Version 12.5.2018

 

Litera A

(Altenglan - Aschbach)

 

Altenglan:

s. auch *Mühlbach, *Patersbach

 

VG Altenglan, Lk Kusel; am Glan gelegen; bis zum Herrschaftswechsel im Jahr 1444 war das Dorf veldenzisch in der Schultheißerei Ul­met und wurde wie alle Dörfer des Remigiuslandes vom veldenzischen Oberamt auf Burg Lichtenberg (Pfalz) aus verwaltet; ab 1444 pfalz-zweibrückisch und gehörte zum Oberamt Lichtenberg.

 

In Altenglan münden der Kuselbach und der Reichenbach in den Glan. Altenglan, das seit dem 7. Juni 1969 zusammen mit Mühlbach am Glan und Patersbach die Ortsgemeinde Altenglan innerhalb der Verbandsgemeinde Altenglan bildet, war Teil des großen Reichsland­bezirks um Kaiserslautern, und gehörte zum "Nahegau". Auf eine königliche Schenkung geht der kurz vor 590 an das Bistum Reims ge­kommene Besitz um Kusel zurück, der 931 an die Reimser Abtei St. Remy übergeben wurde. Das später Remigiusland genannt­e Gebiet kam um 1125 als Reimser Lehen zum Herrschaftsgebiet der Grafen von Veldenz" und fiel mit deren Aussterben im Mannesstamm 1444 an die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken. Erstmals im Jahr 866 urkundlich greifbar, wurde das Dorf seit der Mitte des 12. Jahrhunderts als "Aldenglane" bezeichnet. Bis zum Herrschaftswechsel im Jahr 1444 gehörte es der Schultheißerei Ulmet an und wurde wie alle Dörfer des Remigiuslandes vom veldenzischen Oberamt auf Burg Lichtenberg (Pfalz) aus verwaltet. Vor dem 30­jährigen Krieg (1609) lebten hier 200 Personen in 37 Haushalten. Nach dem Ende des Alten Reichs und der kurzen Zugehörigkeit zu Frankreich (1797 - 1814) kam Altenglan mit der linksrheinischen Pfalz an das Königreich Bayern. 1802 zählte die Gemeinde 328 Einwohner, deren Zahl sich bis 1867 auf 639 steigerte. 1997 wohnten in Altenglan 1848 Menschen.

 

Mühlen:

- Altenglaner Mahlmühle:

die Ortsbebauung wurde noch im 19.Jh. im Norden vom Graben der Altenglaner Mühle begrenzt 1. An der Einmündung des Kusel­bach in den Glan gelegen; sie erhält ihr Wasser ieL vom Kuselbach, aber auch etwas Wasser aus einem vom Glan gespeisten Teich, der über ein Wehr am Glan und einen Mühlgraben oberhalb der Mühle in den Kuselbach geleitet wird 2.

 

Die Mühle wurde um 1724 erbaut von Johann Riegel von Gumbsweiler 3.

 

Die Mühle in Altenglan ist im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen und zusammengefaßt wie folgt be­schrieben 4: Die Altenglaner Mahlmühle erhält vom Kuselbach und vom Glan das Wasser; die Altenglaner Mahlmühle liegt 1/4 Stunde unterhalb der kurpfälzischen Mühle zu Mühlbach, nahe bei dem Dorf Altenglan in Richtung Patersbach. 2 unterschlächtige Wasserräder, welchen einen Mahl- und das anderen einen Mahl- und einen Schälgang wechselweiße treiben; 1 verfallenen Aalkorb. Liefert an Pacht in die Landschreiberei Lichtenberg 4 fl und in die Kellerei Lichtenberg je 4 Malter Korn und Hafer. Erbbeständer ist Michael *Scherer. In sei­nem Erbbestandsbrief vom 23.1.1732 wurde ihm zugesichert, daß keinem anderen Müller erlaubt sei, mit ei­nem Pferd, Esel oder Karch ins Dorf Altenglan zu fahren und Früchte von da in ihre Mühle zu fahren. Dieses Recht wurde am 15.4.1738 konfirmiert 5.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Altenglaner Mahl Mühl (hat) 2 Waßer Räder, wovon eines einen Mahl, das andere aber einen Mahl und Scheelgang treibet; (gibt jährl: an Pfacht) 4 fl an Geldt, 4 Mltr Korn, 4 Mltr. Habern. Friedelhausen, Bosenbach, Reichenbach laßt auff dieser Mühl Mahl, wann sie auff der ih­rig nicht kön­nen befördert werden. Er getrauet sich 50 Famillien wann sie ordentlich kommen zu fördern.“ 6

 

1809/11 wurde über einen Antrag auf Pachtermäßigung des Michael *Ulrich, Müller in Altenglan, verhandelt 7.

 

Im „Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel“ wird am 12.2.1857 die freiwillige Versteigerung der Altengla­ner Mahlmühle für den 5.3.1857 angekündigt: „... läßt Herr Michael Ullrich III, zu Altenglan, seine allda gelegene Mahlmühle, die sog. 'Altenglaner Mahlmühle', nebst sonstigen Zugehörungen, bestehend in einem zweistöckigen, massiv erbauten Wohnhause, Mühle mit zwey Mahlgängen und einem Schälgang, Spreukammer, zwei Scheunen, Stallungen [...] versteigern.“ 8.

 

Die Mühle wurde später in eine Drahtfabrik umgerüstet 9.

 

Karte:

- LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 33

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best B 2 Nr. A 294 7 Bl. 30r-33r und Bl. 132-134r

- LA Speyer Best. B2 Nr. 662 5: „Die Mühle zu Altenglan, 1781-1785“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 663 3: „Die von Joh. Riegel von Gumbsweiler zu Altenglan erbaute Mahlmühle, 1724-1792“ (2 Aktenbän­de)

- LA Speyer Best. B2 Nr. 663 4: „Einreißen des Glanflusses vom Altenglaner Mühlenwehr an bis Patersbach, 1748-1794“

 

 

- Lohmühle zu Altenglan:

um 1724 betrieb Georg Reinheimer eine Lohmühle in Altenglan 10.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 663 2: „Lohmühle zu Altenglan, 1759-1791“

 

 

- Schleifmühle und Hammerschmiede zu Altenglan:

1737 erbaute Adam Ruth am Kuselbach eine Schleifmühle, deren Wasserrad gleichzeitig noch ein Hammerwerk trieb. 11

 

Die Mühle in Altenglan ist im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen und zusammengefaßt wie folgt beschrie­ben: „liegt an keinem Wassergraben sondern an der vollen Bach (=Glan). Von der vorbeschriebenen (= Rammelsbacher Mahl- und Oh­ligmühle) eine starke Viertelstunde von der sogenanten Streit Mühlen, wo zwischen doch die pfälzische Mühle zu Mühlbach ste­het eine halbe Stunde entfernt. Sie liegt oben am Dorf Alten und unten an dem selben liegt die Altenglaner Mahl Mühle. Ist derge­stalten einge­richtet, daß durch ein unterschlechtiges Waßerrad ein Hamer, und ein im Trillis laufender Schleifstein [...] wechselweis getrieben wer­den. Hat ohngefehr 3 Schuh Fall, muß aber dennoch wegen dem großen Gewäßer und wegen Eiß zu Zeiten 14 Täg biß 4 Wochen still stehen. [...] Der dermahlige und zwar erste Beständer ist Adam Ruth und erweißet sein Erbbestandsrecht mit einem (Erbbestands­brief) vom 26. April 1737 ...“ 12.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 663 1: „Die Hammer- und die Schleifmühle an der Caßler Bach zu Altenglan, 1737-1777“

 

 

- Streitmühle:

s. Rutsweiler/Glan

 

 

- Walkmühle, Altenglaner:

bereits 1666 kurz nach dem 30jährigen Krieg war die Altenglaner Walkmühle wieder in Betrieb 13.

 

Im „Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel“ wird für den 7.6.1867 die freiwillige Versteigerung der Alt­englaner Walkmühle annonciert: „... lassen die Eigenthümer der „Altenglaner Walkmühle“, als Friedrich Ehrenspeck, Daniel Böh­mer, Philipp Finck, Adolph Finck, Caroline Finck und die Kinder des verstorbenen Jacob Philipp Finck, sämmtlich dahier n Kusel wohnhaft, die Altenglaner Walkmühle, als: Plan-Nro. 267, 82/10 Dezimalen Fläche, Wohnhaus, Stallung, Hof [...] beisammen im Ban­gert, Bann Altenglan gelegen; Plan-Nro. 201, 42 Dezim. Wasser allda, der Mühlbach, Mühlteich mit Brücken und Wehr, nebst dem zur Mühle gehörigen Ge­schirr ...“ 14.

 

 

 

 

 

Altenkirchen:

VG Schönenberg-Kübelberg, Lk Kusel; im der Nordwestpfalz, nordwestlich von Schönenberg-Kübelberg im Kohlbachtal gelegen; gehörte zum Kübelberger Gericht

 

Mühlen:

- Kirchenmühle:

die Mühle war ehemals im Besitz der Kirche zu Altenkirchen gewesen und im Zuge der Reformation in die Verwaltung der CGA Heidel­berg übergegangen 15.

 

1602 im Zusammenhang einer „Copia revers Erbbestands brief über die Kirchenmühl zu Allenkirchen“ erwähnt16.

 

1641 ist Katharina NN, die Ehefrau von Nikolaus *Steffan, Müller zu Altenkirchen, Patin bei der Taufe von Anna Katharina Jung 17. Auf der Kirchenmühle war zunächst Nickel *Stephan ansässig, bevor er 1653 in Kaiserslautern die zerstörte Stiftsmühle wieder auf­baute 18.

 

Am 3.5.1659 wird im Kübelberger Gerichtsbuch anläßlich eines Grundstückstauschs eine Lagebeschreibung in Altenkirchen zitiert, nach welcher die Mühle bereits 1659 resultiert: „... ein Stück Wies im Hoff zu Allenkirchen [...]; Item ein Stück Garten im Woggar­ten, .. stößt mit einem End wieder die Mühlclaus ...“ 19.

 

Nach dem Tod des Altenkircher Müller Hans Theobald *Steffan, der keine leiblichen Erben hat, macht daraufhin der Kübelberger Schult­heiß Jost Wagner für seine Ehefrau Anna Maria Stephan Erbansprüche geltend, die Tochter des Müllers Nickel Stephan und Schwester des Hans Theobald Steffan ist 20.

 

Das Testament Altenkircher Müller Hans Theobald *Steffan vom 3.5.1686 21 ist im Kübelberger Gerichtsbuch am Notgerichtstag 14.5.1692 beurkundet: „Erstlich weyle ich, Hanß Theobald Staffann, keine Leibs Erben habe, nehme ich zu Erben an Hanß Nickel Be­ckern unnd seine Haußfrauw Anna Katharinam unnd übergebe ihnen alle liegende Güther sampt Hoffgering unnd der Mühlen, so ich von meinen Eltern ererbet, unnd mit meinem Bruder Nickel Steffan sich verglichen, alles waß in Allenkircher Gemarckung liegt ...“ 22.

 

1701 wird als Müller in Altenkirchen genannt der Hanß Nickel Molter. Dieser ist am 28.10.1701 als Pate in der ref. Kirche in Miesau bei der Taufe des Johann Nickel Becker, Sohn des Gemeinsmanns in Brücken Henrich Becker. Weitere Patin hierbei ist die Maria Barbara, Ehefrau von Hanß Peter Molter aus Dittweiler 23. Am 9.4.1702 wird in der ref. Kirche in Miesau getauft die Maria Margaretha Molter, Tochter des Hanß Nickel Molter 24. Am 30.1.11718 ist Patin in der ref. Kirche in Miesau die Maria Margaretha, „Ehefrau von Hanß Nickel Molter, Müller in Altenkirchen“ 25.

 

1740 wird urkundlich erwähnt „Kirchen Mühl betreffend“; 1761 urkundet die CGA Heidelberg „demnach der dermahlige Inhaber der zu unserer Collectur Lautern gehörigen so genanten Kirchen Mühl zu Allenkirchen Johann Adam Becker vorstellet ...“ 26.

 

Literatur/Urkunden:

- Nikolaus, Walter: Die Kirchenmühle zu Altenkirchen; in: Westricher Heimatblätter 1990, S. 146

 

 

 

 

 

Altenstadt bei Weißenburg:

seit 1974 Ortsteil von Wissembourg/Elsaß; östlich von Wissembourg/Elsaß gelegen; gehörte zum Hochstift Speyer.

 

Altenstadt wies 1718/1719 eine Bevölkerung von 85 katholischen Familien auf 27.

 

 

Mühlen:

In der Beschreibung des Elsaß von 1826 heißt zu den Mühlen in Altenstadt: „... le moulin de St. Remi et un moulin à huile ..“ 28.

 

Am 9.12.1708 wird in der katholischen Kirche in Altenstadt getauft die Maria Anna, Tochter von Franz Burgarelle und der Margare­tha Pi­erran, „de Moulin en Bophoner [?]“ +++klären: welche Mühle ? ++++ 29.

 

Am 12.8.1734 wurde getauft Philippina Färber, Tochter von „Dni Wilhelmi Färber et Margaretha Graunin Coniugum et Civium in molina Altstattenin“ 30.

 

Im Einwohnerverzeichnis von Altenstadt für das Jahr 1836 ist der Müller George *Waltz, 35 Jahre alt, aufgeführt 31. +++klären: wel­che Mühle ? ++++

 

Im Einwohnerverzeichnis von Altenstadt für das Jahr 1836 ist der Müller Jean Michel *Ehrstein, 48 Jahre alt, aufgeführt 32. +++klä­ren: welche Mühle ? ++++

 

Im Einwohnerverzeichnis von Altenstadt für das Jahr 1836 ist der Müller George *Zimpelmann, 48 Jahre alt, aufgeführt 33. +++klä­ren: welche Mühle ? ++++

 

Im Einwohnerverzeichnis von Altenstadt für das Jahr 1836 ist der Müller Jacques *Kaelber, 48 Jahre alt, aufgeführt 34. +++klären: wel­che Mühle ? ++++

 

Im Einwohnerverzeichnis von Altenstadt für das Jahr 1836 ist der Müllerknecht (garçon-meunier) Ferdinand *Pfeiffer, 27 Jahre alt, auf­geführt 35. +++klä­ren: welche Mühle ? ++++

 

Im Einwohnerverzeichnis von Altenstadt für das Jahr 1836 ist der Müller Gaspar *Kolb, 33 Jahre alt, aufgeführt 36. +++klären: wel­che Mühle ? ++++

 

Im Einwohnerverzeichnis von Altenstadt für das Jahr 1836 ist der Müller Mathieu *Eckert, 41 Jahre alt, aufgeführt 37. +++klären: wel­che Mühle ? ++++

 

Im Einwohnerverzeichnis von Altenstadt für das Jahr 1836 ist der Müllerbursche Charles Hinst, 11 Jahre alt, aufgeführt 38 +++klä­ren: welche Mühle ? ++++

 

Im Einwohnerverzeichnis von Altenstadt für das Jahr 1836 ist der Müller Philippe *Maushard, 28 Jahre alt, aufgeführt 39. +++klären: welche Mühle ? ++++

 

Im Einwohnerverzeichnis von Altenstadt für das Jahr 1836 ist der Müllerbursche Frederic Kaemm, 42 Jahre alt, aufgeführt 40 +++klä­ren: welche Mühle ? ++++

 

Müller in Altenstadt war ab 1862 der frühere Müller auf der Leistenmühle Kandel, Georg Jakob *Biehler 41. +++klären: welche Mühle ? ++++

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. E4 Sachakte 776: Rechtsstreit der Müller des Amtes Altenstadt ./. Müller von Hundsbach und Seebach (1742-) 1771

 

 

- Altenstadter Mühle:

die Kammerkommende des Deutschen Ordens in Weißenburg besaß eine Mühle in Altenstadt 42. Im Ludwigsburger Urkundenver­zeichnis aus dem beginnenden 17. Jh. ist unter Nr. 104 ein „Urtheilsbrieff vom Landgericht zu Heidelberg über die Mühl zue Alten­stadt“ aus dem Jahr 1478 erwähnt. Dem Müller wird darin aufgetragen, das Anwesen „in ehrlichem Baw zu halten“ 43. Unter Nr. 106 des Verzeichnisses ist für 1490 in einem weiteren Urteilsbrief der Conrad Müller als Pächter des Anwesens genannt 44.

 

1495 wird der Müller Anstet Conrad vom Orden als Pächter der Schleifmühle [++++klären: ist die Deutschordensmühle eine Schleif­mühle, oder gehört zu dieser eine Schleifmühle, oder besteht eine gesonderte Schleifmühle des Deutschordens in Altenstadt ?] einge­setzt 45.

 

Am 19.5.1622 wurde von österreichischen Truppen unter Erzherzog Leopold von Österreich in Altenstadt u.a. die Ordensmühle niedergeb­rannt 46.

 

Nach Ende des Holländischen Krieges (1672-1679) fiel der bisherige Besitz der Deutschordenskommende Weißenburg auf Befehl des französischen Königs an den Lazaristenorden. Dessen Komtur Jäger berichtete in Bestandsverzeichnis über die Erbbestands- und Tem­poralbestandsgüter der nunmehrigen Kommende des Lazaristenordens von 1685, daß die zerstörte Deutschordensmühle zu Al­tenstadt für den Preis von 800 Gulden wieder aufgebaut werden sollte 47. Im „Archives Westercamp“ der Stadt Weißenburg befindet sich eine umfangreiche Aufstellung über die Einnahmen und Ausgaben der Deutschordenskommende Weißenburg von 1693. Dort wird u.a. be­richtet, daß der Pächter der Deutschordensmühle Altenstadt eine jährliche Pacht von 150 Gulden zahlt 48.

 

Am 14.7.1686 wird in der katholischen Kirche in Altenstadt getauft der Joann. Jacob Arnold, Sohn von Christian Miller und Barbara Rö­rin, „in der Altstadt Mühle“ 49.

 

1747 verhandelte der Komtur der Deutschordenskommende Weißenburg mit dem pfalz-zweibrückischen Renovator Sundahl über eine Beteiligung an einer Landrenovation und Aussteinung, mit der Sundahl im Oberamt Bergzabern beauftragt war. In einem Ko­stenplan für die Renovation und Grenzsteinsetzung der Deutschordensgüter der Kommende Weißenburg ist u.a. das Hofgut und die Mahlmühle in Al­tenstadt genannt 50.

 

 

- Deutschordensmühle:

s. Altenstadter Mühle

 

 

- Eichmühle:

am 25.2.1696 wird in der katholischen Kirche Altenstadt getauft die Margaretha Scherrer, Tochter des Mattheus *Scherrer und der Anna Catharina Altenbergerin „auß der Eichmühl“ 51.

 

Am 1.3.1701 wird in Altenstadt beerdigt: „Anno 1701 [...] obiit et die 1 Marty Sepultus est Joannes Jacobus [Anm. d. Verf.: Nachna­me ist im Kirchenbuch versehentlich nicht eingetragen] Molitor in Altstat.“ 52. An anderer Stelle im Kirchenbuch heißt es dann: „Se­pelitur Joanny Jacobus Altenberger molitor in der Eichmühl 53.

 

Am 30.11.1856 wurde versteigert: „Eine Mahlmühle, bekannt unter dem Namen „Eichmühle“, in der Gemeinde Altenstadt gelegen, die­selbe besteht in drei Mahlgängen, einer Oelmühle und einer Hanfreibe, ferner ein Wohnhaus, Hof, Scheuer Stallungen [...] und ge­hört dem Weissenburger Bürger-Hospital.“ 54.

 

 

- Neumühle:

mitten in Dorf Altenstadt an der Lauter gelegen 55.

 

In der „Neuen Speyerer Zeitung“ wird am 28.3.1827 die Versteigerung der Neumühle annonciert: „... die daselbst mitten im dorf an der Lauter gelegene, sogenannte Neumühle, mit 3 Mahlgängen, 1 Schälgang und einer doppelten Oehl-Mühle, sammt zwey Wohngebäu­den, Scheuer und Stallungen ...“ 56.

 

Am 9.2.1839 wird im Eilboten Landau die Verpachtung der Neumühle annonciert: „Die Neumühle in Altenstadt bei Weißenburg, gegen­wärtig durch Herrn Zimmermann betrieben, ist zu verlehnen. Sich an Herrn Ehrstein auf der Bienwaldmühle zu wenden.“ 57.

 

 

- Ölmühle:

im Landauer Eilboten vom 15.6.1839 wird der Verkauf der Ölmühle annonciert: „Eine in der Altenstadt bei Weißenburg im Französi­schen an der Gränze gelegene ganz neu erbaute Oelmühle, und aufs Beste eingerichtet, ist mit allen befindlichen Geräthschaften aus der Hand zu verkaufen. Die näheren Bedingungen sind zu erfahren bei Wilhelm Heltzerle, schwarz Quartier Nro. 80 in Weißenburg“ 58.

 

 

- Rosselmühle:

im Banne von Altenstadt und nahe bei Weißenburg gelegen.

 

1836 war die Catherine Schneider als „Domestique“ auf der „Moulin, dit Rohselmühl 59.

 

Am 4.8.1856 wird die Rosselmühle im Banne von Altenstadt und nahe bei Weißenburg versteigert. Diese gehört zur 'Nachverlassen­schaft' der verstorbenen Katharina Kölber, Ehefrau in 2. Ehe von Josef Guth, und Witwe in 1. Ehe von Thomas Winteroll, ange­schlagen zu 100,000 Franken 60.

 

 

- Schleifmühle:

1495 wird der Müller Anstet Conrad von der Kammerkommende des Deutschen Ordens in Weißenburg als Pächter der Schleifmühle in Altenstadt [++++klären: ist die Deutschordensmühle eine Schleifmühle, oder gehört zu dieser eine Schleifmühle, oder besteht eine ge­sonderte Schleifmühle des Deutschordens in Altenstadt ?] eingesetzt 61.

 

 

 

 

 

Altenwoogsmühle:

s. Lemberg

 

 

 

 

 

Altenwoogsmühle:

s. Vogelbach

 

 

 

 

 

Altheim / Saarland:

OT von Blieskastel; hart westlich von Hornbach, an der heutigen saarländisch-pfälzischen Grenze, an der Bickalb gelegen;

 

Seine erste urkundliche Erwähnung fand der Ort Altheim im Jahr 1275: Der Pfarrer Folmar zu Altheim vermachte testamentarisch seinen Besitz dem nur wenige Kilometer entfernten Kloster Hornbach. Die Grafen von Zweibrücken sind zu dieser Zeit Herren von Altheim, spä­ter durch Gebietsteilung das Haus Zweibrücken-Bitsch. Um 1500 leben bereits über 100 Menschen im Ort. Der Dreißig­jährige Krieg (1618-48) führt jedoch zu einer beinahe vollständigen Verödung. So werden für die Jahre 1643 - 1686 kaum mehr als 2-4 Bewohner ge­zählt. Erst ab dem Jahr 1688 geht es wieder aufwärts. Die Aussicht zahlreicher Privilegien (zum Beispiel Steuerfrei­heit auf 10 Jahre) lockt wieder Menschen in den Ort. 1689 wird die Pfarrei neu eingerichtet. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts hat sich die Bevölkerungszahl bei 600 stabilisiert. Altheim gehörte lange zu Lothringen und damit nach dessen Anschluss im Jahr 1766 zu Frankreich. Einige Bannstei­ne aus dem 17. Jahrhundert mit dem Lothringer Doppelkreuz sind auf dem Ortsgebiet erhalten. 1749 wurde eine französisch-königliche Poststation eingerichtet. Das alte Posthaus wurde 1973 abgerissen. 1781 - kam die Exklave Alt­heim (mit Neu-Altheim, Utweiler und Nie­dergailbach) in leyenschen Besitz. Die Bewohner waren darüber wenig erfreut. In einer Landschaftsversammlung in Ommersheim im Jahr 1789 verlangen Vertreter: "Wir wollen Lothringer sein und bleiben". Dieser Wunsch ging dann im Zuge der französischen Revoluti­on auch in Erfüllung. Aber nur für kurze Zeit, denn nach dem Niedergang Na­poleons kam Altheim an Bayern 62.

 

Mühlen:

bereits im Weistum von Altheim aus 1367 63 wird eine Mühle zu Altheim erwähnt. Dort heißt es: „Item hat ein apt macht zu machen ein fron müle und alle die gebure zu Altheim und zu Beckwiler zu zwingen do zu malen und dar umb soll ein apt oder were die müle hat, den gebüren geben 1 firtel wins jars. Dar umb ist es ein fronmule. Item ist man den geburen auch schuldig 1 firtel wins von der mülen die junkherr Lamprechts was.“

 

Balzer Hans *Brittel wird 1578 im ev. KB Hornbach als Müller in Altheim genannt ( luth/ref. KB Hornbach 1a, Bild 28).

 

1675 wird der Nícklaus NN als Müller in Altheim genannt, ∞ mit Catharin NN; er verkauft 1675 viermal Grundstücke, darunter ei­nes zu Mimbach 64. +++klären: welche Mühle+++

 

Um 1874 (err.) war Karl Isemann der Müller in Altheim +++klären: welche Mühle+++; er war mit Katharina Ruby verheiratet. Sein gleichnamiger Sohn Karl Isemann war ab ca. vor 1874 (err.) Müller auf der Mühle in Hengstbach 65.

 

- Obermühle:

s. auch Bickenaschbacher Mühle.

 

Die Mühle lag an der Bickenalb in der Nähe des Bickenaschbacher Torhauses (zu Mittelbach). Offenbar wurde eine erste Mühle im 30­jährigen Krieg zerstört. Anfang des 18. Jh. stand an dem Platz eine neue Mühle. Um 1800 besaß die Familie Pierre aus Saaralbe die Müh­le. Im 20. Jh. hießen die Besitzer Dahl. Erst 1972 wurde der Betrieb eingestellt 66.

 

 

- Hornbacher Klostermühle, auch Untermühle, Untere Altheimer Mühle:

die Mühle lag außerhalb des Dorfes, talabwärts in nordöstlicher Richtung links der Bickenalb 67 und war die für Böckweiler und Alt­heim zuständige Bannmühle: „Fron müle und alle die gebure zu Altheim und zu Beckwiler zu zwingen do zu malen“ 68.

 

Die Mühle wurde 1375 im Altheimer Weistum als Bannmühle für Altheim, Böckweiler und Brenschelbach erstmals erwähnt und ge­hörte dem Kloster Hornbach. Sie wurde Untermühle oder auch Klostermühle genannt 69.

 

Ein Lehensbrief von 1618 meldet, daß diese Klosterbannmühle von Herzog Johann II. von Zweibrücken dem damaligen, nicht nament­lich genannten Müller im Erbbestand gegeben wurde gegen einen jährlich zu entrichtenden Erbzins von 16 fl 60 kr neben Liefe­rung von 4 alten Hühnern in Federn 70.

 

Im 30jährigen Krieg scheint die Mühle verfallen zu sein, denn in Urkunde des Kirchenschaffneiarchivs Zweibrücken wurde sie 1763 von dem Müller Nikolaus *Faust wieder neu aufgebaut und eingerichtet 71.

 

Es kam zu Beschwerden der Gemeinde Böckweiler wegen auferlegter Bannalität bezüglich der Hornbacher Klostermühle bei Alt­heim 72. Es kam daraufhin zur Verpachtung der Mühle an die Gemeinde Böckweiler 73. Die Gemeinde Böckweiler verpachtete als Erblehen die Mühle. Mit dem Lehensmüller kam es in der Folge zu Problemen und zum einem Prozeß zwischen der Gemeinde Böck­weiler und ihrem Erblehensträger 74.

 

1757 wurde ein neuer Erbbestandsbrief aufgestellt. Besitzer war die Familie Müller, nach 1800 die Familie Wilbert. 1929 wurde der Mühl­betrieb eingestellt 75.

 

Ende des 18. wird die Familie Nikolaus Müller als Besitzer genannt, später der Müller Wilbert. In den französischen Revolutionskrie­gen kam es hier zu einem Gefecht zwischen preußischen und französischen Truppen. Lange Zeit war die Familie *Wilbert Eigentü­mer der Mühle. 1929 war der Name dieser Familie in Altheim so gut wie ausgestorben, nur ein alternder männlicher Zweig lebte noch. 1929 war der frühere Bäcker Jakob Schmitt Besitzer der Klostermühle 76.

 

Literatur/Urkunden zur Hornbacher Klostermühle:

- „Aus heimatlichen Gauen“, Beil. z. Pfälzer Merkur Nr. 12 vom 26.3.1929

- KSchA Zw Rep IV Nr. 34 fasc 1635: Bannalität und Reparatur der Mühle in Altheim

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 407: Beschwerden der Gemeinde Böckweiler wegen auferlegter Bannalität bezüglich der Hornbacher Kloster­mühle bei Altheim, Reparatur der Mühle und Mühlzinsrückstände

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 408: Verpachtung der Hornbacher Klostermühle bei Altheim an die Nachbargemeinde Böckweiler

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 409 Tom. 2: Prozeß der Gemeinde Böckweiler wegen der von ihr gepachteten Hornbacher Klostermühle bei Alt­heim gegen ihren Erblehensträger

- KSchA Zw Rep IV Nr. 34 fasc. 1840: Geradestich der Bickenalp auf Kirchenschaffneieigentum bei der untersten Altheimer Mühle

- LA Speyer Best. B2 Nr. 750/9: „Die von der Gemeinde Böckweiler erbbeständlich übernommene Klostermühle unterhalb Altheims, 1733-1761“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 750/10: „Die von der Gemeinde Böckweiler erbbeständlich übernommene Klostermühle unterhalb Alt­heims, 1749-1759“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 750/11: „Die von der Gemeinde Böckweiler erbbeständlich übernommene Klostermühle unterhalb Alt­heims, 1768-1789“

 

 

 

 

 

Althornbach:

VG Zweibrücken-Land, Lk Südwestpfalz; südlich Zweibrücken, am Hornbach gelegen, nördlich von Hornbach; war pfalz-zwei­brückisch im Oberamt Zweibrücken

 

Mühlen:

- Alte Mühle bei Althornbach; Mühle zu Bedingen:

Bedingen, heute Bödingerhof ist eingemeindet in Althornbach 77. Wüstung bei Althornbach. Nach Kampfmann 78 lag die alte Mühle „dort, wo das Wässerlein die Erßenbach ins Haupttal eintritt“, also ins Tals des Hornbachs. 1547 heißt es bei Kampfmann 79 heißt es: „Althornbacher beriß vndt Bann fahet ahn vnden an der alten Mühlen naher Rimschweiler zu.“ Die heutigen Flurnamen „Auf dem Mühl­berg“ und mundartliches „Altmihler Hang“ bewahren die Erinnerung daran 80.

 

Die Mühle bestand schon lange zuvor. Sie war Besitz des Klosters Hornbach 81. Am 12.5.1438 verleiht das Kloster Hornbach dem Clees­gin, Müller zu Altenhornbach und sei­ner Ehefrau Kettern ihre Mühle zu Bedingen, das Wasser von seiner Mühle an bis zur Brücke, einen Acker „gen der mulen an pry­menberge“ und 2 Wiesenplätze bei der Mühle gegen eine Pacht von 2 Pfd. Pfennige Hornbacher Währung 82.

 

 

- Mahlmühle zu Althornbach:

in Althornbach gelegen; die Mühle wurde 1725 83 bzw. 1726 84 von dem Müller Johann Henrich *Weber errichtet; als Standort wur­de ein Wiesenplatz, der sog. “Brun­nen-Garthen” gewählt, der im Eigentum seines Schwiegervaters Ludwig Heinrich Weber stand 85. Gegen die Erlaubnis zur Errichtung der neuen Mühle in Althornbach durch den Müller Johann Henrich *Weber wehrten sich der Müller auf der Oberen Mahl- und Ohligmühle in Hornbach [Goffingmühle] Gottfried *Goffing und die Geistliche Güterverwaltung Heidelberg. Zwischen Rentkammer und der Geistlichen Güterverwaltung kam es zum Streit wegen der deren Rechten aus dem Was­serfall und dem Bann. Goffing und die Geistliche Güterverwaltung versuchten gegen die herzogliche Genehmigung der Rentkammer ein Widerspruchsrecht zu begründen, wurden jedoch mit ihrer “vermeintlichen Prohibition” verworfen. Ein Widerspruchsrecht i.S. ei­nes ius contradicendi gegen das Mühlenregal des Landesherrn Bestand nicht. Die Geistliche Güterverwaltung und der Müller Goffing wurden angewiesen, mit dem neuen Müller Weber zu “tractieren” und “das Projekt des Erbbestandes (sei) sowohl von Regimen als von Serenissimi Gustavo gnädigst approbiert worden” 86. Durch den Mühlenneubau der Mahlmühle zu Hornbach gerieten wegen der nun vorhandenen Überkapazität und des zugunsten der Klostermühle bestehenden Bannrechts sowohl der Mahlmüller Weber selbst wie auch Gottfried *Goffing von der obe­ren Mahl- und Ohligmühle in Hornbach in wirtschaftliche Schwierigkeiten und konnten teil­weise die Pacht kaum zahlen; bei Weber droh­te über Jahre hinweg die Zwangsversteigerung 87.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 88 wird sie wie folgt beschrieben: “wird durch die Hornbach getrie­ben, liegt zu Hornbach gleich unterhalb dasiger Strohbrücke auf dem sogenannten Bremmengarten. 4 Wasserräder treiben 3 Mahl­gänge und 1 Schälgang; liegt an der “vollen” Bach. Steinernes Gewölbe unter der Landstraße. Entrichtet jährlich 5 fl an die Land­schreiberei Zwei­brücken und 12 Ma. Korn Hornbacher Maßung an die Oberkellerei. Die Mühle hat keine gebannten Mähler, profi­tiert aber von den Kun­den der Klosterbannmühle, wenn diese nicht leistungsfähig ist. Bei Hochwasser lassen die Bewohner der Stadt im Lothringischen mah­len (zu Breidenbach, Eschweiler und St. Omersweiler). Der Erbbeständer ist Heinrich Weber [Johann Henrich *Weber 89], der die Mühle 1726 90 gebaut hat. Er ist frei von Fron, Wachen und Einquartierung. Eine von Weber geplante Mahlmüh­le in Hornbach wird wegen Geldmangels wohl nicht zustande kommen.” 91.

 

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und deshalb gestellten Anträge bei der Regierung in Zweibrücken führten zur Erarbeitung verschie­dener Lösungsansätze, darunter die Errichtung einer Mahlmühle in Althornbach durch Weber; hierhin sollte der gesamte sog. Althornba­cher Hof gebannt werden. Weil aber gleichzeitig auch eine Mühle in Mittelbach und eine weitere Mühle am *Kirschbacher­hof genehmigt wurden, verzichtete Johann Henrich Weber auf die Ausführung des Neubaues und wollte stattdessen eine Ölmühle an seiner Mahlmühle errichten. Hierzu verpfändete seinen gesamten Besitz gegen ein von der Herzoglichen Rentkammer gewährtes Darlehen. Von der Darle­hen summe wurden zuerst beträchtliche Pachtrückstände abgezogen. Mit dem restlichen Geld begann Weber die Ölmühle zu bau­en. Weil aber gleichzeitig in Mittelbach eine Ölmühle entstand, ließ er seinen Bau unvollendet 92. Weber mußte für seine nie errichtete Mühle in Althornbach und die nicht fertiggestellte Ölmühle aufgrund der Vereinbarung im Konzessionsvertrag die darin vereinbarte Pacht zahlen, obwohl er nichts einnahm. Dies trug nicht unwesentlich zu seinem finanziellen Ruin bei 93. Er ge­riet in solche Schwierigkeiten, daß die Mühle und übriges Vermögen schließlich versteigert wurde. Der Versteigerungserlös von 3821 fl reichte nicht aus, um die Schul­den zu decken 94. Betriebsnachfolger war nach dem “Pfalz-zweibrückischen Häuserbuch der Stadt Hornbach” der Müller Johann Baltha­sar Cron [Anm. d. Verf.: von der Klostermühle in Hornbach] 95.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „die Alt Hornba­cher Mahl Mühl [hat] [Angabe fehlt] WaßerRäder welche drey Mahl und einen Scheelgang treiben; [zahlt an Pacht] 16 Mltr Korn.“ 96

 

Die Mühle an der Strohbrücke gelegen war von der Holzflößerei auf der Felsalb (ab hier nur noch Hornbach genannt) nicht betroffen, da sie abseits vom Floßkanal lag. Oberhalb von ihr gab es eine sogenannte Holländerschleuse, die ihren Namen von großen Baum­stämmen erhalten hatte, die auf dem langen Wasserweg nach Holland trieben und dort im holzarmen Land beim Schiffbau Verwen­dung fanden 97.

 

Die Mühle war zuletzt mit 6 Wasserrädern versehen und wurde im 2 Weltkrieg abgerissen 98, da sie in der sog. „Roten Zone“ in Grenz­nähe nach Frankreich und zum Westwall lag.

 

Literatur/Urkunden:

- KSchA ZW Rep IV Nr. 54 fasc. 1672, 1693: Bau einer neuen Mühle in Althornbach (Nr. 1672, 1693), Bannalität der Althornbacher Ge­meinde (Nr. 1672)

- LA Speyer Best. B 2 Nr. 1116/4: Mühlen in Hornbach: Widerspruch der Geistlichen Güterverwaltung und des Müllers Gottfried Goffing von 1725 gegen die Genehmigung zum Bau der neuen Mahlmühle in Althornbach

 

 

 

 

 

Altleiningen:

s. auch OT Höningen

 

VG Hettenleidelheim, Lk Bad Dürkheim; Stammsitz der Grafen von Leiningen

 

Mühlen:

im Altleininger Weistum von 1512 sind Mühlen in Altleiningen erwähnt: „Item weisent sie muhlen vnd backhauß zu der Alten Lei­ningen sey meins herrn vonn Leiningen wegen“ 99.

 

1647 heißt es im Knoch'schen Repertorium 100: „Nachricht an Storcken, den Maurer zur Verfertigung der Mühlen ++++klären: welche Mühle++++ nebst den Handfröhnern, wie auch die Fuhrleuthe zu Abholung der Ziegeln bestellen.“ Bei dem genannten „Storcken“ han­delt es sich um den leiningischen Verwaltungsbeamten Ludwig Casimir *Storck.

 

1704 heißt es in dem vom leiningischen Chronisten, Johann Ludwig *Knoch (1712 St. Goar – 1808), erstellten Repertorium 101: „Suppli­catio der Wachenheimer Bordschnitter zu Altleiningen, daß ein Einwohner [Anm. d. Verf.: zu Obrigheim ?] sein Schuldiges Entgelt über sein ungebührliche Verweigerung ausrichten möge.“

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 102 ist Lorenz Philipp Müller als Eigentümer einer nicht benannten Mühle aufgeführt. +++klären: welche Mühle+++

 

Der Papiermacher ++++klären: welche Mühle++++ Gottfried Finck wird im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 als Eigentümer ei­nes Wohnhauses „Zu Dorf bei der Petzenkammer“ aufgeführt 103:

 

1817 gab es in Altleiningen folgende Mahlmühlen: a) Großsägemühle mit 2 Gängen, b) Kleinsägemühle mit 2 Gängen, c) Schloß­mühle mit 1 Gange und d) Neumühle mit 2 Gängen 104.

 

im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 genannt die Firma „Müller Joh., Krämer, Müller, Bäcker und Wirth, Eigenthümer: Johannes Müller“ 105.+++klären welche Mühle+++

 

Literatur/Urkunden zu Mühlen:

- Conrad, Heinrich: Vor 450 Jahren "in der Alten Leiningen". Mühle und Backhaus als Freistatt. [Altleiningen]. In: Rheinpfalz, Eisen­berg, Grünstadt. 18, Nr. 97 v. 26. 4. 1962. +++klären welche Mühle+++

- Niederhöfer, Wolfgang: Die Triebwerke entlang des Eckbach-Mühlenwanderweges (zu Eckbachweiher, Mühlen in Neuleinin­gen-Tal, Kleinkarlbach, Kirchheim, Bissersheim, Großkarlbach und Dirmstein)

- Weber Friedrich W.: Als in Altleiningen noch die Mühlen klapperten; in: Rheinpfalz, Unterhaardter Rundschau 24, Nr. 2 v. 3.1.1968

 

 

- Bordmühle bei Altleiningen:

vor 1736 war hier Beisasse der Christoph Busch; dessen Sohn Michel Busch (ref.), „dermahlen Knecht auf dem Daubenbornerhof“, ∞ am 19.6.1736 in Alsenborn die Anna Elisabetha Hubedubel (Tochter von Hans Jacob H., „Beysaß auf der alter Glashütte bei Wei­denthal), „ebenfalls dermahlen Dienstmagd zu Daubenborn, sind cath. copuliert worden“ (ref. KB Alsenborn; Ruby: Verbandsge­meinde Enken­bach-Alsenborn, S. 140 Nr. 853).

 

Vor 1737 war Stoffel Busch († vor 1737) Bordenmüller zu Altleiningen; dessen Sohn, der Wagner in Rohrbach, Johann Henrich Busch, ∞ 1737 die Anna Elisabetha NN. 106.

 

 

- Eisenhammer:

Wüstung (?) im Leininger Tal; 1789 „Eisenhammer im Altleininger Thal“, „Eisen Hammer in valle Leiningense“ (Altes Kirchenbuch von Neuleiningen); so zog Lehrer Sprißler Stellen aus dem genannten Kirchenbuch aus. „Genauer zu lokalisieren vermag ich den Eisenham­mer nicht; vielleicht lebt er in einem andersartigen Werk am Leininger Bach fort“ 107.

 

Im Knoch'schen Repertorium heißt es 1669 108: „Graf Philips an den Renthmeister die Bestellung eines Berg Verständigen, und
Anrichtung der Schmelz und Hammers. Und auf was Arth den Grünstadtern der Weinzehnt in der Port Mühlen zugelassen worden. Be­ständnuß Brieff des Hammers.“

 

Der Drahtzug, ursprünglich ein Wappenhammer, wurde 1806 durch den Besitzer, Reichsrat von Gienanth, in einen Drahtzug verwan­delt 109.

 

Im Altleininger Beedbuch heißt es unter lfd.-Nr. 192: „Herrschaftlicher Erbbeständlicher Eisenhammer [Einf. d. Verf.: bestehend aus] Hauß, Hof und Hamer mit mit seinem Begriff, laut Morgen Buchs“ 110

 

Im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 ist Friedrich Freiherr von Gienanth als „Hammerbesitzer“ eingetragen. Weiterhin ist dort ver­merkt: „Im Thal der Drahtzug, Wohnhaus, Stallungen, Drahtzug, Glühofen, Stifterfabrik und Hofraum“. Er hat „den ganzen Besitz laut Akt vor Notär Hellriegel in Winnweiler vom 21ten März 1829 von seinem Herrn Vater Ludwig von Gienanth schenkungsweise zum Ei­genthum erhalten“ 111.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Karte 17756: Errichtung einer Drahtzieherei bei der Gemeinde Altleiningen anstelle eines Eisenhammers, 1809

- LA Speyer Best. W1 Karte 17557: Schnitt und Profil des topografischen Plans Nr. 1 des Drahtzugs Altleiningen, 1809

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C28 Nr. 100: Einrichtung u. Betrieb des Eisenbergwerks zu Altleiningen, 1600-1665

- LA Speyer Best. C28 Nr. 101: Kohlenbrennerei zu Neuhemsbach für das Eisenbergwerk zu Altleiningen, 1600-1604

- LA Speyer Best. C28 Nr. 104: Die Münze (Eisenschmiede) zu Altleiningen-Grünstadt, 1606-1623, 1650

 

 

 

- Großsägemühle:

die Mühle liegt ein gutes Stück ostwärts des Dorfes Altleiningen, unterhalb des Maihofes in Richtung Neuleiningen-Tal 112.

 

1660 heißt es im Knoch'schen Repertorium 113: „Beständnuß Brieff über die Altleininger Seeg-Mühlen“.

 

1672 heißt es im Knoch'schen Repertorium 114: „1672. Concept, Accord und Beständnuß der alten Seeg-Mühlen zu Altleiningen, sel­bige wieder aufzubauen, und was daVon jahrl: praestiert werden soll.“

 

Um 1728 war Georg Nicklaus *Henn der Müller auf der Großsägemühle Altleiningen; ∞ 1699 mit Anna Salome Henn (1682 [err.] - † 28.12.1728 im Alter von 46 Jahren; Müllerin auf der Großsägemühle bei Altleiningen); ihr Grabstein befindet sich auf dem Fried­hof von Höningen 115; dort ist der Müller Georg Nicklaß Henn erwähnt. Die Inschrift auf dem Grabstein lautet: „Alhier ruhet Anna Salome [,] Ge­org Niclaus Hennen von der Grose Segmühl 19 Jahr lang gewesne eheliche Hausfrau, welche Anno 1728 den 23den De­cembris im 46den Jahr ihres Alters entschlafen ...“

 

Die große Sägemühle stand im Eigentum der Grafen von Leiningen und wurde in Erbpacht vergeben. Vor 1744 war Berthold ‘Bar­thel’ *Dörner Erbbeständer auf der Großen Sägemühle; in der Erbbestandsurkunde seines Nachfolgers von 1744 ist der Umfang des Erbbe­stands beschrieben “wie dieselbe bißhero unßer underthan Erbbeständer Barthel Dörner genoßen ...” 116. 1744 wurde Philipp Mathes *Geißler Erbbeständer der Großsägemühle in Altleiningen 117. Geißler stammte von der Obermühle in Neuleiningen-Tal, wie sich aus dem Erbbestandsbrief über die Große Sägemühle ergibt; im dieser Urkunde vom 7.9.1744 wurde Geißler und seiner Ehefrau Sibila Catharina NN von Graf Georg Hermann von Leiningen-Westerburg (-Altleiningen) der Erbbestand an der auf Altleininger Ge­markung unterhalb des Großen Hammers im Leininger Tal gelegenen "große Seeg Mühl" samt zugehörigen Äckern und Wiesen übertragen. Eine erneute Beur­kundung war erforderlich geworden, nachdem Graf Georg Hermann 1751 verstorben war; sein Nach­folger Christian Johann Graf zu Lei­ningen-Westerburg-Altleiningen bestätigte daher am 13.9.1759 den bestehenden Vertrag 118.

 

In den Altleininger Ausfautheiakten ist Philipp Mathaeus Geisler als Eigentümer des Flurstücks Nr. 185/1 eingetragen, die „Große Säg Mühl [...] Hauß, Hofraith und Mühl, die große Sägmühl genannt ...“ 119

 

1759 wurde die „sogenannte Grosse Seeg Mühl“ urkundlich erwähnt, 1758 „die zwischen Alt Leiningen und Hertelshausen gelegene Seeg Mühl“, die am 16.10.1756 in sechsjährigen Bestand gegeben“ wurde. 1751 wurde ein „Inventarium über die laufende Schiff und Geschirr auf der Herrschaftlichen Seeg Mühlen bey Altleiningen“ urkundlich errichtet 120.

 

Im September 1792 wurde in notarieller Urkunde des Notars Fabricius in Grünstadt das Nachlaßverzeichnis nach dem verstorbenen Mül­ler auf der Großen Sägemühle, Johann Philipp Geisler erstellt 121.

 

Im Oktober des Jahres 1807 übernahm H. Guinant aus Winnweiler von der Französischen Administration in Mainz die Erbpacht 122. Am 2.3.1813 erhält die Witwe des verstorbenen Müllers Caspar *Geisler durch den Eigentümer Freiherr von Gienanth einen Erbbe­standsbrief 123. In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 124 heißt es: “Geißler Kaspar Wittib Große Sägmühle 2 Mahlgänge Altleiningen“. Ein weiterer überlieferter Vertrag vom 13.2.1823 beurkundet, daß Guinant noch als Erbpacht-Herr bezeichnet wird. Das Schriftstück sagt ferner aus, daß die Witwe des Caspar Geißler die Mühle an ihren ältesten Sohn Johann Georg Geißler übergibt 125.

 

In einem notariellen Vertrag vor dem Notar Moré mit Amtssitz in Grünstadt vom 29.2.1827, abgeschlossen in Wattenheim, heißt es: „ ... ist erschienen Johann Georg Geissler, Müller, auf der großen Sägmühlen im Thal und im Bann von Alt-Leiningen wohnhaft, wel­cher er­klärte, daß er als ein von allen Schulden und Eigenthum seines Erbbestands Eigenthum verkauft habe [...] an seinen Bruder Philipp *Geissler, Handelsmann auf der genannten Mühle wohnhaft [...] nemlich ein Erbbestandsgut, genannt die Große Sägmühle [...] beste­hend in Wohnhauß, Mühle mit zwei Mühl- und einem Schälgang ...“ nebst landwirtschaftlichem Grundbesitz für insgesamt 1880 fl. Wei­ter heißt es: „Alles was die Mutter der Partheien, nach Inhalt des oben angeführten Aktes vom 1ten Februar 1823 sich an den verkauften Gegenständen lebenslänglich vorbehalten hat[,] hat der Käufer ebenfalls zu übernehmen ...“ 126.

 

Um 1832 war die ehemalige Sägemühle, die ehedem zur Grafschaft Leiningen gehörte, eine einträgliche Mahlmühle 127.

 

Im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 ist der Müller Philipp *Geisler als Eigentümer verzeichnet: „Ausser dem Dorf die große Säge­mühle, Wohnhaus mit Mahlmühle mit zwei Mahl und einem Schälgang ...“ Weiterhin ist dort vermerkt: „den ganzen Besitz laut Akt vor Notar Moré vom 9ten Februar 1827 vom Bruder Georg Geißler um 6650 fl erkauft“ 128.

 

Schließlich kaufte am 13.3.1841 Philipp Geißler endgültig die Mühle für 993 Gulden 129. Philipp Geisler zahlt 1841 eine Grundsteuer von 42 Gulden 130.

 

Die Nachkommen des Johann Georg Geißler zogen sich später auf den ihnen gehörenden Maihof zurück und verkauften die Große Säge­mühle 1919 an Richard Schmitt aus Neustadt/Haardt. Schmitt gründete unter der Bezeichnung “Union-Farbwerke Neustadt” in den Ge­bäuden der ehemaligen Mühle eine Seifenfabrik, die aber nach kurzer Zeit die Produktion wieder einstellte. Die nächsten Ei­gentümer, die Gebrüder Schaaf aus Neustadt produzierten mit ihrer Firma “Pfälzische Aluminium-Werke” Aluminiumgeschirr; der Betrieb brannte schon nach kurzer Zeit ab, doch die zerstörten Gebäude wurden von den Eigentümern wieder aufgebaut. 1927 erwar­ben Heinrich und Luise Gensheimer aus Ludwigshafen-Friesenheim die ehemalige Mühle, lösten 1928 ihren Betrieb in Ludwigsha­fen auf und verlegten ihn nach Altleiningen. So entstand die Firma “Heinrich Gensheimer und Söhne Maschinenfabrik Altleiningen” 131.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/1 Beilage, 1839

 

 

- Hetschmühle:

s. Rudolphsmühle

 

 

- Kleinsägemühle; auch Rößelsmühle:

die Mühle liegt an der Einmündung der von Höningen kommenden Straße in die Talstraße 132.

 

Eine Sägemühle mit Mahlgang versehen, im Altleininger Tal gelegen 133 auf Höninger Gemarkung 134. Eine sichere Quelle über das Alter der Sägemühle fehlt. Wahrscheinlich Bestand schon länger eine Mahlmühle. 1818 verkaufte der damalige Besitzer Johann Heinrich Rö­ßel einige zur Mühle gehörende Wiesen an den Freiherrn von Gienanth 135.

 

In den Altleininger Ausfautheiakten ist Johann Georg Hoehn als Eigentümer des Flurstücks Nr. 181/1 eingetragen, „die kleine Säg Mühl, bestehend aus einer Hofraith worauf 3 Wohnhäußer, Scheuer und Säg Mühl stehen ...“ Hoehn zahlte eine Schatzung von 13 fl 54 Xer 136. Sein Rechtsnachfolger ist der Schwiegersohn Georg Schub, der die Kleinsägemühle „von seinem Schwieger Vaters Hoe­hen Vermögen an sich ersteigt“ 137.

 

Unter dem 12.8.1820 wird im Amts- und Intelligenzblatt des Rheinkreises die freiwillige Versteigerung der Kleinsägemühle annon­ciert 138: „... die in dem Altleininger Tal gelegene, sogenannte kleine Sägmühle, bestehend in einem Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Hofraith, Garten und der Sägmühle (welche auch zu einer Mahlmühle eingerichtet werden kann, indem der Fall des Wassers sehr stark ist) [...] auf Begehren des Eigenthümers Heinrich Rößel ...“.

 

Um 1832 war die Sägemühle auch mit einer Mahlmühle und Hanfreibe verbunden 139.

 

Im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 ist Maria Erna geborene Schreiner, Witwe des Johann I. Müller genannt, als „Müllerin auf der kleinen Sägmühle, bestehend aus Wohnhaus mit Stallung, Schweinställe, Mahlmühle mit 2 Mahl- und einem Schählgang, Han­freib, Schneidmühl.“ Weiter heißt es dort: „Durch den verstorbenen Ehemann laut Ehevertrags vor Notar Moré vom 31. Januar 1823 von dem Vater Johann Jakob Müller zur Aussteuer schenkungsweise erhalten ...“ 140.

 

Die Kleinsägemühle war um 1840 zusammen mit der Rudolphsmühle im Besitz von Valentin (1) Graf 141.

 

Um 1845 besaß Valentin Graf und 1881 Heinrich Krebill die Mühle. Krebill verkaufte sie schließlich an den Juden Kauffmann aus Neulei­ningen. Dieser setzte einen Verwalter namens Geißendörfer ein. Anschließend erscheint eine Familie Friedrich als Sägewerks­besitzer. Friedrich ließ ein neues Wasserrad als Antriebskraft einbauen. Dann folgte Rudolf Bohn als Nachfolger. Sein Vater Chri­stoph Bohn I. be­richtete, daß sein Sohn Rudolf die Sägemühle gemietet hätte, nachdem sie jahrelang leer gestanden hatte und später als Armenhaus genutzt worden war 142.

 

Nach Ansicht von Weber 143wurde die Mühle 1847 von Valentin (1) Graf für 4900 Gulden an Johannes Pfannebecker veräußert.

 

Am 29.3.1877 wurde durch den königlichen Notar L. Gassert in der Zimmermann'schen Wirtschaft in Altleiningen der Nachlaß der ver­lebten Eheleute Jacob *Rössel und Elisabetha Petri von der „kleinen Sägemühle“ versteigert, darunter die Plan-Nr. 724 mit 36 Dec. Flä­che bebaut mit „Wohnhaus mit Stall, Schweinställen, Mahlmühle mit 2 Mahl- und einem Schälgange nebst Hanfreibe, Schneidmühle, Scheuer und Hofraum 'die kleine Sägemühle'“ 144.

 

Es hat wohl der Gutsbesitzer aus Neuleiningen, Benjamin Kaufmann, die Mühle ersteigert. Dieser läßt nämlich am 20.10.1879 die Rö­ßelsmühle versteigern. In der Versteigerungsankündigung vom 4.10.1879 145 ist die Mühle wie folgt beschrieben: „Die im Altleinin­gerthale gelegen sogenannte Rößelsmühle, eine Sägemühle mit 2 Mahlgängen und einem Schälgange. Dieselbe wird von dem durch das Thal fließenden Bache gespeist, hat das ganze Jahr hindurch volle Wasserkraft und kann ihrer günstigen Lage und Einrich­tung we­gen zu jedem Fabrikgeschäft verwendet werden“.

 

Photo:

- Weber, Friedrich Wilhelm: Das Müllerhandwerk in der nordpfälzischen Familie Graf; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1967, S. 69

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/1 Beilage, 1839

 

 

- Mühle am Röhrenbrunnen/Mühle Geißendörfer, Papiermühle am Röhrenbrunnen, Untere Papiermühle:

ursprünglich herrschaftliche Mahlmühle 146. Die Papiermühle liegt wenige Schritte von Röhrenbrunnen entfernt, dessen aus dem Röhren­brunnen fließende Wasser „schon wenige Schritte unterhalb das Rad einer Papiermühle in Bewegung setzen“ 147. 1782 als „vor­derste Müle“ bezeichnet 148.

 

Im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 werden die beiden Papiermühlen wie folgt unterschieden 149: „... die obere Papiermühle, im Gegensatze zu der Unteren bei dem Brunnenhause resp: Dorfbrunnen ...“. Die Mühle trägt die Plan Nr. 45.

 

1807 heißt es zur Lagebeschreibung der Mühle in einem notariellen Kaufvertrag 150: „Eine Papiermühle, am Rand des Dorfes Altleinin­gen, mit Scheune, Pferdestall, Garten hinter der Mühle und ein Prié hinter der Mühle ... gegen Süden die Verkäufer und der Bach, gegen Rhein Peter Schwerdt, gegen Norden die verheirateten Verkäufer [d.h. in Errungenschaftsgemeinschaft] und gegen Wald Lo­renz Klo­epfer.“

 

Die Mühle lag nur wenige Schritte vom Röhrenbrunnen entfernt und besaß um 1832 ein Mühlrad, das vom Wasser des nahen Röhren­brunnens getrieben wurde. Im 1800 bildete der „jetzige Pflanzgarten bey dieser Mühle noch einen Wasserbehälter, in welchem die schönsten Forellen ihr [...] Wesen trieben. Zur Zeit, da die Burg Altleiningen noch im Wesen war, stand in diesem Behälter ein Haus mit einem Triebwerk, durch welches die Burg mit Wasser versehen wurde ...“ 151.

 

Die Mühle lag südlich des Röhrenbrunnens nahe Altleiningen. Sie erhielt ihren Antrieb durch die Quelle des 20-Röhren-Brunnens, dessen starke Wasserführung den Eckbach weitgehend speist 152. Hierzu heißt es Urkataster Altleiningen 1841: „Der Springbrunnen im Dorf mit 20 Röhren“ und steht im Eigentum der Gemeinde Altleiningen 153. Weiter heißt es dort: „Der Besitzer der Mühle Pl. No. 45 hat das Recht aus der Brunnenstube nebigen Brunnens Wasser mittelst angebrachter Daichel zu seinem Springbrunnen zu leiten.“ 154.

 

Im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 wird die Lage der Papiermühle wie folgt beschrieben 155: „Der Brunnen in der Mitte des Dorfes [...] ward im J: 1831 wieder schön hergestellt, und strömt sein besonders klares Wasser aus 20 dicken Röhren, um durch einen [...] so­gleich neu gebildeten Bach schon wenige Schritte unterhalb das Rad einer Papiermühle in Bewegung zu setzen.“ Im Urkataster Altleinin­gen vom 2.10.1841 werden die beiden Papiermühlen wie folgt unterschieden 156: „[...] die obere Papiermühle, im Gegensatze zu der Un­teren bei dem Brunnenhause resp: Dorfbrunnen ...“. Weiterhin heißt es im Urkataster 157: „Zu Dorf beim Gemein­debrunnen, Wohnhaus mit Papiermühle [...], Hofraum mit Springbrunnen“, Plan-Nr. C 45). Weiter heißt es 158: „Zu dem sogenannten Springbrun­nen wird das Wasser aus dem Gemeindebrunnen mit 20 Röhren [!] .. geleitet“.

 

1780 kauften „Georg Walter modo Christian Walter“ von Peter Schwenck das Grundstück in Altleiningen lfd.-Nr. 254 Plan-Nr. 134/7„Wohnhaus und Malmühle neben dem Dorf nebst Scheuer, Stallung und Gärten und der Wiß hinter der Scheuer, nach Sonn die Bach[,] nach Rhein der [...] und nach Eiß die Scheuer[,] nach Wald Valentin Kloepfer mit dem Garten dazu, wo die Bach durch läuft. Ist gdgster Herrschaft 12 fl und Mühlpacht 12 M Korn“ 159 160 161.

 

Im Altleininger Beedbuch ist die Mühle wie folgt beschrieben: „Wohnhaus und Mahlmühl neben dem Dorf, beforcht nach Eiß, den Behäl­ter mit der Bach und Adam Louis, nach Rhein Inhaber, nach Sonn die Ochsen Wieß und Mathäus Müller [,] nach Wald Valentin Kloepfer, zinßt gnädigster Herrschaft 12 fl und Mühlenpacht jährl: 6 Mltr Korn. Zu den Eigentumsverhältnissen sind mehrere Perso­nen benannt, die teilweise gestrichen sind; die Reihenfolge kann nicht sicher bestimmt werden, da Jahreszahlen fehlen. Eine vermut­liche Reihenfolge: Peter Nafziger, Henrich Speth, modo Wilhelm Schwenck, modo Balthasar Fetzer, modo Peter Schwenck. Ein Randvermerk lautet: „Georg modo Christian Walther [...] erkaufte Mühl ...“ 162.

 

1784 heißt es in den Ausfautheiakten weiter: „Georg Walter 1782 von Wilhelm Kochendörfer ersteigt... 1784 von seinem Bruder Ge­org Walter [Anm. d. Verf.: Georg Christian Walter] ersteigt fol. 254 Plan-Nr. 134/7 Wohnhauß und Mahlmühle neben dem Dorf ...“. 163

 

Joh. Georg *Walter verkaufte am 29.5.1807 die Papiermühle am Röhrenbrunnen in Altleiningen an Johann Georg *Friedrich 164. Nach dem notariellen Kaufvertrag verkaufen die Eheleute Johann Georg Walter und Eva Catharina geb. Sorg an den Papiermacher Johann Ge­org *Friedrich aus Eisenberg: „Eine Papiermühle, am Rand des Dorfes Altleiningen, mit Scheune, Pferdestall, Garten hin­ter der Mühle und ein Prié hinter der Mühle [...] gegen Süden die Verkäufer und der Bach, gegen Rhein Peter Schwenck, gegen Nor­den die verheirate­ten Verkäufer [d.h. in Errungenschaftsgemeinschaft] und gegen Wald Lorenz Kloepfer. Der ehemalige Weiher mit dem Häuschen, beide sind gelegen an der Grenze, seitwärts von besagter Mühle ...“ 165 166

 

Im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 ist Johann Georg *Friedrich als Eigentümer verzeichnet: „Zu Dorf beim Gemeindebrun­nen[,] Wohnhaus mit Papiermühle ...“ Weiterhin ist dort vermerkt: „Laut Akt vor Notar Moré vom 29ten Mai 1807 von Georg Walter um 5800 frcs erkauft mit mehreren nachbenannten Grundstücken“ 167.

 

1855 ließen die Erben von Johann Georg Friedrich das gesamte Anwesen in Altleiningen versteigern. Die Mühle wurde von Jakob Hochs­tettler aus Eisenberg für 2620 Gulden ersteigert. Dieser verkaufte die Mühle schon 1861 an Jakob Bickerich und den aus Ebertsheim stammenden Georg Leonhard Geißendörfer 168.

 

im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 genannt die Firma „Gei­ßendörfer Georg Leonhard, Müller und Mehlhändler, Eigenthümer Georg Leonhard Geißendörfer“ 169.

 

 

Wie sich aus einer Versteigerungsnotiz vom 2.10.1874 ergibt, war Bickerich der Schwiegervater des genannten Geißendörfer. Am 2.10.1874 ließ Michael Thomann aus Grünstadt den Besitz des Geißendörfer und der Kinder der verstorbenen Anna Maria Bickerich öf­fentlich versteigern. Steigerer war der Händler Karl Theobald. Im Güter­verzeichnis ist nur noch von einer Mühle die Rede. Das Papier­machen war anscheinend damals bereits eingestellt 170.

 

Um 1872 war L. Geißendörfer als Müller auf der Mühle am Röhrenbrunnen 171. Es dürfte sich bei ihm um Leonhard Geißendörfer handeln (∞ mit Anna Maria Bickerich, Vater der Anna Maria Geißendörfer, ~ 15.11.1863 in der ev. Kirche in Altleiningen). Es han­delt sich bei ihm wohl auch um den NN. Geißendörfer, der 1881 auf der Kleinsägemühle als Verwalter des Eigentümer Heinrich Kre­bill auf der angegeben ist.

 

Im Grünstadter Anzeiger Nr. 94 vom 7.8.1872 befindet sich folgende Annonce: „Mittwoch den 21. August 1872 [...] zu Altleiningen [...] läßt L. Geißendörfer, Müller von da, [...] in Eigenthum versteigern: seiner zu Altleiningen in der Mitte des Dorfes gelegene Müh­le sammt Nebengebäuden mit 2 Mahlgängen und einem Schälgange, neuester Construction, dann Pflanzgarten und 31/2 Morgen Wie­sen. Die Wie­se hat 151/2' Gefäll, liegt in der Nähe eines Brunnens mit 20 Röhren und das Wohnhaus mit 6 Zimmern ist neu erbaut“ 172.

 

Photo:

- Weber: Mühlen besonderer Art, S. 47

 

 

- Neumühle:

nahe beim Neuhof, westlich von Altleiningen am Eckbach gelegen, unterhalb der Oberen Papiermühle 173 auf der Gemarkung Hönin­gen/Neumühle 174 und trägt im Urkataster die Plan-Nr. 424a 175.

 

Der Höninger Prior Johann Sunsbeck, der auch das Kloster mitsamt der Klosterkirche renovierte, erbat sich von dem Landgrafen Hesso von Leiningen die Erlaubnis, weiteres Ackerland in der Umgebung des Neuhofs urbar machen zu dürfen. Des weiteren führte er auch am Neuhof selbst Baumaßnahmen aus und legte 1455 in seiner Nähe eine Mühle, die Neumühle, an 176.

 

1455 ergeht durch Hesso Graf von Leiningen die „Bewilligung und Erlaubnus, daß Prior und Convent des Closters zu Heyne uff sei­nem Wasser bei dem Nuwen Hofe hinter Alten-Lyningen gelegen eine Müle bauwen mögen“ 177.

 

1457 erteilen Pfalzgraf Friedrich und Markgraf Carl zu Baden beiden Grafen zu Spanheim die Bewilligung, wodurch dieselben die vom Kloster Höningen „in ihrer Herrlichkeit Wasser und Weiden Alten-Leiningen hinter Heyne [Anm. d. Verf.: = Höningen] uff dem ihren bie dem Nuwen Hofe off dem Flecken genannt, off dem Werehuse gelegene erbaute Mühle gut heißen und ihnen keinen Eintrag zu tun ver­sprechen.“ 178

 

In der sog. Bayeri­schen Fehde, in deren Verlauf Graf Emich VIII. von Leiningen, die Klöster Limburg und Höningen überfiel, wurde auch der Neuhof 1507 heimgesucht und der Hof in Brand gesteckt 179.

 

Im 19. Jh. war Philipp Karl *Graff (13.5.1812 Waldmühle bei Neuhofen - 6.7.1880 Neuhofen) aus der Waldmühle bei Neuhofen zeit­weise Müller auf der Neumühle in Altleiningen 180.

 

Nach dem Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 ist die Witwe Magdalena geb. Schmitt, Witwe des Christian Wiegel die Betreiberin der „Neumühle im Thal, Wohnhaus mit Mahlmühle mit 2 Gäng, 1 Schälgang, Scheuer mit Stallung und Hofraum“. Dort heißt es wei­ter: „Den ganzen Besitz durch den im Dorfe 1840 verlebten Ehemann laut Akt vor Notär Rauh vom 27ten September 1838 von Salo­mon Kauf­mann von Neuleiningen um 5000 fl erkauft“ 181.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/2 Beilage, 1839

 

 

- Oligmühle bei Altleiningen:

die Oligmühle in Altleininger Gemarkung wird 1580 urkundlich erwähnt in einem Kaufbrief über 2 Morgen Acker „bei der Ohlig­mühlen in Altleininger Gemarkung gelegen“ 182.

 

 

- Papiermühle am Röhrenbrunnen, Untere Papiermühle:

s. Mühle am Röhrenbrunnen, Mühle Geißendörfer

 

 

- Papiermühle, obere, Papiermühle am Neuhof, Heschongs Papierfabrik:

die Papiermühle lag am Eckbach oberhalb (westlich) von Altleiningen 183, und gehörte zur früheren Gemarkung Höningen 184.

 

Zur Lage der Papiermühle heißt es in der notariellen Urkunde vom 9.11.1810 185: „Papiermühle dem Neuhof gegenüber am Altleinin­ger Wald gelegen“.

 

Die obere Papiermühle lag westlich des Dorfes Altleiningen zwischen Neumühle [beim Neuhof] und dem Unterselighof, direkt unter­halb des Weihers „Ober der Papiermühle“ 186 und trägt im Urkataster die Plan-Nr. 400a 187.

 

Johann Georg *Knoeckel war um 1787 Müller auf der Oberen Papiermühle in Altleiningen 188.

 

Der Papiermacher (Johann) Georg *Walter verpachtete mit notariellem Vertrag vom 9.11.1810 seine Papiermühle an den Papierma­cher Peter Theodor Röll, gebürtig in Hamm in Westfalen, gegenwärtig wohnhaft in Neustadt an der Haardt, für die Dauer von 12 Jah­ren be­ginnend ab 1.5.1811 bis 1.5.1823. Die jährliche Pacht war fix und betrug 250 Gulden in Gold- oder Silbermünzen zahlbar [Anm. d. Verf.: also keine Assignaten]. Der Pächter übernahm für die Dauer des Pachtvertrages alle auf der Mühle ruhenden Abgaben und Lasten und war außerdem verpflichtet, „das lauffende Werck auf seine Kosten zu unterhalten“. Außerdem wurde dem Pächter für den Fall des Ver­kaufs der Papiermühle ein Vorkaufsrecht eingeräumt 189.

 

Im Amts- und Intelligenzblatt des Rheinkreises wird am 10.9.1820 die Versteigerung annonciert, nämlich „die dem Theodor Röll von Alt­leininger zugehörigen, im Banne von Altleiningen gelegene, zur Papiermühle eingerichtete sogenannte herrschaftliche Säge­mühle ...“ 190.

 

Lehmann bezeichnet 1832 die Papiermühle beim Neuhof als „Heschongs Papierfabrik“ 191.

 

Im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 werden die beiden Papiermühlen in Altleiningen wie folgt unterschieden : „... die obere Pa­piermühle, im Gegensatze zu der Unteren bei dem Brunnenhause resp: Dorfbrunnen ...“ .192

 

Die obere Papiermühle Altleiningen war eine Gründung der Familie Lorch, wahrscheinlich der Annweiler Linie. Sie wurde betreiben von Vertretern der angeheirateten Familie Knoeckel und Roedter. Die erste urkundliche Nachricht stammt von 1787. Laut Eintragung im Kir­chenbuch ließen am 24.4.1787 Johann Georg Knöckel und seine Ehefrau Anna Barbara Lorch ihren am 23.4.1787 geborenen Sohn Jo­hann Friedrich Knöckel taufen. Gevattersleute waren Carl Theodor *Friedrich, Papiermacher aus Eisenberg [Anm. d. Verf.: 4xUrgroßon­kel von Eberhard Ref; Bruder der Charlotte Christiane Friedrich verh. Mann; Sohn des Johann Henrich Friedrich, 5xUr­großvater von Eberhard Ref], Johanna Catharina Pohlander (Bohlander) aus Albisheim, Johann Friedrich Lorch aus Annweiler und dessen Ehefrau Ma­ria Sophia Lorch 193.

 

Nach dem Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 ist der Papiermüller Ludwig *Roedter der Eigentümer der oberen Papiermühle 194. Dort heißt es weiter: „Laut Akt vor Notär Köster zu Dürkheim vom 27ten April 1840, bei der Theilung und Gleichstellung des errungenschaftlic­hen Vermögens der Ehe mit der verstorbenen Ehefrau Anna Klara geborenen Werntz als Antheil zum Eigenthum zugefal­len“ 195. Roed­ter, „Papiermüller in Höningen auf der oberen Papiermühle Steuergemeinde Altleiningen“ zahlte 1841 eine Grundsteuer von 1 Gulden 196.

 

In der Grünstadter Zeitung vom 1.10.1887 wird die freihändige Versteigerung der Papiermühle gelegen in der Gemarkung Altleinin­gen für den 15.11.1887 annonciert: „Dienstag, den 15. Novbr. 1887 [...] zu Hertlingshausen in der Wirthschaft von Friedrich Bohnen­stiel, lassen die Herrn Jean Göbels, Oeconom in Ludwigshafen a. Rh. Und Jean Barth, Privatmann in Dürkheim a. H., ihr im Bann Altleiningen gelegenes Mühlenanwesen – Wohnhaus mit Säg-, Mahlmühle Keller, Nebengebäuden, mit Wiesen und Ackerland, nebst einem ca. 5 Morgen großen Fischweiher – die sogenannte Papiermühle [...] versteigern. Das Wasser hat ein Gefäll von ca. 22 Fuß, und ist daher das Anwesen zum Betriebe einer Mahl- und Schneidmühle besonders geeignet. Behufs näherer Auskünfte wollen sich Lieb­haber an Herrn Bürgermeister Berg in Hertlingshausen wenden“ 197. [Anm. d. Verf.: aus der Annonce ergibt sich nicht zweifels­frei, um welche der beiden Papiermühle in Altleiningen es sich handelt. Da die Versteigerung in Hertlingshausen erfolgt, und der Bürger­meister von Hertlingshausen Auskünfte geben kann, dürfte es sich obere Papiermühle handeln. Auch wird als Lage der Mühle nicht der Ort Altleiningen (wo die Pa­piermühle Friedrich lag), sondern die Gemarkung Altleiningen angegeben].

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/2

 

Literatur/Urkunden:

- Schoch: Allerhand aus dem Pfälzerland, S.14

 

 

- Papiermühle, untere:

s. Mühle am Röhrenbrunnen, Mühle Geißendörfer

 

 

- Pulvermühle:

s. Kupferthal

 

 

- Rößelsmühle:

s. *Kleinsägemühle

 

 

- Rudolphsmühle:

auch Hetschmühle 198; nach Christmann identisch mit der Schloßmühle 199. 1762 liest man „Rudolphsmühle“ 200, ebenso 1828 201, 1836 „Die Rudolphsmühle unter der Burg und im Kupferthale gelegen“ 202; 1886, 1916, 1941 und 1963 wird sie nicht genannt; aber amtlich gilt immer noch „Schloßmühle“ 203.

 

In den Ausfautheiakten von Altleiningen heißt es unter lfd.-Nr. 197, Flurstück 197/1: „Frantz Eitelmann, Hauß und Mühl, die Rudol­phs-Mühl genannt, am Thier-Garten, beforcht nach Rhein der Thiergarten, Wieß, nach Sonn Herrschaftlicher Garten Wald, nach Ei­ßen Schmelzer Wog, nach Wald der Herrschaftliche Weyher, ist als eine der schlechtesten Mühlen zeither gehalten und sind statt im Morgen­buch stehenden 30 fl verschätzt worden [mit] 20 fl.[;] gibt [...] Pfacht 8 Mltr Korn ...“ 204 Dort ist als nachfolgender Eigentü­mer genannt „modo Georg Matthes Nikles“. Weiter heißt es: „obiges hat Georg Matthes Nickles von seinen Geschwistern übernom­men“ 205.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 206 heißt es: “Nikels Mathias Rudolphsmühle 1 Mahlgang Altleiningen“.

 

Im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 wird die Lage der Rudolphsmühle wie folgt beschrieben: „Die Rudolphsmühle unter der Burg im Kupferthale gelegen“ 207 208, Plan-Nr. 219a 209.

 

Im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 heißt es weiter:“ Valentin *Graf, Müller. Die Rudolphsmühle, Wohnhaus, Mahlmühle mit einem Gang, Stallung, Scheuer und Hofraum. [...] Den ganzen Besitz laut Akt vor Notar Rauh vom 21ten Juli 1836 vom Vater Gott­fried und Bruder Gottfried Graf um 1200 fl erkauft ...“ 210.

 

Im Kupfertal, hart an der Straße, da wo die große Schleife ist, befand sich eine Getreidemühle, die den Betrieb schon im 19. Jh. einge­stellt hat; von ihr sind keine Reste mehr vorhanden; die Mühle war nach dem ursprünglichen Besitzer namens Rudolph genannt. Die letz­ten Eigentümer hießen Graf und Pfannebecker 211.

 

Eine von Fr. W. Weber anhand von Material aus dem LA Speyer 212 erstellte Liste, umfaßt mehrere Mühlen, darunter auch eine Reihe von Eigentumsmühlen außerhalb der Leiningischen Kernlande [Anm. d. Verf.: nach Wasserläufen], enthält u.a. die Rudolfsmühle im Kupfer­tal unterhalb der Burg Altleiningen 213.

 

Die Rudolphsmühle war um 1840 zusammen mit der Kleinsägemühle im Besitz von Valentin (1) Graf 214.

 

1872 läßt der letzte Eigentümer, Valentin *Pfannenbecker, die Mühle freiwillig versteigern. Die Veröffentlichung des bevorstehenden Ver­steigerungstermin im Grünstadter Anzeiger Nr. 74 vom 22. Juni 1872 hat folgenden Wortlaut: „ Mittwoch, den 26. Juni 1872, nachmit­tags 2 Uhr, zu Altleiningen im Wirthshause von Zimmermann, läßt Herr Valentin Pfannenbecker sein im Banne von Altlei­ningen gelege­nes Anwesen: Plan-Nro. 219-222: 313 Decimalen Fläche, darauf ein Wohnhaus mit Mahlmühle, „die Rudolphsmühle“ genannt, nebst Scheuer, Stallung, Hof, Garten, Acker, Wiesenland und Weiher [...] unter günstigen Bedingungen freiwillig zu eigen versteigern.“ 215

 

Die unweit der Ruine Altleiningen gelegen Mahlmühle wurde 1875 abgebrochen 216.

 

Anm.: wenn Christmanns Ansicht zutrifft, daß die Rudolphsmühle auch als „Hetschmühle“ (d.i. eine oberschlächtige Kleinmühle) be­zeichnet wurde, dann kann sie nicht mit der Schloßmühle übereinstimmen. Wie die Photos der Schloßmühle deutlich zeigen, ist diese eine große, reiche Mühle, nicht aber eine kleine „Hetschmühle). Außerdem liegt die Rudolphsmühle im Kupfertal nördlich der Burg Altlei­ningen, während die Schloßmühle im wesentlich wasserreicheren Eckbachtal, südöstlich der Burg Altleiningen liegt.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/1 Beilage

 

 

- Sägmühle Roedter et Schaaf:

1841 in den Grundsteuerakten Altleiningen genannt. Eigentümer sind „Roedter et Schaaf aus Hardenburg“. Die Sägmühle steht auf ei­nem Hausplatz am Wald. Die Grundsteuer beträgt jährlich 1 Gulden 217.

 

 

- Sägemühle zwischen Altleiningen und Hertlingshausen:

+++noch zu bearbeiten+++

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C28 Nr. 138: Verpachtung der Sägemühle zwischen Altleiningen und Hertlingshausen, 1758-1779

 

 

- Schloßmühle:

heute Anwesen Schloßmühle 2 218, gehört heute zur Jugendhilfeeinrichtung St. Raffael der Caritas, Schloßmühle 1, die in den Gebäu­den der früheren Schloßmühle ihren Anfang nahm.

 

Nach Christmann 219 identisch mit der Rudolphsmühle. 1762 liest man „Ru­dolphsmühle“ 220, ebenso 1828 221, 1836 „Die Rudolphs­mühle unter der Burg und im Kupferthale gelegen“ 222; 1886, 1916, 1941 und 1963 wird sie nicht genannt; aber amtlich gilt immer noch „Schloßmühle“ 223.

 

Anm.: wenn Christmanns Ansicht zutrifft, daß die Rudolphsmühle auch als „Hetschmühle“ (d.i. eine oberschlächtige Kleinmühle) be­zeichnet wurde, dann kann sie nicht mit der Schloßmühle übereinstimmen. Wie die Photos der Schloßmühle deutlich zeigen, ist diese eine große, reiche Mühle, nicht aber eine kleine „Hetschmühle). Außerdem liegt die Rudolphsmühle im Kupfertal nördlich der Burg Altlei­ningen, während die Schloßmühle im wesentlich wasserreicheren Eckbachtal, südöstlich der Burg Altleiningen liegt.

 

1740 erfolgte der Verkauf der Schloßmühle Altleiningen 224. Mit Kaufurkunde vom 8.11.1740 mit (Pergament mit Siegel; im Besitz von Herrn Hartmut Müller, Alzey) verkaufen Johann Georg *Eytel­mann, Gerichtsherr und Müllermeister in Altleiningen, und Ehefrau Anna Dorothea ihre unterhalb dem Dorf Altleiningen gele­gene Mahl-Mühle samt der Ölmühle und allem auf­gezählten Zubehör an Abraham Sender, Müllermeister in Dürkheim an der Haardt und Ehefrau Anna Christina NN. für 2300 Gulden und 50 Gulden Trinkgeld 225.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 226 heißt es: “Krebill Heinrich Schloßmühle [,] 2 Mahlgänge Altleiningen.“ Die Mühle wurde 1817 auch als Ölmühle betrieben 227.

 

Im Urkataster Altleiningen vom 2.10.1841 zu Plan-Nr. 695 „Mühle im Unteren Dorf“ ist Heinrich Krebill, Müller als Eigentümer der Plan-Nr. 695 „Wohnhaus mit Mühle, mit zwei Mahlgängen, 1 Schälgang und Ölmühle ...“ eingetragen. Dort heißt es weiter:“ Laut Akt vor No­tar Moré vom 15. April 1819 von der Mutter Agnes Krebill geborene Würtz schenkungsweise übertragen erhalten ...“ 228. In der Karte von 1839 ist das Grundstück Plan-Nr. 695 am östlichen Ende des Dorfes unterhalb des Schlosses Altleiningen als letztes Haus rechts der Straße, am Eckbach, eingezeichnet 229. Hieraus ergibt sich zweifelsfrei, daß Schloßmühle und Rudolphsmühle ver­schiedene Mühlen sind und die Ansicht von Christmann 230 unzutreffend ist. Dies wird zusätzlich dadurch unterstrichen, daß die Na­men der Müller auf der Schloßmühle Eytelmann, Krebill, Würtz und später Löwenberg, sämtlich auf mennonitische Familien hinwei­sen.

 

Mit Kaufurkunde vom 8.11.1740 mit (Pergament mit Siegel; im Besitz von Herrn Hartmut Müller, Alzey) verkaufen Johann Georg *Eytel­mann und Ehefrau Anna Dorothea ihre "unterhalb dem Dorf gelegene Mahl- Mühle" (wohl die Schloßmühle) samt allem auf­gezählten Zubehör an Abraham Sender (?), Müllermeister in Dürkheim an der Haardt und Ehefrau Anna Christina NN. 231.

 

Laut Akt vor Notar Moré vom 15. April 1819 hat der Müller Heinrich Krebill die „Mühle im Unteren Dorf“ von der Mutter Agnes Krebill ge­borene Würtz schenkungsweise übertragen erhalten ...“ 232.

 

Thomas Löwenberg (1849 - 1928, Mennonitenprediger in Ibersheim, gebürtig vom Weierhof) war 1878-1880 dort, um seinen Bruder August *Löwenberg, der die Mühle bewirtschaftete, vor dem Ruin zu retten, was ihm aber nicht gelungen ist. Von dort brachte er eine Urkunde vom 8.11.1740 mit (Pergament mit Siegel), in der Johann Georg Eytelmann und Ehefrau Anna Dorothea ihre "unter­halb dem Dorf gelegene Mahl- Mühle" samt allem aufgezählten Zubehör an Abraham Sender (?), Müllermeister in Dürkheim an der Haardt und Ehefrau Anna Christina verkaufen 233.

 

Am 20.4.1892 kauften Max von Vermoog, Kaufmann und Andreas Wolfert, Privatier, beide in Karlsruhe wohnhaft die Schloßmühle 234. Am 13.5.1892 wurde die Mühle Plan-Nr. 695 mit 2 Mahlgängen und einem Schälgang, Ölmühle etc. von den Eigentümern Max von Verm­oog, Kaufmann und Andreas Wolfert, Privatier, beide in Karlsruhe wohnhaft an den Müller Heinrich *Schiffer, wohnhaft in Kleinkarl­bach verpachtet 235. 1927 wurden die Gebäude vom Caritasverband Speyer gekauft; die Paulusbrüder aus Queichheim rich­teten hier ein Haus zur Resozialisierung entlassener Strafgefangener ein. Später wurde das Haus von dem Hildegardisschwestern übernommen und zu einem Erholungsheim für Mütter und Kindern umfunktioniert Heute befindet sich hier eine Jugendhilfeeinrich­tung der Caritas.

 

Die unter Denkmalschutz stehenden früheren Mühlengebäude werden wie folgt beschrieben: Anwesen Schloßmühle 2, ehemalige Schloßmühle, stattlicher Dreiseithof, 18./19. Jh., im Kern spätbarocker Krüppelwalmdachbau, rückwärtig bez. 1852, kath. Kirche St. Mar­tin (ehemalige Scheune), Mansarddachbau, 1933, bauzeitliche Glasfenster und Figuren, Spolie bez. 1762 236.

 

Photo der Schloßmühle:

- Heiberger, Hans: 1200 Jahre Altleiningen, S. 70

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. S. 273

 

 

- Thalmühle:

am 8.1.1571 wird der Neubau einer „Mühl im Thal Altleiningen“ herrschaftlich genehmigt 237. Diese wird auch als „Thalmühle“ bezeich­net. Im Knoch'schen Repertorium heißt es 238: „Thal mühle erbauet 1571“. Im gleichen Repertorium wird auf die Frondienste „zur Mühle im Altleininger Thal“verwiesen 239. ++++klären: welche Mühle++++

 

 

 

 

 

Alzey:

s. auch OT *Dautenheim, OT *Schafhausen, OT *Weinheim

 

verbandsfreie Stadt im Lk Alzey-Worms; war ursprünglich kurpfälzisch, aber nicht zur historischen Pfalz von 1816 gehörig. Sitz des kur­pfälzischen Oberamts Alzey. Das Oberamt Alzey umfaßte im 18. Jh. insgesamt 77 Dörfer und war verwaltungsmäßig gegliedert in das Ober­amt selbst sowie die Unterämter Erbes-Büdesheim und Freinsheim 240.

 

 

Kirchenbücher:

das reformierte Kirchenbuch Albig, das lutherische Kirchenbuch Alzey (1686-1798) und das kath. Kirchenbuch Heimersheim sind über Internet auf der Homepage der Gemeinde Kettenheim abruf­bar unter 241: http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/le­ben/kir­chenbuecher.php?navid=27. Der Heimersheimer Bürger Gerd Braun hat im Jahr 2003 das Kirchenbuch der Katholischen Pfar­rei Heimers­heim aus den Jahren 1700 bis 1798 abgeschrieben, bearbeitet und auf elektronischen Dateien neu archiviert.  Zu der Pfar­rei Heimers­heim gehörten damals auch die Gemeinden Albig, Bermersheim und Lonsheim. In den Jahren 2006 und 2007 hat Gerd Braun dann das Lutherische Kirchenbuch Alzey der Jahre 1686 bis 1798 bearbeitet und archiviert. Zur Lutherischen Pfarrei Alzey ge­hörten auch die Lu­theraner aus Albig. Im Jahr 2010 folgte dann die Übertragung und Archivierung des Reformierten Kirchenbuches Albig, das die Jahre 1690 bis 1798 umfasst 242

 

 

Mühlen:

bei Goswin Widder heißt es 1787: „Durch die Stadt lauft die sogenannte Selse, vor Alters Salusia, auch Salisus genannt. Diese Bache entspringt zu Orbis im Nassau-Weilburgischen Gebiete, rinnet nach Mauchenheim und nimmt die von Weinheim kommende Steinba­che auf, flieset sofort anhero und von da nach Freimersheim, Bös-Köngernheim, Odernheim etc. Sie treibet oberhalb der Stadt die dem Deutsche Orden gehörige Rechen-Mühle, und die Hundheimische Peter-Mühle, in der Stadt aber die … der geistlichen Verwal­tung zu­ständige Stadtmühle, die Kameral-Antoniter, und die Fortmühlen. In der städtischen Gemarkung vereinigt sich auch noch die von Ket­tenheim kommende Mühlbach mit gedachter Selse, und treibet die Kameral-Erbbestands-Raumühle.“ 243

 

Am 12.6.1386 wird die Mühle des Deutschordens in der Alzeyer Gemarkung urkundlich erwähnt: Revers des Jeckeln Müllers über die von des deutschen Hauses Kommentur zu Koblenz erblich bestandene Mühle in der Alzeyer Gemarkung gelegen bei dem Stege für acht und zwanzig Schilling Heller jährlicher Gülte 244.

 

Am 4.7.1447 wird ein Kaufbrief über die Alzey gelegene Mühle abgeschlossen 245. +++klären: welche Mühle+++

 

Literatur/Urkunden:

- Schultze-Strasser, Kathrin u. Claus Rosenberg Mühlen im Alzeyer Land ; in: Allgemeine Zeitung <Mainz> / Alzey. - 1994, 175 vom 30.7., S. 15; 176 vom 1.8., S. 10; 180 vom 5.8., S. 12; 181 vom 6.8., S. 14; 186 vom 12.8., S. 12; 187 vom 13.8., S. 15; 190 vom 17.8., S. 14, 1994

 

 

- Döngesmühle:

im Verzeichnis der Ortschaften etc. im Großherzogtum Hessen vom September 1839 ist die Döngesmühle in Alzey mit 8 Einwohnern aufgeführt 246.

 

 

- Eichenmühle (?):

im ältesten Zinsbuch der Pfalzgrafen von 1401 wird an den Werner Winter von Alzey ein Burglehen vergeben, darunter: „Item von myns herren ,mulen zu Altzei by der ychen zehen malter korns.“ 247.

 

 

- Fortmühle:

in der Stadt Alzey gelegen. Bei Goswin Widder heißt es 1787 hierzu: „Durch die Stadt lauft die sogenannte Selse, vor Alters Salusia, auch Salisus genannt. Diese Bache entspringt zu Orbis im Nassau-Weilburgischen Gebiete, rinnet nach Mauchenheim und nimmt die von Weinheim kommende Steinba­che auf, flieset sofort anhero und von da nach Freimersheim, Bös-Köngernheim, Odernheim etc. Sie trei­bet oberhalb der Stadt die dem Deutsche Orden gehörige Rechen-Mühle, und die Hundheimische Peter-Mühle, in der Stadt aber die … der geistlichen Verwal­tung zuständige Stadtmühle, die Kameral-Antoniter, und die Fortmühlen“ 248

 

Um 1701 war Philipp Weber der Müller auf der Fortmühle; ∞ mit Elisabetha NN; Vater der Anna Margaretha Weber (geb. 19.12.1701 Al­zey, ~ 26.12.1701 Alzey); Pate bei ihrer Taufe war Anna Margaretha NN., Ehefrau des Würtzmüllers Hanß Peter 249.

 

 

- Kellermühle:

s. Wahlheim

 

 

- Mittlere Mühle:

die Mühle ist 1401 in einer Lagebeschreibung eines Alzeyer Lehens von 1401 erwähnt. Im ältesten Zinsbuch der Pfalzgrafen von 1401 heißt es bei einem an Henne Wilche von Altzei gegeben Lehen: „Item ein wiese oben an der mittel molen.“ 250.

 

 

- Pilgerinmühle:

das Zisterzienserkloster Mariacron in Oppenheim besaß 1269 die Pilgerinmühle östlich von Alzey 251.

 

 

- Raumühle bei Alzey:

die Raumühle, die am Weidaser Bach auf der Gemarkungsgrenze von Alzey, Dautenheim und Gau-Heppenheim steht, scheint ehe­mals zum Besitz des Alzeyer Klosters Heilig Geist (an St. Johann) gehört zu haben. Im 17./18. Jh hatte sie nämlich Grundzins an die Schaff­nerei St. Johann zu zahlen 252.

 

Bei Goswin Widder heißt es 1787: „Durch die Stadt lauft die sogenannte Selse, vor Alters Salusia, auch Salisus genannt. Diese Bache entspringt zu Orbis im Nassau-Weilburgischen Gebiete, rinnet nach Mauchenheim und nimmt die von Weinheim kommende Steinba­che auf, flieset sofort anhero und von da nach Freimersheim, Bös-Köngernheim, Odernheim etc. Sie treibet oberhalb der Stadt die dem Deutsche Orden gehörige Rechen-Mühle, und die Hundheimische Peter-Mühle, in der Stadt aber die … der geistlichen Verwal­tung zu­ständige Stadtmühle, die Kameral-Antoniter, und die Fortmühlen. In der städtischen Gemarkung vereinigt sich auch noch die von Ket­tenheim kommende Mühlbach mit gedachter Selse, und treibet die Kameral-Erbbestands-Raumühle.“ 253

 

Müller auf der Raumühle war NN. Lucius; seine Tochter Gertrauda Lucius war mit dem 1811 verstorbenen Alsheimer Landwirt, Kauf­mann und Adjunkt Philipp Rudolf Hirsch verheiratet 254.

 

 

- Rechenmühle bei Alzey:

die Mühle gehörte dem Deutschen Orden. Bei Goswin Widder heißt es 1787: „Durch die Stadt lauft die sogenannte Selse, vor Alters Sa­lusia, auch Salisus genannt. Diese Bache entspringt zu Orbis im Nassau-Weilburgischen Gebiete, rinnet nach Mauchenheim und nimmt die von Weinheim kommende Steinba­che auf, flieset sofort anhero und von da nach Freimersheim, Bös-Köngernheim, Odern­heim etc. Sie treibet oberhalb der Stadt die dem Deutsche Orden gehörige Rechen-Mühle, und die Hundheimische Peter-Mühle, in der Stadt aber die … der geistlichen Verwal­tung zuständige Stadtmühle, die Kameral-Antoniter, und die Fortmühlen. In der städti­schen Gemarkung ver­einigt sich auch noch die von Kettenheim kommende Mühlbach mit gedachter Selse, und treibet die Kame­ral-Erbbestands-Raumühle.“ 255

 

Um 1714 war Johannes Engelhart der Rechenmüller; ∞ mit Anna Catharina NN (sie ist Patin am 11.2.1711 in Alzey bei der Taufe der Anna Catharina Ficht) 256; Johannes Engelhart ist der Vater des Johann Nicolaus Engelhart, welcher der außerehelichen Zeugung ei­nes Sohnes bezichtigt wird. Im luth KB befindet sich unter dem 12.12.1714 der Taufeintrag des Johann Erhard Nick. Dabei bemerkt der luth Oberpfarrer Johannes *Froebelius 257 im Kirchenbuch: „Maria Elisabetha Nick, hinterlassene Tochter von weyland Hanß Pe­ter Nick, ge­wesener Schäfer in Kerzenheim, Ihro Hochgräflich Nassau Weilburgischen Excellenz zugehörig, welche sich in ihrem le­digen Stand be­trügen lassen, ein unehelich Kind zur Welt geboren, vor den Vatter angegeben Johann Nicolaus Engelhart. Johannes En­gelharten Re­chenmüllers bey Altzey Sohn“ 258. Am 17.3.1716 wird als Pate bei der Taufe der Johanna Magdalena Mäurer in Alzey ge­nannt der „Jo­hann Jacob Engelhart, lediger Sohn von Meister Johannes Engelhart, Müller in der Rechenmühle 259. Am 13.6.1718 ist Pate bei der Taufe des Johann Nicolaus Sorger in Alzey der „Johann Nicolaus Engelhard, eheleiblicher Sohn von … Engelhard, Re­chenmüller“ 260.

 

Am 7.7.1720 wird in Alzey getauft der Johann Adam Engelhart (geb. 5.7.1720Alzey), Sohn des „Johann Georg Engelhart, Rechen­müller und Ehefrau Anna Clara“ (Tochter des Müllers in Heddesheim/Rheinhessen, Johann Philipp Knecht und der Agnesa NN.). Pate war „Jo­hann Adam Knecht, Müller zu Hochstät­ten auf der Alsenz“ 261. Am 18.1.1722 wird in Alzey getauft die Agnesa Engelhart (geb. 15.1.1722 Alzey), Tochter von „Johann Georg Engelhart, Bürger und Rechenmüller bei Alzey und Ehefrau Anna Clara“. Patin war „Agnesa, Ehefrau von Johann Philipp Knecht, Müller in Heddesheim auf der Güldenbach als Schwiegermutter“ 262. Am 13.5.1723 wird getauft der Sohn Hans Georg Engelhart (geb. 9.5.1723 Alzey) 263.

 

 

- Stadtmühle:

heute Spießgasse 66; 1341 erhielt das Zisterzienserinnen Kloster Himmelgarten in Alzey eine großzügige Zuwendung: als Treuhän­der des verstorbenen Ritters Gerhard Rattan übergaben Abt Jacob Rattan vom Kloster Münsterdreisen, die Ritter Gerhard von Win­nenberg und Johann Truchsess von Alzey sowie Emiche Selege und Wenze Wirt dem Kloster „zu den hymelgarten“ 100 Mltr Korn­geld. Die Schen­kung war mit der Auflage versehen, daß das Kloster jede Woche zwei Malter in derjenigen Mühle mahlen ließ, die einst dem Ritter Her­bold Hasenuel gehört hatte und in der Stadt Alzey lag (d.i. die Stadtmühle). Der Müller sollte davon das Molter, d.h. den Mahllohn neh­men und das Mehl an das Backhaus geben, das vormals ebenfalls im Besitz des Ritters Herbord gewesen war. 264.

 

Nach der Almosenstiftung des Ritters Gerhard Rattan von 1341 standen dem Alzeyer Zisterzienserinnenkloster Himmelgarten u.a. 23 Mltr ewige Gülten von der Stadtmühle und dem an ihr liegenden Backhaus zu 265.

 

Die Stadtmühle in der Stadt Alzey wird auch 1401 erwähnt. Im ältesten Zinsbuch der Pfalzgrafen von 1401 heißt es: „Item Syfrid vom Stein, ritter, hat empfangen. Item zu manlehen eyn mole ußen an der alten stadt Altzei.“ 266.

 

Um 1699 war Johannes Lang († vor 18.3.1714) der Stadtmüller in Alzey; lutherisch; ∞ mit Juliana Catharina NN.; Vater der Maria Mar­garetha Lang (geb. 27.6.1699, ~ 2.7.1699 Alzey) 267, des Johann Leonhard Lang (geb. 25.8.1702, ~ 27.8.1702) 268, des Georg Friedrich Lang (geb. 9.10.1705, ~ 11.101.1705 Alzey) 269, der Sybilla Margaretha Lang (geb. 8.3.1708 Alzey, ~ 14.3.1708 Alzey) 270, der Maria Eli­sabetha Lang (geb. 21.11.1710 Alzey, ~ 23.11.1710) 271,

 

Der Stadtmüller Johannes *Lang samt Frau wird in der Untertanenliste des kurpfälzischen Oberamtsamts Alzey von 1698 genannt 272. Der Stadtmüller Johannes Lang war am 20.9.1699 Pate in Alzey bei der Taufe des Johannes Schneider 273 und am 2.6.1710 bei der Tau­fe des Johannes Berckhöffer 274. Am 4.3.1711 ist Patin bei der Taufe der Juliana Catherina Meyer die „Juliana Catherina, Ehefrau von Jo­hannes Lang, Bürger und Stadtmüller, dahier“ 275. Am 18.3.1714 ist Patin bei der Taufe des Johannes Fischt in Alzey, „die Anna Margare­tha Lang, Jungfer Tochter von Johannes Lang selig, gewesener Stadtmüller dahier“ 276 und ebenfalls am 25.7.1719 die „Anna Margare­tha, hinterlassene Jungfer Tochter von weyland Johannes Lang, gewesener Bürger und Stadtmüller“ 277. Die Mühle wurde von der Witwe Juliana Catharina NN., Wwe. Lang fortgeführt; diese ist am 24.10.1714 Patin bei der Taufe des Philipp Schnei­der in Alzey, im luth. KB Al­zey benannt als „Juliana Lang, Stadtmüllerin dahier“ 278.

 

Seit Nachfolger als Stadtmüller ist ab ca. 1715 der Sohn 279 Johann Philipp *Lang, ∞ mit Anna (Johanna) Maria NN. (sie ist Patin am 25.9.1715 in Alzey bei der Taufe der Anna (auch Johanna) Maria Meyer 280 und ebenfalls am 11.3.1717 bei der Taufe der gleichnami­gen Anna Maria Meyer 281. Aus der Ehe stammt die Tochter Maria Juliana Lang (geb. 6.5.1717 Alzey, ~ 9.5.1717 in der luth. Kirche in Alzey. Patin bei ihrer Taufe ist die Maria Catharina, Ehefrau des leiningen-westerburgische Schultheißen Johann Adam Setzer aus Kirchheim / Weinstraße) 282. Die Ehefrau Anna Maria ist auch am 16.7.1719 Patin in der luth. Kirche in Alzey 283. Der Stadtmül­ler Johann Philipp Lag ist am 29.8.1717 als Pate bei der Taufe des Johann Phil­ipp Clöß in Alzey 284. 1719 ist Johann Philipp Lang auch Kirchenältester der luth. Kirchengemeinde Alzey 285. Am 12.11.1719 wird in der luth. Kirche in Alzey getauft die Sybilla Mar­garetha Lang (geb. 7.11.1719 Alzey), Tochter von „Johann Philipp Lang, Ältester der Ev.-luth. Kirche, Bürger und Stadtmüller dahier und Ehefrau Anna Maria“. Paten waren „Maria Margaretha, hinterlassene eheliche ledige Tochter von weyland Johannes Lang, gewe­sener Bürger und Stadtmüller dahier und Sybilla, ledige Tochter von Johann Adam Setzer, Schultheiß von Kirchheim an der Eck, Hochgräflich Leiningen Westerburg“ 286. Am 4.1.1724 wird in der luth. Kirche in Alzey getauft der Sohn Johann Georg Philipp Lang (geb. 1.1.1724 Alzey). Pate ist Johann Georg Set­zer, lediger Sohn von Johann Adam Setzer, Hochgräfl. Leiningen-Westerburgischer Schultheiß in Kirchheim an der Eck 287.

 

Am 27.3.1741 wird in Alzey beerdigt der minderjährige 43 Wochen alte Johann Georg Ludwig Lang, Sohn des Stadtmüllers Johann Phil­ipp *Lang 288.

 

Am 22.11.1822 heiraten in Kirchheim/Weinstraße der Stadtmüller aus Alzey, Daniel Schmidt und die Caterina Dorothea Schmidt aus Kirchheim 289.

 

 

- St. Antonius Mühle, Töngesmühle:

die Mühle war ein wichtiger Besitz des St. Antonius-Klosters Alzey „des Antoniterhaus mul“; die Mühle lag bei Alzey an der Selz und war wirtschaftlich einträglich 290.

 

Die Töngesmühle ist am 30.1.1683 in einer Erbbestandsurkunde betr. das Probstische Lehensgut zu Alzey, erwähnt 291.

 

Bei Goswin Widder heißt es 1787: „Durch die Stadt lauft die sogenannte Selse, vor Alters Salusia, auch Salisus genannt. Diese Bache entspringt zu Orbis im Nassau-Weilburgischen Gebiete, rinnet nach Mauchenheim und nimmt die von Weinheim kommende Steinba­che auf, flieset sofort anhero und von da nach Freimersheim, Bös-Köngernheim, Odernheim etc. Sie treibet oberhalb der Stadt die dem Deutsche Orden gehörige Rechen-Mühle, und die Hundheimische Peter-Mühle, in der Stadt aber die … der geistlichen Verwal­tung zu­ständige Stadtmühle, die Kameral-Antoniter, und die Fortmühlen.“ 292

 

 

- Würtzmühle:

s. Weinheim bei Alzey

 

 

 

 

 

Alzey, Oberamt:

 

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 62 ½: Wasserordnung für die Müllerzunft

 

 

 

 

 

Ammelbach, Gewässer:

Der Ammelbach im rheinland-pfälzischen Donnersbergkreis ist ein 5,3 km langer, südlicher und orographisch rechter Zufluss der Pfrimm.

 

Der gänzlich im Südteil des Naturraums Alzeyer Hügelland verlaufende Ammelbach entspringt im Südteil des Donnersbergkreises im Göllheimer Hügelland. Seine Quelle liegt im Gebiet der Verbandsgemeinde Göllheim im Flurstück In den Kirschgärten. Unmittelbar nordnordöstlich einer auf 257,4 m Höhe gelegenen Feldwegkreuzung befindet sie sich rund 400 m südwestlich des Gundheimerhofs auf etwa 256 m Höhe.

 

Der Ammelbach verläuft in überwiegend nordöstlicher Richtung durch ein paar verbandsangehörige Ortsgemeinden: Er passiert etwas östlich Rüssingen, fließt anschließend durch Ottersheim und gelangt nach Bubenheim. Schließlich erreicht der Ammelbach im Naturraum Mittleres Pfrimmtal mit der Talregion Zellertal Harxheim, um nach Kreuzen der in West-Ost-Richtung verlaufenden Zellertalbahn und Durchfließen des Zellertaler Gemeindeteils Harxheim von Südsüdwesten kommend rechtsseitig auf etwa 153 m in den dort von Westen heran fließenden Rhein-Nebenfluss Pfrimm zu münden. Der Mündung nördlich gegenüber verläuft jenseits der Pfrimm in West-Ost-Richtung die Bundesstraße 47.

 

Das Einzugsgebiet des Ammelbachs ist 23,581 km² groß. Zu seinen Zuflüssen gehören (flussabwärts betrachtet; l = linksseitig; r = rechtsseitig): Mohrbach (l); Brübelbach (r) und Wiesenbrunnenbach. 293

 

 

 

 

 

Annweiler:

s. auch Wüstung *Bernsbach (Bernbacher Papiermühle); s. auch Queichhambach

 

VG Annweiler, Lk Südliche Weinstraße; gehörte zum Herzogtum Zweibrücken, Oberamt Bergzabern; Mühlenverzeichnis Oberamt Zwei­brücken 294.

 

Pfarrei erst lutherisch (1556), dann reformiert (1593). 1704 auch wieder lutherisch (vorher von Bergzabern versorgt). KB ref. 1640, KB luth. 1704 295.

 

Mühlen:

++++klären : welche Mühle++++unbekannte Müller in Annweiler sind 1642 Abraham Raquet „gewes. Müller“, 1641/74 H. Peter *Mühlmichel, 1666 Georg Daniel Vett, 1675/1701 Joh. Phil. *Mühlmichel 296; Peter *Mühlmichell um 1654 Müller in Annweiler; er ist am 25. des Brachmonats 1654 in Otterberg Pate bei der Taufe des Hanß Peter Rudolph, Sohn des Otterberg Müllers Johann *Ru­dolph 297.

 

Um 1620 und noch nach 1632 ist Leonhard *Hoffmann, „der Mohler“ in Annweiler 298.

 

um 1750 war Wilhelm *Schott ein Lohmüller in Annweiler; ∞Anna Barbara Meyer; Vater der Juliane Magdalene Schott (geb. luth. Ann­weiler 10.6.1750 – 21.4.1820; ∞ 12.11.1780 mit dem Schmied aus Annweiler, Valentin Ibig) 299.

 

Um 1763 war Johann Jakob *Bauer “Falkenburger Sägmüller“ in Annweiler 300.

 

Um 1813 war Johannes *Leitz der Lohmüller in Annweiler +++klären: welche Lohmühle+++; ∞ Maria Barbara Eichhardt; seine Tochter Marie Barbara Leitz (~ ref. Annweiler 23.11.1788) heiratet am 3.4.1813 in Annweiler den Zimmermann Xaver Hirschbiel 301.

 

um 1826 war Heinrich Jacob *Hofäcker ein Lohmüller in in Annweiler. Sein Bruder Karl August *Hofäcker war Müller in Annweiler 302.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Landau) von 1864 wird in Annweiler genannt die Firma „Stein, Friedrich Adam. Oel- und Mahlmüller. Eigenthümer: Friedrich Adam *Stein“ 303.

 

um 1865 war Johannes *Hirschmann Mühlarzt in Annweiler; Sohn des Drahtziehers zu Goldmühle Johann Michael Hirschmann und Re­bekka Pfortach zu Goldmühle; ∞ Annweiler prot. 29.6.1865 mit Apollonia Seebach (geb. 27.5.1842), Tochter des Friedrich Hein­rich See­bach und Apollonia Heft in Sarnstall) 304.

 

um 1865 war Wilhelm *Kuhn Müller in Annweiler; ∞ mit Anna Katharina Silbernagel; seine Tochter Katharina Luise Kuhn (geb. 7.5.1865 Annweiler) heiratet am 28.2.1885 in Annweiler den Dietrich Ludwig Hoffmann 305.

 

Literatur/Urkunden, Mühlen allgemein:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 696/4: „Streitigkeiten und Verträge zwischen Annweiler und Landau wegen des Holzflößens auf der Queich, 1713-1729“

 

Literatur/Urkunden zu Mühlen, allgemein:

- Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt (Annweiler 1968), S. 138 ff (Mühlen)

- LA Speyer Best. A14 (CGA) Nr. 140 UNr. b: Ölmühle in Annweiler, 1758-1762 +++klären : welche Mühle+++

 

 

- Ahlmühle:

s. Bindersbach

 

 

- Bernsbacher Ölmühle:

s. Bernsbach

 

 

- Bernsbacher Papiermühle:

s. *Bernsbach

 

 

- Lohmühlen, allgemein:

das Gerberviertel lag innerhalb der Ringmauern am Lauf des Mühlbachs. Es konzentrierte sich westlich des und östlich des Unterto­res. Lohmühlen befanden sich sowohl innerhalb als auch außerhalb der Stadt 306.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 691/6: „Die beiden Lohmühlen zu Annweiler, 1740-1768“ +++klären: welche Lohmühlen++++

 

 

- Lohmühle oberhalb der Stadt:

die Lohmühle lag oberhalb der Stadt; sie war ursprünglich eine Hammerschmiede, zuletzt Sägmühle. Sie lag innerhalb der Mauern bzw. an deren Nordostecke 307. Als Müller auf der Sägemühle erscheint 1708/1725 Hans Jakob Keyser 308.

 

 

- Lohmühle gegenüber der Stadtmühle:

1657 wird die kleine Lohmühle gegenüber der Mahlmühle (mE Stadtmühle) erwähnt 309.

 

Um 1703 betrieb der Rotgerber, Lohmüller sowie Ratsverwandter in Annweiler, David *Goffins, die Lohmühle gegenüber der Stadtmühl­e; die Lohmühle besaß kein eigenes Triebwasser, sondern war an den Mühlgraben der Stadtmühle angeschlossen und somit vom guten Willen des Stadtmüllers abhängig 310. Da es in der Vergangenheit verschiedene Male Streitigkeiten zwischen Lohmüller und Stadtmüller gegeben hatte, veranlaßte die zweibrückische Rentkammer beim Abschluß des Erbpachtvertrages von 1703 mit dem Stadtmüller Johann Michell *Keyser (Kayser) die Aufnahme einer Klausel zugun­sten des Lohmüllers. In Zi. 6 des Erbpachtvertrages vom 30.1.1703 ist eine explizite Regelung enthalten 311. Später ist es zu einem Besitzübergang gekommen. 1742 waren Alleinbesitzer der Lohmühle die Erben des verstorbenen Lohmüllers Ludwig Pasquai (*Pasquay), der seinerseits die Mühle von seinem Schwieger­vater Michael *Keyser (der Stadtmüller Johann Michael *Keyser) erhalten hatte 312.

 

Als Lohmüller werden erwähnt 1719 Christian Kammacher, 1724 Johann Georg Reiß, 1729/41 Johann Georg Brauß, 1749 die kleine Loh­mühle, 1746/58 Stephan Mayer, 1788 Joh. Leitz, 1789/94 (†) Joh. Sauter, 1796 (†) Heinrich Gelbert 313.

 

Um 1790-1792 wollte der Stadtmüller Jacob *Denzer in Annweiler eine Ölmühle errichten 314 und hierzu die in seinem Eigentum stehen­de Lohmühle, gelegen gegenüber der Stadtmühle, in eine Ölmühle umwandeln. Der Umbau erfolgte nach Erteilung einer nicht mehr in den Akten vorhandenen Genehmigung der pfalz-zwei­brückischen Rentkammer 315. Später kam es zu Einsprüchen der ande­ren Ölmüller und auch der Nachbarn und zu einem Procès-Verbal in Annweiler mit Vernehmung der nachstehenden Zeugen: dem Färber in Annweiler L. Christoph Stock, des Maurers L. Jacob Wassender, dem Zimmermann Jacob Hirschbiehl und des L. Christoph Näge­len 316.

 

Photo:

- Frey, Günter: Die Gerber von Annweiler; in: Pfälzisch-rheinische Familienkunde 2010, S. 3: Gerbergasse in Annweiler um 1900 mit Loh- und Walkmühle

 

 

- Lohmühle, neue, unterhalb der Stadt:

1707 wird „die neue Lohmühle“ bei der steinernen Brücke unterhalb der Stadt erwähnt317.

 

 

- Lohmühle zwischen Annweiler und Queichhambach:

++++möglicherweise identisch mit der Lohmühle oberhalb der Stadt+++++klären++++; Johann Michael *Keyser erbte 1696 von Pe­ter Kayser die Loh- und Ölmühle zwischen Annweiler und Queichhambach; er gab diese an seinen Schwiegersohn Ludwig Pasquai (*Pasquay) weiter 318.

 

Eine alte Schleifmühle, die 1628 von den Hugenotten in Besitz genommen wurde; zwischen Annweiler und Sarnstall bestand seit der Mitte des 16. Jh. eine Schleifmühle und ihr gegenüber eine Walkmühle, die Eigentum der Stadt war 319. Es muß sich hierbei um die alte ehemalige Schleifmühle handeln, die 1628 von den Hugenotten in Besitz genommen und zur Walkmühle gemacht wurde. Sie war später Lohmühle (Kabig­mühle) 320.

 

 

- Mink'sche Mühle:

s. Rollwagische oder Minckenmühle

 

 

- Mühle unterhalb Annweiler:

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Bergzabern von 1756 321 wird die Mühle beschrieben: „Mahlmühle; sie hat 1 Wasserrad für 1 Mahlgang und 1 Schälgang; kein Bann; Pacht: 5 Ma.. Korn und 4 fl. 322.

 

 

- Ölmühle in Annweiler:

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A14 Nr. 140b: Ölmühle in Annweiler und Mühle in Queichhambach, 1758-1762

 

 

- Ölmühle Laubinger:

im Landauer Eilboten Nr. 8 vom 20.2.1847 läßt „Georg Laubinger, Müller in Annweiler wegen Wohnungsveränderung … versteigern … eine zu Annweiler an der Queich gelegene neu eingerichtete Oelmühle und Mahlmühle mit 3 Mahlgängen, 1 Schälgange, 1 Hirsengang und einem Malzgange, nebst Bäckerei, sammt großen zweistöckigen Wohnhause ...“ 323.

 

 

- Ölmühle und Lohmühle, auch Vennsbacher Mühle:

nahe der Stadt Annweiler gelegene Loh- und Ölmühle 324.

 

Im ref. Kirchenbuch Annweiler ist der 1602 geborenen Schmied Lorenz Bosch erwähnt, der Sohn des Sebastian *Bosch, Ohligma­cher und Stadtknecht in Annweiler und der Catharina Lawer 325.

 

Zwischen 1695 und 1708 kam es zu einem Prozeß der Seelbacher Erben gegen die Stadt Annweiler wegen der Ölmühle in Annweiler 326.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 691/8: „Prozeßakten der Seelbacher Erben ./. die Stadt Annweiler dasige Ölmühle betr., 1695-1709“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 703/9: „In Sachen der beiden Gebrüder Johann Jacob und Conrad Seelbach ./. die Stadt Annweiler, die nahe an der Stadt gelegene Oel- und Lohmühle, den Vennsbacher Mühle, 1722-1726“

 

 

- Papierfabrik Michel:

im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Landau) von 1864 wird in Annweiler genannt die Firma „Michel, P.A. Sohn, Papierfabrik in Annweiler. Inhaber: Carl Michel und Erhard Michel“ 327.

 

 

- Papiermühle, Bernsbacher Papiermühle:

s. *Bernsbach

 

 

- Papiermühle:

s. Wachtelsmühle

 

 

- Rollwagische Mühle; auch Minckenmühle, Keysermühle, später Kabigmühle:

nach Christmann 328 wurde die Rollwagische Mühle später als Kabigmühle bezeichnet, nach Biundo / Heß 329 dagegen die gegenüber auf dem anderen Ufer der Queich liegende Lohmühle .

 

Unterhalb der Ölmühle auf dem rechten Ufer der Queich gegenüber der Walkmühle baute der Landauer Bürger Heinrich Rollwagen trotz vieler Einsprüche und Schwierigkeiten eine Mühle, die fortan den Namen Rollwagenmühle trug. Diese Mühle kaufte 1708 Jo­hann Michael Keyser, 1716 war Wilhelm Kempf Beständer auf der Mühle; 1731 erscheint Joh. Keyser als Müller auf der Rollwagen­mühle, 1745 Valentin Alexander Minck, 1780 Konrad Minck (Ölmühle, auch Minckenmühle genannt), 1789/94 Johann Nikolaus Keyser († 1794) 330. Die Tochter des Müller auf der Rollwagischen Mühle, Martin (1) *Minck, die Anna Marie Minck (7.4.1727 luth. Annweiler – 23.3.1803 im Alter von 75 Jahren) heiratet den Metzger in Annweiler, Johannes Krieg, der als Metzger in Annweiler auf der Rollwagenmühle bezeich­net ist 331.

 

Die Mühle lag auf dem rechten Ufer der Queich, gegenüber der Kabigmühle, der ehemaligen Walkmühle und späteren Lohmühle auf dem linken Queichufer 332.

 

1886 und 1916 als „Kabigmühle“ angegeben 333. Die Benennung hat einen Flurnamen als Beziehungswort, während früher der Mühlennam­e vom Beständer oder Eigentümer herrührte, z.B. Minckenmühle oder Keysersmühle 334.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Bergzabern von 1756 ist sie wie folgt beschrieben 335: “hat 2 Wasserräder für 2 Mahlgänge und 1 Schälgang; kein Bann; Pacht: 7 Ma. Korn und 4 fl. 336.

 

Die Minckmühle wird 1835 „im Eilboten Landau“ erwähnt 337.

 

Im „Eilboten Landau“ vom 23.2.1838 wird die freihändige Versteigerung der Mühle für den 1.3.1839 annonciert: „... werden auf freiwilli­ges Anstehen der Frau Anna Maria Minck, Witwe des verlebten Herrn Johann Konrad Grohe, Rentnerin, in Mannheim wohn­haft, [...] öf­fentlich versteigert. Eine der Frau Requirentin eigenthümlich zuständige, zu Annweiler an der Queich gelegene Mahl- und Oelmüh­le, nebst Wohnhaus, Scheuer, Stallung und sonstige Oeconomie-Gebäuden, Hof und Garten; auch denen dazu gehörigen Loh­mühltagen und 42 Aren (2/4) Ackerland bei der Mühle ...“ 338.

 

Im Landauer Eilboten vom 16.1.1858 wird die Verpachtung der „Rollwag- oder Kaysermühle“ annonciert, bestehend in einer Mahlmühle mit drei Mahlgängen und einem Schälgange, Oelmühle, Wohngebäude mit Scheuer und Stallungen nebst umliegendem Grundbesitz. Diese gehörte dem minderjährigen Johann Engelhard, der durch die beiden Vormünder, den Kaufmann in Albersweiler Karl Neubauer und den Papierfabrikanten in Annweiler, Peter August *Michel, vertreten wurde. 339.

 

Am 31.1.1859 wurde durch die Erben des verlebten minderjährigen Johann Peter Engelhard, die zu dessen Nachlaß gehörende „soge­nannte Rollwagen- oder Keysermühle, im Banne von Annweiler, an der Queich gelegen, mit einer Wasserkraft für sechs Gänge, beste­hend in drei Mahl- und einem Schälgange, Schwingmühle, Oelmühle mit doppelter Presse, dann Wohngebäude, Scheuer, Scheuer, Stal­lungen ...“ im Wege der Erbauseinandersetzung versteigert 340. Offensichtlich fand sich kein Interessent, denn eine erneute Versteige­rung erfolgte am 30.5.1859 341.

 

Die Kabigmühle wurde offensichtlich von Johann Adam *Lieberich ersteigert. Im Landauer Eilboten vom 25.6.1859 findet sich fol­gende Versteigerungsannonce: „Am Donnerstag, den 7. Juni […] zu Godramstein im Eichhorn, lassen Herr Johann Adam Lieberich, Müller auf der zur Gemeinde Annweiler gehörigen Kabigmühle, und dessen Kinder erster Ehe [...] versteigern: ein Wohnhaus [...] zu Godramstein 342.

 

Die Mühle wurde vor 1910 aufgegeben und war 1910 bereits ein Wohnplatz mit 72 Bewohnern 343.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1234/7: „Die Rollwagische Pletschmühle item die Ölmühle zu Queichhambach, 1709-1747“

 

 

- Schleifmühle, alte:

westlich von Annweiler an der Stelle der späteren Wachtelsmühle gelegen, gegenüber der Walkmühle auf dem anderen Ufer der Queich 344.

 

Die alte Schleifmühle, zwischen Annweiler und Sarnstall gelegen, bestand seit der Mitte des 16. Jh.; ihr gegenüber lag eine Walk­mühle, die Eigentum der Stadt war 345. Es muß sich hierbei um die alte ehemalige Schleifmühle handeln, die 1628 von den Hugenot­ten in Besitz genommen und zur Walkmühle gemacht wurde. Sie war später Lohmühle [s. Walkmühle Annweiler] 346.

 

Gegen Ende des 16. Jh. wirkte auf dieser Schleifmühle ein Wappenschmied namens Hans Gebhard. Am 5.3.1593 überließen Bürger­meister und Rat der Stadt Annweiler diese Schleifmühle dessen Witwe und ihren beiden unmündigen Kindern zum Preis von 40 Gul­den, nachdem diese sich in 2. Ehe mit Wappenschmied Heinrich (1) Spohn aus Ramsweiler [Anm. d. Verf.: = Ransweiler/­Donners­bergkreis] verheiratet hatte 347. Dieser kaufte dann an 2.3.1601 von seinen Stiefkindern die Schleifmühle, welche damals mit 10 Schilling jährli­chem Wasserfallzins der Herrschaft pflichtig war, für 69 Gulden. Nach dem Tod Spohns übernahm sein eigener gleich­namiger Sohn Heinrich (2) Spohn die Waffenschmiede die er bis zu seinem Tod 1633 weiter betrieb. Mittlerweile war die Schleif­mühle derart herunter gekommen daß dessen Erben die Mühle räumten und diese dem weiteren Verfall überließen. Viele Jahre lang versuchte die Stadt Ann­weiler den Platz der verfallenen Mühle zu verpachten. Erst 1666 brachte der Schmied Hans Peter *Kayser den Platz der ehemaligen Schleifmühle in seinen Besitz. Kayser hatte bereits 1663 das gegenüber auf dem anderen Ufer Queich gele­gene Gelände der ehemaligen Walkmühle gekauft, und an deren Stelle eine Hammerschmiede mit angeschlossener Öl- und Lohmüh­le errichtet348.

 

Diese Mühle hieß fortan Kaysersmühle bzw. Wachtelsmühle [Anm. d. Verf.: nicht zu verwechseln mit der nahebei gelegenen Rollwagi­schen Mühle, die auch den Namen Kaysersmühle trug] 349.

 

 

- Stadtmühle (Bannmühle):

die Stadtmühle liegt, innerhalb der Mauern der Stadt, am Mühlgraben der Queich, lag unmittelbar beim Unteren Tor 350.

 

Der pfälzer Kurfürst Ruprecht I. setzte 1367 seinem Vizdum zu Neustadt, Ritter Konrad Landschaden von Steinach und dessen Ehe­frau, für ein bedeutendes ihnen schuldiges Capital, unter anderen Stücken auch [Annweiler] zum Pfande ein […] Ruprecht I. löste je­doch die­se Pfandschaft vor 1371 von seinem Vizdume wieder ein, denn in späteren geringeren Schuldverschreibungen an denselben, nimmt er Annweiler, die Mühle daselbst […] immer ausdrücklich von der Pfandschaft aus.“ 351

 

1477 wird der „moler“, 1480 der Müller Conrat von Danne urkundlich erwähnt. 1487 war Stadtmüller Hans Isenfuß, 1487 wurde die Mühle an Hans Müller von Gochsheim auf vier Jahre verliehen, er hatte dem Herzog alljährlich 80 Achtell Korn zu liefern. Die Schatzung der Mühle stand der Stadt zu und betrug 1504 über 21 Pfd. 1524 übernahm Hans Michael Stoffel, Müller aus Mörlheim die Mühle. Ihm folgten als Stadtmüller 1526 Hans Müller Sohn von Göcklingen, 1529 Hans Kuntz von Herxheim, 1532/44 Joh. Nickel Müller, 1535 Jakob Becker, 1547/65 Konrad Wilhelm Minck, 1550 Hans Bentz, 1586/88 Jeremias Schandtel, 1564 (†) Hans Schmitzer, 1591 Die­ther Spod, 1705/21 Hans Michael Kayser (er dürfte mE mit Johann Michel Keyser identisch sein, der die Mühle am 12.10.1768 er­steigerte und 1703 einen Erbbestandsbrief erhielt), bis 1814 (†) Joh. Minck 352.

 

1584 ließ als die Stadt einen neuen Mühlbau und Ablaß machen, der über 520 fl kostete 353. 1594 errichtete im Inneren der Stadt der Vogt und Kammerschreiber Nikolaus Großhans eine neue Getreidemühle 354.

 

Der aus Annweiler stammende Müllerssohn Johann Michell *Keyßer ersteigerte am 12.10.1698 einen 6jährigen Temporalbestand an der Stadtmühle in Annweiler und erhielt 1703 einen Erbbestandsbrief über die herrschaftliche Stadtmühle in Annweiler durch die Rentkam­mer Zweibrücken ausgestellt; Keyser zahlte für die Übernahme der Mühle 850 Gulden und eine jährliche Erbpacht von 24 Ma Weizen und 66 Malter Korn, zusammen also 90 Malter und für ein gutes Mühlschwein in bar jährlich 12 Gulden 355. Damit Key­ser die hohe jährli­che Erbpacht erbringen kann, waren Annweiler und Sarnstall in die Mühle gebannt 356.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Bergzabern von 1756 ist sie wie folgt beschrieben: “an der Queich hat 3 Wasserräder für 3 Mahlgänge und 1 Schälgang; sie ist Bannmühle für Annweiler und Sarnstall mit 300 Familien; Pacht: 66 (!) Malter Korn, 24 Malter Spelzenkerne und 12 fl.” 357.

 

Heinrich *Pfeifer († vor 1743) war Stadtmüller in Annweiler; er ist der Vater der Anna Margreth Pfeifer (∞ 18.4.1717 in Contwig den Jo­hann Balthasar Weber (Sohn des Müllers in Contwig Johann Jakob *Weber) 358. 1742-1744 kam es zur Versteigerung der Pfei­ferschen Mahlmühle zu Annweiler 359.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 heißt es zu der Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Bergz­abern gehörte: „Die Annweiler Stadt Mühl [hat] 3 Waßerräder, welche 3 Mahl- und einen im Trilles laufenden Scheelgang trei­ben; [gibt] 12 fl an Geld, 24 Mltr Kernen, 66 Mltr Korn. Sarnstall und Annweiler aus 300 fam. bestehend sind dahier gebannt“ 360.

 

1781 kam es zu Baumaßnahmen zur Verbesserung der Stadtmühle Annweiler bezüglich des Hinterwassers 361.

 

Um 1790-1792 wollte der Stadtmüller Jacob *Denzer in Annweiler eine Ölmühle errichten 362 und hierzu die in seinem
Eigentum stehende Lohmühle, gelegen gegenüber der Stadtmühle, in eine Ölmühle umwandeln 363.

 

In der „Neue Speyerer Zeitung“ heißt es am 12.3.1818: „Die Erben des verstorbenen Müller Jacob Denzer sind gesonnen [..] ihre in der Stadt Annweiler gelegene Mühle samt Zubehörde [...] versteigern zu lassen. Solche besteht in einem bequem angelegten zweystöckig­ten Wohnhauß, gelegen an der Hauptstraße, enthaltend mehrere größere und kleine Zimmer, Kammern, und zwey Küchen, sieben Spei­cher. Einer dazu gehörigen großen Scheuer, drey Kellern, großen Hof, mehrere Stallungen [...]. Ins besondere auch aus ei­ner Mahl-Müh­le mit 3 Gängen und einer Oehl-Mühle mit einem Gang.“ 364.

 

Am 8.2.1827 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Versteigerung der Stadtmühle Annweiler annonciert: „Auf Anstehen von Elisa­betha Ehemann Wbt. des verlebten Franz *Breitling gewesener Müller in Annweiler, und von Andreas *Bähr, Müller auf der Spi­talmühle bey Landau, als Nebenvormund der minderjährigen Kinder des Verlebten; Soll den 26ten März nächsthin, in Gemäßheit ho­mologierten Familienrathsbeschluß vom 7ten December 1826 [...] Zur Versteigerung [...] der in die Verlassenschaftsmasse des ge­nannten Breitlings gehörige Mühle mit drey Mahl- und einem Schälgang, auch Oehlmühle, nebst Scheuer, Stallung und Hofraith, ge­nannt die Annweiler Stadtmühle [...] geschritten werden.“ 365.

 

Am 14.7.1837 wird die Nachlaßversteigerung der Mühle angekündigt: „...lassen die Witwe und bevormundeten minnorennen Erben des zu Annweiler verlebten Müllers, Johann Frank, der Erbvertheilung und Untheilbarkeit halber …. versteigern: 1) Eine mitten in der Stadt Annweiler an der Queich gelegene neuerbaute Mahlmühle, bestehend aus drei Mahlgängen und einem Schälgange, sammt den dazu gehörigen Mühlwerkzeugen und Geräthschaften, wozu eine schöne und geräumige mit der Mühle verbundene Wohnung, Scheuer, Stal­lungen und sonstigen Oeconomiegebäude gehören. 2) Eine auf der anderen Seite der Queich visa vis dieser Mühle ste­hende Oehlmühle mit 2 Pressen und allem sonstigem Zugehör. 3) Eine in der Stadt Annweiler stehende, zu einer Spinnerei eingerich­tete Walkmühle“ 366.

 

Im Neustadter Wochenblatt vom 16.9.1842 heißt es: „... läßt Herr Georg Jakob Clauß, Müller in Annweiler, nachbeschriebene ihm ei­genthümlich zuständige, im Banne von Annweiler gelegene Liegenschaften freiwillig … versteigern, nämlich: 1) Eine zu Annweiler an dem Queichbache gelegene, nach neuster Art eingerichtete Mahlmühle mit drei Mahl- und einem Schälgange, eine neue Oehlmühle, nebst Wohnhaus und Nebenbau mit 11 Zimmern, wovon 6 tapezirt, ein großer Salon mit Balkon, Küche, Brennhaus ...“ 367.

 

Literatur/Urkunden:

- KSchA Zw Rep. IV Nr. 59: Stadtmühle Annweiler: Verbesserung der Annweiler Stadtmühle bezüglich des Hinterwassers

- KSchA Zw Rep IV Nr. 59 fasc 3827: Stadtmühle Annweiler: Capitalbrief auf die Stadt Annweiler = LA Speyer Best. B14 Nr. 5:

- LA Speyer Best. 14 Nr. 5 (früher KSchA Zw Nr. 59): Verbesserung der Annweiler Stadtmühle bezüglich des Hinterwassers 1781

- LA Speyer Best. B2 Nr. 691 3: „Versteigerung der Pfeiferschen Mahlmühle zu Annweiler, 1742-1744“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 691 7: „Die von Stadtmüller Denzer zu errichtende Ölmühle zu Annweiler, 1790-1792“

- Veit, Peter: Alte Stadtmühle. - In: Südliche Weinstraße: Heimat-Jahrbuch. - 34 (2012), S. 63-66

 

 

- Wachtelsmühle:

zwischen Annweiler und Sarnstall bestand seit der Mitte des 16. Jh. eine Schleifmühle und ihr gegenüber eine Walkmühle, die Eigen­tum der Stadt war. Diese Hammerschmiede lag vor dem Westtor der Stadt Annweiler 368. Von welcher dieser Vorgängermühlen der Name 'Wachtelsmühle' stammt, wird in der Literatur unterschiedlich angegeben. Jaffé 369 weist den Namen einerseits der alten Schleifmühle, andererseits auch der ihr gegenüber auf dem anderem Ufer der Queich liegenden Walkmühle zu.

 

Die Stadt verkaufte die gegenüber der Hammerschmiede liegende Walkmühle 1594 an den Müller Matthias Küchlin, von dem sie dann an den Heidelberger Bürger und Zimmermann Hans Wachtel (daher der Name Wachtelsmühle), 1626 an Hans Hiller von Al­bersweiler, 1629 an den Annweiler Schultheißen Velten Lang und wieder 1633 an den Müller Hans Hiller kam. 1648 war die Mühle ganz verfallen. 1669 kam sie in den Besitz von Johann (Hans)Peter *Kayser/Keyser (Hammerschmiede, Öl- und Lohmühle). An Weihnachten 1711 brannte das Mühlgebäude völlig ab. Der Besitzer Franz Henrich Foltz/*Voltz aus Annweiler baute sie wieder auf (Lohmühle und Hanfrei­be) und übertrug die Wappenschmiede 1722/31 an Heinrich Gienanth, der auch Weinausschank betrieb. Foltz verkaufte auch die gegen­über, auf dem anderen Ufer der Queich liegende, ehemalige Walkmühle 1732 an den Papiermüller Johann Georg *Maurer aus Schwar­zenacker, der nun eine Papiermühle errichtete. Die Einrichtung der früheren Wappenschmiede verblieb dagegen bei dem Verkäufer Foltz, der 1731 beantragte ihm die Errichtung einer Wappenschmiede in Rinnthal (s. Obere Mühle) zu genehmigen und dabei darauf verwies, daß er die Einrichtung für eine Waffenschmiede habe er von der verkauften Wachtelsmühle in Annweiler habe 370.

 

Um 1633 war die „alte Schleifmühle“ [s. dort] derart herunter gekommen daß dessen Erben des vormaligen Waffenschmieds Hein­rich (2) Spohn die Mühle räumten und diese dem weiteren Verfall überließen. Viele Jahre lang versuchte die Stadt Annweiler den Platz der verfallenen Mühle zu verpachten. Erst 1666 brachte der Schmied Hans Peter Kayser diesen in seinen Besitz, um darauf eine Hammer­schmiede, Öl- und Lohmühle zu errichten 371. Kayser versuchte auch eine Genehmigung zum Bau einer Mahlmühle zu be­kommen. Über diesen Antrag kam es am 14.10.1692 zu einer Verhandlung vor dem Stadtrat in Annweiler und zur Vernehmung von vier älteren Einwoh­nern von Annweiler als Zeugen, nämlich von Hans Jakob Bosch, Hans Georg Dentzer, Johannes Klein, Nikolaus Bosch. Diese bezeugten übereinstimmend, daß auf dem Platz der nunmehrigen Walkmühlen vor ca. 50 Jahren eine Getreidemühle ge­standen hatte. Der Müller Kayser erhielt daraufhin die Genehmigung zur Errichtung einer Getreidemühle 372. Der Müller Johann Peter Kayser machte von dieser Genehmigung keinen Gebrauch. Vielmehr verkauften am 19.3.1696 „Johann Peter Kayser und Anna Ca­tharina[,] beede Eheleute“ an de­ren Sohn „Johann Michel Kaiser [s. Johann Michael *Keyser] und Anna Margaretha dessen Hausfrau die Hammerschmit, die Wachtels­mühl vorher genannt, gelegen an der Straße gegen Sarnstall, ringsherumb die Queich“, ... „Mehr verkauft gedachte Aelteren ihrem Sohn Joh. Michel Keyser und dessen Hausfrau eine nächst daran gelegene Lohmühle, so auch mit der Queich umgeben und dan drittens die Ohligmühle auch nechst hieran gelegen“ 373.

 

Auch Johann Michael *Keyser versuchte eine Getreidemühle in der „sogenannten Wachtels, anjetzo Kaysersmühl“ genannten Mühle zu errichten, sah jedoch von diesem Vorhaben ab, als er am 16.1.1698 die Chance hatte, die vor dem Osttor der Stadt Annweiler am rech­ten Ufer der Queich gelegene sog. Bernsbacher Oelmühle, deren Besitzer Johann Jakob Seebach in Konkurs geraten war, in öf­fentlicher Versteigerung käuflich zu erwerben 374.

 

Am 10.2.1710 verkauften der Müller Johann Michael *Keyser und dessen Ehefrau Anna Christina NN. die Wachtelsmühle, nämlich die Ohligmühle, nebst der gegenüberliegenden Hammerschmiede und daran gelegenen Lohmühle an eine Eigentümergemeinschaft beste­hend aus Ludwig Paque [Anm. d. Verf.: Johann Ludwig *Pasquay] und dessen eheliche Hausfrau Anna Elisabeth [Anm.: geb. Keyser, Tochter der Verkäufer], Franz Heinrich *Foltz und dessen eheliche Hausfrau Catharina 375 und Ludwig Foltzer sowie dessen Ehefrau Jo­hanna Juliana 376.

 

Am Weihnachtstag 1711 brannten die Mühlengebäude vollständig nieder. 1724 erwarb Franz Heinrich Foltz von seinen Miteigentü­mern deren Anteile an der Wachtelsmühle für 215 Gulden und ließ 1724 an gleicher Stelle einen Neubau errichten, in welchem er eine Wap­penschmiede, Lohmühle und Hanfreibe einrichtete. Eine obrigkeitliche Erlaubnis hierzu hatte er nicht beantragt. Der dama­lige pfalz-zweibrückische Vogt in Annweiler, Lienur regte daraufhin bei der Regierung in Zweibrücken an, nicht nur die Erbpacht deutlich er erhö­hen, und belegte zudem den Müller Foltz mit einer Strafe von 50 Talern wegen unbefugter Errichtung des Neubaus. Herzog Gustav Sa­muel Leopold von Zweibrücken setzte daraufhin zur Regelung der Pachthöhe eine Kommission ein, der zwei Bergz­aberner Zimmerleute namens Schönborn und Bentzinger und zwei Müller, Balthasar *Lorch und Johann Adam *Langheintz an­gehörten 377. Mit deren Vor­schlag zur Erhöhung der Erbpacht war Franz Heinrich Foltz nicht einverstanden, so daß es zu einer mehre­ren Jahre andauernden Aus­einandersetzung und auch einmal zur Zwangsvollstreckung gegen Foltz kam. Mit Schreiben vom Februar 1732 teilte Foltz der Regierung in Zweibrücken mit, daß ihm die Verschleppung der Entscheidung sowie die Zwangsmaßnahmen der Regierung, die seinen Betrieb schon seit einigen Jahren zum Teil ganz zum Stillstand gebracht hätten, das Mühlwerk dermaßen ver­leidet hätten, daß er es aus Ver­druß mit einem großen Schaden an den Papiermüller von Schwarzenacker, Johann Georg *Maurer ver­kaufen wolle, wozu er um herr­schaftlichen Consens nachsuchte 378.

 

Auch Johann Georg *Maurer beantragte die herrschaftliche Genehmigung zum beabsichtigten Kauf und zum Umbau der Wachtels­mühle zur Papiermühle. Mit Schreiben vom 2.9.1731 stimmte die pfalz-zweibrückische Regierung dem Antrag zu, unter der Bedin­gung, daß durch den Bau einer zweiten Papiermühle im Herzogtum, der ersten Papiermühle in Schwarzenacker kein Schaden ent­stünde. Im Ann­weiler Kontraktenbuch ist der Kaufvertrag vom 17.1.1732 beurkundet. Es verkauft der „Franz Heinrich Foltz und des­sen eheliche Haus­frau Maria Katharina ihre eigenthümliche sogenannte Wachtelsmühle an Georg Maurer und Anna Katharina dessen eheliche Hausfrau ..“ für 2200 Gulden 379.

 

Auch Maurer sah sich sogleich mit dem Erwerb der Wachtelsmühle in Auseinandersetzungen mit der Zweibrücker Regierung ver­wickelt. Weil man ihm im Entwurf des Erbbestandsbriefs, der Maurer am 27.3.1732 zur Unterschrift aushändigt worden war, eine mögliche Be­lastung seines Eigentums durch Hypotheken untersagen wollte und die Leibeigenschaft seiner Person nicht aufheben wollte, weigerte sich Maurer, diesen Revers zu unterzeichnen. Hinzu kam, daß die Kaiserliche Kommission Sequestrationskommissi­on, welche bis zur endgültigen Regelung der Thronfolge im Herzogtum Zweibrücken die Regierungsgeschäfte leitete, von ihm die Zahlung eines Laudemi­ums und die Entrichtung des sog. Halbbatzengeldes verlangte. Da Maurer aber bereits Bürger der Stadt Ann­weiler geworden war, pro­testierte der Rat der Stadt Annweiler wegen die Forderung unter Berufung auf die städtischen Privilegien von 1219. Zu diesen gehörte auch die Zollfreiheit, wofür Maurer 100 Gulden als Kaution gestellt hatte. Die Regierung in Zwei­brücken erließ darauf die Forderung auf Zahlung des Laudemiums, bestand aber weiterhin auf der Entrichtung des Halbbatzengeldes. Auch nach lange andauernder Auseinan­dersetzung blieb Maurer auch 1735 bei seiner Weigerung, denn er werde von der Stadt recht­lich als Eigentümer behandelt und werde dort zur Schatzung von 20 fl jährlich herangezogen, wovon alle sonstigen Erbbeständer im Herzogtum befreit seien. Im übrigen habe er die Mühle vom Verkäufer Foltz als Eigentumsmühle und nicht als Erbbestandsmühle ge­kauft. Die Regierung verwies dagegen darauf daß er sich wegen solcher Ansprüche an den Verkäufer Foltz halten müsse. Schließlich unterzeichnete Maurer am 15.2.1738 den Erbbe­standsrevers. Der Verkäufer Foltz, den nunmehr der Verkauf der Wachtelsmühle reu­te, wollte diesen rückgängig machen. Da sich Mau­rer dem verweigerte, kam es zu Streitigkeiten mit Foltz, der inzwischen Holzflöße­rei auf der Queich betrieb. Maurer habe Änderungen an den Stauanlagen der von ihm betriebenen Mühle vorgenommen, wodurch es zu Überschwemmungen der Wiesen bis Sarnstall ge­kommen sei, während umgekehrt dieser dem Foltz vorwarf, durch übermäßiges Holzflößen starke Beschädigungen des Bachstaden und hierdurch die Überschwemmungen verursacht zu haben. Es kam zu Untersu­chungen durch Sachverständige und jahrelange Auseinan­dersetzungen 380.

 

Diese und weitere Auseinandersetzungen (u.a. wegen Beeinträchtigung des für die Rohstoffversorgung der Papiermühle erforderli­chen Lumpensammelns in der Herrschaft Guttenberg u.ä.) hatten die Vermögensverhältnisse Maurer immer mehr verschlechtert. Maurer hat­te, obwohl ihm dies durch den Erbbestandsvertrag ausdrücklich untersagt war, bereits am 2.4.1732 und nochmals am 2.5.1733 zur bes­seren Fortführung der Papiermühle, bei dem Zweibrücker Kauf- und Handelsmann Antonio Cetto ein Kapital von je­weils 300 Gulden auf­genommen, das mit jährlich 100 Gulden inkl. Zinsen rückzahlbar. Durch die Auseinandersetzungen um die Pa­piermühle und die ungenü­gende Rohstoffversorgung, kam Maurer der Rückzahlungsverpflichtung nicht mehr nach. Antonio Cetto betrieb daraufhin die Zwangs­versteigerung der Wachtelsmühle. Inzwischen war Maurer am im Alter von 77 Jahren am 24.10.1748 verstorben 381.

 

1751 ging die Papiermühle im Erbbestand an den Zweibrücker Amtmann Johann Michael *Ehrmann über. Als Papiermüller saßen auf der Mühle: 1751/77 Johann Friedrich (2) *Lorch aus Neustadt, dann dessen Witwe, anschließend bis 1792 der Papiermüller Sau­ter († 1792), 1799/1804 Johann Jakob *Röderer aus Wasselnheim im Elsaß (Wasselonne), dem bis 1815 seine Tochtermänner Johann Niko­laus Jäger aus Barbelroth und [Anm. d. Verf.: und nach dessen Tod, ∞ II mit Johann Frantz Sauter] 1815/25 Johann Franz *Sau­ter folg­ten 382.

 

Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wurde am 2.12.1826 die Versteigerung der Papiermühle für den 2.12.1826 annonciert: „Auf Betrei­ben von 1) Heinrich Engelhard, Gastwirth, wohnhaft zu Sarnstall; 2) Daniel Heß Gastwirth 3) Johannes Bettillon, Gastwirth, und 4) Ja­cob Pasquay 383, Rothgerber, diese drey wohnhaft zu Annweiler, […] Kläger auf Zwangsversteigerung, gegen ihre Schuldner: 1) Su­sanne Rö­derer, früher Witwe von Nicolaus Jäger, im Leben Papierfabrikant, wohnhaft zu Annweiler, sowohl in eigenem Namen als auch als Mit­erben zu den Verlassenschaften ihrer drey in erster Ehe mit dem verlebten Nicolaus Jäger erzeugten nunmehr ohne De­scendenten ver­storbenen Kinder: Susanna, Ludwig und David Jäger; 2) Johannes Sauter, Papierfabrikant, wohnhaft zu Annweiler, als gesetzlicher Vor­mund über seine in der Ehe mit Susanna Röderer erzeugten Kinder, diese als Miterben zu den Verlassenschaften ihrer oben genannten verstorbenen Halbgeschwister, sodann in eigenem Namen als Nutznießer der denselben anerfallenen Vermögensant­heile [...], wie folgt: 1) Section C Nro. 613. ein zweistöckiges Gebäude und Papiermühle mit zwey Gängen, sammt Scheuer, Holz­schopp, Stallungen, Hofge­ring [...], gelegen im Bann von Annweiler an der Landstraße gegen Sarnstall zu ...“ Weiter heißt es: „Vor­beschriebene Liegenschaften wurden durch Nicolaus Jäger und Susanna Röderer, von Johann Jacob Röderer acquirirt, vermög gehö­rig registrirter Urkunde errichtet vor Notar Besse am 11ten July 1810. [...] Sämmtliche Liegenschaften werden von der Schuldnerin Susanna Röderer und ihrem zweiten Ehemanne Johannes Sauter selbst besessen und benutzt.“ 384.

 

1826/29 betrieb der Papierfabrikant Johann Erhard *Goßler aus Frankeneck die Wachtelsmühle, 1829/67 Peter August *Michel († 1867), der mit einer Tochter Goßlers verheiratet war, dann dessen Söhne Erhard und Karl Michel. 1867 wurde die Papiermühle ver­steigert. 1906 kaufte Felix Schöller zu Burg Gretsch bei Osnabrück die Mühle, die 1911 teilweise abbrannte. Aus der Konkursmasse der Familie Michel ging sie an Julius Theobald Clauss, Malzfabrikant in Landau, über, von dem sie 1912 der Fabrikant Otto Pörrin­ger erwarb 385.

 

Müller auf der Wachtelsmühle waren:

- 1732-24.10.1748 Maurer, Johann Georg (ca. 1671-24.10.1748)

- 1748-1751 Maurer, Johann Konrad: Sohn von Johann Georg *Maurer; Papiermüller auf der Wachtelsmühle; diese wird 1751 ver­steigert (Ersteigerer war Antonio *Cetto); Eheschließung am 21.6.1740 in Annweiler (oder Böchingen) mit Christine Wilhelmine Charlotte Sebas­tiani (Tochter des Pfarrers Johann Heinrich Sebastiani) 386.

- Cetto, Antonio: um 1751; aus Zweibrücken; er ersteigerte 1751 die Wachtelsmühle (heute Papierfabrik Poerringer) im Queichtal an der Straße von Annweiler nach Sarnstall. Cetto verkaufte die Mühle an den Amtmann J. M. Ehrmann 387.

- Lorch, Johannes (Johann): † 1777; aus Neustadt; Sohn des Friedrich *Lorch; er übernahm (als Pächter?) von Amtmann J. M. *Ehr­mann die Wachtelsmühle bei Annweiler (heute Papierfabrik Poerringer); Vater des Johann Friedrich *Lorch 388.

- Lorch, Johann Friedrich: um 1777; Sohn des Johannes (Johann) Lorch; er übernahm nach dem Tod seines Vaters 1777 die Papier­mühle Wachtelsmühle bei Annweiler (heute Papierfabrik Poerringer) 389.

- Goßler, Johann Erhard: ab 1829; aus Frankeneck; über übernahm 1829 die Papiermühle Wachtelsmühle bei Annweiler (heute Papierfa­brik Poerringer) 390; seine Tochter Luise Goßler ∞ den Peter August *Michel heiratete. Goßler kaufte die Mühle für sei­nen Schwiegersohn Peter August *Michel

- 1829-1867 Peter August Michel († 1867)

 

Auf der Wachtelsmühle erscheinen folgende weitere Personen:

- 1738 Heinrich/Henrich Hunziker/*Hunsinger/Huntsecker als Lumpensammler 391.

 

Abbildungen:

- Ansicht der Stadt Annweiler [m.E. von Nordwesten gesehen] um 1800 eines unbekannten Künstlers; abgedruckt bei Frey: Günter: Türme, Tore, Mauern: Annweiler eine alte Stadt; in Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz, 110. Band, 2012, S. 87, 107 [Anm. d. Verf.: das Gebäude im Vordergrund weist 2 Mühlräder auf; es dürfte sich hierbei um die Wachtelsmühle handeln]

 

Photo:

- Weber: Mühlen besonderer Art, S. 86, Filtermasse und Filterpapierfabrik Otto Poerringer in Annweiler, gegründet als Pa­piermühle, genannt Wachtelsmühle, im Jahr 1732 von Georg Maurer aus Wörschweiler

 

Literatur/Urkunden:

- Jaffé, Albert: Die Annweiler Wachtelsmühle; in: Pirmasenser Geschichtsblätter. - 8 (1933), S. 41-44, 47-48, 49-52, 54-56. - Ill. - (Die Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken ; 4)

- LA Speyer Best. B2 Nr. 691/4: „Wachtelsmühle zu Annweiler, 1734-1740“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 691/5: „Papiermühle zu Annweiler, 1732-1753“

- LA Speyer Best. H31 Nr. 183 Z 2290: Stau- und Triebswerksanlage der Papiermühle Otto Poerringer in Annweiler mit Plänen, 1924-1939

 

 

- Walkmühle:

die Mühle lag in der Stadt Annweiler 392.

 

Die Walkmühle wurde 1591 an Ulrich Mohler um jährlich 8 fl verliehen 393. An Weihnachten 1607 wird die Walkmühle bei der Lagebe­schreibung eines Grundstücksverkaufs in Annweiler erwähnt. An diesem Tag verkauft vor Bürgermeister und Rat in Annweiler der Bürger zu Annweiler, Kaspar Brandis, an die Pflege Eußerthal seine Behaußung in Annweiler, „bei der Walckmühlen gelegen“ 394. 1663 beklagt­e sich der reformierte Pfarrer Candidus, daß auf Sonntag oder Feiertag zwischen den Predigten die Wollweber walkten, was vom Stadtrat abgestellt wurde 395.

 

1837 war die Walkmühle zu einer Spinnerei eingerichtet und gehörte den Erben des verstorbenen Müllers auf der Stadtmühle Ann­weiler, Johann Frank 396.

 

 

- Walkmühle (später Kabigmühle):

zwischen Annweiler und Sarnstall bestand seit der Mitte des 16. Jh. eine Schleifmühle [s. *Alte Schleifmühle, Wachtelsmühle] und ihr gegenüber eine Walkmühle, die Eigentum der Stadt war 397. Es muß sich bei der Walkmühle um eine alte ehemalige Schleifmühle han­deln, die 1628 von den Hugenotten in Besitz genommen und zur Walkmühle gemacht wurde. Sie war später Lohmühle (Kabig­mühle) 398.

 

Die Walkmühle wurde von der Stadt Annweiler 1594 für 50 fl an den Müller Mathias Küchlin verkauft und dessen Ehefrau Eva NN. ver­kauft, mit der Genehmigung zu Erweiterung um einen Hirsen- und Gerstenmühle. Küchlin verkaufte diese Mühle bereits am 3.11.1602 an Veit *Keller 399. Der aus Heidelberg stammende Zimmermann Veit Keller veräußerte die Walkmühle bereits vor 1695 an den Müller Stephan Storr. Dieser Storr erhielt am 2.1.1605 einen Erbbestandsbrief seitens der pfalz-zweibrückischen Regierung 400.

 

Nachfolger des Stephan Storr war ab 1608 der Hans Wachtels, der 1608 gegen Entrichtung von 6 fl Bürgergeld das Bürgerrecht in Ann­weiler erhielt. Nach ihm ist noch heute die später auf dem Gelände errichtete Papiermühle als Wachtelsmühle benannt. 1627 wur­de in dem Gebäude der Walkmühle von Hans Heller aus Albersweiler eine Getreidemühle mit einem Gang eingerichtet. Hans Heller zahlte eine jährliche Mühlpacht von 1 fl 3 bz 401.

 

Dieser Hans Heller hatte 1627 seine in Albersweiler gelegenen Güter gegen die Walk- und Würzmühle Annweiler eingetauscht und bean­tragte am 5.11.1627 bei der herzoglichen Verwaltung, unter Hinweis auf den schlechten Zustand der Mühle, man möge ihm deren Um­wandlung in eine Mahlmühle gestatten. Er begründete dies damit, daß die Stadtmühle in Annweiler nicht mehr dem Bedarf der Bevölke­rung genüge und diese bereits außerhalb in Wernersberg, mahlen lasse. Er wies in seiner Bittschrift weiterhin daraufhin, daß er gelern­ter Müller sei, während der Inhaber der Stadtmühle Hans Georg Acker, aus Unkenntnis des Berufs, seinem Mühlarzt alles überlassen müsse. Die herzogliche Verwaltung ließ durch die pfalz-zweibrückischen Amtsleute Philipp Streiff von Lauenstein und Nikolaus Thyson einen Bericht erstellen, der ablehnend ausfiel. Dennoch wurde dem Hans Heller die Konzession zur Errichtung einer Mahlmühle mit ei­nem Gang erteilt 402.

 

Bereits 1629 ging diese Getreidemühle in den Besitz des Schultheißen von Annweiler, Veltin Lang, über. 1633 verkauften dessen Er­ben dann die Mühle zum Preis von 400 fl an einen Müller namens Hans Hüller. Er litt erheblich unter den Drangsalen des 30jährigen Krieges, wurde von französischen Soldaten angeschossen, konnte die Pacht nicht zah­len und auch ein ihm von den Pfarrern in Leinsweiler und Frankweiler gewährtes Darlehen von 140 fl zurückzahlen. 1648 war die Mühle völlig verfallen, Balken und Ziegeln der ehemaligen Mühle wurde am 22.5.1648 versteigert 403.

 

Den leeren Mühlenplatz erwarb 1663 der Schmied Hans Peter *Kayser, der darauf eine Hammerschmiede nebst Öl- und Lohmühle er­richtete. Er ist derselbe, der 1666 auch den Platz der ehemaligen, gegenüber der Walkmühle auf dem anderen Ufer der Queich gelege­nen Platz der ehemaligen Schleifmühle gekauft hat 404.

 

Urkunden/Literatur:

- Vogelgesang, H.: Die Walkmühle zu Annweiler; in: "Die Rheinpfalz", Ausgabe Landau vom 2.-4.1.1963

 

 

 

 

 

Antesmühle / Hunsrück:

s. Sienhachenbach

 

 

 

 

 

Appelbach (Gewässer):

der Bach entspringt im Nordpfälzer Bergland südwestlich des Donnersberges, etwa ein Kilometer nordöstlich von Falkenstein an der Westflanke des Kübelbergs auf einer Höhe von 395m ü. NN. Von hieraus fließt er vorrangig in nördliche Richtungen. Nach dem er die Ortschaften Würzweiler, Gerbach, St. Alban, Gaugrehweiler, Oberhausen an der Appel durchflossen hat, erreicht der Appelbach die Rheinhessische Schweiz. Im nun engen Tal liegen Münsterappel, Niederhausen an der Appel, Tiefenthal, Neu-Bamberg. Zwi­schen Neu-Bamberg und Wöllstein geht das Pfälzer Bergland in das Rheinhessische Hügelland über. Unterhalb von Wöllstein mün­det der Dunzel­bach, der mit einem Einzugsgebiet von 30,3 km² der wichtigste Nebenfluss des Appelbachs ist. Im Unterlauf werden noch Badenheim, Pfaffen-Schwabenheim und Planig durchflossen bevor der Appelbach gegenüber von Bretzenheim auf 98 m ü. NN rechtsseitig in die Nahe mündet. Auf seinem 39,6 km langen Weg überwindet der Appelbach einen Höhenunterschied von 297 m, was einem mittleren Sohlgefälle von 7,5 ‰ entspricht. Er entwässert sein 174,615 km² großes Einzugsgebiet über Nahe und Rhein in die Nordsee und ge­hört deshalb zum Flußsystem des Rheins. Wichtigster Nebenfluss ist der Dunzelbach mit einem Einzugsgebiet von 30,3 km². Weitere Nebenflüsse mit einem Einzugsgebiet von mehr als 10 km² sind Gerbach, Gutenbach und Ellerbach 405.

 

 

 

 

 

Appenhofen / Südpfalz:

OT von Billigheim-Ingenheim, VG Landau-Land, Lk Südliche Weinstraße; gehörte zum kurpfälzischen Unteramt Landeck 406; zur Gemein­de gehört die Obermühle und die Untermühle 407; das Dorf liegt am Kaiserbach

 

Mühlen:

Henrich Friedrich *Martin (geb. um 1707 in ++++, konf. 1721) war Müller in Appenhofen +++klären: welche Mühle++++. Sein Va­ter war vermutlich Balthasar Martin, ab 1711 kurpfälzischer Einnehmer in Appenhofen († 15.12.1728 Appenhofen im alter von 56 J. 2 M.) und der Anna Maria NN. (diese lebt als Witwe noch 1737. Eine Patenschaft verweist auf Nicolaus *Martin (ebenfalls Müller, 8.3.1690 Edenkoben – 10.1.1757 Appenhofen) 408.

 

- Bischof-Mühle:

s. auch Obermühle

 

die Mühle liegt in Mühlstraße 18 in Appenhofen; die Mühle ist eine moderne Getreidemühle zur Herstellung von Roggen- und Weizen­mehlen mit 7 Walzenstühlen und 2 Plansichtern und einem Mühlenladen 409. 2002 erfolgte der Neubau eines Mehlsilos mit Verla­dung und Chargenmischanlage 410. Die Bischofmühle ist die letzte noch mahlende Mühle am Kaiserbach.

 

In einer Annonce im Eilboten Landau vom 8.5.1858 wird als Müller in Appenhofen genannt der Adam Bischoff 411.

 

Literatur:

- Kleiner, Paul: Mühlen am Kaiserbach: Mühlengeklapper; in: "Die Rheinpfalz" / Pfälzer Tageblatt, Nr. 118 vom 23.5.2007, Beil. Marktplatz regional (Bischoffsmühle Appenhofen)

 

 

- Kreutzmühle:

die ehemalige Kreutzmühle liegt nordöstlich außerhalb von Appenhofen am Kaiserbach in Richtung auf Billigheim-Ingenheim.

 

Mühlenwanderweg:

- Internetdatei: http://www.wanderkompass.de/wanderweg/sudliche-weinstrasse/landau-land-wanderroute-2.html: Bachlehrpfad am Kaiserbach von der Kaisermühle bis zur Pfalzgrafenmühle bei Billigheim

 

Literatur/Urkunden:

- Kleiner, Paul: Mühlen am Kaiserbach: Mühlengeklapper; in: "Die Rheinpfalz" / Pfälzer Tageblatt / W. - 63 (2007), Nr. 49, Beil. Marktplatz regional (Kreuzmühle bei Appenhofen).

 

 

- Obermühle:

am 13.11.1554 kommt es zu einem Gültverkauf in Appenhofen. Nikolaus Hewgel der Junge von Billigkheym verkauft der Kirche zu Ley­merßheym 11/2 fl. jährliche Gült aus seinen Gütern bey der steinen brucken, uff der steingasse und uff der multen zu Appenhofen 412. 1586 kommt es zu einem weiteren Gültverkauf in Appenhofen, wobei die oben am Dorf gelegene Mühle zur Absicherung des Käufers dient 413. In der hierüber verfaßten Urkunde vom 15.1.1586 heißt es u.a.: „Ich Petter Rauhart Schultheis zu Appenhofen, und wir nach­benannten Lorentz Wentz, und Nickel Peter Scheffen deß Gerichts daselbsten bekennen mitt diesem Briefe das vor uns er­schienen sindt Joachim Heber Appolonia sein Eheliche Hausfrauen, [...] , Jacob Heber Eua sein Eheliche Hausfrauen Reychart Heintz Clara sein Eheli­che Hausfrauen, alle wonhaft zu Steinweiler, die bekandten sich offentlich das sie samptlich auß gehabter Vorbetrach­tung von we­gen Ires besseren Nutzen haben verkaufft für sich und Ire Erben [...] mitt Crafft diß Briefs, und uff ein abläßigen Kauff zu kauffen geben dem erenhaften Johannes Faulhaber Schaffner des Stifts Clingenmünster seinen Nachkommen und Rechtmessigen Innhalter diß Briefs Namlich funnfhalben Gulden Geltz Järlich Gilten eines Jeden Jars samenschafft unterschrift von einer Handt ohne allen Costen und Schaden genannts Kauffers und Innhalter Briefs, auß zurichten und zu bezalen zu Sanct Martini deß Heiligen Bischoffs tags, daran soll die Verkauffer oder Ire erben nitt hinderen […] uff das aber der Kauffer noch Innhalter diß Briefs gemelter jährlichen Gilten und deß Hauptgeltz gesichert mögen sein, so haben die Verkäuffer mitt verwilligung Ihrer Mutter, sie Hebers seli­gen gelassen Wittib Ellsbeth, [...] die Besserung an Ihrer Milen zu Appenhofen oben am Dorff gelegen zwischen der Bach und dem Gemeinen von St. Johann ...“ 414

 

Der kurpfälzische Mühlenbericht vom 6.4.1768 über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Ger­mersheim beschreibt die Mühle folgendermaßen: „Andreas *Bischoff Bürger und Gerichtsmann zu Appenhofen besitzet dermah­len die daselbstige Obermühl eigenthümlich,übergibt der Endes in Abschrift sub. Nro.14 anliegenden Kaufbrief [Anm. d. Verf.: ist in der Urkun­de nicht erhalten], solche hat 2 Waßer Räder durch welche 2 Mahl und 1 Schehlgang, sodann die Ohligmühl wechsel weis als zwarn ge­trieben werden, wann die Ohlig Mühl gehet, als dann der eine Mahlgang still stehen muß, auf gleiche weis [...] auf dem anderen Mahl und Schehlgang zu verstehen seyn, gibt jährlich in das Stift Clingenmünster 4 fl 30 Xer Wasserfall Zinß, sonsten aber außer der ge­wöhnlichen Schatzung nichts .“ 415

 

Bischof war um 1791 Schultheiß von Appenhofen und ist zwischen 1791 und 1793 vor den französischen Truppen emigriert 416. Ein „An­dreas Bischof, Müller, ∞ mit Eva NN. ist am 22.12.1793 als Emigrant in Bil­ligheim erwähnt 417.

 

Urkunden/Literatur:

- Brauner, August: Die Obermühle in Appenhofen; in: "Die Rheinpfalz", Ausgabe Landau vom 25.1.1962

- Brauner August: Die Bischoff-Generation in Appenhofen und ihre Obermühle; in: Heimatjahrbuch Landkreis Südliche Weinstraße 1979, S. 128-139

 

 

- Untermühle:

der kurpfälzische Mühlenbericht vom 6.4.1768 über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Ger­mersheim beschreibt die Mühle folgendermaßen: „ Conrad *Jacob Bürger zu gemehltem Ap­penhofen hat die daselbige Unter­mühl erb­beständig von dem Herrn Grafen von Degenfeld, ererbet von dessen Vater Peter Jacob, ist ebenmäßig mit 2 Waßer Rädter versehen, so 2 Mahl und 1 Schehlgang treiben, gibt jährlich am Herrn Grafen von Degenfeld 15 fl Mühlen Zinß, außer der gewöhnli­chen Schatzung aber ahn Churpfaltz kein weiter Pfacht.“ 418.

 

Am 9.6.1775 ist im Kirchenbuch von Winden als Patin aufgeführt: „Anna Maria, Conrad *Jacobs Mahlmüller zu Appenhofen Toch­ter“ 419.

 

Am 17.4.1780 ist im Kirchenbuch von Winden als Patin vermerkt: „Maria Margaretha, Ehefrau von *Eyer Michael, Müller zu Ap­penhofen 420.

 

 

 

 

 

Appenthal:

bei Elmstein; heute OT von Elmstein; VG Lambrecht, Lk Bad Dürkheim; ursprünglich Apolloniental; war kurpfälzisch, Oberamt Neustadt; hier ließ 1488-1493 Pfalzgraf Philipp der Fromme die Marienkapelle errichten; nach dem 30jährigen Krieg gehörte sie zum Kloster St. Lambrecht; die dortigen Jesuitenmönche haben offenbar in Unkenntnis der lange zuvor erfolgten Weihe der Kapelle ein neues Patrozini­um vorgenommen und die Kapelle der jungfräulichen Märtyrerin Apollonia, der Heiligen des Zahnwehs vorgenom­men. Der “Capella­nei-Altar der gebenedeiten Jungfrau Maria” mußte schon 1526 eingezogen werden, wie der Domherr in Speyer, Johannes von Lewenstein ausdrückte, weil das “Unwetter der Lutherischen Sekte bereits in Appenthal fuß gefaßt” hatte. Die Visita­tionen Anfang des 18. Jh. spre­chen von Apollonienthal, das nahe der Kapelle existiert und zur Schaffnei der Lambrechter Nonnen ge­hört hatte; 1699 noch “öd und verwachsen”. Der Turm der Kapelle steht allerdings bis heute. Vermutlich 1488 erstmals urkundlich er­wähnt, wie Johann Georg Leh­mann in seinem Werk “Burgen und Bergschlösser im ehemaligen Speyergau” 1857 berichtet; eine Urkunde ist allerdings nicht mehr vor­handen. Hier weitet sich das Speyerbachtal durch das von Norden kommende Appenthal. Ur­kundlich belegt ist die Errichtung eines Poch- und Schmelzwerks 1604, zu dessen Betrieb bachaufwärts ein Weiher angelegt wurde. Die Bevölkerungsverluste durch die Kriege des 17. Jh. waren furchtbar. Von Schaffner Hermanni vom Oberamt Neustadt wurden 1699 nur noch 7 Bewohner und der Schultheiß re­gistriert 421.

 

Die erste und über längere Zeit einzige beständige Familie in Appenthal nach dem 30jährigen Krieg war wohl die Familie Haag. Noch 1741 wird im Gefälle festgestellt, daß die Einwohner in Appenthal alle der Familie Haag angehören. Deren Stammvater Lorenz Haag wird als Forstknecht erstmals 1680 erwähnt 422.

 

 

Mühlen:

die Mühlstraße in Appenthal bildete früher den Damm für einen oberhalb derselben sich befindlichen Weiher in den Woogwiesen 423.

 

Die Müllersfamilie Bender lebt 1869 nachweislich zu Appenthal. Sie samt aus „Zeisenheim“ in Baden. Der Müller „Landelin“(?) wurde um 1809 in „Zeisenheim“/Großherzogtum Baden geboren - † 19.9.1869 Appenthal (60 J. Alt); Sohn des Müllers Alois Bender und der Julia­na NN., aus Zeisenheim (beide † vor 19.9.1869); ∞ mit Anna Barbara Vaillant; diese führt die Geschäfte ihres Mannes weiter. Aus der Ehe stammt der Sohn und Müller Ludwig Bender (geb. um 1840) 424.

 

 

- Mahlmühle mit Hammerwerk:

die alte Mahlmühle mit Hammerwerk, welche schon August Becker in „Pfalz und Pfälzer“ erwähnt, stand früher an der Stelle des späte­ren Wohnhauses der Familie Riehl 425 (Betreiber der Mahl und Sägemühle in Appenthal).

 

 

- Mahl- und Sägemühle, Haagsche Mühle:

am 22.8.1704 verkaufen die Brüder David *Jacob und [Anm.: Johann Martin *Jacob] Martin Jacob, beide aus Schopp, die in ihrem Ei­gentum stehende Mahl- und Bordmühle samt dem zugehörigen Grundstück „unten am Schloß Elmstein gelegen wie auch auf dem halb­en Appenthal, zum Kaufpreis von 118 1/2 fl an die Bürger und Metzger aus Kaiserslautern Johann Jost *Breitt, Johannes *Ame­ling und deren Ehefrauen Maria Catharina und Maria Barbara, sowie Johannes [Anm. d. Verf.: Johann Wolff] *Müller, auch Bürger zu Lauttern 426.

 

1711 wurde das Gelände dem [Johann] Lorentz Haag übertragen, dessen Sohn Conrad *Haag (1690- 8.3.1769) hier die Mahl- und Sä­gemühle errichtete 427. Der Forstknecht Johann Lorenz *Haag wohnt „auf der alten Mühle in Appenthal“ 428.

 

In der Mühlenrenovation des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 ist sie enthalten 429 und unter Nr. 44 wie folgt beschrieben: „in dem apolonien thal bey Elmstein befindt sich eine Mahl und Seegmühl, welche der Conrath [Anm. d. Verf.: *Haag] in Anno 1733 Neu erbauett hatt, dieße Mühl hatt Waßer 2 Rath[,] eines zum Mahlen, das andere zum Schneiden, undt ist auf einen Erbbestandsplatz ge­baut worden, gibt jährlich lauth einer vorgezeigten Quittung 4 Mltr. Korn Mühlpfacht in die Kellerey Neustadt sodan 3 fl Wasser­fall in die Gefällverweserey, Mühl Brief noch Consens hat der Müller nicht, der jetzige Poßsessor ist wie oben gemeldt Conradt Haag, Forstknecht zu Elmstein“ 430. Weiter heißt es: „Von der daran stehenden Bord- oder Schneidmühl Zahlt derselbe zur gefäll Ver­weserey Jährl 3 fl. Die­se Mühl ist schlecht, wann ein Gang geht, steht der ander still“ 431.

 

Im Januar 1744 beantragte '“der Forstknecht zu Elmstein Conrad Haag“ die Erbpacht seiner Mühle zu reduzieren, die „von seinem Vatter seel[ig] … Ao 1732 neu erbauet worden“ war. Zur Begründung führte Conrad Haag jun. aus, daß seine Mühle in Appenthal „ein halbe Stundt von dem Dorf Elmstein, allwo sich eine Mahl und Seeg so jährlich zu der Kellerey 1 1/1 Malter Korn Pfacht entrichts“ liege, sich außerdem „auf 2 Stund Wegs kein Dorff so etwa auf seiner Mühl mahlen könnte“ befände und er deshalb mangels ausreichender Ein­nahmen den bisherigen Erbzins nicht mehr zahlen könne. Conrad Haag jun. beantragte daher, die Erbzins für seine Mühle von 4 auf 2 ½ Malter Korn herabzusetzen. Der Antrag hatte teilweise Erfolg, indem die Belastung nunmehr durch herrschaftlichen Befehle des Ober­amts Neustadt vom 8.1.1745 auf jährlich 3 Malter Korn jährlich festgesetzt wurde 432.

 

In einer „Renovation deren herrschaftlichen Zinsen zu Elmstein de Anno 1768 et 1782“ heißt es: „Conrad Haag der alte Förster [zahlt] von seiner Bordtmühlen im Appenthal bey seinem Wohnhaus, beforcht ein Seith die Speyerbach, ander Seith, wie auch oben und unten die herrschaftl: so genandt Woog Wieß“ 433. Im Elmsteiner Schatzungsbuch (Lagerbuch) von 1769 heißt es: „Conrad Haag Ein Wohn­hauß, sambt mahl- und bordtmühl … im Appenthal gelegen, beforcht ein Seith die Speyerbach, anderseithn wie oben und unten die herrschaftl: sogenannte Woogwies. Zinst jährlich der Gefällverweserey Neustatt von der Seeg Mühl drey gulden, sodan von der mahl mühl der Kellerey Neustatt drey malter Korn“ 434. Hinzugefügt ist: „modo Johannes Haag der alt“ 435.

 

Auch in der Mühlenrenovation von 1769 des kurpfälzischen Oberamts Neustadt ist sie enthalten. Der Müller zahlt eine Mühlenpacht von jährlich 4 Malter Korn (1 Malter = 128 Liter) und für den Wasserfall 3 Gulden. Bei einer Renovation der Gemarkungen Elm­stein, Iggel­bach und Appenthal im Jahr 1769 von der kurfürstlichen Hofkammer Mannheim durchgeführt, ist festgehalten daß von Conrad Haag ein Wohnhaus samt Mahl- und Bordmühle und Garten in Appenthal besteht. Die Gefällverweserei Neustadt erhält da­nach für das Sägewerk 3 Gulden und für die Mahlmühle die Kellerei Neustadt 3 Ma Korn. Auf Conrad Haag folgte als Müller sein Sohn Johannes *Haag (1745-1807); um 1790 soll die Bordmühle aus Mangel an Arbeit eingegangen sein, nachdem von der kurfürst­lichen Verwaltung die Entnahme von Holz aus den umliegenden Wäldern erschwert worden war. Vater des Müllers Johann Friedrich *Haag 436.

 

1769 ist der Sägmüller Johannes Joseph *Histing der Verwalter (curatoris) auf der Sägemühle bei Appenthal 437. Dessen Sohn Johan­nes Jakob *Histing war 1773-1780 herrschaftlicher Bordmüller und Beständer der Sägmühle bei Appenthal 438.

 

Der Müller Johann Friedrich *Haag (1781-1849 Appenthal), Sohn des Müllers in Appenthal Johannes *Haag (1745-1807) war der Nach­folger 439; er hat die Mühle erkauft am 5.10.1807 von Konrad Haag und Consorten für 1723 frs und ist auch im Urkataster Elmstein von 1839 als Eigentümer genannt 440

 

Johann Friedrich Haag betrieb die Mühle nach dem Tod des Vaters ab 1807 selbständig und besaß außerdem eine Schreinerei; er nahm nach 1810 Veränderungen am Bachlauf zur Errichtung eines zweiten Mahlgangs vor, was zum Entzug von Wasser an den Wiesen ge­führt hatte; weiterhin hatte er den aus 1604 stammenden Mühlenweiher aufgefüllt, Wiesen geschaffen und den Mühlenantrieb von ei­nem unterschlächtigen Wasserrad auf einen oberschlächtigen Antrieb geändert; 1841 beantragte er bei dem kgl. Landcommissariat Neu­stadt die Genehmigung, neben seiner Mahlmühle ein Sägewerk einrichten und betreiben zu können und weiteres Mühlrad einsetzen zu dürfen; nachdem Bachanlieger Bedenken wegen der ausreichenden Bewässerung der Wiesen geäußert hatten, wurde das Gesuch 1842 abgelehnt; zu diesem Zeitpunkt war er 60 Jahre alt; aus der Ehe stammt der Sohn und Betriebsnachfolger Conrad *Haag und die Anna Maria Haag (∞ 13.10.­1835 in Elmstein mit Friedrich (1) Becker vom Münchhof bei Hochspeyer) 441.

 

Johann Friedrich Haag übergab unmittelbar nach Ablehnung des Gesuchs noch 1842 seine Müh­le an den Sohn Conrad *Haag 442 (1813 - 14.8.1888 im Alter von 74 Jahren) als Müller auf der Mühle in Appenthal; dieser stellte anfangs 1843 erneut den Antrag beim kgl. Land­commissariat Neustadt die Genehmigung, neben seiner Mahlmühle ein Sägewerk einrichten und betreiben zu können; die­sen Antrag hatte bereits sein Vater vergeblich gestellt, der nach Bedenken der Bachanlieger und Wiesenbesitzer 1842 angelehnt wor­den war. Nach erneuten Gutachten und einer Ortsbesichtigung kam der zuständige Bezirksinspektor Strauß zum Ergebnis, daß die Einwände gegen die Erweiterung unbegründet seien. Nun aber erhob das kgl. Triftamt Einwendungen und forderte in einem Gutach­ten, daß die Erweiterung nur unter Bedingungen genehmigt werden dürfte, vor allem daß Reparaturen am sog. Mühlschutz (an der Abzweigung des Mühlgrabens vom Speyerbach; es ergriff des weiteren für die Wiesenbesitzer Partei, deren Existenz ganz stark da­von abhing, daß genü­gend Futter für das Vieh gewährleistet sei. Mit den ihm hierauf erteilten Auflagen war der Müller Haag nicht einverstanden und legte Wi­derspruch ein. dieser wurde der Regierung in München vorgelegt, von dort wurde ihm der Entzug der Konzession für die Sägemühle an­gedroht, falls er nicht einlenke. Das Ergebnis ist nicht bekannt. Konrad Haag engagierte sich auch außerhalb seiner Mühle; von 1863/68 war er Bürgermeister von Elmstein. 1885 übergibt er der Gemeinde 300 Mark zur Anschaffung von Glocken, und hinterlegte 100 Mark für einen Grabplatz. Der prot. Kirchengemeinde stiftete er 1888 einen Betrag von 300 Mark für den Kirchturmbau und spendete an die Gemeinde 300 Mark, aus deren Zinsgewinn Kleider für bedürftige Kinder gekauft werden sollte. Weiterhin spendete er 1400 Mark um Glocken für Appenthal anzuschaffen 443. Johann Friedrich Haag war verheiratet mit Katharina Müller, einer Bauerstochter aus Mehlingen 444.

 

1848 wird als Sägmüller zu Appenthal (vermutlich Arbeiter auf der Sägmühle) der Theobald *Schenck erwähnt 445.

 

Nach dem Tod des kinderlos verstorbenen Müllers Conrad *Haag († 14.8. 1888) fiel die Mühle an seinen Neffen Friedrich (2) *Be­cker (4.6.1837-30.11.1903 Appenthal), den Sohn der Anna Maria Haag 446. Becker errichtete auf der Betriebsgelände zusätzlich ein Säge­werk, eröffnete eine Bäckerei und betrieb nebenbei einen Hofhandel; Vater von Jakob Becker und Karl Becker; letzterer bekam bei der Teilung nach dem Tod des Vaters († 30.11.1903 Appenthal) die Bäckerei und die Mahlmühle, während das Sägewerk an Ja­kob Becker fiel 447.

 

Karl Becker errichtete bereits Anfang 1904 auf seinem Teil des Mühlengeländes ein Elektrizitätswerk, das zur Versorgung der 1904 durch Bürgermeister Dr. Mann in Appenthal und Elmstein eingeführten elektrischen Straßenbeleuchtung eingesetzt wurde. Ein Brand am 15.9.1905 zerstörte die Mühle und das Maschinenhaus mit der elektrischen Stromerzeugung. Das hintere Wirtschaftsgebäude mit der Bäckerei blieb verschont. Karl Becker baute das Wohnhaus und das Elektrizitätswerk wieder auf, wobei anstelle des bisherigen Wasser­rades eine Turbine zur Stromerzeugung eingebaut wurde. Becker erwarb 1907 eine mobile Holschneidemaschine mit elektrischem An­trieb, überließ jedoch dann seine Anteile am Appenthaler Mühlengelände seinem Bruder Jakob Becker im Tausch gegen das Gasthaus „Zur Burg“ in Elmstein (die dessen Ehefrau Anna Schröer mit in die Ehe gebracht hatte) 448.

 

Am 27.5.1907 brannte die Jakob Becker'sche Sägemühle in Appenthal nieder und wurde von Jakob Becker modernisiert wieder aufge­baut. Als Jakob Becker, der auch Bürgermister der Gemeinde Elmstein war, 1916 zum Kriegsdienst eingezogen wurde, verpachtete er zunächst den Betrieb an die Firma J. Riel und Sohn aus Frankenthal, die diesen dann 1920 kaufte 449. In Appenthal kennt man noch den Spruch: „Riehl und Sohn, viel Arbeit, wenig Lohn!“ 450.

 

1986 übernahm Franz Semmelsberger sen. das Sägewerk Appenthal, von dem es auf den gleichnamigen Sohn überging. 2006 wurde das Sägewerk geschlossen. Die Firma betreibt seither nur noch Holzhandel 451.

 

Reihenfolge der Müller:

 

- 1711 Lorentz Haag erhält das Grundstück, Vater des Müllers Conrad *Haag

- nach 1711 - 8.3.1769 Conrad *Haag (1690- 8.3.1769) erbaut die Mühle, Vater des Johannes Haag

- 8.3.1769/1807 Johannes *Haag, auf ihn folgt der Sohn Johann Friedrich *Haag

- 1807/1849 Johann Friedrich *Haag, auf ihn folgt der Sohn Conrad *Haag

-1849/14.8.1888 Conrad *Haag (kinderlos verstorbenen; die Mühle fiel an seinen Neffen die Mühle fiel an seinen Neffen Friedrich (2) *Becker (4.6.1837-30.11.1903 Appenthal), den Sohn der Anna Maria Haag

- 14.8.1888-30.11.1903 Friedrich (2) *Becker

- 1903 Teilung nach dem Tod des Friedrich (2) Becker zwischen den Söhnen Karl Becker (erhielt die Bäckerei und die Mahlmühle) und Jakob Becker (erhielt das Sägewerk)

 

Photo:

- Dietrich: Waldbauern und andere Leute, S. 161: Gatter des Sägewerks Riel und Sohn

- Dietrich: Waldbauern und andere Leute, S. 161: Ablängen von Stämmen im Sägewerk Riehl und Sohn um 1920. Die Männer auf dem Bild arbeiten nicht etwa für den Fotografen in Sonntagsanzügen. Es war vielmehr üblich, alte Anzüge bei der Arbeit aufzutra­gen; damit sparte man das Geld für Arbeitskleidung

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 950/9: Vergabe von mehr als 10 Morgen Woogwiesen als Erbbestand an Konrad Haag, 1744, enthält Plan und Renovation

- Heintz, Fridolin: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat. - 6 = 2002, S. 16-20; 11 = 2004, Dez., S. 3-8. - 2002. - 2002. - Ill

- Zwing, Luitpold: Die Appenthaler Mühle - eine Mahl- und Sägemühle in: Talpost v. 31.12.1985; 9.1., 16.1., 24.1., 30.1., u. 6.2.1986, 1985

 

 

 

 

 

Archeweyerer Mühle:

VG Kandel Lk Germersheim; nördlich von Minderslachen (OT von Kandel) gelegen, auch Archenweiler Mühle 452; ob diese Mühle jedoch Kandel zugeordnet werden kann 453, erscheint zweifelhaft, da sie nördlich von Minderslachen lag 454. Nach Häberle 455 liegt sie als „Wey­herer Mühle“ bei Steinweiler.

 

Die Mühle lag über dem Erlenbach an der Stelle des im 30jährigen Krieges untergegangenen Dorfes Archeweyer 456, bzw.: "Die Archenweiher­mühle liegt etwa 2 km südlich Steinweiler auf dem Platz des abgegangenen Dorfes Archenweyler, das urkundlich bereits 1333 erwähnt ist“ 457.

 

Die Archeweyerer Mühle gehörte zum Dorf Steinweiler und wurde auch als Dorfmühle Steinweiler 458 bezeichnet bzw. als “Mühle zu Steinweiler” genannt 459.

 

Bei Nauerth 460 ist eine Karte des Vermessungsamts Landau von 1840 abgedruckt. Diese zeigt in Mittelkandel die Gewanne “unter der Mühlgasse”. Nauerth 461 erwähnt für Kandel die Barthelsmühle, Herrenmühle, Leistenmühle und die Archeweyerer Mühle. Ob diese Müh­len jedoch sämtlich Kandel zugeordnet werden können, erscheint derzeit zweifelhaft; da sie nördlich von Minders­lachen lagen 462. Auch dürfte die Er­wähnung der Archeweyerer Mühle im Zusammenhang mit Kandel und der Gemeinschaft Gutten­berg nicht zutref­fen 463. Die Archeweyerer Mühle lag bei Steinweiler und war kurpfälzisch. Die Mühle lag über dem Erlen­bach an der Stelle des im 30jährigen Krieges untergegangenen Dorfes Archeweyer 464.

 

Die Archeweyerer Mühle wurde erstmals am 5.2.1360 urkundlich erwähnt. In einem Schenkungsakt der „ehrsam Jungfrau Ellen Wullenbruch, Herrn Wullenbruchs Tochter, eines Ritters selig von Steinweiler“ heißt es u.a.: „Item zwene morgen an ein virteil by der Mulen zu Wilre“ 465. Albert Fritz schreibt hierzu im Kapitel „Die Archenweyerer Mühle“ 466: „Der pfälzische Heimatforscher Ph. Cas. Heinz 467 datiert die Ersterwähnung in einem seiner Werke auf das Jahr 1528“.

 

In einer Urkunde vom 20.4.1543 betreffend die erbbeständliche Mühle zu Steinweiler wird „Hans Brust der muller zu Archenweyler“ als Bürge genannt 468.

 

Weiter heißt es bei Fritz 469: „Sehr zuverlässige Angaben können wir den alten Gerichtsbüchern der Gemeinde Steinweiler entneh­men. Leider ist das älteste Buch (von 1622-1731) im letzten Weltkrieg im Landesarchiv Speyer in Verlust geraten, so daß wir uns heu­te nur noch auf die auszugsweisen Abschriften stützen können, die Karl Hauck in seiner Chronik aufgezeichnet“ 470.

 

In einer Randbemerkung zu diesem ältesten Gerichtsbuch von Steinweiler heißt es zur Dorfrechnung 1621 unter der Rubrik „Einnahmen von Holz“ (d.h. Holzverkäufen aus dem sog. Fünfdörferwald) „Für Holz von der Gemeinde zahlt der Müller zu Weyher“ 471.

 

Ein erster ausführlicher Hinweis datiert vom 31.10.1653: „Balthasar Zehn, Velten Darstein Schultheiß zu Winne und Hans Conrad Braun zu Landau heben vor (sich) und ihre Erben auf recht und redlich Verkauf und zu Kauf gegeben an Gall Habern von Daxlanden 472 und seine Frau die Weyerer Mühlgut ...“ 473. Der Kaufpreis betrug 382 fl; aus dem geringen Kaufpreis folgert Fritz, daß auf dem Mühlgut – bedingt durch die zurückliegenden Kriegswirren – keine funktionsfähige Mühle gestanden hat. Eine Mühle muß aber kurz darauf gebaut worden sein, wahrscheinlich durch den Käufer Gall, der die Mühle aber nicht selbst betrieb, sondern durch einen Pächter 474. Laut Gerichtsprotokoll vom 10.2.1671 hielt B. Böstel Brenner, Müller zu Archenweyer, um seinen Abschied an, weil ihm bewilligt wurde 475.

 

Unterm 15.5.1677 nennt das Gerichtsbuch den hugenottischen Müller und Schultheißen zu Archenweyer Guillaume Fouquet 476. Am 19.2.1678 hält der Müller von Archenweyer um Eichung seiner Maß an 477. Nach dem Abzug der Hugenotten nach Hofgeismar im Herbst 1686 ging die Mühle an eine neue Besitzerin über. Am 3.1.1711 verkaufter eine „Jungfrau Maria Magdalena geb. Utzenhofer die Mahlmühle zu Archenweyer samt zugehörigem Grundbesitz von 30 Morgen Äcker und 10 Morgen Wiese an Johannes Fortmül­ler, Bürger zu Steinweiler (aus dem Frankenland gebürtig) für 200 fl. 478. Fortmüller trennte sich sehr bald von einem Teil seines Grundbesitzes. Im Lagerbuch von 1720 ist sein Gesamtbesitz nur noch mit 26 Morgen angegeben 479 und verkaufte 1724 die Mühle an die Gemeinde Steinweiler, wie sich aus dem Mühlenverzeichnis für das kurpfälzis­che Oberamt Germersheim von 1768 480 ergibt, wo die “Mühle zu Steinweiler” wie folgt beschrieben ist: “Die Gemeinde Steinweiler hat eine eigenthümbliche Mühl allda, welche von Johan­nes *Fortmüller nach Ausweis sub Nr. 10 anliegenden Kaufbriefs in ao 1724 erkauft wurden, solche ist mit 3 Waßer Räder ver­sehen, so 2 Mahl und einen Schehlgang treiben, gibt außer der Schatzung nirgends wohin einigen Wasserfall Zinß.“

 

1725 pachtete der aus Bellheim stammenden Müllermeister Johannes Sprenger von der Gemeinde Steinweiler die Archenweyerer Mühle 481 und wurde als neuer Bürger in Steinweiler vom dortigen Herrengericht aufgenommen 482. 1738 wurde dessen Sohn Fried­rich *Sprenger († 14.4.1768 Steinweiler 483) als Müllermeister zu Archenweyher genannt 484 und folgte 1739 seinem Vater als Pächter der Mühle nach 485. Albert Fritz meint dagegen in seiner Schrift „Archenweyer. Entstehung und Untergang“ (m.E. aufgrund einer Verwechslung mit der Dorfmühle Steinweiler), ab 1753 habe Lorenz Liginger die Mühle gepachtet 486; 1775 heißt es im Dorfgerichtsbuch: „Die Archenweyherer Mühle an Michael Liginger für 381 fl“ 487.

 

Andererseits wird ab 1772 (err.) der Müllermeister Johannes *Heck als Pächter der „gemeine Mühle“ (= Archenweyerer Mühle) 488 zu Steinweiler „in einem neunjährigen Temporalbe­stand“ genannt 489. Heck erlitt um 1774 „durch die reparadition deß Wasser Bau und durch Herstellung der Neue Waßer bau“ einen 18tägigen Mühlen­stillstand und machte seinen hieraus entstandenen Schaden - den Schultheiß und Ortsgericht Steinweiler bestätigten - machte Heck gegenüber dem kurpfälzischen Oberamt Germersheim geltend 490. Mit Schreiben vom 5.6.1780 beantragte Heck eine 9jährige Verlängerung seiner Pachtzeit 491; dem Antrag wurde stattgegeben 492. Nach Ablauf der Pachtzeit wurde der Temporalbestand der Mühle öffentlich versteigert und am 11.8.1788 erneut dem Müllermeister Johannes Heck für weitere 9 Jahre zugeschlagen gegen eine Pacht von 500 fl. 493.

 

Die Ansicht von Hauck 494, wonach die Archenweyerer Mühle 1778 durch den Schultheiß Georg Adam Dumser vergrößert worden sei, was sich aus der Inschrift aus einem Holzposten in der Mahlstube ergebe (der allerdings einbetoniert worden sei), kann angesichts der eindeutigen Aktenlage 495 nicht zutreffen. Nach einer weiteren Aufzeichnung von Hauck soll um 1779 auch der Wasserbau der Mühle (richtig 1774 496) vergrößert worden sein, was eine verschwundene Steinplatte mit folgender Inschrift beweise: „Schultheiß Heil Valentin, Schöffen Georg Michael Kaheinz, Stephan Hecky und Georg Liginger“ 497. Richtig ist, daß der Wasserbau 1774 erneuert wurde und zwar während der Pachtzeit des Müllers Johannes Heck. Da die Mühle im Eigentum der Gemeinde Steinweiler stand, war für die Erneuerung des Wasserbaues der Eigentümer zuständig, weshalb aus einem Inschriftenstein durchaus der Schultheiß und der Gemeinderat (Schöffen) genannt sein können.

 

Nachdem der Müller Johannes Heck Anfang 1789 verstorben war 498, beantragte dessen Sohn Christian Heck und die Witwe Heck (Maria Agathe geb. Harter), ihm die Mühle, statt der mit seinem Vater vereinbarten jährlichen Temporalpacht von 500 fl, für lediglich 350 fl entsprechend 8 Mltr Korn zu überlassen 499. Die Verhandlungen zogen sich hin; inzwischen bewarb sich auch der Steinweiler Müller Lieginger um die Archenweyerer Mühle. Heck verbesserte sein Gebot auf 400 fl, dessen Annahme das Gericht Steinweiler ausdrücklich empfahl. Mit Schreiben vom 28.10.1790 wandte sich der Amtmann des kurpfälzischen Amts Billigheim, Amtmann Jäger, an das kurfürstliche Oberamt Germersheim: „Gericht und Ausschuß selbsten billigen dieses Gebott, und versichern, daß die ganze gemeind mit ihnen einstimmig seye und Jenes erbitten des Lieginger nicht angenohmen werden könnte, als sie sonsten /: da er ohnehin ein eigenthümliche Mühl besitzet und kein Zutrauen der bürgerschaft hat :/ ihre früchten auswärts zum Mahlen Verführen müßten. Der Lieginger ist zwar ein ehrlicher Mann, jedoch hat derselbe in seiner Mühl solchen Zugang nicht, als welchen er haben könnte, wenn er ordentliche Beförderung seiner Kundleuthen sich angelegen seyn ließe. Würde derselbe auch noch die gemeine Mühl darzu bekommen, so würde die Bürgerschaft in die Nothdurft versetzet werden, sich … ihre früchten außer orts mahlen zu lassen“ 500.

 

Aufgrund der Auseinandersetzung zwischen Heck und Lieginger ordnete das Oberamt für den 20.12.1790 eine erneute Versteigerung des Temporalbestands der Archeweyerer Mühle an. Christian Heck erhielt aufgrund seines Höchstgebots von 476 fl. den Zuschlag 501.

 

Während der französischen Nationalgüterversteigerung wurde die Archeweyerer Mühle versteigert. Der Ersteigerer war ein Braun, der die Mühle an Sauter und dessen Schwiegersohn Ehresmann verpachtete 502. Die Gemeinde Steinfeld machte 1816 mit den Zinsen dar­aus für 1814 und 1815 an die französische Regierung geltend 503. Um 1830 verkaufte Braun die Mühle an den Bartelsmüller (Barthelsmühle bei Kandel) Georg Michael Roth, welcher sie seinem Tochlermann Peter Köhler übergab. hler riß die Mühle ab und baute sie 1830 neu auf. Über dem Mühleneingang ist die Inschrift "PK 1830 BR" eingemeißelt. Die Buchstaben bedeuten "Peter Köhler und (Anna) Barbara Roth". Peter Köhler konnte sich seiner neuen Mühle nicht lange erfreuen, Am 13.1.1835 verstirbt er bereits; sein Sohn Friedrich war damals erst nf Jahre alt. Bis zu dessen Großjährigkeit dürfte die Witwe die Mühle in eigener Regie weitergeführt haben. Friedrich Köhler (geb. 13.9.1830 Steinweiler - † 13.2.1867 Steinweiler) der Müller in Steinweiler, „auf der Weyerer Mühle“ 504, verheiratet mit Maria Salomea gebe Heintz) übernahm um 1850 das Kommando zu Archenweyer. Auch er wurde nicht alt. Am 13.2.1867 verstarb er starb er, noch nicht einmal 37 Jahre alt. Sein Sohn und designierter Nachfolger Wilhelm Köhler war damals .erst 15 Jahre alt. Die Witwe verpachtete deshalb die Mühle an den Müller Metz aus Hayna. Winn Wilhelm Köhler (geb. am 5. März 1852) die Mühle übernahm, ist nicht feststellbar. Auch er wurde nicht alt, und verstarb bereits mit knapp 38 Jahren am 28. Aug. 1890. Selne Witwe Louisa geb. Schwartz führte daraufhin die Mühle in eigener Regie weiter. 1897 brannten die Nebengebäude ab 'und wurden von Frau Köhler und ihrem Vater Friedrich Schwartz neu erbaut. In der vierten Köhler-Generation ging 1910 die Mühle an Wilhelm Köhler und seine Frau Margarethe geb. Trauth (von Erlenbach) zum Preis von 25000 Mark über. Im Preis inbegriffen war das gesamte Mühleninventar, ein Acker unter der Mühle (heute Wohnhaus Wilhelm Fritz), eine Wiese hinter derselben und 2 Morgen auf letztere stßend 505.

 

Bis zum Herbst 1921 wurde die Mühle über ein oberschlächtigrs Wasserrad angetrieben. Wilhelm Köhler ließ eine Francis-Schachtturbine mit liegender Welle anstelle des bisherigen Wasserrades einbauen. In der Inflationszeit nach dem ersten Weltkrieg kam Wilhelm Köhler in finanzielle Schwierigkeiten. Er konnte die verschuldete Mühle nicht mehr halten. Für 28000 Mark wurde der Müllermeister Andreas Ranger neuer Eigentümer. Dieser war zuvor Müller auf der Hardtmühle bei Kandel gewesen. Dessen Sohn und designierter Nachfolger Karl Ranger ist im 2. Weltkrieg gefallen. So führte Karl Ranger die Mühle mit Hilfe seines Schwie­ger­sohnes Martin Geörger weiter, bis er sie 1963 seinem Enkel Wilhelm Fritz übergeben konnte. Auf diesen folgte der Müllermeister Markus Fritz 506.

 

1974 wurde durch den Müllermeister Wilhelm Fritzanstelle des altersschwachen Fancis-Turbine eine zweizellige Ossberger-Durch­strömturbine ersetzt 507. Aktuell (2016) wird die Mühle mit Getreidehandel von Markus Fritz betrieben.

 

Karte:

- Fritz, Albert: Archenweyer. Entstehung und Umgebung (Steinweiler, o.D. [1987])

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte der Amtsgerichte Germersheim und Kandel von 1899

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Sachakte 1630 UNr. 5: Archenweiler Mühle, 1774-1791

 

 

 

 

 

Arzheim bei Landau:

Stadtteil von Landau, Lk Südliche Weinstraße; westlich von Landau gelegen; zunächst zur Herrschaft der Burg Madenburg, dann seit Mitte des 14. Jh. zum Fürstbistum Speyer; nach der französischen Revolution wurde das Dorf 1817 dem Kanton Landau zuge­schlagen, ab 22.4.1972 Stadtteil von Landau.

 

Mühlen:

um 1772 wird Joseph *Brauner als Müller in Arzheim erwähnt 508.

 

- Kalkmühle:

1648 wird in einer Verkaufsurkunde in Arzheim die Gewanne „an der Kalckmühle“ erwähnt. Am 29.9./2.10.1648 [Anm. d. Verf.: Doppel­ausfertigung der Urkunde] verkaufen Christoph Rebstein, speirischer Keller zu Weißenburg und Amtsverweser der Gemein­schaft Alten­statt und seine Ehefrau Elisabeth um 850 fl. Grundstücke in Arzheim. Unter den dort genannten Flurnamen befindet sich auch die Flur „an der Kalckmühle“. 509

 

 

- Kreuzmühle:

zwischen 1828-1963 als Kreuzmühle erwähnt, zuletzt Lederfabrik und stillgelegt. Ihren Namen hat sie von einem sehr alten Kreuz an der Kreuzung des sog. Heidenweges mit dem Weg von Arzheim nach Godramstein in der Flur Au 510; errichtet wurde die Mühle erst „ge­gen Ende des 17. Jh., wahrscheinlich aber erst zu Beginn des 18. Jh.“ 511.

 

Der Müller auf der Kreuzmühle in Arzheim, Joseph *Bähr, kündigt im Landauer Eilboten Nr. 46 vom 12.6.1858 die Versteigerung von Heu auf seinen um die Mühle gelegenen Wiesen an 512. Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handels­gerichts Landau) von 1864 wird auf der Kreuzmühle in Arzheim genannt die Firma „Bähr, Joseph. Oel- und Mahlmüller. Eigenthümer: Joseph Bähr“ 513.

 

Karte:

- LA Speyer Best. D2 Karte Nr. 224: „Darstellung der Umgebung der Kreuzmühle bei Arzheim mit Ortslagen Arzheim, Godramstein und Landau für die geplante Versetzung zweier Mühlen aus Landau“

- LA Speyer Best. Q22 Sachakte 311: Brücken und Stege auf dem Landau-Albersweiler Kanal, darin auch die Anlegung einer Überfahrt bei der Kreuzmühle, 1842-1867

 

 

 

 

 

Aschbach / Saarland:

Stadtteil von Lebach, ca. 6 km nordwestlich von Lebach gelegen. Die heutigen Stadtteile von Lebach, Aschbach, Dörsdorf, Grau­bach, Steinbach und Thalexweiler gehörten zum Amt Schaumburg und kamen im Zuge einer Gebietsreform 1787 aus lothringischem Besitz in den von Pfalz-Zweibrücken 514.

 

 

Mühlen:

- Aschbacher Mühle:

Am 28.12.1705 wird der ursprünglich aus Tirol zugewanderte Jakob *Troller, um 1705 wohnhaft in Aschbach, von Beruf ein Maurer, von der Abtei Tholey beauftragt, den Wiederaufbau der Aschbacher Mühle durchzuführen 515.

 

 

 

 

 

Aschbacher Hof bei Kaiserslautern:

Wüstung des Dorfes Aschbach; eing. In Trippstadt, VG Kaiserslautern 516. Nördlich von Trippstadt am Aschbach gelegen.

 

Der Aschbacher Hof gehörte ursprünglich zur Herrschaft Wilenstein und Flörsheimer Hube. Der Besitz kam durch die drei Töchter des 1655 verstorbenen letzten Flörsheimer, Philipp Franz von Flörsheim, an deren Ehemänner, Konrad Blarer von Geyersberg, Arnold von Virmund und Johann Kasimir Kolb I. von Wartenberg zu je ein Drittel. Kolb von Wartenberg kaufte 1675 und 1684 auch die übrigen beiden Drittel 517.

 

Die Herren von Daun besassen hier ein Mühlenbaurecht, das in einer Wartenbergischen Urkunde vom 31.5.1353 erähnt ist (Urkunde ist Kriegsverlust, aber im Aktenrepertorium des Gräflich Wartenbergischen Archivs genannt) 518.

 

 

 

 

 

Aschbacher Pletsch- oder Notmühle:

in der Südwestpfalz; zwischen Dellfeld und Nünschweiler; östlich von Dellfeld befindet sich die Aschbachstraße in Richtung auf Nün­schweiler; genaue Lage “1/4 Stunde von Rieschweiler Mühle entfernt”; war pfalz-zweibrückisch im Oberamt Zweibrücken; “ein Büchsen­schuß” von der Nünschweiler Pletschmühle entfernt 519. In Dellfeld verläuft im östlichen Ortsteil die Aschbachstraße.

 

1741 bat der Schmied Jakob Weber aus Nünschweiler (gebürtig in Mauschbach) die Zweibrücker Regierung, nahe dem Ort Nünschwei­ler, in der Gemarkung „Krautgärtchen“, wo früher eine Schleifmühle gestanden hatte, eine Pletsch- und Notmühle errichten zu dürfen. Noch im gleichen Jahr wurde die Erlaubnis erteilt. Weber begann daraufhin mit dem Bau der erforderlichen Klause zur Aufstauung des Wassers und baute daneben ein einstöckiges Haus, in dem sich die Mühle und eine Wohnung befand 520.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 521 wird „die sogenannte Aspacher Pletsch= und Noth-Mühl“ zu­sammengefaßt wie folgt beschrieben: “liegt am vorgenannten Bächlein (Anm. d. Verf.: bezieht sich auf die Mühle von *Nünschwei­ler; diese “liegt an einem Bächlein, das aus 2 Brunnen in dem Dorf Nünschweiler entspringt und bei Dellfeld in die Schwarzbach läuft”), das noch durch das sog. Eschweiler Bächlein (Anm.: Eschweiler = das heutige Höheischweiler) vermehrt wir. Etwann einen Büchsenschuß unter­halb vorbeschriebener Pletschmühl (Anm.: Nünschweiler Pletschmühle), eine starke Viertelstunde von der Rie­schweiler Mühle [entfernt]. Ist vor zwey Jahren gantz neu aufgebauet worden, hat 1 Mahlgang und 1 im Trillis laufenden Schälgang und 1 oberschl. Wasserrad, [...] hat einen Behälter zu Schwellung des Waßers, annebst eine große Schließe an demselben um das Wa­ßer bey deßen starken Anwachsen ablaßen zu können, und wird das Waßer aus gedtem: Behälter etwann 50 Schritt weit durch einen schmahlen Graben auf das Rad, und von diesem so fort durch ein Gewölb von etwann 8 Schritt breit in seinen alten Lauf geführet. Der Beständer hat nach seinem Bestand die Erlaubnis auch einen Schleif-Mühl anzuhängen, zweifelt aber ob solches zu mahlen ge­schehen wird. Jakob Weber aus Nünschweiler hat diese Mühle erbaut und legitimiert sich mit dem Erbbestand vom 24ten April: 1741, betreibt sie durch einen Lehensmüller, welcher ihm jährl: 45 fl zahlt. Er entrichtet 2 1/2 Ma. Korn und ebensoviel Hafer als Erbpacht. Ist nur eine Noth-Mühl. Bey Nothfällen mahlen zu Zeiten die Nünschweiler, Dellfelder, Rischweiler und Eschweiler auf dieser Mühl” 522.

 

Da aber der Ertrag aus der Mühle zu gering blieb, geriet Weber in Schulden.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Aschpacher Pletsch und NothMühle [hat] 1 Waßerrad, welches einen Mahl und im Trilles laufend Scheelgang treibt; [Einf. d. Verf.: zahlt an Pacht] 2 ½ Mltr Korn, 2 ½ Mltr Habern; die Nünschweyler, Dellfelder, Rischweiler und Eschweiler mahlen in Nothfäll allhier.“ 523

 

1844 wird im Grundsteuer-Kataster von Höhmühlbach als Müller auf der Aschbacher Mühle der Friedrich Becker genannt. Dieser besitzt Äcker in der Gemarkung Höhmühlbach 524.

 

 

 

1Denkmaltopographie Kusel, S. 37.

2LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 30, 31r.

3LA Speyer Best. B2 Nr. 663/3.

4LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 30r-33r und Bl. 132-134r.

5Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 208.

6LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 83r.

7LHA Koblenz Best. 276 Nr. 3923.

8Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel Nr. 23 vom 23.2.1857.

9Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 208.

10Seitz: Aus der Geschichte der Glangemeinde Altenglan; in: Westrichkalender Kusel 1991, S. 53.

11Seitz: Aus der Geschichte der Glangemeinde Altenglan; in: Westrichkalender Kusel 1991, S. 53.

12LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 132-134r.

13Seitz: Aus der Geschichte der Glangemeinde Altenglan; in: Westrichkalender Kusel 1991, S. 53.

14Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel Nr. 42 vom 24.5.1867.

15Christmann: Siedlungsnamen II, S. 328.

16Christmann: Siedlungsnamen II, S. 327.

17Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, S. 42 Anm. 15b; Nikolaus: Die Kirchenmühle in Altenkirchen; in: Westricher Geschichtsblätter 1990, S. 146.

18Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, S. 22; Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, S. 42 Anm. 15b; Nikolaus: Die Kirchenmühle zu Altenkirchen; in: Westri­cher Heimatblätter 1990, S. 146.

19LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 2r; zitiert nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, S. 47.

20Zenglein / Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, S. 22, 79-80.

21Zenglein / Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, S. 22, 80.

22LA Speyer Best. F 5 Nr. 187, fol. 45V; nach Zenglein/Bauer: Kübelberger Gerichtsbuch, S. 79-80.

23Bauer: reformiertes Kirchenbuch Miesau, S. 66 Nr. 367.

24Bauer: reformiertes Kirchenbuch Miesau, S. 67 Nr. 375.

25Bauer: reformiertes Kirchenbuch Miesau, S. 94.

26LA Speyer CGA, A. Nr. 805, Bl. 7.13r und 1; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 327/28.

27Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 272.

28Aufschlager: Nouvelle Déscription Historique et Topographique des deux Départments du Rhin, Bd. 2, S. 420.

29kath. KB Altenstadt, Archives Départmentales Bas-Rhin, BMS, 1686-1723, 3 E 7/1.

30kath. KB Altenstadt, Archives Départmentales Bas-Rhin, BMS, 1734-1738, 3 E 7/3, Bl. 4.

31Archives Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 15.

32 Archives Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 21.

33 Archi­ves Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 21.

34Archives Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 11.

35Archives Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 22.

36Archives Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 23.

37Archives Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 26.

38Archives Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 29.

39Archives Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 29.

40Archives Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 29.

41Keppel: Die Müller auf den Mühlen in Kandel; in: PRFK 2010, S. 175.

42Fendler: Deutschordenskommen­de Weißenburg S. 55.

43Fendler: Deutschordenskommende Weißenburg, S. 55 unter Hinweis auf StA Ludwigsburg Best. B 324 Bü 275 f. 225r, Nr. 104, 1478.

44Fendler: Deutschordenskommende Weißenburg, S. 55 unter Hinweis auf: StA Ludwigsburg Best. B 324 Bü 275 f. 225r, Nr. 106 1490.

45Fendler: Deutschordenskommende Weißenburg, S. 55 unter Hinweis auf: StA Ludwigsburg Best. B 324 Bü 275 f. 225r, Nr. 105, 1490.

46Fendler: Deutschordenskommende Weißenburg, S. 136.

47Fendler: Deutschordenskommende Weißenburg, S. 171 unter Hinweis auf: Bericht des Verwalters Jäger an den Hochmeister, StA Ludwigsburg, Best. B 290 Bü 375, 1685/86.

48Fendler: Deutschordenskommende Weißenburg, S. 173 unter Hinweis auf: Archives Municipales Musée Wissembourg, Best. AW Wb J 12 1167.

49kath. KB Altenstadt, Archives Départmentales Bas-Rhin, BMS, 1686-1723, 3 E 7/1.

50Fendler: Deutschordenskommende Weißenburg, S. 201; LA Speyer Best. D 53/2 Bl. 27.

51kath. KB Altenstadt, Archives Départmentales Bas-Rhin, BMS, 1686-1723, 3 E 7/1.

52kath. KB Altenstadt, Archives Départmentales Bas-Rhin, BMS, 1686-1723, 3 E 7/1, Bl. 139.

53kath. KB Altenstadt, Archives Départmentales Bas-Rhin, BMS, 1686-1723, 3 E 7/1, Bl. 140.

54Eilbote Landau vom 18.10.1856, S. 504, 515, 529 = LA Speyer Best. Y 20/41.

55Neue Speyerer Zeitung Nr. 39 vom 31.3.1827.

56Neue Speyerer Zeitung Nr. 39 vom 31.3.1827; Landauer Wochenblatt Nr. 15 vom 13.4.1827, S. 59.

57Eilbote Landau vom 9.2.1839, Nr. 6, S. 24.

58Eilbote Landau 15.6.1839 Nr. 24, Beilage.

59Archives Départmentales Bas-Rhin Strasbourg, Listes nominatives, Altenstadt 1836, Nr. 7 M 228, Bl. 29.

60Eilbote Landau vom 19.7.1856 S. 347 = LA Speyer Best. Y 20/41.

61Fendler: Deutschordenskommende Weißenburg, S. 55 unter Hinweis auf StA Ludwigsburg Best. B 324 Bü 275 f. 225r, Nr. 105, 1490.

62Wikipedia, Stichwort 'Altheim /Blieskastel', Abruf vom 18.8.2013; Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 27.

63abgedruckt bei Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, S. 216-217

64Stadtarchiv Zweibrücken: Landgerichtsbuch Zweibrücken, fol. 380r, 380v, 381r, 381v; Gölzer: Register zum Landgerichtsbuch Zweibrücken, S. 89.

65Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, S. 134 Nr. 646.

66Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 27.

67„Aus heimatlichen Gauen“, Beil. z. Pfälzer Merkur Nr. 12 vom 26.3.1929.

68Fell/Keddigkeit/Untermann: Böckweiler, St. Stephan. Priorat des Benediktinerklosters Hornbach; in: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 1, A-G, S. 227.

69Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 27, 249; o. A.: „Aus heimatlichen Gauen“, Beil. z. Pfälzer Merkur Nr. 12 vom 26.3.1929; Neubauer: Regesten Hornbach, S. 217.

70o.A. „Aus heimatlichen Gauen“, Beil. z. Pfälzer Merkur Nr. 12 vom 26.3.1929.

71o.A. „Aus heimatlichen Gauen“, Beil. z. Pfälzer Merkur Nr. 12 vom 26.3.1929.

72KSchA Zw Rep. IV Nr. 407.

73KSchA Zw Rep. IV Nr. 408.

74KSchA Zw Rep. IV Nr. 409 Tom. 2.

75Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, S. 27.

76o.A. „Aus heimatlichen Gauen“, Beil. z. Pfälzer Merkur Nr. 12 vom 26.3.1929.

77Dolch/Greule: Siedlungsnamenbuch, S. 71 „Bödingen“.

78Kampfmann: Heimatkunde des Bezirksamtes Zweibrücken, Kaiserslautern 1912, S. 100.

79Kampfmann: Beiträge zur westpfälzischen Ortsgeschichte, Zweibrücken 1908, S. 3.

80Christmann: Siedlungsnamen II, S.111-12.

81Fell/Keddigkeit/Heberer: Benediktinerkloster Hornbach; in: Pfälz. Klosterlexikon, Bd. 2, S. 300.

82Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, S. 107 Nr. Nr. 389.

83Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 192.

84Stürmer: Mühlenrecht, S. 107.

85Stürmer: Mühlenrecht, S. 107; Schneider: Hornbacher Mühlen, S. S. 4.

86LA Speyer Best. B 2 Nr. 1116/4; Stürmer: Mühlenrecht, S. 116.

87Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, S. 372/73.

88LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5.

89Stürmer: Mühlenrecht, S. 107.

90Anm.: nach Stürmer, Mühlenrecht, S. 107 dagegen 1725.

91Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 192.

92Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, S. 372.

93LA Speyer Best. B2 Nr. 1117; Stürmer: Mühlenrecht, S. 135; Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, S. 372.

94Schneider: Aus der wechselvollen Geschichte, S. 374.

95Schneider: Die Hornbacher Mühlen, S. 381.

96LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 118.

97Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 202.

98Rohr: Allerlei über das ehemalige Holzflößen von Dusenbrücken bis Zweibrücken; in: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2003, S. 202.

99Weizäcker: Pfälzische Weistümer, Bd. 1, S. 60; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 109.

100Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Abt. Altleiningen [?] nicht pagi­niert; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

101LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs: Teil III Grafschaft Neuleiningen: II. Obrigheim S. 32.

102LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

103LA Speyer Best. L56 Nr. 143 lfd. Nr. 24.

104LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 4r Akten des Bezirksamts Frankenthal betr. Getreidemühlen im Bezirk Frankenthal 1817.

105Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 49.

106 ref. KB Sembach; Ruby: Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, S. 140 Nr. 855.

107 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 188.

108 Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Abschnitt Altleiningen, nicht pagi­niert; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

109 Lehmann: Geschichtliche Gemälde, Teil: Leininger Tal, S. 29.

110 LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 192 [Anm.: Mischbuch, enthält die Namen der Grundstücksbesitzer und Beschreibung der

Grund stücke, 1763-1810].

111 LA Speyer Best. L56 Nr. 143 lfd. Nr. 30, S. 120.

112 Karte LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/1 Beilage, 1839.

113 Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

114Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

115Photo bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 153 und PRFK 2011, Bd. XVII, Heft 4 S, 244.

116Erbbestandsurkunde, abgedruckt bei Heiberger: Altleiningen, S. 98-100.

117Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 273.

118Erbbestandsurkunde, abgedruckt bei Heiberger: Altleiningen, S. 98-100.

119LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 189 [Anm.: Mischbuch, enthält die Namen der Grundstücksbesitzer und Beschreibung der Grundstücke, 1763-1810].

120LA Speyer, Leiningen-West, A. Nr. 138; Christmann: Siedlungsnamen II, S. 236.

121LA Speyer Best. K16/6: Notariatsakten Grünstadt, Nr. 507.

122Heiberger: Altleiningen, S. 101.

123Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz: Findbuch des Bestandes Familien- und Werksarchiv Gebr. Gienanth-Eisenberg [= LA Speyer Best. T 89], bearbeitet von Paul Warmbrunn, Koblenz 2000, S. 58: LA Speyer Best. T 89 [Gienanth] 03.01 Nr. 11.

124LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

125Heiberger: Altleiningen, S. 101.

126LA Speyer Best. K16 Nr. 26, Urk.-Nr. 91.

127Lehmann: Geschichtliche Gemälde, Teil: Leininger Tal, S. 28.

128 Grundsteuer-Kataster LA Speyer Best. L56 Kasten Nr. 143 Besitz-Nr. 28, S. 80; LA Speyer Best. K16 (Notar Moré] Kasten Nr. 26/2.

129Heiberger: Altleiningen, S. 101; LA Speyer Best. L55 Nr. 266 Beilage zum Grundsteuerkataster von 1841.

130LA Speyer Best. L55 Nr. 266 Beilage zum Grundsteuerkataster von 1841.

131Heiberger: Altleiningen, S. 102.

132LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/1 Beilage, 1839.

133Versteigerungsanzeige von 1879 im Grünstadter Anzeiger vom 4.10.1879.

134LA Speyer Best. L56 Nr. 144, Besitz-Nr. 149 S. 506.

135Heiberger: Altleiningen, S. 103.

136LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 89 [Anm.: Mischbuch, enthält die Namen der Grundstücksbesitzer und Beschreibung der Grund- stücke, 1763-1810].

137LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 178.

138Amts- und Intelligenzblatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 65 vom 15.8.1820, S. 438.

139Lehmann: Geschichtliche Gemälde, Teil: Leininger Tal, S. 29.

140LA Speyer Best. L56 Nr. 144, Besitz-Nr. 149 S. 506.

141Weber: Das Müllerhandwerk in der nordpfälzischen Familie Graf; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1967, S. 69.

142 Heiberger: Altleiningen, S. 103.

143Weber: Das Müllerhandwerk in der nordpfälzischen Familie Graf; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1967, S. 69.

144Grünstadter Anzeiger Nr. 67 vom 28.4.1877.

145Grünstadter Anzeiger Nr. 233 vom 4.10.1879.

146LA Speyer Ausfautheiakten Altleiningen Nr. 254.

147Frey: Geschichte des Rheinkreises, 1836, Bd. 2, S. 322; Lehmann: Geschichtliche Gemälde, Leininger Tal, S. 57

148LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 262: „Georg Walter 1782 von Wilhelm Kochendörfer ersteigt ... Hauß und Garten ... am Dorf obig

der Vordersten Müle“

149LA Speyer Best. L56 Nr. 143 fol. 5.

150LA Speyer K16 N-10 Nr. 280 vom 29.5.1807.

151Lehmann: Geschichtliche Gemälde, Teil: Leininger Tal, S. 57.

152 zum Röhrenbrunnen: Häberle: Der Brunnen von Altleiningen; in: Leininger Geschichtsblätter 7, 1908, S. 1-2.

153LA Speyer Best. L56 Besitz Nr. 20 fol. 105.

154LA Speyer Best. L56 Besitz Nr. 20 fol. 105.

155LA Speyer Best. L56 Nr. 143 fol. 5.

156LA Speyer Best. L56 Nr. 143 fol. 5.

157LA Speyer Best. L56 Nr. 143 Besitz-Nr. 25 S. 67.

158LA Speyer Best. L56 Nr. 143 Besitz-Nr. 25 S. 72.

159LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 54 [Anm.: Mischbuch, enthält die Namen der Grundstücksbesitzer und Beschreibung der Grund-stücke, 1763-1810].

160LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 254.

161 LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 262.

162LA Speyer Best. F2 Nr. 153, lfd. Nr. 54.

163LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 262.

164LA Speyer K16 N-10 Kasten Nr. 280 vom 29.5.1807; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 47.

165LA Speyer K16 Kasten N-10 Nr. 280 vom 29.5.1807; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 47.

166LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 254.

167LA Speyer Best. L56 Nr. 143 lfd. Besitz-Nr. 67 S. 25; LA Speyer Best. K16 Kasten Nr. 10/2 [Notar Moré] Nr. 280.

168Weber: Mühlen besonderer Art, S. 48.

169Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 49.

170Weber: Mühlen besonderer Art, S. 48.

171 Grünstadter Anzeiger Nr. 94 vom 7.8.1872.

172 Grünstadter Anzeiger Nr. 94 vom 7.8.1872.

173LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/1 Beilage Karte von 1839.

174LA Speyer Nr. 144 Best. L56 lfd. Besitz Nr. 172 Seite 576.

175LA Speyer Best. L56 Nr. 144 Besitz-Nr. 172 Seite 576; Karte LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/2.

176Heiberger: 1200 Jahre Altleiningen, S. 88; Lehmann: Geschichtliche Gemälde. Leininger Tal, S. 101; Keddigkeit/Wenz/Untermann: Augustinerchorherrenstift Höningen; in: Pfälz. Klosterlexikon, Bd. 2, S. 206.

177 LA Speyer Best. Y4, 155 a, S. 25 Nr. 178: Verzeichnis von Dokumenten des Klosters Höningen, Abschrift gefertigt nach der Vorlage im Leiningischen Archiv auf

Schloß Westerburg, nunmehr im Staatsarchiv Wiesbaden; LA Speyer Best. Y4, 155 b, S. 89.

178LA Speyer Best. Y4, 155 a, S. 24 lfd. Nr. 171: Verzeichnis von Dokumenten des Klosters Höningen, Abschrift gefertigt nach der Vorlage im Leiningischen Archiv auf Schloß Westerburg, nunmehr im Staatsarchiv Wiesbaden; LA Speyer Best. Y4, 155 b, S. 90.

179Heiberger: 1200 Jahre Altleiningen, S. 88; LA Speyer Best. Y4, 155 b, S. 25: Verzeichnis von Dokumenten des Klosters Höningen, Abschrift gefertigt nach der Vorlage im Leiningischen Archiv auf Schloß Westerburg, nunmehr im Staatsarchiv Wiesbaden.

180Frosch: Einwohner von Neuhofen, S. 186.

181LA Speyer Best. L56 Nr. 144 lfd. Besitz-Nr. 172 Seite 576.

182LA Speyer Best. Y4, 155 a, S. 31 Nr. 244: Verzeichnis von Dokumenten des Klosters Höningen, Abschrift gefertigt nach der Vorlage im Leiningischen Archiv auf Schloß Westerburg, nunmehr im Staatsarchiv Wiesbaden.

183zur Lagebeschreibung: LA Speyer Best. K16 fol. 257, Notariatsakten Grünstadt.

184LA Speyer Best. L56 Nr. 162 Seite 544.

185LA Speyer Best. K16 Kasten Nr. 257 Urk. Nr. 345 vom 9.11.1810.

186 Karte LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/1 Beilage, Karte von 1839.

187 LA Speyer Best. L56 Nr. 144 Besitz-Nr. 162 Seite 544; Karte LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/2.

188 Weber: Mühlen besonderer Art, S. 45.

189 LA Speyer Best. K16 Kasten Nr. 257, Notariatsakten Grünstadt Urk. Nr. 345 vom 9.11.1810.

190 Amts- und Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 72 vom 12.9.1820.

191 Lehmann: Leininger Tal, S. 142.

192 LA Speyer Best. L56 Nr. 143 fol. 5.

193 Weber: Mühlen besonderer Art, S, 45 unter Bezugnahme auf luth. Kirchen­buch Altleiningen, Zentralarchiv ev. Landeskirche Speyer.

194 LA Speyer Best. L56 Kasten Nr. 144 Besitz-Nr. 162 Seite 544.

195LA Speyer Best. L56 Kasten Nr. 144 Besitz-Nr. 162 Seite 544.

196LA Speyer Best. L55 Nr. 266.

197 Grünstadter Zeitung vom 1.10.1887, Nr. 230.

198 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 275.

199 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 460, 489; Anm. d. Verf.: die Ansicht von Christmann ist unzutreffend, s. Schloßmühle.

200 LA Speyer: Leiningen-Hardenburg, A Nr. 137.

201 Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern. Zweibrücken 1828, S. 48.

202Frey: Beschreibung des königlich bayerischen Rheinkreises, Bd. II, S. 328.

203 Christmann: Siedlungsnamen, Bd. II, S. 489.

204LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 197 [Anm.: Mischbuch, enthält die Namen der Grundstücksbesitzer und Beschreibung der Grundstücke, 1763-1810].

205 LA Speyer Best. F2 Nr. 153: Ausfautheiakten Altleiningen lfd.-Nr. 197 [Anm.: Mischbuch, enthält die Namen der Grundstücksbesitzer und Beschreibung der Grund- stücke, 1763-1810].

206 LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

207LA Speyer Best. L56 Nr. 143 fol. 5.

208LA Speyer Best. W41 Karte Nr. 2016/1 Beilage.

209LA Speyer Best. L56 Nr. 143, Besitz-Nr. 32, S. 126.

210LA Speyer Best. L56 Nr. 143, Besitz-Nr. 32 S. 126.

211Heiberger: 1200 Jahre Altleiningen, S. 47.

212LA Speyer Best C 26 ab Nr. 51 und Bezirksamt Frankenthal Nr. 173.

213 Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 271 ff.

214 Weber: Das Müllerhandwerk in der nordpfälzischen Familie Graf; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1967, S. 69.

215Grünstadter Anzeiger Nr. 74 vom 22. Juni 1872.

216Schoch: Allerhand aus dem Pfälzerland, S. 15.

217LA Speyer Best. L55 Nr. 266 Beilage zum Grundsteuer Kataster.

218Photo und Bildunterschrift bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 273.

219Christmann: Siedlungsnamen II, S. 460, 489.

220LA Speyer: Leiningen-Hardenburg, A Nr. 137.

221Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern. Zweibrücken 1828, S. 48.

222Frey: Beschreibung des kön. bayerischen Rheinkreises, Bd. II, S. 328.

223Christmann: Siedlungsnamen, Bd. II, S. 489.

224LA Speyer Best V219 (Nachlaß Hartmut Müller, Alzey), darin Urkunde über den Verkauf der Schloßmühle Altleiningen, 170.

225Mitteilung von Herrn Hartmut Müller, Alzey vom 6.8.2010; Original (aus Nachlaß Hartmut Müller, Alzey) jetzt LA Speyer Best. Speyer Best. C25 Urk. 135 vom 8.11.

1740, mit Bestätigung des Kaufvertrags durch die leiningen-westerburgische Kanzlei in Grünstadt v. 23.11.1740, weiterer Kanzleivermerk (J.W. Herder, Aktuar und Landobersekretär, o.D.).

226LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

227Weber: Historische Ölmühlen S. 200.

228LA Speyer Best. L56 Nr. 143, Besitz-Nr. 65 S. 238.

229LA Speyer Best. W41 Nr. 2016/1 Beilage Karte von 1839.

230 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 460, 489.

231Mitteilung von Herrn Hartmut Müller, Alzey vom 6.8.2010.

232 LA Speyer Best. L56 Nr. 143, Besitz-Nr. 65 S. 238.

233 Mitteilung von Herrn Hartmut Müller, Alzey vom 6.8.2010.

234 LA Speyer Best. K16 Kasten Nr. 150 [Notar Daeuwel], Kaufvertrag vom 20.4.1892.

235 LA Speyer Best. K16 Kasten Nr. 151[Notar Daeuwel], Urk. Nr. 5946 vom 13.5.1892.

236 Verzeichnis der Kulturdenkmäler Landkreis Bad Dürkheim http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Bad_Dürkheim.pdf.

237 LA Speyer Best.X53 Nr. 10: „Knoch, Repert. Über Leiningen-Westerburg II: Grafschaft Altleiningen III. Grafschaft Neuleiningen, ferner: Protocolla iudicialia, gemeinschaftliche Orte, Grünstädter politica, verpfändete und versetzte Orte. 1759-1762“, Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

238Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Repertorium notabilium, S. 175; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

239Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Repertorium notabilium, S. 175; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

240Schmitt: Territorialstaat und Gemeinde im kurpfälzischen Oberamt Alzey, S. 11.

241 der Autor dankt Frau Isabel Johanni für den Hinweis auf die Internetseite;email Frau Isabel Johanni vom 29.4.2014.

242 http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27, Abruf vom 29.4.2014.

243 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 3, S. 27.

244 Hess. Staatsarchiv Darmstadt HStAD Best. A2 Nr. 4/29.

245 Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Nr. 4/51.

246 Rabenau: Verzeichnis Großherzogthum Hessen, Stichwort Döngesmühle.

247Spieß: Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein vom Jahr 1401, S. 47 Nr. 197.

248Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 3, S. 27

249 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 26.12.1701,Abruf vom 29.4.2014.

250 Spieß: Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein vom Jahr 1401 [Stuttgart 1981], S. 43 Nr. 178.

251Schnabel/Untermann: Zisterzienserinnenkloster Mariacon zu Oppenheim; in: Klosterlexikon Bd. 3, S. 435.

252 Schnabel / Untermann: Alzey Heilig Geist (an St. Johann); in: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 1, A-G, S. 111;

253 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 3, S. 27

254 Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz u.a. (Hrsg.): “Unsere Archi­ve” Nr. 54 / 2009, S.38.

255 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 3, S. 27

256 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 11.2.1711, Abruf vom 14.5.2014.

257 Homepage Eberhard Ref http://www.eberhard-ref.net/, Abschnitt „Familienforschung, Familien Mann/Stein“ Stichwort Froebelius, Johannes; Anm.: Oberpfarrer Johannes Froebelius ist der 7fache Urgroßvater des Autors.

258 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 12.12.1714.

259 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 217.3.1716.

260 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 13.6.1718.

261 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 7.7.1720.

262luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 18.1.1722.

263luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 13.5.1723.

264 Schnabel: Alzey, Himmelgarten Zisterzienserinnenkloster; in: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 1, A-G, S. 134.

265 Schnabel: Alzey, Himmelgarten Zisterzienserinnenkloster; in: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 1, A-G, S. 139.

266Spieß: Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein vom Jahr 1401, S. 36 Nr. 114.

267 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 2.7.1699.

268 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 27.8.1702.

269luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 11.10.1705.

270luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 14.3.1708.

271luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 23.11.1710.

272Kilian: Untertanen-Listen des kurpfälzischen Oberamts Alzey vom Jahre 1698; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1957, S. 57.

273 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 20.9.1699.

274luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 2.6.1710.

275luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 4.3.1711.

276luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 18.3.1714.

277luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 25.7.1719.

278luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 26.10.1714.

279err.; bei der Taufe am 9.5.1717 der Tochter des Müllers Johann Philipp Lang, der am 6.5.1717 in Alzey geborenen Maria Juliana Lang, ist als Patin anwesend: „Juliana Catharina, Ehefrau von Christophel Thomas, als seine Langens Mutter ...“ ( luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 9.5.1717).

280 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 25.9.1715.

281 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 11.3.1717.

282luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 9.5.1717.

283luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 16.7.1719.

284 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 29.8.1717.

285 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 16.7.1719.

286 luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 12.11.1719.

287luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 4.1.1724.

288luth. KB Alzey, Sterbeeintrag vom 27.3.1741.

289ev. KB Kirchheim 1, S. 39.

290 Keddigkeit / Untermann: Alzey, St. Antonius, Antoniterpräzeptorei; in: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 1, A-G, S. 127; Urkundenbuch Universität Heidelberg,

UBUniHD 1, Nr. 189, S. 271.

291 LA Speyer Regesten zu Best. C2 S. 73.

292 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 3, S. 27

293Wikipedia, Stichwort Ammelbach, Abruf v. 24.2.2018.

294LA Speyer B2 Nr. A 292/1 fol. 107 ff. (Laufzeit) 1743-1756.

295Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 395.

296Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139.

297Rink: Die Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, S. 16.

298Biundo: Annweiler Families Bd. 3, S. 25.

299Biundo: Annweiler Families Bd. 3, S. 40.

300Biundo: Annweiler Families, Bd. 3, S. 49a.

301Biundo: Annweiler Families Bd. 3, S. 18.

302Biundo: Annweiler Families Bd. 3, S. 23.

303Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 82.

304Biundo: Annweiler Families Bd. 3, S. 19.

305Biundo: Annweiler Families Bd. 3, S. 27.

306Frey: Die Gerber von Annweiler; in: Pfäl­zisch-rheinische Familienkunde 2010, S. 3.

307Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139.

308Biundo: Annweiler, Ausgabe 1937, S. 258.

309Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139.

310Weber: Mühlen besonderer Art, S. 163.

311LA Speyer B3 Nr. 1588; Stürmer: Mühlenrecht, S. 90.

312Weber: Mühlen besonderer Art, S. 163.

313Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139.

314LA Speyer Best. B2 Nr. 691 7: „Die von Stadtmüller Denzer zu errichtende Ölmühle zu Annweiler, 1790-1792“.

315 LA Speyer Best. G6 Nr. 387 n.p.: Stellung des provisorischen Maire de la Commune d'Annweiler vom 9. Brumaire l'an 9.

316 LA Speyer Best. G6 Nr. 387 n. p.

317 Biundo/Heß: Annwei­ler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139.

318Weber: Mühlen besonderer Art, S. 162.

319Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139.

320Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 140.

321LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 83.

322LA Speyer B2 Nr. A 292 fol. 107; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 232.

323Landauer Eilboten, Nr. 8 vom 20.2.1847, Beilage.

324LA Speyer Best. B2 Nr. 703/9.

325Wittmer/Rupp/Mock: Familienregister Ilbesheim bei Landau, S. 9-

326LA Speyer Best. B2 Nr. 703/9: „In Sachen der beiden Gebrüder Johann Jacob und Conrad Seelbach ./. die Stadt Annweiler, die nahe an der Stadt gelegene Oel- und Lohmühle, den Vennsbacher Mühle, 1722-1726“.

327Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 80.

328Christmann: Siedlungsnamen II, S. 314.

329Biundo/ Heß: Annweiler, S. 140.

330Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 140 iVm. Biundo: Annweiler, Auflage 1937 S. 262 unter Verbesserung mehrerer Schreibfehler d. Vorauflage.

331Biundo: Annweiler Families, Bd. 3, S. 58.

332Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 140.

333Christmann: Siedlungsnamen II, S. 314.

334Christmann: Siedlungsnamen II, S. 314.

335LA Speyer Best. B2 Nr. A 292/1 fol.107.

336Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 232.

337Eilbote Landau vom 5.12.1835, Nr. 49, S. 195.

338Eilbote Landau vom 23.2.1839, Nr. 8, S. 30.

339 Eilbote Landau Nr. 5 vom 16.1.1858, S. 29.

340 Eilbote Landau vom 8.1.1859, S. 9, 38 = LA Speyer Best. Y 20/41.

341 Eilbote Landau vom 5.5.1859, S. 204 = LA Speyer Best. Y 20/41, und Eilbote Landau vom 15.1.1859 Nr. 4, S. 19.

342 Eilbote Landau vom 25.6.1859, S. 291 = LA Speyer Best. Y 20/41.

343 Christmann: Siedlungsnamen II, S. 314.

344 Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 86.

345 Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139.

346 Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 140.

347 Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 86.

348 Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 87.

349 Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 86-87.

350 Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139.

351Lehmann: Burgen und Bergschlösser in Bliesgau, Teil 2, S. 115.

352Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139.

353Biundo/Heß: Annwei­ler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139.

354Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 86.

355Stürmer: Mühlenrecht, S. 87 mit Abdruck des Erbbestandsbrief, S. 234 ff.; LA Speyer B3 Nr. 1588.

356LA Speyer B3 Nr. 1588, Erbbestandsbrief vom 30.1.1703 lfd. Nr. 7.

357 LA Speyer Best. B2 Nr. A 292/1 fol.107; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 232.

358Bohrer u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, S. 77, 108.

359LA Speyer Best. B2 Nr. 691/3: „Versteigerung der Pfeiferschen Mahlmühle zu Annweiler, 1742-1744“.

360LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 107.

361LA Speyer Best. 14 Nr. 5 (früher KSchA Zw Nr. 59): Verbesserung der Annweiler Stadtmühle bezüglich des Hinterwassers 1781.

362LA Speyer Best. B2 Nr. 691 7: „Die von Stadtmüller Denzer zu errichtende Ölmühle zu Annweiler, 1790-1792“.

363LA Speyer Best. G6 Nr. 387 nicht foliert

364Neue Speyerer Zeitung Nr. 31 vom 12.3.1818.

365Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 8.2.1827, Nr. 25, Beilage, S. 133; Landauer Wochenblatt Nr. 11 vom 16.3.1827, S. 43.

366 Neustadter Wochenblatt vom 14.7.1837, Nr. 28, S. 111.

367 Neustadter Wochenblatt Nr. 74 vom 16.9.1842, S. 296.

368 Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Her­zogtum Zweibrücken, S. 9, 86.

369Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 86-88.

370Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 86/87.

371Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 86, 87.

372Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 87/88.

373 zitiert bei Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 88.

374 Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 88.

375 Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Her­zogtum Zweibrücken, S. 88 iVm. Weber: Mühlen besonderer Art, S. 321.

376Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 88.

377Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 88.

378Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 91.

379Abschrift des Vertrages bei Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 91.

380Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 91-92, wegen der Einzelheiten der Streitigkeiten s. dort.

381Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139/140; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 85/86; Hössle: Papiermühle Frankeneck, S. 4.

382Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139/140; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 85/86; Hössle: Papiermühle Frankeneck, S. 4.

383s. Philipp Jakob *Pasquay.

384Intelligenzblatt des Rheinkreises 1826, S. 856-857.

385Biundo/Heß: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 139/140; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 85/86; Hössle: Papiermühle Frankeneck, S. 4.

386Börst: Die Papiermacherfamilie Maurer in der Papiermühle auf dem Schwarzenacker zu Wörschweiler; in: Saarländische Familienkunde 1969 S. 134.

387Weber: Mühlen besonderer Art, S. 85.

388Weber: Mühlen besonderer Art, S. 88.

389Weber: Mühlen besonderer Art, S. 86.

390Hössle: Papiermühle Frankeneck, S. 4; Weber: Mühlen besonderer Art, S. 86, dort fälschlich als „Eberhard“ angegeben.

391Steiner: Aargauer in der Pfalz, S. 279; Biundo: Annweiler Families Bd. 3, S. 39.

392 Neustadter Wochenblatt vom 14.7.1837, Nr. 28, S. 111.

393Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt (Annweiler 1968), S. 139.

394LA Speyer Best. A13 Nr. 19.

395Biundo, Georg: Geschichte von Annweiler, Ausgabe 1937, S. 258.

396 Neustadter Wochenblatt vom 14.7.1837, Nr. 28, S. 111.

397Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt (Annweiler 1968), S. 139.

398 Biundo, Georg und Heß, Hans: Annweiler. Geschichte einer Reichsstadt, S. 140.

399Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 86.

400Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 86; Anm.: bei o.A., Leininger Geschichtsblätter 1912, S. 4 wird der Namen mit „Stephan Stock“ angegeben.

401Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 87.

402o.A., Leininger Geschichtsblätter 1912, S. 4.

403Jaffé: Papiermühlen im ehe­maligen Herzogtum Zweibrücken, S. 87; o.A., Leininger Geschichtsblätter 1912, S. 10.

404Jaffé: Papiermühlen im ehemaligen Herzogtum Zweibrücken, S. 87.

405zitiert aus: Wikipedia Stichwort 'Appelbach', Abruf am 30.6.2014.

406Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1, S. 391.

407Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1, S. 392.

408Mitteilung von Friedrich R. Wollmershäuser in: PRFK 2004, S.- 516.

409Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung e.V.; Internetdatei www.muehlen-dgm-ev.de; Abruf am 1.3.2013

410 Artikel: „Mühle + Mischfutter“; in: Fachzeitschrift für Getreideverarbeitung ..., vom 11.4.2002, S. 209-214.

411Eilbote Landau Nr. 36 vom 8.8.1858, S. 233,

412LA Speyer Best. A13 Nr. 21.

413LA Speyer Best. A 13 Nr. 23.

414LA Speyer Best. A 13 Nr. 23.

415LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7.

416Martin: Emigration und Nationalgüterveräußerung, S. 186.

417Martin: Emigration und Nationalgüterveräußerung, S. 194.

418LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7.

419 Petermann: Kirchenbuch Winden von 1714 bis 1801, o.J., S. 16.

420Petermann: Kirchenbuch Winden von 1714 bis 1801, o.J., S. 16.

421Lehmann: Geschichtliche Gemälde aus dem Rheinkreise, a<.a.O., Bd. 3, S. 165.

422Ulrich: Einwohner von Elmstein, S. 50.

423Weintz: Elmstein, S. 20.

424Ullrich: Einwohner von Elmstein, S. 22.

425Weintz: Elmstein, S. 21.

426LA Speyer Best. A1 Nr. 742.

427Anm.: bei LA Speyer A2 Nr. 179/1 fol. 37 ist nur „Conrath“ angegeben, dagegen bei LA Speyer A2 Nr. 100/1 fol. 18 S. 14 „Conradt Georg“.

428 Ullrich: Ein­wohner von Elmstein, S. 161.

429LA Speyer BestA2 Nr. 179/1 fol. 16R, 26.

430Anm.: bei LA Speyer A2 Nr. 179/1 fol. 37 ist nur „Conrath“ angegeben, dagegen bei LA Speyer A2 Nr. 100/1 fol. 18 S. 14 „Conradt Georg“.

431LA Speyer Be­stA2 Nr. 179/1 fol. 26r.

432LA Speyer Best. A2 Nr. 950/13, S. 1-2.

433LA Speyer Best. A2 Nr. 950/13, Teil II, fol. 2r.

434LA Speyer Best. F3 Nr. 55, fol. 11r.

435LA Speyer Best. F3 Nr. 55, fol. 11r.

436Heintz: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat. 2002, Heft 6, S. 16.

437Ullrich: Einwohner von Elmstein, S. 202.

438Ullrich: Einwohner von Elmstein, S. 203.

439Heintz: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat. 2002, Heft 6, S. 17.

440LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 542.

441 Heintz: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschich­ten unserer Heimat. 2002 Heft 6, S. 16.

442Heintz: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat. 2002, Heft 6, S. 17.

443 Heintz: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschich­ten unserer Heimat. 2002 Heft 6, S. 16.

444 Ullrich: Einwohner von Elmstein, S. 172.

445Ullrich: Einwohner von Elmstein, S. 424.

446Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, S. 68.

447Heintz: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat, Nr. 11, Dezember 2004, S. 3.

448Heintz: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat, Nr. 11, Dezember 2004, S. 4.

449Heintz: Geschichte des Mahl- und Sägewerkes in Appenthal; in: Geschichte und Geschichten unserer Heimat, Nr. 11, Dezember 2004, S. 4.

450Dietrich: Waldbauern und andere Leute, S. 161.

451 Rheinpfalz vom 27.3.2012: „Wirtschaftswandern. Ein Sägen im Elmsteiner Tal“W.

452Dolch/Greule: Siedlungsnamen, S. 44; Kolb: Handbuch von Rheinbaiern, S. 86.

453Nauerth: Bienwaldstadt Kandel, S. 172.

454Karte bei Nauerth, S. 171.

455Häberle: Wüstungen, S. 91.

456Frey: Beschreibung, Bd. 1, S. 534).

457Kunstdenkmäler, Bd. V Germersheim, Stichwort “Weihermühle”, S. 201.

458Frey: Beschreibung der Rheinpfalz, Bd. 1 S. 534.

459Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 255.

460Nauerth: Bienwaldstadt Kandel, S. 56.

461Nauerth: Bienwaldstadt Kandel, S. 172.

462Karte bei Nauerth: Bienwaldstadt Kandel, S. 171.

463 Nauerth: Bienwaldstadt Kandel, S. 172.

464Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. 1 S. 534.

465HStA München, Rhpf. Urk. Nr. 900a, zitiert nach Fritz: Archenweyer, S. 9.

466Fritz, Albert: Archenweyer. Entstehung und Untergang, S. 35.

467Anm.: richtig heißt er Philipp Casimir Heintz; leider nennt Fritz nicht die genaue Quelle.

468Archiv Deutsches Historisches Museum Best. DHM Do 79 113.

469Fritz, Albert: Archenweyer. Entstehung und Untergang, S. 35.

470Hauck, Karl: Chronik von Steinweiler (Neuausgabe Edenkoben 2009).

471Hauck: Chronik von Steinweiler S. 184.

472Anm.: heute Stadtteil von Karlsruhe.

473zitiert nach Fritz: Archenweyer, S. 35 unter Bezugnahme auf Hauck: Chronik von Steinweiler, S. 193.

474Fritz: Archenweyer, S. 35.

475Fritz: Archenweyer, S. 35 unter Bezugnahme auf Hauck: Chronik von Steinweiler, S. 199.

476Fritz: Archenweyer, S. 36 unter Bezugnahme auf Hauck: Chronik von Steinweiler, S. 226.

477Fritz: Archenweyer, S. 36 unter Bezugnahme auf Hauck: Chronik von Steinweiler, S. 227.

478Fritz: Archenweyer, S. 36 unter Bezugnahme auf Hauck: Chronik von Steinweiler, S. 211.

479Fritz: Archenweyer, S. 36 unter Bezugnahme auf Hauck: Chronik von Steinweiler, S. 63.

480LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhält­nisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 255.

481Fritz: Archenweyer, S. 39.

482Hauck: Chronik von Steinweiler, S. 217.

483Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Kandel.

484Hauck: Chronik von Steinweiler, S. 226 unter Bezugnahme auf das Steinweiler Gerichtsbuch vom 23.8.1738..

485Fritz: Archenweyer, S. 39.

486Fritz: Archenweyer, S. 39.

487Hauck: Chronik von Steinweiler, S. 252; Fritz: Archenweyer, S. 39.

488Anm.: bei der genannten „gemeine Mühle“ muß es sich um die Archenweyerer Mühle handeln. Denn in LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5, fol. 51 heiß es: „Johannes Heck von Steinweiler hat die der dasigen Gemeindt eigenthümlich zustehende sogenannte Archenweyerer Mühl 18 Jahre lang in Bestand gehabt ...“

489LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5, fol. 17.

490LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5, fol. 1.

491LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5, fol. 17.

492LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5, fol. 18.

493LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5, fol. 51.

494Hauck: Chronik von Steinweiler, S. 56; Fritz: Archenweyer, S. 39.

495LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5.

496LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5, fol. 1.

497Fritz: Archenweyer, S. 39-40.

498LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5, fol. 52: der Sohn Christian Heck teilt in einem undatierten Schreiben mit, daß sein Vater Johannes Heck „vor etwa 3 Monath verstorben“ war und zwar vor Beginn der erneuten Pachtzeit über die Archeweyerer Mühle. Diese sollte, wie sich aus LA Speyer Best. ab Mai 1630/5 fol. 51 iVm fol. 18 ergibt, im Mai 1789 beginnen.

499LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5 fol. 51-53.

500LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5 fol. 56.

501LA Speyer Best. A2 Nr. 1630/5 fol. 70-73.

502Fritz: Archenweyer, S. 40.

503Hauck: Chronik von Steinweiler, S. 254.

504Esser/Keppel: Ortsfamilienbuch Minfeld, S. 388 Nr. 1771.

505Fritz: Archenweyer, S. 40-41.

506Fritz: Archenweyer, S. 41-42.

507Fritz: Archenweyer, S. 41.

508Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, S. 233.

509 LA Speyer Best. C1 Nr. 9 und 10; Best. C2 Nr. 7

510 Christmann: Siedlungsnamen, Bd. II, S. 348.

511Pfälzisches Museum 1905 S. 107).

512Eilboten Landau Nr. 46 vom 12.6.1858, S. 296.

513 Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 82.

514Hauck: Lexikon saarländischer Orte, S. 266-267.

515Petto: Wanderungen aus Tirol und Vorarlberg ins Saarland, S. 87 Nr. 116.

516Dolch/Greule: Siedlungsnamensbuch, S. 45; Christmann: Siedlungsnamen, Bd. 1, S. 26.

517Frey: Beschreibung Rheinkreis, Bd. III, S. 83; LA Speyer Best. Y4 Nr. 104, Urk. Nr. 254 v. 30.6.1684 über die die Besitzergeifung durch Johann Casimir Kolb von Wartenberg (Anm.: die früher im Gräflich Wartenbergischen Archiv vorhandene Urkunde ist Kriegsverlust, wird aber im Aktenrepertorium des Gräflich Wartenbergischen Archivs genannt).

518LA Speyer Best. Y4 Nr. 104, Urk. v. 31.5.1353.

519Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 [ LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5]; Angabe bei Nünschweiler Pletschmühle.

520Kampfmann: Verschollene Orte im Bezirksamt Pirmasens, Aschbacher Mühle,; in: Pirmasenser Geschichtsblätter 8/1927 vom 18.5.1927.

521LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 224-228.

522Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 196.

523LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 119r.

524LA Speyer Best. L56 Nr. 708, Bl. 458.

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