Version 26.7.2017

 

 

Der Amerikanische

Bürgerkrieg (1861-1865)

 

Militärischer Glossar

 

(Litera A-N)

 

ausgewertet von Eberhard Ref

 

 

Litera A

 

Abatis:

Verhau; ein militärisches Hindernis aus in Feindrichtung gefällten Bäumen.

 

 

Admiral:

es gab lediglich nur 7 Rear Admirals im Civil War (vgl. Hearn, a.a.O., S. xix).

 

 

Alkohol-Gebrauch und Alkohol-Mißbrauch:

auf den Schiffstransporten der Truppen wurde von den Schiffsbesatzungen billiger Whiskey verkauft, der manchmal zur Trunkenheit bei den verschifften Soldaten führten, die beim Transport kaum kontrolliert werden konnten (vgl. Adams, 19th Massachusetts, a.a.O., S. 15). Adams (a.a.O.) behauptet nie einen betrunkenen Soldaten oder Offizier im Gefecht gesehen zu haben.

 

 

Amputationen:

against excessive amputations a thousand voices were raised (vgl. Nevins: Ordeal of the Union. Part: War becomes Revolution 1862/63, a.a.O., S. 141 Anm. 4; vgl. Olmstedt Papers, July 8-20, 1862). „A cry comes comes up from our hospitals, and its echo is heard all over the land“ said the N. Y. Tribune vom 30.7.1862, „against the free use of the surgeon's knife and saw on the legs and arms of our wounded soldiers. That there is just cause for complaint we have the assurance of medical men … Young aspirants for distinction in the profession of surgery easily persuade themselves that the wounded or shattered limb of a soldier is a proper subject on which to practise the science of amputation“.

 

 

Armeegliederung:

Die Armeen der Union und der Konföderation waren ganz ähnlich strukturiert. Vier Infanterieregimenter (später im Krieg manchmal auch fünf oder sechs) bildeten eine *Brigade, befehligt von einem Brigadegeneral. Drei (manchmal auch vier) Brigaden formten eine Division, befehligt von einem Divisionskommandeur oder Major-General. Zwei oder mehr Divisionen (in der Regel drei) bildeten ein Armeekorps, befehligt von einem Generalmajor in der Unionsarmee und einem Generalmajor oder -lieutenant in der Konföderati­on. Eine kleine Armee konnte schon aus einem einzigen Korps bestehen; die Hauptarmeen bestanden dagegen aus zweien oder mehr. Die Sollstärke eines Infanterieregiments betrug 1200 Mann (theoretisch; praktisch lag die Stärke bereits bei der Musterung meist dar­unter und nahm im Laufe des Einsatzes meist stark ab), die einer Brigade 4000, die einer Division 12000 und die eines Korps 24000 Mann oder mehr. In der Unionsarmee lag die Präsenzstärke der jeweiligen Grundeinheit bei einem Drittel oder der Hälfte der oben genannten Ziffern. Bei den Konföderierten waren Divisionen und Korps in der Regel größer als bei ihren Widersachern aus dem Nor­den, denn eine Süd-Division gliederte sich oft in vier Brigaden und ein Korps in vier Divisionen. Kavallerieregimenter gliederten sich oft in 12 statt zehn Kompanien (hier »Schwadron« genannt). Kavallerieregimenter, -brigaden oder -divisionen wurden, je nach­dem, wie es die taktische Lage erforderte, Divisionen, Korps oder Armeen unterstellt. 1863 operierten konföderierte Kavalleriedivi­sionen manchmal als teilunabhängige Korps; 1864 zog die Unionskavallerie nach und entwickelte sich zu einer noch moderneren und schlagkräftigeren Reiterei. Feldartillerieabteilungen (eine Batterie bestand aus sechs Geschützen) wurden, je nach Bedarf, Brigaden, Divisionen oder Korps unterstellt. In der Union gehörten etwa 80 Prozent der Streitkräfte zur Infanterie, 14 Prozent zur Kavallerie und sechs Prozent zur Artillerie. Die Konföderierten hatten eine vergleichbar große Artillerie, aber eine etwas stärkere Kavallerie (fast 20 Prozent). (McPherson S. 898 Anm. 24).

 

s. auch *Ersatz, *Bataillon, *Grand Division, *Regiment

 

 

 

 

Armee - Namensgebung:

die Konföderierten benannten ihre Armeen nach Staaten oder Teilen von Staaten, der Norden inoffiziell nach Flüssen, offiziell durch Numerierung (vgl. Castel, Decision in the West, a.a.O., S. 47).

 

 

Army-Register:

enthält die Ränge und Ernennungsdaten aller Offiziere der US-Army ab 1789

 

Literatur:

- **Heitman, Francis B.: Historical Register and Dictionary of the United States Army, From its Organization, September 29, 1789 to March 2, 1903, 2 vols (1903, reprint ed., Urbana, Ill.: University of Illinois Press, 1965)

 

 

Artillerie:

s. auch *Artillery Battalion, *Batterie, *Columbiad; CS-*Artillery, *Geschütze, *Howitzers; Mortars, *Canister Shot; *Schußweite Artillerie

 

In der Periode zwischen dem Mexiko-Krieg und dem Civil War wurde das "Rifling Priciple" von der Artillerie wie von der Infanterie anerkannt. Gezogene Geschützrohre setzten sich jedoch bei weitem nicht in dem Maße durch, wie das 'Rifled' Gewehr bei der Infan­terie der Fall war. Erst 1860, Jahre später nachdem die Rifle in der Infantrie eingeführt wurde, empfahl das United States Ordnance Board, die Hälfte der Bronze-Geschütze auf gezogene "rifled" Rohre umzurüsten. Die Ergebnisse waren jedoch ungenügend, da die Rohre das nachträgliche Einfräsen von Zügen und Feldern aufgrund mangelnder Materialkonsistenz meist nicht überstanden (vgl. McWhiley/Jamieson: Attack and Die, a.a.O., S. 59).

 

Bei Ausbruch des Bürgerkrieges war die Grundwaffe der Artillerie die 12pfünder glattläufige Napoleon, bei der US-Army 1856 ein­geführt. Die während des Krieges meistverwendeten 'rifled' Geschütze waren die 10-Pfünder Parrot und die 3zollige Ordnance Rifle. Rifled Geschütze wiesen eine größere Reichweite und Zielgenauigkeit auf. Dennoch fürchtete die Infanterie die glattläufigen Ge­schütze mehr, da 'rifled' Kanonen geringere Rohrdurchmesser aufwiesen und nur kleinere Kaliber verschießen konnten (vgl. McWhi­ley/Jamieson: Attack and Die, a.a.O., S. 59; Naisawald, L. Van Loan: Grape and Canister: The Story of Field Artillery of the Army of the Potomac, 1861-1865 [New York, 1960], S. 36-39)

 

Zum Einsatz kamen glattläufige Vorderlader und gezogene 'rifled' Geschütze. Letztere wiesen größere Schußweiten und Treffsicher­heit auf, der Rückstoß machte jedoch viele Vorteile wieder zunichte (vgl. Jones, Archer: Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 6). Deren Explosivgranaten gruben sich oft in den Boden ein, bevor sie explodierten. Die Schrapnell-Geschosse (entwickelt von dem britischen Artillerie-Offizier Henry Shrapnel) hatten demgegenüber eine vernichtende Wirkung, aber ihre Zündung mittels Zünd­schnüren war zu ungenau, um sie in der richtigen Entfernung und über den beschossenen Truppen zur Explosion zu bringen. Deshalb zogen die Artilleristen die "alte" glattläufige Kanone vor (vgl. (vgl. Jones, Archer: Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 6/7). Fast alle eingesetzten Geschütze waren Vorderlader; Hinterlader wie die britische gezogene 12-Pfünder Armstrong und die *Whit­worth Cannon waren unzuverlässig (vgl. Encyclopedia of the Civil War, a.a.O., S. 19; a.A. Catton: Reflections, a.a.O., S. 129/130, der dem Geschütz hohe Reichweite und Treffsicherheit zuspricht).

 

Die durch die Einführung des Minie-Gewehrs bei der Infantrie und die hierdurch bedingte erhebliche Erhöhung der Schußweite der Infantriewaffen, hatte Auswirkungen auf die Feldartillerie. Die Schußweite der Artillerie lag um 1840 beim Verschuß von "Solid-Shots" um 650 yards. Die Artillerie-Bedienungen konnten daher von wenigen Scharfschützen der Infantrie außer Gefecht ge­setzt werden. Dies hatte die Notwendigkeit zur Folge, die Reichweite der Artillerie zu erhöhen (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 67 ff) oder die Effektivität der Geschosse zu verbessern, was zuerst bei der britischen Army durch Einführung von "shrap­nell shells" mit einer Einsatzreichweite von 650 yards [Anm.: = 591 m] gelang, wodurch Infantrie erfolgreich niedergekämpft wer­den konnte (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 67). Durch die metallurgischen Grenzen bei der Konstruktion von Geschoßhüllen mußte ent­weder die Hülle verstärkt werden (mit der Folge geringerer und ungenügender Explosivladung) oder die Abschußgeschwindigkeit beim Ver­schuß aus Kanonen erhöht werden, was ebenfalls aus materialtechnischen Gründen nur bedingt möglich war. Die Versuche führten zum Ergeb­nis, die Explosivgeschosse mit Haubitzen zu verschießen, die gegenüber Kanonen (mit einer flachen Flugbahn der Ge­schosse), eine steile gekrümmte Flugbahn der Geschosse aufwiesen, und deshalb mit einer deutlich geringen Abschußgeschwindigk­eit der Geschos­se abgefeuert werden konnten (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 68). Die Fortschritte der Metallurgie ermöglichten je­doch die Einwicklung von Geschoßhüllen, die mit höherer Abschußgeschwindigkeit der Explosionsgeschosse verschossen werden konnten (vgl. Noswor­thy, a.a.O., S. 69). Diese Ergebnisse hatten die Folge, daß nunmehr aus Kanonen sowohl Kugelgeschosse (Solid Shot) als auch Ex­plosionsgeschosse verwendet werden konnten. Insgesamt führte dies um 1850 zur Einführung einer neuen Generati­on von "Gun-Ho­witzers", die leichter und beweglicher als die früheren Geschütze waren und zudem auf höhere Rohrneigungen ein­gestellt werden konnten. Dies führte zum Wegfall der Howitzers und zur Vereinheitlichung und Standardisierung der Artillerie (vgl. Noswor­thy, a.a.O., S. 70). Die bei der Artillerie führende französische Armee führte um 1850 die neue Generation dieser Gun-Howitzers ein, die 12- pounder "Canon obusier", auch als "Napoleon" bezeichnet. Kaiser Napoleon Bonaparte III. war als ehemaliger Artillerieoffi­zier für die Entwicklung und Einführung dieser neuen Waffe entscheidend (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 71).

 

Die 12-pounder Napoleon wurde jedoch nur als Zwischenlösung angesehen, weshalb zur Verbesserung der Artillerie die Weiterent­wicklung zu den Rifled Guns führte (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 71).

 

Ein weiteres Problem trat beim Einsatz von 'rifled' Geschützen auf. Die Vereinheitlichung der Artilleriemunition, zu der die Einfüh­rung der 12pfünder Napoleon 1856 geführt hatte, wurde bei der 'rifled' Artillerie wieder aufgegeben, die bei den unterschiedlichen Geschütztypen (Parrot, James, Schenkl, Hotchkiss und 'Ordnance') über eine Vielzahl von Geschossen verfügte, bedingt durch den weitgehend experimentellen Zustand der neuen 'rifled' Artillerie (vgl. Hunt, Henry J.: "Artillery"; in: Papers of Military Historical Society of Massachusetts (14 vols, Boston, 1913), vol. XIII, 115

 

McClellan, der Oberbefehlshaber der Potomac Armee favorisierte glattläufige Geschütze, da er für die weitreichendere Rifle im durchschnittenen Einsatzgebiet in Virginia, weniger Einsatzmöglichkeiten sah (vgl. McWhiley/Jamieson: Attack and Die, a.a.O., S. 60; McClellan, George B.: McClellan's own Story, a.a.O., 117).

 

Die glattläufigen Geschützte behielten somit ihre Favoritenstellung. Gegen Ende des Krieges bestand ca. die Hälfte der Artillerie aus glattläufigen Geschützen (vgl. McWhiley/Jamieson: Attack and Die, a.a.O., S. 60).

 

Die weitreichende *Whitworth Kanone kam kaum zum Einsatz da weder das System des indirekten Feuers noch der vorgeschobenen Beobachter bekannt war (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 128)

 

Die Artilleriemunition war im allgemeinen unzuverlässig. Das Pulver wies keine hohe Sprengkraft auf, vor allem aber war den Zün­dern nicht zu trauen. Die Artilleristen waren nie sicher wo und ob das Geschoß explodieren werde (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 130)

 

In der US-Artillery wurden Kanonen und Haubitzen nach dem Gewicht des Geschosses klassifiziert, so z.B. als "12-pounder" oder "6-pounder" (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 63).

 

Literatur:

- **Birkhimer, William E.: Historical Sketch of the Organization, Administration, Materiel, and Tactics of the Artillery, United States Army (Washington, D. C.: James J. Chapman, 1884; reprint, New York: Greenwood Press Publishers, 1968)

- Encyclopedia of the Civil War, a.a.O., S. 18-20

- **Hunt, Henry J.: "Artillery"; in: Papers of Military Historical Society of Massachusetts (14 vols, Boston, 1913), vol. XIII, 115

- Internet Datei: Cannon Markings; Bibliothek Ref MilAmerik62/1

- McWhiley / Jamieson: Attack and Die, a.a.O., S. 59 ff.

- **Naisawald, L. Van Loan: Grape and Canister: The Story of Field Artillery of the Army of the Potomac, 1861-1865 [New York, 1960]

- **Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 61 ff (enthält Überblick über Bewaffnung, Waffenentwicklung und Taktik des Artillerieein­satzes)

- **Olmstedt, Edwin, Stark, Wayne E. und Tucker, Spencer C.: The Big Guns: Civil War Siege, Seacost and Naval Cannon

 

 

Artillery Battalion:

Confederate artillery organization usually consisting of three to five batteries, which may or may not have been from the same state, grouped together into a kind of super-battery for greater firepower. Though the Federals also grouped batteries, they did not use them as the Confederates used their "battalions." Thus, there was no true battalion structure in the Union artillery (vgl. http://www. civilwarhome.com/artilleryterms.html

 

 

Artillery-CS:

s. *CS-Artillery

 

 

Artillerie-Munition:

man unterschied folgende Typen von Artilleriemunition (vgl. Thomas: Cannons, a.a.O., S. 16-17):

- Solid Shot (Spherical Shot)

- Common Shell

- Case Shot (Schrapnell; im Unterschied zum Canister zur Explosion in der Luft beim Bogenschuß geeignet)

- *Canister Shot (ein Schrapnell für den Direktbeschuß im Nahkampf gegen Infanterie und Kavallerie bei Entfernungen oberhalb 200 Yards bis max. 400 Yards eingesetzt)

- Grape Shot

 

Artillerie-Geschosse waren weniger tödlich, als das bei modernen Geschossen der Fall ist. Sie waren so konstruiert, daß sie bei der Detonation nur in wenige Stücke zerbrachen (selten mehr als 6 Stück) und die Schwarzpulverladung war zu schwach, um große Zer­störungen zu bewirken (vgl. Weller, Jac: "The Confederate Use of British Cannon," Civil War History III (June 1957), S. 150-151 zi­tiert nach Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 603n29). Explosionsgeschosse ("shells"), abgefeuert aus 24- und 32-poun­ders zerbrachen in 18 oder 19 Teile bei einer Reichweite von bis zu 600 yards, während shells, die aus 12-pound Howitzers verschos­sen wurden, in 12-15 Teile zerbrachen (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 63)

 

 

Ausbildungslager:

s. Camps of Instruction

 

 

Ausrüstung:

s. auch einzelne Ausrüstungsgegenstände, z.B. *Schuhe, *Bekleidung, *Zelte

 

Die Ausrüstung der Regimenter in der Union war oft ungenügend und unvollständig, oft auch von völlig mangelhafter Qualität. Wil­bur Fisk gibt u.a. an, daß die Armeehosen nach 14 Tagen nicht mehr zu tragen und völlig aufgebraucht waren, vielen Soldaten die Decken fehlten und sie im Dezember 1861 auf dem blanken Boden schlafen mußten (Fisk: Hard Marching every Day, a.a.O., S. 1)

 

 

Auszeichnungen:

s. *Orden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera B

 

 

Ballon:

s. auch *Lowe

 

Heißluftballons wurden auf beiden Seiten zur Beobachtung eingesetzt. General Porter benutzte vor dem Battle of Gaines' Mille / Chickahominy am 27.6.1862 einen Ballon zur Feindaufklärung (vgl. Eisenschiml: The celebrated Case, a.a.O., S. 25)

 

 

Bataillon - Kavallerie:

ein Kavallerie-Regiment (Stärke 12 Kompanien [Numerierung A-M], die berittenen Infanterieregimenter besaßen 10 Kompanien [Numerierung A-K]; die Nummer 'J' war aufgrund einer alter Armee-Tradition nicht vergeben; zum einen bestand Verwechslungsge­fahr zwischen »J« und »I«, zum anderen wurde »J« als als Unglücksbuchstabe betrachtet, da er Bestandteil des Namen »Judas« ist (vgl. Crabb, All Afire to Fight, a.a.O., S. 7) bildete im Gefecht zwei Bataillone, jeweils bestehend aus vier Kompanien (vgl. Evans, Sherman's Horsemen, S. 501 Anm. 23).

 

 

Battalion, Artillery:

s. Artillery Battalion

 

 

Batterie/Battery:

Official term for the component units of an artillery regiment; changed to "Battery" by special War Department order in July, 1866. Zuvor trugen die Einheiten die Bezeichnung 'Company' (http://www.civilwarhome.com/artilleryterms.html)

 

Batterie ist die Bezeichnung für eine Teileinheit eines Artillerie-Regiments. There is a running discussion on whether artillery units should be called "batteries» or "com­panies.» All such tactical units were officially designated "companies" by the U.S. Army until 1861, despite the unofficial designation of "batteries" both in common usage and official correspondence. With the formation of the Fifth Regiment of Artillery, the legislati­on was passed authorizing the regiment to designate tactical units as batteries. (aus: Felton, Silas: The Iron Brigade Battery. An Irre­gular Regular Battery; in Nolan/Vipond, Giants in their Black Hats, a.a.O., S. 206 Anm. 1; vgl auch William E. Birkhimer, Historical Sketch of the Organization, Administration, Materiel, and Tactics of the Artillery, United States Army [Washington, D. C.: James J. Chapman, 1884; reprint, New York: Greenwood Press Publishers, 1968], S. 69.

 

Eine Batterie in der US-Army bestand gewöhnlich aus 6 Geschützen gleichen Typs; während eine CS-Batterie nur 4 Geschütze um­faßte (Thomas, Dean S.: Cannons. An Introduction to Civil War Artillery, 12 Auflage 1999, Thomas Publications, Gettyburg, S. 2).

 

Die Artillerie-Batterie umfaßte eine Stärke von 100 Mann (Thomas, Dean S.: Cannons. An Introduction to Civil War Artillery, 12 Auflage 1999, Thomas Publications, Gettyburg, S. 2).

 

 

Befehlsgebung:

die Befehlsgebung zeichnete sich im Gegensatz zu heute durch prosa-artige verschwommene Formulierungen ohne stringente Glie­derung und oft fehlende Präzision aus; vgl. z.B. John Pope's Befehlsgebung an Fitz John Porter; in: The Court-Martial of MajGen Fitz John Porter; Internet Datei (aus Official Reports: enthält Anklageschrift, Verteidigungsrede, Urteil und Report of the Board of Officers in the Case of Fitz John Porter aus 1879; Bibliothek Ref MilAmerik55

 

 

Befestigungen:

s. auch Forts

 

 

Berdan's Sharpshooters:

 

Literatur:

- **Nolan, Alan T. and Vipond, Sharon Eggleston: Giants in their tall Black Hats - Essays on the Iron Brigade, Bloomington/Indiana 1998, Bibliothek Ref MilAmerik5, S. IX

- **Stevens, Charles A.: Berdan's US-Sharpshooters in the Army of the Potomac, 1861-1865 (St. Paul Minnesota: Price McGill Compa­ny, 1892)

 

 

Bekleidung:

s. auch *Ausrüstung, *Schuhe, *Uniformen

 

Die Bekleidung war oft in sehr schlechtem Zustand und bestand manchmal nur noch aus Fetzen, die kaum die Blöße bedeckten (vgl. Cannan, John: The Antietam Campaign, revidierte Auflage 1994, Bibliothek Ref MilAmerik20, S. 24 f.) Wil­bur Fisk gibt u.a. an, daß die Armeehosen nach 14 Tagen nicht mehr zu tragen und völlig aufgebraucht waren (vgl. Fisk: Hard Marching every Day , a.a.O., S. 1)

 

Teils lieferten gewinnsüchtige Fabrikanten mangelhafte Qualität, teils fehlte es am Nachschub.

 

 

Beobachter, ausländische:

s. *Militärbeobachter

 

 

Black Horse Cavalry:

 

vgl. Frobel, Anne S.: The Civil War Diary, of Anne S. Frobel of Wilton Hill in Virginia (Florence, Ala., 1986), Bibliothek Ref Mi­lAmerik42, S. 40); Ruffin (Ruffin, Diary II 56 berichtet von einem irrtümlichen Feuergefecht mit Kershaw's 2nd South Carolina In­fantry am Vorabend der Schlacht von 1st Manassas, bei der dem einige Soldaten von Kershaw's Regiment erschossen wurden

 

 

Bounty-System:

Das Bounty-System ermöglichte bei der *Einberufung das Stellen von Ersatzleuten: Jeder Wehrpflichtige kann einen Vertreter stel­len, wobei ihm tüchtige Geschäftemacher zur Hand gehen. (Längin S. 199). Als ab Sommer 1863 die bis dahin gegebene Freiwillig­keit bei der Anwerbung von Truppen nicht mehr ausreichte, um die schwindenden Ränge der US-Army aufzufüllen, griff die Regie­rung Lincoln zum Mittel der Conscription. Zugleich wurde die Zahlung eines, Bounty genannten Anwerbegeldes für Rekru­ten in Höhe von 302 $ eingeführt, deren Höhe noch durch regionale Zahlungen des jeweiligen US-Bundesstaates oder des County er­höht wurde (vgl. Castel: Decision in the West, a.a.O., S. 3; Nevins: The War for the Union: The Organized War 1864-1865, a.a.O., S. 1), für Veteranen bei der Neuverpflichtung 402 $ (vgl. Nevins: The War for the Union: The Organized War 1864-1865, a.a.O., S. 1).

 

 

Brevet:

Ehrenrang; ehrenhalber erfolgte Beförderung zu einem höheren Rang, bei gleichzeitiger Beibehaltung des normalen Ranges (in der Regular Army); ein Bre­vet Rang war normalerweise nicht verbunden mit höherem Gehalt oder höherer Kommandogewalt (vgl. Hattaway/Jones, How the North won, a.a.O., S. 27).

 

 

Brigaden:

Brigaden wurden erst im Juli 1861 oder später zu Divisionen zusammengefaßt und erst im Frühjahr und Sommer 1862 wurden Divi­sionen zu Armeekorps vereinigt (McPherson S. 320; s. auch *Armeegliederung und *Division). Vier Infanterieregimenter (später im Krieg manchmal auch fünf oder sechs) bildeten eine *Brigade, befehligt von einem Brigadegeneral. Die Sollstärke einer Brigade be­trug 4000 Mann.

 

Der Süden benannte seine Brigaden offiziell nach den Namen der Kommandeure, der Norden verwendete Nummern (vgl. Castel, De­cision in the West, a.a.O., S. 47).

 

 

Buck and Ball:

s. auch *Munition (Gewehrmunition)

 

"buck and ball" bestand aus einer Gewehr-Ladung mit einer Musketenkugel und drei Schrotladungen (vgl. Nosworthy: Bloody Cruci­ble, a.a.O., S. 7). Diese Schrotladungen, 'Buckshot' (Rehposten) genannt, bestanden aus Schrotkugeln größeren Durchmessers (ab 6,1 mm Durchmesser), die u.a. für die Jagd auf Schalenwild eingesetzt wurden.

 

 

Buckshot:

s. Buck and Ball

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera C

 

 

 

Camp of Instruction:

throughout the Civil War there were no federal government-related camps of instruction. Civil War soldiers received haphazard trai­ning and were often sent to the front without a formal training at all. In Pennsylvania, camps of rendevouz were established, where recruits from particular geographic regions would report. There, they would organize into companies and then then into regiments. The Regiment was the major building block of the Civil War army, consisting of 10 companies with 100 men per company. Once the regiments were organized, the senior officers were appointed, and the regiments were assigned state seniority numbers determined by the time of enlistment (vgl. Valuska/Keller: Damn Dutch, a.a.O., S. 216 n8).

 

Literatur:

- **Miller, William J.: The Training of an Army: Camp Curtin and the North's Civil War (Shippensburg/PA, 1990)

 

 

Canister Shots:

s. auch *Artillerie-Munition

 

Artillerie-Geschoß; Kartätsche. Canister Shots wurden auf kurze Entfernungen von weniger als 200 yards verschossen, wobei die Wirkung der schrotkugenähnlichen Geschosse (Größe eines Golfballs oder kleiner) mörderisch war (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 128). Die Canister Shots wurden in einen Blechkanister plaziert, der mit Sägemehl gefüllt war. Beim Abschuß wurde der dünn­wandige Kanister zerfetzt, und die Kugeln zerstreut. Canister Shots wurden aus Kanonen und Haubitzen verschossen und normaler­weise im letzten Moment zur Abwehr eines feindlichen Angriffs in Nahkampfentfernung (als "Canister") verschossen. Durch Verstär­kung der Wände des Blechkanisters und Einbau eines Zünders wurde die Einsatzreichweite auf 2000 yards (als "*Shrapnel" oder "spherical case") erhöht (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 64).

 

Literatur:

- Thomas, Dean S.: Canons, a.a.O., S. 17

 

 

Case Shot:

auch "spherical case shot"; Artilleriegeschoß, Schrapnell; die Schrapnell-Geschosse (entwickelt von dem britischen Artillerie-Offizier Henry Shrapnel). Es handelt sich um ein Artilleriegeschoß für glattläufige wie rifled Geschütze. Das Projektil hatte eine dünnere Sei­tenwand als herkömmliche Geschosse, die jedoch stärker war als beim *Canister shot. Das Geschoß war gefüllt mit Kugeln, die in eine Masse aus Schwefel oder Asphalt eingebettet waren. Das Geschoß wies einen Zünder auf, der eine Explosion über dem Ziel in der Luft bewirkte, wodurch die Kugeln weit verstreut wurden. Der Case shot war ein "long range canister shot" (vgl. Thomas: Can­ons, a.a.O., S. 17).

 

Schrapell-Geschosse wurden bereits 1784 von Henry Shrapnel erfunden, die erste einsatzfähige Version wurde in der britischen Army 1804 eingeführt.

 

Die Shrapnells hatten eine vernichtende Wirkung, aber ihre Zündung mittels Zündschnüren war zu ungenau, um sie in der richtigen Entfernung und über den beschossenen Truppen zur Explosion zu bringen.

 

Die durch die Einführung des Minie-Gewehrs bei der Infantrie und die hierdurch bedingte erhebliche Erhöhung der Schußweite der Infantriewaffen, hatte erhebliche Auswirkungen auf die Feldartillerie. Die Schußweite der Artillerie lag um 1840 beim Verschuß von "Solid-Shots" um 650 yards. Die Artillerie-Bedienungen konnten daher von wenigen Scharfschützen der Infantrie außer Gefecht ge­setzt werden. Dies hatte die Notwendigkeit zur Folge, die Reichweite der Artillerie zu erhöhen (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 67 ff) oder die Effektivität der Geschosse zu verbessern, was zuerst bei der britischen Army durch Einführung von "shrap­nell shells" mit einer Einsatzreichweite von 650 yards gelang, wodurch Infantrie erfolgreich niedergekämpft werden konnte (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 67). Durch die metallurgischen Grenzen bei der Konstruktion von Geschoßhüllen mußte entweder die Hülle verstärkt werden (mit der Folge geringerer und ungenügender Explosivladung) oder die Abschußgeschwindigkeit beim Verschuß aus Kanonen erhöht werden, was ebenfalls aus materialtechnischen Gründen nur bedingt möglich war. Die Versuche führten zum Ergeb­nis, die Explosivgeschosse mit Haubitzen zu verschießen, die gegenüber Kanonen (mit einer flachen Flugbahn der Geschosse), eine steile gekrümmte Flugbahn der Geschosse aufwiesen, und deshalb mit einer deutlich geringen Abschußgeschwindigkeit der Geschos­se abgefeuert werden konnten (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 68). Die Fortschritte der Metallurgie ermöglichten jedoch die Einwicklung von Geschoßhüllen, die mit höherer Abschußgeschwindigkeit der Explosionsgeschosse verschossen werden konnten (vgl. Noswor­thy, a.a.O., S. 69). Diese Ergebnisse hatten die Folge, daß nunmehr aus Kanonen sowohl Kugelgeschosse (Solid Shot) als auch Ex­plosionsgeschosse verwendet werden konnten. Ingesamt führte dies um 1850 zur Einführung einer neuen Generation von "Gun-Ho­witzers", die leichter und beweglicher als die früheren Geschütze waren und zudem auf höhere Rohrneigungen eingestellt werden konnten. Dies führte zum Wegfall der Howitzers und zur einer Vereinheitlichung und Standartisierung der Artillerie (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 70). Die bei der Artillerie führende französische Armee führte um 1850die neue Generation dieser Gun-Howitzers ein, die 12- pounder "Canon obusier", auch als "Napoleon" bezeichnet. Kaiser Napoleon Bonaparte III. war als ehemaliger Artillerieoffizier für die Entwcklung und Einführung dieser neuen Waffe entscheidend (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 71).

 

Literatur:

- Thomas, Dean S.: Canons, a.a.O., S. 17

 

 

Cavalry, allgemein:

s. auch CS-Cavalry, US-Cavalry

 

Literatur:

- **Schiller, Laurence D.: "A Taste of Northern Steel: The Evolution of Federal Cavalry Tactics, 1861-1865," North & South 2 (Jan. 1999); S. 32-33

- **Steffen, Randy: The Horse Soldier, 1776-1943: The United States Cavalryman - His Uniforms, Arms, Accoutrements, and Equip­ments, 4 vols (Norman, Okla., 1977-80)

 

 

Cavalry – Bewaffnung:

umstritten war die richtige Bewaffnung: Säbel, Lanze oder Schußwaffe

 

Literatur:

- Longacre: The Cavalry at Gettysburg, a.a.O., S. 33-35

- McWhiney/ Jamieson: At­tack and Die, a.a.O., S. 39-40 (Mexican War), S. 64 (Saber and tactical theory), S. 130-31 (Saber and Civil War), S. 131-32 (Saber, criticism of)

 

 

Cavalry - Geschwindigkeit:

Standard speeds for Horses were four miles per hour at a walk, eight Miles per hour at a trot, and twelf miles per hour at a gallop (The R.O.T.C. Manual Cavalry [Washington, D.C.: National Service Publishing Company, 1933], S. 361). Dies waren allerdings kei­ne Dauergeschwindigkeiten, vielmehr wurde ein Mix mit einer mittleren Geschwindigkeit von 6 miles per hour geritten, oder es fand ein häufiger Pferdewechsel an Relaisstationen statt.

 

 

Cavalry – Taktik:

 

Literatur:

- Longacre: The Cavalry at Gettysburg, a.a.O., S. 33-35

- McWhiney/ Jamieson: At­tack and Die, a.a.O., S. 126-139

- **Parker, James (LtCol. 13rd US-Cavalry): „Mounted and Dismounted Action of Cavalry“; in: Journal of the Military Service Institution of the United States, vol. 39 (1906), S. 382-387 (im Internet einsehbar)

 

 

CS-Artillery:

Die Artillery der Army of Northern Virginia wurde im Oktober 1862 in Artillery-Battalions zusammengefaßt. Zuvor waren den Divi­sionen lediglich unabhängige Artillery Batterien zugeordnet (vgl. Alexander, Edward Porter: Military Memoirs of a Confederate, a.a.O., S. 279; Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 12-13). Die Artillerie befand sich im Frühsommer 1862 in schwieriger Lage während McClellan's Peninsular Campaign. Eine Analyse ergab schwere Mängel. Es wurden deshalb große Anstrengungen un­ternommen, um die Artillery neu zu organisieren und ihre Ausrüstung, Gliederung und Aufstellung zu verbessern. Während Jackson's Vorstoß gegen Pope's Army of Virginia im Juli und August 1862 war die Umgliederung abgeschlossen. Die durchschnittliche Stärke einer Artillerie-Batterie in Jackson's Army Corps betrug 72 Mann, was einem idealen Durchschnitt entsprach (vgl. Krick: Cedar Mountain, a.a.O., S. 52, Wise: Long Arm of Lee, a.a.O., S. ++++klären+++).

 

Im Frühjahr 1863 führte Gen Lee eine Reorganisation der Artillery der Army of Northern Virginia durch. The Reoganization changed the basis concept of artillery tactical employment in that it eradicated (=beseitigen) general reserve artillery and strengthened the corps artillery (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 13; vgl. Wise: The Long Arm of Lee, a.a.O., vol. II, S. 566). The concen­tration of a powerful general reserved artillery stemmed (= stammte) from the Napoleonic concept wherein the army commander himself massed the fires of his artillery to crush the enemy before launchiung his infantry assault. This did not work well in Virginia where great wooded areas prevented the physical massing of the cannon. Likewise, while on march the reserve artillery, far back in the column, could not be braught forward quickly over the narrow woods lanes. Consequently, in deployed formation (= aufmarschierender Gliederung) and in meeting engagements, much of the artillery failed to get into action. Chiefly for these reasons the Confederate board of artillery experts advocated farming out the bulk of the former artillery reserve to corps and divisions. They believed that with the growing use of long-range, rifled field guns, massing the fire (not the guns) would still be feasible (= durch­führbar) (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 13-14).

 

Die CS-Artillerie Munition war schlecht; die Quote der Blindgänger und fehlerhaften Munition reichte bis zu 50% (vgl. Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 14). Hinzu kam, daß die Civil War Shells sich als weniger tödlich erwiesen, als moderne Artillerie­munition. Die Geschosse waren ausgelegt, lediglich in wenige Teile zu zerbrechen, selten mehr als 6 Stücke und die Ladung aus Schwarzpulver hatte keine ausreichende Kraft um schwere Zerstörung bei der Explosion zu verursachen (vgl. Coddington, a.a.O., S. 603 Anm. 29 mit Zitat aus Weller, a.a.O.).

 

Um die Artillerie der Konföderierten stand es stets ungünstig. Die Versuche, eigene Geschützgießereien zu gründen, sind meistens gescheitert. Man war zunächst auf den Import von Kanonen angewiesen. Als das durch die See-Blockade der US verhindert wurde, mußten die eroberten Geschütze als Ersatz dienen. Die konföderierten Generale versuchten diesen Mißstand dadurch auszugleichen, daß sie eine äußerst bewegliche reitende Artillerie schufen, welche sich rasch nahe an den Feind heranmachte und aus kleinen glatt­läufigen Geschützen Kartätschenfeuer mit starker Wirkung gab. Das waldige hügelige Terrain in Virginia begünstigte einen derarti­gen Einsatz der Artillerie, zumal die schweren Geschütze des Nordens dort wenig zur Geltung gelangen konnten, so daß es sich also seltener um die Niederkämpfung feindlicher Artillerie handelte. Die CS-Artillerie vertrat einigermaßen die Stelle, die später den Ma­schinengewehren zukam. Auch bezüglich des Offiziersersatzes lagen die Dinge im Süden recht günstig, zumal sehr viele Veteranen aus dem Krieg gegen Mexico vorhanden waren (vgl. Kaufmann: Die Deutschen im Amerikanischen Kriege, a.a.O., S. 92-93).

 

Literatur:

- **Daniel, Larry J und Riley, Gunter: Confederate Cannon Foundries (Union City / Tennessee, 1977)

- **Weller, Jac: The Confederate Use of British Cannon, Civil War History III (June, 1957), S. 150-151

- **Wise, Jennings C.: The Long Arm of Lee. The History of the Artillery of the Army of Northern Virginia (2 vols, Lynchburg, Va. 1915, reprint New York, 1959)

 

 

Cavalry-CS, allgemeines:

Der Nachschub von Kavallerie-Pferden war ein großes Problem in den CSA. Der CS-Regierung war es nicht gelungen, ein zentrali­siertes Nachschubsystem aufzubauen. Seit Kriegsbeginn war es die Politik der CSA gewesen, die Beschaffung von Pferden, den einzelnen Kavalleristen zu überlassen. Dies hatte zur Folge, daß oft eine größere Zahl von Kavallerie-Soldaten von der Trup­pe abwe­send waren, um neue in ihrem Heimatgemeinden neue Pferde zu beschaffen. Die Regierung zahlte dem Eigentümer 40 Cent pro Tag pro Pferd und trug die Kosten für Futter. Falls ein Pferd getötet worden war, wurde der Eigentümer nach den geschätzten Zeitwert entschädigt. Falls das Pferd aus anderen Gründen ausfiel oder dienstuntauglich geworden war, oblag es dem Kavalleristen selbst für einen Ersatz zu sorgen. Dies führte zu einer Schwächung der Kavallerieregimenter durch zahlreiche Abwesenheit von Sol­daten, da diesen die Entscheidung über die Einsatzfähigkeit der Pferde oblag, und damit eine einfache Möglichkeit der Selbstbeurlau­bung ge­geben war. Beispielsweise hatte Fitz Lee's Brigade im Sommer 1863 nur eine Stärke von 800 Mann, obwohl die nominelle Stärke 2500 Mann betrug (vgl. Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 16-17; vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 15).

 

Im Frühjahr 1863 the supply of superior horses which the South had posessed in 1861 was drastical depleted (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 15). Ebenfalls bildete die Abwesenheit der Kavalleristen, die zu Hause waren um neue Pferde zu beschaffen, ein ernstes Problem für Lee's Army of Northern Virginia. One Source of additonal cavalry lay in a brigade of four regiments in Southwesten Virginia commanded by BrigGen Altert Gallantine Jenkins, who was to play a leadfing role at the forefront of Lee's invasion (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 15).

 

 

Cavalry-US, allgemein:

die US-Cavalry wurde im Frühjahr 1863 entscheidend verbessert. Gen Robert E. Lee hatte im Mai 1863 erstmals (seit der Invasion Virginias durch US-Truppen 1861) Schwierigkeiten verläßliche Informationen über Hooker's Truppen zu erhalten. Grund war die Verbesserung der Qualität der US-Cavalry, die einen Schirm vor die US-Truppen legten, so daß Hooker bessere Informationen über die CS-Truppen der Army of Northern Virginia hatte, als umgekehrt Lee von den US-Truppen der Army of the Potomac (vgl. Free­man: Robert E. Lee, a.a.O., vol. III, S. 24; Coddington: Gettysburg, a.a.O., S. 50).

 

Literatur:

- **Steffen, Randy: The Horse Soldier, 1776-1943: The United States Cavalryman - His Uniforms, Arms, Accoutrements, and Equip­ments, 4 vols (Norman, Okla., 1977-80)

- **Schiller, Laurence D.: "A Taste of Northern Steel: The Evolution of Federal Cavalry Tactics, 1861-1865," North & South 2 (Jan. 1999); S. 32-33

 

 

Chasseurs à Pied / Chasseurs d'Orleans:

neue Form der französischen Infantrie ab 1840, eine Form der leichten Infantrie, die sich in Taktik und Ausbildung von der schweren Linieninfantrie unterschieden; Scharfschützen- und eine frühe Form der Einzelkämpferausbildung / Kleingruppenausbildung waren für die Chasseurs kennzeichnend (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 56)

 

 

Chief of Staff:

Chef des Stabes der Potomac-Army

 

When the Civil started, the United States Army hat virtually the same staff system as at the close of the Revolutionary War. Die US-Army had missed the most important thing, the development of the great Prussian staff system.

 

When McClellan, as commanding general of the army of the Potomac, discovered how greatly he was handicapped by the inadequa­cies of the existing staff system, he made at least a start in the direction of improvement by creating the post of chief of staff for the army (vgl. Stackpole: Chancellorsville, a.a.O., S. 33).

 

 

Columbiad:

ein Geschütz zum Verschießen von effektiveren Explosionsgeschossen mit größerer Pulverladung. Das Problem beim Verschuß sol­cher Geschosse (meist aus Schiffen) bestand darin, die Explosion bereits im Geschützrohr beim Abschuß zu verhindern. Das Material früherer Geschützrohre hielt eine solche Belastung nicht aus. Erst 1822 gelang es dem französischen LtCol H. J. Paixhans zu konstru­ieren, das eine besonders konstruierte Geschoßkammer zur Aufnahme solcher Explosionsgeschosse aufwies und die Kräfte beim Ver­schuß auf das Geschoß reduzierte. In den USA war bereits 1812 ein ähnliches Geschütz unter dem Namen Columbiad verwendet worden. Die Weiterentwicklung wurde vom führenden amerikanischen Seeoffizier Lt J. A. Dahlgren vorangetrieben.

 

 

Committee on the Conduct of the War:

the Committee was Radical-Republican dominated and was composed of three senators and four members of the House of Represen­tatives. Radical Republican Senator Benjamin F. Wade (Ohio) and Senator Zachariah Chandler (Michigan) dominated the committee. The committee had been established to oversee both the military and civil conduct of the war and to advise the president of its fin­dings (vgl. Sauers: Gettysburg. The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 50). Wade and Chandler mistrusted Lincoln's consiliatory attitude toward the South. Further both senators mistrusted West Point, an institution they regarded as flirting with treason because of its stance toward slavery and the South in general (vgl. Sauers: Gettysburg. The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 50).

 

Literatur:

- **Pierson , W. W., Jr.: „The Committee of the Conduct of the War“; American Historical Review 23 (1918), S. 550-76;: Anm. The ar­ticle has been oversided by Tap: Over Lincoln's Shoulder, as the primary overall study (vgl. Sauers: The Meade-Sickles Controver­sy, a.a.O., S. 30 und S. 167 Anm. 6).

- **Tap, Bruce: Over Lincoln's Shoulder. The Committee on the Conduct of the War (Lawrence, Kans.: University Press of Kansas, 1998)

 

 

Conscription:

s. Einberufung

 

 

CSS Advance:

dampfgetriebener Raddampfer und CSS-Blockadebrecher aus North Carolina; gebaut von der Schiffswerft Caird & Co in Dublin/ Irland für die Glasgow Sailing and Steam Packet Company; Indienststellung as „Lord Clyde“ am 2.7.1862. Im Spätjahr 1862 verkauft an sen Staat North Carolina für 170.972 US-Dollar. Zwischen Juni 1863 und September 1864 machte das Schiff 17 erfolgreiche Fahrten als Blockadebrecher. Am 10.9.1864 wurde die CSS Advance gekapert von der USS Santiago de Cuba auf einer Fahrt von Wilmington / NC in den offenen Atlantik. After being taken to Boston, the Advance was condemned by a US prize court und its cargo auctioned. The vessel was sold for 120.000 US-Dollar an die US-Navy und diente zwei Jahrzehnte lang als USS Frolic. 1833 wurde das Schiff verkaufte für 11.500 Dollar und 2 Jahre später erneut verkauft nach Süd Amerika (vgl. Encyclopedia of the Confederacy, a.a.O., Bd. !, S. 2-3).

 

aus Barnes, James (1911): The Photographic History of The Civil War in Ten Volumes: Volume Six, The Naviesp. 20, The Review of Reviews Co., New York. 1911. Additional source: U.S. Naval Historical Center

 

 

CSS Virginia:

s. USS Merrimac

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera D

 

 

Departmental System – CS:

Jefferson Davis and his advisers had a special departmental command theory: They believed that the more departments there were in existence, the more attention could be given to local problems (vgl. Connelly: Army of the Heartland, a.a.O., S. 187).

 

Davis regarded his departmental organization of the Confederate's territory as a very important element in his strategy and in his method of strategic direction of the war (vgl. Jones: Confederate Strategy from Shiloh to Vicksburg, a.a.O., S. xviii).

 

 

Departmental System – US:

Die USA benutzen für die Milizen ein regionales Departmental System, das von Kriegsminister Calhoun geschaffen und von Kriegs­minister Jefferson Davis modifiziert wurde. Kommandeur jedes Regional Departments war ein Colonel oder General (oft Brevet Ge­neral), der alle im Department befindlichen Offiziere, gleich welchen Rangs, kommandierte. Die Folge waren weit verstreute einzel­ne Kompanien von je 80 Mann, jedes Regiment umfaßte 25 Kompanien. Die Regimenter existierten deshalb nur auf dem Papier ohne einen Kommandostab (Hattaway/Jones: How the North Won, a.a.O., S. 10).

 

 

Desertion:

nach dem Battle of Chancellorsville nahm die Desertion in der Army of the Potomac im Januar 1863 stark zu (vgl. Sears: Chancellorsville, a.a.O., S. 16-17).

 

Anfang 1864 waren 60000 Soldaten der CSA desertiert (vgl. Castel: Decision in the West, a.a.O., S. 21; Moore, a.a.O., S. 305); ins­gesamt desertierten über 100000 Soldaten in der CSA, viele wegen der Notsituation ihrer Familien (vgl. Foner: Reconstruction, a.a.O., S. 15).

 

Deserteure wurden hart bestraft und mit Einbrennen eines 'D' in den linken Oberschenkel gebrandmarkt (Glazier: Three Years in the Federal Cavalry, p. 164).

 

Literatur:

- **Moore, Albert Burton: Conscription and Conflict in the Confederacy (New York: Hillary House Publishers, 1963)

- **Weitz, Mark A.: A Heigher Duty: Desertion among Georgia Troops during the Civil War (Univ Nebraska Press); 264 pp, Photos, Maps, Index

 

 

Dienstzeit (Enlistment):

Lincoln ordnete am 14.4.1861 die Aufstellung von 75000 Mann im Three-Month-Service an., am +++++ ordnet Lincoln den Three-Years-Service an. Bereits bestehende Regimenter werden aufgefordert, ihre Soldaten auf drei Jahre anzumustern und solche, die sich für eine dreijährige Dienstzeit nicht verpflichten wollen, aus der Stammrolle zu streichen. Dem 2nd Wisconsin Regiment wird dieser Befehl am 15.5.1861 bekanntgegeben (vgl. Gaff: If this is War, a.a.O., S. 85)

 

 

Disziplinarstrafen:

s. *Strafen

 

 

Division:

s. *Armeegliederung

s. *Grand Division

 

Der Süden benannte seine Brigaden offiziell nach den Namen der Kommandeure, der Norden verwendete Nummern (vgl. Castel, De­cision in the West, a.a.O., S. 47).

 

 

Double Quick:

165-180 Schritte pro Minute (vgl. Griffith: Battle Tactics, a.a.O., S. 100). Dieser Schnellschritt wurde in Hardee's Tactical Manual als Antwort auf die erhöhte Feuergeschwindigkeit der neuen Infantriehauptwaffe (Springfield Rifle Modell 1861) mit dem neuartigen *Minie-Geschoß eingeführt, um die hieraus entstehenden Nachteile für den Angreifer auszugleichen. Die erhöhte Feuergeschwindig­keit beim Verteidiger erforderte eine höhere Geschwindigkeit beim Angreifer (vgl. McWhiney/Jamieson: Attack & Die, a.a.O., S. 51).

 

Literatur:

- **Hardee, William J.: Rifle and Light Infantry Tactics; for the Exercise and Manoeuvres of Troops when acting as Light Infantry or Riflemen (2 vols, Philadelphia 1855)

- McWhiney/Jamieson: Attack & Die, a.a.O., S. 48 ff.

 

 

Dragoons, Dragoner:

der Einsatz der Kavallerie als abgesessene Infantry war bereits seit dem 16. Jh. bekannt, aber erst im Civil War kam es zum massier­ten Einsatz von Dragonern (vgl. Luvaas: Military Legacy of the Civil War, a.a.O., S. 5).

 

 

Drill, militärischer:

der Drill diente der Unterdrückung von Schlacht-indiziertem Stress (vgl. hierzu Stouffer, S.A. et al.: The American Soldier: Combat and its Aftermath, Princeton University 1949; Gaff, Alan D. u. Gaff, Maureen: The dread reality of war - Gibbon's Brigade, August 28 - September 17, 1862; in Nolan, Alan T. and Vipond, Sharon Eggleston (Hrsg): Giants in their tall Black Hats - Essays on the Iron Brigade, Bloomington/Indiana 1998, Bibliothek Ref MilAmerik5, S. 68: hier sind die Stressfaktoren und ihre Folgen dargestellt). Mi­litärische Führer haben zu allen Zeiten auf Drill und Disziplin vertraut, beide Mittel zur Verstärkung eines Systems wechselseitiger Abhängigkeit in Situationen, in denen der Erfolg vom Zusammenwirken jedes Einzelnen abhängt (vgl. Gaff/Gaff, a.a.O., S. 69).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera E

 

 

Echelon:

Angriff "en echelon" (schiefe Schlachtordnung: bei grundsätzlichem Linearangriff erfolgt staffelweiser Ansatz der taktischen Einheiten in Kolonnenangriff; schräger Angriff in Echelons in gestaffelter Frontlinie): that is, sequentially from right to left" (vgl. Symonds: Gettysburg - A Battlefield Atlas, a.a.O., S. 49), d.h. staffelweise nacheinander. Auf diese Weise ist es der vorherigen Angriffsgruppe möglich, den Antritt der nächsten Angriffsgruppe zu verschleiern und abzuschirmen, und dem Feind wird die Möglichkeit genom­men, die zweite, dritte, etc. Angriffsgruppe zu flankieren (vgl. zum Echelonangriff: Deutsche Militärgeschichte Bd. 6 Teil IX S. 57, 129, 153, 158, 170, 207, 270).

 

 

Einberufung, Rekrutierung:

alle Anstrengungen der US-Bundesstaaten waren nicht ausreichend, to meet the demands of the war, and on 3.3.1863 President Lincoln approved the Conscription Act (vgl. Hicken: Illinois in the Civil War, a.a.O., S. 4).

 

On March 3, 1863, the Federal government had approved the Enrollment Act, opening the way for a conscription draft to fulfill the need for additional manpower. As a result, the peace movement gained momentrum across a broad spectrum of society, giving anti-war „Copperheads“ a wider audience for their rhetoric (vgl. Mingus: Flames Beyond Gettysburg, a.a.O., S. 2). Through the Enrollment Act, which imposed military service on males aged 20-45 for three years or until the end of the war. Men could avoid the draft by paying §300 to hire a substitute soldier. To some, this gave the impression that this was a rich man's war and a poor man's fight (vgl. Mingus: Flames Beyond Gettysburg, a.a.O., S. 2n2).

 

Literatur:

- **Moore, Albert Burton: Conscription and Conflict in the Confederacy (New York: Hillary House Publishers, 1963)

 

 

Eisenbahn:

s. Railroad

 

 

Enfield-Infanteriegewehr:

s. auch *Schußweiten, s. auch *Taktik; s. auch Verluste; effektive Reichweite der neuen Waffen von 300 bis 400 m, gezogene Waffe des Typs Vorderlader

 

 

Enlistment:

s. Dienstzeit

 

 

Ersatz:

ein Grund für die im Laufe des Krieges geringen Kompanie- und Regimentsstärken war das Rekrutie-rungssystem. Die Regimenter rekrutierten sich aus Freiwilligen aus den einzlnen Counties. Ersatz war nur durch Werbung aus diesem County möglich, wo die Re­krutierungsoffiziere des Regiments standen. Dies dürfte auch der Grund für die ausgedehnte Lokalberichterstatung in der Presse ge­wesen sein. Ersatz der Brigaden war deshalb nur durch Zuführung neuer Regimenter möglich (vgl. Beispiel bei Gramm; in Nolan / Vipond, a.a.O., S. 15).

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera F

 

 

Flag-Officer:

kommandierender Offizier einer Navy-Squadron (vgl. Anderson: By Sea and by River, a.a.O., S. 6).

 

 

Florida War:

s. Seminole War

 

 

Fernmeldewesen:

s. auch Signal Corps (CS) und Signal Corps (US)

 

Die Idee eines eigenständigen militärischen "Signal Service" für die Armee stammt von Dr. Albert James Myer, einem US Army Arz­tes. Er schlug 1856, eingesetzt als Truppenarzt in Texas, ein visuelles Kommunikationssystem vor, das auf Flaggensignalen bzw. Lichtzeichen basierte. Das System Myer wurde in der US-Army am 21.6.1860 eingeführt unter der Verantwortung des zum Major er­nannten Doctor Myer.

 

Major Myer setzt sein visuelles Kommunikationssystem erstmals 1860-61 während der Navajo Campaign in New Mexico Territory ein. Im Bürgerkrieg kam das System schon im Juni 1861 zum Einsatz bei der Lenkung des Artilleriefeuers von Fort Calhoun (Fort Wool) während der Beschießung des gegenüberliegenden Fort Monroe. Während des Krieges waren insgesamt ca. 2900 Mann in Mayer's Signal Corps eingesetzt.

 

vgl. zu Signal Corps auch: Chambersburg : "Southern Revenge", a.a.O., S. 169 ff. mit Tagebuch des James H. Montgomery, Photo der US-Signal Station bei Sharpsburg 1862 und Karte über die Signalstationen in Maryland nördlich Harper's Ferry

 

Der elektrische Telegraph (s.u.) wurde erst 1867 in die Zuständigkeit des "Signal Corps" übernommen. Myer starb 1880 als BrigGen und Kommandeur des US-Signal-Corps, das inzwischen auch einen Wetterdienst beinhaltete.

 

Der elektrische Telegraph wurde während des Bürgerkrieges von Zivilangestellten des US-Quartermasters betrieben unter dem Kom­mando von US-Col. Anson Stager und Major Thomas T. Eckert. Der Telegraph kam während des Krieges häufig zum Einsatz (vgl. Internet Datei Nr. 1). Sherman setzte ihn während seines Stoßes auf Atlanta ein, wobei auch auf teilweise vorhandene zivile Te­legraphen zurückgegriffen wurde (vgl. Evans, Sherman's Horsemen, a.a.O.).

 

Das Telegraphensystem umfaßte 1861 ca. 50000 Meilen Kabelverbindungen, die einem Dutzend Firmen gehörten (vgl. Andrews: The North reports the Civil War, a.a.O., S. 6); die beiden bedeutendsten die 'American Telegraph Company' mit Sitz in New York und die 'Western Union System', die die Region westlich der Alleghanies beherrschte und mit der 'American Telegraph Company' Anschluß­verbindungen besaß in Albany, Philadelphia, Pittsburg und Cincinnati (vgl. Andrews: The North reports the Civil War, a.a.O., S. 655 Anm. 1; Reid, J. D.: The Telegraph in America [New York, 1886, S. 419]; Harlow, A. F.: Old Wires and New Waves [New York, 1936, S. 247, 257]; Shaw, A. H.: The Plain Dealer [New York, 1942])

 

Die traditionellen Fernmeldemittel waren Signalmittel, wie Signalhorn und Signalflaggen.

 

Es wurden auch Signalraketen eingesetzt (vgl. Hitchcock, Marching with Sherman, a.a.O., S. 76).

 

 

Feuer und Bewegung:

das wechselseitige Vorrücken von Truppen, Einheiten oder Soldaten und gegenseitiger abwechselnder Deckung durch Waffeneinsatz und Feuerschutz; dieses Prinzip wurde bereits im Bürgerkrieg verwendet; ein gutes Beispiel ist das Vorrücken von Pettigrew's CS-Bri­gade beim Angriff von Heth Division am 1.7.1863 westlich Gettysburg in Richtung von Herr Ridge und McPherson's Ridge, bei dem die beiden vorn rechts und links der Straße eingesetzten Spitzen-Regimenter (47th North Carolina Infantry und 52nd North Carolina Infantry) abwechselnd vorrückten, während das andere Regiment Feuerschutz gab (vgl. Martin: Gettysburg, a.a.O., S. 71).

 

 

Flußgeschwader:

von *Cairo / Illinois (Karte bei Davis, Nr. 117 und 135) aus wurden mit den Flußgeschwadern die kombinierten Angriffe den Missis­sippi hinunter und den Tennessee und Cumberland hinauf vorgetragen (McPherson, a.a.O., S. 382). Anfangs unterstanden die Flußge­schwader, nach dem Grundsatz, daß der Landkrieg auch auf den Flüssen der Armee zufiel, dem Kriegsministerium, weshalb die Ma­rineoffiziere der Flußgeschwader von Heeresoffizieren kontrolliert wurden. Erst im Herbst 1862 bereinigte der US-Kongreß die Si­tuation und unterstellte auch die Flußgeschwader der Marine (McPherson, a.a.O., S. 382).

 

zur Geschichte und den Schiffen der "Western Gunfloat Flotilla" auf den Flüssen des Westens und zum *Flußkrieg: vgl. Internetdatei, Archiv 9 Schiffe Western Gunboat Flotilla Nr. 1-4

 

 

Flußkrieg:

s. auch *Flußgeschwader, *Flußschiffe

 

Von *Cairo / Illinois (Karte bei Davis, Nr. 117 und 135) aus wurden mit den Flußgeschwadern die kombinierten Angriffe den Missis­sippi hinunter und den Tennessee und Cumberland hinauf vorgetragen (McPherson, a.a.O., S. 382). Gegen Invasionen auf dem Was­serweg verteidigte sich die Konföderation im wesentlichen mit Forts, von denen es besonders starke am Mississippi gab. In Colum­bus (Kentucky), nur 15 Meilen südlich von *Cairo gelegen, hatte General Leonidas Polk die Anhöhen mit 140 schweren Geschützen befestigt. Die Konföderation war mit Recht stolz auf dieses »Gibraltar des Westens«, an dessen Kanonen offenbar nichts, was schwamm, vorbeikam - nicht einmal »Pook's turtles«. Um aber auf jeden Fall sicherzugehen, befestigten die Südstaatler auf der 150 Meilen langen Strecke flußabwärts bis Memphis einige weitere Vorposten. Im Gegensatz zu diesen Gibraltars waren die Festungen, die knapp südlich der Grenze zu Kentucky den Tennessee und den Cumberland decken sollten, ungünstig gelegen, und Ende 1861 waren sie noch nicht fertiggestellt. Das mochte daran liegen, daß die Südstaatler ihr Hauptaugenmerk auf den Mississippi richteten, während der Tennessee und der Cumberland weniger wichtig zu sein schienen. Gerade sie verliefen aber durch eine der wichtigsten Agrar- und Industrieregionen der Konföderation, die sich durch Getreideanbau, Pferde- und Maultierzucht sowie Eisenproduktion auszeichnete. Die Eisenwerke von Clarksville am Cumberland standen, was den Süden betraf, an Bedeutung nur denen der Firma Tredegar Ironworks in Richmond nach, während das ebenfalls am Cumberland gelegene Nashville ein wichtiger Schießpulverprodu­zent und das Hauptnachschubdepot der konföderierten Streitkräfte im Westen war (McPherson, a.a.O., S. 383).

 

zur Geschichte und den Schiffen der "Western Gunfloat Flotilla" auf den Flüssen des Westens und zum *Flußkrieg: vgl. Internetdatei, Archiv 9 Schiffe Western Gunboat Flotilla Nr. 1-4

 

 

Flußschiffe:

s. auch *Flußgeschwader

 

Die Kanonenboote dieser Fluß-Marine waren das Werk von James B. Eads, dem Ericsson der Süßwassermarine. Eads, aus Indiana gebürtig, betrieb in St. Louis eine Schiffsbaufirma; im August 1861 verpflichtete er sich vertraglich, sieben Kanonenboote mit gerin­gem Tiefgang für den Einsatz auf Flüssen zu konstruieren. Diese Gefährte waren gegen Jahresende fertig und nahmen sich höchst un­gewöhnlich aus. Sie hatten einen flachen Boden, große Breite und Schaufelräder; Maschinenraum und Mannschaftsquartiere lagen unter einer schrägen Kasematte, die mit einer bis zu 2,5 Zoll dicken Eisenpanzerung verkleidet war. Diese vom Marinekonstrukteur Samuel Pook entworfene Kasematte erinnerte an einen Schildkrötenpanzer, weswegen man diesen Schiffen den Spitznamen »Pook's turtles« gab. Die formidablen, mit 13 Kanonen bestückten Fahrzeuge sahen zwar merkwürdig aus, waren aber den umgebauten Dampfern, die der Süden gegen sie aufbieten konnte, mehr als gewachsen (McPherson, a.a.O., S. 383).

 

zur Geschichte und den Schiffen der "Western Gunfloat Flotilla" auf den Flüssen des Westens und zum *Flußkrieg: vgl. Internetdatei, Archiv 9 Schiffe Western Gunboat Flotilla Nr. 1-4

 

 

Forts:

 

Literatur:

- **Frazer, Robert W.: Forts of the West: Military Forts ... West of the Mississippi River to 1898, Norman: University of Oklahoma Press, 1965

- **Grant, Bruce: American Forts Yesterday and Today. New York: E.P. Dutton & Co., Inc, 1965

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera G

 

 

Gatling Gun:

frühe Form des Maschinengewehrs; in der Mitte des Bürgerkriegs eingesetzt an wenigen Orten auf der Virginia Peninsula, setzte sich aber im Ordnance Department nicht durch (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 128).

 

 

Generale - CS:

zur Unterscheidung zwischen regulären und irregulären Generalen und zur Ernennungsprozedur; s.: Bruce S. Allardice: More Gene­rals in Gray (Louisiana State University Press, 1995); Bibliothek Ref MilAmerik37, Introduction, S. 1 ff.

 

 

Generalstab - CS:

1862 verabschiedete der CS-Congress ein Gesetz zur Schaffung eines CS-Generalstabs, dem Präsident Davis die Unterschrift verwei­gerte. Davis' Widerstand wurde damit begründet, daß ein solches Amt verfassungswidrig sei, da die Position des Generalstabschef ihm, Davis, von Verfassungs wegen zustehe und mit dem Amt des Präsidenten der CSA verknüpft sei (vgl. Marshall: Lee's Aide-de-Camp, a.a.O., S. 3). Dieser vorfall ist in Jefferson Davis: "Rise and Fall of the Conferate Government" nicht erwähnt. Auch in der vo­luminösen Correspondenz, die in "Jefferson Davis: Constitutionalist; His Letters, Papers and Speeches" abgedruckt ist, fehlt jeder Hinweis hierauf. Auch den Biographen von General Robert E. Lee ist der Vorgang entgangen, mit Ausnahme eines kurzen Hinweises in Long's "Memoirs of R. E. Lee". Das "Journal of the Congress of the Conferate States of America, 1861-65" berichtet in Band II S. 34, daß am 5.3.1862 das House of Representatives dem CS-Senat "An Act to create the office of Commanding General of the Armies of the Confederate States" übermittelte. Fünf Tage später ist ein Hinweis auf Gesetz mit demselben Titel enthalten (vol. II S. 47). Prä­sident Davis machte gegen das Gesetz von seinem Veto-Recht Gebrauch. Der Gesetzentwurf gründete auf der weit verbreiteten Mei­nung, daß Davis nicht Kompetent genug war, die Operationen der Army zu leiten. Diese Ansicht traf auf weitere Zustimmung nach dem Fall der Forts Henry und Donelson, was zu Kritik an der Amtsführung von Davis' führte. Es sei unmöglich, neben den Amts­pflichten des Präsidenten, auch die verschiedenen Armeen zu koordineren. Die Kritik nahm zu, nachdem General Lee als militäri­scher Berater von Davis' ausgeschieden und die Army of Northern Virginia übernommen hatte (vgl. Marshall: Lee's Aide-de-Camp, a.a.O., S. 4). Am 13.3.1862 schrieb Davis an W. M. Brooks, einem Richter in Alabama, und verteidigte sich in einem langen Brief gegen Vorwürfe, er führe den Krieg rein defensiv, führe seine Generäle am zu kurzen Zügel und betrachtete den Secretary of War als bloßen untergeordneten Angestellten (vgl. Marshall: Lee's Aide-de-Camp, a.a.O., S. 4, Anm. 2).

 

Robert E. Lee schreibt bereits am 12.6.1861 in einem Brief an seine Frau: "I have never heard of the assignment to which you refer of commander-in-chief of the Southern Army, nor habe I any expectation or wish for it. President Davis holds that position" (vgl. Marshall: Lee's Aide-de-Camp, a.a.O., S. 6 Anm. 4).

 

 

Georgia Militia:

++++Teilnahme an der Abwehr von Sherman's Angriff auf Atlanta; detachiert zu Jos. E. Johnston's Army of Tennessee; stand unter dem Kommando von Gen. Gustavus W. *Smith (Sherman, Memoirs Bd. 2 S. 9

 

 

Geheimdienst:

s. Secret Service

 

 

Geschütze, allgemein:

 

- Blakely 7.44:

Photo: Davis/Wiley, Photographic History, a.a.O., S. 58

 

 

- Ordnance Rifles

- Parrot Rifles

 

 

Geschütze, CS:

s. CS-Artillery

 

 

Geschlechtskrankheiten:

sie waren ein großes Problem; bei den US-Truppen litt jeder 12. Soldat an Veneral Diseases; bei den CS-Truppen sind keine Zahlen bekannt, es dürfte dort jedoch nicht anders gewesen sein (vgl. Farwell, Ball's Bluff, a.a.O., S. 33).

 

 

Grains:

a unit of mesure. Bullet weights in grains. There are 437,5 grains in an ounce

 

 

Grand Division:

s. auch *Armeegliederung

 

The Army of the Potomac underwent many structural changes during its existence. The army was divided by Ambrose Burnside into three grand divisions of two corps each with a Reserve composed of two more. Hooker abolished the grand divisions. Thereafter the individual corps, seven of which remained in Virginia, reported directly to army headquarters. (Joseph Hooker also created a Cavalry Corps by combining units that previously had served as smaller formations.) In late 1863, two corps were sent West, and—in 1864—the remaining five corps were recombined into three. Burnside's IX Corps, which accompanied the army at the start of Ulysses S. Grant's Overland Campaign, was added later (aus: https://en.wikipedia.org/wiki/Army_of_the_Potomac).

 

Burnside beabsichtigte mit der Einführung der Grand Division to reduce the number of subordinate Commanders through whom to transmit orders. The trouble was that Burnside din not know how to make the system work effectively. In the Fredericksburg Campaign he failed to recognize the grand divisions as autonomous wings; he issued anomalous orders which confused rather than helped his principals lieutenants (vgl. Stackpole: Chancellorsville, a.a.O., S. 29).

 

Gen. Joe Hooker beseitigte nach seiner Kommandoübernahme der Army of the Potomac die von seinem Vorgänger Gen. Ambrose Burnside etablierte 'Grand Division' (vgl. Stackpole: Chancellorsville, a.a.O., S. 14). Am 5.2.1863 he reverted to the former organization whereby the army commander would deal directly with seven infantry corps. Thus he eliminated one link in the chain of command and to that extend speeded up operations in the system of communications. For the best tactical results this was not a sound decision, while admittedly an administrative improvement. Hooker would have done better to habe retained the wing conception to make it a permanent part of the army organization, and reduce the number of corps by consolidation, as Grant was to do in the winter 1863/64. This would habe greatly increased the strength of the infantry divisions and made them comparable to the larger Confederate divisions (vgl. Stackpole: Chancellorsville, a.a.O., S. 30).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera H

 

 

Hampton's Legion:

++++South Carolina, Infantry 30th Virginia++++ (cavalry) +++klären aus Virginia oder South Carolina+++; vgl. zum Einsatz als In­fanterie in Antietam Venner S. 128 Anm. 77 und Internet-Datei Antietam Nr. !. S. 8 (Hampton's Brigade(; vgl. auch 1st *HamBull Run; vgl auch *Hampton, Wade; (+++zur Geschichte d. Aufstellung vgl. McPherson S. 307)+++++

 

Literatur:

- **Longacre, Edward G.: The Cavalry at Gettysburg. A tacitiel Study of mounted Operations during the Civil War's Pivotal Campaign, 9 June-14 July 1863, S. 27

 

 

Harper's Ferry Flintlock Musket:

zur Kritik wegen zu hohen Rückstoßes und schneller Erhitzung vgl. Gaff: If this is War, a.a.O., S. 145

 

 

Howitzer-Geschütze:

Als Howitzer (Haubitze) sind kurzrohrige Feld-Geschütze mit einer Pulverkammer m Geschützrohr, die bestimmt sind, große Projek­tile bei relativ kleiner Pulverladung bei einer höheren Flugbahn (als Kanonen) zu verschießen (Thomas, Dean S.: Cannons. An Intro­duction to Civil War Artillery, a.a.O., S. 2, 31). Haubitzen bildeten eine wertvolle Ergänzung des Artillerieparks bedeuteten. Mit ih­nen ließen sich Kugeln in flacher Flugbahn, aber auch im Bogen verschießen und dadurch auch verdeckte Ziele wirksam bekämpfen.

 

Reichweite:

- 12-pdr Howitzer: 1072 yards

- 24-pdr Howitzer: 1322 yards

- 12-pdr Mountain Howitzer: 900 yards

 

Howitzers konnten auch auf Schiffen oder Kanonenbooten installiert werden. Als Schiffsgeschütze konnten sie bei Landungsopera­tionen eingesetzt und auch angelandet werden.

 

Es gab eine Gebirgsausführung, den "Mountain Howitzer". Dieses Geschütz wog 231 Pounds und konnte von einem einzelnen Pferd auf der Straße gezogen, oder zerlegt und auf drei Maultiere verlastet tranportiert werden (vgl. Shea / Hess, Pea Ridge, a.a.O., S. 345 Anm. 16).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera I

 

 

Infanterie - Bewaffnung:

vgl. auch *Schußweiten, Infanterie

 

Die Infanterie war Anfangs im Norden wie im Süden mit glattläufigen ("smoothbore") Musketen bewaffnet (vgl. Benson, Susan: Ber­ry Benson's Civil War; MitAmerik6, S.1).

 

 

Immortal Six Hundred:

In June of 1864, the Confederate Army imprisoned five generals and forty-five Union Army officers as human shields against federal artillery in the city of CharlestonSouth Carolina, in an attempt to stop Union artillery from firing upon the city. In retaliation, United States Secretary of War Edwin M. Stantonordered fifty captured Confederate officers, of similar ranks, to be taken to Morris Island, South Carolina, at the entrance to Charleston Harbor. The Confederates were only landed on Morris Island late in July of that year.

 

The premise of the Confederate demand started with the allegation that Charleston should not be shelled. The correspondence bet­ween Major-General John Foster, commanding the Federal Department of the South, and Major-General Samuel Jones, commanding Confederate Department of South Carolina, Georgia, and Florida, indicates the Confederates accepted the military nature of Charle­ston as a target. Soon the correspondence turned to an exchange of these high ranking prisoners. 

 

Instructions from the War Department reached Foster in late July, and he coordinated an exchange of the fifty prisoners on July 29. Exchange of the fifty officers actually took place on August 4, 1864.[3] However, at that time Jones brought 600 prisoners to Charle­ston, in part to press for a larger prisoner exchange. In retaliation for the treatment of Federal prisoners, Foster asked for a like num­ber of Confederate prisoners to be placed on Morris Island. These men became known in the South as the Immortal Six Hundred.

 

At one point General Foster planned an exchange of the six hundred, but it was stopped by General Grant who had previously termi­nated all prisoner of war exchanges due to the history of Confederate mistreatment of captured US colored troops and wrote, "In no circumstances will he be allowed to make exchanges of prisoners of war ."

 

The Confederate prisoners did not arrive on Morris Island until the first week of September 1864. During the first week of October 1864, Jones (under orders from Lieutenant-General William Hardee) removed the Federal prisoners from Charleston. Foster only re­moved the Confederate prisoners from Morris Island after being informed officially of the Federal prisoners' status. At that time the Immortal 600 were moved to Fort Pulaski. Three of the six hundred died from subsistence on starvation rations issued as retaliation for the conditions found by the Union at the Confederate prisons in AndersonvilleGeorgia, and SalisburyNorth Carolina.

 

Upon an outbreak of yellow fever in Charleston, the Union officers were removed from the city limits. In response the Union Army transferred the Immortal Six Hundred to Fort Pulaski outside of Savannah. There they were crowded into the fort’s cold, damp case­mates. For 42 days, a "retaliation ration" of ten ounces of moldy cornmeal and half a pint of soured onion pickles was the only food issued to the prisoners. The starving men were reduced to supplementing their rations with the occasional rat or stray cat. Thirteen men died there of diseases such as dysentery and scurvy.

 

At Fort Pulaski, the prisoners organized "The Relief Association of Fort Pulaski for Aid and Relief of the Sick and Less Fortunate Prisoners" on December 13, 1864. Col. Abram Fulkerson of the 63rd Tennessee Infantry Regiment was elected president. Out of their sparse funds, the prisoners collected and expended eleven dollars, according to a report filed by Fulkerson on December 28, 1864.

Five later died at Hilton Head Island, South Carolina. The remaining prisoners were returned to Fort Delaware on March 12, 1865, where another twenty-five died.

 

A notable escape effort was led by Captain Henry Dickinson of the 2nd Virginia Cavalry. On the prisoner's journey to Fort Delaware, Dickinson organized a group of thirteen officers, including Colonel Paul F. DeGournay of the 12th Battalion, Louisiana Artillery and Colonel George Woolfolk, to try to escape from the gunboat. However, the effort failed when the captain of the ship noticed one of the 13 men was missing, leading the prisoners to the brig below the deck of the ship.

 

The prisoners became known throughout the South for their refusal to take the Oath of Allegiance under adverse circumstances. Southerners have long lauded their refusal as honorable and principled. However, it should be noted that Foster and other Federal lea­ders issued orders that no such oaths would be accepted in the case of the 600 prisoners, due to the circumstances of their captivity (aus: https://en.wikipedia.org/wiki/Immortal_Six_Hundred).

 

 

Iron Brigade:

einzige (in den ersten Jahren des Krieges) vollständig aus den West-Staaten rekrutierte Brigade der US-Armee, nach schweren Verlu­sten im weiteren Verlauf des Krieges aus Rekrutierungen aus allen Unionsstaaten aufgefüllt; US-Brigade unter Col. John Gibbon (Venner: 19th Indiana Infantry S. 18, 120), umfassend 19th Indiana Infantry, 2nd, 6th und 7th Wisconsin Infantry; ab Spätjahr 1862 auch die 24th Michigan (Venner, S. 35); unterstellt war die Battery B der 4. US-Artillerie; Gibbon's "Black Hats" (das aus Iren und Skandinaviern rekrutierte 2., 6., 7. Wisconsin und 19. Indiana), später als Iron Brigade (of the West) bekannt, bezahlte ihre Einsätze im Bürgerkrieg mit dem höchsten Blutzoll auf beiden Seiten der Front); (vgl. Längin S. 123; Venner, a.a.O., S. 69 u. 127/128 Anm. 69); aufgestellt am 1.10.1862 unter BrigGen Rufus King; ab Spätjahr 1862 wurde BrigGen. Solomon Meredith KGen der Brigade; US BrigGen. John Gibbon seit 19.5.1862 Kommandierender General 19th. Brig (Venner: 19th Indiana Infantry S. 18, 120).

 

Herkunft des Namens:

vgl. Report of the Indiana Antietam Monument Commission and Ceremonies of the Dedication of the Monument: Indiana at Antie­tam; Indianapolis, Ind.: The Aetna Press 1911 (This source includes the text of a letter from John B. Callis [7th wisconsin] who decri­bed the conservation between General McClellan and General Joseph Hooker [commanding the I Corps]. While watching the fight on South Mountain, McClelland is supposed to habe asked Hooker which men were fighting on the pike. Hooker replied: "General Gibbon's Brigade of Western men." McClelland aswered, „They must be made of iron." Hooker said, "By the Eternal, they are iron." Later, after the batttle, Hooker met McClellan at the top of South Mountain, and as the two looked out over the battlefield, sang out: "General McClellan, what do you think of my Iron Brigade?"

 

Brigade-Kommandeure:

- Rufus King

- John Gibbon (9.5.1862-4.11.1862)

- Solomon Meredith (5.11.1862-++++ vgl. Nolan/Vipont: Giants, S. x; Meredith war Brigadekommandeur in Gettysburg; vgl. Dawes, Service with the Sixth Wisconsin, a.a.O., S. 164; verwundet in Gettysburg; in seiner Abwesenheit kommandierte Col. W. W. Robin­son [7th Wisconsin] als dienstältester Offizier die Brigade; vgl. Dawes, a.a.O., S. 174])

- Lysander Cutler (seit März 1864-7.5.1864, vgl. Nolan/Vipond, Giants S. 115 Gaff, on many a bloody Fields, S. 200, 347)

- William W. Robinson seit 7.5.1864 (vgl. Gff, a.a.O., S. 347)

- Edward S. Bragg

 

Anm.:

zu den Verlusten unter den Field Officers in Gettysburg: vgl. Dawes, Service with the Sixth Wisconsin, a.a.O., S. 159

 

 

Brigadestab:

Brigade-Adjutant: John Woods (Venner S. 22; Venner, Anm. 6 S. 122; Zitat nach Gaff: Brave men's tears, a.a.O., S. 63)

 

 

Brigade-Truppen:

2nd Wisconsin Infantry

6th Wisconsin Infantry

7th Wisconsin Infantry

19th Indiana Infantry

24th Michigan Infantry (später zur Brigade gehörend)

Battery B, 4th US Light Artillery

 

Einsätze:

Gainesville (Brawner's Farm), Second Bull Run, South Mountain, Antietam, Fredericksburg, Fitzhugh Cossing, Chancellorsville, Gettysburgh, Mine Run, Wilderness, Laurel Hill, Spotsylvania, North Anna, Cold Harbor, Petersburg, Weldon Railroad, Hatcher's Run, Gravelly Run, Five Forks, Apoomattox (zu den Einsätzen vgl. Nolan, a.a.O. S. IX f; Internet Datei, Archiv 9 US-Truppenteile Brigaden)

 

Die Iron Brigade verlor in im Sommer 1862 innerhalb von drei Wochen 75% Casualties (Gaff, Alan D. u. Gaff, Maureen: The dread reality of war - Gibbon's Brigade, August 28-September 17, 1862; in Nolan, Alan T. and Vipond, Sharon Eggleston (Hrsg): Giants in their tall Black Hats - Essays on the Iron Brigade, Bloomington/Indiana 1998, Bibliothek Ref MilAmerik5, S. 68); vorausgegangen war ein hartes dreimonatiges Training nach der Übernahme des Kommandos durch BrigGen Gibbon am 9.5.1863.

 

Die schweren Verluste in Gettysburg (die Iron Brigade erlitt 65 % Verluste, dabei 9 von 14 Feld-Kommandeuren) erzwang die Auf­füllung der Brigade (meist mit "Nicht-Westernern") und eine weitgehende Neubesetzung der Kommandostellen. Dadurch änderte sich der Charakter der Brigade (Vipond, "A New Kind of Murder", S. 113). Hinzu geführt wurden:

 

- 167th Pennsylvania (16.7.1863)

 

Das Regiment gehörte nur vorübergehend ab 16..7.1863 zur *Iron Brigade (Vipond: "A New Kind of Murder", in: Nolan/Vipond: "Giants with their tall Black Hats, a.a.O., S. 113). Die Einheit war undiszipliniert, völlig unfertig und bestand aus im Osten rekrutier­ten Soldaten. Die Soladten mußten mit den Bajonett gezwungen werden zu marschieren. Sie wurden nach einigen Wochen ausge­tauscht und durch das angesehene 1st Battalion New York Sharpshooters ersetzt.

 

- 76th New York (nur einige Wochen im Frühjahr 1864

 

- 7th Indiana (bis Kriegsende

 

Gliederung ab 3.5.1864:

 

Brigadier Cen. Lysander Cutler: 4th Division, I st Brigade

 

- Lt. Colonel John Mansfield: Second Wisconsin

- Colonel Edward S. Bragg: Sixth Wisconsin

- Colonel Ira G. Grover: Seventh Indiana

- Colonel William W. Robinson; 7th Wisconsin

- Colonel Samuel J. Williams: Nineteenth Indiana

- Colonel Henry A. Morrow: Twenty-fourth Michigan

- Captain Volney J. Shipman: First New York Battalion Sharpshooters

- Lieutenant James Stewart: Battery B, Fourth U.S. Artillery

 

 

Literatur:

s. auch die Literaturangaben bei den einzelnen Offizieren, z.B. Dawes

- **Aubery, Cullen B. ["Doc"]. Echoes From the Marches of the Famous Iron Brigade. [Milwaukee, n.d.] Reprinted 1988. Gaithers­burg: Ron R. Van Sickle Military Books, 1988.

- **Beaudot, William K.H. and Herdegen, Lance J.: An Irishman in the Iron Brigade: The Civil War Memoirs of James P. Sullivan, Sergt. Company K, 6th Wisconsin Volunteers (New York: Fordham University Press, 1993)

- Beecham, Robert K.: "Adventures of a Iron Brigade Man" (paste-up series of articles appearing in "The National Tribune), Wa­shington D.C., 1902

- **Bond, R.W.: Pickett or Pettigrew, an historical essay, 2. Auflage 1888 (zu Iron Brigade in Get­tysburg)

- **Bragg, Edward S., and Jerome A. Watrous. "Reunion of the Iron Brigade - LaCrosse, August 7, 1883." N.p., n.d.

- **Cheek, Philipp and Pointon, Mair: History of the Sauk County Riflemen known as Company 'A', Sixth Wisconsin Veteran Volunteer Infantry 1861-1865 (Gaithersburg, Md.: Butternut Press, 1984. Reprint of 1900 edition by Philip Cheek)

- **Clarke, John (19th Indiana Infantry): "Capt. Clark's Report", Elkhart Review, 25.10.1862

- **Curtis, Orson B. History of the Twenty-Fourth Michigan of the Iron Brigade, Known as the Detroit and Wayne County Regiment. Detroit: Winn and Hammond, 1891.

- **Dawes, Rufus R.: Skirmishes of the Rappahannock and Battle of Gainesville, T.C.H. Smith Manuscript, Ohio Historical Society, Columbus Ohio

- **Dawes, Rufus R. "On the Right At Antietam." In Service with the Sixth Wisconsin Volunteers. Edited by Alan T. Nolan. Dayton: Morningside Press, 1984.

- **Dawes, Rufus R.: A Full Blown Yankee of the Iron Brigade: Service with 6th Wisconsin, Reprint 1962 der Originalausgabe Marietta / OH: E. R. Alderman, 1890, Bibliothek Ref MilAmerik5a

- Doubleday, Abner (Report of Gettyburg und die Iron Brigade in der Schlacht); in: Official Records, Volume 27, Part 1, 250

- **Dudley, William D.: The Iron Brigade at Gettysburg: Official Report of the Part Borne by the 1st Brigade, 1st Division, 1st Arma Corps, Army of the Potomac, In Action at Gettysburg, Pennsylvania, July 1st, 2d, and 3d, 1863; Cincinnati: Privately printed, 1879

- **Felton, Silas: The Iron Brigade Battery. An Irregular Regular Battery; in Nolan/Vipond, Giants in their Black Hats, a.a.O., S. 142 ff.

- **Gaff, Alan D. u. Gaff, Maureen: The dread reality of war - Gibbon's Brigade, August 28-September 17, 1862; in Nolan, Alan T. and Vipond, Sharon Eggleston (Hrsg): Giants in their tall Black Hats - Essays on the Iron Brigade, Bloomington/Indiana 1998, S. 67 ff.

- **Gaff, Alan D.: On many a Bloody Field. Four Years in the Iron Brigade, Bloomington Indiana: Indiana University Press 1996

- **Gaff, Alan D.: Brave Men's Tears: The Iron Brigade at Brawner's Farm (Dayton, Morningside House, Inc., 1988)

- **Gaff, Alan D.: If This Is War: A History of the Campaign of Bull 's Run by the Wisconsin Regiment Thereafter Known as the Rag­ged Ass Second Dayton: Morningside House, Inc., 1991

- **Gibbon, John: Personal Recollections of the Civil War, New York, G.P. Putnam's Sons 1928

- **Gramm, Kent: "They must be made on Iron". The Ascent of South Mountain; in: Nolan/Vipond: Giants in their Black Hats. Essays on the Iron Brigade, a.a.O, S. 13 ff.

- **Hennessy, John J.: Return to Bull Run (New York, Simon & Schuster, 1993)

- **Herdegen, Lance J. The Men Stood Like Iron. Bloomington: Indiana University Press, 1997.

- **Herdegen, Lance J., and William J. K. Beaudot. In the Bloody Railroad Cut at Gettysburg. Dayton: Press of Morningside Bookshop, 1990.

- Längin

- **Madaus, Howard: "The Uniform of the Iron Brigade." in: Herdegen, Lance J., and William J. K. Beaudot. In the Bloody Railroad Cut at Gettysburg (Dayton: Press of Morningside Bookshop, 1990), S. +++ergänzen+++

- **Meredith, Solomon: Manuscript, Indiana Historical Society, Indianapolis, Indiana

- **Meredith, Solomon: "Col. Meredith's Report"; Indianapolis Daily Journal, 11.9.1862 (zitiert nach Venner, a.a.O., S. 122 Anm. 2)

- **Nolan, Alan T.: The Iron Brigade. A Military History (First Indiana University Press Edition 1994, der Erstausgabe 1961)

- **Nolan, Alan T. and Vipond, Sharon Eggleston (Hrsg): Giants in their tall Black Hats - Essays on the Iron Brigade, Bloomington/In­diana 1998

- **Otis, George H.: The Second Wisconsin Infantry, ed. Alan D. Gaff (Morningside Bookshop 1984)

- Report of the Indiana Antietam Monument Commission and Ceremonies of the Dedication of the Monument: Indiana at Antietam; Indianapolis, Ind.: The Aetna Press 1911 (This source includes the text of a letter from John B. Callis [7th wisconsin] who decribed the conservation between General McClellan and General Joseph Hooker [commanding the I Corps]. While watching the fight on Southmountain, McClelland is supposed to habe asked Hooker which men were fightuing on the pike. Hooker replied: "General Gib­bon's Brigade of Western men." McClelland aswered, WThey must be made of iron." Hooker said, "By the Eternal, they are iron." Later, after the batttle, Hooker met McClellan at the top of South Mountain, and as the two looked out over the battlefield, sang out: "General McClellan, what do you think of my Iron Brigade?"

- **Smith, Donald L.: The Twenty-Fourth Michigan of the Iron Brigade. Harrisburg: The Stackpole Company, 1962

- US National Archives, Record Group 393, Records of US Army Continental Command, Gibbons Brigade, General Orders

- Venner, William Thomas: The 19th Indiana Infantry at Gettysburg, Bibliothek Ref MilAmerik4, S. 21-25

- **Vipond, Sharon Eggleston: "A new Kind of Murder," The Iron Brigade in the Wilderness; in: Nolan/Vipond: "Giants in their tall Black Hats", a.a.O., S. 113-141

- **Watrous, Jerome A.: Papers, State Historical Society of Wisconsin

- **Watrous, J[erome] A.: "Richard Epps and Other Stories," Milwaukee, 1906

- **Wilkeson, Frank: Recollections of a Private Soldier in the Army of the Potomac (New York 1887)

- **Zeitlin, Richard H.: In Peace and War. Union Veterans and Cultural Symbols - The Flags of the Iron Brigade; in: Nolan / Vipond, Giants with their tall Black Hats, a.a.O., S. 160-178

 

 

Ironclads:

Panzerschiffe; vgl. *USS Merrimac u. *USS Monitor; vgl. Archiv 9 Schiffe: Stichwort Ironclads

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera J

 

 

James-Rifled-Cannon:

eine 14-pdr (3,8-inch) rifled Cannon, entwickelt durch den Rhode Island Mlizi-General Charles T. James, im wesentlichen um die von ihm entwickelte Munition zu verschießen. Diese Geschütze wurden in den Jahren 1861 und 62 von der Ames Manufacturing Co., Chicpoee, Mass produziert. Zur Zeit des Todes von Gen. James im Oktober 1862 wurde die James Artilleriemunition nicht als hoch­wertig eingeschätzt (vgl. Thomas: Cannons, a.a.O., S. 42).

 

Reichweite: 1700 yards

 

 

Juden-Erlaß Grant's:

CS-Agenten wie Thomas H. *Hines waren dazu eingesetzt, Baumwolle in Mississippi zu kaufen, nach Norden durch die US-Linien zu schmuggeln und teuer in US-Währung zu verkaufen, um auf diese Weise Geldmittel für den Süden zu beschaffen (vgl. Tidwell, April 65. Confederate Covert Action, a.a.O., S. 65). Bereits Grant hatte diese Gefahr gesehen und versucht den Schmuggel zu unter­binden, u.a. durch seinen berüchtigten "Juden-Erlaß" Nr. 11 von 17.12.1862 (vgl. Catton, Grant Moves South, a.a.O., S. 347-356 ff., 353; Dana, Recollections, S. 18: Dana führt den Schmuggel nach seinen eigenen Erfahrungen im Baumwollhandel auf jüdische Händler zurück). Hintergrund war, daß jüdische Händler, vor allem das wohlhabende jüdische Handelshaus der Gebrüder Mack ver­suchten, die Verbindung zu Grant's alterndem Vater Jesse Grant ('Uncle Jesse') auszunutzen, um auf diese Weise eine Handelserlaub­nis für Baumwolle mit den CSA zu erschleichen und sich zusammen mit Grant's Vater in Hauptquartier von US Grant begaben, unter dem Vorschub Freunde von 'Uncle Jesse' zu sein (vgl. Miles: A River Unvexed, a.a.O., S. 236); als der Schwindel aufflog, erging Grant's General Order Nr. 11 vom 17.12..1862, der die Juden aus dem Department of the Tennessee ausschloß, war damals und ist heute umstritten (zur Diskussion vgl. Korn, Bertrand Wallace: American Jewry and the Civil War [Philadelphia, 1951]). Beide Häuser des US-Kongresses lehnten Anträge auf Verurteilung Grant's ab, der von U.S. Representative Elihu B. Washburne mit vollem Einsatz verteidigt wurde (vgl. Simon, John Y.: From Galena to Appomattox: Grant and Washburne; in: Journal of the Illinois State Historical Society, LVIII [Sommer, 1965]; S. 176-77).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera K

 

 

Kaliber:

Das Kaliber ist ein Maß für den Außendurchmesser von Projektilen und den Innendurchmesser des Laufes einer Waffe. Bei gezoge­nen Läufen wird zwischen Innenkaliber (dem Durchmesser zwischen den Feldern, den hervorstehenden Teilen der Laufinnenwand), und dem Außenkaliber (dem Durchmesser zwischen den Zügen, den eingeschnittenen Teilen der Laufinnenwand) unterschieden. Oft wird das Wort Kaliber auch in der Bedeutung von Munitionstyp oder Patronentyp benutzt.

 

Das Wort wurde um 1600 aus dem gleichbedeutenden französischen calibre ins Deutsche übernommen. Das französische Wort leitet sich vom arabischen Wort قالب / qālib / ‚Schusterleisten‘ ab. Das arabische Wort geht seinerseits auf das spätgriechische καλαπόδιον (kalapódion) – vgl. gr. καλάπους (kalápūs) aus κᾶλον (kâlon), „Holzstück“ und ποῦς (pūs), „Fuß“ – mit derselben Bedeutung zurück. Motiv der Bedeutungsänderung ist eine Verallgemeinerung des spezifischen Begriffs zu Form, Modell und auch Größe.

 

Als Kalibermaß einer Waffe wurde und wird im englischen Sprachraum oft das Gewicht einer Rundkugel aus Blei angegeben, die in den Lauf der Waffe passte; die Kaliberangabe bezog sich also auf eine Gewichtseinheit und nicht auf eine Längeneinheit. Darum war das Kaliber ursprünglich ein altes britisches Gewichtsmaß (1 Kaliber = etwa 512 g), und das Kaliber einer Waffe wurde als Vielfa­ches oder als Bruchteil dieser Gewichtseinheit angegeben. Dieses Prinzip wurde auch auf andere Gewichtsmaße übertragen. So sind bis heute die Kaliberangaben historischer Geschütze geläufig, die sich auf das Pfund bezogen; dementsprechend verschoss beispiels­weise eine Zweipfünderkanone 2 Pfund schwere Geschosse. Dieses historisch gewachsene Maß hatte auch den praktischen Aspekt, dass die beabsichtigte Trefferlage sich aus der Konstanten Geschossgewicht und den Variablen Rohrerhöhung und Treibladung be­rechnen ließ, wobei der Geschossdurchmesser primär keinen Einfluss in die Gleichung hatte. Für den Artilleristen sowie den Pulver­zuteilenden war somit das Geschossgewicht von erheblich größerer Relevanz.

 

Abgesehen von den Flintenkalibern ist seit dem späten 19. Jahrhundert die Angabe des Kalibers in Längeneinheiten gebräuchlich. Bei historischen Waffen kamen auch heute nicht mehr gebräuchliche Einheiten zur Verwendung. So wurde das Kaliber des Dreilini­engewehrs in der alten Einheit Linie (= ein Zehntel Zoll) angegeben. Drei Linien entsprechen exakt 7,62 mm. Als Einheiten haben sich heute der Meter (Millimeter) und der Zoll (engl. inch = 25,4 mm) durchgesetzt.

 

Wird das Kaliber von Handfeuerwaffen in Zoll angegeben, geschieht das meist in der Form eines Dezimalbruches nach angloameri­kanischer Schreibweise, also mit einem Punkt anstelle eines Kommas. Je nach Art der Munition werden dabei hundertstel- oder tau­sendstel Zoll angegeben. Bei Kaliber bis zu einem Zoll wird die führende Null weggelassen. Eine Kaliberangabe in der Form .50 steht also für 0,5 Zoll, umgerechnet 12,7 mm. Eine Kaliberangabe in der Form .300 steht für 0,3 Zoll, umgerechnet 7,62 mm. So be­trägt das Kaliber .22 lfB nicht 22 mm, sondern 0,22 Zoll, entsprechend 5,6 mm (metrisch 5,6 × 15 mm), das einer Kurzwaffe im Ka­liber .45 ACP 11,43 mm (metrisch 11,43 × 23 mm) und jenes im Kaliber .45-70 Government (0,45 Zoll) ebenfalls 11,43 mm (me­trisch 11,43 × 53,5 mm; die 70 bezeichnet die Schwarzpulvermenge in grains). Englischsprachige Kaliberangaben sind nur anhand der Zusatzbezeichnung eindeutig zu identifizieren.

 

Patronentypen mit gleichem Geschossdurchmesser, aber unterschiedlichen Hülsenlängen und ballistischen Eigenschaften, werden im Zollsystem oft durch Variationen der Kaliberangaben unterschieden. So wird für eine relativ schwache Pistolenmunition im Kaliber 6,35 mm die Angabe .25 verwendet, während die Bezeichnung .250 für eine vor allem für die Jagd verwendete leistungsfähige Gewehrpatrone steht. Die Revolverpatronen .38 und .357 haben trotz des nominell unterschiedlichen Kalibers denselben Geschoss­durchmesser, wobei die .357 eine wesentlich stärkere Magnumpatrone ist und nicht aus Waffen im Kaliber .38 verschossen werden darf, umgekehrt diese sehr wohl.

 

Als kleines Kaliber werden Handfeuerwaffen bis zu 6,5 mm bezeichnet. Als Großkaliber gelten Waffen ab 9 mm, Jagdgewehre für die Patrone 9,3 × 62 mm. Mittlere Kaliber, auch Mittelkaliber, sind Waffen für Patronen von 6,5 bis über 8 mm, wie die 7,92 × 57 mm. Als Kleinkaliber wird das Kaliber .22 lfB (lang, für Büchse) bezeichnet.

 

Als das kleinste Feuerwaffenkaliber gilt eine Patrone im Kaliber 2,7 mm, die der österreichische Uhrmacher Franz Pfannl entwickelte und die aus der 1914 vorgestellten Selbstladepistole Kolibri verschossen wurde. Diese Munition wird jedoch nicht mehr hergestellt und ist ebenso wie die Waffe eine gesuchte Rarität. Heute übliche Kaliber ziviler Handfeuerwaffen reichen von .170 (eine Jagdpatro­ne) bis zum Flintenkaliber 4 (Laufbohrung etwa 26,7 mm) für die Elefantenjagd. Militärische Granatpistolen -bzw. Handgranatwerfer haben Kaliber bis 40 mm. Die Kaliber lafettierter Maschinenwaffen und Geschütze reichen von 5,56 mm bei Maschinengewehren bis 914 mm bei schweren Mörsern, die aber nur in sehr geringen Stückzahlen oder als Prototypen gebaut wurden. Die bisher größten Schiffsgeschütze im Kaliber 460 mm waren auf den japanischen Schlachtschiffen Yamato und Musashi installiert; die bisher größten Landkanonen mit einem Kaliber von 800 mm waren die deutschen Eisenbahngeschütze Dora und Gustav. Ein Experimentalgeschütz mit dem Kaliber 914 mm war Little David (aus wikipedia, Stichwort 'Kaliber', Abruf v. 9.4.2017).

 

 

Karten, militärische, allgemeines:

during the period of the Civil War map-making differed from nowadays. Instead of the neat contour lines delineating the slope and shape of hillsides nineteenth-century cartographers more often used what could be called the „fuzzy caterpillar“ approach to drawing mountains, hills and ridges. When well executed, such maps could give an excellent overall „feel“ for the terrain, and are in fact often easier to use for three-dimensional visualization than modern topographic conventions. But those maps never satisfactorily answered questions like „Where's the highest point on this ridge?“ or „Exactly which of these furry little brush strokes does the colonel want me to occupy, and how do I find it?“ (vgl Newton: McPherson's Ridge, a.a.O., S. 8-9).

 

 

Literatur:

- Aimone, Alan A und Barbara A.: A User's Guide, a.a.O., Kapitel: The OR Atlas, S. 18-27

- **Canan, H. V.: "Maps for the Civil War," Armor 65 (Sept.-Oct., 1965), S. 34-42

- "Civil War Maps," American Archivist, vol. 15, 1952, S. 267

 

 

 

Karten, militärische CS:

 

Literatur:

- Aimone, Alan A und Barbara A.: A User's Guide, a.a.O., Kapitel: The OR Atlas, S. 18-27

- **Campbell, Albert: "The Lost War Maps of the Confederates,"; Century Magazine, 35 (no. 3, 1888), S. 479-81

 

 

 

Karten, militärische US:

Die Potomac Army verfügte über keine geeigneten Karten von Pennsylvania (!), weshalb Chef Topograph und Chief Engineer MajGen Gouverneur Kemble *Warren seinen Untergebenen Lt. Washington A. *Roebling nach Trenton, New Jersey schicken mußte, dessen Vater John Roebling eine topographische Karte von Pennsylvania besaß (vgl. Sauers: Gettysburg. The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 12 und S. 28 Anm. 165; Steinman, D. B.: Builders of the Bridge: The Story of John Roebling and his Son [New York: Harcourt, Brace, 1945] S. 258; McCullough, David: The Great Bridge [New York: Simon and Schuster, 1972] S. 86; s. auch *Warren, Gouverneur Kemble).

 

Captain William H. *Paine, Engineer im Stab der Potomac Army, Abteilung Engineers unter General Gouverneur Kemble *Warren begleitete General Meade nach der Ankunft westlich des Schlachtfeldes auf einem ersten Erkundungsritt, der auf den Cemetary Hill und dann entlang der Frontlinie bis an den Rand des Little Round Top führte (vgl. Pfanz: Gettysburg. The Second Day, a.a.O., S. 58; Paine, William H.: Brief an Col. Meade vom 20.5.1866; OR 27 [1]: 349). Paine war ein sehr schneller und ausgezeichneter Topograph. Er legte eine Schreibunterlage auf seinen Sattel und zeichnete im Reiten. Er besaß gute Kenntnisse des lithographischen Prozesses und hatte seine Mitarbeiter hierin geschult. So konnte er eine Karte innerhalb eines Tages produzieren, wozu andere Kartographen 3 Wochen benötigten (vgl. Sauers: The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 167 Anm. 6). Paine zeichnete am frühen Morgen des 2.7.1863 eine Karte der US-Stellungen und des Geländes von Gettysburg bei Meade's ersten Erkundungsritt am frühen Morgen noch vor Sonnenaufgang, die kopiert wurde und den Corps-Kommandeuren, die keine Karten besassen (!), zur Verfügung gestellt wurde (vgl. Sauers: The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 30 und S. 167 Anm. 6). Die Potomac Army verfügte über keine geeigneten Karten von Pennsylvania (!), weshalb *Warren Lt. Washington A. Roebling nach Trenton, New Jersey schicken mußte, dessen Vater John Roebling eine topographische Karte von Pennsylvania besaß (vgl. Sauers: Gettysburg. The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 12 und S. 28 Anm. 165; Steinman, D. B.: Builders of the Bridge: The Story of John Roebling and his Son [New York: Harcourt, Brace, 1945] S. 258; McCullough, David: The Great Bridge [New York: Simon and Schuster, 1972] S. 86; s. auch *Warren, Gouverneur Kemble).

 

 

Kavallerie:

Die Kavallerie diente der Armee in der Mitte des 19. Jh. in verschiedenen taktischen und strategischen Rollen. Sie konnte dem Feind physische und psychologische Schläge verteilen. Die Kavallerie konnte in 6 Arten die Armee unterstützen (vgl. Longacre, The Caval­ry at Gettysburg, a.a.O., S. 23) :

- Schlachtkavallerie

- Aufklärung

- Bekämpfung und Verhinderung feindlicher Aufklärung

- Verzögerung

- Verfolgung

- Durchführung von Raids

 

Mitte des 19th Jh. versah die Kavallerie unterschiedliche strategische und taktische Aufgaben: sie ermöglichte dem Befehlshaber auf dem Schlachtfeld schnellen und mobilen Einsatz, Fernaufklärung, und Kraft zum Durchbruch an entscheidener Stelle im Gefecht. Durch hohe Geschwindigkeit fähig zu unerwartetem überraschendem Zuschlagen, führte ihr Einsatz zu physischem und psychologi­schen Folgen für den jeweiligen Gegner. Ihre hohe Mobilität ermöglichte es der Kavallerie, in der Unterzahl gegen einen überlegenen Feind das verzögerte Gefecht zu führen, wodurch dem Truppenführer Zeit und Raum zum Einsatz von Infanterie und Artillerie gege­ben wurde. Ihre bedeutendste Rolle als "Antenne der Armee" lag jedoch in der Fernaufklärung (Longacre, a.a.O., S. 23). Der Kaval­lerie kamen sechs unterschiedliche Aufgaben im Einsatz zu:

 

- Unterstützung der Infantrie in der Offensive der Schlacht

- Fernaufklärung

- Abwehr feindlicher Aufklärung

- Führung des verzögerten Gefechts

- Verfolgung des Feindes

- Führung von Raids zur Unterbrechung von Versorgung

und Verbindungen des Feindes

- Einsatz als Melder, Eskorte, Schutz detachierter Posten

 

1864 waren 10% der Streitkräfte Kavallerietruppen (Evans, David: Sherman's Horseman. Union Cavalry Operations in the Atlanta Campaign, 1996, Bibliothek Ref MilAmerik7, S. xvii). Die Soldaten der Kavallerie waren hastig rekrutiert, unterschiedlich bewaffnet und oft miserabel beritten. Die meisten Regimenter erschienen an der Front mit wenig oder keiner Ausbildung und wurden verteilt auf die Infanterieeinheiten als Kuriere, Scouts oder Begleit-Einheiten. Erst als ab Sommer 1862 begonnen wurde, die Kompanien und Bataillone wieder in Regimentern, Brigaden und Divisionen zusammenzufassen, zeigte die Kavallerie wieder Perspektiven (Evans, David: Sherman's Horseman. Union Cavalry Operations in the Atlanta Campaign, 1996, Bibliothek Ref MilAmerik7, S. 2).

 

Jede Kavallerie-Division bestand aus 2 oder 3 Brigaden, jede Brigade umfaßte 3 oder vier Regimenter Kavallerie oder berittene In­fantrie. Nur ein Kavallerieregiment, das 4th US Cavalry, gehörte der regulären (Vorkriegs-) Armee an, die übrigen Regimenter waren Freiwilligen-Regimenter, welche erst im Civil War aufgestellt worden waren. Jedes Kavallerieregiment war in 12 Kompanien unter­teilt (Numerierung A-M), die berittenen Infanterieregimenter besaßen 10 Kompanien (Numerierung A-K; die Nummer 'J' war aufgrund einer alter Armee-Tradition nicht vergeben: Ausnahme die 1st Kentucky Kavallerie mit der Numerierung A-J; vgl. Evans, S. 3).

 

At full strength, a cavalry company consisted of a captain, a first lieutenant, second lieutenant, first sergeant, quartermaster sergeant, commissary sergeant, five sergeants, eight corporals, two buglers, two farriers or blacksmiths, one saddler, two wagoneers, and at least sixty, but no more than seventy-eight, privates, but after three years of war, it was a rare company that could muster even forty officors and men (Evans, a.a.O., S. 3.

 

Mounted infantry companies were organized along similar lines (Evans, a.a.O., S. 3).

 

Kavallerieangriffe auf Infanterie war für die Kavallerie gefährlich, falls die Infanterie ein Rechteck zur Verteidigung bilden konnte, bei dem die erste Reihe das Bajonett einsetzte. Versuche die Kavallerie mit Lanzen auszurüsten (während der Seven Days war ein Penn­sylvania Cavalry Regiment mit Lanzen ausgerüstet), um diesen Bajonett-Sperriegel zu durchbrechen waren erfolglos (vgl. Cat­ton: Reflections, a.a.O., S. 130/131).

 

Kavallerieangriffe auf geschlossene Infanterie-Formationen wurden deshalb bald nach Kriegsbeginn aufgegeben. Die Kavallerie wur­de zum Scouting, skirmishing, zur Bildung eines Schleiers vor den eigenen Truppen und zur Einkreisung eingesetzt (vgl. Catton: Re­flections, a.a.O., S. 131)

 

 

Kavallerie (CS-Cavalry):

die CS-Army stellte je ein Cavalry Regiment auf 5 Infanterieregimenter auf, nur Texas stellt mehr Cavalry-Einheiten als Infantry auf (vgl. Hale: Third Texas Cavalry, a.a.O., S. 5)

 

Die Kavalleristen kamen meist aus den wohlhabenderen Schichten, da sie ihre Ausrüstung einschließlich der Pferde selbst bezahlten (vgl. Hale: Third Texas Cavalry, a.a.O., S. 5/6)

 

Literatur:

- **Oates, Stephen B.: Confederate Cavalry West of the River. Austin, 1961

 

 

Kolonne als Angriffsform:

die Kolonne war eine Entwicklung aus den napoleonischen Kriegen; sie verband Stoßkraft durch tiefe Gliederung und bot der ver­teidigenden Linie nur geringes Ziel; ihr Nachteil lag in der Dauer, die ihre Aufstellung benötigte und die brachte nur wenig Feuer­kraft in die Angriffsspitze

 

Literatur:

- Luvaas: The Military Legacy of the Civil war, a.a.O., S. 2

 

 

Kartätsche:

s. Canister Shot

 

 

Korruption:

die schlechte Versorgungslage der Army of the Potomac 1862/63 war in Teilen auf Korruption im Commissary Department zurückzu­führen, with thieving quartermasters lining their pockets by the private sale of 'extras' from the warehouses (vgl. Sears: Chancellors­ville, a.a.o., S. 15-16).

 

McPherson ("Für die Freiheit sterben", a.a.O., S. 215) weist dagegen daraufhin, daß John Buchanan *Floyd (Secretary of War in der Regierung Buchanan von 1857 bis 29.12.1860) bereits 1860 in Untersuchungen wegen Korruption und Amtsmißbrauch verwickelt war, da er Regierungseigentum weit unter Wert an ein Konsortium seiner Busenfreunde verkauft und als Kriegsminister Schmiergeldrech­nungen abgezeichnet hatte, die dem Kriegsministerium von einem in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Bauunternehmer vor­gelegt worden waren, der seinerseits diese quittierten Rechnungen als Bürgschaft für Bankdarlehen und Wertpapiere eines vom In­nenministerium eingerichteten Treuhandvermögens für die Indianer verwendete. Floyd's Mitschuld war zwar schon teilweise vor der Präsidentschaftswahl aufgedeckt worden, in vollem Umfang kam sie jedoch erst im Rahmen der Korruptionsuntersuchungen im De­zember 1860 ans Licht im Rahmen des jetzt laufenden Präsidentschaftswahlkampfs, bei dem die Demokraten unter Präsident Bucha­nan den Republikanern Wahlkampfmunition lieferten. Buchanan bot seinem Kriegsminister daraufhin Straffreiheit für den Fall seines freiwilligen Rücktritt an. Floyd erklärte sich daraufhin zum Sezessionisten und kehrte in seinen Heimatstaat Virginia zurück.

 

Charles Anderson *Dana (Assistant US-Secretary of War) wurde im Mai 1862 vom Kriegsministerium mit der Leitung der Untersu­chung gegen Capt. Reuben B. *Hatch beauftragt, den der Korruption verdächtigten Assistant Quartermaster in Cairo (vgl. Potter, Sul­tana, a.a.O., S. 37, 39; vgl. Dana: Recollections, S. 11). Hatch war Chef der Quartermasterabteilung des Department of Mississippi im April 1865. In der Vorkriegszeit war Hatch Kaufmann in Griggsville /Ill. bei Springfield. Im Alter von 41 Jahren trat Hatch als Volunteer am 25.4.1861 in die US Army ein, und wurde enlisted als 1st Lieutenant der 8th Illinois Infantry und Regimental Quarter­master. Bereits im Mai 1861 wurde er Assistant Quartermaster in Cairo. Die Quartiermacherabteilungen dienten der Versorgung der Armee und als waren die Storekeepers der Army. Da die Abteilung große Geldsummen kontrollierten, nutzten viele Soldaten die Möglichkeit zur persönlichen Bereicherung und lie­ßen sich bei der Auftragsvergabe bestechen (vgl. Potter, Sultana, a.a.O., S. 32; Dana, Recollections, S. 11; Salecker: Sultana, a.a.O., S. 29). Potter führt als Beispiel einen Fall während Grant's Campaign von 1861 an, bei der LtCol. (damals Captain) Reuben B. Hatch sich bei der Bestellung von großen Holzmengen bestechen ließ (Potter, a.a.O., S. 32; sog. Cairo Fraud Reports = United States House of Representatives, 37th Congress, 2nd Section, House Reports, part 2, p. 1090 und p. 1130; vgl. Hatch Records: Military Records of Col. Reuben B. Hatch, Records of the Adjutant General's Office, Record Group 94, National Archives, Washington D.C.); Charles A. Dana war Mitglied der Untersuchungskommission gegen Hatch (vgl. Dana, a.a.O., S. 11).

 

Nachdem die Untersuchung weitere Fälle von Betrug und Bestechlichkeit durch Hatch ergeben hatten, war die US-Army entschlos­sen, gegen Hatch Anklage zu erheben und das Verfahren vor das Kriegsgericht zu bringen. Dies scheiterte auf Anweisung von Präsi­dent Lincoln, der mit dem Bruder von Hatch, dem Illinois Secretary of State O.M. *Hatch gut bekannt war (vgl. Potter, a.a.O., S. 36; Salecker, a.a.O., S. 30/31).

 

Der frühere US-BrigGen Edward Moody *McCook war nach dem Krieg zweimal Gouverneur des Colorado-Territoriums bevor ihn eine Anklage wegen Korruption aus dem Amt jagte (Evans, Sherman's Horsemen, S. 220).

 

 

Kriegsdauer:

sowohl im Norden wie im Süden gingen die meisten von einer kurzen Kriegsdauer aus, der nach einer einzigen Entscheidungs­schlacht beendet würde (Eisenschimmel, The Hidden Face of the Civil War, a.a.O., S. 13). Lincoln war einer der wenigen, die den vorherrschenden Optimismus nicht teilten und einen land andauernden Kampf einkalkulierten (Eisenschimmel, a.a.O., S. 13; Schurz: Reminiscenses II, 229).

 

 

Kriegsziele – CS:

 

Literatur:

- **Nolan, Alan: „R. E. Lee and July I at Gettysburg; in: Gallagher, Gary W. (ed.): The First Day at Gettysburg. Essays on Confederate and Union Leadership (Kent State University Press 1993) Mil-Amerik50/16a, S. 4-5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera L

 

Lanier Guards:

CS-Einheit aus Baltimore / Maryland (!); aufgestellt und auf eigene Kosten ausgerüstet durch den wohlhabenden Kaufmann George Lanier aus Baltimore; diese traf am 23.4.1861 in *Harper's Ferry ein. Ihre Waffen transportierten sie, als Trauergemeinde getarnt in einem Sarg nach Harpers Ferry (vgl. Confederate Veteran Vol. I 1893, S. 103).

 

 

"Lost Order" Debatte:

"The Lost Order" ist Lee's Gesamtbefehl Nr. 191 vom 9.9.1862 für die Maryland Campaign, der in die Hände der US-Truppen fiel (der Befehl ist veröffentlicht in Cannan, Antietam, a.a.O., S. 63-64).

 

Am 12.9.1862 rückte das 27th Indiana Infantry Regiment in das nach Räumung der CS-Truppen während Lee's Maryland Campaign frei gewordene *Frederick City / Maryland ein. Sergeant *Bloss und Corporal Barton W. Mitchell fanden hierbei - verwendet als Ein­wickelpapier für drei Zigarren - Lee's Gesamtbefehl Nr. 191 vom 9.9.1862 für die Maryland Campaign, der an CS-MajGen D. H. *Hill adressiert war (Anm. das Begleitschreiben von General Alpheus S. *Williams an das Headquarter der Army of the Potomac er­wähnt als Finder nur Corporal Mitchell, nicht aber Sergeant Bloss; vgl. Sears, Landscape Turned Red, a.a.O., S. 350; McClellan Pa­pers, a.a.O., reel 31). Der Befehl enthielt nicht nur die Operationsabsicht und den Operationsplan für Lee's Army, sondern auch die genauen Standorte der Truppen (vgl. Sears: Landscape Turned Red, a.a.O., S. 112; *Colgrove, Silas: The Finding of Lee's Lost Or­der; Battles & Leaders II 603; *Bloss, John M.: "Antietam and the Lost Order," War Talks in Kansas, Kansas Commandery of the Military Order of the Loyal Legion, I, S. 84-88; Datzman, Richard Carroll: "Who found Lee's Lost Order?" [1973]). Der Befehl wur­de vom Regimentskommandeur Silas *Colgrove, der die Bedeutung des Fundes erkannt hatte, direkt an das XII Army Corps weiter­geleitet. Im Stab des XII Army Corps prüfte Col Samuel E. *Pittman den Befehl und erkannte dessen Authentizität. Der Befehl war von Lee's AAG, Robert H. *Chilton, ausgefertigt und unterzeichnet. Pittman, der in der Vorkriegszeit zusammen mit Chilton Offizier der US-Army gewesen war, kannte Chilton und dessen Handschrift genau und konnte daher die Echtheit bestätigen (vgl. Sears, a.a.O., S. 113). Pittman unterrichtet sogleich BrigGen Alpheus S. *Williams, der in Abwesenheit des Corpskommandeurs Joseph K. F. *Mansfield, das XII Army Corps führte. Dieser ließ die "Lost Oder" sofort zum Hauptquartier der Army of the Potomac überbrin­gen, versehen mit einem Begleitschreiben über Fundort, Fundumstände und Angaben zur Authentizität (vgl. Sears, a.a.O., S. 113; ).

 

McClellan, der Oberbefehlshaber der Army of the Potomac, hatte zuvor weder genaue Kenntnis von Lee's Absichten, noch von des­sen Aufstellung, da die CS-Cavalry unter JEB Stuart es verstanden hatten, diese zu verschleiern. McClellan erkannte den Schwach­punkt von Lee's Aufstellung (Karte bei Sears, a.a.O., S. 98), die in der Dislozierung der Army Corps bestand. Lee hatte darauf ver­traut, daß McClellan wie üblich nur sehr langsam vorgehen werde, und hatte deshalb unterstellt, es sei genügend Zeit vorhanden, um während McClellan's Vorrücken zwischenzeitlich Harper's Ferry zu erobern, und erst dann seine Truppen gegen McClellan's Army of the Potomac zu konzentrieren. Gegen diese Strategie hatte James *Longstreet erfolglos protestiert (vgl. Sears, a.a.O., S. 96).

 

McClellan konnte nun die entsprechenden Angriffsbefehle geben, die er allerdings mit der üblichen Verzögerung umsetzte, wodurch letztendlich der Überraschungsmoment verspielt wurde (vgl. Sears, a.a.O., S. 117).

 

Lee wurde schon kurz darauf davon unterrichtet, daß etwas Bedeutendes im Headquarter McClellan's geschehen war. Als McClellan die "Lost Order" erhielt, verhandelte er gerade mit einer Delegation aus Frederick City wegen der Unterbringung der US-Truppen. Bei Erhalt der Nachricht unterbrach McClellanm das Gespräch, hob die Hände und reif: "Now I know what to do!" Dann brach er die Verhandlung mit den Einwohnern ab (vgl. Sears, a.a.O., S. 113, 350). Unter der Delegation befand sich ein sezessionistisch gesinnter Bürger von Frederick. Dieser Amateur Spion nahm anschließend Kontakt zu den Stuart's CS-Cavalry auf und berichtete von McClel­lan's Verhalten und dessen plötzlicher Sicherheit des Handelns (ob Lee überhaupt etwas erfuhr und die Frage des Wie und durch wel­che Quelle ist umstritten: vgl. Sears, a.a.O., S. 350-51; Freeman: R. E. Lee, a.a.O., vol.II S. 369 Anm. 72 mwN). Der Bericht über den zivilen Besucher in McClellan's Hauptquartier ist in zwei Memoranda über Gespräche mit Lee beschrieben (vgl. Allan, William: Bericht vom 15.2.1868, in: William Allan Paers, Southern Historical Collection, University of North Carolina, zitiert bei Freeman, Lee's Lieutenants II S. 716-21; Allan, William: The Army of Northern Virginia in 1862, a.a.O., S. 345; Bridges, Hal: " A Lee Letter on the 'Lost Dispatch' and the Maryland Campaign of 1862," Virginia Magazine of History, LXVI [April 1958] S. 165; Sears, a.a.O., S. 385 Anm. 14).

 

McClellan berichtete im Frühjahr 1863 über den Fund dem Joint *Committee of the Conduct of the War (Sears, a.a.O., S. 114; Report of the Joint Committee, I, S. 439; McClellan Papers, reel 31). Dieser Bericht wurde veröffentlicht. Die Informationen gelangten an CS-Zeitungen, die daraufhin CS-MajGen Daniel Harvey *Hill öffentlich kritisierten. Hill widersprach energisch und gab an, daß die verlorene Ausfertigung des Befehl ihn nicht erreicht hatte. Hill hatte nämlich über Stonewall Jackson eine Abschrift erhalten, unter dessen Befehl er damals stand (vgl. Sears, a.a.O., S. 114; Hill, D. H.: "The Lost Dispatch," in: The Land We Love, IV [Febraurs 1868] S. 270-84; Hill, D. H.: "The Lost Dispatch," in: Southern Historical Society Papers, XIII [1885] S. 420-23 ).

 

Die Frage, wer Lee's Befehl auf der Wiese bei Frederick verloren hat und die Auswirkungen von Verlieren und Auffinden waren lan­ge Zeit Gegenstand von Debatten bei der historischen Erforschung (vgl. Sears, a.a.O., Appendix I, S. 349 ff). Hill's Angaben, er habe die Ausfertigung des Befehls persönlich nicht erhalten, sondern nur diejenige auf der üblichen Befehlskette über Stonewall Jackson, dürften zutreffen (vgl. Sears, a.a.O., S. 349). Hill vermutete, es sei Verrat im Spiel. Es war wohl Nachlässigkeit im Spiel, wobei die Verantwortlichkeit ungeklärt ist. Lee's Headquarter-Abteilung unter Chilton führte kein Postausgangsbuch, sodaß Chilton nicht mit Bestimmtheit angeben konnte, den Befehl direkt an D. H. Hill's Stab versandt zu haben. Chilton verstarb 1879. Die genauen Fund­umstände und die Verwendung des Befehl zum Einwickeln von Zigarren wurden erst 1886 bekannt, durch *Colgrove's Schilderung vom 24.6.1886 in Battles & Leaders, Vol. II, S. 603 (vgl Sears, a.a.O., S. 349). Vermutlich hat jemand aus Hill's Stab die Nachlässig­keit begangen und den Befehl zum Einwickeln von Zigarren verwendet, da er wußte, daß der Befehl über Stonewall Jackson bereits an Hill gegangen war, und die "Zweitschrift" aus Lee's Headquarters nicht mehr benötigt würde (Sears, a.a.O., S. 349).

 

Literatur:

- Allan, William: Bericht vom 15.2.1868, in: William Allan Papers, Southern Historical Collection

- Allan, William: The Army of Northern Virginia in 1862, a.a.O., S. 345

 

- **Bridges, Hal: " A Lee Letter on the 'Lost Dispatch' and the Maryland Campaign of 1862," Virginia Magazine of History, LXVI [April 1958] S. 165

- *Chilton, Robert H.: Brief an Jefferson Davis vom 8.12.1874

- **Colgrove, Silas: The Finding of Lee's Lost Order; B&L, a.a.O., vol. II, S. 603

- Datzman, Richard Carroll: "Who found Lee's Lost Order?" (1973); in: Antietam National Battlefield, Sharpsburg / Maryland, Ma­nuscript Collections

- **Hill, D. H.: "The Lost Dispatch," in: The Land We Love, IV (February 1868) S. 270-84

- **Hill, D. H.: "The Lost Dispatch," in: Southern Historical Society Papers, XIII (1885) S. 420-23

- Longstreet, James: From Manassas to Appomattox, a.a.O., S. 212 ff

- **McClellan, George B.: Papers. Manuscript Division, Library of Congress, reel 31

- Report of the Joint Committee, I, S. 439

- **Rowland, Dunbar (ed.): Jefferson Davis, Constitutionalist: His Letters, Papers and Speeches. 10 vols (Jackson: Mississippi Depart­ment of Archives and History, 1923), Vol. VII, S. 412-13

- Sears: Landscape Turned Red, a.a.O., S. 112-13, 114, 349 ff

 

 

Lorenz-Rifle:

The Lorenz rifle was an Austrian rifle used in the mid 19th century. It was used in several European wars, and also featured prominently in the U.S. Civil War.

 

The Lorenz rifle was designed by Austrian lieutenant Joseph Lorenz. It was first approved for manufacture in 1854, and was Austria's first all-new infantry firearm in decades. The demand for the rifles was much greater than what the Austrian government could produce, so much of the production was done by private manufacturers. Many of these manufacturers did not have the skill and precision required to make what was then a very modern and sophisticated rifle design, and as a result, the quality of Lorenz rifles varied quite a bit. The bore diameters also varied quite a bit due to insufficient control of allowable tolerances. This often left too much of a gap between the bullet and the barrel, resulting in poor performance.

 

Replacing the earlier Augustin rifled musket, the Lorenz was first distributed to Austrian soldiers in 1855. Despite its superiority to the Augustin, the Lorenz suffered from slow delivery and was sometimes used ineffectively due to prevailing conservatism in tactics and training. By 1859, the year of the Austro-Sardinian War, not all Austrian units had received the new rifle.

 

The Lorenz rifle was a percussion type muzzle loader, and as such was similar in design to the British Pattern 1853 Enfield and the American Springfield rifle-muskets. It had a 37.5 inch barrel which was held into place by three barrel bands. The barrel was .54 caliber, which was slightly smaller than the .577 used by the Enfield and the .58 standardized in later Springfields.

 

The stock was made of beech or occasionally walnut. The Lorenz could have either block or leaf-sights. The rifle was fitted with a quadrangle socket bayonet.

 

The Lorenz rifle first saw action in the Second Italian War of Independence. It was later used in the Balkans.

 

The Lorenz rifle was the third most widely used rifle during the American Civil War. The Union recorded purchases of 226,924 and the Confederacy bought as many as 100,000. Confederate-bought Lorenz rifles saw heavy use in the Army of Tennessee in 1863-64, with many of them being issued to re-equip regiments captured at the siege of Vicksburg and later exchanged. The quality of Lorenz rifles during the Civil War was not consistent. Some were considered to be of the finest quality (particularly ones from the Vienna Arsenal), and were sometimes praised as being superior to the Enfield; others, especially those in later purchases from private contractors, were described as horrible in both design and condition. Many of these poorer-quality weapons were swapped out on the battlefield for the British Enfield or the American Springfield rifle-muskets whenever one became available.

 

Muzzle-loading Lorenz rifles were the main Austrian weapon during the Austro-Prussian War where the Prussian needle gun (Zündnadelgewhr, konnte im Liegen und damit in Deckung geladen werden, während das Lorenzgewhr zumindest im Knien oder im Stehen geladen werden mußte) generally outclassed them. The Austro-Hungarian Empire converted some 70,000 Lorenz rifles into the Wanzl breechloader until they had enough M1867 Werndl-Holub rifles to arm the military. In the late 19th century surplus Lorenz rifles were sold in Africa as trade guns.

 

The Lorenz rifle was produced in three different variants, designed for short, medium, and long range combat. The short range version, which was the most common, had less of a twist in the rifling, and lacked long range sights. The medium range version had more of a twist in the rifling to increase long range accuracy, and had movable long range sights. The long range version had an even greater twist in the rifling as well as a finer adjustable sight. This long range version was intended only for use by elite fighting units.

The rifle was also produced in two different patterns, the 1854 and the 1862. The Pattern 1862 had a different type of lock plate that more closely resembled that used on the Enfield. Pattern 1862 rifles were also more consistent in their manufacturing.

 

A large number of Lorenz rifles purchased by the Union during Civil War had their barrels bored to .58 caliber, so that they could fire the same ammunition as the Enfield and Springfield rifle-muskets. The boring on these rifles suffered from the same lack of consistency that was found in the original manufacture of the rifles. Confederate purchased rifles were kept in .54 caliber. The finish on the rifles varied. Some were blued, some browned, and others were polished bright (aus wikipdia, Stichwort 'Lorenz rifle', Abruf v. 9.4.2017).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera M

 

Major General:

es gab im Civil War insgesamt 104 Major Generals (Hearn, a.a.O., S. xix)

 

 

Maps:

s. Karten, militärische

 

 

McDowell Inquiry:

Wegen seiner Führung in 2nd Manassas wurde auf McDowell's eigene Bitte an den Präsidenten (Brief McDowell's an Lincoln vom 6.9.1862, abgedruckt bei OR I 12/1 S. 39) ein Militärgerichtsverfahren von Nov 1862 bis Febr. 1863 durchgeführt; zum McDowell Court of Inquiry: vgl. OR Ser. I Vol 12/1 S. 36 ff; Mitglieder des Militärgerichts: MajGen Cadwalader; BrigGen John Martindale, BrigGen James H. Van Alen; LtCol Louis H. Pelouze (Protokollführer)

 

Das Verfahren umfaßte folgende Zeiträume:

- Divisionskommandeur unter McClellan vom 24.8.1861-13.3.1862

- I Army Corps, Army of the Potomac, 13.3.1862-4.4.1862

- Department of the Rappahannock, 4.4.1862-26.6.1862

- 3rd Army Corps, Army of Virginia unter MajGen Pope vom 26.6.1862-6.9.1862

 

 

Militärbeobachter, ausländische:

Die ausländischen Militärbeobachter des Bürgerkriegs konnten sich weitgehend umfassend informieren, da es ihnen ggü. kaum Ge­heimhaltung gab (vgl. Luvaas, a.a.O., S. 11)

 

Britische Beobachter waren:

- Captain F. *Beaumont; britischer Captain der Royal Engineers und britischer offizieller Beachter während der Peninsular Campaign (vgl. Luvaas: The Military Legacy, a.a.O., S. 23)

- LtCol Henry Charles *Fletcher (privater inoffizieller Beobachter)

- LtCol James Arthur Lyon *Fremantle (privater inoffizieller Beobachter)

- Marquis of Hartington (liberaler Abgeordneter im britischen Parlament; vgl. Luvaas, a.a.O., S. 18-20) (privater inoffizieller Beob­achter)

 

 

Preußische Beobachter waren:

- Justus *Scheibert

- Viktor Ernst Karl Rudolf von *Scheliha

 

Die ausländischen Militärbeobachter des Bürgerkriegs konnten sich weitgehend umfassend informieren, da es ihnen ggü. kaum Ge­heimhaltung gab (vgl. Luvaas, a.a.O., S.

 

Literatur:

- Luvaas: The Military Legacy, a.a.O., S. 7 ff

 

 

Military Gazette:

konservative amerikanische Militärzeitung, das offizielle Organ der New York State Militia (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 60, 94)

 

 

Miliz-Einheiten, Militia:

s. auch *Minutemen;

s. auch *Georgia Militia

 

Die Milizeinheiten waren neben den wenigen regulären Regimentern die Keimzelle der Nordstaaten und Südstaatenarmee. Deren Aufstellung erfolgte im wesentlichen wenige Monate vor Kriegsausbruch (zu ihrer Ausstellung instruktiv: Stone, Washington in the Eve of the War; in: Battles and Leaders Vol. I, S. 11 f., der damalige Col. und spätere BrigGen Stone stellte als Inspector-General des Bezirks Columbia / Washington / DC ab Januar 1861 33 Miliz-Kompanien auf). Die vorher vorhandenen Milizeinheiten waren eher folkloristische oder politische, nicht kampftgedrillte Organisationen (Hattaway/Jones: How the North Won, a.a.O., S. 10).

 

Bei den Freiwilligen-Regimentern war es üblich, daß die Freiwilligen ihre Offiziere, die Offiziere ihren Regimentskommandeur selbst wählten, was die Nordarmee bis 1863 praktizierte. Die Benennung der Regimenter erfolgte in der Reihenfolge ihrer Aufstel­lung.

 

In den USA war in den 50er Jahren anstelle des Pflichtdienstes in der Armee für alle Männer das Freiwilligenkonzept getreten. Über­all entstanden daraufhin freiwillige Milizkompanien mit charakteristischen Namen (z.B. Fire Zouaves, Palmetto Guards, Lexington Wild Cats, Jasper Greens, Floyd Rifles u.a.). Die Ausbildung war sehr unterschiedlich, viele verbrachten mehr Zeit im Wirtshaus als auf dem Exerziergelände. Doch waren es gerade diese Milizeinheiten, die im Norden wie im Süden als erste dem Mobilmachungs­aufruf folgten (McPherson S. 305/306).

 

Am Anfang des Krieges wurden während der Aufstellung der Regimenter auch die Soldaten gewählt, die sich um die Aufnahme in ein Regiment bewarben (vgl. Adams: 19th Mass. Infantry, a.a.O., S. 5)

 

Die USA benutzen für die Milizen ein regionales Departmental System, das von Kriegsminister Calhoun geschaffen und von Kriegs­minister Jefferson Davis modifiziert wurde. Kommandeur jedes Regional Departments war ein Colonel oder General (oft Brevet Ge­neral), der alle im Department befindlichen Offiziere, gleich welchen Rangs, kommandierte. Die Folge waren weit verstreute einzel­ne Kompanien von je 80 Mann, jedes Regiment umfaßte 25 Kompanien. Die Regimenter existierten deshalb nur auf dem Papier ohne einen Kommandostab (Hattaway/Jones: How the North Won, a.a.O., S. 10).

 

zur Kritik am Milizsystem:

- Hattaway/Jones: How the North Won, a.a.O., S. 10

 

Im Frühling 1863 war MajGen Robert C. *Schenck Kommandeur des Middle Military Department (VIII Corps), das sich vom Delaware zum Ohio erstreckte. Das Department verfügte über 33000 Soldaten, bei denen es sich allerdings meist um rückwärtigen Einheiten und keine Kampfeinheiten handelte. Die Truppenkonzentration bestand um Harper's Ferry, eine weitere um Winchester/Shenandoah. Das Department war für eine effektive Führung viel zu groß. Deshalb wurde beschlossen, das Middle Military Department aufzulösen und zwei kleinere neue Departments zu bilden, die allerdings aus Milizeinheiten bestehen sollten (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 61).

 

Kriegsminister Stanton hatte wenig Vertrauen in das traditionelle Milizsystem. Anläßlich des bevorstehenden CS-Vorstosses nach Norden im Frühsommer (Gettysburg Campaign) stand die US-Regierung vor der Aufgabe, Gen. Hooker's Truppen in Virginia zu ver­stärken, was nur durch Entblößung der Verteidigung Washingtons möglich gewesen wäre. Bei einem Treffen zwischen Lincoln, Stan­ton und Pennsylvania Governor Andrew G. Curtin am 28. oder 29.5.1863 in Washington schlug Stanton Neuerungen dahin vor, eine neue Miliz unter der Kontrolle der US-Bundesregierung aufzustellen und diese nicht mehr den Bundesstaaten, sondern dem Präsiden­ten zu unterstellen (vgl. Coddington. The Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 134). Als sich die Hinweise häuften, daß ein Angriff von Lee’s Army of Northern Virginia auf Maryland und Pennsylvania bevorstehe, wurde Stanton’s Plan am 9.10.6.1863 in die Tat umge­setzt und in Pennsylvania zwei neue Military Departments für die US-Militia geschaffen: the Department of the Monongahely (unter MajGen W. T. H. Brooks mit Hauptquartier in Pittsburg) und das Department of the Susquehanna (unter MajGen Darius N. Couch mit Sitz in Harrisburg, Pa.) (vgl. Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 134-35).

 

Als im Juni 1863 angesichts der drohenden Invasion durch Lee's Army of Northern Virginia die neue US-*Militia in Pennsylvania geschaffen wurde, unterstützte McClure die Forderung, MajGen George *McClellan zu reaktivieren und mit dem Oberbefehl über die Miliz zu betrauen. Dies wurde allerdings von Präsident Lincoln abgelehnt (vgl. Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 139).

 

 

Minié-Bullet:

entwickelt von Captain Claude Etienne Minié von den Chasseur d'Orleans. Minié überwand mit seiner Gewehrkugel das grundsätzli­che Problem des Rifled Gewehr, das darin bestand, den Abstand zwischen Kugel und Zügen des Gewehrlaufs zu verringern. Vor der Entwicklung der Minié-Gewehrkugel war es erforderlich, zur Vermeidung eines Druckabfalls im Gewehrlauf beim Schuß, das Geschoß mit einem größeren Durchmesser als dem Laufdurchmesser zu versehen und es in den Lauf hineinzuhäm­mern. Der hierzu erforderliche Zeitaufwand verhinderte ein schnelles Laden, setzte die Feuergeschwindigkeit erheblich herab und erforderte zudem ein Vor­derladergewehr.

 

Minié entwickelte ein Geschoß, das auf der Rückseite einen Hohlraum aufwies, der sich beim Schuß durch Zusammenstauchung aus­dehnte und hierdurch das Geschoß paßgenau in den Lauf preßte (vgl. McWhiney/Jamieson: Attack & Die, a.a.O., S. 48).

 

Dieses neuartige Geschoß glich die Nachteile der bisherigen Rifle aus, erhöhte Schußweite, Feuergeschwindigkeit, Treffersicherheit und Schußfolge.

 

Die auf Basis des Minie Ball entwickelte Infanteriewaffe war das Springfield Modell 1861 mit einer Schußweite von effektiv 300-400 Yards und einer maximalen tödlichen Reichweite von 1200 Yards (vgl. McWhiney/Jamieson: Attack & Die, a.a.O., S. 48).

 

Die neue Waffe erfordert eine Revision der bisherigen von Scott geprägten Infantrie-Taktik. Der *Double-Quick-Schnellschritt wurde in Hardee's Tactical Manual als Antwort auf die erhöhte Feuergeschwindigkeit der neuen Infantriehauptwaffe (Springfield Rifle Mo­dell 1861) mit dem neuartigen *Minie-Geschoß eingeführt, um die hieraus entstehenden Nachteile für den Angreifer auszugleichen. Die erhöhte Feuergeschwindigkeit beim Verteidiger erforderte eine höhere Geschwindigkeit beim Angreifer (vgl. McWhiney/Jamie­son: Attack & Die, a.a.O., S. 51).

 

Literatur:

- **Hardee, William J.: Rifle and Light Infantry Tactics; for the Exercise and Manoeuvres of Troops when acting as Light Infantry or Riflemen (2 vols, Philadelphia 1855)

- McWhiney/Jamieson: Attack & Die, a.a.O., S. 48 ff.

- Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., 30 ff

 

 

Minutemen:

auch 'Minute-men'; Bezeichnung für Vorkriegs-Milizeinheiten und Bürgerwehren. Diese gingen oft geschlossen als Kompanien in den einzelnen Regimentern auf; z.B.: K (2nd) - Pendleton Minute Men (Pendleton Co.) (formerly Co. B (1st), 31st Va. Inf.)

 

Literatur:

- **Hill, Jim Dan: The Minutemen in Peace and War: A History of the National Guard (Harrisburg, Pa., 1964)

 

 

Missouri State Guard:

Die +++prüfen+++ ter pro Distrikt, sodaß die Truppen ungefähr der üblichen Brigadestärke entsprachen. In der Sektion 54 des Gesetzes wurde das District Command als Division bezeichnet (vgl. Allardice: More Generals in Grey, a.a.O., S. 60-61, Anm. 2).

 

 

Medal of Honor:

The Process for awarding a MOH in the 1860's bore little resemblance to that of today, where a recommendation can take up to 18 months to move through the approval process because each recommendation receives intense scrutiny. The criteria for earning a MOH in 1863 were extremely vague. The language of the MOH legislation stated that the Medal could be awarded to soldiers who distinguished themselves „by their gallantry in action“ or by „other soldier-like qualities“. There was nothing what defined what was meant by „gallantry in action“ or „other soldier-like qualities“. This was left up to the officers in the field to interpret.

 

Most of the Gettysburg Medals of Honor were awarded in the 1890's, not during the war. There were 63 MOH awarded for the battle of Gettysburg of which nineteen were received during the war, three were issued in the late 1860's, and forty-one were awarded in the 1890's. It was possible for every veteran to apply for a MOH through the Adjutant General's Office and many did. Fueling this quest for medals was the Medal of Honor Legion, formed on April 23, 1890 by former army officers.  The intent of the Legion was to protect the integrity of the Medal but it actually helped encourage a flood of nominations and requests from Civil War veterans. There was a review process for nominations but it was not rigorous and could be influenced by politics (aus https://npsgnmp.Wordpress. com/ 2013/09/26/the-dilemma-of-medals).

 

Literatur:

- Arrington, B. T.: The Medal of Honor at Gettysburg (Gettysburg: Thomas Publications, 1996)

- Beyer, W.F. and O.F. Keydel (ed.): Deeds of Valor. How America's Civil War Heroes won the Congressional Medal of Honor (Reprint der Erstausgabe 1903, Longmeadow: Stanford, Ct., 1993)

- Mitchell, Joseph B.: The Badge of Gallantry: Recollections of Civil War Congressional Medal of Honor Winners (New York: Macmillan, 1968)

 

 

Mollus - Military Order of the United States:

eine Vereinigung aktiver und ehemaliger Offiziere, gegründet in Philadelphia 1865 (vgl. Longacre, a.a.O., S. 12). Mollus ist unter­gliedert in einzelne "Commandary" in den einzelnen US-Bundesstaaten, die eine große Zahl von Veröffentlichungen über den Bür­gerkrieg vornahmen (vgl. Literaturliste).

 

 

Mortars:

Mörser +++++

 

13-Inch Mortars mit einem Gewicht von 20000 Pounds (Milhollen u.a.: Divided we Fought, a.a.O. S.44, s. auch Photos)

 

Photos:

- US-Mörserstellung bei Yorktown mit 13-Inch-Mortars im Frühjahr 1962: Milhollen u.a.: Divided we Fought, a.a.O. S.44

 

 

Munition (Gewehrmunition):

s. auch "buck and ball"

 

 

Musket, Muskete:

s. auch *Munition

 

Die Muskete (englisch musket, französisch mousquet; eigentlich Sperber, in Anlehnung an die Form des Hahnes) ist ein schweres, langes Vorderladergewehr mit glattem (zuglosen) Lauf. Im englischen Sprachraum hielt sich die Bezeichnung musket für ein langes, großkalibriges Vorderladergewehr mit glattem und sogar mit gezogenem Lauf (rifled musket) bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts (Model 1861 U.S. Percussion Rifle-Musket 1855 in den USA und Enfield Rifled Musket in Großbritannien).

 

Die Muskete löste ab Ende des 16. Jahrhunderts schrittweise die Arkebuse als Infanteriewaffe ab und wurde im 18. Jahrhundert zur Hauptwaffe der Fußtruppen („Musketiere“). Von der Arkebuse unterscheidet sich die Muskete hauptsächlich durch die größere Län­ge, die dem Geschoss eine höhere Mündungsgeschwindigkeit und dadurch gesteigerte Reichweite und Durchschlagskraft verlieh. Oft war auch das Kaliber größer, welches damals jedoch noch nicht genormt war und auch bei Arkebusen beachtlich sein konnte. Höher­wertige Musketen wurden im 17. Jahrhundert auch mit einem Radschloss versehen. Bei den meisten erhaltenen Musketen aus der Zeit vor 1700 handelt es sich um kostbare Jagdwaffen mit dieser Art von Zündung (z. B. in den Rüstkammern zu Dresden, Wien oder Madrid).

 

Nach Einführung des Steinschlosses als sog. Schnapphahnschloss im Lauf des 16. Jahrhunderts und dessen Weiterentwicklung als sog. Batterieschloss im sehr frühen 17. Jahrhundert wurde der Name Flinte – wegen des zur Zündung statt der Lunte verwendeten Feuersteins (Flint) – gebräuchlich.

 

Die ersten modernen Massenfertigungen von Musketen wurden wesentlich durch die Bestimmungen des englischen Board of Ordnance und wenig später von dem Franzosen Honoré Le Blanc und dem Amerikaner Eli Whitney eingeführt.

 

Für einen Schuss wurde die Waffe mit Schwarzpulver, dem kugelförmigen Projektil und anfänglich mit einem Schusspflaster geladen und das Ganze mit dem Ladestock festgestopft. Der Ladestock wurde meist in einer Scheide unter dem Lauf mitgeführt. Wegen der starken Schmutzablagerungen des verwendeten Schwarzpulvers musste die Kugel kleiner sein als der Innendurchmesser des Laufes, damit sie in diesen hineinrollen konnte. Im Gefecht verzichtete man auf das Pflaster, da man so schneller schießen konnte. Man ließ die Kugel einfach in den Lauf fallen.

 

Am hinteren Ende des Laufes war außen eine Zündpfanne angebracht, welche durch eine Bohrung mit dem Innern des Laufes ver­bunden war. Auf die Zündpfanne schüttete man ca. 1 Grain (= 0,0648 Gramm) feingemahlenes Schwarzpulver (sogenanntes Zündkraut). Das Zündkraut wurde beim Schuss mit einer brennenden Lunte, bei den späteren Modellen mit Steinschloss durch die Funken des Feuersteins entzündet. Die Flamme des Zündkrautes schlägt durch die Bohrung im Lauf bis zur Treibladung aus Schwarzpulver (je nach Kaliber bis zu 160 Grain) und zündet diese. Durch die expandierenden Gase wird die Kugel aus dem Lauf getrieben.

 

Da eine Muskete ursprünglich bis zu 15 kg wog und man deswegen nicht freihändig schießen konnte, stützte man sie beim Feuern auf die Gabel des „Gabelstocks“. In späterer Zeit wurden die Waffen leichter, so dass sich die Verwendung einer Gabel im Laufe des 17. Jahrhunderts erübrigte.

Seit 1500 hatte sich in den europäischen Armeen die Verwendung von Handfeuerwaffen verbreitet. Es handelte sich dabei im Feldge­brauch überwiegend um Halbhaken oder Arkebusen. Die Schützen mussten auf Grund der geringen Feuerrate noch durch Pikeniere gegen die Kavallerie gedeckt werden. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts verbreiteten sich zum besseren Schutz vor Waffenwirkung der Feuerwaffen sogenannte „schussfreie“ Brustharnische, Helme und Tartschen, die eine höhere Durchschlagskraft erforderlich machten. Dieses führte zur feldmäßigen Verwendung von schweren Doppelhaken oder Musketen, deren Gebrauch sich vorher auf den Festungskrieg beschränkt hatte.

 

Die Musketiere bildeten anfangs nur einen kleinen Teil der Schützen. Ihre Zahl wuchs jedoch mit der Zeit. Nach der spanischen Or­donnanz von 1638 sollten die Musketiere ein Drittel der Schützen betragen und sich an den beiden äußeren Enden der Schlachtfor­mation aufstellen. Die Pikeniere bildeten die Mitte und sollten ein (weiteres) Drittel der Gesamtstärke betragen. Diese Zahlen waren jedoch nur theoretisch und wurden selten eingehalten. Ein Musketier sollte nach dieser Ordonnanz 6 spanische Escudos im Monat er­halten, ein Arkebusier 5, ein Pikenier 3. In anderen Armeen war es ähnlich.

 

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts nahm der Anteil von Arkebusieren rapide ab. Im Dreißigjährigen Krieg war die Arkebuse praktisch nur noch als Bandelierarkebuse oder Karabiner als Reiterwaffe zu finden. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden die Musketen (zuerst bei den Schweden) auch leichter, der Gabelstock fiel weg, das Kaliber verringerte sich und die Waffe war jetzt eher leichter als frühere Arkebusen. Dennoch setzte sich die Bezeichnung Muskete durch. Bis 1700 waren auf den Schlachtfeldern keine Pikeniere zur Deckung mehr zu finden, die Erfindung des Bajonetts hatte sie überflüssig gemacht.

 

Aufgrund des glatten Laufes und der Kugelform des Geschosses ist die Treffgenauigkeit bei Entfernungen von über 100 m ver­gleichsweise gering. Durch die militärisch eingesetzte Rollkugel – die zum leichteren Laden kleiner als der Laufdurchmesser ist und nicht geführt wird – wurde diese nochmals herabgesetzt. Man hoffte, durch eine hohe Anzahl an Schützen dennoch die erforderliche Wirkung zu erzielen. John Churchill, Duke of Marlborough, entwickelte die Taktik, die feindlichen Truppen auf ca. 75 Meter heran­kommen zu lassen, um dann die gewünschte Wirkung durch Massenfeuer zu erreichen. Von der Infanterie Friedrichs des Großen ist bekannt, dass sich die Kompanien im Feuer abwechselten, um das Musketenfeuer stets aufrechtzuerhalten, es feuerte zunächst die er­ste Kompanie, dann die dritte (während die erste wieder lud), danach die zweite (während die erste den Ladestock wieder an den Ort brachte), zuletzt die vierte, wonach sofort die erste Kompanie wieder anlegen konnte.

 

Da die Ladezeit von eminenter Bedeutung war, führte beispielsweise Preußen eine Muskete mit konischem Zündloch ein, damit das Aufbringen des Zündkrautes auf die Pfanne entfallen konnte.

 

Bei Untersuchungen von gut dokumentierten Schlachten zwischen England und Frankreich unter Napoleon, zum Beispiel in Spanien, wurde ermittelt, dass im Normalfall nur 5–7 % aller abgegebenen Schüsse eine Wirkung im Ziel hatten. Daher kam man zu dem Schluss, dass nur eine Steigerung der Feuergeschwindigkeit im Gefecht Vorteile bringen würde. Unter idealen Bedingungen ermittel­te Trefferquoten waren:

  • 75 m – 60 % Treffer

  • 150 m – 40 % Treffer

  • 225 m – 25 % Treffer

  • 300 m – 20 % Treffer

 

A musket is a smoothbore shoulder arm which fires a round lead ball (vgl. Abb der Waffe und der runden Geschosse bei Coates/Tho­mas, a.a.O., S. 8; Anm.: die späteren Varianten verwendeten wie die modernen Waffen ein längliches Geschoß +++++klären: vom Typ Minie-Ball+++++++). Smoothbore arms (musket Model 1816) were standard issue in the U.S. Army until 1855, when they were replaced by a new model arm with a rifled bore (bzw. modernisiert wurden; vgl. Coates/Thomas: Civil War Small Arms, a.a.O., S. 9). Although obsolete by the Civil War, many muskets were still in arsenal storage or in the hands of state militia units. In 1861, the ave­rage musket was 57 inches long and weighed about 9 pounds. (aus Thomas/Thomas: Civil War Bullets & Cartridges, a.a.O., S. 72)

 

The infantry weapons commonly used during the Civil War were the rifle musket (Gewehrlauf mit Zügen) and the smoothbore mus­ket (glattläufiger Gewehrlauf). Both of these were muzzleloaders (powder and bullet loaded from the muzzle and rammed down the barrel) and were fired using a percussion cap (Zündhütchen, seit 1855, vorher Flint-Lock-Ignition) aus Messing oder Maynard's Per­sussion Tape Primers. Edward Maynard was issued a patent for his percussion tape primers on Sept. 22, 1845. In Maynard's idea, small pellets of fulminate were cemented between two strips of paper and then shellacked for moisture resistance (Thomas/Thomas, Civil War Buletts and Cartridges, a.a.O., S. ix).

 

One common characteristic of bullets for both smoothbores and rifle muskets was that they had to have a smaller diameter than the bore of the gun so they would fit down the barrel during loading. The space between the bullet and the barrel was called windage. During the Civil War, most of the bullets made in the North were machine pressed, which produced a more solid and uniform ball. The South, however, predominately cast their bullets in molds. Often the only way to distingish between a Northern and Southern "3-ring minnie" is if it shows some "cast" features. These features include a noticable sprne location (nose cast, side cast, etc.) or irregu­larities in the cavity and/or rings.

 

The smoothbore musket, as the name indicates, had a smooth bore in the barrel. The projectile generally employed was a spherical ball or round shot. Because of the windage in smoothbores the ball does not take a true or straight path as it travels through and exits from the barrel, but tends instead to bounce from side to side and take an erratic course when it leaves. Smoothbores were very inac­curate at ranges over 50 yards and were useless over 100 yards. Although inaccurate, the great demand by both governments for ser­viceable weapons meant that the outdated smoothbore saw service in great quantities throughout the war." (aus Thomas/Thomas: Ci­vil War Bullets & Cartridges, a.a.O., S. 30)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera N

 

 

Napoleon:

glattrohriges Geschütz der Gattung "Gun-Howitzer"

 

Die 12-pounder-Napoleon war die amerikanische Bezeichnung für die in den späten 1850er Jahren eingeführten "Gun-Howitzers" der neuen Geschützgeneration; der Name ist auf Kaiser Napoleon III. von Frankreich zurückzuführen, der als ehemaliger Artillerieof­fizier der Schweizer Armee die Entwicklung der modernen Artillerie entscheidend förderte (vgl. Nosworthy: Bloody Cru­cible, a.a.O., S. 60).

 

Bei Ausbruch des Bürgerkrieges war die Grundwaffe der Artillerie die 12pfünder glattläufige Napoleon, bei der US-Army 1856 ein­geführt.

 

Die durch die Einführung des Minie-Gewehrs bei der Infantrie und die hierdurch bedingte erhebliche Erhöhung der Schußweite der Infantriewaffen, hatte erhebliche Auswirkungen auf die Feldartillerie. Die Schußweite der Artillerie lag um 1840 beim Verschuß von "Solid-Shots" um 650 yards. Die Artillerie-Bedienungen konnten daher von wenigen Scharfschützen der Infantrie außer Gefecht ge­setzt werden. Dies hatte die Notwendigkeit zur Folge, die Reichweite der Artillerie zu erhöhen (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 67 ff) oder die Effektivität der Geschosse zu verbessern, was zuerst bei der britischen Army durch Einführung von "shrap­nell shells" mit einer Einsatzreichweite von 650 yards gelang, wodurch Infantrie erfolgreich niedergekämpft werden konnte (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 67). Durch die metallurgischen Grenzen bei der Konstruktion von Geschoßhüllen mußte entweder die Hülle verstärkt werden (mit der Folge geringerer und ungenügender Explosivladung) oder die Abschußgeschwindigkeit beim Verschuß aus Kanonen erhöht werden, was ebenfalls aus materialtechnischen Gründen nur bedingt möglich war. Die Versuche führten zum Ergeb­nis, die Explosivgeschosse mit Haubitzen zu verschießen, die gegenüber Kanonen (mit einer flachen Flugbahn der Geschosse), eine steile gekrümmte Flugbahn der Geschosse aufwiesen, und deshalb mit einer deutlich geringen Abschußgeschwindigkeit der Geschos­se abgefeuert werden konnten (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 68). Die Fortschritte der Metallurgie ermöglichten jedoch die Einwicklung von Geschoßhüllen, die mit höherer Abschußgeschwindigkeit der Explosionsgeschosse verschossen werden konnten (vgl. Noswor­thy, a.a.O., S. 69). Diese Ergebnisse hatten die Folge, daß nunmehr aus Kanonen sowohl Kugelgeschosse (Solid Shot) als auch Ex­plosionsgeschosse verwendet werden konnten. Insgesamt führte dies um 1850 zur Einführung einer neuen Generation von "Gun-Ho­witzers", die leichter und beweglicher als die früheren Geschütze waren und zudem auf höhere Rohrneigungen eingestellt werden konnten. Dies führte zum Wegfall der Howitzers und zur einer Vereinheitlichung und Standardisierung der Artillerie (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 70). Die bei der Artillerie führende französische Armee führte um 1850die neue Generation dieser Gun-Howitzers ein, die 12- pounder "Canon obusier", auch als "Napoleon" bezeichnet. Kaiser Napoleon Bonaparte III. war als ehemaliger Artillerieoffizier für die Entwicklung und Einführung dieser neuen Waffe entscheidend (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 71).

 

In Lee's army of Northern Virginia bestand die Artillerie zunächst aus 6-pounders. Lee had a program for replacing his 6-pounder guns with the better 12-pounder Napoleon howitzers, which were standard in the Federal artilery (though rifled cannons were appaering in increades numbers). The Napoleon, which were generally made of bronze, weighed 1757 pounds or about twice as much as the guns they replaced. Although the Napoleons were far more effective in battle than the 6-pounders, this extra weight meant additional strain on the horses (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 15).

 

 

National Tribune:

was an independent newspaper and publishing company owned by the National Tribune Company, formed in 1877 in Washington, D.C.

 

The National Tribune (official title) was a post-Civil War newspaper based in Washington, D.C. published by the National Tribune Publishing Co. "A Monthly Journal devoted to the interests of the Soldiers and Sailors of the late war, and all Pensioners of the United States" was the caption under the paper's title. The National Tribune served generally as the organ of the Grand Army of the Republic, (G.A.R.) and as a forum for old soldiers to share their reminiscences.

 

The National Tribune Publishing Co. also printed historical publications, from pamphlets to hard-bound books, and ephemera empathizing on articles, stories and histories of heroes and political figures, as well as Union and Confederate soldiers and armies. In more modern times, the journal evolved to the its modern version, what is now Stars and Stripes (vgl. wikipedia, Stichwort National Tribune, Abruf v. 15.3.2017).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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