Vortrag „Mühlen am Klingbach“

 

gehalten auf Jahreshauptversammlung

der PRFK am 5/5.2019 in Klingenmünster

von

Eberhard Ref

 

 

 

I.

 

 

Eigentlich ist's zum Verzweifeln: Als ich vor ca. 10 Jahren angefangen habe, pfälzische Mühlen und Müller­familien zu sammeln, dachte ich, in einigen Jahren ist das Thema bearbeitet. Heute habe ich in der Pfalz, Rheinhessen und im Nordelsaß (also im ehemals pfälzischen Gebiet) ca. 2300 Mühlen gefunden, und ein Ende ist nicht abzusehen. Ob die Sammlung jemals fertig muß, ich bezweifeln. Johann Wolfgang von Goethe hat das Problem in Bezug auf seine „Iphigenie auf Tauris“ anschaulich beschrieben: Ich zitiere: „Eine solche Arbeit wird eigentlich nie fertig, man muß sie für fertig erklären, wenn man nach Zeit und Umständen das Möglichste getan hat“ 1.

 

Der pfälzische Mühlenforscher Friedrich Wilhelm Weber führt im Vorwort des ersten Bandes seiner „Ge­schichte der Mühlen und der Müllerhandwerks der Pfalz“ aus: ich zitiere „Das Quellenmaterial für dieses Buch mußte … in mühevoller Kleinarbeit, die sich über mehr als zwanzig Jahre erstreckte, zusammengetra­gen werden“ 2.

 

Das läßt mich hoffen, doch noch – vielleicht in weiteren 10 Jahren (dann bin ich 80 Jahre alt) zum Abschluß zu kommen.

 

 

Weber hat die erste zusammenfassende Darstellung pfälzischer Mühlen geschaffen. Band 1 erfaßt die Getreidemühlen, Band 2 „Die Geschichte der pfälzischen Mühlen besonderer Art“ stellt die Papiermühlen, die Walkmühlen, die Lohmühlen und – stampfen, die Pulvermühlen zur Herstellung von Schießpulver, die Hanfreiben und -stampfen, die Sägemühlen, die Pochwerke und Hütten, die Hammer- und Schleifmühlen, die Achatschleifen, die Gipsmühlen sowie die Ölmühlen dar. Webers schriftlicher Nachlaß im Landes­archiv Speyer umfaßt ca. 2 Regalmeter und ist noch nicht erschlossen.

 

 

Damit sind sind wir bei einem Thema, das Ihnen als Genealogen nicht unbekannt sein dürfte: den Schwierigkeiten der Recherche. Weber schreibt dazu sinngemäß: In Frage kommen die oft schwer zugängliche alte und die nur spärlich vorhandene neue Fachli­teratur allgemeiner Art, dann Monographien einzelner Mühlen in Ortsgeschichten, Heimatkalendern, Zeitschriften und Zeitun­gen, schließlich die Publikationen der Wirtschaftsverbände und -dienststellen. Für den größten Teil der Arbeit ist man auf Ar­chivalien, die mündliche Überlieferung, Nachforschungen vor Ort und eigene Erfahrung angewiesen. An dieser Stelle sei allen Mitarbeitern der Dank ausgesprochen für ihre Hilfe, besonders all den Müllern und Müllerinnen, Meistern und Gesellen und den Nachfahren alter Müllergeschlechter für die vielen mündlichen Auskünfte. Ihre Aussagen sind umso wertvoller, als sie schriftlich nirgends festgehalten sind und schon in zehn oder zwanzig Jahren nicht mehr zu erhalten wären.

 

Seit der Formulierung dieser Zeilen sind mehr als 40 Jahre vergangen und die letzten Zeitzeugen fast ausnahmslos verstorben. Die heutige Forschung kann sich also nur auf Quellen und Sekundärliteratur stützen. Und damit die Schwierigkeiten erst richtig an. Wer sich mit Familienforschung befaßt, kennt die Schwierigkeiten, Einträge in alten Kirchenbüchern und Akten zu entziffern. Als ich vor 10 Jahren das im Landesarchiv Speyer vorhandene „Verzeichnis der Mühlen im kurpfälzischen Oberamt Neustadt“ 3 zu übertragen, dauerte die Arbeit mehrere Wochen, hauptsächlich bedingt durch meine damals mangelnde Kenntnis der Schrift der Barockzeit.

 

Zudem ist die Zahl der Veröffentlichungen und der Vielzahl von Akten im Landesarchiv Speyer, den Stadt- und Gemeindearchiv kaum überschaubar. Die „rheinland-pfälzische Bibliographie“ in der Landesbibliothek nennt zum Stichwort 'Mühlen' ca 1400 Auf­sätze und Artikel (darin auch der Nordteil des Bundeslandes), das Internet-Register im Landesarchiv Speyer bricht die Suche nach Mühlen bei 500 Akten und Fundstellen ab.

 

Meine Sammlung „Pfälzisches Mühlenlexikon“ enthält derzeit ca. 3100 Seiten mit 31500 Fundstellen. Und ein Ende ist nicht abzuse­hen. Jüngstes Beispiel: Als mich unser Vorstand Roland Paul Anfang März fragte, ob ich auf der Jahreshauptversammlung einen Vortrag zum Thema 'Mühlen' halten könne, habe ich spontan zugesagt, und dachte: das machs`te locker, Ergebnis:„uff Nordpälzisch Puschtekuche“. Als ich mir meine Sammlung der Mühlen im oberen Klingbachtal anschaute, traf mich fast der Schlag. Nur Lücken und Fehlstellen, gerade mal mit der Sammlung angefangen. Bei der Literatur-Recherche stieß ich auf einen Artikel über die Klostermühle in Silz im 'Trifels-Kurier' von 1978. Von der Mühle hatte ich noch nie gehört.

 

Mein Schreck was gewaltig, angesichts der verbleibenden kurzen Zeitspanne bis zur Jahreshauptversammlung: „Jetzt awwer an die Ärwet“. Gott sei Dank sind die Akten meist nicht im Pfälzischem Idiom, sondern in Verwaltungssprache, also in Schriftdeutsch geschrieben.

 

 

 

II.

 

 

Unter „Mühlen“ versteht man alle Arten von Wassertriebwerken, d.h. nicht nur die klassischen Mahlmühlen, sondern auch Hammerschmieden, Papiermühlen, Farbmühlen, Tabakmühlen, Loh- und Walkmühlen, Poch­werke, Gipsmühlen sowie Hanfreiben. Getreidemühlen waren unentbehrlich zur Versorgung der Bevölke­rung mit Mehl zum Brotbacken, zur Herstellung von Schrot etc.. Säge- oder Schneidmühlen, oft auch Bord­mühlen genannt, wurden insbesondere zur Herstellung von Bauholz benötigt. Hammerschmieden, manchmal auch als Wap­pen- oder Waffenschmieden bezeichnet, waren mit Wasserkraft angetriebene Schmieden, die vor allem zur Herstellung von landwirtschaftlichen Geräten erforderlich waren. Papiermühlen wurden zur Fabrikation des früher sehr teuren Schreibpapiers benötigt. Lohmühlen mahlten Eichenrinde und -holz zur Erzeugung von Gerberlohe, erforderlich zur Lederherstellung. In Walkmühlen wurden Wollstoffe aus Schaf­wolle verarbeitet. Pochwerke dienten zum Zerkleinern von Erzen vor dem Schmelzen. Hanfreiben waren ein wichtiges Zwi­schenglied in der auf Hanf basierenden Leinengewinnung. Dort wurde auch Seilerhanf als Grundstoff für die Herstellung von Seilen und Schiffstauen produziert. In Gipsmühlen wurde Düngemittel aus gemahlenem Gips hergestellt, die erste verbreitete Form der Mineraldüngung von Äckern und Wiesen. Die Mühlen waren selten reine Gipsmühlen, sondern meist ein Betriebszweig von Mahl- oder Ölmühlen.

 

Um 1760 machte Pfarrer Johann Friedrich Mayer im Amt Kupferzell / Fürstentum Hohenlohe-Walden­burg-Schillingsfürst erfolgreiche Versuche beim Düngen der Wiesen und Kleeäcker mit Gips. Er schrieb 1768 das in Ansbach erschienene Buch „Lehre vom Gips“. Johann Christian Schubart, Edler von Kleefeld (1734-1787) führte ca. 1774 das „Gipsen“ auf seinen Gütern in Zeitz ein. Der spä­tere amerikanische Staatsmann und Wissenschaftler Benjamin Franklin († 1790) lehrte etwa um die gleiche Zeit in Nordamerika das Düngen mit dem neuen Wundermittel 4. Als die Erfolge dieser Gips-Pioniere in der Pfalz bekannt wurden, brach ein regelrechter Boom dieser neuen Bewirtschaftungsmetho­de aus. In allen Teilen der Pfalz wurden Gipsmühlen gebaut, wurden Kollergänge in vielen Ölmühlen mit breiten, schweren Steinen zum Mi­neralienmahlen um­gerüstet 5. Es sei hier erinnert an den Pfarrer in Eulenbis, Johann Ludwig Born († 2.1.1815 Germersheim, alt 79 J.; ab Mai 1762 u. noch 1776 Pfr. in Eulenbis), der die Mineraldüngung in­tensiv propagierte und sich für die Verbesserung der antiquierten Landwirtschaft im Weilerbacher Gericht einsetzte.

 

 

Mühlenbetriebe waren die Vorläufer der heutigen Industrie und zugleich eine bedeutende Quelle der Ortsherrschaft zur Erzielung von Steuereinnahmen. Sie wurden, sofern sie nicht Eigentumsmühlen waren, entweder in Erbpacht als auch in Temporalpacht vergeben. Während die Temporalpacht dem heutigen Leihe- oder Pachtverhältnis entspricht, war die Erbpacht oder Emphyteuse ein grundstücksgleiches Recht. Der Müller hatte dabei das Nutzeigentum, dominum utile, an Grund und Boden und, falls die Herrschaft die Mühle erbaut und nicht an ihn verkauft hatte, auch an der Mühle, den zusätzlichen Gebäuden und dem Mühlen-Geschirr. Der Obrigkeit stand das Obereigentum, das dominum directum, zu. Neben dem gesamten eigentumsähnlichen Nutzungsrecht, das meist vererblich war, entstanden für den Müller auch Pflichten; so musste er das Grundstück und die Mühle in gutem Stand halten und dem Obereigentümer eine jährliche Abgabe zahlen. Verbesserte der Müller ein solche Mühle, so wurde er beschränkter Eigentümer dieser Besserung. Auf die­sem Weg konnte der Müller auch beschränkter Eigentümer einer neuen Mühle werden, wenn er diese auf herrschaftlichem Grund auf seine Kosten errichtete 6. Das Erbbe­standsrecht war mit Zustimmung der Herrschaft frei veräußerlich.

 

 

Mühlen weisen oft ein sehr hohes Alter auf und sind daher meist ortsgeschichtlich und genealogisch wichtige Quellen.

 

 

 

III.

 

Nach diesem Proömium will ich über die Mühlen am Klingbach berichten.

 

Der Klingbach ist ein knapp 38 km langer Wasserlauf, der bei Burg Lindelbronn entspringt und bei Hördt in den Sondernheimer Altrhein (Michelsbach) einmündet.

 

 

Der Klingbach besitzt westlich von Klingenmünster ein Einzugsgebiet von 21,16 km², wobei der Nieder­schlag im Gebirgsriegel des Buntsandstein vorwiegend durch sog. Schichtquellen langsam wieder abgegeben wird. Dadurch erhält die Wasserführung des Klingbach eine gewisse Stetigkeit, wel­che aus wirtschaftlichen Gründen für die Mühlenbetriebe und die Wiesenbewässerung vorteilhaft ist 7. Dies führte zur Ansiedlung zahlreichen Mühlen.

 

Das tertiäre-diluviale Hügelland östlich der Hauptverwerfung begünstigt durch seine häufig undurchlässigen Böden bzw. Stauschichten, ferner die vorwiegend landwirtschaftliche Nutzung (bes. Weinbau an den Hängen) und das Relief einen schnellen Abfluß. Besonders die Löß- oder Lehmflächen der Schuttkegel, die nach dem Klingbachtal geneigt sind, können Starkregen nicht aufnehmen, sondern leiten sie sehr schnell in das Tal. Ein großer Teil des abgeführten Wassers, das eine starke Bodenerosion hervorrufen kann, strömt innerhalb der Ortschaft Klingenmünster zusammen (inzwischen konnten durch Meliorationsmaßnahmen die Abflußverältnisse wesentlich verbessert werden). Die Abflußverhältnisse wurden noch dadurch erschwert, daß - bedingt durch die Klosteranlage im tiefsten Punkte der Talaue - der Klingbach im Mittelalter halbkreisförmig nach Norden um die Ringmauer des Klosters durch einen "Kanal" abgeleitet wurde und dadurch im Bachlauf eine Richtungsänderung im rechten Winkel erfolgt, die entsprechendden Abfluß verlangsamt. Zudem mündet der "Federbach'' dessen Lauf um die Mitte des 20. Jh. Verlegt wurde) innerhalb des Dorfes in diesen Kanal fast entgegengesetzt zu dessen Fließrichtung. Da dieser Bach mit einem Einzugsgebiet von 2,50 km2 einen Teil der Gebirgsrandzone erfaßt, aber auch die Abflüsse des nördlichen Schuttkegels, können seine Wasserrnassen im Tale durch Rücktau Überflutungen hervorrufen, oft verbunden mit Sand- und Geröll- anschwemmungen. Östlich des Dorfes Klingenmünster verringert sich das Tal-Längegefälle des Klingbaches bis zur Gemarkungsgrenze, so daß auch hier bei geringen Störungen des Abflusses Überflutungen eintreten können, welche weite Teile der Talaue berühren 8.

 

Am oberen Klingbach gab es Mühlen in Silz, Münchweiler am Klingbach und Klingenmünster. Es folgten Mühlen in Rohrbach, Herxheim, Rülzheim und Hördt.

 

 

Angesichts der knappen Zeit will ich drei Mühlen besonders herausgreifen:

- die Klostermühle in Silz

- die Papiermühle in Klingenmünster und natürlich die

- Keysermühle in Klingenmünster, unseren heutigen Tagungsort

 

Urkunden/Literatur:

- Hehr, Erich: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster / Südpfalz (Diss. Speyer 1964) (Anm.: der Nachlaß Hehrs wird jetzt im LA Speyer aufbewahrt [Unger: Klingenmünster und die Kurpfalz, S. 19 Anm. 70)

 

 

 

Silz:

VG Annweiler am Trifels, Lk Südliche Weinstraße; auch als ‘Sultz” oder „Sulz“ bezeichnet; das Dorf war kurpfälzisch und gehörte zur Kellerei Landeck im Oberamt Germersheim; im Gossersweiler Tal südöstlich von Gossersweiler-Stein gelegen.

 

Zu Silz gibt es bisher keine Ortsgeschichte, zu den dortigen Mühlen nur einen Zeitungsartikel (Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.). Das Register im LA Speyer nennt 121 Fundstellen.

 

Mühlen:

in Silz gab es zwei Mühlen, die Obermühle und die Untermühle 9, die unter verschiedenen Namen genannt werden. Außerdem wurde 1755 eine Mahlmühle von Heinrich Zeiß errichtet.

 

1827 wird der Spezereikrämer Christian Ostertag als Müller in Silz genannt 10.

 

- Feuersteinmühle:

s. Obermühle

 

 

- Klostermühle:

s. Untermühle

 

 

- Mühle des Henrich Zeiß:

die Mühle wurde 1755 von dem aus Klingenmünster stammenden [err.] Sägmüller Henrich Zeiß als Mahlmühle mit einem Gang errichtet 11.

 

Die Mühle gehörte zur Kellerei Landeck im kurpfälzischen Oberamt Germersheim; sie gehörte 1768 dem Müller Johannes *Meyer; die Mühle ist 1768 im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim und dem dort ab­schriftlich enthaltenen Mühlenbericht der Kellerey Landeck aufgeführt, als: “von der von Heinrich Zeiß ao 1755 zu Sultz neu erbau­ten und dermahlen von Jo­hannes Meyer eigenthümblich inhabender Mühl (Anm. an die Kellerey Landeck zu zahlen) 4 Malter Korn” 12.

 

Ob und wie der Müller Heinrich Zeiß aus Klingenmünster mit dem aus Albersweiler stammenden Müller Friedrich Zeiß verwandt ist, der 1732 die Sägemühle unterhalb vom Geiskopfer Hof (Gemeinde Elmstein) erbaut hat 13, ist noch zu klären.

 

 

- von Helmstischen Mühle:

s. Untermühle

 

 

- Obermühle, Feuerstein'sche Mühle:

die Feuerstein'sche Mühle 14, die zuletzt von dem Müller Vollmer im Anwesen Schulstraße 10, der späteren Erbengemeinschaft Baron, betrieben wurde, ist 1906 abgebrochen worden 15.

 

Im Urkataster von Silz aus dem Jahre 1842 ist als Eigentümer der Obermühle benannt der Müller Michael Jacob Feuerstein. Die Mühle wird darin wie folgt beschrieben: Wohnhaus mit Mahlmühle mit einem Mahl- und Schälgang und Keller, Scheuer und Stall, Hühnerhaus mit Schopf, dann vier Schweinställe und Hofraum 16. Er hat die Mühle, wie sich aus einem Aktenvermerk ergibt, lt. Not. Vertrag v. 30.5.1836 von seiner Mutter, Michael Feuersteins Wittwe, Magdalena geb. Häberle, schenkweise erhalten und von seinen Geschwistern Josef und Christian Feuerstein um 2000 fl übernommen 17. Zur Mühle gehört der Mühlbach, der mit einer Dienstbarkeit zugunsten der anliegenden Wiesenbesitzer belastet, denen jährlich bis Bartholomai das Recht zur Wieserbewässerung aus dem Mühlbach zusteht 18.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 7477: Forstrevier Silz: Silz mit Obermühle und Untermühle, 1846

 

 

- Untermühle, untere Silzer Mühle, Klostermühle; von Helmstischen Mühle:

auch als Klostermühle genannt 19. Die früheren Gebäude aus dem 19. Jh. lagen am Ostausgang des Ortes und werden in den „Kunstdenkmälern von Rheinland Pfalz, Bd. IV, Bezirksamt Bergzabern beschrieben: Zweigeschossíge, in Stein errichtete Anlage, deren Außenerscheinung durchwegs bereits dem 19. Jh. angehört. In einer Nische am Hauptgebäude stand die lebensgroße Holzfigur eines Heiligen, die wohl aus dem 18. Jh. stammt 20. Die Figur stellt den heiligen Wendelinus dar, und befand sich 1978 im Besitz von Pfarrer Neufeld aus Mußbach 21.

 

Im Weistum des Gossersweiler Tales vom 24.10.1599 findet sich der älteste Hinweis auf die Untermühle in Silz 22. Dort heißt es: „Item die müll zu Sültz ist Jerg Schmacken 23 erben zu Bergzabern eigen, zustendig geben churpf. Pfaltz etc. und Fleckenstein jehrlich 5 malter korn, jeder daß halb etc. zu Wasserzinß, ist der Müller chur. Pfaltz unterthan und gewerttig“ 24.

 

Um 1600 zum Zeitpunkt der Beforchung des Abtwaldes bei Silz durch den kurpfälzischen Forstmeister Philipp Velmann befand sich die Untere Mühle in Besitz des Fauthen von Landeck bzw. im Besitz von dessen Frau 25.

 

Die ältere Forschungsansicht nimmt einen Bezug zum Kloster Klingenmünster an 26, heute ist ++++

 

In der Folge finden sich in verschiedenen Rechnungen, die sich in der Zweibrücken-Sammlung des Schwedi­schen Reichsarchivs in Stockholm befinden 27, Hinweise auf die Untermühle Silz, so bei der Verrechnung des Wasserzinses und von Korn-Einnahmen. Es findet sich in einer Aufstellung, was „deß gedigen [= Gerichts­bezirk] Gossersweiler 5 Ortschaften ahn gefellen zu Churpfalz anno 1664 Antheil haben“ der Vermerk, daß „an Korn von der Mühl zu Luhe [= Lug] und Sültz 6 Malter und 4 Simmern fallen“, auf jede Mühl wohl die Hälfte. Weiter heißt es: „von dem Müller zu Silz fällt jährlich an Mühlpfacht zu ihro hochfürstlichen Durch­laucht [= Kurpfalz] Anteil 2 Malter und 4 Simmern“. In den Jahresrechnungen des Hans Stefan Christman, des Schultheißen in Silz über die Gefälle des Gefälle des Amtes Gossersweiler von 1667 sowie 1672-1674 ist aufgenommen: „Item von der Sültzer müll fgellt des Jahres beständig 5 Malter“ 28.

 

Besitzer der Mühle war damals Juncker Nicklaß von Helmstadt, der gem. der genannten Gefällerechnungen von seiner Mühle in Silz zu zahlen hatte „an schwedischem Beetkorn 2 Simmern, an churpfälzischem Beet­korn 1 Simmern zwei Viertel und zu den Silzer Abtzinßen 1 Malter 1 Viertel 29.

 

Die nächste urkundliche Erwähnung der Untermühle stammt von 1714. Damals hatte E. von Junckgen geb. von Franckenberg, die „“vormahls dem von Helmstatt gehöhrige Mahlmühle“ gekauft und beantragte von der Kurpfalz die Befreiung von allen, auf der Mühle ruhenden Belastungen 30.

 

1728 wird die Untermühle erneut urkundlich erwähnt. Der Amtskeller des kurfürstlichen Amtes Billigheim 31 erstellte eine Übersicht, was „von anno 1706 bis annum 1727 in dem anerkaufften ¾-Teil des Gossersweyhler Thals an gefällen eingezogen und verrechnet“. Darin befindet sich ein Hinweis auf die Unter- oder Klostermühle, die nicht unter die „schwedisch Gefäll“ fiel, sondern an Kurpfalz abgabenpflichtig war. Die (Erb-)Pacht war dem seinerzeitigen Inhaber der Mühle, Herrn von Junckhen gnädigst erlassen worden, wie aus der Landecker Rechnung zu ersehen ist 32.

 

Um 1765 war der lic. jur. Franz Philipp Schmitt aus Edesheim der Berechtigte auf der Mahlmühle in Silz. Er klagte 1764/65 gegen die kur­fürstliche Hofkammer wegen „Turbationis und Manutenentia 33“ seines Rechtes an der Mühle. Der Klage wurde stattgegeben gegen Zahlung einer Gülte von 5 Mltr Korn jährlich. In den Akten ist nur die erstinstanzliche Sentenz (Urteilsspruch) enthalten und die von Schmitt gegen die Zahlungsauflage erhobene Appellation. Schriftsätze, Urteilsbegründung sind in den Akten nicht überlie­fert, der Ausgang des Berufungsverfahrens ist nicht bekannt 34.

 

Die Mühle gehörte zur Kellerei Landeck im kurpfälzischen Oberamt Germersheim. Auch 1768 gehörte sie dem Licentiaten Schmitt aus Edesheim; die Mühle ist 1768 im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germers­heim und dem dort abschriftlich enthaltenen Mühlenbericht der Kellerey Landeck aufgeführt, als 35: “von der zu berührtem Sultz liegenden, dem Licentiaten Schmitt zu Edes­heim eigenthümblich zugehöri­gen von Helmstischen 36 Mühl 5 Malter Korn”.

 

1791 ist in einer 'Nota' zur Pleisweiler Kellerei-Rechnung zu entnehmen, da´die Jungksche Mühle und Güter „nunmehro an das Dohm Kapitel zu Speyer verkauft worden, so ceßiert das Privilego personale und wird die Pfacht nunmehro völlig entrichtet“ 37.

 

In der „Neue Speyerer Zeitung“ wird am 1.3.1822 der freiwillige Verkauf annonciert: „Eine zu Silz zwischen Klingenmünster und Annweiler gelegene Mühle [Anm. wohl die Untermühle], bestehend in Mahl- und Oehlmühle, Behausung, Schopp, Scheuer, Stal­lung, Garten … ist aus freier Hand zu verkaufen“ 38.

 

Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird für den 25.6.1827 die Zwangsversteigerung der Mahlmühle in Silz gegen Barbara Weeg­mann, „Witwe des verstorbenen Leiser gewesener Müller zu Sülz annociert“ 39.

 

Im Urkataster von Silz aus dem Jahre 1842 ist der Müller mit Namen Joseph Müller als Eigentümer der Untermühle genannt, bestehend aus Wohnhaus mit Oel- und Mahlmühle mit 2 Mahl- und einem Schälgang, Backhaus, Scheuner mit 2 Ställen und Keller, 3 Schweineställe, Hanfreibe und Wohnhaus. Er hat die Mühle lt. Not. Akt vom 17.4.1827 von Johannes Leisers Wittwe Barbara geb. Wegmann um 3000 fl. gekauft 40.

 

Am 8.7.1859 kommt es zu einer „Wiederversteigerung“ der Untermühle in Silz. Die Mühle war von dem Schullehrer Franz Kilian Hoff­mann aus Hördt, dessen Ehefrau Barbara Blehl und dem Müller in Silz, Franz Peter Leingang ersteigert worden. Diese hatten den Kauf­preis nicht gezahlt, weshalb die Mühle durch die Eigentümer zu Lasten der früheren Ersteigerer erneut versteigert wurde. In der Verstei­gerungsankündigung vom 25.6.1959 wird die Untermühle wie folgt beschrieben: „[...] mit darauf gebautem neuem Wohn­hause mit Oel- und Mahlmühle, Backhaus [...]., die Untermühle bei Silz genannt [...]“ 41.

 

Die untere Silzer Mühle wurde in den 1850er Jahren vom Mutterhaus der armen Franziskanerinnen zu Pir­masens angekauft und zu einem Kloster umgestaltet, das mit 7 Schwestern besetzt wurde. Das Konventsge­bäude wurde neu errichtet. Schon 1878 fand die Klosterfiliale ihre Auflösung 42.

 

Die Mühle selbst wurde bis kurz vor Ausbruch des 2 Weltkriegs betrieben. Die Gebäude wurden 1964 völlig abgerissen, auf dem Gelände wurde das Kinderdorf Silz errichtet 43.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2572 01: Katasterkarte o.D. (1820-1845) Ortslage Silz mit Untermühle

 

Literatur/Urkunden:
- LA Speyer Best. A14 Sachakte 630: Mehlmühle und Güter des Stiftes Klingenmünster in Silz, 1714

- Leonhard, Alois: Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf. Geschichtl. Rückblick über d. Entstehung d. Kinderdorfes Silz.
In: Trifels-Kurier v. 23.2.1978. Auch in: Wasgau-Blick. 7. 1978, Nr. 3, 19-22.

 

 

 

 

 

Münchweiler am Klingbach:

VG Annweiler, Lk Südliche Weinstraße; westlich von Klingenmünster im Klingbachtal zwischen Silz und Klingenmünster gelegen.

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von sieben katholische Familien und einen nichtkatholischen Mann auf 44.

 

Mühlen:

in Münchweiler weist südlich vom Klingbach die Straße „Am Mühlweg“ auf die ehemaligen Mühlen hin. Hier gab es die Untermühle, die Obermühle und die Sägmühle 45.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2400: Münchweiler am Klingbach, o.D. 1820-1845, darin die Sägmühle, die Obermühle und die Untermühle

 

 

- Münchweiler Mühle:

im „Eilboten Landau“ vom 13.11.1841 wird die Versteigerung der Mühle in Münchweiler für den 2.12.1841 annonciert: „ … lassen die Georg *Zeitler'schen Eheleute von Münchweiler ihre in Münchweiler gelegene Mühle nebst Zugehör, bestehend aus der Mühle mit zwei Mahlgängen, einem Schälgang und einer Schwingmühle, einem zweistöckigen Wohnhaus mit zwei Zimmern und Küche im unteren Stock und drei Zimmern im oberen Stock, ferner vier Schweinställen, einem doppelten Stall für Rindvieh und Pferde, einem Schopp, einer großen Scheune, Keller, Hof, zwei Gärten und zwei Morgen Ackerland und Wiese [...]“ 46.

 

 

- Obermühle:

 

- Sägmühle:

 

 

- Untermühle:

 

 

 

 

 

 

 

Klingenmünster:

VG Bad Bergzabern, Lk Südliche Weinstraße; gehörte zum kurpfälzischen Amt Landeck, Oberamt Germersheim 47; der westliche Orts­teil und die Dorfmitte sind kurpfälzisch, der östliche Teil gehört dem Hochstift Speyer 48;

 

1718 lebten in Klingenmünster ungefähr 30 katholische Familien sowie 40 nichtkatholische und 4 jüdische Familien 49.

 

Mühlen:

diese gehörten zum kurpfälzischen Amt Landeck, Oberamt Germersheim; zur Gemeinde Klingenmünster gehörten ... 3) die Waag­mühle, 4) eine Papiermühle, 5) die Thal- und Sägemühle, sämtlich 1/2 Stunde vom Ort gelegen 50.

 

Demgegenüber heißt es in der Dissertation von Erich Hehr: „Im Klingbachtale sind für das 16. Jh. (Anm.: in Klingenmünster) vier Mühlen nachzuweisen, von denen die Stiftsmühle (ehemalige Klostermühle) die älteste ist. Neben ihr werden genannt die 'Wagmühle' , eine Schleifmühle bei der Wagmühle 51 und eine weitere Mühle (im 17. Jh. als Schleifmühle belegt) am Totenweg, zu der ein 'Mühlweg' führte“ 52 (es handelt sich um die Bocksmühle) . 53

 

1608 wird Bastian Kaim (Khaim) als Müller zu Klingenmünster in einer 'Giltverschreibung' erwähnt 54.

 

Um 1677 war der Müller Bernhardt *Eppel der Müller in Klingenmünster +++ klären welche Mühle+++

 

Um 1683 war Johannes *Kirchhoffer als Müller in Klingenmünster +++ klären welche Mühle+++ ; ∞ mit NN.; Vater der Juliana Kirch­hoffer; seine Tochter Tochter Juliana K. Ist am 17.3.1683 als Patin bei der Taufe der Maria Juliana Reylandt 55.

 

Benzinger, Johannes, um 1768 Müller zu Klingenmünster; +++ klären welche Mühle+++; sie entrichtet an die Kellerey Landeck 6 Mal­ter Korn 56+++klä­ren, welche Mühle; im Mühlenprotokoll nicht angegeben+++++

 

Um 1772 wird Johannes *Theboldt als Müller in Klingenmünster erwähnt 57.

.

Am 8.4.1877 stirbt in Klingenmünster der Müllermeister *Georg Peter *Groß 58. +++klären, welche Mühle+++

 

Um 1793 war Johann Christoph *Lorch ein Müllermeister in Klingenmünster +++klären, welche Mühle+++; ∞ mit Elisabeth NN.; beide sind am 7.4.1793 in Heuchelheim bei Landau als Paten bei der Taufe des Johann Christoph Lugenbiehl 59.

 

Am 25.2.1850 läßt Johann *Ruckstuhl seine Mühle bei Klingenmünster freihändig versteigern. In der Annonce im Landauer Eilboten vom 26.2.1850 heißt es: „ ... läßt Herr Johannes Ruckstuhl, Müller, bei Klingenmünster wohnhaft seine bei Klingenmünster gelegene Mühle, wie er voriges Jahr der aufgeregten Zeit wegen fruchtlos ver­suchte, ... zu versteigern, als er zu seiner Familie nach Nordame­rika auszu­wandern beabsichtigt. Diese Mühle hat einen Fall von sieb­zehn Fuß und besteht in einem allein stehenden Wohnhaus mit zwei Zimmern, einer Küche, großem Keller, in der Mühle mit zwei Mahlgängen, worunter ein sehr guter Holländergang ist, Schwingmühle, in einer allein stehenden Schälmühle, einer neu erbau­ten Sägmühle ...“. 60++++klären : welche Mühle++++

 

1859 war Wendel Keyser, Müller und Bürgermeister von Klingenmünster, +++klären, welche Mühle+++; Keyser wurde am 1.9.1859 als Geschworener vor dem Assisengericht eingesetzt. 1864 Wendel Kaiser wird, der Müller in Klingenmünster als Mitglied des landwirt­schaftlichen Vereins der Pfalz genannt 61.

 

 

- Bocksmühle (Paxmühle):

die frühere Boxmühle 62, heute Anwesen Mühlgasse 10 (Ecke Hilsengasse) ist interessant und weist einige Rätsel auf, weshalb ich sie kurz streifen will.

 

+++klären: LA Speyer Best. A2 Nr. 1271 UNr. 2: Klingenmünster: Grundzins wegen vier verbauter Quadratruthen vom Paxhof, 1752++++

 

Die Bocksmühle wurde laut einer Bau-Inschrift erbaut um 1575 63. Die Bezeichnung 'Boxmühle' dürfte eine Verballhornung des Namens 'Paxmühle' sein, worauf der frühere Senatspräsident in München und Erforscher der Geschichte von Klin­genmünster, Albert Decker hingewie­sen hat 64, von dem Chorherrn Kaspar Pax stam­men (geb. Germersheim - † 1541 Klingenmüns­ter), der am 3.5.1501 an der Universi­tät Heidelberg immatri­kuliert wurde, 1515-1541 1515 – 1541 der letzte Chorherr in Stift Klin­genmünster war, 1528-1541 als Fa­brikmeister im Ort genannt ist, sowie 1530 – 1539 als Dechant 65.

 

Wenn diese Herleitung stimmt, dürfte die Mühle bereits zu Lebzeiten des Klingenmünsterer Chorherrn Pax bestanden haben, also vor dem Inschriftendatum '1575'.

 

Der Name Boxmühle dagegen ist märchenhaft. Der Sage nach wollten Schatzsucher an dem Ort einen Schatz bergen, der mit einem Bock abtransportiert werden sollte. Sie wurden dabei überrascht und mussten den  Bock zurücklassen.

 

Die Mühle wurde als „Mahlmühle hinten am Dorf in der Hültzengaß“ 1752 erstmals schriftlich erwähnt. Der Name Boxmühle taucht erst 1842  im Urkataster auf. Vorher ist ihre Existenz nicht nachzuweisen, auch nicht auf den alten Rechnungen für Wasserzins. Eventuell wurde sie an diesem Platz erst im 18. Jh. als Nachfolger einer weiter hinten am Totenweg gelegenen Mühle erbaut 66.

 

Die Mühle ist seit 1909 im Besitz der Fam. Klein, die den Betrieb 1910 67 einstellte. Das heute noch funktionsfähige Mühlrad hat einen Durchmesser von 3 m.

 

Photo:

- Tourismusverein Klingenmünster, www.klingenmuenster.org. Rundgang: Bocksmühle Nordansicht, im Vordergrund der Mühlbach.

 

Karte:

- o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 23.

 

 

- Dorfmühle:

+++Namen prüfen+++; sie liegt mitten im Ort, im kurpfälzischen Ortsteil, direkt neben neuen kurpfälzischen Amtshaus 68.

 

 

- Hoffmann'sche Mühle:

1864 wird Michael Hoffmann, der Müller in Klingenmünster als Mitglied des landwirtschaftlichen Vereins der Pfalz genannt 69.

 

Am 12.1.1865 geriet der Müller Michael Hoffmann von der Hoffmann'schen Mühle in Klingenmünster mit 78000 fl. in Konkurs 70. Im Eil­boten Landau vom 20.4.1865 wird für den 21.4.1865 die Versteigerung von Heu und Stroh sowie von 1500 Liter Wein „zu Klingen­münster in der Hoffmann'schen Mühle, ... auf Betreiben von Jonathan Blum, Handelsmann, zu Ingenheim wohnhaft, als provisor­ischem Syndic der Fallitmasse des zu Klingenmünster wohnenden Müllers Michael Hoffmann“ annociert 71 +++klären, welche Mühle: ist diese mit einer der anderen Mühlen in Klingenmünster identisch+++

 

 

- Keysermühle:

s. Stiftsmühle

 

 

- Mühle unter Burg Schlössel im Mühltal:

das Mühltal führt, auf dem heutigen „Quellenweg“ stets bergauf von der Johannaquelle (nahe der Pfalzklinik Landeck) (benannt nach Martha Maria Johanna Sophie Karrer, † 1887 mit nur 12 Jahren, T. von Dr. Ferdi­nand Karrer, seinerzeit königlicher Direktor des heutigen Pfalzklinikums) über Marthaquelle zur „Röxelquel­le“ 72.

 

Im Mühltal unterhalb des Burgbergs von Burg Schlössel vermutet Erich Hehr (in seiner Dissertation über die Agrargeographie von Klingenmünster) eine Mühle 73, „wie der Flurname 'Mühltal' noch heute überliefert. Hof und Mühle erweisen sich notwendig zur Versorgung der Burg. Ein bestimmtes Waldareal um eine Burg war schon aus Gründen adeliger Lebensgepflogenheiten des Mittelalters eine selbstverständliche Forderung“.

 

 

- Papiermühle:

1/2 Stunde vom Ort gelegen 74; sie liegt direkt unterhalb der Woog­mühle 75; heute Erholungsheim Klingbachhof der Fa. KSB Frankenthal AG. 76; Anwesen Steinstr. 89, Klingenmünster.

 

Die Papiermühle entstand aus der Umwandlung der ehemaligen Waffenschmiede 77. Das für den Mühlenbetrieb erforderliche Wasser mußte über einen neu anzulegenden Kanal zur Mühle geleitet werden.

 

Der Mühlenforscher Friedrich Wilhelm Weber schreibt in seiner „Geschichte der pfälzischen Mühlen besonderer Art“ 78 über

 

Die Papiermühle Klingenmünster (Krs. Südl. Weinstraße)

Es ist interessant, in kurpfälzischen Akten von 1672 79 zu lesen, daß ein Friedrich Lorch schon vor der Etablierung der Familie als Papierer im SchöntaI (1684) die Absicht hatte, bei Klingenmünster in der Südpfalz (Landkreis Südliche Weinstraße) eine Papiermühle einzurichten und dafür auch schon den größten Teil des Geschirrs mit den erforderlichen Eisenbeschlägen besorgt hatte. Der Plan wurde nicht verwirk­licht. Friedrich Lorch, Sohn von Johann Henrich Lorch und der Anna Barbara Nagel 80, zog nach Neustadt a.d. Hdt, und erhielt dort 1684 eine Papiermühlenkonzession zum Betrieb einer Papiermühle im Schönthal [Anm.: am Speyerbach, nicht im heutigen Schöntal] bei Neu­stadt, die er auf einem bereits von seinem Vater Johann Heinrich Lorch gekauften Bauplatz errichtete 81. Die für den neuen Betrieb in Klin­genmünster vorgesehene Schleifmühle, es ist auch von einer Hammerschmiede die Rede, überließ er jedoch seinem Vetter Michel Altz, der eine Sägemühle in Pleisweiler betrieb. Ein Papierer aus Straßburg mit Namen Georg Eberle, der mit Frau und drei Kindern in der Gegend ansässig geworden war, hatte schon vor 1672 der kurpfälzischen Administration den Bau einer Papiermühle schmackhaft zu machen ver­sucht. Die Regierung in Heidelberg hatte nichts gegen diesen Plan, doch sollte Eberle auf eigene Kosten bauen. Dazu hatte dieser jedoch kein Geld. Er steckte sich deshalb hinter den vorgenannten Altz, um mit dessen Hilfe sein Vorhaben doch noch verwirklichen zu können. Der Sägemüller von Pleisweiler richtete nun ein Gesuch an den zuständigen kurpfälzischen Fauth und Amtmann auf Burg Landeck, in dem er ausführte: Er habe eine Schleifmühle zu Klingenmünster am Klingbach, unterhalb des Amtshauses, einen Büchsenschuß vorm Dorf gelegen, die nach Angaben des Papierers Eberle sich für eine kleine oder halbe Papiermühle eigne. Die Finanzierung wolle er mit Hilfe seines Vetters, eines wohlhabenden Wappenschmiedes (es handelt sich um den schon angeführten Lorch) in Bergzabern durchführen, wenn ihm die Regierung einen "Beischuß"von 100 Reichstalern oder Gulden gewähre. Sein Verwandter wolle ihm das notwendige Eisen, sowie Kessel, Mödeln usw., die er vordem selber für eine Papiermühle habe verwenden wollen, zur Verfügung stellen. Bei einem Wasserzins von 1 fl30 Xer 6 ½ Heller möge es bleiben. Für die Befreiung von Wacht, Fron, Schatzung und Beed wolle er 4 Ries Papier jährlich liefern. Der Amtmann zu Landeck leitete am 13. Juni 1672 Altzens Eingabe an die Landschreiberei Germersheim befürwortend weiter.

 

In dem Gesuch wird nochmals die genaue Lage der Mühle, jetzt von dem Sohn des Inhabers als Ölmühle gebraucht, beschrieben: einen Büchsenschuß von Klingenmünster, unten am Berg Landeck, in der Klingen, zu End der Wiesen, vorm Wald. Der Amtmann meint, die kurpfälzischen Beamten, die jetzt ihr Papier in ausländischen Orten wie Landau, Straßburg, Bergzabern und Speyer kaufen müßten, könnten sich im neuen Werk billiger eindecken, wenn hier einmal gutes Schreib material- ge­macht werde. Für die Anleihe seien Sicherheiten in Form von Gütern in Pleisweiler vorhanden. Wenn alles klappe, könne schon im Herbst mit der Papierproduktion begonnen werden. Der Inhaber der Mühle und sein Papierer müßten sich wegen der Arbeit im Werk und dessen Führung miteinander verglei­chen. Der Landschreiber Hoffmann in Germersheim gab auf An­frage der Regierung am 7. Juli 1672 sein Gutachten ab, nachdem er eine Ortsbesichtigung vorgenommen und sich mit dem Papierer Eberle unterhalten hatte. Er befürwortete das Projekt, nämlich eine Papiermühle mit 16 Stempeln, für
mehr reiche die Wasserkraft nicht aus. Schultheiß und Gericht zu Klingenmünster hätten bestätigt, daß das Wasser, worauf bei Papiermühlen am meisten zu sehen, selbigenorts "wohl wasche", d.h. wohl sauber und nicht zu kalkhaltig sei. Das neue Werk könne wöchentlich 20 Ries Papier machen. Man könne mit dem Papiermüller verhandeln, daß man alles Papier, das man zu Heidelberg und in den um­liegenden Ämtern brauche, zu einem leidlicheren Preis beziehen könne, als es zu Frankfurt oder sonst­wo gekauft werde. Statt der Zinsen für das Leihkapital könne man u.U, auch Papier beziehen. Schon fünf Tage später prüfte die Rechenkammer zu Heidelberg alle Eingaben und Unterlagen, befürwortete den Bau und stellte dem Kurfürsten anheim, die Konzession zu erteilen'").

 

Was aus dem Vorhaben Altz/Eberle geworden ist, ist aus unseren Unterlagen nicht zu erkennen. Wenn wir an unsere Ausfüh­rungen über die Papiermühlen Lorch in Neustadt und die Monopolisierung des Lumpenhandels in der links- rheinischen Kurpfalz um 1684 zugunsten dieser Familie denken, so dürfte die Neugründung zunächst nicht zustande- gekommen sein. Andererseits könnte die schon mehrfach genannte Papiererfamilie Roeder schon frühzeitig ihre Hand im Spiel gehabt haben; denn die Ehefrau des Papiermüllers zu Klingenmünster Philipp Werner 1. (s.u.) stammte aus dieser Familie. Eine in ihrer Funktion wirklich nachweisbare Papiermühle in Klingenmünster gab es seit 1807. Nach Bachmayer war deren Erbauer bzw. Gründer ein aus Sachsen eingewanderter Papiermacher Werner. Im Urkataster'") und den entsprechenden Umschreibekatast­ern lassen sich drei Generationen Werner ausmachen. Philipp Werner der Junge besaß 1842 die Papiermühle mit Wohn­haus, Stall, Scheuer und Hofraum, Hausnummer 228. Er hatte den Besitz geerbt zu ¼ von seiner zu dieser Zeit nicht mehr leben­den Mutter Katharina, geb. Räder; zu 2/4 von seinem Vater Philipp Werner I. (lt. Ehevertrag von 1835). Das letzte Viertel hatte er um 916 Gulden von der Ehefrau des Jakob Kuntz gekauft. Der Besitzer hatte die Verbindlichkeit, den Mühlbach (PI. Nr. 1236) vom Ablaß an bis an die Brücke (bei PI. Nr. 972) auf seine Kosten reinigen zu las­sen und den Wasserlauf zu unterhalten.

 

Nach dem Tode von Philipp Werner II. wurde am 22. Oktober 1860 die Papiermühle zwecks Erbaus­einandersetzung verstei­gert. Steigerer um 3690 Gulden wurde der Sohn Konrad Werner. Er führte 1879 einen Um- und Erweiterungsbau aus. Der Be­sitzstand lautete jetzt: Wohnhaus mit Keller und Stall, Papiermühle mit Keller und Werkstatt. Produziert wurde Pappe,besonders für die Schuhindus­trie in Pirmasens. Trotz Produktionserweiterung durch Aufstellung ei­ner Pappemaschine im Jahre 1870 gab Konrad,Werner 1894 auf. Er verkaufte an Karl Gleich der die Papiermühle in das "Kurhaus Gleich" umbaute. Besitznachfolger wurde um 1930 Michael Wolf, der das Anwesen an den weltweit führenden Pumpenhersteller, die Firma Klein-Schanzlin-Becker in Frankenthal verkaufte, die ein Be­triebserholungsheim daraus gemacht hat?")“.

 

Die Verbindung der Fa. KSB stammt daher, daß deren Gründer Johannes Klein aus Klingenmünster stammte. Dessen jüngster Bruder Jacob Klein, der 1905 das 1871 gegründete Unternehmen übernahm, war eine der großen Unternehmerpersönlichkeiten des südwest­deutschen Raumes. Seine Heimatgemeinde Klingenmüns­ter verdankt ihm zahlreiche Stiftungen 82.

 

 

Literatur/Urkunden

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1271 ½ „Papiermühle bei Landeck“

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1271/7: Aufrichtung und Verlehnung der Papiermühle, 1672.

 

 

- Sägemühle:

am 30.3.1740 stirbt in Klingenmünster die Anna Ursula verh. Baumann, Ehefrau des hiesigen Sägemüllers M. Baumann 83.

 

 

- Sägemühle im Finsterbachtal:

im Finsterbachtal westlich des Dorfes 84; die Thal- und Sägemühle ist 1/2 Stunde vom Ort gelegen 85.

 

Die Mühle ist 1768 im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim und dem dort abschriftlich enthaltenen Mühlenbericht der Kellerey Landeck aufgeführt, als: “Johannes *Diebold wegen der ao 1714 zu Klingenmünster durch Dietrich Hoffmann gegen jährli­che 20 fl er­richtete Seeg Mühl der mahlen seith 1762 den auf 10 fl molerierten Geld Zinß.” 86

 

Am 15.7.1796 starb auf der Finsterbacher Sägmühle Ludwig Kehl, Sägmüller allda, alt 35 J. 87.

 

Um 1855 ist Jacob *Sties der Müller auf der Sägemühle bei Klingenmünster 88.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1271/8: Klingenmünster, Sägmühle auf dem Mühlbach, 1725-1731, 1771-1783.

 

 

- Schleifmühle:

die „Schleifmühle bei Woogmühle“ gehörte der CGA Heidelberg; sie wird bereits in einer Gültverschreibung von 1602 genannt 89. Darin verschreibt der Schmied zu Klingenmünster, Georg Schubert, der Stiftsschaffnei Klingenmünster fünf Gulden jährlicher Gült auf seinen Gütern am Kreuzstein und auf seiner Schleifmühle, bei der Woogmühle gelegen, um 100 fl. 90.

 

Um 1672 war Michael *Altz um 1672; Betreiber der Schleifmühle bei Klingenmünster; Vetter des Johann Friedrich I *Lorch 91; sie liegt am Totenweg am westlichen Dorfrand 92. Dort befindet sich die Gemarkung „Schleifwiese“ 93.

 

1733 wird urkundlich genannt „Johann Knoll von der Schleifmühl Unterschleif“ in Klingenmünster 94.

 

Der kurpfälzische Mühlenbericht vom 6.4.1768 über den Zustand und die Eigentumsverhältnis­se sämtlicher Mühlen des Oberamts Ger­mersheim beschreibt die Mühle folgendermaßen: „Von der vormaligen Schleif modo Ohlig­mühl daselbst wird von der jetzigen Besitzerin Thomas *Bären Wittib die über hundert Jahr all schon zu Churpfalz vormahlig steyeri­sche Antheil respée1fl4 fl und 1 fl und 4 fl entrich­tete Recognition...in Einnahm gebracht.“ 95

 

 

- Stiftsmühle, Keysermühle:

die Geschichte der heutigen Keysermühle ist eng verbunden mit der einst bedeutenden Benediktinerabtei „clinga monasterium“ 96, deren Gründung die jüngere Forschung im frühen 8. Jh. annimmt 97. Die älteste inhaltlich glaubhafte Urkunde des Klosters – eine Pancarta Ludwigs des Deutschen von 848/49 nennt weder Klostergründer noch Gründungsjahr 98. Nach der Ordensregel des Benedikt von Nursia, Ordensgründer der Benediktiner, aufgestellt um 529, sollte ein Kloster im Idealfall so eingerichtet werden, daß sich innerhalb desselben alles Notwendige, Wasser, Garten, Werkstätten und auch eine Mühle befand. Auch der St. Gallener Klosterplan, aufgestellt zwischen 819-826, weist eine Mühle auf. Es kann deshalb angenommen werden, daß bereits in der Frühzeit des Klosters eine Mühle vorhanden war 99.

 

Der Name „Keysermühle“ stammt (im Gegensatz zu der nördlich von Klingenmünster gelegenen Kaiserbacher Mühle, die auch als Kaisermühle bezeichnet wurde, nicht von mhd. 'geizer', d.i. 'Geisen- oder Zie­genhirte' 100), von der Müllerfamilie Keyser, die ab dem 19. Jh. bis zur Stillegung im 20. Jh. die Mühle betrieb.

 

Die Stiftsmühle gehörte seit der Reformation bis zur französischen Revolution zur Kurfürstlich Geistlichen Güterverwaltung Heidelberg, der sie im Zuge der Auflö­sung des Klosters bzw. Chorherrenstifts zugeschlagen wurde 101.

 

An den Klingenmünsterer Stifts Mauern ist eine der Churfürstlichen Administration zuständige Eigenthümbliche mühl“ 102, gelegen am Klingbach bei der Stiftskirche im östlichen Dorfteil (der selbst dem Hochstift Speyer gehörte) 103; die Mühle fiel in die Verwaltung des kurpfälzischen Oberamts Germersheim 104. Bei der CGA verblieb sie bis zu französischen Revolution 105.

 

An Johann Baptist 1587 (= 29.8.1587) erhält Hans Bauer (Bürger und Becker zu Klingenmünster 106, ∞ mit Magdalena NN. 107) die Stifts­mühle im Temporalbestand 108. Hierfür übernahmen Hauprecht Müller, Büttel zu Sültz und dessen Ehefrau Ottilia, Moritz Kirsch aus Sülz und dessen Ehefrau Margretha, Hanß Schwartz mit Ehefrau Margretha, Wendel Kolb mit seiner Hausfrau Katharinas, alle aus Klingenmünster gegenüber der CGA Bürgschaften 109. An Johann Baptist 1597 soll, nach Ablauf der 10jährigen Pachtzzeit des Hanß Bauer ein neuer Temporalbestandsvertrag über die nunmehr als „Pfistermühle“ bezeichnete Mühle des Stifts Klingenmüns­ter abge­schlossen werden 110, wobei Wolf Riedesel von Bellersheim, Vorstand des churpfälzischen Oberamts Germersheim 111 die Be­dingungen des Vertrags vorgegeben hat 112. Es entwickelt sich 1597/98 hierüber eine Korrespondenz zwischen Stiftsschaffner und Oberamt, da die Mühle reparaturbedürftig war, und eine Klärung der Kostenübernahme erfolgen mußte. Im Herbst 1598 war die Mühle immer noch nicht verpachtet, weshalb der Oberamt Germersheim dem Schaffner aufgibt zu „berichten, ob diese Bestantnus Ufgericht sein oder nicht“. 113 Das Ergebnis ist nicht überliefert.

 

Bereits 1617 wird der Stiftsmüller zu Klingenmünster Sebastian *Isel in einer Urkunde der CGA Heidelberg über eine Gültverschrei­bung genannt 114.

 

Das Dorf Klingenmünster wurde im 30jährigen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen. Von den ehemals 1300 Untertanen des Un­teramts Landeck hatte nur der vierte Teil den Krieg überlebt. Von Klingenmünster fehlt eine Einzelangabe, die Nachbargemeinden Göcklingen und Gleiszellen haben 2/3 ihrer Einwohner verloren 115. Meist schweigen die Akten, so auch zu unserer Stiftsmühle.

 

Die Zustände in der Gemarkung Klingenmünster um 1648 spiegeln die allgemeinen Verhältnisse der Kurpfalz wieder: Entvölkerung, Zerstörung der Siedlungen, Vernichtung der Wirfschaft (besonders der Bodenkultur), Unsicherheit, Verarmung, Verschuldung, Mangel an Kapital, Entwertung des Bodens u. a. kennzeichnen die fast hoffnungslose Lage. Um so erstaunlicher ist der schnelle Wiederaufbau, um den sich Kurfürst Karl Ludwig so sehr verdient gemacht hat. Es ist verständlich, daß die Überlebenden des Krieges zunächst ihre Eigengüter ausstockten, bevor sie Zinsgüter oder Bestände annahmen. Gegenüber dem Erbbestand, der vor dem Kriege allgemein vorherrschte, kamen jetzt Temporalbestände immer mehr auf, da sie für die Pächter bei unsicheren Verhältnissen ein geringeres Risiko bedeuteten 116.

 

Das Haupthindernis, das einen schnelleren Wiederaufbau der Dorfflur unmöglich machte, war der Mangel an Menschen. Bei einer geringen Bevölkerungszahl war eine Bewirtschaftung von Mühlen nur schwer möglich. Die Zuwanderung setzte in Klingenmünster nur zögernd ein, da die Güte des Bodens gering war, freier Grundbesitz selten, die Zinsgüter stark belastet und zudem die ganze Dorfgemeinschaft den zusätzlichen Beschwerungen durch die Leibeigenschaft ausgesetzt war. Beispielsweise konnte man 1670 den Bestand des Werschweiler Hofes nicht 117 vergeben, weil die hierzu vorgesehenen Schweizer Einwanderer zur Übernahme des Bestands nicht bereit waren, weil man sie zu Klingenmünster nicht "bey der Freiheit" erhalten könne 118.

 

Daran änderte sich bis 1714 nichts: die kriegerischen Ereignisse erreichten verschiedene gefahrvolle Höhepunkte: 1673 und 1674 durch die Züge des französischen Feldmarschalls Turenne, 1680-97 durch die Angliederung des kurpfälzischen Oberamts Germers­heim einschließlich des Unteramts Landeck und des Stiftes Klingenmünster an Frankreich (sog. Réunionen); mit den vielfachen Kämpfen um die Festung Landau im spani­schen Erbfolgekrieg 119.

 

Vor diesem Hintergrund konnte auch die Stiftsmühle nur im Temporalbestand vergeben werden.

 

1665 wird als Müller der Stiftsmühle genannt der Hanß Martin Reb. Dieser hatte die Mühle um 1665 in vier­jährigen Temporalbe­stand erhalten, wozu am 22.9.1665 die Eheleute Hanß Wendel und Anna Katharina, vor dem Schultheißen von Weißenzell (bei Fürs­tenfeldbruck gelegen) eine Bürgschaft für Reb über 150 fl. ge­genüber der CGA Heidelberg übernahmen 120. Gem. einem Aktenver­merk vom 6.7.1671 wurde die Bestands­zeit des Müllers (nunmehr als Hanß Martin Fenner genannt) um vier Jahre verlängert 121.

 

Die nächste Nachricht über die Mühle stammt vom 7.3.1698. Diese erhielt nunmehr in Temporalbestand auf vier Jahre „von jetzt biß 1701 [!]“ der Bernhard Äpfel bei einer jährlichen Pacht von 20 Malter Korn. Die Urkunde hat der Schultheiß Andreas Lösch unterschrieben, „weilen er der Müller Schreibens ohn erfahren“ 122. In einem undatierten Schreiben wendet sich der Stiftmüller, nun­mehr als Bernhard Eble bezeichnet, an den Kurfürsten und bittet um Nachlaß seiner Mühlpacht. Hierzu nahm der Stiftsschaffner mit Schreiben vom 20.8.1701 Stellung. Der Müller Eble begründete seinen Antrag: „Weillen aber bey frantzösischen Zeiten die Mauer und der Wasser Bau gantz in Abgang gerathen, Undt daß Wasser under der Candel durch geflossen, daß der Wellbaum Ent Zwey gebrochen, Und die Kampf Räder dardurch verdorben, ferner aber durch Hl Stiffts Schaffner Meder auß Befehl der Hochlöbl. Chur Pfältz Regierung ist wiederumb Vor einem Jahr gebawen worden, Undt ich lange Zeith mit der Mühl hab stillhalten müßen, Und dar­durch großen Schaden erlitten, nicht alleinig des Bawens halber, sondern weillen die ander Mühl ein Bannmühl ist, do seindt die Leuth gezwungen gewesen, in selbiger zu mahlen, Undt ich dardurch meine beste Kundtleute Verlohren“ 123. Der Stiftsschaffner Me­der bestätigte am den Vortrag des Müllers am 20.8.1700 124. Am 2.12.1700 schlossen der Admodiator des Stifts St. Michael, Frantz Gohset und der Stiftsmüller, nunmehr als Bernhardt Epperle benannt einen neuen Temporalvertrag über die Stiftsmühle Klingen­münster auf die Dauer von drei Jahren. Der Vertrag ist seitens des schreibunkundigen Müllers mit „Hauß-Zeichen“ BE gezeichnet (woraus sich die Namensunterschiede hinsichtlich des Nachnamens des Müllers: Äpffel/Eble/Epperle unschwer erklären) 125.

 

Dann schweigen die Akten für ein Vierteljahrhundert. Die nächste Nachricht über die Stiftsmühle befindet sich in einem Schreiben vom 21.5.1725. Darin berichtet der Stiftsschaffner Guerdan 126 über den baulich schlechten Zustand der Mühle und schlägt eine Ver­gabe im Erbbestand vor 127. Der Temporalbestand mit dem Stiftsmüller Thomas Eichhorn 128 war im Januar 1731 als beendet ge­nannt. Eichhorn war zur Verlänge­rung seines Temporalbestandes nicht bereit gewesen, „weilen die Pleyßweyler und Oberhoffer /: so in diese Mühl gebannt seynd :/ ihre zu mahlen habende Früchten nicht dahin gegeben […] zumal „daß hier noch eine Die sogenannte Waagmühl ist, wohin hiesiger Orth und Gleiszell gebannt seynd, so daß fast nichts mehr zu mahlen in gdt. Stift Mühl kommet“ 129. Dennoch entschließt sich die kurpfälzische Regierung 1731 zur Ver­steigerung in Temporalbestand. In der Versteigerung boten mit: Thomas Seiler von Oberhoffen, Dider Wetzel von Speyer, Thomas Sieder von Oberhoffen und Friedrich Guinner ein Müller aus Heu­chelheim. Dieser gab mit einer Pachtsumme von jährlich 26 Mltr Korn das Höchstgebot ab und erhielt den Zuschlag 130. Guinner hat­te sein Gebot allerdings mit einer Rücktrittsklausel versehen, sollte die Mühle nicht von der churfürstlich geistlichen Güterverwal­tung (CGA) neu erbaut werden 131.

 

1733 wird die Mühle als „new erbauwet“ bezeichnet 132 und erneut die Vergabe im Erbbestand gegen einen Erbschilling von 1000 fl und 10 Mltr Korn jährlich, vorgeschlagen 133. Die Mühle bestand nun aus der neu er­bauten Mahlmühle, neu erbauter Behausung, Scheuer, Stallungen und Mühlgeschirr, Recht- und Banngerech­tigkeit (Anm.: gebannt waren Pleisweiler, Oberhofen und Blanken­born 134). Das Angebot auf Vergabe im Erbbestand bzw. in 20jährigem Temporalbestand wurde u.a. in Weißenburg, Altenstadt, Lau­terburg, Minfeld, Billigheim, Annweiler, Siebeldinger Tal, Landau und in der Fauthey Landeck publiziert 135. Es meldeten sich eine Vielzahl von interessierten Müllern 136 aus der Südpfalz. Die im LA Speyer vorhandenen Akten beinhal­ten einen regelrechten genealogischen Schatz, der noch gehoben werden muß 137.

 

Den Zuschlag für einen 20jährigen Temporalbestand erhielt in der Versteigerung vom 30.9.1733 aufgrund Höchstgebot von 52 Mltr Korn der aus Dudenhofen stammende Johannes Worff 138. Johannes Worf blieb be­reits in seinem ersten Pachtjahr 1734 einen Teil der Pacht in Höhe von 25 Mltr. Korn (Anm.: der Malter war ein Gewichtsmaß; alles das, was in einen Sack hinein ging. 1 Malter = 160-180 Pfund Frucht je nach Art und Feuchtigk­eit) schuldig; auch 1735 hatte er die geschuldete Pacht bis Ende Mai nicht gezahlt 139. Daraufhin ordnete die kurfürstliche Verwaltung den Entzug des Temporalbestandes und die erneute Versteigerung der Stiftsmühle an, wogegen der Müller Worff schriftlich protestierte und den Zahlungsrückstand mit „Kriegs Troublen“ 140 und behaupteter Vertrei­bung von seiner Mühle begründete. Dies wurde seitens der Verwaltung bestritten und die Meinung vertre­ten, ich zitiere: „daß Er das Werck nicht verstanden, sondern den jährl. Pfacht biß ad 52 Mltr Korn in der Staigung zu hoch getrieben habe“ 141.

 

1759 wird im Zusammenhang mit der Vergabe des Gutes „auf der Preith“ (bestand bereits 1580 aus 18 Morgen Acker 142) Breitgutes der Stiftsmüller genannt. Dieser übernahm das Breitgut im Temporalbestand zunächst für 15 Jahre und zahlte für die ungefähr 20 kleinen Morgen Land eine Pacht von 2 Mltr Korn, 2 Mltr Spelz (heute unter der Bezeichnung Dinkel bekannt) und 9 ½ Mltr. Hafer. Der Stiftsmüller besaß nach Ablauf der Pachtzeit (err. 1774) das Gut ohne Erneuerung des Bestandes bis 1787. Dann wurde es ihm, weil er zahlungsunfähig geworden war, entzogen 143. Bei dem Stiftsmüller handelt es sich um den, 1768 im Mühlenprotokoll des kurpfälzischen Oberamts Germersheim als Temporalbeständer genannten Müller Carl Wilhelm *Schmidt, der als Pacht für zwei Wasserräder 47 Ma. Korn gibt 144.

 

Im Mühlenprotokoll des kurpfälzischen Oberamts Germersheim von 1768 ist die Mühle wie folgt beschrie­ben: “Zu den Clingenmünsterer Stiftes Mauren ist eine der chur­fürstlichen Administration zuständige eigent­hümbliche Mühl, welche Carl Wilhelm Schmidt der mahlen temporaliter besitzet, solche hat 2 Waßer Räder, sodann 2 Mühl und 1 Schehlgang, gibt jährlich pro canone 47 Malter Korn dem Stift alda, und außer der Schatzung chur­fürstl: Hofcammer keinen Waßer Zinß, wie solches der von dem Stift Schafner Heuß erstatte­te sub Nr. 12 beygeboge­ne Bericht auswei­set 145.”

 

Im Zuge der französischen Revolution wurde der bisherige Besitz der ehemaligen Adelsherrschaf­ten als sog. „Französisches Nationalgut“ beschlagnahmt und auch die Güter der ehemaligen CGA in französisches Staatseigentum überführt. Dieses wurde anschließend versteigert und die Mittel u.a. für die französische Erobe­rungspolitik verwendet. Dies geschah auch bei der Stiftsmühle, die am 15.8.1795 in Mainz angeboten wurde: „Eine Mühle, 2 Morgen Wiesen, jährliche Pacht 40 Malter Korn (das Malter zu 10 livres), geschätzt 30 000 livres. Käufer war Friedrich Couvert aus Oberhausen bei einem Preis von 377000 livres. 146

 

Im Urkataster vom 19.7.1842 wird als Eigentümer unserer Mühler genann der Müller Wendel Keyser. Er be­sitzt das Wohnhaus mit Mahlmühle mit 3 Gängen, Scheune mit Stallung, Schuppen mit Schweinställe und Backhaus. Unter der Rubrik „Vortrag“ findet sich der Hinweis auf Friederich Kouvert, der die Mühle 1795 ersteigert hatte. Dieser Wendel Keyser betrieb die Mühle mit wirtschaftlichem Erfolg und hatte großes Anse­hen. Der Landauer Einlbote von 1859 berichtet. Wendel Keyser, Müller und Bürgermeister von Klingen­münster wurde am 1.9.1859 als Geschworener vor dem Assisengericht Zweibrücken eingesetzt. 147

 

August Becker bezeichnet 1850 in seinem bekannten Werk „Die Pfalz und die Pfälzer“ die Mühle als „Kaisermühle“ (Schreibweise mit 'ai' statt 'ey') und nicht mehr als Stiftsmühle oder Klostermühle. Ab da hat sich der Name Kaisermühle eingebürgert. 148

 

Auf Wendel Keyser folgte dessen Sohn Heinrich Keyser (1853-1917). Dessen Töchter Emma (1881-1951) und Ida Keyser (1884-1958) verblieben bis zu ihrem Tod auf der „Keysermühle“. Im Ort sprach mayn respektvoll von den „Keyserdamen“. 149

 

Wie lange die Keysermühle als Mühle in Betrieb war, ist nicht überliefert, Die beiden „Keyserdamen“ blie­ben kinderlos. Sie vermachten den gesamten Besitz der Pfälzischen Landeskirche, die die umliegenden Grundstücke veräußerte und die Gebäude umfassend sanierte. Bei der Gebäudesanierung 1953 wurden die äußeren Mühleneinrichtungen abgebaut, Mühlräder und Lager wurden entfernt, das „Wasserhaus“ mit Bau­schutt verfüllt. Auch im Gebäude wurden alle zur Mühle gehörenden Einrichtungen zerstört bzw. zugeschüt­tet. Am 1.8.1954 wurde das Erholungsheim „Keysermühle“ der Protestantischen Landeskirche der Pfalz er­öffnet. 150

 

In der Absicht eine Heimstätte für Kirchenmusik zu schaffen, wurde die Kaisermühle 1984/85 umfassend umgebaut und erweitert. Dabei wurde ein neuer Gebäudetrakt errichtet. Die Keysermühle, fortan Johann-Se­bastian-Bach-Haus genannt, diente nun bis zu 66 Gästen vorwiegend für kirchenmusikalische Aus-, Fort- und Weiterbildung. 2009 wurde die Einrichtung im Zuge kirchlicher Sparmaßnahmen aufgelöst und das An­wesen an die „Bürgerstiftung Pfalz“ veräußert, die es heute als integratives Hotel und Restaurant betreibt.151

 

Karte:

- o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 23.

 

Photo:

- Müsel, Jürgen: Die Geschichte der Keysermühle von den Anfängen bis heute; Hotelrestaurant Stiftsgut Keysermühle Klingenmün­ster; Internetdatei http//: hotel-restaurant-stiftsgut-keysermuehle.de

- o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 26-31: Frau Feldner, eine der „Keyserdamen“ (S. 26); das Backhaus, abgerissen 1953 (S. 27), Abbau der äußeren Mühleneinrichtungen, Mühlrad und Lager wurden entfernt, das „Wasserhaus“ mit Bauschutt aufgefüllt (S. 28), Eingangsbereich altes Gebäude (S. 28), Nebengebäude beim Umbau 1953 (S. 29), Nebengebäude, heute Sitz der Bürgerstiftung (S. 29), Hauptgebäude von der Bahnhofstraße (S. 30), Innenhof vor dem Umbau (S. 30), Keysermühle von Süden (S. 31), Brunnen im Innenhof, existierte bis 1950) (S. 31), Innenumbau 1953 (S. 31)

- Unger, Thorsten/Wenz, Martin/Untermann/Matthias: Klingenmünster, St. Michael (Benediktiner-)Kloster, später Kollegialstift; in: Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 2 (Kaiserslautern 2014), S. 510: Südende des ehemaligen Klausur-Ostflügels (Ruine, heute Garten) mit Durchleitung des Mühlkanals, der hier ursprünglich die Abortanlage spülte, 2014 (Aufnahme Charlotte Lagemann)

 

Urkunden/Literatur:

- Beyer, Christian: „Bürgerstiftung und keysermühle in Klingenmünster: keiner darf verloren gehen – Integration in der Mühle; in: Der Südpfälzer (2012), S. 18-19

- Kleiner, Paul: Mühlen am Kaiserbach: Mühlengeklapper; in: "Die Rheinpfalz" / Pfälzer Tageblatt Nr. 170 vom 25.7.2007, Beil. Marktplatz regional (Kaiserbacher Mühle)

- LA Speyer Best. A14 Sachakte 613: Bestand der Bann- und Mahlmühle (Stiftsmühle) des Stifts Klingenmünster in Klingenmünster, 1587-1789; enthält 3 Faszikel: 1665-1742, 1587-1782 und 1783-1789

- Müsel, Jürgen: Die Geschichte der Keysermühle von den Anfängen bis heute; Hotelrestaurant Stiftsgut Keysermühle Klingenmün­ster; Internetdatei http//: hotel-restaurant-stiftsgut-keysermuehle.de

- o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 23-32

- Unger, Thorsten: Klingenmünster und die Kurpfalz im 15. und 16. Jahrhundert (Diss.) (Neustadt a.d. Weinstraße, 2009); enthält Hinweise (S. 14 Anm. 46) zum Lagerbuch des Klosters Klingenmünster von 1587. Der Band allerdings nur noch in einer späteren, teilweise schwer beschädigten Abschrift und einer Teilweise identischen Fotokopie vorhanden (S.14) (LA Speyer F2 Nr. 55 II/1-3; LA Speyer X 65 Nr. 28-31: beide Versionen sind teilweise nur noch sehr schwer lesbar. Albert Decker konnte noch vor dem Krieg das Original benutzen und davon Exerpte in Gabelsberger Kurzschrift erstellen, die in seinem Nachlaß ebenfalls im LA Speyer aufbewahrt werden [LA Speyer Best. V33]). Ein älteres Salbuch von 1492 wurde noch im 18. Jh. in der Verwaltung benutzt, liegt aber heute nicht mehr vor (Nennung des Salbuchs von 1492 und Exerpte u.a. in LA Speyer A14 Nr. 599f. [1730], Nr. 605b fol. 138 ff.; Nr. 607c fol. 70, 74; Nr. 625 c) (S. 15 u. Anm. 48)

 

 

- Waagmühle (Woogmühle), Wagmühle:

1/2 Stunde vom Ort gelegen 152; liegt unterhalb der Sägemühle nicht weit vom Dorf 153; westlich von Klingenmünster gelegen 154; unterhalb des Burgbergs der Burg Landeck 155.

 

Als „watmule“ 1261 urkundlich erwähnt. In den Regesten des Klosters Werschweiler befindet sich eine Urkunde vom 9.5.1261 folgenden In­halts: „Gertrudis von Glissentzellin [Anm.: = Gleiszellen] vermacht an Abt und Konvent zu Werneswilre, wo sie sich ihr Begräbnis er­wählt hat, ihr Haus und Hofstatt bei Clingenmonster nebst einer Wiese bei der watmule.“ 156.

 

1405 als „wagmule“ erwähnt 157.

 

Für das 16. Jh. werden in Klingenmünster vier Mühlen genannt 158, darunter die „Wagmühle“ 159.

 

1601 gehörte die Woogmühle zur CGA Heidelberg. Bereits 1601 wird die Flur „Wogmühlen“ in Klingenmünster erwähnt 160. 1608 wird der Müller NN. auf der Wogmühle genannt 161.

 

Im Mühlenprotokoll von 1768 ist ein Bericht der Amtskellerei Landeck eingefügt über den Zins für die Mühlen, darunter ist die Waag(Woog)Mühle aufgeführt; diese gibt seit 1760 nur noch 10 Malter Korn Wasserfallzins 162. Die ehemalige Mahlmühle stellte 1899 den Betrieb ein 163.

 

Später Restaurant Frauenlob, heute Wohnplatz Frauenlob 164.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1270/6: Waagmühle Klingenmünster, 1656-1675, 1728-1731, 1750-1761.

 

 

- Waffenschmiede:

s. auch Papiermühle Klingenmünster

 

Die Waffenschmiede lag am Klingbach „unter dem Haus Landeck allhier zu Klingenmünster. 1731 wurde diese betrieben von Franz Sie­gel. Der Erlös aus seinem Handwerk reicht nicht aus, um die Familie mit 5 „unerzogenen“ Kindern zu ernähren. Siegel war 19 Jahre lang mit dem Wasserfallzins in Rückstand 165. Die schlechte Geschäftslage wird wohl der Grund gewesen sein, daß diese Wap­penschmiede in eine Papiermühle umgewandelt wurde 166.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1271 UNr. 13: Wasserfallzins von Franz Siegel auf der Waffenschmiede, 1731

 

 

- Watmule:

s. Waagmühle (Woogmühle)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1Goethe, Johann Wolfgang: Autobiographisches. Italien. Reise, 2. Teil, in Caserta, 16.3.1787

2Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der Mühlen und des Müllerhandwerks der Pfalz (Otterbach 1978), S. 9.

3Kiefer: Mahl- und sonstige Mühlen im kurpfälzischen Oberamt Neustadt; in: Pfälzische Heimatblätter 10 (1962), S. 60; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 245;

LA Speyer Best A2 Nr. 179/1.

4 Weber: Mühlen der besonderen Art, S. 343.

5 Weber: Mühlen der besonderen Art, S. 343.

6Stürmer, Sabine: Mühlenrecht im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken während des 18. Jahrhunderts; in: Jahrestagungen zur Volkskunde 1996 und 1997 / hrsg. von der Gesellschaft für Volkskunde im Saarland e.V. durch Michael Sander. - Saarbrücken, 2000 (Volkskunde im Saarland 3), S. 69.

7Hehr: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster, S. 38-39.

8Hehr: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster, S. 39.

9Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.

10Esser: Ortsfamilienbuch Winden, S. 117 Nr. 446/7.

11LA Speyer Best. A2 Nr. 1271/9: „Klingenmünster: Erbauung einer Mahlmühle in Sulz durch den Sägmüller Henrich Zeis.

12LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768, Bl. 11r;

Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 257.

13Himmler 1991:11; Ullrich 2008: 10-11; auch: o.A.: Der Geißkopferhof, nicht veröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz, Archiv PRFK Ludwigshafen.

14Schoch: Allerhand aus dem Pfälzerland, S. 8.

15Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.

16LA Speyer Best. L56 Nr. 34, Bd. 1, S. 391.

17LA Speyer Best. L56 Nr. 34, Bd. 1, S. 391.

18LA Speyer Best. L56 Nr. 34, Bd. 1, S. 395.

19Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.

20Kunstdenkmäler Rheinland-Pfalz, Bd. IV Bergzabern (München 1935), S. 413.

21Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.

22Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.

23Anm.: Georg Schmack besaß auch die Schmackenmühle in Bergzabern und die Gehlmühle in Birkenhördt.

24Dickel, Günther: Pfälzische Weistümer, Bd. 2, Speyer: Verl. d. Pfälz. Ges. z. Förderung d. Wiss., 1968, S. 705.

25Leonhard, Alois P.: "Von Gemarkungen und Flurnamen des Wasgaudorfs Silz", erwähnt www.silz.de/geschichte, Abruf vom 16.2.2016.

26Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.

27verfilmt, LA Speyer, Y4/150 Reichsarchiv Stockholm, Zweibrücken-Sammlung, Nr. 28 und 29-31.

28Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.

29Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.

30LA Speyer Best. A14 Nr. 630.

31Frey: Geschichte des Rheinkreises, Bd. 1, S. 393.

32LA Speyer Best. A2 Nr. 129/3; Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.

33Anm.: Manutenenz = obrigkeitlich gewährter Schutz für bestrittene Besitzrechte (Deutsches Rechtswörterbuch, Bd. 9, S. 182.

34LA Speyer Best. A8 Sachakte 1011.

35LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768, Bl. 11r; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 257.

36Anm.: bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 257 “von Helmstädtische Müh­le”.

37Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.

38Neue Speyerer Zeitung Nr. 30 vom 9.3.1822.

39Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 16.4.1827, Nr. 62, Beilage, S. 375.

40LA Speyer Best. L56 Nr. 34, Bd. 2, S. 661.

41Eilbote Landau vom 25.6.1859, S. 302 = LA Speyer Best. Y 20/41.

42Schoch: Allerhand aus dem Pfälzerland, S. 68.

43Leonhard, Alois P.: „Von der Klostermühle zum Jugendkinderdorf; in: Trifels-Kurier v. 23.2.1978.

44Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 268.

45LA Speyer Best. W41 Nr. 2400

46Eilbote Landau vom 13.11.1841, Nr. 46, S. 183.

47Frey: Be­schreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 426.

48Pfalzatlas, Bd. 3 Karte Nr. 83.

49Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, 2011, S. 267.

50Frey: Beschreibung des Rhein­kreises, Bd. 1 S. 426.

51LA Speyer Best. A13 Nr. 309.

52LA Speyer Best. A13 Nr. 261.

53Hehr: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster, S. 139.

54LA Speyer Best. A13 Nr. 330.

55Esser: Ortsfa­milienbuch Winden, S. 2212 Nr. 965; Ref. KB Barbelroth 2/26.

56LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; Anm.: bei Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 257 nicht aufgeführt.

57Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, S. 233.

58Petermann: Klingenmünster Reformiertes Kirchenbuch, Teil: Verstorbene 1707-1793, S. 25

59Petermann/Daum: Kirchenbuch Heuchelheim, ,Bd. 2, S. 43.

60Eilbote Landau vom 16.2.1850, Nr. 14, S. 91.

61Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage Nr. 2, S. 2.

62Häberle: Wüstungen, ,S. 100; Schoch: Allerhand aus dem Pfälzerland, S. 6.

63Tourismusverein Klingenmünster, www.klingenmuenster.org, Abruf. 13.4.2019.

64Decker, Albert: Reformation, Säkularisation und Wiedereinführung des katholischen Kultus im ehemaligen Stift Klingenmünster; in: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte (AmrhKG) Bd. 10, (1958), S. 112-164, hier: S. 116; s. auch Unger: Klingenmünster und die Kurpfalz, S. 272, Anm. 1336.

65Unger, Thorsten: Klingenmünster und die Kurpfalz im 15. und 16. Jh.. Untersuchungen zum Aspekt „Stift und Herrschaft“ am Beispiel eines ländlichen Kollegiatsstiftes (Neustadt a.d. Weinstraße, 2009), S. 510 Nr. 14.

66Tourismusverein Klingenmünster, www.klingenmuenster.org, Abruf. 13.4.2019.

67a.A. o.A.: „Der Mühlbach“; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 37: bis um die Mitte des 20 Jh.

68Pfalz­atlas, Bd. 3 Karte Nr. 83.

69Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage Nr. 2, S. 2.

70Ortsgemeinde Heuchelheim-Klingen (Hrsg.): Heuchelheim-Klingen, S. 46.

71Landauer Eilbote Nr. 30 vom 20.4.1865, S. 230.

72Tourismusverein Klingenmünster e.V.: Weg W3 Große Quellenrunde.

73Hehr: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster, S. 87.

74Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 426.

75Pfalzatlas, Bd. 1 Karte Nr. 83.

76o.A.: „Der Mühlbach“; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 37.

77Weber: Mühlen d. besonderen Art, S. .318.

78Weber: Mühlen d. besonderen Art, S. 82-84.

79LA Speyer Best. A2 Nr. 1271 ½

80Stammbaum Lorch erstellt von Herrn Horst Klein, Internetdatei Geneanet, Abruf vom 29.10.2014.

81Weber, Mühlen der besonderen Art, S. 58, 59.

82Hehr: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster, S. 179 Fußnote 1.

83Petermann: Klingenmünster Reformiertes Kirchenbuch, Teil: Verstorbene 1707-1793, S. 6.

84Pfalzatlas, Bd. 1 Karte Nr. 83.

85Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 426.

86LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 11r; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 257.

87luth. KB Luthersbrunn 4, S. 181.

88Eilbote Landau vom 25.10.1855, S. 473 = LA Speyer Best. Y 20/41.

89LA Speyer Best. A13 Nr. 309.

90LA Speyer Best. A13 Nr. 309.

91Weber: Mühlen besonderer Art, S. 82.

92Pfalzatlas Bd. 1 Karte Nr. 83.

93Karte bei: Kunstdenkmäler, Bd. Bergzabern, S. 273.

94LA Speyer Best. A14 Nr. 613 a, fol. 48.

95LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7:.

96o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 23.

97Unger, Thorsten/Wenz, Martin/Untermann/Matthias: Klingenmünster, St. Michael (Benediktiner-)Kloster, später Kollegialstift; in: Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 2 (Kaiserslautern 2014), S. 485.

98Unger, Thorsten/Wenz, Martin/Untermann/Matthias: Klingenmünster, St. Michael (Benediktiner-)Kloster, später Kollegialstift; in: Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Klosterlexikon, Bd. 2 (Kaiserslautern 2014), S. 486.

99Hinweis bei o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 23.

100Christmann: Flurnamen der Südpfalz als Geschichtsquelle, in: Pfälzer Heimat 1961, S. 123.

101LA Speyer Best A 14 Nr. 9-834; Weber: Mühlen und des Müllerhandwerks, S. 265.

102LA Speyer Best. A2 Nr. 122/7, fol. 10b.

103Pfalzatlas, Bd. 1 Karte Nr. 83.

104LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 265.

105LA Speyer Best A 14 Nr. 9-834; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 265.

106LA Speyer Best. A14 Nr. 613b, fol. 8.

107LA Speyer Best. A14 Nr. 613b, fol. 10.

108LA Speyer Best. A14 Nr. 613b, fol. 3-8.

109LA Speyer Best. A14 Nr. 613b, fol. 8.

110LA Speyer Best. A14 Nr. 613b, fol. 10.

111Widder: Beschreibung der Kurpfalz, Bd. 2, S, 417.

112LA Speyer Best. A14 Nr. 613b, fol. 10.

113LA Speyer Best. A14 Nr. 613b, fol. 11-19.

114LA Speyer Best. A13 Nr. 348.

115Hehr: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster, S. 152.

116Hehr: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster, S. 155-156.

117Anm.: lag auf dem Gelände der heutigen Pfalzklinik; abgerissen vor um für die damalige Irrenanstalt Platz zu schaffen (Hehr: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster, S. 1).

118Hehr: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster, S. 157; LA Speyer Bet. A2 Nr. 1271 ½ vol. 19.

119Hehr: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster, S. 158.

120LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 1-2.

121LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 3.

122LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 4.

123LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 5-5r.

124LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 6.

125LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 7-10.

126Anm.: der Stiftsschaffner Johann Caspar Guerdan (Querdan) erhielt 1712 von Kurpfalz (als Besoldungsgut ?) das sog. Guerdan'sche Erbbestandsgut erhielt (LA Speyer Best. A14 Nr. 611) (Hehr: Agrargeographische Studien in der Gemarkung Klingenmünster / Südpfalz (Diss. Speyer 1964), S. 69).

127LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 13-14.

128LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 17.

129LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 17-17r.

130LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 23.

131LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 23r.

132LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 33.

133LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 34.

134LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 64.

135LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 35-38r.

136Anm.: genannt werden: Johann Knoll von der Schleifmühl, Johann Christoph Schneider Keisermüller zu Neyhausen (Anm. Neuhausen b. Worms) +++weiter+++

137LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 35-38r.

138LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 64-70.

139LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 79r.

140Anm.: Polnischer Thronfolgekrieg 1733-1738: Ausgangspunkt des Konfliktes war dabei nach dem Tod des August des Starken im Jahre 1733 der Streit um die Nachfolge auf dem Polnischen Königsthron. Während der deutsche Kaiser Karl VI. den Sohn des verstorbenen sächsischen Kurfürsten, Friedrich August II. von Sachsen, unterstützte, versuchte der französische König Ludwig XV. seinen Schwiegervater, den polnischen Adligen Stanislaus Leszczyński, als neuen polnischen König zu etablieren. Mit dem Einmarsch französischer Truppen, der Eroberung der Stadt Trier sowie der erfolgreichen Belagerung und Zerstörung der Reichsfeste Grevenburg in Traben-Trarbach im April 1734 wurde schließlich auch das kleine Kurfürstentum Trier in den europäischen Konflikt hineingezogen. Die französische Besetzung Lothringens und großer Teile Kurtriers waren im Mai 1734 schließlich Auslöser für die Einberufung der Reichsarmee, die aus Truppenkontingenten aus ganz Deutschland bestand. Unter der Führung Österreichs versammelten sich die Truppen im Sommer 1734 am Rhein. Nach der ca. einjährigen erfolglosen Belagerung von Mainz durch die Franzosen ging die Reichsarmee im Herbst 1735 in die Offensive über und zog durch den Hunsrück an die Mosel (s. auch Mitteiljungen des historischen Vereins der Pfalz, Bd. II, Speier 1871, S. 81-116: Relation über die erbärmliche Einäscherung und Verwüstung der Freyen Reichsstadt Speyer von dem Hochfürstl. Speyerischen Statthalter und Domdechanten Heinrich Hartard von Rollingen. Mitgetheilt von K. Weiss).

141LA Speyer Best. A14 Nr. 613a, fol. 79.

142Hehr: Agrargeographische Studien, S. 148.

143Hehr: Agrargeographische Studien, S. 149; LA Speyer Best. A13 Nr. 611/II, Fasc. Nr. 612 p.

144LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Mühlenprotokoll von 1768; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 255.

145LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Mühlenprotokoll von 1768; Anm.: der erwähnte Bericht ist im Mühlenver­zeichnis nicht erhalten geblieben.

146o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 25; Monasterium Clinga Jubilans, S. 65.

147o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 25.

148o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 25.

149o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 25.

150o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 25-27.

151o.A.: Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 32.

152Frey: Beschreibung des Rheinkreises, Bd. 1 S. 426.

153Pfalzatlas, Bd. 1 Karte Nr. 83.

154Schoch: Allerhand aus dem Pfälzer Land, S. 18.

155Hehr: Agrargeographische Studien, S. 87.

156Neubauer: Regesten des Klo­sters Werschweiler, S. 151 Nr. 214; Pöhlmann: Regesten der Grafen von Zweibrücken, S. 50 Nr. 156; Hehr: Agrargeographische Studien, S. 87: „ wohl identisch mit „watmule“ von 1261“.

157Hehr: Agrargeographische Studien, S. 87; LA C19 Speyer Best. Hanau-Lichtenberg, Urk. Nr. 33.

158Hehr: Agrargeographische Studien, S. 139.

159LA Speyer, Stift Klingenmünster, Urk. Nr. 161. +++klären+++

160LA Speyer Best. A13 Nr. 303.

161LA Speyer Best. A13 Nr. 330.

162LA Speyer Best A 2 Nr. 122 b: Proto­koll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, S. 257.

163LA Speyer Best. A2 Nr. 122/7, fol. 10r-11; Schoch: Allerhand aus dem Pfäl­zer Land, S. 18; Häberle: Wüstungen, S. 206.

164o.A.: „Der Mühlbach“; in: Klingenmünster: Einblicke in vergangene Zeiten, Bd. 1, Jg. 2015, S. 37.

165Weber: Mühlen besonderer Art, S. 318 unter Hinweis auf LA Speyer Best. A2 Nr. 1272 1/21g; LA Speyer Best. A2 Nr. 1271/13: Wasserfallzins v. Franz Siegel, 1731.

166Weber: Mühlen besonderer Art, S. 318.