Version 17.2.2018

 

Litera K

(Kallstadt - Kleinkarlbach)

 

Kallstadt:

VG Freinsheim, Lk Bad Dürkheim. Das Dorf gehörte einst zur Hartenburger Linie der Grafen von Leiningen, die im Zuge der Refor­mation um 1560 das lutherische Bekenntnis annahmen 1. Das älteste lutherische Kirchenbuch umfaßt den Zeitraum von 1656 bis 1739 und enthält Kallstadt, Pfeffingen und Ungstein betreffende Einträge, letztere allerdings nur bis 1700, da Ungstein im Jahr 1700 eigenständi­ge lutherische Pfarrei mit eigenem Pfarrer wurde.

 

Es bestand kurpfälzisches Patronatsrecht. Lutherische Pfarrei seit 1560 mit Filialen Ungstein (bis 1700) und Leistadt. KB luth. 1656 2.

 

In Kallstadt befand sich als die Grafen von Leiningen 1506 die Dörfer Ungstein und Kallstadt von Kurpfalz zurückerhielten, das gemeinsam­e Gericht für Pfeffingen, Kallstadt und Ungstein. Dieses Dorfgericht tagte jeweils am Georgitag, dem 23. April 3.

 

Mühlen:

Eine Mühle ist bei Weber 4 nicht erwähnt. Dagegen befindet sich im Kallstadter Gerichts­buch 1533-1563 ein Hinweis. Dort ist un­ter lfd. Nr. 83 ein Prozeß vor dem Ortsgericht erwähnt, der den Tausch einer Wiese „zur Mühle“ zum Gegenstand hat 5.

 

Im Haus Weinstraße 70 befindet sich der Schlußstein eines ehemaligen Hoftors, der frei aufgestellt im Hof steht. Der um 1700 entstanden­e Schlußstein zeigt mehrere Berufszeichen, darunter ein von drei Sternen umgebenes Mühlrad 6.

 

Literatur/Urkunden:

- Görtz, Hans-Helmut: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch 1533-1563, Speyer 2005

- Görtz, Hans-Helmut: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch 1563-1740, Neustadt/Weinstraße 2010

 

 

 

 

 

Kandel:

VG Kandel, Lk Germersheim; gehörte um 1460 zur Herrschaft Guttenberg, Kondominat von Leiningen-Hardenburg und Pfalz-Zwei­brücken, 1463 fielen die Leininger Anteile an Kurpfalz 7; es bestand bis 1733 weiterhin das Kondominium zwischen Kurpfalz, Pfalz-Zweibrücken, Pfalz-Birkenfeld und Pfalz-Sulzbach, bis die Erbauseinandersetzung endlich durch Vergleich vom 24.12.1733 beigelegt wer­den konnte. Man einigte sich darauf, die Gemeinschaft Guttenberg vollständig auf Pfalz-Zweibrücken zu übertragen, bei dem sie bis zur Französischen Revolution blieb 8. Kandel gehörte zusammen mit Minfeld, Höfen, Minderslachen, Freckenfeld, Vollmersweiler und Nie­derotterbach zur “Unteren Gemeinschaft Guttenberg”.

 

Lutherische Pfarrei seit 1553 mit Nachbarorten. KB luth. 1622 9.

 

Mühlen:

das Augustinerchorherrenstift Hördt erhielt 1278/1305 Zins vor der Mühle in Kandel 10. „Die Mühle zu Kanele, welche Bering von Kane­le innehat, ist dem Kloster Herd zinspflichtig“ 11.

 

Das von Weber 12 vorgelegte Verzeichnis der pfalz-zweibrückischen Mühlen ist unvollständig. Das von Weber bei der Bearbeitung her­angezogene pfalz-zweibrückische Mühlenverzeichnis “Acta sammtlicher Mühlen im Herzogtum Zwei­brücken” 1743-1756 13, enthält trotz des Titels nicht sämtliche Mühlen im Herzogtum. So fehlt die Gemeinschaft Guttenberg vollstän­dig. Dieser Fehler setzt sich dann im Werk von Weber fort. Dabei hatte die Zweibrücker Regierung die Landschreiber der Oberämter, selbständigen Ämter sowie die Kellerei­en 1737 lediglich angewiesen, über die inzwischen neu erbauten Mühlen zu berichten. Nach Eingang der Antwor­ten hat man wohl aus dem vorhandenen Aktenmaterial das Mühlenverzeichnis erstellt und möglicherweise die Gemeinschaft Gutten­berg übersehen. Die Ge­meinschaft Guttenberg gehörte seit 1733 zum neu geschaffenen Oberamt Guttenberg. Das Mühlenverzeichnis im LA Speyer 14 ist aller­dings aufgrund des Aktenzustands nicht mehr benutzbar 15.

 

Bei Frey 16 sind folgende Mühlen bei Kandel aufgeführt: “nordwest­lich von Kandel liegt die Barthelsmühle, nördlich die Herren-Mühle [Anm.: s. Minderslachen] und nordöstlich die Leistenmühle, alle drei über der Erlenbach und in einer Entfernung von 1/2 Stunde. Eben­so weit in südwestlicher Richtung liegt die Haardt Mühle auf der Otterbach. Innerorts gab es keine Mühlen, aufgrund der fehlenden Wasserkapazität und des zu niedrigen Wasserstandes des durch Kandel führenden Dierbachs 17.

 

Bei Nauerth 18 ist eine Karte des Vermessungsamts Landau von 1840 abgedruckt. Diese zeigt in Mittelkandel die Gewanne “unter der Mühlgasse”. Nauerth 19 erwähnt die Barthelsmühle, Herrenmühle, Leistenmühle und die *Archeweyerer Mühle. Ob diese Müh­len jedoch sämtlich Kandel zugeordnet werden können, erscheint derzeit zweifelhaft +++ klären++++; da sie nördlich von Minders­lachen lagen 20. Auch dürfte die Er­wähnung der Archeweyerer Mühle im Zusammenhang mit Kandel und der Gemeinschaft Gutten­berg nicht zutref­fen 21. Die Archeweyerer Mühle lag bei Steinweiler und wäre mithin kurpfälzisch. Die Mühle lag über dem Erlen­bach an der Stelle des im 30jährigen Krieges untergegangenen Dorfes Archeweyer 22.

 

In der Übersichtskarte von Kandel aus dem Jahr 1899 23 ist die „Bardelsmühle“ am Nordufer des Erlenbachs, südlich des Dorfes Erlen­bach eingezeichnet.

 

Im ref. KB Kandel befindet sich Copulationseintrag vom 3.1.1696; es heiratet die Anna Margarethe NN. die Witwe des Müllers Adam Keetzhefer aus Kandel 24.+++klären: welche Mühle+++

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte Kandel von 1899

 

Literatur/Urkunden:

- Gemar, Jakob: Licht im Dunkel der Vergangenheit? Zur Geschichte der Mühlen in der Bienwaldstadt Kandel. In: Rheinpfalz, Germers­heim 13, Nr. 216 v. 18. 9. 1957.

- Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, 2010, Bd. XVII Heft 3, S. 173-180

- LA Speyer Best. H34 Sachakte 467 Mühlen am Erlenbach im Banne von Kandel: Barthelsmühle, Herrenmühle, Leistenmühle, 1818-1937, darin Pläne

 

 

- Barthelsmühle:

s. auch Ziegelmühle Minderslachen 25.

 

Die Barthelsmühle ist bei Frey, nicht erwähnt, jedoch auf der Karte des Vermessungsamts Landau von 1840 abgedruckt. Diese zeigt in Mittelkan­del die Gewanne “unter der Mühlgasse” 26; 1828 als „Bardelsmühle“ 27, 1836 „Barthelsmühle“ 28 und 1961 „Bartels­mühle“ er­wähnt 29.

 

Bezüglich der Benennung als „Barthelsmühle“ kann angenommen werden, daß sie auf einen Namensträger Barthel Müller zurückgeht. Am 6.5.1627 wur­de ein „Hanß Christoffel Müller als Sohn von Barthel Müller in der Mühle zu Minderslachen und Barbara“ getauft. Am 26.11.1649 heiratete ein Barthel Hanss, Müller zu Minderslachen, als Witwer eine Catharina, Tochter des Marzloff Vasselmann aus Min­feld 30.

 

1752 war Müller auf der Barthelsmühle der Johannes Jakob *Brunner (geb. 1703; Sohn des Müllers Johann Georg *Brunner und der Anna Maria *Guttenbacher 31.

 

Von 1813-1828 war Jacob Hiob *Wurster († 6.5.1828 Kandel) der Müller auf der Barthelsmühle 32.

 

Vom Assisengericht der Pfalz in Zweibrücken wurde am 21.8.1855 ein Einbruch in der Barthelsmühle abgeurteilt und der aus Rö­thendorf bei Dinkelsbühl stammende Mühlarzt Karl Lang zu 5 Jahren Zwangsarbeit verurteilt 33.

 

Um 1892 war Michel *Greser Müller auf der Barthelsmühle Kandel 34.

 

Am 29.3.1924 wird auf der Barthelsmühle geboren die Maria Wilhelmina Rieger, Tochter der Eheleute NN. Rieger und der Ruth geb. Mi­chel 35.

 

Am 25.8.1925 wird geboren die Emma Rieger; Tochter der Katharina Michel ∞ Rieger, von der Barthelsmühle (bei Kind 3 heißt sie mit Vornamen Ruth, bei Kind 4 dagegen Katharina) 36.

 

Karten:

- LA Speyer Best. U 82 (Stadtarchiv Kandel) Karten U Nr. 16 fol. 49: „Horst-Wiese über der Barthelsmühle im Banne Kandel, der Gemein­de Kandel gehörend, 26.1.1826“

- LA Speyer Best H34 Nr. 468: Barthelsmühle in Kandel 1823-1938, darin Pläne

- LA Speyer Best. H34 Nr. 467: Mühlen am Erlenbach im Banne von Kandel: Barthelsmühle, Herrenmühle, Leistenmühle, 1818-1937, darin Pläne

 

 

- Hardtmühle:

unterschiedliche Schreibweise, als Haardtmühle, Hardtmühle oder Hardmühle angegeben 1828 als „Hordmühle“ angege­ben 37; bei Frey 38ist die Hardtmühle aufgeführt; sie liegt ½ Stunde vom Ort weit in südwestlicher Richtung liegt die Haardt Mühle auf der Ot­terbach 39.

 

Müller auf der Hardtmühle war Daniel *Großglaus († 22.8.1771 in Kandel; beerdigt am Wohnwort Kandel-Höfen am 24.8.1771), zu­nächst bis 1739 Zimmermann in Kandel, dann nach 1739 Müller auf der Hardtmühle 40.

 

Müller auf der Hardtmühle war der aus der Altmühle stammende Johann Dieter *Hüner (geb. um 1750 auf der Alten Mühle in Min­feld – 16.1.1794 auf der Hardtmühle bei Kandel); aus dessen 1. Ehe mit Catharina Barbara Voltz (geb. 22.10.1750 Kandel - † 14.8.1782 Kan­del) stammt der Sohn und Betriebsnachfolger auf der Hardtmühle, Johann Nicolaus *Hüner (1778-1818) 41.

 

Im „Intelligenz-Blatt des Rheinkreises“ Ausgabe Nr. 70 vom 14.9.1819 wird die Versteigerung der Hardmühle in Kandel am 11.9.­1819 für den 27.9.1819 im „Gasthaus Zum Schwarzen Bären in Candel“annociert: ... auf Anstehen a) von Johann Jacob Schönlaub, Müller, auf der Altmühl zu Minfeld, und Georg Michael Zeiß, Ackersmann zu Candel, ersterer in seiner Eigenschaft als Vormund, letzterer aber als Nebenvormund, von Johann Heinrich, Anna Barbara und Anna Catharina Hühner, sämtliche drey minderjährige hin­terlassene und er­zeugte Kinder zwischen Nicolaus Hühner, im Leben gewesenen Hardmüllers dahier zu Candel, und auch Anna Ca­tharina gebohrner Trauth nachheriger Ehefrau von Johann Georg Zeiß, sodann b) des gedachten Johann Georg Zeiß dermalen wohn­haft auf berührter Hardmühlen sowohlen in seiner Eigenschaft als zweyter Ehemann der gedacht verlebten Anna Catharina Trauth wie auch als erster und natürlicher Vormund seines mit derselben erzeugten annoch minderjährigen Sohnes Johannes Zeiß, ... zur vor­läufigen Versteigerung ... von einer Mahlmühle mit drey Mahl- und einem Schälgang, Oehlmühl und Hanfreib sammt denen Wohn- und Mühl-Gebäuden, Scheuer, Stallung, Holzschopf, geräumigen Hof und anliegenden Baum-, Gras- und Pflanzgärtchen, al­les bey und um die Mühl ..., die sogenannte Hardmühle gelegen in der Bannbegränzung von Candel an der Otterbach ...“ 42

 

Am Versteigerungstermin wurde offensichtlich kein Käufer gefunden, denn die Mühle wurde erneut 11.10.1819 versteigert 43.

 

Dabei ersteigerte Johann Jakob (1) Schönlaub die Hardmühle für seinen Sohn, Johann Jacob (2) *Schönlaub (geb. 8.1.1801 Altmühle Minfeld - † 10.11.1856 Kandel Hardmühle), der in der Folge Müller auf der Hardmühle war 44. Dieser ist im Grundsteuer-Kataster Kan­del am 25.4.1842 eingetragen, u.a. „mit Wohnhausu7nd Mühlwerk zu drei Gängen und einem Schelgang“ 45. Dort heißt es: „Die Hard­mühle südwestlich von Kandel an der Otterbach. Wohnhaus mit Mühlwerk zu drei Mahlgängen und einem Schälgang, Wasser­behälter dann Stall, Scheuer mit Stall und eingebauten Schopp, fer­ner vier Schweinställe, Schopp mit durchfahrt und Hofraum. Laut Akt des No­tars Leypoldt vom 25ten Oktober 1819 von Johann Hein­rich, Anna Barbara und Anna Catharina Hühner um 12500 fl er­steigert mit Rth: 6835 im Bann Freckenfeld. Die früher bestandene Oehlmühle abgetragen und dafür den Schälgang errichtet“.

 

Um 1894 war Georg *Holländer der Müller auf der Hardtmühle in Kandel 46.

 

Am 9.8.1927 wird geboren der Heinrich Günther, Tochter des Elisabeth Frey ∞ NN. Günther von der Haardtmühle 47.

 

Karte:

- LA Speyer Best. U 82 (Stadtarchiv Kandel) Karten M Nr. 16 15-16: „Plan über die Hardtmühle mit Beschreibung der Gebäude samt Pflanzgarten und Wiesen im Banne von Kandel, 23.9.1819“

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte der Amtsgerichte Germersheim und Kandel von 1899

 

 

- Herrenmühle:

s. Minderslachen

 

 

- Leistenmühle:

nordöstlich von Kandel 48, zwischen Minderslachen und Hatzenbühl, nordöstlich der Stadt Kandel am Erlenbach gelegen; 1592 urkund­lich (in jüngerer Abschrift) erwähnt „biß ahn die Leistenmühl hinab“ 49; am Erlenbach gelegen nördlich von Minderslachen, östlich der Straße Minderslachen-Er­lenbach; westlich liegt die Herrenmühle 50.

 

Erster bekannter Müller auf der Leistenmühle war Michael *Hübsch (1598 Hatzenbühl – 5.8.1652 Leistenmühle bei Kandel), der im lu­therischen Kirchenbuch Kandel von 1624-1652 als Leistenmüller aufgeführt ist; ∞ I mit Catharina NN.; aus der Ehe gehen 3 Kin­der her­vor, welche 1624, 1627 und 1629 im lutherischen Kirchenbuch als getauft eingetragen sind 51; ∞ II um 1640 in Minfeld mit Anna Eva NN:, aus der Ehe gehen die Tochter Anna Eva Hüpsch (~ 17.10.1643 Minfeld) und der Sohn Hans Michael Hüpsch (~ 26.8.1649) hervor 52.

 

1662 als „Leistenmühl“ bezeichnet 53; 1742 wird erwähnt „jetztmahliger Leistmüller Alhier in Candel“ 54.

 

Von ca. 1670 bis 1705 ist Heinrich Flick (1624 – 4.6.1705 Leistenmühle im Alter von 81 Jahren) als Müller auf der Leistenmühle. Er war katholisch und in erster Ehe mit Anna Maria NN. verheiratet. Kinder aus der ersten Ehe sind nicht bekannt. Seine 2. Ehefrau war Agnes Leb, die nach seinem Tod noch lange als Leistenmüllerin genannt wird, da sie als 'reiche Müllerswitwe' als Patin sehr begehrt war. Aus der Ehe Flick / Leb geht die Tochter Anna Catharina Flick hervor, die 1733 einen Johann Michael *Reiland heiratet, der aus einer Müller­familie in Winden stammt 55.

 

+++klären: die Daten gehen durcheinander, es können wohl kaum mehrere Müller zeitgleich auf der Leistenmühle gewesen sein; zu­dem wird Heinrich Flick 1695 auf der Bienwaldmühle als Müller genannt und kauft am 29.4.1695 die Herrenmühle bei Mindersla­chen+++

 

Der nächste bekannte Müller auf der Leistenmühle ist Petter *Heussler, ein Zimmermann in Kandel (1624 Kandel – um 1680 Kan­del). ∞ um 1648 mit Catharina NN.; aus der Ehe gehen 10 Kinder hervor. Wann er Müller auf der Leistenmühle wurde, ist nicht be­kannt. Seine Kinder wurden in Kandel getauft (ohne Hinweis im Kirchenbuch auf Minderslachen oder eine Mühle) darunter der Sohn und zeitweiser Betriebsnachfolger Hanß Friedrich *Heussler und die Tochter Anna Margaretha Heussler (∞ mit dem späteren Müller auf der Leisten­mühle, Hans Jakob *Zimmermann); seine 2jährige Tochter Anna Ursula ertrank 1668 im Mühlbach, der Sohn Hanß Friedrich *Heussler (geb. ca. 1646 in Kandel) war vor 1685 dann Leistenmüller; er war ebenfalls Zimmermann; ∞ mit Margarethe Voll; die 5 Kinder wurden zwischen 1668 und 1685 in Kandel geboren. Danach wird Familie Heussler-Voll nicht mehr in Kandel er­wähnt 56.

 

Hans Jakob *Zimmermann, ∞ 1680 in Kandel mit der Müllerstochter Anna Margaretha *Heussler, erscheint ab 1680 auf der Leisten­mühle bei Kandel, wo ab 1685 sein Schwager, der Müller Hanß Friedrich Heussler nicht mehr erwähnt wird; Zimmermann und seine Frau haben die Mühle wohl übernommen und wohl bis 1698 betrieben 57.

 

Von 1698 bis 1758 war Johann Martin Juli (Schreibweise auch *July) der Müller auf der Leistenmühle. Geboren wurde er um 1678, ge­storben ist er am 22.1.1758 im Alter von 70 Jahren. Er war katholisch ∞ I mit Anna Barbara Schweitzer; aus der Ehe stammen 8 Kin­der; ∞ II Anna Barbara Verl 58; aus der 2. Ehe stammen 4 Kinder. Aus seiner Zeit ist eine Inschrift an dem Gebäude der Leisten­mühle erhalten: „1727 CHAN MAJUIN“. Aufgrund der Eintragungen in den Kirchenbüchern konnte die Inschrift entziffert werden. CHAN bedeu­tet vermutlich 'Christianum annum, bei MAIUN wurde wohl ein Buchstabe vergessen (oder er ist im Laufe der Jahre bis zur Unkenntlich­keit verblaßt), MA ist die Abkür­zung für 'Martin' und der Nachname lautet 'JULIN' 59.

 

1702 wird Johannes *Straup als Müllermeister auf der Leistenmühle genannt. Seine Frau starb am 16.4.1702. ansonsten sind keine wei­teren Eintragungen über ihn oder seine Familie zu finden 60.

 

Unterstützung fand Johann Martin Juli (July) bei seinen beiden Söhnen Johannes Juli (1706-1763, ledig) und Johann Martin Juli (1736-1776) (Anm.: nach Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, S. 338: „Johann Georg July). Letzterer war mit der Müllers­tochter Anna Maria Picot von der Herrenmühle bei Kandel verheiratet und hatte 12 Kinder. Der einzige Sohn der beiden, welcher erwachsen wurde, schlug die Offizierslaufbahn ein und übernahm die Mühle nicht 61.

 

Auf Johann Martin Juli folgte um 1735 der Sohn Johann Georg *July aus Hatzenbühl 62und um 1798 der Müller Mathäus *Jung aus Hatzenbühl 63.

 

Balthasar *Biehler (geb. in Hochheim, Neustadt / Württemberg - 1826 Herrenmühle Kandel) ist von 1796 bis 1826 Müller auf der Leis­tenmühle bei Kandel; von ihm stammt eine Inschrift von 1726 an einem Seitenabfluß des Mühlbachs der Leistenmühle: „BAL­THASAR BIEHLER 1823“. ∞ I mit Maria Catharina Burg aus Niederkandel, ∞ II mit deren Schwester Maria Margaretha Burg. Ge­storben ist er 1826 bei seinem Sohn Johann Heinrich Biehler auf der Herrenmühle Kandel 64.

 

Sein Sohn Georg Jakob Biehler übernahm dann die Mühle. Er wurde am 7.5.1800 geboren, heiratete eine Eva Elisabeth Juncker aus Dierbach und hatte 11 Kinder. Gestorben ist er vor 1868 in Al­tenstadt (bei seinem Sohn Jakob ?) 65. Dieser „J. Biehler, Müller auf der Leistenmühle bei Candel“ teilt im Landauer Eilboten Nr. 1 v. 3.1.1846 in einer Anzeige mit: „Ich mache hiermit die ergebenste Anzeige, daß meine durch die Gebrüder Ruß von hier gefertigte sehr gut gebaute Schneidmühle nunmehr im Gange ist und alle Sorten Hölzer bis zu einer Länge vom 31 Fuß geschnitten werden können“ 66.

 

 

Adam Jakob *Biehler, geb. 1832 in Kandel, wird von 1860 bis 1861 auf der Leistenmühle genannt und verheiratet mit Anna Maria *Nauerth aus Erlenbach. Ein Kind wird 1861 auf der Leistenmühle geboren, das nächste wird 1862 in Al­tenstadt genannt 67. 1865 bis 1901 wird der Bruder von Jakob, Johann Georg Biehler, geb. 1835, Müller und Eigentümer der Leisten­mühle Kandel; ∞ mit Elisabeth RAPP aus Kandel; aus der Ehe stammen 7 Kinder 68.

 

Um 1900 war Franz Kleinlein als Müller in Hatzenbühl 69.

 

Die Gebäude der ehemaligen Leistenmühle sind erhalten und stehen unter Denkmalschutz.

 

Photo:

- Keppel, Ute: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 175: Inschrift von 1726 an einem Seitenabfluß des Mühl­bachs der Leistenmühle: „BALTHASAR BIEHLER 1823“

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte der Amtsgerichte Germersheim und Kandel von 1899

- LA Speyer Best W41 Karte Nr. 2231/2 Klassifikationsplan Hatzenbühl mit Ortslage Leistenmühle, o.D. (1820-1845)

 

 

- Ziegelmühle, Zügelmühle:

s. Minderslachen

 

 

 

 

 

Kapellen-Drusweiler:

s. Drusweiler

 

 

 

 

 

Kappeln:

VG Lauterecken, Lk Kusel; bei Lauterecken gelegen. Kappeln liegt an der Einmündung des Perlebach in den Jeckenbach in der West­pfalz. Im Nordosten befindet sich die Gemeinde Löllbach, im Südwesten liegen Merzweiler und Grumbach. Der Ort wurde im Jahr 1319 als Cappellen erstmals urkundlich in einem Streit zweier Wildgräflicher Häuser um die Gerichtsbarkeit erwähnt. Im Drei­ßigjährigen Krieg wurde es weitgehend zerstört, nur vier Bewohner überlebten. Im 15. Jahrhundert war das Dorf aufgeteilt zwischen drei Lehensträger, denen die Bauern als Leibeigene dienten. Um 1525 wurde das Dorf im Zuge der Reformation protestantisch. 1596 erwarb der Wild- und Rheingraf Johann von Grumbach drei Viertel des Dorfes, ein Viertel gehörte den Boos zu Waldeck als Lehen der Grafen von Veldenz. 1708 verlieh der Wildgraf Leopold Philipp Wilhelm seinen Untertanen die Bürgerrechte und schaffte die Fronden ab; die Untertanen der Boos zu Waldeck verblieben jedoch in Leibeigenschaft. 1798 wurden die Kappeler freie, französische Staatsbürger, nachdem die links­rheinischen Gebiete Frankreich eingegliedert wurden. Ab 1834 bis 1947 gehörte das Dorf zur Rhein­provinz Preußens. Seit 1969 ist Kap­peln Teil der Verbandsgemeinde Lauterecken im Landkreis Kusel. 70

 

Mühlen:

Abraham Schuck war Besitzer der Mühle in Kappeln. 1591 verkaufte er sie mit allem Zubehör an Hans Knapp für 347 Gulden. 71.

 

Um 1707 ist „Johann Peter *Großarth, Müller zu Cappeln“. Am 1.11.1707 war Pate in Odernheim/Glan bei der Taufe des Müllers­sohnes Johann Nikel Gloninger, Sohn des Müllers in Odernheim/Glan, Johannes *Cloninger, „item, Johann Peter Großarth, Müller zu Cappeln“ 72.

 

Um 1740 war Johann Nikolaus Maurer der Müller zu Kappeln (Cappeln); seine Tochter Anna Magdalena Maurer heiratet am 28.4.1740 in (Sien-) Hachenbach den Johann Adam Philippi um 1748 Lohnmüller in (Sien-) Hachenbach; ∞Anna Klara NN.; Vater von Johann Peter Knecht (geb. 12.3.1748 Sienhachenbach) 73.

 

 

 

 

 

Karlenbach:

s. Eckbach

 

 

 

 

 

Katzenbach:

VG Rockenhausen, Lk Donnersbergkreis; nordwestlich von Rockenhausen in einem Seitental des Alsenztals gelegen, am Katzen­bach, in den im Ort von Süden her der Rammelsbach einmündet

 

 

Mühlen:

um 1684 war Michel *Erhardt der Müller in Katzenbach 74.

 

- Kolbenmühle, Kohlmühle:

auch als Kohlmühle bezeichnet, so bei der Hochzeit des Müllers Johannes *Kremb „von der Kohlmühle“ 75.

 

Die Kolbenmühle liegt m Talgrund an der Alsenz, östlich von Katzenbach, nördlich von Rockenhausen in Richtung Dielkirchen, nahe der L48.

 

Da die Mühle sie schon vor 1500 be­zeugt ist und schon vor 1500 damals kurpfäl­zische Bannmühle war, dürfte sie auch nicht nach den Kolb von Wartenberg benannt sein 76, wie teilweise ver­mutet wird. Vielmehr ist sie nach einem Erbbeständer namens Kolb benannt 77.

 

In der ältesten Urkunde über die Kolbenmühle von 1499 (Abschrift von 1748) heißt es: „Item Wir wiesen auch meins gndstn. Herren mühle genanth Kolbenmühl in diesem gericht Vor eine bahnmühle, und was in diesem gericht sitzt, soll darin mahlen 78.

 

Am 24.10.1517 kommt in der Nachlaßsache nach Adam von Randeck zu einer vertraglichen Einigung. Dr. Florenz von Venningen, Ritter Hans von Sickingen und Wilhelm von Habern,(kurpfälzischer Fauth zu Heidelberg) vertragen im Verein mit den kurpfälzi­schen Räten den Kurfürsten Ludwig V. von der Pfalz und dessen Bruder Pfalzgraf Friedrich mit Bechtolf von Flersheim. Hintergrund des Vergleichs war, daß bei der Inbesitznahme der in die Erbschaft fallenden Güter, die pfälzischen Amtleute zu weit gegriffen und Eigengüter des Klägers Bechtolfs von Flersheim zugunsten der Kurpfalz in Anspruch genommen hatten. In der vertraglichen Reg­lung wurde u.a. vereinbart, daß u.a. die Kolbenmühle (!) dem Kurfürsten zustehen sollte, während die daraus resultierenden Zinsen dem Bechtolf von Flersheim zustehen sollten 79.

 

1547 heißt es: „Item wir weißen auch meines gnedigsten herrn müh­le genannt Kolben mühle in die­sem gericht vor ein ban mühle“ 80. 1547 wird berichtet: „Diese Mühle hat vor Jaren Wolf von Dhürrn des Izigen müllers vatter Zippen hennen erblich verkauft“ 81. 1574 ist von einem „Hermann der Kolbenmüller die Rede, der 12 Albus Abgaben von seinem Wingert zahlt. Einen Albus von einem Wingert zahlt des Kolbmühlers Sohn, Peter Hans Hanmüller. 1574 item Hermann der Kolbenmüller für etliche Wiesen und Felder zu der Mühle gehörig; davon gibt er jährlich zu Zinsen gen Rockenhausen 8 Heller. 1574 Kolbenmüllers Peter 4 Batzen von einer Wiese und den Hecken in Moorbach, 3 Batzen und ein Viertel Salz von einer Wiese, die von von Katrin Philippsen auf ihn gekommen 82.

 

1837, 1916 und 1963 ist die Kolben­mühle erwähnt. 1923 wurde links vom Wasserhausgewölbe ein Stein mit der Jahreszahl 1567 freigelegt, auf dem ein Mühlrad eingehauen war 83.

 

Der ehemalige Untermüller aus Rockenhausen, Henricus Kremb, erwirbt das Anwesen um 1690 84. Die Mühle wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg stark in Mitleidenschaft gezogen. Zwei Jahre nach Kriegsende bat der Müller Johan­nes Henricus Grümb (Kremp) von der Kolbenmühle in Katzenbach um Pachtnachlaß für 1697/98, da er durch Krieg „um alles kommen und in äußersten Ruin gesetzt“. Der Rockenhauser Keller Bernhardi bestätigte dies und schrieb, daß der Müller in anno 1697 zu Zeiten der Belagerung der Ebernburg fouragieret auch zu verschiedenen Malen geplündert und wegen seiner Flucht im Mah­len sehr verhindert worden sei 85.

 

Um 1722 war Johannes *Kremp der „Kolbenmüller“ in Katzenbach 86. Die Ära Kremb erlischt, als der jugendliche Sohn mit einem Treck seine Heimat verläßt und nach Ungarn auswandert. Seine Mutter veräußert das Anwesen und verbringt ihre alten Tage in Rockenhausen 87.

 

Um 1832 war Jakob *Ruby († vor 1850) der Besitzer der Kolbenmühle. Von ihm stammt der Stein am Wasserhaus der Mühle „JR 1832“ 88. 1850 ließ die Witwe Katharina Ruby und deren minderjährige Kinder Elisabeth, Philippina, Daniel und Katharina Ruby erbteilungs­halber die Mühle versteigern 89.

 

Die Mühle wurde am 9.4.1850 von Karl Hoster, Wirt und Gutsbesitzer aus Mannweiler, für 6470 Gulden ersteigert. Dieser errichtete 1863 ein neues Mühlengebäude und 1865 die neue Scheune. Hoster geriet in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Mühle wurde ver­steigert. Am 3.6.1872 ersteigerte Karl Jakob Gravius vom Bremricherhof die Mühle nebst den zugehörigen Ländereien für 16000 Gulden 90. Der Mahlbetrieb wurde bereits vor dem ersten Weltkrieg eingestellt. Neben der Landwirtschaft wurde ein Sägewerk aufgebaut 91. Betriebsnachfolger wurde der Sohn Karl Gravius der um 1928 die Mühle betrieb 92.

 

Literatur/Urkunden:

- Dhom, Emil: Die Mühlen im kurpfälzischen Unteramt Rockenhausen, Donnersberg Jahrbuch 1981, S. 73.

- Gravius, Karl (Kolbenmüller): Die Kolbenmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1928, S. 14

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1252 UNr. 1: Kolbenmühle Katzenbach, 1676-1685, 1699-1700, 1725-1730, 1774-1789

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1560 UNr. 9: Ablösung einer Hypothek auf der Kolbenmühle, 1709

 

 

- Rosenmühle bei Katzenbach:

Pfarrer Ludwig Brandstetter schrieb 1908 eine kleine Chronik von Katzenbach. Er schreibt, daß laut Goswin Widder hinter dem Stein­kreuzer Bergwerk an der Rosenmühle wie auch an der alten Brücke Überreste alter Gebäude gefunden wurden. Rosenmühle, Brücke und alte Gebäude sind heute völlig verschwunden. Wenn man nach Katzenbach geht, ist gleich hinter dem Bahnübergang in nördlicher Richtung ein Feldweg, der Rosenmühlerweg. Geht man diesen Weg entlang, kommt man auf der linken Seite an eine Quelle, die vor hunderten von Jahren das Wasserrad einer kleinen Mühle getrieben hat. Die Überreste der alten Gebäude wurden wohl, wie üblich, von der Bevölkerung als Steinbruch benutzt worden, so daß heute nur noch Grundmauern in der Erde vorhanden sind. Der Name dürfte wohl vom Erbauer dieser Mühle stammen. In welcher Zeit dies war ist nicht überliefert. Sie war aber Vorläu­fer der spätere, größeren Kolbenmühle an der Alsenz, die 1517 in einer Urkunde erstmals erwähnt wird (aus Gogro, Julius: Die Ro­senmühle bei Katzenbach in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 56; ders. Nordpfäl­zer Geschichtsverein 1989, S. 28).

 

 

 

 

 

Katzweiler:

VG Otterbach, Lk Kaiserslautern; 12 km nördlich von Kaiserslautern; erstmals 1190 urkundlich erwähnt. Die evangelische Kirche (1822-1826 erbaut) ist ein spätklassizistischer rechteckiger Saalbau. In ihrem Innern befindet sich ein Orgelgehäuse mit einem Schnitzwerk von 1747.

 

Mühlen:

 

Literatur/Urkunden:

- o.A.: Die Geschichte einer alten Mühle [Katzweilerer Mühle]. In: NSZ-Rheinfront, Kaiserslautern.v. 24. 12. 1936. (+++++klären, wel­che Mühle++++

 

 

- Dorfmühle oder Stiftsmühle:

nicht an der Lauter, sondern am Dorfbach, dem Becherbach gelegen.

 

Die Mühle ist erstmals urkundlich 1272 erwähnt; sie stand damals im Eigentum des Klosters Otterberg; zuvor gehörte sie dem Rein­hard von Hoheneck 93. Am 21.8.1272 bekunden Werner V. und Philipp VI. Von Bolanden, daß sie den alten Streit zwischen Rein­hard III. Von Hohenecken und dem Ritter Sigelo [III. vom Turm in Lautern] um ein Lehen in Katzweiler (de feodo in Katzwilre) un­ter Einbeziehung des Rates von Schöffen dahingehend entschieden haben, daß dem Kloster Otterberg eine jährliche Gülte von 10 Mltr Getreide von der Mühle in Katzweiler geschuldet wird 94. 1273 fällt Emicho IV. Graf von Leiningen als Richter des Königs einen Schiedsspruch im Streit zwischen dem Kloster Otterberg und dem Ritter Sigelo III. vom Turm in Lautern (Sygelonem militem dictum de Turri in Lutra) um ein Viertel des Ertrages des Mühlengutes in Katzweiler. In diesem Schiedsspruch wurde dem Kloster Otterberg ein Viertel der Erträge des Mühlengutes Katzweiler mitsamt dem Mühlbach zugesprochen. 95

 

Später hatte das Stift Lautern Ansprüche aus der Mühle. Im Gefällebuch des Stifts Lautern von 1565 heißt es: „Item i cappen gipt jär­lich Henchin Muller zu Katzwiller von der müeln daselbst“ 96. Im Gefällebuch des Stifts Lautern von 1590 heißt es: „viii mlr. Korn Mühl Ni­ckell daselbst. Laut erbbeständnuß verschreibung“ 97.

 

1632 wurde die Mühle niedergebrannt 98. Nach dem 30jährigen Krieg gehörte die Mühle dem Stift Kaiserslautern und wurde von der Churfürstlich-Geistlichen Güteradmini­stration (CGA) Heidelberg verwaltet 99.

 

1679 wurde der völlig ramponierte und verschlammte Mühlwoog von der kurfürstlichen Güteradministration an Konrad Römer und Peter Braun aus Kaiserslautern verpachtet, während die Mühle in Erbpacht an den Müller Leonhard Forster aus Veldorf / Pfalz-Neuburg (Anm.: s. Leonhard *Förster 100) ging; dieser war für die Dauer von 6 Jahren von der Zahlung der Erbpacht befreit wurde und für weite­re 6 Jahre nur den hälftigen Betrag zahlen, dafür die Mühle wieder aufbauen mußte. 101

 

In der Erbbestandsurkunde vom 14.1.1681 heißt es: „Ich Leonhard Förster auß der Pfaltz Neu­burg von Veldorf bekennen hiermit, daß .... des Stiffts Lauttern Mahl Mühl zu Catzweiler, im Ambt Wolffstein gelegen, Erbbestandt Weiße gnädigst verliehen, vermög dar­über auß gefertigt undt mir zu Handen gestelten Erbbestandt Brieff ...“ Weiter heißt es: „Wir Carl von Gottes Gnaden Pfaltzgraff bey Rhein ... und Churfürsten ... bekennen hiermit, demnach unser Stifft Lautern eine Mahl­Mühl Zu Catzweiler im Ambt Wolfstein liegen hat, welche vor diesem Erbbestandlich verliehen geweßen, in dem Dreyßige Jährigen Krieg aber sambt dem Mühlwog gantz ruiniert worden, undt biß dahero in Unbau gelegen undt nicht anZubringen gewesen, biß daß itzo ein freundlicher Mann von Veldorff auß den Pfaltz Neu­burg, nahmens Leonhard Förster sich angemeldt, welcher solche Mühl Erblich wieder anZunehmen undt in Bau zu bringen sich erbot­ten, daß wie solche Mühl mit aller Zugehör, Rechten und Gerechtigkei­ten auch bekommen, ... Ihme Leonhard Förster aus besagter Pfaltz Neuburg von Veldorff gebürtig, seiner Ehelichen Hausfrauen Anna Maria undt allen ihren Erben zu einem rechten Erbbestand ver­liehen ... dergestalt ... daß weilln solche Mühl in Abgang und Ruin gerathen, Sie selbige auf Ihren Kosten wiederumb aufbauen dahinge­gen aber Sechs Jahr nacheinander als 1680, 1681, 1682, 1683, 1684 undt 1685 von der Erbpfacht befreyet seien, die nechst hierauf fol­gende Sechs Jahr aber, nemlich 1686, 1687, 1688, 1689, 1690 undt 1691 jährlich die halbe alte Erbpfacht mit Vier Malter Korn, Ein Kap­pen abstatten ...“ Bei der Unterschrift heißt es: „Weillen Leonhart För­ster Schreibens ohnerfahren, alß hat er mich erbitten solches in seinem Namen zu unterschreiben, welches dan hiermit gethan zu ha­ben bekenne ... Lauttern 18. Februar 1682 Peter Braun der Zeit Spi­talpfleger“ 102

 

Ob er sich übernommen hatte oder gestorben ist, bleibt offen, jedenfalls aber erscheint ab 1692 als Pächter Adam Royl/Reil. Forsters Sohn Balthasar Forster erlernte von 1698-1700 auf der Oppensteiner Mühle in Olsbrücken bei dem Müller Peter Schönenberger das Mül­lerhandwerk; 1708 heiratete er eine Tochter des Katzweiler Schultheißen Wilhelm Henn und bewirtschaftete die Dorfmühle nebst zuge­höriger Landwirtschaft. Sein Sohn Johannes Forster übernahm den Betrieb. Am 28.5.1756 trat er mit Genehmigung der kurpfäl­zischen Geistlichen Güteradministration sein Recht auf die Dorfmühle für 1600 Gulden an den Schafmüller Johannes *Kolter ab. Grund waren schlechte wirtschaftliche Verhältnisse, u.a. bedingt durch Wassermangel, weil der Mühlwoog nicht im Verfügungsrecht des Müllers auf der Dorfmühle stand. Johannes Kolter übergab die Dorfmühle seinem Schwiegersohn Johann Wilhelm *Henn "der Schwarze", der von 1759/89 Erbbeständer auf der Dorfmühle war. Johann Wilhelm Henn baute mit Hilfe seines Schwiegervater das heutige Wohn- und Mühlengebäude 103. [Anm. d.- Verf.: die Daten sind mE zweifelhaft; Johann Wilhelm Henn soll 6.11.1759 Kol­ters Tochter Anna Maria Kolter geheiratet haben; dann dürfte er kaum bereits 1759 Erbbeständer gewesen sein].

 

Der Nachfahre und Heimatforscher Hermann Schneider fand heraus, dass Wilhelm Henn einmal fast drei Jahre lang nicht mahlen konn­te, obwohl die Mühle damals nur mit je einem Schäl- und Mahlgang eingerichtet war. Die Wasserkraft war nicht nur zu jenen Zeiten, meist aber in heißen Sommern nach trockenen Frühjahren einfach zu gering. Die Quellen des Becherbachs gegen den Hum­berg zu schütteten zwar immer vorzügliches aber oft eben zu wenig Wasser. Wilhelm Henn bewies in der permanent prekären Situati­on unter­nehmerische Phantasie und richtete auf seiner Mühlhofraite eine Branntweinbrennerei - geeignet auch für die Produktion von Obst- und Kartoffelschnäpsen - und eine Bäckerei ein. Später kamen Schafhaltung, Kohlenhandel und eine Bierniederlage hinzu.

 

Erst als man im Laufe der Jahre erkannte, daß die Mühle ohne den Mühlwoog wirtschaftlich nicht bestehen konnte, fing man, um diesen zu streiten. Im Sommer 1759 verlangte die kurfürstliche Verwaltung vom Unteramt Wolfstein Gutachten über den Stand der sog. Stifts­mühle in Katzweiler, wahrscheinlich weil der Beständer und Müller Johann Wilhelm Henn aus Verärgerung über die Ver­schleppung der Entscheidung im Mühlwoogstreit das Wasserfallgeld nicht gezahlt hatte. Aus 1773 ist eine Eingabe Henns überliefert, ihm entweder den Mühlwoog zuzusprechen oder den Pachtzins herabzusetzen; er wolle auch noch eine Ölmühle bauen, was ohne den Woog nicht möglich war. 1778 kam es zu einem Vergleich, wonach die Erbpacht ermäßigt wurde und dem Dorfmüller ein Nut­zungsrecht über den Tiefsee sowie den Neuwoog und Altwoog, nicht aber über den Mühlwoog zugesprochen wurde. Erst 1806 könn­te sein Sohn Heinrich Henn den Mühlwoog von der Französischen Verwaltung erwerben. 104

 

Magdalena *Henn ist um 1836 Müllerin in Katzweiler; ∞ mit dem Müller Johann *Wilking; Mutter des Pfarrers Friedrich Daniel *Wil­king; Großmutter der Elise *Wilking 105.

 

Die Inbetriebnahme der Walzmühle in Ludwigshafen bedeutete einen tiefen Einschnitt in die weitere Entwicklung auch der Dorf­mühle in Katzweiler und das Ende der Getreidemühle. Heinrich Henn, der damalige Eigentümer, ließ kurz nach 1900 die Mühle auf zwei Schrot­gänge umbauen und verarbeitete nun Putzabfälle und Weizenbruch aus der Walzmühle zu Futtermittel. Die Rohstoffe wurden wöchent­lich einmal mit einem Eisenbahnwaggon von Ludwigshafen nach Katzweiler transportiert. Der Antrieb erfolgte nun wahlweise über einen Gasmotor, wobei das erforderliche Treibgas selbst durch Kohlevergasung erzeugt wurde. Erst in der 2. Hälfte des 20. Jh. mußte der Mühlenbetrieb eingestellt werden 106.

 

Photo Dorfmühle:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, Bd. I S. 63, 244

- Weidmann, Werner: „Das alte Mühlrad in Katzweiler ...“; in: "Die Rheinpfalz", Ausgabe Kaiserslautern vom 30.12.1999

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A13 Nr. 197: Erbbestandsrevers über die dem Stift Lautern gehörige Mahlmühle zu Katzweiler fürLeonhard Förster aus Veldorf (Pfalz-Neuburg), v. 14.1.1681

- LA Speyer Best. A14 Sachakte 314 UNr. g: Kaiserslauterer Stiftsmühle in Katzweiler: Renovation über die Mühle und zugehörige Wiesen, 1792; enthält u.a. Zeichnung des mit einer Wolfsangel gekennzeichneten Steines, Lage und Umriss-Skizzen zur Mühle und den renovierten Wiesen v. Renovator J. Schwarz.

- LA Speyer Best. A14 Sachakte 314 UNr. h: Kaiserslauterer Stiftsmühle in Katzweiler. Erbbestand der Mahlmühle an Leonhard Förster aus Veldorf im Pfalz-Neuburgischen, 1681

- LA Speyer Best. A14 Sachakte 314 UNr. i: Kaiserslauterer Stiftsmühle in Katzweiler. Bestandsakten über Mühle und Mühlwoog, 1680-1798, enthält 3 Faszikel, 1680-1756, 1782-1787 und 1717-1798

- LA Speyer Best. A14 Sachakte 314 UNr. k: Kaiserslauterer Stiftsmühle in Katzweiler. Erbbestand der Tiefwiese und des Mühl­woogs, 1762-1778

 

- Littig, E.: Höchstes Mühlenrad und ältestes Mühlwerk der Pfalz (Katzweiler); in: "Die Rheinpfalz", Ausgabe Kaiserslautern vom 23.8.1963.

- Schneider, Hermann: Die Dorfmühle in Katzweiler; in: Heimatkalender für Stadt und Landkreis Kaiserslautern 1978, S. 112-14

 

 

- Ölmühle (s. Schafmühle):

sie wurde beim Ort 1726 von Peter Weißmann an Stelle der im 17. Jh. untergegangenen Schleifmühle als Ölmühle errichtet 107 und lag links des Mühlkanals 108.

 

 

- Schafmühle bei Katzweiler:

an der Lauter gelegen auf pfalzgräflichem Besitz; sie lag links des Mühlkanals 109.

 

Die Schafmühle an der Waldlauter gehörte im Mittelalter dem Kloster Otterberg. Die Mühle wurde im 30jährigen Krieg zerstört und von 1685 vom Amtsschultheiß Martin Weißmann aus Wolfstein wieder aufgebaut. Dessen Nachfolger und Erbbeständer ist sein Sohn Johann Michael *Weißmann. Dieser erweiterte 1726 den Betrieb um eine Öl- und eine Sägemühle, die auf der linken Seite der Lauter gelegen war 110, am Ort einer 17. Jh. untergegangenen Schleifmühle 111. Seine Tochter, die Mühlenerbin Kathari­na Elisabeth *Weißmann heira­tete 1740 den Johannes Kolter 112.

 

Um 1756 war Schafmüller der Müller Johann Kolter, der durch Vertrag vom 28.5.1756 auch die Dorfmühle übernahm.

 

Unter Johannes Kolter waren die Mahlmühle und die auf der linken Seite der Lauter gelegene Öl- und Bordmühle noch vereint. Erst nach seinem Tode am 4.10.1782 kam es zur Trennung beider Betriebe. Der Sohn Daniel Kolter erhielt die Mahlmühle auf der rechten Seite der Lauter und der Schwiegersohn Johann Wilhelm *Henn, gen. "der Schwarze, die Öl- und Bordmühle auf der linken Seite der Lauter 113.

 

Der Ölmüller auf der Schafmühle hielt 1810 bereits zwei Ölpressen in Gang, was einen regen Zuspruch vermuten läßt. Der Betrieb fun­gierte als Kunden- und Handelsmühle 114.

 

Die Geschäftsbücher des Ölmüllers Daniel Henn von von der Schafmühle im Lautertal in der Zeit von 1789 bis 1820 sind noch erhal­ten 115. Diese enthalten Einzelheiten über die von den Erzeugern angelieferten Mengen Raps: 1 Malter Raps (ca. 170 Pfund) kostete 1792 den Betrag von 10 Gulden 30 Kreuzer, im Jahr 1797 sogar 14 Gulden. Unter den großen Anlieferern von Raps für die Schaf­mühle sind in dieser Zeit zu nennen: der Bauer Johannes Diehl aus Katzweiler mit 28 Malter, Jakob Weiß­mann aus Rothselberg mit 20 Malter, Nickel Zinßmeister aus Mehlbach mit 17 Malter und Johannes Weißmann aus Mehlbach mit 15 Malter. Ebenfalls große Mengen brachte in man­chen Jahren der Vetter Haas aus Siegelbach, Bürgermeister Nickel Henn aus Roden­bach, Michael Stauder aus Stockborn und Peter Klein aus Mehlbach. In den Unterlagen sind auch die Abnehmer ersichtlich 116. Im Rahmen der Handelsmüllerei auf der Ölmühle traten häufig „Juden“ als „Käufer und Vermittler“ auf, die für den Absatz „in weiter entfernte Gegenden“ sorgten, so daß Ölfuhren bis in den vorder­pfälzischen Raum und nach Worms gin­gen 117. Die Sägemühle, die zur Ölmühle gehörte, konnte nur „im Wechsel mit dieser be­trieben werden und verfügte nur über „ein einziges Sägeblatt“ 118.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird als Handelsmüller auf der „Schaafmühle“ genannt der Heinrich Henn 119.

 

Die Schafmühle wurde um 1978 abgerissen.

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 241 (Schafmühle bei Katzweiler vor dem Abbruch der Wasserbauten einschließlich Was­serrad, 1978)

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1262/27: Johannes Gehm von der Oppensteiner Mühle gegen Johannes Kolter von der Schafmühle: Erb­schaft und Teilungen, 1744-1754, 1784, 98 Bl.

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1701/4: Wolfstein. Renovation über die Schafmühle, 1781 +++prüfen: es handelt sich wohl um die Schaf­mühle bei Katzweiler+++

- Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 371).

- Schneider, Hermann: Die Schafmühle bei Katzweiler. Von der romantischen Mühle zum Mittelpunkt für Spiel und Sport; in: Rhein­pfalz, Kaiserslautern Nr. 193 v. 24. 8.1959

- Schneider, Hermann: „Aus den Geschäftsbüchern einer alten Ölmühle; in: "Die Rheinpfalz" Nr. 50/1951

- Schneider, Hermann: „Aus den Geschäftsbüchern einer alten Ölmühle; in: "Die Rheinpfalz", Ausgabe Kaiserslautern, vom 27.4. 1963

- Weidmann, Werner: Mühlen im Kreis; in: "Die Rheinpfalz" / Pfälzische Volkszeitung, Nr. 202 vom 31.8.2000 (Schafmühle bei Katz­weiler)

- Weidmann, Werner: „Seit vielen Generationen in Familienbesitz“: die Schafmühle bei Katzweiler; 1272 erstmals urkundlich er­wähnt; nach Brand 1937 wiederaufgebaut; in: Weidmann, Werner: Schul-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Pfalz. 2002. S. 240-243

 

 

- Schleifmühle:

sie ist in den Wirren der Kriege des 17. Jh. untergegangen; die Schleifmühle lag auf dem linken Ufer der Lauter, gegenüber der Mahl­mühle auf der Schafmühle; an Stelle der früheren Schleifmühle wurde 1726 eine Öl- und eine Sägemühle zur Schafmühle erbaut, die auf der lin­ken Seite der Lauter gelegen war 120.

 

 

 

 

 

Keffenach / Elsaß:

südwestlich von Weißenburg, direkt nördlich von Memmelshoffen auf der Nordseite des Winzenbaechel gelegen; Keffenach war ur­sprünglich Reichslehen, wurde 1348 von Kaiser Karl IV. den Herren von Fleckenstein verliehen. Doch müssen die Ochsensteiner Mitbesit­zer gewesen sein, denn diese besaßen den Ort im 15. Jh. als zur Burg Löwenstein gehörig und gaben ihn den Puller von Ho­henburg als Unterlehen. Nach Aussterben der Ochsenstein 1485 kam Keffenach an deren Erben, die Bitsch-Zweibrücken, 1570 an Hanau-Lichten­berg. Erst 1649 wurde der Ort von Pfalz-Zweibrücken 121 erworben und blieb dort bis zur französischen Revolution, zunächst zum Amt Katharinenburg (Birlenbach), dann zum Amt Kleeburg gehörig 122.

 

Das Dorf wurde im 30jährigen Krieg 1635-1637 zerstört und wurde von der Bewohnern verlassen; Keffenach wies 1649 nur noch 10 oder 11 Häuser auf, die mehr oder minder baufällig waren. Nur 18 Einwohner lebten 1649 in Keffenach, der Bevölkerungsverlust durch den Krieg betrug 85% 123.

 

Mühlen:

- Gaensmühle:

die Mühle liegt am Winzenbach bachabwärts von Keffenach, östlich von Retschwiller.

 

Karte:

- Franck: Les moulins du Winzenbach et l'aura des meuniers; in: l'Outre-Forêt Nr. 131 (III/2005), S. 57: Die Lage der Mühlen am Winzenbach

 

 

- Keffenacher Mühle:

auf die ehemalige Mühle weist noch heute die Straße „Rue du Moulin“ hin. Die Stelle heißt noch heute im Volksmund „Im Woog“ und die ehemalige Mühle, gelegen am Winzenbaechel, existiert immer noch, ist aber seit langem funktionsunfähig 124.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Mühle in Keffenach wie folgt beschrieben: „ [hat]1 Waßer­rad; [zahlt an Pfacht] 8 bz Geldt, 2 Mltr Korn; ist eine Waßermangelhafte Mühl und hat nicht viel zu mahl.“ 125

 

Karte:

- Franck: Les moulins du Winzenbach et l'aura des meuniers; in: l'Outre-Forêt Nr. 131 (III/2005), S. 57: Die Lage der Mühlen am Winzenbach

 

 

 

 

 

Kettenheim / Rheinhessen:

VG Alzey, Lk Alzey-Worms; südlich von Alzey; früher "Kiedenheim"; unterstand schon früh den Pfalzgrafen bei Rhein und war von alters­her deren Burg Alzey dienstpflichtig. Im Ort lebte ein Rittergeschlecht, das 1221 erstmals genannt ist: damals bezeugte Karl von Keden­heim eine Urkunde des Reichstruchsessen Werner III. von Bolanden, als dieser kaiserlicher Hofrichter in Kaiserslautern war 126. Karl von Kedenheim schlug sich während des 'Endkampfes der Staufer' of­fensichtlich auf die Seite Philipps von Hohenfels, der anders als seine bolandisch(-falkensteinischen) Verwandten staufertreu geblie­ben war. In einer Sühne zwischen dem Hohenfelser und der Stadt Worms wird Karolum de Kidenheim 1246 als Widersacher der Stadt Worms bezeichnet 127. Spätestens Ende des 14. Jh. waren die Herren von Kettenheim Burgmannen bzw. Lehensmannen des Pfalzgrafen bei Rhein, so etwa 1386 in Oppenheim. Ihre Burglehen vereinnahmten sie u.a. auch in der Ket­tenheimer Gemarkung. Dort besaßen sie ein Hofgut, Grundbesitz und eine Mühle 128. Das Dorf war schon früh pfalzgräflich und gehörte bis zur französischen Revolution zum kurpfälzischen Oberamt Alzey129.

 

1787 ist „von 40 bis 50 Häusern“ in Kettenheim die Rede, 1815 zählte das Dorf 308 Einwohner, deren Zahl bis 1830 auf 387 Perso­nen in 56 Wohngebäuden anwuchs 130. 1900 bewohnten 381 Ein­wohner 74 Häuser; 2011 zählte die Ortsgemeinde 294 Einwohner 131.

 

Kirchenbücher:

Eintragungen über Kettenheim finden sich in den Kirchenbüchern von Alzey. Das reformierte Kirchenbuch Albig, das lutherische Kirchen­buch Alzey und das kath. Kirchenbuch Heimersheim sind über Internet auf der Homepage der Gemeinde Kettenheim abruf­bar unter 132: http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27. Der Heimersheimer Bürger Gerd Braun hat im Jahr 2003 das Kirchenbuch der Katholischen Pfarrei Heimersheim aus den Jahren 1700 bis 1798 abgeschrieben, bearbeitet und auf elek­tronischen Dateien neu archiviert.  Zu der Pfarrei Heimersheim gehörten damals auch die Gemeinden Albig, Bermersheim und Lons­heim. In den Jahren 2006 und 2007 hat Gerd Braun dann das Lutherische Kirchenbuch Alzey der Jahre 1686 bis 1798 bearbeitet und ar­chiviert. Zur Lutherischen Pfarrei Alzey gehörten auch die Lutheraner aus Albig. Im Jahr 2010 folgte dann die Übertragung und Archivie­rung des Reformierten Kirchenbuches Albig, das die Jahre 1690 bis 1798 umfasst 133

 

 

Mühlen:

im Mittelalter gehörten zwei Mühlen dem Kloster Weidas, das auch Anteil am Zehnten im Dorf hatte 134, darunter die *Walkmühle auf der Wüstung Ergersheim.

 

Die Herren von Kettenheim besaßen im späten MA in Kettenheim ein Hofgut, Grundbesitz und eine Mühle 135. Diese lag zwischen dem untergegangenen Oggersheim und Kettenheim. 1400 kaufte Pfalzgraf Ruprecht III. 2/3 des Zehnten zu Kettenheim und Walheim von Heinrich Bock von Lonsheim, die als Pfälzer Lehen dem Brendel und Ensel von Kettenheim gegeben werden sollten. Brendel hatte schon die Mühle und Güter zwischen Ergersheim und Kettenheim und Wingerte zu Kettenheim zu Lehen. Diese Lehen sind 1662 an Kurpfalz zurückgefallen 136.

 

Im 18. Jh., einer Phase des Wiederaufbaues nach den verheerenden Kriegen des 17. Jh. gab es die Schloßmühle im Dorf (Kirchgasse 18), westlich davon die Katharinenmühle, die Wiesenmühle und die Hessensteigermühle, wobei Letztere aus zwei Anwesen bestand 137.

 

Am 16.1.1707 ist Patin in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden die Anna Maria Stier, Witwe des Johann Adam Stier, Müller zu Kettenheim 138.

 

Am 5.5.1743 sind Paten bei der Taufe des Conrad Strendler in der reformierten Kirche in Albig der „Conrad Rößner, Müllermeister zu Kettenheim und Ehefrau Catharina“ 139. +++klären: welche Mühle+++

 

Gerhard *Löffel, der Müller aus Standenbühl ist möglicherweise identisch mit dem Müller Gerhard Löffel in Kettenheim++++klären ++++, der als Witwer der am 3.5.1747 eine Anna Elisabeth NN. geheiratet hat und dessen Sohn 1752 der Adam Leffel 1752 geboren wurde. Dieser Adam Leffel zog später gegen 1780 nach Volxheim, wo die Familie Löffel heute noch wohnt 140.

 

 

- Hessensteigermühle:

heute Anwesen Hessensteigermühle 5/6; weitab nördlich des Ortes nahe der Gemarkungsgrenze mit Dautenheim/Stadt Alzey gele­gen. 1555 erstmals urkundlich erwähnt, vormals wohl Besitz des Klosters Weidas, dann von der kurpfälzischen Hofkammer im Erb­bestand vergeben. Spätestens im ausgehenden 16. Jh. gab es hier 2 Mühlen, deren bauliche Trennung ab Mitte des 19. Jh. belegt ist. Nach Stil­legung 1923 Brandschäden. Zwei unmittelbar benachbarte Vierflügelanlagen nördlich des Weidasser Baches mit Bestand überwiegend des 19. Jh. 141.

 

Die Mühle Nr. 6, der baulich wohl ältere Teil, war zunächst im Erbbestand, dann Besitz der Familie Meitzler. Der wiederverwendete [?] Sturz zum Kuhstall bez. 18 HM 32 142.

 

Die Mühle Nr. 5 ist im Portalsturz bez. 18 JOH. AR. 59 [= Johann Arnold] 143.

 

Um 1701 ist Johann Philipp Blath der Müller auf der Hessensteigermühle († vor 23.1.1703; ∞ am 26.2.1701 in Kettenheim mit Anna Eli­sabeth Braun aus Walsheim; sie ∞ II am 23.1.703 in Kettenheim mit Johann Henrich Müller) 144.

 

Am 17.1.1703 ist Pate bei der Taufe des Johann Georg Scherr in der reformierten Kirche in Albig der „Hanß Georg Scheidling, Heßenstei­ger Müller“ 145.

 

Um 1739 ist Johannes Korb der Müllermeister auf der Hessensteigermühle. Am 29.11.1739 wird in der reformierten Kirche in Albig ge­tauft die Sybilla Margaretha Renner, Tochter von „Henrich Renner, Müllermeister in Albig und Ehefrau Anna Maria“. Patin hierbei ist die Anna Sybilla, „Tochter von Johannes Korb, Müllermeister auf der Hessensteiger Mühle“ 146.

 

Karte:

- Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 274: Hessensteigermühle, Katasterplan 1833

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 275

 

 

- Katharinenmühle:

westlich der Schloßmühle gelegen 147.

 

 

- Mühle zwischen Kydenheim und Ergerßheim:

s. Wiesenmühle

 

 

- Papiermühle Kettenheim:

ca. 1780 erhielt der Papiermüller in Mertesheim, Martin *Burckhard von der in Frankenthal tagenden kurpfälzischen Kommerzialkommis­sion die Genehmigung zur Errichtung einer Papiermühle in Kettenheim. Als Lumpensammelbezirk wurde ihm der Be­reich der Ämter Sim­mern, Veldenz, Kreuznach und Bacharach zugewiesen 148.

 

Die Papiermühle ist einige Jahre vor 1824 eingegangen 149.

 

 

- Schloßmühle:

Anwesen Kirchgasse 18, im Dorf gelegen, heute der „Schloßmühlenhof“ Weingut Michel 150. Sie wurde durch den, parallel zum Alt­bach [auch Weidasser Bach] geführten Mühlgraben getrieben, der zwischen den Häusern Kirchgasse 37 und 39 in die Ortslage eintrat 151.

 

Die große geschlossene Hofanlage liegt südlich der Kirche. Eine Steintafel über dem zentralen Portal ist bez. J.(ohann) MICHEL 1881). Die ehemalige Schloßmühle stammt aus dem 19. Jh mit barocken Teilen. Die nördlichen Nebengebäude des Mühlengebäudes, die einen Teil der Hofbegrenzung bilden, sind in über Rundbogenöffnungen im Sturz bez. 1709 HB. Ein Türgewände im Sturz mit Mühlradrelief bez. PL 1766. Das korbbogige Hoftor zum Garten ist bez. „J. M. 1748 / W. M. / H. M.“ Die beachtliche, fast vollstän­dig erhaltene Müh­lenanlage kündet von dem auf ertragreicher Landwirtschaft basierenden Wohlstand am Ende des. 19. Jh. 152.

 

Photos:

- Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 272, 273

 

 

- Walkmühle auf der Wüstung bei Ergersheim:

Ergersheim ist ein anderer Name für Kettenheim und darf nicht verwechselt werden mit Eyersheim (Ergersheim) bei Weisenheim/Sand.

 

In einem Inventar des Klosters Weidas bei Alzey, erstellt am 11.9.1553, ist aufgeführt als Eigentum des Klosters Weidas eine Mühlgeld­gülte von 6 Pfd. Hl von der Walkmühle bei Ergersheim (wüst bei Kettenheim) 153.

 

 

- Wiesenmühle am Aufspringerbach:

in der Wüstung Egersheim gelegen; der Aufspringerbach entsteht im westlichen Teil der Gemarkung von Freimersheim, fließt in nordöstl­icher Richtung durch Wahlheim und Kettenheim, treibt dann die Wiesenmühle, treibt ferner die in Kettenheimer Gemarkung lie­genden Katharinenmühle und die zwei Hessensteigermühlen 154.

 

1400 erwirbt Pfalzgraf Ruprecht III. von Heinrich Bock von Lambsheim den Zehnten zu Kiedenheim, Walheim und Weinheim derge­stalt, daß Brendel von Kiedenheim solche Stücke von der Pfalz zu rechtem Mannlehen tragen solle. Dieses Lehen fällt 1662 unter dem Pfalz­grafen Carl Ludwig von den Adeligen von Kettenheim zurück., darunter die Mühle zwischen Kettenheim und Egersheim, d.i. die Wiesen­mühle 155.

 

Im ältesten Lehnsbuch der Pfalzgrafen von 1401 heißt es: „Item Brendel von Kydenheim hat empfangen zu manlehen. Zum ersten eyn mole myt ir zugehorde, garten und wiesen, die liegt zuschen Ergerßheim und Kydenheim und sitzt Eusel von Kydenheim by yme darinne in gemey[n]schaft. Item zu burglehen virdehalb morgen wingarten zu Kydenheim ...“ 156.

 

Kydenheim (=Kindenheim ?) ist weder bei Christmann 157, noch bei Dolch/Greule 158 und auch nicht bei Häberle 159 erwähnt. Auch Prof. Dr. Kar­l-Heinz Spieß, der selbst aus dem Kindenheim benachbarten Bockenheim stammt, macht in dem von ihm herausgegebe­nen Lehnsbuch der Pfalzgrafen keine Anmerkung zu dem Ort „Kydenheim“. Bei der Ortschaft „Ergerßheim“ handelt es sich jedoch um die Wüstung Egersheim bei Alzey, wo sich im Spätmittelalter die Pfarrkirche befand 160, nicht jedoch um Eigersheim (heute Eyersheimer Mühle bei Weisenheim/Sand) 161. Daher scheidet eine Gleichset­zung von „Kydenheim“ mit Kindenheim aus, es handelt sich vielmehr, da die Mühle „zuschen Ergerßheim und Kydenheim“ liegt, um das bei Alzey liegende Kettenheim. Auch Kaufmann 162 ord­net „Kyden­heim“ dem rheinhessischen Dorf Kettenheim zu. Dieselbe Auffassung vertritt Fabricius 163.

 

Die Wiesenmühle wird heute durch eine Vierflügelanlage des 18./19. Jh. gebildet, östlich des Ortes am Weidasser Bach gelegen 164.

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 276

 

 

 

 

 

Kindenheim:

VG Grünstadt-Land, Lk Bad Dürkheim; am *Kinderbach gelegen, hart westlich von Bockenheim..

 

Mühlen:

s. Johannes Althen, ein „Mühlenknecht“

 

- Mühle zwischen Kydenheim und Ergerßheim:

im ältesten Lehnsbuch der Pfalzgrafen von 1401 heißt es: „Item Brendel von Kydenheim hat empfangen zu manlehen. Zum ersten eyn mole myt ir zugehorde, garten und wiesen, die liegt zuschen Ergerßheim und Kydenheim und sitzt Eusel von Kydenheim by yme darinne in gemey[n]schaft. Item zu burglehen virdehalb morgen wingarten zu Kydenheim ...“ 165.

 

Kydenheim (= Kindenheim ?) ist weder bei Christmann 166, noch bei Dolch/Greule 167 und auch nicht bei Häberle 168erwähnt. Auch Prof. Dr. Kar­l-Heinz Spieß, der selbst aus dem Kindenheim benachbarten Bockenheim stammt, macht in dem von ihm herausgegebe­nen Lehnsbuch der Pfalzgrafen keine Anmerkung zu dem Ort „Kydenheim“. Bei der Ortschaft „Ergerß­heim“ handelt es sich jedoch um die Wüstung Egersheim bei Alzey, wo sich im Spätmittelalter die Pfarrkirche befand 169, nicht je­doch um Eigersheim (heute Eyersheimer Mühle bei Weisenheim/Sand) 170. Daher scheidet eine Gleichset­zung von „Kydenheim“ mit Kindenheim aus, es handelt sich vielmehr, da die Mühle „zuschen Ergerßheim und Kydenheim“ liegt, um das bei Alzey liegende Ket­tenheim. Auch Kaufmann 171 ord­net „Kyden­heim“ dem rheinhessischen Dorf Kettenheim zu. Dieselbe Auffassung vertritt Fabricius 172.

 

Literatur/Urkunden zu Mühlen:

- Tröscher, Angelika: Gab es Mühlen auf der Kindenheimer Kalksteinhöhe; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1978, S. 79 ff und 1979, S. 16 ff

 

 

- Stampfmühle:

Mayer schreibt in seiner Ortsgeschichte von Kindenheim: „Kindenheim seit 1196 mit Stampfmühle und Backhaus 173. Am 1.5.1256 ver­macht Gräfin Elisabeth von Leiningen dem Kloster Nonnenmünster zu Worms ihre Stampfmühle zu Kindenheim 174.

 

 

 

 

 

Kinderbach:

s. auch *Kindenheim

 

Bach bei Kindenheim; der Name hat nichts mit dem Begriff "Kind" zu tun, sondern geht auf einen dem westfränkischen Namenskreis zu­gehörigen Personennamen "Kundin" zurück, welcher auch namensgebend für Kindenheim und "Kindeneche" wurde. Als Namens­träger dürfte ein Angestellter des Bockenheimer Königshofes anzunehmen sein, der in der Merowingerzeit (als für wichtige Aufga­ben vornehm­lich westfränkische Personen eingesetzt wurden) im Auftrage des Staates das nachmals nach diesem "Kundin" benannte Tal wieder ur­bar machen ließ 175. Der Kinderbach entsprang im Bereich der Gemarkung des heute verschwundenen Dorfes *Gösses­heim und war dort zu einem Woog aufgestaut [Anm. d. Verf.: der Kinderbach ist in der Steuerliste von 1574 "bey dem Woggar­ten un­ter dem Straßen­rech" genannt, ferner in einer kurpfälzischen Güteraufstellung von 1772 176]. Der Bach floß durch Kindenheim dann östlich durch die Kindenheimer Gemarkung "Au" (!), durch den heute verschwundenen Bockenheimer Weiher und mündete früher in den Eisbach, nicht wie heute in die Pfrimm 177.

 

 

 

 

 

Kindinger Mühle:

s. *Siebeldingen

 

 

 

 

 

Kindsbach:

VG Landstuhl, Lk Kaiserslautern; das Dorf hieß früher Königsbach (Künigsbach) wie sich aus Beschreibung der Herrschaft Land­stuhl von 1681 ergibt 178.

 

Kindsbach gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Landstuhl. Das Gebiet gehörte im Mittelalter zur Herrschaft Hohenburg. Durch Hei­rat der Tochter Margarete des Wirich Poller von Hohenburg kam die Gegend um Landstuhl mit der Burg Nanstein an Schweikhard von Sickingen und seine Familie, deren bekanntester Vertreter Franz von Sickingen war. Vor der Auflösung gehörten zur Herrschaft Land­stuhl: das Großgericht mit den Orten Bann, Harsberg, Hermersberg, Horbach, Kindsbach, Krickenbach, Linden, Queidersbach, Wesel­berg, Zeselberg und das Kleingericht mit den Orten Hauptstuhl, Langwieden, Martinshöhe, Gerhardsbrunn, Kirchenarnbach-Obernh­eim, Knopp, Oberarnbach, Mittelbrunn, Scharrhof und Schauerberg. Der Regierungssitz war Landstuhl. Die Bäche der Sickin­ger Höhe und des Landstuhler Bruchs trieben folgende Mühlen 179.

 

Mühlen:

in Kindsbach besteht noch heute die Straßen „Mühlweg“ und „Am Mühlwald“, beide gelegen im westlichen Dorf in Richtung Land­stuhl.

 

Wirich von Daun, der Herr der Herrschaft Landstuhl, stiftete 1265ein Jahrgedächtnis dem Kloster Einsiedel, wofür er neben Weide- und Wasserrechten den Platz für eine Mühle im Einsiedel benachbarten Kindsbach gab 180.

 

Über die Obere Mühle bei Landstuhl (s. bei Landstuhl) ist ein Erbbestandsbrief vom 28.7.1723 erhalten geblieben 181. Danach ist Erbbe­ständer für die außerhalb der Stadt gelegene Mühle der Schwanenwirt zu Kindsbach Kilian Menges mit seiner Ehefrau Maria Magdalena. Er zahlt 300 fl bar und gibt jährlich 13 Ma. Korn als Pacht 182.

 

 

 

 

 

Kirchenarnbach:

OT von *Obernheim-Kirchenarnbach

 

Mühlen:

s. *Neumühle

 

 

 

 

 

Kirchheim / Weinstraße:

VG Grünstadt-Land, Lk Bad Dürkheim; früher als Kirchheim a.d. Eck bezeichnet, am Eckbach gelegen; 1304 kam das Dorf an die Grafen von Leiningen, vorübergehend 1467-1505 auch an Kurpfalz; dann durch Kauf an die Grafschaft Leiningen-Westerburg 183.

 

1802 hatte das Dorf 693 Einwohner, gem. der Zählung durch den Maire Johann Wilhelm Koch, nämlich 580 Lutheraner, 58 Katholi­ken und 55 Juden 184, 1836 waren es 1041 Einwohner, nämlich 811 Protestanten, 123 Katholiken, 104 Juden und 3 Mennoniten 185.

 

Mühlen:

bis zum Jahr 1740 standen in Kirchheim zwei Mühlen, die untere oder Gerstenmühle und die etwas weiter bachaufwärts gelegene Esels­mühle 186.

 

1709 wird im luth. KB Kirchheim ein Müller namens Conrad *Keil erwähnt 187.

 

Bis vor 1806 war Michel *Balzer als Müller in Kirchheim/Eck ++++klären: welche Mühle++++

 

1817 gab es in Kirchheim folgende Mahlmühlen: a) obere oder Oehlmühle mit 3 Mahlgängen, b) die mittlere Mühle oder Eselsmühle mit 3 Mahlgängen, c) die untere oder Phyische Mühle mit 3 Mahlgängen 188.

 

Literatur/Urkunden:

- ""Die Rheinpfalz"" vom 19.8.1998: Mühlenwanderweg im Eckbachtal zwischen Dirmstein und Neuleiningen

- Niederhöfer, Wolfgang: Die Triebwerke entlang des Eckbach-Mühlenwanderweges (zu Eckbachweiher, Mühlen in Neuleinin­gen-Tal, Kleinkarlbach, Kirchheim, Bissersheim, Großkarlbach und Dirmstein)

- Niederhöfer, Wolfgang: Mühlenwanderweg am Eckbach

- 35 Mühlen zwischen Neuleiningen und Dirmstein; in: Heimatjahrbuch 1998 Landkreis Bad Dürkheim, S. 156

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der pfälzischen Mühlen besonderer Art, Arbogast, Otterbach 1981

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der Mühlen und des Müllerhandwerks der Pfalz

 

 

- Alte Gräflich Leiningische Mühle:

s. Koch'sche Mühle

 

 

- Eselsmühle:

Anwesen Am Mühlbach 1, Kirchheim 189, am Eckbach gelegen; spätere Malzfabrik 190.

 

Diese dürfte jedoch gegen a.A. keine Bannmühle gewesen sein 191.

 

1623 wird Hans Becker als Eselsmüller genannt. 1631 war sie im Besitz von Velten Bertzel aus Albsheim a. d. Eis. Von diesem ging sie an Nikolaus Regenborn über und 1652 verkauften sie Peter Vonasthen und David Dix aus Frankenthal mit herrschaftlicher Erlaub­nis von Hans Schlick in Dürkheim aus Nikolaus Regenborns Hof. Schlick war also der Erbe oder wenigstens ein Miterbe des Regen­born'schen Be­sitzes. Wieder zehn Jahre später sitzt ein Hans Ranck in der Eselsmühle. Ranck starb in jungen Jahren und der Vor­mund seiner minder­jährigen Kinder verkaufte die Eselsmühle 1671 an Friedrich Steinmetz aus Neuleiningen. Als dieser um 1683 verstorben war, ver­kaufte dessen Witwe die Mühle 1683 an den Kirchheimer Bäcker Georg Nikolaus Pflug. Dieser Pflug stellte kurz vor der Jahr­hundertwende einen Müllerburschen namens Wiegand *Pie ein, Sohn des Johann Jakob Piehen, Müllermeister in Allen­dorf an der Lumda 192.

 

Wiegand *Pieh heiratete am 14.2.1699 in Kirchheim die Tochter seines Dienstherrn Georg Nikolaus Pflug, die Maria Barbara Pflug und erhielt 1707 die Eselsmühle von seinem Schwiegervater übertragen. Vater des Johann Leonhard Pieh (geb. 1700 err - † 1734 Kirchheim im Alter von 34 J, 5 M, 14 T), Johann Georg *Pieh (Müller auf der Strohmühle Kleinkarlbach) und des jüngsten Sohnes Johann Sebasti­an *Pieh 193.

 

Wiegand *Pieh betrieb die Eselsmühle in Kirchheim über 30 Jahre lang und übertrug diese 1737 an seinen jüngsten Sohn Johann Se­bastian *Pieh 194.

 

Auch um 1747 war Johann Sebastian *Pieh der Müller auf der Eselsmühle. Dieser kaufte von dem Schultheiß Johann Conrad *Bogen 1747 die durch die Eheschließung an diesen gekommene Gerstenmühle / Savigny'sche Mühle in Kirchheim. Sebastian Pieh schleifte die Gerstenmühle und überließ anschließend gemäß Kaufvertrag dem Bogen wieder das Gelände der ehemaligen Gerstenmühle. Pieh tat das, um die Konkurrenz auszuschalten und den Mahlzwang der Kirchheimer Bauern für seine Eselsmühle zu sichern 195.

 

Die Tochter des Müllers Johann Sebastian *Pieh, Johanna Dorothea Elise Pieh (geb. 6.12.1746 - † um 1796) , ∞ am 24.5.1771 den Kirchheimer Schultheißen und späteren Betriebsnachfolger und Müller auf der Eselsmühle, Johann David *Hammel. Dieser erbte nach dem Tod seines Schwiegervaters Pieh († 8.12.1774) die Eselsmühle und betrieb diese weiter. Nach dem Tod seiner Frau 1796, teilte er mit seinen Kindern. Die Eselsmühle fiel durch Los seinem Sohn, Johann Sebastian *Hammel zu 196. In einem Verzeichnis al­ler im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 197 ist der Sebastian Hammel als Eigentümer einer nicht benannten Mühle in Kirchheim genannt 198. Dessen Sohn, Johann Michael Hammel erbte die Eselsmühle und führte diese bis 1873 199.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird genannt die Firma „Hammel, M., Kunden- und Handelsmüller. Eigenthümer Michel Hammel II. “ 200.

 

In diesem Jahr übergab Johann Michael Hammel die Mühle seinen Söhnen Emil und Mi­chael Hammel, die sie unter der Firma Gebrüder Hammel zunächst noch ein paar Jahre als Mühle bewirtschafteten, dann aber in eine Malzfabrik umwandelten. Doch um sich dem inzwi­schen aufgenommenen Wein­handel voll und ganz widmen zu können, verkauften sie 1898 die Malzfabrik an die Firma Moritz Marx Söh­ne in Bruchsal. 1899 brannte sie nieder und wurde wieder aufgebaut. Einige Jahre vor dem 2. Weltkrieg ging der Betrieb in das Eigen­tum der Firma Malz­fabrik Rheinpfalz AG in Pfungstadt über, die 1864 ein weithin sichtbares, 16 m hohes Silo errichteten Der Umbau des Wohn­hauses erfolgte 1958. Von der alten Eselsmühle ist nicht mehr übriggeblieben als das Erdgeschoß des Wohnhauses. Zum 1.8.1980 stellte die Firma ihre Produktion ein verkaufte das ganze Areal an die Firma Schiffer & Nicklaus in Grünstadt 201.

 

 

- Gerstenmühle, Untere Mühle, Savignymühle:

herrschaftliche Bannmühle; sie ist die älteste der Kirchheimer Mühlen; die Gerstenmühle lag nach dem Beedbuch B von Kirchheim „an dem Pfad, der von der Quirngasse kommt“ auf dem Wiesengelände, das zum Besitztum von Jakob Koch Erben (heute Georg Mühlmi­chel) 202.

 

Im Knochschen Repertorium ist unter dem 22.6.1601 vermerkt: „22 Juny ist einem von Kleinkarlbach die Mühle zu Kirchheim zu beste­hen die Erlaubnuß ertheilt worden, doch daß er die Mahlgäste nicht Verfortheile“ 203. Dort heißt es auch: „Bann-Mühle verlehnt 1601“ 204.

 

Die Gerstenmühle war herrschaftliche Mahlmühle mit zwei oberschlächtigen Gängen; und zahlte an die Grafschaft Leiningen-We­sterburg jährlich 17 Mltr an Wasserpacht und „vor ein Mastschwein 4 Gulden 40 Kr“ 205.

 

Der erste namentlich bekannte Müller auf der Gerstenmühle ist Melchior Lindenschmitt im Jahr 1650. Dieser vernachlässigte die Mühle und ließ sie verfallen. Deshalb wurde sie ihm entzogen und zunächst dem Amtmann Glandorf und nach dessen Tod 1661 dem Georg Rolly [im Knoch'schen Repertorium als Georg Rollin benannt] aus Worms in Erbpacht gegeben. Ihnen erließ man wegen des schlechten Zustands der Mühle alle Abgaben während der ersten 5 Jahre 206.

 

1661 heißt es im Knochschen Repertorium: „Glandorf notificiert seiner Mühlen Verkauff. D. Grünst. 18. DC“. 207

 

Im Knochschen Repertorium ist vermerkt „Mühle gebannds zu Kirchheim erbaut 1664 208. Weiter heißt es: „1664 Erbbestandsbrief der Bann Mühlen zu Kirchheim, Georg Rollin ertheilt, welche in dem Krieg durch Schuld des Müllers eingeäschert worden.“ 209

 

1676 erhielt der Müllermeister Johannes Ziegler den Erbbestand. Er starb 1690 und seine Witwe heiratete 1691 den Bruchmüller Wey­denkopff aus Bissersheim 210. Nach dem Tod des Mül­lers Ziegler kaufte der Schultheiß von Undenheim Philipp Best die Ger­stenmühle und übereignete sie seinem Schwiegersohn, dem leinin­gisch-westerburgischen Forstmeister Peter Michael de *Savigny 211; jetzt hieß die Gerstenmühle auch Savigny­mühle. Peter Michael de Savigny wohnte in dem Savigny'schen Stammhaus, das süd­lich der Mühle an der Dorfstraße stand. Nach dem Zukauf der Mühle war der Savigny'sche Besitz arrondiert 212.

 

Die Familie de Savigny betrieb die Mühle nicht selbst, sondern hat sie verpachtet. Als Pächter wird lange Jahre genannt Johann Mi­chael *Koch, kath., weiland Eberhardt Kochs, gewesenen Inwohners zu Ritzbach, Amts Carstatt, Hochfürstl. Würzburger jurisdicti­on, ehel. Sohn 213.

 

Nach dem Tod von Peter Michael de Savigny († 21.7.1707 Kirchheim/Weinstraße) fiel dessen Besitz an dessen Witwe Anna Barbara geb. Best. Diese heiratete in 2. Ehe am 8.9.1711 in Kirchheim den leiningen-westerburgischer Landkommissar in Kirchheim, Karl Balthasar Meyer 214. Deren einzige Tochter aus 2. Ehe, Maria Beate Luise Meyer, verheiratete sich 1736 mit dem Kirchheimer Schultheiß, späterem Landschultheißen und nachmaligem Senator in Mannheim, Johann Conrad *Bogen. Diese erbte das Haus und erwarb von den Savigny'­schen Erben die Mühle dazu 215.

 

Der Schultheiß Bogen baute 1747 das durch die Eheschließung an ihn gekommene Haus um. Die Mühle verkaufte er dem Eselsmül­ler Johann Sebastian *Pieh, der sie schleifte und gemäß Kaufvertrag dem Johann Conrad Bogen wieder das Gelände überließ. Pieh tat das, um die Konkurrenz auszuschalten und den Mahlzwang der Kirchheimer Bauern für seine Eselsmühle zu sichern 216.

 

 

- Kandelmühle oder Ohligmühle:

schon 1510 lesen wir „die Cannelwiese“ 217. Diese liegt bei der Brücke, der Mühle und den Wiesen Benennung nach einem künstlich hergerichteten Wasserlauf, Kannel oder Kanal vor 218. Heute Anwesen Mühlstraße 13 219.

 

Der Ziegler „Gurg Philipp *Koch“ errichtete auf „Feld bei der Kandelbrücke ... die Kandel- oder Ohligmühle. Als dritte Kirchheimer Mühle. Sie war ... aber auch seit 1743 Mahlmühle“ 220. Zum Bau der Mühle kaufte er aus dem Höninger Stammgut einen Morgen Feld bei der Kandelbrücke 221. Koch betrieb die Mühle zunächst selbst und verkaufte diese dann 1748 für 3000 fl an seinen Schwie­gersohn Georg Ni­kolaus Lang aus Dürkheim. Hintergrund war, daß durch den Abriß der früheren Savigny-Mühle [= Gersten­mühle] die Zahl der Kirchhei­mer Mühlen wieder auf zwei gesunken war und Koch deshalb 1747 eine neue Mühle, die Koch'sche Mühle er­richtet hat­te. Nachdem Koch die neu erbaute Koch'sche Mühle bereits 1752 an die Gräfin Charlotte Wilhelmine von *Lei­ningen, geb. Reichs­-Erbmarschallin und Gräfin zu Pappenheim verkauft hatte, erwarb er die Kandelmühle von seinem Schwieger­sohn Lang zu­rück. Lang erhielt als Kaufpreis landwirtschaftliche Grundstücke, die er seiner­seits veräußerte und vom Erlös eine Müh­le in Klein­karlbach kauf­te. 222

 

Gurg Philipp Koch überließ 1761 die Kandelmühle seinem Sohn Johann Wilhelm Koch, zugleich Anwaltsschultheiß in Kirchheim, und zog nach Worms, wo er anschließend als Baumeister, wohl Mühlenbaumeister, tätig war . 223 Johann Wilhelm Koch (∞ mit Anna Regina Pieh von der Eselsmühle) war durch seine Eheschließung ein sehr vermögender Mann geworden, der wiederholt in Grund­stückskäufen ge­nannt ist. Von der verwitweten Gräfin Christina von Leiningen erwarb er 1785 deren Haus in der Quirngasse [heute Haus Mahlerwein], das er umbauen ließ und am Schlußstein des Torbogens sein Namenszug J.W.K. angebracht ist. 224 Er teilte sechs Jahre vor seinem Tod 1798 mit seinen Kindern. Der Sohn Georg Sebastian Koch (∞ I 24.7.1791 mit Katharina Elisabeth Zimmer aus Grünstadt [† 1.7.1794 Kirchheim]; ∞ II 7.1.1796 mit Anna Elisabeth Hammel [20.4.1778 - † 13.1.1864; Tochter des Kirchheimer Schultheißen Johann David Hammel] erhielt die Kandel- oder Ohlichmühle 225. In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt be­findlichen Mühlen vom 15.12.1817 226 ist Sebastian Koch als Eigentümer einer nicht benannten Mühle genannt.

 

1880 brannte die Kandelmühle nieder, wurde alsbald wieder aufgebaut und heißt noch heute (1963) Ohligmühle 227.

 

Literatur/Urkunden:

- Jakobs, Willi: 250 Jahre den Ort geprägt: die Kirchheimer Kandel- oder Ohligmühle; in: Heimatjahrbuch des Landkreises Bad Dürk­heim, 2000, S. 251-254

 

 

- Koch'sche Mühle:

am nördlichem Dorfausgang am Eckbach gelegen, Anwesen Weinstraße Nord 59, spätere Gaststätte „Alte Gräflich Leiningische Mühle“.

 

Ein hofseitig eingemauerter Stein trägt das Baudatum 1748 und das Müllerzeichen (228. Die Mühle wurde 1748 von Gurg Philipp Koch erbaut auf einem Gelände, das er ein Jahr zuvor von Schultheiß Jo­hann Conrad *Bogen gekauft hatte. Auf dem Gelände stand zuvor die Savigny'sche Gerstenmühle, die Bogen auf Abbruch an den Eselsmüller Johann Sebastian *Pieh verkauft worden war, der die Mühle ab­brach, damit das Bannrecht für seine Eselsmühle erwarb und das Grundstück vertragsgemäß wieder an Johann Conrad Bogen zurück­gab 229.

 

Gurg Philipp Koch, der eine Ziegelei betrieb, verkaufte die neu erbaute Mühle bereits 1751 an die Gräfin Charlotte Wilhelmine von *Lei­ningen, geb. Reichs-Erbmarschallin und Gräfin zu Pappenheim, welche sie laut Kaufbriefs vom 21.1.1752 für 5800 Gulden an den Mül­lermeister Johann Sebastian *Pieh abgab. Dieser übertrug später die Mühle an seinen Schwiegersohn Michael *Fey (∞ 9.5.1767 mit Anna Maria Pieh). Beide hatten keine Kinder bzw. diese durch frühen Tod verloren. Deshalb verkaufte Michael Fey das Anwesen 1802 an seine Nichte Juliane Fey, die Ehefrau des späteren Bürgermeisters Sebastian Zöller. Dessen Tochter Anna Katharina Zöller heiratete am 25.4.1831 den Johann Jakob (1) Koch aus der Ohligmühle Kirchheim Sohn des Gutsbesitzers (und ehemaligen) Müllers in Kirchheim, Se­bastian Koch 230 und brachte diesem das Anwesen zu. Bei dem Heiratseintrag im luth. KB Kirchheim ist der Sebastian Zöller als „gewe­ßener Müller alhier“ bezeichnet 231. So ward ein Urenkel des Er­bauers Gurg Philipp Koch wieder Besitzer des Anwesens, nachdem die Mühle 82 Jahre lang in familienfremden Händen gewesen war 232. In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 ist Sebastian Zöller als Eigentü­mer einer nicht benannten Mühle aufgeführt 233 . Die Tochter des Sebastian Zöller, Catharina Zöller ∞ am 25.4.31 den Müllerssohn Johann

 

Jakob (1) Koch wurde 1841 zum Adjunkten, und 1847 zum Bürgermeister von Kirchheim gewählt, ein Amt das er bis 31.12.1874 ausüb­te. Von seinen 7 Kindern waren nur zwei verheiratet: Anna Elisabeth Koch mit dem Gastwirt David (2) Zöller und Johann Ge­org Koch, Gastwirt, Dünger- und Kohlenhändler, mit Maria Puder. Anna Elisabeth und ihr Bruder Sebastian Koch stammten aus er­ster Ehe des Va­ters, Johann Georg und seine Brüder Jakob und Michael, sowie die Schwestern Katharina und Anna aus der zweiten Ehe mit Katharina Schenkel aus Heppenheim an der Wiese. Als Jakob (1) Koch 1885 im Alter von 78 Jahren gestorben war, übernah­men die Brüder Jakob und Michael Koch die Bewirtschaftung der Mühle, und nach Michaels Tod wurde Jakob Koch Alleinbesitzer. Mit seinem Tod fiel die Mühle an die Erbengemeinschaft Zöller-Koch, aus der sie Anfang 1935 der Miterbe Georg Koch IV. Käuf­lich erwarb. Das innere Mühlwerk war aber dermaßen veraltet, daß es nicht mehr benutzt werden konnte. Der neue Eigentümer wan­delte das Anwesen in ein Bauernhaus um.1959 erwarb der Winzer und Gastwirt Philipp Jung das Anwesen. Dessen Sohn Volker Jung baute es in die Gaststätte „Alte gräflich Leininger Mühle“ um. Den Namen leitete er von der Gräfin Charlotte Wilhelmine von Lei­ningen ab, die 1751/1752 Eigentümerin der Mühle gewesen war 234.

 

 

- Lohmühle:

bis 1719 war Conrad Michel Becker († 14.3.1729 Kirchheim/Weinstraße); der Lohmüller in Kleinkarlbach.

 

Anläßlich seiner Beerdigung wurde vom lutherischen Pfarrer in Kirchheim, Christoph August Sporleder, folgendes ins luth. Kirchen­buch eingetragen: „Anno 1719 auf den 14. März: Conrad Michel Becker, oder der sog. Lohmiller, welcher wegen seines recht barba­rischen Verfahrens mit seiner ersten Frau, wie auch andern liederlichen und gottlosen Lebens öfters bestraft und ermahnt worden, wie auch im­mer Besserung vorwerts angelobt, hinterher aber gelästert, geflucht und geschändet. Endlich da er zur 2ten Ehe schreitet und von mir wieder viel und ernstlich zugeredet worden, hat er dem ungeachtet a seinem 2ten Hochzeitstag so unnatürlich gesoffen und gesprun­gen, daß er sich das Netz im Leib zersprenget, und in wenigen Tagen unter entsetzlichen Leibes- und Gewißens Pein und Schmerzen den Geist aufgegeben, und also nachdrückl. Straf Gottes und seine Bosheit allen zur Warnung empfinden müßten, alt et­was über 30 Jahr.“ 235.

 

 

- Untere Mühle:

s. Gerstenmühle

 

 

 

 

 

Kirchheimbolanden:

VG Kirchheimbolanden, Kreisstadt des Donnersbergkreises; ab 1393 befand sich Kirchheimbolanden im gemeinschaftlichen Besitz der Walramschen Stämme des Hauses Nassau (Nassau-Saarbrücken und Nassau-Weilburg), teils bei Nassau-Weilburg allein 236; die Stadt blieb bis zur franz. Revolution Sitz des nassau-weilburgischen Amtes und Regie­rungssitzes Kirchheim.

 

Gehörte zur Grafschaft Nassau-Weilburg (ab 1737 zum Fürstentum erhoben); die Konfession war lutherisch, es gab jedoch ab dem 18. Jh. eine reformierte Minderheitsgemeinde 237.

 

 

Mühlen:

bis 1828 war Johann Wilhelm *Koch als Müller in Kirchheimbolanden +++klären : welche Mühle+++ 238.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird in Kirchheimbolanden genannt die Firma Jac. Ant. Brogino, Tuch-, Schnitt-, Coloni­alwarengeschäft und Oelmühle, Inhaber Karl Friedrich Lennig 239.+++klären : welche Mühle+++

 

Photo:

- Lucae: Kirchheim und seine Bürger, a.a.O, S. 181: das aus dem Jahre 1740 stammende Zunft- bzw. Herbergsschild der Müllerzunft von Kirchheimbolanden (Heimatmuseum Kirchheimbolanden)

- Lucae: Kirchheim und seine Bürger, a.a.O, S. 182: das „Insigil der Kirchheimer Mieler Zunft“ von 1713 (befindet sich im Histori­schen Museum der Pfalz)


Urkunden/Literatur:

- Hess. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden Best. 168a Nr. VIII b 43a: Erbbestandsmühlen der Herrschaften Kirchheim und Stauf (1531) 1770-1796

 

 

- Gutleutbacher Mühle:

die Mühle stand unterhalb der Ziegelhütte in einer Senke 240. 1571 wird urkundlich „die Mühlbach oder guttleut bach“ erwähnt 241; 1756 ein Acker „obig der Gutlaitbach“ 242.

 

1762 wird die Flur 'Obig der Gutleybach“ erwähnt 243; 1828 erscheint die „Gutleitbacher Ziegelhütt“; 1837 die „Gutleutbacher-Müh­le und Ziegelhütte“ 244.

 

Ein ehemaliges Gutleuthaus (Leprosorium) gibt durch seine Lage am Bach diesem, der Bach, einer Mühle und einer Ziegelhütte den Na­men 245.

 

Müller auf der Gutleutbacher Mühle war Johann Henrich *Schepp (auch Johann Heinrich Schöpp 246), ∞ mit Maria Elisabetha Rheinganß ; am 21.10.1750 wird in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden getauft: „Schepp Anna Elisabetha, T.d. Johann Henrich Schepp, Müller der herrschaftlichen Mühle an der Gutleutbach, u. Maria Elisabeth“ 247. Am 07.02.1756 wird „Georg Philipp Schepp, S. d. Johann Henrich Schepp, auf der Gutleutbach Mühle, u. Maria Elisabeth geb. Rheinganß“ in Kirchheimbolanden getauft 248. Aus der Ehe gingen die auch Tochter Catharina Schepp († vor 1788; ∞ mit dem Bürger und Färbermeister zu Kirchheimbolan­den, Jacob Adam) und der Müller und Betriebsnachfolger auf der Gutleutbacher Mühle, Georg Heinrich Schepp hervor. Am 29.2.1788 kommt es nach dem Tod der Catharina Schepp zur Erbauseinandersetzung, bei der auch der Nachlaß ihrer verstorbenen Mutter Maria Elisabetha (Rheinganß), Witwe Schepp, geteilt wurde. In dieser Erbauseinan­dersetzung zahlte „der Mutter Bruder“ (= Catharina Philippina Schepp), der Mül­ler Georg Heinrich Schepp „auf der Guthlaitbach Mühl, wegen übernommener Mühle“ an die übrigen Miterben einen Erbausgleich von bar 37 fl und innerhalb von 2 Jahren weitere 185 fl 249.

 

1753 wurde das Wasserbieth an dem Anwesen erhöht, da zur Sommerzeit wegen Mandel des Wasserfalls und der schlechten Wasserre­serve die Mühle wenig genutzt werden konnte 250.

 

1755 wird Johann Heinrich Schepp als Erbbeständer auf der Gutleutbacher Mühle genannt. Neben der Mahlmühle betreibt er auch eine Sägemühle und eine Hanfreibe. Die geringe Wasserkraft wird durch eine Roßmühle (Göpelwerk) verstärkt. Die jährliche Pacht beträgt 108 fl 15 Xer 251.

 

1770 kam es wegen der Übernahme notwendig gewordener Reparaturen an einem Ablaufkanal, der unter der an der Mühle vorbeizie­henden Landstraße hindurchführte, zwischen der damaligen Erbpächterin der Mühle, der Heinrich Schleppischen Wittib Maria Elisa­beth und der fürstlich-nassauischen Hofkammer bzw. der Oberkellerei Kirchheim(-bolanden) zu Differenzen, die Fürst Carl von Nassau-Weil­burg persönlich durch eine Resolution vom 30.8.1770 dahingehend entschied, daß die Müllerin die Reparatur zu zahlen hatte 252.

 

Müller und Betriebsnachfolger war der Sohn Georg Heinrich *Schepp, der Müller „auf der Guthlaitbach Mühl“ 253.

 

Um 1833 war Andreas Kölsch der Besitzer der Gutleutbacher Mühle. In der Neuen Speyerer Zeitung“ wird am 27.1.1833 der Verkauf der Gutleutbacher Mühle angeboten: „Der Unterzeichnete [Andreas Kölsch] ist gesonnen, seine nahe bei Kirchheimbolanden gelege­ne Müh­le, die Gutlaibachmühle genannt, solid und gut gebautes Werk, bestehend in Mahl- und Oehlmühle, letztere mit gussenen [Anm.: = gußeisenen] Pressen versehen, dann Morgen Land ..., und Fischweiher, ... ein im Jahr 1826, neu erbautes Haus mit einem Tanzsaal und 6 geräumigen Zimmern, Küche und Speicher, ... Kegelbahn, Kegelschopp und Scheibenstand ..“ Unterzeichnet: Andre­as Kölsch 254.

 

1872 läßt Elise Lauermann, Gutsbesitzerin auf der Gutleutbacher Mühle, Witwe des Georg Peter Rupprecht, Stroh und Heu und Kartof­feln versteigern 255.

 

Die Gebäude wurden 1973 abgerissen, um Platz für das Werksgelände der Firma KKK zu schaffen 256.

 

Photo:

- Lucae: Kirchheim und seine Bürger, a.a.O, S. 180

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. S. 287

 

Literatur/Urkunden:

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Gutleutbacher Mühle bei Kirchheimbolanden; in: Donnersbergjahrbuch 1978, S. 103-105

 

 

- Pulvermühle:

zwischen Kirchheimbolanden und Bischheim am Rußbach gelegen 257; um 1759 war Johann Cas­par *Wegner als Pulvermüller in Kirch­heimbolanden; er ist am 12.9.1759 in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden als Pate er­wähnt: „Joh. Caspar Wegner, Pulvermül­ler hier“ 258.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2308/1: Klassifikationsplan Kirchheimbolanden o.D. (1820-1845), darin u.a. die Pulvermühle

 

Photo:

- Lucae: Kirchheim und seine Bürger, a.a.O, S. 184: die Pulvermühle 1982

- Weber: Mühlen besonderer Art, S, 208: Die ehemalige Pulvermühle zwischen Kirchheimbolanden und Bischheim

 

 

 

 

 

Kirkel / Saarland:

s. auch Neuhäusel

 

Südlich von Neunkirchen, westlich von Einöd gelegen; heute im Saarland, früher pfalz-zweibrückisch im Oberamt Zweibrücken, nach 1792 Kanton Waldmohr.

 

 

Mühlen:

- Kirkeler Mahlmühle:

die mittelalterliche Mühle in Kirkel war eine Bannmühle. Bis 1588 war Heinrich Müller, der nachmahlige Beständer der Wörschwei­ler Mühle, der Müller auf der Kirkeler Mahlmühle 259.

 

1598 besaß sie zwei Mahlgänge, die von zwei Wasserrädern angetrieben wurden. 1689 wurde ein Mahlgang zerstört. 1736 kaufte sich Hans Jakob *Wagner von der Hasseler Mühle, in die Kirkeler Mühle ein. 1738 wurde von ihm noch eine Sägemühle angebaut 260.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 wird die Kirkler Mahl-Mühl wie folgt beschrieben: “Liegt an dem Kirkeler herrschaftlichen Weiher, unten an dem Dorf Kirkel, eine Stund von der Limbacher Weyher-Mühl und also weit von der Ha­seler- und Rohrbacher Mühl. Ist in ziemlichem Stand hat ein oberschläch­tiges Wasserrad auf welches aus gedacht: Weyher durch ein Candel das Waßer geleitet und dadurch ein Mahlgang mit im Trillis ange­hängtem Schälgang getrieben wird. Bei Eiß und trockenem Wetter gehet die Mühle langsam. Bey großem Waßer hingegen kann be­ständig gemahlen werden. Ist anfängl: nur ein Mahlgang ge­wesen von dem vori­gen und ersten Erbbeständer ohngefähr ao 1724 aber ein Scheelgang ... angefüget worden. Die jährliche Pacht beträgt 4 Malter Korn. Das Dorff Kirkel und Neuhäußel so ein Gemeinde aus­machet, ist zu dieser Mühle gebannt und befinden sich an erstem Ort 29 und an Letzterem 6 Haußhaltungen. Die Mühle kann Ih­ren Bann befördern, und rechnet der Müller auf jede Hauß­haltung eine in die andere Jährl: 8 Malter Frucht. Erbbeständer ist Hans Ja­kob *Wagner und legitimiert sich mit einem unterm 20ten Juny 1736 erhaltenen Erbbe­standsbrief” 261.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Kirckler Mahl Mühl [hat] 1 Waßerrad welches einen Mahl und im Trilles laufend Scheelgang trei­bet; [zahlt an Pacht] 4 Mltr Korn; Kirckel und Neuhäusel aus 35 famil: bestehend seyend hierzu gebannt.“ 262

 

Im 19. Jh. war die Mühle noch in Betrieb und in Besitz der Familien Leibrock, Brabänder, Wagner und Klein 263.

 

 

- Kirkeler Seeg- oder Schneid-Mühle:

im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 264wird die Kirkeler Seeg- oder Schneid-Mühle wie folgt beschrie­ben: “Wird gleichfalls durch den Kirkler Weyher getrieben und liegt mit obiger Mahl Mühl in einem Waßer Bau, eine Stund von der Limbacher und so weit von der Hasseler Seeg-Mühl. Ist in gantz gutem Stand und erst seit etwa 6 Jahren aufgerichtet worden, wird durch ein oberschlechtiges Waßerrad, so gleich der obigen Mahl-Mühl durch einen Candel aus menth: Weyher das Waßer bekomt, getrieben. Kan mit der Mahl-Mühl nur bey großem Waßer gehen, sonsten wann die eine gehet muß die andere still stehen ... Entrich­tet jährlich zur Landschreiberey Zweybrücken 7 fl 7 bz 8 kr welches der bey Aufrichtung der Mühle ver­glichene Zinß ist. Hanß Jacob Wagner ist vermög unterm 26ten Novembr: 1738 Erbbestandsbriefs der Erbbeständer dießer Mühle. ...“

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1020/2: „Die Mahl- und Sägemühle zu Kirkel, 1769“

- LA Speyer Best. B2 Akte Nr. 1021/5: „Der Kirkeler Mühl- und der Neuhäusler Wolkersweiher, 1663-1792"

 

 

 

 

 

Kirrberg / Saarland:

östlich von Homburg gelegen; heute Stadtteil von Homburg; war pfalz-zweibrückisch

 

Mühlen:

- Kirrberger Mühle:

am 12.9.1715 wurde Johann Adam *Zott der Neubau einer Mühle in Kirrberg bewilligt. Die Mühle hatte eine gute Wasserzufuhr durch den Lambsbach und besaß 2 Mühlräder. Später war sie eine Getreide-, Öl- und Walkmühle. 1749 wurde der Bau einer zweiten Mühle in Kirrberg abgelehnt 265.

 

Die Kirrberger Mühle ist im Mühlenbericht des Amts Homburg vom 18.9.1756 aufge­führt und zusammenfassend wie folgt beschrie­ben: „Die Kirrberger Mühle am Lambs­bach hat 2 oberschlächtige Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang, gibt 7 Ma. Als Pacht. Sie malt für Kirrberg mit 50 Familien und Homburg. Daneben befindet sich eine Walkmühle.“ 266

 

1775 kaufte Heinrich Peter aus Contwig die Mühle. 1790 steigerte Wilhelm Dejon die Mühle 267.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1024/5: „Die Kirrberger Erbbestandsmühle, 1715-1788“

 

 

- Walkmühle:

sie liegt neben der Kirrberger Mühle am Lambsbach und ist im Mühlenbericht des Amts Homburg vom 18.9.1756 erwähnt 268.

 

 

 

 

 

Kirrweiler bei Maikammer:

VG Maikammer, Lk Südliche Weinstraße; östlich von Maikammer gelegen; gehörte zum Hochstift Speyer und war Sitz des gleichna­migen Amtes 269.

 

Das Dorf wies 1718/1719 neben den bischöflichen Bediensteten und Beamten eine Bevölkerung von 70 katholische Familien und eine nichtkatholische Familie auf der Hammelmühle auf 270.

 

 

Mühlen:

1660 gehörte die Mühle in Kirrweiler (welche ? +++klären+++) dem Edelmann Ludwig Hund von Saulheim 271.

 

Im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung erfolgte der Verkauf einer Mühle in Kirrweiler nebst Grundbesitz (welche ? +++klären+++). Sie wurde erworben von dem Armeelieferanten Delannoy zu Kaufpreis von 24060 fr. 272.

 

 

- Bordmühle obig Kirrweiler, Ziegelmühle:

liegt westlich von Kirrweiler in Richtung auf Maikammer am heutigen Bahnhof; sie wird nach dem Siedlungsnamensbuch von Christ­mann 1828 und 1836 genannt 273 und liegt zwi­schen Kirrweiler und St. Martin, direkt nordöstlich vom Bahnhof.

 

Die Mühle ist in einem Verzeichnis der im Hochstift Speyer, Schaffnerei Kirrweiler liegenden Mühlen vom 30.10.1768 aufgeführt und wie folgt beschrieben: „Zu Kirrweyler. Die sogenannte Ziegel- oder Borth Mühl gleich obig der vorigen gelegen [Anm.: ober­halb der Ham­melmühle, westlich Kirrweiler in Richtung Maikammer], dem Franz Späth der­mahlen gehörig, und giebt zu Mühlpfacht 10 Malter Korn.“ 274

 

Am 2.6.1831 wird im Intelligenz-Blatt des Rheinkreises die Versteigerung der Mühle annonciert: „Der Untheilbarkeit halber und in Gefol­ge Beschlusses Königlichen Bezirksgerichts Landau vom 29. März d. J., gehörig registriert sollen ... den 24. Juni nächsthin ... zur Verstei­gerung gebracht werden: ... 2) eine diesen [nachbenannten] Erben [des Andreas Hauck, im Leben Rechtsgelehrter zu Mai­kammer wohnhaft] und dem Herrn Johann Wilhelm Arnold, Kapitalist, zu Edenkoben wohnhaft, zu gehörige Mahlmühle, die Bord­mühle genannt, in dem Banne von Kirrweiler liegend ... . Die Erben des Herrn Hauck sind: 1) Herr Michael Hauck, Banquier in Frankfurt, 2) Herr Fried­rich Karl Waltz, Großherzoglich Badischer Ministerialrath zu Karlsruhe, 3) Herr Friedrich Wilhelm Waltz, Kaufmann zu St. Petersburg, 4) die Kinder des Herrn Karl Ludwig Röder, Handelsmann, und der Frau Karolina Waltz, als: Emilie, Karl, Wilhelm, Julius, Heinrich, Thekla, Amalia und Philipp Röder, alle zu Heidelberg wohnend ...“ 275.

 

Im Eilboten Landau wird am 11.9.1850 wird der Verkauf eines Pferdes „auf der Bordmühle zu Kirrweiler“ annonciert 276.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. Q17 Wasserwirtschaftsamt Neustadt Nr. 12: Stau- und Triebwerksanlage der mechanischen Werkstatt Neufeld in Kirr­weiler, ehem. Bordmühle Kropsbach, 1924-1966

 

 

- Fleckenmühle:

Lage ++++klären ++++;

 

Die Mühle ist in einem Verzeichnis der im Hochstift Speyer, Schaffnerei Kirrweiler liegenden Mühlen vom 30.10.1768 aufgeführt und wie folgt beschrieben: „Zu Kirrweyler, die Domcapitularische so genannte Flecken Mühl, so Mühlpfacht giebt 5 Malter Korn“. Die Mühle war keine erbbeständlich vergebene Mühle 277,

 

 

- Hammermühle, Hammelmühle:

zwischen Maikammer und Kirrweiler gelegen. Die Mühle war trotz des Namen „Hammerschmiede“ eine Mahlmühle 278.

 

Seit 1680, dann 1698, 1727, 1792 und auch noch im Urkataster von 1839 heißt der Betrieb „Hammelmühle“ und war eine Mahlmühle 279.

 

Die Mühle ist bereits 1718/1719 im Visitationsbericht des Bistums Speyer erwähnt. Das Dorf wies 1718/1719 nach diesem Bericht neben den bischöflichen Bediensteten und Beamten eine Bevölkerung von 70 katholische Familien und eine nichtkatholische Familie auf der Hammelmühle auf 280.

 

Um 1718 war Anthoni Alman der Müllermeister in Kirrweiler 281, wohl auf der Hammelmühle 282.

 

1727 wurde die Mühlengebäude als Getreidemühle neu erbaut. Das bischöfliche Wappen mit der ersten Mül­lerfamilie schmückt noch heute das Privathaus der Hammermühle 283. Dieses Wappen ist eines der schönsten pfälzischen Handwerkszeichen über dem Eingang der Hammermühle in Kirrweiler. Die Inschrift oben: 1727; unten: VALENTIN ENGLER – KATHARINA ELISABEDA ENG(LER) 284.

 

Die Mühle ist in einem Verzeichnis der im Hochstift Speyer, Schaffnerei Kirrweiler liegenden Mühlen vom 30.10.1768 aufgeführt und wie folgt beschrieben: „Zu Kirrweyler die so genannte Hammelmühl obig Kirrweyler dem Anton Allmann gehörig, und giebt Jährlich zu Mühl­pfacht 12 Malter Korn.“ 285

 

Von 1828 bis 1963 urkundlich als Hammelmühle erwähnt 286.

 

Am 26.9.1848 wird auf Antrag des Kaufmanns Abraham Worms die seinem Schuldner, dem Müller zu Kirrweiler, Elias *Schmitt ge­hörige Hammelmühle zwangsversteigert 287.

 

Am 28.3.1855 läßt Carl Theodor Reinig, Gastwirt in Maikammer, die ihm gehörige, „zwischen Maikammer und Kirrweiler gelegene soge­nannte Hammelmühle mit 2 Mahlgängen, 1 Schälgange und Schwingmühle, sammt Oekonomiegebäuden ... „ versteigern 288.

 

Carl und Marianne von Schaabner erwerben 1952 die Mühle. Sie beginnen mit der Vermahlung von Getreide. Aber schon zwei Jahre später legt das Ehepaar von Schaabner im Zuge des allgemeinen Mühlensterbens die Getreidemühle still. Mit einem für seine Zeit ein­maligen Versandhandel für Balkanspezialitäten führen die von Schaabners vorerst das Unternehmen weiter. Ende der 50er Jahre nimmt Familie von Schaabner den Mühlenbetrieb wieder auf und stellt von der herkömmlichen Getreide- auf die Maisvermahlung um. Kunden sind überwiegend Gastarbeiter aus Griechenland, Italien, Jugoslawien und der Türkei, die sonst zu dieser Zeit nur schwierig ihre geliebte "Polenta" kaufen können. 1962 nimmt eine Idee nimmt Gestalt an: Maisgrieß und Maismehl der Hammer­mühle als Qualitätsrohstoffe für glutenfreie Produkte. Ein Kinderarzt aus Ludwigshafen, Dr. Harald Stein, sensibilisiert das Ehepaar von Schaabner Anfang der 60er Jahre für eine bis zu dieser Zeit fast unbekannte und schwierige Ernährungsform:die glutenfreie Diät. Familie von Schaabner erkennt den Be­darf und die Chance, die Lebensqualität für Zöliakie- und Sprue-Betroffene zu verbessern. Das erste glutenfreie Brot wird gebacken; die ersten Kunden per Direktversand beliefert. Die Nachfrage nach glutenfreien Produkten wächst schnell - und das Angebot an glutenfreien Mehlen, Broten, Gebäcke und Teigwaren wird von jetzt an ständig erweitert. Auch die eiweißarme Produktlinie wird in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Horst Bickel, damaliger Direktor der Kinderklinik Heidelberg, ausgebaut. 1974 Als einer der ersten Hersteller glutenfreier Produkte in Deutschland zählt die Hammermühle natürlich zu den Grün­dungsmitgliedern der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft. Die Ham­mermühle kooperiert ebenfalls eng mit der DIG-PKU (Deutsche In­teressengemeinschaft Phenylketonurie und verwandte Stoffwechsel­störungen e.V.).Nach dem Tod ihres Vaters, Carl von Schaabner, übernimmt Sibylle von Schaabner das Unternehmen und baut das Sorti­ment „Diätprodukte“ konsequent aus 289.

 

Photo:

- Weber: Mühlen besonderer Art, S. 306: eines der schönsten pfälzischen Handwerkszeichen über dem Eingang der Hammer­mühle in Kirrweiler. Die Inschrift oben: 1727; unten: VALENTIN ENGLER – KATHARINA ELISABEDA ENG(LER)

 

 

- Mühle in Kirrweiler:

in der Mühlgasse gelegen

 

Am 6.2.1850 heißt es im „Eilboten Landau“: „Die in Nro. 73 des Eilboten vom 15. September und Nro. 85 vom 27. Oktober 1849 ausge­schrieben Versteigerung der zu Kirrweiler an dem St. Martiner Bache gelegen und dem Elias Franz Schmitt allda angehörigen ober­schlächtigen Mühle sammt Zubehörden ...soll nunmehr wiederholt Freitags den 1. März .... stattfinden“ 290.

 

Im Eilbote Landau wird am 20.5.1858 die Erhebung einer Gütertrennungsklage annonciert: „ … hat Elisabetha Biffart, ohne Gewerbe, zu Kirrweiler wohnhaft, Ehefrau von Friedrich Wilhelm Durst, früher Müller, jetzt ohne Gewerbe zu Kirrweiler wohnhaft, gegen ihren ge­nannten Ehemann eine Klage auf Gütertrennung erhoben ...“ 291. Ferner heißt es im Eilboten Landau vom 24.12.1858: „Wiederverstei­gerung einer Mühle. Den 30, l. M. … wird auf Anstehen von Hrn. Joh. Mayer, Handelsmann in Maikammer, gegen Konrad Durst, Müller in Kirrweiler, die nachbezeichnete Liegenschaft wegen Nichtzahlung des Erwerbspreises wieder versteigern, nämlich: Ein zu Kirrweiler am Mühlgässel … gelegenes Wohnhaus mit Mahlmühle mit 2 Gängen, einer Schäl- und Schwingmühle, Scheuer, Stallung, Kelterhaus, Hof und sonstigem Zugehör“ 292.

 

Am 26.1.1860 erfolgte die Wiederversteigerung der Mühle in Kirrweiler, am Mühlengäßchen gelegen, nach dem der Steigpreis der ersten Versteigerung durch die Ersteigerer nicht gezahlt worden war. Georg Wilhelm Webel, Müller in Großkarlbach, ließ als Vor­mund der Kin­der Charlotte Margaretha Goos (genannt Ida) und Heinrich August Goos das zu Kirrweiler am Mühlengäßchen gelegen Wohnhaus nebst Mahlmühle mit 2 Gängen, einer Schäl- und einer Schwingmühle versteigern 293.

 

 

- Untere Wiesenmühle bei Maikammer:

die Untere Wiesenmühle bei Maikammer lag auf Kirrweiler Gemarkung; s. Maikammer

 

 

 

 

 

Kirrweiler (bei Lauterecken):

VG Lauterecken, Lk Kusel; nördlich von St. Julian gelegen; westlich liegt der Truppenübungsplatz Baumholder; Kirrweiler gehörte zum Amt Grumbach der Rhein- und Wildgrafen; 1816 kam der Ort zum Fürstentum Lichtenberg, einer im Wiener Kongreß neuge­schaffenen Exklave des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld bzw. ab 1826 des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Mit die­sem fiel er 1834 an Preußen und gehörte damals zum Landkreis St. Wendel. Nach der Abtrennung des Hauptteils des Landkreises an das 1919 neugeschaf­fenen Saargebiet, wurde der Rest des damaligen Landkreises St. Wendel dem neugeschaffenen Landkreis St. Wendel-Baumholder, und wurde 1937 in den Landkreis Birkenfeld eingegliedert. 1969 wurde er in den Landkreis Kusel umgeglie­dert 294.

 

Mühlen:

ältere Urkunden berichten u.a. von Mühlenrechten 295. ++++weiter++++

 

 

 

 

 

Kirschbach (Kirschbacherhof):

s. auch Contwig, hangende Mühle

 

OT von Dietrichingen, VG Zweibrücken-Land, Lk Südwestpfalz; hart östlich des Flughafens Zweibrücken gelegen; war pfalz-zwei­brückisch im Oberamt Zweibrücken; erstmals 1295 als Kuirisbach urkundlich erwähnt; ab 1591 war anstelle des Dorfes nur noch der Kirschbacherhof vorhanden. Sowohl der Kirschbacherhof wie auch die Mühle waren zweibrückische Lehen; 1591 wurde das Lehen von Pfalz-Zweibrücken an Christian von Bernstein vergeben und blieb in der Folge bis 1737 bei der Familie von Bernstein. Am 21.9.1737 ver­kaufte von Bernstein sein adliges Besitztum an die verwitwete Pfalzgräfin Karoline, die Witwe von Herzog Christian II. von Pfalz-Zwei­brücken. 1762 übernahm Herzog Christian IV. das Hofgut und belehnte damit seinen beiden Söhne, die Grafen Chri­stian und Wilhelm von Forbach. Doch bald nachher kam der Hof durch Tausch an das herzogliche Haus zurück.

 

Mühlen:

- Kirschbacher Mahl- und Ohligmühle:

bei Dietrichingen; lag an der ‘Walshauser Bach’, d.h. der *Felsalbe, südlich vom heutigen Kirschbacherhof gelegen; 1740 erbaut.

 

Die Mühle wird schon 1595 bezeugt, ging im 30jährigen Krieg ein, entstand aber 1759 (?) neu 296. Die Angabe von Kampfmann kann nicht zutreffen, da die Mühle bereits 1745 erwähnt ist und deshalb nicht erst 1759 neu erbaut worden sein kann. +++klären+++

 

Die Mühle wurde 1739 errichtet. In der Genehmigung wurde durch die pfalz-zweibrückische Verwaltung bestimmt, daß die Mühle durch eine Schleuse für die Holzflößerei eingerichtet wird 297.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 wird sie zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “wird durch die Waltz­hauser Bach (= *Felsalbe) getrieben, welche aus dem Weiher der Elschbacher Mühle bei Pirmasens entspringt; liegt 1/4 Stunde vom Hof Kirschbach entfernt, ebensoweit von der Großsteinhauser Mühl und eine halbe Stund von der Waltzhauser Mühle. Ist vor etl: Jahren gantz neu aufgebauet worden, hat drey unterschlechtige Wasserräder, wovon das eine einen Mahl-, das andere einen Schehl­gang und das 3te die Ohlig-Mühl treibet. Im Winter muß die Mühle bei hohem Wasser und im Sommer wegen trockenen Wet­ters zu Zeiten still ste­hen. Das Wasser wird durch ein Wehr mit Schließ ca. 40 Schritt oberhalb der Mühle vom Bach in den Mühlgra­ben ab­geleitet. Ist 1740 erbaut worden, entrichtet 10 fl. an Geld und 9 Ma. Korn an die verwitwete Herzogin in Zweibrücken (= Pfalzgräfin Karoline von Pfalz-Zweibrücken). Nur die Kirschbacher Hofbeständer sind in die Mühle gebannt. Zu Zeiten mahlen hier auch Ein­wohner umliegender Ort­schaften. Der Müller handelt auch mit Mehl nach Zweibrücken. Der Besitzer, deßen Vatter die Müh­le erbau­et, und vor einem Jahr ver­storben, ist Benedikt *Veit, der sich mit dem, seinem Vatter unterm 11ten April 1739 außgefertigten Erbbe­standsbrief legitimiert, ge­nießt in allen Stücken Freiheit, weil die Mühle zu dem Kirschbacher Freihof gehört; kann in die Hof­weid 2 Kühe und 8 Schweine führen.” 298

 

1755 Benedict Feit (s. Veit) als Müller auf der Kirschbacher Mühle genannt; er ist der Sohn des Müllers auf der Kirschbacher Mühle, Pe­ter Feit und der Rebecca Beyer 299.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „die Kirschbacher Mühl [hat] 3 Waßerräder, wovon eines einen Mahl, das andere einen Scheelgang u. das 3. ein Ohlig Mühl treibet; [zahlt an Pacht] 10 fl an Geld, 9 Mltr Korn; die Kirschbacher Hofleuth seyend hierher genannt, die As­pacher, Heidelbinger, Walßhauser und Steinhauser mahlen zu Zeiten auch allhier.“ 300

 

1757/58 war Franz Rüthinger, Metzger zu Zweibrücken; der Beständer auf der Kirschbacher Mühle 301, auch als Franz *Riedinger be­nannt 302.

 

Um 1757/58 war Johann Wilhelm *Neumüllers Witwe die Beständerin auf der Kirschbacher Mühle 303.

 

Ulrici Farne [s. Ulrich *Farnay], gew. Wiedertäufer, Müller Kirschbach“ wird am 23.6.1776 im ref. KB Mittelbach bei der Hochzeit seines Sohnes Johannes Jakobus *Farne, dem Müllermeister auf der Hengstbacher Mühle genannt 304.

 

Zwischen 1768 und 1784 wird Franz Lambacher als Müller auf der Kirschbacher Mühle im kath. KB Großsteinhausen genannt; ∞ Anna Margarethe Ridinger (Redinger) 305.

 

Im Zuge des französischen Nationalgüterverkaufs wurde die Kirschbachermühle als „Freigegebenes Emigrantengut“, dem Herzog von Zweibrücken gehörig, veräußert 306.

 

1865 wird Joseph *Hauter als Müller auf der Kirschbacher Mühle genannt 307.

 

1897 übernahm der aus der Kirschbacher Mühle stammende Daniel Hauter als Pächter den Dreihof in Essingen 308.

 

Ab 1901 übernahm der aus der Kirschbacher Mühle stammende, der spätere Ökonomierat, Jakob *Hauter die nahegelegene Großstein­hauser Mühle 309.

 

Um 1939 stand die Kirschbacher Mühle im Eigentum der Familie Hauter. Die Mühle wurde in den ersten Kriegstagen 1939 (in der von der Bevölkerung geräumten sog. „Roten Zone“ nahe der deutsch-französischen Grenze gelegen) durch deutsche Pioniere ge­sprengt 310.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 858 6: „Die an den Kirschbacher Müller überlassenen 33 Morgen herrschaftlichen Landes zu Groß- und Klein­steinhausen“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 858 10: „Die Kirschbacher Mühle bei Dietrichingen, o. D.“

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält für die Zeit von 1578-1796 u.a. Unterlagen über die Kirschbacher Mühle

- LA Speyer Best. G6 Nr. 176: Kirchenschaffnei Zweibrücken, darin Forderung nach Entschädigung für die der Geistlichen Güterverwal­tung entzogenen Einkünfte aus der Kirschbachermühle, 1799-1803, mit Kopie des Erbbestandsbriefs für die Kirschbachermühle von 1757

 

 

 

 

 

Kleeburg / Elsaß:

s. Cleeburg

 

 

 

 

 

Kleinbundenbach:

s. auch Großbundenbach

 

VG Zweibrücken-Land, Lk Südwestpfalz; in der Westpfalz nahe Großbundenbach gelegen; auf der Sickinger Höhe nahe der Grenze zum Saarland gelegen. Die Orte Groß- und Kleinbundenbach, Mörsbach, der Neupelerhof bei Bechhofen und die Mühle am Alten­woog gehör­ten noch im 17. und 18. Jh. zur Gemeinschaft Buntenbach. In die Gemeinschaft Buntenbach teilten sich die Herren von Steincallenfels bzw. deren Nachfahren die Freiherren von Cathcart zu Carbiston und das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Entschei­dend für die Entwick­lung der Gemeinschaft Buntenbach bleibt die Tatsache, daß fast über 300 Jahre bis zum Beginn des 19. Jh. dort nur eine ev.-lutherische Pfarrei bestand, während die wenigen Reformierten und Katholiken in die umliegenden Orte eingepfarrt wa­ren 311.

 

Die Dörfer Klein- und Großbundenbach gehörte den Herren von Steinkallenfels von 1441-1674, dann den aus schottischem Adel stam­menden Freiherren Cathcart von Carbiston von 1674-1777; schließlich den Herzögen von Pfalz-Zweibrücken von 1777-1794 312.

 

Literatur/Urkunden:

- HSTA München: Kasten blau Nr. 385/12 Zweibrücker Kopialbuch

- LA Speyer Best. Zweibrücken I, A 910/7 fol. 129 ff.: Relat. Actis über die Beschaffenheit der Buntenbacher Gemeinden vom Archi­varius Aulenbach, den 27.3.1733 verfertigt. Mit 29 Belegen. Es ist neben dem großen Zweibrücker Kopialbuch über Verträge, Le­hens- und Re­versbriefe, die Gemeinschaft Buntenbach betreffend, von dem Schuldiener der evang.-luth. Gemeinde Zweibrücken Jo­hann Georg Belt­zer in wortgetreuer Abschrift aller erreichbaren älteren Urkunden und Verträge abgefaßt und im Hauptstaatsarchiv München im Kasten blau unter Nr. 385/12 aufbewahrt wird, die wichtigste Quelle 313

- Schultz, Wilhelm Eugen: „Historisch-diplomatische Beschreibung der Herrschaft Buntenbach in Rheinbayern“; in: 'Der Bliesgau' 1838 S. 74-112 (mit ausführlichen Quellenstudien 314).

 

Mühlen:

um 1772 war Sebastian *Wedemann als Müller in Kleinbundenbach 315.

 

 

- Mühle Kleinbundenbach:

+++klären: um welche Mühle handelt es sich? Es wird zwischen einer Mühle in Kleinbundenbach und der Stampermühle ausdrück­lich unterschieden (s. Eintrag beim Müller Johann Sebastian *Rheinmann)

 

Um 1772 war Sebastian *Wedemann als Müller in Kleinbundenbach 316.

 

Am 4.1.1796 stirbt in (Klein-)Buntenbach der Müller Johann Sebastian *Rheinmann im Alter von 61 J, 6 M und 8 T „an der Auszeh­rung“; Müller und Beisitzer in Kleinbundenbach; ∞ mit Angelika N.; Vater der Maria Apollonia Rheinmann (~ Buntenbach am 22.11.1767; Pate war u.a. Adam *Müller von Stampermühle Großbundenbach [Anm.: gehört heute zu Kleinbundenbach] 317, der Ma­ria Elisabetha Rhein­mann (~ 26.4.1770 Großbundenbach) 318.

 

 

- Neuwoogsmühle:

Die Mühle am Bundenbacher Neuwoog gelegen wurde von dem Müller Weber aus Niederhausen erbaut. Wegen der Errichtung kam es zu Streitigkeiten mit der Frau von Cathcart 319.

 

Die Neuwoogsmühle gehörte wie auch das Herrengut zu Kleinbundenbach zur Herrschaft Bundenbach 320.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 915 3: „Streitigkeiten zwischen dem Müller Weber zu Niederhausen und der Frau von Cathcart wegen der Er­bauung einer Mühle am Bundenbacher Neuwoog, o. D.“

 

 

 

- Ölmühle:

+++noch zu klären: identisch mit der Öl- und Sägmühle in Winterbach, die am Neuwoog lag++++

 

Die Ölmühle lag bei Kleinbundenbach und gehörte zu diesem Dorf 321.

 

Um die Ölmühle kam es wiederholt zu Weidestreitigkeiten 322.

 

Am 27.4.1722 stirbt der aus Schöftland/Aargau/Schweiz stammende Melcher Gall, von Beruf Schneider, auf der Ölmühle 323.

 

Zwischen 1777 und 1784 wird als Ölmüller auf der (Klein)Bundenbacher Ölmühle genannt der Johann Adam *Emmerich; er war verhei­ratet mit Louisa Magdalena Hausser aus Altstatt; die Kinder aus der Ehe werden zwischen 1777 und 1784 in Kleinbundenbach geboren 324.

 

Am 15.9.1778 stirbt in Großbundenbach der Peter *Mühlmichel „gebürtig zu Aßelem“ (Asselheim) bei Grünstadt, ein armer Mann; er hielt sich seit 6 Jahren zusammen mit seiner Ehefrau auf der Ölmühle im Bundenbacher Gebiet auf 325.

 

Am 25.2.1782 verstirbt in Kleinbundenbach der Johann Caspar *Albert, Gemeinsmann auf der Bundenbacher Ohlig Mühle 326.

 

Johann *Emmerich war um 1797 Müller auf der Ölmühle zu Kleinbundenbach; Sohn des Beständers auf der Ölmühle in (Klein)Bunden­bach Adam Emme­rich 327; ∞ I mit Maria Elisabeth Hauther († 27.9.1797 in Buntenbach im Alter von 22 Jahren „an den Folgen eines un­glücklichen Kindbetts“) 328. ∞ II mit Maria Salomea Hilpert; aus der 2. Ehe stammt der Sohn Christi­an Emme­rich (geb. 14.5.1809 in Kleinbun­denbach; ∞ 5.3.1839 in Winterbach mit Elisabetha Herget [geb. 31.3.1817 in Biedershau­sen[) 329.

 

In der „Neue Speyerer Zeitung“ wird am 27.2.1852 die freiwillige Versteigerung der Mühle annonciert: „... lassen Witwe und Kinder des dort verlebten Müllermeisters Theobald Kaiser ... versteigern: Eine zur Gemeinde Kleinbundenbach gehörende Mahl- und Oehl­mühle, die Kleinbundenbacher Oelmühle genannt, mit einem Mahl- und einem Schälgange, Wohnhause, Oeconomiegebäuden, Kel­ler, Badhause ...“ 330.

 

Der aus Zweibrücken stammende Müllerssohn Jacob *Hamm (geb. 1830 Zweibrücken) erwarb im Jahre 1851 ++++prüfen++++ mit 21 Jahren die Ölmühle in Kleinbundenbach und baute sie neu auf. Aus seiner Ehe mit NN. stammen 7 Söhne und 1 Tochter, von de­nen die meisten Müller und Bäcker waren 331.

 

Karte:

- LA Speyer BestW1 Nr. 8/1 Karte über die Besitzungen der Freiherrn zu Carbiston in der Herrschaft Bundenbach 1768 (Kopie der Karte von 1763), darin die Ölmühle und die Stampermühle

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2209 Klassifikationsplan Großbundenbach 1845, darin auch die Ölmühle

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 915 5: „Weidestreitigkeiten mit dem Bundenbacher Ölmüller, o. D.“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1027 1: „Die sog. Winterbacher Säge- und Ölmühle am Sägeweiher oder Neuwoog zu Kleinbundenbach, o. D.“

 

 

- Stampermühle:

östlich des Dorfes Kleinbundenbach im Tal zwischen Wiesbach und Winterbach gelegen; die Mühle liegt unterhalb einer Reihe von Wei­hern; oberhalb liegt die Eitzenbacher Mühle (auch als Eitzenbacher Mühle bezeichnet) und gehört heute zu Kleinbundenbach, früher zu Großbundenbach 332.

 

Bereits in der Beschreibung der Gemarkung von Kleinbundenbach durch den Geometer Tilemann Stella von 1564 ist die Stamper­mühle aufgeführt. Dort heißt es: „ ... Diese Etzenbach scheidet Großen Buntenbach und Wisenbach. Unter diesem Zusammenschluß biß zu dem Grundtzapfen am Stamper Woog, hart bey der Stampermühle, welche auf diesem Bann Gebawet ist ...“ 333.

 

Am 26.12.1580 verkauft Friedrich von Steinkallenfels seine Mahlmühle „zu Stamp“ dem Matheß Baissel, zweibrückischem Meier zu „Bon­tenbach“ [= Buntenbach] und seiner Ehefrau Margretha für 130 Gulden, die der Meier an Friedrichs „Angehörigen“ [Anm. der Verf.: Un­tertan] Kleinhans zu Kleinbundenbach gezahlt hat [Anm. d. Verf.: es handelt sich um die Übernahme eines Erbbestands von vorherigen Müller Kleinhans] . Über diese Kaufsumme hinaus soll der Meier dem Aussteller (Anm.: des Erbbestandsbriefs Friedrich von Steinkallen­fels] jährlich zu Martini einen Erbzins von 12 Mltr Korn Bundenbacher Maßung, ferner ein Schwein im Wert von 8 Gulden, 12 Kapaune und 100 Eier liefern 334.

 

Um 1680 ist Johann Conrad *Müller (1647 err - 15.12.1727 Großbundenbach, 80 J. alt) der Beständer auf der Stampermühle; auf ihn folgt sein Sohn Hans Adam *Müller (2.09.1694 Kleinbundenbach - 01.08.1770 Kleinbundenbach) 335. Der Johann Adam *Müller, Sohn des Johann Konrad *Müller, Müller in der Stampermühle zu „Großbundenbach“, wird als Taufzeuge in Buntenbach am 2.2.1716 er­wähnt 336.

 

1834 wird Philipp Vollmar, Müller auf der Stampermühle „bey Kleinbuntenbach“ als Pate in Saalstadt genannt 337.

 

Am 16.6.1717 stirbt die Anna Maria *Tauppel (geb. in Niederalben – 16.6.1717 Buntenbach), die Dienstmagd auf der Stampermühle war 338.

 

1726 erhielt Hans Adam Müller (s. Johann Adam *Müller) von Freiherr Wilhelm von Cathcart zu Carbiston einen Erbbestandsbrief über die Stampermühle; Hans Adam Müller war noch 1759 Erbbeständer der Stamper Mühle 339. +++Anm. es ist zu klären, ob Jo­hann Adam *Müller (2.9.1694 Kleinbundenbach - 01.08.1770 Kleinbundenbach) bis zu seinem Tod, Beständer auf der Mühle war, oder diese früher aufgegeben hat: denn im Mühlenprotokoll der “Mahlmühle unterhalb Wiesbach” sind bereits 1744, d.h. lange vor seinem Ableben als Erbbeständer Peter Müller und dessen Schwager Nickel Ulbrich zu Niedermohr auf­geführt; oder die Beschrei­bung der “Mahlmühle unter­halb Wiesbach” bezieht sich auf eine andere Mühle. Weber zitiert zudem bei der Mühle zu Niederhausen: “liegt 1 Stunde unterhalb der Wiesbacher (!) und 1 Stunde oberhalb der Oberauerbachermühle, dazwi­schen noch die Buntenbacher (! welche Mühle?) und die Stam­permühle (!)+++

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken, erstellt 1744 von Rentkammersekretär Johann Friedrich Marx und vorgelegt am 6.1.1745 340, ist die Mühle als “Mahlmühle unterhalb Wiesbach” bezeichnet und wie folgt beschrie­ben 341: “wird getrieben von ei­nem Wässerlein, das von den beiden Wiesba­cher Brunnen kommt. Liegt nächst unten an dem Dorf Wiesbach. 2 oberschl. Wasserrä­der, wel­che 1 Mahl- und 1 Schälgang betrei­ben. Mühlgraben oberhalb und unterhalb der Mühle. Pacht 9 Faß Korn und 8 bz Kappen­geld. Hat kei­nen Bann. Die Erbbeständer sind Peter Müller und dessen Schwager Nickel Ulbrich zu Niedermohr im kurpfälzischen; vordem als Wies­bach und die Mühle noch sickingisch, Abraham Müller.“ +++überarbeiten: es handelt sich wohl kaum um die Stam­permühle, die ab 1726 und noch 1759 im Erbbestand von Hans Adam Müller war+++

 

Weiter heißt es in diesem Mühlenprotokoll: „200 Meter unterhalb noch ein alter Mühlenplatz an der Eitzenbach (s. *Wiesbach), in dem Eitzenbacher Distrikt Käshofer Banns. Die vormaligen Buntenbacher Besitzer sollen solchen Platz in Kriegszeiten um etwas Eß­bares von der Eigentümerin, deren Mann in den Kriegstroublen erschlagen worden, an sich ge­bracht. Die Wiesbacher wünschen den Wiederaufbau dieser alten Mühle” 342.

 

Zwischen 1749 und 1751 wird der Johann Heinrich Knechtel als Tagelöhner auf der Stampermühle genannt 343. Er ist mit Anna Magdalen­a NN. verheiratet, aus der Ehe stammen die auf der Stampermühle geborenen Kinder Johann Jacob Knechtel (geb. 14.9.1749) und die Anna Apollonia Knechtel (geb. 2.11.1751) 344.

 

Am 28.4.1759 bestätigt Christian Freiherr Cathcart zu Carbiston, Herr der reichsfreien Herrschaft Bundenbach, auf Bitten des Hans Adam Müller (s. Johann Adam *Müller), Müllermeister auf der Stampermühle bei Kleinbundenbach, dem sein Vater Freiherr Wilhelm von Cathcart zu Carbi­ston im Jahr 1726 einen Erbbestandsbrief für diese Mühle erteilt hat, diesen Erbbestandsbrief für dessen Sohn Jakob Müller 345.

 

Johann Jakob *Müller ist bis zu seinem Tod am 7.1.1776 der Müller und Erbbeständer auf der Stampermühle 346.

 

Um 1790 war Adam *Becker der Müller auf der Stampermühle; sein Sohn Jakob *Becker ∞ am 16.2.1790 in Buntenbach die Susanna Scheffe, Tochter des verstorbenen Müllers auf der alten Hechtlochmühle in Rieschweiler, Friedrich Christian *Scheffe und der Pfarrers­tochter Sophia Magdalena Isemann 347. Vater auch von Henrich Jacob *Becker (∞ am 12.2.1793 in Großbundenbach mit Anna Maria Benckle 348; Vater von Johann Jacob Becker (geb. 26.12.1793 Stampermühle Kleinbundenbach; ~ 1.1.1794 Winterbach) 349. Hans Adam Becker war auch der Vater des Müllers auf der Stampermühle, Heinrich Jakob Becker 350.

 

Um 1836 war Philipp *Vollmer der Müller auf der Stampermühle (∞ mit Elisabetha NN; diese ist am 7.8.1836 als Patin in Wallhalben bei der Taufe der Anna Marie Kiefer) 351.

 

Die “Stampermühle in Großbundenbach” war 1953/54 im Besitz des Herbert Guth und wurde 1953/54 stillgelegt 352 und ist heute ein Restaurant mit 8 Ferienappartements.

 

Karte:

- LA Speyer BestW1 Nr. 8/1 Karte über die Besitzungen der Freiherrn zu Carbiston in der Herrschaft Bundenbach 1768 (Kopie der Karte von 1763), darin die Ölmühle und die Stampermühle

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2209 Klassifikationsplan Großbundenbach 1845, darin auch die Stampermühle

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 915 1: Die Stampermühle mit den dazugehörigen Wiesen zu Großbundenbach, o. D.“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 915 2: „Der Stampemühlweiher zu Großbundenbach, o. D.“

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über die Stampermühle

 

 

- Winterbacher Säge- und Ölmühle:

s. Winterbach

 

 

 

 

 

Kleinkarlbach:

VG Grünstadt-Land, Lk Bad Dürkheim; am Eckbach gelegen; gehörte zur Grafschaft Leiningen-Hartenburg 353.

 

Kleinkarlbach wurde 770 im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt. 873 gehörte der Ort zum Kloster Murbach. 1309 ging er als Lehen an die Grafen von Leiningen-Hardenburg. Das Dorf blieb Leiningisch bis 1789. Nach der Französischen Revolution gehörte der Ort zum Don­nersberg-Departement und von 1813 bis 1816 stand Kleinkarlbach unter österreichischer Verwaltung, ehe es als Teil des Rheinkreises dem Königreich Bayern zugeschlagen wurde. 1555 kam es im Leiningerland zur Einführung der Reformation einge­führt und Kleinkarl­bach wurde lutherisch.

 

Mühlen:

Das Kloster Weißenburg besaß „Ad Karlebach“ 354 eine Mühle, die im Liber Possessionum Wizenburgensis von 1280 genannt ist 355.

 

Zwischen Bachweg 3 und 4 befindet sich ein zweiteiliges Stauwehr aus dem 19. Jh. am Anfang des Mühlgrabens, der zur Stroh-- und zur Schleifmühle führte, bestehend aus Stangenwehr mit Sandsteinpfeilern und -balken. Dieses ist das einzige Wehr im Dorf und Denk­mal der Wasser- und Antriebstechnik im Zusammenhang mit den, für die Wirtschaftsgeschichte des Dorfes wesentlichen Müh­len 356.

 

Am Anwesen Röthenbacher Straße 7 weist der Schlußstein am Hoftor ein Mühlenzeichen mit einem von Löwen gehaltenen Mühlrad auf. Die Inschrift ist nicht mehr lesbar 357.

 

Im Fürstlich Leiningischen Archiv in Amorbach lagert schriftliches Material über die Mahlmühlen in Kleinkarlbach aus 1681, 1702 und 1703 358.

 

Sauter, Johannes: geb. um 1640 – 30.6.1694 Kleinkarlbach; Müller in Kleinkarlbach ++++klären : welche Mühle++++ 359, wohl Müller auf der Strohmühle (err.), an der bis 1702 der Hans Georg Sauter einen Anteil besaß, was sich aus folgendem ergibt: Bis 1702 war Rein­hard *Neff aus Battenberg der Besitzer der Strohmühle in Kleinkarlbach 360. Neff verkaufte am 19.10.1702 die Strohmühle an Hans Conrad Schindler, wie sich aus einem Aktenvermerk vom 4.12.1702 ergibt 361. Hierzu heißt es in einem Akten­vermerk: Heut dato hat der Erbbeständer Hanß Conrad Schindler unß wegen Erbbestands so sich uf 950 fl. beträgt baar bezahlt, Vier hundert Gulden, den rest aber hat solcher ahn Hanß Jeorg Sautern und Johannes Klippel beede zu Klein Carlbach zu bezahlen, und sich deß­wegen bey unserem Ambtmann zu Dürckheim anzugeben, Emichsburg den 8.ten 9bris ao 1702“ 362.

 

1817 gab es in Kleinkarlbach folgende Mahlmühlen: a) die Neumühle, b) die Bachmühle, c) die Strohmühle, d) Schleifmühle, e) Langen­mühle; jede dieser Mühlen hat 2 Mahlgänge 363.

 

Im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 ist der Müller aus Kleinkarlbach, Johann Hege +++klären, welche Mühle+++, als Eigentü­mer mehrerer Felder bei der Großen Sägemühle eingetragen 364.

 

1864 wird NN. Kling, „Müller in Kleinkarlbach“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 365. ++++klären : welche Mühle++++

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C26 Nr. A114: „Mühlen zu Kleinkarlbach 1528-1789“, 193 fol.

- LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Kleinkarlbacher Morgenbuch von 1728

 

 

- Bann- und Backmühle, auch Obermühle, Wamboldt'sche Mühle 366:

s. auch Strohmühle

 

Die Mühle lag am Westrand des alten Dorfes, unterhalb der Wiesenmühle 367. Bezeichnet auch als Obermühle, eine ehemalige Mahl­mühle [s. Karte LA Speyer Best. W41 Nr. 6225 (gefertigt 1871 mit späteren Ergänzungen: „Bäckmühle“). Herrschaftliche Bann- und Backmühle im Dorf gelegen 368; Mahl- und Backmühle in Kleinkarlbach, zuletzt auch Obermühle. Das Ma­terial der Toreinfahrt stammt vom Steinbruch bei Battenberg. Rechts neben dem Handwerkszeichen mit Mühlrad und Brezel (Hausmar­ke) und der Jahreszahl 1567 369.

 

1519 bis 1522 hat der Müller auf der Kleinkarlbacher Mühle dem Büttel der Grafen von Leiningen-Hardenburg für mit Getreide be­baute ehemalige Weingärten insgesamt 4 Malter Korn zahlen müssen und dem Schultheißen von Herxheim ebenfalls 3 Malter für die Wingerte gezahlt; 1523 zahlte er für die Wingerte in Kleinkarlbach 1 ½ Malter 370.

 

Im Salbuch der Grafschaft Leiningen-Hardenburg von 1585 heißt es: „Korn Gülten [gibt] die Mahlmühlen, sambt Ihrer Zugeherdt, wies Herkomen bey der Gülten“ 371. Dort heißt es im Abschnitt „Klein Carlenbach Korn Gülten“ weiter: „... gibt Friederich Sommer vnd Hans Kauffmann beede Müller“ 372. Unter den Abgaben von „Cappen“ [Anm.: Kappaunen] heißt es im gleichen Salbuch von 1585: „4 Cappen gibt Friederich Sommer von der Bahn Mühlen, gelegen zu Klein Carlenbach, mit ihrem Begriff, geforchen obers die gemein Straß, unders Philips Warmboldt, Naher Rhein er selbsten, naher Waldt die Mühll Wieß.“ 373

 

In der „Acta die Herrschaftle: Bann- und Backmühl zu Klein Carlebach“ 374 befinden sich eine ganze Reihe von Unterlagen und Ur­kunden über die Backmühle. Am 27.1.1615 wird der Verkauf der Backmühle aktenkundig gemacht: „... daß Bernhardt Harttenknecht Und Matt­his Korn, wegen Ihren Pflegkindern [Anm. d. Verf: im Revers der Urkunde heißt es „In Vormundtschaft“]neben Mattern Lutzen Mühlarz­tes, bei der Cantzley allhier erschienen sind, und haben gedachte ….. ermelten Mülbesitzes Herrschaftlichen Mühl zu Kleincarlenbach sambt aller Zugehörs, für und umb Eintausentt Güld Geltt Wormbser Wehrung selbsten dergestalt verkauft ...“ 375 In dem zugehörigen Kaufbrief vom 30.1.1615 heißt es, daß die genannten Vormünder mit „Verwilligung d. Obrigkeit zur Kauff Unser Mühl genant die Back­mühl, gelegen im Dorff Kleinkarlebach, Ihme dem Ehrenhafften Matern Nußen [Anm. d. Verf.: später als Ma­tern Neiß bezeichnet 376], Barbara Seiner ehelichen Haußfrawen … vor 1000 fl...“, zahlbar in Raten, verkauft haben. Die jährliche Erbpacht betrug 28 Mltr Korn, 2 Cappen und 1 Schwein. 377. Die von ihren Vormündern vertretenen Minderjährigen waren die Kin­der und Erben des „Adam Hammers, gewesenen Schulzeßen zu Ungstein“ 378. 1632 war der Erwerber Matern Neiß „geweßener Backmüller zu Kleinkarlebach“ verstorben. In einer Aufstellung berechnete die herrschaftliche Verwaltung die rückständige Pacht. Danach hatte Neiß von anstelle der geschuldeten 289 Malter nur 164 Mltr gezahlt, weshalb seine Erben 125 Mltr schuldeten 379. Er­bin war die Witwe Barbara Neiß. Diese ist bald nach ih­rem Ehemann verstorben, wie sich aus einer herrschaftlichen Instruktion vom 6.1.1633 ergibt. Darin wird der leiningische Keller zu Dürkheim, Wendell Kircher, daraufhin gewiesen, daß „wir nach entlichem Ab­leiben Mattern Nußen und seiner Hausfrauen, unß zu unse­rer Bann Mühlen zue Klein Carlenbach die Backmühle genanth wiederumb annehmen, dieselbige weilen weder Erben noch niemand an­derß solcher Mühlen umbdaß bey etlichen Jahren … gentzlichen Ruins um Einhalts willen, …. annehmen will“ 380. Die Grafschaft Leinin­gen als Inhaberin des dominus directus machte mithin von einem Heimfallrecht des nunmehr herrenlosen Grundstücks im Rahmen des Erbpachtverhältnisses Gebrauch 381.

 

Seitens des Grafen Friedrich von Leiningen wurde eine Kommission eingesetzt, um die erforderlichen Reparaturmaßnahmen im Wege der „Aestimation“abzuschätzen, diese nach herrschaftlicher Genehmigung durchführen zu lassen und anschließend den Ver­kauf der Mühle im Wege der Erbbestandsverleihung vorzubereiten 382.

 

Mit Erbbestandsbrief vom 5.3.1634 bestellt Friedrich Graf zu Leiningen einen Erbbestandsbrief "dem Ehrbaren Meister Leonhard Kreb­sen, von Leutershaußen aus der Marggrafschafft Ahnspach bürtig zu einem Müller in unser Bann – und Backmühlen zue Klein Carlen­bach“ und verkauft ihm die Mühle für 198 Gülden 383

 

1635 erfolgte auf Anordnung der Grafschaft Leiningen eine Schatzung der Mühle, welche „durch die beyde Meister des Müller­handwercks mit Nahmen Philips Rusten, Müllern zu Bißersheim unnd Meister Micheln N. [?] Müllern zu Aßelheim“ 384.

 

Ende März/Anfang April 1635 wendet sich der Müller auf der Backmühle Leonhard Krebs an die gräfliche Verwaltung mit dem An­trag, ihm die Pacht nachzulassen. Er führt zur Begründung aus, „daß ich es, bis gegen Michaelis wol mahlen können, …. aber alß daß Rhein­grävisch: undt Frantzösisch Volck allhierumb ankommen, ich weder Tag noch Nacht sicher bleiben können: Sondern neben an­dern in die Flucht, darinnen wir annoch / Gott erbarme es / sindt, zue begeben, genötigt werden, Undt als daß Mahlwerck, wie be­weislich innerhalb 5 Wochen gar nicht getrieben … 385. Die gräfliche Verwaltung ordnete eine Untersuchung an, die durch den Zöller Philipp Dauth, den Fauth Friedrich Gassong, Jacob Hartterknecht, Matheß Könes [?], Jörg Keller im Beisein des Schultzen Velten Bub erfolgte und die Anga­ben des Müllers Krebs bestätigte 386.

 

1651 verkauften die Brüder Friedrich Emich und Johann Philipp III. Grafen zu Leiningen-Dagsburg-Hardenburg dem kaiserlichen Gene­ralwachtmeister Otto Ludwig von Wachenheim die Bann- und Backmühle zu Kleinkarlbach nebst zugehöriger Liegenschaften 387. Die Witwe des Käufers, Maria Hedwig von Wachenheim, geb. von Kronberg, verkaufte diesen Besitz 1664 an Friedrich Wam­boldt von Um­stadt. Die Liegenschaften zählten gemäß der leiningischen Familienverträge zum Stammgut für das Alienationsverbot be­stand. Nachdem Karl Friedrich Wilhelm Graf zu Leiningen-Dagsburg-Falkenburg 1769 die Herausgabe unter Berufung auf das be­stehende Verkaufsverbot verlangte, verweigerte der Rechtsnachfolger des Käufers, Philipp Franz Freiherr Wamboldt von Umstadt die Herausgabe. Er vertrat die Auffassung, das Verkaufsverbot sei infolge des widerspruchslosen Weiterverkaufs durch Maria Hedwig von Wachenheim an die Familie Wamboldt von Umstadt erloschen. Über die Rechtsfrage kam es zum Prozeß vor dem Reichskam­mergericht Wetzlar von 1769-1771 388.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 389 wird Peter Carolina als Eigentümer der Back­mühle Kleinkarlbach genannt. Die Mühle verfügt über zwei Mahlgänge, die von einem unterschlächtigen Mühlrad getrieben werden.

 

Um 1871 war die Mühle dann Farbenmühle. In ihr wurde vor dem 1. Weltkrieg Ocker verarbeitet. Dieser wurde in der nahegelegenen Gemar­kung der Gemeinde Battenberg in sog. Taglöchern bis zu 15 m Tiefe gegraben. Neben dem gelben Schlemm-Ocker förderte man den dunklen Brennocker, der in der Backmühle mit Hilfe eines Kollergangs gemahlen und zu Anstrichfarbe verarbeitet wurde 390.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 6225 (gefertigt 1871 mit späteren Ergänzungen): „Bäckmühle“

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 271: Die Mahl- und Backmühle in Kleinkarlbach, zuletzt auch Obermühle

 

Literatur/Urkunden:

- Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, Bd. 2, S. 1027 Nr. 1150

- HSTAM 119 = LA Speyer Best. E6 Nr. 58, darin u.a. Kaufverträge 1651, 1664

 

 

- Farbmühlen:

s. Backmühle

s. Neumühle

s. Schleifmühle

 

 

- Langmühle, Langenmühle, Eisenbeiß'sche Mühle:

im Bann von Kleinkarlbach gelegen 391, d.h. ursprünglich au­ßerhalb des Dorfes, westlich des früheren Weilers Hübel 392; heute Bachweg 23, auf der Nordseite des Eckbachs gelegen.

 

Die Ohligmühle gehörte mit 40 Morgen Ackerland, Wingert und Wiesen in die vordere Grafschaft Sponheim und wurde nach Auflö­sung der Grafschaft Sponheim durch die Herren von Wachenheim erworben. Im Zuge der Säkularisation fiel die Mühle dann an den Erbherrn Penserot aus Paris, der die Mühle als Rendite-Objekt kaufte 393.

 

Der aus Dürkheim stammende Müller, Georg Nikolaus *Lang kaufte um 1752 [den Erbbestand] der Mühle in Kleinkarlbach. Lang war der Schwiegersohn des Müllers in Kirchheim/Weinstr. Gurg Philipp Koch, dem Müller auf der Kandelmühle in Kirchheim und Er­bauer der Koch'schen Mühle. Der Ziegler „Gurg Philipp Koch“ errichtete auf „Feld bei der Kandelbrücke ... die Kandel- oder Oh­ligmühle. Sie war ... aber auch seit 1743 Mahlmühle“ 394. Koch betrieb die Mühle zunächst selbst und verkaufte diese dann 1748 für 3000 fl an seinen Schwiegersohn Georg Nikolaus Lang aus Dürkheim. Hintergrund war, daß Koch 1747 vom Kirchheimer Schult­heiß Johann Conrad *Bo­gen das Grundstück der ehemaligen und inzwischen abgerissenen Savi­gny'schen Mühle [= Gerstenmühle] ge­kauft hatte und dort die Koch'sche Mühle errichtete. Nachdem Koch die neu erbaute Koch'sche Mühle bereits 1752 an die Gräfin Charlotte Wilhelmine von *Lei­ningen, geb. Reichs-Erbmarschallin und Gräfin zu Pappenheim ver­kauft hatte, erwarb er die Kandel­mühle von seinem Schwiegersohn Lang zurück. Lang erhielt als Kaufpreis landwirtschaftliche Grundstücke, die er seinerseits veräu­ßerte und vom Erlös eine Mühle in Klein­karlbach kaufte 395.

 

Auf Georg Nikolaus Lang folgte dessen Sohn Johann Ludwig Lang (geb. 24.12.1753 Kirchheim) 396

 

Am 7.10.1806 erhält der Kaufmann und Müller [Johann] Peter *Lang aus Kleinkarlbach von dem Grünstadter Kaufmann Moses Abraham ein Darlehen gegen Einräumung einer Hypothek 397. Aufgrund eines Urteils des Handelsgerichts Mainz vom 7. Germinal des Jahres 13 gegen den Müller Peter Lang aus Kleinkarlbach zugunsten des Händlers Abraham Baruch aus Grünstadt, ließ letzterer „au moulin près de Kleinkarlbach“ des Lang eine Hypothek eintragen 398.

 

Ludwig Lang kaufte die Mühle später und vererbte sie seinem Sohn Georg Peter *Lang 399. Ludwig Lang war bis zu seinem Tod 1819 der Müller in Kleinkarlbach. Auf ihn folgte sein Sohn Georg Peter Lang 400. Georg Peter Lang errichtete einen Mahlgang und eine Han­freibe mit Kollergang 401. In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 402 wird Georg Peter Lang bereits als Eigentümer der „Langnische[n] Mühl“ in Kleinkarlbach genannt. Die Mühle verfügte über zwei Mahl­gänge, die von ei­nem unterschlächtigen Mühlrad getrieben werden.

 

Am 29.5.1826 erscheinen vor dem Notar More in Grünstadt „Georg Peter Lang und Johannes Ilgen beide Müller dahier in Kleinkarl­bach wohnhaft als hierzu berufene Zeugen mit Beysein und in Gegenwart von Frau Dorothea Elisabetha Trautwein, geborene Groser, Müllerin in genannten Kleinkarlbach ... wohnhaft, Wittiben von Claus Trautwein ... wurde zur Verpachtung ... gelegenen Immobi­lien geschritten .... nemlich ... die Mahlmühle und Zugehör, bestehend in zweyen Mahl und einem Schälgang, Schwingmühle ... an Ma­thes Brühl, Ackersmann, in Herrnsheim bei Worms ... 403 +++klä­ren : welche Mühle+++

 

Im Grundsteuerkataster 1839 bestand das Anwesen aus Wohnhaus, Mahlmühle mit drei Mahl- und einem Schälgang, Kelterhaus und Kuhstall, Ölmühle mit Schöppchen, Scheuer mit Pferdestall, Schöppchen mit Backhaus, Brennhaus mit Wohnung, Hanfreibe mit Vorzim­mer vom Hofraum 404.

 

1864 wird L. Lang, „Müller und Gutsbesitzer in Kleinkarlbach“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 405. Im Han­dels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird in Kleinkarlbach genannt die Firma „Lang, L., Getreide-Mühlen-Geschäft, Eigenthümer: Ludwig Lang “ 406.+++klä­ren : welche Mühle+++ Ebenfalls im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird in Kleinkarlbach genannt die Fir­ma „Lang, G. J., Getreide- und Oelmüllergeschäft. Eigenthümer Georg Jacob Lang“ 407.+++klä­ren : welche Mühle+++

 

Im Oktober 1893 kaufte der Müller Wilhelm Eisenbeiß aus Mittelbach bei Zweibrücken von dem Müller Jakob Becker 408.

 

Seit 1893 steht die Mühle im Eigentum der Familie Eisenbeiß. Bis in die 1940er Jahre wurde die Mühle als Getreidemühle betrieben. In den 1950er Jahren erweiterte sich das Produktportfolio um Futter für Nutztiere, welches ausschließlich in der Mühle produziert wurde. Seit den 1960er Jahren werden Fertigfuttermischungen und ein Landhandel betrieben. Seit 2004 ist die Familie Klaus Keßler Pächter der Mühle 409.

 

Photo:

- Simon, Irene: Die Müllersfamilie Lang von Kleinkarlbach, o.J., vorhanden im Archiv PRFK Ludwigshafen II L 20, o.S.: Die ehemalige Lang'sche Mühle in Kleinkarlbach 1969

 

Urkunden/Literatur:

- Simon, Irene: Die Müllersfamilie Lang von Kleinkarlbach, o.J., vorhanden im Archiv PRFK Ludwigshafen II L 20

 

 

- Lohmühle:

schon 1528 erwähnt; vorzeiten im Besitz des Klosters Höningen; nachher in eine Mahlmühle um gewandelt 410.

 

Im Kleinkarlbacher Morgenbuch 1728 ist als Erbbeständer der leiningen-hardenburgische Fauth Valentin Kieß eingetragen. Es heißt dort: „Item die Mahl- und Loh Mühl .. beforcht nacher Waldt Jacob Förster, nacher Rhein Valentin Bender, nacher Sonn gemeiner Weg, nacher Eys sich selbsten … Zinßet ein Sechstheil Malter Korn Gndster Herrschaft und wegen der Lohemühl fünff Guld, vom Wasserfall Zins pfacht gndster H: 4 M Korn und 2 M Spelz Pfacht von der Mahl Mühl“. 411

 

Sie war oder sollte werden ein Nebenbetrieb der Mahlmühle (Strohmühle). Der Müller und Erbbeständer auf der Strohmühle, Johann Wilhelm *Py machte 1771 ein Gesuch an den Grafen von Leiningen in Dürkheim, in dem er ausführte, er habe in Kleinkarlbach eine Mühle in Erbbestand, von der er jährlich 11 Malter Korn als Pacht abliefere. Er können jetzt bei den „nahrungslosen Zeiten“ den geschul­deten Erbpachtzins nicht verdienen. Daher sei er willens, sein Mahlwesen mit einer Lohmühle zu vergrößern, damit er, wenn er nichts an Frucht zu mahlen habe, etwas mit der Lohmühle zu erwerben Gelegenheit habe. Die „hochgräfliche Exzellenz“ in Dürk­heim er­widerte mit Schreiben vom 16.4.1771, wenn der Supplikant bereit sei, jährlich zusätzlich 4fl an Erbpacht zu zahlen, so sei die „unterthä­nigst ge­betene Erlaubnis in Gnaden ertheilet“ 412.

 

Besitzer nach Johann Wilhelm *Py waren Kuhn und zuletzt Kolb 413.

 

 

- Mahl- und Lohmühle Mühlmichel:

im Kleinkarlbacher Morgenbuch von 1728 ist Johannes *Mühlmichel als Eigentümer einer Mahl- und Lohmühle eingetragen. Dort heißt es: „Eine Mahl- und Loh-Mühl sambt Ihrem Begriff, beforcht nach Wald und Rhein sich selbsten, nach Sonn gemeiner Weg, nacher Eiß sich selbst. Zinßt ein Sechstel an … gdgst Herrschaft und wegen der Loh-Mühl 5 fl. Wegen dem Waßerfall zum Pfacht 4 Mltr Korn und 2 Malter Speltz Pfacht von d Mahlmühl.“ 1747 wird Johannes Joder als Eigentümer im Morgenbuch genannt. 414

 

 

- Neumühle:

die Mühle lag westlich des Dorfes, südlich der heutigen Straßengabelung bei Neuleiningen-Tal (Anm. d. Verf. wohl im Bereich der Eisen­brücke) 415. Die Neumühle war ursprünglich eine Walkmühle und ist schon 1452 urkundlich erwähnt 416.

 

1572 ist Jakob Kunz Erbbeständer; verkauft an Georg Ziegler. Begrenzt: nach Wald Bischofswoogdamm, nach Rhein v. Wamboldts Weyergarten, nach Sonn die Battenberger Gemarkung, nach Eis die Straß 417.

 

Im Salbuch der Grafschaft Leiningen-Hardenburg von 1585 heißt es: „Korn Gülten gibt … der Neuen Mühl, bey dem Olig Pfadt, ge­forcht Naher Sonn, die Alt Bach …, Naher Waldt Michel Beckher … , Naher Rhein der Olig Pfadt.“ 418 Weiter heißt es dort: „Nota. Darüber hatt er ein Erbbestandnus Brieff, Inn Ao 1573 Uffgericht. 419 1585 ist Müller auf der „Neuen Mühl, bey dem Olig Pfadt“ der Hanns Kaufmann 420.

 

Im Kleinkarlbacher Morgenbuch von 1728 ist Thomas Hoffmann als Eigentümer eingetragen: „Eine Hofstatt genant die Neu Mühl, im Niedern Dorf gelegen, geforcht nacher Waldt Lohel Pfadt, nacher Rheyn Kettenheimer Wießen, nacher Sonn gemeiner Weeg, nacher Eyß den Waßer Graben, undt gehet die alte Bach dadurch … Zinßt jährl: 2 Kappen Unserer Gndgte Herrschaft, undt Zinßt 1 mltr 3 Firn­sel Korn in seine Stannenschaft [?] wegen des Weyher Garttens, zu Steuer dem Innhaber des Weyher Garttens wegen des Waßerlauffs , undt wird an der Pfacht nichts abgezogen.“ 421

 

Nachdem die Mühle nach langem Gebrauch schließlich durch Mißwirtschaft völlig heruntergekommen war, wurde sie 1741 von ei­nem neuen Pächter zu einer Getreidemühle umgebaut, und hieß von da an 'Neumühle' 422.

 

Am 24.8.1806 heiraten der Müller auf der Neumühle Kleinkarlbach Jakob Bogen und die Luise Lang von der Lang'schen Mühle in Klein­karlbach (Tochter der Langmüllers Johann Ludwig Lang und der Maria Elisabetha Schäfer) 423.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 424 wird Franz Böhm als Eigentümer der Neu­mühle Kleinkarlbach genannt. Die Mühle verfügt über zwei Mahlgänge, die von einem unterschlächtigen Mühlrad getrieben werden.

 

Im Frankenthaler Wochenblatt vom 4.2.1826 heißt es: „Mahl-Mühle zu verpachten. Die zu Kleinkarlbach liegende Neu-Mühle, mit zwei Mahl- und ein Schälgang, ist auf 3, 6 oder 9 Jahren zu vermiethen, und kann sogleich bezogen werden. Nähere Auskunft hier­über giebt der Eigenthümer Friedrich Rang in Worms.“ 425.

 

Seit dem 18. Jh. wurde im nahegelegenen Battenberg Ockersand gegraben, der zu Englischrot gebrannt wurde. 1856 errichtete ein Ökonom namens Krug hier eine Farbenfabrik mit einer Dampfmühle. 1875 kaufte ein Calwer Fabrikant namens Kremer die Kleinkarlba­cher Neumühle. Nach der Verbindung der beiden Familien Krug und Kremer durch Heirat verlegte man die Battenberger Pro­duktion nach Kleinkarlbach. Hier wurden nun so lange Naturfarben hergestellt, bis die Chemiefarben diese vom Markt verdrängten 426.

 

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 6224, Flurkarte von 1837

 

 

- Olichmühle des Klosters Höningen:

s. auch Strohmühle

 

die Mühle gehörte dem Kloster Höningen 427, die 1426 428 Friedrich VIII. von Leiningen dem Stift überlassen hatte 429.

 

1475 war Hans Stoheln der Ohligmüller und Erbbeständer auf der Ohligmühle in Kleinkarlbach 430. 1494 erteilt Hanß Honser zu Kleincar­lenbach eine Quittung über erhaltene Bezahlung beim Bau der Oligmühle 431.

 

Die Mühle wird auch 1528 erwähnt; vorzeiten im Besitz des Klosters Höningen; nachher in eine Mahlmühle um gewandelt 432. Nicht zu verwechseln mit der 1673 erwähnten, oben daran liegenden, auf Neuleininger Gemarkung gelegen, alten ungangbaren Öl­mühle 433.

 

Auf die frühere Ohligmühle deutet die Gewanne „Am Ohlichpfad“ nördlich der späteren Strohmühle hin 434.

 

 

- Ohligmühle:

Am 29.6.1673 heißt es: „Pro Memoriale Betr.: die Oligmühl zu Klein Carlbach den 16 Juny ao 1673. Ist dieselbe den 20 May instan­tis anni, von Peter Dathens [Wittib]…. Johannata unnd ihrem Sohn, Hln Jacob Behagel, des Raths und Handelsmann in Frankenthall, ihrem jetzigen Oligmüllern Philipp Boyen, sambt einer Alten unbrauchbaren und auf Neuleininger grund und Bothen gelegenen Oligmühl ver­kaufft, und darzu gegeben worden 50 Rthl: so Klein Carlbacher Gemeind den Datherischen Erben schuldig … 435.

 

In einem Schreiben des Verkäufers an den Grafen Friedrich von Leiningen, das in undatierter Abschrift vorliegt, heißt es: „D 20te May 1673 hat meine Mutter selig verkaufft an Meister Philips Böy, ihre in Klein Carllebacher Gemarckung gelegene Oligmühl, wie auch die oben daran liegende alte Mühl vor die Summa von 525 fl. wie auch die fünffzig Rtler oder Siebenzig fünff Gulden, so ihr Mann Peter Da­then seligen, der Gemeinde Klein Carllebach in bar geldt geliehen … und weilen der Käufer Philipps Boy mir berich­tet, die weil Ihro Hochgräfliche Gnaden die eine Mühl gelöst, und die alte Mühl so wie Er mir berichtet vor einhundert Gulden ge­schätzt worden, bleibt Ihro Hochgräflich Gnaden schuldig vor sein Antheil 425 fl und darzu 75 fl … der Gemeind Klein Carlebach[,] bleib zusammen fl 500, hier­auf haben Ihro hochgräfliche Gnaden … zahlt 125 fl, Rest fl 353 ..“ 436 Am 3.6.1673 wird quittiert , daß der hochgräfliche Secretari­us Johann Niclaus Schefer eine Teilzahlung auf die Schuld geleistet hat. 437

 

Unter dem 18.8.1673 befindet sich in den Akten der „Concept Bestand Briefs Klein Carlbacher Ohligmühl“ 438. Darin heißt es: „... die von Peter Dath Wittiben und dero Sohn Jakob Behagelln des Raths und Handelsmann zu Frankenthal, verwichenen 3.te July die­ses Jahrs verkaufflich abgelöste Ohligmühl zu Klein Carlebach geleg, beforcht nacher Wald der Bischoffswoog, Rhein der Ortysche Garten, nacher Sonn die Mühl … [nacher] Eiß die Straß, so gdl. Herr­schaftl. Jährlich 2 lb Hellern, und 10 Schilling halber der Kir­che Battenberg zinst, dem ehrsame Sebastian Kriegsmann von Batten­berg, folgender Gestalt Bestandnis überlaßen ..“ 439. Beigefügt ist ein „Ectract aus dem Carlbacher Morgenbuch über Peter Dathens … Olig unndt Walckmühl“ 440. Der Erbbestandsbrief wurde am 5.1.1674 erteilt 441.

 

Am 8.4.1674 heißt es in einer Urkunde des Grafen Friedrich Emich von Leiningen-Dachsburg: „... die von Peter Date Wittib Undt dero Sohn Jacob Behagells deß Rathß undt Handelßmann zu Franckenthahl verkäufllich abgelößte Ohligmühl zu Klein Carlebach gelegen ..., Denen Ehrsamen … Unterthanen undt Gemeindßleuthe zu Klein Carlebach Hanß und Jacob Sauter Gebrüder folgender Gestalt uberlas­sen thue ...“ 442. Hanß und Jacob Sauter erhalten am 8.4.1674 „Temporal-Bestandts Briefe“ über die Ohligmühle Kleinkarlbach 443.

 

Am 20.4.1674 stirbt in Kleinkarlbach die „alte Olichmüllerin“; es handelt sich möglicherweise Susanna Mosch (?) 444.

 

Am 22.5.1674 erstellt der Jacob *Bohr, „“Churpfalz Zeller Stifts-Bann Müller“ (in Harxheim/Zellerthal] als Sachverständiger ein Gutach­ten über den Wert der leiningischen Ohligmühle zu Kleinkarlbach und schätzt deren Wert auf 447 fl 445. Als Beständer der Mühle nennt er hierin Hanß und Jacob Sauter.

 

1680 erfolgte die erneute „Abschatzung der Herrschaft: Ohlig Mühl zu Klein Carlbach betr:; in dem Schätzprotokoll heißt es: „unter Dato ist uff Gnädiger Herrschaft Befehl die Klein Carlbacher Ohligmühl beyden Gebeüden Hanß undt Jacob Sauter ab und Hanß Tomas Hoff­mann zugeschätzet worden durch Unparteyische Zimerleut, Schmitt undt Mühl Meister, alß Meyster Ludwig Müller, Müller zu Türckh:, M[eister] Jacob Herr Müller zu Landau, M[eister] Martin Unverzagt, Schmitt zu Calstadt undt M[eister] Johannes Geyer Zi­mermann zu Hartenburg“. Die Schatzung belief sich auf 559 fl, 14 bz 4 kr .446

 

Im Kleinkarlbacher Morgenbuch 1728 ist Reinhardt Neff als Eigentümer eingetragen: „Eine Mühl sambt einem Garthen daran, … nacher Sonn die Bach, nacher Eys ein angewändter, ist die Ohlig Mühl …. Zinßt 6 ½ Heller. Undt gibt anjetzo Gndster Herrschaft 9 mltr zu Wa­ßerfall.“ 447.

 

 

- Ohligmühle, alte:

1673 wird [diese ?] auf Neuleininger Gemarkung gelegenen, als „alten ungangbare Ölmühle“ erwähnt. Die alte Ohligmühle lag ober­halb der Ohligmühle im Dorf Kleinkarlbach 448.

 

Am 29.6.1673 heißt es: „Pro Memoriale Betr.: die Oligmühl zu Klein Carlbach den 16 Juny ao 1673. Ist dieselbe den 20 May instan­tis anni, von Peter Dathens …. Johannata unnd ihrem Sohn, Hrn Jacob Behagel, des Raths und Handelsmann in Frankenthall, ih­rem jetzi­gen Oligmüllern Philipp Boyen, sambt einer Alten unbrauchbaren und auf Neüleininger grund und Bothen gelegenen Olig­mühl verkaufft … 449.

 

In einem Schreiben des Verkäufers an den Grafen Friedrich von Leiningen, das in undatierter Abschrift vorliegt, heißt es: „D 20te May 1673 hat meine Mutter selig verkaufft an Meister Philips Böy, ihre in Klein Carllebacher Gemarckung gelegene Oligmühl, wie auch die oben daran liegende alte Mühl vor die Summa von 525 fl. wie auch die fünffzig Rtler oder Siebenzig fünff Gulden, so ihr Mann Peter Da­then seligen, der Gemeinde Klein Carllebach in bar geldt geliehen … und weilen der Käufer Philipps Boy mir berich­tet, die weil Ihro Hochgräfliche Gnaden die eine Mühl gelöst, und die alte Mühl so wie Er mir berichtet vor einhundert Gulden ge­schätzt worden, bleibt Ihro Hochgräflich Gnaden schuldig vor sein Antheil 425 fl und darzu 75 fl … der Gemeind Klein Carlebach[,] bleib zusammen fl 500, hier­auf haben Ihro hochgräfliche Gnaden … zahlt 125 fl, Rest fl 353 ..“ 450 Am 3.6.1673 wird quittiert , daß der hochgräfliche Secretari­us Johann Niclaus Schefer eine Teilzahlung auf die Schuld geleistet hat. 451

 

 

- Pie'sche Mühle, Py'sche Mühle:

s. Strohmühle

 

 

- Schiffermühle:

s. Wiesenmühle

 

 

- Schleifmühle:

östlich des alten Dorfes (heute Dorfmitte)in Richtung Kirchheim östlich des früheren Weilers Hübel 452, heute Weingut Altenbach, Bachweg 9/Neuer Weg; am Eck­bach gelegen. Die Mühle kann auf eine vielfältige Nutzung zurück­blicken; sie war Schleifmühle, Getreidemühle, Ölmühle, Spin­nerei, Gastwirtschaft mit Kegelbahn, Branntweinbrennei und zuletzt Farbenfabrik 453 des Emil Schatz.

 

Die Kleinkarlbacher Schleifmühle gehörte einst zur Unteren Grafschaft von Leiningen-Hardenburg. Die älteste Eintragung ist im Sal- und Morgenbuch vom 19.12.1586 der Grafschaft Leiningen-Hardenburg überliefert. Erbbeständer war damals Max Schmidt, Schult­heiß von Weisenheim, und Margarethe, seine Hausfrau 454. Jeder Schmied der am Schleifstein arbeiten wollte, mußte den Schlüssel in Weisen­heim am Berg bei Schultheiß abholen und wieder abgeben 455.

 

Die herrschaftliche Verwaltung der Grafschaft Leiningen hatte die Schleifmühle errichtet und ließ diese durch einen Lohnmüller betrei­ben, wie sich aus einem Bericht des zuständigen leiningischen Beamten an die leiningische Landesadministration von 1588 ergibt 456. Darin heißt es u.a. daß die Müller, die bei der Schleife wohnen, diese versehen und unterhalten müssen. Die Schleifsteine müssen „die von Callstatt“ aus dem dortigen Stein­bruch liefern. Außerdem enthält der Betriebsplan eine detaillierte Nutzungsregelung durch die Schmiede der Umgebung. So durfte der Schmied zu Ungstein jeweils Montags von Johannis 1588 bis Johannis 1589 nutzen ge­ben Zah­lung von 5fl., Dienstags der Schmied zu Großbockenheim, Mittwochs der Schmied zu „Carlinbach“, Donnerstags und Frei­tags der Schmied zu Weisenheim und am Samstag der Schmied zu Callstadt 457.

 

Im Kleinkarlbacher Morgenbuch von 1728 wird ein Grundstück „Bey der Schleifmühlen“ erwähnt. 458

 

Photo:

- Denkmaltopographie Bad Dürkheim, Bd. 13.2, S. 383

- Farbenfabrik Emil Schatz (Photo mitgeteilt von Herrn Wolfgang Niederhöfer, Kleinkarlbach am 26.12.2013)

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 432/2: Ortsplan 184]459.

- LA Speyer Best W41 Nr. 6224/6226 [Ortsplan 1837 Urkataster] 460

Literatur/Urkunden zur Schleifmühle:

- Beck, B.: "Auch eine Reliquie" (Anm.: Urkunde über die Verhaftung des Jacob Schiffer aus Kleinkarlbach, Verwandter der Albshei­mer Schiffer, 1832 wegen Beteiligung am Hambacher Fest); in: Neue Leininger Blätter Jahrgang 1932, S. 41 - Nachtrag S. 54 zum Gerichts­schreiber Rosenberger beim Friedensgericht Grünstadt

 

 

- Strohmühle, herrschaftliche Mahlmühle, Pie'sche Mühle:

die frühere Ölmühle (s. dort) des Klosters Höningen

 

Nach den ersten Urkunden des Klosters Höningen, so z.B in einem Schirmbrief des Papstes Innozenz II. von 1143 erwähnt, hatte das Augustiner-Chorherrenstift schon damals Besitzungen auch in Carlbach. Im Jahre 1426 schenkte Graf Friedrich VIII. von Leiningen (1397-1437) dem Stift Höningen die Ölmühle in Kleinkarlbach und vermachte ein Jahr später dem Kloster eine Gülte von fünf Pfund Geld auf diese Mühle 461.

 

Anno 1475 wurde ein neuer Erbbestand über die "Oligmühle zu Klein-carlenbach" zwischen Hanss Stoheln 462 und dem Kloster Hönin­gen errichtet. Die Pächter setzten dagegen als Unterpfand das Versprechen, die Mühle "in Besserung zu erhalten". Ungeklärt ist die Fra­ge, ob dieses Versprechen mit den Kriegsschäden zusammenhängt, als 1460 das Dorf im pfälzischen Krieg durch Friedrich I., genannt der Siegreiche, gegen die Allianz der Leiningen-Hardenburger und Veldenzer, weitge­hend zerstört wurde 463.

 

1494 rüstete Hanss Honser zu Kleincarlenbach die Ölmühle zu einer Mahlmühle um. Aus der Oligmühle wurde die Strohmühle 464.

 

1528 erteilt das Kloster Höningen dem „Petern Oliger Kaufmanns Claußen Sohn und Katharina seiner ehelichen Hausfrau und ihren Er­ben einen Erbbestandsbrief über die „Olymühl mit Ihrem Begriff mit aller Zugehörde in Klein Carlebacher Marck gelegen […] in Kraft dies Brieves umb Siebenhalb Pund Heller jehrliches Zinses Wormbser Wehrung“ 465.

 

1569 bat der Müller Hansen Kaufmann um die Erlaubnis, seine immer noch im Erbbestand des Klosters Höningen befindliche Mühle wei­ter umbauen zu dürfen. Der Abt Hinrich und sein Convent gestatteten ihm am 4. Nov. den Umbau in eine Mahlmühle zur Herstel­lung von Mehl, Grieß, gequetschten Haferflocken und zum Schroten von Viehfutter. In den darauffolgenden Jahrhunderten hat die Stroh­mühle noch viele Pächter kommen und gehen sehen. Auch die Herrschaftsverhältnisse änderten sich. So kam nach der Auflö­sung des Klosters Höningen 1569 im Gefolge der Reformation die Mühle mit ihren dazugehörigen Liegenschaften an die Lateinschu­le Hönin­gen, später Grünstadt 466.

 

Im Salbuch der Grafschaft Leiningen-Hardenburg von 1585, Abschnitt „Klein Carlenbach Korn Gülten“ heißt es: „... gibt Friederich Som­mer vnd Hans Kauffmann beede Müller“ 467.

 

1664 gab der Obrist Friedrich von Wambolt dem Grafen Johann Philipp III. Graf zu Leiningen-Dagsburg-Hardenburg ein Darlehen von 1000 fl. Dafür darf Wambolt auf 80 Jahre u.a. die ungebannte Mahlmühle in Kleinkarlbach [Anm. d. Verf.: die herrschaftliche Bannmühle ist die Obermühle) nutzen 468.

 

Am 20.4.1674 stirbt in Kleinkarlbach die „alte Olichmüllerin“; es handelt sich möglicherweise Susanna Mosch (?) 469.

 

Johannes Sauter (geb. um 1640 – 30.6.1694 Kleinkarlbach) war Müller in Kleinkarlbach ++++klären : welche Mühle++++ 470, wohl Müller auf der Strohmühle (err.), an der bis 1702 der Hans Georg Sauter einen Anteil besaß, was sich aus folgendem ergibt: Bis 1702 war Reinhard *Neff aus Battenberg der Besitzer der Strohmühle in Kleinkarlbach 471. Neff verkaufte am 19.10.1702 die Strohmühle an Hans Conrad Schindler, wie sich aus einem Aktenvermerk vom 4.12.1702 ergibt 472. Hierzu heißt es in einem Akten­vermerk: Heut dato hat der Erbbeständer Hanß Conrad Schindler unß wegen Erbbestands so sich uf 950 fl. beträgt baar bezahlt, Vier hundert Gulden, den rest aber hat solcher ahn Hanß Jeorg Sautern und Johannes Klippel beede zu Klein Carlbach zu bezahlen, und sich deß­wegen bey unse­rem Ambtmann zu Dürckheim anzugeben, Emichsburg den 8.ten 9bris ao 1702“ 473.

 

Bis 1702 war Reinhard *Neff aus Battenberg der Besitzer der Strohmühle in Kleinkarlbach 474. Neff verkaufte am 19.10.1702 die Stroh­mühle an Hans Conrad Schindler, wie sich aus einem Aktenvermerk vom 4.12.1702 ergibt 475. Hierin heißt: Heut dato hat der Erbbe­ständer Hanß Conrad Schindler unß wegen Erbbestands so sich uf 950 fl. beträgt baar bezahlt, Vier hundert Gulden, den rest aber hat solcher ahn Hanß Jeorg Sautern und Johannes Klippel beede zu Klein Carlbach zu bezahlen, und sich deßwegen bey unse­rem Ambt­mann zu Dürckheim anzugeben, Emichsburg den 8.ten 9bris ao 1702“ 476.

 

Ab 1702 war Hans Conrad Schindler als Erbbestandsmüller auf der Strohmühle Kleinkarlbach, worüber er von Johann Friedrich Graf zu Leiningen am 4.11.1702 einen Erbbestandsbrief erhielt 477.

 

Am 19.10.1726 wurde die Strohmühle verkauft. Hierzu heißt es in einem leiningisch-hardenburgischen Aktenvermerk vom 4.12.1726: „Weillen Vor stehender Erbbestand mit Vormundschaftl. Special Conhens Vermög eines Unterm 19. ten Octobris anni Cu­rentis geschlo­ßenem Contracts an Reinhard Neffen von Battenberg seinen Erben kaufflichen überlaßen, daß schultger Laudemium an die Renthey auch würcklichen bezahlt worden, alß wird dießer Erbbestand brieff auf gedachten Neffen und seine Erben, Hiermit von Herrschaffts wegen In der besten Form rechtens Hiermit tranferirt und übertragen, so geschehen Dürckkeim = den 4.ten Decem­brs 1726“ 478. Hieraus ergibt sich, daß die Mühle an einem Erben NN. des früheren Eigentümers Reinhard *Neff aus Battenberg ver­kauft wurde.

 

Nachdem am 04.12.1726 die Strohmühle an einen neuen Pächter ging, zog der 60jährige Müller Conrad Schindler im Jahre 1727 auf die Erbacher Mühle im Oberamt Zweibrücken des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken. 1727 erhielt er im Alter von 60 Jahren die Bürgeraufnah­me des Pfalz-Zweibrückischen Oberamtes Zweibrücken 479.

 

Wegen eines Eingriffs seitens der Grafen Johann Friedrich von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg in den überlassenen Besitz kam es 1728-1743 zum Prozeß vor dem Reichskammergericht Wetzlar. Der Kläger Franz Philipp Wambolt zu Umstadt, kaiserlicher und kurtrieri­scher Generalmajor und Kommandant der Festung Ehrenbreitstein verlangt von den minderjährigen Kindern des inzwischen verstorbe­nen Grafen Johann Friedrich von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg, vertreten durch den Vormund Karl Wilhelm Markgraf von Baden-Dur­lach und dessen Schwester Katharina, verw. Gräfin zu Leiningen-Dagsburg-Hardenburg und den Kleinkarlbacher Bürgern Reinhard Neff, Johann Jakob Disch, Elias Kohl, Thomas Hoffmann und Valentin Kieß die Restitution eingezogener Güter in Kleinkarlbach und die entgangenen Erträge. In dem unter leiningischer Herrschaft stehenden Dorf ordneten die leiningischen Räte eine „Landmaße“ an. Eine Citation der dort Begüterten, darunter dem Kläger von Wambolt unterblieb jedoch. Auch wurde nicht mit der üblichen Rute vermessen und ein unvollständiges Morgenbuch als Grundlage genommen. Obwohl klägerische Güter mehrfach als Anlieger genannt sind und er einen Kaufbrief von 1522 besitzt, wurden klägerische Äcker als herrenlos („caduc“) eingezogen und meistbietend versteigert. Dieses ge­schieht selbst mit klägerischem Wappen ausgesteintem Land. Den klägerischen Hofleuten wurde die Ernte bei der Heimfuhr weggenom­men 480.

 

Reinhard Neff aus Battenberg war nur von 1726-1733 Inhaber der Mühle. 1733 481 bzw. bereits 1728 482 kaufte der Weyand *Pih (Py, Pie), der Müller auf der Eselsmühle in Kirchheim, die Strohmühle in Kleinkarlbach für seinen zweiten Sohn Johann Georg Conrad Pie 483. Hierzu heißt es in einem leiningisch-hardenburgischen Aktenvermerk vom 23.4.1733: „Nach dem dieses Erbbestandsguth auf vorher bey Uns angehaltenen und erhaltenen Consens von dem bisherigen Innehabenen Reinhard Neffen an Weyand Pieh, Müller von der soge­nannten Esels mühl zu Kirchheim an der Eck und dessen Erben käuflichen überlassen und von letzterem sogleich sei­nem Sohn Georg Conrad Pieh übertragen = diesentwegen auch das gewöhnliche Laudemium mit Einhundert Reichsthaler an Unsere Renthey baar ent­richtet und bezahlt worden; Act haben wir auch den beschehenden Kauff und Verkauf ratihabiret und confirmiret, thun folgens auch hiermit also und dergestalten, daß gedachter Georg Conrad PIEH oder dessen Erben forthann Guth auf obbeschrie­bener Art und Weise, jedoch daß der jeweilige Besitzer und Einwohner jederzeit Unser Unterthan seye, oder werden müsse, als wah­ren Erbbeständer benüt­zen und haben solle. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und angehencktem gräflichen Innsiegels. Gegeben Battenberg den 23 t. April 1733. Taxa Cancell: Cl CLG zu Leiningen“ 484.

 

Im Kleinkarlbacher Morgenbuch von 1728 befindet sich fol­gender Eintrag: „Georg Conrad Pühe. Eine Mühle, sonsten die Strohmühl ge­nanndt, sambt einem Garten daran, ohngefähr ein Mor­gen Feld groß, sambt Zugehör und Gerechtigkeit, nacher Sonn die Bach, nach Eys ein Angewender, ist die Ohlig Mühle, nunmehr eine Mahl Mühle. Zinßt 6 ½ lb Heller und giebt anjetzo gdgster Herrschaft 9 Maltr: zu Waßerfall. Fol 135 485. Nota [:] hat noch einen Gang gemacht, giebt dero wegen weither 2 Malter Korn, also 11 Mltr.“ 486

 

Der obige Hinweis im Morgenbuch auf „fol. 135“ zeigt, daß Johann Georg Pie / Pühe die Mühle um 1728 von Reinhard Neff gekauft hat.

 

Nachdem Wiegand Pieh 1737 die Eselsmühle in Kirchheim an seinen jüngsten Sohn Jo­hann Sebastian Pieh, übergeben hatte, zog er zu seinem zweiten Sohn, Georg Conrad Pieh, auf die Strohmühle Kleinkarlbach, wo er 29.3.1746 starb 487.

 

Der Müller und Erbbeständer auf der Strohmühle, Johann Wilhelm *Py machte 1771 ein Gesuch an den Grafen von Leiningen in Dürk­heim, in dem er ausführte, er habe in Kleinkarlbach eine Mühle in Erbbestand, von der er jährlich 11 Malter Korn als Pacht abliefere. Er könne jetzt bei den „nahrungslosen Zeiten“ den geschuldeten Erbpachtzins nicht verdienen. Daher sei er willens, sein Mahlwesen mit ei­ner Loh­mühle zu vergrößern, damit er, wenn er nichts an Frucht zu mahlen habe, etwas mit der Lohmühle zu erwerben Gelegenheit habe. Die „hochgräfliche Exzellenz“ in Dürkheim erwider­te mit Schreiben vom 16.4.1771, wenn der Supplikant bereit sei, jährlich zusätz­lich 4 fl an Erbpacht zu zahlen, so sei die „unterthä­nigst gebetene Erlaubnis in Gnaden ertheilet“ 488.

 

Um 1771 war Johann Wilhelm *Py als Müller und Erbbeständer auf der Strohmühle Kleinkarlbach. Er machte 1771 ein Gesuch an den Grafen von Leiningen in Dürkheim, in dem er ausführte, er habe in Kleinkarlbach eine Mühle in Erbbestand, von der er jährlich 11 Malter Korn als Pacht abliefere. Er können jetzt bei den „nahrungslosen Zeiten“ den geschuldeten Erbpachtzins nicht verdienen. Daher sei er willens, sein Mahlwesen mit einer Lohmühle zu vergrößern, damit er, wenn er nichts an Frucht zu mahlen habe, etwas mit der Lohmühle zu erwerben Gelegenheit habe. Die „hochgräfliche Exzellenz“ in Dürkheim erwiderte mit Schreiben vom 16.4.1771, wenn der Supplikant bereit sei, jährlich zusätzlich 4 fl an Erbpacht zu zahlen, so sei die „unterthänigst gebetene Erlaubnis in Gnaden ertheilet“ 489.

 

1789 Johann Heinrich Pie als Müllermeister in Kleinkarlbach 490. Der Witwer heiratete am 17.6.1782 die Anna Regina Lang († 6.2.1850; jüngste Tochter des Müllers auf der Langmühle Kleinkarlbach, Georg Nikolaus *Lang). Da beide keine Kinder hatten, wurde die Mühle nach dem Tod des Müllers Pieh zur Auflösung der Erbengemeinschaft Pieh versteigert und kam so an die Familie Kuhn aus Grünstadt 491.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 492 wird Heinrich Phy als Eigentümer der Stroh­mühle Kleinkarlbach genannt. Die Mühle verfügt über zwei Mahlgänge, die von einem unterschlächtigen Mühlrad getrieben werden.

 

Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird für den 10.3.1830 eine Mobiliarversteigerung auf der „Pie'schen Mühle“ annonciert: „Den 10. März nächsthin ... in der Pie'schen Mühle zu Kleinkarlbach werden ... die zum Nachlasse der daselbst verstorbenen Johann Chri­stoph Kuhn'schen Eheleute gehörigen, deren minderjährigen Kindern Christoph Kuhn und Elisabetha Pie ... von da, angefallenen Mobiliarge­genständen ... versteigert.“ 493

 

1883 ging die Mühle durch Gültloskauf zum Preis von 112,25 RM in das Eigentum des Müllers Michael Kolb über. 1949 wurden die Was­serräder durch Turbinen ersetzt, bis die Mühle nach der fünften Generation der Familie Kolb dem Mühlensterben zum Opfer fiel 494.

 

 

- Walkmühle:

oberhalb von Kleinkarlbach gelegen unterhalb des bischöflichen Woogdamms; war auch Mahlmühle; 1977 abgerissen 495.

 

Im Salbuch der Grafschaft Leiningen-Hardenburg von 1585 ist Hanns Müller „von der Walckmühlen“ genannt 496. Er gibt als Gülten an die Grafschaft Leiningen-Hardenburg 11 Gulden und 8 Alb für eine Wiesenpacht. 497 Weiter heißt dort: Nota: „Hierüber haben sie ein Erbbestandt versiegelt, durch Graf Emich zu Leiningen, in Anno 1535“. 498

 

Durch den Ausbau der Festung Frankenthal hatte die Füllung der Festungsgräben Vorrang vor dem Betrieb der Mühlen. Ständigen Streit gab es auch zwischen den Frankenthaler Mahl- und Walkmüllern, wenn das Wasser nicht ausreichte, um beide Mühlenarten gleichzeitig zu betreiben 499. Um diese unbefriedigende Situation zu verbessern, erwarb die die Stadt Frankenthal am 5.1.1616 eine Walk- und Öl­mühle „zu Klein-Karlbach“. Dem Verkäufer Kilian Greisinger zahlte die Stadt Frankenthal dafür 216 Königstaler 500.

 

Hierzu heißt es unter der Überschrift „Klein Carlbacher Walckmühlen Kauff“: „Ao 1616 verkauffte, nach laut bey hiesiger Registra­tur be­findtlichs Concept-Kauffbrieffs daselbsts H.L. Rath der Statt Frankenthal, seine in Klein Carlbacher Gemarckung gelegene Walck­mühlen vor 219 Reichsthaler alter Wehrung. In welchem Kauffbrieff unter anderem [vermerkt], daß der zeitige Inhaber …. Leiningen-Harten­burg jährlich pro Martini zu ständigem Gelt oder Pfacht 3 Pfd Heller von der Mühlen …., 1 Pfd. Heller beeder Herrschaf­ten Leyningen … Westerburg …. Schuldigkeiten abtragen …“ 501.

 

Nach 35 Jahren, am 25.7.1651, beschloß der Stadtrat Frankenthal, sich wieder von der für ihn unrentabel gewordenen Mühle zu tren­nen. Die beiden Frankenthaler Ratsherren Stephan Liset und Peter Dathen erwarben die Mühle für 275 Gulden. Außerdem hatten sie rückständige Abgaben an den Grafen von Leiningen zu zahlen 502.

 

Im Kleinkarlbacher Morgenbuch 1728 heißt es: „Item Hauß- undt Hofplatz mit seinem Begriff, die Walckmühl genant, bef[orcht] nacher Waldt den Bischöfl: Woogdamm , nacher Rhein die Wammboldische Weyer-Gärthen, nacher Sonn Selbst, nacher Eiß die Landt Straaß. Zinßet Gndgte Herrschaft 3 lb. Heller …. und der Kirch Battenberg … 7 alb 4 kr. Modo dem Caspar Gemlich eingetrag fl 445.“ 503 Das do­minus directus lag bei Graf Carl Ludwig zu Leiningen und Dachsburg. 504 Weiter heißt es: „Caspar Gemlich hat fol­genden Mühlplatz von gndgst Herrschaft erkauft: Hauß und Hof … die Walckmühl genandt“ 505.

 

Caspar Gemlich hat die Walkmühle von Graf Carl Ludwig von Leiningen-Hardenburg und Dachsburg gekauft und diese 1744 an Joseph Kuntz aus Hardenburg verkauft. In einem Nachtrag von 1744 im Kleinkarlbacher Morgenbuch heißt es: „Joseph Kuntz von Hardtenbg: hat solche Mühl von Caspar Gemlich. 1744“. 506

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 276

 

 

- Wiesenmühle, Schiffermühle:

zur Gemeinde Kleinkarlbach gehört die ehemals kurpfälzische Wiesenmühle 507. Westlich des Dorfes an der Eckbach gelegen; auf dem Gelände der heutigen chemischen Fabrik 508. Dort befindet sich ein Mühlrad als Gedenkstein für die frühere Mühle.

 

In der Urkatasterkarte von 1837 509 ist die Mühle „Schiffermühle“ benannt, in der Ergänzungskarte von 1871 510 dagegen heißt es „Wie­senmühle“.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 511 wird Wilhelm Schiffer als Eigentümer der Wie­senmühle Kleinkarlbach genannt. Die Mühle verfügt über zwei Mahlgänge, die von einem unterschlächtigen Mühlrad getrieben werden.

 

Um 1832 war Johannes *Schiffer aus Kleinkarlbach der Müller auf der Wiesenmühle; 1832 Teilnahme auf dem Hambacher Fest; we­gen Tragens einer schwarz-rot-goldenen Kokarde 1833 vor dem Friedensrichter in Grünstadt angeklagt 512. In der Schiffer'schen Mühle in Kleinkarlbach (Wiesenmühle) in Kleinkarlbach wurden 1849 die Piken für die Revoluti­onstruppen angefertigt 513.

 

Schiffer, Jacob, aus Kleinkarlbach, Vetter oder jüngerer Oheim des Jakob Schiffer aus Albsheim 514; Schiffer besaß eine Mühle in Klein­karlbach (auf dem Gelände der heutigen Firma Spieß & Sohn); Schiffer war am Ham­bacher Fest 1833 beteiligt und wurde des­halb vor dem Friedensrichter in Grünstadt am 9.6.1833 verhört 515. Er ist möglicherweise der Vater des Wilhelm *Schiffer, Müller aus Kleinkarl­bach. +++klären, welche Mühle+++

 

Wilhelm Schiffer aus Kleinkarlbach, Schwager der Mutter des Jakob Schiffer und Bruder von deren Ehemann Jakob *Schiffer 516, kaufte von seiner Schwägerin und deren ältestem Sohn, der ebenfalls Wilhelm Schiffer hieß, 1837 die Mühle in Albsheim für 16000 Gulden 517; Wilhelm Schiffer wird in den Erinnerungen des Jakob Schiffer als "großer Prozesser & Schwindler" bezeichnet 518. In der Schiffer'schen Mühle in Kleinkarlbach (Wiesenmühle) in Kleinkarlbach wurden 1849 die Piken für die Revolu­tionstruppen ange­fertigt 519.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 6224

 

Literatur/Urkunden zu Mühlen allgemein:

- ""Die Rheinpfalz"" vom 19.8.1998: Mühlenwanderweg im Eckbachtal zwischen Dirmstein und Neuleiningen

- Niederhöfer, Wolfgang: Die Triebwerke entlang des Eckbach-Mühlenwanderweges (zu Eckbachweiher, Mühlen in Neuleinin­gen-Tal, Kleinkarlbach, Kirchheim, Bissersheim, Großkarlbach und Dirmstein)

- Niederhöfer, Wolfgang: Mühlenwanderweg am Eckbach

- 35 Mühlen zwischen Neuleiningen und Dirmstein; in: Heimatjahrbuch 1998 Landkreis Bad Dürkheim, S. 156

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der pfälzischen Mühlen besonderer Art, Arbogast, Otterbach 1981

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der Mühlen und des Müllerhandwerks der Pfalz

 

 

 

1Kaul: Die Einführung der Reformation in der Grafschaft Leiningen-Hartenburg ([Grünstadt 1942]; Kuby: Pfarrerlisten der Leiningen-Hardenburgischen Pfarreien in der Rheinpfalz; Bl. f. pfälz. Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 1998, S. 125.

2Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 398.

3Merk: Geschichte Ungstein und Pfeffingen, S. 49-50.

4Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, .

5Goertz: Kallstadter Gerichtsbuch, S. XXII.

6Denkmaltopographie Bad Dürkheim, Bd. II, S. 138 mit Photo.

7Armgart: Zinsbücher des Klosters Sankt Maria Magdalena überm Hasenpfuhl in Speyer, S. 96 Anm. zu Nr. 443.

8Schneider: Die Kirchenvisitation in der Herrschaft Guttenberg, Zeitschrift f. Geschichte des Oberrheins, Bd. 1, 1878, S. 1 unter Hinweis auf Lehmann: Burgen und Bergschlösser, Bd. I S. 216 ff.; Schwarz: Artikel Minfeld; in: Burgenlexikon, Bd. III, S. 575; Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. I, S. 440.

9Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 399.

10Armgart/Werling: Augustinerchorherrenstift Hördt; in: Pfälz. Klosterlexikon, Bd. 2, S. 238.

11 Biundo: Regesten der ehem. Augustinerpropstei Hördt, S. 45 Nr. 46.

12Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 232.

13LA Speyer A292 “Acta sammtlicher Mühlen im Herzogtum Zwei­brücken” 1743-1756.

14LA Speyer Best B2 Nr. 293/7.

15Auskunft Herr Müller LA Speyer vom 5.1.2010.

16Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 491.

17Mitteilung von Herrn Dr. Esser vom 15.12.2009.

18Nauerth: Bienwaldstadt Kandel, S. 56.

19Nauerth: Bienwaldstadt Kandel, S. 172.

20Karte bei Nauerth: Bienwaldstadt Kandel, S. 171.

21Nauerth: Bienwaldstadt Kandel, S. 172.

22Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. 1 S. 534.

23LA Speyer Best. W1 Nr.1310/1.

24Mitteilung von Herrn Dr. Werner Esser vom 17.2.2015.

25Anm.: Keppel: Müller in Kandel; in: PRFK 2010, S. 178 vertritt die Ansicht: „Vermutlich ist die Zügelmühle die Barthelsmühle“.

26Nauerth: Bienwaldstadt Kandel, S. 172.

27Kolb: Handbuch von Rheinbaiern, S. 53.

28Frey, Beschrei­bung d. Rheinkreises, Bd. 1, S. 491.

29Christmann: Siedlungsnamen II, S. 139.

30Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 177.

31Raimar: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde 1952, S. 15.

32Esser/Keppel: Vollmersweiler, S. 124 Nr. 413.

33Eilbote Landau Nr. 69 vom 30.8.1855, S. 384-385.

34Mitteilung Dr. Werner Esser vom 15.12.2009.

35Mitteilung von Frau Ute Keppel vom 24.1.2015 unter Bezugnahme auf das Hebammenbuch der Oma bzw. Großtante von Norbert Scheidt aus Kandel, 1927 - April 1932.

36Mitteilung von Frau Ute Keppel vom 24.1.2015 unter Bezugnahme auf das Hebammenbuch der Oma bzw. Großtante von Norbert Scheidt aus Kandel, 1927 – April 1932.

37Christmann: Siedlungsnamen, S. 253.

38Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 491.

39LA Speyer Grundsteuer-Kataster Kandel S. 3315 Besitz-Nummer 820.

40Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, S. 261; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 253.

41Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, S. 41, 343 Anm. zu Nr. 1557.

42Intelligenz-Blatt des Rheinkreises, Ausgabe Nr. 70 vom 14.9.1819.

43„In­telligenzblatt des Rheinkreises“ Nr. 77 vom 8.10.1819, S. 540.

44Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, S. 563 Nr. 2662.

45LA Speyer Grundsteuer-Kataster Kandel S. 3315 Besitz-Nummer 820; Mit­teilung von Dr. Werner Esser vom 21.12.2012.

46Mitteilung von Herrn Dr. Werner Esser vom15.12.2009.

47Mitteilung von Frau Ute Keppel vom 24.1.2015 unter Bezugnahme auf das Hebammenbuch der Oma bzw. Großtante von Norbert Scheidt aus Kandel, 1927 - April 1932.

48Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 491; Nauerth: Bienwaldstadt Kandel, S. 172.

49LA Speyer: CGA Akten Best. A. Nr. 151 +++klären: Signatur+++; Christ­mann: Siedlungsnamen II, S. 364.

50LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte Kandel von 1899.

51Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 173.

52Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, S. 350 Nr. 1583.

53Stadtarchiv Kandel, B 169, Bl. 193.

54LA Speyer, Briefprotokolle Nr. 305 +++klären: Signatur+++; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 364.

55Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 173.

56Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 173-174.

57Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174.

58Anm.: nach Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, S. 338: 'Anna Barbara Wer­ling' [28.2.1695 Hatzenbühl – 21.1.1779 Hatzenbühl], Tochter von Philipp Werling und Anna Maria Dost /Dosch.

59Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174.

60Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174.

61Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174.

62Anm.. a. A. Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174.

63Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, S. 338; a.A. Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, , S. 174.

64Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 175.

65Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 175.

66Eilbote Landau Nr. 1 v. 3.1.1846 S. 3.

67Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 174-175.

68Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 175.

69Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, S. 342.

70 Wikipedia, Stichwort 'Kappeln (bei_Lauterecken)', Abruf vom 13.10.2013.

71Karsch: Geschichte des Amtes Grumbach, S. 47.

72ref. KB Odernheim, Taufeintrag vom 1.11.1707; Daum, Manfred: Reformiertes Kirchenbuch von Odernheim am Glan, S. 42.

73Anthes: Kasualien luth. Pfarrei Sien, S. 87.

74Dhom: Namensverzeichnisse aus dem Unteramt Rockenhausen 1684 und 1722; in: PRFK 1975, S. 238.

75Karmann: Trauungen Auswärtiger im 1. Katholischen Kirchenbuch Imsweiler 1700-1765; in: PRFK Bd. 9 S. 202.

76Anm.: so aber Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 17.

77Christmann: Siedlungsna­men II, S. 337; Gravius: Die Kolbenmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1928, S. 14.

78LA Speyer, Kurpfalzakten A2 Nr. 1249 Katzenbach Weistümer; Christmann: Sied­lungsnamen II, S. 337.

79LA Speyer Best. A1 Nr. 123; Glasschröder: Rep. d. Urk. d. Kurpfalz, Bd. 1 (1892/94) Nr. 123.

80LA Speyer, Kurpfalz Akten A2 Nr. 161, Bl. 143R; ++Zitat klären+++; Christmann: Siedlungsnamen II., S. 337.

81LA Speyer, Kurpfalz Akten A2 Nr. 161, Bl. 143r+++Zitat klären+++; Christmann: Siedlungsnamen II., S. 337.

82Gravius: Die Kolbenmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1928, S. 14.

83Gravius: Die Kolbenmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1928, S. 14.

84Dhom: Die Mühlen im kurpfälzischen Unteramt Rockenhausen, Donnersberg Jahrbuch 1981, S. 73.

85Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 184; LA Speyer Best. A2 Nr. 1252.

86Dhom: Namensverzeichnisse aus dem Unteramt Ro­ckenhausen 1684 und 1722; in: PRFK 1975, S. 238.

87Dhom: Die Mühlen im kurpfälzischen Unteramt Rockenhausen, Donnersberg Jahrbuch 1981, S. 73.

88Gravius: Die Kolbenmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1928, S. 14.

89Gravius: Die Kolbenmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1928, S. 14.

90Gravius: Die Kolbenmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1928, S. 15.

91Dhom: Die Mühlen im kurpfälzischen Unteramt Rockenhausen, Donnersberg Jahrbuch 1981, S. 73.

92Gravius: Die Kolbenmühle bei Rockenhausen; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1928, S. 15.

93Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, Bd. 1 S. 96.

94Dolch/Münch: Urkunden Otterberg, S. 178 Nr. 280.

95Dolch/Münch: Urkunden Otterberg, S. 178 Nr. 281; Dolch / Münch: Urkunden­buch der Stadt Kaiserslautern Band 1, 1994, Nr. 396.

96 Dolch/Münch: Urkundenbuch Kaiserslautern, Anhang Gefällebuch des Stifts Lautern Bl. 85, Bd. III, S. 466; LA Speyer Best. A14, Nr. 272.

97 Dolch/Münch: Urkundenbuch Kaiserslautern, Anhang Gefällebuch des Stifts Lautern Bl. 38, Bd. III, S. 491; LA Speyer Best. A14, Nr. 273.

98Henn: Geschichte der Katzweilerer Sippe Henn, Ludwigshafen 1952.

99LA Speyer Best. A 13 Nr. 197, Urk. v. 14.1.1681.

100LA Speyer Best. A 13 Nr. 197.

101LA Speyer Best. A14 Sachakte 314 UNr. h; Schneider: Katzweiler 1190-1990, hrsg. Gemeindeverwaltung Katzweiler; Henn: Geschichte der Katzweilerer Sippe

Henn, Ludwigshafen 1952.

102LA Speyer Best. A 13 Nr. 197

103Inter­net-Datei Katzweiler Mühle auf Basis von: Hermann Schneider: Katzweiler 1190-1990, hrsg. Gemeindeverwaltung Katzweiler; Henn: Geschichte der Katzweilerer Sippe Henn, Ludwigshafen 1952.

104Inter­net-Datei Katzweiler Mühle auf Basis von: Hermann Schneider: Katzweiler 1190-1990, hrsg. Gemeindeverwaltung Katzweiler; Henn: Geschichte der Katzweilerer Sippe Henn, Ludwigshafen 1952.

105Biundo: Pfarrerbuch, S. 513 Nr. 5963 und Biundo: Pfarrerbuch, S. 334 Nr. 3880 iVm Kuby: Ergänzungen zum Pfälzischen Pfarrerbuch, Buchstaben O und P; in Bl. für Pfälz. Kirchengeschichte 1988, S. 73.

106Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 286.

107 We­ber: Mühlen besonderer Art, S. 330.

108Heil: Funktionaler Wandel, S. 51.

109Heil: Funktionaler Wandel, S. 51.

110Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 240-241; Schneider, Hermann: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 267-268.

111Weber: Mühlen besonderer Art, S. 330.

112hierzu Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 240-241; Schneider: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 267-268, 330.

113Weber: Mühlen besonderer Art, S. 268.

114Heil: Funktionaler Wandel, S. 51 m.w.N.

115Weber: Mühlen besonderer Art, S. 390; Schneider: „Aus den Geschäftsbüchern einer alten Ölmühle; in: "Die Rheinpfalz" Nr. 50/1951.

116We­ber: Mühlen besonderer Art, S. 390; Schneider: „Aus den Geschäftsbüchern einer alten Ölmühle; in: "Die Rheinpfalz" Nr. 50/1951.

117Heil: Der funktionale Wandel, S. 51.

118Heil: Der funktionale Wandel, S. 51; WWA Kaiserslau­tern: Az.: 25.17.014: Schafmühle Katzweiler, Protokoll vom 27.10.1856.

119Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 23.

120Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 240-241; Schneider: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappen­kunde 1969,

Bd. 6, Heft 12, S. 370; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 267-268, 330.

121Peter: La vente de Keffenach (1649-1650); in: l'Outre-Forêt 2005, S. 15-18.

122Mini­sterium für Elsass-Lothringen [Hrsg.]: Das Reichsland Elsass-Lothringen. Landes- und Ortsbeschreibung, 3. Teil, S. 508.

123Peter: La vente de Keffenach (1649-1650); in: l'Outre-Forêt 2005, S. 16-17.

124 Peter: La vente de Keffenach (1649-1650); in: l'Outre-Forêt 2005, S. 18 Anm. 11.

125 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 112r.

126UB Otterberg 40, S. 31 = UB Kl 1 Nr. 283 S. 147 f.

127UBWorms 1 Nr. 216 S. 149.

128Keddigkeit u.a.: Burgenlexikon, Bd. III S. 131.

129Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 269.

130Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 269.

131Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 270.

132der Autor dankt Frau Isabel Johanni für den Hinweis auf die Internetseite;email Frau Isabel Johanni vom 29.4.2014.

133http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27, Abruf vom 29.4.2014.

134Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 269.

135Keddigkeit u.a.: Burgenlexikon, Bd. III S. 131.

136Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Bd. VI, „Die Herrschaften an der unteren Nahe“, Bonn 1914, S. 209; mitgeteilt von Herrn Arno Ehrhard, Ludwigshafen.

137Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 269.

138Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, S. 23.

139ref. KB Albig, Taufeintrag vom 5.5.1743.

140Mitteilung von Herrn Ralf Löffel vom 21.2.2012.

141Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 274 mit Photos S. 275.

142Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 274 mit Photos S. 275.

143Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 274 mit Photos S. 275.

144Armknecht: Geschichte d. Familie Armknecht, S. 20.

145ref. KB Albig, Taufeintrag vom 17.1.1703.

146ref. KB Albig, Taufeintrag vom 29.11.1739.

147Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 269.

148Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im ehemaligen Her­zogtum Zweibrücken, S. 14, 15.

149Demian: Großherzogthum Hessen, S. 94.

150 Wikipedia, Stichwort 'Kulturdenkmäler in Kettenheim', Abruf vom 29.4.2014.

151Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 269-70.

152Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 272 mit Photos S. 272, 273.

153Rödel: Regesten Kloster Weidas, S. 88, 89 Nr. 54; Becker: Inventarien der Klöster Weidas und Münsterdreisen 1553; in: Kaiserslauterer Jahrbuch f. Pfälz. Geschichte und Volkskunde 2013-2015, S. 142; LA Speyer Best. A2, Nr. 702/6.

154Wagner: Wüstungen im Grossherzogtum Hessen, Bd. 3, S. 4.

155Wagner: Wüstungen im Grossherzogtum Hessen, Bd. 3, S. 5.

156Spieß,: Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein, S. 49 Nr. 214.

157Christmann: Siedlungsnamen, ,Bd. I-III.

158Dolch/Greule: Siedlungsnamenbuch,

159Häberle: Wüstungen,

160Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtli­chen Atlas der Rheinprovinz, Bd. VI, „Die Herrschaften an der unteren Nahe“, Bonn 1914, S. 209.

161Häberle: Wüstungen, S. 120.

162Kaufmann: Rheinhessische Ortsnamen, S. 125.

163Fabricius: Erläu­terungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Bd. VI, „Die Herrschaften an der unteren Nahe“, Bonn 1914, S. 209.

164Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 276.

165Spieß: Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein vom Jahr 1401, a.a.O, S. 49 Nr. 214.

166Christmann: Siedlungsnamen, ,Bd. I-III.

167Dolch/Greule: Siedlungsnamenbuch,

168Häberle: Wüstungen, S. 120

169Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtli­chen Atlas der Rheinprovinz, Bd. VI, „Die Herrschaften an der unteren Nahe“, Bonn 1914, S. 209.

170Häberle: Wüstungen, S. 120.

171Kaufmann: Rheinhessische Ortsnamen, S. 125.

172Fabricius: Erläu­terungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Bd. VI, „Die Herrschaften an der unteren Nahe“, Bonn 1914, S. 209.

173Mayer: Kindenheim, S. 31.

174Scriba: Regesten Rheinhessen enthaltend, S. 105 Nr. 1609; Debus: Früher kirchlicher Fernbesitz, S. 68 Nr. 151; Mayer: Kindenheim. Dorfgeschichte, S. 17; Lehmann: Urkundliche Geschichte der Klöster in und bei Worms. In: Archivfür hessische Geschichte und Altertums­kunde 2, Heft 2 (1840), S. 307.

175Tröscher: Gab es Mühlen auf der Kindenheimer Kalksteinhöhe; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1978, S. 83 Anm. 2.

176Tröscher: Gab es Mühlen auf der Kindenheimer Kalksteinhöhe; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1978, S. 83 Anm. 7.

177Tröscher: Gab es Mühlen auf der Kindenheimer Kalksteinhöhe; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1978, S. 79 und S. 83 Anm. 5.

178Müller/Petry: Denombrement der Herrschaft Landstuhl Anno 1681; in: PRFK 2003, Bd. XV, Heft 6, S. 305.

179Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 293-299

180Armgart / Diener: Deutschordenskommende Einsiedel; in: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 1, S. 341.

181LA Best. C 50 Nr. 2.

182Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, S. 299.

183Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. 2, S. 354.

184Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 2, S. 355; Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 237.

185Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 2, S. 355.

186Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 306.

187 Keller: Kirchheim, S. 229.

188 LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 16r Akten des Bezirksamts Frankenthal betr. Getreidemühlen im Bezirk Frankenthal 1817.

189Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 308.

190Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 309.

191Christmann: Siedlungsnamen II, S. 198; a.A. Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 308.

192Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 309-310.

193Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 310.

194Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 310.

195Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 308.

196Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 310.

197LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

198LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

199Keller: Heimatbuch Kirch­heim, S. 311.

200Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 61.

201Keller: Heimatbuch Kirch­heim, S. 311.

202Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 306-307.

203Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10 Abschnitt Kirchheim; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

204Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Repertorium notabilium, S. 185; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

205Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 307.

206Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 307.

207Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10 Abschnitt Kirchheim; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

208LA Speyer Best.X53 Nr. 10: „Knoch, Repert. Realia, Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

209Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10 Ab­schnitt Kirchheim; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

210Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 307; Luth KB Bissersheim.

211Curschmann: Schultheiß Philipp Best zu Undenheim und seine Familie; in: PRFK 1976, S. 373; Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 307.

212Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 307.

213Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 308.

214Curschmann: Schultheiß Philipp Best zu Undenheim und seine Familie; in: PRFK 1976, S. 373; Kel­ler: Heimatbuch Kirchheim, S. 307-.

215Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 307-308.

216Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 308.

217LA Speyer Otterberger Salbuch S. 99. +++Zitat prüfen+++

218Christmann: Siedlungsnamen II, S. 318.

219Keller: Heimatbuch Kirch­heim, S. 312.

220Keller: Kirchheim, S. 224, 312.

221Keller: Heimatbuch Kirch­heim, S. 312.

222Keller: Heimatbuch Kirch­heim, S. 312.

223Keller: Heimatbuch Kirch­heim, S. 312.

224Keller: Heimatbuch Kirch­heim, S. 312-313.

225Keller: Heimatbuch Kirch­heim, S. 313.

226LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

227Keller: Kirchheim, S. 224.

228Kunstdenkmäler. Bd. VIII Frankenthal, S. 326.

229Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 308.

230luth. KB Kirchheim 1, S. 40.

231luth. KB Kirchheim 1, S. 40.

232Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 316.

233LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

234Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 316/317.

235Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 235.

236Döhn: Kirchheimbolanden, S. 111.

237Kuby: Pfarrerlisten der nassauischen Pfarreien in der Rheinpfalz (Weilburg und Saarbrücken); in: Bl. f. pfälz. Kirchengeschichte 1997, S. 241 ff.

238Esser/Keppel: Ortsfa­milienbuch Minfeld, S. 358 Anm. zu Nr. 1623.

239Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 23.

240Lucae: Kirchheim und seine Bürger, a.a.O, S. 265 Anm. 1.

241LA Speyer, Akten Hochstift Speyer, A. Nr. 787 +++Zitat prüfen+++; Christmann: Siedlungs­namen II, S. 139.

242LA Speyer, Akten Nassau-Weilburg, A 315 c, S. 2 +++Zitat prüfen+++; Christ­mann: Siedlungsnamen II, S. 239.

243LA Speyer, Briefprotokolle 589 S. 78. +++Zitat prüfen+++

244Christmann: Siedlungsnamen II, S. 240 m.w.N.

245Christmann: Siedlungsnamen II, S. 240.

246LA Speyer Best. C38 Nr. 53 Bl. 9r-19; LA Speyer Best. C38 Nr. 46 fol. 68r-69; LA Speyer Best.C38Nr. 46 fol. 73r.

247Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, S. 124.

248Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden von 1686-1800, S. 194.

249LA Speyer Best. F22 Nr. 117 nicht foliert.

250Döhn: Kirchheimbolanden, S. 310.

251Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 291.

252Döhn: Kirchheimbolanden, S. 310.

253LA Speyer Best. F22 Nr. 117 nicht foliert.

254Neue Speyerer Zeitung Nr. 31 vom 12.2.1833.

255Grünstadter Anzeiger Nr. 23 vom 24.2.1872.

256Kremb: Wüstungen im Raum Kirchheimbolanden und Bolanden; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 189; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. S. 287; Lucae: Kirchheim und seine Bürger, a.a.O, S. 265 Anm. 1.

257Weber: Mühlen besonderer Art, S. 208.

258LA Speyer Best. F6 Nr. 31; ref. KB II Kirchheimbolanden, fol 20; Mitteilung Eheleute Dittmar vom 22.9.2014; Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 201 bezeichnet ihn als „Wagner“

259Spieß: Urkunden Mühlen Bliesbolchen, S. 131.

260Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 242.

261LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 436-443; Auch Weber: Mühlen und Müller­handwerk, S. 204.

262LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 124.

263Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 243.

264LA Speyer Best. B2 Nr. 295/5 Bl. 443-449.

265Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 243.

266LA Speyer Best B2 Nr. A292/1 fol. 47; Auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 205.

267Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 243.

268LA Speyer Best B2 Nr. A292/1 fol. 40; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 206.

269Kunstdenkmäler Stadt und Bezirksamt Landau, ,S. 220; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 268.

270Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 278.

271Friedel: Kirrwei­ler, S. 122.

272Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, a.a.O, S. 297, lfd.-Nr. 11650; LA Speyer Best. G11 N r. 125.

273Christmann: Siedlungsnamen II, S. 160 m.w.N.; Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. I, S. 262.

274LA Speyer Best. D2 Nr. 151 Bl. 18.

275Intelligenzblatt des Rhein­kreises, Beilage zu Nr. 56 vom 3.6.1831, S. 430.

276Eilbote Landau vom 11.9.1850, Nr. 73, S. 120.

277LA Speyer Best. D2 Nr. 151 Bl. 19.

278Weber: Mühlen besonderer Art, S. 305.

279Weber: Mühlen besonderer Art, S. 305.; LA Speyer Best. D2 Nr. 44-45; LA Speyer Best. L56 Nr. 768.

280Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 278.

281luth KB Neustadt; Taufeintrag der Anna Margaretha Jäeckel vom 21.9.1718.

282Anm.: err. aus Schnabel: Bevölkerungsangaben, S. 278.

283Internet-Datei: Ge­schichte der Hammermühle Kirrweiler http://www.hammermuehle-shop.de/hammermuehle—geschichte, Abruf vom 13.10.2013.

284Weber: Mühlen besonderer Art, S. 306.

285LA Speyer Best. D2 Nr. 151 Bl. 17.

286Christmann: Siedlungsnamen II, S. 250 m.w.N..

287Eilbote Landau vom 17.6.1848, S. 349 = LA Speyer Best. Y 20/41.

288Eilbote Landau vom 15.3.1855, S. 106 = LA Speyer Best. Y 20/41; Neustadter Zeitung Nr. 31 vom 13.3.1855.

289Internet-Datei: Ge­schichte der Hammermühle Kirrweiler http://www.hammermuehle-shop.de/hammermuehle—geschichte, Abruf vom 13.10.2013; Mannheimer Morgen vom 15.11.1991: „Hammermühle klappert auf Hochtouren“.

290Eilbote Landau vom 6.2.1850, Nr. 11, S. 68.

291Eilbote Landau Nr. 39 vom 20.5.1858,S. 253,

292Eilbote Landau Nr. 101 vom 24.12.1858, S. 643.

293Eilbote Landau vom 12.11.1859, S. 526 = LA Speyer Best. Y 20/41.

294Karch: Amt Grumbach, S. 11; Wikipedia, Stichwort 'Kirrweiler (bei Lauterecken), Abruf vom 13.10.2013.

295Karch: Amt Grumbach S. 11.

296Kampfmann: Heimatkunde des Bezirksamts Zweibrücken, S. 118; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 328, der sich aber lediglich auf Kampfmann bezieht.

297Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusen­brücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 201.

298LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 196-202; Auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 194.

299Rohr: kath. Kirchenbuch Großsteinhausen, S. 29.

300LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 118r.

301Angabe nach Schneider: Horn­bacher Mühlen, S. 381.

302Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 201.

303Angabe nach Schneider: Horn­bacher Mühlen, S. 381.

304Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 70 Nr. 348.

305Rohr: kath. Kirchenbuch Großsteinhausen, S. 67.

306 Werner: Die Nationalgüter im Departement Donnersberg, Anlage III, S. 25.

307Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbau­ernkammer Pfalz 1865, S. 68.

308Schweickart: Essingen, S. 266.

309Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62-63.

310Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 201.

311Schmidt: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in: PRFK 1977, S. 419.

312Kuby: Pfarrerlisten kleinerer pfälzi­scher Herrschaften; Bl. f. pfälz. Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 2001, S. 9.

313Bonkhoff: Grossbundenbach, Kleinbunden­bach, Mörsbach, S. 9.

314Bonkhoff: Grossbundenbach, Kleinbundenbach, Mörsbach, S. 11.

315Schmidt: Familiennamen in der ehemaligen Ge­meinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in: PRFK 1977, S. 505.

316Schmidt: Familiennamen in der ehemaligen Ge­meinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in: PRFK 1977, S. 505.

317Schmidt: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 462.

318Internetdatei familysearch.org. ++Zitat klären+++

319LA Speyer Best. B2 Nr. 915 UNr. 3.

320Schmidt: Das Herrengut zu Kleinbundenbach, S. 63 Anm. 1.

321Bonkhoff: Grossbundenbach, Kleinbundenbach, Mörsbach, S. 11.

322LA Speyer Best. B2 Nr. 915 UNr. 5: Weidestreitigkeiten mit dem Bundenbacher Ölmüller, o.D. (1700-1830).

323Bonkhoff: Grossbundenbach, Kleinbundenbach, Mörsbach, S. 81.

324Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 33.

325Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 92.

326Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 1.

327Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 33.

328Schmidt: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in: PRFK 1977, S. 424.

329Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 33.

330Neue Speyerer Zeitung, Beilage zu Nr. 46 vom 22.2.1852, S. 204.

331Mitteilung von Herrn Eberhard Hamm aus Hauenstein vom 25.11.2011.

332Becker: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, S. 97; Bonkhoff: Grossbundenbach, Kleinbundenbach, Mörsbach, S. 11.

333zitiert nach Bonkhoff: Grossbundenbach, Kleinbundenbach, Mörsbach, S. 287.

334 LA Speyer Best. B1 Nr. 412.

335Internetdatei von Dr. Her­mann Müller/Heppenheim: http//www-mueller-heppenheim-homepage.t-online.de/mue-vork.htm.

336Schmidt: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 461.

337ev. KB Wallhalben8, Bl. 8, Taufeintrag vom 4.12.1834.

338Schmidt: Familiennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert; in: PRFK 1977, S. 419, 423.

339LA Speyer Best. B1 Nr. 289 a und 289 b.

340LA Speyer Best B2 Nr. 294/7.

341LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 +++klären: fol. +++; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 200.

342LA Speyer Best B2 Nr. 294/7.

343Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 77.

344Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 33.

345LA Speyer Best. B1 Nr. 289 a und 289 b.

346Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 94.

347Müller: „Die Rieschweiler Mühlen, S. 512; Schmidt: Familiennamen i. e. ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in PRFK 1977, S. 420: „Stamper Mühle“

348Bohrer(Fuchs: Register der luth. Pfarrei Großbundenbach, a.a.I., S. 3.

349Bohrer/Ernst: Register ref. Kirchenbuch Winterbach, S. 12.

350Bohrer: Register ref. KB Großbundenbach 1715-1798, S. 3.

351ev. KB Wallhalben 8, Bl. 14, Taufeintrag vom 7.8..1836.

352Becker: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, S. 97.

353 Kell: Fürstentum Leiningen, S. 23

354Anm.: der Eintrag kann sich auch auf das Dorf Großkarlbach beziehen, das ebenfalls als „Karlebach“ bezeichnet wurde.

355Dette: Liber Possessionum Wizenburgensis, S. 124.

356 Denkmaltopographie Landkreis Bad Dürkheim, Bd. 13.2, S. 382 mit Photo S. 383.

357 Denkmaltopographie Landkreis Bad Dürkheim, Bd. 13.2, S. 386.

358Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 269.

359Mittei­lung von Paula Stephan vom 3.11.2011.

360Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274.

361 Barziniank: Conrad Schindler, Müller zu Kleinkarlbach ..., ; LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 177r.

362 Barziniank: Conrad Schindler, Müller zu Kleinkarlbach ..., ; LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 178.

363LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 17r Akten des Bezirksamts Frankenthal betr. Getreidemühlen im Bezirk Frankenthal 1817.

364LA Speyer Best. L56 Nr. 144 lfd. Besitz-Nr. 216 Seite 676.

365Landwirt­schaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S.7.

366LA Speyer Best. F5 Nr. 153, fol. 59.

367LA Speyer Best. W41 Nr. 6225.

368Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274.

369Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, S. 271 Photo und Beschriftung.

370Zotz,: Zur Grundherrschaft der Grafen von Leiningen, S. 221;FLA Zinsbuch 1519 ff, fol. 10, 21.

371 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/I I a fol. 391.

372 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a fol. 412; LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a, 376r

373 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a fol. 418r.

374 LA Speyer Best. C26 Nr. A114 fol. 10-63.

375 LA Speyer Best. C26 Nr. A114 fol. 13.

376 LA Speyer Best. C26 Nr. A114 fol. 28.

377 LA Speyer Best. C26 Nr. A114 fol. 15,

378 LA Speyer Best. C26 Nr. A114, fol. 18.

379 LA Speyer Best. C26 Nr. A114, fol. 28-30r.

380 LA Speyer Best C26 Nr. A114, fol. 36

381 Deutsches Rechtswörterbuch, Bd. 5, Sp. 600-606 iVm. Bd. 3, Sp. 115-117

382 LA Speyer Best. C26 Nr. A114, fol. 36-41r

383 LA Speyer Best. C26 Nr. A114 fol. 44.

384 LA Speyer Best. C26 Nr. A144 fol. 48

385 LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 49.

386 LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 49-49r.

387 LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 53-56r.

388LA Speyer Best. E6 Nr. 58; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammerge­richtsakten, Bd. 2, S. 1025 Nr. 1150.

389LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 23r-24.

390We­ber: Mühle der besonderen Art, S. 346.

391LA Speyer Best. K16, 334, Notariatsakten Grünstadt Nr. 999/1819.

392LA Speyer Best. W41 Nr. 6226, Karte von 1837.

393Niederhöfer: „Die Lang­mühle zu Kleinkarlbach“; Internetdatei http://kleinkarlbach.de/wp-content/uploads/2012/08/Muehlen1.pdf, Abruf vom 25.8.2013.

394Keller: Kirchheim, S. 224, 312.

395Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 312.

396Simon: Die Müllersfamilie Lang von Kleinkarlbach, o. S.

397LA Speyer Best. K10 N-10 Urk. Nr. 535 vom 7.10.1806.

398LA Speyer Best. K16 Kasten Nr. N-10, Urk. Vom 7.10.1806.

399Niederhöfer: „Die Lang­mühle zu Kleinkarlbach“; Internetdatei http://kleinkarlbach.de/wp-content/uploads/2012/08/Muehlen1.pdf, Abruf vom 25.8.2013.

400LA Speyer Best. K 16, 334 Notari­atsakten Grünstadt Nr. 999/1819.

401Niederhöfer: „Die Lang­mühle zu Kleinkarlbach“; Internetdatei http://kleinkarlbach.de/wp-content/uploads/2012/08/Muehlen1.pdf, Abruf vom 25.8.2013.

402LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 23r-24.

403LA Speyer Best. K16 Nr. 26 vom 29.5.1826 lfd. Nr. 197.

404Niederhöfer: „Die Lang­mühle zu Kleinkarlbach“; Internetdatei http://kleinkarlbach.de/wp-content/uploads/2012/08/Muehlen1.pdf, Abruf vom 25.8.2013.

405Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Br. 2, S.8.

406Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 62.

407Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 62.

408Niederhöfer: „Die Lang­mühle zu Kleinkarlbach“; Internetdatei http://kleinkarlbach.de/wp-content/uploads/2012/08/Muehlen1.pdf, Abruf vom 25.8.2013.

409Internetdatei http://www.muehle-eisenbeiss.de, Abruf vom 25.6.2013

410Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 177; LA Speyer Best. C26 Nr. A114: Erbbestands Revers über die Mühle und die Rente von 28 Mltr Korn[,] Schuppen 1 Scheuer oder 2Pfd Heller / 1fl in Geld, Anno 1529, Acta von 1528-1569.

411 LA Speyer Best. F2 Nr. 153 fol. 85.

412LA Speyer Best. C26 Nr. 144; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 177.

413Weber: Mühlen besonderer Art, S. 177.

414 LA Speyer Best. F2 Nr. 153 fol. 389.

415Karte LA Speyer Best. W41 Nr. 6224.

416Niederhöfer/Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg, S. 47.

417Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274.

418 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a fol. 392.

419 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a fol. 392.

420 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a fol. 392.

421 LA Speyer Best. F2 Nr. 153 fol. 141.

422Niederhöfer/Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg, S. 47-48.

423Simon: Die Müllersfamilie Lang von Kleinkarlbach, o. S.

424LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

425Frankenthaler Wochenblatt Nr. 5 vom 4.2.1826, S. 17.

426Niederhöfer/Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg, S. 48.

427 Keddigkeit/Wenz/Untermann: Augustinerchorherrenstift Höningen; in: Pfälz. Klosterlexikon, Bd. 2, S. 206.

428 Debus:Regesten Augustiner-Chorherrenstifts Höningen, Teil 2, Nr. 271, S. 141.

429 Keddigkeit/Wenz/Untermann: Augustinerchorherrenstift Höningen; in: Pfälz. Klosterlexikon, Bd. 2, S. 206.

430LA Speyer Best. Y4, 155 b, S. 43: Verzeichnis von Dokumenten des Klosters Höningen, Abschrift gefertigt nach der Vorlage im Leiningischen Archiv auf Schloß Westerburg, nunmehr im Staatsarchiv Wiesbaden.

431LA Speyer Best. Y4, 155 b, S. 43: Verzeichnis von Dokumenten des Klosters Höningen, Abschrift gefertigt nach der Vorlage im Leiningischen Archiv auf Schloß Westerburg, nunmehr im Staatsarchiv Wiesbaden.

432Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 177, 359; Weber: Historische Ölmühlen, S. 203.

433Hinweis bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274.

434 LA Speyer Best. W41 Nr. 6226, Karte von 1837.

435 LA Speyer Best C26 Nr. A114,fol. 71, 100.

436 LA Speyer Best C26 Nr. A114, fol. 69.

437 LA Speyer Best C26 Nr. A114, fol. 74.

438 LA Speyer Best C26 Nr. A114,fol. 87-88.

439 LA Speyer Best. C26 Nr. A114, fol. 87.

440 LA Speyer Best. C26 Nr. A114, fol. 88.

441 LA Speyer Best. C26 Nr. A114, fol. 100-101.

442 LA Speyer Best. C26 Nr. A114, fol. 109.

443 LA Speyer Best. C26 Nr. A114, fol. 118-122r.

444Mitteilung von Frau Paula Stephan, Ludwigshafen vom 3.11.2011.

445LA Speyer Best. C26 Nr. A114, fol. 115-116.

446 LA Speyer Best C26 Nr. A114, fol. 66-67, 111-112

447 LA Speyer Best. F2 Nr. 152 fol. 135.

448Hinweis bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274.

449 LA Speyer Best C26 Nr. A114, fol. 71

450 LA Speyer Best C26 Nr. A114, fol. 69.

451 LA Speyer Best C26 Nr. A114, fol. 74.

452 LA Speyer Best. W41 Nr. 6226, Karte von 1837.

453Niederhöfer: „Die Schleifmühle zu Kleinkarlbach“; Internetdatei http://klein­karlbach.de/wp-content/uploads/2012/08/Muehlen1.pdf, Abruf vom 25.8.2013.

454 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a fol. 376.

455Niederhöfer: „Die Schleifmühle zu Kleinkarlbach“; Internetdatei http://­kleinkarlbach.de/wp-content/uploads/2012/08/Muehlen1.pdf, Abruf vom 25.8.2013.

456Weber: Mühlen besonderer Art, S. 294; LA Speyer Best. C26 Nr. A 114.

457LA Speyer Best. C26 Nr. A 114 fol7-8r; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 294.

458 LA Speyer Best. F2 Nr. 153 fol. 95; LA Speyer Best. F2 Nr. 153 fol. 84, 120.

459abgedruckt bei Denkmaltopographie Bad Dürkheim, ,Bd. 13.2, S. 380.

460abgedruckt bei Denkmaltopographie Bad Dürkheim, ,Bd. 13.2, S. 380.

461Niederhöfer: „Die Strohmühle zu Kleinkarlbach“; Internetdatei http://kleinkarlbach.de/wp-con­tent/uploads/2012/08/Muehlen1.pdf, Abruf vom 25.8.2013.

462LA Speyer Best. Y4, 155 b, S. 43.

463Niederhöfer: „Die Strohmühle zu Kleinkarlbach“; Internetdatei http://kleinkarlbach.de/wp-con­tent/uploads/2012/08/Muehlen1.pdf, Abruf vom 25.8.2013.

464Niederhöfer: „Die Strohmühle zu Kleinkarlbach“; Internetdatei http://kleinkarlbach.de/wp-con­tent/uploads/2012/08/Muehlen1.pdf, Abruf vom 25.8.2013.

465LA Speyer Best. C26 Nr. A114 fol. 2.

466LA Speyer Best. C26 Nr. A114 fol. 4; Niederhöfer: „Die Strohmühle zu Kleinkarlbach“; Internetveröffentlichung, Abruf vom 25.8.2013.

467 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a fol. 412.

468LA Speyer Best. E6 Nr. 97; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, Bd. 3, S. 2067-2068, Nr. 2311.

469Mitteilung von Frau Paula Stephan, Ludwigshafen vom 3.11.2011.

470Mittei­lung von Paula Stephan vom 3.11.2011.

471Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274.

472 Barziniank: Conrad Schindler, Müller zu Kleinkarlbach ..., ; LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 177r.

473 Barziniank: Conrad Schindler, Müller zu Kleinkarlbach ..., ; LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 178.

474Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274.

475 Barziniank: Conrad Schindler, Müller zu Kleinkarlbach ..., ; LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 177r.

476 Barziniank: Conrad Schindler, Müller zu Kleinkarlbach ..., ; LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 178.

477 Barziniank: Conrad Schindler, Müller zu Kleinkarlbach ..., ; LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 177 ff.

478 Barziniank: Conrad Schindler, Müller zu Kleinkarlbach ..., ; LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 177r.

479 Barziniank: Conrad Schindler, Müller zu Kleinkarlbach ..., ;Ernst: Bürgeraufnahmen und Manumissionen Oberamt Zweibrücken 1719-1729, Zweibrücker

Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung, Contwig 1994.

480LA Speyer Best. E6 Nr. 97; Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskam­mergerichtsakten, Bd. 3, S. 2067-2068, Nr. 2311.

481Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274.

482 LA Speyer Best. F2 Nr. 153, fol. 305: Morgenbuch Kleinkarlbach.

483Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 310; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274.

484 Barziniank: Conrad Schindler, Müller zu Kleinkarlbach ..., ; LA Speyer Best. C26 Nr. A144, fol. 178.

485 Anm.: Der obige Hinweis im Morgenbuch auf „fol. 135“ zeigt, daß Johann Georg Pie / Pühe die Mühle um 1728 von Reinhard Neff gekauft hat; das von Weber:

Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274 genannte Kaufdatum 1733 ist mithin falsch.

486 LA Speyer Best. F2 Nr. 153, fol. 305.

487Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 310; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274.

488LA Speyer Best. C26 Nr. 144; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 177.

489LA Speyer Best. C26 Nr. 144; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 177.

490Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 274.

491Simon: Die Müllersfamilie Lang von Kleinkarlbach, o. S.

492LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 23r-24.

493Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 17 vom 23.2.1830 Beilage S. 136.

494Niederhöfer: „Die Strohmühle zu Kleinkarlbach“; Internetdatei http://kleinkarlbach.de/wp-con­tent/uploads/2012/08/Muehlen1.pdf, Abruf vom 25.8.2013.

495Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 276.

496 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a fol. 377.

497 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a fol. 377r.

498 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a fol. 377r.

499 Steiof: Alltag in Frankenthal, Abschnitt Mühlen, S. 67; Stadtarchiv Frankenthal Best. I 85, S. 240 vom 18.5.1584 und S. 252 vom 29.7.1584; Best. I 85 S. 254

vom 30.7.1584 und I 88, S. 357 vom 23.12.1594; Best. I 99, S. 104 vom 11.3.1641 und S. 115 vom 16.6.1641.

500Steiof: Alltag in Frankenthal, Abschnitt Mühlen, S. 67; Stadtarchiv Frankenthal Best. I 455 S. 47 vom 5.1.1616.

501LA Speyer Best C26 Nr. A114, fol. 75.

502Steiof: Alltag in Frankenthal, Abschnitt Mühlen, S. 67; Stadtarchiv Frankenthal I 101, S. 261 vom 25.7.1651.

503 LA Speyer Best. F2 Nr. 153 fol. 85.

504 LA Speyer Best F2 Nr. 153 fol. 1.

505 LA Speyer Best. F2 Nr. 153 fol. 445.

506 LA Speyer Best. F2 Nr. 153 fol. 1, 445.

507 Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. 2, S. 360.

508Karte LA Speyer Best. W41 Nr. 6224.

509 LA Speyer Best. W41 Nr,. 6224.

510 LA Speyer Best. W41 Nr,. 6225.

511LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

512Neue Leininger Blätter 1932, S. 42.

513Barbig: Leininger Geschichtsblätter 1909, S. 49.

514Beck: "Auch eine Reli­quie"; in: Neue Leininger Blätter Jahrgang 1932, S. 41, Nachtrag S. 54 zum Gerichtsschreiber Rosenberger beim Friedensgericht Grün­stadt.

515Beck: "Auch eine Reli­quie"; in: Neue Leininger Blätter Jahrgang 1932, S. 41.

516Schiffer: Erinnerungen, S. 14.

517Schiffer: Erinnerungen, S. 14.

518Schiffer: Erinnerungen, S. 14.

519Barbig: Leininger Geschichtsblätter 109, S. 49.

Aktuelles

Homepage online

Auf meiner  Internetseite stelle ich mich und meine Hobbys vor.

 

 

Besucher seit 1.1.2014