Version 24.3.2016

 

 

Litera H

 

 

 

Hachenbach / Glan:

heute Ortsteil von Glanbrücken; VG Lauterecken, Lk Kusel; 1969 mit Niedereisenbach [Anm.: auf der Nordseite des Glan gelegen] zur Gemeinde Glanbrücken zusammengeschlossen; auf der Südseite des Glan, an der Einmündung des Horschbach in den Glan gele­gen; östlich von St. Julian/Glan; war pfalz-zweibrückisch im Oberamt Lichtenberg.

 

Im 17./18. Jh. als Glan-Hachenbach bezeichnet, zur Unterscheidung von den zwischen Glan und Nahe gelegenen Sien-Hachenbach und Schmidt-Hachenbach 1.

 

Mühlen:

in Hachenbach bestanden früher zwei Mühlen und zwar als älteste der beiden Getreidemühlen die „Eckmühle“ und am Glan unter­halb des Ortes die 1759 erbaute Bann- oder Schloppmühle“

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über eine Mühle in Hachenbach+++klären: welche Mühle ?++++

 

 

- Bannmühle, später Schloppmühle:

1728 beantragte der Müller in Eisenbach, Caspar *Schug in einer Eingabe an das Oberamt Lichtenberg die Erlaubnis zum Neubau ei­ner Mühle am Glan unterhalb von Hachenbach. Gegen den Plan gab es Einsprüche, da befürchtet wurde, daß durch das anzulegende Wehr der Mühle, sich das Wasser zurück stauen könnte und Wiesen und Äcker überschwemmt würden. Die Mühle wurde nicht er­richtet 2. 1742 suchte der Müller und Mennonit aus Eisenbach, Johann *Maurer (Anm. es handelt sich um den Müller Johannes *Maurer aus Nie­dereisenbach) erneut um die Erlaubnis zum Bau einer Mühle am Glan unterhalb von Hachenbach nach. Landschrei­ber Berckmann be­richtete darüber unterm 30.9.1742 an die Regierung in Zweibrücken, daß am Glan gegen Hundheim zu, ein geeig­neter Platz für den Neubau einer Mühle vorhanden sei. Aber auch dieser Antrag hatte wohl keinen Erfolg, denn die Mühle wurde nicht gebaut 3.

 

1759 kam es dan doch zur Erbauung der Bannmühle auf der rechten Glanseite zwischen Hachenbach und Hundheim auf Hachenba­cher Gemarkung. Am 15.6.1779 meldete in einem Schreiben an den Herzog in Zweibrücken der Schultheiß Simon Peter Gilcher aus Horsch­bach, seine Bedenken gegen die Errichtung einer neuen Bannmühle in Hachenbach an, da die Bindung an eine solche Bann­mühle nicht im Einklang stehe mit dem Weistum des Gerichts vom Eßweiler Tal. Der Schultheiß berief sich vor allem auf das Weis­tum von anno 1579, wonach die Wild- und Rheingrafen ihre Untertanen von dem Recht zur Bindung an eine Bannmühle befreit hat­ten. Der Schultheiß von Horschbach, der für die Dörfer Eßweiler, Eltzweiler, Hachenbach und Horschbach von 1755 an zuständig war, fand jedoch kein Ge­hör, da die herzogliche Regierung die Abmachung des früheren Landesherrn (vor 1595) nicht anerkannte. Die übrigen Orte des Eßweiler Tales kamen im Gegensatz zu denjenigen der Schultheißerei Horschbach im Jahre 1755 wieder an die Herrschaft der Rheingrafen in Grumbach und waren zur Klostermühle Offenbach genannt 4.

 

Erbauer der neuen Bannmühle bei Hachenbach war der Müller Jacob Pfeiffer aus Baumholder. Die neu erstandene Erbbestands- und Bannmühle zu Hachenbach war Mahl- und Ölmühle mit 3 Wasserrädern, 2 Mahl- und 1 Schälgang. Der jährliche Erbpachtzins betrug für die Ölmühle 4 fl, für die Mahlmühle 5 Mltr Korn und 5 Mltr Hafer, jeweils Lichtenberger Maßung. Der Bauherr und erste Bann­müller Ja­cob Pfeiffer geriet schon bald in finanzielle Schwierigkeiten. 1763 hatte er von Jacob Horbach auch die kleine Eckmühle in Hachenbach für 320 fl erworben. 1772 kam es zur Versteigerung der Bannmühle. Diese wurde von Susanna Juliana Welsch geb. Hoe­nes, Ehefrau von Conrad Welsch, Bürger und Handelsmann in Baumholder ersteigert. Die Eheleute Welsch waren anscheinend die Geldgeber von Pfeiffer und sahen sich wohl veranlaßt, zur Rettung ihres Geldes die Mühle zu übernehmen. Bereits 1773 wurde die Bannmühle an den Müllermeister Heinrich *Dörr aus Bosenbach für 1900 fl und 44 fl für angrenzende Grundstücke verkauft 5.

 

Auch Dörr, der als fleißiger und tüchtiger Mann geschildert wurde, kam schon 1775 und 1776 in finanzielle Schwierigkeiten. Er bean­tragte eine Reduzierung des Erbpachtzinses. Dörr geriet infolge eines strengen und harten Winters von 1775/76, wo die Mühle fast 3 Monate lang still lag, in eine große Notlage. Die Kosten der Wiederinstandsetzung des Wasserhauses usw. betrugen 300 fl. Auch hatte sich bei Hochwasser der Glan ein neues Bachbett gesucht. Dörr verschuldete sich vollkommen 6 und die Mühle mußte erneut zwangs­versteigert werden und ging im 2. Versteigerungstermin (der erste Termin erbrachte keinen ausreichenden Preis, weshalb die Gläubiger dem Zuschlag widersprachen) für 1780 fl an den Philipp Sieber aus Wattweiler 7.

 

Aus späterer Zeit sind die Namen folgender Müller bekannt: Johannes Mersfelder, Johannes Bardens, Daniel Müller, Otto Leppla, Karl Krauther 8.

 

Der Name „Schloppmühle“ ist anscheinend während der französischen Zeit (1792-1814) entstanden, nachdem die Voraussetzungen für eine Bannmühle durch Einführung der Gewerbefreiheit weggefallen waren.

 

1848 läßt Johann Mersfelder, Müller in Niedereisenbach, seine allda gelegene Mühle am Dienstag, dem 14. März 1848 öffentlich ge­gen mehrjährige Zahlungstermine versteigern. Die Mühle liegt am Glan, nahe Hundheim, an der Straße von Lauterecken nach Kusel, ... daß es sich um die zur Gemeinde Hachenbach gehörige Schloppmühle (früher auch Bannmühle genannt) handeln muß, denn die Beschrei­bung deutet auf die im Jahre 1759 am Glan erbaute Mühle hin 9.

 

1901 wird Daniel Müller im Hausbesitzerverzeichnis als Eigentümer der Schloppmühle aufgeführt 10.

 

1960 sind „Otto Leppla Erben“ die Eigentümer der Schloppmühle 11.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 927/7: „Die Bannmühle zu Hachenbach am Glan, 2004“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 927/8: „Die Bannmühle zu Hachenbach am Glan, 1772-1790“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 927/9: „Die Bannmühle zu Hachenbach am Glan, o.D.“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 927/10: „Die Bannmühle zu Hachenbach am Glan: Erbbestandsbriefe, 1662-1776“

 

 

 

- Hachenbacher Mühle, auch Hagenbacher Mühle, Mühle am Eck, Eckmühle:

sie bestand schon im 16. Jh. 12. Die Hachenbacher Mühle wurde 1609 mit den übrigen Mühlen des Eßweiler Tales durch die pfalz-zwei­brückische Regierung „renoviert“; sie war „in Abgang geraten“ und sollte durch Jakob Bub wieder aufgebaut werden 13.

 

In den Wirren des 30jährigen Krieges wurde die Hachenbacher Mühle baufällig und mußte wieder neu aufgebaut werden 14.

 

1662 findet man als erste Erbbeständer der wiederaufgebauten alten Pletschmühle Peter Bollenbacher und Daniel Klein aus Hachen­bach sowie Hans Wettel und Johannes Schuch aus Horschbach urkundlich erwähnt. Die Genannten waren nach dem Erbbestandsbrief „leibei­gene Unterthanen“ des Pfalzgrafen Friedrich Ludwig von Zweibrücken. Der Erbbestandsbrief trägt das Datum 7.3.1662 und wurde in „Landsberg“ (wohl Burg Moschellandsberg bei Alsenz als Amtssitz) ausgestellt 15.

 

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenprotokoll für das Oberamt Lichtenberg, erstellt von Carl *Sundahl am 12.10.1745, fertiggestellt am 8.7.1746 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben : “liegt mitten in dem Dorf Hachenbach am Horschbach, hat einen Teich von 178 Schritt Länge; besitzt ein großes und und ein kleines oberschl. Wasserrad (16 Schuh und 12 Schuh Höhe). Bei kleinem Wasser tritt das große Rad in Funktion, bei großem Wasser das kleine. Pacht: 1 Ma. Korn, 3 Ma. Hafer und 2 fl. an Geld. Von dem letz­teren Erb­beständer Philipp Weber ist der neue Scheel oder vielmehr Mahlgang aufgerichtet worden, und das neue Wohnhaus hat des Webers Vorfahre Jacob Faust an diese Mühle erbaut. Erbbeständer ist Philipp *Weber, hat vor 8 Wochen an Michael Schmitt von Haupperts­weiler verkauft um 475 fl..” 16

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 unter lfd.-Nr. 41 wird die zum Oberamt Lichtenberg gehörende Müh­le wie folgt beschrieben: „Die Hagenbacher Mühl [hat] 2 Waßer Räder welche einen Mahl und einen Scheelgang treiben, [zahlt an Pfacht] 2 fl an Geld, 1 Mltr Korn, 3 Mltr Habern[;] das aus 18 famil: bestehende Dorf Hagenbach kan von dieser Mühl, wann sie ordent­lich Korn ... befördert werden.“ 17

 

Jacob Horbach verkaufte 1763 die kleine Hachenbacher Mühle für 320 fl an den Müller Jacob Pfeiffer von der neuen Bannmühle bei Ha­chenbach 18.

 

Vor 1801 war zeitweise der spätere Räuber der Schinderhannesbande, Jakob *Porn, Müller auf der Hachenbacher Mühle 19.

 

1830-1840 ist im Grundstücksverzeichnis in Hachenbach aufgeführt: Latterer, Philipp, Müller, Hs. Nr. 2 (Eckmühle) 20.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 928 1: „Die Pletschmühle zu Hachenbach, o. D.“

 

 

 

 

 

Hachenbach bei Sien:

s. Sienhachenbach

 

 

 

 

 

Hachenbach (Bach):

Bach in der Nordwestpfalz/südliches Rheinhessen; er fließt von Hallgarten nach Oberhausen/Nahe, wo er in die Nahe mündet. Der Ha­chenbach stand im 18. Jh. gemeinschaftlichen Nutzungsrecht der Herren von Günderod und der Herren von Sickingen 21.

 

 

 

 

 

Hagenau / Elsaß (Haguenau):

Stadt im Nordelsaß; ca. 50 km südwestlich von Karlsruhe, mit ca. 35000 Einwohner ist Haguenau nach Straßburg die zweitgrößte Stadt im Département Bas-Rhin. Sitz des Verwaltungsbezirk (Arrondissement) Haguenau und Hauptort des Kantons Haguenau.

 

Der die Stadt umgebende Heilige Forst (Forêt de Haguenau) ist das größte geschlossene Waldgebiet in der elsässischen Ebene. Die­ses war Jagdgebiet der Herzöge von Schwaben. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts ließ Herzog Friedrich der Einäugige im Flüßchen Moder eine Wasserburg errichten, die sein Sohn, Kaiser Friedrich I. Barbarossa, zu einer Pfalz ausbaute. Bereits 1164 erhob Kaiser Friedrich Barbarossa den Ort als seinen Lieblingssitz zur Stadt. Die Pfalz war jahrzehntelang staufische Residenz und eine Stätte glänzender Reichstage, die Pfalzkapelle war Aufbewahrungsort der Reichsinsignien. Um 1260 wurde Hagenau Frei Reichsstadt, dann durch Rudolf von Habsburg Sitz der Oberlandvogtei; seit 1354 war es Haupt des elsässischen Zehnstädtebundes (Dekapolis), bis der Dreißigjährige Krieg Macht und Wohlstand der Stadt brach. Durch den Westfälischen Frieden fiel sie 1648 an Frankreich. Beim Ha­genauer Religionsge­spräch trafen sich 1540 in dem Ort Fürsten und Theologen, um über die Bedingungen eines Religionsgesprächs zwischen Protestanten und Katholiken zu verhandeln. Im Jahr 1677 wurde Hagenau auf Befehl Ludwig XIV. durch die Truppen des französischen Generals de Monclar niedergebrannt, die Kaiserpfalz dem Erdboden gleichgemacht (die Trümmer wurden in der Vau­banschen Grenzfestung For­t-Louis verbaut).

 

Mühlen:

in einem Prozeß vor dem Reichskammergericht (1601-1609) klagt Emich Graf von Leiningen u.a. gegen den Müller in Hagenau, Jakob Otterbach. 22

 

- Burgmühle:

am 29.7.1401 verleiht Pfalzgraf Rupprecht (deutscher König) dem Eberhard von Ramberg die Vesten Ramberg mit ihren Zubehörun­gen, mit dem Zehnten in dem Tal und Gumersheim und Freispach mit ihren Zugehörungen und die Mühle zu Hagenau, genannt Burgmühle, mit ihrer Zugehörung, die ist ein Burglehen 23.

 

 

 

 

 

Hagenbach:

VG Hagenbach, Lk Germersheim; kaiserliche freie Reichsstadt und zuletzt Sitz des gleichnamigen pfalz-zweibrückischen Amtes 24; von Kurpfalz wurde 1361 Ort und Vogtei Hagenbach erworben 25. Sitz des gleich­namigen kurpfälzischen Amtes. Das Amt Hagen­bach unter­stand seit 1684 Französischer Souveränität. Im Amt Hagenbach waren zwei reformierte Pfarreien, Wörth und Neuburg, und eine katholi­sche in Hagenbach. Zur reformierten Pfarrei Wörth gehörten noch die Orte Pfortz (heute Maximiliansau) und Hagen­bach 26. Im Aus­tausch von 1768 zwischen Kurpfalz und Pfalz-Zweibrücken kamen Ort und Amt Hagenbach zu Pfalz-Zweibrücken und wurden Teil des Oberamts *Guttenberg 27. Zur Amtskellerei Hagenbach gehör­ten Berg, Hagenbach, Pfortz, Wörth, die ehemali­ge Vogtei Vor­lach unter­halb Wörth, sowie Neuburg und Neuburgweiher auf der rech­ten Rheinseite 28).

 

1718 hatte Hagenbach 78 katholische Familien, 2 kalvinistische Bürger, 2 lutherische Bürger und 1 jüdische Familie 29.

 

Mühlen:

++++klären+++

 

Literatur/Urkunden:

- Stehle, Ludwig: Zwei historische Mühlen im Bereich der Verbandsgemeinde Hagenbach. Interessante Recherchen ... , 1982. 9 gez. Bl. 4

 

 

 

 

 

Hahnheim / Rheinhessen:

VG Nierstein-Oppenheim, Lk Mainz-Bingen; das Dorf liegt in einer Schleife der Selz, nördlich von Undenheim in Richtung Mom­menheim gelegen.

 

Der Wormsgau- und spätere Nahegauort kommt 764 im Lorscher Codex als „Hagenheim super fluvium Salusia“ vor. 855 vertauschte das Kloster St. Maximin vor Trier seine hiesigen Güter mit dem Kloster Lorsch. Bald nach 1200 kam das Dorf von den Emichonen an die Vel­denzer Grafen und erscheint um 1190 im Lehensverzeichnis Werners II. von Bolanden. 1253 war Philipp I. von Hohenfels Inhaber der Vogtei. Die Grundherrschaft des Klosters Eberbach (Wahlheimer Hof) etablierte sich um 1250. Die Vogtei wechselte spä­ter an Ritterfa­milien. Im 15./16. Jh. besaßen die Udenheimer hier ein „steyn huß“. Um 1550 veräußerte der Ausfaut des kurpfälzi­schen Oberamts Al­zey, Jett von Münzenberg, das Dorf an den Kurmainzer Rat Albrecht von Dienheim, dessen Familie, ab 1710 im Rang von Freiherren, fortan die Ortsherrschaft innehatte. Der Einfluß von Kurpfalz ist durch Güterbesitz, Zollstation, Geleit- und Wildfangrecht belegt 30.

 

Mühlen:

- Mühle auf dem Wahlheimer Hof:

der ehem. Wirtschaftshof des Klosters Eberbach erstreckt sich nordwestlich des Ortes zwischen der 1943 regulierten Selz und der Stra­ße nach Nieder-Olm. Hier lag die fränkische Wüstung „Wahlheim“. 1142 hatte das Kloster dort eine Wiese erworben und eine neue Müh­le anstelle der älteren erbaut. 1163 kommt der Hof „Walesheim“ als Eberbacher Besitz in einer päpstliche Urkunde, 1211 im „Oculus Me­morie“ als „Grangiam Walheim, que sita est super flumen, quod dicitur Selsa“ vor. 1246 besaß der Ritter Jacob von Appenheim einen Zehntanteil. Die Oberhoheit war zwischen Kurmainz und Kurpfalz umstritten.Nach der Hofbescheibung von 1654 umfaßte der Hof u.a. eine Mühle 31.

 

Photo:

- Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.3, a.a.O., S. 105

 

 

 

 

 

Hainbachtal:

s. auch Gleisweiler, Kestenmühle

 

Der Hainbach ist ein Bach, der in 400 m Höhe an der Ostflanke des Roßbergs in der Haardt, dem Ostrand des Pfälzerwaldes, ent­springt und das Mittelgebirge bereits nach 4 km zwischen Frankweiler und Gleisweiler verlässt. Anschließend durchfließt er Böchin­gen, Wals­heim, Knöringen, Essingen und am südlichen Rand des Gäu Hochstadt, Zeiskam, Lustadt und Weingarten, ehe er in Schwe­genheim nach Norden fließt. Ab Harthausen nennt er sich Woog-Graben und wendet sich wieder nach Osten. Am südwestlichen Orts­rand von Du­denhofen unterquert er den höher liegenden Speyerbach in einer Dole, durchfließt als Krebsbächel den Ort in einem größtenteils kanali­sierten Bett und mündet schließlich am nordöstlichen Ortsrand in den Woogbach, einen Seitenarm des Speyer­bachs.

 

 

 

 

 

Hainfeld:

VG Edenkoben, Lk Südliche Weinstraße; nördlich von Landau, westlich von Edesheim im Modenbachtal gelegen; gehörte zum Hochstift Speyer, Amt Kirrweiler; Sitz einer katholischen Pfarrei 32.

 

Das alte Dorf wurde urkundlich erstmals 1109 im Dotationsbuch des Klosters Hirsau erwähnt 33. Ob es mit dem im Lorscher Codex 781 genannten „Stratvelt“ gleichzusetzen ist, bleibt umstritten 34. Die Herren von Hainfeld hatten umfangreichen Grundbesitz im Dorf. Die­ses gehörte im Spätmittelalter zum Burgbereich von Burg Meistersel im Modenbachtal, die ihrerseits Ende 13. /Anfang 14. Jh unter der Herrschaft der Herren von Ochsenstein stand. Diese verpfändeten in der ersten Hälfte des 15. Jh. Teile ihres Besitzes an die Bischöfe von Speyer, Teile gingen an das Kloster Weißenburg. Der Weißenburger Besitz wurde Ende des 15. Jh. an das Speyerer Domkapitel ver­äußert und ging von dort mit Kaufvertrag von 1487 an Bischof Ludwig von Speyer. Mit den früheren Erwerbungen befanden sich nun­mehr als Teil von Hainfeld unter bischöflich speyerischer Verwaltung 35.

 

Das erste erhaltene Einwohnerverzeichnis von 1465/1470, das der Speyerer Bischof Matthias Rammung anlegen ließ, zählt 84 Erwach­sene, davon 16 Leibeigene der „Frau von Hainfeld“ 36. 1622 waren kurpfälzische Leibeigene in Hainfeld vorhanden 37. Zwar wird Hain­feld im 30jährigen Krieg nicht völlig entvölkert, wie allein die Namen Hertel und Offenbacher zeigen, die vor 1618 und nach 1648 ge­nannt werden, doch scheinen die meisten der im Lagerbuch von 1665 verzeichneten rund 60 Familiennamen gegenüber dem Namensbes­tand der Vorkriegszeit neu hinzugekommen. Dieses Lagerbuch führt 1665 in Hainfeld 76 Wohnhäuser auf. Hainfeld zählte da­mals 216 Einwohner gegenüber 272 im Jahr 1530 38. Das Lagerbuch von 1700 nennt in Hainfeld für noch 68 Häuser, eine unmittel­bare Folge der vorangegangenen Kriege 39. Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von ca. 100 katholischen und einer jü­dischen Familie auf 40. Das Lagerbuch von 1730 nennt bereits wieder 113 bewohnbare Häuser im dorf, was den raschen wirtschaftlichen Auf­schwung in der Pfalz nach Ende der Kriege des 17. Jh. unterstreicht 41. 1801 hatte das Dorf 599 Einwohner in 140 Wohnhäusern 42, um 1835 war die Einwohnerzahl stark angestiegen; Hainfeld hatte nun 898 Einwohner 43. 1881 zählte das Dorf dagegen nur noch 748 Einwohner 44, 1885 betrug die Einwohnerzahl 786 45.

 

 

Mühlen:

die Zahl der Mühlen in Hainfeld wird unterschiedlich angegeben: nach einer Ansicht gab es in Hainfeld 2 Mühlen 46, die Mittel­mühle bei Hainfeld und die Dorfmühle in Hainfeld. Nach a.A. 47 gab es in Hainfeld früher 3 Mühlen, die Mittelmühle, eine Flachs- und Hanfmühle, sowie eine Ölmühle.

 

Aufgrund einer Anfrage der hochstift-speyerischen Regierung vom 14.3.1720 über die im Amt Edesheim gelegenen Mühlen, teilt das hochstift-speyerische Amt Edesheim folgendes mit: „Zwey Mahl- und zwey Öhlmühlen zu Edesheim undt drey Mahlmühlen nebst einer Wappenschmidt zu Hainfeld.“ 48 An anderer Stelle derselben Akte heißt es zu den Mühlen im Amt Edesheim: „Hat man die Mühlen in diesem Ambts weil anfänglich die Innhaber ihre Bericht nit gleich ahn Handen gehabt :/ auch examiniert, und befunden, daß der Mahl­mühle 5, Öhlmüh­len 2, undt 1 Waffenschmidt darinnen ...“ 49

 

Das Lagerbuch Hainfeld von 1777 nennt „Georg Habermehl Bürger, und Müllermeister“ als Eigentümer eines Weinbergs in Hainfeld 50. +++klären: welche Mühle+++

 

 

- Dorfmühle:

heute Anwesen Weinstraße 39/41, Hainfeld 51. Die Mühle, eine Mahl­mühle, lag nicht direkt am Modenbach, sondern wurde über einen Mühlgraben, die „Neibach“ mit Wasser versorgt 52. Es handelt sich um die „Mühle gegenüber der Kirche“, die Gegenstand eines Prozesses (s. weiter unten) vor dem Reichskammergericht Wetzlar war 53.

 

Die Hainfelder Dorfmühle wird erstmals um 1100 erwähnt 54.

 

1569 wollte der Bruder des Bischofs von Speyer, Georg von Hattstein, Burgvogt in Jockgrim, die Dorfmühle erwerben. Darauf erging ein Befehl des Bischofs Marquard von Speyer an den speierischen Amtmann auf Marientraut Peter Nagel von Dirmstein, einen Kaufbrief über die Mühle auszufertigen 55. Entweder kam es nicht zum Kauf oder Georg von Hattstein hat die Mühle sogleich an Heinrich Engelmann, den ehemaligen bischöflich-speyerischer Ausfauth in Kirrweiler, weiterverkauft. Denn bereits 1570 verkaufte dieser Heinrich Engelmann die Mühle an Bernhard Rudolf und dessen Frau Anna für 1700 fl verkauft 56.

 

Dieser Verkauf erfolgte mit Zustimmung der Vormünder seiner Kinder, dem Schaffner zu Kirrweiler Philipp Dierolf und dem Keller in Edesheim Paul Spiel. Anstelle eines Teils des Kaufpreises sollten die Käufer alte Schulden des Verkäufers in Höhe von 1069 ½ fl. bezahlen. Der Rest von 630 ½ fl. sollte mit jährlich 100 fl. getilgt und dem jeweiligen Inhaber des Kaufbriefs mit 31 ½ fl. jährlich verzinst werden. Hierfür hatten Peter Offenbacher, Hans Groß und Katharine, Wwe. des Hans Müller, alle aus Hainfeld verbürgt 57. Darüber kam es zwischen 1587-1612 zu einem Prozeß vor dem Reichskammergericht umstritten betr. die Mühle „gegenüber der Kirche in Hainfeld“ 58. 1571 hatte Sebastian Reichardt den Kaufbrief erworben. Seit 1576 wurden von den Käufern der Mühle keinerlei Zins- und Tilgungszahlungen mehr geleistet. Darauf erhob der Sohn und Erbe des Sebastian Reichardt, der Speyerer Bürger Nikolaus Reichardt, Klage und nahm die Bürgen Peter Offenbacher, Hans Groß und Katharine, Wwe. des Hans Müller, auf Zahlung in Anspruch. Diese waren Nachfahren aus erster Ehe des Verkäufers Engelmann mit der NN. Spiel. Die Beklagten behaupteten in dem Rechtsstreit, daß der Käufer des Kaufbriefs, Reichardt, beim Erwerb des Briefs in bösem Glauben gewesen sei, weil er gewußt habe, daß Heinrich Engelmann keine Verfügungsbefugnis besessen habe („gebrochene Hand“). Der Kaufbrief stünde vielmehr ihnen (den Beklagten) zu. Die darin versprochene Summe war als Ausgleich für Mündelgut gedacht, das Engelmann im Witwerstand veräußert hatte 59. In erster Instanz war das Hubgericht des Bischofs von Speyer in Udenheim mit der Sache befaßt und hatte 1570 durch Urteil entschieden. Von dort ging der Rechtsstreit an das Reichskammergericht in Wetzlar 60.

 

1655 war Christoph Schuldener der Müller auf der Dorfmühle, bezeichnet im Hainfelder Lagerbuch von 1655 als „die Mahl Mühl im Dorff Hainfeldt“ gelegen am „Dorffweg“ 61. Dieser Christoph Schulderer hat neben der Mühle nur geringen Grundbesitz, nämlich ein „Stückel“ Wingert im Mehrenthal, eine Wiese bei der Mühle und die „Mühlbach“ 62.

 

Um 1704 war der Landauer Stadtmüller Andreas *Britz auch der Besitzer der Dorfmühle in Hainfeld. Die Dorfmühle war Getreidemühle; sie lag nicht direkt am Modenbach, sondern wurde über einen Mühlgraben, die „Neibach“ mit Wasser versorgt 63.

 

In einer Urkunde des LA Speyer von 1704 64 heißt es: „...Zu wissen kundt und offenbar seye jeder­männiglich hiemit ..., daß den funff­zehenden January Anno Christi alß man zehlt Ein Tausend, Sieben Hundert und Vier in Beysein unten benembster Gezeugen der ehren­hafte Andres *Britz[,] Stadtmüller zu Landau, und mit ihm Anna Margretha seine eheliche Haußfrau ... und zu kaufen gaben dem ehrsa­men Johannes *Wiß Müllermeister zu Hainfeld, Anna Margretha dessen eheliche Haus­frauen ... ihre eigenthümbliche zu besagtem Hain­feld stehende Mühle, die Dorfmühle genannt, samt allen sich darinnen befindlichen Mühlengeschirr, und was Grund- und Nagel fest ist, beforcht west Johann Hermann Haußmanns Erben, ... und obig: Sebastian Will, untig die gemeine Straaß, daneben einem hinten daran liegenden halb Viertel Wießen, so beforcht ... auf die Mühlbach, obg: der Lit­zenpfad, untg: Velten Habermehl von Edesheim mit all ih­rem Recht ..., solche Mühl, wie männiglich bekannt ist, (u.) berechtiget, daß jeder Pohseßer derselben ... zu backen befugt ist, ...“

 

Aufgrund einer Anfrage der hochstift-speyerischen Regierung vom 14.3.1720 über die im Amt Edesheim gelegenen Mühlen, teilt das Amt Edesheim folgendes mit: „Die Dorfmühl daselbst Ist Wieß Witt [Anm.: der Witwe Wiß] von Hainfeld“ 65. In derselben Akte heißt es an anderer Stelle: „Die Dorf­mühl zu Hainfeld der Herrschaft Buhrweiler 12 Mltr Korn, der Pfarrhey Heinfeld 4 Simmern, undt gdgsten Herrschaft 2 Cappen ... 6 Mltr Korn, weil weg der darahn stehendten Waffenschmidt nicht allzeit mahlen kann.“ 66

 

1744 erbauten der Müller Johann Valentin (1) *Wiß und seine Ehefrau Maria Eva NN. das neue Mühlengebäude [Weinstraße 41] in Hain­feld, anstelle der alten Dorfmühle 67. Das Gebäude der ehemaligen Dorf­mühle [Weinstraße 41], ein dreigeschossiger barocker Walm­dachbau steht unter Denkmalschutz 68. Er weist straßenseitig ein langes Schriftband mit einem dreifachen Bibelzitat unter ei­ner rund­plastischen Statue der Immaculata auf einer mächtigen Weltkugel auf, die von einer Konsole mit zwei lebensgroßen Engels­köpfen getra­gen wird 69. Im Abgabenbuch von 1747 heißt es bei der Beschrei­bung des „Hauß in der Hollgass“ „ein Hauß und Hoff bey der Kirch ... untterseith Valentin *Wiß“ [Anm.: die Dorfmühle] des Johann Valentin (1) *Wiß] 70. Johann Valentin (1) *Wiß verstarb 1769. Da seine Ehe kinderlos blieb, übergab Johann Valentin (1) *Wiß an seinen gleichnamigen Neffen Johann Valentin (2) *Wiß 71.

 

Von Johann Valentin (2) Wiß und seiner Ehefrau Maria Margaretha NN. stammt der Torbogen aus dem Jahr 1767, der bis die 1930er Jahre den Hauseingang 72 der bis dahin erhaltenen Dorfmühle bildete (heute Eingang zum Wohnhaus Weinstraße 39). Er trägt als Hauszei­chen ein unterschlächtiges Wasserrad sowie die Namen der Erbauer Johann Valentin Wiß und Maria Margaretha [NN.] 73.

 

Das Lager- und Schatzungsbuch des Dorfes Hainfeld von 1777 nennt „Valentin Wiss Bürger und Müllermeister“ 74. Der Grundbesitz ist hierin beschrieben wie folgt: „Eine Mahlmühl in der Gaß gegen Landau[,] oberh. Hr Nicolaus Jordan, unth. Valtin Wissen witt[i]b 75, oberh gdgste Herrschaft, untg die Dorff Gass. Samt hinten daran liegenden Pflantz Gärtlein, giebt Jährl. 2 Cappen in die Kellerey Edes­heim. Item 4 Sm. Korn in die hiesige Pfarrey. Item 4 Xer Boden Zinnß in die Renthey Burweiler ...“ 76. Erstaunlicherweise nennt das Lagerbuch von 1777 an anderer Stelle für die Mühle als Eigentümer den Müllermeister und Bürger Ludwig Wiß, mit „Ein Mahlmühl in dere Gaßen gegen Landau, obers[eit]: Nicolaus Jordan, unt[er]s[eit]: Valentin Wiß, oberh: g[nä]d[i]gste Herrschaft, unth: die Gaß. … gibt jährlich 2 Kappen in die Kellerei Edesheim, und 45 Simmern Kohn in die hiesige Pfarrei, item 14 f Bodenzinß in die Rentei Burweiler – taxa zusamen 16 fl 40 x – vom Schatzungs-Capital ad 84 fl 12x abgezogen“ 77.

 

Die Dorfmühle fast 2 Jahrhunderte lang im Besitz der Familie Wiß 78. Der Grabstein von 1855 des Johann Joseph Wiss (7.8.1790 – 10.3.1851, ein Enkel von Johann Valentin Wiß) an der Südseite der Hainfelder Kirche zeigt ein unterschlächtiges Mühlrad über der Wel­lenlinie eines Baches 79.

 

1885 wurde die Mühle an Franz Jakob *Spiegel aus Großfischlingen verkauft, dessen Bruder zeitgleich die Erlenmühle zwischen Hainfeld und Edesheim erwarb 80.

 

1918 ging die Mühle an Georg Klein über und gleichzeitig wurde der Mühlenbetrieb eingestellt und Weinbau betrieben 81.

 

Das Wohngebäude der ehemaligen Dorfmühle [Weinstraße 41], errichtet 1744, ein dreigeschossiger barocker Walmdachbau steht un­ter Denkmalschutz 82. Er weist straßenseitig ein langes Schriftband mit einem dreifachen Bibelzitat unter ei­ner rundplastischen Sta­tue der Immaculata auf einer mächtigen Weltkugel auf, die von einer Konsole mit zwei lebensgroßen Engels­köpfen getragen wird 83.

 

Photo:

- Carl, Victor: „Eine Mühle, die nicht läuft“; in: 1200 Jahre Hainfeld, hrsg. Ortsgemeinde Hainfeld [Hainfeld 1981], S. 150, frühere Au­ßenansicht der Mühle

- Carl, Victor: „Eine Mühle, die nicht läuft“; in: 1200 Jahre Hainfeld, hrsg. Ortsgemeinde Hainfeld [Hainfeld 1981], S. 152, frühere An­sicht des Innenhofes vor 1930 [Anm.: das Mühlengebäude blieb bis in die 1930er Jahre erhalten 84].

 

 

- Hainfelder Mühle:

diese Mühle wird in der bisherigen heimatkundlichen Literatur soweit ersichtlich nicht genannt. Im Hainfelder Lagerbuch von 1655 heißt es: “Philips Kundwig modo Bastian Will, die Mühle zu Hainfeldt“ 85.

 

 

- Mittelmühle:

sie liegt westlich des Dorfes Hainfeld auf dem halben Weg zur Burrweiler Mühle 86. Die Mittelmühle wird erstmals 1375 urkundlich er­wähnt 87. Ihren Namen trägt sie nach der Lage zwischen der Hainfelder Dorfmühle und der Buschmühle (die Burrweiler Mühle gab es damals noch nicht) 88.

 

1470 heißt es von einem (kurpfälzischen Untertanen 89) Leibeigenen zu „Heynfelt“: „Bader und Mittelmüller“; 1492 wird genannt der „ehrbar Debolds Hans von Arzheim, Miller in der Mittelmil zu Heinfelt“ 90.

 

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) wurde auch die Mittelmühle schwer in Mitleidenschaft gezogen. „Gantz ruiniert und ver­derbt“ heißt es in einer Zustandsbeschreibung von 1685 91.

 

Am 4.4.1685 erteilt das Hochstift Speyer einen Erbbestandsbrief über die „Midel Mühl zu Heinfeld“ an „Andreas Hagebuchs und Emanuel Neue Man“ [Anm.: Neumann] und deren Ehefrauen Odilia Hagenbuchin und Anna Margaretha Neymennin 92. Aufgrund einer Anfrage der hochstift-speyerischen Regierung vom 14.3.1720 über die im Amt Edes­heim gelegenen Mühlen, teilt das Amt Edesheim folgendes mit: „Die Mittelmühl zu Hainfeld aber unterm 4ten Aprili Anni 1685 Lauth ahnliegender Copia von gdgster Herrschaft verkaufft word.“ 93 Weiter heißt es: „... welche 250 fl Kaufschilling, Undt Jährlichen 2 Malter 7 Simml undt 3 Im­mel Korn, undt 10 Cappen und 35 Heller zur Kellerey Edesheim, so dan der Gemeindt Hainfeld Jährlich 1 Ohm 2 Maß wein undt 12 ½ fl an Geld Zinß ... und deswegen mann der Käuffer enregard dessen constituieret, ist zur Antwort gefallen, daß die Mühl zu selber Zeit gantz eliminieret und die Güter öd gewesen und sich niemand gefunden, ... die Mühl wieder zu erbauen ...“. 94

 

Aufgrund einer Anfrage der hochstift-speyerischen Regierung vom 14.3.1720 über die im Amt Edesheim gelegenen Mühlen, teilt das Amt Edesheim folgendes mit: „Die Mittelmühl oberhalb Hainfeld, Andres Hilgert undt Velten Habermehl von Hainfeld.“ 95

 

Die Mittelmühle war eine Mahlmühle mit 3 Gängen 96. 1934 beschreibt Karl Lutz im dem Bändchen „Hainfeld an der Oberhaardt“ die Mühle wie folgt 97: „Die Mühle war früher ein gemischter Betrieb. Ihr Hauptteil war Kornmühle mit 3 Gängen, von der reichlich vorhan­denen billigen Wasserkraft durch 2 große Wasserräder in Gang gesetzt. Sehr gut erhalten sind noch die 3 wuchtigen Mahlsteine. Inter­essant ist, daß die ganze Einrichtung aus einheimischem Holz besteht. Auch die alte Hanf- und Flachsmühle wuchtige schwere Hohl­rundsteine, von alten Holzzahnrädern getrieben und durch ein eigenes Wasserrad bedient, ist noch wohlerhalten. Als drittes ist die Oel­schlägerei sehr besichtigenswert. Nachdem die Oelfrucht gemahlen war, wurde sie [in] einem Ofen geröstet, damit das Oel leichter her­auszupressen war. Riesige steinerne Walzen zerrieben dann das ganze zu einem zähen Brei. Derselbe wurde dann in leinene Säckchen gefüllt und kam so unter die Presse. Diese ist ein gewaltiger Eichenstamm, 1 Meter hoch und entsprechend breit. Zwei Öffnungen nah­men die Säckchen auf. Holzkeile hielten sie fest. Nun trat ein Hammer, durch Wasserkraft angetrieben, in Tätigkeit, trieb die Keile fest zusammen und preßte so das Oel heraus“.

 

Das Gebäude der ehemaligen Mittelmühle, eine Vierflügelanlage des 18./19. Jh. steht heute unter Denkmalschutz 98. Das Nordtor zur Mühle weist ein Mühlrad auf 99. In dem liebevoll gepflegten, romantischen Anwesen betreibt Frau Gudrun Rienhardt die „Bed & Break­fast Mittelmühle“ 100.

 

Photo:

- Lutz: Hainfeld, a.a.O., S. 49: Die historische Mittelmühle (um 1933)

- Lutz: Hainfeld, a.a.O., S. 49: Teilansicht der Oelmühle mit Oelschlägerei in der Mittelmühle (um 1933)

 

 

- Mahl- und Ölmühle Weisbrod:

Anwesen Schloßberg 8, Hainfeld.

 

Auf dem Gelände der ehem. Weisbrod'schen Mühle wird vom frühen 12. bis zum späten 15. Jh., die vom Modenbach umflossene Was­serburg, der Stammsitz der Herren von Hainfeld, vermutet 101.

 

Diese dritte Hainfelder Mühle, die seit 1860 im Besitz der Familie Weisbrod war, schloß 1910 ihre Tore. Sie war Getreide- und Öl­mühle, die sich weniger auf die Wasserkraft des Modenbach als auf den Mühlgraben und das „Schloßbergwasser“ verließ. Sie war eine fort­schrittliche Mühle, denn sie nutzte die Wasserkraft zur Stromerzeugung aus 102.

 

1868 wurde Christian Weisbrod vom Gemeinderat Hainfeld zum Adjunkten gewählt 103.

 

Photo:

- vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 20.

 

 

- Waffenschmiede:

Aufgrund einer Anfrage der hochstift-speyerischen Regierung vom 14.3.1720 über die im Amt Edesheim gelegenen Mühlen, teilt das hochstift-speyerische Amt Edesheim folgendes mit : „Zwey Mahl- und zwey Öhlmühlen zu Edesheim undt drey Mahlmühlen nebst einer Wappenschmidt zu Hainfeld.“ 104 An anderer Stelle derselben Akte heißt es zu den Mühlen im Amt Edesheim: „Hat man die Mühlen in diesem Ambts weil anfänglich die Innhaber ihre Bericht nit gleich ahn Handen gehabt :/ auch examiniert, und befunden, daß der Mahl­mühle 5, Öhlmüh­len 2, undt 1 Waffenschmidt darinnen ...“ 105

 

Aufgrund der Anfrage der hochstift-speyerischen Regierung vom 14.3.1720 über die im Amt Edesheim gelegenen Mühlen, teilt das Amt Edesheim folgendes mit: „Die Wapfenschmidt undt dabey habende mahl­mühl zu Hainfeld Marx Schlägel von Hainfeld.“ 106

 

Durch den Betrieb der Waffenschmiede kam es zu Beeinträchtigungen beim Betrieb der Dorfmühle Hainfeld. Hierzu heißt es bei der Dorfmühle Hainfeld: „Die Dorfmühl zu Hainfeld der Herrschaft Buhrweiler 12 Mltr Korn, der Pfarrhey Heinfeld 4 Simmern, undt gdgsten Herrschaft 2 Cappen ... 6 Mltr Korn, weil weg der darahn stehendten Waffenschmidt nicht allzeit mahlen kann. Diese Waf­fenschmidt gibt jährlich 4 fl.“ 107

 

+++Lage klären:vermutlich identisch mit der Mahl und Ölmühle Weisbrod im ehemaligen Wasserschloß (wohl aufgrund Rückstau)+++

 

 

 

 

 

Hallgarten / Rheinhessen:

LK Bad Kreuznach, VG Bad Münster am Stein; das Dorf liegt südwestlich von Bad Kreuznach; die Burg Montfort in der Nähe von Hallgar­ten wurde urkundlich erstmals 1236 erwähnt, das Dorf wurde 1391 erstmals als 'Hargarten' genannt. 1768 kam der Ort zur Kurpfalz.

 

Mühlen:

in einer Liste der Boos zu Waldeck wird 1571 als Leibeigener genannt der Konrad, Sohn des Müllers Henrich zu (Halgarten?), verh. Mit Barbara, Tochter des verstorbenen Nickel zu Odernheim 108.

 

 

 

 

 

Hambach:

seit 1969 Ortsteil von Neustadt/Weinstraße; gehörte zu Pfalz-Zweibrücken, Oberamt Bergzabern ++++prüfen++++

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von 150 katholischen, 9 jüdische und 1 nichtkatholische Familien auf 109.

 

Mühlen:

- Guttingsche Mühle:

östlich von Hambach gelegen, im Bereich von Mittelhambach 110.

 

Im Spanischen Erbfolgekrieg 1701-1714 lag die Mühle im Bereich der Speyerbachlinie 111. 1702 bestand an der Mühle im Zuge der Speyerbachlinie eine Schanze an der Guttingschen Mühle. Der Kommandant dieser Schanze sucht 1702 beim Rat der Stadt Neustadt nach, ob man ihm das Mauertürmchen in der Schütt beim Inneren Hambacher Tor offen stehen lasse oder die Schlüssel dazu gebe, da­mit er im Ernstfall frei und ungehindert passieren könne 112.

 

Karte:

- Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, a.a.O., S. 152, Neustadt und die Speyerbach-Linie im Spanischen Erbfolgekrieg 1701-1714, Schanze an der Guttingschen Mühle

- Habermehl: Hambach, a.a.O., hinterer Bucheinband Innenseite

 

 

- Mühle unterhalb Hambach:

die Mühle gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken Oberamt Bergzabern; an der Queich gelegen; hat 2 Wasserräder für 2 Mahl­gänge und 1 Schälgang; Pacht: 6 Ma. Kohn 113. ++++klären: ob identisch mit der Guttingschen Mühle++++

 

 

- Waldmühle im Klausenthal:

um 1561 baute Anastasius Spiel, der hochstift-speyerische Schaffner von Kirrweiler, im Hambacher Wiesthälchen eine Mühle, um we­nigstens im Winter das Mehl mahlen zu können 114.

 

Am 12.9.1595 wird in einer von Sötern'schen Güteraufstellung über deren Güter zum Hambach u.a. „die Mhallmülle … im Claussenthal“ genannt 115.

 

Zwei Mühlen befanden sich im Klausenthal, die eine der Familie [von] Sötern gehörig, die andere gehörte Melchior Reinhard; dieser bit­tet am 25.10.1609 pro manutenentia [Schutz in seinem Besitz] bei seiner Mühle. Sie zinst an die Herrschaft. Hambach verlangt in­debite [zu Unrecht] auf der Schneidemühle in Spangenberg 2 fl Bodenzins. Er soll vorläufig sistiert [eingestellt] werden. Die Rechte gehören der Herrschaft 116.

 

Im Klausenthal besaßen die von Sötern eine Mühle. Wegen des Wasserrechts gab es Streitig­keiten. So wandte sich der Philipp von Sö­tern mit Schreiben vom 14.7.1598 an seinen „lieben Schwager“, den hochstift-speyerischen Oberamtmann im Oberamt Marientraut, Jo­hann Hundt von Saulheim. Darin heißt es u.a.: „... Wessen ich mich hierüber wegen des von der in Clausenthal gelegenen Mahlmühlen durch etliche von Diedesfeld und Maikammer wider Altherkom­men abgewendtes Wasserflüssel bei Schwager beschwert.“ 117. Im weite­ren Schriftverkehr schreibt von Sötern am 22.4.1599 aus Bruchsal: „Ich will nicht weniger als vorige Inhaber derselben Mühlen bei mei­nes Rechts und Gerechtigkeit gehandhabt zu werden“ 118. Es kam zur Streitbelegung durch nicht datierten Vertrag 119.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. D2 Nr. 39/4: „Soeterische Acten betr. FideiCommiss-Güter 1558-1661, enthält auch Wasserrechte der Mühle u. Wiesen im Claußenthal“

 

 

 

 

 

Hamm / Rheinhessen:

gegenüber von Gernsheim, nördlich von Worms gelegen; gehörte zunächst dem Domstift Worms. Die eine Hälfte des Dorfes gehörte zur Grafschaft Leiningen als bischöflich-wormsisches Lehen, dann wurde das Dorf 1468 kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Al­zey.

 

 

Mühlen:

bei Goswin Widder im „Versuch einer vollständigen geographisch-historischen Beschreibung der Kurpfalz“ heißt es 1767: „Verwi­chenes Jahr [Anm. d. Verf: 1766] zählte man dahier 155 Familien, 723 Seelen, […] 121 Häuser nebst einer Mühle“. 120

 

- Dorfmühle:

der Müller auf der Dorfmühle Leonhard Rossmueller († zwischen 1688-1698) wird in der Untertanenliste des kurpfälzischen Oberamt­samts Alzey von 1698, als verstorben „in diesem Kriege“ genannt 121.

 

 

 

 

 

Hammerstein:

heute als Hammerstein-Enzweiler zugleich Stadtteil von Idar-Oberstein; gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken.

 

Mühlen:

 

Literatur/Urkunden:

- Reitenbach, Albert: Die Mühle in Hammerstein, 1596-1635 (gehörte z. Herzogtum Zweibrücken; in: Heimatkalender d. Landkr. Birken­feld. 1975, 120-23., 1975

 

 

 

 

 

Hanau-Lichtenberg, Grafschaft:

in der Südwestpfalz und im nördlichen Elsaß gelegen.

 

Die Grafschaft Hanau-Lichtenberg war ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches. Sie entstand 1456–80 aus einem Teil der Graf­schaft Hanau und der halben Herrschaft Lichtenberg. Nach dem Aussterben der Grafen von Hanau-Lichtenberg 1736 fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg an die Landgrafen von Hessen-Darmstadt und die Grafschaft Hanau-Münzenberg an die Landgrafen von Hessen-Kas­sel 122. Ihr Zentrum lag im unteren Elsaß mit der Hauptstadt Buchsweiler.

 

Das in mehrere Linie geteilt Geschlecht der Grafen von Lichtenberg war eines der Mächtigsten im Unterelsaß. Der Schwerpunkt der des Herrschaftsbereichs lag im Unterelsaß, wo die Lichtenberger frühzeitig mit kaiserlichen Lehen in der Gegend um Hagenau aus­gestattet wurden. Der Besitz der Lichtenberger im Unterelsaß lag mit Schwerpunkt um Buchsweiler. 1332 erwarben sie Teile des unterelsässi­schen Territoriums der Grafen von Werth bei Brumath und im Hattgau und konnten hierdurch ihren Besitz erheblich erwei­tern. Im 15. Jh. erwarben sie zusätzlich Ober- und Niederbronn. Die Herren von Lichtenberg und wurden 1458 in den Grafenstand er­hoben. Mit Ja­kob von Lichtenberg († 1480) fiel die Grafschaft je zur Hälfte an seine beiden Schwiegersöhne, Graf Philipp I. von Ha­nau-Babenhausen (°° Anna von Lichtenberg; er nannte sich von jetzt an Graf von Hanau-Lichtenberg nannte) und Graf Simon Wecker von Zweibrücken-Bitsch 123. Im 16. Jh. wurde durch die Heirat der Gräfin Margaretha Ludowica von Zweibrücken-Bitsch mit Graf Philipp V. von Hanau-Lichten­berg nach dem Aussterben der männlichen Linie der Grafen von Zweibrücken-Bitsch 1570 die gesamte Herrschaft wieder in einer Hand vereinigt 124.

 

Die Verbindung der Grafen von Hanau zum Unterelsaß und der dortigen Grafschaft Lichtenberg begann bereits 1458 mit der Heirat des Grafen Philipp I. d.Ä. von Hanau mit Anna von Lichtenberg. Dieser besaß den südlich des Mainz gelegenen Teils der Grafschaft Hanau, bez. als Hanau-Babenhausen. Mit dem Tod des letzten Grafen von Lichtenbergers, Jakob von Lichtenberg († 1480), kamen über dessen bereits vorher verstorbenen Nichte Anna von Lichtenberg erhebliche Ländereien beidseits des Rheins zu Hanau-Baben­hausen, das fort­an Hanau-Lichtenberg hieß. 1736 starb das Hanauer Grafengeschlecht im Mannesstamm mit Johann Reinhard III. von Hanau-Lichten­berg aus. Dieser war mit Dorothea Friederike Markgräfin von Brandenburg-Ansbach verheiratet. Deren einzige Tochter, Charlotte Christi­ne Magdalena Johanna Gräfin von Hanau-Lichtenberg war mit Erbprinz Ludwig VIII. von Hessen-Darmstadt verheiratet 125. Der älteste Sohn aus dieser Ehe, der Erbprinz Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt (15.12.1716 – 6.4.1790) beerbte aufgrund Testaments seinen Großva­ter Großvater, den Grafen Johann Reinhard III. von Hanau-Lichtenberg († 1736). Letzterer hatte bereits zu seinen Lebzeiten be­stimmt, daß der Erben seinen Wohnsitz am Regierungssitz der Grafschaft Hanau-Lichtenberg in Buchsweiler nehmen sollten, was bereits 1735 geschah 126. Außerdem hatte Graf Johann Reinhard III. von Hanau-Lichtenberg in seinem Testament festgelegt, daß die Graf­schaft Hanau-Lichtenberg ein von den übrigen hessischen Gebieten unabhängiges Besitztum bleiben sollte 127.

 

Erbprinz Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt († 6.4.1790) regierte die Grafschaft Hanau-Lichtenberg bis zu sei­nem Tod. 1790 hat Buchsweiler zwar noch dem Erben und Nachfolger Erbprinz Landgraf Ludwig X. von Hessen-Darmstadt gehul­digt, der aber wegen den Ereignissen der französischen Revolutionszeit durch Herrschaft über die Grafschaft Hanau-Lichtenberg nicht mehr ausgeübt hat 128. Obwohl Hanau-Lichtenberg seit 1768 vollständig mit Hessen-Darmstadt unter Landgraf Ludwig IX in Personaluni­on vereinigt war, wur­den die Regierungsgeschäfte beider Länder getrennt geführt und zwar für Hanau-Lichtenberg in Buchsweiler/ Elsaß und für Hes­sen-Darmstadt in Darmstadt 129.

 

Landgraf Ludwig IX. hatte 1741 in Pirmasens sein Garderegiment aufgestellt und seinen Wohnsitz in Pirmasens genommen. Diesen Wohnsitz behielt er auch dann bei, nachdem er zur Regierung in den hessischen Stammlanden gekommen war. Der amtliche Schriftver­kehr zwischen den Amtsorten Pirmasens, Buchsweiler und Darmstadt verursachte einen Mehrverbrauch an Aktenpapier, des­sen Geste­hungskosten Landgraf Ludwig IX. durch Errichtung einer eigenen Papiermühle in Pirmasens zu verbilligen suchte. Die land­gräfliche Kanzlei in Buchsweiler deckte bisher ihren Papierbedarf in elsässischen und badischen Papiermühlen, für deren Fabrikate ziem­lich be­deutende Einfuhrzölle gefordert wurden. (s. Papiermühle Villingen) 130.

 

Die Grafschaft Hanau-Lichtenberg umfaßte 131:

 

Unter französischer Souveränität:

- Amt Brumath:

mit Brumath und Bietlenheim, Eckwersheim, Geudertheim, Gries, Hoerdt, Krautwiller und Mittelhausen

- Amt Buchsweiler:

mit Bouxwiller und Bosselshausen, Breunsheim, Dunzenheim, Ernolsheim, Geiswiller, Gottesheim, Gries­bach, Hattmatt, Issen-­

hausen, Menchhoffen, Niedersoultzbach, Kirrwiller, Reitwiller, Riedheim, Ringendorf, Uttwiller,Wickersheim, Wilshausen und 

Zœbersdorf

- Amt Hatten:

mit Hatten, Buhl, Kuhlendorf, Leiterswiller, Niederbetschdorf, Oberbetschdorf, Reimerswiller und Rittershofen

Amt Ingweiler und Neuweiler:

mit Ingwiller, Ingenheim, Leiterswiller, Lichtenberg, Mietesheim, Neuwiller-lès-Saverne,Obersoultzbach, Schillersdorf, Seelhoffen, Rauschenberg und Wimmenau

- Amt Kutzenhausen:

mit Merkwiller, Mattstall und Kutzenhausen

- Amt Offendorf:

mit Offendorf und Oberhoffen

- Amt Pfaffenhofen:

mit Pfaffenhoffen, Alteckendorf, Niedermodern, Obermodern, Offwiller, Schalkendorf, Schwindratzheim und Walk

- Amt Westhofen:

mit Westhoffen, Allenwiller, Balbronn, Reinhardsmunster, Traenheim und Winzenheim

- Amt Wörth:

mit Goersdorf, Griesbach, Lampertsloch, Mitschdorf, Morsbronn, Oberdorf, Preuschdorf, Spachbach,Wingen-Kleinbach und Woerth

- Amt Wolfisheim:

mit Hangenbieten und Wolfisheim

 

 

Unter deutscher Souveränität:

 

- Amt Babenhausen:

 mit Babenhausen und weiteren Orten

- Amt Lemberg:

mit Pirmasens, Lemberg, Gersbach, Fröschen (Thalfröschen mit Höhfröschen), Donsieders, Vinningen, Trulben,  Kröppen,  Riedel­berg, Obersteinbach, Bärenthal, dazu das mit Leiningen gemeinschaftliche Kondominat Thaleischweiler und Höheinöd

- Amt Lichtenau: mit Lichtenau, Altfreistett, Bischofsheim, Bodersweier, Diersheim, Holzhausen, Leutesheim, Linx,Neufreistett und Zierolshofen

- Amt Willstätt:

mit Willstätt, Auenheim, Eckartsweier, Hesselhurst, Hohnhurst, Kork, Legelshurst und Sand

 

Literatur:

- Lehmann, Johann Georg: Urkundliche Geschichte der Grafschaft Hanau-Lichtenberg. 2 Bände. Schneider, Mannheim 1862 (Neu­druck: Zeller, Osnabrück 1974).

- Wittenberger, Georg: Der Stammbaum der Grafen von Hanau-Lichtenberg nebst den Stammbäumen der Landgrafen von Hes­sen-Darmstadt als Erben von Hanau-Lichtenberg und der Landgrafen von Hessen-Cassel als Erben von Hanau-Münzenberg; in: Lötsch, Klaus und Wittenberger, Georg: Beiträge zur Geschichte der Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Babenhausen 2004, S. 33-36

 

 

 

 

 

Hanauer Mühle im Ostertal:

der von der Papiermühle Schwarzenacker stammende Papiermüller, Johann Christoph *Maurer plante um 1740 die Errichtung einer Pa­piermühle am Zusammenfluß von Oster- und Schönbach in Landkreis Ottweiler 132.

 

Am 30.1.1853 wird im Wochenblatt für den Königlich-Bayerischen Gerichtsbezirk Zweibrücken die Versteigerung der Hanauers­mühle für den 7.2.1853 annonciert: „...lassen die Eheleute Franz *Hanauer, Müller, und Catharina Hanauer zu Hanauersmühle, diese ihre Mühle, welche zwischen den Ortschaften Steinbach, Münchwies und Hangart, eine Stunde von Ottweiler und Neunkirchen ent­fernt, an dem Os­terbache, liegt auf 3, 6, 9 Jahre auf der Mühle selbst verpachten. Diese Mühle, welche in gutem baulichen Zustande sich befindet, hat 2 Mahl- und 1 Schälgang, und bei der trockensten Witterung ausreichend Wasser.“ 133.

 

Literatur/Urkunden:

- Bettinger, D.: Die Hanauer Mühle. Ein Beitrag zur Mühlengeschichte des unteren Ostertales; in: Saarheimat. Zeitschrift für Kultur, Land­schaft, Volkstum 11, (1967), S. 171-73

 

 

 

 

 

Hangen-Weisheim:

VG Westhofen, Lk Alzey Worms; im 14. Jh. gehörte die Ortsherrschaft zu 1/3 dem Johanniterorden, zu 2/3 zur Kurpfalz; die Landesherr­schaft war bis 1798 die Kurpfalz, Oberamt Alzey.

 

 

Mühlen:

- Klostermühle, Haumühle:

der Johanniterkommende Weisheim gehörte u.a. die Bannmühle des Dorfes Hangen-Weisheim. Sie wurde Hau-Mühle genannt und lag am Altbach in der Eppelsheimer Gemarkung. Die mit der Mühle verbundenen Rechte und Pflichten sind im Salbuch Alzey genannt. Die Mahlpflicht der Einwohner wurde Anfang des 18. Jh. aufgehoben. Der Versuch, diese wieder einzuführen, scheiterte an einer behördli­chen Entscheidung von 1726 134.

 

Die Pachtgebühr des Müllers an den Ritterorden betrug vor dem 30jährigen Krieg 24 Mltr Korn und nach dem Krieg 18 Mltr 135.

 

Aus der letzten Phase des Bestehens des Maltesergutes sind detaillierte Beschreibungen vorhanden. Nach der 44 Folien umfassenden Renovation von 1769 „Gerichtliche Erneuerung deren guter, renten und gefällen in der commenthurey Hangenweisheim de anno 1769“ lag die Komturei am Dorf und bestand aus zwei Häusern, einer Mühle, einer Scheune, zwei Stallungen, einem Kelter- und Holzschuppen 136.

 

Urkunden/Literatur:

- Kneib, Gottfried: Hangen-Weisheim, St. Johannes der Täufer, Johanniterkommende Weisheim; in: Keddigkeit, Jürgen / Untermann, Matthias / Ammerich, Hans / Heberer, Pia / Lagemann, Charlotte (Hrsg.): Pfälzisches Kloster­lexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden, Band 2, H-L, Kaiserslautern 2014, S. 74-83

 

 

 

 

 

Hanhofen:

VG Dudenhofen, LK Rhein-Pfalz-Kreis; gehörte zum Hochstift Speyer, Amt Marientraut.

 

Das Dorf liegt zwischen Woogbach und Speyerbach und geht auf eine fränkische Gründung des 7./8. Jh zurück. Der Name 'Hanhofen' leitet sich ab von dem großen Waldgebiet, das im Norden von Hanhofen liegt. Als Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) sich bald nach seiner Kaiserkrönung in Speyer aufhielt, stellte er das Kloster Maulbronn unter seinen Schutz. Der Schutzbrief, ausgestellt in Spey­er am 8.1.1156 zählt den Klosterbesitz auf, darunter auch Landbesitz in Hanhofen (terram in Heinhouen) 137. 1470/75 wird Burg Mari­entraut in Hanhofen Verwaltungssitz des gleichnamigen hochstiftlichen Unteramtes unter dem Oberamt Lauterburg. Neben Hanhofen gehörten u.a. auch Harthausen, Heiligenstein, Dudenhofen, Berghausen, Schifferstadt, Otterstadt (bis 1709 außerdem Maudach und Mundenheim) sowie Waldsee zum Unteramt Marientraut. Um 1470 lebten in Hanhofen ca. 37 Einwohner 138. 1701 leben in Hanhofen 18 Familien (ca. 80 Einwohner) 139.

 

1554-1716 ist Schloß Marientraut selbständiges Oberamt des Hochstifts Speyer 140.

 

Mühlen:

um 1779 war Johannes Feser (°° mit Anna Maria NN.) der Müller in Hanhofen +++klären: welche Mühle+++; beide Eheleute sind Stif­ter eines Bildstocks zu Ehren des hl. Antonius von Padua nordwestlich der neuen Kirche in Hanhofen 141.

 

1691 wird in der kath. Kirche in Heiligenstein als Pate bei der Taufe des Balthasar Schopp (Sohn des Schultheißen in Heiligenstein Jo­hannes Tillmann Schopp und der Maria Ursula NN.) genannt der „pistor“ (Bäcker oder Müller) in Hanhofen, Johannes Wahl 142. +++klä­ren: welche Mühle+++

 

- Gansmühle:

1124 erfolgt die erste urkundliche Erwähnung der „Ganzinmühle“ in Hanhofen 143. Die Gansmühle ist eine früh verschwundene Mühle. Anfang des 16. Jh. geht die Gemarkungsgrenze „büs In die Speyerer bach glich der gans mülen“ zwischen Hanhofen und Harthausen 144. Sonst wird die Mühle nie mehr genannt 145. Das Kloster St. German in Speyer besaß schon sehr früh die Ganzmühle zu Hanhofen. Sie war bis 1224 für 18 Malter Korn jährlich verpachtet. Im Mai 1228 gab das St. German-Stift die Mühle dem Kloster Maulbronn in Erb­bestand für 12 Malter Korn, unbeschadet jedoch des Rechtes des Stiftprobstes, von 8 Kappaunen und 3 Speyerer Schilling jähr­lich, das auf der Mühle lastetet 146.

 

 

- Hanf-, Walk- und Kornmühle:

++klären: ob identisch mit einer der anderen Mühlen+++

 

In der französischen Nationalgüterveräußerung wird in Hanhofen die früher dem Fürstbischof von Speyer zustehende „Hanf-, Walk- und Kornmühle“ in Hanhofen genannt 147.

 

 

- Klostermühle Heilsbruck:

s. *Harthausen

 

 

- Lohmühle und Ölmühle:

diese lag 470 m unterhalb der Schloßmühle. Die Konzession zur Errichtung einer Lohmühle hatte der Hanhofer Gerbermeister Jacob Mexal 1813 erhalten ; die Erlaubnis wurde 1814 für den Bau eine Ölmühle erweitert. 1835 hatte der Müller Adam *Kuntzer diese Mühle von dem Gutsbesitzer Mexal gekauft und beantragte nun einen Umbau des vorhandenen Wasserbaus und des Wasserrades. Der oben­liegende Müller auf der Schloßmühle teilte mit, daß er nur dann keinen Einspruch erheben werde, wenn seine Mühle nicht im Hinterwas­ser gehindert werde. Der Plan kam trotz der am 21.5.1836 erteilten Genehmigung vorerst nicht zur Ausführung, da der Müller Kunzer 1837 bereits verstorben war 148.

 

1839 hatte der Schloßmüller Franz *Becker die Lohmühle erworben. Er beantragte 1840 „um seinem Geschäfte eine größere Ausdeh­nung zu geben“, um die Konzession nach, am Ort der in seinen Besitz gebrachten Lohmühle, die sich in einer Entfernung von 470 unter­halb der viergängigen Mahlmühle lag, „eine Mahlmühle mit zwei Gängen und einem Schälgange, nebst einer Lohmühl zu er­bauen“ 149. Die endgültige Realisierung dieses Vorhabens scheiterte aber vermutlich an den nachteiligen Antriebsvoraussetzun­gen am Woogbach, da durch die 1855 vorgenommene Demolierung der Lohmühle 150, wodurch die „dortigen Abflußverhält­nisse sehr begün­stigt wurden 151 und der Standort danach die Bezeichnung „Oedung“ trug 152. Deshalb wurde auch der zwischenzeitlich an den Bru­der des Schloßmül­lers, Lothar Constantin Becker, übergegangene Betrieb 1855 als „Lohmühle jetzt Oedung“ an den Schloßmüller, Franz Josef *Becker jun., fiel, der im Anschluß daran den alleinigen Ausbau der Schloßmühle bevorzugte 153.

 

 

- Schloßmühle:

am *Woogbach, unterhalb der sog. Hanhofer Scheid, wo der Woogbach vom Speyerbach abgespalten wird, nahe dem ehemaligen Schloß Marientraut der Bischöfe von Speyer gelegen 154; hier war der aus Kirrweiler stammende Johann Michael *Tyrolf († 1.1.1723 Hanhofen) als Müller tätig; auf ihn folgte sein Sohn Adolph Germann *Tyrolf (1666 - 1.10.1742 Hanhofen), der bereits 1699 als Müller auf der Schloßmühle in Hanhofen erwähnt wird 155.

 

Um 1735 war der Müllermeister Joh. *Juncker der Müller auf der Schloßmühle in Hanhofen. Er wurde vom Domkapitel in Speyer beauf­tragt, die untere Schießhausmühle in Speyer zu taxieren, wozu er am 12.5.1735 ein Gutachten erstellte 156.

 

Die Schloßmühle besaß, trotz der durch Hanhofer Scheid bedingten, ungünstigeren Wasserverhältnisse, schon vor 1839 ein Werk „mit 3 Mahl- und 1 Schelgange“ 157. 1839 erklärte der Schloßmüller Franz *Becker gegenüber dem Bürgermeisteramt, daß er auf den Besitz der Beschreibung der *amerikanischen Mühlen verzichten wolle, und beabsichtigte offenbar eine Aufstockung herkömmlicher Art. So suchte der Schloßmüller 1840 „um seinem Geschäfte eine größere Ausdehnung zu geben“, um die Konzession nach, am Ort der in sei­nen Besitz gebrachten Lohmühle, die sich in einer Entfernung von 470 unterhalb der viergängigen Mahlmühle lag, „eine Mahlmühle mit zwei Gängen und einem Schälgange, nebst einer Lohmühl zu erbauen 158. Die endgültige Realisierung dieses Vorha­bens scheiterte aber vermutlich an den nachteiligen Antriebsvoraussetzungen am Woogbach, da durch die 1855 vorgenommene De­molierung der Lohmühle 159, wodurch die „dortigen Abflußverhältnisse sehr begünstigt wurden 160 und der Standort danach die Be­zeichnung „Oedung“ trug 161. Deshalb wurde auch der zwischenzeitlich an den Bruder des Schloßmüllers, Lothar Constantin Becker, überge­gangene Betrieb 1855 als „Lohmühle jetzt Oedung“ an den Schloßmüller, Franz Josef *Becker jun., fiel, der im Anschluß dar­an den alleinigen Ausbau der Schloß­mühle bevorzugte 162.

 

Heil bezeichnet die weitere Quellenlage bezüglich der Schloßmühle als wenig zufriedenstellend. Ein Vermerk von 1886 zeigt, daß „die früher konzess. 5 Räder mit den 5 Arbeitsgerinnen nicht mehr“ bestünden 163.

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 270

 

Literatur/Urkunden:

- „Die Rheinpfalz“ vom 19.7.1968: Altmühlenbesitzer Georg Grüner (1968 war er 82 Jahre alt)

- Lohrbächer, Bernd: Die Geschichte der Schloßmühle zu Hanhofen; in: Ludwigshafen (Landkreis): Heimatjahrbuch 2000, S. 48-54

 

 

 

 

 

Hanßweiler:

heute Homburg-Jägersburg; nördlich von Homburg/Saar; westlich von Waldmohr; gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und lag dort im Oberamt Zweibrücken. Gustav Samuel von Pfalz-Zweibrücken ließ 1721 “das Jagd- und Lust-Hauß Hanßweiler“ erneu­ern und er­weitern und nach seinem Namen Gustavus-Burg nennen. 1752 sich der Herzog von Zweibrücken in Jägersburg (vorher Hattweiler, dann Hanßweiler genannt) ein Jagdschloß zu errichten 164.

 

Heute Homburg-Jägersburg; die ursprünglich Hattweiler genannte und von den Grafen von Zweibrücken-Bitsch 1395 erbaute Wasser­burg ließ Pfalzgraf Johann I. Pfalz-Zweibrücken 1590 zu einem Schloß umbauen, das den Namen Hansweiler erhielt. 1622 wurde zur bes­seren Bewachung und Verteidigung ein Turm errichtet. Anstelle des im 30jährigen Krieg abgebrannten Schlosses entstand un­ter Her­zog Friedrich Ludwig 1666 ein Wohnbau mit Scheuer und Stallung. Herzog Gustav Samuel Leopold von Zweibrücken ließ 1720 eine Ka­pelle und 1721 den heutigen Wohnbau errichten und nannte das Schloß Gustavsburg. Schloß und Dorf heißt seit 1749 *Jä­gersburg 165.

 

 

Mühlen:

- Hanßweiler Mahl- und Weihermühle, Schloßmühle, Jägersburger Mühle:

auch Schloßweihermühle; 1580 wurde bereits Mühlenpacht gezahlt. Diese lag am Schloßweiher des Hauses Hansweiler. 1635 wurde die Mühle zerstört, 1709 wieder aufgebaut 166.

 

In einem Aktenvermerk des Oberamts Zweibrücken vom 11.5.1722 ist notiert, daß der „Gustavsburger Schloßmüller“ den ihm erteil­ten „Confirmations-Schein“ bei der Hofkammer in Zweibrücken noch nicht abgeholt hat 167

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 wird sie zusammenfassend wie folgt beschrieben: “Wird durch den Ab­laß des Hanßweiler Weihers mittelst eines durch den Damm gehenden Kandels getrie­ben, liegt in dem Dorf Hanßweiler, 1/2 Stun­de von der Waldmohrer und ebensoweit von der Reißkircher Mühle entfernt. ... Ist über­haupt in schlechtem Stand, hat ein oberschl. Wasserrad für 1 Mahlgang mit angehängtem Schälgang. ... muß Winters zu Zeiten 4-6 auch mehrere Wochen stillstehen, kann hinge­gen Sommers­zeit zwar beständig gehen, indoch bey trockenem Wetter nur gantz lang­sam. ... Entrichtet jährlich 3 1/2 Ma. Korn und 2 Ma. Hafer. In der Mühle mahlen die Bewohner von Hanßweiler mit 15 Haushaltun­gen. Christophel *Schäfer ist Erbbeständer seit etwa 10 Jahren und hat vermög eines bey denen Acten befindlichen Reverhes unterm 24ten May 1740 einen Erbbestand erhalten, legi­timiert sich aber mit ei­nem Confirmations-Schein vom 15ten Aprilis 1738, welcher zwar auf seines Vatters Nahmen aber vermutl: aus Irrthum ausgefertigt wor­den ...”. 168

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Hannßweiler modo Jägersburger Mühl [hat] 1 Waßerrad, welches einen Mahl und im Trilles lauf­fend Scheelg. Treibet; [zahlt an Pacht] 3 ½ Mltr Korn, 2 Mltr Habern; die Jägersburger aus 15 Haußhaltung bestehend ingl Breiden­felder und Websweiler Hoff, mahl gemeinigl all­hier.“ 169

 

Am 3.8.1869 erfolgte die „Vertragsmäßige Wiederversteigerung der Jägersburger Mühle bei Waldmohr ... gegen Dorothea Zöller, le­dig, ohne Gewerbe in Jägersburg wohnhaft, sich in Speier aufhaltend; wird .. zur vertragsmäßigen Wiederversteigerung wegen Nicht­zahlung des Steigpreises geschritten .. von: Plan-Nr. 1265 .. einem Wohnhaus mit Mahlmühle ...170. Unterm 28.7.1869 heißt es: „Die auf den 3. August nächsthin angekündigte Wiederversteigerung der Jägersbur­ger Mühle findet vorläufig nicht statt“ 171.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 995 8: „Jägersburger Mühle, o. D.“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 995 9: „Jägersburger Mühle, o. D.“

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält für die Zeit von 1578-1796 u.a. Unterlagen über einen Mühlenbau in Jägersburg

 

 

- Ölmühle:

1844 gab es eine Ölmühle in Hanßweiler; später wurde nur noch eine Holzschneidemühle betrieben 172.

 

 

- Sägemühle zu Jägersburg:

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 996/1: „Sägemühle zu Jägersburg“, o. D. (1700-1830)

 

 

 

 

 

Hardenburg:

heute Stadtteil von Bad Dürkheim, Lk Bad Dürkheim; westlich der Stadt Bad Dürkheim im Isenachtal gelegen

 

gehörte zur Grafschaft Leiningen-Hardenburg. Lutherische Filiale von Dürkheim mit Hofprediger der Hardenburg 173.

 

In Hardenburg und im Isenachtal oberhalb von Hardenburg gab es mehrere Sägemühlen; über diese liegt unausgewertetes Material im FLA Amorbach 174. Im 18. Jh. war Claudius *Baude (Beude) 1711 in Spangen­berg und später Bordmüller in Hardenburg und im Weitersb­runnertal; °° mit Susanna Regina NN; Vater des Johann Georg Friedrich Baude 175.

 

Mühlen:

Literatur/Urkunden, allgemein:

- Buchert, Heinrich: Höfe und Mühlen im alten Hardenburg. In: Rheinpfalz, Dürkh. 16, Nr. 59 v. 10. 3. 1960.

 

 

- Bannmühle, Schloßmühle:

die Bannmühle und das hierfür bestimmte Gebäude wird urkundlich erstmals 1646 erwähnt. Die Bannmühle ist auf dem Grundstück zu suchen, auf der heute [um 1993] das Sägewerk Becker-Roth liegt 176.

 

Die Bannmühle am Schloßberg muß schon 1460 bestanden haben, denn sie wird im Weistum zusammen mit dem Mühlhof erwähnt 177.

 

Im Hardenburger Salbuch von 1586 ist die Schloßmühle genannt: „... die Malmüell gelegen undenn ahm Schloßberg, stehet Ihrenn Gna­den eigenthumblichen zue, Unnd habenn dieselbe einen Muller darInnen sizenn, so Inn Ihrer G. Costen und Besoldung Ist“ 178. Dort be­findet sich auch ein Hinweis auf einen frühere Mühle: „Item ein Behaußung so etwann Auch ein Müell gewesen, Ietzo aber ein Viehe Hoff ...“ 179.

 

Um 1713/15 war Kaspar *Lantz der herrschaftliche Müller in Hardenburg 180.

 

1728 erhielt der Müller Joseph *Kunz die Bannmühle von den Grafen zu Leiningen-Hartenburg für 1200 Gulden in Erbbestand. Im glei­chen Jahr wurde ihm ein Erbbestandsbrief erteilt. Für Verbesserungen und Reparaturen, die er an der übernommenen Mühle vor­nahm, wurden ihm 300 Gulden angerechnet. Die jährliche Pacht betrug 30 Malter Korn und 1 Mastschwein. Die Bannmühle hatte zwei Mahl­gänge und einen Schälgang. Der Müller Joseph Kunz baute 1730 an die Bannmühle eine Ölmühle an, die an der Stelle lag, wo später [Anm.: 1993] die Familie Behret wohnt. Bei der alten Ölmühle findet man noch immer an der Isenach an Wiesengrund­stück, das im Volksmund 'die Hannefrei' genannt wird. Der Ausdruck deutet auf eine hier befindliche Hanfreibe hin. In einer Urkunde von 1767 findet man den Vermerk, daß hier die einzige Hanfreibe in der Grafschaft stand, die wahrscheinlich mit der Ölmühle zu­sammenhängt. 1767 war der mittlere Mahlgang zu einer Lohmühle eingerichtet 181.

 

Daniel *Braun (*um 1767 aus Kleinkarlbach; Schwiegersohn des Müllers aus Hardenburg Josef (1) *Kunz und Schwager des Mül­lers Josef (2) *Kunz) erwarb 1767 die wegen Verschuldung versteigerte Bannmühle (Mahlmühle) in Hardenburg 182; 1769 ersteigerte Bal­thasar *Hafen aus Frankenstein die Bannmühle in Hardenburg für 5160 fl für seinen Schwiegervater Johann *Ummel 183.

 

1778 verkaufte Balthasar Hafen die Mühle an Johannes 184 *Behret aus Hardenburg , der schon 2 Jahre lang Pächter der Mühle war. Jo­hannes Behret übernahm dabei die Schulden des Jo­hannes Ummel an den Handelsmann Blankhart von Mannheim in Höhe von 2500 fl. 185. Auf Johann Wilhelm (1) Behret († 1807) folgte dessen Sohn, Johann Wilhelm (2) Behret. Auf diesen folgte Johann Wil­helm (3) Beh­ret, der die Mühle 1864 als Erbe von seinen Eltern übernahm. 1869 folgte sein Johann Wilhelm (4) Behret (geb. 1836 - † 1912). Dieser vergrößerte den zugehörigen landwirtschaftlich Grundbesitz und besaß 1879 ca. 10 ha. 1894 verkaufte er die Mahl­mühle an der Metzger und Gastwirt von „Grünen Baum“ Karl Becker. Die Mühle war als Getreidemühle bis 1897 in Betrieb und wurde 1897 durch Brand zer­stört. Becker errichtete in den wieder aufgebauten Gebäuden eine Sägemühle, die lange (noch 1993) als Sägewerk Becker-Roth be­stand 186.

 

Literatur/Urkunden:

- Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 38

- Weber, Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 269

 

 

- Bordmühle:

1722 wird im luth. KB Hardenburg erwähnt als „Blochknecht“ [Anm.: pfälz. Bloch = Bord, Brett] der Adam Thänger/Dinger auf der der herrschaftlichen Bordmühle, °° mit Maria Jacobea NN., Vater von Philipp Carl (geb. 28.7.1722); 1724 erscheint im KB Adam Diengern als Blochknecht auf der „Bordenmühle“, °° mit Jacobea NN, Vater von Johann Jacob (geb. 17.8.1724) und als „Bloch­knecht“ bei der Geburt seiner Tochter Anna Maria Dinger (!) 187.

 

1728 wird im luth. KB Hardenburg erwähnt der „Fuhrknecht auf der Hartenburger Bortmühle“ Hans Georg Voltz, °° Maria Magdale­na NN, Vater von Johann Nicolaus (geb. am 12.8.1728) 188.

 

1729 wird als „Bortschmid“ im luth. KB Hartenburg erwähnt der Hans Georg Bauer auf der „Bortmühle“, °° Maria Ursel NN., Vater von Maria Margaretha (geb. 4.2.1729) 189.

 

1739 wird der herrschaftliche Bortenknecht Johann Adam Kräntzlein auf herrschaftlichen Bordmühle zu Hardenburg erwähnt; °° Anna Ursula NN, Vater von Johann Jacob Kräntzlein geb. 2.10.1739 190.

 

1740 wird der Taglöhner Johann Niclaus Moses auf der Bordmühle erwähnt, °° Anna Dorothea, Vater von Johann Elias Christian 191.

 

 

- Bordmühle hinter Hardenburg:

1730 wird als „Bordschnitter“ auf der herrschaftlichen Bordmühle „hinter Hardenburg) im luth. KB erwähnt der Johannes Keller, °° Anna Margaretha, Vater von Augustin Keller (geb. 17.7.1730) 192.

 

1731 wird als “Bordschnitter“ auf der Bordmühle „hinter Hardenburg“ im luth. KB Hardenburg erwähnt der Hans Georg Bauer / Sauer,°°Maria Ursula, Vater von Dorothea (?) (geb. 21.8.1731) (luth. KB Hardenburg = LA Speyer F6 Nr. 353).

 

 

- Bordmühle, hinterste:

um 1717 war der Maurer Hans Peter Falck (°° Helena Sophia Catharina) als Müller auf der hintersten Hartenburger Bordmühle; Va­ter Johann Henrich Falck (geb. 9.9.1717) 193.

 

 

- Hammerschmiede, großer Hammer, von Stockum'scher Hammer:

lag am Fuß der Hardenburg. Der „große Hammer“ entstand um 1700 anstelle einer schon seit 1644 vorhandenen weiteren Mahlmüh­le [Anm.: neben der Bann- oder Schloßmühle] unterhalb des Schlosses, die von 1687 auch als Sägemühle gearbeitet hatte 194.

 

Schon um 1704 [err.] stand das Hammerwerk im Besitz des Waffenschmieds Johann Valentin *Schwartz; °° I 1704 mit der Pfarrers­tochter NN. Fett aus Kindenheim; °° II 1707 mit Maria Barbara Kubi (Tochter des Stadtschreibers in Dürkheim Nicol. Kubi 195; Va­ter von Georg Carl *Schwarz geb. 19.4.1708 in Hardenburg 196). Schwartz geriet 1729 in Konkurs und mußte der Herrschaft das Hammerwerk zum Schätzwert überlas­sen. Schwartz hatte Verbindungen nach Kaiserslautern, wo er hatte den Weiher am Fischereck in Kaiserslautern [= Weiherw­oogs oder Fischrücker Wooges, des heutigen Blechhammerweihers 197] auf 12 Jahre gepachtet hatte 198 und zog nach Kai­serslautern 199.

 

Um 1729 war der aus Michelbach stammende Jacob *Rehfing der Hammerschmied auf der Wappenschmiede in Hardenburg 200.

 

Der Handelsmann Johann Heinrich *Weyel aus Mannheim, der um 1731 im *Isenachtal die später sog. „Alte Schmelz“ errichtet hat­te, übernahm 1736 den „Großen Hammer“, der am Fuß der Hardenburg lag 201. An ihn ver­kaufte die Landesherrschaft 1736 den Hammer für 1600 fl. Am 13.7.1736 wurde ihm der Kaufbrief ausgestellt. Für die übernommene Hammerwerksgerechtigkeit waren jährlich 50 fl. an die herrschaftliche Einnehmerei zu zahlen 202.

 

1738 erscheint der Johann Wilhelm *Kurtz als „Hamer-Schmied auf dem Hardenburger Hamer“ (geb. 2.6 1738; 203). 1740 wird die Tochter Maria Magdalena Kurtz, geb. 30.9.1740 in Hardenburg getauft 204. Gevatter war der „Meister Johann Andreas Kurtz, Hammer­schmied auf gdl. Hammer“ 205.

 

Der frühere Waffenschmied auf dem Kleinen Hammer, Georg Karl *Schwarz, der in der Zwischenzeit das Hammerwerk auf Fischer­rück in Kaiserslautern und später den Hammer in Neuhemsbach erbaut hatte, kehrte zeitweise nach Hardenburg zurück. Am 29.8.1753 wurde ihm der Erbbestand für den großen Hammer erteilt. Das luth. KB von Hardenburg nennt ihn 1754 als „Erbbeständer des Hardenburger Hammers und ehemaligen Kapitän unter den französischen Truppen“ 206.

 

Aber bereits im gleichen Jahr 1753 übernahm Joh. Jakob von *Stockum den Hammer in Unterbestand, wobei auch sein Bruder Hein­rich von Stockum Teilhaber war. Ersterer war Kauf- und Handelsmann in Frankfurt / Main, letztgenannter war Kapitän in holländi­schen Diens­ten. An Personal hatte der von Stockum'sche Hammer von 1755-1763: 1 Faktor, 3 Hammerschmiede, 1 Kleinschmied, 1 Schmiedeknecht und 1 Fuhrmann. Die Brüder von Stockum verkauften am 21.7.1763 den Hammer an Johann Peter *Rauch aus Weinheim. Der Kaufver­trag wurde von der Landesherrschaft, Grafschaft Leiningen, am 16.2.1764 genehmigt 207. Am 5.4.1784 ver­kaufte Rauch den Hammer an Regierungsrat Sicherer und Hoffaktor Isaak Kura aus Grethen zum Preis von 4000 fl. 208.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. T89 Nr. 784 III d: „Belege zur 'Geschichte der Familie Guinand von 1665-1950“, zusammengestellt von Curt von Gien­anth, darin Teil III d: Hardenburger und Fischerecker Hammer (Bl. 72-75).

 

 

- Hammerschmiede (Wappenschmiede), Kleiner Hammer, Neuer Hammer, Vordere Waffenschmiede:

entstand 1735 an Stelle der ehemaligen Pulvermühle. Der Hardenburger Bürger Georg Karl *Schwartz, Sohn des Waffenschmieds Jo­hann Valentin *Schwarz, erbaute 1735 den Neuen Hammer anstelle der alten Pulvermühle 209. Georg Karl *Schwarz war zugleich Leut­nant in der französischen Armee und verkaufte schon 1739 das Hammerwerk an den Waffen­schmied Johann Jacob *Coublier aus Lam­brecht 210.

 

1736 ist der Mathes Putz [?] Fuhrknecht „auf dem hintersten Hammer zu Hartenburg“ 211.

 

Johann Jakob *Coublier (um 1712 Gimmeldinger Tal - 1771 Hardenburg; Waffenschmied aus Lambrecht) erwarb 1739 das Hammer­werk am "kleinen Hammer" in Hardenburg 212; Eheschließung 1736 mit Johanette Walther (Witwe von Peter Johann Guinand) 213; Vater der Maria Franziska *Coublier (verh. 1766 mit Johann Corell) 214. Coublier erhielt am 16.4.1739 den Erbbestandsbrief für den Hammer. Die Erbpacht betrug 25 fl für die Waf­fenschmiede und 5 fl für den Mahlgang 215.

 

Den Mahlgang (!) des Werkes scheint Coublier einem Mahl- und Lohmüller namens Johann Moritz Wacker weiterverpachtet zu ha­ben 216.

 

Ab 1766 und noch 1795 ist sein aus Wendelsheim stammender Schwiegersohn, Johannes *Corell, Wappenschmied zu Hardenburg; °° 11.2.1766 mit Maria Franzisca *Coublier, der Tochter des Wappenschmieds aus Hardenburg, Johann Jakob *Coublier 217. Corell kaufte von seinem Schwiegervater Johann Jakob *Coublier die Wappenschmiede und erhielt am 10.7.1787 von den Grafen zu Leiningen-Har­denburg einen Erbbestandsbrief 218.

 

Aus der Ehe des Johannes Corell und der Maria Franzisca *Coublier stammt der Sohn und Müller auf der Ölmühle in Otterberg Jo­hann Jakob *Korell 219. Bei der Taufe des am 8.8.1795 geborenen und am 11.8.1795 in Otterberg getauften Johannes Korell waren als Paten anwesend „Johannes Korell/Corell, Wappenschmied zu Hardenburg und Ehefrau Maria Franzisca, des Kindes Großeltern“ 220.

 

Der Schwiegersohn Johannes *Corell erhielt am 10.7.1778 von der Landesherrschaft, den Grafen von Leiningen-Hartenburg [Anm. d. V.: diese wurden erst 1779 gefürstet 221], einen Erbbestandsbrief über den Klei­nen Hammer 222. Hierin heißt es u.a.: „... also wird ihm, Jo­hannes Corell ... vorgedachter Waffenhammer und der darin aufgerichtete Mahlgang im Hardenburger Tal, wo vormals die Pulvermühle gestanden, gelegen ...“

 

Nach dem Tod des Johann(es) Corell († 1833) übernahm dessen Sohn NN. Corell, der ebenfalls Waffenschmied war, die Hammerschmie­de. Diese blieb in der Familie Corell bis ihr Inhaber nach Amerika auswanderte. 1854 wurde dem Betrieb eine Sägemühle an­gegliedert. Der neue Besitzer war der Dürkheimer Goldschmied Johann Kaspar Heuser 223. 1910 verkaufte die Familie Heuser den Be­trieb an An­dreas Johann Buchert 224. Die Familie Buchert baute den Betrieb zum Sägewerk um.

 

Photo:

- Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 97: Das Sägewerk Buchert um 1930

- Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 93: Abriß der Gebäude der Firma A. J. Buchert GmbH 1988: hier ist noch der Gewölbekeller der ehe­maligen Wappenschmiede zu sehen, die im 17. Jh. errichtet worden war

 

Karte:

- LA Speyer Best. H32 (Bezirksamt Dürkheim) Karte 258 9/25: „Sägemühle und Hammerschmiede von Johann Heußer in Hardenburg“, o.D. (1868)

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. H5 (Forstverwaltung) Nr. 5489: Berechtigung der Besitzer der Corell'schen Wappenschmiede im Hardenburger Staats­wald

 

 

- Mahlmühle (weitere) unterhalb des Schlosses:

schon seit 1644 als weitere Mahlmühle [Anm.: neben der Bann- oder Schloßmühle] unterhalb des Schlosses vorhanden; arbeitete von 1687 an auch als Sägemühle. An ihrer Stelle entstand u 1700 der „Große Hammer“ 225.

 

 

- Obermühle (Papiermühle):

s. *Jägerthal

 

 

- Ölmühle:

neben der Bannmühle gelegen. Der Müller Joseph Kunz baute 1730 an die Bannmühle eine Ölmühle an, die an der Stelle lag, wo später [Anm.: 1993] die Familie Behret wohnt. 1767 war der mittlere Mahlgang zu einer Lohmühle eingerichtet 226.

 

Photo:

- Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 37 „Die ehemalige Ölmühle in der Seilerbahn, das heutige Anwesen von Alfred Behret“

 

 

- Papiermühle, mittlere:

s. *Jägerthal

 

 

- Papiermühle Obermühle:

s. *Jägerthal

 

 

- Papiermühle Cordier, spätere Papierfabrik Cordier:

s. *Jägerthal

 

 

- Papierfabrik Schleipen, Papiermühle Schmidtberger, Große Papiermühle:

Anwesen Kaiserslauterer Straße 405 227; die erste westlich nahe Hardenburg gelegene Papierfabrik; gehört zu Bad Dürkheim-Harden­burg; die ehemalige Papiermühle Roedter und heutige Papierfabrik liegt westlich von Hardenburg, „an der ersten Windung des Thales“ 228, d.h. unterhalb der Papierfabrik Cordier.

 

Ursprünglich gab es vier Papiermühlen im Isenachtal: diese lagen westlich von Hardenburg, bachaufwärts in folgender Reihenfolge: die Untermühle (Papiermühle Schmidtberger, später Papierfabrik Schleipen) als erste Papiermühle westlich des Dorfes gelegen, dann folgten bachaufwärts die Obermühle (später Werkswohnungen der Papierfabrik Schleipen), dann die Pappenmühle und als letzte und westlichs­te im Tal die Papiermühle Jägerthal (Papierfabrik Cordier) 229. Außerdem wird in den Akten des LA Speyer eine „Mittlere Papiermühle“ genannt 230.

 

Schon das Projekt zur Erbauung einer neuen Papiermühle führte im Jahre 1736 zu einem Wasserprozeß mit den an der Isenach liegen­den Mahl- und Sägemühlen; doch blieben die Einsprüche unberücksichtigt und 1737 kam der Bau zur Ausführung 231.

 

Johann Daniel *Schmidtberger aus Gemünden / Oberhessen richtete im Mai 1737 zusammen mit dem Papiermacher Christoph Wein­mehl an die Grafen von Leiningen-Hardenburg ein Gesuch zur Errichtung einer Papiermühle an der Isenach (Untermühle, heute Papierfab­rik Schleipen) 232, unweit des sog. Pfaffenweihers. Bald nach Fertigstellung verpachtete er die Mühle für 10 Jahre an seinen Schwa­ger, den Papiermacher Christoph *Werner aus Oberursel. Nach dem Tod des Johann Daniel Schmidtberger 1779 fiel die Pa­piermühle an seinen Sohn Nikolaus Schmidtberger 233.

 

Auf einem Schlußstein des Hauskellers sind noch das Gründungsjahr und die Initialen des Erbauers in Sandstein eingemeißelt. Im Erb­bestandsbrief vom 13.5.1737 heißt es: „Friedrich Magnus Graf zu Leiningen-Dagsburg verleiht Johann Daniel Schmidtberger aus Ge­münnen in Ober-Hessen erbbestandsweise eine neue und vollkommene Papiermühl von ungefähr 75 Schuhe lang und 45 Schuhe breith in Unse­rem Thal Hardenburg und zwar ohnfern dem sogenannten Pfaffenweyher unterhalb des Dammes zu erbauen und aufzu­richten. Der jährliche Pacht beträgt 40 Gulden / zu sechzig Kreuzer / oder Papier in gleichem Werthe. Für die Anlage wird das Bau- und Maschi­nenholz aus den gräflichen Waldungen abgegeben, später erhält der Beständer jährlich einen Stamm / Eiche oder Buche / zu Ausbesser­ungen. Die ersten drei Jahre des Betriebs sind pachtfrei. Fremden ist das Einsammeln von Lumpen verboten. ...“ 234.

 

Die Papiermühle lag 2,2 km westlich von Dorf und Ruine Hardenburg an der Straße nach Kaiserslautern, mitten im Wald, und erhielt von der Isenach das durch den Pfaffenweiher geregelte Betriebswasser 235.

 

1739 erscheint der Johann Christoffel *Werner als Papiermacher „auf der Papiermühl hinter Hartenburg“; Vater des Johann Reinhardt 236. Er ist Schwager des Erbbeständers auf der Papiermühle Hardenburg, Johann Daniel *Schmidtberger aus Gemünden / Oberhes­sen.

 

1740 wird im luth. KB Hardenburg als Pate erwähnt der Christian Müller „Papiermacher auf hiesiger Papiermühle; er stammt aus „Schweina im Sachsen-Meiningischen Gericht Altenstein“ 237.

 

1741 war der Anton *Roth als Papiermacher auf der Hardenburger Papiermühle. Vater von Johann Christoffel Roth. Der Taufeintrag im luth KB Hardenburg lautet: „ d. 5. Junii .... wurd Anton Rothen Papiermachern auf der Hartenb. Papiermühle, u. Anna Maria Ehe­leuthen ein iunger Sohn gebohren, so d. 8. eiusdem getaufft, und Johann Christoffel genannt worden: Gevattern waren Meister Jo­hann Christof­fel *Wemerl [Anm. s. *Werner] Papiermacher auf der Hartenb. Papiermühl u. Juliana Catharina deßen ehl. Haußfrau. 238.

 

Johann Nikolaus *Schmidtberger ist Erbbeständer und Betriebsnachfolger seines Vaters auf der Unteren Papiermühle im Isen­achtal bei Hardenburg (heute Papierfabrik Schleipen) 239.

 

Noch zu Ende des 18. Jh. lieferte Joh. Nic. Schmidtberger Papier an die Leiningische Verwaltung. Einem „Extrait du Registre des arrêtés du Préfet du Dep. Du Mont-Tonnere“ von 7.3.1809 ist zu entnehmen, daß im Terminal anno 11 = 1803 Nicolas Schmidtber­ger, Erbbe­ständer der Papiermühle bei Hardenburg, um eine Ermäßigung seiner Erbpacht nachgekommen ist, und noch am 12.4.1807 reklamiert er die Bezahlung seiner 1799 berechneten Papierlieferungen 240.

 

1802 übernahm der Papiermüller aus Neustadt Johann/Jost/Jobst Friedrich (1) *Roedter († 1802) die Papiermühle in Hardenburg. Nach seinem Tod noch 1802 führte seine Witwe Katharina Elisabeth Allemang, verwitwete Lorch und verw. Roedter die Mühle fort. 1815 über­nahm der älteste Sohn Christian Ludwig (Louis) *Roedter die Papiermühle Hardenburg, erbaute 1826 die Papiermühle Jä­gerthal im Isen­achtal 241, die er 1836 an Leopold Cordier veräußerte. Louis Roedter erwarb 1841 die 'Obermühle', eine kleine Papier­mühle in der Nachbarschaft der Untermühle und gliederte sie seinem Betrieb an 242. Er erscheint im Urkataster von 1841 auch als Ei­gentümer der Oberen Papier­mühle Altleiningen 243.

 

Im „Tagebuch eines wandernden (Papiermacher)Gesellen (Heinrich Otto Ludwig Fueß, Louis genannt 244) von 1821 heißt es zur Papier­mühle Röder in Hardenburg: „.... und begab sich erst am 1. Juli wieder weiter, über Worms nach Hardenburg, ein Dorf an ei­nem star­ken Wasser, welches die Papiermühle treibt. Sie ist erst noch nicht lange gebaut und die Werker sind sehr schön angelegt. Es befind­en sich hier 2 Holländer an einem Kronrade mit eisernem Getriebe, 6 Loch Geschirr, eine schöne Kammpresse, wo die Spindel steht und die Mutter sich dreht, und drey prächtige Trockenpressen im Saal mit geschnittenen Spindeln. Den Nachmittag ging ich auch ein wenig nach der Obermühle, die nur 5 Minuten davon liegt, ein kleines Mühlchen mit einem Holländer und einer Schnecken­presse. Der Herr ist ein Bruder zu dem unten. Ich wurde sehr freundschaftlich aufgenommen, vorzüglich auf der untern, wo ich über­nachtete; der Herr heißt Röder. Den Morgen den 3ten setzte ich meine Reise wieder fort im Thal hinauf, wo ich auch noch eine Pa­piermühle, die einem ge­wissen Schmidtberger gehörte, passierte, und kam gegen Mittag nach der bey dem Dörfchen Frankeneck ge­legenen Papierfabrik, eine aus drey großen Gebäuden bestehende Mühle an einem starken Wasser. In dem einen Gebäude liegen 2 Bütten mit Schnekkenpressen, 2 Holländer und 4 Loch Geschirr und Lumpenschneider, und auf der andern Seiten des Wassers liegt ein ander Haus, 1 Bütte auch mit obiger Presse, 1 Holländer und 8 Loch Geschirr. Das Wohnhaus steht separat. Es war hier der Zeug gebleicht, wo sie aus schlechten Conzept - Lumpen schönes Schreibpapier machen. Ich war hier über Nacht, wurde von Herrn Gosler und seinen Gesellen recht gut auf­genommen, obgleich seine Herrn Söhne nicht eben rühmen kann ...“ 245.

 

Die Papierfabrik von Röder im Isenachtal ist 1884 abgebrannt 246.

 

1912 ging die Roedtersche Fabrik in den Besitz von Reinhard Bachmann über und nannte sich fortan 'Papierfabrik Hardenburg' 247.

 

Die teilweise unter Denkmalschutz stehenden Gebäude werden wie folgt beschrieben: Papierfabrik Schleipen, Kaiserslauterer Straße 405, sog. Große Papiermühle, Sandsteinplatte bez. 1779, ehem. Keilstein bez. 1811 248.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. H5 Nr. 5490: „Berechtigung der Papiermühle bei Hardenburg, 1769“

 

 

- Pulvermühle:

lag unterhalb des Schlosses; schon um 1675 vorhanden; um 1735 wurde an ihrer Stelle der sog. Kleinen Hammer (auch Neuer Ham­mer) errichtet 249.

 

Die Pulvermühle erhielt 1675 ein neues Wasserrad 250.

 

 

- Schloßmühle:

s. Bannmühle

 

 

- Untermühle:

s. Papierfabrik Hardenburg

 

 

 

 

 

Harthausen:

VG Dudenhofen, Lk Rhein-Pfalz-Kreis; südwestlich von Speyer gelegen; gehörte zum Hochstift Speyer

 

Die Bevölkerung umfaßte auch kurpfälzische Leibeigene 251.

 

 

 

Mühlen:

- Klostermühle, (Alt-)Heilsbrucker Mühle:

das Kloster Heilsbruck besaß in Edenkoben und in Harthausen eine Mühle 252.

 

Das Kloster Heilsbruck wird in Harthausen 253 erstmals im Zusammenhang mit der Schenkung des Streitacker Waldes genannt. Diese Schenkung war der Grundstock für einen Besitz, der sich bis 1262 schon bedeutend vermehrt haben muß. Wahrscheinlich unterhielt das Kloster schon früh einen Klosterhof in Harthausen. Über eine Erweiterung Heilsbrucker Klosterbesitzes in Harthausen wird in ei­ner Ur­kunde von 1284 berichtet. 1322 urkundet der Abt des Klosters Maulbronn die Übergabe verschiedener Güter an das Kloster Heilsbruck, u.a. den Forstwald bei Hanhofen, eine Wiese bei der Steinenbrücke und vier Morgen Äcker bei der Mühle zu Harthausen. Hieraus ergibt sich, daß Heilsbruck im frühen 14. Jh. in Harthausen eine Mühle unterhielt 254.

 

Nahe bei den früheren Klostergebäuden lag unweit der Steinbrücke die Gemarkung „Mühlwieshecke“. Ob das Gelände und der dort ge­fundene Abbruchschutt des späten Mittelalters mit der Klostermühle in Verbindung stand, muß offen bleiben, lediglich der heute nicht mehr existierende „Mühlweg“ könnte auf den Standort der Klostermühle verweisen 255.

 

Eine Gültverschreibung von 1389 gibt über diese Mühle nähere Auskunft. Hierin verschreibt der Besitzer verschiedene Güter, u.a. eine Wiese, „mansmat“ genannt, gelegen bei der Mühle, Altheilsbruck genannt, bei der Klosterwiese gelegen, die „Hornswiese“ ge­nannt wird. Diese Angaben verdeutlichen, daß nach der Aufgabe der Klostergebäude in Harthausen [Anm.: das Kloster wurde wegen der schlechten und ungesunden Lage nach Edenkoben verlegt] bald an dieser Stelle eine Mühle durch die Nonnen erbaut wurde 256.

 

Die Nonnen des Klosters Heilsbruck hatten um 1415 zwischen Harthausen und Hanhofen eine Mühle, die sie anfangs selbst betrie­ben und erst später in Pacht gaben 257.

 

1495 wurde diese Mühle, zwischen Hanhofen und Harthausen gelegen, unter Äbtissin Hildgund vom Kloster Heilsbruck neu erbaut und und für deren zwei Gänge das Wasser aus dem Speyerbach abgeleitet 258.

 

Das Kloster Heilsbruck mußte für diese Mühle aus dem Bach Wasser ableiten; deswegen kam es bereits im Jahr der Erbauung 1495 zum Streit mit dem Bischof von Speyer, der befürchtete, daß anderen, ihm oder dem Domstift Speyer gehörenden Mühlen in Speyer das Wasser entzogen werden könnte. Das Ganerben-Weistum sicherte aber dem Kloster das Recht zur Wasserentnahme ausdrücklich zu. Dafür war das Kloster den Ganerben gegenüber zur Zahlung eines Zinses verpflichtet 259. Für Bei der Neuerrichtung dieser Mühle hatte sich das Kloster Heilsbruck zudem verpflichten müssen, das entnommene Wasser auf dem kürzesten Wege wieder in den Speyerbach zurückzuleiten 260. Wegen der Ableitung des Wassers aus dem Speyer­bach für die neuerbaute Mühle kam es zum Einspruch der Regie­rung des Hochstifts Speyer vor dem Ganerbengericht Hanhofen. Zu dessen Beilegung kam es zu einem Vertragsschluß zwischen dem Kloster Heilsbruck und dem Hochstift Speyer am 26.10.1495. Hier­in verpflichtete sich das Kloster Heilsbruck, das abgeleitete Wasser ausschließlich für den Mühlenbetrieb [Anm.: also nicht für die Wiesenbewässerung] zu benutzen und nach der Mühle umgehend auf dem nächsten Wege durch die Harthauser Brücke wieder in den Speyerbach abfließen zu lassen 261.

 

Der Müller Fritz aus Dudenhofen war der erste Bestän­der; er er­hielt am 20.1.1495 die Mühle für die Dauer von 30 Jahren verliehen 262.

 

Im Protokollbuch des Speyerer Domkapitels heißt es am +++klären+++: “Und als h[herr] Niclaus 263 wyter anbracht, wie das die Spyerbach an irem lauf der mulen halb zu Harthusen den jungkfrawen zu Heylsprucken zusteend gehindert wurde, wurde beschlossen, mit mynem gnedigen herrn dovon zu reden 264.

 

Karte:

- Schnabel, Berthold / Werling, Michael: Harthausen, St. Maria – Zisterzienserinnenkloster Heilsbruck [in Harthausen]; in: Keddig­keit u.a.: Pfälzisches Kloster­lexikon, a.a.O., Band 2, S. 92 (Nr. 1 Gewanne Mühlwieshecke, Nr. 5 möglicher Standort der Kloster­mühle)

 

 

- Roßölmühle zu Harthausen: 265

1728 gab es in Harthausen eine Ölmühle, die als als Göpelwerk, d.h. als Roßölmühle betrieben wurde 266.

 

 

 

 

 

Harxheim / Pfrimm:

OT der heutigen Gemeinde Zellertal, VG Göllheim, Lk Donnersbergkreis. Das Dorf Harxheim wurde 1400 von Graf Friedrich VIII. von Leiningen-Dagsburg zusammen mit den von der Abtei Hornbach lehensrührigen Orten Zell, Immesheim, Ottersheim und Nie­fernheim an den Burggrafen Salzkorn zu Alzey verpfändet 267. Harxheim gehörte dem Kloster Hornbach, das damit 1179 die Grafen von Leiningen belehnte. 1481 erwarb Kurpfalz den Ort aus der Erbschaft des Landgrafen Hesso von Leiningen und ordnete sie dem Oberamt Alzey (Unteramt Dirmstein, seit 1705 Freinsheim) zu 268.

 

Mühlen:

bereits 778 ist eine Schenkung zugunsten des Klosters Lorsch urkundlich erwähnt, ein Grundstück mit dem Recht zur Errichtung ei­ner Mühle 269; am 18.5.790 schenken Jordana und Wolfbodo dem Kloster Lorsch 1 Wiese, 1 Platz und eine Mühle im Pago Worms in Aras­heim [Anm. d. Verf.: = Harxheim 270] 271

 

Ein Ortsplan von 1737 verzeichnet im Ortskern u.a beide Dorfmühlen, eine Mühle in der Hauptstraße (Nr. 1) und eine Mühle süd­westlich vom Ammelbach 272.

 

1135 bestätigt Adalbert, Erzbischof von Mainz, die bis jetzt von den Äbten Albert, Ernst und Ludolf von Hornbach zugunsten der Probs­tei Zell im Nahegau gemachten Schenkungen bestehend in Kirche, Zehnt und einer Mühle in Harawesheim ...“ 273; [Anm. d. Verf.: „Ha­rawesheim“ wird teilweise auch mit Harxheim bei Main gleichgesetzt, die Urkunde betr. aber m.E. wegen der Nähe des Dorfes „Ha­rawesheim“ zur Probstei Zell im Zellertal das Dorf Harxheim/Zellertal 274].

 

1787 wird von 3 Mühlen zu Harxheim berichtet 275, darunter die Bannmühle 276, 1837 werden auch die Namen mitgeteilt 277, darun­ter die Bannmühle 278.

 

Im Rahmen der französischen Nationalgüterveräußerung wurde am 19. Pluviose X die Mühle in Harxheim +++klären: welche Müh­le+++ als „freigegebenes Emigrantengut“ des „Herrn Verschaffelt, Erben“ genannt 279.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird in Harxheim genannt der Handelsmüller Heinrich Brubacher 280.+++klären: wel­che Müh­le+++

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird in Harxheim genannt der Handelsmüller Georg Curschmann 281.+++klären: wel­che Müh­le+++

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird in Harxheim genannt der Handelsmüller Jean Herr 282.+++klären: welche Müh­le+++

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz von 1864 wird in Harxheim genannt der Handelsmüller Heinrich Kaege 283.+++klären: welche Müh­le+++

 

 

- Bannmühle, Stiftsmühle:

bereits 778 ist eine Schenkung zugunsten des Klosters Lorsch urkundlich erwähnt, ein Grundstück mit dem Recht zur Errichtung ei­ner Mühle 284. Wolfgang und Friedeburg geben am 12.6.778 zum Heile ihrer Seelen ihr gut im Wormsgau in Harxheimer (Arashei­mer) Ge­markung mit Wasser und Wasserrecht, wo eine Mühle zu errichten ist. Am 18.5.779 bestätigen Jordana und ihr Sohn Wolfbo­do die Schenkung, und geben Wiese und Platz für die errichtende Mühle 285.

 

Goswin Widder schreibt im „Versuch einer vollständigen geographisch-historischen Beschreibung der Kurpfalz“: Abt Adalbert vom Kloster Hornbach verlieh um das Ende des 11. Jh. „die Kirche zu Hareweschen (Harxheim) mit dem Zehnten und einer Mühle“ der Probstei Zell. 286

 

Am 2.11.1207 bestätigt Abt Werner von Hornbach auf Bitten des Probstes Heinrich und der übrigen Brüder zu Zell die Schenkungen sei­ner Vorgänger, die des Albert, der die Kirche zu Harwisheim, das Zehntrecht und die Mühle beim Dorfe ... schenkte 287.

 

Graf Emich IV. von Leiningen schenkte und vermachte aber 1262 der Kirche des hl. Philipp von Zell seine Mühle zu Harxheim zu Eigen­tum, behielt sich jedoch den lebenslangen Mitgenuß derselben vor gegen einen jährlichen Zins 288.

 

Die Stiftsmühle in Harxheim gehörte dem Stift Zell und war Bannmühle für Harxheim, Immesheim und Ottersheim. 1382 schenkten Graf Friedrich von Leiningen und seine Gemahlin Yolanta von Gulich dem Stift Zell den Mühlbann zu Immesheim und Ottersheim für die Stiftsmühle in Harxheim 289.

 

1506 verleih das Kapitel des Stiftes Zell die Mühle des Zeller Stifts in Harxheim in Erbbestand gegen eine Erbpacht von 46 Mltr Korn 290.

 

Am 22.5.1674 erstellt der Jacob Bohr, „“Churpfalz Zeller Stifts-Bann Müller“ als Sachverständiger ein Gutachten über den Wert der lei­ningischen Ohligmühle zu Kleinkarlbach 291.

 

Ein Ortsplan von 1737 verzeichnet im Ortskern u.a beide Dorfmühlen in der Hauptstraße (Nr. 1) und südwestlich vom Ammelbach 292.

 

In der Kollekturrechnung des Stifts Zell von 1760 werden die Einnahmen aus der Erbpacht der Bannmühle Harxheim wie folgt verzeich­net: „40 Mltr prius Ullrich Ummel, prius Friederich Müller, modo Peter Pothen Wittib Von der beschriebenen Bann Mühl Haus Hofraith und denen Salvo cuius cunque jure genießenden 29 Morgen 1 4tel Acker Wiesen und Weingarthen“ 293.

 

In der Kollekturrechnung des Stifts Zell von 1760 ist in Harxheim ein Grundstück verzeichnet mit: „... 4 Morgen Acker hinter der Bann Mühl ...“ 294 und ebenso „Von 3 Viertel hinter der Bann Mühl ...“ 295.

 

1787 wird von 3 Mühlen zu Harxheim berichtet 296, darunter die Bannmühle 297.

 

1864 wird Heinrich Käge, „Müller und Gutsbesitzer in Harxheim“, als Mitglied des landwirtschaftlichen Vereins der Pfalz genannt 298. ++++klären : welche Müh­le++++

 

Literatur/Urkunden:

- Weber, Friedrich Wilhelm: Die Bannmühle in Harxheim an der Pfrimm in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1982, S. 64

 

 

- Bittermühle:

in der Bittermühle gab es eine Gipsmühle 299.

 

 

- Butzgysmühle:

1824 „Butzgys-Mühle“ 300; 1828 „Butzgypsmühle“ 301; 1837 „Butzgysmühle“ 302, 1851 „Butzgysmühle“ 303. Im „Handbuch der Pfalz“ von 1877 nicht mehr enthalten. Die Schreibung von 1828 mit -p- ist fehlerhaft. Beziehungswort ist der Genitiv zum Famili­ennamen Butzgy, Butzki 304.

 

 

- Eselsmühle:

erwähnt bei Weber 305

 

 

- Grammen Mühle:

s. Wachenheim/Pfrimm

 

 

- Jüngstmühle bei Harxheim:

1828 als „Jungstermühle“, 1837 als „Jüngstermühle“, 1886 als „Inselmühle, auch Jüngstmühle“ und 1963 als „Jüngstmühle“ erwähnt 306.

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 290

 

 

- Kurpfalzmühle, Pfalzmühle:

Harxheim war kurpfälzischer Besitz und bildete zusammen mit Zell und Niefernheim ein kurpfälzisches Gericht; der Mühlenname rührt vermutlich daher. 1838 heißt sie „Pfalzmühle“ 307.

 

 

- Zellerthaler Mühle:

Friedrich Gramb (1756-59, Beständer des Hofguts in Wachenheim) war zugleich Mühlbeständer der Zellerthaler Mühle in Harxheim 308.

 

Literatur/Urkunden:

- Kilian, Rolf: Untertanen-Listen des kurpfälzischen Oberamts Alzey vom Jahr 1698; in: Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 1956, S. 57ff, 77ff

 

 

 

 

 

Haschbach am Glan:

heute OT von Henschtal, VG Glan-Münchweiler, Lk Kusel. Der Ort liegt unmittelbar am Glan; die Zusatzbezeichnung kam wegen Unter­scheidung von der ebenfalls im Landkreis Kusel gelegenen Gemeinde Haschbach am Remigiusberg zustande. Der Ort hieß 1589 „Has­pach“ und 1712 „Aspach“. Zu dem damaligen Zeitpunkt unterstand er dem Münchweiler Tal, einem Lehen des Klosters Hornbach. Im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Haschbach zusammen mit dem Nachbarort Trahweiler zur neuen Gemein­de Henschtal zusammengelegt 309.

 

Das ganze „Ämtgen“, also Nanzweiler, Dietschweiler, Grieß, Börschborn und Haschbach mit zusammen 151 Familien, ist in die Mahl- und Ohligmühle Glanmünchweiler gebannt 310.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Lichtenberg von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Münchweiler Mahl Ohlig und Noth Mühl hat 2 Mahlgang (und) 1 Mahl und Scheelgang, gibt jährl: an Pfacht 1 ½ Malter Korn, 1 ½ Malter Habern, (und weitere) 40 Malter Korn wird dem Hrn. Grafen von dem Erbbeständer gel. (Anm.: d. Verf.: der Haupterbbeständer waren die Grafen von der Leyen); kan 16 Malter in 24 Stund (mahlen) und ist das ganze Münchweiler Amtes, als Munchweiler, Dietschweiler, Grieß, Berschborn (heute Börsborn) et Haspach (Anm. d. Verf.: heute Haschbach, südlicher OT von Henschtal, VG Glan-Münchwei­ler) aus 154 Familien bestehend dahin gebannet.“ 311

 

Die „Spittelmühle“ (= Spitalmühle Kaiserslautern) war auch eine Weile im Erbbestand der Haschbacher Müllersfamilie Drees gewe­sen sein (s. auch Reis, Kaiserslautern im 18. Jh.).

 

 

 

 

 

Hassel / Saar:

heute OT von St. Ingbert südöstlich von St. Ingbert, direkt unterhalb von Rohrbach/Saar gelegen; von hier stammt die Familie des Phil­ipp Friedrich Freiherr von *Schorrenburg, der Sohn des pfalz-zweibrückischen Regierungsregistrators Johann Philipp von Has­sel; die Fa­milie von Hassel/Schorrenburg ist u.a. in Hassel begütert.

 

Im 13. Jh. als Lehensgut der Ritter von Hassel erwähnt; die Edelknechte Schorr von Hassel hatten 1265 diese Güter in Besitz. 1448 wurde Herzog Stefan von Zweibrücken mit dem Ort Hasel belehnt. Von nun an gehörte Hassel zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Zwi­schen 1648 und 1673 war der Ort fast völlig entvölkert, es lebte dort nur eine Person 312. 1771 verkaufte Sophia Carolina von Schorren­berg den Flecken an den Saarbrücker Hofrat Georg Andreas Dern 313. Da dieser nicht zahlen konnte, verlieh der Herzig von Zweibrücken den Ort an seinen Minister von Esebeck. 1798 kam der Ort Hassel zum Saardepartement und verwaltungsmäßig zur Marie St. Ingbert 314.

 

Mühlen:

die Hasseler Mühle (s. Hassel) lag zwischen Niederwürzbach und Hassel weshalb die örtliche Zuordnung der Mühlen schwierig ist.

 

 

- Freiherrlich Schorrenburger Mahl-, Öl- und Sägmühl, Haßeler Mühle:

um 1500 stand auf dem Hasseler Bann am sog. Gauchsbach eine Mühle. Sie gehörte dem „Vasalli“ und war eine Bannmühle 315.

 

1736 kaufte sich Hans Jakob *Wagner von der Hasseler Mühle, in die Kirkeler Mühle ein. 1738 wurde von ihm noch eine Sägemühle an­gebaut 316.

 

Die beim Dorf Hassel liegende Mühle wurde zunächst im Temporalbestand vergeben. 1741 erhielt Johann Nickel *Lüth von Freiherr Jo­hann Karl Christian von Schorrenburg die Mühle im Erbbestand mit der Auflage, auf eigene Kosten das baufällige Gebäude in­stand zu setzen und die verwilderte und versumpfte Umgebung zu kultivieren. Lüth und seine Frau zogen daraufhin von Saarbrücken nach Hassel und investierten über 2000 fl in das Mühlengut 317.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 wird die Mühle zusammenfassend wie folgt beschrieben: “... liegt am Hasseler Weiher, ¼ Stunde unterhalb des Dorfes Hassel. 3 oberschlächtige Wasserräder für Mahl-, Öl- und Sägemühle. Entrichtet jähr­lich an den jüngeren Herrn von Schorrenburg 5 Ma. Korn, 40 fl an Geld, 1 Mühl­schwein von 120 Pfund, 3 Kappaunen und 3 Hühner bzw. den entsprechenden Geldbetrag für die Naturalien. Das Dorf Hassel und die zuge­hörigen Höfe sind hierher gebannt. Erbbeständer ist Johann Nickel *Lüth, vermög dem von den jüngerem Herrn Baron von Schorren­burg unterm 21ten Jan: 1741 erhalte­nen Erbbestand-Brief ... Zu der Mühle gehört vermög des Erbbestandt-Brieffes das Müh­len- und Hofguth so in allem Einhundert Morgen Landt ausma­chen dörfte” 318.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 wird die Mühle beschrieben: „Die Schorrenbur­gische Mühl zu Hassel [hat] 3 WaßerRäder, davon das einen einen Mahlgang, das 2. eine Ohligmühl und das 3. eine Seegmühle trei­bet; [zahlt an Pfacht] 42 fl, 1 bz 8 d an Geld; 5 Mltr Korn, 1 Mühlschwein von 120 Pfd.; das Dorff Haßel und die dazu gehörigen Höffe etwan 25 fa­mil: ausmachend, seyend hierher gebannt.“ 319

 

Nach elf Jahren (1752 err. starb der Müller Lüth, seinen Witwe NN. führte mit ihren Kindern die Mühle fort. Als mit Johann Christi­an von Schorrenburgs Sohn die jüngere Linie der Freiherren von Schorrenburg ausstarb, wurde der Erbbestand von dem nunmehri­gen Orts­herrn Karl Friedrich von Schorrenburg aus der älteren Linie, als ohne agnatischen Konsens erfolgte Alienation und Ver­schlechterung des Lehensbesitzes angefochten. Es kommt hierüber zum Prozeß, der die Kassation des Erbbestandsbriefes über die nunmehrige Mahl-, Schneid- und Ölmühle zum Gegenstand hat. Hierbei klagt die Witwe des Nikel Luten gegen den Freiherrn Karl Friedrich von Schorren­burg. Das Verfahren wurde 1760/61 vor dem Pfalz-zweibrückischen Oberamt Zweibrücken in 1. Instanz, dann 1761 als Berufungsinstanz vor der Pfalz-zweibrückischen Regierung geführt und war von 1761/62 vor dem Reichskammergericht Wetzlar rechtshängig 320. Hinter­grund war folgendes: Die Mahl-, Schneid- und Ölmühle lag bei Hassel. Das Dorf Hassel besaß die jüngere Linie der Freiherrn von Schor­renburg als pfalz-zweibrückisches Lehen. Die beim Dorf liegende Mühle wurde zunächst im Temporalbestand vergeben. Der Nikel Luten/Lüth erhielt 1741 die Mühle vom Freiherrn Johann Karl Christian von Schorrenburg im Erbbestand gegen die Auflage, das baufälli­ge Gebäude auf eigene Kosten instandzusetzen und die verwilderte und versumpfte Umge­bung zu kultivieren. Die Eheleute investieren über 2000 fl. in das Mühlengut. 1752 stirbt der Müller Lüth, die Witwe führt mit ihren vier Kindern die Mühle fort. Als mit dem Sohn des Johann Karl Christian von Schorrenburg 1760 die jüngere Linie der Freiherren ausstirbt, geht das Dorf Hassel an den neuen Ortsherrn Karl Friedrich aus der älteren Linie der Freiherrn von Schorrenburg über. Dieser focht den Erbbestand an mit der Begründung, die Ver­gabe sei ohne agnatischen Konsens 321 erfolgt und der Lehensbesitz zu­dem verschlechtert worden. Er fordert deshalb, die Klägerin möge einen Temporalbestand mit höheren jährlichen Abgaben akzeptie­ren. Außerdem läßt er den oberen oder Stockweiher, aus dem die klägerische Mühle hauptsächlich gespeist wird, austrocknen 322.

 

1770 bestand die Hasseler Mühle am Gauchsbach beim heutigen Griesweiher aus einem Wohngebäude, einer Ölmühle und einer Säge­mühle 323.

 

1776 sind in der pfalz-zweibrückischen Huldigungsliste der „Hassler Erbbestandsmühl“ erwähnt: Christian Luth, Peter Luth, Christi­an Knobloch und dessen 18 Jahre alter Sohn Peter Knobloch 324.

 

Um 1800 hieß der Müller Laval 325.

 

Am 26.2.1823 lassen die Kinder und Erben des verstorbenen Müllers Georg Holzmann die Haßeler Mühle öffentlich verpachten. In der Annonce im Intelligenzblatt vom 9.2.1823 heißt es: „ ... wird auf Anstehen der Erben und Vormünder über die noch minderjähri­gen Kin­der der auf der Haßeler Mühle verlebten Eheleute Ge­org Holzmann, die denen besagten Erben zugehörigen Gebäulichkeiten; beste­hend: 1. In zwey Gebäuden, nämlich das Wohn-, Mühl- und Oel-Mühl-Gebäude nebst einem Keller, disseits und dem Seeg­mühl-Gebäude sammt Stallung auf der anderen Seite des Wasser­baues, mit dem dazu gehörigen Hofgering, einseits der Grundzapfen des Mühlweihers, anderseits die durchs Thal ziehende Straße. 2. Das darneben befindliche Schneidwerk mit Wasser-Bau und Better, vier Morgen Wiesen und ungefähr sechs Morgen Ackerland da­bey gelegen, auf drey oder sechs nacheinander folgende Jahre ... ver­pachten.“ 326

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 936 6: „Die zur Hasseler Mühle gehörenden Weiher, o. D.“

- LA Speyer Best. E6 Nr. 1276: Erbbestandsbrief an den Müller Johann Nickel Lüth von 1741 als Anlage Q9 der RKG-Akten

- LA Speyer Best. E6 Nr. 1276: Verfahren vor dem Reichskammergericht Wetzlar 1761-1762: NN., Witwe des Erbbestandsmüllers Johann Nickel Lüth ./. Freiherr Karl Friedrich von Schorrenburg, Zweibrücken

- Scholl, Josef: Mühlen und Gutshöfe im Raum St. Ingbert. (Heimatgeschichtl. über d. z. Herzogtum Zweibrücken gehörenden Dör­fer Hassel, Rohrbach, ihren Höfen u. Mühlen. Die Ober- u. Untermühle zu St. Ingbert). - St. Ingbert: Buchhandlung Friedrich, 1978.

 

 

 

 

 

Haßloch:

verbandsfreie Gemeinde, Lk Bad Dürkheim. Reichsdorf bis 1330, dann Kurpfalz; Sitz der Pflege Haßloch mit den ehemaligen Reichsdör­fern Böhl und Iggelheim (Pflege bis 1793 an Leiningen verliehen327. Das Dorf Haßloch war im 15. Jh. leiningen-harten­burgischer Besitz. Es wurde 1459 im Pfälzischen Krieg des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz, des Siegreichen, gegen Kurmainz, das mit Leiningen-Har­tenburg und Zweibrücken-Veldenz eng verbunden war, weitgehend zerstört 328. Leiningen-Hartenburg begann in diesem Krieg die Feind­seligkeiten. Der Ritter von Scharfenstein, ein Leiningen-Hartenburger Dienstmann, überfiel im November 1459 das kurpfälzische Dorf Meckenheim und brannte es fast ganz nieder. Etwa 200 kurpfälzische Untertanen, die auf dem Markt nach Speyer unterwegs wa­ren, wurden aufgegriffen und gefangen gesetzt 329. Prompt erfolgte die kurpfälzische Vergeltung: die lei­ningischen Dörfer Haßloch, Böhl und Iggelheim wurden ebenfalls in Schutt und Asche gelegt 330.

 

Nach 1550 reformierte Pfarrei (seit 1705 mit Böhl; 1700 auch lutherisch. KB ref. 1700; KB luth. 1700 331.

 

Das Dorf wies nach Visitationsbericht des Bistums Speyer von 1718/1719 eine Bevölkerung von 149 Katholiken, 40 Lutheraner und 120 Reformierte auf 332.

 

 

Mühlen:

die ersten urkundlichen Nachweise über Haßlocher Mühlen befinden sich im Codex traditionum Wizzenburgensis von 1255, dem Besitz­verzeichnis des Klosters Weißenburg, der die früheren Besitzverzeichnisse erfaßt 333. Dieses Verzeichnis beruht auf den Schenkungen des fränkischen Adligen Sigibald II von 773 334. Für das 9. Jh. nennt der Liber Possessionum des Klosters Weißenburg für „Hasalach“ einen Salhof mit 720 Morgen Land. Der weitere Besitz umfaßt vier Mühlen, Weinberge, Wiesen und 60 ½ Hufen 335.

 

Otto von Worms, ein Vorfahre des Kaisergeschlechts der Salier, erhielt 985, als Entschädigung für das Herzogtum Kärnten, von Kaiserin Theophanu (Gattin des Kaisers † Otto II und Regentin für den minderjährigen Otto III) die Vogtei über das Reichskloster Weißenburg. Ohne Skrupel zog Otto von Worms den umfangreichen Klosterbesitz auf beiden Seiten des Rheins ein. Durch den “Wei­ßenburger Kir­chenraub” wurde der Weißenburger Klosterbesitz zum salischen Hausbesitz und später staufischer Reichsbesitz. 1252 wurde ein Teil hiervon, die “Pflege Haßloch” an den Bischof von Speyer verpfändet, weil Gegenkönig Wilhelm von Holland den vor­letzten Staufer, König Konrad IV. von Hohenstaufen schwächen wollte. 1330 wurde die Pflege Haßloch mit den Dörfern Haßloch, Ig­gelheim und Böhl, an die Kurpfalz verpfändet. Diese doppelte Verpfändung ist der Grund dafür, daß es in Haßloch bischöfliche und herrschaftliche Mühlen gab. Später war Haßloch kurpfälzisch und gehörte zum Oberamt Neustadt; im Mühlenverzeichnis von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, sind in Haßloch die 4 folgenden Mühlen aufgeführt 336:

 

- Fronmühle zwischen Haßloch und Geinsheim

- Oberste Mühle in Haßloch

- Röthmühle bei Haßloch

- Unterste Neumühle in Haßloch

 

In Haßloch gab es insgesamt 6 Mühlen, 2 am Speyerbach und 4 am Rehbach 337. Die älteste Mühle ist die Fronmühle, die 5 anderen Haßlocher Mühlen kamen nach und nach dazu, die Aumühle wurde als letzte der Haßlocher Mühlen gebaut 338.

 

1551 heißt es in einer Übersicht über die Dörfer des Oberamts Neustadt, „Ambt Neustadt cum indice: Extract aus den altig documen­ten gezog dz A[mbt] Neustatt betr:“, die auch Mühlen beinhaltet 339: „Mul zu Hasloch. Pfl[eger] befelt den Fruth zu Hasloch bey er­bauung seiner Mülen … klären zu haben.“

 

Im Türkensteuerregister des Oberamts Neustadt von 1584 ist in Haßloch aufgeführt: „Hanß Ranck, ein Müller 1100 fl“ 340.+++klären welche Mühle+++

 

Literatur/Urkunden zu Mühlen in Haßloch, allgemein:

- Blöhs, Willi: „Fritz Steinmüller denkt nicht ans Aufgeben: 700 Jahre alte Mühle [Haßloch] soll weiter klappern“. - Ill. In: Rhein­pfalz, Neustadt. 28 Nr. 215 v. 16.9.1972 +++klären welche Mühle+++

- „Rheinpfalz“ / Mittelhaardter Rundschau: Mühlen in Haßloch: Ausgabe Nr. 166 vom 21.7. 1999 (Fronmühle); Nr. 176 vom 2.8.1999 (Sägmühle); Nr. 191 vom 19.8.1999 (Aumühle); Nr. 197 vom 26.8.1999 (Neumühle); Nr. 207 vom 7.9.1999 (Obermühle); Nr. 229 vom 2.10.1999 (Pfalzmühle), 1999. - Ill.

- „Rheinpfalz“ Leo: Das Freizeitmagazin für die Pfalz vom 21.6.2012, S. 18: „Bei Haßloch: Der Mühlenwanderweg: Entdeckungs­tour in Sachen Mühlenromantik“

 

 

- Aumühle:

die Aumühle ist die jüngste der Haßlocher Mühlen; die Aumühle liegt am Speyerbach, nicht weit vom heutigen Holidaypark, west­lich von Hanhofen, liegt aber auf der Gemarkung Haßloch. Im Mai 1858 beantragte der Haßlocher Müller Adam *Heene den Bau ei­ner Mühle am Speyerbach zwischen Hanhofen und Geinsheim. Die Mühle sollte 3 Wasserräder und 6 Mahlgänge haben 341.

 

Die Baugenehmigung für die Aumühle, die dritte Mühlen-Neugründung am Speyerbach zwischen 1835 und 1858 wurde erteilt, weil die Mühlen dieses Raumes“in den letzten Jahren ... stets mit Getreide überfüllt“ waren, so daß „die Müller ihre Kunden - öfters Wo­chen, ja Monate lang nicht befördern konnten“ 342.

 

Die erste Genehmigung wurde 1859 erteilt, eine modifizierte Genehmigung erfolgte nach Zurückweisung von Einsprüchen der Wiesenbes­itzer am 17.8.1860 343, bzw. wurden die Bauarbeiten im September 1858 be­gonnen. Am 16.7.1859 konnte das Triebwerk er­richtet und der Betrieb aufgenommen werden 344. 1861 stellte Adam *Heene den Antrag „die Streichwehre und den Stauschutz am Triebwerk“, nach­dem die Mühle nun schon in Betrieb sei, „um 12 bis 20 Cent.“ nachträglich erhöhen zu dürfen, um die Antriebska­pazität zu erhöhen 345.

 

Um 1864/74 war der Mehlhändler Johann *Diller der Müller auf der Aumühle. 1885 war die Aumühle im Besitz des Tabakhändlers Au­gust *Hörig. 1895 wurde die Mühle an Josef Herrmann verpachtet. Die Mühle warf keinen Gewinn ab und dieser konnte die Müh­le nicht halten. 1896 wechselte das Anwesen in den Besitz von Jakob Grün über. Für 1914 ist belegt, daß die Aumühle einem Philipp Blum ge­hörte. Am 7.5.1919 verkaufte Philipp Blum die Mühle an den Landwirt Philipp Weinert und Ehefrau Margaretha Wenz aus Haßloch. Da­nach wechselte die Mühle in den Besitz der Lachener Eheleute Peter *Sauter und Elise *Brauch über. Diese richteten eine Gastwirtschaft ein, das “Mühlenstübchen”, um ihre Einnahmen zu verbessern. Diese reichten aber nicht aus, die verschuldeten Eheleute zündeten dar­aufhin am 27.1.1932 das Anwesen an; dieses brannte vollständig ab, es blieben nur Brandruinen übrig. Die Eheleute Sauter/Brauch wa­ren mit 18000 Reichsmark verschuldet, u.a. bei Schwarz-Storchen-Brauerei in Speyer. Für die Brandstif­tung erhielten die Eheleute eine Haftstrafe von 3 Jahren. Am 8.6.1932 verkaufte der damalige Haßlocher Georg Brauch im Auftrag der Familie das Anwesen. Käufer war der Landwirt Georg Friedrich Brauch II aus Gommersheim. dessen Sohn spätere Eigentümer Fritz Brauch jun. berichtete: “Nach zwei Bränden hat mein Vater die Mühle in Schutt und Asche gekauft und als Gaststätte wieder aufgebaut” Der Mühlenbetrieb wurde nicht wieder aufgenommen. Seit 1986 dient ein unterschlächtiges Mühlrad zur Stromerzeu­gung. in der Mühle befindet sich ein bekanntes Ausflugslokal 346.

 

 

- Fronmühle auf der Haselach:

die Fronmühle ist identisch mit der bei (Lachen-)Speyerdorf genannten Fronmühle am Speyerbach. Die Fronmühle in Haßloch liegt am Speyerbach, an der Straße südlich von Haßloch (kurpfälzisch) in Richtung Geinsheim (Fürstbistum Speyer) ober­halb der Aumüh­le. Da die Grenze zwischen der Geinsheimer Gemarkung und derjenigen von Haßloch mitten im Speyerbach verlief 347, lag die nörd­lich des Speyerbachs gelegene Frohnmühle bereits seit alters her auf Haßlocher Gemarkung.

 

Die Fronmühle ist die älteste Haßlocher Mühle; sie wurde schon 1255 im Güterverzeichnis des Klosters Weißenburg erwähnt. Sie war Bannmühle für die drei Dörfer Haßloch, Böhl und Iggelheim. Ab 1330 war sie im Besitz der Kurpfalz; ab 1379 waren die Grafen von Lei­ningen zur Hälfte beteiligt 348. 1371 wird sie als „Frohnmühle auf der Speierbach bei Haselach“ urkundlich erwähnt 349.

 

Am 16.12.1380 verleiht Pfalzgraf Ruprecht I. das Burglehen zu Germersheim, nach dem es durch den Tod von Smutzel von Altdorf va­kant geworden war, Hertwig Eckebrecht von Dürkheim. Es bestand aus 30 Malter Korn von der Haßlocher Mühle 350. Am 25.9.1386 er­hält der Ritter Johann Sleder [Anm. d. Verf.: Schliederer von Lachen] das Germersheimer Burglehen, bestehend aus ei­ner Gült von 15 Malter Korn von der Mühle in Haßloch und einem Haus in Germersheim, nachdem es durch den Tod des Vorbesit­zers Jakob von Altdorf frei geworden war 351.

 

Im ältesten Lehnsbuch der Pfalzgrafen von 1401 heißt es: „Item Arnolt Sleder von Lachen hat empfangen zu lehen die molen und mo­lenstat uff der Spirerbach zu Spiredorff gelegen und sol jars myme herren den zins davon geben, daz ist eyn pfunt heller“ 352.

 

Am 24.1.1406 verleiht Ebolt von Altdorf und seine Erben als Burglehen zu Germersheim 15 Malter Korngelds auf der Fronmühle zu Ha­selach ... 353.

 

1436 erlaubte der Pfälzer Kurfürst dem Cun Eckbrecht von Dürkheim seine Stiefgeschwister, denen er ein Kapital von 1000 Gulden schuldete, ersatzweise auf 30 Malter Korn, die er jährlich von der Mühle zu Haßloch, als ein Germersheimer Burglehen, zu beziehen hat­te, ferner ... , verweisen zu dürfen 354.

 

„Uf mitwoch nach sant Marien Magdalenen tag“ 1483 entscheiden Jörg von Bach, bischöflich-speyerischer Amtmann zu Lauterburg, und Peter Romhart, kurpfälzischer Landschreiber zu Neustadt von Amts wegen einen Streit zwischen den Gemeinden Haßloch, Böhl und Ig­gelheim einerseits und der Gemeinde Geinsheim andererseits um einen Flecken bei der Frohn-Mühle, durch den die drei erst­genannten einen Ablaßgraben zur Frohn-Mühle angelegt hatten, wozu sie berechtigt zu sein glaubten, was ihnen die Gemeinde Geinsheim jedoch nicht zugestehen wollte, da sie diesen Flecken als Teil ihrer Allmende betrachtete 355.

 

Später ging die Fronmühle ganz in Leininger Besitz über, die dafür an Kurpfalz jährlich eine “Gült von 15 Multer Korn” an die Pa­storei Heidel­berg sowie weitere 15 Malter Korn an die kurpfälzische Kellerei Germersheim zahlen mußten. Im Weistum von Haßloch von 1492 sind Regelungen für die Frohnmühle enthalten: “Me recht hant unser herren hie: Eyn müle hant sie, dye do heyset die fron mül, do sin wir drü dorf gezwungen zu malen” 356.

 

Im Türkensteuerregister des Oberamts Neustadt von 1584 ist in Haßloch aufgeführt: „Caspar *Kummer der Fronmüller, hat nichts son­derns, alß etlich Güter zu Gummerßheim“ 357. Im Haßlocher Gerichtsbuch befindet sich am 26.10.1590 folgender Eintrag: „Den 26 Octo­bris anno 1590 ist ein Herren Gericht gehalten worden. Caspar Kummer, Müller in der Fronmüll, hat seiner Magt ein Bastart angestelt, ist ein Sohn, heist auch Caspar, dem soll er 60 f. geben, doch nur vergilten, bis der Bub zu seinen Jaren komptt, do er aber vnderdeßen verstirbt, felt dis Gelt der Herrschafft vor ein Bastartfall heim, ist zu Behalt hieher durch des Herren Landtschreibers Ge­org Hügells Beu­elch verzeichnet worden vnd hat er, Caspar, als er Johannis Baptistae anno 90 von der Miellen abgezogen, solche 60 f. seinem Succes­sorj Veit Weisbeckern vff gerechnet. Der es nun zu verseen schuldig ist. Actum ut supra“ 358.

 

Der Müller Caspar Kummer war bis 1590 auf der Fronmühle, dann verkaufte er diese an Veit Weisbecker 359.

 

1680 ist Marx *Wollenschneider der Erbbeständer auf der Mühle “auf der Altenbach”; 1685 wird mit Georg *Letterer ein weitere Pächter der Mühle namentlich erwähnt. Ihm folgt 1688/89 der Müller Johannes *Regen. Im pfälzischen Erbfolgekrieg 1688/97 wurde die Fron­mühle von den Franzosen niedergebrannt und lag einige Jahre in Schutt und Asche. Dann wurde sie von Kurpfalz wieder aufgebaut. Seit dieser Zeit stand sie im Alleineigentum von Kurpfalz, die Leininger Rechte waren erloschen 360.

 

Um 1696 war Stephan *Lederle als Müller auf der Fronmühle in Haßloch; °° mit Anna Margarethe NN.; Vater des Müllers auf der Mittel­mühle in Bellheim, Johannes Lederle 361.

 

Ab 1721 ist Johann Georg *Tyrolf (s. *Tierolf) Erbbeständer auf der Fronmühle in Haßloch 362; im Mühlenverzeichnis von 1738, aufge­nommen vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp, ist sie wie folgt beschrieben: “ Die Frohnmühl auf der alte bach ist in anno 1680 von churfürstl. hochlöbl. Hofkammer an den Marx *Wollenschneider in einen Erbbestand überlas­sen worden; gibt jährlich 60 Malter Korn Erbpfacht laudt dem neuen Erbbestandsbrief von Anno 1732 hießige Kellerey, hatt 3 Gäng, wie wohl vermög Erbbestandsbrief ihm 4 Gäng aufzubauen erlaubt sein, der jetzige Poßser ist Hans Jörg *Tierolf, Wasserfall nichts.” 363

 

Sie wird weiterhin 1786 als „Kameral-Frohnde-Mühle“ 364, 1886, 1916 und 1963 als Frohnmühle“ erwähnt 365.

 

Bis zu seinem Tod am 27.2.1768 im Alter von 44 Jahren war Heinrich Tirolf der Inhaber der Fronmühle; °° Eva Barbara NN.; der Sohn aus der Ehe war Franz Jakob Tirolf (°° 1784 mit der Schultheißentochter Elisabeth Reiß); die Tochter Amanda Tirolf war Non­ne im Klos­ter St. Maria Magdalena überm Hasenpfuhl in Speyer; sie kehrte nach dessen Auflösung durch die französische Regierung und der Ver­steigerung des Klosters im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung am 19.10.1804 nach Geinsheim zu ihrer Fa­milie in Geins­heim zurück 366.

 

Die Fronmühle wurde im 19. Jh. durch die Wiesenbewässerung benachteiligt. Die Konzession der Regierung vom 17.10.1836, die für alle Triebwerksbesitzer am Speyerbach galt, sah „per Sekunde ein Wasserquantum von 1175 Littres“ für die Mühlen vor, das Über­maß aber wurde der „Wiesenbewässerung“ vorbehalten 367.

 

Um 1821 war Franz Georg Tirolf († 1824 ) Müller auf der Fronmühle. Sein Sohn Jakob Tyrolf betrieb die Mühle weiter: Er heiratete am 1.11.1832 Maria Katharina Mohr aus Geinsheim. Nach seinem Tod 1842 betrieb die Witwe Katharina Barbara Tirolf die Mühle bis 1854 weiter. Das einzige Kind aus der Ehe Tirolf/Mohr, die Tochter Katharina Elisabeth Tirolf starb bereits im Alter von 21 Jah­ren. Katharina Barbara Tirolf geb. Wolf verkaufte die Fronmühle am 19.12.1854 für 32100 Gulden an den Müller aus Haßloch Jakob Müller, der Besitzer der Pfalzmühle war. Er kaufte die Mühle für seinen Sohn Jean Müller. Der junge Jean Müller fügte an die Mahl­mühle ein Holzsägewerk an, das aber 1863 bei einem Brand zerstört wurde 368. Jakob Tirolf von der Fronmüh­le war 1832 Bürger­meister von Geinsheim 369.

 

In der „Neustadter Zeitung“ vom 18.11.1854 Nr. 138 wird die Versteigerung der Frohnmühle zum Zwecke der Erbauseinanderset­zung nach dem verstorbenen Franz Jacob Tirolf annonciert: „Dienstag, den 19. December nächsthin ... lassen die Erben des verlebten Herrn Franz Jacob Tirolf die zu dessen Nachlasse gehörige, unter dem Namen Frohnmühle bekannte Mühle ... nämlich: Ein Wohnge­bäude mit einer, 3 Mühlgänge, 1 Schälgang und eine Hanfreibe enthaltende Mühle ... versteigern, und eignet sich diese, zwi­schen Haßloch und Geinsheim ... gelegene Besitzung, welche schon längst den Ruf als eine der bedeutendsten Mühlen des Speyerba­ches besitzt ...“ 370

 

Die Fronmühle verfügte 1834 über 3 Mahlgänge; sie sollte nach einem 1855 eingereichten Gesuch des Müllers Jacob Müller anstelle der bisherigen Betriebseinrichtung „eine andere zweckmäßigere“ erhalten, um mit anderen Mühlenbesitzern, die schon “gute Einrich­tungen“ besäßen, besser „konkuriren“ zu können. Deshalb beantragte Müller die Umänderung der Ausstattung, „drei Mahlgänge und ein Schäl­gang, sogenannter Esel“ in „nun sechs Mahlgänge und einen Schälgang“, die ebenfalls „mittelst drei Wasserräder aus einer gleichen An­zahl Gerinnen“ getrieben würden 371. Nachdem die Mitglieder des Geinsheimer Wiesenbewässerungsausschusses je­doch Einspruch ge­gen das Gesuch erhoben hatten 372, erhielt der Fronmüller erst im Sommer die Genehmigung, sein Mühlwerk umzubau­en und zu erneu­ern 373. Deshalb konnte der Umbau erst 1856 fertiggestellt werden 374. Offensichtlich war damit eine zumindest zeit­weise Überkapazität geschaffen worden, denn 1862 beantragte Jakob Mül­ler, zwei der Mahlgänge sowie den Schälgang „zeitenweise .. abwechselnd“ mit ei­ner „Hanfreibe und einer Schneidmühle mit einem Schneidgan­ge“ betreiben zu wollen 375.

 

1862 war Besitzer der Fronmühle Jakob Müller 376. Die Mühle verfügte zusätzlich über eine Hanfreibe und eine Schneidmühle 377. Diese Produktionsanlagen waren 1867 bereits „abgebrannt“, die Nebengebäude wurden 1868 wieder aufge­baut. Die Mühle wurde 1868 be­schrieben als „Wohnhaus mit neuer Mühle, Scheuer, Stall und Hof“ 378. Der weitere Aufbau der Mühle erfolgte 1879 durch Johannes Müller. Dieser verwendete zum Aufbau eines Wagenschuppens Baumaterial aus dem alten Rathaus in Geinsheim, das 1877 auf Abriß versteigert worden war. Johannes Müller, der damalige Eigentümer der abgebrannten Fronmühle ersteigerte nun das alte Rathaus in Geinsheim und begann am 14.1.1879 mit dem Abbruch 379.

 

1898 erwarb Friedrich Steinmüller, dessen gleichnamiger Enkel Friedrich Steinmüller die Mühle noch bis nach 1990 betrieben hat 380. Fritz Steinmüller ist 2012 verstorben 381. Die Frohnmühle ist seit einigen Jahren geschlossen, im Anwesen wird heute der Landg­asthof „Zur Fronmühle“ betrieben.

 

Photo:

- Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 245

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 3186/1, Nr. 3186/2 vom Juni 1841, Flurstück-Nr. 11549

 

Literatur/Urkunden:

- Blöhs, Willi: „Fritz Steinmüller denkt nicht ans Aufgeben: 700 Jahre alte Mühle (Haßloch) soll weiter klappern; in: Rheinpfalz Aus­gabe Neustadt Nr. 215 vom 16.9.1972.

- Lintz, E.: Wechselhaftes Geschick der Fronmühle; in: „Die Rheinpfalz“ Ausgabe Haßloch vom 19.6.1956

- Müsel, Herbert: Fronmühle: geschichtsträchtiger Ort ; Aufzeichnungen über Haßlocher Mühlen seit dem 13. Jahrhundert; in: Die Rheinpfalz, Neustadt vom 20.3.1991

- Walter, Rudolf [Pälzer Sunndag:]: Aus der Geschichte der Frohnmühle [Pfälzer Tageblatt u. Frankenthaler Ztg:] Historie einer Müh­le. [Haßloch]; in: Pfälzer Tageblatt 9 u. Frankenthaler Ztg. 144, Nr. 215 v. 14.9. 1957; Pälzer Sunndag [Schifferstadter Tageblatt] 1957, Nr. 35., 1957

 

 

- Heilsbrucker Mühle:

diese Mühle ist im Haßlocher Weistum von 1492 als “heilprücker müele” beiläufig erwähnt. Sie war eine bischöfliche Mühle und er­hielt ihren Namen von dem 1230 in Harthausen gegründeten Kloster Heilsbruck. Das Kloster wurde von Bischof Heinrich II. 1262 nach Eden­koben verlegt. Die Mühle lag am Speyerbach an der Ganerb, weitere Einzelheiten sind nicht bekannt. +++Quelle ergän­zen+++

 

 

- Heydtmühle am Speyerbach:

s. *Heydtmühle

 

 

- Unterste Neumühle:

auf der “Neubach” (= Rehbach) gelegen; sie ist 1738 Eigentumsmühle 382; im Mühlenverzeichnis von 1738, aufgenommen vom kurpfäl­zischen Hörfauth Philipp, ist sie wie folgt beschrieben: “kommt von dem Nicolas *Motzenbecker anfäng­lich her, hatt 1553 bey churf: hochlöbl: Hofcammer, weillen sie nur ein Mahlgang gehabt, umb noch einen Scheelgang undt zur Noth zu Mahlen aufzurich­ten angehal­ten, welches wie der ... erhaltene Consens meldt, ihm auch erlaubt worden, davor zahlt er jährlich zur Kellerey Neustadt 6 Mal­ter Korn, ob nun diese Mühl vorhin als sie nur ein Gang gehabt, weniger denn 6 Malter hatt gegeben, ist dem jetzigen Poßser Wendel Flockert nicht bewußt, auch meldt der mier vorgezeigte alte Consens nichts davon, diese Mühl ist eigen und hatt jetzt 2 Mahl und einen Scheel­gang. Neuer Consens ist nicht vorhanden“. 383

 

Nach dem 30jährigen Krieg betrieben die Brüder Flockert die Mühle. Die Neumühle war in der Folge 300 Jahre im Besitz der Fami­lie Heene, bis 1972 der Mahlbetrieb eingestellt wurde 384.

 

Literatur/Urkunden:

- Eichenlaub, Otto: „Die Neumühle bei Haßloch“; in: General Anzeiger Nr. 301 vom 24.12.1936

- LA Speyer Best. Q22 (Triftamt Neustadt) Nr. 202: Haßlocher Neumühle, 1839-1871

- LA Speyer Best. A2 Nr. 1150 UNr. 2: Neumühle, 1703, 1745.

- Ruckdeschel, Bernd H.: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 19

 

 

- Obermühle:

auch “Oberste Neumühl auf der Neubach” (= Rehbach); sie liegt südwestlich des Dorfes am Rehbach zwischen Röthmühle und Pfalz­mühle; durch das Anwachsen der Bevölkerung im 18. Jh. waren die bestehenden Mühlen (Frohnmühle, Röthmühle und Neu­mühle) nicht mehr in der Lage, das angelieferte Getreide schnell genug zu mahlen. Die Gemeinden Haßloch, Böhl und Iggelheim ba­ten die kurfürstli­che Hofkammer um die Genehmigung zum Bau einer vierten Mühle.

 

Im Mühlenverzeichnis von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist die Obermühle wie folgt beschrieben: “ Die oberste Neumühl zu Haßloch auf der Neubach ist anno 1723 durch den jetzigen Poßser Johann Ludwig *Müller auf der von der Ge­meindt Haßloch ihm angewießenen und in Erbbestand begebenen Platz benembst 17 Morg. Acker und Wießen zu bauen angefan­gen, gibt jährlich der Gemeindt Rath: deß Platz Acker und Wießen 17 Ma. Korn, so dan in die Kellerey Neustadt vermög erhaltenem Consens 12 Ma., es sein ihm 2 Mahlgäng erlaubt hatt auch keiner mehr, und ist die­se Pacht oder Wasserfallzins anno 1725 daß erst­mahl vermög Quittung geleistet worden.” 385

 

Um 1768 (err.) war Johann Philipp *Mischon der Müller auf der Obermühle in Haßloch; °° mit Maria Louisa Rooß; Vater des Müllermeis­ters auf der Obermühle in Haßloch, Philipp Jacob *Mischon (geb. ?.06.1768) 386. Sohn und Betriebsnachfolger auf der Ober­mühle Haß­loch war Philipp Jacob Mischon (?.06.1768 – 11.10.1822 Obermühle Haßloch); Müllermeister auf der Obermühle Haß­loch; Sohn des Müllers auf der Obermühle Haßloch, Johann Philipp *Mischon und der Maria Louisa Rooß; °° Maria Eva Hammel­mann (geb. 1776); Vater der Amalia Helenore Mischon (16.3.1799 Obermühle Haß­loch – 25.1.1830 Lachenmühle bei Lustadt; °° mit dem Müller auf der Lachen­mühle Lustadt, Johann Daniel Frank) 387.

 

Der Amerika-Rückkehrer und Müllerssohn aus Elmstein, Valentin *Lantz, der als Goldgräber in Amerika erfolgreich gewesen war, kaufte nach seiner Rückkehr aus Amerika die Obermühle in Haßloch 388.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. Q22 (Triftanlagen) Nr. 200: Haßlocher Obermühle, 1832-1871

 

 

- Pfalzmühle:

sie liegt zwischen Haßloch und Mußbach, 30 m vom Rehbach entfernt, mit dem sie durch einen Mühlgraben verbunden ist. Die Müh­le wurde 1840 erbaut; der Erbauer, Jakob *Müller aus Mußbach, hatte antragsgemäß die Baugenehmigung erhalten. Der große Sandstein­bogen, der auf der Nordseite den Mühlenhof abgrenzt, trägt die Inschrift “JJM. 1[84]0 MEM”. Über den Mühlkanal wurde eine Turbine betrieben, welche die Mühle antrieb. Im Juni 1845 ließ Jakob Müller mit Genehmigung des Königlichen Landkommissa­riats bei der Was­serzuführung bauliche Veränderungen durchführen. Der Mühlgraben sollte 85 cm tiefer gelegt werden. Bei diesem Um­bau sollen die Haßlocher Bürger mehrere Tage kein Wasser gehabt haben, da man den Dorfbach staute und dem Dorf buchstäb­lich das Wasser ab­grub. Dies führte zu Protesten bei der Gemeindeverwaltung. 1936 wurde die Pfalzmühle von der Familie Dr. Vier­ling gekauft. Nach Ende des II. Weltkriegs kam Rudolf Kling mit seiner Familie als Flüchtling aus Ostpreußen. Er schaffte es, vom Land­arbeiter zum Pächter und schließlich zum Mühlenbesitzer. Er legte den Mühlenbetrieb zum 31.12.1963 still und betrieb über­wiegend Viehwirtschaft. Das Anwesen verfiel zunehmend. Seit 1969 ist die Pfalzmühle im Besitz der Familie Horst Blaul, der aus Fußgön­heim zuzog. Dort ist jetzt ein Reiterhof und eine Pferdezucht 389.

 

 

- Röthmühle, /Sägmühle:

sie liegt am Rehbach südlich des Dorfes zwischen Obermühle und Neumühle; der Name stammt vom Färbemittel “Röth” dieser Farbstoff entsteht aus den getrockneten und gemahlenen Wurzeln der Färberpflanze Krapp (rubra tinctorum); der daraus gewonnene Farbstoff gehörte bis zur Erfindung der Alizarin-Farbe 1868 zu den wichtigsten europäischen Färbemitteln. In Haßloch wurde Krapp in größeren Mengen angebaut und auf der Röthmühle verarbeitet, wo sich früher eine Krappdarre und neben der Mahlmühle eine Einrichtung be­fand, um Farbe aus den Krappwurzeln herzustellen 390.

 

Die Sägmühle wurde bereits Ende des 13. Jh. erstmals erwähnt. Sie war im Besitz des Hochstifts Speyer. Sie war wohl Bannmühle; der Müller entrichtete eine “jährliche Muhlpfacht von drissig sieben malter clar lauter Korn” an das Hochstift Speyer. Außerdem hat­te er einen Bachzins von 2 Gulden an Kurpfalz und Leiningen zu zahlen. Der erste namentlich bekannte Müller war Wendel Kern. Am 12.2.1587 wurde die Mühle an Weigandt *Didelmayer verpachtet. Ein im Hof der Mühle ausgegrabener Sandsteinpfeiler, der mit einem Engelskopf und relifiertem Blattwerk versehen war, trägt die Initialen WD/KS, was auf Weigandt Didelmayer hinweist. Didel­mayer hat die Mühle 1597 umgebaut 391.

 

Im Türkensteuerregister des Oberamts Neustadt von 1584 ist in Haßloch aufgeführt: „Weigand Düttelmeier, der Röttmüller, 875 fl“ 392. Dort heißt es an anderer Stelle: „Wendel Kerns deß Roidtmüllers Kindt Kathrin, Vor­munder Jacob Linß und Jacob Sigel, 1125 fl“ 393.

 

Im Mühlenverzeichnis von 1738, vom kurpfälzischen Hörfauth Philipp aufgenommen, ist die Röthmühle wie folgt beschrieben: “Die so­genannte Röthmühle bei Haßloch auf der Neubach hat der Johann Jacob *Mi­schon in Anno 1705 als ein Eigenthumb: Mühle von den fleckischen Erben an sich lauth einem vorgezeigten Kaufbrief gekauft; Mühlpacht noch Wasserfall gibt diese Mühle nichts, als nur 1 fl in die Gefällverweserey Neustadt und 1 fl dem Hauß Gunthersblum wegen der dabey habenden Seegmühl, sonsten ist kein Consens vor­handen, hatt 2 Mahlgäng undt jeder Gang ist mit 100 Rth [Anm. d. Verf.: Reichsthaler] Schatzung belegt, der jetzige Poßser (von lat. possessio = Besitz) ist Johann Barthel *Mischon, des obigen Mischon Sohn.” 394

 

Die Gebäude sind mehrfach abgebrannt und wurden, baulich verändert, wieder aufgebaut. Der jetzige Torbogen, der Hof und die Scheune wurden zwischen 1765 und 1777 erbaut. Links am Wohnhaus befindet sich ein rundbogiges Hoftor mit Polsterfüßen und gefe­derten Gewänden. Auf dem Schlußstein sind Müllerzeichen, Krone und die Inschrift HD/HE/AM/HE 1765. Die Initialen dürften bedeuten Hans Daniel Heene und Anna Maria Heene. Die 1860 erweiterte Scheune hat auf den Torbalken die Inschrift “VON IOH. DANIEL HEENE, UND dessen EHELICHEN HAUSFRAU ANNA MARIA, ERBAUET 1777”. 1890 heiratete der aus Schwaben stammende Georg Straub eine Urenkelin (Tochter des Müllers auf der +++ und späteren Aumüllers Adam Heene? +++prüfen+++) von Johann Daniel Heene, welche die Mühle mit in die Ehe brachte.1936 ging die Mühle an den Sohn Adam Straub über. Er stellte 1971 den Betrieb der Mühle ein. Später verkaufte er den gesamten Komplex an Heinz Marneth. dieser baute die Mühle in ein Hotel mit Restaurant um 395.

 

Müller auf der Röthmühle sind:

- vor 1587 Wendel Kern

- 12.2.1587 bis mindestens 1597 Weigandt Didelmayer

- 1705 Johann Jacob Mischon

- 1738 Johann Barthel Mischon

- 1765 bis mindestens 1777 Johann (Hans) Daniel Heene

 

Photo:

- „ Die Rheinpfalz“ Leo: Das Freizeitmagazin für die Pfalz vom 21.6.2012, S. 18: „Bei Haßloch: Der Mühlenwanderweg: Ent­deckungstour in Sachen Mühlenromantik“

 

 

- Sägemühle:

++++klären: welche Mühle: Röthmühle ?++++

 

In der „Neustadter Zeitung“ vom 22.3.1855 Nr. 35 heißt es: „Donnerstag, den 29. März nächsthin, zu Haßloch ... wird die im Banne die­ser Gemeinde gelegenen sogenannte Sägemühle [Anm.: durch Zwangsversteigerung] öffentlich zu Eigenthum versteigert. Diesel­be be­steht in einem Wohnhause mit Nebengebäuden , ... und das Mühlwerk, welches von bedeutender Wasserkraft ... enthält 4 Mahl­gänge, einen Schälgang und eine Schwingmühle. Diese Besitzung, in der Nähe von Haßloch ...“ 396

 

 

 

 

 

Hatten/Elsaß:

im 'krummen Elsaß' gelegen, südlich von Weißenburg, hart nördlich vom Hagenauer Forst; westlich von Niederroedern.

 

Hatten ist eine Gemeinde im französischen Département Bas-Rhin im Elsaß, zwischen Weißenburg und Hagenau gelegen. Hatten war Teil der Maginot-Linie und wurde im Januar 1945 während erbitterter Kämpfe (Operation Nordwind) fast völlig zerstört. Ein Bunkermuseu­m sowie eine Gedenktafel im Ortskern an der Kirche zeugen von den verlustreichen Auseinandersetzungen. Das Dorf ge­hörte vor der französischen Revolution von 1789 zur Grafschaft Hanau Lichtenberg bzw. seit 1736 zu Hes­sen-Darmstadt.

 

In der Topographia Alsatiae von 1643 heißt es: „Ein Hanauischer Fleck / und Hauptorth im Hettgäu / gegen Seltz über. Hält Jährlich 2. Märckt / den einen auff Mi­chaelis / und den andern auff S. Marr Tag / dahin ein groß Leinen-Getüch gebracht wird / weiln / der en­den / Mann / Weib / Knaben / Töchtern / spinnen. Von dem Bezirck / und Gräntzen / der oberwehnten Gräfflich-Hanauischen beson­dern Landschafft Hettgäus / sie­he Hertzogen lib. 3. cap. 18. fol. 62. Item / unsern vorhin gedruckten Text / bey Bußweiler / und Weh­nerum in pract. observat. voc. Dingnottul / pagin. 104. Es ist dieselbe gar Fruchtbar an Geträidt / Flachs / und andern. Hat / vor die­sem / ver­wehnte / widerspenstige / und dückische Bauren gehabt / welche nicht viel ümb ihre obernandte ordentliche Obrigkeit gege­ben haben.“ 397

 

Mühlen:

im Verlauf des Seltzbach lagen 15 Mühlen, davon im Amt Hatten: die Frohmühle zwischen Mitschdorf und Preuschdorf, die Mühle in Preuschdorf, die Mühle in Kutzenhausen-Feldbach, die Schloßmühle in Soultz-sous-Forêts, die Dorfmühle in Hoffen, die „Segmühle“ in Leitersweiler, die Mühle in Oberroedern. Im Dorf Hatten gab die Rothenmühle in der Weißenburger Straße, eine nicht mehr bekannte Mühle an der Straße nach Buhl [Anm.: es handelt sich wohl um die Hübelmühle]; am Seltzbach lag die Lochmühle und schließlich an der Grenze der Gemarkung Hatten zur Gemarkung Niederroedern die Gerittmühl 398.

 

Zum Bann von Hatten gehörten außerdem die Mühle in Niederroedern und die beiden Mühle in Seltz 399.

 

Urkunden/Literatur:

- Birckel, Paul: Les moulines de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 41-42

- Poinsot, Gilbert: Notes sur les moulins du Canton de Soultz-sous-Forêts; in: Pays Rural 1995, S. 10-26

 

 

- Gerittmühle:

die Mühle lag an der Rue des Tuiles, in östlicher Richtung von Hatten; am Waldrand nahe der Grenze zur Gemarkung Niederroedern 400.

 

Die Mühle gehörte im 19. Jh. der Familie Gerling, die aus Mattstall stammte. 1904 hieß der Eigentümer Michael Bostätter, der aus See­bach stammte. Er renovierte die Mühle 1923. Bei Kriegsbeginn 1939 wurde die Bevölkerung evakuiert. Die Gebäude der Mühle wurden 1940 angezündet und niedergebrannt. In der Nachkriegszeit wurde die Mühle wieder aufgebaut 401.

 

 

- Hübelmühle, auch Neumühle:

im prot. Taufbuch von Bühl im Elsaß findet sich 1736 ein Eintrag, wo ein Hans Georg Müller, Ziegler auf der sogenannten Neumüh­le oder Hübelmühl ist 402. Die Mühle liegt zwischen Bühl und Niederroedern, nahe der Lochmühle, wie sich aus der Karte von Cassini [Anm. d. Verf.: der französische Kartograph Jacques Cassini kartographierte unter Mithilfe seines Sohnes César François Cassini du Thu­ry 1733/1734 Nordfrankreich; der Sohn nahm 1739/40 weitere sehr genaue Vermessungen durch, die Basis der ersten vollständi­gen Kartographierung Frankreichs waren, welche 1746/47 in 18 Blättern im Maßstab 1:870000 waren 403] ergibt 404.

 

'Balthasarus Liebardt' wird 1631 als "Molitor in Molina Germanie Hübelmühl" im kath. KB von Hatten/Elsass erwähnt 405.

 

Im prot. Taufbuch von Buhl im Elsass befindet sich 1736 ein Eintrag, wonach ein Hans Georg Müller, Ziegler auf der sogenannten Neu­mühle oder Hübelmühl ist 406.

 

Karte:

- Karte Cassini bei Internetdatei http://cassini.ehess.fr/cassini/fr/html/1_navigation.php#

 

 

- Lochmühle:

die Mühle lag zwischen Bühl und Niederroedern, oberhalb der Hübelmühle und unterhalb der Rothenmühl, wie sich aus der Karte von Cassini [Anm. d. Verf.: der französische Kartograph Jacques Cassini kartographierte unter Mithilfe seines Sohnes César François Cassini du Thury 1733/1734 Nordfrankreich; der Sohn nahm 1739/40 weitere sehr genaue Vermessungen durch, die Basis der ersten vollständi­gen Kartographierung Frankreichs waren, welche 1746/47 in 18 Blättern im Maßstab 1:870000 waren 407] ergibt.

 

Auf die Mühle weist der heutige „Lochmühlenweg“ hin, der am Fußballstadion Hatten vorbeiführt 408.

 

 

- Rothenmühl:

nördlich von Hatten am Seltzbach gelegen, oberhalb der Lochmühle und der Hübelmühle, wie sich aus der Karte von Cassini [Anm. d. Verf.: der französische Kartograph Jacques Cassini kartographierte unter Mithilfe seines Sohnes César François Cassini du Thury 1733/1734 Nordfrankreich; der Sohn nahm 1739/40 weitere sehr genaue Vermessungen durch, die Basis der ersten vollständigen Karto­graphierung Frankreichs waren, welche 1746/47 in 18 Blättern im Maßstab 1:870000 waren 409] ergibt.

 

Die Rothenmühle gehörte den Grafen von Hanau-Lichtenberg und war im Erbbestand vergeben. Die Mühle ist erstmals 1566 genannt 410. Die Mühle wurde 1637 im 30jährigen Krieg zerstört, und nach dem Krieg wieder aufgebaut 411.

 

Von 1773 bis zur französischen Revolution war Johann Kornprobst der Müller auf der Rothenmühle 412. Zu Beginn des 19. Jh. war Michel Ehresmann (geb. 1764 in Soultz-sous-Forêts) der Eigentümer. Er errichtete 1812 nach Abriß der alten Gebäude eine neue Mühle an de­ren Stelle, teilweise unter Verwendung von Steinen aus der Ruine des Chateau de Hatten. Ehresmann kaufte später auch die Steinmüh­le in Betschdorf für einen seiner Söhne sowie eine Mühle in Uberach für einen anderen Sohn. Der dritte Sohn, Jean-Georges Ehresmann erbte die Rothenmühle in Hatten 413.

 

1940 sprengten französische Truppen auf ihrem Rückzug vor den angreifenden deutschen Truppen die Brücken über die Seltz. Bei der Sprengung wurde die die Rothenmühle schwer beschädigt und nicht mehr aufgebaut 414.

 

Photo:

- Vgl. Birckel: Les moulins de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 42: Die schwer beschädigte Rothenmühle im Winter 1940-41 na

 

Karte:

- Karte Cassini bei Internetdatei http://cassini.ehess.fr/cassini/fr/html/1_navigation.php

 

 

- Sandmühle:

im evangelischen Kirchenbuch Hatten ist am 18.5.1707 bei der Taufe der Eva Margaretha Böhm, der Tochter Bürgers in Hatten Chri­stoph Böhm und dessen Ehefrau Margaretha NN., als Pate anwesend, der „Meister Hanß Michael *Heydt, d. Sandmüller 415.

 

 

 

 

 

Hattensteg:

 

- Mühle genannt Hattensteg:

unten an der Alsenz gelegen +++Lage klären+++

 

Am 15.7.1657 vergibt Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz dem Johann von Lewenstein mehrere, weiland von Raugraf Otto und jetzt Kur­pfalz herrührende, Mannlehen, darunter die Mühle genannt Hattensteg unten an der Alsenz 416.

 

 

 

 

 

Hatzenbühl:

VG Jockgrim, Lk Germersheim; in der Südostpfalz, nordwestlich von Wörth gelegen; auf dem linken Ufer des Erlenbachs, und am nördli­chen Rand des Bienwaldes; das Dorf war bischöflich-Speyerisch im Unteramt Jockgrim, Oberamt Lauterburg 417. Nach der Türkensteu­erliste von 1573 lebten in Hatzenbühl 173 Personen. Um 1618 hatte Hatzenbühl etwa 270 Einwohner und war somit für damalige Ver­hältnisse ein größeres Dorf. Der 30jährige Krieg brachte 1636 den Untergang des Dorfes. Eine Feuersbrunst vernichtete mit Ausnahme der Kirche, des Rathauses und zweier Scheunen alle Gebäude. In der Folge war der Ort fast 30 Jahre unbewohnt. Hat­zenbühl war ein Dorf des Hochstifts Speyer, das 1648 nach dem Westfälischen Frieden den sog. Souveränitätslanden zugeordnet, von dem französischen König Ludwig XIV. zum Unterelsaß gezählt und von französischen Truppen besetzt wurde 418. Das Dorf wur­de nach 1648 mühsam wie­der besiedelt. 1667 zählte Hatzenbühl wieder 47 Einwohner, darunter 14 kurpfälzische Wildfänge, die vom Grundherrn als Leibeigene behandelt werden durften. Die 1666 ausgebrochene Pest greift 1667auf das Dorf über. Die Einwoh­ner fliehen oder sterben. 1670 be­ginnt auf Betreiben des speierischen Amtmanns in Lauterburg ein 3. Besiedlungsversuch. 1674 flie­hen die Einwohner erneut, diesmal vor der französischen Armee Turenne und kehren erst 1676 zurück 419. Drei Versuche der Wiederbe­siedlung nach Ende des Krieges scheiterten mithin nicht zuletzt durch neuerliche Kriegswirren. Dem vierten Anlauf war mehr Glück beschieden, im Jahre 1680 waren wieder 42 Familien in Hatzen­bühl ansässig. Die Friedenszeit sollte nicht lange währen. Der Spani­sche Erbfolgekrieg 1701–1714 hinter­ließ auch in Hatzen­bühl sei­ne Spuren. Die Stadt Landau wurde im Verlaufe des Krieges vier Mal belagert. So gab es Feldlager, mal von deutschen, mal von fran­zösischen Soldaten mit den „üblichen“ Fouragierungen. Auch musste Winterquartier gestellt werden. Als hätte das nicht schon genug Not unter die Bewohner gebracht, zwei Raubplünderungen kamen hinzu. Pfarrer Keller schreibt in seinem Pfarr­buch, die von soviel Not, Angst und Elend drangsalierten Menschen konnten die Zeit des anschließenden Friedens kaum fassen. Das Ober­amt Lauterburg und somit auch Hatzenbühl gehörte 1673–1815 de facto zu Frankreich. Durch die Zugehörigkeit zu Frankreich zeig­ten die Turbulen­zen der französischen Revolution auch in der Pfalz und in Hatzenbühl ihre Auswirkungen. Nach kurzer Übergangs­zeit (1815–1816) unter österreichischer Verwaltung kamen die Orte des Oberamtes Lauterburg zusammen mit der restlichen Pfalz als „Rheinkreis“ zum Königreich Bayern.

 

Das Dorf wies 1718/1719 eine Bevölkerung von 60 katholischen Familien auf 420.

 

 

Mühlen:

Müller in Hatzenbühl (?) war Ludwig *Harter, dessen Tochter den Müller Franz Anton *Trauth heiratet 421, dessen Sohn und Müller Jo­hann Michael *Harter 422, der Enkel und Müller Philipp Franz *Harter 423 und der Enkel und Müller Jakob *Harter 424.

 

Ab 1683 erscheinen Angehörige der Müllerdynastie Reyland in Hatzenbühl 425.

 

Wilhelm Welcker war um 1702 Müller in Hatzenbühl 426.

 

Um 1704 war Jakob *Risch ein Müller in Hatzenbühl 427.

 

um 1723 war Georg *Klemmer der Müller in Hatzenbühl; °° 1723 mit Anna Eva Salb († 22.5.1736) 428.

 

Müller in Hatzenbühl war der Jakob Klingel, °° mit Agnes NN. († 8.10.1762 Hatzenbühl) 429.

 

Müller war Georg Jakob *Antoni, dessen Sohn Franz Michael *Antoni und der Enkel Karl Antoni 430.

 

Um 1764 ist Johann Michael *Singel als Müller in Hatzenbühl 431.

 

Müller in Hatzenbühl (?) war Franz Anton *Traut/Trauth (geb. 17.6.1787;°° 4.1.1809 mit der Müllerstochter M. Katharina Harter) 432 +++klären: welche Mühle ?+++

 

Um 1792 war Peter *Reverend ein Müller in Hatzenbühl433.

 

 

- Erlenmühle, Obermühle:

zum Ort gehört die, zunächst Rheinzabern auf der Erlenbach gelegene Obermühle 434; die Mühle liegt auf Hatzenbühler Gemarkung 435.

 

Am 23.7.1834 wird im Amts- und Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 23.7.1834 wird die freiwillige Versteigerung Obermühle annon­ciert: „Dienstag, den 12. August nächsthin, zu Rheinzabern im Gasthaus zum Engel, wird ... die ganz nahe bei Rheinzabern, auf der Ge­markung von Hatzenbühl gelegene, dem Johann Michel *Harter und der Franz Anton Trauth'schen Ehefrau gemeinschaftlich angehörige „sogenannte Obermühle,“ freiwillig auf Eigenthum versteigert werden, bestehend in einem zweistöcki­gen Wohnhaus, ei­ner Mahlmühle mit 4 Mahlgängen, einem Schäl- und Hirsengange einer Hanfreibe und Oehlmühle, nebst vielen Mühlgeräthschaften; ferner einer großen Scheuer, 2 Pferde-, 2 Rindvieh- und 10 Schweinställen, einem Holzschopfen, 3 Keller, ei­nem großen Pflanzgar­ten, 5 Morgen Ackerland, bei der Mühle liegend, und sonstigen Zugehörungen; alles im besten Zustande. Auf der Mühle ruht ein Erb­pacht von 20 Mal­ter Korn jährlich.“ 436

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. H34 Nr. 477: Die Rheinzaberner Obermühle im Bann von Hatzenbühl, 1832-1938, darin: Pläne

- Wünstel, Werner: „Die Mühlräder stehen still ...“. Historische Betrachtung über die Rheinzaberner Obermühle; in: Die Rheinpfalz Aus­gabe Germersheim Nr. 255 vom 1./2.11.1960

 

 

 

- Ölmühle:

um 1787 war Philipp Jakob *Herrle der Ölmüller in Hatzenbühl 437; auf ihn folgt als Ölmüller in Hatzenbühl der Sohn Johann Adam (1) *Herrle 438.

 

 

- Wanzenheimer Mühle, Wanzheimer Mühle; Wangenheimer Erbbestandsmühle, Wandsheimer Mühle, Wandesheimer Mühle, Untermühl­e, Hatzenbühler Mühle:

am Nordwestrand von Rheinzabern am Erlenbach, auf Hatzenbühler Gemarkung gelegen 439; heute „Zur Untermühle 1“; Wüstung des Dorfs Wanzenheim 440; auch Wandsheimer Mühle bzw. Untermühle 441. In seiner Geschichte des Rhein­kreises zählt Frey die Wandeshei­mer Mühle „zur Marke von Rheinzabern“ 442.

 

Zum Dorf Hatzenbühl gehört auch die Untermühle, hart westlich von Rheinzabern, am Erlenbach gelegen. Wie diese Mühle zu Hatzen­bühl kam, erklärt Remling in der Geschichte der Bischöfe zu Speyer: „Am Samstag vor Palmsonntag 1395 ertauschte Bischof Ni­kolaus I. vom Abte Johann zu Eußerthal eine Mühle bei dem Wandesheimer Hof (Wanzenheim) unterhalb von Rheinzabern. Gleich­zeitig erhielt der Bischof das Recht, unterhalb des Hofes einen Damm anzulegen und den dort fließenden Bach zu einem Fischwasser aufzustauen. Da Rheinzabern jetzt zwei Mühlen hatte, wurde die „Obermühle“ von Rheinzabern dem Dorf, das bisher keine Mühle hatte“ zuge­schlagen 443. Seitdem gehört die westlich von Rheinzabern gelegene Mühle zur Gemarkung Hatzen­bühl und wird in Hat­zenbühl „Unter­mühle“ genannt 444.

 

Um 1683 war Johann Jakob *Reyland der Müller in Hatzenbühl; er ist der Sohn des NN. Reyland, Müller auf der Untermühle in Hatzen­bühl 445; es folgten auf ihn mehrere Mitglieder der Mül­lerdynastie Reyland 446.

 

Um 1691 war Kaspar Brock aus Hatzenbühl der Müller in Wanzenheim 447.

 

Der Müller Andreas *Brunner von der Neumühle in Rülzheim Er kaufte 1751 vom Speyerer Fürstbischof Franz Christoph Freiherr von Hutten die Wandsheimer Mühle bei Rheinzabern. Die Mühle blieb bis ins 20. Jh. im Besitz der Familie Brunner 448.

 

Bei der Untermühle, der Wandsheimer Mühle in Rheinzabern wurde 1781 an der dortigen Kreuzung von der Müllerfamilie Brunner 1781 ein Kreuz errichtet, das 1933 erneuert wurde 449. Dies ließ Maria Elisabeth Brunner geb. Fleischbein, die erste Ehefrau des Müllers auf der Wandsheimer Mühle, Johann Peter *Brunner aufstellen 450.

 

Die Mühle ging von Andreas *Brunner auf dessen zweiten Sohn Johann Peter *Brunner (geb. 1824) über 451. +++prüfen: der 1824 ge­borene Johann Peter Brunner war der Sohn des Müllers Franz Peter Brunner++

 

Über die Wanzenheimer Mühle führte 1833 der Fluchtweg des im November 1832, im Gefolge des Hambacher Festes, zu einer Gefäng­nisstrafe verurteilten Philipp Jakob Siebenpfeiffer 452.

 

Zur Mühle gehörte um 1836 und auch 1853 eine Gipsmühle; um 1840 betrieb der Franz Peter *Brunner eine Mahl-, Öl- und Gipsmühle 453. Der Franz Peter *Brunner annoncierte am 17.4.1841 im Eilboten Landau u.a. den Verkauf von „Elsaßer Gypsmehl“ 454 und am 30.4.1853 in der Wanzheimer Mühle den Verkauf von selbst gemahlenem „Gyps-Mehl“ 455.

 

Der Müller auf der Wandsheimer Mahlmühle Johann Peter *Brunner starb ca. 1856. Aus seinem Nachlaß wurden am 21.2.1856 Mobilien versteigert 456.

 

Auf Franz Peter Brunner folgte der Sohn und Müller Gustav Adolf *Brunner (1854 - † 1929); °° mit Maria Dennhard aus Heiligen­stein; aus der Ehe stammen mehrere Töchter, darunter die Susanna Brunner (°° mit dem Arzt Dr. Friedrich Seeber): Die Mühle ging auf die Familie Seeber über 457.

 

Die ehemalige Mühle steht unter Denkmalschutz und besteht aus einem großen, weitgehend geschlossenen Anwesen mit stattlichem Wohnhaus im Stil der Reformarchitektur, um 1920/30; Fachwerk-Mühlengebäude, teilweise massiv, 18. Jh., weitere Nebengebäude, teil­weise massiv, teilweise Fachwerk, 18. und 19. Jh. 458

 

Karte:

- LA Speyer Best D2 Karte Nr. 104 Bl. 17+1: Grundriß der Wanzenheimer Mühle mit Hof und zugehörigen Gebäuden

- LA Speyer Best. W1 Nr. 1310/1: Übersichtskarte der Amtsgerichte Germersheim und Kandel von 1899

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2231/1 Klassifikationsplan Hatzenbühl mit OL Hatzenbühl und Hatzenbühlermühle, o.D. (1820-1845)

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2503/1 Rheinzabern mit Ortslage Wanzheimermühle, o.D. (1820-1845)

- Weigel, Albert: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 11

 

Literatur/Urkunden:

- Hodapp, Carl Josef: Chronik der Wanzheimer Mühle bei Rheinzabern; in: Pfälzer Land 1952 Nr. 21; auch Pälzer Sunntag 1952

Nr. 25

- Hodapp, Carl Josef: Die Wanz[en]heimer Mühle bei Rheinzabern; in: Pälzer Feierowend Nr. 30/1963

- Hodapp, Carl Josef: Die Wanzenheimer Mühle; in: Pälzer Feierowend, Beilage zur Pfälz. Volkszeitung Nr. 39/1964.

- LA Speyer Best. F1 Nr. 19c: Wandesheimer Mühle 1395

- LA Speyer Best. H34 Nr. 479: Wanzenheimer Mühle in Rheinzabern. Setzung eines Eichpfahles bei der Untermühle zu Rülzheim mit Plan, 1882-1922

- Raimar, Josef: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde, 1. Jh. 1952, S. 15-19

 

 

 

 

 

Hauenstein:

VG Hauenstein, Lk Südwestpfalz

 

Mühlen:

Balthasar *Breiner, Müller in Busenberg, ist zwischen 1791 und 1793 vor den französischen Truppen emigriert und auch als Müller­geselle in Hauenstein aufgeführt 459. +++klären: welche Mühle+++

 

Am 8.10.1802 stirbt in Hauenstein der Müller Kaspar *Deny/Deni im Alter von 83 J (geb. 1719 [err.] Hermersberger Hof - † 8.10.1802 Hauenstein) 460.+++klären: welche Mühle+++

 

 

- Hauensteiner Mühle:

die Hauensteiner Mühle wird urkundlich erstmals 1681 im Inventarbuch der Hauensteiner Kapelle erwähnt. Hans Ludwig Nab (*Naab) versetzte, zur Absicherung eines Darlehens von 30 Gulden, die halbe Mühle samt zugehörigen Ländereien. Der Darlehensnehmer war damals Schmied in Hauenstein und Anwalt der Freiherren von Waldenburg 461.

 

Es ist davon auszugehen, daß bereits zuvor eine Mühle in Hauenstein bestand, worauf eine Reihe von Flurnamen wie „Mühlböschel“, „Mühlwiesen“, „Mühlhald“ und „Mühldell hinweisen 462. Das Dorf Hauenstein wurde in Kriegen des 17. Jh. schwer in Mitleidenschaft ge­zogen und weitgehend zerstört und entvölkert. Bereits 1635 wies das Dorf, wie sich einer Beschreibung der Herrschaft Grafendahn er­gibt, nur acht Haushaltungen auf 463. 1710 wohnten im Dorf 10 Familien, 1729 lebten 195 Männer, Frauen und Kinder im Dorf, 1747 waren es 56 Haushaltungen, 1771 schon 91 Haushaltungen 464.

 

Um 1705 war Johann Leonhard *Breiner als Müller in Hauenstein 465. Er war der Sohn des Müllers in Schönau, Johann Friedrich *Brei­ner und der Anna Barbara Hengen; °° mit Magdalena NN; aus der Ehe stammt die Tochter Maria Eva Breiner (geb. 1705 - † 14.2.1782 Fischbach bei Dahn; °° 3.7.1736 mit dem Maurer und Steinhauer Johann Michael Schmidt [geb. vielleicht 1706 im Allgäu - † nach 1742 Fischbach bei Dahn) 466.

 

Anschließend kam die Mühle +++Gründe klären+++ in den Besitz der Müllerfamilie Mayer; 1728 heiratet der Müller in Hauenstein, Jo­hann Martin Mayer die aus Merzalben stammende Anna Margaretha Jäger († 23.8.1761) 467. Einer der Söhne aus der Ehe, Jakob Mayer stirbt am 3.8.1795 auf der Hauensteiner Mühle 468. Mayer war ab 1758 Müller und Temporalbeständer auf der Dorfmühle in Waldham­bach 469 und hat mithin die Hauensteiner Mühle aufgegeben +++Gründe klären+++.

 

Am 26.3.1793 stirbt auf der Hauensteiner Mühle der Andreas *Becker († 26.3.1793 im Alter von 25 J.; Sohn von Johann Adam Becker und der Apollonia Mayer 470 (~ kath. 28.12.1737 Hauenstein; Tochter des Müllers auf der Hauensteiner Mühle, Johann Martin *Mayer und der Anna Margaretha Majer bzw. Jäger 471); Andreas Becker ist der Enkel des Müllers in Hauenstein und späteren Temporalbestän­ders auf der Dorfmühle in Waldhambach Johann Martin *Mayer 472; °° 7.2.1791 mit Katharina Lehmann (20 Jahre als, aus Ransbach; Tochter von Johann Georg Lehmann und Jakobea Schäfer) 473.

 

Die Mühle war mithin auch nach dem Weggang des Müllers Johann Martin Mayer, der seit 1758 Temporalbeständer auf der Dorfmühle in Waldhambach wurde, im Besitz von dessen Tochter Apollonia Mayer verh. Becker bzw. des Sohnes Jacob Mayer.

 

Ende des 18. Jh. ging die Mühle in den Besitz +++Gründe klären+++ des von der Wüstmühle bei Wilgartswiesen/Hermersbergerhof stammenden Müllerssohnes, Peter Anton *Deny († 14.1.1820 Hauenstein im Alter von ca. 45 J 474) über 475. Dessen Tochter Margare­the Deny heiratete 1816 den Theobald *Mayer (1779-1848), einem Urenkel des Müllers Johann Martin Meyer 476.

 

Am 5.6.1848 wird die Mühle im Zuge der Erbauseinandersetzung versteigert: „Von einem Wohnhause mit Mahlmühle ... nebst dem Mühlgraben, 4 Tagwerk und 28 Dezimalen Wiese, alles ein Ganzes bildend, auf dem Banne und unterhalb des Dorfes Hauenstein an dem Queichbache gelegen. Diese Liegenschaft, welche in Natur unteilbar erklärt sind und en bloc versteigert werden, gehören zur Ver­lassenschafts-Masse der zu Hauenstein verleb­ten Ehe-und Müllersleute, Theobald *Meyer und Margaretha Deny ...“ 477

 

Photo:

 

Hauensteiner Mühle (nicht datiert); aus: Kreuter: Hauenstein im Wandel der Zeiten, a.a.O., S. 24

 

 

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 4225/23: Rheinkreis: Falkenburg und Hauensteinermühle, 1830-1840

- LA Speyer Best. W1 Nr. 4225/23: Falkenburg, Hauensteiner Mühle (XI St 664)

 

Literatur/Urkunden:

- Steigner, Gerhard: Die Hauensteiner Mühle; in: Historischer Verein der Pfalz / Bezirksgruppe Pirmasens: Jahrbuch. 9 (1996/97), S. 222-252

- Steigner, Günter: Die Geschichte der Hauensteiner Mühle / von Günter Steigner. - [Hauenstein]: [Steigner], 1995. - 26 Bl.

 

 

 

 

 

Haupenthal / Saarland:

Wüstung bei Nohfelden-Sötern; lag südöstlich von Obersötern; um 1635 zerstört. Im 18. Jh wurden die Hofgebäude mehrmals erneu­ert, letztmalig 1782, bald danach war Haupenthal allerdings verfallen 478.

 

Mühlen:

Im pfalz-zweibrückischen Mühlenverzeichnis des Amtes Nohfelden von 1629 heißt es: „Zu Haupenthal haben Thiel Haupelers Erben eine Mahlmühl mit einem Gang,m von ihren eltern hero ererbt, die geben Jährlichen zu Pfacht der Kellerey Nofelden 3 fl an Geld, 1 Faß Korn, 1 Faß Habern .... Diese Mühl ist anno 1545 von Lorentz zu Haupenthal mit Verwilligung Jost Weidenkopffs 479 Land­schreyber zu Lichten­berg, hinder seyn Lorentz­en Hauß, ahn sein Weyerlin zu seinem Haußgebrauch alhier, ... gebaut worden, .... Co­pej der Erbbestandnuß ist sub tra ... zu finden“ 480.

 

 

 

 

 

Haupersweiler / Saarland:

heute Freisen, OT Haupersweiler; auch Biewersche Mühle genannt, ab 1695 erwähnt 481. Haupersweiler wird zusammen mit Herchwei­ler und Seitzweiler erstmals 1431 erwähnt. Die drei Orte lagen im alten „Königreich“. Haupersweiler war als lothringisches Le­hen ganz im Besitz der Herren von Oberstein und gehörte zur Herrschaft Oberkirchen 482.

 

Mühlen:

um 1747 wird in Haupersweiler der Müller Johann Heinrich Roth(Rodt genannt (°° mit Maria Katharina Backes; Vater des Handelsmann Jakob Roth [geb. 18.5.1747 Haupersweiler]) 483. +++klären: welche Mühle+++

 

- Ellernmühle bei Haupersweiler:

von der Ellernmühle stammt die Maria Katharina *Becker, die Ehefrau des Müllers in Haupersweiler Peter *Alles 484, die Eltern des Jo­hann Adam *Alles (~ 2.12.1756 Haupertswei­ler/Oberkirchen; °° 4.3.1783 Kirchenbollenbach mit der Müllerstochter M. Elisabeth Con­rad) 485.

 

 

- Haupersweiler Mühle:

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 648: Die Mühle zu Haupersweiler bei Eitzweiler, 1586-1754

 

 

 

 


Hauptstuhl:

VG Landstuhl, Lk Kaiserslautern

 

Mühlen:

im Bereich der des untergegangenen früheren Ortes Ruppach, nordöstlich des „Neubaues“ (östlich von Hauptstuhl) liegen die Mühlwie­sen. Sie gehörten zu der nahe der Kaiserstraße gelegenen ehemaligen Sägemühle von Ruppach 486.

 

Photo:

- Quirin/Traub: Hauptstuhl, a.a.O., S. 67: Fundamentreste des ehemaligen Mühlkanals vom Wegweiher bis zur Sägemühle.

 

 

 

 

 

Heddesheim / Rheinhessen:

heute OT von Guldental; VG Langenlonsheim, Lk Bad Kreuznach; nördlich von Bad Kreuznach gelegen gehörte zum kurpfälzischen Oberamt Stromberg

 

Mühlen:

die Mühle in Heddesheim wurde 1611 als Unterpfand eines Darlehens gegeben, das von den Vormündern des minderjährigen Kindes Jo­hann Christoph von Gottfahrt dem Johann Barthel von Obentraut, kurpfälzischer Amtmann zu Stromberg, über 1000 fl gegeben hatte. Obentraut verpflichtete sich 1611 zu 50 fl jährlicher Zinszahlung an Johann Christoph von Gottfahrt. Nachdem von Obentraut 1613 mit seinen Zahlungen in Rückstand geraten war, forderten die Vormünder des Gottfahrt sofortige Zahlung oder Immission in die als Unter­pfand gegebene Mühle zu Heddesheim („Hedesheim uff dem Gaw“). Als keine Reaktion erfolgte, erhob Gottfahrt, ver­treten durch seine Vormünder, 1617-1618 Klage am Reichskammergericht Speyer. Der Beklagte, von Obentraut, bot Absicherung durch seinen Schwager von Geispitzheim an 487.

 

Um 1720 bestand in Heddesheim eine neu erbaute Mühle, die dem Schultheiß Johann Jakob Schmidt gehörte. Dieser ist 1722 im Schat­zungsregister des kurpfälzischen Oberamts Stromberg mit einem Vermögen von 620 fl aufgeführt mit der Bemerkung: „Eine neu erbau­te Mühl, in der wenig zu tun ist.“ 488.

 

Um 1722 war Müller auf der Mühle in Heddesheim „auf der Güldenbach“ der Müller Johann Philipp Knecht; °° mit Agnesa NN.; Va­ter der Anna Clara Knecht (°° mit dem Müller auf der Rechenmühle bei Alzey, Johann Georg Engelhart). Am 18.1.1722 wird in Al­zey getauft die Agnesa Engelhart (geb. 15.1.1722 Alzey), Tochter von „Johann Georg Engelhart, Bürger und Rechenmüller bei Alzey und Ehefrau Anna Clara“. Patin war „Agnesa, Ehefrau von Johann Philipp Knecht, Müller in Heddesheim auf der Güldenbach als Schwiegermutter“ 489.

 

 

 

Hefersweiler:

VG Wolfstein, Lk Kusel; das Dorf besteht aus den Ortsteilen Hefersweiler und *Berzweiler. Im Nordpfälzer Bergland, östlich von Wolf­stein, südlich von Reipoltskirchen, am Odenbach gelegen.

 

Das Dorf Hefersweiler wurde 1223 erstmals urkundlich erwähnt. Hefersweiler gehörte von 1181-1608 zur Reichsherrschaft Hohen­fels-Reipoltskirchen.

 

Mühlen:

- Dorfmühle:

ursprünglich bestand bei Hefersweiler eine alte Mühle, die Waldmühle, die nach dem 30jährigen Krieg nicht wieder aufgebaut wer­den durfte, weil das Dorf Hefersweiler zur Bannmühle in Reipoltskirchen gebannt war. Im Juni 1702 beantragte ein Müller aus Wolf­stein beim zuständigen Oberamt Ebernburg die Errichtung einer „Mühle nahe bey Heffersweyler“. Dieser beabsichtigte die ehemali­ge *Wald­mühle wieder aufzubauen. Mit Rücksicht auf das bestehende Bannrecht der Mühle der Familie Heil/Heyl von der Reipolts­kirchener Mühle wurde der Antrag vom zuständigen Amtmann Böhmer aus Reipoltskirchen abgelehnt. Am 14.2.1714 beantragte der Landwirt und Müller aus Finkenbach, Johann Nikel *Müller, ihm den Wiederaufbau zu gestatten. Dem Antrag wurde nunmehr gegen den Widerstand des Amtmanns Böhmer durch die Landesregierung genehmigt. Der Bau begann 1715. Es wurde ein ca. 717m langer Mühlengraben ab dem Stauwerk am Odenbach errichtet und bei der Mühle eine Staumauer, an der ein Gefälle zum Mühlrad der Mühle von 4m Höhe vorhan­den war. Zum Aufbau nahm Johann Nikel Müller Darlehen von insgesamt 500 Gulden bei dem Kauf­mann Boricelli in Meisenheim gegen Verpfändung von Grundstücken und der Mühle auf. Wie lange Müller die Mühle betrieb, ist bis­her ungeklärt. Im Kirchenbuch werden be­reits 1718 und noch 1726 die Familie Knapp als Müller benannt 490.

 

Danach führte offensichtlich die Familie Clementz (Clemens) die Mühle. Am 20.11.1731 heiratet der Müller und Witwer Johann Ja­cob Clementz (*Clemens) in Hefersweiler die Witwe Maria Elisabetha Hermann, Wwe. des Gerhard Hermann, geb. Ecker, Tochter des Wil­helm Ecker. Johann Jacob Clemens starb am 28.2.1758 im Alter von 67 Jahren. Seine drei Söhne aus 1. Ehe waren ebenfalls Müller: Jo­hann Ludwig *Clementz (°° 4.12.1736 mit Susanna Gödel, der Tochter des verstorbenen Johann Michael Gödel), Johann Jacob *Cle­mens (°° 3.6.1748 mit Elisabetha Catharina Graf/Gräf aus Waldgrehweiler, Tochter des Johannes Graf) und Johann Peter *Clemens (°° 4.12.1745 mit der Witwe Maria Catharina Braun) 491.

 

Die Familie Clementz (Clemens) bewirtschaftete mindestens bis zum Tode von Johann Jacob *Clemens am 28.2.1758 die Heferswei­ler Mühle. Wie lange dessen Söhne die Mühle weiter bewirtschafteten, ist bisher ungeklärt.

 

1761 war Stoffel Heym als Müller in Hefersweiler. Mit Schreiben vom 1.11.1761 beschwerten sich der Müllermeister zu Hefferswei­ler, Stoffel Heym und der „Jacob Hüttel, dasiger müller in loco“ [Anm. d. Verf.: d.h. zu Reipoltskirchen] bei der gräflichen Regierung in Rei­poltskirchen darüber, daß auswärtigen Müller unter Bruch des Bannrechts, in die zur Grafschaft Reipoltskirchen gehörenden Dörfer fah­ren würden, um dort „Früchte abzuholen“ und diese in auswärtigen Mühlen zu mahlen. In ihrer Beschwerde verwiesen bei­de Mül­ler auf die hohe Pacht, die sie an die Herrschaft zu zahlen hatten, sowie auf den Wassermangel am Odenbach während der Sommer­monate, der das Mahlen weitgehend unmöglich machen würde, während bei ausreichendem Wasser die Mahlgäste ausblei­ben wür­den, weil die­se bei auswärtigen Mühlen mahlen ließen 492.

 

Es folgt der Müller Johann Jacob *Welcker (20.7.1735 Hefersweiler – 8.9.1777 in Hefersweiler am Fleckfieber); °° vor 11/1758 mit Maria Margretha Bacher (geb. 24.5. 1738 Hefersweiler – 3.6.1777) 493. Im Kirchenbuch wird allerdings 1767 Johann Jacob *Welcker als Müller in Ingweiler (heute Ingweilerhof bei Hefersweiler) bezeichnet 494. Die Tochter aus der Ehe Welcker / Bacher stammt Ma­ria Catharina *Welcker, die 1777 den 31jährigen Peter Scheid heiratete, der schon ein halbes Jahr später, am 5.2.1778 an einer Seu­che/Grippe starb. Die Witwe heiratet daraufhin den Jacob Frank aus der Mül­lerfamilie Frank, die an etlichen Stellen der Pfalz Müh­len betrieb 495.

 

Jakob Frank beantragte für die 93 die Erbpacht der Mühle nachzulassen 496.

 

Die Kirchenbücher belegen, daß die Franks aus Alsenbrück stam­men. Die Mühle wurde von Angehörigen der Familie Frank bis 1960, da­nach vom Schwiegersohn Ernst Spangenberger noch einige Jahre weiter betrieben 497.

 

Photo:

- Knecht, Klaus: Die Mühle in Hefersweiler; in: Uhrig, Detlev und Schwarz, Willi: Ortschronik der Gemeinden Hefersweiler und Berzweiler 1569-2002, hrsg. Gemeinde Hefersweiler 2003, S. 32: die Aufnahmen von Rudolf Zinn zeigen den Standort der alten Mühle in Hefers­weiler

 

Literatur/Urkunden:

- Knecht, Klaus: Die Geschichte der Mühle in Hefersweiler im 18. Jahrhundert; in: Westrich-Kalender. Kusel. 1976, 29-36.

- Knecht, Klaus: Die Mühle in Hefersweiler; in: Uhrig, Detlev und Schwarz, Willi: Ortschronik der Gemeinden Hefersweiler und Berzweiler 1569-2002, hrsg. Gemeinde Hefersweiler 2003, S. 30ff.

- LA Speyer Best. C 23 Nr. 11/2: „Die Erbauung einer Mühle daselbst (Anm.: zu Hefersweiler) und deren Erbbestandsbegebung 1702-1785“

- LA Speyer Best. C23 Nr. 17/5: „Acta betr: des Erbbestandsmüllers zu Hefersweiler Jakob Frank .... Pachtnachlaßgesuch. 1784-1793

- Uhrig, Detlev: Die Familien Berz- und Hefersweilers; Internetdatei von 2005, http://www.http://www.hefersweiler-berzweiler.de/ pdf/familienbuchhefersweiler.pdf

 

 

- Waldmühle:

ursprünglich bestand bei Hefersweiler eine alte Mühle, die Waldmühle, die nach dem 30jährigen Krieg nicht wieder aufgebaut wer­den durfte, weil das Dorf Hefersweiler zur Bannmühle in Reipoltskirchen gebannt war 498.

 

Im Juni 1702 beantragte ein Müller aus Wolfstein beim zuständigen Oberamt Ebernburg die Errichtung einer „Mühle nahe bey Heffers­weyler“. Dieser beabsichtigte die ehemalige *Waldmühle wieder aufzubauen. Mit Rücksicht auf das bestehende Bannrecht der Mühle der Familie Heil/Heyl von der Reipoltskirchener Mühle wurde der Antrag vom zuständigen Amtmann Böhmer aus Reipolts­kirchen abge­lehnt 499. Weiteres s. Dorfmühle Hefersweiler

 

 

 

 

 

Heidesheim:

heute zusammen mit Colgenstein Ortsteil von Obrigheim; VG Grünstadt-Land, Lk Bad Dürkheim; gehörte zur Grafschaft Leiningen-Hei­desheim

 

Mühlen:

- Schloßmühle:

sie lag am Eisbach nördlich der Schloßstraße zwischen Colgenstein und Heidesheim; heute Weingut, nördlich des ehemaligen Schloß­parks, dem heutigen Park um die Villa Reinecker.

 

Die Mühle lag auf Colgensteiner Gemarkung, wird aber als Teil des Heidesheimer Hofguts bezeichnet 500.

 

Die Schloßmühle in Colgenstein-Heidesheim gehörte zum ehemaligen Leiningen-Heidesheimischen Schloß. Im 18. Jh. war Peter Bartho­lomäus Barth Pächter der Mühle. Sein Sohn Johann Conrad Barth hatte vermutlich kein Interesse an der Mühle, weshalb diese neu ver­pachtet werden mußte. 1754 wird die Mühle durch Graf Christian Carl Reinhard von Leiningen-Dags­burg-Falkenburg an Anna Elisabeth Wittner, geb. Schiffer, die Witwe von Nikolaus Wittner (Müller in Albsheim) verpachtet 501. Nach Ansicht von Heiss sind weitere Unter­lagen sind nicht mehr vorhanden 502.

 

Am 7.12.1807 erfolgte im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung die Veräußerung der Schloßmühle Colgenstein. Eigen­tümer waren damals die Fürsten von Leiningen-Hardenburg. Pächter waren Jakob *Dejung, Grosser und Consorten. Die Veräußerung verlief an diesem Termin erfolglos 503. Auch die folgenden Termin blie­ben ohne Ergebnis. Erst am 15.11.1809 erfolgte die Veräuße­rung an Friedrich Konrad Jakobi [s. *Jakoby] aus Königsberg zum Kauf­preis von 97000 fr 504.

 

In einem Verzeichnis aller im Kanton Grünstadt befindlichen Mühlen vom 15.12.1817 505 werden Jakobi Erben als Eigentümer der Schloßmühle Heidesheim genannt. Die Mühle verfügt über drei Mahlgänge, die von einem unterschlächtigen Mühlrad getrieben wer­den. Die Mühle ist an Jakob Dejung verpachtet.

 

Mit notariellem Vertrag vom 29.3.1811 übergibt der Rentier Friedrich Conrad *Jakoby, wohnhaft in Königsberg/Preußen dem Jakob *De­jung und seiner Ehefrau Maria Katharina geb. Hertel die in seinem Eigentum stehende Mahlmühle in Heidesheim, die Schloß­mühle ge­nannt, nebst den dazugehörigen Feldern „in einen eilf jährigen Temporal Bestand“. In diesem Vertrag wird die Schloßmühle beschrie­ben: „die Mahlmühle bestehend aus drey Gäng und einer Schwingmühle nebst allen darzu gehörigen Gebäulichkeiten, Scheuer, Pferd- Küh- und Schweinställen ...“. Die jährliche Pacht belief sich auf die hohe Summe von 1205 Francs, fällig zum je­weils 1. Oktober, begin­nend mit dem 1.10.1812. 506.

 

1817 gab es in Colgenstein die Schloßmühle mit 3 Mahlgängen 507.

 

Am 29.5.1826 kommt es vor Notar More in Grünstadt zu einem Vertrag über die Setzung eines Wasser-Augpfahls. Darin heißt es: „... ist erschienen H Johann Adam *Borngasser, Eigenthümer in Heidesheim ... Besitzer der im hiesigen Bann gelegenen sogenannten Schloß­mühle, ... und H Adam *Wittner, Müller, mit seiner Mühle im Bann von Albsheim ... wohnhaft, dieselbe haben ... des zwi­schen ihren Mühlen und der Straße in Heidesheim befindlichen Ablasses und der Straßenhöhe desselben durch Setzung eines Aug­pfahles, folgendes ... abgeschlossen ...“ 508.

 

1840 gehörte die Mühle einer Frau Borngasser aus Heidesheim. Sie wurde Jakob *Schiffer, damals Eigentümer der Heckmühle in Groß­karlbach, zum Kauf angeboten 509. Der Kauf kam nicht zu Stande, da Schiffer die von ihm betriebene Heckmühle entgegen ei­ner Verein­barung nicht an die Vorbesitzerin Witwe Fitting zurückgeben konnte, und deshalb das erforderliche Kapitel zum Kauf der Schloßmühle nicht aufbrachte 510. 1844 erwarb Konrad Wal­ter aus Pfeddersheim das Anwesen für 18600 Gulden 511.

 

Im Handels- und Adressbuch der Pfalz (Einträge im Firmenregister des Handelsgerichts Frankenthal) von 1864 wird genannt die Firma „Walter, Conrad, Kunden- und Handelsmüller, Eigenthümer Konrad Walter“ 512.

 

Der „Müller in Colgenstein“ Philipp *Walter ist am 28.11.1874 als Trauzeuge in Albisheim bei der Hochzeit des Conrad *Walter (geb. 11.7.1841, prot. Konfession, Müller in Colgenstein, „Sohn der dort wohnenden Eheleute Conrad [Walter] Müller & Maria [geb.] Jor­dan) mit der Catharina Schüller, (geb. 21.8.1849; Tochter des Ackersmanns Georg Adam Schüller und der Sabine geb. Wartenbach, beide aus Albsheim) 513.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2398: 6 Blätter mit Ortslage Mühlheim, Albsheim, Heidesheim mit Schloßmühle, Furthmühle und Ziegel­hütte, 1839-1842, 1918.

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2085/2: Klassifikationsplan Colgenstein-Heidesheim, 1925, darin u.a. Obrigheim und Schloßmühle.

- Vermessungs- und Katasteramt Rheinpfalz, Neustadt, Katasteraufnahme 1837, Blatt N.W.V.9b, abgedruckt bei Keddigkeit u.a.: Pfälz. Klosterlexikon, a.a.O., Bd. 2, S. 101.

 

 

 

 

 

Heiligenmoschel:

VG Otterberg, Lk Kaiserslautern; im Reichsland nördlich Kaiserslautern gelegen; am Moschelbach; der Ort gehörte im Spätmittelal­ter zur Herrschaft Schallodenbach, erstmals 1396 als “Aller Heiligen Mosseln” urkundlich erwähnt. Im 16. Jh. teilten sich die Bren­ner von Le­wenstein die Herrschaft mit Sickingen-Schallodenbach. 1601/03 kaufte Herzog Johann von Pfalz-Zweibrücken sämtliche Anteile auf. Hei­ligenmoschel wurde dadurch ein pfalz-zweibrückischer Amtsort im Oberamt Meisenheim 514. Der Name leitet sich ab von einer an der Moschel gelegenen mittelalterlichen Allerheiligenkirche.

 

Mühlen:

- Rohmühle:

nördlich von Heiligenmoschel in Richtung auf Gehrweiler; am Moschelbach gelegen.

 

Der Meisenheimer Landschreiber Keller berichtete am 17.8.1624 an die Regierung in Zweibrücken über die Mühle in Heiligenmo­schel: “Ich habe den Damm an dem Mühlweiher, so durch die Soldaten hiebevor angegraben worden, zurichten lassen, daß man die Mühle wieder gebrauchen kann; derowegen habe ich nach einem Müller getrachtet. Und wiewohl ich verhofft, es werde die Mühle auf den vo­rigen Pacht, nämlich 20 Malter, halb Korn und halber Hafer, zu bringen sein, so will sich noch keiner finden, der solche diesmal also an­nehme; dieweil nicht allein die dazugehörigen Felder die Zeit über, als die Mühle ledig gestanden, in Umbau gekom­men, sondern auch der Soldaten halber nicht wohl ohne Gefahr allda zu wohnen, dieweil sie außerhalb des Dorfes gelegen und drit­tens bei den meisten Un­tertanen aus Mangel an Frucht wenig Mahlens gewesen.” 515.

 

„Nicht weit von Heiligenmoschel, in einem schönen und stillen Tal, durch das der Moschelbach abwärts fließt gegen Gehrweiler zu, liegt am äußersten Zipfel des Landkreises Kaiserslautern eine alte Mahlmühle, die Rohmühle. Sie hat schon Viele Jahre ihre Funktion als Mahlmühle aufgegeben. Sie steht in den Rohwiesen, die anfangs des 17. Jahrhunderts bezeugt sind. Das mittelhochdeutsch „ro“ bedeu­tet neuhochdeutsch, roh, rau, hart, fest. Das Mühlrad und sonstige Mühlenutensilien sind heute nicht mehr vorhanden. Der Au­tor hat Beziehungen zu dieser Mühle, da seine Urgroßmutter Lutz daraus stammte (1824 - 1873). Sie heiratete 1851 Georg Rahm VI. von Heili­genmoschel. Die Geschichte dieser Mühle ist in den Zweibrücker Akten betr. Heiligenmoschel im Landesarchiv Speyer do­kumentiert. Un­terlagen, die der verstorbene Rektor und Ortsbürgermeister Rudolf Leppla aus Speyer bekam und eigene Forschungen in Speyer wurden für diesen Beitrag verwendet. Die früheste Erwähnung der Rohmühle war im Jahre 1601. Heiligenmoschel war da­mals wieder im Besitz des Herzogs von Zwei­brücken und Pfalzgraf Johannes I. Graf zu Sponheim und Veldenz, Herzog in Bayern, ausgenommen einige Rech­te, die Johann Gott­fried von Sickingen zustanden. Drei Hofgüter und eine Mahlmühle gab es im damali­gen Heiligenmoschel. Letztere er­hielt der Unter­tan Michael Rauscher für zehn Jahre verliehen. Er sollte das alte Mahlwerk und das mangelhafte Geschirr „auf seine Kos­ten richten“ und im guten Bau halten, was ihm am Ende des Beständnisses gutgerechnet werden sollte. Bisher kostete die Mühle 15 Malter bei­derlei Frucht. Jetzt sollte er aber neun Malter Korn und acht Malter Hafer Lauterer Maß liefern. Von der Sickinger Fron sollte er be­freit werden, die Heiligenmoscheler aber leisten. Außerdem benötigte die Mühle ein neues Dach. Zur Mühle gehörten zwölf Morgen Ackerland und eine kleine Wiese. Nachdem der Müller gestorben war, bat seine Wittib den Fürsten, da sie des Müllerhandwerks uner­fahren sei, um die Schätzung durch einen Unparteiischen. Sie erwähnte, dass ihr Mann einen neuen Stall und einen Keller gebaut hatte. Vom Schultheiß wurde Wendel *Weipert aus Künzhausen am Kocher vorgeschlagen, der drei Jahre die Mühle zu „Simpach“ be­sessen hatte. Er erhielt 1608 einen Erbbestandsbrief für zwölf Jahre. Er zeigte sich jedoch sehr fahrlässig und saumselig und hatte den Mahlern aus guter Frucht „Borßmehl“ geliefert, so dass sich die Gemeinde beschwert hatte. So wurde angeordnet, dass er die Mühle bis Weih­nachten räumen solle. Plötzlich machte er sich aus dem Staube und ließ die Bürgen zahlen. Diese machten eine Ein­gabe im Jahre 1613 um Erlaß der zehn Gulden. Auf Grund der Befürwortung des neuen Land­schreibers Wilhelm Drescher wurde es genehmigt. Als nächster bekam Lorenz *Elbinger die Mühle für neun Jahre verliehen. Laut Erbbestandsbrief von 1619 erhielt er sie für weitere zwölf Jahre, muß­te nunmehr zehn Malter Korn und zehn Malter Hafer liefern. Die neuen Bürgen waren Hans Schneider und Hans Weber aus Heiligenmo­schel. Es brach jedoch eine schwere Zeit, nicht nur für den Müller, sondern die Bevölkerung von Heiligenmoschel an. Mit der Besetzung der Pfalz durch die Spanier machte man 1621 mit dem Dreißigjährigen Krieg Bekanntschaft, der unsägliches Leid über Land und Bevöl­kerung brachte. 1624 schrieb der Landschreiber Werner Keßler nach Zweibrücken: Ich hab den Damm an dem Mühlweiher, der durch die Soldaten angegraben wurde, richten lassen, dass man die Mühle wieder brauchen kann. Die Felder waren unbearbeitet. Obwohl die Mühle wieder instand ist, ließen die Unterta­nen wenig mahlen, weil es an Frucht mangelte. Man suchte einen neuen Müller, da letzterer das Dorf verließ und hoffte den alten Pachtzins wieder zu erhalten. Es meldete sich anfangs niemand bis auf den Müller Heinrich *Schwarz aus Cölln. Der Landschreiber verhandelte mit ihm und versuchte für zwei Jahre einen Pachtvertrag zu erreichen mit 16 Malter Frucht pro Jahr. Wenn die Pachtsum­me nicht zu erreichen ist, soll er weni­ger abliefern. Eine Übernahme der Mühle wurde je­doch nicht erreicht. 1625 erfahren wir über Heiligenmoschel aus einem Brief, den der Landschreiber Wilhelm Decker an den Fürsten von Zweibrücken schrieb: „Die armen nun schon etliche Jahre ganz verlassenen Leute seien dieser Mühe schon Wert (d.h. mal nach Heili­genmoschel zu kommen und sich zu in­formieren), zumal noch Mord und an­der Unglück zu befürchten sei ... die Einwohner betreffend seien meistenteils gehorsame und willige Untertanen, aber zu dieser Zeit die blutärmsten Leut die wir im Lande haben. Kein Dorf sei so oft und vielmals ausgeplündert worden. Deshalb sei es auch lange Zeit unbewohnt gestanden, auch etliche mit Weib uns Kindern dem Betteln nachzuziehen genötigt worden. Es sei auch kein Tag am Himmel, an welchem die durchziehenden Soldaten nicht speisten und von ihnen Schaden leiden mussten. Es wäre eine gute Tat „an diesem armen Haufen“ die Kriegsbeschwerden zu lindern. Die geplagten Wirtschaften, die nur är­gerliche Häuser seien, an welchem sich lauter leichtfertig Gesindel, andere Leut zu schaden, versammelt und aufhält, sollten ge­schlossen werden. Die beiden Wirte soll­ten Ackerbau betreiben. Dadurch wären die Ursachen des „ärgerlichen Lebens“ abgeschafft.“ Das Jahr 1632 brachte durch den Rück­zug der Spanier von Rockenhausen nach Lauterecken die Niederbrennung Heiligenmoschels, vermutlich mit der Ermordung, Ver­schleppung und der Flucht fast aller Bewohner des Dorfes. Dargestellt ist diese Szene in dem Kupferstich von Merian in dem Theat­rum Europäum von 1635, wobei Heiligenmoschel in Flammen steht. Bei der Wiederbesiedlung von Heiligenmoschel sind nur noch wenige alte Namen von den früheren Bewohnern zu finden, wie Frenger Carl, Metzler Paul, We­ber Simon und Ulrich und Metz Ja­cob.

 

Die Rohmühle lag im 30jährigen Krieg und in den Folgejahren viele Jahre öd, und wurde 1655 um 14 Malter Korn verpachtet 516.

 

Der nächste Eintrag über die Rohmühle bzw. deren Güter sind am 21. November 1659 zu finden. Die Äcker und Wiesen der verfalle­nen Rohmühle wurden für fünf Malter, ein Viernzel Hafer und Korn auf zehn Jahre an Jacob Metz versteigert. weitere Bieter waren Marx Ul­rich, Weber Hans Nickel und Koch Hans Nickel. 1686 wird berichtet, dass ein Balthasar Sernater die Ziegeln vom Dach und die Steine vom Haus der Rohmühle entfernt hatte, um sie nach Schallodenbach zu verkaufen. Hiermit war die Mühle ganz dem Ruin freigegeben. Beim Oberamt Meisenheim meldete sich 1687 ein Nicklas Müller, auf dem Ingelheimer Grund wohnhaft, der die Mühle aufbauen will, wenn er sie etliche Jahre frei und eine billige Pacht erblich verliehen bekommt. Eins Vertrag kam jedoch nicht zustan­de. Erst wieder 1711 glaubt man wieder auf der Suche nach einem Müller Erfolg zu haben. Der Schultheiß wandte sich an die schwe­dische Rentkammer des Herzogtums Zweibrücken: „aus Mangel an einer eigenen Mühle müßten die Einwohner des Dorfes die Früchte zwei Stunden wegs weit zu ausländischen Mühlen im Churpfälzischen fahren und all dorten mahlen lassen. Die Mühle soll öffentlich versteigert werden.“ Er selbst bietet dafür acht Malter Korn jährlich einschließlich der beiden Weiher. Die Publikation wur­de im ganzen Amt vorgenommen und wurde auf den 7. November 1711 festgelegt. Landschreiber Vißing selbst bemühte sich zu kommen. Er mußte aber feststellen, dass nie­mand erschienen war und kehrte unverrichteter Dinge zurück. Der Schultheiß Daniel *Rahm nutzte die Tatsache aus und verlangte nach dem Aufbau der Mühle, vier Freijahre und noch Land dazu. Es kam jedoch nicht zum Abschluß des Vertrages, da er noch mehr errei­chen wollte. Inzwischen wurde er Teilhaber des Fölklingischen Hofgutes, was wohl seine Unterschriftenverweigerung beeinflußte. Ein anderer Interessent war der Müller Christian *Justi von Roth bei Meisen­heim. Er versprach die Mühle aufzubauen, wenn er sie erbbe­ständlich erhalten würde und neun Morgen schlechter Äcker am Berg bepflanzen darf, da die anderen verpachtet waren. Er möchte auch 60 Baumstämme gratis zum Aufbau der Mühle bekommen, sechs Malter Korn liefern, für die Wiesen und Gärten um die Mühl vier Gulden Zins zahlen, nicht gezwungen werden, den Mühlwoog mit zu füllen, da die Instandsetzung mindestens 100 Gulden Kosten wür­de. Außerdem will er das direkt in die Mühle leiten. Weiterhin verlangt er nicht zu Geldabgaben oder Frondiensten herangezogen zu werden und die Mühle zur Bannmühle erklärt wird, d.h. alle Heiligenmoscheler, es sind etwa 20 Familien, müssen dort mahlen lassen. Er glaubt, bis Frühjahr 1716 wieder mahlen zu können. Da kein anderes Gebot vorhanden war, willigte Zweibrücken am 23. Mai 1715 ein, nachdem über 70 Jahre keine Erträgnisse zu erhalten waren. Bis 1721 lief alles gut, aber dann bekam er Schwierigkeiten mit der Ge­meinde wegen Abgaben und verklagte 1723 die Ge­meinde, weil sie in fremden Mühlen mahlen lassen würde. Das gespannte Verhältnis bewegte ihn, 1725 die Mühle mit dem Nieder­müller zu Jeckenbach Casimir *Mühlberger zu tauschen. Enttäuscht stellte er fest, dass man ihn schamlos betrogen hatte, da die nöti­gen Mühlgeräte nicht mehr vorhanden waren. Er bittet das Oberamt, ihm wieder zu seiner alten Mühle zu verhelfen. Mühlberger, aus der Gascogne in Frankreich, war ein unliebsamer Zeitgenosse, wie berichtet wird. Er richtete 1727 eine Beschwerde über die Ge­meinde Heiligenmoschel nach Meisenheim. Die Erwiderung des Bürgermeisters Daniel Rahm ließ nicht lange auf sich warten. „Hät­te er das wenige bezahlt, wäre er nicht gepfändet worden. Außerdem wisse er nicht, dass die Mühle eine Bannmühle wäre. Es täte gut, wenn er sich nicht so faul und nachlässig zeige und die Mahlgäste liefen wegen seiner Untreue fort, die er an ihnen verübt. Er halte die Mühle in schlechtem Stand, bisweilen ein Malter Korn drei Tage auf der Mühle liegen läßt und ande­res mehr.“ Am 29. April 1727 wurden der Müllermeister Pfaff von Meisenheim und Meister Franz von Rehborn beauftragt, die Mühle in Augenschein zu neh­men. Sie stellten fest, dass Vieles nicht richtig und baufällig sei. Was der Hauptwoog, die Claus betreffe, sei er sehr verwahrlässigt und durch die Wassermaus durchbohrt. Wasserrad und Kambrad befänden sich in gutem Zustand.“ 517.

 

Peter *Rahm war um 1716 Müller auf der Rohmühle in Heiligenmoschel 518; er hatte Streit mit den anliegenden Bauern wegen deren Wasserentnahme zur Wiesenbewässerung. Rahm, dem das Wasserrecht zustand und der hohe Abgaben für die Mühle zahlen mußte, wehrte sich gegen die aus seiner Sicht gesehen, illegale Wasserentnahme 519.

 

Im Mühlenverzeichnis des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken von 1756 wird die Mühle, die zum pfalz-zweibrückischen Oberamt Mei­senheim gehörte, wie folgt beschrieben: „Die Heiligen Moschler Mühl [hat] 1 Waßerrad welches einen Gang treibet; [zahlt an Pfacht] 6 fl an Geld, 7 Mltr Korn; das Dorf Heil Moschel aus 26 famil: bestehend, ist hierher gebannt.“ 520

 

1764 war Inhaber der Rohmühle der [Johann] Carl *Lutz aus Gehrweiler. Er betrieb die Mühle durch einen Lehensmüller namens Valen­tin Mannweiler, der als Pacht jährlich 40 fl und 5 Mltr Korn entrichten sollte. Die Vereinbarung wurde am 21.7.1764 abgeschlos­sen. Zeu­ge der schriftlichen Vereinbarung war der kurpfälzische Erbmüller von der Untermühle Rockenhausen, Andreas *Weinkauf, der die Ur­kunde siegelte 521.

 

In der von Hans Steinebrei verfaßten Geschichte der Rohmühle heißt es dazu: „1755 hat Mühlberger seinem Sohn *Philipp Mühlber­ger die Mühle und die dazugehörigen Güter für 1100 Gulden verkauft. Da die­ser aber ein armer Mann war, verkaufte er am 9. Febru­ar 1761 für 1300 Gulden und einer „Carolin“ Trankgeld die Mühle an den Ge­meinsmann Joh. Carl *Lutz von Gehrweiler. einem Schreiben der Rentkammer von 1767 ist zu entnehmen, dass Lutz sie unterver­pachtete, zunächst an einen Philipp Kumper und dann an Valentin Mannweiler von Hochstätten“. Johann Carl Lutz verstarb 1772 in Gehrweiler. Beim Abschluß des Pachtvertrages hatte er sich ausbedun­gen, dass bei der Verheiratung eines seiner Kinder dieser Ver­trag sofort beendet ist. Dies war an Pfingsten 1776 der Fall, als sich seine Tochter Maria Marg. mit Peter *Rahm vermählte. Von Zweibrücken wurde die Räumung angeordnet und ein neuer Erbbestandsbrief soll­te ausgestellt werden. Die Witwe Lutz überließ ih­rem Schwiegersohn Peter Rahm die Mühle für 1300 Gulden. Da der Erbteil seiner Frau 800 Gulden betrug, mußte er noch 500 Gul­den an seine Schwiegermutter zahlen. Der Erbbestandsbrief wurde dennoch nicht ausge­stellt, weil man über das Vermögen des Carl Lutz noch Auskünfte einholen mußte. Er hatte sieben Kinder und laut Inventar 5600 Gulden hinterlassen. Endlich wurde am 13. Fe­bruar 1777 der Bestandsbrief unterzeichnet. Auch diesmal gab es wieder Verdruß mit der Gemein­de, weil die Einwohner begannen ihre Wiesen zu bewässern, so dass der Müller wegen großen mangels nicht mahlen konnte. Eingaben an die Gemeinde und die fürstl. Rentkammer waren die Folge. Müller in Heiligenmoschel zu sein war ein schwieriges und glückloses Un­terfangen. Jede Partei hatte scheinbar ihre berechtigten Gründe. In erster Linie wollten die Bewohner ihre Bannmühle loswerden, um nicht der Willkür des Mül­lers ausgesetzt zu sein. Nach dem Tode von Peter Rahm 1783, übernahm Daniel *Rahm 1784 die Mühle. 1789 kamen auch hier Be­schwerden, wonach die Mahlgäste schlecht behandelt werden würden. Man machte Proben in auswärtigen Mühlen, die ergaben, dass man dort mehr Mehl von der eingebrachten Frucht erhielte als hier bei ihm. Man bittet das hochlöbliche Oberamt, dass eine unpartei­ische Kommission mit mühlverständigen Personen Prüfungen anstellen sollten die Mühlgerätschaften, Deich und Ka­mel in Augen­schein zu nehmen. Da Daniel Rahm kein gelernter Müller sei, solle er sich Leute anschaffen, die das Mah­len und die Ein­richtung ver­stehen. Unterschrieben war die Bittschrift von 19 Personen, vermutlich alle Heiligenmoscheler Familien­vorstände: Heinrich Frenger, Schuldiener, Nickel Hanenberger, Adam Frenger, Georg Rahm, Peter Rahm, Philipp Lutz, Carl Rahm, Peter Reßel, Heinrich Braun. Unterschriften: Philipp Leppla, Gerichtsschöffe, Heinrich Rahm, Gerichtsschöffe, Peter Leppla, Vorste­her, Michel Rahm, Daniel Rahm, Jerg Leppla, Daniel Rahm, Peter Rahm der Alte, Phil­ipp Leppla, Michel Günther. Daniel Rahm (1759 - 1824) blieb mit seiner Frau Anna Margaretha Lutz (1755 -1812) weiterhin Pächter der Mühle. Über die Versteigerung des Erbgutes in der napoleonischen Zeit sind leider keine Unterlagen gefunden worden. Jedenfalls war der neue Steigerer der Zwei­brücker Rentner Alexander Jacomin de Malespine. Vor dem Bezirksgericht Kaiserslautern wurde 1821 ein Prozeß geführt zwischen Rahm und Malespine. Daraus war zu erfahren, daß ein Erbbestandsbrief mit Rahm mit einer ermä­ßigten Pacht von sechs Malter Korn ausgestellt worden und die Banner­klärung schon vorher aufgehoben war. Kurz vor dem Tode von Daniel Rahm, der 1820 noch ein neues Wohnhaus gebaut hatte, schloss seine einzige Tochter Barbara (1796 - 1869), die seit 1813 mit Daniel Lutz (1789 - 1860) ver­heiratet war, mit dem Vertreter von Malespine einen Vertrag. Nach Zahlung von 500 Gulden konnte endlich die Ablösung der Erb­pacht erreicht werden. Die Bela­stung früherer Jahre war jetzt besei­tigt und man war Herr im ei­genen Haus. Im Grundstückskataster von Heiligenmoschel 1832/36 ist die Rohmühle als Haus Nr. 57 ange­geben: Besitzer Daniel Lutz, Müller, Wohnhaus, Mahlmühle mit einem Gang, Scheune, Stallung, Kelter, Schuppen und Hofraum, Plan Nr. 955, Fläche 30 Dezimal. Plan Nr. 970 Wohnhäuschen mit 20 Dezimal liegt auf der anderen Straßenseite Richtung Gehrweiler. Der größte Teil des Landbesitzes „hat angeblich die Ehefrau Bar­bara vor zehn Jahren an elterli­chem Vermögen ererbt und ist auf den Namen des Besit­zers eingetragen worden.“ Dazu gehörten noch Waldungen und der Rohmühl­weiher und der Weiher am Heinzenrech. Sehr inter­essant ist der Passus, dass das ererbte Vermögen der Frau auf den Namen des Ehe­manns eingetragen wurde. So war das damals auf dem Lande. Heute ist dies durch die neue Gesetzge­bung der Zugewinngemein­schaft ab 1957 geändert. Eine Tochter von Daniel Lutz und Barbara Rahm war Elisabeth (1824 - 1873). Sie ist die Urgroßmutter des Verfassers dieses Berichtes. Sie blieb nicht auf der Mühle, sondern heiratete meinen Urgroßvater Georg Rahm VI. von Heiligenmo­schel (1825-1904). Er war Landwirt und gegen Ende des 19. Jahrhunderts Geschworener beim Oberlan­desgericht in Zweibrücken. dieser Tatsache haben wir es vermutlich zu verdanken, dass er sich dort auf eine fotografische Platte ban­nen ließ. Niemand aus der Familie wusste davon. Kurz vor seinem Tode schenkte er jedem sei­ner fünf Kinder ein solches Foto. Es ist das älteste, das wir von unseren Vorfahren besitzen. Der Name Daniel Lutz sollte noch mehrmals der Rohmühle erhalten bleiben. Der Bruder von Elisabeth Lutz namens Daniel II. (1815-1874) heiratete eine Elisabeth Kolter. Ihr Sohn Daniel Lutz III. (1850-1928) war mit einer Philippine Rahm (1853-1921) verheiratet. Sie erwarben sich weiteren Grundbesitz, so dass die Mühle mehr an Bedeutung verlor. Auf der ande­ren Straßenseite wurde 1878 ein neues Haus gebaut. Ihr Sohn hieß ebenfalls Daniel (1877-1961). Es war die vier­te Generation, die den Namen Daniel Lutz trug. Aus der Ehe mit Anna Rahm gin­gen keine Kinder hervor. Bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahr­hunderts wurde nur noch für den Eigenbedarf gemahlen und bis 1948 geschrotet. Die kraft lieferte aber noch den eigenen Strom, bis die Mühle an die Elektrizitätsversorgung der Gemeinde Heiligenmo­schel angeschlossen wurde. Die Landwirtschaft wurde weiterhin als Erwerbsquelle betrieben. Nach dem Tode des Besitzers über­nahm die Erbengemeinschaft Richard und Edmund Rahm das ganze Anwesen mit 17 Hektar Wiesen, Wald und Äcker, 1975 wurden die Gebäude an einen Geschäftsmann na­mens Gromnitza und die Gromnitza-GmbH verkauft und die landwirtschaftlichen Grund­stücke an einen Heiligenmoscheler Landwirt. Heute ist der Bachadel der früheren Mühlenbesitzer ausgestorben. Das Mühlensterben betraf die meisten der Kleinmühlen. Die Mehler­zeugung er­folgt jetzt nur noch von wenigen Großmühlen industriell. Mühlenromantik aus der Vergangenheit gibt es nicht mehr. Es wer­den nur noch einige Mühlen zu musealen Zwecken erhalten, um die heutige Genera­tion an die frühere Arbeitsweise zu erinnern. Seit 2001 ist die Roh­mühle im Besitz von H. Kutter” 522.

 

Am 28.6.1892 starb Johannes Lutz, Ackerer auf der Rohmühle im Alter von 39 J. 523.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer B3 Nr. 943 6 und C38 Nr. 130 1: Bericht des Landschreibers Keller zu Meisenheim vom 17.8.1624 nach Zweibrücken über die Mühle in Heiligenmoschel

- LA Speyer Best. B2 Nr. 943 4: „Rohmühle zu Heiligenmoschel, o. D.“

- NSZ-Rheinfront vom 17. und 18.4.1939: „Die Rohmühle bei Heiligenmoschel“

- Steinebrei, Hans: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel und ihre Besitzer; in: Pfälzisch-rheinische Familienkunde 2001, S. 509-514

- Steinebrei, Hans: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel; in Heimatjahrbuch Landkreis Kaiserslautern 2001,. S. 99-105

 

 

 

 

 

Heiligenstein:

seit 1969 OT von Römerberg, VG Römerberg-Dudenhofen, Lk Rhein-Pfalz-Kreis. Heiligenstein gehörte zum Hochstift Speyer, Amt Mari­entraut.

 

Heiligenstein wurde 1190 unter Namen Heiligsten erstmals genannt, als das Domkapitel zu Speyer das Dorf als Sammelstätte für Abga­ben (Zehntsteuer) nannte. 1235 ist bereits eine Kirche bezeugt. Nur zwei Jahre später als Heiligenstein wurde 1192 Berghausen als Berchhusen erwähnt. Für 1268 ist dort eine Kirche nachgewiesen 524.

 

1683 lebten in Heiligenstein nur 18 Familien, im Visitationsbericht von 1739 wird gemeldet, daß nunmehr im Dorf 76 kath. Familien leb­ten. Die Einwohnerzahl betrug damals 357, davon waren 354 katholisch 525.

 

Urkunden/Literatur:

- König, Irmgard: Heiligensteiner Einwohner in den Jahren 1652, 1673 und 1739; in: PRFK 1981, S. 530-536

- LA Speyer Best. F5 Nr. 46 Gerichtsbuch von 1612 – 1750/1775 mit Unterbrechungen für die Jahre 1619-1623, 1633-34, 1636, 1637-57, 1670, 1674-80, 1689-97, 1701-02, 1704, 1707-16, 1724-27, 1729, 1731, 1733-34, 1737-42, 1751 und1753-1774 526

- LA Speyer Best. F3 Nr. 284: Renoviertes Schatzungsbuch der Gemeinde Heiligenstein, 1777, 1868; enthält alphabetisches Namensver­zeichnis, it Grundstücksskizze (Sämtliche im Marientrauter Amtsort Heiligenstein gelegene Hausplätze und Gärten, 1777).

- LA Speyer Best. F3 Nr. 284 fol. 9: Karte sämtlicher im Marientrauter Amtsort Heiligenstein gelegenen Hausplätze und Gärten, 1777

- LA Speyer Best. U68 (Gemeindearchiv Heiligenstein), darin 35 Archivalien 1774-1820, beinhaltend u.a. die Güterrenovation

- Lohrbächer, Klaus: Familiennamen aus dem Gerichtsbuch von Heiligenstein; in: PRFK 1995, S. 303-304

- Lohrbächer, Klaus: Liber Baptizatorum in Parochia Heiligenstein et Berckhausen. Nomina Baptizatorum Heiligensteinensium. Namens­verzeichnis der Getauften aus Heiligenstein 1659-1700). Stuttgart-Zuffenhausen 1998

 

 

Mühlen:

in Heiligenstein gab es früher die Mühlgasse 527, die um 1860 zur Bahnhofstraße wurde 528. 1718 werden in Heiligenstein vakante her­renlose Güter genannt „bey dem langenstein am Heiligensteiner Mühlweg“ 529.

 

Die Einwohner aus Heiligenstein waren 1717 in der herrschaftliche Mühle in Dudenhofen zum Mahlen verpflichtet 530.

 

 

 

 

 

Heimbach/Nahe:

VG Baumholder, Lk Birkenfeld; westlich von Ruschberg, nördlich von Berglangenbach gelegen; liegt im Westrich am gleichnamigen Bach Heimbach im Tal der Nahe; gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken

 

Mühlen:

- Mahl- und Walkmühle zu Heimbach:

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 702: Die Mahl- und Walkmühle zu Heimbach, 1737-1742

 

 

- Ölmühle Heimbach:

 

Literatur/Urkunden:

- LHA Koblenz Best. 24 (Herzogtum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 703: Der Ölmühlenplatz zu Heimbach, 1738-1764

 

 

 

 

 

Heinzenhausen/Lauter:

VG Lauterecken, Lk Kusel; südlich von Lauterecken; an der Lauter gelegen; erstmals urkundlich erwähnt 1278; gehörte zur Graf­schaft Veldenz; Graf Friedrich III. von Veldenz, der letzte Veldenzer im männlichen Stamm, verstarb 1444 ohne männliche Nach­kommen. Da­mit fiel die Grafschaft Veldenz an den Sohn seiner Tochter Agnes von Veldenz (°° mit Pfalzgraf Stephan), Pfalzgraf Ludwig I. den Schwarzen von Pfalz-Zweibrücken; pfalz-zweibrückisch ab 1444; Burg und Amt Lauterecken stammen aus dem Be­sitz der Grafen von Veldenz, kamen durch Heirat 1444 an das Herzogtum Zweibrücken., waren von 1543-1695 ein selbständiges Für­stentum (Pfalz-Veldenz) und wurden nach langem Erbstreit 1733 der Kurpfalz einverleibt; gehörte zum kurpfälzischen Amt Lauter­ecken

 

Mühle:

an der Lauter; zunächst pfalz-zweibrückisch dann ab 1733 kurpfälzisch

 

1697 ist im katholischen Kirchenbuch von Lauterecken der Müller Voix Peter *'Kohl erwähnt, anläßlich der Taufe seiner Tochter Anna Barbara Kohlin am 13.1.1697 in Heinzenhausen 531.

 

Die Mühle ist in der Renovation der Schultheißerei Reichenbach vom 17.9.1738 aufgeführt 532 und wie folgt beschrieben: „Mathes *Mül­ler eine Erbbestands Mühl zu Heyntzenhausen mit 2 Gäng wovon er an zweyten vor ohngefehr 15 Jahren ohne angefragt gebau­et, gibt jährl: 4 ½ Mltr Korn und 4 ½ Mltr Haaber zeit ao 1700 laut Bestandsbrieff von Hrn von Strauch.“

 

Die Mühle ist in der Renovation von 23.9.1739 enthalten und wie folgt beschrieben: „Von der (Anm.: Mühle zu Berschweiler) seyend wir auff Heintzenhausen gang und daßige Mühl ahn der Lauter zwarn in einem sehr guten Stand gefund, gleich aber es mit denen Mahlgäs­te wie mit obiger Mühl (s. Berschweiler) beschaffe ist, so halte wir davor daß dem Müllern Mathes *Müller weg dem zweyte Gang ... ein Mltr Pfacht weiter mithin 10 Mltr anzusetzen wären, welche wir also hie­mit pflichtmäßig ...“ 533

 

Die Mühle in Heinzenhausen ist zusammen mit den anderen Mühlen im Oberamt Lauterecken in der Renovation von 1744 , die vom Amtskeller Geisweiler erstellt wurde, als lfd. Nr. 2 beschrieben: „Die Mühle zu Heynt­zenhausen wäre ... gnäd. 1mo. des Gyter Con­sens umb... ohnmaßyrblich ihn... der neue Bestender bringt auf des verstorbenen Erbbe­ständers Mathes *Müller Wittib Marian Elisa­bethan und ihrer rechtmäßigen Leibserben und nach. 534

 

Die Mühle ist im kurpfälzischen Mühlenregister von 1776 im Amt Lauterecken enthalten; die Mühle hat (1776) 1 Mahlgang und 1 Schäl­gang; mit allem, auch den nötigen Sieben und Beuteln wohl versehen; Erbbestän­der ist [Johann] Martin *Müller (mit 4 Söhnen und 4 Töchtern); er hat einen Erbbestandsbrief vom 12.3.1763 und gibt 4,5 Malter Korn und ebensoviel Hafer als Pacht. 535

 

Um 1855 war Nikolaus *Schlemmer der Müller in Heinzenhausen. Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Mühlen durch star­ke Konkurrenz nach Aufhebung des Mühlbanns und des Mahlmonopols schlossen die Mahlmüller an der Lauter am 24.3.1855 einen Mono­polvertrag, mit dem Ziel, durch Ankauf von Uferland und Wasserrechten den Bau neuer Mahlmühlen zu verhindern. Hierbei handelte es sich um Jakob *Metfelder in Offenbach, Philipp *Gros zu Wies- bzw. Berschweiler, Valentin und Johann *Brosi­us in Lauterecken, Jakob *Spielmann in Lohnweiler und Nikolaus *Schlemmer in Heinzenhausen. 536

 

Nikolaus Schlemmer erwog 1862 zur Verbesserung der technischen Einrichtung seiner Mühle, die Durchführung wasserbaulicher Maß­nahmen; er bat deshalb 1862 um die behördliche Erlaubnis, „das Gerinne an seiner Mühle daselbst wegreißen und wieder neu aufführen zu dürfen“ 537. Auch unter seinem Nachfolger liefen die Verhand­lungen weiter; noch 1872 waren Verhandlungen über das Projekt eines neuen Grundablasses im Gange 538.

 

Nikolaus *Schlemmer (*1830 in der Medarder Mühle) übernahm 1864 ++prüfen+++ die Mühle in Heinzenhausen. Die Söhne Au­gust, Nicolaus und Julius sowie eine Tochter blieben in der Mühle. Diese brannte 6.1.1912 vollständig ab, wurde jedoch sofort wie­der aufge­baut in einem dreistöckigen Trakt mit fünf Walzenstühlen. Als Antriebskraft wurde eine neuzeitliche Turbine benutzt. Der Betrieb wurde 1957 stillgelegt 539. Der „Kuseler Anzeiger“ vom 6.1.1912 berichtete: „Heinzenhausen. Heute Morgen brannte die noch nicht lange er­baute neue Mühle der Gebrüder Schlemmer hier vollständig nieder“ 540.

 

 

 

 

 

Helmbach:

OT von Elmstein; VG Lambrecht, Lk Bad Dürkheim; zwischen Breitenstein und Appenthal gelegen; der Ursprung von Helmbach geht wahrscheinlich auf den Anfang des 18. Jh. zurück. Aus Urkunden geht hervor, daß 1702 der Schultheiß von Lambrecht sich an­maßte, auf der Helmbach eine Sägemühle zu erbauen.

 

Der Name faßt zusammen das Helmbacher Forsthaus, die nahe Sägmühle und die neuerdings dabei entstandenen Wohnhäuser an der Einmündung des Helmbachs in den Speyerbach. 1828 als „Helmbacherhof“, 1836 „Kobelshütte mit den Helmbacher Höfen“, und „Die neue Sägemühle“, 1886 „Helmbacher Forsthaus“ und „Neue und alte Helmbacher Mühle“, 1916 „Helmbach Forsthaus, alte und neue Sä­gemühle“ bezeichnet 541.

 

 

Mühlen:

- Helmbacher Haagmühle:

+++prüfen+: ob identisch mit anderer Mühle+++

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 950 UNr. 15: Helmbacher Haagmühle, 1747

 

 

- Sägemühle des Johann Jakob Seib:

1702 errichtete der Schultheiß von St. Lambrecht Johann Jacob *Seib ohne Zustimmung des kurpfälzischen Oberamts Neustadt, auf der Helmbach eine Sägemühle. In einem Brief vom 8.8.1705 an die Obrigkeit schreibt Seib, daß er gleich nach dem Friedensschluß 1698 um Erlaubnis zum Bau der Mühle bat. Jetzt bittet er darum, in Erbbestand genommen zu werden 542. Es soll sich um das heuti­ge Sägewerk Seeber handeln.

 

„Um Johann“ 1725 wird vom reformierten Pfarrer in Elmstein begraben die „Elisabeth Peter Birler“ (? die letzten beiden Worte sehr unle­serlich. Deutung unsicher) „sich in der Helmbacher Sägmühle sich aufhaltend“ 543.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 950/16: „Acta betr: Joh: Jak: Seiben Sägmühle, 1705, 1710“

 

 

- Alte oder untere Sägemühle Helmbach 544:

liegt an der Mündung des Helmbaches in den Speyerbach.

 

Im Mühlenverzeichnis des Oberamts Neustadt von 1738 ist die Mühle genannt und zusammenfassend wie folgt be­schrieben: „Auf der Helmbach in dem Elmsteiner Thal be­findt sich eine Schneid- oder Seegmühl, welche der Jacob *Duras, Schult­heiß zu Weyer, nach dem jetzigen Temporalbeständers Nickolaus Taubener seiner Aussag in einen Erbbestand von gnädigster Herr­schaft über­nommen hat, gibt jährlich in die GefällVerwe­ßerey Neustadt 8 fl Erbpacht und 3 fl Boden oder Waßerfall Zinß, hat nur ein Waßerrad. Be­standsbrief hat der Temporal­beständer nicht zeigen können, maßen der Erbbeständer zu Bruchsal wohnen thut.“ 545

 

1790 wird der Bordschneider Johannes Jakob *Histing als Erbbeständer und Bordmüller auf der Helmbacher Sägmühle genannt 546.

 

Um 1804 war Daniel *Kölsch aus Grevenhausen (OT von Lambrecht) Pächter der Sägmühle. Diese lag „an der Helmbach auf der Straße und am Eingang in der Wald“ und sollte im Zuge der französischen Nationalgüterveräußerung am 5.3.1804 verkauft werden. Das Ver­kaufsangebot wurden jedoch zurückgezogen 547. Vermutlich ging die Sägmühle der kurfürstlichen Hofkammer dann 1806 in Privatbesitz über 548.

 

Vor 1837 verstirbt der Bordmüller auf der Sägemühle Helmbach, Michael *Roth. Am 8.10.1837 kauft der Bordschnitter Friedrich Zim­mermann einen Stall und Keller bei der Helmbacher Sägmühle gelegen von der Witwe und den Kindern des verstorbenen Michael Roth von der Helmbacher Bordmühle und wird im Urkataster Elmstein von 1839 als Eigentümer genannt 549.

 

Ab 1839 war Johann Peter *Haag (23.11.1798 Appenthal – 30.6.1854 Helmbach), „der Junge“ als Müller auf der Helmbacher Säge­mühle 550. Er wird im Urkataster Elmstein von 1839 als Eigentümer der Helmbacher Mühle genannt. Das Grundstück hatte er 1838 von [Jo­hann] Friedrich *Zimmermann [Anm.: °° Maria Elisabetha Haag aus Appenthal; Vater des späteren Sägmüllers auf der Oberen Helm­bach Johann Theobald Zimmermann 551] gekauft und die Gebäude der Mühle 1839 errichtet 552.

1847 war Heinrich *Roth als Sägmüller auf der Helmbacher Sägmühle; er ist der Enkel des Johann Jakob Histing und Sohn des der Ma­ria Philippina Histing (31.5.1784 Elmstein, ~ 1.6.1784 Elmstein - † 20.8.1747 Klein'sche Mühle [*Sattelmühle, OT von Es­thal], die den Fuhrmann Peter *Roth († 2.2.1839 Helmbach im Alter von 59 J.) aus Erfenstein heiratete 553.

 

Von 1848-1855 war dessen Bruder Peter Jakob *Roth als Bordschneider auf der Helmbacher Bordmühle 1848-1855 554. Auf diesen folgt [?] von 1857-1873 der weitere Bruder Georg Matthäus *Roth 555.

 

In der „Neustadter Zeitung“ Nr. 141 vom 25.11.1854 wird nach dem Tod des Johann Peter *Haag die Versteigerung der Sägemühle Helmbach annonciert: „Am Mittwoch, den 29. November nächsthin ... lassen die Witwe und Erben von Peter Haag ihre in dem von Neu­stadt nach Elmstein ziehenden Thale an der Helmbach gelegene Mahl- und Sägmühle öffentlich versteigern.“ 556

 

1864-1870 wird der Johann Theobald *Zimmermann (S. des Sägmüllers Johann Friedrich *Zimmermann) als Sägmüller auf der Helmba­cher Sägemühle erwähnt, wo mehrere seiner Kin­der geboren sind 557.

 

Karte:

- LA Speyer Best. W1 Nr. 6613, darin u.a. die Helmbacher und die Spangenberger Sägmühle

- LA Speyer Best. W41 Nr. 2129/4: Appenthal mit Helmbacher Sägemühle, 1820-1845

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. A2 Nr. 950/15: „Acta betr: die Helmbacher Sägmühle, 1747“

- LA Speyer Best. Q22 Nr. 734: Gesuch des Theobald Rath von Elmstein bei der Helmbacher Talmühle einen Stall bauen zu dürfen, 1844-1880

 

 

- Mahl- und Ölmühle auf der unteren Helmbach:

Die Mühle lag neben der Sägmühle auf der Unteren Helmbach 558 (Haus Nr. 41), im Urkataster von Elmstein 1839 bezeichnet mit Flur­stück Plan-Nr. 2467 1/3, Haus Nr. 42 nebst Mühlgraben Plan-Nr. 2464 559. Das Urkataster Elmstein von 1839 nennt als Besitzer den Gastwirt Peter Roth, den Metzger Theobald Roth „den Jungen“, beide zu Elmstein, den Bordschnitter Friedrich Zimmermann und den Ta­gelöhner Konrad Roth, beide aus Appenthal. Weiter heißt es: „Grund und Boden hat Friedrich Zimmermann eingetauscht von den Kon­rad Maier'schen Eheleuten von Harzofen nach Akt vom 14. July 1836, und das Miteigentum den Besitzern überwiesen, ohne Akt. Die Mühle wurde von den Besitzern in Gemeinschaft im heurigen Jahr [Anm. 1839] neu erbaut 560.

 

1859 erwarb Jakob Hirsch aus Edenkoben die Mahl- und Ölmühle und baute sie zu einer Bordmühle um. Auch diese Mühle ging [Anm.: wie die Haag'sche Mühle auf der Unteren Helmbach] in den Besitz von Georg Friedrich Seeber über 561.

 

 

Haag'sche Mühle auf der unteren Helmbach:

die Mühle lag direkt neben der Mahl- und Ölmühle auf der unteren Helmbach 562.

 

Zu dieser Mühle heißt es bei Ullrich: „Im Grundsteuerkataster ist vermerkt, daß 1838 in der unteren Helmbach von Peter Haag eine Mühle er­baut wurde. Das Baugelände hierfür erhielt er von Friedrich Zimmermann aus Elmstein. Peter Haag war der Vater von Theobald Haag, der 1887 die Elmsteiner Wappenschmiede von Lanz-Römer übernahm. 1860 erwarb Johann Heinrich Klein von der Sattelmühle die Müh­le. Als Klein sich ein in Neustadt ein neues Sägewerk einrichtete, verkaufte er die Mühle1872 an Georg Friedrich Seeber aus St. Martin“ 563.

 

 

- Obere oder neue Sägmühle Helmbach:

im Grundsteuerkataster Elmstein ist Jakob Schorzmann, Gutsbesitzer und Holzhändler aus Neustadt erwähnt, der am 8.8.1808 auf der Helmbach eine Wohnung, Sägemühle, Stall, Garten und Hof von Johann Baptist Poisott, ebenfalls aus Neustadt kaufte 564.

 

Ab 1852 ist Jakob Kern, Handelsmann aus Neustadt, der Eigentümer. Das gegenüberliegende Wohnhaus, erbaut 1835, das später zum Gasthaus umgebaut wurde, war Verwalterwohnung. Als Verwalter und Bordschnitter werden genannt: Jakob und Theobald Zimmer­mann aus Appenthal, Brosius aus Alsenborn, Georg Roth aus Appenthal, Zimmerle aus Edenkoben und Egelhofer aus Hochspeyer. Zwei frühe­re Angestellte der Hardenburger Papierfabrik, Feierabend und Walz, errichteten 1872 in dem Gebäude der Bordschneiderei eine Pa­piermühle. 1875 erwarb der Papierfabrikant Erhard Goßler aus Frankeneck das Werk für seine Schwester Margaretha, die es dann an ihre Nichten Maria und Paula vererbte. Als Papiermacher wird David Ruhland genannt. Ende der 1950er Jahre wurde der Betrieb des Sä­gewerks eingestellt 565.

 

Um 1926 war NN. Joa der Besitzer der Sägmühle 566.

 

Photo:

- Dietrich: Waldbauern und andere Leute, a.a.O., S. 162: Sägewerk in Helmbach um 1950

- Dietrich: Waldbauern und andere Leute, a.a.O., S. 161: der noch vorhandene Triebswerkskanal des ehemaligen Sägewerks Helmbach

 

 

- Papiermühle, Pappenfabrik 567:

1872 errichtetem zwei frühe­re Angestellte der Hardenburger Papierfabrik, Feierabend und Walz, in dem Gebäude der Bordschneiderei Helmbach eine Pa­piermühle 568. Der Betrieb arbeitete im Sommer als Papier-, im Winter als Sägemühle. Nach dem eine der beiden Teil­haber tödlich im Wasser verunglückt war, kaufte 1875 die Firma J.J. Goßler aus Frankeneck das ganze Anwesen, um eine u.U. Entste­hende Konkurrenz auszuschalten 569; bzw. nach a.A. erwarb 1875 der Papierfabrikant Erhard Goßler aus Frankeneck das Werk für seine Schwester Margaretha, die es dann an ihre Nichten Maria und Paula vererbte. Als Papiermacher wird David Ruhland genannt 570. Ende der 1950er Jahre wurde der Betrieb des Sä­gewerks eingestellt 571.

 

 

 

 

 

Heltersberg:

VG Waldfischbach-Burgalben, Lk Südwestpfalz; 1272 erstmals urkundlich erwähnt, unterstand der Ort zusammen mit Waldfisch­bach, Geiselberg, Schmalenberg und Schopp als Teil des Holzlandes dem Kloster Hornbach. Mit der Säkularisierung des Klosters ka­men die Orte an Kurpfalz, deren weiteres Schicksal sie teilten. Im 30jährigen weitgehend verwüstet, erfolgte der Aufbau zunächst nur zögerlich und wie in anderen Gemeinden des Holzlandes durch Zuwanderer aus der Schweiz. 572

 

Das Holzland wird durch die umgebenden Fließgewässer deutlich begrenzt, im Süden und Südosten durch den Schwarzbach, im We­sten und Norden durch dessen Nebenbach Moosalb. Lediglich im äußersten Osten, am Steinberg, geht das Holzland in die Franken­weide über. Qualität und Geschlossenheit des Waldbestandes gaben dem Holzland seinen Namen. Auch in Zeiten, zu denen durch Waldweide, Köhlerei und Bergbau in weiten Teilen des Pfälzerwaldes großflächiger Raubbau betrieben wurde, haben hier stets wert­volle Bestände die Jahrhunderte überdauert. Dennoch gab es auch hier Rodungen, die im Wesentlichen im 9.Jh. im Zusammenhang mit der Besied­lungspolitik des Klosters Hornbach erfolgten, dem das vorher zum Reichslandgehörende Gebiet wahrscheinlich von den Grafen von Homburg geschenkt worden war. Die Grundherrschaft über das Gebiet erhielt die Kurpfalz. Nach der Aufhebung des Klosters Hornbach im Jahr 1558 infolge der Reformation fielen dessen Besitzrechte an Pfalz-Zweibrücken, das fortan in ständigem Streit mit der Kurpfalz lag. Deshalb kam es 1776 zu einem Tauschvertrag, wobei Zweibrücken seine Rechte im Holzland an die Kur­pfalz abtrat. 573

 

 

Mühlen:

der Mühlbrunnen im Hundsbächel, gegenüber dem Binsborner Fels, ist auf eine dort erbaute Mühle zurückzuführen, welche schon vor 1600 aufgegeben wurde. Noch heute sind Mauerreste zu sehen. Den meisten älteren Heltersbergern ist er nur als der „untere Binsborn“ bekannt. Bei Velman 574wird er als „wüst Mühlwoog“ erwähnt.

 

Im 13. Jh war das Dorf nach Fischbach gebannt. Am 28.7.1272 bestätigen Graf Friedrich von Homburg, Vogt des Klosters Hornbach zu Vissbach (= Fischbach) und seine Söhne ..., daß der Bann zu Vissbach dem Kloster Hornbach gehört und daß dieses das Recht be­sitzt, daselbst eine Mühle zu bauen, in welche die Leute zu Steinalben, Didenspach, Burgenhalben und Heildersberg (= Helters­berg) gebannt sind, soweit sie nicht unter der Vogtei des Grafen stehen 575.

 

- Ölmühle:

um 1788 war Peter Heil “Ölschläger“ in Heltersberg 576.

 

 

- Sägemühle:

sie wird am 12.5.1792 anläßlich der lutherischen Taufe der Maria Magdalena Haasmann erwähnt, der Tochter von Peter Haasmann „aus dem Zweibrückischen“ und der Maria Catharina Albert 577.

 

 

- Weismühle:

um 1826 war Heinrich *Jaggi der Müller auf der Weismühle in Heltersberg; er ist ca. 1796 in Bärenthal / Elsaß geboren und Sohn des Heinrich Jaggi aus Bärenthal und Magdalena Traxel; °° 8.8.1826 mit Margaretha Bauer aus Höheinöd (geb. ca. 1806 Höheinöd; Tochter von Adam Bauer und Anna Maria Woll, beide aus Höheinöd) 578.

 

 

 

 

 

Hengsberg:

Stadtteil von Pirmasens, Lk Südwestpfalz; wohl seit dem 7. Jh. existierend, wird der Ort 1473 erstmals erwähnt. Erst zum Kloster Horn­bach gehörend, dann zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken 579, gehörte das Dorf zusammen mit Höheischweiler als Ortsteil zu Nünschwei­ler; erst nach der Trennung von Nünschweiler 1940 er­langte Hengsberg 1953 kommunale Selbstverwaltung, wurde aber schon 1963 Stadtteil von Pirmasens.

 

Mühlen:

- Beltzmühle, Belzmühle, Pelzmühle, auch Blumenauer Mühle:

zur Lage der Mühle: Nach dem Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 580 liegt die Mühle ein Büchsenschuß auf der Seite von dem Dorf Hengsberg und wird durch die Walshauser Bach getrie­ben. Weber 581 meint die Mühle sei an der Felsalb gele­gen; diese Angabe ist mE un­zutreffend; die Felsalb biegt bereits westlich bei Dusenbrücken nach Süden ab; bei Dusenbrücken mündet auch der Blümels­bach, der an Hengsberg vorbeifließt, in die Felsalb; die Mühle liegt mE am wasserreichen Blümelsbach und nicht an dem nördlich von Hengs­berg vorbeifließenden Fehrbach.

 

Ebenso sieht Kampfmann die örtliche Lage der Mühle: „An der Stelle im engbrüstigen Blümelsgrund, wo der Verbindungsweg Hengsber­g-Gersbach-Windsberg das Tal überquert, lag, noch zu Beginn dieses Jahrhunderts (Anm.: um 1900), eine Klein- oder Plet­schmühle. Sie führte den Namen Pelz- oder Hengstbachermühle. An ihr Dasein gemahnen derzeit noch zwei bemooste Mühlsteine .... sowie die Reste des Wohnhausgiebels, der an die Bergwand anlehnt“ 582

 

Christmann 583 führt aus: „Phil. Schmidt handelt in seiner Schrift 'Du mein Hei­matland' 584 S. 71 ausführlich von der 'Blumenauer- oder Pelzmühle'; aber er verwechselt Angaben der Hornbacher Regesten über die Blumenauermühle bei Brenschelbach mit der Belz­mühle bei Hengsberg ... Ich konnte nicht nach­prüfen, ob es zutrifft, daß die im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannte Mühle tatsäch­lich 1688 durch einen Nikolaus Beltz wieder aufgebaut wurde, was ihren Na­men erklärlich machte. Jedenfalls bestand die Mühle laut Mitteilung von Herrn Rektor Oskar Schäfer in Pirmasens, der sich auf Ak­ten im Stadtarch. stützt, von 1573-1908, wurde von der Stadt Pirmasens erworben und 1908 abgerissen. Sie wird genannt: 1721 „Jo­hannes *Holtz, Malmüller in der Beltzmühle“ 585; 1729 „Beltzmühl“ 586; 1770 wird der Mühlweiher als „Pelzweyer“ 587 genannt....Es ist zweifelhaft, ob die Mühle nach einem Besitzer na­mens Nikolaus Beltz benannt ist. In der Nachbarge­meinde gibt es den amtl. Flurna­men „In der Pelzmühle“ bei unserer Mühle und da­bei ferner „Im Pelzwald“ und da­von lesen wir schon 1547 „ist ein Pelsch“ (mund­artlich für „Pelz“). “

 

Die Pelzmühle entstand im 16. Jh; am 15.11.1573 gestattete Pfalzgraf Johannes I. seinem Leibsangehörigen Jacob *Beyer und dessen Erben die Erbauung einer einläufigen Mahlmühle ohnweit des Waldes Gererseck nahe der 'obersten Probstwiese' 588.

 

Nach dem Tod des Jacob Bayer hatte der Hengsberger Gemeinsmann, Adam Nickel, von 1605-1617 die Mühle zu gleichen Bedin­gungen wie sein Vorgänger Beyer inne 589.

 

1609 werden in der Untertanenliste des Oberamtes Zweibrücken genannt: Nickel Müller, Molitor, Ehefrau Eva, Kinder: Henrich, Claus, 1 Magd: Els. 590 genannt.

 

1624 wird im Untertanenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamtes Zweibrücken genannt der Has Grun Müller auf der Blumenau­ermühle; °° mit Meyel NN. und drei Kindern 591.

 

Der nächste Müller auf der Pelzmühle war Stephan Faul. Dieser mußte 1635 während des Feldzuges des kaiserlichen Feldherrn Gal­las im Westrich, bedingt durch die Kriegsläufe, mit seiner Familie von der Pelzmühle flüchten, und ist in der Folge ums Leben ge­kommen 592. Die Mühle ist anschließend verfallen. Ob sie während des Krieges zerstört wurde ist nicht überliefert. Erst 1710 erklärte sich aus der aus Bexbach in der Grafschaft Nassau-Saarbrücken stam­mende Müller, Hans Adam Schäfer, bereit, die Mühle wieder­aufzubauen, wenn ihm von der pfalz-zweibrückischen Herrschaft ko­stenlos das Bauholz zur Verfügung gestellt und ihm zeitweise Abgabenfreiheit gewährt wür­de. Bevor der Erbbestandsbrief erteilt worden war, wurde der aus Operdingen/Lothringen stammende Hans Michael Holtz bei der Zwei­brücker Rentkammer vorstellig und erklärte sich bereit, die Mühle völlig aus eigenen Mitteln ohne herrschaftliche Unterstützung, zu er­richten bei Gewährung einer ein­jähriger Abgabenfreiheit. Der Müller Holtz erhielt am 3.4.1714 einen Erbbestandsbrief. Der Erbbestands­zins sollte ab dem 2. Jahr nach Errichtung der Mühle in Höhe von 4 Faß Korn, 1 Mltr Haber, entrichtet werden. Holtz begann mit dem Aufbau der mit einem oberschlächtigen Mühlrad versehen Mühle und der Anlage des erfor­derlichen Stauweihers. 1716 nach dessen Fer­tigstellung kam es nach Beginn der Aufstauung des Baches zur Überflutung der oberlie­genden Wiesen. Deren Eigentümer erhoben bei der herrschaftli­chen Regierung Protest und forderten, daß an Stelle des oberschlächti­gen Wasserrades ein unterschlächtiges Mühlrad angebracht wer­de und die Aufstauung beseitigt werde. Die Rentkammer ordnete dar­auf an, daß die Mühle nur derart betrieben werden dürfe, daß es nicht zu Schädigung der oberliegenden Wiese komme. Holtz prote­stierte seinerseits gegen diese Auflage und trug vor, die Hengsber­ger Einwohner hätten durch Anlage von neuen Bewässerungsgräben ihm sprichwörtlich das Wasser abgegraben. Eine Untersu­chung an Ort und Stelle durch den zweibrückischen Renovator und herr­schaftlichen Baumeister Sundahl ergab, daß die Aufstauung am Mühlenteich 2 Fuß zu hoch erstellt worden war, und der Müller Holtz den Stau absenken oder den Antrieb auf ein unterschlächtiges Wasserrad umstellen müsse. Der Müller Stephan Holtz war daraufhin der Mühle überdrüssig und übergab diese 1719 an seinen Sohn Jo­hannes Holtz. Dieser verlangte eine erneute Untersuchung der An­gelegenheit. Da ihm zudem das Geld für einen Umbau der Mühle fehl­te, veräußerte er den Erbbestand mit der Mühle für 200fl an den aus Siebeldingen stammenden Konrad *Disque. Diesem wurde am 14.7.1722 einen Erbbestandsbrief und setzte als Afterpächter der Mühle Johann Nikolaus Fuhrmann 593.

 

1721 wird „Johannes Holtz, Malmüller in der Beltzmühle“ 594 genannt. 1719 kam der Müller Johannes *Holtz war 17149 aus Ober­nai / Elsaß nach Windsberg und erhielt die Bürgeraufnahme im pfalz-zweibrückischen Oberamt Zweibrücken 595. In einem Aktenver­merk des Oberamts Zweibrücken vom 11.5.1722 ist notiert, daß der „Beltz Müller bey Hengsberg“ den ihm erteil­ten „Confirmations-Schein“ bei der Hofkammer in Zweibrücken noch nicht abgeholt hat 596. 1723 erhält des Johannes Holtzen, Beltzmüllers Frau, aus Nünschweiler 597 die Auszugserlaubnis ins Elsaß und die Manumission gegen Zahlung von 10 fl 598. Ob sich die Eheleute getrennt haben, oder der Müller Holtz mit Familie ins Elsaß zurückgekehrt ist, konnte bisher nicht ermittelt werden. +++klären+++

 

Johann Nikolaus *Fuhrmann (1710 Soldat des französischen Freicorps zu Schlettenbach; Sohn des Johann Nicolaus Fuhrmann aus Münster am Stein; °° 12.6.1703 in Vorderweidenthal mit Anna Barbara Hügel; Tochter des verlebten Johann Hügel aus Mittelberg­heim/Elsaß) war zunächst Mühlknecht und Mühlarzt in Vorderweidenthal 599. Er kam 1723 nach Hengsberg und ist zusammen mit seiner Ehefrau in einem Verzeichnis der Bürgerauf­nahmen im Oberamt Zweibrücken eingetragen 600:

a. Fuhrmann, Anna Barbara, Nickel's Frau, 46 Jahre, luth., Geburtsort Mittelbergheim aus dem Elsaß; Herkunft: bei ihren Eltern aufge­halten, 1723 Hengsberg gekommen

b. Fuhrmann, Nicolaus, Müller, 40 Jahre, luth., Geburtsort Münster, Herkunftsort Rodalben, 6 Jahre aufgehalten, 1723 nach Hengs­berg gekommen:

 

Fuhrmann kaufte, nachdem er mehrere Jahre, diese als Afterbeständer betrieben hatte, die Mühle für 337 Gulden von Konrad *Dis­que und erhielt daraufhin unter dem 7.2.1727 einen Erbbestandsbrief von der pfalz-zweibrückischen Regierung ausgestellt 601.

 

Jeremias *Hügel erbte von seinem am 1.2.1738 in Hengsberg verstorbenen Vetter Johann Nikolaus Fuhrmann die Pelzmühle bei Hengs­berg 602, die er in der Folge betrieb. 1744 war Jeremias Hügel Erb­beständer auf der Hengsberger Mahlmühle, genannt Beltz­mühle 603. Ange­sichts der langjährigen Streitigkeiten um die Mühle, brach Jeremias Hügel die Pelzmühle ab, und verlegte diese an die Stelle, wo heute noch geringe Reste vorhanden sind 604.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 605 wird sie zusammengefaßt wie folgt beschrieben: “Ist die letzte Müh­le im Oberamt, die durch die Walshauser Bach (Felsalbe) getrieben wird. Liegt eine Stund oberhalb der Windsperger Mahl-Mühl und einen Büchsenschuß auf der Seite von dem Dorf Hengsperg. Ist ao 1740 ganz neu wieder aufgeführet und in gutem Stand, hat ein un­terschlechtiges Wasserrad, welches einen Mahlgang und und im Trillis angehängten Schälgang treibt. Im Winter gefrieret das Wa­ßer öf­ters gantz zu, dahingegen im Sommer bey trockenem Wetter das Wa­ßer klein wird, daß die Mühl zu Zeiten 24 Stund still stehen muß. Etwann 40 Schritt von dem Gebäude ist ein herrschaftlicher Wei­her, aus dem das Wässergen fließet, so die Mühle treibet ... . Hat seit Ihrer wieder Aufrichtung vor etwann 30 Jahren (!) die neml: Verfaßung gehabt. Hat keinen Bann. Die Hengsperger und zu Zeiten einige Windsperger wie auch von Höh-Eschweiler mahlen all­hier. Könnte Ein Jahr in das andere 8 bis 10 Haushaltungen för­dern. Jeremias Hey­gel (Anm.: = Jeremias *Hügel) ist der Erbbeständer und hat einen Erbbestandsbrief vom 3ten May 1740. Entrichtet 1 Ma. Korn 2 Ma. Ha­fer jährlich als Pacht.” 606.

 

Auf Jeremias Hügel († 9.11.1775 Pelzmühle bei Hengsberg) folgte als Müller und der Betriebsnachfolger der Sohn, Johann Nicolaus „der Alte“ *Hügel (11.8.1748 Pelzmühle Hengsberg – 28.5.1820 Pelzmühle Hengsberg) 607.

 

Nach Kampfmann 608ging die Mühle im Erbgang von Johann Nicolaus „der Alte“ *Hügel auf den Sohn Nikolaus Hügel über, der mit Maria Elisabeth Scherer verheiratet war. (Anm.: der Betriebsübergang erscheint zweifelhaft, da der Johann Nikolaus „der Alte“ Hü­gel erst 1820 gestorben ist +++klären++).

 

In der Zeit der napoleonischen Kriege kam Hügel in finanzielle Schwierigkeiten und mußte bei dem Pirmasenser Kaufmann Ferdi­nand Harteneck 1819 ein Darlehen von 600 Gulden aufnehmen. Um aus den Schulden zu kommen veräußerte das Ehepaar Hügel die Pelz­mühle an die Eheleute Wilhelm Schmidt und Margaretha geb. Sprau 609.

 

Auch das Müllerehepaar Schmidt kam nicht aus den Schulden und verkaufte die Mühle deshalb mit notariellem Kaufvertrag vom 8.4.1833 für 2000 Gulden an den Mahlmüller von der Gehlmühle bei Birkenhördt, Johann Michael Schopfer. Dieser Müller vermach­te die Mühle auf dem Sterbebett am 22.9.1869 an seinen Sohn Friedrich Schopfer. Letzterer starb im Frühjahr 1881 an den Folgen ei­nes im März 1881 erlittenen Reitunfalls. Die Pelzmühle wurde daraufhin vom Schwiegersohn Jakob *Hauther (er war Mühlarzt und stammte aus Contwig) für 5000 Gulden übernommen 610.

 

Jakob Hauther und seine Pelzmühle wurden zunehmend durch die schlechte Wasserqualität des Blümelbaches beeinträchtigt. Dieser kam von Pirmasens herab, sein Wasser wurde nach 1880 zunehmend durch Abwässer aus der stark zunehmenden Schuhindustrie ver­schmutzt und verkam zur Kloake. Der Gestank beeinträchtigte das Mahlgut der Kunden der Mühle, diese wanderten an andere Müh­len ab. Gesuche des Müllers Hauther an die Stadtverwaltung Pirmasens, durch Bau einer Kläranlage Abhilfe zu schaffen, blieben er­folglos. Hauther mußte Klage auf Schadensersatz erheben, der Prozeß zog sich 16 Jahre lang und kam vor Reichsgericht Leipzig. Dieses hob die unterinstanzlichen Urteile auf und wies das OLG Zweibrücken an, nach Maßgabe des RG-Urteils, dem Müller Hauther Schadensersatz zu­zusprechen. Hauther erhielt nunmehr durch erneutes Urteil des OLG Zweibrücken von der Stadt Pirma­sens 800 Reichsmark jährlich zu­gesprochen. Die Stadt Pirmasens kaufte daraufhin, um weitere Schadensersatzansprüchen zu vermei­den, am 13.3.1905 die Mühle auf Abbruch und ließ sie anschließend abreißen 611.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 949/4: „Belzmühle zu Hengstberg, 1714“

- LA Speyer Best. B2 Akten 107 Nr. 5339 enthält u.a. Unterlagen über eine Mühle in Hengsberg

- Kampfmann, L.: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14

 

 

 

 

 

Hengstbach:

als Mittelbach-Hengstbach ist das Dorf heute Stadtteil von Zweibrücken; südwestlich von Zweibrücken-Ixheim, westlich von Mittel­bach im Tal der Bickenalp; war pfalz-zweibrückisch 612.

 

Urkunden/Literatur:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 946 UNr. 3: Schatzungsrenovation von Hengstbach, 1757

 

 

Mühlen:

- Hengstbacher Mühle:

oberhalb von Mittelbach gelegen, wo sich das Bickenalptal etwas weitet, kurz bevor das Hengstbacher Tälchen einmündet 613.

 

An der Stelle der Hengstbacher Mühle früher eine alte Mühle. Die Karte des Renovationsprotokolls von 1743 zeigt noch deutlich einen alten Mühlgraben 614.

 

1743 kauft der aus Nünschweiler stammende Jakob *Leithäuser ein Wiesenstück in Hengstbach und beantragt am 6.7.1743 bei der pfalz-zweibrückischen Regierung die Erlaubnis zum Bau einer Mühle mit 2 Gängen und einem Schälgang. Noch im Juli 1743 besichtigt Baudirektor Verch aus Zweibrücken den Plat, der als geeignet beurteilt wird. Bei Versteigerung der Mühlgerechtigkeit am 11.9.1743 er­wirbt sie Leuthäuser für 9 Gulden und 6 Mltr Korn jährlich 615. Noch im September 1743 kommt es zu Beschwerden der Müller von Bi­ckenaschbach und Mittelbach beim Oberamt Zweibrücken gegen den Bau der Mühle. Die dortigen Müller fürchten um ihr Einkommen, da sie selbst wenig zu mahlen haben und es auch oft an Wassert mangelt. Besonders der Müller Neumüller von Mühle in Mittelbach hat Bedenken wegen „Zerschlagung des Wassers“ durch eine oberliegende Hengstbacher Mühle. Im Januar 1744 meldet Leithäuser, daß er die Mühle an einer anderen Stelle erbauen will. Da das Wasser in manchen Zeiten zu schwach ist, will er ein oberschlächtiges Wasserrad bauen. Hierzu ist ein Mühlgraben durch die Wiesen des Barons von Schorrenburg erforderlich, der jedoch seine Zustimmung verweigert und diese dann nur gegen Zahlung von 30 Gulden erteilt. Schließlich wird die Mühle dann doch errichtet 616.

 

Im Mühlenprotokoll für das Oberamt Zweibrücken vom 6.1.1745 wird die Hengstbacher Mühle zusammenfassend wie folgt be­schrieben: “dem Müller Jacob Leuthäußer (s. *Leithäuser) ist laut Erbbestandsbrief vom 14.11.1743 gestattet worden, an vorbe­schriebener Bi­ckenalp eine Mahl- und Ohligmühle zu erbauen mit je einem Waßerrad für die Mahl und den Schälgang, sowie 1 Was­serrad für die Oh­ligmühle, für die er 6 Ma. 2 Faß Korn und 9 fl jährlich geben muß.” 617.

 

Im Mühlenverzeichnis des pfalz-zweibrückischen Oberamts Zweibrücken von 1756 heißt es: „die Mahl und Oh­lig Mühl bey Hengstbach [hat] 2 Gäng ein Mahl und einen Scheelgang, welche durch Wasser Räder getrieb werden; [zahlt an Pacht] 9 fl an Geld, 6 Mltr 2 Faß Korn; ist keine Bann Mühl.“ 618

 

Die Tochter des Müllers Jakob *Leithäuser, die Maria Catharina Leithäußer heiratet am 21.4.1763 den von der Goffingsmühle in Horn­bach stammenden Johann Michael *Aulenbach(er). Zu diesen Zeitpunkt wird der Jakob Leithäuser als Soldat im Regiment Royal Deux­pont genannt. Die Kinder des Ehepaars Aulenbacher/Leithäuser werden teils auf der Goffingmühle, teils auf der Hengstbacher Mühle geboren 619.

 

1774 geht die Mühle an den Schwiegersohn Leithäusers, den Ackerer Christoph *Hof aus Hengstbach über, dem sie bis 1795 besaß 620. Zeitgleich mit Christoph Hof wird zwischen 1776 und 1782 der Müllermeister Johannes Jakobus *Farne auf der Hengstbachermüh­le ge­nannt 621, der die Mühle mE wohl als Lehensmüller betrieb.

 

Christoph Hof verkaufte die Hengstbacher Mühle 1795 an Johann Bernhard *Neumüller von Mittelbach 622. Der Müller Johann Bernhard Neumüller betrieb die Mühle bis zu seinem Tod am 3.9.1807 623.

 

Zwischen 1839 und 1844 wird in Hengstbach der Friedrich *Hamm als Müller auf der Hengstbacher Mühle genannt 624. Zwischen 1836 und 1852 wird der Müller Johann Ludwig *Noe in Hengstbach genannt. Er ist der Sohn des Ackerers Ludwig Noe aus Mittelbach und war verheiratet mit Katharina Elisabeth Neumüller (geb. Rischweiler, Tochter des Schmiedes Ludwig Neumüller aus Mittelbach und der Eva Lahm aus Rimschweiler 625.

 

Der Sohn aus der Ehe der Maria Catharina Leithäußer und Johann Michael *Aulenbach(er) ist der Ölmüller Philipp Jakob (1) *Aulen­bach(er), der am 6.4.1847 als Ackersmann und Oehlmüller in Hengstbach stirbt. Dessen Sohn, der gleichnamige Philipp Jakob (2) Au­lenbach(er) († 7.1.1874 in Hengstbach) war ebenfalls Ölmüller 626.

 

1846 ist Joseph *Lehmann als Mehlmüller auf der Hengstbacher Mühle 627.

 

Zwischen 1864 und 1866 wird der aus Niederauerbach stammende Mehlmüller Jakob *Ruf als Mehlmüller auf der Hengstbacher­mühle genannt 628.

 

Im 19. Jh. wechselt der Besitzer des Mühle wiederholt, bis die Mühle dann um 1874 in den Besitz der Familie Isemann kommt. Neben der Mühle betreibt diese Familie auch Ackerbau 629.

 

Vor 1874 und bis zu seinem Tod 1894 war der aus Altheim stammende Müllerssohn Karl Isemann der Müllermeister auf der Hengstba­cher Mühle. Die Mühle wurde nach seinem Tod von dessen Witwe Elisabetha Weinland verh. Isemann weiterbetrieben (err.) und ging um 1920 (err.) auf den Sohn Philipp Jakob Isemann über 630.

 

1946 stellt Philipp Isemann die Mühle auf elektrischen Betrieb um. Nach seinem Tod 1957 wurde die Mühle von seinen Töchtern (2 Söh­ne sind gefallen) stillgelegt und eine Gastwirtschaft eingerichtet 631.

 

Literatur/Urkunden:

- LA Speyer Best. B2 Nr. 946/4: „Erbauung einer Mahl- und Ölmühle zu Hengstbach durch Jakob Leuthäuser 1743“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 946/5: „Differenzen Leuthäusers mit Schorrenburg wegen eines Mühlgrabens zu Hengstbach, 1745“

- LA Speyer Best. B2 Nr. 947 UNr. 12: Klage von Balthasar Cron, Erbbestandsmüllers zu Hornbach gegen die Beständer des Wahler Hofs und Bickenaschbacher Hofs gegen die Mahlpflicht der genannten Beständer, 1757-1759

- Weis, Albert: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O. S. 65-68

 

 

 

 

 

Heppenheim/Bergstraße:

Kreisstadt des Kreises Bergstraße im südlichen Hessen an der Bergstraße am westlichen Rand des Odenwald gelegen. Im Jahr 1229 un­terstellte Kaiser Friedrich II. die Starkenburg, 1232 auch Kloster Lorsch mit Heppenheim der Verwaltung der Erzbischöfe von Kurmainz. Unterbrochen durch eine kurpfälzische Pfandherrschaft von 1461 bis 1623 blieb Heppenheim bis zum Reichsdeputations­hauptschluss des Jahres 1803 Mainzer Besitz; sodann wurde es hessisch (zunächst Hessen-Darmstadt, seit 1948 Land Hessen).


Mühlen:

an den drei Heppenheimer Bächen (Stadtbach, Erbach und Hambach) wurden bereits im Mittelalter Mühlen errichtet. Da ihre Ge­schichte noch nicht geschrieben ist - jede von ihnen bedürfte einer eigenen, eingehenden Darstellung -, seien hier die 19 noch be­kannten, im 19. Jh. mehr oder minder gleichzeitig arbeitenden Heppenheimer Mühlen mit ihren Daten und den seit 1811 amtlich ver­zeichneten Be­sitzern aufgeführt, und zwar nach dem Lagerbuch 1811/12, dem Brandkataster 1823-1843, dem Ortskataster 1845-1893 und dem Brandkataster seit 1893. Weitere Mühlen gab es in den Heppenheimer Stadtteilen, die in dieser Zusammenstellung (mit Ausnahme von Oberlaudenbach, Walderlenbach und Mittershausen) zusätzlich berücksichtigt sind 632.

 

Die Erfassung der Mühlen erfolgt getrennt nach Bächen:

1. Mühlen am Stadtbach (bachaufwärts):
es gab 7 Mühlen in der Vorstadt und drei Mühlen in Fischweiher, die in der Reihenfolge ihrer Lage bachaufwärts (d. h. nicht alphabe­tisch) aufgeführt sind:

- Stadtmühle:

(Reitz Nr. 18) - Mahl- und Ölmühle, Marktgasse 26 (Wormser Tor). Benannt nach ihrer Lage unmittelbar an der Stadt, aber nicht in städ­tischem Besitz, wurde sie 1771 aus Abbruchsteinen der Starkenburg namens des Müllerehepaars Hans und Catharina Werle er­richtet.

 

Weitere Besitzer:
- 1811 Ratsschultheiß Werle Wwe.
- 1817, 1823 Joh. Werle.
- Vor und nach 1843 Edmund Werle.
- 1847 Peter Eberhard II.
- 1883 Georg Eberhard.

 

Die Mühle war von den Heppenheimer Mühlen am längsten in Betrieb. Sie hat bis zu ihrem Abbruch 1970 (oder schon 1964?) gear­beitet (zuletzt Besitzer Gustav Seidel, Pächter Ernst Baz). Als die Mühle gebaut wurde, war das Vorwerk der Stadtbefestigung sicher schon ge­schleift, denn die Ostseite der Mühle stand in drei Brückenbogen ähnlichen Wölbungen. Für eine Vorgängerin der Mühle gibt es keine Belege, obwohl die Existenz einer solchen - aber außerhalb der Stadtmauer - nicht unwahrscheinlich ist, zumal das Ge­fälle des Stadt­bachs dort 4 - 5 m beträgt.

 

Das Türgewände der Stadtmühle blieb erhalten, es wurde in die Mauer des Kelterhauses (Amtshof, Amtsgassenseite) eingefügt.

Photo:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986, S. 256
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Türgewände der ehemaligen Stadtmühle, Photo von 2011

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim, Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Weihersmühle (früher Propstmühle):

(Reitz Nr. 19) - Mahlmühle, Siegfriedstraße 30 (gegenüber der Liesengasse). Die Mühle des Klosters Lorsch‚ als „des Probsts von Lorsch Mole“ genannt; daher Propstmühle, wohl aus der Zeit der Lorscher Pröpste (1248-1557). Sie ist seit 1480 (fol. 64') bekannt und dürfte die älteste Mühle der Stadt Heppenheim gewesen sein. Diese Annahme legt ihre räumliche Nähe zur Stadt und zum ehe­maligen Amts­hof nahe, auf dessen Gelände bzw. in dessen Nähe der alte Klosterhof in Heppenheim zu suchen ist. Diese älteste Müh­le hätte demnach die Stadt seit der Karolingerzeit mit Mahlprodukten versorgt. Leider konnten die Untersuchungen von Heinrich Winter zum Stadtgrundriß Heppenheims wegen der Folgen des Stadtbrandes von 1693 keine baulichen Belege zur Verbindung der Klostervogtei (Alte Burg bzw. Stadtschule) bzw. des Vorgängerbaues des Amtshofes und der dazugehörenden Mühle (Propstmühle) erbringen 633.

 

Von 1561 gibt es einen Vertrag, den der Müller der Propstmühle mit den beiden oberhalb liegenden Müllern über die gemeinsame Nut­zung des Mühlbaches abschloss.

 

1768 gab Theobald Bauer von "des Probsts Mühlen" jährlich 12 Malter Korn.

1802 bzw. 1826 lieferte Georg Adam Dörr von dieser Mühle mit 2 Rädern noch 10 Malter, 2 Simmer, 2 Gescheid Korn an den Fis­kus.

Müller auf der Weihersmühle waren:
- 1768 Theobald Bauer
- 1802/1829 Georg Adam Dörr
- 1829, 1843 Lorenz Meinberg.
- 1872 Lorenz Meinberg II.
- 1875 Joh. Neff und 7 Konsorten.
- 1880 Lorenz Meinberg III.
- 1900 Matthias Mattern.
- 1903 Karl Mattern II. (Sandhausen).
- 1910 Joh. Nik. Weiher I.
- 1937 Jakob Weiher.

 

Bereits im Jahre 1900 wurde die Mühle nur noch zu Wohnzwecken genutzt. Die Mühle wurde am 27. 3.1945 durch Artillerie­beschuss zerstört (letzter Pächter Oskar Dittrich 634). Das Wohnhaus ist heute zur Gaststätte umgebaut. Heute steht dort der Neubau eines Wohnhauses 635.

 

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Neubau am ehemaligen Standort der Weihersmühle, Photo von 2011

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim, Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Schäfersmühle (auch Burger-Schäfer-Mühle und Kirchmühle):

Reitz Nr. 20) - Mahlmühle, Siegfriedstraße 32 (neben der Weihers Mühle). Gemeinsam mit der unterhalb gelegenen Mühle schon 1480 erwähnt. 1561 schloss ihr Müller Hans Hilgart einen umfangreichen Vertrag mit den Müllern von der Weihersmühle und der Tugersmühle über den gemeinsamen Mühlbach. Kurz vor 1600 kam die Mühle aus den Händen des verschuldeten Junkers Hans von Zedwitz in das Eigentum der Heppenheimer Kirche, wo sie bis 1844 verblieb. Seit 1681 wurde sie erblich verpachtet. Wilhelm Met­zendorf vermutet in seiner Erklärung des Merian-Stiches, dass sie als Nr. 15 zu sehen sei. 1850 bestand zusätzlich eine Hanfreibe.

 

Müller auf der Schäfersmühle waren:
- 1805 - 1813 Joh. Giegerich I.
- 1814, 1823 (1833 und 1850 mit Hanfreibe) Joh. Meinberg.
- 1851 (mit Bäckerei) Georg Meinberg I.
- 1865 Karl Zutavern I.
- 1868 Georg Meinberg I. (1868 mit „Badeanstalt: kalte und warme Bäder").
- 1877 Phil. Burger I.
- 1897 Phil. Schäfer I.
- 1914 (Sohn) Phil. Schäfer II. (Pächter ab 11.10.1948 Karl Stehle).

Die Mühle ist am 20. 4.1949 abgebrannt; seitdem besteht auf dem Anwesen nur noch eine neu erbaute Bäckerei.
- 1954 Käthi Marie Elli Schäfer, Witwe des Phil. Schäfer II.

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Tugersmühle (auch Schleifmühle):

(Reitz Nr. 21) - Mahlmühle. Siegfriedstraße 124 (vor der Talverengung, gegenüber der Einmündung des Schleifwegs in die Siegfriedstra­ße). Schleifmühle ist als Verkürzung von ‚Mühle an der Schleif‘ zu verstehen, nicht als ‚Mühle, in der Gerätschaften geschlif­fen werden‘. Sie hieß auch Tugersmühle nach dem seit mindestens 1811 über 100 Jahre dort tätigen Müllergeschlecht Tuger. Die Errich­tung dieser Mühle war offenbar der Anlass für den Mühlenvertrag von 1561 (1561 schloss ihr Müller Hans Hilgart von der Schäfers­mühle einen um­fangreichen Vertrag mit den Müllern von der Weihersmühle und der Tugersmühle über den gemeinsamen Mühlbach), in dem Hans Schirig (Scherig) verpflichtet wird, dass er den Mühlgraben vom obersten Wehr (Abzweig vom Stadtbach) bis zum Ab­lass unter seiner Mühle "ausfegen, räumen und bessern muß".

 

Hans Scherig erbaute 1577 auch das Wohnhaus, heute: Siegfriedstraße 104 (die so genannte Schindersburg), von dem noch eine In­schrift mit Müllerzeichen kündet 636. Es soll das Wohnhaus zu dieser Mühle gewesen sein, was aber nach Aussage des historischen Lageplanes bezweifelt werden kann. Vielleicht wurde dieser Inschriftstein nachträglich einmal im Haus Nr. 104 eingemauert.  Der Text auf dem Inschriftenstein lau­tet: „ICH: HANS. Scherig: UND: MEIN: EHLICH HAVS:FRAVW: KET: HABEN: DAS: WERCK: GEBAVT:IN: DEM 1577“.

 

Nach Hans Rittersbergers Feststellungen war die Mühle im 18. Jh. im Besitz derer von Hees und von Trips. Ein schöner Zufall überliefert­e die Ansicht dieser Mühle als Chenillestickerei (Nadelmalerei) auf weißer Seide, die mit Aquarellfarben bemalt wurde. Ge­zeichnet und entworfen wurde das Kunstwerk von J. Rieger (1785), gestickt und fertiggestellt durch F. Rieger im Jahre 1811 637 Es handelt sich um ein Geschenk des Grafen Philibert von Graimberg aus dem Jahre 1894 an das Kurpfälzische Museum in Heidelberg.

 

Weitere Besitzer der Mühle:
- 1811 Joh. Tuger.
- 1823, 1843 Friedrich Tuger.
- 1853 (1860 mit Hanfreibe) Georg Tuger.
- 1890 Georg Tuger II..

 

Aus dem Heppenheimer Anzeigeblatt wissen wir, dass hier vor 1843 eine Ölmühle arbeitete, die damals verkauft wurde. 1860 betrieb Georg Tuger eine Hanfreibe. Um die Jahrhundertwende unterhielt der rührige Müller Georg Tuger eine Mustermühle für verschiede­ne Müllereimaschinen der Firma Ganz & Cie, Budapest-Ratibor-Leobersdorf. 1895 wurde das dreistöckige Wohnhaus des Georg Tu­ger II. er­richtet, zu dem ein fünfeinhalbstöckiger Mühlenbau mit zahlreichen Nebengebäuden gehörte. Wahrscheinlich arbeitete das Mühlwerk auch in der späteren Nudel- und Maccaroni-Fabrik Tuger, in der etwa 20 Mitarbeiter beschäftigt waren. Noch vor 1933 wurde die Mühle stillgelegt. Nach 1933 dienten ihre Räume dem Arbeitsdienst als Unterkunft und seit 1951 der Fabrikation von Ul­traschallgeräten. In den 1950er Jahren Umbau zur KLN-Ultraschall-GmbH (vorm. Dr. Wilhelm Lehfeldt). Heute befinden sich die Gebäude der KLN-Ultra­schall-GmbH auf diesem Grundstück.

 

Abbildung:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997, Abbildung 145: Die Tu­gersmühle um 1800, Chenillestickerei, Original Kurpfälzisches Museum Heidelberg ST 1

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Inschriftstein am Haus Siegfriedstraße 104/Schindersburg, Januar 2012
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Gebäude Siegfriedstraße 124, Photo Januar 2012

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Lizalek, Willy: Heppenheims ältester Mühlenvertrag [1561]; in: Die Starkenburg 62, 1985, Nr. 2
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Wendtmühle:

(Reitz Nr. 22) - Mahlmühle, Siegfriedstraße 151 (Kreuzung von Straße und Stadtbach). Auf diesem Platz stand bereits 1750 eine Schneidmühle. 1768 lieferte Peter Höchster von seiner Mühle in der oberen Vorstadt 3 Malter Korn ab. Von 1811 bis 1844 sind Mitglie­der der Familie Eberhard Besitzer der Mühle, die 1829 noch zusätzlich eine Hanfreibe hatte. Die Getreidemühle wurde bereits vor 1900 stillgelegt. 1920 unterhielt hier Max Wendt, Worms, einen Betrieb für Mühlenbau 638, aus dem sich eine mittlerweile wieder eingestellte Maschinenfabrik entwickelte. Die Wasserkraftnutzung wurde 1968 aufgegeben.

 

Weitere Besitzer waren:
- 1811, 1823 Georg Eberhard d. Ä.
- 1829 (mit Hanfreibe) Adam Eberhard d. J.
- 1843 Adam Eberhard II.
- 1844 (1848 mit Hanfreibe) Joh. Christ.
- 1852 Georg Meinberg II.
- 1900 Peter Ludwig Seitz.
- 1903 Georg Neumann (Neu-Isenburg).
- 1908 Otto Neumann.
- 1910 Paul Hutchinsons Ehefrau Margareta geb. Böll.
- 1919 Jean Bauer.
- 1920 Hedwig L..., geb. Eisendick, Ehefrau d. Theodor L... (Mannheim-Feudenheim).
- 1920 Max Wendt (Worms); die Mühle wird zum Betrieb für Mühlenbau.
- 1951 Witwe Anna Barbara Wendt.
- 1960 Max Georg Wendt.

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Gebäude Siegfriedstraße 151, Photo Januar 2012

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- „Schlappenmühle":

(Reitz Nr. 23) - Siegfriedstraße 167 (100 m östlich der vorigen). Die Mühle wurde 1825 durch Georg Eberhard d. Ä. als Getreide­mühle erbaut,der auch die unterhalb liegende Mühle (1.5, Reitz Nr. 22) betrieb.

- 1830 Verkauf an Sebastian Michel.
- 1835 folgte Nikolaus Kumpf I und 1857 Johannes Kumpf II als Besitzer.

Die Mühle ist am 25.3.1872 „total abgebrannt".
– Ab 1874 neu gebaut, diente sie - nach den Feststellungen des Stadtarchivars Hans Rittersberger – ab 1878 vor allem als wasserbetrie­bene Holzschneiderei.
- 1874 Peter Eberhard III.
- 1878 Abraham Guthof (Lorsch).
- 1878 (Holzschneiderei; Fabrikation von Schuhen mit Holzsohlen) Louis Barthel I.

 

Der Elsässer Louis Barthel und der Weinheimer Sohlenmacher Georg Heinzelbäcker produzierten Holzsohlen, die in Weinheim ihr Leder-Oberteil erhielten (Zeitungsinserat v. 5. 2. 1878: „Louis Barthel - Schuhe mit Holzsohlen jeder Größe"). Davon, nach dem ab­schätzigen Ausdruck „Schlappen“ für Schuhe, bekam die Mühle ihren Namen. Anscheinend bestand bereits seit 1882 wieder eine Mahlmühle; in ihr wurde (Zeitung v. 5. 5. 1886) „der 15jährige Schwager des Müllers [Johannes] Berg vom Kammrad zu Tode ge­quetscht“.

- 1882, 1893 Joh. Berg II.
- 1903 Georg Berg II.
- 1908 (und auch 1912 im Stadtführer Pappdeckelfabrik des Johannes Wurth.
- 1922 Edgar Hoffmann.
- 1922 Phil. Karl Rodenheber.
- 1977 Eheleute Manfred Hauptfleisch (Laudenbach).

Heute Wohngebäude. Von der Mühle erzählt man sich auch das Erscheinen eines Spuks: Ein blaues Licht soll wiederholt aus dem Wie­sengrund hinter dem Gebäude gekommen und im Mühlwerk verschwunden sein.

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Schlappenmühle, Siegfriedstraße 167, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Eberhardsmühle (Steinbetrieb Weimer):

(Reitz Nr. 24) - ehem. Mahl- und Ölmühle, Siegfriedstraße 181. 1768 gab Peter Schuster 3 Malter Korn von der sog. Schneidmühle als Pacht. Vor 1808 war Adam Eberhard (1.5 und 1.6, Reitz Nr. 22 u. 23) Besitzer. Mitglieder dieser Familie waren Eigentümer bis 1860.

 

- 1811, 1823 Adam Eberhard (Bruder des Georg E. in Nr. 3.1.6).
- 1843 Peter Eberhard I.
- 1861 Georg Lulay II.
- 1870 Joh. Becker (Kirschhausen).
- 1882 Joh. Helmling IV.
- 1916 Joh. Wurth.
- 1922 Edgar Hoffmann (Nr. 1.6).
- 1931 Alois Weimer.

Seit 1931 befindet sich hier der Granit- und Syenitbetrieb von Alois Weimer. Die Wasserkraftnutzung wurde aufgegeben. Heute ist ein Schlossereibetrieb in dem Anwesen.

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Eberhardsmühle, Siegfriedstraße 181, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Rothermelmühle:
(Reitz Nr. 25) - Mahlmühle, Fischweiher (Westende) 29. Im Jahre 1811 war Lorenz Schmitt Besitzer dieser Mühle mit 2 Rädern, für die er jährlich 1 Malter, 3 Simmer, 1 Manchen Korn ablieferte. 1829 gehörte auch eine Ölmühle dazu.

- 1829 Bürgermeister (Gottfried) Pirsch.
- 1830 Christoph Rodenheber.
- 1831, 1843 Joh. Berg.
- 1861 Joh. Meinberg I. (ab 1874 dessen Ehefrau; Pächter vor und nach 1881 Hiesinger).
- 1888 Hermann Mayer (Mager? Weger?) I. (Darmstadt).
- 1888 Adam Geiß I.
- 1904 (Tochter) Maria Geiß.
- 1905, 1950 Stephan Rothermel.

Schon 1900 war der Betrieb eingestellt. Wann die Mühlengebäude abgebrochen wurden, ist nicht bekannt. Heute steht an gleicher Stel­le ein modernes Zweifamilienhaus

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: ehemalige Rothermelmühle, an deren Stelle ein modernes Zweifamilienhaus, Fischweiher 29, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Lohmühle:

abgerissen, Fischweiher (Ostende): Ursprünglich seit 1723 eine „zum Oberamt gehörige Pulvermühle", nach Explosionen (1743, 1768) von N. N. Bleß auf Bereitung von Lohe (Gerbrinde) umgestellt, „mit Vorbehalt jederzeitiger Umwandlung in eine Pulvermüh­le".

 

- 1811 Joh. Bleß d. J. (+ 1819),
- Lohmühle „seit 1818 in Stillstand und Verfall"; Erbstreit bis 1827.
- 1823 Schwiegersohn NN. des  Lorenz Schmitt (s. Rothermelmühle).

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Schäfersmühle (auch Mahl- und Ölmühle):
(Reitz Nr. 26) - Fischweiher 51 (gegenüber der Graudelbach-Mündung).

Die Mühle wurde 1800 errichtet und 1907 stillgelegt.

Besitzer:
- 1811 Georg und Peter Michel.
- 1823 Georg und Adam Michel.
- 1830 Adam *Eck.
- 1853 Sebastian Michel und Peter Flath.
- 1857 Adam Michel II. und Adam Eck I.
- 1863, 1869 Joh. Schäfer VI. († 1902)
- 1902 Anna Maria Schäfer (Frankfurt). Eva Schäfer verh. Jakobi (Oberlaudenbach), Katharina Schäfer (USA), Johann Schäfer (Heidel­berg).
- 1907 Bezirkssparkasse Heppenheim.
- 1908 Joh. Wurth (1/2), Katharina Schäfer (USA) und Joh. Schäfer (Heidelberg; je 1/4).
- 1909 Joh. Wurth (1/4) und Joh. Schäfer (Heidelberg; 1/4).
- 1909 Joh. Wurth.

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Schäfersmühle, Fischweiher 51, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


2. Mühlen am Kirschhäuser Bach:
- Untere Mühle:

(Reitz Nr. 27) - Siegfriedstraße 305. Schon vor 1805 bestand in Kirschhausen die Schneidmühle des Johannes Schäfer. Im selben Jahr erhielt er zusätzlich die Konzession zur Errichtung einer Getreidemühle. Für beide musste er jährlich 3 Malter Korn als Mühlpacht ablie­fern, nicht mitgerechnet war dabei das alte Haus Nr. 303. Bereits vor 1900 wurde der Betrieb eingestellt, nur die Landwirtschaft verblieb dem Eigentümer als Erwerbsquelle. Durch den Neubau des Gasthauses "Zur Alten Mühle" wurde der Gebäudekomplex völ­lig neu gestal­tet. Nur das heutige Wohnhaus Nr. 303 ist alter Baubestand, der aus den Zeiten der Gründung der Mühle herrührt.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Untere Mühle, Siegfriedstraße 305, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Schleifmühle:

(Reitz Nr. 28) - Siegfriedstraße 313. Von der alten Schleifmühle, dem Vorgängerbau des Hauses Nr. 313, ist nur bekannt, dass sie nach 1840 errichtet wurde. Möglicherweise geschah dies auf Initiative des unterhalb gelegenen Müllers (Heppenheim Nr. 27), weil dessen Wassertriebwerk vom gleichen Mühlgraben angetrieben wurde. Das setzte das Einverständnis des unterhalb liegenden Müllers voraus. Außer dem Lageplan aus der Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es bisher keinen weiteren Beleg. Diese Schleifmühle wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts zum Ansatzpunkt für einen Steinmetzbetrieb, dessen Eigentümer 1965 Ludwig Schmidt war.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Obere Mühle:

(Reitz Nr. 29) - Siegfriedstraße 339. Die älteste Mühle in Kirschhausen war die oberste Mühle, sie wurde bereits 1480 und 1549 (Gutjahr GKB 1980, S. 273) genannt. Sie lag in günstiger Entfernung zum Dorf und konnte auch das Wasser des Sonderbaches für den Antrieb nutzen. Die hohe Abgabe von 6 Malter Korn jährlicher Pacht lässt darauf schließen, dass die Mühle sehr alt war und ur­sprünglich allein für das ganze Dorf zu mahlen hatte.

 

1768 war Wilhelm Antes der Mühlenbesitzer, auf den Peter Philipp Rückert folgte.

Anfang des 19. Jahrhunderts war Georg Rückert der Eigentümer.

Gegen Ende des Jahrhunderts kaufte Lorenz Mitsch die Mühle und den landwirtschaftlichen Grundbesitz von dem letzten Vertreter der Familie Rückert.

1905 bezeichnete sich Franz Mitsch als Bäcker, die Mühle scheint noch in Betrieb gewesen zu sein.

 

Um 1960 besaß sie Robert Mitsch und außerdem noch ein kleines Sägewerk. In der elektrisch angetriebenen Getreidemühle hatte er u.a. einen Walzenstuhl und einen Mahlgang installiert, in der Sägemühle lief ein Vollgatter. Daneben betrieb er noch eine Landwirt­schaft mit ca. 10 ha. Die umfangreiche Arbeit konnte nur mit drei zusätzlichen Personen bewältigt werden.

 

Die Getreidemühle wurde 1958 aufgegeben. Aus Altersgründen sind heute (1997) alle Betriebsteile stillgelegt. Die Mühle wurde ausge­baut, im Keller befinden sich nur noch einige Getriebeteile.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Ölmühle:

(Reitz Nr. 30) – Igelshöhstraße 6. Die jüngste Wassermühle des Dorfes Kirschhausen war die 1854 von Philipp Lulay erbaute kleine Öl­mühle. Neben dem alten Lageplan gibt es nur noch eine Zeitungsanzeige als Beleg für ihre Gründung (Reitz, Seite 211, Abb. 154). 1900 betrieb Peter Lulay IV. die Mühle, die noch bis nach 1945 im Lohnbetrieb geführt wurde. Folgende Einrichtungsgegenstände sind 1997 noch vorhanden und z.T. betriebsfähig: Kollergang und Stampfwerk, eiserner Wellbaum , Kranz auf dem eisernen Well­baum und Teile des steinernen Kandels für das Oberwasser an der Grundstücksgrenze. In Heppenheim ist die Erinnerung an die Ar­beiten in der Ölmühle der Familie Lulay noch teilweise lebendig.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997



3. Mühlen am Erbach:
bachaufwärts am Erbach lagen fünf Mühlen.

- Lindheimers Mühle:

(Reitz Nr. 31) - Mahlmühle, Laudenbacher Tor (Südende) 36, das Gelände zwischen dem Nordteil des kirchlichen Friedhofs und der Stra­ße zur Juhöhe. Bereits 1768 gab der Postverwalter Friedrich von seiner sog. Kellersmühle jährlich 1 Malter Korn. Die Mühle hat­te durch das geringe Wasser des Erbachs nur 1 Rad zum Antrieb. Der Eigentümer mußte 3 Simmer, 2 Kumpf und 1 Mäßchen Korn als Mühlpacht abliefern. Johann Justus Lindheimer aus Frankfurt und sein Schwager Theodor Friedrich Kasimir Schmall aus Fried­herg kauften am 13. 8. 1798 die ehemalige Wilhelmi-Mühle und den an der Fürther Straße gelegenen „sog. Fischweiher". Schmall übergab bereits am 21. 7. 1801 seinen Anteil an Lindheimer. Dieser hatte schon 1800 das Bürgerrecht in Heppenheim erhalten; er starb als Tabakfabrikant (!) am 26. 4. 1822 in Fürth i. Odw. auf einer Geschäftsreise, 65 Jahre alt. Zufällig starb fünf Tage später, am 1. 5. 1822, sein 25jähriger, lediger Sohn gleicher Vornamen in Heppenheim. Über die beiden Lindheimer-Töchter blieb die Mühle bis
nach 1838 in Familienbesitz.

 

- 1811 Justus Lindheimer.
- Ca. 1822 Peter Treiber und Schwägerin Katharina Lindheimer.
- 1834 Adam Grein und Peter Treiber.
- 1838 Martin Kemmerer und Katharina Lindheimer.
- Ca. 1840, 1844 Adam Grein (2/3) und Martin Kemmerer (1/3).
- 1877 Georg Grein I. (2/3) und (schon seit 1865) Martin Kemmerer II. (1/3).
- 1900 war hier der Landwirt Georg Grein I. ansässig

Das Mühlengebäude am Bach wurde 1964 beim Ausbau der Straße nach Erbach abgebrochen, um Raum für eine verbreiterte Straße zu schaffen.

Die Gewann „Hinter Lindheimers Mühle“ (1843, Acker), heute Straßengelände, war ein schmaler Streifen südlich des Erbachs und östlich der Straße Laudenbacher Tor.

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Metzendorf oder Schnabel: Lindheimers Mühle von Süden vor Abbruch
- Photo Sammlung Schnabel : Lindheimers Mühle von Norden vor Abbruch

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Kohl-Wegmann-Mühle (auch Rodenhebersmühle):

(Reitz Nr. 32) - Mahl- und Ölmühle, Erbacher Tal 3 (Anfang des Mausnestwegs). 1768, vielleicht schon seit 1608, gehörte die Mühle dem Freiherrn Wambolt von Umstadt und war als Untere Wamboltsmühle bekannt. Die Wamboltsche Eselsmühle, die 1744 genannt und ver­pachtet wurde, könnte diese oder die oberhalb gelegene Mühle (Heppenheim Nr. 33) gewesen sein. Die Mühle hatte 1826 ein Wasser­rad, ihre jährliche Mühlpacht betrug 3 Simmer, 2 Kumpf und 1 Mäßchen Korn.

 

Müller auf der Kohl-Wegmann-Mühle (auch Rodenhebersmühle) waren:
- 1811 gehörte die Mühle Johannes Rodenheber, weshalb sie damals Rodenhebersmühle genannt wurde.
- 1836, 1843 Nikolaus Rodenheber II.
- 1866 Adam Rodenheber I.
- 1867 Witwe des Franz Mang III.
- 1895 Nicolaus Reif aus Höchst am Main. Wahrscheinlich wurde bereits damals der Mahlbetrieb eingestellt.
- 1912 Phil. Kohl II.
- 1956 Jean Wegmann und Ehefrau geb. Kohl.

 

Die Mühle wurde 1964 abgebrochen. Die Gebäude wurden 1974 (oder 1964?) im Zuge von Straßen- bzw. Wasserbauarbeiten
im Erbacher Tal abgebrochen. Heute steht ein neues Wohnhaus auf dem Grundstück.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Mangmühle (früher Wamboltsche Mühle):

(Reitz Nr. 33) - ehem. Wamboltsche Mahlmühle. Erbacher Tal 5 (ca. 150 m östlich des Friedhofs). Die "Eselsmühle" bestand bereits 1608 (Heppenheim Nr. 32?). Sie wurde als Eselsmühle des Freiherrn Wambolt von Umstadt ("Obere Wamboltsmühle") genannt. Sie hatte 1826 1 Rad, dafür waren 3 Simmer, 2 Kumpf, 1 Mäßchen Korn als jährliche Mühlpacht zu entrichten.

 

Lorenz Reif ist lt. SBH (= Sippenbuch Heppenheim) Nr. 3323 ein Sohn des Heppenheimer Müllers Joh. Georg *Reiff (* err. 1684 - Hep­penheim 10.10.1734, u.d. Ehefrau Anna Margaretha, * err. 1680, + Heppenheim 14.11.1739; Lorenz *Reif war "Müller auf der Mühle des Barons Wambolt", einer im Zuge von Straßenbaumaßnahmen (L.3120) abgebrochenen Mühle im Erbacher Tal.

 

Die Herkunft des Johann Georg Reif und seiner Ehefrau, sowie deren Eheschließung konnte Ernst Löslein nicht ermitteln. Johann Georg Reif war vermutlich mit weiteren Reifs, die ab 1700 in Heppenheim nachweisbar sind, verwandt. Einer dieser Reiffs, Johann Adam, war ebenfalls Müller und stammte aus Obernburg. Anm.: Ernst Löslein hatte die Unterlagen aus dem Stadtarchiv Heppenheim (z.B. Steuer­listen, Bürgerannahmen, Eheberedungen) zur Erstellung des Sippenbuches herangezogen. Weitere, über die von Ernst Löslein verwen­deten Quellen hinaus gehende Archivalien im Stadtarchiv sind spärlich und nicht erschlossen. 639

 

- 1811 und 1843 wird Josef Reif als Besitzer genannt 640.
- 1856 J. Bräunig.
- 1865 Philipp Bräunig I.

Seit 1867 befand sich das Anwesen in den Händen der Familie Mang 641:
- 1867 Anton Mang I.
- 1893 Peter Joh. und Phil. Franz Mang.
- 1907 Phil. Franz Mang.
- 1953 Franz Joh. Mang.

Schon im Jahre 1900 war der Mühlenbetrieb eingestellt. Im Zuge von Straßen- und Wasserbauarbeiten im Erbacher Tal wurden die Ge­bäude im Jahre 1974 abgebrochen. 642

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Homepage Heppenheimer Geschichtsverein, Archiv Büge: Ehemalige Vockenmühle (links) und Mangmühle (rechts)

Literatur/Urkunden:
- Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. G 23 D, 2540: Joseph Reif auf der Oberhammersteinischen Mühle bei Heppenheim, bzw. dessen Gläubiger ./. Freiherrlich von Wamboldtischen Rezepturverwaltung zu Birken, 1833-1835

- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- „Vockemühl“:
(Reitz Nr. 34) - Mahlmühle, Erbacher Tal 13 (Katzenpfad-Einmündung). Diese und die oberhalb gelegene Mühle sind die jüngsten Mühlen im Erbacher Tal. Erbauer war Simon Eisenhauer. Im Jahre 1811 erscheint Georg Eberhard in den Akten als Mühlenbesitzer.

- 1811, 1823 Georg Eberhard.
- 1826 übernahm Adam Weilbacher die Mühle.
- 1833 Johannes Rutz.
- 1843 Johannes Löffler II.
- 1846 Johannes Knapp IV.
- 1852 Adam Mitsch III.
- 1878 Johannes Mitsch VII.
- 1908 Georg Vock VII.

Wie lange diese kleine Mühle betrieben wurde, ist nicht mehr bekannt. Die Gebäude wurden 1974 im Zuge der Straßen- und Wasser­bauarbeiten im Erbacher Tal abgebrochen.

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Homepage Heppenheimer Geschichtsverein, Archiv Büge: Ehemalige Vockenmühle (links) und Mangmühle (rechts)

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Lohsche Mühle:
(Reitz Nr. 35) - Mahlmühle, Erbacher Tal 15 (unterhalb des Wolfsschlucht-Eingangs). Die oberste war auch die jüngste Mühle im Er­bacher Tal. Sie wurde 1807 durch Lorenz Müller errichtet. Die nachfolgenden Besitzer waren:
- 1811, 1823 Phil. Peter Grein.
- 1843 Martin Pfleger.
- 1867 Nikolaus Hörner I.
- 1889 Lorenz Flath I.
- 1919 Karl Arthur Loh,
- dann Karl Rudolf Loh.

Die Mühle wurde zum Gasthaus „Zum Kühlen Grund", und heißt heute „Zum Mühlrad". Das früher vielbesuchte Ausflugslokal war auch ein beliebtes Fotomotiv (Reitz, Abb. 280, S. 403).

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986, S. 194: Flath/Lohsche Mühle um 1895, später Gasthaus „Zum Mühlrad“ im Erbacher Tal
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997, S. 403 Abb. 280

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


4. Mühlen an Hambach (bachaufwärts) in Klein-Heppenheim:
- Werlemühle (auch Werlesmühle):

(Reitz Nr. 1) - Die unterste Mühle im Hambacher Tal, heute mit der Adresse Hambacher Tal 14, lag in Klein-Heppenheim am Ende des Gähen Stichs (steiles Straßenstück von der Bergstraße nach Hambach bis zur Schreinerei Schäfer, Hambacher Tal 14). Sie wurde ur­sprünglich als Gipsmühle errichtet und wurde 1797 (Ersterwähnung) von Johann Keil zum Rollen der (Graupen-) Gerste und Hir­semehl mahlen genutzt. Bis 1823 wurde sie als Schneidmühle betrieben. In ihr wurde Holz geschnitten, d. h. gesägt. 1847 wurde das zweistö­ckige Haus mit Mahlmühle (zwei Gänge), Schneidmühle, Scheuer und Schweineställen mit umfangreichen Liegenschaften des verstorbe­nen Johann Jacob Werle versteigert. Der Mahlbetrieb wurde vor 1900 eingestellt.

 

Besitzer:
- 1811 Postmeister Werle.
- 1823 Postmeister Matthias Werle.
- Vor und nach 1843 Johann Jacob Werle (aus Forst an der Weinstraße).
- 1848 Adam *Eck I.
- 1856, 1893 Adam Eck III.
- 1900 Adam Geyger und Ehefrau.
- 1912 Christian August Dubs.
- 1912 Hans Neumayer.
- 1943 August Neumayer.

 

Der letzte Benutzer der Wasserkraft (Turbine) war bis 1925 der Schmuckwarenbetrieb Neumaier. Danach (wohl in Verbindung mit dem Ausbau der Straße) wurde der Hambach verlegt. Auf dem ehemaligen Mühlengelände war dann die Schreinerei und Glaserei Helmut Schäfer in modernen Gebäuden untergebracht. Heute sind da hauptsächlich Wohnhäuser

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Werlemühle, Blick von Hambach in Richtung Klein-Heppenheim, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Emigsmühle oder „Kohlsche Malermühle":

(Reitz Nr. 2) - Hamhacher Tal 11 (gegenüber dem Steinkopf). Nach Ferdinand Koob beginnt die Geschichte dieser Mühle mit dem Müller Johann Georg Wolf, der 1666 an der Pest starb. Seine Witwe ehelichte 1667 Stephan Flath, dessen Vater Matthias Flath Mül­ler zu Höchst im Odenwald war. Für die Mühle mit einem Gang hatte der Müller jährlich 2 Malter Korn an die Kellerei Heppenheim zu liefern.

 

Im 18. Jh. gehörte die Mühle über Generationen der Familie Mayerhöfer:
- Vor 1773 Georg Mayerhöfer.
- 1773 Kilian Mayerhöfer.
- 1811, 1823, 1843 Georg Mayerhöfer.

Spätere Besitzer:
- Ca. 1844 Jakob Eberle.
- 1863 Nik. Eberle II.
- 1881 Joh. Guthier II. (Kirschhausen).
- 1883, 1893 Georg Emig II.; ab 1902 dieser 2/3 und 9 Kinder zus. 1/3.
- 1910 Joh. Emig VI.
- 1918 Waldemar Knüppers Witwe.
- 1919 Arthur Benninghoven, Kaufmann.
- 1955 Hans Josef Kohl, Maler. - s. Gesch.-Bl., Bd. 3/1970. S. 53-62.
 

1900 betrieb Georg Emig II., ein Fuhrmann, die Mühle vielleicht noch im Nebenerwerb oder gar nicht mehr. 1913 wurde der Mahl­betrieb offiziell abgemeldet. Im Auftrag des Malers Hans Kohl (+ 1990) baute Valentin Schnitzer (Bammental) 1985 eine Wärme­pumpe mit Pumpen-Turbinenantrieb als Pilotanlage zur Wasserkraftnutzung ein. Die Mühle hatte eine Fallhöhe von 5,50 m.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Emigsmühle Hambacher Tal 11, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Mitschsmühle, auch „Mitschemühl":

(Reitz Nr. 3) - Mahlmühle im Hambacher Tal 13 (an der Kreuzung von Straße und Hambach). Die Mühle bestand schon 1668, der Müller Georg Veit lieferte damals jährlich für einen Mahlgang 3 Malter Korn an die Kellerei Heppenheim. 1768 hatte Johannes Berg auf dieser Mühle sogar 4 Malter Korn zu liefern.

 

Nachfolgende Besitzer:
- Beer, Antes,
- 1811 und 1823 Peter Schuster.
- Vor und nach 1843 Philipp Flath.
- 1851 Georg Flath.
- 1870 Simon Hofmann III.
- 1872, 1893 und 1900 Lorenz Mitsch II.
- 1922 Georg Mitsch.

Georg Leonhard Mitsch betrieb die Mühle bis 1975. Die Mühle wurde vor einigen Jahren abgerissen und heute steht da ein Mehrfamilienh­aus. Die Mühle hatte ein Wasserrad und eine Fallhöhe von 5,20 m.

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Standort ehem. Mitschsmühle Hambacher Tal 13, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Götzingersmühle, auch Löfflersmühle:

(Reitz Nr. 4) – Mahlmühle mit (ca. 1823 - 1850) Ölmühle, Schneidmühle, Hambacher Tal 15 (gerade oberhalb der vorigen Mühle). 1768 (Ersterwähnung) befand sich die Mahl-, Öl- und Schneidmühle in Besitz des Jacob Flath, der jährlich 3 Malter Korn als Mühl­pacht ablie­fern musste.

 

Weitere Besitzer:
- 1811 Phil. Flath.
- 1823 Joh. Kohl.
- 1824, 1830, 1843 Adam Antes und
- (bis 1830) Franz Ambos (je 1/2).
- 1855 Joh. Löffler II.
- 1885, 1893 Joh. Löffler.
- 1907 (Sohn) Joh. Georg Löffler.
- 1918 Joh. Adam Stadler,
- (später) Phil. Götzinger.

Schon vor 1900 wurde alles, bis auf die Sägerei, aufgegeben. Die Wasserkraft wurde bis 1940 genutzt. Die Mühle wurde 1965 abgebro­chen. Heute (1997) befindet sich hier ein Sägewerk

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Standort ehem. Götzingersmühle Hambacher Tal 15, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


5. Mühlen am Hambach (bachaufwärts) in Unter-Hambach:
- Mühle Schmitt:

(Reitz Nr. 5) - In Unter-Hambach, Hambacher Tal 96, an der Straße gelegen. Es ist die unterste Mühle von Unter-Hambach und sie wird bereits 1549 genannt. Der erste bekannte Müller ist Mathes Flath, der aus der angesehenen Müllerfamilie Flath aus Höchst im Odenwald stammt. Durch Schwiegersöhne änderte sich der Familienname in Mischler bzw. Guthier (bis 1828), die Mühle blieb je­doch in Händen der gleichen Familie.

- 1830 kam Peter Schäfer aus Kirschhausen in den Besitz der Mühle.
- 1890 gelangte sie an die Familie Schmitt.
- 1900 betrieb Martin Schmitt II die Mühle. Weil sein Sohn nicht mehr aus dem 2. Weltkrieg zurückkehrte und ein Nachfolger fehlte, wurde die Mühle vor 1960 stillgelegt.

Das alte Gebäude wurde 1965 abgebrochen. Heute erhebt sich an der Stelle ein modernes Wohnhaus.

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Standort ehem. Mühle Schmitt, Hambacher Tal 9, Photo Februar 2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Kirchmühle:

(Reitz Nr. 6) - In Unter-Hambach zwischen Straße und Hambach gelegen, Hambacher Tal 124. Es ist zu vermuten, dass an diesem Standort bereits 1436 eine Mühle bestand, sie wurde auch 1549 genannt. Noch 1630 ist Hans Jacob Beer (Bär) familienkundlich für die Mühle belegt. 1668 war sie eine Erbleihe der Herren von Rodenstein.

 

1811 besaß der Müller Philipp Stumpf die Mühle, die 1817 von seiner Witwe versteigert wurde. Zu dem Bestand gehörten 1 zweistöckig­e Mühle mit Mahl- und Schälgang, 1 Scheuer, 1 Nebenbau sowie 1 Nebenbau mit Schweineställen und Spreukammer.

 

Der nachfolgende Müller, Adam Mitsch, hatte für diese Mühle im Jahre 1828 1 Malter, 1 Simmer, 1 Kumpf, 1 Mäßchen Korn jährli­che Mühlpacht an das Großherzogtum Hessen zu liefern.

 

Das Mühlrad wurde bereits 1866 als baufällig beschrieben, woraus man schließen darf, dass die alte Mühle nicht mehr in Betrieb war. 1876 kaufte sie die Gemeinde und richtete hier einen Schulsaal mit Lehrerwohnung ein.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Ehem. Kirchmühle, Hambacher Tal 124, Photo Februar 2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Mitschsmühle:
(Reitz Nr. 7) – In Unter-Hambach, Hambacher Tal 155.

 

Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen (Reitz Nr. 3) Mitschsmühle im Hambacher Tal 13 (an der Kreuzung von Straße und Ham­bach).

 

Die Mühle wird erstmals 1632 erwähnt, als sie bereits durch Kriegseinwirkung zerstört war (Gutjahr GKB 1980, S. 276). Nachdem Franz Röhrer 1732 einen Antrag mit der Bitte, eine neue Mahlmühle auf seinem alten Mühlenplatz errichten zu dürfen, eingereicht hatte (StAD E10 212/9), wurde dieser wahrscheinlich nicht genehmigt. Auch gegen den Antrag seines Sohnes Christoph Röhrer, eine Ölmühle erbau­en zu dürfen (Vogteiprotokoll), gab es Einsprüche. Dagegen hatte Michael Röhrer 1827 mit seinem Gesuch (KAHP) zum Bau einer Mahl­mühle neben seiner Ölmühle Erfolg, denn Michael Röhrer II besaß noch 1844 diese Mühle.

 

1871 gelangte sie in den Besitz der Familie Mitsch. 1900 war Lorenz Mitsch VI Eigentümer. Danach übernahm sein Sohn den Be­trieb, den er 1950 aufgab. Der Gebäudekomplex, bei dem heute noch das Walmdach des ursprünglichen Mühlengebäudes erkennbar ist, wur­de durch viele Um- und Anbauten verändert. Das Mühlrad drehte sich an der nördlichen Giebelwand des Gebäudes, das einen unregel­mäßigen Grundriß aufwies. Hier wurde später eine moderne Garage errichtet.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Schustersmühle:

(Reitz Nr. 8) – In Unter-Hambach, Hambacher Tal 170. Die Mühle wurde 1648 als zerstört bezeichnet (Gutjahr GKB 1980, S. 276). Jo­hann Schuster erbaute sie vor 1686 oberhalb der Rodensteinischen Mühle neu (KOOB, S. 24). Die Mühle verblieb 6 Generationen im Be­sitz der Familie Schuster. 1887 gelangte sie durch Kauf an Johann Meon I, dessen Sohn Adam sie nach 1900 zur Handelsmühle moder­nisierte. Es ist noch bekannt, dass der Müller sehr viele Kunden in Einhausen gehabt haben soll. Der Enkel Johann baute einen Walzen­stuhl und einen Rübölmotor ein. Trotzdem erfolgte 1942 die Stillegung. 1973 wurden die alten Gebäude abgebrochen, und heute steht ein modernes Wohnhaus an dieser Stelle, wo sich auch noch ein Landwirtschaftsbetrieb befindet.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Ließmühle:

(Reitz Nr. 9) – In Unter-Hambach, Hambacher Tal 190. Wahrscheinlich lag an dieser Stelle schon 1648 eine Mühle wüst (Gutjahr GKB 1980, S. 276). 1731 erhielt Johann Philipp Guthier, der Zöllner zu Hambach, die Konzession zur Erbauung der Mühle (StAD E10 212/9). 1734 verpachtete er sie an Wolf Ernst Kolb. Die Mühle hatte 1 Gang. 1768 gab Philipp Guthier jährlich 1 Malter, 22 Simmer Korn als Mühlpacht. 1900 besaß der Landwirt Lorenz Ließ I, die Mühle, die er möglicherweise nur noch gelegentlich zum Eigenbedarf in Betrieb setzte. Die Mühle wurde 1916 aus dem Brandkataster gestrichen, war also schon einige Zeit vorher stillgelegt.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Ließmühle, Hambacher Tal 190, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Mitschsmühle:

(Reitz Nr. 10) – In Unter-Hambach, Hambacher Tal 181. Nicht zu verwechseln mit den beiden obigen Mitschsmühlen. Eine der jüng­sten Mühlen des Hambacher Tales ist die Mitschsmühle. Zwischen 1693 und 1701 kaufte Johann Georg Kiesner sie als Öl- und Loh­mühle. 1774 verunglückte Johann Georg Kiesner tödlich, als er das Mühlrad vom Eis befreien wollte (Ernst Löslein, Sippenbuch Heppenheim II, 2847). Seit 1781 befindet sich die Mühle im Besitz der Familie Mitsch. 1900 gehörte sie dem Müller Michael Mitsch IV, der den Betrieb noch vor 1918 einstellte. 1968 erfolgte der Umbau zu Wohnzwecken.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Mitschsmühle, Hambacher Tal 181, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Schweinsbergersmühle:

(Reitz Nr. 11) – In Unter-Hambach, Hambacher Tal 185. Bald nach 1809 erbaute Josef Schweinsberger diese Mühle, nachdem er von seinem Nachbarn Mathes Guthier das Recht, das Wasser zu fassen, erworben hatte. Die Mühle blieb immer in Familienbesitz. 1900 war Müller Adam Schweinsberger der Eigentümer. Der Müller Franz Schweinsberger fuhr bis 1938 mit seinem Fuhrwerk regelmäßig bis nach Lorsch und Einhausen, um Getreide abzuholen bzw. Mehl abzuliefern. 1950 wurde der Betrieb eingestellt. 1978 brach man die alten Ge­bäude ab und ersetzte sie durch ein modernes Mehrfamilienhaus.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Schweinsbergersmühle, Hambacher Tal 185, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Guthiersmühle:

(Reitz Nr. 12) – In Unter-Hambach, Hambacher Tal 238. Im Jahre 1800 erhielt Adam Witzenbacher die Genehmigung zur Anlage ei­ner Mahlmühle, die er 1810 erbaute. 1828 ist Lorenz Guthier als Besitzer verzeichnet. Die nächsten Inhaber waren Johannes Guthier, Johan­nes Guthier II und Nicolaus Guthier III. Die Mühle wurde möglicherweise schon 1892 abgemeldet. Die Familie Guthier betrieb danach Landwirtschaft.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Guthiersmühle, Hambacher Tal 238, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Ließmühle:
(Reitz Nr. 13) – In Unter-Hambach, Hambacher Tal 254. Die Walkmühle des Johann Weitloff wurde 1718 von Hans Philipp Mayer­höfer ersteigert (Ernst Löslein, Sippenbuch Heppenheim II, 3164). Dies ist bisher ihre älteste Erwähnung.

Weitere Besitzer waren:
- 1744 Franz Schwab aus Ottorfszell,
- 1745 Lorenz Bleß,
- 1749 Joseph Schell aus der Heinstermühle bei Würzberg.
- Danach besaß sie der Müller Johann Jakob Guthier (*1714). In dieser Zeit mußten jährlich 1 Malter, 2 Simmer Korn als Mühlpacht ent­richtet werden.
- Seit 1828 besaßen Mitglieder der Familie Ließ die Mühle. Der seit 1878 genannte Bäcker und Müller Lorenz Ließ soll sein Brot bis nach Bürstadt und Hofheim geliefert haben.
- 1900 war Müller Peter Josef Ließ Eigentümer.

Um 1930 soll der Betrieb eingestellt worden sein. 1949 wurden die Mühlengebäude abgebrochen. Heute hat die Speditionsfirma
Rudolf Mayr, Ferntransporte, hier ihren Sitz.

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Ließmühle, Hambacher Tal 254, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Herlemannsmühle:

(Reitz Nr. 14) – In Unter-Hambach, Hambacher Tal 262. Im Jahre 1837 erhielt Adam Mitsch die Erlaubnis zur Anlage einer Mahl­mühle. Trotz einiger Einsprüche vom ober- und unterhalb liegenden Müller kam es 1839 zur Eichpfahlsetzung. Das bedeutet, dass die Mühle fertiggestellt war. Im 19. Jahrhundert hießen die Besitzer:

- Franz Mitsch (1844),
- Michael Mitsch (1848),
- Franz Mitsch I (1855),
- Lorenz Mitsch V (1870) und
- Franz Mitsch V (1892)
- 1900 war Georg Herlemann III der Mahlmüller.
Etwa 1930 wurde der Betrieb eingestellt

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Herlemannsmühle, Hambacher Tal 262, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Tugersmühle:

(Reitz Nr. 15) – In Unter-Hambach, Hambacher Tal 203. Valentin Keil reichte 1813 ein Gesuch zur Errichtung einer Mühle ein, zwei
Jahre später war diese fertiggestellt. Von ihm erwarb Peter Hofmann die Mühle; er entrichtete jährlich 1 Malter, 1 Simmer. 1 Kumpf, 1 Mäßchen Korn an das Großherzogtum Hessen. 1844 kam es unter dem Besitzer Philipp Tuger zur Festsetzung der Wehrhöhe.
- Philipp Tuger (1855) und Franz Tuger (1856) waren die folgenden Müller.

- 1900 war Johann Franz Tuger Eigentümer.

 

Mit der Wasserkraft des Mühlrades konnte auch eine Kreissäge angetrieben werden. 1914 wurde der Betrieb eingestellt. Heute dient die ehemalige Mühle Wohnzwecken. Durch moderne Anbauten und den neuen Torbogen zur Straße hin hat sich der Charakter des Gehöftes erheblich verändert 643.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Tugersmühle, Hambacher Tal 203, Photo Januar 2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


6. Mühlen am Hambach (bachaufwärts) in Ober-Hambach:
- Untere Mühle:

(Reitz Nr. 16) – In Ober-Hambach, Paul-Geheeb-Straße 25. Nachdem Peter Schmitt II. im Jahre 1860 ein Gesuch um Genehmigung zur Errichtung einer Mühle bei seinem Hof eingereicht hatte, wurde noch im gleichen Jahr der Eichpfahl gesetzt, d. h., dass die Müh­le wohl auch in diesem Jahr fertiggestellt wurde. Bereits vor 1900 muss sich die Unrentabilität der Anlage herausgestellt haben, des­halb wurde der Betrieb eingestellt. 1900 erfolgte der Abbruch, vielleicht im Rahmen größerer Umbaumaßnahmen auf dem Hof.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Standort ehem. Untere Mühle, Paul-Geheeb-Straße 25, Photo Februar 2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


- Obere Mühle:

(Reitz Nr. 17) – In Ober-Hambach, Paul-Geheeb-Straße 29. Die oberste Mühle im Tal dürfte als Teichmühle betrieben worden und auf die Ober-Hambacher Bedürfnisse zugeschnitten gewesen sein. Für die Mühle war jährlich 1 Malter Korn als Mühlpacht zu ein­richten. Im Jahre 1773 verpachtete der Besitzer Georg Knapp die Mühle für 4 Jahre an Heinrich Bitzinger aus Neunkirchen (Oberamt Dilsberg). 1819 und 1828 lieferte Georg Knapp die Mühlpacht an das Großherzogtum Hessen ab. 1850 kaufte Georg Adam Bitsch aus Knoden die Hofreite mit Mühle. Schon 1860 war die Mühle verfallen, dafür entstand ein Nachfolgebetrieb in der Unteren Mühle (Heppenheim Nr. 16). Zwei Mühlsteine wurden zur Erinnerung an die kurze Mühlengeschichte in den Zufahrtsweg zum Grundstück eingelassen.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Photo:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Standort ehem. Obere Mühle, Paul-Geheeb-Straße 29, Photo Februar 2012

Literatur/Urkunden:
- Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 14, Heppenheim, 1997


7. Weitere Hinweise auf ehemalige Mühlen:
in Heppenheim deren Standort nicht bekannt oder eindeutig zuordenbar ist:

- Eselsmühle:

1668: Eßelsmühl; 1703: bey die Eselsmill gegangen, allda den Wingert abgemessen; 1744: Wamboltische Esels-Mühl [wurde verpach­tet]. Eselsmühlen wurden zum Ersatz der Wasserkraft von einem Esel angetrieben, der in einem Rad ging (Tretmühlen). Nach Freisens hat die Mühle im Erbacher Tal gelegen, was zu der Erwähnung eines Weinbergs passt. Welche der dortigen vier Mühlen aber die Esels­mühle im Besitz der Freiherren von Wambolt war, ist unbestimmt.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

 

Literatur/Urkunden:

- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986

 


- Lohmühle:

1455: Borgberg, Wingert bei der Loemöln; 1488: Bei der Loemöln;1517: bey dem Kessel bey der Lo myln; 1843: An der Lohmühle. Die im 15. und 16. Jh. belegten Lohmühlen können mit der 1843 erwähnten (Fischweiher Nr. 29) hinsichtlich ihres Standortes nicht iden­tisch sein, da Weinberge in Fischweiher nicht denkbar sind. 'Kessel' war wohl nur der große, in die Erde eingegrabene Bottich zur Auf­nahme der Lohe (Eichenrinde). Die Lohmühle in Fischweiher wurde noch im 19. Jh. zu einer Mahlmühle umgebaut, lag aber schon um 1910 still.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

 

Literatur/Urkunden:

- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986

 


- Niedermühl:

Niedermühlstraße, Ledermühl. 1479: zu der nider Mülen, an der nidern Mulen; 1668: an, in der Niedermühl; 1843: An der Nieder­mühl (Acker). - 1894: Niedermühlstraße. – 1913 (Gieß): Ledermühl / Mündlich: Leder-, Niedermühl. Nahe dem Gewann An der Nie­dermühl verläuft die Niedermühlstraße, auch (an der) Ledermühl genannt.

 

Die Namen gehen auf eine Mühle zurück, die am Larbach (Lauwerbach) Lohe, d.h. Eichenrinde, für die Gerbereien zur Lederherstel­lung mahlte. Niedermühle deshalb, weil sie entweder in der Niederung lag oder weil sie von niedrig fließendem Wasser als unter­schlächtige Mühle betrieben wurde. Allerdings ist eine wassergetriebene Mühle dort überhaupt recht unwahrscheinlich, denn es gibt keinen Hinweis darauf, dass der Larbach genügend Wasser bot. Die Mühle könnte daher eine Tret-, eine Eselsmühle gewesen sein. Da die Bezeichnung Niedermühlstraße erst 1894 aufkam, dürften in früherer Zeit ihre drei bis vier Häuser zur (Alten) Lorscher Stra­ße, die auch Lehrstraße hieß, gezählt haben.

 

Der Feldweg an der Niedermühl, 1843 (Flurstückskarten), entsprach in seiner Führung ungefähr der heutigen Pestalozzistraße.

Ein Seitenarm des Stadtbaches ging durch die heutige Lehrstraße in Richtung Niedermühlstraße. Prof. Härter vermutet, dass es groß ge­nug war, eine Mühle, die Niedermühle, anzutreiben 644.


Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

 

Literatur/Urkunden:

- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986

 

 

- Pulvermühle:

1744: „ ... die Pulvermühl dahier gantz außer einem brauchbaren Stand“. 1766: in der Pulfermühlen-Wies, oberhalb dem Pulfer[mühl]graben, gegen Kirschhausen.

 

In der 1723 erstmals erwähnten Mühle erzeugte Urban Dreyling Schwarzpulver durch Zerstampfen von Kohle, Schwefel und Salpe­ter. Dabei entstehende Funken führten 1743 zu einer Explosion, die den Sohn des Pulvermachers, Christian, tötete und die Mühle zer­störte. [Tod im Sippenbuch II]. Reste der Pulvermühle sind oberhalb von Fischweiher (Nr. 51) noch erhalten (1986, aber 2012 wohl nichts mehr).

 

1809 ist Lorenz Schmitt Müllermeister in Fischweiher auf der Pulvermühle (Sippenbuch III). Dies könnte bedeuten, dass Fischweiher 29 die Pulvermühle ist, da er 1811 Eigentümer dieser Mühle ist. Das Steht aber im Gegensatz zur Aussage, dass die Pulvermühle oberhalb Fischweiher 51 war. Welche Mühle war es?

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

 

Literatur/Urkunden:

- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986

 


- Untere Mühle:
1542 (Dahl): Gewann der unteren Mühle. Die Lage ist unbekannt.

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

Literatur/Urkunden:

- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986

 


- Schneidmühle im Kirschhäuser Tal:

1750; 1751 (HB): an der Schneidmühl / 1843: An der Schneidmühle (Weinberg, Acker) / 1955 (Brandkat.): desgl. (Straße).

 

Auf welche Schneidmühle sich die Belege und vor allem der Gewannenname beziehen, ist noch nicht geklärt. Von den Betrieben (heuti­gen Namens) Wendt und Weimer ist zwar bekannt, daß sie Mahl-, nicht aber daß sie Schneidmühlen waren; die Schlappenmüh­le schei­det aus, weil sie erst 1825 angelegt wurde und spät (1878) die Holzschneiderei aufnahm. Am ehesten scheint die alte Mein­bergmühle gemeint zu sein.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

 

Literatur/Urkunden:

- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986



8. Mühlbach, Mühlgasse und Mühlgräben:
- Mühlbach:

Mühlbach (mündlich spätestens seit 1900). Er zweigte etwas oberhalb des Geißenbrunnens vom Stadtbach ab, lief ungefähr 10 m über dem Fuß des Schloßbergs am Hang entlang und floß bei der Liesengasse in den Stadtbach zurück. Sein Wasser betrieb seit dem Mittel­alter drei Mühlen, seit 1949 ist er ohne Wasser. Amtlich auch als Mühlgraben bezeichnet (s. Stkbg., Jg. 62/1985, S. 5f).

 

Der Eisenpfad verläuft am Fuß des Schloßbergs, teilweise entlang dem Mühlgraben der drei (ehemaligen) Mühlen, und ein Vertrag von 1561 zwischen den Müllern erklärt wohl seinen Namen (s. Stkbg., Jg. 62/1985, Nr. 2): „Wie tief (die Müller) diesen Graben mit Fegen, Räumen und Aussäubern halten ... sollen, (dafür) geben ihnen die beiden mit eisernen Ringen beschlagenen Pflöcke, so mitten im Mühlgraben stehen, gut augenscheinlich Maß und Anzeigung." Der Pfad wurde demnach offenbar nach den Eisen (an den Pflöcken) be­nannt.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

 

Literatur/Urkunden:

- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986

 


- Mühlgasse:

in der Mühlgasse, 1894. Im Haus Großer Markt 8 (Kumpf, „Grace-Kelly-Haus") stand die Mühle, die dem Gäßchen den Namen gab, das auch „Finstere Höll“ hieß. Das Wasser wurde angeblich vom Erbach bei der Mühle Mang (Erbacher Tal 7) abgeleitet (ein Nivel­lement be­stätigte 1960, daß dies möglich war). F. Koob sah noch um 1955 im oberen Stockwerk die verkleideten Vorrichtungen zum Aufschütten des Getreides auf die Mühlsteine (Zeitung, 24. 5. 1969, S. 4). Das Lager des Mühlrad befindet sich in einem gewölbten Kellerraum, der unter die Pflasterdecke des Marktplatzes vorspringt („Schönes Heppenheim", S. 53). Mit Wasser müßte die Mühle betrieben worden sein, bevor die drei unteren Mühlen im Erbacher Tal bestanden, denn ihnen hätte die Ableitung das Wasser entzo­gen. Vielleicht aber wurde die Mühle in der Mühlgasse nur von einem Esel angetrieben.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

 

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986

 


- Mühlgräben:
solche sind ohne Angabe der Lage 1480, 1578, 1617 und 1668 genannt.

Bekannt sind dagegen
- der Mühlgraben vom Stadtbach zur Meinbergs-Mühle (Wendt, Siegfriedstraße 151),
- der Mühlgraben zur Stadtmühle, der etwa beim Judenbad vom Stadtbach abzweigte und etwas erhöht in dessen Bett, aber mit verrin­gertem Gefälle zur Stadtmühle führte,
- der Mühlbach (siehe 8.1).
- Mühlgrund: Mühlgrund, 1617: am Mühlgrundt. Gemeint sein könnte das Gewann Im Grund am Vordersberg.

 

Quelle:
- Dr. Hermann Müller, Heppenheim: Zusammenstellung vom 5.2.2012

 

Literatur/Urkunden:
- Metzendorf, Wilhelm: Heppenheimer Lexikon. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Sonderband 7, Heppenheim, 1986

 


 

 

 

Heppenheim an der Wiese:

OT der kreisfreien Stadt Worms; am Eisbach gelegen; urkundlich erstmals im Lorscher Codex 766 genannt. Ab 1270 waren die Lei­ninger hier begütert. Bereits vor 1467 ist der Ort zu Kurpfalz gekommen, diese hatte spätestens seit 1484 das Gericht inne. Bei den kriegeri­schen Auseinandersetzungen zwischen der Kurpfalz unter Kurfürst Friedrich I. (der „böse Fritz“) und dem Mainzer Erzbi­schof Diether von Isenburg wurde Heppenheim 1460 niedergebrannt. Das Dorf blieb bis in die napoleonische Zeit kurpfälzisch, Oberamt Alzey, Unter­amt Freinsheim; nach dem Wiener Kongreß kam es zu Rheinhessen, 1969 wurde es nach Worms eingemeindet 645.

 

Mühlen:

Mühlen in Heppenheim a.d. Wiese sind urkundlich bereits recht früh belegt. Im Urbar des Klosters Kirschgarten von 1286 sind unter den Flurnamen von Heppinheim“ erwähnt: „super wiesenmulenberc“, super monte wiesenmulen 646, desgleichen von 1309: „zu colmu­len“, „uf wise mulirberg“ 647.

 

Die Verpflichtungen der Müller sind im Gemeindeweistum von Heppenheim aufgeführt und enthalten u.a. dem Mahllohn, die Wiesenbe­wässerung und deren Dauer 648.

 

In einer Urkunde des Wormser St. Andreasstifts vom 19.3.1345 wird als Zeuge aufgeführt „Conzone der Müller“ . Dieser „Contzone ge­nannt Crasse ist ebenfalls Zeuge bei einer Schenkung an der St. Andreasstift Worms vom 1.1.1350 betreffend einen Weinberg in Hep­penheimer Gemarkung 649.

 

1787 führt Johann Goswin Widder in seinem in Frankfurt und Leipzig erschienenen „Versuch einer vollständigen Geographisch-Histori­schen Beschreibung der Kurfürstlichen Pfalz am Rheine“ drei Mühlen in Heppenheim auf, die auch in der statistischen Erhebung in der Kurpfalz von 1791 benannt werden 650.

 

Im Heppenheimer Gerichtsbuch Anfang des 17. Jh. waren in Heppenheim drei Mühlen vorhanden 651, nämlich:

- Ein Mühl im Dorf Heppenheim so erblich in Händen Ludwig Meyers Erben und Adam Schenckels Wittib, darvon wird zur Pacht gereicht 13 ½ Malter Korn, dessen acht Malter dem Kloster Liebenau und 5 ½ Malter dem Junckher von Mörsheim, so er von Chur­fürstlichen Pfalz zu Lehen trägt.

- Item ein Mühl uf der Weyden, geforch nach Bingen der Gemein Weyd, nachher Speyer folgende [Anm.: d.h. unterliegende Mühle] Mühl, hat das Wasser zum halben Theyle, davon gefalt jährlich zum Mühlenpfacht 1 ½ Malter Korn der Kellerey Dirmstein hat erb­lich in Hände von Bernhard Schneider und Adam Schoners wittib.

- Item ein Mühl, geforch nacher Bingen nechst gemerkte Mühl, geforch nacher Speyer ein gemeiner Weg, hat wie oben angedeutet, das andere Theil des Wassers, gibt gleicher Gestalt 11 Malter Korn in die Kellerey. Besezt erblich Peter Mey und Hans Möder.

 

Das Wasser des Mühlbachs floß durch die Mitte des Dorfes durch die Dorfstraße. Da dies mit der Straßenbenutzung kollidierte und das Durchfahren von Fuhrwerken behindert, wurde 1812 in der Mitte der Ortsstraße eine Wasserrinne aus Sandsteinpflaster herge­stellt, da­mit das Wasser nicht mehr unkontrolliert durch die Straßen fließen konnte und den unbefestigten Boden des -fahrwegs in Morast und Schlamm verwandelte 652.

 

1747 wird der aus Freinsheim stammende Johann Henrich Schimpf als Müller in Heppenheim erwähnt 653.

 

Urkunden/Literatur:

- Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. E10, 730 „Mühle zu Heppenheim auf der Wiese“, 1700-1709

- Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. E10, 731 „Mühle zu Heppenheim auf der Wiese“, (1565) 17010-1794

 

 

- Brauch'sche Mühle:

s. Obermühle

 

 

- Eggertsmühle:

sie lag östlich des dorfes; die Mühle bestand 1735 noch nicht 654.

 

 

- Kolbenmühle:

zu ihr ist nichts überliefert, lediglich Flurnamen deuten auf die Kolbenmühle 655. Im Urbar des Klosters Kirschgarten von 1286 sind Flur­namen von Heppinheim“ erwähnt: „super wiesenmulenberc“, super monte wiesenmulen 656, desgleichen von 1309: „zu colmu­len“, „uf wise mulir­berg“ 657. Schon 1270 heißt es „in Colben mulen“, 1286 „super colemulen“, 1385 „zu kolmulen“, 1476 „zu kalt­mulen“, 1536 „zu Keln Müln“, 1602 „zu kohln mühlen“ 658. Der Name hat sicher nichts mit „Kohle“ zu tun, hier dürfte vielmehr der Name „Kolb“ ent­halten sein.Dieser war in früherer Zeit ein Berufsname und ist gleichbedeutend mit Waffenschmied. Deshalb meint Schmitt: Die Mühle gehörte also der Fami­lie Kolb, deren vorfahren einst wahrscheinlich das Waffenhandwerk betrieben haben 659.

 

 

- Lochmühle:

sie wird in einer Urkunde vom 1.10.1315 folgt erwähnt im Zusammenhang mit eine Übertragung auf der St. Paulusstift Worms unter Be­zugnahme auf einen älteren Vorgang von 1139: „Incorporatio Ecclesiae Parochie in Eich Collegio St. Pauli et molendinum dictum die Lochmühle a Burchardo Episcopus Wormat. De anno 1139“ 660.

 

In der Schuldverschreibung eines Hofes in Heppenheim am 26.2.1345 wird neben anderen als Zeuge aufgeführt: „Cuntzelius Molli­tor in mollendino genannt Lochmuhle apud s. Michahelem 661.

 

Im LA Darmstadt befindet sich auch der Bestandsbrief über die Lochmühle vom 19.7.1432662. Die Lochmühle wird auch erwähnt in ei­nem „Instrument über das Abwiegen der Bach Isar von dem Spital bis zur Lochmühle“ vom 18.8.1466 663. +++prüfen: ob die Ur­kunden Heppenheim an der Wies betreffen oder eine andere Lochmühle ?+++

 

Am 29.1.1467 kommt es zu einem Entscheid Bischof Reinhards zu Worms im Streit zwischen dem St. Paulusstift Worms und „Sto­phen Foltzen dem Müller wegen des Dichs [?] an der Lochmühle“ 664. Am 12.5.1467 kommt es zu einem Vergleich zwischen dem Domstift zu Worms und dem Kloster Nonnenmünster wegen Senkung des Flußbettes bei der Lochmühle 665 sowie am gleichen Tag zu einem Urteil des Stadtgerichts zu Worms wegen Senkung des Flußbettes an der Lochmühle zwischen dem St. Paulusstift und dem Kloster Nonnen­münster 666. +++prüfen: ob die Urkunden Heppenheim an der Wies betreffen oder eine andere Lochmühle ?+++

 

 

- Mühle im Dorf:

im Frankenthaler Wochenblatt wurde am 6.6.1825 die freiwillige Versteigerung der Mühle annonciert, „... die zu Heppenheim an der Wiese beinahe mitten im Dorf in der Hauptstraße gelegene, mit Sect. E Nro. 368 bezeichnete Mahl- und Ölmühle“ 667.

 

Im Frankenthaler Wochenblatt wird am 25.6.1825 die freiwillige Versteigerung der Mühle annonciert 668. Offensichtlich blieb die Verstei­gerung erfolglos. Denn im Frankenthaler Wochenblatt vom 3.11.1827 heißt es: „Montag ... 19. November, ..., auf freiwilliges Anstehen des Eigenthümers, soll die zu Heppenheim an der Wie­se, Kantons Pfeddersheim, Provinz Rhein-Hessen, beinahe mitten im Dorf an der Hauptstraße gelegene Mahl- und Oehl-Mühle mit drei Gänge, einer Hanfreibe und den dazu gehörigen Geräthschaften, samt Wohn- und Oeconomie-Gebäude, alles in dem brauchbar­sten Zustande, sodann eine daran angrenzende Wiese von 1 ¼ Morgen mit Bäumen von den besten Obstgattungen besezt, ... verstei­gert werden. Die Mühle ist zur Betreibung des Mahl- und Oehlgeschäfts ... vorzüglich geeig­net.“ 669

 

 

- Obere Mühle, Brauch'sche Mühle:

am Eisbach nördlich gelegen am westlichen Dorfrand, in „Obere Mühlstraße 6“ 670; sie liegt westlich des Dirmsteiner Weges, am Süd­westrand des Dorfes am „Alter Mühlweg“ 671.

 

Kurz bevor der Eisbach, von Offstein kommend, zweigte von ihm ein Mühlgraben ab, der zu der 1728 erbaute Mühle führte. Laut In­schrift von 1728 hat „ABERHAM KIBLERR VND MARIA IACOBE KIBLERIN dies MILL VON NEIEM AVF ERBAVTT“. Das Mühlenanwesen ist heute unter dem Namen Brauch'sche Mühle bekannt. Die Mühle und Mühlgraben ist auf einer französischen Kar­te von 1735 enthalten, auf der die Lagerplätze der französischen Truppen während des Pornischen Thronfolgekrieges 1734-35 ver­zeichnet sind 672.

 

Vierseitiges Anwesen, in der Kubatur barock. An der Straße segmentbogige Einfahrt mit Mannpforte; darüber Wappen in reicher Deko­ration (Mühlrad), erheblich beschädigt. Hofseitig Bauinschrift von 1728. Das zweigeschossige Wohnhaus aus Bruchsteinmauer­werk, ver­putzt mit einfacher Fensterrahmung 673.

 

1809 wird der aus Gommersheim stammende Johannes Justus *Brauch als Müller in Heppenheim benannt 674.

 

Die heutigen Gebäude der Brauch'schen Mühle sind nicht die ersten, sondern entstanden später an Stelle der 1728 errichteten Mühle 675.

 

Literatur/Urkunden:

- Kropp, Werner: Heppenheim an der Wiese vor 250 Jahren. Beschreibung einer Karte aus dem Jahre 1735; in: Schalk, Joachim: Fest­schrift für Fritz Reuter zum 60. Geburtstag. Worms 1990, S. 132 ff.

 

Karte:

- Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10 Worms, S. 189

- Pfälzische Landesbibliothek Speyer Sign.: Hs. 500: „Regemorte, Antoine de: Mémoire Relatif à la Carte du cours du depuis Lauter­bourg jusqu'à Mayence, pour servir à la description du pais que cette Carte contient, et à l'indiction des camps et marches des armées du Roy pendant les Campagnes 1734 et 1735, Strasbourg 9. Mai 1739, Karte: „Camp de Heppenheim – Occupé par l'Armée du Roy depuis le 13. 7bre 1735 jusqu'au 28. du dir“

 

Photo:

- Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10 Worms, S. 192: Wappenstein

- Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10 Worms, S. 192: straßenseitige Ansicht

 

 

- Ölmühle:

diese muß südlich der Weidenmühle gestanden haben 676. Dort lag die Flur „Öhlmühlengewand“. Namensgebend war die Ölmühle, auf die 1602 ein Flurname hindeutet: „bey der Ohligmuhlen“ 677.

 

 

- Untere Mühle, Schach'sche Mühle, Scheu'sche Mühle:

am Südrand des Dorfes; heute ein gutes Stück nördlich vom Eisbach gelegen, in „Untere Mühlstraße 12“. Früher auch als Schach'­sche Mühle oder Scheu'sche Mühle bezeichnet; heute Weingut 678.

 

Die Mühle lag früher auf der nördlichen Seite des Eisbachs 679.

 

Im Sal- und Lagerbuch „derer von Morschheim“ um 1516 besaß die Niederadelsfamilie von Morschheim u.a. „6 Malter Korn uff Zuwercks mul zu Heppenheim unden an Dorf gelegen gibt dem Kloster zu Worms auch gült [Anm.: betr. Die Abgaben für die Schach'sche Mühle] 680. Das heutige Hofgut Schach-Scheu war früher eine Müh­le. Im Innern bewahrt man eine Sandsteintafel auf, die das Zunftzeichen der Müller trägt: ein Wasserrad mit der Inschrift: „1558 Lud­wig Meyer von Lewensteyn hot den Miehlbauw ge­macht“ 681.

 

Im Heppenheimer Gerichtsbuch Anfang des 17. Jh. waren in Heppenheim drei Mühlen vorhanden 682, darunter: „Ein Mühl im Dorf Hep­penheim so erblich in Händen Ludwig Meyers Erben und Adam Schen­ckels Wittib, darvon wird zur Pacht gereicht 13 ½ Malter Korn, dessen acht Malter dem Kloster Liebenau und 5 ½ Malter dem Junck­her von Mörsheim, so er von Churfürstlichen Pfalz zu Le­hen trägt“. Hiermit ist die Schach'sche Mühle gemeint 683.

 

Der ehemalige Mühlbach wurde in den 1930er Jahren verfüllt. Die Mühle wird beschrieben als Vierseitiger geschlossener Komplex, im Erscheinungsbild 19. Jh., aber im Kern 16. und 18. Jh. Breite, stichbogige Toreinfahrt, die Pfosten im Kämpferbereich mit Girlan­den im Biedermeierstil verziert, über der Mannpforte rechteckige Inschrifttafel mit Girlanden, bezeichnet „Peter Schach 1836“. Ne­ben der Tor­einfahrt steinerne Bank von 1765. Wirtschaftsgebäude 18./19. Jh. mit Veränderungen.. Das Wohnhaus auf der Nordseite 1. Hälfte 19. Jh., tonnengewölbter Keller wohl älter. Auf der Westseite quergestellter, barocker Mühlentrakt, innen verändert, hier einge­baut ein In­schriftenstein von 1558, der die Löwenstein als damalige Mühlenbesitzer ausweist 684.

 

Karte:

- Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10 Worms, S. 189

 

Photo:

- Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10 Worms, S. 193: Spolie von 1558 und Ansicht vom Hof auf die heutige Mühle

- Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 72: Alte Mühlstein, die bis um 1945 hinter der Schach'schen Mühle aufgestellt waren

 

Literatur/Urkunden:

- Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10: Worms, S. 192

 

 

- Weidenmühle:

+++prüfen: wohl identisch mit der Unteren Mühle+++

 

Im Sal- und Lagerbuch „derer von Morschheim“ um 1516 besaß die Niederadelsfamilie von Morschheim u.a. „6 Malter korns Lad­wicks Muhlen unden an Heppenheim“ [Anm.: hier ist die Weidenmühle unterhalb von Heppenheim gemeint] 685.

 

Die Weidenmühle war kurpfälzischer Besitz 686.

 

Im Heppenheimer Gerichtsbuch Anfang des 17. Jh. waren in Heppenheim drei Mühlen vorhanden 687, nämlich: „Item ein Mühl uf der Weyden, geforch nach Bingen der Gemein Weyd, nachher Speyer folgende [Anm.: d.h. unterliegende Mühle] Mühl, hat das Was­ser zum halben Theyle, davon gefalt jährlich zum Mühlenpfacht 1 ½ Malter Korn der Kellerey Dirmstein hat erblich in Hände von Bernhard Schneider und Adam Schoners wittib.“ Hierzu meint Schmitt: Bei dieser „handelt es sich um eine Mühle, die schon lange nicht mehr vor­handen ist, über deren Verschwinden auch keine Unterlagen Aufschluß geben. Jedenfalls muß ihr Abbruch im Laufe des 17. oder 18. Jahrhunderts geschehen sein, denn in einer Flurkarte aus dem Jahr 1799 ist sie nicht mehr verzeichnet.“ Dagegen dürfte m.E. der Name „Mühl uf der Weyden“ aufschlußreich sein sowie de­ren Lage oberhalb der „folgende Mühl“, weshalb es sich um die Weidenmühle handeln dürfte.

 

An gleicher Stelle wird die nächstfolgende Mühle beschrieben: „Item ein Mühl, geforch nacher Bingen nechst gemerkte Mühl, ge­forch nacher Speyer ein gemeiner Weg, hat wie oben angedeutet, das andere Theil des Wassers, gibt gleicher Gestalt 11 Malter Korn in die Kellerey. Besezt erblich Peter Mey und Hans Möder.“ 688

 

Die geschilderte Wasserführung macht deutlich, daß es sich wohl um zwei Mühlen, an der Stelle der späteren Weidenmühle handeln muß, die vielleicht auf der Nord- und Südseite des Baches standen [wegen der Aufteilung des Wassers ] und deren eine dann abgeris­sen worden sein muß.

 

Die Weidenmühle war im 19. Jh. Eigentum der Familie Krebiel, die sie um 1900 an einen Chemiker verkaufte. 1911 erwarb der aus dem Elsaß stammende NN. Schneider die Mühle und richtete eine Gerberei ein, die unrentabel war und aufgegeben werden mußte. Der nächste Eigentümer waren „Rheinhessischen Lederwerke“, die die Mühle um 1920 erworben aber nicht lange betrieben. Danach hat die Familie Gustav Eckert die Mühle, die zur Bedeutungslosigkeit herabgesunken war, erworben 689.

 

1 Vgl. Mahler: Hachenbach a. Glan, 1966, S. 2; vgl. Dolch/Greule:Siedlungsnamenbuch, a.a.O., S. 182.

2 Vgl. LA Speyer Akte 927 Zweibrücken I Fol. 84 ++Zitat klären+++; vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 81.

3 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 81/82.

4 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 82.

5 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 82/83.

6 Vgl. Schreiben des Schultheiß Gilcher aus Horschbach an den Keller Gassert in Lichtenberg vom 26.5.1776, LA Speyer Akte 927 Zweibrücken I Fol. 84; vgl.

Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 84.

7 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 85.

8 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 85.

9 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 60.

10 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 62/63.

11 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 64/65.

12 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 54.

13 Vgl. Die Rheinpfalz / Nordpfälzer Rundschau Nr. 156 vom 9.7.1953: „Geschichtliches um die alten Bauernmühlen im Eßweiler Tal“

14 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 54.

15 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 54.

16 LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 170r-173; vgl. We­ber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 219.

17 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 89r.

18 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 82.

19 Vgl. Latter­ner: Die Streitmühle; in: Westrich Kalender 1991, S. 139/140.

20 Vgl. Mahler: Hachenbach, a.a.O., S. 57.

21 Vgl. Stel­lungsnahme des Amtskeller in Lichtenberg Georg Conrad Strähl an die zweibrückische Regierung; in: Jacob: Warum Hallgarten 1741/42 keine Mühle

bekam; in: Nordpfälzer Geschichtsverein 1933, S. 12-14 und 19/20.

22 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 3175.

23 Vgl. Chmel: Regesta Ruperti Regis Romanorum, a.a.O., S. 5; vgl. Koch u.a.: Regesten der Pfalzgrafen am Rhein, a.a.O., Bd. II Nr. 1223.

24 Vgl. Frey: Beschreibung des Rheinkreises, a.a.O., Bd. 1 S. 503.

25 Vgl. Keddigkeit u.a.: Burgenlexikon, Bd. III S. 76.

26 Vgl. Baumgart: Die Amtszeit des reformierten Pfarrers Philipp Jacob Roemmich in Wörth und seine Versetzung nach Gangloff im Jahr 1790; in: Blätter für

Pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 1983, S. 52 ff.

27 Vgl. Frey: Beschreibung Rheinkreis, a.a.O., Bd. 1, S. 442.

28 Vgl. Frey: Beschreibung Rheinkreis, a.a.O., Bd. 1, S. 505.

29 Vgl. Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, a.a.O., 2011, S. 265.

30 Vgl. Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.3, a.a.O., S. 98.

31 Vgl. Denkmaltopographie, Kreis Mainz-Bingen, Bd. 18.3, a.a.O., S. 104.

32 Vgl. Steiner: Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 398.

33 Vgl. Müller: Der Name Hainfeld; in: 1200 Jahre, Hainfeld, a.a.O., S. 19.

34 Vgl. Westrich: Geschichtliche Einwicklung Hainfelds, a.a.O., S. 25.

35 Vgl. Westrich: Geschichtliche Einwicklung Hainfelds, a.a.O., S. 30-33.

36 Vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 20.

37 Vgl. Schwarz: Kurpfälzische Leibeigene in Ausdörfern des Oberamts Germersheim im Hochstift Speyer (Teil 1) (um 1622); in Pfälzisch-Rheinische Familienkunde 2009 (Heft 11), S. 555.

38 Vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 23-24.

39 Vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 25.

40 Vgl. Schnabel: Bevölkerungs­angaben des Bistums Speyer, a.a.O., 2011, S. 276.

41 Vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 26.

42 Vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 26.

43 Vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 27.

44 Vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 29.

45 Vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 30.

46 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 125 ff; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 268.

47 Vgl. Carl: „Eine Mühle, die nicht läuft“; in: 1200 Jahre Hain­feld, a.a.O.., S. 150.

48 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 151, 151a, fol. 129.

49 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 151, 151a, fol. 95-95r.

50 Vgl. LA Speyer Best. F3 Nr. 98 fol. 787.

51 Vgl. Müller: Hainfelder Hausmarken; in: Hainfeld, a.a.O., S. 169; vgl. Müller: Hainfeld, a.a.O., S. 225.

52 Vgl. Carl: Eine Mühle, die nicht läuft, a.a.O., S. 152.

53 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2350.

54 Vgl. Müller: Hainfeld, a.a.O., S. 224.

55 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2350, darin Befehl des Bischofs Marquard von Speyer an den speierischen Amtmann auf Marientraut Peter Nagel von Dirmstein, einen Kaufbrief über die Mühle auszufertigen (Bl. 11 f).

56 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2350.

57 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2350, Bl. 19.

58 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2350.

59 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2350.

60 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 2350.

61 Vgl. LA Speyer Best. F3 Nr. 93 fol. 349.

62 Vgl. LA Speyer Best. F3 Nr. 93 fol. 349-351.

63 Vgl. Carl: „Eine Mühle, die nicht läuft“, a.a.O., S. 152.

64 Kopie abgedruckt ohne weitere Angaben bei: Carl: „Eine Mühle, die nicht läuft“, a.a.O., S. 151.

65 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 151, 151a, fol. 130.

66 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 151, 151a, fol. 96.

67 Vgl. Müller: Hainfelder Hausmarken, a.a.O., S. 168.

68 Vgl. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südliche Weinstraße, Koblenz 2011.

69 Vgl. Müller: Hainfelder Haus­marken, a.a.O., S. 167-168.

70 Vgl. Müller: Hainfelder Hausmarken, a.a.O., S. 167.

71 Vgl. Müller: Hainfelder Hausmarken, a.a.O., S. 169.

72 Vgl. Photo des Innenhofes und des Eingangs zum früheren Mühlengebäude, bei Carl: Eine Mühle, die nicht läuft, a.a.O., S. 152.

73 Vgl. Müller: Hainfelder Hausmarken, a.a.O., S. 169.

74 Vgl. Müller: Daten der Ortsgeschichte Hainfelds, a.a.O., S. 45; vgl. LA Speyer Best. F3 Nr. 98 fol. 722.

75 Anm.: Eva Maria Wissin, Wittib; vgl. LA Speyer Best. F3 Nr. 98 fol. 732: sie besitzt eine „Hofraith in der Gassen gegen Landau, oben Veltin Wiis“.

76 Vgl. LA Speyer Best. F3 Nr. 98 fol. 722.

77 Vgl. LA Speyer Best. F3 Nr.98 fol. 987.

78 Vgl. Carl: „Eine Mühle, die nicht läuft“, a.a.O., S. 152.

79 Vgl. Müller: Hainfelder Hausmarken, a.a.O., S. 167-168; vgl. Husenbeth: Grabdenkmäler Hainfeld, a.a.O., S. 196.

80 Vgl. Carl: „Eine Mühle, die nicht läuft“, a.a.O., S. 152.

81 Vgl. Carl: „Eine Mühle, die nicht läuft“, a.a.O., S. 152.

82 Vgl. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmä­ler Kreis Südliche Weinstraße, Koblenz 2011.

83 Vgl. Müller: Hainfelder Hausmarken, a.a.O., S. 167-168.

84 Vgl. Müller: Hainfelder Haus­marken, a.a.O., S. 169.

85 Vgl. LA Speyer Best. F3 Nr. 93 fol. 443.

86 Vgl. Ortsgemeinde Hainfeld [Hrsg.): 1200 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 137: Flurkarte nach der Flurbereinigung.

87 Vgl. Lutz: Hainfeld, a.a.O., S. 6.

88 Vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 19.

89 Vgl. Lutz: Hainfeld, a.a.O., S. 9.

90 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 385.

91 Vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 24.

92 Vgl. LA Spey­er Best. D2 Nr. 151a, fol. 133.

93 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 151, 151a, fol. 131.

94 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 151, 151a, fol. 95r-96.

95 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 151, 151a, fol. 130.

96 Vgl. Carl: „Eine Mühle, die nicht läuft“; in: 1200 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 150.

97 Vgl. Lutz: Hainfeld, a.a.O., S. 30-31.

98 Vgl. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Südliche Weinstraße, Koblenz 2011.

99 Vgl. Photo bei: Müller: Hainfelder Hausmarken, a.a.O., S. 170.

100 Vgl. Homepage mit Bildergalerie http://www.mittelmuehle-hainfeld.com.

101 Vgl. Clauss u.a.: 1225 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 20.

102 Vgl. Carl: „Eine Mühle, die nicht läuft“; in: 1200 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 152.

103 Vgl. Müller: Denkwürdige Ereignisse; in: 1200 Jahre Hainfeld, a.a.O., S. 53.

104 LA Speyer Best. D2 Nr. 151, 151a, fol. 129.

105 LA Speyer Best. D2 Nr. 151, 151a, fol. 95-95r.

106 LA Speyer Best. D2 Nr. 151, 151a, fol. 1309.

107 LA Speyer Best. D2 Nr. 151, 151a, fol. 96r.

108 Vgl. LHA Koblenz Best. 24 (Fürstentum Pfalz-Zweibrücken) Nr. 1626.

109 Vgl. Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, a.a.O., 2011, S. 276.

110 Vgl. Habermehl: Hambach, a.a.O., S. 112.

111 Vgl. Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, a.a.O., S. 152.

112 Vgl. Habermehl: Tore, Türme und Kanonen, a.a.O., S. 157.

113 Vgl. LA Speyer B2 Nr. A 292 fol. 107 ff; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 232.

114 Vgl. Abel: Hambach, a.a.O., S. 88; Remling: Maxburg, a.a.O., S. 81 Anm. 187; vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 150.

115 Vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 39/4 fasc. 5.

116 Vgl. Abel: Hambach, a.a.O., S. 88.

117 LA Speyer Best. D2 Nr. 39/4 fasc. 8; vgl. Abel: Hambach, a.a.O., S. 133.

118 Vgl. Abel: Hambach, a.a.O.,S. 134; vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 39/4 fasc. 15.

119 Vgl. Abel: Hambach, a.a.O., S. 135.

120 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, a.a.O., Bd. 3, S. 83.

121 Vgl. Kilian: Untertanen-Listen des kurpfälzischen Oberamts Alzey vom Jahre 1698; in: Pfälz. Familien- und Wappenkunde 1957, S. 57.

122 Vgl. Wittenberger: Stammbaum der Grafen von Hanau-Lichtenberg, a.a.O., S. 33.

123 Vgl. Dilli: Grafschaft Hanau-Lichtenberg, a.a.O., S. 23-24 unter Bezugnahme auf Demandt: Geschichte des Landes Hessen, a.a.O., S. 294-295; vgl. Wittenberger:

Stammbaum der Grafen von Hanau-Lichtenberg, a.a.O., S. 3.

124 Vgl. Dilli: Grafschaft Hanau-Lichtenberg, a.a.O., S. 24; vgl. Demandt: Geschichte des Landes Hessen, a.a.O., S. 295.

125 Vgl. Wittenberger: Stammbaum der Grafen von Hanau-Lichtenberg, a.a.O., S. 33-36.

126 Vgl. Wittenberger: Stammbaum der Grafen von Hanau-Lichtenberg, a.a.O., S. 33-36.

127 Vgl. Dilli: Grafschaft Hanau-Lichtenberg, a.a.O., S. 25.

128 Vgl. Wittenberger: Stammbaum der Grafen von Hanau-Lichtenberg, a.a.O., S. 33-36.

129 Vgl. Jaffé: „Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., S. 23; vgl. auch Jung: Der kleine Exerzierplatz in Pirmasens; in: Pfälzer Heimat 2012, S. 53.

130 Vgl. Jaffé: „Die ehemaligen Papiermühlen im heutigen Bezirksamt Pirmasens, a.a.O., S. 23.

131 Vgl. Internetdatei Wikipedia, Stichwort Grafschaft Hanau-Lichtenberg, Abruf vom 19.11.2014; vgl. Dilli: Grafschaft Hanau-Lichtenberg, a.a.O., S. 29-30.

132 Vgl. Börst: Papiermacherfamilie Maurer, a.a.O., S. 134; vgl. Bettinger: Die Hanauer Mühle. Ein Beitrag zur Mühlengeschichte des unteren Ostertales; in:

Saarheimat. Zeitschrift für Kultur, Landschaft, Volkstum 11, (1967), S. 171-73; vgl. Landeshauptarchiv Koblenz Best. A22 Nr. 3926.

133 Wochenblatt für den Kö­niglich-Bayerischen Gerichtsbezirk Zweibrücken Nr. 13 vom 30.1.1853.

134 Vgl. Kneib: Johanniterkommende Weisheim; in: Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Kloster­lexikon, a.a.O., Band 2, S. 80; vgl. Kneib: Die Johanniterkommende in Hangen- Weisheim; in: Alzeyer Geschichtsblätter 2011, S. 59; vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. C3, Nr. 49/2, fol. 11' f; vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. C2

Nr. 464/3 fol. 5; vgl. LHA Koblenz, Best. B76, S. 11.

135 Vgl. Kneib: Die Johanniterkommende in Hangen-Weisheim; in: Alzeyer Geschichtsblätter 2011, S. 59; StA Darmstadt Best. C2 Nr. 464/3, fol. 5 u. Best. C3 Nr. 49/2, fol. 23'; vgl. LHA Koblenz Best. 55B Nr. 76, p. 11.

136 Vgl. Kneib: Die Johanniterkommende in Hangen-Weisheim; in: Alzeyer Geschichtsblätter 2011, S. 55; vgl. StA Darmstadt: Best. C2 Nr. 464/2 (für das Jahr 1734) Urk.-Nr. 464/3 (für das Jahr 1769), beide Urkunden sind fast wortgleich.

137 Vgl. Lohrbächer: Terram in Heinhouen. 850 Jahre urkundliche Erwähnung der Gemeinde Hanhofen; in: Lohrbächer: Über Heiligenstein, Römerberg und die Pfalz,

a.a.O., S. 20.

138 Vgl. Lohrbächer: Terram in Heinhouen. 850 Jahre urkundliche Erwähnung der Gemeinde Hanhofen; in: Lohrbächer: Über Heiligenstein, Römerberg und die Pfalz,

a.a.O., S. 23.

139 Vgl. Lohrbächer: Terram in Heinhouen. 850 Jahre urkundliche Erwähnung der Gemeinde Hanhofen; in: Lohrbächer: Über Heiligenstein, Römerberg und die Pfalz,

a.a.O., S. 24.

140 Vgl. Lohrbächer: Terram in Heinhouen. 850 Jahre urkundliche Erwähnung der Gemeinde Hanhofen; in: Lohrbächer: Über Heiligenstein, Römerberg und die Pfalz,

a.a.O., S. 23.

141 Vgl. Lohrbächer: Terram in Heinhouen. 850 Jahre urkundliche Erwähnung der Gemeinde Hanhofen; in: Lohrbächer: Über Heiligenstein, Römerberg und die Pfalz,

a.a.O., S. 25.

142 Vgl. Lohrbächer: Liber Baptizatorum in Parochia Heiligenstein, a.a.O., S. 33.

143 Vgl. Lohrbächer: Terram in Heinhouen. 850 Jahre urkundliche Erwähnung der Gemeinde Hanhofen; in: Lohrbächer: Über Heiligenstein, Römerberg und die Pfalz,

a.a.O., S. 20.

144 Vgl. LA Speyer Lagerbuch 53 Bl. 180,

145 Vgl. Christ­mann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 222.

146 Vgl. WUB. Wirtembergisches Urkundenbuch, hg. von dem königlichen Staatsarchiv in Stuttgart, 11 Bde, Stuttgart 1849-1913, hier Bd. 3. 1871, S. 150-152 Nr. 674 f.

mit zwei Erbbestandsbriefen gleichen Inhalts was die Mühle be­trifft; vgl. auch Issle: Das Stift St. German vor Speyer, a.a.O., 230.

147 Vgl. Werner: Die Nationalgüter im Departement Donnersberg, a.a.O., Anlage IV, S. 61.

148 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 78/79.

149 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 63; vgl. LA Speyer, Best. H 3 Nr. 7737, 1: F. Becker an Regierung d. Pfalz in Speyer vom 23.5.1840.

150 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 63; vgl. LA Speyer Best. Q 22 Nr. 212: Landcommissariat Speyer an Triftamt Neustadt vom 22.12.1855.

151 Vgl. LA Speyer Best. Q 22 Nr. 212: Triftamt Neustadt an Landcommissariat Speyer vom 11.1.1856.

152 Vgl. LA Speyer: Hanhofen, Best. L 57 Nr. 925, S. 657 f.

153 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 79 m.w.N.; vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 172.

154 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 270.

155 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 270.

156 Vgl. Klotz: Die ehema­lige „untere Schießberger Mühle“ in Speyer. in: Pfälzer Heimat 1998, S. 78.

157 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 63; LA Speyer, Best. L 56, Nr. 451 S. 12.

158 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 63; vgl. LA Speyer, Best. H 3 Nr. 7737, 1: F. Be­cker an Regierung d. Pfalz in Speyer vom 23.5.1840.

159 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 63; vgl. LA Speyer Best. Q 22 Nr. 212: Landcommissariat Speyer an Triftamt Neustadt vom 22.12.1855.

160 Vgl. LA Speyer Best. Q 22 Nr. 212: Triftamt Neustadt an Land­commissariat Speyer vom 11.1.1856.

161 Vgl. LA Speyer: Hanhofen, Best. L 57 Nr. 925, S. 657 f.

162 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 79 m.w.N.; vgl. Weber: Mühlen der besonde­ren Art, a.a.O., S. 172.

163 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 64; vgl. WWA Neustadt, Triebwerksakten, Az.: 32.07.01.04, Grundhöfer'sche Mühle Dudenhofen: Bemerkung pro

20.8.1886.

164 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 226.

165 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 163-64.

166 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 417.

167 Vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 5339 Bl. 1r.

168 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 394-400; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 203.

169 Vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 236.

170 Zweibrücker Wochen­blatt Nr. 164 vom 16.7.1869.

171 Zweibrücker Wochenblatt Nr. 177 vom 31.7.1869.

172 Vgl. Klauck: Lexikon saarländi­scher Orte, a.a.O., S. 417.

173 Vgl. Steiner: Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 398.

174 Vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 272.

175 Vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 59.

176 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 37.

177 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 92; vgl. LA Speyer Best. F2 Nr. 61/1 Bl. 10-13: Salbuch Grafschaft Hardenburg von 1586, darin Abschrift des Weistums

178 Vgl. LA Speyer Best. F2 Nr. 61/1 Bl. 16.

179 Vgl. LA Speyer Best. F2 Nr. 61/1 Bl. 16.

180 Vgl. Buchert: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 38.

181 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 38-39.

182 Vgl. Buchert: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 38.

183 Vgl. Buchert: Unternehmer im Leininger Tal, a.a.O., 38; vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 178 Anm. zu Nr. 883.

184 Anm.: auch Johann Wilhelm Behret, vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 39.

185 Vgl. Buchert: Unternehmer im Leininger Tal, a.a.O., S. 38; vgl. Neumer: Bürgerbuch Verbandsgemeinde Hochspeyer, a.a.O., S. 178 Anm. zu Nr. 883; vgl. Zachert:

Hardenburg, a.a.O., S. 38-39.

186 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 39-40.

187 Vgl. luth. KB Hardenburg = LA Speyer F6 Nr. 353.

188 Vgl. luth. KB Hardenburg = LA Speyer F6 Nr. 353.

189 Vgl. luth. KB Hardenburg = LA Speyer F6 Nr. 353.

190 Vgl. luth KB Hardenburg, Taufeintrag vom 6.10.1739.

191 Vgl. luth KB Hardenburg Taufeintrag vom 18.2.1740.

192 Vgl. luth. KB Hardenburg = LA Speyer F6 Nr. 353.

193 Vgl. luth. KB Hardenburg = LA Speyer F6 Nr. 353.

194 Vgl. Za­chert: Hardenburg, a.a.O., S. 93.

195 Vgl. Bu­chert: Unternehmer in Isenachtal, a.a.O., S. 40.

196 Vgl. luth. KB Harden­burg, Taufeintrag vom 22.4.1708.

197 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 154.

198 Vgl. Buchert: Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 39.

199 Vgl. Buchert: Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 40.

200 Vgl. luth. KB Hardenburg = LA Speyer F6 Nr. 353, Taufeintrag vom 17.6.1729.

201 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 67.

202 Vgl. Buchert: Unternehmer im Isen­achtal, a.a.O., S. 40.

203 Vgl. luth KB Har­denburg, Taufeintrag vom 4.6.1738.

204 Vgl. luth KB Hardenburg, Taufeintrag vom 2.10.1740.

205 Vgl. luth KB Hardenburg, Taufeintrag vom 2.10.1740.

206 Vgl. Buchert: Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 40.

207 Vgl. Buchert: Unter­nehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 41.

208 Vgl. Buchert: Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 41.

209 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 94.

210 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 94.

211 Vgl. luth KB Hardenburg, Taufeintrag von 22.9.1736.

212 Vgl. Buchert: Die Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 39; vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 94.

213 Vgl. Buchert: Die Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 64.

214 Vgl. Buchert: Die Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 40.

215 Vgl. Buchert: Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 39.

216 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 97; vgl. Erbbestandsbrief an Johannes Corell vom 10.7.1778.

217 Vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 365 Nr. 3659 iVm. Buchert, Heinrich: Die Unternehmer im Isen­achtal , a.a.O., S. 40.

218 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 95 mit Abschrift des Erbbestandsbriefs vom 10.7.1778.

219 Vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformierten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 365 Nr. 3659.

220 Vgl. Rink: Taufbücher der deutsch-reformier­ten Gemeinde Otterberg, a.a.O., S. 365 Nr. 3659.

221 Vgl. Kell: Das Fürstentum Leiningen, a.a.O., S. 345 Anm. 9.

222 abgedruckt bei Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 95-96; Forstamtsakten des Forstamts Hardenburg.

223 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 97; vgl. LA Speyer Best. H32 Karte Nr. 258 9/25: Sägemühle und Hammerschmiede des Johann Heußer in Hardenburg (1868)..

224 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 97.

225 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 93.

226 Vgl. Zachert: Har­denburg, a.a.O., S. 38; vgl. Buchert: Die Unternehmer im Isenachtal , a.a.O., S. 38.

227 Vgl. Verzeichnis der Kulturdenkmäler Landkreis Bad Dürkheim http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Bad_Dürkheim.pdf.

228 Vgl. Lehmann: Geschichtliche Gemälde aus dem Rheinkreise Bayerns. Zweites Heft: Das Dürkheimer Tal, Heidelberg 1834, S. 264.

229 Vgl. Karte bei Hößle: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ vom 11.2.1921, abgedruckt bei Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 54.

230 Vgl. LA Speyer Best H41 Nr. 961: Hardenburg – Mittlere Papiermühle und Obere Papiermühle.

231 Vgl. Hößle: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 119.

232 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 51; vgl. Buchert: Die Unternehmer im Isenachtal und Umgebung im 18. Jh.; in: Pfälz. Fam.- u. Wappenkunde, 1952, S. 42.

233 Vgl. auch Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 61 ff.

234 Vgl. Hößle: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 119.

235 Vgl. Hößle: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 120.

236 Vgl. luth KB Hardenburg, Taufeintrag vom 28.2.1739.

237 Vgl. Taufeintrag des Johann Elisa Christian Mo­ses, Sohn des Taglöhner auf der Bordmühle Hardenburg; Vgl. luth KB Hardenburg vom 18.2.1740.

238 Vgl. luth. KB Hardenburg, Taufeintrag vom 8.6.1741.

239 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 53; vgl. Hößle: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921,

S. 120.

240 Vgl. Hößle,: Alte pfälzische Papiermühlen; in: „Der Papierfabrikant“ XIX Jahrgang 1921, S. 120.

241 Vgl. Weber: Mühle besonderer Art, a.a.O., S. 46, 59; vgl. Jaffé: Papiermühlen im Herzogtum Zweibrücken, a.a.O., S. 11; vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 63 ff..

242 Vgl. Zachert: Har­denburg, a.a.O., S. 64 mit Photo der Obermühle, S. 65.

243 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 46.

244 Heinrich Otto Ludwig Fueß, Louis genannt, war am 15. August 1800 in der väterlichen Fabrik in Herzberg am Harz geboren und hat dort wohl auch seine Lehrjahre verbracht. Mit gerade vollendetem 21. Lebensjahr packte er sein Felleisen und wanderte los. Sein Tagebuch, in dem er von etwa 80 besuchten Papiermühlen Besitzer und Einrichtung verzeichnete, ist uns durch diese Einzelheiten wertvoll. Das Tagebuch stammt mithin von 1821-1822.

245 Schulte: „Wir machen die Sachen, die nimmer vergehen“: zur Geschichte der Papiermacherei. Wiesbaden 1955, S. 76; Der Autor dankt Herrn Horst Klein für den Hinweis auf diesen Artikel.

246 Vgl. Schoch: Allerhand aus dem Pfälzerland, a.a.O., S. 14.

247 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 65.

248 Vgl. Verzeichnis der Kulturdenkmäler Landkreis Bad Dürkheim http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Bad_Dürkheim.pdf.

249 Vgl. Zachert: Hardenburg, a.a.O., S. 94; Buchert: Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 39.

250 Vgl. Buchert: Unternehmer im Isenachtal, a.a.O., S. 39.

251 Vgl. Schwarz: Kurpfälzische Leibeigene in Ausdörfern des Oberamts Germersheim im Hochstift Speyer (Teil 1) (um 1622); in PRFK 2009 , S. 564.

252 Vgl. Schmidt/Werling: Kloster Heilsbruck; in: Pfälzisches Klosterlexikon, a.a.O., Bd. 2, S. 113.

253 Vgl. zur Wirtschaftsgeschichte des Klosters: Schmidt/Werling: Zisterzienserinnenkloster Heilsbruck; in: Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Klosterlexikon, a.a.O., Bd. 2,

S. 90/91.

254 Vgl. Gemeinde Harthausen: 750 Jahre Harthausen, a.a.O., S. 49.

255 Vgl. Schmidt/Werling: Zisterzienserinnenkloster Heilsbruck; in: Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Klosterlexikon, a.a.O., Bd. 2, S. 93, 94.

256 Vgl. Gemeinde Harthausen: 750 Jahre Harthausen, a.a.O., S. 49.

257 Vgl. Vortragsnotiz über einen Vortrag von Ernst Zink am 1.3.1958 in Edenkoben im Hist. Verein der Pfalz Ortsgruppe Neustadt; Notiz bei Pfälz.-Rhein.

Familienkunde Ludwigshafen, Archiv, Nr. XXI Mühlen Stichwort Heilsbruck.

258 Vgl. Remling: Urkundliche Geschichte des Klosters Heilsbruck oberhalb Erlenbach, Mannheim 1832, S. 43; vgl. Schmidt/Werling: Zisterzienserinnenkloster

Heilsbruck; in: Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Klosterlexikon, a.a.O., Bd. 2, S. 113.

259 Vgl. Schmidt/Werling: Zisterzienserinnenkloster Heilsbruck; in: Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Klosterlexikon, a.a.O., Bd. 2, S. 113.

260 Vgl. GLA 67/304 Bl. 339; vgl. Krebs: Protokolle des Speyerer Domkapitels, a.a.O., S. 75 Anm. 22a; ; vgl. Schmidt/Werling: Zisterzienserinnenkloster

Heilsbruck; in: Keddigkeit u.a.: Pfälzisches Klosterlexikon, a.a.O., Bd. 2, S. 113.

261 Vgl. Remling: Kloster Heilsbruck, a.a.O., Anlage IX, S. 88; Photo des Vertrages bei: Gemeinde Harthausen: 750 Jahre Harthausen, a.a.O., S. 53; vgl. LA Speyer

Best. A1 Nr. 1258.

262 Vgl. Remling: Urkundliche Geschichte des Klosters Heilsbruck oberhalb Erlenbach, Mannheim 1832, S. 43; vgl. Gemeinde Harthausen: 750 Jahre Harthausen, a.a.O., S. 49.

263 Anm.: es handelt sich um den Sabathalmeister des Domkapitels Niclaus Schwab (vgl. Krebs: Protokolle des Speyerer Domkapitels, a.a.O., Nr. 354).

264 Vgl. Krebs: Protokolle des Speyerer Domkapitels, a.a.O., Nr. 718.

265 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 268.

266 Vgl. Weber: Historische Ölmühlen, a.a.O., S. 208; vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 126; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 266.

267 Vgl. Toussaint: Territorium der Grafen von Leiningen im Wormsgau, a.a.O., S. 176.

268 Vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 248.

269 Vgl. Widder: Beschreibung der Kurpfalz, a.a.O., Bd. 3, S. 154; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 53; vgl. Denkmaltopographie Donnersberg­kreis, a.a.O., S. 38, 248.

270 Vgl. Dolch/Greule: Siedlungsnamen, a.a.O., S. 190.

271 Vgl. Scriba: Regesten Rheinhessen, a.a.O., S. 32 Nr. 545.

272 Vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 248.

273 Vgl. Neubauer: Regesten des ehemaligen Benedictiner-Klosters Hornbach, a.a.O., S. 14 Nr. 37.

274 Vgl. Dolch/Greule: Siedlungsnamen, a.a.O., S. 190.

275 Vgl. Widder: Beschreibung der Kurpfalz, a.a.O., Bd. 3, S. 159; vgl. Frey: Beschreibung Rheinkreis, a.a.O., Bd. 3 (1837), S. 197.

276 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 137.

277 Vgl. Frey: Beschreibung d. Rheinkreises, a.a.O., Bd. 3, S. 197.

278 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen IIK, a.a.O., S. 137.

279 Vgl. Werner: Die Nationalgüter im Department Donnersberg, a.a.O., Beilage III, S. 26.

280 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 17.

281 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 17.

282 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 17.

283 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 17.

284 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 53; vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 38, 248.

285 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 53; vgl. Lorscher Codex Nr. 1877/200.

286 Widder: Beschreibung der Kurpfalz, a.a.O., Bd. 3, S. 154

287 Vgl. Neubauer: Regesten des ehemaligen Benedictiner-Klosters Hornbach, a.a.O., S. 19 Nr. 49:

288 Vgl. Lehmann: Geschichte des Stifts Zell, a.a.O., S. 12

289 Vgl. Kunstdenkmäler, a.a.O., Bd. VII Kirchheimbolanden S. 117; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 111

290 Vgl. Lehmann, J.G.: Geschichte des Stifts Zell, a.a.O., S. 29

291 Vgl. LA Speyer Best. C26 Nr. A114, fol. 115-116.

292 Vgl. Denkmaltopographie Donnersbergkreis, a.a.O., S. 248.

293 Vgl. LA Speyer Best. A 15 Zeller Stifts Collecturrechung Nr. 160 Bl. 140, 154.

294 Vgl. LA Speyer Best. A 15 Zeller Stifts Collecturrechung Nr. 160 Bl. 138.

295 Vgl. LA Speyer Best. A 15 Zeller Stifts Collecturrechung Nr. 160 Bl. 139.

296 Vgl. Widder: Beschreibung der kurfürstl. Pfalz, a.a.O., S. 197.

297 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 137.

298 Vgl. Landwirtschaftliche Blätter: Amtsblatt der Kreisbauernkammer Pfalz 1864, Beilage zu Nr. 2, S. 25.

299 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 344.

300 Vgl. Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern, a.a.O., Alphab. Verzeichnis von 1824, S. 54.

301 Vgl. Kolb: Geogr.-statist. Handbuch von Rheinbaiern, a.a.O., S. 86.

302 Vgl. Frey: Beschreibung Rheinkreis, a.a.O., Bd. 3, S. 197.

303 Verz. d. Beamten u. Angest., Speyer 1851, S. 18. ++Zitat prüfen+++

304 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 172,

305 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 16.

306 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 313.

307 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 351; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 17.

308 Vgl. Würth: Wachenheim a.d. Pfrimm, a.a.O., S. 56.

309 Vgl. Internetdatei Wikipedia, Stichwort Haschbach/Glan http://de.wikipedia.org/wiki/Haschbach_am_Glan, Abruf vom 19.9.2013.

310 Vgl. LA Speyer Best B 2 Nr. A 294/7 Bl. 14-16r: Mühlenbericht des Oberamts Lichtenberg von 1746.

311 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 83.

312 Vgl. Klauck: Le­xikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 183

313 Vgl. LA Speyer Best C2 Nr. 61: kleine Adelherr. Urk. Nr. 4

314 Vgl. Klauck: Le­xikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 183.

315 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 184.

316 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 242.

317 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 202; vgl. Armgart/Weber: Inventar der pfälzi­schen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 2, S. 1141-1142, Nr. 1276.

318 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 455-462; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 204.

319 LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 124.

320 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 202; vgl. Armgart/Weber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 2, S. 1141-1142, Nr. 1276.

321 Anm.: Eine Stammlinie wird auch als agnatisch bezeichnet, ein Begriff aus dem alten römischen Recht für ausschließlich männliche Blutsverwandte, die Agnaten

(von lat. agnatus, „der Hinzu-/Nachgeborene“). Die Agnation war Teil der römischen Vorstellung von „väterlicher Gewalt“ (patria potestas) und betrachtete Frauen

und männliche Seitenverwandte als nur „kognatisch“ (lateinisch „mitgeboren“). Für den Fall, dass es in der Stammlinie keinen männlichen Nachkommen gibt,

entwickeln Adelsfamilien komplizierte Regelungen bezüglich der Erb- und Rechtsnachfolge.

322 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 202, darin der Erbbestandsbrief von 1741.

323 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 184.

324 Vgl. Schaaff: Untertanenlisten des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken aus den Huldigungsprotokollen des Jahres 1776, a.a.O., S. 99.

325 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Ortschaften, a.a.O., S. 184.

326 Intelligenzblatt des Rheinkreises Nr. 43 vom 9.2.1823, S. 211/212.

327 Vgl. Steiner, Peter: Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 398.

328 Vgl. hierzu Schaab: Geschichte der Kurpfalz, a.a.O., Bd. I, S. 178; vgl. Conrad: Leiningen. Geschichte eines Grafenhauses, a.a.O., S. 287.

329 Vgl. Conrad: Leiningen. Geschichte eines Grafenhauses, a.a.O., S. 287.

330 Vgl. Conrad: Leiningen. Geschichte eines Grafenhauses, a.a.O., S. 287.

331 Vgl. Steiner: Aargauer in der Pfalz, a.a.O., S. 398.

332 Vgl. Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, a.a.O., 2011, S. 281.

333 Vgl. Dette: Liber Possessionum Wizenburgensis, a.a.O., S. 108.

334 Vgl. Dette: Liber Possessionum Wizenburgensis, a.a.O., S. 108.

335 Vgl. Fesser: Frühmittelalterliche Siedlungen der nördlichen Vorderpfalz, a.a.O. S. 571; vgl. Zeuß: Liber Possessionum, a.a.O., Bd. 2, S. 11.

336 Vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 245 ff.

337 Vgl. Ruckdeschel: Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 28.

338 Vgl. Ruckdeschel: Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 4.

339 Vgl. LA Speyer Best. A2 Nr. 177/1, Bl. 29.

340 Vgl. Jan: Türkensteuerregister, a.a.O., S. 66.

341 Vgl. Ruckdeschel: Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 48-50.

342 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 68; vgl. Gemeindearchiv Haßloch, Best. 1 A 2, Nr. IX, 5) 3, Aumühle: A. Heene an Landcommissariat Neustadt vom

18.7.1858.

343 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 68/69.

344 Vgl. Ruckdeschel: Haß­locher Mühlen, a.a.O., S. 48-50.

345 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 71; vgl. Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim, Nr. 661-04-H. Aumühle: A. Heene an Land­commissariat Neustadt vom

3.8.1861.

346 Vgl. Ruckdeschel: Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 48-50.

347 Vgl. Westrich: Geinsheim, a.a.O., S. 70: Geinsheimer Weistum aus dem 16. Jh..

348 Vgl. Ruckdeschel.: Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 31.

349 Vgl. Koch, Adolf u.a. (Hrsg.): Regesten der Pfalzgrafen am Rhein, a.a.O., Bd. I, S. 3972; vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 216.

350 Vgl. Paetsch-Wollschläger: Die Ritter von Altdorf, a.a.O., S. 72.

351 Vgl. Paetsch-Wollschläger: Die Ritter von Altdorf, a.a.O., S. 73; vgl. Spiess: Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein vom Jahr 1401, a.a.O., S. 128 Nr. 63.

352 Vgl. Spieß: Lehnsbuch der Pfalzgrafen bei Rhein vom Jahr 1401, a.a.O., S. 29 Nr. 65.

353 Vgl. Koch: Regesten der Pfalzgrafen am Rhein, a.a.O., Bd. II Nr. 4314.

354 Vgl. Lehmann: Burgen und Schlösser im ehemaligen Speyergau, a.a.O., S. 114.

355 Vgl. LA Speyer Best. F9 Urkunden aus dem Germanischen Nationalmuseum, Nr. 63.

356 Vgl. Ruckdeschel: Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 31.

357 Vgl. Jan: Türkensteuerregister, a.a.O., S. 66.

358 Vgl. Haßlocher Gerichtsbuch vom 26.10.1590, Mitteilung Dr. Hans-Helmut Görtz vom 9.2.2014.

359 Vgl. Haßlocher Gerichtsbuch vom 26.10.1590, Mitteilung Dr. Hans-Helmut Görtz vom 9.2.2014.

360 Vgl. Ruckdeschel: Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 31.

361 Vgl. Stadtarchiv Speyer, Best. 1 U Nr. 1024: Geburtsnachweis der Gemeinde Haßloch für den Müller in Johannes Lederle, erstellt am 7.5.1718.

362 Vgl. Ruckdeschel: Haßlo­cher Mühlen, a.a.O., S. 31.

363 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol 4, 33r; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 246.

364 Vgl. Frey: Beschreibung des Rheinkreises II, a.a.O., S. 564.

365 Vgl. Gilardone: Handbuch Regierungsbezirk Pfalz, Speyer 1886, S. XVII.

366 Vgl. Rößler: Geinsheim, a.a.O., S. 77.

367 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 56; vgl. Kreisarchiv DÜW, Nr. 661-04-H, Fronmühle Haßloch: Ausführungen des Landcommissariats Neustadt

vom 2.12.1859.

368 Vgl. Mohr: Die Mühlen am Speyerbach und am Woogbach zwischen Neustadt und Speyer; in: Staatliches Leibnitz-Gymnasium Neustadt a. d. Weinstraße,

Jahresbericht 1975/76; vgl. Kästel: Bevölkerungsstruktur Geinsheim, a.a.O., S. 235: „Aus dem Hausbuch der Familie Tirolf“; vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 74 m.w.N.; vgl. Neustadter Zeitung Nr. 138 vom 18.11.1854 zum Verkauf der Mühle.

369 Vgl. Rößler: Geinsheim, a.a.O., S. 89.

370 Neustadter Zeitung vom 18.11.1854 Nr. 138.

371 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 62; vgl. Gemeindearchiv Haßloch Best. 1 A 2 Nr. IX, 5/3: Übersicht über die Mühlen, Gem. Haßloch, 1834; vgl. Archiv

Kreisverwaltung Bad Dürkheim Nr. 661-04-H, Fronmühle: J. Mül­ler an Landcommissariat Neustadt vom 13.5.1855.

372 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 62; vgl. Archiv Kreisverwaltung Bad Dürk­heim Nr. 661-04-H, Fronmühle: Tagfahrtsprotokoll vom 10.5.1855.

373 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 62; vgl. Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Nr. 661-04-H, Fronmühle: Beschluß des Landcommissariats Neustadt vom

20.8.1855; vgl. auch LA Speyer Best. Q 22 Nr. 210 und Ge­meindearchiv Haßloch Best. 1 A 2, Nr. IX, 5/3.

374 Vgl. Heil: Funktiona­ler Wandel, a.a.O., S. 62; vgl. Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Nr. 661-04-H, Fronmühle: Bauvollendungsanzeige vom 13.3.1856.

375 Vgl. Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim Nr. 661-04-H, Fronmühle: J. Müller an Landcom­missariat Neu­stadt vom 22.5.1862 und Protocoll vom 7.9.1863.

376 Vgl. Letzelter: Es klappert die Mühle ...: Haßlocher Mühlenwanderweg; in: Heimatjahrbuch Landkreis Bad Dürkheim 1997, S. 243-245.

377 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 75; vgl. Archiv Kreisverwaltung Bad Dürkheim, Nr. 661-04-H. Fronmühle: Pro­tocoll vom 7.9.1863.

378 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 75; Gemeindearchiv Haßloch, Best. 1 B, Nr. 17, 11, S. 5708.

379 Vgl. Rößler: Geinsheim, a.a.O., S. 26; vgl. Kästel: Geins­heim. Stationen beim Gang durch den Ort und seine Geschichte, Neustadt 2008, S. 48; vgl. Kästel:

Geinsheim. Einblicke in die Orts­verwaltung vom Mittelalter bis zur Gegenwart, a.a.O., S. 72 mit Photos.

380 Vgl. Letzelter: Es klappert die Mühle ...: Haßlocher Mühlenwanderweg; in: Heimatjahrbuch Landkreis Bad Dürkheim 1997, S. 243-245.

381 Vgl. „Die Rheinpfalz“ vom 19.10.2012: Danksagung für Fritz Steinmüller; Hinweis vom Frau Katharina Hofrichter.

382 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 247.

383 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 6, 32; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 246.

384 Vgl. Letzelter: Es klappert die Mühle ...: Haßlocher Mühlenwander­weg; in: Heimatjahrbuch Landkreis Bad Dürkheim 1997, S. 243-245.

385 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 6r, 32r-33.

386 Vgl. Weisbrod: Jacob Frey 1813-1871, Küfer und Bierbrauereibesitzer in Germersheim [hier: Stammbaum der Babette Frey, geb. Frank]; in: PRFK 2004, S. 497, 501.

387 Vgl. Weisbrod: Jacob Frey 1813-1871, Küfer und Bierbrauereibesitzer in Germersheim [hier: Stammbaum der Babette Frey, geb. Frank]; in: PRFK 2004, S. 497, 501.

388 Vgl. Ull­rich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 282 Anm. zu Nr. 1290.

389 Vgl. Ruckdeschel: Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 45-48.

390 Vgl. Ruckdeschel: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 40.

391 Vgl. Ruckdeschel: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 38.

392 Vgl. Jan: Türkensteuerregister, a.a.O., S. 63.

393 Vgl. Jan: Türkensteuerregister, a.a.O., S. 66.

394 Vgl. LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 6, 32-32r.

395 Vgl. Ruckdeschel: Die Haßlocher Mühlen, a.a.O., S. 39.

396 Neustadter Zeitung“ vom 22.3.1855 Nr. 35.

397 Topographia Alsatiae von 1643, S. 25; Teil der erster Ausgabe der Topographia Germaniae erschienen 1642–1654 in 16 Bän­den im Verlag Matthaeus Merian bzw.

nach seinem Tod 1650 bei "Matthaeus Merians Erben" oder im Verlag seines Sohnes Caspar Merian.

398 Vgl. Birckel: Les moulins de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 41.

399 Vgl. Birckel: Les moulins de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 41.

400 Vgl. Birckel: Les moulins de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 41.

401 Vgl. Birckel: Les moulins de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 42.

402 Vgl. Mitteilung von Herrn Kurt Liebhard vom 3.3.2011.

403 Vgl. Internetdatei-Wikipedia: Stichwort César François Cassini du Thury, Abruf vom 19.9.2013.

404 Vgl. Mitteilung von Herrn Kurt Liebhard vom 18.4.2011.

405 Vgl. Mittei­lung von Herrn Kurt Liebhard vom 18.4.2011.

406 Vgl. Mitteilung von Herrn Kurt Liebhard vom 3.3.2011.

407 Vgl. Internetdatei-Wikipedia: Stichwort César François Cassini du Thury, Abruf vom 19.9.2013.

408 Vgl. Birckel: Les moulins de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 41.

409 Vgl. Internetdatei-Wikipedia: Stichwort César François Cassini du Thury, Abruf vom 19.9.2013.

410 Vgl. Birckel: Les moulins de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 41.

411 Vgl. Birckel: Les moulins de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 41; vgl. Archivs Départmentales du Bas-Rhin Best. C438/1.

412 Vgl. Birckel: Les moulins de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 41; vgl. Poinsot: Notes sur les moulins du Canton de Soultz-sous-Forêts; in: Pays Rural 1995,

S. 10-26.

413 Vgl. Birckel: Les moulins de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 41.

414 Vgl. Birckel: Les moulins de Hatten; in: l'Outre-Forêt 1996 Nr. 95, S. 41.

415 Vgl. ev. Kirchenbuch Hatten, Eintrag vom 18.5.1707, a.a.O., S. 4 re. Sp.

416 Vgl. LA Speyer Best. A1 Nr. 529; vgl. Glasschröder: Rep. d. Urk. d. Kurpfalz, Bd. I (1892/94), Nr. 529.

417 Vgl. Frey: Be­schreibung des Rheinkreises, a.a.O., Bd. 1 S. 507.

418 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 11.

419 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 12-13.

420 Vgl. Schnabel: Bevölkerungsangaben des Bistums Speyer, a.a.O., 2011, S. 270.

421 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 328.

422 Vgl. Weigel: Chronik der Hat­zenbühler Familien, a.a.O., S. 328.

423 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Fa­milien, a.a.O., S. 329.

424 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 329.

425 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Famili­en, a.a.O., S. 357-359.

426 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 383.

427 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 359.

428 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 342.

429 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzen­bühler Familien, a.a.O., S. 343.

430 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 300.

431 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 371.

432 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 205, 328.

433 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 359.

434 Vgl. Frey: Beschreibung des Rheinkreises., a.a.O., Bd. 1, S. 507.

435 Vgl. Intelligenzblatt des Rheinkreises vom 23.7.1834.

436 Vgl. Amts- und Intelligenzblatt des Rheinkreises, Beilage zu Nr. 78 vom 27.7.1834, S. 583; Mitteilung von Herrn Manuel Thomas vom 15.5.2012.

437 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 76.

438 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Fa­milien, a.a.O., S. 78.

439 Anm.: die Gemarkung von Hatzenbühl erstreckt sich bis unmittelbar an den westlichen Ortsrand von Rheinzabern.

440 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen Bd. II, a.a.O., S. 550 iVm Siedlungs­namen Bd. I, a.a.O., S. 610; vgl. Häberle: Wüstungen, a.a.O., S. 208.

441 Vgl. Raimar: Das pfäl­zische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde, 1. Jh. 1952, S. 15.

442 Vgl. Frey: Geschichte des Rheinkreises, a.a.O., Bd. I, S. 526.

443 Vgl. Remling: Geschichte der Bischöfe zu Speyer, Bd. II, a.a.O., S. 679; vgl. auch Scherer: Kloster Eußerthal, a.a.O., S. 67; vgl. LA Speyer Best. F1 Nr. 19c.

444 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 7-8.

445 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 357.

446 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 358.

447 Vgl. Weigel: Chronik der Hatzenbühler Familien, a.a.O., S. 23.

448 Vgl. Raimar: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde 1952, S. 16.

449 Vgl. Raimar: Müllerfamilie Brunner, a.a.O., S. 15.

450 Vgl. Raimar: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde 1952, S. 17.

451 Vgl. Raimar: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde 1952, S. 17.

452 Vgl. Hodapp: Siebenpfeiffers Fluchtweg über die Wanzenheimer Mühle; in: Pfälzische Heimatblätter, Jg. 10, 1962, S. 48.

453 Vgl. Weber: Mühlen der besonderen Art, a.a.O., S. 343; vgl. Hodapp, Carl Josef: Die Wanzenheimer Mühle; in: Pälzer Feierowend, Beilage zur Pfälz. Volkszeitung Nr. 39/1964.

454 Vgl. Eilbote Landau vom 17.4.1841, Nr. 16, S. 64.

455 Vgl. Eilbote Landau vom 2.4.1836 Nr. 14 und 30.4.1853, S. 191 [= LA Speyer Best. Y 20/41].

456 Vgl. Eilbote Landau Nr. 14 vom 16.2.1856, S. 71.

457 Vgl. Raimar: Das pfälzische Müllergeschlecht Brunner; in: Pfälzische Familien- und Wappenkunde 1952, S. 18.

458 Vgl. Liste der Kulturdenkmäler in Hatzenbühl; bei Internetdatenbank wikipedia, Abruf vom 17.1.2016.

459 Vgl. Martin: Emigration und Nationalgüterveräußerung, a.a.O., S. 213.

460 Vgl. Helfrich/Braun: Familienregister kath. KB Hauenstein, a.a.O., S. 22 Nr. 123.

461 Vgl. Steigner: Hauensteiner Mühle, a.a.O., S. 1; vgl. Pfarrarchiv Hauenstein, Inventarbuch der Hauensteiner Kapelle, 1681.

462 Vgl. Steigner: Hauensteiner Mühle, a.a.O., S. 1; vgl. Kreuter: Hauenstein im Wandel der Zeiten, a.a.O., S. 27.

463 Vgl. Lehmann: Burgen und Bergschlösser, a.a.O., Bd. 1, S. 85, 370; vgl. Kreuter: Hauenstein im Wandel der Zeiten, a.a.O., S. 42.

464 Vgl. Kreuter: Hauenstein im Wandel der Zeiten, a.a.O., S. 44.

465 Mitteilung von Herrn Benedikt Schreiner bei Geneanet, Abruf vom 19.2.2015 unter Bezugnahme auf Kastens: Dahn Families, a.a.O., Nr. B62, B67; vgl. Kreu­ter: Hauenstein im Wandel der Zeiten, a.a.O., S. 3; vgl. Steigner: Hauensteiner Mühle, a.a.O., S. 3.

466 Mitteilung von Herrn Benedikt Schreiner bei Geneanet, Abruf vom 19.2.2015 unter Bezugnahme auf Kastens: Dahn Families, a.a.O., Nr. B62, B67.

467 Vgl. Helfrich/Braun: Register kath. KB Hauenstein, a.a.O., S. 40: der Name der Ehefrau wird hier mit Anna Margaretha „Majer“ angegeben; bei

Helfrich/Braun: Register kath. KB Hauenstein, a.a.O., S. 39 dagegen Anna Margaretha Jäger; vgl. Steigner: Hauensteiner Mühle, a.a.O., S. 4.

468 Vgl. Helfrich/Braun: Register kath. KB Hauenstein, a.a.O., S. 39.

469 Vgl. Ehrgott: Waldhambach und seine Mühlen, a.a.O., S. 231/32.

470 Vgl. Helfrich/Braun: Register kath. KB Hauenstein, a.a.O., S. 40.

471 Vgl. Helfrich/Braun: Register kath. KB Hauenstein, a.a.O., S. 40: der Name der Ehefrau wird hier mit Anna Margaretha „Majer“ angegeben; bei

Helfrich/Braun: Register kath. KB Hauenstein, a.a.O., S. 39 dagegen Anna Margaretha Jäger; vgl. Steigner: Hauensteiner Mühle, a.a.O., S. 4.

472 Vgl. Helfrich/Braun: Register kath. KB Hauenstein, a.a.O., S. 40.

473 Vgl. Helfrich/Braun: Register kath. KB Hauenstein, a.a.O., S. 7.

474 Vgl. Steigner: Hauensteiner Mühle, a.a.O., S. 4.

475 Vgl. Steigner: Hauensteiner Mühle, a.a.O., S. 4.

476 Vgl. Steigner: Hauensteiner Mühle, a.a.O., S. 4.

477 Vgl. Eilbote Landau vom 13.5.1848, S. 279 = LA Speyer Best. Y 20/41.

478 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 172.

479 zu Jost Weidenkopf vgl. Stuck, Verwaltungspersonal Zweibrücken, a.a.O., S. 67, 114.

480 LA Speyer Best. X53 Nr. 7, Bl. 24-25 Kopie; Original Kirchenschaffneiarchiv Zweibrücken IV. 1220.

481 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 116.

482 Vgl. Klauck: Lexikon saarländischer Orte, a.a.O., S. 184.

483 Vgl. Groß: Familienbuch Winterbach, a.a.O., S. 513 Nr. 858.

484 Vgl. Angabe bei www. alles/homepage_ahnen mit Hinweis auf FB Oberkirchen I [27], Abruf vom 25.7.2012.

485 Vgl. Jung: Familienbuch der ka­tholischen Pfarreien Kirchenbollenbach, Fischbach-Weierbach, Mittelreidenbach, Sien und Offenbach/Glan, a.a.O., S. 30;

s.auch die Angabe bei www. alles/homepage_ahnen mit Hinweis auf FB Oberkirchen I [27].

486 Vgl. Quirin/Traub: Hauptstuhl, a.a.O., S. 236.

487 Vgl. LA Speyer Best. E6 Nr. 659, darin Schuldverschreibung von 1611; vgl. Armgart/We­ber: Inventar der pfälzischen Reichskammergerichtsakten, a.a.O., Bd. 1,

S. 480, Nr. 569.

488 Vgl. Kilian: Schatzungsregister des kurpfälzischen Oberamtes Stromberg, a.a.O., S. 66.

489 Vgl. luth. KB Alzey, Taufeintrag vom 18.1.1722; vgl. http://www.ortsgemeinde-albig.de.alzey-land.de/al/leben/kirchenbuecher.php?navid=27.

490 Vgl. Knecht: Die Mühle in Hefersweiler, a.a.O., S. 30-31.

491 Vgl. Knecht: Die Mühle in Hefersweiler, a.a.O., S. 33; vgl. Uhrig: Die Familien Berz- und Hefersweilers, Internetdatei, a.a.O., S. 84.

492 Vgl. LA Speyer Best. C23 Nr. A 17/4, fol. 3, 3r; vgl. Uhrig: Die Familien Berz- und Hefersweilers, a.a.O., S. 513.

493 Vgl. Uhrig: Die Familien Berz- und Hefersweilers, a.a.O., S. 513; vgl. Knecht, Klaus: Die Mühle in Hefersweiler, a.a.O., S. 33.

494 Vgl. Uhrig: Die Familien Berz- und Hefersweilers, a.a.O., S. 12.

495 Vgl. Knecht: Die Mühle in Hefersweiler, a.a.O., S. 33-34.

496 Vgl. LA Speyer Best. C23 Nr. 17/5: „Acta betr: des Erbbe­standsmüllers zu Hefersweiler Jakob Frank .... Pachtnachlaßgesuch. 1784-1793.

497 Vgl. Knecht: Die Mühle in Hefersweiler, a.a.O., S. 33-34.

498 Vgl. Knecht: Die Mühle in Heferswei­ler a.a.O., S. 30-31.

499 Vgl. Knecht: Die Mühle in Hefersweiler, a.a.O., S. 31.

500 Vgl. Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, a.a.O., S. 316-318, lfd.-Nr. 11804-11808.

501 Urk. ab­gedruckt in Leiningische Geschichtsblätter 1907 +++Zitat prüfen+++

502 Vgl. Heiss: Obrigheim, a.a.O., S. 505-506. +++Zitat prüfen+: welcher Band ?+++

503 Vgl. Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, a.a.O., S. 316, Nr. 11804.

504 Vgl. Schieder: Säkularisation, a.a.O., S. 317 Nr. 11807; S. 318 Nr. 11808; vgl. LA Speyer Best. G11 Nr. 113 I; LA Speyer Best. G7 Nr. 61; Anm.: Werner: Die Nationalgüter im Departement Donnersberg, a.a.O., Anlage IV, S. 32 nennt als Erwerber den Claudius Waldenaire, Verwaltungs- und Domäneninspektor aus Mainz.

505 LA Speyer Best. H33 Nr. 173 fol. 22r.

506 Vgl. LA Speyer Best. K16, 257: Notariatsakten Grünstadt, Nr. 156 vom 29.3.1811.

507 Vgl. LA Speyer Best. H33 Nr. 173, Bl. 11r:Akten des Bezirksamts Frankenthal betr. Getreidemühlen im Bezirk Frankenthal 1817.

508 LA Speyer Best. K16 Nr. 26, Urk.-Nr. 226 vom 295.1826.

509 Vgl. Jakob Schiffer, Erinnerungen, a.a.O., S. 16.

510 Vgl. Jakob Schiffer, Erinnerungen +++Zitat prüfen+++

511 Vgl. Heiss: Obrigheim, a.a.O., S. 506 +++Zitat prüfen+: welcher Band ?+++; vgl. Schiffer: Erinnerungen, a.a.O., S. 21.

512 Vgl. Vollständiges Handels-, Adreß- und Firmenbuch für die Pfalz, 1864, S. 60.

513 Vgl. ev. Kirchenbuch Mühlheim a.d. Eis 13, S. 8.

514 Vgl. Internetdatei Wikipe­dia http://de.wikipedia.org/wiki/Heiligenmoschel, Abruf vom 20.9.2013; vgl. Held: Kirchenschaffnei Meisenheim, a.a.O., S. 26.

515 Vgl. Zitat bei Stürmer: Mühlenrecht, a.a.O., S. 8; vgl. .LA Speyer B3 Nr. 943/6; LA Speyer C38 Nr. 130/1; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 179; unter Hinweis auf LA Speyer Best. B3 Nr. 943/6.

516 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 181.

517 Steinebrei: Die Roh­mühle bei Heiligenmoschel; in: Heimatjahrbuch des Landkreises Kaiserslautern 2001, S. 99-105.

518 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 117.

519 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 117-118; vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 944.

520 Vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 99r.

521 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 147-150; vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 944 fol. 24.

522 Vgl. Steinebrei: Die Rohmühle bei Heiligenmoschel; in: Heimatjahrbuch des Land­kreises Kaiserslautern 2001, S. 99-105; vgl. Steinebrei: Die Rohmühle

bei Heili­genmoschel und ihre Besitzer; in: Pfäl­zisch-rheinische Familienkunde 2001, S. 512.

523 Vgl. prot. KB Heiligenmoschel9, Bl. 20.

524 Vgl. Gemeinde Römerberg (Hrsg.): 800 Jahre Heiligenstein, a.a.O., S. 20, 22.

525 Vgl. Gemeinde Römerberg (Hrsg.): 800 Jahre Heiligenstein, a.a.O., S. 42.

526 Vgl. Lohrbächer: Familiennamen aus dem Gerichtsbuch von Heiligenstein; in: PRFK 1995, S. 304 Anm. 2.

527 Vgl. Karte LA Speyer Best. H 45 Nr. 1889 (1901), abgedruckt bei Lohrbächer: Ausgewählte Beiträge, a.a.O., S. 90-91.

528 Vgl. Lohrbächer: Ausgewählte Beiträge, a.a.O., S. 74; vgl. Gemeinde Römerberg (Hrsg.): 800 Jahre Heiligenstein, a.a.O., S. 48 mit Photo.

529 Vgl. Lohrbächer: Ausgewählte Beiträge, a.a.O., S. 107; vgl. LA Speyer Best. D2 Nr. 77/9 unpag.

530 Vgl. Klotz: Ortsgeschichte der Gemeinde Dudenhofen, Gemeindeverwaltung Dudenhofen 1964, S. 141, m.w.N.; vgl. Kinscherff: Die wechselvolle Geschichte der Mühlen. Aufgezeichnet am Beispiel Dudenhofen; in: Heimatjahrbuch Landkreis Ludwigshafen 1985, S. 174-177.

531 Vgl. kath. KB Lauterecken, Taufeintrag vom 13.1.1697.

532 Vgl. LA Speyer Best. A 2 Nr. 131/ fol. 29R/30: Bericht des Amtskellers Schabrock vom 17.9.1738.

533 LA Speyer Best. A2 fasc. 131/1, 172 fol.

534 LA Speyer Best. A2 Nr. 131/2 Fol. 13.

535 Vgl. LA Speyer Best A 2 Nr. 131/3, Bl. 10-12; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 258.

536 Vgl. Weber: Kreu­scher und Spielmann. Familien vom Bachadel an der Lauter; in: Pälzer Sunndag, Nr. 34 vom 19.8.1956; S. 3; vgl. Heil: Funktionaler Wandel,

a.a.O., S. 37.

537 Vgl. Heil: Funktionaler Wandel, a.a.O., S. 40 unter Hinweis auf: Archiv Kreisverwaltung Kusel Nr. 661-04-H: Heinzenhauser Mühle, Schreiben des N. Schlemmer an Landcommissariat Kusel vom 28.5.1862.

538 Vgl. Heil: Funktionaler Wan­del, a.a.O., S. 42 unter Hinweis auf: WWA Kaiserslautern, Triebwerksakten, Az.: 27.35.01, Heinzenhauser Mühle: Technisches Gutach-

­ten vom 10.2. 1872.

539 Vgl. Dhom: Schlemmer und Schlemmermühlen, a.a.O., S. 42.

540 Vgl. „Kuseler Anzeiger“ vom 6.1.1912, erneut veröffentlicht in: Die Rheinpfalz, Westricher Rundschau (Kuseler Ausgabe) vom 6.1.2012; mitgeteilt von Frau Gertrud Bruhnke am 6.1.2012.

541 Vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 270 m.w.N.

542 Vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O., S. 12.

543 Vgl. Ullrich: Ortsfremde im refor­mierten Kirchenbuch Elmstein 1724-1798; in: PRFK 2010, S. 147.

544 Vgl. Weintz: Elmstein, a.a.O., S. 42.

545 LA Speyer Best A2 Nr. 179/1 fol. 16; vgl. Weber: Mühlen besonderer Art, a.a.O., S. 257.

546 Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 203.

547 Vgl. Schieder: Säkularisation und Mediatisierung, a.a.O., S. 345, lfd.-Nr. 12023; vgl. LA Speyer Best. G11 Nr. 113 I.

548 Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 12.

549 Vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 533.

550 Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 170.

551 Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 505 Nr. 2352 iVm. S. 508 Nr. 2365.

552 Vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 601.

553 Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 203, 405, 409.

554 Vgl. Ullrich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 410.

555 Vgl. Ull­rich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 411.

556 Neustadter Zeitung Nr. 141 vom 25.11.1854.

557 Vgl. Ullrich: Ein­wohner von Elmstein, a.a.O., S. 508 Nr. 2365.

558 Vgl. Ull­rich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 12.

559 Vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 603.

560 Vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 603.

561 Vgl. LA Speyer Best. L56 Nr. 574 Bl. 603.

562 Vgl. Ull­rich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 12.

563 Vgl. Ull­rich: Einwohner von Elmstein, a.a.O., S. 12.

564 Vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O.,S. 12.

565 Vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O.,S. 12.

566 Vgl. Weintz: Elmstein, a.a.O., S. 42.

567 Vgl. Weber: Mühlen bes. Art, a.a.O., S. 71.

568 Vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O.,S. 12.

569 Vgl. Weber: Mühlen bes. Art, a.a.O., S. 71.

570 Vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O.,S. 12.

571 Vgl. Ullrich: Einwohner der Gemeinde Elmstein, a.a.O.,S. 12.

572 Vgl. Internetdatei Wikipedia Stichwort Heltersberg http://de.wikipedia.org/wiki/Heltersberg, Abruf vom 20.9.2013.

573 Vgl. Internetdatei Wikipedia Stichwort Holzland http://de.wikipedia.org/wiki/Pf%C3%A4lzisches_Holzland, Abruf vom 20.9.2013.

574 +++Zitat prüfen+++

575 Vgl. Neubauer: Regesten des ehemaligen Benedicti­ner-Klosters Hornbach, a.a.O., S. 34 Nr. 104.

576 Vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 185.

577 Vgl. Meyer: Register zum 3. ref. Kirchenbuch Waldfischbach [Holzlandkirchenbuch], Zweibrücken 1986, S. 31.

578 Vgl. Fremgen: Bürger- und Familienbuch Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben, a.a.O., S. 185.

579 Vgl. Wittner: Schweizer Einwanderer in der Südwestpfalz, a.a.O., S. 7.

580 Vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/3-5.

581 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk a.a.O. S. 196.

582 Vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und ver­ging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14.

583 Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 143.

584 Anm. d. Verf.: 1908 im Selbstverlag er­schienen.

585 Vgl. Stadtar­chiv Pirmasens, Kirchenbuch Nr. 3, S. 56.

586 Vgl. Stadtarchiv Pir­masens, Kirchenbuch Nr. 3, S. 201.

587 Vgl. LA Speyer, Lagerbuch Hengsberg.

588 Vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14; vgl. LA Speyer,

Ak­ten Zweibrücken I Nr. 949 .+++Zitat prüfen+++

589 Vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Ge­schichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14; vgl. LA Speyer,

Akten Zweibrücken I Nr. 949. +++Zitat prüfen+++

590 Vgl. Stadtarchiv Pirmasens, Kirchenbuch Nr. 3, S. 56, zitiert nach Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 143; vgl. Schmidt: Untertanenliste des Oberamts Zweibrücken Anno 1612; in: Anthes et. Al: Pfälzische Untertanenlisten, a.a.O., S. 63.

591 Vgl. Schmidt: Untertanenliste Oberamt Zweibrücken von 1624, a.a.O., S. 102.

592 Vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14; vgl. LA Speyer,

Akten Zweibrücken I Nr. 949. +++Zitat prüfen+++

593 Vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14; vgl. LA Speyer,

Akten Zweibrücken I Nr. 949. +++Zitat prüfen+++

594 Vgl. Stadtarchiv Pirmasens, Kirchenbuch Nr. 3, S. 56, +++Zitat prüfen+++ zitiert nach Christmann: Siedlungsnamen II, a.a.O., S. 143.

595 Vgl. Ernst: Bürgeraufnahmen und Manumissionen Oberamt Zweibrücken 1719-1729, a.a.O., S. 14.

596 Vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 5339 Bl. 1.

597 Anm.: Hengsberg, wo die Mühle des Johannes Holtz stand, gehörte zusammen mit Höheischweiler als Ortsteil zu Nünschweiler; erst nach der Trennung von Nünschweiler 1940 er­langte Hengsberg 1953 kommunale Selbstverwaltung, wurde aber schon 1963 Stadtteil von Pirmasens. Daraus erklärt sich die Bemerkung in den Manumissionsakten, die Frau des Müllers Johannes Holtz sei aus dem Elsaß nach Nünschweiler gezogen.

598 Vgl. Ernst: Bürgeraufnahmen und Manumission im Oberamt Zweibrücken, a.a.O., S. 45.

599 Vgl. ++Zitat prüfen+++ PRFK Juli 1997, S. 602; vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011.

600 Vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011.

601 Vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14.

602 Vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.6.2011.

603 Vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 196.

604 Vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Ge­schichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14.

605 Vgl. LA Speyer Best B2 Nr. 294/7.

606 LA Speyer Best B2 Nr. 295/5 Bl. 215-219; vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom

9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14; vgl. Weber: Mühlen und Müllerhandwerk, a.a.O., S. 196.

607 Vgl. email Dr. Hermann Müller, Heppen­heim vom 5.6.2011.

608 Vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14.

609 Vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14.

610 Vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14.

611 Vgl. Kampfmann: „Wie die Pelzmühle entstand und verging“; in: Pirmasenser Geschichtsblätter Jg. 6 1936, vom 9.4.1936, Blatt 4, S. 13-14.

612 Vgl. Wittner: Schweizer (Einwanderer) in der Südwestpfalz, a.a.O., S. 7.

613 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O. S. 66.

614 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 219-220, Nr. 1081 iVm S. 222 Nr. 1089..

615 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 66; vgl. LA Speyer Best. B2 Nr. 946 UNr. 4.

616 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 66-67.

617 LA Speyer Best B2 Nr. 294/7 und 295/5 Bl. 151-153; vgl. auch Weber: Mühlen und Müllerhand­werk, a.a.O., S. 192; vgl. Christmann: Siedlungsnamen II, S. 270.

618 Vgl. LA Speyer Best. B 2 Nr. 292/1 Bl. 117r.

619 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 8 Nr. 34.

620 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 67.

621 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 70 Nr. 348.

622 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 67.

623 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 225, Nr. 1102.

624 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 108 Nr. 515.

625 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 238 Nr. 1166

626 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 9 Nr. 37 und 38.

627 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 181 Nr. 872.

628 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 264 Nr. 1305.

629 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 68.

630 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 134-135, Nrn. 646 und 647.

631 Vgl. Weis: Ortssippenbuch Mittelbach-Hengstbach, a.a.O., S. 68.

632 Mitteilung von Herrn Dr. Her­mann Müller, Heppenheim vom 5.2.2012.

633 Mitteilung von Herrn Dr. Her­mann Müller, Heppenheim vom 5.2.2012 unter Hinweis auf Heinrich Winter, Das schöne Heppenheim 1969, S. 52 u. 79.

634 Mitteilung von Herrn Dr. Her­mann Müller, Heppenheim vom 5.2.2012 unter Hinweis auf Stkbg., Jg. 58/1981, S. 56.

635 Mitteilung von Herrn Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.2.2012.

636 Mitteilung von Herrn Dr. Her­mann Müller, Heppenheim vom 5.2.2012 unter Hinweis auf Lizalek, Willy: Heppenheims ältester Mühlenvertrag [1561]; in: Die

Starkenburg 62, 1985, Nr. 2.

637 Mitteilung von Herrn Dr. Her­mann Müller, Heppenheim vom 5.2.2012 unter Hinweis auf Reitz Abb. 145.

638 Mitteilung von Herrn Dr. Her­mann Müller, Heppenheim vom 5.2.2012 unter Hinweis auf Reitz, Heinz: Mühlen wiederentdeckt. Geschichtsblätter Kreis Bergstraße,

Sonderband 14, Heppenheim, 1997, S. 422, Anm. 195.

639 Vgl. Heppenheimer Geschichtsverein, http://www.bergstrasse.de/geschichtsverein-hp/, Hinweis von Dr. Hermann Müller.

640 Vgl. Mitteilung Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.2.2012.

641 Vgl. Mitteilung Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.2.2012.

642 Mitteilung von Herrn Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.2.2012.

643 Vgl. Mitteilung von Herrn Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.2.2012.

644 Vgl. Mitteilung von Herrn Dr. Hermann Müller, Heppenheim vom 5.2.­2012.

645 Vgl. Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10 Worms, S. 188.

646 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppen­heim, a.a.O., S. 42.

647 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 34-36.

648 abgedruckt bei Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 34-36.

649 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 43.

650 Vgl. Klamm: Das kurfürstliche Unteramt Freinsheim; in: Pfälzische Heimatblätter 1964, S. 2.

651 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Hep­penheim, a.a.O., S. 72.

652 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 100.

653 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 160.

654 Vgl. Kropp: Heppenheim, a.a.O., S. 136.

655 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 210.

656 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 42.

657 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 34-36.

658 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 210.

659 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 210.

660 Vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Nr. 43/5. +++prüfen: ob die Urkunden Heppenheim an der Wies betreffen oder eine andere Lochmühle ?+++

661 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 38.

662 Vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Nr. 255/1260.

663 Vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Nr. 255/1264.

664 Vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Nr. 255/1569.

665 Vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Nr. 255/1572.

666 Vgl. Hess. Staatsarchiv Darmstadt Best. A2 Nr. 255/1573.

667 Vgl. Frankentha­ler Wochenblatt Nr. 28 vom 9.7.1825.

668 Vgl. Frankenthaler Wochen­blatt Nr. 26 vom 25.6.1825, S. 101.

669 Frankenthaler Wochenblatt Nr. 44 vom 3.11.1827.

670 Vgl. Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10: Worms, S. 192.

671 Vgl. Topographische Karte von Heppenheim; in: Denkmaltopographie Stadt Worms, a.a.O., nach S. 301.

672 Vgl. Kropp: Heppenheim, a.a.O., S. 136; vgl. auch Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 72.

673 Vgl. Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10: Worms, S. 192.

674 Vgl. Schmitt: Heimat­buch Heppenheim, a.a.O., S. 159.

675 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 72.

676 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 72.

677 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 210.

678 Vgl. Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10: Worms, S. 192.

679 Vgl. Wagner: Wüstungen im Grossherzogtum Hessen, Teil III: Provinz Rheinhessen, a.a.O., S. 148.

680 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 64.

681 Vgl. Kropp: Heppenheim, a.a.O., S. 138-139.

682 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Hep­penheim, a.a.O., S. 72-73.

683 Zitiert bei Schmitt: Hei­matbuch Heppenheim, a.a.O., S. 73.

684 Vgl. Denkmaltopographie, a.a.O., Bd. 10: Worms, S. 192.

685 Vgl. Schmitt: Heimat­buch Heppenheim, a.a.O., S. 64.

686 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Heppenheim, a.a.O., S. 129.

687 zitiert bei Schmitt: Heimatbuch Hep­penheim, a.a.O., S. 72.

688 zitiert bei Schmitt: Heimatbuch Hep­penheim, a.a.O., S. 72.

689 Vgl. Schmitt: Heimatbuch Hep­penheim, a.a.O., S. 129.

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