Version 24.3.2016

 

 

 

Litera P

 

 

Papiermühlen, allgemein:

die erste bekannte Papiermühle in der Pfalz entstand um 1589 im Herzogtum Zweibrücken. Ihr folgte um 1618 die Papiermühle in Kaiserslautern 1.

 

Literatur/Urkunden:

- „Die Rheinpfalz“, Neustadt v. 3.8.1985.Als im (Lambrechter) Tal die Mühlen brannten. [Geschichte d. Papierindustrie].

 

 

 

 

 

Papiermühlen, Landkreis Südliche Weinstraße:

 

Literatur/Urkunden:

- Weber: Von Papiermühlen im Landkreis (Südliche Weinstraße); in: Heimatjahrbuch 1982 Landkreis Südliche Weinstraße, S. 116

 

 

 

 

 

Patersbach am Glan:

heute OT von Altenglan, Lk Kusel, nördlich von Altenglan am Glan gelegen; gehörte zu Pfalz-Zweibrücken

 

Mühlen:

- Reiß'sche Mühle:

+++klären: ob identisch mit der Vockenmühle+++

 

Im Kuseler Anzeiger vom 3.6.1911 wurde Versteigerung der Reiß'schen Mühle am 2.6.1911 mitgeteilt: „Patersbach. Bei der gestrigen Versteigerung der Reiß'schen Mühle ging dieselbe um 23.000 Mark in den Besitz des Herrn Adjunkten Cappel in Kusel über.“ 2.

 

 

- Vockenmühle; Fockenmühle, Vockenrecher Mahl- und Ohlig Mühle:

die Mühle liegt am Glan nördlich des Dorfes in Richtung auf Erdesbach, in den Hang des Horstberges eingegraben, direkt an der Landstraße.

 

1595 bewarb sich Paulus Vockenmüller aus Einöd um die Erbacher Mühle am „Herrenweiher“ Hierbei erklärte Vockenmüller der Zweibrücker Rentkammer, daß sein Vater die Vockenmühle am Patersbach und auch die Altenwoogsmühle bei Vogelbach hergerich­tet habe 3.

 

1588 als „Fockenmühl“ 4, 1711 als „Vockenmühle“ erwähnt 5. Die Mühle dürfte noch Jahrhunderte vor 1588 zurück zu datieren sein, nämlich zu einer Wüstung Vock­weiler gehört haben, die sich folgenden Belegen erschließen läßt: Patersbach hat den Flurnamen „Am Fockenrech“, 1589 „in der Vo­ckenbach“ und „Vockweiller wieß“ 6; 1595 „Vockweillerwieß“ 7, 1588 „Der Fockweiler Born“ 8. Zu Bedesbach, das ge­genüber auf der anderen Glanseite liegt: „Fockenbach“, Vockweiler Wiesen“, „Vockweiler Dell“ 9. Hieraus folgt: im Grenzbereich zwischen Patersbach und Bedesbach lag ehemals ein Fockweiler, d.i. 'Weiler des Focko'. Die Mühle gehörte wohl schon zum untergegangenen Fockweiler, das zwischen rund 600 und 750 entstanden sein dürfte 10.

 

Um 1654 war Georg *Kling († vor 1685 11) der Müller auf der Vockenmühle; er ist der Vater des Müllers auf der Kübelberger Mühle, Christophel *Kling 12.

 

Hanß Peter *Klinck „von der Vockenmühle“ ist am 2.8.1693 Pate in der ref. Kirche in Miesau bei der Taufe des Hanß Peter Klinck, Sohn des Gemeinsmanns in Schönenberg, Christophel Klinck 13.

 

Bis 5.2.1744 war Peter Klink der Müller und Erbbeständer auf der Vockenrecher Mühle. Der Rotgerber Valentin Emrich aus Kusel, Johann Adam Klink aus Bedesbach und Johann Nickel Krell aus Altenglan haben die Vockenmühle in Patersbach (d.h. gelegen im Nachbarort von Patersbach) am 5.2.1744 von dem vorigen Erbbeständer Peter Klink gekauft und darüber am 21.12.1744 einen Erb­bestandsbrief erhalten. Als Pacht sind zu geben 4 Ma. Korn und 4 Ma. Hafer. Nahebei der oft genannte Mühlsteinbruch am Vocken­rech 14.

 

Auf Anordnung des Herzogs von Zweibrücken erstellte Carl Sundahl 1745 ein Mühlenprotokoll 15 indem er über die Vockenmühle folgendes berichtete: „... liegt am Glan zwischen Patersbach und Erdesbach; 2 Wasserräder, welche 2 Mahl- und einen im Trillis lau­fenden Scheelgang treiben, 1 Aalkorb; langes “beschwerliches” Wehr; ange­schlossen ist eine Ölmühle. Die Gebäude erlitten bei dem entsetzlichen Sturmwind von 1731 großen Schaden, Dächer abgedeckt, Mauern eingerissen, die Frau des Müllers ist dabei ums Le­ben gekommen. Der Erbbeständer hat die Schäden mit großen Kosten be­seitigt. Was die Ohligmühle und deren Gewerb anbetrifft, seye selbiger ihr Verdienst nicht sonderlich groß.... Der Rotgerber Valentin Emrich aus Kusel, Johann Adam Klinck aus Bedesbach und Johann Nickel Krell aus Altenglan haben diese Mühle 1744 von dem vo­rigen Erbbeständer Peter *Klinck gekauft und darüber am 21.12.1744 einen Erbbestandsbrief erhalten. Als Pacht sind zu geben 4 Ma. Korn und 4 Ma. Hafer. Nahebei der oft genannte Mühlsteinbruch am Vockenrech“ 16.

 

Im Mühlenverzeichnis für das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter Nr. 6 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „die bey Patersbach stehende sogenannte Vocken Mühl (hat) 2 Waßer Räder, einen im trilles lauffend Scheelgang, (zahlt an jährlicher Pfacht) 1 fl an Geldt, 4 Mltr Korn (und 4 Mltr. Habern, …. 50 Mahlgäste jahrl: fördern zu können, Altenglan et Patersbach seynd die 2 nächst dabey gelegenen Ortschaften aber … dahin geban­net.“ 17

 

Von 1828 und noch um 1963 als „Fockenmühle“ urkundlich erwähnt 18. Die Müh­le wurde bis 1985 betrieben 19.

 

Das im Kern aus dem 18. Jh. stammende heutige Mühlenanwesen besteht aus einer großen Einfirstanlage mit Satteldach, in der die Getreidemühle mit angeschlossener Wohnung des Müllers sowie eine Ölmühle jenseits des überbauten Mühlgrabens untergebracht waren 20. Völlig anders war die bauliche Situation 1745, als der Mühlgraben, daran an­schließend der Glan mit einem breiten Wehr die Mahl- und Ohligmühle trennte 21, während die Ohligmühle nach heutigem Bauzustand von der anderen Glanseite direkt an den Mühlgraben herange­zogen ist. Diese Änderung ist bereits im Urkata­ster von 1842 vollzogen 22. Die heutigen Gebäude liegen einge­graben in den Hang des Horstbergs über den die Glantalstraße auf Höhe des ersten Oberge­schosses direkt an der Mühle vorbeizieht. 1864 wurde die Ölmühle baulich erneuert (Inschrift über der Tür: „SOLANG DAS ÖHL IM KRUGE WÄHRT, DIE LIEBE GOT­TES UNS ERNÄHRT, 1864“). 1871 ist das gesamte Mühlengebäude umgebaut worden (In­schrift über der Mühlentür: „GOTT BE­WAHRE DIESES HAUS UND ALL DIE GEHEN EIN UND AUS, G. KLINCK 1871“) und der Mühlengraben überwölbt worden. 1922 richtete der damalige Müller Cappel die Mühle ganz neu ein und versah die Getreide­mühle mit einem 2. Obergeschoß. Bei der Verbreiterung der Straße um 1938 wurden parallel zu ihr stehende, weitere Wohngebäude beseitigt, der Wohntrakt an der Mühle um 2 Achsen verkürzt und aufgestockt. Die heute an der straßenseitigen Giebelwand ange­brachte Türeinfassung zum Speicher mit In­schrift stammt von einem der einst nördlich an die Mühle angrenzenden , längst abgerisse­nen Wohngebäude. Den heute unterirdisch herangeführten Mühlgraben überwölbt ein geschlossener, großer Rundbogen unter dem sich eine liegende Turbine befindet. An ihn schließt die ehemalige zweiachsige Ölmühle an, in der sich heute zwei Kleiesilos befin­den 23.

 

Karte:

- Denkmaltopographie Kusel, a.a.O., S, 43 mit Urkataster 1842

- LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 37

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 37: „Die Vockenrecher Mahl und Ohlig Mühl“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 722/7: „Erweiterung der Klause bei der Bedesbacher Mühle zum Nachteile der Saline bei Diedelkopf, 1753-1766“ ++++klären: handelt es sich um eine eigenständige Mühle bei Bedesbach oder um die auf der anderen Glanseite gelege­ne Fockenmühle bei Patersbach ?++++

- LA Speyer Best. B2 Nr. 880/3: „Die Vockenmühle bei Erdesbach (2 Hefte), 1661-1789

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1225/4: „Die Vockenmühle zu Patersbach, 1662-1792“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1289/1: „Fockenmühle bei Patersbach (insb. die Erbschaft des Peter Kliseck, Beständer der Fockenmühle), 1749-1785“ +++klären: es dürfte sich um den Müller Peter *Klink handeln+++++

 

Photo:

- Denkmaltopographie Kusel, a.a.O., S. 43

 

 

 

 

 

Peppenkum / Saarland:

an der Bickenalp südlich von Altheim/Saar nahe der französischen Grenze gelegen; früher auch als Buckenheim oder Bugkeheim ge­zeichnet; gehörte früher zur von leyenschen Herrschaft Blieskastel, die Mühle jedoch zur Abtei Hornbach 24. Das Dorf gehört seit 1974 als Ortsteil zu Gersheim/Saarland.

 

Mühlen:

- Beringer Mühle, Niedermühle:

„Das Dörfchen Pepenkum [Anm.: heute Peppenkum], ….. 2 g. St. südwestlich von Neuhornbach, bei dem Einfallen der Medelshei­mer Bach in die Bickenalbe gelegen, gehörte früher zur von leyenschen Herrschaft Blieskastel. Der Priester Wipert von Buckenheim bezeugte 1180 die Bestätigungsurkunde des Klosters Wernersweiler; der Ritter Bertolf von Bugkeheim aber schenkte demselben Klo­ster das zur Burg Mörsberg gehörende Dumenheim, welches der Ritter Peter von Mörsberg 1222 in seinen erhobenen Ansprüchen aufgab: dagegen war die nahe, unterhalb von Pepenkum auf der Bickenalbe gelegene, und zur Gemeinde gehörige Mühle ein Lehen der Abtei Hornbach, welche sie 1308 vom Ritter Helwich von Lemberg käuflich an sich gebracht“ 25.

 

Am 13.1.1308 verkaufen die Eheleute Helwich (Anm. von Lemberg), Sohn des verstorbenen Ritters Sybelo von Lemberg und Sophia …. ihren Anteil an ihrem Hornbacher Klosterlehen zu … Boppenkeim und der Mühle daselbst an das Kloster Hornbach 26.

 

Am 10.7.1310 bestätigen Petrus, Boemund und Guela, die Kinder von weiland Friedrich, Edelknecht von Morsperg das Testament ih­res Vaters, worin er an Abt und Konvent zu Wernerswilre einen Teil der Niedermühle zu Dumenheym, einen Morgen Weinberg im Grawenberg daselbst bei dem Geren und seinen ganzen Teil an dem neben des Klosters Hof zu Dumenheym gelegenen Taubenhaus (columbarium) vermacht hat 27.

 

1351 kauft der Kloster Werschweiler die Mühle zu Beringen bei Bebekum und Großen Eichen gelegen um 12 Pfd. Heller 28

 

 

 

 

 

Pettersheim:

s. auch Herschweiler

 

südlicher OT von Herschweiler-Pettersheim; VG Glan-Münchweiler, LK Kusel; südlich von Konken-Langenbach gelegen; war pfalz-zweibrückisch im Oberamt Lichtenberg.

 

Der Ortsname Pettersheim ist erstmalig am 23. 4. 1387 in der Teilungsurkunde der Grafen Heinrich III. und Friedrich II. von Veldenz als Burg "Pederßheim" erwähnt. Der Name Pettersheim gehört nicht zu der Gruppe der älteren "Heim"-Orte. Nach Prof. Ernst Christ­mann entwickelte sich die dörfliche Siedlung im Anschluss an die Wasserburg, deren Namen Petersheim vom Erbauer gewählt wurde und "Heim des Peters" ausdrücken soll. Die 1458 verwendete Schreibweise "Pedersheym" hat sich in etwa bis zur Plünderung des Schlosses "Petersheim" durch die französischen Revolutionstruppen 1793 gehalten. Der pfalz-zweibrückische Regierungsrat David König verwendete schon 1677 in seinem Beschreibung des Herzogtums die heutige Schreibweise - "das Haus Pettersheim". Daneben findet man beim Landschreiber zu Lichtenberg die Schreibweise "Schloß Pfeddersheim" und im Mühlenprotokoll von 1744 die heu­tige Schreibweise 29.

 

 

Mühlen:

- Mühle oben an Pettersheim, auch Knappenmühl:

die Mühle lag am Langenbach in der Mitte zwischen Herschweiler und Pettersheim; sie ist im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrücki­schen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 aufgeführt und wie folgt beschrieben 30: „..... liegt in der Mitten zwischen Herschweiler und Pe­tersheim. Es ist auch nur ein Waßerradt, welches 11 Schuh hoch, und einen Mahlgang treibt. Wegen des großen Gewässer, welches Ihme gleich in den Rädtern stünde, hat er dieses Radt nur 11 Schuh hoch machen lassen, daher er bey wenigem Waßer nicht so viel alß obige Mühlen (Anm.: die im Verzeichnis zuvor beschriebenen Mühlen von Konken-Langenbach und Herschweiler) kann. Der obere Theich ist ad 500 Schritt lang. …. Der Pfacht bestehet in 1 fl und 1 Malter Korn und 2 Malter Habern, Lichtenberger Ma­ßung, wird auch dahin gelieferet. …. Jacob Knapp ist dermahlen in der Mühle und hat solche von seinem Schwiegervatter vor 300 fl angeschlagen be­kommen. … Er hat nicht viel zu mahlen, da alle Dörfer ringsum gebannt. Verdient etwas durch „Lehnen und Verkau­fen der Früchte“ an die armen Leute“.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 50 31 wird die zum pfalz-zweibrückischen Ober­amt Lichtenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Mühl oben an Pettersheim die Knappen Mühl gennt: [hat]1 Waßer Rad welches weinen Gang treibet; [zahlt an Pfacht] 1 fl an Geldt, 1 Mltr Korn, 1 Mltr. Ha­bern; hat nicht viel zu mahlen in deme alle Dörffer so darum lieg gebannt seynd könne aber doch 20 familien allhier befördert werd.“

 

Um 1766 war Peter Conrad der Müller auf der Mahlmühle in Pettersheim 32.

 

Photo:

- Dahl: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, a.a.O., S. 149 (die ehemalige Mühle „oben an Pettersheim“, im Anwesen Lißmann/ Theobald)

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1231 1: „Pettersheimer Mühle, Knappenmühle, 1757-1790“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1231 2: „Mahlmühle des Peter Conrad zu Pettersheim, 1776-1777“

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über die Knappenmühle in Pettersheim

 

 

- Mühle nahe Schloß Peddersheim:

im Archiv des Heimatmuseums Kusel befinden sich unter 'B 166 Mühlen' folgendes: Seibold *Koch, Valltins Sohn, seines Hand­werks ein Müller, ledigen Standes, bittet, weil er seine Eltern allda habe, auf seines Vaters Wiesenplätzlein im Hofacker nahe beim Schloß Pfeddersheim, dadurch ein Bächlein fließt, auf seine Kosten eine Mühle zu bauen ohne Nachteil der nächstgelegenen Bann­mühlen. Die beiden Bannmühlen zu Langenbach und Reißweiler beschweren sich dagegen, doch wird dem Gesuchsteller nach dem Augenschein des Landschreibers zu Lichtenberg und des Schultheißen zu Pfeddersheim erlaubt, da die Bannmühlen so weit entlegen, daß sie kaum geschädigt werden können. Als Pacht gibt er jährliche nach Lichtenberg 1 Malter Korn und 1 fl pro 26 albus in Geld 33.

 

Diese Mühle war wohl ohne größere Bedeutung und ist auch schnell wieder verschwunden 34.

 

Literatur/Urkunden:

- Dahl, Gerhard: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim; in: Ortsgemeinde Herschweiler-Pettersheim (Hrsg.): 600 Jahre Herschweiler-Pettersheim, Ortsgemeinde 1987, S. 149

 

 

- Pletschmühle:

in Pettersheim und in dem „eine Gemeinde bildenden“ Herschweiler gab es zwei Pletschmühlen; diese erhielt neben anderen Gütern am 8.7.1729 der Geheime Rat, Oberhof- und Jägermeister Johann Heinrich von Hoffmann als Mannlehen durch Herzog Gustav Sa­muel Leopold von Pfalz-Zweibrücken 35.

 

 

- Zöllnermühle bei Pettersheim:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1231/3: „Die Zöllnermühle bei Pettersheim, 1757-1788“

 

 

 

 

 

Pfeddersheim:

Stadtteil vo, Worms, einst freie Reichsstadt; ursprünglich als Paternovilla (771) bezeichnet 36. Bis vor 1330 gehörte das Dorf zur Reichslandvogtei der Wetterau, das Dorf fiel dann im Wege der Verpfändung an die Herren von Falkenstein 37. Dennoch wurde Pfeddersheim 1381 achte Mitgliedsstadt im Rhei­nischen Städtebund und 1388 Schlachtort im Süddeutschen Städtekrieg 38. Durch die große falken­steinische Erbteilung von 1420 teilten sich in der Folge mehrere Pfandrechtsinhaber bis 1451 das Pfandobjekt, so die Herren von Vir­neburg, von Sayn, von Isenburg und von Solms. Diese Adelsfamilien verkauften nach und nach ihre Anteile an Kur­mainz, 1451 war dieser Prozeß abgeschlossen und die Stadt ganz in kurmainzischer Hand. Kurmainz behielt das Pfandobjekt bis 1465. Im weißen­burgischen Krieg siegte Kurpfalz in der Schlacht von Pfeddersheim vom 4.7.1460 über Kurmainz und dessen Ver­bündete. Kurfürst Friedrich der Siegreiche von der Pfalz erhielt aufgrund seines Sieges 1465 endgültig die Stadt Pfeddersheim. Da die Stadt formal­rechtlich noch zum Reich gehörte, blieb Pfeddersheim bis 1648 Reichsstadt. Der de facto Zustand von 1465 wur­de im Westfälischen Frieden 1648 auch rechtlich bestätigt, indem nunmehr alle bestehenden Reichspfandschaften als unablösbar und so zu Eigentum der bisherigen Pfandrechtsinhaber erklärt wurden. Damit war Pfeddersheim auch rechtlich Teil der Kurpfalz gewor­den, wo es bis zum Ende des Alten Reichs 1789 verblieb 39.

 

Das mittelalterliche Pfeddersheim wurde bei der Pfalzzerstörung 1689 verwüstet, nur wenige Gebäudereste sind erhalten geblieben. Der Wiederaufbau dauerte vom 18. bis ins frühe 19. Jh. 40.

 

Literatur:

- Alter, Willi (Wilhelm Rudolf): Studien zur Geschichte der Verfassung und Verwaltung der Reichsstadt Pfeddersheim zu Ausgang des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit, Diss. Heidelberg 1950, Druckausgabe Worms 1951

- Alter, Willi: 1200jährige Pfeddersheimer Geschichte; in: 1200 Jahre Pfeddersheim. Ortsgemeinde Pfeddersheim 1954, S. 17-58

- Alter, Willi: Der Reichsstadt Pfeddersheim älteste Stadtschreiber; in: Der Wonnegau 1962, Heimatbuch des Landkreises Worms, S. 79-85

- Alter, Willi: Pfeddersheim um 1525, zugleich ein Beitrag zur Erforschung des Bauernaufstandes in Südwestdeutschland (Worms: Verlag Stadtarchiv 1990)

- Arbeitskreis für Kultur- und Landschaftspflege Worms-Pfeddersheim e.V. (Hrsg.): Pfeddersheim im Spiegel alter Ansichtskarten und Photos; Horb am Necker: Geiger-Verlag 1997

- Bonin: Urkundenbuch der früheren freien Reichsstadt Pfeddersheim, Frankfurt/Main 1911 (Anm.: für die Zeit vor 1525)

- Cappel, Albert / Armknecht, Karl-Heinz / Kilian: 1465 – Pfeddersheim kommt zur Kurpfalz; in: Pfälzische Familien- und Wappen­kunde, Bd. 5, Ludwigshafen 1965, S. 129-148

- Cappel, Albert: Das Pfeddersheimer Stadtgericht und die Gerichtsschultheißen aus zwei Jahrhunderten; in: 1225 Jahre Pfedders­heim. Ortsgemeinde Pfeddersheim 1979, S. 106-110

- Knab, Adolf: Die Urkunde von 1511 und ihre Bedeutung für den Weinbau; in: 1225 Jahre Pfeddersheim. Ortsgemeinde Pfedders­heim 1979, S. 135-137

- Müller, Wilhelm: Eine Baudenkmälerliste aus dem Jahre 1772; in: Vom Rhein. Monatsschrift des Altertumsvereins für die Stadt Worms. Worms 1910

- Müller, Wilhelm: Ein Zeuge der Schlacht bei Pfeddersheim im Jahre 1525; in: Vom Rhein. Monatsschrift des Altertumsvereins für die Stadt Worms. Worms 1911

- Ortsverwaltung Pfeddersheim (Hrsg.): 1225 Jahre Pfeddersheim. Jubiläumstage vom 20. bis 27. Mai 1979, Worms 1979

- Ramge, Hans: Die Siedlungs- und Flurnamen des Stadt- und Landkreises Worms. Darmstadt 1967

- Reuter, Fritz: Gedächtnis einer Stadt – Quelle der Geschichtsschreibung – das Pfeddersheimer Stadtarchiv; in: 1200 Jahre Pfedders­heim. Ortsgemeinde Pfeddersheim 1954, S. 111-118

- Schumacher, Wilhelm: Pfeddersheim vor dem Bauernkrieg; in: Heimat am Rhein. Blätter zur Pflege der Wormser Geschichte und Heimatkunde. Beilage zur Wormser Zeitung. Jahrgänge 1929 Nr. 1, Provinz Rheinhessen, Kreis Worms. Darmstadt 1887
- Zillien, Felix: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 165-169

 

Urkunden:

- Bonin: Urkundenbuch der früheren freien Reichsstadt Pfeddersheim, Frankfurt/Main 1911 (Anm.: für die Zeit vor 1525)

- Stadtarchiv Worms, Bestand Pfeddersheim. Anm.: Die ehedem von Wilhelm Martin Becker: „Inventare der Gemeindearchive der Stadt Worms“ (Darmstadt, 1937) vorgenommene Veröffentlichung wird wiederholt in Alter, Willi: Studien zur Geschichte der Verfas­sung und Verwaltung der Reichsstadt Pfeddersheim zu Ausgang des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit, Diss. Heidelberg, Druck­ausgabe 1951, S. 111-118 41

- Stadtarchiv Worms: Pfeddersheimer Morgenbuch 1521

- Stadtarchiv Worms: Pfeddersheimer Ämterbuch

- Stadtarchiv Worms: Pfeddersheimer Gerichtsbücher

- Stadtarchiv Worms: Undergangbuch

- Stadtarchiv Worms: Pfeddersheimer Renovationen (zahlreiche Renovationen vorhanden)

 

Photo:

- Arbeitskreis Kultur- und Landschaftspflege Worms-Pfeddersheim e.V. (Hrsg.): Pfeddersheim im Spiegel alter Ansichtskarten und Photos; Horb am Necker: Geiger-Verlag 1997

 

 

Mühlen:

die Stadt liegt an der Pfrimm, die genau in der Mitte die Gemarkung Pfeddersheim von West nach Ost in einer Gesamtlänge von ca. 4250 m durchfließt. Im Westen tritt der Bach bei der Höhenmarke 125 m auf das Pfeddersheimer Feld ein und verläßt die Gemarkung im Osten bei 112,5 m Höhe, so daß das Gesamtgefälle mit 12,5 m recht gering ist. Auf 100 m Strecke macht das Gefälle demnach le­diglich 29,4 cm aus 42.

 

In Pfeddersheim gab es drei Mühlen: die obere Mühle in der Mitte des historischen Ortes (Ecke Paternusstraße / Mühlstraße), die un­tere Mühle und die Wiesenmühle oberhalb des historischen Orts (heutiger Standort der Enzingerwerke) 43.

 

Genau bei Eintritt in die Gemarkung von Pfeddersheim teilt sich der Pfrimmlauf für etwa 1000 m in zwei Arme: der südliche ist der eigentliche Bach­lauf, während der nördliche einen Mühlbach zum Betreiben der Wiesenmühle darstellt. Diese Mühle stand bereits 1521. Nach der Wiedervereinigung trennt sich die Pfrimm nochmals etwa 250 m oberhalb der Stadt: der nördliche Wasserlauf fließt mitten durch Pfeddersheim und hat wiederum die Funktion eines Mühlbachs, der zwei Mühlen antreibt. Nach Verlassen der Stadt verläuft er am Fuß des nördlichen Höhenzuges nach Leiselheim und ist als die eigentliche Pfrimm anzusehen, indem er diesen Na­men jetzt an sich zieht. Der südliche Wasserlauf nimmt seinen Weg außen an der Stadtmauer vorbei und übernimmt dabei Verteidi­gungsaufgaben als nasser Stadtgraben. Für ihn wurden schon früh die Bezeichnungen 'Altbach' oder 'Alte Bach' gebräuchlich. Dieser Arm fließt weiter im Talgrund auf Pfiffligheim zu, wo er sich nach Durchfließen des Ortes zwischen Pfiffligheim und Leiselheim wieder mit dem nörd­lichen Arm vereinigt 44. Die Trennung des Pfrimmbachs in zwei Arme ist bereits am 17.11.1317 urkundlich er­wähnt, wo es heißt: „... item II jugera inter duos rivos dictos Premme ...“ 45. Der südliche Bachlauf der Pfrimm muß sich nochmals in zwei Arme geteilt haben. Der eine war der schon erwähnte „Altbach“ und der andere das so bezeugte „Wage oder Fischwasser“. Alter meint hierzu 46, das Wort 'Wage' dürfe nicht mit 'Woog', d.h. einem Teich gleichgesetzt werden. Eher sei es mit „Waag“ zu in­terpretieren, das einen Fluß oder ganz allgemein ein Wasser bezeichnet. Nach Aussage der Benennung dürfte dieser Gewässerteil fisch­reich gewesen sein. Der genannte Mühlbach wurde erst in den 1970er Jahren verfüllt 47.

 

Mühlen sind in Pfeddersheim bereits im frühen Mittelalter urkundlich erwähnt, ohne daß schon eine Zuordnung zu später benamten Mühlen möglich wäre. Erstmals wird am 12.4.1355 der Name einer Mühle in Pfeddersheim erwähnt bei der Schenkung einer Korn­gülte „... die wir han zu Pedirnsheim uff der nider mulen ...“ 48.

 

In einer Schenkungsurkunde, die angeblich am 25.5.725 vom Bischof Chrodegang von Metz stammen soll, tatsächlich aber gefälscht ist und erst vor 1175 gefertigt wurde, heißt es u.a.: „In secundo semper anno debent ad molendinum Parteshe XIII denarios quod vul­go dicitur asthelblinc.“ 49. In seinen Anmerkungen hierzu vermerkt Bonin, daß ein Vergleich der vorstehenden Kopie der Metzer Ur­kunde mit einer anderen Ausgabe, gedruckt bei Calmet: Histoire de Lorraine, T. II folgenden abweichenden Wortlaut aufweist: „... quod, Asthelblinc, si molendinum quoque modo defecerit, Occidentalem parietem ...“ 50. Die Urkunde betrifft allerdings Schenkun­gen nicht nur in Pfeddersheim, sondern auch an anderen Orten, weshalb es sich wohl eine Mühle in Partenheim handeln dürfte.

 

Am 4.5.1316 vermachen Dudo von Pfeddersheim und Ehefrau Alheydis dem Kuno und seiner Schwester Gysela eine Reihe von Gü­tern in der Gemarkung Pfeddersheim, darunter einen „dimidium iuger vinearum uf dem mulwege ...“ 51.

 

Am 25.1.1342 verkaufen Heilmann und seine Frau Elisabeth, beide aus Pfeddersheim, dem Kapitel der Kirche St. Paul zu Worms Grundstücke in Pfeddersheim, darunter „1 Juger situm in via que dicitur mulwecg ...“ 52.

 

Am 21.2.1448 verkaufen Heinchin Briczell und dessen Ehefrau Elchin aus Pfeddersheim dem Spital St. Leonhard eine jährliche Gül­te von 1 fl zum Kaufpreis von 15 fl. Als Sicherheit für das Bestehen der in der Gülte verbrieften Forderung verpfänden sie u.a. einen Morgen Acker in Pfeddersheim bezeichnet „vff Pfeln niden geforcht Schancz Henn dem moller“ 53.

 

Photos:

- Arbeitskreis für Kultur- und : Pfeddersheim im Spiegel alter Ansichtskarten und Photos, S. 28-29 (Mühlgraben 1914 und 1919), 39 (Mühlgraben 1949), 44 (Mühlgraben 1955), 45 (Brücke über den früheren Mühlgraben nahe Kriegerdenkmal 1955) und S. 84 (Stein­brücke über den Mühlgraben in Ortsmitte, 1955)

 

Karte.

- Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 19 mit Legende S. 18

- Alter: Studien zur Geschichte der Reichsstadt Pfeddersheim a.a.O., S. 185 mit Legende

- Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10: Worms, S. 260: Pfeddersheim, Plan vom Anfang des 19. Jh.

 

 

- Obere Mühle, Oberste Mühle:

heute Ecke Paternusstraße / Mühlstraße im Zentrum des historischen Ortes; die Obere Mühle lag an der Oberen Pforte 54 am Mühlbach, der durch die Stadt und den Mauerring floß, im westlichen Ortsteil, in der heutigen Mühlstraße, ca. 100m unter­halb der westlichen Stadtmauer 55; an der Oberen Mühle führte die Brücke über den Mühlbach 56.

 

Die Obere Mühle wurde im 14. Jh. erbaut 57.

 

1521 besaß Hans Vogt die Obere Mühle, dazu Haus, Hof und 14 Morgen Land; nach 1521 kommen 14 Morgen dazu. Hans Vogt muß als Müller und Bauer über eine auskömmliche Existenzbasis verfügt haben 58. Folgende weitere Betreiber der Oberen Mühle sind bekannt: 1545 Wendel Dietz, 1549 Velten Gauch aus Alsenz, 1555 Niclaus Weber aus Miltenberg, 1560 bis 1584 Martin Sersich, 1598 Michael Würdtwein aus Hochheim und 1633 Wolf Steinmetz 59. Bis 22.11.1654 war Hans Velten *Rau der Besitzer der Oberen Mühle 60. Ab 1671 war Niclos Rau Beständer; er erwarb die Obermühle für 237 fl., wobei ihm 47 fl. als eigener Beitrag angerechnet wurde. Ende des 17. Jh. folgte Johann Peter Waltz, 1700 Johannes Bauer und 1711 Jacob Schrohe. 1715 erwarben die Geschwister Peter, Eberhard und Anna Margaretha Klein für 1200 fl. die Obere Mühle. Die Söhne von Eberhard Klein, Balthasar und Friedrich *Klein, führten den Mühlenbetrieb fort. Friedrich Klein erwarb 1740 die Neumühle in Leiselheim.61

 

Um 1780 ging die Obere Mühle an Familie Walter über; die Mühle wurde zuletzt bis in die späten 1960er Jahre von Müllermeister Karl Gebhardt betrieben 62.

 

In der „Neue Speyerer Zeitung“ Nr. 49 vom 23.4.1825 wird die Verpachtung der „sogenannten Obermühle bey Pfeddersheim, beste­hend in 4 Mahlgängen, 1 Oehlgang mit 2 Pressen nebst allen dazu gehörigen Oeconomie-Gebäuden, so wie circa 80 bis 90 Morgen an der Mühle gelegene ... Feldgüter … auf einen neunjährigen oder noch längern Zeitbestand“ annonciert 63.

 

1887 der Johann *Walter als Müller in Pfeddersheim genannt; er ist am 29.3.1887 als Pate in Mühlheim/Eis bei der Taufe der Johan­na Louisa Catharina Decker, der Tochter des Müllers in Offstein, Jacob *Decker und der Catharina Weisbrod 64.

 

Photo:

- Zillien: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 167: Der Pfeddersheimer Mühlbach im Verlauf unter­halb der Oberen Mühle

 

Karte:

- Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 19 mit Legende S. 18

 

 

- Untere Mühle, Niedermühle:

auch als Schiffersche Mühle bezeichnet 65.

 

Am Mühlbach im der Stadt gelegen, nahe der östlichen Stadtmauer. Die Türen des Gebäudes und das Tor des Mühle stammen aus der Barockzeit. Die im Korbbogen geschlossenen Hausöffnungen sind von Pilastern mit korinthisierten Kapitellen flankiert; in der Mitte der Kapitelle und der Torpilaster sind graziöse Engelsköpfchen angebracht. Tor und Türe sind mit einem durchbrochenen Giebel, des­sen Schenkel Voluten bilden, gekrönt. Über der Türe zwischen den Giebelvoluten ein von einem Kinderfigürchen gehaltenes Wap­penschild, auf dem ein gezahntes Rad und ein Lamm darunter angebracht sind 66. Zwei korbbogige Portale aus dem 18. Jh. von der Unteren Mühle befinden sich heute in Stadtmauer südlich des Roten Turms 67.

 

Die Niedermühle ist wie die Obermühle eine herrschaftliche Erbbestandsmühle 68.

 

Die Mühle wurde urkundlich schon im Hochmittelalter erwähnt. Am 12.4.1355 verkauft Wentze Hose, Edelknecht von Saulheim, dem Ulrich Schrymph von Worms 10 Malter ewiger Korngült: „ … X malter ewegis korngeltis von den XV maldern, die wir han zu Pedirnsheim uff der nider mulen ...“ 69. Alter meint dagegen , die Untermühle sei erstmals 1470 erwähnt worden, sie habe zu diesem Zeitpunkt bereits seit langem gestanden 70. Am 22.2.1470 wird die Niedermühle als Ortsangabe bei dem Verkauf einer jährlichen Gülte an das Spital in Pfedders­heim, wobei als Sicherung belastet wird: „...item ein huss vnd hoff … by der Nider mulen gelegen ...“ 71.

 

1521 ist Jost Bub zum einen Müller auf der Unteren Mühle und zum anderen ein Bauer mit Scheune und 41½ Morgen Land das aller­dings nur zu 6 Morgen Eingengut ist. Nach 1521 vermehrt er seinen Besitz um Haus und Hof und 5½ Morgen und nochmals nach 1532 um 21½ Morgen Eigenland und 31¾ Morgen Pachtland vom Hofgut. Er steigt damit zum Großbauern auf und kann seine Fi­nanzkraft durch Einkünfte aus dem Mühlenbetrieb aufstocken 72.

 

Am 10./20.12.1612 gibt Graf Sebastian von Daun-Falkenstein und Oberstein verleiht für sich und seinen Bruder Emich von Daun-Falkenstein als Allodialerben der Herrschaft Reipoltskirchen zu Lehen: u.a. 5 Malter Korngelt auf der Niedermühle zu Pfeddersheim 73.

 

Am 7/17.9.1615 geben Graf Sebastian von Dhaun-Falkenstein und Oberstein als Vertreter der Allodialerben über die von ihrer Schwester Amalie von Falkenstein, verh. Gräfin von Leiningen-Westerburg, hinterlassene Herrschaft Reipoltskirchen, zu Lehen 20 Malter Korngelt auf der Mühle und Backhaus zu Pfeddersheim 74.

 

1762 wohnte die Catharina Elisabetha NN. verh. Hübner auf der Unteren Mühle in Pfeddersheim (Witwe ?; °° mit dem Handelsmann Johann Georg Hübner; Mutter der Maria Catharina Hübner [ °° 3.9.1759 in Mannheim mit dem luth. Pfarrer in Germersheim Karl Wilhelm Mahla]) 75.

 

Die Mühle wurde durch einen Brand Anfang des 20. Jh. zerstört. Sie lag im 19. Jh. auf dem Gelände der ehemaligen Konservenfabrik Braun. Von der ehemaligen Mühle sind nur noch die beiden Eingangsportale vorhanden 76.

 

Photo:

- Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10: Worms, S. 263: Stadtmauer mit „Eckturm“ und Portal von der Unteren Mühle

 

 

- Wiesenmühle, Carlsmühle:

auch Carlsmühle genannt 77; oberhalb (westlich) von Pfeddersheim gelegen 78; im Bereich der heutigen Enzinger-Union-Werke 79.

 

Genau bei Eintritt in die Gemarkung Pfeddersheim teilt sich der Pfrimmlauf für etwa 1000m in zwei Arme: der südliche ist der ei­gentliche Bachlauf, während der nördliche einen Mühlbach zum Betreiben der Wiesen­mühle darstellt. Bei der Wiesenmühle mündet der von Kindenheim herabfließende Kinderbach in die Pfrimm ein. Die Wasserführung ist heute und war früher nur bescheiden und jahreszeitlich sehr unterschiedlich. Die Wiesenmühle stand bereits im Jahr 1521 80.

 

1521 heißt es bei einer Beforchung im „Morgenbuch“ von Pfeddersheim „bey der neuen Mühle“ und vom Müller in der Neuen Müh­le als Feldnachbar. „Diesen Hinweis dürfen wir auf die Wiesenmühle am Oberlauf der Pfrimm beziehen, die ansonsten in dieser Zeit in den Pfeddersheimer Archivalien nicht genannt wird. Die Wiesenmühle erfährt aber in der Berichterstattung über die Bauern­schlacht von 1525 Erwähnung, so daß diese um 1500 erbaut sein dürfte“ 81.

 

Am 2.12.1826 wird im Intelligenz-Blatt des Rheinkreises die Verpachtung der Wiesenmühle annonciert: „die Wiesen-Mühle selbst bestehend in geräumigen Wohn- und Oeconomie-Gebäuden, einer Mahlmühle mit vier Mahlgängen, einem Schälgang, einer Oehl­mühle mit zwey Pressen ...“ 82.

 

Nach der Schließung der Wiesenmühle wurden ab 1879 das Gelände und die Gebäude von der Brauereimaschinenfabrik Enzinger- Union benutzt und zur Maschinenfabrik ausgebaut 83. Unter dem Firmengründer Lorenz Adalbert Enzinger (1849-1907) wurde das im Jahre 1879 gegründete Stammwerk Pfeddersheim und ebenso das Werk Mannheim ausgebaut. Enzinger wirkte als Erfinder Bier­filters und vieler Brauerei-Maschinen maßgebend auf dem Sektor des Brauwesens mit 84.

 

 

 

 

 

Pfeffelbach:

VG Kusel Lk Kusel; westlich von Kusel, am Pfeffelbach gelegen, der 6 km weiter in den Kuselbach mündet; gehörte von 1127-1444 zur Grafschaft Veldenz und fiel 1444 mit dem Aussterben der zweiten Veldenzer Linie über die Erbin Gräfin Anna von Veldenz an deren Ehegatten Pfalzgraf Stephan von Pfalz-Zweibrücken; von 1444 – 1801 pfalz-zweibrückisch,und gehörte zum Oberamt Lichten­berg. Sitz des Amtes Pfeffelbach, zu dem ab dem 17. Jh. die Orte Pfeffelbach, Albesen, Ehweiler gehörten, Bledesbach, Schellweiler, Etschberg, Diedelkopf, Blaubach und Eisenbach.

 

Anna Magdalena *Wertenbach ist am 13.11.1721 Patin bei der Taufe der Maria Magdalena Loch (Tochter des Johannes Matthias Loch und der Müllerstochter Maria Elisabetha *Wertenbach; sie wird im Kirchenbuch bezeichnet “ex Mühle bei Pfeffelbach” 85).

 

Mühlen:

- Altmühle unten an Pfeffelbach, Kirchenmühle:

sie ist die älteste Mühle in Pfeffelbach; sie war Bannmühle; die Erbpacht stand der Pfeffelbacher Kirche bzw. der Kirchenschaffnei zu. Das Weistum über die Kirchenbannmühle von 1585 ist in einer Abschrift vom 14.2.1762 überliefert 86: „Wie von altershero die Kirche zu Pfeffelbach mit angehörigen Gebäu­den, Kirchentorm, Kirchenmauer, Pfarrhaus mit seinem Zugehör und die Mühl der Kir­chen eigenthum, in wesentlichen erhalten wor­den. Von den nachbekannten Männern aus den dreyen Gemeinden Pfeffelbach, Schwarzerden und Reichweiler erwehlet und nach be­ster vermöglicher Wissenschaft angezeigt und ausgesprochen …. Aus bescheid und fleißigem anhalten des Ehrenhaften Johann Wer­nig Kirchenschaffners Lichtenberger Amts, durch Christian Heyderich, der Zeit Pfarrer zu Pfeffelbach, geschrieben anno 1585 Ex­tract gedachten Weistums Mühl. Die Mühl der Kirchen Eigenthumb und Pfeffel­bach wird von Schwarzerdener und Pfeffelbacher Ge­meinde mit fröhnden in wesentlichen bau gehalten und gehandhabt, gleich der Kirche und Pfarrhaus, soviel weit und Hoch (wie das Kirchspiel weist:) Jetzo die vier Wende begriffen, nemlich Holz, Steine, Kalk so der Kirchen wegen, hier zuvor alles bestellt ist wor­den, müsse sie zum Bau der Mühlen herbeyführen, alle Handfröhnde leisten und den Bauleiten Atz geben. Und eh die Mühle im Erb­beständniß dem jetzigen Zachmüller verliehen war, hat die Kirch oder wer deren wegen befelch gehabt, alle Baustein brechen las­sen, Holz und andere Nothdurft bestellen und bezahlen müssen. Zu diesem Bau hat das Cörspilsvolk (Anm.: Kirchspiel-Volk) auch müs­sen die Schraube nach aller Notdurft geben. Das laufend gescherr, Mühlstein und Wasser-reder hat jederzeit ein Müller auf seine Co­sten bestellen und kaufen müssen. Also auch, will er das Wasserhaus gut haben, mag ers uff seine Costen bauen wie er will, wie auch die Scheuer. Mühlstein und Wasser-reder müssen beyde Gemeinde Pfeffelbach und Schwarzerden bei die Hand führen. Wo der Was­sergraben mangel gewindt, sind ermeldte beyde Gemeinde schuldig solchen hil­fen zu handhaben, wäsem und Zaun an den breß­haft (Anm.: schadhaft) ort zu führen, zu machen und fegen. Hergegen aber, eh die Mühl diesem Zachmüller erblich verliehen worden ist, hat jeder Müller und die Kirch den beiden Gemeinden etwas zu verzehren ge­ben, zuweilen 2 und weilen 2 ½ (Gulden) mehr oder we­niger ist der Arbeit viel gewest, so sind die Nachbaren desto williger gehalten worden. Reichweiler Gemein aber ist an der Mühlen aller Fröhnden und uncosten frey, dann sie keine gezwungene Mähler sind.“

 

Der Müllerfamilie Jung wurde 1675 ein Erbbestandsbrief 1675 erteilt 87; in der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrücki­schen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt 88: “Die Altmühle unten an Pfeffelbach erhält das durch einige Quellen verstärkte, das von der Schwarzenborner Mühle kommt. Das 11 Schuh hohe oberschlächtige Wasserrad treibt nur 1 Mahl­gang. Erb­beständer ist Jakob *Jung, gibt jährlich in die Kirchenschaffnei Kusel 12 ½ Ma. Frucht, halb Korn und halb Hafer. Prozeß wegen des Bannrechts von Schwarzerden und Pfeffelbach.“

 

Im Denombrement „des Amptes Lichtenberg und Nohfelden“ von 1704 ist in „Herchweiler“ genannt „Dorf Pfeffelbach … Andreas Jung der Müller“ 89.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 23 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Altmühl unten an Pfeffelbach [hat] 1 Waßerrad, welches ein Mahlgang treibet, [zahlt an Pfacht] 1 fl 3 bz an Geldt, 6 ¼ Mltr Korn, 6 ¼ Mltr Haber. Pfeffelbach und Schwarzenbach [= Schwarzenacker ?] aus 62 fam: bestehend, soll dahin gebannt seyn. Kan bey gut Waßer alle 24 St. 3 Mltr, bey schlechtem aber 1 Mltr mahl.“ 90

 

Bei dem im Kirchenbuch von Lichtenberg am 27.1.1771 erwähnten Müller „auf der alten Mühle“ Christian Schäfer dürfte es sich den Müller auf der Altmühle unten an Pfeffelbach handeln. Am 27.7.1771 war die Ma. Katharina Schäfer, Frau des Christian Schäfer aus der der alten Mühle als Patin bei der Taufe der Müllerstochter Elisabeth Philippina Benedum in der Kirche in Lichtenberg anwesend, der Tochter des Müllers Sebastian *Benedum von der Ruthweiler Obermühle 91.

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 804: Mühlen in und bei Pfeffelbach, insbesondere die Kirchenmühle und die Neu- oder Brunnenmühle, 1585-1789

 

 

- Neumühle oben am Pfeffelbacher Brühl, Bremmenmühle, Brunnenmühle:

sie wurde auch Brunnenmühle, Bremmenmühle und zuletzt Fause Mühle genannt 92. Sie liegt eine 1/2 Stunde oberhalb der Oberen Ruthweiler Bann- und Mahlmühle 93 und wird auch bei Ruthweiler ge­nannt.

 

Die heutige Ferienwohnung Bremmenmühle liegt nördlich von Pfeffelbach, auf halben Weg nach Thallichtenberg.

 

Die Mühle wird bereits 1610 urkundlich erwähnt. Im Kirchenbuch sind die Inhaber der Mühle erwähnt 94:

um 1610 Hans *Scheerer

um 1634 Hans *Schopp

um 1741-1745 Gall *Aulenbacher

um 1745 Nickel *Bremm

um 1814 Johann Nickel *Bremm

um 1844 Daniel *Faus

um 1870 Jakob *Faus

um 1900 Wilhelm *Bier

 

In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie zusammenfassend beschrie­ben wie folgt 95: “Die Neumühle oben am Pfeffelbacher Brühl hat das Wasser, das von den vorgenannten Mühlen herabfließt, liegt ¼ Stunde von der Altmühl und ½ Stunde von der folgenden Ruthweiler Mühle. Das 15 Schuh hohe Wasserrad treibt 1 Mahlgang und 1 im Trillis laufendem Schälgang. Der 685 Schritt lange Graben von der Mühle trocknet im Sommer aus. Gall *Aulenbacher ist Erb­beständer. Er legitimiert sich mit einem Erbbestandsbrief vom 23. Mertz 1741, nach dem er solche von seinen Miterben für 225 fl an­genommen hat. Pacht: 2 a. Hafer, 2 Ma. Korn und 2 fl. Der Müller be­treibt Ackerbau, weswegen er dem Handel nicht nachgehen kann.“ 96.

 

Aulenbacher muß noch 1745 die Mühle aufgegeben haben, denn im Kirchenbuch wird um 1745 der Nickel Bremm als Müller auf der Neumühle erwähnt 97.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 24 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Neumühle oben am Pfeffelbacher Brühl [hat] 1 Waßerrad welches einen Mahl und 1 im Trilles lauffend Scheelgang treibet, [zahlt an Pfacht 2 fl in Geld, 2 Mltr Korn, 2 Mltr Habern. 20 biß 30 famillie können das Jahr daselbst be­fördert werd und ist niemand dahin geb:“.98

 

Heute befinden sich hier ein landwirtschaftlicher Betrieb und die „Ferienwohnung Bremmenmühle“.

 

Photo:

- Brill: Chronik der Gemeinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 79

 

Literatur/Urkunden:

- Jung: Familienbuch der evangelischen Kirchengemeinden Burg Lichtenberg und Pfeffelbach, Teil I und II (Bonn 1995), um­faßt die Orte Burg Lichtenberg, Thallichtenberg Fronbacher Hof, Körborn, Ruthweiler, Breitester Hof, Bistart, Pfeffelbach, Reich­weiler, Schwarzerden

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 804: Mühlen in und bei Pfeffelbach, insbesondere die Kirchenmühle und die Neu- oder Brunnenmühle, 1585-1789

 

 

- Reichweiler Mühle:

s. *Reichweiler

 

die Mühle lag auf Pfeffelbacher Bann

 

 

- Schwarzenborner Mühle oberhalb Pfeffelbach; auch Eselsmühle:

auch 'Schwarzborner Mühle; sie war eine Pletschmühle und war keine Bannmühle 99; der Name 'Eselsmühle' leitet sich daraus her, daß die Mühle, wie sich aus dem Mühlenprotokoll von 8.7.1746 ergibt 100, nicht über einen Weg oder Straße erreicht werden konnte; der Müller mußte das Mahlgut auf dem Rücken eines Esels abholen und auch zurückbringen.

 

In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie zusammengefaßt beschrieben wie folgt: Die Schwarzenborner Mühle oben an Pfeffelbach hat das Wasser, das von Reichweiler herunterkommt, liegt ¼ Stunde oberhalb Pfeffelbach. Das Gebäude und die Wassermauer ist in ei­nem „elenden Stand“. Das 17 ½ Schuh hohe Wasserrad treibt 1 Mahlgang, 1 Schälgang soll errichtet werden. Geringe Kapazität da wenig Wasserkraft. Der Erbbeständer Nickel *Jung entrichtet als Pacht 2 Ma. Korn und 2 fl, desgleichen 3 fl für einen Weiher auf Schwarzerdener Bann. Die Mühle kann nach ihrer Kapazität für 15-20 Familie mahlen 101.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 22 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörende Mühle wie folgt beschrieben: „Die Schwarzenborner Mühl oben an Pfeffelbach [hat] 1 Waßerrad, welches einen Mahlgang treibet, [zahlt an Pfacht] 3 fl an Geldt, 2 Mltr Korn. 15 bis 20 Familien können daselbst befördert werd, ist kein Bann Mühl.“ 102

 

Ab 1771 war Sebastian Benedum der Müller auf der Schwarzenborner Mühle 103.

 

Müller auf der Schwarzborner Mühle/Eselmühle waren 104:

um 1632 Henrich *Süß

um 1727 Hans Martin Gutöhrlein

um 1744 Nickel *Jung

um 1745 Johann Heinrich *Sieber

um 1820 Adam *Becker

um 1823 Jakob *Hüttel

um 1838 Ludwig Knapp

Bender

Müller

1887-1898 Bach

1898-1964 Beck

seit 1964 Helmut Körner

 

Photo:

- Brill: Chronik der Gemeinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 76

 

 

- Walkmühle:

ihre Lage ist nicht mehr festzustellen; im Lichtenberger Rentbuch von 1477, dem Register über die Einkünfte von Schloß Lichten­berg ist die Walkmühle wie folgt erwähnt 105: „Item 1 fl von dem Walk­mulgin bey Pefflnbach“.

 

 

 

 

 

Pfeffingen:

Stadtteil von Bad Dürkheim, Lk Bad Dürkheim

 

- Pfeffinger Mahlmühle:

die Mühle lag rechts der Straße nach Ungstein an der Isenach; die ursprüngliche Mühle lag wohl in Ungstein 106.

 

Die uralte Mühle ist bereits im Jahr 800 benannt 107. Das Kloster Weißenburg besaß „De Unku[n]stein“ 108 eine Mühle, die im Liber Possessionum Wizenburgensis für das 10. Jh. genannt genannt ist 109. Die Mühle und der übrige Besitz des Klosters Weißenburg war an einen Mann namens Duodo verliehen 110. 985/991 verliert das Kloster Weißenburg seinen Besitz in Ungstein im sog. Kirchenraub an Herzog Otto von Kärnten 111.

 

In Ungstein gibt es heute noch den Eselspfad als den Weg, auf dem der Pfef­finger Müller durch Esel das Korn der Ungsteiner Bauern zu seiner Mühle brachte. Dieser Müller hatte an am Käskönigsfest den „ge­krönten Käse“ zu stellen, der auf einen Stab gesteckt war und dem „König“ als Szepter diente 112.

 

Die Pfeffinger Mühle war Bannmühle und wird im Weistum von 1417 ausdrücklich benannt: „Item ist ez der mulen rechte, das die lude in diesem Kirchspiel sollent malen in der mulen zu Phiffingen, und sal der muller in der mulen han sieben esel und sieben secke und sal den luden ir korne holen in drin miln weges, dovon sal er nemen von eim malter ein sehster kornes; holet er ez aber in steden adir in burgen, so sol er nemen von eim malter ein fierling. ….“ 113.

 

Am 28.6.1479 an St. Peter und Paul wird die Bachordnung über die Dürkheimer Bach (= Isenach) zu Lambsheim vereinbart, „wie selbige von altem Herkommen im Jahr 1479 ist erneuert worden“. Im Jahr 1479 „haben Theobald *Müller zu Lambsheim, Cuntz *Schäffer in der oberen Postmühlen, Müller Henn der junge in der niedern Postmühle, Claus Müller zu Eyersheim, Hannß und Claus Müller in der ober und Niedern Erpolzheimer Mühlen und Claus Müller genannts Moutzon Becker zu Pfiffingen, in Gegenwart Jun­ker Erbrechts von Meckenheim dieser Zeits Schultheiß zu Lambsheim und Hansen Philipp Zollschreiber zu Oggersheim und Amt­mann zu Wachenheim, diese Bachordnung wieder erneuert…. 114. Dort heißt es weiter: „Item der Müller zu Pfiffingen soll die Bach feegen, vom Löwensteiner Weehr biß an die Frohnmühle“ 115.

 

Am 26.8.1572 ergeht Urteil des Kallstadter Gerichts in Sachen Velten Pörtnern et Consorten (Klägern) und Hansen Forster (Beklag­ter) wegen des Eigentums an der Pfeffinger Mühle. Aus den Urteilsgründen: „... belagen sie muel zu Pfeffingen, so Peter Forster, Anna sein ehausfrau miteinander erkaufft und widerum verkaufft in zeit beder leben und von einander ohne leips erben abgeschaiden, und Peter Forster das letzt lebens gehabt. Hierauff erkenth der richter zu recht, das die aussteende ziel uff der muelen noch absterben Peter Forsters dem cleger das spindeltheil [Anm.: das der Ehefrau zustehende Teil] billig zugelassen werden soll 116.

 

Gemäß einer Bestätigung, abgegeben vor dem Kallstadter Gericht am 3.2.1575, erklärt Hanß Fürster/Forster aus Ungstein, daß sein Vater Petter Fürster, die Mahlmühle zu Pfeffingen verkauft hatte für „drithalb hundert xxvii g(ulden)“ an den Frantz Diemer und des­sen Ehefrau Margreth 117. Am selben Tag gab Frantz Diemer urkundlich bekannt, daß er seinerseits die Mühle in Pfeffingen an den „Ulrich Gersten“ ver­kauft hatten für 310 Gulden 118. Der Verkauf war bereits am 2.10.1570 erfolgt 119, wobei ein Grund für die Dop­pelbeurkundung durch Angebot und Annahme unter Abwesen­den begründet sein könnte.

 

Ulrich Gerst verkaufte die Mühle an Johann Siegler. Hierzu heißt es im Kallstadter Gerichtsbuch: Am Samstag Lätare, dem 31.5.1576 erschien vor dem Kallstadter Gericht „der ersam Hanß *Weidnauher, bürger und müller zu Speier, mit … Gertrauden sei­ner ehe hausfr(auen) und bekanden frej offentlich, demnach Ulrich *Gerst, sein forfar seliger, mit Gertrauden seiner hausfr(auen) und erben den ehrhafften Johan Sieglern, damals bürger zu Freinsheim, Angnesen seiner ehe hausfr(auen) und erben ein mall müel zu Pfeffingen, garten, stel und hoffraiden etc. umb und vor driethalb hundert gulden Wormsbser wehrung zu kaufen geben hette ...“ Er gab weiterhin zu Protokoll, daß sein Vorfahre und anschließend er selbst die Kaufpreisraten wie vereinbart erhalten hätte. Da Johann Siegler und dessen Ehefrau Agnesen jedoch zugleich seine künftigen Erben seien, erließ er durch Erklärung vor dem Kallstadter Ge­richt die Restschuld 120. Eine ähnliche Erklärung wurde bereits am 2.10.1570 ebenfalls vor dem Kallstadter Gericht abgegeben 121, wobei e3s sich bei der doppelten Beur­kundung um Angebot und Annahme im heutigen Sinne handeln dürfte.

 

Die Mühle ist um 1576 belastet mit jährlichen Abgaben, nämlich 16 Malter Korn Speyerer Maß und 2 fl(oren) Mastgeld an den Jun­ker Wolf von Zeiskam, weiterhin XV „ß d“ sowie Fastnachtshuhn an den Grafen von Leiningen 122.

 

Im Leininger Salbuch von 1586 ist erwähnt „Blaß Heintz[,] Müller zu Pfeffingen“ 123. Weiter heißt es: „... Bläß Heintz Müller zu Pfeffingen, Vonn einem Backhaus hinter der Mühlen, vber der Bach ...“ 124, sowie „... gibt Bläß Heintz vonn Hauß und Hoff gegen der Mühlen zu Pfeffingen“ und „vonn einer Scheuerenn obenn ahnn der Mühlenn“ 125. Ferner wird er erwähnt als Mitbeständer von „Drey Morgen ahm Löffenmarkt“ 126 und als Beständer von Wingerten „ahm Herrenberg“ 127

 

1611 war Hanß *Blumen der Müller auf der Mühle in Pfeffingen; dieser machte am 5.5.1611 vor dem Kallstadter Gericht (gräflich Leiningischer Oberhof zu Kallstadt) sein Testament. Da er krank und schwach war, wurde das Testament von dem Gericht in der Pfeffinger Mühle aufgenommen 128.

 

1676 werden Georg Wagner, zur Zeit Müller in Pfeffingen, und seine Frau Sara Charlotte in Dürkheim als Paten genannt 129.

 

Um 1679 ist Georg *Wagenberger als Müller in Pfeffingen; °° mit Sara NN.; sein Sohn Georg Frantz Wagenberger wird am 6.7.1679 getauft130.

 

Im Dezember 1684 wird Johann Cleophe Bergmann als Müller in Pfeffingen genannt; °° mit Cath. Magdalena NN. 131

 

Am 22 (?).1.1697 in Kallstadt „wurden copuliert Meister ]Johann Rudolph] *Werling, Rudolph *Werlins, gewesener Müller zu Marnheim, ehelicher Sohn mit Sophia Catharina Unverzagt (geb. Hardenburg - † 24.4.1707 Pfeffingen „an denen Gogichter, 32 Jahre alt“; luth.; Tochter des Schmieds in Kallstadt Martin Unverzagt und der Maria Ottilia Kober); °° II 1709 mit Anna Dorothea Fuhr (luth.; stammt aus Homberg a. d. Ohm; † 20.8.1711); Vater des Wagners in Lambsheim, Georg Werling; der Müller Werling hat dann die Magd auf der Pfeffinger Mühle geschwängert und ist verschwunden; sein Verbleib ist unbekannt 132.

 

Im Oktober 1711 heiratet Johann Jacob Müller, „der Neue Müller zu Pfeffingen“ 133.

 

1723 war Jakob Müller „der Müller zu Pfäffing“. Er nimmt am 3.2.1723 zum beantragte Neubau einer weiteren Mühle in Lamsheim durch Hans Georg *Ringelsbacher, Müller in Großkarlbach, gegenüber der geistlichen Güteradministration in Heidelberg Stellung 134. Am 6.5.1734 heißt es in der Versammlung der Bachgenossenschaft Isenach: „erscheinet Hr. Schulz Valentin Faß und Hr. Bürger­meister Andreas Waltenberger nebst ihrem Müller Reinhard Zattmann 135, ebenso auf der Sitzung vom 4.5.51734 erscheint „Reinhard Zattmann der Müller“ 136. Weiter heißt es: „Dasiger Müllermeister [Reinhard] Zattmann beschweret sich hauptsächlich über den Bür­germeister Lampert weilen selbiger vor einige Tags das Schloß von dem Schußbreth bey der Frohn Mühl vormittags um zehn…. her­unter ge­schlag und das Schußborth heraus gethan ...“ 137.

 

Im Zuge des Ausbaues des Gradierwerks der Dürkheimer Saline durch den kurpfälzischen Pächter Freiherrn von Beust, wurde 1737 der Lauf der Isenach verlegt, weshalb die daran gelegenen 3 Mühlen, nämlich die Cleophas Mühle, die Frohnmühle und die Pfef­finger Mühle eingehen mußten 138. Bis 1739 floß die Isenach auf der linken Seite der Stra­ße von Dürkheim zur steinernen Brücke bei Pfeffingen, wo sie nach der Straßenüberquerung die Mühle trieb und dann ihren Lauf zur 1817 erbauten Bord- oder Sägemühle nahm. Nachdem die Grafen von Leiningen durch den am 26.2.1737 in Mannheim abgeschlos­senen Vertrag die Salzquellen an die Kurpfalz abgetreten hat­ten und diese nun versuchte, durch den Bau von Gradierwerke das Salz billiger und besser zu gewinnen, wur­de die Isenach verlegt und zudem das Bachbett um 3 Schuh vertieft. Um das für die Salzquellen benötigte Wasser auf die Gradier­baue bringen zu können, wurden in die Isenach drei große Wasserräder eingebaut, welche das Was­ser hinauf drückten. Eines dieser Wasserräder befand sich bei der späteren Bordmühle. Um aber das nötige Gefälle für das abfließen­de Stauwasser zu erhalten, wurde in der ganzen Ungsteiner Gemarkung das Isenachbett vertieft 139.

 

Heute befindet sich im Anwesen das Restaurant „Pfeffinger Mühle“.

 

Reihenfolge der Müller:

- 1479 Claus Müller genannts Moutzon Becker (Anm.: s. Motzenbecker)

- vor 1570 Peter Fürster/Forster, er verkauft die Mühle an Frantz Diemer

- vor1570 Frantz Diemer; er verkauft die Mühle am 2.10.1570, bestätigt am 3.2.1575, an Ulrich Gerst

- 2.10.1570 – 31.3.1576 Ulrich Gerst; dieser verkauft die Mühle am 31.3.1576 an Johann Siegler

- 31.3.1576 - ++++ Johann Siegler

- um 1611 Hanß Blumen

- um 1679 Georg Wagenberger

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 629 „Mühle zu Pfeffingen“

- LA Speyer Best. E6 (Reichskammergericht) Nr. 1812 (1597-1618), darin eingeschoben Notizen betr. die Mühle in Pfeffingen des Nikolaus Schlauditz, dessen Güter jetzt Cleophas Rödel u.a. besitzen

- Sauer, Heinrich Maria: Die Isenach trieb die Pfeffinger Mühle. [Ungstein, Pfeffingen]; in: Rheinpfalz, Neustadt/Dürkh. 17, Nr. 159 v. 13. 7. 1961

 

 

- Sägemühle Pfeffingen:

die Bordmühle wurde 1817 erbaut.

 

Um 1740 wurde im Zuge des Ausbau des Gradierwerks in Dürkheim [s. Saline] der Lauf der Isenach verlegt und die Pfeffinger Müh­le stillgelegt 140. Bis 1739 floß die Isenach auf der linken Seite der Stra­ße von Dürkheim zur steinernen Brücke bei Pfeffingen, wo sie nach der Straßenüberquerung die Mühle trieb und dann ihren Lauf zur 1817 erbauten Bord- oder Sägemühle nahm. Nachdem die Grafen von Leiningen durch den am 26.2.1737 in Mannheim abgeschlos­senen Vertrag die Salzquellen an die Kurpfalz abgetreten hat­ten und diese nun versuchte, durch den Bau von Gradierwerke das Salz billiger und besser zu gewinnen, wurde die Isenach verlegt und zudem das Bachbett um 3 Schuh vertieft. Um das für die Salzquellen benötigte Wasser auf die Gradierbaue bringen zu können, wurden in die Isenach drei große Wasserräder eingebaut, welche das Was­ser hinauf drückten. Eines dieser Wasserräder befand sich bei der späteren Bordmühle. Um aber das nötige Gefälle für das abfließen­de Stauwasser zu erhalten, wurde in der ganzen Ungsteiner Gemarkung das Isenachbett vertieft 141.

 

Karte:

- LA Speyer Best.W41 Nr. 2026/5

 

 

 

 

 

Pfeifertal:

anderer Name für das Tal der Mooslauter; gehört zur Gemarkung Eulenbis; hier lag die Mückenmühle (s. *Eulenbis) 142, die “Bor­denmühle im Pfeiferthal” (s. Eulenbis) und die untere Pfeifermühle (s. Eulenbis) und die Fritzenmühle (Mückenhof) bei Rodenbach.

 

 

 

 

 

Pfiffligheim:

Stadtteil von Worms, westlich der Innenstadt von Worms an der Pfrimm gelegen, im West schließt sich Pfeddersheim an.

 

Das Dorf gehörte seit 1705 zur Kurpfalz und zählte 1787 150 Familien 143.

 

Genau bei Eintritt in die Gemarkung Pfeddersheim teilt sich der Pfrimmlauf für etwa 1000 m in zwei Arme: der südliche ist der ei­gentliche Bachlauf, während der nördliche einen Mühlbach zum Betreiben der Wiesenmühle darstellt. Diese Mühle stand bereits 1521. Nach der Wiedervereinigung trennt sich die Pfrimm nochmals etwa 250m oberhalb der Stadt: der nördliche Wasserlauf fließt mitten durch Pfeddersheim und hat wiederum die Funktion eines Mühlbachs, der zwei Mühlen antreibt. Nach Verlassen der Stadt verläuft er am Fuß des nördlichen Höhenzuges nach Leiselheim und ist als die eigentliche Pfrimm anzusehen, indem er diesen Na­men jetzt an sich zieht. Der südliche Wasserlauf nimmt seinen Weg außen an der Stadtmauer vorbei und übernimmt dabei Verteidi­gungsaufgaben als nasser Stadtgraben. Für ihn wurden schon früh die Bezeichnungen 'Altbach' oder 'Alte Bach' gebräuchlich. Dieser Arm fließt weiter im Talgrund auf Pfiffligheim zu, wo er sich nach Durchfließen des Ortes zwischen Pfiffligheim und Leiselheim wieder mit dem nördlichen Arm vereinigt 144. Die Trennung des Pfrimmbachs in zwei Arme ist bereits am 17.11.1317 urkundlich er­wähnt, wo es heißt: „... item II jugera inter duos rivos dictos Premme ...“ 145. Der südliche Bachlauf der Pfrimm muß sich nochmals in zwei Arme geteilt haben. Der eine war der schon erwähnte „Altbach“ und der andere das so bezeugte „Wage oder Fischwasser“. Alter meint hierzu 146, das Wort 'Wage' dürfe nicht mit 'Woog', d.h. einem Teich gleichgesetzt werden. Eher sei es mit „Waag“ zu in­terpretieren, das einen Fluß oder ganz allgemein ein Wasser bezeichnet. Nach Aussage der Benennung dürfte dieser Ge­wässerteil fischreich gewesen sein.

 

Mühlen:

zum ersten Mal wurde Pfiffligheim 1068 urkundlich erwähnt. Bischof Adalbert von Worms vermachte dem Probst des Wormser Andreasstifts den Korn- und Getreidezehnt und verschiedene Steuern der Pfiffligheimer Mühle 147.

 

Am 25.5.1304 bekunden der Dekan und das Kapitel von St. Andreas [Andreasstift] in Worms, daß das Andreasstift zur Versorgung des Priesters an der Kirche von Peffilnkeim, welche bisher als Filiale der Kirche zu Horchheim vom dortigen Priester versorgt und nunmehr von einem eigenen Priester betreut wird, verschiedenen Grundbesitz gestiftet hat, darunter 1 jugum hinter der Mühle des St. Andreasstifts 148.

 

Bei Goswin Widder im „Versuch einer vollständigen geographisch-historischen Beschreibung der Kurpfalz“ heißt es 1767: „... wird im J. 1068 zum ersten Mal gedacht; da nämlich Bischof Adalbert dem [Dom]Kapitel verschiedene Gefälle von der Mühle zu Phephl­inheim angewiesen ...“. 149

 

 

- Eichenmühle:

am 25.11.1348 heißt es beim Verkauf eines Weingartens in Pfiffligheim „sito apud Eychenmulen“ 150.

 

 

- Mühle in der Herrngasse 16:

die ehemalige Mühle, heute Herrngasse 16, liegt südlich der Pfrimm und wurde mE. über einen Mühlgraben erschlossen. Die unter Denkmalschutz stehende Mühle besteht aus zwei übereck gestellte Wohnhäuser mit Krüppelwalmdächern aus dem 18. Jh., im Kern 16. Jh. und frühes 17. Jh. mit Spolien des 16./17. Jh. 151.

 

Die Mühle ist tausend Jahre alt. Am 10.1.1870 verkauften der Mühlenbesitzer Jakob Conrad und seine Ehefrau Margarethe durch notariellen Kaufvertrag vor dem Großherzoglich Hessischen Notar Friedrich Heimburg an Jakob Theodor Schöneck die Mühle in der Herrengasse. Die Gründung der Firma Wagner & Schoeneck in Pfiffligheim erfolgte 1869/70. Am 15.12.1870 wurde der Antrag gestellt um ein Patent zur Buntpapier- und Pappdeckelfabrikation der Firma Wagner und Schöneck. Der Plan zum Neubau der Farbenfabrik Wagner & Schoeneck datiert vom 12. November 1890. Die Besitzer Wagner und Schöneck hatten ein neues Verfahren zur Erzeugung der Farben Aquamarinblau entwickelt. Mit Kaufvertrag vor dem Großherzoglich Hessischen Notar Otto Schwarz vom 6. Februar 1897 erfolgte seitens der Erbengemeinschaft Schoeneck der Verkauf an die AG Vereinigte Ultramarinfabriken vormals Leverkus, Zeltner und Consorten in Nürnberg, die ihrerseits mit Kaufvertrag vor dem Großherzoglich Hessischen Notar Dr. Friedrich Bittel vom 17. März 1897 die frühere Mühle an die Bauunternehmer Peter Baier und Landwirt Heinrich Schlebach verkauften 152. Ab 1902 war hier das Zeitungshalter-Unternehmen Polster & Gatzen ansässig 153.

 

 

 

Photo:

- Internetdatei Liste der Kulturdenkmäler in Worms-Pfiffligheim: ehemalige Mühle

- Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, a.a.O., S. 143: Lufaufnahme von 1970 mit Mühle und Herrengasse

 

 

 

 

 

Pfortz:

s. Maximiliansau

 

 

 

 

Pfrimm:

entlang des Baches gab es von der Quelle beim Pfrimmerhof im Stumpfwald bis zur Mündung in den Rhein bei Worms gab es zeit­weise 61 Mühlen 154, 1858 werden insgesamt 47 Mühlen genannt 155, im Jahr 1861 waren es insgesamt noch 35 Mühlen 156. Da sich inzwischen das Quellwasser in und an den Weihern infolge starker Holzeinschläge in großem Maße verringert hatte und wich weiter zu vermindern drohte, schlossen sich 35 Mühlenbe­triebe am Lauf der Pfrimm zusammen und grün­deten 1861 die “Pfrimmweiherge­sellschaft” mit Sitz in Dreisen. Durch entsprechende Maßnahmen wollten die Mitglieder sicher stel­len, daß die für den Mühlenbe­trieb notwendigen mengen auch während der Sommer­monate zur Verfügung standen. Zu diesem Zweck kauften sie von der Familie Hetsch und dem Brauereibesitzer Jakob Diemer, Alsen­born, die unterhalb der “Pfrimmquelle” ge­legenen Talwiesen und ließen hier 1862 Dammbauten aufführen. Durch diese Dämme ent­standen die beiden ausgedehnten Wasserre­servoire, der “obere” sowie der etwa 10 Morgen große “untere” Pfrimmweiher 157.

 

Am 5.4.1391 wird das Weistum über die Rechte des Cyriakusstiftes Neuhausen an dem Bach Pfrimm errichtet. Hierzu kam es zu ei­ner Zu­sammenkunft der durch das Weistum betroffenen Personen, darunter „dominus Johannes de Cellis magister structure fluvii dy Pryme ac ...viri Adolff de Oppenheim magister molitorum ac scultetus dicti fluvii, Jacobus de Horgheim in molendini Hocheim, Her­tel moli­tor in molendino dominorum Wormaciensis, Heilchin in Froschmolen in Pfeffelnkeim, Hen der Zeiszolffen son in molendino Engel­manni, Ecke in molendino monialium de Libenawe et Philippus in molendino dominorum Schonawensium, scabini dicti flu­vii ...“ [Herr Johannes von Zell der Verantwortliche für den Zu­stand des Flusses Pfrimm, der Herr Adolph von Oppenheim der Ver­antwortliche für die Mühlen und Schultheiß des genannten Flus­ses, Jacob von Horchheim von der Hochheimer Mühle, Hertel der Müller auf der Herrenmühle Worms, Heilchin von der Froschmüh­le in Pfiffligheim, Hen der Sohn der Zeiszolffen von der Engel­mann Mühle [in Hochheim], Ecke von der Mönchsmühle in Liebenau [Liebenauer Mühle in Hochheim] und Philippus von der Her­renmühle des Klosters Schönau, Ratsherren des Flusses ….] 158.

 

Am 2.4.1413 bekundet der Offizial des bischöflichen Hofes zu Worms, daß auf einem Rechtstag die Müllermeister an der Pfrimm zwischen dem Weiher bei Pfiffligheim bis zur Steinbrücke an der Mainzerstraße, nämlich Klaus Dude in der Klostermühle zu Neu­hausen, Schultheiß Jeckel Müller zu Hochheim, Klaus Welcker in der Walkmühle zu Hochheim, Anthis in der Riesen (Rieß)mühle [s. Hochheim bei Worms], Anthis Meyer in der Engelmanns Mühle [s. Worms], Peter Lindheim (Lynthem) in der Liebenauer Mühle [s. Hochheim], Philipp Müller in der Schönauer Mühle [wohl Bergmühle des Klosters Schönau in Westhofen], Jakob Dude in der Mühle zum Nußbaum [Lage +++klären +++], Hein Hitzplatz in der Mühle zum Hohen Baum [s. Worms], all sind Schöffen und Geschwore­ne der Bach, dem Dekan und Kapitel zu Neuhausen als oberste Herrn der Bach schwören und beeiden durch Jakob Dude i der Mühle zum Nußbaum, die Bach wie seit alters zu bauen, zu bewahren und zu halten und unterhalb der Steinbrücke die Schleif- und Loch­mühle bis an den Rhein zu halten und zu bewahren 159.

 

Das Stift St. Cyriakus zu Neuhausen bei Worms war Besitzer des Baches Pfrimm. Das Stift schloß am 8.6.1510 mit dem Kloster Himmelskron zu Hochheim bei Worms, den Müllers an der Pfrimm und der Gemeinde Hochheim eine Übereinkunft wegen Unterhal­tung und Benutzung des Baches 160.

 

Literatur/Urkunden:

- Christmann, Wilhelm: Mühle und ihr Schicksal an der Pfrimm; in: Rheinpfalz Ausgabe Eisenberg, Kirchheimbolanden Nr. 218 vom 20.9.1961

- Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Worms Prov. Hochstift vom 2.4.1413; Schwan: Repertorien Wormser Urkunden, a.a.O., S. 46 Nr. 153

- Würth, Karl: Der Pfrimmbach - seine Brücken und Mühlen im Räume von Wachenheim; in: Heimat-Jahrbuch Alzey-Worms 1974, 501-503

 

 

 

 

 

Pfrimmerhof:

liegt in der Gemarkung Sippersfeld, Lk Donnersbergkreis; erstmals 1250 als Pfrimmer Hof erwähnt; erscheint 1604 als Dorff Prim, 1720 premmer Hof, 1750 Premmerhof, 1828 Primmerhof und 1837 als Prümmer Hof 161. Im Erbbestands­brief über die Dorfmühle in an Jost Krebil vom 6.1.1738 ist folgendes vermerkt: .... gemehlten Erbbestand ... mit unserer consens an Jost Grebil in Sippersfelder Gemark von Bremer Hof, dessen eheliche Hausfrau und ... Leibeserben verkauft." 162.

 

Mühlen:

- Mühle auf dem Pfrimmerhof, auch Hetschmühle:

heute Anwesen Pfrimmerhof 3; 1818 wurde das Gasthaus “Zur Pfrimmquelle” auf dem Pfrimmerhof, ein repräsentabler zweistöcki­ger Fachwerkbau mit eingebauter Getreidemühle von dem Landwirt Jakob Krehbiehl, dem Sohn des Jost Krehbiehl, errichtet. Das Wasser des Mühlbachs wurde vom unteren Pfrimmweiher aus auf das Mühlrad geleitet. Krehbiehl errichtete weitere Gebäude, geriet durch die Neubauten jedoch derart in Schulden, daß er 1831 seinen ganzen Betrieb an die Brüder Beitler, die aus einer alten Müller­familie stammten, verkaufte und mit seiner ganzen Familie nach Amerika auswanderte 163.

 

In diesem Zusammenhang ist die Zwangsversteigerungsannonce im Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 29.3.1831 zu sehen: „...den 22.4.1831 auf Betreiben der Witwe und Erben des zu Frankfurt am Main verlebten Herrn Anton Maria von Schweitzer, als: 1) Wilhelmina von Barrotzki, … dessen Witwe 2) Karl von Schweitzer, 3) Anna Elisabetha von Schweitzer, 4) Karl Philipp Freiherrn von Hertling, Königlich Bayerischer Kammerherr und Ministerresident in der Schweiz, wohnhaft zu Bern die Rechte seiner Gemah­lin Maria Anna von Schweitzer verfolgend …; Kläger auf Zwangsversteigerung, zufolge Urtheil des Königlichen Bezirksgerichts zu Kaiserslautern vom 27.12.1830, gegen Jakob Krehbiel und Maria geborne Grimm, Ehe- und Ackersleute, wohnhaft auf dem Pfrim­merhof, Gemeinde Sippersfeld, und Susanna Krehbiel, minderjährig …, Tochter und Erbin des auf dem besagten Pfrimmerhof ver­lebten Ackermanns Adam Krehbiel und dessen ebenfalls verstorbenen Ehefrau Barbara geborne Landes, als Schuldner“ werden u.a. versteigert: „Von den Jakob Krehbiel'schen Eheleuten …. 36) Ein auf dem Pfrimmerhof gelegenes zweistöckiges neu erbautes Wohn­haus mit Mühle, Stallung, Kelterhaus, Hofraithe und Garten ….“ 164.

 

Durch Verkauf im Jahre 1851 gelangte der Pfrimmer Hof ins Eigentum der Winzereheleute Johannes I Hetsch und Philippine geb. Lippert von Weisenheim am Sand. Durch die in den folgenden Jahren erfolgten Erbteilungen und Veräußerungen wechselten die Be­sitzer des Mühlenanwesens, bis dieses 1897 Eigentum von Johannes II Hetsch wurde; nach ihm heißt die Mühle auch Hetschmühle. Diese wurde zunächst als Getreidemühle, dann durch geänderte wirtschaftliche Bedingungen erzwungen, nur noch zum Schroten ver­wendet und schließlich 1955 geschlossen 165.

 

Am Gebäude befindet sich ein Eckquader mit Inschriftmedaillon bez. JK MG 1819 (= Jakob Krehbiel) 166.

 

Da sich inzwischen das Quellwasser in und an den Weihern infolge starker Holzeinschläge in großem Maße verringert hatte und wich weiter zu vermindern drohte, schlossen sich 35 Mühlenbetriebe am Lauf der Pfrimm zusammen und gründeten 1861 die “Pfrimm­weihergesellschaft” mit Sitz in Dreisen. Durch entsprechende Maßnahmen wollten die Mitglieder sicher stellen, daß die für den Müh­lenbetrieb notwendigen mengen auch während der Sommermonate zur Verfügung standen. Zu diesem Zweck kauften sie von der Fa­milie Hetsch und dem Brauereibesitzer Jakob Diemer, Alsenborn, die unterhalb der “Pfrimmquelle” gelegenen Talwiesen und ließen hier 1862 Dammbauten aufführen. Durch diese Dämme entstanden die beiden ausgedehnten Wasserreservoire, der “obere” sowie der etwa 10 Morgen große “untere” Pfrimmweiher 167.

 

Seit 1930 wurde neben der Mühle ein Gasthaus betrieben; der Mühlenbetrieb wurde 1955 eingestellt 168.

 

Photo:

- Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 527

 

Literatur/Urkunden:

- Gillmann, Rudolf: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler. Ein Heimatbuch (Heidelberg 1968), S. 242 ff

 

 

 

 

 

Philippsburg/Philippsbourg / Lothringen:

Gemeinde im Département Moselle im Hanauerland, nördlich von Niederbronn-les-Bains, nahe der Grenze zu Deutschland gelegen. Dorf und Schloß gehörten zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg.

 

Graf Philipp V. von Hanau-Lichtenberg legte sich mit Herzog Karl III. von Lothringen an, indem er versuchte, die Reformation in der Herrschaft Bitsch einzuführen, wozu er u.a. das Kloster Stürzelbronn im Herbst 1571 überfiel. Der Herzog reagierte schließlich mit militärischer Gewalt und besetzte am 21.7.1572 das Schloß Bitsch und drei später die Burg Lemberg. Schließlich traten die beiden Gräfinnen und Graf Philipp I. von Leiningen-Westerburg ihre Ansprüche gegen Zahlung einer Abfindung an den Lothringer Herzog ab. Graf Philipp V. von Hanau-Lichtenberg wehrte sich gegen die gewaltsame Besetzung in einem lang andauernden Prozeß. Beide Parteien einigten sich schließlich am 21.11.1598, daß die Besetzung des südlichen Teiles des Amtes Lemberg sowie die Sperrung der Burg Lemberg aufgehoben werden sollte; dafür wollte sich Graf Philipp V. gütlich mit dem Herzog über die Erbansprüche an der Herrschaft Bitsch einigen. Der Abzug der Lothringen von Burg Lemberg zog sich jedoch hin. Die endgültige Beendigung des Erbstreits mit Lothringen erlebte Graf Philipp V. von Hanau-Lichtenberg nicht mehr. Er starb 1599. Sein Sohn Graf Johann Reinhard I. von Hanau-Lichtenberg schloß 1604 mit dem Herzog von Lothringen einen Vergleich und unterschrieb 1606 den Friedensvertrag von Nancy. Dabei verzichtete der Herzog von Lothringen auf Burg und Amt Lemberg und mehrere Dörfer an der Grenze zur Herr­schaft Bitsch, auf die Burgen von Klein-Arnsberg und Lützelhardt, auf alle den Schlössern Lichtenberg, Philippsburg und Lemberg gehörenden Wälder sowie auf die elsässischen Dörfer Offweiler, Uhrweiler und Forstheim und erhielt eine Entschädigung von 60000 Gulden. Im Gegenzug verzichtete Graf Johann Reinhard auf alle Rechte und Ansprüche an Herrschaft und Schloß Bitsch 169.

 

Mühlen:

- Hanau-lichtenbergische Erbbestandssägemühle, Friedrich Flamm'sche Mühle:

1782 kommt es zur Versteigerung der Friedrich Flamm'schen Erbbestandssägemühle zu Philippsburg an Philipp Heinrich *Jaggi 170.

 

Philipp Heinrich Jaggi ist vor 1788 verstorben. Seine Witwe, Anna Maria Müller heiratet in 2. Ehe den Oberförster Brennemann aus dem benachbarten Baerenthal. 1788-1790 kommt es zum Prozeß der Jakob Kunz'schen Eheleute von Obersteinbach gegen Oberför­ster Brennemann zu Baerenthal und dessen Ehefrau Anna Maria Müller, weiland Henrich Jaggis zu Philippsburg Witwe, wegen Leh­nung der Philippsburger Mühle 171.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. C20 Nr. 4450: Prozeß der Jakob Kunz'schen Eheleute von Obersteinbach gegen Oberförster Brennemann zu Bär­enthal und dessen Ehefrau Anna Maria geb. Müller, weiland Heinrich Jaggis zu Philippsburg Witwe, wegen Lehnung der Philipps­burger Mühle, 17889-1790

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 4361: Der Zustand des Dammes an dem nunmehr trocken liegenden Phili­ppsburger Weiher, 1771

- LA Speyer Best. C20 Nr. 4358: Säuberung des Philippsburger Mühlengrabens. Teilnahme der Besitzer der Mückenthaler Sägmühle, 1773

 

 

 

 

 

Pirmasens:

s. auch OT *Windsberg

 

Mühlen:

1848 wird gegen den Müller aus Pirmasens, Jakob Germann, neben anderen Beschuldigten ein Untersuchungsverfahren „wegen Teil­nahme an dem hochverräterischen Attentate zum Zwecke des gewaltsamen Umsturzes der deutsche Regierungen und Einführung der Republik im April 1848 im badischen Oberlande“ eingeleitet 172. +++klären: welche Mühle+++

 

- Alte Mühle:

etwas entfernt von alten Dorf Pirmasens am Mühlbach; 1581 sind urkundlich erwähnt Wiesen „in Milenbach“. 173. Der Berghang vom Schachen herunter heißt „Am Mühl­berg“ 174.

 

 

- Blümestalmühle oder Blümelsmühle:

ursprünglich Blümelmühle, das 's' findet sich erst später in Namen der Mühle; auch der Blümelsbach hieß ursprünglich Blümelbach 175; am Blümelsbach gelegen.

 

Die Mühle wurde von Pirmasens wegen schlechter Lage in das sog. Blümelsthal im Gersbacher Bann verlegt 176.

 

Der Blümelsbach ist ein etwa 10km langer Zufluss der Felsalb in der Westpfalz. Mit seinen kleinen Nebenbächen trägt er zur Entwäs­serung des Stadtgebiets und des westlichen Umlands von Pirmasens bei. Der Blümelsbach entspringt mitten im Pirmasenser Stadtge­biet unter der 60 m hohen Streckbrücke. zunächst fließt er nach Norden zwischen dem östlich gelegenen Pirmasenser Stadtkern und dem Ortsteil Gerbach hindurch. Dann wendet er sich nach Westen und passiert den Ortsteil Hengsberg, der nördlich liegt. Durch das Blümelstal, vorbei am südlich gelegenen Ortsteil Windsberg, erreicht der Blümelsbach die Röthmühle. Kurz unterhalb der Mühle mündet er von rechts in die Felsalb, die ihrerseits in den Hornbach fließt, ein Nebengewässer des Schwarzbachs.

 

1737 erhält der Blümelthaler Müller Jakob Sternle einen Kollektenpatent 177.

 

Nur zwei Nennungen aus dem 18. Jh. liegen vor: 1778 „auf der Blümelsmühle“ 178; 1778/9 „an der alten Blimmels Mühl“ 179. Die verschwundene Mühle führte ihren Namen nach dem Bach Blümel 180.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 1152: Kollektenpatent für den Blümelthaler Müller Jakob Sternle, 1737

- LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 2807: Die von Pirmasens wegen schlechter Lage in das sogenannte Blü­melsthal im Gersbacher Bann verlegte Mühle, 1699-1780

 

 

- Röthmühle:

s. *Windsberg

 

 

 

 

 

Pleisweiler-Oberhofen:

VG Bad Bergzabern, Lk Südliche Weinstraße, nördlich von Bad Bergzabern gelegen; das Dorf war kurpfälzisch und gehörte zur kur­pfälzischen Kellerei des Stifts Klingen 181.

 

1622 wurde das Oberamt Germersheim, zu dem das Dorf gehörte, von österreichisch-kaiserlichen Truppen erobert. Kaiser Ferdinand II. hatte das Oberamt Germersheim, eines aus den besten und vornehmsten Ämtern in der unteren Pfalz, Kurfürst Friedrich V. nach dessen Annahme der böhmischen Königskrone entzogen und das ehemalige 1330 an die Pfalzgrafen verpfändete Reichsgut seinem Bruder Leopold administrationsweise und 1628 nach dessen Heirat mit Claudia de' Medici zu Eigentum übertragen. 1631 verließen die österreichischen Beamten auf der Flucht vor den Schweden die Stadt Germersheim, kehrten aber nach der Rückeroberung durch die Kaiserlichen 1635 wieder zurück 182.

 

1718 lebten in Pleisweiler zusammen mit Oberhofen 132 katholische Personen in 30 katholischen Familien, 22 reformierte und 4 lu­therische Familien; in Oberhofen, das schon damals eine Gemeinde mit Pleisweiler bildete, lebten 18 katholische und 11 reformierte Familien 183.

 

Mühlen:

zur Gemeinde gehören die Mühle oberhalb des Dorfes und die Wappenschmiede unterhalb des Dorfes 184.

 

- Mahlmühle oberhalb des Dorfes:

die Mühle weist ein oberschlächtiges Mühlrad mit einer ganz besonderen Wasserführung auf 185.

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 59

 

 

- Wappenschmiede:

die Gebäude, die Wassertriebwerksanlagen und die komplette Einrichtung der Wappenschmiede im Rappenthal bei Pleisweiler sind noch erhalten. Das Wasser eines Stauweihers bewegt über 2 oberschlächtige Wasserräder 3 Schwanzhämmer und 1 Schleifstein. Ein weiteres Rad am Südbau diente einer Ölmühleneinrichtung. Bis um die Mitte des 18. Jh. ist nur von einer Sägemühle in den Urkunden die Rede. 1763 wurde diese von der Witwe des Friedrich Ludwig *Römer wegen einer Schuld von 1400 fl verpfändet, um dann 5 Jahre später an Bartholomäus Rettler aus Oestringen verkauft zu werden. Es heißt: Rettler übernahm die von der Geistlichen Gü­teradministration Heidelberg erbbestandsweise vergebene Waffenschmitt mit Haus, Gütern, Weiher und sonstigem als ein Haus und Hofreith, samt Scheuer, einem Schmitthaus und Garten. Mitkäuferin war Rettlers Braut und spätere Ehefrau Kunigunde Maria Heitz aus Pleisweiler 186.

 

Lange hielt sich Rettler nicht in der Schmiede. 1775 verkaufte er das Anwesen an den Bürger und Handelsmann zu Bergzabern Jo­hannes Dauner und dessen Ehefrau Anna Maria geb. Kolb für 1427 fl 187. Dauner war ein bekannter und reicher Eisenhändler in der Südpfalz. Er betrachtete die Wappen­schmiede nur als Handelsobjekt und veräußerte diese schon 1 Jahr später mit einem Gewinn von mehr als 200 fl an den „zu Schönau in dasigem Eisenwerk gestandenen Kleinschmitt namens Johann Conrad Jost“ um 1680 fl 188.

 

1783 wird ein Ehepaar Johann Adam *Lantz, „Wobenschmidt zu Pleißweiler“, und Salome Jost in den luth. Kirchenregistern von Klingenmünster geführt. Da Johann Conrad Jost, ebenfalls „Wobenschmidt zu Pleißweiler“, und Catharina, seine Frau, Paten bei der Maria Salome Lantz (geb. 23.11.1783 Pleisweiler, ~ Klingenmünster) sind, handelt sehr wahrscheinlich bei dem Johann Adam *Lantz, um den späteren Müller in Elmstein, der dort in 2. Ehe die Maria Barbara Huthmacher heiratet 189.

 

++++weiter++++ bei Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 323

 

Heute befindet sich im ehemaligen Mühlengebäude das Restaurant Wappenschmiede.

 

Karte/Pläne:

- Kunstdenkmäler von Bayern, Bd. IV Bezirksamt Bad Bergzabern, München 1935, S. 459: Wappenschmiede bei Pleisweiler, Grund­riß 16. Jh., abgedruckt bei Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 322

- LA Speyer Best. W1 Nr. 7478 (Forstrevier Birkenhördt), 1846 (darin u.a. Pleisweiler mit Wappenschmiede)

 

Photo:

- Internetdatei: Restaurant Wappenschmiede Pleisweiler-Oberhofen

- Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 287: Schleifmühle in Wappenschmiede Pleisweiler 1786

 

Urkunden/Literatur:

- Klaas, Paul: „Die Wappenschmiede im Walde König Dagoberts (Pleisweiler-Oberhofen); in: Pfälzer Tageblatt, Landau, Nr. 86 vom 10.4.1968

- Mies, Katharina: Beim Wappenschmied in Pleisweiler und Elmstein; in: Unsere Heimat. Blätter für saarländisch-pfälzisches Volkstum Nr. 4 (1938/39), S. 261/62

- Wein, Peter und Reinking, Joachim Dietrich: Wappenschmiede Pleisweiler; Institut f. Maschinenkonstruktionslehre, 1978, 74 S. mit 50 eingeklebten Photos (Studienarbeit v. April 1978) (vorhanden in Landesbibliothek Speyer, Rheinland-Pfälzische Bibliographie)

 

 

 

 

 

 

Pörrbach:

seit 1974 Ortsteil von Schwedelbach, Lk Kaiserslautern; der Bach von dem der Ort seinen Namen hat, fließt zur Pletschmühle, wes­halb im Ortswappen das halbe Mühlrad in den kurpfälzischen Farben hinzugefügt wurde 190; der Ort war kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Kaiserslautern; im kurpfälzischen Mühlenverzeichnis des Ober­amts Kaiserslautern von 1739 191 ist die Mühle nicht aufgeführt.

 

Mühlen:

- Pletschmühle, Pörrbacher Mühle:

Franz *Pfaff war Müller auf der Pörrbacher Mühle

 

Bis ca. 1832 war Adam *Knapp der Müller auf der Pörrbacher Mühle († ca. 1832); °° mit Elisabeth Ziegler († um 1832); aus der Ehe gingen die volljährigen Kinder Margarethe Knapp, Catharina Knapp (°° Ehefrau des Ackerers Johann Philipp Heintz aus Schwedel­bach) und die minderjährigen Kinder Adam, Maria, Elisabetha und Barbara Knapp hervor 192. Der Sohn Adam (2) Knapp ist ab 1839 als Müller auf der Bellenmühle in Niederkirchen / Odenbachtal genannt 193.

 

Margarethe Knapp erhob vor dem Bezirksgericht Kaiserslautern für sich und als Erbin ihrer verlebten Eltern Adam Knapp und Zieg­ler Erbteilungsklage gegen 1) Catharina Knapp (Ehefrau des Ackerers Johann Philipp Heintz aus Schwedelbach), 2) den genannten Johann Philipp Heintz der ehelichen Ermächtigung und Gütergemeinschaft wegen, und 3) Heinrich Müller, Ackersmann aus Eulenbis in seiner Eigenschaft als Vormund von Adam, Maria, Elisabetha und Barbara Knapp, minderjährige Kinder der verlebten Adam Knappischen Eheleute und Miterben derselben. Margaretha Knapp verlangte mit ihrer Klage, die Erbteilung des Nachlasses vorzu­nehmen, zugleich festzustellen, daß die von den verlebten Eheleuten zugunsten der beklagten Eheleute Heintz mit notarieller Urkun­de des Notars Schuler zu Landstuhl vom 15.11.1822 errichteten Übertragungsakt für aufgelöst zu erklären, den in die Erbschaft fal­lenden Grundbesitz mit Ausnahme der Pörrbacher Mühle, gemäß der von den Erblassern zugunsten der Klägerin getroffenen eigen­händigen privatschriftliche Verfügung vom 4.3.1831 mit der Erbmasse zu vereinigen und die Pörrbacher Mühle unter den Bedingun­gen dieser Verfügung auf die Klägerin zu übertragen. Sie beantragt hilfsweise, die beklagten Eheleute Heintz zur Ableistung eines Ei­des dahin zu verurteilen, daß sie zu Lebzeiten ihrer Eltern, nämlich am 4.3.1831, gemäß der elterlichen Verfügung, ihre Zustimmung zur Übertragung der Pörrbacher Mühle auf die Klägerin erteilt haben. Sie behauptet weiterhin, die beklagten Eheleute Heintz hätten die im notariellen Vertrag vom 15.11.1822 enthaltenen Bedingungen und Gegenleistungen nicht erfüllt und seien zur jetzigen Erfül­lung auch nicht imstande. Die beklagten Eheleute Heintz beantragen die Klage abzuweisen und fordern zugleich widerklagend, den Grundbesitz gemäß dem notariellen Akt vom 15.11.1822 auf sich zu übertragen. Sie vertreten die Auffassung, die Verfügung vom 4.3.1831 sei infolge Nichteinhaltung aller gesetzlich vorgeschriebenen Förmlichkeiten weder als Schenkung noch als Kaufvertrag gültig. Sie hätten vielmehr die Bedingungen im notariellen Übergabevertrag erfüllt, indem sie der Klägerin die ihr hieraus zustehende Zahlung von 250 fl mehrfach angeboten hätten, die Klägerin dagegen habe die Annahme der Zahlung verweigert. Der mitbeklagte Heinrich Müller, als Vormund der minderjährigen Miterben beantragt, zu „entscheiden wie rechtens“. Die Klägerin hat in ihrer Re­plik die Behauptung der beklagten Eheleute Heintz bestritten, diese hätten angeblich mehrfach Zahlung angeboten. Bewies für die Richtigkeit ihrer Darstellung haben die Eheleute Heintz nicht angeboten. Das Bezirksgericht Kaiserslautern wies durch Urteil vom 15.1.1832 Klage und Widerklage ab, und ordnete die Erbteilung aller Grundstücke und des übrigen Nachlasses an. Es beauftragte zu­gleich den Ackersmann Adam Diehl aus Schwedelbach die Schätzung der Immobilien zu veranlassen und die Erteilung vorzuneh­men. Das Gericht wertete die privatschriftliche Schenkung vom 4.3.1831 als formunwirksam, wertete jedoch, „da die Nichterfüllung der Verbindlichkeit der Beklagten durch den Ehecontract [Anm.: der notarielle Vertrag vom 15.11.1822], so wie ihr eigenes Einge­ständniß erwiesen, und darüber, daß sie diese Nichterfüllung nicht verschuldet, kein Beweiß erbracht“, die Einrede der Nichterfül­lung des notariellen Vertrages als begründet an. Es wies daher auch die Widerklage der Eheleute Heintz ab und führte weiter aus, daß „das Auflösungsbegehren [Anm. der Klägerin gegenüber dem notariellen Vertrag vom 15.11.1822] in den Verfügungen der Artikel 153 und nicht 184 des Civilgesetzbuches gegründet ist“. Es erklärte deshalb den notariellen Vertrag vom 15.11.1822 für aufgelöst und ordnete die Erbteilung des gesamten Nachlasses einschließlich der Pörrbacher Mühle an 194.

 

Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird am 10.7.1835 „auf Anstehen von 1) Margaretha geborne Vogt, Müllerin, wohnhaft auf der Pörrbacher Mühle, Gemeinde Schwedelbach, Wittib von dem daselbst verstorbenen Müller Franz Pfaff, handeln in eigenem Namen und Nahmens des Johannes Pfaff, Müller, und der Regina Pfaff, ohne Gewerbe, beide wohnhaft auf der Pörrbacher Mühle; 2) Karoli­na Katharina Pfaff, Ehefrau des Herrn Adam Marzall, Schullehrer, wohnhaft dahier; 3) Magdalena Pfaff, ohne Gewerbe, wohnhaft dahier; 4) Johannes Hey, Schullehrer, wohnhaft in Eulenbis, in seiner Eigenschaft als Vormund der, mit seiner verlebten Ehefrau, Ja­cobine Elisabetha Pfaff, erzeugten, noch minderjährigen Kinder, Karl Hey und Lisette Hey … werden versteigert: 1) Eine, in der Ge­meinde Schwedelbach gelegene Mahlmühle mit einem Gange, die Pörrbacher Mühle genannt, mit Wohnung, Scheuer, Stall, Schop­pen, der Clauß, dem Hofgering ...“ 195.

 

Literatur/Urkunden:

- Weidmann, Werner: Mühlen im Kreis; in: Die Rheinpfalz / Pfälzische Volkszeitung, 57 (2001), Nr. 4 vom 5.1. (Pörrbacher Mühle oder Pletschmühle)

- Weidmann, Werner: Im Dreißigjährigen Krieg verschwunden : die Pörrbacher Mühle oder Pletschmühle ; Ursprung in der Staufer­zeit ; gewiefter Schreiner als "Mühlenarzt"; in: Weidmann, Werner: Schul-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Pfalz, a.a.O., Bd. 2, S. 222-224

 

 

 

 

 

Potzbach:

heute OT von Winnweiler, VG Winnweiler, Lk Donnersbergkreis; nordwestlich von Wartenberg-Rohrbach gelegen,

 

Mühlen:

am 29.5.1292 vermachen Elsbeth, Witwe des Ritters Siegfried von Sankt Alban und ihre Söhne dem Kloster Otterberg als Seelgerät eine jährliche Gülte von ein Malter Roggen in Potzbach. Die Stifter leisten Bürgschaft für den Bestand der Gülte mit der Mühlwiese (pratum molendini) in Potzbach 196.

 

Vor 1666 war Johannes *Schneider Mühlarzt in Potzbach; um 1666 in Otterberg; °° Margaretha NN.; am 14.10.1666 wird im deutsch-reformierten Kirchenbuch Otterberg die Taufe seines Sohnes Johannes Henrich Schneider eingetragen 197.

 

 

 

 

 

Pulvermühlen, allgemein:

Pulvermühlen gab es in der Pfalz am folgenden Orten:

- Bergzabern

- Frankenstein

- Ginsweiler, nahe des Dorfes im Odenbachtal

- Hardenburg, unterhalb des Schlosses

- Kaiserslautern, am Kaiserswoog

- Kirchheimbolanden, zwischen Bischheim und der Stadt Kirchheimbolanden gelegen

- Kupferthal bei Altleiningen unterhalb der Burg

- Landau

- Lemberg

- Lohnsfeld, zwischen Wartenberg und Lohnsfeld gelegen

- Mertesheim

- Mittelbach

- Münsterappel

- Neustadt nordöstlich der Stadt lag am „Alten Weg“ bzw. „Karlsberg zur Schiefbrücke“, der heutigen Sauterstraße , im Neustadter Tal außerhalb der Stadt gelegen 198.

- Neustadt, Pulvermühle Fink

- Schopp

- Speyer, alte Pulvermühle bis vor 1602

- Speyer, Pulvermühle (neue) oberhalb der Galkmühlen

- Winzingen

- Worms

- Zweibrücken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera Q

 

 

 

 

Queich, Fluß:

die Queich ist ein 51,57 km langer, linker bzw. westlicher Nebenfluss des Rheins, der im Wasgau, dem Südteil des Pfälzerwaldes, bei Hauenstein entspringt und im Stadtgebiet von Germersheim in den Rhein mündet. Sie gehört neben Speyerbach. Lauter und Schwarzbach zu den vier großen Entwässerungssystemen des Pfälzerwaldes.

 

Die Queichquelle liegt 3 km südlich der Gemeinde Hauenstein in knapp 400 m Höhe am Ostabhang des 463 m hohen Winterberges. Die Queich fließt zunächst als schmaler Bach durch das Stephanstal in nördlicher Richtung nach Hauenstein. Dort wendet sie sich nach Osten und bewegt sich in großen Bögen durch das nach ihr benannte Queichtal. Sie passiert dabei Wilgartswiesen und Rinnthal, wo sie von links ihren stärksten Zufluss, den 15 km langen Wellbach aufnimmt, sowie Sarnstall, Annweiler und Queichhambach. Dort mündet, ebenfalls von links, der zweitstärkste Zufluss, der von Euerbach und Dernbach gebildete Eisbach. Nach gut 20km öff­net sich in Albersweiler das Tal zur Rheinebene hin. In Siebeldingen unterquert die Queich die Deutsche Weinstraße, bei Godram­stein erreicht sie das Stadtgebiet von Landau. Dort ist sie größtenteils verrohrt und nur an einigen Stellen wenigstens kanalisiert wahrzunehmen. Im Vorort Queichheim verlässt die Queich Landau, nachdem sie etwa bei km30 in der offenen Ebene angekommen ist. Hier mündet der Birnbach von rechts in die Queich. Ihre nächsten Stationen sind Offenbach und Ottersheim, wo sie allerdings nur im Norden die Gemarkungen durchfließt, während die Siedlungsgebiete weiter südlich nicht berührt werden. Am Ottersheimer Tei­lungswehr wird der Queich das Wasser für den rechten Mündungsarm *Spiegelbach abgezweigt, der nach Südosten über Bellheim und das nach Germersheim eingemeindete Sondernheim zum Rhein gelangt. Die Queich selbst wendet sich mehr nach Nordnordost und mündet im Norden der Stadt Germersheim auf 105 m Höhe in den Rhein.

 

Die Nutzung der Wasserkraft der Queich für Mühlen ist uralt. Seit dem 13. Jh. wurde das Wasser zusätzlich für die Trift von Kurz­holz verwendet. Die Hauptzeit dieser Nutzung lag um die Mitte des 19. Jh.. Die Trift setzte allerdings voraus, dass zwecks Bereitstel­lung der Holztransporte und genügender Wasserführung die Queich zeitweise in Klausen oder Woogen aufgestaut wurde. In diesen Zeiträumen fehlte allen Mühlen, die unterhalb lagen, das nötige Wasser. Sobald dann das Holz freigegeben wurde, war zwar Wasser im Überfluß vorhanden, doch bewirkte dies oft Überschwemmungen der Mühlenzuläufe und, wenn sich Hölzer verkeilten, sogar Schäden. 1881 erreichten die Mühlenbetreiber schließlich, dass das Triften gänzlich eingestellt wurde. Seither diente das Wasser der Queich nur noch zum Betreiben von Mühlen, wenn man von der Sarnstaller Papierindustrie absieht, die das Wasser zur Papierherstel­lung benötigte und es entsprechend verschmutzt wieder ins Bachbett entließ.

 

Als im Pfälzischen Erbfolgekrieg der französische Marschall Vauban die Stadt Landau zur Festung ausbaute, ließ er zwischen 1688 und 1691 den Albersweiler Kanal errichten, eine 12km lange schiffbare Verbindung von Landau hinauf zum Steinbruch von Albers­weiler, die parallel zur Queich verlief und mit deren Wasser gespeist wurde. Von dieser ältesten künstlichen Wasserstraße Deutsch­lands sind noch Reste erhalten, so die Schleusen, mit denen das Bachwasser in den Kanal abgeleitet wurde.

 

Im Österreichischen Erbfolgekrieg der 1740er Jahre ordneten französische Truppen den Bau der Queichlinien zwischen Landau und dem Rhein bei Hördt als Befestigungslinie an. Noch heute findet man im Hördter Wald beim Spiegelbach eine erhaltene Schanze.

 

Neuere Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass der Unterlauf der Queich etwa auf der Höhe von Zeiskam irgendwann, wohl schon im Mittelalter, um etwa 2 km nach Norden verschoben wurde. Grund war offenbar, dass man die Mündung in den Rhein aus Gründen der Holztrift in die Stadt Germersheim verlegen wollte 199.

 

In einer Churpfalz-Akte von 1759 heißt es zur Wasserführung der Queich bei Offenbach und zur Ableitung des Fuchsbachs 200: „Von dieser Mühle [Anm.: Offenbacher Mahlmüh­len] hinab 325 Ruthen befindet sich ein steinernes Währ, 20 Schuh weit, mit Zwey ein­friederey jedoch ohne Stellbretter, so die Ge­meinde Oberhochstatt auf ihre Kosten und Gefahr in denen 20er Jahren erbauet. Hierüber bestehen Streitigkeiten, da die Hochstatter oft das Wasser abziehen und die unterhalb liegende Millerey manchesmal Klage führt, weil ihre Früchte auf der Mühl verderben und in Schaden gesetzt werden. Die Oberhochstatter behaupten sie hätten vom verstorbe­nen Offenbacher Schultheißen Knochel anno 1717 hierzu die Erlaubnis erhalten, jedoch ohne Zeugen und Gericht, so hätten sie 1723 ein Wehr von Holz in die Queich-Bach ge­setzt. Nachdem aber dieses sogleich wiederumb bey Wäßerung der Wiesen Zugrund gegan­gen seye, so hatten sie Anno 1733 daß der­malige von Stein erbaut. Das Gericht und der Schultheiß stellen fest daß Oberhochstadt be­rechtigt sei hier ein Währ zu haben, da sie alljährlich in die Gefälle-Verweßerey 5 Gulden 3 Kreuzer zur Wäßerungszinz Bezahlen thäten. Dieselbe auch mehr als 30 Jahre zu­vor, Ehe sie ein Wehr gehabt, alljährlich diesen Zins hätten abgeführet. Weiter Hätten sie dar gerne von der Erbauung dieses Währs abgestanden, wenn sie nicht von Herrschaftswegen mit Gewalt zu Abführung Ermahnten Waßerzinses Angehalten worden wären. Nach denen die Müllere von Churpfälzisch-Hochlöb. Herzogl. Cammer Eine nahe dabey ge­legene Mühl bei dem sogenannten Fuchs­loch-Währ zu erbauen und nach diesem Contract gemeldete Müllere zu Ewigen Tagen sich obligiert haben, ohne Erregter Währ Zu erhalten und Zu erbauen. Von diesem Währ hinunter 6 Ruthen befinden sich die Churpf. Amtl. Conserbirte Zwey Mühlen, die Neu-Mühl genannt [Anm.: s. Offenbach/Queich], wovon die Eine Zwei mahl- und die andere 1 Öhlgang führet, selbige auch alljährlich zu Kellerey Germersheim 11/2 Malter Korn Wasserfallzinß abführe. 30 Ruthen von der Mühl rechterhand hinunter liegt ein Dol von Stein. Dem unterhalb wohnenden Mülleren, außer dem welcher sich niemahlen beschweret, 831 Schritt unterhalb des Währs, die Ge­meinde durch eine Schwellung mit Holz die Dorfbach einleitet, die zur bewässerung des Brühls, zunächst längs denen Offenbacher Wiesen dann den Gemeinden Ottersheim und Knittelsheim daß nöthige Wasser in die Orthschafften Bey allen Falls Endstehender Feuersbrunst oder sonstige Notwendigkeit zufließen thut.“

 

Literatur/Urkunden:

- Baumann, Günter: Queichmühlen um 1840. - In: Südliche Weinstraße: Heimat-Jahrbuch. - 34 (2012), S. 76-80

- Hörle, Judith: Am rauschenden Bach : etliche Mühlen und Wehranlagen zieren den Verlauf der Queich .... - In: Die Rheinpfalz / Pfälzer Tageblatt / R. - 66 (2010), Nr. 179 vom 5.8. (Obere Mühle in Rinnthal); Nr. 201 vom 31.8. (Mühlrad der Alten Stuhlfabrik); Nr. 279 vom 1.12. (Wappenschmiedmühle Queichhambach); 67 (2011); Nr. 21 vom 26.1. (Papiermühle in Sarnstall); Nr. 117 vom 20.5. (Kügler-Mühle in Siebeldingen); 68 (2012), Nr. 17 vom 20.1. (Queichmühle, Offenbach) = Teil 6. - 2011

- Ortsgemeinde Offenbach (Hrsg.): 1200 Jahre Offenbach 784-1984. Heimatbuch (Offenbach 1984). Kapitel: „Die Queich und ihre Mühlen“, S. 237-248

- Wild, Rudolf: Wasserkraft an der Queich; in: Annweiler-Queichhambach: Queichhambach / Autoren und Mitarb.: Martin Armgart ... ], Annweiler am Trifels, 2008, S. 101-105

 

 

 

 

 

Queichhambach:

Stadtteil von Annweiler, VG Annweiler, Lk Südliche Weinstraße; etwa 1 km nordöstlich der Kernstadt von Annweiler an der Queich gelegen.

 

Mühlen:

1296 verkaufte die Johanniterkommende Heimbach einen, durch Johannes von Metz gestifteten Zins von der Mühle in Queich­hambach 201.

 

1439 kauft Abt Nikolaus von Eußerthal für seinen Konvent eine Mahl- und Ölmühle zu Queichhambach 202. +++klären : welche Mühle+++

 

Am 21.1.1737 kommt es zu einem Vergleich zwischen Kurfürst Karl Philipp von der Pfalz und der Pfalzgräfin-Witwe Karoline geb. Gräfin zu Nassau-Saarbrücken als Vormünderin des Herzogs Christian III. von Zweibrücken betr. u.a. Eußerthal (Mühle zu Queichhambach) 203. +++klären : welche Mühle+++

 

1864 wird Conrad Steiner, „Müller und Gutsbesitzer in Queichhambach“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz ge­nannt 204. +++klären : welche Mühle+++

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1234 UNr. 1: Güterklassifikation zu Queichhambach, 1760 +++klären : welche Mühlen+++

- LA Speyer Best. A14 (CGA) Nr. 140 UNr. b: Mühle in Queichhambach, 1758-1762 +++klären : welche Mühle+++

- Wild, Rudolf: Wasserkraft an der Queich; in: Annweiler-Queichhambach: Queichhambach / Autoren und Mitarb.: Martin Armgart ... ], Annweiler am Trifels, 2008, S. 101-105

 

 

- Hanenbacher Mühle:

s. Altdorf

 

 

- Neumühle:

am 1.10.1855 lassen die Eigentümer der zur Gemeinde Queichhambach gehörigen Neumühle, Georg Jacob *Spitzfadem und Ehefrau versteigern: „Ihre im Banne von Queichhambach an der Queich gelegene Mühle, bestehend in drei Mahl- und einem Schälgang, Schneidmühle, Wohn- und Oeconomiegebäuden ...“ 205.

 

Offenbar ist die Versteigerung fehlgeschlagen, denn auch um 1859 war Georg Jacob Spitzfaden der Müller auf der Neumühle. Er ließ am 21.2.1859 Mobilien und Haushaltsgeräte versteigern 206.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2480/2: Queichhambach, darin u.a. Neumühle mit Grenzveränderung 1938

- LA Speyer Best. W1 Nr. 8494: Übersicht über den Lauf der Queich bis zur Neumühle Queichhambach, o.D. (1830-1860)

- LA Speyer Best. Q22 Karte 226 20: Steinerner Floßablaß der Queichhambacher Neumühle, 1860, Gebäudeplan

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. Q22 (Triftamt Neustadt) Nr. 226: Queichhambacher Neumühle, 1843-1861

 

 

- Ölmühle:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1234/7: „Die Rollwagische Pletschmühle item die Ölmühle zu Queichhambach, 1709-1747“

 

 

- Untermühle, Mühle unterhalb von Hambach:

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 heißt es zu der Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Bergzabern gehörte: „die Mühl unterhalb Hambach [hat] 2 Waßerräder welche 2 Mahl und einen im Trilles laufend Scheelgang trei­ben; [zahlt an Pacht] 6 Mltr Korn; ist keine Bannmühl“. 207

 

 

- Wappenschmiede, Hammerschmiede:

vor und um 1774 (err.) ist Jakob *Holler Waffenschmied in Queichhambach; °° mit Elisabeth NN. (ref., † 18.8.1774 Queichhambach im Alter von 49 Jahren); aus der Ehe gehen 4 Kinder hervor, darunter der spätere Waffenschmied zu Söllingen/Baden Johann Hein­rich Holler (°° II in Annweiler, ref. am 22.11.1771 mit Magdalene Coubtie, Witwe zu baden-durlachisch Söllingen des Johannes Coubtie) 208. Um 1796 ist Balthasar *Holler der Müller auf der Wappenschmiede in Queichhambach; °° mit Maria Magdalena Schei­bel (Schlickel ?); Vater des späteren Wappenschmieds in Waldfischbach, Leonhard *Holler 209.

 

Später war Michael Holler der Inhaber der Waffenschmiede 210.

 

Karte:

- LA Speyer Best. Q22 Karte Nr. 225 6: Floßschleuße Queichhambach (Wappenschmiede), 1822

 

Literatur/Urkunden:

- Hörle, Judith: Am rauschenden Bach: etliche Mühlen und Wehranlagen zieren den Verlauf der Queich .... - In: Die Rheinpfalz / Pfälzer Tageblatt / R. - 66 (2010), Nr. 179 vom 5.8. (Obere Mühle in Rinnthal); Nr. 201 vom 31.8. (Mühlrad der Alten Stuhlfabrik); Nr. 279 vom 1.12. (Wappenschmiedmühle Queichhambach); 67 (2011); Nr. 21 vom 26.1. (Papiermühle in Sarnstall); Nr. 117 vom 20.5. (Kügler-Mühle in Siebeldingen); 68 (2012), Nr. 17 vom 20.1. (Queichmühle, Offenbach) = Teil 6. - 2011

- LA Speyer Best. H3 Nr. 1575 III Wasserbau, Triftwesen und Mühlenkonzessionen an der Queich zwischen Annweiler und Albers­weiler, 1840-1921: enthält u.a. Waffenschmiede des Michael Holler in Queichhambach

- LA Speyer Best. H31 Nr. 433: Hammerschmiede Queichhambach, Akt Nr. 385, 1836-1858

 

 

 

 

 

Queichheim bei Landau:

seit 1.4.1937 ist die bis dahin selbständige Gemeinde Queichheim zusammen mit Mörlheim ein Stadtteil von Landau.

 

Mühlen:

die Queich bildete ab 1680 die Grenze zwischen dem kurpfälzischen Mörlheim und dem französisch gewordenen Landau und Queichheim.. Die Mörlheimer Mühle hieß damals „Deutsche Mühle“, die Mühle im nahegelegenen französischen Queichheim dage­gen „Französische Mühle“ 211.

 

Am 7.4.1275 gibt König Rudolf von Habsburg dem Ritter Johann von Metz zu Lehen den Hof bei der Kirche in Queichheim samt Mühle 212.

 

 

- Dammühle:

die Dammühle bei Queichheim gehörte dem Kloster Hördt und wurde bereits 1147 dem Kloster gestiftet 213. Am 8.2.1272 überlassen Probst und Konvent von Hördt dem R. Johann von Metz die Dammühle für 1 Pfund Heller jährlichen Zins 214.

 

 

- Gipsmühle:

am 28.7.1837 läßt der Gastwirt Johann Conrad Trauth im Neustadter Wochenblatt die Versteigerung seiner Gastwirtschaft „Zum Ge­neral Melack in Queichheim nebst einer neuen Gips- und Cement-Mühle ankündigen 215.

 

 

- Hirsenmühle. Hirschmühle, Kleinmörlheimer Mühle:

sie lag außerhalb des Dorfes an der Queich, direkt gegenüber der Mörlheimer Mühle 216.

 

1388 war die spätere Hirschenmühle eine Öl- und Walkmühle. Die Mühle war bereits 1498 Gegenstand eines Verfahrens vor dem Reichskammergericht. Der Appellationskläger Hans von Stettenberg forderte vom Appellationsbeklagten und Kläger I. Instanz Hans Ferber aus Neustadt den Rückkauf eines Ewigzinses von 5 fl jährlich bei 100 fl. Hauptgeld. Die Vorfahren des Hans von Stettenberg und dessen Ehefrau Irmel von Wedelburg verkauften 1388 an die Vorfahren des Klägers, Hans Färber, Bürger zu Neustadt und dessen Ehefrau Ottilie ihre Dammühle [in Landau], die Walk- und Ölmühle in Queichheimer Gemarkung sowie die Helmstadter Mahlmühle mit zugehörigen Wiesen und einem Garten an der Landauer Ringmauer. Hans Ferber zahlte bar 100 fl und verpflichtete sich zu 5 fl. jährlichem Zins. Der Beklagte und Appellationskläger Hans von Stettenberg bot Rückkauf gegen einen Zins gleicher Höhe, der Appellationsbeklagte verweigerte die Rückgabe des Briefes 217.

 

Auf Queichheimer Gemarkung gelegen. 1585 bot Christoph von Flersheim der Stadt Landau u.a. die in Queichheim gelegene Hirsen­mühle zum Kauf an 218. Die Stadt Landau kaufte daraufhin 1586 die Mühle und den zugehörigen Hof für 1500 Gulden an 219. „Dann befand sich bei der Stadt (Landau) an der unteren Pforte… der im Jahre 1570 angelegte neue Woog, der große Woog auf dem Horst oder bei der Hirsenmühle, der kleine Woog … unter der Hirsenmühle...“ 220.

 

In einem Verfahren vor dem Reichskammergericht in Speyer von 1587 klagte Johann Christoph von Flersheim gegen 1. Johann Philipp und Johann von Helmstadt zu Neckarbischofsheim bzw. Hinsingen und 2. Eberhard Bischof von Speyer wegen des freien Eigentums an der Walk-, Öl- und Hirsenmühle auf Queichheimer Gemarkung. Die Mühle hatte ursprünglich dem Eckbrecht Groß, Amtmann zu Böchingen und seiner Ehefrau Anna gehört. Diese hatten die Mühle an die Gebrüder Philipp Jakob und Johann von Helmstadt verkauft. Nach Philipp Jakobs Tod ging sie an dessen Tochter Anna, Ehefrau des Tiburtius Bechtolf von Flersheim, der Mutter des klagenden Johann Christoph von Flersheim, über. Die Mühle wurde vom Pächter Nikolaus Schmidt, gen. Hirse Nickel, zur Mahlmühle umgewandelt. Die Beklagten sehen die Mühle ebenso wie die nahe dabei gelegene Dammühle als bischöflich-speyerisches Mannlehen an. Beide Mühlen waren vor 181 Jahren mit Zustimmung des Bischofs von Speyer als Lehensherr durch die Herren von Scharfeneck an Hans von Helmstadt, Amtmann in Lauterburg, auf Wiederkauf verkauft worden. Eckbrecht Groß und seine Vorfahren hatten nur ein Leiherecht von denen von Helmstadt, denen sie vier Gulden und einen Eimer Öl reichen mußten. Seit dem Tod der Herren von Scharfeneck sind die von Helmstadt vom Bischof mit den Mühlen als Mannlehen belehnt. Der Verkauf der streitigen Mühle durch Groß im Jahr 1530 sei ein richtiger „jüdischer“ Kauf, der die Rechte verletzt habe 221.

 

Am 23.7.1602 erhält der Müller Joachim Bertsch einen Erbbestandsbrief über die Hirschenmühle bei Queichheim 222.

 

1604 war Joachim Betsch der Hirschenmüller. Er wurde mit einem Vermögen von 200 fl geschatzt 223.

 

Die Queich bildete ab 1680 die Grenze zwischen dem kurpfälzischen Mörlheim und dem französisch gewordenen Landau und Queichheim. Die Mörlheimer Mühle hieß damals „Deutsche Mühle“, die Mühle im nahegelegenen französischen Queichheim dage­gen „Französische Mühle“ 224. 1786 schreibt Johann Goswin Widder in seiner „Geographische[n] Beschrei­bung der Kur-Pfalz: “Eine halbe viertel Stunde vom Ort [Anm.: Mörlheim] lauft die Queich vorbei, und treibt zwo Mahlmühlen, eine auf dem Französischen, die andere auf Kurpfälzischem Gebiete. Beide gehören zum Kloster“ [Anm.: Kloster Eußerthal] 225.

 

In einem kurpfälzischen Bericht vom 20.7.1718 betr. die Grenzstreitigkeiten mit der Stadt Landau, heißt es: „[ergibt sich] aus dem Erbbestands Revers über die Kleiner-Merlheimer Mühl, sonsten die Hirschenmühl genannt de ao 1602 lit. B ganz klar, daß solche Mühl in Ewer Churfürstl … Territorio gelegen ...“ 226.

 

Um 1741 war Ludwig *Hüner der Müller zu Queichheim; er wird 1741 als luth. Pate erwähnt 227.

 

Vor 1749 war Heinrich Ludwig Hermann der Müller auf der „sogenannten Hirschenmühl“; dieser war verheiratet mit Margaretha Hartmann. Nach dem Tod des Müllers Heinrich Ludwig Hermann heiratete die Witwe Hartmann in 2. Ehe den Müller Anton Moritz Naaß, mit dem sie in der Stadtschreiberei Landau am 30.4.1749 einen Ehevertrag beurkundet 228.

 

Die Witwe Hartmann brachte die Hirschenmühle mit in die Ehe, diese wurde von ihrem 2. Ehemann, dem Müller Anton Moritz Naaß, einem Schultheißensohn aus Dambach, weiterbetrieben.

 

Am 16. 7bris 1760 wurde nach dem Tod des Bürgers und Müllers auf der Hirschenmühle in Landau Antoni Moritz *Naaß und seiner ebenfalls verstorbenen Ehefrau Margaretha Hartmann (in erster Ehe Witwe des Heinrich Ludwig Hermann) ein Inventarium über den Nachlaß erstellt 229. Aus der ersten Ehe der Witwe Hermann stammt der vorverstorbene Sohn Heinrich Ludwig (2) Hermann, der von seiner Mutter beerbt worden ist. Aus der Ehe mit dem Mül­ler Naaß stammen 4 minderjährige Kinder, nämlich Maria Francisca Naaß (geb. 1744 err.), Maria Agnes Naaß (geb. um 1749), Jo­hann Ber­nard Naaß (geb. ca. 1752) und Johann Christian Naaß (geb. ca. 1754). Die Eheleute Naaß hatten in der Stadtschreiberei Landau am 30.4.1749 einen Ehevertrag beurkundet 230.

 

In dem Inventar ist unter den von der Witwe Hartmann in die Ehe mit dem Müller Naaß eingebrachten Gütern auch die Hirschen­mühle aufgeführt und wie folgt beschrieben: „die sogenante Hirschenmühl, vor dem Deutschen Thor, neben der Daumühl (?) sambt ihren zweyen Gängen, zweyen Behausungen, zweyen Ställen, Gebäu, Gärthen und übrigem Zugehör, wie solches Alles in dem Erb­bestandsbrief, mit mehrerem zu ersehen und die Frau Wittib in Handen hat.“ 231.

 

Die Einrichtung der Mühle wurde vor Erstellung des Inventar in ein232er Expertise geschätzt, die von den sachverständigen Müllern Philipp Georg Bug (Müller auf der Stadtmühle in Landau) und Ludwig Hüner (Müller auf der Queichheimer Mühle) erstellt wurde 233.

 

1771 zahlen die beiden Beständer der Hirschenmühle, Ludwig Trapp und Georg Philipp Bachert, an die Mörlheimer Schaffnerei eine Erbpacht von 31 fl 17 xr .

 

Im Archiv „Service Historique de l'Armée de Terre, Archives du génie“ in Vincennes/Paris befindet sich das „mémoire des ouvrages de fortification ... pendant l'année 1785“ in Landau (Akte Best. Xe 341 Génie) betr. die Mühlen in Landau. In der Akte ist 1788 der Johann Bernhard Naas ist als Pächter der Hirschmühle genannt 234.

 

Um 1793 war Mathäus * Thürwächter als Müller auf der Queichheimer Mühle in Queichheim 235.

 

In den 1860er Jahren sorgte die Konkurrenz mit der gegenüberliegenden, auf dem anderen Ufer der Queich gelegenen Mörlheimer Mühle dafür, daß es mit der Queichheimer Mühle bergab ging. Sie wurde schließlich in den Gründerjahren nach dem deutsch-franzö­sischen Krieg 1870/71 an das Firmenkonsortium Welok, Weck und Faselt verkauft, das auf dem Gelände der Queichheimer Mühle eine Glasfabrik für pharmazeutischen Bedarf und eine Emaillieranstalt für Straßenschilder und ähnliches einrichtete. Beide mußten kurz nach 1902 ihren Betrieb einstellen 236.

 

Karte:

- Ehmer: Die alte Mörlheimer Mühle, a.a.O., S. 321, Nachzeichnung einer Karte von 1770; Karte von 1847

- LA Speyer Best. A14 Nr. 175 „Item Hirschen Mühl Erbbestandt Extract betr.“ 1718-1774 mit Karte, darin die Kleinmörlheimer Mühle, „die Hirschemühl genannt“ (Nr. 13) und die Großmörlheimer Mühle (Nr. 14).

 

 

- Queichheimer Mühle:

s. Hirschenmühle

 

 

- Walkmühle, Helmstadtische Mühle:

die Mühle war bereits 1498 Gegenstand eines Verfahrens vor dem Reichskammergericht. vor dem Reichskammergericht. Der Appellationskläger Hans von Stettenberg forderte vom Appellationsbeklagten und Kläger I. Instanz Hans Ferber aus Neustadt den Rückkauf eines Ewigzinses von 5 fl jährlich bei 100 fl. Hauptgeld. Die Vorfahren des Hans von Stettenberg und dessen Ehefrau Irmel von Wedelburg verkauften 1388 an die Vorfahren des Klägers, Hans Färber, Bürger zu Neustadt und dessen Ehefrau Ottilie ihre Dammühle [in Landau], die Walk- und Ölmühle in Queichheimer Gemarkung sowie die Helmstadter Mahlmühle mit zugehörigen Wiesen und einem Garten an der Landauer Ringmauer. Hans Ferber zahlte bar 100 fl und verpflichtete sich zu 5 fl. jährlichem Zins. Der Beklagte und Appellationskläger Hans von Stettenberg bot Rückkauf gegen einen Zins gleicher Höhe, der Appellationsbeklagte verweigerte die Rückgabe des Briefes 237.

 

1604 kam es zum Rechtsstreit vor dem Reichskammergericht Wetzlar um die Walkmühle in der Gemarkung Queichheim. Nach An­sicht der Klägers Johann Weiprecht von Helmstadt war die Walkmühle bischöflich speyerisches Lehen, nach Ansicht der beklagten Stadt Landau und des ebenfalls Beklagten Dr. Johann Jakob Kremer war sie dagegen Eigentum und freies Allod 238.

 

 

 

 

 

Quirnbach:

VG Glan-Münchweiler, Lk Kusel, die heutige Ortsgemeinde besteht aus den Ortsteilen Quirnbach und Liebsthal; westlich von Glan-Münchweiler gelegen.

 

Quirnbach wurde im Jahr 1152 als Querenbach erstmals urkundlich erwähnt, Liebsthal wurde 1349 als Lybestatt erstmals genannt. Zunächst zur Grafschaft Veldenz zugehörig, gelangte Quirnbach 1444 an Pfalz-Zweibrücken. Im gleichen Jahr wurden erstmals die Quirnbacher Märkte erwähnt. Seit 1877 wurde ein reiner Pferdemarkt durchgeführt. Am 9. März 1975 wurde die Gemeinde Quirn­bach bei Kusel aus den aufgelösten Gemeinden Liebsthal und Quirnbach bei Kusel neu gebildet und am 1. Mai 1976 in Quirnbach/Pfalz umbenannt. Bei dem Ortsteil Liebsthal befand sich eine mittelalterliche Höhenburg, die Burg Liebsthal 239.

 

bei Glan gelegen; war zunächst veldenzisch; mit dem Aussterben der Veldenzer im Mannesstamm 1444 fiel der Ort über Anna von Veldenz, die mit Pfalzgraf Stephan von Pfalz-Zweibrücken verheiratet war, an die Pfalzgrafschaft, das spätere Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Das Dorf gehörte zum Oberamt Lichtenberg.

 

Der Ortsname leitet sich von ahd "quirn" = Mehlbereitung, mhd "kürn(e) ab; die ahd-Form "quirn" hat sich im mitteldeutschen Sprachraum, d.h. im rheinfränkischen, bis ins Mittelalter erhalten 240.

 

 

Mühlen:

- Mühle am Weiher unterhalb der Joppenmühle:

um 1646 soll, nach Angaben des Müllers von der Kreuzmühle gegenüber dem Beamten Sundahl vom Oberamt Lichtenberg bei der Aufnahme des Mühlenverzeichnisses von 1746, an einem Weiher unterhalb seiner Mühle, in Richtung Rehweiler, noch eine Mühle gestanden haben, deren Ruinen noch erkenntlich seien.“ 241.

 

Literatur/Urkunden:

- Zenglein: Die Quirnbacher Mühlen; in: Quirnbach, Beiträge zur Ortsgeschichte / hrsg. von der Ortsgemeinde Quirnbach. Bearb. von Roland Paul ... unter Mitarb. von Hans Harth ..., Quirnbach, 2002, S. 64-72 (Joppenmühle u. Kreuzmühle)

 

 

- Joppenmühle:

lag außerhalb des Dorfes im Henschbachtal zwischen Quirnbach und Rehweiler, an der Grenze zum Amt ; erstmals 1572 urkundlich erwähnt; am 8.10.1572 erteilte der Landesherr Pfalzgraf Johann von Pfalz-Zweibrücken dem Müller Hiob Weber aus Quirnbach die Erlaubnis „eine Maal Mühl mit einem Lauff zwischen Quirnbach und Rehweiler ..“ zu errichten, ohne daß dadurch anderen Mühlen, insbesondere der Bannmühle zu Rehweiler „ein Abbruch getan“ werden; die Mühle hatte kein Bannrecht, die nah Rehweiler gebann­ten Bürger von Quirnbach durften in der Joppenmühle nicht mahlen. Die Mühle durfte nur ein oberschlächtiges Wasserrad auf­weisen und war somit lediglich eine kleine Pletschmühle. In der Beschreibung des Oberamts Lichtenberg von 1585 ist die an der Grenze zum Amt im Henschbachtal wie folgt verzeichnet: „Der Newe Wag in der Heinspach, ist 1530 Schuch lang oder 90 Rutten. Sein Damm ist 500 Schuch oder 33 Ruten und 5 Schuch lang. Diß ist ein herrlicher schöner Wag. In seinem Damm liegt ein Mahl­mühl und Walckmühl. Er gehöret Job Webern zu Quirnbach, die Landgreinitz gehet mitten hindurch.“ 242. 1609 klagt die Gemeinde Quirn­bach, Job Weber, der Besitzer der Quirnbacher Mühle, habe rechtswidrig, „dem gemeinen Nutz zum Nachtheil“ einen Weg durch die Wiesen „einzuhängen“ und „mit einer newen Claußen, so er seiner Müh­len zum Vorttheil machen laßen, verschlagen“. Auch lag er mit der Gemeinde im Streit wegen einiger Grenzsteine 243.

 

Die Mühle ist wohl untergegangen, denn 1631 erscheint im Bestandsverzeichnis der Schultheißerei Pfeffelbach die Peter Meyers Mühl zu Quirnbach 244.

 

Am 29.1.1711 erhält der Müller Conrad *Reichardt aus Schellweiler den Erbbestandsbrief über die Joppenmühle 245. Ein Aktenver­merk vom 20.5.1720 vermerkt: „Ist der Mühlplatz verkauft worden vor 25 fl“. Der zugehörige Aktenvermerk enthält die Mitteilung, „... daß die vor langen Jahren bei Quirnbach gele­gene und in Abgang geratenen so genante Jopp Mühl … von neuem aufzubauen (ist)“. Die Wiederaufbauverpflichtung ist im Erbbe­standsbrief ausdrücklich enthalten 246.

 

Die Mühle war auch 1746 nicht wieder aufgebaut. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis von 1746 für das Oberamt Lichten­berg 247 ist bei Kreuzmühle ausgeführt: „Ob aber die vor 100 Jahren ohngefähr vergange­ne und zwischen Rehweiler und dieser Mühl (Anm.: gemeint die Kreuzmühle) an einem Weyer gestandenen Mühle, da von mann noch einige Rudera [Anm.: von lat. Ruder, rude­ris = Schutthaufen] siehet, eine andere Pacht auf sich gehabt, ist unbekannt.“

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best B 2 Nr. 1238/1: „Joppenmühle zu Quirnbach, 1710-1711“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1238/2

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1237/2: „Differenzen der Gemeinde Quirnbach mit Job Weber wegen des Weges durch eine Weiherwiese, 1610-1613“

- Zenglein: Die Quirnbacher Mühlen, a.a.O., S. 64-65

 

 

- Creutzmühle (Pletschmühle), Kreuzmühle:

am 27.2.1609 erhielten die aus Quirnbach stammenden Wolf Mayer und Hans Matzenbacher die Erlaubnis eine Pletschmühle zu er­richten. Am 18.3.1609 erhielten sie durch Pfalzgraf Johannes einen Erbbestandsbrief für die Mühle 248. 1631 in einer Bestandsliste der Mühlen in der Schultheißerei Pfeffelbach, Oberamt Lichtenberg ist die Mühle wie folgt beschrieben 249: „Quirnba­cher Creutz­mühl allßo genandt. Ist vor ungefehr 22 Jahren auß meines gnedigsten Herren Pfalzgrafen Johannßen Verwilligung durch Hanß Mat­zenbacher und Wolf Meyer daselbsten mit einem Gange an das Wäßerlein, die Hengstbach genandt, gebauet worden. Hette keine ge­bandte Mähler davor undt geben jährlichen ahn Pfacht zur Landtschreiberei und Kellerei Lichtenberg ahn Korn 2 Malter, ahn Geltt 2 Gulden. Seyen keine Underpfänder für dieselbe fürhanden, als die Mühl ahn sich selbsten, dann sie, itzige Inhabern, wehren noch die erste Bestender undt hetten bißher kein neues vortteilhafftig Mahlwerckh daran gemacht. Vielweniger dieselb (Mühl) an­dersweis ver­setzt oder verruckt, dann da sie anfengklich hin gebauet worden.“

 

Die nächste Nachricht über die Kreuzmühle stammt vom 25.6.1705. Damals erklärte Augustin Frosch „ein Ausländer aus Hessen bürtig“, der seit etlichen Jahren in „Draweyller Haaspach“ im Amt wohnte, er wole die „vor alters bei dem Dorf Quirnbach in der Schultheißerei Pfeffelbach gestandene Pletschmühle wieder aufbauen, „so vor langen Jahren abgangen“. Der Lichtenberger Amtskel­ler Leyser geht der Sache nach und erklärt, daß es sich dabei wohl um die alte Mühle des Hiob Weber handeln müsse, die einst zwi­schen Quirnbach und Rehweiler lag. Diese Mühle sei im 30jährigen Krieg „zu Grunde gerichtet und seitdem nicht wieder auffgebaut worden.“ Dem Müller Frosch wurde die Erlaubnis zum Wiederaufbau erteilt. Dieser erbaut jedoch die Mühle nicht, verlor sein weni­ges Vermögen zu Haschbach und ist „mit Weib und Kind außer Landes gewichen“. 1706 erklärt sich nun Hamann *Closter, Müller „zum Saal“ im Ostertal bereit, die Mühle wieder aufzubauen, wenn ihm zusätzlich die Errichtung eines Ohliggangs erlaubt werde und erhält am 22.3.1706 eine Erbbestandsbrief. Nachdem aber die königlich schwedische Hofkammer wegen des Ölmachens einen „aparten Zins“ verlangt, heißt es am 12.1.1707, „ist ihm solches beschwerlich vorkommen und (habe) den Lust zur Pletschmühle ver­loren“ 250.

 

Daraufhin erhält der Müller aus Quirnbach,Tobias Gödel, am 11.3.1710 einen Erbbestandsbrief. Gödel baut die Mühle wieder auf, und verkauft sie erst 1726 an Johann Peter Korb aus Rammelsbach verkauft. 1740 kauft Theobald Müller aus Quirnbach dem Peter Korb die Mühle für 412 Gulden ab; sein Erbbestandsbrief datiert vom 4.3.1741 251.

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis von 1746 für das Oberamt Lichtenberg 252 wird sie als Pletschmühle bezeichnet und wie folgt beschrieben: „Die Kreuzmühle bei Quirnbach steht am Kreuzrech, woher sie den Namen hat, auf dem Ufer des Steinbachs, welcher beim leyi­schen Dorf Steinbach entspringt. Sie ist von ++++klären+++ und von Rehweiler jeweils ca. ½ Stunde entfernt. Wehr nahe dem Dorf Haschbach. Ist eine Pletschmühle mit 1 Wasserrad, steht viele Wochen im Jahr still. Theobald *Miller ist Erbbe­ständer, entrichtet lt. Brief vom 24. März 1741 als Pacht 2 Ma. Korn und 2 fl. 100 Jahre zuvor soll nach Angaben des Müllers an ei­nem Weiher unterhalb seiner Mühle, in Richtung Rehweiler, noch eine Mühle gestanden haben, deren Ruinen noch erkenntlich sei­en.“

 

Am 15.5.1755 teilt Heinrich Imbt vom Frutzweiler Hof mit, er habe von Theobald Müller von Quirnbach laut Kaufbrief vom 4.4.1755 „die sogenannte Creuz Mühl oder Quirnbacher Pletschmühle“ erkauft für 470 Gulden. Zwar stellt die Regierung in Zwei­brücken am 20.6.1755 einen Erbbestandsbrief aus, dennoch konnte die Übernahme nicht vollzogen werden, weil Imbt den Kaufpreis nicht zahlen konnte. Aber schon am 8.2.1758 wurde für Abraham (1) Fauß aus Eisenbach ein Erbbestandsbrief ausgestellt, der für für 400 Gulden die Mühle gekauft hatte. Fauß betrieb die Mühle bis zu seinem Tod 1769. Erbe und Betriebsnachfolger ist sein Sohn, Abraham (2) Fauß, dessen Erbbestandsbrief vom 3.6.1769 datiert.

 

Im Mühlenverzeichnis für das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken von 1756 253 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörige Mühle unter lfd. Nr. 14 wie folgt beschrieben: „ Die Creutz Mühl bey Quirnbach [hat 1 Wasserrad, welches einen Mahl und im trilles lauffend Scheelgang treibt; [zahlt an Pfacht] 2 fl an Geldt, 2 Mltr Korn; könne 20 biß 30 Mahlgäst befördert und auf sind 12 Malter gerechnet werden, ist aber keine Bann Mühl“.

 

1774 bei der +++++++weiter bei Zenglein noch zu bearbeiten++++

 

Im „Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel“ wird für 2.3.1868 die Versteigerung der Mühle annon­ciert: „.... lassen die Erben Peter Weingarth in Eigenthum versteigern: A) die Neu- oder Kreuzmühle bei Quirnbach bestehend aus: 29 Dez. Wohnhaus, Mahl- und Oelmühle, Scheuer, Stallung … Mühlteich und Mühlgraben ...“ 254.

 

Die Mühle wird weiterhin von 1828-1941 erwähnt als „Kreuzmühle“ 255.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2484, Karte von 1844

 

Literatur/Urkunden:

- KSchA Zw. Rep II Pachtvertrag der Quirnbacher Pletschmühle vom 22.3.1706

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1238 2: „Kreuzmühle zu Quirnbach, 1793“

 

 

- Peter Meyers Mühl:

sie ist 1631 in einer Bestandsliste der Mühlen in der Schultheißerei Pfeffelbach, Oberamt Lichtenberg, wohl als Nachfolgerin der un­tergegangenen Joppenmühle enthalten und wie folgt beschrieben 256: „Peter Meyers Mühl zu Quirnbach, darvon Nickel Stauch zu Frutzwiller jährlichen zur Landtschreiberei und Kel­lerei Lichtenberg liefere ahn Geldt 1 Gulden 10 Batzen 8 Pfennige ist ganz abgan­gen und verfallen. Derowegen er umb Nachlaß deß Pfachts zu verschietlichen mahlen bei einem gnedigsten Herrn underthenigst an­gehalten, aber bishero kein Resolution darauf erfolgt.“

 

 

- Pletschmühle:

s. Kreuzmühle

 

 

 

 

 

Quirnheim:

VG Grünstadt-Land, Lk Bad Dürkheim; der Ort ist nach einer Mühle benannt 257; der Ortsname leitet sich von ahd "quirn" = Mehlbereitung, mhd "kürn(e) ab; die ahd-Form "quirn" hat sich im mitteldeutschen Sprachraum, d.h. im rheinfränkischen, bis ins Mittelalter erhalten 258. Kampfmann meint, der Quirn sei eine Roßmühle, d.h. als Nachfolger der Handmühle, eine größere, von einem Pferd angetriebene Mühle 259.

 

Wenn man der Interpretation des Namens, wie sie seit Christmanns Siedlungsnamensbuch folgt und den Ortsnamen auf eine Mühle zurückführt, wäre in dieser Mühle nicht unbedingt eine Wassermühle zu erwarten. Quirnheims Gemarkung weist zwar Fließgewässer mit einigem Gefälle auf, doch eine Wassermühle kann sich nur weit unterhalb des Quellhorizonts befunden haben, so daß eine Mühle an dem unterhalb von Quirnheim entspringenden Bach kaum mit der heutigen Siedlung zu verbinden wäre 260. Es wird sich daher um eine mit Tierkraft angetriebene Göpelmühle oder Roßmühle gehandelt haben.

 

 

 

 

 

Quirnheim-Tal:

OT von Quirnheim, VG Grünstadt-Land, Lk Bad Dürkheim, der aus wenigen Häusern bestehende Weiler ist am Eisbach gelegen, hart östlich von Ebertsheim

 

Mühlen:

1817 gab es westlich von Mertesheim folgende Mahlmühlen: a) Bruchmühle mit 2 Mahlgängen, b) Papiermühle mit 2 Mahlgängen 261.

 

 

- Bruchmühle:

liegt auf Quirnheimer Gemarkung, hart an der Gemarkungsgrenze zu Ebertsheim; deshalb gibt es auf Ebertsheimer Bann den Flurna­men „An der Bruchmühle“, der belegt ist am 22.5.1281 „in Bruchmulen“ 262; 1735 „Bruchmühl“ 263; in der Ebertsheimer Flurkarte von 1735 ist die „Bruchmühle“ am Eisbach, auf dem Quirnheimer Ufer, di­rekt gegenüber der Ebertshei­mer Gemarkung eingezeich­net 264; zu Quirnheim begegnet dann der Name 1828 265, 1836 266. Ihr Name besagt „Mühle am Bruch“; bruchiges Gelände zieht sich am die Mühle treibenden Eisbach hin 267.

 

Am 30.12.1601 wird die „Bruchmühlen unter Ebertsheim“ auf 6 Jahre im Temporalbestand vergeben 268.

 

1610 kommt es wegen der Bruchmühle zu einer „Klage Eberth: Müller Dautz [?]“ sowie „Bruchmühle Erbauung und Klage“ 269.

 

1610 heißt es im Knochschen Repertorium 270: „der beyden Müller zu Mertesheim und Ebertsheim Supplic, müßen nebst einem Schwein Jährl: 30 Mltr Mühlen Pfacht abstatten. Beschweren sich über die Bruchmühle, welche ihnen großen Abtrag thue und nur 12 Mltr entrichte, bitten letztern keine Bann Gäste aufzunehmen oder den Mühlen Pfacht zu verringern.“

 

Die Bruchmühle wurde im 30jährigen Krieg niedergebrannt und um 1637 durch den Müller NN. *Hupp wieder aufgebaut. In einem vom leiningischen Heimatforscher Johann Ludwig *Knoch (1712 St. Goar – 1808) erstellten Repertorium 271 heißt unter „VIII Ebertsheim“: „1637 Bruchmüllers zu Ebertsheim *Hupp durch den geschenkten Platz und Bauholz habe er die Bruchmühle wieder erbauet, habe aber dabey 300 fl Schulden gemacht, müßte daher die Mühl wieder Verkauffen, darüber ihm 50 fl für den Platz und Holz abgefordert worden; bittet, weilen er in der Grafschaft Verbliebe, um Erlaß derselben.“

 

Im Quirnheimer Beedbuch von 1657 272 +++Datum der Eintragung prüfen+++ ist kurz nach dem 30jährigen Krieg eine Mühle zu Quirnheim (mE dürfte es sich um die Bruchmühle handeln) aufgeführt. Danach 273 gibt der Müller Jo­hann Nicol *Werle eine „Mühl­pfacht“ von 12 Malter Korn.

 

Die Bruchmühle gehörte zum leiningischen Lehen der Ritter Mertz von Quirnheim. Quirin Mertz (später Ritter Mertz von Quirn­heim), der Rechte Dr., kurfürstlich mainzischer und fürstlich speyerischer Geheimer Rath und Kanzler erhielt 1671 von dem Grafen Ludwig Eberhard von Leiningen-Westerburg zu rechtem Mannlehen u.a. das „Dorff Quirnheimb sambt aller Ein- und Zubehör …., dem gantzen Zehndten im Bann und Gemarckung, Waydt, Schäfferey, Mühlen ….“ 274. Dieses Lehen wurde unter den beiderseitigen Nachfolgern am 2.11.1712 erneuert 275. Dessen Sohn Jo­hann Wilhelm von Mertz († 9.4.1718) hinterließ hohe Schulden. Zudem kam es zu Erbauseinandersetzungen, die erst durch Vertrag vom 29.10.1728, abgeschlossen vor der „Hochgräflich Leiningen Westerburg Vormundt Schafftl. Canzley“ beendet wurden. Der Wit­we und den Kindern aus 2. Ehe verblieben u.a.: „Der Mühlenpfacht von der sogenannten Bruchmühle, zusambt dem darauf hafften­den Frohn-Geldt, Frohndt-Korn und Frohndt-Habern“, während den Kindern erster Ehe u.a. verblieben: „Der Grundzins von der Pa­piermühle, jährlich in 50 Guldten bestehendt“ 276.

 

1707 war Hanß Nickel *Werle der Bruchmüller zu Quirnheim 277. 1707 war Mata: Krieger der Müller in Ebertsheim; gegen ihn war vor der leiningischen Regierung in Grünstadt 1707 durch den Müller auf der Bruchmühle in Quirnheim-Tal, Hanß Nickel *Werle, Klage erhoben worden 278. Hierin ist ausgeführt, daß dem „Antecessori“ (Anm.: = Vorgänger) des Müllers Krieger durch die leiningi­sche Regierung verboten worden war … (Anm.: der Gegenstand des Verbotes ist aus der Akte nicht ersichtlich).

 

1754 stirbt im Alter von 89 Jahren der Müller auf der Bruchmühle, Stephan Albert 279.

 

Im Beedbuch I von Ebertsheim ist 1773 als Grundstückseigentümer in Ebertsheim aufgeführt „Nicolaus *Werle, der Bruch Müller“ 280.

 

1773 wird weiterhin der Jacob *Hollstein als „von der Bruchmühle“ in Quirnheim im ältesten Beedbuch von Ebertsheim aufgeführt; er hat von der Gemeinde Ebertsheim ein Grundstück aus dem „Selbachischen Gut“ [Anm.: hat nichts mit Selbach bei Nohfelden zu tun, vielmehr wird in Ebertsheim der hier in den Eisbach mündende Seltenbach als „Selebach“ bezeichnet] in Ebertsheim ersteigert 281.

 

Am 4.10.1773 wird die Bruchmühle aufgeführt in einem Vergleich vor dem Reichskammergericht zwischen Leiningen Westerburg und den Brüdern Carl Heinrich und Carl Joseph Mertz von Quirnheim einerseits und dem regierenden Grafen Georg Carl Ludwig zu Leiningen-Westerburg. Danach treten die Mertz von Quirnheim u.a. die „Brugmüle mit 14 Malter Pfacht-Korn und 2 Malter Pfacht-Haber-Frohndgeld Schatzung Beet und sonstigen Gefällen“ an die Grafen von Leiningen-Westerburg ab 282.

 

Johann Adam *Steßinger verläßt nach 1775 die Kronenmühle Rodenbach und übernimmt die nahegelegene Bruchmühle in Quirn­heim-Tal, wo er am 25.3.1781 im reformierten Kirchenbuch Rodenbach erwähnt wird 283. Dort ist am 25.3.1781 als Pate bei der Tau­fe des Philipp Jacob Kern aufgeführt der „Philipp Jacob Stössinger, Joh: Adam Stössinger, Müllers auf der Bruchmühle ehel: Sohn“ 284. Er wird als Müller auf der Bruchmühle wieder­holt, 1777, 1784, 1788 und 1790 erwähnt 285.

 

1786 war Adam *Reißinger der Müller auf der Bruchmühle, 1811 war Adam Reissinger der Müller auf der Bruchmühle 286.

 

Am 20.12.1820 erscheinen vor dem Notar More „Hr Christian Goebels, Müller, wohnhaft auf der sogenannten Bruchmühle, im Ban­ne von Quirnheim, im Kanton Grünstadt, zum einen Theil, und Hr. Jacob Eichelberger, Müllerbursche, gebürtig in Sembach, im Kan­ton Münchweiler, bisher auf der Wanderschaft, dessen letzte Condition im Monsheim, im Kanton Pfeddersheim gewesen …. und sich gegenwärtig in Sembach aufhaltend“ und beurkunden über “die sogenannte Bruchmühle …, bestehend in einem Wohnhaus, Mahl­mühle mit einem Mahl- und einem Schälgang, mit allen zur Mühle gehörenden Geräthschaften“ welche durch Sachverständigengut­achten abgeschätzt werden sollen, „welche Partheien nachstehenden Pachtcontract über die nachbeschriebene Mühle und Feld Güter untereinander gemacht haben“ 287.

 

Am 28.2.1821 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Versteigerung der Bruchmühle am 20.3.1821 angekündigt und die Bruchmühle dabei beschrieben 288: „ … wird in dem, in der Ge­markung von Quirnheim Kantons Grünstadt nahe bey Ebertsheim ge­legenen Wirthshause des Valentin Fries, zum Löwen, die in der Gemarkung des genannten Quirnheim nahe bey Ebertsheim gelegene sogenannte Bruchmühle bestehend aus einer Mahlmühle mit zwey Gängen und einem Schälgang, Scheuer, Stallung und Schuppen und …. Wohnung, dem auf der Mühle wohnenden Christian *Göbels und seinen sämmtlich grosjährigen Kindern erster Ehe zugehö­rig, freywillig …. versteigert.“

 

Am 21.9.1825 wird im Intelligenzblatt des Rheinkreises die Zwangsversteigerung im Wege der Wiederversteigerung angekündigt: „... Auf Betreiben von Philipp Kurz, Partikular, in Eisenberg wohnhaft, als Cessionar von 1) Jacob Blüm, Ackersmann und dessen Ehefrau Maria Göbels, zu Obersülzen; 2) Johannes Buchholder und dessen Ehefrau Susanna Göbels vom Burghäuser Hof im Land­ratsamt Heidelberg; 3) Jacob Göbels von der Obermühle zu Haßloch, und 4) Johann Georg Stüwer und dessen Ehefrau Catharina Gö­bels von Quirnheim. Gegen Leonhard Göbels, Müller, auf der Brugmühle, Bürgermeisterey Quirnheim, wohnhaft, … wird zur Wie­derversteigerung geschritten werden, von nachbeschriebener Mühle .., welche besagter Leonhard Göbels, aus der Verlassenschafts­masse seines Vaters Christian Göbels von besagter Mühle ersteigert hat, als: 1) Eine Mahlmühle und Zugehör, mit einem Mahl- und einem Schälgang, nebst Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Hof …. Acker und Garten, genannt die Bruchmühle am Eisbach im Bann Quirnheim gelegen ….“ 289.

 

1841 (err.) kaufte der Rotgerber aus Bad Dürkheim Johann Jakob *Catoir die Bruchmühle 290; er ist im Urkataster von Quirnheim von 1837/1841 eingetragen mit „Wohnhaus, Mahlmühle mit 2 Mahl- und 1Schälgang, Lohmühle, Stall, 2 Scheuern, Schoppen, Schweineställe, Hof, Pflanzgarten,Acker und Wiese. Jakob Catoir, in Dürkheim wohnhaft, Besitzer (der Bruchmühle) hat die Oblie­genheit auf sich, im Eisbach (Plan-Nr. 541, 542, 506) zu putzen und dessen Ufer zu unterhalten.

 

1843 wird Jakob (1) Thomann als Müller auf der Bruchmühle genannt 291.

 

Zuletzt war Ewald *Mielke († um 1980) Müller auf der Bruchmühle.

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 272

 

Karte:

- LA Speyer W1/371, 3, 4: Flurkarte von Ebertsheim 1735, sie zeigt insgesamt 4 Mühlen: die beiden im Dorf Ebertsheim gelegenen Mühlen (ohne namentliche Benennung), die „Grum Mühl“ (Kronenmühle), die auch damals zu Rodenbach gehört und direkt an der Grenze zur Ebertsheimer Gemarkung lag, sowie die Bruchmühle

 

 

- Papiermühle am Eisbach, Würzmühle, später Stabel'sche Mühle:

sie liegt am Eisbach, westlich des Dorfes Mertesheim, direkt außerhalb der Mertesheimer Gemarkung in der Mertesheimer Flurkarte von 1735 eingezeichnet 292.

 

Die Papiermühle gehörte zum leiningischen Lehen der Ritter Mertz von Quirnheim. Quirin Mertz (später Ritter Mertz von Quirn­heim), der Rechte Dr., kurfürstlich mainzischer und fürstlich speyerischer Geheimer Rath und Kanzler erhielt 1671 von dem Grafen Ludwig Eberhard von Leiningen-Westerburg zu rechtem Mannlehen u.a. das „Dorff Quirnheimb sambt aller Ein- und Zubehör …., dem gantzen Zehndten im Bann und Gemarckung, Waydt, Schäfferey, Mühlen ….“ 293. Dieses Lehen wurde unter den beiderseitigen Nachfolgern am 2.11.1712 erneuert 294. Dessen Sohn Johann Wilhelm von Mertz († 9.4.1718) hinterließ hohe Schulden. Zudem kam es zu Erbauseinander­setzungen, die erst durch Vertrag vom 29.10.1728, abgeschlossen vor der „Hochgräflich Leiningen Westerburg Vormundt Schafftl. Canzley“ be­endet wurden. Der Witwe und den Kindern aus 2. Ehe verblieben u.a.: „Der Mühlenpfacht von der sogenannten Bruch­mühle, zu­sambt dem darauf hafftenden Frohn-Geldt, Frohndt-Korn und Frohndt-Habern“, während den Kindern erster Ehe u. Ver­blieben: „Der Grundzins von der Papiermühle, jährlich in 50 Guldten bestehendt“ 295.

 

Der erste namentlich bekannte Papiermüller war Johann Heinrich *Joan, bezeichnet als „Papiermüller in der Quirnheimer dito Müh­le“. Er und seine Ehefrau Anna Kunigunde NN ließen am 1.1.1745 in der lutherischen Kirche in Ebertsheim ihre Tochter Anna Doro­thea Joan taufen. Paten waren der Müller in Ebertsheim Johannes Weygand und „seine eheliche Hausfrau“ 296. 1746 hielt sich der Pa­piermühlarzt Christian Pfennig aus Politz in Brandenburg „seiner Arbeit wegen“ im Hause Joan auf und zwar mit Familie. Auf Fast­nacht 1746 wurde ihm eine Tochter geboren und auf den Namen Anna Rosina getauft 297.

 

Noch 1746 wechselte der Betreiber der Mühle. Der neue Inhaber war Johannes Bohlander. Weber äußert die Vermutung, dieser stam­me aus der Papiermüllerfamilie Bohlander aus Albisheim/Pfrimm. Die Ehefrau hatte den Vornamen Margaretha Catharina. Weber ist der Ansicht 298, der Familienname der Margarete Cath. sei nicht zu ermitteln. Es handelt sich [s. hierzu Weber, S. 30] um Margarete Katharina Haaß, verwitwete Friedrich, aus Albis­heim/Pfrimm von der dortigen Steinmühle, die 6xUrgroßmutter von Eberhard Ref.

 

Doch schon bald wechselte der Betreiber der Mühle. 1749 ist von der „ehemaligen Papiermühle“ die Rede. Hier wurde am 15.2.1749 dem „Müller“ Johann Friedrich Wiedlein (Wirtlein ?) und seiner Ehefrau Anna Catharina NN. eine Tochter Catharina Dorothea gebo­ren 299.

 

Bereits 1753 war Philipp Fett, Müllermeister, Beständer (Pächter) der Papiermühle. Er beschäftigte einen Ölschläger mit Namen Ja­kob Heyermann 300. Johann Philipp *Fett wurde 1761 vor dem Dorfgericht Quirn­heim beschuldigt, weil er Krebse im Mühlenbach gefangen hatte 301.

 

Mit dem Papiermacherhandwerk war es endgültig vorbei. Die Quirnheimer Papiermühle wird nur dem Namen nach als „Papiermüh­le“ bezeichnet, war jedoch Mahlmühle. 1773 war Johann Schwartz Müllermeister auf der „sogenannten Papiermühle“. Schon 1762 war Johann *Rödelberger „Beysaß und Mühlknecht“, auch Mühlarzt auf der „gewesenen“ Papiermühle 302.

 

Am 4.10.1773 wird die Papiermühle aufgeführt in einem Vorvertrag vor dem Reichskammergericht zwischen Leiningen Westerburg und den Brüdern Carl Heinrich und Carl Joseph Mertz von Quirnheim einerseits und dem regierenden Grafen Georg Carl Ludwig zu Leiningen-Westerburg. Danach treten die Mertz von Quirnheim u.a. ihre „sogenannte Papiermüle mit 50 Gulden Erbpfacht nebst 1 Ries feinem Papiers und 100 Ohligkuchen ...“ an die Grafen von Leiningen-Westerburg ab 303.

 

1817 wies die Papiermühle Kögy auch eine Ölpresse auf 304.

 

1821 wird Jakob (1) *Koegy „weiland Müller auf der sogenannten Papiermühle“ in der nach seinem Tod erfolgten Erbauseinander­setzung unter seinen Kindern in einer notariellen Urkunde vom 3.8.1821 genannt. Betriebsnachfolger auf „der genannten Papiermüh­le“ ist der Sohn Jakob (2) Koegy 305.

 

Am 21.4.1826 wird im Intelligenz-Blatt des Rheinkreises die Zwangsversteigerung der Papiermühle annonciert: „In Gemäßheit eines Urtheils des Königl. Bezirksgerichts zu Frankenthal vom 6ten April 1826, und auf Betreiben des Johann Wittner, Rentner, zu Mann­heim wohnhaft …; Gegen seinen Schuldner Jacob Kögy, Müller, auf der im Bann von Quirnheim gelegenen Papiermühle wohnhaft .. wird … zur öffentlichen Zwangsversteigerung … geschritten werden, nämlich … 4) Nro. 265 … Eine Mahl-, Oehl- und Tabaksmüh­le nebst Wohnhaus, Scheuer, Schuppen, Hof und Stallung, genannt nach der Erklärung des Herrn Bürgermeisters die Papiermühle und gelegen im Thal von Asselheim nach Ebertsheim am Eisbach im Bann von Quirnheim, und begränzt nach Süden den Holzweg, nach Westen einen Fahrweg, nach Norden den Eisbach ...“ 306.

 

Um 1841 war Heinrich *Würtz der „Müller auf der Papiermühle“ Quirnheim; er ist 1841 im Grundsteuerkataster Ebertsheim als Ei­gentümer mehrerer Äcker in der Gemarkung Ebertsheim eingetragen, darunter eines Ackers von 49 Rth ober der Papiermühle 307.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird in Quirnheim genannt die Firma „Würtz, Friedrich, Mahl- und Oelmüller. Eigenthümer: Friedrich Würtz“ 308.

 

Bis vor 1898 war der Rentner Johannes Wittner († vor 1898), zuletzt wohnhaft in Mannheim, der Eigentümer der Papiermühle am Eisbach. Mit notariellem Kaufvertrag vom 7.10.1898 kaufte der Müller Heinrich *Würtz von der Unteren Eselsmühle in Enkenbach von den Erben des verstorbenen Müllers Johann Wittner die „Mahl-, Oel und Tabaksmühle nebst Wohnhaus Scheuer,Schuppen, Hof und Stallung, nebst Inbegriff und Zubehörungen genannt die Papiermühle, gelegen im Thal … nach Ebertsheim am Eisbach, im Ban­ne von Quirnheim, Section Nr. 26 …., begrenzt nach Süden den Holzweg, nach Westen einen Fahrweg, nach Norden den Eisbach, nach Osten den hinter der Mühle gelegenen Garten …“ 309.

 

Um 1960 war die ehemalige Mühle ein landwirtschaftlicher Betrieb und gehörte einem Landwirt namens Stabel (daher Stabel'sche Mühle). Letzter Eigentümer war die Verbandsgemeinde Grünstadt Land, die in dem Anwesen eine Asylantenunterkunft unterhielt. Das herunter gekommene Anwesen wurde im Oktober 2010 abgerissen.

 

 

 

 

 

 

1 Vgl. Hellriegel: Die Papiermühlen in Albisheim und Eisenberg; in: „Die Rheinpfalz“, Ausgabe Kirchheimbolanden, Nr. 187 vom 13.8.1956.

2 Vgl. Kuseler Anzeiger vom 3.6.1911.

3 Vgl. Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Erbach-Reiskirchen (Hrsg.): Die Geschichte von Erbach, Reiskirchen, Lappentascher Hof, 1974, S. 57; vgl. Stadtarchiv Homburg/Saar Arch.-Nr. 1638k, mitgeteilt von Frau Ilse Ringeisen)

4 Vgl. LA Speyer, Zweibrücken Dom.-Akte 90, S. 221.

5 Vgl. LA Speyer, Briefprotokolle 370, S. 161.

6 Vgl. LA Speyer, Zweibrücken Dom.-Akte 90, S. 221 +++ Zitat prüfen+++

7 Vgl. LA Spey­er, Gültbuch d. Kl. Off. +++ Zitat prüfen: zitiert nach Christmann a.a.O.+++

8 Vgl. LA Speyer, Zweibrücken Dom.-Akte 90, S. 308. +++ Zitat prüfen+++

9 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O.., S. 209.

10 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O.., S. 209.

11 Vgl. Anthes: Kasualien d. Luth. Pfarreien Herrensulzbach und Grumbach 1627-1798, a.a.O., S. 89 Nr. 596 (Angabe bei der Eheschließung des Peter Simon Glinck).

12 Vgl. reformiertes Kirchenbuch Obermiesau; zitiert nach Klinck: 1050 Jahre Kübelberg, a.a.O., S. 186.

13 Vgl. Bauer: reformierten Kirchenbuch Miesau, a.a.O., S. 45.

14 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208/09; vgl. LA Speyer Best. A 294/7 Bl. 36r.

15 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 33r-37.

16 Vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208.

17 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 84.

18 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 209.

19 Vgl. Denkmaltopographie Kusel, a.a.O., S, 42.

20 Vgl. Denkmaltopographie Kusel, a.a.O., S, 42.

21 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 37, Lage­plan der Mühle.

22 Vgl. Denkmaltopographie Kusel, a.a.O., S, 43 mit Urkataster 1842.

23 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O.., S. 209.

24 Vgl. Frey: Beschreibung des Rheinkreises, a.a.O., Bd. 4, S. 146.

25 Vgl. Frey: Beschreibung des Rheinkreises, a.a.O., Bd, 4, S. 146.

26 Vgl. Neu­bauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 50 Nr. 170.

27 Vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Werschweiler, a.a.O., Nr. 515; Mitteilung von Herrn Arno Ehr­hardt, Ludwigshafen vom 3.11.2011.

28 Vgl. Neu­bauer: Regesten des Klosters Werschweiler, a.a.O., S. 285 Nr. 712.

29 Vgl. Internetdatei: http: regionalgeschichte.net/ortslexikon-landkreis-kusel, Abruf vom 15.9.2013.

30 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7, Bl. 196r-198.

31 Vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 91.

32 Vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1231/2.

33 Vgl. Dahl: Mühlen in Herschweiler-Pettersheim, a.a.O., S. 149.

34 Vgl. Dahl: Mühlen in Herschweiler-Pet­tersheim, a.a.O., S. 149.

35 Vgl. LA Speyer Best. B1 Nr. 576: Lehensbrief vom 8.7.1729.

36 Vgl. Bonin: Urkundenbuch der früheren freien Reichsstadt Pfeddersheim, Frankfurt/Main 1911, S. XIV.

37 Vgl. Ortsverwaltung Pfeddersheim (Hrsg.): 1225 Jahre Pfeddersheim, a.a.O., S. 29-30.

38 Vgl. Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10: Worms, S. 260.

39 Vgl. Ortsverwaltung Pfeddersheim (Hrsg.): 1225 Jahre Pfeddersheim, a.a.O., S. 29-30.

40 Vgl. Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10: Worms, S. 260.

41 Vgl. Alter, Willi: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 273 Anm. 1.

42 Vgl. Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 36.

43 Vgl. Zillien: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 166.

44 Vgl. Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 36.

45 Vgl. Bonin: Urkundenbuch Pfed­dersheim, a.a.O., S. 42.

46 Vgl. Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 36.

47 Vgl. Zillien: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 169 mit Photos des früheren Mühlbaches und während der Verfüllung.

48 Vgl. Bonin: Urkundenbuch Pfeddersheim, a.a.O., S. 47.

49 Vgl. Bonin: Urkundenbuch Pfeddersheim, a.a.O., S. 3.

50 Vgl. Bo­nin: Urkundenbuch Pfeddersheim, a.a.O., S. 4 Anm. 23.

51 Vgl. Bonin: Urkundenbuch Pfeddersheim, a.a.O., S. 35.

52 Vgl. Bonin: Urkundenbuch Pfeddersheim, a.a.O., S. 42.

53 Vgl. Bonin: Urkundenbuch Pfeddersheim, a.a.O., S. 86.

54 Vgl. Armknecht: Geschichte d. Familie Armknecht, a.a.O., S. 53.

55 Vgl. Pfeddersheim, Ortsverwaltung ([Hrsg.]: 1225 Jahre Pfeddersheim, a.a.O., S. 42: Stadtplan um 1525.

56 Vgl. Alter:Pfeddersheim um 1525, a.a.O., 18 mit Karte S., 19.

57 Vgl. Zillien: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 166.

58 Vgl. Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 215-216.

59 Vgl. Zillien: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 166.

60 Vgl. Armknecht: Geschichte d. Familie Armknecht, a.a.O., S. 53.

61 Vgl. Zillien: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 167.

62 Vgl. Zillien: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 167.

63 Vgl. Neue Speyerer Zei­tung Nr. 49 vom 23.4.1825.

64 Vgl. ev. Kirchenbuch Mühlheim a.d. Eis 9, S. 9.

65 Vgl. Wormser Zeitung vom 11.6.2010: Mühlenwanderung. „Interessengemeinschaft Pfrimm veranstaltet Wanderung zu Mühlen in Pfeddersheim und Monsheim“.

66 Vgl. Kunstdenkmäler in Hessen, Kreis Worms, a.a.O., S. S. 121.

67 Vgl. http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Worms.pdf, Abruf vom 8.1.2016.

68 Vgl. Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 23.

69 Vgl. Bonin: Urkundenbuch Pfeddersheim, a.a.O., S. 47.

70 Vgl. Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 23.

71 Vgl. Bonin: Urkundenbuch Pfeddersheim, a.a.O., S. 86 Nr. 203; vgl. Baur: Hessische Urkunden, a.a.O., Bd. 3 Nr. 1273.

72 Vgl. Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 211.

73 Vgl. LA Speyer: Regest Urkunden Herrschaft Reipoltskirchen, Best. C22 Nr. 109.

74 Vgl. LA Speyer: Regest Urkunden Herrschaft Reipoltskirchen, Best. C22 Nr. 95.

75 Vgl. NN.: Ergänzungen zum Pfälzischen Pfarrerbuch von Georg Biundo Buchstabe M (Nr. 3255-3728); in Blätter für Pfälzische Kir­chengeschichte und religiöse Volkskunde 1986, S. 72 Nr. 3270.

76 Vgl. Wormser Zeitung vom 11.6.2010: Müh­lenwanderung. „Interessengemeinschaft Pfrimm veranstaltet Wanderung zu Mühlen in Pfeddersheim und Monsheim“; vgl. Zillien: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 167.

77 Vgl. Zillien: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 168.

78 Vgl. Al­ter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 36.

79 Vgl. Zillien: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 166.

80 Vgl. Al­ter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 36.

81 Vgl. Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 22.

82 Intelligenz-Blatt des Rheinkreises 1826, S. 876.

83 Vgl. Ortsgemeinde Pfeddersheim: 1225 Jahre Pfeddersheim, a.a.O., S. 76; vgl. Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 40.

84 Vgl. Arbeitskreis für Kultur- und Landschaftspflege Worms-P­feddersheim e.V. (Hrsg.): Pfeddersheim im Spiegel alter Ansichtskarten und Photos, a.a.O., S. 62.

85 Vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 62

86 Vgl. Pfeffelbach Gemeinde [Hrsg.]: Chronik der Gemeinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 73/74.

87 Vgl. Brill: Chronik der Gemeinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 74.

88 Vgl. Mühlenprotokoll von 8.7.1746, LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 89r-91r; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O.,S. 214; vgl. Brill: Chronik der Gemeinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 78.

89 Vgl. Bezirksgruppe Kusel der PRFK: Zustand Amt Lichtenberg, a.a.O., S. 26, 73.

90 Vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 86r.

91 Vgl. Jung: Familienbuch Lichtenberg und Pfeffelbach, a.a.O., S. 43, 136 Nr. 256.

92 Vgl. Brill: Chronik der Gemeinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 74.

93 Vgl. Hinkelmann: Alte Müh­len im Bereich der Burg Lichtenberg; in: Westricher Heimatblätter 1976, S. 152.

94 Vgl. Brill: Chronik der Ge­meinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 74.

95 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 92-94r Mühlenprotokoll von 8.7.1746.

96 Vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 215.

97 Vgl. Brill: Chronik der Gemeinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 75.

98 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 87.

99 Vgl. Brill: Chronik der Gemeinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 74.

100 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7; vgl. Brill: Chronik der Gemeinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 75/76.

101 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 87r-89r Mühlenprotokoll von 8.7.1746; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 214.

102 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 86r.

103 Vgl. Jung: Familienbuch Lichtenberg und Pfeffelbach, a.a.O., S. 43, 136 Nr. 256.

104 Vgl. Brill: Chronik der Gemeinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 74.

105 Vgl. Brill: Chronik der Gemeinde Pfeffelbach, a.a.O., S. 75.

106 Vgl. Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen in der nördlichen Vorderpfalz, a.a.O., S. 301, 799.

107 Vgl. Merk:Geschichte Ungstein und Pfeffingen, a.a.O., S. 47; vgl. Dautermann u.a.:Bad Dürkheim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., S. 482.

108 Anm.: das Dorf Ungstein; es handelt sich m.E. um die Mühle in Pfeffingen.

109 Vgl. Dette: Liber Possessionum Wizenburgensis, a.a.O., S. 115, 148; vgl. Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen der nördlichen Vorderpfalz, a.a.O., S. 799; vgl. Zeuß: Liber Possessionum, a.a.O., Bd. 2, S. 30.

110 Vgl. Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen der nördlichen Vorderpfalz, a.a.O., S. 799; vgl. Zeuß: Liber Possessionum, a.a.O., Bd. 2, S. 30 und S. 294.

111 Vgl. Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen der nördlichen Vorderpfalz, a.a.O., S. 799; vgl. Zeuß: Liber Possessionum, a.a.O., Bd. 2, S. 294.

112 Vgl. Dautermann u.a.: Bad Dürkheim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., 482.

113 Vgl. Weistum Kallstadt, Ungstein, Pfeffingen von 1417, § 16-22, abgedruckt bei: Merk, Geschichte Ungstein und Pfeffingen, a.a.O., S. 42-43; vgl. Grimm: Weistümer, a.a.O., Bd. 5, S. 609.

114 Vgl. Frankenthaler Altertumsverein XVI. Jg. 1908, S. 31 f = LA Speyer Best. A1 Nr. 1435 Urk. vom 28.6.1479, begl. Abschrift vom 27.5.1739; vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 763, fol. 1 ff.: „Bachordnung über die Türkheimer Bach zu Lambsheim Wie selbige von altem Herkommen in anno 1479 erneuert worden“.

115 Vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 763, fol. 1ff.

116 Vgl. Görtz: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch, a.a.O., S. 89.

117 Vgl. Görtz: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch, a.a.O., S. 99.

118 Vgl. Görtz: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch, a.a.O., S. 99.

119 Vgl. Görtz: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch, a.a.O., S. 75.

120 Vgl. Görtz: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch, a.a.O, S. 103.

121 Vgl. Görtz: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch, a.a.O, S. 75.

122 Vgl. Görtz: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch, a.a.O, S. 103.

123 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/1 fol. 174r.

124 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/1 fol. 175r.

125 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/1 fol. 176r.

126 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/1 fol. 189r.

127 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/1 fol. 193r u. Fol. 195.

128 Vgl. Görtz, Hans-Helmut: Das Kallstadter Gerichtsprotokollbuch, a.a.O., S. 304.

129 Mitteilung von Frau Paula Stephan vom 10.1.2014.

130 Vgl. ref. KB Erpolzheim; Herzog: Kaiserslautern 1651-1681, a.a.O., S. 182 Nr. 3276a.

131 Mitteilung von Frau Paula Stephan vom 10.1.2014.

132 Vgl. Mitteilung von Frau Paula Stephan vom 3.11.2011 und 16.1.2014; vgl. ref. KB Kallstadt.

133 Vgl. Mitteilung von Frau Paula Stephan vom 3.11.2011 und 16.1.2014; vgl. ref. KB Kallstadt.

134 Vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1315/4 Bl. 1-16.

135 Vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 763, fol. 16r.

136 Vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 763, fol. 19r.

137 Vgl. LA Speyer Best. F5 Nr. 763, fol. 19r, 20.

138 Vgl. Lehmann: Geschichtliche Gemälde aus dem Rheinkreise Bayerns. Zweites Heft: Das Dürkheimer Tal, Heidelberg 18734, S. 106; vgl. Merk: Geschichte

Ungstein und Pfeffingen, a.a.O., S. 135.

139 Vgl. Merk: Geschichte Ungstein und Pfeffingen, a.a.O., S. 139 mit Karte S. 140.

140 Vgl. Merk: Geschichte Ungstein und Pfeffingen, a.a.O., S. 135.

141 Vgl. Merk: Geschichte Ungstein und Pfeffingen, a.a.O., S. 139.

142 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 240.

143 Vgl. Widder: Beschreibung der Kurpfalz, a.a.O., Bd. 3, S. 142.

144 Vgl. Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 36.

145 Vgl. Bonin: Urkundenbuch Pfeddersheim, a.a.O., S. 42.

146 Vgl. Alter: Pfeddersheim um 1525, a.a.O., S. 36.

147 Vgl. Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, a.a.O., S. 137.

148 Vgl. Hess Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Nr. 202/6.

149 Vgl. Widder: Beschreibung der Kurpfalz, a.a.O., Bd. 3, S. 141.

150 Vgl. Boos: Urkundenbuch Worms, a.a.O., Bd. II, S. 264 Nr. 378.

151 Vgl. Internetdatei Liste der Kulturdenkmäler in Worms-Pfiffligheim, Abruf vom 10.2.2014.

152 Vgl. Stadtarchiv Worms Nr. 202/217: Chemische Fabrik in Pfiffligheim Schoeneck/Wagner bzw. Dr. Philipp Wagner, Chemiker.

153 Vgl. Johannes: Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim, a.a.O., S. 159.

154 Vgl. Zillien: Mühlen in Pfeddersheim; in: Heimatjahrbuch Stadt Worms 2014, S. 166.

155 Vgl. Spies: Wonnegauer Heimatblätter Nr. 2, Februar 1972.

156 Vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Bre­unigweiler, a.a.O., S. 243.

157 Vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Bre­unigweiler, a.a.O., S. 243.

158 Vgl. Boos: Urkundenbuch Worms, a.a.O., Bd. II S. 625-626 Nr. 957; vgl. Fabry: Cyriakusstift Neuhausen, a.a.O., S. 1763

159 Vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Worms Prov. Hochstift vom 2.4.1413; vgl. Schwan: Repertorien Wormser Urkunden, a.a.O., S. 46 Nr. 153.

160 Vgl. LA Speyer Best. F7 Gatterer-Apparat, Nr. 2310.

161 Vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Bre­unigweiler, a.a.O., S. 28 +++Seitenzahl prüfen+++

162 LA Speyer Best C 44 Nr .18/1-3, Erbbestandsbrief Jost Grebil.

163 Vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 242/43; vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 526.

164 Intelligenz-Blatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 34 vom 31.3.1831, S. 261.

165 Vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 242/43; vgl. Denkmal­topographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 526.

166 Vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 526.

167 Vgl. Gillmann: Sippersfeld, Pfrimmerhof und Breunigweiler, a.a.O., S. 243.

168 Vgl. Denkmaltopographie Don­nersbergkreis, a.a.O., S. 526.

169 Vgl. Ked­digkeit u.a.: Burgenlexikon, a.a.O., Bd. III, S. 365/66.

170 Vgl. LA Speyer Best C20 [Grafschaft Hanau-Lichtenberg] Nr. 4341.

171 Vgl. LA Speyer Best. C20 Nr. 4450.

172 Vgl. LA Speyer Best. J1 Nr. 129.

173 Vgl. LA Speyer, Briefprotokolle 516, Bl. 6r; vgl. Christmann: Siedlungsnamen, a.a.O., S. 113.

174 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 113.

175 Vgl. Christmann:Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 157.

176 Vgl. LA Speyer Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 2807: Die von Pirmasens wegen schlechter Lage in das sogenannte Blü­melsthal im Gersbacher Bann

verlegte Mühle, 1699-1780.

177 Vgl. LA Speyer Best. Best. C20 (Grafschaft Hanau-Lichtenberg) Nr. 1152: Kollektenpatent für den Blümelthaler Müller Jakob Sternle, 1737.

178 Vgl. LA Speyer, Hanau Lichtenberg, A, Nr. 2763 +++prüfen+++

179 Vgl. LA Speyer, Lagerbuch Fehrbach, heute OT von Pirmasens. +++prüfen+++

180 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 157.

181 Vgl. Frey: Geschichte des Rheinkreises, a.a.O., Bd. 1, S. 449.

182 Vgl. Schwarz: Ehemals kurpfälzische, nunmehr österreichische Leibeigene im Oberamt Germersheim im Jahre 1630 [Teil 1]; in: PRFK 2011, S. 193.

183 Vgl. Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, a.a.O., 2011, S. 267.

184 Vgl. Frey: Geschichte des Rheinkreises, a.a.O., Bd. 1, S. 449.

185 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 60.

186 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 321-322.

187 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 322; vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 728b fol. 67.

188 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 322.

189 Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 281.

190 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 157.

191 Vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29.

192 Vgl. LA Speyer Best. K21 Nr. 22.

193 Vgl. Bäcker: Chronik Nie­derkirchen, a.a.O., Bd. 1, S. 298.

194 Vgl. LA Speyer Best. K21 Nr. 22.

195 Vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 70 vom 11.7.1835, S. 555-556.

196 Vgl. Dolch/Münch: Urkunden Otterberg, a.a.O., S. 225 Nr. 412.

197 Vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 37.

198 Vgl. „Die Bayerische Landbötin“ Nr. 73 vom 19.6.1834, S. 593: Bericht über das Unwetter in Neustadt vom „Vortage“: „Die Stadt Neustadt selbst würde gewiß auch

bedeutend durch das Wasser gelitten haben, wenn nicht circa 800 Klafter Holz dasselbe an der sogenannten Schliefbrücke im Neustädter Thale aufgehalten und es so nur langsam durchdringen konnte ...“; vgl. Allgemeine Zeitung von und für Bayern Nr. 169 vom 18.6.1834, S. 714.

199 Vgl. Internetdatei Wikipedia, Stichwort Queich, http://de.wikipedia.org/wiki/Queich, Abruf vom 12.2.2014.

200 zitiert bei Offenbach: 1200 Jahre Offenbach, a.a.O., S. 237-238, leider ohne Fundstelle.

201 Vgl. Armgart / Schulz: Johanniterkommende Heimbach; in: Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Klosterlexikon, a.a.O., Bd. 2, S. 138.

202 Vgl. Remling: Abteien und Klöster, a.a.O., Bd. 1, S. 208.

203 Vgl. LA Speyer Best. A1 Nr. 70.

204 Vgl. Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbau­ernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S.4.

205 Eilbote Landau vom 22.9.1855, S. 428 u. S. 438 = LA Speyer Best. Y 20/41.

206 Vgl. Landauer Eilbote vom 5.2.1859 Nr. 10, S. 55.

207 Vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 107r.

208 Vgl. Biundo: Annweiler Families a.a.O., Bd. 3, S. 30.

209 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 256 iVm. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Wald­fischbach-Burgalben, a.a.O., S. 174.

210 Vgl. LA Speyer Best. H3 Nr. 1575 III Wasserbau, Triftwesen und Mühlenkonzessionen an der Queich zwischen Annweiler und Albersweiler, 1840-1921: enthält u.a. die Waffenschmiede des Michael Holler in Queichhambach.

211 Vgl. Ehmer: Die alte Mörlheimer Mühle; in: 1200 Jahre Mörlheim, a.a.O., S. 319.

212 Vgl. LA Speyer Best. F7 Nr. 162 und Nr. 163.

213 Vgl. Armgart/Werling: Augustinerchorherrenstift Hördt; in: Pfälz. Klosterlexikon, a.a.O., Bd. 2, S. 238.

214 Vgl. Hilgard: Urkunden zur Geschichte der Stadt Speyer, a.a.O., Nr. 120.

215 Vgl. Neustadter Wochenblatt vom 28.7.1837, Nr. 30, S. 121-122.

216 Vgl. Ehmer: Die alte Mörlheimer Mühle, a.a.O., S. 321, Nachzeichnung einer Karte von 1770; Karte von 1847.

217 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr.526, darin Kaufbrief von 1388 vor dem Dorfgericht Queichheim; vgl. Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichts- akten, a.a.O., Bd. I, S. 336.

218 Vgl. Lehmann: Urkundliche Geschichte der ehemaligen freien Reichsstadt Landau, Neustadt 1853, S. 158.

219 Vgl. Lehmann: Urkundliche Geschichte der ehemaligen freien Reichsstadt Landau, a.a.O., S. 159.

220 Vgl. Lehmann: Urkundliche Geschichte der ehemaligen freien Reichsstadt Landau, a.a.O., S. 217.

221 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 3010.

222 Vgl. LA Speyer Best. A 14 Nr. 175, Bl. 16-20, Abschrift des Erbbestandsbriefs vom 23.7.1602.

223 Vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 175 Bl. 9r.

224 Vgl. Ehmer: Die alte Mörlheimer Mühle; in: 1200 Jahre Mörlheim, a.a.O., S. 319.

225 Vgl. Widder: Beschreibung d. Kurpfalz, a.a.O., Bd. 2, S. 526.

226 Vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 175 Bl. 2.

227 Vgl. Biundo: Annweiler Families, a.a.O., Bd. 3, S. 39.

228 Anm.: dieser ist abschriftlich enthalten im Inventarium LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiakten Landau Urk. 730.

229 Vgl. LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiakten Landau Urk. 730.

230 Anm.: dieser ist abschriftlich enthalten im Inventarium LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiak­ten Landau Urk. 730.

231 Vgl. LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiakten Land­au Urk. 730.

232 Vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 175 Bl. 12.

233 Anm.: diese ist enthalten im Inventarium LA Speyer Best. F23 Nr. 19 Ausfautheiakten Landau Urk. 730.

234 Mitteilung von Herrn Dr. Michael Martin vom 13.3.2012; vgl. Service Historique de l'Armée de Terre, Archives du génie“, Akte Best. Xe 341 Génie: „mémoire des

ouvrages de fortification ... pendant l'année 1785“ in Landau.

235 Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 13.9.2014.

236 Vgl. Ehmer: Klosterhof in Mörlheim, a.a.O., S. 65.

237 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr.526, darin Kaufbrief von 1388 vor dem Dorfgericht Queichheim; vgl. Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichts-­ akten, a.a.O., Bd. I, S. 336.

238 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 3069; vgl. Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. I, S. 603.

239 Vgl. Inter­netdatei Wikipedia, Stichwort Quirnbach, http://de.wikipedia.org/wiki/Quirnbach/Pfalz, Abruf vom 12.2.2014.

240 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 13.

241 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7; zitiert nach Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O, S. 212.

242 Vgl. Zenglein: Die Quirnba­cher Mühlen, a.a.O., S. 64.

243 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. 1238.1+2; vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1237/2; vgl. Zenglein: Die Quirnbacher Mühlen, a.a.O., S. 64-65.

244 Vgl. Zenglein: Die Quirnbacher Mühlen a.a.O., S. 67.

245 Vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 1238/1; die Akte 1238/2 ist 2010 nicht mehr benutzbar.

246 Vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 1238/1.

247 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 66r.

248 Vgl. Zenglein: Die Quirn­bacher Mühlen, a.a.O., S. 66.

249 LA Speyer Best. B 2 Nr. 320.4; vgl. Zenglein: Quirnbacher Mühlen, a.a.O., S. 67.

250 Vgl. Zenglein: Quirnbacher Mühlen, a.a.O., S. 67.

251 Vgl. Zenglein: Quirnbacher Mühlen, a.a.O., S. 69.

252 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 65; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O, S. 212.

253 Vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 85.

254 Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel Nr. 14 vom 14.2.1868.

255 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 348.

256 Vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 320/4; vgl. Zenglein: Quirnbacher Müh­len, a.a.O., S. 67.

257 Vgl. Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen in der nördlichen Vorderpfalz, a.a.O., S. 209.

258 Vgl. Weber: Mühlen und Mül­lerhandwerk, a.a.O., S. 13; vgl. Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen in der nördlichen Vorderpfalz, a.a.O., S. 209, 754.

259 Vgl. Kampfmann: Zur Geschichte der Mühlen im Bezirksamt Zweibrücken; in: Westpfälzische Geschichtsblätter 1908, S. 17.

260 Vgl. Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen der nördlichen Vorderpfalz, a.a.O., S. 754.

261 Vgl. LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 19r Akten des Bezirksamts Franken­thal betr. Getreidemühlen im Bezirk Frankenthal 1817.

262 Vgl. Dolch/Münch: Urkunden Otterberg, a.a.O., S. 206 Nr. 357.

263 Vgl. LA Speyer, Karte W1/371, 3-5.

264 Vgl. LA Speyer W1/371, 3-5.

265 Vgl. Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern, a.a.O., S. 51.

266 Vgl. Frey: Beschreibung d. Rhein­kreises, a.a.O., Bd. 2, S. 383.

267 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 167.

268 LA Speyer Best.X53 Nr. 10: „Knoch, Repert.: Über Leiningen-Westerburg II: Grafschaft Altleiningen III. Grafschaft Neuleiningen, ferner: Protocolla iudicialia, gemeinschaftliche Orte, Grünstädter politica, verpfändete und versetzte Orte. 1759-1762“, Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

269 Vgl. Repertorium Knoch LA Speyer Best.X53 Nr. 10, Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs: Repertorium Realia.

270 Vgl. LA Speyer Best.X53 Nr. 10: „Knoch, Repert. Teil VII Mertesheim; Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

271 LA Speyer Best.X53 Nr. 10: „Knoch, Repert. Über Leiningen-Westerburg II: Grafschaft Altleiningen III. Grafschaft Neuleiningen, ferner: Protocolla iudicia­lia, gemeinschaftliche Orte, Grünstädter politica, verpfändete und versetzte Orte. 1759-1762“, Orig. FLA Amorbach, Arbeiten Knochs.

272 Vgl. Kopie in den Reichskammergerichtsakten LA Speyer Best. E6 Nr. 2098.

273 Mündlicher Hinweis von Frau Marie-Luise Reuter vom 21.7.2014: Zwar wurde das Beedbuch 1657 begonnen, doch befinden sich darin auch nicht datierte Eintragungen aus späterer Zeit; der Müller Johann Nickel Werle war damit nicht zwangsläufig bereits 1657 Müller auf der Bruchmühle +++prüfen+++

274 Vgl. LA Speyer Best. F1, 47a, Kopialbuch Mertz von Quirnheim, 1627-1776.

275 Vgl. LA Speyer Best. E6, Nr. 85; vgl. Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 2, S. 1177 Nr. 1319.

276 Vgl. LA Speyer Best. E6 Anl. Q4 zu Nr. 65; vgl. Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 2, S. 1177-78, Nr. 1319.

277 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 720 I fol. 1.

278 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 720 I, fol.1.

279 Mitteilung von Frau Marie-Luise Reuter vom 4.1.2012; vgl. kath KB Boßweiler.

280 Vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 5 Beedbuch Ebertsheim1773-1806, S. 307.

281 Vgl. LA Speyer Best. L35 Nr. 5 Beedbuch Ebertsheim 1773-1806, S. 366.

282 Vgl. LA Speyer Best E6 Nr. 85.

283 Vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformier­tes Kirchenbuch Rodenbach, Taufeintrag Nr. 42 vom 6.3.1781.

284 Vgl. LA Speyer Best. F6 Nr. 285: Reformiertes Kirchenbuch Rodenbach, Taufeintrag Nr. 42 vom 26.3.1781.

285 Vgl. Mitteilung von Frau Marie-Luise Reuter vom 4.1.2012.

286 Vgl. Mittei­lung von Frau Marie-Luise Reuter.

287 LA Speyer Best. K16 Notariatsakten Grünstadt, Kasten Nr. 20 Urk. Nr. 699 vom 20.12.1820.

288 Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 17 vom 28.2.1821, S. 128.

289 Vgl. Intelligenz-Blatt des Rheinkreises, Nr. 231 vom 21.9.1825, S. 1036.

290 Mitteilung von Frau Marie Luise Reuter aus Quirnheim.

291 Vgl. LA Speyer Best. K 16 Kasten 49, Urk, Nr. 1953 vom 23.11.1843.

292 Vgl. LA Speyer W1/371, 3-5.

293 LA Speyer Best. F1, 49a, Kopialbuch Mertz von Quirnheim, 1627-1776.

294 Vgl. LA Spey­er Best. E6 Nr.85.

295 Vgl. LA Speyer Best. E6, 2507.

296 Vgl. Weber: Mühlen be­sonderer Art, a.a.O., S. 40,

297 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 40; vgl. Landeskirchenarchiv Speyer lutherisches KB I Ebertsheim.

298 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 40 zur Papiermühle Quirnheim/Tal.

299 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 41.

300 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 41.

301 Vgl. LA Speyer Best. F5, 672: Quirnheimer Amtsgerichtsprotocoll­i.

302 Vgl. Weber: Mühlen beson­derer Art, a.a.O., S. 41.

303 Vgl. LA Speyer Best E6 Nr. 85.

304 Vgl. LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 4r; vgl. Weber: Historische Ölmühlen, a.a.O. S. 200.

305 Vgl. LA Speyer Best K16 Nr. 380/1821 Notariat Grünstadt.

306 Intelligenz-Blatt des Rheinkreises 1826, S. 74.

307 Vgl. LA Speyer Best. L56, Nr. 154, Bl. 558-560: Grundsteuerkataster Ebertsheim von 1841.

308 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 70.

309 Vgl. LA Speyer, Best. K 16. 274 Nr. 354.

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