Version 7.6.2018

 

Litera G

(Gaubickelheim – Glan/Fluß)

 

 

Gau-Bickelheim:

VG Wöllstein, Lk Alzey-Worms; im rheinhessischen Hügelland nördlich von Flonheim gelegen

 

Mühlen:

- Scheibenmühle:

gehörte den Grafen von der Leyen; die Mühle wurde als Lehensmühle verpachtet.

 

Literatur/Urkunden:

- Landesarchiv Saarbrücken Best. von der Leyen Nr. 2565: Die gräflich Leyensche sogenannten Scheiben-Mühle bei Gaubickelheim und deren Verpachtung

 

 

 

 

 

Gauersheim: ++**

VG Kirchheimbolanden, Lk Donnersbergkreis

 

Um 1200 waren die Grafen von Leiningen (Lehen vom Kloster Prüm), die Rheingrafen (Lehen vom Mainzer Erzbischof) und die Bo­lander mit Rechten und Gütern ausgestattet. Die ortsansässigen Ritter von Gauersheim sind 1222-1447 dokumentiert. Im 14. Jh. und noch1409 besaßen die Wildgrafen die Landeshoheit. Wenig später fiel das Dorf an die Ritter von Oberstein. Seit Mitte des 16. Jh. wa­ren als Erben des Ritters Steben von Einselthum die Herren von Wallbrunn präsent, die um 1600 die Nachfolge der Obersteiner antra­ten und bis 1614 ihre Landesherrschaft durchsetzten. Die Herren von Wallbrunn blieben Ortsherren bis 1792 1. Reformation 1551, Konfes­sion lutherisch 2.

 

Mühlen:

um 1770 war NN. *Decker der Schultheiß und Müller in Gauersheim +++klären: welche Mühle+++; seine Tochter Maria Barbara De­cker heiratet 1770 in Albisheim (?) den späteren Pfortmüller zu Albisheim, Johann Adam I. *Morgenthaler 3.

 

Am 23.5.1757 erhält Gustav Freiherr von Wallbrunn vom wormsischen Hofrat J. Georg Stein ein Darlehen über 4000 Gulden und stellt als Sicherheit hierfür seine Mühle zu Gauersheim 4. +++klären: welche Mühle+++

 

1831 wird Valentin Naffziger, Müller zu Gauersheim, wird 1831 als dritter Besitzer der Katzensteiger Mühle in Neu-Bamberg bei deren Versteigerung genannt 5.

 

1865 wird NN. Weil als Müller in Gauersheim genannt 6.+++klären : welche Mühle+++

 

1864 wird Heinrich Decker „Müller und Oeconom in Gauersheim“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 7. Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird genannt der Handelsmüller Heinrich Decker 8. +++klären : welche Müh­le+++

 

 

- Dorfmühle, auch Obere Mühle:

heute Anwesen Brückenstraße 13; bis ins 17. Jh. war vermutlich die Dorfmühle einziges Anwesen jenseits des Baches; sie liegt an der Bücke über den Leiselbach 9. Die obere Mühle wurde bis 1678 von Peter *Zehe betrieben 10. Nach dem Tod des Müllers Zehe über­nahm des Schwiegersohn Johann Jacob *Becker die Mühle. Am 4.5.1675 heiraten in Gauersheim „Jacob Becker, Philips Beckers Inwohners zue Polandts ehelicher Sohn U. Anna Wendelina, Meister Peter Zehen, Inwohners U. Gerichtsverwandter alhir eheliche Tochter“ 11. Am 27.6.1675 heiratet in Gauersheim der Müller „Meister Peter Zehe Gerichtsverwandter Undt Müller alhir Undt Felicitas, Hanß Jürgen Borns sel. Hinterlassene Wittib“ 12.

 

Am 3.2.1701 wird als Pate in Ilbesheim bei der Taufe des Hans Philipp, Sohn Beiers (Schreibweise unsicher) genannt der „Jacob Becker, Molitor Gauersheimensis“ 13.

 

Am 11.11.1710 heiratet Christian Becker, der S. d. Jakob *Becker (Müller zu Gauersheim), Beständer des herrschaftl. Hofgutes Eden­born, mit Frau Elisabetha geb. Forst?, Witwe des herrschaftl. Kellers zu Gauersheim Theobald Zeysner 14.

 

Sein Sohn dürfte der 1719 als Müller in Gauersheim erwähnte Johann Andreas *Becker sein, der auch die Lochmühle bei Dreisen 1724 wieder aufbaute.

 

Sein Sohn dürfte auch der Johann Jacob *Becker sein, der am 29.8.1722 zusammen mit seiner Frau im lutherischen Kirchenbuch Kirch­heimbolanden als Paten eingetragen „ Joh. Jakob Becker, Müller zu Gauersheim u. seine Frau Maria Eva geb. Baum“ 15.

 

Literatur/Urkunden:

- Weber, Friedrich W.: Zwei Gauersheimer Mühlen, Heimatjahrbuch Donnersbergkreis 1978, S. 100-102

 

 

- Untermühle am Leiselbach, auch Untere Herrenmühle, Steuerwaldsmühle:

Die Untermühle am Leiselbach stand im 17. Jh. im Besitz von von Hans Jörg *Gohrmann (Kohrmann), der mit 70 Jahren verstarb und am 17. Oktober 1690 begraben wurde. Er war in zweiter Ehe am 16.1.1675 mit Agnes, der Witwe des Metzgermeisters Philipp Niclaß zu Zell ver­heiratet 16.

 

Die Mühle wurde ab 1721 von Anna Elisabeth Heylmann (1637-1729), geb. *Labach, der Witwe des Albisheimer Pfortmüllers Da­niel *Heylmann bewirtschaftet, von der 1 km den Leiselbach abwärts gelegenen Pfortmühle. Kinder waren Christian Heilmann, Ma­rie Marga­rethe Heilmann verh. Morgenthaler, Johann Frank Heilmann 17 und Franz Heilmann. Anna Elisabeth Heyl­mann muß eine an­gesehene, außerordentlich energische und erfolgreiche Geschäftsfrau gewesen sein. Nach dem Tod ihres Mannes bewirtschaftete sie die Pfortmüh­le in Albisheim, das ebenfalls dort gelegene "Zeller Gut", erwarb 1720 die Wiesenmühle in Einselt­hum und bewirtschaftete die untere Herrenmühle in Gauersheim. Anläßlich des Ausbaus der unteren Herrenmühle in Gauersheim hat sie sich selbst ein Denkmal ge­setzt. Dort befindet sich noch heute folgende Inschrift: "ANNA ELISABEDA HEILMENNIN IST ALT gewesen 84 JAHR WIE SIE DEN BAU MIT GOTTES HILF AUS ER UNT GEBAUT 1721" 18.

 

1824 vererbten Carl Steuerwald und seine Frau Elisabeth Bernhardt ihrem Sohn Valentin Steuerwald ihren Besitz. Dieser wird 1843 als "Müller und Gutsbesitzer" bezeichnet. Zur "Unteren Mühle am Leiselbach außerhalb des Dorfes", gehörten 1843: "Wohn­haus mit Mühl­werk zu zwei Mahlgängen, Ölmühle und Brennhaus, Stall, Scheuer mit angebautem Schof, Schweineställe, Hofraum mit Brunnen“; au­ßerdem ein beachtlicher Grundbesitz.

 

Die Untermühle 19 wird 1843 als "Untere Mühle am Lei­selbach" bezeichnet 20. Es war eine unterschlächtige Mühle, von der heute noch im Keller das aus Sandstein gemauerte Auflager der Antriebswelle vorhanden ist. Der Rest wurde beim Umbau der erhöht dar­über lie­genden Mühlenstube zum Wohnraum durch Herrn Schach beseitigt 21.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird genannt der Handelsmüller Karl Steuerwald 22.

 

Ein Gedenkstein von 1931 enthält die Namen der damaligen Eigner. Es waren Philipp Friedrich Eberhard und Eva Eberhard geb. Knob­loch. 1945 wurde der Besitz auf Eva Eberhard geb. Knobloch überschrieben und wurde 1956, inzwischen in eine Landwirt­schaft umge­wandelt, auf deren Tochter, die Landwirtin Ilse Eber­hard übertragen. Diese ist mit Gerhard Schach verheiratet, dem Alt­bürgermeister von Gauersheim verheiratet.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Karte 2181 01: Klassifikationsplan Gauersheim mit Steuerwaldsmühle, o.D. (1820-1845)

- LA Speyer Best. W41 Karte 2181 02: Klassifikationsplan Gauersheim mit Untere Mühle, o.D. (1820-1845)

 

Literatur/Urkunden:

- Weber, Friedrich W.: Zwei Gauersheimer Mühlen, Heimatjahrbuch Donnersbergkreis 1978, S. 100-102

 

 

 

 

 

Gaugrehweiler:

s. auch Amt *Grumbach

 

VG Alsenz-Obermoschel, Lk Donnersbergkreis

 

Das südlich gelegene Obergrehweiler (rechts des Appelbachs) zählte wohl seit dem 13. Jh. zur Herrschaft bzw. Grafschaft Falken­stein, die von 1456 an die Daun-Obersteiner, seit 1667 die Herzöge von Lothringen (1458 Oberlehnsherren) und nach 1736 die Kai­ser von Ös­terreich innehatten. Das nördlich davon gelegenen Niedergrehweiler (links des Baches) gehörte im 14./15. Jh. vermutlich den Rittern von St. Alban und später den Herren von Randeck. 1501 erwarben die Pfalzgrafen von Zweibrücken diesen Teil des Dor­fes und gaben ihn 1553 an den kurpfälzischen Oberamtmann zu Kreuznach Carsilius Bayer von Bellenhofen weiter. 1597 kauften die Wild- und Rhein­grafen von Grumbach das Dorf Niedergrehweiler und schlossen es ihrer Vogtei Münsterappel an 23. Der Ort Be­stand bis zum Ende des 18. Jh. politisch aus zwei Hälften: der Teil östlich der Appel war falkensteinisch, der westliche Teil gehörte den Wild- und Rheingra­fen. Es gab aber nur eine Pfarrei am Ort, die von etwa 1585 an lutherisch war. Aus dem 16. Jh. kennen wir le­diglich zwei evangelische Pfar­rer mit ihren Taufnamen. Von 1699 bis zur Fran­zösischen Revolution Bestand in Gaugrehweiler eine zweite Pfarrstelle, deren Inha­ber Diakone oder Kapläne genannt wurden und zugleich Waisenhausväter waren 24; das Kondominium bestand bis zur französischen Anne­xion 1797; 1798 wurde Gaugrehweiler, nun zu einer Gemeinde vereinigt, Teil des Kantons Rockenhausen 25.

 

Die Wild- und Rheingrafen verlegten ihre Residenz 1688 nach Niedergrehweiler und errichteten hier ein Schloß errichteten; Residenz­städtchen der Raugrafen 26. Die Herrschaft wurde nach 1789 zerschlagen 27. Das Schloß wurde versiegelt, die Mö­bel, Einrichtungsge­genstände und die aus 400 Bänden bestehende Bibliothek versteigert 28. Zur Herrschaft gehörte auch das Grehweiler Hofgut, das 1798 versteigert wurde. Dabei kam es zum Streit zwischen dem neuen Eigentümer Steitz und dem vorherigen Pächter Landes, da Steitz die heruntergewirtschafteten "In­ventariums-Stücke" nicht in diesem Zustand übernehmen wollte, während Landes Ansprüche wegen seiner Investitionen geltend machte 29.

 

Mühlen:

am 2.3.1501 verkauft Friedrich Fryhe von Derne an Pfalzgraf Johann, Grafen zu Spanheim nachstehende, von seinem „Schweher“ Wil­helm von Randeck ererbte Allodial- und Lehensgüter, u.a.auch einen Hof mit Schäferei, die Mühle und verschiedene Zinsen „zu Grewilre“ 30.

 

Um 1740 war Müller in Gaugrehweiler der NN. *Amos; sein Sohn Johann Andreas Amos war bei der Taufe des am 27.1.1740 auf der Steckweiler Mühle geborenen Johann Christian Andreas Müller anwesend. Im reformierten Kirchenbuch sind als Paten vermerkt Jo­hann Christian Kremb der Müller aus der Schleifmühle (= Imsweiler), seine Frau Anna Barbara sowie Johann Andreas Amos, des Müllers zu Gaugrehweiler lediger Sohn 31.

 

Um 1766 ist Ludwig *Amos als Müller in Gaugrehweiler (vermutlich auf der Obermühle); er ist am 12.12.1766 als Pate in der reformier­ten Kirche in Dielkirchen bei der Taufe des Ludwig, Weinkauf, dem Sohn des Müllers in Steckweiler Friedrich *Weinkauf und der Maria Margaretha NN. : „Ludwig Weinkauf, Müller zu Grehweiler“ 32. ∞ mit Elisabeth Catharina Gilmann.

 

Um 1782 war Friedrich Karl *Dietz als Müller in Gaugrehweiler (vermutlich auf der Obermühle) +++klären+++; ∞ am 26.12.1782 in St. Alban mit Maria Margaretha Amos, der Tochter des Müllers in Gaugrehweiler Ludwig *Amos 33.

 

Urkunden:

- LA Speyer Best. H43 Sachakte 1739: nicht mehr bestehende Wassertriebwerke, 1818-1819, 1840-1865, 1891-1902, 1937 enthält: Loh­mühle Rockenhausen, Dorf- oder Fleckenmühle Alsenz, Dietzmühle Gaugrehweiler +++klären+++, Rollauermühle Kallbach, Mahlmühle Bayerfeld, Hos­termühle Dielkirchen, Lohmühle Winnweiler. Mahlmühle Schweisweiler, Bergmühle Finken­bach-Gersweiler

 

 

- Hallgartsmühle, auch Dorfmühle oder Obermühle:

s. Obermühle

 

 

- Obermühle, auch Dorfmühle, früher Hallgartsmühle:

Lage: das Gebäude der ehemaligen Mühle liegt in der heutigen Mühlstraße 2 in Gaugrehweiler 34.

 

Der Name Hallgart (Hallgartsmühle) wird nach Christmann 35 als Flachgarten gedeutet, ahd = haru, mhd. = har = Flachs; der Name besagt, daß die Örtlichkeit auf der Stelle eines ehemaligen Flachsgartens oder bei einem solchen entstand 36.

 

Die Obermühle heißt in alten Dokumenten auch Hallgartsmühle und teilt mit dem Dorf ein gut Teil ihrer Geschichte 37. Die Dorf­mühle ist spätmittelalterlichen Ursprungs und lag auf rheingräflichem Gebiet weit südlich der Kirche, an der Grenze zur ehemaligen Grafschaft Falkenstein am Appelbach 38, wurde ursprünglich vom Appelbach gespeist und ist schon für das 15. Jh. bezeugt 39. Vor 1500 im Besitz der Freiherrn von Dern, 1501 an Pfalzgraf Johannes, von diesem an die Beyer von Bellenhofen gekommen. Letztere verkauften Dorf und Mühle 1597 an den Rhein- und Wildgrafen Adolf Henrich 40. Das Erdgeschoß der Hallgartsmühle datiert von 1619 41.

 

Die Obermühle zu Gaugrehweiler wird urkundlich am 14.4.1590 beschrieben 42. Der kurpfäl­zische Oberamtmann in Alzey Carsilius Bayer von Bellenhofen erhielt 1553 von den Pfalzgrafen von Zweibrücken das Dorf Nieder­grehweiler (heute OT von Gaugrehweiler) zu Lehen 43; er dürfte der Vater des Hanß Schweickardt Bayer von Bellenhofen sein, der am 14.4.1590 seine Hallgartsmühle/Ober­mühle in Gaugrehweiler im Erbbe­stand an den Müller Hanß *Krenzer vergibt 44. In der Urkunde heißt es: „Demnach Ich Hanß Schweickardt Bayer von Bellenhoffen, Gerichts Herr zue Gaugrehweihler auß allerhandt Ursachen, Ihme Hanßen Krenzern meinem Mühlenbestän­der in Obergrehweiler wohnhaftig: Undt Iziger Zeit falckensteinischen Schultheißen, wegen meiner vorlängst seinen Voreltern und Ihne erb­lichen verliehenen Mühlen ....“. 45

 

1611 „Donnerstag nach Lätare den Sibenden Marty Ao 1611“ beurkundet Adolf Wildgraf zu Dhaun, daß er seine „eigenthümliche bei Obergreweiler gelegene Mühle, so über hundt Jar lang in Hanßen Crez, gräflich falkensteinischen ... und seiner Voreltern seligen Hen­den und demselben erblich verliehen gewesen, unlengsten durch Verwahrloßung und nicht Leistung deren in solchen ... und zurückgegeb­enen ..., ...., unß wird heimgefallen und derselben sambt dazugehörig Gütern und Verpfendern, wie Recht, +++weiter über­tragen++++ Demnach ... gnd... Hanßen Crez wir ihme und seinen Erben angezogene Müll, mit ... Güttern und Pfendern, wie die­selbe hernach specifize ..., zu ... Erbpfacht verliehen geben“ 46.

 

++++weitere Urkunden von 1611 ff noch zu bearbeiten++++

 

Um um 1612 war Michael *Fälbig der Müller auf der Obermühle in Gaugrehweiler 47. Die Inschrift über der Haustür „16 M H 19“ be­sagt, daß der Müller Michel *Hüner die Mühle im Jahre 1619 er­richtet hat. Dieser betrieb bei der Mühle auch eine Bäckerei 48, auf wel­che die Bäckerbrezel auf dem Türsturz hinweist 49. 1722 war Philipp *Seitz der Erbbeständer auf der Obermühle. Da die Grenze zwi­schen dem rheingräflichen und falkensteinischen Territorium (sie trennte auch Nieder- und Obergreh­weiler) mitten durch sein Anwesen ging, hatte er Scherereien wegen der Huldigung. Zudem reklamierte Kurpfalz Wildfangabgaben von ihm. Sein Nach­folger wurde Philipp *Amos. Er ist genannt „Müller zu Obergrehweiler“. 1728 suchte Amos beim Rheingrafen nach um die Geneh­migung, seine Mühlstube durch einen Neubau auf rheingräflichem Territorium erweitern zu dürfen 50. Eine Inschrift über einem weiteren Türsturz der Mühle „17 F.A. 37“ weist ebenfalls auf den Müller Philipp (F) Amos hin 51.

 

Das denkmalgeschützte Anwesen wird wie folgt beschrieben: ehemalige Dorfmühle (auch Hallgartsmühle), streckhofartig angeord­neter Gebäudekomplex aus Wohnhaus, Mühle und Scheune, Krüppelwalmdachbau bez. 1619, Fachwerkobergeschoß 1. Hälfte 18. Jh., einge­schossige Mühle bez. 1737, Bruchsteinscheune 19. Jh. 52

 

Photo:

- Denkmaltopographie Donnersbergkreis, 71 (Hallgartsmühle: ehemalige Mühle, heutiger Zustand)

- Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 39 (Hallgartsmühle: Photo um 1909)

- Schattauer, Willi: Das Appeltal von Würzweiler bis Hof Iben. Kalkofen 2006, o.S.

 

Literatur/Urkunden:

- Dhom, Emil: Gaugrehweiler und sein Rheingrafen-Schloß, Imsweiler 1983 (zur Hallgartsmühle, S. 53-54)

- LA Speyer Best. C 41 Nr. 19: „Die sogenannte Hallgarts- oder Obermühle zu Gaugrehweiler (1590-1616 und 1598-1733), hierbei Ur­kunde über die Mühle vom 8. Maerz 1611, Urkunde über Malter Korn 1 April 1655, Description der Güter welche zur Mühle ge­hören“

- LA Speyer Best. C 41 Nr. 19 (Rheingrafschaft Akten): „Designation der herrschaftl.: Häuser, Mühle und liegenden Güter zu Gaugreh­weiler“

- Weber:Mühlen und Müllerhandwerk, S. 301

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Obermühle in Gaugrehweiler im Appeltal: auch an kleinen Bächen war das Müllerhandwerk zuhause; in: in Nordpfälzer Geschichtsverein 1995, S. 73-75

 

 

- Untermühle:

um 1612 war Weygand *Lamp der Müller und Erbbeständer auf der Untermühle in Gaugrehweiler 53. Die Einwohner von Gaugreh­weiler waren in die Untermühle gebannt, einschließlich des dortigen Pfarrers. Letzterer nahm es mit seinen diesbezüglichen Pflichten nicht sehr ernst und gestattete es dem Müller von Mannweiler ins dorf zu kommen und das Brotgetreide bei ihm abzuholen und zu mahlen. Der Müller Weygand Lamp und der Müller der Obermühle Gaugrehweiler, Michael Fälbig ertappten den Konkurrenten, nah­men diesem das Korn des Pfarrers ab und beschlagnahmten den Esel des Mannweiler Müllers. Das Korn gaben sie dem Pfarrer zu­rück, den Esel aber ver­pfändeten sie an den örtlichen Gastwirt, wo sie auf Kosten des Mannweiler Müllers eine Zeche machten 54.

 

 

 

 

 

Gau-Heppenheim / Rheinhessen:

Lk Alzey-Worms, VG Alzey-Land, knapp östlich von Alzey gelegen. Erstmals urkundlich erwähnt als 'Hepfanheim' im Jahr 790, als mehre­re Güter an das Kloster Lorsch verliehen wurden. Bis zum Ende des 18. Jh. gehörte der Ort den Pfalzgrafen bei Rhein und war mithin kurpfälzisch. Bis zu jener Zeit nannte sich der Ort 'Heppenheim im Loch'. 1903 wurde er zur Unterscheidung weiterer Orte namens Hep­penheim in Gau-Heppenheim umbenannt 55.

 

Um 1190 verfügte Werner II. von Bolanden über pfalzgräfliche Lehen am Ort. Im 13./14. Jh. werden die Truchsessen von Alzey, die Herren von Lewenstein, die Deutschordenskommende zu Oberflörsheim, die Klöster Sion und Weidas als Grundbesitzer genannt. 1429 ist von der Zugehörigkeit zur Burg Alzey und zum pfalzgräflichen Amt Alzey die Rede. Vom frühen 15. Jh. an spielten die Her­ren von Heppenheim genannt von Saal als Burginhaber eine wichtige Rolle. 1456-1573 war das Dorf an sie verpfändet. 1684 erbten die Freiher­ren von Schönborn deren Güter. Gau-Heppenheim blieb bis zum Ende der Feudalzeit kurpfälzisch 56

 

 

Mühlen:

am 14.8.1735 wird in Gau-Heppenheim beerd. der in Heppenheim im Alter von 63 J. verstorbene Johann Melchior *Ackermann, „Müller bei Heppenheim“ 57. +++klären: welche Mühle+++

 

- Emerich Hansen Mühle:

am 4.12.1536 verkauft das Kloster Weidas bei Alzey um 150 fl mit Wiederkaufrecht seine bereits um 120 fl verpfändete Mühle in Gau-Heppenheim, genannt Emerichs Hansen Mule, dem Kaspar Lerch von Dirmstein 58.

 

In einer zwischen 1551 und 1553 verfaßten Urkunde bestätigt Johann Paul Kuster, Syndikus der Universität Heidelberg, den nicht na­mentlich genannten Vormündern des Caspar Lerch von Dirmstein, daß die Inkorpo­ration des Kloster Weidas in die Universität Heidel­berg, die Verschreibung von 15 Malter Korn vom Klosterhof in Dolgesheim bzw. von der „Emerich Hansen Mul“ in Gau-Heppen­heim nicht beeinträchtigt und daß die Universität Heidelberg in die Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag eintreten wird 59.

 

 

- Mohrenmühle, Reißen Mühle, Dinges Reiß'sche Mühle:

heute Anwesen Mohrenmühle 1; nördlich des Dorfes an der Gemarkungsgrenze mit Framersheim am Weidasser Bach gelegen. Im 15. Jh. ein „Mulenpfad“, seit 1486 Besitzer der dem Kloster Weidas abgabenpflichtige Mühle genannt. 1536 als „Mormühle“, im 17. Jh. auch als „Reißen Mühle“ bezeichnet. Ehemalige Korn- und Ölmühle bis 1925 betrieben. Das Segmentbogenportal am Haupthaus bez. 1575, der Backsteinanbau ist am Flachbogenportal bezeichnet FL 1863 [= Franz Limbacher]. Von der 1834 erwähnten Hanfreibe ist ein Koller­stein, weiterhin ein zerbrochener Mühlstein, bez. 18 HR 50 [= Heinrich Reith] erhalten 60.

 

Am 2.8.1546 verkaufen Äbtissin und Konvent des Klosters Weidas bei Alzey dem Philipp Schrauß, Stadtschreiber zu Alzey und sei­ner Ehefrau Margarethe Grabenmacher 10 Mltr Korn um 200 fl. und setzen als Sicherheit ihre Mühle in Gau-Heppenheim, genannt die Morr Mulen, die gegenwärtig Oswald Gerngroß in Bestand hat, ein 61.

 

In einem Inventar des Klosters Weidas bei Alzey, erstellt am 11.9.1553, ist aufgeführt als Eigentum des Klosters Weidas die Mühle zu Gau-Heppenheim, genannt die Mornmull. Diese ist im Erbbestand vergeben und zinst jährlich 18 Mltr. Korn 62.

 

Um 1703 war der NN. *Reiß der „Müller in Heppenheim“ [s. Gau-Heppenheim], wohl auf der Mohrenmühle/Reißen Mühle [err.]; ∞ NN; Vater der Anna Petronella Reiß; diese ist am 13.3.1703 als Patin im luth. KB Alzey genannt 63.

 

Um 1719 war Melchior Ackermann der Müller auf der „Dinges Reiß'schen Mühle“; ∞ mit Elisabetha NN.; am 11.8.1719 wird der Sohn Wilhelm Ackermann in der luth. Kirche Alzey getauft 64.

 

 

 

 

 

Gau-Odernheim / Rheinhessen:

s. auch OT Gau-Köngernheim

 

VG Alzey-Land, Lk Alzey Worms, nordöstlich von Alzey gelegen; südlich einer Biegung der Selz, zu Füßen des Petersberges.

 

Das Dorf ist eine fränkische Gründung des 6./7. Jh., wie auch merowingische Grabfunde belegen. Frühe Schriftquellen nennen „Ot­ternheim“, das spätestens ab dem 13. Jh. in der Form „Odernheim“ vorkommt (1497 mit dem Zusatz „uff dem Gauwe“). Aus Königs­gut wur­de schon früh bedeutender Besitz am Ort an die Metzer Kirche übertragen. Um 850 überführte man die Gebeine des hl. Ru­fus, Metzer Bischof des 3. Jh., nach Odernheim. 863 bestätigte König Konrad der Deutsche Gründung und Ausstattung des Klosters Neumünster im Elsaß durch den Metzer Bischof in Odernheim. 1146 überließ das Metzer St. Stephansstift dem Grafen Ludwig III. von Arnstein Güter in der nahe gelegenen Wüstung „Gummersheim“ zur Gründung eines Prämonstratenserinnenklosters (1563/65 aufgehoben). Ab 1187 ver­fügten die Bolander über das Dorf, zunächst mit Werner II., der die „praefectura“ von den Wildgrafen und die Vogtei des Metzer Besit­zes von den Grafen von Dagsburg innehatte. Um 1190 kommen die Burgmannen am Ort erstmals vor. 1215 wird von Besitz des Prä­monstratenserklosters Kaiserslautern berichtet. Die Metzer Rechte und Liegenschaften gelangten 1258 an das Mainzer Domstift. Ver­mutlich 1282 kaufte König Rudolf von Habsburg das Dorf mit Burg für das Reich und gewährte 1286 reichsstädtischen Freiheiten ent­sprechend denen der Stadt Oppenheim. 1289 verlegte er die beiden bislang auf dem Petersberg abge­haltenen Jahrmärkte in die Stadt. 1315-1353 war Gau-Odernheim an den Mainzer Erzbischof verpfändet. 1375 kam die Stadt als Pfandschaft an Kurpfalz, bei der sie bis zum Ausgang des 18. Jh. verblieb. 1579 scheiterte eine Rebellion der Odernheimer gegen die pfälzischen Beamten mit dem Verlust der reichsstädtischen Freiheiten 65.

 

Unter der kurpfälzischen Herrschaft wurde die Stadt an „Unter-Pfandherren“ vergeben, zunächst Eberhard Vetzer von Geispitzheim. Die­ser starb 1520 ohne Erbe, worauf sein Schwager Ritter Wolf von Dalberg die Pfandschaft bis 1522 übernahm. Von ihm ging sie auf Bur­kard von Sturmfeder über, dann auf Friedrich Sturmfeder den älteren (etwa von 1532 – 1555) und Friedrich Sturmfeder den Jüngeren (von 1555 – 1559), sodann auf die die Vormünder des minderjährigen Ludwig Sturmfeder, und von 1562-1565 auf diesen nach selbst 66.

 

Der 30 jährige Krieg führte zu starken Bevölkerungsverlusten, 1649 lebten hier nur noch 30 Familien. 1661 heißt es, Odernheim habe im Krieg ei Drittel seiner Bewohner verloren. 1689, im Pfälzischen Erbfolgekrieg brandschatzten die Franzosen die Stadt. Laut einer Aufstel­lung von 1692 waren 120 Häuser zerstört und nur noch 96 Häuser galten als bewohnbar.. Die Statistik nennt 1780 bereits 1150 Einwoh­ner, 1786 werden 1022 „Seelen“ gezählt 67.

 

Mühlen:

seit dem 13. Jh. sind drei Mühlen nachgewiesen, die Klostermühle des Klosters Gummersheim, sowie die Königsmühle und die Steg­mühle, die beiden letztgenannten Bannmühlen 68.

 

In der Polizeiordnung Odernheim von 1577 nennt in Art. 16 zwei Mühlen, nämlich die Stegmühle und die Königsmühle, beides Bann­mühlen 69. Weiterhin gab es von alters her eine dritte Mühle in Odernheim, nämlich die Klostermühle des Klosters Gummers­heim 70.

 

Um 1737 war Gabriel Baltz der Müller zu Odernheim +++klären: welche Mühle+++; ∞ mit Helene Elisabetha Martenstein (Tochter des Bürgers und Chirurgus in Gau-Odernheim Paulus Martenstein); Sohn aus der Ehe war Johann Adam Baltz (∞ 22.1.1.737 in Gau-Odern­heim mit Maria Eva Daub [Tochter des Ratsmitglieds in Gau-Odernheim Johannes Daub und der Anna Catharina Simon]) 71.

 

Am 29.9.1704 wird der „Johann Jakob von der Mühl zu Odernheim“ als Pate bei der Taufe der Johanna Catharina Susanna Steinfurth in der luth. Kirche in Alzey genannt 72.

 

Die Statistik von 1780 nennt drei Mahlmühlen 73.

 

Widder schreibt 1787 im dritten Band seiner Beschreibung der Kurpfalz: „Nächst der Stadt lauft die von Alzei, Freimersheim und Kön­gernheim kommende Selzbach vorbei, treibt die den vom Busch lehnbar zuständige Königs-Mühle, dann die der geistlichen Ver­waltung Namens des Klosters Gommersheim gehörigen Steeg- und Kloster-Mühlen ...“ 74

 

 

- Klostermühle:

die Mühle lag in der Stadt Odernheim hinter dem Steg in der Lauergasse. Um 1500 gehörte die Mühle zum Prämonstratenserkloster Kai­serslautern. Am 17.5.1507 bekunden die Eheleute Henne Joselmann aus Langen-Brombach und seine Ehefrau Anna, daß sie vom Prä­monstratenserkloster Kaiserslautern die Mühle hinter dem Steg in der Lauergasse in der Stadt Odernheim in Erbbestand erhal­ten haben 75.

 

1515 kam es im Streit zwischen den Nonnen des Klosters Gummersheim und der Stadt Odernheim zu einem Vergleich in dem u.a. auch der Wasserstau der Klostermühle geregelt wurde. Die Stadt Odernheim hatte sich beklagt, daß das Kloster einen neuen Wasser­bau er­richtet hatte und das Wasser höher gestaut hätte, als zuvor 76.

 

Nach der Aufhebung des Klosters Gummersheim 1563 wurde das Klostervermögen durch die kurpfälzische Schaffnerei Gommers­heim der Geistlichen Güterverwaltung Heidelberg verwaltet, die Mühle wurde im Erbbestand vergeben 77.

 

1738 verkaufte Melchior Ebling die die Mühle mit den Äckern für 900 fl. an Johann Emerich, dieser trat sie an Balthasar Cloninger ab, dann ging sie 1751 für 2200fl an Johann Renner, 1784 für 3500 fl. an Wiegand Kopp und endlich für 3925 fl. an Keller Leroy. Die Bie­belnheimer mußten auf der Klostermühle mahlen lassen 78.

 

Widder schreibt 1787 im dritten Band seiner Beschreibung der Kurpfalz: „Nächst der Stadt lauft die von Alzei, Freimersheim und Kön­gernheim kommende Selzbach vorbei, treibt die den vom Busch lehnbar zuständige Königs-Mühle, dann die der geistlichen Ver­waltung Namens des Klosters Gommersheim gehörigen Steeg- und Kloster-Mühlen ...“ 79

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. H51 Nr. 759: Gau-Odernheim; enthält die Ablösung eines auf der Klostermühle ruhenden Erbpachtzinses, 1806-1843

 

 

- Königsmühle, Schwabenmühle:

die Königsmühle ist die letzte erhaltene Mühle am Ort 80. In der Gemarkung von Gau-Odernheim, außerdem des Ortes, nördlich der Selz und südlich des Ortes gelegen. Bereits im 13. Jh. stand hier eine Mühle. Der Name ist wohl Hinweis auf ein ehemaliges Reichsle­hen, das später auf Kurpfalz übergeht. Im 17. Jh. auch „Schwa­benmühle“ nach einem Pächter genannt 81.

 

Ab 1522 hatten die Ritter von Sturmfeder die Pfandschaft über die Stadt Odernheim einschließlich der Nutznießung über die Königs­mühle 82 inne, zunächst ab 1522 Burkard von Sturmfeder, dann ging diese auf Friedrich Sturmfeder den älteren (etwa von 1532 – 1555) und Friedrich Sturmfeder den Jüngeren (von 1555 – 1559) über , sodann auf die die Vormünder des minderjährigen Ludwig Sturmfeder, und von 1562-1565 auf diesen nach selbst 83.

 

Um 1670 und noch 1697 hatte Herr Plato von Janßfeld, hessen-darmstädtischer Obristlieutenant die Königsmühle als kurpfälzisches Le­hen 84, von dem sie um 1700 an Herrn von Thiele 85 überging, ab 1720 wurde sie an die Herren von Schiebel 86 und von Thiele 87 verlehnt 88. Gegen 1770 ging die Mühle an Freiherr Aloys von Busch aus Mannheim und 1796 an den kurpfälzischen Hofkam­merrat und Kammerdiener von Dusch zu Mannheim über 89. Dieser verkaufte sie 1803 an den seitherigen Beständer und Müller, Friedrich Weber, für 12000 90; bzw. nach a.A. 1803 im Zuge der französischen Nationalgüterversteigerung vom Beständer Philipp Weber erstei­gert. Nach 1863 besaß die Mühle zwei Mahlgänge; 1962 stillgelegt und seit 2001 Weingut 91.

 

Der älteste Bauteil ist die ehemalige Mühle, an die sich das Wohnhaus aus dem 18. Jh. im Nordwesten anschließt. Die Einrichtung der Mühle, meist aus dem 19. Jh., ist erhalten. Auf bauzeitlichem Mahlgerüst steht ein Walzenstuhl vom Ende des 19. Jh. Das Was­serhaus im Südosten wurde 1863 erhöht und weist ein oberschlächtiges Wasserrad mit Blechschaufeln, Gusseisenwelle und Getriebe von 1863 auf. Der im Nordwesten an die Mühle angefügte Flügel mit einem älteren Teil aus Bruchsteinen, wo sich die Ölmühle be­fand 92.

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 263 (Mühlentechnik, Außenansicht der Mühle), 264 (Wasserrad), 265 (Innen­hof)

 

 

- Pulvermühle:

+++weiter+++

 

 

- Steegmühle:

die Stegmühle lag gegenüber der Stadt Odernheim auf dem anderen Ufer der Selz und war nur über einen Steg erreichbar. Die Mühle gehörte den Prämonstratensern der Probstei Kaiserslautern, deren Besitzungen Kaiser 'Friedrich II. schon 1215 in Schutz nahm und be­stätigte, darunter auch den Hof (curia) Gummersheim und die Mühle (molendinum) in dem Dorfe Odernheim 93. Durch Einzie­hung der Klostergüter kam die Stegmühle im 16. Jh. an Kurpfalz, wo sie bis Ende des 18. Jh. verblieb 94.

 

Seit dem 13. Jh. sind drei Mühlen nachgewiesen, die Klostermühle des Klosters Gummersheim, sowie die Königsmühle und die Steg­mühle, die beiden letztgenannten Bannmühlen 95.

 

In der Polizeiordnung Odernheim von 1577 werden in Art. 16 zwei Mühlen genannt, nämlich die Stegmühle und die Königsmühle, beides Bann­mühlen 96. Weiterhin gab es von alters her eine dritte Mühle in Odernheim, nämlich die Klostermühle des Klosters Gummers­heim 97.

 

Am 16.1.1589 verkauft Elisabeth Eppelsheimer aus [Gau-] Odernheim [jetzt wohnhaft in Bechtolsheim] an Georg Bauer aus Freimers­heim um 850 Gulden die Stegmühle in [Gau-] Odernheim 98.

 

Widder schreibt 1787 im dritten Band seiner Beschreibung der Kurpfalz: „Nächst der Stadt lauft die von Alzei, Freimersheim und Kön­gernheim kommende Selzbach vorbei, treibt die den vom Busch lehnbar zuständige Königs-Mühle, dann die der geistlichen Ver­waltung Namens des Klosters Gommersheim gehörigen Steeg- und Kloster-Mühlen ...“ 99

 

 

 

 

 

Gau-Köngernheim:

OT von Gau-Odernheim; VG Alzey-Land, Lk Alzey-Worms; im mittleren Selztal gelegen zwischen Gau-Odernheim und Alzey:

 

Das Dorf ist eine fränkische Gründung des 6. Jh. [s. Ortsnamen-Endung; Reihengräberfeld in der „Kurzgewann“]. 804 wird die Sied­lung im Lorscher Codex in der Schreibweise „Cunigeroheim [= Siedlung zu den Königsleuten] erwähnt, später, zur Unterscheidung von dem nahegelegenen gleichnamigen Ort ab dem 16. Jh. auch „Bös-([Klein]-Köngernheim genannt. Der Ursprung des Ortsnamens deutet auf ehem. Königsgut. Das Dorf zählte zum alten pfalzgräflichen Besitz und war der Burg Alzey dienstbar. Die Herren von Scharfeneck erhiel­ten es von Kurpfalz zu Lehen. Nach deren aussterben fiel diese Herrschaft an Kurpfalz zurück und wurde 1429 an Anthis von Hillesheim, 1504 an Peter von Hillesheim verlehnt. 1441 vereinigte Kurfürst Friedrich I. die Herrschaften Löwenstein und Scharfeneck, die 1477 an Ludwig, den illegitimen sohn Kurfürst Friedrichs I., kamen. 1545-1723 verfügten die Kessler von Sarmsheim über Gau-Köngernheim als Mannlehen der Herrschaft Scharfeneck. Dann gelangte das Lehen an die Grafen von Löwen­stein-Wertheim zurück, von denen es Graf Franz von Sickingen 1792 erwarb 100.

 

1815 besaß der Ort 180 Einwohner, 1830 schon 207 Personen in 39 Häusern; 1900 wohnten 254 Personen in 55 Häusern 101.

 

 

Mühlen:

im Katasterplan 1832 ist an der Selz eine Mühle [?] außerhalb des Orts eingezeichnet 102. Die Schulstraße („Untergasse“), im Ostab­schnitt kaum besiedelt, endete an der Mühle 103.

 

Nach der Abrechnung des Prior zu Gommersheim über Ausgaben in 1511-1516 haben u.a. erhalten „die Müllerin (moleners) zu Gau-Köngernheim (Kungeren-) im Beisein des Propstes Andreas 10 Gulden 5 Albus, Geld von verkauftem Korn, der Müllerin zu Gau-Köngern­heim (Kunger-) 30 1/2 Malter je 10 Albus = 11 gfl 9 Albus im Beisein des Schultheiß Peter Dietz, bezahlt im Beisein des Propstes am 25. März 1512 (annunciatione Marie) 10 Gulden 5 Albus, am 6. Mai (in die Johannis ante portam latinam) vom selben Verkauf 2 1/2 Gulden, 1512 derselben verkauft am 6. Mai (in die Johannis ante portam latinam) 18 Ml, je 8 Albus. ,bezahlt 3 Gulden 4 Albus“, „der Müllerin Sohn hat am 25. März (annunc. b. Marie) im Beisein des Propstes 10 Gulden 5 Albus geliefert“, „1514 die Müllerin für je 2 Malter Korn und Gerste und 1/2 Viertel Korn“ 104.

 

 

 

 

 

Gau-Weinheim / Rheinhessen:

VG Wörrstadt, Lk Alzey-Worms; nördlich von Alzey, oberhalb von Gau-Bickelheim gelegen; war kurpfälzisch im Oberamt Alzey

 

Mühlen:

- Gau-Weinheimer Mühle:

die Mühle war Bannmühle; schon 1625 urkundlich erwähnt. Der Müller von Gau-Weinheim beklagt sich 1625 beim Oberamt Alzey, daß die Gemeinde sich seit drei Jahren nicht mehr an ihre Mahlpflicht bei ihm halte, sondern zu anderen Müllern gehe; dadurch sei seine Existenz gefährdet; das Oberamt befiehlt der Gemeinde daraufhin, sich an die hergebrachten Rechte zu halten oder einen Be­weis dafür vorzulegen, daß sie nicht verpflichtet sei, in der fraglichen Mühle zu mahlen; der Befehl wird 1652 erneuert 105.

 

 

 

 

 

Gebweiler Mühle:

s. Gehweiler/Saarland

 

 

 

 

 

Gehweiler bei Namborn / Saarland:

früher als Gebweiler bezeichnet

 

OT von Namborn; nördlich von Namborn. Der Ort entstand beiderseits des Eichertsbaches, der ihn einst auch territorial trennte. Der lin­ke Teil des 1325 erstmals urkundlich erwähnten Dorfes gehörte jahrhundertelang zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, der rechte zum Kurfürstentum Trier. Die Grenze verlief mitten durch das Dorf. Der kurtrierische Anteil war mit der Burg Liebenberg bei Hoh­feld bis 1722 an die Herren von Sötern verpfändet, die außerdem die Zöden-Mühle (Unterste Mühle) und die Kühn Hansen Mühle (Oberste Mühle) besaßen 106. Der pfalz-zweibrückische Teil des Dorfes ge­hörte zum zweibrückischen Amt Nohfelden, Oberamt Lichtenberg.

 

 

Mühlen:

im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Amtes Nohfelden von 1629 heißt es: „Sachs Johannes zu Hirstein, so dem Hauß Nofel­den mit der Leybeigenschaft zugethan, hat eine Mahlmühl mit einem Gang, zwischen Gebweiler und Hirstein, Auff trierischer Seithen gelegl: von seinen eltern ererbt, davon gibt er järlichen zu Pfacht 2 fl vom Wassergang An die Kellerey Nofelden, 1 Mltr Korn und 2 Kap­pen uff Hauß Lemberg denen von Sötter[,] 1 Mltr Korn und 2 Kappen, hat keine gewisse Mähler und ob wohl nechst gemelte beede Müller, alß der zu Gebweiller und dieser und dieser .... vermög der Kellers zu Lichtenberg Relation 1 mlr: Korn und 4 Faß Habern ange­nomen gehat, was ihme die Unterthane zu Hirstein, dern 10 Haußgesaß, zu bestendigen Mahlern zu gewiesen wür­den, ... So ist ihme beede Jedoch vom Statthalter zu Trier Hanß Reinharden von Söttern bey hoher Straff verbotten worden, keine weitern Pfacht Auf ihre Mühlen zu nemen .... Die Hirsteiner aber mahlen nichts desto weniger .... Auff ... gedachte beede Müh­len, ohnangesehen ist es ihne Ambts wegl. (?) verbotten und ihnen befohlen, entweder mit ihrem Mahl...(?) nacher Steegen oder al­hero zur Schloßmühlen zu fahren. ++++klären: welche Mühle++++ 107.

 

Diese nechst gedachte Mühl, ist des vergangenen Somer durch Verwahrlosung des Müllers gantz abgebrand Und in die Asche gelegt worden“. 108

 

 

- Gebweiler Mühle, Kund Nickels Mühle:

bestand seit 1530. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Amtes Nohfelden von 1629 heißt es: „Zue Gebweiller In der Pfleeg Hirstein gelegl: haben Kundt Nickels seligen Kinder, so Sötterich Leibeigen eine Mahlmühl mit einem Gang, die gebe Järli­chen zur Kelle­rei Nohfelden vom Wasserfluß, somit dem Ambt St. Wendely... Kappen vermög Erbbestendnuß de dato Sontags nach Lamperti de 1530 so Job Weydenkopff von Abenheim damalß Landschreyber zu Lichtenberg, Winstenbacher (?) Hansen zu Gebweil­ler ertheilt, wie ab der Copej ... zu sehen. Auch geben der Inhaber dieser Mühlen, so gleichwohl auff Zweybrückischer Jurisdiktion gelegen järlichen An die Kirch zu Wolffersweiller 3 Faß Korn und uff Hauß Lemberg 1 Mltr Korn zu Pfacht, hat keine gewisse Mäh­ler, doch mahlen die Sötterische Hintersassen zu Gebweiller, beneben anders auff dieser Mühle.“ 109. Bereits 1530 heißt es der Ab­schrift eines Erbbestands vom St. Lam­brechtstag 1530, die sich in der gleichen Akte befindet: Ich Job Weidenkopff von Abenheim, Landschreyber zu Lichtenberg bekenne und Thue kund, alß Steinebenbacher Hanß zu Gebweiller... mich ... gebetten hat, Ihme ..., ahn der Bach so zwischen Retzweiller und Geb­weiller Gerinn­es fleust zu ein Wasserfluß uff ein Mühl, so Hanß zu gebauen Und uffzu­richten ...“. 110

 

In einer Aufstellung vom 22.12.1744, erstellt von NN. Mandt und an Amtskeller Ernst Franz *Hauth „remittirt“ sind folgende 5 Müh­len verzeichnet: „... Hiebey folgen 5 Reversus über die außgestelte Mühlenbestände von denen Beständern unterschrieben befohlenerma­ßen ad acta zurück, nehml: ... Peter Linn über die Gebweyler Mühle vom 6. Juny .“ 111

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die „Geweiler Mühle“ Mühle, die zum pfalz-zweibrücki­schen Amt Nohfelden gehörte, wie folgt beschrieben: „Die Gebweiler Mühl [hat] 1 Wa­ßerrad welches einen Gang treibet; [zahlt an Pfacht] 8 bz an Geldt, 1 fl 5 bz und 1 Mltr Korn nach St. Wendel, 3 Faß Korn in die Kir­chenschaffnei Wolfersweiler. Ist keine Bann Mühl und hat nicht viel zu mahl, könn auch nicht mehr dann 9 biß 10 Famil: beför­dert werden.“ 112

 

 

- Oberste Mühle:

diese hatte 1611 Kühn Hansen in Pacht. Nach ihm auch Kühn-Hansen-Mühle genannt 113.

 

 

- Unterste Mühle:

die Unterste Mühle hatte 1611 Johannes Zöden aus Hirstein in Pacht. Nach ihm wurde sie auch Zöden-Mühle genannt 114.

 

 

 

 

 

Gehrweiler:

VG Rockenhausen, Lk Donnersbergkreis; westlich Winnweiler, zwischen Heiligenmoschel und Gundersweiler gelegen; am Moschel­bach; seit 1457 durch Ankauf kurpfälzisch geworden; gehört zum kurpfälzischen Unteramt Rockenhausen

 

Mühlen:

um 1707 ist Philipp *Brand als Müller in Gehrweiler erwähnt 115.

 

- Mühle zu Gehrweiler; Koltersmühle:

nördlich des Ortskerns am Moschelbach gelegen, heute Anwesen Hauptstraße 1. Die Mühle gehörte von 1687-1718 der Geistlichen Gü­teradministration (CGA) in Heidelberg und wurde von der Kirchenschaffnei Wolfstein verwaltet 116.

 

1738 im Besitz des kurpfälzischen Hofbeständers Heinrich Lohring 117. Die Bestandsaufnahme der Mühlen im Unteramt Rockenhau­sen ist enthalten in ei­ner Aufstellung von 1738 118; die Mühle wird dort wie folgt beschrieben : „liegt am Moschelbach und ist eine 'Klapper­mühl', welche Heinrich *Lohring eigen ist. Für den Wasserfall entrichtet dieser 3 Ma. Korn jähr­lich. Sie hat nur einen „schlechten“ Mahl­gang. Wassermangel!“ 119 Seit der 2. Hälfte des 18.Jh. ist die Mühle im Besitz der Müllersfami­lie Kolter. 1960 wurde der Mühlenbe­trieb eingestellt 120.

 

Der Gebäudekomplex weist ein spätbarockes Wohnhaus der 2. Hälfte des 18. Jh. auf, das später Altenteil war. Daran südlich angebaut ist das ehemalige Mühlengebäude, welches im 19.Jh. Erneuert wurde. Ein weiteres eingeschossiges Wohnhaus auf der Nordseite des Hofes trägt im Haustür die Inschrift „18 FK (Anm.: = Friedrich Kolter) HRD 30“. An der Scheune weist ein Quader die Inschrift LK (= Lo­renz Kolter) auf 121.

 

Seit 1808 und noch 1831 ist Johann Philipp *Kolter der Müller in Gehrweiler. Im Grundsteuerkataster der Steuergemeinde Gehrwei­ler vom Dezember 1831 heißt es : Haus Nr. 1 Johann Philipp Kolter, Müller. Landbesitz: 5 Tagwerk 10 Dezimale, alles 1808 von den Eltern ererbt. Der Mühlgraben muß vom Besitzer unterhalten werden und er darf ihn deshalb nutzen. Er gehört zu den „unsteuerbaren Gegen­ständen“, war also steuerfrei wie die anderen Bäche in der Gemarkung auch 122. Philipp Kolter war verheiratet mit Henriette Rahm (aus der Müllerfamilie Rahm von der Rohmühle Heiligenmoschel); deren Tochter Maria Elisabetha Kolter heiratet den Müller auf der Rohmühle Heiligenmoschel, Daniel *Lutz II.

 

Um 1879 ist Jakob *Kolter Müller in Gehrweiler erwähnt; ∞ mit Magdalene Weigel; Vater der Anna Maria Kolter (∞ am 24.5.1879 Gehr­weiler mit dem Ackerer Franz Zinßmeister) 123.

 

Photo:

- Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 411

 

Literatur/Urkunden:

- Busch, Egon: Aus der Geschichte der Gehrweilerer Mühle. - Ill. In: Gehrweiler / Hrsg. Gemeinde Gehrweiler. Red.: Egon Busch. - [1. Aufl.] - Gehrweiler, 2006.

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1054/1: „Acta betr: die dortige Mühle, und deren Waßerpacht, 1710-1792“

- Weber, Friedrich W.: Vierhundertjährige Mühle stellt ihren Betrieb ein. [Gehrweiler, Koltersmühle]; in: Pfälz. Volksztg. 169, Nr. 233 v. 6. 10. 1960

 

 

- Mühle Schick:

+++ergänzen+++

 

Literatur/Urkunden:

- Bohlander, Sieglinde: Die Geschichte der Mühle Schick. - Ill. In: Gehrweiler / Hrsg. Gemeinde Gehrweiler. Red.: Egon Busch. - [1. Aufl.] - Gehrweiler, 2006, S. 97-99

 

 

 

 

 

Geinsheim:

OT von Neustadt/Weinstraße; gehörte bis zur französischen Revolution zum Hochstift Speyer

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von ca. 80 katholische und eine jüdische Familie auf 124.

 

 

Mühlen:

- Geinsheimer Mühle:

in Geinsheim gibt es im südlichen Dorf den Mühlbach. Die Fronmühle nördlich des Dorfes, zwischen Geinsheim und Haßloch gele­gen ist identisch mit der bei Haßloch beschriebenen Fronmühle am Speyerbach. Die Fronmühle in Haßloch liegt am Speyerbach, an der Straße südlich von Haßloch (kurpfälzisch) in Richtung Geinsheim (Fürstbistum Speyer) oberhalb der Aumühle. Da die Grenze zwischen der Geinsheimer Gemarkung und derjenigen von Haßloch mitten im Speyerbach verlief 125, lag die nördlich des Speyer­bachs gelegene Frohnmühle bereits seit alters her auf Haß­locher Gemarkung.

 

Geinsheim benötigte eine eigene Mühle schon um zu vermeiden, daß Geinsheimer Untertanen bei der Fahrt zur Frohnmühle Haßloch bei Überschreiten der kurpfälzischen Grenze am Speyer abgabenpflichtig wurden und Zollzahlen mußten. Die Geinsheimer Mühle lag am Mühlbach am ehemals südlichen Ortsrand (err.) 126. Bei dem Mühlbach handelt es sich um einen südlich geführten Abzweig des Krops­bachs, der am Südrand des Dorfes in westlich-östlicher Richtung fließt. Dieser Bach entspringt in St. Martin bei der Krops­burg und fließt hinter Geinsheim in den Speyerbach.

 

1689 heiratet der Johann *Hofmeister, Müller aus Neumarkt in der Oberpfalz, die Barbara Schweizerin aus Geinsheim 127.

 

Weder im Urkataster von 1840 128 noch im Gewerbe- und Han­delsadreßbuch von 1877 ist ein Müller aufgeführt, dagegen als Mehlhänd­ler der Isaak II. Heene, Heinrich Loeb, Karl Mann und Abraham Mayer 129. Dies deutet daraufhin, daß die Mühle in Geinsheim bereits im 19. Jh. nicht bestand.

 

Karte:

- Denkmaltopographie Neustadt, Bd. 2 S. 57 mit Urkataster von 1821

- Denkmaltopographie Neustadt, Bd. 2 S. 59 mit „Plan über die Hausplaez“ von 1777

 

Literatur/Urkunden:

- Kästel, Norbert: Maxwehr und Dorfbach. Von den Geinsheimer Wasserverhältnissen in älterer Zeit; in: Westrich, Claus-Peter (Be­arb.): Geinsheim in der Pfalz. Beiträge aus Vergangenheit und Gegenwart eines Gäudorfes; Stadt Neustadt/ Weinstraße (Hrsg.), Neu­stadt 1988, S. 167-169 (Anm.: Kästel geht nicht auf die Mühle und den Mühlbach ein).

- Kästel, Norbert: Zur Bevölkerungsstruktur von Geinsheim im 19. Jahrhundert in: Westrich, Claus-Peter (Bearb.): Geinsheim in der Pfalz. Beiträge aus Vergangenheit und Gegenwart eines Gäudorfes; Stadt Neustadt/ Weinstraße (Hrsg.), Neustadt 1988, S. 217-235

 

 

 

 

 

Geiselberg:

VG Waldfischbach-Burgalben, Lk Südwestpfalz; nördlich von Waldfisch-Burgalben gelegen, östlich von Schopp; war kurpfälzisch und ge­hörte zum Oberamt Kaiserslautern.

 

Mühlen:

- Geiselberger Mühle oder Hertersweiler Mühle, auch „Alte Schultheißenmühle“:

liegt an der Moosalb unterhalb von Steinalben; in der Gemarkung der heutigen Ortsgemeinde Steinalben. Seit Ende des 18. Jh. allge­mein nur noch als Geiselberger Mühle bezeichnet. Der alte Name erinnert an das untergegangene Dorf Hertlingsweiler 130.

 

Christmann meint 131, die Mühle sei „erst zu Anfang des 19. Jh.“ entstanden. Diese Annahme ist jedoch unzutreffend. Im kurpfälzi­schen Mühlenverzeichnis des Oberamts Kaiserslautern von 1739 132 ist die Mühle wie folgt beschrieben: “gibt jährlich 3 Malter Korn und 48 Xer Kappengeld aus Pacht. Der Mül­ler heißt Caspar *Schaaf.” 133.

 

Der alte Name Hertersweiler Mühle geht auf „Hertlingsweiler Mühle“ zurück. Das ehemalige Dorf Hertlingsweiler, das nach einem Be­gründer namens Hertling benannt war, lag bei der heutigen Geiselberger Mühle und ist längs untergegangen. An den Weiler erin­nerte noch die dort erbaute „Hertlingsweiler Mühle“, die später „Hertersweiler Mühle“ hieß 134.

 

Urkundlich wird die Mühle erstmals 1284 erwähnt zusammen mit dem Weiler Hockenstein, der Heckosteiner Mühle bei Schopp und die Mühle bei Horbach genannt. Am 1.12.1264 gab König Rudolf von Habsburg seine lehensherrliche Bestätigung zu einem Kaufver­trag zwi­schen Wirich von Dhaun und dem Zisterzienserkloster Otterberg. Wirich von Dhaun besaß einen jährlichen Zins von 13 Un­zen Heller von seinem Allodialgut (= Eigenbesitz) zu Hockenstein, die dortige Mühle (= Heckosteiner Mühle), die Mühlen zu Hert­lingsweiler und Hor­bach 135.

 

Im Jahr 1600 war „Schultheißen Nickels“ (auch als „Nickel Schuster“ bezeichnet) von Horbach der Müller auf der Hertersweiler Mühle. Nach ihm hieß die Mühle „Alte Schultheißenmühle“. Diese lag zwar auf Grund und Boden des Klosters Hornbach, hatte aber an die Landschreiberei Lautern 6 Malter Korn und 6 Kappen (= Hähne) Pacht anzuliefern. Wichtig war der Grenzverlauf bei der Mühle. Vell­mann schreibt in seiner Beforchung von 1600: „.. die Herttersweilerbach bey solcher Mühlen laufft in zwey theill, da halt dich den alten staden nach vnd nicht dem Mühlgraben, sonsten wan man dem Mühlgraben nach käme vnd denselben alhie anzöge vnd verschribe, wird man die Mühlen verliehren“, sie würde also in den Bereich der Grafschaft Sickingen fallen. Bei dieser Mühle lag damals noch eine Ölmühle ohne besonderen Namen 136.

 

Als „Alte Schultheißenmühle“ wird sie in der Literatur/Urkunden teilweise auch Waldfischbach zugeordnet. Sie lag „ein gutes Stück wei­ter oberhalb (der Hornbacher Klostermühle in Waldfischbach) beim heutigen (Anm.: 1956) „Sägmüller Steg“ ... auf dem gegenüberlie­genden Ufer erbaut ... 137. In der Velmann'schen Beforchung von 1600 heißt es: „der alten Schultheißin zu Fischbach zusten­dig“ 138.

 

Müller (err.) auf der Geiselberger Mühle war Nikolaus *Schaaf († Geiselberger Mühle 23.07.1672), ∞ mit Kunigunde NN. (geb. 1626 - 13.06.1700); Kinder aus der Ehe sind Christ Nickel Schaaf (1663 - 27.02.1736 Geiselberg; ∞ mit Anna Catharina NN, geb. 1671 -18.11.1727 Geiselberg); Johann Hans Caspar *Schaaf (1666 Geiselberger Mühle 1666 – 13.11.1743 Geiselberger Mühle; ∞ mit Anna Magdalena NN., geb. 1666 – 21.7.1721 Geiselberger Mühle), Johann Marx Schaaf (geb. 1667 Geiselberger Mühle – 12.11.1723 Donsie­ders; ∞ 1700 mit Anna Katharina NN.); Hanß Michel Schaaf (1660 Geiselberger Mühle – 1732 Steinalber Mühle; ∞ mit Anna Magdalena NN., geb. 1662 – 2.2.1732 Steinalben). Auf Nikolaus Schaaf folgte als Müller auf der Geiselberger Mühle der Sohn Johann Hans Caspar *Schaaf 139 Nach a.A. 140 wurde dem Müller Hans Caspar Schaaf aus der „Hertersweiler- vulgo Gei­selbergermühle“ 1697 ein Sohn gebo­ren. Hans hätte diese Mühle von einem namentlich in den Mühlenakten des Oberamts nicht nä­her ge­nannten Vorgänger gekauft.

 

Im einem Verzeichnis der sickingischen Güter vom 31.12.1722 wird der „Wasserfall“-Zins der „Geisberger“ Mühle aufgeführt 141 Wie sich aus Vellmanns Beforchung ergibt, war der Erbbestandszins der auf kurpfälzischem Territorium liegenden Mühle an das kur­pfälzische Oberamt Kaiserslautern zu zahlen, während die Nutzungsge­bühr für das Wasserrecht, den „Wasserfallzins“ der Herrschaft Sickingen zu­stand 142.

 

Auf Nikolaus Schaaf folgte als Müller auf der Geiselberger Mühle der Sohn Johann Hans Caspar *Schaaf (geb. 1666 Geiselberger Mühle - 13.11.1743 Geiselberger Mühle; ∞ mit Anna Magdalena NN, * ??.??.1666 † Geiselberger Mühle 21.07.1721) 143. Im sickin­gischen Amts­relationsbuch ist ein Bestandsbrief vom 28.9.1720 über das Fischereirecht auf dem „Großen Forellenbach“ zugunsten des „Müllers Cas­par Schaaf v. Geisberg“ (= Geiselberger Mühle) enthalten 144.

 

Der Sohn Hans Nikolaus *Schaaf, Sohn des Müllers auf der Geiselberger Mühle, Johann Hans *Caspar und der Anna Magdalena NN.; war zunächst Müller auf der Lindener Mühle, dann auf der Geiselberger Mühle, vermutlich als Nachfolger seines Vaters († 13.11.1743 mit 77 Jahren), der aufgrund seines hohen Alters nicht mehr in der Lage gewesen sein dürfte, die Mühle zu betreiben.

 

Am 28.4.1740 kommt es zum Brand der Mühle; dabei kommt der Müller Hans Nikolaus *Schaaf (~ 12.02.1689 - † 28.04.1740 Geisel­berger Mühle), seine Ehefrau Anna Catharina Schneider sowie der 16jährige Sohn Johann Caspar Schaaf und der 13jährige Sohn Jo­hann Walter Schaaf ums Leben 145.

 

Es folgte der aus der Schweiz stammende Jakob Stein als Müller auf der Geiselberger Mühle; dieser war mit Anna Catharina Schaaf ver­heiratet. Nach seinem Tod (vermutlich 1748) heiratete die Witwe Anna Catharina Stein den bisherigen Hofbeständer auf dem Klo­sterhof Fischbach bei Hochspeyer, Benedikt *Rubi, der als Müller die Geiselberger Mühle fortführte 146.

 

Von 1747-1762 war Benedikt *Rubi (Ruby) der Müller auf der Geiselberger Mühle. Rubi war Schweizer Einwanderer und zuvor Temporalb­eständer auf dem Klostergut Fischbach: ∞ III vermutlich Fischbach 26.1.1749 147 mit Anna Catharina 148 verw. Stein von der Geisel­berger Mühle (Witwe des Jakob Stein, Müller auf der Geiselberger Mühle; dieser wanderte um 1714 mit seinem Bru­der Jo­hannes Rubi in die Pfalz ein); aus den Ehen stammen 11 Kinder, darunter Anna Maria Rubi (getauft 11.5.1732) 149.

 

Am 1.7.1758 stirbt der Johann Jacob *Henrich „von der Geiselberger Mühle“ im Alter von 41 Jahren 150.

 

Müller auf der Geiselberger Mühle war Johann Christian *Gilbert; ∞ mit Anna Maria *Ruby; Vater des Friedrich Gilbert (ca. 1769 Geisel­berger Mühle - 1802 Waldfischbach; im Kirchenbuch ist bei dem Sohn Friedrich Gilbert eingetragen: „Sohn des schon längst abwesen­den Müllers Gilbert Johann Christian“ 151. Anna Maria Ruby ist die Tochter des Benedikt Rubi; diese heiratet (1. Ehe ?) am 12.8.1749 den Ja­cob Stein. Benedikt Rubi aus Waldfischbach (er stammt aus der Schweiz); ∞ I mit NN. († vor 1749 ?); ∞ II am 29.1.1749 die Ca­tharina Schaaf, Wwe. des Jacob Stein 152. Der Sohn des Benedict Rubi, Johann Friedrich Rubi „von der Geiselber­ger Mühle“ ∞ 23.6.1750 Anna Magdalena Stein (~ 28.1.1731, Tochter des Johann Jacob Stein) 153.

 

Johann Jacob Stein, „Müller von der Geisenberger Mühle“, ist am 16.9.1764 in Elmstein Pate bei der Taufe des Johann Jacob Rubi, Sohn des Johann Daniel Rubi und der Eva (Anm. Brügel / Brugel) 154.

 

Nach 1763 ist Daniel *Ruby als Müller auf der Geiselberger Mühle 155. Dieser Johann Daniel Rubi, wohnhaft auf der Geiselberger Mühle, reformiert, Sohn des Benedikt Rubi (wohnhaft auf der Geiselberger Mühle) ∞ am 19.4.1759 Eva Brugel, reformiert, eheliche Tochter von Nicolaus Bru­gel, Einwohner zu „Zeiselberg“ (= Zeselberg) 156.

 

Der Mühlarzt Alois *Beck (22.6.1764 Saulheim / Oberrhein – 12.6.1813 Burgalben) war Mühlarzt in Burgalben und zeitweise auch Müller auf der Geiselberger Mühle 157.

 

Bis 1846 war Valentin Rubi der Müller auf der Geiselberger Mühle. Nach seinem Tod wird die Mühle im Wege der Erbauseinander­setzung „wegen Unteilbarkeit“ versteigert. In der Versteigerungsankündigung vom 11.11.1846 wird die Mühle wie folgt beschrieben: „ ...wird die zur Gemeinde Steinalben, Kanton Waldfischbach gehörige Geiselbergermühle mit zwei Mahlgängen, 1 Schälgang, 1 Oelmühle mit Pres­se, Wohn- und Oekonomiegebäuden ..., welche Immobilien zum Nachlaß des auf der Geiselbergermühle verlebten Müllers Valentin Rubi, gehören ...“ 158

 

1861 kam es zu Streitigkeiten des „Müllers Rubi und Consorten gegen die Gebrüder von Gienanth zu Trippstadt wegen Wasser-Rech­ten“ 159.

 

Bei der Geiselberger Mühle fanden am 21. März 1945 Erschießungen statt bei denen deutsche Kriegsgefangene von US-Soldaten er­schossen wurden 160.

 

Müller auf der Geiselberger Mühle waren:

- bis 23.7.1672 Nikolaus Schaaf; Vater u.a. des Müllers Johann Hans Caspar Schaaf

- 23.7.1672 bis ++++klären+++ Johann Hans Caspar Schaaf († bis 13.11.1743 im Alter von 77 Jahren); Vater u.a. des Müllers Hans Nikolaus Schaaf, wohl schon zu Lebzeiten des Vaters Betriebsnachfolger; er kommt beim Brand der Mühle am 28.4.1740 ums Leben

- bis 28.4.1740 Hans Nikolaus Schaaf; zunächst Müller auf der Lindener Mühle; er ist wohl schon zu Lebzeiten des Vaters Betriebsnach­folger; er kommt beim Brand der Mühle am 28.4.1740 ums Leben

- +++++

- nach 1763 - +++++ Daniel Ruby

- +++++ Alois Beck

- um 1811 Jacob Ruby

- bis 1846 Valentin Rubi

 

Karte:

- LA Speyer Best. A2 Karte Nr. 665 UNr. 1/f450: Tiefenthaler Hube mit Ortslage Geiselberger Mühle, (1736) 1782

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 296

 

Literatur/Urkunden:

- Benkel, Martina: Die Erschießungen bei der Geiselberger Mühle am 21. März 1945 / von Martina und Uwe Benkel. - Ill. In: Den Gefalle­nen und Vermissten beider Weltkriege / [Hrsg.: Verein für Heimat- und Brauchtumspflege e.V. Geiselberg. Verantwortl. für Text und Ge­staltung: Ingeborg Spieß ...] - Geiselberg, 2005. - (Geiselberg ; 8). - S. 137-142

- Friedel, Heinz: Schopp. Geschichte eines Dorfes im pfälzischen Holzland (Gemeindeverwaltung Schopp, 1964).

- Ruby, Arnold: Die Geiselberger Mühle. Stammhaus der Ruby des Zweiges Opplingen/ Geiselberg; in: Mitteilungen d. Familien­verb. Ruby, Nr. 20/1975, S. 1-6, 19-23

 

 

 

 

 

Geisskopfer Hof, Sägemühle:

Wüstung bei Iggelbach (OT von Elmstein), VG Lambrecht, Lk Bad Dürkheim; das Gebiet der ehemaligen “Unteren Frankwiese“ stand ur­sprünglich den Grafen von Leiningen zu. Der 1740 errichtete Hof war Gemeinschaftsbesitz der Grafschaft Leiningen-Heides­heim und dem Herzogtum Zweibrücken 161. Durch Vertrag von 1785 fiel der Bezirk Geißkopf voll­ständig an das Herzogtum Zwei­brücken und ge­hörte zum Oberamt Bergzabern, Gemeinde Wilgartswiesen. Die Sägmühle bestand zu dieser Zeit jedoch schon länger.

 

Mühlen:

- Sägmühle:

1732 erbaut; der Erbauer und Temporalbeständer war Friedrich *Zeiß, ein Müller aus Albersweiler. Er beantragte auch die Erlaubnis, eine Sägemühle zu bauen. Sein Temporalbestandsvertrag wurde 1732 geschlossen 162.

 

Als der Geisskopferhof erbaut werden sollte, kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Pfalz-Zweibrücken und der Grafschaft Leinin­gen-Heidesheim. Im März 1744 benachrichtigte die Zweibrücker Rentkammer den pfalz-zweibrückischen Keller Wild und den Annweiler Vogt Koch von einer Einigung mit Leiningen-Heidesheim. Der Graf von Leiningen-Heidesheim hatte sich damit einverstanden erklärt, daß die Zweibrücker Herrschaft von dem in der Gemeinschaft Falkenburg auf dem Geißkopfdistrikt neu anzulegenden Hof den Pachtzins zur Hälfte beziehen zu können. Die Verwaltung in Zweibrücken beauftragte ihre beiden Beamten, sich nach einem Pacht-Interessenten um­zusehen. In dem Vertrag mit Leiningen-Heidesheim war vorgesehen, daß nach Ablauf des Pachtzeitraums über die Sägmühle der Pacht­vertrag mit dem bisherigen Pächter nicht verlängert werden sollte, sondern dem künftigen Pächter des Geißkopfer Hofes zuge­schlagen werden sollte. Grund für diese Maßnahmen waren befürchtete Nachteile bei der Wiesenbewässerung der oberhalb der Säg­mühle befind­lichen Wiesen oder umgekehrt Betriebsstörungen der Sägmühle durch Wassermangel infolge der Wiesenbewässerung 163.

 

1752 ging der 25jährige Bestand der „Geisköpfer Seegmühl“ zu Ende. Beständer war der Oberschultheiß Wendel Metzger zu Alberswei­ler 164. Dieser hatte die Mühle auf der Geißwiese zumindest um 1752 in Unterpacht an Christoph Schäfer aus Rinnthal vergeben, der den Temporalbestandsvertrag über­nahm den Pachtvertrag, als Wendel Metzger 1760 starb. 1770 wurde der Sägmühlenbestand auf der Geisswiese neu versteigert. Den Zuschlag erhielt Leonhard Büchler, der Sohn des bereits um 1740 auf der Geisswiese als Harzbrenner ansässigen Andreas Büchler 165. Leonhard Büchler erhielt im März 1770 die „Steigung der Sägmühle auf dem Geißkopf und die Harz­brennerei allda“ für 86 Gulden jährlich auf 6 Jahre verbrieft. Das Haus samt Stallungen mußte er auf sei­ne Kosten unterhalten, das nöti­ge Bauholz wurde ihm dazu freigegeben, ebenso freies Brennholz. Im Jahr 1772 erlaubte die Re­gierung, daß die alte Sägmühle auf dem Geisskopf dem dortigen Beständer zu einer kleinen Scheuer hergerichtet werden sollte. Nach Ablauf dieses Bestandes wurde am 20.2.1777 der Geiskopferhof, nachdem der Vertrag mit Büchler 1776 noch um ein weiteres Jahr bis 1777 verlängert worden war, nun­mehr an Michael Matz und Konrad Schäfer, beide aus Rinnthal, auf 12 Jahre, also bis 1789, versteigert. Als dieser Temporalbestand 1789 endete, übernahm Andreas Bügler den Hof und Mühle im Erbbestand 166 in 6jährigen Temporal­bestand. Schließlich waren sowohl auf dem Geißkopf als auch auf der, aus dem Sägmühlenbestand hervorgegangenen sog. Geißwiese zwei Höfe entstanden. Den Geißkop­ferhof vererbte Andre­as Büchler an seine Söhne Sebastian und Konrad Büchler, die Geißwiese übernahm der Schwiegersohn Adam Heu­bel 167.

 

Im Urkataster von Elmstein 1839 wird auf dem Geiskopferhof eine Mühle nicht mehr genannt 168. 1845 kaufte der bayrische Staat den „Geiskopferhof“ auf, ließ ihn abreißen und die Fläche aufforsten 169.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 376/6: Die von Leiningen in der Gemeinschaft Falkenburg einseitig errichtete Sägemühle, 1750-1766

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1279/4: „Geiskopfer Sägemühle bei Rinnthal, 1761“

- LA Speyer Best. C26 (Grafschaft Leiningen-Hardenburg) Nr. 316: Geiskopfer Sägmühle in den Frankenweiden, 1732-1761

- o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz bei PRFK Ludwigshafen

 

 

 

 

 

Gemünden (Wüstung):

Wüstung bei Dietrichingen; VG Zweibrücken-Land, Lk Südwestpfalz; an der Trualb gelegen; 1150 erwähnt als Gemunde, 1258 als „Ge­munde an der Drualb“, 1564 als Gemunden; 1774 heißt die Flur der untergegangenen Siedlung noch Gemünden; heute lebt der Name in in dem aus „Gemünder Berg“ umgedeuteten „Gemeinder Berg“ fort. Die schon 1564 verschwundene Siedlung lag am Zu­sammenfluß von Felsalb und Hornbach, also an einer Mündung; ahd. 'gamundi', mhd. 'gemünde' ist ein Kollektiv zu 'Mündung' 170.

 

Mühlen:

im September 1258 wird eine Mühle in 'Gemunde an der Drualb' urkundlich erwähnt. Graf Heinrich von Zweibrücken, der unter Wider­spruch des Klosters Hornbach in dem unteren Teil des Dorfes Gemunde an der Drualb eine Mühle bauen wollte, verspricht, da Bann, Fischteich und Grund und Boden daselbst dem Kloster gehören, zur Beilegung des Streites von gedachter Mühle jährlich ein Malter Ge­treide oder Kerne oder Spelz zu entrichten, in Zukunft keinen Bau oder Mühle im Banne des Klosters zu dessen Nachteil zu errichten und die in die Klostermühle zu Leichelbingen gebannten Leute nicht in seine Mühle zu ziehen 171.

 

 

 

 

 

Gensingen / Rheinhessen:

OT von Sprendlingen-Gensingen; VG Sprendlingen-Gensingen; Lk Mainz-Bingen; in Rheinhessen östlich von Bad Kreuznach gele­gen; ge­hörte ab 877 aufgrund einer Schenkung von König Karl dem Kahlen dem Klosterstift der Hl. Gertrude zu Nivelle in Brabant; später dann zur Grafschaft Spon­heim; 1707 wurde Sprendlingen badischer Besitz und Sitz des markgräflich-badische Amt Sprendlin­gen.

 

Mühlen:

- Eichmühle:

auf die frühere Mühle deutet der heutige Straßenname „An der Eichmühle“ im OT Gensingen hin.

 

 

- Gensunger Mühle:

 

Urkunden/Literatur:

- Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. 257Nr. P 33: Lucas Pfankuchen zu Gensingen (Gensungen) gegen Heinrich Lober und Heinrich Möller (Moller) zu Gensungen wegen Gensunger Mühle, 1515-1516

 

 

- Notmühle zu Gensingen:

 

Urkunden/Literatur:

- Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. E 10 Nr. 745: Nothmühle zu Gensingen, 1787-1789

 

- Mühle Rumpf:

 

Urkunden/Literatur:

- Friedrich, Günther: Mühle Rumpf: ein Familienunternehmen seit 1784; in: Mainz-Bingen, Heimatjahrbuch 53 (2009), S. 90-94

- LHA Koblenz Best. 467 Sachakte 794: Aufsicht auf das Nahewehr der Mühlenbesitzer Rumpf und Blank bei Gensingen, 1892-1925

- o.A.: „Mühle Rumpf 200 Jahre im Familienbesitz: Ein selten gewordenes Jubiläum. Bedeutender Wirtschaftsfaktor in Gensingen“; in: Öffentlicher Anzeiger Stadt und Kreis Bad Kreuznach; Rhein-Nahe-Zeitung Nr. 137 (1984) v. 13.2.1984

 

 

 

 

 

Gerhardsbrunn:

VG Bruchmühlbach-Miesau; Lk Kaiserslautern; auf der Sickinger Höhe gelegen, nördlich von Knopp-Labach; das Dorf gehörte zur sickin­gischen Herrschaft Landstuhl.

 

 

Mühlen:

- Scharrmühle:

die Scharrmühle steht am Stuhlbach, wo der Weg von Gerhardsbrunn zum Scharrhof den Bach und die Zweibrücker Straße kreuzt. Sie wird 1745 im Kirchenbuch Mittelbrunn als Scharrauer bzw. Scharrer Mühle genannt. Müller und vielleicht auch Erbauer ist Hans Adam *Poth († 1752), dann der Schwiegersohn Valentin *Höh 172.

 

Valentin Höh (7.2.1735 Gerhardsbrunn – Kentucky/USA); dieser heiratete am 22.4.1760 die 17jährige Elisabetha Margaretha Poth (7.10.1742 Scharrhof – Somerset County, Pennsylvania/USA). Diese war zum Zeitpunkt des Todes ihres Vaters erst 10 Jahre alt war 173. Die Angabe Webers ist daher mißverständlich.

 

Am 14.2.1780 ließ die Landesherrschaft das neue Mühlenrecht öffentlich versteigern. Den Zuschlag erhielt Johann Valentin Höh, der sich am 16.1.1781 mit Anna Elisabeth Zimmer, Tochter des Michael Zimmer vom benachbarten Scharrhof heiratete 174. Er war Vetter des Erbbestandsmüllers Johann Adam Höh von der Niederlabacher Mühle, wohin die Bauern von Gerhardsbrunn und Knopp bisher gebannt waren 175.

 

Um 1794 war Jakob Gerhard als Tagelöhner auf der Scharrmühle; seine Tochter NN. Gerhard stirbt am 27.7.1794 176.

 

Hintergrund der Versteigerung ist wohl die schlechte wirtschaftliche Lage der Mühle und der zu kleine Grundbesitz. Mit diesem ge­ringen Besitz konnte die Mühle nicht gehalten werden. Die Familie wanderte um 1780 in die USA aus 177. Das letzte Kind kam am 12.2.1775 auf dem Scharrhof zur Welt 178.

 

Das Wohnhaus und Mühlengebäude wurde 1862 errichtet179), die Mühle be­stand jedoch schon länger, dort ist um 1801 die Margare­tha Höh geboren, die Tochter des Müllers Valentin Höh († Scharrmühle) und der Elisabeth Zimmer geboren 180. [Anm. d. Verf.: es handelt sich um Johann Valentin *Höh und Anna Elisabeth Zimmer].

1827 erwarb Valentin *Müller die Mühle für 4000 Gulden und verpachtete sie zunächst bis 1836 an einen Müller namens *Herschler aus Hornbach 181. Valentin Müller hatte die Scharrmühle für seinen jüngsten Sohn Johann *Müller erworben 182. Johannes Müller hei­ratete die Eva Höh und übernahm 1836 die Scharrmühle 183. Er ist mehrfach im Grundsteuerkataster Gerhardsbrunn vom 25.5.1844 aufge­führt 184.

 

Im Grundsteuerkataster der Gemeinde Gerhardsbrunn von 1844 ist die Mühle aufgeführt und wir folgt verzeichnet: „Die Scharrmüh­le, Wohnhaus mir Mühlwerck zu 2 Mahlgängen und 1 Schälgange, Oehlmühle, Schweinställe, Backhaus, Schopp, Scheuer mit zwei Ställen und Hofraum mit Brunnen." 185Eigentümer ist der Müller auf der Scharrmühle Johann Müller. Weiter heißt es: „Die Mühle mit nachbe­merkten Gütern laut Ehevertrag gefertigt vom Notar vom 9. März 1836, von der Mut­ter Margaretha Schneider, Witwe von Valentin Mül­ler, gewesenen Bürgermeister zu Gerhardsbrunn um den Gesamtaufschlag von 10000 fl übertragen erhalten ...“

 

Größere Veränderungen gab um die Wende zum 20. Jh., als deren Sohn Karl Müller die Scharrmühle bewirtschaftete 186. 1941 er­warb bei einer Zwangsversteigerung Adolf Jung aus Steinbach am Glan die Scharrmühle 187.

 

Anm.: Schick meint dagegen 188 unter Weglassung der Vorgeschichte und unter Verwechslung des Johann Valentin Höh mit seinem Großvater Valentin Höh: „Sie wurde im Jahre 1780 von Valentin Höh, der in Langwieden geboren wurde, erbaut.- Diese Mühle wie der in der Nähe liegende Scharrhof, liegen in der Gemarkung Gerhardsbrunn. Einst war die Mühle im Besitz der Familie Müller, ei­ner alteinge­sessenen Gerhardsbrunner Familie. Ein eingeheirateter Schwiegersohn verstand nicht, die Mühle zu halten und so wurde sie eigentlich zu einem Spottpreis verschleudert. Schon viele Jahre ist das Mühlrad weggerissen und der heutige Besitzer befaßt sich mit Schweine­zucht.“

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 297

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2187: Karte Steuergemeinde Gerhardsbrunn von 1845

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2385/1: Klassifikationsplan Mittelbrunn, 1844, darin u.a. die Scharrmühle

 

Literatur/Urkunden:

- Hack, Willi: Scharrhof: Heimat der Markgräfin Sickinger Land …; Mühle 1780 erbaut; in: Die Rheinfalz / Pfälzische Volkszeitung 50 (1994) v. 19.2.1994

- Müller, Otto: "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" [Scharrmühle bei Gerhardsbrunn.]; in: Heimatkalender f. d. Stadt u. d. Landkreis Kaiserslautern. 1972, 49-51

- Weidmann, Werner: Mühlen im Kreis, in: "Die Rheinpfalz" / Pfälzische Volkszeitung, . Nr. 183 vom 9.8.2000 (Scharrmühle bei Gerhards­brunn)

- Weidmann, Werner: Das Heim einer bildungsfreudigen Müllersfamilie: die Scharrmühle am Stuhlbach; in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gegründet; um die Jahrhundertwende umgebaut; in: Weidmann, Werner: Schul-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Pfalz. (2002, S. 237-239

 

 

 

 

 

Germersheim:

die heutige Kreisstadt Germersheim war kurpfälzisch und Sitz des Oberamts Germersheim.

 

1622 wurden Oberamt und Stadt Germersheim von österreichisch-kaiserlichen Truppen erobert. Kaiser Ferdinand II. hatte das Ober­amt Germersheim, eines aus den besten und vornehmsten Ämtern in der unteren Pfalz, Kurfürst Friedrich V. nach dessen Annahme der böh­mischen Königskrone entzogen und das ehemalige 1330 an die Pfalzgrafen verpfändete Reichsgut seinem Bruder Leopold administratio­nsweise und 1628 nach dessen Heirat mit Claudia de Medici zu Eigentum übertragen. 1631 verließen die österreichischen Beamten auf der Flucht vor den Schweden die Stadt Germersheim, kehrten aber nach der Rückeroberung durch die Kaiserlichen 1635 wieder zu­rück 189. Die Bevölkerungsverluste im Oberamt Germersheim während des 30jährigen Krie­ges betrugen 83% 190.

 

1674 wurde die Stadt im 2. Holländischen Krieg durch die Franzosen niedergebrannt 191.

 

Das Oberamt verliert 1768 durch Tausch mit Pfalz-Zweibrücken die Ämter Selz und Hagenbach 192. 1789 Bestand das Oberamt aus der Stadt Germersheim, Bellheim, Knittelsheim, Ottersheim, Zeiskam, Weingarten, Böbingen, Kleinfischlingen, Frankweiler, Son­dernheim, Dettenheim auf der rechten Rheinseite, Hördt, die Probstei Hördt, das Amt Billigheim, Kellerei Birkenhördt, Stift Klingen­münster mit der Kellerei Pleisweiler, Unteramt Landeck mit Gossers­weiler Tal, Siebeldinger Tal, Pflege und Kloster Eußerthal 193.

 

Seit 1583 definitiv reformiert, 1622 rekatholisiert (Österreicher), 1648-1680 wieder reformiert, dann erneut rekatholisiert (Fran­zosen). 1701 noch 5 reformierte Familien, von Neustadt versorgt. 1707 wieder eine reformierte und 1727 eine lutherische Pfarrei. KB ref. 1707, luth. 1709 194.

 

Mühlen:

eine Mühle wird in Germersheim erstmals 1309 erwähnt; sie gehörte den deutschen Reich und befand sich nach ihrer Verpfändung als Fronmühle oder Herrenmühle im Besitz der Pfalzgrafen 195. Es dürfte sich mE um die 1362 als „Frohnmühle“ erwähnte Stadt­mühle in Germersheim handeln.

 

Am 28.9.1362 erteilt Kurfürst Ruprecht dem Contz Hummelant v. Zeischenheim die Erlaubnis eine Korngülte auf der kurfürstli­chen Frohnmühle zu Germersheim zu verkaufen 196.

 

Im 15. Jh. werden in Germersheim als Müller folgende Familiennamen benannt: Lawer, Mühlbender, Müller, Oleyer, Walker 197.

 

Im 15. Jh. existierten in Germersheim folgende Mühlen: die Waldmühle (1482 erwähnt, lag am weitesten westlich auf der Queich), die Fronmühle (auch Stadtmühle in der Stadt gelegen), die zum Burglehen der Herren von Handschuhsheim gehörende Mahlmühle, die Stadtmühle, 3 Ölmühle oberhalb der Stadt, Krappmühle, Lohmühle unmittelbar neben der Krappmühle, Neue Schleifmühle, Schleifmühle und die Schleifmühle beim Bornpfuhl 198.

 

Noch 1786 schreibt Johann Goswin Widder in seiner „Geographische[n] Beschreibung der Kur-Pfalz“: “Die oberhalb der Stadt vor­bei in den Rheinstrom fliesende Queichbach treibt drei, und ein durch die Vorstadt geleiteter Graben zwo Mühlen. ... Die Bevölke­rung betrug voriges Jahr 221 Familien, 1199 Seelen“ 199.

 

An der Queich lagen 1768 sieben der Germersheimer Mühlen und zwar oberhalb der Stadt zunächst die beiden Johann Mathes-Müh­len, dann folgte ein Richtung auf die Stadt zunächst die Sebastian Bernionsche Mühle, an die sich die Hospitalmühle anschloß. Wei­ter in Richtung auf die Stadt lag die Lohmühle des Andreas Leist: In der Stadt in der Hauptstraße lagen Stadtmühle und gegenüber auf der anderen Seite der Queich liegende Blumsche Mahl- und Ohligmühle. Weiter abwärts folgten durch das Viermühlentor er­reichbar, die jen­seits der Ringstraße gelegenen Mühlen 200.

 

Am 16.2.1791 kam es zu einer vergleichsweisen Reglung zwischen dem kurpfälzischen Oberamt Germersheim, der Stadtrat Ger­mersheim, der Gemeinde Westheim und den Germersheimer Müllern betreffs der Unterhaltung der Eindämmung des Queichbachs. Die Queich hatte einige Zeit zuvor ihre Eindämmung im Bereich des Wehrs unterhalb der Holzmühle Westheim durchbrochen, was eine Überschwemmung zur Folge hatte. Die Müller in Germersheim hatten der Vereinbarung zugestimmt: es handelte sich um Hen­rich Ehrmann, Philipp Adam Ehrmann, Georg Maul und Jacob Roth 201.

 

ungeklärt sind bisher folgende Müller und die zugehörigen Mühlen:

 

- Hermann, Friedrich:

geb. 1660; luth., Sohn des Müllers in Zeiskam und späteren Stadtmüllers in Germersheim, Johann Henrich *Hermann und der Magdale­na NN; Müller in Germersheim +++klären: welche Mühle++++; ∞ 29.04.1684 in Landau mit Anna Margaretha Lippe (luth.); nach Pe­termann: KB BE 83: „Hermann Friedrich, Müller zu Germersheim, weyl. Hans Heinrich gew. Stadtmüller zu Germersheim Sohn, mit Anna Margaretha, weyl. Hans Philipp, gleichfalls Müller daselbst Tochter“ 202.

 

- Hermann, Johann Adam:

geb. 1655 Germersheim; luth.; Sohn des Müllers in Zeiskam und späteren Stadtmüllers in Germersheim, Johann Henrich *Hermann und der Magdalena NN; seit 1685 Müller in Germersheim +++klären: welche Mühle++++ 203.

 

- Hirn, Georg:

vor 1618 Müller in Germersheim; Mühle im 30jährigen Krieg abgebrannt 204 +++klären: welche Mühle++++

 

- Baßler, Johannes:

bis ca. 1855 Müller in Germersheim; ca. 1855. Am 20.3.1855 lassen die Kinder und Erben des in Germersheim verstorbenen Mül­lers und Gutsbesitzers Johannes Baßler versteigern: „ein zu Germersheim im neuen Stadttheile gelegenes Wohnhaus mit Mahl- und Loh­mühle, nebst Hanfreibe... Die Mühle schließt in sich einen Schälgang, 2 Schwarzgänge, 1 Weißgang, 1 Kerncylinder, 1 Mehlcy­linder und 2 Schwingmühlen, und die obige Lohmühle schließt in sich einen Mahlgang.“ 205 +++klären: welche Mühle++++

 

1864 wird Kaspar *Müller, „Müller und Oeconom in Germersheim“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 206. ++++klären : welche Müh­le++++

 

Literatur/Urkunden zu Germersheimer Mühlen, allgemein

- LA Speyer Best. A2 Nr. 100, 122a

- Reinert, Fritz: Vom wechselvollen Schicksal waren auch die Mühlen nicht verschont. [Germersheim]; in: Rheinpfalz, Germersheim 13, Nr. 230 v. 4.10.1957

- „Rheinpfalz“ Germersheimer Rundschau vom 10.1.2010 „Es klappern die Mühlen an rauschender Queich“

- Schwarz, Albert: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 81-88

- Schwarz, Albert: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim im Mittelalter und der frühen Neuzeit; in: Stadt Germersheim (Hrsg.): 900 Jahre Germersheim 1090 – 1990; Germersheim, 1990, S. 27-58, insb. zu Mühlen S. 34 (Walkmühle), S. 41 ff.

 

 

- Bernionsche Mühle oberhalb Germersheim:

die Mühle lag oberhalb der Stadt an der Queich. Die Mühle ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Sebastian *Bernion Bürger dahier zu Ger­mersheim besitzt dermahlen eine eigenthümblich Mühl oberhalb der Stadt gele­gen, welche dessen Mutter Eva Bernionin nach Aus­weis des sub. Nr. 2 (Anm.: ist in der Akte nicht vorhanden) annectisten Kaufbriefs er­kaufet, solche hat 2 Waßer Räder und ist mit 2 Mahl, und einem Scheelgang versehen, so wechsel weis gebrauchet wer­den können, gibt nebst der Schatzung alljährlich 6 Malter Korn Waßer Pfacht in die Kellerey Germersheim.” 207

 

1864 wird Valentin Bernion, „Müller in Germersheim“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 208.

 

 

- Blumsche Mahl- und Ohlig Mühle:

wohl identisch mit der Schrankschen Mühle ++++klären++++; die Blumsche Mahl- und Ohligmühle ist im Mühlenprotokoll des Ober­amts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrie­ben: “Neben bey sothaner Stadtmühl auf der anderen Seiten des Queich Flusses hat churfürstlicher Hofkammerrath und Zollschreiber *Blum eine eigenthümliche Mahl- und Ohligmühl mit 2 Waßer Räder, welche 2 Mahl und ein Scheelgang, sodann die Ohligmühl treiben, wird aber die letztere gebrauchet, so muß der untere Mahlgang still stehen, welche Beschaffenheit es auch mit dem anderen oberen Mahl und Scheelgang haben thut, sothane Mühl hat ersagter Tit: Rath Blum von des­sen Schwiegervater Bürgermeister Hrn. Scherdan ererbet, und gibt jährlichen ahn die hiesige Kellerey nebst der Schatzung von der Mahl und Scheelmühl 8 Malter Korn, und hat von der Ohligmühl 7 fl 30 Xer in die Gefäll Verweserey Waßer Pfacht.” 209

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1067/3: „Acta betr: die dortige Säg- und Lohmühle, desgl. ein Hanfreib daselbst, die vormals Blum'sche Mühle, 1664-1783“

 

 

- Eisenhammer an der Druslach zwischen Germersheim und Lingenfeld:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 447 “Eisenhammer an der Druslach zwischen Germersheim und Lingenfeld“

 

 

- Gödelmannsche Mühle:

die Mühle lag gegenüber der Fronte Beckers 210 im Westen der Stadt. Die Mühle war 1589 durch Hans *Gödelmann von den Erben des Nickel Ferber gekauft worden 211.

 

Nach dem Tod des Müllers Hans Gödelmann († ca. 1603 err.) werden die Gödelmann'schen Erben 1603-1607 in Germersheim als Er­ben einer Mühle in Germersheim erwähnt sowie 1604 Hans Gödelmann 212.

 

Die Mühle wurde im 30jjährigen Krieg niedergebrannt213.

 

Im Lagerbuch des Germersheimer Servitenklosters, welches um 1659 von dem Stiftsschaffner (1661 bekleidete Eberhard von Graß die­ses Amt) erstellt wurde, sind die Zerstörungen aus dem 30jährigen Krieg aufgeführt. Der Schreiber registrierte 29 öde Hausplätze fast sämtliche Gebäude waren abgebrannt, darunter auch die Gödelmannsche Mühle 214. Die Gödelmann'schen Erben zahlen 1659 einen Bo­denzins von 6 Pfennigen 215.

 

 

- Hackenmühle oder Hauckenmühle:

s. Handschuhsheimer Mühle

 

 

- Handschuhsheimer Mühle:

1401 besaß Ritter Diether von Handschuhsheim als Germersheimer Burgmann neben dem Schultheißenamt, Wiesen, Äckern, Wald und Zinsen auch „eyn mulnstad, da solt ein walkmole off syn“ 216. Die­se geplante Walkmühle wurde von den Herren zu Handschuhs­heim nicht errichtet, sondern später eine 1497 erwähnte Mahlmühle.

 

Im Lehnsbrief des Heinrich von Handschuhsheim von 1497 heißt es: „Item die malemüle mit iren begriffen by siner gnaden walck­mülen ußwendig der statt uff der bech gelegen“ 217. Die Mühle war nicht wie ursprünglich vorgesehen, eine Walkmühle, sondern eine Getrei­demühle ge­hörte und gehörte zum Burglehen der Handschuhsheimer. Die Walkmühle hatte der Pfalzgraf um 1455 selbst bauen lassen; im Zins­buch von 1455 ist festgehalten, daß der Germersheimer Vogt, Hans von Talheim, die Mühle 1455 dem Erhard Krull in Erbbestand ge­geben hatte, gegen Zahlung eines Erbpachtzinses von 5 Gulden 218. Die Mühle war verliehen worden unter der Bedingung „das sie niemand malen sollten gehorig in der statmüle“ [Anm. d. Verf.: da die Stadtmühle die Germersheimer Bannmüh­le war] 219.

 

Da die Mühle derer von Handschuhsheim nicht mehr als 10 Mltr. an Gewinn abwarf und auch die anderen Einkünfte aus dem Stadt­schultheißenamt so niedrig waren, daß die Lehensträger damit kaum den Stadtschultheißen unterhalten konnten, erhielten sie von Kur­fürst Friedrich II. (1544-1556) statt dessen jährlich 20 Gulden 220. Dafür nahm der Lehensherr die Mühle an sich und verpachtete sie an einen Müller, nach dessen Namen sie vermutlich Hackenmühle oder Hauckenmühle genannt wird.Von deren Erträgen erhielt der Stadt­schultheiß , den seither der Kurfürst zu besolden hatte, 10 Mltr Korn 221.

 

 

- Hanfreibe:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1067/3: „Acta betr: die dortige Säg- und Lohmühle, desgl. ein Hanfreib daselbst, die vormals Blum'sche Mühle, 1664-1783“

 

 

- Holzmühle:

s. Holzmühle Westheim

 

 

- Hospitalmühle:

die Mühle lag oberhalb der Stadt an der Queich, unterhalb der Bernionschen Mühle 222 Die Lage der Hospitalmühle, die 1729 der Anker­wirt Johann Adam Keller in Temporalbestand besaß, wird wie folgt beschrieben: „Linker Hand auf der Queichbach am Wall außig der Stadt gele­gen, beforcht außerseit Hans Adam Beckers, des Löwenwirts, Witwe und Heinrich Ehrmann, näherseit und die Neue Queich­bach, ober­ort gedachter Ehrmann, näherort spitzt sich's zu auf den Kirchgraben“ 223.

 

Die Hospitalmühle ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Gleich neben deren (Anm.: gemeint die Bernionsche Mühle, wie sich aus der Rei­henfolge im Mühlenverzeichnis ergibt, d.h. auch die Hospitalmühle liegt oberhalb der Stadt) gegen die Stadt zu befindet sich die churfürstliche Erbbestands sogenannte Hospital Mahl- und Ohligmühl, solche hat 2 Wa­ßer Räder, von welchen 2 Mahl und der Schehlgang, nicht weniger die Ohligmühl wechsel weis, wie es hier vorn bei der Tit. Rath Blu­men Mühl beschrieben worden, getrie­ben werden, gibt jährlich dem hiesigen Hospital modo churfürstlichen Administration 5 Malter Korn Erbpfacht, und in die hießige Kellerey eben so viel Wasserfall Zinß, solche Mühl wurde erst kürzlichen dem dermahli­gen Inhaber Elias *Schmitt schulden halber versteigert”. 224

 

Im Eilboten Landau vom 6.3.1850 wird annonciert: „Donnerstag, den 21. März [1850] .... läßt Herr Philipp *Ehrmann, Müller und Oeco­nom daselbst wohnhaft, sein, zu Germersheim an dem Queichbache, in einem der gelegensten Theile der Stadt, vis à vis der Ar­tillerie-Kaserne, stehendes zweistöckiges Wohnhaus, mit großen Hofraum, Scheuer und Stall, Schweinstall und Garten, der an dem Hause be­findlichen Mahl-, Gyps- und Lohmühle, sowie der dazu gehörenden Hanfreibe...“ versteigern. Weiter heißt es: „Die Mühle hat zwei Mahl­gänge, befindet sich in ganz gutem Zustande und erfreute sich bisher eines starken Zuganges.“ 225. Die freihändige Versteigerung führ­te nicht zum Erfolg und löste auch die offensichtlich beste­henden finanziellen Belastungen des Müllers Ehrmann nicht. Denn im Eilboten Landau vom 6.7.1850 wird die Zwangsversteigerung der Ehrmann'schen Mühle für den 1.8.1850 angekün­digt: „... werden auf Anstehen des Philipp Vollmer, Rentner und Gutsbesitzer, zu Germersheim wohnhaft, ... folgende dem Philipp Heinrich Ehrmann, Müller, und dessen Ehefrau Friederika Keyser, beide zu Ger­mersheim wohnhaft, solidare Schuldner des Requi­renten, zugehörige Immobilien .... 2) eine in der Stadt Germersheim an dem Queichbache liegende Mahl- und Lohmühle mit Cement­mühlgang, Hanfreibe, Wohn- und Oeconomiege­bäuden .. begrenzt von Phil­ipp Heinrich Bernion, der Fischergasse und der Wallgasse ... versteigert 226.

 

 

- Johann Mathes Mühlen:

zwei Mühlen des Johann Mathes oberhalb der Stadt an der Queich, oberhalb der Hospitalmühle und Blum'schen Mühle gele­gen; die bei­den Mathes-Mühlen sind im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Oben an vorge­dachten beeden Mühlen (Anm.: in der Reihenfolge des Mühlenprotokoll: die Bernionische Mühle und die Hospitalmühle) seyend noch zwey ande­re gegen einander stehende Mühlen, welche Johannes *Mathes Bürger dahier zu Germersheim, ... der sub. Nr. 3 bey gebogenen Kauf­briefe (Anm.: ist nicht mehr vorhan­den) erkauft, die eine davon gegen der Stadt zu gelegen, hat zwey Waßer Räder, sodann 2 Mahl und einen Schehlgang, so wechsel weis gehen können, die andere hingegen ist nur mit einem Wasserrad verse­hen, durch welche ein Mahl Gang und Hanfreib getrieben wird, jedoch dergestalten, daß wenn die Hanfreib gehet, muß der Mahlgang still stehen. Beede diese Müh­len geben jährlich in die Kellerey dahier 13 Malter Korn, und in die Gefell Verweserey 12 1/2 fl. Wasser­pfacht” 227.

 

 

- Krappmühle:

wird bereits im 16. Jh. erwähnt und diente der Verarbeitung des sog. Färberröth oder Krapp, zu einem leuchtend roten Farbstoff 228.

 

 

- Lohmühle neben der Krappmühle:

wird bereits im 16. Jh. erwähnt und lag in unmittelbarer Nachbarschaft zur Krappmühle 229.

 

 

- Lohmühle des Andreas Leist:

diese ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Die hießige zwischen der Stadt- und Ad­ministrations Erbbestands­mühlen gelegene Lohe Mühle gehört dem Johannes Leistischen Sohn Andreas, welcher solche von sei­nen El­tern ererbt, hat ein dop­peltes Waßer Rad und gibt jährlich pro recognitione ahn hießige Kellerey 1 fl 30 Xer Wasserfall Zinß.” 230

 

 

- Lohmühle in der Stadt:

diese stand in der Nähe der heutigen Post, wohin sie von Lohmühlenplatz am Woog verlegt worden war. Nach ihr hieß dieser Teil der Sandgasse in welchem die Lohmühle lag, bis zur Einmündung in die Bergstraße, einst Lohmühlengasse 231.

 

 

- Ölmühlen:

oberhalb der Stadt, in der Nähe der Herberge, standen 1455 drei Ölmühlen 232.

 

 

- Ölmühle (ehemals Schleifmühle neue):

1494 war „Neue Schleifmühle“ bereits in eine Ölmühle umgewandelt worden 233.

 

 

- Säg- und Lohmühle:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1067/4: „Acta betr: die dortige Säg- und Lohmühle, desgl. ein Hanfreib daselbst, die vormals Blum'sche Mühle, 1664-1783; Urtheilsbrief Pfalzgrafen Ludwig's wegen der Lawmühle“

 

 

- Pfostmühle:

um 1497 erwähnt zusammen mit der Handschuhsheimer Mahlmühle. Die Mühle war verliehen worden unter der Bedingung „das sie nie­mand malen sollten gehorig in der statmüle“ [Anm. d. Verf.: da die Stadtmühle die Germersheimer Bannmühle war] 234.

 

 

- Schiffsmühle Laux:

der Bäcker und Wirt aus Leimersheim, Michael Laux betrieb eine Schiffsmühle, die ursprünglich in der Ausmündung des Germers­heimer Rheindurchstichs verankert war. Von dort wurde sie wegen schlechten Geschäftsgangs abgezogen und nach 1840 nach Maxi­miliansau verlegt, wo sie den Platz der dort 1838 abgebrannten Schiffsmühle Brunner einnahm 235.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. W41 Karte 2188/2 Klassifikationsplan Germersheim mit Ortslage Schiffsmühle, o.D. (1820-1845)

 

 

- Schleifmühle, neue:

1455 wird eine „nuwe sliffmule“ erwähnt 236. 1494 war diese Mühle zwar bereits in eine Öl­mühle umgewandelt worden 237.

 

 

- Schleifmühle beim Bornpfuhl:

um 1575 erwähnt im sog. Rheinbefahrungsprotokoll 238; Ihr Standort lag an der Stelle, wo die Queich in den Ausfluß des Bornpfuhls einmündete 239.

 

 

- Schranksche Mühle:

wohl ursprünglich Blumsche Mahl und Ohligmühle ++++klären++++; direkt gegenüber der Stadtmühle lag die Schrank'sche Mühle. Beide Mühlen bestanden noch zu Beginn des 20 Jh.. Dem gegenüberliegenden Stadtmüller oblag die Reinigungspflicht der Queich von der Stadtmühle bachaufwärts bis etwa zur heutigen Bismarckstraße 240. 1828 kaufte der Müller Schrank aus Hockenheim die Stadtmüh­le von dem Müller H. A. Ehrmann, ließ die alten Gebäude abreißen und die Neue Mühle, die Schranksche Mühle aufbauen 241.

 

1925 werden im Wasserbuch des Bezirksamt Germersheim zwei gegenüberliegende Mühle und Wassertriebwerke genannt 242:

- linkes Triebwerk: Hermann Garrecht, Mühlenbesitzer in Germersheim. Eisfabrikation und Erzeugung elektrischer Energie

- rechts Triebwerk: Witwe Heinrich Ungeheuer, Mühlenbesitzin, Mahlmühle

 

 

- Stadtmühle, Obere Stadtmühle, auch Ehrmann'sche Mühle, ursprünglich „Mühle hinter dem Pfaffenthurn“:

1367 als „Fronmühle“, 1455 und 1480 als „Herrenmühle“ und 1494 als „Stadtmühle“ bezeichnet 243.

 

Die Mühle liegt mitten in der Stadt Germersheim an der Hauptstraße, der früheren Speyerer Straße, an der Queich direkt am ehemali­gen Stadttor dem „Mühltor“. Das Stadttor wurde 1772 nach Süden verlegt. Direkt gegenüber der Stadtmühle liegt die Schank'sche Müh­le. Beide Mühlen bestanden noch zu Beginn des 20 Jh.. Dem Stadtmüller oblag die Reinigungspflicht der Queich von der Stadt­mühle bachaufwärts bis etwa zur heutigen Bismarckstraße 244. Der „Pfaffenthurn“ stand im südwestlichen Teile der Stadtmauer 245.

 

Die Geschichte der Stadtmühle geht mit großer Wahrscheinlichkeit bis ins 14. Jh. zurück. Am 28.9.1362 gab Kurfürst Ruprecht dem Contz Hummellant von Zeichenheim die Erlaubnis, eine Korngült auf der „frohnmühl“ oder kurfürstlichen Mühle zu Germersheim zu ver­kaufen. Diese Frohnmühle ist wohl identisch mit der 1494 erwähnt kurfürstlichen „stat müle“, welche 1544 als Erbbestands­mühle im Be­sitz des Zimmerhannes befindet und 1566 eine „Kostlich Stainen Muhle“ genannt wird, sowie mit der „herrschaftlichen“ Mühle, die Ende April 1636 zum Zwecke der Schloßbefestigung wohl teilweise abgebrochen wurde. Die Mühle wird erneut 1650 wieder erwähnt und wird seither ieL unter dem Namen „Stadtmühle“, aber auch als „Kurfürstliche Mahlmühle“, „Erbbestandsmüh­le“, „Kameralbestandsmühle“ etc. bezeichnet wurde. Sie war Bannmühle, auf der sämtliche Bewohner der Dörfer Bellheim, Detten­heim Hördt, Knittelsheim, Otters­heim und Sondernheim mahlen lassen mußten 246.

 

1650-1666 war der vorherige Müller in Zeiskam, Johann Henrich *Hermann als Müller auf der Stadtmühle in Germersheim. 1666 wurde die Stadtmühle in Germersheim weiter verpachtet wurde 247.

 

Diese ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Die dahießige sogenannte Stadt­mühle, welche im Erbbestand von churfürstlicher Hofcammer ist, hat der dermalige Inhaber Philipp *Ehrmann von seinem verstorbe­nen Vater Johann Georg *Ehrmann und dieser von dessen Vater Johann Henrich Ehrmann beerbet, bey solcher seyend 3 Wasser Rä­der, durch welche 3 Mahl und ein Scheelgang wech­sel weis also zwarn getrieben werden, daß wenn der Schehlgang gehet, der untere Mahlgang als dann still stehen muß, sothane Mühl ist von dem jetzigen Besitzer vor einigen Jahren überschlächtig gemacht worden, und gibt in die Kellerey dafür alljährlich 16 Malter Korn Waßer Pfacht. Übergibt der ... in Abschrift den Sub. Nro. 1 von churfürstl: Hofcammer erhal­tenen hier anliegenden Erbbe­standsbrief“ [Anm. d. Verf.: ist in der Urkunde nicht mehr vorhanden] 248.

 

In der „Neuen Speyerer Zeitung“ wird am 15.4.1827 die freiwillige Versteigerung der Stadtmühle annonciert: „Künftigen 30sten July wird von dem Müllermeister Georg Heinrich Ehrmann in Germersheim wohnhaft, zur freiwilligen Versteigerung seiner eigenthüm­lich be­sitzenden Mühle, die Stadtmühle genannt, geschritten werden. Die Mühle bestehet in 3 Mahl-, einem Schälgang, nebst einer Schwing­mühle. Das ganze Werk ist oberschlächtig ...“ 249 Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird für den 23.7.1827 die Versteige­rung der Mühle des „Georg Heinrich *Ehrmann, Müller, wohnhaft zu Germersheim und dessen Ehefrau Katharina geborne *Bernion“ an­nociert: „Section E. Nro. 6, 40 Aren 16 Centiaren (170 Ruthen) enthaltend eine Mühle, Haus, Hof, Scheuer, Stallung, Pflanz- und Obstgarten, wiese und Weidenschlag ..., die Stadtmühle genannt, zu Germersheim an der großen Straße gelegen, zwi­schen Franz An­ton Cavenz und der Queichbach, vorderend die Straße, hinterend Christian Hahn und Alexander Malherbes ...“ 250.

 

In Germersheim hatte 1834 Martin Heene bei seiner Mahlmühle in der Speyerer Straße auch eine Gipsmühle 251.

 

1925 werden im Wasserbuch des Bezirksamt Germersheim zwei gegenüberliegende Mühle und Wassertriebwerke genannt 252:

- linkes Triebwerk: Hermann Garrecht , Mühlenbesitzer in Germersheim. Eisfabrikation und Erzeugung elektrischer Energie

- rechts Triebwerk: Witwe Heinrich Ungeheuer, Mühlenbesitzin, Mahlmühle

 

Müller auf der Stadtmühle waren:

- bis 1666 Johann Henrich *Hermann

- 1666 ++++

- Johann Henrich *Ehrmann

- Johann Georg *Ehrmann

- um 1768 Philipp *Ehrmann

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 24270, Karte Bl. 13.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1067/3: „Acta betr: die Stadt-Mahl-Mühl 1650-1787“; Anm.:“Das letzte Stück/Piece 17 ist ein Concessions Brieff für Wilh: Freyherr von Reibeld in Germersheim wegen Errichtung eines dritten Mühlrads de 16. Novembr 1787“

 

 

- Waldmühle:

am weitesten westlich von der Stadt Germersheim stand die 1482 erwähnte Waldmühle, in der wohl ebenfalls Getreide gemahlen wurde 253.

 

Sie ist mE wohl identisch mit der um 1660 Mühle „im Waal“; in LA Speyer Best. A14 Nr. 445a sind die Germersheimer Grundstücksei­gentümer um 1660 aufgeführt und deren Abgaben an Bodenzins. Es zahlt eine Abgabe von 2 Kreuzern der „Hans Koch, ein Garten bey der Mühlen, ligt im Waal, undt ist kein Erb da“ 254.

 

 

- Walkmühle:

die Germersheimer Walkmühle stand zusammen mit einigen anderen Spezialmühlen „uff der herberge“, d.h. etwa dort, wo sich heute der Eingang zum Wredestadion befindet. Sie wird erstmals im Lehnsbuch der Pfalzgrafen von 1401 erwähnt, doch war sie damals noch nicht errichtet. Zu diesem Zeitpunkt besaß Ritter Diether von Handschuhsheim als Germersheimer Burgmann neben dem Schultheißen­amt, Wiesen, Äckern, Wald und Zinsen auch „eyn mulnstad, da solt ein walkmole off syn“ 255.

 

Im Lehnsbrief des Heinrich von Handschuhsheim von 1497 heißt es: „Item die malemüle mit iren begriffen by siner gnaden walck­mülen ußwendig der statt uff der bech gelegen“ 256. Keine Walkmühle, sondern eine Getreidemühle gehörte von nun an zum Burgle­hen der Handschuhs­heimer. Die Walkmühle hatte der Pfalzgraf um 1455 selbst bauen lassen; im Zinsbuch von 1455 ist festge­halten, daß der Germershei­mer Vogt, Hans von Talheim, die Mühle 1455 dem Erhard Krull in Erbbestand gegeben hatte, gegen Zah­lung ei­nes Erbpacht­zinses von 5 Gulden 257.

 

1480 wird die Walkmühle von Hans Walker und seinem Schwager Erhard Walker betrieben 258.

 

 

 

 

 

Gersbach:

OT von Pirmasens

 

s. *Eichelsbacher Mühle bei Pirmasens

 

 

 

 

 

Gersheim / Saarland:

s. auch OT Reinheim

 

an der Blies gelegen, südlich von Herbitzheim, nördlich von Rheinheim und der französischen Grenze; hier mündet der Hetschbach in die Blies. 1150 erstmals urkundlich erwähnt, 1544 ging das Dorf an Nassau-Saarbrücken über, 1670 wurde es an die Grafen von der Leyen getauscht.

 

Mühlen:

es muß vermutet werden, daß nicht nur die Bachmühle am Hetschbach bestand, sondern einst auch eine „Blies“-Mühle bestand 259

 

- Allmendsmühle, auch Bachmühle:

auch Allmondsmühle, Allmuthsmühle oder auch Bachmühle genannt. Die Mühle wurde 1686 wieder aufgebaut; die Mühle lag lag am Hetschbach, der in die Blies mündet 260. 1828, 1837 und 1886 als Bachmühle“ erwähnt 261. „Bach-“ ist im Gegensatz zur durch Gers­heim fließenden Blies vorgesetzt und meint den Hetschbach, der die Mühle treibt und von Osten her in den Fluß Blies mündet 262.

 

Bis zu ihrer Schließung hieß die Mühle auch „Walzenmühle Mauer“ oder „Mauersch Mühl“. Ihr Ursprung geht bis ins 16. Jh. zurück. 1686 wird die Ruine Andreas Müller zum Wiederaufbau überlassen. 1884 übernahm die Familie Franz Maurer die Mühle. 1906 wur­de ein neu­es Wohnhaus erbaut, das 1964 abgerissen wurde. Der Mühlenbetrieb war bereits 1962 eingestellt worden 263.

 

 

- Gersheimer Bliesmühle:

ein Vorgängerbau wurde im 30jährigen Krieg zerstör. Von 1686-89 wurde sie wieder aufgebaut. 1736 betrieb Johann Müller die Müh­le 264. In der Nähe der Mühle an der Blies hielt sich die Rheingräfin Marianne von der Leyen bei ihrer Flucht auf einer kleinen Insel heute „Marianneninsel“ genannt, verborgen 265. Der letzte Müller hieß Warken und stammte aus Großblittersdorf. An der Stelle des vorderen Mühlenbaus errichtete man später ein Elektrizitätswerk 266.

 

 

- Gersheimer Öl- und Gipsmühle:

die beiden kleinen Mühlen lagen am Lachenbach zwischen Gersheim und Herbitzheim und sind heute verschwunden 267.

 

 

- Walzenmühle A. Schöndorf:

die Mühle lag 1940 in Trümmern 268 und lag wohl in der sog. „Roten Zone“. Die Mühle wurde wieder aufgebaut und war bis 2014 im Handelsregister Saarbrücken eingetragen unter „Walzenmühle Adam Schöndorf, Inh. Friedrich Missy“ in Gersheim (HRA 1256 Saar­brücken ). Die Löschung im Handelsregister erfolgte 2014.

 

 

 

 

 

Gimmeldingen:

heute Stadtteil von Neustadt; am Mußbach gelegen; erstmals 1109 urkundlich als „Gomeltingen“ erwähnt.

 

Das zunächst eigenständige Lobloch (östlich von Gimmeldingen gelegen) tritt erst 1217 als Loppinlo in Erscheinung und wurde be­reits 1512 auch als Niedergimmeldingen bezeichnet. Gimmeldingen und Lobloch gehörten offenbar bereits im 13. Jh. zur Pfalzgraf­schaft und waren Burg Winzingen verwaltungsmäßig zugeordnet; war bis 1794 kurpfälzisch im Oberamt Neustadt; die Territorial­grenze zum Fürst­bistum Speyer wurde durch den Erlenbach gebildet. In Gimmeldingen besaß das Kloster Eußerthal nach einer Schenkung durch Mecht­hild von Hohenstein von 1219 Grundbesitz. Ritter Egon von Mußbach hatte dem Kloster Himmerod/ Eifel offenbar 1217 Land beim Dorf Lobloch vermacht. Ende des 13. Jh. war auch das Kloster Weißenburg am Ort begütert. Später werden auch das Dominikanerinnenklos­ter St. Lambrecht, der Johanniterorden in Mußbach, das Domstift Speyer, Kloster Otterberg und Eduard von Rammingen als Grundbesit­zer in Lobloch genannt. Die jeweiligen Dorfherren wurden von den Pfalzgrafen als den Le­hensgebern eingesetzt. Im 14. Jh. waren dies zunächst die Ritter von Ruppertsberg. 1420 wurde Hermann von Mulen belehnt und später Ruprecht von Randeck, der kurpfälzische Amtmann in Lautern. 1468 übernahm dessen Schwiegersohn Friedrich von Flers­heim (1383-1473) den Ort im Erbgang und trat 1468 die Belehnung mit Dorf und Gericht an. Die Familie von Flersheim übte bis zu ihrem Aussterben 1655 die Dorfherrschaft aus 269. Die end­gültige Vereinigung von Gimmeldingen und Lobloch wurde 1860 vollzo­gen 270.

 

Die Grenze zwischen Kurpfalz und dem Hochstift Speyer, zu dem das nahegelegene Deidesheim gehörte, verlief oberhalb von Gimmel­dingen durch das Gimmeldinger Tal. 1711 hatten die Deidesheimer in ihrem Wald eine Mahlmühle für Getreide gebaut, die Ober­mühle. Kurpfalz verlangte nun von den „Ausländern“, die zu Deidesheimer Obermühle fuhren Zoll und errichtete 1715 eine Zoll­schranke 271. Die ehemalige Grenze verlief an der heutigen „Loganlage“.

 

Reformierte Pfarrei seit 1556; zu dieser gehörten zeitweise Haardt, Lobloch u.a.; Lutherische Filiale von Neustadt; KB ref. 1678272.

 

 

Mühlen:

1786 schreibt Goswin Widder in seiner Beschreibung der Churpfalz: „Gimeldingen ist ein beträchtliches Dorf ..., wozu das Lobloch gehö­ret. Durch das dasselbe flieset das im Waldgebirge entspringende Musbächlein, welches oberhalb des Orts zwo, und in dem Orte selbst eine Mahlmühle, ferner in Lobloch zwei Mühlen betreibet“ 273. An anderer Stelle heißt es: „In beiden Orten Gimmeldingen und Lobloch bestand im J. 1785 die Bevölkerung in 179 Familien, 910 Seelen; ... nebst vier Mühlen“ 274.

 

In Gimmeldingen bzw. im Gimmeldinger Tal/Benjental lagen insgesamt 12 Mühlen, davon 4 Mühlen auf Deidesheimer Gemarkung (Hoch­stift Speyer) und 8 auf kurpfälzischem Gebiet. Alle wurden durch den Mußbach getrieben. Im ehemaligen Dorf Lobloch stan­den 3 Mühlen 275.

 

Wasserstreit um die Wiesenbewässerung:

Am 11.6.1774 erging eine Anweisung des kurpfälzischen Oberamts Neustadt, wonach die „Loblocher Unterthanen sich bey 5 Rthler. Straf enthalten sollen, das Waßer aus dem Bächlein mitten in der Woche abzuleiten, sondern nach der getroffenen Ordnung Sambstag Abends nach der Bett-Glock bis Sonntag Morgens das Waßer auf ihre dasigen Wießen lehren zu könen“ 276. Hiergegen erhob die Gemeinde Deidesheim, vertreten durch den Schultheiß Philipp Motzenbäcker, den Anwalt Geörg Klohe, Philipp Peter Naumer des Gerichts und Thomas Müller des Gerichts am 16.7.1774 Widerspruch unter Verweis auf das Loblocher Weistum von 1569, worin eine abweichende und weitergehende Regelung zur Wiesenbewässerung getroffen war 277. In dem auszugsweise abschriftlich beigefügten „Extract Weisthums der Hüber zu Lobloch, de Ao 1569“ heißt es: „... daß man die Mühlbach soll sauber und rein halten; und soll die niemand auskehren ohne an der Sambstag zu Nacht, von dem an daß man zum Hauf läutet, biß dar an den Sonntag daß man zu Hauf läutet“ 278. Daraus folgern die Beschwerdeführer, „daß die Mußbacher und der dasige Müller von 4 Uhr an biß des Sonntag Morgen um die gesetzte Zeit kein Waßer praetendiren könen“ 279.

 

Mühlbach:

Der Mühlbach trieb früher die oberschlächtigen Wasserräder der Gimmeldinger und Loblocher Mühlen. Er wurde westlich des Dorfes vom Mußbach abgezweigt und floß am halben Hang südlich der Kirche in östlicher Richtung 280. Von der Holzmühle in der Bachgasse (Holzmühlstraße) kommend, unterquerte der Mühlbach das Weingut Mugler, trieb die Mittelmühle (Schwabenmühle) beim heutigen Mühlgarten an, um anschließend noch weitere Mühlen in Gimmeldingen und Lobloch mit Wasser zu versorgen 281. 1970 wurde mit der Verrohrung des Mühlbachs begonnen 282. Bei der Kanalisierung (bis 1972) wurde der Kanal des Mühlbachs zugeschüttet. Die steinerne Wasserrinne hinter der Arndorffschen Mühle war sogar noch bis 1996 zu sehen 283.

 

Photo Mühlbach:

- Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen in Bildern von früher und heute, S. 22-23: „Als der Mühlbach noch durch die Bachgasse floß (1932) und auch entlang dem Wiesenpfädel (um 1925)

 

1886 wird in Gimmeldingen der Müller Friedrich Ammon genannt (ev.; ∞ mit Agnes Dörr; Vater der Anna Maria Ammon [17.12.1886 Gimmeldingen - † 8.8.1965 Frankenthal) 284. +++klären: welche Mühle+++

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1370 UNr. 3: Gesuch von Gerhard Müller um Konzession zur Errichtung einer Mahlmühle anstelle der bei seiner Ölmühle befindlichen Walzmühle, 1790 +++klären: welche Mühle+++

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1370 UNr. 4: Gimmeldingen und Lobloch gegen Mußbach wg. Ableitung von Wasser aus einem Bach auf Wie­sen, 1774

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1076/7: „Acta in Sachen der Gimmeldinger Müller und der Gemeinde ./. den Hammerschmied im Benjen­tal, we­gen Hemmung des Waßers“

- Sitzmann Alfred: Die ehemaligen Mühlen im Gimmeldinger Tal; in: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes / Reinhold Schnei­der u. Alfred Sitzmann mit Beiträgen anderer Autoren. Hrsg. von d. Ortsverwaltung Gimmeldingen. - Neustadt an der Weinstraße, 1996. - S. 369-376, 1996. - Ill., graph. Darst.

- Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmel­dingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S. 44-51 und Karte S. 45

 

 

- Arndorffsche Mühle (OT Lobloch):

im OT Lobloch, gegenüber der katholischen St. Nikolaus-Kapelle, hinter dem ehemaligen Loblocher Herrenhaus der Flersheimer, am Mußbach gelegen (heute Anwesen Loblocher Straße 57) 285. 1808 kaufte Jakob Heinrich Arndorff (29.1.1787 Lobloch - † 22.2.1847 Lobloch; S. d. Mußbacher Pfarrers Jakob Konrad Heinrich Arndorff und der Pfarrerstochter Philippine Henriette Serini aus Haßloch 286) die kurz zuvor errichteten Gebäude und gründete dort 1812 eine Essigfabrik mit angeschlossener Ölmühle erworben 287. Das Wohn­haus wurde im Spätbarock offenbar von der Familie von Geispitzheim im 18. Jh. errichtet (Anm.: 1796 von den Franzosen „gänzlich runiert“ 288).

 

Die Ölmühle besaß ein rückenschlächtiges Wasserrad mit einem Durchmesser von 5 m. Dieses trieb den Kollergang, in dem Ölsämereien und -früchte von 25-30 Zentnern schweren Läufersteinen geschrotet wurden. Die zerkleinerte Masse kam dann in die Stempelpresse, wo das Öl „geschlagen“ wurde 289.

 

Jakob Heinrich Arndorff war verheiratet (∞ 14.3.1810 Gimmeldingen) mit Maria Elisabeth Hoffmann (1789 Mannheim - † 5.9.1878 Gimmeldingen; T. d. Bäckers und Metzgers Georg Ludwig Hoffmann und Anna Barbara Siegerist) 290. Aus der Ehe stammen 6 Kinder, darunter der älteste Sohn und Betriebsnachfolger Jakob Heinrich Arndorff (6.4.1822 Lobloch - † 18.10.1872). Er wird als Ölmüller und Essigsieder sowie Handelsmann bezeichnet 291. In dessen Ehe mit Katharina Schuck wurden 4 Töchter und der Sohn Jakob Heinrich Ludwig Arndorff geboren 292.

 

Jakob Heinrich Ludwig Arndorff (21.1.1856 Lobloch - † 17.3.1950 Gimmeldingen) 293 übernahm von seinen Eltern Essigfabrik und Ölmühle. Er betrieb die Ölmühle bis 1920, die Essigfabrik wurde 1945 geschlossen 294. Der zweigeschossige Mühlen­bau wurde nach dem Brand von 1933 um ein Geschoß reduziert 295. Arndorff war der letzte Ölmüller und Essigsieder der Familie. Aus seiner Ehe mit Karoline Weber stammen drei Töchter, von denen lediglich die Tochter Karoline (mit dem Kaufmann in Obermoschel Karl Schmidt) verheiratet war 296.

 

Das Fabrikgebäude wurde 1995/96 als Wohnhaus umgebaut. Der von der Mithrasstraße zum Wasserbau (mit dem zusammengefallenen Wasserrad) führende steinerne Bachkandel wurde dabei beseitigt 297.

 

Abbildung:

- Sitzmann, Alfred: Führer durch Gimmeldingen. Neustadt 1993, S. 47: Ölmühle nach 1920

- Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen in Bildern von früher und heute, S. 34.

- Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 50: das zerfallene Wasserrad der Ölmühle und Litho der Arndorffschen Essigfabrik

 

 

- Hahnenmühle (OT Lobloch):

s. Wiedemannsche Mühle

 

 

- Hannemans Roven Mühle:

im ältesten Lehnsbuch der Pfalzgrafen von 1401 heißt es: „Item Hans von Steynhus hat empfangen zu manlehen mit namen eynen win­garten zu Gymeltingen gelegen under der Heydenischen Burge ([Anm.: Heidenlöcher oberhalb von Gimmeldingen] ...[und] zwey achteil korns korngelts uff Hannemans Roven molen, auch daselbs off der Bache gelegen“ 298.

 

 

- Hermannsche Ölmühle (OT Lobloch):

nördlich vom Mußbach gelegen; heute Anwesen Loblocher Straße 29-33; sie produzierte bis um 1900. Auf diese Mühle kann eine Nach­richt aus der Mitte des 15. Jh. bezogen werden 299. Diese Mühle bestand schon 1442 als Mahlmühle und wird im Loblo­cher Weistum von 1442 neben der „obersten Mühle“ (Loblocher Mühle) als eine zweite Mühle genannt 300. Um 1708 wurde sie als Ölmüh­le „neu aufgebauet“. Eine Wasserstandsanzeige neben dem Fen­stergewände erinnert an die Hochwasserkatastrophe vom 26.-30.11.1882 in Neustadt und Umgebung 301.

 

Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die Ohligmühle in Mußbach aufgeführt und wie folgt beschrieben: „Zu Lob­loch befindt sich eine Ohligmühl so der Churpfalz: Obercommissarius Hermanny vor etlichen 30 Jahren auf sein Eigenthumbsgut neu aufgebauet, hat ein Wasserradt, gibt dem Herrn von Geispitz wegen der Wasser Kan­del, so durch dessen Guth läufft jährlich 4 Malter 2 Simmern Korn, gnädiger Herrschaft nichts, Consens ist keiner vorhanden, die jet­zigen Possessor sein Philipp Henrich und dessen Bruder Ludwig Hermanny, wie hoch die Mühl in der Schatzung liegen thutt, kann der Bestands Müller nicht sagen“ 302.

 

Die Toranlage der ehem. Hermannschen Mühle zeigt Renaissanceformen und besteht aus einem profilierten Sandsteinbogen, im Scheitel mit Wappenschild, nachträglich(?) dat. 1714(?) 303.

 

Photo:

- Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 107: Toranlage.

 

 

- Holzmühle:

am westlichen Ortsrand von Gimmeldingen, in der ehemaligen Bachgasse und heutigen Holzmühlstraße 28 gelegen; im Gimmeldin­ger Tal gelegen, 1476 als Säge- und Mahlmühle genannt 304, erneut als Mahlmühle 1531 erwähnt 305. 1476 fand eine Sä­ge- und Mahlmühle urkundliche im Zinsbuch der Loblocher Kapelle Erwähnung 306, deren bauli­cher Be­stand offenbar 1570 und 1886 erheblich verändert wurde 307. Die Holzmühle gehörte zu den ältesten Mühlen des Ortes denn bereits 1476 wurde sie im Zinsbuch der Loblocher Kapelle erwähnt, hat aber vermutlich schon im 14. Jh. bestanden. Die Holzmühle war ur­sprünglich eine Getreidemühle. Obgleich Gimmeldingen kurpfälzisch war, gehörte die Mühle zur „Königsbacher Kirchenfa­brik“ und muß­te, wie 1531 beurkundet ist, an die katholische Pfarrei Königsbach Abgaben leisten. Die Anlage in der Holzmühlstraße 28 war zuletzt Sä­gemühle und wurde 1908 von dem Sägemüller Philipp *Rübsamen stillgelegt 308.

 

Bis 1682 war Matheß Ratzenberger der Beständer auf der Holzmühle. Er verkaufte in diesem Jahr die Mühle an den Müller Albrecht Rübsamen (1655 err. - † 08/1691 Gimmeldingen; ∞ mit Anna Elisabeth Gerhardts 309) 310. Aus der Ehe des Müllers Albrecht Rübsamen mit der Anna Elisabeth Gerhardts gingen 6 Kinder hervor, darunter der Sohn und spätere Betriebsnachfolger Johann Peter Rübsamen (geb. 30.10.1686 Gimmeldingen) 311.

 

Die Witwe mit ihren 6 kleinen Kinder (die älteste Tochter Anna Christina geb. 1677, der Sohn Johann Johann Jacob geb. 16.10.1690) heiratete nach dem frühen Tod ihres Mannes den Müller NN. Kalbel. Dieser wird 1705 als Müller auf der Holzmühle Gimmeldingen genannt. Seine Ehefrau Anna Elisabeth war am 17.2.1705 Pa­tin be der Taufe der Anna Elisabeth Zwölsten, der Tochter des Mathis Zwölsten und der Anna Maria NN. 312.

 

Es folgte als Betriebsnachfolger auf der Holzmühle der Bäckermeister und Müllermeister Johann Peter Rübsamen (30.10.1686 Gimmeldingen - † ?; ∞ 26.8.1716 Gimmeldingen mit Anna Katharina Otten, T. d. Bäckermeisters in Neustadt, Rudolf Otten; aus der Ehe stammen keine Kinder) 313, der Sohn des Müllermeisters Albrecht Rübsamen und der Anna Elisabeth Gerhardts. Außerdem wird der Müllermeister Johann Jakob Rübsamen genannt 314. Zu Johann Jakob Rübsamen und der Holzmühle heißt es im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738: „Noch zu Gimmeldingen auf derselbe Bach [Anm.: wie die Hermannsche Oh­ligmühle, die im Mühlenverzeichnis zuvor beschrieben wur­de] ist noch eine Mahlmühl, dieselbe hat der Albrecht *Rübsamen in Anno 1682 von dem Matheiß *Ratzenberger als eine Eigentums­mühl an sich erkauft, liegt auf Churpfalz Grundt und Boden, hat nur ein Waßerradt, gibt jährlich in Pfarrey Königsbach 11 Mal­ter Korn sonsten gnädigster Herrschaft nichts außer daß sie mit 100 fl Schat­zungs Capital belegt ist, der jetzige Poßsesser ist Johann Jakob *Rübsamen, ist auch kein Consens vorhanden“ 315.

 

Johann Jacob Rübsamen war mit Anna Margaretha NN. Verheiratet. Aus der Ehe stammen vier Kinder, darunter der Sohn und Betriebsnachfolger Johann Jacob Rübsamen (26.2.1740 Gimmeldingen - † 1.12.1794 ebd.); dieser Johann Jacob Rübsamen verheiratete sich am 14.1.1766 in Gimmeldingen mit Anna Maria Helena Mutschler (Wwe. des Müllermeisters auf der Mühle im Benjenthal Christian Würth [1715 err. - † 13.8.1765 Gimmeldingen]) 316. Aus der Ehe Rübsamen/Mutschler stammen sechs Kinder, darunter der Müllermeister Philipp Peter Rübsamen (7.2.1769 Gimmeldingen - † 4.2.1818 ebd.) 317.

 

Dieser Philipp Peter Rübsamen wurde Betriebsnachfolger auf der Holzmühle; ∞ 14.6.1795 mit Clara Elisabeth Albrecht (15.9.1774 Gimmeldingen - † 3.11.1829 ebd.), der Tochter des Müllermeisters auf der Mittelmühle Johann Paul Albrecht (12.2.1751 Mußbach - † 18.8.1821 Gimmeldingen; S.d. Johann Nicolaus Albrecht und Franziska Margaretha Lang; ∞ I mit Anna Katharina Wiedemann [16.12.1739 Gimmeldingen - † 3.12.1801 ebd.; T. d. Küfermeisters Johann Nikolaus Wiedemann u. Clara Elisabeth Ziegler]; der Wwe des Müllermeisters Philipp Peter Ferckel 318) 319.

 

Aus der Ehe des Müllermeisters Philipp Peter Rübsamen und der Clara Elisabeth Albrecht stammen neun Kinder, darunter der Müller und spätere Winzer Paul Rübsamen 320 und der Müller Matthäus Rübsamen321.

 

Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird am 4.3.1830 die Versteigerung der Holzmühle für den 22.3.1830 wie folgt annonciert : „Ver­steigerung einer Mühle zu Gimmeldingen. Montag, 22. März nächsthin ... wird ..., als durch Urtheil des Königlichen Bezirksge­richts zu Frankenthal vom 31. Dezember letzthin, ... auf Anstehen der Kinder und Erben des zu Gimmeldingen verlebten Müllers Philipp Peter Rübsamen und dessen ebenfalls verlebte Ehe­frau Klara Elisabetha Albrecht, nämlich: 1. Helena Rübsamen, ermächtigte Ehefrau von Jo­hannes Kehler, Ackersmann in Meckenh­eim. 2. Paul Rübsamen, Wingertsmann, wohnhaft in Gimmeldingen. 3. Mar­garetha Rübsamen, ermächtigte Ehefrau von Peter *Lan­genbein, Müller wohnhaft in Sarmsheim bei Kreuznach. 4. Mathäus *Rübsa­men, Müller in Gimmel­dingen. 5. Katharina Rübsa­men, ermächtigte Ehefrau von Jakob Köhler, Winzer ebendaselbst. ... zur Verstei­gerung ... der denselben ge­meinschaftlich und un­getheilt gehörigen ... Mühle, nämlich: Eine Mahlmühle, „die Holzmühle genannt“, gelegen im Gimmeldinger Thal, bestehend in ei­ner Mahl­mühle mit 2 Mahlgängen und einem Schälgang, Wohngebäuden, gewölbtem Keller, Holzschoppen ...“ 322.

 

Ein Fenstersturz ist bezeichnet „RENOVIRT IOH. WIEDEMANN 1886“, die zugehörige Sohlbank zeitgleich „ERBAUT 1570“ 323.

 

Die Anlage in der Holzmühlstraße 28 war zuletzt Sä­gemühle und wurde 1908 von dem Sägemüller Philipp *Rübsamen stillgelegt 324.

 

 

- Klostermühle:

das in diesem Ort bestandene Kloster war mit Dominikanerinnen besetzt und wurde im Volksmund das schwarze Nonnenkloster ge­nannt. Es stand an der Stelle wo (Anm.: um 1911) das Gasthaus von Louis Paravizini stand [Anm.: Gasthaus zum Hammel, in der früheren Kirchbergstraße 162 325, der heutigen Peter-Koch-Straße nördlicher Teil 326], das der Nonnenhof genannt wurde. Die da­bei stehende Mühle, die schon (Anm.: 1911) aber schon einige Jahre außer Betrieb ist, gehörte zum Kloster und heißt noch um 1911 Klostermühle 327.

 

 

- Kuglersche Mühle im Benjental:

+++klären: die Mühle dürfte identisch sein mit einer der anderen Mühlen im Benjental, welche?++++

 

Im „Neustadter Wochenspiegel vom 12.12.1848 wird für den 13.12.1848 die Zwangsversteigerung dieser Mühle annonciert: „... las­sen die Witwe und Erben des im Benjenthale verlebten Müllers Christian *Kugler: Eine im Benjenthale gelegene Mühle mit Wohn­haus, Stal­lung, Hof und Garten, 1 Tagwerk 56 Dezimalen Ackerfeld und 2 Tagwerke 22 Dezimalen Wiese, welche Liegenschaft Jo­hannes Müller von Speyerdorf am 20. September vorigen Jahres von ihnen ersteigt gehabt wegen Nichtbezahlung des des von Letzte­rem geschuldeten Steigpreises im Wege conventioneller Zwangsversteigerung an den Meistbietenden wieder versteigern.“ 328

 

 

- Loblocher Mühle, Obermühle (OT Lobloch):

im Westen des Ortsteils Lobloch; heute Anwesen Altbachstraße 10; 1442 im Loblocher Weistum und 1476 urkundlich genannt; sie wur­de über einen Abzweig vom Mußbach mit Wasser versorgt 329. Über viele Generationen hinweg trug die Müllersfamilie den Na­men Müller 330.

 

Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die Loblocher Mühle aufgeführt und wie folgt beschrieben: „Noch zu Lob­loch auf obiger Bach [s. Hermannsche Ölmühle] Ist eine Mahl mühl so dem alte Zolbereit­her Müller als eine Eigenthumbl mühl zu gehört hatt, dieße mühl hatt nur ein Waßer Rath, gibt jahrlich der Pfarrey Königsbach 4 Malder Korn, so dann in die Closter Schaffnerey h:t: Lambrecht 2 Malder, gdgst Herrschaft nach deß Bestandt müller seiner Außsag nichts, Consens ist keiner Vorhan­den, der jetzige Pohse­ßer ist Johann Ludwig Müller, ein Sohn Von obigem Zolbereither Müller ..“ 331. In derselben Akte heißt es an anderer Stelle: „Die Loblo­cher Mühl mit einem Mahl und Schehlgang, so wann einer gehet, der andere stehen bleiben muß, gehört dem Geistln Administrations Kellern Hl Müller, ist eigent­hümbl von seinen Elteren ererbt ...“. 332

 

Bei dem genannten „alte[n] Zollbereiter Müller“ handelt es sich um Johann Burkhardt *Müller 333.

 

Die Mühle wurde am 26.6.1854 versteigert. In der „Neustadter Zeitung“ vom 22.6.1854 Nr. 74 heißt es hierzu: „... den 26. l. M. ... läßt Frau Babetta geb. Köhler, zu Lobloch wohnhaft, Wittwe von weiland Nicolaus Haas, die ihr angehörige sogenannte Obermühle, beste­hend in einer Mahlmühle mit Mahl- und Schälgang ... einem zweistöckigen Wohngebäude, Stallungen, Scheuer, Schoppen, Kel­ler ..., das Ganze gelegen zu Lobloch auf einer Grundfläche von ca. 100 Decimalen (150 Ruthen), neben dem Weg, dem Bach und Ja­cob Arndorf, an den Meistbietenden auf Eigenthum versteigern.“ 334

 

Nach der Stillegung 1916 wurde der Mühlbach der Loblocher Mühle im Zuge der Kanalisierungsarbeiten 1971/72 verfüllt 335. Am veränderten Mühlengebäude, einem zweigeschossigen Putzbau unter Walmdach, hat sich die Hofansicht mit barocken, teils geohrten Sandsteingewänden des 18. Jh. erhalten 336.

 

Photo:

- Sitzmann, Alfred: Führer durch Gimmeldingen. Neustadt 1993, S. 40: Loblocher Mühle um 1925

 

 

- Mittelmühle, Schwabenmühle:

war am Westrand des Ortskerns von Gimmeldingen (heute: Peter-Koch-Straße, gegenüber Nr. 43) 337, der früheren Mühlgasse 338, am früheren Mühlgraben gelegen 339; war Mahl­mühle für Getreide 340; die Mühle wurde vielleicht schon 1369 betrieben 341; die Ursprünge der traditionsreichen, kurpfälzischen Mühle reichen vielleicht schon ins Mittelalter zurück 342; 1623 erstmals erwähnt 343. 1635 im 30jährigen Krieg zerstört, 1651 erfolgte der Wiederaufbau 344. Hierzu heißt es bei Metz/Sitzmann 345: „Die Schwabenmühle...wurde erstmals 1623 urkundlich genannt. Zu der Zeit gehörte Hans Schwab zu den einflussreichsten Männern in Gimmeldingen. Doch bereits 12 Jahre darauf, im Jahre 1635, wurde die Schwabenmühle in den Wirren des 30-jährigen Krieges zerstört. 1651 wurde die Mühle durch Hans Veltin, Müller von St. Grethen, wieder aufgebaut“.

 

Es folgte der Müller Hans Jakob Ferckel (20.9.1635 Neustadt - † 20.9.1693 Gimmeldingen (∞ mit Anna Barbara NN. [1650 Biel - † 23.10.1690; 1668 Bürgeraufnahme in Gimmeldingen]) 346; Aus der Ehe stammt der Sohn Johann Andreas Ferckel (1654 Gimmeldin­gen - † 21.12.1706 Gimmeldingen; ∞ I am 2.7.1679 Gimmeldingen mit Anna Katharina Beck/Böck [1654 Königsbach - † 4.2.1703 Gimmeldingen]; ∞ II am 13.6.1703 in Gimmeldingen mit Anna Katharina Breuchel) 347; aus der Ehe stammt der Sohn Hieronymus Ferckel, von Beruf Küfer und 1721 als Müllermeister in Gimmeldingen benannt 348 und der Müllermeister auf der Mittelmühle (err.) Johannes Ferckel (15.8.1692 Neustadt - † 3.11.1733 Gimmeldingen; ∞ I 27.1.1712 in Gimmeldingen mit Anna Elisabeth Korn [1.11.1693 Gimmeldingen - † 13.12.1750 Gimmeldingen; T. v. Johann Adam Korn und Anna Margaretha Reis]) 349. Aus der Ehe stammen acht Kinder 350. Dessen Tochter Catharina Elisabetha Ferckel heiratet den Müller in Mußbach, Johannes *Mallrich 351, während der Sohn Johann Adam *Ferkel als Müllermeister seinem Vater auf der Mühle nachfolgt 352.

 

Der Nachfolger Johann Adam Ferckel (2.4.1713 Gimmeldingen - † Gimmeldingen; ∞ 24.11.1734 Gimmeldingen mit Maria Sybilla Groß [20.1.1709 Böhl - † 15.9.1782 Haardt; T. v. Johann Peter Groß und Anna Christina Rübsamen in Böhl) ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 genannt. Dort ist die Mittelmühle wie folgt beschrieben: „Zu Gimmeldin­gen auf der sogenannten Muschbach befindt sich eine Mahlmühl, die Schwaben-Mühl genannt; kommt von dem Johannes *Schwab wel­cher sie an­fänglich neu aufgebaut hat her, der jetzi­ge Possessor ist Johann Adam Verckel [s. *Ferckel], diese Mühl hat nur ein Was­serrad, gibt jährlich in die Kellerey Neustadt lauth mir vorgezeigte Quittung 6 Ma Korn Wasserfall Zinß, sonsten ledig und eigen, ist auch mit 100 fl Schatzungskapital belegt, Consens ist keiner mehr vorhanden“ 353.

 

Das 18. Jh. war für die Schwabenmühle ein Jahrhundert des Aufschwungs. 1742 wurde die neue Mühlscheuer erbaut 354.

 

Nachfolger des Müllers Johann Adam Ferkel war dessen Sohn Philipp Peter Ferkel (5.9.1735 Gimmeldingen - † 11.7.1772 Gimmeldingen); ∞ 1761 in Gimmeldingen mit Anna Katharina Wiedemann (16.12.1739 Gimmeldingen - † 3.12.1801 ebd.; T. d. Küfermeisters Johann Nikolaus Wiedemann u. Clara Elisabeth Ziegler]) 355; aus der Ehe stammen fünf Kinder 356,darunter der spätere Müller und Betriebsnachfolger Johann Friedrich (28.12.1765 Gimmeldingen - † 18.3.1810 Gimmeldingen) 357.

 

1772 wurde das Wohnhaus erweitert, 1779 entstand das neue Haupttor, dessen Schlußstein neben einem Mühlrad und zwei Löwen (Anm.: Hinweis auf die Kurpfalz) die Jahreszahl 1779 zeigt 358.

 

Die Witwe des Müllers Johann Adam Ferkel († 11.7.1772), Anna Katharina Wiedemann, heiratete nach dem frühen Tod ihres Mannes in 2. Ehe im September 1773 den Müllermeister Johann Paul Albrecht (12.2.1751 Mußbach - † 18.8.1821 Gimmeldingen; S.d. Johann Nicolaus Albrecht und Franziska Margaretha Lang); dieser wird 1807 als Winzer und 1821 als Küfer und Bürger in Gimmeldingen genannt 359. Aus der Ehe stammt die Tochter Clara Elisabeth Albrecht (15.9.1774 Gimmeldingen - † 3.11.1829 ebd.); diese war verheiratet (∞ 14.6.1795) mit dem Müllermeister Philipp Peter Rübsamen (7.2.1769 Gimmeldingen - † 4.2.1818), dem Sohn des Müllermeisters auf der Holzmühle Johann Jacob Rübsamen (26.2.1740 Gimmeldingen - † 1.12.1794 ebd.) und ∞ 14.1.1766 in Gimmeldingen mit Anna Maria Helena Mutschler [Wwe. des Müllermeisters auf der Mühle im Benjenthal Christian Würth [1715 err. - † 13.8.1765 Gimmeldingen]) 360.

 

Der Sohn des Müllers Philipp Peter Ferckel und der Anna Katharina Wiedemann, Johann Friedrich Ferckel (28.12.1765 Gimmeldingen - † 18.3. 1810 Gimmeldingen) 361 übernimmt von seinem Stiefvater Johann Paul Albrecht die Mittelmühle. Er verheiratete sich am 14.2.1791 in Gimmeldingen mit Anna Maria Wiedemann (22.7.1772 Haardt – 8.8.1846 Gimmeldingen; T. d. Küfermeisters Johannes Wiedemann und Anna Maria Siegel) 362. Von den sieben Kindern aus der Ehe sterben vier im Kindesalter; die Tochter Maria Elisabeth Ferckel (geb. 14.1.1805 Gimmeldingen) verheiratet sich am 4.2.1823 in Gimmeldingen mit dem Küfer und späteren (1841) Müller in Gimmeldingen Johann Peter Ferckel (1797 Gimmeldingen - † 19.2.1860 Gimmeldingen; S. d. Gutsbesitzers und 1833 Adjunkten in Gimmeldingen, Johannes Ferckel und Anna Maria Hellmer) 363.

 

+++weiter+++

 

Die Mühle wurde um 1900 stillgelegt 364, die Gebäude wurde bis 1914 als „Handkäs-Fabrik“ genutzt 365. Das Anwesen wurde 1972 abgebrochen; erhalten geblieben ist der reliefierte Torbogenschluß­stein von 1779 366, der zwei gekrönte, aufsteigende Löwen mit Mühlrad zeigt 367.

 

Photo:

- Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 114: reliefierter Torbogenschlußstein von 1779, der zwei gekrönte, aufsteigende Lö­wen mit Mühlrad zeigt

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1073/1: „Acta betr: die Wiederaufbauung der dortigen Mühle, welche 6 Mltr Herrschaftszinßen zahlt, 1651“

 

 

- Neumühle:

s. hintere *Talmühle

 

 

- Obermühle (Lobloch):

s. Loblocher Mühle

 

 

- Ölmühle Reiffel:

am 6. Nivose an 11 beantragt der Georg Reiffel aus Neustadt bei der Präfektur die Erlaubnis zur Anlegung einer Ölmühle am „Ben­chenthaler Bächel“ direkt unterhalb von Gimmeldingen und Lobloch.

 

Literatur:

- LA Speyer Best. G6 Nr. 387 nicht foliert, darin „Acta die Anlegung einer Ölmühle an der Mußbach bei Gimmeldingen und Lob­loch durch G. Reiffel von Neustadt betr.“

 

 

- Platzsche Mühle:

auch Platzmühle 368; etwa 80 m oberhalb des Deidesheimer Forsthauses Benjental lag eine Mahlmühle, die um 1750 auf fürstbischöf­lich-speyerischem Gebiet errichtet wurde. Ihr Name stammt von dem letzten Betreiber die­ser Mühle, Johann *Platz. Die Mühle brannte in den 1860er Jahren ab. An ihrem Standort wurde ein Mühlstein gefunden und als Hin­weis auf die frühere Mühle aufgestellt 369.

 

Literatur/Urkunden:

- Schoch, W.: Allerhand aus dem Pfälzerland, S. 15

 

 

- Schleifmühle:

im Gimmeldinger Tal gelegen; sie wurde 1501 an Peter von Trier verliehen worden 370

 

 

- Schwabenmühle:

s. Mittelmühle

 

 

- Schwarztraubenmühle:

Mahlmühle im Gimmeldinger Tal, stellte 1904 den Betrieb ein 371.

 

 

- Talmühle, vordere Talmühle:

lag bachabwärts der heutigen „Loganlage“, welche die ehemalige Grenze zwischen dem oberen, zur Gemarkung Deidesheim, dem zum Fürstbistum Speyer gehörenden Gimmeldinger Tal und der Kurpfalz bildete. Die Vordere Talmühle lag auf kurfürstlichem Ge­biet, ca. 700 m vor dem Ortseingang von Gimmeldingen 372.

 

Die Talmühle wurde 1736 erbaut 373. Als sie errichtet werden sollte, gab es Widerspruch. Die Ge­meinde hatte sich gegen den Neubau ausgesprochen. Der Antragsteller behauptete, dies sei nur aus Haß gegen die katholische Religi­on geschehen, da er der einzige Katholik am Ort sei. Den­noch erhielt 1736 der Katholik Johannes *Beck die Erlaubnis zum Bau einer Mahlmühle. Um 1760 saß auf der Mühle aber wieder ein Lutheraner 374.

 

Die Mühle besaß ein oberschlächtiges Wasserrad über wurde über einen vom Mußbach abgezweigten, am Südhang des Tales entlanglaufenden Mühlkanal angetrieben 375.

 

Von der bis etwa 1900 betriebenen Tal­mühle oder auch „vorderen Talmühle“ hat sich nach dem Umbau von 1927 ein Putzbau als Gastwirtschaft erhalten 376, das Kur- und Gasthaus „Talmühle“. Die Pensi­on wurde bis 1980 betrieben, das gesamte Anwe­sen 2005 geschlossen 377. Von der ursprünglichen Talmühle ist nichts mehr zu sehen, ihr einstiger Standort ist überwachsen: lediglich das frühere Gasthaus blieb erhalten 378.

 

Karte:

- Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmel­dingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S. 45

 

Photo:

- Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen in Bildern von früher und heute, S. 35.

- Sitzmann: Führer durch Gimmeldingen, 83: Vordere Talmühle, Neubau von 1927. Die Pension bestand bis 1980, der Weiher wurde 1986 abgelassen.

- Sitzmann: : Führer durch Gimmeldingen, 83 (Zeichnung): Vordere Talmühle um 1909. Die 1736 erbaute Mahlmühle (hinten) wurde abgerissen, die mittleren Gebäude 1927 aufgestockt, die ehemalige Gaststätte (vorn rechts) blieb erhalten

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1076/4: „Acta betr: den Mühlenbau des Joh: Beck, 1736-1740“

 

 

- Talmühle, hintere Talmühle oder Neumühle:

lag bachabwärts der heutigen „Loganlage“, welche die ehemalige Grenze zwischen dem oberen, zur Gemarkung Deidesheim und zum Fürstbistum Speyer gehörenden Gimmeldinger Tal und Kurpfalz bildete. Die Vordere Talmühle lag auf kurfürstlichem Gebiet, ca. 1000 m vor dem Ortseingang von Gimmeldingen und 300 m oberhalb der vorderen Talmühle 379. Die Mühle wurde 1837 von Philipp *Ferckel er­baut und um 1898 von ihrem letzten Be­sitzer verkauft und stillgelegt. Heute sind nur noch auf dem Schutthügel ein aufgesetzter Mühl­stein und spärliche Mauerreste zu se­hen. Von dort weiter bachaufwärts erkannt man über Hunderte von Metern am östlichen Hang eine Geländestufe, durch die das vom Mußbach abgeleitete Wasser des Mühlkanals floß, der das oberschlächtige Wasserrad trieb 380.

 

Karte:

- Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmel­dingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S. 45

 

Photo:

- Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen in Bildern von früher und heute, S. 66: Ein alter Mühlstein erinnert an die Hintere Talmühle.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. U35 [VK] Stadtarchiv Deidesheim Nr. 1447: Verpachtung der Mühle im Gimmeldinger Tal (Neumühle), Laufzeit der Akte 1843, 1898-1912, 1923-26, enthält u.a.: Baugesuch der Quickborngruppe Ludwigshafen-Friesenheim zum Um- und Aufbau der Ruinen der Mühle zu einem Jugendheim

 

 

- Untere Mühle:

im Gimmeldinger Tal gelegen auf Deidesheimer Gemarkung (gehörte zum Hochstift Speyer), ca. 150 m unterhalb der Obermühle (Esels­mühle) und oberhalb der Wappenschmiede; erbaut 1718 ursprünglich als zweiter Mahlgang der Obermühle. Die Untermühle erlitt 1733 und 1734 bei Unwettern schwere Schäden durch Zerbrechen des Wasserrades und des Wellbaums. 1866 wurde die Mühle von ihren Be­sitzen in Brand gesetzt und abgebrannt; Reste des steinernen Mühlkanals sind noch zu sehen 381.

 

Bis 1838 war der Wappenschmied Johannes Corell († um 1838) als Müller auf der Unteren Mühle. Nach seinem Tod wurde die Müh­le von der nach ihm bestehenden Erbengemeinschaft verpachtet. Im „Eilbote Landau“ wird am 23.6.1838 die Verpachtung der Mühle an­geboten: „Donnerstag den 5. Juli nächsthin ... wird das nachverzeichnete den Kindern und Erben des im Benjenthale, im Banne Deides­heim verlebten Müllers und Wappenschmieds Johannes Corell gehörige Mühlwerk nebst den dabei gelegenen Ländereien in besagtem Benjenthale, auf einen dreijährigen Pachtbestand öffentlich versteigert, nämlich: 1) die sogenannte untere Mühle, beste­hend in Mahl- und Schälgang nebst Schwingmühle, Wohn- und Nebengebäuden mit Waschküche und Keller, Pferde, Rindvieh und Schweinställen 2) die obere Mühle mit Mahl- und Schälgang“ 382.

 

 

- Wappenschmiede (heute Forsthaus Benjental):

s. Deidesheim

 

 

- Wappenschmiede, Gienanth'sche:

s. Deidesheim, Obermühle

 

 

- Wiedemannsche Mühle, Hahnenmühle:

die Wiedemannsche Mühle im äußersten Südosten Gimmeldingens an der Grenze zu Mußbach 383 auf Gimmeldinger Gemarkung 384; unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Mußbach gelegen, am Südufer des Mußbach, heute Anwesen Hahnenweg 20/22.

 

Die Mühle ist sehr alt und wurde bereits in ottonischer Zeit betrieben; sie gehörte zunächst zum Kloster Weißenburg, später zum Herren­hof der Jo­hanniter 385.

 

Die Mühle wurde nach 1797 beschlagnahmt und als französisches Nationalgut versteigert; gelangte hierdurch in Privatbesitz und hieß fortan „Wiedemann'sche Mühle“ “ 386. Der erste Müller dieses Namens war der Müller und Küfer Johann Jakob Wiedemann (9.5.1775 Gimmeldingen - † 5.5.1808 Gimmeldingen; S. d. Bürgers und Küfermeisters und Anwalt auf der Haardt Johann Jakob Wiedemann [1.1.1743 Gimmeldingen - † 1797 Gimmeldingen] und der Clara Elisabeth Ziegler; ∞ 11.2.1794 in Gimmeldingen mit Susanna Katharina Entz) 387. Auf diesen beziehen sich die Initialen am Stichbogenportal zum unterkellerten Westflügel bez. „IW / 1804 / ASW“ 388, wobei die Initialen „ASW“ noch ungeklärt sind (Anm.: möglicherweise A. Susanna Wentz). Die Mühle wurde 1805 (möglicherweise über Vorgängerbauten) errichtet 389, die Erbauungszeit weist ebenfalls diesen 1808 verstorbenen Johann Jakob Wiedemann hin.

 

Offenbar hat die Witwe Entz nach dem frühen Tod ihres Mannes die Mühle bis zur Volljährigkeit des Sohnes, der ebenfalls Johann Jakob hieß, weiterbetrieben. Dieser Johann Jakob Wiedemann (22.5.1802 Gimmeldingen - † 2.10.1864 Gimmeldingen; ∞ mit Louisa Hellmer) war Gutsbesitzer und Müller zu Lobloch; er wird 1851 als Müller zu Gimmeldingen benannt 390. Das rundbogige Kellerportal der südlichen Erweiterung des Kellers im Westflügel der Mühle trägt seine Initialen „18 Jacob Wiedm 27“ 391.

 

Es folgte der Sohn und Betriebsnachfolger Leonhard Wiedemann (11.1.1828 Mußbach - † 25.12.1896 Gimmeldingen; ∞ 11.8.1853 Mußbach mit Anna Maria Fuchs); auch er wird als Müller und Gutsbesitzer bezeichnet 392. Er führte wohl (err.) zusammen mit seinem Schwager, dem Mühlenbesitzer Jakob Wiedemann (12.7.1827 Gimmeldingen - † 15.8.1885 Gimmeldingen; S. d. Winzers und Küfers Christoph Wiedemann und Jakobina geb. Wiedemann; ∞ mit Louisa Wiedemann; T. v. Johann Jacob Wiedemann und Louisa Hertel) die Mühle 393.

 

Die Mühle war bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in Betrieb und wurde dann zu einem Weinbaubetrieb umgestal­tet. Das ehemalige Mühlrad konnte noch in den 1960er Jahren besichtigt werden 394.

 

Photo:

- Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen in Bildern von früher und heute, S. 20

 

Literatur/Urkunden:

- Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmeldingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S. 44-51

 

 

 

 

 

Gimsbach:

OT von Matzenbach, VG Glan-Münchweiler; Lk Kusel; früher auch als Gimbsbach angegeben; am Glan gelegen; das Dorf gehörte zum Amt Lauterecken aus dem Besitz der Grafen von Veldenz, kam mit dem Amt Lauterecken durch Heirat 1444 an das Herzogtum Zwei­brücken., dann von 1543-1695 beim selbständiges Fürstentum (Pfalz-Veldenz) und wurde nach langem Erbstreit 1733 der Kur­pfalz ein­verleibt. Ab 1733 kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Lauterecken, Schultheißerei Reichenbach.

 

Karten:

- Naudin-Karte von 1736/37: sehr genaue Darstellung u.a. von Gimsbach auf einer Landkarte findet sich auf den "Karten von Nau­din". Dieses für das Saarland und die Westpfalz einzigartige Kartenwerk, das in seiner Gesamtheit zwischen 1728 und 1739 durch die franzö­sische Kartographen-Familie Naudin erstellt wurde, zeigt Gimsbach in den Jahren 1736/37. Die Karte mit Gimsbach ist als Karte 8 im Be­sitz der Mediathèque du Pontiffroy http://www.chr-lorraine.fr/naudin/.

 

 

Mühlen:

- Schreckmühle, Schröckmühle:

heute Anwesen Neunkircher Straße 22. Die ehemalige Mühle wurde 1714 gegründet und seit Mitte des 18. Jh. als „Schreckmühle“ be­legt, gehörte früher der kurpfälzischen Hofkammer. Das hufeisenförmige Anwesen besteht aus einem einstöckigen, traufseitig zur Straße gestellten Wohn- und Mühlengebäude von 1826 und zwei Ökonomiegebäuden von 1853 bzw. 1887. Das Mühlengebäude steht über ei­nem hohen, das Gefälle des Hanges ausgleichenden Sockelgeschoß in das die Kammer für das Wasserrad integriert ist. Die Mühle er­hielt ihr Wasser über einen heute nicht mehr vorhandenen Graben, der entlang der Straße verlief und in ein Becken hinter dem östli­chen Wirtschaftsgebäude mündete, von wo das Wasser zur Mühle herunter geführt wurde. Die Schreckmühle ist ein inzwi­schen selten gewordenes Beispiel für die Mühlen einfachere Typs in den Seitentälern des Glan 395.

 

Die Mühle wurde während der kurfürstlichen Renovation am 12.5.1739 von einer Kommission besichtigt, bestehend aus dem Amts­schreiber Schabrock, Schultheiß Zinsmeister und einem Gerichtsschöffen. Dort heißt es u.a.: ...“Undt gleichen wie diese Mühle ei­gentlich kein Erbbestands- sondern eine Eigenthümbl: Mühl ist so forth nach Abzug de­ren Wießen dieselbe höher nicht als 400 fl zu­stehen kombt.“ 396

 

Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt und wie folgt beschrieben: „Johan *Stiegel­mayer eine eigenthümbl: Mahl­mühl zu Gimsbach mit einem Gang, gibt jährl: 2 Mltr Korn und 2 Mltr Haber Waßerfall in die Kel­lerey zeit ao 1714 laut vom ehema­ligen Oberambtmann von Strauch gegebenen Bestandsbrieff.“ 397

 

Die Mühle wurde erneut während der kurfürstlichen Renovation der Mühlen von 1739 von einer Kommission unter Leitung des Ramstei­ner Schultheißen Georg Adam Euerling (Anm. *Everling) am 18.9.1739 besichtigt und taxiert, der auch der Müller zu Die­delkopf im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg, Johann Nickel *Pfeifer als Sachverständiger angehörte. Dort wird die „Schröckmühl“ wie folgt beschrieben: „... daß diese nur einen Gang hat, und mit sol­chem wegen mangel des Waßers gantz... gestan­den, und soll solchem Vernehmen nach, dieße des Jahrs wegen mangel des Waßers gantz drücken gestanden, und soll sicherm Ver­nehmen nach, diese des Jahrs wegen Mangel des Waßers über 3 biß 4 Monath nicht brauchbar seyn: gibt vom Waßerfall jährl. 4 Mltr Römigsberger (Anm. = Re­migiusberg, Remigsberg) maßung halb Korn und halb Haber ...“. 398

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Band Kusel, S. 85

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1071a-d: „Acta betr: die s.g. Schreckmühle und deren Erbbestand, 1714-1776, 1739-1790, 1744-1790

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1071a-d [Anm.: die gleiche Akte]: Die Erbauung einer neuen Mühle durch W. Creuzer“

- LA Speyer Best. W1 Karte 18062: Gemarkungen Godelhausen und Gimsbach mit Dresen- oder Schreckmühle, o.D. (1800-1999)

 

 

 

 

 

Ginsweiler:

östlich von Lauterecken gelegen; VG Lauterecken, Lk Kusel; ursprünglich Gundeswilr; nördlich von Reipoltskirchen im Nordpfälzer Berg­land gelegen; im Odenbachtal das zwischen Alsenztal und Lautertal, liegt in der sog. "Alten Welt"; 1379 erstmals urkundlich er­wähnt; 1327 wurde die Grundherrschaft St. Medard an die Grafen von Veldenz verkauft; das Dorf blieb veldenzisch von 1327-1444; Graf Fried­rich III. von Veldenz, der letzte Veldenzer im männlichen Stamm, verstarb 1444 ohne männliche Nachkommen. Damit fiel die Grafschaft Veldenz an den Sohn seiner Tochter Agnes von Veldenz († ∞ mit † Pfalzgraf Stephan), Pfalzgraf Ludwig I. den Schwarzen von Pfalz-Zweibrücken; pfalz-zweibrückisch von 1444-1789. Die Gemarkungen von Adenbach und Ginsweiler bildeten vor dem 30jährigen Krieg noch eine Einheit mit der von Odenbach. In der Grenzbeschreibung von 1617 wird eine erste Trennung vorgenommen 399. Die ganze Schultheißerei Odenbach (mit Gins­weiler) gehörte zum Oberamt Meisenheim 400.

 

Mühlen:

lange vor der Erbauung der Ginsweiler Mühle war die “Bürgerschaft” von Adenbach, ebenso wie diejenige von Ginsweiler, vom Naum­burger Hof, von Becherbach, Gangloff, Roth, Cronenberg und Medard zur Odenbacher “Glanmühle” gebannt, die bereits im Vel­denzer Tei­lungsvertrag von 1387 urkundlich erwähnt ist; die Bannpflicht nach Odenbach wurde 1570 aufgehoben und eine 1570 eine Mühle in Ginsweiler errichtet 401.

 

Im Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Oberamts Meisenheim von 1743 402 ist le­diglich die Ginsweiler Mühle aufgeführt.

 

In Ginsweiler gab es insgesamt drei Mühlen:

- Untermühle (Mahlmühle)

- Ohligmühle

- Pulvermühle

 

Im „Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel“ wird am 23.3.1857 die freihändige Versteigerung einer Mühle in Ginsweiler angekündigt: „... zu Ginsweiler ... läßt Carl Zapp, Müller allda,, wegen Wohnsitzveränderung ... versteigern: ein einstöcki­ges Wohnhaus mit 5 Zimmern, 2 Kammern, 2 Speichern, einer Mahlmühle mit 2 Gängen, Schälmühle, Schwingmühle, Oehlmühle mit doppelter Presse und ganz neuer Schrotmühle, Bäckereieinrichtung ...“ 403. ++++klären: welche Mühle++++

 

 

- Obermühle, Ginsweiler Mühle:

die Mühle ist am 7.10.1598 urkundlich erwähnt in einem Verwaltungsvorgang erwähnt, betreffend die Erteilung eines Erbbestands­briefs an den Müller Heinrich *May aus Becherbach: “Nachdem Uns unser Leibesangehöriger Unterthan Heinrich *May zu Becher­bach in unse­rem Ambt Meisenheim gelegen ... und zu erkennen gegeben, welchermassen Ihm die Obermühl zu Ginßweiler, unnden am Dorf an der Adenbach, in Glanodenbacher Gemarken gelegen (Anm.: die Gemarkungen von Adenbach und Ginsweiler bildeten vor dem 30jährigen Krieg noch eine Einheit mit der von Odenbach. In der Grenzbeschreibung von 1617 wird eine erste Trennung vorgenommen), so mit ei­nem Gang zu bauen, von seinen Eltern vor ungeverlich zwanzig Jahren erblich zugefallen und eingeräumt worden...” Heinrich *May, hat­te dem pfalz-zweibrückischen Keller in Meisenheim berichtet, der seinerseits brieflich die Regierung in Zweibrücken unterrichtete: “... zumittelst undt vor 9 Jahren noch eine Mühl, etwa einen Steinwurf unterhalb vorbemelter seiner Mahlmühl gebauet worden, welche aber durch Fahrlässigkeit in Abgang kommen”; er ist im Besitz “beeder itzgemelter Mühlen, weil er sich der ander Mühl halben mit dem Inhaber des Erkaufs wegen verglichen.” 404.

 

Am 20.9.1658 berichtet der Keller (Johannes) *Römer aus Meisenheim an die herzogliche Regierung in Zweibrücke, daß seit mehr als 30 Jahren keine Pacht mehr entrichtet worden sei, weil die Mühle in den bösen Kriegszeiten zu Boden gefallen, ruiniert, dachlos gewor­den und nichts mehr als Mauern und ein halb zerfallen Scheuerlein stehen 405.

 

Am 2.3.1662 ist N. *Wilhelm als Müller zu Ginsweiler im reformierten Kirchenbuch Medard aufgeführt; er läßt seinen Sohn Leon­hardt Wilhelm taufen 406; am 14.7.1667 wird Elias Wilhelm in der reformierten Kirche in Medard getauft, der “Sohn des Müllers zu Ginsweiler Wilhelm” 407.

 

Um 1696 betrieb J. N. Oster die Mühle in Ginsweiler. Das Bauwesen war durch den Krieg in schlechtem Zustand. Der herzogliche Ein­nehmer G. Kellermann schlug am 14.2.1696 der Regierung vor, dem Oster wegen der „unerträglichen Kriegsbeschwerden“ den Pacht zu erlassen 408.

 

1701 beklagte sich der Inhaber der Obermühle, Hans Adam Eckart beim pfalz-zweibrückischen Oberamt Meisenheim, daß ihm die „neu eingerichtete Pulvermühle“ das Wasser streitig mache 409.

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg (Sundahl'sches Verzeichnis) vom 1746 heißt es zur Ginsweiler Mühle: liegt am Odenbach, hat 2 Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang. Pacht: 4 ½ Ma. Korn, dito Hafer und 1 Reichsthaler. Ginsweiler, Kronenberg und Naumburger Hof sind mit 38 Familien in die Mühle genannt 410.

 

1752 ist Christoph Kuch Betreiber der Mühle, 1754 Daniel Herter 411.

 

1756 gelangte ein Mühlenbericht des Oberamts Meisenheim 412 nach Zweibrücken und enthielt Angaben für die Mühle in Ginsweiler 413.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1756 wird die Mühle wie folgt beschrieben: Die Ginnß­weiler Mühl [hat] 2 Waßer Räder[,] einen Mahl und einen Scheelgang; (zahlt an Pacht) 1 fl an Gels, 4 ½ Mltr Korn, 4 ½ Mltr Habern. Ginßwei­ler, Cronenberg und der Naumburger Hoof aus 38 famil. bestehnd seynd hierheer gebannt.“ 414

 

In Ginsweiler lebte um 1760 (err.) der Müller Philipp/Johann Jakob Knecht, dessen Tochter Anna Ottilia Knecht am 13.4.1784 in Ginswei­ler den Johann Adam Bieler heiratete, den Sohn des Ginsweiler Ölmüllers David *Bühler; da die Ölmüller im Kirchenbuch ausdrücklich als Ölmüller vermerkt sind, während bei Knecht lediglich “Müller zu Ginsweiler” angegeben ist, dürfte er Müller auf der Mahlmühle ge­wesen sein 415.

 

Am 17.7.1776 ereignete sich im Dorf eine Überschwemmungskatastrophe. Durch ein „eingefallenes Donnerwetter“ wurde zur Nachtzeit Mahlmühle, Wohnhaus samt den Mühlengerätschaften und den aufgespeicherten Früchten des Müllers Philipp Speyer mit­gerissen oder verdorben. Der Müller mußte nach Jeckenbach zu seinem Bruder, die Frau zu ihrer Mutter nach Löllbach ziehen. Spey­er war so arm ge­worden, daß er den Landesherrn um ein Kollektenpatent bat, d.h. er durfte von Amts wegen betteln gehen 416.

 

Um 1790 war Ludwig Anton *Horbach Müller in Ginsweiler; Sohn des Müllers zu Lauterecken Konrad Horbach; ∞ 5.8.1790 mit Maria Eli­sabeth Krämer (aus Obermoschel, Tochter des Johann Krämer, Bürger zu Obermoschel) 417.

 

 

- Ohligmühle:

etwa 500 m oberhalb des Dorfes, bachaufwärts, zwischen Ginsweiler und Reipoltskirchen gelegen. 1702 bezeichnet “auf der Aden­bach” 418; Hans Adam *Eckhard (auch Eckardt) war Müller auf der Ohligmühle in Ginsweiler am Odenbach; die Mühle wurde 1721 bei einem Hochwasser zerstört und von Eckhard nicht wieder aufgebaut 419. Der Aufbau erfolgte durch andere Müller; gegen Ende des 18. Jh. gibt es mehre­re Ölmüller aus der Familie Bieler/*Bühler 420. Bis 1732 war Johann Jacob *Müller († 7.8.1732) “Öhlig­schläger zu Medard” 421; seine Witwe Anna Elisabeth NN heiratet am 23.6.1733 in Medard in 2. Ehe den Johann Peter Gravius 422; bis 1748 war Franz Ja­kob Fi­scher “Ölschläger zu Medard” († 13.5.1748 Medard) 423. Um 1763 war Jacob *Götz Ohligmüller zu Ginsweiler, der seine Tochter Anna Christina am 11.6.1763 taufen läßt; bei der Taufe des Sohnes Johann Adam Götz am 25.12.1765 war der Müller aus Ginsweiler Johann *Geisheimer als Pate anwesend 424. David *Bühler (auch als “Bieler” verzeichnet im refor­mierten Kirchenbuch Odenbach) war Ölmüller zu Ginsweiler; dessen Sohn Johann Adam *Bühler heiratete am 13.4.1784 in Gins­weiler die Müllerstochter Anna Otti­lia Knecht, die Toch­ter des Müllers in Ginsweiler Jakob Knecht 425. 1795 und 1797 läßt der “Öl­müller zu Ginsweiler” Karl Bieler und seine Ehefrau Elisabeth Katharina NN zweimal Kinder taufen, die im Kirchenbuch Odenbach eingetragen werden.

 

Müller auf der Ölmühle waren:

- 1598 Heinrich May

- vor 1721 Hans Adam *Eckhard († 1729)

- bis 1732 Johann Jacob Müller († 7.8.1732)

- um 1763/65 Jacob Götz

- von +++ - 1790 David Bühler/Bieler († 1.4.1790)

- ab 1790 Carl Bühler (Sohn des David Bühler)

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B 2 Nr. 902/5: Bericht des Meisenheimer Kellers vom 7.10.1598 über die Obermühle und Pulvermühle in Gins­weiler

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält für die Zeit von 1578-1796 u.a. Unterlagen über die Ölmühle zu Gimsweiler

 

 

- Pulvermühle:

lag bei Ginsweiler im Odenbachtal 426. Die Pulvermühle ist erstmals am 7.10.1598 urkundlich erwähnt; der damalige Besitzer der Ober­mühle (gelegen bachaufwärts zwischen Ginsweiler und Reipoltskirchen), Heinrich *May, hatte dem pfalz-zweibrückischen Kel­ler in Mei­senheim berichtet, der seinerseits brieflich die Regierung in Zweibrücken unterrichtete: “... zumittelst undt vor 9 Jahren noch eine Mühl, etwa einen Steinwurf unterhalb vorbemel­ter seiner Mahlmühl gebauet worden, welche aber durch Fahrlässigkeit in Abgang kommen”; er ist im Besitz “beeder itzgemelter Mühlen, weil er sich der ander Mühl halben mit dem Inhaber des Erkaufs we­gen verglichen.” 427.

 

1658 ließ der Pulvermacher Adam Mezler aus Kronenberg das durch Hochwasser weggeris­sene Wehr wieder aufrichten 428.

 

Am 7.2.1670 berichtet die Kellerei Meisenheim an die pfalz-zwei­brückische Rechenkammer in Zweibrücken: “Berichte sonsten, daß die Pulvermühl bey Gintzweiler noch in exe, undt der Pulverma­cher, mit deme man ehemal gewissen Bestandt gehabt, der aber, weil selbi­ger alters wegen etliche Jahr her erloschen, willig ist, waß ihm vor Salpeter von Fürstlicher RechenCammer zugeschickt wird, angereg­tem Bestand nach zu Pulver zu machen.” 429.

 

1701 beklagte sich der Inhaber der Obermühle, Hans Adam Eckart beim pfalz-zweibrückischen Oberamt Meisenheim, daß ihm die „neu eingerichtete Pulvermühle“ das Wasser streitig mache 430.

 

Offensichtlich wurde die Mühle 1704 durch die einquartierten Soldaten ruiniert und nicht wieder in Betrieb genommen.

 

Es wurde aber der Versuch gemacht, die Mühle muß wieder in Betrieb zu nehmen, wie sich aus einem Schreiben des Müllers in Wald­grehweiler, Johannes *Riegel, an die Rentkammer in Zweibrücken vom 11.7.1709 ergibt: “Wann aber .. zu besagtem Gintzwei­ler eine vor diesem in Gang gewesene Pulvermühl befindlich, welche zwar anjetzo unbrauchbar, auch durch die Neuburgische Solda­ten, als sie daselbst (Anm. 1704 im *Spanischen Erbfolgekrieg) im Winterquartier gelegen, trunckener Weise ziemlich ruiniert und verworffen wor­den, unterde­ßen gleichwohl das Dabey vorhandene Eysenwerck noch wohl vermuthet und zu seiner Mühl angewen­det werden könnte. Als nimmt er hiemit ... Eine Königliche Regierung und RentCammer anzuflehen, da er kein gleich groß Eysen in der Nähe haben kann, ... die­ses Eysen ... ehe es vollendts verrostet, -- über ein Jahr ohnfehlbar zu bezahlen, überlassen.” 431.

 

Anm.: im nahe bei Medard gelegenen Cronenberg lebte bis 1712 der Pulvermacher Johannes *Metzger; es erscheint naheliegend, in ihm den Pulvermüller der Pulvermühle bei Medard zu sehen 432.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B 2 Nr. 902/5: Bericht des Meisenheimer Kellers vom 7.10.1598 über die Obermühle und Pulvermühle in Gins­weiler

- Weber: Mühlen besonderer Art, S. 207

- Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, S. 262

 

 

- Untermühle (Mahlmühle):

sie lag unterhalb des Dorfes und ist erstmals um 1570 urkundlich erwähnt. Die Mühle ist am 7.10.1598 urkundlich erwähnt in einem Verwaltungsvorgang erwähnt, betreffend die Erteilung eines Erbbestandsbriefs an den Müller Heinrich *May aus Becherbach: “Nachdem Uns unser Leibesangehöriger Unterthan Heinrich *May zu Becherbach in unserem Ambt Meisenheim gelegen ... und zu erkennen gege­ben, welchermassen Ihm die Obermühl zu Ginßweiler, unnden am Dorf an der Adenbach, in Glanodenbacher Gemar­ken gelegen (Anm.: die Gemarkungen von Adenbach und Ginsweiler bildeten vor dem 30jährigen Krieg noch eine Einheit mit der von Odenbach. In der Grenzbeschreibung von 1617 wird eine erste Trennung vorgenommen), so mit einem Gang zu bauen, von sei­nen Eltern vor ungeverlich zwanzig Jahren erblich zugefallen und eingeräumt worden...” Heinrich *May, hatte dem pfalz-zwei­brückischen Keller in Meisenheim be­richtet, der seinerseits brieflich die Regierung in Zweibrücken unterrichtete: “... zumittelst undt vor 9 Jahren noch eine Mühl, etwa einen Steinwurf unterhalb vorbemelter seiner Mahlmühl gebauet worden, welche aber durch Fahr­lässigkeit in Abgang kommen”; er ist im Be­sitz “beeder itzgemelter Mühlen, weil er sich der ander Mühl halben mit dem Inhaber des Erkaufs wegen verglichen.” 433. 1598 wird die „Breimehlmühle“ des Hans Franck „nächst unten an Ginsweiler auf der Aden­bach“ genannt 434.

 

Vor 1745 (err.) war der Müller Michael *Horbach als Müller in Ginsweiler 435.

 

Um 1745 war Georg Mathias der Müller in Ginsweiler (err., wird im Kirchenbuch nicht als “Ölmüller” und ausdrücklich als “Müller” be­zeichnet; seine Tochter Anna Elisabetha heiratet am 23.3.1745 den damaligen Müller zu Ginsweiler Philipp Henrich *Horbach 436.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Mühle, die damals noch zum pfalz-zweibrückischen Ober­amt Meisenheim gehörte, wie folgt beschrieben: „Die Ginnßweiler Mühl [hat] 2 Waßer Räder einen Mahl und einen Scheelgang; [gibt] 1 fl an Geld, 4½ Mltr Korn, 4½ Mltr Habern; Ginßweiler, Cronenberg und der Naumburger Hoof aus 38 famil. bestehend, seynd hierher gebannt.“ 437

 

Um 1765 war Johann Geisheimer der Müller zu Ginsweiler; er ist am 25.12.1765 als Pate bei der Taufe des Sohnes des Ölmüllers zu Gins­weiler Jacob *Götz ist 438.

 

Erbbeständer und Müller war 1776 der Müller Philipp Speyer; am 17.7.1776 ereignete sich in Ginsweiler eine Überschwemmungskata­strophe bei der zur Nachtzeit die Mahlmühle mit Wohnhaus, den Mühlengerätschaften und der aufgespeicherten Frucht weggeris­sen wurde. Speyer ist durch die Katastrophe so arm geworden, daß er ein herrschaftliches Patent zum Betteln erhielt, während seine Frau zu ihrer Mutter nach Löllbach ziehen mußte 439.

 

Ab 1782 war de Müller Philipp Jakob Knecht Temporalbeständer auf der Mahlmühle 440.

 

Die Tochter des Olmüllers zu Medard, Philipp Jakob *Knecht, Anna Ottilia Knecht heiratet am 13.4.1784 in Ginsweiler den Gemeinds­mann in Ginsweiler und Müllerssohn Johann Adam *Bühler, Sohn des Ölmüllers David Bühler 441.

 

1788 wird die Mühle in Ginsweiler als „Mahl- und Ölmühle“ bezeichnet 442.

 

Am 25.5.1840 kommt es zur Versteigerung der Mühle. In der Versteigerungsannonce im „Intelligenzblatt“ vom 29.2.1840 heißt es: „Auf Anstehen von Friedrich Linn senior, Rentner, zu Meisenheim wohnhaft, hier handelnd im eigenen Namen, so wie auch als ge­hörig Bevoll­mächtigter seiner übrigen Miterben, der zu Meisenheim verlebten Ehe- und Bäckersleute: Friedrich Linn und Elisabetha geborne Bayer, als: 1. Charlotte Linn ohne besonderes Gewerbe; 2) Carl Linn senior, Gerber; 3) Jacob Linn, Gastwirth; 4) Christian geborne Mathias, Wittwe des zu Meisenheim verlebten Weißgerbers, Leopold Linn ... und deren Kinder a) Carolina Linn, Gattin von Maximilian Rischmann, Conrector ...; b) Friedrich Linn junior, Advocat-An­walt; c) Carl Linn junior, Gerber d) Wilhelmina Linn, ohne Gewerbe; letztere vier als Er­ben ihres benannten verlebten Vaters, ... alle zu Meisenheim wohnhaft ... So wie in Gemäßheit ei­nes ... Commissorial-Urtheils des Kö­nigl. Bezirksgerichts Kaiserslautern... ge­gen die Kinder und Erben der zu Ginsweiler verlebten Ehe- und Müllersleute, Philipp Jakob *Knecht und Maria Margaretha geborne Schröder, 1) Jakob Knecht Adjunkt und Müller zu Ginsweiler wohnhaft; 2) Margaretha geborne Knecht, Wittwe von Philipp Krauß dem Dritten, Ackersfrau, zu Becherbach wohnhaft; 3) Carolina Knecht, Ehefrau von Jakob Schalber dem Zweiten, Zimmermann, sie aber ohne Gewerbe, beide zu Becherbach wohn­haft; 4) Charlotte Knecht, Ehefrau von Peter Schneider, Ackersleute, zu Adenbach wohnhaft; 5) Peter Knecht, Wagner, zu Odenbach wohnhaft, als Schuldner der benannten Linn'schen Erben, ist laut gehörig regi­strierter, und am 3. April 1838 durch den Herrn Präsi­denten am Königl. Bezirksgerichte zu Kaiserslautern vollziehbar erklärten, Schuld- und Pfandverschreibung des Notär Rischmann in Meisenheim, vom 26. Mai 1807; und infolge einer zweiten gehörig regi­strierten Schuld- und Pfandverschreibung des Notärs Gervi­nus in Lauterecken, vom 7. October 1823, zur Zwangsversteigerung ...“. 443

 

Dabei wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Eine Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange, nebst einer Ölmühle, einem einstöckigen Wohnhause Scheuer, Stallungen Hof und zwei Gärten mit Zubehör, enthaltend eine Are zwölf Centiaren, unter­halb Ginswei­ler gelegen ...; zwischen der Mühle und der Scheuer zieht die Straße nach Adenbach durch ...“ 444.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird genannt der Handelsmüller Jakob Göttel 445.

 

Im „Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel“ wird für 15.4.1867 die freiwillige Versteigerung der Mühle an­nonciert: „... läßt Herr Jakob Göttel, Müller in Ginsweiler, seine unterhalb Ginsweiler stehende Mühle mit zwei Mahlgän­gen, einem Schäl­gange, einer Oehlmühle mit doppelten Pressen und Schrotmühle nebst Wohn- und Oeconomiegebäuden ... 446.

 

Reihenfolge der Mahlmüller:

- um 1765 Johann Geisheimer

- 1776 Philipp Speyer

- ab 1782 Philipp Jakob Knecht

 

Photo/Abb.:

- Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, vor S. 1: Ansichtskarte (gezeichnet) um 1900

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 902 5: „Die Mahl- und Ölmühle zu Ginsweiler, 1788“

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält für die Zeit von 1578-1796 u.a. Unterlagen über eine Mühle in Ginsweiler

 

 

 

 

 

Glan, Fluß:

der Glan ist ein 90 km langer Fluß im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Hauptsächlich fließt er im Nordwesten der Pfalz, deren läng­ster Fluß er mit anteiligen 68 km ist. Der Mündungsteil des Glans verläuft dann in der Region Hunsrück-Nahe. Sein ungewöhn­lich großes Ein­zugsgebiet von 1201 km² kommt dadurch zustande, dass das Nordpfälzer Bergland mit seiner Verlaufsrichtung von Süd­west nach Nord­ost dem parallel fließenden Glan nahezu alle regionalen Wasserläufe zuführt. Der Glan entspringt im Ortsteil Höchen der Stadt Bexbach. Bereits nach rund 2 km verlässt er das Saarland, um bei Waldmohr rheinland-pfälzischen Boden zu erreichen. In der Pfalz durchfließt er Bruchmühlbach-Miesau, wo von links der von Schö­nenberg-Kübelberg kommende Kohlbach einmündet, nimmt dann bei Elschbach den Ohmbach auf und wendet sich in einer markan­ten Doppelschleife bei Gries in das Nordp­fälzer Bergland, das er von Süd nach Nord durchquert. Dabei passiert er Nanzdietschwei­ler, Glan-Münchweiler, Altenglan und Ul­met. Dort ändert sich die Laufrichtung nach Nordos­ten, der Glan fließt durch Offen­bach-Hundheim und Lauterecken, wo von rechts die aus Süden kommende Lauter (Waldlauter) einmün­det. Ebenfalls von rechts nimmt der Glan 6 km weiter bei Odenbach den gleichnamigen Bach auf. Nach dem Eintritt in die Hunsrück-Na­he-Region durchfließt der Glan die Kleinstadt Meisenheim, bevor er bei Odernheim von rechts in die Nahe mündet, einen linken Neben­fluss des Rheins 447.

 

Der Name „Glan“ kommt aus dem Keltischen und bedeutet wohl „hell, klar, glänzend, fließend“; zudem war „Glan“ Bestandteil des Na­mens eines keltischen Wassergottes. Andere Wasserläufe dieses Namens sind vom grammatischen Geschlecht weiblich, dieser Fluß nur gelegentlich: 1719 heißt es „die Glan“. Entlang des Glans führte eine alte Handelsstraße von Südwesten her ins Nahetal, die in Bingen endete. Außerdem bildete der Glan im 1. Jahrtausend v. Chr. die südöstliche Grenze der Hunsrück-Eifel-Kultur; damals siedelten hier Kel­ten. Später hinterließen die Römer ihre Spuren 448.

 

Am 20.2.1817 erläßt die kgl. bayrische Kreisdirektion Kaiserslautern die Anordnung die „Aichung der Mühlen am Glan“ in den Bürger­meistereien von Odernheim, Odenbach, Lauterecken, Hundheim und Quirnbach vorzunehmen und hierzu die Höhe der einzelnen Wehre an den Mühlen festzulegen. Mit der Durchführung wird der Kreisingenieur H. Wahl beauftragt 449.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 663/4: „Einreißen des Glanflusses vom Altenglaner Mühlenwehr an bis Patersbach, 1748-1794“

 

 

1Denkmaltopo­graphie Donnersbergkreis, S. 292.

2Kuby: Pfarrerlisten kleinerer pfälzischer Herrschaften, Bl. f. pfälz. Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 2001, S. 79 ff.

3Morgenthaler: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 78.

4Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. F2 Nr. 141, S. 642: 1757 Mai 23: Obligation: Gu. Magnus v. Wallbrunn, 4.000 fl., Gläubiger: wormsischer Hofrat J. Georg Stein; Unterpfand, Mühle zu Gauersheim.

5Amts- und Intelligenzblatt des Rheinkreises 1931, S. 77.

6Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1865, S. 9.

7Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 21.

8Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 16.

9Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 292 mit Beschreibung S. 294.

10Unterlagen von Alfred Hans Kuby bei PRFK, Archiv Ludwigshafen.

11luth. KB Gauersheim1, Bl. 66, Copulationseintrag vom 4.5.1675.

12luth. KB Gauersheim1, Bl. 66, Copulationseintrag vom 27.6.1675.

13luth KB Ilbesheim bei Kirchheimbolanden1, Bl. 7, Taufeintrag vom 3.2.1701.

14Gabelmann: Kir­chenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 141.

15Ga­belmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 63.

16Weber: Zwei Gauersheimer Mühlen, S. 102; Auskunft von Günther F. Anthes an Alfred Hans Kuby, in: Archiv PRFK, Ludwigshafen: Unterlagen Kuby; luth. KB Gauersheim1, Bl. 66, Copulationseintrag vom 17.1.1675.

17Weber: In der Einselthumer Gemarkung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Donnersberg-Jahrbuch 1986, S. 159.

18Morgenthaler: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. S. 76.

19Anm.: bei Morgenthaler: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1987, S. 73-81 fälschlich als "Untere Herrenmühle" bezeichnet: Angabe von Altbürgermeister Gerhard Schach, dessen Frau, eine geborenen Eberhard die Mühle mit in die Ehe brachte, ggü. dem Autor am 26.12.2002.

20Weber: Zwei Gauersheimer Mühlen, S. 101.

21Angabe von Bürgermeister a.D. Gerhard Schach, dessen Frau, eine geborenen Eberhard die Mühle mit in die Ehe brachte, ggü. dem Autor am 26.12.2002.

22Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 16.

23Denkmalto­pographie Donnersbergkreis, S. 62.

24Kuby: Pfarrlisten der ehemaligen Grafschaft Falkenstein [im Bereich der evange­lischen Kirche der Pfalz]; in Bl. f. Pfälzische Kirchengeschichte 1996, S. 133 ff.; Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 62.

25Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 62.

26Engel: Freiheit, Gleichheit, S. 38; Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 63.

27Engel: Freiheit, Gleichheit, S. 39.

28Engel: Freiheit, Gleichheit, S. 40; Stadtarchiv Rockenhausen, B1/4 S. 55 +++Zitat prüfen+++

29Engel: Freiheit, Gleichheit, S. 40; Stadtarchiv Rockenhausen, B1/11 S. 5, 6-9.

30Glasschröder: Urkunden, Nr. 671.

31ref. KB Dielkirchen; Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

32Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus der Mühle zu Steckweiler in: PRFK 1977, S. 449.

33Internetdatei http://familysearch.org, Abruf vom 7.7.2014; Schläfer: Familien zu Gerbach und St. Alban, S. 98 Nr. 591.

34Denkmaltopographie Donners­bergkreis, S. 71 mit Photo.

35Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 1, S. 213.

36Dhom: Gaugrehweiler, S. 213.

37Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 301.

38Denkmaltopographie Donners­bergkreis, S. 62.

39Denkmaltopo­graphie Donnersbergkreis, S. 70.

40Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 301.

41Denkmaltopo­graphie Don­nersbergkreis, S. 38.

42LA Speyer Best. C41 Nr. 19 S. 2-21.

43Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 62.

44LA Speyer Best. C41 Nr. 19 S. 3.

45LA Speyer Best. C41 Nr. 19 S. 3.

46LA Speyer Best. C41 Nr. 19 S. 17.

47Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 112, 113.

48Dhom: Gaugrehweiler, S. 53.

49Denkmaltopographie Donnersberg, S. 70.

50Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 301; Dohm: Gaugrehweiler, S. 54.

51Dhom: Gaugrehweiler, S. 54; Denkmaltopo­graphie Donnersbergkreis, S. 70; Anm.: auf die Schreibweise „Filipp“ wird nicht hingewiesen.

52 Verzeichnis der Kulturdenkmäler Donnersbergkreis http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Donnersbergkreis.pdf .

53Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 112.

54Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 112; LA Speyer Best. C41 Nr. 19.

55Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 219.

56Denkmaltopo­graphie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 219.

57luth. KB Alzey, Sterbeeintrag vom 14.8.1735.

58Rödel: Regesten des Klosters Weidas, S. 85.

59 Universitätsarchiv Heidelberg XII, 1 Nr. 81/4a zitiert bei: Martin:Quellen zur Ge­schichte Dirmsteins und der Familie Lerch von Dirmstein, S. 362 Nr. 699; Rödel: Regesten Kloster Weidas, S. 87 Nr. 50.

60Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 226 mit Photos S. 227.

61Rödel: Regesten des Klosters Weidas, S. 86, Nr. 47.

62Rödel: Regesten Kloster Weidas, S. 88, 89 Nr. 54; Becker: Inventarien der Klöster Weidas und Münsterdreisen 1553; in: Kaiserslauterer Jahrbuch f. Pfälz. Geschichte und Volkskunde 2013-2015, S. 141; LA Speyer Best. A2, Nr. 702/6.

63 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 11.3.1703.

64 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 11.8.1719.

65Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 228.

66Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 40.

67Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 230.

68Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 229.

69Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 135.

70Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 136.

71Archiv PRFK Ludwigshafen, Archiv Immel, Best. XIV I 114.1: Nachkommen des Philipp Rheinheimer (1540-1590) von Hochheim bei Worms, Nr. 142/2; ref. KB Gau-Odernheim 2, Heiratsregister 1737, n.p., Bild 32, Copulationseintrag vom 22.1.1737.

72luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 29.9.1704; Http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27, Abruf vom 29.4.2014.

73 Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 230.

74 Widder: Beschreibung der Kurpfalz (1787), Bd. 3, S. 42.

75 Dolch/Münch: Urkundenbuch Kaiserslautern, Bd. III, S. 243 Nr. 281.

76Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 307.

77Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 317-318.

78Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 318.

79 Widder: Beschreibung der Kurpfalz (1787), Bd. 3, S. 42.

80Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 264.

81Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 262.

82Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 137.

83Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 40..

84Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 194.

85Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 137.

86Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 193: Obristlieutenant der niederländischen Kavallerie Freiherr Ernst Friedrich von Schiebel († 2.10.1721 Gau- Odernheim), Sohn des Obristen Nathanael von Schiebel.

87Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 193: Freiherr Wilhelm Johann von Thiele, Cornet der niederländischen Kavallerie; ∞ mit Maria Margaretha Cornelia von Schiebel († 24.7.1719 Odernheim).

88Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 262; Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 194.

89Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 262; Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 194

90Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 137.

91Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 262.

92Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 262, 264.

93Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 136; Schannat: Hist. Ep. Worms, II, 100.

94Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 136-137.

95Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 229.

96Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 135.

97Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, Bd. 1, S. 136.

98LA Speyer Best. F7 Nr. 3007.

99 Widder: Beschreibung der Kurpfalz (1787), Bd. 3, S. 42.

100Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 266.

101Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 267.

102Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 266 mit Abb. des Katasterplans von 1832.

103Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, S. 267.

104Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Sign. 2.1,

105Schmitt: Oberamt Alzey, S. 272 Anm. 48; Hess. StA Darmstadt, Best. C3 Nr. 115/3 fol. 38 ff.

106Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 141.

107Kopie LA Speyer Best. X53 Nr. 7; Original Kirchenschaffneiar­chiv Zweibrücken IV. 1220.Bl. +++Zitat ergänzen+++

108Kopie LA Speyer Best. X53 Nr. 7; Original Kirchenschaffneiar­chiv Zweibrücken IV. 1220.Bl. +++Zitat ergänzen+++

109LA Speyer Best. X53 Nr. 7 (Kopie); Original Kirchenschaffneiar­chiv Zweibrücken IV. 1220.Bl. +++Zitat ergänzen+++

110LA Speyer Best. X53 Nr. 7 (Kopie); Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220, Bl. 24.

111LA Speyer Best. B2 Nr. 292/2 fol. 17.

112LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 97r.

113Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 142.

114Klauck: Lexikon saarländischer Orte, ,S. 142.

115Dhom: Imsweiler und seine Einwohner, S. 63.

116Denkmaltopographie Don­nersbergkreis, S. 410; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 266.

117Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 410; We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 266.

118LA Speyer A2 Nr. 164.24+++Zitat prüfen+++; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 260 ff..

119LA Speyer A2 Nr. 164.24+++Zitat prüfen+++; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S.16, 262.

120Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 410.

121Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 410.

122Busch: Gehrweiler anno 1831; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 2012, S. 18.

123 Ortssippenbuch Mehlbach 1938, S. 186 Nr. 1252.

124Schnabel: Bevölkerungsanga­ben des Bistums Speyer, 2011, S. 278.

125Westrich: Geinsheim, S. 70: Geinsheimer Weistum aus dem 16. Jh..

126Karte bei Westrich: Geinsheim, S. 158; Denkmaltopographie Neustadt, Bd. 2 S. 57 mit Urkataster von 1821.

127Kästel: Einwohner von Geinsheim, S. 24, 28.

128Kästel: Bevölkerungsstruktur Geinsheim, S. 219 ff..

129Kästel: Bevölkerungsstruktur, S. 227 ff..

130Friedel: Schopp, S. 86.

131Christmann: Siedlungsnamen II, S. 224.

132LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29.

133LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 238.

134Christmann: Waldfischbach, S. 9.

135Friedel: Schopp, S. 86 iVm S. 82.

136 Friedel: Schopp, S. 86-87;Velmann: Beforchung [Wald­beschreibung] des ehemaligen Gerichts Waldfischbach von Forstmeister Philipp Velmann aus dem Jahre 1600, hrsg. und erläu­tert von Ernst Bilfinger; in: Pfälzerwald 1906, S. 8.

137Christmann: Waldfischbach, S. 59.

138Christmann: Waldfischbach, S. 59.

139Meyer: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 37/38;I Internetdatei Schaaf Homepage, http://www. schaafs.de/schaaf.htm, Abruf vom 12.9.2013

140Friedel: Schopp, S. 87.

141HStA Wiesbaden Abt. 121 Nr. 7 von Sickingen: Sickingisches Amtsrelationsbuch Bd. I Nr. 5b S. 238 = Zusammenfassung PRFK Ar­chiv Ludwigshafen Ordner Nr. XIV L 2.0 lfd. Abt. Nr. 11.

142Velmann, Philipp: Beforchung [Wald­beschreibung] des ehemaligen Gerichts Waldfischbach von Forstmeister Philipp Velmann aus dem Jahre 1600, hrsg. und erläu­tert von Ernst Bilfinger; in: Pfälzerwald 1906 S. 8.

143Internetdatei Schaaf Homepage http://www.schaafs.de/schaaf.htm, Abruf vom 12.9.2013.

144HStA Wiesbaden Abt. 121 Nr. 7 von Sickingen: Sickingisches Amtsrelationsbuch Bd. I Nr. 5b S. 238 = Zusammenfassung PRFK Ar­chiv Ludwigshafen Ordner Nr. XIV L 2.0 lfd. Abt. Nr. 11.

145Internetdatei Schaaf Homepage, http://www.schaafs.de/schaaf.htm, Abruf vom 12.9.2013.

146Ruby/Scherer: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttelamt und dem Gerichtsort Alsenborn in: PRFK 1974, S.39; Meyer: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Wittner „Schweizer (Einwan­derer) in der Südwestpfalz; in: PRFK 2007, S. 111; Meyer: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Witt­ner „Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; in: PRFK 2007, S. 111.

147dagegen nach Meyer: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Wittner „Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; in: PRFK 2007, S. 111: „am 23.6.1750 Waldfischbach“.

148nach Meyer, Dietmar: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Wittner „Schwei­zer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; in: PRFK 2007, S. 111: Catharina Schaaf, Witwe des Müllermeisters Jacob Stein.

149Ruby/Scherer: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttelamt und dem Ge­richtsort Alsenborn]; in: PRFK 1974, S.39.

150Meyer: Register zum 3. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 40.

151Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfisch­bach-Burgalben, S. 124.

152Meyer: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 37.

153Meyer: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 37.

154Ullrich: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 147.

155Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, S. 244.

156Ullrich: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 145.

157Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgal­ben, S. 32.

158Eilbote Landau vom 21.11.1846 Beilage Nr. 47 = LA Speyer Best. Y 20/41.

159Gemeindearchiv Trippstadt Best. B Nr. 16b S. 948+++Zitat prüfen+++; Heil: Funktionaler Wandel, S. 104.

160Benkel: Die Erschießungen bei der Geiselberger Mühle am 21. März 1945; in: „Den Gefallenen und Vermißten beider Weltkriege“ , a.a.O, S. 137-142.

161LA Speyer Best. B 2 Nr. 1393 3.

162Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, S. 10-11; Auch: o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz, Archiv PRFK Ludwigshafen

163o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz, Archiv PRFK Ludwigshafen.

164LA Speyer, Leiningen-Hartenburg A Nr. 103 +++ Zitat prüfen++; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 225.

165 Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, S. 10-11; o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz, Archiv PRFK Ludwigshafen

166o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftl. Aufsatz, Archiv PRFK Ludwigshafen; Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, S. 10-11.

167 Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, S. 10-11; o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz, Archiv PRFK Ludwigshafen

168 LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 474-483.

169Christmann: Siedlungsnamen II, S. 225; a.A. Schoch: Allerhand aus dem Pfälzer Wald, S. 9: Ankauf erfolgte 1869; aA. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein,

S. 11, die 1846 als Datum des Kaufvertrages nennen.

170Christmann: Siedlungsnamen I, S. 180.

171Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, S. 30 Nr. 87; Pöhlmann: Regesten der Grafen von Zweibrücken, S. 45 Nr. 138.

172Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 297.

173Internetdatei http://kenbower.com/wc05_150.htm), Abruf vom 22.12.2011.

174 Weidmann: Mühlen im Kreis. Die Scharrmühle am Stuhlbach; in: "Die Rheinpfalz" / Pfälzische Volkszeitung, Nr. 183 vom 9.8.2000.

175Müller: Gerhardsbrunn, S. 162.

176Bohrer: reformiertes KB Wallhalben 1719-1798, S. 8.

177Müller: Gerhardsbrunn, S. 163.

178Internetdatei http://kenbower.com/wc05_150.htm), Abruf vom 22.12.2011.

179Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 297.

180Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, S. 30.

181Müller: Gerhardsbrunn, S. 163.

182Müller: Gerhardsbrunn, S. 164.

183Müller: Gerhardsbrunn, S. 166.

184LA Speyer Best. L56 Nr. 372.

185LA Speyer Best. L56 Nr. 372.

186Müller: Gerhardsbrunn, S. 166.

187Müller: Gerhardsbrunn, S. 167.

188Schick: Ehemals klapperten im Wallalbtale eine Menge Mühlen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 53.

189Schwarz: Ehemals kurpfälzische, nunmehr österreichische Leibeigene im Oberamt Germersheim im Jahre 1630 [Teil 1]; in: PRFK 2011, S. 193.

190Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 5.

191Schwarz: Germersheimer Einwoh­ner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 3.

192Frey: Beschreibung des Rhein­kreises, Bd. 1, S. 546.

193Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1, S. 546.

194Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 397.

195Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 81.

196Vogel: Zeiskam, Johanniter-Komturei Heimbach, S. 44; Koch/Wille: Regesten Pfalzgrafen Nr. 3400.

197Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 29.

198 um 1575 erwähnt im sog. Rheinbefahrungsprotokoll; GLA Karlsruhe Best. 77/5712 fol. 29; Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 43.

199Widder: Beschreibung, Bd. 2, S. 422.

200Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Ger­mersheim: Heimatbrief 1997, S. 84.

201LA Speyer Best. 1682/5: Westheim. Die Eisung des Queichbachs, bzw. Überschwemmungen, 1789-1792, fol. 22-25.

202Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11./15.5.2010.

203Probst: Germersheim, S. 468.

204 Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 6.

205Eilbote Landau vom 15.3.1855, S. 105 = LA Speyer Best. Y 20/41.

206Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 10.

207LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; Auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 253; Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 83.

208Land­wirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 9.

209 LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; Auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 253; Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimat-

brief 1997, S. 83.

210Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreis­sigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 4.

211Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreis­sigjährigen Krieg; in: PRFK 2006, S. 4; LA Speyer Best. F7 Nr. 3012.

212Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: PRFK 2006, S. 6; LA Speyer Best. F1 Nr. 15b, 67.

213Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: PRFK 2006, S. 6.

214Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: PRFK 2006, S. 6; LA Speyer Best. F7 Nr. 3012.

215Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: PRFK 2006, S. S. 11; LA Speyer Best. A14 Nr. 445a.

216 Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 34; Spieß: Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein vom Jahr 1401, S. 26 Nr. 58.

217Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 35; GLA Karlsruhe 67/1007, fol. 412 ff.

218Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 36; LA Speyer Best. A2 Nr. 122/1, fol. 20.

219Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 42; LA Speyer Best. A2 Nr. 122/3, fol. 44.

220Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 42.

221Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 42; GLA Karlsruhe Nr. 77/ 5712, fol. 28.

222Schwarz: Die Germersheimer Müh­len im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 81-88.

223LA Speyer Best.A14 Nr. 445a, Bl. 18; Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 84.

224 LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 253; Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 83.

225Eilbote Landau vom 6.3.1850, Nr. 19, S. 133.

226Eilbote Landau vom 6.7.1850, Nr. 54, S. 120.

227 LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; Auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 253; Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimat brief 1997, S. 83.

228Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 42;Tiroler Landesarchiv Innsbruck, Germersheimer Akten II, Nr. 10 f., 34.

229 Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 42; LA Speyer Best. A2 Nr. 122/1, fol 21 (1455); LA Speyer Best. A2 Nr. 122/2 fol. 43 (1480); LA Speyer Best. A2 Nr. 122/3 fol. 70 (1494).

230LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; Auch Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, S. 253.

231Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 88.

232Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Ger­mersheim, S. 29; LA Speyer Best. A2 Nr. 122 fol. 20F und 40.

233LA Speyer Best. A2 Nr. 122/3, fol. 27 und 70; Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 43.

234Schwarz: Hand­werk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 42; LA Speyer Best. A2 Nr. 122/3, fol. 44.

235Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 87.

236LA Speyer Best. A2 Nr. 122/1, fol. 20.

237 LA Speyer Best. A2 Nr. 122/3, fol. 27 und 70; Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Ger­mersheim, S. 43.

238GLA Karlsruhe Best. 77/5712 fol. 29.

239Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 43.

240"Die Rheinpfalz", Germersheimer Rundschau vom 10.1.2010 „Es klappern die Mühlen an rauschender Queich“.

241Probst: Germersheim, S. 469.

242LA Speyer, Akten Bezirksamt Germersheim, Wasserbuch für Triebwerke, Band 1, S. 12-13.

243Schwarz: Handwerk, Gewer­be und Handel in Germersheim, S. 42.

244"Die Rheinpfalz", Germersheimer Rundschau vom 10.1.2010 „Es klap­pern die Mühlen an rauschender Queich“.

245Probst: Germers­heim, S. 485 Anm. 3.

246Probst: Germersheim, S. 468.

247Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11./15. 5.2010; Auch LA Speyer Best. Kurpfalz Akten Fasc. 1067; a.A. Probst: Germersheim, S. 468.

248 LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7 +++Zitat prüfen+++; Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, S. 253; Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germers- heim: Heimatbrief 1997, S. 82.

249Neue Speyerer Zeitung Nr. 52 vom 1.5.1827, sowie Nr. 26 vom 10.5.1827 mit Korrektur des Versteigerungstermins.

250Intelligenz­blatt des Rheinkreises vom 29.4.1827, Nr. 69, Beilage, S. 416.

251Weber: Mühlen besonderer Art, S. 344.

252LA Speyer, Akten Bezirksamt Germersheim, Wasserbuch für Triebwerke, Band 1, S. 12-13.

253 Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 42 unter Bezugnahme auf Tiroler Landesarchiv Innsbruck Germershei­mer Akten II, Nr. 10, fol. 33.

254Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 11.

255Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 34; Spieß: Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein vom Jahr 1401, S. 26.

256Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 35; GLA Karlsruhe 67/1007, fol. 412 ff.

257Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 36; LA Speyer Best. A2 Nr. 122/1, fol. 20.

258Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, S. 36; LA Speyer Best. A2 Nr. 122/2 fol. 35.

259Christmann: Siedlungsnamen II, S. 128; Anm.. d. Verf.: diese Vermutung Christmanns ist zutreffend.

260Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 37.

261Christmann: Siedlungsnamen II, S. 128.

262Christmann: Siedlungsnamen II, S. 128.

263Klauck: Le­xikon saarländischer Ortschaften, S. 158.

264Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 158.

265Krämer: 800 Jahre Adelsfamilie von der Leyen; in: Pfälzer Heimat 1959, S. 59; Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 158.

266Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 158.

267Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 158.

268Mitteilung von Herrn Martin Rupp vom 31.5.2014.

269Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 76; Karst: Kurpfälzisches Ober­amt Neustadt, S. 12.

270Denk­maltopographie Neustadt Bd. 2, S. 77.

271Schneider/Sitzmann: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes, S. 370 mit Karte S. 381; Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/ Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 44 mit Karte S. 45.

272Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 397.

273Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 2, S. 254.

274Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 2, S. 256.

275Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 44-51 und Karte S. 45.

276 LA Speyer Best. A2 Nr. 1370/4, fol. 39.

277 LA Speyer Best. A2 Nr. 1370/4, fol. 39r.

278 LA Speyer Best. A2 Nr. 1370/4, fol. 41.

279 LA Speyer Best. A2 Nr. 1370/4, fol. 40.

280 Hinweis von Herrn Rüdiger Füßl am 13.4.2016.

281 Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen in Bildern von früher und heute, S. 22-23.

282Denkmaltopographie, Bd. 19.2 Stadt Neustadt, 78.

283 Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen in Bildern von früher und heute, S. 22-23.

284Benedom: Gimmeldingen, S. 45 Nr. 0025.

285 Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 79 iVm. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 50.

286Benedom: Gimmeldingen, S. 64 Nr. 0079.

287Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 50.

288 Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen in Bildern von früher und heute, S. 34.

289Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 50.

290Benedom: Gimmeldingen, S. 64 Nr. 0079.

291Benedom: Gimmeldingen, S. 64 Nr. 0081.

292Benedom: Gimmeldingen, S. 64-65 Nr. 0081.

293Benedom: Gimmeldingen, S. 65 Nr. 0082.

294Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 50.

295Denkmalto­pographie Neustadt Bd. 2, S. 106; Sitzmann: Führer durch Gimmeldingen S. 47.

296Benedom: Gimmeldingen, S. 65 Nr. 0082.

297Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 50.

298Spieß: Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen, S. 52 Nr. 238.

299Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 79.

300Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 106.

301Sitzmann: Führer durch Gimmeldingen, S. 50.

302LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 14r.

303Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 106.

304Denkmaltopographie, Bd. Neustadt 19.2, S. 79.

305Schoch: Allerhand aus dem Pfälzerland, S. 11.

306Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 49.

307Denk­maltopographie, Bd. Neustadt 19.2, S. 79, 96.

308Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 49.

309Benedom: Gimmeldingen, S. 634 Nr. 2270.

310LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 15r-16, 34r.

311Benedom: Gimmeldingen, S. 634 Nr. 2270-2271.

312luth. KB Neustadt Taufeintrag vom 17.2.1705; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 8.4.2014.

313Benedom: Gimmeldingen, S. 634 Nr. 2271.

314 Anm.: bei Benedom: Gimmeldingen, S. 634 Nr. 2272 wird als Geburtsdatum 1715 angegeben; es handelt sich jedoch mE. um den jüngsten Sohn des Müllers Al-

brecht Rübsamen und der Anna Elisabeth Gerhardts; dieser Johann Jacob Rübsamen (16.10.1690 Gimmeldingen - † 13.10.1748 ebd.) ( Benedom: Gimmeldingen,

S. 634 Nr. 2270) ist der jüngste Bruder des Müllermeisters Johann Peter Rübsamen.

315LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 15r-16, 34r.

316Benedom: Gimmeldingen, S. 635 Nr. 2273 iVm S. 805 Nr. 3132.

317Benedom: Gimmeldingen, S. 635 Nr. 2273 iVm. S. 636 Nr. 2275.

318Benedom: Gimmeldingen, S. 834 Nr. 3023 iVm. S. 206 Nr. 00631.

319Benedom: Gimmeldingen, S. 41 Nr. 0008.

320Benedom: Gimmeldingen, S. 636 Nr. 2275 iVm S. 636 Nr. 2277.

321Benedom: Gimmeldingen, S. 636 Nr. 2275 iVm S. 637 Nr. 2278.

322Intelligenzblatt de Rheinkreises vom 4.3.1830, Nr. 23, Beilage, S. 182-183.

323Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 96.

324Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 49; Denkmaltopographie, Bd. Neustadt 19.2, S. 79.

325Neustadter Adreßbuch von 1905, abgedruckt bei Schneider/Sitzmann: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes, S. 499.

326Kermann/Sitzmann: Gimmeldin­gen. Leben im Weindorf , S. 18; Auch Denkmaltopographie Neustadt, Bd. 19.2, S. 112,Anm. zu Peter-Koch Straße.

327Schoch: Allerhand aus dem Pfälzerland, S. 54.

328Neu­stadter Wochenblatt Nr. 149 vom 12.12.1848, S. 595.

329Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 79.

330Sitzmann: Führer durch Gimmeldingen, S. 40.

331LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 15.

332LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 34.

333Stuck: Personal der Oberämter, S. 44.

334Neustadter Zeitung“ vom 22.6.1854 Nr. 74

335Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 79.

336Denkmaltopographie, Bd. Neustadt 19.2, S. 79.

337Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 77.

338Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 49.

339Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen in Bildern von früher und heute, S. 23.

340Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 77.

341Hinweis von Herrn Füßl am 13.4.2016.

342Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 114.

343Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 77.

344Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 79; LA Speyer Best. A2 Nr. 1073/1.

345Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 49.

346Benedom: Gimmeldingen, S. 199 Nr. 0615.

347 Benedom: Gimmeldingen, S. 200 Nr. 0617; Schloz: Familie Ferckel/Ferkel, S. 130.

348 Benedom: Gimmeldingen, S. 201 Nr. 0620.

349 Benedom: Gimmeldingen, S. 201 Nr. 0621; Schloz: Familie Fer­ckel, S. 131.

350 Benedom: Gimmeldingen, S. 201/202 Nr. 0621.

351 Schloz: Familie Ferckel, S. 131, 134; Benedom: Gimmeldingen, S. 488 Nr. 1716.

352Schloz: Familie Ferckel, S. 131, 134; Benedom: Gimmeldingen, S. 201/202 Nr. 0621 iVm. S. 203 Nr. 0624.

353LA Speyer, Best. A2 Nr. 179/1 fol. 15r, 34; LA Speyer A2 Nr. 100 1/18 fol.

354 Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 49.

355 Benedom: Gimmeldingen, S. 834 Nr. 3023 iVm. S. 206 Nr. 00631.

356 Benedom: Gimmeldingen, S. 206/607 Nr. 0631.

357 Benedom: Gimmeldingen, S. 206/207 Nr. 0631 iVm S. 211 Nr. 0642.

358 Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 49.

359 Benedom: Gimmeldingen, S. 41 Nr. 0008.

360 Benedom: Gimmeldingen, S. 635 Nr. 2273 iVm S. 805 Nr. 3132.

361 Benedom: Gimmeldingen, S. 206/207 Nr. 0631 iVm S. 211 Nr. 0642.

362Benedom: Gimmeldingen, S. 211 Nr. 0642 iVm. S. 838 Nr. 3031.

363Benedom: Gimmeldingen, S. 211 Nr. 0642 iVm. S. 217 Nr. 0658.

364Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 114.

365 Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 49.

366Anm.: dieser befindet der Mauer des Platzes des ehemaligen Mühle, gegenüber Anwesen Peter Koch Str. 43.

367Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, S. 114.

368Häberle: Wüstungen, S. 99.

369Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Ker­mann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S.47 mit Karte S. 45.

370Denkmaltopographie, Bd. Neustadt 19.2, S. 79.

371Schoch: Allerhand aus dem Pfälzer Land, S. 17.

372Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 48 mit Karte S. 45.

373Denkmaltopographie, Bd. Neustadt 19.2, S. 79.

374Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 48.

375 Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen in Bildern von früher und heute, S. 36.

376Denkmaltopographie, Bd. Neustadt 19.2, S. 79.

377Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 48.

378Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen in Bildern von früher und heute, S. 36.

379Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 48 mit Karte S. 45.

380Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, S. 48.

381Sitzmann: „Die ehemaligen Mühlen im Gimmeldinger Tal“; in: Schneider/Sitzmann: Gimmeldingen. Chronik eines Wein­dorfes, S. 373 mit Karte S. 371; Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Muß­bach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf , S. 47 mit Karte S. 45.

382Eilbote Landau vom 23.6.1838, Nr. 25, S. 99; Auch Neustadter Wochenblatt vom 19.6.1838 Nr. 38, S. 148.

383Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldin­gen. Leben im Weindorf , S. 51.

384Schneider/Sitzmann: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes, S. 375.

385Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldin­gen. Leben im Weindorf , S. 51.

386Denkmal­topographie Neustadt Bd. 2, S. 79.

387Benedom: Gimmeldingen, S. 841 Nr. 3039.

388Denkmal­topographie Neustadt Bd. 2, S. 79.

389Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldin­gen. Leben im Weindorf , S. 51; Denkmaltopographie Neustadt

Bd. 2, S. 79.

390Benedom: Gimmeldingen, S. 846 Nr. 3052.

391Denkmal­topographie Neustadt Bd. 2, S. 79.

392Benedom: Gimmeldingen, S. 850 Nr. 3065.

393Benedom: Gimmeldingen, S. 850 Nr. 3068.

394Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldin­gen. Leben im Weindorf , S. 51; Denkmaltopographie Neustadt

Bd. 2, S. 79.

395Denkmaltopographie, Band Ku­sel, S. 84.

396LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/1 Bl. 13-14.

397LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 27-30: Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738.

398LA Speyer Best. A 2 fasc. 131/1, Bl. 15-17r.

399Wendel: Adenbach und Ginsweiler, S. 247 Anm. 2.

400Wendel: Adenbach und Ginsweiler, S. 41.

401Wendel: Adenbach und Ginsweiler, S. 231.

402LA Speyer Best. 2 Nr. A 192/1:1743-56.

403Pfälzer. Bote für das Glanthal und An­zeigenblatt für den Bezirk Kusel Nr. 39 vom 2.4.1858.

404Wendel: Adenbach und Ginswei­ler, S. 262; LA Speyer Best. B 2 Nr. 902/5.

405Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 181; LA Spey­er Best. B2 Nr. 902/1-4.

406Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, S. 7.

407Feil-Krampe: Familienbuch reformier­ten Pfarrei Medard, S. 8.

408Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 184; LA Speyer Best. A2 Nr. 144/I S. 25-29.

409Weber: Mühlen besonderer Art, S. 207.

410Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 226.

411Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 226.

412LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1: „Nachrichten über Acta sammtli­cher Mühlen im Herzogthum Zweibrücken betr. 1743-1756“; Wendel: Adenbach und Ginsweiler, S. 251.

413Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, , S. 251.

414LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 100r.

415Anthes: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Be­cherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.2: 1716-1798, S. 148, dort als "Bieler" bezeichnet;Feil-Krampe: Familienbuch refor­mierten Pfarrei Medard, S. 54; Decker u.a.: Familien kath. Kirchengemeinde Reipolts­kirchen, Nr. 398 iVm. Nr. 1853.

416We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 92; LA Speyer Best. G7 Nr. 227.

417 LA Speyer Best. F 6 Nr. 230 ref. KB Odenbach/Glan, n.p., Bild 97, Copulationseintrag v. 5.8.1790; Anthes: Die Ka­sualien der reformierten Pfarrei Odenbach, S. 185.

418Weber: Mühlen besonderer Art, S. 359.

419Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 92.

420Anthes: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.2: 1716-1798, S. 148.

421Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, S. 234.

422Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, S.106.

423 Anthes: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, S. 25.

424Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, S. 100.

425LA Speyer Best. F 6 Nr. 230 ref. KB Odenbach/Glan, n.p., Bild 94, Copulationseintrag v. 13.4.1784; Anthes: Kasualien d. ref. Pfarrei Odenbach am Glan mit d. Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.2: 1716-1798, S. 148.

426 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 198

427Wendel: Adenbach und Ginsweiler, S. 262; LA Speyer Best. B 2 Nr. 902/5.

428 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 207; LA Speyer Best. B2 Nr. 902/1-4.58.

429Wendel: Adenbach und Ginsweiler, S. 262.

430 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 207.

431Wendel: Adenbach und Gins­weiler, S. 262.

432 Anthes: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, S. 48.

433Wendel: Adenbach und Ginsweiler, S. 262; LA Speyer Best. B 2 Nr. 902/5.

434Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, S. 36; LA Speyer Best. B2 Nr. 902/1-4.

435Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Me­dard, S. 160.

436Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, S. 160.

437LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 100r.

438Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, S. 100.

439Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 92.

440 Feil-Krampe, S. 189; Anthes: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, S. 42.

441Feil-Krampe: Familien­buch reformierten Pfarrei Medard, S. 55.

442LA Speyer Best. B2 Nr. 902 5: „Die Mahl- und Öl­mühle zu Ginsweiler, 1788“.

443Intelligenzblatt Nr. 26 vom 29.2.1840, S. 200.

444Intelligenzblatt Nr. 26 vom 29.2.1840, S. 200.

445Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 16.

446Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel Nr. 15 vom 20.2.1867.

447 Wikipedia, Stichwort 'Glan (Nahe)', Abruf vom 14.9.2013.

448 Wikipedia, Stichwort 'Glan (Nahe)', Abruf vom 14.9.2013.

449LA Speyer Best. G 32 Nr. 7.

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