Version 7.6.2018

 

Litera G

(Großkarlbach - Guttenberg)

 

 

Großkarlbach:

VG Grünstadt-Land, Lk Bad Dürkheim; am *Eckbach gelegen (früher als Karlbach bezeichnet).

 

Mühlen:

Das Kloster Weißenburg besaß „Ad Karlebach“ 1 eine Mühle, die im Liber Possessionum Wizenburgensis von 1280 genannt ist 2.

 

Im Mittelalter gab es in Großkarlbach sechs Mühlen, davon 2 im Ortskern und 4 außerhalb der Befestigung. Zwei vor der Cännel­pforte westwärts und 2 nordöstlich vor der Mauer an der Schliffgasse. Die Pappelmühle dürfte innerhalb der Stadtmauer gelegen ha­ben 3.

 

Ein Müller-Bäcker-Zeichen trägt eine am Hausanwesen Hauptstraße 45 bzw. ehemalige Gastwirtschaft Weiland in der Untergasse, einge­mauerte Inschrifttafel mit der Jahreszahl 1575. Diese zeigt den Sinnspruch ICH HAL DEN FIR EIN WISEN MAN / DER ALN MEN RICH BAUEN KAN; neben der Jahreszahl 1575 und dem Monogramm des Bauherrn HW OG FW trägt er das Berufszeichen des Müllers und Bäckers, bestehend aus Mühlrad und Brezel 4. Die gleichen Initialen zeigt auch ein Inschriftstein an der ehemali­gen Pappelmühle 5.

 

Im Frankenthaler Ratsprotokoll vom 24.9.1664 wird eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen dem Müller Frantz Ditrich J. Merkel­bach protokolliert. Dort heißt es: „Frantz Ditrich Müller cont[ra] J. Merkelbach vbergibt Außag, daß ihn Merkelbach geschol­ten habe. Ne­gierte solches und sagte, daß er ihn nicht gescholten, alß mit Condition, wan sein Knecht oder er selbsten den Tung wür­den mehr her­auß führen, so hilte er sie vor Schelmen vnd Dieb, vnd wan er mit dieser seiner Verantwortung nicht sollte volstehen, so wollte er ge­betten haben, daß ihme schrifftlich seine Defension zu thun zugelasen würde“. Darauf erging folgender „Bescheit“ des Gerichts: „Eß sol­le Merkelbach mit dem Müller sich vergleichen, vnd da es nicht geschehen könnte, wirdt ihme gestattet sich schrift­lich zu verantwort­ten.“ Im darauffolgenden Gerichtstag, den 30.11.1664 brachte „H. Botzon … vor, daß die Strittigkeit zwischen Merkelbach vnd Frantz Di­trich, Müller zu Carlbach, seye hingelegt worden, vnd daß ihme Müller darüber ein Schein müßte gegeben werden, waß bey disem Ge­richt passirt ist“ 6. +++klären: welche Mühle+++

 

Im Frankenthaler Ratsprotokoll heißt es am 19.3.1666: „Antoni Krafft, Muller zue Lambsheim. Andres Diederich Sohn Hans Jörg Diete­rich. Muller von Carllebach, wirdt biß vor acht Dag ausgestellt“ 7. +++klären: welche Mühle+++

 

Auf dem Friedhof in Großkarlbach ist in die Mauer beim unteren Eingangstor der Grabstein eines Müllers eingefügt. Der Verstorbene Jo­hann Philipp Dedrich war ursprünglich in der lutherischen Kirche in der Obergasse beigesetzt. Der Stein zeigt als Handwerkszei­chen ein halbes Mühlrad mit einer Brezel darüber. Die Inschrift lautet: Anno 1711 den 20. Augusti starb im Herrn der ehrsame Jo­hann Philipp Ded­rich [Dietrich 8] Millermeister Zunft und churpalz Schultheiß allhier wie auch Vorsteher bey deser in desem Jahr neu erbauten evangelisch-lutherischen Kirche seines alters 53 Jahr 7 Monat 4 Tag 9. +++klären: welche Mühle+++

 

1723/24 wird Hans Georg Ringelsbacher als Müller in Großkarlbach genannt +++klären: welche Mühle+++. Dieser beantragte bei der geistlichen Güteradministration in Heidelberg die Genehmigung, auf der Lambsheimer Bach eine Mühle errichten zu dürfen. Sein Antrag wurde abgewiesen, da nachteilige Folgen für die anderen Mühlen seitens der GGA befürchtet wurden 10.

 

Bis vor 1727 war Conrad Schmiedler der Müller auf der „Carbacher Mühle“ ++klären: welche Mühle+++.; dieser zog dann auf die Erba­cher Mühle in Erbach und erhielt 1727 die pfalz-zweibrückische Bürgeraufnahme 11.

 

Am 2.1.1732 werden in Heuchelheim bei Frankenthal als Paten bei der Taufe des Johann Valentin Adam genannt der Müllermeister von Großkarlbach Johann Valentin *Heckmann und dessen Ehefrau Anna Maria NN. 12. +++klären: welche Mühle+++

 

In einer nicht datierten Urkunde (aus dem 18. Jh) betreffend die Pfortmühle Großkarlbach heißt es u.a.: „... item der Pfarrer Laumers­heim 25 albus zu Boden Zinß auß Heinrich Müllers Mühlen +++klären: welche Mühle+++ so vor Jahren abgebrochen ..“ 13.

 

In einer nicht datierten Urkunde (aus dem 18. Jh) betreffend die Pfortmühle Großkarlbach heißt es u.a.:

 

1787 schreibt Johann Goswin Widder in seinem in Frankfurt und Leipzig erschienenen „Versuch einer vollständigen Geographisch-Historis­chen Beschreibung der Kurfürstlichen Pfalz am Rheine“: „Die Karlbach treibt hier in und außer dem Dorfe sechs Mahlmüh­len“. Diese sind 1791 noch vorhanden 14.

 

Um 1807 war Ludwig *Wolff als Müller in Großkarlbach +++klären: welche Mühle+++; er kaufte mit notariellem Kaufvertrag vom 19.1.1807 von Kaspar Henß aus Großkarlbach mehrere Grundstücke 15.

 

Um 1810 ist Johann Philipp *Bogen als Müller in Großkarlbach; er verkaufte mit notariellem Kaufvertrag vor dem Notar Moré in Grün­stadt vom 7.7.1810 an den Müller Franz Daniel Friedrich von der Papiermühle Neuleiningen mehrere Grundstücke 16.+++klä­ren: wel­che Mühle+++

 

1817 gab es in Großkarlbach folgende Mahlmühlen: a) Obermühle mit 3 Mahlgängen, b) Schloßmühle mit 2 Mahlgängen, c) Rhein­mühle mit 3 Mahlgängen, d) Dorfmühle mit 2 Mahlgängen, e) Münchmühle mit 2 Mahlgängen und f) Heckmühle mit 2 Mahlgängen 17.

 

Um 1840 ist J. Webel +++klären: welche Mühle+++ als Müller in Großkarlbach; er ist 1840 als Mitglied des landwirtschaftlichen Ver­eins der Pfalz genannt 18.

 

Auch im Urkataster von 1841 sind insgesamt 6 Mühlen aufgeführt, "von welchem zwei im Dorfe und vier außerhalb" sind. Bei den au­ßerhalb des Ortes gelegen Mühlen handelt es sich um die Heckenmühle, Obermühle, Schloßmühle und eine Mühle ohne Beinamen 19.

 

Literatur/Urkunden:

- Bich, Jürgen: Mühlen am Eckbach. - In: "Die Rheinpfalz" <Ludwigshafen> / Frankenthaler Zeitung. - 55 (1999), Nr. 82 vom 9.4. (Heck­mühle, Großkarlbach); Nr. 226 vom 29.9. (Rheinmühle, Großkarlbach). - 1999. - 1999. - Ill.. - Früheres ebenda. - 54 (1998), Mai u. Sept..

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1098/2: „Acta betr: Wiesen-Wässerungs und Mühlstreitigkeiten, 1718-1785“

- Niederhöfer, Wolfgang und Martin, Erwin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg. Mit Skizzen zur Mühlentechnik von Ar­nold Gieser und Zeichnungen zu den Großkarlbacher Mühlen von Udo Marker. - Gieser, Arnold. - Marker, Udo. - In: Pfälzische Dorfgeschichte / hrsg. von Erwin Martin in Zsarb. mit ... - Treuchtlingen, 1998, S. 43-65

 

 

- Brockmühle:

1632/33 heißt es in der Kellereirechnung Dirmstein: „9 Mltr. Gibt Heil Welcker auch daselbsten von der Brockmühlen, unden am Dorff in der Schleifgassen gelegen, inhalt Erbbestandnuß“ 20

 

 

- Dorfmühle:

sie wird erstmals 1391 urkundlich erwähnt und gehörte nach dem Gerichtsbuch von 1391 dem Pfalzgrafen, der sie in Erbbestand gab. 21; die Dorfmühle lag nach dem Weistum von 1628/29 innerhalb des Ortes, und befindet sich in der heutigen Kändelgasse 15 22. Bis 1626 hieß sie auch Herrenmühle, Bannmühle bzw. Bachmühle. 1626 waren die Erbbeständer Hans Michel Christiannus und seine Ehe­frau Kathari­na, die Tochter des Georg Stubenrauch. Das Ehepaar hatte sich offenbar stark verschuldet war, deshalb wurde die Dorfmüh­le 1626 ver­steigert 23. Die Dorfmühle wurde ersteigert von Conrad Widder, einem Müller aus Neu­hausen bei Worms. Be­reits im August 1626 wurde die Mühle an die Gemeinde Großkarlbach verkauft, nachdem diese sich bei einem Kölner Bankier die entsprechende Summe geliehen hatte 24.

 

In der Dirmsteiner Jahresrechnung des Domstiftes von 1632/33 befindet sich eine Eintragung des damaligen Kellers (Einnehmers) Jo­hann Conrad Fellßen unter „Korn Mühlenpacht“: 8 Malter Korn Georg Stubenrauch für die Mühle im Dorf gelegen 25.

 

1698 war Daniel *Diel der Mül­ler auf der Dorfmühle 26. Einer der Eckquader des Mühlengebäudes trägt die Inschrift 1698 / Daniel Diel 27.

 

In einer nicht datierten Urkunde (aus dem 18. Jh) betreffend die Pfortmühle Großkarlbach heißt es u.a.: „... Die driete Mühle im Dorf Carlenbach gelegen .. zinst jährlich der Churpfalz ins Oberschloß Dirmstein 8 Malter Korn … unn dem Thumstift (!) Worms Zwey Malter Korn. Hat Erblich in Handen Antoni Steyel der alte ...“ 28.

 

Am 24.11.1775 kündigen die Erben des verstorbenen Müllers Peter *Schäffer die Versteigerung der Dorfmühle in Großkarlbach im „Wö­chentlichen Mannheimer Intelligenzblatt“ an: „Peter Schäffers Erben zu Groß-Carlbach Churpfälzischen Amts Freinsheim seynd ent­schlossen, ihre daselbst besitzende eigenthümliche in besagten Ort gelegene sogenannte Dorf-Mühl, samt allen Zugehör, in zwey Mahl- und einem Scheelgang bestehend, Montag den 4ten nächstkünftigen Monat Decembris unter annehmlichen Bedingnus­sen, an den Meistbietenden zu besagten Groß-Carlbach in dem Wirthshaus zur Blum, öffentlich versteigern zu lassen.“ 29

 

Zur Dorfmühle gehörte auch die auf der Südseite des Eckbachs gegenüber der Mühle gelegene Scheune in der Simonsgasse. Wahr­scheinlich bestand eine Verbindung über den Eckbach, denn auf der der Mühle gegenüberliegenden Scheunenwand befindet sich eine, heute zugemauerte Tür. Das Sandsteingewände dieser Tür trägt die Initialen HGW oder HCW mit der Jahreszahl 1775 30.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 31 ist die Dorfmühle Großkarlbach als unter­schlächtige Mahlmühle genannt. Die Eigentümer sind: „Christian Puder Erben“.

 

Am 22.9.1815 beurkunden vor dem Notar Moré in Grünstadt die Kinder und Erben des unlängst verstorbenen Müllers in Großkarl­bach, Christian Puder und dessen hinterlassener, vor acht Tagen verstorbener Witwe, Maria Juliana einer geborenen Mäurer nämlich

1. der Müller Johann Valentin Puder

2. Anna Katharina Stube geb. Puder, ∞ mit dem Bäcker Heinrich Adam Stuber

3. Anna Elisabetha Puder, ledigen Standes

4. die minderjährige Katharina Juliana Puder

5. der minderjährige Johann Michel Puder, Bäckerknecht

6. der minderjährige Christian Puder, Metzgerjunge

7. die minderjährige Anna Maria Puder

die Aufstellung des Vermögens der verstorbenen Eheleute Christian Puder und Maria Juliana geb. Mäurer. Zur Hinterlassenschaft ge­hört u.a. „eine Mahlmühle, mit zwey Mahlgängen und einem Scheelgang und Stallung genannt die Dorfmühle in Großkarlbach“ im Wert von 2900 fl 32.

 

Im Amts- und Intelligenzblatt des Rheinkreises wird am 5.3.1834 die freiwillige Versteigerung der Dorfmühle Großkarlbach, „beste­hend in einem zweistöckigen Wohnhause, einer schönen Mühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange, ... ferner einer sehr großen Scheuer, Stallung, Keller ...“ für den 24.3.1834 annonciert 33. Dies deckt sich mit den Feststellungen am Bautenstand der Dorfmühle, die zwei Auflager für zwei Antriebswellen aufweist 34.

 

Im Urkataster von 1841 wird "eine Mahlmühle" beschrieben, die nach mehreren Eigentümerwechseln (bis 1829 Christian Puder, bis 1842 Georg Eberts, Rentner in Worms, ab 1842 Georg Serr) am 14.2.1854 an die Gemeinde Großkarlbach verkauft wird 35.

 

Heute befindet sich hier das Mühlenmuseum „Alte Dorfmühle“. Hierzu schreibt der Landesverband Rheinland-Pfalz-Saarland e.V. der Deutschen Gesellschaft für Mühlengesellschaft und Mühlenerhaltung DGM auf seiner Homepage 36:

 

Standort: Kändelgasse 15, 67229 Großkarlbach

Kontaktperson: Gerhard Häfker, Volker Budde

Beschreibung: Der Schlussstein über dem Eingang hat das Datum 1605. Die Mühle war Bannmühle der Leininger Grafen. 1855 von der Gemeinde für 6000 Gulden erworben und bis zum Jahre 1999 als Sozialwohnungen genutzt. Ab 2004 mit EU und staatlichen Mittel des Landes Rheinland-Pfalz komplett renoviert. Über 10 000 ehrenamtliche Stunden wurden für die Renovierung und die Er­richtung der Schaumühle im Museum geleistet. Es wurde ein oberschlächtiges Mühlrad wieder eingebaut. Anhand zweier Auflagen­steine kann man auf zwei frühere Wasserräder schließen. Eingebaut wurde ein röm. Mahlgang, der mit einem Winkelgetriebe und ei­ner Transmission an­getrieben wird. Eine Grießausputzmaschine, ein alter Walzenstuhl und eine Werkstatt sind zu sehen. Vervollstän­digt wird das Ganze durch Handmühlen und einer Sackausklopfmaschine. Der Einbau weiterer Elemente und die bildhaf­te Darstel­lung anderer Mühlenarten sind geplant, um auch eine Darstellung aller 7 in Großkarlbach in Betrieb gewesenen Mühlen zu doku­mentieren. Aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz wurden bereits zwei Plasma Bildschirme hierfür angeschafft. Aktivitäten: Geöff­net mit Erklärungen jeden 2. und 4. Sonntag im Monat, über das Winterhalbjahr nur jeden 2. Sonntag. Führungen nach Voran­meldung (06238 / 3110 u. 3301) jederzeit.“

 

Photo:

- Martin, Erwin Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, S. 198, Kändelgasse 15, ehemalige Dorf­mühle vor der Renovierung.

- Martin, Erwin Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, S. 199, Kändelgasse 15, ehemalige Dorf­mühle.

 

Literatur/Urkunden:

- Bich, Jürgen: „Mühlen am Eckbach“. In: "Die Rheinpfalz" / Frankenthaler Zeitung. - 54 (1998), Nr. 206 vom 5.9. (Dorfmühle Großkarl­bach)

- Bich, Jürgen: „Vom baufälligen Idyll zu neuem Glanz: fast sieben Jahre harter Arbeit liegen zwischen der Entscheidung für die Sanie­rung und der Feier zur Einweihung“; in: "Die Rheinpfalz" / Unterhaardter Rundschau, Nr. 143 vom 23.6.2007 (Thema am Samstag: Groß­karlbach feiert sein Kulturdenkmal Alte Dorfmühle)

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1097/6: „Mühle vor der Pforte, die Herren Bann Mühle genannt“++++prüfen++++

- Walter, Rudolf und Häfker, Gerhard: Mühlenmuseum Leiningerland / Rudolf Walter und Gerhard Häfker; in: Glück zu! / Dt. Ges. für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung, Landesverb. Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. - Altenkirchen, 2008. S. 117-119

- Walther, Rudolf: Zwei steigen in "die Bach" : eine Vermessung an der Dorfmühle. - In: Pfälzische Dorfgeschichte / hrsg. von Erwin Martin in Zsarb. Mit ..., Treuchtlingen, 1998, S. 96-10

 

 

- Haumühle, Münchmühle des Klosters Otterberg:

s. auch Mühle Schloß Mühlenthal

 

Bereits im 13. Jh. gab es im Westen des Dorfes Großkarlbach ein Hofgut mit Mühle, das einem Ritter Philipp von Karlbach gehörte 37.

 

Am 4.4.1261 bestätigen Bischof Eberhard I. von Worms und Graf Friedrich IV. von Leiningen, daß das Kloster Otterberg für 60 Pfund Heller von Ritter Philipp von [Groß-]Karlbach und dessen Ehefrau neben weiterem Grundbesitz, eine Mühle mit allen Zuge­hörden in [Groß-]Karlbach gekauft hat 38.

 

Die Münchmühle des Klosters Otterberg lag im Mühlenthal bei Großkarlbach. Diesen Namen trug ein jetzt verschwundenes,im 17. Jh. er­bautes festes Haus 39. Es handelt sich um die in den Akten der Geistlichen Güteradministration Heidelberg aufgeführte “Erbbestands­mühle oberhalb des Dorfes, zur Schaffnei Mittelbockenheim gehörig”. Die Mühle ist auch als “Erbbestandsmühle der Schaff­nei und Kol­lektur Freinsheim“ 1492-1792 in den Akten der Geistlichen Güteradministration Heidelberg aufgeführt 40. Die Münch­mühle lag bachauf­wärts vor dem ummauerten Dorf lag und war Bestandteil des, dem Kloster Otterberg gehörenden "Otterber­ger Hof" 41.

 

Am 1.4.1492 verliehen verliehen Abt und Konvent des Klosters Otterberg die Mühle nebst zugehörigem Grundbesitz im Erbbestand an Peter Lentwin von 'Krinopach' und Ernchgen seine eheliche Hausfrau für 10 Mltr „gutts dorren korns kaufmanns gutt und Wormbser Maß“ 42.

 

Die ehemalige Münchmühle ist abgegangen, der untere Mahlgang bildete spä­ter die *Haumühle; der obere Mahlgang wurde im 18. Jh. abgetragen und durch ein neues Mahlwerk ersetzt, das dann Schloßmühle heißt 43.

 

1545/1560 war Georg Neckerauer der Besitzer der Münchmühle sowie Erbbeständer des Hubhofes und des Weinheimer und Otterberger Gutes in Großkarlbach 44.

 

1577 war Hanß *Kien der CGA-Erbbestandsmüller zu Großkarlbach 45. 1597 war Jakob Stubenrauch Beständer der Münchmühle, 1628 Georg Neckerauer und Hans Ulrich Arbogast aus Heßheim 46. Nach dem Weistum von 1628/29 war die Haumühle Teil der da­maligen Münchmühle des Klosters Otterberg, die aus zwei Mahlwerken bestand; das untere wird später Haumühle genannt 47. Die beiden Mahl­werke lagen offenbar rechts und links des unteren Kohlweges 48. Die beiden Beständer Gerg Neckerauwer und Hans Ulrich Arbogast zu Heßheim, führten ständigen Streit um den Wasserstau am gemeinsamen Bach. Der eine regelte ihn so sehr zu sei­nen Gunsten, daß dem anderen nicht genug Treibenergie blieb, und so mußte von Amts wegen durch Regelung der Stauhöhe mittels Eichp­fählen abgehol­fen werden 49.

 

1708 war Johann Jacob Danndorff der Müller auf der Haumühle; ∞ mit Anna Catharina NN.; Vater der Anna Catharina Margaretha Danndorff (~ 17.5.1708 Großkarlbach) 50.

 

1711 erwarb der kurpfälzische Rat und Vizepräsident der "Geistlichen Güteradministration", Johann Mathias von Haumüller, das Ge­lände der ehemaligen Münchmühle und betrieb dort u.a. eine Porzellanfertigung 51. Der 1699 geadelte Hofbeamte hatte das Gelände zur Ge­staltung eines Herrensitzes mit Schloß und Park ausersehen, der seiner neuen Würde angemessen sein sollte und erbaute Schloß Müh­lenthal. Die früheren Mühlen blieben dabei nicht ungeschoren. Eines der beiden Mahlwerke, das bachaufwärts neben dem unteren Kohl­weg gelegen war, mußte dem Schloßbezirk weichen und wurde ersetzt durch die neu angelegte Schloßmühle 52.

 

1769 wird der Weber [?] Johann Ernst *Stütgen von der Haumühle in Großkarlbach im luth. KB Ebertsheim erwähnt. Er heiratete am 28.5.1769 die Maria Margaretha Eisenberger, Tochter des früheren Müllers auf der Schleifmühle in Mertesheim. Im luth KB KB Eberts­heim heißt es: „den 28te May als den 1. p: Trinit: ward nach 3maliger Proclamäon in den Ehestand eingesegnet Johann Ernst *Stütgen, Weber u: Witwer auf der Hau Mühl bey Großcarlbach mit Maria Margaretha weyl. Christian Eisenbergers Müller Meisters in Mertesheim auf der Schleif Mühle ehle ledige Tochter“ 53.

 

1769 war Stephan *Bauer der Müllermeister auf der Haumühle; ∞ mit Anna Sophia NN.; am 27.10.1769 befindet sich um luth KB Groß­karlbach folgender Taufeintrag: „1769 den 25ten gbris wurde dem Müllermeister auf der Haumühle Stephan Bauer u. deßen Ehefrau Anna Sophia ein Söhnlein geboren und auf 27ten getauft. Suscepter: des Vattern Bruder Johan Paul Bauer von Raubenheim im Ansgari­schen“ 54.

 

Die Haumühle gehörte zum kurpfälzischen Geistlichen Güteradministration Heidelberg; sie war mit den Herren von Geispitzheim umstrit­ten, so daß es zum Prozeß zwischen 1789-95 kam 55.

 

Christian *Fitting († vor 1841 Großkarlbach) war der ehemalige Haumüller auf der Haumühle in Großkarlbach; er ist der Ehemann der Maria Philippina Fitting 56.

 

1864 wird Christian *Fitting, „Müller und Gutsbesitzer in Großkarlbach“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz ge­nannt 57. Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird genannt die Firma „Fitting, C,, Oel- und Mahlmüller, Eigenthümer: Christian Fitting“ 58.

 

Im Laufe des 18. Jh. ist die Haumühle stillgelegt worden; in der Planzeichnung von Schloß Mühlenthal von 1791 ist die Haumühle nicht mehr eingezeichnet 59. Zwei Jahrzehnte später ist dann urkundlich von einer „Hauermühle“ die Rede mit der Angabe, es han­dele sich um ein „Wohnhaus mit Ställchen“. Im Laufe des 19. Jh. wurde daraus ein Lagerhaus, nach dem Ersten Weltkrieg wurden Sozialwohnun­gen darin eingerichtet, die bis zum Abriß des Gebäudes 1971 bestanden 60.

 

 

- Heckenmühle / Heckmühle:

heute Laumersheimer Straße 7; sie lag nach dem Weistum von 1628/29 außerhalb des Dorfes an der Straße nach Laumersheim, dem früheren 'Wormser Weg', bach­abwärts unterhalb der Pappelmühle. Sie wird im Weistum als die "neue Walkmühle bezeichnet 61. Mög­lich, daß es bei ihr um die immer wieder in den Quellen auftauchende untere Schleifmühle handelt 62, die vor 1595 abgerissen und an deren Stelle 1598 eine Walkmühle gebaut wurde.

 

Den damaligen Beständern der Mühle, dem Frankenthaler Ratsherrn Johann Herff sowie Hans Engel, Willem Lissett und Konsorten aus Frankenthal wurde erlaubt, zwei Brücken, davon eine „aus Steinen gewölbt“, für sich und ihre Nachkommen zu bauen, zu deren Unter­halt sie verpflichtet waren 63.

 

1687 wurde die Heckmühle zu einer Ölmühle umgebaut.

 

Die vielleicht auf die 1595 nachgewiesene Schleifmühle zurückgehende, nordöstlich des engeren Dorfes gelegene Anlage wird zur Stra­ße durch ein stattliches, von rustifizierten Eckpilastern gerahmtes Wohnhaus beherrscht, das auf dem hofseitigen Portal das Mono­gramm des Bauherrn PF 1806 (wohl Philipp Fitting) zeigt. Um 1874 kamen für Philipp Hermann Friedrich Webel die linken Ach­sen, der Kniestock und das Walmdach hinzu. Das korbbogige Hoftor weist mit dem reliefierten Mühlrad im Schlußstein sowie den Angaben HP F 1806 wiederum auf den Bauherrn und dessen Beruf hin 64.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 65 wird Philipp *Fitting als Eigentümer der Heck­mühle Großkarlbach genannt.

 

1841 war Katharina Margarethe Fitting, geb. *Webel, Eigentümerin, die Witwe des 1829 verstorbenen Philipp Fitting II., der die Mühle von seinem gleichnamigen Vater geerbt hatte; auf ihn dürfte auch der Scheitelstein im Hoftor mit den Initialen HPF 1806 hin­weisen 66.

 

Um 1874 ließ Philipp Hermann Friedrich Webel die linken Ach­sen, der Kniestock und das Walmdach am Haupthaus der Mühle hinzufü­gen 67. Dieser Philipp Hermann Webel ist bereits im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsge­richts Frankenthal) von 1864 genannt unter der Firma „Webel, Ph. H. Fried., Mehl-, Frucht- und Brothandel, Eigenthümer: Phil. Hermann Friedrich Webel“ 68.

 

Literatur/Urkunden:

- Bich, Jürgen: Mühlen am Eckbach. In: "Die Rheinpfalz" / Frankenthaler Zeitung. - 55 (1999), Nr. 82 vom 9.4. (Heckmühle, Großkarl­bach); Nr. 226 vom 29.9. (Rheinmühle, Großkarlbach)

 

 

- Mühle Schloß Mühlenthal, Schloßmühle:

s. auch Haumühle

 

Die Münchmühle des Klosters Otterberg [s. Haumühle] lag bachaufwärts vor dem ummauerten Dorf lag und gehörte zu dem, dem im Eigentum des Klosters Otterberg stehenden "Otterber­ger Hof"; sie ist abgegangen, der untere Mahlgang bildete später die Haumühle; der obere Mahlgang wurde im 18. Jh. abgetragen und durch ein neues Mahlwerk ersetzt, das dann Schloßmühle heißt 69.

 

Der zum Kloster Otterberg gehörende Hof nebst Mühle wurde durch die "Geistliche Verwaltung" gegen die Obersteinsteinische Gü­ter in Offstein getauscht 70.

 

1711 erwarb der kurpfälzische Rat und Vizepräsident der "Geistlichen Güteradministration", Johann Mathias von Haumüller, das Ge­lände der ehemaligen Münchmühle durch Pachtvertrag und betrieb dort u.a. eine Porzellanfertigung 71. Der 1699 geadelte Hofbeam­te hatte das Gelände zur Gestaltung eines Herrensitzes mit Schloß und Park ausersehen, der seiner neuen Würde angemessen sein sollte und erbaute Schloß Mühlenthal . Die früheren Mühlen blieben dabei nicht ungeschoren. Eines der beiden Mahlwerke, das bachaufwärts ne­ben dem unteren Kohlweg gelegen war, mußte dem Schloßbezirk weichen und wurde ersetzt durch die neu angelegte Schloßmühle 72.

 

Die Familie Haumüller zu Mühlenthal konnte bis 1766 das Gut halten. Christian Freiherr von Haumüller zu *Mühlenthal war in auswärti­gen Diensten und war meist außer Landes; er setzte seinen Vetter, den Hessen-Darmstädtischen Oberforstmeister Rudolf Moritz Freiherr von *Gei­spitzheim als Verwalter ein, an den er wegen finanzieller Nöte 1766 das Schloß Mühlenthal verkaufte 73. Der Be­sitz war jedoch bei geringen Einkünften so überschuldet, daß die Einkünfte kaum zur Bezahlung der Schuldzinsen ausreichten, wie das kurpfälzische Hofgericht im Mai 1779 feststellte. Lange Verhandlungen waren notwendig, bis Freiherr von Geispitzheim den Be­sitz an die Fürstin Caro­lina von Isenburg (illegitime Tochter des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz und der Johanna *Seyffried [Gräfin *Heydeck 74], ver­heiratet mit Fürst Max Franz von Isenburg 75 verkaufen konnte. Der von Kur­fürst Karl Theodor am 4.8.1790 ausgestellte Erbbestands­brief verpflichtete die neue Pächterin zu einer grundlegenden Renovation. Dieser Güterbeschrei­bung von 1791 verdanken wir die An­sicht des "Wohn-Schlosses Mühlenthal" und den dazu Großkarlbach:gehörigen Lageplan 76.

 

1763 war Müller und Beständer auf der Mühle von Schloß Mühlenthal der Müllermeister Stephan *Bauer. Am 28.1.1763 befindet sich um luth KB Großkarlbach folgender Taufeintrag: „1763 den 26ten Jany wurde dem Mühlenthalischen Beständer und Müllermei­ster Stephan Bauer u. deßen Ehefrau Anna Sophia ein Söhnlein geboren und auf 28ten darauf getauft. Gnäge [?] war der bürgerl Ein­wohner zu Lau­mersheim Stefan Steil und wurde genannt Stephan“ 77.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 78 heißt es: “Moßdorf Schloßmühle, 2 Mahl­gänge, Ölpresse, die Mühle ist verpachtet.“ Es handelt sich bei dem Eigentümer um den ehemaligen stellvertretenden Präfekten des Departe­ments Monttonnere, den Jakobiner August *Moßdorf.

 

Literatur/Urkunden:

- Göttnauer, Annelise: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal / Annelise Göttnauer; Erwin Martin; in: Pfälzische Dorfgeschichte, hrsg. von Erwin Martin in Zsarb. Mit ...; Treuchtlingen, 1998, S. 66-77

- Martin, Michael: Die Großkarlbacher Mühlen und Schloß Mühlenthal; in: Pfälzische Dorfgeschichte / hrsg. von Erwin Martin in Zsarb. mit ... - Treuchtlingen, 1998. - ISBN 3-924828-95-4. - S. 32-42; [Überarb. Abdruck d. Aufsatzes "Großkarlbach - Dorf der Mühlen" aus: Heimatjahrbuch für den Landkreis Bad Dürkheim; 1988]

- Sohn, Ruth: Vergessenes Schloß Mühlenthal. Alte Erinnerungen aus Großkarlbachs Geschichte werden geweckt. In: "Die Rheinpfalz", Frankenthal. 16, Nr. 121 v. 24.5. 1960

 

 

- Obermühle:

s. oberste *Schloßmühle

 

 

- Papiermühle, Papierfabrik Friedrich:

Kändelgasse 45; früher ältere *Obermühle 79, zunächst Schloßmühle (Freiherrn Haumüller zu *Mühlenthal und später der Freiherrn zu *Geispitz­heim) +++klären: welche der beiden Schloßmühlen++++ ; ab 1852 Papiermühle im Eigentum des Friedrich Johann *Friedrich (1795-1856) aus Eisenberg und seines Soh­nes Georg Ferdinand Friedrich

 

Georg Ferdinand *Friedrich (geboren 1817 in Eisenberg - 1881 in Großkarlbach, Sohn der Eheleute Johann Ludwig Friedrich und der Margareta Justina *Daßdorf) kaufte 80 am 8.5.1852 die Obermühle in Großkarlbach 81 von der Witwe Margaretha Goos 82, eine Mahl­mühle in Großkarlbach; diese baute er nach dem Abriß des alten Mühlengebäudes zur Papierfabrik Großkarlbach um; Großbrand 1859 und Wiederaufbau bis 1861; die Papierfabrik stellte bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 Packpapier her.

 

1854 wurde eine Langsiebmaschine durch C. F. Friedrich aufgestellt. Die Papierfabrik wurde 1928 stillgelegt 83.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird genannt die Firma „Friederich, G. F., Papierfabrikant. Eigenthümer: Georg Friedrich Friederich “ 84.

 

Photo:

- Martin, Erwin Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, S. 200 Hof der ehemaligen Papierfa­brik

 

 

- Pappelmühle:

jetzt Anwesen Mühlweg 5 in Großkarlbach. Die Mühle lag nach dem Weistum von 1628/29 außerhalb des Ortes an der Straße nach Lau­mersheim 85.

 

Die Pappelmühle bestand bereits um 1575. Ein Müller-Bäcker-Zeichen trägt eine am Hausanwesen Hauptstraße 45 bzw. ehemalige Gast­wirtschaft Weiland in der Untergasse, eingemauerte Inschrifttafel mit der Jahreszahl 1575. Diese zeigt den Sinnspruch ICH HAL DEN FIR EIN WISEN MAN / DER ALN MEN RICH BAUEN KAN; neben der Jahreszahl 1575 und dem Monogramm des Bau­herrn HW OG FW trägt er das Berufszeichen des Müllers und Bäckers, bestehend aus Mühlrad und Brezel 86. Die gleichen Initialen zeigt auch ein Inschriftstein an der ehemali­gen Pappelmühle 87.

 

In der Güter- und Abgabenbeschreibung des kurpfälzischen Amtmannes in Dirmstein +++Datum klären+++ wird berichtet, daß die vierte Mühle, vor dem Dorf nach Laumersheim gelegen, in Erbpacht von Hermann Welcker betrieben wird. Er mußte der „Kurfürstli­chen Pfalz“ ins Oberschloß nach Dirmstein jährlich 9 Malter Korn und einen Mastgulden zahlen. Auch war der Müler Frondienst lei­sten sowie den neuen Wassergraben bis an die Mühle sauberhalten 88.

 

In ihrem historischen Baubestand ist die Pappelmühle die jüngste der Mühlen in Großkarlbach. Doch auch hier weist die Jahreszahl 1685 am Kellerzugang neben dem Torhaus, auf weit zurückreichende Geschichte der Anlage. In den Grundmauern zum vorüber flie­ßenden Bach hat sich zudem als Spolie ein Renaissance-Portalsturz erhalten mit der Inschrift 1617 HANS BECKER BESTEN SOHN IMS + LM 1710 89.

 

Im Urkataster von 1841 wird die „Mühle zu Dorf in der Untergasse“ 90 [Anm.: = Pappelmühle] beschrieben: im Besitz von Jakob *Wolf I., bestehend aus Wohnhaus, Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgang, Stallung, Scheuer mit Keller und Stall, zwei Schuppen, Waschküche, Schweineställen und Hofraum mit Brunnen. 1848 wird die Mühle auf Dampfbetrieb umgerüstet 91. 1856 wurde die Pappelmühle an Wilhelm August *Catoir verkauft. Dieser ließ in den 1860er Jahren die Gebäude in spätklassizisti­schen Formen weit­gehend neu aufführen. Das übergiebelte, seitlich von Wirt­schaftsbauten eingefaßte Torhaus ist im Schlußstein be­zeichnet "W. Catoir 1867" 92. Catoir ließ in den 1860er Jahren die Mühlengebäude in spätklassizistischen Formen weitgehend neu aufführen 93.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird genannt die Firma „Wilhelm Catoir, Handelsmüller“ 94.

 

Diese Kornmühle wurde 1919 von dem Müller Thorsch erworben, in den 1920er Jahren modernisiert und vier Walzenstühlen ausgerüs­tet 95.

 

1925 kam es zum Brand der Mühle Thorsch, bei dem sich die Freiwillige Feuerwehr Großkarlbach auszeichnete. Dazu heißt es im Proto­kollbuch des Gemeinderates aus jenem Jahr lakonisch: "Die Vergütung für geleistete Wachen beim Brand im Anwesen Thorsch wird pro Mann und Wache auf 3 Mark festgesetzt". Die Rechnung des Wirtes Winter für Getränke an die Feuerwehren Großkarlbach, Laumers­heim und Dirmstein hat den Gesamtbetrag von 48,80 Mark. Der Wirt Weber hat an die Feuerwehr Bissersheim für 40 Mark Getränke ab­gegeben. Um spezifizierte Rechnung wird gebeten 96.

 

Der letzte Betreiber war der Müller NN. Thorsch. Das Anwesen ist im Besitz seines Enkels und enthält eine komplette funktionsfähi­ge Mahlmühleinrichtung mit Walzenstühlen, Plansichtern, Elevatoren etc.

 

Photo:

- Martin, Erwin Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, S. 201 Hof der Pappelmühle.

 

 

- Rheinmühle, Pfortmühle, Herrenmühle, Bannmühle:

ursprünglich im Weistum von 1628/29 "Herrenmühle und Bannmühle" genannt 97. Sie lag nach dem Weistum von 1628/29 vor der Kandelpforte, außerhalb der Dorfbefestigung bachaufwärts, unterhalb der Münchmühle 98. Dem Müller der Rheinmühle oblag die Un­terhaltung und Reinigung des Bachlaufs von der Rheinmühle oberhalb des Ortes bis zur "lawersbruck", die am "unteren Ende der 'lawer­gasse' (von Lohgerberei) lag und später bei der Teilkanalisierung des Eckbachs in der Kändelgasse verschwand 99.

 

Der Müller und Bürgermeister von Großkarlbach, Johann Jacob Farkopf († 8.5.1743) 100, auch als Jacob Farrenkopf bezeichnet, war um 1718 Eigentümer der Rheinmühle; er strengte einen Prozeß gegen den Eigentümer der oberhalb gelegenen Schloßmühle, Matthi­as von *Haumüller an, der ihm durch die Anlage der Schloßweiher und die neue Führung des Eckbaches das Wasser abgegraben ha­ben soll 101.

 

Die Gebäude der Rheinmühle stammen weitgehend aus der Wende vom 18. zum 19. Jh., die ehemals der reich begüterten Familie Fit­ting gehörte. Die ausgedehnte, mit einem weitläufigen Gartengelände verbundene und durch eine Bruchsteinmauer umschlossene An­lage gruppiert sich um zwei Höfe. Das vom Eckbach unterquerte Torhaus mit korbbogigem Durchfahrtstor wird durch rahmende Pilaster mit stilisierten Mühlrädern und der Inschrift IC F geschmückt. Der den Bachlauf überbrückende Bogen ist bezeichnet mit CF 1804 [Anm.: Christian Fitting]. Der Zugang zum oberen Hof führt durch ein weiteres Torhaus das mit seiner nischenförmigen Ein­fahrt und den von klassizistischen Zöpfen gerahmten ovalen Reliefmedaillons mit den Namen der Erbauer Christian und Louisa Fit­ting besonders auf­wendig ausgeführt. Am oberen Hof haben sich Bauteile aus früherer Zeit erhalten, darunter ein Rundbogenportal von 1760 mit dem Mo­nogramm HPF 102 sowie ein Kellerzugang von 1616. Ehemals schloß den Hof eine 1929 abgebrannte Ölmühle 103.

 

Die Rheinmühle in Großkarlbach gehörte um 1804 dem Christian Fitting, wie die Inschrift über dem den Eckbach überspannenden Bo­gen zeigt: "CF 1804" 104. Die In­schrift am oberen Tor von 1806 nennt die Besitzer Christian und Louisa Fitting 105. Die Medail­lons an der Toreinfahrt der Mühle zeigen die Erbauer Christian und Louisa Fitting 106, geb. Schick.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 107 heißt es: “Fitting Christian[,] Rhein­mühle[,] 3 Mahlgänge[,] oberschlächtig[,] Ohlpresse, [an der] Eckbach“. Christian Fitting ist 1825 ge­storben, seine Witwe Louisa Fitting geb. Schick behielt den Besitz und übertrug ihn am 26.6.1844 auf den Sohn Peter Christian Fit­ting 108.

 

1841 war Katharina Margarethe Fitting, geb. Webel, Eigentümerin, die Witwe des 1829 verstorbenen Philipp Fitting II., der die Müh­le von seinem gleichnamigen Vater geerbt hatte; auf ihn dürfte auch der Scheitelstein im Hoftor mit den Initialen HPF 1806 hinwei­sen 109. +++überarbeiten: wegen Widerspruch zu oben+++

 

Photo:

- Martin, Erwin Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, S. 200, Unterer Hof der Rheinmühle.

 

Literatur/Urkunden:

- Bich, Jürgen: Mühlen am Eckbach. In: "Die Rheinpfalz" / Frankenthaler Zeitung. - 55 (1999), Nr. 82 vom 9.4. (Heckmühle, Großkarl­bach); Nr. 226 vom 29.9. (Rheinmühle, Großkarlbach)

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1097/6: „Mühle vor der Pforte, die Herren Bann Mühle genannt“ (Auszug, 18. Jh.)

 

 

- Schleifmühle unterhalb des Dorfes:

unterhalb des Dorfes an der Straße nach Laumersheim zwischen Pappelmühle und Heckmühle; sie bestand nur bis 1595 110. An ihrer Stelle entstand vermutlich die Heckmühle.

 

 

- Schleifmühle oberhalb des Dorfes:

bachaufwärts oberhalb der Münchmühle lagen zwei Schleifmühlen, die nach dem Weistum von 1628/29 bereits stillgelegt waren; sie be­fanden sich wohl an der Stelle der späteren Papiermühle Friedrich 111.

 

 

- Schleifmühle zu Großkarlbach:

die Schleifmühle lag in der Schliffgasse, nordöstlich der Mauer an der Schliffgasse, zwischen Pappelmühle und Heckmühle 112.

 

Die Schliffmühle wird bereits um 1496 genannt 113. 1687 wird die Schleifmühle zu Großkarlbach urkundlich erwähnt 114. In einem Schreiben der kurfürstlichen Hofkammer Heidelberg vom 23.1.1687 wird die Schleifmühle als „ruiniert“ bezeichnet und der Erbbeständer Hanß Veltin Haaß, Gemeindsmann zu Großkarlbach aufgefordert, „daß er solche sobald möglich wird aufbawen und in gang bring, deßwegen, die in dem außgegangen patente enthaltene Schatzungs freyheit genießen, auch ihme die rückständige Erbzinse nachgelassen, ratione des … Erbzinßes aber so nach außweiß der 1617tn Jahresrechnung Jährlich Einen Güld Zehen Albus beträgt, schuldig sein solle, selbigen von der Zeith ahn, da die mühlen in Gangk seye, werd zu bezahlen ...“ 115.

 

In einem Ver­zeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 116 wird die Schleifmühle als oberschlächtig beschrie­ben. Eigen­tümer ist Jakob *Wolf.

 

Dagegen heißt es nach aA : Die Schleifmühle wurde nach dem Revolutionskrieg niht mehr aufgebaut 117.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1097/5: „Schleifmühle zu Großkarlbach, 1687“

 

 

- Untere Schleifmühle:

möglicherweise handelt es sich bei der immer wieder in den Quellen auftauchende untere Schleifmühle handelt, die vor 1595 abge­rissen und an deren Stelle 1598 eine Walkmühle gebaut wurde, um die spätere Heckmühle.

 

 

- Schloßmühle, oberste, Obermühle:

Kändelgasse 45; zunächst Schloßmühle (Freiherrn Haumüller zu *Mühlenthal und später der Freiherrn zu *Geispitz­heim, dann auch älte­re *Obermühle 118.

 

Sie wurde im 18. Jh. an Stelle des oberen, bachaufwärts gelegenen Mahlwerkes der früheren Münchmühle errichtet 119. Bezeichnet auch als “Mühle am Weiher”, an deren Stelle entstand nach Abriß der früheren *Münchmühle die *Schloßmühle (Freiherrn Haumül­ler zu *Müh­lenthal und später der Freiherrn zu *Geispitzheim) 120.

 

Am 10.3.1807 erfolgte im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung die Veräußerung der „obersten Schloßmühle“ Großkarl­bach. Eigentümer waren damals die Fürsten von Isenburg-Birstein. Pächter war die Witwe von Jacob Dietrich. Diese erwarb am 10.3.1807 die Schloßmühle für 12700 fr 121.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 122 heißt es: “Goos Friedrich[,] Obermühle 3 Mahl­gänge, oberschlächtig [an der] Eckbach“.

 

Im Urkataster 1841 war Eigentümer der Obermühle der Friedrich Mathias Goos. Die Obermühle ist darin beschrieben als Mahlmühle mit drei Mahlgängen und einem Schälgang, Wohnhaus, Scheuer mit Stall, Schweineställen und Hofraum mit Brunnen 123.

 

Bis 1852 war die Witwe Margaretha Goos Eigentümerin der Obermühle 124. Um 1859 war Georg Wilhelm *Webel als Müller in Großkarl­bach zugleich 1859 Vormund der min­derjährigen Kinder Heinrich August Goos und Charlotte Margaretha (genannt Ida) Goos. Webel versteigerte als deren Vormund die den Kindern gehörige Mühle in Kirrweiler, am Mühlengäßchen gele­gen 125. Dieser Georg Wilhelm Webel ist 1864 im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) genannt unter der Firma „Webel, G. W., Kunden- und Handelsmüller. Eigenthümer Georg Wilhelm “Webel 126. +++klären: ob obere Schloßmühle, da diese doch bereits 1852 verkauft worden ist+++

 

Georg Ferdinand *Friedrich (geboren 1817 in Eisenberg - 1881 in Großkarlbach, Sohn der Eheleute Johann Ludwig Friedrich und der Margareta Justina *Daßdorf) kaufte 127 am 8.5.1852 die Obermühle in Großkarlbach 128 von der Witwe Margaretha Goos 129, eine Mahl­mühle in Großkarlbach und baute diese nach dem Abriß des alten Mühlengebäudes zur *Papierfabrik Großkarlbach um.

 

 

- Schloßmühle unterste:

am 10.3.1807 erfolgte im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung die Veräußerung der „untersten Schloßmühle“ Großkarl­bach. Eigentümer waren damals die Fürsten von Isenburg-Birstein. Pächter war NN. Dietrich. Der Advocat Karl *Parcus erwarb am 10.3.1807 die unterste Schloßmühle für 14200 fr 130.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 heißt es: “Moßdorf[,] Schloßmühle[,] 2 Mahl­gänge[,] Großkarlbach[,]oberschlächtig[,] Oelpresse[,] [an der] Eckbach, gdcht. Mühle ist mangelhaft“. 131

 

Literatur/Urkunden zu den Mühlen:

- ""Die Rheinpfalz"" vom 19.8.1998: Mühlenwanderweg im Eckbachtal zwischen Dirmstein und Neuleiningen

- Martin, Michael: Großkarlbach: Dorf der Mühlen: Lange Tradition bis zurück ins 17. Jahrhundert; in: Heimatjahrbuch 1988 Land­kreis Bad Dürkheim, S. 52

- Niederhöfer, Wolfgang: Die Triebwerke entlang des Eckbach-Mühlenwanderweges (zu Eckbachweiher, Mühlen in Neuleinin­gen-Tal, Kleinkarlbach, Kirchheim, Bissersheim, Großkarlbach und Dirmstein)

- Niederhöfer, Wolfgang: Mühlenwanderweg am Eckbach: 35 Mühlen zwischen Neuleiningen und Dirmstein; in: Heimatjahrbuch 1998 Landkreis Bad Dürkheim, S. 156

- Sohn, Ruth: Vergessenes Schloß Mühlenthal. Alte Erinnerungen aus Großkarlbachs Geschichte werden geweckt. In: Rheinpfalz, Fran­kenthal. 16, Nr. 121 v. 24.5. 1960

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der pfälzischen Mühlen besonderer Art, Arbogast, Otterbach 1981

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der Mühlen und des Müllerhandwerks der Pfalz, Arbogast, Otterbach 1978

 

 

- Walkmühle der Stadt Frankenthal:

s. auch Heckmühle

 

Durch den Ausbau der Festung Frankenthal hatte die Füllung der Festungsgräben Vorrang vor dem Betrieb der Mühlen. Ständigen Streit gab es auch zwischen den Frankenthaler Mahl- und Walkmüllern, wenn das Wasser nicht ausreichte, um beide Mühlenarten gleichzeitig zu betreiben 132. Um diese unbefriedigende Situation zu verbessern, erwarb die die Stadt Frankenthal am 5.1.1616 eine Walk- und Öl­mühle „zu Klein-Karlbach“.

 

Während des 30jährigen Krieges wurde auf die Instandhaltung der Mühlen großen Wert gelegt, denn diese waren für die belagerte Fes­tung Frankenthal wichtig. Die Walkmühle in Großcarlebach war kontrolliert und für reparaturbedürftig befunden worden. Sie un­terstand der Müllerzunft von Frankenthal. Der Rat der Stadt Frankenthal beschloß daher am 22.1.1634: „Die alte Mühl und Canal am Lambshei­mer Tor zu reparieren verdingt worden mit dem Zimmermann Hieronymus Oßwald um 60 Gulden ..“ 133

 

 

- Weihermühle:

s. oberste Schloßmühle

 

 

 

 

 

Großsteinhausen:

VG Zweibrücken-Land, Lk Südwestpfalz; zwischen Hornbach und Pirmasens an der französischen Grenze gelegen; an der Trualb, die auch Hornbach genannt wird; war pfalz-zweibrückisch im Oberamt Zweibrücken 134.

 

Mühlen:

auf der Trualb wurde Triftholz geflößt.

 

- Alte Mühle bei Großsteinhausen:

Wüstung bei Großsteinhausen; hier ist eine alte Mühle in Vergessenheit geraten; 1547 wird sie genannt und zugleich auch eine ande­re, also wohl neuere Mühle; die Gemarkungsgrenze geht nämlich „die Bottenbach hinab, Versus Occasum, biß vffs alt Mühlradt zum großen bach. Hactenus versus Meridiem; der Bitscher Bann weiter, die großbach hinab biß zur Brucken, vnd als die bach hinab zur Mühlen 135.

 

 

- Hornbacher Klostermühle bei Großsteinhausen, Steinhauser Mühle:

die Mühle ist erstmals 1485 als Hornbacher Klostermühle urkundlich erwähnt; sie ist im Trualbtal gelegen, 1 Viertelstunde vom Dorf ent­fernt im Wiesenthal, eine halbe Stunde von der Kirschbach und 1 Stunde von der Walshauser Mühle entfernt. Die Mühle ist Bann­mühle für die Dörfer Groß- und Kleinsteinhausen 136.

 

Am 2.11.1485 verlieh Abt Ulrich von Hornbach seinem Lehensmann Friedrich von Bitsch gen. Gentersberger eine Jahresrente von 2 Mal­ter Korn und ebensoviel Hafer, haftend auf der Steinhauser Mühle 137. Die nächste urkundliche Erwähnung datiert 10 Jahre spä­ter 138.

 

In einer Anordnung des Herzogs Wolfgang von Zweibrücken vom 17.11.1547 über das Kloster Hornbach wird eine Regelung zwi­schen dem ehemaligen Abt des Klosters Hornbach (Anm.: zum Luthertum übergetreten) Johann Kindtheuser und dem letzten verblie­benen Mönchs Reinhart von Altorf gen. Wollenschläger bestimmt, wobei dem Reinhart von Altdorf zu seiner Ausstattung u.a. das Fischrecht im Konventsbach, der Trualb, oberhalb der Mühle, zugestanden wird 139. Es handelt es sich hierbei wohl um die Hornba­cher Mühle bei Großsteinhausen.

 

An der nördlichen Giebelseite des Mühlengebäudes ist ein Stein mit folgender Inschrift vermauert: HANS MILER VUN LAUTERN 1552 140.

 

1587 erhielt Hans Mohler die Klostermühle in 9jährige Lehnung unter der Verpflichtung, dem Klosterschaffner jährlich auf Martini 7 Ma Korn und 5 Ma Hafer und auf St. Stephanstag 3 fl., 12 alb. nebst einem Mastschwein zu liefern; auch mußte er des Klosters Lehensleu­ten, den Gentersbergern, jährlich 2 Ma Hafer und 2 Ma Korn zahlen. 1597 erhielten Hans Müller und Genossen von Althorn­bach die Müh­le unter gleichen Bedingungen. Da aber die Mühle sich in ruinösem Zustand befand, baute 1608 dessen Sohn Wolf Müller die Mühle neu auf und erhielt dadurch einen Erbbestandsbrief unter der Bedingung, jährlich 7 Ma Korn, gleichviel Hafer, 1 Mastschwein und 4 fl. an die Klosterschaffnei zu zahlen 141.

 

1634 ist Lorenz *Blind der Erbbestandsmüller auf der Hornbacher Klostermühle bei Großsteinhausen. Diese wurde im 30jährigen Krieg zerstört. 1669 erbaute Adam Fischer aus Kleinsteinhausen die Mühle wieder auf. Doch schon 1686 berichtet der Klosterschaff­ner, daß die Mühle durch Brand und Krieg wiederum in Ruin geraten und der Erbbeständer geflohen sei 142.

 

1693 führte dann Ulrich Geringer einen neuen, mit Stroh gedeckten Mühlenbau auf, mußte aber 1700 diesen Besitz dem Hans Bar­thel Hüther überlassen 143. Vor 1712 war Ulrich Seeringer/Seringer († vor 1712) Müller auf der Großsteinhauser Mühle 144.

 

Hans Barthel Hüther, der Nachfolger des Müllers Geringer, wurde zwischen 1701 und 1706 dreimal von deutschen und französischen Truppen ausgeplündert wurde, war deshalb außerstande, die Mühle in ordentlichen Stand zu bringen. Seine Erbpacht belief sich auf 7 Ma Korn, ebensoviel Hafer, , 4 fl und ein Mastschwein. Auch hatte er dem Freiherrn Friedrich Ludwig von Bettendorf, als Nachfol­ger der Gentersberger die alte Lehensgülte zu entrichten. In den nun folgenden Friedenszeiten gelangte Hans Barthel Hüther zu Wohlstand 145. Dessen Sohn Nickel Hüther baute 1725 die heute noch vorhandene Mühle 146.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 wird sie zusammenfassend wie folgt beschrieben: “liegt an der Horn­bach, 1 Viertelstunde von dem Dorf entfernt im Wiesental, eine halbe Stunde von der Kirschbacher und 1 Stunde von der Wals­hauser Mühle entfernt. Das Gebäu und Mühlenweßen ist seit einiger Zeit be­ständigen Reparationen unterworfen gewesen, dermahlen jedoch in gutem Stand, 3 unterschl. Wasserräder treiben 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Das Wasser wird durch eine breite steinerne Mauer un­gefähr 50 Gäng Länge, in deren Mitte eine Schließ ist, aus dem Bach 1 Büchsenschuß oberhalb der Mühle in den Mühlgra­ben geleitet., fällt unterhalb dem Waßer-Bau gleich wieder in den Bach. Brücke über den Vorteich vom Müller zu unterhalten. Der Müller entrichtet an den Herrn von Bettendorf 2 Ma. Korn und 2 Ma. Ha­fer, an das Kloster Hornbach aber jährlich 4 fl, 1 fettes Mühlschwein oder 5 fl, 7 Ma. Korn und 7 Ma. Hafer Hornbacher Maßung. Ist eine Bannmühle für die Dörfer Groß- und Kleinstein­hausen nach einem Extract von Ver­waltungs Registratore Hrn. Rettig, so der Müller in Händen hat. Zu Großsteinhausen sind es 28 und zu Kleinsteinhausen 431 Haushal­tungen. Auch die Bottenbacher mahlen zu Zeiten alhier. Bey großem Waßer gehen die Mahlgä­ste in das Hanauische, sonsten aber klaget der Müller, daß sie starck in die Kirschbacher Mühle ihre Früchte führeten. Der dermalige Besitzer ist Nickel *Hütter, welcher sich durch den auf deßen Nahmen von fürstl: Verwaltung eingerichteten Erbbestand vom 27ten gbris 1736 sich legitimiert.” 147

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „die Großsteinhau­ser Mühl [hat] 3 WaßerRäder, welche 2 Mahl und einen Scheelgang treib; [zahlt an Pacht] 9 fl an Geld, 9 Mltr Korn, 9 Mltr Habern; Groß und Klein Steinhausen aus 59 famil: bestehend seyend hierher gebannt, Und können 100 fam. allhier befördert werden.“ 148

 

Im 3. Hornbacher reformierten Kirchenbuch von Hornbach (S. 7) heißt es 1773: Nickel Hüther †, Großsteinhausen, ∞ Maria Barbara (Wwe.) 72 Jahre 149.

 

Im 3. Hornbacher reformierten Kirchenbuch von Hornbach wird 1773 als Müller in Großsteinhausen der Johann Adam *Hüther ge­nannt 150.

 

Die Nachkommen des Nickel Hüther waren bis 1847 im Besitz der Klostermühle, dann ging sie auf Heinrich Bruck über 151. Von 1760 bis etwa 1790 war die Mühle im Besitz von Johann Adam Hüther. Nach ihm betrieb sie sein Sohn Friedrich Hüther bis etwa 1840, alsdann dessen Sohn Heinrich Hüther. Nach diesem übernahm 1847 der Schwager des Heinrich Hüther, der Müller und Land­wirt Heinrich Bruck aus Althornbach die Mühle nebst Bäckerei und Landwirtschaft mit gutem Erfolg 152.

 

Im „Wochenblatt für den Königlich-Bayerischen Gerichtsbezirk Zweibrücken“ Nr. 52 vom 1.5.1853 heißt es: „Mittwoch den 11. Mai 1853 ... läßt Heinrich Bruck, Müllermeister auf der Steinhauser Mühle seinen auf den Bännen von Blieskastel und Mimbach gelege­ne Wiesen ... verpachten.“ 153

 

In den 1870er Jahren richtete Heinrich Bruck ein sog. Englisches, gußeisernes Werk ein, dazu 4 Mahlgänge mit französischen Mühlstei­nen, ferner neue, sechsbahnige Mahlzylinder. Auch war mit der Mühle eine Fruchtdrescherei verbunden. Bruck baute auch vom Mühlge­bäude bis zum Ende des Hofes am rechten Ufer des Mühlkanals eine Steinmauer, daran die Inschrift: Otto Bruck. Unter un­glücklichen Familien- und Geschäftsverhältnissen starb Heinrich Bruck 1882. Die Witwe mit den ältesten Heinrich Bruck und Adal­bert Bruck betrieb die Mühle weiter. 1885 kam das Anwesen durch Versteigerung in den Besitz des Landwirts Karl Weis aus Saal­stadt (Sickingerhöhe). Der Steigpreis betrug für die Mühle und sämtliche Ländereien (etwa 120 Morgen Äcker, Wiesen und Wald) 45000 Mark 154.

 

Weiß betrieb die Mühle einige Jahre; er baute einen Geislinger Walzenstuhl und eine Zentrifugalsichtmaschine ein. 1894 verpachtete er die Mühle an den Müller Joseph Guth aus Eschweiler/Lothringen. Guth betrieb die Mühle bis 1902, dann mußte er den Mühlenbe­trieb wegen schlechter Geschäftslage aufgeben. Karl Weiß verpachtete die Mühle nunmehr an den Landwirt und Müller Jakob *Hauther vom Kirschbacherhof ab 1.3.1902 155. Dieser war mit Katharina Guth († 1948) vom Bärenbrunnerhof bei Dahn verheiratet 156. Seit 1901 wur­de die Großsteinhauser Mühle von dem Müller Jakob *Hauter († 1959) aus der naheliegenden Kirschbachermühle zunächst als Pächter betrieben. Dieser war mit Katharina Guth († 1948) vom Bärenbrunnerhof bei Dahn verheiratet. Mit der Über­nahme des Betriebes durch das Ehepaar Hauter/Guth ging es mit der Mühle sichtlich aufwärts. 1902 wurde die Inneneinrichtung gründlich erneuert und nach dem damaligen Stand der Technik modernisiert.. Schon 1908 konnten die Eheleute Hauter die Mühle mit 15ha Land und Wald von Karl Weiß kaufen. Der Sohn Eduard Hauter (∞ 1936 mit Elsa Krauth aus Oberstauf1enbach) übernahm ab 1.1.1939 die Mühle, während der Sohn Hermann Hauter (∞ 1938 mit Gertrud Lehmann vom Heidelbingerhof die Landwirtschaft er­hielt. 1940/41 wurde die Mühle, die in der sog. „Roten Zone“ vor dem Westwall lag, abgerissen. 1951 wurde die Mühle gründlich überholt, umgebaut und modernisiert 157.

 

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 5339, 295/5

- o.A.: „Die Großsteinhauser Klostermühle; in: Westpfälzische Geschichtsblätter 1908, S. 22-23

- Quirin, Josef: Die Steinhauser Mühle. [Großsteinhausen]; in: Heimatkalender f. d. Stadt u. d. Landkr. Zweibrücken. 1972, 168 f.

- Wilms, Rudolf: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 61-63

 

 

 

 

 

Groß-Winternheim / Rheinhessen:

Stadtteil von Ingelheim; Lk Mainz-Bingen; liegt im Selztal südöstlich von Ober-Ingelheim; altes Reichsdorf des Ingelheimer Grun­des; kam mit diesem 1407 an die Kurpfalz 158.

 

Mühlen:

am 18.10.1803 erfolgte im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung der Mühle „mit 3 Mahlgängen“ in Groß-Winternheim. Diese gehörte zuvor zum Domstift Speyer. Pächter war 1803 der Jakob Probst. Die Mühle wurde zum Preis von 12700 frcs. durch den NN. Lauer, „Chef de la légion de la gendarmerie“ erworben 159.

 

 

 

 

 

Grünbach:

Wüstung östlich von Baumholder, heute Gutsbezirk Baumholder; das Dorf wurde 1938 aufgelassen und befindet sich heute auf dem Truppenübungsplatz Baumholder.

 

Mühlen:

- Germannsmühle, auch Catharinenmühle/Katharinenmühle oder Wolfsmühle:

s. auch *Wolfsmühle bei Grünbach

 

Sie wurde auch als “Catharinenmühle” oder “Wolfsmühle” bezeichnet 160. Die Mühle lag im Steinalbtal 1 Stunde nördlich von Niederal­ben in Richtung auf Wieselbach ostwärts von Grünbach 161. Die Mühle gehörte zur Gemeinde Grünbach und mußte 1938 bei der Bildung des Truppenübungsplatzes Baumholder geräumt werden 162; sie lag neben der Schmidtmühle und der Hasenmühle auf verhältnismäßig engem Raum im Steinalbtal; die Gehrmannsmühle war pfalz-zweibrückisch; sie wurde auch Catharinenmühle oder Wolfsmühle genannt; am 30.9.1438 belehnte Friedrich Graf zu Veldenz mit den von seinem verstorbenen Vetter Hildebrandt von Boxberg herrührenden Le­hen, bestehend aus den Dörfern Grünbach, Dadenalben (Totenalben) und der Mühle in der Steinalb, den Edelmann Heinrich Brand vom Walde. Es dürfte sich bei dieser Mühle um die spätere Germansmühle handeln 163. 1438 hatte Hein­rich Brand vom Walde die Mühle zu­sammen mit dem Dorf als veldenzisches Lehen inne. Die Mühle verfiel im 30jährigen Krieg 164.

 

In einer pfalz-zweibrückischen Akte über Injuriensachen wird 1561 ein Prozeß des „Johann[,] Müller von der Steinalben auf der Wolfs­mühle gegen Hans Wilhelm von Ilgesheim“ genannt 165.

 

Im Mühlenbericht des Schultheiß Johann Müller in Baumholder von 1656 wird folgendes berichtet: Die Mühle war Erbmühle und gehörte Heinrich Funck, der von seiner Frau her ziemlich begütert war. Die Frau des Funck hielt sich bei Michael Faust zu Grünbach auf, der ihr Kost um Gottes Willen gab. Der Sohn ist im moichianischen Wesen in die Kriegsgesellschaft gekommen. Man weiß nicht, ob er noch lebt. Die Frau will sich der Mühle nicht annehmen. In einem anderen Vermerk heißt es: “In der Steinalp ist eine Walkmühle gewesen, für die früher der verstorbene Müller in der Wolfsmühle neben seinem Mühlenzins jährlich 9 Batzen zahlte. Diese Walkmühle ist in Abgang gekommen. Seine Hausfrau, die etwas begütert war, ist aber immer krank und eine Bettrysin (bettlä­gerig), die Michel Faust um Gottes Willen in Kost hält...” 1698 befand sich die Mühle in einem völlig verfallenden Zustand. Ein Ver­such zum Wiederaufbau durch Hans Ge­org Rödel aus Bruchmühlbach wurde bald wieder aufgegeben; anschließend versuchte es der Mühlarzt Johann Abraham Scherer, der ebenfalls keine Erfolgsaussichten sah und die Mühle an den Müller Johann Abraham *Korb von der Günderodischen Mühle in Ulmet ver­kaufte. Korb baute die Mühle wieder vollständig auf und ließ sie durch einen Mühl­knecht betreiben. Die Betriebserlaubnis einschließlich einer Nachfolgeregelung erhielt er mit Vertrag von 22.5.1698. 1726 war sein Sohn Johann Georg Korb Beständer der Mühle. Von diesem kam die Mühle 1739 an Anton Gehrmann, unter dem sie 1743 nieder­brannte. Die Mühle wurde von Gehrmann wieder aufgebaut und heißt seither Germannsmühle 166.

 

Vor 1705 heiratet Johann Peter *Spang, der auf der Wolfsmühle geboren ist 167 die Anna Regina NN 168; Vater der Anna Elisabeth Spang (geb. in der Wolfsmühle; ∞ 2.7.1715 in Sien mit Jodocus Minn) 169.

 

Um 1718 ist Johann Simon *Mayer auf der „Kathareinen Mühle“; ∞ vor 1719 in sein mit Anna Margaretha NN.; Vater der Zwillinge Jo­hann Georg Mayer und Anna Barbara Mayer; Paten bei ihrer Taufe am 1.10.1718 sind u.a. Johann Michael *Schepper von Kathar­einen Mühle, Gertrud Gillenberger auf der Wolfsmühle und Johann Wilhelm *Huwer ex Steinalp Mühle 170.

 

Um 1719 ist Johann Michael *Schepper als Müller (?) auf der „Kathareinen“ Mühle (= Germannsmühle, auch als Katharinenmühle be­zeichnet) bei Grünbach erwähnt; er ist 1719 Pate bei der Taufe der beiden Zwillinge des Johann Simon Mayer von der „Katharei­nen Mühle“ bei Grünbach, des Johann Georg Mayer und der Anna Barbara Mayer; Paten bei ihrer Taufe am 1.10.1718 sind u.a. Jo­hann Mi­chael Schepper von Kathareinen Mühle, Gertrud Gillenberger auf der Wolfsmühle und Johann Wilhelm Huwer ex Steinalp Mühle 171.

 

Johann Georg *Korb übergab 1739 die Wolfsmühle, auch Katharinenmühle bei Grünbach an den Müller von der Laurentiusmühle in Wolfersweiler, Anton *Germann; die Mühle brannte 1743 nieder. Die Mühle wurde von Gehrmann wieder aufgebaut und heißt seit­her Germannsmühle 172. Germann er­hielt am 28.2.1740 einen Erbbestandsbrief sowohl über die Mahl- als auch über die Ohligmühle 173.

 

Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 174 ist sie sinngemäß wie folgt beschrieben: Die Ka­tharinen-, vulgo Wolfsmühle genannt liegt an der Steinalb, 1 Stunde ober­halb der Niederalber Mühle, auf der Seite des Dorfes Grün­bach, welches ½ Stunde davon entfernt und in die Lockersmühl gebannt ist. Vor etwa 3 Jahren ist diese Mühle von Grund abge­brannt, im folgenden Jahr aber wieder aufzubauen angefangen worden. Die Mahlmühl hat nur einen Gang, welchen ein 16 Schuh ho­hes Was­serrad treibet. In trockenen Zeiten muß die Mühle nicht völlig stell stehen, geht dann aber langsam und schwach. Die Ohlig­mühle ist später dazugekommen. Von der Mahlmühl gibt der Müller 1 fl an Geldt in die Landschreiberey und ein Malter Korn sowie ein Malter Ha­ber in die Kellerey Lichtenberg. Für die Ohligmühle zahlt er, obwohl im Erbbestandsbrief nichts vermerkt ist, ebenfalls 1 Thaler mehr in die Landschreiberey. Die nechste zweibrückische Örter alß Grim­bach auß 17 und Mambechel aus 30 Familien be­stehend, sind in die Lockers Mühl gebannt. Die Helfte seiner Mahlgästen hat er auß dem Rheingräflichen und die andere Helfte auß hießigen Landen, aber nur, wann der Bann Miller ihnen nicht helfen könnte. Der Erb­beständer ist Anton *Germann mit einem Erbbe­standsbrief über beide Mühlen vom 28.2.1740 175.

 

Die Ohligmühl auf der Katharinen-, vulgo Wolfsmühle ist ebenfalls im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lich­tenberg vom 8.7.1746, sinngemäß wie folgt beschrieben: „Die Ohligmühl hat ein 14 Schuh hohes Wasserradt, welches 6 Stempel in dreyen Cum­ben hebet ... der meiste Samen, welcher hier geschlagen wird, ist Flachs.“ 176

 

Vor 1753 wohnt Maria Magdalena NN auf der Wolfsmühle; ∞ vor 1753 mit Johann Georg Gallus aus Grünbach 177.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 36 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörende Müh­le wie folgt beschrieben: „Die Catharinen oder Wolfs Mühl [hat] 1 Waßerrad wel­ches einen Gang treibet, [zahlt an Pfacht] 1 fl an Geld, 1 Mltr Korn, 1 Mltr Habern. Diese Mühl so keine Bann Mühl [,] ziehet ihre Nahrung theils aus dem Rheingrfl: und hießig Land von denen dabey gelegen Dorfschaft wan sie auf ihr Bann Mühl nicht befördert werd können [,] 16 biß 17 Fam: können allhir befördert werd.“ 178

 

Vor 1762 heiratet der Hintersasse aus Kusel Georg Bollenbacher die Maria Elisabeth NN.; Georg Bollenbacher ist der Sohn des NN. Bol­lenbacher der wohnhaft ist auf der Katharinenmühle bei Grünbach 179.

 

Müller auf der Wolfsmühle/Katharinenmühle/Germansmühle waren:

- vor 1656 Heinrich Funck

- ab 1700/1726 Johann Abraham *Korb; Müller auf der Günderothschen Mühle in Ulmet; er baute die Katharinenmühle wieder auf und ließ sie durch einen Pächter betreiben; Vater des Müllers Johann Georg *Korb

- 1726/39 Johann Georg *Korb

- ab 1739 Anton *Germann; Vater des späteren Müllers Johann Ludwig Germann

- ab ++++/13.12.1786 Johann Ludwig *Germann; Vater des späteren Müllers Johann Peter Germann

- ab 13.12.1786/++++ Johann Peter Germann

 

Photo:

- Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik des gemeindefreien Bezirks Gutsbezirk Baumholder, S. 187

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 693: Die Katharinen- oder Wolfsmühle bei Grünbach, 1691-1786

 

 

- Grünbacher Sägemühle:

 

Literatur/Urkunden:

- Jaffé, Albert: Die Grünbacher Sägmühle; in: Pfälzer Heimat (Beil. z. Pirmasenser Zeitung). - 107 (1937), Nr. 21-22

 

 

- Hasenmühle, Hasemühle:

s. Wieselbach

 

 

- Schmidtmühle:

sie lag nicht weit unterhalb der Germannmühle/Wolfsmühle an der Steinalb. Diese ist im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1746 nicht aufgeführt, was Hartmann 180 darauf zurückführt, daß sie „anderen Terri­torien“ zugeordnet werden müsse. Wenn sie genau wie die Germannmühle in der Gemarkung Grünbach lag, müßte sie jedoch pfalz-zweibrückisch sein. Wahrscheinlich wurde sie erst nach Erstellung des Mühlenprotokolls erbaut. Sie könnte sogar identisch sein mit je­ner Ölmühle, unterhalb der Germannsmühle stand 181.

 

Die Schmidtmühle gehörte zur Gemeinde Grünbach und mußte 1938 bei der Bildung des Truppenübungsplatzes Baumholder ge­räumt werden 182.

 

Karte:

- Schworm, Ernst: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 19

 

Photo der Schmidtmühle:

- Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik des gemeindefreien Bezirks Gutsbezirk Baumholder, S. 186

 

 

- Untere Mühle bei Grünbach (auch Zinckweiler Mühle):

1712 war Hans Simon *Hart der Müller “auf der ‘unter’ = unteren Mühle bei Grünbach” 183; der Müller Hans Simon *Hardt, der im ev. Kirchenbuch Baumholder eingetragen ist, war der Müller auf der „Unter“ war: diese wird 1718 als Zinckweiler Mühle bezeichnet 184.

 

vor 1718 heiratet in Baumholder der Müller auf der Zinckweiler Mühle, Simon Höth; ∞ vor 1718 mit NN; Vater der Maria Eva Höth (geb. um 1718; ∞ 15.1.1737 in ev. Kirche in Baumholder mit Johann Heinrich Schmitt aus Heimbach) .185

 

 

- Wolfsmühle / Germannsmühle / Catharinenmühle bei Grünbach:

s. *Germannsmühle

 

 

- Wolfsmühle:

nicht zu verwechseln mit der obigen Wolfsmühle; eine alte Eintragung in der Flurkarte von Niederalben kann darauf schließen lassen, daß unterhalb der Germannsmühle bei dem Wolfsfelsen eine weitere Mühle lag, die ebenfalls Wolfsmühle genannt worden wäre. Aller­dings liegen über eine solche Mühle keine weiteren Unterlagen vor 186.

 

Karte (zum Wolfsfelsen)

- Schworm, Ernst: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 19

 

 

 

 

 

Grumbach, Amt:

ehemaliges Amt Grumbach der Rhein- und Wildgrafschaft.

 

Der Begründer der Herrschaft und des Amtes Grunbach war der Wildgraf Konrad I., ein Sohn des letzten Nahegaugrafen Emich VI. Im Jahre 1140 starb Emich VI. Und hinterließ seinem Sohn Konrad außer vielen anderen Gebieten die im Raum Grumbach liegenden Dörfer Grumbach im Tal (im Unterschied von Grunbach Schloß), Kappeln, Merzweiler, Langweiler, Unterjeckenbach, Sulzbach, Homberg, Kirr­weiler, Deimberg, Buborn, Hausweiler, Offenbach, die dazu gehörigen Höfe und Mühlen sowie die späteren Wüstun­gen Kesweiler, Stein­berg und Guckenhausen. 10 Jahre danach erwarb Konrad auch Schloß Grumbach 187.

 

Grumbach wurde 1242 erstmals erwähnt. Das Schloss Grumbach, erbaut vor 1250 von den hier herrschenden Wildgrafen, liegt hoch oben über dem Tal. Im Jahre 1330 wurde Grumbach vom deutschen Kaiser durch eine Freiheitsurkunde das Stadtrecht zugesichert. Durch Heirat und kluge Familienpolitik wuchs der Besitz der Wildgrafen. Nach deren Aussterben erbten die Rheingrafen den Besitz und nannten sich fortan „Wild- und Rheingrafen“. In der Blütezeit umfasste die Herrschaft Grumbach insgesamt über 70 Dörfer. Die Linie Dhaun-Grumbach wurde 1475 durch kaiserliches Edikt in den Reichsgrafenstand erhoben. Folglich hatten sie bis 1792 Sitz und Stimme im Reichstag. Eigene Residenz wurde Grumbach erst 1575, nachdem die Linie Dhaun-Grumbach geteilt wurde. Ab Mitte des 18. Jahr­hunderts beerbten die Wild- und Rheingrafen von Grumbach noch große Teile der angrenzenden wild- und rheingräflichen Häuser, nach­dem diese Linien im Mannesstamm erloschen waren. Durch die Französische Revolution mußten die Grafen im Früh­jahr 1793 fliehen. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurden sie mit Ländereien in Westfalen für ihre verloren ge­gangen linksrheinischen Gebiete entschädigt. Grumbach gehörte ab 1816 zum Fürstentum Lichtenberg, das ein Teil des Herzogtums Sachsen-Coburg war, und fiel 1834 an Preußen 188.

 

Karte:

- Karch: Gemeinden des Amtes Grumbach, S. 9: Alte Karte des Amtes Grumbach

 

 

 

 

 

Gumbsweiler am Glan:

heute OT von St. Julian, VG Lauterecken, Lk Kusel; auf der rechten Seite des Glan gelegen; war bis 1798 pfalz-zweibrückisch, Oberamt Lichtenberg

 

Mühlen:

- Dorfmühle (auch: Kolbenmühle), Mühle Schlemmer, Altmühl:

die Mühle stand ursprünglich einige hundert Meter oberhalb des Dorfes in der Nähe des Weges “zum Wäldchen” und zur Schrammen­mühle (diese oberhalb von Gumbsweiler in Richtung Rathsweiler gegenüber von Eschenau gelegen). Sie hieß zunächst Kolben­mühle und ist in einer Planskizze von 1685 unter diesem Namen verzeichnet 189.

 

Bereits in einem Brief des Herzogs Wolfgang von Zweibrücken vom 26.4.1546 ist sie urkundlich erwähnt; in diesem Schreiben erhält der Müller “Kolben Hennen”, d.h. Henrich *Kolb die Erlaubnis zur Erweiterung der oberhalb des Dorfes gelegenen Mühle von ei­nem auf zwei “Lauf”, d.h. Mahlgänge; die Bezeichnung Lauf rührt wohl daher, daß jeder Gang ein eigenes Wasserrad in einem eige­nen lauf (Gerinn) hat. In dieser Urkunde wird auch die Vorgeschichte referiert. Während der Vormundschaft für Herzog Wolfgang, also vor 1546 geneh­migte Pfalzgraf Ruprecht dem Henrich Kolb einen “Wasserfall im Glan nahe ober- oder unterhalb Gumbsweiler”, also das Recht zur Er­richtung einer kleinen Mühle auf eigenem Grund und Boden und auf Kosten des Antragstellers Kolb. Von den vier bekannten Söhnen des Henrich Kolb verzichteten drei auf ihr Mühlenerbe, nämlich Clas (Nikolaus), Hans und Peter zugunsten ihres Bruders und ihres Schwa­gers Wendel 190.

 

In der Folgezeit fehlen Nachrichten von der Mühle. Erst 1685 taucht die Mühle in den Urkunden wieder auf; in diesem Jahr stellte der Müller Johannes *Werle den Antrag, einen Neubau der Mühle zu errichten, welche infolge eines Unglücksfalles durch einen Bergrutsch zerstört worden ist. In einem Schreiben des Kellers beim Oberamt Lichtenberg, Johann Sebastian *Leyser, vom 15.8.1685 heißt es über den Untergang der Mühle: “Und wie aus dem Extract zu ersehen, ist etwa eine Viertelstunde oberhalb sothaner Brücken vor diesem eine Mühle gestanden, so vor Alters von einem Stück rutschenden Berg bedeckt worden“ 191.

 

Als das Vorhaben bekannt wurde, erhob sich Widerspruch, und zwar zunächst von der Gemeinde St. Julian und dem Müller *Schäf­fer, dann aber auch von dem Landesherrn für die Dörfer links des Glan (St. Julian, Eschenau und Obereisenbach), dem Freiherrn von Stein­kallenfels. Die Freiherrn von Steinkallenfels hatten die Herrschaft über das Dorf St. Julian, dazu Eschenau und Obereisenbach, als Rheingräflich-Grumbachisches Lehen inne. Die Grenze dieses Territoriums, einer Enklave im pfalz-zweibrückischen Gebiet, bil­dete der Glan. Nun gehörte aber zur Gemarkung St. Julian noch ein Stück Landes rechts des Glan, über das Zweibrücken die Landes­hoheit be­saß. Gerade hier jedoch stand seit Jahrhunderten die Dorfmühle oder Kolbenmühle oberhalb von Gumbsweiler. Das Recht selbst stand dem Herzogtum Zweibrücken zu, weshalb der Müller Schäffer in St. Julian 5 Ma Frucht als Zins an Zweibrücken ent­richten mußte. Pikan­terweise stand der Inhaber der Schultheißerei St. Julian, Philipp Melchior von *Steinkallenfels zugleich in pfalz-zweibrückischen Diensten im Rang als “Präsident”, weshalb seine Mühle in St. Julian auch “Präsidentenmühle” genannt wurde 192.

 

Werle begann mit dem Neubau, dann ging ihm das Geld aus. Die letzte Nachricht von ihm und seinem Bauvorhaben stammt 28.8.1686. Zu diesem Zeitpunkt stand die Mühle “im Mauerwerk” und war “gedeckt”. Werle war inzwischen von seinen Verwandten im Stich gelas­sen worden und lebte in dürftigen Verhältnissen. Er bat um eine Anleihe von 30 Reichstalern. Was daraus geworden ist, ist nicht überlie­fert, denn es brach der Pfälzische Erbfolgekrieg aus 193.

 

Um 1708 ist Abraham *Weber der Müller in Gumbsweiler; er hatte die Dorfmühle, auch Kolbenmühle übernommen. Die Mühle war zwar 1708 in Betrieb, aber offensichtlich nicht fertiggestellt. Abraham Weber beantragte 1709 bei der pfalz-zweibrückischen Regie­rung die Gewährung eines Pachtnachlasses, wegen “der täglich anzuwendenden Baukosten”; er sei schon ein ganzes Jahr ohne Ein­kommen, da das “große Gewässer” die Mühle und den Wasserbau zerstört habe. Hintergrund war ein Hochwasser, bei dem auch das Bachbett ver­schoben worden war. Dem Gesuch wurde am 15.9.1709 bezüglich der Gefälle für das Jahr 1708 stattgegeben. Aber auch 1709 besserte sich die Lage nicht; Weber mußte erneut um Pachtnachlaß ersuchen, da das alte Bachbett mangels ausreichender fi­nanzieller Mittel noch nicht wieder instandgesetzt werden konnte bzw. er die Mühle noch nicht abbrechen und näher am jetzigen Bach­bett wieder auf­bauen konnte. Landschreiber Schimper vom Oberamt Lichtenberg bestätigte am 30.9.1709, daß Weber zwei Jah­re lang keine Frucht mahlen konnte, nicht einmal seine eigene. Er sei nicht in der Lage Ausbesserungen vorzunehmen, weil “die Mühle auf Sand gebaut und das Wasser derort ungemein rase. Falls der Glan seinen Lauf nicht wieder ändere, müsse sie abgerissen werden. Abraham Weber und seine Frau Ottilia schafften es wirtschaftlich nicht, die Mühle wieder in Gang zu setzen und mußten aufgeben. 1718 baute Johannes *Riegel eine neue Dorfmühle 194.

 

Riegel war zunächst Müller “in Waldkrähweiler”, d.h. auf der zu Waldgrehweiler gehörenden Wolfsmühle gewesen. 1718 baute er in Gumbsweiler eine neue Mühle; es kam gegen den Neubau zum Einspruch des Freiherrn von Steinkallenfels, dem Inhaber der gegen­über auf der anderen Glanseite liegenden rheingräflichen Schultheißerei St. Julian und der dortigen Mühle; dieser sah den Betrieb der Mühle in St. Julian durch den Neubau als gefährdet an und hatte wegen des Hochwasserschutzes Bedenken. Gutachter wurden einge­setzt, so Johannes von *Blon, Zimmermann und Müller aus Konken. Riegel mußte das schon gelegte Fundament ändern und dem be­reits fertigen "Rost eine andere Richtung geben.. Er war es, der das neue Werk "an einen ganz anderen Ort bringen und bauen mußte", wohl an die jetzige Stelle oberhalb der Brücke. Am 15.2.1719 gestattete das Oberamt Lichtenberg dem verarmten Riegel zwei pachtfreie Jahre, da durch Hochwasser das Wehr ruiniert worden war und die Mühle "an einen anderen Platz" gestellt werden mußte. Riegel übergab die Mühle offenbar an Jakob Müller; er ist aus Gumbsweiler weggezogen, denn er erscheint bereits 1722 als Müller in Adenbach 195. 1722 unternahm der Müller Johann Riegel von Gumbsweiler den Versuch zum Neubau der Mühle in Aden­bach, “weillen er aber armuthhalber die Mühle nicht ausbauen konnte, so hat er selbige noch in dem nemlichen Jahr an Peter Oloffer verkauft und ist mit seiner Frau und et­lichen Kindern in das ‘Neue Land’ gezogen” 196.

 

Jakob Müller verkaufte die 1722 erworbene Mühle bereits 1727 an Johann Friedrich *Weber aus Oberweiler für lediglich 500 Gul­den; der geringe Kaufpreis beweist, daß lediglich eine kleine unbedeutende Pletschmühle errichtet worden war. Weber erhielt am 27.4.1727 einen Erbbestandsbrief. Aber auch Weber konnte seine Zahlungsverpflichtungen nicht einhalten und verkaufte bereits 1730 die Mühle an Henrich *Müller aus Gumbsweiler; im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die häufig wechselten und finanzielle Schwie­rigkeiten hatten, blieb Müller bis zu seinem Tod auf der Mühle 197.

 

In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt: “steht jetzt auf dem 3. Platz, der erste war unter dem He­ckenacker und wurde die Kolbenmühle genannt und soll 2 Mahlgänge gehabt ha­ben; der zweite ist etwas näher dem Dorf zu gewe­sen, doch auf der anderen Seite des Glans; der dritte ist ganz nahe beim Dorfe, bei der Brücke. Das Gebäude ist klein, auch nicht in bestem Zustand. 1 Wasserrad, das 1 Mahlgang mit im Trillis angehängtem Schäl­gang treibt. Der Wasserfall ist 2 ½ Schuh hoch, muß wegen großem Gewässer manch mahl 4 biß 5 Wochen still stehen, liegt hinter einem Wehr an einem 190 Schritt langen Mühlteich. Henrich *Miller ist der Erbbeständer. Er entrichtet 2 Ma Korn und 2 fl als Pacht. Er ernährt sich be­sonders von dem Handel, indem er mit Weißmehl, Grieß, Hafermehl und gerollter Gerste auf die Kuseler und ande­re Märkte fährt. Miller hat einen Erbbestandsbrief vom 22. März 1730, der anno 1738 konfirmiert worden ist.” 198

 

Miller gab an, er hätte seinen meisten Verdienst aus den rheingräflichen Dörfern Eschenau und Niederalben gehabt, während die hiesi­gen Untertanen außer Landes mahlen ließen insbesondere in der rheingräflichen Eisenbacher Mühle, ausgenommen bei Hochwas­ser. Der Müller gibt zur Kapazität der Mühle an, 40 Mahlgäste das Jahr über versorgen zu können. Eine Verdienstquelle liegt in der Entwick­lung zur Handelsmühle, denn der Müller treibt Handel mit Weißmehl, Hafermehl und gerollter Gerste, die er auf dem Kuse­ler Markt und an­deren Märkten absetzt. Henrich Miller besitzt einen Erbbestandsbrief vom 22.3.1730, der ihm 1738 konfirmiert wor­den ist 199.

 

1751 beantragte Henrich Miller bei pfalz-zweibrückischen Regierung, die bisherige Mühle abreißen und einen Neubau mit zwei Mahlgän­gen errichten zu können; er ist vor 1760 verstorben; seine Witwe NN. führte den Betrieb, bis 1765 der Sohn Peter Miller/Müller die Müh­le übernehmen konnte. Er mußte seinen Geschwistern 975 Gulden Erbanteil auszahlen. Sein Erbpachtbrief da­tiert vom 11.1.1766. Auch unter ihm reißen die Klagen wegen Hochwasserschä­den nicht ab; er schreibt 1784 an die Regierung in Zweibrücken: “Mein Mühlenwehr ist gänzlich abgerissen und ruiniert”. 200

 

Im Mühlenverzeichnis für das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörige Mühle unter lfd. Nr. 10 wie folgt beschrieben: „ Die Gumschweiler Mühl [hat] 1 Waßer Rad, welches einen Mahl und im trilles lauffend Scheelgang treibet, [gibt an Pfacht] 2 Mltr Korn, 2 fl an Geldt, ist keine Ban Mühl und kan das Jahr durch 40 famillien fördern, sein mehreß Ver­dienst ziehet er von den Rheingl: [Rheingräflich]... Dörfern Eschenau (Anm.: Wild- und rheingräfl. Amt Grumbach) et Niederalben“. 201

 

Auf Heinrich Miller folgte ab 1787 Johann Nickel Müller, der am 24.5.1787 einen Erbbestandsbrief als Erbbestandsmüller auf der Dorf­mühle in Gumbsweiler erhielt; daraus geht hervor, daß die Mühle trotz der Pläne des Henrich Müller von 1751 doch nicht ver­größert worden war. Sie hatte nach wie vor nur einen Mahlgang und einen “im Trilles” (ein waagrecht laufendes Stirnrad), an das durch ein zweites kleines Kammrad ein weiterer Gang angeschlossen ist, der jedoch nicht über ein eigenes Wasserrad verfügt. Johann Nickel Mül­ler hatte wie auch sein Vorgänger auf der Mühle unter Hochwasser des Glan zu leiden. Fast zu einer Katastrophe kam es 1791; der Glan hatte sich beim Hochwasser ein neues Bett gegraben. Er war oberhalb des Wehres nach der Talseite ausgebrochen und hatte die Mühle gänzlich trocken gelegt. Um die Ausbruchseite zu schließen, bedurfte es der Hilfe der ganzen Gemeinden. Bereits 1792 kam es zu einem neuen Ausbruch des Glan. Im neuen Flußbett schoß der Glan schräg auf die Brücke zu, so daß diese untergra­ben zu werden und einzu­stürzen drohte. Die Gefahr konnte erneut nur durch Einsatz des gesamten Dorfes gebannt werden. Zugleich war Johann Nickel Müller unheilbar erkrankt. Seine Ehefrau führte seit 1788 die Mühle. Da 1792 durch die Folgen des Hochwassers drei Monate nicht gearbeitet werden konnte und Hunger drohte, bat sie die Regierung für ihre neunköpfige Familie um Hilfe und Pachtnachlaß 202.

 

Am 18ten Messidor des Jahres 12 der franz. Republik legt Abraham Müller, Erbbestandsmüller in „Goumsweiler“, der Verwaltung des De­partments Monttonnere, eine Bestätigung des Bureau Lauterecken über die ordnungsgemäße Zahlung der Erbpacht vor. Zuvor war am 26ten Fructidor des Jahres 11 durch den Präfekten des Département Mont-Tonnerre, die Aufforderung ergangen, die ordnungsgem­äße Zahlung der Erbpacht hinsichtlich der im Oktober 1758 neu erbauten „moulin d'Ulmeth“ nachzuweisen 203.

 

In der nächsten Jahre fehlen Nachrichten über die Dorfmühle. 1835 kam der erste Müller aus der Familie Schlemmer von Medard nach Gumbsheim 204. Pe­ter Schlemmer (20.3.1823 Medard - 1889 Gumbsweiler), der zweitälteste Sohn der Eheleute Johann Jacob *Schlem­mer und Catha­rina Elisabeth Balder aus Medard, zog 1849 nach Gumbsweiler. Er heiratete die Müllerstochter Elisabeth Müller aus St. Ju­lian (geb. 27.8.1827 St. Julian); das Ehepaar kaufte die Mühle zu Gumbsweiler, die damals eingeschossig war und unmittelbar an Glan lag. Auf ihn folgte der Sohn Johann Adam Schlemmer (4.1.1864 Gumbsweiler - 1936). dieser riß 1900 das ein­stöckige Mühlengebäude ab und ersetzte es durch einen zweistöckigen Neubau. dessen Nachfolger war der Sohn Albert Schlemmer (geb. 23.7.1901 Gumbswei­ler, ∞ 23.12.1920 mit Anna Volles aus Hundheim/Glan). Aus der Ehe ging die Tochter Hedi (geb. 9.3.1921 Gumbsweiler) hervor, die am 21.6.1947 den Müller Hans Edinger von Edingersmühle bei Baumholder heiratete. Beiden ge­lang es, das Unternehmen nicht nur zu er­halten, sondern noch durch einen Mehlgroßhandel zu erweitern 205.

 

Müller auf der Mühle sind:

- um 1546 Henrich Kolb

- 1685 Johannes *Werle

- 1708 Abraham *Weber

- 1718 Johannes *Riegel

- 1722 Jakob *Müller

- 1727 Johann Friedrich *Weber

- 1730 / vor 1760 Henrich *Müller, Vater des Peter Müller

- 1760/1765 Witwe NN. Müller

- 1765 Peter Müller

- 1787 Johann Nickel Müller

- +++

- 1849/1889 Peter Schlemmer

- 1889/1936 Johann Adam Schlemmer

- 1936/ca. 1947 Albert Schlemmer

- ab ca. 1947 Hans Edinger (∞ 21.6.1947 Hedi Schlemmer)

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 57, 61 (Dorfmühle in Gumbsweiler mit Mühlteich, Überlauf, Reff, Schließ für das Mühl­rad, Schließ für den Leerschoß, Wasserhaus mit unterschlächtigem Mühlrad)

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 84: Mahl­mühle Schlemmer bei Gumbsweiler/Glan

 

Literatur/Urkunden:

- Dhom: Sippe Schlemmer und Schlemmermühlen, S. 39/40

- Gilcher, Klaudia: „Am Glan klappern die Mühlen schon lange nicht mehr: letzte Getreidemühle im Kreis Kusel arbeitet in Gumbs­weiler - wenig Raum für Mühlenromantik übrig; in Rehweiler klappert wieder ein Mühlrad“; in: "Die Rheinpfalz" / Westricher Rund­schau, Nr. 222 vom 23.9.2006 (Thema am Samstag: Mühlen zwischen Moderne und Romantik)

- LA Speyer Best. B2 Nr. 294/1: Dorfmühle (Kolbenmühle) in Gumbsweiler/Glan mit Skizze Nr. 925/1

- LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 50-53: Mühlenprotokoll von 8.7.1746

- LA Speyer Best. B2 Nr. 5037: Änderung des Bettes des Glanstromes und Beschädigungen an der Gumbsweiler Mühle, 1791-1793

- Rohe Ralf: Die letzten einer alten Zunft : Dieter und Dirk Steinhauer betreiben die einzige aktive Mühle im Kreis; in: "Die Rheinpfalz" / Westricher Rundschau. - 52 (1996), Nr. 35 vom 10.2., 1996. - Zahlr. Ill. - (Thema am Samstag: das Arbeiten am Tage, das Mahlen in der Nacht ...) [Beh. d. Gumbsweiler Mühle u. d. Öl- und Getreidemühle in St. Julian]

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 57, 211

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 83-100

 

 

- Haasemühle:

benannt nach einer Familie Haas 206. Die Mühle ist bereits 1687 urkundlich genannt 207.

 

 

- Ölmühle Weber:

s. *Schrammenmühle (Ölmühle)

 

 

- Schrammenmühle:

s. *Schrammenmühle; sie liegt glanaufwärts gegenüber von Eschenau, gehörte aber zur Gemeinde Gumbsweiler 208.

 

 

 

 

 

Gundersheim / Rheinhessen:

VG Westhofen, Lk Alzey-Worms; zwischen Westhofen und Alzey gelegen; war kurpfälzisch im Oberamt Alzey-Worms

 

Mühlen:

- Gundersheimer Mühle, Weidenmühle, Weydtmühle:

früher Mühle zu Mönchbischheim (heute Mönchbischheimerhof 209).

 

Auf die Altbach gelegene Mühle deutet heute die Straße „An der Weidenmühle“.

 

Bei Goswin Widder im „Versuch einer vollständigen geographisch-historischen Beschreibung der Kurpfalz“ heißt es: „ Im J.1300 überga­ben die Äbtissin Adelheim, und der ganze Konvent der Nonnen zum heil Geist bei Alzey […] all ihr Recht, welches sie zu Biscofesheim [Anm. d. Verf.: das Hofgut Münchbischheim oder Bischofsheim in der Gemarkung Gundersheim], auf der Mühle und dabei gelegenem Garten, wie auch der Wasserleitung der Deich genannt, hatten“ dem Kloster Otterburg 210.

 

Am 13.3.1374 nehmen urkundlich benannte Bürger von Gundersheim die Mühle des St. Andreasstifts Worms in Bestand 211.

 

Die Mühle war Bannmühle 212.

 

Am 10.8.1710 erteilt der Johann Dominik Steurwald einen Revers über die ihm vom Wormser Andreasstift in Erbleihe gegebene Weydtmühle zu Gundersheim 213. 1722 macht der Müller zu Gundersheim, Daniel Steuerwald, eine Forderung gegen die Kommende Oberflörsheim wegen nicht gehaltenem Getreidekontrakt geltend 214.

 

Im Frankenthaler Wochenblatt vom 29.9.1827 heißt es: „Den 3 October 1827 sollen zu Gundersheim ...: Eine oberschlächtige Mahl-Mühle samt Wohnhaus und Oeconomie-Gebäuden, Section A Nro. 256 und 1258 Ruthen Acker, Wiesen und Weinberge, un verschiede­nen Lagen der Gemarkung von Gundersheim gelegen, freiwillig ... versteigert werden.“ 215.

 

 

 

 

 

Gundersweiler:

VG Rockenhausen, Lk Donnersbergkreis; im Moschelbachtal westlich von Imsweiler in Richtung auf Gehrweiler gelegen.

 

Gundersweiler wurde erstmals 891 erwähnt (als novale Gunthari). Der Name stammt von einem der ersten Siedler, Gunthari. In einer Urkunde aus dem Jahre 1290 wird erstmals Guntzwilre erwähnt. 1355 wurde Gundersweiler ein kurpfälzisches Lehnsdorf und kam 1515 zum kurpfälzischen Unteramt Rockenhausen, quasi dem Vorläufer der heutigen Verbandsgemeinde Rockenhausen. Im 17. Jahr­hundert litt die Gegend erheblich unter Raubrittern, wie dem berüchtigten Waldemar von Odenbach, so dass die Straße durch das Moschel­bachtal von bewaffneten Rittern bewacht werden musste. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Gundersweiler wie alle Dörfer der Gegend fast vollständig zerstört. Nach der Französischen Revolution wurde der Ort in das französische Département Donnersberg eingegliedert. In Folge des Wiener Kongresses war er von 1816 bis 1945 bayerisch 216.

 

Mühlen:

s. auch Gehrweiler

 

- Gundersweiler Mühle:

Johann *Kolter (21.4.1716 Gundersweiler - 4.10.1782 Schafmühle bei Katzweiler), der spätere Müller auf der Schafmühle Katzwei­ler, war vier Jahrzehnte lang Besitzer der Mahlmühle, Ölmühle und Schneidmühle in Gundersweiler; 1756 erwarb er die Dorfmühle in Katzweiler, die kurze Zeit später Stammsitz der Müllersfamilie Henn wurde; auch die Schafmühle bei Katzweiler gelangte später im Erbgang nach seinem Schwiegervater in seinen Besitz; Cameral-Erbbestandsmüller und Bauer auf der Schafmühle Katzweiler; re­formierter Kirchenäl­tester in Katzweiler 217.

 

Die Gebäude der Mühle sind im September 1848 neu errichtet worden. Das Mühlrad war an der hinteren Seite des quer zur Straße stehenden Wohnhauses angebracht. Es reichte, wenn man die heutigen Bodenverhältnisse als Maßstab nimmt, etwa 4 m in die Tiefe. Der neue errichtete Mühlbach wurde von einem Stauwehr etwa 500 m oberhalb der Gemeinde in Richtung Gehrweiler angelegt. Das Wasser wurde dem Moschelbach entnommen 218. Der damalige Eigentümer war Philipp Christmann (geb. Gehrweiler; S. v. Johann Christmann und Maria Elisabeth Becker; ∞ I Katharina Cara, ∞ II Katharina Gauch) 219.

 

Nach dem Tod des Müllers Philipp Christmann († 29.10.1850) wurde der gesamte Betrieb von dessen Wwe., Katharina geb. Gauch, am 18.7.1851 an Jacob Leppla (geb. 13.9.1815 Messerbacherhof; ∞ 1.3.1845 mit der 10 J. älteren Maria Barbara Schmidt [geb. 10.6. 1801]) für 6558 Gulden versteigert 220.

 

Am 9.1.1873 kaufte Christian Schlemmer (geb. 10.1.1848 Wolfsmühle bei Waldgrehweiler; Sohn des Müllers auf der Wolfsmühle Nikolaus Schlemmer und Magdalena Zapp; ∞ I Katharina Carra [geb. Wolfsmühle; die ehe wurde am 25.4.1874 geschieden]; ∞ II 31.12.1874 Elisabeth Jung [geb. 7.3.1854 Spreiterhof]; T. v. Peter Jacob Jung und Dorothea Schumacher]; Bruder der Müllerstochter Helene *Schlemmer von der Wolfs­mühle in Waldgrehweiler [∞ mit dem Müller Philipp *Dohm von der Mühle Marienthal]) die Gundersweiler Mühle von den Eheleuten Jacob Leppla für etwa 9000 Gulden 221. 1894 ließ Schlemmer die Mühle freihändig verstei­gern, und zog nach Hofgeismar. Der gesamte Besitz bestehend aus Wohnhaus, Mahlmühle, Scheuner, Scheuer, Stall, Hof und zugehörige Landwirtschaft von 2,74 Tagwerk fiel an den Landwirt Johannes Kolter V. und seine Ehefrau Hermine Grafius (von der Kolbenmühle Katzweiler). Ab etwa 1922/23 litt der Betrieb zunehmend unter der Konkurrenz der Großmühlen. Die umliegenden Landwirte nahmen die Mühle nur noch bei der Vermahlung des Getreides zu Schrot als Viehfutter in Anspruch. 1930 wurde das Mühlrad abgebaut, der Antrieb erfolgte nun mittels Elektromotor. 1952/53 wurde die Turbine verkauft und der Mühlbach verfüllt. Ab dem gleichen Zeitraum wurde die Mühle nur noch für den Eigenbedarf zum Mahlen von Schrot eingesetzt 222.

 

Um 1873 war Johann Philipp Christman der Müller in Gundersweiler (Vater des Johann Christmann, geb. 1.12.1848 Gundersweiler, Hei­zer in Kaiserslautern, der am ∞ 27.9.1873 in Otterberg die Katharina Gauch heiratet) 223. +++prüfen: das kann nicht stimmen+++

 

Photo:

- Bäcker: Chronik Gundersweiler, S. 237 (Luftaufnahme der heutigen Gebäude)

 

 

- Mühle des Lorenz Weisbach:

1717 beantragte der Müller Lorenz Weisbach bei der kurpfälzischen Verwaltung, ihm den Neubau einer Mühle in Gundersweiler zu erlauben. Es kam zu Beschwerden der übrigen Müller gegen das Vorhaben 224.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Sachakte 1124 UNr. 7: Neubau einer Mühle durch Lorenz Weisbach. Beschwerde der übrigen Müller dagegen, 1717-1727

 

 

 

 

 

Gustavsburger Schloßmühle:

s. Hanßweiler

 

 

 

 

 

Guttenberg, Herrschaft und Amt:

Burg und Amt Guttenberg befanden sich 1525 im Gemeinschaftsbesitz (Kondominium) von Kurpfalz und Pfalz-Zweibrücken; nach der Er­oberung der Burg 1525 verlor diese ihre Bedeutung für die Gemeinschaft Guttenberg, deren Amtssitz nach Dörrenbach kam 225; Ruine seit 1525. Die Herrschaft Guttenberg blieb bis 1733 Kondominium.

 

Die kleine nur aus 11 Gemeinden bestehende Herrschaft Guttenberg war am Anfang der Reformation der Kurpfalz und Zweibrücken als Kondominium gemeinschaftlich. Kurfürst Ottheinrich überließ seinen Anteil an seinem ihm eng befreundeten Vetter, Herzog Wolfgang von Zweibrücken, der dann die Herrschaft allein besaß. Wolfgang von Zweibrücken teilte sie aber 1566 wieder mit seinem Vetter Georg Hans I. von Veldenz-Lützelstein. Es verblieb die nächsten 350 Jahre beim Kondominium 226.

 

Etwas anders schildert Lehmann die Geschichte der Herrschaft: mit dem Erlöschen der Kurlinie und dem Tod des Kurfürsten Ott­heinrich 1559 fiel gem. dem Heidelberger Erbvertrag von 1553 auch das kurpfälzische viertel an das pfalz-zweibrückische Haus und die beiden Herzöge, Wolfgang und Georg Hans, welche zwei besondere Linien, nämlich die Zweibrücker und die Veldenzer gegrün­det hatten, schlossen 1566 einen Vertrag und hatten die ‘Gemeinschaft Guttenberg’ in ungeteilter Gemeinschaft. 1588 kam es wegen Veldenzer Schulden zum Streit. Herzog Johann I. von Zweibrücken kündigte die Gemeinschaft und bestand 1591 auf Teilung, die aber von Velden­zer Seite verweigert wurde. Die Auseinandersetzung zog sich hin, wurde durch den 30jährigen Krieg unterbrochen 227. Aufgrund eines Vertrag von 1665, mit dem die bisherigen Streitigkeiten beigelegt werden sollte, übergab Herzog Friedrich Lud­wig von Zweibrücken sei­ne Hälfte der, mit dem Pfalzgrafen Leopold Ludwig von Veldenz gemeinsam besessenen Pflege Gutenberg an den Herzog Adolf Johann von der Kleeburger Linie ... und so waren nun die Herzöge Leopold Ludwig von Veldenz und Adolf Jo­hann von Pfalz-Cleeburg die Besit­zer der Gemeinschaft 228.

 

In der "Reunionszeit" kam es zum Versuch Frankreichs das Gebiet der Gemeinschaft Guttenberg dem Königreich Ludwig XIV einzuverlei­ben. Durch den Reunionsspruch von Breisach 1680 geriet auch die Gemeinschaft Guttenberg unter die Botmäßigkeit Ludwigs XIV und wurde, wie die Nachbargebiete der Südpfalz, dem Verwaltungsbezirk Elsaß unterstellt. Herzog Adolf Johann von Kleebur­g-Schweden, bzw. sein Erbe Gustav Adolf, ging vorläufig seines Anteils an der Herrschaft verlustig. Herzog Leopold Ludwig, der letz­te Fürst von Vel­denz, ebenfalls Teilhaber, konnte jedoch die Herrschaft durch katholische Amtsleute verwalten lassen. Nach seinem Able­ben (15.9.1694) übertrug der Conseil Souverain d'Alsace die Herrschaft Guttenberg gegen den Willen des Königs dem Herzog Christian II. von Birken­feld-Bischweiler. Ludwig XIV. zögerte bis Januar 1699, diese Entscheidung gutzuheißen. Mit seiner Geneh­migung war es jetzt ein protes­tantischer Oberamtmann, welcher von Bischweiler (Elsaß) aus die Amtsgeschäfte des katholischen Amtmanns für Gutten­berg in Minfeld überwachte 229.

 

Mit dem Aussterben des veldenzischen Hauses 1695 kam es unter den Erben zu langandauernden Erbauseinandersetzungen und wohl auch Herrschaftsanmaßungen. So machte 1714 der "vordem kurpfälzische Kirchenschaffner der Gemeinschaft Guttenberg Johann Georg Fuchshuber zu Oberotterbach" Ansprüche in einem Rechnungsrezeß geltend 230.

 

Es bestand bis 1733 weiterhin das Kondominium zwischen Kurpfalz, Pfalz-Zweibrücken, Pfalz-Birkenfeld und Pfalz-Sulzbach, bis die Er­bauseinandersetzung endlich durch Vergleich vom 24.12.1733 beigelegt werden konnte. Man einigte sich darauf, die Gemein­schaft Gut­tenberg vollständig auf Pfalz-Zweibrücken zu übertragen, bei dem sie bis zur Französischen Revolution blieb 231.

 

Die zur Herrschaft "Gemeinschaft Guttenberg" gehörigen Ortschaften teilten sich in die Obere und Untere Gemeinschaft. Die Obere Ge­meinschaft umfaßte das untergegangene Dörfchen Guttenberg und die Dörfer Oberotterbach, Dörrenbach, Rechtenbach, Mundorf, Har­werden und . Zur Unteren Gemeinschaft gehörten Minfeld, Kandel, Höfen, Minderslachen, Freckenfeld, Vollmersweiler und Niederotter­bach. Aufgrund des Austauschs der kurpfälzischen Ämter Selz und Hagenbach, die 1768 an Pfalz-Zweibrücken fielen, wurde das Amt Gut­tenberg in Minfeld zu einem pfalz-zweibrückischen Oberamt erhöht und demselben diese eingetauschten Ämter unterge­ordnet 232.

 

In der "bayrischen" Zeit umfaßte das Oberamt (!) Guttenberg umfaßte folgende Bezirke ++++klären++++ 233.

 

 

Mühlen in der Gemeinschaft Guttenberg:

die Mühlen in der Gemeinschaft Guttenberg sind in einer „Spezifikation Bericht oder Beschaffenheit aller und Jeder mühlenen in der Ge­meinschaft Guttenberg“ vom 8.2.1612 enthalten 234.

 

- Dörrenbach, Schmackenmühle (s. Bergzabern)

Großbundenbach

- Gehlmühle (s. Birkenhördt)

 

- Oberotterbacher Gemeindmühl

 

- Oberotterbach Obermühle

 

- Rechtenbacher Gemeindmühl

 

- Rechtenbach Georg Müllers Mühle

 

Das von Weber 235 vorgelegte Verzeichnis der pfalz-zweibrückischen Mühlen ist unvollständig. Das von ihm bei der Bearbeitung heran­gezogene pfalz-zweibrückische Mühlenverzeichnis “Acta sammtlicher Mühlen im Herzogtum Zweibrücken” 1743-1756 236, enthält trotz des Titels nicht sämtliche Mühlen im Her­zogtum. So fehlt die Gemeinschaft Guttenberg dort vollständig. Dieser Fehler setzt sich dann im Werk von Weber fort. Dabei hatte die Zweibrücker Regierung die Landschreiber der Oberämter, selbständigen Ämter sowie die Kellerei­en 1737 lediglich angewiesen, über die inzwischen neu erbauten Mühlen zu berichten. Nach Eingang der Antworten hat man wohl aus dem vorhande­nen Aktenma­terial das Mühlenverzeichnis erstellt und möglicherweise die Gemeinschaft Guttenberg übersehen.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. X 53 lfd. Nr. 7: „Erbbeständnisbeschreibung der Hofgüter und Mühlen im Fürstentum Zweibrücken 1629 (Amt Nohfel­den, Gemeinschaft Guttenberg, Schaffnei Wörschweiler, Kloster Disibodenberg) = Original Kirchenschaffneiarchiv Zwei­brücken IV. 1220

- LA Speyer Best. B2 Sachakte 382 UNr. 1: Gewälde, Gehölz und Eckerich in der Gemeinschaft Guttenberg; darin Einverständnis zum Holzeinschlag durch Pfalz-Zweibrücken zum Bau einer Walkmühle, 1628

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1Anm.: der Eintrag kann sich auch auf das Dorf Kleinkarlbach beziehen, das ebenfalls als „Karlebach“ bezeichnet wurde.

2Dette: Liber Possessionum Wizenburgensis, S. 124; Zeuß: Liber Possessionum, Bd. 2, S. 93 und S. 207;Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen der nördlichen Vorderpfalz, S. 548.

3Gemeinde Großkarlbach: 1200 Jahre Großkarlbach, S. 15.

4Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Großkarlbach, S. 171; Martin/Walther: Müllerwappen in Groß­karlbach; in: Martin:

Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 92 mit Photo.

5Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Großkarlbach, S. 171

6Görtz: Frankenthaler Ratsprotokoll 1664-1667, S. 17-18.

7Görtz: Frankenthaler Ratsprotokoll 1664-1667, S. 132.

8Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 153.

9Martin/Walther: Müllerwappen in Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 91; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 153.

10 LA Speyer Best. A2 Nr. 1315/4 Bl. 1-16.

11Ernst: Bürgeraufnahmen im Oberamt Zweibrücken, S. 22.

12luth KB Heuchelheim bei Frankenthal 1, S. 362, Bild 185, Taufeintrag v. 2.1.1732.

13LA Speyer Best. A2 Nr. 1097/6 (zur Pfortmühle oder Herrenmühle)

14Klamm: Das kurfürstliche Unteramt Freinsheim; in: Pfälzische Heimatblätter 1964, S. 1.

15LA Speyer Best. K16 Kasten N-10, Urk. Nr. 30/1807 vom 19.1.1807.

16LA Speyer Best. K 16 Kasten Nr. 13 Urk. Nr. 164 vom 7.7.1810.

17LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 14r Akten des Bezirksamts Frankenthal betr. Getreidemühlen im Bezirk Frankenthal 1817.

18Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz Nr. 9 vom 13.2.1840 außerordentliche Beilage S. 4.

19Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 37.

20 La Speyer Best. A3 Nr. 846; Hinweis von Herrn Dr. Görtz vom 21.1.2014.

21Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 181; Martin: Die Großkarlbacher

Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 37.

22Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 24.

23Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 37.

24Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 37.

25 LA Speyer Best. A3 Nr. 846

26Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 37-38.

27Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 181.

28LA Speyer Best. A2 Nr. 1097/6.

29LA Speyer Best. A2 Nr. 1106 fol. 5 = Wochentliches Mannheimer Intelli­genz- oder Frag- und Anzeigen-Blatt vom 24..11.1775.

30Walther: Zwei steigen in die „Bach“. Eine Vermessung an der Dorfmühle; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 968-99 mit Photos.

31LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

32LA Speyer Best. K16, 257 Nr. 238.

33Amts- und Intelligenz-Blatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 27 vom 12.3.1834, S. 197.

34Walther: Zwei steigen in die „Bach“. Eine Vermessung an der Dorfmühle; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 96-101 mit Photos.

35Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 37-38.

36Internetdatei www.mueh­len-dgm-ev.de; Mühlenstandorte in Rheinland-Pfalz und Saarland, Nr. 38. Alte Dorfmühle Großkarlbach, Abruf vom 25.7.2012.

37 Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 49.

38 Dolch/Münch: Urkundenbuch Kloster Otterberg, S. 156 Nr. 219.

39Christ­mann: Siedlungsnamen II, S. 60.

40LA Speyer Best A14 Nr. 9-834; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 264.

41Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 23.

42LA Speyer Best.A1 Nr. 1178.

43Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 23.

44Armknecht: Geschichte d. Familie Armknecht, S. 49.

45LA Speyer Best. A13 Nr. 675.

46Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 38.

47Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 23.

48 Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 49.

49 Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 49.

50luth. KB Großkarlbach 1, Bl. 7.

51Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, S. 39.

52 Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 50.

53luth KB Ebertsheim,Copulationseintrag vom 28.5.1769, Bl. 137.

54luth KB Großkarlbach, Taufeintrag vom 17.10.1769.

55LA Speyer Best A 14 Nr. 9-834; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 264.

56Martin, Michael: Das Dorf Großkarlbach im Spiegel des Urkatasters von 1841; in: Martin, Erwin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 104.

57Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbau­ernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S.7.

58Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 57.

59 Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 58 mit Planzeichnung S. 53-54

60 Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 58

61Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 24.

62Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Großkarlbach, S. 182.

63 Internetdatei Verbandsgemeinde Grünstadt-Land http://www.gruenstadt-land.de/tourismus/die-pappelm-hle-zu-gro-karlbach, Abruf vom 15.9.2013.

64Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin. Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 182.

65LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

66Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 38.

67Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin. Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 182.

68Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 57.

69Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin, Erwin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. S. 23.

70Martin: Großkarlbach - Dorf der Mühlen: Lange Tradition bis zurück ins 17. Jahrhundert; in: Heimatjahrbuch 1988 Land­kreis Bad Dürkheim, S..54.

71Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 39.

72 Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 50.

73Martin: Großkarlbach - Dorf der Mühlen; in: Heimatjahrbuch 1988 Land­kreis Bad Dürkheim, 54; Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 50; Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin:Pfälzische Dorfgeschichte. Großkarlbach, S. 39.

74Dist­ler, Oberndorff, S. 256.

75Dist­ler, Oberndorff, S. 281.

76Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 40.

77luth KB Großkarlbach, Taufeintrag vom 128.1.1763.

78LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

79Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 182.

80a.A. Niederhöfer, Mühlenwanderweg S. 21, der dessen Vater Johann Ludwig Friedrich für den Käufer der Mühle hält.

81Anm.: nach Weber: Mühlen besonderer Art, S. 50 fand der Kauf bereits 1851 statt.

82Martin: Großkarlbach Dorf d. Mühlen; in Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1988, S. 55.

83Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, S. 23.

84Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 57.

85Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 24.

86Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 171; Martin/Walther: Müllerwappen in Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 92 mit Photo.

87Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 171

88 Internetdatei Verbandsgemeinde Grünstadt-Land http://www.gruenstadt-land.de/tourismus/die-pappelm-hle-zu-gro-karlbach, Abruf vom 15.9.2013.

89Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 183.

90 Internetdatei Verbandsgemeinde Grünstadt-Land http://www.gruenstadt-land.de/tourismus/die-pappelm-hle-zu-gro-karlbach, Abruf vom 15.9.2013.

91Martin: Das Dorf Großkarlbach im Spiegel des Urkatasters von 1841; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 105.

92Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 179, 183; Denk­maltopographie Bd. 13.2, Kreis Bad Dürkheim, S. 348.

93Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 183.

94Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 57.

95 Internetdatei Verbandsgemeinde Grünstadt-Land http://www.gruenstadt-land.de/tourismus/die-pappelm-hle-zu-gro-karlbach, Abruf vom 15.9.2013.

96aus: Internetdatei http://www.ffw-grosskarlbach.de/chronik.htm.

97Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 24.

98Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 24.

99Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 25 mit Hinweis auf das Weistum von 1628/29.

100Goertz: Gelegenheitsfund. Kath. Kirchenbuchamt Mannheim, Katholisches Totenbuch 1685-01763; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, 2003, S. 341.

101 Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 55.

102Johann Peter Fitting ? +++klären+++

103Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 181-182.

104Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 182.

105Martin: Die Großkarlbacher Mühlen und Schloß Mühlenthal; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Groß­karlbach, S. , S. 40.

106Karn: Bauliche Kultur im Dorf, 182.

107LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

108Martin: Die Großkarlbacher Mühlen und Schloß Mühlenthal; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 40.

109Martin: Die Großkarlbacher Mühlen und Schloß Mühlenthal; in: Martin: Pfälzische Dorfgeschichte, S. 38.

110Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 24.

111Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 24.

112Gemeinde Großkarlbach: 1200 Jahre Großkarlbach, S. 15.

113Gemeinde Großkarlbach: 1200 Jahre Großkarlbach, S. 17.

114LA Speyer Best. A2 Nr. 1094/5: „Schleifmühle zu Großkarlbach, 1687“.

115LA Speyer Best. A2 Nr. 1094/5, Schreiben v. 231.1687.

116LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

117Gemeinde Großkarlbach: 1200 Jahre Großkarlbach, S. 15.

118Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 182.

119Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 23-24.

120Martin: Großkarlbach Dorf d. Mühlen; in Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1988, 55.

121Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, S. 321, lfd.-Nr. 11837; LA Speyer Best. G11 Nr. 113 IV.

122LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

123Martin: Das Dorf Großkarlbach im Spiegel des Urkatasters von 1841; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, S. 105.

124Martin: Großkarlbach Dorf d. Mühlen; in Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1988, S. 55.

125Eilbote Landau vom 12.11.1859, S. 526 = LA Speyer Best. Y 20/41.

126Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 57.

127a.A. Niederhöfer, Mühlenwanderweg S. 21, der dessen Vater Johann Ludwig Friedrich für den Käufer der Mühle hält.

128Anm.: nach Weber: Mühlen besonderer Art, S. 50 fand der Kauf bereits 1851 statt.

129Martin: Großkarlbach Dorf d. Mühlen; in Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1988, S. 55.

130Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, S. 321, lfd.-Nr. 11838; LA Speyer Best. G11 Nr. 113 IV.

131LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

132 Steiof: Alltag in Frankenthal, Abschnitt Mühlen, S. 67; Stadtarchiv Frankenthal Best. I 85, S. 240 vom 18.5.1584 und S. 252 vom 29.7.1584; Stadtarchiv Fran- kenthal Best. I 85 S. 254 vom 30.7.1584 und I 88, S. 357 vom 23.12.21594; Stadtarchiv Frankenthal Best. I 99, S. 104 vom 11.3.1641 und S. 115 vom 16.6.1641.

133 Haas: Müller und Mühle vor 300 Jahren. Aus Ratsprotokollen der Stadt Frankenthal; in: Pfälzische Heimatblätter, Jg., 10, 1962, S. 72.

134Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz, S. 7.

135Christmann:Siedlungsnamen II, S. 112; Kampfmann: Beiträge zur westpfälzischen Ortsgeschichte, Zweibrücken 1908, S. 86/87.

136Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 194; Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 61; Rohr: Walshausermühle, S. 169.

137Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, S. 125 Nr. Nr. 468; Wilms: Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 61-62.

138Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 61-62.

139Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, S. 201, Nr. 873.

140Quirin: Großsteinhausen, S. 51.

141Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 61-62;Quirin: Großsteinhausen, S. 50.

142Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62;Quirin: Großsteinhausen, S. 50.

143Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62;Quirin: Großsteinhausen, S. 50.

144Bohrer u.a.: Regi­ster zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, S. 87.

145Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62.

146Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Hei­matkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62; Auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 194; Bohrer

u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, S. 87;Quirin: Großsteinhausen, S. 50.

147LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl 189-196; Auch Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, S. 194.

148LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 118r.

149Fuchs: Aus der 3. Hornbacher Pfarrei; in PRFK 1981, S. 603.

150Fuchs: Aus der 3. Hornbacher Pfarrei; in PRFK 1981, S. 603.

151Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62-63;Quirin: Großsteinhausen, S. 50.

152Quirin: Großsteinhausen, S. 51.

153Wochenblatt für den Königlich-Bayerischen Gerichtsbezirk Zweibrücken“ Nr. 52 vom 1.5.1853.

154Quirin: Großsteinhausen, S. 51.

155Quirin: Großsteinhausen, S. 51-52.

156Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62-63.

157Wilms: Die Groß­steinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62-63.

158Kaufmann: Rheinhessische Ortsnamen, S 88; Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.1, S. 342-343.

159Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, S. 108, lfd.-Nr. 10059; LA Speyer Best. G11 Nr. 113 I.

160Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik, S. 183.

161Karte bei Hartmann: Ergänzung Gutsbezirk Baumholder, Anhang.

162Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumhol­der, S. 7; Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik, S. 183.

163Hartmann: Er­gänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, S. 102;Pöhlmann: Veldenzer Urkunden Nr. 165.

164Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik, S. 183.

165LHA Koblenz Best. 24 Nr. 1670.

166Hartmann: Ergänzung Gutsbe­zirk Baumholder, S. 103; Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik, S. 183.

167Jung: Familienbuch Baumholder, Teil II ka­tholisches Kirchenbuch, S. 8.

168Jung: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollen­bach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, S. 30, 293 Nr. 1355.

169Jung: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, S. 293 Nr. 1355.

170Jung: Familien­buch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, S. 275.

171Jung: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach- Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, S. 275.

172Hartmann: Ergänzung Gutsbezirk Baumholder, S. 103; Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik, S. 183; Auch: Hinweis bei: Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 94.

173 Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 13.

174LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 155r-158r.

175Weber: Mühlen und Müller­handwerk, S. 217/218.

176LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 158r.

177Jung: Famili­enbuch Baumholder, Teil II katholisches Kirchenbuch, S. 33.

178LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 89.

179Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kir­chenbuch, S. 32 Nr. 170.

180Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, S. 7.

181Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 6.

182Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, S. 7.

183Jung, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 116 Nr. 615.

184Hinweis von Jung; in: Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 116Nr. 615.

185Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 141 Nr. 749.

186Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 6.

187Karsch: Gemeinden des Amtes Grumbach, S. 5.

188Wikipedia, Stichwort 'Grumbach (Glan)', Abruf vom 16.9.2013.

189LA Speyer Best. B2 Nr. 294/1; Weber: Mühlen in Gumbsweiler, S. 83.

190Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westri­cher Heimatbll. N. F. 6. 1975, Sonderdruck, S. 83-85.

191Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, Sonderdruck, S. 85; Christ­mann: Siedlungsnamen II, S. 338; LA

Speyer Best. G6 Nr. 287: Akten-Extrait

192Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, Sonder­druck, S. 86/87.

193Weber: Die historischen Mühlen in Gumbs­weiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, Sonderdruck, S. 86/87.

194Weber: Die historischen Mühlen in Gumbs­weiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 86/84.

195Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan, S. 87/88.

196Wendel: Adenbach und Ginsweiler, S. 231 leider ohne Quellenangabe.

197Weber: Mühlen in Gumbsweiler, S. 88.

198LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 50-53); Auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 211.

199LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 51r – 52r: Mühlenprotokoll von 8.7.1746.

200Weber: Mühlen in Gumbsweiler, S. 88.

201LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 84r.

202Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 88.

203 LA Speyer Best. G6 Nr. 387 nicht foliert.

204Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 89.

205Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 89.; Dhom: Schlemmer und Schlemmer­mühlen, S. 39/40.

206Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 16.

207Weber: Historische Ölmühlen, S. 199.

208LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7: Mühlen­bericht des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg.

209Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. 3, S. 105.

210 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 3, S. 101; Keddigkeit/Werling/Schulz/Lagemann: Zisterzienserabtei Otterberg; in: Klosterlexikon Bd. 3, S. 540.

211Hess. Staatsarchiv Darmstadt HStAD Best. A2 Nr. 75/23.

212Schmitt: Oberamt Alzey, S. 272 Anm. 49; StA Darmstadt Best. C3 Nr. 47/1, fol. 14 ff..

213Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Nr. 75/39.

214Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. 106 a Nr. 32/38.

215Frankenthaler Wochenblatt Nr. 39 vom 29.9.1827, S. 146.

216Wikipedia Stichwort 'Gundersweiler', Abruf vom 16.9.2013

217Schneider: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370.

218Bäcker: Chronik Gundersweiler, S. 238.

219Bäcker: Chronik Gundersweiler, S. 237.

220Bäcker: Chronik Gundersweiler, S. 238.

221Bäcker: Chronik Gundersweiler, S. 238.

222Bäcker: Chronik Gundersweiler, S. 239.

223Leonhardt: Dorfsippenbuch Sambach, S. 30.

224LA Speyer Best. A2 Sachakte 1124 UNr. 7.

225Alter: Der Aufstand der Bauern, S, 48.

226Frey: Beschreibung des bayrischen Rheinkreises, +++welcher Band+++ S. 442.

227Lehmann: Burgen und Schlösser, Bd. 1 S. 255.

228Lehmann: Burgen und Schlösser, Bd. 1 S. 259.

229Bomberger: Die Wiedereinführung des katholischen Glaubens in der Herrschaft Guttenberg im 18. Jh.; in: Archiv f. Mittelrheinische Kirchengeschichte, 1958,

S. 187-216 m.w.N.

230Archiv des Lutherischen Oberkonsistoriums Zweibrücken, Archivteil Herrschaft Guttenberg [Prot. Landeskirchenarchiv Speyer Abt. 57], Protestantisches Landeskirchenarchiv der Pfalz in Speyer 1953 Nr. 87.

231Schneider: Die Kirchenvisitation in der Herrschaft Guttenberg, Zeitschrift f. Geschichte des Oberrheins, Bd. 1, 1878, S. 1 unter Hinweis auf Lehmann: Burgen und Bergschlösser, Bd. I S. 216 ff.; Schwarz: Artikel Minfeld; in: Burgenlexi­kon, Bd. III, S. 575; Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. I, S. 440.

232Frey: Beschreibung des bayrischen Rheinkreises, Bd. I, S. 442.

233Kranz,: Hand­buch für den königl. bayer. Regierungsbezirk der Pfalz, Speyer 1907, Kap. XX. Herrschaften der Pfalz vor Ausbruch der Französi­schen Revolu­tion,

S. 351-357.

234LA Speyer Best. X53 Nr. 7 Kopie; Original Kirchenschaffneiarchiv Zwei­brücken IV. 1220, Bl. 33-39.

235Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 232.

236LA Speyer A2 Nr. 292/1.

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