Version 6.4.2017

 

Der Amerikanische

Bürgerkrieg: Militärischer Glossar

 

ausgewertet von

Eberhard Ref

 

Litera A

 

 

 

Abatis:

Verhau; ein militärisches Hindernis aus in Feindrichtung gefällten Bäumen.

 

 

Admiral:

es gab lediglich nur 7 Rear Admirals im Civil War (vgl. Hearn, a.a.O., S. xix).

 

 

Alkohol-Gebrauch und Alkohol-Mißbrauch:

auf den Schiffstransporten der Truppen wurde von den Schiffsbesatzungen billiger Whiskey verkauft, der manchmal zur Trunkenheit bei den verschifften Soldaten führten, die beim Transport kaum kontrolliert werden konnten (vgl. Adams, 19th Massachusetts, a.a.O., S. 15). Adams (a.a.O.) behauptet nie einen betrunkenen Soldaten oder Offizier im Gefecht gesehen zu haben.

 

 

Amputationen:

against excessive amputations a thousand voices were raised (vgl. Nevins: Ordeal of the Union. Part: War becomes Revolution 1862/63, a.a.O., S. 141 Anm. 4; vgl. Olmstedt Papers, July 8-20, 1862). „A cry comes comes up from our hospitals, and its echo is heard all over the land“ said the N. Y. Tribune vom 30.7.1862, „against the free use of the surgeon's knife and saw on the legs and arms of our wounded soldiers. That there is just cause for complaint we have the assurance of medical men … Young aspirants for distinction in the profession of surgery easily persuade themselves that the wounded or shattered limb of a soldier is a proper subject on which to practise the science of amputation“.

 

 

Armeegliederung:

Die Armeen der Union und der Konföderation waren ganz ähnlich strukturiert. Vier Infanterieregimenter (später im Krieg manchmal auch fünf oder sechs) bildeten eine *Brigade, befehligt von einem Brigadegeneral. Drei (manchmal auch vier) Brigaden formten eine Division, befehligt von einem Divisionskommandeur oder Major-General. Zwei oder mehr Divisionen (in der Regel drei) bildeten ein Armeekorps, befehligt von einem Generalmajor in der Unionsarmee und einem Generalmajor oder -lieutenant in der Konföderati­on. Eine kleine Armee konnte schon aus einem einzigen Korps bestehen; die Hauptarmeen bestanden dagegen aus zweien oder mehr. Die Sollstärke eines Infanterieregiments betrug 1200 Mann (theoretisch; praktisch lag die Stärke bereits bei der Musterung meist dar­unter und nahm im Laufe des Einsatzes meist stark ab), die einer Brigade 4000, die einer Division 12000 und die eines Korps 24000 Mann oder mehr. In der Unionsarmee lag die Präsenzstärke der jeweiligen Grundeinheit bei einem Drittel oder der Hälfte der oben genannten Ziffern. Bei den Konföderierten waren Divisionen und Korps in der Regel größer als bei ihren Widersachern aus dem Nor­den, denn eine Süd-Division gliederte sich oft in vier Brigaden und ein Korps in vier Divisionen. Kavallerieregimenter gliederten sich oft in 12 statt zehn Kompanien (hier »Schwadron« genannt). Kavallerieregimenter, -brigaden oder -divisionen wurden, je nach­dem, wie es die taktische Lage erforderte, Divisionen, Korps oder Armeen unterstellt. 1863 operierten konföderierte Kavalleriedivi­sionen manchmal als teilunabhängige Korps; 1864 zog die Unionskavallerie nach und entwickelte sich zu einer noch moderneren und schlagkräftigeren Reiterei. Feldartillerieabteilungen (eine Batterie bestand aus sechs Geschützen) wurden, je nach Bedarf, Brigaden, Divisionen oder Korps unterstellt. In der Union gehörten etwa 80 Prozent der Streitkräfte zur Infanterie, 14 Prozent zur Kavallerie und sechs Prozent zur Artillerie. Die Konföderierten hatten eine vergleichbar große Artillerie, aber eine etwas stärkere Kavallerie (fast 20 Prozent). (McPherson S. 898 Anm. 24).

 

s. auch *Ersatz, *Bataillon, *Grand Division, *Regiment

 

 

 

Armee - Namensgebung:

die Konföderierten benannten ihre Armeen nach Staaten oder Teilen von Staaten, der Norden inoffiziell nach Flüssen, offiziell durch Numerierung (vgl. Castel, Decision in the West, a.a.O., S. 47).

 

 

Army-Register:

enthält die Ränge und Ernennungsdaten aller Offiziere der US-Army ab 1789

 

Literatur:

- **Heitman, Francis B.: Historical Register and Dictionary of the United States Army, From its Organization, September 29, 1789 to March 2, 1903, 2 vols (1903, reprint ed., Urbana, Ill.: University of Illinois Press, 1965)

 

 

Artillerie:

s. auch *Artillery Battalion, *Batterie, *Columbiad; CS-*Artillery, *Geschütze, *Howitzers; Mortars, *Canister Shot; *Schußweite Artillerie

 

In der Periode zwischen dem Mexiko-Krieg und dem Civil War wurde das "Rifling Priciple" von der Artillerie wie von der Infanterie anerkannt. Gezogene Geschützrohre setzten sich jedoch bei weitem nicht in dem Maße durch, wie das 'Rifled' Gewehr bei der Infan­terie der Fall war. Erst 1860, Jahre später nachdem die Rifle in der Infantrie eingeführt wurde, empfahl das United States Ordnance Board, die Hälfte der Bronze-Geschütze auf gezogene "rifled" Rohre umzurüsten. Die Ergebnisse waren jedoch ungenügend, da die Rohre das nachträgliche Einfräsen von Zügen und Feldern aufgrund mangelnder Materialkonsistenz meist nicht überstanden (vgl. McWhiley/Jamieson: Attack and Die, a.a.O., S. 59).

 

Bei Ausbruch des Bürgerkrieges war die Grundwaffe der Artillerie die 12pfünder glattläufige Napoleon, bei der US-Army 1856 ein­geführt. Die während des Krieges meistverwendeten 'rifled' Geschütze waren die 10-Pfünder Parrot und die 3zollige Ordnance Rifle. Rifled Geschütze wiesen eine größere Reichweite und Zielgenauigkeit auf. Dennoch fürchtete die Infanterie die glattläufigen Ge­schütze mehr, da 'rifled' Kanonen geringere Rohrdurchmesser aufwiesen und nur kleinere Kaliber verschießen konnten (vgl. McWhi­ley/Jamieson: Attack and Die, a.a.O., S. 59; Naisawald, L. Van Loan: Grape and Canister: The Story of Field Artillery of the Army of the Potomac, 1861-1865 [New York, 1960], S. 36-39)

 

Zum Einsatz kamen glattläufige Vorderlader und gezogene 'rifled' Geschütze. Letztere wiesen größere Schußweiten und Treffsicher­heit auf, der Rückstoß machte jedoch viele Vorteile wieder zunichte (vgl. Jones, Archer: Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 6). Deren Explosivgranaten gruben sich oft in den Boden ein, bevor sie explodierten. Die Schrapnell-Geschosse (entwickelt von dem britischen Artillerie-Offizier Henry Shrapnel) hatten demgegenüber eine vernichtende Wirkung, aber ihre Zündung mittels Zünd­schnüren war zu ungenau, um sie in der richtigen Entfernung und über den beschossenen Truppen zur Explosion zu bringen. Deshalb zogen die Artilleristen die "alte" glattläufige Kanone vor (vgl. (vgl. Jones, Archer: Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 6/7). Fast alle eingesetzten Geschütze waren Vorderlader; Hinterlader wie die britische gezogene 12-Pfünder Armstrong und die *Whit­worth Cannon waren unzuverlässig (vgl. Encyclopedia of the Civil War, a.a.O., S. 19; a.A. Catton: Reflections, a.a.O., S. 129/130, der dem Geschütz hohe Reichweite und Treffsicherheit zuspricht).

 

Die durch die Einführung des Minie-Gewehrs bei der Infantrie und die hierdurch bedingte erhebliche Erhöhung der Schußweite der Infantriewaffen, hatte Auswirkungen auf die Feldartillerie. Die Schußweite der Artillerie lag um 1840 beim Verschuß von "Solid-Shots" um 650 yards. Die Artillerie-Bedienungen konnten daher von wenigen Scharfschützen der Infantrie außer Gefecht ge­setzt werden. Dies hatte die Notwendigkeit zur Folge, die Reichweite der Artillerie zu erhöhen (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 67 ff) oder die Effektivität der Geschosse zu verbessern, was zuerst bei der britischen Army durch Einführung von "shrap­nell shells" mit einer Einsatzreichweite von 650 yards [Anm.: = 591 m] gelang, wodurch Infantrie erfolgreich niedergekämpft wer­den konnte (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 67). Durch die metallurgischen Grenzen bei der Konstruktion von Geschoßhüllen mußte ent­weder die Hülle verstärkt werden (mit der Folge geringerer und ungenügender Explosivladung) oder die Abschußgeschwindigkeit beim Ver­schuß aus Kanonen erhöht werden, was ebenfalls aus materialtechnischen Gründen nur bedingt möglich war. Die Versuche führten zum Ergeb­nis, die Explosivgeschosse mit Haubitzen zu verschießen, die gegenüber Kanonen (mit einer flachen Flugbahn der Ge­schosse), eine steile gekrümmte Flugbahn der Geschosse aufwiesen, und deshalb mit einer deutlich geringen Abschußgeschwindigk­eit der Geschos­se abgefeuert werden konnten (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 68). Die Fortschritte der Metallurgie ermöglichten je­doch die Einwicklung von Geschoßhüllen, die mit höherer Abschußgeschwindigkeit der Explosionsgeschosse verschossen werden konnten (vgl. Noswor­thy, a.a.O., S. 69). Diese Ergebnisse hatten die Folge, daß nunmehr aus Kanonen sowohl Kugelgeschosse (Solid Shot) als auch Ex­plosionsgeschosse verwendet werden konnten. Insgesamt führte dies um 1850 zur Einführung einer neuen Generati­on von "Gun-Ho­witzers", die leichter und beweglicher als die früheren Geschütze waren und zudem auf höhere Rohrneigungen ein­gestellt werden konnten. Dies führte zum Wegfall der Howitzers und zur Vereinheitlichung und Standardisierung der Artillerie (vgl. Noswor­thy, a.a.O., S. 70). Die bei der Artillerie führende französische Armee führte um 1850 die neue Generation dieser Gun-Howitzers ein, die 12- pounder "Canon obusier", auch als "Napoleon" bezeichnet. Kaiser Napoleon Bonaparte III. war als ehemaliger Artillerieoffi­zier für die Entwicklung und Einführung dieser neuen Waffe entscheidend (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 71).

 

Die 12-pounder Napoleon wurde jedoch nur als Zwischenlösung angesehen, weshalb zur Verbesserung der Artillerie die Weiterent­wicklung zu den Rifled Guns führte (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 71).

 

Ein weiteres Problem trat beim Einsatz von 'rifled' Geschützen auf. Die Vereinheitlichung der Artilleriemunition, zu der die Einfüh­rung der 12pfünder Napoleon 1856 geführt hatte, wurde bei der 'rifled' Artillerie wieder aufgegeben, die bei den unterschiedlichen Geschütztypen (Parrot, James, Schenkl, Hotchkiss und 'Ordnance') über eine Vielzahl von Geschossen verfügte, bedingt durch den weitgehend experimentellen Zustand der neuen 'rifled' Artillerie (vgl. Hunt, Henry J.: "Artillery"; in: Papers of Military Historical Society of Massachusetts (14 vols, Boston, 1913), vol. XIII, 115

 

McClellan, der Oberbefehlshaber der Potomac Armee favorisierte glattläufige Geschütze, da er für die weitreichendere Rifle im durchschnittenen Einsatzgebiet in Virginia, weniger Einsatzmöglichkeiten sah (vgl. McWhiley/Jamieson: Attack and Die, a.a.O., S. 60; McClellan, George B.: McClellan's own Story, a.a.O., 117).

 

Die glattläufigen Geschützte behielten somit ihre Favoritenstellung. Gegen Ende des Krieges bestand ca. die Hälfte der Artillerie aus glattläufigen Geschützen (vgl. McWhiley/Jamieson: Attack and Die, a.a.O., S. 60).

 

Die weitreichende *Whitworth Kanone kam kaum zum Einsatz da weder das System des indirekten Feuers noch der vorgeschobenen Beobachter bekannt war (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 128)

 

Die Artilleriemunition war im allgemeinen unzuverlässig. Das Pulver wies keine hohe Sprengkraft auf, vor allem aber war den Zün­dern nicht zu trauen. Die Artilleristen waren nie sicher wo und ob das Geschoß explodieren werde (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 130)

 

In der US-Artillery wurden Kanonen und Haubitzen nach dem Gewicht des Geschosses klassifiziert, so z.B. als "12-pounder" oder "6-pounder" (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 63).

 

Literatur:

- **Birkhimer, William E.: Historical Sketch of the Organization, Administration, Materiel, and Tactics of the Artillery, United States Army (Washington, D. C.: James J. Chapman, 1884; reprint, New York: Greenwood Press Publishers, 1968)

- Encyclopedia of the Civil War, a.a.O., S. 18-20

- **Hunt, Henry J.: "Artillery"; in: Papers of Military Historical Society of Massachusetts (14 vols, Boston, 1913), vol. XIII, 115

- Internet Datei: Cannon Markings; Bibliothek Ref MilAmerik62/1

- McWhiley / Jamieson: Attack and Die, a.a.O., S. 59 ff.

- **Naisawald, L. Van Loan: Grape and Canister: The Story of Field Artillery of the Army of the Potomac, 1861-1865 [New York, 1960]

- **Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 61 ff (enthält Überblick über Bewaffnung, Waffenentwicklung und Taktik des Artillerieein­satzes)

- **Olmstedt, Edwin, Stark, Wayne E. und Tucker, Spencer C.: The Big Guns: Civil War Siege, Seacost and Naval Cannon

 

 

Artillery Battalion:

Confederate artillery organization usually consisting of three to five batteries, which may or may not have been from the same state, grouped together into a kind of super-battery for greater firepower. Though the Federals also grouped batteries, they did not use them as the Confederates used their "battalions." Thus, there was no true battalion structure in the Union artillery (vgl. http://www. civilwarhome.com/artilleryterms.html

 

 

Artillery-CS:

s. *CS-Artillery

 

 

Artillerie-Munition:

man unterschied folgende Typen von Artilleriemunition (vgl. Thomas: Cannons, a.a.O., S. 16-17):

- Solid Shot (Spherical Shot)

- Common Shell

- Case Shot (Schrapnell; im Unterschied zum Canister zur Explosion in der Luft beim Bogenschuß geeignet)

- *Canister Shot (ein Schrapnell für den Direktbeschuß im Nahkampf gegen Infanterie und Kavallerie bei Entfernungen oberhalb 200 Yards bis max. 400 Yards eingesetzt)

- Grape Shot

 

Artillerie-Geschosse waren weniger tödlich, als das bei modernen Geschossen der Fall ist. Sie waren so konstruiert, daß sie bei der Detonation nur in wenige Stücke zerbrachen (selten mehr als 6 Stück) und die Schwarzpulverladung war zu schwach, um große Zer­störungen zu bewirken (vgl. Weller, Jac: "The Confederate Use of British Cannon," Civil War History III (June 1957), S. 150-151 zi­tiert nach Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 603n29). Explosionsgeschosse ("shells"), abgefeuert aus 24- und 32-poun­ders zerbrachen in 18 oder 19 Teile bei einer Reichweite von bis zu 600 yards, während shells, die aus 12-pound Howitzers verschos­sen wurden, in 12-15 Teile zerbrachen (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 63)

 

 

Ausbildungslager:

s. Camps of Instruction

 

 

Ausrüstung:

s. auch einzelne Ausrüstungsgegenstände, z.B. *Schuhe, *Bekleidung, *Zelte

 

Die Ausrüstung der Regimenter in der Union war oft ungenügend und unvollständig, oft auch von völlig mangelhafter Qualität. Wil­bur Fisk gibt u.a. an, daß die Armeehosen nach 14 Tagen nicht mehr zu tragen und völlig aufgebraucht waren, vielen Soldaten die Decken fehlten und sie im Dezember 1861 auf dem blanken Boden schlafen mußten (Fisk: Hard Marching every Day, a.a.O., S. 1)

 

 

Auszeichnungen:

s. *Orden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera B

 

 

Ballon:

s. auch *Lowe

 

Heißluftballons wurden auf beiden Seiten zur Beobachtung eingesetzt. General Porter benutzte vor dem Battle of Gaines' Mille / Chickahominy am 27.6.1862 einen Ballon zur Feindaufklärung (vgl. Eisenschiml: The celebrated Case, a.a.O., S. 25)

 

 

Bataillon - Kavallerie:

ein Kavallerie-Regiment (Stärke 12 Kompanien [Numerierung A-M], die berittenen Infanterieregimenter besaßen 10 Kompanien [Numerierung A-K]; die Nummer 'J' war aufgrund einer alter Armee-Tradition nicht vergeben; zum einen bestand Verwechslungsge­fahr zwischen »J« und »I«, zum anderen wurde »J« als als Unglücksbuchstabe betrachtet, da er Bestandteil des Namen »Judas« ist (vgl. Crabb, All Afire to Fight, a.a.O., S. 7) bildete im Gefecht zwei Bataillone, jeweils bestehend aus vier Kompanien (vgl. Evans, Sherman's Horsemen, S. 501 Anm. 23).

 

 

Battalion, Artillery:

s. Artillery Battalion

 

 

Batterie/Battery:

Official term for the component units of an artillery regiment; changed to "Battery" by special War Department order in July, 1866. Zuvor trugen die Einheiten die Bezeichnung 'Company' (http://www.civilwarhome.com/artilleryterms.html)

 

Batterie ist die Bezeichnung für eine Teileinheit eines Artillerie-Regiments. There is a running discussion on whether artillery units should be called "batteries» or "com­panies.» All such tactical units were officially designated "companies" by the U.S. Army until 1861, despite the unofficial designation of "batteries" both in common usage and official correspondence. With the formation of the Fifth Regiment of Artillery, the legislati­on was passed authorizing the regiment to designate tactical units as batteries. (aus: Felton, Silas: The Iron Brigade Battery. An Irre­gular Regular Battery; in Nolan/Vipond, Giants in their Black Hats, a.a.O., S. 206 Anm. 1; vgl auch William E. Birkhimer, Historical Sketch of the Organization, Administration, Materiel, and Tactics of the Artillery, United States Army [Washington, D. C.: James J. Chapman, 1884; reprint, New York: Greenwood Press Publishers, 1968], S. 69.

 

Eine Batterie in der US-Army bestand gewöhnlich aus 6 Geschützen gleichen Typs; während eine CS-Batterie nur 4 Geschütze um­faßte (Thomas, Dean S.: Cannons. An Introduction to Civil War Artillery, 12 Auflage 1999, Thomas Publications, Gettyburg, S. 2).

 

Die Artillerie-Batterie umfaßte eine Stärke von 100 Mann (Thomas, Dean S.: Cannons. An Introduction to Civil War Artillery, 12 Auflage 1999, Thomas Publications, Gettyburg, S. 2).

 

 

Befehlsgebung:

die Befehlsgebung zeichnete sich im Gegensatz zu heute durch prosa-artige verschwommene Formulierungen ohne stringente Glie­derung und oft fehlende Präzision aus; vgl. z.B. John Pope's Befehlsgebung an Fitz John Porter; in: The Court-Martial of MajGen Fitz John Porter; Internet Datei (aus Official Reports: enthält Anklageschrift, Verteidigungsrede, Urteil und Report of the Board of Officers in the Case of Fitz John Porter aus 1879; Bibliothek Ref MilAmerik55

 

 

Befestigungen:

s. auch Forts

 

 

Berdan's Sharpshooters:

 

Literatur:

- **Nolan, Alan T. and Vipond, Sharon Eggleston: Giants in their tall Black Hats - Essays on the Iron Brigade, Bloomington/Indiana 1998, Bibliothek Ref MilAmerik5, S. IX

- **Stevens, Charles A.: Berdan's US-Sharpshooters in the Army of the Potomac, 1861-1865 (St. Paul Minnesota: Price McGill Compa­ny, 1892)

 

 

Bekleidung:

s. auch *Ausrüstung, *Schuhe, *Uniformen

 

Die Bekleidung war oft in sehr schlechtem Zustand und bestand manchmal nur noch aus Fetzen, die kaum die Blöße bedeckten (vgl. Cannan, John: The Antietam Campaign, revidierte Auflage 1994, Bibliothek Ref MilAmerik20, S. 24 f.) Wil­bur Fisk gibt u.a. an, daß die Armeehosen nach 14 Tagen nicht mehr zu tragen und völlig aufgebraucht waren (vgl. Fisk: Hard Marching every Day , a.a.O., S. 1)

 

Teils lieferten gewinnsüchtige Fabrikanten mangelhafte Qualität, teils fehlte es am Nachschub.

 

 

Beobachter, ausländische:

s. *Militärbeobachter

 

 

Black Horse Cavalry:

 

vgl. Frobel, Anne S.: The Civil War Diary, of Anne S. Frobel of Wilton Hill in Virginia (Florence, Ala., 1986), Bibliothek Ref Mi­lAmerik42, S. 40); Ruffin (Ruffin, Diary II 56 berichtet von einem irrtümlichen Feuergefecht mit Kershaw's 2nd South Carolina In­fantry am Vorabend der Schlacht von 1st Manassas, bei der dem einige Soldaten von Kershaw's Regiment erschossen wurden

 

 

Bounty-System:

Das Bounty-System ermöglichte bei der *Einberufung das Stellen von Ersatzleuten: Jeder Wehrpflichtige kann einen Vertreter stel­len, wobei ihm tüchtige Geschäftemacher zur Hand gehen. (Längin S. 199). Als ab Sommer 1863 die bis dahin gegebene Freiwillig­keit bei der Anwerbung von Truppen nicht mehr ausreichte, um die schwindenden Ränge der US-Army aufzufüllen, griff die Regie­rung Lincoln zum Mittel der Conscription. Zugleich wurde die Zahlung eines, Bounty genannten Anwerbegeldes für Rekru­ten in Höhe von 302 $ eingeführt, deren Höhe noch durch regionale Zahlungen des jeweiligen US-Bundesstaates oder des County er­höht wurde (vgl. Castel: Decision in the West, a.a.O., S. 3; Nevins: The War for the Union: The Organized War 1864-1865, a.a.O., S. 1), für Veteranen bei der Neuverpflichtung 402 $ (vgl. Nevins: The War for the Union: The Organized War 1864-1865, a.a.O., S. 1).

 

 

Brevet:

Ehrenrang; ehrenhalber erfolgte Beförderung zu einem höheren Rang, bei gleichzeitiger Beibehaltung des normalen Ranges; ein Bre­vet Rang war normalerweise nicht verbunden mit höherem Gehalt oder höherer Kommandogewalt (vgl. Hattaway/Jones, How the North won, a.a.O., S. 27).

 

 

Brigaden:

Brigaden wurden erst im Juli 1861 oder später zu Divisionen zusammengefaßt und erst im Frühjahr und Sommer 1862 wurden Divi­sionen zu Armeekorps vereinigt (McPherson S. 320; s. auch *Armeegliederung und *Division). Vier Infanterieregimenter (später im Krieg manchmal auch fünf oder sechs) bildeten eine *Brigade, befehligt von einem Brigadegeneral. Die Sollstärke einer Brigade be­trug 4000 Mann.

 

Der Süden benannte seine Brigaden offiziell nach den Namen der Kommandeure, der Norden verwendete Nummern (vgl. Castel, De­cision in the West, a.a.O., S. 47).

 

 

Buck and Ball:

s. auch *Munition (Gewehrmunition)

 

"buck and ball" bestand aus einer Gewehr-Ladung mit einer Musketenkugel und drei Schrotladungen (vgl. Nosworthy: Bloody Cruci­ble, a.a.O., S. 7)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera C

 

 

 

Camp of Instruction:

throughout the Civil War there were no federal government-related camps of instruction. Civil War soldiers received haphazard trai­ning and were often sent to the front without a formal training at all. In Pennsylvania, camps of rendevouz were established, where recruits from particular geographic regions would report. There, they would organize into companies and then then into regiments. The Regiment was the major building block of the Civil War army, consisting of 10 companies with 100 men per company. Once the regiments were organized, the senior officers were appointed, and the regiments were assigned state seniority numbers determined by the time of enlistment (vgl. Valuska/Keller: Damn Dutch, a.a.O., S. 216 n8).

 

Literatur:

- **Miller, William J.: The Training of an Army: Camp Curtin and the North's Civil War (Shippensburg/PA, 1990)

 

 

Canister Shots:

s. auch *Artillerie-Munition

 

Artillerie-Geschoß; Kartätsche. Canister Shots wurden auf kurze Entfernungen von weniger als 200 yards verschossen, wobei die Wirkung der schrotkugenähnlichen Geschosse (Größe eines Golfballs oder kleiner) mörderisch war (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 128). Die Canister Shots wurden in einen Blechkanister plaziert, der mit Sägemehl gefüllt war. Beim Abschuß wurde der dünn­wandige Kanister zerfetzt, und die Kugeln zerstreut. Canister Shots wurden aus Kanonen und Haubitzen verschossen und normaler­weise im letzten Moment zur Abwehr eines feindlichen Angriffs in Nahkampfentfernung (als "Canister") verschossen. Durch Verstär­kung der Wände des Blechkanisters und Einbau eines Zünders wurde die Einsatzreichweite auf 2000 yards (als "*Shrapnel" oder "spherical case") erhöht (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 64).

 

Literatur:

- Thomas, Dean S.: Canons, a.a.O., S. 17

 

 

Case Shot:

auch "spherical case shot"; Artilleriegeschoß, Schrapnell; die Schrapnell-Geschosse (entwickelt von dem britischen Artillerie-Offizier Henry Shrapnel). Es handelt sich um ein Artilleriegeschoß für glattläufige wie rifled Geschütze. Das Projektil hatte eine dünnere Sei­tenwand als herkömmliche Geschosse, die jedoch stärker war als beim *Canister shot. Das Geschoß war gefüllt mit Kugeln, die in eine Masse aus Schwefel oder Asphalt eingebettet waren. Das Geschoß wies einen Zünder auf, der eine Explosion über dem Ziel in der Luft bewirkte, wodurch die Kugeln weit verstreut wurden. Der Case shot war ein "long range canister shot" (vgl. Thomas: Can­ons, a.a.O., S. 17).

 

Schrapell-Geschosse wurden bereits 1784 von Henry Shrapnel erfunden, die erste einsatzfähige Version wurde in der britischen Army 1804 eingeführt.

 

Die Shrapnells hatten eine vernichtende Wirkung, aber ihre Zündung mittels Zündschnüren war zu ungenau, um sie in der richtigen Entfernung und über den beschossenen Truppen zur Explosion zu bringen.

 

Die durch die Einführung des Minie-Gewehrs bei der Infantrie und die hierdurch bedingte erhebliche Erhöhung der Schußweite der Infantriewaffen, hatte erhebliche Auswirkungen auf die Feldartillerie. Die Schußweite der Artillerie lag um 1840 beim Verschuß von "Solid-Shots" um 650 yards. Die Artillerie-Bedienungen konnten daher von wenigen Scharfschützen der Infantrie außer Gefecht ge­setzt werden. Dies hatte die Notwendigkeit zur Folge, die Reichweite der Artillerie zu erhöhen (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 67 ff) oder die Effektivität der Geschosse zu verbessern, was zuerst bei der britischen Army durch Einführung von "shrap­nell shells" mit einer Einsatzreichweite von 650 yards gelang, wodurch Infantrie erfolgreich niedergekämpft werden konnte (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 67). Durch die metallurgischen Grenzen bei der Konstruktion von Geschoßhüllen mußte entweder die Hülle verstärkt werden (mit der Folge geringerer und ungenügender Explosivladung) oder die Abschußgeschwindigkeit beim Verschuß aus Kanonen erhöht werden, was ebenfalls aus materialtechnischen Gründen nur bedingt möglich war. Die Versuche führten zum Ergeb­nis, die Explosivgeschosse mit Haubitzen zu verschießen, die gegenüber Kanonen (mit einer flachen Flugbahn der Geschosse), eine steile gekrümmte Flugbahn der Geschosse aufwiesen, und deshalb mit einer deutlich geringen Abschußgeschwindigkeit der Geschos­se abgefeuert werden konnten (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 68). Die Fortschritte der Metallurgie ermöglichten jedoch die Einwicklung von Geschoßhüllen, die mit höherer Abschußgeschwindigkeit der Explosionsgeschosse verschossen werden konnten (vgl. Noswor­thy, a.a.O., S. 69). Diese Ergebnisse hatten die Folge, daß nunmehr aus Kanonen sowohl Kugelgeschosse (Solid Shot) als auch Ex­plosionsgeschosse verwendet werden konnten. Ingesamt führte dies um 1850 zur Einführung einer neuen Generation von "Gun-Ho­witzers", die leichter und beweglicher als die früheren Geschütze waren und zudem auf höhere Rohrneigungen eingestellt werden konnten. Dies führte zum Wegfall der Howitzers und zur einer Vereinheitlichung und Standartisierung der Artillerie (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 70). Die bei der Artillerie führende französische Armee führte um 1850die neue Generation dieser Gun-Howitzers ein, die 12- pounder "Canon obusier", auch als "Napoleon" bezeichnet. Kaiser Napoleon Bonaparte III. war als ehemaliger Artillerieoffizier für die Entwcklung und Einführung dieser neuen Waffe entscheidend (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 71).

 

Literatur:

- Thomas, Dean S.: Canons, a.a.O., S. 17

 

 

Cavalry, allgemein:

s. auch CS-Cavalry, US-Cavalry

 

Literatur:

- **Schiller, Laurence D.: "A Taste of Northern Steel: The Evolution of Federal Cavalry Tactics, 1861-1865," North & South 2 (Jan. 1999); S. 32-33

- **Steffen, Randy: The Horse Soldier, 1776-1943: The United States Cavalryman - His Uniforms, Arms, Accoutrements, and Equip­ments, 4 vols (Norman, Okla., 1977-80)

 

 

Cavalry – Bewaffnung:

umstritten war die richtige Bewaffnung: Säbel, Lanze oder Schußwaffe

 

Literatur:

- Longacre: The Cavalry at Gettysburg, a.a.O., S. 33-35

- McWhiney/ Jamieson: At­tack and Die, a.a.O., S. 39-40 (Mexican War), S. 64 (Saber and tactical theory), S. 130-31 (Saber and Civil War), S. 131-32 (Saber, criticism of)

 

 

Cavalry - Geschwindigkeit:

Standard speeds for Horses were four miles per hour at a walk, eight Miles per hour at a trot, and twelf miles per hour at a gallop (The R.O.T.C. Manual Cavalry [Washington, D.C.: National Service Publishing Company, 1933], S. 361). Dies waren allerdings kei­ne Dauergeschwindigkeiten, vielmehr wurde ein Mix mit einer mittleren Geschwindigkeit von 6 miles per hour geritten, oder es fand ein häufiger Pferdewechsel an Relaisstationen statt.

 

 

Cavalry – Taktik:

 

Literatur:

- Longacre: The Cavalry at Gettysburg, a.a.O., S. 33-35

- McWhiney/ Jamieson: At­tack and Die, a.a.O., S. 126-139

- **Parker, James (LtCol. 13rd US-Cavalry): „Mounted and Dismounted Action of Cavalry“; in: Journal of the Military Service Institution of the United States, vol. 39 (1906), S. 382-387 (im Internet einsehbar)

 

 

CS-Artillery:

Die Artillery der Army of Northern Virginia wurde im Oktober 1862 in Artillery-Battalions zusammengefaßt. Zuvor waren den Divi­sionen lediglich unabhängige Artillery Batterien zugeordnet (vgl. Alexander, Edward Porter: Military Memoirs of a Confederate, a.a.O., S. 279; Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 12-13). Die Artillerie befand sich im Frühsommer 1862 in schwieriger Lage während McClellan's Peninsular Campaign. Eine Analyse ergab schwere Mängel. Es wurden deshalb große Anstrengungen un­ternommen, um die Artillery neu zu organisieren und ihre Ausrüstung, Gliederung und Aufstellung zu verbessern. Während Jackson's Vorstoß gegen Pope's Army of Virginia im Juli und August 1862 war die Umgliederung abgeschlossen. Die durchschnittliche Stärke einer Artillerie-Batterie in Jackson's Army Corps betrug 72 Mann, was einem idealen Durchschnitt entsprach (vgl. Krick: Cedar Mountain, a.a.O., S. 52, Wise: Long Arm of Lee, a.a.O., S. ++++klären+++).

 

Im Frühjahr 1863 führte Gen Lee eine Reorganisation der Artillery der Army of Northern Virginia durch. The Reoganization changed the basis concept of artillery tactical employment in that it eradicated (=beseitigen) general reserve artillery and strengthened the corps artillery (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 13; vgl. Wise: The Long Arm of Lee, a.a.O., vol. II, S. 566). The concen­tration of a powerful general reserved artillery stemmed (= stammte) from the Napoleonic concept wherein the army commander himself massed the fires of his artillery to crush the enemy before launchiung his infantry assault. This did not work well in Virginia where great wooded areas prevented the physical massing of the cannon. Likewise, while on march the reserve artillery, far back in the column, could not be braught forward quickly over the narrow woods lanes. Consequently, in deployed formation (= aufmarschierender Gliederung) and in meeting engagements, much of the artillery failed to get into action. Chiefly for these reasons the Confederate board of artillery experts advocated farming out the bulk of the former artillery reserve to corps and divisions. They believed that with the growing use of long-range, rifled field guns, massing the fire (not the guns) would still be feasible (= durch­führbar) (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 13-14).

 

Die CS-Artillerie Munition war schlecht; die Quote der Blindgänger und fehlerhaften Munition reichte bis zu 50% (vgl. Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 14). Hinzu kam, daß die Civil War Shells sich als weniger tödlich erwiesen, als moderne Artillerie­munition. Die Geschosse waren ausgelegt, lediglich in wenige Teile zu zerbrechen, selten mehr als 6 Stücke und die Ladung aus Schwarzpulver hatte keine ausreichende Kraft um schwere Zerstörung bei der Explosion zu verursachen (vgl. Coddington, a.a.O., S. 603 Anm. 29 mit Zitat aus Weller, a.a.O.).

 

Um die Artillerie der Konföderierten stand es stets ungünstig. Die Versuche, eigene Geschützgießereien zu gründen, sind meistens gescheitert. Man war zunächst auf den Import von Kanonen angewiesen. Als das durch die See-Blockade der US verhindert wurde, mußten die eroberten Geschütze als Ersatz dienen. Die konföderierten Generale versuchten diesen Mißstand dadurch auszugleichen, daß sie eine äußerst bewegliche reitende Artillerie schufen, welche sich rasch nahe an den Feind heranmachte und aus kleinen glatt­läufigen Geschützen Kartätschenfeuer mit starker Wirkung gab. Das waldige hügelige Terrain in Virginia begünstigte einen derarti­gen Einsatz der Artillerie, zumal die schweren Geschütze des Nordens dort wenig zur Geltung gelangen konnten, so daß es sich also seltener um die Niederkämpfung feindlicher Artillerie handelte. Die CS-Artillerie vertrat einigermaßen die Stelle, die später den Ma­schinengewehren zukam. Auch bezüglich des Offiziersersatzes lagen die Dinge im Süden recht günstig, zumal sehr viele Veteranen aus dem Krieg gegen Mexico vorhanden waren (vgl. Kaufmann: Die Deutschen im Amerikanischen Kriege, a.a.O., S. 92-93).

 

Literatur:

- **Daniel, Larry J und Riley, Gunter: Confederate Cannon Foundries (Union City / Tennessee, 1977)

- **Weller, Jac: The Confederate Use of British Cannon, Civil War History III (June, 1957), S. 150-151

- **Wise, Jennings C.: The Long Arm of Lee. The History of the Artillery of the Army of Northern Virginia (2 vols, Lynchburg, Va. 1915, reprint New York, 1959)

 

 

Cavalry-CS, allgemeines:

Der Nachschub von Kavallerie-Pferden war ein großes Problem in den CSA. Der CS-Regierung war es nicht gelungen, ein zentrali­siertes Nachschubsystem aufzubauen. Seit Kriegsbeginn war es die Politik der CSA gewesen, die Beschaffung von Pferden, den einzelnen Kavalleristen zu überlassen. Dies hatte zur Folge, daß oft eine größere Zahl von Kavallerie-Soldaten von der Trup­pe abwe­send waren, um neue in ihrem Heimatgemeinden neue Pferde zu beschaffen. Die Regierung zahlte dem Eigentümer 40 Cent pro Tag pro Pferd und trug die Kosten für Futter. Falls ein Pferd getötet worden war, wurde der Eigentümer nach den geschätzten Zeitwert entschädigt. Falls das Pferd aus anderen Gründen ausfiel oder dienstuntauglich geworden war, oblag es dem Kavalleristen selbst für einen Ersatz zu sorgen. Dies führte zu einer Schwächung der Kavallerieregimenter durch zahlreiche Abwesenheit von Sol­daten, da diesen die Entscheidung über die Einsatzfähigkeit der Pferde oblag, und damit eine einfache Möglichkeit der Selbstbeurlau­bung ge­geben war. Beispielsweise hatte Fitz Lee's Brigade im Sommer 1863 nur eine Stärke von 800 Mann, obwohl die nominelle Stärke 2500 Mann betrug (vgl. Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 16-17; vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 15).

 

Im Frühjahr 1863 the supply of superior horses which the South had posessed in 1861 was drastical depleted (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 15). Ebenfalls bildete die Abwesenheit der Kavalleristen, die zu Hause waren um neue Pferde zu beschaffen, ein ernstes Problem für Lee's Army of Northern Virginia. One Source of additonal cavalry lay in a brigade of four regiments in Southwesten Virginia commanded by BrigGen Altert Gallantine Jenkins, who was to play a leadfing role at the forefront of Lee's invasion (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 15).

 

 

Cavalry-US, allgemein:

die US-Cavalry wurde im Frühjahr 1863 entscheidend verbessert. Gen Robert E. Lee hatte im Mai 1863 erstmals (seit der Invasion Virginias durch US-Truppen 1861) Schwierigkeiten verläßliche Informationen über Hooker's Truppen zu erhalten. Grund war die Verbesserung der Qualität der US-Cavalry, die einen Schirm vor die US-Truppen legten, so daß Hooker bessere Informationen über die CS-Truppen der Army of Northern Virginia hatte, als umgekehrt Lee von den US-Truppen der Army of the Potomac (vgl. Free­man: Robert E. Lee, a.a.O., vol. III, S. 24; Coddington: Gettysburg, a.a.O., S. 50).

 

Literatur:

- **Steffen, Randy: The Horse Soldier, 1776-1943: The United States Cavalryman - His Uniforms, Arms, Accoutrements, and Equip­ments, 4 vols (Norman, Okla., 1977-80)

- **Schiller, Laurence D.: "A Taste of Northern Steel: The Evolution of Federal Cavalry Tactics, 1861-1865," North & South 2 (Jan. 1999); S. 32-33

 

 

Chasseurs à Pied / Chasseurs d'Orleans:

neue Form der französischen Infantrie ab 1840, eine Form der leichten Infantrie, die sich in Taktik und Ausbildung von der schweren Linieninfantrie unterschieden; Scharfschützen- und eine frühe Form der Einzelkämpferausbildung / Kleingruppenausbildung waren für die Chasseurs kennzeichnend (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 56)

 

 

Chief of Staff:

Chef des Stabes der Potomac-Army

 

When the Civil started, the United States Army hat virtually the same staff system as at the close of the Revolutionary War. Die US-Army had missed the most important thing, the development of the great Prussian staff system.

 

When McClellan, as commanding general of the army of the Potomac, discovered how greatly he was handicapped by the inadequa­cies of the existing staff system, he made at least a start in the direction of improvement by creating the post of chief of staff for the army (vgl. Stackpole: Chancellorsville, a.a.O., S. 33).

 

 

Columbiad:

ein Geschütz zum Verschießen von effektiveren Explosionsgeschossen mit größerer Pulverladung. Das Problem beim Verschuß sol­cher Geschosse (meist aus Schiffen) bestand darin, die Explosion bereits im Geschützrohr beim Abschuß zu verhindern. Das Material früherer Geschützrohre hielt eine solche Belastung nicht aus. Erst 1822 gelang es dem französischen LtCol H. J. Paixhans zu konstru­ieren, das eine besonders konstruierte Geschoßkammer zur Aufnahme solcher Explosionsgeschosse aufwies und die Kräfte beim Ver­schuß auf das Geschoß reduzierte. In den USA war bereits 1812 ein ähnliches Geschütz unter dem Namen Columbiad verwendet worden. Die Weiterentwicklung wurde vom führenden amerikanischen Seeoffizier Lt J. A. Dahlgren vorangetrieben.

 

 

Committee on the Conduct of the War:

the Committee was Radical-Republican dominated and was composed of three senators and four members of the House of Represen­tatives. Radical Republican Senator Benjamin F. Wade (Ohio) and Senator Zachariah Chandler (Michigan) dominated the committee. The committee had been established to oversee both the military and civil conduct of the war and to advise the president of its fin­dings (vgl. Sauers: Gettysburg. The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 50). Wade and Chandler mistrusted Lincoln's consiliatory attitude toward the South. Further both senators mistrusted West Point, an institution they regarded as flirting with treason because of its stance toward slavery and the South in general (vgl. Sauers: Gettysburg. The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 50).

 

Literatur:

- **Pierson , W. W., Jr.: „The Committee of the Conduct of the War“; American Historical Review 23 (1918), S. 550-76;: Anm. The ar­ticle has been oversided by Tap: Over Lincoln's Shoulder, as the primary overall study (vgl. Sauers: The Meade-Sickles Controver­sy, a.a.O., S. 30 und S. 167 Anm. 6).

- **Tap, Bruce: Over Lincoln's Shoulder. The Committee on the Conduct of the War (Lawrence, Kans.: University Press of Kansas, 1998)

 

 

Conscription:

s. Einberufung

 

 

CSS Advance:

dampfgetriebener Raddampfer und CSS-Blockadebrecher aus North Carolina; gebaut von der Schiffswerft Caird & Co in Dublin/ Irland für die Glasgow Sailing and Steam Packet Company; Indienststellung as „Lord Clyde“ am 2.7.1862. Im Spätjahr 1862 verkauft an sen Staat North Carolina für 170.972 US-Dollar. Zwischen Juni 1863 und September 1864 machte das Schiff 17 erfolgreiche Fahrten als Blockadebrecher. Am 10.9.1864 wurde die CSS Advance gekapert von der USS Santiago de Cuba auf einer Fahrt von Wilmington / NC in den offenen Atlantik. After being taken to Boston, the Advance was condemned by a US prize court und its cargo auctioned. The vessel was sold for 120.000 US-Dollar an die US-Navy und diente zwei Jahrzehnte lang als USS Frolic. 1833 wurde das Schiff verkaufte für 11.500 Dollar und 2 Jahre später erneut verkauft nach Süd Amerika (vgl. Encyclopedia of the Confederacy, a.a.O., Bd. !, S. 2-3).

 

aus Barnes, James (1911): The Photographic History of The Civil War in Ten Volumes: Volume Six, The Navies, p. 20, The Review of Reviews Co., New York. 1911. Additional source: U.S. Naval Historical Center

 

 

CSS Virginia:

s. USS Merrimac

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera D

 

 

Departmental System – CS:

Jefferson Davis and his advisers had a special departmental command theory: They believed that the more departments there were in existence, the more attention could be given to local problems (vgl. Connelly: Army of the Heartland, a.a.O., S. 187).

 

Davis regarded his departmental organization of the Confederate's territory as a very important element in his strategy and in his method of strategic direction of the war (vgl. Jones: Confederate Strategy from Shiloh to Vicksburg, a.a.O., S. xviii).

 

 

Departmental System – US:

Die USA benutzen für die Milizen ein regionales Departmental System, das von Kriegsminister Calhoun geschaffen und von Kriegs­minister Jefferson Davis modifiziert wurde. Kommandeur jedes Regional Departments war ein Colonel oder General (oft Brevet Ge­neral), der alle im Department befindlichen Offiziere, gleich welchen Rangs, kommandierte. Die Folge waren weit verstreute einzel­ne Kompanien von je 80 Mann, jedes Regiment umfaßte 25 Kompanien. Die Regimenter existierten deshalb nur auf dem Papier ohne einen Kommandostab (Hattaway/Jones: How the North Won, a.a.O., S. 10).

 

 

Desertion:

nach dem Battle of Chancellorsville nahm die Desertion in der Army of the Potomac im Januar 1863 stark zu (vgl. Sears: Chancellorsville, a.a.O., S. 16-17).

 

Anfang 1864 waren 60000 Soldaten der CSA desertiert (vgl. Castel: Decision in the West, a.a.O., S. 21; Moore, a.a.O., S. 305); ins­gesamt desertierten über 100000 Soldaten in der CSA, viele wegen der Notsituation ihrer Familien (vgl. Foner: Reconstruction, a.a.O., S. 15)

 

Literatur:

- **Moore, Albert Burton: Conscription and Conflict in the Confederacy (New York: Hillary House Publishers, 1963)

- **Weitz, Mark A.: A Heigher Duty: Desertion among Georgia Troops during the Civil War (Univ Nebraska Press); 264 pp, Photos, Maps, Index

 

 

Dienstzeit (Enlistment):

Lincoln ordnete am 14.4.1861 die Aufstellung von 75000 Mann im Three-Month-Service an., am +++++ ordnet Lincoln den Three-Years-Service an. Bereits bestehende Regimenter werden aufgefordert, ihre Soldaten auf drei Jahre anzumustern und solche, die sich für eine dreijährige Dienstzeit nicht verpflichten wollen, aus der Stammrolle zu streichen. Dem 2nd Wisconsin Regiment wird dieser Befehl am 15.5.1861 bekanntgegeben (vgl. Gaff: If this is War, a.a.O., S. 85)

 

 

Disziplinarstrafen:

s. *Strafen

 

 

Division:

s. *Armeegliederung

s. *Grand Division

 

Der Süden benannte seine Brigaden offiziell nach den Namen der Kommandeure, der Norden verwendete Nummern (vgl. Castel, De­cision in the West, a.a.O., S. 47).

 

 

Double Quick:

165-180 Schritte pro Minute (vgl. Griffith: Battle Tactics, a.a.O., S. 100). Dieser Schnellschritt wurde in Hardee's Tactical Manual als Antwort auf die erhöhte Feuergeschwindigkeit der neuen Infantriehauptwaffe (Springfield Rifle Modell 1861) mit dem neuartigen *Minie-Geschoß eingeführt, um die hieraus entstehenden Nachteile für den Angreifer auszugleichen. Die erhöhte Feuergeschwindig­keit beim Verteidiger erforderte eine höhere Geschwindigkeit beim Angreifer (vgl. McWhiney/Jamieson: Attack & Die, a.a.O., S. 51).

 

Literatur:

- **Hardee, William J.: Rifle and Light Infantry Tactics; for the Exercise and Manoeuvres of Troops when acting as Light Infantry or Riflemen (2 vols, Philadelphia 1855)

- McWhiney/Jamieson: Attack & Die, a.a.O., S. 48 ff.

 

 

Dragoons, Dragoner:

der Einsatz der Kavallerie als abgesessene Infantry war bereits seit dem 16. Jh. bekannt, aber erst im Civil War kam es zum massier­ten Einsatz von Dragonern (vgl. Luvaas: Military Legacy of the Civil War, a.a.O., S. 5).

 

 

Drill, militärischer:

der Drill diente der Unterdrückung von Schlacht-indiziertem Stress (vgl. hierzu Stouffer, S.A. et al.: The American Soldier: Combat and its Aftermath, Princeton University 1949; Gaff, Alan D. u. Gaff, Maureen: The dread reality of war - Gibbon's Brigade, August 28 - September 17, 1862; in Nolan, Alan T. and Vipond, Sharon Eggleston (Hrsg): Giants in their tall Black Hats - Essays on the Iron Brigade, Bloomington/Indiana 1998, Bibliothek Ref MilAmerik5, S. 68: hier sind die Stressfaktoren und ihre Folgen dargestellt). Mi­litärische Führer haben zu allen Zeiten auf Drill und Disziplin vertraut, beide Mittel zur Verstärkung eines Systems wechselseitiger Abhängigkeit in Situationen, in denen der Erfolg vom Zusammenwirken jedes Einzelnen abhängt (vgl. Gaff/Gaff, a.a.O., S. 69).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera E

 

 

Echelon:

Angriff "en echelon" (schiefe Schlachtordnung: bei grundsätzlichem Linearangriff erfolgt staffelweiser Ansatz der taktischen Einheiten in Kolonnenangriff; schräger Angriff in Echelons in gestaffelter Frontlinie): that is, sequentially from right to left" (vgl. Symonds: Gettysburg - A Battlefield Atlas, a.a.O., S. 49), d.h. staffelweise nacheinander. Auf diese Weise ist es der vorherigen Angriffsgruppe möglich, den Antritt der nächsten Angriffsgruppe zu verschleiern und abzuschirmen, und dem Feind wird die Möglichkeit genom­men, die zweite, dritte, etc. Angriffsgruppe zu flankieren (vgl. zum Echelonangriff: Deutsche Militärgeschichte Bd. 6 Teil IX S. 57, 129, 153, 158, 170, 207, 270).

 

 

Einberufung, Rekrutierung:

alle Anstrengungen der US-Bundesstaaten waren nicht ausreichend, to meet the demands of the war, and on 3.3.1863 President Lincoln approved the Conscription Act (vgl. Hicken: Illinois in the Civil War, a.a.O., S. 4).

 

On March 3, 1863, the Federal government had approved the Enrollment Act, opening the way for a conscription draft to fulfill the need for additional manpower. As a result, the peace movement gained momentrum across a broad spectrum of society, giving anti-war „Copperheads“ a wider audience for their rhetoric (vgl. Mingus: Flames Beyond Gettysburg, a.a.O., S. 2). Through the Enrollment Act, which imposed military service on males aged 20-45 for three years or until the end of the war. Men could avoid the draft by paying §300 to hire a substitute soldier. To some, this gave the impression that this was a rich man's war and a poor man's fight (vgl. Mingus: Flames Beyond Gettysburg, a.a.O., S. 2n2).

 

Literatur:

- **Moore, Albert Burton: Conscription and Conflict in the Confederacy (New York: Hillary House Publishers, 1963)

 

 

Eisenbahn:

s. Railroad

 

 

Enfield-Infanteriegewehr:

s. auch *Schußweiten, s. auch *Taktik; s. auch Verluste; effektive Reichweite der neuen Waffen von 300 bis 400 m, gezogene Waffe des Typs Vorderlader

 

 

Enlistment:

s. Dienstzeit

 

 

Ersatz:

ein Grund für die im Laufe des Krieges geringen Kompanie- und Regimentsstärken war das Rekrutie-rungssystem. Die Regimenter rekrutierten sich aus Freiwilligen aus den einzlnen Counties. Ersatz war nur durch Werbung aus diesem County möglich, wo die Re­krutierungsoffiziere des Regiments standen. Dies dürfte auch der Grund für die ausgedehnte Lokalberichterstatung in der Presse ge­wesen sein. Ersatz der Brigaden war deshalb nur durch Zuführung neuer Regimenter möglich (vgl. Beispiel bei Gramm; in Nolan / Vipond, a.a.O., S. 15).

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera F

 

 

Flag-Officer:

kommandierender Offizier einer Navy-Squadron (vgl. Anderson: By Sea and by River, a.a.O., S. 6).

 

 

Florida War:

s. Seminole War

 

 

Fernmeldewesen:

s. auch Signal Corps (CS) und Signal Corps (US)

 

Die Idee eines eigenständigen militärischen "Signal Service" für die Armee stammt von Dr. Albert James Myer, einem US Army Arz­tes. Er schlug 1856, eingesetzt als Truppenarzt in Texas, ein visuelles Kommunikationssystem vor, das auf Flaggensignalen bzw. Lichtzeichen basierte. Das System Myer wurde in der US-Army am 21.6.1860 eingeführt unter der Verantwortung des zum Major er­nannten Doctor Myer.

 

Major Myer setzt sein visuelles Kommunikationssystem erstmals 1860-61 während der Navajo Campaign in New Mexico Territory ein. Im Bürgerkrieg kam das System schon im Juni 1861 zum Einsatz bei der Lenkung des Artilleriefeuers von Fort Calhoun (Fort Wool) während der Beschießung des gegenüberliegenden Fort Monroe. Während des Krieges waren insgesamt ca. 2900 Mann in Mayer's Signal Corps eingesetzt.

 

vgl. zu Signal Corps auch: Chambersburg : "Southern Revenge", a.a.O., S. 169 ff. mit Tagebuch des James H. Montgomery, Photo der US-Signal Station bei Sharpsburg 1862 und Karte über die Signalstationen in Maryland nördlich Harper's Ferry

 

Der elektrische Telegraph (s.u.) wurde erst 1867 in die Zuständigkeit des "Signal Corps" übernommen. Myer starb 1880 als BrigGen und Kommandeur des US-Signal-Corps, das inzwischen auch einen Wetterdienst beinhaltete.

 

Der elektrische Telegraph wurde während des Bürgerkrieges von Zivilangestellten des US-Quartermasters betrieben unter dem Kom­mando von US-Col. Anson Stager und Major Thomas T. Eckert. Der Telegraph kam während des Krieges häufig zum Einsatz (vgl. Internet Datei Nr. 1). Sherman setzte ihn während seines Stoßes auf Atlanta ein, wobei auch auf teilweise vorhandene zivile Te­legraphen zurückgegriffen wurde (vgl. Evans, Sherman's Horsemen, a.a.O.).

 

Das Telegraphensystem umfaßte 1861 ca. 50000 Meilen Kabelverbindungen, die einem Dutzend Firmen gehörten (vgl. Andrews: The North reports the Civil War, a.a.O., S. 6); die beiden bedeutendsten die 'American Telegraph Company' mit Sitz in New York und die 'Western Union System', die die Region westlich der Alleghanies beherrschte und mit der 'American Telegraph Company' Anschluß­verbindungen besaß in Albany, Philadelphia, Pittsburg und Cincinnati (vgl. Andrews: The North reports the Civil War, a.a.O., S. 655 Anm. 1; Reid, J. D.: The Telegraph in America [New York, 1886, S. 419]; Harlow, A. F.: Old Wires and New Waves [New York, 1936, S. 247, 257]; Shaw, A. H.: The Plain Dealer [New York, 1942])

 

Die traditionellen Fernmeldemittel waren Signalmittel, wie Signalhorn und Signalflaggen.

 

Es wurden auch Signalraketen eingesetzt (vgl. Hitchcock, Marching with Sherman, a.a.O., S. 76).

 

 

Feuer und Bewegung:

das wechselseitige Vorrücken von Truppen, Einheiten oder Soldaten und gegenseitiger abwechselnder Deckung durch Waffeneinsatz und Feuerschutz; dieses Prinzip wurde bereits im Bürgerkrieg verwendet; ein gutes Beispiel ist das Vorrücken von Pettigrew's CS-Bri­gade beim Angriff von Heth Division am 1.7.1863 westlich Gettysburg in Richtung von Herr Ridge und McPherson's Ridge, bei dem die beiden vorn rechts und links der Straße eingesetzten Spitzen-Regimenter (47th North Carolina Infantry und 52nd North Carolina Infantry) abwechselnd vorrückten, während das andere Regiment Feuerschutz gab (vgl. Martin: Gettysburg, a.a.O., S. 71).

 

 

Flußgeschwader:

von *Cairo / Illinois (Karte bei Davis, Nr. 117 und 135) aus wurden mit den Flußgeschwadern die kombinierten Angriffe den Missis­sippi hinunter und den Tennessee und Cumberland hinauf vorgetragen (McPherson, a.a.O., S. 382). Anfangs unterstanden die Flußge­schwader, nach dem Grundsatz, daß der Landkrieg auch auf den Flüssen der Armee zufiel, dem Kriegsministerium, weshalb die Ma­rineoffiziere der Flußgeschwader von Heeresoffizieren kontrolliert wurden. Erst im Herbst 1862 bereinigte der US-Kongreß die Si­tuation und unterstellte auch die Flußgeschwader der Marine (McPherson, a.a.O., S. 382).

 

zur Geschichte und den Schiffen der "Western Gunfloat Flotilla" auf den Flüssen des Westens und zum *Flußkrieg: vgl. Internetdatei, Archiv 9 Schiffe Western Gunboat Flotilla Nr. 1-4

 

 

Flußkrieg:

s. auch *Flußgeschwader, *Flußschiffe

 

Von *Cairo / Illinois (Karte bei Davis, Nr. 117 und 135) aus wurden mit den Flußgeschwadern die kombinierten Angriffe den Missis­sippi hinunter und den Tennessee und Cumberland hinauf vorgetragen (McPherson, a.a.O., S. 382). Gegen Invasionen auf dem Was­serweg verteidigte sich die Konföderation im wesentlichen mit Forts, von denen es besonders starke am Mississippi gab. In Colum­bus (Kentucky), nur 15 Meilen südlich von *Cairo gelegen, hatte General Leonidas Polk die Anhöhen mit 140 schweren Geschützen befestigt. Die Konföderation war mit Recht stolz auf dieses »Gibraltar des Westens«, an dessen Kanonen offenbar nichts, was schwamm, vorbeikam - nicht einmal »Pook's turtles«. Um aber auf jeden Fall sicherzugehen, befestigten die Südstaatler auf der 150 Meilen langen Strecke flußabwärts bis Memphis einige weitere Vorposten. Im Gegensatz zu diesen Gibraltars waren die Festungen, die knapp südlich der Grenze zu Kentucky den Tennessee und den Cumberland decken sollten, ungünstig gelegen, und Ende 1861 waren sie noch nicht fertiggestellt. Das mochte daran liegen, daß die Südstaatler ihr Hauptaugenmerk auf den Mississippi richteten, während der Tennessee und der Cumberland weniger wichtig zu sein schienen. Gerade sie verliefen aber durch eine der wichtigsten Agrar- und Industrieregionen der Konföderation, die sich durch Getreideanbau, Pferde- und Maultierzucht sowie Eisenproduktion auszeichnete. Die Eisenwerke von Clarksville am Cumberland standen, was den Süden betraf, an Bedeutung nur denen der Firma Tredegar Ironworks in Richmond nach, während das ebenfalls am Cumberland gelegene Nashville ein wichtiger Schießpulverprodu­zent und das Hauptnachschubdepot der konföderierten Streitkräfte im Westen war (McPherson, a.a.O., S. 383).

 

zur Geschichte und den Schiffen der "Western Gunfloat Flotilla" auf den Flüssen des Westens und zum *Flußkrieg: vgl. Internetdatei, Archiv 9 Schiffe Western Gunboat Flotilla Nr. 1-4

 

 

Flußschiffe:

s. auch *Flußgeschwader

 

Die Kanonenboote dieser Fluß-Marine waren das Werk von James B. Eads, dem Ericsson der Süßwassermarine. Eads, aus Indiana gebürtig, betrieb in St. Louis eine Schiffsbaufirma; im August 1861 verpflichtete er sich vertraglich, sieben Kanonenboote mit gerin­gem Tiefgang für den Einsatz auf Flüssen zu konstruieren. Diese Gefährte waren gegen Jahresende fertig und nahmen sich höchst un­gewöhnlich aus. Sie hatten einen flachen Boden, große Breite und Schaufelräder; Maschinenraum und Mannschaftsquartiere lagen unter einer schrägen Kasematte, die mit einer bis zu 2,5 Zoll dicken Eisenpanzerung verkleidet war. Diese vom Marinekonstrukteur Samuel Pook entworfene Kasematte erinnerte an einen Schildkrötenpanzer, weswegen man diesen Schiffen den Spitznamen »Pook's turtles« gab. Die formidablen, mit 13 Kanonen bestückten Fahrzeuge sahen zwar merkwürdig aus, waren aber den umgebauten Dampfern, die der Süden gegen sie aufbieten konnte, mehr als gewachsen (McPherson, a.a.O., S. 383).

 

zur Geschichte und den Schiffen der "Western Gunfloat Flotilla" auf den Flüssen des Westens und zum *Flußkrieg: vgl. Internetdatei, Archiv 9 Schiffe Western Gunboat Flotilla Nr. 1-4

 

 

Forts:

 

Literatur:

- **Frazer, Robert W.: Forts of the West: Military Forts ... West of the Mississippi River to 1898, Norman: University of Oklahoma Press, 1965

- **Grant, Bruce: American Forts Yesterday and Today. New York: E.P. Dutton & Co., Inc, 1965

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera G

 

 

Gatling Gun:

frühe Form des Maschinengewehrs; in der Mitte des Bürgerkriegs eingesetzt an wenigen Orten auf der Virginia Peninsula, setzte sich aber im Ordnance Department nicht durch (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 128).

 

 

Generale - CS:

zur Unterscheidung zwischen regulären und irregulären Generalen und zur Ernennungsprozedur; s.: Bruce S. Allardice: More Gene­rals in Gray (Louisiana State University Press, 1995); Bibliothek Ref MilAmerik37, Introduction, S. 1 ff.

 

 

Generalstab - CS:

1862 verabschiedete der CS-Congress ein Gesetz zur Schaffung eines CS-Generalstabs, dem Präsident Davis die Unterschrift verwei­gerte. Davis' Widerstand wurde damit begründet, daß ein solches Amt verfassungswidrig sei, da die Position des Generalstabschef ihm, Davis, von Verfassungs wegen zustehe und mit dem Amt des Präsidenten der CSA verknüpft sei (vgl. Marshall: Lee's Aide-de-Camp, a.a.O., S. 3). Dieser vorfall ist in Jefferson Davis: "Rise and Fall of the Conferate Government" nicht erwähnt. Auch in der vo­luminösen Correspondenz, die in "Jefferson Davis: Constitutionalist; His Letters, Papers and Speeches" abgedruckt ist, fehlt jeder Hinweis hierauf. Auch den Biographen von General Robert E. Lee ist der Vorgang entgangen, mit Ausnahme eines kurzen Hinweises in Long's "Memoirs of R. E. Lee". Das "Journal of the Congress of the Conferate States of America, 1861-65" berichtet in Band II S. 34, daß am 5.3.1862 das House of Representatives dem CS-Senat "An Act to create the office of Commanding General of the Armies of the Confederate States" übermittelte. Fünf Tage später ist ein Hinweis auf Gesetz mit demselben Titel enthalten (vol. II S. 47). Prä­sident Davis machte gegen das Gesetz von seinem Veto-Recht Gebrauch. Der Gesetzentwurf gründete auf der weit verbreiteten Mei­nung, daß Davis nicht Kompetent genug war, die Operationen der Army zu leiten. Diese Ansicht traf auf weitere Zustimmung nach dem Fall der Forts Henry und Donelson, was zu Kritik an der Amtsführung von Davis' führte. Es sei unmöglich, neben den Amts­pflichten des Präsidenten, auch die verschiedenen Armeen zu koordineren. Die Kritik nahm zu, nachdem General Lee als militäri­scher Berater von Davis' ausgeschieden und die Army of Northern Virginia übernommen hatte (vgl. Marshall: Lee's Aide-de-Camp, a.a.O., S. 4). Am 13.3.1862 schrieb Davis an W. M. Brooks, einem Richter in Alabama, und verteidigte sich in einem langen Brief gegen Vorwürfe, er führe den Krieg rein defensiv, führe seine Generäle am zu kurzen Zügel und betrachtete den Secretary of War als bloßen untergeordneten Angestellten (vgl. Marshall: Lee's Aide-de-Camp, a.a.O., S. 4, Anm. 2).

 

Robert E. Lee schreibt bereits am 12.6.1861 in einem Brief an seine Frau: "I have never heard of the assignment to which you refer of commander-in-chief of the Southern Army, nor habe I any expectation or wish for it. President Davis holds that position" (vgl. Marshall: Lee's Aide-de-Camp, a.a.O., S. 6 Anm. 4).

 

 

Georgia Militia:

++++Teilnahme an der Abwehr von Sherman's Angriff auf Atlanta; detachiert zu Jos. E. Johnston's Army of Tennessee; stand unter dem Kommando von Gen. Gustavus W. *Smith (Sherman, Memoirs Bd. 2 S. 9

 

 

Geheimdienst:

s. Secret Service

 

 

Geschütze, allgemein:

 

- Blakely 7.44:

Photo: Davis/Wiley, Photographic History, a.a.O., S. 58

 

 

- Ordnance Rifles

- Parrot Rifles

 

 

Geschütze, CS:

s. CS-Artillery

 

 

Geschlechtskrankheiten:

sie waren ein großes Problem; bei den US-Truppen litt jeder 12. Soldat an Veneral Diseases; bei den CS-Truppen sind keine Zahlen bekannt, es dürfte dort jedoch nicht anders gewesen sein (vgl. Farwell, Ball's Bluff, a.a.O., S. 33).

 

 

Grains:

a unit of mesure. Bullet weights in grains. There are 437,5 grains in an ounce

 

 

Grand Division:

s. auch *Armeegliederung

 

The Army of the Potomac underwent many structural changes during its existence. The army was divided by Ambrose Burnside into three grand divisions of two corps each with a Reserve composed of two more. Hooker abolished the grand divisions. Thereafter the individual corps, seven of which remained in Virginia, reported directly to army headquarters. (Joseph Hooker also created a Cavalry Corps by combining units that previously had served as smaller formations.) In late 1863, two corps were sent West, and—in 1864—the remaining five corps were recombined into three. Burnside's IX Corps, which accompanied the army at the start of Ulysses S. Grant's Overland Campaign, was added later (aus: https://en.wikipedia.org/wiki/Army_of_the_Potomac).

 

Burnside beabsichtigte mit der Einführung der Grand Division to reduce the number of subordinate Commanders through whom to transmit orders. The trouble was that Burnside din not know how to make the system work effectively. In the Fredericksburg Campaign he failed to recognize the grand divisions as autonomous wings; he issued anomalous orders which confused rather than helped his principals lieutenants (vgl. Stackpole: Chancellorsville, a.a.O., S. 29).

 

Gen. Joe Hooker beseitigte nach seiner Kommandoübernahme der Army of the Potomac die von seinem Vorgänger Gen. Ambrose Burnside etablierte 'Grand Division' (vgl. Stackpole: Chancellorsville, a.a.O., S. 14). Am 5.2.1863 he reverted to the former organization whereby the army commander would deal directly with seven infantry corps. Thus he eliminated one link in the chain of command and to that extend speeded up operations in the system of communications. For the best tactical results this was not a sound decision, while admittedly an administrative improvement. Hooker would have done better to habe retained the wing conception to make it a permanent part of the army organization, and reduce the number of corps by consolidation, as Grant was to do in the winter 1863/64. This would habe greatly increased the strength of the infantry divisions and made them comparable to the larger Confederate divisions (vgl. Stackpole: Chancellorsville, a.a.O., S. 30).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera H

 

 

Hampton's Legion:

++++South Carolina, Infantry 30th Virginia++++ (cavalry) +++klären aus Virginia oder South Carolina+++; vgl. zum Einsatz als In­fanterie in Antietam Venner S. 128 Anm. 77 und Internet-Datei Antietam Nr. !. S. 8 (Hampton's Brigade(; vgl. auch 1st *HamBull Run; vgl auch *Hampton, Wade; (+++zur Geschichte d. Aufstellung vgl. McPherson S. 307)+++++

 

Literatur:

- **Longacre, Edward G.: The Cavalry at Gettysburg. A tacitiel Study of mounted Operations during the Civil War's Pivotal Campaign, 9 June-14 July 1863, S. 27

 

 

Harper's Ferry Flintlock Musket:

zur Kritik wegen zu hohen Rückstoßes und schneller Erhitzung vgl. Gaff: If this is War, a.a.O., S. 145

 

 

Howitzer-Geschütze:

Als Howitzer (Haubitze) sind kurzrohrige Feld-Geschütze mit einer Pulverkammer m Geschützrohr, die bestimmt sind, große Projek­tile bei relativ kleiner Pulverladung bei einer höheren Flugbahn (als Kanonen) zu verschießen (Thomas, Dean S.: Cannons. An Intro­duction to Civil War Artillery, a.a.O., S. 2, 31). Haubitzen bildeten eine wertvolle Ergänzung des Artillerieparks bedeuteten. Mit ih­nen ließen sich Kugeln in flacher Flugbahn, aber auch im Bogen verschießen und dadurch auch verdeckte Ziele wirksam bekämpfen.

 

Reichweite:

- 12-pdr Howitzer: 1072 yards

- 24-pdr Howitzer: 1322 yards

- 12-pdr Mountain Howitzer: 900 yards

 

Howitzers konnten auch auf Schiffen oder Kanonenbooten installiert werden. Als Schiffsgeschütze konnten sie bei Landungsopera­tionen eingesetzt und auch angelandet werden.

 

Es gab eine Gebirgsausführung, den "Mountain Howitzer". Dieses Geschütz wog 231 Pounds und konnte von einem einzelnen Pferd auf der Straße gezogen, oder zerlegt und auf drei Maultiere verlastet tranportiert werden (vgl. Shea / Hess, Pea Ridge, a.a.O., S. 345 Anm. 16).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera I

 

 

Infanterie - Bewaffnung:

vgl. auchg *Schußweiten, Infanterie

 

Die Infanterie war Anfangs im Norden wie im Süden mit glattläufigen ("smoothbore") Musketen bewaffnet (vgl. Benson, Susan: Ber­ry Benson's Civil War; MitAmerik6, S.1).

 

 

Immortal Six Hundred:

In June of 1864, the Confederate Army imprisoned five generals and forty-five Union Army officers as human shields against federal artillery in the city of Charleston, South Carolina, in an attempt to stop Union artillery from firing upon the city. In retaliation, United States Secretary of War Edwin M. Stantonordered fifty captured Confederate officers, of similar ranks, to be taken to Morris Island, South Carolina, at the entrance to Charleston Harbor. The Confederates were only landed on Morris Island late in July of that year.

 

The premise of the Confederate demand started with the allegation that Charleston should not be shelled. The correspondence bet­ween Major-General John Foster, commanding the Federal Department of the South, and Major-General Samuel Jones, commanding Confederate Department of South Carolina, Georgia, and Florida, indicates the Confederates accepted the military nature of Charle­ston as a target. Soon the correspondence turned to an exchange of these high ranking prisoners. 

 

Instructions from the War Department reached Foster in late July, and he coordinated an exchange of the fifty prisoners on July 29. Exchange of the fifty officers actually took place on August 4, 1864.[3] However, at that time Jones brought 600 prisoners to Charle­ston, in part to press for a larger prisoner exchange. In retaliation for the treatment of Federal prisoners, Foster asked for a like num­ber of Confederate prisoners to be placed on Morris Island. These men became known in the South as the Immortal Six Hundred.

 

At one point General Foster planned an exchange of the six hundred, but it was stopped by General Grant who had previously termi­nated all prisoner of war exchanges due to the history of Confederate mistreatment of captured US colored troops and wrote, "In no circumstances will he be allowed to make exchanges of prisoners of war ."

 

The Confederate prisoners did not arrive on Morris Island until the first week of September 1864. During the first week of October 1864, Jones (under orders from Lieutenant-General William Hardee) removed the Federal prisoners from Charleston. Foster only re­moved the Confederate prisoners from Morris Island after being informed officially of the Federal prisoners' status. At that time the Immortal 600 were moved to Fort Pulaski. Three of the six hundred died from subsistence on starvation rations issued as retaliation for the conditions found by the Union at the Confederate prisons in Andersonville, Georgia, and Salisbury, North Carolina.

 

Upon an outbreak of yellow fever in Charleston, the Union officers were removed from the city limits. In response the Union Army transferred the Immortal Six Hundred to Fort Pulaski outside of Savannah. There they were crowded into the fort’s cold, damp case­mates. For 42 days, a "retaliation ration" of ten ounces of moldy cornmeal and half a pint of soured onion pickles was the only food issued to the prisoners. The starving men were reduced to supplementing their rations with the occasional rat or stray cat. Thirteen men died there of diseases such as dysentery and scurvy.

 

At Fort Pulaski, the prisoners organized "The Relief Association of Fort Pulaski for Aid and Relief of the Sick and Less Fortunate Prisoners" on December 13, 1864. Col. Abram Fulkerson of the 63rd Tennessee Infantry Regiment was elected president. Out of their sparse funds, the prisoners collected and expended eleven dollars, according to a report filed by Fulkerson on December 28, 1864.

Five later died at Hilton Head Island, South Carolina. The remaining prisoners were returned to Fort Delaware on March 12, 1865, where another twenty-five died.

 

A notable escape effort was led by Captain Henry Dickinson of the 2nd Virginia Cavalry. On the prisoner's journey to Fort Delaware, Dickinson organized a group of thirteen officers, including Colonel Paul F. DeGournay of the 12th Battalion, Louisiana Artillery and Colonel George Woolfolk, to try to escape from the gunboat. However, the effort failed when the captain of the ship noticed one of the 13 men was missing, leading the prisoners to the brig below the deck of the ship.

 

The prisoners became known throughout the South for their refusal to take the Oath of Allegiance under adverse circumstances. Southerners have long lauded their refusal as honorable and principled. However, it should be noted that Foster and other Federal lea­ders issued orders that no such oaths would be accepted in the case of the 600 prisoners, due to the circumstances of their captivity (aus: https://en.wikipedia.org/wiki/Immortal_Six_Hundred).

 

 

Iron Brigade:

einzige (in den ersten Jahren des Krieges) vollständig aus den West-Staaten rekrutierte Brigade der US-Armee, nach schweren Verlu­sten im weiteren Verlauf des Krieges aus Rekrutierungen aus allen Unionsstaaten aufgefüllt; US-Brigade unter Col. John Gibbon (Venner: 19th Indiana Infantry S. 18, 120), umfassend 19th Indiana Infantry, 2nd, 6th und 7th Wisconsin Infantry; ab Spätjahr 1862 auch die 24th Michigan (Venner, S. 35); unterstellt war die Battery B der 4. US-Artillerie; Gibbon's "Black Hats" (das aus Iren und Skandinaviern rekrutierte 2., 6., 7. Wisconsin und 19. Indiana), später als Iron Brigade (of the West) bekannt, bezahlte ihre Einsätze im Bürgerkrieg mit dem höchsten Blutzoll auf beiden Seiten der Front); (vgl. Längin S. 123; Venner, a.a.O., S. 69 u. 127/128 Anm. 69); aufgestellt am 1.10.1862 unter BrigGen Rufus King; ab Spätjahr 1862 wurde BrigGen. Solomon Meredith KGen der Brigade; US BrigGen. John Gibbon seit 19.5.1862 Kommandierender General 19th. Brig (Venner: 19th Indiana Infantry S. 18, 120).

 

Herkunft des Namens:

vgl. Report of the Indiana Antietam Monument Commission and Ceremonies of the Dedication of the Monument: Indiana at Antie­tam; Indianapolis, Ind.: The Aetna Press 1911 (This source includes the text of a letter from John B. Callis [7th wisconsin] who decri­bed the conservation between General McClellan and General Joseph Hooker [commanding the I Corps]. While watching the fight on South Mountain, McClelland is supposed to habe asked Hooker which men were fighting on the pike. Hooker replied: "General Gibbon's Brigade of Western men." McClelland aswered, „They must be made of iron." Hooker said, "By the Eternal, they are iron." Later, after the batttle, Hooker met McClellan at the top of South Mountain, and as the two looked out over the battlefield, sang out: "General McClellan, what do you think of my Iron Brigade?"

 

Brigade-Kommandeure:

- Rufus King

- John Gibbon (9.5.1862-4.11.1862)

- Solomon Meredith (5.11.1862-++++ vgl. Nolan/Vipont: Giants, S. x; Meredith war Brigadekommandeur in Gettysburg; vgl. Dawes, Service with the Sixth Wisconsin, a.a.O., S. 164; verwundet in Gettysburg; in seiner Abwesenheit kommandierte Col. W. W. Robin­son [7th Wisconsin] als dienstältester Offizier die Brigade; vgl. Dawes, a.a.O., S. 174])

- Lysander Cutler (seit März 1864-7.5.1864, vgl. Nolan/Vipond, Giants S. 115 Gaff, on many a bloody Fields, S. 200, 347)

- William W. Robinson seit 7.5.1864 (vgl. Gff, a.a.O., S. 347)

- Edward S. Bragg

 

Anm.:

zu den Verlusten unter den Field Officers in Gettysburg: vgl. Dawes, Service with the Sixth Wisconsin, a.a.O., S. 159

 

 

Brigadestab:

Brigade-Adjutant: John Woods (Venner S. 22; Venner, Anm. 6 S. 122; Zitat nach Gaff: Brave men's tears, a.a.O., S. 63)

 

 

Brigade-Truppen:

2nd Wisconsin Infantry

6th Wisconsin Infantry

7th Wisconsin Infantry

19th Indiana Infantry

24th Michigan Infantry (später zur Brigade gehörend)

Battery B, 4th US Light Artillery

 

Einsätze:

Gainesville (Brawner's Farm), Second Bull Run, South Mountain, Antietam, Fredericksburg, Fitzhugh Cossing, Chancellorsville, Gettysburgh, Mine Run, Wilderness, Laurel Hill, Spotsylvania, North Anna, Cold Harbor, Petersburg, Weldon Railroad, Hatcher's Run, Gravelly Run, Five Forks, Apoomattox (zu den Einsätzen vgl. Nolan, a.a.O. S. IX f; Internet Datei, Archiv 9 US-Truppenteile Brigaden)

 

Die Iron Brigade verlor in im Sommer 1862 innerhalb von drei Wochen 75% Casualties (Gaff, Alan D. u. Gaff, Maureen: The dread reality of war - Gibbon's Brigade, August 28-September 17, 1862; in Nolan, Alan T. and Vipond, Sharon Eggleston (Hrsg): Giants in their tall Black Hats - Essays on the Iron Brigade, Bloomington/Indiana 1998, Bibliothek Ref MilAmerik5, S. 68); vorausgegangen war ein hartes dreimonatiges Training nach der Übernahme des Kommandos durch BrigGen Gibbon am 9.5.1863.

 

Die schweren Verluste in Gettysburg (die Iron Brigade erlitt 65 % Verluste, dabei 9 von 14 Feld-Kommandeuren) erzwang die Auf­füllung der Brigade (meist mit "Nicht-Westernern") und eine weitgehende Neubesetzung der Kommandostellen. Dadurch änderte sich der Charakter der Brigade (Vipond, "A New Kind of Murder", S. 113). Hinzu geführt wurden:

 

- 167th Pennsylvania (16.7.1863)

 

Das Regiment gehörte nur vorübergehend ab 16..7.1863 zur *Iron Brigade (Vipond: "A New Kind of Murder", in: Nolan/Vipond: "Giants with their tall Black Hats, a.a.O., S. 113). Die Einheit war undiszipliniert, völlig unfertig und bestand aus im Osten rekrutier­ten Soldaten. Die Soladten mußten mit den Bajonett gezwungen werden zu marschieren. Sie wurden nach einigen Wochen ausge­tauscht und durch das angesehene 1st Battalion New York Sharpshooters ersetzt.

 

- 76th New York (nur einige Wochen im Frühjahr 1864

 

- 7th Indiana (bis Kriegsende

 

Gliederung ab 3.5.1864:

 

Brigadier Cen. Lysander Cutler: 4th Division, I st Brigade

 

- Lt. Colonel John Mansfield: Second Wisconsin

- Colonel Edward S. Bragg: Sixth Wisconsin

- Colonel Ira G. Grover: Seventh Indiana

- Colonel William W. Robinson; 7th Wisconsin

- Colonel Samuel J. Williams: Nineteenth Indiana

- Colonel Henry A. Morrow: Twenty-fourth Michigan

- Captain Volney J. Shipman: First New York Battalion Sharpshooters

- Lieutenant James Stewart: Battery B, Fourth U.S. Artillery

 

Literatur:

s. auch die Literaturangaben bei den einzelnen Offizieren, z.B. Dawes

- **Aubery, Cullen B. ["Doc"]. Echoes From the Marches of the Famous Iron Brigade. [Milwaukee, n.d.] Reprinted 1988. Gaithers­burg: Ron R. Van Sickle Military Books, 1988.

- **Beaudot, William K.H. and Herdegen, Lance J.: An Irishman in the Iron Brigade: The Civil War Memoirs of James P. Sullivan, Sergt. Company K, 6th Wisconsin Volunteers (New York: Fordham University Press, 1993)

- Beecham, Robert K.: "Adventures of a Iron Brigade Man" (paste-up series of articles appearing in "The National Tribune), Wa­shington D.C., 1902

- **Bond, R.W.: Pickett or Pettigrew, an historical essay, 2. Auflage 1888 (zu Iron Brigade in Get­tysburg)

- **Bragg, Edward S., and Jerome A. Watrous. "Reunion of the Iron Brigade - LaCrosse, August 7, 1883." N.p., n.d.

- **Cheek, Philipp and Pointon, Mair: History of the Sauk County Riflemen known as Company 'A', Sixth Wisconsin Veteran Volunteer Infantry 1861-1865 (Gaithersburg, Md.: Butternut Press, 1984. Reprint of 1900 edition by Philip Cheek)

- **Clarke, John (19th Indiana Infantry): "Capt. Clark's Report", Elkhart Review, 25.10.1862

- **Curtis, Orson B. History of the Twenty-Fourth Michigan of the Iron Brigade, Known as the Detroit and Wayne County Regiment. Detroit: Winn and Hammond, 1891.

- **Dawes, Rufus R.: Skirmishes of the Rappahannock and Battle of Gainesville, T.C.H. Smith Manuscript, Ohio Historical Society, Columbus Ohio

- **Dawes, Rufus R. "On the Right At Antietam." In Service with the Sixth Wisconsin Volunteers. Edited by Alan T. Nolan. Dayton: Morningside Press, 1984.

- **Dawes, Rufus R.: A Full Blown Yankee of the Iron Brigade: Service with 6th Wisconsin, Reprint 1962 der Originalausgabe Marietta / OH: E. R. Alderman, 1890, Bibliothek Ref MilAmerik5a

- Doubleday, Abner (Report of Gettyburg und die Iron Brigade in der Schlacht); in: Official Records, Volume 27, Part 1, 250

- **Dudley, William D.: The Iron Brigade at Gettysburg: Official Report of the Part Borne by the 1st Brigade, 1st Division, 1st Arma Corps, Army of the Potomac, In Action at Gettysburg, Pennsylvania, July 1st, 2d, and 3d, 1863; Cincinnati: Privately printed, 1879

- **Felton, Silas: The Iron Brigade Battery. An Irregular Regular Battery; in Nolan/Vipond, Giants in their Black Hats, a.a.O., S. 142 ff.

- **Gaff, Alan D. u. Gaff, Maureen: The dread reality of war - Gibbon's Brigade, August 28-September 17, 1862; in Nolan, Alan T. and Vipond, Sharon Eggleston (Hrsg): Giants in their tall Black Hats - Essays on the Iron Brigade, Bloomington/Indiana 1998, S. 67 ff.

- **Gaff, Alan D.: On many a Bloody Field. Four Years in the Iron Brigade, Bloomington Indiana: Indiana University Press 1996

- **Gaff, Alan D.: Brave Men's Tears: The Iron Brigade at Brawner's Farm (Dayton, Morningside House, Inc., 1988)

- **Gaff, Alan D.: If This Is War: A History of the Campaign of Bull 's Run by the Wisconsin Regiment Thereafter Known as the Rag­ged Ass Second Dayton: Morningside House, Inc., 1991

- **Gibbon, John: Personal Recollections of the Civil War, New York, G.P. Putnam's Sons 1928

- **Gramm, Kent: "They must be made on Iron". The Ascent of South Mountain; in: Nolan/Vipond: Giants in their Black Hats. Essays on the Iron Brigade, a.a.O, S. 13 ff.

- **Hennessy, John J.: Return to Bull Run (New York, Simon & Schuster, 1993)

- **Herdegen, Lance J. The Men Stood Like Iron. Bloomington: Indiana University Press, 1997.

- **Herdegen, Lance J., and William J. K. Beaudot. In the Bloody Railroad Cut at Gettysburg. Dayton: Press of Morningside Bookshop, 1990.

- Längin

- **Madaus, Howard: "The Uniform of the Iron Brigade." in: Herdegen, Lance J., and William J. K. Beaudot. In the Bloody Railroad Cut at Gettysburg (Dayton: Press of Morningside Bookshop, 1990), S. +++ergänzen+++

- **Meredith, Solomon: Manuscript, Indiana Historical Society, Indianapolis, Indiana

- **Meredith, Solomon: "Col. Meredith's Report"; Indianapolis Daily Journal, 11.9.1862 (zitiert nach Venner, a.a.O., S. 122 Anm. 2)

- **Nolan, Alan T.: The Iron Brigade. A Military History (First Indiana University Press Edition 1994, der Erstausgabe 1961)

- **Nolan, Alan T. and Vipond, Sharon Eggleston (Hrsg): Giants in their tall Black Hats - Essays on the Iron Brigade, Bloomington/In­diana 1998

- **Otis, George H.: The Second Wisconsin Infantry, ed. Alan D. Gaff (Morningside Bookshop 1984)

- Report of the Indiana Antietam Monument Commission and Ceremonies of the Dedication of the Monument: Indiana at Antietam; Indianapolis, Ind.: The Aetna Press 1911 (This source includes the text of a letter from John B. Callis [7th wisconsin] who decribed the conservation between General McClellan and General Joseph Hooker [commanding the I Corps]. While watching the fight on Southmountain, McClelland is supposed to habe asked Hooker which men were fightuing on the pike. Hooker replied: "General Gib­bon's Brigade of Western men." McClelland aswered, WThey must be made of iron." Hooker said, "By the Eternal, they are iron." Later, after the batttle, Hooker met McClellan at the top of South Mountain, and as the two looked out over the battlefield, sang out: "General McClellan, what do you think of my Iron Brigade?"

- **Smith, Donald L.: The Twenty-Fourth Michigan of the Iron Brigade. Harrisburg: The Stackpole Company, 1962

- US National Archives, Record Group 393, Records of US Army Continental Command, Gibbons Brigade, General Orders

- Venner, William Thomas: The 19th Indiana Infantry at Gettysburg, Bibliothek Ref MilAmerik4, S. 21-25

- **Vipond, Sharon Eggleston: "A new Kind of Murder," The Iron Brigade in the Wilderness; in: Nolan/Vipond: "Giants in their tall Black Hats", a.a.O., S. 113-141

- **Watrous, Jerome A.: Papers, State Historical Society of Wisconsin

- **Watrous, J[erome] A.: "Richard Epps and Other Stories," Milwaukee, 1906

- **Wilkeson, Frank: Recollections of a Private Soldier in the Army of the Potomac (New York 1887)

- **Zeitlin, Richard H.: In Peace and War. Union Veterans and Cultural Symbols - The Flags of the Iron Brigade; in: Nolan / Vipond, Giants with their tall Black Hats, a.a.O., S. 160-178

 

 

Ironclads:

Panzerschiffe; vgl. *USS Merrimac u. *USS Monitor; vgl. Archiv 9 Schiffe: Stichwort Ironclads

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera J

 

 

James-Rifled-Cannon:

eine 14-pdr (3,8-inch) rifled Cannon, entwickelt durch den Rhode Island Mlizi-General Charles T. James, im wesentlichen um die von ihm entwickelte Munition zu verschießen. Diese Geschütze wurden in den Jahren 1861 und 62 von der Ames Manufacturing Co., Chicpoee, Mass produziert. Zur Zeit des Todes von Gen. James im Oktober 1862 wurde die James Artilleriemunition nicht als hoch­wertig eingeschätzt (vgl. Thomas: Cannons, a.a.O., S. 42).

 

Reichweite: 1700 yards

 

 

Juden-Erlaß Grant's:

CS-Agenten wie Thomas H. *Hines waren dazu eingesetzt, Baumwolle in Mississippi zu kaufen, nach Norden durch die US-Linien zu schmuggeln und teuer in US-Währung zu verkaufen, um auf diese Weise Geldmittel für den Süden zu beschaffen (vgl. Tidwell, April 65. Confederate Covert Action, a.a.O., S. 65). Bereits Grant hatte diese Gefahr gesehen und versucht den Schmuggel zu unter­binden, u.a. durch seinen berüchtigten "Juden-Erlaß" Nr. 11 von 17.12.1862 (vgl. Catton, Grant Moves South, a.a.O., S. 347-356 ff., 353; Dana, Recollections, S. 18: Dana führt den Schmuggel nach seinen eigenen Erfahrungen im Baumwollhandel auf jüdische Händler zurück). Hintergrund war, daß jüdische Händler, vor allem das wohlhabende jüdische Handelshaus der Gebrüder Mack ver­suchten, die Verbindung zu Grant's alterndem Vater Jesse Grant ('Uncle Jesse') auszunutzen, um auf diese Weise eine Handelserlaub­nis für Baumwolle mit den CSA zu erschleichen und sich zusammen mit Grant's Vater in Hauptquartier von US Grant begaben, unter dem Vorschub Freunde von 'Uncle Jesse' zu sein (vgl. Miles: A River Unvexed, a.a.O., S. 236); als der Schwindel aufflog, erging Grant's General Order Nr. 11 vom 17.12..1862, der die Juden aus dem Department of the Tennessee ausschloß, war damals und ist heute umstritten (zur Diskussion vgl. Korn, Bertrand Wallace: American Jewry and the Civil War [Philadelphia, 1951]). Beide Häuser des US-Kongresses lehnten Anträge auf Verurteilung Grant's ab, der von U.S. Representative Elihu B. Washburne mit vollem Einsatz verteidigt wurde (vgl. Simon, John Y.: From Galena to Appomattox: Grant and Washburne; in: Journal of the Illinois State Historical Society, LVIII [Sommer, 1965]; S. 176-77).

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera K

 

 

Karten, militärische, allgemeines:

during the period of the Civil War map-making differed from nowadays. Instead of the neat contour lines delineating the slope and shape of hillsides nineteenth-century cartographers more often used what could be called the „fuzzy caterpillar“ approach to drawing mountains, hills and ridges. When well executed, such maps could give an excellent overall „feel“ for the terrain, and are in fact often easier to use for three-dimensional visualization than modern topographic conventions. But those maps never satisfactorily answered questions like „Where's the highest point on this ridge?“ or „Exactly which of these furry little brush strokes does the colonel want me to occupy, and how do I find it?“ (vgl Newton: McPherson's Ridge, a.a.O., S. 8-9).

 

 

Literatur:

- Aimone, Alan A und Barbara A.: A User's Guide, a.a.O., Kapitel: The OR Atlas, S. 18-27

- **Canan, H. V.: "Maps for the Civil War," Armor 65 (Sept.-Oct., 1965), S. 34-42

- "Civil War Maps," American Archivist, vol. 15, 1952, S. 267

 

 

 

Karten, militärische CS:

 

Literatur:

- Aimone, Alan A und Barbara A.: A User's Guide, a.a.O., Kapitel: The OR Atlas, S. 18-27

- **Campbell, Albert: "The Lost War Maps of the Confederates,"; Century Magazine, 35 (no. 3, 1888), S. 479-81

 

 

 

Karten, militärische US:

Die Potomac Army verfügte über keine geeigneten Karten von Pennsylvania (!), weshalb Chef Topograph und Chief Engineer MajGen Gouverneur Kemble *Warren seinen Untergebenen Lt. Washington A. *Roebling nach Trenton, New Jersey schicken mußte, dessen Vater John Roebling eine topographische Karte von Pennsylvania besaß (vgl. Sauers: Gettysburg. The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 12 und S. 28 Anm. 165; Steinman, D. B.: Builders of the Bridge: The Story of John Roebling and his Son [New York: Harcourt, Brace, 1945] S. 258; McCullough, David: The Great Bridge [New York: Simon and Schuster, 1972] S. 86; s. auch *Warren, Gouverneur Kemble).

 

Captain William H. *Paine, Engineer im Stab der Potomac Army, Abteilung Engineers unter General Gouverneur Kemble *Warren begleitete General Meade nach der Ankunft westlich des Schlachtfeldes auf einem ersten Erkundungsritt, der auf den Cemetary Hill und dann entlang der Frontlinie bis an den Rand des Little Round Top führte (vgl. Pfanz: Gettysburg. The Second Day, a.a.O., S. 58; Paine, William H.: Brief an Col. Meade vom 20.5.1866; OR 27 [1]: 349). Paine war ein sehr schneller und ausgezeichneter Topograph. Er legte eine Schreibunterlage auf seinen Sattel und zeichnete im Reiten. Er besaß gute Kenntnisse des lithographischen Prozesses und hatte seine Mitarbeiter hierin geschult. So konnte er eine Karte innerhalb eines Tages produzieren, wozu andere Kartographen 3 Wochen benötigten (vgl. Sauers: The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 167 Anm. 6). Paine zeichnete am frühen Morgen des 2.7.1863 eine Karte der US-Stellungen und des Geländes von Gettysburg bei Meade's ersten Erkundungsritt am frühen Morgen noch vor Sonnenaufgang, die kopiert wurde und den Corps-Kommandeuren, die keine Karten besassen (!), zur Verfügung gestellt wurde (vgl. Sauers: The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 30 und S. 167 Anm. 6). Die Potomac Army verfügte über keine geeigneten Karten von Pennsylvania (!), weshalb *Warren Lt. Washington A. Roebling nach Trenton, New Jersey schicken mußte, dessen Vater John Roebling eine topographische Karte von Pennsylvania besaß (vgl. Sauers: Gettysburg. The Meade-Sickles Controversy, a.a.O., S. 12 und S. 28 Anm. 165; Steinman, D. B.: Builders of the Bridge: The Story of John Roebling and his Son [New York: Harcourt, Brace, 1945] S. 258; McCullough, David: The Great Bridge [New York: Simon and Schuster, 1972] S. 86; s. auch *Warren, Gouverneur Kemble).

 

 

 

Kavallerie:

Die Kavallerie diente der Armee in der Mitte des 19. Jh. in verschiedenen taktischen und strategischen Rollen. Sie konnte dem Feind physische und psychologische Schläge verteilen. Die Kavallerie konnte in 6 Arten die Armee unterstützen (vgl. Longacre, The Caval­ry at Gettysburg, a.a.O., S. 23) :

- Schlachtkavallerie

- Aufklärung

- Bekämpfung und Verhinderung feindlicher Aufklärung

- Verzögerung

- Verfolgung

- Durchführung von Raids

 

Mitte des 19th Jh. versah die Kavallerie unterschiedliche strategische und taktische Aufgaben: sie ermöglichte dem Befehlshaber auf dem Schlachtfeld schnellen und mobilen Einsatz, Fernaufklärung, und Kraft zum Durchbruch an entscheidener Stelle im Gefecht. Durch hohe Geschwindigkeit fähig zu unerwartetem überraschendem Zuschlagen, führte ihr Einsatz zu physischem und psychologi­schen Folgen für den jeweiligen Gegner. Ihre hohe Mobilität ermöglichte es der Kavallerie, in der Unterzahl gegen einen überlegenen Feind das verzögerte Gefecht zu führen, wodurch dem Truppenführer Zeit und Raum zum Einsatz von Infanterie und Artillerie gege­ben wurde. Ihre bedeutendste Rolle als "Antenne der Armee" lag jedoch in der Fernaufklärung (Longacre, a.a.O., S. 23). Der Kaval­lerie kamen sechs unterschiedliche Aufgaben im Einsatz zu:

 

- Unterstützung der Infantrie in der Offensive der Schlacht

- Fernaufklärung

- Abwehr feindlicher Aufklärung

- Führung des verzögerten Gefechts

- Verfolgung des Feindes

- Führung von Raids zur Unterbrechung von Versorgung

und Verbindungen des Feindes

- Einsatz als Melder, Eskorte, Schutz detachierter Posten

 

1864 waren 10% der Streitkräfte Kavallerietruppen (Evans, David: Sherman's Horseman. Union Cavalry Operations in the Atlanta Campaign, 1996, Bibliothek Ref MilAmerik7, S. xvii). Die Soldaten der Kavallerie waren hastig rekrutiert, unterschiedlich bewaffnet und oft miserabel beritten. Die meisten Regimenter erschienen an der Front mit wenig oder keiner Ausbildung und wurden verteilt auf die Infanterieeinheiten als Kuriere, Scouts oder Begleit-Einheiten. Erst als ab Sommer 1862 begonnen wurde, die Kompanien und Bataillone wieder in Regimentern, Brigaden und Divisionen zusammenzufassen, zeigte die Kavallerie wieder Perspektiven (Evans, David: Sherman's Horseman. Union Cavalry Operations in the Atlanta Campaign, 1996, Bibliothek Ref MilAmerik7, S. 2).

 

Jede Kavallerie-Division bestand aus 2 oder 3 Brigaden, jede Brigade umfaßte 3 oder vier Regimenter Kavallerie oder berittene In­fantrie. Nur ein Kavallerieregiment, das 4th US Cavalry, gehörte der regulären (Vorkriegs-) Armee an, die übrigen Regimenter waren Freiwilligen-Regimenter, welche erst im Civil War aufgestellt worden waren. Jedes Kavallerieregiment war in 12 Kompanien unter­teilt (Numerierung A-M), die berittenen Infanterieregimenter besaßen 10 Kompanien (Numerierung A-K; die Nummer 'J' war aufgrund einer alter Armee-Tradition nicht vergeben: Ausnahme die 1st Kentucky Kavallerie mit der Numerierung A-J; vgl. Evans, S. 3).

 

At full strength, a cavalry company consisted of a captain, a first lieutenant, second lieutenant, first sergeant, quartermaster sergeant, commissary sergeant, five sergeants, eight corporals, two buglers, two farriers or blacksmiths, one saddler, two wagoneers, and at least sixty, but no more than seventy-eight, privates, but after three years of war, it was a rare company that could muster even forty officors and men (Evans, a.a.O., S. 3.

 

Mounted infantry companies were organized along similar lines (Evans, a.a.O., S. 3).

 

Kavallerieangriffe auf Infanterie war für die Kavallerie gefährlich, falls die Infanterie ein Rechteck zur Verteidigung bilden konnte, bei dem die erste Reihe das Bajonett einsetzte. Versuche die Kavallerie mit Lanzen auszurüsten (während der Seven Days war ein Penn­sylvania Cavalry Regiment mit Lanzen ausgerüstet), um diesen Bajonett-Sperriegel zu durchbrechen waren erfolglos (vgl. Cat­ton: Reflections, a.a.O., S. 130/131).

 

Kavallerieangriffe auf geschlossene Infanterie-Formationen wurden deshalb bald nach Kriegsbeginn aufgegeben. Die Kavallerie wur­de zum Scouting, skirmishing, zur Bildung eines Schleiers vor den eigenen Truppen und zur Einkreisung eingesetzt (vgl. Catton: Re­flections, a.a.O., S. 131)

 

 

Kavallerie (CS-Cavalry):

die CS-Army stellte je ein Cavalry Regiment auf 5 Infanterieregimenter auf, nur Texas stellt mehr Cavalry-Einheiten als Infantry auf (vgl. Hale: Third Texas Cavalry, a.a.O., S. 5)

 

Die Kavalleristen kamen meist aus den wohlhabenderen Schichten, da sie ihre Ausrüstung einschließlich der Pferde selbst bezahlten (vgl. Hale: Third Texas Cavalry, a.a.O., S. 5/6)

 

Literatur:

- **Oates, Stephen B.: Confederate Cavalry West of the River. Austin, 1961

 

 

Kolonne als Angriffsform:

die Kolonne war eine Entwicklung aus den napoleonischen Kriegen; sie verband Stoßkraft durch tiefe Gliederung und bot der ver­teidigenden Linie nur geringes Ziel; ihr Nachteil lag in der Dauer, die ihre Aufstellung benötigte und die brachte nur wenig Feuer­kraft in die Angriffsspitze

 

Literatur:

- Luvaas: The Military Legacy of the Civil war, a.a.O., S. 2

 

 

Kartätsche:

s. Canister Shot

 

 

Korruption:

die schlechte Versorgungslage der Army of the Potomac 1862/63 war in Teilen auf Korruption im Commissary Department zurückzu­führen, with thieving quartermasters lining their pockets by the private sale of 'extras' from the warehouses (vgl. Sears: Chancellors­ville, a.a.o., S. 15-16).

 

McPherson ("Für die Freiheit sterben", a.a.O., S. 215) weist dagegen daraufhin, daß John Buchanan *Floyd (Secretary of War in der Regierung Buchanan von 1857 bis 29.12.1860) bereits 1860 in Untersuchungen wegen Korruption und Amtsmißbrauch verwickelt war, da er Regierungseigentum weit unter Wert an ein Konsortium seiner Busenfreunde verkauft und als Kriegsminister Schmiergeldrech­nungen abgezeichnet hatte, die dem Kriegsministerium von einem in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Bauunternehmer vor­gelegt worden waren, der seinerseits diese quittierten Rechnungen als Bürgschaft für Bankdarlehen und Wertpapiere eines vom In­nenministerium eingerichteten Treuhandvermögens für die Indianer verwendete. Floyd's Mitschuld war zwar schon teilweise vor der Präsidentschaftswahl aufgedeckt worden, in vollem Umfang kam sie jedoch erst im Rahmen der Korruptionsuntersuchungen im De­zember 1860 ans Licht im Rahmen des jetzt laufenden Präsidentschaftswahlkampfs, bei dem die Demokraten unter Präsident Bucha­nan den Republikanern Wahlkampfmunition lieferten. Buchanan bot seinem Kriegsminister daraufhin Straffreiheit für den Fall seines freiwilligen Rücktritt an. Floyd erklärte sich daraufhin zum Sezessionisten und kehrte in seinen Heimatstaat Virginia zurück.

 

Charles Anderson *Dana (Assistant US-Secretary of War) wurde im Mai 1862 vom Kriegsministerium mit der Leitung der Untersu­chung gegen Capt. Reuben B. *Hatch beauftragt, den der Korruption verdächtigten Assistant Quartermaster in Cairo (vgl. Potter, Sul­tana, a.a.O., S. 37, 39; vgl. Dana: Recollections, S. 11). Hatch war Chef der Quartermasterabteilung des Department of Mississippi im April 1865. In der Vorkriegszeit war Hatch Kaufmann in Griggsville /Ill. bei Springfield. Im Alter von 41 Jahren trat Hatch als Volunteer am 25.4.1861 in die US Army ein, und wurde enlisted als 1st Lieutenant der 8th Illinois Infantry und Regimental Quarter­master. Bereits im Mai 1861 wurde er Assistant Quartermaster in Cairo. Die Quartiermacherabteilungen dienten der Versorgung der Armee und als waren die Storekeepers der Army. Da die Abteilung große Geldsummen kontrollierten, nutzten viele Soldaten die Möglichkeit zur persönlichen Bereicherung und lie­ßen sich bei der Auftragsvergabe bestechen (vgl. Potter, Sultana, a.a.O., S. 32; Dana, Recollections, S. 11; Salecker: Sultana, a.a.O., S. 29). Potter führt als Beispiel einen Fall während Grant's Campaign von 1861 an, bei der LtCol. (damals Captain) Reuben B. Hatch sich bei der Bestellung von großen Holzmengen bestechen ließ (Potter, a.a.O., S. 32; sog. Cairo Fraud Reports = United States House of Representatives, 37th Congress, 2nd Section, House Reports, part 2, p. 1090 und p. 1130; vgl. Hatch Records: Military Records of Col. Reuben B. Hatch, Records of the Adjutant General's Office, Record Group 94, National Archives, Washington D.C.); Charles A. Dana war Mitglied der Untersuchungskommission gegen Hatch (vgl. Dana, a.a.O., S. 11).

 

Nachdem die Untersuchung weitere Fälle von Betrug und Bestechlichkeit durch Hatch ergeben hatten, war die US-Army entschlos­sen, gegen Hatch Anklage zu erheben und das Verfahren vor das Kriegsgericht zu bringen. Dies scheiterte auf Anweisung von Präsi­dent Lincoln, der mit dem Bruder von Hatch, dem Illinois Secretary of State O.M. *Hatch gut bekannt war (vgl. Potter, a.a.O., S. 36; Salecker, a.a.O., S. 30/31).

 

Der frühere US-BrigGen Edward Moody *McCook war nach dem Krieg zweimal Gouverneur des Colorado-Territoriums bevor ihn eine Anklage wegen Korruption aus dem Amt jagte (Evans, Sherman's Horsemen, S. 220).

 

 

Kriegsdauer:

sowohl im Norden wie im Süden gingen die meisten von einer kurzen Kriegsdauer aus, der nach einer einzigen Entscheidungs­schlacht beendet würde (Eisenschimmel, The Hidden Face of the Civil War, a.a.O., S. 13). Lincoln war einer der wenigen, die den vorherrschenden Optimismus nicht teilten und einen land andauernden Kampf einkalkulierten (Eisenschimmel, a.a.O., S. 13; Schurz: Reminiscenses II, 229).

 

 

Kriegsziele – CS:

 

Literatur:

- **Nolan, Alan: „R. E. Lee and July I at Gettysburg; in: Gallagher, Gary W. (ed.): The First Day at Gettysburg. Essays on Confederate and Union Leadership (Kent State University Press 1993) Mil-Amerik50/16a, S. 4-5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera L

 

Lanier Guards:

CS-Einheit aus Baltimore / Maryland (!); aufgestellt und auf eigene Kosten ausgerüstet durch den wohlhabenden Kaufmann George Lanier aus Baltimore; diese traf am 23.4.1861 in *Harper's Ferry ein. Ihre Waffen transportierten sie, als Trauergemeinde getarnt in einem Sarg nach Harpers Ferry (vgl. Confederate Veteran Vol. I 1893, S. 103).

 

 

"Lost Order" Debatte:

"The Lost Order" ist Lee's Gesamtbefehl Nr. 191 vom 9.9.1862 für die Maryland Campaign, der in die Hände der US-Truppen fiel (der Befehl ist veröffentlicht in Cannan, Antietam, a.a.O., S. 63-64).

 

Am 12.9.1862 rückte das 27th Indiana Infantry Regiment in das nach Räumung der CS-Truppen während Lee's Maryland Campaign frei gewordene *Frederick City / Maryland ein. Sergeant *Bloss und Corporal Barton W. Mitchell fanden hierbei - verwendet als Ein­wickelpapier für drei Zigarren - Lee's Gesamtbefehl Nr. 191 vom 9.9.1862 für die Maryland Campaign, der an CS-MajGen D. H. *Hill adressiert war (Anm. das Begleitschreiben von General Alpheus S. *Williams an das Headquarter der Army of the Potomac er­wähnt als Finder nur Corporal Mitchell, nicht aber Sergeant Bloss; vgl. Sears, Landscape Turned Red, a.a.O., S. 350; McClellan Pa­pers, a.a.O., reel 31). Der Befehl enthielt nicht nur die Operationsabsicht und den Operationsplan für Lee's Army, sondern auch die genauen Standorte der Truppen (vgl. Sears: Landscape Turned Red, a.a.O., S. 112; *Colgrove, Silas: The Finding of Lee's Lost Or­der; Battles & Leaders II 603; *Bloss, John M.: "Antietam and the Lost Order," War Talks in Kansas, Kansas Commandery of the Military Order of the Loyal Legion, I, S. 84-88; Datzman, Richard Carroll: "Who found Lee's Lost Order?" [1973]). Der Befehl wur­de vom Regimentskommandeur Silas *Colgrove, der die Bedeutung des Fundes erkannt hatte, direkt an das XII Army Corps weiter­geleitet. Im Stab des XII Army Corps prüfte Col Samuel E. *Pittman den Befehl und erkannte dessen Authentizität. Der Befehl war von Lee's AAG, Robert H. *Chilton, ausgefertigt und unterzeichnet. Pittman, der in der Vorkriegszeit zusammen mit Chilton Offizier der US-Army gewesen war, kannte Chilton und dessen Handschrift genau und konnte daher die Echtheit bestätigen (vgl. Sears, a.a.O., S. 113). Pittman unterrichtet sogleich BrigGen Alpheus S. *Williams, der in Abwesenheit des Corpskommandeurs Joseph K. F. *Mansfield, das XII Army Corps führte. Dieser ließ die "Lost Oder" sofort zum Hauptquartier der Army of the Potomac überbrin­gen, versehen mit einem Begleitschreiben über Fundort, Fundumstände und Angaben zur Authentizität (vgl. Sears, a.a.O., S. 113; ).

 

McClellan, der Oberbefehlshaber der Army of the Potomac, hatte zuvor weder genaue Kenntnis von Lee's Absichten, noch von des­sen Aufstellung, da die CS-Cavalry unter JEB Stuart es verstanden hatten, diese zu verschleiern. McClellan erkannte den Schwach­punkt von Lee's Aufstellung (Karte bei Sears, a.a.O., S. 98), die in der Dislozierung der Army Corps bestand. Lee hatte darauf ver­traut, daß McClellan wie üblich nur sehr langsam vorgehen werde, und hatte deshalb unterstellt, es sei genügend Zeit vorhanden, um während McClellan's Vorrücken zwischenzeitlich Harper's Ferry zu erobern, und erst dann seine Truppen gegen McClellan's Army of the Potomac zu konzentrieren. Gegen diese Strategie hatte James *Longstreet erfolglos protestiert (vgl. Sears, a.a.O., S. 96).

 

McClellan konnte nun die entsprechenden Angriffsbefehle geben, die er allerdings mit der üblichen Verzögerung umsetzte, wodurch letztendlich der Überraschungsmoment verspielt wurde (vgl. Sears, a.a.O., S. 117).

 

Lee wurde schon kurz darauf davon unterrichtet, daß etwas Bedeutendes im Headquarter McClellan's geschehen war. Als McClellan die "Lost Order" erhielt, verhandelte er gerade mit einer Delegation aus Frederick City wegen der Unterbringung der US-Truppen. Bei Erhalt der Nachricht unterbrach McClellanm das Gespräch, hob die Hände und reif: "Now I know what to do!" Dann brach er die Verhandlung mit den Einwohnern ab (vgl. Sears, a.a.O., S. 113, 350). Unter der Delegation befand sich ein sezessionistisch gesinnter Bürger von Frederick. Dieser Amateur Spion nahm anschließend Kontakt zu den Stuart's CS-Cavalry auf und berichtete von McClel­lan's Verhalten und dessen plötzlicher Sicherheit des Handelns (ob Lee überhaupt etwas erfuhr und die Frage des Wie und durch wel­che Quelle ist umstritten: vgl. Sears, a.a.O., S. 350-51; Freeman: R. E. Lee, a.a.O., vol.II S. 369 Anm. 72 mwN). Der Bericht über den zivilen Besucher in McClellan's Hauptquartier ist in zwei Memoranda über Gespräche mit Lee beschrieben (vgl. Allan, William: Bericht vom 15.2.1868, in: William Allan Paers, Southern Historical Collection, University of North Carolina, zitiert bei Freeman, Lee's Lieutenants II S. 716-21; Allan, William: The Army of Northern Virginia in 1862, a.a.O., S. 345; Bridges, Hal: " A Lee Letter on the 'Lost Dispatch' and the Maryland Campaign of 1862," Virginia Magazine of History, LXVI [April 1958] S. 165; Sears, a.a.O., S. 385 Anm. 14).

 

McClellan berichtete im Frühjahr 1863 über den Fund dem Joint *Committee of the Conduct of the War (Sears, a.a.O., S. 114; Report of the Joint Committee, I, S. 439; McClellan Papers, reel 31). Dieser Bericht wurde veröffentlicht. Die Informationen gelangten an CS-Zeitungen, die daraufhin CS-MajGen Daniel Harvey *Hill öffentlich kritisierten. Hill widersprach energisch und gab an, daß die verlorene Ausfertigung des Befehl ihn nicht erreicht hatte. Hill hatte nämlich über Stonewall Jackson eine Abschrift erhalten, unter dessen Befehl er damals stand (vgl. Sears, a.a.O., S. 114; Hill, D. H.: "The Lost Dispatch," in: The Land We Love, IV [Febraurs 1868] S. 270-84; Hill, D. H.: "The Lost Dispatch," in: Southern Historical Society Papers, XIII [1885] S. 420-23 ).

 

Die Frage, wer Lee's Befehl auf der Wiese bei Frederick verloren hat und die Auswirkungen von Verlieren und Auffinden waren lan­ge Zeit Gegenstand von Debatten bei der historischen Erforschung (vgl. Sears, a.a.O., Appendix I, S. 349 ff). Hill's Angaben, er habe die Ausfertigung des Befehls persönlich nicht erhalten, sondern nur diejenige auf der üblichen Befehlskette über Stonewall Jackson, dürften zutreffen (vgl. Sears, a.a.O., S. 349). Hill vermutete, es sei Verrat im Spiel. Es war wohl Nachlässigkeit im Spiel, wobei die Verantwortlichkeit ungeklärt ist. Lee's Headquarter-Abteilung unter Chilton führte kein Postausgangsbuch, sodaß Chilton nicht mit Bestimmtheit angeben konnte, den Befehl direkt an D. H. Hill's Stab versandt zu haben. Chilton verstarb 1879. Die genauen Fund­umstände und die Verwendung des Befehl zum Einwickeln von Zigarren wurden erst 1886 bekannt, durch *Colgrove's Schilderung vom 24.6.1886 in Battles & Leaders, Vol. II, S. 603 (vgl Sears, a.a.O., S. 349). Vermutlich hat jemand aus Hill's Stab die Nachlässig­keit begangen und den Befehl zum Einwickeln von Zigarren verwendet, da er wußte, daß der Befehl über Stonewall Jackson bereits an Hill gegangen war, und die "Zweitschrift" aus Lee's Headquarters nicht mehr benötigt würde (Sears, a.a.O., S. 349).

 

Literatur:

- Allan, William: Bericht vom 15.2.1868, in: William Allan Papers, Southern Historical Collection

- Allan, William: The Army of Northern Virginia in 1862, a.a.O., S. 345

 

- **Bridges, Hal: " A Lee Letter on the 'Lost Dispatch' and the Maryland Campaign of 1862," Virginia Magazine of History, LXVI [April 1958] S. 165

- *Chilton, Robert H.: Brief an Jefferson Davis vom 8.12.1874

- **Colgrove, Silas: The Finding of Lee's Lost Order; B&L, a.a.O., vol. II, S. 603

- Datzman, Richard Carroll: "Who found Lee's Lost Order?" (1973); in: Antietam National Battlefield, Sharpsburg / Maryland, Ma­nuscript Collections

- **Hill, D. H.: "The Lost Dispatch," in: The Land We Love, IV (February 1868) S. 270-84

- **Hill, D. H.: "The Lost Dispatch," in: Southern Historical Society Papers, XIII (1885) S. 420-23

- Longstreet, James: From Manassas to Appomattox, a.a.O., S. 212 ff

- **McClellan, George B.: Papers. Manuscript Division, Library of Congress, reel 31

- Report of the Joint Committee, I, S. 439

- **Rowland, Dunbar (ed.): Jefferson Davis, Constitutionalist: His Letters, Papers and Speeches. 10 vols (Jackson: Mississippi Depart­ment of Archives and History, 1923), Vol. VII, S. 412-13

- Sears: Landscape Turned Red, a.a.O., S. 112-13, 114, 349 ff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera M

 

Major Generals:

es gab im Civil War insgesamt 104 Major Generals (Hearn, a.a.O., S. xix)

 

 

Maps:

s. Karten, militärische

 

 

 

McDowell Inquiry:

Wegen seiner Führung in 2nd Manassas wurde auf McDowell's eigene Bitte an den Präsidenten (Brief McDowell's an Lincoln vom 6.9.1862, abgedruckt bei OR I 12/1 S. 39) ein Militärgerichtsverfahren von Nov 1862 bis Febr. 1863 durchgeführt; zum McDowell Court of Inquiry: vgl. OR Ser. I Vol 12/1 S. 36 ff; Mitglieder des Militärgerichts: MajGen Cadwalader; BrigGen John Martindale, BrigGen James H. Van Alen; LtCol Louis H. Pelouze (Protokollführer)

 

Das Verfahren umfaßte folgende Zeiträume:

- Divisionskommandeur unter McClellan vom 24.8.1861-13.3.1862

- I Army Corps, Army of the Potomac, 13.3.1862-4.4.1862

- Department of the Rappahannock, 4.4.1862-26.6.1862

- 3rd Army Corps, Army of Virginia unter MajGen Pope vom 26.6.1862-6.9.1862

 

 

Militärbeobachter, ausländische:

Die ausländischen Militärbeobachter des Bürgerkriegs konnten sich weitgehend umfassend informieren, da es ihnen ggü. kaum Ge­heimhaltung gab (vgl. Luvaas, a.a.O., S. 11)

 

Britische Beobachter waren:

- Captain F. *Beaumont; britischer Captain der Royal Engineers und britischer offizieller Beachter während der Peninsular Campaign (vgl. Luvaas: The Military Legacy, a.a.O., S. 23)

- LtCol Henry Charles *Fletcher (privater inoffizieller Beobachter)

- LtCol James Arthur Lyon *Fremantle (privater inoffizieller Beobachter)

- Marquis of Hartington (liberaler Abgeordneter im britischen Parlament; vgl. Luvaas, a.a.O., S. 18-20) (privater inoffizieller Beob­achter)

 

 

Preußische Beobachter waren:

- Justus *Scheibert

- Viktor Ernst Karl Rudolf von *Scheliha

 

Die ausländischen Militärbeobachter des Bürgerkriegs konnten sich weitgehend umfassend informieren, da es ihnen ggü. kaum Ge­heimhaltung gab (vgl. Luvaas, a.a.O., S.

 

Literatur:

- Luvaas: The Military Legacy, a.a.O., S. 7 ff

 

 

Military Gazette:

konservative amerikanische Militärzeitung, das offizielle Organ der New York State Militia (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 60, 94)

 

 

Miliz-Einheiten, Militia:

s. auch *Minutemen;

s. auch *Georgia Militia

 

Die Milizeinheiten waren neben den wenigen regulären Regimentern die Keimzelle der Nordstaaten und Südstaatenarmee. Deren Aufstellung erfolgte im wesentlichen wenige Monate vor Kriegsausbruch (zu ihrer Ausstellung instruktiv: Stone, Washington in the Eve of the War; in: Battles and Leaders Vol. I, S. 11 f., der damalige Col. und spätere BrigGen Stone stellte als Inspector-General des Bezirks Columbia / Washington / DC ab Januar 1861 33 Miliz-Kompanien auf). Die vorher vorhandenen Milizeinheiten waren eher folkloristische oder politische, nicht kampftgedrillte Organisationen (Hattaway/Jones: How the North Won, a.a.O., S. 10).

 

Bei den Freiwilligen-Regimentern war es üblich, daß die Freiwilligen ihre Offiziere, die Offiziere ihren Regimentskommandeur selbst wählten, was die Nordarmee bis 1863 praktizierte. Die Benennung der Regimenter erfolgte in der Reihenfolge ihrer Aufstel­lung.

 

In den USA war in den 50er Jahren anstelle des Pflichtdienstes in der Armee für alle Männer das Freiwilligenkonzept getreten. Über­all entstanden daraufhin freiwillige Milizkompanien mit charakteristischen Namen (z.B. Fire Zouaves, Palmetto Guards, Lexington Wild Cats, Jasper Greens, Floyd Rifles u.a.). Die Ausbildung war sehr unterschiedlich, viele verbrachten mehr Zeit im Wirtshaus als auf dem Exerziergelände. Doch waren es gerade diese Milizeinheiten, die im Norden wie im Süden als erste dem Mobilmachungs­aufruf folgten (McPherson S. 305/306).

 

Am Anfang des Krieges wurden während der Aufstellung der Regimenter auch die Soldaten gewählt, die sich um die Aufnahme in ein Regiment bewarben (vgl. Adams: 19th Mass. Infantry, a.a.O., S. 5)

 

Die USA benutzen für die Milizen ein regionales Departmental System, das von Kriegsminister Calhoun geschaffen und von Kriegs­minister Jefferson Davis modifiziert wurde. Kommandeur jedes Regional Departments war ein Colonel oder General (oft Brevet Ge­neral), der alle im Department befindlichen Offiziere, gleich welchen Rangs, kommandierte. Die Folge waren weit verstreute einzel­ne Kompanien von je 80 Mann, jedes Regiment umfaßte 25 Kompanien. Die Regimenter existierten deshalb nur auf dem Papier ohne einen Kommandostab (Hattaway/Jones: How the North Won, a.a.O., S. 10).

 

zur Kritik am Milizsystem:

- Hattaway/Jones: How the North Won, a.a.O., S. 10

 

Im Frühling 1863 war MajGen Robert C. *Schenck Kommandeur des Middle Military Department (VIII Corps), das sich vom Delaware zum Ohio erstreckte. Das Department verfügte über 33000 Soldaten, bei denen es sich allerdings meist um rückwärtigen Einheiten und keine Kampfeinheiten handelte. Die Truppenkonzentration bestand um Harper's Ferry, eine weitere um Winchester/Shenandoah. Das Department war für eine effektive Führung viel zu groß. Deshalb wurde beschlossen, das Middle Military Department aufzulösen und zwei kleinere neue Departments zu bilden, die allerdings aus Milizeinheiten bestehen sollten (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 61).

 

Kriegsminister Stanton hatte wenig Vertrauen in das traditionelle Milizsystem. Anläßlich des bevorstehenden CS-Vorstosses nach Norden im Frühsommer (Gettysburg Campaign) stand die US-Regierung vor der Aufgabe, Gen. Hooker's Truppen in Virginia zu ver­stärken, was nur durch Entblößung der Verteidigung Washingtons möglich gewesen wäre. Bei einem Treffen zwischen Lincoln, Stan­ton und Pennsylvania Governor Andrew G. Curtin am 28. oder 29.5.1863 in Washington schlug Stanton Neuerungen dahin vor, eine neue Miliz unter der Kontrolle der US-Bundesregierung aufzustellen und diese nicht mehr den Bundesstaaten, sondern dem Präsiden­ten zu unterstellen (vgl. Coddington. The Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 134). Als sich die Hinweise häuften, daß ein Angriff von Lee’s Army of Northern Virginia auf Maryland und Pennsylvania bevorstehe, wurde Stanton’s Plan am 9.10.6.1863 in die Tat umge­setzt und in Pennsylvania zwei neue Military Departments für die US-Militia geschaffen: the Department of the Monongahely (unter MajGen W. T. H. Brooks mit Hauptquartier in Pittsburg) und das Department of the Susquehanna (unter MajGen Darius N. Couch mit Sitz in Harrisburg, Pa.) (vgl. Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 134-35).

 

Als im Juni 1863 angesichts der drohenden Invasion durch Lee's Army of Northern Virginia die neue US-*Militia in Pennsylvania geschaffen wurde, unterstützte McClure die Forderung, MajGen George *McClellan zu reaktivieren und mit dem Oberbefehl über die Miliz zu betrauen. Dies wurde allerdings von Präsident Lincoln abgelehnt (vgl. Coddington: Gettysburg Campaign, a.a.O., S. 139).

 

 

Minié-Bullet:

entwickelt von Captain Claude Etienne Minié von den Chasseur d'Orleans. Minié überwand mit seiner Gewehrkugel das grundsätzli­che Problem des Rifled Gewehr, das darin bestand, zur Verdichtung des Abstand zwischen Kugel und Zügen des Gewehrlaufs zu überwinden. Vor der Entwicklung der Minié-Gewehrkugel war es erforderlich, zur Vermeidung eines Druckabfalls im Gewehrlauf beim Schuß, das Geschoß mit einem größeren Durchmesser als der Laufdurchmesser zu versehen und es in den Lauf hineinzuhäm­mern. Dieser Zeitaufwand verhinderte ein schnelles Laden, setzte die Feuergeschwindigkeit erheblich herab und erforderte ein Vor­derladergewehr.

 

Minié entwickelte ein Geschoß, das auf der Rückseite einen Hohlraum aufwies, der sich beim Schuß durch Zusammenstauchung aus­dehnte und hierdurch das Geschoß paßgenau in den Lauf preßte (vgl. McWhiney/Jamieson: Attack & Die, a.a.O., S. 48).

 

Dieses neuartige Geschoß glich die Nachteile der bisherigen Rifle aus, erhöhte Schußweite, Feuergeschwindigkeit, Treffersicherheit und Schußfolge.

 

Die auf Basis des Minie Ball entwickelte Infanteriewaffe war das Springfield Modell 1861 mit einer Schußweite von effektiv 300-400 Yards und einer maximalen tödlichen Reichweite von 1200 Yards (vgl. McWhiney/Jamieson: Attack & Die, a.a.O., S. 48).

 

Die neue Waffe erfordert eine Revision der bisherigen von Scott geprägten Infantrie-Taktik. Der *Double-Quick-Schnellschritt wurde in Hardee's Tactical Manual als Antwort auf die erhöhte Feuergeschwindigkeit der neuen Infantriehauptwaffe (Springfield Rifle Mo­dell 1861) mit dem neuartigen *Minie-Geschoß eingeführt, um die hieraus entstehenden Nachteile für den Angreifer auszugleichen. Die erhöhte Feuergeschwindigkeit beim Verteidiger erforderte eine höhere Geschwindigkeit beim Angreifer (vgl. McWhiney/Jamie­son: Attack & Die, a.a.O., S. 51).

 

Literatur:

- **Hardee, William J.: Rifle and Light Infantry Tactics; for the Exercise and Manoeuvres of Troops when acting as Light Infantry or Riflemen (2 vols, Philadelphia 1855)

- McWhiney/Jamieson: Attack & Die, a.a.O., S. 48 ff.

 

 

Minutemen:

auch 'Minute-men'; Bezeichnung für Vorkriegs-Milizeinheiten und Bürgerwehren. Diese gingen oft geschlossen als Kompanien in den einzelnen Regimentern auf; z.B.: K (2nd) - Pendleton Minute Men (Pendleton Co.) (formerly Co. B (1st), 31st Va. Inf.)

 

Literatur:

- **Hill, Jim Dan: The Minutemen in Peace and War: A History of the National Guard (Harrisburg, Pa., 1964)

 

 

Missouri State Guard:

Die +++prüfen+++ ter pro Distrikt, sodaß die Truppen ungefähr der üblichen Brigadestärke entsprachen. In der Sektion 54 des Gesetzes wurde das District Command als Division bezeichnet (vgl. Allardice: More Generals in Grey, a.a.O., S. 60-61, Anm. 2).

 

 

Medal of Honor:

The Process for awarding a MOH in the 1860's bore little resemblance to that of today, where a recommendation can take up to 18 months to move through the approval process because each recommendation receives intense scrutiny. The criteria for earning a MOH in 1863 were extremely vague. The language of the MOH legislation stated that the Medal could be awarded to soldiers who distinguished themselves „by their gallantry in action“ or by „other soldier-like qualities“. There was nothing what defined what was meant by „gallantry in action“ or „other soldier-like qualities“. This was left up to the officers in the field to interpret.

 

Most of the Gettysburg Medals of Honor were awarded in the 1890's, not during the war. There were 63 MOH awarded for the battle of Gettysburg of which nineteen were received during the war, three were issued in the late 1860's, and forty-one were awarded in the 1890's. It was possible for every veteran to apply for a MOH through the Adjutant General's Office and many did. Fueling this quest for medals was the Medal of Honor Legion, formed on April 23, 1890 by former army officers.  The intent of the Legion was to protect the integrity of the Medal but it actually helped encourage a flood of nominations and requests from Civil War veterans. There was a review process for nominations but it was not rigorous and could be influenced by politics (aus https://npsgnmp.Wordpress. com/ 2013/09/26/the-dilemma-of-medals).

 

Literatur:

- Arrington, B. T.: The Medal of Honor at Gettysburg (Gettysburg: Thomas Publications, 1996)

- Beyer, W.F. and O.F. Keydel (ed.): Deeds of Valor. How America's Civil War Heroes won the Congressional Medal of Honor (Reprint der Erstausgabe 1903, Longmeadow: Stanford, Ct., 1993)

- Mitchell, Joseph B.: The Badge of Gallantry: Recollections of Civil War Congressional Medal of Honor Winners (New York: Macmillan, 1968)

 

 

Mollus - Military Order of the United States:

eine Vereinigung aktiver und ehemaliger Offiziere, gegründet in Philadelphia 1865 (vgl. Longacre, a.a.O., S. 12). Mollus ist unter­gliedert in einzelne "Commandary" in den einzelnen US-Bundesstaaten, die eine große Zahl von Veröffentlichungen über den Bür­gerkrieg vornahmen (vgl. Literaturliste).

 

 

Mortars:

Mörser +++++

 

13-Inch Mortars mit einem Gewicht von 20000 Pounds (Milhollen u.a.: Divided we Fought, a.a.O. S.44, s. auch Photos)

 

Photos:

- US-Mörserstellung bei Yorktown mit 13-Inch-Mortars im Frühjahr 1962: Milhollen u.a.: Divided we Fought, a.a.O. S.44

 

 

Munition (Gewehrmunition):

s. auch "buck and ball"

 

 

Musket, Muskete:

s. auch *Munition

 

A musket is a smoothbore shoulder arm which fires a round lead ball (vgl. Abb der Waffe und der runden Geschosse bei Coates/Tho­mas, a.a.O., S. 8; Anm.: die späteren Varianten verwendeten wie die modernen Waffen ein längliches Geschoß +++++klären: vom Typ Minie-Ball+++++++). Smoothbore arms (musket Model 1816) were standard issue in the U.S. Army until 1855, when they were replaced by a new model arm with a rifled bore (bzw. modernisiert wurden; vgl. Coates/Thomas: Civil War Small Arms, a.a.O., S. 9). Although obsolete by the Civil War, many muskets were still in arsenal storage or in the hands of state militia units. In 1861, the ave­rage musket was 57 inches long and weighed about 9 pounds. (aus Thomas/Thomas: Civil War Bullets & Crtridges, a.a.O., S. 72)

 

The infantry weapons commonly used during the Civil War were the rifle musket (Gewehrlauf mit Zügen) and the smoothbore mus­ket (glattläufiger Gewehrlauf). Both of these were muzzleloaders (powder and bullet loaded from the muzzle and rammed down the barrel) and were fired using a percussion cap (Zündhütchen, seit 1855, vorher Flint-Lock-Ignition) aus Messing oder Maynard's Per­sussion Tape Primers. Edward Maynard was issued a patent for his percussion tape primers on Sept. 22, 1845. In Maynard's idea, small pellets of fulminate were cemented between two strips of paper and then shellacked for moisture resistance (Thomas/Thomas, Civil War Buletts and Cartridges, a.a.O., S. ix).

 

One common characteristic of bullets for both smoothbores and rifle muskets was that they had to have a smaller diameter than the bore of the gun so they would fit down the barrel during loading. The space between the bullet and the barrel was called windage. During the Civil War, most of the bullets made in the North were machine pressed, which produced a more solid and uniform ball. The South, however, predominately cast their bullets in molds. Often the only way to distingish between a Northern and Southern "3-ring minnie" is if it shows some "cast" features. These features include a noticable sprne location (nose cast, side cast, etc.) or irregu­larities in the cavity and/or rings.

 

The smoothbore musket, as the name indicates, had a smooth bore in the barrel. The projectile generally employed was a spherical ball or round shot. Because of the windage in smoothbores the ball does not take a true or straight path as it travels through and exits from the barrel, but tends instead to bounce from side to side and take an erratic course when it leaves. Smoothbores were very inac­curate at ranges over 50 yards and were useless over 100 yards. Although inaccurate, the great demand by both governments for ser­viceable weapons meant that the outdated smoothbore saw service in great quantities throughout the war." (aus Thomas/Thomas: Ci­vil War Bullets & Cartridges, a.a.O., S. 30)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera N

 

 

Napoleon:

glattrohriges Geschütz der Gattung "Gun-Howitzer"

 

Die 12-pounder-Napoleon war die amerikanische Bezeichnung für die in den späten 1850er Jahren eingeführten "Gun-Howitzers" der neuen Geschützgeneration; der Name ist auf Kaiser Napoleon III. von Frankreich zurückzuführen, der als ehemaliger Artillerieof­fizier der Schweizer Armee die Entwicklung der modernen Artillerie entscheidend förderte (vgl. Nosworthy: Bloody Cru­cible, a.a.O., S. 60).

 

Bei Ausbruch des Bürgerkrieges war die Grundwaffe der Artillerie die 12pfünder glattläufige Napoleon, bei der US-Army 1856 ein­geführt.

 

Die durch die Einführung des Minie-Gewehrs bei der Infantrie und die hierdurch bedingte erhebliche Erhöhung der Schußweite der Infantriewaffen, hatte erhebliche Auswirkungen auf die Feldartillerie. Die Schußweite der Artillerie lag um 1840 beim Verschuß von "Solid-Shots" um 650 yards. Die Artillerie-Bedienungen konnten daher von wenigen Scharfschützen der Infantrie außer Gefecht ge­setzt werden. Dies hatte die Notwendigkeit zur Folge, die Reichweite der Artillerie zu erhöhen (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 67 ff) oder die Effektivität der Geschosse zu verbessern, was zuerst bei der britischen Army durch Einführung von "shrap­nell shells" mit einer Einsatzreichweite von 650 yards gelang, wodurch Infantrie erfolgreich niedergekämpft werden konnte (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 67). Durch die metallurgischen Grenzen bei der Konstruktion von Geschoßhüllen mußte entweder die Hülle verstärkt werden (mit der Folge geringerer und ungenügender Explosivladung) oder die Abschußgeschwindigkeit beim Verschuß aus Kanonen erhöht werden, was ebenfalls aus materialtechnischen Gründen nur bedingt möglich war. Die Versuche führten zum Ergeb­nis, die Explosivgeschosse mit Haubitzen zu verschießen, die gegenüber Kanonen (mit einer flachen Flugbahn der Geschosse), eine steile gekrümmte Flugbahn der Geschosse aufwiesen, und deshalb mit einer deutlich geringen Abschußgeschwindigkeit der Geschos­se abgefeuert werden konnten (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 68). Die Fortschritte der Metallurgie ermöglichten jedoch die Einwicklung von Geschoßhüllen, die mit höherer Abschußgeschwindigkeit der Explosionsgeschosse verschossen werden konnten (vgl. Noswor­thy, a.a.O., S. 69). Diese Ergebnisse hatten die Folge, daß nunmehr aus Kanonen sowohl Kugelgeschosse (Solid Shot) als auch Ex­plosionsgeschosse verwendet werden konnten. Insgesamt führte dies um 1850 zur Einführung einer neuen Generation von "Gun-Ho­witzers", die leichter und beweglicher als die früheren Geschütze waren und zudem auf höhere Rohrneigungen eingestellt werden konnten. Dies führte zum Wegfall der Howitzers und zur einer Vereinheitlichung und Standardisierung der Artillerie (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 70). Die bei der Artillerie führende französische Armee führte um 1850die neue Generation dieser Gun-Howitzers ein, die 12- pounder "Canon obusier", auch als "Napoleon" bezeichnet. Kaiser Napoleon Bonaparte III. war als ehemaliger Artillerieoffizier für die Entwicklung und Einführung dieser neuen Waffe entscheidend (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 71).

 

In Lee's army of Northern Virginia bestand die Artillerie zunächst aus 6-pounders. Lee had a program for replacing his 6-pounder guns with the better 12-pounder Napoleon howitzers, which were standard in the Federal artilery (though rifled cannons were appaering in increades numbers). The Napoleon, which were generally made of bronze, weighed 1757 pounds or about twice as much as the guns they replaced. Although the Napoleons were far more effective in battle than the 6-pounders, this extra weight meant additional strain on the horses (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 15).

 

 

National Tribune:

was an independent newspaper and publishing company owned by the National Tribune Company, formed in 1877 in Washington, D.C.

 

The National Tribune (official title) was a post-Civil War newspaper based in Washington, D.C. published by the National Tribune Publishing Co. "A Monthly Journal devoted to the interests of the Soldiers and Sailors of the late war, and all Pensioners of the United States" was the caption under the paper's title. The National Tribune served generally as the organ of the Grand Army of the Republic, (G.A.R.) and as a forum for old soldiers to share their reminiscences.

 

The National Tribune Publishing Co. also printed historical publications, from pamphlets to hard-bound books, and ephemera empathizing on articles, stories and histories of heroes and political figures, as well as Union and Confederate soldiers and armies. In more modern times, the journal evolved to the its modern version, what is now Stars and Stripes (vgl. wikipedia, Stichwort National Tribune, Abruf v. 15.3.2017).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera O

 

 

Offiziere:

vom kleinen stehenden Heer (1861 noch rund 16000 Mann) trat ein großer Teil der Offiziere (nach Griffith, a.a.O., S. 96: inclusive der retired Officers 286, nach Jones, Archer: Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 3: aus der Regular Army 270), darunter viele der besten Absolventen aus West-Point, in den Dienst der CSA. Die Grundbesitzer des Südens waren dem Militärdienst zuge­neigt, deren Söhne hatten meistens die Militärakademie West-Point besucht (vgl. Fiedler, Kriegswesen und Kriegsführung im Zeital­ter der Einigungskriege, a.a.O., S. 180).

 

Aufgrund des mit dem militärischen Titels verbundenen Einflusses und aufgrund ihrer Stellung im öffentlichen Leben suchten viele Politiker militärische Posten bzw. wurden von den Volunteers gerade deshalb in die Ränge gewählt (vgl. Jones, Archer: Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 4). Politiker, die Mitglied des US-Repräsentantenhauses oder des Senats waren, konnten nur dann Offiziere und gleichzeitig Parlamentarier bleiben, wenn ihr Rang unterhalb des BrigGen lag (vgl. Farwell, Byron: Ball's Bluff. A small Battle and Its Long Shadow, Bibliothek Ref Milamerik56, S. 18)

 

 

Offiziers-Ausbildung:

Modeled on the Ecole Polytechnique in France, the West Point curriculum emphasized engineering. It provided an excellent technical education, the best graduates being selected for service in the engineers. Its military education instilled a good understanding of wea­pons and of army routine, making the graduates adept at map reading, drill, and small-unit tactics (vgl. Hattaway/Jones: How the North , a.a.O., S. 11).

 

Die meisten Offiziere hatten kaum etwas über Strategie gelernt. Der Lehrplan in West Point vernachlässigte strategische Studien zu­gunsten von Pionierwesen, Mathematik, Festungsbauwesen, Armeeverwaltung und ein bißchen Taktik als Dreingabe. Der eintönige Garnisons- oder Grenzlanddienst im Kampf gegen die Indianer, zu dem die meisten Offiziere nach der Militärakademie beordert wur­den, regte kaum zu strategischen Studien an. Wenn überhaupt, hatten nur sehr wenige Bürgerkriegsgeneräle Carl von Clausewitz ge­lesen, den maßgeblichen Autor des 19. Jahrhunderts auf dem Gebiet der Kriegskunst. Immerhin waren eine Reihe von Offizieren mit den Schriften von Antoine Henri Baron de Jomini vertraut, einem in französischen Diensten zum General aufgestiegenen Militär­schriftsteller schweizerischer Herkunft, der zum namhaftesten Interpreten der Feldzüge Napoleons I. wurde. Jeder West-Point-Absol­vent hatte sich in den Kursen von Dennis Hart Mahan, der fast ein halbes Jahrhundert lang an der Militärakademie lehrte, Jominiani­schen Prinzipien vertieft. Henry W. *Hallecks 'Elements of Military Art and Science" (1846), im wesentlichen eine Übersetzung von Jominis Werk, diente in West Point als Lehrbuch. Dennoch sollte man Jominis Einfluß auf die Strategie des Bürgerkrieges nicht über­schätzen, wie manche Historiker dies getan haben. Viele »Jominianische Prinzipien« waren schlichtweg vernunftbestimmte, prakti­sche Erwägungen, auf die Jomini kaum Urheberrecht beanspruchen durfte. Man führe die geschlossene Formation der eigenen Streit­kräfte gegen Bruchteile der feindlichen Truppen; man attackiere das Fernmeldewesen des Feindes, indes man das eigene schütze; man setze die eigene Stärke gezielt gegen den Schwachpunkt des Feindes ein, und so weiter. Es finden sich kaum Zeugnisse dafür, daß Jominis Schriften die Strategie des Bürgerkrieges konkret beeinflußt hätten; der erfolgreichste Stratege des Krieges, nämlich Grant, gestand jedenfalls, er habe Jomini nie gelesen. Die empirische Methode spielte bei der Entwicklung der Bürgerkriegsstrategie eine größere Rolle als alle Theorie. 1861 beherrschten die Erfahrungen aus dem Mexikanischen Krieg das Denken der meisten Offi­ziere. Aber dieser in einer Ära der glattläufigen Musketen leicht errungen Sieg gegen einen schwachen Feind lenkte manchen Bürger­kriegskommandanten aut die falsche Fährte, denn jetzt hatte man es mit einem entschlossenen und (nach 1861) größtenteils mit mo­dernen gezogenen Flinten bewaffneten Gegner zu tun. Die Erfahrung, die nötig war, um im Bürgerkrieg zu bestehen, mußte in die­sem erst gesammelt werden (McPherson S. 321).

 

 

Offiziers-Korps:

Bei den Freiwilligen-Regimentern war es üblich, daß die Freiwilligen ihre Offiziere, die Offiziere ihren Regimentskommandeur selbst wählten, was die Nordarmee bis 1863 praktizierte. Dies hatte insbesondere im Norden einen schlechten Leistungsstand im Of­fizierskorps zur Folge, da die gewählten meist über wenig oder keine militärischen Kenntnisse verfügten. Nach der Niederlage von First Bull Run wurden daher Prüfungskommissionen eingesetzt, die die untauglichen Offiziere aussortieren sollten. Im Verlauf des Krieges ging man dazu über, zumindest in den altgedienten Regimentern, die Beförderung zum Offizier von den Fähigkeiten und Meriten des Bewerbers abhängig zu machen. 1863 hatte die Unions-Armee die Offizierswahl so gut wie abgeschafft. Der Süden hielt am Brauch der Wahl länger fest, führte aber ebenfalls 1862 Prüfungsausschüsse einzusetzen. Dennoch leisteten die CS-Offiziere in den ersten Kriegsjahren bessere Arbeit. Gründe hierfür war, daß der Süden, der über keine Berufsarmee verfügt hatte, die 313 Berufs­offiziere, die aus der US-Armee ausgetreten und zur CS-Armee übergetreten waren, gleichmäßig auf die Regimenter verteilte, wo sie die jungen Zivilisten-Offiziere ausbilden konnten, während im Norden die neuaufgestellten Regimenter aus Zivilisten wählten, wäh­rend die Profis anfangs in der kleinen regulären Armee verblieben. Weiterhin lagen vor der Sezession die meisten Offiziersschulen im Süden, weshalb bei Kriegsausbruch oft ausgebildete Offiziersschüler aus dem Süden als Regimentsoffiziere gewählt wurden: insge­samt hatte der Süden damit einen höheren Professionalisierungsgrad (vgl. McPherson S. 317/18).

 

Im Norden ernannte Lincoln zudem aus politischen Gründen eine ganze Reihe von Politikern zu Offizieren, um sie für die Sache der Union zu gewinnen, darunter viele politische Gegner aus den Reihen der Demokratischen Partei, sowie für die ethnischen Einheiten aus Führern großer Einwanderungsgruppen (McPherson S. 318). Diese Praxis war andererseits wichtiger Bestandteil des Mobilma­chungsprozesses. Besonders im Norden wurde der politische General fast zum Synonym für militärische Inkompetenz.

 

Aus dem Pool ehemaliger Offiziere der Vorkriegs-US-Armee (einschließlich der "retired" officers) kämpften insgesamt 1292 im Bür­gerkrieg, davon 923 für den Norden, 369 für den Süden (vgl. Griffith, Battle Tactics, a.a.O., S. 96; andere Zahlen gibt Jones [Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 3; ebenfalls abweichend: Hattaway/Jones: How the North Won, a.a.O., S. 10 mit Anm. 7 S. 20 m.w.N.] an: von 1105 US-Offizieren bei Kriegsbeginn schlossen sich 270 der Konföderation an, während 835 bei der Union verblie­ben). Insgesamt standen weniger als 3000 ausgebildete Offiziere für die Gesamttruppen von 3.050.000 zur Verfügung, d.h. wenig mehr als 1 Offizier pro Regiment. Mehr als 98 % der Offiziere erhielten ihre Ausbildung "on the job" (Griffith, a.a.O., S. 96).

 

 

Offiziere - Verluste:

Die Verluste an Offizieren, die besonders dem Feuer ausgesetzt waren und feindliche Scharfschützen herausforderten waren offenbar so hoch, daß Offizieren befohlen wurde, am Ende ihrer Kompanien vorzurücken (vgl. Gaff, Alan D.: On many a Bloody Field. Four Years in the Iron Brigade, Bloomington Indiana: Indiana University Press 1996, S. 153; Venner, William Thomas: The 19th Indiana Infantry at Gettysburg, Burd Street Press publication, Shippensburg / USA 1998; Bibliothek Ref MilAmerik4 S. 21 mit Anm. 1 S. 122). Die Offiziere beider Seiten gingen bald dazu über, den Sattel soweit möglich zu meiden und die Uniform eines Gefreiten zu tra­gen, an der nur ein aufgenähtes Schulterstück ihren Rang verriet (McPherson, a.a.O., S. 467)

 

 

Orden:

- Thanks of Congress: höher Auszeichnung als die Medal of Honor

 

- Medal of Honor

 

 

Ordnance, CS:

 

Literatur:

- **Mallet, J. W.: „Work of the Ordnance Bureau of the War Department of the Confederate States, 1861-65; in: Southern Historical Society Papers, XXXVII (1909), p. 5-6

 

 

Ordnance Rifle:

Reichweite 1835 yards. Wie die 10-pdr Parrot war die 3-inch Ordnance Rifle wenig geeignet zum Verschießen von Canister-Shots.

 

Literatur:

- Thomas, Dean S.: Cannons. An Introduction to Civil War Artillery, a.a.O., S. 39 ff

 

 

Overland Campaign:

als Overland Campaign wird der Versuch Grant's bezeichnet, nach dem Battle of Shiloh, durch einen Angriff nach Süden 'overland', d.h. nicht über die Wasserwege des Mississippi, Vicksburg anzugreifen (vgl. Miles: A River Unvexed, a.a.O., S. 233).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera P

 

Palmetto Guards:

Miliz-Truppe unter Capt. Cuthbert; beteiligt an der Beschießung von Fort Sumter; den ersten Schuß gab ehrenhalber Edmund Ruffin ab, der sich ehrenhalber den Palmetto Guards angeschlossen hatte; nach der Gründung der CSA Kompanie in Kershaw's 2nd South Carolina Infantry (Ruffin, Diary II 40)

 

 

Parrott-Gun:

Geschütz benannt nach seinem Erfinder Robert P Parrott, dem Superintendent der West Point Foundry in Cold Spring, New York. Die Parrott Rifles wirden 1861 patentiert. Parrott Geschütze waren gezogene Vorderlader-Geschütze (muzzle-loading rifled cannon) mit um den Verschluß geführtem Eisenband, das ein Zerspringen des Geschützrohres beim Schuß verhindern sollte.

 

Reichweite:

- 12-pdr Parrot Field Rifle: 2000 yards

- 20-pdr Parrot Field Rifle: 2100 yards

- 100-pdr Parrot 6800 yards =6217 m (vgl. Newton: Johnston and the Defense of Richmond, a.a.O., S. 131)

- 200-pdr Parrot 8000 yards = 7215 m (vgl. Newton: Johnston and the Defense of Richmond, a.a.O., S. 131)

 

Parrot Field Guns wiesen Mängel beim Verschießen von Canister-Shots auf, da das Geschütz dazu neigte, Canister-Shots auf unregel­mäßig, spiralförmigen Bahnen zu verschießen (vgl. Thomas, Dean S.: Cannons. An Introduction to Civil War Artillery, a.a.O., S. 33)

 

Photos:

- Shultz: "Double Canister at ten Yards." The Federal Artillery and the Repulse of Pickett's Charge, a.a.O., S. 6

- Thomas, Dean S.: Cannons. An Introduction to Civil War Artillery, a.a.O., S. 33 ff

 

 

Politiker:

Politiker, die Mitglied des US-Repräsentantenhauses oder des Senats waren, konnten nur dann Offiziere und gleichzeitig Parlamenta­rier bleiben, wenn ihr Rang unterhalb des BrigGen lag (vgl. Farwell, Byron: Ball's Bluff - A small Battle and Its Long Shadow, , McLean / VA 1990, Bibliothek Ref++++, S. 18)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera Q

 

 

Quaker Guns:

CS-Scheingeschütze (vgl. Gibbon: Personal Recollections, S. 16); US-Finanzminister Chase berichtet am 17.3.1862 (vgl. Chase: Dia­ry, a.a.O., S. 70) von einem Gespräch mit W. D. Bickham vom Cincinnati Commercial, der gerade von der Front bei Manassas zu­rückgekehrt war. Bickens bestätigt das Vorhandensein von "Wooden Guns" .

 

Photo:

Milhollen u.a.: Divided we Fought, a.a.O. S. 36

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera R

 

 

Railroad, CS, allgemein:

The south depended upon two primary rail networks to move its armies and supply them in the field: the lines runing east from the Mississippi Valley, and those running along the eastern seabord. Comprising the first group were the railroads from Memphis/Tenn. through Chattanooga, Atlanta and Augusta to Charleston, and a parallel route, incomplete north of Mobile / Alabama, running from Louisiana through Vicksburg, Selma, Montgomery and Macon to Savannah. Cross lines joined these two main railroads with each other and with Mobile via Columbus and Corinth on the west, and Montgomery and Atlanta on the east. Two other north-south lines connected Memphis with New Orleans through Jackson, and a shorter line ran from Louisville through Nashville, joining the Mem­phis and Charleston road at Decatur. The coastal network was less complex. The main line connected Savannah, Charleston, Wil­mington, Goldsborough, Weldon, Petersburg and Richmond (vgl. Reed: Combined Operations in the Civil War, a.a.O., S. 37-38).

 

The intermittent and inefficient operations of the railroads was an even more potent factor in the transportation break down und damit der schlechten Versorgungslage in Lee's Army of Northern Virginia im Frühjahr 1862 (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 4-5; vgl. OR XXV, pt. 2, pp. 693-94). The Confederate government had not passed laws regulating and controlling, for military use, any of the railroad lines, and various states hat preempted much of the rolling stock. The conscription statutes failed to exempt railroad engineers and firemen and other operating and maintenance personel from military obligation. This alone accounted for much of the poor service (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 5).

 

Literatur

- Black, Robert C. III: The Railroads of the Confederacy (University of North Carolina Press, 1952)

 

 

R.E.C.:

anonymer militärischer Autor, der sich ab 1858 intensiv mit der Entwicklung der modernen Schußwaffen der Infantrie, der neuen Ge­neration von Geschützen und den taktischen Auswirkungen beschäftigte (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 87). Es handelt sich bei "R.E.C." fast sicher um Col Raleigh Edward *Colston, 1858 Instruktor für die französische Sprache am Virginia Military In­stitute und späterem Col der 16th Virginia Infantry (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 88).

 

Rekrutierung:

s. Einberufung

 

 

Regiment:

Die Sollstärke eines Regiments betrug 1200 Mann (theoretisch); praktisch lag die Stärke bereits bei der Musterung meist darunter und nahm im Laufe des Einsatzes meist stark ab. Ein Kavallerie-Regiment besaß 12 Kompanien [Numerierung A-M], die beritte­nen Infanterieregimenter besaßen 10 Kompanien [Numerierung A-K]; die Nummer 'J' war aufgrund einer alter Armee-Tradition nicht vergeben; zum einen bestand Verwechslungsgefahr zwischen »J« und »I«, zum anderen wurde »J« als Unglücksbuchstabe be­trachtet, da er Bestandteil des Namen »Judas« ist (vgl. Crabb: All Afire to Fight, a.a.O., S. 7). Die Kavallerieregimenter bildeten im Gefecht zwei Bataillone, jeweils bestehend aus vier Kompanien (vgl. Evans, Sherman's Horsemen, S. 501 Anm. 23).

 

Civil War infantry regiments consisted, as a rule, of ten companies, designed by the letters A-K, except for the letter J. United States Army regulations prescribed a company size of 3 officers and 98 enlisted men. With 15 field and staff officers, a regiment numbered 1.025 officers and men at authorized strength. Although the Confederacy would adopt a slightly higher figure for a regiment – 1389 officers and men – few regiments on either side ever had a full complement during the war. The recruitment of new volunteers and the infusion of conscribed or drafted men never restored a regiment to the numbers it possessed at its original mustering in. Both governments chose to create new units instead of filling old regiments to authorized strength (vgl. Wert: Bortherhood of Valor, a.a.O., S. 17; vgl. Coco: Civil War Infantryman, a.a.O., S. 9-10).

 

Griffith (Battle Tactics, a.a.O., S. 91) zeigt anhand von Beispielen, daß die Regimenter nicht generell standardisiert waren und oft ih­ren Dienst mit abweichenden Stärken begannen.

 

++++ vgl. Gaff: Brave Men's Tears, Appendix A S. 181 f

 

s. auch *Dienstzeit

 

 

Revolt of the Generals gg. Burnside (Dez. 1862 – Jan. 1863):

MajGen William Buel Franklin war die treibende Kraft bei der „Revolt of the Generals“ vom Dezember 1862 (nach dem verlorenen Battle of Fredericks­burg) gegen MajGen Burnside (vgl. Sears: Chancellorsville, a.a.O., S. 1 ff.; vgl. Wert: Army of the Potomac, a.a.O., S. 206).

 

William Buel Franklin war die treibende Kraft bei der „*Revolt of the Generals“ vom Dezember 1862 (nach dem verlorenen Battle of Fredericks­burg) gegen MajGen Burnside (vgl. Sears: Chancellorsville, a.a.O., S. 1 ff.; vgl. Wert: Army of the Potomac, a.a.O., S. 206; vgl. Sears: Controversies & Commanders, a.a.O., S. 140 ff). Franklin und der ihm unterstellte Kommandeur VI. Army Corps William B. *Smith hatten sich nach dem Battle of Fredericksburg unter Umgehung des Dienstweges schriftlich mit einem langen Brief vom 20..12.1862 direkt an Präsident Lincoln gewandt und einen Strategiewechsel in Wiederholung der Peninsular Campaign vorgeschlagen. Lincoln hatte seine diesbezüglichen Zweifel in seiner Erwiderung vom 22.12.1862 mitgeteit. Als Burnside am 29.12.1862 den Vorbefehl zu einen erneuten Angriff bei Fredericksburg erteilte, wurde Franklin und Smith klar, daß ihre bisherige Vorgehensweise gescheitert war und entschlossen sich nun, zwei Generale als ihre Emissäre nach Washington zu entsenden; es handelte sich um BrigGen John *Cochrane and MajGen John *New­ton (vgl. Sears: Controversies & Commanders, a.a.O., S. 142).

 

BrigGen John *Cochrane and MajGen John *New­ton had not concocted this intrigue by themselves. They merely represented the lar­gest and boldest evidence of a general's revolt in the Army of the Potomac aimed at Burnside's overthrow, whose leaders were Cochrane's and Newton's immediate superiors, Major Generals William Franklin and William Smith (vgl. Sears: Chancellorsville, a.a.O., S. 2; vgl. Wert: Army of the Potomac, a.a.O., S. 206). Beide trafen am 30.12.1862 mit Präsident Lincoln in dieser Angelegen­heit zusammen ( vgl. Wert: Army of the Potomac, a.a.O., S. 206), nachdem Cochrane das Treffen über Secretary of State Salmon P. Chase initiiert hatte (vgl. Sears: Chancellorsville, a.a.O., S. 2). Beide wußten sicher, daß ihr Vorhaben an Subordination grenzte. Newton admitted that they were in „a very delicate position“. At one point in the discussion Lincoln remarked that he thought that they meant „to injure General Burnside“. They denied it, replying that only patriotism motivated them. Lincoln thanked them for the information, and the generals departed (vgl. Wert: Army of the Po­tomac, a.a.O., S. 206-207).

 

BrigGen John Cochrane war an der „Revolt of the Generals“ vom Dezember 1862 (nach dem verlorenen Battle of Fredericksburg) gegen MajGen Burnside beteiligt (vgl. Sears: Chancellorsville, a.a.O., S. 1 ff.; vgl. Wert: Army of the Potomac, a.a.O., S. 206). Cochrane and sein Divisionskommandeur MajGen John *Newton had not concocted this intrigue by themselves. They merely represented the largest and boldest evidence of a general's revolt in the Army of the Potomac aimed at Burnside's overthrow, whose leaders were Cochrane's and Newton's immediate superiors, Major Generals William Franklin and William Smith (vgl. Sears: Chancellorsville, a.a.O., S. 2; vgl. Wert: Army of the Potomac, a.a.O., S. 206). Beide trafen am 30.12.1862 mit Präsident Lincoln in dieser Angelegenheit zu­sammen ( vgl. Wert: Army of the Potomac, a.a.O., S. 206), nachdem Cochrane das Treffen über Secretary of State Salmon P. Chase initiiert hatte (vgl. Sears: Chancellorsville, a.a.O., S. 2). Beide wußten sicher, daß ihr Vorhaben an Subordination grenzte. Newton ad­mitted that they were in „a very delicate position“. At one point in the discussion Lincoln remarked that he thought that they meant „to injure General Burnside“. They denied it, replying that only patriotism motivated them. Lincoln thanked them for the informati­on, and the generals departed (vgl. Wert: Army of the Potomac, a.a.O., S. 206-207).

 

Lincoln gab die Namen Cochrane und Newton nicht weiter. Dennoch wurden diese bekannt. Zur 'Revolt of the Generals' nach dem Battle of Fredericksburg im Dezember 1862 (s. hierzu MajGen William Franklin, MajGen William Smith, MajGen John Newton, und MajGen John Cochrane) vermerkt der Befehlshaber der Washington Defenses, MajGen Samuel P. *Heintzelman in seinem Tagebuch: „... when zwo Generals came to town, saw Mr. Lincoln & he sent orders not to do ist“ (Anm. er gab Anweisung an Gen Burnside nicht erneut bei Fredericksburg über den Rappahannock anzugreifen“). Heintzelman had his own sources of inside information, and added: „I heard since the that Genls Newton & Cochrane who got leave from Gen. Gen. Franklin were the officers“. He could not understand how „such conduct is tolerated“ (vgl. Sears: Chancellorsville, a.a.O., S. 10; vgl. Heintzelman Diary, a.a.O., 5.1.1863).

 

Travelling with the Army of the Potoma im Jan. 1863, insb. beim berüchtigten Mud Marsh, was Henry J. Raymond, editor of the New York Times, who was appaled by the turmoil in the high command [Anm. s. Revolt of the Generals]. He learned of the backstairs maneuvering in the officers corps for McClellan's return; of the lack of confidence in Burnside; of Generals Franklin and Smith undercutting their superior at every opportunity. And from the Time's army correspondent William Swinton editor Raymond got an earful of Joe Hooker's broadsides aimed at everyone in sight (vgl. Sears: Chancellorsville, a.a.O., S. 20-21).

 

Literatur:

- Sears, Stephen W.: Controversies & Commanders, a.a.O., S. 133-166

 

 

Rifle:

The rifle is a shoulder arm with a rifled bore. In the mid-19th century, the rifle was distinguished from the musket or rifle-musket by its length, which was usually about 49 inches. The shorter length of the rifle was ideal for mounted infantry troops or troops serving as skirmishers, where added maneuverability was important. When breechloading infantry arms were introduced at the time of the Civil War, the length of the rifle was considered to be perfect. These breechloading rifles also offered increased loading speed. (aus Thomas/Thomas, Civil War Bullets & Cartridges, a.a.O., S. 73)

 

 

Rifle Musket:

"The infantry weapons commonly used during the Civil War were the rifle musket and the smoothbore musket. Both of these were muzzleloaders (powder and bullet loaded from the muzzle and rammed down the barrel) and were fired using a percussion cap. One common characteristic of bullets for both smoothbores and rifle muskets was that they had to have a higher diameter than the bore of the gun so they would fit down the barrel during loading. The space between the bullet and the barrel was called windage. During the Civil War, most of the bullets made in the North were machine pressed, which produced a more solid and uniform ball. The South, however, predominately cast their bullets in molds. Often the only way to distingish between a Northern and Southern "3-ring minnie" is if it shows some "cast" features. These features include a noticable sprne location (nose cast, side cast, etc.) or irregulari­ties in the cavity and/or rings.

 

The rifle musket (RM) was the standard infantry shoulder arm in use during the Civil War. It had a rifled barrel and used an elongated ball most commonly in .58 caliber. These bullets needed some feature that allowed them to expand into the rifling upon being fired - this feature was usually a cavity in the base. Another common characteristic was a number of rings around the body of the bullet. These rings held a lubricant of wax and tallow." (aus Thomas/Thomas: Cilvil War Bullets & Cartridges, a.a.O., S. 30).

 

 

Rifled Musket:

bei diesen Waffen handelt es um ursprünglich glattläufige (smoothbore) Muskets, die nach 1855 aus ökonomischen Gründen nicht durch die *Rifle Musket ersetzt, sondern nachträglich umgearbeitet und mit Zügen und Feldern versehen wurden. Die Rifled Muskets wurden in Milizeinheiten verwendet oder für den Notfall als Waffenergänzung in Depots eingelagert (vgl. Thomas/Thomas, Civil War Bullets and Cartridges, a.a.O., S. 74).

 

 

Rodman Pricipal:

eine neue Gußtechnik für Geschutzrohre, die durch Lt T. J. Rodman in den 1840er Jahren entwickelt wurde. Ausgelöst wurden Rod­man's Überlegungen durch das Explosionsunglück auf der USS Princeton am 29.2.1844, bei dem eine "Peace-Maker Gun" beim Ab­schuß expoldierte und US-Secretary of the Navy Thomas Gilmer und andere tötete. Zuvor war die Haltbarkeit von Geschützen mit 2000 Schuß geschätzt worden, ohne daß es wissenschaftliche Untersuchungen hierzu gab. Rodman's Untersuchungen zum Prozeß des Geschützgusses ergaben, daß beim herkömmlichen Gußverfahren im Inneren der Geschützrohre kleine für das menschliche Auge meist unsichtbare Risse und Sprünge auftraten, bedingt durch den Abkühlungsprozeß des Metalls von außen nach innen. Rodman er­kannte, daß der Abkühlungsprozeß von innen nach außen verlaufen mußte. Rodman erfand ein Gußverfahren, bei dem das Geschütz­rohr um einen mit Wasser gefüllten Kern gegossen wurde, was die Abkühlung des Metalls von innen nach außen ermöglichte. Es kam zur Einführung des Hohlgußverfahrens. Hierdurch wurde die Haltbarkeit der Geschützrohre enorm erhöht (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 101-103; Boatner, a.a.O., S. 707).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera S

 

 

Sanitätswesen, allgemein:

 

Literatur

- **Adams, George Worthington: Doctors in Blue: The Medical History of the Union Army in the Civil War (New York: LSU Press, 1961; Reprint of a 40 year old title); the definitive history on the medical corps of the US Army; 253pp; Illustrated

- **Cunningham, H. H.: Doctors in Gray: The confederate Medical Service. Baton Rouge: Louisiana State University Press, 158, Se­cond Edition 1960

- Fox, William: Regimental Losses in The American Civil War (Albany / NY: Randow Printing Co., 1888, reprint Dayton / Ohio, Morningside Book Shop)

- **Kernek, Clyde, M.D.: Field Surgeon at Gettysburg (Guild Press); 120pp. Actual records of the 32nd Massachusetts provide the ba­sis for recounting these behind-the-lines experiences of doctors during the Battle of Gettysburg as told by a fictional assistant to the real Dr. Zab Adams

- Smith, Beverly C.: "The last Illness and Death of General Thomas Jonathan (Stonewall) Jackson (auch zum Battle of Chancellors­ville)

 

 

Scharfschützen:

s. s. *Schießausbildung; *Schußweiten

 

Die Aufgabe der Scharfschützen bestand darin:

- Aufklärung durch gezieltes Feuer

- Herausschießen der gegnerischen Offiziere zur Unterbrechung der Befehlskette

- Herausschießen der gegnerischen Artillerie beim eigenen Angriff um die Feuerwirkung der gegnerischen Artillerie zu unterbinden

 

Die Scharfschützen kämpften abgesetzt und als Einzelkämpfer.

 

Es gab folgende US-Scharfschützenregimenter:

- 1st Sharpshooter Regiment (zusammengesetzt aus 10 Kompanien aus verschiedenen US-Staaten zu je 100 Mann)

- 2nd Sharpshooter Regiment (zusammengesetzt aus 10 Kompanien aus verschiedenen US-Staaten zu je 100 Mann)

 

Beide Regimenter wurden von Col. Hiram Berdan als übergeordnetem Kommandeur befehligt (vgl. Denton, a.a.O., S. 3). Das 2nd Regiment hatte als unmittelbar verantwortl. Kommandeur Col. Pst (Denton, S. 8).

 

"Exaggerated praise for snipers comes in, e.g. Shannon (Shannon, F.A.: The Organization and Administration of the Union Army, Kansas 1928, reprinted 1965, vol. I S. 143); a more balanced discussion is in Edwards (Edwards, William B.: Civil War Guns, Stck­pole, Harrisburg, Pa., 1962, S. 216-24)" (vgl. Griffith, Paddy: Battle Tactics, a.a.O., S. 206 Anm. 5).

 

Literatur:

- **Benson, Susan (Hrsg.): Berry Benson's Civil War Book. Memoirs of a Confederate Scout and Sharpshooter, Reprint 1992

- **Denton, Paul: The First Minnesota Sharpshooter Company in the Army of the Potomac during the Civil War 1861-1865

- Edwards, William B.: Civil War Guns, Stackpole, Harrisburg, Pa., 1962, S. 216-24

- Griffith, Paddy: Battle Tactics, a.a.O., S. 74 und S. 206, Anm. 5

- Shannon, F.A.: The Organization and Administration of the Union Army, Kansas 1928, reprinted 1965, vol. I S. 143

- **Shannon, Issac N.: "Sharpshooters in Hood's Army"; Confederate Veteran 15 (1907), S. 406-07

- Stevens, Charles A.: Berdan's US-Sharpshooters in the Army of the Potomac, 1861-1865 (St. Paul Minnesota: Price McGill Compa­ny, 1892)

 

 

Schießausbildung:

s. auch *Scharfschützen; *Schußweiten

 

vgl Schilderung von BrigGen Manigault bei Castel: Decision in the West, a.a.O., S. 108

 

 

Schuhe:

s. auch *Ausrüstung

 

Die Schuhe / Stiefel mit denen die Truppen ausgerüstet waren, zeigten sich oft als mangelhaft. Beim Vormarsch der Truppen Gen. Curtis in Missouri im Januar 1861 trennten sich in der Division Siegel und der Division Davis die Sohlen vom Oberleder (vgl. Shea / Hess, Pea Ridge, a.a.O., S. 13; vgl. Cannan, Antietam, a.a.O., S. 24 f.).

 

Die CS-Infanterie litt unter empfindlichem Schuhmangel, viele Soldaten zogen barfuß in die Schlacht. Der Süden versuchte deshalb über Blockadebrecher auch Schuhe aus Europa zu importieren (vgl. Bericht von Kapitän Almuzi der USS-Connecticut, abgedruckt bei Hoehling, Damn the Torpedos, a.a.O., S. 6). Berry Benson (Memoirs of a Confederate Scout, a.a.O., S. 14) berichtet, daß er im letzten Abschnitt des Einsatzes in den Seven Days und der Verlegung nach Gordonsville (*Jackson's Raid around Pope im August 1862) keine Schuhe besaß.

 

Während Jackson's Raid to the Rear of Pope ab 25.8.1862 besassen Tausende von Jackson's Soldaten keine Schuhe (vgl. Gaff: Brave Men's Tears, a.a.O., S. 19). Ein Korrespondent schätzte, daß die Quartiermeister mindestens 40000 Paar Schuhe benötigten, um den Bedarf von Lee's Army zu befriedigen. In einigen Regimentern Jackson's waren 30% der Soldaten ohne Schuhe (vgl. Gaff, a.a.O., S. 20 m.w.N.).

 

Trotzdem funktionierte auch in der CS das Quartermastersystem hervorragend, trotz der im Vergleich zum Norden weit größeren Schwierigkeiten bei der Matierialbeschaffung. Beispielsweise gelang es den CS Quartermastern in der Zeit von Juli 1864 bis Januar 1865 Lee's Army mit 146000 Paar Schuhen zu versorgen (vgl. Jones, Archer: Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 9).

 

 

Schußweiten - Artillerie:

s. auch *Artillerie-Munition

 

Reichweiten:

- 12-Pounder Field Gun, Modell 1857 (The Napoleon):

Range bei einer 5° Erhöhung: 1619 yards

 

- 12-pdr Howitzer: 1072 yards

- 24-pdr Howitzer: 1322 yards

- 12-pdr Mountain Howitzer: 900 yards

 

- 12-pdr Parrot Field Rifle: 2000 yards

- 20-pdr Parrot Field Rifle: 2100 yards

- 100-pdr Parrot 6800 yards =6217 m (vgl. Newton: Johnston and the Defense of Richmond, a.a.O., S. 131)

- 200-pdr Parrot 8000 yards = 7215 m (vgl. Newton: Johnston and the Defense of Richmond, a.a.O., S. 131)

 

- Ordnance Rifle 3-inch: 1835 yards

 

- 14-pdr James Rifle: 1700 yards

 

Canister Shots (Kartätschen für Direktbeschuß) wurden auf kurze Entfernungen von weniger als 200 yards im Direktbeschuß ver­schossen, wobei die Wirkung der Schrotkugel-ähnlichen Geschosse (Größe eines Golfballs oder kleiner) mörderisch war (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 128; Thomas: Cannons, a.a.O., S. 17: bis zu 200 yards, max. 400 yards)

 

Literatur:

- **Thomas, Dean S.: Cannons. An Introduction to Civil War Artillery (12 Auflage 1999, Thomas Publications, Gettysburg); Bibliothek Ref MilAmerik62

 

 

Schußweiten - Infanterie:

vgl. McPherson S. 466+++++

s. auch *Schießausbildung; *Verluste; *Waffen

 

Waffentechnisch kamen ab Mitte des 19. Jh. zwei grundlegende Entwicklungen zur Reife: zum einen der Übergang vom glatten zum gezogenen Vorderladergewehr, dem die Annahme des gezogenen Hinterladers folgte (vgl. Fiedler, MilGesch3IV1, S. 12). Diese Ent­wicklung zusammen mit den ähnlich gravierenden Veränderungen bei der Artillerie hatten bedeutenden Einfluß auf die *taktischen Gegebenheiten.

 

Diese Entwicklungen hatten bedeutenden Einfluß auf die taktischen Gegebenheiten. Die wirksame Schußweite des alten glatten Vor­derladergewehrs betrug gegenüber der glatten Kanone nur ein Viertel. So war die Artillerie den Infanteristen weit überlegen. Mit der Einführung gezogener Gewehre stiegen die Schußweiten und die Treffähigkeit der Infanteriegewehre aber erheblich an. Gut verteilte Schützen vermochten dann die Kanoniere aus großer Entfernung zu bekämpfen. Blieben sie dabei noch in Deckung, waren die übli­chen Vollkugeln der Artillerie nahezu wirkungslos. Somit hatte sich das Wertverhältnis der beiden Waffen zueinander stark verscho­ben. Ein Wettlauf zwischen Gewehr und Geschütz begann. Der Artillerist suchte sein Heil in noch größeren Schußweiten, stärkeren Kalibern und wirksameren Geschossen. Zunächst ermöglichte das Schrapnell einen Kartätschenschuß auf größere Entfernungen, doch entsprechende Schußweiten und bessere Trefferaussichten boten nur gezogene Rohre. Die Hinterladung des Infanteriegewehrs brachte den taktischen Vorteil, daß die Schützen ihre Waffe im Liegen und gedeckt bedienen konnten, dazu im kritischen Moment auch schneller schußbereit waren. So veränderte das Hinterladungsgewehr den Infanteriekampf und forderte nicht nur von jedem Un­terführer, sondern auch von jedem Mann ein größeres Maß an Selbständigkeit. Ähnlich entwickelten sich die Probleme bei der Artil­lerie; auch hier hatte sich die Zweckmäßigkeit einer Hinterladekanone klar erwiesen. Je schneller und massierter sie auf dem Ge­fechtsfelde in die wirksame Schußposition vorrückte, desto größeres Gewicht erhielt der artilleristische Feuerkampf im taktischen Zusammenwirken aller Waffen (Fiedler, a.a.O.).

 

Hauptwaffe der Infanterie war der anfangs einschüssige Vorderlader mit glattem Lauf. Die maximale Reichweite dieser Waffe lag bei etwa 250 Metern. Die effektive Reichweite (die Entfernung, auf die ein guter Schütze sein Ziel mehr oder weniger regelmäßig treffen konnte) betrug an einem windstillen Tag etwa 80 Meter. Die geschlossene Formation war notwendig, um die Feuerkraft dieser unge­nauen Waffen zu konzentrieren; Artillerie konnte die vorrückende Infanterie begleiten, weil die Kanoniere vor feindlichem Muske­tenfeuer bis auf die letzten paar hundert Meter relativ sicher waren, und Bajonettangriffe konnten Erfolg haben, weil im Eilschritt vorrückende Infanterie die letzten 80 Meter in jenen 25 Sekunden zurücklegen konnte, die die verteidigenden Infanteristen nach dem Abfeuern einer Salve zum Nachladen ihrer Musketen brauchten.

 

Der gezogene Lauf verlängerte die Reichweite der Büchse um das Vierfache, weil er der konischen Kugel einen Spin verpaßte, mit­tels dessen sie sich buchstäblich durch die Luft bohrte. Dieses Phänomen war seit Jahrhunderten bekannt, aber vor der Mitte des 19. Jahrhunderts verfügten nur Spezialregimenter oder ein bis zwei Kompanien pro Regiment über Büchsen. Diese Kompanien wurden als Plänkler eingesetzt, das heißt, sie operierten vor und neben dem Hauptverband, griffen an oder zogen sich in loser Formation zu­rück und schossen nach Gutdünken auf alle sich bietenden Ziele im gegnerischen Lager. Warum verfügten nicht alle Infanteristen über Büchsen, wenn sie doch weiter reichten und genauer trafen? Weil ein Geschoß, das groß genug war, um die Züge »auszufüllen«, nur mühsam zu laden war. Mitunter mußten die Schützen den Ladestock buchstäblich in den Lauf hämmern. War die Büchse ein paarmal abgefeuert worden, bildete sich in den Zügen Pulverrückstand, der entfernt werden mußte, bevor man erneut feuern konnte. Da rasches und zuverlässiges Feuern in der Schlacht entscheidend war, war die Büchse für die Masse der Infanteristen ungeeignet.

 

Jedenfalls war sie es bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. An der Entwicklung einer brauchbaren Militärbüchse waren viele beteiligt, aber das Hauptverdienst gebührt fraglos dem französischen Hauptmann Claude E. Minié und dem Amerikaner James H. Burton, ei­nem Zeugmeister im Bundesarsenal Harper's Ferry. 1848 vervollkommnete Minié ein Geschoß, das so klein war, daß man es leicht in einen gezogenen Lauf laden konnte. Ein Holzstöpsel an der Unterseite des Geschosses bewirkte, daß dieses beim Abfeuern expan­dierte und sich in die Züge paßte. Solche Geschosse waren teuer; Burton entwickelte eine billigere und bessere Patrone mit einem Hohlboden, der sich mit Gas füllte und beim Abfeuern nach außen in die Züge gedrückt wurde. Das war der berühmte minié Ball der Bürgerkriegsbüchse. Die Überlegenheit der Büchse demonstrierten britische und französische Soldaten im Krimkrieg. Als Kriegsmi­nister stellte Jefferson Davis die US-Armee 1855 auf die Springfield Rifle Musket, Kaliber 58, um. Zusammen mit der ähnlich ge­bauten Enfield Rifle Musket vom Kaliber 577, in das dieselben Patronen paßten, wurde die Springfield die wichtigste Infanteriewaffe des Bürgerkriegs.

 

Da es sich um einschüssige Waffen handelte, die vom Lauf her geladen wurden, war das Laden dieser Büchsen noch immer eine um­ständliche Prozedur. Selbst der geschickteste Soldat konnte nicht mehr als drei Schüsse pro Minute pro Minute abgeben. Um 1861 hatten verschiedene Erfinder schon mit Hinterladern experimentiert, aber bei den damals gebräuchlichen in Papier gewickelten Kar­tuschen, die Geschoß und Pulver enthielten, traten am Geschützboden Gas- und mitunter auch Feuer aus und machten diese Waffen unzuverlässig und für den Benutzer sogar gefährlich. Verbesserungen machten die einschüssigen Sharps-Karabiner und -Gewehre zu einer beliebten Waffe bei der Unionskavallerie und bei Scharfschützeneinheiten, die sie sich zu beschaffen wußten. Durch die Ent­wicklung der Metallpatrone konnte die Nordstaatenarmee ihre Kavallerie und einige Infanterieeinheiten von 1863 an mit Repetierge­wehren ausstatten, von denen der siebenschüssige Diese Waffen wurde mit weniger Pulver geladen und hatten infolgedessen eine kürzere Reichweite als die Springfields und Enfields mit ihren Papierpatronen, aber sie waren auch störanfälliger (vgl. Evans, Sher­man's Horsemen, a.a.O., S. 21.

 

Der gezogene Lauf verlängerte die Reichweite der Büchse um das Vierfache, weil er der konischen Kugel einen Spin verpaßte, mit­tels dessen sie sich buchstäblich durch die Luft bohrte. Dieses Phänomen war seit Jahrhunderten bekannt, aber vor der Mitte des 19. Jahrhunderts verfügten nur Spezialregimenter oder ein bis zwei Kompanien pro Regiment über Büchsen. Diese Kompanien wurden als Plänkler eingesetzt, das heißt, sie operierten vor und neben dem Hauptverband, griffen an oder zogen sich in loser Formation zu­rück und schossen nach Gutdünken auf alle sich bietenden Ziele im gegnerischen Lager.

 

Die Einführung des Infanteriegewehres mit gezogenem Lauf scheiterte zunächst daran, daß der Ladevorgang wesentlich schwieriger und zeitaufwendiger war. Erst durch die Einführung der Springfield Rifle Musket (1855) bzw. der ähnlich gebauten Enfield Rifle Musket änderte sich dies. Lieferschwierigkeiten und Verzögerungen bei der Einführung dieser Waffen führten dazu, daß erst im Lau­fe des Jahres 1862 die meisten Unionsregimenter die neuen Waffen erhielten, während viele konföderierte Einheiten noch mit glatt­läufigen Musketen auskommen mußten.

 

Der Übergang zum Gewehr mit gezogenem Lauf hatte im wesentlichen zwei Folgen: Die Verluste vervielfachten sich, und die takti­sche Defensive gewann an Bedeutung, da bei einer effektiven Reichweite der neuen Waffen von 300 bis 400 m die Verteidiger die Angreifer zusammenschießen konnten, bevor diese überhaupt zum geschlossenen Sturm antreten konnten. Es dauerte lange, bis die Offiziere, die in der alten Taktik ausgebildet waren, diesen Veränderungen Rechnung trugen. Die blutigen Verluste der Schlachten waren die bittere Folge (vgl. McPherson, a.a.O., S. 464 ff.).

 

Durch die Einführung des muzzle loading Rifle wurde die Taktik revolutioniert durch Neutralisierung der Kavallerieangriffe und durch Aufbau eines Feuer-Schutzschildes vor der aus Gräben verteidigenden Infantrie. Die Einführung der neuen Waffe erhöhte die Kraft der Defensive erheblich (vgl. Hattaway/Jones: How the North Won, a.a.O., S. 12).

 

Im Gegensatz zu dieser Sicht bezeichnet Griffith (Battle Tactics of the Civil War, a.a.O., S. 225 Anm. zu Jamieson) die Auffassung, die Einführung der Rifled Muscet habe die Taktik geändert, als 'false theory'. Weiter führt Grittith (a.a.O., S. 74) aus: "What is much less clear is whether or not the average soldier in combat actually obtained very much benefit from these improvements, since many of the same factors which had limited range and accuracy in Napoleonic times continued to apply throughout the Civil War. Fields of fire were often very short, the soldiers were generally unskilled in the use of their weapons, and the officers were anxious not to en­gage in indecisive long-range fire. Despite the technical possibilities of good accuracy at long ranges, the tactical theory still rested upon the idea of massed fire at close range".

 

Literatur:

- Fiedler, Siegfried: Reihe Heerwesen der Neuzeit Abteilung III: Das Zeitalter der Revolutionskriege, Band 2: Kriegswesen und Kriegführung im Zeitalter der Revolutionskriege, Bernard & Graefe Verlag Koblenz 1988, Bibliothek Ref MilGesch 3III2, S. 72

- Skirmish, Internet Datei, Bibliothek Ref MilAmerik27

- Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. +++

- **Weller, Jac: 'Shooting Confederate Infantry Arms', in: The American Rifleman, April, May and June 1954 (Griffith: Battle Tactics of the Civil War, a.a.O., S. 228 Anm. zu Weller bezeichnet die Studie als: "Well researched detail of ballistics and accuracy in 'avarage' hands for all the major Civel War long arms")

 

 

Secret Service - CS:

s. auch Spy and Spymaster

 

a. zur Versorgung mit Geldmitteln:

- vgl. Tidwell, William A.: April 65 - Confederate Covert Action in the American Civil War, Bibliothek Ref MilAmerik43, S. 14 ff.

- Captain Cucullu (Confederate Veteran Vol. I Feb. 1893, S. 43): Übergabe der Secret Service Funds des Trans-Mississippi-Depart­ment in Höhe von $ 3300 an US-MajGen Canby nach der Kapitulation. Das Geld sollte zunächst zur Unterstützung von Jefferson Davis nach Cuba gebracht werden, wo neuer CS-Widerstand aufgebaut werden sollte

 

b. Aufbau:

die bedeutendsten Elemente des Confederate secret service waren (zu den Einzelheiten und Aufgaben vgl. Tidwell, April 65 - Confe­derate Covert Action, a.a.O., S. 31/32):

· State Department Secret Service: This loose collection of agents with special qualifications or special missions was managed by Ju­dah *Benjamin with frequent intervention by Jefferson Davis.

 

· War Department Secret Service: These agents worked on assignments from the War-Department bot were sometimes assigned to work for specific field commanders. Their activity appears to have been managed for the War Department by personnel in the War Department Signal Bureau.

 

· War Department Signal Bureau and Signal Corps: The bureau provided Signal Corps personnel to the field commanders to transmit information over the battlefield and operated the Secret Line, which passed information and personnel across enemy lines between Richmond and Washington (apparently operated independently of the War Department Secret Service). The Independent Signal Corps and Scouts operated in tidewater Virginia.

 

· Provost Marshal of Richmond: Established in 1861 under Gen. John Henry Winder, this organization had a checkered career, being responsible at one time or another for military discipline in the Richmond area, counterespionage, the defenses of Richmond, the ad­ministration of prisoners of war, and the collection of information in support of these various tasks. It may also have assisted the State Department's secret service.

 

· War Department Torpedo Bureau: Primarily concerned with the employment of explosive devices on land - "subterra" mines - agents also planted underwater mines and controlled the mine fields in the James River.

 

· Navy Submarine Battery Service: This unit focused on the employment of underwater mines to: defend the major harbors and rivers of the Confederacy.

 

· War Department Strategy Bureau: Never established officially, this undercover bureau was created in early 1863 to sponsor sabota­ge teams known as "strategic corps" or "destructionists," which were concerned primarily with the use of explosives and newly in­vented weapons against targets behind enemy lines approved by the military department commanders.

 

· The Greenhow Group: This well-organized espionage service in Washington was formed originally under sponsorship of the state of Virginia. Although several key members, like Rose *Greenhow, were arrested, the group continued to function during most of the war with the primary focus of providing direct support to the Army of Northern Virginia.

 

· Cavalry Scouts: A group of talented young men were recruited and trained by Gen. J. E. B. Stuart to operate in front of and around the army and, on occasion, behind enemy lines. The group reported to Stuart and General Lee. After Stuart's death, the group became less efficient, possibly because several of its outstanding members were drawn off into other missions.

 

· Operations in Canada: Confederates developed a number of clandestine assets in Canada, initially to support the passage of couriers and other tasks. In 1864 the Confederacy established what amounted to a field office capable of developing and carrying out complex clandestine operations. Jacob *Thompson, the chief, reported to Benjamin and Davis, but he also had the support of a War Depart­ment team under the control of Freiheit, a.a.O., S. 751; Kinchen, Oscar A.: Confederate Operations in Canada and the North, North Quincy, Mass., 1970).

 

In addition to these organizations, there were a number of guerrilla units whose raids on occasion might have been hard to distinguish from the work of the Strategic Corps. And there was Colonel Mosby's partisan unit as well, which supported the Army of Northern Virginia primarily but also from time to time undertook missions of interest to the central government.

 

Evolving out of the debate over how to conduct warfare against Union commerce at sea, secret legislation was submitted in 1864 to create a Special and Secret Service Bureau. This organization was intended to foster the development of secret weapons, provide a le­gal basis for the Strategy Bureau, and coordinate the operations of the other existing clandestine organizations. The legislation for this Confederate version of a central intelligence organization was not approved by Congress until March 1865.

 

Literatur:

- **Bakeless, John: Spies of the Confederacy, Philadelphia, Lippincott 1970

- **Canan, H. V.: Confederate Military Intelligence; in: Maryland Historical Magazine 59 (March 1964), S. 34-51

- **Castleman, John B.: Active Service (Louisville: Courier-Journal Job Prinzing Co., 1917)

- **Conrad, Thomas Nelson: A Confederate Spy (New York: J. S. Ogilvie, 1892)

- **Fishel, Edwin C.: "The Mythology of Civil War Intelligence," in: Hubbell, John T. (ed.): Battles Lost and Won: Essays from Civil War History (Westport, Connecticut: Greenwood Press, 1975), S. 83-106

- **Headley, John W.: Confederate Operations in Canada and New York (New York: Neale, 1906)

- **Jones, Thomas A.: J. Wilkes Booth (Chicago: Laird & Lee, 1893)

- **Markle, Donald E.: Spies and Spymasters of the Civil War (New York: Barnes & Nobles Books, 1994); Bibliothek Ref MilAmeri­k17d

- **Tidwell, William A.; Hall, James O. and Gaddy, David Winfred: Come Retribution. The Confederate Secret Service and the Assassi­nation of Lincoln (Jackson, Miss.: University Press of Mississippi, 1988, 3. Auflage 2001); Bibliothek Ref MilAmerik17f

- **Tidwell, William A.: April 65 - Confederate Covert Action in the American Civil War, The Kent State University Press (Kent, Ohio & London, England, 1995), Bibliothek Ref MilAmerik17e

- **Van Doren Stern, Philip: Secret Missions of the Civil War. First-hand accounts by men and women who risked their lives in under­ground activities for the North and the South (New York, 1959, 1987, 1990); Bibliothek Ref MilAmerik17b

 

 

Secret Service - US:

McClellan's chief dependence on detective Allan Pinkerton and his civilian spies had resulted in a dismal failure to furnish reliable enemy information. Nor is there evidence that Burnside did anything to improve that situation (vgl. Stackpole: Chancellorsville, a.a.O., S. 15).

 

In the word of the Joint Committee on the Conduct of the War (Second Session, 38th Congress, quoted in John Bigelow, Jr.: Chancel­lorsville, a.a.O., S. 47; zitiert bei Stackpole: Chancellorsville, a.a.O., S. 16): „When General Hooker assumed command of the army, there was not a record or document of any kind at headquarters of the army that gave any information at all in regard to the enemy. There was no means, no organization, and no apparent effort to obtain such information. And we were almost as ignorant of the enemy in our immediate front as if they had been in China“.

 

Hooker established a Military Information Bureau which at first served only the Army of the Potomac but which increased in size and scope throughout the war until it became virtually a national agency and may be regarded as the beginning the present Army intelligence System. The new bureau was nominally under Hooker's Provost Marshal General, BrigGen Marsena R. Patrick, but the active chief was Col George H. Sharpe von der 120th New York Infantry (vgl. Stackpole: Chancellorsville, a.a.O., S. 16).

 

Literatur:

- **Fishel, Edwin C.: The Secret War for the Union: The Untold Story of Military Intelligence in the Civil War [Boston: Houghton Mifflin, 1996]

- **Markle, Donald E.: Spies and Spymasters of the Civil War (New York: Barnes & Nobles Books, 1994); Bibliothek Ref MilAmeri­k17d

- **Van Doren Stern, Philip: Secret Missions of the Civil War. First-hand accounts by men and women who risked their lives in under­ground activities for the North and the South (New York, 1959, 1987, 1990); Bibliothek Ref MilAmerik17b

 

 

Seminole Wars:

Seminolen, ein den Creek verwandter Indianerstamm, ursprünglich in Florida beheimatet. Die Seminolen wurden im sog. Seminolen-Krieg (1817-18) besiegt und mußten 1832 der Umsiedlung nach Westen zustimmen. Da sich einzelne Stammesteile weigerten, kam es zum sehr blutigen zweiten Seminolem-Krieg (1835-42), in dessen Folge die große Mehrzahl der S. zum Umzug in das Indian Ter­ritory gezwungen wurden.

 

Literatur:

- **Sprague, John T.: The Florida War (New York, 1848)

- Wright, J. Leitch, jr.: Creeks ans Seminoles (1986)

 

 

Sharps Rifle:

die Sharps Rifle war Hinterladergewehr mit gezogenem Lauf des Kalibers 52, Hinterlader, hergestellt von der Christian Sharps Com­pany; geladen wurde mit einer einteiligen Geschoß, bestehend aus einer Kugel, die mit einer zylindrischen Patrone aus Papier oder Leinen verklebt war und das Pulver enthielt. Das Sharps Gewehr konnte im Liegen geladen werden.

 

Die erste Version der Sharp-Rifle wurde 1848 patentiert; sie wurde 1853-1854 durch die US-Army getestet und wies erhebliche tech­nische Mängel auf (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 84).

 

Literatur:

- Coates / Thomas: Civil War Small Arms, a.a.O., S. 34 mit Photo und technischer Erläuterung (Bibliothek Ref MilAmerik64/2)

- **Denton, Paul: The First Minnesota Sharpshooter Company in the Army oh the Potomac during the Civil War 1861-1865, Internet-Buch, Bibliothek Ref MilAmerik8, S. 12 mit Abb.

 

 

Shrapnel:

s. *Case shot

 

 

Sibley Tents:

s. auch Ausrüstung

 

Bennett schreibt im Oktober 1861: „We were provided with Sibley circular tents, twelve feet in diameter in base, and tapering to a point at ten feet above (vgl. Bennett: Musket ans Sword, a.a.O., S. 36).

 

Das Sibley-Zelt wurde von dem amerikanischen Offizier Henry Hopkins Sibley erfunden, wofür er im Jahre 1856 ein Patent erhielt. Das Zelt hat die Form eines Kegels, ist ca. 4 m hoch und hat einen Durchmesser von etwa 6 m. Es ist für eine Belegung mit 12 Personen vorgesehen.Das Sibley-Design unterscheidet sich von anderen Pyramidenzelten in einer Reihe von Details. Das Zelt wurde von einer zentralen Stange aufrecht gehalten, die auf einem eisernen Dreibein stand, welches sich zum Transport um die Stange klappen ließ. Dies reduzierte die Länge um die Hälfte und erleichterte Lagerung und Transport. Unter dem Dreibein konnte ein Feuer zum Kochen und Heizen entfacht werden. Das Sibley-Zelt benötigte auch keine Pardunen als äußere Abspannung, da die Zeltwand mit 24 Heringen ausreichend am Boden befestigt war. Ein eingenähter Eisenring bildete an der Spitze eine ca. 30 cm große, runde Öffnung, die bei Schlechtwetter mit einer Segeltuchkappe zu schließen war. Der Ring wurde mit Ketten an die Mittelstange gehängt. Die Verwendung einer Rauchöffnung über der Mittelstange erlaubte eine gute Durchlüftung und Rauchabzug, unabhängig von der Windrichtung (vgl. Wikipedia: Sibley Zelt, Abruf vom 25.7.2016)..

 

Das United States Patent and Trademark Office erteilte am 22. April 1856 das Patent Nr. 14,740. Die US-Armee verwendete ausschließlich dieses Zelt während des Utah-Krieges im Winter 1857–58, wobei sich der Entwurf bewährte. Mehrere Veteranen der Plains-Indian-Kriege bemerkten die Ähnlichkeit des Zeltes zu Tipis – das Rauchloch, die Heringe an der Außenseite, die Feuerstelle usw. Gemäß der Vereinbarung von 1858 mit dem Kriegsministerium, hätte Sibley 5 US-$ für jedes hergestellte Zelt erhalten. Da Sibley aber die US Army verließ, um sich nach Ausbruch des Sezessionskrieges der Confederate States Army anzuschließen, erhielt er keinerlei Tantiemen. Die Unions-Armee produzierte und nutzte beinahe 44.000 Sibley-Zelte während des Krieges. Nach Sibleys Tod versuchten seine Angehörigen ohne Erfolg, die Tantiemen vom Kriegsministerium einzufordern (vgl. Wikipedia: Sibley Zelt, Abruf vom 25.7.2016).

 

 

Signal Corps (CS):

spielte eine einzigartige Rolle in Verbindung mit dem CS-Secret Service. Das Signal Corps wurde formal 1862 organisiert und er­stellte über eine geheime Abteilung über die Frontlinien und CS-Grenzen hinausgehende geheime Fernmeldeverbindungen her, u.a. zwischen Richmond und Washington, die bis 1865 funktionierte ( vgl. Tidwell, April 65 - Confederate Covert Action, a.a.O., S. 41 ff). Der berühmte Henry Thomas Harrison, der MajGen Longstreet bei Gettysburg von Heranrücken der Potomac-Armee unterrichte­te. gehörte zum Signal Corps (Tidwell, a.a.O., S. 44)

 

Die CS-Kavallerie benutzte 38 verschiedene Hornsignale (Crabb, All Afire to Fight, a.a.O., S. 330 anm. 35

 

Photos:

- Chambersburg: "Southern Revenge," a.a.O., S. 172 (Signal Station bei Sharpsburg 1863)

- Signalstation der Cavalry; in: Davis / Wiley: Photographic History. Vol: 2: Vicksburg to Appomattox, a.a.O., S. 314

 

Literatur:

- Fuller,W.G.: The Corps of Telegraphers under General Anson Stager During the War of the Rebellion - Brevet Lieutenant Colonel W.G. Fuller.

- Greely, A.W.: The Military-Telegraph Service, Internet Datei; in: Archiv 9, Fernmeldewesen Nr. 1

- Internet Datei: The Signal Corps from its Founder to the Present Signal Corps Regiment's History, Archiv 9 Fernmeldewesen Nr. 2

 

 

Signal Corps (US):

 

 

Literatur:

- **Brown, Joseph Williard: The Signal Corps in the War of the Rebellion (Reprint of Scarce 1896; Butternut and Blue); 916 pp; over 40 Maps; over 600 Photos; Roster; includes data on Confederate Signal Corps. Brown served as a Private, Sergeant and Lieutenant in the Signal Corps

 

 

Skirmish, skirmishing:

skirmish [engl.] Scharmützel, skirmisher [engl.] plänkeln, skirmisher [engl.] Plänkler, Tirailleur. der Begriff wird in weiterem Sinne verwendet. Er umschreibt in taktischem Sinn auch den Einsatz von Vorposten (Clausewitz: "Die Vorposten sind die Augen des Hee­res [Clausewitz: Vom Kriege, Kapitel 7: Avantgarde und Vorposten, a.a.O., S. 294]; „.. Ist die Truppe in Quartieren und Lagern, so bildet eine ausgedehnte Linie schwacher Posten ihre Vorhut, die Vorposten [Clausewitz, a.a.O., S. 295), vorgeschobene Vorpostenli­nien, die zugleich Aufklärungs- und Verzögerungsaufgaben erfüllen, sowie vor allen den "kleinen Krieg" und das Gefecht der offenen Ordnung.

 

Die napoleonische Taktik sah folgendes vor: Für die Masse der Infanterie waren die schnellen wendigen Exerzierbewegungen in Ko­lonne und der Feuerkampf in Linie zur Feindabwehr die Hauptsache. Das inzwischen fest regulierte Schützengefecht führten die da­für vorgesehenen leichten Formationen. Um es wirksamer zu gestalten, hatte Napoleon 1803 jedem Bataillon zur vorhandenen Gre­nadier- auch noch eine zweite elitäre Voltigeur-Kompanie beigegeben, die aus kleinen, körperlich zähen, flinken Burschen be­stand. Das beweist, welchen hohen Wert er auf die Steigerung zur effektivsten infanteristischen Kampfform legte. Sie beruhte auf der Ver­bindung der Bataillonskolonne mit den Schützen. Hatten die Taktiker zur Zeit des ersten Revolutionskrieges die Stärke des Tiraillem­ents noch recht unterschiedlich bewertet (s. auch *Jomini), so bildete sich in den Lagern an der Kanalküste die am besten geeig­nete Reglementierung der Kombination heraus. Beide Elemente wurden so in ein elastisches, aber eng voneinander abhängiges Wechsel­verhältnis gebracht, daß die Tirailleure wohl dosiert den Kampf einleiteten, wichtige Geländeabschnitte schnell besetzten und als Flankendeckung wie zu allseitiger Gefechtssicherung dienten, während die geschlossenen Bataillonsmassen, anfangs noch zurückge­halten, im entscheidenden Moment zum Bajonettangriff vorgingen (vgl. Fiedler, Siegfried: Reihe Heerwesen der Neuzeit Abtei­lung III: Das Zeitalter der Revolutionskriege, Band 2: Kriegswesen und Kriegführung im Zeitalter der Revolutionskriege, a.a.O., S. 72).

 

Photos:

- Skirmishers vor zwei Brigaden des IV. Corps Army of the Cumberland 1864: Bailey, Battles for Atlanta (Time Life), a.a.O., S. 28

 

Literatur:

- Castel: Decision in the West, a.a.O., S. 157

- Coggins: Arms and Equipment in the Civil War, a.a.O., S. 23-24

- Fiedler, Siegfried: Reihe Heerwesen der Neuzeit Abteilung III: Das Zeitalter der Revolutionskriege, Band 2: Kriegswesen und Kriegführung im Zeitalter der Revolutionskriege, Bernard & Graefe Verlag Koblenz 1988

 

 

Sold und Entlohnung der Soldaten:

die mangelnden Zahlen bei der ersten Zwangsaushebung von Soldaten im Norden führte 1864 zu keiner ausreichenden Zahl von Re­kruten. Deshalb wurden die Zahlung (enlistment bonus) erhöht. 1864 erhielt ein eingezogener Rekrut, für die Verpflichtung zu drei Jahren Militärdienst, neben seinem Monatssold eine einmalige Sonderzahlung von 302 $, die durch weitere Zahlungen der Bundes­staaten, Counties und Gemeinden erhöht wurden. Beispielsweise erhielt ein Ausgehobener in Niles / Mich insgesamt 600 $, genug um ein kleines Haus für die Familie zu kaufen (Castel, Decision in the West, a.a.O., S. 3

 

1862 erhielt ein Volunteer eine Bounty von 200 $ und monatlich 16 $, während ein nichtfreiwilliger Einberufener monatlich $ 11 er­hielt (vgl. McMahon, Dairy, a.a.O., S. 23).

 

 

Spencer Rifle:

Von den Repetiergewehren mit denen ab 1863 die Army ausgestattet wurde, war der siebenschüssige Spencer-Karabiner am erfolg­reichsten. Diese Waffen wurde mit weniger Pulver geladen und hatten infolgedessen eine kürzere Reichweite als die Springfields und Enfields mit ihren Papierpatronen, aber sie waren auch störanfälliger (vgl. Evans, Sherman's Horsemen, a.a.O., S. 21.

 

Die hohe Feuergeschwindigkeit dieser halbauto- matischen Waffe war berühmt und wurde auf die erste Brigade übertragen, die mit Spencer Gewehren ausgestattet wurde: The *Lightning Brigade. Zuvor hatten die 5th, 6th, 7th 8th Independent Company of Ohio Sharpshotters und die 5th Michigan Cavalry und Teile der 6th Michigan Cavalry das Spencer Rifle erhalten.

 

Literatur:

- **Coates / Thomas: Civil War Small Arms, a.a.O., S. 35 mit Photo und Abb. sowie technischer Erläuterung

 

 

Spencer Carbine:

eingeführt erst im Oktober 1863, wurde der Spencer Carbine die populärste und verbreitetste US-Cavalry-Waffe, von der ca. 95000 Exemplare ausgeliefert wurde.

 

Literatur:

- **Coates / Thomas: Civil War Small Arms, a.a.O., S. 48 mit Photo und Abb. sowie technischer Erläuterung

 

 

Springfield Armory:

US-Waffenfabrik der US-Army in Springfield / Massachusetts (vgl. Coates / Thomas: Civil War Small Arms, a.a.O., S. 4)

 

 

Springfield Rifle Musket:

s. auch *Schußweiten; *Rifle Musket

effektive Reichweite der neuen Waffen von 300 bis 400 m, eine gezogene Waffe des Typs Vorderlader

 

 

Spy and Spymaster:

s. auch Secret Service (CS) und Secret Service (US)

 

„Scouts and single soldiers, if disguised in the dress of the country, or in the uniform of the army hostile to their own, employed on obtaining information, if found within, or lurking about, the lines of the captor, are treated as spies, and suffer death“ (General Orders, No. 100, War Department, Washington, April 24, 1863).

 

 

Stabschef:

s. Chief of Staff

 

 

Strafen:

Die Disziplinarmaßnahmen waren hart und beachteten die Menschenwürde keinesfalls. Adams (History 19th Mass. Inf., a.a.O., S. 7) berichtet, ein Mann habe seinen Kopf in ein Faß stecken müssen, ein anderer sei gezwungen worden, einen schweren Holzbalken zu tragen. Worsham (Worsham, John H.: "One of Jackson's Foot Cavalry; a.a.O., S. 32) berichtet, daß die Soldaten bestraft wurden, in­dem sie an einem aus Holzbrettern oder Stangen bestehenden Zaun mit den Beinen durch-gesteckt wurden und die Arme und Beine auf der anderen Seite zusammengebunden wurden, daß die Deliquenten bewegungsunfähig waren. Andere wurden oben auf einen Holzzaun gelegt, wobei Arme und Beine an den darunterliegenden Balken angebunden wurden. Eine Bestrafung bestand in stunden­langem schmerzhaftem "Reiten" auf einem Holzpferd (vgl. Wilkeson: Turned inside out, a.a.O., S. 5).

 

BrigGen Charles Sidney *Winder war unter seinen Soldaten eher unbeliebt und galt manchen als "very severe and very tyrannical" (Krick, a.a.O., S. 19 m.w.N.). Er war berüchtigt wegen der von ihm ausgesprochenen harten Disziplinarstrafen und menschenunwür­digen Strafmethoden. Er verurteilte z.B. Ende Juli 1862 Soldaten, die sich unerlaubt von ihrem Regiment entfernt hatten "to be bucked". Bei dieser Strafe wurden die Soldaten an den Handgelenken und Füßen gefesselt und die Hände mittels eines Stockes an den Knien angebunden. So mußten die Soldaten in gekrümmter Haltung einen ganzen Tag ausharren. Eine andere Strafe für Stragg­lers bestand darin, diese mit entblößtem Oberkörper stundenlang in der Sonne an den Daumen aufzuhängen (vgl. Robertson, Stone­wall Brigade, a.a.O., S. 126).

 

Literatur:

- Crabb, All Afire to Fight, a.a.O., S. 13/14

- **LeGrand. Louis: The Military Hand-Book and Soldiers Manual of Information (New York: Beadle and Co., 1861. Reprint. Jackson­ville Ill.: C. W. Heritage, n.d.)

 

 

Strategie:

 

Literatur:

- Catton, Bruce: Reflections on the Civil War (Doubleday: New York, 1981)

- Denton: The first Minnesota Sharpshooter Company, Kapitel 4 (zur Vorgehensweise des Scirmishing)

- Donald, David (ed.): Why the North Won the Civil War (1960)

- Fiedler, Siegfried: Reihe Heerwesen der Neuzeit Abteilung III: Das Zeitalter der Revolutionskriege, Band 2: Kriegswesen und Kriegführung im Zeitalter der Revolutionskriege, Bernard & Graefe Verlag Koblenz 1988, Bibliothek Ref MilGesch 3III2

- Griess, Thomas F.: "Dennis Hart Mahan: West Point Professor ans Advocate of Professionalism, 1830-1871 (Ph. D. dissertation, Duke University, 1969)

- Hagerman, Edward: The American Civil War and the Origin on Modern Warfare - Ideas, Organization, and Field Command (Bloo­mington, Indianapolis: Indiana University Press1988); Bibliothek Ref MilAmerik19

- Hagerman, Edward: „From Jomini to Dennis Hart Mahan: The Evolution of Trench Warfare and the American Civil War,“ Civil War History 13 (September, 1967): 197-220

- Hardee, W. J., BrigGen., C.S.: Army, Rifle and Infantry Tactics (Mobile: S. H. Goetzel & Co., 1861 (das Standard-Handbuch der In­fantry auf beiden Seiten)

- Jones, Archer: Confederate Strategy from Shiloh to Vicksburg (Baton Rouge: Louisiana State University Press, 1961)

- Jones, Archer: Civil War Command and Strategy. The Process of Victory and Defeat (N.Y. 1992); Bibliothek Ref MilAmerik19/1

- Wheeler, MajGen Joseph: A Revised System of Cavalry Tactics for the Use of the Cavalry and Mounted Infantry, C.S.A. (Mobile: S. H. Goetzel & Co., 1863)

- Vandiver, Frank E.: "Rebel Brass" (1956): ein "outstanding work explaining the Civil War command and strategy" (vgl. Jones: Civil War and Strategy, a.a.O., S. 301)

- Williams, Harry T.: Lincoln and His Generals (1952): ein "outstanding work explaining the Civil War command and strategy" (vgl. Jones: Civil War and Strategy, a.a.O., S. 301)

- Williams, Harry T.: "The Military Leadership of North and South," in: Donald, David (ed.): Why the North Won the Civil War (1960), pp. 23-48: "Williams's study was controversial because of his powerful and justly influential view of Abraham Lincoln as correctly understanding that the proper military objective was to destroy the enemy army in battle; this placed the president at odds with his generals until the emergence of the like-minded Ulysses S. Grant." (vgl. Jones: Civil War and Strategy, a.a.O., S. 301)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera T

 

 

Taktik:

s. auch *Taktik und Strategie

 

Ein Grund für die hohen Verluste in den Schlachten des Bürgerkrieges war die Diskrepanz zwischen traditioneller Taktik und moder­nen Waffen. Das taktische Erbe des 18. Jh. und der Napoleonischen Kriege sah geschlossene Formationen von Soldaten vor, die dar­auf gedrillt waren, im Verband zu manövrieren und in Salven zu feuern. Zwar gab es auch die Vorgehensweise nach Art des Indianer­krieges und der Plänkler (skirmishers); das lag aber von taktischen Sonderaufgaben (Einsatz von losen Schützenschwärmen) idR an fehlender Ausbildung und Disziplin.

 

Diese Taktik räumte der Offensive ebenfalls Vorrang ein. Stoßtrupps rückten im Gleichschritt vor, feuerten auf Kommando ihre Sal­ven ab und legten die letzten paar Meter im Eilschritt zurück, um mit einem Bajonettangriff die gegnerische Linie zu durchstoßen. Napoleon setzte die Artillerie in Verbindung mit Vorstößen der Infanterie ein, indem er Feldgeschütze vorrücken ließ, um Breschen in die gegnerischen Reihen zu schlagen und diese für den Sturmangriff zu zermürben.

 

Die Amerikaner bedienten sich dieser Taktik mit großem Erfolg im Mexikanischen Krieg. Auch in West Point lehrte man vor dem Mexikanischen Krieg den Wert der taktischen Offensive. Die meisten führenden Bürgerkriegsoffiziere hatten im Mexikanischen Krieg gekämpft und/oder waren Absolventen von West Point; vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen hatten sie die Lehre gezogen, daß die taktische Offensive, die auf Sturmangriffen geschlossener Infantrieeinheiten mit flankierendem Artilleriebeschuß basierte, schlachtentscheidend war.

 

In Mexiko forderte diese Taktik keine hohen Verluste, weil die Hauptwaffe der Infanterie der einschüssige Vorderlader mit glattem Lauf war. Die maximale Reichweite dieser Waffe lag bei etwa 250 Metern. Die effektive Reichweite (die Entfernung, auf die ein gu­ter Schütze sein Ziel mehr oder weniger regelmäßig treffen konnte) betrug an einem windstillen Tag etwa 80 Meter und darunter (vgl. hierzu auch Catton: Reflections, a.a.O., S. 127). Die geschlossene Formation war notwendig, um die Feuerkraft dieser ungenauen Waffen zu konzentrieren; Artillerie konnte die vorrückende Infanterie begleiten, weil die Kanoniere vor feindlichem Musketenfeuer bis auf die letzten paar hundert Meter relativ sicher waren, und Bajonettangriffe konnten Erfolg haben, weil im Eilschritt vorrückende Infanterie die letzten 80 Meter in jenen 25 Sekunden zurücklegen konnte, die die verteidigenden Infanteristen nach dem Abfeuern ei­ner Salve zum Nachladen ihrer Musketen brauchten.

 

Diese Taktik war im Bürgerkrieg veraltet. Die Infanterie war zwar immer noch mit muzzled guns ausgerüstet. Hierbei handelte es sich jetzt jedoch um 'rifled guns', d.h. gezogene Gewehre, deren Schußweite bei 700-800 yards anstelle von 100 yards lag. Damit war die Feuereröffnung weit vorgeschoben, und konnte vom Angreifer im Sturmangriff nicht mehr überbrückt werden. Dies führte zum Übergewicht der Verteidigung gegenüber dem Angriff (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 127; Jones, Archer: Civil War Command & Strategy, a.a.O., S. 39).

 

Von grundlegender Bedeutung hierbei war die *Schußweite. Feuergeschwindigkeit und Treffsicherheit der neuen *Waffen, die seit 1862 in der US-Armee eingeführt wurde (s. auch *Springfield Muscet Rifle; *Enfield Rifle, *Spencer-Gewehr). Das aufrecht stehen­de Feuern der Infanterielinien auf nächste Entfernung, das der Taktik des 19. Jh. entsprach, war damit überholt. "Obwohl die Brigade darauf trainiert war, in Schlachtlinie zu kämpfen, erkannten intelligente Offiziere bald, daß die Soldaten durch die Kampfweise aus­gelöscht würden, weshalb die Taktik schnell geändert und an die neuen Bedingungen angepaßt wurde (vgl. Noland/Vipond: Giants in their Black Hats, aaO., S. 71; Gaff, Alan: Brave Men's Tears, a.a.O., S. 164-165).

 

Im Gegensatz zu dieser Sicht bezeichnet Griffith (Battle Tactics of the Civil War, a.a.O., S. 225 Anm. zu Jamieson) die Auffassung, die Einführung der Rifled Muscet habe die Taktik geändert, als 'false theory'. Weiter führt Grittith (a.a.O., S. 74) aus: "What is much less clear is whether or not the average soldier in combat actually obtained very much benefit from these improvements, since many of the same factors which had limited range and accuracy in Napoleonic times continued to apply throughout the Civil War. Fields of fire were often very short, the soldiers were generally unskilled in the use of their weapons, and the officers were anxious not to en­gage in indecisive long-range fire. Despite the technical possibilities of good accuracy at long ranges, the tactical theory still rested upon the idea of massed fire at close range".

 

Photos:

- Armee Corps mit 2 Brigaden in Gefechtsaufstellung mit vorgeschobenen Skirmishers; vgl. Bailey, Battles for Atlanta (Time Life), a.a.O., S. 28

 

Literatur:

- Catton, Bruce: Reflections on the Civil War (Doubleday: New York, 1981)

- Denton: The First Minnesota Sharpshooter Company, Kapitel 4 (zur Vorgehensweise des Skirmishing)

- Donald, David (ed.): Why the North Won the Civil War (1960)

- Fiedler, Siegfried: Reihe Heerwesen der Neuzeit Abteilung III: Das Zeitalter der Revolutionskriege, Band 2: Kriegswesen und Kriegführung im Zeitalter der Revolutionskriege, Bernard & Graefe Verlag Koblenz 1988, Bibliothek Ref MilGesch 3III2

- Griess, Thomas F.: "Dennis Hart Mahan: West Point Professor ans Advocate of Professionalism, 1830-1871 (Ph. D. dissertation, Duke University, 1969)

- Hagerman, Edward: The American Civil War and the Origin on Modern Warfare - Ideas, Organization, and Field Command (Bloo­mington, Indianapolis: Indiana University Press1988); Bibliothek Ref MilAmerik19

- Hagerman, Edward: „From Jomini to Dennis Hart Mahan: The Evolution of Trench Warfare and the American Civil War,“ Civil War History 13 (September, 1967): 197-220

- Hardee, W. J., BrigGen., C.S.: Army, Rifle and Infantry Tactics (Mobile: S. H. Goetzel & Co., 1861 (das Standard-Handbuch der In­fantry auf beiden Seiten)

- Jones, Archer: Civil War Command and Strategy. The Process of Victory and Defeat (N.Y. 1992); Bibliothek Ref MilAmerik19/1

- McWhiney, Grady and Jamieson, Perrie: "Attack and Die." Civil War Military Tactics and the Southern Heritage (University of Ala­bama Press: Tuscaloosa 1982, Paperback Auflage 1984); Bibliothek Ref MilAmerik19/3

- Vandiver, Frank E.: "Rebel Brass" (1956): ein "outstanding work explaining the Civil War command and strategy" (vgl. Jones: Civil War and Strategy, a.a.O., S. 301)

- Wheeler, MajGen Joseph: A Revised System of Cavalry Tactics for the Use of the Cavalry and Mounted Infantry, C.S.A. (Mobile: S. H. Goetzel & Co., 1863)

- Williams, Harry T.: Lincoln and His Generals (1952): ein "outstanding work explaining the Civil War command and strategy" (vgl. Jones: Civil War and Strategy, a.a.O., S. 301)

- Williams, Harry T.: "The Military Leadership of North and South," in: Donald, David (ed.): Why the North Won the Civil War (1960), pp. 23-48: "Williams's study was controversial because of his powerful and justly influential view of Abraham Lincoln as correctly understanding that the proper military objective was to destroy the enemy army in battle; this placed the president at odds with his generals until the emergence of the like-minded Ulysses S. Grant." (vgl. Jones: Civil War and Strategy, a.a.O., S. 301)

 

 

Taktik und Strategie:

Das alte Schema über das Verständnis vom Verhältnis zwischen Taktik und Strategie ist aufgegeben. Der Begriff "Strategie" wird nunmehr definiert als die Gesamtheit der Kriegsziele einer Nation als Handlungsrahmen in einem Theater of Operations. "Taktik" meint dagegen die militärische Umsetzung in der Schlacht als Operationskunst (vgl. Tanner: Stonewall in the Valley, a.a.O., S. xv). Das frühere Verständnis der Strategie als Operationsführung im Großgefecht, Taktik als ihre Umsetzung auf der unteren Ebene ist da­mit überholt.

 

Literatur:

- Bellamy, Christopher: The Evolution of Modern Warfare: Theory and Practice (London: Routledge, 1990)

- Leonhard, Robert: The Art of Maneuver (Novato, Calif: Presidio Press, 1991)

- Luttwak, Edward N.: Strategy (Cambridge: The Belknap Press, 1987)

- Romjue, John: "From Active Defense to AirLand Battle: The Developement of Army Doctrine 1973-1982". TRADOC Historical Monograph Series, June 1987

 

 

Texas Rangers:

s. B. F. *Terry; MajGen John A. *Wharton

 

bereits 1836 als halb-militärische berittene Polizei in Texas zum Schutz der Siedler gegen Indianerüberfälle gegründet; bei Ausbruch des Bürgerkrieges von Sam Houston reorganisiert bei einer Stärke von ca. 1600 Mann. Aus den Texas Rangers rekrutierte sich auch die 8th Texas Cavalry, bekannt als Terry's Texas Rangers (s. hierzu *Terry, B. F.).

 

Literatur:

- Blackburn, J.: "Remninscenses of the Terry Texas Rangers." Southwestern Historical Quaterly, vol. 22 (July 1918), pp. 38-77

- Boatner: Civil War Dictionary, a.a.O., S. 833

 

 

Tinclad:

leicht gepanzerte Flußschiffe; Heck-Schaufelrad-Dampfer; im Gegensatz zu den Gunboats hatten sie nur eine schwache Panzerung aus Gußeisen von einer Stärke von 11/4 Zoll, und waren nur gegen Gewehrfeuer geschützt. Dagegen wiesen die Tinclads durch­schnittlich nur einen Tiefgang von ca. 31/2 Fuß auf, und waren dafür konstruiert, bei Niedrigwasser die Sandbänke in den kleineren Nebenflüssen des Mississippi überqueren zu können. Sie waren mit schweren Geschützen ausgerüstet. Insbesondere während der Ya­zoo Campaign Ende 1862 wurden Tinclads eingesetzt (vgl. Bearss: Hardluck Ironclad, a.a.O., S. 203 Anm. 5).

 

 

Tirailleur:

neue Form von Infantrieeinheiten der "Jäger" (Chasseurs) oder "leichten Infantrie"; eine französische Entwicklung, die ab 1840 vom Herzog von Orlean entwickelt wurde und sich auf die Fähigkeiten der neuen Infantriewaffengeneration stützte; aufgelockertere Ge­fechtsordnung (nur noch zwei Kampflinien an stelle von drei Linien), Einzelkampfausbildung und Ausnutzung des Geländes zeichne­ten ihren Einsatz aus; sie wurden zur Vorstufe der *Chasseurs à Pied (vgl. Norsworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 54).

 

 

Torpedos:

damalige Bezeichnung für eine Unterwassermine (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 137); Abbildung und Erklärung der Funktons­weise in Battles and Leaders Vol. I S. 364. Der erste elektrisch zündbare Torpedo wurde in Experimenten am Lake Pontchartrain im August 1861 erprobt. die beiden Spezailisten Zedekiah McDaniel und Francis M. Ewing schafften es zunächst nicht, einen praktisch einsetzbaren Torpedo zu bauen, gaben jedoch in Anstregungen nicht auf. Sie wurden in der Folge von Navy Department mit der Er­richtung einer Torpedosperre auf dem Yazoo River beauftragt, die mit einer elektrischen Fernzündung versehen waren, wobei die Zündung von den Uferbefestigungen bei Blake's Plantatge aus erfolgen sollte (vgl. Bearss: Hardluck Ironclad, a.a.O., S. 97). Durch zwei solcher Torpedos wurde am 12.12.1862 das Ironclad USS Cairo auf dem Yazoo versenkt (vgl. Bearss, a.a.O., S. 98 ff).

 

Literatur:

- Bearss: Hardluck Ironclad, a.a.O., S. 97

- Brown H. D.: "The First Successful Torpedo and What it Did," Confederate Veteran, XVIII (1910), S. 169

 

 

Torpedo-Bureau:

in Richmond, hatte die Aufgabe der Minenverlegung von Landminen und Unterwasserminen und kontrollierte die Unterwasser-Mi­nenfelder im James River; daneben Durchführung von Minen-Explosionen hinter den US-Linien in verdeckten Operationen, auch in Zusammenarbeit mit Mosby's Guerillas (vgl. Tidwell, William A.: April 65 - Confederate Covert Action in the American Civil War, Bibliothek Ref MilAmerik43, S. xii, 31, 47-49)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera U

 

Uniformen -CS:

Das CS-Quartermastersystem funktionierte auch im Süden hervorragend. In seiner Atlanta Uniformfabrik schnitten 20 Schneider die Uniformstoffe zu, während in Akkordarbeit 3000 Näherinnen die Uniformen zusammennähten. Beispielsweise produzierten sie im Herbst 1862 durchschnittlich 12000 Uniformjacken und 4500 Hosen monatlich. In der Zeit von Juli 1864 bis Januar 1865 konnte Lee's Armee mit über 100000 Uniformjacken und 140000 Uniformhosen versorgt werden, eine ausreichende Ausstattung auch unter Berücksichtigung eines Verbrauchs von 2 Uniformen pro Mann im Jahr (vgl. Jones, Archer: Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 9).

 

Die CS-Army besaß keine Corpsabzeichen auf den Uniformen.

 

 

US Naval Academy:

in Annapolis / MD (südlich von Baltimore); nach CS-Eroberung am 20.4.1861, zurückerobert von 8th Maryland Infantry am 22.4.1861, verlegt nach Newport, wo die Akademie bis 1865 verblieb, um die Eroberung durch CS-Sympathisanten aus Maryland zu vermeiden. Das 8th Maryland traf am 22.4.1862 per Dampfschiff in Annapolis ein auf seiner Verlegung nach Washington zur Vertei­digung der Hauptstadt. Das Regiment reparierte die von Konföderierten zerstörte Eisenbahnlinie Annapolis-Washington und eröffne­te dadurch eine neue ungestörte Eisenbahnverbindung zur Hauptstadt, nach dem CS-Sympathisanten in Baltimore die dortige Eisen­bahnverbindung blockierten und das 6th Massachusetts am 19.4.1861 angegriffen hatten.

 

Literatur:

McPherson / McPherson, ed.: Lamson of the Gettysburg. The Civil War Letters of Lieutenant Roswell H. Lamson (New York -Ox­ford, Oxford University Press, 1997); Bibliothek Ref MilAmerik39

 

 

Uniformen:

s. auch *Ausrüstung, *Bekleidung, *Schuhe

 

 

Uniformen US:

 

Truppenabzeichen:

 

Corps Badges of the Federal Army:

1st Corps Full Moon

2nd Corps Trefoil

3rd Corps Diamand

 

5th Corps Cross of Malta

 

 

11th Corps Crescent

12th Corps Five-Pointed Star

 

Badges always in Red for 1st Division, for 2nd: White; for 3rd Division: Blue

 

 

USS Commodore Perry:

USS Commodore Perry (1858) was a 512 long tons (520 t) steamer acquired by the Union Navy during the first year of the American Civil War. Commodore Perry was outfitted as a gunboat with heavy guns and a large crew of 125 officers and enlisted personnel. Her powerful guns were capable of doing considerable damage to blockade runners or shore fortifications of the Confederate States of America (https://en.wikipedia.org/wiki/USS_Commodore_Perry).

 

Commodore Perry — an armed, side-wheel ferry — was built in 1859 by Stack and Joyce, Williamsburg, New York; purchased by the Navy on 2 October 1861; and commissioned later in the month, Acting Master F. J. Thomas in command. The ship was named in honor of Commodore Oliver Hazard Perry, who commanded American forces on Lake Erie in the War of 1812, and his brot­her Matthew Calbraith Perry, who negotiated the Convention of Kanagawa historic treaty which opened Japan to American commer­ce, and who had died the previous year, in 1858 (https://en.wikipedia.org/wiki/USS_Commodore_Perry).

 

Commodore Perry sailed from Hampton Roads, Virginia on 17 January 1862 to join the North Atlantic Blockading Squadron, and on 7–8 February took part in the attack, in cooperation with the Union Army, which resulted in the surrender of Roanoke Island, part of the long campaign through which the Navy secured key coastal points. Commodore Perry took part in the capture of Elizabeth City, North Carolina on 10 February, and the next day captured the schooner Lynnhaven. As operations along the North Carolina coast continued, she joined in the capture of New Berne and Washington in March, and in April took singly or in concert with others of her squadron four schooners and a sloop in the Pasquotank River and New Begun Creek. On 3 October, Commodore Perry joined in an Army-Navy expedition against Franklin, Virginia, and on 10 December joined an attack against Plymouth, North Carolina. Four crewmen were awarded the Medal of Honor for their actions during the expedition against Franklin: Boatswain's Mate John Breen, Seaman Daniel Lakin, Seaman Alfred Peterson, and Seaman John Williams. After another combined expedition against Hertford, North Carolina on 30 January 1863, Commodore Perry patrolled constantly in Pamlico and Albemarle Sounds and the streams which enter them, frequently exchanging fire with small detachments of Confederates ashore (vgl. https://en.wikipedia.org/ wiki/ USS_ Commodore_Perry).

 

Repaired at Norfolk, Virginia and Baltimore, Maryland late in 1863, she returned to her squadron in March 1864 for duty in the inland and coastal waters of Virginia on picket, guard, and patrol duty, joining in many amphibious expeditions, until the close of the war. She sailed from Norfolk for New York City on 12 June 1865, and there was decommissioned on 26 June and sold on 12 July (vgl. https://en.wikipedia.org/ wiki/ USS_ Commodore_Perry).

 

James River, Virginia. Gunboat COMMODORE PERRY and monitor on James River (Civil War glass negative collection, Library of Congress).

 

 

James River, Virginia. Gunboat COMMODORE PERRY and monitor on James River (Civil War glass negative collection, Library of Congress).

 

 

USS Commodore Perry, 1864 (Photo Mathew Brady;  National Archives and Records Administration, cataloged under the ARC Identifier 524549)

 

 

USS Frolic:

s. CSS Advance

 

 

USS Merrimac:

Der 68jährige, alkoholkranke Kommandant der Marinewerft Gosport (Norfolk/Ost-Virginia) Kom. Charles McCauley, räumt ohne direkte Bedrohung, den wichtigsten US-Flottenstützpunkt (Karte in: The official military Atlas, Plate XXVI 4, CXVII 1) des Landes und die größte Schiffsbau- und -reparaturanlage im Süden. Von den 1200 Geschützen und zehn Schiffen, die sich im April 1861 dort befanden, waren viele Kanonen und vier Kriegsschiffe auf dem neuesten Stand und einsatzbereit, so etwa der mächtige Dampfkreu­zer Merrimac mit seinen 40 Geschützen. Die meisten Arbeiter und Marineoffiziere auf der Werft, mit 800 hier stationierten Matrosen und Marineinfanteristen, stammten aus dem Süden; die Mehrzahl der Offiziere sollte bald ihren Dienst quittieren, um sich der Konfö­deration anzuschließen. Als die Nachricht eintraf, daß eine mehrere tausend Mann starke Miliz aus Virginia auf die Marinewerft vor­rücke, zeigte McCauley sich dieser Krise nicht gewachsen. Er weigerte sich, die USS Merrimac und die drei anderen Kriegsschiffe durch Flucht zu retten, als sich am 18. April die Chance dazu bot. Tags darauf, kurz bevor an Bord zweier Kriegsschiffe aus Washing­ton Verstärkung eintraf, gab McCauley Befehl, alle Werftanlagen in Brand zu setzen, die Geschütze zu vernageln und die Schiffe zu versenken. Selbst diese unnötigen Abwehrmaßnahmen wurden noch verpatzt; das Trockendock, das Artilleriedepot und etliche ande­re Gebäude wollten nicht brennen; die meisten Geschütze blieben verwertbar und waren bald unterwegs zu den Forts im Süden; der Rumpf der Merrimac blieb unversehrt und konnte später für die berühmte gepanzerte CSS Virginia benutzt werden (McPherson, S. 265/266; zu USS Merrimac vgl. auch den Bericht über die Hebung und den Kampf von USS Monitor mit CSS Virginia; von: New­ton, John G.: How we found the Monitor; in: National Geographic Vol. 147 No. 1 January 1975, S. 48, 56 f).

 

 

USS Monitor:

s. USS Merrimac; vgl. auch vgl. Archiv 9: Schiffe; vgl. Newton, John G.: How we found the Monitor; in: National Geographic Vol. 147 No. 1 January 1975, S. 48, 56 f; Welles, Gideon: The First Iron-Clad Monitor; in: Annals of the War, a.a.O., S. 17-31

 

 

USS Monticello:

The first USS Monticello (Anm.: im Unterschied zur second USS Monticello, einem späteren US-Kriegsschiff im Dienst bis 2010) was a wooden screw-steamer in the Union Navy during the American Civil War. She was named for the home ofThomas Jefferson. She was briefly named Star in May 1861.

 

Monticello was built at Mystic, Connecticut, in 1859; chartered by the Navy in May 1861; and purchased on 12 September 1861 at New Yorkfrom H. P. Cromwell & Company, for service in the Atlantic Blockading Squadron, Captain Henry Eagle in command.

 

Monticello was renamed Star on 3 May 1861, but resumed her original name on 23 May. Seeing immediate action, Monticello relie­ved USS Baltimore in blockading the James River and preventing communication with the Elizabeth River on 2 May, then relieve­d USS Quaker City at Cape Henry on the 8th. She engaged the batteries at Sewell's Point from 10–14 May, then continued blockade duty until steaming up the Rappahannock to Smith's Island on 24 June. Operating with the Army on the James River above Newport News, Virginia on 5 July, she dispersed a body of Confederate cavalry. Often engaging Confederate batteries through the remainder of 1861, she was in the squadron that captured the batteries at Hatteras Inlet on 28–29 August in the first significant Union victory, one which greatly encouraged the North. She drove off Confederates attacking Union soldiers in that area on 5 October.

 

Departing Baltimore, Maryland on 25 March 1862 for the blockade ofWilmington, North Carolina, Monticello sent a boat party to the expedition up Little River[disambiguation needed] on 26 June that destroyed two schooners. She engaged the batteries at New Inlet on 12 July, and took British schooner Revere off Wilmington on 11 October 1862. After relieving USS Genesee on blockade at Shallow Inlet on 15 November,Monticello destroyed British schooners Ariel and Ann there the 24th.

 

Monticello operated around Little River through 1863, taking British schooner Sun on 30 March, and steamer Old Fellow on 15 April. She joined the expedition to Murrell's Inlet on 25 April, and shelled a schooner there on 12 May with Conemaugh. In November, she destroyed salt works near Little River Inlet. Returning to the Wilmington blockade in January 1864, she joined in the expedition to Smithville, North Carolina (now the town of Southport) on 29 February, capturing Captain Patrick Kelly of General Louis Hebert’s staff. In July, she joined in the chase after CSS Florida, and on 24 August attacked Confederate batteries at Masonboro Inlet. Monticello participated in the attacks on Fort Fisher on 24–25 December and on 13–14 January 1865. She took the surrender of Fort Casswell on 18–19 January, then participated in the Little River expedition of 4–6 February.

 

After the war, Monticello decommissioned on 24 July 1865 at Portsmouth, New Hampshire, and was sold at public auction at Boston, Massachusetts to W. H. Lincoln on 1 November. Redocumented for merchant service on 25 July 1866, she served American commerce until foundering off Newfoundland on 29 April 1872 (aus https://en.wikipedia.org/wiki/USS_Monticello_(1859).

 

USS Monticello (1861-1865) (www.civilwaralbum.com)

 

 

USS Morse:

converted from New York harbor ferry to gunboat, the USS Morse participated in the Roanoke Island expedition and served on Virgi­nia rivers for the remainder of the war, guarding Federal bases, raiding enemy supplies, and supporting the campaigns of McClellan, Butler and Grant (vgl. Reed: Combined Operations, a.a.O., S. 41).

USS Morse at White House, Pamunkey River, 1862 (Photo aus Reed: Combined Operations, a.a.O., S. 41)

 

 

 

USS Union:

Transport-Steamer; Teilnahme an den Operationen gegen die North Carolina Inlets, Fort Hatteras und Fort Macon im Spätjahr 1861.

 

Die USS Union became separated from a fleet sailing south from Fortress Monroe and grounded on the shore of Bogue Island twel­ve miles west of Fort Macon an 1.11.1861. It broke apart, and several people on board were drowned. Eighty-one survivers approa­ched the regimental camp des 26th North Carolina Infantry Regiment with a flag of truce on 02.11.1861 and gave up themselves (vgl. Hess: Lee's Tar Heels a.a.O., S. 8).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera V

 

 

Verluste:

s. auch *Schußweiten (Infanterie, Artillerie

s. auch *Waffen

s. auch *Geschlechtskrankheiten

 

Die Gesamtverluste an Gefallenen beliefen sich auf mehr als 620000 Tote, d.h. 2% der Gesamtbevölkerung (vgl. McPherson, Intro­duction S. v zu Wilkeson: Turned inside out).

 

Ein Grund für die hohen Verluste in den Schlachten des Bürgerkrieges war die Diskrepanz zwischen traditioneller Taktik und moder­nen Waffen. Das taktische Erbe des 18. Jh. und der Napoleonischen Kriege sah geschlossene Formationen von Soldaten vor, die dar­auf gedrillt waren, im Verband zu manövrieren und in Salven zu feuern. Zwar gab es auch die Vorgehensweise nach Art des Indianer­krieges und der Plänkler (skirmishers); das lag aber von taktischen Sonderaufgaben (Einsatz von losen Schützenschwärmen) idR an fehlender Ausbildung und Disziplin.

 

Diese Taktik räumte der Offensive ebenfalls Vorrang ein. Stoßtrupps rückten im Gleichschritt vor, feuerten auf Kommando ihre Sal­ven ab und legten die letzten paar Meter im Eilschritt zurück, um mit einem Bajonettangriff die gegnerische Linie zu durchstoßen. Napoleon setzte die Artillerie in Verbindung mit Vorstößen der Infanterie ein, indem er Feldgeschütze vorrücken ließ, um Breschen in die gegnerischen Reihen zu schlagen und diese für den Sturmangriff zu zermürben.

 

Die Amerikaner bedienten sich dieser Taktik mit großem Erfolg im Mexikanischen Krieg. Auch in West Point lehrte man den Wert der taktischen Offensive. Die meisten führenden Bürgerkriegsoffiziere hatten im Mexikanischen Krieg gekämpft und/oder waren Ab­solventen von West Point; vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen hatten sie die Lehre gezogen, daß die taktische Offensive, die auf Sturmangriffen geschlossener Infantrieeinheiten mit flankierendem Artilleriebeschuß basierte, schlachtentscheidend war.

 

In Mexiko forderte diese Taktik keine hohen Verluste, weil die Hauptwaffe der Infanterie der einschüssige Vorderlader mit glattem Lauf war. Die maximale Reichweite dieser Waffe lag bei etwa 250 Metern. Die effektive Reichweite (die Entfernung, auf die ein gu­ter Schütze sein Ziel mehr oder weniger regelmäßig treffen konnte) betrug an einem windstillen Tag etwa 80 Meter. Die geschlossene Formation war notwendig, um die Feuerkraft dieser ungenauen Waffen zu konzentrieren; Artillerie konnte die vorrückende Infanterie begleiten, weil die Kanoniere vor feindlichem Musketenfeuer bis auf die letzten paar hundert Meter relativ sicher waren, und Bajo­nettangriffe konnten Erfolg haben, weil im Eilschritt vorrückende Infanterie die letzten 80 Meter in jenen 25 Sekunden zurücklegen konnte, die die verteidigenden Infanteristen nach dem Abfeuern einer Salve zum Nachladen ihrer Musketen brauchten.

 

Der gezogene Lauf verlängerte die Reichweite der Büchse um das Vierfache, weil er der konischen Kugel einen Spin verpaßte, mit­tels dessen sie sich buchstäblich durch die Luft bohrte. Dieses Phänomen war seit Jahrhunderten bekannt, aber vor der Mitte des 19. Jahrhunderts verfügten nur Spezialregimenter oder ein bis zwei Kompanien pro Regiment über Büchsen. Diese Kompanien wurden als Plänkler eingesetzt, das heißt, sie operierten vor und neben dem Hauptverband, griffen an oder zogen sich in loser Formation zu­rück und schossen nach Gutdünken auf alle sich bietenden Ziele im gegnerischen Lager.

 

Die Einführung des Infanteriegewehres mit gezogenem Lauf scheiterte zunächst daran, daß der Ladevorgang wesentlich schwieriger und zeitaufwendiger war. Erst durch die Einführung der Springfield Rifle Musket (1855) bzw. der ähnlich gebauten Enfield Rifle Musket änderte sich dies. Lieferschwierigkeiten und Verzögerungen bei der Einführung dieser Waffen führten dazu, daß erst im Lau­fe des Jahres 1862 die meisten Unionsregimenter die neuen Waffen erhielten, während viele konföderierte Einheiten noch mit glatt­läufigen Musketen auskommen mußten.

 

Der Übergang zum Gewehr mit gezogenem Lauf hatte im wesentlichen zwei Folgen: Die Verluste vervielfachten sich, und die takti­sche Defensive gewann an Bedeutung, da bei einer effektiven Reichweite der neuen Waffen von 300 bis 400 m die Verteidiger die Angreifer zusammenschießen konnten, bevor diese überhaupt zum geschlossenen Sturm antreten konnten. Es dauerte lange, bis die Offiziere, die in der alten Taktik ausgebildet waren, diesen Veränderungen Rechnung trugen. Die blutigen Verluste der Schlachten waren die bittere Folge (vgl. McPherson, a.a.O., S. 464 ff.).

 

The seven Confederate regiments, which. had most men killed in any battle of the war, were (vgl. Bond, MilAmerik7, S. 21):

- 6th Alabama (ninety-one killed)

- 26th North Carolina (eighty-six)

- 1st South Carolina Rifles (eighty-one)

- 4th North Carolina (seventy-seven)

- 44th Georgia (seventy-one)

- 14th Alabama (seventy-one)

- 20th North Carolina (seventy)

 

Evans (Sherman's Horsemen, a.a.O., S. 75) schreibt zum Scharmützel von Cross Keys (15.7.1864): "Like the rest of the *Lightning Brigade, both Regiments had long since abandoned the cumbersome [schwerfällig, altmodisch], two-ranked formation where men ar­med with muzzle-loaders [Vorderladern] stodd elbow to elbow to maximize their firepower. The rapid rate of fire of their *Spencer rifles allowed them to spread out, taking advantage of whatever cover war avialable...."

 

Literatur:

- Bond, a.a.O., S. 21

- Fox, William: Regimental Losses in The American Civil War (Albany / NY: Randow Printing Co., 1888, reprint Internet Datei); Bi­bliothek Ref MilAmerik58

- Livermore, Thomas L.: Numbers and Losses in the Civil War. Thomas L. Livermore. Indiana University Press. Bloomington. India­na. 1957

 

 

Verpflegung und Versorgung (CS):

s. auch Versorgung (Pferdefutter)

 

Trotz der landwirtschaftlichen Ausrichtung der CS litten die CS-Truppen oft unter Verpflegungsmangel, teilweise weil sich die Far­men nur langsam von Baumwollproduktion auf die Erzeugung von Lebensmitteln umstellten, die finanzielle Ausstaattung der CS-Streitkräfte ungenügend war und das Transportsystem im Süden nur wenige Eisenbahnen aufwies (vgl. Jones, Archer: Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 9).

 

Im Januar 1863 war die Versorgungslage von Lee's Army of Northern Virginia, die damals bei Fredericksburg eingesetzt war, so schlecht, daß die Rationen gekürzt werden mußten (vgl. Brief von Gen Lee an CS-Secretary of War James A. Seddon vom 26.1.1862, OR ser. I vol. XXV, Pt. 2, pp. 597-98; vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 4). The reduced rations consisted of 18 ounces of flour and 4 ounces of bacon of very different quality, representing about 1800 calories per day. Active men living outdoors would lose weight in this diet; furthermore, due to lack of fresh vegetables, the Confederates were developing scurvy. Each regiment was required to send out a detail each day to collect edible weeds (Unkräuter) such as sassafras buds (Knospen d. amerikanischen Zimtbaums), lambs quarter (Schaf-Viertel) and wild onions (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 4; vgl. OR ser. I vol. XXV, Pt. 2, pp. 686).

 

The ration of a general officer was double that of a private (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 4; vgl. Brief BrigGen Henry Heth an Rev. J. William Jones vom Juni 1877, Southern Historical Saociety Papers, IV [1877], 153).

 

The foot shortager resulted more from transportation deficiencies than low production. There was enough foodstuff and forage in the South to supply the military forces as well well as the civilian population, at least at that time (Januar 1863). It simply was not being collected and distributed systematically and according to need. The armies hat requisitioned so many horses and mules that some rural areas lacked local transportation. But the intermittent and inefficient operations of the railroads was an even more potent factor in the transportation break down (vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 4-5; vgl. OR XXV, pt. 2, pp. 693-94).

 

Literatur:

- Bohannon, Keith S.: „Dirty, Ragged and Ill-Provided for. Confederate Logistical Problems in the 1862 Maryland Campaign and Their Solutions; in: Gallagher, Gary W.: The Antietam Campaign, a.a.O., S. 101-142

 

 

Verpflegung und Versorgung (US):

Col Bennett schreibt: „The rations furnished the enlisted men in camp were ample. They consisted daily per man of one pound salt meat or one and one-fourth pounds fresh meat, one and three fifths ounces coffee, two and two-fifths ounces sugar, one pound hard bread or twenty-two ounces soft bread, and rice, beans and pota toes three times per week, each sufficient for a meal; salt was also furnished. Beans were baked remarkably well in covered trenches. They were first parboiled and then camp kettles were covered with hot coals. Upon prolonged campaigns meat, hard bread, sugar and coffee, also salt, were the only articles issued. Camp kettles were with the trains, and not accessible, and every man would cook for himself. Coffee was a great solace, the allowance would make three or four pint cups, black and very strong, a day. At every halt of a half hour or more the cups would be on fires that were quickly made. The cavalry and artillery called the infantry coffee boilers. Salt pork would frequently be eaten raw with hard bread. Herds of cattle were often driven with the supply trains, and fresh meat furnished when practicable. It was not particularly juicy. The troops generally would start upon a campaign with from three to five days' supply of hard bread, sugar and salt, and were always hungry. There would usually be a skillet or frying pan for every group of fifteen to twenty men. When camp kettles were not at hand meat could not be cooked economically. It was found advisable during these periods to have a sergeant divide it uncooked. In the Wilderness, and campaigns following in 1864, camp kettles were for six weeks a reminiscence with the troops, on the firing line.“ (vgl. Bennett: Musket and Sword, a.a.O., S. 90-91).

 

 

Versorgung (Pferdefutter) (CS):

vgl. Nye: Here come the Rebels, a.a.O., S. 4

 

 

Veteran Volunteer Act:

im Frühjahr 1864 lief in vielen Regimentern die dreijährige Verpflichtungszeit der Soldaten aus; es bestand die Sorge, diese erfahrenen Kämpfer zu verlieren. Deshalb the Congress passed the so-called Veteran Volunteer Act, which provided that any soldier who signed for further service in the armed forces would be given a month-long furlough, transportation home, and a bounty of $400 (vgl. Hicken: Illinois in the civil War, a.a.O., S. 240).

 

 

Virginia Military Institute (VMI):

in Lexington; niedergebrannt nach der Schlacht von New Market auf Befehl von US-MajGen David *Hunter. Als Revenge für die von Hunter verursachten Zerstörungen im Shenandoah Valley kam es durch Truppen MajGen Early's (Early's Raid nach Washington), Brigade McCausland am 30.7.1864 zum Niederbrennen von *Chambersburg (vgl. Chambersburg [ed.]: "Southern Revenge", a.a.O., S. 93 f., 94)

 

Das VMI wurde 1839 gegründet und diente nach dem Vorbild West Point zur Ausbildung für das militärische wie auch zivile Leben. Es war von solcher Bedeutung, daß Präsident Zachary Taylor persönlich sich um die Erweiterung des Instituts kümmerte (vgl. Tan­ner: Stonewall in the Valley, a.a.O., S. 19).

 

Das "West Point of the South" (Wood, a.a.O., S. 5), in Lexington / Virginia; Teilnahme der Kadetten an der Schlacht von New Market 1864 gegen Sherman während der Atlanta Campaign.

 

Die Gehälter der Professoren waren bescheiden (vgl. Hughes: Hardee. Old Reliable, a.a.O., S. 67 mit Anm. 63).

 

Photo:

- Wood, James H. (Captain Co. "D", 37th Virginia Infantry Regiment): "The War - 'Stonewall' Jackson, His Campaigns and Battles. The Regiment as I saw Them." (Cumberland, Md.: Eddy Press Corporation, 1910), Bibliothek Ref MilAmerik26, S. 4

 

Literatur:

- Couper, William: 100 Years at VMI, 4 vols, Richmond 1939

-Gindlesperger, James: Seed Corn of the Confederacy: The Virginia Military Institute at New Market (White Mane). Jeff Davis called the VMI Cadets the "Seed Corn of the Confederacy"; these cadets, some only 15 years, had never been in battle. The story of their gallantry during the battle of New Market where they captured a Union Battery and lost 10 of their number to Union shot and mus­ket)

- Wood, James H. (Captain Co. "D", 37th Virginia Infantry Regiment): "The War - 'Stonewall' Jackson, His Campaigns and Battles. The Regiment as I saw Them." (Cumberland, Md.: Eddy Press Corporation, 1910), Bibliothek Ref MilAmerik26

 

 

Vorposten:

s. auch *skimish

 

Der Vorpostendienst war unbeliebt, vor allen in kalten oder stürmischen Nächten. Wilbur Fisk gibt eine genaue Beschriebung (vgl. Fisk, a.a.O., S. 3 f.). Die Vorpostenlinie befand sich ca. 1 mi vor den Hauptkräften (Fisk, a.a.O.). Nach dem Dienstantritt der Vorpo­sten einer Brigade, mußten sich diese beim Brigadegeneral antreten, genannt "guard mounting" (Fisk, S. 4). Nach dem Appell und der Postenbelehrung rückten die Picketts ab nach dem Kommando: "about face, inspect your guard, march" (Fisk, a.a.O.). Fisk (a.a.O., S.5-7) beschreibt genau die Durchführung, Aufgaben, Parole, Ablösung der Posten während des 24stündigen Dienstes und die Aufteilung in Picketts, Small Reserve (Bereitschaft) and Big Reserve (Ruhen und Pause).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera W

 

Waffen, konföderierte:

s. auch Artillerie-CS

 

Literatur:

- William A. Albaugh III and Edward N. Simmons - CONFEDERATE ARMS - Broadfoot, Wilmington, 1993

 

 

Waffen, Waffentechnische Entwicklung:

Waffentechnisch kamen ab Mitte des 19. Jh. zwei grundlegende Entwicklungen zur Reife: zum einen der Übergang vom glatten zum gezogenen Vorderladergewehr, dem die Annahme des gezogenen Hinterladers folgte (vgl. Fiedler, MilGesch3IV1, S. 12). Diese Ent­wicklung zusammen mit den ähnlich gravierenden Veränderungen bei der Artillerie hatten bedeutenden Einfluß auf die *taktischen Gegebenheiten.

 

Diese Entwicklungen hatten bedeutenden Einfluß auf die taktischen Gegebenheiten. Die wirksame Schußweite des alten glatten Vor­derladergewehrs (100 Yards) betrug gegenüber den gezogenen "Rifles (Schußweite 400 Yards) nur ein Viertel. Die alte Vorderla­der Muskete war an Schußweite der Artillerie weit unterlegen. Mit der Einführung gezogener Gewehre stiegen die Schußweiten und die Treffähigkeit der Infanteriegewehre aber erheblich an. Gut verteilte Schützen vermochten dann die Kanoniere aus großer Entfer­nung zu bekämpfen. Blieben sie dabei noch in Deckung, waren die üblichen Vollkugeln der Artillerie nahezu wirkungslos. Somit hat­te sich das Wertverhältnis der beiden Waffen zueinander stark verschoben. Ein Wettlauf zwischen Gewehr und Geschütz begann. Der Artil­lerist suchte sein Heil in noch größeren Schußweiten, stärkeren Kalibern und wirksameren Geschossen. Zunächst ermöglichte das Schrapnell einen Kartätschschuß auf größere Entbernungen, doch entsprechende Schußweiten und bessere Trefferaussichten bo­ten nur gezogene Rohre. Die Hinterladung des Infanteriegewehrs brachte den taktischen Vorteil, daß die Schützen ihre Waffe im Lie­gen und gedeckt bedienen konnten, dazu im kritischen Moment auch schneller schußbereit waren. So veränderte das Hinterladungsgew­ehr den Infanteriekampf und forderte nicht nur von jedem Unterführer, sondern auch von jedem Mann ein größeres Maß an Selbständ­igkeit. Ähnlich entwickelten sich die Probleme bei der Artillerie; auch hier hatte sich die Zweckmäßigkeit einer Hinterlade­kanone klar erwiesen. Je schneller und massierter sie auf dem Gefechtsfelde in die wirksame Schußposition vorrückte, desto größeres Ge­wicht erhielt der artilleristische Feuerkampf im taktischen Zusammenwirken aller Waffen (Fiedler, a.a.O.).

 

Die Einführung des gezogenen Gewehrs vor allem in Kombination mit der Einführung der Patrone und des Hinterladers hatte erheb­liche Auswirkungen. Die amerikanische Armee hatte seit der Revolution Rifles, d.h. Gewhre mit gezogenem Lauf, für Hilfstruppen und Sondertruppen verwendet. Die Hauptwaffe war jedoch die glattläufige Vorderlader-Muskete. Diese wurde mittels Lagestock mit Pulver und Kugel geladen, wobei eine Schußfolge von drei Schuß pro Minute erzielt wurde.

 

Das Rifle-Gewehr benötigte demgegenüber ein genau passendes Projektil, dessen Ladung erheblich mehr Zeit erforderte. Die Schuß­folge der Rifle-Gewehre betrug nur ein Schuß pro Minute. Die höhere Feuergeschwindigkeit war für die militärischen Führer ent­scheidend, weshalb für die Masse der Infanterie die Vorderlader-Muskete als der Rifle überlegen angesehen wurde.

 

Die geringe Treffsicherheit der glattläufigen Muskete und die geringe Reichweite förderte jedoch Versuche um eine Weiterentwick­lung. 1855 führte die Armee, basierend auf französischen Entwicklungen, die rifled Musket (gezogenes Vorderladergewehr) mit dem Minie/Burton-Geschoß ein. Dieses System erhielt die Schußgeschwindigkeit der glattläufigen Muskete, erhöhte die Schußweite je­doch auf 400 Yards bei gleichzeitiger hoher Treffsicherheit.

 

"The infantry weapons commonly used during the Civil War were the rifle musket and the smoothbore musket. Both of these were muzzleloaders (powder and bullet loaded from the muzzle and rammed down the barrel) and were fired using a percussion cap. One common characteristic of bullets for both smoothbores and rifle muskets was that they had to have a smaller diameter than the bore of the gun so they would fit down the barrel during loading. The space between the bullet and the barrel was called windage. During the Civil War, most of the bullets made in the North were machine pressed, which produced a more solid and uniform ball. The South, however, predominately cast their bullets in molds. Often the only way to distinguish between a Northern and Southern "3-ring minnie" is if it shows some "cast" features. These features include a noticable sprne location (nose cast, side cast, etc.) or irregu­larities in the cavity and/or rings.

 

The smoothbore musket, as the name indicates, had a smooth bore in the barrel. The projectile generally employed was a spherical ball or round shot. Because of the windage in smoothbores the ball does not take a true or straight path as it travels through and exits from the barrel, but tends instead to bounce from side to side and take an erratic course when it leaves. Smoothbores were very inac­curate at ranges over 50 yards and were useless over 100 yards. Although inaccurate, the great demand by both governments for ser­viceable weapons meant that the outdated smoothbore saw service in great quantities throughout the war.

 

The rifle musket (RM) was the standard infantry shoulder arm in use during the Civil War. It had a rifled barrel and used an elongated ball most commonly in .58 caliber. These bullets needed some feature that allowed them to expand into the rifling upon being fired - this feature was usually a cavity in the base. Another common characteristic was a number of rings around the body of the bullet. These rings held a lubricant of wax and tallow. (aus Thomas/Thomas, Civil War Bullets & Cartridges, a.a.O., S. 30)

 

In Erkennung der Vorteile und Auswirkungen dieser neuen Waffe ordnete 1854 der damalige Kriegsminister Jefferson *Davis (der spätere Präsident der CSA) die Entwicklung einer neuen Taktik an, die die neuen waffentechnischen Gegebenheiten ausreichend be­rücksichtigte. Jefferson Davis hatte im mexikanischen Krieg 1846-48 das einzige vollständige mit Rifles ausgerüstete Regiment der Army befehligt und kannte die Vorteile und Auswirkungen wohl am besten.

 

Der Army kam bei der Entwicklung zugute, daß die kleine Vorkriegsarmee in der Offiziersausbildung wenig englische Literatur ver­wendet hatte. Dieser Nachteil hatte den Vorteil, daß der Einführung einer neuen Taktik angesichts der neuen Waffen keine festgefügte "herrschende Meinung" gegenüberstand und deshalb eine neue Taktik i.w. ohne Vorbehalte entwickelt und eingeführt werden konnte (s. zumindest nach Internet-Datei MilAmerik27, S. 3)

 

Praktisch verwendete die amerikanische Vorkriegsarme das französische napoleonische taktische System. Amerikanische Militärtheor­etiker zogen dieses dem englischen System deshalb vor, da das franz. System ihrer Meinung nach, auf den ausführlichen prakti­schen Erfahrungen der napoleonischen Kriege basierte und die französischen nach-napoleonischen Offiziere ihren Rang durch Kön­nen und, nicht wie bei den Briten, durch Ämterkauf erworben hatten.

 

Der führende amerikanische Militärtheoretiker, Prof. Dennis Mahan glaubte, daß amerikanische Waldkriegserfahrungen und Skirmis­h-Praktiken die franz. Taktik beeinflußt habe durch den Einsatz von Schützenschleiern und Scharfschützen vor der Linieninfanterie. Die kleine amerikanische Armee war zudem nicht ohne eigene amerikanische Taktik-Lehrbücher. Schon Epaphras Holt hatte 1811 eine Skirmish-Taktik veröffentlicht. Auf dieser aufbauend veröffentlichte Winfield Scott seine Taktik von 1830, in der er die Erfah­rungen des Amerikanisch-Englischen Krieges von 1812 berücksichtigte. Scott's Taktik war offizielles Drill- und Ausbildungshand­buch der US-Vorkriegsarmee bis 1855, als es durch Hardee's Manual ersetzt wurde. Hoyt's und Scott's Taktik zeigten mit kleinen Dif­ferenzen die Entfaltung von Skirmish-Formationen auf, beinhalteten jedoch wenig über deren effektiven Einsatz im Gefecht.

 

Henry Halleck schrieb 1846 "Elements of Military Art and Science" in der er unter Verwendung der Gedanken Jominis, der Memoi­ren Napoleons, Clausewitz', ErzherzogsKarl von Österreich festellte, daß (in der Zeit glattläufiger Gewehre) Skrimish Troops ledig­lich Hilfstruppen zum Flankenschuz und zur Beunruhigung des Feindes seien (Anm: ähnlich bereits Friedrich G. Gr. und die österei­chischen Strategen des 18. Jh. beim "kleinen Krieg"). Halleck glaubte, daß das Gefecht selbst in geschlosserer Ordnung unter Ver­wendung der Linien- oder Kolonnentaktik zu führen sei.

 

Mahan, Professor für Military and Civil Engineering an der US Militär Akademie West Point von 1830-1871 lehrte in seinem 1847 veröffentlichten Werk "Outpost" - einem Handbuch für den Subalternoffizier - den Einsatz von Skirmish-Truppen (leichte Infanterie) bei selbständigen "detatched" Operationen, Aufklärung, Erkundung, Überwachung und Sicherung. Der "Outpost" war Lehrbuch auch bei der Ausbildung des späteren Militärtheoretikers Hardee in West Point ++++

 

Literatur:

* William A. Albaugh III and Edward N. Simmons - CONFEDERATE ARMS - Broadfoot, Wilmington, 1993 - Reprint - Dust Jacket - 278pp - Fully Illustrated with Photos and Drawings - The most used guide to Pistols, Rifles, Swords and other Confederate Arms - Oversized - Mint - $35; Clayton Thopson Bookseller

- Griffith, Battle Tactics, a.a.O., Kap. 4

 

 

Waffentechnische Begriffe:

- Breech Loading Rifle: Hinterladergewehr

- Muzzle loading rifle: Vorladergewehr

 

 

Washington Artillery:

eine Miliz-Artillerie (nicht zu verwechseln mit der Washington Artillery von New Orleans in der Army of Tennessee), die älteste Mi­lizeinheit im Staat Louisiana. Seit 1857 kommandiert Col. James Birge *Walton. Alexander (Fighting for the Confederacy, a.a.O., S. 168) gibt irrtümlich deren Stärke nach Ausbruch des Bürgerkrieges mit 3 Kompagnien an. Tatsächlich umfaßte die Einheit während nahezu des gesamten Krieges 4 Kompanien in der Army of Northern Virginia und eine weitere im Westen (vgl. Alexander, a.a.O., S. 578, Anm. 6). Eingesetzt in den Schlachten von Edisto Island SC (29 März 1862),Seven Days Battles VA (25 Juni - 1 Juli 1862) dar­unter White Oak Swamp (30.6.1862) und Malvern Hill (1.7.1862), Fredericksburg Dezember 1862 (vgl. Alexander, a.a.O., S. 168).

 

 

West Point:

US-Military Academie; im Staat New York am Hudson River (vgl. Pfanz: Richard S. Ewell, a.a.O., S. 15; nach Sherman, Memoirs, S. 16 Anreise über New York mit dem Schiff); Eintrittsalter 16 Jahre (vgl. Sherman, Memoirs, a.a.O., Bd. 1, S. 15). Die Militärakade­mie wurde im März 1802 gegründet

 

West Point war nach dem Modell der Ecole Politechnique in Frankreich konzipiert und bot eine der besten Ausbildungsmöglichkeiten der USA (Hattaway/Jones: How the North Won, a.a.O., S. 11).

 

Ausbildungsdauer 4 Jahre; nur während kurzer Zeit betrug die Ausbildungszeit 5 Jahre (vgl. Simpson, Vorwort zu Porter: Campai­ning with Grant, S. v).

 

Traditionell wurden in West Point bevorzugt solche Nachkommen von Veteranen des Unabhängigkeitskrieges aufgenommen, die sich wegen Armut keine höhere Ausbildung leisten konnte. Die Kadetten erhielten ein Gehalt, damit sie notwendige Ausgaben bestreiten konnten. West Point bot damit eine exzellente und kostenlose Ausbildung (vgl. Pfanz: Richard S. Ewell, a.a.O., S. 13).

 

In den frühen 1840er Jahren litt West Point unter einer Public-Relations-Krise: Unter der Präsidentschaft von Andrew Jackson und Martin Van Buren war die Militärakademie wiederholt als ineffizient und elitär öffentlich angegriffen worden (vgl. Longacre: Pickett, a.a.O., S. 9; Morrison, a.a.O., S. 1-4; Boynton, a.a.O., S. 238). Tatsächlich kamen damals lediglich 3-5% aus reichen Familien (Longa­cre, a.a.O., S. 9 m.w.N.).

 

Kritiker sahen diese trainierten Absolventen oft als 'overeducated' Elite an, angefüllt mit 'impractical theory' ohne praktische Erfah­rung. Diese sicht wurde auch von vielen bedeutenden Zivilisten und militärischen Führern geteilt, auch von vielen Volunteers (vgl. Jones, Archer: Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 5).

 

Dennoch bleibt die Tatsache, daß die US-Militärakademie, die ihre Kandidaten einem rigorosen Ausleseprozess unterzog, einen ex­zellenten kleinen Kader an militärischen Führern ausbildete, der nicht nur die Regeln orthodoxer Kriegsführung kannte, sondern auch Neuerungen zugänglich war und diese verwendete (vgl. Jones, Archer: Civil War Command and Strategy, a.a.O., S. 10).

 

General Jacob D. Cox beurteilt West Point wie folgt: "For nearly all it was the education of the soldier at ranks and not the officer." (Cox: Military Reminiscenses I, 178).

 

Literatur:

- Boynton, Edward C.: History of West Point ... and the Origin and Progress of the United States Military Academy (New York, 1863)

- Cullum, George W.: Biographical Register of Officers and Cadets of the U. S. Military Academy (8 vols. Boston 1891)

- Dupuy, Ernest R.: Men of West Point: The First 150 Years of the United States Military Academy (New York, 1951)

- Morrison, James L. jr.: Educating the Civil War Generals: West Point, 1833-1861; in: Military Affairs (Oct. 1974), S. 108-11

- Morrison jr., James L.: "The Best School in the World": West Point, the Pre-Civil War Years, 1833-1866 (Kent, Ohio, 1986)

- Park, Roswell: Sketch of the History and Topography on West Point (Philadelphia 1840)

- Schaff, Morris: The Spirit of Old West Point (Boston, 1907)

- Waugh, John C.: The Class of 1846. From West Point to Appomattox: Stonewall Jackson, George McClellan and their Brothers (Ballantine Books: New York, 1194); Bibliothek Ref MilAmerik114

 

 

Western Gunboat Flotilla:

des Marineminsteriums (Bastian, Grant's Canal, a.a.O., S. 24; Bearss: Hardluck Ironclad, a.a.O., S. 83).

 

Die Western Gunboat Flotilla unterstand zunächst der Army, was erhebliche Friktionen auslöste, da jeder Brigadier in die Marinefüh­rung auf den Flüssen intervenieren konnte. Ab Oktober 1862 unterstand die Flotte erneut dem Marineministerium unter *Welles (vgl. Bearss: Hardluck Ironclad, a.a.O., S. 83

 

 

Whitworth Geschütz:

Hinterlader Geschütz britischer Herkunft, Schußweite 4-5 Meilen (10000 yards = 5,7 Meilen; vgl. Thomas: Cannons, a.a.O., S. 43) mit hoher Treffsicherheit; kaum zum Einsatz gekommen, da die Verwendung des indirekten Artilleriefeuers noch nicht bekannt war und vorgeschobene Beobachter noch nicht zum Einsatz kamen (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 129/130)

 

Allerdings war die Artilleriemunition unzuverlässig, die Artilleristen waren nie sicher wo und ob überhaupt das Geschoß explodieren werde. Es bestand daher fast während des ganzen Krieges das Verbot, die eigenen Truppen zu überschießen (vgl. Catton: Reflections, a.a.O., S. 130)

 

Die 12-Pounder (2,75 inch) Whitworth Breechloading Rifle wurde in England von Sir Joseph Whitworth vor Ausbruch des Bürger­krieges entwickelt und war eine von mehreren Typen von Whitworth Geschützen, die im Bürgerkrieg zum Einsatz kamen. Whit­worths wurden im allgemeinen von der CSA verwendet.; jedoch gab es im Norden eine Batterie von 2,75-inch Rifles ab 1861 bis Kriegsende. Gen. E. P. Alexander, der Artilleriechef Longstreet's lobte die Whitworth nach Kriegsende sehr wegen ihrer Trefferge­nauigkeit und großen Reichweite (vgl. Thomas, a.a.O., S. 43).

 

 

Whitworth Rifle:

Scharfschützengewehr mit Zielfernrohr; Kaliber .45; begehrteste Scharfschützen-Rifle der CSA Infanterie; in England hergestellt und zum Preis von $ 1000 Golddollar (incl. 1000 Schuß Munition) in die CSA importiert; Schußweite 1200 yards (so Vanderford, a.a.O., a.A. bei Coates / Thomas, a.a.O., S. 28: 1500 yards); die Munition war sorgfältig hergestellt, die Teile jeder einzelnen Patrone sorgsam abgewogen, um exakt gleiche Wirkung und Schußweite zu gewährleisten (vgl. Confederate Veteran Vol. I 1893 S. 117); Abb. bei Coates/Thomas: Civil Small Arms, a.a.O., S. 28

 

Literatur:

- Boatner: Civil War Dictionary, a.a.O., S. 917

- Vanderford, Confederate Veteran Vol. I 1893 S. 117

- Coates/Thomas: Civil Small Arms, a.a.O., S. 28

 

 

Whitworth's Sharpshooters:

CS-Scharfschützeneinheiten ausgerüstet mit der Whitworth Rifle; erste Einheit 1863 (Anm.: die Angabe 1864 in Boatner: Civil War Dictionary erscheint unzutreffend, da der Gründer der Einheiten, Major Vanderford in Confederate Veteran Vol. I 1893, S. 117 als Datum 1863 angibt) in Wartrace als Scharfschützeneinheit von Cleburne's Division aufgestellt durch Major Vanderford; eine weitere Truppe als Teileinheit von Bragg's Army in Chattanooga ebenfalls durch Major Vanderford aufgestellt; eine dritte, gleichnamige Ein­heit wurde aufgestellt in Joseph E. Johnston's Army in Meridian ebenfalls von Major Vanderford (vgl. Confederate Veteran Vol. I 1893 S. 117).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera Y

 

 

Yard:

amerikanisches Längenmaß, 09144 m

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Litera Z

 

 

Zelte:

s. Sibley Tents

 

Die Ausrüstung der Regimenter in der Union war oft ungenügend und unvollständig, oft auch von völlig mangelhafter Qualität. Wil­bur Fisk gibt u.a. an, daß die Armeehosen nach 14 Tagen nicht mehr zu tragen und völlig aufgebraucht waren, vielen Soldaten die Decken fehlten und sie im Dezember 1861 auf dem blanken Boden schlafen mußten (Fisk, a.a.O., S. 1). Fisk (a.a.O., S. 1) beschreibt die seinem 2nd Vermont im Dezember 1861 zur Verfügung stehenden Zelte, die für 5 Mann mit Ausrüstung viel zu klein waren, wes­halb die Bewohner ein Loch in den Boden gruben, die ausgehobene Erde als Wall aufhäuften und das Zelt darüber ausbauten und ausreichend Höhe zu gewinnen. Die Unterbringung war gesundheitsschädigend (Fisk, S. 2).

 

Weiterhin besaß jeder Mann eine Zeltbahn, die mit einer anderen Zeltbahn zusammengeknöpft werden konnte und gestützt auf 2 Stöcke oder Bajonette eine Zelt bildete. Die Zeltbahn bestand aus Leinenstoff "flax cloth" (Fisk, a.a.O., S. 12).

 

 

Zouaven:

amerikanische Miliz-Einheiten, die sich auf die französischen Zoauven in Nordafrika zurückführten. Die Uouaven waren nach 1854 in den USA populär. Die neue Infantrietaktik der französischen leichten Infantrie, die den indivuduellen Einzelkämpfer und die Kleingruppe betonte, entsprach amerikanischem Gefühl (vgl. Nosworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 97 ff).

 

Die französische Armee hatte bei den Kämpfen in Nordafrika anfangs Verluste erlitten, und war zunächst nicht imstande, der Kampf­weise der algerischen Truppen zu begegnen, die auf den Einzelkämpfer abstellte und blitzartige wiederholte Angriffe im beweglichen Gefecht führte, auf die die französische "schwere" Linieninfantrie zu ungeweglich reagierte.

 

In Frankreich wurde daraufhin mit den Tirailleurs eine neue Form von Infantrieeinheiten der "Jäger" (Chasseurs) oder "leichten In­fantrie" eingeführt, die ab 1840 vom Herzog von Orlean entwickelt wurde und sich auf die Fähigkeiten der neuen Infantriewaffenge­neration stützte; aufgelockertere Gefechtsordnung (nur noch zwei Kampflinien an Stelle von drei Linien), Einzelkampfausbildung und Ausnutzung des Geländes zeichneten ihren Einsatz aus; sie wurden zur Vorstufe der *Chasseurs à Pied (vgl. Norsworthy: Bloody Crucible, a.a.O., S. 54). Die Tirailleurswurden in Brigaden zusammengefaßt, zu denen einheinische Truppen, die "Zouaves" gehörten (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 55).

 

Letztere zeichneten durch eine "wilde" individuelle Angriffsweise aus, die dem amerikanischen Sentiment besser entsprach, als die "sture" Angriffsweise der maschinenartig gedrillten Linieninfantrie herkömmlichen Stils (vgl. Nosworthy, a.a.O., S. 98).

 

 

Zouaven Drill:

eine athletische Form des Infantry skirmish drill, wobei die Soldaten in den farbenprächtigen Uniformen französischer Kolonialtrup­pen (Zouaven) kostumiert waren. Die farbenprächtigen Zouaven-Uniformen und der Show-Drill waren in den USA in den Jahren vor Beginn des Bürgerkrieges sehr beliebt (McPherson / McPherson: Lamson of the Gettysburg, a.a.O., S. 12).

 

vgl. auch "Fire Zouaves", 5th New York Volunteer Infantry Rgt."Duryées Zouaves").

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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