Version 1.10.2020

 

 

Pfälzisches Pfarrerlexikon

 

Die evangelischen Pfarrer der Pfalz von der Reformation bis zum Ende des 20. Jahrhunderts

zusammengestellt von

Eberhard Ref

 

 

 

So eine Arbeit wird eigentlich nie fertig,

man muss sie für fertig erklären,

wenn man nach Zeit und Umständen

das Möglichste getan hat.“

 

Johann Wolfgang von Goethe.

Italiänische Reise

Neapel, Caserta 16. März 1787

 

 

 

 

Vorbemerkung:

 

 

Das "Pfälzische Pfarrerbuch" (Georg Biundo: Die evangelischen Geistlichen der Pfalz seit der Reformation) ist seit langem vergrif­fen. Die vielfältigen Ergänzungen u. Erweiterungen, vor allem verfaßt durch Pfr. Alfred Hans Kuby, und in den letzten Jahren die Veröffentlichungen von Bernhard H. Bonkhoff, sind weit verstreut, an verschiedenen Orten veröffentlicht und oft nur mit er­heblichem Suchaufwand auffindbar.

 

 

Durch die im Jahr 2015 online im Internet zugängliche gewordene Kirchenbuchedition "Archion" eröffnen sich inzwischen weitere u. leichtere Recherche-Möglichkeiten zu den pfälzischen Pfarrern u. deren Familien.

 

 

Es erscheint daher angebracht, eine neue Sammlung "Pfälzischen Pfarrer u. ihrer Familien" der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

 

Eine Anmerkung sei gemacht zur räumlich-geographischen Grundlage der nachstehenden Sammlung. Als Pfalz, zurückgehend auf das Territorium der Pfalzgrafen bei Rhein, wurden im Laufe der Geschichte unterschiedliche Gebiete bezeichnet 1. Die heutige Pfalz erhielt ihren Namen 1838 als romantisch-historisierende Bezeichnung für die zuvor als „Bayerischer Rheinkreis“ bezeichneten, 1816 an Bayern gefallenen linksrheinischen Gebiete“ 2.

 

Die Pfalz von heute als geographischer Begriff deckt sich nicht mit den politischen Herrschaften im Bereich der historischen Pfalz, dem Flickenteppich vor 1797. Das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken griff im Westen u. Norden weit über die pfälzischen Grenzen von 1816 hinaus. Da Pfarrerfamilien, nach dem Motto „gleich u. gleich gesellt sich gern“, oft untereinander heirateten, u. die Familien sich auch über die Grenzen einzelner Herrschaften ausbreiteten +++++weiter+++

 

 

Bei der Schreibweise der Ortsnamen werden die Bezeichnungen verwendet, die während der Lebenszeit der jeweiligen Personen Gültigkeit hatten, so z.B. Kirchheim a.d. Eck anstelle von Kirchheim/Weinstraße oder Dürkheim statt Bad Dürkheim.

 

Die Orthographie orientiert sich an den vor der sog. Rechtschreibreform gültigen Regeln, da der Autor weder Zeit noch Lust hat, jeden "Blödsinn" an sog. Neuerungen mitzumachen.

 

 

Das Pfälzische Pfarrerlexikon ist eine genealogische Sammlung und stellt keine pfälzische Kirchengeschichte dar (obwohl gelegentli­che Ausflüge in Kirchengeschichte und Theologie unvermeidlich sind).

 

Die einzelnen Einträge sind wie folgt gegliedert:

a. Lebensdaten und verwandtschaftliche Beziehungen

b. Ausbildung und berufliche Stationen

c. Eheschließung und Kinder

 

 

Grundsätzlich aufgenommen sind die pfälzischen Pfarrer und Diakone, sowie ausnahmsweise auch die Lehrer genannt, welche im Pfarrerbuch Biundos aufgeführt sind.

 

 

Die in Klammern gesetzten Zahlen hinter dem jeweiligen Personennamen beziehen sich auf die Numerierung im Pfarrerbuch von Georg Biundo (B + Nr.) bzw. im „Neuen Pfälzer Pfarrerbuch“ von Weber (N + Nr.).

 

Im Stichwortverzeichnis der Personennamen werden die pfälzischen Pfarrer bezeichnet mit (B + Nr., z.B. B1979), alle anderen Personen mit (Anm. B + Nr., z.B., Anm. B1979).

 

 

Das Interesse des Autors an der Geschichte pfälzischer Pfarrerfamilien rührt aus seiner eigenen Familiengeschichte, die Verbindungen zu einer ganzen Reihe von Pfarrern aufweist, darunter auch mehrere pfälzische und rheinhessische Pfarrer: Pfr. Johann Wilhelm Baltz (B0101), Pfr. Friedrich Karl Julius Baumann (B0232), Pfr. Gustav Christian Andreas Baumann (B00231), Pfr. Ludwig Friedrich Bilfin­ger 3, Pfr. Philipp Jakob Dreher 4, Pfr. Dr. theol. Johann Dornfeld 5, Pfr. Alfred Dürr 6, Pfr. David Friese 7, Pfr. Johann Justus Froebelius 8, Pfr. Johannes Froebelius 9, Präzeptor Johann Moritz Ilgen (B2400) 10, Pfr. Anton Koch 11, Pfr. Johann Ludwig Koch (B2782) 12, Pfr. Johann Mathäus Koch (B2779) 13, Pfr. Johannes Lex 14, Pfr. Johann Joseph Lex 15, Pfr. Johann Tobias Lex 16, Pfr. Philipp Wilbrand Möl­lenthiel (B3515) 17, Pfr. Johann Jeremias Molitor 18, Pfr. Peter Christian Nacke (B3767) 19, Prof. Dr. theol. Johannes Nebelthau (B3775) 20, Pfr. Johann Henrich Reichert (B4217) 21, Pfr. Johannes Rühl (B4510) 22, Pfr. Johann Heinrich Schmoll (B4810) 23, Pfr. Karl Friedrich August Schuler (B4947) 24, Pfr. Georg Karl Weiprecht Storck (B5294) u. Friedrich Karl Storck (B5295) 25.

 

 

 

Abkürzungsverzeichnis:

 

 

 

 

AHG ?; Anm.: Abkürzung bei Biundo: Pfarrerbuch nicht erklärt +++klären+++

AJ Aufnahmejahr

Anm. Anmerkung

Bl. Bild-Angabe in nicht paginierten Kirchenbüchern bei Archion

DAH dienstliche Aushilfe

ebd. ebenda

err. errechnet, erraten, vermutet

Ex. Examen

FLA Fürstl.-Leiningisches Archiv Amorbach

Fn. Fußnote

gef. gefallen

GLA Generallandesarchiv Karlsruhe

i.H. im Hilfsdienst

i. R. in Ruhestand

kath. katholisch

KRat Kirchenrat

konf konfirmiert

KonsR Konsistorialrat

LA Speyer Landesarchiv Speyer

Lbz Lebenszeit

LKPräs Lokal-Konsistorialpräsident

LSynode Landessynode

luth. lutherisch

NN. nomen nescio = der Name ist unbekannt; oder Platzhalter für Personennamen (nomen nominandum)

n.p. nicht paginiert, ohne Seitenangabe

o.A. ohne Autorenangabe

o.D.. ohne Datum

OKons.-Rat Oberkonsistorialrat

OStudDir Oberstudiendirektor

OStudRat Oberstudienrat

OT Ortsteil

Pfrst. Pfarrstelle

Präz. Präzeptor, Lehrer

PRFK Pfälzische Rheinische Familienkunde

RE +++klären+++

ref. evangelisch reformiert

RGG s. Religion in Geschichte u. Gegenwart

RKG Reichskammergericht

s. siehe

Stip. Stipendiat

Sup. Superintendent

Verw. Verwalter

Wwe. Witwe

+ der Name ist im Stichwortverzeichnis erfaßt

~ getauft

gestorben

verheiratet

I 1. Ehe

II 2. Ehe

 

 

 

Die Zahlenangaben hinter dem Namen beziehen sich auf die Numerierung im Pfarrerbuch von Georg Biundo (B0001-B6222) bzw. das Neue Pfälzer Pfarrerbuch von Weber (N0001-N0084).

 

 

Im Ortsverzeichnis sind alle Orte inländischen u. ausländischen Ortsnamen – mit Ausnahme der Studien- und Prüfungsorte.- enthalten.

 

 

Anm.: alle in die Stichwortverzeichnisse aufgenommenen Personennamen und Ortsnamen sind während der Erarbeitungsphase mit einem + gekennzeichnet.

 

+@@ in der Neufassung d. Stichwortverzeichnis aufgenommen

 

 

 

1Tagungsband: Die Pfalz. Probleme einer Begriffsgeschichte vom Kaiserpalast auf dem Palatin bis z. heutigen Regierungsbezirk, hrsg. von Franz Staab [Ver­öffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 81], Speyer 1990.

2Armgart: Pfarrerleben zwischen Altpreußen u. der Pfalz der pfälzischen Pfarrerbücher, S. 1.

3 Pfr. in Flözlingen b. Stuttgart; 5xUrgroßvater des Autors.

4 Pfr. in Hopfau b. Alpirsbach, 8xUrgroßvater des Autors.

5 Prof. d. Theologie u. Pfarrer an d. Nicolaikirche Leipzig, auch Sonntagsprediger an der Thomaskirche Leipzig; 5xUrgroßonkel des Autors (Stein, Albrecht: Familiengeschichte Stein [Oberkirchen 2003], S. A26).

6 Stadtvikar in Mannheim, später Pfr. Stockach /Baden, Großonkel des Autors.

7 Pfr. in Halle / Saale, 6xUrgroßonkel des Autors.

8 Pfr. in Burkhards/Oberhessen, 8xUrgroßvater des Autors.

9 Oberpfarrer zu Alzey, 7xUrgroßvater des Autors.

10 5xUrgroßvater des Autors.

11 Pfr. in Guntersblum ( Elisabeth Marg. Lex, T. v. Johann Adam Lex; Schwester v. Pfr. Johannes Lex), 9xUrgroßonkel des Autors.

12 Vater d. der Anna Barbara Koch (29.12.1669 Albisheim - vor 1705), der ersten Ehefrau v. Pfr. Johann Friedrich Rühl (Bruder v. Pfr. Johannes Rühl [B4510], 6xUrgroßvater des Autors), 6xUrgroßonkel des Autors.

13 S. v. Pfr. Anton Koch u. Elisabeth Margarethe Lex (9xUrgroßtante des Autors, T. d. Pfr. in Merxheim Johann Adam Lex [10xUrgroßvater d. Autors]).

14 Pfr. in Wörrstadt, 9xUrgroßvater des Autors.

15 Biundo: Pfarrerbuch, S. 270 Anm. zu Nr. 3126, 8xUrgroßvater des Autors.

16 Biundo: Pfarrerbuch, S. 270 Anm. zu Nr. 3126, S. 324 Anm. zu Nr. 3767, S. 520 Anm. zu Nr. 6045.

17 Dorothea Baumann (T. v. Pfr. Gustav Christian Baumann [231] u. Enkelin d. Stadtschultheißen zu Kusel Ernst Alexander Baumann [5xUrgroßonkel des Autors])

18 Oberpfarrer zu Alzey (8xUrgroßvater des Autors).

19 Dorothea Luise Lex (6xUrgroßtante des Autors).

20 11xUrgroßvater des Autors.

21 Maria Judith Scheu (aus Standenbühl, T. d. Zollers Erasmus Scheu [7xUrgroßvater des Autors]).

22 6xUrgroßvater des Autors.

23 seine Mutter Anna Sophie Storck (T. d. Vogts Ludwig Casimir Storck [9xUrgroßvater des Autors]) ist die 8xUrgroßtante des Autors.

24 Luise Elisabeth Merkel (T. d. leiningischen Sekretärs Johann Hermann Merckel [6xUrgroßvater des Autors]) (s. hierzu auch: Ref, Eberhard: Revoluzzer“ und „Adelsknechte“: die Vor- und Nachfahren des leiningischen Hofrats Johann Casimir Fries aus Grünstadt oder: Goethes revolutionäre Grünstadter Verwandte; in: PRFK 2019, S. 175-195)

25 2xUrenkel v. Ludwig Casimir Storck (1608 Altleiningen - † 1693 Winningen/Mosel [9xUrgroßvater des Autors]; Sohn von Philipp Dieter Storck und Anna Elisabeth Nebelthau [10xUrgroßtante des Autors]).

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