Version 17.2.2018

 

Litera B

(Berschweiler - Böbingen)

 

 

 

Berschweiler bei Baumholder:

VG Baumholder, Lk Birkenfeld; südlich von Baumholder, hart nördlich liegt Föhren-Linden; war pfalz-zweibrückisch

 

Hinweis: Es gibt vier Orte des Namens „Berschweiler“: Berschweiler bei Kirn, Berschweiler bei Baumholder, Berschweiler (Saar­land, Ortsteil von Marpingen, Lk St. Wendel) und Berschweiler (Saarland, Ortsteil von Heusweiler im Stadtverband Saarbrücken) so­wie Ber­schweiler bei Lauterecken (OT von Wiesweiler).

 

Urkunden/Literatur:

- LHA Koblenz, Best. 23 (Grafschaft/Fürstentum Veldenz), Nr. 1052: Erneuertes Berschweiler Zinsbuch, 1752

 

 

Mühlen:

In einem Karte von 1792 ist eine „untere Muhl“, eine Viertelstunde oberhalb Heimbach verzeichnet, zu der jedoch keine Aufzeich­nungen zu finden sind. Diese Mühle dürfte mit einer der 6 Mühlen zwischen Berschweiler und Heimbach identisch sein 1, wobei diese m.E. identisch sein dürfte mit der als „Unter“ bezeichneten Mühle oder der *Zinkweiler Mühle.

 

Bereits 1609 wird im Kirchenvisitationsprotokoll von Konken erwähnt: „*Gelzleichter Johannes. Müller, und Frau Margaretha zu Ber­schweiler“ 2.

 

1842 und 1856 wird als Müller in Berschweiler der Friedrich Karl *Gerhard erwähnt +++klären, welche Mühle++++; er ist Sohn des Müllers Heinrich Gerhard und der Maria Dorothea Pöß aus Berschweiler; ∞ I 12.4.1842 mit Katharina Müller († 18.1.1856); aus der Ehe stammen 3 Kinder Kinder, darunter der Sohn Friedrich Gerhard (geb. 18.12.1852), der beim Tod seiner Mutter gerade 4 Jahre alt war; ∞ II 29.5.1856 mit Karolina Werry aus Berschweiler 3.

 

In Berschweiler wird um 1784 als Müller genannt der Peter Strass (∞ mit Margaretha Schröder/Schreder; Vater des Wagners Nikolaus Strass [um 1784 Berschweiler - † 3.5.1849 Marpingen) 4. +++klären, welche Mühle++++

 

 

- Obermühle, Mühle oben an Berschweiler, ehemalige Bannmühle:

im Dorf Berschweiler gelegen 5. Sie verfügte über 2 Wasserräder und war Bannmühle für 73 Familien aus Berschweiler Fohren, Lan­genbach und Rückweiler 6.

 

Um 1688 - 1713 war Laux (Lukas) *Albert († 25.9.1713) Müller in Berschweiler 7.

 

 

Auf ihn folgt als Müller auf der Mühle in Ber­schweiler der Sohn Johann Nickel(1) *Albert (*4.22.1692/1698 Mettweiler - 10.2.1763, Sohn von Lukas Albert); dessen Sohn Jo­hann Nickel (2) *Albert heiratet am 21.6.1736 die Müllerstochter Anna Elisabeth Sebastian von der Beckersmühle in Ruschberg und übernimmt von seinen Schwiegereltern die Beckersmühle in Ruschberg 8.

 

Um 1700 war Johann Theobald Brey Müller zu Berschweiler und Linden 9. ++++klären: es können wohl kaum gleichzeitig 2 Mül­ler auf der Mühle gewesen sein++++

 

Laux *Albert ist am 25.9.1713 gestorben; der zweite Sohn Johann Nickel (1) *Albert (4.2.1692/4.2.1689 Mettweiler – 10.2.1763) über­nahm die Mühle in Berschweiler, während der älteste Sohn Hans Konrad*Albert (geb. 5.2.1690) 10 nicht als Müller im Kirchen­buch auf­geführt ist.

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben: “Die erstere (der 6 Mühlen am Langenbach oder der Unter) stehet oben an dem Dorf Berschweiler. [...] das Mühle bestehet aber in zweyn Gängen, an welchem einen durch ein Trillis eine Schehlmüh­le getrieben wird, alle diese aber treiben zwey 15 Schuh hohe Waßer Räder, welche unter einem Obdach wohl verwahret stehen. [...], Kla­get hingegen über Mangel an Waßer in den heißen Somer Zeiten [...] das Wasser reicht kaum für seine Haushaltung, so hat er für einen halben Malter zu mahlen 8 Tage zugebracht. Die Mühle liegt hart unten an dem herrschaftlichen Weyer, der aber vor 6 Jahren zu einer Wiese aptiert worden [...]. Alß eine Bannmühle hat sie nach dem Erbbestandsbrief jährlich 7 Malter Korn und 7 Malter Ha­bern und dann 3 fl in Geldt, wie auch alle drey Jahre n einen Weinkauff Gulden nach Lichtenberg geleistet. Weilen Herr Camerrath Hien vorm Jahr einen Vergleich unter den 6 Millern in dieser Schultheißerei getroffen und dadurch zu Wege gebracht hat, daß er sei­ne Banngerechtig­keit den anderen Millern mitgetheilt hatte, alß hatten solche Ihme von seinem ordinairen Pacht 10 Malter ab und über sich genommen, dahere Ihme noch 4 Malter und 19 Kohlstück übrig bleiben. Vor dem Vergleich waren die Dörfer Berschweiler, Fohren, Langenbach, Rohrbach und Reckweyler darzu gebannet. [...] Johann Nickel *Albert ist der Erbbeständer und hat solche von seinem Vatter Laux Al­bert ererbt, seinen übrigen Geschwistern aber noch nichts daraus herauß gegeben, auch auch keinen anderen alß auf seinen Vatter ein­gerichteten Erbbestandsbrief vom 30. May 1707 in Händen ...“ 11

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 60 wird die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Lich­tenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Mühle oben an Berschweiler [hat] 2 Waßer Räder welche 2 Gäng treiben; [Einf. d. Verf.: gibt an Pfacht] 16 Kohlstück, 4 Malter Korn; war eine Bann Mühl der Müller aber hat aber auch solch vermittelst ei­nes getroffenen Vergleichs [...] und war [...] Berschweiler, Fohren, Langenbach, Rohrbach u. Reckweiler aus 79 fam: best. hierher ge­bannt.“ 12

 

Die Tochter von Johann Nickel (1) Albert, Anna Magdalena Albert, heiratet 1738 den Müller Johann Jakob Sebastian (geb. in Berschwei­ler – 12.12.1772 Beckersmühle in Ruschberg, der zunächst Müller auf der Mühle seines Vaters, der Beckersmühle in Rusch­berg ist und die Mühle in Berschweiler übernimmt 13. Johann Jakob *Sebastian († 12.2.1772), der die Mühle von seinem Schwieger­vater übernimmt (err.); er hat 2 Töchter, die nach Mambächel heiraten, keiner der Schwiegersöhne erscheint im Kirchenbuch als Mül­ler.

 

Es folgt der aus Berschweiler stammende Friedrich *Lang († 30.5.1806), ∞ mit Maria Margaretha Seibert (1744 Asweiler – 16.9.1811, Tochter von Christian Seibert aus Asweiler, Amt Nohfelden); Kinder aus der Ehe sind: Anna Sophia Magdalena SEIBERT (geb. 3.6.1783; ∞ 24.11.1803 mit Johann Jakob Jung aus Hirstein), Johann Nikolaus Seibert (geb. 18.6.1785) und Friedrich Jakob Seibert (8.8.1788-13.1.1790) 14.

 

Reihenfolge der Müller:

- um 1688/(1714 Laux (Lukas) *Albert; auf ihn folgt der Sohn Johann Nickel (1) *Albert

- um 1700 Johann Theobald Brey

- 1714/10.2.1763 Johann Nickel (1) *Albert; sein Sohn Johann Nickel (2) *Albert wird Müller auf der Beckersmühle bei Ruschberg; seine Tochter Anna Magdalena *Albert heiratet 1738 mit dem Müllermeister Johann Jakob *Sebastian, der seinem Schwiegervater nachfolgt

- 1763/12.2.1772 Johann Jakob Sebastian († 12.2.1772), der die Mühle von seinem Schwiegervater übernimmt (err.); er hat 2 Töch­ter, die nach Mambächel heiraten, keiner der Schwiegersöhne erscheint im Kirchenbuch als Müller.

- bis 1806 Friedrich *Lang († 30.5.1806)

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 617: Die Bannmühle zu Berschweiler, 1567-1745

- LHA Koblenz Best. 23 (Grafschaft/Fürstentum Veldenz) Nr. 1108: Die Bannmühle zu Berschweiler im Amte Lauterecken, 1739-1788

- LHA Koblenz Best. 395,002 (Amt Oberstein) Nr. 172: Schleifen- und Mühlenbauten, Einzelfälle hier Berschweiler, 1852-1853

 

 

- Ölmühle Berschweiler:

 

Literatur/Urkunden:

- o.A.: Die Ölmühle in Berschweiler; in Saarbrücker Zeitung vom 22.2.1937

 

 

- Mühle unten an dem Dorf Berschweiler, Untermühle:

im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben : “Was diese Mühle an Waßer mehr alß obbeschriebene (s. Obermühl­e) hat, bestehet in dem durchs Dorf herunter komend Hilgerts Bächel und dem Dorf Brunnen. Ist nur ein Büchsenschuß unten an dem Dorf, die folgende stehet eine halbe Viertelstunde [...] unten. [...] die Mühl hat nur einen Gang welchen ein 12 Schuh hohes Wa­ßer Radt treibet. Bei sehr trockenem Wetter kann er in 24 Stunden nicht mehr alß 4 Faß zu wegen bringen, wegen dem in Winter Zei­ten einfal­lendem Eiß hätt er schon 14 Tage still stehen müssen. Der Waßer Teich ist bey 300 Schritt lang. [...] Entrichtet auf Martini jährlichen Pacht 2 fl, an Korn 1 Malter, an Habern 1 Malter Lichtenberger Maßung, ersteres zur Landschreib: und letztere zur Kelle­rey nach Lichten­berg. Nachdeme die Früchte gut sind, habe er in 24 Stunden ad 21/2 Malter zu wegen gebracht , schätzt auch 20 Haushaltungen beför­dern zu können. [...] Johannes *Kirsch hat zu dem ¼ Theil, welches er von seinem Vatter Hanß Nickel Kirsch ererbet hat, noch 3 Theil von Paul Maurer vor 325 fl und 9 fl 6 Batzen 4 Pfennige Trinckgeldt erkauftet auch einen Erbbestandsbrief vom 8ten Xbris 1744 darüber in Händen ...“ 15

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 61 wird die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Lich­tenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Mühle unten an Berschweiler [hat] 1 Waßerrad welches einen Gang trei­bet; [zahlt an Pfacht] 1 fl an Geld, 1 Mltr Korn, 1 Mltr Haber; die nächste ungebannte Dörffer seynd Eckersweiler, Mettweiler u. Lin­nen [= Linden] aus 31 famil: bestehend, welch hier mahl könn.“ 16

 

Am 2.10.1796 heiratet der Hirt in Berglangenbach die Maria Elisabeth Hauch (28.1.1774 auf der Untermühle), die Tochter des Lud­wig Hauch und der Katharina Schmitt „aus der Untermühle“ 17.

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 718: Die neue Untermühle bei Berglangenbach, 1727-1793

 

 

 

 

 

Berschweiler bei Lauterecken:

s. auch Wiesweiler/Glan

 

OT von Wiesweiler bei Lauterecken; VG Lauterecken, seit 1969 Lk Kusel (vorher Lk Birkenfeld); war kurpfälzisch, Oberamt Lauter­ecken, Schultheißerei Lauterecken 18; am Glan gelegen

 

Mühlen:

der kurpfälzische Müller zu Berschweiler hatte nichts dagegen einzuwenden, daß der pfalz-zweibrückische Müller in Offenbach/Glan nicht nur für die klösterlichen Untertanen in Offenbach mahlt, sondern auch für andere Untertanen 19.

 

 

- Berschweiler Mühle:

1692 wird im katholischen Kirchenbuch Lauterecken für die Filialkirche Berschweiler die Taufe des „Andreas, ehelicher Sohn [von] Jakob *Bühn, molitory ibidem, et Anna Margaretha Coniux“ notiert 20.

 

Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt 21und wie folgt beschrieben: „Nicol Klein Eine Erbbestandsmühl zu Berschweyler mit einen Mahl- und Schehlgang[;] gibt jährl: 5 Mltr Korn und 5 Mltr Haber Erbpfacht in die Ambtskellerey zeit 1705. Laut Erbbestandsbrief von gewesene Oberambtmann von Strauch.“

 

Die Mühle ist in der Renovation vom 23.9.1739 enthalten und wie folgt beschrieben: „Ferner seyend wir Ends unterschriebene in der Schultheißerei Lauterecken mit einem hochlöbl:n Oberambt [...] Mühl nachen Berschweiller gangen, und solche ordentlich in Augen­schein genohmen. Gleichwie nun solch ahm Glahn lieget, und in sehr schlechte Stand stehet, soforth auß Mangel deren Mahlgästen ge­stalten […] anhero in die Statt Mühl gebannt seyend: des Jahrs durch [...] die Helft still stehen muß, jedennoch 10 Mltr. Pfacht nebst denen übrig Beschwehrs dem Müller Nickel Klein entrichten muß; jetzo hielten wir pflichtmäßig davor, daß demselben ein Malter von Pfacht abgenohmen werden könnte.“ 22

 

Die Mühle ist weiterhin im Renovationsprotokoll des Oberamts Lauterecken vom 24.5.1776 aufgeführt, das von Hofgerichtsrat und Amtskeller Lehne aufgestellt wurde 23, darin ist die Beschreibung der Mühle von 1760 enthalten 24: „Ist Erbbestandsmühle, hat 2 Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang. Beständer ist Philipp Peter *Gros (Mühle vom Vater Daniel *Gros geerbt). Er gibt als Pacht 4 Ma. Korn und 4 Ma. Hafer, für den Fischfang 1 fl 30Xer.“ In dieser Urkunde werden die Gebäude als baufällig beschrieben und der Erb­beständer verpflichtet, die erforderlichen Baumaßnahmen zu ergreifen.

 

Um 1855 war Philipp *Gros der Müller in Berschweiler. Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Mühlen durch starke Kon­kurrenz nach Aufhebung des Mühlbanns und des Mahlmonopols schlossen die Mahlmüller an der Lauter am 24.3.1855 einen Mono­polvertrag, mit dem Ziel, durch Ankauf von Uferland und Wasserrechten den Bau neuer Mahlmühlen zu verhindern. Hierbei handelte es sich um Ja­kob Metfelder in Offenbach, Philipp Gros zu Wies- bzw. Berschweiler, Valentin und Johann Brosius in Lauterecken Ja­kob Spielmann in Lohnweiler und Nikolaus Schlemmer in Heinzenhausen 25.

 

 

Urkunden/Literatur:

- LHA Koblenz Best. 23 (Grafschaft/Fürstentum Veldenz) Nr. 1050: Die herrschaftliche Mühle zu Wiesweiler und Berschweiler, 1568-1777

 

 

 

 

 

Berzweiler:

OT von Hefersweiler; VG Wolfstein, Lk Kusel Im Nordpfälzer Bergland, östlich von Wolfstein, südlich von Reipoltskirchen, am Odenbach gelegen.

 

Mühlen:

am 20.2.1745 gibt Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz die Erbbestandsmühle zu Berzweiler dem bisherigen Beständer Johann Niko­laus Klein bis auf die dritte Generation (deren Kinder und Kindeskinder) in Erbbestand. Am 24.1.1749 genehmigt der Kurfürst, daß Klein die­se Mühle an einen Johann Nikolaus Schmidt aus Zweibrücken verkauft, und am 21.11.1752 genehmigt er, daß dieser Schmidt die Mühle an Heinrich *Richtscheid aus Staudernheim weiter verkauft 26.

 

 

 

 

 

Betzelbacher Mühle:

s. Leitersweiler

 

 

 

 

Bexbach:

s. *Mittelbexbach, *Niederbexbach, *Oberbexbach

 

 

 

 

 

Bickenalb (Gewässer):

Bach südwestlich von Zweibrücken;

 

Literatur/Urkunden:

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 264 fasc. 34, 1040, 1206, 4126, 4300 (Bickenalbe und Wiesen daselbst)

 

 

 

 

 

Bickenaschbach:

Wüstung des abgegangenen Dorfes Bickenaschbach (heute Bickenaschbacherhof) im Tal der Bickenalp, südwestlich von Zwei­brücken-Ixheim; Bickenaschbach wurde im 30jährigen Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Weiter bestand jedoch die Bicken­aschbacher Mühle, die eine halbe Stunde vom Dorf Mittelbach entfernt liegt 27.

 

Mühlen:

- Bickenaschbacher Mühle:

s. auch Obermühle Altheim / Saar.

 

1828 ist sie als „Aschbacher Mühle“ 28 und 1837 als „Aschbacher Mühle 29 verzeichnet, weil der die Mühle trei­bende Bach für die Um­wohner kurzweg Aschbach hieß, s.i. „Asp-, Aspenbach, Bach an dem viele Aspen (Espen) wuchsen 30.

 

Die Mühle wurde auch die „Kötz“ genannt, wobei unterschiedliche Erklärungen für die Namensgebung existieren. Am wahrscheinlichsten ist mE wohl die Rückführung des Namens auf den herrschaftlichen Förster Kötz, der am 5.12.1831 auf der Bickenaschbacher Mühle stirbt 31.

 

Die Mühle lag an der Bickenalb in der Nähe des Bickenaschbacher Torhauses (zu Mittelbach) 32, hart an der Grenze des Oberamts Zweibrücken zum heutigen Saarland, gegenüber dem Torhaus Mittelbach, nur durch die Altheimer Straße getrennt 33. Die Mühle war pfalz-zwei­brückisch im Oberamt Zweibrücken; stand dem Kloster Hornbach zu 34.

 

Sie wurde 1610 als Mühle des Dorfes Bickenaschbach erbaut 35, auf Grund und Boden des klösterlichen Meyerhofs 36. Der erste Müller war wohl Henrich Hilspach 37. Auch die Bicken­aschbacher Mühle war im 30jährigen Krieg zer­stört worden und wurde zu­nächst eben­falls nicht wieder aufgebaut. Erst 1709 erhielt Hans Peter *Faust von Maßweiler von der schwedischen Rentkammer das Recht, auf dem öde liegenden Mühlenplatz eine Mühle auf eigene Kosten errichten zu dürfen. In sei­nem ersten Erbbestandsbrief wa­ren ihm der Genuß von 4 Freijahren zugebilligt worden, erst nach deren Ende sollte er einen Zins ent­richten 38 in Höhe von 4 Malter Spelz 39. 1724 ver­kaufte er sein Besitztum an Johann *Maurer aus Brenschelbach 40. Maurer sollte gem. Konfirmationsschein 5 Mal­ter Speltz als Erbpacht zahlen, die später auf 4 Mal. Speltz ermäßigt wurden 41. Maurer verkaufte 1730 die Mühle für 750 fl an Se­bastian Krum (s. Sebastian *Krumm) von Giesin­gen im Bitscherland 42. Dieser war bis zu seinem Tod 1744 Erbbeständer auf der Mühle.

 

In einem Aktenvermerk des Oberamts Zweibrücken vom 11.5.1722 ist notiert, daß der „Bickenaspacher Müller“ den ihm erteilten „Con­firmations-Schein“ bei der Hofkammer in Zweibrücken noch nicht abgeholt hat 43.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 wird die Bickenaschbacher Mahlmühle zusammenfassend wie folgt be­schrieben: “Wird durch die Bickenhalt getrieben. Liegt eine starke halbe Stunde von der Mittelbacher Mühle. Das Mühlengebäu ist in gu­tem und das Mühlweßen in ziemlichem Stand, das Mahlwerck bestehet aus zweyen Mahlgängen und einem im Trillis laufenden Schehl­gang, welche durch zwey unterschlechtige Räder getrieben werden, [...] hat Sommerszeit starken Waßer Mangel, so daß selbi­ge öfters gantz still stehen muß. Liegt an der Vollen Bach hat aber nur ein Wehr um beym anwachs des Waßers solches ableiten zu können, darf weder zum ober- noch unterem Waßer einigen Graben oder Leitung sondern blos allein den Waßer-Bau so mit einer Wa­ßerstube be­decket ist, unterhalten. Der letztere Erbbeständer hat bey wieder auf bauung der Mühle den Scheelgang mittelst eines Tril­les einen Mahlgang angefüget, da selbiger nach dem Bestand nur einen Mahl- und am dem Zweyteren noch einen Scheelgang al­lein haben solte. Wegen der Mahlgäste ist es bey dieser Mühl etwas ungewißes, zu Zeiten kommen einige von Böckweiler, Althem, Mit­telbach, Hengst­bach und Wahler-Hoff. Die Lotharingischen machten dieser Mühl fast die meiste Nahrung. [...] Sebastian Krumm war der letzte Erbbe­ständer, welcher dieses Jahr verstorben ist und hat deßen Wittib die Mühle und einen auff Ihren Mann eingerich­teten Erbbestand vom 25ten Jan: 1732. Der Molter bestehet, wie bey allen Mühlen im Oberamt aus dem 12ten Theil.“ 44

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Bicken Asch­pacher Mühl [hat] 2 WaßerRäder welche zwey Mahl und einen im Trilles lauffenden Scheelgang treiben; [zahlt an Pacht] 2 fl an Geld, 4 Mltr Speltz; die Böckweiler, Altheimer, Mittelbacher, Hengstbacher und Wahlerhoff Leute mahlen zu Zeiten allhier, seyend jedoch nicht geban­net.“ 45

 

Nach dem Tod des Müllers Sebastian *Krumm war die Mühle zunächst ohne Beständer, erst 1748 erlangte Hans Adam *Schalbach von Peppenkum [Anm. d. Verf.: (heute Saarland; in Tal der Bickenalp, südwestlich von Hornbach gelegen] die Mühle für 1206 Gul­den 46, bis er die Mühle am +++klären+++ an Daniel *Conrad aus Mimbach verkaufte 47. Im Erbbestandsbrief der Bickenaschba­cher Mühle vom +++ergänzen+++ heißt es: “[...] viel weniger aber die Mahlgäste mit ohnerlaubten Molter nehmen übervortheilen, sondern sich mit dem begnügen, waß bey mehr besagter Mühle und im ganzen hießigen Oberamt durchgehendes Herkommen und gebräuchlich ist, begnügen laßen [...]” 48. Die Zweibrücker Rentkammer führt am ++++ zur Bickenaschbacher Mühle aus: “Dem­nach Hanß Adam *Schwalbach bißheriger Erbbeständer von der Bickenaspacher Mahlmühle unterthänigste Supplicando vorgestellet waß maßen er ge­dachte Mahlmühle dem Daniel Conrad zu Mimbach pro 2270 Gulden, 30 Kreuzer für erb- und eigenthümblich über­lassen hat [...]” 49.

 

Nach 1749 err. kommt es zum Tausch der Mühle an die “Amtmann Atzenheimsche Wittwe” gegen die Mühle zu Walsheim 50; es handelt bei der Erwerberin um Dorothea *Heiler, die Witwe des Amtmanns Heinrich Ludwig Atzenheim († 19.4.1749 Zweibrücken) 51; diese be­treibt die Mühle nicht selbst, sondern verpachtet sie an den Lehensmüller Johann Bachmann 52; spä­ter +++klären+++ verkauft die Witwe Atzenheim die Mühle an den Lehensmüller Bachmann 53, der um 1780 die Mühle in Erbpacht hat 54. Im Jahr 8 der französi­schen Republik geht die Mühle an Christian Zimmer aus Ernstweiler und dessen Ehefrau Sophia über 55. Im Jahr 13 der französischen Republik ist Daniel *Ambos aus Zweibrücken der Erbbeständer 56.

 

Um 1801 war Georg *Klein der Müller auf der Bickenaschbacher Mühle; er war mit der Müllerstochter Barbara Dettweiler verheiratet 57.

 

Joseph *Dettweiler saß wahrscheinlich von 1806-1840 auf der Mühle 58. Die Angabe von Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach kann nicht stimmen, da Joseph Dettweiler bereits am 3.1.1806 verstorben ist. Seine Witwe Catharina Mayer ist dagegen erst am 6.7.1840 im Alter von 70 Jahren auf der Bickenaschbacher Familie verstorben 59.

 

Wegen rückständigen Erbzins und Pachtverweigerung kommt es zur Versteigerung der Mühle; diese wird durch Philipp *Theyson erstei­gert 60, der die Mühle bis zu seinem Tod auf der Bickenaschbacher Mühle am 11.5.1860 im Alter von 74 Jahren innehatte 61. Die Müh­le ging an Jacob Cron, Bäcker in Schwarzenacker und Ludwig Cron, Müller in Niederauerbach, über. Am 17.9.1866 verkauften beide die Mühle für 11369 Gulden an den Müller Rudolf Riehm und dessen Ehefrau Philippine Kesselring62.

 

Um 1871 wird der Müller Christian *Becker auf der Bickenaschbacher Mühle genannt 63. Er war mE wohl Mühlenarbeiter auf der Mühle.

 

Rudolf *Riehm und dessen Ehefrau Philippine Kesselring verkauften die Mühle am 9.11.1871 an den Müller Johannes *May. Von diesem kam die Mühle an den Müller Daniel *Nafziger 64.

 

1885 stellte der Müller Daniel *Nafziger den Mühlenbetrieb ein 65. Allerdings wird noch am 4.7.1886 Dina Mai, die Tochter des Müllers und Ackerers Jakob Mai auf der Bickenaschbacher Mühle geboren 66.

 

 

Beständer auf der Mühle waren:

- 1709 / 1724 Hans Peter *Faust

- 1724 / 1730 Johann *Maurer

- 1730 / 1748 Sebastian *Krumm

- 1748 / +++ Hanß Adam *Schwalbach

- +++ / ++++ Daniel *Conrad

 

Literatur/Urkunden:

- KSchA Zw Rep IV Nr. 265: des Klosters Hornbach alte und neue Bickenaschbacher-Mühle, deren erbbeständliche Verleihung und Schätzung, Beschwerden der Böckweiler und Altheimer gegen den Müller wegen Überschwemmung, Vertauschung der Mühle an die Amtmann Atzenheimsche Witwe gegen die Mühle zu Walsheim; P. I 1610, 1694, 1699-1701, 1703, 1709, 1711-1712, 1717, 1719-1720, 1723-1725, 1727-1728, 1730-1732, 1748, 1755-1757, 1760, 1762-1768 foliert bis 113

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 413: Beschädigung der Kloster und Kirchenschaffneigüter in der Gemeinde Böckweiler durch Über­schwemmung in Folge der erhöhten Wehre an der Bickenaschbacher Mühle

- KSchA Zw Rep IV Nr. 265: Verkauf der Bickenaschbacher Mühle durch Amtmann Atzenheim’sche Witwe an ihren Lehensmüller Bach­mann; rückständiger Erbzins und Pachtverweigerung; Ersteigerung der Mühle durch Philipp Theysohn; Erneuerung des Erbbe­stands und Laudemiums; P. II 1776, 1778-1780,1785-1786, 1792, 1817-1818, 1820, 1830, 1832, 1859, 1867 sowie Nr. 413, 3480, 3920)

 

 

 

 

 

Biebermühle:

bei Waldfischbach-Burgalben, heute Ortsteil von Donsieders, VG Rodalben, Lk Südwestpfalz; gehörte zur Grafschaft Hanau-Lich­tenberg.

 

Biebermühle und die nahegelegene salische Burg Steinenschloß [15 Minuten Fußweg bergan gelegen] liegt an der uralten Straßenkreu­zung zweier Römerstraßen, an der Grenze von Wormsgau zum Bliesgau, an einer Stelle, die reichsgeschichtliche Bedeutung ge­wann. Seit gallorömischer Zeit überschritt hier eine die Sickinger Höhe übersteigende Fernstraße die Flußgrenze. Diese Straße führte von Land­stuhl, dem karolingischen Königshof und Herzogssitz nach Lemberg und weiter nach Bitsch. Bei der heutigen Biebermühle liegt die Kreuzung mit der großen strata romana, die im römischen Reich von Worms und Speyer über Johanniskreuz nach Metz und weiter nach Paris führte 67. Der Name Biebermühle deutet auf das frühere reiche Vorkommen von Biebern, die im sumpfigen Tal of­fenbar gute Le­bensbedingungen vorfanden. Dolch/Greule68 weisen daraufhin, daß der Name eine Verkürzung von "Bieber(bach)- Mühle ist.

 

Eine Mühle zu Steigen 69 wird bereits in einer Teilung zwischen den Grafen Eberhard und Walraf von Zweibrücken vom 1.5.1295 genannt 70.

 

Die 'Biebermühle', auch Eselmühle genannt, wird erstmals 1466 urkundlich erwähnt. Die Mühle war zunächst Getreidemahlmühle und ge­hörte wie ein großer Teil der Südwestpfalz früher zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg, und ging mit dieser 1736 an Hessen-Darmstadt über. Die Mühle war zeitweise in der Zeit von 1744 bis 1792 eine Gipsmühle, von der die Bauern der Pirmasenser Gegend ihren Gips be­zogen. Hier wurde das Gipsvorkommen des westpfälzischen Muschelkalkreviers verarbeitet 71. Gips wurde schon im Altertum vorwie­gend zu Bauzwecken verwendet. Einen wahren Boom erlebte die Produktion, als in der zweiten Hälfte des 18. Jh. das Düngen von Wie­sen und Äckern mit gemahlenem Gips üblich wurde: Um 1760 machte Pfarrer Johann Friedrich Mayer im Amt Kupferzel1 (Württemberg), damals Fürstentum Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst, erfolgreiche Versuche mit Düngen der Wiesen und Klee­felder mit Gips. Er schrieb 1768 das in Ansbach erschienene Buch "Die Lehre vom Gips". Diese Schrift trug ihm den Titel "Apostel des Gipses" ein. Johann Christian Schabart, Edler v. Kleefeld (1734 bis 1787), führte ca. 1774 das "Gipsen" auf seinen Gütern bei Zeitz ein. Er hatte Erfolg vor allem bei Wiesen, Kleeäckern und Äckern mit Schotenfrüchten. Benjamin Franklin (gest. 1790) lehrte etwa um dieselbe Zeit seine Landsleute in Nordamerika das Düngen mit dem neuen Wundermittel. Als die Erfolge dieser "Gipspio­niere" in unserem Raum be­kannt wurden, stürzte man sich geradezu auf die neue Bewirtschaftungsmethode der Felder. n allen Teilen der Pfalz wurden Gipsmühlen eingerichtet, wurden Kollergänge in vielen Ölmühlen mit breiten, schweren Steinen zum Mineralien­mahlen umgerüstet 72.

 

Die Gipsmühlen verschwanden schnell, als man erkannte, daß das Kalken nur die vorhandenen Nährstoffe er­schließt, jedoch zum Aus­laugen der Böden führt. +++Zitat ?++++

 

Die Mühle dürfte erst nach dem 30jährigen Krieg erbaut worden sein. Sie wird in den Quellen erst in der Zeit nach dem 30jährigen Krieg erwähnt und ist in den Weistümern von Burgalben nicht erwähnt, dort taucht vielmehr nur der Bieberborn auf 73; 1748 Esels­mühle am Bieberbrunn bei Donsieders, auch Biebermühl genannt 74, 1751 Eselsmühle 75; 1754 Bübermühl 76; 1777/78 Bieber­mühle 77. Die dort befindliche Quelle wird im Weistum I von Burgalben 1466 als Bieberborn bezeichnet, die benachbarten Wiesen heißen 1586 und 1590 Biberweisen 78.

 

Von 1769-1775 war Johann Adam *Agne der Biebermüller 79. Dessen Witwe Anna Barbara Ludi heiratet am 25.7.1775 den Müller aus Morsbronn / Elsaß, Johann Heinrich *Kuhn, der nun die Biebermühle übernimmt 80.

 

Johann *Sauter, Lehensmüller auf der Biebermühle, heiratet 1789 Anna Margarethe Triker 81.

 

Um 1818 war J. Göller der Müller auf der Biebermühle 82.

 

1885 sind Daniel und Heinrich Göller die Eigentümer der Biebermühle 83.

 

1922 wird Ludwig Göbels als Müller und Getreidehändler auf der Biebermühle erwähnt 84.

 

Karte:

- Keddigkeit, Burgenlexikon, Bd. 1, S. 174

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 2727: Die sogenannte Eselsfürther oder Biebermühle und die dabei befindli­che Öl-, Hirse- und Gips-Mühle

- Weber, Friedrich Wilhelm: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 233, 279

- Weber, Friedrich Wilhelm: Mühlen besonderer Art, S. 344

 

 

 

 

 

Biedershausen:

bei Zweibrücken gelegen; VG Wallhalben, LK Südwestpfalz; war pfalz-zweibrückisch 85.

 

Mühlen:

die Dörfer Niederhausen, Battweiler, Winterbach, Biedershausen und Käshofen sind zur Niederhausener Mahl- und Bannmühle ge­bannt 86.

 

- Biedershausener Mühle:

am 15.10.1523 bestätigt Herzog Ludwig von Zweibrücken, daß sein Vater, Herzog Alexander von Zweibrücken, auf der Urbach bei By­dershusen (Anm.: = Biedershausen) eine Mahlmühle errichtet hatte, wodurch die bei dem Dorfe Urbach gelegen Mühle des Klo­sters Hornbach schwer geschädigt wurde, weshalb Herzog Alexander von Zweibrücken vor seinem Tode angeordnet habe, sich mit dem Klos­ter deshalb zu vertragen, und daß dies jetzt in der Weise geschehen sei, daß der Pächter der Mühle zu Bydershusen dem Abte jährlich 3 Mltr Korn zur Entschädigung liefern solle 87.

 

 

 

 

 

Biedesheim:

VG Göllheim, Lk Donnersbergkreis; die erste urkundliche Erwähnung Biedesheims (= Heim des Bosins) fränkische Gründung des 6./7. Jh. erfolgte im Lorscher Codex 782 als „Bosinesheim“ (1766 „Rüben-Büdesheim“ zur Unterscheidung von Erbes-Büdesheim“). Ein mero­wingisches Gräberfeld wurde nordöstlich des Dorfes gefunden. In jüngerer Zeit gehörte der Ort, in dem die Salier Besitz hatten, zum Wormsgau. Als Reichsgut gelangte Biedesheim um die Mitte des 13. Jh. an die Grafen von Leiningen, später an deren unterschiedliche Linien (Hardenburg, Dagsburg, Dagsburg-Falkenburg, Guntersblum). Den Zehnten erhielt in der ersten Hälfte des 12. Jh. das Stift St. Philipp zu Zell vom Kloster Hornbach. 1470 verwüstete Kurpfalz während des Hessoschen Erbstreits das Dorf. Biedesheim blieb bis 1792 leiningisch 88. Das Dorf wurde an Nassau-Weilburg verpfändet, weshalb die Mohrmühle in Biedesheim im nassau-weilburgischen Müh­lenverzeichnis 89 als „Die Mohrmühle in dem Pfandschaftsort Biedesheim“ angegeben ist 90.

 

Die Urkundenlage zu Biedesheim ist dürftig. Ein Gemeindearchiv ist im LA Speyer nicht vorhanden. In einer Beschreibung der in Biedesheim gelegenen herrschaftlichen Güter der Grafschaft Leiningen-Guntersblum v. 10.3.1781 heißt es: Es ist „kein Morgenbuch [zu] finden [...] und wegen alter Kriegszeiten auch keine renovationen hierüber“ 91.

 

Literatur:

- Böshenz, Jakob: Aus der Geschichte von Biedesheim; in: Pfälz. Heimatkunde 1 (1905), S. 12-16

 

 

Mühlen:

- Mohrmühle:

Nördlich des Dorfes zeugen Flurnamen von Vorhandensein der Mühle in Biedesheim: „Am alten Mühlweg“, „Mühl- und Meisen­weg“, „Mühlweg“ 92. Nordöstlich vom Gundheimerhof mündet ein kleines Gewässer, der 'Mohrbach' in den Ammelbach.

 

1781 heißt es “oben an der Mohrmühle“ 93; 1828 „Moormühle“, 1886 „Mohrmühle“. Das Grundbuch schreibt in Bezug auf Wiesengelän­de „Unter der Mohrmühle“, aber „Am Moorbrunnen“, während letzterer 1663 „Morborn“ heißt, ebenso 1781 „Morborn“ 94.

 

In einem Verzeichnis von 1781 der dem hochgräflichen Haus Leiningen gehörenden Güter heißt es zur Wiesenbewässerung im Bereich der Mohrmühle, daß diese durch den Mohrmüller eingeschränkt werden kann 95.

 

Die Mühle wird erneut 1501 urkundlich erwähnt 96. Als Anlage zu einem Aktenstück im Streit des Grafen Wilhelm v. Leiningen und seiner Gemahlin Eleonore von Bretzenheim mit dem Pächter Bassing befindet sich ein Verzeichnis der auf die Mohrmühle bezogenen Urkunden und Akten aus der Zeit von 1501 bis 1801) 97:

- Erbbestandsbrief über die Mohrmühle nebst Backhaus von 1501

- Revers Erbbestandnis Peter Beckers und Cunigund seiner Haußfrau über das Backhaus von 1529

- Erbbestandsbrief über die Mohren Mühle erteilt von Graf Emich dem Jüngeren in anno 1529

- Gerichtliche Renovation über das Burggut zu Biedesheim, darin die Mohrenmühle 1587

- Übertrag der Besserung von der Mohrenmühle durch Balthasar Bücher (Büfer ?) an Johann Sergel und Consens der Herrschaft 1621

- Copia Erbbestandsbrief an Hanß Jacob Schmidt in Mühlhausen/Elsaß; darauf Vermerk der Cession der Mühle durch Schmidt an Johann Meißern von 1687 mit Consens der Herrschaft

 

Am 13.02.1710 wird in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden getauft der „Krämer Johann Peter, S. d. (?) Krämer und seiner Frau ei­ner geb. Müller, von der Biedesheimer Mühl.“ Paten sind Joh. Peter Steuerwald, Müller zu Rittersheim, u. Hans Peter Krämer“ 98.

 

Am 4.8.1726 verstarb in Biedesheim der Mohrmüller Johann Jacob Kühn „nach außgestandener Krankheit“ 99.

 

Am 15.4.1725 wird dem Hanß Jacob Kühn (wohl ein gleichnamiger Sohn des oben genannten), „Mohrenmüller“ ein Sohn getauft mit Namen Johann Georg Kühn 100. ∞ mit Anna Elisabeth NN. 101 († 18.7.1743 Biedesheim, alt 67 J. 102); 1734 bei der Geburt seiner Tochter Maria Margaretha Kühn fehlt die Berufsbezeichnung, weshalb er wohl nicht mehr Müller war 103. „AO 1741, d. 31.8. ist Johann Jacob Kühnen Töchterlein gestorben“ 104.

 

Das Dorf Biedesheim wurde von den Leiningern an Nassau-Weilburg verpfändet, weshalb die Mohrmühle in Biedesheim im nassau-weil­burgischen Mühlenverzeichnis von 1730/1772 105 als „Die Mohrmühle in dem Pfandschaftsort Biedesheim“ angegeben ist, und wie folgt be­schrieben wird 106: „Die Mohrmühle in dem Pfandschaftsort Biedesheim ist Eigentum des N. Fischer aus Schwetzingen. 1 ober­schlächtiges Wasserrad und 1 Gang; Fischer gibt 12 Malter Korn für den Wasserfall.“

 

Am 22.7.1731 wird Georg Wilhelm Meidt als Mahlmüller in Biedesheim genannt bei der Taufe seiner Tochter Anna Maria Meidt (geb. 15.7.1731 Biedesheim, ~ 22.7.1731 ebd.); Taufpatin ist Anna Ehl. Kühnin 107.

 

1734 war Christian *Eisenberg der „Mohrmüller“ in Biedesheim 108. Eisenberg war anschließend Müller auf der Schleifmühle in Mertesheim.

 

In dem obigen Aktenstück werden „Rechnungen des Erbbeständers Johann Becker über die Erbpacht für die Jahre 1736 bis 1739“ genannt 109.

 

Am 3.3.1742 wird in Biedesheim geboren die Tochter des Philipp Behret, „Mohrmüller“ und seiner Ehefrau Susanna NN., Elisabeth Sophia Behret 110. Der „zeitl. Mahlmüller“ Behret wird am 12.9.1742 in Biedesheim als Pate genannt 111 und erneut am 6.6.1745 in Biedesheim 112. Am 22.8.1746 wird dem Philipp Behret die Eva Susanna geboren an St. Bartholomä getauft 113.

 

Am 15.3.1751 wird in Biedesheim als Patin genannt „Susanna Maydin (Meidt), Mahlmüllermstrs. Frau“ 114. Am 7.9.1752 wird dem Mohrmüllermeister Henrich Mayd (Meidt) u. seiner Ehefrau Susanna eine Tochter geboren mit Namen Anna Appolonia 115.

 

Um 1765 war Konrad Ludwig Bassing († 16.3.1777 im Alter von 50 Jahren, Sohn des Johann Franz Bassing [† 1773 im Alter von 80 Jah­ren]; ∞ mit Anna Susanna NN. [† 4.8.1765]), der Müller auf der Mohrmühle 116. Aus der Ehe stammt die Tochter Elisabeth Bas­sing (∞ 14.6.1791 in Biedesheim mit Johann Michael Weber aus Obrigheim) 117.

 

1778 bekundet der Erbbestandsbrief der Wittib Catharina Bassing eine Erbpacht von 12 Mltr Korn, 11 Cappan (verschrieben für Kapaun) und 5 fn (Firnsel) 118. Diese wurde 1794 mit einem Vermögen von 100 fl geschatzt 119.

 

1800 wird Konrad Baßing auf der Mohrmühle er­wähnt 120. Noch 1819 war Konrad *Baßing der Müller auf der Mohrmühle in Biedesheim; ∞ Margarethe geb. Lucht; Vater der Katharina Baßing. Am 13.8.1819 schloß der 19jährige Müller in Mertesheim, Johann Georg Werle [damals als 19jähriger noch minderjährig] verbei­standet durch seine Eltern, die Eheleute und Müller in Mertesheim, Karl Werle und Maria Barbara geb. Koellner, einen Ehevertrag mit seiner Braut, Katharina Baßing von der Mohrmühle Biedesheim, Tochter des Müllers auf der Mohrmühle Konrad Baßing und der Margaretha geb. Lucht 121. 1828 ist Werle dann nach Mertesheim verzogen 122.

 

1833 wird Johann Adam Baßing als Müller auf der Mohrmühle, einer Mahlmühle, erwähnt 123. 1839 klagen die Erben der Gräfin Eleonora von Leiningen-Billigheim ./. Adam Bassing auf der Mohrmühle zu Biedesheim 124.

 

Am 1.12.1856 war der Müller und Gutsbesitzer in Biedesheim, Peter Rupprecht, als Geschworener auf der Sitzung des Assisenge­richts Zweibrücken 125. Hintergrund

 

Am 1.12.1856 war der Müller in Biedesheim +++prüfen: oder Odenbach+++, Wilhelm Kappel, als Geschworener auf der Sitzung des Assisengerichts Zweibrücken 126.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Karte 2197_ 02 Göllheim mit Ortslage Gundheimerhof und Mohrmühle, o.D. (1820-1845)

- LA Speyer Best. W41 Karte 2043_01 Biedesheim mit Ortslage Mohrmühle und Neumühle, o.D. (1820-1845), Flurstück 917

- LA Speyer Best. H37 Nr. 3813, Sohlenvertiefung des Mohrbachs, 1926-37, darin S. 5 ff. Lageplan des Mohrbachs mit Mohrmühle

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. V 203 (Familienarchiv Stockhorn) Sachakte 100: Streit mit dem Pächter der Mohrenmühle in Biedesheim, Bassing (1829-1838) (enthält u.a. ein Verzeichnis der auf die Mühle bezüglichen Urkunden und Akten aus der Zeit von 1501 bis 1801)

 

 

Neumühle:

nördlich von Biedesheim im Talgrund am Brübelbach (kurz vor dessen Einmündung in den Ammelbach) liegt die Neumühle; zu ihr führt die Ortsstraße „Mühlweg.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Karte 2043_01 Biedesheim mit Ortslage Mohrmühle und Neumühle, o.D. (1820-1845)

- LA Speyer Best. W41 Karte 2043_02 Ortslage Biedesheim, Rüssingen, Gundheimerhof und Neumühle, o.D. (1820-1845)

 

 

- Schleifmühle:

in einer Beschreibung der in Biedesheim gelegenen herrschaftlichen Güter der Grafschaft Leiningen-Guntersblum v. 10.3.1781 wird ein Grundstück „unter der Schleifmühle“ als Teil der Wiesen des Burggutes genannt 127, eine „Wieß auch bey der Schleif Mühlen“ 128, ein Acker oben an der Schleifmühle 129

 

 

 

 

Bierbach / Saarland:

heute OT von Blieskastel/Saarland 130; an der Blies, westlich von Einöd gelegen; war pfalz-zweibrückisch im Oberamt Zweibrücken.

 

Mühlen:

1511 werden in einem Kaufvertrag über Wiesen in Bierbach als Flurnamen erwähnt, „die große und kleine Altmüle“ (131.

 

- Bierbacher Mühle:

am 11.11.1571 bestätigt in einer „Revers der Heinrich im Bitzen zu Bierbach und seine Frau Margreth, daß ihnen Pfalzgraf Johann ge­stattet habe, auf ihrem Eigentum eine Mahlmühle mit Hirse-Stampf zu erbauen neben ihrem Hause zu Bierbach 132.

 

1717 bat der Müller Peter Bausch oberhalb des Dorfes Bierbach um Erlaubnis eine Mahl- und Ohligmühle zu bauen. Bierbach blieb aller­dings bis 1741 ohne Mühle. In diesem Jahr wurde eine Notmühle errichtet 133.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 134 wird sie zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “ Die Bierba­cher neu erbaute Mahlmühle wird durch den Abfluß des bei Erbauung der Mühle neu angelegten Weihers getrieben, liegt 500 bis 600 Schritt hinter der oberhalb dem Dorf Bierbach, 1 Stunde von der Schwarzenacker und ebensoweit von der Mimbacher Mühle ent­fernt. 1 ober­schlächtiges Wasserrad für 1 Mahlgang mit Schälgang. Der Erbbeständer Georg *Stich entrichtet jährlich 2 Ma. 1 Faß Korn und ebenso­viel Hafer als Pacht [...] und legitimiert sich mit einem unterm 17ten April: 1741 erhaltenen Erbbestand-Brief [...] Auf der Mühle befindet sich nunmehro obigen Erbbeständers Tochtermann, stehet aber noch bey sich an ob er die Mühle um 1000 fl wie sein Schwiegervat­ter solche ihm anzuschlagen gedenckte, behalten werde ...” .

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Bierbacher Mühl [hat] 1 Waßerrad, welches einen Mahl und im Trilles laufend Scheelgang treibet; [zahlt an Pacht] 2 Mltr 1 Faß Korn, 2 Mltr 1 Faß Haber; hat keinen Bann und kann dahero die Anzahl der Mähler nicht festgestellt werden.“ 135

 

1867 brannte die Mühle ab und wurde nicht mehr aufgebaut 136.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 736 4: „Der Damm und die Schließe im Brückgarten zu Bierbach, 1792“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 736/9: Der Forellen- und Mühlenweiher zu Bierbach, 1747-1759“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 736/10: „Der Erbbestandsmüller Hohmann zu Bierbach, 1759“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 736/11: „Erbbestandsmühle zu Bierbach, 1716-1717“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 736/12: Erbbestandsmühle zu Bierbach: Erbbestandsbriefe, 1741-1790

- LA Speyer Best. B2 Nr. 737/1: „Bierbacher Mühle, 1741-1787“

 

 

- Ölmühle:

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält für die Zeit von 1578-1796 u.a. Unterlagen über eine Ölmühle in Bierbach

 

 

 

 

 

Billigheim bei Landau:

s. auch *Ingenheim

 

Billigheim ist heute Ortsteil von Billigheim-Ingenheim, VG Landau; Lk Südliche Weinstraße. Billigheim ist urkundlich erstmals 693/94 als Bolinchaime erwähnt; im 10. Jh als Bullenkeim, 1166 als Bullinkeim. Der Name setzt sich aus dem Personennamen Bôlo, später Bullo und dem Grundwort -heim zusammen 137. Obwohl im 13. Jh. Niederadlige (1277, Henricus, dictus Waseger de Bullen­keim, 1283 herr Wernher der vant von Bullenkeim), die sich nach dem Ort benannten, erwähnt werden, ist gleichwohl die Existenz einer Billigheimer Burg weder archäologisch noch urkundlich konkret nachweisbar. Erstmals wurde1828 von Johann Geisel in sei­nem Werk "Der Kaiser-Dom zu Speyer" unter Berufung auf Peter Harers "Beschreibung des Bauernkrieges", eine Wehranlage inner­halb des seinerseits umwall­ten Billigheim erwähnt. Hier liegt jedoch ein offensichtlicher Irrtum vor, denn in Peter Harers Schilderung findet sich kein Anhalt für die Existenz eines Billigheimer Schlosses 138.

 

Billigheim war kurpfälzisch im Oberamt Germersheim; Sitz eines kurpfälzischen Amtes 139.

 

Reformierte Pfarrei seit 1546 (1620-1650 nicht besetzt) und lutherisch seit 1713 (vorher nach Schwegenheim). KB ref. 1703; KB luth. 1799 140.

 

1718 lebten in Billigheim 25 katholische Familien, 5 gemischte und 9 protestantische Familien 141.

 

 

Mühlen:

zur Gemeinde Billigheim gehören die Pfalzgrafenmühle und die Wartgartenmühle auf der Klingbach 142. Bereits 1304 in einer Schen­kungsurkunde der Edelfrau Damburgis, einer Tochter des Koph genannt von Bullenkeim und Gemahlin des Heinrich an der Straße zu­gunsten des Klosters Eußerthal umfassend u.a. Grundstücke “in der Marke des Dorfes Bullenkeim [...] neben der Mülenre (=Mühlrain) befindet sich der erste urkundliche Bezug auf eine Mühle im Ort “Bullenkeim” (Billigheim) 143.

 

Ullrich *Martten, ein Müller von Matteswill, Berner Gebiet, war am 10.1.1666 einige Zeit Beständer einer Mühle in „Billigkamm“ (= Billig­heim), nunmehr in der Bord- und Mahlmühle bei „Leiningen“, will die Neumühle bei Kaiserslautern übernehmen 144. +++klären : welche Mühle+++

 

Bei Goswin Widder in seinem „Versuch einer vollständigen geogr.-hist. Beschreibung der kurfürstl. Pfalz“ von 1787 heißt es: „Ober­halb der Stadt fliest die aus dem Abtswald und von Sulz kommende Wirre oder Wäschbach, unterhalb aber die zu Wald-Rorbach entspringen­de Kappelbach. Sie vereinigen sich ostwärts bei Rohrbach. Jede dieser Bäche treibt eine Mahlmühle.“ 145

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. Y2 Repertorien Sachakte 449 Gemeindearchiv Billigheim, enthält Müller

- LA Speyer Best. F11 Ausfauthei Billigheim (8,6 Regalmeter, 1932 Archivalien, Laufzeit 1621-1675)

 

 

- Mühle zwischen Billigheim und Rohrbach, Pfalzgrafenmühle:

in den sog. Reitweisen 146 zwischen Billigheim und Rohrbach gelegen, nordöstlich außerhalb von Billigheim am Kaiserbach; im Mühlen­verzeichnis für das kurpfälzische Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 ist die Mühle wie folgt beschrieben: “Zwischen Bil­ligheim und Rohrbach befindet sich eine Mühl mit einem Waßer Rad versehen, so abwechselnd weis einen Mahl- und einen Schehl­gang treibet, wel­che dermahlen von Johann Adam *Pfalzgraf eigenthümblich betrieben wird, solche ist von seinen Uhr Groß Eltern von denen Herren und Frauen von Botzheim erkauft worden, und muß anjetzo ahn die Famille von Geispitzheim alljährlich an Was­serfall Zinß 10 Malter Korn und 6 fl vor ein fett Schwein entrichten, außer der Schatzung gibt solche churfürstl: Hofcammer kein Waßer Pfacht.” 147

 

Im Landauer Wochenblatt Nr. 32 vom 6.8.1824, S. 127 annonciert der Müllermeister Joseph Worff „In der Mühle auf den sogenann­ten Reitweisen bei Billigheim „oberländer weiße[n] Gips“ an 148.

 

In einer Annonce im Eilboten Landau Nr. 18 vom 2.5.1846 bietet Conrad Maußhardt, Müller auf der Pfalzgrafen-Mühle bei Billigheim verschiedene Gebinde Frucht-Brandwein zum Kauf an 149.

 

Mühlenwanderweg:

- Internetdatei: http://www.wanderkompass.de/wanderweg/sudliche-weinstrasse/landau-land-wanderroute-2.html: Bachlehrpfad am Kaiserbach von der Kaisermühle bis zur Pfalzgrafenmühle bei Billigheim

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Karte 17462: Gemarkungen Billigheim und Rohrbach mit Ortslage Pfalzgrafenmühle bei Billigheim, 1838-44

 

Literatur/Urkunden:

- Kleiner, Paul: Mühlen am Kaiserbach: Mühlengeklapper; in: "Die Rheinpfalz" / Pfälzer Tageblatt Nr. 25 vom 30.1.2008, Beil. Markt­platz regional (Pfalzgrafenmühle in Billigheim)

- Tempel, Rainer: Mühlengeschichte am Beispiel der Pfalzgrafenmühle in Billigheim. - In: Südliche Weinstraße: Heimat-Jahrbuch. - 34 (2012), S. 58-62

 

 

- Sägmühle im Sauteich:

im Klingbachtal gelegen; hast vor Jahren [Anm.: d. Verf.: vor 1911] den Betrieb eingestellt 150.

 

 

- Wartgartenmühle:

auf der Klingbach gelegen 151, südöstlich außerhalb des Dorfes, heute Straße „Im Wartgarten“.

 

Am 30.4.1732 verheiratet sich der Müller auf der Wartgartenmühle, Melchior *Cremer, mit Anna Maria Jelixin (?) 152.

 

Im Mühlenverzeichnis vom 6.4.1768 für das kurpfälzische Oberamt Germersheim ist die Mühle wie folgt beschrieben: “Valentin *Fi­scher Bürger daselbsten besitzt dermahlen die vor der Stadt liegende Mühl vor im Eigenthumb, so 3 Waßer Räder haben thut, durch selbige werden 2 Mahl und ein Schehlgang, sodann Ohlig und Reib Mühl Gang wechselweis getrieben, ist von sein des Fischers Schwiegervater Johann Valentin *Billighöfer von dem Johann Peter *Pfirrmann laut adjuncti Nr. 8 [Anm. d. Verf.:: ist in der Urkunde nicht mehr vorhan­den] in ao 1745 erkauffet worden, gibt jährlich 5 Malter [...] Frucht ahn die Dhom Dechanei zu Speyer Wasserfall Zinß.” 153

 

1852 war G. M. Keller als Müller in Billigheim. Er annonciert im Eilboten Landau Nr. 25 vom 27.3.1858 den Verlauf einer Färberei 154. Im Eilboten Landau vom 9.12.1858 annonciert der Müller auf der Wartgartenmühle bei Billigheim, Georg Michael Keller, den Verkauf von Pferden und Kühen 155.

 

1947 ist August Pfeiffer der Müller auf der Mühle in Billigheim; die Mühle hat eine Kapazität von 2 to/24 Std. und verfügt über eine Was­serradantrieb von 14 PS bzw. einen Dieselmotor von 18 PS 156. Die Mühle wird noch heute [Anm. d. Verf.: 2009] als Wartgarten­mühle bezeichnet.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Karte 2045/1: Klassifikationsplan Billigheim mit Ortslage Billigheim und Wartgartenmühle, o.D. (1820-1845)

- LA Speyer Best. W1 Karte 17464: Gemarkungen Billigheim mit Ortslage Wartgartenmühle bei Billigheim, 1838-1844

 

 

 

 

 

Bindersbach bei Annweiler:

Stadtteil von Annweiler (eingemeindet am 1.10.1956), Lk Südliche Weinstraße, ca. 2 km südöstlich der Kernstadt von Annweiler gele­gen, in einem Seitental der Queich.

 

Die erstmalige urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf das Jahr 1306 zurück. Bis zum Beginn der Neuzeit gehörte er den Herren von Scharfenberg, ehe er 1521 in den Besitz der fürstlich löwensteinischen Herrschaft Scharfeneck wechselte. Der Dreißigjährige Krieg be­wirkte zweimal, dass das Dorf entvölkert wurde. Obwohl es danach wieder aufgebaut wurde, wurde es 1676 erneut zerstört.

Ab 1798 gehörte Bindersbach zunächst zu Frankreich und unterstand während dieser Zeit dem Kanton Annweiler im Departement Don­nersberg. 1802 hatte die Gemeinde 138 Einwohner, mit Ausnahme von zwei Reformierten und zwei Lutheranern waren alle ka­tholisch 157.

 

Mühlen:

- Ahlmühle:

heute Waldparkplatz östlich Bindersbach. Der Ritterstein Nr. 222 weist auf die ehemalige Mühle hin. Nahe vorbei lief die römische Alt­straße von Godramstein nach Lemberg und Bitche 158. Die Mühle lag wohl nahe der Quelle des Birnbach.

 

 

 

 

 

Birckenau bei Weinheim:

bei Weinheim, kurpfälzisch

 

Mühlen:

die alte Carlebach-Mühle stand direkt an der Landesgrenze zwischen Hessen und Baden. Jahrhundertelang im Besitz wechselnder Adels­familien, war sie seit 1756 Eigentum der Familie *'Kinscherf.

 

 

 

 

 

Birkenhördt:

VG Bad Bergzabern, Lk Südliche Weinstraße; das Dorf gehörte 1550 teils Kurpfalz, teils Pfalz-Simmern, teils Baden-Baden; ver­lehnt an Fleckenstein; 1650 Kurpfalz, verlehnt an von Reigersberg; ab 1750 Kurpfalz; Reformation 1543; Konfession lutherisch, bis zur Gegenre­formation um 1680; keine eigenen Kirchenbücher erhalten 159; gehört zum kurpfälzischen Oberamt Germersheim 160.

 

1718 lebten in Birkenhördt 22 katholische Familien und ein Reformierter, der in der Gemeinde nicht geduldet wird 161.

 

Mühlen:

Bei Goswin Widder im „Versuch einer vollständigen geographisch-historischen Beschreibung der Kurpfalz“ heißt es 1767: „Neben dem Dorfe fließt die in der Gemarkung zum Theil entspringende Erlenbach vorbei, treibt 1 Mühle […]. die Bevölkerung bestehet in 57 Famili­en, 313 Seelen: die Gebäude in 1 Kirche und Schule, 56Häusern und 1 Mühle.“ 162

 

 

- Gehlmühle bei Birkenhördt:

liegt westlich von Bergzabern im „Bergzaberner Mühlentale“ in Richtung auf Birkenhördt an der L 427. Nach Weber 163 leitet sich der Name ab von mhd. gel = laut, hell. Sie ist unterhalb des Dorfes an der Erlenbach gelegen 164.

 

In der Aufstellung über die Mühlen in der Gemeinschaft Guttenberg „Spezifikation Bericht oder Beschaffenheit aller und Jeder müh­lenen in der Gemeinschaft Guttenberg“ vom 8.2.1612 heißt es: „Ruprecht Schmack der die Gehlmühlen ahn Simon Ennckrich [Anm.: Simon Ennkrich, Schultheiß von Dörrenbach 1616-1621 165] geweßenen Schultheißen zu Dörrenbach mit ihrer Zugehör ver­kaufft hat, thut den Bericht, Erstlich hab die Mühl 2 mahlgäng und einen Drilles sampt scheuren Und Stallung und gehören dazu ein [...] Drithalben morgen Wißen, Vnden ahn der Muhlen, einseit neben der Letternell, anderseit mit dem gartten neben der Landstraßen, oben uff die Mühl [...] vf Thebold Becker Erben stoßend [...]. Von den wisen gehen Bergzabern hiebei thuth ermelter Schmack auch den bericht, das sein Vatter Georg Schmack solche Mühl Von dem Zachen zu Bergzabern , erkaufft, er aber Von seinem Vatter Und Simon Ennkrich von ihne kürzlich an sich gepracht, welches Ennkerischen hinterlaßene wittib, [...] solche noch innehat und genieße.“ Weiter wird in dieser Urkunde ein anderslautender Bericht des Schultheißen von Birkenhördt, Giebold Hüter aufgeführt: „Ein Anderer Bericht von Giebold Hüetern Schult­heißen zu Birckenherd eingenommen. Ermelter Schultheis zu Birkenherd thuet den Bericht, das solche Mühl wie auch das Waßer aller von deren Von Fleckenstein grund und boden, doch uf Churpfalz Lehen stehe [...]., doch habe [...] der Schaffner von Nünter bey ihme nachgefragt, wo her es komme, das beede Gemeinsherrn Guttenberger Ge­meinschaft 5 Achtel Korn Von der Mühlen haben, Und seye doch weder Waßer noch Mühl uff ihrem Territorio. Denn er habe solche Mühl, was diese Zeit der Gemeinde Birkenherd zugehört, her­nach habe sie Bartel Adam ein wohlhäbiger Mann daselbsten ahn sich erkaufft, Und mit Bewilligung derer Von Fleckenstein, wiederum das neue Haus gebauet. Hernach habe ein anderer dieselbe an sich erkaufft, welcher auf dem Birkenherd gewesen, Der sey zu einem Armen Mann daruff worden, deßwegen er bey der Herrschaft Gutt: angehalten, und versprochen Jährlichen 5 Achtel Korn zu zinsen auszurichten, wan Die Dürrenberger dahin zu mahlen angehalten würden, welches dan ihme bewilligt ....“ 166

 

Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 ist die Mühle wie folgt beschrieben: „Die in Birkenhördter Gemar­kung liegende sogenannte Geelmühle, welche der Anwaldt Georg Lang von ---born [Anm. d. Verf.: unleserlich] erst kürzlich eigent­hümblich erkaufet, hat ein Waßerrad, so 1 Mahlgang und 1 Schehlgang wechsel weis treibet, gibt jährlich nach Ausweis der sub. Nro. 22 hierbey kommenden von Hrn. Keller Sidler ertheilten Contractus Bürkenhörder Kellerey drey Malter Korn Waßer Gült.“ 167.

 

1828 ist sie urkundlich als „Oehlmühle“ bezeichnet 168, 1836 als „Gehlmühle“ 169, 1886 als „Gellmühle“ 170; 1916 und 1963 als „Gehl­mühle“ 171.

 

Um 1833 war Mahlmüller auf der Gehlmühle bei Birkenhördt der Johann Michael *Schopfer. Dieser kaufte mit notariellem Kaufver­trag vom 8.4.1833 für 2000 Gulden die Pelzmühle bei Hengsberg 172.

 

Im „Eilboten Landau“ vom Im „Eilboten Landau“ vom 9.8.1834 wird die freihändige Versteigerung der Gehlmühle annonciert: „ Am Don­nerstag [...] 28. August [...] läßt Frau Apollonia Amtmann, Witwe in letzter Ehe von weiland N. Hauck, lehens Müller auf der Gehlmühle, sie die Witwe allda wohnend, ihre im Bergzaberner Mühlenthale gelegene Mahlmühle, die Gehlmühle genannt, mit Mahl- und Schäl­gang, oberschlächtig getrieben, Wohnung, Scheuer, 2 große Keller, 2 Ställe, Schweinställe, Holzremise, alles in gu­tem Stande, nebst un­gefähr 18 Nürnberger Morgen Acker und Wiesen, um die Mühle herum liegend, alles Birkenhördter Banns [...] öffentlich versteigern“ 173.

 

Um 1848 war Jakob *Friedrich als Müller und Steinhauer auf der Gehlmühle Birkenhördt; gegen ihn wurden wegen Teilnahme an der Demokratiebewegung 1848/49, hier: Teil­nahme „am bewaffneten Zug nach Steinfeld am 17.6.1749“ Ermittlungen eingeleitet 174.

 

Im Eilboten Landau wird für den 20.2.1857 die freihändige Versteigerung Gehlmühle angekündigt: „... läßt Friedrich Jacob Surerus seine im Bergzaberner Mühlenthale gelegene Mühle, nämlich: 21 Dez. Fläche mit Wohnhaus, mit Mahlmühle, Scheuer und 2 Ställen .. und Ho­fraum, 'die Gehlmühle' … versteigern“ 175.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 122, 714, 857 Gehlmühle

- LA Speyer Best. A2 Nr. 857/6: „Acta betr. die sogenannte Grillmühle, 1717; Anm.: Gehlmühle“

 

 

- Ölmühle zwischen Bergzabern und Birkenhördt:

+++klären: Lage und Gemarkung: Birkenhördt oder Bergzabern ?+++

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 731 1: „Die Oehlmühle zwischen Bergzabern und Birkenhördt, 1769“

 

 

 

 

 

Birkweiler:

VG Landau-Land, Lk Südliche Weinstraße; war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Germersheim

 

Mühlen:

- Mühle bei Birkweiler, Obermühle, Kolchenbacher Mühle:

identisch mit der heutigen *Kügler-Mühle in Siebeldingen (s. dort). Die Birkweiler Mühle lag ursprünglich auf Birkweiler Gemar­kung “am Kolchenbach“; die dortige Mühle wurde manchmal „Kolchenbacher Mühle“, manchmal „Birkweiler Mühle“ genannt.

 

Die heutige Kügler Mühle in Siebeldingen ist identisch mit der *Birkweiler Mühle oder Mühle „am Kolchenbach“ in Birkweiler (s. auch dort 176. Hintergrund ist die Trennung der Siedlung Kolchenbach von der Gemeinde Birkweiler und Eingemeindung in die Ge­meinde Sie­beldingen zwischen 1826-1828 177.

 

Der Kolchenbach (auch Kolgenbach oder Kolkenbach genannt) ist der von Birkweiler nach Siebeldingen fließende Bach, der zu manchen Zeiten fast nur ein Rinnsal ausmacht und keine Mühle antreiben konnte. Er mündet an der Westseite der heutigen Kügler Mühle [Anm. d. Verf.: in Leimersheim im Mühlweg gelegen] in die viel größere Queich. Kolchenbach meint aber auch einen in der „Fran­zösischen Zeit“ untergegangenen Weiler 178 der noch als Gemarkungsname am Westrand von Siebeldingen und am Ostrand von Al­bersweiler wei­terlebt. In dem französischen „Plan de la Commune de Birkweiler“ von 1803gehörte Kolchenbach noch zu Birkwei­ler; daher auch die Be­zeichnung „Birkweiler Mühle“ Auch der Name „Kolchenbacher Mühle“ wird im kath. Kirchenbuch erwähnt. Er versteht sich nicht als Müh­le am Kolchenbach, sondern in der Gemarkung Kolchenbach. Da die damalige Siedlung Kolchenbach un­mittelbar an Siebeldingen an­grenzte und in einiger Entfernung von Birkweiler lag, wurde sie von Birkweiler abgetrennt und 1828 Siebeldingen zugeschlagen 179. Die erste schriftliche Erwähnung von „Kolchenbach“ erfolgte 1291 180.

 

Erbauer der Birkweiler Mühle ist Hans Georg *Disque aus der Kindinger Mühle in Siebeldingen. In einem Erbbestandsbrief des Kurfürs­ten Carl Philipp von der Pfalz vom 31.10.1725 wurde Georg Disqué die Errichtung einer Mahlmühle in Siebeldingen in der Buweiler Ge­markung gestattet 181.

 

Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 ist die Mühle wie folgt beschrieben: „In dasiger Gemarckung nechst Siebeldingen auf der Queich befindet sich eine Mühl, welche Georg Disqué [Anm.: s. Hans Georg *Disqué] nach Ausweis der sub. Nro. 21 anliegender churfürstlicher Conceßion in anno 1725 erbauet und dermahlen dessen Sohn Peter Disqué [Anm.: s. Johann Georg Peter *Disqué] Bürger alda besitzen thut, solche hat 2 Waßer Rädter durch welche 2 Mahl und 1 Schehl Gang, sodann die Oh­ligmühl also zwarn getrieben werden, daß, wenn letztere gebrauchet wird, alsdann der eine Mahlgang still stehen muß; von der Mahl Mühl werden jährlich 32 fl und von der Ohlig Mühl 4 fl in die Gefällverweserey Germersh: an Waßer Fall Zinß bezahlt“. 182

 

Zwischenzeitig war bis 1766 der Johann Jakob Disque (26.5.1725 Kindinger Mühle Siebeldingen – 8.5.1766 Birkweiler Mühle; Sohn des Müllers auf der Kindinger Mühle Johann [Hans] Jakob Disqué und der Maria Katharina Adam/Adram) als Müller auf der Birk­weiler Mühle 183.

 

Nach dem Tod des Johann Jakob Disqué († 1766) war der Johann Georg Peter *Disqué († 1794 184) als Müller auf der Birkweiler Mühle. Er ist des Sohn des Erbauers der Birkweiler Mühle, Georg *Disqué 185. Spätestens mir dem Tod des Georg Peter Disque übernahm der bei diesem angestellte Müller Jakob *Winderoll die Birkweiler Obermühle 186.

 

Wohl ab 1776 (err. ex Eheschließung) war Georg Nikolaus *Disque (geb. 14.101754 Siebeldingen; Sohn des Müllers auf der Birk­weiler Mühle, Johann Jakob Disqué [† 1766]) als Müller auf der Birkweiler Mühle 187.

 

Um 1838 war Christian *Wihs der Müller in Birkweiler. Der Martin *Eckelhofer 1838, Mühlarzt in Birkweiler, wurde am 27.10.1838 vom kgl. bayer. Zuchtpolizeigericht Landau zu einer Haftstraße von 6 Wochen wegen Diebstahls verurteilt; „wegen Entwendung ei­nes Säck­chens Mehl zum Nachtheil des Müllers Christian Wihs von Birkweiler“ 188.

 

 

Literatur/Urkunden:

- Hörle, Judith: Am rauschenden Bach: etliche Mühlen und Wehranlagen zieren den Verlauf der Queich .... - In: "Die Rheinpfalz" / Pfälzer Tageblatt / R. - 66 (2010), Nr. 179 vom 5.8. (Obere Mühle in Rinnthal); Nr. 201 vom 31.8. (Mühlrad der Alten Stuhlfabrik); Nr. 279 vom 1.12. (Wappenschmiedmühle Queichhambach); 67 (2011); Nr. 21 vom 26.1. (Papiermühle in Sarnstall); Nr. 117 vom 20.5. (Kügler-Müh­le in Siebeldingen); 68 (2012), Nr. 17 vom 20.1. (Queichmühle, Offenbach) = Teil 6. - 2011

- LA Speyer Best. J24 Nr. 1910 (Handelsregisterakten): Handels- und Kundenmühle Kurt Kügler, Siebeldingen, 1953-1979

- LA Speyer Best. F2 Nr. 162, Nr. 163 und Nr. 164: Beedbuch Birkweiler 1745-1796 (3 Bde.)

- LA Speyer Best. F2 Nr. 161: Lagerbuch Birkweiler 1722

 

 

 

 

 

Birlenbach / Elsaß:

OT von Drachenbronn-Birlenbach, südlich von Weißenburg; das Dorf war Allod der Herren von Rappoltstein. Von diesen trugen es die Herren von Than(n) bereits im 13. Jh. zu Lehen. Nach deren Aussterben 1612 verkaufte Eberhard von Rappoltstein das Dorf Bir­lenbach an Johann II. von Pfalz-Zweibrücken. Seitdem gehörte das Dorf zum pfalz-zweibrückischen Amt Kleeburg 189, anfangs noch zum Amt Katharinenburg. Die Katharinenburg war das abgegangene gleichnamige Schloß in Birlenbach, das um 1622 von Johann Casimir von Pfalz-Zweibrücken bei Gelegenheit des Ankaufs von Birlenbach für seine Gemahlin Katharina von Schweden, die Schwester des schwedi­schen Königs Gustav Adolf von Schweden, erbaute, das aber bereits im 30jährigen Krieg, wahrscheinlich 1632 zerstört wurde 190.

 

Mühlen:

- Birlenbacher Mühle:

um 1630 war Theobald *Scheel als Müller in Birlenbach/Elsaß; ∞ 28.2.1630 in Birlenbach mit Margreth[,] Hanß Minieur selig Toch­ter. Der Heiratseintrag im prot. KB Birlenbach lautet: Anno 1630 Theobald Scheel der Müller, Und Margreth[,] Hanß Minieur selig tochter sind offentlich Zu Kirch gang und Christl: eingesegnet word den 28 Februari.“ 191.

 

Im Mühlenverzeichnis von 1756 wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Die Birlenbacher Mühl [hat] 1 Waßerrad; [zahlt an Pfacht] 5 fl 8 bz an Geld, 4 Mltr Korn. Ist keine Bann Mühl, und muß ihr Nahrung aus den nächst dabey gelegenen Ortschaft ziehen.“ 192

 

- Ölmühle:

zur Mühle von Birlenbach gehörte eine Ölpresse, die der Müller am 15.4.1803 verkaufte 193.

 

 

 

 

 

Bischheim:

VG Kirchheimbolanden, Lk Donnersbergkreis; am Leiselbach gelegen; fränkische Gründung vermutlich des Mainzer Erzbischofs, war in der Frühzeit Ort im Wormsgau, dann im Nahegau; urkundlich erstmals 1173 als Bischheim (= Dorf des Bischofs) in einer Ur­kunde des Klosters Otterberg erwähnt. Das Dorf gelangte in der ersten Hälfte des 13. Jh an die Herren von Bolanden. Seit Mitte des 12. Jh. wurde das Kloster Otterberg zum bedeutendsten Grundherren im Dorf, das 1288 an die Grafen von Sponheim-Dannenfels und 1393 an die Grafen von Nassau-Saarbrücken fiel. Nach deren Aussterben 1574 übernahm die Weilburger Linie des Hauses Nassau die Ortsherr­schaft. Bischheim blieb bis 1792 bei Nassau-Weilburg 194.

 

 

Mühlen:

wirtschaftliche Bedeutung im Dorf erlangten die 4 Mühlen, besonders im 19. Jh. die Herrenmühle, während die Kupfermühle im 20. Jh. zum modernen Industriebetrieb erweitert wurde 195

 

Am 9.11.1713 ist der „Müller zu Bischheim (?), Johann Nikolaus 'Schill' (?)“ (m.E. Johann Nikolaus *Schmoll) Pate im lutherischen Kir­chenbuch in Kirchheimbolanden 196.

 

Um 1716 Conrad *Müller als „Müller zu Bischheim“ genannt; er ist am 12.10.1716 Pate in der lutherischen Kirche in Kirchheimbo­landen als „Conrad Müller, Müller zu Bischheim “ 197.

 

1748 wird Johann Valentin Becker als Müller in Bischheim im lutherischen Kirchenbuch von Kirchheimbolanden erwähnt 198.

 

Eine Gipsmühle gab es oberhalb Bischheim am Gutleitbach/Leiselbach 199. +++klären+++

 

 

- Herrenmühle:

stand im Eigentum der Landesherrschaft, Grafen von Nassau-Weilburg (daher der Name Herrenmühle = Herrschaftsmühle); seit 1657 verbürgt 200; bis 1674 war Friedrich Schnell Erbpächter. Ab 1674 war Johannes *Schuler Pächter auf der Herrenmühle. Pfarrer Johann *Frech (15.9.1615 Gießen – 1.7.1685 Kirchheimbolanden; 1668-1585 Pfarrer in Kirchheimbolanden ∞ 12.9.1642 in Gießen mit Anna Ka­tharina Schuhler) aus Kirchheimbolanden verbürgte sich gegenüber der Landesherrschaft Nassau-Weilburg für den Pachtzins, den ab 1674 der neue Pächter der Herrenmühle in Bischheim, Johannes *Schuler, an die Landesherrschaft zahlen sollte 201. Hintergrund ist die verwandtschaftliche Beziehung, da Frech mit Anna Katharina Schuhler (Schwester des Johannes Schuler ?) verheiratet ist 202.

 

Ab 1698 war Johann *Knauer Erbpächter der Herrenmühle in Bischheim ab 1698; Eheschließung mit Anna Apollonia NN.; Vater des Schultheißen zu Bischheim, Johann Peter Knauer, der die Herrenmühle in Bischheim am 1.3.1749 als Erbpächter bewirtschaftete 203.

 

Am 16.12.1729 wird als Patin im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden erwähnt „Maria Elisabeth Clauer [Anm. d. Verf.: wohl Schreib- oder Lesefehler für 'Cnauer'] eine Tochter aus der Bischheimer Mühl“ 204.

 

Johann Peter Knauer, Müller auf der Herrenmühle in Bischheim, der Sohn des Müllers auf der Herrenmühle Johann Knauer, wird am 07.11.1735 bei der Taufe der Zwillinge Johanna Maria Zeyser und Johann Georg Peter Zeyser, den Kindern des Johann Peter Zeyser, Mit­beständer auf dem Edenborner Hof, u. Anna Elisabeth geb. Grin von Bischheim als Pate erwähnt: Joh. Peter Knauer Müller in der Horn­mühl zu Bischheim 205; ferner ist er am 20.2.1746 als Pate von der Herrenmühle bei einer Taufe in der lutherischen Kirche in Kirchheim­bolanden erwähnt: „Joh. Peter Knauer, Müller in der Herren-Mühle u. seine Frau Maria Sara“ 206. Der Schultheiß zu Bischheim, Johann Peter Knauer, bewirtschaftete die Herrenmühle in Bischheim am 1.3.1749 als Erbpächter 207.

 

1772 ist Peter Knauer verstorben. Seine Tochter NN. Knauer hatte den Müller Johann Friedrich *Rupprecht geheiratete, der die Her­renmühle in Bischheim ab 1772 bewirt­schaftete. Dieser suchte 1774 um einen neuen Erbbestandsbrief nach 208. Rupprecht fügte die Ölmühle, Hanfreibe und Gipsmühle hinzu 209. 1768 findet sich sich folgender Aktenvermerk: „1768 hat den 10jahrige Renovation geschehen sollen gegen Erlegung 2 fl. 1772 ist P. Knauer gestorben, und seiner einzigen Tochter Mann J. Frid. Ru­precht hat 1774 um einen neuen Brief angesucht.“ 210.

 

Für die Hanfreibe mußte eine Genehmigung der Landesherrschaft beantragt und Erbpacht gezahlt werden werden 211.

 

Von den späteren Beständer aus der Familie Weiß wurden in der ersten Hälfte des 19. Jh. Bäckerei und Brennerei gebaut. Um 1870 er­folgte der Einbau einer „automatischen Dampfmühle“ und damit der Ausbau zum Großbetrieb durch Franz-Georg und Ludwig Weil. 1903 erfolgte die Verlegung des Unternehmens nach Worms als „Ludwigsmühle“ 212.

 

1770 erwähnt „bey der Herrn Mühl“ 213.

 

1781-1782 kam es zu einem Prozeß des Erbbestandsmüllers Ruprecht von der Herrenmühle zu Bischheim gegen N. Chormann auf der Kupfermühle wegen Anlage einer Schleuse 214.

 

Der Müller und Gutsbesitzer in Bischheim, Konrad *Weil, ist 1840 als Mitglied des landwirtschaftlichen Vereins der Pfalz genannt 215. Der Besitzer der Ludwigsmühle in Worms mit Namen Weil hatte in Bischheim seinen auch da schon gut ausgebauten Betrieb, die Herren­mühle verlassen, um an den schiffbaren Strom [Anm. den Rhein] zu ziehen 216.

 

1864 wird Franz Weil, „Müller und Gutsbesitzer in Bischheim“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 217. Im Han­dels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird der Handelsmüller in Bischheim Franz Weil genannt 218.

 

Karte:

- Katasteramt Bad Dürkheim: Katasterplan 1841, abgedruckt bei Denkmaltopograph Donnersbergkreis, S. 269

- LA Speyer Best. C38 Nr. 199 fol. 30: „Erbbestandsmühle, genannt Herrenmühle, zu Bischheim mit dazugehörigen Liegenschaften, 5.3.1772“

- LA Speyer Best. C38 Karte 199 fol. 30: „Erbbestandsmühle, genannt Herrenmühle, zu Bischheim mit dazu gehörigen Liegenschaf­ten, 1772“ (kolorierte Federzeichnung)

 

Photo:

- Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S.271

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. S. 286

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C38 Nr. 198: „Verpachtung der Herrenmühle zu Bischheim, 1674-1678“ +++prüfen: Verpachtung an Johannes *Schu­ler++++

- LA Speyer Best. C38 Nr. 199: „Erbbestandsvergabe der Herrenmühle zu Bischheim an Joh. Peter Knauer, dann Friedrich Ruprecht, 1698. 1738-1791“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 200: „Die Hanfreibe des herrschaftlichen Erbbestandsmüllers zu Bischheim und die davon sowie von der Han­freibe zu Dreisen und Albisheim zu entrichtende Pacht, 1780-1785“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 1300: „Prozeß des Erbbestandsmüllers Ruprecht zu Bischheim gegen N. Chormann auf der Kupfermühle we­gen Anlage einer Schleuse, 1782-1783“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 1302 : „Pfandschaftsklage des Martin Schilling zu Niederwiesen gegen Friedrich Rupprecht zu Bisch­heim, 1792-1793“

- LA Speyer Best. H37: „Bau einer Straße Bischheim - Herrenmühle, 1900-1901“

 

 

- Heuberger Mühle:

bei Bischheim; ursprünglich Heydeberg/Heideberg; 1195 „Heydeberg cum pertinentibus suis“; um 1215 „grangiam de Heydeberg“, 1247 Heydeberg, 1262 curie magister in Heidelberg, 1441 Heidberg, 1828 „Heuberger Hof, Heuberger Mühle“, 1837 „Hof und Müh­le Heu­berg“ 219, 1594 heißt es „Hoff Haibergh“ 220.

 

Das Alzeyer Kloster Heilig Geist (an St. Johann) besaß in Bischheim eine Mühle, die ihm (vielleicht schon vor 1290) der M. genannt Ker­ben von Alzey neben Grundbesitz sowie Geld- und Naturaleinkünfte geschenkt hatte. 1299 veräußerte der Konvent in einer Not­lage die Hälfte der Mühle an den Ritter genannt Vater von Kirchheim und ein Jahr später 221 die ganze Mühle an Abt und Konvent des Zisterzi­enserklosters Otterberg 222.

 

Die Heuberger Mühle wird 1594 im einem Reichskammergerichtsprozeß erwähnt, geführt zwischen Graf Albrecht zu Nassau ./. Kur­pfalz, betr. u.a. das Fischereirecht im Bach bis zur Heubergermühle sowie einen Totschlag bei der Heubergermühle. Dort heißt es in der Be­schriftung zur Legende der Karte: „... Diß weßerlin fließt vom Hofe (Anm.: Heuberger Hof) zu dem wogh ist Aber so Klein das eß gar wehnigh zu dem gangh der mihle hilft, aber do vonn die Mühle Ihrenn gangh Auch Allein möcht habenn ...“ 223.

 

Um 1710 war der Mennonit NN. Rupp der Müller auf der Heuberger Mühle (“Cousin Rupp” des Mennoniten Krebiel vom Weierhof) 224.

 

Um 1742 ist Johann Peter *Knauer (er stammt aus der Herrenmühle) als Müller auf der Heuberger Mühle in Bischheim erwähnt; er ist am 23.1.1742 Pate in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden als „Joh. Peter Knauer Müller auf der Heuberger Mühle“ 225.

 

1746 war Christian Rupp der Müller auf der Heuberger Mühle; ∞ I Anna NN. († 26.5.1744); ∞ II 1746 mit der Witwe Gertruda NN:, aus der ersten Ehe waren 4 Kinder vorhanden, darunter der 11jährige Sohn Henrich Rupp (geb. 1735 err.); Christian Rupp hatte bei seiner 1. Eheschließung von seinem Schwiegervater u.a. die Heuberger Mühle erhalten. Anläßlich der 2. Eheschließung des Müllers Christian Rupp wurde am 28.10.1746 das Erbschaftsinventar aufgestellt und die Mühle mit 1000 fl bewertet. Erneut wurde nach sei­nem Tod am 22.4.1766 ein weiteres Inventar aufgestellt und die Erbteilung vorgenommen. Nach dem Tod der 2. Ehefrau Gertruda NN. am 31.1.1770 erfolgte am 9.3.1770 eine weitere Inventarisierung der Erbmasse 226.

 

Bis 1769 ist die Mühle Erbbestandsmühle des Nickel Boß, hat 1 oberschl. Wasserrad und 1 Mahlgang 227; Erbbeständer ist ab 1769 der Heinrich *Rupp 228, bzw. bereits ab 1767 229.

 

Auch 1774 wird Henrich Rupp als Beständer der Heuberger Mühle genannt 230. Henrich Rupp als Erbbeständer der Heuberger Mühle klagte 1778-1781 gegen die Pächter der Heuberger Hofes zu Bischheim wegen Wasserstreitigkeiten 231.

 

Am 16.3.1773 ist in einem Inventarium über den Nachlaß der Catharina Witwe von Christian Staufer vom Altbolanderhof, die Toch­ter „Maria, Henrich Ruppen Ehefrau auf der Heuberger Mühl“ erwähnt 232.

 

Um 1797 ist der Heinrich *Rupp Maurermeister und Müller auf der Heuberger Mühle; seine Tochter Susanna Rupp heiratet am 26.11.1797 in Kirchheimbolanden den Drehermeister Joh. Daniel Laukhardt 233.

 

Um 1821 ist Michael *Eicher als Müller auf der Heuberger Mühle; er ist verheiratet mit Maria Rupp; diese reicht am 26.12.1820 Kla­ge auf Gütertrennung beim Bezirksgericht Kaiserslautern ein 234.

 

1864 wird Friedrich Weil, „Müller und Oekonom zu Heubergermühle, Gemeinde Bischheim“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 235.

 

Karten:

- LA Speyer Best. W2 Nr. 32: Karte der Gemarkung des Heuberger Hofs mit der in der Nähe liegenden Mühle zu LA Speyer Best. E6, Reichskammergerichtsprozeß Nr. 3023: darin auch ein in Form einer aquarellierten Federzeichnung des Heubergerhofs von Jobus Korn­teuer aus Leipzig von 1593 mit Ansicht des Hofes, Gemarkungsgrenzen und Marksteinen

- LA Speyer Best. W1 Nr. TK25: „Geometrische Karte über die beyde Herrschafften Höhe Heuberg und Leidhof“ (kolorierte Federzeich­nung von 1758), beinhaltend den Heubergerhof (=Bischheim) und Leithof (=Orbis) mit Heubergermühle und den Waldungen zwischen den Höfen in der Kircheimer Gemarkung

- LA Speyer Best. W1 Nr. 3808: u.a. Heuberger Mühle, Lageplan, 1917-1926.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. E6, Reichskammergerichtsprozeß Nr. 302: der RKG-Prozeß geführt zwischen Graf Albrecht zu Nassau ./. Kur­pfalz, betr. u.a. das Fischereirecht im Bach bis zur Heubergermühle sowie einen Totschlag bei der Heubergermühle

- LA Speyer Best. C38 Nr. 201: „Erbbestand der Heuberger Mahlmühle zu Bischheim, 1709-1789“

- LA Speyer Best. F22 Nr. 131 (Teilungsakten 1746, 1766 und 1770)

- LA Speyer Best. C38 Nr. 180: Klage des Erbbestandsmüllers Henrich Rupp von der Heubergermühle gegen die Pächter des Heuberger­hofs zu Bischheim wegen Wasserstreitigkeiten, 1778-1781

- LA Speyer Best. H37 Nr. 3808: Heuberger Mühle, Grabenreinigung und Bauten in Bischheim, 1917-1926, darin Lageplan der Heu­berger Mühle

 

 

- Klostermühle:

s. Heuberger Mühle

 

 

- Kupfermühle:

am Ostrand des Dorfes, am dem Dorf gegenüberliegenden Ufer des Leiselbachs gelegen; die Mühle besteht noch heute unter der Fir­ma „Karl Bindewald Kupfermühle GmbH“.

 

Die Kupfermühle zerpochte und schmolz die auf der Haide (auf der Höhe nördlich Kirchheimbolanden gelegen) und südlich von Or­bis gegrabenen Kupfererze. Die Kupfermühle mit Poche wird 1683 genannt, muß aber älter sein 236. Die Mühle wird auch 1837, 1828, 1886, 1941 und 1963 als „Kupfermühle“ genannt 237.

 

Eine Mühle in Bischheim wird bereits am 14.2.1300 urkundlich erwähnt. Äbtissin Adelheid und der Konvent des Zisterzienserklo­sters zum Hl. Geist bei Alzey verzichten zugunsten des Klosters Otterberg auf die von Junker Vader von Kirchheim erkaufte Mühle zu Bisch­heim („Bishouesheim“) samt Garten und Teich, 11 Unzen und 3 ½ Heller und 8 Kapaunen jährlichen Zinses238. Es handelt sich hierbei wohl um die Kupfermühle, wie sich aus der Eigentümerstellung des Klosters Otterberg ergibt.

 

Die Kupfermühle wird erneut 1417 urkundlich erwähnt. Am 1.8.1417 verkaufen Abt und Konvent des Klosters Otterberg an den Gra­fen Philipp von Nassau-Saarbrücken eine Gült von 8 Malter Korn „anfallend off der nydersten Mule unden an Byschheym gelegen, unden an dem bruel, mit eygenschaften derselben mulen“ 239. In der Urkunde wird die Mühle zwar nicht als Kupfermühle bezeich­net. Aus der Be­schreibung „unden an dem bruel“ ergibt allerdings, daß es sich um die Kupfermühle handelt. Denn noch heute heißen die Gemarkungen ober- und unterhalb der Kupfermühle „Brühl“ 240.

 

Am 13.12.1487 genehmigt der Graf von Nassau-Saarbrücken, daß Hans Merckel von Pfeddersheim und Melchior Stantz von Aus­purg +++prüfen+++ „die Mule unden an Byschheim, genannt die Kupper Mule“ dem damaligen Besitzer abkaufen und „eyn Schmelz Hutte machen mit allen flossen und wassergengen und gefellen“ 241. Am 13.12.1488 ergeht das Bestätigungsschreiben des Hans Merckel von Pfed­dersheim und des Melchior Stantz von Anspurg +++prüfen+++ über den Erwerb der Mühle unten an Byscheym (= Bischheim) (gen. Die Kupfer­mühle), welche in eine Schmelzhütte umgewandelt werden soll 242.

 

Das Kupfererz wurde schon vor 1500 in der Gemarkung Haide (OT von Kirchheimbolanden) gefunden; dort gibt es noch heute die „Kup­ferbergstraße“. Das gewonnene Kupfererz mußte zur Verarbeitung nach Bischheim in die Kupfermühle gebracht werden (243 Die Kupfer­mühle zerpochte und schmolz die auf der Haide (auf der Höhe nördlich Kirchheimbolanden gelegen) und südlich von Orbis gegrabenen Kupfererze. Die Mühle wird auch 1837, 1828, 1886, 1941 und 1963 als „Kupfermühle“ genannt 244.

 

Erstmals wird die Mühle wieder nach dem 30jährigen Krieg anno 1657 in der kurzen Beschreibung der Herrschaft Kirchheim „samt Perti­nentien“ unter Bischheim erwähnt: „unten an Bischheim steht wieder eine Mühle, ist aber privat eigen“ 245. Die Kupfermühle mit Poche wird 1683 genannt, muß aber älter sein 246.

 

Die Kupfermühle war im Gegensatz zur Herrenmühle bereits im 17. Jh. unabhängiger Privatbetrieb.

 

In einer Urkunde von 1696 wird vermerkt, daß das fürstlich nassauische Amt Kirchheim das sog. Austreibergütchen dem Kupfermül­ler Johann Friedrich Schnell gegen jährlich 3 Malter Korn verleiht 247. Dieses sog. Donnersberger- oder Austreibergütchen zu Bisch­heim wird auf Befehl des Grafen Johann Ernst 1707 durch eine erneute Urkunde aus weitere 3 Jahre gegen jährlich 3 Malter Korn an den Kupfermüller Friedrich *Schnell verliehen 248.

 

Müller auf der Kupfermühle war um 1702 Friedrich Schmoll [s. Friedrich *Schnell] 249. Auf diesen folgte sein Sohn Johann Nikolaus *Schmoll.

 

Der Johann Nikel Schmoll wird bereits am 1.2.1701 als Pate im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden erwähnt sowie am 27.8.1701 als Pate im lutherischen KB Kirchheimbolanden der „Joh. Nikel Schmoll, Kupfermüller zu Bischheim“ 250. Erneut wird er am 29.05.1702 als Pate erwähnt “Joh. Niklas Schmoll, S. d. Friedrich Schmoll, Kupfermüller zu Bischheim” 251. Am 9.11.1713 ist der „Müller zu Bischheim, Johann Nikolaus 'Schill' (?)“ [Anm. d. Verf.: m.E. Schmoll] Pate im lutherischen Kirchenbuch in Kirch­heimbolanden 252.

 

Am 30.05.1723 sind in der lutherischen Kirche in Kirchheimbolanden bei der Taufe des Johann Friedrich Gundelach als Paten anwe­send „Johann Nikolaus *Schmoll, Kupfermüller in Bischheim, und Susanna Frau d. Kupfermüllers 253.

 

Am 02.08.1732 ist bei der lutherischen Taufe Johann Joseph Schuhmacher, Sohn des Thomas Schuhmacher reformierter Religion und von Kriegsfeld gebürtig, Schweinehirt hier, u. Anna Elisabeth, als Pate im Kirchenbuch eingetragen: Joh. Joseph Köppen, Knecht in der Kupfermühle 254.

 

Im Verzeichnis der Mühlen im nassau-weilburgischen Amt Amt Kirchheim(-bolanden)-Stauf ist der Müller Johann Nikolaus Schnell als Ei­gentümer der Kupfermühle zu Bischheim vermerkt. Die Mühle hat 1 Wasserrad und 1 Mahlgang. Gibt 7 Malter Korn für den Wasserfall 255.

 

Aus der Ehe des Kupfermüllers Johann Nikolaus *Schnell und der Susanne Bechtold († 1735 im Alter von 35 Jahren) stammen 4 Töch­ter. Die jüngste Tochter Anna Elisabeth Schnell heiratet 1742 den Valentin *Becker aus Bolanden, der später die Mühle sowie das sog. Austreibergütchen von seinem Schwiegervater übernimmt 256. Am 03.11.1742 bei der Taufe in der lutherischen Kirche in Kirchheimbo­landen des Hofmann Valentin, S. d. Jakob Hofmann, Mitbeständer auf dem Edenborner Hof, u. Anna Charitas geb. Bus­mann von Worms, waren Paten: Valentin Becker zu Bolanden u. seine Desponsata (Verlobte) Elisabetha Schnall, Tochter des Nickel *Schnall in der Kupfermühle 257; mE handelt es sich um ein Schreibversehen bei der Eintragung im Kirchenbuch, und es dürfte der Müller Schnall iden­tisch sein mit dem Müller Johann Nickolaus Schnell.

 

Der Kupfermüller Johann Nikolaus Schnell zieht sich (Anm.: wohl zwischen 1742 und 1748 err.) aufs Altenteil zurück und überträgt „die Mühle samt Mahlgeschirr, Karch und Pferd“ sowie das Donnersberger Gütchen für 900 Gulden auf seine Tochter Anna Elisabe­tha und ih­ren Ehemann. 100 Gulden, 1 Stück Land, 1 Rind und 1 Loß (= Mutterschwein) und einige andere Gegenstände, sowie ½ Malter Weizen­mehl jedes Jahr behält er sich vor 258.

 

Am 26.02.1761 werden bei der Taufe Maria Elisabetha Becker, T.d. Nikolaus Becker, Schultheiß zu Bolanden, u. Maria Barbara Ger­mann von Imsweiler gebürtig als Paten im lutherischen Kirchenbuch Kirchheimbolanden als Paten erwähnt: „Valentin Becker, Kup­fermüller in Bischheim, u. seine Frau Maria Elisabetha“ 259.

 

Johann Valentin Becker verstirbt 50jährig im Jahr 1766 und hinterläßt 5 Kinder im Alter von 5-16 Jahren. Seine Witwe Anna Elisa­beth Schnell betreibt die Mühle bis zu ihrem Tod 1772 weiter. In ihrem Testament vermacht sie die Kupfermühle nebst dem sog. Donnersber­ger- oder Austreibergütchen ihrem 19jährigen ältesten Sohn Valentin *Becker, wobei als Wert 2000 Gulden angesetzt wurden. 1600 Gul­den hatte er an seine Geschwister auszuzahlen, wobei ihm 400 Gulden als eigenes Erbteil angerechnet wurden. Va­lentin Becker konnte diese Summe nicht aufbringen, denn ein Protokoll von 1776 der Vormünder der minderjährigen Geschwister be­richtet, daß Valentin Be­cker seinen Geschwistern noch 1570 Gulden aus Erbteilsverpflichtungen schuldet 260.

 

Der Kupfermüller Valentin Becker war verschuldet. Deshalb wurde es erforderlich, seinen infolge elterlicher Erbteilung 1773 übernommen­en Erbbestand am Donnersberger- oder Austreibergütchen in Bischheim an Gottfried Willig zu veräußern, wozu die herr­schaftliche nassau-weilburgische Genehmigung erteilt wurde 261. Die weiteren Verpflichtungen konnte er offensichtlich nicht tragen. Die Kupfer­mühle geht zwischen 1776 und 1782 auf seinen Schwager Philipp Heinrich Chormann über 262, während das Austreiber­gütchen an Gott­fried Willig veräußert wurde [Anm. d. Verf.: es dürfte sich bei dem Käufer um Gottfried Willig, Sohn des Barthel Willig, Beständer auf dem Heuberg handeln 263].

 

Um 1782 ist Philipp Henrich *Chormann der Müller auf der Kupfermühle Bischheim; er ist der Sohn des begüterten Ackersmanns und damaligen Schultheißen von Bischheim, am 23.02.1782 werden in Kirchheimbolanden als Paten genannt: Philipp Henrich Chor­mann, Müller auf der Kupfermühle in Bischheim, u. seine Frau Maria Barbara 264.

 

Vor 1787 verstirbt der Valentin Becker „auf der Kupfermühle“; sein Sohn der Bäckermeister Nikolaus Becker heiratet am 29.10.1787 in Kirchheimbolanden die „Anna Catharina Bechthold, T.d. verstorbenen Paul Bechthold, des Rats hier“ 265.

 

Am 8. Pluvoise l'an 11 teilt Karl Bindewald der französischen Verwaltung in Alzey, Dep. Monttonnere mit, daß er das Austreibergut am 20.3.1795 gekauft von Gottfried Willig. In der Akte befindet sich ein „Actum Bischheim v: 20ten Mertz 1795“ nebst Attest vom 21.5.1798. Darin heißt es: Ver Kauff Gottfried Willig und deßen Ehe Frau Maria Louisa, des Donnersberger oder Abthreibers Erbbe­stands Guth, so wie er es biß dahero in Bestand gehabt, an Carl Bindewald und deßen Ehefrau Eh Marina“ 266.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 (Katasterkarten) Nr. 2049 1: Klassifikationsplan Bischheim (BA und AG Kirchheimbolanden), 1845

- LA Speyer Best. W41 (Katasterkarten) Nr. 2509 Klassifikationsplan Rittersheim (BA und AG Kirchheimbolanden), 1842-1845, 1897

 

Literatur/Urkunden:

- Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 16-20

- Eberhardt, Heinrich: „Kupfermühle exportiert nach Holland, Schweiz und Ungarn. Um die Jahrhundertwende war die Herrenmühle eine der größten Mühlen der Umgebung“. [Bischheim]. In: Rheinpfalz, Kirchheimbol. 20, Nr. 80 v. 6.4.1964. [Anm. d. Verf.:Titel et­was miß­verständlich; der Autor beschreibt sowohl die Herrenmühle, wie auch die Kupfermühle]

- LA Speyer Best. C38 Nr. 190: „Die durch Verschuldung des Valentin Becker, Kupfermüller zu Bischheim, notwendige Veräußerung des in elterlicher Erbteilung 1773 übernommenen Erbbestands des Donnersberger- oder Austreibergütchens zu Bischheim an Gott­fried Wil­lig“

- LA Speyer Best. C38 Nr. 1300: „Prozeß des Erbbestandsmüllers Ruprecht zu Bischheim gegen N. Chormann auf der Kupfermühle we­gen Anlage einer Schleuse, 1782-1783“

 

 

- Pulvermühle:

s. Kirchheimbolanden

 

Literatur/Urkunden zu Mühlen in Bischheim, allgemein:

- Eberhardt, Heinrich: „Kupfermühle exportiert nach Holland, Schweiz und Ungarn. Um die Jahrhundertwende war die Herrenmühle eine der größten Mühlen der Umgebung“. [Bischheim]. In: Rheinpfalz, Kirchheimbol. 20, Nr. 80 v. 6.4.1964. (Anm. Titel etwas mißverständ­lich; der Autor beschreibt sowohl die Herrenmühle, wie auch die Kupfermühle)

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976 S. 43 ff

 

 

 

 

 

Bischmisheim / Saarland:

1354 hatte das Kloster Wadgassen Rechts in Ort. 1524 schenkte Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Zweibrücken nach Aufhebung des Klo­sters Wadgassen dessen Rechte in Bischmisheim 267.

 

Mühlen:

auf Bischmisheimer Bann waren einst drei Mühlen in Betrieb. Auf die älteste Bischmisheimer Mühle weist der Flurname „Hinter der Alt­mühl“ und die Anmerkung „der alte Mühlborn“ auf einer Skizze von 1685 hin. Diese Mühle scheint jedoch schon im 14. Jh. ein­gegangen sein. In der Folgezeit hatten die Bewohner von Bischmisheim teils freie Mühlenwahl, zeitweise waren diese an die He­ringsmühle in Fe­chingen und an die Unterste Brebacher Mühle, die sog. Kronenmühle gebannt 268.

 

 

- Bischmisheimer Mühle:

 

Photo:

- Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 63

 

Literatur/Urkunden:

- LA Saarbrücken Best 22 (Nassau-Saarbrücken) Nr. 2488: Die Bischmisheimer Mühle 1691

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über die Mühle in Langweiler

 

 

- Langweiler Mühle, kleine Bischmisheimer Mühle, auch Monzingers Mühle, Munzinger Mühle:

südlich von Bischmisheim gelegen auf der Südseite der Autobahn A6, heute Wasserwerk Brebach; in den 1820er Jahren im Wiesch­bachtal erbaut, auch kleine Bischmisheimer Mühle und nach dem ersten Besitzer Daniel *Munzinger, Monzinger Mühle ge­nannt. 1901 von der Gemeinde Brebach gekauft und zum Wasserwerk umgebaut 269. Dessen Tochter Christina Dorothea Munzinger heirate­te 1852 den Müller Georg Franz *Schmeer, der die Langweiler Mühle bis 1856 betrieb. Der Sohn aus dieser Ehe, Franz Schmeer, war ab 1893 Müller in der Langweiler Mühle 270.

 

Photo:

- Internetdatei Wolles-Web-Welt bei google (Wolfgang Heep): mit vielen, teilweise auch alten Photos 271

 

Karte:

- Internetdatei Wolles-Web-Welt http://www.wolfgang-heep.de/_lmweb/langweiler_mühle.htm: Lagekarte Bischmisheim mit der Lang­weiler Mühle – Wasserwerk Brebach 272

 

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über die Mühle in Langweiler

 

 

- Mühle des Nikolaus Klein:

1804 betrieb der Bäcker in Bischmisheim, Nikolaus Klein, eine Mühle in Bischmisheim am Bischmisheimerbach 273.

 

 

- Ölmühle Bischmisheim:

bereits 1819 war in einem Haus in der Gartenstraße eine private Ölpresse in Betrieb. Die jetzige Ölmühle hat der frühere Ortsvorste­her Philipp Karl Schmeer im Jahr 1909 oder 1911 im lothringischen Marienau (bei Forbach) gebraucht gekauft und in Teilen nach Bischmis­heim transportiert und wiederaufgebaut 274.

 

 

- Sägemühle bei Langweiler:

s. Langweiler

 

 

 

 

 

Bischofsheim:

rechtsrheinisch bei Mainz nahe Ginsheim-Gustavsburg; gehört heute zur Stadt Mainz

 

Mühlen:

1299 ist in Bischofsheim eine Mühle erwähnt, die dem Kloster St. Johann bei Alzey gehörte 275. 1299 verkauft das Heilig Geistklo­ster zu St. Johann bei Alzey die Hälfte einer Mühle zu Bischovesheim an den Ritter Badir von Kircheim 276.

 

Am 13.2.1300 tritt das Nonnenkloster zum Hl. Geist in Alzey alle Rechte, die es auf die Mühle und den Garten zu (Münch-) Bi­schofsheim gehabt hat, an das Kloster Otterberg ab 277.

 

 

 

 

 

Bischweiler/Elsaß (Bischwiller):

Stadt südöstlich von Hagenau, nordwestlich von Straßburg, nahe Brumath; heute Bischwiller; an der Moder (“Moderbach”) gelegen. Die Stadt entstand um einen Hof, den das Bistum Straßburg in dieser Gegend besaß; im Krieg der Stadt Straßburg gegen Bischof Walther von Gerolseck wurde die Stadt von den Straßburgern 1263 niedergebrannt. Später wurde die Stadt dem Walter von Müllen­heim ver­pfändet., dann 1332 an die Ettendorfer, von denen sie weiter verpfändet wurde. Die Burg, die inzwischen erbaut warf, gehör­te den Her­ren von Nyperg, von denen der pfälzische Kurfürst Friedrich I. sie in der 2. Hälfte des 16. Jh. nahm und seinem Nachfol­ger, Kurfürst Philipp von der Pfalz, gab, der die Nyperger entschädigte. Die Stadt war Eigentum der Eschenauer und der Beger. Nach dem Aussterben der Beger 1537 wurde Ludwig von Eschenau Alleinbesitzer der Herrschaft, mit der er die Herzöge von Zweibrücken belehnte. Die Fami­lie von Schönberg und nach ihr die Flach von Schwarzenburg besaßen dieses Lehen, das letztere um 1600 verlo­ren, als die Herzöge von Zweibrücken es ihrem Gebiet anschlossen. 278

 

1617 kam es unter Herzog Johann II. von Pfalz-Zweibrücken zur Gründung einer französisch-reformierten und einer niederländisch-re­formierten Fremdengemeinde in Bischweiler. Neben Wallonen aus den Spanischen Niederlanden waren es vor allem Huge­notte aus der Champagne, der Picardie und den Ardennen, die hierher kamen 279

 

Während des 30jährigen Krieges wurde die Stadt 1629 und 1635 niedergebrannt. 1640 von Herzog Friedrich von Zweibrücken an den Pfalzgrafen Christian I. von Pfalz-Birkenfeld verpfändet, der die Stadt zu seiner Residenz machte. Unter der Regierung der Pfalzgrafen von Birkenfeld wurde Bischweiler an das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken angeschlossen.

 

Mühlen:

den Brüdern Bertrand wurde “vermög Concessionsschein vom 18. Januar 1758 zur Errichtung der Mahlmühle und anderen Wercken an der Moderbach auf unserem alleinigen Territorio die gnädigste Erlaubnis erteilt” 280.

 

Literatur/Urkunden:

- Koch, Walter: „Bis weit hinein ins Elsaß“. Ein Beitrag zur Geschichte des ehemaligen Zweibrückischen Amtes Bischweiler; in: Pfälzische Heimatblätter 1963, S. 17-19

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über die Mühle in Bischweiler

 

 

 

 

 

Bissersheim:

VG Grünstadt-Land, Lk Bad Dürkheim;

 

Bissersheim gehörte zu den sechs Dörfern, von denen die Verfasser der leiningischen Erb­vertrages von 1317 "nit wißen, ob sie lehen oder eigen seindt" 281. Im Hesso'schen Besitzverzeichnis von 1467 ist Bissersheim als Eigengut der Grafen von Leiningen bezeichnet 282. Möglicherweise sind die Leiningischen Besitz- und Herrschaftsrechte zu Bissersheim auf alten Reichsbesitz zurückzuführen 283. In Bis­sersheim hatte das alte salische Hauskloster *Münsterdreisen bereits 872 Besitzungen durch den rheinfränkischen Herzog Nan­thar ge­schenkt erhalten, die ihm noch 1144 von König Konrad III. bestätigt wurden 284. In Bissersheim hatten die Leiningen-Harten­burger ein Schloß, das zweimal (1460 und 1470) von Kurpfalz erobert und geschleift wurde 285. Die Zerstörung von 1460 erfolgte im Pfälzischen Krieg des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz, des Siegreichen, mit Kurmainz, das mit Leiningen-Hartenburg und Zwei­brücken-Veldenz eng verbunden war 286.

 

1802 hatte das Dorf 289 Einwohner, davon 237 Lutheraner, 25 Reformierte, 5 Katholiken und 32 Juden; 1836 waren es 355 Bewoh­ner, darunter 14 Katholiken, 298 Protestanten und 43 Juden 287.

 

Mühlen:

1473 wird die Mühle in Bissersheim im Rahmen einer Lagebeschreibung bei einem Wiesenkauf erwähnt 288.

 

In der Kirchenvisitation von 1572 289 wird von einer Bissersheimer „Portmühle“ berichtet; hier handelt es sich vermutlich um die Halt­mühle, die an der Bachpforte liegt. Sollten die Besitzer der Bergmühle (mit Na­men Port) jedoch bis 1572 zurückverfolgt werden können, hätte es sich um die Bergmühle gehandelt 290.

 

1635 bestellt Friedrich Graf von Leiningen zur Schatzung der Backmühle in Kleinkarlbach als Sachverständigen den Müllermeister zu Bis­sersheim Philips Rusten 291.++++klären: welche Mühle

 

1648 heißt es im Knochschen Repertorium 292: „Müller zu Bissersheim bittet um Erlaß und Vergünstigung auf die Freinsheimer Mühle zu ziehen“ ++++klären: welche Mühle++++

 

Im Knochschen Repertorium ist vermerkt „Mühle zu Bissersheim erbaut 1649 293.++++klären: welche Mühle++++

 

1670 heißt es im Knochschen Repertorium 294: „Baldischer Erben Klage Ca. den Müller wegen Verkauffter halben Mühlen“ .++++klären: welche Mühle++++

 

1700 ist im Knochschen Repertorium vermerkt 295: „Suppl. des Müllers um einen Baum Zur Mühlen.“

 

1703 wird Christophel Culmann als Müller in Bissersheim genannt 296. +++klären: welche Mühle+++

 

Das eindrucksvolle Handwerkszeichen von einer der Bissersheimer Mühlen befindet sich heute als Schlußstein eines Portals an der Villa Schneider in Hettenleidelheim. Ein Antiquitätenhändler hatte den Stein nach Mannheim gebracht und dann nach Hettenleidel­heim ver­kauft. Dieser Stein stammt von 1742. Besonders bemerkenswert sind die Bracken als Schildhalter. In der Heraldik sind sie Sinnbilder für Kraft und Wachsamkeit. unterhalb des Mühlrads auch hier ein menschlicher Kopf, wie man ihn auch an Kleiekotzern findet 297.

 

1817 gab es in Bissersheim folgende Mühlen: a) Bruchmühle mit 2 Mahl- und 1 Schälgang, b) die Haltmühle mit 3 Mahl- und 1 Schäl­gang und c) die Bergmühle mit 2 Mahl- und 1 Schälgang 298.

 

1864 wird Georg Puder „Müller und Gutsbesitzer in Bissersheim“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 299. ++++klären : welche Mühle++++

 

 

- Bergmühle, Portmühle:

nach Ansicht von Christmann 300 wird die Bergmühle nur 1836 und zwar zusammen mit der noch bestehenden Haltmühle genannt. Sonst hören wir den Namen weder vorher noch nachher 301. Bei Frey wird die Bergmühle ohne weitere Angaben angeführt 302.

 

In der Kirchenvisitation von 1572 303 wird von einer Bissersheimer „Portmühle“ berichtet; hier handelt es sich vermutlich um die Halt­mühle, die an der Bachpforte liegt. Sollten die Besitzer der Bergmühle (mit Namen Port) jedoch bis 1572 zurückverfolgt werden können, hätte es sich um die Bergmühle gehandelt 304.

 

Bis 1788 war Christian Port (∞ mit Carolina Korbmann) der Müller auf der Bergmühle 305. Um 1812 war Christian *Porth der Mül­ler auf der Bergmühle in Bissersheim. 1812 kommt es zu einem Streit zwischen den Müllern Georg *Freischlag und Heinrich *Koob gegen den Müller Christian Porth auf der Bergmühle zu Bissersheim „wegen Reparation seiner Mühle, gelegen auf der Leininger Bach“ 306. In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 307 werden die Müller „Koob und Freischlag“ als Eigentümer einer nicht benannten Mühle in Bissersheim genannt.

 

Bis 1840 war Johann Port (∞ mit Dorothea Krauß) der Müller in Bissersheim. Ab 1840 (?) war Christian Port der Müller auf der Berg­mühle 308.

 

1812 kommt es zu einem Streit zwischen den Müllern Georg *Freischlag und Heinrich *Koob gegen den Müller Christian Porth auf der Bergmühle zu Bissersheim „wegen Reparation seiner Mühle, gelegen auf der Leininger Bach“ 309.

 

Nach dem Grundsteuerkataster vom 18.2.1841 bestand die Bergmühle aus Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Schopp, Schweineställe, Ho­fraum mit Brunnen, 2 Mahlgängen und 1 Schälgang 310.

 

Als Müller folgte Daniel Puder, auf diesen bis 1863 der Jakob (2) Rembe, dann bis 1890 Georg Rembe, danach Heinrich Rembe, Emil Rembe und auf diesen Günther Rembe. Der letzte bekannte Müller war Gerhard Kautz 311.

 

 

- Bruchmühle:

der Name begegnet in der angegebenen Form 1828 312, 1836 313 und 1963 314. Nach dem Grundsteuerkataster vom 18.2.1841 und be­stand die Bruchmühle aus Wohnhaus, Kelter­haus, Scheuer mit 3 Schweineställen, Stall mit Schopp und Hofraum, 2 Mahlgängen, 1 Schälgang, Ölmühle und Hanfreibe 315.

 

Die Bruchmühle gehörte ursprünglich der Kurpfalz 316.

 

Bis 1583 war Lorenz Müller der Betreiber der Bruchmühle 317. Um 1691 war Niclas *Weydenkopf Müller auf der Bruchmühle in Bissers­heim; dieser heiratete 1691 die Witwe NN. des Müllermei­ster Johannes Ziegler von Gerstenmühle Kirchheim / Weinstraße 318. Am 11.5.1706 heiratet der „Niclas Weydenkopf, Bruchmüller und des Gerichts zu Bißersheimb die Jungfrau Anna Magdalena, Caspar Winkel­mann's aus dem Bieber-Grund, Hanauischer Graf­schaft, ehel. Tochter 319.

 

Bis 1787 war Daniel Puder (∞ mit Christina Apolina Wintz) der Müller auf der Bruchmühle 320.

 

Um 1800 war Konrad Puder (wohl Sohn des Müllers auf der Bruchmühle Daniel Puder und der Christina Apolina Wintz) der Mühlenbesit­zer auf der Bruchmühle 321. Auch in einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 wird Konrad *Pu­der als Eigentümer der Bruchmühle Bissersheim genannt. Die Mühle ist oberschlächtig 322. Auf Konrad Puder folgt bis 1855 der Müller Georg Puder (∞ mit Magdalena Koch), dann Daniel (2) Puder (∞ mit Elisabetha NN.) bis 1906. Anschließend wer­den ge­nannt: Philipp Böll, Otto Böll, Kurt Ohlinger und zuletzt Christian Ellbrück 323.

 

 

- Haltmühle, Haldmühle:

im Ort nördlich vom Eckbach gelegen, in der heutigen Straße „Haldmühle“

 

1836 urkundlich erwähnt als „Haltmühle“ 324; um 1840 „Haltmühle“ (Alter Flurplan) 325. Die verschwundene Mühle trug ihren Na­men nach einer Halde, einem Hang, der den Flurnamen Halde trägt. Im alten Flurplan von um 1840 liest man „In der Halde (Halt)“ 326.

 

Die Haltmühle ist eine stattliche Viereckanlage mit dem 1739 erbauten Wohnhaus mit Mühle. An der Ostseite des Gebäudes befindet sich die Jahreszahl der Erbauung 1739 in Eisenbuchstaben. An der Außenmauer über dem Tor befindet sich ein Scheitelstein, der in voll­plastischem Relief zwei handwerklich ausgeführte Löwen, die das Müllerzeichen halten, und die Jahreszahl 1742 zeigt. Über dem Müller­zeichen eine Krone. Der nordöstlich des Wohnhauses befindet sich ein Schuppen mit einem rundbogigen Einfahrtstor mit profilierten Kämpfern. Am Scheitelstein befindet das Müllerzeichen mit den Buchstaben LS-CS 1762 327.

 

Es handelt sich bei diesem „LS-CS 1762“ um Lorenz Schmitt, ∞ mit Cäcilie Schmitt, der bis 1760 [Anm. d. Verf.: Datumsangabe bei Lux unzutreffend 328] Müller auf der Haltmühle war. Auf diesen folgte bis 1767 Johann Philipp Fitting, dann bis 1811 Gottschalck Mayer und Consorten aus Mannheim 329.

 

Am 2.4.1811 verkaufen Gottschalck Mayer und Hayum Gottschalk Mayer, beide Handelsleute aus Mannheim, der erstere im eigenen Na­men und der andere namens und im Auftrag des Gutsbesitzers Franz Cramer und dessen Ehefrau Catharina geb. Sacher, in Oberflörs­heim wohnhaft, an den Gutsbesitzer Georg Freyschlag aus Großkarlbach und den Gutsbesitzer Heinrich *Koob an der Sandhofe­ner Fahrt Canton Frankenthal wohnhaft, neben weiterem umfangreichen Grundbesitz in Bissersheim, auch die in Bissersheim gelege­ne „Halde-Mühle“. Der Kaufpreis für den Gesamtbesitz betrug 17000 Gulden . Die Mühle war wie sich aus Zi. 4 Seite 8 des Kauf­vertrages ergibt „alß ein freies Eigenthum vom Tribunal versteigt“ worden, d.h. sie wurde im Wege der Nationalgüterveräußerung durch den französi­schen Staat beschlagnahmt und versteigert 330.

 

Käufer war Georg Freyschlag, der zusammen mit Heinrich Koob die Mühle bis 1831 betrieb 331. 1812 kommt es zu einem Streit zwischen den Müllern Georg *Freischlag und Heinrich *Koob gegen den Müller Christian Porth auf der Bergmühle zu Bissersheim „wegen Repara­tion seiner Mühle, gelegen auf der Leininger Bach“ 332. In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 333 werden die Müller „Koob und Freischlag“ als Eigentümer einer nicht benannten Mühle in Bissersheim genannt.

 

Ab 1831 und anschließend bis ca. 1845 war Heinrich Koob (∞ mit Anna Barbara Fey) Alleineigentümer und Betreiber der Mühle 334.

 

Nach dem Grundsteuerkataster vom 18.2.1841 335 bestand die Haltmühle aus Wohnhaus, Schopp, Scheu­er, Stallungen, Brennhaus, Kel­terhaus, Schweineställen und Hofraum; sie umfaßte 3 Mahlgänge, ein Schälgang, Ölmühle und Hanfreibe 336.

 

Ab 1845 folgte Johann Georg Koob, dann ab 1862 der Müller, Gutsbesitzer und Schultheiß Daniel (1) *Puder (∞ I mit Anna Maria NN.; ∞ II Margaretha NN.) 337.

 

Am 6.12.1875 wurde die Haltmühle freihändig versteigert in der Erbauseinandersetzung nach dem verstorbenen Müller und Gutsbe­sitzer Daniel (2) Puder. Die Versteigerung ist im Grünstadter Anzeiger vom 21.11.1875 angekündigt „ ... nachbeschriebene im Banne von Bis­sersheim gelegene Immobilie, als Plan-Nr. 226, 63 5/10 Dec. Fläche, ein zweistöckiges Wohnhaus mit Mühle von 3 Mahlgän­gen und 1 Schälgang, Schoppen, Scheuer, Stallungen, Schweinställen, Brennhaus, Kelterhaus und Hofraum, die Haltmühle genannt“, nebst Garten. Als Eigentümer sind damals genannt „die Kinder und Erben des zu Bissersheim wohnhaft gewesenen und verlebten Müllers, Gutsbesit­zers und Bürgermeisters Daniel *Puder 1., als: 1. Anna Margaretha Puder,ohne Gewerbe, Ehefrau von Otto Karl Florentin von Wächter, Bierbrauer, beide in Kaiserslautern wohnhaft; 2. Georg Puder, Oeconom in Bissersheim wohnhaft; 3. Elisabe­tha Puder, ohne Gewerbe, Ehefrau von Michael Fey, Oeconom, beide in Bissersheim wohnhaft.“ Die Mühle wird weiter in der Ver­steigerungsanzeige wie folgt be­schrieben: „ Die besagte Mühle, inmitten naher, bevölkerter, wohlhabender Ortschaften, eine Viertel­stunde von der Eisenbahnstation Kirchheim a. d. Eck gelegen, wurde seit langen Jahren mit beste Erfolge sowohl als Handels- wie als Kundenmühle betrieben und eignet sich auch zu jedem anderen der Wasserkraft benöthigten Etablissement.“ 338

 

Es folgten Georg Puder zusammen mit Otto von Wächter als Betreiber und Eigentümer der Haltmühle 339;.Otto von Wächter (∞ mit Anna Margaretha Puder) war in der Folge bis 1904 Alleineigentümer der Mühle 340. Von 1904 bis 1920 Georg Fey (∞ mit Anna Stref­ler), von 1920-1940 Anna Fey, von 1940-1957 Hugo Baum (∞ mit Emma Fey), der bis 1957 Mahlrecht besaß 341.

 

1957/56 die Witwe Georg Fey Eigentümerin der Mühle; diese war an den Müller Ludwig Hornbach verpachtet; die Mühle wurde 1957/58 stillgelegt 342. Eigentümer des Gebäudes waren von 1971-1990 Elisabeth Berberich, sodann Leo Hertle 343.

 

Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude werden wie folgt beschrieben: Vierseithof mit Torbau, 18. Jh., Walmdachbau bez. 1739, Wirtschaftsgebäude bez. 1762 bzw. 1742 und 1797 344.

 

Photo:

- Kunstdenkmäler, Bd. VIII Stadt und Landkreis Frankenthal, S. 146

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. K16, 257 Notariatsakten Grünstadt, Nr. 160 vom 2.4.1811: Verkauf der Haldmühle in Bissersheim

- Schmitt, Wolfgang M.: „Die Haldmühle von Bissersheim“; in: Heimatjahrbuch Landkreis Bad Dürkheim 1990, S. 228

 

 

Literatur/Urkunden zu den Bissersheim Mühlen:

- ""Die Rheinpfalz"" vom 19.8.1998: Mühlenwanderweg im Eckbachtal zwischen Dirmstein und Neuleiningen

- Lux, Klaus: Bissersheim, Ortsgeschichte, Ortsgemeinde Bissersheim 2000, S. 478

- Niederhöfer, Wolfgang: Die Triebwerke entlang des Eckbach-Mühlenwanderweges (zu Eckbachweiher, Mühlen in Neuleinin­gen-Tal, Kleinkarlbach, Kirchheim, Bissersheim, Großkarlbach und Dirmstein)

- Niederhöfer, Wolfgang: Mühlenwanderweg am Eckbach. 35 Mühlen zwischen Neuleiningen und Dirmstein; in: Heimatjahrbuch 1998 Landkreis Bad Dürkheim, S. 156

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der pfälzischen Mühlen besonderer Art, Arbogast, Otterbach 1981

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der Mühlen und des Müllerhandwerks der Pfalz

 

 

 

 

 

Bisterschied:

VG Rockenhausen, Lk Donnersbergkreis; das Dorf war bis 1607 geteilt; es gehörte zur Hälfte den Herren von Kellenbach und den von Greiffenclau. Die Beeth der zweibrückischen Untertanen ging nach Meisenheim 345. Von 1607 bis 1789 gehörte Bisterschied zum Her­zogtum Pfalz-Zweibrücken Amt Landsberg.

 

Mühlen:

Hinweise auf verschwundene Mühle: auch Gemarkungsnamen zeugen vom früheren Vorhandensein einer Mühle: ‘Am Mühlberg’ (nach David Hoffmann stand da am Berg früher eine Mühle, der Mühlwoog und Deich wurden um 1900 zugeschüttet); ‘In den Mühl­wiesen’; ‘Mühlweg’; In den Mülleräckern” 346.

 

- Wolfsmühle bei Bisterschied:

s. hierzu *Waldgrehweiler: Wolfsmühle

 

nordwestlich von Bisterschied in Richtung auf Waldgrehweiler gelegen und auf Waldgrehweiler Gemarkung; heute OT von Waldgreh­weiler 347.

 

 

- Mühlsteinbrüche:

eine Mühlsteinproduktion gab es in Bisterschied in der Nordpfalz. Dort waren nach einem Bericht über eine Ortsbesichtigung durch das Bezirkskomitee des Landwirtschaftsvereins vom 16.5.1867 “jahrhundertelang betriebene Steinbrüche” 348.

 

 

- Pletschmühle obig dem Dorf Bisterschied:

im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Mühle, die damals noch zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Meisenheim gehörte, wie folgt beschrieben: „Die Pletschmühl obig dem Dorff Bisterschied [hat] 1 Waßerrad; [gibt] 3 Mltr Korn; hat das gantze Jahr keine 6 Wochen Waßer zu mahlen und hat übrigens gar keine Nahrung.“ 349

 

 

 

 

 

Bistert:

Wüstung westlich von Thallichtenberg; 1270 erstmals als Pistereit“ erwähnt; Dolch/Greule leiten den Namen von Gallo-rom. „Pistr-ittu“, als Nebenform zu lat. Pistrilla = „kleine Stampfmühle ?“ zurück 350, dann wäre dort möglicherweise eine Mühle gelegen.

 

 

 

 

 

Bledesbach:

heute Stadtteil von Kusel; in der Westpfalz gelegen westlich von Kusel, nördlich von Konken, nahe der Autobahn; war pfalz-zwei­brückisch im Oberamt Lichtenberg.

 

Mühlen:

- Bledesbacher Mühle:

In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt: “Die Ble­desbacher Mühle ist eine Bannmühle für die Dörfer Bledesbach, Ehweiler, Schellweiler, Hüffler (Hifweiler) und Albessen mit zusamm­en 58 Familien. 2 oberschlächtige Wasserräder treiben 2 Mahlgänge und 1 im Trillis laufenden Schälgang. In den Monaten July und Au­gust besteht Wassermangel, sodaß die tägliche Mahlkapazität der Mühle auf 3 Faß beschränkt ist. Erbbestandsbriefe liegen vor vom 1. Au­gust 1575, vom 23. Januar 1711 und vom 5. November 1739. Letzterer ist ausgestellt auf Katharina Margarethe, Wittib des Müllers Phil­ipp Henrich Peiffer (*Pfeiffer); sie ist wieder verheiratet, der Name des Mannes fehlt). Laut Brief haben die Banngä­ste beim Bau der Mühle und des Wehrs Frondienst zu leisten. Das Holz für das Mühlenwesen erhält der Beständer aus dem herr­schaftlichen Wald. Als Pacht ist jährlich in die Kellere bzw. Landschreiberei Lichtenberg zu liefern: 7 a. Korn und 7 Ma. Hafer Lich­tenberger Maßung, 1 Mühl­schwein oder 6 fl dafür und alle 3 Jahre 1 fl „trockenen“ Weinkauf.“ 351.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 20 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörende Müh­le wie folgt beschrieben: „Die Bledesbacher Mühl [hat] 2 Waßerräder, treib 2 Mahl und einen im Trilles lauffend Scheelgang, [zahlt an Pfacht] 7 Mltr Korn, 7 Mltr Haber, 6 fl an Geldt, und alle 3 Jahr 1 fl [...] Weinkauff. Bledesbach, Eheweiller, Schellweiler, Hittweiler und Albesen, aus 58 Fam. bestehend sind dahin gebannt.“ 352

 

1760 ist Müller in Bledesbach der Friedrich *Pfeiffer, der Sohn des Müllers in Bledesbach, Philipp Heinrich *Pfeiffer 353.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 81r-84r

- LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 86

- Zink, Albert: Aus der Geschichte der Mühlen in Konken, Schellweiler und Bledesbach; in: Kuseler Tageblatt 13, Nr. 18 v. 21. 1. 1961, 1961 (beruht lediglich auf der Zusammenfassung des Sundahl`schen Mühlenprotokolls von 1746)

 

 

 

 

 

Bliesbergerhof:

bei Limbach nahe Homburg/Saar an der Blies gelegen, war pfalz-zweibrückisch

 

Mühlen:

- Achatschleifmühle:

um die Mitte des 18. Jh. wurden im Zeitalter des Merkantilismus im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken große Anstrengungen unternom­men, eine staatliche Schmuckstein-Manufaktur aufzubauen, die die Macht und den Wohlstand des Landesherrn verstärken sollte. Die Grund­lage bildeten ieL. Die zahlreichen Fundorte von Achaten und ihnen verwandter Halbedelsteine im Raum Baumholder. Um Baumholder lag das weitaus bedeutendste Vorkommen im Gebiet des Herzogtums, zu dem aus vertraglichen Abmachungen zwischen den Landes­herrn die benachbarten Fundorte in der Wild- und Rheingrafschaft Grumbach und um 1785 die Achatschleifen „bei Ober­kirchen im Oberamt Schaumburg“ hinzukamen, deren Besitz der Herrschaft Oberstein schon längere Zeit vorher verloren gegangen war. Die Verar­beitung der Steine erfolgte zum größten Teil in herrschaftlichen Regiebetrieben, vereinzelt auch in staatlich stark sub­ventionierten Schleifereien als Lohnwerkstätten. Alle Kosten und Gewinne wurden über die Fürstliche Rentkammer in Zweibrücken verrechnet. Die erste Achatschleiferei wurde auf herzogliche Anordnung im Schloßgarten der Residenzstadt Zweibrücken erbaut. Später traten noch Achatschleifen in [Anm.: Nieder-]Auerbach, Bliesberger Hof und in Mittelbach bei Hornbach hinzu. Weitere Achatschleifen waren in der Umgebung von Nohfelden im Nahetal und eine weitere bei Ellweiler gebaut worden, die am 15.8.1748 dem Herzog als betriebsfertig ge­meldet wurde 354.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. B2 Sachakte 523 UNr. 8: Anlegung einer Achatschleife bei dem Bliesberger Hof, 1783-1787

- LA Speyer Best. B2 Sachakte 1080 UNr. 1: Bliesberger Wasserleitung; darin Pläne über die Achatschleife

 

 

 

 

 

 

Bliesbolchen / Saarland:

heute als Bliesmengen-Bolchen OT der Gemeinde Mandelbachtal / Saarland; im Mandelbachtal gelegen; erstmals wurde der Ort ur­kundlich 1180 bei einer Schenkung an das Kloster Wörschweiler erwähnt; war nicht zweibrückisch, sondern Kondominium zwischen ver­schiedenen Herrschaften, darunter teilweise auch im Besitz der Grafen von der Leyen; noch mitten im 30jährigen Krieg lebten in Blies­mengen 44 Familien und in Bliesbolchen 26 Familien, insgesamt also 70 Familien 355.

 

Mit Bliesbolchen bildete Bliesmengen eine katholische Pfarrei zu der Gräfinthal und die Schleifmühle gehörte. 1337 schenkten die Herren von Mengen dem Kloster Gräfinthal das Patronatsrecht über die Kirche 356.

 

Mühlen:

- Bliesbolgener Mühle:

die Grafen von der Leyen beanspruchten die Bannalität der Bliesbolgener Mühle 357.

 

Ab 1701 wohnte der Müller J. Mathias Keller in Bliesbolchen 358; er ist 1708 in einer Liste der Kir­chengemeinde Bolchen 359 aufge­führt: Matthias Keller, ein Müller, und die Mühle dem Freiherrn von der Leyen zuständig, ist ein Ackermann, hat einen halben Pflug, sein Weib Anna Diel, haben 6 Kinder, 3 Söhne und 3 Töchter, sind alt 13, 9, 7, die Töchter 20, 18 und 13 Jahre alt".

 

Karten:

- LA Speyer Best. B14 Kirchenschaffnei Zweibrücken, Karte Nr. 23: „Bliesbolger Mühle, Anfang 18. Jh.“

 

 

- Wörschweiler Mahlmühle:

bereits 1241 wird die Mühle urkundlich erwähnt. 1241 schenkt „Walter, Herr von Brugke [...] mit Zustimmung seiner Frau Mechthil­dis und seiner Söhne [...] dem Kloster Werneswilre seinen Zehnten zu Lendingen, seine Bannmühle zu Bolchen ... 360. Die Mühle war mithin schon 1241 Bannmühle. Im Juli 1243 bestätigen Abt und Konvent des Klosters Werschweiler, daß die Schenkung unter der Bedingung erfolgt ist, daß jeden Mittwoch eine Seelenmesse „pro defunctis“ gehalten wird, widrigenfalls die Schenkung widerru­fen und an die Domkirche zu Metz überwiesen werden darf 361.

 

Auch um 1450 gehörte die Mühle zum Klosters Wörschweiler 362. Die Mühle wurde erbbeständlich vergeben; sie war Bannmühle; im 13. Jh. gehörte sie den Herren von Brücken und gelangte dann 1241 als Schenkung an das Kloster Wörschweiler 363. Am 7.10.1463 wird anläßlich eines Grundstückskaufvertrags erwähnt „des Klosters Mühle zu Bolchen uf der Bließen“ 364. 1482 hat Graf Johann (Hannman) von Leiningen, Graf zu Rixingen und Herr zu Forbach und Adelheid seine Gemahlin “sich aller Forderungen und Gerechtigkeit, so sie zu des Klosters Mühlen zu Bolchen vermeinen zu haben genzlich verziegen und begeben” 365. 1530 wurde die Mühle vom Kloster Wör­schweiler an den “Hanns Müllern” und seiner Hausfrau “Eva, ihr beider Leben lang, um 12 Gulden jährli­chen Zins verliegen” 366.

 

1530 ist das Kloster Werschweiler durch den Mangel an Arbeitskräften gezwungen, „um zwölf Gulden und ein Essen Fisch“ die Mühle zu Bolchen“ an die Eheleute Hans Müller und Eva zu verpachten 367.

 

Am 24.2.1573 waren Wolff Becker, Fritz und Alexander Müller zu Bolchen. 1588 heißt es, “Alexander der Alt Wersweiler Kloster­müller zu Bolchen wohnhaft, welcher um seine Faul- und Fahrlässigkeit Willen aus der Mühler verschafft worden” 368. 1588 erhält Heinrich Müller, zuvor Müller auf der Kirkeler Mahlmühle, von der der pfalz-zweibrückischen Regierung einen Temporalbestand für 20 Jahren auf der Wörschweiler Mühle 369. Die Wörschweiler Mühle litt in der Folgezeit unter Konkurrenz einer weiteren zwischen 1563 und 1571 in Bol­chen erbauten Mahlmühle, die neu von einem Unterthanen der Freiherrn zu Kriechingen, Erbherrn zu Forbach, errichtet wurde 370. Zwi­schen 1575-1632 kam es zu einer Klage des Klostermüllers (auf der Bliesransbacher Bannmühle) gegen den benachbarten Wörschweiler Müller in Bliesbolchen wegen dessen übermäßig erhöhten Mühlenwehrs 371.

 

Ab Februar 1593 wurde die Mühle auf 20 Jahre im Temporalbestand an Conradt Müller aus Bolchen verliehen. In einem 1629 erstell­ten „Verzeichnis der Mühlen zu dem Kloster Werßweyler gehörig ....“ heißt es: „Deß Klosters Werßweyler mahl mühl zu Bolchen, bey Breun­enthal gelegen, Ist februar in Anno 1593 Conradt Müllern zu Bohlen uff 20 Jahr lang verliehen gewesen, darauß er jähr­lichs ahn gelt 52 fl Undt dan Von Den äckern, die bey solcher Mühl liegen, 2 malter Korn Sarbruckh massung gelieffert.“ 372.

 

Am 11.11.1615 gibt Pfalzgraf Johann II. die Kloster Werschweiler Mühle zu Bolchen an der Blies (Bliesbolgen) bei Grauenthal (Anm.: = Gräfinthal) an Jacob Meyers zu Eschringen hinterlassene Wittib Elisabeth und ihren Sohn Nickel in Erbbestand 373. In dem 1629 erstell­ten „Verzeichnis der Mühlen zu dem Kloster Werßweyler gehörig“ heißt es: „Welche mühl fürderß [Anm.: nach Ende des 20jährigen Tem­poralbestands des Conradt Müller aus Bolchen] in Anno 1615 im November Elisabethen, deß Meyers Wittiben zu Schringen, Undt Nick­heln ihrem Sohn ...“ verliehen. Als Bürgen wurden für die geschuldete Pacht gestellt „Mayers Hanßgen, Undt Jacob Landt, [...] beede Underthanen zu Waibenheim.“ 374. Elisabeth Meyer und Nickel Meyer betrieben die Mühle nicht selbst, son­dern durch kurzfristig wech­selnde Angestellte bewirtschaften lassen, „Welche nicht Viel Uff die Mühl geachtet, sondern in einem ab­gange kommen lassen“. Deshalb wurde beiden auferlegt, „sich nach einem bestendigen müller Undt mühlarzt, welcher nit allein die gebau Undt lauffent geschirr, handt­haben, sondern auch den Jährlich pfacht außrichten könne, [...]. Uff welcher gedachte wittib Elisa­beth Undt ihr sohn Nickhel [...] entlich mit Hanß Müllern zu Dummerßheim [...] Anno 1621 gehandelt [...]. (Nota: hatt der Wittib Vor ihr besserung zahlt 600 fl) [...] Undt ihr gehabtes Erbrecht dergestalt Übergeben, Daß ermelter Hanß Müller, hinfuhro Vermög oben gezogener Erbbestendnuß [...] erhalten“ 375. Hanß Müller stellte als Bürgen „Jacob Landtgraffen zu Waibenheim, Junge Seimerten [?] zu Binsing, Undt Beckher Lorenzen zu Dumers­heim“. Müller sollte ein Erbbestandsbrief erteilt werden, was 1629 immer noch nicht erfolgt war, „auch hatt der Müller Kriegswesens hal­ber, nit sonderlich darauff getrieben.“ 376.

 

1629 heißt es weiterhin: Der neue Beständer Hanß Müller hat „gemelte deß Klosters mühl, welche [...] ganz abgängig gewesen, wieder­umb nach nottdurfft [...] also Zugericht, daß dieselbige wied zu bewohnen ist“. Wegen eines Rückstaus der Blies, der die An­triebskraft seiner Mühle beeinträchtigt haben soll, beschwerte sich Hanß Müller bei der herzoglichen Regierung in Zweibrücken, „daß der Müller zu Ranspach, Welcher in deß Klosters Hornbach Mühlen wohnt, daß wasser Zu hoch schwellt Undt hinder sich treibe [...]“ 377.

 

Die Wörschweiler Mahlmühle wurde im 30jährigen Krieg 1645 niedergebrannt und eingeäschert 378. Die von dem Grafen von der Leyen ca. ab 1718 beanspruchte Bannalität der Bliesbolchener Mühle führte zu einem Prozeß mit deren Erbpächter, dem Herrn De­veaux d’Achy wegen Mühlenpacht. Dieser sog. ‘Bliesbolger Mühlenprozeß’ wurde jahrzehntelang geführt und richtete sich schließ­lich zwischen 1781-1789 gegen die Devaux und Schubert’schen Erben 379. Um 1766/1768 kam es in diesem Zusammenhang zur Ver­steigerung des Kloster­zehnten zu Brücken und einer Entschädigung des Beständers wegen der von Deveaux d’Achy erwirkten Be­schlagnahme derselben im Rahmen des ‘Bliesbolcher Mühlenprozesses’ 380; es kam zu einem Entschädigungsgesuch des Be­ständers wegen des “Bliesbolger Müh­lenprozessen” 381.

 

Literatur/Urkunden zu Wörschweiler Bannmühle:

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 354: Akten des Klosters Wörschweiler Mahlmühle zu Bliesbolchen Pars I. 1450-1591

- KSchA Zw Rep IV Nr. 355, Tom. I 1593-1607: Konkurrenz der herrschaftlichen zweibrückischen Mahlmühle durch eine weitere in Bol­chen erbaute Mahlmühle, die neu von einem Unterthanen der Freiherrn zu Krichingen, Erbherrn zu Forbach errichtet wurde

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 400: zwischen 1575-1632 kam es zu einer Klage des Klostermüllers (auf der Bliesransbacher Bannmühle) gegen den benachbarten Wörschweiler Müller in Bliesbolchen wegen dessen übermäßig erhöhten Mühlenwehrs

- KSchA Zw Rep IV Nr. 356: Einäscherung und Zerstörung der Wörschweiler Mahlmühle in Bliesbolchen 1645

- KSchA Zw Rep IV Nr. 357, 358-363: Prozeßakten betreffend das Bannrecht der Mahlmühle in Bliesbolchen: die vom Grafen von der Leyen ca. ab 1718 beanspruchte Bannalität der Bliesbolchener Mühle führte zu einem Prozeß mit deren Erbpächter, dem Herrn Deveaux d’Achy wegen Mühlenpacht = nunmehr LA Speyer Best. B14 Nr. 23

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 370: Versteigerung des Klosterzehnten zu Brücken und einer Entschädigung des Beständers der Bliesbol­cher Mahlmühle wegen der von Deveaux d’Achy erwirkten Beschlagnahme derselben; die Akten enthalten weiterhin einiges über den Blies­bolcher Mühlenprozesses 1766/1768

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1389 1: „Irrungen des Fiskus mit de Veaux d'Achy wegen der Wörschweiler Klostermühle zu Bliesbolgen, 1738-1763“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1389 2: „Irrungen des Fiskus mit de Veaux d'Achy wegen der Wörschweiler Klostermühle zu Bliesbolgen, 1765-1766“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1389 3: „Irrungen des Fiskus mit de Veaux d'Achy wegen der Wörschweiler Klostermühle zu Bliesbolgen, 1765-1768“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1389/4: „Irrungen des Fiskus mit de Veaux d'Achy wegen der Wörschweiler Klostermühle zu Bliesbolgen, 1765-1770“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1390 1: „Wörschweiler Klostermühle zu Bliesbolchen, 1768-1769

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1390 2: „Wörschweiler Klostermühle zu Bliesbolchen, 1770-1780

- Spieß, Heinz: Urkunden und Aktenbeiträge zur Geschichte der alten Mühlen im Ortsteil Bliesbolchen; in: Bliesmengen-Bolchen, unsere Heimat. Heimatbuch der Gemeinde Mandelbachtal, Ortsteil Bliesmengen-Bolchen, hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft der Ortsvereine Bliesmengen-Bolchen, Homburg 1980, S. 119-168

 

 

- Kriechinger Mühle:

die Wörschweiler Mühle litt in der Folgezeit unter Konkurrenz einer weiteren zwischen 1563 und 1571 in Bolchen erbauten Mahl­mühle, die neu von einem Unterthanen der Freiherrn zu Kriechingen, Erbherrn zu Forbach, errichtet wurde 382. 1563, 1571 und 1593 ist eine im Bau befindliche Mühle, die Kriechinger Mühle in Bliesbolchen erwähnt, die etwa “zwei Ackerlänge - 300 Gänge” von der Wörschweiler Mühle in Bolchen entfernt lag 383.

 

 

- Mittelmühle:

sie lag vermutlich gegenüber von Bliesschweyen, zwischen Bliesmengen-Bolchen und Bliesransbach, wurde 1580 im Bliesmenger Weis­tum aufgeführt 384. Die Mittelmühle wird bereits 1422 erwähnt. Am 6.6.1422 verleiht Johann Hubenrisser von Odenbach einen am St. Martinstag fälligen [...] Zins von 8 Kappenden Erben des Arnold Conrath von Ranspach, dem Hanes von Rengeshoben, dem [...] Sohn von Ensmyngen und dem Hentzeman von Dedelfing [...] Sohn, 4 Morgen Wingert, gelegen im Bann und Gericht von Rans­pach an dem Berge bei der Mittelmühle 385.

 

 

- Neue Mühle oder Schubert’sche Mühle:

sie wurde 1748 erbaut .386

 

 

- Schubert’sche Mühle:

s. *Neue Mühle

 

 

- Uhrigsmühle, Ulrichsmühle:

in Bliesbolchen wird eine “Hornbach’sche” (Kloster) Mühle urkundlich erwähnt, die 1570 arbeitete und unweit unterhalb der Kloster Wör­schweiler Mühle lag. Hierbei dürfte es sich vermutlich um die sog. Uhrigsmühle handeln, die aber schon auf Bliesransbacher Bann lag 387.

 

Wegen Straftaten auf der Uhrigsmühle kam es mehrfach zu Strafverfahren vor dem Assisengericht Zweibrücken. In der Sitzung vom 14./15.6.1839 waren angeklagt 1) der Johann Kempf, 28 Jahre alt, Mühlarzt; 2) Johann Langenhahn, 23 Jahre alt, Müller; 3) Mathias Langenhahn, Müller, sämtlich auf der Uhrigsmühle in Bliesmengen wohnhaft. Die Anklage lautete auf freiwillige Zerstörung eines Mühl­werkes und einer Brücke. Die Verhältnisse auf der Mühle werden hierbei wie folgt beschrieben: „Die an der Blies gelegene Uh­rigsmühle bildete früher ein zusammenhängendes Ganzes; sie wurde jedoch bei der letzten Territorial-Veränderung zur Hälfte preu­ßisch, zur Hälfte bayerisch und dann von dem Eigenthümer in zwei getrennte Parzellen veräußert. Der Betrieb der nunmehr bestehen­den zwei Mühlen gestattete jedoch nicht, daß eine gänzliche Absonderung Statt finden konnte; die Scheidmauern, Wehren und der Wasserbau blieben gemeinschaftlich, und mußten durch die beiderseitigen Mühlbesitzer erhalten werden.“ 388 Weiter heißt es: „Die Gemeinschaft war aber Quelle unaufhörlicher Streitigkeiten welche besonders heftig zwischen den beiden letzten Eigenthümern, dem Angeklagten Mathias Lan­genhahn und einem gewissen Nicolaus Siebert wurden, weshalb bei Ersterem der lebhafteste Wunsch rege wurde, Herr der beiden Mühle zu werden. Um zu diesem Zeile zu gelangen, suchte nun Mathias Langenhahn, welcher die auf bayri­scher Seite gelegene Mühle besaß, genannten Siebert durch beständige Plackereien zur Veräußerung seiner Mühle zu treiben, erreich­te aber weiter nichts, als daß Letzterer dieselbe an einem gewissen Engelmann verpachtete; aber auch dieser Pächter war bald der Nachbarschaft müde, und verließ die Mühle aus Furcht vor Unannehmlichkeiten von Seiten der Familie Langenhahn, vor Ablauf der Pachtzeit. Siebert gab nun einem wohlhabenden, in gutem Rufe stehenden Manne aus Bliesbolchen, Namens Johann Lager, die Auf­sicht über die Mühle, welche sich da­mals in ganz gutem Zustande befand, so daß sie jeden Augenblick hätte benutzt werden kön­nen. Am Ostersonntag wurde diesem Lauer die Anzeige gemacht, daß ein auf den Wasserbau führender Steg nicht mehr vorhanden war, welcher nur gewaltsamer Weise entfernt worden sein konnte. Der Verdacht fiel natürlich sogleich auf die Familie Langenhahn. Vier­zehn Tage später sollte die Versteigerung der Mühle stattfinden. Als aber die Thüre geöffnet wurde, fand es sich, daß alle Mühl... [un­leserlich] überhaupt alles eiserne Geschirr, wel­ches das Mühlwerk in Bewegung setzt, abhanden gekommen, und das ganze Mühl­werk dadurch total unbrauchbar gemacht war. Diese Zerstörung verhinderte natürlich die Versteigerung und brachte dem Eigenthü­mer bedeutenden Schaden. Der schon früher wegen des zerstörten Steegs gegen die Familie Langenhahn bestandene Verdacht stei­gerte sich nun so, daß eine Nachsuchung bei derselben statt­fand. Es wurden verschiedene, aus der Siebert'schen Mühle entkommene Gegenstände aufgefunden. Langenhahn behauptete jedoch, von der ganzen Sache nichts zu wissen. Am folgenden Tage machte aber der Angeklagte Johann Kempf, welcher bisher als Mühlarzt bei Langenhahn diente, die Anzeige, daß seine Dienstherrschaft unter sei­ner Mithilfe die Zerstörung in der Mühle Siebert vorgenommen, und daß die fehlenden Geschirre theils auf der Mühle, theils in der Blies versteckt seien.“. Es kam daraufhin zu einer weiteren, nunmehr erfolgreichen Durchsuchung. Alle gesuchten Gegenstände wur­den gefunden. Kempf gestand in seiner weiteren Vernehmung ein, an der Zerstörung des Steegs beteiligt gewesen zu sein, habe aller­dings nur auf Anweisung des Mathias Langenhahn gehandelt. 389

 

Vor 1839 und noch 1848 war Mathias *Langenhahn der Müller auf der Uhrigsmühle in Bliesbolchen. Langenhahn wurde am 22.11.1848 vom Assisengericht Zeitbrücken zu einer Haftstrafe von 5 Jahren verurteilt. Das „Neustadter Wochenblatt“ berichtet in seiner Ausgabe 7.12.1848 folgendes: Dem „Mathias Langenhahn, 61 Jahre alt Müller auf der Uhrigsmühle“ wird folgendes zur Last gelegt: „Der Ange­klagte, ein unverträglicher Mann, schien es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, die Miteigenthümer der Mühle, welche zum Theile auf preußischem Gebiete liegt, durch Quälereien jeder Art zu vertreiben, um dadurch alleiniger Eigenthümer zu werden. Nachdem es ihm gelungen war, auch den vorletzten Eigenthümer des preußischen Antheils, einen gewissen Siebert, zu ver­treiben, wollte dieser die Mühle im Jahr 1839 versteigern lassen. Es wurde aber die Entdeckung gemacht, daß das einige Zeit leer ste­hende Mühlwerk durch Herausrei­ßen nothwendiger Theile unbrauchbar gemacht worden war. Dies ist durch Langenhahn und seiner Leute geschehen, in der Absicht, al­lenfallsigen Liebhabern die Kauflust zu benehmen, und hatte die frühere Verurtheilung seines Sohnes und eines Mühlarztes Langen­hahn's durch das Assisengericht zur Folge. Bezüglich Langenhahn's selbst lautete der Ausspruch der Geschwornen in einer Weise, daß nach Ansicht des Assisengerichts eine Strafe nicht verhängt werden konnte. Die projektierte Versteigerung mißlang auch wirklich, wes­halb Siebert sein Eigenthum an den Müller Peter Niederländer verkaufte, auf welchen nun der Angeklagte seinen Haß übertrug. Im Jah­re 1845 ersteigerte Langenhahn einen Theil des Besitzthums, welches sich der nunmehr verstorbene Siebert reservirt hatte. Zwischen den beiden Mühlenbesitzern kam es nun wegen verschiedener Räumlichkeiten bald zu Streitigkeiten, und diese führten am Abend des 29. Mai dieses Jahrs zu der schweren Mißhandlung, welche zu der gegenwärtigen Prozedur Veranlassung gab. Bei dem Zusammentref­fen des Angeklagten und Niederländers gab ersterer diesem in Gegenwart mehre­rer Personen mit einem Hammer einen Streich ins Ge­sicht und zwei schwere Stöße vor die Brust, worauf ihm der Hammer durch sei­ne eigene Tochter entrissen wurde. Den Mißhandelten brachte man besinnungslos ins Bett und schon in derselben Nacht traf der praktische Arzt Dr. Fries von Wittesheim (Anm.: = Witters­heim/Saarland) ein und überzeugte sich, daß alle Erscheinungen deiner Gehirnerschütterung eingetreten war. [...] Langenhahn fand nach verübter That für gut, die Flucht zu ergreifen; er wurde jedoch von der französischen Gendarmerie am 8. August in Habkirchen auf das diesseitige Gebiet geschoben und hier verhaftet. In den Verhören vor dem Untersuchungsrichter wollte der Angeklagte anfänglich von den näheren Umständen der That keine Kenntnis haben, vorge­bend, er habe den Branntwein gespürt und sei über das Benehmen Niederländers so in Zorn gerathen, daß er nicht gewußt, was er thue. Später behauptete er, Niederländer sei auf ihn eingedrungen, und um nicht geschlagen zu werden, habe er demselben den Ham­mer vorgehalten. Zuletzt gab er jedoch zu, gegen Niederländer mit dem Hamer mehrmals gestoßen zu haben. Die Geschwornen er­klärten den Mathias Langenhahn des ihm zur Last gelegten Verbrechens für schuldig und das Assisengericht verurtheilte ihn zur Stra­fe der Einsperrung auf 5 Jahre.“ 390.

 

Karte:

- LA Speyer Best. B14 (Kirchenschaffnei Zweibrücken) Nr. 23 Anfang +++klären: welche Mühle++++

 

Literatur/Urkunden, allgemein:

- Budzinski, Rainer: Einwohner von Bliesmengen-Bolchen von 1500 bis 1800; Selbstverlag Hannover 1994

- LA Saarbrücken Best. 22 (Akten Nassau-Saarbrücken) Nr. 2813: Die Ulrichs- oder Urichsmühle zu Bliesransbach, 1696-1794

 

 

 

 

 

Bliesdalheim / Saarland:

im Bliestal nördlich von Herbitzheim, westlich von Zweibrücken gelegen; war pfalz-zweibrückisch; als „Daleheim“ (Dorf oder Heim im Tal (1218 erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf führte seit 1816, als er zu Pfalz-Bayern kam, zur Unterscheidung von dem höher gelege­nen Heckendalheim den Namen des Flusses Blies als Beiwort 391.

 

Mühlen:

1316 (?) übergibt Berthold von Bontenbach dem Klosters Werschweiler alle seine Güter und Gerechtigkeiten zu Dalheim samt Mühle 392.

 

Um 1737 wurde eine Mühle bei Bliesdalheim errichtet 393.

 

Der Ort war um 1745 in die Herbitzheimer Blieser Bannmühle gebannt 394.

 

 

- Dalheimer Mühle oberhalb Bliesdalheim:

1737 errichtete Johannes *Auer (zuvor Müller auf der Obermühle in Herbitzheim) oberhalb Dahlheim eine Mühle. In der Aufstellung über die seit 1744 neu erbauten Mühlen im Oberamt Zweibrücken vom 25.9.1756, erstellt von dem Keller Böttger an die herzogliche Re­gierung ist folgendes vermerkt): „Oberhalb Dalheim an der Blies hat Johannes Auer ao. 1747 laut seines in Händen habenden Erbbe­stands-Briefs eine neue Mahlmühle erbauet, und solche hat 2 Wasserräder, welche 2 Mahl- und 1 Schehlgang im Trilles treiben. Gibt sol­che jährl: Pfacht 6 Mltr. Korn und 6 fl an Geld, welches letztes aber der Müller auf die gleichfalls im Erbbestands-Brief inse­rierte Erlaub­nis, eine Öhlmühle daran zu bauen, verstehen will. Ist der Kirchheimer herrschaftliche Hof darzu gebannet, von wel­chem allein sie aber die Nahrung nicht ziehen könne, und manchmal aus dem Leyischen oder von Böckweiler Mahlgästen bekäme, so aber von ihnen nicht öffentlich geschehen dürfe, und müßte sich der Müller sich kümerlich darauf nähren. Weil er das ganze Jahr Wasser habe, so könte er jährlichen gar leichtlich 100 und mehr Mahlgäste befördern.“ 395.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Mühle ober­halb Dal­heim am der Bließ; [hat] 2 Waßerräder welche 2 Mahl und einen im Trilles lauffend Scheelgang treiben; [zahlt an Pacht] 6 Mltr Korn, 6 fl an Geld; der Kirchheimer Herrschafts Forst ist hierher gebannt, und könnten jährl 100 und mehr Mahlgäst befördert werden.“ 396

 

Um 1847 (err.) war Jakob Leppla Müller auf der Bliesdalheimer Mühle. Jakob Leppla, von der Mühle in Oberweiler-Tiefenbach; Sohn des Müllers NN. Leppla von der Oberweiler-Tiefenbacher Mühle; ∞ mit der Müllerstochter Jakobina Urschel (Tochter des Müllers Johann Ja­kob Urschel von der Schrollbacher Mühle und Müllerstochter Jakobina Elisabetha Leiß); Bruder des Müllers Peter Leppla (∞mit der Mül­lerstochter Friederika Urschel; ebenfalls Tochter des Müllers Johann Jakob Urschel von der Schrollbacher Mühle und Müllerstochter Jako­bina Elisabetha Leiß). Während Jakob Leppla die Bliesdalheimer Mühle erwarb, kam Peter 1847 in die Matzenbacher Mühle .397

 

Am 12.9.1866 kam es zu einem Strafverfahren vor dem Schwurgericht für die Pfalz gegen Philipp Rohr, Müller aus Bliesdalheim wegen betrügerischen Bankrotts. Der Prozeßbericht im „Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel“ Nr. 76 vom 21.9.1866 schildert das Verfahren wie folgt: „Als der Angeklagte sich im August 1860 mit Maria Fuchs von Breitfurth ver­ehelichte, waren Beide ohne Vermögen. Letztere ererbte während der Ehe ihre elterlichen Immobilien im Werth von 700-800 fl., die dann versteigert wurden. Im dritten Jahre ihrer Ehe pachteten Eheleute Rohr die Mühle des Holzhändlers und Müllers Jakob Leppla in Bliesdalheim nebst etwa 40 Morgen Land um jährliche 860 fl., woselbst der Angeklagte Mehlhandel, Bäckerei und Branntwein­brennerei betrieb. Anfangs kam er wie es schien, vorwärts, später hatte er jedoch Unglück mit Vieh und verstand sich auch nicht auf die Bäckerei, so daß er sich zu viel auf seinen Bäckerburschen verlassen mußte. Die zur Controlle des Geschäftsbetriebs nöthigen Bücher wurden nicht und die vorhan­denen so unvollständig geführt, daß daraus der Stand der Aktiven die Passiven niht ersehen wer­den konnte. Doch wird von der k. Staatsbehörde dieser Umstand nicht als Anklagepunkt aufgestellt, da die rechtswidrige Absicht des Angeklagten sich hierbei nicht nach­weisen läßt. Dagegen hatte derselbe die Mehllieferungen für die St. Ingberter Knappschaft zu be­sorgen und kaufte zu diesem Zweck auf verschiedenen Dörfern auf Credit .. Früchte zusammen,erhob den Betrag hierfür mit 919 fl. 30kr., ging ging jedoch mit dem Gelde [...] auf die Flucht, ohne daß er bis jetzt zur Haft gebracht werden konnte, und hat sonach durch diese Verschleppung und Benachtheiligung seiner Gläubiger sich des betrügerischen Bankrotts schuldig gemacht. Die Aktiven betra­gen circa 1000 fl., die Schulden dagegen nahe an 6000 fl. Heute wurde der Angeklagte in contumaciam zu 4jähriger Zuchthaus­strafe verurtheilt.“ 398.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 747/7: „Bliesdalheimer Mühle, 1746-1773“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 747/8: „Bliesdalheimer Mühle, 1775-1791“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 747/9: „Bliesdalheimer Mühle: Erbbestandsbriefe, 1747-1791“

 

 

 

 

 

Blieskastel, Amt:

das ehemalige Amt Blieskastel, Grafschaft von der Leyen, zählt erst seit Ende des 1. Weltkrieges nicht mehr zur Pfalz. Es ist dem Amt Zweibrücken unmittelbar benachbart. Zur Bevölkerungsentwicklung vor und nach dem 30jährigen Krieg liegen Zahlen vor. Das Amt um­fasste insgesamt 34 Ortschaften. Davon hatten 16 Gemeinden des Amts im Jahr 1598 insgesamt 305 Haushalte, 1651 waren es gerade noch 36. Dies entspricht knapp 10,3 %. Von 34 Ortschaften des Amts waren 16 im Jahr 1651 unbewohnt, 1661 waren es noch 13 und 1698 stand immer noch ein Dorf leer 399.

 

 

 

 

 

Blieskastel / Saarland:

s. auch *Wecklingen

 

die heute Stadt Blieskastel besteht seit der saarländischer Verwaltungsreform vom 1974 aus nunmehr 15 Stadtteilen mit dem Zentrum der alten Residenzstadt Blieskastel. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1098, bei der als Zeuge auch ein Graf Gottfried von Castele erschien. Der Aufschwung für Blieskastel begann nach 1733, als der regierende Reichsgraf Franz Carl von der Leyen und seine Gemahlin Marianna, geb. Dalberg, ihre Residenz in das Schloß Blieskastel verlegten. Am 1.1.1775 wurde Blieskastel leyensches Oberamt und ab 1773 Residenz der Reichsgrafen von der Leyen. 1784 erhielt Blieskastel Stadtrecht. 1793 mußte der leyensche Hof fliehen, das Schloß wurde zerstört. 1816 kam die Stadt als Kantonsort zum Königreich Bayern-Pfalz 400.

 

Mühlen:

- Blieskasteler Mühle:

schon 1553 wurde ein „mühl zu Blieskastel in dhal“ urkundlich erwähnt. Müller ist damals Michael Mühler, der die Mühle in Erbbestand hat 401. Zu ihm heißt es: „1553 Item die mühl zu Bliescastel im dhal ist Michel Mühler zu Castell erblich verlawen“ 402.

 

Die Mühle hatte schon einen Vorgängerbau. 1619 übernahm Jacob Spies aus Wittersheim die Bannmühle. Bereits 1656 existierte in Blieskastel wieder eine funktionierende Mühle. 1740 wurde die Mühle abgerissen und 1744 von Jean-Pierre Hinsberger wieder aufge­baut. Sie lag gegenüber dem heutigen Paradeplatz. 1780 ging die Mühle wegen Wassermangels ein und wurde umfunktioniert 403.

 

Im „Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 12.6.1830 heißt es über die Blieskasteler Mühle: „Unter den Renten des Waisenhauses [Anm. d. Verf.: in Blieskastel] war der Erbpachtzins von der Mühle zu Blieskastel bedeutend; er betrug im Jahr 1781 die Summe von 220 fl. und wurde noch von anderen Mühlen für die Bewilligung nach Blieskastel mahlen zu dürfen, um 183 fl. 10 kr. vermehrt. Die­se Angaben für das Mahlrecht sind schon im Jahr 1785 an die gräfliche Rentkammer wieder abgetreten worden und da inzwischen die Mühle selbst, wahrscheinlich aus Abgang des Auffschlagwassers, angegangen war, so blieb dem Spital nichts anderes als das Mühlengebäude welches anfangs als eine Hutfabrike benutzt und dann im Jahre 1781 an den Hofchirurg Saal für 2000 fl. verkauft wurde.“ 404.

 

Urkunden/Literatur:

- Landesarchiv Saarbrücken: Best. vdL Nr. 2355: Differenz mit Pfalz-Zweibrücken in Sachen Blieskasteler Mühlwehrs, 1700

 

 

- Breiter Mühle:

s. Lautzkirchen

 

 

 

 

 

Bliesransbach / Saarland:

südöstlich von Saarbrücken, direkt an der französischen Grenze gelegen; bis 1755 pfalz-zweibrückisch; durch Staatsvertrag wurde das für Pfalz-Zweibrücken weit abgelegene Dorf mit Saarbrücken-Nassau gegen Teile der Herrschaft Ottweiler vertauscht 405. Angehörige der fränkischen Widonensippe, Wido und Werinher vermachten im Jahre 796 Bliesransbach mit Dieter­fingen und Willarum (letztere sind Wüstungen geworden) dem Kloster Hornbach bei Zweibrücken. Diesem Kloster stand im Mittel­alter als Eigentümer die Grundherrschaft und die Gerichtsbarkeit über dieses Dorf zu. Die Vogteirechte über Bliesransbach könnten der Adelsfamilie der Herren von Mengen zu Lehen übertragen worden sein. Später nannten sich die "von Mengen" auch die "Herren von Warsberg", und als solche erscheinen sie dann als Vögte in dem Bliesransbacher Weistum von 1531. Teile der Vogtei kamen durch Heirat auch an die Herren von Kriechingen und von Bensdorf. Die Einkünfte aus dem Dorf waren so aufgeteilt, daß der Abt von Hornbach die Hälfte bekam, und die andere Hälfte an die Vögte abgegeben wurde. Weiteren Grundbesitz erhielten die durch Heiraten, Verpfändungen oder Schenkungen das Kloster Gräfin­thal, der lothringische Amtmann Ulrich von Rosiér, die Blieskasteler Burgmänner Johann Hubenrisser von Odenbach und Hannemann Mauchenheimer, die Brüder Hans und Peter Fuhs von Itzenheim, der Saarbrücker Schultheiß Mathisen Degen, der Amtmann zu Blieskas­tel Herr Eltz und das Kloster Tholey. 1615 zog der leyische Amtmann Johann Nieger die Warsberger Gült ein. 1668 kaufte die Blieskaste­ler Herrschaft von der Leyen die Kriechinger Vogtei­rechte. Im Weistum von 1531 wird gesagt, daß der Abt von Hornbach einen freien Hof in Bliesransbach besitzt. Jede Familie hat auf diesem Hof Frondienste abzuleisten. Die Einwohner des Ortes sind verpflichtet in der Uhrigsmühle ihre Frucht mahlen zu lassen (Bannmühle). Zur Zeit der Reformation wurde Bliesransbach schon sehr früh eine reformierte Pfarrei. Das Kloster Hornbach wurde 1558 aufgelöst. Die Einkünfte aus den Klostergütern wurden von Pfalz- Zweibrücken gesondert verwaltet und kirchlich-reformatori­schen Zwecken zugeführt. Im dreißigjährigen Krieg ging das Dorf unter. 1644 soll hier nur noch 1 Mann gelebt haben. In den Reuni­onskriegen Ludwig XIV. wurde der Ort wieder verwüstet. Ende des 17. Jahrhunderts kamen katholi­sche Neusiedler in unser Dorf, unter denen noch heute die ältesten Familien ihre Ahnen suchen dürften. Der Französische Offizier Evrard de Vaux d´Achy nahm 1683 den Klosterhof als herrenloses Gut in Besitz und baute ihn wieder auf. Die Bevölkerung war 1688 auf 20 ka­tholische Familien mit zusammen 54 Kinder angestiegen. Bei der 1702 erfolgten Bannrenovierung wurde das Land an 24 Bauern ver­pachtet oder ihnen zum Kauf angeboten. Der Klosterschaffner berichtete 1714, dass nur der vierte Teil der Rentenschulden abgetragen worden sei. Er sollte darauf hin die Schuldner ausweisen und fleißigere Untertanen ansiedeln. Eine neue bescheidene Kirche wurde 1715, ein Pfarr­haus 1727 und eine Schule 1738 in der Dorfmitte gebaut. 1755 wurde das für Zweibrücken zu weit abgelegene Dorf Bliesransbach gegen Teile der saarbrückischen Herrschaft Homburg getauscht. Der Saarbrücker Amtmann Lex schreibt in einem Bericht, dass hier 82 Häuser und 2 Mühlen stehen 406.

 

 

Mühlen:

- Bliesransbacher Bann- und Verwaltungsmühle oder Uhrigsmühle:

s. auch Uhrigsmühle in Bliesbolchen ++++klären+++; die Uhrigsmühle war die Bliesransbacher Bannmühle 407.

 

Bereits im Weistum von 1531 wird gesagt, dass der Abt von Hornbach einen freien Hof in Bliesransbach besitzt. Jede Familie hat auf diesem Hof Frondienste abzuleisten. Die Einwohner des Ortes sind verpflichtet in der Uhrigsmühle ihre Frucht mahlen zu lassen (Bann­mühle). Bereits im Weistum von 1531 wird gesagt, dass der Abt von Hornbach einen freien Hof in Bliesransbach besitzt. Jede Familie hat auf diesem Hof Frondienste abzuleisten. Die Einwohner des Ortes sind verpflichtet in der Uhrigsmühle ihre Frucht mah­len zu lassen (Bannmühle). Bereits zwischen 1575-1632 kam es zu einer Klage des Klostermüllers (auf der Bliesransbacher Bann­mühle) gegen den benachbarten Wörschweiler Müller in Bliesbolchen wegen dessen übermäßig erhöhten Mühlenwehrs 408. Klauck dagegen meint 409, die Uhrigs-Mühle sei erstmals 1696 urkundlich erwähnt worden.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 wird sie wie folgt beschrieben: “Lieget an der Blies, etwa eine klei­ne halbe Stunde vor dem Dorf Ransbach, 2 Stunden unterhalb der Herbitzheimer Bliesmühle, ist die letzte zweibrückische Mühle an ge­dachter Blies. Das Mühlen gebäu hätte einer reparation nöthig, das Mühlenwerck aber ist in gutem stand, 3 Wasserräder treiben 2 Mahl­gänge und 1 Schälgang. Neben dem Waßerbau ist eine Schließ zur Flößung des Holländer Holtzes. Hat ein langes Wehr, das sich bis an die Mühle erstreckt. Entrichtet jährlich als Erbzins an das Kloster Hornbach 16 fl und 1 Reichstaler wegen des Fischfangs, ferner 5 Taler an den Grafen v.d. Leyen nach Blieskastel für den Wasserfall. Bliesransbach mit 72 Haushaltungen ist in die Mühle ge­bannt. Erbbestän­der ist Johannes *Marthe 410, der einen Erbbestandsbrief vom 25.5.1732 besitzt 411.

 

Nach dem Bau der neuen Mahlmühle (der Ransbacher Flüßchenmühle) kam es zum Streit zwischen den Müllern auf beiden Mühlen we­gen der Bannalität der Mühlen 412.

 

Photo:

- Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 459

 

Urkunden:

- LA Saarbrücken Best. 22 (Akten Nassau-Saarbrücken) Nr. 2813: Die Ulrichs- oder Urichsmühle zu Bliesransbach, 1696-1794

- LA Speyer Best. B2 Nr. 5339, 295/5

- KSchA Zw Rep IV Nr. 391 Bliesmühle bei Bliesransbach

- KSchA Zw Rep IV Nr. 400 = LA Speyer Best. B14 Nr. 32: Neubau der Ransbacher Flüßchenmühle: Streit zwischen beiden Müllern in Bliesransbach wegen der Bannalität

 

 

- Ransbacher Flüßchenmühl, Flösgensmühle auch Götzenmühle:

Flösges-Mühle“ ist der ältere Name für die Götzenmühle bei Bliesransbach 413. Die Götzenmühle, auch Flösgesmühle genannt wur­de 1574 erbaut. Am 20.5.1574 bewilligte Herzog Johann von Pfalz-Zweibrücken als Schirmherr des Klosters Hornbach seinem und des Klos­ters „angehörigen“ Sondag, Müller von Ranschbach (Ranspach), dessen Ehefrau Engel und deren Erben, eine neue Mühle mit einem Gang an dem Bach, der durch das Dorf Ranschbach läuft, auf seinem Eigengut und auf seine Kosten zu errichten. Sie dür­fen keine Mahlkunden, vor allem zu Ranschbach, die in andere Mühlen gebannt sind, an sich ziehen. Außerdem wurde vereinbart, daß die Erbbe­ständer zusätzlich die vorhandene alte Mühle in Pacht nehmen werden, wenn der jetzige Müller sie nicht mehr in Pacht halten will 414.

 

Die Mühle wurde im 30jähr. Krieg zerstört. 1723 wurde sie wieder von einem Herrn de Veaux [Anm. s. Joseph Scipion Devaux d'A­chy] aufgerichtet. Die Mühle wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört“ 415.

 

Nach dem Bau der neuen Mahlmühle (der Ransbacher Flüßchenmühle) kam es zum Streit mit dem Bannmüller auf der Bliesransba­cher Bann- und Verwaltungsmühle wegen der Bannalität der Mühlen 416.

 

In den Akten des ehemaligen Kirchenschaffneiarchivs Zweibrücken befinden sich Unterlagen über die erbbeständliche Begebung der Kloster Hornbacher Flößgenmühle zu Bliesransbach 1741-1743 417.+++bearbeiten+++

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1743 418wird sie wie folgt beschrieben: “liegt am Dorf- oder Heiligenbrun­nenbächlein bei dem Dorf Ransbach, 1/2 Stunde von der (Blies-)Ransbacher Bannmühle entfernt. 1 oberschlächtiges Wasserrad treibt 1 Mahlgang. Hierbei befindet sich auch zugleich eine Seeg- Ohlig-Mühl, welche beyde durch ein besonderes oberschlechtiges Wa­ßerrad dergestalt getrieben werden, daß wenn die eine gehet, die andere still stehen muß. Bey dem großen Waßer kann die Mühle ge­hen, muß hingegen zu Zeiten bey dem kleinen Waßer still stehen. Das Wäßergen wird durch ein klein Wehr gefangen und auf die Mühle geleitet. Mühlgraben vor und hinter der Mühle von je 30 Ruthen. Erbzins 6 fl an das Kloster Hornbach bzw. die Geistl. Güter­verwaltung. Die Müh­le gehöret dem Müller Adam Bauer eigentl: wie Er solche von Herrn De Veaux (Anm.: s. Joseph Scipion *De­vaux d'Achy) als vo­rigen und nunmehro von Herrschtl: Hoff Rath Groos als jetzigen Haupt-Erbbeständer von dem Kloster Hornbach an sich erkauft, genießt Frohnd­freyheit.“

 

Literatur/Urkunden:

- KSchA Zw Rep IV Nr. 400 = LA Speyer Best. B14 Nr. 32: Neubau der Ransbacher Flüßchenmühle: Streit zwischen beiden Müllern in Bliesransbach wegen der Bannalität

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 401 = LA Speyer Best. B14 Nr. 33: des Klosters Hornbach “Flößgensmühle” zu Bliesransbach und deren erbbe­ständlicher Begebung; Verhandlung und Untersuchungen über die Verwaltungsmühlen überhaupt, namentlich über den “Was­serfall” 1741-1743

- LA Saarbrücken Best. 22 (Akten Nassau-Saarbrücken) Nr. 2814: Die Flösgens- oder Götzenmühle zu Bliesransbach, 1723, 1755-1788

- LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 118-124: Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745;

 

 

 

 

 

Blümelsbach / Blümelbach (Gewässer):

s. auch Blümestalmühle

 

unterschiedliche Bezeichnung; im Internet als Blümelsbach angegeben 419, in der Pfalzkarte mit „Blümelbach“.

 

Der Blümelsbach ist ein etwa 10 km langer Zufluss der Felsalb in der Westpfalz. Mit seinen kleinen Nebenbächen trägt er zur Entwässe­rung des Stadtgebiets und des westlichen Umlands von Pirmasens bei. Der Blümelsbach entspringt mitten im Pirmasenser Stadtgebiet unter der 60 m hohen 'Streckbrücke'. zunächst fließt er nach Norden zwischen dem östlich gelegenen Pirmasenser Stadt­kern und dem Ortsteil Gersbach hindurch. Dann wendet er sich nach Westen und passiert den Ortsteil Hengsberg, der nördlich liegt. Durch das Blü­melstal, vorbei am südlich gelegenen Ortsteil Windsberg, erreicht der Blümelsbach die Röthmühle (bei Dusenbrücken). Kurz unterhalb der Mühle mündet er von rechts in die Felsalb, die ihrerseits in den Hornbach fließt, ein Nebengewässer des Schwarz­bachs 420.

 

Literatur/Urkunden:

- Burger, Fritz: Die Mühlen im Felsalb- und Blümelstal. - Ill. In: Gersbach - eine Ortschronik / [Hrsg.: Chronikausschuß Gersbach,Ver­antwortl. für d. Inhalt: Redaktionsausschuß mit Guido Glöckner et. al.]. - [Pirmasens-Gersbach], [1996]. S. 127-131

- Christmann, Ernst: Elsbach oder Blümelsbach [...] Eine Deutung; in: Pfälzische Heimatblätter 1963, S. 29-31

 

 

 

 

 

Bobenheim-Roxheim:

verbandsfreie Ortsgemeinde nördlich von Frankenthal; Lk Rhein-Pfalz-Kreis; Bobenheim wurde 768 als Babenheim im Lorscher Co­dex erstmals urkundlich erwähnt, Roxheim im Jahr 775 als Rochenheim. Beide gehörten zum Hochstift Worms. Am 7. Juni 1969 schlossen sich die beiden Gemeinden zusammen. Nahe Bobenheim lag das ehemalige Dorf und Hof Littersheim. Das dortige Non­nenkloster gehör­te ursprünglich zum Kloster Weißenburg und war vom sog. „Salischen Kirchenraub“ 985 durch den Salier Herzog Otto betroffen.

 

Mühlen:

- Mühle Littersheim:

in der Wüstung Lidersheim, heute Nonnenhof (ehemaliger Littersheimerhof) nordöstlich von Bobenheim gelegen 421.

 

am 27.3.1258 kam Ritter Jakob von (Ober-)stein mit den Seinen von seiner Burg Gundheim bei Worms nach Lidrichisheim und zer­störte hier die Mühle (pistrinum) und das Haus seines Gegners Edelwin, ging dann nach Niedesheim, wo er im Mai die Scheunen des C. Dirolf niederbrannte. Im Juni 1258 schickte er einige Leute in das Dorf Lidriechisheim und verbrannte die Scheune des Edelwin. Damit ist er­wiesen, daß auch die Littersheimer Gegend im Besitz großer Wormser Ritter und Bürgergeschlechter war 422.

 

In der Einnahmen- und Ausgabenrechnung des Klosters Mariamünster in Worms von 1698 befindet sich ein Ausgabenvermerk: „den Seehgräbern unteren Teich im Lüdersheimer Busch zu reparieren, undt auß zu besseren, haben auch 5 Mltr. Korn eingedingt bekommen, bezahlt 175 fl 423.

 

 

 

 

Bobenthal:

VG Dahner Felsenland, Lk Südwestpfalz; in der Südpfalz unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze, nordwestlich von Wissem­bourg/Elsaß gelegen; das Dorf gehörte zum Fürstbistum Speyer, Amt Altenstadt / Elsaß.

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von zehn katholischen Familien auf 424.

 

 

Mühlen:

auf die Mühl weist noch heute die Straße 'Mühlweg' im Dorf hin

 

- hochstiftliche Erbbestandsmühle in Bobenthal:

die Bobenthaler Mühle wird erstmals 1353 erwähnt, als Johann von Dahn das Dorf Bobenthal mit seiner Mark, die Dorfmühle und den Wald Albrechtsbühl an das Kloster Weißenburg verkaufte 425.

 

Die „mulen zu Bobendale“ wird weiterhin in einem Reversbrief des Hans von Gommersheim vom 7.4.1435 erwähnt, die Belehnung des Berwartsteins betreffend 426.

 

Die Mühle zu Bobenthal wird erneut im Bestallungsbrief des Simon von Mühlhofen vom 17.3.1443 anläßlich seiner Belehnung der Burg Berwartstein durch das Kloster Weißenburg erwähnt. Dort heißt es: „Item das korne, dar umb die müle zu Bobenthal verlichen ist, sol mir auch min gedinge iglichen jares werden“ 427.

 

In einem Wittumsbrief des Erhard Wiler, Amtmann zu Berwartstein zugunsten seiner Ehefrau Margarethe Wißenhorn vom 10.7.1470 heißt es: „... Unnd als ich Erhart Wyler [...] unnd von myner husfrawen verwiden houptgelt, gült und nutzung [...] dar durch unnd in kaufs wiese [...] zu dem halben sloß Bewerstein mit allen sinen zugehorden [...]. auch das dorff Bobenthale mit siner nutzung betten, gelt, korn, mülenzinß ...“ 428.

 

Am 18.8.1870 wurde die Mühle zwangsversteigert. Hierzu heißt es im Zweibrücker Wochenblatt : „Werden auf Anstehen von Johann Rebholz, Holzhändler, in Weißenburg in Frankreich wohnhaft [...] gegen Friedrich Jakob Jung, Müller, früher in Weingarten, Ober­amts Durlach im Großherzogthum Baden, dann in Bobenthal, Kanton Dahn wohnhaft, dermalen ohne bekannten Wohn- und Aufent­haltsort abwesend .. zwangsweise versteigert werden, als: Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Mühle von einem Mahlgange und einem Schälgan­ge, einer Schwingmühle [...] gelegen [...] zu Bobenthal an der Dorfstraße.“ 429

 

Am 1.8.1878 wurde auf der Bobenthaler Mühle der Ludwig Helbling (2) geboren, der Sohn von Ludwig Helbling (1) und Bruder des Jo­hannes Helbling 430.

 

Literatur/Urkunden:

- Kissel, Karl: „Die Bobenthaler Mühle“; in: Heimatkalender f. d. Pirmasenser und Zweibrücker Land 1981, S. 157-163

- LA Speyer Best. D2 Nr.125 ff

 

 

 

 

 

Bockenheim a. d. Weinstraße:

VG Grünstadt-Land, Lk Bad Dürkheim

 

Bockenheim besteht aus den Ortsteilen Großbockenheim im Südteil der Ortsgemeinde und Kleinbockenheim im Norden, an der Emichs­burg gelegen.

 

Das Dorf, ein uralter Weinort am Nordende der Deutschen Weinstraße mit dem 1996 erstellten Weintor, ist erst in neuerer Zeit aus Klein- und Großbockenheim zusammengewachsen. Kleinbockenheim weist mit der ehemaligen Schloßkir­che St. Martin ein kunstge­schichtliches Kleinod auf. Die Gemeinde liegt an der alten Römerstraße von Weißenburg/Altenstadt nach Mainz an alter Besiedlungs­stätte. Das Dorf wird erstmals urkundlich zwischen 766 und 805 in zehn Schenkungsurkunden des Klos­ters Lorsch erwähnt. In der ers­ten Hälfte des 8. Jh. predigte der christliche Missionar der Nordpfalz, der heilige *Philipp von Zell am Berghang von Bocken­heim in der Nähe einer altgermanischen Kultstätte. Der Name Bockenheim (früher ‘Buckenheim‘, Heim des ‘Bukko‘) deutet auf die­se germanischen Ursprünge.

 

Bockenheim ist seit alter Zeit Klosterbesitz; um 1050 geht dieser mit dem Patronat der Kirche St. Lambert an das Kloster Lüttich über. Ein weiterer Besitzwechsel erfolgt um 1200 an die Klöster Otterberg und Wadgassen. Die weltlichen Herrn sind nun die Grafen von Lei­ningen, eines der ältesten pfälzischen Adelsgeschlechter. Erst später entstehen die zwei Ortschaften. Urkundlich gehört Groß­bockenheim seit 1336 zum Kloster Otterberg, Kleinbockenheim dagegen zum Kloster Wadgassen. Bei der Leiningischen Tei­lung 1317/1318 fielen bei­de Bockenheim zusammen mit dem längst verschwundenen Weiler Mittelhofen an die Linie Leiningen-Harten­burg. In den Jahren zwi­schen 1460/1470 wurde Bockenheim als Besitz der Leiningen-Hartenburger, in der ‘Veldenzer Fehde‘ mehr­fach von Kurfürst *Friedrich I. von der Pfalz (dem ‘Siegreichen‘) belagert, in Besitz genommen, die Festung [an der Stelle des heuti­gen Schloßgutes Janson] geschleift und die beiden Orte Kleinbockenheim und Großbockenheim niedergebrannt. Auch im Pfäl­zischen Erbfolgekrieg (1503-1507) litten die beiden Dörfer mehrfach unter den kriegerischen Auseinandersetzungen.

 

Großbockenheim und Kleinbockenheim gehörten 1525 zur Grafschaft Leiningen-Hardenburg. In Großbockenheim besaß das Zisterzi­enserkloster Otterberg einen Klosterhof und das Patronat über die St. Lambert-Kirche. Es war der größte Grundbesitzer im Ort, des­sen Liegenschaften vom Kloster Lorsch über das Domkapitel Lüttich hergekommen waren 431. Das Prämonstratenser­kloster Wad­gassen (Kreis Saarlouis) verfügte in Kleinbockenheim über einen Klosterhof, eine Probstei (das heutige Hofgut Janson 432) und das Patronat über die St. Martinskirche. Auch es war größter Grundbesitzer im Ort und ver­waltete von seiner Kollatur in Kleinbocken­heim aus seinen umfangreichen Grundbesitz in Kindenheim, Dreisen, Dittelsheim, Heß­loch, Freimersheim und Nieder­flörsheim 433.

 

Im Jahre 1560 teilten die beiden Söhne Graf Emich X. von Leiningen und Johann Philipp I. von Leiningen-Hartenburg die väterlichen Be­sitzungen. Emich X., der Stifter der Li­nie Leiningen-Dagsburg-Falkenburg erhielt Schloß und Amt Falkenburg, sein Bruder Johann Philipp I. von Leiningen-Hartenburg bekam Burg und Tal Hartenburg, zu dem u.a. Großbockenheim und Kleinbockenheim gehörten. Nach sei­nem frühen Tod 1562 stand sein minderjähriger Sohn Emich XI. von Leiningen-Hartenburg zunächst unter der Vormundschaft des Oheims. Nach der Volljährig­keit und Regierungsübernahme 1583 kam es zu einer Huldigung der Einwohner, worüber eine teilweise er­haltene Huldigungsliste er­halten ist. Diese enthält u.a. die Einwohner von Groß- und Kleinbockenheim im Jahre 1583. 434 Im Salbuch der Grafschaft Leinin­gen-Hardenburg von 1585 heißt es zu Großbockenheim: „Dieser Flecken sambt seiner Gerechtigkeit und Zugehör stehet dem Wolge­borenen Herrn, Herre Emichen dem Jüngeren, Grauen zu Leiningen, meinem gnedigen Herrn, alß Besitzer des Hauß Hartenbergk ei­genthumlichen zu. Daselbsten haben Ihre G. alle Hohe und Niedere Oberherrlich: vnd Gerechtigkeit“ 435.

 

 

Mühlen:

Bockenheim liegt auf einer leichten Anhöhe über dem Eistal und dem Pfrimmtal. Durch das Dorf fließt mit Ausnahme des von Kinden­heim herabkommenden Kinderbach kein nennenswertes Gewässer. Auch der Kinderbach führt nur wenig Wasser und erscheint daher kaum zum Antrieb einer Mühle geeignet. Dagegen sind Eisbach und Pfrimm wasserreiche Bäche, die eine Vielzahl von Müh­len antreiben. Daher finden sich nur wenige Hinweise auf eine Mühle in Bockenheim.

 

- Kleinbockenheimer Mühle, Otterberger Mühle:

Am 24.6.1307 befreien Graf Friedrich IV. von Leiningen und seine Frau Johanna den Mühlkanal der Otterberg Mühle in Kleinbockenheim von ihnen gegenüber bestehenden Verpflichtungen 436.

 

Am 24.10.1340 befreien Graf Jofried von Leiningen und seine Ehefrau Mechthild von Salm den Hof des Klosters Otterberg von allen Ab­gaben und Lasten. Auch verpflichten sich die Leininger, den Mühlbach (wasserfluz), der in Kleinbockenheim über die Straße zur Mühle im Garten des Klosterhofes geleitet wird, ungestört und ungehindert zu lassen 437.

 

 

- Großbockenheim:

im Weistum von Großbockenheim 1483 heißt es: Der Müller hat zunehmen 1 Vierling von 1 Malter Korn und hat die Frucht zu holen zwei Meilen Wegs 438.

 

 

 

 

 

Böbingen:

VG Edenkoben, Lk südliche Weinstraße; ca. 9 km ostwärts Edenkoben gelegen; das Dorf war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Germersheim. Ref. Pfarrei seit 1570. 1699-1769 mit der Pfarrei Altdorf vereinigt. Lutheraner nach Schwegenheim. KB ref. 1651 (Lücken)

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von 2 katholische, 15 reformierte und 5 lutherische Familien auf 439.

 

 

Mühlen:

- Mahl- und Ölmühle Böbingen:

am 10.4.1726 erhielt Thomas Renner die Erlaubnis zur Errichtung einer Mahl- und Ölmühle 440. 1735/40 wird als Müller Johann Ludwig *Geißendörfer genannt. Später erscheinen folgende Namen: Sebastian Langhans (1743/44), Jacob Holtermann († 6.6.1753), 65 Jahre alt), Conrad Eckhoff (1754), Caspar *Kornberger (1770/85, ∞ mit Eva Catharina Bayersdörffer), Jacob Lutz (1787/89, ∞ mit Franziska Gutting), Wilhelm Blenck (†1793), Abraham Messinger (1809), Heinrich Sandricker (1814) 441.

 

Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Daselbsten im Dorf ist eine Mühl, welche von Johann Michel Grimm temporaliter besessen wird, und dem Böbinger Bürger nahmens Dörrzapf uxorio nomina eigenthümblich zugehöret, solche hat 2Waßer Räder. Eines davon treibet ab wechßel weis den Mahl und Schehlgang, und das andere die Hanf Reib Mühl, gibt jährlich 5 fl Wasserfall Zinß in die Kellerey Germersheim.” 442

 

Bei Goswin Widder im „Versuch einer vollständigen geographisch-historischen Beschreibung der Kurpfalz“ heißt es 1767: „ Durch das Dorf fließt die in der mittlern Haingeraide entspringende durch Edenkoben laufende Bach, welche in dem Orte eine Mühle treibt ...“. 443

 

Müller in Böbingen war Emanuel Levy [† ca. 1856, err.); ∞ mit Katharina Herdy. Im Eilboten Landau heißt es am 8.11.1856 444: „ ... läßt Katharina Herdy, gewerbslos in Lauterburg wohnhaft, Wittwe des zu Böbingen verlebten Müllers Emanuel Levy, ihre zu Böbingen gele­gene Mühle, welche zwei Mahlgänge, einen Schälgang und Oelmühle enthält, sammt Wohnhaus, Scheuer, Stall, Brennhaus ...“ verstei­gern.

 

Am 3.1.1860 wurde durch Wilhelm Damian, Müller in Böbingen wohnhaft, die diesem gehörige, oben am Dorf Böbingen gelegene Mahl­mühle mit 2 Mahlgängen, einem Schälgange und einer Schwingmühle nebst Wohnhaus [...] freihändig versteigert 445.

 

Die Ölmühle wurde von Hans (Jean) Bonnes, einem Schneider betrieben, der aus dem Hennegau (Belgien) nach Böbingen zugezogen ist; er ist 1671 als Ölmüller erwähnt. Er führte einen Rechtsstreit mit der Gemeinde 446.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 860/3: „Concession zur Errichtung der Mahl- und Oelmühle, 10. April 1726“

- LA Speyer Best. H 39 (Bezirks- und Landratsamt Landau) Nr. 499, darin Konzession (Abschrift) Kurfürst Karl Philipps für die Böbinger Mühle (1726)

 

 

1Hinkelmann: Berglangenbach, S. 94.

2Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, Bd. 1, S. 203 Nr. 764.

3Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, Bd. 1, S. 208 Nr. 793, 794.

4Groß: Familienbuch Winterbach, S. 170 Nr. 35.

5Hinkelmann: Berglangenbach, S. 94.

6Hinkelmann: Berglangenbach, S. 94.

7Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 2.

8Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch , S. 26.

9Jung: Familienbuch Baumholder,Teil I ev. Kirchenbuch, S. 44.

10Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 5 Nr. 23.

11LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 235-239; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 224.

12LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 93.

13Jung: Familienbuch Baumholder, Teil I ev. Kirchenbuch, S. 6 Nr. 26 und S. 274 Nr. 1481.

14Jung: Ortssippenbuch Unterberggemeinden, Bd. 2, S. 380 Nr. 1577.

15LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 235-239, Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 224.

16LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 93.

17Jung: Ortssippenbuch der Heide- und Unterberggemeinden, Bd. 1 S. 188 Nr. 699.

18Dolch/Greule: Siedlungsnamenbuch, S. 58; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 258.

19Schworm: Die ehemalige Klostermühle in Offenbach am Glan; in: Westricher Heimatblätter 1998, S. 158.

20kath. Kirchenbuch Lauterecken, Taufeinträge 1692.

21LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 29R/30: Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738.

22LA Speyer Best. A2 fasc. 131/1, 179 fol.

23LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3, Bl. 7-9.

24Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 258.

25Weber: Kreuscher und Spielmann. Familien vom Bachadel an der Lauter; in: Pälzer Sunndag, Nr. 34 vom 19.8.1956; S. 3; Heil: Funktionaler Wandel, S. 37.

26 LA Speyer Best. A1 Nr. 301; Glasschröder, Rep. d. Urk. d. Kurpfalz, Bd. 1 (182/94), Nr. 301.

27Dolch/Greule: Siedlungsnamen, S. 60; Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 1, S. 50; Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 2, S. 147.

28Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern, S. 160.

29Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. IV, S. 58.

30Christmann: Siedlungsnamen II, S. 147.

31Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 63 iVm S. 171 Nr. 816.

32Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 27.

33Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 63.

34Stürmer: Mühlenrecht, S. 106.

35Christmann: Siedlungsnamen II, S. 147.

36Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 63.

37Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 63.

38KSchA Zw. Rep. IV Nr. 265, 266; Stürmer: Mühlenrecht, S. 106; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 147.

39Stürmer: Mühlenrecht, S. 134; Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 64.

40Stürmer: Mühlenrecht, S. 106.

41Stürmer: Mühlenrecht, S. 134 unter Bezugnahme auf KSchA Zw. Rep. IV, Nr. 165, 266.

42Stürmer: Mühlenrecht, S. 106.

43LA Speyer Best. B2 Nr. 5339 Bl. 1.

44LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 137-143: Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745.

45LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 117.

46Stürmer: Mühlenrecht, S. 106.

47Stürmer: Mühlenrecht, S. 106.

48Stürmer: Mühlenrecht, S. 30; KSchA Zw. Rep. IV Nr. 265.

49KSchA Zw Rep. IV, Nr.. 26, zitiert nach Stürmer: Mühlenrecht, S. 104.

50KSchA Zw Rep. IV Nr. 265.

51Stuck: Verwaltungspersonal, S. 9.

52Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 64.

53KSchA Zw Rep. IV Nr. 265.

54Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 64.

55Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 64.

56Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 64.

57Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 139 Nr. 668.

58Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 64.

59Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 57 Nr. 282.

60 KSchA Zw Rep. IV Nr. 266.

61Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 265 Nr. 1485.

62Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 64.

63Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 21 Nr. 95.

64Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 64.

65Kampfmann: Beiträge zur westpfälzischen Ortsgeschichte, S. 176; Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 64.

66Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 201 Nr. 980.

67Weber: Mühlen besonderer Art, S. 256.

68Dolch/Greule: Siedlungsnamensbuch, S. 60.

69Anm.: eing. bei Biebermühle; s. Pöhlmann: Regesten der Grafen von Zweibrücken, S. 426; bzw. Wüstung b. Thaleischweiler, s. Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 1, S. 577.

70Pöhlmann: Regesten der Grafen von Zweibrücken, S. 119-120 Nr. 369.

71Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 279; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 344; Landesarchiv Speyer, Best. C 20 Nr. 2727 [alt 66].

72Weber: Mühlen besonderer Art, S. 343.

73Weizsäcker: Weistümer, Bd. I, S. 207.

74Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 2, S. 148 unter Bezugnahme auf lutherisches Kirchenbuch für Pirmasens, Stadt-Archiv Pirmasens Nr. 27.29.7.

75Christmann:Siedlungsnamen, Bd. 2., S. 148.

76Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 2, S. 148 unter Bezugnahme auf lutherisches Kirchenbuch für Pirmasens, Stadt-Archiv Pirmasens Nr. 27.29.7.

77LA Speyer, Best. F2 Nr. 14b, Lagerbuch für Donsieders; Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 2, S. 148.

78Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 2, S. 148; Weizsäcker: Weistümer, Bd. I, S. 207, 209.

79Gemeinde Donsieders [Hrsg.]: Donsieders in seiner Geschichte, S. 382.

80Siegel: Familienchronik Thaleischweiler, S. 64 Nr. 362.

81Gemeinde Donsieders [Hrsg.]: Donsieders in seiner Geschichte, S. 382.

82LA Speyer Best. H3 Karte 3309 fol. 4: Situationsplan des Walddistrikts an den Langenbirken im Revier Burgalben zwecks Verkauf an J. Göller, Müller auf der Biebermühle. Karte von 1818.

83Gemeinde Donsieders [Hrsg.]: Donsieders in seiner Geschichte, S. 383.

84Gemeinde Donsieders [Hrsg.]: Donsieders in seiner Geschichte, S. 385, 685.

85Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz, S. 7.

86LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5: Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745.

87Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, S. 169, Nr. 713.

88Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 187.

89LA Speyer Nassau-Weil­burg Akten Fasc. 382 und ebenda neu Best. C68 Nr. 46; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 285.

90Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 291.

91LA Speyer Best. C26 Nr. 360 Bl. 71-72.

92Katasteramt Bad Dürkheim, Katasterplan 1841, abgedruckt bei: Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 187.

93LA Speyer, Leininger Lagerbuch 9, S. 644/645.

94Christmann: Siedlungsnamen II, S. 389.

95LA Speyer Best. C26 Nr. 360, Bl. 42.

96LA Speyer Best. V 203 (Familienarchiv Stockborn) Sachakte 100: Streit mit dem Pächter der Mohrenmühle in Biedesheim, Bassing (1829-1838) (enthält u.a. ein Verzeichnis der auf die Mühle bezüglichen Urkunden und Akten aus der Zeit von 1501 bis 1801).

97LA Speyer Best. V 203 (Familienarchiv Stockhorn) Sachakte 100: Streit mit dem Pächter der Mohrenmühle in Biedesheim, Bassing (1829-1838) (enthält u.a. ein Verzeichnis der auf die Mühle bezüglichen Urkunden und Akten aus der Zeit von 1501 bis 1801); die Urkunden selbst sind nicht mehr vorhanden.

98Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 51.

99luth. KB Biedesheim 1, S. 65, Bild 38.

100luth. KB Biedesheim 1, S. 18, Bild 14, Geburtseintrag Johann Georg Kühn v. 15.4.1725.

101luth. KB Biedesheim 1, S. 28, Bild 19, Geburtseintrag Maria Margaretha Kühn v. 11.9.1734.

102luth. KB Biedesheim 1, S. 71, Bild 41.

103luth. KB Biedesheim 1, S. 28, Bild 19, Geburtseintrag Maria Margaretha Kühn v. 11.9.1734.

104luth. KB Biedesheim 1, S. 70, Bild 40.

105LA Speyer Nassau-Weilburg Akten Fasc. 382 und ebenda neu Best. C68 Nr. 46; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 285.

106Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 291.

107luth. KB Biedesheim 1, S. 24, Bild 17, Geburtseintrag v. 15.7.1731.

108luth. KB Biedesheim 1, S. 19, Bild 19, Geburtseintrag Maria Margaretha Eisenberg v. 13.2.1734.

109LA Speyer Best. V 203 (Familienarchiv Stockborn) Sachakte 100: Streit mit dem Pächter der Mohrenmühle in Biedesheim, Bassing (1829-1838) (enthält u.a. ein Verzeichnis der auf die Mühle bezüglichen Urkunden und Akten aus der Zeit von 1501 bis 1801).

110luth. KB Biedesheim 1, S. 43, Bild 27,

111luth. KB Biedesheim 1, S. 45, Bild 28, Geburtseintrag d. Susanna Angelberg v. 12.9.1742.

112luth. KB Biedesheim 2, n.p., Bild 10, Geburtseintrag d. Philipp Henrich Hellwig v. 3.6.1745.

113luth. KB Biedesheim 2, n.p., Bild 12.

114luth. KB Biedesheim 2, n.p., Bild 18, Geburtseintrag d. Johann Georg Meidt v. 12.3.1751.

115luth. KB Biedesheim 2, n.p., Bild 20, Geburtseintrag d. Anna Appolonia Meidt v. 4.9.1752.

116ev. KB Speyer, Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter vom 7.8.10.2013.

117ev. KB Speyer, Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter vom 7.8.10.2013.

118LA Speyer Best. V 203 (Familienarchiv Stockborn) Sachakte 100: Streit mit dem Pächter der Mohrenmühle in Biedesheim, Bassing (1829-1838) (enthält u.a. ein Verzeichnis der auf die Mühle bezüglichen Urkunden und Akten aus der Zeit von 1501 bis 1801).

119LA Speyer Best. F5 Nr. 626 Bl. 91.

120ev. KB Speyer, Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter vom 7.8.10.2013.

121LA Speyer Best. K15, 10 Notariatsakten Göllheim Nr. 412 vom 13.8.1819.

122Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter vom 7.8.10.2013.

123ev. KB Speyer, Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter vom 7.8.10.2013.

124LA Speyer Best. J1 (Oberlandesgericht Zweibrücken) Sachakte 357 (Jg. 1839), darin Protokoll Erben der Gräfin Eleonora von Leiningen-Billigheim ./. Adam Bassing auf der Mohrmühle zu Biedesheim.

125Eilbote Landau, Nr. 98 vom 6.12.1856, S. 593.

126Eilbote Landau, Nr. 98 vom 6.12.1856, S. 593.

127LA Speyer Best. C26 Nr. 360 Bl. 43.

128LA Speyer Best. C26 Nr. 360 Bl. 69.

129LA Speyer Best. C26 Nr. 360 Bl. 71.

130Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 57.

131Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, S. 378, Nr. 1063.

132LA Speyer Best. D 35 S. 41: Repertorium Werschweiler, erstellt 1893 durch Kreisarchivar Dr. Joh. Mayerhofer an Hand der beiden Kopialbücher des Klosters

Werschweiler, die Kriegsverlust sind.

133Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 58.

134LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 462-469; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 205.

135LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 124r.

136Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 58.

137Dolch / Greule: Siedlungsnamensbuch, S. 62.

138Keddigkeit u.a.: Burgenlexikon Bd. 1, S. 176.

139Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 1, S. 393.

140Steiner, Peter: Aargauer in der Pfalz, S. 396.

141Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 266.

142Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 1, S. 398.

143Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 1 S. 399.

144Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, S. 86 Nr. 2004.

145 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 2, S. 453.

146Landauer Wochenblatt Nr. 32 vom 6.8.1824, S. 127.

147LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 255.

148Landauer Wochenblatt Nr. 32 vom 6.8.1824, S. 127.

149Eilbote Landau Beilage zu Nr. 18 vom 2.5.1846.

150Schoch: Allerhand aus dem Pfälzer Land, S. 16.

151Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 1, S. 398.

152luth KB Billigheim-Ingenheim, Taufeintrag vom 30.4.1732 des Johannes Cremer in Billigheim.

153LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germers­heim vom 6.4.1768; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 254.

154Eilbote Landau Nr. 25 vom 27.3.1858, S. 164,

155Eilbote Landau Nr. 96 vom 9.12.1858, S. 616

156Becker: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, S. 76.

157 Wikipedia, Stichwort 'Bindersbach', Abruf vom 16.9.2013.

158 Rösch: Altstraßen im Wasgau; in: Pfälzer Heimat 2013, S. 73.

159Kuby: Pfarrerlisten kleinerer pfälzischer Herrschaften; Bl. f. pfälz. Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 2001, S. 79 ff

160Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd.1, S. 399; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 257.

161Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 267.

162 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 2, S. 463-464.

163Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 16.

164Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 1, S. 399.

165Gemeinde Dörrenbach: 1000 Jahre Dörrenbach, S. 111.

166Kopie LA Speyer Best. X53 Nr. 7; Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220, Bl. 35-36.

167LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 19.

168Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern, S. 37.

169Frey: Beschreibung d. Rheinkreises I, S. 399.

170Gilardone: Handbuch Regierungsbezirk Pfalz, S. V.

171Christmann: Siedlungsnamen II, a,a,O., S. 223.

172Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14.

173Eilbote Landau vom 9.8.1834, Nr. 32, S. 128.

174 LA Speyer Best. J 1 Nr. 168: Der bewaffnete Zug nach Steinfeld am 17.6.1749.

175Eilboten Landau Nr. 13 vom 14.2.1857, S. 79.

176Heupel: Siebeldinger Mühlen, S. 76; auch zur Gemarkungsänderung von 1828.

177 LA Speyer Best. H3 Nr. 7676/4: Trennung der Siedlung Kolchenbach von der Gemeinde Birkweiler und Eingemeindung nach Siebeldingen, 1826-1828.

178Widder: Beschreibung Kurpfalz, Bd. II, S. 509; Heupel: Siebeldinger Mühlen, S. 76.

179Heupel: Siebeldinger Mühlen, S. 76.

180Dolch/Greule: Siedlungsnamensbuch, Stichwort Kindingen und Kolchenbach.

181Disqué: Familie Disqué, S. 5 unter Hinweis auf LA Speyer Best. A1 Nr. 2170; Heupel: Siebeldinger Mühlen, S. 76.

182LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 18a Rückseite.

183Disqué: Familie Disqué, S. 4.

184 Decker: Die Winderoll-Müller. - In: Südliche Weinstraße: Heimat-Jahrbuch 2012, S. 82.

185LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 18a Rückseite: Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768.

186Decker: Die Winderoll-Müller. - In: Südliche Weinstraße: Heimat-Jahrbuch 2012, S. 82.

187Wolf: Ortsfamilienbuch Birkweiler, a,a,O., S. 43 Nr. 212.

188LA Speyer Best. J8 Nr. 182.

189Ministerium für Elsass-Lothringen [Hrsg.]: Das Reichsland Elsass-Lothringen. Landes- und Ortsbeschreibung, 3. Teil, Straßburg 1901/03, S. 96-97.

190Ministerium für Elsaß-Lothringen, S. 503.

191prot. KB Birlenbach 1614-1822, Archi­ves Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Best. 3E 42/9 Bl. 198.

192LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 , Bl. 112r.

193Streicher: La Ölmühle des Sept-Fontaines de 1796 à 1854; in: l'Outre-Forêt 2014, Heft 1, S. 48.

194Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 268.

195Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 268.

196Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 48.

197Gabelmann Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 52.

198Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 118.

199Weber: Mühlen besonderer Art, S. 344.

200Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 270.

201Weber: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976 S. 43.

202Biundo: Pfarrerbuch, S. 124 Nr. 1411.

203Weber: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976 S. 43.

204Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 78.

205Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 90.

206Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 114.

207Weber: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976 S. 43.

208LA Speyer Best. C38 Nr. 44, Bl. 5b-6; s. auch Weber: Die Herrenmühle in Bischheim; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1976 S. 44.

209Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 270.

210La Speyer Best. C38 Nr. 44 fol. 6.

211LA Speyer Best. C38 Nr. 200: „Die Hanfreibe des herrschaftlichen Erbbestandsmüllers zu Bischheim und die davon sowie von der Hanfreibe zu Dreisen und Albisheim zu entrichtende Pacht, 1780-1785“.

212Denkmaltopographie Donnersbergkreis, S. 270.

213LA Speyer: Briefprotokolle Nr. 305; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 272.

214LA Speyer Best. C38 Nr. 1300: „Prozeß des Erbbestandsmüllers Ruprecht zu Bischheim gegen N. Chormann auf der Kupfermühle wegen Anlage einer Schleu­se, 1782-1783“.

215Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz Nr. 9 vom 13.2.1840 außerordentliche Beilage S. 9.

216Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 126.

217Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 24.

218Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 14.

219Christmann: Siedlungsnamen I, S. 226.

220LA Speyer Best. W2 Nr. 32.

221 Schnabel / Untermann: Alzey Heilig Geist (an St. Johann); in: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 1, A-G, S. 111; Urkundenbuch Otterberg, Nr. 463, S. 244 f.

222 Schnabel / Untermann: Alzey Heilig Geist (an St. Johann); in: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 1, A-G, S. 111; Urkundenbuch Otterberg, Nr. 463, S. 244 f.

223LA Speyer Best. E6, Reichskammergerichtsprozeß Nr. 3023, darin auch eine, in Form einer aquarellierten Federzeichnung des Heubergerhofs von Jobus Kornteuer

aus Leipzig von 1593, gefertigte Ansicht des Hofes, Gemarkungsgrenzen und Marksteinen mit Karte LA Speyer Best. W2 Nr. 32.

224Krehbiel: From Troubled Times, a,a,O., S. 25.

225Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 105.

226LA Speyer Best. F 22 Nr. 131Heuberger Mühle.

227Gensi>228LA Speyer Best C38 Nr. 44, fol. 9r.

229Gensi>230LA Speyer Best. C38 Nr. 44 fol. 5r.

231LA Speyer Best. C38 Nr. 180: „Klage des Erbbestandsmüllers Henrich Rupp von der Heuberger Mühle gegen die Pächter des Heuberger Hofes zu Bischheim wegen Wasserstreitigkeiten 1778-1781“.

232LA Speyer Best. F 22 Nr. 131a fasc. 240.

233Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 321.

234Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 8 vom 26.1.1821 S. 45; Auch Neue Speyerer Zeitung Nr. 211 vom 25.1.1821.

235Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 24.

236Schmidt: Ehemalige Erzhütten und Pochwerke in der Nordpfalz; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 300.

237Christmann: Siedlungsnamen II, S. 350.

238LA Speyer Best. F7 Gatterer Apparat Urk. 293B.

239Bindewald: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 16.

240Hinweis bei: Bindewald, Gabriele: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 16.

241Bindewald: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 16, leider ohne Quellenangaben.

242LA Speyer C 35 Urk. 355.

243Weber: Mühlen besonderer Art, S. 294 m.w.N.; Bindewald: : Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 17.

244Christmann: Siedlungsnamen II, S. 350.

245Bindewald: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 17.

246Schmidt: Ehemalige Erzhütten und Pochwerke in der Nordpfalz; in: Busch u.a.: Untergegangene Dörfer und Kleinsiedlungen in der Nordpfalz, S. 300.

247Bindewald,: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 17,.

248Bindewald: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 18.

249Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 18.

250Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 17.

251Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 18.

252Gabelmann Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden , S. 48.

253Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 66.

254Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 83.

255Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 286.

256Bindewald: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 18.

257Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 107.

258Bindewald,: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 18.

259Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 203.

260Bindewald: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 19.

261LA Speyer Best. C38 Nr. 190: „Die durch Verschuldung des Valentin Becker, Kupfermüller zu Bischheim, notwendige Veräußerung des in elterlicher Erbteilung 1773 übernommenen Erbbestands des Donnersberger- oder Austreibergütchens zu Bischheim an Gottfried Willig“.

262Bindewald: Die Geschichte der Kupfermühle; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1972, S. 19.

263Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 205

264Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 268.

265Gabelmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, S. 315.

266 LA Speyer Best. G6 Nr. 387 nicht foliert

267Klauck: Lexikon saarländischer Orte S. 63.

268Heep: Bischmisheimer Mühlen; in: http://www.wolfgang-heep.de/_lmweb/langweiler_mühle.htm, Abruf vom 21.8.2013.

269Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 263; Heep: Bischmisheimer Mühlen; in: http://www.wolfgang-heep.de/_lmweb/langweiler_ mühle.htm, Abruf vom 21.8.2013.mit vielen, teilweise auch alten Photos [Hinweis von Horst Klein vom 14.4.2013].

270Heep: Bischmisheimer Mühlen; in: http://www.wolfgang-heep.de/_lmweb/langweiler_mühle.htm, Abruf vom 21.8.2013.

271Hinweis von Horst Klein vom 14.4.2013.

272Hinweis von Horst Klein vom 14.4.2013.

273 LHA Koblenz: Best. 702 Karte Nr. 13741, 1804.

274Heep: Bischmisheimer Mühlen; in: http://www.wolfgang-heep.de/_lmweb/langweiler_mühle.htm, Abruf vom 21.8.2013.

275Weber: Geschichte der Mühlen, Bd.1 S. 96; Wagner: Wüstungen im Grossherzogtum Hessen, Bd. 3, S. 14.

276Wagner: Wüstungen im Grossher­zogtum Hessen, Bd. 3, S. 15.

277Scriba: Regesten Rheinhessen enthaltend, S. 146 Nr. 2214; Wagner: Wüstungen im Grossherzogtum Hessen, Bd. 3, S. 15.

278Paul: Minderheiten im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken; in: Konersmann/ Ammerich: Historische Regionalforschung im Aufbruch. Studien zur Geschichte des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken [Speyer 2010], S. 112.

279Paul: Minderheiten im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken; in: Konersmann/ Ammerich: Historische Regionalforschung im Aufbruch. Studien zur Geschichte des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken [Speyer 2010], S. 112.

280KSchA Zw. Rep. IV Nr. 1229; Stürmer: Mühlenrecht, S. 135, 136.

281Toussaint: Territorium der Grafen von Leiningen im Wormsgau, S. 174.

282Toussaint: Territorium der Grafen von Leiningen im Wormsgau, S. 170, 174.

283Toussaint: Territorium der Grafen von Leiningen im Wormsgau, S. 174; Kraft: Das Reichsgut im Wormsgau, S. 158.

284Toussaint: Territorium der Grafen von Leiningen im Wormsgau S. 174; Frey,: Beschreibung Rheinkreis, Bd. 2, S. 329.

285Toussaint: Territorium der Grafen von Leiningen im Wormsgau S. 174; Frey,: Beschreibung Rheinkreis, Bd. 2, S. 329.

286hierzu Schaab: Geschichte der Kurpfalz, Bd. I, S. 178; Conrad: Leiningen. Geschichte eines Grafenhauses, S. 287.

287Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 2, S. 331.

288LA Speyer Best. Y4, 155 b, S. 40: Verzeichnis von Dokumenten des Klosters Höningen, Abschrift gefertigt nach der Vorlage im Leiningischen Archiv auf Schloß Westerburg, nunmehr im Staatsarchiv Wiesbaden.

289Leininger Geschichtsblätter März 1909, S. 23 ff.

290Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 480.

291 LA Speyer Best. C26 Nr. A144 fol. 48

292Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Teil V Bissersheim; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

293LA Speyer Best.X53 Nr. 10: „Knoch, Repert. Realia, Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

294Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Teil V Bissersheim; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

295Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Teil V Bissersheim; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

296Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

297Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 151.

298LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 10r Akten des Bezirksamts Frankenthal betr. Getreidemühlen im Bezirk Frankenthal 1817.

299Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S.8.

300Christmann: Siedlungsnamen II, S. 145.

301Christmann: Siedlungsnamen II., S. 145.

302Frey: Beschreibung des Rheinkreises II, S. 331.

303Leininger Geschichtsblätter März 1909, S. 23.

304Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 480.

305Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 483.

306 LA Speyer Best. G6 Nr. 387 nicht foliert

307LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

308Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 483.

309 LA Speyer Best. G6 Nr. 387 nicht foliert

310LA Speyer L 56 Nr. 148; Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 478.

311Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 483.

312Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern, S. 48.

313Frey:Beschreibung des Rheinkreises II, S. 331.

314Christmann: Siedlungsnamen II, S. 166.

315LA Speyer L 56 Nr. 148,Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 478.

316Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 2, S. 331.

317Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

318Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 228, 307.

319luth. KB Kirchheim; Keller: Heimatbuch Kirchheim, S. 228.

320Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

321Lux, Klaus: Bissersheim, Ortsgeschichte, Ortsgemeinde Bissersheim 2000, S. 482.

322LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

323Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

324Frey: Beschreibung d. Rheinkreises II, S. 331; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 250.

325Christmann: Siedlungsnamen II, S. 250.

326Christmann: Siedlungsnamen II., S. 250.

327Kunstdenkmaler, Bd. VIII Stadt und Landkreis Frankenthal, S. 144 und Grundrißplan S. 145.

328Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

329Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

330LA Speyer Best. K16, 257 Nr. 160 vom 2.4.1811.

331Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

332 LA Speyer Best. G6 Nr. 387 nicht foliert

333LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

334Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

335LA Speyer L 56 Nr. 148.

336Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 478.

337Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

338Grünstadter Anzeiger vom 21.11.1875.

339Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

340Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482 mit Photo S. 483.

341Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

342Becker: Das deutsche Mühlensterben im 20. Jh, S. 97.

343Lux: Bissersheim, Ortsgeschichte, S. 482.

344 Verzeichnis der Kulturdenkmäler Landkreis Bad Dürkheim http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Bad_Dürkheim.pdf.

345Anthes: Die Kellerei-Rechnung des zweibrückischen Amtes Landsberg im Jahre 1601; in: PRFK 1975, S. 245.

346Schitter: Bisterschied, Chronik eines Dorfes , S. 62.

347Karte abgedruckt bei Schitter: Bisterschied, S. 206, 290.

348Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 71; Schitter: Bisterschied, Chronik eines Dorfes, S. 99.

349LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 102r.

350Dolch/Greule: Siedlungsnamen, S. 67.

351LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 81r-84r: Mühlenprotokoll von 8.7.1746; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 214.

352LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 86.

353Bohrer: Register kath. KB Nünschweiler, S. 45.

354Reitenbach: „Achatschleifen und -Fundstätten im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken“; in: Pfälzische Heimatblätter 1963, S. 67; Weber: Mühlen beson­derer Art, S. 337.

355Budzinski: Einwohner von Bliesmengen-Bolchen S. 24.

356Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 68.

357 LA Speyer Best. B14 (Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken) Nr. 23.

358Budzinski: Einwohner von Bliesmengen-Bolchen S. 26.

359Budzinski, Einwohner von Bliesmengen-Bolchen S. 27; LA Speyer Best C 33 Nr. 210/115.

360Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, S. 120 Nr. 109.

361Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, S. 123 Nr. 119.

362KSchA Zw Rep. IV Nr. 354.

363Spieß: Urkunden und Aktenbeiträge zur Geschichte der alten Mühlen im Ortsteil Bliesbolchen, S. 119; KSchA Zw Rep. IV Nr. 354/43, abgedruckt bei Spies, S. 121.

364Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, S. 348/349, Nr. 943.

365KSchA Zw Rep IV Nr. 354/44 u. 354/1; abgelichtet bei Spieß: Urkunden und Aktenbeiträge zur Geschichte der alten Mühlen im Ortsteil Bliesbolchen, S. 123, 124; Neubauer, Andreas: Regesten des Klosters Werschweiler, S. 361, Nr. 993.

366Spieß: Urkunden und Aktenbeiträge zur Geschichte der alten Mühlen im Ortsteil Bliesbolchen, S. 126; Neubauer, A.: Regesten des Klosters Werschweiler, S. 385 Nr. 1094.

367Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, S. 385 Nr. 1094; Litzenburger: Die Entstehung und Ausbreitung der Grundherrschaft Werschweiler; in: Archiv für mittelrhein. Kirchengeschichte, 1950, S. 88-129 und 1951, S. 171.

368Spieß: Urkunden Mühlen Bliesbolchen, S. 128.

369Spieß: Urkunden Mühlen Bliesbolchen, S. 131.

370KSchA Zw Rep IV Nr. 355, Tom. I 1593-1607; Spies: Urkunden Mühlen Bliesbolchen, S. 129.

371KSchA Zw Rep. IV Nr. 400 = LA Speyer Best. B14 Nr. 32.

372LA Speyer Best. X53 Nr. 7 Kopie Bl. 53-55; Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220.

373LA Speyer Best. D 35 S. 46: Repertorium Werschweiler, erstellt 1893 durch Kreisarchivar Dr. Joh. Mayerhofer an Hand der beiden Kopialbücher des Klosters

Werschweiler, die Kriegsverlust sind.

374LA Speyer Best. X53 Nr. 7 Kopie; Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220, Bl 53.

375 LA Speyer Best. X53 Nr. 7 Kopie; Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220, Bl 53-53r.

376LA Speyer Best. X53 Nr. 7 Kopie, Bl. 55-57; Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220, Bl 53r.

377LA Speyer Best. X53 Nr. 7 Kopie; Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220, Bl 54.

378KSchA Zw Rep IV Nr. 356.

379KSchA Zw Rep IV Nr. 357, 358-363, nunmehr LA Speyer Best. B2 Nrn. 1389/1-4.

380KSchA Zw Rep. IV Nr. 370.

381KSchA Zw Rep. IV Nr. 346.

382KSchA Zw Rep IV Nr. 355, Tom. I 1593-1607; Spies: Urkunden Mühlen Bliesbolchen, S. 129.

383Spieß: Urkunden Mühlen Bliesbolchen, S. 119.

384Spieß: Urkunden Mühlen Bliesbolchen, S. 119.

385Pöhlmann: Regesten des Wilhelmitenklosters Gräfinthal bis 1599 [Speier 1930], Nr. 319.

386Spieß: Urkunden Mühlen Bliesbolchen, S. 119.

387Spieß: Urkunden Mühlen Bliesbolchen, S. 119.

388Neustadter Wochenblatt vom 5.7.1839, Nr. 54, S. 213: Assisenverhandlung vom 14./15.6.1839.

389 Neustadter Wochenblatt vom 5.7.1839, Nr. 54, S. 213: Assisenverhandlung vom 14./15.6.1839.

390Neustadter Wochenblatt Nr. 147 vom 7.12.1848, S. 595.

391Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 66.

392Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, S. 242, Nr. 546; Bonkhoff: Grossbundenbach, Kleinbundenbach, Mörsbach, S. 21.

393LA Speyer Best. B2 Nr. 748/1: „Differenzen mit Schorrenburg wegen mehreren in de Bliesdalheimer Bache gelegenen Wörthe, dann die Errichtung einer Mühle auf diesem Bache und der Bach selbst“.

394LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5; Auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 190.

395LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 S. 44r-45.

396LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 126.

397Weis, H. Internet-Datei Matzenbach.de/gemeinde/historik/matz.htm, Stand November 2007, Abruf 23.8.2013.

398Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel Nr. 76 vom 21.9.1866.

399Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz, S. 20.

400Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 67.

401Krämer: Das Amt Blieskastel im Jahr 1553, S. 26.

402Besse/Gölzer: Hornbacher Bürgermeisterei-Rechnungen 1575-1680, S. XVII Anm. 5.

403Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 68.

404Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 12.6.1830, Nr. 24, S. 227.

405Hoor: Bliesransbach. Das Tor zum Bliesgau, S. 244 ff.

406Heimatverein Bliesransbach, Internet-Datei Bliesransbach http://bliesransbach.org/historisches, Abruf vom 22.8.2013.

407Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 69.

408KSchA Zw Rep. IV Nr. 400, nunmehr LA Speyer Best. 14 Nr. 32.

409Klauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 459.

410LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 118-124: Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 191.

411Budzinski: Einwohner von Bliesmengen-Bolchen von 1500 bis 1800, S. 14: dort allerdings Johannes *Martin.

412KSchA Zw Rep. IV Nr. 400, nunmehr LA Speyer Best. 14 Nr. 32.

413Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 137.

414 LA Speyer Best. B1 Nr. 393 vom 20.5.1574.

415Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 163.

416KSchA Zw Rep. IV Nr. 400, nunmehr LA Speyer Best. 14 Nr. 32.

417LA Speyer Best. B14 (Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken) Nr. 33.

418LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 118-124: Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Rentkammersekretärs Marx vom 6.1.1745;

Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 191.

419 Wikipedia, Stichwort 'Blümelsbach', Abruf vom 23.8.2013

420 Wikipedia, Stichwort 'Blümelsbach', Abruf vom 23.8.2013

421Dolch/Greule: Siedlungsnamenbuch, S. 288.

422Biundo: Bobenheim-Roxheim: aus der Geschichte einer Großgemeinde, Bobenheim-Roxheim 1973, S. 434.

423LA Speyer Best. D13 Nr. 163: Rechnung De Anno 1698, S. 12.

424Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 277.

425Verkaufsbrief vom 4.3.1353, überliefert als Abschrift in LA Speyer, Best. F1 Nr. 97 fol. 258 f.; Schulz: Codex Berwartstein, S. 214 Anm. 7.

426Schulz: Codex Berwartstein, Nr. 40, S. 214, 12; LA Speyer, Best. F1, Nr. 97, fol. 270v.

427Schulz: Codex Berwartstein, Nr. 40, S. 226, 35; LA Speyer, Best. F1, Nr. 97, fol. 271.

428Schulz: Codex Berwartstein, S. 298; Abschrift Nachlaß Lehmann, LA Speyer, Best. T3, Nr. 556, fol. 213.

429Zweibrücker Wochenblatt Nr. 173 vom 27.7.1870.

430Internetdatei: wapedia.mobi/de/Wegelnburgmühle Abruf vom 21.3.2014.

431Alter: Aufstand der Bauern, S. 239; Böshenz: Stimme der Heimat. Geschichte und Geschichten von Bockenheim, S. 41, 108; Tröscher: Der Bockenheimer Bauernaufstand 1525; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1975, S. 52.

432Alter: Aufstand der Bauern, S. 243 Anm. 20.

433Alter: Aufstand der Bauern, S. 239.

434Neumer: Eine Leinin­gen-Hartenburgische Huldigungsliste von 1583; in: PRFK 1984, S. 301 ff.

435LA Speyer Best. F2 Nr. 61/II a fol. 445.

436Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen der nördlichen Vorderpfalz, S. 436; Urkundenbuch Otterberg, Bd. 1, S. 333 = Bd. 2, S. 524.

437Dolch/Münch: Urkunden Otterberg, S. 356-357, Urk.-Nr. 731; Original FLA Amorbach, Abt. Leininger Urkunden.

438Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 116; Weizäcker: Pfälzische Weistümer, Bd. II, S. 167.

439Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 278.

440LA Speyer Best. A2 Nr. 860/3: „Concession zur Errichtung der Mahl- und Oelmühle, 10. April 1726“

441Böbingen, Ortsgemeinde [Hrsg.]: Böbingen. Aus der Geschichte eines Gäudorfes, S. 61.

442LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; Auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 254.

443 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 2, S. 435.2

444Eilbote Landau Nr. 90 vom 8.11.1856, S. 543.

445Eilbote Landau vom 10.12.1859, S. 570 = LA Speyer Best. Y 20/41.

446Böbingen, Ortsgemeinde [Hrsg.]: Böbingen. Aus der Geschichte eines Gäudorfes, S. 47, 50, 51.

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