.

157 Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 202.

158 Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 202.

159 Wikipedia Stichwort 'Ixheim', Abruf vom 7.10.2013

160 Intelligenzblatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 47 vom 5.5.1831, S. 354-355.

161 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, Bd. 2 S. 327.

162 In­telligenzblatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 129 vom 28.12.1836, S. 1037-1038.

163 Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zwei­brücker Land 2003, S. 202.

164 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 125r.

165 LA Speyer Best. B2 Nr. 1009 3: „Erbau­ung einer Schleifmühle unterhalb der Mahlmühle zu Ixheim, o. D.“,

166 LA Speyer Best. B2 Nr. 1009 4: „Die beabsichtige Erbauung einer Schleifmühle in der Bickenhall zu Ixheim, o. D.“.

167 Drumm: Aus der Geschichte der herzoglichen Wollmanufaktur zu Zweibrücken 1753/1793; in: „Bei uns daheim“. 6, 1930. Bl. 15.

168 Drumm: Die Walkmühle in Ixheim; in: Aus heimatlichen Gauen, Beilage z. Pfälzischen Merkur, Nr. 49 vom 10.12.1929.

169 Drumm: Die Walkmühle in Ixheim; in: Aus heimatlichen Gauen, Beilage z. Pfälzischen Merkur, Nr. 49 vom 10.12.1929.

170 Drumm: Die Walkmühle in Ixheim; in: Aus heimatlichen Gauen, Beilage z. Pfälzischen Merkur, Nr. 49 vom 10.12.1929.

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