Version 24.3.2016

 

 

 

 

 

Litera G

 

 

 

 

Gau-Bickelheim:

VG Wöllstein, Lk Alzey-Worms; im rheinhessischen Hügelland nördlich von Flonheim gelegen

 

Mühlen:

- Scheibenmühle:

gehörte den Grafen von der Leyen; die Mühle wurde als Lehensmühle verpachtet.

 

Literatur/Urkunden:

- Landesarchiv Saarbrücken Best. von der Leyen Nr. 2565: Die gräflich Leyensche sogenannten Scheiben-Mühle bei Gaubickelheim und deren Verpachtung

 

 

 

 

 

Gauersheim:

VG Kirchheimbolanden, Lk Donnersbergkreis

 

Um 1200 waren die Grafen von Leiningen (Lehen vom Kloster Prüm), die Rheingrafen (Lehen vom Mainzer Erzbischof) und die Bo­lander mit Rechten und Gütern ausgestattet. Die ortsansässigen Ritter von Gauersheim sind 1222-1447 dokumentiert. Im 14. Jh. und noch1409 besaßen die Wildgrafen die Landeshoheit. Wenig später fiel das Dorf an die Ritter von Oberstein. Seit Mitte des 16. Jh. wa­ren als Erben des Ritters Steben von Einselthum die Herren von Wallbrunn präsent, die um 1600 die Nachfolge der Obersteiner antra­ten und bis 1614 ihre Landesherrschaft durchsetzten. Die Herren von Wallbrunn blieben Ortsherren bis 1792 1. Reformation 1551, Konfes­sion lutherisch 2.

 

Mühlen:

um 1770 war NN. *Decker der Schultheiß und Müller in Gauersheim +++klären: welche Mühle+++; seine Tochter Maria Barbara De­cker heiratet 1770 in Albisheim (?) den späteren Pfortmüller zu Albisheim, Johann Adam I. *Morgenthaler 3.

 

Am 23.5.1757 erhält Gustav Freiherr von Wallbrunn vom wormsischen Hofrat J. Georg Stein ein Darlehen über 4000 Gulden und stellt als Sicherheit hierfür seine Mühle zu Gauersheim 4. +++klären: welche Mühle+++


 

 

1865 wird NN. Weil als Müller in Gauersheim genannt 5.+++klären : welche Mühle+++

 

1864 wird Heinrich Decker „Müller und Oeconom in Gauersheim“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 6. Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird genannt der Handelsmüller Heinrich Decker 7. +++klären : welche Müh­le+++

 

 

- Dorfmühle, auch Obere Mühle:

heute Anwesen Brückenstraße 13; bis ins 17. Jh. war vermutlich die Dorfmühle einziges Anwesen jenseits des Baches; sie liegt an der Bücke über den Leiselbach 8. Die obere Mühle wurde bis 1678 von Peter *Zehe betrieben 9. Nach dem Tod des Müllers Zehe über­nahm des Schwiegersohn Johann Jacob *Becker die Mühle.

 

Am 3.2.1701 wird als Pate in Ilbesheim bei der Taufe des Hans Philipp, Sohn Beiers (Schreibweise unsicher) genannt der „Jacob Becker, Molitor Gauersheimensis“ 10.

 

Am 11.11.1710 heiratet Christian Becker, der S. d. Jakob *Becker (Müller zu Gauersheim), Beständer des herrschaftl. Hofgutes Eden­born, mit Frau Elisabetha geb. Forst?, Witwe des herrschaftl. Kellers zu Gauersheim Theobald Zeysner 11.

 

Sein Sohn dürfte der 1719 als Müller in Gauersheim erwähnte Johann Andreas *Becker sein, der auch die Lochmühle bei Dreisen 1724 wieder aufbaute.

 

Sein Sohn dürfte auch der Johann Jacob *Becker sein, der am 29.8.1722 zusammen mit seiner Frau im lutherischen Kirchenbuch Kirch­heimbolanden als Paten eingetragen „ Joh. Jakob Becker, Müller zu Gauersheim u. seine Frau Maria Eva geb. Baum“ 12.

 

 

- Untermühle am Leiselbach, auch Untere Herrenmühle:

Die Untermühle am Leiselbach stand im 17. Jh. im Besitz von von Hans Jörg *Gohrmann (Kohrmann), der mit 70 Jahren verstarb und am 17. Oktober 1690 begraben wurde. Er war in zweiter Ehe am 16.1.1675 mit Agnes, der Witwe des Philipp Niclaß zu Zell ver­heiratet 13.

 

Die Mühle wurde ab 1721 von Anna Elisabeth Heylmann (1637-1729), geb. *Labach, der Witwe des Albisheimer Pfortmüllers Da­niel *Heylmann bewirtschaftet, von der 1 km den Leiselbach abwärts gelegenen Pfortmühle. Kinder waren Christian Heilmann, Ma­rie Marga­rethe Heilmann verh. Morgenthaler, Johann Frank Heilmann 14 und Franz Heilmann. Anna Elisabeth Heyl­mann muß eine an­gesehene, außerordentlich energische und erfolgreiche Geschäftsfrau gewesen sein. Nach dem Tod ihres Mannes bewirtschaftete sie die Pfortmüh­le in Albisheim, das ebenfalls dort gelegene "Zeller Gut", erwarb 1720 die Wiesenmühle in Einselt­hum und bewirtschaftete die untere Herrenmühle in Gauersheim. Anläßlich des Ausbaus der unteren Herrenmühle in Gauersheim hat sie sich selbst ein Denkmal ge­setzt. Dort befindet sich noch heute folgende Inschrift: "ANNA ELISABEDA HEILMENNIN IST ALT gewesen 84 JAHR WIE SIE DEN BAU MIT GOTTES HILF AUS ER UNT GEBAUT 1721" 15.

 

1824 vererbten Carl Steuerwald und seine Frau Elisabeth Bernhardt ihrem Sohn Valentin Steuerwald ihren Besitz. Dieser wird 1843 als "Müller und Gutsbesitzer" bezeichnet. Zur "Unteren Mühle am Leiselbach außerhalb des Dorfes", gehörten 1843: "Wohn­haus mit Mühl­werk zu zwei Mahlgängen, Ölmühle und Brennhaus, Stall, Scheuer mit angebautem Schof, Schweineställe, Hofraum mit Brunnen“; au­ßerdem ein beachtlicher Grundbesitz.

 

Die Untermühle 16 wird 1843 als "Untere Mühle am Lei­selbach" bezeichnet 17. Es war eine unterschlächtige Mühle, von der heute noch im Keller das aus Sandstein gemauerte Auflager der Antriebswelle vorhanden ist. Der Rest wurde beim Umbau der erhöht dar­über lie­genden Mühlenstube zum Wohnraum durch Herrn Schach beseitigt 18.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird genannt der Handelsmüller Karl Steuerwald 19.

 

Ein Gedenkstein von 1931 enthält die Namen der damaligen Eigner. Es waren Philipp Friedrich Eberhard und Eva Eberhard geb. Knob­loch. 1945 wurde der Besitz auf Eva Eberhard geb. Knobloch überschrieben und wurde 1956, inzwischen in eine Landwirtschaft umge­wandelt, auf deren Tochter, die Landwirtin Ilse Eber­hard übertragen. Diese ist mit Gerhard Schach verheiratet, dem Altbürgermeister von Gauersheim +++ prüfen+++

 

Literatur/Urkunden:

- Weber, Friedrich W.: Zwei Gauersheimer Mühlen, Heimatjahrbuch Donnersbergkreis 1978, S. 100-102

 

 

 

 

 

Gaugrehweiler:

s. auch Amt *Grumbach

 

VG Alsenz-Obermoschel, Lk Donnersbergkreis

 

Das südlich gelegene Obergrehweiler (rechts des Appelbachs) zählte wohl seit dem 13. Jh. zur Herrschaft bzw. Grafschaft Falken­stein, die von 1456 an die Daun-Obersteiner, seit 1667 die Herzöge von Lothringen (1458 Oberlehnsherren) und nach 1736 die Kai­ser von Ös­terreich innehatten. Das nördlich davon gelegenen Niedergrehweiler (links des Baches) gehörte im 14./15. Jh. vermutlich den Rittern von St. Alban und später den Herren von Randeck. 1501 erwarben die Pfalzgrafen von Zweibrücken diesen Teil des Dor­fes und gaben ihn 1553 an den kurpfälzischen Oberamtmann zu Kreuznach Carsilius Bayer von Bellenhofen weiter. 1597 kauften die Wild- und Rhein­grafen von Grumbach das Dorf Niedergrehweiler und schlossen es ihrer Vogtei Münsterappel an 20. Der Ort Be­stand bis zum Ende des 18. Jh. politisch aus zwei Hälften: der Teil östlich der Appel war falkensteinisch, der westliche Teil gehörte den Wild- und Rheingra­fen. Es gab aber nur eine Pfarrei am Ort, die von etwa 1585 an lutherisch war. Aus dem 16. Jh. kennen wir le­diglich zwei evangelische Pfar­rer mit ihren Taufnamen. Von 1699 bis zur Fran­zösischen Revolution Bestand in Gaugrehweiler eine zweite Pfarrstelle, deren Inha­ber Diakone oder Kapläne genannt wurden und zugleich Waisenhausväter waren 21; das Kondominium bestand bis zur französischen Anne­xion 1797; 1798 wurde Gaugrehweiler, nun zu einer Gemeinde vereinigt, Teil des Kantons Rockenhausen 22.

 

Die Wild- und Rheingrafen verlegten ihre Residenz 1688 nach Niedergrehweiler und errichteten hier ein Schloß errichteten; Residenz­städtchen der Raugrafen 23. Die Herrschaft wurde nach 1789 zerschlagen 24. Das Schloß wurde versiegelt, die Mö­bel, Einrichtungsge­genstände und die aus 400 Bänden bestehende Bibliothek versteigert 25. Zur Herrschaft gehörte auch das Grehweiler Hofgut, das 1798 versteigert wurde. Dabei kam es zum Streit zwischen dem neuen Eigentümer Steitz und dem vorherigen Pächter Landes, da Steitz die heruntergewirtschafteten "In­ventariums-Stücke" nicht in diesem Zustand übernehmen wollte, während Landes Ansprüche wegen seiner Investitionen geltend machte 26.

 

Mühlen:

am 2.3.1501 verkauft Friedrich Fryhe von Derne an Pfalzgraf Johann, Grafen zu Spanheim nachstehende, von seinem „Schweher“ Wil­helm von Randeck ererbte Allodial- und Lehensgüter, u.a.auch einen Hof mit Schäferei, die Mühle und verschiedene Zinsen „zu Grewilre“ 27.

 

Um 1740 war Müller in Gaugrehweiler der NN. *Amos; sein Sohn Johann Andreas Amos war bei der Taufe des am 27.1.1740 auf der Steckweiler Mühle geborenen Johann Christian Andreas Müller anwesend. Im reformierten Kirchenbuch sind als Paten vermerkt Jo­hann Christian Kremb der Müller aus der Schleifmühle (= Imsweiler), seine Frau Anna Barbara sowie Johann Andreas Amos, des Müllers zu Gaugrehweiler lediger Sohn 28.

 

Um 1766 ist Ludwig *Amos als Müller in Gaugrehweiler (vermutlich auf der Obermühle); er ist am 12.12.1766 als Pate in der reformier­ten Kirche in Dielkirchen bei der Taufe des Ludwig, Weinkauf, dem Sohn des Müllers in Steckweiler Friedrich *Weinkauf und der Maria Margaretha NN. : „Ludwig Weinkauf, Müller zu Grehweiler“ 29. °° mit Elisabeth Catharina Gilmann.

 

Um 1782 war Friedrich Karl *Dietz als Müller in Gaugrehweiler (vermutlich auf der Obermühle) +++klären+++; °° am 26.12.1782 in St. Alban mit Maria Margaretha Amos, der Tochter des Müllers in Gaugrehweiler Ludwig *Amos 30.

 

 

- Hallgartsmühle, auch Dorfmühle oder Obermühle:

s. Obermühle

 

 

- Obermühle, auch Dorfmühle, früher Hallgartsmühle:

Lage: das Gebäude der ehemaligen Mühle liegt in der heutigen Mühlstraße 2 in Gaugrehweiler 31.

 

Der Name Hallgart (Hallgartsmühle) wird nach Christmann 32 als Flachgarten gedeutet, ahd = haru, mhd. = har = Flachs; der Name besagt, daß die Örtlichkeit auf der Stelle eines ehemaligen Flachsgartens oder bei einem solchen entstand 33.

 

Die Obermühle heißt in alten Dokumenten auch Hallgartsmühle und teilt mit dem Dorf ein gut Teil ihrer Geschichte 34. Die Dorf­mühle ist spätmittelalterlichen Ursprungs und lag auf rheingräflichem Gebiet weit südlich der Kirche, an der Grenze zur ehemaligen Grafschaft Falkenstein am Appelbach 35, wurde ursprünglich vom Appelbach gespeist und ist schon für das 15. Jh. bezeugt 36. Vor 1500 im Besitz der Freiherrn von Dern, 1501 an Pfalzgraf Johannes, von diesem an die Beyer von Bellenhofen gekommen. Letztere verkauften Dorf und Mühle 1597 an den Rhein- und Wildgrafen Adolf Henrich 37. Das Erdgeschoß der Hallgartsmühle datiert von 1619 38.

 

Die Obermühle zu Gaugrehweiler wird urkundlich am 14.4.1590 beschrieben 39. Der kurpfäl­zische Oberamtmann in Alzey Carsilius Bayer von Bellenhofen erhielt 1553 von den Pfalzgrafen von Zweibrücken das Dorf Nieder­grehweiler (heute OT von Gaugrehweiler) zu Lehen 40; er dürfte der Vater des Hanß Schweickardt Bayer von Bellenhofen sein, der am 14.4.1590 seine Hallgartsmühle/Ober­mühle in Gaugrehweiler im Erbbe­stand an den Müller Hanß *Krenzer vergibt 41. In der Urkunde heißt es: „Demnach Ich Hanß Schweickardt Bayer von Bellenhoffen, Gerichts Herr zue Gaugrehweihler auß allerhandt Ursachen, Ihme Hanßen Krenzern meinem Mühlenbestän­der in Obergrehweiler wohnhaftig: Undt Iziger Zeit falckensteinischen Schultheißen, wegen meiner vorlängst seinen Voreltern und Ihne erb­lichen verliehenen Mühlen ....“. 42

 

1611 „Donnerstag nach Lätare den Sibenden Marty Ao 1611“ beurkundet Adolf Wildgraf zu Dhaun, daß er seine „eigenthümliche bei Obergreweiler gelegene Mühle, so über hundt Jar lang in Hanßen Crez, gräflich falkensteinischen ... und seiner Voreltern seligen Hen­den und demselben erblich verliehen gewesen, unlengsten durch Verwahrloßung und nicht Leistung deren in solchen ... und zurückgegeb­enen ..., ...., unß wird heimgefallen und derselben sambt dazugehörig Gütern und Verpfendern, wie Recht, +++weiter über­tragen++++ Demnach ... gnd... Hanßen Crez wir ihme und seinen Erben angezogene Müll, mit ... Güttern und Pfendern, wie die­selbe hernach specifize ..., zu ... Erbpfacht verliehen geben“ 43.

 

++++weitere Urkunden von 1611 ff noch zu bearbeiten++++

 

Um um 1612 war Michael *Fälbig der Müller auf der Obermühle in Gaugrehweiler 44. Die Inschrift über der Haustür „16 M H 19“ be­sagt, daß der Müller Michel *Hüner die Mühle im Jahre 1619 er­richtet hat. Dieser betrieb bei der Mühle auch eine Bäckerei 45, auf wel­che die Bäckerbrezel auf dem Türsturz hinweist 46. 1722 war Philipp *Seitz der Erbbeständer auf der Obermühle. Da die Grenze zwi­schen dem rheingräflichen und falkensteinischen Territorium (sie trennte auch Nieder- und Obergreh­weiler) mitten durch sein Anwesen ging, hatte er Scherereien wegen der Huldigung. Zudem reklamierte Kurpfalz Wildfangabgaben von ihm. Sein Nach­folger wurde Philipp *Amos. Er ist genannt „Müller zu Obergrehweiler“. 1728 suchte Amos beim Rheingrafen nach um die Geneh­migung, seine Mühlstube durch einen Neubau auf rheingräflichem Territorium erweitern zu dürfen 47. Eine Inschrift über einem weiteren Türsturz der Mühle „17 F.A. 37“ weist ebenfalls auf den Müller Philipp (F) Amos hin 48.

 

Das denkmalgeschützte Anwesen wird wie folgt beschrieben: ehemalige Dorfmühle (auch Hallgartsmühle), streckhofartig angeord­neter Gebäudekomplex aus Wohnhaus, Mühle und Scheune, Krüppelwalmdachbau bez. 1619, Fachwerkobergeschoß 1. Hälfte 18. Jh., einge­schossige Mühle bez. 1737, Bruchsteinscheune 19. Jh. 49

 

Photo:

- Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., 71 (Hallgartsmühle: ehemalige Mühle, heutiger Zustand)

- Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 39 (Hallgartsmühle: Photo um 1909)

- Schattauer, Willi: Das Appeltal von Würzweiler bis Hof Iben. Kalkofen 2006, o.S.

 

Literatur/Urkunden:

- Dhom, Emil: Gaugrehweiler und sein Rheingrafen-Schloß, Imsweiler 1983 (zur Hallgartsmühle, S. 53-54)

- LA Speyer Best. C 41 Nr. 19: „Die sogenannte Hallgarts- oder Obermühle zu Gaugrehweiler (1590-1616 und 1598-1733), hierbei Ur­kunde über die Mühle vom 8. Maerz 1611, Urkunde über Malter Korn 1 April 1655, Description der Güter welche zur Mühle ge­hören“

- LA Speyer Best. C 41 Nr. 19 (Rheingrafschaft Akten): „Designation der herrschaftl.: Häuser, Mühle und liegenden Güter zu Gaugreh­weiler“

- Weber:Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 301

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Obermühle in Gaugrehweiler im Appeltal: auch an kleinen Bächen war das Müllerhandwerk zuhause; in: in Nordpfälzer Geschichtsverein 1995, S. 73-75

 

 

- Untermühle:

um 1612 war Weygand *Lamp der Müller und Erbbeständer auf der Untermühle in Gaugrehweiler 50. Die Einwohner von Gaugreh­weiler waren in die Untermühle gebannt, einschließlich des dortigen Pfarrers. Letzterer nahm es mit seinen diesbezüglichen Pflichten nicht sehr ernst und gestattete es dem Müller von Mannweiler ins dorf zu kommen und das Brotgetreide bei ihm abzuholen und zu mahlen. Der Müller Weygand Lamp und der Müller der Obermühle Gaugrehweiler, Michael Fälbig ertappten den Konkurrenten, nah­men diesem das Korn des Pfarrers ab und beschlagnahmten den Esel des Mannweiler Müllers. Das Korn gaben sie dem Pfarrer zu­rück, den Esel aber ver­pfändeten sie an den örtlichen Gastwirt, wo sie auf Kosten des Mannweiler Müllers eine Zeche machten 51.

 

 

 

 

 

Gau-Heppenheim / Rheinhessen:

Lk Alzey-Worms, VG Alzey-Land, knapp östlich von Alzey gelegen. Erstmals urkundlich erwähnt als 'Hepfanheim' im Jahr 790, als mehre­re Güter an das Kloster Lorsch verliehen wurden. Bis zum Ende des 18. Jh. gehörte der Ort den Pfalzgrafen bei Rhein und war mithin kurpfälzisch. Bis zu jener Zeit nannte sich der Ort 'Heppenheim im Loch'. 1903 wurde er zur Unterscheidung weiterer Orte namens Hep­penheim in Gau-Heppenheim umbenannt 52.

 

Um 1190 verfügte Werner II. von Bolanden über pfalzgräfliche Lehen am Ort. Im 13./14. Jh. werden die Truchsessen von Alzey, die Herren von Lewenstein, die Deutschordenskommende zu Oberflörsheim, die Klöster Sion und Weidas als Grundbesitzer genannt. 1429 ist von der Zugehörigkeit zur Burg Alzey und zum pfalzgräflichen Amt Alzey die Rede. Vom frühen 15. Jh. an spielten die Her­ren von Heppenheim genannt von Saal als Burginhaber eine wichtige Rolle. 1456-1573 war das Dorf an sie verpfändet. 1684 erbten die Freiher­ren von Schönborn deren Güter. Gau-Heppenheim blieb bis zum Ende der Feudalzeit kurpfälzisch 53

 

 

Mühlen:

am 14.8.1735 wird in Gau-Heppenheim beerd. der in Heppenheim im Alter von 63 J. verstorbene Johann Melchior *Ackermann, „Müller bei Heppenheim“ 54. +++klären: welche Mühle+++

 

- Emerich Hansen Mühle:

am 4.12.1536 verkauft das Kloster Weidas bei Alzey um 150 fl mit Wiederkaufrecht seine bereits um 120 fl verpfändete Mühle in Gau-Heppenheim, genannt Emerichs Hansen Mule, dem Kaspar Lerch von Dirmstein 55.

 

In einer zwischen 1551 und 1553 verfaßten Urkunde bestätigt Johann Paul Kuster, Syndikus der Universität Heidelberg, den nicht na­mentlich genannten Vormündern des Caspar Lerch von Dirmstein, daß die Inkorpo­ration des Kloster Weidas in die Universität Heidel­berg, die Verschreibung von 15 Malter Korn vom Klosterhof in Dolgesheim bzw. von der „Emerich Hansen Mul“ in Gau-Heppen­heim nicht beeinträchtigt und daß die Universität Heidelberg in die Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag eintreten wird 56.

 

 

- Mohrenmühle, Reißen Mühle, Dinges Reiß'sche Mühle:

heute Anwesen Mohrenmühle 1; nördlich des Dorfes an der Gemarkungsgrenze mit Framersheim am Weidasser Bach gelegen. Im 15. Jh. ein „Mulenpfad“, seit 1486 Besitzer der dem Kloster Weidas abgabenpflichtige Mühle genannt. 1536 als „Mormühle“, im 17. Jh. auch als „Reißen Mühle“ bezeichnet. Ehemalige Korn- und Ölmühle bis 1925 betrieben. Das Segmentbogenportal am Haupthaus bez. 1575, der Backsteinanbau ist am Flachbogenportal bezeichnet FL 1863 [= Franz Limbacher]. Von der 1834 erwähnten Hanfreibe ist ein Koller­stein, weiterhin ein zerbrochener Mühlstein, bez. 18 HR 50 [= Heinrich Reith] erhalten 57.

 

Am 2.8.1546 verkaufen Äbtissin und Konvent des Klosters Weidas bei Alzey dem Philipp Schrauß, Stadtschreiber zu Alzey und sei­ner Ehefrau Margarethe Grabenmacher 10 Mltr Korn um 200 fl. und setzen als Sicherheit ihre Mühle in Gau-Heppenheim, genannt die Morr Mulen, die gegenwärtig Oswald Gerngroß in Bestand hat, ein 58.

 

In einem Inventar des Klosters Weidas bei Alzey, erstellt am 11.9.1553, ist aufgeführt als Eigentum des Klosters Weidas die Mühle zu Gau-Heppenheim, genannt die Mornmull. Diese ist im Erbbestand vergeben und zinst jährlich 18 Mltr. Korn 59.

 

Um 1703 war der NN. *Reiß der „Müller in Heppenheim“ [s. Gau-Heppenheim], wohl auf der Mohrenmühle/Reißen Mühle [err.]; °° NN; Vater der Anna Petronella Reiß; diese ist am 13.3.1703 als Patin im luth. KB Alzey genannt 60.

 

Um 1719 war Melchior Ackermann der Müller auf der „Dinges Reiß'schen Mühle“; °° mit Elisabetha NN.; am 11.8.1719 wird der Sohn Wilhelm Ackermann in der luth. Kirche Alzey getauft 61.

 

 

 

 

 

Gau-Odernheim / Rheinhessen:

s. auch OT Gau-Köngernheim

 

VG Alzey-Land, Lk Alzey Worms, nordöstlich von Alzey gelegen; südlich einer Biegung der Selz, zu Füßen des Petersberges.

 

Das Dorf ist eine fränkische Gründung des 6./7. Jh., wie auch merowingische Grabfunde belegen. Frühe Schriftquellen nennen „Ottern­heim“, das spätestens ab dem 13. Jh. in der Form „Odernheim“ vorkommt (1497 mit dem Zusatz „uff dem Gauwe“). Aus Königs­gut wur­de schon früh bedeutender Besitz am Ort an die Metzer Kirche übertragen. Um 850 überführte man die Gebeine des hl. Ru­fus, Metzer Bischof des 3. Jh., nach Odernheim. 863 bestätigte König Konrad der Deutsche Gründung und Ausstattung des Klosters Neumünster im Elsaß durch den Metzer Bischof in Odernheim. 1146 überließ das Metzer St. Stephansstift dem Grafen Ludwig III. von Arnstein Güter in der nahe gelegenen Wüstung „Gummersheim“ zur Gründung eines Prämonstratenserinnenklosters (1563/65 aufgehoben). Ab 1187 ver­fügten die Bolander über das Dorf, zunächst mit Werner II., der die „praefectura“ von den Wildgrafen und die Vogtei des Metzer Besit­zes von den Grafen von Dagsburg innehatte. Um 1190 kommen die Burgmannen am Ort erstmals vor. 1215 wird von Besitz des Prä­monstratenserklosters Kaiserslautern berichtet. Die Metzer Rechte und Liegenschaften gelangten 1258 an das Mainzer Domstift. Ver­mutlich 1282 kaufte König Rudolf von Habsburg das Dorf mit Burg für das Reich und gewährte 1286 reichsstädtischen Freiheiten ent­sprechend denen der Stadt Oppenheim. 1289 verlegte er die beiden bislang auf dem Petersberg abgeh­altenen Jahrmärkte in die Stadt. 1315-1353 war Gau-Odernheim an den Mainzer Erzbischof verpfändet. 1375 kam die Stadt als Pfandschaft an Kurpfalz, bei der sie bis zum Ausgang des 18. Jh. verblieb. 1579 scheiterte eine Rebellion der Odernheimer gegen die pfälzischen Beamten mit dem Verlust der reichsstädtischen Freiheiten 62.

 

Unter der kurpfälzischen Herrschaft wurde die Stadt an „Unter-Pfandherren“ vergeben, zunächst Eberhard Vetzer von Geispitzheim. Die­ser starb 1520 ohne Erbe, worauf sein Schwager Ritter Wolf von Dalberg die Pfandschaft bis 1522 übernahm. Von ihm ging sie auf Bur­kard von Sturmfeder über, dann auf Friedrich Sturmfeder den älteren (etwa von 1532 – 1555) und Friedrich Sturmfeder den Jüngeren (von 1555 – 1559), sodann auf die die Vormünder des minderjährigen Ludwig Sturmfeder, und von 1562-1565 auf diesen nach selbst 63.

 

Der 30 jährige Krieg führte zu starken Bevölkerungsverlusten, 1649 lebten hier nur noch 30 Familien. 1661 heißt es, Odernheim habe im Krieg ei Drittel seiner Bewohner verloren. 1689, im Pfälzischen Erbfolgekrieg brandschatzten die Franzosen die Stadt. Laut einer Aufstel­lung von 1692 waren 120 Häuser zerstört und nur noch 96 Häuser galten als bewohnbar.. Die Statistik nennt 1780 bereits 1150 Einwoh­ner, 1786 werden 1022 „Seelen“ gezählt 64.

 

Mühlen:

seit dem 13. Jh. sind drei Mühlen nachgewiesen, die Klostermühle des Klosters Gummersheim, sowie die Königsmühle und die Steg­mühle, die beiden letztgenannten Bannmühlen 65.

 

In der Polizeiordnung Odernheim von 1577 nennt in Art. 16 zwei Mühlen, nämlich die Stegmühle und die Königsmühle, beides Bann­mühlen 66. Weiterhin gab es von alters her eine dritte Mühle in Odernheim, nämlich die Klostermühle des Klosters Gummers­heim 67.

 

Um 1737 war Gabriel Baltz der Müller zu Odernheim +++klären: welche Mühle+++; °° mit Helene Elisabetha Martenstein (Tochter des Bürgers und Chirurgus in Gau-Odernheim Paulus Martenstein); Sohn aus der Ehe war Johann Adam Baltz (°° 22.1.1.737 in Gau-Odern­heim mit Maria Eva Daub [Tochter des Ratsmitglieds in Gau-Odernheim Johannes Daub und der Anna Catharina Simon]) 68.

 

Am 29.9.1704 wird der „Johann Jakob von der Mühl zu Odernheim“ als Pate bei der Taufe der Johanna Catharina Susanna Steinfurth in der luth. Kirche in Alzey genannt 69.

 

Die Statistik von 1780 nennt drei Mahlmühlen 70.

 

Widder schreibt 1787 im dritten Band seiner Beschreibung der Kurpfalz: „Nächst der Stadt lauft die von Alzei, Freimersheim und Kön­gernheim kommende Selzbach vorbei, treibt die den vom Busch lehnbar zuständige Königs-Mühle, dann die der geistlichen Ver­waltung Namens des Klosters Gommersheim gehörigen Steeg- und Kloster-Mühlen ...“ 71

 

 

- Klostermühle:

die Mühle lag in der Stadt Odernheim hinter dem Steg in der Lauergasse. Um 1500 gehörte die Mühle zum Prämonstratenserkloster Kai­serslautern. Am 17.5.1507 bekunden die Eheleute Henne Joselmann aus Langen-Brombach und seine Ehefrau Anna, daß sie vom Prä­monstratenserkloster Kaiserslautern die Mühle hinter dem Steg in der Lauergasse in der Stadt Odernheim in Erbbestand erhal­ten haben 72.

 

1515 kam es im Streit zwischen den Nonnen des Klosters Gummersheim und der Stadt Odernheim zu einem Vergleich in dem u.a. auch der Wasserstau der Klostermühle geregelt wurde. Die Stadt Odernheim hatte sich beklagt, daß das Kloster einen neuen Wasser­bau er­richtet hatte und das Wasser höher gestaut hätte, als zuvor 73.

 

Nach der Aufhebung des Klosters Gummersheim 1563 wurde das Klostervermögen durch die kurpfälzische Schaffnerei Gommers­heim der Geistlichen Güterverwaltung Heidelberg verwaltet, die Mühle wurde im Erbbestand vergeben 74.

 

1738 verkaufte Melchior Ebling die die Mühle mit den Äckern für 900 fl. an Johann Emerich, dieser trat sie an Balthasar Cloninger ab, dann ging sie 1751 für 2200fl an Johann Renner, 1784 für 3500 fl. an Wiegand Kopp und endlich für 3925 fl. an Keller Leroy. Die Bie­belnheimer mußten auf der Klostermühle mahlen lassen 75.

 

Widder schreibt 1787 im dritten Band seiner Beschreibung der Kurpfalz: „Nächst der Stadt lauft die von Alzei, Freimersheim und Kön­gernheim kommende Selzbach vorbei, treibt die den vom Busch lehnbar zuständige Königs-Mühle, dann die der geistlichen Ver­waltung Namens des Klosters Gommersheim gehörigen Steeg- und Kloster-Mühlen ...“ 76

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. H51 Nr. 759: Gau-Odernheim; enthält die Ablösung eines auf der Klostermühle ruhenden Erbpachtzinses, 1806-1843

 

 

- Königsmühle, Schwabenmühle:

die Königsmühle ist die letzte erhaltene Mühle am Ort 77. In der Gemarkung von Gau-Odernheim, außerdem des Ortes, nördlich der Selz und südlich des Ortes gelegen. Bereits im 13. Jh. stand hier eine Mühle. Der Name ist wohl Hinweis auf ein ehemaliges Reichsle­hen, das später auf Kurpfalz übergeht. Im 17. Jh. auch „Schwa­benmühle“ nach einem Pächter genannt 78.

 

Ab 1522 hatten die Ritter von Sturmfeder die Pfandschaft über die Stadt Odernheim einschließlich der Nutznießung über die Königs­mühle 79 inne, zunächst ab 1522 Burkard von Sturmfeder, dann ging diese auf Friedrich Sturmfeder den älteren (etwa von 1532 – 1555) und Friedrich Sturmfeder den Jüngeren (von 1555 – 1559) über , sodann auf die die Vormünder des minderjährigen Ludwig Sturmfeder, und von 1562-1565 auf diesen nach selbst 80.

 

Um 1670 und noch 1697 hatte Herr Plato von Janßfeld, hessen-darmstädtischer Obristlieutenant die Königsmühle als kurpfälzisches Le­hen 81, von dem sie um 1700 an Herrn von Thiele 82 überging, ab 1720 wurde sie an die Herren von Schiebel 83 und von Thiele 84 verlehnt 85. Gegen 1770 ging die Mühle an Freiherr Aloys von Busch aus Mannheim und 1796 an den kurpfälzischen Hofkam­merrat und Kammerdiener von Dusch zu Mannheim über 86. Dieser verkaufte sie 1803 an den seitherigen Beständer und Müller, Friedrich Weber, für 12000 87; bzw. nach a.A. 1803 im Zuge der französischen Nationalgüterversteigerung vom Beständer Philipp Weber erstei­gert. Nach 1863 besaß die Mühle zwei Mahlgänge; 1962 stillgelegt und seit 2001 Weingut 88.

 

Der älteste Bauteil ist die ehemalige Mühle, an die sich das Wohnhaus aus dem 18. Jh. im Nordwesten anschließt. Die Einrichtung der Mühle, meist aus dem 19. Jh., ist erhalten. Auf bauzeitlichem Mahlgerüst steht ein Walzenstuhl vom Ende des 19. Jh. Das Was­serhaus im Südosten wurde 1863 erhöht und weist ein oberschlächtiges Wasserrad mit Blechschaufeln, Gusseisenwelle und Getriebe von 1863 auf. Der im Nordwesten an die Mühle angefügte Flügel mit einem älteren Teil aus Bruchsteinen, wo sich die Ölmühle be­fand 89.

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 263 (Mühlentechnik, Außenansicht der Mühle), 264 (Wasserrad), 265 (Innen­hof)

 

 

- Pulvermühle:

+++weiter+++

 

 

- Steegmühle:

die Stegmühle lag gegenüber der Stadt Odernheim auf dem anderen Ufer der Selz und war nur über einen Steg erreichbar. Die Mühle gehörte den Prämonstratensern der Probstei Kaiserslautern, deren Besitzungen Kaiser 'Friedrich II. schon 1215 in Schutz nahm und be­stätigte, darunter auch den Hof (curia) Gummersheim und die Mühle (molendinum) in dem Dorfe Odernheim 90. Durch Einzie­hung der Klostergüter kam die Stegmühle im 16. Jh. an Kurpfalz, wo sie bis Ende des 18. Jh. verblieb 91.

 

Seit dem 13. Jh. sind drei Mühlen nachgewiesen, die Klostermühle des Klosters Gummersheim, sowie die Königsmühle und die Steg­mühle, die beiden letztgenannten Bannmühlen 92.

 

In der Polizeiordnung Odernheim von 1577 werden in Art. 16 zwei Mühlen genannt, nämlich die Stegmühle und die Königsmühle, beides Bann­mühlen 93. Weiterhin gab es von alters her eine dritte Mühle in Odernheim, nämlich die Klostermühle des Klosters Gummers­heim 94.

 

Am 16.1.1589 verkauft Elisabeth Eppelsheimer aus [Gau-] Odernheim [jetzt wohnhaft in Bechtolsheim] an Georg Bauer aus Freimers­heim um 850 Gulden die Stegmühle in [Gau-] Odernheim 95.

 

Widder schreibt 1787 im dritten Band seiner Beschreibung der Kurpfalz: „Nächst der Stadt lauft die von Alzei, Freimersheim und Kön­gernheim kommende Selzbach vorbei, treibt die den vom Busch lehnbar zuständige Königs-Mühle, dann die der geistlichen Ver­waltung Namens des Klosters Gommersheim gehörigen Steeg- und Kloster-Mühlen ...“ 96

 

 

 

 

 

Gau-Köngernheim:

OT von Gau-Odernheim; VG Alzey-Land, Lk Alzey-Worms; im mittleren Selztal gelegen zwischen Gau-Odernheim und Alzey:

 

Das Dorf ist eine fränkische Gründung des 6. Jh. [s. Ortsnamen-Endung; Reihengräberfeld in der „Kurzgewann“]. 804 wird die Sied­lung im Lorscher Codex in der Schreibweise „Cunigeroheim [= Siedlung zu den Königsleuten] erwähnt, später, zur Unterscheidung von dem nahegelegenen gleichnamigen Ort ab dem 16. Jh. auch „Bös-([Klein]-Köngernheim genannt. Der Ursprung des Ortsnamens deutet auf ehem. Königsgut. Das Dorf zählte zum alten pfalzgräflichen Besitz und war der Burg Alzey dienstbar. Die Herren von Scharfeneck erhiel­ten es von Kurpfalz zu Lehen. Nach deren aussterben fiel diese Herrschaft an Kurpfalz zurück und wurde 1429 an Anthis von Hillesheim, 1504 an Peter von Hillesheim verlehnt. 1441 vereinigte Kurfürst Friedrich I. die Herrschaften Löwenstein und Scharfeneck, die 1477 an Ludwig, den illegitimen sohn Kurfürst Friedrichs I., kamen. 1545-1723 verfügten die Kessler von Sarmsheim über Gau-Köngernheim als Mannlehen der Herrschaft Scharfeneck. Dann gelangte das Lehen an die Grafen von Löwen­stein-Wertheim zurück, von denen es Graf Franz von Sickingen 1792 erwarb 97.

 

1815 besaß der Ort 180 Einwohner, 1830 schon 207 Personen in 39 Häusern; 1900 wohnten 254 Personen in 55 Häusern 98.

 

 

Mühlen:

im Katasterplan 1832 ist an der Selz eine Mühle [?] außerhalb des Orts eingezeichnet 99. Die Schulstraße („Untergasse“), im Ostab­schnitt kaum besiedelt, endete an der Mühle 100.

 

Nach der Abrechnung des Prior zu Gommersheim über Ausgaben in 1511-1516 haben u.a. erhalten „die Müllerin (moleners) zu Gau-Köngernheim (Kungeren-) im Beisein des Propstes Andreas 10 Gulden 5 Albus, Geld von verkauftem Korn, der Müllerin zu Gau-Köngern­heim (Kunger-) 30 1/2 Malter je 10 Albus = 11 gfl 9 Albus im Beisein des Schultheiß Peter Dietz, bezahlt im Beisein des Propstes am 25. März 1512 (annunciatione Marie) 10 Gulden 5 Albus, am 6. Mai (in die Johannis ante portam latinam) vom selben Verkauf 2 1/2 Gulden, 1512 derselben verkauft am 6. Mai (in die Johannis ante portam latinam) 18 Ml, je 8 Albus. ,bezahlt 3 Gulden 4 Albus“, „der Müllerin Sohn hat am 25. März (annunc. b. Marie) im Beisein des Propstes 10 Gulden 5 Albus geliefert“, „1514 die Müllerin für je 2 Malter Korn und Gerste und 1/2 Viertel Korn“ 101.

 

 

 

 

 

Gau-Weinheim / Rheinhessen:

VG Wörrstadt, Lk Alzey-Worms; nördlich von Alzey, oberhalb von Gau-Bickelheim gelegen; war kurpfälzisch im Oberamt Alzey

 

Mühlen:

- Gau-Weinheimer Mühle:

die Mühle war Bannmühle; schon 1625 urkundlich erwähnt. Der Müller von Gau-Weinheim beklagt sich 1625 beim Oberamt Alzey, daß die Gemeinde sich seit drei Jahren nicht mehr an ihre Mahlpflicht bei ihm halte, sondern zu anderen Müllern gehe; dadurch sei seine Existenz gefährdet; das Oberamt befiehlt der Gemeinde daraufhin, sich an die hergebrachten Rechte zu halten oder einen Be­weis dafür vorzulegen, aß sie nicht verpflichtet se, in der fraglichen Mühle zu mahlen; der Befehl wird 1652 erneuert 102.

 

 

 

 

 

Gebweiler Mühle:

s. Gehweiler/Saarland

 

 

 

 

 

Gehweiler bei Namborn / Saarland:

früher als Gebweiler bezeichnet

 

OT von Namborn; nördlich von Namborn. Der Ort entstand beiderseits des Eichertsbaches, der ihn einst auch territorial trennte. Der lin­ke Teil des 1325 erstmals urkundlich erwähnten Dorfes gehörte jahrhundertelang zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, der rechte zum Kurfürstentum Trier. Die Grenze verlief mitten durch das Dorf. Der kurtrierische Anteil war mit der Burg Liebenberg bei Hoh­feld bis 1722 an die Herren von Sötern verpfändet, die außerdem die Zöden-Mühle (Unterste Mühle) und die Kühn Hansen Mühle (Oberste Mühle) besaßen 103. Der pfalz-zweibrückische Teil des Dorfes ge­hörte zum zweibrückischen Amt Nohfelden, Oberamt Lichtenberg.

 

 

Mühlen:

im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Amtes Nohfelden von 1629 heißt es: „Sachs Johannes zu Hirstein, so dem Hauß Nofel­den mit der Leybeigenschaft zugethan, hat eine Mahlmühl mit einem Gang, zwischen Gebweiler und Hirstein, Auff trierischer Seithen gelegl: von seinen eltern ererbt, davon gibt er järlichen zu Pfacht 2 fl vom Wassergang An die Kellerey Nofelden, 1 Mltr Korn und 2 Kap­pen uff Hauß Lemberg denen von Sötter[,] 1 Mltr Korn und 2 Kappen, hat keine gewisse Mähler und ob wohl nechst gemelte beede Müller, alß der zu Gebweiller und dieser und dieser .... vermög der Kellers zu Lichtenberg Relation 1 mlr: Korn und 4 Faß Habern ange­nomen gehat, was ihme die Unterthane zu Hirstein, dern 10 Haußgesaß, zu bestendigen Mahlern zu gewiesen wür­den, ... So ist ihme beede Jedoch vom Statthalter zu Trier Hanß Reinharden von Söttern bey hoher Straff verbotten worden, keine weitern Pfacht Auf ihre Mühlen zu nemen .... Die Hirsteiner aber mahlen nichts desto weniger .... Auff ... gedachte beede Müh­len, ohnangesehen ist es ihne Ambts wegl. (?) verbotten und ihnen befohlen, entweder mit ihrem Mahl...(?) nacher Steegen oder al­hero zur Schloßmühlen zu fahren. ++++klären: welche Mühle++++ 104.

 

Diese nechst gedachte Mühl, ist des vergangenen Somer durch Verwahrlosung des Müllers gantz abgebrand Und in die Asche gelegt worden“. 105

 

 

- Gebweiler Mühle, Kund Nickels Mühle:

bestand seit 1530. Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Amtes Nohfelden von 1629 heißt es: „Zue Gebweiller In der Pfleeg Hirstein gelegl: haben Kundt Nickels seligen Kinder, so Sötterich Leibeigen eine Mahlmühl mit einem Gang, die gebe Järli­chen zur Kelle­rei Nohfelden vom Wasserfluß, somit dem Ambt St. Wendely... Kappen vermög Erbbestendnuß de dato Sontags nach Lamperti de 1530 so Job Weydenkopff von Abenheim damalß Landschreyber zu Lichtenberg, Winstenbacher (?) Hansen zu Gebweil­ler ertheilt, wie ab der Copej ... zu sehen. Auch geben der Inhaber dieser Mühlen, so gleichwohl auff Zweybrückischer Jurisdiktion gelegen järlichen An die Kirch zu Wolffersweiller 3 Faß Korn und uff Hauß Lemberg 1 Mltr Korn zu Pfacht, hat keine gewisse Mäh­ler, doch mahlen die Sötterische Hintersassen zu Gebweiller, beneben anders auff dieser Mühle.“ 106. Bereits 1530 heißt es der Ab­schrift eines Erbbestands vom St. Lam­brechtstag 1530, die sich in der gleichen Akte befindet: Ich Job Weidenkopff von Abenheim, Landschreyber zu Lichtenberg bekenne und Thue kund, alß Steinebenbacher Hanß zu Gebweiller... mich ... gebetten hat, Ihme ..., ahn der Bach so zwischen Retzweiller und Geb­weiller Gerinn­es fleust zu ein Wasserfluß uff ein Mühl, so Hanß zu gebauen Und uffzu­richten ...“. 107

 

In einer Aufstellung vom 22.12.1744, erstellt von NN. Mandt und an Amtskeller Ernst Franz *Hauth „remittirt“ sind folgende 5 Müh­len verzeichnet: „... Hiebey folgen 5 Reversus über die außgestelte Mühlenbestände von denen Beständern unterschrieben befohlenerma­ßen ad acta zurück, nehml: ... Peter Linn über die Gebweyler Mühle vom 6. Juny .“ 108

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die „Geb­weiler Mühle“ Mühle, die zum pfalz-zweibrücki­schen Amt Nohfelden gehörte, wie folgt beschrieben: „Die Gebweiler Mühl [hat] 1 Wa­ßerrad welches einen Gang treibet; [zahlt an Pfacht] 8 bz an Geldt, 1 fl 5 bz und 1 Mltr Korn nach St. Wendel, 3 Faß Korn in die Kir­chenschaffnei Wolfersweiler. Ist keine Bann Mühl und hat nicht viel zu mahl, könn auch nicht mehr dann 9 biß 10 Famil: beför­dert werden.“ 109

 

 

- Oberste Mühle:

diese hatte 1611 Kühn Hansen in Pacht. Nach ihm auch Kühn-Hansen-Mühle genannt 110.

 

 

- Unterste Mühle:

die Unterste Mühle hatte 1611 Johannes Zöden aus Hirstein in Pacht. Nach ihm wurde sie auch Zöden-Mühle genannt 111.

 

 

 

 

 

Gehrweiler:

VG Rockenhausen, Lk Donnersbergkreis; westlich Winnweiler, zwischen Heiligenmoschel und Gundersweiler gelegen; am Moschel­bach; seit 1457 durch Ankauf kurpfälzisch geworden; gehört zum kurpfälzischen Unteramt Rockenhausen

 

Mühlen:

um 1707 ist Philipp *Brand als Müller in Gehrweiler erwähnt 112.

 

- Mühle zu Gehrweiler; Koltersmühle:

nördlich des Ortskerns am Moschelbach gelegen, heute Anwesen Hauptstraße 1. Die Mühle gehörte von 1687-1718 der Geistlichen Gü­teradministration (CGA) in Heidelberg und wurde von der Kirchenschaffnei Wolfstein verwaltet 113.

 

1738 im Besitz des kurpfälzischen Hofbeständers Heinrich Lohring 114. Die Bestandsaufnahme der Mühlen im Unteramt Rockenhau­sen ist enthalten in ei­ner Aufstellung von 1738 115; die Mühle wird dort wie folgt beschrieben : „liegt am Moschelbach und ist eine 'Klapper­mühl', welche Heinrich *Lohring eigen ist. Für den Wasserfall entrichtet dieser 3 Ma. Korn jähr­lich. Sie hat nur einen „schlechten“ Mahl­gang. Wassermangel!“ 116 Seit der 2. Hälfte des 18.Jh. ist die Mühle im Besitz der Müllersfami­lie Kolter. 1960 wurde der Mühlenbe­trieb eingestellt 117.

 

Der Gebäudekomplex weist ein spätbarockes Wohnhaus der 2. Hälfte des 18. Jh. auf, das später Altenteil war. Daran südlich angebaut ist das ehemalige Mühlengebäude, welches im 19.Jh. Erneuert wurde. Ein weiteres eingeschossiges Wohnhaus auf der Nordseite des Hofes trägt im Haustür die Inschrift „18 FK (Anm.: = Friedrich Kolter) HRD 30“. An der Scheune weist ein Quader die Inschrift LK (= Lo­renz Kolter) auf 118.

 

Seit 1808 und noch 1831 ist Johann Philipp *Kolter der Müller in Gehrweiler. Im Grundsteuerkataster der Steuergemeinde Gehrwei­ler vom Dezember 1831 heißt es : Haus Nr. 1 Johann Philipp Kolter, Müller. Landbesitz: 5 Tagwerk 10 Dezimale, alles 1808 von den Eltern ererbt. Der Mühlgraben muß vom Besitzer unterhalten werden und er darf ihn deshalb nutzen. Er gehört zu den „unsteuerbaren Gegen­ständen“, war also steuerfrei wie die anderen Bäche in der Gemarkung auch 119.

 

Um 1879 ist Jakob *Kolter Müller in Gehrweiler erwähnt; °° mit Magdalene Weigel; Vater der Anna Maria Kolter (°° am 24.5.1879 Gehr­weiler mit dem Ackerer Franz Zinßmeister) 120.

 

Photo:

- Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 411

 

Literatur/Urkunden:

- Busch, Egon: Aus der Geschichte der Gehrweilerer Mühle. - Ill. In: Gehrweiler / Hrsg. Gemeinde Gehrweiler. Red.: Egon Busch. - [1. Aufl.] - Gehrweiler, 2006.

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1054/1: „Acta betr: die dortige Mühle, und deren Waßerpacht, 1710-1792“

- Weber, Friedrich W.: Vierhundertjährige Mühle stellt ihren Betrieb ein. [Gehrweiler, Koltersmühle]; in: Pfälz. Volksztg. 169, Nr. 233 v. 6. 10. 1960

 

 

- Mühle Schick:

+++ergänzen+++

 

Literatur/Urkunden:

- Bohlander, Sieglinde: Die Geschichte der Mühle Schick. - Ill. In: Gehrweiler / Hrsg. Gemeinde Gehrweiler. Red.: Egon Busch. - [1. Aufl.] - Gehrweiler, 2006, S. 97-99

 

 

 

 

 

Geinsheim:

OT von Neustadt/Weinstraße; gehörte bis zur französischen Revolution zum Hochstift Speyer

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von ca. 80 katholische und eine jüdische Familie auf 121.

 

 

Mühlen:

- Geinsheimer Mühle:

in Geinsheim gibt es im südlichen Dorf den Mühlbach. Die Fronmühle nördlich des Dorfes, zwischen Geinsheim und Haßloch gele­gen ist identisch mit der bei Haßloch beschriebenen Fronmühle am Speyerbach. Die Fronmühle in Haßloch liegt am Speyerbach, an der Straße südlich von Haßloch (kurpfälzisch) in Richtung Geinsheim (Fürstbistum Speyer) oberhalb der Aumühle. Da die Grenze zwischen der Geinsheimer Gemarkung und derjenigen von Haßloch mitten im Speyerbach verlief 122, lag die nördlich des Speyer­bachs gelegene Frohnmühle bereits seit alters her auf Haß­locher Gemarkung.

 

Geinsheim benötigte eine eigene Mühle schon um zu vermeiden, daß Geinsheimer Untertanen bei der Fahrt zur Frohnmühle Haßloch bei Überschreiten der kurpfälzischen Grenze am Speyer abgabenpflichtig wurden und Zollzahlen mußten. Die Geinsheimer Mühle lag am Mühlbach am ehemals südlichen Ortsrand (err.) 123. Bei dem Mühlbach handelt es sich um einen südlich geführten Abzweig des Krops­bachs, der am Südrand des Dorfes in westlich-östlicher Richtung fließt. Dieser Bach entspringt in St. Martin bei der Krops­burg und fließt hinter Geinsheim in den Speyerbach.

 

1689 heiratet der Johann *Hofmeister, Müller aus Neumarkt in der Oberpfalz, die Barbara Schweizerin aus Geinsheim 124.

 

Weder im Urkataster von 1840 125 noch im Gewerbe- und Han­delsadreßbuch von 1877 ist ein Müller aufgeführt, dagegen als Mehlhänd­ler der Isaak II. Heene, Heinrich Loeb, Karl Mann und Abraham Mayer 126. Dies deutet daraufhin, daß die Mühle in Geinsheim bereits im 19. Jh. nicht bestand.

 

Karte:

- Denkmaltopographie Neustadt, a.a.O., Bd. 2 S. 57 mit Urkataster von 1821

- Denkmaltopographie Neustadt, a.a.O., Bd. 2 S. 59 mit „Plan über die Hausplaez“ von 1777

 

Literatur/Urkunden:

- Kästel, Norbert: Maxwehr und Dorfbach. Von den Geinsheimer Wasserverhältnissen in älterer Zeit; in: Westrich, Claus-Peter (Be­arb.): Geinsheim in der Pfalz. Beiträge aus Vergangenheit und Gegenwart eines Gäudorfes; Stadt Neustadt/ Weinstraße (Hrsg.), Neu­stadt 1988, S. 167-169 (Anm.: Kästel geht nicht auf die Mühle und den Mühlbach ein).

- Kästel, Norbert: Zur Bevölkerungsstruktur von Geinsheim im 19. Jahrhundert in: Westrich, Claus-Peter (Bearb.): Geinsheim in der Pfalz. Beiträge aus Vergangenheit und Gegenwart eines Gäudorfes; Stadt Neustadt/ Weinstraße (Hrsg.), Neustadt 1988, S. 217-235

 

 

 

 

 

Geiselberg:

VG Waldfischbach-Burgalben, Lk Südwestpfalz; nördlich von Waldfisch-Burgalben gelegen, östlich von Schopp; war kurpfälzisch und ge­hörte zum Oberamt Kaiserslautern.

 

Mühlen:

- Geiselberger Mühle oder Hertersweiler Mühle, auch „Alte Schultheißenmühle“:

liegt an der Moosalb unterhalb von Steinalben; in der Gemarkung der heutigen Ortsgemeinde Steinalben. Seit Ende des 18. Jh. allge­mein nur noch als Geiselberger Mühle bezeichnet. Der alte Name erinnert an das untergegangene Dorf Hertlingsweiler 127.

 

Christmann meint 128, die Mühle sei „erst zu Anfang des 19. Jh.“ entstanden. Diese Annahme ist jedoch unzutreffend. Im kurpfälzi­schen Mühlenverzeichnis des Oberamts Kaiserslautern von 1739 129 ist die Mühle wie folgt beschrieben: “gibt jährlich 3 Malter Korn und 48 Xer Kappengeld aus Pacht. Der Mül­ler heißt Caspar *Schaaf.” 130.

 

Der alte Name Hertersweiler Mühle geht auf „Hertlingsweiler Mühle“ zurück. Das ehemalige Dorf Hertlingsweiler, das nach einem Be­gründer namens Hertling benannt war, lag bei der heutigen Geiselberger Mühle und ist längs untergegangen. An den Weiler erin­nerte noch die dort erbaute „Hertlingsweiler Mühle“, die später „Hertersweiler Mühle“ hieß 131.

 

Urkundlich wird die Mühle erstmals 1284 erwähnt zusammen mit dem Weiler Hockenstein, der Heckosteiner Mühle bei Schopp und de Mühle bei Horbach genannt. Am 1.12.1264 gab König Rudolf von Habsburg seine lehensherrliche Bestätigung zu einem Kaufver­trag zwi­schen Wirich von Dhaun und dem Zisterzienserkloster Otterberg. Wirich von Dhaun besaß einen jährlichen Zins von 13 Un­zen Heller von seinem Allodialgut (= Eigenbesitz) zu Hockenstein, die dortige Mühle (= Heckosteiner Mühle), die Mühlen zu Hert­lingsweiler und Hor­bach 132.

 

Im Jahr 1600 war „Schultheißen Nickels“ (auch als „Nickel Schuster“ bezeichnet) von Horbach der Müller auf der Hertersweiler Mühle. Nach ihm hieß die Mühle „Alte Schultheißenmühle“. Diese lag zwar auf Grund und Boden des Klosters Hornbach, hatte aber an die Landschreiberei Lautern 6 Malter Korn und 6 Kappen (= Hähne) Pacht anzuliefern. Wichtig war der Grenzverlauf bei der Mühle. Vell­mann schreibt in seiner Beforchung von 1600: „.. die Herttersweilerbach bey solcher Mühlen laufft in zwey theill, da halt dich den alten staden nach vnd nicht dem Mühlgraben, sonsten wan man dem Mühlgraben nach käme vnd denselben alhie anzöge vnd verschribe, wird man die Mühlen verliehren“, sie würde also in den Bereich der Grafschaft Sickingen fallen. Bei dieser Mühle lag damals noch eine Ölmühle ohne besonderen Namen 133.

 

Als „Alte Schultheißenmühle“ wird sie in der Literatur/Urkunden teilweise auch Waldfischbach zugeordnet. Sie lag „ein gutes Stück wei­ter oberhalb (der Hornbacher Klostermühle in Waldfischbach) beim heutigen (Anm.: 1956) „Sägmüller Steg“ ... auf dem gegenüberlie­genden Ufer erbaut ... 134. In der Velmann'schen Beforchung von 1600 heißt es: „der alten Schultheißin zu Fischbach zusten­dig“ 135.

 

Müller (err.) auf der Geiselberger Mühle war Nikolaus *Schaaf († Geiselberger Mühle 23.07.1672), °° mit Kunigunde NN. (geb. 1626 - 13.06.1700); Kinder aus der Ehe sind Christ Nickel Schaaf (1663 - 27.02.1736 Geiselberg; °° mit Anna Catharina NN, geb. 1671 -18.11.1727 Geiselberg); Johann Hans Caspar *Schaaf (1666 Geiselberger Mühle 1666 – 13.11.1743 Geiselberger Mühle; °° mit Anna Magdalena NN., geb. 1666 – 21.7.1721 Geiselberger Mühle), Johann Marx Schaaf (geb. 1667 Geiselberger Mühle – 12.11.1723 Donsie­ders; °° 1700 mit Anna Katharina NN.); Hanß Michel Schaaf (1660 Geiselberger Mühle – 1732 Steinalber Mühle; °° mit Anna Magdalena NN., geb. 1662 – 2.2.1732 Steinalben). Auf Nikolaus Schaaf folgte als Müller auf der Geiselberger Mühle der Sohn Johann Hans Caspar *Schaaf 136 Nach a.A. 137 wurde dem Müller Hans Caspar Schaaf aus der „Hertersweiler- vulgo Gei­selbergermühle“ 1697 ein Sohn gebo­ren. Hans hätte diese Mühle von einem namentlich in den Mühlenakten des Oberamts nicht nä­her ge­nannten Vorgänger gekauft.

 

Im einem Verzeichnis der sickingischen Güter vom 31.12.1722 wird der „Wasserfall“-Zins der „Geisberger“ Mühle aufgeführt 138 Wie sich aus Vellmanns Beforchung ergibt, war der Erbbestandszins der auf kurpfälzischem Territorium liegenden Mühle an das kur­pfälzische Oberamt Kaiserslautern zu zahlen, während die Nutzungsge­bühr für das Wasserrecht, den „Wasserfallzins“ der Herrschaft Sickingen zu­stand 139.

 

Auf Nikolaus Schaaf folgte als Müller auf der Geiselberger Mühle der Sohn Johann Hans Caspar *Schaaf (geb. 1666 Geiselberger Mühle - 13.11.1743 Geiselberger Mühle; °° mit Anna Magdalena NN, * ??.??.1666 † Geiselberger Mühle 21.07.1721) 140. Im sickin­gischen Amts­relationsbuch ist ein Bestandsbrief vom 28.9.1720 über das Fischereirecht auf dem „Großen Forellenbach“ zugunsten des „Müllers Cas­par Schaaf v. Geisberg“ (= Geiselberger Mühle) enthalten 141.

 

Der Sohn Hans Nikolaus *Schaaf, Sohn des Müllers auf der Geiselberger Mühle, Johann Hans *Caspar und der Anna Magdalena NN.; war zunächst Müller auf der Lindener Mühle, dann auf der Geiselberger Mühle, vermutlich als Nachfolger seines Vaters († 13.11.1743 mit 77 Jahren), der aufgrund seines hohen Alters nicht mehr in der Lage gewesen sein dürfte, die Mühle zu betreiben.

 

Am 28.4.1740 kommt es zum Brand der Mühle; dabei kommt der Müller Hans Nikolaus *Schaaf (~ 12.02.1689 - † 28.04.1740 Geisel­berger Mühle), seine Ehefrau Anna Catharina Schneider sowie der 16jährige Sohn Johann Caspar Schaaf und der 13jährige Sohn Jo­hann Walter Schaaf ums Leben 142.

 

Es folgte der aus der Schweiz stammende Jakob Stein als Müller auf der Geiselberger Mühle; dieser war mit Anna Catharina Schaaf ver­heiratet. Nach seinem Tod (vermutlich 1748) heiratete die Witwe Anna Catharina Stein den bisherigen Hofbeständer auf dem Klo­sterhof Fischbach bei Hochspeyer, Benedikt *Rubi, der als Müller die Geiselberger Mühle fortführte 143.

 

Von 1747-1762 war Benedikt *Rubi (Ruby) der Müller auf der Geiselberger Mühle. Rubi war Schweizer Einwanderer und zuvor Temporalb­eständer auf dem Klostergut Fischbach: °° III vermutlich Fischbach 26.1.1749 144 mit Anna Catharina 145 verw. Stein von der Geisel­berger Mühle (Witwe des Jakob Stein, Müller auf der Geiselberger Mühle; dieser wanderte um 1714 mit seinem Bru­der Jo­hannes Rubi in die Pfalz ein); aus den Ehen stammen 11 Kinder, darunter Anna Maria Rubi (getauft 11.5.1732) 146.

 

Am 1.7.1758 stirbt der Johann Jacob *Henrich „von der Geiselberger Mühle“ im Alter von 41 Jahren 147.

 

Müller auf der Geiselberger Mühle war Johann Christian *Gilbert; °° mit Anna Maria *Ruby; Vater des Friedrich Gilbert (ca. 1769 Geisel­berger Mühle - 1802 Waldfischbach; im Kirchenbuch ist bei dem Sohn Friedrich Gilbert eingetragen: „Sohn des schon längst abwesen­den Müllers Gilbert Johann Christian“ 148. Anna Maria Ruby ist die Tochter des Benedikt Rubi; diese heiratet (1. Ehe ?) am 12.8.1749 den Ja­cob Stein. Benedikt Rubi aus Waldfischbach (er stammt aus der Schweiz); °° I mit NN. († vor 1749 ?); °° II am 29.1.1749 die Ca­tharina Schaaf, Wwe. des Jacob Stein 149. Der Sohn des Benedict Rubi, Johann Friedrich Rubi „von der Geiselber­ger Mühle“ °° 23.6.1750 Anna Magdalena Stein (~ 28.1.1731, Tochter des Johann Jacob Stein) 150.

 

Johann Jacob Stein, „Müller von der Geisenberger Mühle“, ist am 16.9.1764 in Elmstein Pate bei der Taufe des Johann Jacob Rubi, Sohn des Johann Daniel Rubi und der Eva (Anm. Brügel / Brugel) 151.

 

Nach 1763 ist Daniel *Ruby als Müller auf der Geiselberger Mühle 152. Dieser Johann Daniel Rubi, wohnhaft auf der Geiselberger Mühle, reformiert, Sohn des Benedikt Rubi (wohnhaft auf der Geiselberger Mühle) °° am 19.4.1759 Eva Brugel, reformiert, eheliche Tochter von Nicolaus Bru­gel, Einwohner zu „Zeiselberg“ (= Zeselberg) 153.

 

Der Mühlarzt Alois *Beck (22.6.1764 Saulheim / Oberrhein – 12.6.1813 Burgalben) war Mühlarzt in Burgalben und zeitweise auch Müller auf der Geiselberger Mühle 154.

 

Bis 1846 war Valentin Rubi der Müller auf der Geiselberger Mühle. Nach seinem Tod wird die Mühle im Wege der Erbauseinander­setzung „wegen Unteilbarkeit“ versteigert. In der Versteigerungsankündigung vom 11.11.1846 wird die Mühle wie folgt beschrieben: „ ...wird die zur Gemeinde Steinalben, Kanton Waldfischbach gehörige Geiselbergermühle mit zwei Mahlgängen, 1 Schälgang, 1 Oelmühle mit Pres­se, Wohn- und Oekonomiegebäuden ..., welche Immobilien zum Nachlaß des auf der Geiselbergermühle verlebten Müllers Valentin Rubi, gehören ...“ 155

 

1861 kam es zu Streitigkeiten des„Müllers Rubi und Consorten gegen die Gebrüder von Gienanth zu Trippstadt wegen Wasser-Rech­ten“ 156.

 

Bei der Geiselberger Mühle fanden am 21. März 1945 Erschießungen statt bei denen deutsche Kriegsgefangene von US-Soldaten er­schossen wurden 157.

 

Müller auf der Geiselberger Mühle waren:

- bis 23.7.1672 Nikolaus Schaaf; Vater u.a. des Müllers Johann Hans Caspar Schaaf

- 23.7.1672 bis ++++klären+++ Johann Hans Caspar Schaaf († bis 13.11.1743 im Alter von 77 Jahren); Vater u.a. des Müllers Hans Nikolaus Schaaf, wohl schon zu Lebzeiten des Vaters Betriebsnachfolger; er kommt beim Brand der Mühle am 28.4.1740 ums Leben

- bis 28.4.1740 Hans Nikolaus Schaaf; zunächst Müller auf der Lindener Mühle; er ist wohl schon zu Lebzeiten des Vaters Betriebsnach­folger; er kommt beim Brand der Mühle am 28.4.1740 ums Leben

- +++++

- nach 1763 - +++++ Daniel Ruby

- +++++ Alois Beck

- um 1811 Jacob Ruby

- bis 1846 Valentin Rubi

 

Karte:

- LA Speyer Best. A2 Karte Nr. 665 UNr. 1/f450: Tiefenthaler Hube mit Ortslage Geiselberger Mühle, (1736) 1782

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 296

 

Literatur/Urkunden:

- Benkel, Martina: Die Erschießungen bei der Geiselberger Mühle am 21. März 1945 / von Martina und Uwe Benkel. - Ill. In: Den Gefalle­nen und Vermissten beider Weltkriege / [Hrsg.: Verein für Heimat- und Brauchtumspflege e.V. Geiselberg. Verantwortl. für Text und Ge­staltung: Ingeborg Spieß ...] - Geiselberg, 2005. - (Geiselberg ; 8). - S. 137-142

- Friedel, Heinz: Schopp. Geschichte eines Dorfes im pfälzischen Holzland (Gemeindeverwaltung Schopp, 1964).

- Ruby, Arnold: Die Geiselberger Mühle. Stammhaus der Ruby des Zweiges Opplingen/ Geiselberg; in: Mitteilungen d. Familien­verb. Ruby, Nr. 20/1975, S. 1-6, 19-23

 

 

 

 

Geisskopfer Hof, Sägemühle:

Wüstung bei Iggelbach (OT von Elmstein), VG Lambrecht, Lk Bad Dürkheim; das Gebiet der ehemaligen “Unteren Frankwiese“ stand ur­sprünglich den Grafen von Leiningen zu. Der 1740 errichtete Hof war Gemeinschaftsbesitz der Grafschaft Leiningen-Heides­heim und dem Herzogtum Zweibrücken 158. Durch Vertrag von 1785 fiel der Bezirk Geißkopf voll­ständig an das Herzogtum Zwei­brücken und ge­hörte zum Oberamt Bergzabern, Gemeinde Wilgartswiesen. Die Sägmühle bestand zu dieser Zeit jedoch schon länger.

 

Mühlen:

- Sägmühle:

1732 erbaut; der Erbauer und Temporalbeständer war Friedrich *Zeiß, ein Müller aus Albersweiler. Er beantragte auch die Erlaubnis, eine Sägemühle zu bauen. Sein Temporalbestandsvertrag wurde 1732 geschlossen 159.

 

Als der Geisskopferhof erbaut werden sollte, kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Pfalz-Zweibrücken und der Grafschaft Leinin­gen-Heidesheim. Im März 1744 benachrichtigte die Zweibrücker Rentkammer den pfalz-zweibrückischen Keller Wild und den Annweiler Vogt Koch von einer Einigung mit Leiningen-Heidesheim. Der Graf von Leiningen-Heidesheim hatte sich damit einverstanden erklärt, daß die Zweibrücker Herrschaft von dem in der Gemeinschaft Falkenburg auf dem Geißkopfdistrikt neu anzulegenden Hof den Pachtzins zur Hälfte beziehen zu können. Die Verwaltung in Zweibrücken beauftragte ihre beiden Beamten, sich nach einem Pacht-Interessenten um­zusehen. In dem Vertrag mit Leiningen-Heidesheim war vorgesehen, daß nach Ablauf des Pachtzeitraums über die Sägmühle der Pacht­vertrag mit dem bisherigen Pächter nicht verlängert werden sollte, sondern dem künftigen Pächter des Geißkopfer Hofes zuge­schlagen werden sollte. Grund für diese Maßnahmen waren befürchtete Nachteile bei der Wiesenbewässerung der oberhalb der Säg­mühle befind­lichen Wiesen oder umgekehrt Betriebsstörungen der Sägmühle durch Wassermangel infolge der Wiesenbewässerung 160.

 

1752 ging der 25jährige Bestand der „Geisköpfer Seegmühl“ zu Ende. Beständer war der Oberschultheiß Wendel Metzger zu Alberswei­ler 161. Dieser hatte die Mühle auf der Geißwiese zumindest um 1752 in Unterpacht an Christoph Schäfer aus Rinnthal vergeben, der den Temporalbestandsvertrag über­nahm den Pachtvertrag, als Wendel Metzger 1760 starb. 1770 wurde der Sägmühlenbestand auf der Geisswiese neu versteigert. Den Zuschlag erhielt Leonhard Büchler, der Sohn des bereits um 1740 auf der Geisswiese als Harzbrenner ansässigen Andreas Büchler 162. Leonhard Büchler erhielt im März 1770 die „Steigung der Sägmühle auf dem Geißkopf und die Harz­brennerei allda“ für 86 Gulden jährlich auf 6 Jahre verbrieft. Das Haus samt Stallungen mußte er auf sei­ne Kosten unterhalten, das nöti­ge Bauholz wurde ihm dazu freigegeben, ebenso freies Brennholz. Im Jahr 1772 erlaubte die Re­gierung, daß die alte Sägmühle auf dem Geisskopf dem dortigen Beständer zu einer kleinen Scheuer hergerichtet werden sollte. Nach Ablauf dieses Bestandes wurde am 20.2.1777 der Geiskopferhof, nachdem der Vertrag mit Büchler 1776 noch um ein weiteres Jahr bis 1777 verlängert worden war, nun­mehr an Michael Matz und Konrad Schäfer, beide aus Rinnthal, auf 12 Jahre, also bis 1789, versteigert. Als dieser Temporalbestand 1789 endete, übernahm Andreas Bügler den Hof und Mühle im Erbbestand 163 in 6jährigen Temporal­bestand. Schließlich waren sowohl auf dem Geißkopf als auch auf der, aus dem Sägmühlenbestand hervorgegangenen sog. Geißwiese zwei Höfe entstanden. Den Geißkop­ferhof vererbte Andre­as Büchler an seine Söhne Sebastian und Konrad Büchler, die Geißwiese übernahm der Schwiegersohn Adam Heu­bel 164.

 

Im Urkataster von Elmstein 1839 wird auf dem Geiskopferhof eine Mühle nicht mehr genannt 165. 1845 kaufte der bayrische Staat den „Geiskopferhof“ auf, ließ ihn abreißen und die Fläche aufforsten 166.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 376/6: Die von Leiningen in der Gemeinschaft Falkenburg einseitig errichtete Sägemühle, 1750-1766

- LA Speyer Best. B2 Nr. 1279/4: „Geiskopfer Sägemühle bei Rinnthal, 1761“

- LA Speyer Best. C26 (Grafschaft Leiningen-Hardenburg) Nr. 316: Geiskopfer Sägmühle in den Frankenweiden, 1732-1761

- o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz bei PRFK Ludwigshafen

 

 

 

 

 

Gemünden:

Wüstung bei Dietrichingen; VG Zweibrücken-Land, Lk Südwestpfalz; an der Trualb gelegen; 1150 erwähnt als Gemunde, 1258 als „Ge­munde an der Drualb“, 1564 als Gemunden; 1774 heißt die Flur der untergegangenen Siedlung noch Gemünden; heute lebt der Name in in dem aus „Gemünder Berg“ umgedeuteten „Gemeinder Berg“ fort. Die schon 1564 verschwundene Siedlung lag am Zu­sammenfluß von Felsalb und Hornbach, also an einer Mündung; ahd. 'gamundi', mhd. 'gemünde' ist ein Kollektiv zu 'Mündung' 167.

 

Mühlen:

im September 1258 wird eine Mühle in 'Gemunde an der Drualb' urkundlich erwähnt. Graf Heinrich von Zweibrücken, der unter Wider­spruch des Klosters Hornbach in dem unteren Teil des Dorfes Gemunde an der Drualb eine Mühle bauen wollte, verspricht, da Bann, Fischteich und Grund und Boden daselbst dem Kloster gehören, zur Beilegung des Streites von gedachter Mühle jährlich ein Malter Ge­treide oder Kerne oder Spelz zu entrichten, in Zukunft keinen Bau oder Mühle im Banne des Klosters zu dessen Nachteil zu errichten und die in die Klostermühle zu Leichelbingen gebannten Leute nicht in seine Mühle zu ziehen 168.

 

 

 

 

 

Gensingen / Rheinhessen:

OT von Sprendlingen-Gensingen; VG Sprendlingen-Gensingen; Lk Mainz-Bingen; in Rheinhessen östlich von Bad Kreuznach gele­gen; ge­hörte ab 877 aufgrund einer Schenkung von König Karl dem Kahlen dem Klosterstift der Hl. Gertrude zu Nivelle in Brabant; später dann zur Grafschaft Spon­heim; 1707 wurde Sprendlingen badischer Besitz und Sitz des markgräflich-badische Amt Sprendlin­gen.

 

Mühlen:

- Eichmühle:

auf die frühere Mühle deutet der heutige Straßenname „An der Eichmühle“ im OT Gensingen hin.

 

 

 

 

 

Gerhardsbrunn:

VG Bruchmühlbach-Miesau; Lk Kaiserslautern; auf der Sickinger Höhe gelegen, nördlich von Knopp-Labach; das Dorf gehörte zur sickin­gischen Herrschaft Landstuhl.

 

 

Mühlen:

- Scharrmühle:

die Scharrmühle steht am Stuhlbach, wo der Weg von Gerhardsbrunn zum Scharrhof den Bach und die Zweibrücker Straße kreuzt. Sie wird 1745 im Kirchenbuch Mittelbrunn als Scharrauer bzw. Scharrer Mühle genannt. Müller und vielleicht auch Erbauer ist Hans Adam *Poth († 1752), dann der Schwiegersohn Valentin *Höh 169.

 

Valentin Höh (7.2.1735 Gerhardsbrunn – Kentucky/USA); dieser heiratete am 22.4.1760 die 17jährige Elisabetha Margaretha Poth (7.10.1742 Scharrhof – Somerset County, Pennsylvania/USA). Diese war zum Zeitpunkt des Todes ihres Vaters erst 10 Jahre alt war 170. Die Angabe Webers ist daher mißverständlich.

 

Am 14.2.1780 ließ die Landesherrschaft das neue Mühlenrecht öffentlich versteigern. Den Zuschlag erhielt Johann Valentin Höh, der sich am 16.1.1781 mit Anna Elisabeth Zimmer, Tochter des Michael Zimmer vom benachbarten Scharrhof heiratete 171. Er war Vetter des Erbbestandsmüllers Johann Adam Höh von der Niederlabacher Mühle, wohin die Bauern von Gerhardsbrunn und Knopp bisher gebannt waren 172.

 

Um 1794 war Jakob Gerhard als Tagelöhner auf der Scharrmühle; seine Tochter NN. Gerhard stirbt am 27.7.1794 173.

 

Hintergrund der Versteigerung ist wohl die schlechte wirtschaftliche Lage der Mühle und der zu kleine Grundbesitz. Mit diesem ge­ringen Besitz konnte die Mühle nicht gehalten werden. Die Familie wanderte um 1780 in die USA aus 174. Das letzte Kind kam am 12.2.1775 auf dem Scharrhof zur Welt 175.

 

Das Wohnhaus und Mühlengebäude wurde 1862 errichtet176), die Mühle be­stand jedoch schon länger, dort ist um 1801 die Margare­tha Höh geboren, die Tochter des Müllers Valentin Höh († Scharrmühle) und der Elisabeth Zimmer geboren 177. [Anm. d. Verf.: es handelt sich um Johann Valentin *Höh und Anna Elisabeth Zimmer].

 

1827 erwarb Valentin *Müller die Mühle für 4000 Gulden und verpachtete sie zunächst bis 1836 an einen Müller namens *Herschler aus Hornbach 178. Valentin Müller hatte die Scharrmühle für seinen jüngsten Sohn Johann *Müller erworben 179. Johannes Müller hei­ratete die Eva Höh und übernahm 1836 die Scharrmühle 180. Er ist mehrfach im Grundsteuerkataster Gerhardsbrunn vom 25.5.1844 aufge­führt 181.

 

Im Grundsteuerkataster der Gemeinde Gerhardsbrunn von 1844 ist die Mühle aufgeführt und wir folgt verzeichnet: „Die Scharrmüh­le, Wohnhaus mir Mühlwerck zu 2 Mahlgängen und 1 Schälgange, Oehlmühle, Schweinställe, Backhaus, Schopp, Scheuer mit zwei Ställen und Hofraum mit Brunnen." 182Eigentümer ist der Müller auf der Scharrmühle Johann Müller. Weiter heißt es: „Die Mühle mit nachbe­merkten Gütern laut Ehevertrag gefertigt vom Notar vom 9. März 1836, von der Mut­ter Margaretha Schneider, Witwe von Valentin Mül­ler, gewesenen Bürgermeister zu Gerhardsbrunn um den Gesamtaufschlag von 10000 fl übertragen erhalten ...“

 

Größere Veränderungen gab um die Wende zum 20. Jh., als deren Sohn Karl Müller die Scharrmühle bewirtschaftete 183. 1941 er­warb bei einer Zwangsversteigerung Adolf Jung aus Steinbach am Glan die Scharrmühle 184.

 

Anm.: Schick meint dagegen 185 unter Weglassung der Vorgeschichte und unter Verwechslung des Johann Valentin Höh mit seinem Großvater Valentin Höh: „Sie wurde im Jahre 1780 von Valentin Höh, der in Langwieden geboren wurde, erbaut.- Diese Mühle wie der in der Nähe liegende Scharrhof, liegen in der Gemarkung Gerhardsbrunn. Einst war die Mühle im Besitz der Familie Müller, ei­ner alteinge­sessenen Gerhardsbrunner Familie. Ein eingeheirateter Schwiegersohn verstand nicht, die Mühle zu halten und so wurde sie eigentlich zu einem Spottpreis verschleudert. Schon viele Jahre ist das Mühlrad weggerissen und der heutige Besitzer befaßt sich mit Schweine­zucht.“

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 297

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2187: Karte Steuergemeinde Gerhardsbrunn von 1845

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2385/1: Klassifikationsplan Mittelbrunn, 1844, darin u.a. die Scharrmühle

 

Literatur/Urkunden:

- Müller, Otto: "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" [Scharrmühle bei Gerhardsbrunn.]; in: Heimatkalender f. d. Stadt u. d. Landkreis Kaiserslautern. 1972, 49-51

- Weidmann, Werner: Mühlen im Kreis, in: Die Rheinpfalz / Pfälzische Volkszeitung, . Nr. 183 vom 9.8.2000 (Scharrmühle bei Gerhards­brunn)

- Weidmann, Werner: Das Heim einer bildungsfreudigen Müllersfamilie: die Scharrmühle am Stuhlbach; in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gegründet; um die Jahrhundertwende umgebaut; in: Weidmann, Werner: Schul-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Pfalz. (2002, S. 237-239

 

 

 

 

 

Germersheim:

die heutige Kreisstadt Germersheim war kurpfälzisch und Sitz des Oberamts Germersheim.

 

1622 wurden Oberamt und Stadt Germersheim von österreichisch-kaiserlichen Truppen erobert. Kaiser Ferdinand II. hatte das Ober­amt Germersheim, eines aus den besten und vornehmsten Ämtern in der unteren Pfalz, Kurfürst Friedrich V. nach dessen Annahme der böh­mischen Königskrone entzogen und das ehemalige 1330 an die Pfalzgrafen verpfändete Reichsgut seinem Bruder Leopold administratio­nsweise und 1628 nach dessen Heirat mit Claudia de Medici zu Eigentum übertragen. 1631 verließen die österreichischen Beamten auf der Flucht vor den Schweden die Stadt Germersheim, kehrten aber nach der Rückeroberung durch die Kaiserlichen 1635 wieder zu­rück 186. Die Bevölkerungsverluste im Oberamt Germersheim während des 30jährigen Krie­ges betrugen 83% 187.

 

1674 wurde die Stadt im 2. Holländischen Krieg durch die Franzosen niedergebrannt 188.

 

Das Oberamt verliert 1768 durch Tausch mit Pfalz-Zweibrücken die Ämter Selz und Hagenbach 189. 1789 Bestand das Oberamt aus der Stadt Germersheim, Bellheim, Knittelsheim, Ottersheim, Zeiskam, Weingarten, Böbingen, Kleinfischlingen, Frankweiler, Son­dernheim, Dettenheim auf der rechten Rheinseite, Hördt, die Probstei Hördt, das Amt Billigheim, Kellerei Birkenhördt, Stift Klingen­münster mit der Kellerei Pleisweiler, Unteramt Landeck mit Gossers­weiler Tal, Siebeldinger Tal, Pflege und Kloster Eußerthal 190.

 

Seit 1583 definitiv reformiert, 1622 rekatholisiert (Österreicher), 1648-1680 wieder reformiert, dann erneut rekatholisiert (Fran­zosen). 1701 noch 5 reformierte Familien, von Neustadt versorgt. 1707 wieder eine reformierte und 1727 eine lutherische Pfarrei. KB ref. 1707, luth. 1709 191.

 

Mühlen:

eine Mühle wird in Germersheim erstmals 1309 erwähnt; sie gehörte den deutschen Reich und befand sich nach ihrer Verpfändung als Fronmühle oder Herrenmühle im Besitz der Pfalzgrafen 192. Es dürfte sich mE um die 1362 als „Frohnmühle“ erwähnte Stadt­mühle in Germersheim handeln.

 

Am 28.9.1362 erteilt Kurfürst Ruprecht dem Contz Hummelant v. Zeischenheim die Erlaubnis eine Korngülte auf der kurfürstli­chen Frohnmühle zu Germersheim zu verkaufen 193.

 

Im 15. Jh. werden in Germersheim als Müller folgende Familiennamen benannt: Lawer, Mühlbender, Müller, Oleyer, Walker 194.

 

Im 15. Jh. existierten in Germersheim folgende Mühlen: die Waldmühle (1482 erwähnt, lag am weitesten westlich auf der Queich), die Fronmühle (auch Stadtmühle in der Stadt gelegen), die zum Burglehen der Herren von Handschuhsheim gehörende Mahlmühle, die Stadtmühle, 3 Ölmühle oberhalb der Stadt, Krappmühle, Lohmühle unmittelbar neben der Krappmühle, Neue Schleifmühle, Schleifmühle und die Schleifmühle beim Bornpfuhl 195.

 

Noch 1786 schreibt Johann Goswin Widder in seiner „Geographische[n] Beschreibung der Kur-Pfalz“: “Die oberhalb der Stadt vor­bei in den Rheinstrom fliesende Queichbach treibt drei, und ein durch die Vorstadt geleiteter Graben zwo Mühlen. ... Die Bevölke­rung betrug voriges Jahr 221 Familien, 1199 Seelen“ 196.

 

An der Queich lagen 1768 sieben der Germersheimer Mühlen und zwar oberhalb der Stadt zunächst die beiden Johann Mathes-Müh­len, dann folgte ein Richtung auf die Stadt zunächst die Sebastian Bernionsche Mühle, an die sich die Hospitalmühle anschloß. Wei­ter in Richtung auf die Stadt lag die Lohmühle des Andreas Leist: In der Stadt in der Hauptstraße lagen Stadtmühle und gegenüber auf der anderen Seite der Queich liegende Blumsche Mahl- und Ohligmühle. Weiter abwärts folgten durch das Viermühlentor er­reichbar, die jen­seits der Ringstraße gelegenen Mühlen 197.

 

ungeklärt sind bisher folgende Müller und die zugehörigen Mühlen:

 

- Hermann, Friedrich:

geb. 1660; luth., Sohn des Müllers in Zeiskam und späteren Stadtmüllers in Germersheim, Johann Henrich *Hermann und der Magdale­na NN; Müller in Germersheim +++klären: welche Mühle++++; °° 29.04.1684 in Landau mit Anna Margaretha Lippe (luth.); nach Pe­termann: KB BE 83: „Hermann Friedrich, Müller zu Germersheim, weyl. Hans Heinrich gew. Stadtmüller zu Germersheim Sohn, mit Anna Margaretha, weyl. Hans Philipp, gleichfalls Müller daselbst Tochter“ 198.

 

- Hermann, Johann Adam:

geb. 1655 Germersheim; luth.; Sohn des Müllers in Zeiskam und späteren Stadtmüllers in Germersheim, Johann Henrich *Hermann und der Magdalena NN; seit 1685 Müller in Germersheim +++klären: welche Mühle++++ 199.

 

- Hirn, Georg:

vor 1618 Müller in Germersheim; Mühle im 30jährigen Krieg abgebrannt 200 +++klären: welche Mühle++++

 

- Baßler, Johannes:

bis ca. 1855 Müller in Germersheim; † ca. 1855. Am 20.3.1855 lassen die Kinder und Erben des in Germersheim verstorbenen Mül­lers und Gutsbesitzers Johannes Baßler versteigern: „ein zu Germersheim im neuen Stadttheile gelegenes Wohnhaus mit Mahl- und Loh­mühle, nebst Hanfreibe... Die Mühle schließt in sich einen Schälgang, 2 Schwarzgänge, 1 Weißgang, 1 Kerncylinder, 1 Mehlcy­linder und 2 Schwingmühlen, und die obige Lohmühle schließt in sich einen Mahlgang.“ 201 +++klären: welche Mühle++++

 

1864 wird Kaspar *Müller, „Müller und Oeconom in Germersheim“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 202. ++++klären : welche Müh­le++++

 

Literatur/Urkunden zu Germersheimer Mühlen, allgemein

- LA Speyer Best. A2 Nr. 100, 122a

- Reinert, Fritz: Vom wechselvollen Schicksal waren auch die Mühlen nicht verschont. [Germersheim]; in: Rheinpfalz, Germersheim 13, Nr. 230 v. 4.10.1957

- „Rheinpfalz“ Germersheimer Rundschau vom 10.1.2010 „Es klappern die Mühlen an rauschender Queich“

- Schwarz, Albert: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 81-88

- Schwarz, Albert: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim im Mittelalter und der frühen Neuzeit; in: Stadt Germersheim (Hrsg.): 900 Jahre Germersheim 1090 – 1990; Germersheim, 1990, S. 27-58, insb. zu Mühlen S. 34 (Walkmühle), S. 41 ff.

 

 

- Bernionsche Mühle oberhalb Germersheim:

die Mühle lag oberhalb der Stadt an der Queich. Die Mühle ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Sebastian *Bernion Bürger dahier zu Ger­mersheim besitzt dermahlen eine eigenthümblich Mühl oberhalb der Stadt gele­gen, welche dessen Mutter Eva Bernionin nach Aus­weis des sub. Nr. 2 (Anm.: ist in der Akte nicht vorhanden) annectisten Kaufbriefs er­kaufet, solche hat 2 Waßer Räder und ist mit 2 Mahl, und einem Scheelgang versehen, so wechsel weis gebrauchet wer­den können, gibt nebst der Schatzung alljährlich 6 Malter Korn Waßer Pfacht in die Kellerey Germersheim.” 203

 

1864 wird Valentin Bernion, „Müller in Germersheim“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz genannt 204.

 

 

- Blumsche Mahl- und Ohlig Mühle:

wohl identisch mit der Schrankschen Mühle ++++klären++++; die Blumsche Mahl- und Ohligmühle ist im Mühlenprotokoll des Ober­amts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrie­ben: “Neben bey sothaner Stadtmühl auf der anderen Seiten des Queich Flusses hat churfürstlicher Hofkammerrath und Zollschreiber *Blum eine eigenthümliche Mahl- und Ohligmühl mit 2 Waßer Räder, welche 2 Mahl und ein Scheelgang, sodann die Ohligmühl treiben, wird aber die letztere gebrauchet, so muß der untere Mahlgang still stehen, welche Beschaffenheit es auch mit dem anderen oberen Mahl und Scheelgang haben thut, sothane Mühl hat ersagter Tit: Rath Blum von des­sen Schwiegervater Bürgermeister Hrn. Scherdan ererbet, und gibt jährlichen ahn die hiesige Kellerey nebst der Schatzung von der Mahl und Scheelmühl 8 Malter Korn, und hat von der Ohligmühl 7 fl 30 Xer in die Gefäll Verweserey Waßer Pfacht.” 205

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1067/3: „Acta betr: die dortige Säg- und Lohmühle, desgl. ein Hanfreib daselbst, die vormals Blum'sche Mühle, 1664-1783“

 

 

- Eisenhammer an der Druslach zwischen Germersheim und Lingenfeld:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 447 “Eisenhammer an der Druslach zwischen Germersheim und Lingenfeld“

 

 

- Gödelmannsche Mühle:

die Mühle lag gegenüber der Fronte Beckers 206 im Westen der Stadt. Die Mühle war 1589 durch Hans *Gödelmann von den Erben des Nickel Ferber gekauft worden 207.

 

Nach dem Tod des Müllers Hans Gödelmann († ca. 1603 err.) werden die Gödelmann'schen Erben 1603-1607 in Germersheim als Er­ben einer Mühle in Germersheim erwähnt sowie 1604 Hans Gödelmann 208.

 

Die Mühle wurde im 30jjährigen Krieg niedergebrannt209.

 

Im Lagerbuch des Germersheimer Servitenklosters, welches um 1659 von dem Stiftsschaffner (1661 bekleidete Eberhard von Graß die­ses Amt) erstellt wurde, sind die Zerstörungen aus dem 30jährigen Krieg aufgeführt. Der Schreiber registrierte 29 öde Hausplätze fast sämtliche Gebäude waren abgebrannt, darunter auch die Gödelmannsche Mühle 210. Die Gödelmann'schen Erben zahlen 1659 einen Bo­denzins von 6 Pfennigen 211.

 

 

- Hackenmühle oder Hauckenmühle:

s. Handschuhsheimer Mühle

 

 

- Handschuhsheimer Mühle:

1401 besaß Ritter Diether von Handschuhsheim als Germersheimer Burgmann neben dem Schultheißenamt, Wiesen, Äckern, Wald und Zinsen auch „eyn mulnstad, da solt ein walkmole off syn“ 212. Die­se geplante Walkmühle wurde von den Herren zu Handschuhs­heim nicht errichtet, sondern später eine 1497 erwähnte Mahlmühle.

 

Im Lehnsbrief des Heinrich von Handschuhsheim von 1497 heißt es: „Item die malemüle mit iren begriffen by siner gnaden walck­mülen ußwendig der statt uff der bech gelegen“ 213. Die Mühle war nicht wie ursprünglich vorgesehen, eine Walkmühle, sondern eine Getrei­demühle ge­hörte und gehörte zum Burglehen der Handschuhsheimer. Die Walkmühle hatte der Pfalzgraf um 1455 selbst bauen lassen; im Zins­buch von 1455 ist festgehalten, daß der Germersheimer Vogt, Hans von Talheim, die Mühle 1455 dem Erhard Krull in Erbbestand ge­geben hatte, gegen Zahlung eines Erbpachtzinses von 5 Gulden 214. Die Mühle war verliehen worden unter der Bedingung „das sie niemand malen sollten gehorig in der statmüle“ [Anm. d. Verf.: da die Stadtmühle die Germersheimer Bannmüh­le war] 215.

 

Da die Mühle derer von Handschuhsheim nicht mehr als 10 Mltr. an Gewinn abwarf und auch die anderen Einkünfte aus dem Stadt­schultheißenamt so niedrig waren, daß die Lehensträger damit kaum den Stadtschultheißen unterhalten konnten, erhielten sie von Kur­fürst Friedrich II. (1544-1556) statt dessen jährlich 20 Gulden 216. Dafür nahm der Lehensherr die Mühle an sich und verpachtete sie an einen Müller, nach dessen Namen sie vermutlich Hackenmühle oder Hauckenmühle genannt wird.Von deren Erträgen erhielt der Stadt­schultheiß , den seither der Kurfürst zu besolden hatte, 10 Mltr Korn 217.

 

 

- Hanfreibe:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1067/3: „Acta betr: die dortige Säg- und Lohmühle, desgl. ein Hanfreib daselbst, die vormals Blum'sche Mühle, 1664-1783“

 

 

- Holzmühle:

s. Holzmühle Westheim

 

 

- Hospitalmühle:

die Mühle lag oberhalb der Stadt an der Queich, unterhalb der Bernionschen Mühle 218 Die Lage der Hospitalmühle, die 1729 der Anker­wirt Johann Adam Keller in Temporalbestand besaß, wird wie folgt beschrieben: „Linker Hand auf der Queichbach am Wall außig der Stadt gele­gen, beforcht außerseit Hans Adam Beckers, des Löwenwirts, Witwe und Heinrich Ehrmann, näherseit und die Neue Queich­bach, ober­ort gedachter Ehrmann, näherort spitzt sich's zu auf den Kirchgraben“ 219.

 

Die Hospitalmühle ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Gleich neben deren (Anm.: gemeint die Bernionsche Mühle, wie sich aus der Rei­henfolge im Mühlenverzeichnis ergibt, d.h. auch die Hospitalmühle liegt oberhalb der Stadt) gegen die Stadt zu befindet sich die churfürstliche Erbbestands sogenannte Hospital Mahl- und Ohligmühl, solche hat 2 Wa­ßer Räder, von welchen 2 Mahl und der Schehlgang, nicht weniger die Ohligmühl wechsel weis, wie es hier vorn bei der Tit. Rath Blu­men Mühl beschrieben worden, getrie­ben werden, gibt jährlich dem hiesigen Hospital modo churfürstlichen Administration 5 Malter Korn Erbpfacht, und in die hießige Kellerey eben so viel Wasserfall Zinß, solche Mühl wurde erst kürzlichen dem dermahli­gen Inhaber Elias *Schmitt schulden halber versteigert”. 220

 

Im Eilboten Landau vom 6.3.1850 wird annonciert: „Donnerstag, den 21. März [1850] .... läßt Herr Philipp *Ehrmann, Müller und Oeco­nom daselbst wohnhaft, sein, zu Germersheim an dem Queichbache, in einem der gelegensten Theile der Stadt, vis à vis der Ar­tillerie-Kaserne, stehendes zweistöckiges Wohnhaus, mit großen Hofraum, Scheuer und Stall, Schweinstall und Garten, der an dem Hause be­findlichen Mahl-, Gyps- und Lohmühle, sowie der dazu gehörenden Hanfreibe...“ versteigern. Weiter heißt es: „Die Mühle hat zwei Mahl­gänge, befindet sich in ganz gutem Zustande und erfreute sich bisher eines starken Zuganges.“ 221. Die freihändige Versteigerung führ­te nicht zum Erfolg und löste auch die offensichtlich beste­henden finanziellen Belastungen des Müllers Ehrmann nicht. Denn im Eilboten Landau vom 6.7.1850 wird die Zwangsversteigerung der Ehrmann'schen Mühle für den 1.8.1850 angekün­digt: „... werden auf Anstehen des Philipp Vollmer, Rentner und Gutsbesitzer, zu Germersheim wohnhaft, ... folgende dem Philipp Heinrich Ehrmann, Müller, und dessen Ehefrau Friederika Keyser, beide zu Ger­mersheim wohnhaft, solidare Schuldner des Requi­renten, zugehörige Immobilien .... 2) eine in der Stadt Germersheim an dem Queichbache liegende Mahl- und Lohmühle mit Cement­mühlgang, Hanfreibe, Wohn- und Oeconomiege­bäuden .. begrenzt von Phil­ipp Heinrich Bernion, der Fischergasse und der Wallgasse ... versteigert 222.

 

 

- Johann Mathes Mühlen:

zwei Mühlen des Johann Mathes oberhalb der Stadt an der Queich, oberhalb der Hospitalmühle und Blum'schen Mühle gele­gen; die bei­den Mathes-Mühlen sind im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Oben an vorge­dachten beeden Mühlen (Anm.: in der Reihenfolge des Mühlenprotokoll: die Bernionische Mühle und die Hospitalmühle) seyend noch zwey ande­re gegen einander stehende Mühlen, welche Johannes *Mathes Bürger dahier zu Germersheim, ... der sub. Nr. 3 bey gebogenen Kauf­briefe (Anm.: ist nicht mehr vorhan­den) erkauft, die eine davon gegen der Stadt zu gelegen, hat zwey Waßer Räder, sodann 2 Mahl und einen Schehlgang, so wechsel weis gehen können, die andere hingegen ist nur mit einem Wasserrad verse­hen, durch welche ein Mahl Gang und Hanfreib getrieben wird, jedoch dergestalten, daß wenn die Hanfreib gehet, muß der Mahlgang still stehen. Beede diese Müh­len geben jährlich in die Kellerey dahier 13 Malter Korn, und in die Gefell Verweserey 12 1/2 fl. Wasser­pfacht” 223.

 

 

- Krappmühle:

wird bereits im 16. Jh. erwähnt und diente der Verarbeitung des sog. Färberröth oder Krapp, zu einem leuchtend roten Farbstoff 224.

 

 

- Lohmühle neben der Krappmühle:

wird bereits im 16. Jh. erwähnt und lag in unmittelbarer Nachbarschaft zur Krappmühle 225.

 

 

- Lohmühle des Andreas Leist:

diese ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Die hießige zwischen der Stadt- und Ad­ministrations Erbbestands­mühlen gelegene Lohe Mühle gehört dem Johannes Leistischen Sohn Andreas, welcher solche von sei­nen El­tern ererbt, hat ein dop­peltes Waßer Rad und gibt jährlich pro recognitione ahn hießige Kellerey 1 fl 30 Xer Wasserfall Zinß.” 226

 

 

- Lohmühle in der Stadt:

diese stand in der Nähe der heutigen Post, wohin sie von Lohmühlenplatz am Woog verlegt worden war. Nach ihr hieß dieser Teil der Sandgasse in welchem die Lohmühle lag, bis zur Einmündung in die Bergstraße, einst Lohmühlengasse 227.

 

 

- Ölmühlen:

oberhalb der Stadt, in der Nähe der Herberge, standen 1455 drei Ölmühlen 228.

 

 

- Ölmühle (ehemals Schleifmühle neue):

1494 war „Neue Schleifmühle“ bereits in eine Ölmühle umgewandelt worden 229.

 

 

- Säg- und Lohmühle:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1067/4: „Acta betr: die dortige Säg- und Lohmühle, desgl. ein Hanfreib daselbst, die vormals Blum'sche Mühle, 1664-1783; Urtheilsbrief Pfalzgrafen Ludwig's wegen der Lawmühle“

 

 

- Pfostmühle:

um 1497 erwähnt zusammen mit der Handschuhsheimer Mahlmühle. Die Mühle war verliehen worden unter der Bedingung „das sie nie­mand malen sollten gehorig in der statmüle“ [Anm. d. Verf.: da die Stadtmühle die Germersheimer Bannmühle war] 230.

 

 

- Schiffsmühle Laux:

der Bäcker und Wirt aus Leimersheim, Michael Laux betrieb eine Schiffsmühle, die ursprünglich in der Ausmündung des Germers­heimer Rheindurchstichs verankert war. Von dort wurde sie wegen schlechten Geschäftsgangs abgezogen und nach 1840 nach Maxi­miliansau verlegt, wo sie den Platz der dort 1838 abgebrannten Schiffsmühle Brunner einnahm 231.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. W41 Karte 2188/2 Klassifikationsplan Germersheim mit Ortslage Schiffsmühle, o.D. (1820-1845)

 

 

- Schleifmühle, neue:

1455 wird eine „nuwe sliffmule“ erwähnt 232. 1494 war diese Mühle zwar bereits in eine Öl­mühle umgewandelt worden 233.

 

 

- Schleifmühle beim Bornpfuhl:

um 1575 erwähnt im sog. Rheinbefahrungsprotokoll 234; Ihr Standort lag an der Stelle, wo die Queich in den Ausfluß des Bornpfuhls einmündete 235.

 

 

- Schranksche Mühle:

wohl ursprünglich Blumsche Mahl und Ohligmühle ++++klären++++; direkt gegenüber der Stadtmühle lag die Schrank'sche Mühle. Beide Mühlen bestanden noch zu Beginn des 20 Jh.. Dem gegenüberliegenden Stadtmüller oblag die Reinigungspflicht der Queich von der Stadtmühle bachaufwärts bis etwa zur heutigen Bismarckstraße 236. 1828 kaufte der Müller Schrank aus Hockenheim die Stadtmüh­le von dem Müller H. A. Ehrmann, ließ die alten Gebäude abreißen und die Neue Mühle, die Schranksche Mühle aufbauen 237.

 

 

- Stadtmühle, Obere Stadtmühle, auch Ehrmann'sche Mühle, ursprünglich „Mühle hinter dem Pfaffenthurn“:

1367 als „Fronmühle“, 1455 und 1480 als „Herrenmühle“ und 1494 als „Stadtmühle“ bezeichnet 238.

 

Die Mühle liegt mitten in der Stadt Germersheim an der Hauptstraße, der früheren Speyerer Straße, an der Queich direkt am ehemali­gen Stadttor dem „Mühltor“. Das Stadttor wurde 1772 nach Süden verlegt. Direkt gegenüber der Stadtmühle liegt die Schank'sche Müh­le. Beide Mühlen bestanden noch zu Beginn des 20 Jh.. Dem Stadtmüller oblag die Reinigungspflicht der Queich von der Stadt­mühle bachaufwärts bis etwa zur heutigen Bismarckstraße 239. Der „Pfaffenthurn“ stand im südwestlichen Teile der Stadtmauer 240.

Die Geschichte der Stadtmühle geht mit großer Wahrscheinlichkeit bis ins 14. Jh. zurück. Am 28.9.1362 gab Kurfürst Ruprecht dem Contz Hummellant von Zeichenheim die Erlaubnis, eine Korngült auf der „frohnmühl“ oder kurfürstlichen Mühle zu Germersheim zu ver­kaufen. Diese Frohnmühle ist wohl identisch mit der 1494 erwähnt kurfürstlichen „stat müle“, welche 1544 als Erbbestands­mühle im Be­sitz des Zimmerhannes befindet und 1566 eine „Kostlich Stainen Muhle“ genannt wird, sowie mit der „herrschaftlichen“ Mühle, die Ende April 1636 zum Zwecke der Schloßbefestigung wohl teilweise abgebrochen wurde. Die Mühle wird erneut 1650 wieder erwähnt und wird seither ieL unter dem Namen „Stadtmühle“, aber auch als „Kurfürstliche Mahlmühle“, „Erbbestandsmüh­le“, „Kameralbestandsmühle“ etc. bezeichnet wurde. Sie war Bannmühle, auf der sämtliche Bewohner der Dörfer Bellheim, Detten­heim Hördt, Knittelsheim, Otters­heim und Sondernheim mahlen lassen mußten 241.

 

1650-1666 war der vorherige Müller in Zeiskam, Johann Henrich *Hermann als Müller auf der Stadtmühle in Germersheim. 1666 wurde die Stadtmühle in Germersheim weiter verpachtet wurde 242.

 

Diese ist im Mühlenprotokoll des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: “Die dahießige sogenannte Stadt­mühle, welche im Erbbestand von churfürstlicher Hofcammer ist, hat der dermalige Inhaber Philipp *Ehrmann von seinem verstorbe­nen Vater Johann Georg *Ehrmann und dieser von dessen Vater Johann Henrich Ehrmann beerbet, bey solcher seyend 3 Wasser Rä­der, durch welche 3 Mahl und ein Scheelgang wech­sel weis also zwarn getrieben werden, daß wenn der Schehlgang gehet, der untere Mahlgang als dann still stehen muß, sothane Mühl ist von dem jetzigen Besitzer vor einigen Jahren überschlächtig gemacht worden, und gibt in die Kellerey dafür alljährlich 16 Malter Korn Waßer Pfacht. Übergibt der ... in Abschrift den Sub. Nro. 1 von churfürstl: Hofcammer erhal­tenen hier anliegenden Erbbe­standsbrief“ [Anm. d. Verf.: ist in der Urkunde nicht mehr vorhanden] 243.

 

In der „Neuen Speyerer Zeitung“ wird am 15.4.1827 die freiwillige Versteigerung der Stadtmühle annonciert: „Künftigen 30sten July wird von dem Müllermeister Georg Heinrich Ehrmann in Germersheim wohnhaft, zur freiwilligen Versteigerung seiner eigenthüm­lich be­sitzenden Mühle, die Stadtmühle genannt, geschritten werden. Die Mühle bestehet in 3 Mahl-, einem Schälgang, nebst einer Schwing­mühle. Das ganze Werk ist oberschlächtig ...“ 244 Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird für den 23.7.1827 die Versteige­rung der Mühle des „Georg Heinrich *Ehrmann, Müller, wohnhaft zu Germersheim und dessen Ehefrau Katharina geborne *Bernion“ an­nociert: „Section E. Nro. 6, 40 Aren 16 Centiaren (170 Ruthen) enthaltend eine Mühle, Haus, Hof, Scheuer, Stallung, Pflanz- und Obstgarten, wiese und Weidenschlag ..., die Stadtmühle genannt, zu Germersheim an der großen Straße gelegen, zwi­schen Franz An­ton Cavenz und der Queichbach, vorderend die Straße, hinterend Christian Hahn und Alexander Malherbes ...“ 245.

 

In Germersheim hatte 1834 Martin Heene bei seiner Mahlmühle in der Speyerer Straße auch eine Gipsmühle 246.

 

Müller auf der Stadtmühle waren:

- bis 1666 Johann Henrich *Hermann

- 1666 ++++

- Johann Henrich *Ehrmann

- Johann Georg *Ehrmann

- um 1768 Philipp *Ehrmann

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 24270, Karte Bl. 13.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1067/3: „Acta betr: die Stadt-Mahl-Mühl 1650-1787“; Anm.:“Das letzte Stück/Piece 17 ist ein Concessions Brieff für Wilh: Freyherr von Reibeld in Germersheim wegen Errichtung eines dritten Mühlrads de 16. Novembr 1787“

 

 

- Waldmühle:

am weitesten westlich von der Stadt Germersheim stand die 1482 erwähnte Waldmühle, in der wohl ebenfalls Getreide gemahlen wurde 247.

 

Sie ist mE wohl identisch mit der um 1660 Mühle „im Waal“; in LA Speyer Best. A14 Nr. 445a sind die Germersheimer Grundstücksei­gentümer um 1660 aufgeführt und deren Abgaben an Bodenzins. Es zahlt eine Abgabe von 2 Kreuzern der „Hans Koch, ein Garten bey der Mühlen, ligt im Waal, undt ist kein Erb da“ 248.

 

 

- Walkmühle:

die Germersheimer Walkmühle stand zusammen mit einigen anderen Spezialmühlen „uff der herberge“, d.h. etwa dort, wo sich heute der Eingang zum Wredestadion befindet. Sie wird erstmals im Lehnsbuch der Pfalzgrafen von 1401 erwähnt, doch war sie damals noch nicht errichtet. Zu diesem Zeitpunkt besaß Ritter Diether von Handschuhsheim als Germersheimer Burgmann neben dem Schultheißen­amt, Wiesen, Äckern, Wald und Zinsen auch „eyn mulnstad, da solt ein walkmole off syn“ 249.

 

Im Lehnsbrief des Heinrich von Handschuhsheim von 1497 heißt es: „Item die malemüle mit iren begriffen by siner gnaden walck­mülen ußwendig der statt uff der bech gelegen“ 250. Keine Walkmühle, sondern eine Getreidemühle gehörte von nun an zum Burgle­hen der Handschuhs­heimer. Die Walkmühle hatte der Pfalzgraf um 1455 selbst bauen lassen; im Zinsbuch von 1455 ist festge­halten, daß der Germershei­mer Vogt, Hans von Talheim, die Mühle 1455 dem Erhard Krull in Erbbestand gegeben hatte, gegen Zah­lung ei­nes Erbpacht­zinses von 5 Gulden 251.

 

1480 wird die Walkmühle von Hans Walker und seinem Schwager Erhard Walker betrieben 252.

 

 

 

 

 

Gersbach:

OT von Pirmasens

 

s. *Eichelsbacher Mühle bei Pirmasens

 

 

 

 

 

Gersheim / Saarland:

s. auch OT Reinheim

 

an der Blies gelegen, südlich von Herbitzheim, nördlich von Rheinheim und der französischen Grenze; hier mündet der Hetschbach in die Blies. 1150 erstmals urkundlich erwähnt, 1544 ging das Dorf an Nassau-Saarbrücken über, 1670 wurde es an die Grafen von der Leyen getauscht.

 

Mühlen:

es muß vermutet werden, daß nicht nur die Bachmühle am Hetschbach bestand, sondern einst auch eine „Blies“-Mühle bestand 253

 

- Allmendsmühle, auch Bachmühle:

auch Allmondsmühle, Allmuthsmühle oder auch Bachmühle genannt. Die Mühle wurde 1686 wieder aufgebaut; die Mühle lag lag am Hetschbach, der in die Blies mündet 254. 1828, 1837 und 1886 als Bachmühle“ erwähnt 255. „Bach-“ ist im Gegensatz zur durch Gers­heim fließenden Blies vorgesetzt und meint den Hetschbach, der die Mühle treibt und von Osten her in den Fluß Blies mündet 256.

 

Bis zu ihrer Schließung hieß die Mühle auch „Walzenmühle Mauer“ oder „Mauersch Mühl“. Ihr Ursprung geht bis ins 16. Jh. zurück. 1686 wird die Ruine Andreas Müller zum Wiederaufbau überlassen. 1884 übernahm die Familie Franz Maurer die Mühle. 1906 wur­de ein neu­es Wohnhaus erbaut, das 1964 abgerissen wurde. Der Mühlenbetrieb war bereits 1962 eingestellt worden 257.

 

 

- Gersheimer Bliesmühle:

ein Vorgängerbau wurde im 30jährigen Krieg zerstör. Von 1686-89 wurde sie wieder aufgebaut. 1736 betrieb Johann Müller die Müh­le 258. In der Nähe der Mühle an der Blies hielt sich die Rheingräfin Marianne von der Leyen bei ihrer Flucht auf einer kleinen Insel heute „Marianneninsel“ genannt, verborgen 259. Der letzte Müller hieß Warken und stammte aus Großblittersdorf. An der Stelle des vorderen Mühlenbaus errichtete man später ein Elektrizitätswerk 260.

 

 

- Gersheimer Öl- und Gipsmühle:

die beiden kleinen Mühlen lagen am Lachenbach zwischen Gersheim und Herbitzheim und sind heute verschwunden 261.

 

 

- Walzenmühle A. Schöndorf:

die Mühle lag 1940 in Trümmern 262 und lag wohl in der sog. „Roten Zone“. Die Mühle wurde wieder aufgebaut und war bis 2014 im Handelsregister Saarbrücken eingetragen unter „Walzenmühle Adam Schöndorf, Inh. Friedrich Missy“ in Gersheim (HRA 1256 Saar­brücken ). Die Löschung im Handelsregister erfolgte 2014.

 

 

 

 

 

 

Gimmeldingen:

heute Stadtteil von Neustadt; am Mußbach gelegen; erstmals 1109 urkundlich als „Gomeltingen“ erwähnt.

 

Das zunächst eigenständige Lobloch (östlich von Gimmeldingen gelegen) tritt erst 1217 als Loppinlo in Erscheinung und wurde be­reits 1512 auch als Niedergimmeldingen bezeichnet. Gimmeldingen und Lobloch gehörten offenbar bereits im 13. Jh. zur Pfalzgraf­schaft und waren Burg Winzingen verwaltungsmäßig zugeordnet; war bis 1794 kurpfälzisch im Oberamt Neustadt; die Territorial­grenze zum Fürst­bistum Speyer wurde durch den Erlenbach gebildet. In Gimmeldingen besaß das Kloster Eußerthal nach einer Schenkung durch Mecht­hild von Hohenstein von 1219 Grundbesitz. Ritter Egon von Mußbach hatte dem Kloster Himmerod/ Eifel offenbar 1217 Land beim Dorf Lobloch vermacht. Ende des 13. Jh. war auch das Kloster Weißenburg am Ort begütert. Später werden auch das Dominikanerinnenklos­ter St. Lambrecht, der Johanniterorden in Mußbach, das Domstift Speyer, Kloster Otterberg und Eduard von Rammingen als Grundbesit­zer in Lobloch genannt. Die jeweiligen Dorfherren wurden von den Pfalzgrafen als den Le­hensgebern eingesetzt. Im 14. Jh. waren dies zunächst die Ritter von Ruppertsberg. 1420 wurde Hermann von Mulen belehnt und später Ruprecht von Randeck, der kurpfälzische Amtmann in Lautern. 1468 übernahm dessen Schwiegersohn Friedrich von Flers­heim (1383-1473) den Ort im Erbgang und trat 1468 die Belehnung mit Dorf und Gericht an. Die Familie von Flersheim übte bis zu ihrem Aussterben 1655 die Dorfherrschaft aus 263. Die end­gültige Vereinigung von Gimmeldingen und Lobloch wurde 1860 vollzo­gen 264.

 

Die Grenze zwischen Kurpfalz und dem Hochstift Speyer, zu dem das nahegelegene Deidesheim gehörte, verlief oberhalb von Gimmel­dingen durch das Gimmeldinger Tal. 1711 hatten die Deidesheimer in ihrem Wald eine Mahlmühle für Getreide gebaut, die Ober­mühle. Kurpfalz verlangte nun von den „Ausländern“, die zu Deidesheimer Obermühle fuhren Zoll und errichtete 1715 eine Zoll­schranke 265. Die ehemalige Grenze verlief an der heutigen „Loganlage“.

 

Reformierte Pfarrei seit 1556; zu dieser gehörten zeitweise Haardt, Lobloch u.a.; Lutherische Filiale von Neustadt; KB ref. 1678266.

 

 

Mühlen:

+++klären: die Mühle in Gimmeldingen sind teilweise auch bei Deidesheim aufgeführt: Zusammenfassung erstellen+++++

 

1786 schreibt Goswin Widder in seiner Beschreibung der Churpfalz: „Gimeldingen ist ein beträchtliches Dorf ..., wozu das Lobloch gehö­ret. Durch das dasselbe flieset das im Waldgebirge entspringende Musbächlein, welches oberhalb des Orts zwo, und in dem Orte selbst eine Mahlmühle, ferner in Lobloch zwei Mühlen betreibet“ 267. An anderer Stelle heißt es: „In beiden Orten Gimeldingen und Lobloch be­stund im J. 1785 die Bevölkerung in 179 Familien, 910 Seelen; ... nebst vier Mühlen 268.

 

In Gimmeldingen bzw. im Gimmeldinger Tal/Benjental lagen insgesamt 12 Mühlen, davon 4 Mühlen auf Deidesheimer Gemarkung (Hochstift Speyer) und 8 auf kurpfälzischem Gebiet. Alle wurden durch den Mußbach getrieben. Im ehemaligen Dorf Lobloch stan­den 3 Mühlen 269.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1370 UNr. 3: Gesuch von Gerhard Müller um Konzession zur Errichtung einer Mahlmühle anstelle der bei seiner Ölmühle befindlichen Walzmühle, 1790 +++klären: welche Mühle+++

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1370 UNr. 4: Gimmeldingen und Lobloch gegen Mußbach wg. Ableitung von Wasser aus einem Bach auf Wie­sen, 1774

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1076/7: „Acta in Sachen der Gimmeldinger Müller und der Gemeinde ./. den Hammerschmied im Benjen­tal, we­gen Hemmung des Waßers“

- Sitzmann Alfred: Die ehemaligen Mühlen im Gimmeldinger Tal; in: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes / Reinhold Schnei­der u. Alfred Sitzmann mit Beiträgen anderer Autoren. Hrsg. von d. Ortsverwaltung Gimmeldingen. - Neustadt an der Weinstraße, 1996. - S. 369-376, 1996. - Ill., graph. Darst.

- Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmel­dingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S. 44-51 und Karte S. 45

 

 

- Arndorffsche Mühle (OT Lobloch):

im OT Lobloch, gegenüber der katholischen Kirche, am Mußbach gelegen (heute Anwesen Loblocher Straße 57); sie war bis 1920 in Be­trieb 270. 1808 von Jakob Heinrich Arndorff, Sohn des Mußbacher Pfarrers, zur Einrichtung einer Ölmühle erworben, der hinter dem ehe­maligen Herrenhaus der Flersheimer die Ölmühle errichtete. Nach der Stillegung von 1920 bis 1945 Essigfabrik.Das Wohn­haus wurde im Spätbarock offenbar von der Familie von Geispitzheim im 18. Jh. errichtet. Der zugehörige zweigeschossige Mühlen­bau wurde nach dem Brand von 1933 um ein Geschoß reduziert 271.

 

Abbildung:

- Sitzmann, Alfred: Führer durch Gimmeldingen. Neustadt 1993, S. 47: Ölmühle nach 1920

 

 

- Hahnenmühle (OT Lobloch):

unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Mußbach gelegen, am Südufer des Mußbach, heute Anwesen Hahnenweg 20/22). Die Mühle ist sehr alt und wurde bereits in ottonischer Zeit betrieben; sie gehörte zunächst zum Kloster Weißenburg, später zum Herren­hof der Jo­hanniter; wurde nach 1797 beschlagnahmt und als französisches Nationalgut versteigert; gelangte hierdurch in Privatbesitz und hieß fortan „Wiedemann'sche Mühle“; sie wurde bis um 1900 betrieben. Der unterkellerte Westflügel ist am Stichbogenportal bez. „IW / 1804 / ASW“, das rundbogige Kellerportal der südlich anschließenden Erweiterung „18 Jacob Wiedm 27“ 272.

 

 

- Hannemans Roven Mühle:

im ältesten Lehnsbuch der Pfalzgrafen von 1401 heißt es: „Item Hans von Steynhus hat empfangen zu manlehen mit namen eynen win­garten zu Gymeltingen gelegen under der Heydenischen Burge ([Anm.: Heidenlöcher oberhalb von Gimmeldingen] ...[und] zwey achteil korns korngelts uff Hannemans Roven molen, auch daselbs off der Bache gelegen“ 273.

 

 

- Hermannsche Ölmühle (OT Lobloch):

nördlich vom Mußbach gelegen; heute Anwesen Loblocher Straße 29-33; sie produzierte bis um 1900. Auf diese Mühle kann eine Nach­richt aus der Mitte des 15. Jh. bezogen werden 274. Diese Mühle könnte schon 1442 als Mahlmühle bestanden haben, denn im Loblo­cher Weistum von 1442 wird neben der „obersten Mühle“ (Loblocher Mühle) eine zweite Mühle genannt. Um 1708 wurde sie als Ölmüh­le „neu aufgebauet“. Eine Wasserstandsanzeige neben dem Fen­stergewände erinnert an die Hochwasserkatastrophe vom 26.-30.11.1882 in Neustadt und Umgebung 275.

 

Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die Ohligmühle in Mußbach aufgeführt und wie folgt beschrieben: „Zu Lob­loch befindt sich eine Ohligmühl so der Churpfalz: Obercommissarius Hermanny vor etlichen 30 Jahren auf sein Eigenthumbsgut neu aufgebauet, hat ein Wasserradt, gibt dem Herrn von Geispitz wegen der Wasser Kan­del, so durch dessen Guth läufft jährlich 4 Malter 2 Simmern Korn, gnädiger Herrschaft nichts, Consens ist keiner vorhanden, die jet­zigen Possessor sein Philipp Henrich und dessen Bruder Ludwig Hermanny, wie hoch die Mühl in der Schatzung liegen thutt, kann der Bestands Müller nicht sagen.“ 276

 

 

- Holzmühle:

am westlichen Ortsrand von Gimmeldingen, in der ehemaligen Bachgasse und heutigen Holzmühlstraße 28 gelegen; im Gimmeldin­ger Tal gelegen, als Mahlmühle schon 1531 erwähnt 277. 1476 fand eine Sä­ge- und Mahlmühle urkundliche Erwähnung, deren bauli­cher Be­stand offenbar 1570 und 1886 erheblich verändert wurde 278. Die Holzmühle gehörte zu den ältesten Mühlen des Ortes denn bereits 1476 wurde sie im Zinsbuch der Loblocher Kapelle erwähnt, hat aber vermutlich schon im 14. Jh. Bestanden. Die Holzmühle war ur­sprünglich eine Getreidemühle. Obgleich Gimmeldingen kurpfälzisch war, gehörte die Mühle zur „Königsbacher Kirchenfa­brik“ und muß­te, wie 1531 beurkundet ist, an die katholische Pfarrei Königsbach Abgaben leisten. Die Anlage in der Holzmühlstraße 28 war zuletzt Sä­gemühle und wurde 1908 von dem Sägemüller Philipp *Rübsamen stillgelegt 279.

 

Um 1705 war NN. Kalbel der Müller auf der Holzmühle Gimmeldingen. Dessen Ehefrau Anna Elisabeth NN. war am 17.2.1705 Pa­tin be der Taufe der Anna Elisabeth Zwölsten, der Tochter des Mathis Zwölsten und der Anna Maria NN. 280

 

Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die eine Mahlmühle im Mußbach aufgeführt und wie folgt beschrieben: „Noch zu Gimmeldingen auf derselbe Bach [Anm.: wie die Hermannsche Oh­ligmühle, die im Mühlenverzeichnis zuvor beschrieben wur­de] ist noch eine Mahlmühl, dieselbe hat der Albrecht *Rübsamen in Anno 1682 von dem Matheiß *Ratzenberger als eine Eigentums­mühl an sich erkauft, liegt auf Churpfalz Grundt und Boden, hat nur ein Waßerradt, gibt jährlich in Pfarrey Königsbach 11 Mal­ter Korn sonsten gnädigster Herrschaft nichts außer daß sie mit 100 fl Schat­zungs Capital belegt ist, der jetzige Poßsesser ist Johann Jakob *Rübsamen, ist auch kein Consens vorhanden.“ 281

 

Im Intelligenzblatt des Rheinkreises wird am 4.3.1830 die Versteigerung der Holzmühle für den 22.3.1830 wie folgt annonciert : „Ver­steigerung einer Mühle zu Gimmeldingen. Montag, 22. März nächsthin ... wird ..., als durch Urtheil des Königlichen Bezirksge­richts zu Frankenthal vom 31. Dezember letzthin, ... auf Anstehen der Kinder und Erben des zu Gimmeldingen verlebten Müllers Philipp Peter Rübsamen und dessen ebenfalls verlebte Ehe­frau Klara Elisabetha Albrecht, nämlich: 1. Helena Rübsamen, ermächtigte Ehefrau von Jo­hannes Kehler, Ackersmann in Meckenh­eim. 2. Paul Rübsamen, Wingertsmann, wohnhaft in Gimmeldingen. 3. Mar­garetha Rübsamen, ermächtigte Ehefrau von Peter *Lan­genbein, Müller wohnhaft in Sarmsheim bei Kreuznach. 4. Mathäus *Rübsa­men, Müller in Gimmel­dingen. 5. Katharina Rübsa­men, ermächtigte Ehefrau von Jakob Köhler, Winzer ebendaselbst. ... zur Verstei­gerung ... der denselben ge­meinschaftlich und un­getheilt gehörigen ... Mühle, nämlich: Eine Mahlmühle, „die Holzmühle genannt“, gelegen im Gimmeldinger Thal, bestehend in ei­ner Mahl­mühle mit 2 Mahlgängen und einem Schälgang, Wohngebäuden, gewölbtem Keller, Holzschoppen ...“ 282.

 

 

- Klostermühle:

das in diesem Ort bestandene Kloster war mit Dominikanerinnen besetzt und wurde im Volksmund das schwarze Nonnenkloster ge­nannt. Es stand an der Stelle wo ('Anm.: um 1911) das Gasthaus von Louis Paravizini stand, das der Nonnenhof genannt wurde. Die da­bei stehende Mühle, die schon (Anm.: 1911) aber schon einige Jahre außer Betrieb ist, gehörte zum Kloster und heißt noch um 1911 Klostermühle 283.

 

 

- Kuglersche Mühle im Benjental:

+++klären: die Mühle dürfte identisch sein mit einer der anderen Mühlen im Benjental, welche?++++

 

Im „Neustadter Wochenspiegel vom 12.12.1848 wird für den 13.12.1848 die Zwangsversteigerung dieser Mühle annonciert: „... las­sen die Witwe und Erben des im Benjenthale verlebten Müllers Christian *Kugler: Eine im Benjenthale gelegene Mühle mit Wohn­haus, Stal­lung, Hof und Garten, 1 Tagwerk 56 Dezimalen Ackerfeld und 2 Tagwerke 22 Dezimalen Wiese, welche Liegenschaft Jo­hannes Müller von Speyerdorf am 20. September vorigen Jahres von ihnen ersteigt gehabt wegen Nichtbezahlung des des von Letzte­rem geschuldeten Steigpreises im Wege conventioneller Zwangsversteigerung an den Meistbietenden wieder versteigern.“ 284

 

 

- Loblocher Mühle (OT Lobloch):

im Westen des Ortsteils Lobloch; heute Anwesen Altbachstraße 10; 1442 im Loblocher Weistum und 1476 urkundlich genannt; sie wur­de über eine Abzweig vom Mußbach mit Wasser versorgt 285. Über viele Generationen hinweg trug die Müllersfamilie den Na­men Müller 286.

 

Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die Loblocher Mühle aufgeführt und wie folgt beschrieben: „Noch zu Lob­loch auf obiger Bach [s. Hermannsche Ölmühle] Ist eine Mahl mühl so dem alte Zolbereit­her Müller als eine Eigenthumbl mühl zu gehört hatt, dieße mühl hatt nur ein Waßer Rath, gibt jahrlich der Pfarrey Königsbach 4 Malder Korn, so dann in die Closter Schaffnerey h:t: Lambrecht 2 Malder, gdgst Herrschaft nach deß Bestandt müller seiner Außsag nichts, Consens ist keiner Vorhan­den, der jetzige Pohse­her ist Johann Ludwig Müller, ein Sohn Von obigem Zolbereither Müller ..“ 287. In derselben Akte heißt es an anderer Stelle: „Die Loblo­cher Mühl mit einem Mahl und Schehlgang, so wann einer gehet, der andere stehen bleiben muß, gehört dem Geistln Administrations Kellern Hl Müller, ist eigent­hümbl von seinen Elteren ererbt ...“. 288

 

Bei dem genannten „alte[n] Zolbereiter Müller“ handelt es sich um Johann Burkhardt *Müller 289.

 

Nach der Stillegung 1916 wurde dieser Mühlbach im Zuge der Kanalisierungsarbeiten 1971/72 verfüllt 290.

 

Photo:

- Sitzmann, Alfred: Führer durch Gimmeldingen. Neustadt 1993, S. 40: Loblocher Mühle um 1925

 

 

- Mittelmühle, auch Schwabenmühle:

war am Westrand des Ortskerns von Gimmeldingen gelegen (Peter-Koch-Straße, gegenüber Nr. 43) an der Mußbach gelegen; war Mahl­mühle für Getreide; 1623 erstmals erwähnt 291. 1635 im 30jährigen Krieg zerstört, 1651 erfolgte der Wiederaufbau 292 durch Jo­hannes *Schwab 293.

 

Bis 1706 wird Johann Andreas *Ferckel († beerd. 21.12.1706) als Gemeinsmann und Müllermeister in Gimmeldingen benannt +++klä­ren: welche Mühle: möglicherweise auf der Mittelmühle, wo der Enkel Johann Adam *Ferkel im Mühlenverzeichnis des kurpfäl­zischen Oberamts Neustadt von 1738 294 als Müller und Erbbe­ständer benannt ist+++ 295. Auf ihn folgt der Sohn, der Bürger und Müllermeister in Gimmeldingen, Johannes Ferkel 296. Dessen Tochter Catharina Elisabetha Ferckel heiratet den Müller in Mußbach, Johannes *Mallrich, während der Sohn Johann Adam *Ferkel als Müllermeister seinem Vater auf der Mühle nachfolgt 297.

 

Im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Zu Gimmeldin­gen auf der sogenannten Muschbach befindt sich eine Mahlmühl, die Schwaben-Mühl genannt; kommt von dem Johannes *Schwab wel­cher sie an­fänglich neu aufgebaut hat her, der jetzi­ge Possessor ist Johann Adam Verckel [s. *Ferckel], diese Mühl hat nur ein Was­serrad, gibt jährlich in die Kellerey Neustadt lauth mir vorgezeigte Quittung 6 Ma Korn Wasserfall Zinß, sonsten ledig und eigen, ist auch mit 100 fl Schatzungskapital belegt, Consens ist keiner mehr vorhanden.“ 298

 

Nachfolger des Müllers Johann Adam Ferkel war dessen Sohn Philipp Peter Ferkel; °° mit Anna Katharina Wiedemann (geb. 16.12.1739 Gimmeldingen, Tochter des Küfermeisters in Gimmeldingen, Johann Nikolaus Wiedemann und der Anna Klara Ziegler) ; diese heiratet nach dem Tod des Philipp Peter Ferkel in 2. Ehe im September 1773 den „N. Albrecht, Bürger, Müller- und

 

Die Mühle wurde um 1900 stillgelegt, das Gebäude wurde 1972 abgebrochen; erhalten geblieben ist der reliefierte Torbogenschluß­stein von 1779, der zwei gekrönte, aufsteigende Löwen mit Mühlrad zeigt 299.

 

Photo:

- Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 114: reliefierter Torbogenschlußstein von 1779, der zwei gekrönte, aufsteigende Lö­wen mit Mühlrad zeigt

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1073/1: „Acta betr: die Wiederaufbauung der dortigen Mühle, welche 6 Mltr Herrschaftszinßen zahlt, 1651“

 

 

- Neumühle:

s. hintere *Talmühle

 

 

- Obermühle (Lobloch):

die Mühle wurde am 26.6.1854 versteigert. In der „Neustadter Zeitung“ vom 22.6.1854 Nr. 74 heißt es hierzu: „... den 26. l. M. ... läßt Frau Babetta geb. Köhler, zu Lobloch wohnhaft, Wittwe von weiland Nicolaus Haas, die ihr angehörige sogenannte Obermühle, beste­hend in einer Mahlmühle mit Mahl- und Schälgang ... einem zweistöckigen Wohngebäude, Stallungen, Scheuer, Schoppen, Kel­ler ..., das Ganze gelegen zu Lobloch auf einer Grundfläche von ca. 100 Decimalen (150 Ruthen), neben dem Weg, dem Bach und Ja­cob Arndorf, an den Meistbietenden auf Eigenthum versteigern.“ 300

 

 

- Obere (Deidesheimer) Mühle, Eselsmühle:

im Benjental, heute Gimmeldinger Tal, Mühlenthal genannt; auf Deidesheimer Gemarkung gelegen; die Mühle gehörte zum Hoch­stift Speyer; 1710 auf einem alten Mühlenplatz neu erstellt; 1958 als Pfälzerwaldvereins-Haus abgerissen 301. Die Grenze zwischen Kurpfalz und dem Hochstift Speyer, zu dem das nahegelegene Deidesheim gehörte, verlief oberhalb von Gimmeldingen durch das Gimmeldinger Tal. In Deidesheim gab es, wegen Fehlen eines geeigneten Wasserlaufs keine Möglichkeit eine Mühle zu betreiben. Die Deidesheimer mußten deshalb bis zum Bau der Obermühle, ihr Getreide auf kurpfälzischem Gebiet mahlen lassen.

 

1711 hatten die Deidesheimer in ihrem Wald oberhalb der Wappenschmiede (heute Forsthaus Benjental) eine Mahlmühle für Getrei­de gebaut, die Obermühle, vermutlich über den Ruinen der Gienanth'schen Wappenschmiede. Sie wurde durch einen oberhalb gele­genen Woog am Mußbach gespeist. Kurpfalz verlangte nun von den „Ausländern“, die zu Deidesheimer Obermühle fuhren Zoll und errichtete 1715 eine Zollschranke 302. Da die Deidesheimer nicht gewillt waren, für die Durchfahrt Zoll zu zahlen, blieb nur der be­schwerliche Transport mit Eseln, die auf der Obermühle gehalten wurden. Die Mühle wurde deshalb auch Eselsmühle genannt. Der Transportweg führte über den 450 m hohen Knoppenweth 303. Ab 1799 als Sä­gemühle betrieben; 1856 Wappenschmiede mit Schleif­mühle; 1892 still­gelegt. 1904 an die Gemeinde Mußbach verkauft, die darin ab 1904 eine Gastwirtschaft, das „Pfälzerwaldhaus Wap­penschmiede“ be­trieb. Dieses wurde ab 1919 an Private vermiete und 1958 we­gen Baufälligkeit abgerissen 304.

 

Bis 1838 war Wappenschmied Johannes Corell († um 1838) der Müller auf der Unteren Mühle. Nach seinem Tod wurde die Mühle von der nach ihm bestehenden Erbengemeinschaft verpachtet. Im „Eilbote Landau“ wird am 23.6.1838 die Verpachtung der Mühle angebo­ten: „Donnerstag den 5. Juli nächsthin ... wird das nachverzeichnete den Kindern und Erben des im Benjenthale, im Banne Deidesheim verlebten Müllers und Wappenschmieds Johannes Corell gehörige Mühlwerk nebst den dabei gelegenen Ländereien in besagtem Ben­jenthale, auf einen dreijährigen Pachtbestand öffentlich versteigert, nämlich: 1) Die sogenannte untere Mühle, beste­hend in Mahl- und Schälgang nebst Schwingmühle, Wohn- und Nebengebäuden mit Waschküche und Keller, Pferde, Rindvieh und Schweinställen 2) die obere Mühle mit Mahl- und Schälgang ...“ 305.

 

Karten:

- Karte von 1739, abgedruckt bei Schneider, Reinhold und Sitzmann, Alfred: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes (Neustadt 1996), S. 3 S. 381

 

Photo:

- Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mühlen im Gimmeldinger Tal“; in: Schneider, Reinhold und Sitzmann, Alfred: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes (Neustadt 1996), S. 374: Postkarte von 1908

 

 

- Ölmühle Reiffel:

am 6. Nivose an 11 beantragt der Georg Reiffel aus Neustadt bei der Präfektur die Erlaubnis zur Anlegung einer Ölmühle am „Ben­chenthaler Bächel“ direkt unterhalb von Gimmeldingen und Lobloch.

 

Literatur:

- LA Speyer Best. G6 Nr. 387 nicht foliert, darin „Acta die Anlegung einer Ölmühle an der Mußbach bei Gimmeldingen und Lob­loch durch G. Reiffel von Neustadt betr.“

 

 

- Platzsche Mühle:

auch Platzmühle 306; etwa 80 m oberhalb des Deidesheimer Forsthauses Benjental lag eine Mahlmühle, die um 1750 auf fürstbischöf­lich-speyerischem Gebiet errichtet wurde. Ihr Name stammt von dem letzten Betreiber die­ser Mühle, Johann *Platz. Die Mühle brannte in den 1860er Jahren ab. An ihrem Standort wurde ein Mühlstein gefunden und als Hin­weis auf die frühere Mühle aufgestellt 307.

 

Literatur/Urkunden:

- Schoch, W.: Allerhand aus dem Pfälzerland, a.a.O., S. 15

 

 

- Schleifmühle:

im Gimmeldinger Tal gelegen; sie wurde 1501 an Peter von Trier verliehen worden 308

 

 

- Schwabenmühle:

s. Mittelmühle

 

 

- Schwarztraubenmühle:

Mahlmühle im Gimmeldinger Tal, stellte 1904 den Betrieb ein 309.

 

 

- Talmühle, vordere Talmühle:

lag bachabwärts der heutigen „Loganlage“, welche die ehemalige Grenze zwischen dem oberen, zur Gemarkung Deidesheim, dem zum Fürstbistum Speyer gehörenden Gimmeldinger Tal und der Kurpfalz bildete. Die Vordere Talmühle lag auf kurfürstlichem Ge­biet, ca. 700 m vor dem Ortseingang von Gimmeldingen 310. Als sie im 18. Jh. errichtet werden sollte, gab es Widerspruch. Die Ge­meinde hatte sich gegen den Neubau ausgesprochen. Der Antragsteller behauptete, dies sei nur aus Haß gegen die katholische Religi­on geschehen, da er der einzige Katholik am Ort sei. Den­noch erhielt 1736 der Katholik Johannes *Beck die Erlaubnis zum Bau einer Mahlmühle. Um 1760 saß auf der Mühle aber wieder ein Lutheraner 311. Von der 1736 erbauten und bis etwa 1900 betriebenen Tal­mühle oder auch „vorderen Talmühle“ hat sich nach dem Umbau von 1927 ein Putzbau als Gastwirtschaft erhalten 312, das Kur- und Gasthaus „Talmühle“. Die Pensi­on wurde bis 1980 betrieben, das gesamte Anwe­sen 2005 geschlossen 313.

 

Karte:

- Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmel­dingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S. 45

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1076/4: „Acta betr: den Mühlenbau des Joh: Beck, 1736-1740“

 

 

- Talmühle, hintere Talmühle oder Neumühle:

lag bachabwärts der heutigen „Loganlage“, welche die ehemalige Grenze zwischen dem oberen, zur Gemarkung Deidesheim und zum Fürstbistum Speyer gehörenden Gimmeldinger Tal und Kurpfalz bildete. Die Vordere Talmühle lag auf kurfürstlichem Gebiet, ca. 1000 m vor dem Ortseingang von Gimmeldingen und 300 m oberhalb der vorderen Talmühle 314. Die Mühle wurde 1837 von Philipp *Ferckel er­baut und um 1898 von ihrem letzten Be­sitzer verkauft und stillgelegt. Heute sind nur noch auf dem Schutthügel ein aufgesetzter Mühl­stein und spärliche Mauerreste zu se­hen. Von dort weiter bachaufwärts erkannt man über Hunderte von Metern am östlichen Hang eine Geländestufe, durch die das vom Mußbach abgeleitete Wasser des Mühlkanals floß, der das oberschlächtige Wasserrad trieb 315.

 

Karte:

- Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmel­dingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S. 45

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. U35 [VK] Stadtarchiv Deidesheim Nr. 1447: Verpachtung der Mühle im Gimmeldinger Tal (Neumühle), Laufzeit der Akte 1843, 1898-1912, 1923-26, enthält u.a.: Baugesuch der Quickborngruppe Ludwigshafen-Friesenheim zum Um- und Aufbau der Ruinen der Mühle zu einem Jugendheim

 

 

- Untere Mühle:

im Gimmeldinger Tal gelegen auf Deidesheimer Gemarkung (gehörte zum Hochstift Speyer), ca. 150 m unterhalb der Obermühle (Esels­mühle) und oberhalb der Wappenschmiede; erbaut 1718 ursprünglich als zweiter Mahlgang der Obermühle. Die Untermühle erlitt 1733 und 1734 bei Unwettern schwere Schäden durch Zerbrechen des Wasserrades und des Wellbaums. 1866 wurde die Mühle von ihren Be­sitzen in Brand gesetzt und abgebrannt; Reste des steinernen Mühlkanals sind noch zu sehen 316.

 

Bis 1838 war der Wappenschmied Johannes Corell († um 1838) als Müller auf der Unteren Mühle. Nach seinem Tod wurde die Müh­le von der nach ihm bestehenden Erbengemeinschaft verpachtet. Im „Eilbote Landau“ wird am 23.6.1838 die Verpachtung der Mühle an­geboten: „Donnerstag den 5. Juli nächsthin ... wird das nachverzeichnete den Kindern und Erben des im Benjenthale, im Banne Deides­heim verlebten Müllers und Wappenschmieds Johannes Corell gehörige Mühlwerk nebst den dabei gelegenen Ländereien in besagtem Benjenthale, auf einen dreijährigen Pachtbestand öffentlich versteigert, nämlich: 1) die sogenannte untere Mühle, beste­hend in Mahl- und Schälgang nebst Schwingmühle, Wohn- und Nebengebäuden mit Waschküche und Keller, Pferde, Rindvieh und Schweinställen 2) die obere Mühle mit Mahl- und Schälgang“ 317.

 

 

- Wappenschmiede (heute Forsthaus Benjental):

im Gimmeldinger Tal unterhalb der Obermühle gelegen, auf fürstbischöflich-speyerischem Gebiet; an dieser Stelle stand ursprüng­lich eine 1699 errichtete Sägemühle, die aber bald aufgegeben wurde und verfiel. 1711 wurde dort eine Wappenschmiede mit einer dane­ben liegenden Schleifmühle erbaut. Der erste Beständer war der Waffenschmied Jakob *Coublier aus St. Lambrecht, der auch den dazu gehörigen „Pflanzgarten und Weiher nützen und genügen möge“ sowie einen „Wein- und Bierschank auf dieser Wappen­schmiede trei­ben“ dürfe. 1718 erhielt die Mühle mit fürstbischöflichen Mitteln einen zweiten Mahlgang und wurde auf weitere 6 Jah­re an Johann Vel­tin Müller verpachtet, weil er „seine Kinder in der römischen katholischen Religion erziehen zu lassen versprochen hatte.“ 1820 wurde die Wappenschmiede in eine Mahlmühle umgewandelt. Die zur ehemaligen Wappenschmiede gehörige Schleif­mühle lag ein kleines Stück unterhalb und diente schon einige Jahre bevor 1873 die Gebäude in das alleinige Eigentum von Deides­heim übergingen, als Woh­nung des Försters und wurde nach Erbauung des neuen Forsthauses (1874) im Jahre 1878 abgerissen 318.

 

Karte:

- Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmel­dingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S.45

 

Photo:

- LA Speyer Best. T 89 (Gienanth), Nr. 792, darin Photo von der Wappenschmied im Benjental in Gimmeldingen

 

Urkunden/Literatur:

- Thies, Katharina: „Wappenschmiede im Gimmeldinger Tal abgerissen“; in: Die Rheinpfalz, Ausgabe Neustadt/Haßloch, Nr. 32 vom 9.2.1959

 

 

- Wappenschmiede, Gienanth'sche:

die Mühle lag in dem vom Gimmeldinger Tal abzweigenden Benjental, südöstlich des Quaderhanges, 245 m Meereshöhe; die genaue Lage ist nicht bekannt; Sitzmann/Metz vermuten, daß die Grundmauern der Schmiede mit der späteren Obermühle überbaut wurden 319. Nach dem 30jährigen Krieg wanderte der calvinistische Schmied Pièrre Guinand (1630-1685) aus der Schweiz in die entvölkerte Pfalz ein und wurde am 4.3.1656 als „Peter Genandt“ [s. Peter Georg *Gienanth] in Gimmeldingen eingebürgert, seine Frau Magda­lena am 30.4.1656. Peter Genandt pachtete im oberen Teil des Gimmel­dinger Tales eine Mahlmühle und baute diese in eine Wappenschmied­e um. Das Wasser eines vor der Eisenschmiede aufgestauten Weihers betrieb über ein oberschlächtiges Wasserrad das Ham­merwerk. Peter Genanth gilt als Stammvater der Unternehmerfamilie Gienanth, die sich von Gimmeldingen, Neustadt, Edenkoben und Lambrecht weiter über die Pfalz in Eisenberg, Hochstein bei Winn­weiler Trippstadt u.a. ausbreitete 320.

 

Literatur/Urkunden:

- Metz, Erich und Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann, Reinhard und Sitzmann, Alfred: Gimmel­dingen. Leben im Weindorf (Neustadt 2008), S. 44-51

- Sitzmann, Alfred: „Die ehemaligen Mühlen im Gimmeldinger Tal“; in: Schneider, Reinhold und Sitzmann, Alfred: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes (Neustadt 1996), S. 369-376

- Sitzmann, Alfred: Führer durch Gimmeldingen (Neustadt 1993)

 

 

 

 

 

Gimsbach:

OT von Matzenbach, VG Glan-Münchweiler; Lk Kusel; früher auch als Gimbsbach angegeben; am Glan gelegen; das Dorf gehörte zum Amt Lauterecken aus dem Besitz der Grafen von Veldenz, kam mit dem Amt Lauterecken durch Heirat 1444 an das Herzogtum Zwei­brücken., dann von 1543-1695 beim selbständiges Fürstentum (Pfalz-Veldenz) und wurde nach langem Erbstreit 1733 der Kur­pfalz ein­verleibt. Ab 1733 kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Lauterecken, Schultheißerei Reichenbach.

 

Karten:

- Naudin-Karte von 1736/37: sehr genaue Darstellung u.a. von Gimsbach auf einer Landkarte findet sich auf den "Karten von Nau­din". Dieses für das Saarland und die Westpfalz einzigartige Kartenwerk, das in seiner Gesamtheit zwischen 1728 und 1739 durch die franzö­sische Kartographen-Familie Naudin erstellt wurde, zeigt Gimsbach in den Jahren 1736/37. Die Karte mit Gimsbach ist als Karte 8 im Be­sitz der Mediathèque du Pontiffroy http://www.chr-lorraine.fr/naudin/.

 

 

Mühlen:

- Schreckmühle, Schröckmühle:

heute Anwesen Neunkircher Straße 22. Die ehemalige Mühle wurde 1714 gegründet und seit Mitte des 18. Jh. als „Schreckmühle“ be­legt, gehörte früher der kurpfälzischen Hofkammer. Das hufeisenförmige Anwesen besteht aus einem einstöckigen, traufseitig zur Straße gestellten Wohn- und Mühlengebäude von 1826 und zwei Ökonomiegebäuden von 1853 bzw. 1887. Das Mühlengebäude steht über ei­nem hohen, das Gefälle des Hanges ausgleichenden Sockelgeschoß in das die Kammer für das Wasserrad integriert ist. Die Mühle er­hielt ihr Wasser über einen heute nicht mehr vorhandenen Graben, der entlang der Straße verlief und in ein Becken hinter dem östli­chen Wirtschaftsgebäude mündete, von wo das Wasser zur Mühle herunter geführt wurde. Die Schreckmühle ist ein inzwi­schen selten gewordenes Beispiel für die Mühlen einfachere Typs in den Seitentälern des Glan 321.

 

Die Mühle wurde während der kurfürstlichen Renovation am 12.5.1739 von einer Kommission besichtigt, bestehend aus dem Amts­schreiber Schabrock, Schultheiß Zinsmeister und einem Gerichtsschöffen. Dort heißt es u.a.: ...“Undt gleichen wie diese Mühle ei­gentlich kein Erbbestands- sondern eine Eigenthümbl: Mühl ist so forth nach Abzug de­ren Wießen dieselbe höher nicht als 400 fl zu­stehen kombt.“ 322

 

Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt und wie folgt beschrieben: „Johan *Stiegel­mayer eine eigenthümbl: Mahl­mühl zu Gimsbach mit einem Gang, gibt jährl: 2 Mltr Korn und 2 Mltr Haber Waßerfall in die Kel­lerey zeit ao 1714 laut vom ehema­ligen Oberambtmann von Strauch gegebenen Bestandsbrieff.“ 323

 

Die Mühle wurde erneut während der kurfürstlichen Renovation der Mühlen von 1739 von einer Kommission unter Leitung des Ramstei­ner Schultheißen Georg Adam Euerling (Anm. *Everling) am 18.9.1739 besichtigt und taxiert, der auch der Müller zu Die­delkopf im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg, Johann Nickel *Pfeifer als Sachverständiger angehörte. Dort wird die „Schröckmühl“ wie folgt beschrieben: „... daß diese nur einen Gang hat, und mit sol­chem wegen mangel des Waßers gantz... gestan­den, und soll solchem Vernehmen nach, dieße des Jahrs wegen mangel des Waßers gantz drücken gestanden, und soll sicherm Ver­nehmen nach, diese des Jahrs wegen Mangel des Waßers über 3 biß 4 Monath nicht brauchbar seyn: gibt vom Waßerfall jährl. 4 Mltr Römigsberger (Anm. = Re­migiusberg, Remigsberg) maßung halb Korn und halb Haber ...“. 324

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Band Kusel, a.a.O., S. 85

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1071a-d: „Acta betr: die s.g. Schreckmühle und deren Erbbestand, 1714-1776, 1739-1790, 1744-1790

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1071a-d [Anm.: die gleiche Akte]: Die Erbauung einer neuen Mühle durch W. Creuzer“

- LA Speyer Best. W1 Karte 18062: Gemarkungen Godelhausen und Gimsbach mit Dresen- oder Schreckmühle, o.D. (1800-1999)

 

 

 

 

 

Ginsweiler:

östlich von Lauterecken gelegen; VG Lauterecken, Lk Kusel; ursprünglich Gundeswilr; nördlich von Reipoltskirchen im Nordpfälzer Berg­land gelegen; im Odenbachtal das zwischen Alsenztal und Lautertal, liegt in der sog. "Alten Welt"; 1379 erstmals urkundlich er­wähnt; 1327 wurde die Grundherrschaft St. Medard an die Grafen von Veldenz verkauft; das Dorf blieb veldenzisch von 1327-1444; Graf Fried­rich III. von Veldenz, der letzte Veldenzer im männlichen Stamm, verstarb 1444 ohne männliche Nachkommen. Damit fiel die Grafschaft Veldenz an den Sohn seiner Tochter Agnes von Veldenz († °° mit † Pfalzgraf Stephan), Pfalzgraf Ludwig I. den Schwarzen von Pfalz-Zweibrücken; pfalz-zweibrückisch von 1444-1789. Die Gemarkungen von Adenbach und Ginsweiler bildeten vor dem 30jährigen Krieg noch eine Einheit mit der von Odenbach. In der Grenzbeschreibung von 1617 wird eine erste Trennung vorgenommen 325. Die ganze Schultheißerei Odenbach (mit Gins­weiler) gehörte zum Oberamt Meisenheim 326.

 

Mühlen:

lange vor der Erbauung der Ginsweiler Mühle war die “Bürgerschaft” von Adenbach, ebenso wie diejenige von Ginsweiler, vom Naum­burger Hof, von Becherbach, Gangloff, Roth, Cronenberg und Medard zur Odenbacher “Glanmühle” gebannt, die bereits im Vel­denzer Tei­lungsvertrag von 1387 urkundlich erwähnt ist; die Bannpflicht nach Odenbach wurde 1570 aufgehoben und eine 1570 eine Mühle in Ginsweiler errichtet 327.

 

Im Mühlenbericht des pfalz-zweibrückischen Oberamts Meisenheim von 1743 328 ist le­diglich die Ginsweiler Mühle aufgeführt.

 

In Ginsweiler gab es insgesamt drei Mühlen:

- Untermühle (Mahlmühle)

- Ohligmühle

- Pulvermühle

 

Im „Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel“ wird am 23.3.1857 die freihändige Versteigerung einer Mühle in Ginsweiler angekündigt: „... zu Ginsweiler ... läßt Carl Zapp, Müller allda,, wegen Wohnsitzveränderung ... versteigern: ein einstöcki­ges Wohnhaus mit 5 Zimmern, 2 Kammern, 2 Speichern, einer Mahlmühle mit 2 Gängen, Schälmühle, Schwingmühle, Oehlmühle mit doppelter Presse und ganz neuer Schrotmühle, Bäckereieinrichtung ...“ 329. ++++klären: welche Mühle++++

 

 

- Obermühle, Ginsweiler Mühle:

die Mühle ist am 7.10.1598 urkundlich erwähnt in einem Verwaltungsvorgang erwähnt, betreffend die Erteilung eines Erbbestands­briefs an den Müller Heinrich *May aus Becherbach: “Nachdem Uns unser Leibesangehöriger Unterthan Heinrich *May zu Becher­bach in unse­rem Ambt Meisenheim gelegen ... und zu erkennen gegeben, welchermassen Ihm die Obermühl zu Ginßweiler, unnden am Dorf an der Adenbach, in Glanodenbacher Gemarken gelegen (Anm.: die Gemarkungen von Adenbach und Ginsweiler bildeten vor dem 30jährigen Krieg noch eine Einheit mit der von Odenbach. In der Grenzbeschreibung von 1617 wird eine erste Trennung vorgenommen), so mit ei­nem Gang zu bauen, von seinen Eltern vor ungeverlich zwanzig Jahren erblich zugefallen und eingeräumt worden...” Heinrich *May, hat­te dem pfalz-zweibrückischen Keller in Meisenheim berichtet, der seinerseits brieflich die Regierung in Zweibrücken unterrichtete: “... zumittelst undt vor 9 Jahren noch eine Mühl, etwa einen Steinwurf unterhalb vorbemelter seiner Mahlmühl gebauet worden, welche aber durch Fahrlässigkeit in Abgang kommen”; er ist im Besitz “beeder itzgemelter Mühlen, weil er sich der ander Mühl halben mit dem Inhaber des Erkaufs wegen verglichen.” 330.

 

Am 20.9.1658 berichtet der Keller (Johannes) *Römer aus Meisenheim an die herzogliche Regierung in Zweibrücke, daß seit mehr als 30 Jahren keine Pacht mehr entrichtet worden sei, weil die Mühle in den bösen Kriegszeiten zu Boden gefallen, ruiniert, dachlos gewor­den und nichts mehr als Mauern und ein halb zerfallen Scheuerlein stehen 331.

 

Am 2.3.1662 ist N. *Wilhelm als Müller zu Ginsweiler im reformierten Kirchenbuch Medard aufgeführt; er läßt seinen Sohn Leon­hardt Wilhelm taufen 332; am 14.7.1667 wird Elias Wilhelm in der reformierten Kirche in Medard getauft, der “Sohn des Müllers zu Ginsweiler Wilhelm” 333.

 

Um 1696 betrieb J. N. Oster die Mühle in Ginsweiler. Das Bauwesen war durch den Krieg in schlechtem Zustand. Der herzogliche Ein­nehmer G. Kellermann schlug am 14.2.1696 der Regierung vor, dem Oster wegen der „unerträglichen Kriegsbeschwerden“ den Pacht zu erlassen 334.

 

1701 beklagte sich der Inhaber der Obermühle, Hans Adam Eckart beim pfalz-zweibrückischen Oberamt Meisenheim, daß ihm die „neu eingerichtete Pulvermühle“ das Wasser streitig mache 335.

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg (Sundahl'sches Verzeichnis) vom 1746 heißt es zur Ginsweiler Mühle: liegt am Odenbach, hat 2 Wasserräder für 1 Mahl- und 1 Schälgang. Pacht: 4 ½ Ma. Korn, dito Hafer und 1 Reichsthaler. Ginsweiler, Kronenberg und Naumburger Hof sind mit 38 Familien in die Mühle genannt 336.

 

1752 ist Christoph Kuch Betreiber der Mühle, 1754 Daniel Herter 337.

 

1756 gelangte ein Mühlenbericht des Oberamts Meisenheim 338 nach Zweibrücken und enthielt Angaben für die Mühle in Ginsweiler 339.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1756 wird die Mühle wie folgt beschrieben: Die Ginnß­weiler Mühl [hat] 2 Waßer Räder[,] einen Mahl und einen Scheelgang; (zahlt an Pacht) 1 fl an Gels, 4 ½ Mltr Korn, 4 ½ Mltr Habern. Ginßwei­ler, Cronenberg und der Naumburger Hoof aus 38 famil. bestehnd seynd hierheer gebannt.“ 340

 

In Ginsweiler lebte um 1760 (err.) der Müller Philipp/Johann Jakob Knecht, dessen Tochter Anna Ottilia Knecht am 13.4.1784 in Ginswei­ler den Johann Adam Bieler heiratete, den Sohn des Ginsweiler Ölmüllers David *Bühler; da die Ölmüller im Kirchenbuch ausdrücklich als Ölmüller vermerkt sind, während bei Knecht lediglich “Müller zu Ginsweiler” angegeben ist, dürfte er Müller auf der Mahlmühle ge­wesen sein 341.

 

Am 17.7.1776 ereignete sich im Dorf eine Überschwemmungskatastrophe. Durch ein „eingefallenes Donnerwetter“ wurde zur Nachtzeit Mahlmühle, Wohnhaus samt den Mühlengerätschaften und den aufgespeicherten Früchten des Müllers Philipp Speyer mit­gerissen oder verdorben. Der Müller mußte nach Jeckenbach zu seinem Bruder, die Frau zu ihrer Mutter nach Löllbach ziehen. Spey­er war so arm ge­worden, daß er den Landesherrn um ein Kollektenpatent bat, d.h. er durfte von Amts wegen betteln gehen 342.

 

Um 1790 war Ludwig Anton *Horbach Müller in Ginsweiler; Sohn des Müllers zu Lauterecken Konrad Horbach; °° 5.8.1790 mit Maria Eli­sabeth Krämer (aus Obermoschel, Tochter des Johann Krämer, Bürger zu Obermoschel) 343.

 

 

- Ohligmühle:

etwa 500 m oberhalb des Dorfes, bachaufwärts, zwischen Ginsweiler und Reipoltskirchen gelegen. 1702 bezeichnet “auf der Aden­bach” 344; Hans Adam *Eckhard (auch Eckardt) war Müller auf der Ohligmühle in Ginsweiler am Odenbach; die Mühle wurde 1721 bei einem Hochwasser zerstört und von Eckhard nicht wieder aufgebaut 345. Der Aufbau erfolgte durch andere Müller; gegen Ende des 18. Jh. gibt es mehre­re Ölmüller aus der Familie Bieler/*Bühler 346. Bis 1732 war Johann Jacob *Müller († 7.8.1732) “Öhlig­schläger zu Medard” 347; seine Witwe Anna Elisabeth NN heiratet am 23.6.1733 in Medard in 2. Ehe den Johann Peter Gravius 348; bis 1748 war Franz Ja­kob Fi­scher “Ölschläger zu Medard” († 13.5.1748 Medard) 349. Um 1763 war Jacob *Götz Ohligmüller zu Ginsweiler, der seine Tochter Anna Christina am 11.6.1763 taufen läßt; bei der Taufe des Sohnes Johann Adam Götz am 25.12.1765 war der Müller aus Ginsweiler Johann *Geisheimer als Pate anwesend 350. David *Bühler (auch als “Bieler” verzeichnet im refor­mierten Kirchenbuch Odenbach) war Ölmüller zu Ginsweiler; dessen Sohn Johann Adam *Bühler heiratete am 13.4.1784 in Gins­weiler die Müllerstochter Anna Otti­lia Knecht, die Toch­ter des Müllers in Ginsweiler Jakob Knecht 351. 1795 und 1797 läßt der “Öl­müller zu Ginsweiler” Karl Bieler und seine Ehefrau Elisabeth Katharina NN zweimal Kinder taufen, die im Kirchenbuch Odenbach eingetragen werden.

 

Müller auf der Ölmühle waren:

- 1598 Heinrich May

- vor 1721 Hans Adam *Eckhard († 1729)

- bis 1732 Johann Jacob Müller († 7.8.1732)

- um 1763/65 Jacob Götz

- von +++ - 1790 David Bühler/Bieler († 1.4.1790)

- ab 1790 Carl Bühler (Sohn des David Bühler)

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B 2 Nr. 902/5: Bericht des Meisenheimer Kellers vom 7.10.1598 über die Obermühle und Pulvermühle in Gins­weiler

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält für die Zeit von 1578-1796 u.a. Unterlagen über die Ölmühle zu Gimsweiler

 

 

- Pulvermühle:

lag bei Ginsweiler im Odenbachtal 352. Die Pulvermühle ist erstmals am 7.10.1598 urkundlich erwähnt; der damalige Besitzer der Ober­mühle (gelegen bachaufwärts zwischen Ginsweiler und Reipoltskirchen), Heinrich *May, hatte dem pfalz-zweibrückischen Kel­ler in Mei­senheim berichtet, der seinerseits brieflich die Regierung in Zweibrücken unterrichtete: “... zumittelst undt vor 9 Jahren noch eine Mühl, etwa einen Steinwurf unterhalb vorbemel­ter seiner Mahlmühl gebauet worden, welche aber durch Fahrlässigkeit in Abgang kommen”; er ist im Besitz “beeder itzgemelter Mühlen, weil er sich der ander Mühl halben mit dem Inhaber des Erkaufs we­gen verglichen.” 353.

 

1658 ließ der Pulvermacher Adam Mezler aus Kronenberg das durch Hochwasser weggeris­sene Wehr wieder aufrichten 354.

 

Am 7.2.1670 berichtet die Kellerei Meisenheim an die pfalz-zwei­brückische Rechenkammer in Zweibrücken: “Berichte sonsten, daß die Pulvermühl bey Gintzweiler noch in exe, undt der Pulverma­cher, mit deme man ehemal gewissen Bestandt gehabt, der aber, weil selbi­ger alters wegen etliche Jahr her erloschen, willig ist, waß ihm vor Salpeter von Fürstlicher RechenCammer zugeschickt wird, angereg­tem Bestand nach zu Pulver zu machen.” 355.

 

1701 beklagte sich der Inhaber der Obermühle, Hans Adam Eckart beim pfalz-zweibrückischen Oberamt Meisenheim, daß ihm die „neu eingerichtete Pulvermühle“ das Wasser streitig mache 356.

 

Offensichtlich wurde die Mühle 1704 durch die einquartierten Soldaten ruiniert und nicht wieder in Betrieb genommen.

 

Es wurde aber der Versuch gemacht, die Mühle muß wieder in Betrieb zu nehmen, wie sich aus einem Schreiben des Müllers in Wald­grehweiler, Johannes *Riegel, an die Rentkammer in Zweibrücken vom 11.7.1709 ergibt: “Wann aber .. zu besagtem Gintzwei­ler eine vor diesem in Gang gewesene Pulvermühl befindlich, welche zwar anjetzo unbrauchbar, auch durch die Neuburgische Solda­ten, als sie daselbst (Anm. 1704 im *Spanischen Erbfolgekrieg) im Winterquartier gelegen, trunckener Weise ziemlich ruiniert und verworffen wor­den, unterde­ßen gleichwohl das Dabey vorhandene Eysenwerck noch wohl vermuthet und zu seiner Mühl angewen­det werden könnte. Als nimmt er hiemit ... Eine Königliche Regierung und RentCammer anzuflehen, da er kein gleich groß Eysen in der Nähe haben kann, ... die­ses Eysen ... ehe es vollendts verrostet, -- über ein Jahr ohnfehlbar zu bezahlen, überlassen.” 357.

 

Anm.: im nahe bei Medard gelegenen Cronenberg lebte bis 1712 der Pulvermacher Johannes *Metzger; es erscheint naheliegend, in ihm den Pulvermüller der Pulvermühle bei Medard zu sehen 358.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B 2 Nr. 902/5: Bericht des Meisenheimer Kellers vom 7.10.1598 über die Obermühle und Pulvermühle in Gins­weiler

- Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 207

- Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 262

 

 

- Untermühle (Mahlmühle):

sie lag unterhalb des Dorfes und ist erstmals um 1570 urkundlich erwähnt. Die Mühle ist am 7.10.1598 urkundlich erwähnt in einem Verwaltungsvorgang erwähnt, betreffend die Erteilung eines Erbbestandsbriefs an den Müller Heinrich *May aus Becherbach: “Nachdem Uns unser Leibesangehöriger Unterthan Heinrich *May zu Becherbach in unserem Ambt Meisenheim gelegen ... und zu erkennen gege­ben, welchermassen Ihm die Obermühl zu Ginßweiler, unnden am Dorf an der Adenbach, in Glanodenbacher Gemar­ken gelegen (Anm.: die Gemarkungen von Adenbach und Ginsweiler bildeten vor dem 30jährigen Krieg noch eine Einheit mit der von Odenbach. In der Grenzbeschreibung von 1617 wird eine erste Trennung vorgenommen), so mit einem Gang zu bauen, von sei­nen Eltern vor ungeverlich zwanzig Jahren erblich zugefallen und eingeräumt worden...” Heinrich *May, hatte dem pfalz-zwei­brückischen Keller in Meisenheim be­richtet, der seinerseits brieflich die Regierung in Zweibrücken unterrichtete: “... zumittelst undt vor 9 Jahren noch eine Mühl, etwa einen Steinwurf unterhalb vorbemelter seiner Mahlmühl gebauet worden, welche aber durch Fahr­lässigkeit in Abgang kommen”; er ist im Be­sitz “beeder itzgemelter Mühlen, weil er sich der ander Mühl halben mit dem Inhaber des Erkaufs wegen verglichen.” 359. 1598 wird die „Breimehlmühle“ des Hans Franck „nächst unten an Ginsweiler auf der Aden­bach“ genannt 360.

 

Vor 1745 (err.) war der Müller Michael *Horbach als Müller in Ginsweiler 361.

 

Um 1745 war Georg Mathias der Müller in Ginsweiler (err., wird im Kirchenbuch nicht als “Ölmüller” und ausdrücklich als “Müller” be­zeichnet; seine Tochter Anna Elisabetha heiratet am 23.3.1745 den damaligen Müller zu Ginsweiler Philipp Henrich *Horbach 362.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Mühle, die damals noch zum pfalz-zweibrückischen Ober­amt Meisenheim gehörte, wie folgt beschrieben: „Die Ginnßweiler Mühl [hat] 2 Waßer Räder einen Mahl und einen Scheelgang; [gibt] 1 fl an Geld, 4½ Mltr Korn, 4½ Mltr Habern; Ginßweiler, Cronenberg und der Naumburger Hoof aus 38 famil. bestehend, seynd hierher gebannt.“ 363

 

Um 1765 war Johann Geisheimer der Müller zu Ginsweiler, der am 25.12.1765 als Pate bei der Taufe des Sohnes des Ölmüllers zu Gins­weiler Jacob *Götz ist 364.

 

Erbbeständer und Müller war 1776 der Müller Philipp Speyer; am 17.7.1776 ereignete sich in Ginsweiler eine Überschwemmungskata­strophe bei der zur Nachtzeit die Mahlmühle mit Wohnhaus, den Mühlengerätschaften und der aufgespeicherten Frucht weggeris­sen wurde. Speyer ist durch die Katastrophe so arm geworden, daß er ein herrschaftliches Patent zum Betteln erhielt, während seine Frau zu ihrer Mutter nach Löllbach ziehen mußte 365.

 

Ab 1782 war de Müller Philipp Jakob Knecht Temporalbeständer auf der Mahlmühle 366.

 

Die Tochter des Olmüllers zu Medard, Philipp Jakob *Knecht, Anna Ottilia Knecht heiratet am 13.4.1784 in Ginsweiler den Gemeinds­mann in Ginsweiler und Müllerssohn Johann Adam *Bühler, Sohn des Ölmüllers David Bühler 367.

 

1788 wird die Mühle in Ginsweiler als „Mahl- und Ölmühle“ bezeichnet 368.

 

Am 25.5.1840 kommt es zur Versteigerung der Mühle. In der Versteigerungsannonce im „Intelligenzblatt“ vom 29.2.1840 heißt es: „Auf Anstehen von Friedrich Linn senior, Rentner, zu Meisenheim wohnhaft, hier handelnd im eigenen Namen, so wie auch als ge­hörig Bevoll­mächtigter seiner übrigen Miterben, der zu Meisenheim verlebten Ehe- und Bäckersleute: Friedrich Linn und Elisabetha geborne Bayer, als: 1. Charlotte Linn ohne besonderes Gewerbe; 2) Carl Linn senior, Gerber; 3) Jacob Linn, Gastwirth; 4) Christian geborne Mathias, Wittwe des zu Meisenheim verlebten Weißgerbers, Leopold Linn ... und deren Kinder a) Carolina Linn, Gattin von Maximilian Rischmann, Conrector ...; b) Friedrich Linn junior, Advocat-An­walt; c) Carl Linn junior, Gerber d) Wilhelmina Linn, ohne Gewerbe; letztere vier als Er­ben ihres benannten verlebten Vaters, ... alle zu Meisenheim wohnhaft ... So wie in Gemäßheit ei­nes ... Commissorial-Urtheils des Kö­nigl. Bezirksgerichts Kaiserslautern... ge­gen die Kinder und Erben der zu Ginsweiler verlebten Ehe- und Müllersleute, Philipp Jakob *Knecht und Maria Margaretha geborne Schröder, 1) Jakob Knecht Adjunkt und Müller zu Ginsweiler wohnhaft; 2) Margaretha geborne Knecht, Wittwe von Philipp Krauß dem Dritten, Ackersfrau, zu Becherbach wohnhaft; 3) Carolina Knecht, Ehefrau von Jakob Schalber dem Zweiten, Zimmermann, sie aber ohne Gewerbe, beide zu Becherbach wohn­haft; 4) Charlotte Knecht, Ehefrau von Peter Schneider, Ackersleute, zu Adenbach wohnhaft; 5) Peter Knecht, Wagner, zu Odenbach wohnhaft, als Schuldner der benannten Linn'schen Erben, ist laut gehörig regi­strierter, und am 3. April 1838 durch den Herrn Präsi­denten am Königl. Bezirksgerichte zu Kaiserslautern vollziehbar erklärten, Schuld- und Pfandverschreibung des Notär Rischmann in Meisenheim, vom 26. Mai 1807; und infolge einer zweiten gehörig regi­strierten Schuld- und Pfandverschreibung des Notärs Gervi­nus in Lauterecken, vom 7. October 1823, zur Zwangsversteigerung ...“. 369

 

Dabei wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Eine Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange, nebst einer Ölmühle, einem einstöckigen Wohnhause Scheuer, Stallungen Hof und zwei Gärten mit Zubehör, enthaltend eine Are zwölf Centiaren, unter­halb Ginswei­ler gelegen ...; zwischen der Mühle und der Scheuer zieht die Straße nach Adenbach durch ...“ 370.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird genannt der Handelsmüller Jakob Göttel 371.

 

Im „Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel“ wird für 15.4.1867 die freiwillige Versteigerung der Mühle an­nonciert: „... läßt Herr Jakob Göttel, Müller in Ginsweiler, seine unterhalb Ginsweiler stehende Mühle mit zwei Mahlgän­gen, einem Schäl­gange, einer Oehlmühle mit doppelten Pressen und Schrotmühle nebst Wohn- und Oeconomiegebäuden ... 372.

 

Reihenfolge der Mahlmüller:

- um 1765 Johann Geisheimer

- 1776 Philipp Speyer

- ab 1782 Philipp Jakob Knecht

 

Photo/Abb.:

- Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., vor S. 1: Ansichtskarte (gezeichnet) um 1900

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 902 5: „Die Mahl- und Ölmühle zu Ginsweiler, 1788“

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält für die Zeit von 1578-1796 u.a. Unterlagen über eine Mühle in Ginsweiler

 

 

 

 

 

Glan, Fluß:

der Glan ist ein 90 km langer Fluß im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Hauptsächlich fließt er im Nordwesten der Pfalz, deren läng­ster Fluß er mit anteiligen 68 km ist. Der Mündungsteil des Glans verläuft dann in der Region Hunsrück-Nahe. Sein ungewöhn­lich großes Ein­zugsgebiet von 1201 km² kommt dadurch zustande, dass das Nordpfälzer Bergland mit seiner Verlaufsrichtung von Süd­west nach Nord­ost dem parallel fließenden Glan nahezu alle regionalen Wasserläufe zuführt. Der Glan entspringt im Ortsteil Höchen der Stadt Bexbach. Bereits nach rund 2 km verlässt er das Saarland, um bei Waldmohr rheinland-pfälzischen Boden zu erreichen. In der Pfalz durchfließt er Bruchmühlbach-Miesau, wo von links der von Schö­nenberg-Kübelberg kommende Kohlbach einmündet, nimmt dann bei Elschbach den Ohmbach auf und wendet sich in einer markan­ten Doppelschleife bei Gries in das Nordp­fälzer Bergland, das er von Süd nach Nord durchquert. Dabei passiert er Nanzdietschwei­ler, Glan-Münchweiler, Altenglan und Ul­met. Dort ändert sich die Laufrichtung nach Nordos­ten, der Glan fließt durch Offen­bach-Hundheim und Lauterecken, wo von rechts die aus Süden kommende Lauter (Waldlauter) einmün­det. Ebenfalls von rechts nimmt der Glan 6 km weiter bei Odenbach den gleichnamigen Bach auf. Nach dem Eintritt in die Hunsrück-Na­he-Region durchfließt der Glan die Kleinstadt Meisenheim, bevor er bei Odernheim von rechts in die Nahe mündet, einen linken Neben­fluss des Rheins 373.

 

Der Name „Glan“ kommt aus dem Keltischen und bedeutet wohl „hell, klar, glänzend, fließend“; zudem war „Glan“ Bestandteil des Na­mens eines keltischen Wassergottes. Andere Wasserläufe dieses Namens sind vom grammatischen Geschlecht weiblich, dieser Fluß nur gelegentlich: 1719 heißt es „die Glan“. Entlang des Glans führte eine alte Handelsstraße von Südwesten her ins Nahetal, die in Bingen endete. Außerdem bildete der Glan im 1. Jahrtausend v. Chr. die südöstliche Grenze der Hunsrück-Eifel-Kultur; damals siedelten hier Kel­ten. Später hinterließen die Römer ihre Spuren 374.

 

Am 20.2.1817 erläßt die kgl. bayrische Kreisdirektion Kaiserslautern die Anordnung die „Aichung der Mühlen am Glan“ in den Bürger­meistereien von Odernheim, Odenbach, Lauterecken, Hundheim und Quirnbach vorzunehmen und hierzu die Höhe der einzelnen Wehre an den Mühlen festzulegen. Mit der Durchführung wird der Kreisingenieur H. Wahl beauftragt 375.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 663/4: „Einreißen des Glanflusses vom Altenglaner Mühlenwehr an bis Patersbach, 1748-1794“

 

 

 

 

 

Glan-Münchweiler:

VB Glan-Münchweiler, Lk Kusel; der Ort unterstand zusammen mit dem Münchweiler Tal ab 1486 bis 1789 den Grafen von der Leyen; die Mühle in Glan-Münchweiler war pfalz-zweibrückisch im Oberamt Lichtenberg und war an die Grafen von der Leyen ver­pachtet.

 

Der OT Bettenhausen wurde nach Glan-Münchweiler eingemeindet 376.

 

Mühlen:

bereits im Weistum von Glanmünchweiler um 1330 wird eine Mühle erwähnt: „...cedunt nobis ....idem de molendino 15 sol. Treveren­ses, item molendinum dabit 8 maldra siliginis et 10 maldra avene ... . De predicto molendino domini Fabiani nullas expensas ha­bent, sed heredes edificabunt ...“ 377

 

Am 26.10.1713 ist Patin in der ref. Kirche zu Miesau bei der Taufe der Anna Catharina Barth, die Anna Hoffmann, Ehefrau des Müllers von Münchweiler 378.+++klären: welche Mühle+++

 

 

- Kammermühle:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. T3 Nr. 336: Weg zur Kammermühle, 1778

 

 

- Mahl- und Ohligmühle (Pfalz-Zweibrücken):

heute Anwesen Hauptstraße 2; das heutige stattliche, langgestreckte Mühlengebäude von 1815 wurde von Maurermeister Peter Bell aus Kusel für Ludwig Weber, Bannmüller und Bürgermeister von Glan-Münchweiler errichtet. Die heute stillgelegte, jedoch noch immer (Stand von 1999) betriebsbereite Mühle ist auf dem technischen Stand der 1970er Jahre mit liegender Wasserturbine 379.

 

Die Mühle war bereits im 16. Jh. umstritten und war u.a. Gegenstand eines Prozesses vor dem Reichskammergericht 1579-1590 wo der Kläger Johann Pfalzgraf bei Rhein und Herzog von Pfalz-Zweibrücken gegen Georg Hans Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern u.a. wegen den Rechten an der Mühle in /Glan Klage erhoben hat 380. Der Prozeß betraf das gewaltsame Einreißen des Mühl­wehrs der kla­genden Mühle in in Münchweiler bei Bettenhausen auf dem Glan und Durchsuchung des Mühlengebäudes nach dem Pächter Hans (Mül­ler) von Matzenbach, die Drohung, ihn bei Auffindung mit dem Tod zu bestrafen. Außerdem Abnötigung eines halben Guldens Strafe von zwei Untertanen des Klägers (Johann von Pfalz-Zweibrücken), die sich nicht an der Zerstörung des Mühl­wehrs beteiligen wollten. Der Beklagte (Georg Hans Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern, Graf zu Veldenz-Lützelstein) rechtfertig­te sein Vorgehen damit, daß die Herren von der Leyen auf ihrer Seite des Glan gegenüber von Münchweiler eine neue Mühle gebaut hatten 381. Dabei errichteten sie auf der Seite des Beklagten ein Mühlwehr, nachdem sie dort vorher eine vom Beklagten neu gebaute Mühle abgerissen hatten. Dazu hatte ihnen der Beamte des Kläger auf Lichtenberg die Erlaubnis erteilt unter der Bedingung, eine Ab­gabe dorthin zu entrichten 382.

 

Um 1671 war Hans Jakob *Weiermüller der Müller in Glan-Münchweiler; Witwer; °° II am 16.11.1671 mit Margaretha NN. (stammt aus Schmittweiler, Kübelberger Gericht), der Witwe des Michel Ließ 383.

 

Die Mühle war an die Grafen von der Leyen in Erbbestand vergeben und von diesen um 1746 an den Afterpächter Bernhard *Jacobi verpachtet 384.

 

Um 1719 wurde die Mühle als „herrschaftliche Mühle“ der Grafen von der Leyen bezeichnet. Der von der leyensche Schultheiß Peter Lang ließ im Dezember 1719 auf Anweisung der katholischen leyischen Obrigkeit die Pfarrscheune des lutherischen Pfarramtes in Glan-Münchweiler mit Äxten aufbrechen und das aus dem Zehnten und den Pfarrgütern des lutherischen Geistlichen stammende Ge­treide auf die „herrschaftliche Mühle schütten“ 385.

 

Die zur Mühle gehörende Ölmühle wurde 1731 neu erbaut 386. Haupt-Erbbe­ständer ist der Graf von der Leyen, der Abgaben an der pfalz-zweibrückische Amt Lichtenberg zahlt 387. Afterbeständer ist Bernhard *Jakobi 388. 1745 wird als Müller verzeichnet der Bern­hard *Jacobi. Der verheiratete Bernhard Jacobi soll seine Dienstmagd Christina Mussie geschwängert haben und Vater der am 27.12.1745 geborenen und am 28.12.1745 in Glan-Münchweiler getauften Elisabeth Barbara Mussie sein 389.

 

Die Mühle ist im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen und wie folgt beschrieben: "Laut der Kellerey Rech­nungen den Herren Grafen von von der Leyen von gnädigster Herrschaft in Erbbestand gegeben worden. Die Mahl- und Ohlig­mühle liegt am Glan, der im Dorfbrunnen zu Höchen entspringt, durch Waldmohr den Altenwoog und den Scheidenburger Woog bei Bruch­mühlbach bzw. Miesau fließt und das Oberamt Zweibrücken berührt. Sie ist 1 Büchsenschuß vom Dorfe (Glan)- und ¼ Stunde von der Rehweiler Mühle entfernt. 3 unterschlächtige Wasserräder für Mahl- und Schälgänge, 1 Wasserrad für die 1731 neu erbaute Ölmühle. Von benachbarte kurpfälzischen und gräflich leyischen Untertanen muß­te der Müller Land für den Ablaßgraben kaufen. Hauptpächter ist der Graf von der Leyen, der nach Lichtenberg 1 ½ Malter Korn und dasselbe an Hafer liefert, von seinem Afterbe­ständer Bernhard *Ja­cobi aber 40 Ma. Korn Lauterer Maßung jährlich verlangt. Das ganze „Ämtgen“, also Nanzweiler, Dietschwei­ler, Grieß, Börschborn und Haschbach mit zusammen 151 Familien, ist in die Mühle gebannt. Als Molter nimmt der Müller 1 Sester oder 4 Firnsel vom Lauterer Mal­ter. Die Mühlsteine sind vom Vockenrech bei Paters­bach. Zur Mühle gehört eine Pletsch- oder Not­mühle, die mit aus einem beson­ders angelegten Weiher angetrieben wird. Sie gelangt zum Einsatz, wenn die Hauptmühle im Winter wegen Eisgangs und im Sommer wegen Wassermangel nicht mahlen kann.“ 390.

 

Dort heißt es weiter: „was die Ohligmühle anbeträfe, wäre bey der jetzig Zeiten wegen Mangel des Gesäms kein sonderlicher Ge­werb, und auch kein großer Verdienst, getrauet aber wann solches bey der Handt- und dieser Einrichtung 2 Malter Kohls in 24 Stund zu schlagen“ 391.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Münchweiler Mahl Ohlig und Noth Mühl hat 2 Mahlgang (und) 1 Mahl und Scheelgang, gibt jährl: an Pfacht 1 ½ Malter Korn, 1 ½ Malter Habern, (und weitere) 40 Malter Korn wird dem Hrn. Grafen von dem Erbbeständer gel. (Anm.: der Haupterbbeständer waren die Grafen von der Leyen); kan 16 Malter in 24 Stund (mahlen) und ist das ganze Münchweiler Amtes, als Munchweiler, Dietschweiler, Grieß, Berschborn (heute Börsborn) et Haspach (heute Haschbach, südlicher OT von Henschtal, VG Glan-Münchweiler) aus 154 Familien bestehend dahin gebannet.“ 392

 

1771 und auch 1791 ist Ludwig *Weber als Bannmüller in Glanmünchweiler; seine Tochter Maria Karolina Katharina Weber heiratet am 23.6.1791 in der luth. Kirche in Münchweiler/Glan den Konrad Krämer, den Sohn des † Schultheißen zu Alsenborn, Wilhelm Krämer 393.

 

1864 wird Ludwig Weber, „Müller und Oeconom in Glanmünchweiler“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz ge­nannt 394.

 

Als Karl Faber die die Erzweiler Mühle bei Baumholder (Trup­penübungsplatz Baumholder) 1939 verlassen mußte, ließ er sich in Glan-Münchweiler nieder und baute den Betrieb vor allem seit 1949 zu einem modernen Unternehmen aus 395.

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Band Kusel, a.a.O., S. 69

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer: Best. B 2 Nr. A 294/7 B. 13r-16r

- LA Speyer Best. A2 Nr. 854: „Glanmünchweiler, Mühle; Acta in Sachen Pfalz-Lauterecken ./. Pfalz-Zweibrücken die Mühle zu Münchwei­ler bei Bettenhausen auf dem Glahn, auch darüber abgefaßtes Protokoll, aus dem zu ersehen ist, daß Zweybrücken das Wa­ßer abgraben weil der ganze Bach allein Zweibrücken gehört, 1579; Anm.: fehlt und war bei Prüfung dieses Faszikels im Januar 1884 nicht mehr vor­findlich“

- Wentz, Anni: Die Geschichte der Mühle zu Glan-Münchweiler; in: Westrich-Kalender. Kusel. 1985, S. 58-62

 

 

 

 

 

Glanodenbach:

s. Odenbach am Glan

 

 

 

 

 

Gleisweiler:

VG Edenkoben, Lk Südliche Weinstraße; gehörte seit 1587 zur Kurpfalz, Oberamt Germersheim 396.

 

1622 wurde das Oberamt Germersheim, zu dem das Dorf gehörte, von österreichisch-kaiserlichen Truppen erobert. Kaiser Ferdinand II. hatte das Oberamt Germersheim, eines aus den besten und vornehmsten Ämtern in der unteren Pfalz, Kurfürst Friedrich V. nach dessen Annahme der böhmischen Königskrone entzogen und das ehemalige 1330 an die Pfalzgrafen verpfändete Reichsgut seinem Bruder Leo­pold administrationsweise und 1628 nach dessen Heirat mit Claudia de' Medici zu Eigentum übertragen. 1631 verließen die österreichi­schen Beamten auf der Flucht vor den Schweden die Stadt Germersheim, kehrten aber nach der Rückeroberung durch die Kaiserlichen 1635 wieder zurück 397).

 

Reformierte Pfarrei um 1600, ab 1659 Pfarrort für das Siebeldinger Tal. 1732 de facto Filiale von Siebeldingen, 1749 von Godram­stein. Lutheraner und Katholiken nach Godramstein gepfarrt. KB ref. 1696 398.

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von 26 katholische Familien und 25 nichtkatholischen Familien auf 399.

 

Mühlen:

s. Heinrich Balthasar *Cator; Andreas *Steiner; Heinrich *Unger

 

 

- Kestenmühle im Hainbachtal:

südlich von Gleisweiler, am Eingang des Hainbachtals gelegen, heute Hainbachtal 1, 76835 Gleisweiler

 

1653 urkundlich erwähnt als „gegen der Kestenmühle“ 400.

 

Die Kestenmühle im Hainbachtal bei Gleisweiler wurde 1740 von Heinrich Balthasar *Cator errichtet 401. Auf diesen folgte der Mül­ler Jo­hann Balthasar *Steiner und dann um 1768 dessen Sohn Andreas *Steiner 402.

 

1755 heißt es: „Ein Mahl mühl im Thal gelegen und die Castanien Mühl genannt“ 403.

 

Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 ist die Mühle wie folgt beschrieben: „Andreas Steiner hat von sei­nem verstorbenen Vater die sogenannte in Gleisweiler Gemarkung liegende Köstenmühle, so mit einem Waßer Rad sodann einem Mahl – und einem Schehlgang versehen, ererbet, gibt jährlichen in die Kellerey Germersheim 5 Malter Korn Waßer Fall Pfacht, so­dann 5 fl Gült in die Pfleg Eußerthal , nicht weniger 3x Collectur Zinnß.“ 404

 

Philipp Leonhard Unger kaufte 1818 die Kestenmühle bei Bad *Gleisweiler 405 und baute sie zur Papiermühle um [s. Papiermühle Unger].

 

 

- Papiermühle Unger:

südlich von Gleisweiler, am Eingang des Hainbachtals gelegen, heute Hainbachtal 1, 76835 Gleisweiler; ursprünglich *Kestenmühle im Hainbachtal.

 

1818 kaufte der aus Neustadt stammende Philipp Leonhard *Unger (geb. 1769 Neustadt/Hardt), ein gelernter Seifen­sieder, eine am Fuße des Ringelsberges gelegene Getreidemühle (s. Kestenmühle) und baute diese zu einer Papiermühle um 406, in der er neben einem kleinbäuerlichen Betrieb am 17.2.1818 Schreibpapier verschiedener Sorten herzustellen begann. Im folgenden Jahr wur­de auch die Her­stellung von Pappen aufgenommen 407.

 

An den Umbau erinnert noch die Inschrift im Türsturz über dem Eingang zum alten Fertigungsraum: „P.L.U. - 1820 – M.H.U.“ 408, näm­lich Philipp Leonhard *Unger und Magdalena H. Cordier 409.

 

Der Sohn und Betriebsnachfolger Heinrich Unger nahm 1827 einen Umbau an „Haupt und Gliedern“ vor und gab den Gebäuden das heutige Aussehen 410. „Das Wasser des Hainbachs war zwar für die Papierherstellung sehr geeignet, bot jedoch für Antrieb der einfa­chen Maschinen (Lochgeschirr und Holländer) wenig Energie. Unger kaufte deshalb auch die Wappenschmiede 411 (deren Verkauf die Besitzerin Witwe Bonnet, im Amts- und Intelligenzblatt am 23.11.1842 annoncierte 412), die etwa 300 Meter talaufwärts stand, und einen Geländestreifen von 900 Meter längs des Hainbachs. Das Bächlein hat auf dieser Strecke ein Gefälle von 35 Meter. Um dieses voll ausnützen zu können, wurden ca. 60 Meter unterhalb des Hammers, dann unmittelbar bei der Mühle und nochmals ca. 50 Meter unter­halb derselben je ein Wasserrad aufgestellt und dabei Produktionsstätten für die Ganz- und Halbzeug-Herstellung [s. Abschnitt Erläute­rungen] errichtet. Die Schöpfbütten wurden in der entsprechend umgerüsteten Mühle aufgestellt“ 413.

 

1858 wurde durch den Sohn und Betriebsnachfolger H[einrich] Unger eine Dampfmaschine und 1861 eine Papiermaschine aufgestellt 414.

 

Friedrich Heinrich Unger, der jüngste Sohn des Heinrich Unger ist Betreiber der Papiermühle Unger 415; er über­nahm zum 1.7.1865 von seinen Eltern die Papiermühle zum Preis von 22000 Gulden416 und rüstete diese zwischen 1858 und 1861 zu einer Papierfabrik um. Im ursprünglichen Büttenraum wurde eine Papiermaschine aufgestellt. Daneben wurde der Papiersaal mit einem Längs – und Querschnei­der eingerichtet, eine Packerei schloß sich an. In dem Gebäudetrakt links des Hofes wurde in der Mitte ein Dampfkessel montiert. Werk­statt und Pferdewagen befanden sich im gleichen Flügel. Hinter dem zweiten Tor rechts wurde in Erdgeschoß der Holländer aufgestellt, im Stockwerk darüber stand der Lumpenkocher. Die Inschrift über der Tür mit den Initialen F.H.U und A.M.U. zeigt an daß dieser Neu­bau 1884 fertiggestellt wurde 417.

 

In der Papierfabrik wurden zunächst Papiere verschiedener Art und unterschiedlicher Qualität, so auch Druckpapiere für den Cotta-Ver­lag hergestellt. Um die Jahrhundertwende zum 20. Jh. wurde der Betrieb nochmals umgerüstet in eine Filtermassefabrik. Aus dem Fa­serbrei wurden wurden jetzt Filtermasseplatten produziert, die vor allem in Brauereien benötigt wurden. Beliefert wurden z.B. Münche­ner Brauereien, Brauereien in den USA, auch Monninger in Karlsruhe 418.

 

1916 wurde der Betrieb infolge Rohstoffmangels geschlossen. 1920/22 machte die Erbengemeinschaft Unger nochmals den Versuch, die Produktion weiterzuführen. Ein Fachmann namens Ernst Unger (kein Verwandter der Familie) wurde engagiert. Neue Schwierigkeiten, bedingt durch die Inflation, zwangen 1922 zur endgültigen Stillegung der Fabrik 419.

 

1979 werden Dr. Heinz Hilz und Ehefrau als Eigentümer der ehemaligen Papiermühle genannt 420.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41Karte Nr. 2168/3: Klassifikationsplan Frankweiler, 1840

 

Photo:

- Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O. S. 77: Blick auf die Papiermühle/Papierfabrik Unger und das Hainbachtal

- Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O. S. 78: Heinrich Unger, geb. 1798

- Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O. S. 79: Teilansicht der ehemaligen Papiermühle Unger (Innenhof). Typisch das hohe Dach, des Gebäudes auf der Nordseite des Hofes, unter dem die Trockenräume untergebracht waren

- Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O. S. 80: Trog eines Holländers, gebauen aus einem Felsblock, im Hinterhof der ehemaligen Papiermühle Unger

- Weber: Mühle der besonderen Art, a.a.O. S. 81: Papierfabrik Unger bei Gleisweiler. Matrize für Einprägungen in die Filterpapierplatten

 

Literatur/Urkunden:

- Weber, Friedrich Wilhelm: Reminiszenzen an die Papiermühle Unger bei Gleisweiler; in: Heimatjahrbuch 1988 Landkreis Südliche Wein­straße, S. 154-159

- Weber: Mühle der besonderen Art, a.a.O. S. 76-82

 

 

- Wappenschmiede:

im Hainbachtal etwa 300 m oberhalb der Papiermühle Unger 421, unterhalb der „Walddusche“. An Stelle der Schmiede steht heute ein villenartiges Gebäude 422.

 

Im Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz vom 23.11.1842 annoncierte die Besitzerin Witwe Bonnet den Verkauf der Wappenschmiede 423: diese „besteht aus einem Wohnhause mit der Schmiede, Stallung, Schoppen, Hofgering, aus der Schleifmühle mit Hof, Baum- und Pflanzgarten, Wiese und Wasserbehälter, hat hinreichend Wasser auch zum Betriebe eines anderen Werkes“.

 

Der Betreiber der unterhalb gelegenen Papiermühle Unger, litt an Wassermangel. „Das Wasser des Hainbachs war zwar für die Papier­herstellung sehr geeignet, bot jedoch für Antrieb der einfa­chen Maschinen (Lochgeschirr und Holländer) wenig Energie. Unger kaufte deshalb auch die Wappenschmiede 424, die etwa 300 Meter talaufwärts stand, und einen Geländestreifen von 900 Meter längs des Hain­bachs. Das Bächlein hat auf dieser Strecke ein Gefälle von 35 Meter. Um dieses voll ausnützen zu können, wurden ca. 60 Meter unter­halb des Hammers, dann unmittelbar bei der Mühle und nochmals ca. 50 Meter unter­halb derselben je ein Wasserrad aufgestellt und dabei Produktionsstätten für die Ganz- und Halbzeug-Herstellung [s. Abschnitt Erläute­rungen] errichtet. Die Schöpfbütten wurden in der entsprechend umgerüsteten Mühle aufgestellt“ 425.

 

 

 

 

 

Gleiszellen:

OT von Gleiszellen-Gleishorbach; VG Bad Bergzabern Lk Südliche Weinstraße; ursprünglich den Herren von Ochsenstein (später Graf­schaft Hanau-Lichtenberg) zustehend 426, dann war das Dorf war kurpfälzisch und gehörte zum Unteramt Landeck 427.

 

Mühlen:

es gab die Guhlmühle und die Sägmühle 428.

 

 

 

 

 

Godelhausen:

OT von *Theisbergstegen, VG Kusel, Lk Kusel

 

Am Glan, südlich von Altenglan, der ursprünglich östlich der Glan gelegene Deinsberge (oder Theisberg) wurde erstmals 982 ur­kundlich erwähnt. Am 10.7.1715 wurde der Ort mit mit dem Dorf Stegen vereinigt. Das südlich gelegene Dorf *Godelhausen gehört seit 1969 als Ortsteil zu Theisbergstegen. Der OT Theisbergstegen war kurpfälzisch, der OT Godelhausen war pfalz-zweibrückisch 429.

 

Mühlen:

- Godelhausener Mühle:

der Ort Godelhausen war pfalz-zweibrückisch und gehörte zum Oberamt Lichtenberg.

 

Die Mühle zu Godelhausen hat eine weit zurück reichende Geschichte. Bereits in der Ersterwähnungsurkunde des Dorfes Godelhausen von 1364 wird auch die Godelhauser Mühle erwähnt. Neben den Mühlen zu Altenglan und Katzenbach wird dort genannt: „die Mule zu Godelsauwe“. Sie hatte an Abgaben an die Herrschaft zu entrichten 20 Mltr Korn und 20 Mltr Hafer 430.

 

Diese Mühle war später offenbar untergegangen, wie sich aus einer Prozeßakte von 1578 ergibt. Damals kam es zu einem Prozeß vor dem Reichskammergericht Speyer um Rechte im Remigiusland zwischen dem Fürsten von Pfalz-Veldenz und dem Herzog von Pfalz-Zweibrücken 431. In diesem Verfahren berichteten Zeugen: „Wahr, das zu Godelhausen [in den 1520er Jahren] khein Mahlmühl gewe­sen, sonder die Fleckenn unnd Dörffer daselbsten umbher, haben inn der Mühlenn zu Stegen, die ein gepannte Mühl, von Altter hero zu jeder Zeitt mahlen müßen; sollenn auch noch hinfürther anderstenn zu mahlenn bey Straff abgehalttenn und verpotten [sein], auch die neue Mühl, so zu Godelhausen gebauet, abgethan [abgerissen] … werden“. Zu diesem Abriß kam es nicht mehr 432.

 

Der Godelhauser Bürger Hans Kärcher hatte sie in den 1580er Jahren neu errichtet, wobei er den Herzögen einen Pachtzins von zwei Gulden und zwei Malter Korn zu zahlen hatte 433. Zink ging noch davon aus, daß Hans Kärcher aus Godelhausen in den 1580er Jahren diese Mühle ganz neu errichtet habe. Er konnte aber, wie inzwischen nachgewiesen ist, bereits auf eine weitaus ältere Mühle an dieser Stelle zurückgreifen. Er habe, schreibt Kärcher, 1580 die Erlaubnis erhalten, eine Walk- und Sägmühle „dieser mülen anzuhenken an dem new Welbaum, davon er järlich 3 Cappen [Kapaune]gibt“. Er habe es mit der Walkmühle versucht, allein „der hats zur Hälfft zerris­sen, daß er itzt gar ein new Geschleg machten müßt“. Kärcher fühlte sich gegenüber den anderen Müllern an Glan benachteiligt, da er nicht wie diese Fronfreiheit besaß. Als er um diese Erleichterung nachsuchte, wurde er abgewiesen mit der Bemerkung, daß zu seiner Mühle keine Banngäste gehörten und er als der vornehmste und reichste Mann des Oberamts Lichtenberg gelte, der außerdem och eine zweite Mühle in Medard im amt Meisenheim gebaut habe 434.

 

1588 verläuft die Grenze der Godelhau­ser Gemarkung „vber der Godelhauser Mullen, die sonsten auch Hanß Karchers Muhl genannt wird“ 435.

 

Die Godelhauser Mühle stand immer im Schatten der Theisbergstegener Bann Mühle, weil die Bauern verpflichtet waren, zunächst die aufzusuchen und nur in Ausnahmefällen nach Godelhausen zu gehen. Dennoch konnte sich die Mühle überraschend lange halten. Im Jahre 1609 wohnte Debold Schloß mit seiner 9köpfigen Familie in der Godelhauser Mühle: er selbst, seine Ehefrau Agnes, die Söhne Jo­hannes und Nickel und die 5 Töchter Eva, Appel [= Appolonia], Barbel, Margaretha und Katharina 436.

 

Die Godelhauser Mühle hatte ursprünglich nur einen Gang, später kam noch eine zweiter dazu. In einem Verzeichnis von 1625 wird sie unter den Mühlen mit 2 Mahlgängen genannt. Im 30jährigen Krieg ging die Godelhauser Mühle unter. 1681 heißt es in einem Schreiben des pfalz-zweibrückischen Kellers Leyser in Lichtenberg, die „Mühl zu Godelhaußen“ habe ehedem „zur Kellerey zur Pfacht gebracht 3 Malter, 3 Faß Korn undt 3 Malter, 3 Faß Habern, ist aber, wie bekandt, lange Zeith hero verfallen und nicht in Gang geweßen“ 437. Nie­mand habe sich durch die Jahrzehnte hindurch um sie gekümmert, bis sich 1681 ein Bast (= Sebastian) Becker aus Fockenberg im Amt Lauterecken, ein Verwandter der Familie Kärcher, zum Wiederaufbau der Mühle bei der pfalz-zweibrückischen Verwaltung meldete. Er schreibt an den Fürsten: Es hatt meiner Haußfrauen Altvatter (= Großvater) selig Jonas Kärcher, vor langen Jahren eine Mühle zwischen Gottelhausen und Gimbspach auf Ewer fürstlichen Durchlaucht Jurisdiction liegend in Possession gehabt … . Ist aber von 40 Jahren hero durch das lange Kriegswesen ruinirt, verfallen und in keinem Gang gewesen. Wann nun ich willens bin, solche wiederumb aufzubauen und in ihren vorigen Stand zu bringen“. Becker erhielt „wegen vieler Bau- und Unncösten“ drei Freijahre und anschließend eine ermä­ßigte Pacht 438.

Am 5.8.1685 wird im luth KB Reichenbach als Pate genannt „Jacob Becker der Müller von Gödelhausen“ 439.

 

Im Jahr 1693 scheinen Daniel Botz aus Gimsbach und Johannes Schäffer als vermeintliche Erben des Müllers Kärcher dem Müller Sebas­tian Becker den Besitz an der Mühle streitig gemacht zu haben, zitierten ihn „vors Praesidial nach Saarlouis“ (die Pfalz gehörte damals für kurze Zeit zur französischen Saarprovinz) wo sie von ihm 130 Gulden Abstand forderten. Das aber, so schreibt Becker an die Herr­schaft, führte dazu, daß „ich in äußersten Ruin gesetzet und zu Liefferung des Pfachts itzt und fürterhin incapable gemacht würde 440. Es ist nicht überliefert, ob Becker dadurch veranlaßt wurde, die Mühle aufzugeben. Jedenfalls war er im Jahre 1702 in Limbach, von wo aus er Beschwerde wegen der Beschädigung seiner Mühle durch kurpfälzische Truppen erhob. Da die Mühle anscheinend leerstand, ris­sen die Soldaten den Steg über den Glan ab und machten sich daran, auch das Wehr niederzulegen 441.

 

Offensichtlich hat Becker die Mühle an Anton Heß aus Godelhausen verkauft, der seinerseits bereits 1705 seine Mühle für 920 Gulden an Hans Jakob Becker aus Neunkirchen am Potzberg verkaufte. Heß verwendete den erzielten Kaufpreis, um die ihm im Erbgang zugefalle­ne Limbacher Mühle zu übernehmen (und wohl die anderen Miterben auszuzahlen 442.

 

 

Johann Nickel *Becker behielt die Godelhauser Mühle nicht lange, sondern verkaufte diese bereits 1706 an Hans Nickel *Theobaldt 443 aus der „Albermühle“ (s. Niederalben) 444. Dieser erhielt am 22.3.1706 einen Erbbestandsbrief über die Godelhauser Mühle durch die pfalz-zweibrückische Regierung 445.

 

Auf Hans Nickel Theobald folgte der Sohn Abraham I. Theobaldt. Dieser suchte 1725 um die Genehmigung zur Errichtung eines Schäl­gangs nach, weil er sich auf das „Weißmahlen“ verlegen wollte, dieweil ihm der kurpfälzische Müller zu Theisbergstegen die Nahrung wegnehme [Anm.: die Godelhauser Mühle lag nahe der Grenze zwischen Pfalz-Zweibrücken und Kurpfalz] und er meist nur Fremde zu versorgen brauche. Der beantragte Schälgang wurde von der pfalz-zweibrückischen Regierung genehmigt. Wegen der „Grenz“-Probleme erhielt der Müller Abraham I. Theobaldt 1735 sogar Fronfreiheit 446.

 

Die Mühle in Godelhausen ist im Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746 aufgenommen und wie folgt beschrieben: „Die Go­delhauser Mahlmühle liegt ebenfalls am Glan zwischen den kurpfälzischen Mühlen zu Matzenbach und Theisbergstegen, nicht weit vom Dorfe Godelhausen. 3 unterschlächtige Wasserräder, daneben ein Aal­fang, Fischgerechtigkeit im Mühlteich. Wehr 200 Schritt oberhalb der Mühle. Erbbeständer ist Abraham *Theobaldt. Laut Erbbe­standsbrief vom 31. Januar 1739 entrichtet er als Pacht 2 fl (den fl zu 15 bz), 3 Ma. 3 Faß Korn und 4 Ma. Hafer und hat gemäß eines Rescripts vom 30.7.1735 das Recht, die Erbpacht ent­weder in bar oder in Naturalien zu bezahlen. In die Mühle gebannt sind Godel­hausen, Eisenbach und Etschbach mit zusammen 29 Familien. 1706 verkaufte der Vorbesitzer Johann Nickel *Becker an Nickel *Theobaldt, den Vater des derzeitigen Inhabers“ 447. 1748 wird dem Müller Abraham I. Theobaldt ein neuer Erbbestandsbrief ausgestellt, in dem auch die über dem Glan auf kurpfälzischer Seite liegenden Ländereien aufge­führt sind 448.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1756 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörende Mühle beschrieben wie folgt: „2 Mahlgäng, 1 Mahl und Scheelgang, (gibt an Pfacht jährl:) 2 fl an Geldt, 3 Malter 3 Faß Korn, 4 Mal­ter Habern; die dabey liegende Orte seynd Godelhausen, Eisenbach, Etschberg, 29 Famillien seyend aber nicht dahin gebannet, ge­trauet sich aber 50 Mahlgäst ... zu können“ 449.

 

1778 übernahm der Sohn Abraham II Theobald, °° mit Anna Katharina Kirche, die „Goddelhauser Mahl Mühle“ als Erbe nach seinem Va­ter um rund 1050 Gulden. Ihm wird 1781 noch einmal seine Aalfanggerechtigkeit bestätigt: „daß ersagter Goddelhauser Müller, gestal­ten derselbe schon seit 40 und mehrern Jahren im ruhigem Besitz seines bey dessen Mühle am Glahn habenden Aalkobens sich befindet und in deßen Besitz fernerhin ruhig belassen werden soll“ 450.

 

1782 vertauschte Abraham II Theobald seine Godelhauser Mühle gegen die Friedelhauser Mühle von Daniel Köhler, wobei Köhler die hohe Summe von 1150 Gulden aufgab 451. Der Tausch wurde durch die pfalz-zweibrückische Regierung genehmigt und der Müllermeis­ter Daniel Köhler, verheiratet mit Anna Barbara Groß, erhielt am 28.11.1782 einen Erbbestandsbrief. Köhler erweiterte 1787 die Mühle um eine Ölmühle, was bei den Ölmüllern der Umgebung einen Sturm der Entrüstung hervorrief. Sie führten allerlei Gründe an, um die Herrschaft zur Ablehnung des Köhler'schen Gesuchs zu bestimmen. Diese machten allerdings wenig Eindruck, denn die pfalz-zweibrücki­sche Regierung stellte Köhler am 11.6.1787 einen Erbbestandsbrief über die Ölmühle aus gegen einen jährlichen Erbbe­standszins von 6 Gulden 452.

 

 

 

Im 19. Jh. war ein Karl Scheuermann der Müller auf der Godelhauser Mühle; er führte führte zusammen mit dem Rutsweiler Müller Ja­kob *Drees einen jahrelangen Streit gegen den Besitzer der Theisbergstegener Mühle, dem sie vorwarfen, durch Veränderung der Stau­wehrhöhe den Wasserabfluß zu ihrem Nachteil verändert zu haben 453. Es handelt sich wohl um den Müller Carl *Scheuermann. Am 3.5.1850 wurde im Intelligenzblatt des Rheinkreises ein Diebstahl zum Nachteil des Müllers Carl Scheuermann bekanntgegeben: „In der Nacht vom 16./17. April letzthin wurde auf der zur Gemeinde Goddelhausen gehörigen Mühle ein Diebstahl zum Nachtheile des Müllers Carl Scheuermann durch bis jetzt unbekannte Thäter 50 bis 60 große Käse und 26 Handkäse aus einem Keller mittelst Ge­brauch eines falschen Schlüssel entwendet. Wer über diesen Diebstahl ...“ 454. Am 27./28.9.1870 wurde Philippine Scheuermann, die Tochter des Müllers auf der Godelhauser Mühle, Karl Scheuermann, vor dem Schwurgericht für die Pfalz in Zweibrücken wegen Kindsmordes ange­klagt, wegen milderer Umstände nur zu Haftstrafe von 5 Jahren Zuchthaus verurteilt 455.

 

Erst im Jahre 1903 wurde die Mühle von der Stadt Kusel erworben und zu einem Wasserwerk ausgebaut. Heute beherbergt sie ein Restaurant mit dem Namen das „Alte Wasserwerk“ 456.

 

Karte:

- LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 26

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2199, Karte von 1845

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 908 3: „Mahl- und Ölmühle zu Godelhausen, o. D.“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 908 5: Aalfang an der Godelhauser Mühle, o. D.“

- Theiß, Volker: Von der alten Mühle über das Wasserwerk zum gastlichen Haus; in: 650 Jahre Godelhausen : [1364 - 2014] / [Hrsg.: Ortsgemeinde Theisbergstegen. Red.: Dieter Zenglein ... ]. - Theisbergstegen, 2014. - S. 68-75

- Zink, Albert: Zur Geschichte der Godelhauser Mühle; in. Die Abendstunde (Kuseler Ztg). 2. 1936. 55-56. - NSZ-Rheinfront. Hom­burg u. Kaiserslautern, v. 8. 10. 1937

- Zink, Albert: Zur Geschichte der Godelhauser Mühle; in: Die Abendstunde, Beilage zur Kuseler Zeitung 1936, S. 55-56

- Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen (Theisbergstegen 2014), S. 62-67

 

 

- Pletsch- und Notmühle Godelhausen:

Zur Godelhauser Mühle gehört eine 1680 erbaute Pletsch- oder Notmühle, unten am Dorf im Großen Brühl stehend. Angetrieben wird diese durch ein in der Leidstaler Hub entspringendes und aus dem Elmogbächlein abgeleitetes Wasser über ein oberschlächtiges Was­serrad. Neu­erdings wurde ein „Schleifstein“ für eine Wappenschmiede im Trillis angehängt.“ Der Müller Ohlinger beschwert sich zugleich 457 darüber, daß der obenliegende Matzenbacher Müller sein Wehr stark erhöht hat, worunter die Wasserkraft und die Antriebskapazität der Rehweiler Mühle leidet.

 

 

 

 

 

Godramstein:

heute OT von Landau; ursprünglich westlich von Landau gelegen; war zunächst Reichsland, zeitweise an die Grafen von Leiningen ver­pfändet, an deren Stelle ab dem 14. Jh. der Pfalzgraf bei Rhein bzw. ab 1410 die Kurpfalz trat. 458 Das Dorf gehörte zum Oberamt Ger­mersheim.

 

Reformierte Pfarrei seit 1549; wurde 1646 mit Siebeldingen und Birkweiler dem Pfarrer von Frankweiler übertragen; 1656 wieder selb­ständig. 1685-88 Pfarrei zusammen mit Siebeldingen, seit 1749 mit Gleisweiler. KB ref. 1637; KB luth. 1718 459. Das Dorf hatte 1718/1719 eine Bevölkerung von 30 katholische Familien und 70 nichtkatholischen Familien auf 460.

 

 

Mühlen:

 

Urkunden/Literatur:

- Kiefer, Fritz: der Godramsteiner Mühlen. Wechselvolles Geschick des Hornbacher Klosterbesitzes im Queichtal; in: Rheinpfalz, Landau. 16, Nr. 184 v. 10.8. u. Nr. 185 v. 11.8. 1960

 

 

- Bruchahlmühle, Brückahlmühle, Brückelmühl:

die Gemarkung „in der Brückelmühl“ wird im Rahmen der französischen Nationalgüterveräußerung beim Verkauf einer Wiese ge­nannt 461. Die Bruchahlmühle wird im Eilboten Landau am 27.7.1833 erwähnt bei einer Grundstücksbeschreibung: „eine Wiese ... in der Bruch­ahlmühle, im Godramsteiner Banne gelegen ...“ 462.

 

Im Eilboten Landau vom 14.6.1856 wird eine Gras-Versteigerung von Wiesengras, aus Wiesen gelegen bei der „Brück-Ahlmühle, im Ban­ne von Godramstein“ annonciert 463.

 

 

- pfalz-zweibrückische Mahlmühle, ehemalige Hornbacher Klostermühle:

die Mühle gehörte zur pfalz-zweibrückischen Kellerei Godramstein.

 

Am 23.2.1289 beurkundet der kaiserliche Vogt im Speyergau Heinrich Bannacker, daß als er im Auftrag des Kaisers Rudolf [Anm.: von Habsburg] zu Godramstein eine Mühle bauen wollte, sich Abt und Konvent des Klosters Hornbach dagegen wehrten, und daß die zur Entscheidung darüber berufenen Schöffen zu Godramstein dem Kloster Hornbach allein das Recht, zu Godramstein eine Mühle zu bau­en, zuerkannten, da der Bann daselbst Hornbach zustehe 464.

 

Am 15.11.1429 verleiht das Kloster Hornbach seine Ölmühle zu Godramstein, neben der Mahlmühle gelegen den Eheleuten Heydolf, Oleier (Anm.: = Ölmüller) zu Landau und Else mit der Auflage, daß aus der Ölmühle keine Mahlmühle gemacht werden dürfe 465.

 

Am 15.1.1518 kommt es durch Vermittlung des kurpfälzischen Fauts zu Germersheim, Jakob von Fleckenstein 466, zu einer Einigung zwi­schen dem Kloster Hornbach und dem Dorf Godramstein einerseits und dem Müller Johannes von der Klostermühle zu Godram­stein an­dererseits dahingehend, daß der Klostermüller Johannes verpflichtet ist, alle Montag und Freitag im Dorfe die Frucht zu ho­len, sofort zu mahlen, „wirtschafts- und kaufmannsgut zu machen“, und die Gemeinde nicht weiter, als das Herkommen sei, mit „Eseln zu über­schlagen“ 467.

 

1530 ist Hans *Spiltzer der Müller und Gemeinsmann in Godramstein. Er übernimmt am 3.2.1530, zusammen mit drei anderen Ge­meinsleuten von Godramstein, vom Kloster Hornbach umfangreiches Ackerland in Godramstein gegen eine jährliche Erbgülte von vier Simmern halb Hafer und halb Korn 468.

 

Im Weistum von Godramstein 469 heißt es u.a. sinngemäß: Das Kloster Hornbach hatte in Godramstein eine Mahlmühle mit 3 Gän­gen, an der Queich liegend, woraus der Müller jährlich dem Kloster 1/8 Frucht als Pacht zu geben schuldig war 470.

 

Im sog. „Landauer Abschied“ zwischen Kurpfalz und Pfalz-Zweibrücken vom 1.9.1612 wurden die Streitigkeiten beigelegt, darunter auf Beschwerde von von Pfalz-Zweibrücken die Godramsteiner Öl- und Mahlmühle“ 471.

 

Paulus Müller von Wiesbach ist zu Godramstein in der Mühle verheiratet (1651, 1656, 1658, 1659). 1656 an anderer Stelle noch ein ge­strichener Eintrag: Müller Paulusen Sohn von Wiesbach, zu Godramstein, namens Hanß Paulus, so mannbar und ledig ist (1656 gestri­chen). Er kehrte wohl nach Wiesbach zurück 472. 1730 ist der Müllermeister in Godramstein. Johann Georg Müller († 27.8.1731) refor­mierter Kirchenältester in Godramstein 473.

 

Am 30.9.1756 berichtet der Keller in Godramstein, Friedrich Christian Moser 474 an die pfalz-zweibrückische Regierung über die Mühle in Godramstein. Dort heißt es: „... und den Müller gesprochen, wohl er mich dahin versehen, daß er sothane Mühle seit 10 biß 11 Jahren in Erbbestand besäße, und darüber zwey Bestände erhalten, weilen in dem ersteren die Öhlmühle nicht begriffen gewe­sen. Besagte Mühle [sei] .... keine Bann Mühle sondern Vor allerley Mahlgäste deftiniret. Bestehet in zweyen Rädern, und das dritte Rad ist in der nehmlichen Mühl reine Zum Öhlschlagen angehenkt. Der Müller zahlt jährlich anpacht Zur hiesigen Kellerey an Geldt 10 fl undt 10 Mltr Korn, an Churpfaltz aber jährlich zur Beed 30 fl, wobey er Vorgibt, daß er Vom Vormahligen Directore Herren Regie­rungs Rath Sturtzen 475 Ihme die Versicherung erhalten, daß die Mühle schatzungs frey wäre, hätte aber dem ohngeachtet biß hiere an Churpfaltz Monatlich 2½ fl abgeben müßen und würde Zu einer gleichmäßigen Abgabe noch beständig angehalten.“ 476

 

Die Mühle ist im Mühlenverzeichnis für das Oberamt Germersheim vom 6.4.1768 wie folgt beschrieben: „Die daselbstige Pfaltz-Zwei­brückische auf der Queichbach liegende Erbbestandsmühl besitzt dermahlen der Erb­beständer Dominic *Winderoll, solche hat 3 Waßer Räder, durch welche 2 Mahl und ein Schehlgang, sodann die Ohlig Mühl wechsel weis getrieben werden, gibt ahn Churpfaltz nichts, wohl aber der Pfaltz-Zweybrückischen Kellerey zu Godramstein alljährlich 10 Malter Korn und 13 fl 45x Pfacht.“ 477

 

Zu Beginn des 19. Jh. hat der aus Muß stammende Matthäus Kinck sowohl die Ölmühle als auch die danebenliegende Mahlmühle erwor­ben und an Stelle der Mahlmühle die Kinck'sche Mühle errichtet 478.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1091/2: „Acta betr: die dortige Mahlmühle, 1553-1791“

 

 

- Kincki'sche Mühle, Kinck'sche Mühle:

heute Dorfgemeinschaftshaus Godramsteiner Hauptstraße 105.

 

Die Mühle wurde zu Beginn des 19. Jh. an Stelle der Godramsteiner Mahlmühle und der Ölmühle errichtet.

 

Zu Beginn des 19. Jh. hat der aus Mußbach stammende Matthäus Kinck (geb. 1774 - † 1845 sowohl die Ölmühle als auch die daneben­liegende Mahlmühle, wohl von einem NN. Martin, erworben und an an Stelle der Ölmühle die Kinck'sche Mühle errichtet 479. Sein Sohn Heinrich Kinck (geb. 1801 Mußbach - † 1833; °° 1831 mit NN.) hinterließ bei seinem frühen Tod 1833 den zweijährigen Sohn Heinrich Matheus Kinck (geb. 1832). Am 20.8.1838 ließ Mathäus Kinck als Großvater und Vormund des minderjährigen Hein­rich Kinck den Besitz im Grundsteuerkataster (Seite 53) eintragen: Plan Nr. 407, Wohnhaus, Mahlmühle zu 3 Gängen, dann über dem Bach die Öl­mühle mit der Hanfreibe. Über den Erwerbsgrund ist vermerkt: Im Jahre 1833 als einziger Erbe von Vater Heinrich Kinck ererbt 480.

 

Im „Landauer Eilboten“ wird die Verpachtung der „Godramsteiner Mühle sammt Wiesen und Ackerland. Am Dienstag, den 28. Juli l835 werden von der dem minderjährigen Heinrich Kinck angehörigen, zu Godramstein gelegenen Mühle, folgende Theile auf 6 oder 8 Jahre vermiethet, nämlich: Eine Mahlmühle mit 3 Mahlgängen und einem Schälgang, nebst 3 Wohnzimmern, halbem Speicher, hal­ber Scheuer, Stallung, Gemeinschaft am Hof, Baum- und Pflanzgarten, sammt 6 Morgen bei dieser Mühle gelegenen Wiesen ...“ 481.

 

Im Eilboten Landau vom 20.6.1840 wird die Mühle durch den Notär Keller öffentlich verpachtet. In der Annonce heißt es: „ ... in der Kinck' schen Mühle zu Godramstein, wird die fragliche Mühle mit 3 Mahl- und 1 Schälgange, Oelmühle, Hanfreibe, Wohngebäude, Scheuer, Stallung, 2 Pflanzgärten und 6 Morgen Wiese, auf mehrere Jahre öffentlich verpachtet“ 482.

 

Nach dem Tod des Großvaters und Vormund Mathäus Kinck († 1845) wurde Georg Adam Schwaab aus Dammheim zum Vormund des Minderjährigen Heinrich Kinck berufen. Er erhielt für sein Mündel am 28.7.1846 die Erlaubnis unterhalb der Mahlmühle ein Schneidmüh­le zu errichten 483.

 

Im Landauer Eilboten 1846 befindet sich folgende Annonce: „Bei A. Lieberich zu Godramstein, auf der Kincki'schen Mühle ist die neuer­baute Schneidmühle, worauf Hölzer von jeder beliebigen Länge bis zu 26 Fuß geschnitten werden können, fortwährend im Gange. Auch werden verschiedene Sorten Hölzer ... verkauft.“ 484

 

Am 25.7.1846 wird die Vergebung von Arbeiten an einer Ablaßschleuse an der „Kinck'schen Mühle“ in Godramstein annonciert, nämlich die Zimmermanns- wie auch Steinhauerarbeiten für eine steinerne Schleuse485.

 

In einer Annonce im Landauer Eilboten vom 15.5.1850 486, aufgegeben von dem Vormund Schwaab aus Dammheim, heißt es: „Da der Pächter Lieberich der Godramsteiner Mühle eine Mühle für Eigenthum gekauft, so kann dieselbe wieder auf 3 Jahre in Pacht ge­geben werden. Sie besteht in 3 Mahlgängen, 1 Schälgang, 1 Hanfreibe, 1 Oelmühle, 1 Schneidmühle, 3 Obstgärten und ohngefähr 8 Morgen Wiese.“ Es dürfte sich bei dem „Pächter Lieberich“ um den Johann Adam *Lieberich handeln, der 1859 die Rollwagen-/Ka­bigmühle in Annweiler ersteigert hat, und der 1859 ein Wohnhaus in Godramstein versteigern ließ. Im Landauer Eilboten vom 25.6.1859 findet sich folgende Versteigerungsannonce: „Am Donnerstag, den 7. Juni ...zu Godramstein im Eichhorn, lassen Herr Jo­hann Adam Lieberich, Mül­ler auf der zur Gemeinde Annweiler gehörigen Kabigmühle, und dessen Kinder erster Ehe ... versteigern: ein Wohnhaus ... zu Godram­stein 487. Die Versteigerung war erfolglos und wurde am 27.10.1859 wiederholt 488.

 

Am 21.4.1853 ließ der Müller in Godramstein, Johannes *Jäger, eine Mobilienversteigerung durchführen 489.

 

Von 1854 liegt folgende Beschreibung des Betriebes vor: Es bestehen vier Mühlgerinne, drei treiben drei Mahlgänge und einen Schäl­gang. Die drei Gerinne sind in der Hinterflut vereint. Dort wird ein viertes Rad getrieben zum Betrieb einer einfachen Sägmüh­le. Das vierte Gerinne treibt ein Rad, welches mit der aus zwei Stempeln und einer Presse bestehenden Ölmühle sowie mit der Han­freibe in Ver­bindung steht. Am 15.7.1854 wird die Vergrößerung der bestehenden Anlage genehmigt 490.

 

1869 wurde der erste Dampfkessel in der Mühle in Betrieb genommen. Die Mühle war also modern und leistungsfähig eingerichtet, als im Zuge des Krieges 1870/71 große Heereslieferungen beauftragt wurden. Heinrich Matheus Kinck war ein tüchtiger Müller, Landwirt und Kaufmann. Er konnte seinen Betrieb zu einem bedeutenden Unternehmen ausbauen. Er war mit der Müllerstochter Maria Magdale­na geb. Aufschnaiter aus Otterberg verheiratet, mit der er vier Töchter hatte. Keine von diesen heiratete einen Müller. Kinck wandelte sein Unternehmen zum 1.1.1898 in eine Aktiengesellschaft um 491.

 

1935 wurde ein großes Getreidesilo errichtet und ein eigenes Bürogebäude gebaut. Durch Verbesserung der maschinellen Ausstattung wurde eine Tagesleistung von 80 Tonnen erreicht, womit die Mühle zur größten Binnenmühle der Pfalz wurde. Nach dem Zusammen­bruch zum Ende des 2. Weltkriegs drohte der Mühle das Ende. Die Einrichtung sollte demontiert und nach Frankreich abtrans­portiert wer­den. Die Durchführung des bereits erteilten Montagebefehls konnte verhindert werden. In der Mühlenkrise Ende der 1950er Jahre be­stand eine erhebliche Überkapazität, der durch subventionierte Betriebsstillegungen begegnet werden sollte. Diese er­heblichen Zu­wendungen veranlaßten die Aktionäre den Betrieb zum 31.1.1960 stillzulegen. Bei der Liquidation konnten die Aktio­näre, zu denen zu­letzt auch die Gemeinde Godramstein zählte, erhebliche Abfindungen kassieren 492.

 

Das Wohnhaus der Mühle, erbaut um 1780, wurde um 1960 abgerissen 493. Heute befindet sich in der Kinck'schen Mühle das Godram­steiner Dorfgemeinschaftshaus.

 

Photo:

- Arnold: Denkwürdiges aus Godramstein, a.a.O., S. 10 „Die Kinck'sche Mühle in ihrer Blütezeit um 1900“

- Arnold: Denkwürdiges aus Godramstein, a.a.O., S. 11 „Kinck'sche Mühle Wohnhaus des Müllers, daneben das Mühlenanwesen um 1936

- Arnold: Denkwürdiges aus Godramstein, a.a.O., S. 13 „Die Schließe an der Abzweigung des 'Teichs' von der Queich, Zustand 1990 und Zustand nach der Reparatur 2004“

- Arnold: Denkwürdiges aus Godramstein, a.a.O., S. 15 „Reste des Wasserhauses der Kinck'schen Mühle, Zustand 1993“

 

 

- Ölmühle Godramstein:

die Ölmühle war neben der Mahlmühle gelegen 494.

 

Am 15.11.1429 verleiht das Kloster Hornbach seine Ölmühle zu Godramstein, neben der Mahlmühle gelegen den Eheleuten Heydolf, Oleier (Anm.: = Ölmüller) zu Landau und Else mit der Auflage, daß aus der Ölmühle keine Mahlmühle gemacht werden dürfe 495. 1529 ist es dem Beständer der Ölmühle mit Unterstützung der Kurpfalz, trotz des Einspruchs des Hornbacher Abtes gelungen, i n der Ölmühle 2 Mahlgänge einzubauen 496. Am 11.5.1553 übermittelt der Sekretär des Klosters Hornbach, Sebastian Raminger, dem No­tar des Land­auer Gerichts, Paul Burg­meister, eine Protestation im Auftrag von Sebastian, Abt zu Longenfelden und Administrator zu Hornbach dage­gen, daß der Oley­müller Michel zu Godramstein die von ihm bestandene Kloster-Ölmühle eigenmächtig in eine Mahl­mühle umwandele und fordert das Gericht auf, diesen Bau zu hindern, was dieser auch tat 497.

 

Im Weistum von Godramstein 498 heißt es u.a. sinngemäß: Außerdem hat ein Untertan zu Godramstein, Melcher Müller genannt, eine Mahlmühle mit einem Gang, die zuvor eine Ölmühle gewesen ist, in Händen. Es ist diesem seinerzeit bewilligt worden, eine Mahl­mühle daraus zu machen: davon muß er jährlich dem Schulmeister zu Godramstein 1/8 und den Armen im Spital zu Germersheim 2/8 Korn rei­chen. Desgleichen hat das Kloster Hornbach auf dieser Mühle und einer hinten daran gelegenen Wiese 2 Pfund Pfennige zu erheben. 499

 

Im Vertrag zwischen Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz und Herzog Johann von Zweibrücken, ratifiziert am 1.9.1612/3.12.1616, dem sog Landauer Abschied, wurde u.a. auch eine Streitigkeit betreffend die Godramsteiner Öl- und Mahlmühle beigelegt 500. Die Ölmühle ist wahrscheinlich im 30jährigen Krieg zerstört worden, wurde aber nach dem Krieg als Loh- und Ölmühle wieder aufge­baut 501.

 

Im Lagerbuch von 1721 ist Georg Müller als Eigentümer der Ölmühle, der späteren Kinck'schen Mühle genannt 502. 1767 wird die Öhlmühle zu Godramstein der CGA Heidelberg urkundlich erwähnt 503. Zu Beginn des 19. Jh. hat der aus Muß stammende Matthäus Kinck sowohl die Ölmühle als auch die danebenliegende Mahlmühle erworben und an Stelle der Mahlmühle die Kinck'sche Mühle errich­tet 504. Die Ölmühle blieb dagegen bestehen und ist im Grundsteuerkataster zusammen mit der Kinck'schen Mühle eingetragen.

 

Am 20.8.1838 ließ Mathäus Kinck als Großvater und Vormund des minderjährigen Heinrich Kinck den Besitz im Grundsteuerkata­ster (Seite 53) eintragen: Plan Nr. 407, Wohnhaus, Mahlmühle zu 3 Gängen, dann über dem Bach die Ölmühle mit der Hanfreibe. Über den Erwerbsgrund ist vermerkt: Im Jahre 1833 als einziger Erbe von Vater Heinrich Kinck ererbt 505.

 

Von 1854 liegt folgende Beschreibung des Betriebes vor: Es bestehen vier Mühlgerinne, drei treiben drei Mahlgänge und einen Schäl­gang. Die drei Gerinne sind in der Hinterflut vereint. Dort wird ein viertes Rad getrieben zum Betrieb einer einfachen Sägmüh­le. Das vierte Gerinne treibt ein Rad, welches mit der aus zwei Stempeln und einer Presse bestehenden Ölmühle sowie mit der Han­freibe in Ver­bindung steht. Am 15.7.1854 wird die Vergrößerung der bestehenden Anlage genehmigt 506.

 

 

- Sägmühle:

s. Kinck'sche Mühle

 

 

 

 

 

Göcklingen:

VG Landau-Land, Lk Südliche Weinstraße; war kurpfälzisch, und gehörte zur Kellerey Landeck, Oberamt Germersheim 507.

 

Im 17. Jh. eigene reformierte Pfarrei (seit 1565) eingegangen. 1697 Übergabe der reformierten Kirche an die Katholiken (Rijswijker Klausel). Reformierte teils durch Ingenheim und Ilbesheim betreut. 1700-1729 durch Impflingen, dann durch Heuchelheim. KB ref. 1700 508.

 

 

Mühlen:

am 25.4.1443 verkauften die Vettern Hans und Swicker von Sickingen, beide Ritter, ihre Mühle zu Göcklingen an den Abt und den Kon­vent des Klosters Klingenmünster für 112 Pfund Heller 509.

 

ab 1753 wird der Müller Peter *Haffner im Kirchenbuch erwähnt +++klären, welche Mühle+++ 510

 

1756 wird Georg Heinrich *Förster als „Müller und Calvinista“ im katholischen Kirchenbuch erwähnt+++unklar, welche Mühle+++ 511.

 

1786 werden „außerhalb des Orts zwo Mahlmühlen“ urkundlich erwähnt 512.

 

† vor 1822 der Müllermeister in Göcklingen Jakob Keller 513.+++klären, welche Mühle+++

 

1858 wird in einer Annonce im Eilboten Landau genannt der „Müller zu Göcklingen“, Louis Hafner 514.+++klären, welche Mühle+++

 

1862 verstarb in Göcklingen der Müller *Keller (°° mit Eva Maria Eisenmayer, der Tochter des Kaufmanns Philipp Heinrich Eisen­mayer aus Haßloch) 515.

 

 

- Dorfmühle:

am 16.4.1501 komt es zu einem Vergleich zwischen Einwohnern von Klingenmünster sowie Nese Cleynschwes, Müllerswitwe auf der oberen Mühle in Göcklingen mit dem Custos des Michaelstiftes zu Klingenmünster wegen einer Wiese an der Geisersbach 516.

 

Müller auf der Mühle war bis 1732 der Johannes *Schaus; °° mit Margaretha NN.; aus der Ehe stammt der Sohn Johann Georg Schaus; der Müller Johannes Schaus stirbt am 5.6.1732 in Göcklingen „als Müller und Bürger in pago (= im Dorf, d.h. Als „Dorfmül­ler“). Seine Witwe Margaretha heiratet am 27.1.1733 in Göcklingen den Johann Georg Sendelbeck. Dieser wird als „Bürger und Mül­ler in pago (= im Dorf, d.h. er war ebenfalls Dorfmüller). Er heiratete als „juvenis“ (ledig) und molitor (Müller). Weiter wird er ge­nannt „bilhagensis“ (Mann aus Bilhagen in der Oberpfalz). Der Dorfmüller Johann Georg Sendelbeck und seine Ehefrau Margarethe, verwitwete Schaus hat­ten 2 Kinder, nämlich am 6.6.1733 eine Totgeburt (Vater: Dorfmüller) und am 26.6.1736 den Sohn Andreas Sendelbeck 517.

 

Der Sohn des Müllers Johannes Schaus und der Margarethe NN., Johann Georg Schaus, heiratet am 24.6.1744 in Göcklingen die aus Silz stammende Anna Barbara Götz. Aus der Ehe stammen die Kinder: 18.1.1747Johannes Schaus, 6.8.1748 Maria Elisabeth Schaus, 20.12.1752 Anna Katharina Schaus, 18.1.1755 Johann Ulrich Schaus, 13.7.1756 Valentin Schaus.

 

Ab 1765 trat der Müller Georg Schaus noch viermal als Taufpate in Göcklingen in Erscheinung letztmals 1768 als „Müller in Göck­lingen, das vierte Mal 1770 „als Müller in Maykammer). Demnach ist die Familie weggezogen nach Maikammer, der Name erscheint nicht mehr in den Taufbüchern in Göcklingen 518.

 

Im Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768 ist die Müh­le nur kurz erwähnt: „Die Mühle entrichtet an die Kellerey Landeck 6 Malter Korn“; im übrigen wird auf den dem Mühlenproto­koll als An­lage Nr. 13 beigefügten Bericht der Kellerei Landeck verwiesen 519.

 

Literatur:

- Kleiner, Paul: Mühlen am Kaiserbach: Mühlengeklapper; in: Die Rheinpfalz / Pfälzer Tageblatt Nr. 164 vom 18.7., Beil. Marktplatz regio­nal (Dorfmühle Göcklingen)

 

 

- Erlenmühle:

sie entrichtet an die Kellerey Landeck ebenfalls 6 Malter Korn 520.

 

 

- Obermühle, Siegristmühle:

+++prüfen: ob identisch mit Obermühle bei Heuchelheim+++

 

Die Obermühle ist im Gefällrenovationsbuch von Göcklingen erwähnt; danach ist Bernhard *Holzinger der „Obermüller“; dieser war zu­nächst evangelisch; °° I mit NN; 1739 konvertiert er mit 2 Kindern zum katholische Glauben und ist im katholischen Kirchenbuch er­wähnt; °° II mit Katharina Hellmännin; aus der 2. Ehe stammen 4 Kinder. Der älteste Sohn aus 1. Ehe, Johann Adam Holzinger war spä­ter Bäcker in Göcklingen 521.

 

Die „Obermühl“ ist als Flurbezeichnung zu Göcklingen 1746 urkundlich erwähnt 522.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. Karte d. Gemarkungen Göcklingen und Heuchelheim bei Landau mit Ortslage Obermühle bei Heuchelheim, 1830, 1844, 1859-1869, 1907, 1939-1940

- LA Speyer Best.

- LA Speyer Best. W1 Nr. 7477: Forstrevier Silz: darin Göcklingen mit Obermühle, 1846

 

Literatur/Urkunden:

- Ballweber, Dieter: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII Son­derdruck

- Kleiner, Paul: Die Obermühle oder Siegristmühle. - In: Südliche Weinstraße: Heimat-Jahrbuch. - 34 (2012), S. 22-23

- Kleiner, Paul: Mühlen am Kaiserbach: Mühlengeklapper; in: Die Rheinpfalz / Pfälzer Tageblatt Nr. 212 vom 12.9.2007, Beil. Marktplatz regional (Siegrist-Mühle bei Göcklingen)

 

 

 

 

 

Göllheim:

VG Göllheim, Lk Donnersbergkreis; gehörte zum nassau-weilburgischen Amt Kirchheim(bolanden).

 

Mühlen:

im Weistum von Göllheim aus dem Jahr 1537 wurde der Betrieb der herrschaftlichen Mahlmühle genau geregelt. Diese Mühlenord­nung befindet sich in identischer Fassung auch im Weistum von 1683. Dort ist geregelt, daß der Müller als Mahllohn von einem Mal­ter (111,430 Liter) Korn nicht mehr als ein Vierling (6,964 Liter), also ein Sechzehntel einbehalten darf 523.

 

 

 

 

 

Goersdorf (Görsdorf) / Elsaß:

südlich von Lembach; ein altes Dorf, schon 695 erwähnt. Die Abtei Weißenburg hatte sehr bedeutenden Besitz in Görsdorf. Der Ort war später bischöflich-straßburgisches Lehen der Herren von Lichtenberg, kam 1480 an Bitsch-Zweibrücken, 1570 an Hanau-Lichtenberg und 1736 an Hessen-Darmstadt 524.

 

Mühlen:

- Altmühle:

 

 

- Karlsmühle:

 

 

 

 

 

Gössesheim:

Wüstung, westlich von Kindenheim, am Kinderbach gelegen. 1485 existierte eine politische Gemeinde Gössesheim nicht mehr und Kin­denheim hatte diese Funktion voll übernommen. Gössesheim war nur noch als Gemarkung und Reste der Kirche und des Fried­hofs vor­handen. Im Kindenheimer Weistum und Gerichtsbuch 525 ist das Gössesheimer Kirchenweistum erhalten 526. Der Kinderb­ach entsprang im Bereich der Gemarkung des heute verschwundenen Dorfes *Gössesh­eim und war dort zu einem Woog aufge­staut [Anm. d. Verf.: der Kinderbach ist in der Steuerliste von 1574 "bey dem Woggar­ten unter dem Straßen­rech" genannt, ferner in einer kurpfälzischen Güter­aufstellung von 1772 527]. Der Bach floß durch Kindenheim dann östlich durch die Kindenheimer Gemar­kung "Au" (!), durch den heute verschwundenen Bockenheimer Weiher und mündete früher in den Eisbach, nicht wie heute in die Pfrimm 528.

 

Mühlen:

im Weistum und Gerichtsbuch von Kindenheim (beinhaltend das Gericht der Dörfer Kindenheim und Gössesheim), ist u.a. der Mül­ler er­wähnt 529 ++klären: ob in Kindenheim oder Gössesheim+++

 

Literatur/Urkunden zu Mühlen:

- Tröscher, Angelika: Gab es Mühlen auf der Kindenheimer Kalksteinhöhe; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1978, S. 79 ff und 1979, S. 16 ff

 

 

 

 

 

Gommersheim:

VG Edenkoben, Lk Südliche Weinstraße; zwischen Geinsheim und Freisbach gelegen; im Mittelalter war Gommersheim ein Reichs­dorf und gehörte als Reichslehen zum Besitz der Reichsministerialen und Ritter von Ramberg und fil 1306 an die Ritter vom Stein. Nach dem Tod des Hans vom Stein ging dessen Besitz an die Herren von Steinkallenfels. 1576 verkauften Christoph und Hans Hugo von Steinkal­lenfels ihre Güter zu Gommersheim an Marquardt von Hattstein. Auf die Herren von Hattstein folgten die Freiherrn von Welden, die ihre Anteile An Gommersheim 1683 an Friedrich von Schomburg verkauften 530. Ab 1717 gehörte der Ort zur Grafschaft Degenfeld-Schom­burg.

 

Mühlen:

um 1756 war Johannes *Henrich († vor 1770) der Müller in Gommersheim; °° am 11.5.1756 in Geinsheim mit Magdalena NN. aus Geinsheim; Vater von Johannes (geb. 6.9.1757), Joseph (geb. 9.-3.1759) und Gertrud (geb. 30.3.1761); die Witwe Magdalena Hen­rich ist 1770 mit ihren drei Kindern ausgewandert 531.

 

 

 

 

 

Gonnesweiler / Saarland:

südlich von Nohfelden und Türkismühle gelegen; heute Ortsteil von Nohfelden. Das Dorf gehörte zum Hochgericht Neunkirchen, das mit den Dörfern Neunkirchen, Selbach und Gonnesweiler; 1756 gehört das Dorf „Gundesweiler“ zum pfalz-zweibrückischen Amt Nohfelden.

 

Das Hochgericht Neunkirchen mit den Dörfern Neunkirchen, Selbach und Gonnesweiler gehörte ursprünglich zu dem alten Besitz der Bi­schöfe von Verdun, den die Grafen von Veldenz zu Lehen trugen. Im Laufe der Entwicklung kamen auch die drei Dörfer in den Besitz der Obersteiner, den Erbauern der Burg und den Besitzern der Herrschaft Nohfelden. Die Urenkelin des Erbauers der Burg, Susel von Nohfelden, überließ 1345 eine Hälfte ihres Besitzes ihrem Stiefvater Wilhelm von Manderscheid und übergab die andere Hälfte dem Gra­fen von Veldenz. Die Manderscheider Hälfte kam um 1400 im Erbgang an die Herren von Ruppersberg, die sie je­doch 1476 dem Herzog von Pfalz-Zweibrücken verkauften. Da der Herzog von Pfalz-Zweibrücken bereits 1444 die Veldenzer Hälfte geerbt hatte, war nun die ganze Herrschaft Nohfelden und die Dörfer des Hochgerichtes Neunkirchen in pfalz-zweibrückischer Hand, zumal sich die Lehensabhän­gigkeit von Verdun im Laufe des 14.und 15. Jahrhunderts nach und nach gelöst hatte.

 

Während das Gebiet der Herrschaft bzw. des Amtes Nohfelden, und damit auch Gonnesweiler rechts der Nahe, unmittelbar von Vel­denz bzw. von Pfalz-Zweibrücken verwaltet wurde, war das Hochgericht Neunkirchen immer als "Afterlehen" im Besitz anderer nie­derer Adelsgeschlechter. Offenbar waren zunächst die Herren von Sötern (mit der Wolfsangel im Wappen) mit dem ganzen Hochge­richt be­lehnt, doch bereits um 1400 kam die Hälfte der drei Dörfer durch Heirat einer Angehörigen der Familie von Sötern mit Hein­rich von Gro­be (oder Grohe) in dessen Besitz. Der Grobesche Anteil ist häufig an weitere Familien übergegangen, so 1472 an die Herren von Burt­scheid, 1474 an die Herren von Neuerburg, 1483 an die Herren von Nickendich, 1533 an die Herren von Zandt von Merl, 1583 an die Herren Braun von Schmidtburg, 1641 an die Herren von Schellart und 1730 an die Herren de Lattre de Feignies. Florentius Josef de Lat­tre de Feignies erreichte 1746 seine Aufnahme in die Reichsritterschaft. Seine beiden Söhne konnten jedoch das Lehen wegen finanziel­ler Schwierigkeiten nicht halten, so dass Herzog Karl 11. August von Pfalz-Zweibrücken es im Jahre 1780 einzog und es an seine "maitresse en titre", die Freifrau Caroline Auguste von Esebeck, geb. Gayling von Altheim, gab. Die Sötern­sche Hälfte am Hochgericht kam 1696 im Erbgang - wie die Herrschaft Dagstuhl - an die Grafen von Öttingen-Baldern. Der Herzog von Pfalz-Zweibrücken zog je­doch 1778 gegen den Protest des Grafen auch diese Lehenshälfte ein und gab sie zwei Jahre später ebenfalls an die Freifrau von Ese­beck. Der zum pfalz-zweibrückischen Amt Nohfelden, Gericht bzw. Schultheißerei Wolfersweiler, gehörige Schwarzhof rechts der Nahe war im 18. Jahrhundert in den Besitz der Familie de Lattre de Feignies gekommen; danach er­warben ihn die Herren Hauth und von Schorrenberg. 1783 kaufte der Herzog von Pfalz-Zweibrücken den Hof, verkaufte ihn aber gleich mit allem Zubehör an die Freifrau von Esebeck weiter. Mit den Auswirkungen der Französischen Revolution um 1793 entfie­len alle adeligen Herrschaftsrechte auch in Gonnes­weiler.

 

Nach a.A. gehörte lediglich die Mühle (s. Schwarzhofmühle) und das Anwesen auf dem rechten Naheufer zum Ende des 18. Jh. zum Ge­richt Wolfersweiler 532, das zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg gehörte.

 

 

Mühlen:

- Gonnesweiler Mühle, Gundesweiler Mühl:

auch Gundersweiler Mühle; lediglich die Mühle (s. Schwarzhofmühle +++klären+++) und die Anwesen auf dem rechten Ufer der Nahe unterstanden dem Gericht pfalz-zweibrückischen Wolfersweiler (Oberamt Lichtenberg), während das Dorf zum Hochgericht Neunkirchen / Saar gehörte. 1735 hatte sie 2 Mahlgänge und einen Schälgang. Steinweiler und Deckenhardt waren u.a. zu dieser Mühle gebannt. „Freiwillige Mahlgäste“ kamen aus Wallhausen, Eckelhausen und Gonnesweiler 533.

 

In einer Aufstellung über die Mühlen bei Nohfelden vom 22.12.1744, erstellt von NN. Mandt und an Amtskeller Ernst Franz *Hauth „re­mittirt“ sind folgende 5 Mühlen verzeichnet: „... Hiebey folgen 5 Reversus über die außgestelte Mühlenbestände von denen Be­ständern unterschrieben befohlenermaßen ad acta zurück , nehml: ... 5. Jacob von Blon und Hanß Adam Schweig über die Mühle zu Gunderswei­ler vom 14. 8ber 1744“. 534

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die zum pfalz-zweibrückischen Amt Nohfelden gehörende Müh­le wie folgt beschrieben: „Die Gundesweiler Mühl [hat] 2 Waßerräder welche 2 Gäng u. einen Scheelgang treiben; [zahlt an Pfacht] 8 bz an Geld, 1 Mltr Korn, 1 Mltr Habern; hat zu Banngästen, Steinberg und De­ckenhard, Wallhausen, Eckelhausen (?) u. Gundesweiler zum Theil zusammen ohne Gundesweiler aus 37 famil: bestehen.“ 535

 

 

- Schneydermühle:

s. Nohfelden

 

 

- Schwarzhofmühle:

sie lag auf dem rechten Ufer der Nahe im Bereich des heutigen landwirtschaftlichen Betriebes Schwarzhof. Lediglich die Mühle (s. Schwarzhofmühle +++klären+++) und die Anwesen auf dem rechten Ufer der Nahe unterstanden dem Gericht pfalz-zweibrückischen Wolfersweiler (Oberamt Lichtenberg), während das Dorf zum Hochgericht Neunkirchen / Saar gehörte. Die Schwarzhofmühle wurde in der 1. Hälfte des 17. Jh. erbaut und im 30jährigen Krieg zerstört. Erst nach 1700 wieder aufgebaut. Der Mühlenbetrieb wurde 1961 ein­gestellt 536. +++klären: im Mühlenverzeichnis Oberamt Lichten­berg nicht aufgeführt ?++++

 

 

Photo:

- Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 424

 

 

 

 

Gräfenhausen:

seit 1979 Stadtteil von Annweiler, VG Annweiler, Lk Südliche Weinstraße; nördlich von Queichhambach am Hahnenbach gelegen; südlich von Eußerthal

 

1622 wurde das Oberamt Germersheim, zu dem das Dorf gehörte, von österreichisch-kaiserlichen Truppen erobert. Kaiser Ferdinand II. hatte das Oberamt Germersheim, eines aus den besten und vornehmsten Ämtern in der unteren Pfalz, Kurfürst Friedrich V. nach dessen Annahme der böhmischen Königskrone entzogen und das ehemalige 1330 an die Pfalzgrafen verpfändete Reichsgut seinem Bruder Leo­pold administrationsweise und 1628 nach dessen Heirat mit Claudia de' Medici zu Eigentum übertragen. 1631 verließen die österreichi­schen Beamten auf der Flucht vor den Schweden die Stadt Germersheim, kehrten aber nach der Rückeroberung durch die Kaiserlichen 1635 wieder zurück 537.

 

Mühlen:

die Mahlmühle und Waffenschmiede zu Gräfenhausen gehörte zum fürstbischöflich-speyerischen Amt Kirrweiler 538.

 

 

 

 

 

Gräfenstein, Amt:

das badische Amt Gräfenstein gehörte zur Markgrafschaft Baden

 

Es handelt sich um die Gegend bei der Burg Gräfenstein in der Südwestpfalz 539; bis 1560/70 kam es laufenden Besitzwechseln. Mit dem Aussterben der Sponheimer endete diese Periode mit der Übernahme der Herrschaft Gräfenstein als Teil der Hinteren Grafschaft Sponheim durch die Markgrafschaft Baden-Baden bzw. 1771-1793 Ba­den-Durlach 540.

 

Unterlagen über die Mühlen befinden sich im LA Speyer Best C Nr. 326-333

 

Neumühle oder Apostelmühle zu Rodalben

herrschaftliche Bannmühle zu Rodalben

Mühle auf dem Scheidbach zwischen Gräfenstein und Lemberg

die Theobald Würzische Mühle

die J. G. Helferische Mühle

 

Auch die Karlsmühle in Leimen und die Mühle in Merzalben gehörten zum Amt Gräfenstein

 

Ebenso die *Stüterbacher Sägmühle +++Lage klären+++.

 

Literatur/Urkunden:

- Dotzauer, Winfried: Die westlichen Gebiete der Markgrafen von Baden von 1402 bis 1803; in: Landeskundliche Vierteljahresblätter 14 (1968), S. 31-54; Gräfensteiner Land 1237-1987. Mit der Geschichte von Rodalben, hrsg. von der Stadt Rodalben Pirmasens 1987

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 156: Erneuerung sämtlicher Erblehen im Amt, 1772-1774 ++++klären: ob Mühlen++++

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 217: Gesuch um Erbauung einer neuen Mahlmühle 1746 ++++klären: welche Mühle++++

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 330: Die an der zwischen der Herrschaft Gräfenstein und dem lichtenbergischen Amt Lemberg laufenden Scheidbach auf jenseitigem Territorium erbaute Mühle, 1754 ++++klären: welche Mühle++++

LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 332: Gesuch des Johann Helferich wegen Errichtung einer Loh­mühle ++++klären: welche Mühle++++

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 334: Die von S. Aner gebetene (aber abgeschlagene) Er­laubnis an seiner Öl- und Walkmühle einen Mahlgang bauen zu dürfen, 1759 ++++klären: welche Mühle++++ möglicherweise han­delt es sich um Sim. Auer vom Staffelhof westlich von Rodalben

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 335: Von Peter Hauck gebetene Erlaubnis zur Erbauung ei­ner Walk- und Lohmühle für seinen Tochtermann, 1766 ++++klären: welche Mühle++++

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 337: Dem Nagelschmied Kilp gestattete Wasserfall zu ei­nem Balgrad, 1767 ++++klären: welche Mühle++++

- LA Speyer Best. C5 (Markgrafschaft Baden, Herrschaft Gräfenstein) Nr. 336: Gesuch des H. Georg Fuhrmann um Erlaubnis zur Errich­tung einer Sägmühle, 1775 ++++klären: welche Mühle++++

- Schworm, Willi: Vom Amt Gräfenstein zur Verbandsgemeinde Rodalben. Das Markgräfliche-Badische Amt Gräfenstein, seine Grenzen und historische Grenzsteine, und die pfälzische Verbandsgemeinde Rodalben 1971-1981. Rodalben 1981

 

 

 

 

 

Grethen:

heute Ortsteil von Bad Dürkheim; war kurpfälzisch, allerdings umgeben von leiningischem Gebiet

 

Mühlen:

1738 gab es in Grethen drei Mühlen, darunter die Herzogmühle, die 1747 von Kurpfalz als Eigentumsmühle gekauft wurde.

 

 

- Hermann'sche Mühle:

um 1760 von Philipp Jakob Werntz errichtet 541.

 

Von der Schaffnerei des Oberamts Neustadt hatte der damalige Müller in Klein-Schifferstadt, Philipp Jakob (1) *Werntz schon 1760 das Mahlrecht der Steinmühle erworben. Die Mühle war vielleicht Ölmühle. 1760 waren die Gebäude zerstört und die Mühle lag still. Wernz nutzte das Gefälle der Isenach und die Steine der Ruine und baute kaum 50 m bachabwärts eine neue 'Untermühle' 542.

 

Die Mühle wurde beim Ausbau der neuen B37 abgerissen 543.

 

 

- Herzogmühle bei Grethen oder erste Mühl, Woogmühle:

heute Anwesen Hermann-Schäfer-Str. 17; ursprünglich Woogmühle genannt 544 und bereits 1408 in einer Urkunde des Klosters Lim­burg erwähnt. Mit der Aufhebung des Klosters 1571 kam die Herzogmühle unter die Herrschaft des Pfalzgrafen Johann Casimir.

 

Nach J. Gg. Lehmanns „Geschichtl. Gemälde aus dem Rheinkreise Bayerns“ 545 hat „die Herzogs-Mühle bei Limburg ... ihren Na­men von ihrem Erbauer, dem Churverweser Johann Casimir“, der 1583-1592 Kurfürst von der Pfalz war 546.

 

Im Salbuch der Grafschaft Leiningen-Hardenburg von 1585, Abschnitt „Haußen und Greden“heißt es unter Frondienst: „Deßglei­chen ist auch Jerg Hammers Müell, welche Jetzo Herzogk Johann Casimir Pfalzgraff, … sich erkaufft hatt, zu fronen schuldig“ 547. Unter „Geldt Quelle zu Hausenn und Gredenn“ heißt es weiter: „1 Gld. gibt die Müell so Jerg Hammer besessen für daß Frongelt, hatt jetzo Limburg die Müell in Handen. Nota [:] Eß befindt sich ein Limburgischen Erbestandnuß Brieff …. inn der Cantzley Har­tenburg zu finden, Dz sol­che Müell Ihme [schuldig] mit Fronden ist Unndt Beth behaft ist.“ 548

 

1593 heißt es in der „Limpurger Mülenn Bauw Rechnung mein Johann Zahnen der Zeit Limpurgischen Schaffners zu Dürckheim, was ich beider Limpurgischen Mülen 549 halben verbauwt oder an Gelt, Korn, Weinn vnnd habern ausgegebenn“ 550.

 

Bis Juni 1599 war Balthasar Kintzelsheimer der „Limpurger Müller“; er schuldete gem. der Kornabrechnung vom Oktober 1600 dem Stift Limburg 225 Mltr 7 Sümmern 551 . Auf diesen folgte der Müller Jacob Verster 552. Am 30.10.1600 wurde im Zusammenhang mit dem Pächterwechsel das „Limpergisch Müehl Inventarium“ erstellt, das bereits am 4.8.1595 aufgenommen worden war. Dieses beinhaltet beide Limburgischen Mühlen, nämlich die Frohnmühle und die Herzogmühle in Grethen 553. Der Müller unterzeichnet dieses mit dem Na­men „Jacob Vesterman“ 554. Weiter heißt es“ Verricht ist diese … Inuentation ihn beisein des Edlen Thome Blarrer von Geyersberg 555 Vizedoms zue Neustatt und Administratoris des Stiffts Lindberg ... Vnd Jacob Steinfels[,] Gräflich leiningischen Fauts zu Dürkheim, sei­nes Vertrags des neuen Müllers wegen“ 556.

 

Bei Goswin Widder in seinem „Versuch einer vollständigen geogr.-hist. Beschreibung der kurfürstl. Pfalz“ von 1787 heißt es: „Zwi­schen Greden und Hau­sen hat Pfalzgraf Johann Kasimir einen großen Fischweyer […, nebst einer beträchtlichen Mahlmühle ange­legt, welche deswegen noch heutigen Tages die Herzogs-Mühle heiset. “ 557

 

Um 1640 war Hanß *Heilmann aus Kaiserslautern „derzeit Herzogmüller“ zu Dürkheim. Er besaß ein Haus im kurpfälzischen Kaiserslau­tern. Am 2.3.1640 schreibt Hans Adam v. „Cruel, daß er das Haus in Kaiserslautern, beim „Hohen Hauß“ des Hanß Heilmann, derzeit Herzogmüller zu Dürkheim verkauft habe 558. Auf ihn folgt als Müller und Betriebsnachfol­ger auf der Herzogmühle der Jo­hannes *Heil­mann (Heylmann 559.

 

Die Mühle kam 1736, nach verschiedenen Temporalverpachtungen, zusammen mit dem Herzogweiher im Erbbestand an den Frei­herrn von Halberg. Dieser baute die Herzogmühle gründlich um und gab ihr im wesentlichen die heutige Form. In den Balken des 1. Stocks sind die damals eingefügten Zeichen 17 FVH 36 immer noch zu lesen 560.

 

Im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Zu St. Grethen befin­den sich 3 Mühlen, die erste ist die Herzog Mühl, dieselbe gehört ihro Excelenz Freyh: von Halberg, es ist ein Bestandsmüller darauf, hat 4 Gäng.“ 561

 

Mit dem steigenden Interesse der Kurpfalz am Salinenbetrieb wuchs auch das an der Herzogmühle. Die Kurpfalz erwarb die Mühle samt Wei­her 1747 für 13500 Gulden. Seit 1741 war die Herzogmühle der kurfürstlichen Salinenverwaltung in Dürkheim unterstellt, die den Mühlenweiher bei Bedarf zum Wasserantrieb der Gradierwerk-Pumpen der Dürkheimer Saline nutzte 562.

 

Bis 1784 war die Herzogmühle an den NN., Schwiegervater des Schultheißen Jakob Schultz verpachtet 563.

 

Philipp Jakob (1) *Wernz pachtete die Herzogmühle 1784 für seinen Sohn Johann Peter *Wernz 564. Die Herzogmühle, 1736 erbaut, ist nach einem Vorgängerbau Herzog Johann Casi­mirs aus der zweiten Hälfte des 16. Jh benannt. Pächter war ab 1784 Johann Peter *Wernz 565.

 

Es folgte Wittib Louise “Wernzin” [Anm.: Luise Barbara *Köhler, °° mit Philipp Jakob (1) *Wernz, Erbbestandsmüller auf der Kloster­mühle in Kleinschifferstadt, 1760 Erwerber der Steinmühle/Hermannsmühle in Grethen auf Abbruch und Erbauer der nahebei bachab­wärts errichteten Hermannsmühle oder neuen Untermühle in Bad Dürkheim; seit 1784 Pächter der Herzogmühle in Bad Dürk­heim-Grethen], welche 1786 die Mühle von der Witwe Fallmann für 5650 fl kaufte 566.

 

Im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung wurde die dem Kurfürst v.d.Pfalz zustehende Herzogmühle genannt 567.

 

Mit dem Schwiegersohn des verstorbenen Vorpächters, dem Schultheiß Jakob Schultz, der den Betrieb weiterführen wollte gab es zu­nächst jahrelangen Streit, der aber 1791 zu Gunsten des ältesten Sohnes Johann Peter Wernz (1760-1825) entschieden wurde 568.

 

1953/54 wurde die Mühle in Grethen stillgelegt, die zuletzt Heinrich Hermann Erben betrieben wurde 569.

 

Das Hauptgebäude mit Mansarddach der stattlichen Hofanlage enthält heute die Sammlungen des Pfalzmuseums für Naturkunde (Polli­chia-Museum). Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wird wie folgt beschrieben: repräsentativer Mansardwalmdachbau, bez. 1736, Erneuerung um 1860 570.

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 261, 262

 

Literatur/Urkunden:

- Buchert, Heinrich: Herzogmühle und Weiher – einst Klosterbesitz (Dürkheim Grethen): in: „Die Rheinpfalz“, Ausgabe Neustadt/ Bad Dürkheim v. 10.1.1963

- LA Speyer Best. A13 Nr. 667: Stift Limburg, Herzogmühle Grethen 1735

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1095/1-3: „Acta betr: die Herzogsmühle, Teil I 1735-1791, Teil II 1778-1802, Teil III 1791-1793, Teil IV 1734-1748 mit einer Anzahl Urkunden, Erbbestandsbriefen und Kaufbriefen“

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1096/4: „Acta in Sachen des Müllers Zumstein ./. Wernz wegen des Mühlenwassers, 1787-1778, 1787-1793, 1792-1793"

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1096/5: „Acta in Sachen des Müllers Wernz ./. den Müller Peter wg. Erhöhung des Ablaßes u. Waßerbret­tes“

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1096/6: „Acta betr: die Mühlstreitigkeiten der Müller Lichty u. Wernz, 1784, 1791-1793“

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1096/7: Acta betr: Zwistigkeiten zwischen den Stift Limburgischen Mühlen-Erbbeständern wegen des Waßerab­lasses, 1720-1722“

- Merckel, Edith: Die Mühle der Mönche im Mahlwerk der Mächtigen : das ehrwürdige Gebäude am Rande des Herzogsweihers hat eine bewegte Geschichte ; vermutlich so alt wie das Kloster Limburg; in: Die Rheinpfalz / Bad Dürkheimer Zeitung. - 64 (2008), Nr. 22 vom 26.1., 2008. - Ill. - (Thema am Samstag: Die Herzogsmühle - seit 600 Jahren "aktenkundig")

- Schaefer, H.: „Der Herzogweiher und die Herzogsmühle bei Bad Dürkheim“; in: Dürkheimer Anzeiger 1922+++ergänzen+++

- Schaefer, H.: „Studie über die Geschichte des Herzogsweihers und der Herzogsmühle bei der Limburg“; in: Palatina 1927, S. 304 ff.

 

 

- Die 2. Mühl zu Grethen:

im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Zu St. Grethen befin­den sich 3 Mühlen, die erste ist die Herzog Mühl ... Die 2te gehört dem Geörg Philipp Rheinhardt, hat 2 Gäng, hat aber vorhin nur ein Gang gehabt, gibt 16 Malter Korn Mühlpfacht in das Stift Limburg, es ist eine Ei­genthumbs Mühl.“ 571 An späterer Stelle heißt es : „Die zweyte Mühl besitzet Wilhelm Rheinbold, hats ererbt, und gibt Hl. Schafnern Widder zu Dürkheim Von zwey Gang 15 Mltr Korn und einen Gil­den.“ 572

 

1740 wird Georg Wilhelm Reinbold/Reinhold [?] als Müllermeister in St. Grethen im luth KB Hardenburg erwähnt; °° Catharina Er­nestine NN; Vater von Maria Carolina, geb. 17.1.1740, ~ dto. 573.

 

- Die 3. Mühl zu Grethen:

im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 wird die Mühle wie folgt beschrieben: „Zu St. Grethen befin­den sich 3 Mühlen, die erste ist die Herzog Mühl ... Die 3te gehört dem Her­mann Meyer, hat nur einen Gang und gibt jährlich Mühl­pfacht in das Stift Limburg 6 Mltr. Korn, sonst eigen, es liegen diese drei Mühlen auf der Dürkheimer Bach.“ 574

 

 

- Obermühle:

die Mühle gehörte zum Kloster Limburg t +++ergänzen+++

 

im Salbuch der Grafschaft Leiningen-Hardenburg von 1586, Abschnitt „Haußen und Greden“heißt es: „Philips Korner der OberMül­ler ist schuldig zum Frondienst wegen seiner Mühlen jedes Jahrs Uff Hartenburg … Zehen Tag mit Wagen und Pferdt zu fronen“ 575. Unter „Geldt Quelle zu Hausenn und Gredenn“ heißt es weiter: „Xy Alb. Gibt Philips Körner der Obermüller von Dreyen Morgen Ackers, gele­gen zu Greden Zue der Obermühlen die Straß ober vndd unders daran hers.“ 576 Weiter wird genannt „Philips Kerner der Obermüller … uns Jacob sein Bruder ...“ 577.

 

 

- Sägemühle Becker:

1898 von Carl Becker auf den Grundmauern einer alten Mühle errichtet +++ergänzen+++

 

Literatur/Urkunden:

- Merckel, Edith: „Gattersäge wird erst mit Wasser angetrieben, dann mit Dampf: auf den Grundmauern einer alten Mühle errichtete Carl Becker 1898 eine Sägemühle“; in: „Die Rheinpfalz“ / Bad Dürkheimer Zeitung. - 54 (1998), Nr. 74 vom 28.3., 1998. - Ill. - (Thema am Samstag: 100 Jahre Sägemühle Becker)

 

 

- Schleifmühle:

bereits in einer Limburger Urkunde von 1238 wird eine Schleifmühle genannt. Nach dieser Urkunde hatte Konrad von Durinkeym, der ohne Zustimmung des klosters diese Mühle errichtet hatte, den Grund und Boden, worauf diese Mühle stand, dem Kloster zu ei­gen ge­geben und gleichzeitig die Mühle vom Kloster zu Lehen genommen 578.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A13 Nr. 664 und 665: Stift Limburg, Schleifmühle zu Grethen 1609,

 

 

- Stein- und Zollmühle, Mühle am Zollstock:

die lag ungefähr 150 m unterhalb der Herzogmühle 579 und gehörte als ehemalige Mühle den „Hl. Schafnern zu Dürckheim 580.

 

Die Steinmühle wird bereits 1408 in einer Urkunde des Klosters Limburg genannt, als „Hensel Myler und seine Ehefrau von Abt Jo­hann Bock zu Limburg eben diese Mühle und die drei Wiesen zwischen der Woogmühle [= Herzogmühle] und der Steinmühle in Be­stand nah­men“. Die Steinmühle bildete nach dem Heimatdichter Hermann Schäfer meist einen Teil der Herzogmühle und wurde be­sonders später gleichzeitig mit dieser verpachtet 581.

 

Im Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738 wird die Mühle wie folgt beschrieben: „St. Grethen. Die Mühl ahm Zollstock besitzet Hermann Foggen[,] hat nur einen Gang und gibt Erbpfacht ahn Hl. Schaffnern zu Dürckheim Widder 6 Mltr Korn“. 582

 

Von der Schaffnerei des Oberamts Neustadt hatte der damalige Müller in Klein-Schifferstadt, Philipp Jakob (1) *Werntz schon 1760 das Mahlrecht der Steinmühle erworben. Die Mühle war vielleicht Ölmühle. 1760 waren die Gebäude zerstört und die Mühle lag still. Wernz nutzte das Gefälle der Isenach und die Steine der Ruine und baute kaum 50 m bachabwärts eine neue 'Untermühle' 583 [s. Hermann'­sche Mühle].

 

Literatur/Urkunden:

- Buchert, Heinrich: Die Stein- und Zollmühle in Grethen. Steinmühle Vorgängerin der Hermann'schen Mühle. [Dürkheim]. In: „Die Rheinpfalz“, Ausgabe Neustadt/Dürkh. 19 (1963), Nr. 31 v. 6.2.1963 und vom 21.2.1963

- Buchert, Heinrich: Die frühere Zollmühle in Grethen; in: „Die Rheinpfalz“, Ausgabe Neustadt / Bad Dürkheim vom 21.2.1963

 

 

- Woogmühle:

s. Herzogmühle

 

 

 

 

 

Gries:

VG Schönenberg-Kübelberg, Lk Kusel; südlich von Börsborn gelegen, nördlich von Schönenberg-Kübelberg; gehörte zur Grafschaft von der Leyen, Amt Blieskastel

 

Mühlen:

- Lebecksmühle, auch: Wolfsmühle:

s. auch Börsborn

 

am Ohmbachsee nordöstlich von Schönenberg-Kübelberg gelegen; im südwestlichen Ortsteil von Börsborn, der Siedlung, befindet sich die Straße „Lebecksmühle“. Teilweise wird die Lebecksmühle auch der Nachbargemeinde Gries zugeordnet 584; die Mühle liegt zwar nahe von Börsborn, aber auf der Gemarkung von Gries 585.

 

Vor 1760 erscheint im Lagerbuch von Börsborn 586 unter Nr. 209 ein „Christian Lebeck“, dann 1762 zu Gries „Frantz Lebeck“, 1768 „Theobald Lebeck“ 587.

 

Die Mühle hieß bis Anfang des 19. Jh. „Wolfsmühle“. Der Name rührt von dem Grieser Zimmermann Andreas Wolf her, der von der für das Amt zuständigen Verwaltung in Blieskastel 1712 einen Erbbestandsbrief erhielt, verbunden mit der Auflage, „das in dem Thal zwi­schen genanntem Dorff Grieß und Birschborn ohnweit dem Hirschwältgen gelegenes, aber ganz verfallenes Mühlengebäude auf seine Kosten wieder aufzubauen“. Die Mühle war allerdings keine Bannmühle, vielmehr durfte Wolf erst dann mahlen, wenn „der Müller zu (s. Glan-Münchweiler) die Mahlgerste wegen großen Wassers nicht alle befördern kann“.Mit dem Ausbau ging es jedoch nicht wie geplant, denn noch 25 Jahre später, 1737 war die Mühle nicht hergerichtet. 1737 wurde in Koblenz, der Hauptresidenz des Grafen Caspar von der Leyen, ein Mühlenübertragsprotokoll zwischen Andreas Wolf und Franz *Lebeck (oder Lübeck, wie er manchmal benannt ist) abge­schlossen.Hieraus ergibt sich, daß Wolf sich auf die Bewirtschaftung der zugehörigen Felder beschränkt hatte. Denn dem neuen Erbbe­ständer Lebeck wurde auferlegt, die offensichtlich immer noch ruinösen Mühlengebäude „sambt dem stehenden und laufenden Mahlge­schirr binnen erster Jahreszeit in vollkommen brauchbarem Stand herzustellen.“ In diesem Doku­ment ist auch die Größe des zugehöri­gen Landbesitzes mit „26 Morgen, 8 Ruthen und 12 Schuhe Hornbacher Huben Länderey“ an­gegeben, was etwa 7 ha entspricht 588.

 

Andreas Wolf zog nach Steinbach am Donnersberg und wanderte dann nach Ungarn aus. Noch 1783 wohnten auf der Lebecksmühle Nachkommen der Familie Wolf. Nach deren Aussterben verschwand auch der Name Wolfsmühle, die Mühle wird seither Lebecks­mühle genannt. 1782 wurden einige Gebäude neu erbaut, wie ein Türsturz mit dieser Jahreszahl belegt. Nach dieser Zeit sind als Be­wohner die Familien Mersfelder und Eichner bekannt. 1847 brannte die Mühle teilweise ab. 1864 kamen Peter *Ulrich (geb. 7.1. 1835) und seine Frau Margaretha geb. Hertel, durch Kauf in den Besitz der Mühle. Beide stammen aus Jettenbach. 1886 wurde der Betrieb der Mühle endgültig eingestellt und die Gebäude dienten ab dann ausschließlich für die Landwirtschaft. 1913 wurden sie we­gen Baufälligkeit abge­rissen. Diese Gebäude standen an der Stelle des heutigen Teichs. 1828 entstanden am ehemaligen Mühlplatz 2 Fischweiher in einem um 1900 von Jakob Ulrich errichteten Neubau befand sich eine Gaststätte. Helmut Guth aus Brücken heiratete eine Tochter des Hauses 589. In den 1950/60er Jahre betrieb Helmut Guth das Gasthaus zur Lebecksmühle .

 

Die Lebecksmühle wird am 31.1.1834 in einer notariell beurkundeten Erklärung dreier Zeugen über die Kosten der Bachreinigung in Börsborn erwähnt, wobei ein Teil der Kosten vom Betreiber der Mühle zu tragen sind 590.

 

1828 erwähnt als „Lebecksmühle“, 1837 als „Lebeksmühle“, 1886 als „Lebeckmühle“, 1916 und 1963 als „Lebecksmühle“ 591.

 

 

 

 

 

Literatur/Urkunden:

- Gries, Ortsgemeinde (Hrsg.): „Gries, Pfalz: gestern und heute“ (Gries,Ortsgemeinde 2002), S. 43-46, Abschnitt: „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“

 

 

 

 

 

Grolsheim:

VG Sprendlingen-Gensingen, Lk Mainz-Bingen; in Rheinhessen an der unteren Nahe gelegen; gehörte zum kurpfälzischen Oberamt Stromberg 592.

 

Mühlen:

um 1766 war Christophel Schöppy als Müller in Grolsheim; seine Tochter Maria Barbara Schöppy °° am 8.4.1766 in Badenheim den dor­tigen Müller Johann Simon *Diehl 593.

 

- Mühle Bachschmidt (?):

+++ergänzen: Name klären+++; um 1722 bestand eine Mühle in Grolsheim; Müller war um 1722 Andreas Bachschmidt; dieser ist 1720 im Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamts Stromberg mit einem Ver­mögen von 165 fl aufgeführt 594.

 

 

- Katharinenmühle:

aufgrund Genehmigung vom 17.10.1864 als Mahlmühle durch Eduard Braden aus Büdesheim errichtet, der sie nach seiner Frau Kathari­na Stenger „Katharinenmühle“ nannte 595.

 

 

 

 

 

Großbundenbach:

s. auch Kleinbundenbach

 

VG Zweibrücken-Land; Lk Südwestpfalz; auf der Sickinger Höhe nördlich von Zweibrücken, in der Nähe der Grenze zum Saarland gele­gen. Die Orte Groß- und Kleinbundenbach, Mörsbach, der Neupelerhof bei Bechhofen und die Mühle am Altenwoog gehörten noch im 17. und 18. Jh. zur Gemeinschaft Buntenbach. In die Gemeinschaft Buntenbach teilten sich die Herren von Steincallenfels bzw. deren Nachfahren die Freiherren von Cathcart zu Carbiston und das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken 596.

 

Die Dörfer Klein- und Großbundenbach gehörte den Herren von Steinkallenfels von 1441-1674, dann den aus schottischem Adel stam­menden Freiherren Cathcart von Carbiston von 1674-1777; schließlich den Herzögen von Pfalz-Zweibrücken von 1777-1794 597.

 

Literatur/Urkunden:

- HSTA München: Kasten blau Nr. 385/12 Zweibrücker Kopialbuch

- LA Speyer Best. Zweibrücken I, A 910/7 fol. 129 ff.: Relat. Actis über die Beschaffenheit der Buntenbacher Gemeinden vom Archi­varius Aulenbach, den 27.3.1733 verfertigt. Mit 29 Belegen. Es ist neben dem großen Zweibrücker Kopialbuch über Verträge, Le­hens- und Re­versbriefe, die Gemeinschaft Buntenbach betreffend, von dem Schuldiener der evang.-luth. Gemeinde Zweibrücken Jo­hann Georg Belt­zer in wortgetreuer Abschrift aller erreichbaren älteren Urkunden und Verträge abgefaßt und im Hauptstaatsarchiv München im Kasten blau unter Nr. 385/12 aufbewahrt wird, die wichtigste Quelle 598.

- Schultz, Wilhelm Eugen: „Historisch-diplomatische Beschreibung der Herrschaft Buntenbach in Rheinbayern“; in: 'Der Bliesgau' 1838 S. 74-112 (mit ausführlichen Quellenstudien 599).

 

 

Mühlen:

- Ölmühle zu Bundenbach:

s. Kleinbundenbach

 

 

- Cathcartsche Öl- und Sägemühle:

um 1700 neu angelegt 600.

 

Um 1753 war Claudius *Buchmann als Knecht auf der Sägemühle zu Großbundenbach 601.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 915/4: Die neu angelegte Cathcartsche Öl- und Sägemühle zu Großbundenbach, o.D. (1700-1830)

 

 

- Schloßmühle:

es gab im „Schloß Großbundenbach“ 602 offensichtlich eine Mühle, denn dort wird dort der Johann Philipp *Mühlmichel, als „Müller z. Zt. im Schloß zu Großbundenbach“ erwähnt 603.

 

 

- Stampermühle:

s. Kleinbundenbach

 

 

 

 

Großfischlingen:

VG Edenkoben; Lk Südliche Weinstraße; südöstlich von Edenkoben gelegen; gehörte zum Hochstift Speyer, Amt Kirrweiler 604.

 

Der Bestand F14 des LA Speyer trägt die Bezeichnung „Ausfauteiakten Edenkoben“. Dies darf

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von ca. 40 katholische Familien auf 605.

 

 

Mühlen:

- Mahlmühle in Großfischlingen:

den Abschluß vom Oberdorf Großfischlingen bildet das Mühlenanwesen, ein dreiecksförmiger Hof mit ansehnlichen Ausmaßen. Ne­ben dem Bauernbetrieb war hier die Dorfmühle mit dem wassergetriebenen Mahlwerk. Um 1900 war der „Mühle Heinrich“ Müller auf der Dorfmühle. Hinter der Mühle ist heute noch die Ausbuchtung des Mühlenweihers zu erkennen 606.

 

Die Mühle lag oberhalb des Dorfes 607.

 

Hanß Stephan Vattleb [Anm.: *Hartlieb], Müller aus Burrweiler erhält 1693 die Erlaubnis die Mühle in Großfischlingen wieder aufzubaue­n und sie 8 Jahre lang abgabenfrei zu betreiben. Er ist ab 1715 Müller in Weyher 608. In einem Bericht der fürstbischöflichen Kanzlei vom 7.7.1787, die „Zwistigkeit zwischen der Gemeinde Edes­heim, dann dem Müller und der Gemeinde zu Großfischlingen wegen von ersterer öfters in Übermaaß ausgeübt werdenden Wiesen­wässerung betreffend“. Aus dem Bericht geht hervor, daß der Müller Hartlieb [Anm.: s.o. Hanß Stephan Vattleb] zu Kirrweiler mit Urkunde 13.8.1693 die „im vorigen Krieg ruinierte Mühle zu Großfischlingen“ gegen eine 8jährige Pacht- und Steuerfreiheit aufbau­en dürfe 609.

 

Um 1703 ist Johann Henrich *Zöller als „hiesiger Müller“ in Großfischlingen vermerkt 610; er könnte mE lediglich Mühlarbeiter oder Müll­ergeselle gewesen sein; die Temporal-Bestandszeit des Hanß Ste­phan Vattleb war abgelaufen; ob sie verlängert wurde, ist nicht ermit­telt; Hans Nicolaus Spieß hat die Mühle wohl nicht selbst betrie­ben, denn er ist nur als „Besitzer der Mühle“ aufgeführt.

 

Hans Nicolaus Spieß († 20.4.1719), Gerichtsverwandter, 1718 Bürgermeister von Großfischlingen, war Besitzer der Mühle in Großfischlin­gen; °° mit Susanna Dyrri aus Kleinfischlingen; aus der Ehe sind 4 Kinder bekannt; der Sohn Johannes Michael Spis (~ 3.6.1712 – 15.10.1752) erbt die Mühle und stirbt 1752 unverheiratet. Die Tochter Maria Margretha Spieß (~ 15.3.1708 – 2.2.1767; °° I am 6.2.1725 mit Hans Jörg Schmidt; °° mit dem Müller Johannes Georg *Flory) 611 heiratet in 2. Ehe den Müller Johannes Georg *Flori und und übernimmt zusammen mit ihrem Mann nach dem Tod des Bruders die Mühle.

 

Müller auf der Mühle war Johannes Georg *Flori (*22.12.1707 in Harthausen - † 28.4.1790 in Großfischlingen; °° mit Maria Marga­retha Spieß), Müllermeister, wird 1725 als Bürger von Großfischlingen genannt, 1750: Schultheiß. Müller auf der Mühle ist auch sein früh ver­storbener Sohn Andreas *Flory (*nach 1738 in Großfischlingen - † Febr. 1770 in Großfischlingen; °° mit Maria Barbara Kühn) 612. Des­sen Sohn Leonhard Joseph Flory (geb. 1769 in Großfischlingen - † Ottersheim) heiratet Elisabeth Gardinger aus Ot­tersheim (Witwe von Andres Gutting, Bürgers in Ottersheim) und zieht wohl nach Ottersheim bei Landau, wo er auch gestorben ist. Leonhard Joseph Flory war ebenfalls Müller und könnte Müller in Ottersheim gewesen sein ++++prüfen+++ 613.

 

Die Mühle ist in einem Verzeichnis der im Hochstift Speyer, Schaffnerei Kirrweiler liegenden Mühlen vom 30.10.1768 aufgeführt und wie folgt beschrieben: „Zu Großfischlingen, die Mühl oberhalb des Dorfes, dem Geörg Flori zu gehörig, und giebt Mahlpfacht 6 Malter Korn.“ 614

 

Wegen fortwährender Streitigkeiten wegen Wiesenbewässerung aus dem Modenbach durch Anlieger in Edesheim und Eingriffen in das Wasserbetriebsrecht der Mühle Großfischlingen kam es 1786 zur Einführung einer Wasserordnung, wobei eine gleichlautende kurpfälzi­sche Regelung nun auch im hochstift-speyerischen Edesheim und Großfischlingen zur Anwendung kam. In einem Bericht der fürstbi­schöflichen Kanzlei vom 7.7.1787, die „Zwistigkeit zwischen der Gemeinde Edesheim, dann dem Müller und der Gemein­de zu Großfisch­lingen wegen von ersterer öfters in Übermaaß ausgeübt werdenden Wiesenwässerung betreffend“. Aus dem Bericht geht hervor, daß der Müller Hartlieb [Anm.: s.o. Hanß Stephan Vattleb] zu Kirrweiler mit Urkunde 13.8.1693 die „im vorigen Krieg ruinierte Mühle zu Großfischlingen“ gegen eine 8jährige Pacht- und Steuerfreiheit aufbauen dürfe 615.

 

Die Tochter von Johannes Georg Flory, Christina Flory (geb. 1738 Großfischlingen – 6.7.1796; Tochter des Müllers in Großfischlin­gen, Jo­hannes Georg *Flory und der Maria Margaretha Spieß 616) hei­ratet den Georg Schmidt aus Großfischlingen, der offensichtlich die Mühle von seinem Schwiegervater übernimmt. Die Tochter aus der Ehe des Georg Schmitt und der Maria Margaretha Spieß, die Anna Maria Schmitt († 22.3.1807) heiratet am 24.1.1797 den Müller in Großfischlingen und späteren Adjunkt, Johannes Hollried (Anm.: auch *Hol­lerith, Hollerieth) „der Junge“ 617. Auch dieser führt wohl die Mühle in Großfischlingen fort 618.

 

Auch im 19. Jh. setzten sich die Streitigkeiten wegen der Wiesenbewässerung fort. So kommt es zwischen 1828 und 1833 zu wieder­holten Beschwerden des Müllers Mathias *Hollerith aus Großfischlingen. Hollerith verweist darauf daß das Wässern der Wiesen zur Zeit der Getreideernte laut Wässerordnung untersagt sei. Er führt weiter aus, „daß durch die wässernden Bürger Edesheims die Dienstboten des Bittstellers bei dem Wasserholen (Umleitung des Wassers zur Mühle) durch Androhung grober Mißhandlungen, falls sie sich nicht entfernten, von ihren Diensten zurückgeschreckt werden“ und macht geltend, daß er seine alten Wasserrechte gericht­lich ver­folgen müsse, daß ihm dies ohne behördliche Unterstützung den wohlhabendsten Bürgern Edesheims gegenüber niht möglich sei, „denn gerade diese hemmen durch gedungene Wiesenwässerer, Leute der niedersten Klasse, die zu allem zu gebrauchen sind das Was­ser“ 619. 1846 beklagt sich die Witwe Hollerith [Anm.: Katharina Kunz] beim Landkommissariat über das übermäßige Wässern auf den Edesheimer Wiesen. Seit der eingetretenen Dürre werde ununterbrochen gewässert und dabei der Modenbach mit Schwellen aus Stei­nen, Brettern und Rasenstücken gestaut. Die allgemeine Brotnot werde durch den Mangel an Wasser zum Betrieb der Mühle noch ge­steigert 620.

 

Johannes Spiegel (24.2.1838 Großfischlingen - 27.8.1911 Großfischlingen) war Müller und Ökonom in Großfischlingen; Sohn des Bauern Franz Jakob Spiegel aus Großfischlingen und der Klara Wingerter; °° 7.7.1861 mit Elisabeth Wind aus Essingen; aus der Ehe gehen 13 Kinder hervor 621. Auch z. Zt. Des Müllers Spiegel setzten sich die Streitigkeiten wegen rechtswidriger Wiesenbewässerung fort. Auf sei­ne Beschwerden fordert das Bezirksamt die Gendarmeriesta­tion Edenkoben zu einem Bericht auf. Darin heißt es, ein Schutz gegen uner­laubtes Wiesenbewässern sei unmöglich, „.. denn die Wiesenflur ist groß und ganz frei so daß man in großer Ent­fernung schon gesehen werden kann“. Nachdem alle Beschwerden nicht fruchteten, griff der Müller Spiegel zur Selbsthilfe, indem er laut Feststellung des Edes­heimer Gemeinderats „den hiesigen Einwoh­nern bei der Vornahme der Bewässerung ihrer Wiesen an den hierfür festgesetzten Tagen und Stunde allerlei Schikanen zu machen suchte sogar die Kinder, welche von den eltern zum Wässern geschickt werden, heimjagte“ 622.

 

Müller auf der Mühle waren:

- 1693 bis 1715 (err.) Hanß Stephan *Vattleb, Müller aus Burrweiler erhält 1693 die Erlaubnis die Mühle in Großfischlingen wieder aufzu­bauen und sie 8 Jahre lang abgabenfrei zu betreiben

- bis 20.4.1719 Hanß Nicolaus Spieß; der Sohn Johannes Michael Spis (~ 3.6.1712) erbt die Mühle und stirbt 1752 unverheiratet; sei­ne Tochter Maria Margaretha Spieß heiratet in 2. Ehe den Johannes Georg *Flory und und übernimmt zusammen mit ihrem Mann nach dem Tod des Bruders die Mühle

- bis 15.10.1752 Johannes Michael Spis; er stirbt 1750 unverheiratet; seine Schwester Maria Margaretha Spieß heiratet in 2. Ehe den Jo­hannes Georg *Flory und und übernimmt zusammen mit ihrem Mann nach dem Tod des Bruders die Mühle

- bis 28.4.1790 Johannes Georg Flori; seine Tochter Christina Flory heiratet den Müller Georg Schmidt

- ab 1790 (err.) Georg Schmidt, °° mit Christina Flory; seine Tochter Anna Maria Schmidt heiratet 1797 den Müller Johannes Holl­ried

- ab 1797 (?) Johannes Hollried; Vater von Mathäus „Mathes“ Hollerith

- ab +++ Mathäus „Mathes“ Hollerith

- um 1900 „Mühle“ Heinrich Müller

 

 

Literatur/Urkunden:

- Wittner Heinz R.: Familienregister von Großfischlingen: 1651 bis 1888 (1918); Großfischlingen 1994, S. 55

- Wittner, Heinz R.: Auswärtige im 1. katholischen Kirchenbuch von Großfischlingen; in: Pfälzisch-rheinische Familienkunde 1992, S. 461-467

- Wittner, Heinz R.: Auswärtige in den Ausfauteiakten von Großfischlingen; in: Pfälzisch-rheinische Familienkunde 1994, S. 6-12

- Wittner, Heinz R.: Auswärtige im 3. kath. Kirchenbuch von Großfischlingen; in: Pfälzisch-rheinische Familienkunde 1996, S. 367-371

 

Photos:

- Habermann, Heinz: Großfischlingen, Bilder aus einer Dorfgemeinde, 1980, S. 70-71 (Mühlengebäude und Mühlweiher)

 

 

 

 

 

Großkarlbach:

VG Grünstadt-Land, Lk Bad Dürkheim; am *Eckbach gelegen (früher als Karlbach bezeichnet).

 

Mühlen:

Das Kloster Weißenburg besaß „Ad Karlebach“ 623 eine Mühle, die im Liber Possessionum Wizenburgensis von 1280 genannt ist 624.

 

Im Mittelalter gab es in Großkarlbach sechs Mühlen, davon 2 im Ortskern und 4 außerhalb der Befestigung. Zwei vor der Cännel­pforte westwärts und 2 nordöstlich vor der Mauer an der Schliffgasse. Die Pappelmühle dürfte innerhalb der Stadtmauer gelegen ha­ben 625.

 

Ein Müller-Bäcker-Zeichen trägt eine am Hausanwesen Hauptstraße 45 bzw. ehemalige Gastwirtschaft Weiland in der Untergasse, einge­mauerte Inschrifttafel mit der Jahreszahl 1575. Diese zeigt den Sinnspruch ICH HAL DEN FIR EIN WISEN MAN / DER ALN MEN RICH BAUEN KAN; neben der Jahreszahl 1575 und dem Monogramm des Bauherrn HW OG FW trägt er das Berufszeichen des Müllers und Bäckers, bestehend aus Mühlrad und Brezel 626. Die gleichen Initialen zeigt auch ein Inschriftstein an der ehemali­gen Pappelmühle 627.

 

Im Frankenthaler Ratsprotokoll vom 24.9.1664 wird eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen dem Müller Frantz Ditrich J. Merkel­bach protokolliert. Dort heißt es: „Frantz Ditrich Müller cont[ra] J. Merkelbach vbergibt Außag, daß ihn Merkelbach geschol­ten habe. Ne­gierte solches und sagte, daß er ihn nicht gescholten, alß mit Condition, wan sein Knecht oder er selbsten den Tung wür­den mehr her­auß führen, so hilte er sie vor Schelmen vnd Dieb, vnd wan er mit dieser seiner Verantwortung nicht sollte volstehen, so wollte er ge­betten haben, daß ihme schrifftlich seine Defension zu thun zugelasen würde“. Darauf erging folgender „Bescheit“ des Gerichts: „Eß sol­le Merkelbach mit dem Müller sich vergleichen, vnd da es nicht geschehen könnte, wirdt ihme gestattet sich schrift­lich zu verantwort­ten.“ Im darauffolgenden Gerichtstag, den 30.11.1664 brachte „H. Botzon … vor, daß die Strittigkeit zwischen Merkelbach vnd Frantz Di­trich, Müller zu Carlbach, seye hingelegt worden, vnd daß ihme Müller darüber ein Schein müßte gegeben werden, waß bey disem Ge­richt passirt ist“ 628. +++klären: welche Mühle+++

 

Im Frankenthaler Ratsprotokoll heißt es am 19.3.1666: „Antoni Krafft, Muller zue Lambsheim. Andres Diederich Sohn Hans Jörg Diete­rich. Muller von Carllebach, wirdt biß vor acht Dag ausgestellt“ 629. +++klären: welche Mühle+++

 

Auf dem Friedhof in Großkarlbach ist in die Mauer beim unteren Eingangstor der Grabstein eines Müllers eingefügt. Der Verstorbene Jo­hann Philipp Dedrich war ursprünglich in der lutherischen Kirche in der Obergasse beigesetzt. Der Stein zeigt als Handwerkszei­chen ein halbes Mühlrad mit einer Brezel darüber. Die Inschrift lautet: Anno 1711 den 20. Augusti starb im Herrn der ehrsame Jo­hann Philipp Ded­rich [Dietrich 630] Millermeister Zunft und churpalz Schultheiß allhier wie auch Vorsteher bey deser in desem Jahr neu erbauten evangelisch-lutherischen Kirche seines alters 53 Jahr 7 Monat 4 Tag 631. +++klären: welche Mühle+++

 

1723/24 wird Hans Georg Ringelsbacher als Müller in Großkarlbach genannt +++klären: welche Mühle+++. Dieser beantragte bei der geistlichen Güteradministration in Heidelberg die Genehmigung, auf der Lambsheimer Bach eine Mühle errichten zu dürfen. Sein Antrag wurde abgewiesen, da nachteilige Folgen für die anderen Mühlen seitens der GGA befürchtet wurden 632.

 

Bis vor 1727 war Conrad Schmiedler der Müller auf der „Carbacher Mühle“ ++klären: welche Mühle+++.; dieser zog dann auf die Erba­cher Mühle in Erbach und erhielt 1727 die pfalz-zweibrückische Bürgeraufnahme 633.

 

Am 2.1.1732 werden in Heuchelheim bei Frankenthal als Paten bei der Taufe des Johann Valentin Adam genannt der Müllermeister von Großkarlbach Johann Valentin *Heckmann und dessen Ehefrau Anna Maria NN. 634. +++klären: welche Mühle+++

 

1787 schreibt Johann Goswin Widder in seinem in Frankfurt und Leipzig erschienenen „Versuch einer vollständigen Geographisch-Historis­chen Beschreibung der Kurfürstlichen Pfalz am Rheine“: „Die Karlbach treibt hier in und außer dem Dorfe sechs Mahlmüh­len“. Diese sind 1791 noch vorhanden 635.

 

Um 1807 war Ludwig *Wolff als Müller in Großkarlbach +++klären: welche Mühle+++; er kaufte mit notariellem Kaufvertrag vom 19.1.1807 von Kaspar Henß aus Großkarlbach mehrere Grundstücke 636.

 

Um 1810 ist Johann Philipp *Bogen als Müller in Großkarlbach; er verkaufte mit notariellem Kaufvertrag vor dem Notar Moré in Grün­stadt vom 7.7.1810 an den Müller Franz Daniel Friedrich von der Papiermühle Neuleiningen mehrere Grundstücke 637.++++klä­ren: wel­che Mühle++++

 

1817 gab es in Großkarlbach folgende Mahlmühlen: a) Obermühle mit 3 Mahlgängen, b) Schloßmühle mit 2 Mahlgängen, c) Rhein­mühle mit 3 Mahlgängen, d) Dorfmühle mit 2 Mahlgängen, e) Münchmühle mit 2 Mahlgängen und f) Heckmühle mit 2 Mahlgängen 638.

 

Um 1840 ist J. Webel ++++klären: welche Mühle++++ als Müller in Großkarlbach; er ist 1840 als Mitglied des landwirtschaftlichen Ver­eins der Pfalz genannt 639.

 

Auch im Urkataster von 1841 sind insgesamt 6 Mühlen aufgeführt, "von welchem zwei im Dorfe und vier außerhalb" sind. Bei den au­ßerhalb des Ortes gelegen Mühlen handelt es sich um die Heckenmühle, Obermühle, Schloßmühle und eine Mühle ohne Beinamen 640.

 

Literatur/Urkunden:

- Bich, Jürgen: Mühlen am Eckbach. - In: Die Rheinpfalz <Ludwigshafen> / Frankenthaler Zeitung. - 55 (1999), Nr. 82 vom 9.4. (Heck­mühle, Großkarlbach); Nr. 226 vom 29.9. (Rheinmühle, Großkarlbach). - 1999. - 1999. - Ill.. - Früheres ebenda. - 54 (1998), Mai u. Sept..

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1098/2: „Acta betr: Wiesen-Wässerungs und Mühlstreitigkeiten, 1718-1785“

- Niederhöfer, Wolfgang und Martin, Erwin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg. Mit Skizzen zur Mühlentechnik von Ar­nold Gieser und Zeichnungen zu den Großkarlbacher Mühlen von Udo Marker. - Gieser, Arnold. - Marker, Udo. - In: Pfälzische Dorfgeschichte / hrsg. von Erwin Martin in Zsarb. mit ... - Treuchtlingen, 1998, S. 43-65

 

 

- Brockmühle:

1632/33 heißt es in der Kellereirechnung Dirmstein: „9 Mltr. Gibt Heil Welcker auch daselbsten von der Brockmühlen, unden am Dorff in der Schleifgassen gelegen, inhalt Erbbestandnuß“ 641

 

 

- Dorfmühle:

sie wird erstmals 1391 urkundlich erwähnt und gehörte nach dem Gerichtsbuch von 1391 dem Pfalzgrafen, der sie in Erbbestand gab. 642; die Dorfmühle lag nach dem Weistum von 1628/29 innerhalb des Ortes, und befindet sich in der heutigen Kändelgasse 15 643. Bis 1626 hieß sie auch Herrenmühle, Bannmühle bzw. Bachmühle. 1626 waren die Erbbeständer Hans Michel Christiannus und seine Ehe­frau Kathari­na, die Tochter des Georg Stubenrauch. Das Ehepaar hatte sich offenbar stark verschuldet war, deshalb wurde die Dorfmüh­le 1626 ver­steigert 644. Die Dorfmühle wurde ersteigert von Conrad Widder, einem Müller aus Neu­hausen bei Worms. Be­reits im August 1626 wurde die Mühle an die Gemeinde Großkarlbach verkauft, nachdem diese sich bei einem Kölner Bankier die entsprechende Summe geliehen hatte 645.

 

In der Dirmsteiner Jahresrechnung des Domstiftes von 1632/33 befindet sich eine Eintragung des damaligen Kellers (Einnehmers) Jo­hann Conrad Fellßen unter „Korn Mühlenpacht“: 8 Malter Korn Georg Stubenrauch für die Mühle im Dorf gelegen 646.

 

1698 war Daniel *Diel der Mül­ler auf der Dorfmühle 647. Einer der Eckquader des Mühlengebäudes trägt die Inschrift 1698 / Daniel Diel 648.

 

Am 24.11.1775 kündigen die Erben des verstorbenen Müllers Peter *Schäffer die Versteigerung der Dorfmühle in Großkarlbach im „Wö­chentlichen Mannheimer Intelligenzblatt“ an: „Peter Schäffers Erben zu Groß-Carlbach Churpfälzischen Amts Freinsheim seynd ent­schlossen, ihre daselbst besitzende eigenthümliche in besagten Ort gelegene sogenannte Dorf-Mühl, samt allen Zugehör, in zwey Mahl- und einem Scheelgang bestehend, Montag den 4ten nächstkünftigen Monat Decembris unter annehmlichen Bedingnus­sen, an den Meistbietenden zu besagten Groß-Carlbach in dem Wirthshaus zur Blum, öffentlich versteigern zu lassen.“ 649

 

Zur Dorfmühle gehörte auch die auf der Südseite des Eckbachs gegenüber der Mühle gelegene Scheune in der Simonsgasse. Wahr­scheinlich bestand eine Verbindung über den Eckbach, denn auf der der Mühle gegenüberliegenden Scheunenwand befindet sich eine, heute zugemauerte Tür. Das Sandsteingewände dieser Tür trägt die Initialen HGW oder HCW mit der Jahreszahl 1775 650.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 651 ist die Dorfmühle Großkarlbach als unter­schlächtige Mahlmühle genannt. Die Eigentümer sind: „Christian Puder Erben“.

 

Am 22.9.1815 beurkunden vor dem Notar Moré in Grünstadt die Kinder und Erben des unlängst verstorbenen Müllers in Großkarl­bach, Christian Puder und dessen hinterlassener, vor acht Tagen verstorbener Witwe, Maria Juliana einer geborenen Mäurer nämlich

1. der Müller Johann Valentin Puder

2. Anna Katharina Stube geb. Puder, °° mit dem Bäcker Heinrich Adam Stuber

3. Anna Elisabetha Puder, ledigen Standes

4. die minderjährige Katharina Juliana Puder

5. der minderjährige Johann Michel Puder, Bäckerknecht

6. der minderjährige Christian Puder, Metzgerjunge

7. die minderjährige Anna Maria Puder

die Aufstellung des Vermögens der verstorbenen Eheleute Christian Puder und Maria Juliana geb. Mäurer. Zur Hinterlassenschaft ge­hört u.a. „eine Mahlmühle, mit zwey Mahlgängen und einem Scheelgang und Stallung genannt die Dorfmühle in Großkarlbach“ im Wert von 2900 fl 652.

 

Im Amts- und Intelligenzblatt des Rheinkreises wird am 5.3.1834 die freiwillige Versteigerung der Dorfmühle Großkarlbach, „beste­hend in einem zweistöckigen Wohnhause, einer schönen Mühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgange, ... ferner einer sehr großen Scheuer, Stallung, Keller ...“ für den 24.3.1834 annonciert 653. Dies deckt sich mit den Feststellungen am Bautenstand der Dorfmühle, die zwei Auflager für zwei Antriebswellen aufweist 654.

 

Im Urkataster von 1841 wird "eine Mahlmühle" beschrieben, die nach mehreren Eigentümerwechseln (bis 1829 Christian Puder, bis 1842 Georg Eberts, Rentner in Worms, ab 1842 Georg Serr) am 14.2.1854 an die Gemeinde Großkarlbach verkauft wird 655.

 

Heute befindet sich hier das Mühlenmuseum „Alte Dorfmühle“. Hierzu schreibt der Landesverband Rheinland-Pfalz-Saarland e.V. der Deutschen Gesellschaft für Mühlengesellschaft und Mühlenerhaltung DGM auf seiner Homepage 656:

 

„Standort: Kändelgasse 15, 67229 Großkarlbach

Kontaktperson: Gerhard Häfker, Volker Budde

Beschreibung: Der Schlussstein über dem Eingang hat das Datum 1605. Die Mühle war Bannmühle der Leininger Grafen. 1855 von der Gemeinde für 6000 Gulden erworben und bis zum Jahre 1999 als Sozialwohnungen genutzt. Ab 2004 mit EU und staatlichen Mittel des Landes Rheinland-Pfalz komplett renoviert. Über 10 000 ehrenamtliche Stunden wurden für die Renovierung und die Er­richtung der Schaumühle im Museum geleistet. Es wurde ein oberschlächtiges Mühlrad wieder eingebaut. Anhand zweier Auflagen­steine kann man auf zwei frühere Wasserräder schließen. Eingebaut wurde ein röm. Mahlgang, der mit einem Winkelgetriebe und ei­ner Transmission an­getrieben wird. Eine Grießausputzmaschine, ein alter Walzenstuhl und eine Werkstatt sind zu sehen. Vervollstän­digt wird das Ganze durch Handmühlen und einer Sackausklopfmaschine. Der Einbau weiterer Elemente und die bildhaf­te Darstel­lung anderer Mühlenarten sind geplant, um auch eine Darstellung aller 7 in Großkarlbach in Betrieb gewesenen Mühlen zu doku­mentieren. Aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz wurden bereits zwei Plasma Bildschirme hierfür angeschafft. Aktivitäten: Geöff­net mit Erklärungen jeden 2. und 4. Sonntag im Monat, über das Winterhalbjahr nur jeden 2. Sonntag. Führungen nach Voran­meldung (06238 / 3110 u. 3301) jederzeit.“

 

Photo:

- Martin, Erwin Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, a.a.O., S. 198, Kändelgasse 15, ehemalige Dorf­mühle vor der Renovierung.

- Martin, Erwin Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, a.a.O., S. 199, Kändelgasse 15, ehemalige Dorf­mühle.

 

Literatur/Urkunden:

- Bich, Jürgen: „Mühlen am Eckbach“. In: Die Rheinpfalz / Frankenthaler Zeitung. - 54 (1998), Nr. 206 vom 5.9. (Dorfmühle Großkarl­bach)

- Bich, Jürgen: „Vom baufälligen Idyll zu neuem Glanz: fast sieben Jahre harter Arbeit liegen zwischen der Entscheidung für die Sanie­rung und der Feier zur Einweihung“; in: Die Rheinpfalz / Unterhaardter Rundschau, Nr. 143 vom 23.6.2007 (Thema am Samstag: Groß­karlbach feiert sein Kulturdenkmal Alte Dorfmühle)

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1097/6: „Mühle vor der Pforte, die Herren Bann Mühle genannt“++++prüfen++++

- Walter, Rudolf und Häfker, Gerhard: Mühlenmuseum Leiningerland / Rudolf Walter und Gerhard Häfker; in: Glück zu! / Dt. Ges. für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung, Landesverb. Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. - Altenkirchen, 2008. S. 117-119

- Walther, Rudolf: Zwei steigen in "die Bach" : eine Vermessung an der Dorfmühle. - In: Pfälzische Dorfgeschichte / hrsg. von Erwin Martin in Zsarb. Mit ..., Treuchtlingen, 1998, S. 96-10

 

 

- Haumühle, Münchmühle des Klosters Otterberg:

s. auch Mühle Schloß Mühlenthal

 

Bereits im 13. Jh. gab es im Westen des Dorfes Großkarlbach ein Hofgut mit Mühle, das einem Ritter Philipp von Karlbach gehörte 657.

 

Am 4.4.1261 bestätigen Bischof Eberhard I. von Worms und Graf Friedrich IV. von Leiningen, daß das Kloster Otterberg für 60 Pfund Heller von Ritter Philipp von [Groß-]Karlbach und dessen Ehefrau neben weiterem Grundbesitz, eine Mühle mit allen Zuge­hörden in [Groß-]Karlbach gekauft hat 658.

 

Die Münchmühle des Klosters Otterberg lag im Mühlenthal bei Großkarlbach. Diesen Namen trug ein jetzt verschwundenes,im 17. Jh. er­bautes festes Haus 659. Es handelt sich um die in den Akten der Geistlichen Güteradministration Heidelberg aufgeführte “Erbbestands­mühle oberhalb des Dorfes, zur Schaffnei Mittelbockenheim gehörig”. Die Mühle ist auch als “Erbbestandsmühle der Schaff­nei und Kol­lektur Freinsheim“ 1492-1792 in den Akten der Geistlichen Güteradministration Heidelberg aufgeführt 660. Die Münch­mühle lag bachauf­wärts vor dem ummauerten Dorf lag und gehörte zu dem, dem Kloster Otterberg gehörenden "Otterber­ger Hof" 661.

 

Die ehemalige Münchmühle ist abgegangen, der untere Mahlgang bildete spä­ter die *Haumühle; der obere Mahlgang wurde im 18. Jh. abgetragen und durch ein neues Mahlwerk ersetzt, das dann Schloßmühle heißt 662.

 

1545/1560 war Georg Neckerauer der Besitzer der Münchmühle sowie Erbbeständer des Hubhofes und des Weinheimer und Otterberger Gutes in Großkarlbach 663.

 

1577 war Hanß *Kien der CGA-Erbbestandsmüller zu Großkarlbach 664. 1597 war Jakob Stubenrauch Beständer der Münchmühle, 1628 Georg Neckerauer und Hans Ulrich Arbogast aus Heßheim 665. Nach dem Weistum von 1628/29 war die Haumühle Teil der da­maligen Münchmühle des Klosters Otterberg, die aus zwei Mahlwerken bestand; das untere wird später Haumühle genannt 666. Die beiden Mahl­werke lagen offenbar rechts und links des unteren Kohlweges 667. Die beiden Beständer Gerg Neckerauwer und Hans Ulrich Arbogast zu Heßheim, führten ständigen Streit um den Wasserstau am gemeinsamen Bach. Der eine regelte ihn so sehr zu sei­nen Gunsten, daß dem anderen nicht genug Treibenergie blieb, und so mußte von Amts wegen durch Regelung der Stauhöhe mittels Eichp­fählen abgehol­fen werden 668.

 

1708 war Johann Jacob Danndorff der Müller auf der Haumühle; °° mit Anna Catharina NN.; Vater der Anna Catharina Margaretha Danndorff (~ 17.5.1708 Großkarlbach) 669.

 

1711 erwarb der kurpfälzische Rat und Vizepräsident der "Geistlichen Güteradministration", Johann Mathias von Haumüller, das Ge­lände der ehemaligen Münchmühle und betrieb dort u.a. eine Porzellanfertigung 670. Der 1699 geadelte Hofbeamte hatte das Gelände zur Ge­staltung eines Herrensitzes mit Schloß und Park ausersehen, der seiner neuen Würde angemessen sein sollte und erbaute Schloß Müh­lenthal. Die früheren Mühlen blieben dabei nicht ungeschoren. Eines der beiden Mahlwerke, das bachaufwärts neben dem unteren Kohl­weg gelegen war, mußte dem Schloßbezirk weichen und wurde ersetzt durch die neu angelegte Schloßmühle 671.

 

1769 wird der Weber [?] Johann Ernst *Stütgen von der Haumühle in Großkarlbach im luth. KB Ebertsheim erwähnt. Er heiratete am 28.5.1769 die Maria Margaretha Eisenberger, Tochter des früheren Müllers auf der Schleifmühle in Mertesheim. Im luth KB KB Eberts­heim heißt es: „den 28te May als den 1. p: Trinit: ward nach 3maliger Proclamäon in den Ehestand eingesegnet Johann Ernst *Stütgen, Weber u: Witwer auf der Hau Mühl bey Großcarlbach mit Maria Margaretha weyl. Christian Eisenbergers Müller Meisters in Mertesheim auf der Schleif Mühle ehle ledige Tochter“ 672.

 

1769 war Stephan *Bauer der Müllermeister auf der Haumühle; °° mit Anna Sophia NN.; am 27.10.1769 befindet sich um luth KB Groß­karlbach folgender Taufeintrag: „1769 den 25ten gbris wurde dem Müllermeister auf der Haumühle Stephan Bauer u. deßen Ehefrau Anna Sophia ein Söhnlein geboren und auf 27ten getauft. Suscepter: des Vattern Bruder Johan Paul Bauer von Raubenheim im Ansgari­schen“ 673.

 

Die Haumühle gehörte zum kurpfälzischen Geistlichen Güteradministration Heidelberg; sie war mit den Herren von Geispitzheim umstrit­ten, so daß es zum Prozeß zwischen 1789-95 kam 674.

 

Christian *Fitting († vor 1841 Großkarlbach) war der ehemalige Haumüller auf der Haumühle in Großkarlbach; er ist der Ehemann der Maria Philippina Fitting 675.

 

1864 wird Christian *Fitting, „Müller und Gutsbesitzer in Großkarlbach“ als Mitglied des landwirtschaftliche Vereins der Pfalz ge­nannt 676. Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird genannt die Firma „Fitting, C,, Oel- und Mahlmüller, Eigenthümer: Christian Fitting“ 677.

 

Im Laufe des 18. Jh. ist die Haumühle stillgelegt worden; in der Planzeichnung von Schloß Mühlenthal von 1791 ist die Haumühle nicht mehr eingezeichnet 678. Zwei Jahrzehnte später ist dann urkundlich von einer „Hauermühle“ die Rede mit der Angabe, es han­dele sich um ein „Wohnhaus mit Ställchen“. Im Laufe des 19. Jh. wurde daraus ein Lagerhaus, nach dem Ersten Weltkrieg wurden Sozialwohnun­gen darin eingerichtet, die bis zum Abriß des Gebäudes 1971 bestanden 679.

 

 

- Heckenmühle / Heckmühle:

heute Laumersheimer Straße 7; sie lag nach dem Weistum von 1628/29 außerhalb des Dorfes an der Straße nach Laumersheim, dem früheren 'Wormser Weg', bach­abwärts unterhalb der Pappelmühle. Sie wird im Weistum als die "neue Walkmühle bezeichnet 680. Mög­lich, daß es bei ihr um die immer wieder in den Quellen auftauchende untere Schleifmühle handelt 681, die vor 1595 abgerissen und an deren Stelle 1598 eine Walkmühle gebaut wurde.

 

Den damaligen Beständern der Mühle, dem Frankenthaler Ratsherrn Johann Herff sowie Hans Engel, Willem Lissett und Konsorten aus Frankenthal wurde erlaubt, zwei Brücken, davon eine „aus Steinen gewölbt“, für sich und ihre Nachkommen zu bauen, zu deren Unter­halt sie verpflichtet waren 682.

 

1687 wurde die Heckmühle zu einer Ölmühle umgebaut.

 

Die vielleicht auf die 1595 nachgewiesene Schleifmühle zurückgehende, nordöstlich des engeren Dorfes gelegene Anlage wird zur Stra­ße durch ein stattliches, von rustifizierten Eckpilastern gerahmtes Wohnhaus beherrscht, das auf dem hofseitigen Portal das Mono­gramm des Bauherrn PF 1806 (wohl Philipp Fitting) zeigt. Um 1874 kamen für Philipp Hermann Friedrich Webel die linken Ach­sen, der Kniestock und das Walmdach hinzu. Das korbbogige Hoftor weist mit dem reliefierten Mühlrad im Schlußstein sowie den Angaben HP F 1806 wiederum auf den Bauherrn und dessen Beruf hin 683.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 684 wird Philipp *Fitting als Eigentümer der Heck­mühle Großkarlbach genannt.

 

1841 war Katharina Margarethe Fitting, geb. *Webel, Eigentümerin, die Witwe des 1829 verstorbenen Philipp Fitting II., der die Mühle von seinem gleichnamigen Vater geerbt hatte; auf ihn dürfte auch der Scheitelstein im Hoftor mit den Initialen HPF 1806 hin­weisen 685.

 

Um 1874 ließ Philipp Hermann Friedrich Webel die linken Ach­sen, der Kniestock und das Walmdach am Haupthaus der Mühle hinzufü­gen 686. Dieser Philipp Hermann Webel ist bereits im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsge­richts Frankenthal) von 1864 genannt unter der Firma „Webel, Ph. H. Fried., Mehl-, Frucht- und Brothandel, Eigenthümer: Phil. Hermann Friedrich Webel“ 687.

 

Literatur/Urkunden:

- Bich, Jürgen: Mühlen am Eckbach. In: Die Rheinpfalz / Frankenthaler Zeitung. - 55 (1999), Nr. 82 vom 9.4. (Heckmühle, Großkarl­bach); Nr. 226 vom 29.9. (Rheinmühle, Großkarlbach)

 

 

- Mühle Schloß Mühlenthal, Schloßmühle:

s. auch Haumühle

 

Die Münchmühle des Klosters Otterberg [s. Haumühle] lag bachaufwärts vor dem ummauerten Dorf lag und gehörte zu dem, dem im Eigentum des Klosters Otterberg stehenden "Otterber­ger Hof"; sie ist abgegangen, der untere Mahlgang bildete später die Haumühle; der obere Mahlgang wurde im 18. Jh. abgetragen und durch ein neues Mahlwerk ersetzt, das dann Schloßmühle heißt 688.

 

Der zum Kloster Otterberg gehörende Hof nebst Mühle wurde durch die "Geistliche Verwaltung" gegen die Obersteinsteinische Gü­ter in Offstein getauscht 689.

 

1711 erwarb der kurpfälzische Rat und Vizepräsident der "Geistlichen Güteradministration", Johann Mathias von Haumüller, das Ge­lände der ehemaligen Münchmühle durch Pachtvertrag und betrieb dort u.a. eine Porzellanfertigung 690. Der 1699 geadelte Hofbeam­te hatte das Gelände zur Gestaltung eines Herrensitzes mit Schloß und Park ausersehen, der seiner neuen Würde angemessen sein sollte und erbaute Schloß Mühlenthal . Die früheren Mühlen blieben dabei nicht ungeschoren. Eines der beiden Mahlwerke, das bachaufwärts ne­ben dem unteren Kohlweg gelegen war, mußte dem Schloßbezirk weichen und wurde ersetzt durch die neu angelegte Schloßmühle 691.

 

Die Familie Haumüller zu Mühlenthal konnte bis 1766 das Gut halten. Christian Freiherr von Haumüller zu *Mühlenthal war in auswärti­gen Diensten und war meist außer Landes; er setzte seinen Vetter, den Hessen-Darmstädtischen Oberforstmeister Rudolf Moritz Freiherr von *Gei­spitzheim als Verwalter ein, an den er wegen finanzieller Nöte 1766 das Schloß Mühlenthal verkaufte 692. Der Be­sitz war jedoch bei geringen Einkünften so überschuldet, daß die Einkünfte kaum zur Bezahlung der Schuldzinsen ausreichten, wie das kurpfälzische Hofgericht im Mai 1779 feststellte. Lange Verhandlungen waren notwendig, bis Freiherr von Geispitzheim den Be­sitz an die Fürstin Caro­lina von Isenburg (illegitime Tochter des Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz und der Johanna *Seyffried [Gräfin *Heydeck 693], ver­heiratet mit Fürst Max Franz von Isenburg 694 verkaufen konnte. Der von Kur­fürst Karl Theodor am 4.8.1790 ausgestellte Erbbestands­brief verpflichtete die neue Pächterin zu einer grundlegenden Renovation. Dieser Güterbeschrei­bung von 1791 verdanken wir die An­sicht des "Wohn-Schlosses Mühlenthal" und den dazu Großkarlbach:gehörigen Lageplan 695.

 

1763 war Müller und Beständer auf der Mühle von Schloß Mühlenthal der Müllermeister Stephan *Bauer. Am 28.1.1763 befindet sich um luth KB Großkarlbach folgender Taufeintrag: „1763 den 26ten Jany wurde dem Mühlenthalischen Beständer und Müllermei­ster Stephan Bauer u. deßen Ehefrau Anna Sophia ein Söhnlein geboren und auf 28ten darauf getauft. Gnäge [?] war der bürgerl Ein­wohner zu Lau­mersheim Stefan Steil und wurde genannt Stephan“ 696.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 697 heißt es: “Moßdorf Schloßmühle, 2 Mahl­gänge, Ölpresse, die Mühle ist verpachtet.“ Es handelt sich bei dem Eigentümer um den ehemaligen stellvertretenden Präfekten des Departe­ments Monttonnere, den Jakobiner August *Moßdorf.

 

Literatur/Urkunden:

- Göttnauer, Annelise: Die Familie Haumüller zu Mühlenthal / Annelise Göttnauer; Erwin Martin; in: Pfälzische Dorfgeschichte, hrsg. von Erwin Martin in Zsarb. Mit ...; Treuchtlingen, 1998, S. 66-77

- Martin, Michael: Die Großkarlbacher Mühlen und Schloß Mühlenthal; in: Pfälzische Dorfgeschichte / hrsg. von Erwin Martin in Zsarb. mit ... - Treuchtlingen, 1998. - ISBN 3-924828-95-4. - S. 32-42; [Überarb. Abdruck d. Aufsatzes "Großkarlbach - Dorf der Mühlen" aus: Heimatjahrbuch für den Landkreis Bad Dürkheim; 1988]

- Sohn, Ruth: Vergessenes Schloß Mühlenthal. Alte Erinnerungen aus Großkarlbachs Geschichte werden geweckt. In: „Die Rhein­pfalz“, Frankenthal. 16, Nr. 121 v. 24.5. 1960

 

 

- Obermühle:

s. oberste *Schloßmühle

 

 

- Papiermühle, Papierfabrik Friedrich:

Kändelgasse 45; früher ältere *Obermühle 698, zunächst Schloßmühle (Freiherrn Haumüller zu *Mühlenthal und später der Freiherrn zu *Geispitz­heim) +++klären: welche der beiden Schloßmühlen++++ ; ab 1852 Papiermühle im Eigentum des Friedrich Johann *Friedrich (1795-1856) aus Eisenberg und seines Soh­nes Georg Ferdinand Friedrich

 

Georg Ferdinand *Friedrich (geboren 1817 in Eisenberg - 1881 in Großkarlbach, Sohn der Eheleute Johann Ludwig Friedrich und der Margareta Justina *Daßdorf) kaufte 699 am 8.5.1852 die Obermühle in Großkarlbach 700 von der Witwe Margaretha Goos 701, eine Mahl­mühle in Großkarlbach; diese baute er nach dem Abriß des alten Mühlengebäudes zur Papierfabrik Großkarlbach um; Großbrand 1859 und Wiederaufbau bis 1861; die Papierfabrik stellte bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 Packpapier her.

 

1854 wurde eine Langsiebmaschine durch C. F. Friedrich aufgestellt. Die Papierfabrik wurde 1928 stillgelegt 702.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird genannt die Firma „Friederich, G. F., Papierfabrikant. Eigenthümer: Georg Friedrich Friederich “ 703.

 

Photo:

- Martin, Erwin Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, a.a.O., S. 200 Hof der ehemaligen Papierfa­brik

 

 

- Pappelmühle:

jetzt Anwesen Mühlweg 5 in Großkarlbach. Die Mühle lag nach dem Weistum von 1628/29 außerhalb des Ortes an der Straße nach Lau­mersheim 704.

 

Die Pappelmühle bestand bereits um 1575. Ein Müller-Bäcker-Zeichen trägt eine am Hausanwesen Hauptstraße 45 bzw. ehemalige Gast­wirtschaft Weiland in der Untergasse, eingemauerte Inschrifttafel mit der Jahreszahl 1575. Diese zeigt den Sinnspruch ICH HAL DEN FIR EIN WISEN MAN / DER ALN MEN RICH BAUEN KAN; neben der Jahreszahl 1575 und dem Monogramm des Bau­herrn HW OG FW trägt er das Berufszeichen des Müllers und Bäckers, bestehend aus Mühlrad und Brezel 705. Die gleichen Initialen zeigt auch ein Inschriftstein an der ehemali­gen Pappelmühle 706.

 

In der Güter- und Abgabenbeschreibung des kurpfälzischen Amtmannes in Dirmstein +++Datum klären+++ wird berichtet, daß die vierte Mühle, vor dem Dorf nach Laumersheim gelegen, in Erbpacht von Hermann Welcker betrieben wird. Er mußte der „Kurfürstli­chen Pfalz“ ins Oberschloß nach Dirmstein jährlich 9 Malter Korn und einen Mastgulden zahlen. Auch war der Müler Frondienst lei­sten sowie den neuen Wassergraben bis an die Mühle sauberhalten 707.

 

In ihrem historischen Baubestand ist die Pappelmühle die jüngste der Mühlen in Großkarlbach. Doch auch hier weist die Jahreszahl 1685 am Kellerzugang neben dem Torhaus, auf weit zurückreichende Geschichte der Anlage. In den Grundmauern zum vorüber flie­ßenden Bach hat sich zudem als Spolie ein Renaissance-Portalsturz erhalten mit der Inschrift 1617 HANS BECKER BESTEN SOHN IMS + LM 1710 708.

 

Im Urkataster von 1841 wird die „Mühle zu Dorf in der Untergasse“ 709 [Anm.: = Pappelmühle] beschrieben: im Besitz von Jakob *Wolf I., bestehend aus Wohnhaus, Mahlmühle mit zwei Mahlgängen und einem Schälgang, Stallung, Scheuer mit Keller und Stall, zwei Schuppen, Waschküche, Schweineställen und Hofraum mit Brunnen. 1848 wird die Mühle auf Dampfbetrieb umgerüstet 710. 1856 wurde die Pappelmühle an Wilhelm August *Catoir verkauft. Dieser ließ in den 1860er Jahren die Gebäude in spätklassizisti­schen Formen weit­gehend neu aufführen. Das übergiebelte, seitlich von Wirt­schaftsbauten eingefaßte Torhaus ist im Schlußstein be­zeichnet "W. Catoir 1867" 711. Catoir ließ in den 1860er Jahren die Mühlengebäude in spätklassizistischen Formen weitgehend neu aufführen 712.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird genannt die Firma „Wilhelm Catoir, Handelsmüller“ 713.

 

Diese Kornmühle wurde 1919 von dem Müller Thorsch erworben, in den 1920er Jahren modernisiert und vier Walzenstühlen ausgerüs­tet 714.

 

1925 kam es zum Brand der Mühle Thorsch, bei dem sich die Freiwillige Feuerwehr Großkarlbach auszeichnete. Dazu heißt es im Proto­kollbuch des Gemeinderates aus jenem Jahr lakonisch: "Die Vergütung für geleistete Wachen beim Brand im Anwesen Thorsch wird pro Mann und Wache auf 3 Mark festgesetzt". Die Rechnung des Wirtes Winter für Getränke an die Feuerwehren Großkarlbach, Laumers­heim und Dirmstein hat den Gesamtbetrag von 48,80 Mark. Der Wirt Weber hat an die Feuerwehr Bissersheim für 40 Mark Getränke ab­gegeben. Um spezifizierte Rechnung wird gebeten 715.

 

Der letzte Betreiber war der Müller NN. Thorsch. Das Anwesen ist im Besitz seines Enkels und enthält eine komplette funktionsfähi­ge Mahlmühleinrichtung mit Walzenstühlen, Plansichtern, Elevatoren etc.

 

Photo:

- Martin, Erwin Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, a.a.O., S. 201 Hof der Pappelmühle.

 

 

- Rheinmühle:

ursprünglich im Weistum von 1628/29 "Herrenmühle und Bannmühle" genannt 716. Sie lag nach dem Weistum von 1628/29 vor der Kandelpforte, außerhalb der Dorfbefestigung bachaufwärts, unterhalb der Münchmühle 717. Dem Müller der Rheinmühle oblag die Un­terhaltung und Reinigung des Bachlaufs von der Rheinmühle oberhalb des Ortes bis zur "lawersbruck", die am "unteren Ende der 'lawer­gasse' (von Lohgerberei) lag und später bei der Teilkanalisierung des Eckbachs in der Kändelgasse verschwand 718.

 

Der Müller und Bürgermeister von Großkarlbach, Johann Jacob Farkopf († 8.5.1743) 719, auch als Jacob Farrenkopf bezeichnet, war um 1718 Eigentümer der Rheinmühle; er strengte einen Prozeß gegen den Eigentümer der oberhalb gelegenen Schloßmühle, Matthi­as von *Haumüller an, der ihm durch die Anlage der Schloßweiher und die neue Führung des Eckbaches das Wasser abgegraben ha­ben soll 720.

 

Die Gebäude der Rheinmühle stammen weitgehend aus der Wende vom 18. zum 19. Jh., die ehemals der reich begüterten Familie Fit­ting gehörte. Die ausgedehnte, mit einem weitläufigen Gartengelände verbundene und durch eine Bruchsteinmauer umschlossene An­lage gruppiert sich um zwei Höfe. Das vom Eckbach unterquerte Torhaus mit korbbogigem Durchfahrtstor wird durch rahmende Pilaster mit stilisierten Mühlrädern und der Inschrift IC F geschmückt. Der den Bachlauf überbrückende Bogen ist bezeichnet mit CF 1804 [Anm.: Christian Fitting]. Der Zugang zum oberen Hof führt durch ein weiteres Torhaus das mit seiner nischenförmigen Ein­fahrt und den von klassizistischen Zöpfen gerahmten ovalen Reliefmedaillons mit den Namen der Erbauer Christian und Louisa Fit­ting besonders auf­wendig ausgeführt. Am oberen Hof haben sich Bauteile aus früherer Zeit erhalten, darunter ein Rundbogenportal von 1760 mit dem Mo­nogramm HPF 721 sowie ein Kellerzugang von 1616. Ehemals schloß den Hof eine 1929 abgebrannte Ölmühle 722.

 

Die Rheinmühle in Großkarlbach gehörte um 1804 dem Christian Fitting, wie die Inschrift über dem den Eckbach überspannenden Bo­gen zeigt: "CF 1804" 723. Die In­schrift am oberen Tor von 1806 nennt die Besitzer Christian und Louisa Fitting 724. Die Medail­lons an der Toreinfahrt der Mühle zeigen die Erbauer Christian und Louisa Fitting 725, geb. Schick.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 726 heißt es: “Fitting Christian[,] Rhein­mühle[,] 3 Mahlgänge[,] oberschlächtig[,] Ohlpresse, [an der] Eckbach“. Christian Fitting ist 1825 ge­storben, seine Witwe Louisa Fitting geb. Schick behielt den Besitz und übertrug ihn am 26.6.1844 auf den Sohn Peter Christian Fit­ting 727.

 

1841 war Katharina Margarethe Fitting, geb. Webel, Eigentümerin, die Witwe des 1829 verstorbenen Philipp Fitting II., der die Müh­le von seinem gleichnamigen Vater geerbt hatte; auf ihn dürfte auch der Scheitelstein im Hoftor mit den Initialen HPF 1806 hinwei­sen 728. +++überarbeiten: wegen Widerspruch zu oben+++

 

Photo:

- Martin, Erwin Pfälzische Dorfgeschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, a.a.O., S. 200, Unterer Hof der Rheinmühle.

 

Literatur/Urkunden:

- Bich, Jürgen: Mühlen am Eckbach. In: Die Rheinpfalz / Frankenthaler Zeitung. - 55 (1999), Nr. 82 vom 9.4. (Heckmühle, Großkarl­bach); Nr. 226 vom 29.9. (Rheinmühle, Großkarlbach)

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1097/6: „Mühle vor der Pforte, die Herren Bann Mühle genannt“

 

 

- Schleifmühle unterhalb des Dorfes:

unterhalb des Dorfes an der Straße nach Laumersheim zwischen Pappelmühle und Heckmühle; sie bestand nur bis 1595 729. An ihrer Stelle entstand vermutlich die Heckmühle.

 

 

- Schleifmühle oberhalb des Dorfes:

bachaufwärts oberhalb der Münchmühle lagen zwei Schleifmühlen, die nach dem Weistum von 1628/29 bereits stillgelegt waren; sie be­fanden sich wohl an der Stelle der späteren Papiermühle Friedrich 730.

 

 

- Schleifmühle zu Großkarlbach:

die Schleifmühle lag in der Schliffgasse, nordöstlich der Mauer an der Schliffgasse, zwischen Pappelmühle und Heckmühle 731.

 

Die Schliffmühle wird bereits um 1496 genannt 732. 1687 wird die Schleifmühle zu Großkarlbach urkundlich erwähnt 733. In einem Ver­zeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 734 wird die Schleifmühle als oberschlächtig beschrie­ben. Eigen­tümer ist Jakob *Wolf.

 

Dagegen heißt es nach aA : Die Schleifmühle wurde nach dem Revolutionskrieg niht mehr aufgebaut 735.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1097/6: „Schleifmühle zu Großkarlbach, 1687“

 

 

- Untere Schleifmühle:

möglicherweise handelt es sich bei der immer wieder in den Quellen auftauchende untere Schleifmühle handelt, die vor 1595 abge­rissen und an deren Stelle 1598 eine Walkmühle gebaut wurde, um die spätere Heckmühle.

 

 

- Schloßmühle, oberste, Obermühle:

Kändelgasse 45; zunächst Schloßmühle (Freiherrn Haumüller zu *Mühlenthal und später der Freiherrn zu *Geispitz­heim, dann auch älte­re *Obermühle 736.

 

Sie wurde im 18. Jh. an Stelle des oberen, bachaufwärts gelegenen Mahlwerkes der früheren Münchmühle errichtet 737. Bezeichnet auch als “Mühle am Weiher”, an deren Stelle entstand nach Abriß der früheren *Münchmühle die *Schloßmühle (Freiherrn Haumül­ler zu *Müh­lenthal und später der Freiherrn zu *Geispitzheim) 738.

 

Am 10.3.1807 erfolgte im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung die Veräußerung der „obersten Schloßmühle“ Großkarl­bach. Eigentümer waren damals die Fürsten von Isenburg-Birstein. Pächter war die Witwe von Jacob Dietrich. Diese erwarb am 10.3.1807 die Schloßmühle für 12700 fr 739.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 740 heißt es: “Goos Friedrich[,] Obermühle 3 Mahl­gänge, oberschlächtig [an der] Eckbach“.

 

Im Urkataster 1841 war Eigentümer der Obermühle der Friedrich Mathias Goos. Die Obermühle ist darin beschrieben als Mahlmühle mit drei Mahlgängen und einem Schälgang, Wohnhaus, Scheuer mit Stall, Schweineställen und Hofraum mit Brunnen 741.

 

Bis 1852 war die Witwe Margaretha Goos Eigentümerin der Obermühle 742. Um 1859 war Georg Wilhelm *Webel als Müller in Großkarl­bach zugleich 1859 Vormund der min­derjährigen Kinder Heinrich August Goos und Charlotte Margaretha (genannt Ida) Goos. Webel versteigerte als deren Vormund die den Kindern gehörige Mühle in Kirrweiler, am Mühlengäßchen gele­gen 743. Dieser Georg Wilhelm Webel ist 1864 im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) genannt unter der Firma „Webel, G. W., Kunden- und Handelsmüller. Eigenthümer Georg Wilhelm “Webel 744. +++klären: ob obere Schloßmühle, da diese doch bereits 1852 verkauft worden ist+++

 

Georg Ferdinand *Friedrich (geboren 1817 in Eisenberg - 1881 in Großkarlbach, Sohn der Eheleute Johann Ludwig Friedrich und der Margareta Justina *Daßdorf) kaufte 745 am 8.5.1852 die Obermühle in Großkarlbach 746 von der Witwe Margaretha Goos 747, eine Mahl­mühle in Großkarlbach und baute diese nach dem Abriß des alten Mühlengebäudes zur *Papierfabrik Großkarlbach um.

 

 

- Schloßmühle unterste:

am 10.3.1807 erfolgte im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung die Veräußerung der „untersten Schloßmühle“ Großkarl­bach. Eigentümer waren damals die Fürsten von Isenburg-Birstein. Pächter war NN. Dietrich. Der Advocat Karl *Parcus erwarb am 10.3.1807 die unterste Schloßmühle für 14200 fr 748.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 heißt es: “Moßdorf[,] Schloßmühle[,] 2 Mahl­gänge[,] Großkarlbach[,]oberschlächtig[,] Oelpresse[,] [an der] Eckbach, gdcht. Mühle ist mangelhaft“. 749

 

Literatur/Urkunden zu den Mühlen:

- "Die Rheinpfalz" vom 19.8.1998: Mühlenwanderweg im Eckbachtal zwischen Dirmstein und Neuleiningen

- Martin, Michael: Großkarlbach: Dorf der Mühlen: Lange Tradition bis zurück ins 17. Jahrhundert; in: Heimatjahrbuch 1988 Land­kreis Bad Dürkheim, S. 52

- Niederhöfer, Wolfgang: Die Triebwerke entlang des Eckbach-Mühlenwanderweges (zu Eckbachweiher, Mühlen in Neuleinin­gen-Tal, Kleinkarlbach, Kirchheim, Bissersheim, Großkarlbach und Dirmstein)

- Niederhöfer, Wolfgang: Mühlenwanderweg am Eckbach: 35 Mühlen zwischen Neuleiningen und Dirmstein; in: Heimatjahrbuch 1998 Landkreis Bad Dürkheim, S. 156

- Sohn, Ruth: Vergessenes Schloß Mühlenthal. Alte Erinnerungen aus Großkarlbachs Geschichte werden geweckt. In: Rheinpfalz, Fran­kenthal. 16, Nr. 121 v. 24.5. 1960

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der pfälzischen Mühlen besonderer Art, Arbogast, Otterbach 1981

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Geschichte der Mühlen und des Müllerhandwerks der Pfalz, Arbogast, Otterbach 1978

 

 

- Walkmühle der Stadt Frankenthal:

s. auch Heckmühle

 

Durch den Ausbau der Festung Frankenthal hatte die Füllung der Festungsgräben Vorrang vor dem Betrieb der Mühlen. Ständigen Streit gab es auch zwischen den Frankenthaler Mahl- und Walkmüllern, wenn das Wasser nicht ausreichte, um beide Mühlenarten gleichzeitig zu betreiben 750. Um diese unbefriedigende Situation zu verbessern, erwarb die die Stadt Frankenthal am 5.1.1616 eine Walk- und Öl­mühle „zu Klein-Karlbach“.

 

Während des 30jährigen Krieges wurde auf die Instandhaltung der Mühlen großen Wert gelegt, denn diese waren für die belagerte Fes­tung Frankenthal wichtig. Die Walkmühle in Großcarlebach war kontrolliert und für reparaturbedürftig befunden worden. Sie un­terstand der Müllerzunft von Frankenthal. Der Rat der Stadt Frankenthal beschloß daher am 22.1.1634: „Die alte Mühl und Canal am Lambshei­mer Tor zu reparieren verdingt worden mit dem Zimmermann Hieronymus Oßwald um 60 Gulden ..“ 751

 

 

- Weihermühle:

s. oberste Schloßmühle

 

 

 

 

 

Großsteinhausen:

VG Zweibrücken-Land, Lk Südwestpfalz; zwischen Hornbach und Pirmasens an der französischen Grenze gelegen; an der Trualb, die auch Hornbach genannt wird; war pfalz-zweibrückisch im Oberamt Zweibrücken 752.

 

Mühlen:

auf der Trualb wurde Triftholz geflößt.

 

- Alte Mühle bei Großsteinhausen:

Wüstung bei Großsteinhausen; hier ist eine alte Mühle in Vergessenheit geraten; 1547 wird sie genannt und zugleich auch eine ande­re, also wohl neuere Mühle; die Gemarkungsgrenze geht nämlich „die Bottenbach hinab, Versus Occasum, biß vffs alt Mühlradt zum großen bach. Hactenus versus Meridiem; der Bitscher Bann weiter, die großbach hinab biß zur Brucken, vnd als die bach hinab zur Mühlen 753.

 

 

- Hornbacher Klostermühle bei Großsteinhausen, Steinhauser Mühle:

die Mühle ist erstmals 1485 als Hornbacher Klostermühle urkundlich erwähnt; sie ist im Trualbtal gelegen, 1 Viertelstunde vom Dorf ent­fernt im Wiesenthal, eine halbe Stunde von der Kirschbach und 1 Stunde von der Walshauser Mühle entfernt. Die Mühle ist Bann­mühle für die Dörfer Groß- und Kleinsteinhausen 754.

 

Am 2.11.1485 verlieh Abt Ulrich von Hornbach seinem Lehensmann Friedrich von Bitsch gen. Gentersberger eine Jahresrente von 2 Mal­ter Korn und ebensoviel Hafer, haftend auf der Steinhauser Mühle 755. Die nächste urkundliche Erwähnung datiert 10 Jahre spä­ter 756.

 

In einer Anordnung des Herzogs Wolfgang von Zweibrücken vom 17.11.1547 über das Kloster Hornbach wird eine Regelung zwi­schen dem ehemaligen Abt des Klosters Hornbach (Anm.: zum Luthertum übergetreten) Johann Kindtheuser und dem letzten verblie­benen Mönchs Reinhart von Altorf gen. Wollenschläger bestimmt, wobei dem Reinhart von Altdorf zu seiner Ausstattung u.a. das Fischrecht im Konventsbach, der Trualb, oberhalb der Mühle, zugestanden wird 757. Es handelt es sich hierbei wohl um die Hornba­cher Mühle bei Großsteinhausen.

 

An der nördlichen Giebelseite des Mühlengebäudes ist ein Stein mit folgender Inschrift vermauert: HANS MILER VUN LAUTERN 1552 758.

 

1587 erhielt Hans Mohler die Klostermühle in 9jährige Lehnung unter der Verpflichtung, dem Klosterschaffner jährlich auf Martini 7 Ma Korn und 5 Ma Hafer und auf St. Stephanstag 3 fl., 12 alb. nebst einem Mastschwein zu liefern; auch mußte er des Klosters Lehensleu­ten, den Gentersbergern, jährlich 2 Ma Hafer und 2 Ma Korn zahlen. 1597 erhielten Hans Müller und Genossen von Althorn­bach die Müh­le unter gleichen Bedingungen. Da aber die Mühle sich in ruinösem Zustand befand, baute 1608 dessen Sohn Wolf Müller die Mühle neu auf und erhielt dadurch einen Erbbestandsbrief unter der Bedingung, jährlich 7 Ma Korn, gleichviel Hafer, 1 Mastschwein und 4 fl. an die Klosterschaffnei zu zahlen 759.

 

1634 ist Lorenz *Blind der Erbbestandsmüller auf der Hornbacher Klostermühle bei Großsteinhausen. Diese wurde im 30jährigen Krieg zerstört. 1669 erbaute Adam Fischer aus Kleinsteinhausen die Mühle wieder auf. Doch schon 1686 berichtet der Klosterschaff­ner, daß die Mühle durch Brand und Krieg wiederum in Ruin geraten und der Erbbeständer geflohen sei 760.

 

1693 führte dann Ulrich Geringer einen neuen, mit Stroh gedeckten Mühlenbau auf, mußte aber 1700 diesen Besitz dem Hans Bar­thel Hüther überlassen 761. Vor 1712 war Ulrich Seeringer/Seringer († vor 1712) Müller auf der Großsteinhauser Mühle 762.

 

Hans Barthel Hüther, der Nachfolger des Müllers Geringer, wurde zwischen 1701 und 1706 dreimal von deutschen und französischen Truppen ausgeplündert wurde, war deshalb außerstande, die Mühle in ordentlichen Stand zu bringen. Seine Erbpacht belief sich auf 7 Ma Korn, ebensoviel Hafer, , 4 fl und ein Mastschwein. Auch hatte er dem Freiherrn Friedrich Ludwig von Bettendorf, als Nachfol­ger der Gentersberger die alte Lehensgülte zu entrichten. In den nun folgenden Friedenszeiten gelangte Hans Barthel Hüther zu Wohlstand 763. Dessen Sohn Nickel Hüther baute 1725 die heute noch vorhandene Mühle 764.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 wird sie zusammenfassend wie folgt beschrieben: “liegt an der Horn­bach, 1 Viertelstunde von dem Dorf entfernt im Wiesental, eine halbe Stunde von der Kirschbacher und 1 Stunde von der Wals­hauser Mühle entfernt. Das Gebäu und Mühlenweßen ist seit einiger Zeit be­ständigen Reparationen unterworfen gewesen, dermahlen jedoch in gutem Stand, 3 unterschl. Wasserräder treiben 2 Mahlgänge und 1 Schälgang. Das Wasser wird durch eine breite steinerne Mauer un­gefähr 50 Gäng Länge, in deren Mitte eine Schließ ist, aus dem Bach 1 Büchsenschuß oberhalb der Mühle in den Mühlgra­ben geleitet., fällt unterhalb dem Waßer-Bau gleich wieder in den Bach. Brücke über den Vorteich vom Müller zu unterhalten. Der Müller entrichtet an den Herrn von Bettendorf 2 Ma. Korn und 2 Ma. Ha­fer, an das Kloster Hornbach aber jährlich 4 fl, 1 fettes Mühlschwein oder 5 fl, 7 Ma. Korn und 7 Ma. Hafer Hornbacher Maßung. Ist eine Bannmühle für die Dörfer Groß- und Kleinstein­hausen nach einem Extract von Ver­waltungs Registratore Hrn. Rettig, so der Müller in Händen hat. Zu Großsteinhausen sind es 28 und zu Kleinsteinhausen 431 Haushal­tungen. Auch die Bottenbacher mahlen zu Zeiten alhier. Bey großem Waßer gehen die Mahlgä­ste in das Hanauische, sonsten aber klaget der Müller, daß sie starck in die Kirschbacher Mühle ihre Früchte führeten. Der dermalige Besitzer ist Nickel *Hütter, welcher sich durch den auf deßen Nahmen von fürstl: Verwaltung eingerichteten Erbbestand vom 27ten gbris 1736 sich legitimiert.” 765

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „die Großsteinhau­ser Mühl [hat] 3 WaßerRäder, welche 2 Mahl und einen Scheelgang treib; [zahlt an Pacht] 9 fl an Geld, 9 Mltr Korn, 9 Mltr Habern; Groß und Klein Steinhausen aus 59 famil: bestehend seyend hierher gebannt, Und können 100 fam. allhier befördert werden.“ 766

 

Im 3. Hornbacher reformierten Kirchenbuch von Hornbach (S. 7) heißt es 1773: Nickel Hüther †, Großsteinhausen, °° Maria Barbara (Wwe.) 72 Jahre 767.

 

Im 3. Hornbacher reformierten Kirchenbuch von Hornbach wird 1773 als Müller in Großsteinhausen der Johann Adam *Hüther ge­nannt 768.

 

Die Nachkommen des Nickel Hüther waren bis 1847 im Besitz der Klostermühle, dann ging sie auf Heinrich Bruck über 769. Von 1760 bis etwa 1790 war die Mühle im Besitz von Johann Adam Hüther. Nach ihm betrieb sie sein Sohn Friedrich Hüther bis etwa 1840, alsdann dessen Sohn Heinrich Hüther. Nach diesem übernahm 1847 der Schwager des Heinrich Hüther, der Müller und Land­wirt Heinrich Bruck aus Althornbach die Mühle nebst Bäckerei und Landwirtschaft mit gutem Erfolg 770.

 

Im „Wochenblatt für den Königlich-Bayerischen Gerichtsbezirk Zweibrücken“ Nr. 52 vom 1.5.1853 heißt es: „Mittwoch den 11. Mai 1853 ... läßt Heinrich Bruck, Müllermeister auf der Steinhauser Mühle seinen auf den Bännen von Blieskastel und Mimbach gelege­ne Wiesen ... verpachten.“ 771

 

In den 1870er Jahren richtete Heinrich Bruck ein sog. Englisches, gußeisernes Werk ein, dazu 4 Mahlgänge mit französischen Mühlstei­nen, ferner neue, sechsbahnige Mahlzylinder. Auch war mit der Mühle eine Fruchtdrescherei verbunden. Bruck baute auch vom Mühlge­bäude bis zum Ende des Hofes am rechten Ufer des Mühlkanals eine Steinmauer, daran die Inschrift: Otto Bruck. Unter un­glücklichen Familien- und Geschäftsverhältnissen starb Heinrich Bruck 1882. Die Witwe mit den ältesten Heinrich Bruck und Adal­bert Bruck betrieb die Mühle weiter. 1885 kam das Anwesen durch Versteigerung in den Besitz des Landwirts Karl Weis aus Saal­stadt (Sickingerhöhe). Der Steigpreis betrug für die Mühle und sämtliche Ländereien (etwa 120 Morgen Äcker, Wiesen und Wald) 45000 Mark 772.

 

Weiß betrieb die Mühle einige Jahre; er baute einen Geislinger Walzenstuhl und eine Zentrifugalsichtmaschine ein. 1894 verpachtete er die Mühle an den Müller Joseph Guth aus Eschweiler/Lothringen. Guth betrieb die Mühle bis 1902, dann mußte er den Mühlenbe­trieb wegen schlechter Geschäftslage aufgeben. Karl Weiß verpachtete die Mühle nunmehr an den Landwirt und Müller Jakob *Hauther vom Kirschbacherhof ab 1.3.1902 773. Dieser war mit Katharina Guth († 1948) vom Bärenbrunnerhof bei Dahn verheiratet 774. Seit 1901 wur­de die Großsteinhauser Mühle von dem Müller Jakob *Hauter († 1959) aus der naheliegenden Kirschbachermühle zunächst als Pächter betrieben. Dieser war mit Katharina Guth († 1948) vom Bärenbrunnerhof bei Dahn verheiratet. Mit der Über­nahme des Betriebes durch das Ehepaar Hauter/Guth ging es mit der Mühle sichtlich aufwärts. 1902 wurde die Inneneinrichtung gründlich erneuert und nach dem damaligen Stand der Technik modernisiert.. Schon 1908 konnten die Eheleute Hauter die Mühle mit 15ha Land und Wald von Karl Weiß kaufen. Der Sohn Eduard Hauter (°° 1936 mit Elsa Krauth aus Oberstauf1enbach) übernahm ab 1.1.1939 die Mühle, während der Sohn Hermann Hauter (°° 1938 mit Gertrud Lehmann vom Heidelbingerhof die Landwirtschaft er­hielt. 1940/41 wurde die Mühle, die in der sog. „Roten Zone“ vor dem Westwall lag, abgerissen. 1951 wurde die Mühle gründlich überholt, umgebaut und modernisiert 775.

 

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 5339, 295/5

- o.A.: „Die Großsteinhauser Klostermühle; in: Westpfälzische Geschichtsblätter 1908, S. 22-23

- Quirin, Josef: Die Steinhauser Mühle. [Großsteinhausen]; in: Heimatkalender f. d. Stadt u. d. Landkr. Zweibrücken. 1972, 168 f.

- Wilms, Rudolf: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 61-63

 

 

 

 

 

Groß-Winternheim:

Stadtteil von Ingelheim; Lk Mainz-Bingen; liegt im Selztal südöstlich von Ober-Ingelheim; altes Reichsdorf des Ingelheimer Grun­des; kam mit diesem 1407 an die Kurpfalz 776.

 

Mühlen:

am 18.10.1803 erfolgte im zuge der französischen Nationalgüterveräußerung der Mühle „mit 3 Mahlgängen“ in Groß-Winternheim. Diese gehörte zuvor zum Domstift Speyer. Pächter war 1803 der Jakob Probst. Die Mühle wurde zum Preis von 12700 frcs. durch den NN. Lauer, „Chef de la légion de la gendarmerie“ erworben 777.

 

 

 

 

 

Grünbach:

Wüstung östlich von Baumholder, heute Gutsbezirk Baumholder; das Dorf wurde 1938 aufgelassen und befindet sich heute auf dem Truppenübungsplatz Baumholder.

 

Mühlen:

- Germannsmühle, auch Catharinenmühle/Katharinenmühle oder Wolfsmühle:

s. auch *Wolfsmühle bei Grünbach

 

Sie wurde auch als “Catharinenmühle” oder “Wolfsmühle” bezeichnet 778. Die Mühle lag im Steinalbtal 1 Stunde nördlich von Niederal­ben in Richtung auf Wieselbach ostwärts von Grünbach 779. Die Mühle gehörte zur Gemeinde Grünbach und mußte 1938 bei der Bildung des Truppenübungsplatzes Baumholder geräumt werden 780; sie lag neben der Schmidtmühle und der Hasenmühle auf verhältnismäßig engem Raum im Steinalbtal; die Gehrmannsmühle war pfalz-zweibrückisch; sie wurde auch Catharinenmühle oder Wolfsmühle genannt; am 30.9.1438 belehnte Friedrich Graf zu Veldenz mit den von seinem verstorbenen Vetter Hildebrandt von Boxberg herrührenden Le­hen, bestehend aus den Dörfern Grünbach, Dadenalben (Totenalben) und der Mühle in der Steinalb, den Edelmann Heinrich Brand vom Walde. Es dürfte sich bei dieser Mühle um die spätere Germansmühle handeln 781. 1438 hatte Hein­rich Brand vom Walde die Mühle zu­sammen mit dem Dorf als veldenzisches Lehen inne. Die Mühle verfiel im 30jährigen Krieg 782.

 

In einer pfalz-zweibrückischen Akte über Injuriensachen wird 1561 ein Prozeß des „Johann[,] Müller von der Steinalben auf der Wolfs­mühle gegen Hans Wilhelm von Ilgesheim“ genannt 783.

 

Im Mühlenbericht des Schultheiß Johann Müller in Baumholder von 1656 wird folgendes berichtet: Die Mühle war Erbmühle und gehörte Heinrich Funck, der von seiner Frau her ziemlich begütert war. Die Frau des Funck hielt sich bei Michael Faust zu Grünbach auf, der ihr Kost um Gottes Willen gab. Der Sohn ist im moichianischen Wesen in die Kriegsgesellschaft gekommen. Man weiß nicht, ob er noch lebt. Die Frau will sich der Mühle nicht annehmen. In einem anderen Vermerk heißt es: “In der Steinalp ist eine Walkmühle gewesen, für die früher der verstorbene Müller in der Wolfsmühle neben seinem Mühlenzins jährlich 9 Batzen zahlte. Diese Walkmühle ist in Abgang gekommen. Seine Hausfrau, die etwas begütert war, ist aber immer krank und eine Bettrysin (bettlä­gerig), die Michel Faust um Gottes Willen in Kost hält...” 1698 befand sich die Mühle in einem völlig verfallenden Zustand. Ein Ver­such zum Wiederaufbau durch Hans Ge­org Rödel aus Bruchmühlbach wurde bald wieder aufgegeben; anschließend versuchte es der Mühlarzt Johann Abraham Scherer, der ebenfalls keine Erfolgsaussichten sah und die Mühle an den Müller Johann Abraham *Korb von der Günderodischen Mühle in Ulmet ver­kaufte. Korb baute die Mühle wieder vollständig auf und ließ sie durch einen Mühl­knecht betreiben. Die Betriebserlaubnis einschließlich einer Nachfolgeregelung erhielt er mit Vertrag von 22.5.1698. 1726 war sein Sohn Johann Georg Korb Beständer der Mühle. Von diesem kam die Mühle 1739 an Anton Gehrmann, unter dem sie 1743 nieder­brannte. Die Mühle wurde von Gehrmann wieder aufgebaut und heißt seither Germannsmühle 784.

 

Vor 1705 heiratet Johann Peter *Spang, der auf der Wolfsmühle geboren ist 785 die Anna Regina NN 786; Vater der Anna Elisabeth Spang (geb. in der Wolfsmühle; °° 2.7.1715 in Sien mit Jodocus Minn) 787.

 

Um 1718 ist Johann Simon *Mayer auf der „Kathareinen Mühle“; °° vor 1719 in sein mit Anna Margaretha NN.; Vater der Zwillinge Jo­hann Georg Mayer und Anna Barbara Mayer; Paten bei ihrer Taufe am 1.10.1718 sind u.a. Johann Michael *Schepper von Kathar­einen Mühle, Gertrud Gillenberger auf der Wolfsmühle und Johann Wilhelm *Huwer ex Steinalp Mühle 788.

 

Um 1719 ist Johann Michael *Schepper als Müller (?) auf der „Kathareinen“ Mühle (= Germannsmühle, auch als Katharinenmühle be­zeichnet) bei Grünbach erwähnt; er ist 1719 Pate bei der Taufe der beiden Zwillinge des Johann Simon Mayer von der „Katharei­nen Mühle“ bei Grünbach, des Johann Georg Mayer und der Anna Barbara Mayer; Paten bei ihrer Taufe am 1.10.1718 sind u.a. Jo­hann Mi­chael Schepper von Kathareinen Mühle, Gertrud Gillenberger auf der Wolfsmühle und Johann Wilhelm Huwer ex Steinalp Mühle 789.

 

Johann Georg *Korb übergab 1739 die Wolfsmühle, auch Katharinenmühle bei Grünbach an den Müller von der Laurentiusmühle in Wolfersweiler, Anton *Germann; die Mühle brannte 1743 nieder. Die Mühle wurde von Gehrmann wieder aufgebaut und heißt seit­her Germannsmühle 790. Germann er­hielt am 28.2.1740 einen Erbbestandsbrief sowohl über die Mahl- als auch über die Ohligmühle 791.

 

Im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg vom 8.7.1746 792 ist sie sinngemäß wie folgt beschrieben: Die Ka­tharinen-, vulgo Wolfsmühle genannt liegt an der Steinalb, 1 Stunde ober­halb der Niederalber Mühle, auf der Seite des Dorfes Grün­bach, welches ½ Stunde davon entfernt und in die Lockersmühl gebannt ist. Vor etwa 3 Jahren ist diese Mühle von Grund abge­brannt, im folgenden Jahr aber wieder aufzubauen angefangen worden. Die Mahlmühl hat nur einen Gang, welchen ein 16 Schuh ho­hes Was­serrad treibet. In trockenen Zeiten muß die Mühle nicht völlig stell stehen, geht dann aber langsam und schwach. Die Ohlig­mühle ist später dazugekommen. Von der Mahlmühl gibt der Müller 1 fl an Geldt in die Landschreiberey und ein Malter Korn sowie ein Malter Ha­ber in die Kellerey Lichtenberg. Für die Ohligmühle zahlt er, obwohl im Erbbestandsbrief nichts vermerkt ist, ebenfalls 1 Thaler mehr in die Landschreiberey. Die nechste zweibrückische Örter alß Grim­bach auß 17 und Mambechel aus 30 Familien be­stehend, sind in die Lockers Mühl gebannt. Die Helfte seiner Mahlgästen hat er auß dem Rheingräflichen und die andere Helfte auß hießigen Landen, aber nur, wann der Bann Miller ihnen nicht helfen könnte. Der Erb­beständer ist Anton *Germann mit einem Erbbe­standsbrief über beide Mühlen vom 28.2.1740 793.

 

Die Ohligmühl auf der Katharinen-, vulgo Wolfsmühle ist ebenfalls im Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lich­tenberg vom 8.7.1746, sinngemäß wie folgt beschrieben: „Die Ohligmühl hat ein 14 Schuh hohes Wasserradt, welches 6 Stempel in dreyen Cum­ben hebet ... der meiste Samen, welcher hier geschlagen wird, ist Flachs.“ 794

 

Vor 1753 wohnt Maria Magdalena NN auf der Wolfsmühle; °° vor 1753 mit Johann Georg Gallus aus Grünbach 795.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 36 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörende Müh­le wie folgt beschrieben: „Die Catharinen oder Wolfs Mühl [hat] 1 Waßerrad wel­ches einen Gang treibet, [zahlt an Pfacht] 1 fl an Geld, 1 Mltr Korn, 1 Mltr Habern. Diese Mühl so keine Bann Mühl [,] ziehet ihre Nahrung theils aus dem Rheingrfl: und hießig Land von denen dabey gelegen Dorfschaft wan sie auf ihr Bann Mühl nicht befördert werd können [,] 16 biß 17 Fam: können allhir befördert werd.“ 796

 

Vor 1762 heiratet der Hintersasse aus Kusel Georg Bollenbacher die Maria Elisabeth NN.; Georg Bollenbacher ist der Sohn des NN. Bol­lenbacher der wohnhaft ist auf der Katharinenmühle bei Grünbach 797.

 

Müller auf der Wolfsmühle/Katharinenmühle/Germansmühle waren:

- vor 1656 Heinrich Funck

- ab 1700/1726 Johann Abraham *Korb; Müller auf der Günderothschen Mühle in Ulmet; er baute die Katharinenmühle wieder auf und ließ sie durch einen Pächter betreiben; Vater des Müllers Johann Georg *Korb

- 1726/39 Johann Georg *Korb

- ab 1739 Anton *Germann; Vater des späteren Müllers Johann Ludwig Germann

- ab ++++/13.12.1786 Johann Ludwig *Germann; Vater des späteren Müllers Johann Peter Germann

- ab 13.12.1786/++++ Johann Peter Germann

 

Photo:

- Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik des gemeindefreien Bezirks Gutsbezirk Baumholder, a.a.O., S. 187

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 693: Die Katharinen- oder Wolfsmühle bei Grünbach, 1691-1786

 

 

- Grünbacher Sägemühle:

 

Literatur/Urkunden:

- Jaffé, Albert: Die Grünbacher Sägmühle; in: Pfälzer Heimat (Beil. z. Pirmasenser Zeitung). - 107 (1937), Nr. 21-22

 

 

- Hasenmühle, Hasemühle:

s. Wieselbach

 

 

- Schmidtmühle:

sie lag nicht weit unterhalb der Germannmühle/Wolfsmühle an der Steinalb. Diese ist im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1746 nicht aufgeführt, was Hartmann 798 darauf zurückführt, daß sie „anderen Terri­torien“ zugeordnet werden müsse. Wenn sie genau wie die Germannmühle in der Gemarkung Grünbach lag, müßte sie jedoch pfalz-zweibrückisch sein. Wahrscheinlich wurde sie erst nach Erstellung des Mühlenprotokolls erbaut. Sie könnte sogar identisch sein mit je­ner Ölmühle, unterhalb der Germannsmühle stand 799.

 

Die Schmidtmühle gehörte zur Gemeinde Grünbach und mußte 1938 bei der Bildung des Truppenübungsplatzes Baumholder ge­räumt werden 800.

 

Karte:

- Schworm, Ernst: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 19

 

Photo der Schmidtmühle:

- Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik des gemeindefreien Bezirks Gutsbezirk Baumholder, a.a.O., S. 186

 

 

- Untere Mühle bei Grünbach (auch Zinckweiler Mühle):

1712 war Hans Simon *Hart der Müller “auf der ‘unter’ = unteren Mühle bei Grünbach” 801; der Müller Hans Simon *Hardt, der im ev. Kirchenbuch Baumholder eingetragen ist, war der Müller auf der „Unter“ war: diese wird 1718 als Zinckweiler Mühle bezeichnet 802.

 

vor 1718 heiratet in Baumholder der Müller auf der Zinckweiler Mühle, Simon Höth; °° vor 1718 mit NN; Vater der Maria Eva Höth (geb. um 1718; °° 15.1.1737 in ev. Kirche in Baumholder mit Johann Heinrich Schmitt aus Heimbach) .803

 

 

- Wolfsmühle / Germannsmühle / Catharinenmühle bei Grünbach:

s. *Germannsmühle

 

 

- Wolfsmühle:

nicht zu verwechseln mit der obigen Wolfsmühle; eine alte Eintragung in der Flurkarte von Niederalben kann darauf schließen lassen, daß unterhalb der Germannsmühle bei dem Wolfsfelsen eine weitere Mühle lag, die ebenfalls Wolfsmühle genannt worden wäre. Aller­dings liegen über eine solche Mühle keine weiteren Unterlagen vor 804.

 

Karte (zum Wolfsfelsen)

- Schworm, Ernst: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 19

 

 

 

 

 

Grumbach, Amt:

ehemaliges Amt Grumbach der Rhein- und Wildgrafschaft.

 

Der Begründer der Herrschaft und des Amtes Grunbach war der Wildgraf Konrad I., ein Sohn des letzten Nahegaugrafen Emich VI. Im Jahre 1140 starb Emich VI. Und hinterließ seinem Sohn Konrad außer vielen anderen Gebieten die im Raum Grumbach liegenden Dörfer Grumbach im Tal (im Unterschied von Grunbach Schloß), Kappeln, Merzweiler, Langweiler, Unterjeckenbach, Sulzbach, Homberg, Kirr­weiler, Deimberg, Buborn, Hausweiler, Offenbach, die dazu gehörigen Höfe und Mühlen sowie die späteren Wüstun­gen Kesweiler, Stein­berg und Guckenhausen. 10 Jahre danach erwarb Konrad auch Schloß Grumbach 805.

 

Grumbach wurde 1242 erstmals erwähnt. Das Schloss Grumbach, erbaut vor 1250 von den hier herrschenden Wildgrafen, liegt hoch oben über dem Tal. Im Jahre 1330 wurde Grumbach vom deutschen Kaiser durch eine Freiheitsurkunde das Stadtrecht zugesichert. Durch Heirat und kluge Familienpolitik wuchs der Besitz der Wildgrafen. Nach deren Aussterben erbten die Rheingrafen den Besitz und nannten sich fortan „Wild- und Rheingrafen“. In der Blütezeit umfasste die Herrschaft Grumbach insgesamt über 70 Dörfer. Die Linie Dhaun-Grumbach wurde 1475 durch kaiserliches Edikt in den Reichsgrafenstand erhoben. Folglich hatten sie bis 1792 Sitz und Stimme im Reichstag. Eigene Residenz wurde Grumbach erst 1575, nachdem die Linie Dhaun-Grumbach geteilt wurde. Ab Mitte des 18. Jahr­hunderts beerbten die Wild- und Rheingrafen von Grumbach noch große Teile der angrenzenden wild- und rheingräflichen Häuser, nach­dem diese Linien im Mannesstamm erloschen waren. Durch die Französische Revolution mußten die Grafen im Früh­jahr 1793 fliehen. Nach dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurden sie mit Ländereien in Westfalen für ihre verloren ge­gangen linksrheinischen Gebiete entschädigt. Grumbach gehörte ab 1816 zum Fürstentum Lichtenberg, das ein Teil des Herzogtums Sachsen-Coburg war, und fiel 1834 an Preußen 806.

 

Karte:

- Karch: Gemeinden des Amtes Grumbach, a.a.O., S. 9: Alte Karte des Amtes Grumbach

 

 

 

 

 

Gumbsweiler am Glan:

heute OT von St. Julian, VG Lauterecken, Lk Kusel; auf der rechten Seite des Glan gelegen; war bis 1798 pfalz-zweibrückisch, Oberamt Lichtenberg

 

Mühlen:

- Dorfmühle (auch: Kolbenmühle), Mühle Schlemmer, Altmühl:

die Mühle stand ursprünglich einige hundert Meter oberhalb des Dorfes in der Nähe des Weges “zum Wäldchen” und zur Schrammen­mühle (diese oberhalb von Gumbsweiler in Richtung Rathsweiler gegenüber von Eschenau gelegen). Sie hieß zunächst Kolben­mühle und ist in einer Planskizze von 1685 unter diesem Namen verzeichnet 807.

 

Bereits in einem Brief des Herzogs Wolfgang von Zweibrücken vom 26.4.1546 ist sie urkundlich erwähnt; in diesem Schreiben erhält der Müller “Kolben Hennen”, d.h. Henrich *Kolb die Erlaubnis zur Erweiterung der oberhalb des Dorfes gelegenen Mühle von ei­nem auf zwei “Lauf”, d.h. Mahlgänge; die Bezeichnung Lauf rührt wohl daher, daß jeder Gang ein eigenes Wasserrad in einem eige­nen lauf (Gerinn) hat. In dieser Urkunde wird auch die Vorgeschichte referiert. Während der Vormundschaft für Herzog Wolfgang, also vor 1546 geneh­migte Pfalzgraf Ruprecht dem Henrich Kolb einen “Wasserfall im Glan nahe ober- oder unterhalb Gumbsweiler”, also das Recht zur Er­richtung einer kleinen Mühle auf eigenem Grund und Boden und auf Kosten des Antragstellers Kolb. Von den vier bekannten Söhnen des Henrich Kolb verzichteten drei auf ihr Mühlenerbe, nämlich Clas (Nikolaus), Hans und Peter zugunsten ihres Bruders und ihres Schwa­gers Wendel 808.

 

In der Folgezeit fehlen Nachrichten von der Mühle. Erst 1685 taucht die Mühle in den Urkunden wieder auf; in diesem Jahr stellte der Müller Johannes *Werle den Antrag, einen Neubau der Mühle zu errichten, welche infolge eines Unglücksfalles durch einen Bergrutsch zerstört worden ist. In einem Schreiben des Kellers beim Oberamt Lichtenberg, Johann Sebastian *Leyser, vom 15.8.1685 heißt es über den Untergang der Mühle: “Und wie aus dem Extract zu ersehen, ist etwa eine Viertelstunde oberhalb sothaner Brücken vor diesem eine Mühle gestanden, so vor Alters von einem Stück rutschenden Berg bedeckt worden“ 809.

 

Als das Vorhaben bekannt wurde, erhob sich Widerspruch, und zwar zunächst von der Gemeinde St. Julian und dem Müller *Schäf­fer, dann aber auch von dem Landesherrn für die Dörfer links des Glan (St. Julian, Eschenau und Obereisenbach), dem Freiherrn von Stein­kallenfels. Die Freiherrn von Steinkallenfels hatten die Herrschaft über das Dorf St. Julian, dazu Eschenau und Obereisenbach, als Rheingräflich-Grumbachisches Lehen inne. Die Grenze dieses Territoriums, einer Enklave im pfalz-zweibrückischen Gebiet, bil­dete der Glan. Nun gehörte aber zur Gemarkung St. Julian noch ein Stück Landes rechts des Glan, über das Zweibrücken die Landes­hoheit be­saß. Gerade hier jedoch stand seit Jahrhunderten die Dorfmühle oder Kolbenmühle oberhalb von Gumbsweiler. Das Recht selbst stand dem Herzogtum Zweibrücken zu, weshalb der Müller Schäffer in St. Julian 5 Ma Frucht als Zins an Zweibrücken ent­richten mußte. Pikan­terweise stand der Inhaber der Schultheißerei St. Julian, Philipp Melchior von *Steinkallenfels zugleich in pfalz-zweibrückischen Diensten im Rang als “Präsident”, weshalb seine Mühle in St. Julian auch “Präsidentenmühle” genannt wurde 810.

 

Werle begann mit dem Neubau, dann ging ihm das Geld aus. Die letzte Nachricht von ihm und seinem Bauvorhaben stammt 28.8.1686. Zu diesem Zeitpunkt stand die Mühle “im Mauerwerk” und war “gedeckt”. Werle war inzwischen von seinen Verwandten im Stich gelas­sen worden und lebte in dürftigen Verhältnissen. Er bat um eine Anleihe von 30 Reichstalern. Was daraus geworden ist, ist nicht überlie­fert, denn es brach der Pfälzische Erbfolgekrieg aus 811.

 

Um 1708 ist Abraham *Weber der Müller in Gumbsweiler; er hatte die Dorfmühle, auch Kolbenmühle übernommen. Die Mühle war zwar 1708 in Betrieb, aber offensichtlich nicht fertiggestellt. Abraham Weber beantragte 1709 bei der pfalz-zweibrückischen Regie­rung die Gewährung eines Pachtnachlasses, wegen “der täglich anzuwendenden Baukosten”; er sei schon ein ganzes Jahr ohne Ein­kommen, da das “große Gewässer” die Mühle und den Wasserbau zerstört habe. Hintergrund war ein Hochwasser, bei dem auch das Bachbett ver­schoben worden war. Dem Gesuch wurde am 15.9.1709 bezüglich der Gefälle für das Jahr 1708 stattgegeben. Aber auch 1709 besserte sich die Lage nicht; Weber mußte erneut um Pachtnachlaß ersuchen, da das alte Bachbett mangels ausreichender fi­nanzieller Mittel noch nicht wieder instandgesetzt werden konnte bzw. er die Mühle noch nicht abbrechen und näher am jetzigen Bach­bett wieder auf­bauen konnte. Landschreiber Schimper vom Oberamt Lichtenberg bestätigte am 30.9.1709, daß Weber zwei Jah­re lang keine Frucht mahlen konnte, nicht einmal seine eigene. Er sei nicht in der Lage Ausbesserungen vorzunehmen, weil “die Mühle auf Sand gebaut und das Wasser derort ungemein rase. Falls der Glan seinen Lauf nicht wieder ändere, müsse sie abgerissen werden. Abraham Weber und seine Frau Ottilia schafften es wirtschaftlich nicht, die Mühle wieder in Gang zu setzen und mußten aufgeben. 1718 baute Johannes *Riegel eine neue Dorfmühle 812.

 

Riegel war zunächst Müller “in Waldkrähweiler”, d.h. auf der zu Waldgrehweiler gehörenden Wolfsmühle gewesen. 1718 baute er in Gumbsweiler eine neue Mühle; es kam gegen den Neubau zum Einspruch des Freiherrn von Steinkallenfels, dem Inhaber der gegen­über auf der anderen Glanseite liegenden rheingräflichen Schultheißerei St. Julian und der dortigen Mühle; dieser sah den Betrieb der Mühle in St. Julian durch den Neubau als gefährdet an und hatte wegen des Hochwasserschutzes Bedenken. Gutachter wurden einge­setzt, so Johannes von *Blon, Zimmermann und Müller aus Konken. Riegel mußte das schon gelegte Fundament ändern und dem be­reits fertigen "Rost eine andere Richtung geben.. Er war es, der das neue Werk "an einen ganz anderen Ort bringen und bauen mußte", wohl an die jetzige Stelle oberhalb der Brücke. Am 15.2.1719 gestattete das Oberamt Lichtenberg dem verarmten Riegel zwei pachtfreie Jahre, da durch Hochwasser das Wehr ruiniert worden war und die Mühle "an einen anderen Platz" gestellt werden mußte. Riegel übergab die Mühle offenbar an Jakob Müller; er ist aus Gumbsweiler weggezogen, denn er erscheint bereits 1722 als Müller in Adenbach 813. 1722 unternahm der Müller Johann Riegel von Gumbsweiler den Versuch zum Neubau der Mühle in Aden­bach, “weillen er aber armuthhalber die Mühle nicht ausbauen konnte, so hat er selbige noch in dem nemlichen Jahr an Peter Oloffer verkauft und ist mit seiner Frau und et­lichen Kindern in das ‘Neue Land’ gezogen” 814.

Jakob Müller verkaufte die 1722 erworbene Mühle bereits 1727 an Johann Friedrich *Weber aus Oberweiler für lediglich 500 Gul­den; der geringe Kaufpreis beweist, daß lediglich eine kleine unbedeutende Pletschmühle errichtet worden war. Weber erhielt am 27.4.1727 einen Erbbestandsbrief. Aber auch Weber konnte seine Zahlungsverpflichtungen nicht einhalten und verkaufte bereits 1730 die Mühle an Henrich *Müller aus Gumbsweiler; im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die häufig wechselten und finanzielle Schwie­rigkeiten hatten, blieb Müller bis zu seinem Tod auf der Mühle 815.

 

In der Bestandsaufnahme der Mühlen im pfalz-zweibrückischen Oberamt Lichtenberg von 1745 ist sie beschrieben wie folgt: “steht jetzt auf dem 3. Platz, der erste war unter dem He­ckenacker und wurde die Kolbenmühle genannt und soll 2 Mahlgänge gehabt ha­ben; der zweite ist etwas näher dem Dorf zu gewe­sen, doch auf der anderen Seite des Glans; der dritte ist ganz nahe beim Dorfe, bei der Brücke. Das Gebäude ist klein, auch nicht in bestem Zustand. 1 Wasserrad, das 1 Mahlgang mit im Trillis angehängtem Schäl­gang treibt. Der Wasserfall ist 2 ½ Schuh hoch, muß wegen großem Gewässer manch mahl 4 biß 5 Wochen still stehen, liegt hinter einem Wehr an einem 190 Schritt langen Mühlteich. Henrich *Miller ist der Erbbeständer. Er entrichtet 2 Ma Korn und 2 fl als Pacht. Er ernährt sich be­sonders von dem Handel, indem er mit Weißmehl, Grieß, Hafermehl und gerollter Gerste auf die Kuseler und ande­re Märkte fährt. Miller hat einen Erbbestandsbrief vom 22. März 1730, der anno 1738 konfirmiert worden ist.” 816

 

Miller gab an, er hätte seinen meisten Verdienst aus den rheingräflichen Dörfern Eschenau und Niederalben gehabt, während die hiesi­gen Untertanen außer Landes mahlen ließen insbesondere in der rheingräflichen Eisenbacher Mühle, ausgenommen bei Hochwas­ser. Der Müller gibt zur Kapazität der Mühle an, 40 Mahlgäste das Jahr über versorgen zu können. Eine Verdienstquelle liegt in der Entwick­lung zur Handelsmühle, denn der Müller treibt Handel mit Weißmehl, Hafermehl und gerollter Gerste, die er auf dem Kuse­ler Markt und an­deren Märkten absetzt. Henrich Miller besitzt einen Erbbestandsbrief vom 22.3.1730, der ihm 1738 konfirmiert wor­den ist 817.

 

1751 beantragte Henrich Miller bei pfalz-zweibrückischen Regierung, die bisherige Mühle abreißen und einen Neubau mit zwei Mahlgän­gen errichten zu können; er ist vor 1760 verstorben; seine Witwe NN. führte den Betrieb, bis 1765 der Sohn Peter Miller/Müller die Müh­le übernehmen konnte. Er mußte seinen Geschwistern 975 Gulden Erbanteil auszahlen. Sein Erbpachtbrief da­tiert vom 11.1.1766. Auch unter ihm reißen die Klagen wegen Hochwasserschä­den nicht ab; er schreibt 1784 an die Regierung in Zweibrücken: “Mein Mühlenwehr ist gänzlich abgerissen und ruiniert”. 818

 

Im Mühlenverzeichnis für das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörige Mühle unter lfd. Nr. 10 wie folgt beschrieben: „ Die Gumschweiler Mühl [hat] 1 Waßer Rad, welches einen Mahl und im trilles lauffend Scheelgang treibet, [gibt an Pfacht] 2 Mltr Korn, 2 fl an Geldt, ist keine Ban Mühl und kan das Jahr durch 40 famillien fördern, sein mehreß Ver­dienst ziehet er von den Rheingl: [Rheingräflich]... Dörfern Eschenau (Anm.: Wild- und rheingräfl. Amt Grumbach) et Niederalben“. 819

 

Auf Heinrich Miller folgte ab 1787 Johann Nickel Müller, der am 24.5.1787 einen Erbbestandsbrief als Erbbestandsmüller auf der Dorf­mühle in Gumbsweiler erhielt; daraus geht hervor, daß die Mühle trotz der Pläne des Henrich Müller von 1751 doch nicht ver­größert worden war. Sie hatte nach wie vor nur einen Mahlgang und einen “im Trilles” (ein waagrecht laufendes Stirnrad), an das durch ein zweites kleines Kammrad ein weiterer Gang angeschlossen ist, der jedoch nicht über ein eigenes Wasserrad verfügt. Johann Nickel Mül­ler hatte wie auch sein Vorgänger auf der Mühle unter Hochwasser des Glan zu leiden. Fast zu einer Katastrophe kam es 1791; der Glan hatte sich beim Hochwasser ein neues Bett gegraben. Er war oberhalb des Wehres nach der Talseite ausgebrochen und hatte die Mühle gänzlich trocken gelegt. Um die Ausbruchseite zu schließen, bedurfte es der Hilfe der ganzen Gemeinden. Bereits 1792 kam es zu einem neuen Ausbruch des Glan. Im neuen Flußbett schoß der Glan schräg auf die Brücke zu, so daß diese untergra­ben zu werden und einzu­stürzen drohte. Die Gefahr konnte erneut nur durch Einsatz des gesamten Dorfes gebannt werden. Zugleich war Johann Nickel Müller unheilbar erkrankt. Seine Ehefrau führte seit 1788 die Mühle. Da 1792 durch die Folgen des Hochwassers drei Monate nicht gearbeitet werden konnte und Hunger drohte, bat sie die Regierung für ihre neunköpfige Familie um Hilfe und Pachtnachlaß 820.

 

Am 18ten Messidor des Jahres 12 der franz. Republik legt Abraham Müller, Erbbestandsmüller in „Goumsweiler“, der Verwaltung des De­partments Monttonnere, eine Bestätigung des Bureau Lauterecken über die ordnungsgemäße Zahlung der Erbpacht vor. Zuvor war am 26ten Fructidor des Jahres 11 durch den Präfekten des Département Mont-Tonnerre, die Aufforderung ergangen, die ordnungsgem­äße Zahlung der Erbpacht hinsichtlich der im Oktober 1758 neu erbauten „moulin d'Ulmeth“ nachzuweisen 821.

 

In der nächsten Jahre fehlen Nachrichten über die Dorfmühle. 1835 kam der erste Müller aus der Familie Schlemmer von Medard nach Gumbsheim 822. Pe­ter Schlemmer (20.3.1823 Medard - 1889 Gumbsweiler), der zweitälteste Sohn der Eheleute Johann Jacob *Schlem­mer und Catha­rina Elisabeth Balder aus Medard, zog 1849 nach Gumbsweiler. Er heiratete die Müllerstochter Elisabeth Müller aus St. Ju­lian (geb. 27.8.1827 St. Julian); das Ehepaar kaufte die Mühle zu Gumbsweiler, die damals eingeschossig war und unmittelbar an Glan lag. Auf ihn folgte der Sohn Johann Adam Schlemmer (4.1.1864 Gumbsweiler - 1936). dieser riß 1900 das ein­stöckige Mühlengebäude ab und ersetzte es durch einen zweistöckigen Neubau. dessen Nachfolger war der Sohn Albert Schlemmer (geb. 23.7.1901 Gumbswei­ler, °° 23.12.1920 mit Anna Volles aus Hundheim/Glan). Aus der Ehe ging die Tochter Hedi (geb. 9.3.1921 Gumbsweiler) hervor, die am 21.6.1947 den Müller Hans Edinger von Edingersmühle bei Baumholder heiratete. Beiden ge­lang es, das Unternehmen nicht nur zu er­halten, sondern noch durch einen Mehlgroßhandel zu erweitern 823.

 

Müller auf der Mühle sind:

- um 1546 Henrich Kolb

- 1685 Johannes *Werle

- 1708 Abraham *Weber

- 1718 Johannes *Riegel

- 1722 Jakob *Müller

- 1727 Johann Friedrich *Weber

- 1730 / vor 1760 Henrich *Müller, Vater des Peter Müller

- 1760/1765 Witwe NN. Müller

- 1765 Peter Müller

- 1787 Johann Nickel Müller

- +++

- 1849/1889 Peter Schlemmer

- 1889/1936 Johann Adam Schlemmer

- 1936/ca. 1947 Albert Schlemmer

- ab ca. 1947 Hans Edinger (°° 21.6.1947 Hedi Schlemmer)

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 57, 61 (Dorfmühle in Gumbsweiler mit Mühlteich, Überlauf, Reff, Schließ für das Mühl­rad, Schließ für den Leerschoß, Wasserhaus mit unterschlächtigem Mühlrad)

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 84: Mahl­mühle Schlemmer bei Gumbsweiler/Glan

 

Literatur/Urkunden:

- Dhom: Sippe Schlemmer und Schlemmermühlen, a.a.O., S. 39/40

- Gilcher, Klaudia: „Am Glan klappern die Mühlen schon lange nicht mehr: letzte Getreidemühle im Kreis Kusel arbeitet in Gumbs­weiler - wenig Raum für Mühlenromantik übrig; in Rehweiler klappert wieder ein Mühlrad“; in: Die Rheinpfalz / Westricher Rund­schau, Nr. 222 vom 23.9.2006 (Thema am Samstag: Mühlen zwischen Moderne und Romantik)

- LA Speyer Best. B2 Nr. 294/1: Dorfmühle (Kolbenmühle) in Gumbsweiler/Glan mit Skizze Nr. 925/1

- LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 50-53: Mühlenprotokoll von 8.7.1746

- LA Speyer Best. B2 Nr. 5037: Änderung des Bettes des Glanstromes und Beschädigungen an der Gumbsweiler Mühle, 1791-1793

- Rohe Ralf: Die letzten einer alten Zunft : Dieter und Dirk Steinhauer betreiben die einzige aktive Mühle im Kreis; in: Die Rhein­pfalz / Westricher Rundschau. - 52 (1996), Nr. 35 vom 10.2., 1996. - Zahlr. Ill. - (Thema am Samstag: das Arbeiten am Tage, das Mahlen in der Nacht ...) [Beh. d. Gumbsweiler Mühle u. d. Öl- und Getreidemühle in St. Julian]

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 57, 211

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 83-100

 

 

- Haasemühle:

benannt nach einer Familie Haas 824. Die Mühle ist bereits 1687 urkundlich genannt 825.

 

 

- Ölmühle Weber:

s. *Schrammenmühle (Ölmühle)

 

 

- Schrammenmühle:

s. *Schrammenmühle; sie liegt glanaufwärts gegenüber von Eschenau, gehörte aber zur Gemeinde Gumbsweiler 826.

 

 

 

 

 

Gundersheim / Rheinhessen:

VG Westhofen, Lk Alzey-Worms; zwischen Westhofen und Alzey gelegen; war kurpfälzisch im Oberamt Alzey-Worms

 

Mühlen:

- Gundersheimer Mühle:

bei Goswin Widder im „Versuch einer vollständigen geographisch-historischen Beschreibung der Kurpfalz“ heißt es: „ Im J.1300 überga­ben die Äbtissin Adelheim, und der ganze Konvent der Nonnen zum heil Geist bei Alzey […] all ihr Recht, welches sie zu Biscofesheim [Anm. d. Verf.: das Hofgut Münchbischheim oder Bischofsheim i der Gemarkung Gundersheim], auf der Mühle und dabei gelegenem Garten, wie auch der Wasserleitung der Deich genannt, hatten“ dem Kloster Otterburg 827.

 

Am 13.3.1374 nehmen urkundlich benannte Bürger von Gundersheim die Mühle des St. Andreasstifts Worms in Bestand 828.

 

Die Mühle war Bannmühle 829.

 

Im Frankenthaler Wochenblatt vom 29.9.1827 heißt es: „Den 3 October 1827 sollen zu Gundersheim ...: Eine oberschlächtige Mahl-Mühle samt Wohnhaus und Oeconomie-Gebäuden, Section A Nro. 256 und 1258 Ruthen Acker, Wiesen und Weinberge, un verschiede­nen Lagen der Gemarkung von Gundersheim gelegen, freiwillig ... versteigert werden.“ 830.

 

 

 

 

 

Gundersweiler:

VG Rockenhausen, Lk Donnersbergkreis; im Moschelbachtal westlich von Imsweiler in Richtung auf Gehrweiler gelegen.

 

Gundersweiler wurde erstmals 891 erwähnt (als novale Gunthari). Der Name stammt von einem der ersten Siedler, Gunthari. In einer Urkunde aus dem Jahre 1290 wird erstmals Guntzwilre erwähnt. 1355 wurde Gundersweiler ein kurpfälzisches Lehnsdorf und kam 1515 zum kurpfälzischen Unteramt Rockenhausen, quasi dem Vorläufer der heutigen Verbandsgemeinde Rockenhausen. Im 17. Jahr­hundert litt die Gegend erheblich unter Raubrittern, wie dem berüchtigten Waldemar von Odenbach, so dass die Straße durch das Moschel­bachtal von bewaffneten Rittern bewacht werden musste. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Gundersweiler wie alle Dörfer der Gegend fast vollständig zerstört. Nach der Französischen Revolution wurde der Ort in das französische Département Donnersberg eingegliedert. In Folge des Wiener Kongresses war er von 1816 bis 1945 bayerisch 831.

 

Mühlen:

s. auch Gehrweiler

 

- Gundersweiler Mühle:

Johann *Kolter 21.4.1716 Gundersweiler- 4.10.1782 Schafmühle bei Katzweiler, der spätere Müller auf der Schafmühle Katzweiler, war vier Jahrzehnte lang Besitzer der Mahlmühle, Ölmühle und Schneidmühle in Gundersweiler; 1756 erwarb er die Dorfmühle in Katzweiler, die kurze Zeit später Stammsitz der Müllersfamilie Henn wurde; auch die Schafmühle bei Katzweiler gelangte später im Erbgang nach seinem Schwiegervater in seinen Besitz; Cameral-Erbbestandsmüller und Bauer auf der Schafmühle Katzweiler; refor­mierter Kirchenäl­tester in Katzweiler 832.

 

Um 1873 war Johann Philipp Christman der Müller in Gundersweiler (Vater des Johann Christmann, geb. 1.12.1848 Gundersweiler, Hei­zer in Kaiserslautern, der am °° 27.9.1873 in Otterberg mit Katharina Gauch heiratet) 833.

 

 

 

 

Gustavsburger Schloßmühle:

s. Hanßweiler

 

 

 

 

 

Guttenberg, Herrschaft und Amt:

Burg und Amt Guttenberg befanden sich 1525 im Gemeinschaftsbesitz (Kondominium) von Kurpfalz und Pfalz-Zweibrücken; nach der Er­oberung der Burg 1525 verlor diese ihre Bedeutung für die Gemeinschaft Guttenberg, deren Amtssitz nach Dörrenbach kam 834; Ruine seit 1525. Die Herrschaft Guttenberg blieb bis 1733 Kondominium.

 

Die kleine nur aus 11 Gemeinden bestehende Herrschaft Guttenberg war am Anfang der Reformation der Kurpfalz und Zweibrücken als Kondominium gemeinschaftlich. Kurfürst Ottheinrich überließ seinen Anteil an seinem ihm eng befreundeten Vetter, Herzog Wolfgang von Zweibrücken, der dann die Herrschaft allein besaß. Wolfgang von Zweibrücken teilte sie aber 1566 wieder mit seinem Vetter Georg Hans I. von Veldenz-Lützelstein. Es verblieb die nächsten 350 Jahre beim Kondominium 835.

 

Etwas anders schildert Lehmann die Geschichte der Herrschaft: mit dem Erlöschen der Kurlinie und dem Tod des Kurfürsten Ott­heinrich 1559 fiel gem. dem Heidelberger Erbvertrag von 1553 auch das kurpfälzische viertel an das pfalz-zweibrückische Haus und die beiden Herzöge, Wolfgang und Georg Hans, welche zwei besondere Linien, nämlich die Zweibrücker und die Veldenzer gegrün­det hatten, schlossen 1566 einen Vertrag und hatten die ‘Gemeinschaft Guttenberg’ in ungeteilter Gemeinschaft. 1588 kam es wegen Veldenzer Schulden zum Streit. Herzog Johann I. von Zweibrücken kündigte die Gemeinschaft und bestand 1591 auf Teilung, die aber von Velden­zer Seite verweigert wurde. Die Auseinandersetzung zog sich hin, wurde durch den 30jährigen Krieg unterbrochen 836. Aufgrund eines Vertrag von 1665, mit dem die bisherigen Streitigkeiten beigelegt werden sollte, übergab Herzog Friedrich Lud­wig von Zweibrücken sei­ne Hälfte der, mit dem Pfalzgrafen Leopold Ludwig von Veldenz gemeinsam besessenen Pflege Gutenberg an den Herzog Adolf Johann von der Kleeburger Linie ... und so waren nun die Herzöge Leopold Ludwig von Veldenz und Adolf Jo­hann von Pfalz-Cleeburg die Besit­zer der Gemeinschaft 837.

 

In der "Reunionszeit" kam es zum Versuch Frankreichs das Gebiet der Gemeinschaft Guttenberg dem Königreich Ludwig XIV einzuverlei­ben. Durch den Reunionsspruch von Breisach 1680 geriet auch die Gemeinschaft Guttenberg unter die Botmäßigkeit Ludwigs XIV und wurde, wie die Nachbargebiete der Südpfalz, dem Verwaltungsbezirk Elsaß unterstellt. Herzog Adolf Johann von Kleebur­g-Schweden, bzw. sein Erbe Gustav Adolf, ging vorläufig seines Anteils an der Herrschaft verlustig. Herzog Leopold Ludwig, der letz­te Fürst von Vel­denz, ebenfalls Teilhaber, konnte jedoch die Herrschaft durch katholische Amtsleute verwalten lassen. Nach seinem Able­ben (15.9.1694) übertrug der Conseil Souverain d'Alsace die Herrschaft Guttenberg gegen den Willen des Königs dem Herzog Christian II. von Birken­feld-Bischweiler. Ludwig XIV. zögerte bis Januar 1699, diese Entscheidung gutzuheißen. Mit seiner Geneh­migung war es jetzt ein protes­tantischer Oberamtmann, welcher von Bischweiler (Elsaß) aus die Amtsgeschäfte des katholischen Amtmanns für Gutten­berg in Minfeld überwachte 838.

 

Mit dem Aussterben des veldenzischen Hauses 1695 kam es unter den Erben zu langandauernden Erbauseinandersetzungen und wohl auch Herrschaftsanmaßungen. So machte 1714 der "vordem kurpfälzische Kirchenschaffner der Gemeinschaft Guttenberg Johann Georg Fuchshuber zu Oberotterbach" Ansprüche in einem Rechnungsrezeß geltend 839.

 

Es bestand bis 1733 weiterhin das Kondominium zwischen Kurpfalz, Pfalz-Zweibrücken, Pfalz-Birkenfeld und Pfalz-Sulzbach, bis die Er­bauseinandersetzung endlich durch Vergleich vom 24.12.1733 beigelegt werden konnte. Man einigte sich darauf, die Gemein­schaft Gut­tenberg vollständig auf Pfalz-Zweibrücken zu übertragen, bei dem sie bis zur Französischen Revolution blieb 840.

 

Die zur Herrschaft "Gemeinschaft Guttenberg" gehörigen Ortschaften teilten sich in die Obere und Untere Gemeinschaft. Die Obere Ge­meinschaft umfaßte das untergegangene Dörfchen Guttenberg und die Dörfer Oberotterbach, Dörrenbach, Rechtenbach, Mundorf, Har­werden und . Zur Unteren Gemeinschaft gehörten Minfeld, Kandel, Höfen, Minderslachen, Freckenfeld, Vollmersweiler und Niederotter­bach. Aufgrund des Austauschs der kurpfälzischen Ämter Selz und Hagenbach, die 1768 an Pfalz-Zweibrücken fielen, wurde das Amt Gut­tenberg in Minfeld zu einem pfalz-zweibrückischen Oberamt erhöht und demselben diese eingetauschten Ämter unterge­ordnet 841.

 

In der "bayrischen" Zeit umfaßte das Oberamt (!) Guttenberg umfaßte folgende Bezirke ++++klären++++ 842.

 

 

Mühlen in der Gemeinschaft Guttenberg:

die Mühlen in der Gemeinschaft Guttenberg sind in einer „Spezifikation Bericht oder Beschaffenheit aller und Jeder mühlenen in der Ge­meinschaft Guttenberg“ vom 8.2.1612 enthalten 843.

 

- Dörrenbach, Schmackenmühle (s. Bergzabern)

 

- Gehlmühle (s. Birkenhördt)

 

- Oberotterbacher Gemeindmühl

 

- Oberotterbach Obermühle

 

- Rechtenbacher Gemeindmühl

 

- Rechtenbach Georg Müllers Mühle

 

Das von Weber 844 vorgelegte Verzeichnis der pfalz-zweibrückischen Mühlen ist unvollständig. Das von ihm bei der Bearbeitung heran­gezogene pfalz-zweibrückische Mühlenverzeichnis “Acta sammtlicher Mühlen im Herzogtum Zweibrücken” 1743-1756 845, enthält trotz des Titels nicht sämtliche Mühlen im Her­zogtum. So fehlt die Gemeinschaft Guttenberg dort vollständig. Dieser Fehler setzt sich dann im Werk von Weber fort. Dabei hatte die Zweibrücker Regierung die Landschreiber der Oberämter, selbständigen Ämter sowie die Kellerei­en 1737 lediglich angewiesen, über die inzwischen neu erbauten Mühlen zu berichten. Nach Eingang der Antworten hat man wohl aus dem vorhande­nen Aktenma­terial das Mühlenverzeichnis erstellt und möglicherweise die Gemeinschaft Guttenberg übersehen.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. X 53 lfd. Nr. 7: „Erbbeständnisbeschreibung der Hofgüter und Mühlen im Fürstentum Zweibrücken 1629 (Amt Nohfel­den, Gemeinschaft Guttenberg, Schaffnei Wörschweiler, Kloster Disibodenberg) = Original Kirchenschaffneiarchiv Zwei­brücken IV. 1220

 

 

1 Vgl. Denkmaltopo­graphie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 292.

2 Vgl. Kuby: Pfarrerlisten kleinerer pfälzischer Herrschaften, Bl. f. pfälz. Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 2001, S. 79 ff.

3 Vgl. Morgenthaler: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. 78.

4 Vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. F2 Nr. 141, S. 642: 1757 Mai 23: Obligation: Gu. Magnus v. Wallbrunn, 4.000 fl., Gläubiger: wormsischer Hofrat J. Georg Stein; Unterpfand, Mühle zu Gauersheim.

5 Vgl. Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1865, S. 9.

6 Vgl. Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 21.

7 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 16.

8 Vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 292 mit Beschreibung S. 294.

9 Vgl. Unterlagen von Alfred Hans Kuby bei PRFK, Archiv Ludwigshafen.

10 Vgl. luth KB Ilbesheim bei Kirchheimbolanden1, Bl. 7, Taufeintrag vom 3.2.1701.

11 Vgl. Gabelmann: Kir­chenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 141.

12 Vgl. Ga­belmann: Kirchenbücher von Kirchheim und Bolanden, a.a.O., S. 63.

13 Vgl. Weber: Zwei Gauersheimer Mühlen, a.a.O., S. 102; vgl. Auskunft von Günther F. Anthes an Alfred Hans Kuby, in: Archiv PRFK, Ludwigshafen: Unterlagen Kuby.

14 Vgl. Weber: In der Einselthumer Gemarkung: Die Wiesenmühle an der Pfrimm; in: Donnersberg-Jahrbuch 1986, S. 159.

15 Vgl. Morgenthaler: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1987, S. S. 76.

16 Anm.: bei Morgenthaler: Die älteste Geschichte der Pfortmühle bei Albisheim/Pfrimm; in: Nordpfälzer Geschichts­verein 1987, S. 73-81 fälschlich als "Untere Herrenmühle" bezeichnet: Angabe von Altbürgermeister Gerhard Schach, dessen Frau, eine geborenen Eberhard die Mühle mit in die Ehe brachte, ggü. dem Autor am 26.12.2002.

17 Vgl. Weber: Zwei Gauersheimer Mühlen, a.a.O., S. 101.

18 Angabe von Bürgermeister a.D. Gerhard Schach, dessen Frau, eine geborenen Eberhard die Mühle mit in die Ehe brachte, ggü. dem Autor am 26.12.2002.

19 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 16.

20 Vgl. Denkmalto­pographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 62.

21 Vgl. Kuby: Pfarrlisten der ehemaligen Grafschaft Falkenstein [im Bereich der evange­lischen Kirche der Pfalz]; in Blätter für Pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 1996, S. 133 ff; vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 62.

22 Vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 62.

23 Vgl. Engel: Freiheit, Gleichheit, a.a.O., S. 38; vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 63.

24 Vgl. Engel: Freiheit, Gleichheit, a.a.O., S. 39.

25 Vgl. Engel: Freiheit, Gleichheit, a.a.O., S. 40; vgl. Stadtarchiv Rockenhausen, B1/4 S. 55 +++Zitat prüfen+++

26 Vgl. Engel: Freiheit, Gleichheit, a.a.O., S. 40; vgl. Stadtarchiv Rockenhausen, B1/11 S. 5, 6-9.

27 Vgl. Glasschröder: Urkunden, a.a.O., Nr. 671.

28 Vgl. reformiertes Kirchenbuch von Dielkirchen; vgl. Mitteilung von Herrn Ewald Dittmar.

29 Vgl. Dhom: Dietz, Weinkauf, Anhäuser. Familiennamen aus der Mühle zu Steckweiler in: PRFK 1977, S. 449.

30 Vgl. Internetdatei http://familysearch.org, Abruf vom 7.7.2014; vgl. Schläfer: Familien zu Gerbach und St. Alban, a.a.O., S. 98 Nr. 591.

31 Vgl. Denkmaltopographie Donners­bergkreis, a.a.O., S. 71 mit Photo.

32 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen, a.a.O., Bd. 1, S. 213.

33 Vgl. Dhom: Gaugrehweiler, a.a.O., S. 213.

34 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 301.

35 Vgl. Denkmaltopographie Donners­bergkreis, a.a.O., S. 62.

36 Vgl. Denkmaltopo­graphie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 70.

37 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 301.

38 Vgl. Denkmaltopo­graphie Don­nersbergkreis, a.a.O., S. 38.

39 Vgl. LA Speyer Best. C41 Nr. 19 S. 2-21.

40 Vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 62.

41 Vgl. LA Speyer Best. C41 Nr. 19 S. 3.

42 LA Speyer Best. C41 Nr. 19 S. 3.

43 LA Speyer Best. C41 Nr. 19 S. 17.

44 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 112, 113.

45 Vgl. Dhom: Gaugrehweiler, a.a.O., S. 53.

46 Vgl. Denkmaltopographie Donnersberg, a.a.O., S. 70.

47 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 301; vgl. Dohm: Gaugrehweiler, a.a.O., S. 54.

48 Vgl. Dhom: Gaugrehweiler, a.a.O., S. 54; vgl. Denkmaltopo­graphie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 70; Anm.: auf die Schreibweise „Filipp“ wird nicht hingewiesen.

49 Vgl. Verzeichnis der Kulturdenkmäler Donnersbergkreis http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Donnersbergkreis.pdf .

50 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 112.

51 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 112; vgl. LA Speyer Best. C41 Nr. 19.

52 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 219.

53 Vgl.: Denkmaltopo­graphie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 219.

54 Vgl. luth. KB Alzey, Sterbeeintrag vom 14.8.1735, http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27.

55 Vgl. Rödel: Regesten des Klosters Weidas, a.a.O., S. 85.

56 Vgl. Universitätsarchiv Heidelberg XII, 1 Nr. 81/4a zitiert bei: Martin:Quellen zur Ge­schichte Dirmsteins und der Familie Lerch von Dirmstein, a.a.O.,

S. 362 Nr. 699; vgl. Rödel: Regesten Kloster Weidas, a.a.O., S. 87 Nr. 50.

57 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 226 mit Photos S. 227.

58 Vgl. Rödel: Regesten des Klosters Weidas, a.a.O., S. 86, Nr. 47.

59 Vgl. Rödel: Regesten Kloster Weidas, a.a.O., S. 88, 89 Nr. 54.

60 Vgl. luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 11.3.1703, vgl. http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27.

61 Vgl. luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 11.8.1719, vgl. http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27.

62 Vgl. Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 228.

63 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 40.

64 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 230.

65 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 229.

66 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 135.

67 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 136.

68 Vgl. Archiv PRFK Ludwigshafen, Archiv Immel, Best. XIV I 114.1: Nachkommen des Philipp Rheinheimer (1540-1590) von Hochheim bei Worms, Nr. 142/2; vgl.

KB Gau-Odernheim Heiratsregister 1737, Copulationseintrag vom 22.1.1737.

69 Vgl. luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 29.9.1704; vgl. http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27, Abruf vom 29.4.2014.

70 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 230.

71 Widder: Beschreibung der Kurpfalz (1787), a.a.O., Bd. 3, S. 42.

72 Vgl. Dolch/Münch: Urkundenbuch Kaiserslautern, a.a.O., Bd. III, S. 243 Nr. 281.

73 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 307.

74 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 317-318.

75 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 318.

76 Widder: Beschreibung der Kurpfalz (1787), a.a.O., Bd. 3, S. 42.

77 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 264.

78 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 262.

79 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 137.

80 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 40..

81 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 194.

82 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 137.

83 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 193: Obristlieutenant der niederländischen Kavallerie Freiherr Ernst Friedrich von Schiebel

(† 2.10.1721 Gau-Odernheim), Sohn des Obristen Nathanael von Schiebel.

84 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 193: Freiherr Wilhelm Johann von Thiele, Cornet der niederländischen Kavallerie; °° mit Maria Margaretha Cornelia von Schiebel († 24.7.1719 Odernheim).

85 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 262; vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 194.

86 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 262; vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 194

87 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 137.

88 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 262.

89 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 262, 264.

90 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 136; vgl. Schannat: Hist. Ep. Worms, II, 100.

91 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 136-137.

92 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 229.

93 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 135.

94 Vgl. Gredy: Geschichte von Gau-Odernheim, a.a.O., Bd. 1, S. 136.

95 Vgl. LA Speyer Best. F7 Nr. 3007.

96 Widder: Beschreibung der Kurpfalz (1787), a.a.O., Bd. 3, S. 42.

97 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 266.

98 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 267.

99 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 266 mit Abb. des Katasterplans von 1832.

100 Vgl.: Denkmaltopographie, Kreis Alzey Worms Bd. 1, a.a.O., S. 267.

101 Vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Sign. 2.1,

102 Vgl. Schmitt: Oberamt Alzey, a.a.O., S. 272 Anm. 48; vgl. Hess. StA Darmstadt, Best. C3 Nr. 115/3 fol. 38 ff.

103 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 141.

104 Vgl. Kopie LA Speyer Best. X53 Nr. 7; Original Kirchenschaffneiar­chiv Zweibrücken IV. 1220. Bl. +++Zitat ergänzen+++

105 Vgl. Kopie LA Speyer Best. X53 Nr. 7; Original Kirchenschaffneiar­chiv Zweibrücken IV. 1220. Bl. +++Zitat ergänzen+++

106 LA Speyer Best. X53 Nr. 7 (Kopie); Original Kirchenschaffneiar­chiv Zweibrücken IV. 1220. Bl. +++Zitat ergänzen+++

107 LA Speyer Best. X53 Nr. 7 (Kopie); Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220, Bl. 24.

108 LA Speyer Best. B2 Nr. 292/2 fol. 17.

109 Vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 97r.

110 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 142.

111 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O.,S. 142.

112 Vgl. Dhom: Imsweiler und seine Einwohner, a.a.O., S. 63.

113 Vgl. Denkmaltopographie Don­nersbergkreis, a.a.O., S. 410; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 266.

114 Vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 410; vgl. We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 266.

115 Vgl. LA Speyer A2 Nr. 164.24 +++Zitat prüfen+++; s. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 260 ff..

116 Vgl. LA Speyer A2 Nr. 164.24 +++Zitat prüfen+++; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S.16, 262.

117 Vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 410.

118 Vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 410.

119 Vgl. Busch: Gehrweiler anno 1831; in: Nordpfälzer Geschichtsblätter 2012, S. 18.

120 Vgl. Ortssippenbuch Mehlbach 1938, a.a.O., S. 186 Nr. 1252.

121 Vgl. Schnabel: Bevölkerungsanga­ben des Bistums Speyer, a.a.O., 2011, S. 278.

122 Vgl. Westrich: Geinsheim, a.a.O., S. 70: Geinsheimer Weistum aus dem 16. Jh..

123 Vgl. Karte bei Westrich: Geinsheim, a.a.O., S. 158; vgl. Denkmaltopographie Neustadt, a.a.O., Bd. 2 S. 57 mit Urkataster von 1821.

124 Vgl. Kästel: Einwohner von Geinsheim, a.a.O., S. 24, 28.

125 Vgl. Kästel: Bevölkerungsstruktur Geinsheim, a.a.O., S. 219 ff..

126 Vgl. Kästel: Bevölkerungsstruktur, a.a.O., S. 227 ff..

127 Vgl. Friedel: Schopp, a.a.O., S. 86.

128 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 224.

129 Vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29.

130 Vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 144/1 S. 25-29; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 238.

131 Vgl. Christmann: Waldfischbach, a.a.O., S. 9.

132 Vgl. Friedel: Schopp, a.a.O., S. 86 iVm S. 82.

133 Vgl. Friedel: Schopp, a.a.O., S. 86-87; vgl. Velmann: Beforchung [Wald­beschreibung] des ehemaligen Gerichts Waldfischbach von Forstmeister Philipp

Velmann aus dem Jahre 1600, hrsg. und erläu­tert von Ernst Bilfinger; in: Pfälzerwald 1906, S. 8.

134 Vgl. Christmann: Waldfischbach, a.a.O., S. 59.

135 Vgl. Christmann: Waldfischbach, a.a.O., S. 59.

136 Vgl. Meyer: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 37/38; vgl. Internetdatei Schaaf Homepage,

http://www.schaafs.de/schaaf.htm, Abruf vom 12.9.2013

137 Vgl. Friedel: Schopp, a.a.O., S. 87.

138 Vgl. HStA Wiesbaden Abt. 121 Nr. 7 von Sickingen: Sickingisches Amtsrelationsbuch Bd. I Nr. 5b S. 238 = Zusammenfassung PRFK Ar­chiv Ludwigshafen Ordner

Nr. XIV L 2.0 lfd. Abt. Nr. 11.

139 vgl. Velmann, Philipp: Beforchung [Wald­beschreibung] des ehemaligen Gerichts Waldfischbach von Forstmeister Philipp Velmann aus dem Jahre 1600, hrsg. und

erläu­tert von Ernst Bilfinger; in: Pfälzerwald 1906 S. 8.

140 Vgl. Internetdatei Schaaf Homepage http://www.schaafs.de/schaaf.htm, Abruf vom 12.9.2013.

141 Vgl. HStA Wiesbaden Abt. 121 Nr. 7 von Sickingen: Sickingisches Amtsrelationsbuch Bd. I Nr. 5b S. 238 = Zusammenfassung PRFK Ar­chiv Ludwigshafen Ordner

Nr. XIV L 2.0 lfd. Abt. Nr. 11.

142 Vgl. Internetdatei Schaaf Homepage, http://www.schaafs.de/schaaf.htm, Abruf vom 12.9.2013.

143 Vgl. Ruby/Scherer: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttelamt und dem Gerichtsort Alsenborn

in: PRFK 1974, S.39; vgl. Meyer: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Wittner „Schweizer (Einwan­derer) in der Südwestpfalz; in: PRFK

2007, S. 111; vgl. Meyer: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Witt­ner „Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; in: PRFK 2007, S. 111.

144 dagegen nach Meyer: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Wittner „Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; in: PRFK 2007,

S. 111: „am 23.6.1750 Waldfischbach“.

145 nach Meyer, Dietmar: Ergänzungen und Berichtigungen zum Buch von H. R. Wittner „Schwei­zer (Einwanderer) in der Südwestpfalz; in: PRFK 2007, S. 111:

Catharina Schaaf, Witwe des Müllermeisters Jacob Stein.

146 Vgl. Ruby/Scherer: Zu- und Abwanderungen in den Dörfern „Uff dem Crays“ [mit dem Schwerpunkt im Büttelamt und dem Ge­richtsort

Alsenborn]; in: PRFK 1974, S.39.

147 Vgl. Meyer: Register zum 3. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 40.

148 Vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfisch­bach-Burgalben, a.a.O., S. 124.

149 Vgl. Meyer: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 37.

150 Vgl. Meyer: Register zum 2. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 37.

151 Vgl. Ullrich: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 147.

152 Vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 244.

153 Vgl. Ullrich: Ortsfremde im reformierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 145.

154 Vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgal­ben, a.a.O., S. 32.

155 Eilbote Landau vom 21.11.1846 Beilage Nr. 47 = LA Speyer Best. Y 20/41.

156 Vgl. Gemeindearchiv Trippstadt Best. B Nr. 16b S. 948 +++Zitat prüfen+++; vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 104.

157 Vgl. Benkel: Die Erschießungen bei der Geiselberger Mühle am 21. März 1945; in: „Den Gefallenen und Vermißten beider Weltkriege“ , a.a.O, S. 137-142.

158 Vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 1393 3.

159 Vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O., S. 10-11; vgl. auch: o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz, Archiv

PRFK Ludwigshafen

160 o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz, Archiv PRFK Ludwigshafen.

161 Vgl. LA Speyer, Leiningen-Hartenburg A Nr. 103 +++ Zitat prüfen++; vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 225.

162 Vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O., S. 10-11; vgl. auch: o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz, Archiv

PRFK Ludwigshafen

163 Vgl. o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz, Archiv PRFK Ludwigshafen; vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O., S. 10-11;

164 Vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O., S. 10-11; vgl. auch: o.A.: Der Geißkopferhof, nichtveröffentlicher maschinenschriftlicher Aufsatz, Archiv

PRFK Ludwigshafen

165 Vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 474-483.

166 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 225; a.A. Schoch: Allerhand aus dem Pfälzer Wald, S. 9: Ankauf erfolgte 1869; aA. auch Ullrich: Einwohner der ^ Gemeinde Elmstein, a.a.O., S. 11, die 1846 als Datum des Kaufvertrages nennen.

167 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen I, a.a.O., S. 180.

168 Vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 30 Nr. 87.

169 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 297.

170 Vgl. Internetdatei http://kenbower.com/wc05_150.htm), Abruf vom 22.12.2011.

171 Vgl. Weidmann: Mühlen im Kreis. Die Scharrmühle am Stuhlbach; in: Die Rheinpfalz / Pfälzische Volkszeitung, Nr. 183 vom 9.8.2000.

172 Vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 162.

173 Vgl. Bohrer: reformiertes KB Wallhalben 1719-1798, a.a.O., a.a.O., S. 8.

174 Vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 163.

175 Vgl. Internetdatei http://kenbower.com/wc05_150.htm), Abruf vom 22.12.2011.

176 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 297.

177 Vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 30.

178 Vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 163.

179 Vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 164.

180 Vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 166.

181 Vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 372.

182 LA Speyer Best. L56 Nr. 372.

183 Vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 166.

184 Vgl. Müller: Gerhardsbrunn, a.a.O., S. 167.

185 Vgl. Schick: Ehemals klapperten im Wallalbtale eine Menge Mühlen; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 53.

186 Vgl. Schwarz: Ehemals kurpfälzische, nunmehr österreichische Leibeigene im Oberamt Germersheim im Jahre 1630 [Teil 1]; in: PRFK 2011, S. 193.

187 Vgl. Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 5.

188 Vgl. Schwarz: Germersheimer Einwoh­ner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 3.

189 Vgl. Frey: Beschreibung des Rhein­kreises, a.a.O., Bd. 1, S. 546.

190 Vgl. Frey: Beschreibung des Rheinkreises, a.a.O., Bd. 1, S. 546.

191 Vgl. Steiner: Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 397.

192 Vgl. Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 81.

193 Vgl. Vogel: Zeiskam, Johanniter-Komturei Heimbach, a.a.O., S. 44.

194 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 29.

195 um 1575 erwähnt im sog. Rheinbefahrungsprotokoll; vgl. GLA Karlsruhe Best. 77/5712 fol. 29; vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim,

a.a.O., S. 43.

196 Vgl. Widder: Beschreibung, a.a.O., Bd. 2, S. 422.

197 Vgl. Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Ger­mersheim: Heimatbrief 1997, S. 84.

198 Vgl. Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11./15.5.2010.

199 Vgl. Probst: Germersheim, a.a.O., S. 468.

200 Vgl. Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 6.

201 Vgl. Eilbote Landau vom 15.3.1855, S. 105 = LA Speyer Best. Y 20/41.

202 Vgl. Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 10.

203 LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253; vgl. Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in:

Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 83.

204 Vgl. Land­wirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 9.

205 Vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253; vgl. Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in:

Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 83.

206 Vgl. Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreis­sigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 4.

207 Vgl. Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreis­sigjährigen Krieg; in: PRFK 2006, S. 4; vgl. LA Speyer Best. F7 Nr. 3012.

208 Vgl. Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: PRFK 2006, S. 6; vgl. LA Speyer Best. F1 Nr. 15b, 67.

209 Vgl. Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: PRFK 2006, S. 6.

210 Vgl. Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: PRFK 2006, S. 6; vgl. LA Speyer Best. F7 Nr. 3012.

211 Vgl. Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: PRFK 2006, S. S. 11; vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 445a.

212 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 34; vgl. Spieß: Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein vom Jahr 1401, a.a.O.,

S. 26 Nr. 58.

213 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 35; vgl. GLA Karlsruhe 67/1007, fol. 412 ff.

214 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 36; vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122/1, fol. 20.

215 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 42; vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122/3, fol. 44.

216 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 42.

217 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 42; GLA Karlsruhe Nr. 77/ 5712, fol. 28.

218 Vgl. Schwarz: Die Germersheimer Müh­len im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 81-88.

219 LA Speyer Best.A14 Nr. 445a, Bl. 18; vgl. Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 84.

220 LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253; vgl. Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in:

Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 83.

221 Eilbote Landau vom 6.3.1850, Nr. 19, S. 133.

222 Eilbote Landau vom 6.7.1850, Nr. 54, S. 120.

223 LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253; vgl. Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in:

Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 83.

224 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 42; vgl. Tiroler Landesarchiv Innsbruck, Germersheimer Akten II, Nr. 10 f., 34.

225 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 42; vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122/1, fol 21 (1455); vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122/2

fol. 43 (1480); vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122/3 fol. 70 (1494).

226 LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7; vgl. auch Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253.

227 Vgl. Schwarz: Die Germersheimer Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 88.

228 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Ger­mersheim, a.a.O., S. 29; vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122 fol. 20F und 40.

229 Vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122/3, fol. 27 und 70; vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 43.

230 Vgl. Schwarz: Hand­werk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 42; vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122/3, fol. 44.

231 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 87.

232 Vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122/1, fol. 20.

233 Vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122/3, fol. 27 und 70; vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Ger­mersheim, a.a.O., S. 43.

234 Vgl. GLA Karlsruhe Best. 77/5712 fol. 29.

235 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 43.

236 Vgl. „Rheinpfalz“ Germersheimer Rundschau vom 10.1.2010 „Es klappern die Mühlen an rauschender Queich“.

237 Vgl. Probst: Germersheim, a.a.O., S. 469.

238 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewer­be und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 42.

239 Vgl. „Rheinpfalz“ Germersheimer Rundschau vom 10.1.2010 „Es klap­pern die Mühlen an rauschender Queich“.

240 Vgl. Probst: Germers­heim, a.a.O., S. 485 Anm. 3.

241 Vgl. Probst: Germersheim, a.a.O., S. 468.

242 Vgl. Mitteilung von Herrn Hermann Kabs, Nürnberg vom 11./15. 5.2010; vgl. auch LA Speyer Best. Kurpfalz Akten Fasc. 1067; a.A. Probst: Germersheim, a.a.O.,

S. 468.

243 Vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7 +++Zitat prüfen+++; vgl. auch Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 253; vgl. auch Schwarz: Die Germersheimer

Mühlen im Jahre 1768; in: Germersheim: Heimatbrief 1997, S. 82.

244 Neue Speyerer Zeitung Nr. 52 vom 1.5.1827, sowie Nr. 26 vom 10.5.1827 mit Korrektur des Versteigerungstermins.

245 Intelligenz­blatt des Rheinkreises vom 29.4.1827, Nr. 69, Beilage, S. 416.

246 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 344.

247 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 42 unter Bezugnahme auf Tiroler Landesarchiv Innsbruck Germershei­mer Akten II,

Nr. 10, fol. 33.

248 Vgl. Schwarz: Germersheimer Einwohner aus der Zeit vor und nach dem Dreissigjährigen Krieg; in: Pfälz.-rhein. Familienkunde 2006, S. 11.

249 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 34; vgl. Spieß: Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein vom Jahr 1401, a.a.O.,

S. 26.

250 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 35; vgl. GLA Karlsruhe 67/1007, fol. 412 ff.

251 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 36; vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122/1, fol. 20.

252 Vgl. Schwarz: Handwerk, Gewerbe und Handel in Germersheim, a.a.O., S. 36; vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 122/2 fol. 35.

253 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 128; Anm.. d. Verf.: diese Vermutung Christmanns ist zutreffend.

254 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 37.

255 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 128.

256 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 128.

257 Vgl. Klauck: Le­xikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 158.

258 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 158.

259 Vgl. Krämer: 800 Jahre Adelsfamilie von der Leyen; in: Pfälzer Heimat 1959, S. 59; vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 158.

260 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 158.

261 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 158.

262 Vgl. Mitteilung von Herrn Martin Rupp vom 31.5.2014.

263 Vgl. Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 76; vgl. Karst: Kurpfälzisches Ober­amt Neustadt, a.a.O., S. 12.

264 Vgl. Denk­maltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 77.

265 Vgl. Schneider/Sitzmann: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes, a.a.O., S. 370 mit Karte S. 381; vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am

Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 44 mit Karte S. 45.

266 Vgl. Steiner: Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 397.

267 Vgl. Widder: Beschreibung der Kurpfalz, a.a.O., Bd. 2, S. 254.

268 Vgl. Widder: Beschreibung der Kurpfalz, a.a.O., Bd. 2, S. 256.

269 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 44-51 und Karte S. 45.

270 Vgl. Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 79.

271 Vgl. Denkmalto­pographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 106; vgl. Sitzmann: Führer durch Gimmeldingen a.a.O., S. 47.

272 Vgl. Denkmal­topographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 79.

273 Vgl. Spieß: Das älteste Lehnsbuch der Pfalzgrafen, a.a.O., S. 52 Nr. 238.

274 Vgl. Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 79.

275 Vgl. Sitzmann: Führer durch Gimmeldingen, a.a.O., S. 50.

276 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 14r.

277 Vgl. Schoch: Allerhand aus dem Pfälzerland, a.a.O., S. 11.

278 Vgl. Denk­maltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 79, 96.

279 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 49.

280 Vgl. luth. KB Neustadt Taufeintrag vom 17.2.1705; Mitteilung von Herrn Stefan Jamin vom 8.4.2014.

281 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 15r-16, 34r.

282 Intelligenzblatt de Rheinkreises vom 4.3.1830, Nr. 23, Beilage, S. 182-183.

283 Vgl. Schoch: Allerhand aus dem Pfälzerland, a.a.O., S. 54.

284 Neu­stadter Wochenblatt Nr. 149 vom 12.12.1848, S. 595.

285 Vgl. Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 79.

286 Vgl. Sitzmann: Führer durch Gimmeldingen, a.a.O., S. 40.

287 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 15.

288 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 34.

289 Vgl. Stuck: Personal der Oberämter, a.a.O., S. 44.

290 Vgl. Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 79.

291 Vgl. Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 77.

292 Vgl. Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 79; vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1073/1.

293 Vgl. Mühlenverzeichnis des kurpfälzischen Oberamts Neustadt von 1738, LA Speyer, Best. A2 Nr. 179/1.

294 Vgl. LA Speyer, Best. A2 Nr. 179/1 = LA Speyer A2 Nr. 100 1/18 fol.

295 Vgl. Schloz: Familie Ferckel/Ferkel, a.a.O., S. 130.

296 Vgl. Schloz: Familie Fer­ckel, a.a.O., S. 131.

297 Vgl. Schloz: Familie Ferckel, a.a.O., S. 131, 134.

298 LA Speyer, Best. A2 Nr. 179/1 fol. 15r, 34; LA Speyer A2 Nr. 100 1/18 fol.

299 Vgl. Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 114.

300 Neustadter Zeitung“ vom 22.6.1854 Nr. 74

301 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 269.

302 Vgl. Schneider/Sitzmann: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes, a.a.O., S. 370 mit Karte S. 381.

303 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mühlen im Gimmeldinger Tal“; in: Schneider/Sitzmann: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes, a.a.O., S. 372.

304 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mühlen im Gimmeldinger Tal“; in: Schneider/Sitzmann: Gimmeldingen. Chronik eines Weindorfes, a.a.O., S. 373; vgl.

Metz/Sitzmann: „Die ehe­maligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 46.

305 Vgl. Eilbote Landau vom 23.6.1838, Nr. 25, S. 99.

306 Vgl. Häberle: Wüstungen, a.a.O., S. 99.

307 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Ker­mann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S.47 mit Karte S. 45.

308 Vgl. Denkmaltopographie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 79.

309 Vgl. Schoch: Allerhand aus dem Pfälzer Land, a.a.O., S. 17.

310 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 48 mit Karte S. 45.

311 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 48.

312 Vgl. Denkmaltopo­graphie Neustadt Bd. 2, a.a.O., S. 79.

313 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 48.

314 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 48 mit Karte S. 45.

315 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 48.

316 Vgl. Sitzmann: „Die ehemaligen Mühlen im Gimmeldinger Tal“; in: Schneider/Sitzmann: Gimmeldingen. Chronik eines Wein­dorfes, a.a.O., S. 373 mit Karte

S. 371; vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Muß­bach“; in: Kermann/Sitzmann: Gimmeldingen. Leben im Weindorf , a.a.O., S. 47 mit Karte S. 45.

317 Eilbote Landau vom 23.6.1838, Nr. 25, S. 99; vgl. auch Neustadter Wochenblatt vom 19.6.1838 Nr. 38, S. 148.

318 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gim­meldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 47/48.

319 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gim­meldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 44.

320 Vgl. Metz/Sitzmann: „Die ehemaligen Mahlmühlen am Mußbach“; in: Kermann/Sitzmann: Gim­meldingen. Leben im Weindorf, a.a.O., S. 44.

321 Vgl. Denkmaltopographie, Band Ku­sel, a.a.O., S. 84.

322 LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/1 Bl. 13-14.

323 LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 27-30: Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738.

324 Vgl. LA Speyer Best. A 2 fasc. 131/1, Bl. 15-17r.

325 Vgl. Wendel: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 247 Anm. 2.

326 Vgl. Wendel: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O., S. 41.

327 Vgl. Wendel: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 231.

328 Vgl. LA Speyer Best. 2 Nr. A 192/1:1743-56.

329 Pfälzer. Bote für das Glanthal und An­zeigenblatt für den Bezirk Kusel Nr. 39 vom 2.4.1858.

330 Wendel: Adenbach und Ginswei­ler, a.a.O. S. 262; vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 902/5.

331 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 181; vgl. LA Spey­er Best. B2 Nr. 902/1-4.

332 Vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 7.

333 Vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformier­ten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 8.

334 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 184; vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 144/I S. 25-29.

335 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 207.

336 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 226.

337 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 226.

338 Vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1: „Nachrichten über Acta sammtli­cher Mühlen im Herzogthum Zweibrücken betr. 1743-1756“; vgl. Wendel: Adenbach und

Ginsweiler, a.a.O. , S. 251.

339 Vgl. Wendel, Alfred: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. , S. 251.

340 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 100r.

341 Vgl. Anthes: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Be­cherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.2: 1716-1798, S. 148, dort als "Bieler" bezeichnet; vgl. Feil-Krampe: Familienbuch refor­mierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 54; vgl. Decker u.a.: Familien kath. Kirchengemeinde Reipolts­kirchen,

a.a.O., Nr. 398 iVm. Nr. 1853.

342 Vgl. We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 92; vgl. LA Speyer Best. G7 Nr. 227.

343 Vgl. Anthes: Die Ka­sualien der reformierten Pfarrei Odenbach, a.a.O., S. 185.

344 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 359.

345 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 92.

346 Vgl. Anthes: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.2: 1716-1798, S. 148.

347 Vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 234.

348 Vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 106.

349 Vgl. Anthes: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798,

a.a.O., S. 25.

350 Vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 100.

351 Vgl. Anthes: Die Kasualien der reformierten Pfarrei Odenbach am Glan mit der Filiale Becherbach (reformiertes Kirchenbuch), Bd.2: 1716-1798, S. 148.

352 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 198

353 Vgl. Wendel: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 262; vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 902/5.

354 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 207; vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 902/1-4.58.

355 Wendel: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 262.

356 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 207.

357 Wendel: Adenbach und Gins­weiler, a.a.O. S. 262.

358 Vgl. Anthes: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 48.

359 Wendel: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 262; vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 902/5.

360 Vgl. Weber: Müh­len und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 36; LA Speyer Best. B2 Nr. 902/1-4.

361 Vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Me­dard, a.a.O., S. 160.

362 Vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 160.

363 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 100r.

364 Vgl. Feil-Krampe: Familienbuch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 100.

365 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 92.

366 Vgl. Feil-Krampe, a.a.O., S. 189; vgl. Anthes: Die Kasualien der Einwohner von Odenbach, Adenbach, Cronenberg und Medard in den lutherischen Kirchenbüchern von Meisenheim 1684-1798, a.a.O., S. 42.

367 Vgl. Feil-Krampe: Familien­buch reformierten Pfarrei Medard, a.a.O., S. 55.

368 Vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 902 5: „Die Mahl- und Öl­mühle zu Ginsweiler, 1788“.

369 Intelligenzblatt Nr. 26 vom 29.2.1840, S. 200.

370 Intelligenzblatt Nr. 26 vom 29.2.1840, S. 200.

371 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 16.

372 Pfälzer. Bote für das Glanthal und Anzeigenblatt für den Bezirk Kusel Nr. 15 vom 20.2.1867.

373 Vgl. Internetdatei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Glan_%28Nahe%29, Abruf vom 14.9.2013.

374 Vgl. Internetdatei Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Glan_%28Nahe%29, Abruf vom 14.9.2013.

375 Vgl. LA Speyer Best. G 32 Nr. 7.

376 Vgl. Dolch/Greule: Siedlungsnamensbuch, a.a.O., S. 59.

377 abgedruckt bei Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 214-216.

378 Vgl. Bauer: reformiertes Kirchenbuch Miesau, a.a.O., S. 77 Nr. 421b

379 Vgl. Denkmaltopographie, Band Kusel, a.a.O., S. 69/70.

380 Vgl. LA Speyer Best E 2 Reichskammergerichtsakten Nr. 28.

381 Anm.: das heutige Glan-Münchweiler liegt auf der westlichen Seite des Glan, auf der Ostseite lag Bettenhausen.

382 Vgl. LA Speyer Best. E Nr. 2251.

383 Vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1680, a.a.O., S. 83 Nr. 2961.

384 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 14-16r; Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 207.

385 Vgl. Lill: Uneheliche Geburten im ersten katholischen Taufbuch von Glan; in Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 2007, S. 198.

386 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 207.

387 Vgl. LA Speyer: Best. B 2 Nr. A 294/7 Bl. 13r: Mühlenrenovation im Oberamt Lichtenberg vom 8.7.1746.

388 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 207.

389 Vgl. Lill: Uneheliche Geburten im ersten katholischen Taufbuch von Glan; in Pfälzisch-Rhei­nische Familienkunde 2007, S. 197.

390 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 13r-16r; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 207.

391 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 16.

392 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 83.

393 Vgl. Nägle: Trauungen Ortsfremder und Zugezogener im lutherischen Kirchenbuch des „Münchweiler-Thales“ 1664-1800; in Pfälz. Familien und

Wappenkunde 1962, S. 254.

394 Vgl. Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 17.

395 Vgl. „Die Rheinpfalz“ vom Samstag 25.8.1951: „Westpfälzische Mühlen stellen sich vor“.

396 Vgl. Steiner: Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 397.

397 Vgl. Schwarz: Ehemals kurpfälzische, nunmehr österreichische Leibeigene im Oberamt Germersheim im Jahre 1630 [Teil 1]; in: PRFK 2011, S. 193.

398 Vgl. Steiner: Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 397.

399 Vgl. Schnabel: Be­völkerungsangaben des Bistums Speyer, a.a.O., 2011, S. 269.

400 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 323;vgl. LA Speyer, Best. C47 Herr­schaft Scharfeneck Nr. 1a, nicht paginiert.

401 Vgl. Arnold: Land­schaft und Geschichte im Umkreis des Teufelsberges (Teil 2); in: Pfälzer Heimat 1980, S. S. 21; Anm.: die Angabe Armolds stimmt

nicht, wie sich aus der urkundlichen Erwähnung von 1653 ergibt.

402 Mitteilung 2011 von Herrn Bummel, PRFK Ludwigshafen.

403 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 323; vgl. LA Speyer, CGA, A Nr. 163, Gleisweiler Renovation +++Zitat prüfen+++

404 LA Speyer Best A2 Nr. 122/7 Bl. 18b.

405 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., 77; vgl. Arnold: Landschaft und Geschichte im Umkreis des Teufelsberges (Teil 2); in: Pfälzer Heimat 1980, S. 21, der als Käufer allerdings Heinrich Unger angibt

406 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., 77; vgl. Weber: Reminiszenzen an die Papiermühle Unger bei Gleisweiler; in: Heimatjahrbuch Südliche Weinstraße 1988, S. 154-159; vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 12.

407 Vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 12.

408 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O. S. 77.

409 Vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsge­meinde Hochspeyer, a.a.O., S. 179.

410 Vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermüh­len im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 23.

411 Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O. S. 77.

412 Vgl. Mitteilung von Herrn Benno Münch vom 27.3.2015; vgl. Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz Nr. 118 vom 23.11.1842, Beilage.

413 Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O. S. 77.

414 Vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermüh­len im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 23.

415 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 77, 79.

416 Vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 12.

417 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 80.

418 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 80.

419 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 80; aA. Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 12, der angibt: Friedrich Hein­rich Unger führte die kleine Papierfabrik bis zur ihrer Stillegung gegen Ende des 19. Jh. fort.

420 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 77.

421 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O. S. 77.

422 Mitteilung von Herrn Benno Münch vom 27.3.2015.

423 Mitteilung von Herrn Benno Münch vom 27.3.2015 unter Verweis auf Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz Nr. 118 vom 23.11.1842, Beilage.

424 Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O. S. 77.

425 Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O. S. 77.

426 Vgl. LA Speyer Best. C20 Nr. 3443: Verzeichnis derjenigen Orte, welche ehedem der Herrschaft Ochsenstein gehörten, jetzt aber von den Grafen von Hanau

nicht mehr besessen werden, 17. Jh.

427 Vgl. Frey: Beschreibung Rheinkreis, a.a.O., Bd. 1, S. 407-408.

428 Vgl. LA Speyer Best. W41 Nr. 2195/2: Klassifikationsplan Gleiszellen, o.D. (1820-1845).

429 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208.

430 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 62.

431 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2252; vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 62.

432 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2252; vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 62.

433 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 62.

434 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 62; vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 908/3 und 908/6.

435 Vgl. Tilemann Stella: Geome­trische Beschreibung des Oberamts Zweibrücken und der Kellerei Kirkel; in Zweibrücken, zitiert nach Christmann: Siedlungsnamen II,

a.a.O., S. 232.

436 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 62.

437 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 63; vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 908/3 und 908/6

438 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 62; vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 908/3 und 908/6.

439 Vgl. luth KB Reichenbach1, Bl. 16, Taufeintrag der Anna Elisabetha Becker.

440 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 62; vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 908/3 und 908/6.

441 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 63.

442 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 63.

443 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 22-27; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208.

444 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 63.

445 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 63; vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 908/3 und 908/6.

446 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 64.

447 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 22-27; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 208.

448 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 64.

449 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 83r.

450 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 63; vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 908/3 und 908/6.

451 Vgl. Lanzer: Westricher Mühlen einst und jetzt; in: Westrich Kalender 1964, S. 23; vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 64; vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 908/3 und 908/6.

452 Vgl. Zink/Zenglein: Zur älteren Geschichte der Godelhauser Mühle; in: 650 Jahre Godelhausen, a.a.O., S. 64-66; vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 908/3 und 908/6.

453 Vgl. Emrich: 700 Jahre Rutsweiler, a.a.O., S. 58.

454 Intelligenz­blatt des Rheinkreises vom 3.5.1850, S. 174.

455 Vgl. Pfälzer. Bote für das Glanthal Nr. 110 vom 30.9.1870; Zweibrücker Wochenblatt Nr. 236 vom 29.9.1870.

456 Vgl. Internetdatei Pfälzerwald-Verein Ortsgruppe Theisbergstegen-Godelhausen unter Bezugnahme auf „100 Jahre Gesangverein Godelhausen, Orts und

Vereinschronik von Rainer Dick 1990“, http://www.pwv-theisbergstegen.de/herden-muehle.html, Abruf vom 2.10.2013.

457 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 18r.

458 Vgl. Heß: Herrschaft und Rechtsleben bis zum ausgehenden Mittelalter; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 36, 38

459 Vgl. Steiner: Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 397.

460 Vgl. Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, a.a.O., 2011, S. 269.

461 Vgl. Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, a.a.O., S. 440 Nr. 12803; vgl. LA Speyer Best. G11 Nr. 113 , G7 Nr. 60.

462 Vgl. Eilbote Landau, Beilage vom 27.6.1833, Nr. 30, S. 120.

463 Vgl. Eilbote Landau Nr. 48 vom 14.6.1856, S. 283.

464 Vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 42 Nr. 138; vgl. Heß: Herrschaft und Rechtsleben bis zum ausgehenden Mittelalter; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 39.

465 Vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 101 Nr. 372.

466 zu diesem vgl. Alter: Aufstand der Bauern, a.a.O., S. 50 m.w.N., 106, 180; Schmidt: "Als man 74 zahlt, Hanss Hawenstein mich bawet hat". Die Geschichte eines

Edenkobener Hauses und seiner Familie; in PRFK 2008/09, S. 505.

467 Vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 164-165 Nr. Nr. 683.

468 Vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 177, Nr. 757.

469 Anm.: das in einer Papierabschrift erhaltene Weistum von Godramstein, das sich im LA Speyer befindet, hat durch Kriegseinwirkungen dermaßen gelitten und

Wasser­schäden davongetragen, daß es praktisch nicht mehr genutzt werden kann. Es ist aber eine in den „Deutschen Rechtsquellen des Mittelalters“ verzeichnete

Abschrift vorhanden, die nach dem Übergang des „Godramsteiner Thales“ an Kurpfalz, aber vor der Auflösung der Hornbacher Probstei, also vor 1556 angefertigt

worden sein muß (vgl. Heß: Herrschaft und Rechtsleben bis zum ausgehenden Mittelalter; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 43).

470 Vgl. Heß: Herrschaft und Rechtsleben bis zum ausgehenden Mittelalter; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 44.

471 Vgl. LA Speyer Best. A1 Nr. 56: Landauer Abschied vom 1.9.1612.

472 Vgl. Gölzer: „Einheimische und abwesende Untertanen des Amtes Zweibrücken 1651-1659“; in: Pfälz.-Rhein. Familienkunde 1996, S. 433.

473 Vgl. Kaul, Theodor: Die Geschichte der evangelischen Kirchengemeinden; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 151.

474 zu ihm vgl. Stuck, Verwaltungspersonal, a.a.O., S. 100, 120.

475 Anm.: pfalz-zweibrückischer Regierungsrat Karl Sturtz, 29.7.1704 – 19.12.1767; vgl. Stuck: Verwaltungspersonal, a.a.O., S. 62.

476 Vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 292/1 fol. 78-78r, 115r.

477 Vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7, Bl. 17.

478 Vgl. Heß: Entwicklung des kirchlichen Lebens; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 114.

479 Vgl. Heß: Entwicklung des kirchlichen Lebens; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 114; vgl. Diehl: Industrie in Godramstein; in: Godram­stein einst und jetzt,

a.a.O., S. 191.

480 Vgl. Diehl: Industrie in Godramstein; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 191.

481 Vgl. Eilbote Landau vom 18.7.1835, Nr. 29, S. 116.

482 Vgl. Eilbote Landau vom 20.6.1840, Nr. 25, S. 99.

483 Vgl. Diehl: Industrie in Godramstein; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 191.

484 Eilbote Landau vom 21.3.1846, S. 48 = LA Speyer Best. Y 20/41.

485 Vgl. Eilbote Landau vom 25.7.1846, S. 120 = LA Speyer Best. Y 20/41.

486 Vgl. Eilbote Landau vom 15.5.1850, Nr. 39, S. 290.

487 Eilbote Landau vom 25.6.1859, S. 291 = LA Speyer Best. Y 20/41.

488 Eilbote Landau vom 15.10.1859, S. 483 = LA Speyer Best. Y 20/41.

489 Vgl. Eilbote Landau vom 9.4.1853, S. 154 = LA Speyer Best. Y 20/41.

490 Vgl. Diehl: Industrie in Godramstein; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 191.

491 Vgl. Diehl: Industrie in Godramstein; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 191.

492 Vgl. Diehl: Industrie in Godramstein; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 192.

493 Vgl. Arnold: Denkwürdiges aus Godramstein, a.a.O., S. 11.

494 Vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 101 Nr. 372.

495 Vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 101 Nr. 372.

496 Vgl. Heß: Entwicklung des kirchlichen Lebens; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 114

497 Vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 207 Nr. 899.

498 Anm.: das in einer Papierabschrift erhaltene Weistum von Godramstein, das sich im LA Speyer befindet, hat durch Kriegseinwirkungen dermaßen gelitten und

Wasser­schäden davongetragen, daß es praktisch nicht mehr genutzt werden kann. Es aber eine in den „Deutschen Rechtsquellen des Mittelalters“ verzeichnete

Abschrift vorhanden, die nach dem Übergang des „Godramsteiner Thales“ an Kurpfalz, aber vor der Auflösung der Hornbacher Probstei, also vor 1556 angefertigt

worden sein muß (vgl. Heß: Herrschaft und Rechtsleben bis zum ausgehenden Mittelalter; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 43).

499 Vgl. Heß: Herrschaft und Rechtsleben bis zum ausgehenden Mittelalter; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 44.

500 Vgl. LA Speyer Best. A1 Kurpfalz Urkunden Nr. 02/56; vgl. auch Glasschröder: Urkunden Kurpfalz, a.a.O., Bd. 1 (1892/94), Urk. Nr. 56.

501 Vgl. Heß: Entwicklung des kirchlichen Lebens; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 114.

502 Vgl. Heß, Hans: Bevölkerungsverhältnisse vom 16. bis 18. Jahrhundert; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 75.

503 Vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 640.

504 Vgl. Heß: Entwicklung des kirchlichen Lebens; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 114.

505 Vgl. Diehl: Industrie in Godramstein; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 191.

506 Vgl. Diehl: Industrie in Godramstein; in: Godram­stein einst und jetzt, a.a.O., S. 191.

507 Vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; vgl.

Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 257.

508 Vgl. Steiner: Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 398.

509 Vgl. LA Speyer Best. D29 Nr. 94; vgl. Schirmer: Göcklingen, a.a.O., S. 156.

510 Vgl. Ballweber: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.

511 Vgl. Ballweber: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.

512 Vgl. Widder Beschreibung der kurfürstl. Pfalz, a.a.O, Bd. II, S. 492; vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 194.

513 Vgl. ref. KB Heuchelheim bei Landau 2, Bl. 116.

514 Vgl. Einlote Landau Nr. 6 vom 21.1.1858, S. 38

515 Vgl. Paul: „Lieber da bleiben als vort machen“. Philipp Heinrich Eisenmayer aus Haßloch. Auszüge aus seinen Briefen nach Amerika 1849-1863; in: PRFK

1999, Bd. 14 Heft 3, S. 254.

516 Vgl. LA Speyer Best. D29 Nr. 102; vgl. Schirmer: Göcklingen, a.a.O., S. 157.

517 Vgl. Ballweber: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.

518 Vgl. Ballweber: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde Bd XVII, o. S.

519 Vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; dort

Anlage Nr. 13: Bericht der Kellerei Landeck; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 257.

520 Vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 122/7: Protokoll über den Zustand und die Eigentumsverhältnisse sämtlicher Mühlen des Oberamts Germersheim vom 6.4.1768; vgl.

Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 257.

521 Vgl. Ballweber: Lehrer, Bürgermeister und Handwerker in Göcklingen; in: Pfälzisch-Rheinische Fa­milienkunde Bd XVII Sonderdruck.

522 Vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 659.

523 Vgl. Warmbrunn: Un­ter der Herrschaft von Nassau-Weilburg 1574-1793; in: Scherer Karl: Göllheim, Bd. 1, Ortsgemeinde Göllheim 2006, S. 368-369.

524 Vgl. Ministerium für Elsass-Lothringen [Hrsg.]: Das Reichsland Elsass-Lothringen. Landes- und Ortsbeschreibung, 3. Teil, 1. Bd., a.a.O., S. 346.

525 Vgl. Meyer: Kindenheim, a.a.O., S. 30-31; vgl. LA Speyer Best. F4 Kindenheim; vgl. Weizäcker: Pfälzische Weistümer, 2. Bd., a.a.O., S. 698.

526 Vgl. Meyer: Kindenheim, a.a.O., S. 31.

527 Vgl. Tröscher: Gab es Mühlen auf der Kindenheimer Kalksteinhöhe; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1978, S. 83 Anm. 7.

528 Vgl. Tröscher: Gab es Mühlen auf der Kindenheimer Kalksteinhöhe; in: Nordpfälzer Ge­schichtsverein 1978, S. 79 und S. 83 Anm. 5.

529 Vgl. Meyer: Kindenheim, a.a.O., S. 31; vgl. LA Speyer Best. F4 Kindenheim; vgl. Weizäcker: Pfälzische Weistümer, 2. Bd., a.a.O., S. 698.

530 Vgl. Schaper: Gommersheim, a.a.O., S. 29-30.

531 Vgl. Kästel: Einwohner von Geinsheim, a.a.O., S. 38.

532 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte a.a.O., S. 165.

533 Vgl. Klauck: Lexikon saarländi­scher Ortschaften, a.a.O., S. 165 iVm S. 497.

534 LA Speyer Best. B2 Nr. 292/2 fol. 17.

535 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 96.

536 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 424.

537 Vgl. Schwarz: Ehemals kurpfälzische, nunmehr österreichische Leibeigene im Oberamt Germersheim im Jahre 1630 [Teil 1]; in: PRFK 2011, S. 193, 201.

538 Vgl. Weber: Müh­le und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 268.

539 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 284.

540 Vgl. Keddigkeit u.a.: Burgenlexikon Bd. 2, a.a.O., S. 206.

541 Vgl. Dautermann u.a.:Bad Dürkheim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., 483.

542 Vgl. Reichardt: Familie Wernz, a.a.O., S. 4.

543 Vgl. Dautermann u.a.:Bad Dürkheim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., 483-484.

544 Vgl. Dautermann u.a.:Bad Dürkheim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., 482.

545 Vgl. Lehmann: „Geschichtl. Gemälde aus dem Rheinkreise Bayerns“, a.a.O., Bd. 2, S. 229.

546 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 274.

547 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/I fol. 27.

548 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/I fol. 29.

549 Anm.: es handelt sich bei den beiden Limpurgischen Mühlen um die Fronmühle in Dürkheim und die Herzogmühle bei Grethen.

550 Vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 9, fol. 60.

551 Vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 9, fol. 70-70r.

552 Vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 9, fol. 71.

553 Vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 9, fol. 71-76.

554 Vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 9, fol. 76.

555 Anm.: zu Thomas Blarer von Geyersberg vgl. Stuck: Verwaltungspersonal der Oberämter, a.a.O., S. 15.

556 Vgl. LA Speyer Best. A14 Nr. 9, fol. 76.

557 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, a.a.O., Bd. 2, S. 318-319.

558 Vgl. Stadtarchiv Kaiserslautern, Ratsakten Bd. XIV Ratsprotokolle vom 6.12.1642-5.12.1644; vgl. Herzog: Kaiserslautern 1620-1650, a.a.O., S. 52 Nr. 1002.

559 Vgl. Herzog: Kaiserslautern 1651-1680, a.a.O., S. 73 Nr. 2822.

560 Vgl. Dautermann u.a.:Bad Dürkheim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., 482.

561 Vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 18.

562 Vgl. Reichardt: Familie Wernz, a.a.O., S. 4.

563 Vgl. Reichardt: Familie Wernz, a.a.O., S. 4.

564 Vgl. Dautermann u.a.: Bad Dürk­heim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., S. 482.

565 Vgl. Böttcher: Die Familien­bande der pfälzischen Revolution; in: Pfälz.-rheinische Fa­milienkunde 1999, 277, 265.

566 Vgl. Weber: Mühlen im Alsenztal, a.a.O., S. 8; vgl. Herzog: Sembach, a.a.O., S. 22; vgl. Reichardt: Wernz-Vorfahren, a.a.O., S. 4.

567 Vgl. Werner: Die Nationalgüter im Departement Donnersberg, a.a.O., Anlage IVb S. 61.

568 Vgl. Reichardt: Wernz-Vorfahren, a.a.O., S. 4.

569 Vgl. Becker: Das deut­sche Mühlensterben im 20. Jh, a.a.O., S. 97.

570 Vgl. Verzeichnis der Kulturdenkmäler Landkreis Bad Dürkheim http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Bad_Dürkheim.pdf. Abruf vom 12.7.2014.

571 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 18.

572 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 35r.

573 Vgl. luth KB Hardenburg.

574 Vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 18-18r.

575 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/I fol. 27.

576 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/I fol. 30.

577 LA Speyer Best. F2 Nr. 61/I fol. 103.

578 Vgl. Dautermann u.a.:Bad Dürkheim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., 483.

579 Vgl. Reichardt: Familie Wernz, a.a.O., S. 4.

580 Vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 35R: kurpfälzisches Mühlenverzeichnis von 1738) zur GGA Heidelberg.

581 Vgl. Dautermann u.a.:Bad Dürkheim. Chronik einer Salierstadt, a.a.O., 483.

582 Vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 35r.

583 Vgl. Reichardt: Familie Wernz, a.a.O., S. 4.

584 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 362.

585 Vgl. Gries Ortsgemeinde: „Gries, Pfalz: gestern und heute“, Abschnitt: „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“, a.a.O., S. 43.

586 Vgl. LA Speyer F2 Nr. 173 Lagerbuch Börsborn Nr. 209.

587 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 363.

588 Vgl. Gries Ortsgemeinde: „Gries, Pfalz: gestern und heute“, Abschnitt: „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“, a.a.O., S. 44.

589 Vgl. Gries Ortsgemeinde: „Gries, Pfalz: gestern und heute“, Abschnitt: „Es klappert die Mühle am rau­schenden Bach“, a.a.O., S. 45.

590 Vgl. LA Speyer Best. K26 Notariat Landstuhl Kasten Nr, 25, Urk. Nr. 62 vom 31.1.1834.

591 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 362.

592 Vgl. Fabricius: Herrschaften des unteren Nahegaus, Topographischer Teil, a.a.O., S. 169.

593 Vgl. Fuchs: Copulation „Auswärtiger“ im Badenheimer Kirchenbuch; in: PRFK 1997, S. 651.

594 Vgl. Kilian: Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamtes Stromberg 1683 und 1722, a.a.O., S. 47.

595 Vgl. Spengel: Mühlen im Gebiet der mittleren und unteren Nahe, a.a.O. Bd. 2, S.115.

596 Vgl. Schmidt: Fa­miliennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jh.; in: PRFK 1977, S. 419; vgl. Wittner: Schweizer (Einwanderer) in

der Südwestpfalz, a.a.O., S. 7; vgl. Bonkhoff: Grossbundenbach, Kleinbundenbach, Mörsbach, a.a.O., S. 9.

597 Vgl. Kuby: Pfarrerlisten kleinerer pfälzi­scher Herrschaften; Bl. f. pfälz. Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 2001, S. 9.

598 Vgl. Bonkhoff: Grossbundenbach, Kleinbunden­bach, Mörsbach, a.a.O., S. 9.

599 Vgl. Bonkhoff: Grossbundenbach, Kleinbundenbach, Mörsbach, a.a.O., S. 11.

600 Vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 915/4: Die neu angelegte Cathcartsche Öl- und Sägemühle zu Großbundenbach, o.D. (1700-1830).

601 Vgl. Bohrer: Register ref. KB Großbundenbach 1715-1798, a.a.O., S. 11.

602 Anm.: es handelt sich um die Burganlage, der heute weitgehend abgegangen Burg Bunden­bach; vgl. Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Burgenlexikon, a.a.O., Bd. 1,

Stichwort Bundenbach.

603 Vgl. Schmidt: Fa­miliennamen in der ehemaligen Gemeinschaft Buntenbach im 18. Jahrhundert, 1. Fortsetzung; in: PRFK 1977, S. 460.

604 Vgl. LA Speyer Best. D2Nr. 125 ff +++Zitat prüfen+++; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.., S. 268.

605 Vgl. Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, a.a.O., 2011, S. 278.

606 Vgl. Habermann: Großfischlingen, Bilder aus einer Dorfgemeinde, 1980, S. 70-71.

607 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 151 Bl. 19.

608 Vgl. Wittner: Familienregister Großfischlin­gen, a.a.O., S. 145.

609 Vgl. Frey: Gemarkung Edesheim, a.a.O., S. 107; vgl. LA Speyer Best. U36 [Gemeindearchiv Edesheim] Nr. 388/422.

610 Vgl. Wittner: Familienregister Großfischlin­gen, a.a.O., S. 186.

611 Vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 147.

612 Mitteilung von Frau Christa Miebach, Mülheim a.d. Ruhr vom 29.5.2010.

613 Mitteilung von Frau Christa Miebach, Mülheim a.d. Ruhr vom 29.5.2010; vgl. auch: Witt­ner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 55.

614 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 151 Bl. 19.

615 Vgl. Frey: Gemarkung Edesheim, a.a.O., S. 107; vgl. LA Speyer Best. U36 [Gemeindearchiv Edesheim] Nr. 388/422.

616 Vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 55, 126.

617 Mitteilung von Frau Christa Miebach, Mülheim a.d. Ruhr vom 29.5.2010.

618 Vgl. Wittner: Fami­lienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 145.

619 Vgl. Frey: Gemarkung Edesheim, a.a.O., S. 108; vgl. LA Speyer Best. U36 [Gemeindearchiv Edesheim] Nr. 882/2030/2081/2392.

620 Vgl. Frey: Gemarkung Edesheim, a.a.O., S. 109.

621 Vgl. Wittner: Familienregister Großfischlingen, a.a.O., S. 145.

622 Frey: Gemarkung Edesheim, a.a.O., S. 110.

623 Anm.: der Eintrag kann sich auch auf das Dorf Kleinkarlbach beziehen, das ebenfalls als „Karlebach“ bezeichnet wurde.

624 Vgl. Dette: Liber Possessionum Wizenburgensis, a.a.O., S. 124;vgl. Zeuß: Liber Possessionum, a.a.O., Bd. 2, S. 93 und S. 207; vgl. Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen der nördlichen Vorderpfalz, a.a.O. S. 548.

625 Vgl. Gemeinde Großkarlbach: 1200 Jahre Großkarlbach, a.a.O., S. 15.

626 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Großkarlbach, a.a.O., S. 171; vgl. Martin/Walther: Müllerwappen in

Groß­karlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 92 mit Photo.

627 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Großkarlbach, a.a.O., S. 171

628 Vgl. Görtz: Frankenthaler Ratsprotokoll 1664-1667, a.a.O., S. 17-18.

629 Vgl.: Görtz: Frankenthaler Ratsprotokoll 1664-1667, a.a.O., S. 132.

630 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 153.

631 Martin/Walther: Müllerwappen in Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 91; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk,

a.a.O., S. 153.

632 Vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1315/4 Bl. 1-16.

633 Vgl. Ernst: Bürgeraufnahmen im Oberamt Zweibrücken, a.a.O., S. 22.

634 Vgl. luth KB Heuchelheim bei Frankenthal 1, S. 362, Bild 185, Taufeintrag v. 2.1.1732.

635 Vgl. Klamm: Das kurfürstliche Unteramt Freinsheim; in: Pfälzische Heimatblätter 1964, S. 1.

636 Vgl. LA Speyer Best. K16 Kasten N-10, Urk. Nr. 30/1807 vom 19.1.1807.

637 Vgl. LA Speyer Best. K 16 Kasten Nr. 13 Urk. Nr. 164 vom 7.7.1810.

638 Vgl. LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 14r Akten des Bezirksamts Frankenthal betr. Getreidemühlen im Bezirk Frankenthal 1817.

639 Vgl. Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz Nr. 9 vom 13.2.1840 außerordentliche Beilage S. 4.

640 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 37.

641 Vgl. La Speyer Best. A3 Nr. 846; Hinweis von Herrn Dr. Görtz vom 21.1.2014.

642 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 181; vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 37.

643 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 24.

644 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 37.

645 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 37.

646 Vgl. LA Speyer Best. A3 Nr. 846

647 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 37-38.

648 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 181.

649 Vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1106 fol. 5 = Wochentliches Mannheimer Intelli­genz- oder Frag- und Anzeigen-Blatt vom 24..11.1775.

650 Vgl. Walther: Zwei steigen in die „Bach“. Eine Vermessung an der Dorfmühle; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 968-99 mit Photos.

651 Vgl. LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

652 Vgl. LA Speyer Best. K16, 257 Nr. 238.

653 Vgl. Amts- und Intelligenz-Blatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 27 vom 12.3.1834, S. 197.

654 Vgl. Walther: Zwei steigen in die „Bach“. Eine Vermessung an der Dorfmühle; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 96-101 mit Photos.

655 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 37-38.

656 Internetdatei www.mueh­len-dgm-ev.de; Mühlenstandorte in Rheinland-Pfalz und Saarland, Nr. 38. Alte Dorfmühle Großkarlbach, Abruf vom 25.7.2012.

657 Vgl. Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 49.

658 Vgl. Dolch/Münch: Urkundenbuch Kloster Otterberg, a.a.O., S. 156 Nr. 219.

659 Vgl. Christ­mann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 60.

660 Vgl. LA Speyer Best A14 Nr. 9-834; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 264.

661 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 23.

662 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 23.

663 Vgl. Armknecht: Geschichte d. Familie Armknecht, a.a.O., S. 49.

664 Vgl. LA Speyer Best. A13 Nr. 675.

665 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 38.

666 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 23.

667 Vgl. Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 49.

668 Vgl. Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 49.

669 Vgl. luth. KB Großkarlbach 1, Bl. 7.

670 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Ländliche Kultur am Beispiel Großkarlbach, a.a.O., S. 39.

671 Vgl. Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 50.

672 Vgl. luth KB Ebertsheim,Copulationseintrag vom 28.5.1769, Bl. 137.

673 Vgl. luth KB Großkarlbach, Taufeintrag vom 17.10.1769.

674 Vgl. LA Speyer Best A 14 Nr. 9-834; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 264.

675 Vgl. Martin, Michael: Das Dorf Großkarlbach im Spiegel des Urkatasters von 1841; in: Martin, Erwin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 104.

676 Vgl. Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbau­ernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S.7.

677 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 57.

678 Vgl. Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 58

mit Planzeichnung S. 53-54

679 Vgl. Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 58

680 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 24.

681 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Großkarlbach, a.a.O., S. 182.

682 Vgl. Internetdatei Verbandsgemeinde Grünstadt-Land http://www.gruenstadt-land.de/tourismus/die-pappelm-hle-zu-gro-karlbach, Abruf vom 15.9.2013.

683 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin. Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 182.

684 Vgl. LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

685 Vgl. Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 38.

686 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin. Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 182.

687 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 57.

688 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin, Erwin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. S. 23.

689 Vgl. Martin: Großkarlbach - Dorf der Mühlen: Lange Tradition bis zurück ins 17. Jahrhundert; in: Heimatjahrbuch 1988 Land­kreis Bad Dürkheim, S..54.

690 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 39.

691 Vgl. Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 50.

692 Vgl. Martin: Großkarlbach - Dorf der Mühlen; in: Heimatjahrbuch 1988 Land­kreis Bad Dürkheim, 54; vgl. Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-

Müh­lenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 50; vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin:Pfälzische Dorf-

geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 39.

693 Vgl. Dist­ler, Oberndorff, a.a.O., S. 256.

694 Vgl. Dist­ler, Oberndorff, a.a.O., S. 281.

695 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 40.

696 Vgl. luth KB Großkarlbach, Taufeintrag vom 128.1.1763.

697 LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

698 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 182.

699 a.A. Niederhöfer, Mühlenwanderweg S. 21, der dessen Vater Johann Ludwig Friedrich für den Käufer der Mühle hält.

700 Anm.: nach Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 50 fand der Kauf bereits 1851 statt.

701 Vgl. Martin: Großkarlbach Dorf d. Mühlen; in Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1988, S. 55.

702 Vgl. Jaffé: Geschichte der Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 23.

703 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 57.

704 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 24.

705 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 171; vgl. Martin/

Walther: Müllerwappen in Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 92 mit Photo.

706 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 171

707 Vgl. Internetdatei Verbandsgemeinde Grünstadt-Land http://www.gruenstadt-land.de/tourismus/die-pappelm-hle-zu-gro-karlbach, Abruf vom 15.9.2013.

708 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 183.

709 Vgl. Internetdatei Verbandsgemeinde Grünstadt-Land http://www.gruenstadt-land.de/tourismus/die-pappelm-hle-zu-gro-karlbach, Abruf vom 15.9.2013.

710 Vgl. Martin: Das Dorf Großkarlbach im Spiegel des Urkatasters von 1841; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 105.

711 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 179, 183; vgl. Denk­maltopographie Bd. 13.2, Kreis Bad Dürkheim, a.a.O., S. 348.

712 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 183.

713 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 57.

714 Vgl. Internetdatei Verbandsgemeinde Grünstadt-Land http://www.gruenstadt-land.de/tourismus/die-pappelm-hle-zu-gro-karlbach, Abruf vom 15.9.2013.

715 aus: Internetdatei http://www.ffw-grosskarlbach.de/chronik.htm.

716 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 24.

717 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 24.

718 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 25 mit Hinweis auf das Weistum

von 1628/29.

719 Vgl. Goertz: Gelegenheitsfund. Kath. Kirchenbuchamt Mannheim, Katholisches Totenbuch 1685-01763; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, 2003, S. 341.

720 Vgl. Niederhöfer /Martin: Großkarlbach am Eckbach-Mühlenwanderweg; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 55.

721 Johann Peter Fitting ? +++klären+++

722 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 181-182.

723 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 182.

724 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen und Schloß Mühlenthal;in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Groß­karlbach, a.a.O., S. , a.a.O., S. 40.

725 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf, a.a.O., 182.

726 Vgl. LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

727 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen und Schloß Mühlenthal; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 40.

728 Vgl. Martin: Die Großkarlbacher Mühlen und Schloß Mühlenthal; in: Martin: Pfälzische Dorfgeschichte, a.a.O., S. 38.

729 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 24.

730 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 24.

731 Vgl. Gemeinde Großkarlbach: 1200 Jahre Großkarlbach, a.a.O., S. 15.

732 Vgl. Gemeinde Großkarlbach: 1200 Jahre Großkarlbach, a.a.O., S. 17.

733 Vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 1097/6: „Schleifmühle zu Großkarlbach, 1687“.

734 Vgl. LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

735 Vgl. Gemeinde Großkarlbach: 1200 Jahre Großkarlbach, a.a.O., S. 15.

736 Vgl. Karn: Bauliche Kultur im Dorf. Der alte Baubestand von Großkarlbach; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 182.

737 Vgl. Martin: Dörfliche Rechtspflege im Großkarlbacher Weistum; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 23-24.

738 Vgl. Martin: Großkarlbach Dorf d. Mühlen; in Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1988, 55.

739 Vgl. Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, a.a.O., S. 321, lfd.-Nr. 11837; vgl. LA Speyer Best. G11 Nr. 113 IV.

740 LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

741 Vgl. Martin: Das Dorf Großkarlbach im Spiegel des Urkatasters von 1841; in: Martin: Pfälzische Dorf­geschichte. Großkarlbach, a.a.O., S. 105.

742 Vgl. Martin: Großkarlbach Dorf d. Mühlen; in Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1988, S. 55.

743 Vgl. Eilbote Landau vom 12.11.1859, S. 526 = LA Speyer Best. Y 20/41.

744 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 57.

745 a.A. Niederhöfer, Mühlenwanderweg S. 21, der dessen Vater Johann Ludwig Friedrich für den Käufer der Mühle hält.

746 Anm.: nach Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 50 fand der Kauf bereits 1851 statt.

747 Vgl. Martin: Großkarlbach Dorf d. Mühlen; in Heimatjahrbuch Bad Dürkheim 1988, S. 55.

748 Vgl. Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, a.a.O., S. 321, lfd.-Nr. 11838; vgl. LA Speyer Best. G11 Nr. 113 IV.

749 Vgl. LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

750 Vgl. Steiof: Alltag in Frankenthal, Abschnitt Mühlen, a.a.O., S. 67; vgl. Stadtarchiv Frankenthal Best. I 85, S. 240 vom 18.5.1584 und S. 252 vom 29.7.1584; vgl. Stadtarchiv Frankenthal Best. I 85 S. 254 vom 30.7.1584 und I 88, S. 357 vom 23.12.21594; vgl. Stadtarchiv Frankenthal Best. I 99, S. 104 vom 11.3.1641 und S. 115 vom 16.6.1641.

751 Vgl. Haas: Müller und Mühle vor 300 Jahren. Aus Ratsprotokollen der Stadt Frankenthal; in: Pfälzische Heimatblätter, Jg., 10, 1962, S. 72.

752 Vgl. Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz, a.a.O., S. 7.

753 Vgl. Christmann:Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 112; vgl. Kampfmann: Beiträge zur westpfälzischen Ortsgeschichte, Zweibrücken 1908, S. 86/87.

754 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 194; vgl. Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken

1966, S. 61; vgl. Rohr: Walshausermühle, a.a.O., S. 169.

755 Vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 125 Nr. Nr. 468; vgl. Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 61-62.

756 Vgl. Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 61-62.

757 Vgl. Neubauer: Regesten des Klosters Hornbach, a.a.O., S. 201, Nr. 873.

758 Vgl. Quirin: Großsteinhausen, a.a.O., S. 51.

759 Vgl. Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 61-62; vgl. Quirin: Großsteinhausen, a.a.O., S. 50.

760 Vgl. Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62; vgl. Quirin: Großsteinhausen, a.a.O., S. 50.

761 Vgl. Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62; vgl. Quirin: Großsteinhausen, a.a.O., S. 50.

762 Vgl. Bohrer u.a.: Regi­ster zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 87.

763 Vgl. Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62.

764 Vgl. Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Hei­matkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 194; vgl. Bohrer u.a.: Register zu dem reformierten Kirchenbuch der Pfarrei Contwig von 1698-1764, a.a.O., S. 87; vgl. Quirin: Großsteinhausen, a.a.O., S. 50.

765 Vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl 189-196; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 194.

766 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 118r.

767 Vgl. Fuchs: Aus der 3. Hornbacher Pfarrei; in PRFK 1981, S. 603.

768 Vgl. Fuchs: Aus der 3. Hornbacher Pfarrei; in PRFK 1981, S. 603.

769 Vgl. Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62-63; vgl. Quirin: Großsteinhausen, a.a.O., S. 50.

770 Vgl. Quirin: Großsteinhausen, a.a.O., S. 51.

771 Wochenblatt für den Königlich-Bayerischen Gerichtsbezirk Zweibrücken“ Nr. 52 vom 1.5.1853.

772 Vgl. Quirin: Großsteinhausen, a.a.O., S. 51.

773 Vgl. Quirin: Großsteinhausen, a.a.O., S. 51-52.

774 Vgl. Wilms: Die Großsteinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62-63.

775 Vgl. Wilms: Die Groß­steinhauser Mühle; in: Heimatkalender Stadt und Landkreis Zweibrücken 1966, S. 62-63.

776 Vgl. Kaufmann: Rheinhessische Ortsnamen, a.a.O., S 88; vgl. Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.1, a.a.O., S. 342-343.

777 Vgl. Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, a.a.O., S. 108, lfd.-Nr. 10059; LA Speyer Best. G11 Nr. 113 I.

778 Vgl. Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik, a.a.O., S. 183.

779 Vgl. Karte bei Hartmann: Ergänzung Gutsbezirk Baumholder, a.a.O., Anhang.

780 Vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumhol­der, a.a.O., S. 7; vgl. Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik, a.a.O., S. 183.

781 Vgl. Hartmann: Er­gänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 102; vgl. Pöhlmann: Veldenzer Urkunden Nr. 165.

782 Vgl. Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik, a.a.O., S. 183.

783 Vgl. LHA Koblenz Best. 24 Nr. 1670.

784 Vgl. Hartmann: Ergänzung Gutsbe­zirk Baumholder, a.a.O., S. 103; vgl. Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik, a.a.O., S. 183.

785 Vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil II ka­tholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 8.

786 Vgl. Jung: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollen­bach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 30, 293

Nr. 1355.

787 Vgl. Jung: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 293

Nr. 1355.

788 Vgl. Jung: Familien­buch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 275.

789 Vgl. Jung: Familienbuch der katholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach- Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 275.

790 Vgl. Hartmann: Ergänzung Gutsbezirk Baumholder, a.a.O., S. 103; vgl. Gutsbezirk Baumholder (Hrsg.): Chronik, a.a.O., S. 183; vgl. auch: Hinweis bei: Jung:

Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 94.

791 Vgl. Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 13.

792 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 155r-158r.

793 Vgl. auch Weber: Mühlen und Müller­handwerk, a.a.O., S. 217/218.

794 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 158r.

795 Vgl. Jung: Famili­enbuch Baumholder, a.a.O., Teil II katholisches Kirchenbuch, a.a.O., S. 33.

796 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 89.

797 Vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kir­chenbuch, a.a.O., S. 32 Nr. 170.

798 Vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 7.

799 Vgl. Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 6.

800 Vgl. Hartmann: Ergänzung der Chronik des Gutsbezirks Baumholder, a.a.O., S. 7.

801 Vgl. Jung, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, S. 116 Nr. 615.

802 Vgl. Hinweis von Jung; in: Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 116Nr. 615.

803 Vgl. Jung: Familienbuch Baumholder, a.a.O., Teil I ev. Kirchenbuch, a.a.O., S. 141 Nr. 749.

804 Vgl. Schworm: Die Steinalb und ihre Mühlen; in: Westricher Heimatblätter 1992, S. 6.

805 Vgl. Karsch: Gemeinden des Amtes Grumbach, a.a.O., S. 5.

806 Vgl. Internetdatei Wikipedia Stichwort Grumbach http://de.wikipedia.org/wiki/Grumbach_(Glan), Abruf vom 16.9.2013.

807 Vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 294/1; Weber: Mühlen in Gumbsweiler, a.a.O., S. 83.

808 Vgl. Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westri­cher Heimatbll. N. F. 6. 1975, Sonderdruck, S. 83-85.

809 Vgl. Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, Sonderdruck, S. 85; vgl. auch Christ­mann:

Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 338; vgl. LA Speyer Best. G6 Nr. 287: Akten-Extrait

810 Vgl. Weber,: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, Sonder­druck, S. 86/87.

811 Vgl. Weber: Die historischen Mühlen in Gumbs­weiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, Sonderdruck, S. 86/87.

812 Vgl. Weber: Die historischen Mühlen in Gumbs­weiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 86/84.

813 Vgl. Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan, a.a.O., S. 87/88.

814 Wendel: Adenbach und Ginsweiler, a.a.O. S. 231 leider ohne Quellenangabe.

815 Vgl. Weber: Mühlen in Gumbsweiler, a.a.O., S. 88.

816 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 50-53); vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 211.

817 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 51r – 52r: Mühlenprotokoll von 8.7.1746.

818 Vgl. Weber: Mühlen in Gumbsweiler, a.a.O., S. 88.

819 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 84r.

820 Vgl. Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 88.

821 Vgl. LA Speyer Best. G6 Nr. 387 nicht foliert.

822 Vgl. Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 89.

823 Vgl. Weber: Die historischen Mühlen in Gumbsweiler am Glan; in: Westricher Heimatbll. N. F. 6. 1975, S. 89.; vgl. Dhom:Schlemmer und Schlemmer­mühlen, a.a.O., S. 39/40.

824 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 16.

825 Vgl. Weber: Historische Ölmühlen, a.a.O., S. 199.

826 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7: Mühlen­bericht des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg.

827 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, a.a.O., Bd. 3, S. 101.

828 Vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt HStAD Best. A2 Nr. 75/23.

829 Vgl. Schmitt: Oberamt Alzey, a.a.O., S. 272 Anm. 49; vgl. StA Darmstadt Best. C3 Nr. 47/1, fol. 14 ff..

830 Frankenthaler Wochenblatt Nr. 39 vom 29.9.1827, S. 146.

831 Vgl. Internetdatei Wikipedia Stichwort Gundersweiler http://de.wikipedia.org/wiki/Gundersweiler, Abruf vom 16.9.2013

832 Vgl. Schneider: Die Müllerfamilie Kolter aus der Schafmühle (Katzweiler); in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1969, Bd. 6, Heft 12, S. 370.

833 Vgl. Leonhardt: Dorfsippenbuch Sambach, a.a.O., S. 30.

834 Vgl. Alter: Der Aufstand der Bauern, S, 48.

835 Vgl. Frey: Beschreibung des bayrischen Rheinkreises, a.a.O., +++welcher Band+++ S. 442.

836 Vgl. Lehmann: Burgen und Schlösser, a.a.O., Bd. 1 S. 255.

837 Vgl. Lehmann: Burgen und Schlösser, a.a.O., Bd. 1 S. 259.

838 Vgl. Bomberger: Die Wiedereinführung des katholischen Glaubens in der Herrschaft Guttenberg im 18. Jh.; in: Archiv f. Mittelrheinische Kirchengeschichte, 1958, S. 187-216 m.w.N.

839 Vgl. Archiv des Lutherischen Oberkonsistoriums Zweibrücken, Archivteil Herrschaft Guttenberg [Prot. Landeskirchenarchiv Speyer Abt. 57], Protestantisches

Landeskirchenarchiv der Pfalz in Speyer 1953 Nr. 87.

840 Vgl. Schneider: Die Kirchenvisitation in der Herrschaft Guttenberg, Zeitschrift f. Geschichte des Oberrheins, Bd. 1, 1878, S. 1 unter Hinweis auf Lehmann:

Burgen und Bergschlösser, Bd. I S. 216 ff.; vgl. Schwarz: Artikel Minfeld; in: Burgenlexi­kon, a.a.O., Bd. III, S. 575; vgl. Frey: Beschreibung des

Rheinkreises, a.a.O., Bd. I, S. 440.

841 Vgl. Frey: Beschreibung des bayrischen Rheinkreises, a.a.O., Bd. I, S. 442.

842 Vgl. Kranz,: Hand­buch für den königl. bayer. Regierungsbezirk der Pfalz, Speyer 1907, Kap. XX. Herrschaften der Pfalz vor Ausbruch der Französi­schen Revolu­-

tion, S. 351-357.

843 Vgl. LA Speyer Best. X53 Nr. 7 Kopie; Original Kirchenschaffneiarchiv Zwei­brücken IV. 1220, Bl. 33-39.

844 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 232.

845 Vgl. LA Speyer A2 Nr. 292/1.

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