Version 17.2.2018

 

Litera H

(Hergersweiler - Hockenheim)

 

Hergersweiler:

VG Bad Bergzabern, Lk Südliche Weinstraße; gehörte zum kurpfälzischen Amt Barbelroth, Oberamt Bergzabern 1.

 

Die Reformierten waren seit 1632 in Barbelroth eingepfarrt; bleibt 1704 nach der Trennung von Barbelroth und Winden bei letzterem 2.

 

Mühlen:

- Hergersweiler Mühle:

unterhalb des Dorfes liegt die Hergersweiler Mühle 3.

 

 

 

 

 

Hermersberg:

VG Waldfischbach-Burgalben, Lk Südwestpfalz;

 

Das Gebiet, auf dem Hermersberg entstand, gehörte zu Queidersbach, das früher lediglich ein kleineres Gehöft war. Hermersberg wird in einem Güterverzeichnis des Klosters Maursmünster im Elsass aus dem Jahre 828 erstmals erwähnt. Kaiser Otto II. schenkte diese Ge­gend 987 dem Kloster Hornbach bei Zweibrücken, das dann 989 auch die Gebiete von Glan-Münchweiler erhielt. Die erste urkundliche Nennung findet sich im Kopialbuch der Burg Falkenstein aus dem Jahre 1364 bei einer Teilung der Zehntrechte. Hier wurde Hermers­berg am Donnerstag nach dem Heil (28. März 1364) urkundlich erwähnt 4. Der Tag nach dem Heil bezieht sich auf den Heiligen Kar­freitag.

 

Um das Jahr 1510 fiel die Sickinger Höhe an die Grafen von Sickingen und erhielt damit erst ihren Namen. In der Zeit der Sickinger war deren Gebiet in das sogenannte Groß- und Kleingericht sowie die Stadt Landstuhl eingeteilt. Hermersberg als der größte Ort mit 19 1/2 Losgütern gehörte wie auch Weselberg und Harsberg zum Großgericht. Im dreißigjährigen Krieg gingen einige zum Ort gehö­rende klei­nere Gemeinden wie Holzingen, Stranzberg sowie die Klappermühle vollständig unter. 1700 wurden Teile des Großge­richts an Bauern als Calweggüter, d. h. herrenloses Land verkauft. Die Gemarkung Hermersberg besaß damals die Größe von etwa 1300 ha 5.

 

Bei der Flucht der Sickinger 1793–1794 vor den anrückenden französischen Revolutionsheeren über den Rhein gingen fast alle Akten und Urkunden ihres Herrschaftsgebietes mit nach Baden. Nachdem die Pfalz 1814 von preußischen und österreichischen Truppen besetzt wurde, fiel sie 1816 an Bayern. Nach dem Ersten Weltkrieg wie auch nach dem Zweiten Weltkrieg waren Hermers­berg und die gesamte Pfalz wiederum von französischen Truppen besetzt 6.

 

Das Dorf gehörte zur Sickingischen Herrschaft Landstuhl. Im Denombrement der Herrschaft Landstuhl von 1681 heißt es: „Das Dorf ge­nant Hermersberg, so lange Zeith öd gelegen, sonstes der besten Dörfer einen, besteht jetzo in sieben Unterthanen alles innerhalb 10 und 2 oder 3 noch neukommenden Unterthanen ... In diesem Dorf hat Chur-Pfaltz nebst dem Pfarrherr zu Horbach den Früchten Zehen­den.“ 7.

 

 

Mühlen:

- Klappermühlchen, Klaffensteiner Mühle:

im dreißigjährigen Krieg gingen einige zum Ort Hermersberg gehörende kleinere Gemeinden wie Holzingen, Stranzberg sowie die Klap­permühle vollständig unter 8; auf einer Wüstung bei Hermersberg gelegen; 1657 als „Klaffensteiner Mühl“ erwähnt (9; 1711 als „Klappermühle“; 1715 verläuft eine Grenze das Tal hinauf „gegen einer alten dagestandenen Mühl, die Klappermühle ge­nandt“, 1731 „an der Klappermühl“ 10.

 

Das Tal, in welchem die Mühle lag, heißt heute noch das Klappertal, ist aber eigentlich nach einem Felsen nicht weit von der Mühle be­nannt, dem „Klaffenstein“; so ist sein Name 1710, 1715 und 1731 bezeugt 11. Das macht verständlich, daß die Mühle 1657 Klaffenstei­ner Mühle hieß und si­cher trug das Tal danach den Namen Klaffensteiner Tal. Die im Volksmund dazu gebildeten Klammerform­en „Klaf­fenmühle“ und „Klaffental“ erfuhren Umbildungen in „Klappermühle“ und „Klappertal“. Klaffenstein geht zurück auf ursprüngliches „Klaf­fend Stein“, d.i. eine auseinander klaffende Felsbildung 12.

 

Im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung wurde die Klappermühle nebst anderen Gütern von Johann Adam Fehr aus Her­mersberg ersteigert 13.

 

Literatur/Urkunden:

- Jaffé, Albert: Die Klaffensteiner oder Klappermühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter. - 13, 1938. 21-22

 

 

 

 

 

Hermersberger Hof:

nördlich von Wilgartswiesen im Pfälzerwald gelegen;

 

Mühlen:

im Hermersberger Hof gibt es die Ortsstraße „Mühlweg“

 

- Mahl- und Schneidmühle:

für die Verarbeitung des auf dem Gebiet des Hermersbergerhofes angebauten Getreides zu Schrot und Mehl hat die hierfür erforderliche kleine Mahlmühle an der starken Quelle des Kaltenbachs bestanden, wo sich zur Zeit das Wasser- bzw. Pumpwerk des Hermersbergerhofes befindet 14.

 

Literatur/Urkunden:

- o.A.: Von der ältesten Geschichte des Hermersbergerhofes; in: Wasgaublick 1993, S. 308

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1392/4: Hermersberger Hof bei Wilgartswiesen, Erbbestandsbriefe dasige Mahl- und Schneidmühle, 1765-1782

 

 

- Wüstmühle:

s. *Wüstmühle bei Wilgartswiesen

 

 

 

 

 

Herrenhauser Mühle:

auch Finkenmühle, Hirsenmühle, Herrenhäuser Mühle, auch Storrenmühle;

 

heute Hoffmann'sche Mühle 15; nördlich von Fohren-Linden, in Richtung Rohrbach, unweit des Zusammenflusses von Rohrbach und Hirschbach gelegen 16. Der Bach südlich des Zinkweiler Hofes heißt im Oberlauf Hirschbach, unterhalb von Fohren-Linden bis zur Ein­mündung in die Nahe bei Heimbach dagegen “Unnerbach” (Unter). Ca. 1,5 km südlich vom heutigen Zinkweiler Hofs befin­det sich heute die Hoffmannsmüh­le. Das heutige Gebäude ist ein winkelförmiger Bau, der Wohnteil ansprechend in spätklassizisti­schen Formen gestal­tet, auf dem Tür­sturz 1868 datiert. Die technische Einrichtung der Mühle ist verloren 17.

 

Bei Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbücher befindet sich bei den Eintragungen zum Müller Johannes *Finck der Hin­weis: “Hinsenhauser Mühle (untere Mühle)” 18; auch als Hirsen- oder Herrenhauser, Storrenmühle oder Finkenmühle bezeichnet 19

 

Anm.: die Bezeichnung der Herrenhauser Mühle als „Storrenmühle“ bei Weber 20 ist m.E. eine Verwechslung mit der *Storrenmüh­le bei Freisen 21 ++++prüfen+++.

 

Um 1670 war Hans Nickel *Birtel der Müller in der “Hinsenhauser Mühle” 22. Um 1687 war Johannes *Finck Müller auf der Hinzenhau­ser Mühle; seine Tochter Maria Katharina *Finck wurde um 1687 dort geboren 23; seine Toch­ter Anna Eva Finck (geb. um 1693 in der Zinckweiler Mühle – 16.5.1755) heiratete am 30.7.1716 den Müller auf der Herrenhäuser Mühle, Johann Philipp Simon 24. Die Mühle hieß deshalb auch Finkenmühle. Der Müller Johann Valentin Horbach ist der Sohn des Müllers NN. Horbach, des Müller auf der “unter”, der neuen Mühle 25; um 1712 und noch 1745 war Hans Simon *Hart/Hardt der Müller auf der “unter”, d.h. der Zinkweiler Mühle 26. Bei der Eintragung vom 11.2.1745 (Hochzeit der Anna Katharina Magdalena Hart mit Johann Wilhelm Fels) ist der Müller Hart nicht als verstorben vermerkt; das kollidiert aber mit dem Müller Philipp Simon, der Erbbeständer laut Brief vom 27.11.1738 ist 27.

 

Ab 1730 war der Johann Philipp *Simon der Müller auf der Finkenmühle/Herrenhauser Mühle; er ist der Vater des späteren Müllers auf der Finkenmühle, Johann Nikolaus *Simon 28; er hat einen Erbbestandsbrief vom 27.11.1738 29.

 

Die Mühle besitzt einen Gang mit einem 11 Schuh (ca. 3,10 m) hohen Wasserfall 30.

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben: „Die Hirschen oder Herrenhaußer oder sogenannte Storren Mühl vul­go Fincken Mühl genannt. Das von der Reckweyler und Rohrbach herabfließende Bächelgen fält imediate in dieser Mühlen Ihren Waßer Theich und bringet Ihr also etwas Mehreres Waßer zu, alß der Obere Miller benutzet (Anm.: die oben gelegene Mühle ist die­jenige in Rohr­bach). Bis zu der folgenden Zinkweiler Mühlen ist nur eine halbe Stunde. Das Gebäude siehet schlecht auß, das Mahlwerck aber noch in einem ziemlich stande, Es wird allhier ein Mahlgang durch ein 11 Schuh hohes Waßer rad getrieben, an Wa­ßer hat die Mühle keinen sonderlichen Mangel, und die Clauß oben an seiner Mühle gibt ihm so viel mehr. Wegen Eiß stehet die Mühle im Winter Zei­ten manchmahl 8 Tage still, der ober Theich gehet bey 40 Schritt noch fast biß zum Außfluß des unteren Theichs von der oben daran ste­henden Mühlen. ... Gibt Pacht an Geldt 7 Batz 8 kr und noch 2 Cappen oder 8 Batzen dafür, in die Landschrei­berey, und 1 Malter 3 Faß Korn und 2 Malter Haber Lichtenberger Maßung auf Martini in die Kellerey nach Lichtenberg. ... Philipp Simon ist der nun­mehrige Erbbe­ständer und hatt einen auf seinen eingerichteten Erbbestand Brief vom 17. gbris 1738 in Händen. ... Laut dem Erbbe­standsbrief hat er diese Mühl nebst der Scheuer ... vor 306 angeschlagen ererbt ...“ 31

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 63 wird die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Lich­tenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Hirschen, Herrenhauser oder sogennd Storren oder Fincken Mühl [hat] 1 Waßer­rad welches einen Mahlgang treibet; [zahlt an Pfacht] 1 fl 8 bz an Geld, 1 Mltr 3 Faß Korn, 12 Mltr Habern; in 24 Stund könn allhier bey gutem Waßer 3 biß 4 Malter gemahlen werden, die Heimbacher und ander nahe dabey gelegen Ortschafft mahl allhier“ 32.

 

Um 1757 ist Johann Nikolaus *Simon der Müller auf der Finkenmühle 33.

 

Um 1784 sind die Eheleute Johann Nikolaus *Seibert und Maria Elisabeth *Simon auf der Finkenmühle 34; sie ist die Tochter des Mül­lers Johann Nikolaus Simon; über sie gelangt die Mühle an den Zensor in Eitzweiler und späteren Müller auf der Finkenmühle bei Linden (?) Johann Nikolaus Seibert (err. aus Jung, Ortssippenbuch, S. 40). Nach diesen wird der Nikolaus Seibert, ∞ mit Katharina Al­bert, auf der Finkenmühle erwähnt; deren Tochter Maria Elisabeth Seibert (16.12.1821 Finkenmühle - 18.3.1883) heira­tet am 18.5.1876 den Ackerer in Fohren-Linden, Friedrich Barth 35.

 

Anm.: neben den Müllern lebten offenbar auch andere Personen auf der Mühle, so Angehörige der Familien Fels und Hauch. Am 16.2.1720 wird Johann Wilhelm *Fels “in Heimbach in der unteren Mühle” geboren, Sohn des Gerichtsmanns in Heimbach Nickel Fels und Maria Margaretha Hauch; ∞ am 11.2.1745 Anna Katharina Magdalena Hart, der Tochter des Müllers Simon Hart aus der Zinckweiler Mühle 36; auf der Zinckweiler Mühle wird am 9.5.1775 der Sohn Peter *Fels geboren 37. Am 2.10.1796 heiratet der Hirt in Berglangen­bach die Maria Elisabeth Hauch (28.1.1774 auf der Untermühle), die Tochter des Ludwig Hauch und der Kathari­na Schmitt „aus der Un­termühle“ 38.

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Bd. Birkenfeld, S. 74

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 706: Die Hirschhäuser oder Storremühle, 1686-1784

 

 

 

 

 

Herschberg:

s. auch Wallhalben/Würschhauser Mühle

 

VG Wallhalben; LK Pirmasens; südlich Wallhalben, im Wallhalbtal gelegen; das Dorf gehörte zur Grafschaft Leiningen-Hardenburg und war ab 1560 mit der Einführung der Reformation in der Grafschaft Leiningen-Hardenburg von lutherischer Konfession 39.

 

Mühlen:

zur Gemeinde gehörten die Konradsmühle, die Weismühle, die Weiher-Mühle und die Wirschhauser Mühle 40.

 

um 1870 war Adam Bayer als Müller in Herschberg +++klären: welche Mühle++++. Er wurde am 20.9.1870 vom Schwurge­richt Zwei­brücken für das 3. Quartal als Geschworener einberufen 41.

 

 

- Herschberger Mühle, Konradsmühle, auch Heinzenmühle:

auch Heinzenmühle 42, auch Henze-Mühle 43; auf Herschberger Ge­markung gelegen die Mühle liegt im Wallhalbtal westlich des Dorfes zwischen Herschberg und Schmitshausen; südlich liegt die Kneispermühle.

 

Der Ursprung dieser zur Herschberger Gemarkung gehörenden Mühle liegt im Dunkeln. Es wird vermutet, daß sie ein Relikt einer An­siedlung ist, die hier etwa im 6. Jh. im Zuge der fränkischen Landnahme entstand. Nach dieser Ansicht soll es sich um das Vorgänger­dorf des späteren Herschberg gehandelt haben, das später von Tal auf die Höhe verlegt wurde. Nur die Mühle bzw. der alte Mühl­platz sei danach untern im Tal, an der Wallhalb, zurückgeblieben 44. Man vermutet, daß in unmittelbarer Nähe die alte Siedlung Rein­heim lag, die wahrscheinlich im 6. Jahrhundert im Zuge der fränkischen Landnahme entstand. Reinheim hat zumindest bis 1560 exis­tiert. Der Ort wurde im Dreißigjährigen Krieg verwüstet. Vermutlich wurde dabei auch die dazugehörige Mühle zerstört und spä­ter wie­der aufge­baut. Die Überlebenden des Weilers Reinheim siedelten nach Herschberg, auf die Höhe, über. Das lutherische Kir­chenbuch von Wallhal­ben nennt 1727 Anna 0. Voltz, 1729 Maria M. Conrad von der Herschberger Mühle als Patin. Der Name "Kon­radsmühle" mag sich auf jene Frau beziehen, oder auf den Müller Conrad Woll. 1743 nennen die Forstakten Hanß Bender als Müh­lenbesitzer 45.

 

Um 1681 war Hanß Michael *Neeßmann der Müller in Herschberg. ∞ mit Anna Barbara NN.; am 11.8.1681 wird als Patin im luth. KB Mittelbrunn genannt Hanß Michel Näßmans, Müllers von Herschberg Haußfrau Anna Barbara“ 46.

 

Am 14.12.1704 wird im luth KB Wallhalben als Patin bei der Taufe der Anna Barbara Neeßmann („Näßmann“) (Tochter des Müllers auf der Kneispermühle Hanß Nickel Neeßmann) genannt „die Müllerin von der Herschbg: Mühl Mariae Margretha, Conrad V(?)ollebens [Anm. Name ist im KB aufgrund von Wasserschäden nur teilweise lesbar] Müllers auff gedachte Herschbg: Mühl Ehl: Haußfrau“ 47.

 

1719 zog der aus Oberauerbach stammende Hans Peter *Blinn (aus Oberauerbach 48 - † 18.2.1754 in Schmittshausen 49) auf die Herschberger Mühle ins „Leiningische“ (gehörte zur Grafschaft Leiningen-Hartenburg) und erhielt vom pfalz-zweibrückischen Ober­amt Zweibrücken die Manumission nach Zahlung von 6 fl. 50.

 

Urkundlich wird die Konradsmühle erstmals 1727 51 als "Herschberger Mühle" erwähnt. Im luth. KB von Wallhalben wird 1727 eine Anna Ottilia Voltz, Ehefrau von Georg Voltz, von der Herschberger Mühle als Patin genannt. Im gleichen KB erscheint 1729 als Patin Ma­ria Margaretha, „Conrad Woll'ens eheliche Hausfrau, Müller auf der Herschberger Mühle“ 52. Von dessen Vornamen leitet sich mögli­cherweise der Name „Konradsmühle“ ab +++Datum und Fundstelle prüfen+++.

 

1743 und 1744 nennen leiningische Forstakten den Namen Hanß Bender von der Herschberger Mühle 53.

 

Um 1757 war Johann Adam *Bohl als Müller in Herschberg; ∞ mit NN. Neumüller; aus der Ehe stammt der ca. 1757 in Herschberg ge­borene Sohn Johann Jacob *Bohl, der spätere Moschelmüller in Waldfischbach-Burgalben 54.

 

Laut Amtsakten von Leiningen-Falkenburg vom 19.7.1780 kaufte Adam Heintz aus der Knopper Mühle 55 bzw. Adam Henz 56 von dem Müllermeister Johann Heinrich *Kettenring die sog. Konradsmühle für 2000 rheinische Gulden. Im Volksmund wird die Konradsmühle auch "Hense-Miehl" (Heintzen-Mühle) genannt. Die Tochter, Anna Maria Heintz, heiratete um 1795 den Landwirt Valentin Schneider aus Gerhardsbrunn. Die Nachkommen teilten die Mühle und die Lände­reien: Julius Schneider erhielt die zum Betrieb gehörende Branntwein­brennerei, Bruder Karl erbte die Mahlmühle 57.

 

1834 wird der Valentin Schneider jun. „von der Heintzenmühle“ als Pate im ev. Saalstadt als Pate genannt, wie auch die Anna Maria Schneider von der Heintzenmühle 58. Am 25.3.1835 wird als Patin in Saalstadt genannt die Maria Anna Rüb, Ehefrau von Valentin Schneider jun., Müller von der Konradsmühle 59.

 

Seit 1935 wird nicht mehr gemahlen. Die Einrichtungen sind entfernt; der Mühlgraben ist zum Großteil zugeschüttet. Das Anwesen blieb bis 1954 im Besitz der Familie Schneider. Zwischenzeitlich war die Mühle an eine Familie Schuster verpachtet, die Bauernbrot backte und in die Nachbarorte verkaufte. 1954 ging die Konradsmühle an Kurt Jung - Gerhardsbrunn - über. Ein Teil des Grundbesitzes ver­blieb in der Familie Gertrud Tremmel, geb. Schneider. Um 1850 war der Mühleninhaber einer der wohlhabendsten Bürger von Herschberg. Der 41-ha-Besitz wurde noch voll bewirtschaftet, auch das Hanggelände "Auf dem Lohn". Etwa ab 1925 dienen die Hangwiesen als Schaf­weide. Der Besitzer, Kurt Jung, unterhält eine große Schafherde. Weitere Schwerpunkte sind die Schweine­zucht, die Pferde­zucht und eine Verschlußbrennerei 60.

 

Von 1828 bis heute als „Konradsmühle“ bezeichnet; der Volksmund sagt aber „Heinzenmühle“ oder „Untere Heinzenmühle“; die bei­den Benennungen rühren von Besitzern her 61.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1261: „Neuer Lauf der Wallalber Grentzbach“ von 2.12.1772

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 199

 

 

- Otterbacher Weihermühle:

zwischen Höheinöd und Herschberg gelegen am Schauerbach.

 

Um 1450 entstand an dem Weiher nördlich der Weißmühle bei Thaleischweiler die Weihermühle. Sie lag an dem herrschaftlichen Fischweiher, der um 1400 nördlich der Thaleischweiler Weißmühle angelegt worden war. Dieser Weiher gehörte zum Schloß der Grafen von Leiningen auf dem Horschelkopf, das im Bauernkrieg 1525 niedergebrannt wurde 62.

 

Um 1779 war Peter Vogel der Müller auf der Weihermühle bei Herschberg; die Mühle wird als Otterbacher Weihermühle bezeichnet 63; ∞ nach 1779 mit der Witwe Anna Elisabeth Bock, Witwe des Müller auf der Würschhauser Mühle (nahegelegen, südlich von Wallhalben) Johann Peter Agne († 1779 Würschhauser Mühle) 64.

 

Am 1.3.1847 läßt Adam *Agne, der Müllermeister auf der Weihermühle, die ihm gehörige sog. Weihermühle, mit 2 Mahlgängen, 1 Schälgang, 1 Ölmühle, 1 zweistöckigen Wohnhaus versteigern 65.

 

Dort befindet sich heute das Landhotel „Weihermühle“ und daneben das Restaurant „Die kleine Mühle“, Weihermühle 2, 66987 Weiher­mühle 66.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2265/1: Ortslage Höheinöd und Weihermühle (Karte von 1845)

 

Photo:

- s. Internethomepage: http://www.landgasthof-weihermuehle.com/

 

Urkunden/Literatur:

- Kampfmann, Lorenz: Die Odenbacher Weihermühle und die dabei gelegen gewesene Branntweinhütte; in: Pfälzer Heimat (Pirmasens), vol. 109, 1 (1939)

 

 

- Weißmühle:

bei Herschberg gelegen 67; 1693 „auf der Meißmühl“, 1696 „der Müller auff der Meißmühl“, 1715 „Mahlmüller auf der Meuß­mühl“ 68, 1720 „Meusmühle“, 1714 „Meißmühle“ 69, 1828, 1837, 1886 70, 1916 u. 1942 „Weißmühle“ 71.

 

Am 2.2.1742 beantragte der Müller Andreas Huber von der Hersberger Weißmühle zusammen mit Hans Georg Helfrich von der Rodalber Ölmühle bei der hanau-lichtenbergischen Rentkammer in Buchweiler die Erlaubnis, in Münchweiler a. d. Rodalb eine Mahlmühle mit ei­nem Mahl- und Schälgang errichten zu dürfen 72.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 3055: Die dem Johann Georg Helfrich und Andreas Huber zu Münchwei­ler ge­währte Erlaubnis zum Bau einer Mahlmühle mit zwei Gängen und hierzu überlassene 12 Morgen Wilderungen

 

 

- Würschhauser Mühle:

s. Wallhalben

 

 

 

 

 

Herschweiler:

s. auch *Pettersheim

 

OT von Herschweiler-Pettersheim, VG Glan-Münchweiler, LK Kusel; südlich von Konken-Langenbach am Ohmbach gelegen; nicht zu ver­wechseln mit dem Dorf Herchweiler, das nordwestlich von Kusel liegt und zur VG Kusel gehört; war pfalz-zweibrückisch und gehörte zum Oberamt Lichtenberg.

 

Mühlen:

im Denombrement „des Amptes Lichtenberg und Nohfelden“ von 1704 ist in „Herchweiler“ genannt „Matheis Hahn der Müller“ 73.

 

1861 werden beide Mühlen als Pletschmühlen bezeichnet, die mit oberschlächtigen Wasserrädern versehen sind. Wehre an den Müh­len sind nicht vorhanden, nur kleine Klausen (Wasserspeicher) 74.

 

Im „Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel“ wird für 28.2.1868 die freiwillige Versteigerung einer Mühle annonciert: „... läßt der Müller Christian Gilches von da sein in dieser Gemeinde gelegenes Wohnhaus sammt Mahlmühle, mit 2 Mahl- und 1 Schälgange, Stallungen, Hof ... versteigern“ 75. ++++klären: welche Mühle und ob Herschweiler oder Pettersheim++

 

 

- Mühle oben an Herschweiler, Oberste Herschweiler Mühle, Obere Mühle, Hahnenmühle:

lag am Langenbach gegenüber dem Dorf Herschweiler, sie ist deshalb auch im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 aufgeführt und zusammenfassend wie folgt beschrieben: „... liegt am Langenbach, dem Dorf Herschweiler gegenüber, besser „oberwärts“. 15 Schuh hohes Wasserrad, welches nur 1 Mahlgang treibt. Oft Wasserman­gel; Der Oberteich ist 920 Schritt lang, der Hinterteich 72 Schritt. Gibt als Pacht 1 Ma. Korn und 2 Ma. Hafer, an Geld 1 fl. Der Müller klagt über Wasserman­gel. Der Erbbeständer ist Tillemann *Hennemann, er hat die Mühle vor 18 Jahren von seinem Vater Hans Adam Hennemann ererbt.“ 76

 

Am 11.7.1749 erhält ein neuer Müller, Jacob *Heyl, den Erbbestandsbrief über die Mühle in Herschweiler 77.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 49 wird die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Lich­tenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Mühle oben am Herschwei­ler Dorff [hat]1 Waßerrad welches einen Mahl­gang trei­bet; [zahlt an Pfacht]1 fl an Geld, 1 Mltr Korn, 2 Mltr Habern; in 24 Stund könn 2 und ½ Mltr gemahl und jahrl 30 biß 430 famil: beför­dert werden.“ 78

 

Am 16.3.1821 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Versteigerung einer Mühle in Herschweiler wie folgt angekündigt: „ ... in der Behausung der Wittib von Christian Leyfeld ... auf An­stehen von Theobald *Seyler, junior, Müller daselbst, ...einer demselben zugehöri­gen Mahl-Mühle, mit einem Mahlgang, nebst Wohngebäude, Hofraum und Stallung, gelegen zu Herschweiler an der Land­straße.“ 79

 

Gem. der notariellen Urkunde des Notars Reichard vom 30.7.1832 verkaufte der Müller Peter *Lawo von Brücken seine Mahlmühle zu Herschweiler mit 2 Mahlgängen, das dazugehörige Wohnhaus, Stall, Hofraum (Plan-Nrn. 80/81) mit 3 anderen Grundstücken zum Preis von 1300 Gulden an den Müller Johann Philipp *Heintz, der zuvor in Schwedelbach lebte 80.

 

Am 10.8.1861 wird in einem Mühlenverzeichnis in den Akten des Kreisarchivs Kusel als Müller auf der Oberen Herschweiler Mühle ge­nannt der Jakob *Gerber. Die am Tiefwiesenbach gelegene Mühle weist 1861 zwei Mahlgänge auf 81.

 

Am 25.5.1897 wird in in einem Mühlenverzeichnis in den Akten des Kreisarchivs Kusel als Müller auf der Oberen Herschweiler Mühle ge­nannt der August *Wilking, Bäcker in Herschweiler. Vermerkt ist weiterhin: Wasserwehr neu errichtet im Oktober 1876, Aichpfahl nicht gesetzt 82.

 

Photo:

- Dahl: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, S. 147: „Die ehemalige 'Mühle oben an Herschweiler', heute noch als 'Hahnen­mühle' bekannt in den 1930er Jahren“

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 953/5: „Die Herschweiler Mühle, 1744-1790“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 5328: „Die Herschweiler Pletschmühle im Oberamt Lichtenberg, 1706-1761“

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über eine Mühle in Herschweiler

- LA Speyer Best. B2 Nr. 5329: „Herschweiler Mühle, 1606-1790“

 

 

- Herschweiler Mühle:

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 52 wird die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Lich­tenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Herschweiler Mühl [hat] 1 Waßer Rad, welches einen Gang treibet, [zahlt an Pacht] 1 fl an Geld, 1 Mltr Korn, 1 Mltr Haber. Um diese Mühl herum ist alles ge­bannet, und können hieselbst 16 Familien beför­dert wer­den.“ 83

 

 

- Ölmühle:

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über eine Ölmühle in Herschweiler

 

 

- Pletschmühle:

in Pettersheim und in dem „eine Gemeinde bildenden“ Herschweiler gab es zwei Pletschmühlen; diese erhielt neben anderen Gütern am 8.7.1729 der Geheime Rat, Oberhof- und Jägermeister Johann Heinrich von Hoffmann als Mannlehen durch Herzog Gustav Sa­muel Leo­pold von Pfalz-Zweibrücken 84.

 

 

- Unterste Herschweiler Mühle:

die jüngere der beide Herschweiler Mühle wurde erst im 19. Jh. errichtet und wird in einem Verzeichnis vom 10.8.1861 erwähnt. Da­nach ist die Mühle am Bruchbach gelegen und besitzt 2 Mahlgänge. 1861 wird als Besitzer der Müller NN. *Clos aus Frohnhofen ge­nannt 85.

 

Literatur/Urkunden:

- Dahl, Gerhard: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim; in: Ortsgemeinde Herschweiler-Pettersheim (Hrsg.): 600 Jahre Herschweiler-Pet­tersheim, Ortsgemeinde 1987, S. 146

 

 

- Reisweiler Mühle:

s. Reisweiler Mühle bei Krottelbach

 

 

 

 

 

Hertlingshausen:

OT von Carlsberg-Hertlingshausen, VG Hettenleidelheim, Lk Bad Dürkheim

 

Mühlen:

- Große Schneewoogsmühle, Scherwoogsmühle, Klostermühle, Stiftsmühle:

die Mühle lag am oberen Eckbach unterhalb vom großen Schneewoog (auch als „Großer Scherwoog“ bezeichnet); südöstlich vom Dorf; unterhalb des Weihers befinden sich die „Mühlwiesen“ 86. Der „große Scherwoog“ gehörte den Grafen von Leiningen 87. Die Kloster- oder Stiftsmühle gehörte dem Augustinerchorherrenstift Höningen. Im „Pfälzischen Klosterlexikon“ heißt es hierzu 88: „Neben der 1447 genannten Höninger Stiftsmühle besaß das Stift eine Ölmühle in Kleinkarlbach …. Darüber hinaus befand sich sich unweit des Neuhofs eine weitere Mühlenanlage“. Hierzu wird Bezug genommen auf die Regesten des Klosters Höningen 89. Die Kloster- oder Weyermühle wird bereits 1447 urkundlich im Zusammenhang mit der Rodung des Neuhofs, westlich von Altleinin­gen, erwähnt. In einer Akte aus dem leiningisch-westerburgischen Archiv heißt es 1447 u.a.: „Aufzeichnung wie der Neuhof gerott gebaut … Die Waldung wurde bis an den Kahlenhof ausgerott biß an die Weyer und Clostermühl“ 90.

 

Das genaue Gründungsdatum der Klostermühle ist nicht bekannt. Nachdem das Kloster aufgehoben wurde, erbaute Graf Philipp I. von Leiningen 1585 den großen Klosterhof. Zu dieser Zeit wird die Mühle bereits als Klostermühle und der Weiher urkundlich er­wähnt 91.

 

In der Unterdorfstraße, unweit der Stelle an der die Mühle stand, findet sich ein Stein mit der Jahreszahl 1759, wahrscheinlich das Jahr des Umbaus und dem Zeichen für eine Mühle 92.

 

In der Zusammenstellung leiningischer Mühlen von 1612-1620 93 ist die „Große Schneewoogsmühle mit 1 Gang und 1 Hanf­reibe“ auf­geführt 94.

 

1803 erwarb die Familie Goebels die Mühle 95.

 

Um 1817 war Christian *Goebels († vor 1724) Müller in Hertlingshausen; ∞ I mit Magdalena Krehbiel; aus der 1. Ehe stammt die Toch­ter Susanna Goebels (1809 Hertlingshausen - 21.4.1878 Hertlingshausen; ∞ 1828 mit dem Müller auf der Diemersteiner Mühle und spä­teren MdL Peter *Eymann; Tochter des Müllers Christian Goebels und der Magdalena Krehbiel) 96 und der Sohn Johannes *Goebels; ∞ II 22.5.1817 mit der Müllerstochter Barbara En­gel (*7.4.1791 Diemerstein; Tochter des Müllers Jakob (2) *Engel und der Magdalena *Steiner; Barbara Engel ∞ 11.9.1824 mit dem Müller aus Wachenheim Johannes Risser) 97; auf ihn folgte der Sohn Johannes *Goebels (geb. um 1803 Hertlingshausen - 15.6.1878 Hertlingshausen) als Müller in Hert­lingshausen, Vater des Müllers Christian Goebels (geb. um 1824 Hertlingshausen; ∞ mit der Müllerstochter Elisabeth Eymann, Tochter des Müllers und MdL Peter Eymann); dieser übernahm ab 1848 die Diemersteiner Mühle.

 

1817 gab es in Hertlingshausen als einzige Mühle die große Schneewoogsmühle 98. In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt be­findlichen Mühlen vom 15.12.1817 99 wird Christian Göbels als Eigentümer einer nicht benannten Mühle mit einem Mahlgang in Hert­lingshausen genannt.

 

Auch im Urkataster von 1841 sind insgesamt 6 Mühlen aufgeführt, "von welchem zwei im Dorfe und vier außerhalb" sind. Bei den au­ßerhalb des Ortes gelegen Mühlen handelt es sich um die Heckenmühle, Obermühle, Schloßmühle und eine Mühle ohne Beinamen 100.

 

Der Müller Johannes Goebels ist im Urkataster von Hertlingshausen vom 24.9.1841 101 auf dem „Großen Scheerwoog“ eingetragen mit „Wohnhaus, Mahlmühle mit 1 Mahl und Schälgang, Ölmühle ...“, Gebäude Nr. 51, einschließlich „der Berechtigung das Wasser aus dem großen Scheerwoog Pl-No. 304 zum Betrieb der Mühle benützen zu dürfen“ 102. Vermerkt ist weiterhin: „Laut Akt vor Notär Moré vom 27. September 1822 aus der elterlichen Christian Goebelschen Masse um 6778 fl ersteigert“. Er ist Eigentümer eines Fel­des „um 600 fl erkauft laut Akt vor Notär Moré vom 30. Dezember 1837 von der Schwester Elisabetha verehelichte Johannes Herz­ler“ (Bl. 58). Er be­sitzt wei­terhin Wiese von 126 Ruthen; hier ist im Urkataster vermerkt: „Laut Theilungsakts vor Notar Moré vom 18. November 1824 aus dem Rücklaß der Aeltern Christian Göbels und Magdalena Krebill ererbt.“ ( Bl. 58). Ihm gehört u.a. ein Feld von 126 Rth. in den Harzo­fenwiesen: „Laut Akts von Notär Moré vom 30. Dezember 1837 von der Schwester Magdalena verehelich­te Johannes Reif um 800 fl. er­kauft“ (Bl. 59).

 

Um 1862 ist Johannes *Würtz, ∞ mit Susanna geborene Goebels († Mai 1862 Hertlingshausen) Müller in Hertlingshausen. Er ist als Mül­ler in dem nach dem Ableben der Susanna Goebels erstellten Erbschaftsinventar aufgeführt. Aus der Ehe stammt die minderjähri­ge Tochter Magdalena Würtz, die im Inventarvertrag von dem Müller und Bürgermeister in Hertlingshausen, Johannes *Goebels, vertreten worden ist 103.

 

1883 kaufte Friedrich Bohnenstiel die Mühle, verkaufte diese allerdings bereits 1884 an die Elisabetha Goebels und Johannes Hertz­ler. Nach dem Tod von J. Hertzler heiratete die Witwe Elisabetha Goebels in 2. Ehe den Matthäus Berg 104. 1887 verkauften die Ehe­leute Matthäus Berg und Elisabetha Goebels das Anwesen an Johannes und Jacob Schwenk, worauf „ein Wohnhaus, Mahlmühle, Brennhaus, Stallung, Schweinställe, Remise, Schup­pen, Brunnen, Hof und Springbrunnen mit der Berechtigung das Wasser aus dem großen Scheerw­oog Plan Nr. 304 zum Betrieb der Mühle benützen zu dürfen mit allen sonstigen damit verknüpften Rechten.“ Im Steigbrief ist weiter zu lesen, „die Mühle, Mahl- und Ölmühle verbleibt den Eheleuten Jacob Schwenk zum Abriß“ 105. Der Abriß er­folgte auch, da zur „Sicherung des Kaufpreises eine Umwand­lung in Kulturland“ verbrieft worden war 106.

 

Müller auf der Mühle in Hertlingshausen waren:

- vor 1824 Christian Goebels

- Johannes *Goebels († 15.6.1878 Hertlingshausen); die Mühle geht über seine Schwester Elisabetha Goebels auf deren Ehemann Jo­hann Herzler über

- Johann *Herzler († 1879; ∞ mit Elisabetha Goebels, Schwager des Johannes Goebels)

 

Photo:

- Noll, Jörg: Die Höfe und Mühlen von Hertlingshausen; in: Ortsgemeinde Carlsberg-Hertlingshausen [Hrsg.]: Hertlingshausen, S. 461“Ansicht der Mühle um das Jahr 1850“

- Noll, Jörg: Die Höfe und Mühlen von Hertlingshausen; in: Ortsgemeinde Carlsberg-Hertlingshausen [Hrsg.]: Hertlingshausen, S. 461“Photo der Abelschen Mühle um 1870“

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. S. 277: Mühle in Hertlingshausen“

 

 

- Neumühle:

eingegangene Mahlmühle unterhalb Hertlingshausen 107.

 

 

- Papiermühle:

s. obere Papiermühle Altleiningen

 

 

 

 

 

Herxheim bei Landau:

VG Herxheim, Lk Südliche Weinstraße. In Herxheim stand im Bereich der heutigen Burggasse und der Käsgasse eine Burg 108. Chri­stoph von *Rosenberg besaß in Herxheim eine Burg sowie zwei Höfe; die Burg ging an seine Tochter Gertrud von Rosenberg, die mit Chri­stoph von Weingarten verheiratet war 109. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch die Franzosen unter Melac zerstört; die vor den Franzosen flüchtenden Einwohner konnten nur die aktuellen Kirchenbücher retten; die älteren Kirchenbücher existieren deshalb nicht mehr. Des­halb beginnen die katholischen Kirchenbücher für Taufen 1677 (mit Nachträgen bis zurück auf 1674), für Heiraten 1678 und Sterbefälle 1680 110.

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von 180 katholischen und 5 jüdischen Familien auf 111.

 

 

Mühlen:

Müller in Herxheim soll vor 1771 [err] der Johannes Georg *Juli gewesen sein 112.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. L56 Nr. 294-299 Grundsteuerkataster Herxheim von 1839

 

 

- Altmühle, Holzapfel'schen Hofmühle:

auch Holzapfel'sche Hofmühle 113; am Klingbach südwestlich des Dorfes gelegen 114.

 

Schon 1603 deutet „vff der Mühelwießen“ auf eine Mühle und 1654 „bey der Mühlen“ 115. Die Altmühle ist verschwunden. Das jün­gere Gegenstück ist die Neumühle 116.

 

1735 heiratet die Müllerstochter Anna Maria Bihler von der Altmühle den Philipp Johann *Rassenfoss 117.

 

Im Grundsteuerkataster 1839 heißt es: „Altmühle. Wohnhaus mit Gebäude, Mühle unter einem Dache mit zwei Mahlgängen, einem Schälgang und zwei Hanfreiben, dann Scheuer mit Stallungen. Holz- und Wagenremise mit Spener, Schweinställen und Hofraum, Pflanz­garten“ und umfangreichen landwirtschaftlichem Grundbesitz. Als Eigentümer ist 1839 genannt der Johann Jacob Rassenfoß, der die Mühle 1808 von seinem Vater Franz Christoph Rassenfoß geerbt hat 118. Der Müller Johann Jacob Rassenfoß war ∞ mit Apollonia geb. Gauly 119.

 

 

- Neumühle:

Im Grundsteuerkataster 1839 heißt es: „Die Neumühle. Wohnhaus mit Mahlmühle zu drey Mahlgängen und einem Schälgang unter ei­nem Dache, drey Hanfreiben jenseits des Baches, Scheuer und Stallungen ….“. 1839 ist als Eigentümer genannt der Georg Peter Dor­kenwald. Dieser hatte die Mühle 1815 von seinen Eltern ererbt 120. Er war verheiratet mit Maria Eva Rahsenfoß, der Tochter des Müllers Franz Christoph Rassenfoß 121.

 

1848 war Maria Eva Rassenfoß die Müllerin auf der Neumühle in Herxheim. Sie war die Witwe des Müllers auf der Neumühle Peter Dor­kenwald 122.

 

 

- Obermühle:

sie wird 1819 anläßlich der Ausschreibung von Arbeiten zur Rectifikation und Gradstechung des Klingbachs zusammen mit der Herxhei­mer Untermühle im Intelligenzblatt des Rheinkreises erwähnt 123.

 

 

- Ölmühle:

in der Hauptstraße gelegen 124. Im Grundsteuerkataster 1839 heißt es: „Zu Dorf in der Hauptstraße , Wohnhaus mit Gebäude, ange­bauter Stallung, Öhlmühle, Roßmühle, Scheuer und Stall ...“ 125. Als Eigentümerin ist 1839 genannt: Maria geb. Trauth, Wittwe des Öl­müllers Franz Dietrich. Weiter heißt es: „Durch den im Jahr 1835 verlebten Ehemann vor 40 Jahren von der Mutter Margaretha geb. Trauth ererbt“ 126.

 

Im Grundsteuerkataster 1839 ist genannt die Ölmüllers Wittib Maria Eva Dietrich geb. Trauth, Witwe des Ölmüllers Franz Dietrich 127.

 

 

- Ölmühle:

in der Bruchgasse gelegen 128.

 

im Grundsteuerkataster 1839 ist genannt der Ölmüller Johann Adam Eichenlaub 129. Weiter ist dort genannt der Ölmüller Ludwig Knoll 130.

 

Im Grundsteuerkataster 1839 heißt es: „Zu Dorf Bruchgasse Wohnhaus: das westlich stehende zweistöckige Haus mit Ölmühle unter ei­nem Dach …“. Eigentümer ist der Ölmüller Johann Adam Eichenlaub. Weiter heißt es: „Laut Privatakt vom 6ten Februar 1838 vom Vater Valentin Eichenlaub um 1600 fl erkauft“ 131. Ein zugehöriges landwirtschaftliches Grundstück „auf dem Schambach“ wurde „laut Act vom 26. März 1827 von Johann Adam Eichenlaub dem Altern um 135 fl. ersteigert“ 132.

 

 

- Roßölmühle des A. Christoph:

1728 gab es in Herxheim eine Ölmühle, die als als Göpelwerk, d.h. als Roßölmühle betrieben wurde 133.

 

 

- Untermühle:

sie wird 1819 anläßlich der Ausschreibung von Arbeiten zur Rectifikation und Gradstechung des Klingbachs zusammen mit der Herxhei­mer Obermühle im Intelligenzblatt des Rheinkreises erwähnt 134.

 

 

Quellen:

- Dorfgerichtsbuch Herxheim bei Landau 1669-1727

- Einwohner-Liste von Herxheim bei Landau, 1530; Generallandesarchiv Karlsruhe, Nr. 67-314

- Schatzungsbuch Herxheim bei Landau, 1630

- Schatzungsbuch Herxheim bei Landau, 1709

- Raimar, Wolfgang: Die Familie Wege in Herxheim bei Landau; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Heft 2 /2007, S. 83

 

Literatur/Urkunden:

- Ehmer, Egon: Zur Geschichte der Herxheimer Mühlen. - Ill., graph. Darst., Kt. In: Herxheim <Verbandsgemeinde> : Mitteilungs­blatt der Verbandsgemeinde Herxheim bei Landau. - 23 (1997), 9, S. 14-15 (Altmühle); 11, S. 13 (Altmühle); 12, S. 16 (Altmühle); 13, S. 14-15 (Neumühle); 14, S. 10 (Neumühle); 15, S. 12 (Neumühle); 17, S. 12 (Neumühle); 18, S. 12 (Neumühle); 20, S. 11 (Neu­mühle/Öl­mühle); 22, S. 17 (Ölmühle); 23, S. 17 (Ölmühle); 24, S. 20 (Ölmühle); 26, S. 22 (Ölmühle); 27, S. 19 (Ölmühle); 29, S. 19 (Ölmühle); 31, S. 13 (Ölmühle); 37, S. 15 (Ölmühle); 39, S. 15 (Ölmühle); 42, S. 15 (Ölmühle); 44, S. 8 (Ölmühle)

 

 

 

 

 

Hettenhausen:

VG Wallhalben, Lk Südwestpfalz; auf der Sickinger Höhe, östlich von Knopp-Labach gelegen; die Mühle (und das Dorf ?) war gräf­lich Leiningisch

 

Mühlen:

- Herrschaftlich Michel'sche Erbbestandsmühle:

am Nordostrand des Dorfes Hettenhausen gelegen; die Mühle wurde vom Arnbach und dessen Nebenbächen angetrieben 135. Die Mühle war leiningisch, lag jedoch außerhalb der Leiningischen Kernlande; 1760 als “Herrschaftlich Michel’sche Erbbe­standsmühle” angegeben

136; um 1709/10 war Jacob *Michel der Müller zu „Hettenhauß“; er ist am 10.2.1709 als Pate bei der Taufe Anna Ottilia Nickel, der Toch­ter des Schmieds zu Saalstadt, Michael Nickel 137. Am 7.1.1710 wird dem „Hetteser“ Müller Jacob Michel ein Sohn namens Johan Hen­rich Michel getauft 138.

 

Müller auf der Mühle waren Jakob *Michel († vor 1769), dessen Tochter Anna Eva Michel am 14.2.1769 in Contwig den Henrich Grünen­wald heiratet 139. 1760 als Herrschaftlich Michel'sche Erbbestandsmühle bezeichnet 140.

 

1761 wird Peter *Zapp „dermalen Lehnsmüller zu Hettenhausen“ im ref. KB Wallhalben benannt. App war luth., ∞ mit Maria Catha­rina NN. (ref.); die Tochter aus der Ehe Elisabetha Margaretha wird am 2.8.1761 in Hettenhausen getauft 141.

 

Um 1798 war Johann Peter Bohl war Lehensmüller in Hettenhausen; ∞ mit Dorothea Elisabetha Mez (geb. 6.1.1798 Hettenhausen) 142.

 

Lange Zeit wurde die Mühle von der Familie Brügel (auch Briegel) betrieben, von der sie auf den Schwiegersohn Gießen überging 143.

 

Am 15.1.1832 starb in Hettenhausen der Müller Christian *Brügel im Alter von 79 J. 144. Am 15.10.1834 wird die Anna Maria Briegel, Tochter des Müller zu Hettenhausen, Adam Briegel, als Patin im ev. Kirchenbuch genannt 145, sowie am 25.12.1837 die Elisabetha, „ehel. Tochter von Adam Brügel, Müller zu Hettenhausen“ bei der Taufe der Elisabetha Brügel, der Tochter des Müllermeisters in Hetten­hausen Michael Brügel und seiner Ehefrau Anna Maria Kettenring [Anm.: weiterer Pate war Elisabetha Kettenring, Tochter des Ackerers zu Hermersberg, Adam Kettenring) 146.

 

 

 

 

 

Heuberger Mühle:

s. *Bischheim

 

 

 

 

 

Heuchelheim (bei Frankenthal):

VG Heßheim, Lk Rhein-Pfalz-Kreis. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der von den Franken im 6./7. Jahrhundert gegründete Ort im Jahre 767 unter dem Namen Huchilheim im Lorscher Codex. Der Ortsname in der heutigen Form ist seit 1410 belegt. 1185 wurde erst­mals die Burg von Heuchelheim im Zusammenhang mit Ritter Heinrich von Heuchelheim genannt und 1190 im Lehensverzeich­nis von Werner II. von Bolanden aufgeführt. Die ehemalige Wasserburg befand sich am östlichen Ortsrand innerhalb der mittelalterli­chen Stadt­mauer. Die kargen, zum Großteil überbauten letzten Reste der Anlage haben heute die Adresse Am Schloss 2. Über die Ent­stehung der Burg ist nichts bekannt, ebenso wenig über die Errichtung der Ortsbefestigung, deren Verlauf sich aus Karten des 19. Jahrhunderts noch nachvollziehen lässt. Diese Befestigung bestand aus einem äußeren Ring, der das gesamte Dorf umschloss und einen 5 m breiten Gra­ben sowie einen inneren Wall mit einer Bruchsteinmauer aufwies. Zwei weitere Gräben umgaben die Burg. Der äußere Ring besaß zwei Torhäuser an den Zugängen zum Dorf im Süden (Heßheimer Straße) und Nordwesten (Hauptstraße). Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wur­de die Ortsbefestigung samt den Torhäusern weitgehend zerstört, Reste der Ringmauer wurden im 20. Jahrhundert vollständig abgetra­gen. 1368 wurden Burg und Dorf durch Pfalzgraf Ruprecht I. dem Friedrich Kemmerer zu Lehen ge­geben, der seinem Namen nach wohl für die Finanzen des Pfalzgrafen zuständig war 147.

 

1368 übergab Pfalzgraf Ruprecht III. seinem Amtmann Heinrich *Kämmerer von *Dalberg und dessen Ehefrau Anna von *Flecken­stein Dorf, Vogtei und Schloß in Heuchelheim auf Lebenszeit zu Lehen 148. Bei der großen pfälzischen Erb­teilung von 1410 änderten sich die Eigentumsverhältnisse grundlegend. Burg Heuchelheim fiel mit Dorf und Vogtei an Pfalzgraf Ste­phan von Simmern-Zwei­brücken, jedoch unter dem Vorbehalt, daß die Eigentumsübertragung erst nach dem Ableben des Heinrich Kämmerer erfolgen sollte. Da der neue Ober­lehnsherr offensichtlich an einer frühzeitigen Übernahme der Burg interessiert war, bot er dem Ritter im Tausch einen Hof in Lambsheim an. Obwohl Heinrich Kämmerer 1417 das Angebot annahm, blieben die Rechtsver­hältnisse gleichwohl in der Schwebe. 1422 versprach der Pfalzgraf der zweiten Ehefrau des Ritters, Anna von Bachstein, den lebens­langen Besitz von Burg und Schloß Heuchelheim unter der Voraussetzung, daß sie sich nach dem Tod ihres Gatten nicht wieder ver­mähle. Anna von Bach­stein akzeptierte, verließ aber nach dem Ableben ihres Mannes nur wenige Jahre später die Anlage, da sie er­neut heiratete. 1429 ver­zichtete die Witwe zusammen mit ihrem zweiten Mann auf Heuchelheim und seine Burg 149.

 

1410 ging die Landeshoheit über Heuchelheim an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken über, von dem es als Erblehen an die Familie der Eckebrechte von Dürkheim vergeben wurde. Von 1657 bis 1741 war das Lehen in der Hand von Johann Konrad Blarer von Geyersburg und dessen Nachkommen, danach wurde es durch Christian III. von Pfalz-Birkenfeld-Zweibrücken an den kurpfälzi­schen Hofkanzler, den Freiherrn Jakob Tilman von Hallberg, vergeben. Mit dem Anschluss an Frankreich 1797 endete die Feudal­herrschaft. Nach dem Abzug der Franzosen wurden 1816 die Bezirksämter des bayerischen Rheinkreises eingerichtet; Heuchelheim, seit 1817 selbständige Gemein­de, kam zum Bezirksamt Frankenthal. Nach Schaffung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz gehörte Heuchelheim zunächst ab 1948 zum Landkreis Frankenthal, mit der Kommunalreform 1969 und der Auflösung dieses Landkreises dann zum Landkreis Ludwigshafen, heute Rhein-Pfalz-Kreis. Seit 1972 gehört Heuchelheim der Verbandsgemeinde Heßheim an 150.

 

Mühlen:

anno 1707 war Johann Georg Kabry der Müller in Heuchelheim; im luth. KB Heuchelheim befindet sich folgender Eintrag: „d 26. Jan: ist Johann Georg Kaben[,] Müler zu Heuchelh: u. Juliana Elisabeth seiner ehl. Haußfrau ein Junge tochter des morgens zwischen 9 u. 10. Uhr gebohren word u. sogleich wegen Schwachheit im Hauße getauft worden … [mit] Nahmen Catharina Elisabeth“ 151. Johann Georg Kabry „Müller allhier“ ist am 30.9.1707 als Pate bei der Taufe des Johann Georg Gerzeuten in Heuchelheim 152. +++klären: welche Mühle+++

 

1710 ist Johann Martin Spriser der Müller in Heuchelheim. ∞ mit Anna Maria NN.; Vater des Johann Philipp Spriser (~ 30.9.1710 in Heuchelheim) 153. +++klären: welche Mühle+++

 

Am 3.9.1773 gibt in Frankenthal der Christian Freiherr von Wrede für 3000 fl. dem Peter Köhler und seiner Gattin Anna Elisabeth geb. Scherr die Mühle in Heuchelheim in Erbbestand 154. +++klären: welche Mühle+++

 

1844 war Caspar *Frisch als Müller in Heuchelheim 155 +++klären: welche Mühle+++

 

Im Frankenthaler Wochenblatt wurde am11.5.1827 die freiwillige Versteigerung einer Mühle annonciert: „Auf Anstehen der Adam Mühl­berg'schen Kinder und Erben von Heuchelheim, Kantons Frankenthal, werden ... aus der älterlichen Verlassenschaft ... verstei­gert, näm­lich: 1) Sektion A. Nro. 109. Ein Wohnhaus nebst oberschlächtigen Mahl-Mühle mit zwei Mahlgängen, und einem Schäl­gange ... gelegen zu Heuchelheim vor dem Thore ...“ +++klären: welche Mühle+++ 156.

 

Urkunden/Literatur:

- Haas, Eugen: „Dirmstein-Heuchelheimer Wasserstreit. Mühlen und Wässerungsrecht seit Jahrhunderten. 1760 neu geregelt“; in: "Die Rheinpfalz" Frankenthaler Nachrichten 12, Nr. 301 vom 28.12.1956.

 

 

- Heuchelheimer Mühle:

die Mühle lag am Eckbach.

 

Es kam auch am Eckbach immer wieder zu Streitigkeiten um die Wiesenbewässerung. 1823 beantragt der Müller auf der Spormühle Dirmstein, Friedrich Walther, in einem Gesuch an die Gemeinde Dirmstein , für die Einhaltung der Bachordnung von 1346 157 zu sorgen. Diese Ordnung besagt, daß der Spormüller den Mühlbach von seiner Mühle bis nach Laumersheim putzen muß, damit auch die Nieder­mühle in Dirmstein und die Heuchelheimer Mühle mit ausreichende Wasser ver­sorgt werden können. Walther beruft sich in seinem An­trag auch auf eine Anordnung vom 14.6.1747, die nach einem Prozeß des Spormüllers mit der Familie von Brasseur we­gen der Wasser­rechte im Bach erlassen wurde. Danach haben die Wiesenbesitzer das Recht, Bachwasser zur Bewässerung ihrer Wie­sen zu bestimmten Zeiten zu entnehmen und hierzu auch temporäre Rinne zur Bewäs­serung anzulegen. Sie waren allerdings ver­pflichtet, diese Rinnen an­schließend wieder zu verfüllen. Weder die zeitliche Beschrän­kung bei der Wasserentnahme noch die weitere Verpflichtung zum Ver­schließen der Entwässerungsgräben wurde beachtet 158.

 

Die Mühle gehörte bis zur französischen Revolution den Grafen von Hallberg 159.

 

1817 bestand die Heuchelheimer Mühle aus 2 Mahlgängen 160.

 

 

 

 

 

Heuchelheim (bei Landau):

OT von Heuchelheim-Klingen, VG Landau-Land, Lk Südliche Weinstraße; um 1460 war die Ortsherrschaft geteilt zwischen Zwei­brücken-Bitsch, Ochsenstein und Hochstift Speyer 161. Das Dorf gehörte im 17. Jh. sowohl zum Hochstift Speyer und Kurpfalz; war im 18. Jh. kurpfälzisch 162 im Amt Landeck 163.

 

Reformierte Pfarrei seit 1556. 1686 mit Impflingen vereinigt. 1729 samt Göcklingen wieder abgetrennt. KB ref. 1680 164.

 

1718 lebten in diesem Ort ca. 40 Familien, von denen 5 oder 6 katholisch waren 165.

 

Mühlen:

zum Dorf gehören die nahegelegene Obermühle und Untermühle 166.

 

Johannes Mühlheußer (geb. 23.4.1941) betrieb eine Kundenmühle in Heuchelheim bei Landau 167.

 

Literatur/Urkunden:

- Franger, Alfred: Gewerbe, Mühlen und Gastwirtschaften; in: Ortsgemeinde Heuchelheim-Klingen (Hrsg.): Heuchelheim 795-1995, Ge­schichte eines Weindorfes der Südpfalz, Landau 1995, S. 179 ff.

- Tausch-Treml, Sonja und Tempel, Rainer: Steinerne Zeugen der Vergangenheit am Kaiserbach in Heuchelheim(-Klingen); in: Südli­che Weinstraße: Heimat-Jahrbuch, 2002, S. 45-47

 

 

- Andreas Beckersche Mühle:

In Heuchelheim wird weiterhin die “Andreas Beckersche Mühle” erwähnt, die wegen dem Mahl und Schälgang 3 Malter Korn und wegen der Ohligmühl 5 fl an Geld an die Amtskellerei Landeck zahlt 168

 

Es handelt sich möglicherweise um den Andreas Becker, ~ 24.11.1719 in Heuchelheim, Sohn von Johann Karl Becker und Anna geb. Weinantz 169.

 

 

- Hammerschmiede:

s. Klingen

 

 

- Obermühle:

wann die Obermühle erbaut wurde, ist nicht überliefert. Die Besitzer seit 1745 waren: Johann Peter Permann ,Müllermeister aus Billig­heim; Jakob *Disque, Lorenz Konrad Schmitt, Georg Wilhelm Walter und Margarethe geb. Feuerbach, Bernhard Sauter und Bar­bara geb. Disque, Philipp Jakob Disque und Anna Maria geb. Hartmann 170.

 

In Heuchelheim gibt es 1768 die “Wilhelm-Walterische Mühle” [Anm. = Obermühle 171.], die 5 Malter Korn Wasserfallzins an die Amts­kellerei Landeck zahlt 172. Dieser Georg Wilhelm Walther († 26.3.1769 Heuchelheim im Alter von 36 Jahren, „Müllermeister dahier“) war mit Anna Margaretha NN. († 5.6.1782 Heuchelheim im Alter von 52 Jahren) verheiratet 173.

 

Bis 1795 war Johann Bernhard *Sauter († 16.4.1795 Heuchelheim bei Landau im Alter von 59 Jahren 174) der Müller auf der Ober­mühle in Heuchelheim bei Landau 175.

 

Am 12.12.1771 wird der Georg Jacob Sauter, der Sohn des Johann Bernhard *Sauter und der Barbara geb. Disque geboren; es folgen die weiteren Kinder Johannes Sauter (geb. 12.12.1774), Anna Margaretha Sauter (geb. 17.12.1780), Georg Wilhelm Sauter (geb. 22.4.1785) und Katharina Sauter (geb. 24.8.1788) 176. Die Ehe­leute „Bernhard Sauter und Maria Barbara“ werden am 7.4.1771 als Pa­ten bei der Taufe der Maria Barbara Wessa im Kirchenbuch von Heuchelheim bei Landau genannt 177.

 

Am 28.8.1770 ∞ der Johannes *Sauter (Sohn des verstorbenem Müllers in Heuchelheim, Johann Bernhard *Sauter) und die Maria Bar­bara Lugenbiehl (Tochter von weiland Georg Jacob Lugenbiehl, Bürger und Küfermeister im Heuchelheim) 178. Am 13.2.1797 werden der Obermüller Johannes Sauter und Anna Bar­bara NN. als Paten im Kirchenbuch bei der Taufe des Johann Propheter ge­nannt 179.

 

Um 1788 war Johann Bernhard *Sauter Müllermeister in Heuchelheim bei Landau; ∞ mit Maria Barbara NN.; beide sind am 7.1.1788 in Heuchelheim als Paten bei der Taufe des Johannes Bernhard Kuhn 180.

 

Am 27.5.1846 läßt der Müller Friedrich *Bischoff von der Obermühle in Heuchelheim erteilungshalber zur Auflösung der Erbengemeinschaft nach dem Tod seiner Ehefrau versteigern: „Eine Mahlmühle mit zwei Mahlgän­gen, einem Schälgange, einer Sägmühle ... die Heu­chelheimer Obermühle, im Brühl gelegen ...“ 181.

 

Am 8.2.1856 sollte auf Betreiben des Ackersmanns in Heuchelheim, Friedrich Bischoff (früher Müller auf der Obermühle zu Heuchel­heim, jetzt Ackersmann zu Heuchelheim 182), gegen Georg Adam *Bischoff, Müller auf der Obermühle bei Heuchelheim, wegen Nicht­zahlung auf Eigentum versteigert werden: Pl.-Nro. 324. Eine Mahlmühle mit 2 Mahl­gängen, 1 Schälgang, 1 Sägmühle, 1 Hanfreibe mit Wohnhaus, Scheuer, Stallungen, Schoppen, 6 Schweinställen, 2 Kellern und Hof, die Heuchelheimer Obermühle genannt ...“ 183. Die ge­plante Versteigerung wurde jedoch abgesagt 184; die Ver­steigerung erfolgte dann erneut am 2.5.1856 185. Die Versteigerung blieb er­folglos 186. Hintergrund dieser Versteigerung war, daß der Sohn Georg Adam *Bischof die Mühle gekauft, aber keine Zahlungen auf das Eigentum gemacht hatte 187. Am 27.9.1856 bot daraufhin Friedrich Bi­schof seine Mühle in Heuchelheim zum Verkauf an 188, ohne daß sich ein Käufer fand. Denn am 24.11.1857 ging die Mühle dann durch Schenkung seitens des Friedrich Bischof an die Tochter NN. Bi­schoff und den Schwie­gersohn Georg Christoph *Mendt über 189.

 

Mit notariellem Kaufvertrag des Notariats Billigheim vom 29.5.1900 erwarb der Eigentümer der Untermühle in Heuchelheim, Jo­hann Ga­briel *Schadt, für seinen ältesten Sohn Jakob (1) Schadt und dessen Ehefrau Karolina geb. Graf, die Obermühle. Nach dem Tod des Ja­kob (1) Schadt am 6.8.1908 ging die Obermühle in Erbengemeinschaft an die Witwe Witwe Karolina Schadt und die Söh­ne Jakob (2) *Schadt, Otto Schadt sowie die Tochter Frieda über 190.

 

1905 ist Jakob (1) *Schadt der Besitzer der Obermühle 191.

 

Dessen Sohn Jakob (2) *Schadt (geb. 22.2.1907) betrieb die Obermühle als Getreidemühle 192.

 

1951 werden Jakob Schadt und Ehefrau Frieda geb. Klein als Eigentümer in Miteigentumsgemeinschaft zusammen mit den Töch­tern Inge und Erika. Zusammen mit dem Landwirtschafts- und Weinbaubetrieb wird die Mühle bis 1976 betrieben und wird dann endgül­tig stillgelegt. Die Tochter Erika geb. Schadt ist seit 1978 Eigentümerin und führt zusammen mit ihrem Ehemann Herbert Nikolaus und dem Sohn Bernd auf der Obermühle einen Weinbaubetrieb 193.

 

Mühlenwanderweg:

- Internetdatei: http://www.wanderkompass.de/wanderweg/sudliche-weinstrasse/landau-land-wanderroute-2.html: Bachlehrpfad am Kai­ser­bach von der Kaisermühle bis zur Pfalzgrafenmühle bei Billigheim

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. Karte d. Gemarkungen Göcklingen und Heuchelheim bei Landau mit Ortslage Obermühle bei Heuchelheim, 1830, 1844, 1859-1869, 1907, 1939-1940

 

Literatur/Urkunden:

- Kleiner, Paul: Mühlen am Kaiserbach: Mühlengeklapper; in: "Die Rheinpfalz" / Pfälzer Tageblatt Nr. 288 vom 12.12.2007, Beil. Marktplatz regional (Obermühle von Heuchelheim)


 

- Ölmühle:

+++klären: ob identisch mit einer der anderen Mühlen+++; um 1834 war Philipp Jacob Disqué der Ölmüller in Heuchelheim bei Land­au; ∞ Anna Maria geb. Hartmann; Vater der Maria Katharina Disqué (∞ am 1.7.1834 in Heuchelheim bei Landau mit Friedrich Jacob Mayer, dem Sohn des Ackersmanns in Göcklingen Dietrich Meyer und der † Katharina geb. Nicolaus) 194.

 

 

- Untermühle:

die Heuchelheimer Untermühle wird erstmals 1721 urkundlich erwähnt, als Mühle mit 2 Mahlgängen, Schälgang, Wohnhaus, Kelter­haus, Scheune, Stall, Schweinestall, Hofraum und Garten 195.

 

Die Müller Heinrich Jakob Disque und seine Ehefrau Maria Katharina Bihler aus Klingen sind 1745 als Eigentümer genannt. Ihre Nachfol­ger waren Peter Meyer und Katharina geb. Disque 196.

 

Henrich Jakob *Disqué wird wiederholt im Kirchenbuch als Müllermeister in Heuchelheim erwähnt zusammen mit seiner Ehefrau Maria Katharina NN. Beide sind am 9.10.1792 in Heuchelheim Paten bei der Taufe des Henrich Jacob Bühler 197, ebenso am 20.2.1789 bei der Taufe der Maria Catharina Feitig 198 und am 11.7.1796 bei der Taufe der Maria Catharina Koch 199.

 

Am 2.10.1824 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Verpachtung der Mühle annonciert: „... lassen die Witwe und Erben des zu Heuchelheim verlebten Müllers, Heinrich Jakob *Disqué, ihre ganz nahe bey Heuchelheim gelegene Mühle auf sechs Jahre öffent­lich verlehnen, nämlich: Eine Mühle und dazu gehörige Mühlgeräthschaften, mit zwey Mahlgängen und einem Schälgang, nebst Wohnung, Hof, Scheuer, Stallungen, Baum- und Pflanzgarten; sodann ein halb Morgen Acker und ebensoviel Wiese bey der Mühle gelegen.“ 200.

 

Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird für 17.3.1831 die Versteigerung angekündigt: „Auf Anstehen der Erben der verstorbenen Ca­tharina Disqué, gewesenen Ehefrau von dem auch verlebten Müller Peter *Meyer in Heuchelheim, Namens: 1) Margaretha Meyer, Ehe­frau von Jakob Koch, Ackersmann ..., 2) Eva Margaretha Mayer, Ehefrau von Wilhelm Kohn dem Jungen, Ackersmann, 3) Peter Disqué, Bäcker, in der Eigenschaft als Vormund über die minderjährigen Kinder Magdalena und Catharina Mayer, Kinder der oben gemeldten Erblasser, alle zu Heuchelheim wohnhaft ... wird ... infolge gerichtlicher Ermächtigung, zur Licitation geschritten, von: 1) Einer zu Heu­chelheim im Ortsgebot gelegenen Mühle, die Untermühle genannt, mit zwei Mahlgängen und einem Schälgang, sammt Scheuer, Stal­lung, Kelter, Kelterhaus ...“ 201.

 

1842 ist Georg Jakob (1) Koch der Müller auf der Untermühle, 1849/50 dessen Sohn Georg Jakob (2) Koch 202.

 

1851/52 erwirbt Johann Jakob Kuhn, Küfer und Kronenwirt, die Mühle für seinen Sohn Peter und dessen Ehefrau Anna Maria geb. Nuß. Nach dem frühen Tod des Ehemannes verkaufte die Witwe den Besitz 203. 1861/62 sind Michael Illig und Barbara geb. Deutsch auf der Untermühle, 1862 folgt Walter Jakob aus Sulz­bach/Baden 204.

 

Ab 1868 war der aus Uffhofen/Franken stammende Müller Johann Gabriel Schadt als Müller auf der Untermühle Heuchelheim 205. Schadt kaufte 1868 die Untermühle und erhielt antragsgemäß aufgrund Gemeinderatsbeschlusses vom 25.7.1868 das Bürgerrecht in Heuchelheim 206.

 

Im Gewerbe- und Handelsadreßbuch 1877 ist in Heuchelheim bei Landau genannt der Müller Gabriel Schadt 207. Dagegen über­nimmt nach aA. 1901 der Sohn Karl Schadt die Un­termühle 208.

 

Noch 1905 wird Gabriel Schadt der Besitzer der Untermühle im Gewerbe- und Handelsadreßbuch genannt 209, der dortige Eintrag ist je­doch veraltet.

 

1903 geht der Besitz nach dem Tod des Karl Schadt an dessen Witwe Anna Maria geb. Rink über. Aus der Ehe stammen die Söhne Karl und Fritz Schadt. Später heiratet sie Adam Schadt, den Bruder ihres 1q. Ehemanns. Aus dieser Ehe stammt der Sohn Eugen und die Tochter Emilie 210.

 

Adam Schadt (geb. 10.7.1907) betrieb die Untermühle in Heuchelheim bei Landau als Getreidemühle 211.

 

1933 übernimmt der Karl Schadt (Sohn des Karl Schadt und der Anna Maria Rink) die Mühle. Nach dessen frühen Ableben erbt Anna Sperber aus Ludwigshafen 1937 den Besitz. Sie verkauft 1938 die Untermühle an den Müller Johannes Mühlheußer aus Rheinzabern und dessen Ehefrau Elisabeth geb. Schultes. Der neue Eigentümer kann die Mühle aber erst 1941 in Betrieb nehmen, weil dieselbe bis dahin an den Müller Wilhelm Kämmerle aus Rheinzabern verpachtet ist 212.

 

Wilhelm Kämmerle betrieb die Untermühle in Heuchelheim bei Landau als Getreidemühle 213.

 

1948 wird durch Johannes Mühlheußer als Antrieb eine Turbine eingebaut, die Untermühle jedoch aus gesundheitlichen Gründen 1951 stillgelegt 214.

 

Mühlenwanderweg:

- Internetdatei: http://www.wanderkompass.de/wanderweg/sudliche-weinstrasse/landau-land-wanderroute-2.html: Bachlehrpfad am Kaiserbach von der Kaisermühle bis zur Pfalzgrafenmühle bei Billigheim

 

Literatur/Urkunden:

- Kleiner, Paul: Mühlen am Kaiserbach: Mühlengeklapper; in: "Die Rheinpfalz" / Pfälzer Tageblatt / W. Nr. 13 vom 16.1.2008, Beil. Markt­platz regional (Untermühle von Heuchelheim)

 

 

- Wilhelm-Walterische Mühle:

s. Obermühle

 

 

 

 

 

Heydtmühle am Speyerbach:

s. Neustadt

 

 

 

 

 

Hilst:

VG Pirmasens Land; Lk Südwestpfalz

 

Die luth. Einwohner von Hilst sind von 1743-1760 im luth. KB Burgalben erfaßt 215.

 

Mühlen:

- Hilster Mühle:

s. Schweix

 

 

- Neue Schweixer Mühle; Mühle auf der Rodelfahrt im Eppenbrunner Tal:

in der Gemarkung Hilst gelegen. Um 1768 war Leopold *Rohr als Lehensmüller auf der Schweixer Dammühle. Er stellt 1768 bei der ha­nau-lichtenbergischen Regierung den Antrag auf Genehmigung der Errichtung einer Mahlmühle bei dem Dorf Kröppen bzw. an der sog. Rodelfahrt im Eppenbrunner Tal, Hilster Bannes 216.

 

Karte:

- Speyer Best. C20 Nr. 2826 fol. 8: Die neue Schweixer Mühle bei dem Dorf Kröppen, o.D. (1769), Bleistiftskizze

- LA Speyer Best. W1 Nr. 8421: Bachlauf (Trualbe) an der Hilster Mühle und Schweixer Mühle, ca. 1820

 

Literatur/Urkunden;

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 2826: Ansuchen Leopold Rohrs, Lehensmüllers auf der Schweixer Dam­mühle (Hilster Mühle), um die Genehmigung zur Erbauung einer Mahlmühle bei Dorf Kröppen bzw. an der sogenanten Rodelfahrt im Eppen­brunner Tal, Hilster Bannes, 1768-1769

 

 

 

 

 

Hinsenhauser Mühle:

s. Herrenhäuser Mühle

 

 

 

 

 

Hinterweidenthal:

VG Hauenstein, Lk Südwestpfalz. Das Dorf gehörte zum größeren Teil zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken *Falkenburger Amt (falkenbur­gische Vogtei Annweiler), sowie zum kleineren Teil zum Amt Dahn, das zu ¾ zum Fürstbistum Speyer und zu ¼ dem Frei­herrn von Wal­lenburg gehörte 217. Der Ortsteil rechts der Wieslauter war pfalz-zweibrückisch 218. Von der Mühlenbach anfangend, die Straße aufwärts ins Dorf bis zur Kirche, hier im Bogen der untern Gasse entlang bis wieder zur Straße, von da (dem Frankschen Haus), zur Lauter und den Bach aufwärts bis zur Quelle: alles Land rechts bzw. gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Was links davon lag bis hinauf zur Salzbach, und das Gebiet nach Süden gehörte zu Dahn, war also in diesem Teil ein Kondominium. Wo­von dem Hochstift Speyer ¾ und dem Freiherrn von Wallenburg ¼ gehörte. Zwischen dem Zieglertal und der Wallmersbach lag das markgräfliche badi­sche Amt Gräfen­stein bis herab incl. Kaltenbacherhof. Und zwischen der Badischen und Dahner Herrschaft ragte Grafschaft Hanau-Lich­tenberg hinein 219.

 

Mühlen:

um 1747/49 wird Johann Adam Demming als Müller in Hinterweidenthal genannt; ∞ mit Maria Catharina NN.;° Vater von Johann Adam Demming (geb. 2.4.1747 Hinterweidenthal) und Susanna Elisabetha Demming (geb. 5.8.1749 Hinterweidenthal) 220.

 

Am 31.8.1745 ist der Johann Nicolaus Witting, der Stiefsohn des dermahligen Müllermeisters auf der Mühle zu Hinterweidenthal „un­glücklicher Weise auf dem Feld gestorben“ 221.

 

Um 1800 [err.] ist Georg Krobshäuser als Müller in Hinterweidenthal; er ist „vor einigen Jahren hierher zugezogen; luth. Religion; ∞ mit Juliana Margaretha NN. († 1.9.1805 in Hinterweidenthal im Alter von 44 Jahren) 222.

 

 

- Hinterweidenthaler Mühle:

die Mühle war um 1911 das letzte Haus des alten Dorfes in Richtung Kaltenbach 223. Das Gebäude links am Rand (zwei Rundtore) ist die ehemalige Mühle“. Das Photo ist vom Handschuhskopf aufge­nommen, das heißt von Westen auf das Oberdorf; die Mühle lag also oberhalb des alten Dorfes, bachaufwärts an der Wieslauter 224.

 

Die Hinterweidenthaler Mühle lag im zweibrückischen Teil des Ortes und war Bannmühle für die pfalz-zweibrückischen Einwohner 225.

 

Die Mühle geriet im 30jährigen Krieg durch einen Brand „in völligen Abgang“ und war in der Folge nur noch Ruine. 1704 erhielt der Mül­ler Joseph *Berger aus Langenkandel einen Erbbestandsbrief für den Mühlenplatz mit der Auflage, auf seine Kosten die Mühle wieder aufzubauen. An Pacht hatte er nach Ablauf von 2 Freijahren ab Martini 1706 an die Vogtei Annweiler 4 Malter Korn und 2 Kappen zu je 4 Batzen und 6 Gulden in Geld liefern. Die von Joseph Berger erbaute Mühle wies 1 Mühlrad und einen Gang auf. Ber­ger betrieb die Mühle bis 1746 und erhielt dann die Genehmigung zu zur Versteigerung. Am 21.2.1746 berichtete der Vogt Koch von Annweiler, daß die Mühle am 17.2.1746 an Nicklauß Kienßle vom Hof Horbach bei Hinterweidenthal für 1270 Gulden versteigert worden war. Da Kienßle Mennonit war, verweigerte die pfalz-zweibrückische Regierung die Genehmigung. Die Mühle wurde erneut versteigert und am 29.7.1746 von dem Müller aus Rosenkopf, Hanß Adam *Dennig ersteigert. Dennig erhielt am 30.9.1746 einen Erbbestandsbrief über die Hinterwei­denthaler Mühle. Doch schon bald nach der Übernahme der Mühle durch Dennig berichtete der pfalz-zweibrückische Vogt des Falken­burger Amts in Annweiler, Johann Georg Koch, am 13.5.1748 und am 31.10.1748 an die her­zogliche Regierung, daß der Müller Dennig seinen geldlichen Verpflichtungen nicht nachkomme und daß die Hinterweidenthaler Mühle immer mehr verfalle. Am 6.2.1749 teilte der Vogt mit, daß der Müller Dennig seine Mahlmühle mit Kaufvertrag vom 1.2.1749 an Johannes *Schuler, einen Lehensmüller von für 1300 Gulden verkauft habe. Die zweibrückische Regierung genehmigte den Kauf­kontrakt und stellte am 25.4.1749 einen Erbbestandsbrief für Johannes Schuler aus. Die Übernahme der Mühle durch Johannes Schu­ler erfolgte dennoch nicht. Aus einem Bericht des pfalz-zwei­brückischen Vogts des Falkenburger Amts in Annweiler, Johann Georg Koch vom 12.5.1749 ergibt sich, daß dieser am 7.5.1749 einen Eilboten nach geschickt hatte mit der Aufforderung an den Erbbestän­der Schuler, seinen Erbbestandsbrief abzuholen. Der Eilbote kam zurück mit der Nachricht, daß der Müller Johannes Schuler un­längst mit Sack und Pack nach Göcklingen in der Kurpfalz auf eine Lehens­mühle gezogen sei. Dem Verkäufer der Mühle Dennig ge­lang es nicht, den Käufer Schuler in Göcklingen zu finden, da dieser auch aus Göcklingen verschwunden und unbekannten Aufent­haltes war. Die Hinterweidenthaler Mühle wurde daraufhin zwangsversteigert und von dem Schwiegervater des Dennig, dem Horn­bacher Müller Henrich Weber die Hinterweidenthaler Mühle am 18.2.1750 für 1107 Gul­den ersteigert. Weber war durch Zweibrücker Regierung die Auflage gemacht worden, die Hinterweidenthaler Mühle binnen 6 Wochen instand zu setzen. Da Weber diesem Verlan­gen nicht nachkam, wurde die Mühle am 30.6.1750 erneut versteigert für 906 Gulden an Ge­org Treithard aus Hornbach, einen weite­ren Schwiegersohn Webers versteigert. Wie sich herausstellte, handelte Treithard nur im Auf­trag seines Schwiegervaters. Auch er konnte seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Die Mühle verlor immer mehr an Wert und wurde schließlich am 20.11.1750 an den Mühlarzt Sebastian *Disqué versteigert 226.

 

Im Mühlenverzeichnis der pfalz-zweibrückischen Vogtei Falkenburg vom 20.9.1756 heißt es: „Ist eine Mühl zu HinderWeydenthal welche dem neml Erbbeständer Sebastian Disquet gehörig. Dieße hat nur ein Radt, und einen Gang nebst einem im Trilles gehenden Schehl­gang, gibt Vier Malter Korn Pfacht zu hiesigen Vogtey Receptur. Die diesseitigen Untertanen zu gedachtem Hinterweidenthal sind dazu gebannt, wovon er sich ernähren muß, inmaßen die bischöflich speyerischen und freiherrlich Wallenburgischen unter der Souveränität allda wohnenden Untertanen nacher Dahn gehörig. Kann in 24 Stunden zum höchsten vierthalb (= 3 ½ Malter) mit Mahlen befördern.“ 227.

 

Der Ort hatte einen Mühlenbach mit Weiher, ein Wasserrad für einen Mahlgang und einen Schälgang. Der Erbbestandsbrief für die Hin­terweidenthaler Mühle datiert vom 5.3.1751 für Sebastian *Disqué, Müller und Mühlenarzt. Die Hinterweidenthaler Mühle war Bann­mühle 228. Bei der Bestandsaufnahme der herzoglich-zweibrückischen Mühlen vom 20.9.1756 wird die Mühle von dem zwei­brückischen Vogt Johann Georg Koch wie folgt beschrieben: „Ist eine Mühle zu Hinterweidenthal, welche dem Erbbeständer Sebasti­an Disquet gehö­rig. Diese hat nur ein Rad und einen Gang nebst einem im Drilles gegen Schehlgang, gibt 4 Malter Korn Pacht. Die diesseitigen Unterta­nen zu gedachtem Hinterweidenthal sind dazu gebannt, wovon er sich ernähren muß, inmaßen die bi­schöflich speyerischen und frei­herrlich Wallenburgischen unter der Souveränität allda wohnenden Untertanen nacher Dahn gehörig. Kann in 265 Stunden zum höchs­ten vierthalb (= 3 ½ Malter) mit Mahlen befördern.“ 229.

 

1744 +++Datum prüfen+++ wird dem Müller Disqué das Brotbacken und Verkaufen verboten 230.

 

Sebastian Disqué ist 1760 verstorben; Müller und Betriebsnachfolger auf der Hinterweidenthaler Mühle wurde der 3. Sohn Johann Peter *Disqué; dieser erhielt am 25.5.1761 einen Erbbestandsbrief über die Hinterweidenthaler Mühle, der am 25.9.1771 erneuert wurde 231.

 

Nach dem Tod des Johann Peter Disqué († nach 1797 Hinterweidenthal) wird der Sohn Georg Leonhard *Disqué Betriebsnachfolger und Müller in Hinterweidenthal 232.

 

Am 27.9.1795 wurde bei der Mühle Hinterweidenthal der Johann Mayer aus Hinterweidenthal (34 J u. 4 M.) von einem „Vollonteur“ ge­gen 11 Uhr Vormittags durchschossen und starb gleich darauf 233.

 

Photo:

- Gundacker, Walter: Hinterweidenthal. Bilddokumente ab 1895, Hinterweidenthal 1997, S. 24: „Hinterweidenthal nach 1911. Das Ge­bäude links am Rand (zwei Rundtore) ist die ehemalige Mühle“. Anm.: das Photo ist vom Handschuhskopf aufgenommen, das heißt von Westen auf das Oberdorf; die Mühle liegt also oberhalb des alten Dorfes, bachaufwärts an der Wieslauter

 

Literatur/Urkunden:

- Kiefer, F.: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter 4 (1956), S. 96

- LA Speyer Best. B2 Nr. 956 3: „Die Mühle zu Hinterweidenthal. o. D.“

 

 

- Sägemühle May:

wurde 1900 gegründet 234.

 

 

- Sägemühle Schenck:

um 1858 neu errichtet. Bereits kurz nach danach kam es an Pfingsten 1865 zu einer großen Feuersbrunst in der Schenk'schen Säge­mühle 235. Angelegt 1558 mit einer 6pferdigen Dampfmaschine; wiederholt vergrößert, um 1900 waren 40 Sägmüller hier beschäftigt 236.

 

 

 

 

 

Hinzweiler:

VG Wolfstein, Lk Kusel, war pfalz-zweibrückisch im Oberamt Lichtenberg

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. F2 Nr. 146: Renten, Zinsen und Gerechtigkeiten der Herren bzw. Grafen Cratz von Scharfenstein im Eßweiler Thal so­wie in verschiedenen Orten am Glan, 1563, 1599-1601 (Abschrift von 1660) sowie 1745-1759, darunter Zinslisten von Hinzweiler

 

Mühlen:

- Kottenmühle, Kodenmühle, Kettenmühle:

gelegen auf einer Wüstung bei Hinzweiler nahe dem „Kodenhaus“ bzw. „Kottenhaus“, d.h. einem Leprosorium. Die nahe dabei gele­gene Mühle heißt im 20. Jh. „Kettenmühle“, aber 1740 „Kottenmühle“ 237.

 

1609 bei der Aufnahme der Mühlen im Eßweiler Tal wurde auch die “Kodenmühle“ zwischen Hinzweiler und Nerzweiler aufgenom­men. Deren Namen weist auf das frühere Leprosorium hin, das „Kottenhaus“ für die an Lepra (Aussatz) erkrankten Personen. 1609 war Velten Schleich der alleinige Inhaber 238.

 

Am 8.6.1738 wird bei der Taufe der Maria Catharina Reißach (Tochter von Theobald Reißach und Eva Catharina NN.) als Pate genannt der Johannes *Sieber, Müller zu Hintzweyler 239.

 

Peter *Horbacher, der spätere Müller im nahegelegenen Nerzweiler erhielt 1738 von der pfalz-zweibrückischen Verwaltung die Genehmi­gung „für eine Neue Mühle, wo die Kotten Mühle gestanden soll, aufzubauen, ... solches aber unter wegen gelaßen ...“, weil er im glei­chen Jahr 1738 die Nerzweiler Mühle von Christian Franck kaufen konnte 240.

 

Am 2.2.1740 wird als Pate im ref. KB Hinzweiler genannt der Philipp *Litzenberger, Müller zu Heintzweyler 241.

 

 

- Hinzweiler Mahlmühle:

heute Hauptstraße 37 Hinzweiler 242. Die Hinzweiler Mühle lag oben am Dorf und wurde 1609 mit den übrigen Mühlen des Eßweiler Ta­les durch die pfalz-zweibrückische Regierung „renoviert“.Neun Bauern hatten Anteil an der Mühle: Bastian Weiß, Daniel Weiß, Hans Klein, Jonas Klein, Anton Biel, Abraham Beck, Hans Groß, Jakob Krez und Hans Diel 243.

 

Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist sie wie folgt be­schrieben 244: „Die Mahl­mühle zu Hinzweiler liegt am Talbach, von Oberweiler und Nerzweiler je ¼ Stunde entfernt. Ist noch nicht gar lang erbaut, hat zwei 13 Schuh hohe Wasserräder, welche 1 Mahl- und 1 Schälgang treiben. Der Mühlgraben vor der Mühle ist ca. 414 Schritt lang. Mahl­gäste aus Hin­zweiler (nicht gebannt) haben es bequem, denn die Mühle steht mitten im Ort. Erbbeständer ist Inspektor Gervi­nus, Sohn des ehemali­gen Oberschultheißen zu Hinzweiler. Pacht: 2 Ma. Korn und 1 fl 3 bz an Geld. Erbbestands­brief von 1661 und 2 Konfirmationsscheine vorhanden.“ Im Original heißt es: „Nachdeme mir zugekomene actis ist ein Erbbestands­brief de Ao 1661, nebst Confirmations Scheine de Ao 1721 et 1738 vorhanden. Die Erbbeständerin von dieser Mühlen ist gewesen Elisa, Charlotta Ger­vinin, Wittib von dem Herrn Ger­vino ehemahligen Oberschultheißen zu Hintzweiler, hat aber solche ihrem Sohn dem Herrn Inspek­tor *Gervinus nun mehro übergeben“. Der Kaufbrief stammt vom 26.1.1741 245.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 45 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörende Müh­le wie folgt beschrieben: „Die Hintzweiler MahlMühl [hat] 2 Waßerräder welche einen Mahl und einen Scheelgang treiben; [zahlt an Pfacht] 1 fl 3 bz an Geld, 2 Mltr Korn[;] das aus 24 famil. bestehend Dorff Hint­zweiler mahlet allhier.“ 246 Die Urkunde trägt seitlich den handschriftlichen Vermerk: „Vertauscht“ [im Selz-Hagenbacher Austausch von 1762].

 

Im „Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel“ wird am 7.6.1859 die freihändige Versteigerung der Mühle an­gekündigt: .. zu Hinzweiler ... läßt Nikolaus *Gros allda öffentlich versteigern: seine in dieser Gemeinde gelegene Mühle mit 2 Mahlgän­gen, Scheuer, Stallung... und wird mit der Mühle noch ein Bäckereigeschäft betrieben.“ 247.

 

 

- Ölmühle Hinzweiler:

1722 ist Johann Nickel Müller der „Ohligschlayer zu Hinzweyler“; im Kontraktenprotokoll des Eßweiler Tals heißt es am 13.7.1722: „Jo­hann Nickel Müller, jetziger Ohligschlayer zu Hinzweyler, und Anna Catharina seine Hausfraw haben erblich verkaufft, ahn Jo­hann Hen­rich Hertters Hausfraw Anna Eva, welche zu Friedelshausen alle Ihre von Ihrer Mutter ererbte liegende Güther ...“ 248.

 

 

- Schleifmühle:

im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 ist sie wie folgt beschrieben : „Sie stehet oben am Dorff Hintzweiler gegen Wolfstein zu, an der sogenanten Mühlwieß. Hat ein oberschlächtiges Waßerradt, welches vermittelst ei­nes Cammrads (Anm.: s. Kammrad) und Trillis ein Schleifstein treibet. Das Waßerradt hat ohngefehr 12 Sch: Höhe und die Waßer Leitung gehet hienauf biß an seine Clauß. Zu deren gantz alten Zeiten ist es eine Mahlmühle geweßen, nach der Gant [Anm.: = ge­richtliche Ver­steigerung] aber wurde von dem Herren *Gervino eine Ohligmüh­le drauß gemacht und nun mehro von Simon Peter *Lang wieder zu ei­ner Schleifmühlen aptiert worden. Das Gebaude ist in ein sehr schlechten Stand. ... Simon Peter Lang ist der Erb­beständer und legiti­miert sich mit einem Erbbestandsbrief vom 29. Julii 1744“. 249

 

 

 

 

 

Hirschenhäuser Mühle (Hirschhauser Mühle):

s. *Herrenhauser Mühle nördlich von Fohren-Linden

 

 

 

 

 

Hirschhorn:

OT von Untersulzbach, VG Otterbach, Lk Kaiserslautern; auf dem Ostufer der Lauter nördlich von Katzweiler; bei Hirschhorn mündet die von Westen kom­mende Mooslauter in die Lauter.

 

Mühlen:

- Hirschhorner Mühle:

liegt an an Mooslauter westlich von Hirschhorn, dem Dorf gegenüber auf der linken Lauterseite, aber im Bann von *Untersulzbach (Sulzbachtal). Die Mühle heißt 1828, 1837 „Bordmühle“, 1963 wurde ihr Namen amtlich als „Hirschhorner Bordenmühle“ festge­setzt. Sie wurde 1742 oder 1743 vom kurpfälzischen Forstmeister [Georg] Franz Glöckle (1696-1756) erbaut, begegnet in dem beim „Hirschhor­ner Hof“ genannten Kirchenbuch 1757 als „Bordt Mühl“ 250.

 

Die Existenz dieser Hirschhorner Mühle ist auf den damaligen Bau der Kreuznacher Saline zurückzuführen, wo im Salinental seit 1732 in einem aufwendigen Verfahren Salz produziert wurde. Hierbei wurde die schwach salzhaltige Sole durch Erhitzen verdampft, nachdem diese zunächst in einem ersten Arbeitsschritt in sog. Gradierhäusern im Verfahren der sog. Dorngradierung eingedickt wor­den war. Da­bei rieselte die Sole in einer Saline durch meterhohe Wände aus Schwarzdorn-Gestrüpp und wurde von Wind und Sonne konzentriert. Zum anschließenden Sieden der verdickten Sole war viel Brennholz erforderlich, welches über die Mooslauter u.a. von Hirschhorn nach Kreuznach geflößt wurde. Der erste Betreiber der Hirschhorner Bordenmühle war Johann Georg Herrhammer, dem der Sohn Urban Herrhammer/*Hörhammer als Erbpächter nachfolgte 251.

 

Im Zuge des Ausbaus der Saline in Kreuznach und zur Herstellung des dort erforderlichen Bau- und Brennholzes war die Errichtung ei­ner Sägemühle in der Nähe der Stadt Kaiserslautern [nämlich bei Hirschhorn] erforderlich. Außerdem mußte ein Fachmann gefun­den werden, der, vom Forstwesen her, die erforderlichen Erfahrungen mitbrachte. Die kurpfälzische Regierung betraute schließlich dem Holz­faktor und späteren Forstmeister, Georg Frantz *Glöckle 252.

 

Die für die Erbauung der neuen Sägemühle bei Hirschhorn ausgestellte Urkunde vom 2.5.1742 hat folgenden Wortlaut (: „Eß hat Chur­pfälz. Herr geheimbe rath uns Salinen general Direktor von Beust vor nöthig erachtet, zu behueff deß im Ober ambt Creuzenach am Sul­zer Hoff neu angelegt werden sollenden Sa­linen werks und derer besonders in aller hand gattungen erforderlichen Borthen eine neue Schneid oder Borth Mühle bey Hirsch horn an der lauther, auf die sogenante Moß lauther, Sulzbacher gemarkung, auffer­bauen zu laßen, mithin mir unterthänigst Bericht geben dieser Tagen die Commission dahin auffgetragen, daß ich nicht nur all das je­nige waß zu herstel­lung sothaner Schneidmühlen erfor­derlich auf herrschaftl. Kösten an schaffen, sondern deren fordersambste her­stellung besorgen solle. Gleich wie nun meines unterthä­nigsten Erachtens hierüber Ew. Churfürstl. Durchl. Hochlöbl. Hoff Cammer gnädigste Concession , höchst dieselbe, auch, als zum Churfürstl Salinen werkern erforderlich, hierinnen zu willfahren, gnädigst Kei­nen Anstant nehmen werden ... Ew. Churfürstl. Durchl. unterthänigst – Treu gehorsambster Glöckle holtz factor.“ In der Akte steht noch als „Nota: Anjetzo hat ob­gem[elte] Mühle in Besitz Georg Herhammer [Anm.: s. Johann Georg *Herhammer] Von Hirschhorn welchem auch erlaubt worden Zu der Bord Mühl ein walck mühl erbauen zu dörffen.“ 253

 

Gleich nach dem Bau der Hirschhorner Bordenmühle entstand die Streitfrage, ob diese Mühle „privatissime vor gnädigste Herr­schafft und auf deren Kösten getrieben oder allenfallß mehr ersagtem Glöckle unter sichern Conditionen in einen Erb- oder Temporal Bestand übergeben werden solle“. Mit Datum vom 22.10.1742 erfolgte der Beschluß der kurpfälzischen Hofkammer, „daß dießer und zumahlen zum besten der neu anlegenden Creutznacher Saline gereichender Bordt Mühlen bau gegen Jährlicher Entrichtung 3 fl ... zu verwilligen und darüber der erforderliche Concessionsschein auszufertigen wäre“ 254.

 

1748 war die Kreuznacher Saline fertiggestellt, womit die Hirschhorner Bordenmühle überflüssig geworden wäre. Dies ergibt sich auch aus einem Memmorial der „Hermannischen Societät“ vom 22.7.1748, in welchem diese hervorhebt, sie habe „mit den größten Kosten so wohl die bord mühl als den Salinen bau zu mercklichem Nutzen des Churhauses erbauet, bittet aber nunmehr die Regie­rung um Erlaub­nis gedachte in eine Mahl Mühl von zweyen Rädern verändern zu dörffen“. Gegen diesen Antrag legten, nach einem Bericht des Amts­kellers Heyler von Wolfstein vom 29.8.1748, die Dörfer Hirschhorn und Sulzbach Einspruch ein, da dieses Vorha­ben ihrem eigenen Nah­rungserwerb Schaden zufüge255. Am 12.10.1748 gibt Philipp Friedrich Hermanny [Anm. d. Verf.: er wird 1738 als kurpfälzischer Ober­commissarius in Neustadt genannt 256] der kurpfälzischen Hofkammer Kenntnis von einem Ver­trag den er mit Forstmeister Georg Franz *Glöckle über eine Bordenmühle im Elmsteiner Tal abgeschlossen hatte, und weist in die­sem Zu­sammenhang daraufhin, daß die Kreuz­nacher Salinensocietät die Bordenmühle Hirschhorn an Forstmeister Glöckle verkauft habe . Glöckle selbst bittet mit Schreiben vom 2.9.1749 die Hofkammer in Heidelberg um Genehmigung des Kaufs 257.

 

Forstmeister Glöckle verkaufte [? oder verpachtete ++++klären ++++] die Hirschhorner Bordenmühle an den Johann Georg *Herham­mer aus Neidenfels, den Sohn des Bordmüllers in Neidenfels, Urban *Hörhammer [Anm.: Glöckles Bruder, der Schultheiß in Neidenfels, Joseph Glöckle war mit Herhammers Schwester verheiratet). Am 27.7.1754 bittet Johann Georg Herhammer „Bord­schnitter bey Hirsch­horn“ die kurfürstliche Hofkammer um die Erlaubnis, eine kleine Leinwandwalkmühle einrichten zu dürfen, „da mit bord­schneiden nicht viel zu verdienen sei und zwar gegen 3 fl jährlicher Wasser recognition“ 258. In einem Schreiben vom 28.9.1754 weist Baron Brée vom Oberamt Kaiserslautern darauf hin, daß Hanß Georg Herhammer ihm berichtet habe, er könne we­gen Wassermangels niemals gleichzeit­ig eine Walkmühle mit der Bordenmühle betreiben und halte eine Recognition von 1fl 30 Xer angemessen. Diese Rege­lung wurde von der Hofkammer mit Verfügung vom 1.10.1754 angenommen 259.

 

Gleichzeitig mit Johann Georg Herhammer lebte auch dessen Sohn Rudolph Heerhammer (geb. 9.5.1736 ? Neidenfels - † ? ; ∞ mit Christina *Henn, Tochter von Johannes Henn, Schultheiß in Katzweiler). Rudolf Heerhammer ist zusammen mit seinem Vater auf der Bordmühle in Hirschhorn genannt 260.

 

Auf Johann Georg Herhammer folgte der Sohn Franz Josef *Herhammer als Bordmüller auf der Hirschhorner Bordmühle. (geb. 9.11.1738 Neidenfels - ++++ Bordmühle Hirschhorn; Bordmüller auf der Bordmühle Hirschhorn; Sohn des Bordmüllers in Hirsch­horn, Johann Georg *Herhammer und der Maria Barbara Fuder 261. ∞ am 11.1.1774 in Otterbach mit Maria Elisabetha Friauf (Früh­auf; geb. um 1748 - † 243.1798 Hirschhornermühle; Tochter von Andreas Frühauf, Gemeindsmann zu Hirschhorn und Christina Henn) 262.

 

Am 6.2.1800 wird der Sägmüller in Hirschhorn Johannes *Frey als Pate bei der Taufe des Johannes Rupp in Schallodenbach erwähnt 263.

 

Dessen Nachfolger als Müller auf der Hirschhorner Bordmühle ist der Sohn Franz Carl *Herhammer (geb. 15.3.1777 Hirschhorner Bord­mühle - † 5.9.1856 Hirschhorner Bordmühle; Müller auf der Bordmühle Hirschhorn; Sohn des Müllers auf der Hirschhorner Bordmühle, Franz Josef *Herhammer und der Maria Elisabeth Friauf (Frühauf) 264. ∞ Weilerbach 9.2.1798 mit Maria Magdalena Paul (geb. um 1779 Steinwenden - † 11.9.1856 Hirschhorner Mühle; Tochter von Nikolaus Paul(i), Schultheiß in Steinwenden und Catharina geb. Glaß 265) 266. Vater des Bordmüllers und Betriebsnachfolgers Franz *Hörhammer 267 und der Magdalena Hörhammer (∞ am 19.7.1825 in Unter­sulzbach / Neckar mit Peter Jacob *Stephan [9.3.1792 Roßbacher Mühle/Wolfstein - 10.10.1841 Roßbacher Mühle], Müller auf der Roß­bacher Mühle bei Wolfstein 268). Franz Herhammer verkaufte am 12.5.1840 269 einen Acker bei der Hirschhorner Bordmühle.

 

Am 11.12.1845 übertrugen die Eheleute Franz Carl Herhammer und Maria Magdalena Paul durch notarielle Schenkung 23 Dezima­len Wiesenstücke, die an Wohnhaus und ihre Ölmühle (!) grenzten, um 520 Gulden an ihren Sohn Franz *Hörhammer, wobei sie sich den Nießbrauch vorbehielten 270. Klosters

 

Dieser Sohn Franz *Hörhammer übernahm als Betriebsnachfolger von seinen Eltern die Hirschhorner Bordmühle (geb, 1.7.1803 Hirsch­horner Bordenmühle - † 14.4.1884 Kaiserslautern; ∞ 15.5.1826 mit Maria Catharina Stephan (geb. 30.4.1807 Roßbacher Mühle bei Wolfstein - † 16.10.1861 Hirschhorner Bordmühle, Tochter 2. Ehe von Johann Jakob Stephan, Mahlmüller auf der Roßba­cher Mühle und Elisabeth geb. Müller) 271. Er übernahm die Mühle 1845 und betrieb neben der Bordenmühle auch eine Mahl- und Ölmühle betrieb 272.

 

Aus zwei erhaltenen Geschäftsbüchern ergibt sich, daß Franz Hörhammer sowohl eine Borden- als auch eine Mahl- und eine Ölmüh­le in Betrieb hatte 273.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird als Handelsmüller auf der Hirschhornermühle in Untersulzbach genannt der Franz Hörhammer 274.

 

Nach dem Umschreibekataster, Grundbesitzstand des Heerhammer Franz von der Hirschhornermühle, bestand der Besitz Nr. 150 im Jahre 1879 aus 17 Tagewerk 38 Dezimalen = 5 ha 92 Ar 30 qm am Äckern. Der Kataster erwähnt für 1882 den Ab­gang dieses ganzen Besitzes 275.

 

2004 kaufte Anette Heger aus Eulenbis die ehemalige Mühle und betreibt hier eine Schönheitsfarm 276.

 

Literatur/Urkunden:

- Burghardt, Paul: Musik auf der Stummschen Orgel. Von der Mühlheimer Kirche zur Hirschhorner Mühle. [Betr. auch Johannes Za­charias Frank u. Nachkommen]. In: Pälzer Feierowend. 15, 1963, Nr. 9.

- "Die Rheinpfalz" vom Samstag 25.8.1951: „Westpfälzische Mühlen stellen sich vor“

- "Die Rheinpfalz"/Pfälzische Volkszeitung vom 12.10.2001 oder 12.10.2011 +++Datum prüfen+++: „Holz aus 'Kaysers Lauterischer Wal­dung. Stimme alter Steine: Die Ge­schichte der Bordenmühle bei Hirschhorn ist eng mit der Kreuznacher Saline verbandelt.“

- Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 76-79

- Kirchner, Otto: Das Salinen- und Badewesen des Bades Kreuznach, Inaugural-Dissertation, Frankfurt/Main 1924, S. 18 ff.

- LA Speyer Best. A2 Best. 1177/1 „Hirschhorn, die dortige Bordmühle 1742-1759“

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1640/ „Acta die von dem holz factoren Glöckle für gnädigste Herrschaft in behuf der new angelegte Saline am selzer hoff oberamts Kreuznach Errichtete bord mühl bei Sulzbach betr..“

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1640/6: Bordmühle Sulzbach 277 1742-1753

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1640/17: Johann Georg Herhammer von der Bordmühle bei Hirschhorn gegen die Gemeinde Sulzbach,

1753

 

 

 

 

 

Hirschthal:

VG Dahner Felsenland, Lk Südwestpfalz; liegt im Sauertal im südlichen Pfälzerwald, dem deutschen Teil des Wasgaus, direkt an der Grenze zu Frankreich; südlich von Schönau, auf französischer Seite schließt sich der Fleckensteiner Weiher an. Der Ort wurde im Jahr 1129 unter dem Namen „Hirzthal“ erstmals urkundlich erwähnt, als Gottfried von Fleckenstein den Ort zusammen mit Schönau dem Kloster St. Walburgis im Hagenauer Forst schenkte. Später fiel das Dorf bis Ende des 18. Jahrhunderts an das Herzogtum Pfalz-Zwei­brücken.

 

Mühlen:

- Hirschthaler Mühle:

um 1828 war der vormalige Müller von Schönau, Christian *Müller, als Müller in Hirschthal 278. 1836 ist Johann Heinrich *Walther der Mahlmüller in Hirschthal 279.

 

Abbildung:

- Gemälde von Willy Deutschmann: in: Geliebtes Pirmasens, Band 11, 1992, S. ++++klären ++++ 280

 

 

- Mahlmühle zwischen Schönau und Hirschthal:

s. Schönau

 

 

- Sägemühle zwischen Schönau und Hirschthal:

s. Schönau

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1312 3: „Sägemühle zwischen Schönau und Hirschthal, 1786-1787“

 

 

- Wappenschmiede Hirschthal:

Hammerschmied auf der Wappenschmiede war Joh. Joseph Friedrich (1774 - † nach 1835; ∞ I am 30.Fructidor 1801/02 mit Marie Magdalena Friedly [12.12.1774 Hirschthal - † 28.8.1818; T.v. Jacob Friedly und Magdalena Becheist)]; ∞ II 25.7.1819 mit Catharina Barbara Herrmann [geb. 1794; T.v. Georg Hermann und Catharina Barbara Friedly]) 281.

 

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 6452: enthält Angaben über die Waffenschmiede in Hirschthal (1735) und die Hammerschmiede in Schönau (1696)

 

 

 

 

 

Hirstein / Saarland:

OT von Namborn; war pfalz-zweibrückisch; 1815 kam Hirstein als einziger heutiger Ortsteil von Namborn nicht zum Fürstentum Lichten­berg, sondern zum Großherzogtum Oldenburg 282. Der Ort gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, Amt Nohfelden im Oberamt Lich­tenberg.

 

Mühlen:

- Hirsteiner Mühle:

im Denombrement „des Amptes Lichtenberg und Nohfelden“ von 1704 ist in „Hirsten-Gelwiller“ genannt „Philibs Lauwer der Mül­ler“ 283.

 

Die Mühle wurde 1735 erwähnt; sie besaß 1 Wasserrad mit einem Mahlgang 284. Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zwei­brücken von 1756 wird die Hir­steiner Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Amt Nohfelden gehörte, wie folgt beschrieben: „Die Hirstei­ner Mühle [hat] 1 Wa­ßerrad welches einen Gang treibet; [zahlt an Pfacht] 8 bz an Geld, 4 Faß Korn, 4 Faß Habern. Die Geb­weiler und Hirsteiner sollen hier­her gebannt und können allhier 12 biß 15 Mahlgäste verseh werden.“ 285

 

 

 

 

 

Hochheim bei Worms:

heute Stadtteil von Worms; Hochheim schließt nordwestlich an die westliche Innenstadt von Worms an. Im Süden grenzt der Ort an die Pfrimm mit dem Pfrimmpark, offiziell Karl-Bittel-Park. Im Norden befindet sich der Wormser Hauptfriedhof Hochheimer Höhe. Im Osten grenzt Hochheim an den Stadtteil Neuhausen.


Das Hospital Neuhausen wurde 1729/30 vom Wormser Bischof Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg (1694-1732) in Form einer Stiftung ge­gründet und mit reichem Besitz ausgestattet. In einer Urkunde vom 22. August 1730 (Abt. 61 Nr. 112) kauft der Bischof für 12000 Gul­den das Hofgut und ehemalige Kloster Liebenau mit einer dazugehörigen Mühle und zahlreichen Besitzungen, um so den Bestand der Stiftung zu gewährleisten. Vor seinem Tod vermachte er einen großen Teil seines Vermögens der Stiftung, um das neu erbaute Hospital­gebäude zu vollenden, damit nun endlich auch die Pfründner einziehen konnten. Zu Beginn der französischen Zeit (1798), in der die Baulichkeiten zerstört wurden, erfolgte die Umwandlung in ein Zivilhospital, das mit anderen Hospitälern des Kantons Pfeddersheim ver­einigt wurde. Durch ein Dekret vom Jahre 1801 erlangte das Hospital Neuhausen seine Selbständigkeit und den Namen zurück. Als Sitz der Stiftung, deren Vorsitz der Bürgermeister von Horchheim inne hatte, wurde Horchheim bestimmt. Weiterhin wurden die 14 linksrhei­nischen Mitgliedsgemeinden festgelegt, deren Bürger von den Geldern profitierten und deren Gesandte die Verwaltungskommission bil­deten. Diese waren: Beindersheim, Bobenheim, Dirmstein, Hettenheim, Leidelheim (später Hettenleidelheim), Horchheim, Laumersheim, Mörsch, Neuhausen, Neuleiningen, Rheindürkheim, Roxheim, Weinsheim und Wiesoppenheim. Im Jahre 1855 wurde ein revidiertes Stifts­statut in Kraft gesetzt, das 1948 von einer neuen Satzung abgelöst wurde.Das frühere Spital existiert - unter der Aufsicht der Hospital­kommission auf Grundlage eines aus landwirtschaftlichen Flächen bestehenden Hospitalvermögens in 20 Ortsgemarkungen in und um Worms - als Stiftung bis heute fort 286.

 

 

Mühlen:

Der Mühlpfad führt von der Binger Straße, unterhalb der Bergkirche, nach Osten und markiert den Verlauf des alten Mühlbachs, an dem die Riesenmühle, die Dreihornmühle und die Liebenauer Mühle standen 287.

 

Südwestlich von Hochheim zweigt von der Pfrimm der durch Hochheim führende Mühlbach ab. Dieser wurde erst 1982 zugeschüttet 288.

 

Während des 30jährigen Kriegs lagerte das Regiment des Obristen von Waldmannshausen zwischen Hochheim und Neuhausen und leg­te 1621 eine militärische Situationskarte an, die erstmals eine Ansicht von Hochheim zeigte. Deutlich sichtbar sind hierin die Mühle und der Mühlbach, der Hochheim in zwei Teile trennte und über den zwei Brücken führten 289.

 

Die erste Hochheimer Parzellenkarte von 1836 zeigt den Mühlbach mit den drei Brücken über die Konventstraße, Tafelgasse und Binger Straße führen 290.

 

Am 5.4.1391 wird das Weistum über die Rechte des Stiftes Neuhausen an dem Bach Pfrimm errichtet. Hierzu kam es zu einer Zusam­menkunft der durch das Weistum betroffenen Personen, darunter „dominus Johannes de Cellis magister structure fluvii dy Pryme ac ...viri Adolff de Oppenheim magister molitorum ac scultetus dicti fluvii, Jacobus de Horgheim in molendini Hocheim, Hertel moli­tor in molendi­no dominorum Wormaciensis, Heilchin in Froschmolen in Pfeffelnkeim, Hen der Zeiszolffen son in molendino Engel­manni, Ecke in molen­dino monialium de Libenawe et Philippus in molendino dominorum Schonawensium, scabini dicti fluvii ...“ [Herr Johannes von Zell der Verantwortliche für den Zustand des Flusses Pfrimm, der Herr Adolph von Oppenheim der Verantwortli­che für die Mühlen und Schult­heiß des genannten Flusses, Jacob von Horchheim von der Hochheimer Mühle, Hertel der Müller auf der Herrenmühle Worms, Heilchin von der Froschmühle in Pfiffligheim, Hen der Sohn der Zeiszolffen von der Engelmann Mühle [in Hochheim], Ecke von der Mönchsmühle in Liebenau [Liebenauer Mühle in Hochheim] und Philippus von der Herrenmühle des Klo­sters Schönau, Ratsherren des Flusses …] 291.

 

Photo:

- Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 116 (Mühlbach) und S. 118 (Mühlbach im Schatten der Bergkirche)

 

Karte:

- Militärkarte des Regiments von Waldmannshausen von 1621: Während des 30jährigen Kriegs lagerte das Regiment des Obristen von Waldmannshausen zwischen Hochheim und Neuhausen und legte 1621 eine militärische Situationskarte an, die erstmals eine Ansicht von Hochheim zeigte. Deutlich sichtbar sind hierin die Mühle und der Mühlbach, der Hochheim in zwei Teile trennte und über den zwei Brücken führten 292.

- Denkmaltopographie, Bd. 10 Worms, S. 219: Karte mit dem Verlauf des alten Mühlbachs, an dem die Riesenmühle, die Dreihornmühle und die Liebenauer Mühle standen

- Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 107 (Beckmann-Plan von 1913)

- Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 106 (erste Hochheimer Parzellenkarte von 1836)

 

 

- Denzenmühle:

im Verzeichnis der Ortschaften etc. im Großherzogtum Hessen vom September 1839 ist die Denzenmühle in Hochheim mit 7 Einwoh­nern aufgeführt 293.

 

 

- Dreihornmühle, Dreiherrn Mühle 294:

die Mühle lag am Mühlbach, der südwestlich von Hochheim von der Pfrimm abzweigt, zwischen Hochheim und Neuhausen, östlich der Froschmühle 295.

 

Im Frankenthaler Wochenblatt vom 9.5.1825 wird der freiwillige öffentliche der Verkauf der Mühle annonciert: „Die zu Hochheim, Kan­tons Pfeddersheim, eine Viertelstunde von Worms, gelegene sogenannten Drei-Horn-Mühle, mit zwei Mahlgängen, einem Schäl­gang, und dem laufenden Geschirr samt sehr geräumigen Wohn- und Oeconomie-Gebäuden, alles in dem besten Zustande; sodann ... Acker­feld ... ist zu verkaufen ...“. 296

 

Im Verzeichnis der Ortschaften etc. im Großherzogtum Hessen vom September 1839 ist die „Dreihornsmühle“ in Hochheim aufge­führt 297.

 

Peter Conrad (Sohn des Müllers auf der Liebenauer Mühle in Hochheim, Johann Jakob *Conrad) war Müller auf der Dreihornmühle in Hochheim; ∞ mit NN. Hellwig, Tochter des Hochheimer Bürgermeisters Philipp Hellwig 298.

 

Karte:

- Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 109 (die Umgebung von Worms, gezeichnet von Christian von Becht­hold, um 1840, hier als Dreiherrn Mühle benannt)

 

 

- Froschmühle / Fuchsmühle:

s. Riesenmühle

 

 

- Klostermühle des Klosters Seebach:

klären: ob identisch mit anderer Mühle+++

 

Die Mühle gehörte dem Benediktinerinnenkloster Seebach (Bad Dürkheim) 299

 

Am 4.7.1466 urkunden Schultheiß und Schöffen zu Horcheheim, Anna von Handschuhsheim, Äbtissin des Klosters Seebach, Benediktiner-Ordens, habe die Mühle in Horchheim samt allen Zugehörden an Hans „Heddeßheimer“ um 8 Mltr Korn jährlichen Zinses auf 4 Jahre in Bestand gegeben 300.

 

 

 

- Liebenauer Mühle, Klostermühle:

auch Knorrmühle 301; die Liebenauer Mühle war die Klostermühle des Klosters Liebenau, das im Osten der Hochheimer Gemar­kung, d.h. nahe an Wormser Gemarkung gelegen war. Allerdings heißt es mehrfach urkundlich, daß die Liebenauer Mühle zu Worms gelegen war, z.B. „die Engelmanns Mühle bei der Liebenauer Mühle zu Worms verkauft zu haben“ 302

 

Die Mühle lag an dem, südwestlich von Hochheim von der Pfrimm abzweigenden Mühlbach, am südwestlichen Dorfrand von Hochheim 303, oberhalb von der Engelmannsmühle.

 

Am 5.4.1391 wird das Weistum über die Rechte des Stiftes Neuhausen an dem Bach Pfrimm errichtet. Hierzu kam es zu einer Zusam­menkunft der durch das Weistum betroffenen Personen, darunter „dominus Johannes de Cellis magister structure fluvii dy Pryme ac ...viri Adolff de Oppenheim magister molitorum ac scultetus dicti fluvii, Jacobus de Horgheim in molendini Hocheim, Hertel moli­tor in molendi­no dominorum Wormaciensis, Heilchin in Froschmolen in Pfeffelnkeim, Hen der Zeiszolffen son in molendino Engel­manni, Ecke in molen­dino monialium de Libenawe et Philippus in molendino dominorum Schonawensium, scabini dicti fluvii ...“ [Herr Johannes von Zell der Verantwortliche für den Zustand des Flusses Pfrimm, der Herr Adolph von Oppenheim der Verantwortli­che für die Mühlen und Schult­heiß des genannten Flusses, Jacob von Horchheim von der Hochheimer Mühle, Hertel der Müller auf der Herrenmühle Worms, Heilchin von der Froschmühle in Pfiffligheim, Hen der Sohn der Zeiszolffen von der Engelmann Mühle, Ecke von der Mönchsmühle in Lie­benau [Liebenauer Mühle in Hochheim] und Philippus von der Herrenmühle des Klosters Schö­nau, Ratsherren des Flusses ...] 304.

 

Das Weben und Walken von Stoffen scheint ein nicht unerheblicher Erwerbszweig der Klöster gewesen zu sein; 1429 November 11 gewährte Pfalzgraf Ludwig III. dem Kloster Hochheim das Recht des freien Tuchverkaufs sowie die Freiheit, seine Tücher in der Walkmühle des Klosters in Hochheim ohne Widerspruch der Wormser Zünfte walken zu lassen 305. Das Kloster setzte seinen eigenen Müller in Hochheim ein, wie auch aus einem Vergleich (1406 März 19) zwischen dem Kloster und den Müllern an der Pfrimm hervorgeht, an dem auch der Müller der Liebenauer Mühle beteiligt war 306. Die Müller an der Pfrimm bildeten eine eigene Zunft, zu der u.a. auch die Mühlen der Klöster Liebenau und Hochheim sowie die des Domstifts und der Zisterzienser von Schönau zählten 307.

 

Am 2.4.1413 wird in einer Urkunde des Hochstifts Worms u.a. als Müllermeister benannt der Peter Lindheim (Lynthem) in der Liebenau­er Mühle 308

 

Die Liebenauer Mühle wird auch in Ortsbeschreibung am 17.12.1419 erwähnt. Am 17.12.1419 bekundet der Offizial des Probstes von St. Paul zu Worms, daß vor ihm im Gericht die Hebel, Witwe des Heinz Engelmann, Bürgerin zu Worms, dem Henne *Osthufer und dessen Ehefrau Getze gegen einen jährlichen Zins von 28 Malter Korn Wormser Maßes, eine Mühle zwischen der Herrenmühle [Domherrenmüh­le in Worms] und der Klostermühle Liebenau in Erbbestand gegeben haben 309.

 

Die Liebenauer Mühle wird auch in Ortsbeschreibung am 29.4.1469 erwähnt. Am 29.4.1469 bekundet Nicklaus Mergentheimer, Ratsherr zu Worms, Schultheiß der Dörfer Hochheim und Pfiffligheim, daß vor ihm und den Hübnern im Gericht, der Henn Reder von Pfedders­heim und dessen Ehefrau Else vom Ritter Wolf Kämmerer von Dalberg die Mühle zwischen der Domherrenmühle und der Liebenauer Mühle bei Worms [d.h. der Engelmannsmühle] gegen einen jährlichen Zins von 48 Malter Korn Wormser Maß in Erbbestand genommen haben 310.

 

Am 11.2.1505 bewilligen Dechant und Kapitel des Stiftes St. Cyriakus zu Neuhausen bei Worms und die Müller auf der Pfrimm der Elisa­beth „Salwinterin“, Priorin des Klosters St. Agnes zu Liebenau [bei Worms], selbst auf Lebenszeit die Mühle durch einen nicht zünftigen Müller betreiben zu lassen, da das Kloster keinen zünftigen Müller zum Betrieb der neu errichteten Mühle auf der Pfrimm erhalten konn­te 311.

 

In einer Urkunde vom 22.8.1730 312 kaufte der Wormser Bischof Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg zur Ausstattung des von ihm gestifte­ten Hospitals Neuhausen in Horchheim für 12000 Gulden das Hofgut und das ehemalige Kloster Liebenau mit der dazugehörigen Mühle, um so den Bestand seiner Stiftung zu gewährleisten 313.

 

Johannes Knorr (ref.; 29.9.1739 Hochheim - † 7.6.1807; ∞ I 4.10.1761 in Hochheim mit Maria Magdalena Weiß [ref.; 13.7.1736 Hoch­heim - † 9.8.1778 Hochheim]; ∞ II 8.2.1780 in Marnheim mit Maria Sophia Armknecht [9.11.1756 Marnheim - † +/- 31.10.1828 Worms; Enkelin des Schmiedemeisters und Gerichtsverwandten in Marnheim Joh. Adam Armknecht und der Anna Christina Kenner]) war Gerichtsmann, Kirchenvorsteher, kurpf. Einnehmer und Besitzer der Kloster- u. Knorrmühle 314.

 

Ende des 18. Jh. war Johann Jacob *Conrad der Eigentümer der Liebenauer Mühle 315. ∞ 1800 mit Christina Gisbert (Tochter des aus Gundheim stammenden Bäckers Joseph Gisbert und der Maria Elisabetha Lorenzen); Conrad betrieb ab 1806 die Liebenauer Mühle, die er 1820 ersteigerte. Aus der Ehe gingen die Söhne Georg Conrad (Müller auf der Schleifmühle in Neuhausen), Peter Con­rad (Müller auf der Dreihornmühle; ∞ mit NN. Hellwig, Tochter des Hochheimer Bürgermeisters Philipp Hellwig) und der Johannes Conrad (Müller und Betriebsnachfolger auf der Liebenauer Mühle) 316.

 

Karte:

- Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 107 (Beckmann-Plan von 1913)

 

Photo:

- Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 118 (das mächtige Wasserrad der Klostermühle)

 

 

- Riesenmühle, Riesenmühle, Schach'sche Mühle, Froschmühle, Engelmühle:

heute Anwesen „Am Mühlpfad 6“; die ehemalige Riesenmühle oder Schach'sche Mühle ist heute weitgehend abgegangen. In der Pforte des heutigen Anwesens ist eingemauert ein Schlußstein mit Mühlrad, bez. „MK 1747“, der von der ehemaligen Stiftsmühle stammt 317. 1364 lag die Riesenmühle „nydewendig des des dorffes zu Hoch­eim 318.

 

Die in der französischen Militärkarte von A. de Regemontes von 1735 eingezeichnete 'Forchsmühl' lag westlich von Neuhausen in Rich­tung auf Hochheim 319, westlich der Dreiherrn-Mühle 320.

 

Die Riesenmühle (jeweils nach Besitzern auch Frosch-, Engel-, Eberhardt-, Boller oder Schach'sche Mühle genannt) war ehemals wie alle vier Hochheimer Mühlen in Kirchenbesitz 321. Bei Boos 322 als Froschmühle bezeichnet, bei Fabry 323 als Fuchsmühle bezeichnet.

 

Am 11.7.1364 wird vor dem Schultheißengericht zu Worms den Vertretern des Domstifts das Recht des Domstifts u.a. auf der Resen­mühle in Hochheim zugesprochen 324.

 

Am 5.4.1391 wird das Weistum über die Rechte des Stiftes Neuhausen an dem Bach Pfrimm errichtet. Hierzu kam es zu einer Zusam­menkunft der durch das Weistum betroffenen Personen, darunter „dominus Johannes de Cellis magister structure fluvii dy Pryme ac ...viri Adolff de Oppenheim magister molitorum ac scultetus dicti fluvii, Jacobus de Horgheim in molendini Hocheim, Hertel moli­tor in molendi­no dominorum Wormaciensis, Heilchin in Froschmolen in Pfeffelnkeim, Hen der Zeiszolffen son in molendino Engel­manni, Ecke in molen­dino monialium de Libenawe et Philippus in molendino dominorum Schonawensium, scabini dicti fluvii ...“325 [Herr Johannes von Zell der Verantwortliche für den Zustand des Flus­ses Pfrimm, der Herr Adolph von Oppenheim der Verant­wortliche für die Mühlen und Schultheiß des genannten Flusses, Jacob von Horchheim von der Hochheimer Mühle, Hertel der Müller auf der Herrenmühle Worms, Heilchin von der Froschmühle in Pfifflig­heim, Hen der Sohn der Zeiszolffen von der Engelmann Mühle [in Hochheim], Ecke von der Mönchsmühle in Liebenau [Liebenauer Mühle in Hochheim] und Philippus von der Herrenmühle des Klosters Schönau, Ratsherren des Flusses ….].

 

Am 2.4.1413 wird in einer Urkunde des Hochstifts Worms u.a. als Müllermeister benannt der „Anthis in der Riesen mühle“ zu Hoch­heim 326.

 

Der Schlußstein am Gebäude der Riesenmühle trägt die Jahreszahl 1747.

 

1891 wurde, da die Wasserkraft höchstens bei 8 PS lag, ein Dampfkessel benötigt. So erhielt die Wassermühle damals einen Fabrik­schornstein. 1918 erfolgte die Umstellung auf Elektrobetrieb. In vier Mahlgängen wurde für Futterzwecke Getreide und Erdnußschalen geschrotet. 1953 brannte die Mühle zum Teil ab und wurde schließlich 1962 an das Martinsstift verkauft, das hier sein neues Kranken­haus plante. Als es nicht zum Bau kam, gelangte das Gelände an die „Rheinmöve“ Worms, bis es schließlich parzelliert als Baugelände verkauft wurde 327.

 

Die Schach'sche Mühle lag außerhalb des Dorfes frei in Feldern und Wiesen. In den 1980er Jahren entstand hier ein Neubaugebiet so­wie 1975 ein Bildungszentrum 328.

 

Karte:

- Militärkarte des Regiments von Waldmannshausen von 1621: Während des 30jährigen Kriegs lagerte das Regiment des Obristen von Waldmannshausen zwischen Hochheim und Neuhausen und legte 1621 eine militärische Situationskarte an, die erstmals eine Ansicht von Hochheim zeigte. Deutlich sichtbar sind hierin die Mühle und der Mühlbach, der Hochheim in zwei Teile trennte und über den zwei Brücken führten 329.

- Französische Militärkarte von A. de Regemontes von 1735, abgedruckt bei Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 107, dort als 'Forchsmühl' bezeichnet

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Bd. 10: Worms, S. 22: ehemalige Riesenmühle: Türsturz mit Mühlrad und Jahreszahl 1747 stammend von der ehemaligen Stiftsmühle

- Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 119 (Schach'sche Mühle um 1891 mit Fabrikschornstein)

- Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 112 (Schach'sche Mühle)

 

Urkunden/Literatur:

- Stadtarchiv Worms Best 005 Nr. 04037: enthält u.a. eine ausführliche Beschreibung der Schrotmühle Schach, 1923-1932

 

 

- Stiftsmühle:

in Ortsmitte gelegen 330, heute Anwesen Keimstraße 5, etwas ab­seits westlich der Straße gelegen 331. Die Lage der ehemaligen Müh­le zeigt, daß der ursprüngliche Mühlbach erheblich nach Süden verlagert worden ist.

 

1413 erbaut, Wiederaufbau 1717, 1894 kaputt saniert, im Erdgeschoß Teile des barocken Gebäudes, aus Bruchsteinmauerwerk. Dort In­schriftentafel vom Wiederaufbau 1717 durch den kurpfälzischen Hochheimer Amtsoberfauthen und Schaffner Johann Hermann Otto er­halten 332.

 

Am 2.4.1413 wird in einer Urkunde des Hochstifts Worms u.a. als Müllermeister benannt der Jeckel Müller zu Hochheim 333.

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Bd. 10: Worms, S. 22: Inschriftentafel an der ehemaligen Stiftskirche

 

 

- Walkmühle:

gehörte dem Kloster Himmelskron in Horchheim 334.

 

Um 1388 schloß das Kloster Himmelskron wie auch der benachbarte Liebenauer Konvent mit der Wormser Weberzunft einen Vertrag ab. Den Nonnen gewährte 1429 335 Pfalzgraf Ludwig III. Zudem das Recht zu Walken, selbstgefertigte Tücher in Worms, Speyer und Mainz färben zu lassen, vor allem aber ihre Produkte ungehindert von den Wormser Zünften in der Stadt Worms zu verkaufen. Weben und Walken war ein nicht unerheblicher Erwerbszweig des Klosters 336.

 

 

- Walkmühle des Klosters Hochheim:

Das Weben und Walken von Stoffen scheint ein nicht unerheblicher Erwerbszweig der Klöster gewesen zu sein; 1429 November 11 gewährte Pfalzgraf Ludwig III. dem Kloster Hochheim das Recht des freien Tuchverkaufs sowie die Freiheit, seine Tücher in der Walkmühle des Klosters in Hochheim ohne Widerspruch der Wormser Zünfte walken zu lassen 337. Das Kloster setzte seinen eigenen Müller in Hochheim ein, wie auch aus einem Vergleich (1406 März 19) zwischen dem Kloster und den Müllern an der Pfrimm hervorgeht, an dem auch der Müller der Liebenauer Mühle beteiligt war 338. Die Müller an der Pfrimm bildeten eine eigene Zunft, zu der u.a. auch die Mühlen der Klöster Liebenau und Hochheim sowie die des Domstifts und der Zisterzienser von Schönau zählten 339.

 

 

 

 

 

Hochspeyer:

VG Hochspeyer, Lk Kaiserslautern; war ein gemeinschaftlicher Ort (Kondominium) zwischen Kurpfalz, Leiningen und von Wall­brunn; ab 1416 hat Hochspeyer vier Herren: 3/6 Leiningen-Altleiningen (später Leiningen-Westerburg), 1/6 Leiningen-Hardenburg, 1/6 Nassau-Saarbrücken und 1/6 Steb von Inseltheim (Einselthum, später deren Erben, die von Waldbrunn). 1680 tritt Leiningen-We­sterburg seine Hälfte von Hochspeyer an Leiningen-Hardenburg ab, das nun 4/6 des Dorfes innehat; 1706 erwirbt Kurpfalz durch Tausch das nassaui­sche Sechstel und übt gegen den Willen der beiden anderen Ortsherren hoheitliche Rechte aus 340.

 

Der ursprünglich leiningische Ort Hochspeyer wurde 1416 vierherrig. Damals verkauften Graf Johann von Leiningen-Rixingen und seine Frau Else von Lützelstein das Schloß und Dorf Frankenstein, ihren Teil – an Hochspeyer, die Hälfte der Dörfer Albisheim an der Pfrimm, Rittersheim, Morschheim und Orbis für 5000 Gulden an Graf Emich VI. von Leiningen-Hartenburg, Graf Philipp I. von Nassau-Saar­brücken und an den Ritter Dieter Steb von Inseltheim (Einselthum) 341. Von den drei Käufern besaß somit jeder ein Sechstel des Dorfes. Die vom Verkauf nicht betroffene Hälfte gehörte bereits seit 1317 der Linie Leiningen-Dachsburg mit Sitz in Altleiningen 342. Mit dem Tod des Landgrafen Hesso trat ein Wechsel: Die neue Linie Leiningen-Westerburg übernahm das Erbe von Leiningen-Dachsburg 343. Um 1550/151 gab es noch einen Wechsel, als der Besitz der Steben von Inseltheim an die Junker von Wallbrunn von der Linie Partenheim überging 344. Das vierherrige Kondominium bestand bis über den 30jährigen Krieg hinaus.

 

Literatur:

- Neumer, Franz: Hochspeyerer Untertanen zwischen 1577 und 1627; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 1981; S. 513-525

 

 

Mühlen:

Die erste Hochspeyerer Mühle lag wohl nicht an der späteren im sog. Mühlhof. In der Grenzbeschreibung des Münchhofs in Hochs­peyer von 1217 findet sich der Ausdruck Mulenburnen d.h. Mühlenborn; damit ist eine Quelle bezeichnet, die 100 m östlich des Bahn­hofs in einer Dohle zutage tritt; hier lag auch einmal der Mühlenteich. Beide Bezeichnungen weisen darauf hin, daß die erste Mühle hier stand. Wann sie verlegt wurde, ist unbekannt.

 

Auch im Weistum von 1489 wird die Mühle genannt 345.

 

 

- Hochspeyerer Mühle:

in den Einwohnerverzeichnissen zwischen 1577 und 1627 ist kein Müller in Hochspeyer genannt 346; die Bewohner haben wohl auswärts mahlen müssen. Es ist zu vermuten, daß Hochspeyer jahrhundertelang ohne Mühle war; aus den überlieferten Urkunden ist ersichtlich, daß die Hochspeyerer Bauern ihre Frucht zur nahen *Entersweilermühle, zur Papiermühle in Kaiserslautern oder zur Diemersteiner Müh­le zum Mahlen brachten. 1673 beschwerte sich die Gemeinde über den hohen Zoll, der in Lautern und Diemerstein gefordert werde 347.

 

Erst nachdem Leiningen-Hardenburg die Mehrheit im Dorf erlangt hatte, verfügten die Grafen auch über ausreichenden Grundbesitz, insbesondere die Brühlwiese, ein Viele Morgen umfassendes Wiesengelände zwischen dem Springweiher und der heutigen Wiesenstraß­e, und damit über den geeigneten Platz zur Errichtung der Mühle. Durch den Heimfall herrenloser Güter in dem durch den 30­jährigen Krieg weitgehend entvölkerten Ort, konnten die Grafen ihre Neugründung mit insgesamt 63 1/2 Morgen Land ausstatten. unter diesen günstigen Umständen schuf Graf Friedrich Emich von Leiningen-Hartenburg zwischen 1680 und 1700 den Mühlhof. Er umfaßte “Unseren eigentümlichen Hof und dazugehörige Gärten, Äcker, Wiesen und Weidestücke zu Hochspeyer, nichts davon aus­genommen, samt der darauf erbauten Mahlmühle” 348.

 

Die früheste urkundliche Erwähnung des Mühlhofs datiert von 1710. Am 8.12.1710 wurde der Mühlhof an den um 1683 geborenen Ja­cob Barth +++prüfen: dieser lebte noch 1720 in Münchweiler/Alsenz; arg. ex. Taufdatum des Sohnes Johann Peter Barth+++, hochgräflich leiningischer Hofmann und Müller in Hochspeyer, durch Erbbestandsbrief vergeben; vorher befand sich der Hof eine zeitlang im Temporalbestand. Wahrscheinlich ist die Mühle nach den Beschwerden der Einwohner durch den Grafen von Leiningen-Hartenburg errichtet worden, der seit 1680 insgesamt 4/6 des Dorfes besaß 349. Der Erbbestand an Jacob Barth wurde 1723 erneuert mit dem Regierungsantritt des Grafen Friedrich Magnus von Leiningen-Harten­burg (err.). Die Mühle lag auf dem Ge­lände des sog. Mühl­hofs Erbbestandsbriefe von 1710, 1723, 1776 wurden ausgestellt durch den Grafen von Leiningen-Hardenburg 350; ursprünglich bildete Hof und Mühle eine Einheit; dabei blieb es solange Hofgut und Mühle den Mitgliedern der Familie Barth zufiel; nach dem Tod des Jakob Barth († 5.7.1749 beerd. im Alter von 66 Jahren) folgten sein ältester Sohn Peter *Barth (∞ mit Mar­garethe Elisabeth, auch Katharina *Schramm) und dessen jüngerer Bruder Johann Heinrich (1) *Barth, der den Bauernhof übernahm; ein Erbbestandsbrief wurde nicht erteilt, es fand vielmehr eine interne Realteilung in der Familie statt. das änderte sich erst mit dem Tod des Peter *Barth; dieser starb bereits im Januar 1750 im Alter von nur 30 Jahren und wurde am 19.1.1750 in Hochspeyer beer­digt. Auch die drei Kinder aus der Ehe starben noch im Frühjahr 1750; übrig blieb aus der Familie des Peter Barth allein seine junge Witwe Margarethe Elisabeth, auch Kathari­na *Schramm; diese beerbte ihren Mann mit dessen Anteil am gesamten Erbbestand; sie heiratete bereits am 30.6.1750 in Hochspeyer den Johann Peter *Henrich (auch Heinrich), der bis 1.11.1793 als Müllermeister in Hochspeyer erscheint. Durch diese Einheirat von 1750 wurde Johann Peter *Henrich Müller auf der Hochspeyerer Mühle; es kam jetzt zu erheblichen Differenzen mit dem Mitbesitzer Jo­hann Heinrich (1) *Barth, dem Hofbauern auf dem Mühlhof, die ihren Aus­gang in der Bewässerung der Wiesen zwischen Mühle und Springweiher nahmen; der Hofbauer verwendete Wasser aus dem Mühlen­graben zur Bewässerung der Wiesen, wodurch der Müller Henrich sich im Betriebe seiner Mühle beeinträchtigt sah. Da der Konflikt innerhalb der Familie nicht gelöst werden konnte, wandte sich der Müller Johann Peter *Henrich zunächst an die Leiningische Regie­rung, deren Behörden ihn wahr­scheinlich nicht zufriedenstellten; so erhob er schließlich Klage vor dem kurpfälzischen Appellations­gericht Mannheim; dieses war an sich nicht zuständig, da die Mühle zum Grafschaft Leiningen-Hartenburg gehörte, und damit das Leininger Gericht zuständig ge­wesen wäre. Nach jahrelangem Prozeßverfah­ren, bei dem die Zuständigkeit und auch die Hoheitsfrage zwischen Leiningen und Kur­pfalz die zentrale Rolle spielte, scheint sich Leinin­gen mit seiner Auffassung gegenüber Kurpfalz durch­gesetzt zu haben, denn 1776 endete der Prozeß zwischen dem Müller Johann Peter *Heinrich und seinem Schwager dem Hofbestän­der Johann Heinrich (1) Barth mit einem Vergleich., auf dessen Basis der Erbbestands­brief 1776 bestellt wurde 351.

 

In der Französischen Revolution fiel der Besitz als herrschaftliches Gut an den Französischen Staat; die Beständer hatten zunächst die Erbpacht an die Französische Republik zu zahlen; das Eigentum wurde schließlich versteigert 352 und fiel an Alexander Jacomin de Male­spine aus Zweibrücken 353.

 

1818/19 kam es zur Veräußerung des Mühlweihers in Hochspeyer 354.

 

Die auf dem Mühlhof und Gut lastende Erbpacht wurde am 16.1.1831 mit 1900 fl durch den Müller Johann Heinrich Henrich abgelöst 355. Auf Johann Peter Henrich und den Mit-Erbbeständer und Hofbauern Johann Heinrich (1) *Barth und folg­ten die Söhne Johann Georg Henrich und Jo­hann Heinrich (2) Barth († 18.4.1813 Hochspeyer); 1815 erhielt Johann Heinrich Henrich den Besitz von seinen Eltern (Johann Ge­org Henrich und Elisabeth Eicher) übertragen 356.

 

Reihenfolge der Müller:

- 1710/5.7.1749 Jakob *Barth († 5.7.1749)

- 5.7.1749/30.6.1750 Margarethe Elisabeth, auch Katharina *Schramm; diese beerbte ihren Mann mit dessen Anteil am gesamten Erb­bestand; sie heiratete bereits am 30.6.1750 in Hochspeyer den Johann Peter *Henrich (auch Heinrich)

- 30.6.1750/1.11.1793 Johann Peter *Henrich

- 1.11.1793/18.4.1813 Johann Heinrich (2) Barth und

- 1.11.1793 Johann Georg Henrich

- 11.12.1815 Johann Heinrich Henrich

 

Literatur/Urkunden:

- Karch, Philipp: Mühlen im Hochspeyertal, in: Pfälzer Heimat 1970, S. 90

- Ludt, Wilhelm: Von der Hochspeyerer Mühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein, 1967, 84-90

- Seeh, Leopold: Die Gräflich Leininger'sche Mühle im Mühlhof zu Hochspeyer; in: Der 7. Tag (Pfalz. Volksztg). 1930. Nr. 15., 1930

 

 

 

 

 

Hochstadt bei Landau:

s. *Niederhochstadt, *Oberhochstadt

 

 

 

 

 

Hochstätten / Alsenz:

VG Bad Münster am Stein, Lk Kreuznach, bis 1969 Lk Rockenhausen 357.

 

Das Dorf wurde politisch maßgeblich von den Wild- und Rheingrafen bestimmt; Einführung der Reformation nach 1555, Konfession lu­therisch; Kirchenbücher ab 1690 358. Durch Tausch 1553 von der Herrschaft Reipoltskirchen an die Rheingrafen von Grumbach ge­langt, und bei der Teilung dieses gräflichen Hauses in die Linien Grumbach und Rheingrafenstein 1699 dem älteren Bruder, Leopold Philipp Wilhelm von Grumbach zugefallen, kam Hochstätten durch weiteren Tausch 1755 (im Zuge des Homburger Austauschs) vom Grafen Karl Walram von Grumbach an Pfalz-Zweibrücken und schließlich durch den Selz-Hagenbacher Austausch 1768 an Kurpfalz 359.

 

Mühlen:

1366 gehörte Hochstätten den Herren Hohenfels und Reipoltskirchen. Diese verkauften am 14.8.1366 ihr Dorf samt Gericht, Wasser, Weide, Mühlen, Backhaus u.a. an den Ritter Dietze von Wachenheim. Die Mühle zahlte damals eine Pacht von 5 Pfund Heller 360.

 

Im Weistum für Hochstätten von 1543 wird in § 7 der Mühlenbann angeordnet 361.

 

- Mahl- und Ölmühle Hochstätten, Mühle im Dorf:

die Mühle lag „in dem Dorf Hochstetten“ 362 an der Alsenz gelegen; die Mühle war Bannmühle, wie sich aus der Beschwerde des Müllers Steffen Michel vom 27.9.1614 ergibt: „... mei­ner Mühle zu Hochstetten, so ein Bann Mühlen ...“ 363, bzw. die „ober Mill au­ßerhalb des Orths“ 364.

 

Am 27.9.1614 beschwert sich der Müller zu Hochstätten Steffan Michell bei der rheingräflich-steinischen Regierung darüber, daß der Schultheiß zu Hochstätten, Velten Schneider, unter Bruch des Mühlenbannrechts, Frucht in die Mühle nach Altenbaumberg gebracht hat 365. Steffan Michell führt in seinem Schrei­ben vom 27.9.1614 weiter aus, er bewirtschafte die Bannmühle nun drei Jahre, die umliegen­den Müller würden ihm aber ständig „in den Bann“ fahren, daher könne er trotz seines Fleißes die Pacht nicht aufbringen, es reiche nicht einmal für den Unterhalt seiner Fa­milie und des Gesindes. Obwohl er nun das Recht erhalten habe, den auswärtigen Mül­lern bei Verlet­zung seines Bannrechts Frucht und Esel abzunehmen, um diese dann dem Schultheißen zu übereignen, habe er feststel­len müs­sen, daß „der hiesige Schultheiß Va­lentin Schneider höchst persönlich dem Müller zu Altenbamberg Frucht in die Mühle ge­fahren hat und mir (ihm) begegnet ist.“ Er fährt fort: „Als ich ihm Frucht und Esel abgenommen und in seine Behausung zurückge­führt, haben der Schult­heiß und seine Haus­frau mich nicht allein mit allerhand Schmähworten zum höchsten angetastet, sie sind auch mit einer ei­sernen Zange über mich herge­fallen, sie haben mich geschlagen und verwundet. Dies gebührt einem Diener der Obrigkeit nicht. Des­halb muß ich ge­gen ihn Öffent­lich Klage wegen Gewalttätigkeit erheben.“ 366.

 

In einem Aktenvermerk vom 18.10.1619 heißt es: „... ist mit Elias *Weinßheimer, weillen Jetziger Zeit in der Bann Mühlen bey Hochstet­ten, ahn der Alsenz gelegen, Rheingräflich Steinischer Obrickeit nach folgender Weiße verabschitt, nehmlich, daß er und sei­ne erben, solange sie gedachte mühl in henden haben werden, ... [eine] Pfacht ...gutt gesunder Frucht, ... gutt, uff Michely lieffern schultig sein sollen ... 367. Auf der Rückseite der Urkunde befindet sich der Vermerk: „Be­richt Wie man mit dem Hochstetter Müller gehandlen, den 18. novembris anno 1625“ 368.

 

Am 18.8.1707 heiratet in Jeckenbach der Müller Johannes Si(e)ber (Sohn des † Müllers zu Hochstätten u. Dhaun *Johannes Sieber) die Müllerstochter Maria Christina Barth (T.d. Des Müllers zu Jeckenbach, Henrich Barth) 369.

 

In einem jüngeren Aktenvermerk (vom 28.2.1765) heißt es: „Kauff dieser Mühl bey Hochstetten an der Alsentz gelegen, so eine Bann­mühl vor gdcht: Dorf ist, hat in älteren Zeiten ein Erbpfacht von 6 Mltr Kreuznacher Maaßung gehabet, welche vermög accords und brieffs von 18ten gbris 1625 wegen der Schweinsmastung um 3 Mltr Korn erhöht ...“ 370.

 

1653 hat Heinrich *Grimm die Mühle zu Hochstätten mit Genehmigung des Grafen zu Salm und Kyrburg und Rheingrafen zu Stein „ge­kauft“ und einen Erbbestandsbrief erhalten (Anmerkung im Kaufbrief seines Sohnes Johannes Grimm vom 14.10bris 1684 371). Henrich Grimm kaufte die Mühle 1653, als diese „noch mehrenteils wüst und ungebaut gestanden, um 107 fl von Rheingraf Adolf 372.

 

Auch 1663 ist Heinrich *Grimm der Müller auf der Bannmühle Hochstätten. Mit einem Schreiben vom 14.7bris 1663 wenden sich Schultheiß und Gericht Hochstätten an die rheingräfliche Verwaltung und teilen mit, „... daß vor uns erschienen Heinrich Grimm Müller alhir, und uns gebeten, weil er noch ein Ziemliches an rückständigem Pfacht gnädi­ger Herrschaft schuldig, welchen er diß Jahr zu liefern versprochen, das große Gewässer ihme aber an seiner Mühlen Scheuer, undt darin liegenden Fruchten, so mitt dem Wasser weg gefah­ren, großen Schaden zugefüget ...“. Wie sich aus der gleichen Urkunde er­gibt, ereignete sich das Hochwasser am 18.8.1663 373.

 

Auf Heinrich Grimm folgt dessen Sohn, Johannes *Grimm († vor 1706), der in einem rheingräflichen Konfirmationsschein vom 24.10.1684 als Müller und Erbbeständer erwähnt ist und die Mühle aus dem Erbe seines Vaters übernommen hatte 374. Am 12.12.1695 heißt es in einem Schreiben des Schultheiß von Hochstätten: „Überbringer dießes der Müller von Hochstetten, hat bey gnd. Herrschaft umb etliche Stamm Holtz auß dem Herrschftl: Waldt für einen Wellbaum und zu einem Dach unterth: angesucht ...“ 375.

 

Nach dem Tod des Müllers Johannes Grimm († vor 1706) wurde die Mühle von dem Administrationsmüller und „zeitlichen Bestän­der“ Johannes Jacob *Steinert während der Grimm'schen Erbauseinandersetzung auf Anordnung der rheingräflichen Verwaltung ge­führt 376.

 

Am 7.7.1720 war „Johann Adam Knecht, Müller zu Hochstät­ten auf der Alsenz“ Pate bei der Taufe des Johann Adam Engelhart (geb. 5.7.1720 Alzey), Sohn des „Johann Georg Engelhart, Rechenmüller und Ehefrau Anna Clara“ 377.

 

In einem Schreiben der wild- und rheingräflichen Verwaltung zu Grumbach vom 20.2.1722 betreffend einen Vergleich zwischen dem Müller auf der Mahlmühle zu Hochstätten, Johann Adam Knecht und seinem Sohn Johann Philipp Knecht heißt es: „Nachdem sich aus der mit dem Johann Adam Knechten von Hochstetten, an der Alsentz, und dessen Sohn Johann Philipps Knechten Vor hiesigem Ober­schultheiß zu Alsentz ... gehaltener Abrechnung ergeben, daß obgedachter Johann Adam Knecht seinem Sohn sowohl an übernomme­nen Schulden, alß würklich außgezahlter Gulden allschon Vor der sein Johann Philipps Knechten Hauß Frauen Anna Cathari­na wegen ih­rer eingebrachten Gelder über 1044 fl 18 alb auff die Mühle zu Hochstetten durch einen unterm 13 Septemb: 1723 ergan­genen Ambts gegebener Versicherung, so viel übernomen und zahlt daß gedh: Philips Knechten und seine Frau Anna Catharina wei­len sie ein und an­der Posten allzu hoch angerechnet glaubten, dahin erbotten woheren Ihr respe Vatter und Schwieger Vatter, Ihme zur Bestreitung der in hiesigem Ambt Grumbach[für] vierhundert zwantzig Gulden erkauften ohnweit Ilgesheim gelegenen Wolfs Mühle ....“ 378.

 

Der Müller Johann Adam Knecht hatte die Mühle in Hochstätten seinem anderen Sohn Johann Georg Knecht für 1000 fl übergeben, wo­bei es zum Streit zwischen Vater und Sohn gekommen sein muß. Hierzu berichtet der herrschaftliche Gerichtsschreiber zu Grum­bach, Hans Adam Bengel am 28.3.1735 von einem vergeblichen Versuch, den Zwist zwischen Vater und Sohn beizulegen. Der Mül­ler Johann Adam Knecht berichtet zu Protokoll: „Erstl. wäre die halbe Mühle bestehend im Obergang sambt halb Werth und halbe Garten lt. Con­tract seinem Sohn Johann Georg Knecht übergeben worden vor 1000 fl [ ...]. Während der Jahre als Johann Georg sol­che halbe Mühle besessen, wäre er bey Herren Pfarrer in Schulden (Anm.: insgesamt 800 fl Schulden) gerathen [...] Hierauf habe vor ohngefähr 1½ Jah­ren Johann Georg Knecht mit seinem Bruder Philipßen ein Vergleich getroffen und selbigen in die Zahl: obiger 800 fl und genuß der hal­be Mühl gesetzet und darauf auch noch ein gewisses heraus bekommen. Nach diesem habe der letztere neml. der Johann Philipß ferner bey Herrn Pfarrer aufgenommen 100 fl welche Johann Georg zu seiner Zahl:[...] habe. Hierzu kämen noch 100 fl so der Vadder Hanß Adam Knecht [...] übernommen habe [...]. Dieser Sach wegen klaget der Vadder J: Ad: Knecht daß [...]über 600 fl obligationen in Hän­den habe so er gerichtlich ausgestellt “ 379.

 

Am 3.10.1735 schreibt der Johann Philipp Knecht an die rheingräfliche Verwaltung in Grumbach: „... maßen mein Vatter die Mühl zu Hochstätten Verkaufft, ohne meiner Wißen und Wille, an Schreiner Fritzenhauth von Mannweyler, welchen Kauff nicht zulaßen will, in deme mit 6 Kindern nicht weiß, bey bestehender betrübte Zeit, wo ich hin soll; Ich habe die Helfft Mühl, Laut ohn wieder rechtl: Con­tract in Handen, auch schon 100 fl ... darin verbauet, undt die bürgschafft, welche mein Vatter Vor mich gethan, will thun alle Stundt und Augenblick abhilfen, alß bitte unterthänigst Euer hochgräfl: mich begnädig mit einem Decret, daß der Kauff möge so lang rückfällig bleibe, biß die Sach weiter auß Gemacht ...“ 380. Dem Gesuch wurde offen­sichtlich nicht stattgegeben, denn in einem wei­teren Schrei­ben von 26.10.1735 bittet der Müller Johann Philipp Knecht darum, den herrschaftlichen Räumungsbefehl aufzuheben 381. Es kam dann doch noch zu einer Eini­gung zwischen Vater und Sohn, denn in einem rheingräflichen Schreiben vom 8.11.1735 heißt es: „... daß wir unserem bißherigen Unterthan und Müller zu Hochstätten an der Alsentz Johann Adam Knechten, auf sein un­terthäniges ansuchen gnä­dig erlaubt haben, seine zu ... Hochstätten besitzende eigenthümliche Mahl- und Ohlig Mühlen, sambt allen zu gehör, und darauf haf­tenden Beschwehr­ten so allhier bestehen, Johann Adam Knecht dieselbe biß hiero gemaßen auch der in Han­den habende Kaufbrief vom 26ten Juny 1688 sambt denen dem 25ten Juny 1700 und dem 20ten marty 1728 Überträg= und Confir­mationen ..., ahn Johann Philipps Knech­ten seinen Sohn ... zu verkaufen ...“ 382.

 

Aber schon am 26.4.1736 verkauft der Müller Johann Philippus Knecht „seine zu gedachte zu Hochstätten an der Alsentz liegende ei­genthümliche Mahl, Scheel, und Ohlig Mühl, sambt allem zugehör, wie der von Joh: Philippus Knecht, als Verkäufer von gedachter
Herrschaft und seinem Vatter Erhaltenen Kauf Brieff gäntzlich zeigen wird, wiederum an den Ehrsamen Meister Peter Müller ... um die Summa 3200 fl ... baar zu zahlen, mit der Condition, daß deren 400 fl so Verkäuffer Joh: Philips Knecht, an seinen jüngsten Brud: Joh: Jacob Knecht ihme schuldige 400 fl nicht ehedem zahlen soll, alß ...“ 383.

 

In einem Brief vom 28.7.1738 schildert ein „gehorsamer Diener Briel“: „In was miserablen und elenden Zustandt die Mühle zu Hochstet­ten stehet, wird ... bekannt sein, bey des Müllers Frauen Lebzeiten ist noch nach ihrer Möglichkeit gesorget worden, nach dero Todt aber siehet es auß, als wann gar kein Haußhalter vorhanden wäre, der Müller ist den gantzen Tag betrunken, schwirmbt im gantzen Dorf herum und läßt das Gesind meister sein ....“ 384.

 

Am 13.10.1738 genehmigte der Landesherr Carl Walram Wilhelm Wildgraf zu Dhaun und Kyrburg, auf Ersuchen des bisherigen Erbbe­standsmüllers Johann Peter Müller die Versteigerung der Mühle in Hochstetten vom 1.10.1738 und die Übernahme der Mühle durch den Ersteigerer, den „dermahligen Jäger zu Altenbamberg Peter Scheffern“ und dessen „mit Consorten“ bezeichneten Schwa­ger Johannes *Krebs, dermaligen Hofmann auf dem Stolzenberger Hof“ 385. Krebs übernahm nach dem Ableben seines Schwagers Schäffer († vor 1741) die Mahl- und Ohligmühle in Hochstätten gegen Zah­lung von 2555 fl erbbeständlich 386. Er beschwert sich als Erbbeständer 1741 bei der herrschaftlichen Regierung in Grumbach über das Verhalten der Gemeinde Hochstätten, die sich weigerte, das zur Reparatur der Mühle benötigte Bauholz zu schlagen und auf die Mühle zu verbringen. Am 17.6.1741 wird durch die Be­schwerde durch die rheingräfli­che Verwaltung in Grumbach an die Gemeinde Hochstätten weitergeleitet, mit der Aufforderung hierzu binnen 14 Tagen zu er­widern 387.

 

1750 ist Henrich Bühler als Lehensmüller auf der Mahl- und Ohligmühle Hochstätten. Er widersprach am 14.2.1750 der Aufforde­rung der rheingräflich-grumbachischen Verwaltung zu Grumbach, der Müllerzunft beizutreten. Er führte zur Begründung aus: „So wird einer hochlöbl: Cantzley bekannt seyn daß der alte Knecht, dem die hießige Mühl eigenthümlich zu gehörte [Anm.: es handelt sich wohlum den Müller Johann Adam Knecht oder einen seiner Söhne] in der hießigen Zunft war, und ... so wurde er ohn eracht sei­ner gegen Pro­testation danach von der Zunft aus gestrichen, weil es eine oberschlächtige Mühl ist.“ Weiterhin machte er geltend, daß er nur ein Le­hens-Müller sei 388.

 

Im Mühlenprotokoll vom 6.10.1756 heißt es: „ Die Hochstetter Mühl welche dem Joh: Krebs von Stolzenberg gehörig ist, aber einen Lehnmüller darauff hat, gibt jährl: 10 Mr Pacht. Hat 3 Waßerräder, 2 Mahl­gäng und 1 im Trilles laufenden Scheelgang. Die Wasserrä­der treiben eine Mahl- und eine Ohligmühle“. 389

 

In der „Landsberger Kellerey Rechnung de 1763“ sind die Einnahmen an Geld aus Mühle zu Hochstätten aufgeführt : „der Müller gibt von seiner Mahl Mühle 2 fl, 7 bz, 8 kr“; „dieser von der OehlMühle 4 fl, 7 bz, 8kr.“ Ferner heißt es „Einnahm Korn Mühlen­pfacht zu Hoch­stätten“: „... auß dortiger Bann Mühle im Dorf, so Johannes Krebs vom Stol­zenberg gehörig, nebst: 2 Malter Gerst jährlich.“ 390

 

1765 ist Johannes *Krebs vom Stolzenberger Hof der Besitzer der Mahl- und Ohligmühle im Dorf Hochstätten. Er bittet am 16.2.1765 um Erteilung eines Erbbestandsbriefs. Inzwischen war die Mühle durch dem Homburger Austausch Pfalz-Zweibrücken zu­gefallen. Der Amtskeller Horstmann von der Kellerei Landsberg äußert sich gegenüber der pfalz-zweibrückischen Verwaltung am 21.2.1765 zu diesem Gesuch: „Durch den Homburger Austausch ist erwehnte Mühl Euer Hochfürstlichen Durchlt: abseiten des Rheingräfl: Hauses Grumbach abgetreten, Supplicant [Anm.: der Antragsteller Johannes Krebs] aber seit dem keinen Erbbestand be­gnadigt worden, worum er ... ge­ziemend bittet, solches auch seinem Angeben nach schon vorhin zu weyl: Müller Maurers Zeiten gethan, aber keine gnädige Resolution darauf erhalten haben solle. Dieses Mühlenwerck bestehet dermahlen in einem Gebäude mit Zwey Mahl- und einem Scheel-Gang, welch letzterer in einem Trilles lauffet, und die Ölmühl ist zugleich darin mit angebracht; erste­re nemlich die Mahl-Mühl so besag beym... Erb­bestand-Briefs vom 13ten 8bris 1738 die Banngerechtigkeit des Dorffs Hochstätten hat, gibt für hiesige Kellerey Landsberg jährlich Pacht 10 Mltr Korn und 2 fl 15 alb in Geld ..., obschon nach allegirtem Erbbestand ... gemeldet wird, daß die 2 fl 15 alb Jährl: Zinß von der sogenannten Herrn Mühl entrichtet würden und dieser Beschrei­bung nach zu schließen, daß zwey Mühlen vorhanden seyn müßten, so will doch weder der Hochstätter Schultheiß Lamb noch der dermahlige Erbbeständer Johannes Krebs, welche beyde mündlich dar­über vernommen, von keiner sogenannten Herrn Mühl daselbst nichts wi­ßen ...“ 391.

 

Wohl aufgrund des Herrschaftsübergangs und hieraus resultierender Unklarheiten wurde Johannes Krebs am 7.5.1765 von Amts we­gen auf Antrag der Rentkammer durch die pfalz-zweibrückische Verwaltung vernommen Er erklärte auf die Frage, seit wann er allei­niger Erbbeständer der Mühle sei und wie es zur Übernahme der Anteile „seines vo­rigen Mit Consorten Schäfer gekommen seye?: Der Peter Schäfer[,] Jäger zu Altenbamberg, wäre Comparentens Schwager und der Steiger der Mühle quastl: geweßen, weilen er aber die Mittel nicht gehabt, den Kauffschilling zu bezahlen, so habe jener nämlich, der Schäfer, dieser den Krebs angesprochen in sein Platz zu tretten und ersagte Mühl gegen Zahlung des in dem Erbbestand vom 13ten 8br 1738 gemelten Kauffschillings ad 2555 fl zu übernehmen, wel­ches er auch um so miller [?] gethan habe, alß zu besorgen gestanden, daß die Mühle wieder versteigt werden müßte, und so dann Schaden daraus entstehen mögte ..., seit selbiger Zeit der einzige Erbbe­ständer und habe gemelter maßen die Mühle übernommen vor 2555 fl. ...Er habe die Mühle immer durch Lehensmüller begeben ge­habt ...“ 392

 

Nach dieser Anhörung wurde dem Johannes Krebs nunmehr antragsgemäß am 29.8.1765 der Erbbestandsbrief über die Mahl- und Oh­ligmühle in Hochstätten ausgehändigt 393.

 

Die Mühle war Erbbestandsmühle 394; sie bezog 1765 ihre Mühlsteine aus Flonheim im Rheingräflichen, d.h. im Herrschaftsbereich der Rhein- und Wildgrafen (Residenz Gaugrehweiler) 395.

 

Die Mühle hat 1765 drei Wasserräder; Bannmühle; das Dorf Hochstätten ist hierher gebannt; 1756 ist Johann Krebs Erbbeständer auf der Hochstätter Mühle; er hat die Mühle an einen Lehensmüller vergeben 396 sie bezog 1765 ihre Mühlsteine aus Flonheim im Rhein­gräflichen, d.h. im Herrschaftsbereich der Rhein- und Wildgrafen (Resi­denz Gaugrehweiler) 397. Bei dem Al­senz-Hochwasser von 1784 wurde die Mühle durch Wasser und Eisgang schwer beschädigt, worüber der kurpfälzische Kammerrat und Gefällver­weser aus Sobern­heim van der Mast am 30.3.1784 berichtet 398.

 

Urkunden, Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1179/1: Erbbestand der Mahl- und Ölmühle, 1614, 1684, 1695-1700, 1722-1723, 1735-1750, 1765, 1775-1810

- Weber, Friedrich Wilhelm: Aus der Geschichte der Bannmühle in Hochstätten; in: "Die Rheinpfalz", Ausgabe Kusel vom 16.8., 20.8. und 21.8.1863

 

 

- Obermühle:

diese Mühle wurde „einige Jahre“ vor 1739 durch Johann Philipp Knecht neu erbaut und lag „oberhalb von Hochstetten 399. Mit Ur­kunde vom 22.3.1739 erteilt Carl Waldemar Wilhelm Rheingraf zu Dhaun und Kyrburg Reichsgraf zum Stein dem Müller Johann Philipp Knecht die Erlaubnis zum Verkauf der erbbeständlichen Neumühle bei Hochstät­ten: „... daß Wir unserem bißherigen Un­terthan und Müller ober­halb Hochstetten an der Alsentz Johann Philipps Knechten ... erlaubt haben, die vor einigen Jahren oberhalb ermelten Hochstetten neu erbaut und erbbeständlich besitzende eigenthümliche Mahl- Scheel- und Ohlig Mühl [,] die ober Mühl ge­nannt ... wie Philipps Knecht dieselbe bisher besessen und der unterm dritten Novembris Vori­gen Jahrs Ihme zugefertigte Erb- Be­stands Brief in mehreren besaget, an Johann Georg Sitzmann von Mannweiler zu verkaufen ..., alß der Verkauf vorgemelter Johann Philipps Knecht mit Vorwißen ... seiner ehelichen Hausfrauen Annen Katharinen ... verkauft ...“ 400.

 

In einer beglaubigten Abschrift, gefertigt am 14.2.1765 heißt es: „Die zur allhießigen Hoch Wild- und Rheingräfl: Grumbachischen Kantzley verordnete Räthe urkunden und bekennen hiermit, daß wir auf gdgst: Befehl Ihro Hochgräfl: Gnaden, unsers hochgebohre­nen Grafen und Herrn, Johannes Krebßen vom Stolzenbergerhof, die Einlößung der von Anna Catharina Christmännin zu Hochstät­ten, Wil­helm Weygand von Sitters erkauften Erbbestands und sogenannten Obermühle im Briel gelegen für 450 fl nach Maaßgab des errichte­ten Kaufbriefs und auf die nemliche Condit:es jedoch solchergestalten verwilligt und zugestanden haben, daß er, dieweilen diese Mühle zum Nutzen seiner Bann Mühle abzureißen willens ist, mithin dadurch gdgte Herrschaft davon der Pacht entsetzet, in re­cognitionem Jährl: 2 Mltr guter Gerst, Creutznacher Maaßung, auf Martini zur hiesigen Amthmeisterey richtig entrich­ten solle.“ 401

 

Wohl aufgrund des Herrschaftsübergangs und hieraus resultierender Unklarheiten wurde Johannes Krebs am 16.10.1765 auf der Ober­mühle von Amts wegen auf Antrag der Rentkammer durch die pfalz-zweibrückische Verwaltung vernommen: „Erschien auf er­laßene Ci­tation der Erbbeständer der Mahl- und Ohlig-Mühle [im Dorf Hochstätten] Johannes Krebs vom Stolzenberger Hoff“. 402

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 1-168: Die Mahl- und Öhl Mühle zu Hochstätten, Amts Landsberg und deren erbbeständliche Bege­bung, 1614-1765; Anm.: das Aktenkonvolut wurde, nachdem Hochstätten 1768 kurpfälzisch geworden war, im Jahr 1787 ange­legt, um­faßt aber weitgehend Unterlagen aus der Regierungszeit der Wild- und Rheingrafen (bis 1753), bzw. von Pfalz-Zweibrücken (von 1754/55-1768).

 

 

 

 

 

Hockenheim:

im Mittelalter gehörte Hockenheim zusammen mit Reilingen zum Herrschaftsbezirk der Burg Wersau. Wohl zusammen mit der Schen­kung der Königswälder Lußhardt und Schwetzinger Hardt im 11. Jahrhundert gelangten die Burg und die Orte an den Bischof von Spey­er, der zur Verwaltung ein Ministerialengeschlecht einsetzte. Die Schenken von Wersau verkauften das Lehen an die Pfalz­grafen bei Rhein, was 1286 durch den Speyerer Bischof Friedrich von Bolanden bestätigt wurde. Die Pfalzgrafen verpfändeten die Herrschaft in der Folgezeit an verschiedenen Adelsfamilien. Bei der pfälzischen Landesteilung 1410 fiel Hockenheim an Pfalz-Mos­bach und gelangte spä­ter an Pfalz-Veldenz. 1460 löste der Speyerer Bischof das Pfand nochmals ein, musste aber bereits nach der Schlacht bei Seckenheim zwei Jahre später Hockenheim an die Kurpfalz abtreten, die den Ort in die Kirchheimer Zent integrierte.Im 17. Jahrhundert wurde Hockenheim im Dreißigjährigen Krieg 1644 und im Holländischen Krieg1674 durch französische Truppen schwer verwüstet. Die Franzo­sen brachten auch den Tabak ins Land. Zuvor war vor allem der Hopfenanbau in der Gegend vertreten. 1803 wurde die Kurpfalz aufge­löst und die Gemeinde kam zu Baden und wurde dem Amt Schwetzingen zugeordnet.

 

Mühlen:

- Obere Mühle:

Die Mühle war zunächst im Temporalbestand durch die kurpfälzische Hofkammer ab 1661 an Müller aus der Familie Weissbrodt verge­ben worden. Ab den 1690er Jahren wurde sie als Erbbestandsmühle an den Wieslocher Schultheißen Johannes Weissbrodt verge­ben , verbunden mit einer Wiederaufbauverpflichtung. 1736 wurde die Mühle von Georg Weissbrodt als Eigentumsmühle an Johan­nes Junker aus Hanhofen verkauft, der sie im gleichen Jahr an den Müller Georg Zahn veräußerte.

 

Wegen rückständiger Erbpacht kommt es zum Prozeß (GLA Karlsruhe, Prozeßakte von 1743, Spezialakten Hockenheim, Convolut 17 Mühlen). Die Kurpfälzische Hofkammer belangte Johannes Junker aus Hanhofen beim Speyer und Nikolaus Zahn wegen Verwei­gerung der Mühlen-Erbpacht für die Obere Mühle in Hockenheim. Es kommt zum Prozeß. Darin können beide nachweisen, daß Ge­org Weißbrodt diese Mühle 1736 an Junker als Eigentum verkauft hat, dieser wiederum die Mühle an Zahn. Demnach müßten die ge­forderten Abgaben entfallen. Weisbrodt, der als Zeuge vorgeladen wird, gibt nun an, daß diese Mühle seit 1661 ununterbrochen von der Familie Weissbrodt betrieben wurde. In den 1690er Jahren kam sie durch Verkauf von der Kurpf. Hofkammer an den Wieslocher Schultheißen Johannes Weisbrodt, und zwar nun als Eigentum, unter der Bedingung des Wiederaufbaus, nachdem die Mühle durch Kriegseinwirkung zerstört war. Der Wiederaufbau erfolgte nun auch. Die Behauptungen wurden durch Aussagen alter Hockenheimer Bürger und verschiedener al­ter Belege glaubhaft gemacht. Dennoch mußten Junker und Zahn rückwirkend Erbpacht zahlen, denn das Urteil lautete, ein ehemaliger Erbbestand könne nie, auch nicht gutgläubig, Eigentum werden. Da beide in gutem Glauben gehandelt hätten, unterbleibe die beab­sichtigte Bestrafung. Der frühere Besitzer Weissbrodt hatte die Mühle „leidig bekommen“, da sie nur not­dürftig wiederaufgebaut war und „vieler“ Reparaturen bedurfte. Sie war 1736 für 2100 Gulden von Weisbrodt verkauft wurden 403.

 

 

 

1Frey: Ge­schichte des Rheinkreises, Bd. 1, S. 408.

2Steiner, Peter: Aargauer in der Pfalz, S. 398.

3Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. I, S. 409.

4Archiv L'abbaye d'Alsacienne de Marmoutier. Hinweis bei Ch.-Edmond Perrin: Die Diözese Metz. Saarbruecken 1993, S. 44.

5Wikipedia, Stichwort 'Hermersberg', Abruf vom 21.9.2013.

6Wikipedia, Stichwort 'Hermersberg', Abruf vom 21.9.2013.

7zitiert bei Müller/Petry: Denombrement der Herrschaft Landstuhl Anno 1681, Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 2003, S. 311 = HStA Wiesbaden Abt. 121 Nr. 7

von Sickingen.

8Wikipedia, Stichwort 'Hermersberg', Abruf vom 21.9.2013.

9Christmann: Siedlungsnamen II, S. 329; LA Speyer, Han.-Licht., A Nr. 47. ++Zitat prüfen++

10Christmann: Siedlungsnamen II, S. 329; LA Speyer, Sickingen, Amtsrelationsbuch S. 1860 und 647.++Zitat prüfen++

11 LA Speyer Sick. Amtsrelationsbuch S. 1601, 1647 und 1670; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 329; Janson: Der Klappertaler Wiesenstreit; in: Heimatkalender für

die Stadt und den Landkreis Zweibrücken 1979, S. 216.

12Janson: Der Klappertaler Wiesenstreit; in: Heimatkalender für die Stadt und den Landkreis Zweibrücken 1979, S. 216.

13Werner: Die Nationalgüter im Departement Donnersberg, Beilage I, S. 4.

14o.A.: Von der ältesten Geschichte des Hermersbergerhofes; in: Wasgaublick 1993, S. 308.

15Hinkelmann: Berglangenbach, S. 94.

16Denkmaltopographie, Bd. Birkenfeld, S. 74.

17Denkmaltopographie, Bd. Birkenfeld, S. 74.

18Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 83 Nr. 434.

19Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, S. 224.

20Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 224.

21Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 445.

22Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 28.

23Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 74.

24Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 280 Nr. 1505.

25Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 142.

26Jung: Familienbuch Baumhol­der, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 116; Jung gibt m.E. mißverständlich an: “unter” = unteren Mühle bei Grünbach; 1718 Zinckweiler Mühle”; Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 82.

27Weber: Mühlen und Müllerhandwerk S. 224.

28Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 280 Nr. 1505.

29Weber: Mühlen und Müllerhandwerk S. 224; Hinkelmann: Ber­glangenbach S. 94.

30Hinkelmann: Berglangenbach, S. 94.

31LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 243r-246r; We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 224.

32LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 93r.

33Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemein­den, Bd. 1 S. 29; Bd. 2 S. 498.

34Jung: Ortssippenbuch, Bd. 1 S. 40.

35Jung: Ortssippen­buch der Heide- und Unterberggemeinden, Bd. 1 S. 67 Nr. 173.

36Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 82 Nr. 429.

37Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 82 Nr. 431.

38Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, Bd. 1 S. 188 Nr. 699.

39 Kuby: Pfarrerlisten der Leiningen-Hardenburgischen Pfarreien in der Rheinpfalz; Bl. f. pfälz. Kirchengeschichte und re­ligiöse Volkskunde 1998, S. 123.

40Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. 4, S. 288.

41Zweibrücker Wochenblatt Nr. 227 vom 20.9.1870.

42Christmann: Siedlungsnamen II, S. 268, 340.

43Schick: Ehemals klap­perten im Wallalbtale eine Menge Mühlen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 56.

44Juner: Mühlen im Wallhalbtal, S. 38.

45Internetdatei Gemeinde Herschberg ++++Zitat klären+: wohl aus Juner: Mühlen im Wallhalbtal++

46luth. KB Mittelbrunn 2, Bl. 7, Taufeintrag vom 11.8.1681.

47 luth KB Wallhalben1, Bl. 12, Taufeintrag vom 14.12.1704.

48 Ernst: Bürgeraufnahmen und Manumission im Oberamt Zweibrücken, S. 43.

49Angabe von Robert Morgenthal bei Internetdatenbank Geneanet, Abruf vom 21.5.2014.

50Ernst: Bürgeraufnahmen und Manumission im Oberamt Zweibrücken, S. 43.

51Anm.: das Datum erscheint zweifelhaft; bereits am 13.2.1721 wird auf der Herschberger Mühle geboren die Anna Ottilia Blinn (Angabe bei http://gedbas.genea­logy.net/person/show/1140523833), Abruf vom 22.4.2014.

52Juner: Mühlen im Wallhalbtal, S. 39.

53Juner: Mühlen im Wall­halbtal, S. 39.

54Fremgen, Reinhold: Bürger- und Famili­enbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, S. 47.

55Juner: Mühlen im Wall­halbtal, S. 39.

56Schick: Ehemals klapperten im Wallalbtale eine Menge Mühlen; in: Heimat­kalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 56.

57Juner: Mühlen im Wallhalbtal, S. 39.

58ev. KB Wallhalben8, Bl. 6, Taufeintrag vom 25.3.1864.

59ev. KB Wallhalben8, Bl. 10, Taufeintrag des Adam Bender vom 24.3.1835.

60Juner: Mühlen im Wallhalbtal, S. 39.

61Christmann: Siedlungsnamen II, S. 340.

62Biundo: Geschichte Thaleischweilers, S. 25.

63Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 277.

64Internetda­tei http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~ankeny/GustavGerman.html, Abruf vom 28.12.2012.

65Landauer Eilbote Nr. 7 v. 13.2.1847 S. 27.

66http://www.die-kleine-mühle.de/kontakt/anfahrt/, Abruf vom 22.4.2014.

67Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 2, S. 561.

68Stadtarchiv Pirmasens, Luth. KB I, S. 73, 88, 158.

69Siegel:Ortssippenbuch Pirmasens, Nr. 466 und 917.

70Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. 4, S. 288.

71Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 2, S. 561.

72Jaffe: Die Münchweiler Mühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Nr. 7 vom 22.7.1737, S. 23.

73Bezirksgruppe Kusel der Pfälz.-Rhein. Familienkunde: Zustand Amt Lichtenberg, S. 24,

74Dahl: Mühlen in Herschwei­ler-Pettersheim, S. 148 unter Bezugnahme auf Akten Kreisarchiv Kusel.

75Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Ku­sel Nr. 14 vom 24.2.1868.

76LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7, Bl. 94-196; Weber: Mühle und Müllerhandwerk, S. 221; Dahl: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, S. 147.

77Konfirmationsschein vom 1.11.1776 für den Erbbestandsbrief vom 11.7.1749, abgedruckt bei Dahl, Gerhard: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, S. 147.

78LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 91.

79Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 22 vom 16.3.1821, S. 150/51.

80Dahl: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, S. 148 unter Bezugnahme auf Akten Kreisarchiv Kusel; LA Speyer Best. K21 Nr. 22.

81Dahl: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, S. 148 unter Bezugnahme auf Akten Kreisarchiv Kusel.

82Dahl: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, S. 148 unter Bezugnahme auf Akten Kreisarchiv Kusel.

83LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 91.

84LA Speyer Best. B1 Nr. 576: Lehensbrief vom 8.7.1729.

85Dahl: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, S. 148 unter Bezugnahme auf Akten Kreisarchiv Kusel.

86Urkataster mit Ortsplan von 1837, LA Speyer Best. W 41, Nr. 6042, abgedruckt bei: Denkmaltopographie Kreis Bad Dürkheim, Bd. 2, S. 503.

87Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 2 S. 349; Lehmann: Geschichtliche Gemälde, Teil: Leininger Tal, S. 142.

88Keddigkeit/Wenz/Untermann: Augustinerchorherrenstift Höningen; in: Pfälz. Klosterlexikon, Bd. 2, S. 206.

89 Debus: Regesten des Augustinerchorherrenstift Höningen, Teil III, in: Mitteilungen d. Historischen Vereins der Pfalz 79, 1981, S. 153, Nr. 310

90LA Speyer Best. Y4, 155 b, S. 80: Verzeichnis von Dokumenten des Klosters Höningen, Abschrift gefertigt nach der Vorlage im Leiningischen Archiv auf Schloß Westerburg, nunmehr im Staatsarchiv Wiesbaden.

91Noll: Die Höfe und Mühlen von Hertlingshausen; in: Ortsgemeinde Carlsberg-Hertlingshausen [Hrsg.]: Hertlings­hausen, S. 461.

92Ortsgemeinde Carlsberg-Hertlingshausen [Hrsg.]: Hertlingshausen. Ge­schichte und Bilder aus 800 Jahren, S. 273 mit Photo.

93LA Speyer Best C 26 Nr. 51.

94Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 273.

95Ortsgemeinde Carlsberg-Hertlingshausen [Hrsg.]: Hertlingshausen. Ge­schichte und Bilder aus 800 Jahren, S. 282.

96Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, S. 136.

97Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, S. 130 Anm. zu Nr. 575.

98LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 15r Akten des Bezirksamts Frankenthal betr. Getreidemühlen im Bezirk Frankenthal 1817.

99LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

100Martin: Pfälzische Dorfgeschichte. Großkarlbach, S. 37.

101LA Speyer Best. Best. L 56 Nr. 163 Seite 54 ff..

102LA Speyer Best. Best. L 56 Nr. 163 Seite 56.

103LA Speyer Best K 16 Kasten Nr. 178 Notariat Grünstadt vom 12.7.1862.

104Ortsgemeinde Carlsber­g-Hertlingshausen [Hrsg.]: Hertlingshausen, S. 282.

105Ortsgemeinde Carlsberg-Hertlingshausen [Hrsg.]: Hertlingshau­sen, S. 282;FLA Amorbach A4/63/1, fol. 116r.

106Ortsgemeinde Carlsberg-Hertlingshausen [Hrsg.]: Hertlingshausen, S. 282.

107Schoch: Allerhand aus dem Pfälzerland, S. 14.

108Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Burgenlexikon, Bd. 2, S. 349.

109Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Burgenlexikon, Bd. 2, S. 350.

110Raimar: Die Familie Wege in Herx­heim bei Landau; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, Heft 2 /2007, S. 83.

111Schnabel: Bevölkerungsanga­ben des Bistums Speyer, 2011, S. 270.

112Drieß: kath. Familienregister Oberotterbach 1686-1799, S. 64; nach a.A. jedoch Müller auf der Leistenmühle bei Kandel:Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, S. 338.

113Raimar: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde 1952, S. 16.

114LA Speyer Best. W41 Nr. 2249/4.

115LA Speyer, Hochstift Speyer, Urk. 538A und 284.

116Christmann: Siedlungsnamen II, S. 119.

117Raimar: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde 1952, S. 16.

118LA Speyer Best. L56 Nr. 298 S. 2145.

119LA Speyer Best. L56 Nr. 298 S. 2146.

120LA Speyer Best. L56 Nr. 298, S. 2165.

121LA Speyer Best. L56 Nr. 298, S. 2166.

122Eilbote Landau vom 9.12.1848, S. 659 = LA Speyer Best. Y 20/41.

123Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 61 vom 17.8.1819, S. 454.

124LA Speyer Best. L56 Nr. 295, S. 529.

125LA Speyer Best. L56 Nr. 295, S. 529.

126LA Speyer Best. L56 Nr. 295, S. 529.

127LA Speyer Best. L56 Nr. 294 S. 26.

128LA Speyer Best. L56 Nr. 294, S. 105.

129LA Speyer Best. L56 Nr. 294 S. 7.

130LA Speyer Best. L56 Nr. 294 S. 51.

131LA Speyer Best. L56 Nr. 294 S. 105.

132LA Speyer Best. L56 Nr. 294 S. 106.

133Weber: Historische Ölmühlen, S. 207; LA Speyer Best. D2 Nr. 126; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 266.

134Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 61 vom 17.8.1819, S. 454.

135Schick: Ehemals klapperten im Wallalbtale eine Menge Mühlen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 54.

136Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 277.

137ev. KB Wallhalben1, Bl. 8, Taufeintrag vom 10.2.1709.

138ev. KB Wallhalben1, Bl. 8, Taufeintrag vom 7.1.1710.

139Bohrer, u.a.: Register zum reformierten Kirchenbuch Contwig, S. 30.

140Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 277.

141Bohrer: reformiertes KB Wallhalben 1719-1798, Register herausgegeben von der Zwei­brücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung, S. 32.

142Bohrer: reformiertes KB Wallhalben 1719-1798, Register herausgegeben von der Zwei­brücker Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung, S. 3.

143Schick: Ehemals klapperten im Wallalbtale eine Menge Mühlen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 54.

144ev. KB Wallhalben6, Bl. 16, Sterbeeintrag vom 15.1.1832.

145ev. KB Wallhalben8, Bl. 8, Taufeintrag der Elisabetha Briegel vom 15.10.1834.

146ev. KB Wallhalben8, Bl. 18, Taufeintrag vom 1.12.1837.

147Wikipedia, Stichwort 'Heu­chelheim bei Frankenthal', Abruf vom 22.9.2013; Gemeinde Heuchelheim: 1200 Jahre Heuchelheim, S. 8.

148Keddigkeit u.a.: Burgenlexikon, Bd. II, S. 354.

149Keddigkeit u.a.: Burgenlexikon, Bd. II, S. 354.

150Wikipedia, Stichwort 'Heu­chelheim bei Frankenthal', Abruf vom 22.9.2013.

151luth. KB Heuchelheim bei Frankenthal 1, Bl. 15-16.

152luth. KB Heuchelheim bei Frankenthal 1, Bl. 17.

153luth. KB Heuchelheim bei Frankenthal 1, Bl. 28.

154 ZGO 62 NF XXIII, 1908, S. m34 Nr. 153; Oberndorffisches Archiv S. m19 – m45; mitgeteilt von Herrn Arno Ehrhard, Ludwigshafen-Oppau vom 15.8.2013.

155Seelinger: Familien in Hochdorf und Assenheim, S. 153 Nr. 588.

156Frankenthaler Wochenblatt Nr. 19 vom 12.5.1827, S. 73-74.

157 Ge­meindearchiv Dirmstein Nr. 534,zitiert bei Ja­rosch, Walter: Die Dirmsteiner Mühlen; in: Martin (Hrsg.): Dirmstein, a.a.O, S. 467-68.

158 Ja­rosch: Die Dirmsteiner Mühlen; in: Martin (Hrsg.): Dirmstein, a.a.O, S. 467-68.

159LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 5r.

160 LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 4r Akten des Bezirksamts Fran­kenthal betr. Getreidemühlen im Bezirk Frankenthal 1817.

161Armgart: Zinsbücher des Klosters Sankt Maria Magdalena überm Hasenpfuhl in Speyer, S. 97 Anm. zu Nr. 447.

162Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 398.

163Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 1, S. 409.

164Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 398.

165Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 267.

166Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 1 S. 410.

167Franger: Gewerbe, Müh­len und Gastwirtschaften; in: Ortsgemeinde Heuchelheim-Klingen (Hrsg.): Heuchelheim 795-1995, Geschichte eines Weindorfes der Südpfalz, S. 182 iVm Gewerberegister Heuchelheim.

168LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zu­stand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, S. 257.

169Petermann: Kirchenbuch von Heuchelheim, Bd. 1, S. 3.

170Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermüh­le, S. 188.

171Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermüh­le, S. 188.

172LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germers­heim vom 6.4.1768; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 257.

173Daum/Petermann: Kirchenbuch Heuchelheim, S. 107.

174Petermann/Daum: Kirchenbuch Heuchelheim, ,Bd. 2, S. 104;Petermann/Daum: Kirchenbuch Heuchelheim, ,Bd. 2, S. 78, Angabe bei der Hoch­zeit des Sohn Johannes Sauter: „gewesener Bürger und Müllermeister dahier“.

175Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 188.

176Petermann/Daum: Kirchenbuch Heuchelheim, ,Bd. 2, S. 58.

177Petermann/Daum: Kirchenbuch Heuchelheim, ,Bd. 2, S. 69.

178Peter­mann/Daum: Kirchenbuch Heuchelheim, ,Bd. 2, S. 78.

179Petermann/Daum: Kirchenbuch Heuchelheim, ,Bd. 2, S. 56.

180Petermann/Daum: Kirchenbuch Heuchelheim, ,Bd. 2, S. 38.

181Eilbote Landau vom 9.5.1846, S. 75 = LA Speyer Best. Y 20/41.

182Eilbote Landau Nr. 29 vom10.4.1856, S. 173.

183Eilbote Landau vom 12.1.1856, S. 19 = LA Speyer Best. Y 20/41.

184Eilbote Landau vom 24.1.1856, S. 33 = LA Speyer Best. Y 20/41.

185Eilbote Landau vom 10.4.1856, S. 173 = LA Speyer Best. Y 20/41.

186Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 188.

187Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 188.

188Eilbote Landau vom 27.9.1856, S. 467 = LA Speyer Best. Y 20/41.

189Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 188.

190Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 188.

191Franger: Auszug aus dem Gewerbe- und Handelsadreßbuch 1877; in: Ortsgemeinde Heuchelheim-Klingen: Heuchelheim 795-1995, S. 184.

192Franger: Gewerbe, Mühlen u. Gastwirtschaften; in: Ortsgemeinde Heuchelheim-Klingen Heuchelheim 795-1995, S. 179 iVm Gewerberegister Heuchelheim.

193Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 188.

194ref. KB Heuchelheim bei Landau 2, Bl. 123, Copulationseintrag vom 1.7.1834.

195Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 189.

196Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 189.

197Petermann/Daum: Kirchenbuch Heuchelheim, Bd. 2, S. 9.

198Petermann/Daum: Kirchenbuch Heuchelheim, ,Bd. 2, S. 14.

199Petermann/Daum: Kirchenbuch Heuchelheim, ,Bd. 2, S. 31.

200Intelligenzblatt des Rheinkreises, Nr. 277 vom 2.10.1824, S. 1196.

201Intelligenzblatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 23 vom 28.2.1831, S. 165.

202Kuhn: Die Heuchel­heimer Obermühle und Untermühle, S. 189.

203Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Unter­mühle, S. 189.

204Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 189.

205Mitteilung von Herrn Wilfried Schweikart, Essingen vom 12.6.2013; Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Unter­mühle, S. 189.

206Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 188-190.

207Franger: Auszug aus dem Gewerbe- und Handelsadressbuch 1877 in: Ortsgemeinde Heuchelheim-Klingen: Heuchelheim 795-1995, S. 183.

208Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 189.

209Franger: Auszug aus dem Gewerbe- und Handelsadreßbuch 1905; in: Ortsgemeinde Heuchelheim-Klingen: Heuchelheim 795-1995, S. 184.

210Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 189.

211Franger: Gewer­be, Mühlen u. Gastwirtschaften; in: Ortsgemeinde Heuchelheim-Klingen: Heuchelheim 795-1995, S. 179 iVm Gewerberegister Heuchelheim.

212Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 189.

213Franger: Gewer­be, Mühlen u. Gastwirtschaften; in: Ortsgemeinde Heuchelheim-Klingen: Heuchelheim 795-1995, S. 179 iVm Gewerberegister Heuchelheim.

214Kuhn: Die Heuchelheimer Obermühle und Untermühle, S. 189.

215LA Speyer Best. F6 Bd. 1, S. 11.

216LA Speyer Best. C20 Nr. 2826.

217Kiefer: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96.

218Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz, S. 7.

219Baum: Chronik von Weidenthal, S. 19.

220Bohrer: Register ref. KB Hinterweidenthal, S. 10.

221Bohrer: Register ref. KB Hinterweidenthal, S. 62.

222Bohrer: Register ref. KB Hinterweiden­thal, S. 29.

223Gundacker: Hinterweidenthal. Bilddokumen­te, S. 24.

224Gundacker: Hinterweidenthal. Bilddokumente, S. 24.

225Kiefer: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96.

226Kiefer: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfäl­zische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96.

227LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 fol. 73r, 76 und 115; Kiefer, Fritz: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besit­zer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96.

228Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 234.

229Kiefer: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96.

230Stadtarchiv Annweiler Abt.B Nr. 251 ausgewertet von Regula, Walter: Verzeichnis der Akten und Bücher des Stadtarchivs Annweiler, Archiv PRFK Lud­wigshafen Best. III A 30, S. 82.

231Kiefer: Hinterweidenthaler Mühle und ihre Besitzer; in: Pfälzische Heimatblätter Jg. 4, 1956 S. 96; Auch Stadt­archiv Annweiler Abt.B Nr. 251 ausgewertet von Regula, Walter: Verzeichnis der Akten und Bücher des Stadtarchivs Ann­weiler, Archiv PRFK Ludwigshafen Best. III A 30, S. 82.

232Disqué: Familie Disqué, S. 162.

233Bohrer: Register ref. KB Hinterweidenthal, S. 34.

234Baum: Chronik von Hinterweidenthal, S. 43.

235Baum: Chronik von Hinterweidenthal, S. 36.

236Baum: Chronik von Hinterweidenthal, S. 43.

237Christmann: Siedlungsnamen II, S. 342, 345; LA Speyer, Rheingr. A. Nr. 43 I und 1777 „Kotten-Mühl“; Lagerbuch Hinzweiler +++Zitat prüfen***

238"Die Rheinpfalz" / Nordpfälzer Rundschau Nr. 156 vom 9.7.1953: „Geschichtliches um die alten Bauernmühlen im Eßweiler Tal“.

239ref. KB Hinzweiler3, Taufeintrag vom 8.6.1738.

240LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 188 Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746.

241ref. KB Hinzweiler3, Taufeintrag vom 28.2.1740.

242Mitteilung von Herrn Werner Lang, Hinzweiler vom 10.6.2015.

243"Die Rheinpfalz" / Nordpfälzer Rundschau Nr. 156 vom 9.7.1953: „Geschichtliches um die alten Bauernmühlen im Eßweiler Tal“:.

244LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 183r-186; zitiert bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 220.

245LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 185-185r.

246LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 90r.

247Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel Nr. 47 vom 24.5.1859.

248LA Speyer Best. F5 Nr. 370a, fol. 3.

249LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 181r-183r.

250Christmann: Sied­lungsnamen II, S. 279.

251"Die Rheinpfalz"/Pfälzische Volkszeitung vom 12.10.2001: „Holz aus 'Kaysers Lauterischer Waldung. Stimme alter Steine: Die Geschichte der Bordenmühle bei Hirschhorn ist eng mit der Kreuznacher Saline verbandelt“. +++Datum prüfen+++

252Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehun­gen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 76.

253LA Speyer: Akten Kurpfalz A2 Nr. 1640/ „Acta die von dem holz factoren Glöckle für gnädigste Herrschaft in behuf der new angelegte Saline am selzer hoff oberamts Kreuznach Errichtete bord mühl bei Sulzbach betr..“; Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 76.

254LA Speyer Best. A2 Nr. 1640/6; Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

255LA Speyer Best. A2 Nr. 1640/6; Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

256LA Speyer Best A2 Nr. 179/1.

257LA Speyer Best. A2 Nr. 1640/6; Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

258LA Speyer Best. A2 Nr. 1640/6; Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

259LA Speyer Best. A2 Nr. 1640/6; Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

260Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77; LA Speyer, Ausfautheiakten Nr. 7 Hirschhorn, loc. C Nr. 4 +++Zitat prüfen+++

261 "Die Rheinpfalz"/Pfälzische Volkszeitung vom 12.10.2001: „Holz aus 'Kaysers Lauterischer Waldung. Stimme alter Steine: Die Geschichte der Bordenmühle bei Hirschhorn ist eng mit der Kreuznacher Saline verbandelt“

262Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuz­nacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

263Budell: Register zu den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei Schallodenbach 1683-1798, Homburg 1998, S. 145.

264Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

265kath. KB Otterbach. +++Zitat prüfen+++

266Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

267Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

268Henrich: Ein Mühlhausen im Lautertal?; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 136.

269Urkunde des Notars Jacobi in Kaiserslautern Urk.-Nr. 2880 = LA Speyer Best. K21 Kasten Nr. 217.

270Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

271Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77; Henrich: Ein Mühlhausen im Lautertal?; in: Pfälzer Heimat 1975, S. 136.

272 "Die Rheinpfalz"/Pfälzische Volkszeitung vom 12.10.2001: „Holz aus 'Kaysers Lauterischer Waldung. Stimme alter Steine: Die Geschichte der Bordenmühle bei Hirschhorn ist eng mit der Kreuznacher Saline verbandelt“

273Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

274Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 32.

275Henrich: Die Hirschhorner Mühle und ihre Beziehungen zur Kreuznacher Saline; in: Pfälzer Heimat 1981, S. 77.

276 "Die Rheinpfalz"/Pfälzische Volkszeitung vom 12.10.2001: „Holz aus 'Kaysers Lauterischer Waldung. Stimme alter Steine: Die Geschichte der Bordenmühle bei Hirschhorn ist eng mit der Kreuznacher Saline verbandelt“

277Anm.: die Hirschhorner Bordmühle gehört zur politischen Gemeinde Sulzbachtal, OT Untersulzbach.

278Phillips: Schönau Protestant Fa­milies, S. 86.

279Phillips: Schönau Protestant Families, S. 131.

280Hinweis von Dr. Hermann Müller Heppenheim von 13.1.2013.

281Kastens: Schoenau/Germany 1800-1850 Protestant Families, S. 36 Nr. FF-26.

282Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 186.

283Bezirksgruppe Kusel der Pfälz.-Rhein. Familienkunde: Zustand Amt Lichtenberg, S. 104.

284Klauck: Lexikon saarländischer Orte, ,S. 186.

285LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 97r.

286Stadtarchiv Worms, Best. 042 Hochheim.

287Denkmaltopographie, Bd. 10 Worms, S. 226.

288Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 106 und Karte S. 107 (Karte der Beckmann-Plan von 1913).

289Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 136.

290Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 106.

291Boos: Urkundenbuch Worms, Bd. II S. 625-626 Nr. 957.

292 Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 136.

293Rabenau: Verzeichnis Großherzogthum Hessen, Stichwort Denzenmühle.

294Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 109 (die Umgebung von Worms, gezeichnet von Christian von Becht­hold, um 1840, hier als Dreiherrn Mühle benannt).

295Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, Karte S. 109 (Karte um 1840).

296Frankenthaler Wochenblatt Nr. 15 vom 9.4.1825, S. 38.

297Rabenau: Verzeichnis Großherzogthum Hessen, Stichwort Dreihornsmühle.

298Wormser Zeitung vom 18.4.2013: „Lebenswege unter der Lupe“, Vortrag von Dieter Lorenzen.

299Keddigkeit/Schnabel ++Zitat prüfen+++

300LA Speyer Best. F7 Urkunde 1711.

301Archiv PRFK Ludwigshafen, Ahnenliste K. H. Armknecht Nr. XV A 2.8, S. 6

302Hess. Staatsarchiv Darm­stadt Best. B15 Dalberger Urkunden Nr. 179; Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. O 1 B Nr. 3 Bl. 37v-38.

303Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 106 und Karte S. 107 (Beckmann-Plan von 1913).

304Boos: Urkundenbuch Worms, Bd. II S. 625-626 Nr. 957.

305 LA Speyer Best. F7 n. 1249; Kemper: Klosterreformen im Bistum Worms, S. 103 Anm. 330.

306LA Speyer Best. F7 n. 1230; Kemper: Klosterreformen im Bistum Worms, S. 103 Anm. 330.

307Kemper: Klosterreformen im Bistum Worms, S. 103 Anm. 330; Boos: Städtekultur, Bd. 2, S. 80f.

308Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Worms Prov. Hochstift vom 2.4.1413; Schwan: Repertorien Wormser Ur­kunden, S. 46 Nr. 153.

309Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. B15 Dalberger Urkunden Nr. 165.

310Hess. Staatsarchiv Best. B15 Dalberger Urkunden Nr. 349.

311LA Speyer Best. F7 Gatterer-Apparat, Nr. 2217, Nr. 2315 vom 15.10.1510, Nr. 2319 vom 15.10.1510.

312Stadtarchiv Worms Abt 61 Nr. 112.

313Stadtarchiv Worms Best. 042 – Gemeindearchiv Horchheim.

314Archiv PRFK Ludwigshafen, Ahnenliste K. H. Armknecht Nr. XV A 2.8, S. 6

315Mitteilung von Herrn Dieter Lorenzen vom 30.9.2014.

316Wormser Zeitung vom 18.4.2013: „Lebenswege unter der Lupe“, Vortrag von Dieter Lorenzen.

317Denkmaltopographie, Bd. 10 Worms, S. 226.

318Boos: Wormser Urkundenbuch, Bd. II, S. 378-379 Nr. 592.

319Französische Militärkarte von A. de Regemontes von 1735, abgedruckt bei Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 107, dort als 'Forchsmühl' bezeichnet.

320Französische Militärkarte von A. de Regemontes von 1735, abgedruckt bei Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 107.

321Johannes: Worms-Hochheim, S. 119.

322Boos: Urkundenbuch Worms, Bd. II S. 625-626 Nr. 957.

323 Fabry: Cyriakusstift Neuhausen, S. 173.

324Boos: Wormser Urkundenbuch, Bd. II, S. 378-379 Nr. 592.

325Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 240.

326Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Worms Prov. Hochstift vom 2.4.1413; Schwan: Repertorien Wormser Urkunden, S. 46 Nr. 153.

327Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 119.

328Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 112.

329Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, S. 136.

330Denkmaltopographie, Bd. 10 Worms, S. 219, Karte.

331Denkmaltopographie, Bd. 10: Worms, S. 226.

332Denkmaltopographie, Bd. 10: Worms, S. 226.

333Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Worms Prov. Hochstift vom 2.4.1413; Schwan: Repertorien Wormser Urkunden, S. 46 Nr. 153.

334 Kemper/Keddigkeit/Silberer: Dominikanerinnenkloster Himmelskron; in: Pfälz. Klosterlexikon, Bd. 2, S. 183.

335 Kemper/Keddigkeit/Silberer: Dominikanerinnenkloster Himmelskron; in: Pfälz. Klosterlexikon, Bd. 2, S. 183; LA Speyer Best. F7, Nr. 1249.

336 Kemper/Keddigkeit/Silberer: Dominikanerinnenkloster Himmelskron; in: Pfälz. Klosterlexikon, Bd. 2, S. 183.

337 LA Speyer Best. F7 n. 1249; Kemper: Klosterreformen im Bistum Worms, S. 103 Anm. 330.

338LA Speyer Best. F7 n. 1230; Kemper: Klosterreformen im Bistum Worms, S. 103 Anm. 330.

339Kemper: Klosterreformen im Bistum Worms, S. 103 Anm. 330; Boos: Städtekultur, Bd. 2, S. 80f.

340Neumer: Bür­gerbuch der Verbandsgemeinde Hochspeyer, S. 19; Ludt: Hochspeyer, S. 55 ff.

341Lehmann: Burgen und Bergschlösser, Bd. 2, S. 405-406; Neumer: Hochspeyerer Untertanen 1577-1627; in: PRFK1981, S. 513.

342Lehmann: Burgen und Bergschlösser, Bd. 3, S. 266-268; Neumer: Hochspeyerer Untertanen 1577-1627; in: PRFK1981, S. 513.

343Lehmann: Burgen und Bergschlösser, Bd. 3, S. 266-268; Neumer: Hochspeyerer Untertanen 1577-1627; in: PRFK1981, S. 513.

344Ludt: Hochspeyer, S. 60; Neumer: Hochspeyerer Untertanen 1577-1627; in: PRFK1981, S. 513; Auch Neumer: Ein Grenzumgang am Leinbach 1551; in: Heimatkalender Kaiserslautern 1979, S. 87.

345Neumer: Das Hochspeyerer Weistum von 1489; in: Jahrbuch zur Geschichte von Stadt und Landkreis Kaiserslautern, Bd. 1982/83, S. 149-165.

346Neumer: Hochspeyerer Untertanen 1577-1627; in: PRFK1981, S. 513-524.

347LA Speyer Bestand Kurpfalzakten Nr. 1178 9VIII, Amtstage 1627, 1671/72/73; Ludt: Hochspeyer, S. 146.

348Erbbestandsbrief, zitiert nach Ludt: Hochspeyerer Mühle, S. 85/86.

349Ludt: Hochspeyer, S. 147.

350Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 277.

351Ludt: Hochspeyerer Mühle, S. 88/89.

352Neumer: Bürgerbuch der Verbandsgemeinde Hochspeyer, S. 200; a.A. Ludt: Hochspeyerer Mühle, S. 89.

353Neumer: Bürgerbuch der Verbandsgemeinde Hochspeyer, S. 200.

354LA Speyer Best. H3 Nr. 3064, enthält auch Plan.

355Neumer: Bürgerbuch der Verbandsgemeinde Hochspeyer, S. 200.

356Neumer: Bür­gerbuch der Verbandsgemeinde Hochspeyer, S. 200.

357Dolch/Greule: Siedlungsnamen, S. 219.

358Kuby: Pfarrerlisten kleinerer pfälzischer Herrschaften; Bl. f. pfälz. Kirchenge­schichte und religiöse Volkskunde 2001, S. 94.

359Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. 3, S. 331/332.

360Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 197.

361Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 111.

362LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 109r, Anm. beim Verkauf der Neumühle.

363LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 1.

364LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 88.

365LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 1-2; die Datierung ergibt sich aus fol. 2r: „27 Sep. ao 1614“; dagegen datiert mit „1627“ bei Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 197.

366LA Speyer Best. A2 Nr. 1179/1; zitiert nach Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, Bd. 2, S. 197; Weber: Mühlen und Müller­handwerk, S. 142.

367LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 5.

368LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 5r.

369Anthes: Kasualien ref. Pfarrei u. luth. Pfarrei Meisenheim, S. 1235 Nr. 5541.

370LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a fol. 101.

371LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 10.

372Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 181.

373LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 4, 5, 7.

374LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 10: „Kaufbrief über die Mühl zu Hochstetten vom 24. 10br. 1684“.

375LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol. 12.

376La Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol. 16.

377 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 7.7.1720; Http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27.

378LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl.13.

379LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 29-36.

380LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 39-40.

381LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 41.

382LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 45.

383LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 52.

384LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 72.

385LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 80-82, 134-137.

386LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 80-82.

387LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 85-87.

388LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 90.

389LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 fol. 64r-65, 106.

390LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 130.

391LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 93/94.

392LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 131.

393LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 !a Bl. 141-150.

394Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 91.

395Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 71; LA Speyer Best. A 2 Nr. 1179.

396Weber: Mühlen, und Müllerhandwerk, S. 232.

397Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 71; LA Speyer Best. A 2 Nr. 1179.

398Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 91; LA Speyer Best. A2 Nr. 1179.

399LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 109.

400LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol 109, 165.

401LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a, fol. 129.

402LA Speyer Best. A2 Nr. 1179 1a Bl. 161.

403zi­tiert nach Disqué: Familie Disqué, S. 53-54.

Aktuelles

Homepage online

Auf meiner  Internetseite stelle ich mich und meine Hobbys vor.

 

 

Besucher seit 1.1.2014